Kategorie-Archiv: Archäologisches Museum Frankfurt

Frankfurter Museen laden ein zum Internationalen Museumstag am 13.Mai 2018

Archäologisches Museum Frankfurt . © Foto: Diether v. Goddenthow
Archäologisches Museum Frankfurt . © Foto: Diether v. Goddenthow

(ffm) Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 13. Mai, laden das Archäologische Museum und das Museum Judengasse zu verschiedenen Veranstaltungen und Führungen ein. Das Motto des 41. Internationalen Museumstags ist „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“.

Das Archäologische Museum Frankfurt lädt Groß und Klein zu Führungen ein. Die Besucher können antike Kostbarkeiten kennenlernen und in längst vergangene Lebenswelten eintauchen.

Mit der Social Media-Aktion #museumstandem beteiligt sich das Archäologische Museum am diesjährigen Motto des Internationalen Museumstages: „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“. Der Eintritt und die Teilnahme am Führungsangebot sind kostenfrei.

Das Führungsangebot zum Internationalen Museumstag des Archäologischen Museums Frankfurt auf einen Blick:

11 Uhr: Kulturkontakte mit dem Osten im Spiegel der griechischen Keramik – Geben die Motive auf griechischer Keramik Informationen dazu, wie intensiv der Austausch zwischen Griechenland und dem Vorderen Orient war? Warum waren bestimmte Darstellungen besonders gefragt? Zur Beantwortung dieser Fragen wird in der Führung der Fokus auf dem sogenannten orientalisierenden Stil des späten 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. und dem Hellenismus liegen. Eine Führung mit der Archäologin Laura Picht.

13 Uhr: Familienführung zur Steinzeit in Frankfurt – Die Menschen der Altsteinzeit haben die Grundlagen für unser heutiges Leben geschaffen. Mit den Steinwerkzeugen beginnt die Technik, und diese wiederum ermöglichte erst die Verarbeitung der Jagdbeute. Durch die Gewinnung der Sehnen, Häute und Felle der Tiere wurden Kleidungsstücke gefertigt und einfache Unterkünfte gebaut. Die beim Jagen und Sammeln gewonnenen Erfahrungen führten zur Nahrungsproduktion, die auch heute noch – nicht anders als in der Jungsteinzeit – unser Leben bestimmt. Eine Führung mit dem Archäologen Rudolf Gerharz.

15 Uhr: Familienführung zur Steinzeit in Frankfurt – In der Jungsteinzeit wurden die Menschen sesshaft. Aus Jägern und Sammlern wurden Ackerbauern und Viehzüchter. Die Funde in der Prähistorischen Abteilung des Museums vermitteln anschaulich, wie Werkzeuge und Keramikprodukte vor 7500 Jahren hergestellt wurden und wie die Menschen damals lebten. Eine Führung mit der Archäologin Sara Martin.

Ein interkulturelles Schattenspiel wird im Museum Judengasse von Kindern und Jugendlichen der AWO-Kita im Alfred-Marchand-Haus Preungesheim aufgeführt. Die jungen Akteure haben das Theaterstück in einem einwöchigen Workshop selbst entwickelt, die Figuren gebastelt und einstudiert.
Das Schattenspiel führt die drei abrahamitischen Religionen in der Einwanderungsgesellschaft zusammen. Die traditionellen Protagonisten des türkischen Schattenspiels – Karagöz, der Einfältige, und Hacivat, der Freche und Kluge – begegnen Zippe, einem jüdischen Narren aus Chelm, wo es laut dem Schriftsteller Isaac Bashevis Singer so viele glückliche Narren wie in keiner Stadt sonst gibt. Beginn der Vorstellung ist um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um 16.30 Uhr besteht die Gelegenheit, an einer Familienführung durch die neue Dauerausstellung im Museum Judengasse teilzunehmen.

Erlebnisreiche Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach an 40 Orten mit fetziger Musik, bunten Shows und spannenden Sammlungen

Über 37 000 Menschen waren in der Nacht der Museum in 40 Museen und Galerien in Frankfurt und Offenbach bis früh morgens unterwegs.© Foto: Diether v. Goddenthow
Über 37 000 Menschen waren in der Nacht der Museem an 40 Orten der Kunst in Frankfurt und Offenbach bis früh morgens unterwegs.© Foto: Diether v. Goddenthow

„Es ist schön zu sehen, wie zu später Stunde Menschen aus Frankfurt und der Region auf den Beinen sind, um Kunst an vielen verschiedenen Orten zu erleben. Ich danke allen beteiligten Institutionen, Museen, Galerien und Off-Spaces sehr herzlich für dieses wunderbare Programm, das einmal mehr die Vielfalt unserer Frankfurter Kulturlandschaft in einer Nacht erlebbar macht“, so Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig bei der Eröffnung der Nacht der Museen in Frankfurt am Main und Offenbach am 5. Mai 2018 im Museum Angewandte Kunst. Hier fand auch die Kunstauktion von EY statt, die einen Erlös von 56.000 Euro aus den versteigerten 20 Kunstwerken von jungen Künstlerinnen und Künstlern der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung erzielte. Über dieses grandiose Ergebnis freuten sich die Veranstalter und  Empfänger der EY-Benefizveranstaltung gleichermaßen, nämlich die Fördervereine der Frankfurter und Offenbacher Kunsthochschulen.

Nächtlichen Flaneure hier am Info-Point der Nacht der Museen am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow
Nächtlichen Flaneure hier am Info-Point der Nacht der Museen am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow

Schätzungsweise waren 37.000 „Nachtgänger“ von 19 bis 2 Uhr morgens unterwegs, um  das abwechslungsreiche Musik-, Show- und Ausstellungs-Angebot der Frankfurter und Offenbacher Kunsthäuser möglichst intensiv zu nutzen, um  gut zu essen und zu trinken und  miteinander ins Gespräch zu kommen.
Selbst, wer nur jeweils einen kurzen Blick nimmt, so wie es von den Veranstaltern auch gedacht ist, schaffte das riesige Veranstaltungs-Programm nicht. Folgend werden einige Highlights des Abends gezeigt  aus einer Tour, beginnend beim Giersch-Museum, entlang des Museumsufers in  Richtung Eiserner Steg bis zu den Museeen rund um  den Römerberg.

Museum Giersch der Goethe-Universität

Frankfurt Urban Jazz Collective eröffnet im Museum Giersch der Goethe-Unisversität das Nachtprogramm um 19 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. © Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurt Urban Jazz Collective eröffnet im Museum Giersch der Goethe-Unisversität das Nachtprogramm um 19 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Museum Giersch der Goethe-Universität trafen vor dem Hintergrund der Ausstellung Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964-1968 unter dem Abendmotto „50 Jahre 68er: Happenings, Jazz & Minirock“ bei Live-Musik des generationenübergreifenden Frankfurt Urban Jazz Collective Texte von Goethe, Heine und Shakespeare auf Electrobeats und lyrische Improvisationen.

Liebieg Skulpturensammlung

Allein schon die Garten-Atmosphäre lockte viele Besucher zum Liebieghaus Skulpturensammlung. © Foto: Diether v. Goddenthow
Allein schon die Garten-Atmosphäre lockte viele Besucher zum Liebieghaus Skulpturensammlung. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ganz auf Bewegung eingestellt war das Liebieghaus Skulpturensammlung. Zwischen ägyptischen, antiken, klassizistischen und mittelalterlichen Skulpturen und Exponaten bespielt (noch bis 26.8.2018) der renommierte südafrikanische Gegenwartskünstler William Kentridge mit 80 seiner außergewöhnlichen Ausstellungsprojekte große Teil der Sammlung des Hauses.

Sentimental-Maschine. In Kentriges Werk verschmelzen oftmals Zeichnung, Skulpturen, Film und Ton. Er versteht es bestens gezeichnete Objekte in Bewegung zu setzen und sie Raum erobern zu lassen. Im Kern geht es um Zeit in all ihren "raumgreifenden" Facetten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Sentimental-Maschine. In Kentriges Werk verschmelzen oftmals Zeichnung, Skulpturen, Film und Ton. Er versteht es bestens gezeichnete Objekte in Bewegung zu setzen und sie Raum erobern zu lassen. Im Kern geht es um Zeit in all ihren „raumgreifenden“ Facetten. © Foto: Diether v. Goddenthow

William Kentridge lässt dabei das Spektrum seines Werkes in Dialog treten mit der 5000 Jahre alten Skulpturensammlung des Liebieghauses. In der NACHT konnten kleine Besucher im Offenen Atelier selbst kreativ werden und Erwachsene mit Taschenlampen den Garten des Hauses neu entdecken bei rhythmischen Trommelklängen und südafrikanischen Streetfood.

Städel Museum

Lange Schlangen bildeten sich  zu einer Art Besucher-Performance des "Sich-in-geduldigen-Wartens-üben" schon vor 19 Uhr vor dem Städel-Museum.© Foto: Diether v. Goddenthow
Lange Schlangen bildeten sich zu einer Art Besucher-Performance des „Sich-in-geduldigen-Wartens-üben“ schon vor 19 Uhr vor dem Städel-Museum.© Foto: Diether v. Goddenthow

Lange Schlangen gegen 19.10 Uhr drängten ins Städel-Museum, welches gerade seine international beachtete, sensationelle Ausstellung über den flämischen Barockmaler Peter Paul Rubens (1577-1640) „Rubens. Kraft der Verwandlung“ bis zum 3. Juni 2018 verlängert hatte und viele weitere Highlights der drei großen Sammlungsbereiche präsentierte. Musikalische  Klänge der Barockzeit sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Zudem wurden Kinder in den Offenen Ateliers mit Farbe, Pinsel und Zeichenmaterial selbst zu kleinen Meistern, während ihre Eltern durch die Ausstellungen schlenderten oder sich einer fachkundigen Führung anschlossen.

Museum für Kommunikation

Museum für Kommunikation. Im UG Live-Konzerte u. -Lesungen und Abtanzen bis zum Morgen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Museum für Kommunikation. Im UG Live-Konzerte u. -Lesungen und Abtanzen bis zum Morgen. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Alles außer Schlaf“ (Sub-Titel der Sonderausstellung „DIE NACHT“) war auch die Nacht  im Museum für Kommunikation mit Live-Musik von Backenfutter, den Madhouse Flowers und Fresh Fruits Movements, die mit den besten Club-Dances tanzfreudigen Nachtschwärmern die feinsten Früchte der Nachtkultur zeigten. Ein Live-Hörspiel der Hörtheatrale lockte in die finstere Gedankenwelt von Edgar Allan Poe. Graf Dracula lebte wieder auf in seinem Schloss und sorgte für ein wenig Schaudern.

Gothics - Die Kinder Nacht, ist aus der Punkt- und New-Wave-Szene er 1980er Jahre hervorgegangen. Sie greifen Gefühle und Dunkelängste der Nacht auf und schaffen durch passende Accessoires, Mode und Musik eine eigene Kultur der Nacht. Schwarz ist Szenefarbe. Das größte Gothics-Treffen findet jährlich in Leipzig statt. Hier ein Teilaspekt der Ausstellung "Die Nacht". © Foto: Diether v. Goddenthow
Gothics – Die Kinder Nacht, ist aus der Punk- und New-Wave-Szene er 1980er Jahre hervorgegangen. Sie greifen Gefühle und Dunkelängste der Nacht auf und schaffen durch passende Accessoires, Mode und Musik eine eigene Kultur der Nacht. Schwarz ist Szenefarbe. Das größte Gothics-Treffen findet jährlich in Leipzig statt. Hier ein Teilaspekt der Ausstellung „Die Nacht“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Licht ins Dunkel brachten auch die traumhaften LED-Wesen von Entourage Berlin, und in der „Spark in the Dark“-Lounge kamen Freunde des Lichts und der Schattenwelt beim Light-Painting voll auf ihre Kosten, passend zur Ausstellung „Die Nacht – Alles Ausser Schlaf“. Die Ausstellung beleuchtet die zentralen Facetten der Dunkelheit: von Dunkelängsten, Träumen, Mythen und wie der Mensch allmählich seinen Tag in die Dunkelheit hinein verlängerte , mit Ausflügen zur Gothics-Szene und  Schichtarbeit eines Paket-Zentrums. 5.m.f.k.klassen.kEine Etage tiefer, im 1. OG, gibt es eine Homage an die Schulzeit der 68er Generationen: „Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972“ beleuchtet eine Zeit in der das neu auf den Markt kommende Kofferadio Freiheit vom spießigen Musikdiktat der Eltern bedeutete, und man „seine“ „schreckliche Neger-Musik“ hören durfte. Beatles, Rollings-Stones und andere „verkommene gesellschaftlichen Subjekte“ und „langhaarigen arbeitsscheuen Faulpelze“ mit  ihren „Stromgitarren“ waren die Feindbilder einer fest in der Adenauer-Ära verankerten Eltern- und Großeltern-Generation.

Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972 - als das Kofferadio zum Symbol der Befreiung vom spießigen Musikgeschmack der Eltern wurde.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972 – als das Kofferadio zum Symbol der Befreiung vom spießigen Musikgeschmack der Eltern wurde. © Foto: Diether v. Goddenthow

Es waren die Anfänge der antiautoritären Erziehungsbewegung,  einer Zeit, in der  Schüler begannen, sich gegen mit Rohrstöckchen (noch) prügelnde Lehrer zu wehren, Klassenbücher verbrannten und manch ein Mädel  Spass daran fand, ihre Pauker mit  einem superkurzen Minirock aus der Fassung zu bringen.  Sex statt Religion, Abschaffung der Noten,  Marx statt Rechtschreibung bis hin zur Besetzung von Häusern, Schulämtern und Straßenbahnen und Seit-an-Seit-Märschen mit „Anführern“ wie Rudi Dutschke gegen Notstandsgesetze und Vietnamkrieg waren für die neue Jugendbewegung oftmals wichtiger als Latein und Mathe.

Man glaubt es kaum, in der großen UG-Dauerausstellung "Medien erzählen Geschichte(n)" zeigt der "Elektrische Kraftwagen Bergmann von 1925", dass Elektroantriebe keine wirklich neue Erfindung sind. Damals erreichte das Post-Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h. © Foto: Diether v. Goddenthow
Man glaubt es kaum, in der großen UG-Dauerausstellung „Medien erzählen Geschichte(n)“ zeigt der „Elektrische Kraftwagen Bergmann von 1925″, dass Elektroantriebe keine wirklich neue Erfindung sind. Damals erreichte das Post-Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h. © Foto: Diether v. Goddenthow

Äußerst empfehlenswert ist auch die im UG gezeigte Daueraustellung „Medien erzählen Geschichte(n)“. Sie führt durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kommunikationsentwicklung mittels 44 Themeninseln auf 2500 qm von der Erfindung der Schrift über das Botenwesen bis hin zu Internet und Datenbrille. Hier werden alle wesentlichen bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Kommunikation leicht verständlich und gut visualisiert exemplarisch präsentiert, mitunter gespickt mit kuriosen Geschichten und ungewöhnlichen Schicksalen.

Deutsches Museum für Architektur

Auch das DAM war wieder Besuchermagnet. © Foto: Diether v. Goddenthow
Auch das DAM war wieder Besuchermagnet. © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch im Deutschen Museum für Architektur (DAM) galt es den Besucherandrang in geregelte Bahnen zu lenken: Gleich drei Highlights gab es als Belohnung für’s Warten in der Schlange: Im 2. Obergeschoss präsentiert(e) das Haus die „Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland“ und die hieraus ermittelten Gewinner des DAM Preises 2018“.

Passend zu Frankfurts Topthema über die Zukunft der Städtischen Bühnen die Ausstellung: Große Oper - viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich" © Foto: Diether v. Goddenthow
Passend zu Frankfurts Topthema über die Zukunft der Städtischen Bühnen die Ausstellung: Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Im 1. OG zeigt(e) das DAM gemeinsam mit dem Kulturdezernat der Stadt die Schau: „Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich“, was auch vor dem Hintergrund der Diskussion über die Zukunft der städtischen Bühnen interessant und spannend ist.
Im EG thematisiert(e) die große Ausstellung „Fahr Rad!“ die grüne Mobilität und Rückeroberung der Städte mit dem Bike. Zu später Stunde ging’s gleich vom Sattel auf die Tanzfläche mit den DJs Twisted & MC Markie J. und Drum ´n´ Bass-Beats.

6. Deutsches Filmmuseum

Beliebtes Ziel war wieder auch das Deutsches Filmmuseum in der Nacht der Museen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Beliebtes Ziel war wieder auch das Deutsches Filmmuseum in der Nacht der Museen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Sturm auf das Filmmuseum. Es gab spannende Einblicke in die Welt des Films, unter anderem mit der Dauerausstellung im 3. Stock, die sich dem Kultfilm „Kubricks 2001. 50 Jahre A Space Odyssey“ widmet(e), auf Wunsch auch mit kundigen Führungen. Im Kino wurde eine Trailershow zur filmischen Reise in unbekannte Science-Fiction-Welten geboten, während Space-Quizshows und Bilder aus der Bluebox die Besucher in andere Galaxien beamten. The Oh!chestra begleitete dazu Filmszenen live und lockte späters in Foyer als „The OhOhOhs“ mit Electrosounds.

Museum Angewandte Kunst

Das Museum Angewandte Kunst wurde in dieser Nacht für viele zum Fashion- Tempel praktizierter auf dem Laufsteg als selbstinszenierte Stilikone.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Museum Angewandte Kunst wurde in dieser Nacht für viele zum Fashion- Tempel selbstpraktizierter Designkunst,  mit der man sich auf dem Laufsteg als neue Stilikone inszenieren konnte. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Jil Sander – Fashion NOW“, so das Motto der Nacht im Museum Angewandte Kunst. Es war gleichzeitig auch ein Abschied von der spektakulären Schau „Jil Sander. Präsens“, einem faszinierenden Zusammenspiel von Architektur, Farbe, Licht, Film, Klang, Fotografie, Mode und Kunst.
Der Clou des Abends:  jeder Besucher konnte für kurze Zeit auf Frankfurts spontan entstandenen „schönsten“ Laufsteg zur Stilikone werden und sich live und für 24 Stunden als Instagram Story online auf dem Account des Museums posten lassen. Dabei sorgten Ata Macias und Robert Johnson-Resident Aziesch für die passenden puristischen Beats, während an der Cocktailbar das Emma Metzler-Team und die Amp Bar hauseigene Highballs kreierten, und Lamm- und Veggie-Liebhaber mit SoulFlaki vom Grill beglückten.

Bibelhaus Erlebnismuseum

"Reise in die Welt der Bibel" im Erlebnismuseum Bibelhaus. © Foto: Diether v. Goddenthow
„Reise in die Welt der Bibel“ im Erlebnismuseum Bibelhaus. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bei einer „Reise in die Welt der Bibel“ konnten sich Besucher im Untergeschoss über die Ursprünge, Entwicklung und Vielfalt der Heiligen Schrift anhand von Exponaten und Schrifttafeln informieren und dabei auch erfahren, wie viele Zugänge es zur Bibel gibt, etwa über Wort, Bild, Musik und Gesang. Spannend war zudem, der Frage nachzugehen, was die drei monotheistischen Weltreligionen , die drei heilige Schriften und ein Gott: Avram – Abraham – Ibrahim miteinander verbindet und was Judentum, Christentum und Islam voneinander trennt.

„Wandern“ oder sich kutschieren lassen oder beides?

Von einer Seite zur anderen. Wir nicht zu Fuß den Eisernen Steg über den Main nehmen wollte, konnte ab 20 Uhr auch auf den Schiff-Shuttle-Dienst zurückgreifen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Von einer Seite zur anderen. Wir nicht zu Fuß den Eisernen Steg über den Main nehmen wollte, konnte ab 20 Uhr auch auf den Schiff-Shuttle-Dienst zurückgreifen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Entspannt durch die NACHT kamen die Besucherinnen und Besucher zu Fuß über den Eisernen Steg zu den in günstiger Entfernung zueinander liegenden Museen des Museumsufers und Römerbergs. Desweiteren sorgten fünf Shuttle-Buslinien, eine historische Straßenbahn und ab 20 Uhr ein Schiffs-Shuttle über den Main für eine reibungslose Beförderung.  Auch konnte man selbst in die Pedale treten. Dazu stand in dieser Nacht das  „Call a bike“, das  Bike-Sharing. kostenfrei zur Verfügung.

Historisches Museum

Das Historische Museum mit seinem über eine breite Treppe frei zugänglichen Innenhof wird zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Historische Museum mit seinem über eine breite Treppe frei zugänglichen Innenhof wird zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow

Großer Andrang, beste Stimmung und imposante Erlebnisse bot das im vergangenen Jahr wiedereröffnete Historische Museum, welches mit seiner „Piazza“ zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg und der am 9. Mai feierlich eingeweihten teilrekonstruierten historischen Altstadt mit Stoltze- und Struwwelpeter-Museum (ab Herbst 2018) werden wird.

Der Museumsplatz gegen 19 Uhr am Historischen Museum. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Museumsplatz gegen 19 Uhr am Historischen Museum. © Foto: Diether v. Goddenthow

Allein für eine der gezeigten Ausstellungen „Die Stauferzeit“, “Frankfurt Einst?“, „ Frankfurter Sammler und Stifter“ und „Von Bürgern und Bankiers“ sowie für die Etagen des „Jungen Museums“ im Rententurm hätte man jeweils schon einen halben Tag einplanen können. Deshalb steht für viele Besucher  fest: Einfach wiederkommen!

Archäologisches Museum

Das Archäologische Museum ist einfach stets ein imposantes Erlebnis. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Archäologische Museum ist einfach stets ein imposantes Erlebnis. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Archäologischen Museum der restaurierten Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters präsentierten die georgische Sängerin, Pianistin und Komponistin Nestan Bagration und Davitashvili mit ihrer Musik als ein offenherziges Bekenntnis zu den Ursprüngen der Menschheit ihr Land Georgien. Georgien wird  das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse sein.
Bis spät in die Nacht konnten Besucher die in verschiedenen Sammlungen präsentierten Funde aus 200.000 Jahren Menschheitsentwicklung besichtigen und Einblicke nehmen, wie Menschen einst lebten, liebten, arbeiteten, kämpften, glaubten und feierten.

Frankfurter Römer

Das Duo Wildwuchs, Tomas Zeuner und Tobias Witzlau spielten mehrmals am Abend auf, während die Besucher den Kaisersaal mit den 52 Porträts der königlichen und kaiserlichen Würdenträgern an den Wanden bestaunten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Duo Wildwuchs, Tomas Zeuner und Tobias Witzlau spielten mehrmals am Abend auf, während die Besucher den Kaisersaal mit den 52 Porträts der königlichen und kaiserlichen Würdenträgern an den Wanden bestaunten. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Kaisersaal des Frankfurter Römers konnten Nachtschwärmer im Rahmen von Führungen mehr über diesen historischen Ort des Frankfurter Rathauses und die darin als Wandgemälde verewigten 52 Könige und Kaiser des Alten Reiches von Karl dem Großen bis zu Franz II erfahren. Begleitet wurde die Reise in die Vergangenheit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen durch das Spielmannduo Wildwuchs mit ihren aus der Musik des Mittelalters und der Renaissance stammenden Klängen.

Caricatura – Museum für komische Kunst

Am Caricatura - Museum für komische Kunst war die Ottifantitis ausgebrochen - Alle wollten Otto Waalkes zeichnerisches Werk sehen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Am Caricatura – Museum für komische Kunst war die Ottifantitis ausgebrochen – Alle wollten Otto Waalkes zeichnerisches Werk sehen. © Foto: Diether v. Goddenthow

In schierer Otto-Manie stürmten die Besucher das Caricatura auf der Suche nach den vielen – auch in Bildwerken – eingeschleusten kultigen Rüsseltierchen des beliebten Multitalents Otto Waalkes. Der Entertainer und studierte Grafiker, Musiker und bekannte Synchronsprecher hat eine langjährige, besondere Beziehung zu Frankfurt und der „Neuen Frankfurter Schule“. Anlässlich seines 70. Geburtstags hat das Museum für komische Kunst die Schau „Otto. Die Ausstellung“ auf die Beine gestellt, in der das bildnerische Werk des Ostfriesen von seinen Anfängen bis heute eindrucksvoll gezeigt wird. Pit Knorr, der mit Bernd Eilert und Robert Gernhardt das Autorenteam von Otto bildete, las dazu aus seinen Texten. Zugleich konnten sich Groß und Klein beim großen Ottifanten-Malwettbewerb kreativ an der künstlerischen Adaption von Ottifanten abarbeiten. Sie konnten auch Carton-Lesungen des „Titanic“-Zeichners Leonard Riegel lauschen und Konzert-Kostproben des Spardosen-Terzetts – der „größten kleinen Kapelle der Republik“ hören oder auf dem Weckmarkt eine Bratwurst essen.

Impression der Nacht: Hier  am Portal von Kaiserdom St. Bartholomäus und Dommuseum (links) und Beginn des am 9. Mai ab 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen, rekonstruierten  Krönungsweg der deutschen Kaiser (rechts), auf dem diese nach der Krönung im Dom mit ihrem Gefolge zum Festmahl in den Römer schritten..© Foto: Diether v. Goddenthow
Impression der Nacht: Hier am Portal von Kaiserdom St. Bartholomäus und Dommuseum (links) und Beginn des am 9. Mai ab 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen, rekonstruierten Krönungswegs der deutschen Kaiser (rechts), auf dem diese nach der Krönung im Dom mit ihrem Gefolge zum Festmahl in den Römer schritten..© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Dommuseum zeigt(e) im Kreuzgang des Kaiserdoms unter dem Titel „Hinter dem Pergament: Die Welt“. eine ganz besondere Ausstellung um den Verleger, Händler und Sammler Peter Ugelheimer, der 1442 in der Fahrgasse geboren wurde, und Gutenbergs Buchdruck in Venedig zur Blüte brachte. Präsentiert werden/wurden kostbare Bücher, Bibeln und auch Rechnungsbücher aus seiner kostbaren Sammlung. Zudem hatten die Besucher Gelegenheit an Vorführungen der Gutenberg-Druckpresse teilzunehmen.

Wen man auch fragte: Die Nacht der Museen kam wieder bestens an! Und selbst Leute, die sonst nicht viel mit Kunst am Hut haben, amüsierten sich köstlich auf der größten „Kunst- und Museums“-Party im Rhein-Main-Gebiet.
Aber heißt es nicht: Nach der „Nacht ist vor der Nacht“? Also dann bis zur nächsten Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach 2019!

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Mit Kulturticket freier Eintritt in 18 Frankfurter Museen für Studis der Goethe-Uni

SOS-Brutalismus - Architektur-Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow
SOS-Brutalismus – Architektur-Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow

ABER HALL0,-: Kulturticket für Studierende der Goethe-Universität und der Frankfurt University of Applied Sciences
Die Goethe Card, der Studierendenausweis der Goethe-Universität Frankfurt und der STUDY-CHIP, der Studierendenausweis der Frankfurt University of Applied Sciences, werden in 18 Museen der Stadt zum Kulturticket.
Einfach die Goethe Card oder den STUDY-CHIP an der Museumskasse vorzeigen und Geschichte, Architektur, alte, moderne und angewandte Kunst studieren und genießen.

Der freie Eintritt wird in Kooperation mit dem AStA der Goethe-Universität bzw. dem AStA der Frankfurt University of Applied Sciences angeboten und gilt für rund 60 000 Studierende in folgenden Häusern:
Archäologisches Museum
Caricatura Museum
Deutsches Architekturmuseum
Deutsches Filmmuseum
Hindemith Kabinett
Historisches Museum
Ikonen-Museum
Institut für Stadtgeschichte
Jüdisches Museum
Junges Museum
MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst
MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst
MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst
Museum Angewandte Kunst
Museum Giersch der Goethe-Universität
Museum Judengasse
Porzellan Museum
Weltkulturen Museum

Die Museumsparks und -cafés mit Blick auf die Skyline laden zu entspannten Pausen zwischen dem Museums-Hopping ein.

Am Satourday in fünf Frankfurter Museen Verstecktes entdecken – 16 Museen zum Nulltarif für alle unter 18

Archivbild: Archäologisches Museum Frankfurt während der Nacht der Museen 2017. © Foto: atelier-Goddenthow
Archivbild: Archäologisches Museum Frankfurt während der Nacht der Museen 2017. © Foto: atelier-Goddenthow

Aufdecken und sichtbar machen – Am Satourday in fünf Frankfurter Museen Verstecktes entdecken und Geheimnisse lüften

(kus) Am Samstag, 31. März, können junge Spürnasen in fünf Frankfurter Museen mit allerlei Hilfsmitteln – von der Schaufel bis zum QR-Code – Verdecktes sichtbar machen.

Neugierige Reporterinnen und Reporter besuchen die Ausstellung im MMK2 und schreiben inspiriert von den Kunstwerken eine eigene Reportage. Ob die Geschichten, die die Bilder im Weltkulturen Museum erzählen alle wahr sind? Bei einem Streifzug durch das Museum können Kinder ab sechs Jahren Ungeschriebenes aufdecken und hörbar machen. Mit Smartphone und QR-Code-App decken Nachwuchsdetektive bei der Ostereiersuche im Museum für Kommunikation auch die geheimsten Verstecke auf. Um hinter die Geheimnisse im Deutschen Filmmuseum zu kommen, müssen Familien aktiv werden: Einige Bilder werden mit Sonnenlicht gemalt, andere werden erst mit einer besonderen Technik lebendig. Die richtige Technik ist auch für Archäologen beim Ausgraben wichtig. Wie richtig gerüttelt, gesiebt und gepinselt wird und wie tausende Scherben wieder zu Gefäßen werden, erfährt man am Samstag im Archäologischen Museum.

Der letzte Samstag im Monat ist Familientag in vielen Frankfurter Museen. Jeden Monat erwartet Klein und Groß am Satourday eine spannende Auswahl an Aktivitäten, die immer unter einem neuen, kindgerechten Motto stehen. „Die Mischung aus sehen und dann selbst zum Künstler zu werden ist die Besonderheit des Satourday. Die Museen laden Kinder mit ihren Eltern ein, ihre Kunstwerke kennenzulernen, neue Eindrücke zu sammeln und das Gesehene dann kreativ aufzuarbeiten“, erläutert Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Um an den Angeboten im MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst, Museum für Kommunikation und Weltkulturen Museum teilnehmen zu können, ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Der Eintritt ins Archäologische Museum, MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst, Weltkulturen Museum sowie in alle anderen städtischen Häuser und das Dommuseum ist am Satourday für Kinder und Erwachsene kostenlos.

Informationen zur Anmeldung und das Satourday-Programm liegen zum Download unter http://www.museumsufer-frankfurt.de bereit.

16 Museen – 0 Euro für alle unter 18 Jahren
Archivbild: Kolonialwarenladen im Jungen Museum (Historisches Museum)  © Foto: atelier-Goddenthow
Archivbild: Kolonialwarenladen im Jungen Museum (Historisches Museum) © Foto: atelier-Goddenthow


Egal ob Tüftler oder Sausewind, stilles Persönchen oder Rabauke, Wenigsager oder Vielfrager – für alle unter 18 Jahren stehen die Türen der 16 städtischen Museen kostenfrei offen.

Sticker Icon "0,- Euro Eintritt unter 18 Jahren" Dezernat Kultur und WissenschaftGestalterKids © Museum Angewandte Kunst, Foto: Anja Jahn

Das neue Angebot geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zurück. Seit Januar 2017 gilt er für alle Dauer- und Sonderausstellungen der städtischen Museen Frankfurts. Und das kommt an: Rund 25 Prozent mehr Kinder und Jugendliche besuchten im ersten Quartal 2017 die städtischen Häuser.

Diese faszinierenden Orte können Kinder und Jugendliche kostenfrei für sich entdecken und erobern:
Archäologisches Museum
Caricatura Museum
Deutsches Architekturmuseum
Hindemith Kabinett
Historisches Museum Junges Museum
Ikonen-Museum
Institut für Stadtgeschichte
Jüdisches Museum
Junges Museum
MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst
MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst
MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst
Museum Angewandte Kunst
Museum Judengasse
Porzellan Museum 
Weltkulturen Museum

Götter der Etrusker. Zwischen Himmel und Unterwelt

cover-einladung2Neue Schau im Archäologischen Museum fürht in die Welt der Religion und Jenseitsvorstellungen der etruskischen Zivilisation

(kus) Die geheimnisvollen Bereiche einer der zivilisiertesten Kulturen des antiken Europas präsentiert das Archäologische Museum Frankfurt in seiner neuen Ausstellung bis zum 4. Februar 2018 in deutscher und englischer Sprache. Bis heute faszinieren die Funde aus etruskischen Heiligtümern und Gräbern Wissenschaftler wie Laien, doch bereits in der Antike galten die Kulte und Bestattungspraktiken der Etrusker als einzigartig. Religion und Kult bildeten für sie feste Bestandteile des Alltags.

Hochrangige archäologische Funde aus Museen in Nord- und Mittelitalien sowie aus den Sammlungen des Archäologischen Museums Frankfurt, die zum Teil erstmals öffentlich gezeigt werden, führen die Besucher in die vielgestaltige Welt der Religion und Jenseitsvorstellungen der etruskischen Zivilisation. Man entdeckt dabei eine fremde Welt voller Götter und Dämonen, verbunden mit geheimnisvollen Ritualen; eine Welt, in der die Menschen in ständigem Dialog mit den Göttern und dem Heiligen standen. Beinahe jeder Aspekt des täglichen Lebens war für die Etrusker von einem tiefen religiösen Sinn durchdrungen. Sie erlebten die Ereignisse jeden Tages als Ausdruck göttlichen Willens, der das Diesseits wie das Jenseits bestimmte.

Kanonengefäss auf Thron.Chiusi. Terrakotta. 7. bis 6. Jh. v. Chr. Florenz, Museo Archeologico Nazionale. Anthropomorphe Aschenurnen mit menschlichen Gesichtszügen, sind typische Produkte aus Chiusi. Foto: Heike W. v. Goddenthow
Kanonengefäss auf Thron.Chiusi. Terrakotta. 7. bis 6. Jh. v. Chr. Florenz, Museo Archeologico Nazionale. Anthropomorphe Aschenurnen mit menschlichen Gesichtszügen, sind typische Produkte aus Chiusi. Foto: Heike W. v. Goddenthow

Gentes ante omnes alias eo magis dedita religionibus, quod excelleret arte colendi eas – “Mehr als alle anderen Völker hielt es auf seine religiösen Bräuche, weil es in der Kunst, sie zu vollziehen, Meister war”. Mit diesen Worten beschreibt der römische Historiker Titus Livius die bedeutende Rolle der Religion in der etruskischen Gesellschaft. In der Ausstellung wird diese einzigartige Beziehung der Etrusker zur göttlichen Sphäre sichtbar gemacht.
Verschiedene Sektionen beleuchten jeweils einen besonderen Aspekt der etruskischen Religiosität. Den Einstieg bildet ein Überblick über die Grundzüge ihrer religiösen Vorstellungen und ihres kosmologischen Konzepts. Diese wurden im Lauf der Jahrhunderte stark von griechischen Traditionen beeinflusst und prägten in der Folge nachhaltig die Entwicklung der römischen Religion. In der zweiten Sektion wird der „heilige Raum“ thematisiert, die Tempel und das religiöse Leben in den Heiligtümern. Kultische Praktiken der Etrusker stehen im Mittelpunkt der nächsten Sektion. Die Römer schätzten dabei besonders ihre Kenntnisse bei Weissagungs- und Totenritualen. Mit Hilfe solcher Handlungen glaubten die Etrusker, den Willen der Götter deuten und beeinflussen zu können. Die beiden letzten Abteilungen widmen sich den Vorstellungen vom Leben im Jenseits und den Totenritualen. Die reichen Beigabenensembles etruskischer Gräber bezeugen die Vorstellung von einer Weiterexistenz nach dem Tod. Für diese stattete man die Verstorbenen mit allen notwendigen Dingen aus. Die ausgestellten Funde aus Gräbern und Heiligtümern gewähren einen lebendigen Einblick in das alltägliche Leben von Frauen, Adligen und Kriegern in der etruskischen Gesellschaft.

Weitere archäologische Funde aus der Welt der Etrusker bietet die Dauerausstellung des Archäologischen Museums. Herausragende Frankfurter Objekte dabei sind die aus italischen Werkstätten stammenden Bronzegefäße im Grab des Frankfurter „Keltenfürsten“ aus der Zeit um 700 v. Chr.

Frauenfigur um 3. Jh. v. Chr., mit knöchellangen Gewand aus dünnen Stoff bekleidet, einen runden Schild in linker Hand, und Helm über offenen, langem Haar. Gewandung und Bewaffnung erinnern an die griechische Göttin Athena, bzw. die römische Minerva. Foto: Heike W. v. Goddenthow
Frauenfigur um 3. Jh. v. Chr., mit knöchellangen Gewand aus dünnen Stoff bekleidet, einen runden Schild in linker Hand, und Helm über offenen, langem Haar. Gewandung und Bewaffnung erinnern an die griechische Göttin Athena, bzw. die römische Minerva. Foto: Heike W. v. Goddenthow

Themen vertiefende Einblicke bietet das Begleitprogramm mit Vorträgen und Veranstaltungen. Kinder können mit dem Aktionsheft zur Sonderausstellung die vielgestaltige Götterwelt der Etrusker entdecken.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Maurizio Canfora, Generalkonsul der Republik Italien, Frankfurt am Main. Sie wird gefördert durch die Dr. Marschner Stiftung sowie Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt und entstand in Zusammenarbeit mit dem Museo Archeologico Nazionale Florenz, dem Museo Etrusco Guarnacci Volterra, der Soprintendenza Archeologia, Belle Arti e Paesaggio per la città metropolitana di Firenze e le province di Pistoia e Prato, Contemporanea Progetti GmbH, Florenz und Expona GmbH, Bozen.

Archäologisches Museum Frankfurt
Karmelitergasse 1
D-60311 Frankfurt am Main
Telefon 069 212-35896
Fax 069 212-30700
info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de

Ab sofort kostenfreier Eintritt in 18 Frankfurter Museen für rund 14.000 Studierende

Neues Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt, wird ab Februar 2018 auch das Kindermuseum und dem neuen Namen "Junges Museum" beherbergen. Foto: Diether v. Goddenthow
Neues Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt, wird ab Februar 2018 auch das Kindermuseum und dem neuen Namen „Junges Museum“ beherbergen. Foto: Diether v. Goddenthow

Neue Kooperation zwischen Kulturdezernat und Frankfurt University of Applied Sciences

(kus) Ab sofort haben Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) die Möglichkeit, mit ihrem Studierendenausweis 18 Frankfurter Museen kostenfrei zu besuchen. Für das Kulturticket, einem gemeinsamen Projekt des Kulturdezernats und des AStA der FRA-UAS, bezahlen die Studierenden lediglich einen Euro pro Semester.
„Ich freue mich sehr, dass Studenten der Frankfurt University of Applied Sciences ab sofort mit ihrem Studierendenausweis auch gleich das Kulturticket in der Tasche haben. Alle sind herzlich eingeladen, die teilnehmenden Häuser kennenzulernen. Der Museumsbesuch kann als Ausgleich zum Unialltag oder zur Vertiefung des Studiums beitragen und darf nicht am knappen Budget scheitern. Mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Frankfurt University of Applied Sciences haben wir einen tollen und sehr engagierten Kooperationspartner gewonnen“, betont Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Mit in den Verhandlungen stand der AStA der FRA-UAS und begrüßt das Ergebnis: „Zugang zu kulturellen Angeboten sollte kein Luxusgut, sondern eine Selbstverständlichkeit sein. Daher freuen wir uns, dass nun auch unsere Hochschule vom breiten Angebot der Frankfurter Museen profitieren kann. Das Kulturticket ermöglicht uns Studierenden auch außerhalb der eigenen Fachrichtung eine Weiterbildung abseits von Vorlesungen und Seminaren.“

Die Hochschulleitung ergänzt: „Wir begrüßen die Einführung eines Kulturtickets für unsere Studierenden. Das Kulturticket ermöglicht den Besuch aller städtischen Museen und bietet so eine weitere Gelegenheit für unsere Studierenden, sich mit der Stadt zu verknüpfen und dabei über den Tellerrand des Fachstudiums hinauszuschauen.“

Neben der Goethe-Universität Frankfurt ist die FRA-UAS die zweite Hochschule, mit der das Kulturdezernat eine Kooperation eingeht. Das Kulturticket ermöglicht rund 60.000 Frankfurter Studierenden, kostenfrei die museale Vielfalt Frankfurts zu erleben. Sie zeigen dafür an der Kasse lediglich ihren Studierendenausweis vor und besuchen damit kostenfrei alle Dauer- und Sonderausstellungen der teilnehmenden Museen. Die neue Kooperation des Kulturdezernats ist ein weiterer Schritt, Türen zu öffnen und kulturelle Bildung und Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Neben dem bereits bestehenden Angebot für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können so auch Studierende das breite kulturelle Programm der Stadt kostenfrei kennenlernen und nutzen.

Die teilnehmenden Museen sind: Archäologische Museum, Caricatura Museum, Deutsche Architekturmuseum, Deutsche Filmmuseum, Hindemith Kabinett, Historische Museum, Ikonen-Museum, Institut für Stadtgeschichte, Jüdisches Museum (Wiedereröffnung 2019), Kinder Museum, MMK 1|2|3 des MMK Museum für Moderne Kunst, Museum Angewandte Kunst, Museum Giersch der Goethe-Universität, Museum Judengasse, Porzellan Museum und Weltkulturen Museum.

Mehr Infos „Freier Museumseintritt“

Ein Stück Frankfurter Geschichte wird für die Zukunft erhalten

v.li. Dr. Andrea Hampel,Leiterin des Denkmalamtes, Dr. Carsten Wenzel, kommissarischer Leiter des Archäologischen Museums, Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Mike Josef, Planungsdezernent.
v.li. Dr. Andrea Hampel,Leiterin des Denkmalamtes, Dr. Carsten Wenzel, kommissarischer Leiter des Archäologischen Museums, Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Mike Josef, Planungsdezernent.

Stadträte Josef und Hartwig stellen Lackprofile römischer Fundstücke vor Planungsdezernent Mike Josef und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig haben heute ein erstmals in Frankfurt angewandtes Verfahren vorgestellt, wie archäologische Bodenfunde für die Nachwelt konserviert werden können. Gemeinsam mit der Leiterin des Denkmalamtes, Dr. Andrea Hampel, und dem kommissarischen Leiter des Archäologischen Museums, Dr. Carsten Wenzel, erläuterten die beiden Stadträte Herstellung und Inhalt zweier sogenannter Lackprofile, mit denen römische Ausgrabungsfunde aus dem Stadtgebiet für die Zukunft erhalten und museal präsentiert werden können.

„Mithilfe der Lackprofile können die herausragenden Befunde aus den jüngsten Grabungen in Heddernheim beispielhaft erhalten werden“, sagte Planungsdezernent Josef. „Indem ein vollständiges Bodenprofil abgenommen und mit allen darin enthaltenen Fundstücken im ursprünglichen Zustand konserviert wurde, ist nun ein Blick zurück in die Vergangenheit möglich.“ Kulturdezernentin Hartwig ergänzt: „Nicht nur können auf diese Weise die archäologischen Befunde aus der Römerzeit in ihrer Gesamtheit erhalten, sondern auch sehr eindrucksvoll präsentiert werden. Scherben von Keramikgefäßen sind darin ebenso zu erkennen wie zahlreiche Tierknochen oder Metallobjekte wie eine verkleinerte Lanzenspitze – so lässt sich unsere Geschichte anhand von Originalen bildhaft vermittelt.“

Die Herstellung und Bearbeitung von Lackprofilen bis hin zu einem ausstellungfähigen Objekt ist äußerst aufwendig und dauert mehrere Wochen. Die beiden römischen Lackprofile sind das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Archäologischen Museum Frankfurt und dem städtischen Denkmalamt.

Restauratoren und Grabungstechniker waren zunächst vier Tage lang im Schutzanzug und mit Atemmaske tätig, um die bereits freigelegten Bodenprofile zu bearbeiten. Diese wurden mit einem Kunstharzprodukt beschichtet und getrocknet, bevor die Vorderseite erstmals sichtbar wurde. Nach dem Abtransport ins Museum wurde diese bereinigt, lose Kiesel und Ähnliches abgenommen und gebrochene Knochen restauriert. Schließlich wurde das Ganze in einen Rahmen gefasst und gleichmäßig an den Seiten und am Boden beschnitten.
Die Profile sind zwischen 1,50 x 1,50 Meter und 2,50 x 1,50 Meter groß. Die Kosten alleine für das Material liegen bei rund 4000 Euro. Es ist angedacht, ein Lackprofil in der Römerstadtschule unterzubringen und eines im Archäologischen Museum auszustellen.

Bereits seit Mai vergangenen Jahres führte das Denkmalamt aus Anlass der die Erweiterung der Römerstadtschule archäologische Ausgrabungen durch und machte herausragende Funde. Dabei wurde im Zentrum der römischen Stadt Nida, die sich in den heutigen Gemarkungen Heddernheim und Praunheim befand, ein neu entdeckter Tempelbezirk mit mindestens fünf Tempeln freigelegt. Neben mehreren ehemals repräsentativen Steingebäuden stieß man zudem auf weitere Zeugnisse der religiösen Verehrung zur Römerzeit. Dazu gehören auch Kultgruben aus dem 2. Jahrhundert nach Christus, die in einem bisher nicht erforschten Zusammenhang mit religiösen Handlungen innerhalb der Tempelanlage stehen. Durch die nun erstellten Lackprofile kann ihr Zustand, ihr Inhalt und ihre Struktur unverändert für die Zukunft konserviert werden.

Die römische Fundstelle in Frankfurt-Heddernheim als Verwaltungssitz der Civitas Taunensium ist bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Es handelt sich um eine der bedeutendsten Fundstellen im Stadtgebiet und innerhalb der römischen Provinz Germania Superior (Obergermanien).

Nach einer Militärphase ab dem Jahr 70 nach Christus wurde um 85 nach Christus die Provinz Germania Superior gegründet und es entstand eine zivile Siedlung in der Nähe der Nidda. Die Stadt Nida bestand nach ihrer Gründung um 110 nach Christus bis zur Aufgabe der rechtsrheinischen Gebiete 259/260. Sie hatte eine besondere Bedeutung als zentraler Handels- und Verwaltungsplatz. Der römische Name Nida, der sicher auf einen keltischen Ursprung zurückgeht, ist durch einen Inschriftenfund gesichert.

Über lange Zeit wurde das Areal landwirtschaftlich genutzt, bis durch die Ernst-MaySiedlung „Römerstadt“ in den Jahren 1927/1929 der südliche Teil der Stadt überbaut wurde. Gleichwohl erfolgte eine archäologische Dokumentation der Befunde gemäß dem damaligen wissenschaftlichen Standard. Nach dem 2. Weltkrieg begannen moderne wissenschaftliche Aufnahmen des Geländes, wobei man sich in erster Linie auf die Erforschung des „Steinkastells“ aus der militärischen Periode konzentrierte. Das Steinkastell liegt im Osten des römischen Stadtgebiets und berührt nur zu einem Teil die spätere zivile Stadt.

Ab 1961 wurde der bis dahin unversehrte nördliche Teil der Stadt allerdings großflächig überbaut. Die Fundstelle erlitt beim Bau der Nordweststadt schwerste Verluste: Hochhäuser, Tiefgaragen, U Bahntrassen und eine Schnellstraße wurden auf einer Fläche von 500.000 Quadratmetern errichtet. Mit wenigen Ausnahmen konnte die Denkmalpflege damals keine Dokumentation in wissenschaftlich angemessener Form durchführen.

9. Deutscher Archäologiekongress vom 3. bis 8. Juli 2017 in Mainz mit Exkursionen zu einzigartigen Fundstätten

v.li.Prof. Dr. Alfried Wieczorek, Vorsitzender des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.V. (WSVA) und Vizepräsident des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA),Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE Rheinland-Pfalz,Dr. Birgit Heide, GDKE, Kommissarische Direktorin Landesmuseum Mainz, Dr. Jasper von Richthofen, Vorsitzender des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumswissenschaften e. V. (MOVA), Prof. Dr. Claus von Carnap Bornheim, Vorsitzender des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumswissenschaften e. V. (NWVA). Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
v.li.Prof. Dr. Alfried Wieczorek, Vorsitzender des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.V. (WSVA) und Vizepräsident des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA),Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE Rheinland-Pfalz,Dr. Birgit Heide, GDKE, Kommissarische Direktorin Landesmuseum Mainz, Dr. Jasper von Richthofen, Vorsitzender des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumswissenschaften e. V. (MOVA), Prof. Dr. Claus von Carnap Bornheim, Vorsitzender des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumswissenschaften e. V. (NWVA). Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Kaum ein Deutscher Archäologiekongress verspricht so spannend zu werden, wie der derzeitige 9. Deutsche Archäologiekongress vom 3. Bis 8. Juli 2017 im Mainzer Landesmuseum. Geht es doch neben Vortragsreihen, Diskussionsrunden, Arbeitsgruppen, Poster-Ausstellungen auch um so zentrale Fragen wie „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse“, „Archäologie und Identität“ und „Migration und Mobilität in der Menschheitsgeschichte“. Darüber hinaus haben die über 650 Kongressbesucher die Chance, die wesentlichen Highlights Rheinland-Pfälzischer Archäologie aus 400 Grabungsstätten in der Jubiläumsausstellung „vorZeiten“ im Landesmuseum besichtigen zu können sowie an zahlreichen Exkursionen teilzunehmen, etwa zum: Isis-Tempel oder zur Kirche St. Johannis in Mainz sowie Exkursionen etwa zur Georgskapelle nach Heidesheim, zur Kaiserpfalz in Ingelheim, zur Römervilla in Bad Kreuznach und zur Klosterruine Disibodenberg.

Was die Sache, insbesondere für Teilnehmer von außerhalb besonders spannend mache, sei, dass es „wahrscheinlich im Bundesvergleich keine Region oder Regionen wie in Rheinland-Pfalz gibt, die eine solche Qualität an Funden haben“, unterstreicht Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE Rheinland-Pfalz, mit ein wenig Stolz die Bedeutung von Mainz als diesjährigen Kongress-Ort beim Pressegespräch. Mainz und Tier gingen als urbane Zentren auf die Römerzeit zurück. Allein das seien Qualitäten, „die tatsächlich nicht vergleichbar sind mit anderen Grabungsstätten im Bundesgebiet.“, so der GDKE-Generaldirektor. „Rheinland-Pfalz müsse keinen Vergleich mit irgendeiner anderen Landschaft im westlichen Mitteleuropa scheuen.“Schließlich belegten die außerordentlich hohe Zahl an archäologischen Funden und Befunden nicht weniger als 4 Mio. Jahre Erd- und 800.000 Jahre wechselvolle Menschheitsgeschichte an Rhein und Mosel, deren Highlights gegenwärtig in der Landesausstellung VorZeiten im Landesmuseum Mainz gezeigt werden.“, Thomas Metz.

Das sieht auch ähnlich so der Vorsitzender des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.V. (WSVA) und Vizepräsident des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA) Prof. Dr. Alfried Wieczorek: Zum einen sei Mainz ein Ort für Archäologen, wo man immer gerne wieder kommt, vor allem dann, wenn es viel Neues zu sehen gäbe, nicht nur die fantastische Ausstellung VorZeiten, in der die Highlights aus 70 Jahren Rheinland-Pfälzische Landesarchäologie gezeigt würden. „Sondern hier in Mainz und Umgebung sind unglaublich wichtige, interessante Grabungen, die zur Zeit laufen, allein die Ausgrabung an der Johanniskirche, die wirkliche ein Unikat ist für die Archäologie nördlich der Alpen, so Prof. Dr. Alfried Wieczorek. Das sei ein außergewöhnlicher Standort mit fantastischen Funden, ein Ort, „den man als Archäologe unbedingt mal gesehen haben muss.“ Denn so schnell käme ein solcher Ort, an dem man so etwas Besonderes sehen kann, nicht wieder, schwärmt der WSVA- und DVA-Vorsitzende.

Der diesjährige Archäologen-Kongress wäre nicht „bloß“ ein Tagungsprogramm, „dass sich alle drei Jahre, sozusagen kulminiert in einem großen Archäologiekongress“. Vielmehr habe es der Kongress in diesem Jahr auch mit unzähligen wichtigen Dingen außerhalb dieses Kongressgebäudes zu tun, nämlich mit den Ausgrabungen, mit den archäologischen Stätten in der Umgebung von Mainz und in Mainz selbst, so Wieczorek. Diese würden in ihrer Veränderung vergangener 70 Jahre dem Teilnehmer-Kreis aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Polen, Tschechien, Dänemark, aus der Schweiz und den Beneluxländern die in dieser Woche präsentiert werden.

„Aktuell stehen wir angesichts vieler finanzieller Engpässe vor großen Herausforderungen“, ergänzt Dr. Jasper von Richthofen, Vorsitzender des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumsforschung (MOVA) „das macht die Bedeutung dieses Archäologiekongresses deutlich und wir müssen uns zugleich immer wieder neu mit der Frage beschäftigen, welche Rolle die archäologische Wissenschaft für die Gesellschaft spielen kann.“

In den unterschiedlichen Arbeitsgruppen diskutieren Expertinnen und Experten um Themen wie etwa die Vielfalt der Geschlechter, Migration und aktuelle Forschungsergebnisse oder um das Schwerpunktthema des diesjährigen Kongresses: „Archäologie und Identität“. „Angesichts der Zerstörungen von kulturellem Erbe in den letzten Jahren wird der Kulturgutschutz aktuell viel diskutiert und auch die umfassenden Migrationsbewegungen stellen uns vor neue Herausforderungen“, so Prof. Dr. Alfried Wieczorek.

Ein weiteres aktuelles Thema sind „prekäre Beschäftigungsverhältnisse“ in der Archäologie. Dabei geht es unter anderem um problematische Zeitverträge und unverhältnismäßige Entlohnung. „Für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist diese Situation zunehmend untragbar und sie bedroht auch die Qualität der Arbeit in der Denkmalpflege“, so Prof. Dr. Claus von Carnap Bornheim, Vorsitzender Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung, „wir werden die Thematik daher intensiv im Laufe des Archäologiekongresses mit allen Beteiligten diskutieren.“

„Das Herz der Archäologie schlägt in diesem Jahr in Mainz“, freut sich die kommissarische Direktorin des Landesmuseum Mainz, Dr. Birgit Heide, „mit unserer aktuellen Landesausstellung „vorZeiten“ präsentieren wir zudem eine außergewöhnliche Zeitreise durch 400 Millionen Jahre Erd- und Kulturgeschichte mit faszinierende Zeugnissen längst vergangener Epochen und einmaligen Exponaten – von den erdgeschichtlichen Anfängen bis in die Gegenwart. So gesehen ist es uns eine große Ehre, dass wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Archäologiekongresses das reichhaltige kulturelle Erbe von Rheinland-Pfalz erlebbar machen können.“

Der 9. Deutsche Archäologiekongress des Deutschen Verbandes für Archäologie und der Deutschen Altertumsverbände wird veranstaltet für den Deutschen Verband für Archäologie vom West- und Süddeutschen Verband für Altertumsforschung in Kooperation mit dem Mittel- und Ostdeutschen Verband für Altertumsforschung. Kooperiert wird dabei in Mainz mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und seinen Direktionen Landesmuseum Mainz und Landesarchäologie, Außenstelle Mainz. Im Landesmuseum befindet sich zugleich das Tagungsbüro. Weitere Kooperationspartner und Tagungsorte sind das Römisch-Germanische Zentralmuseum, das Institut für Altertumswissenschaften, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Deutschen Archäologen-Verband.

Neuer Direktor für das Archäologische Museum Frankfurt

Wolfgang David
Wolfgang David

Dr. Wolfgang David tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Egon Wamers an
(kus) Die Suche nach einem Direktor für das Archäologische Museum Frankfurt ist abgeschlossen. Dr. Wolfgang David übernimmt die Leitung des Museums zum 1. Januar 2018. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Egon Wamers an. Der 56-jährige Archäologe ist derzeit Leiter des kelten römer museums manching, zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der Findung war eine öffentliche Ausschreibung unter der Leitung der Kulturdezernentin Ina Hartwig vorausgegangen.

„Ich bin sehr froh, dass der Magistrat meinem Wunsch gefolgt ist, Dr. Wolfgang David zum neuen Leiter des Archäologischen Museums Frankfurt zu ernennen. Er ist ein hoch qualifizierter Wissenschaftler mit großer inhaltlicher Fachkenntnis, organisatorischer und kuratorischer Erfahrung. Er denkt sowohl in regionalen, nationalen als auch internationalen Kooperationen“, erklärt Kulturdezernentin Hartwig.

„Dr. David hat sich durch das von ihm aufgebaute kelten römer museum manching einen Namen gemacht – binnen zehn Jahren hat er dem Haus einen Platz in der europäischen Museumslandschaft gesichert. Ich bin überzeugt davon, dass er das wissenschaftliche und didaktische Konzept des Archäologischen Museums Frankfurt weiterentwickeln und seine Erfahrungen im Bereich der besucherorientierten Vermittlungsarbeit einbringen wird. Eine so erhöhte nationale und internationale Sichtbarkeit wird das Museum weiter stärken.“

Der 1961 in Kassel geborene Wolfgang David studierte Vor- und Frühgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seine Promotion verfasste er über karpatenländische Bronzen der ausgehenden älteren und beginnenden mittleren Bronzezeit. Er hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht und Vorträge im In- und Ausland gehalten. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen auf der Bronzezeit, der Archäologie und Geschichte der Kelten. Als weiteres Forschungsfeld ist seit seinen Ausgrabungen im ehemaligen Konzentrationslager Dachau die Archäologie des 20. Jahrhunderts hinzugekommen.

Dr. David leitet das 2006 eröffnete kelten römer museums manching, ein staatliches Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München, seit dessen Gründung. Das Museum schlägt inhaltlich eine Brücke zwischen den Kelten und Römern und zeigt Funde aus der Keltenstadt Manching und dem nahegelegenen Römerkastell Oberstimm.

Dr. David hat das Regionalmuseum in den vergangenen Jahren auch überregional und auf europäischer Ebene mit einem reichhaltigen museumspädagogischen Angebot und Wechselausstellungen mit internationalen Partnern aufgebaut und bekannt gemacht.

Bis zu seinem Dienstantritt im kommenden Jahr wird Dr. Carsten Wentzel die kommissarische Leitung des Archäologischen Museums übernehmen. Der derzeitige Leiter Prof. Dr. Wamers wird Ende Juni in den Ruhestand verabschiedet.

Archäologisches Museum Frankfurt: ODIN, THOR und FREYJA. Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr.“ – v. 11.2 bis 6.6.2017

Odin, Thor und Freyja gehören zu den bekanntesten Gottheiten des heidnischen Nordens. Sie waren zuständig für Kriegswesen, Ordnung und Fruchtbarkeit. Das Archäologische Museum in Frankfurt entführt jetzt mit der neuen Ausstellung "Odin, Thor, Freyja" anhand neuester Forschungen zur altskandinavischen Religion und Kultpraxis in die Religions- und Lebenswelt mit  interssanten Fundstücken, Infotafeln und Rekonstruktioen von Kultplätzen des 1. Jahrtausends n. Chr. und des Frankenreichs“  Sehr anschaulich, und gut geeignet auch für den Besuch mit Kindern! Bild: Ausstellungs-Entrée Foto: Diether v. Goddenthow
Odin, Thor und Freyja gehören zu den bekanntesten Gottheiten des heidnischen Nordens. Sie waren zuständig für Kriegswesen, Ordnung und Fruchtbarkeit. Das Archäologische Museum in Frankfurt entführt jetzt mit der neuen Ausstellung „Odin, Thor, Freyja“ anhand neuester Forschungen zur altskandinavischen Religion und Kultpraxis in die Religions- und Lebenswelt mit  interssanten Fundstücken, Infotafeln und Rekonstruktioen von Kultplätzen des 1. Jahrtausends n. Chr. und des Frankenreichs“  Sehr anschaulich, und gut geeignet auch für den Besuch mit Kindern! Bild: Ausstellungs-Entrée Foto: Diether v. Goddenthow

Odin, Thor und Freyja Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. und das Frankenreich Eine Ausstellung des Archäologischen Museums Frankfurt und des Dänischen Nationalmuseums Kopenhagen

DAS NEUE BILD DES ALTEN GLAUBENS
Für Plinius den Älteren (23 – 79 n. Chr.) war Scatinavia eine „Insel von unerforschter Ausdehnung“. Unerforscht für die antike Welt waren vor allem die Bewohner Skandinaviens und ihre Religion. 1200 Jahre später brachten christliche, aus Island stammende Gelehrte die altnordischen Mythen und damit wichtige Informationen über das altnordische Heidentum aufs Pergament. Darauf basierte im Wesentlichen bis in die jüngste Zeit unsere Kenntnis von der vorchristlichen Religion des Nordens. Über die religiöse Praxis, über Sakralbauten und -plätze sowie über die soziale Funktion und Organisation der Religion gab es jedoch kaum gesicherte Fakten.

NEUE AUSGRABUNGEN UND FORSCHUNGSPROJEKTE

Besucher durchschreiten zur Ausstellung die anschauliche Rekonstruktion des Kultbaus von Tissø-Fugledegård (850 - 950 n. Chr.).  Foto: Diether v. Goddenthow
Besucher durchschreiten zur Ausstellung die anschauliche Rekonstruktion des Kultbaus von Tissø-Fugledegård (850 – 950 n. Chr.). Foto: Diether v. Goddenthow

Erst umfangreiche Ausgrabungen der letzten Jahre in Skandinavien ermöglichen jetzt tiefere Einblicke in Kultpraxis und Opferrituale der paganen Religion. Vorwiegend in Dänemark und Schweden wurde eine ganze Anzahl großer Residenzen regionaler Herrscher des 1. Jahrtausends n. Chr. ausgegraben – alle mit Kultarealen, Tempelbauten und Opferplätzen. Insbesondere die großangelegten Ausgrabungen der frühmittelalterlichen Fürstenresidenz bei Tissø auf Seeland erbrachten eine Fülle an Funden und Befunden.

Die Grabungen wurden seit 2010 von einem langjährigen Forschungsprojekt des Dänischen Nationalmuseums über vorchristliche Kultplätze und altnordisches Heidentum (Førkristne kultpladser – ritualer og tro i yngre jernalder og vikingetid) begleitet, das von Prof. Dr. Lars Jørgensen initiiert und geleitet wurde.

Diese aufregenden Forschungsergebnisse über dänische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. werden jetzt erstmalig in einer gemeinsamen Ausstellung des Dänischen Nationalmuseums und des Archäologischen Museums Frankfurt präsentiert. Ein zweiter Themenpunkt sind die Beziehungen des Nordens zum kontinentalen Frankenreich und die Christianisierung.

KULT & HERRSCHAFT

Schon seit der Zeitenwende gab es in den verschiedenen Landschaften und Regionen Skandinaviens großangelegte Residenzen von Häuptlingen, Fürsten und Kleinkönigen; sie bildeten Mittelpunkte größerer Herrschaftsgebiete. Zentrum dieser Residenzen wiederum waren riesige, weiß gekälkte Hallenbauten von bis zu 50 m Länge, vergleichbar in Ausmaßen und Funktion den Thronhallen (Aula regia) karolingischer Pfalzen. Diesen Großhallen waren heilige, umzäunte Kultareale zugeordnet, in denen Tempelbauten errichtet worden waren. In diesen wurden die großen überregionalen jahreszeitlichen Opfer vollzogen, an denen teilzunehmen alle Mitglieder der regionalen Kultgemeinschaft verpflichtet waren.

Kultausübung war somit eng mit Adelsherrschaft verschränkt. Der „Fürst“ war in Personalunion weltlicher Herrscher und Kultleiter, sein „Regnum“ umschloss zugleich auch den Raum einer Kultgemeinschaft – der „Fürst“ war rex et sacerdos und er fungierte als Pontifex Maximus – wie die römischen Kaiser seit Augustus. Herrschaft und Politik waren religiös, Religion war politisch.

Diese Doppelfunktion von Herrschaft und Kult wird exemplarisch durch einen riesigen Halsreif aus acht geflochtenen Goldsträngen symbolisiert, der südlich der Residenz Tissø gefunden wurde. Mit 34 cm Durchmesser bei einem Gewicht von ca. 1.800 g (ursprünglich ca. 2.000 g) ist es der größte Goldreif der Wikingerzeit. Er wurde sicherlich nur zu besonderen zeremoniellen Anlässen vom Herrscher und Kultleiter getragen und zierte vermutlich zwischenzeitlich eine Götterstatue, so wie man es aus der Antike kennt.

Die zentrale Bedeutung des gemeinschaftlichen Opfers wird in der Ausstellung mit der Runeninschrift auf dem Stein von Stentoften in Südschweden, einem Menschenopfer aus dem Hundstrup-Moor sowie weiteren Opferfunden aus Seeland demonstriert.

DIE RESIDENZEN HOBY, GUDME UND TISSØ

Ausstellungsansicht: Odin, Thor und Freyja Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. und das Frankenreich im Archäologischen Museum Frankfurt a. Main. Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungsansicht: Odin, Thor und Freyja
Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr.
und das Frankenreich im Archäologischen Museum Frankfurt a. Main. Foto: Diether v. Goddenthow

Die frühen Herrensitze von Hoby (Lolland; um Chr. Geb.) und von Gudme (Fünen; 3. bis 6. Jh. n. Chr.) werden mit neuen 3D-Film-Rekonstruktionen der Anlagen und kostbarsten Grab- und Schatzfunden vorgestellt.

Im Zentrum der Ausstellung steht die königliche Residenz von Tissø (Seeland; 6. bis 11. Jh. n. Chr.). Einen Höhepunkt bildet dabei die architektonische Inszenierung des Kultbaus und der riesigen Versammlungshalle in natürlicher Größe.

Eine Vielzahl seltener und faszinierender Funde des altnordischen Opferund Götterkultes, darunter Figürchen der Hauptgottheiten Odin, Thor und Freyja, sowie der adeligen Lebenswelt (Gefolgschaft, Frauen, Feste, Jagd, Handwerk, Handel) illustrieren eindrucksvoll die herausragende Funktion dieses Platzes.

DAS FRANKENREICH UND DER NEUE GLAUBE

Ausstellungsansicht: Odin, Thor und Freyja Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. und das Frankenreich im Archäologischen Museum Frankfurt a. Main. Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungsansicht: Odin, Thor und Freyja
Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. und das Frankenreich im Archäologischen Museum Frankfurt a. Main. Foto: Diether v. Goddenthow

Mit der langwierigen, wechselvollen Übernahme des Christentums ab dem 9. Jahrhundert wurde auch der Norden Teil des christlichen Europas. Die vorangehende Zeit des 6. bis 9. Jahrhunderts war von engen Kontakten zwischen skandinavischen und fränkischen Eliten geprägt. Zwischen den nordischen Herrensitzen und den fränkischen Königshöfen und Pfalzen auf dem Kontinent, wie Frankfurt und Ingelheim, zeigen sich auffällige bauliche und funktionale Parallelen. Mit dem adeligen Kindergrab aus dem Frankfurter Dom und dem königlichen Bootkammergrab von Haithabu werden singuläre Zeugnisse dieser tiefgreifenden persönlichen Beziehungen präsentiert.

EINTRITT
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren!
Erwachsene zahlen den regulären Eintritt (€ 7,00, ermäßigt € 3,50).
An jedem letzten Samstag im Monat ist der Eintritt frei!

BEGLEITPROGRAMM
Ein umfangreiches Begleitprogramm vermittelt vertiefende und unterhaltsame Einblicke in
die Götterwelt des paganen Nordens und präsentiert mit Gastvorträgen namhafter
Experten aktuelle archäologische und runologische Forschungsergebnisse.

Kinder können außerdem mit dem Rätselheft zur Sonderausstellung »Odin, Thor und Freyja«
die faszinierende Götterwelt der Wikingerzeit entdecken. An der Kasse wartet eine kleine Belohnung.

Information und Anmeldung zu Führungen für Erwachsene, Kinder und Schulen:
Dienstags bis freitags von 10 – 13 Uhr: 069/212 39344
fuehrungen.archaeologie@stadt-frankfurt.de

Öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung sonntags 14 und 15:30 Uhr, mittwochs 18 Uhr
Führung kostenlos. Es gilt der reguläre Eintritt.

AUSSTELLUNGSKATALOG
katalog-cover„ODIN, THOR und FREYJA. Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr.“ Zweisprachig (dt./engl.). Schnell und Steiner-Verlag, Regensburg 2017. 17,95 EUR an der Museumskasse; 24,95 € im Buchhandel.