Kategorie-Archiv: exground

31. exground filmfest eröffnet mit blutigem Selbstjustiz-Drama – bis 25.November 180 Lang- und Kurzfilme im Programm

Filmfestleiterin Andrea Wink begrüßt die Gäste und dankt namentlich allen Mitstreitern, die es wieder einmal mit ihrem ehrenamtlichen Engagement ermöglicht haben, dieses herausragende, international bekannte Filmfest zu stemmen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Filmfestleiterin Andrea Wink begrüßt die Gäste und dankt namentlich allen Mitstreitern, die es wieder einmal mit ihrem ehrenamtlichen Engagement ermöglicht haben, dieses herausragende, international bekannte Filmfest zu stemmen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Gestern Abend eröffneten Exground-Leiterin Andrea Wink, Kulturamtsleiter Jörg Uwe Funk, Staatssekretär Patrick Burghardt und der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Helmut Müller, das 31.Exground Filmfest im Wiesbadener Caligari. Dort werden bis zum 25. November 2018 mit dem diesjährigen Filmfokus „Philippinen“ insgesamt 180 unabhängig produzierte Lang- und Kurzfilme aus 42 Ländern mit 57 Premieren zu sehen sein.

Das Wiesbadener Filmfest startete mit einem cineastischen Paukenschlag, mit „Neomanila“, eine der wohl bedeutendsten Produktion aus dem diesjährigen Länderschwerpunkt Philippinen. „Neomanila“ ist eine atemberaubend grausame Dokumentation der Sinnlosigkeit des Seins vor dem Hintergrund seit Generationen tobender Drogenkriege, in der Auftragsmord ein ganz „normales“ Geschäftsmodel zu sein scheint. In diesem blutigen Drama gibt es nur Verlierer: Die Täter werden zu Exekutions-Opfern, dazwischen trifft es Mütter mit Kindern, Familien, Drogenabhängige und zuletzt die Hauptfigur, den Straßenjungen Toto, dessen Brüder ebenfalls grausam starben, der eine gleich zu Filmbeginn vom Motorrad aus erschossen, der andere wurde Opfer eines Handgranatenanschlags in einer total überfüllten Gefängniszelle.

Szene aus Neomanila. Gedungene Mörder fungieren als Hilfstruppen der Polizei. Auftragsmord als Geschäftsmodell.
Szene aus Neomanila. Gedungene Mörder fungieren als Hilfstruppen der Polizei. Auftragsmord als Geschäftsmodell.

Hitwomen Irma, die vorgibt, früher gemeinsam mit seiner Mutter gefälschte Markenartikel verkauft zu haben, nimmt sich Totos an, um ihn zum Killer auszubilden. Als Toto während eines nächtlichen Streifzugs mit Irma und deren mörderischem Begleiter Sarge darin versagt, einen um sein Leben flehenden Junkie abzuknallen, wird er vom äußerst genervten Sarge kaltblütig von hinten niedergestreckt. Irma, zum ersten Mal tränenerschüttert, erkennt in dem mit seinem Leben davon gekommenen Junkie ihren verlorenen Sohn: „Ich habe doch alle deine Freunde getötet – und Du nimmst immer noch das Zeug!“, hält sie ihm vor. Dies wirft ein neues Licht auf Irmas Motivlage: Ihre nächtlichen Exekutionsstreifzüge erscheinen nun als Akt verzweifelter mütterlicher Selbstjustiz. Als Irma versucht, ihren Jungen aus dem städtischen Drogensumpf auf‘s Land zu retten, türmt dieser während eines Staustopps. Ihr Versuch ihm hinterher zu fahren, endet für Irma abrupt hinter ihrem Steuer im Kugelhagel eines Motorradkillers, der die gefährliche Zeugin von Totos Hinrichtung unschädlich macht. Mit einer Bilderkaskade übelst zugerichteter realer Mordopfer in allen nur denkbaren Fund-Situationen und Abtransport-Positionen endet der Film, der ähnlich mit Schlachthofszenen vom Hühnerkleinmachen begann.

Filmschaffende beim anschließenden Empfang im Caligari-Foyer. © Foto: Diether v. Goddenthow
Filmschaffende beim anschließenden Empfang im Caligari-Foyer. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Idee für Neomanila, entstand, so Regisseur Mikhail Red beim anschließendem Filmgespräch, nachdem er ein BBC-Interview mit einem philippinischen Killer-Ehepaar gesehen hatte, welches nachts als Hitmen gearbeitet hatte. Recherchiert habe er die Gewalttaten vor allem im Polizeibezirk Manila. Er hätte nachts mit der Handykamera viele der außergerichtlichen Aufragsmorde festhalten können. In seinem Film zeige er Leute, die mitten im Drogenkrieg gefangen seien. Sie seien moralisch mehrdeutig. Der Zuschauer wisse nicht, wer gut, wer schlecht sei. Er sei bei seinen Filmen immer interessiert daran, auch recht sympathische Kriminelle zu zeigen, die sich gegen korrupte Polizisten wenden. Er würde aber nicht sagen, dass der Film politisch sei, denn die Charaktere wären sich selbst und der Politik gar nicht bewusst, sondern sie machten einfach alles  für Geld.

„Neomanila“ wird ergänzt durch eine Plakatausstellung vom 17.bis 24.November 2018 im Murnau-Filmtheater. Hier werden auch einige ausgewählte Arbeiten des philippinischen Fotografen Raffy Lerma gezeigt, der zudem mit seinen Arbeiten in der Ausstellung „PARADISE LOST“ im Nassauischen Kunstverein vom 09. Nov 2018 bis 16. Dez 2018 vertreten ist.

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Alle Informationen sowie das Programm und alle Spielstätten finden Sie unter exground-filmfest

Wiesbadener exground filmfest 31 mit 180 Filmen aus 42 Ländern, darunter 58 Premieren


Das Programm zum exground filmfest 31 vom 16. bis 25. November 2018 in Wiesbaden steht: 180 Filme aus 42 Ländern mit 58 Premieren und Geld- und Sachpreisen im Wert von 20.000 EUR.

exground filmfest 31 präsentiert vom 16. bis 25. November ein außergewöhnliches Programm mit rund 180 unabhängig produzierten Lang- und Kurzfilmen aus 42 Ländern auf der großen Leinwand. Unter den über 2.600 Einreichungen aus 107 Ländern traf das Kuratorenteam seine Auswahl, darunter 21 Welt-, drei internationale, elf Europa- und 24 Deutschland-Premieren. Ausgesuchte Filme aus dem Länderschwerpunkt Philippinen sind nicht nur in Wiesbaden, sondern auch in Darmstadt und Frankfurt am Main zu sehen. In insgesamt sechs Wettbewerben werden Geld- und Sachpreise im Wert von rund 20.000 EUR vergeben.

Neben dem Filmprogramm öffnen die Wiesbadener Spielstätten Caligari FilmBühne, Murnau-Filmtheater und der Kulturpalast ihre Pforten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Konzerten, Panels und Partys.

exground 31 Programm-PDF

exground youth days Programm-PDF

 

Anthony Ramos (li.) und John David Washington in MONSTERS AND MEN von Reinaldo Marcus Green © exground 31
Anthony Ramos (li.) und John David Washington in MONSTERS AND MEN von Reinaldo Marcus Green © exground 31
Programm-Highlights: Statement gegen Rassismus, Beziehungsstress in L.A. & Komödien aus Frankreich und Österreich.

In der Reihe „American Independents“ ist das preisgekrönte Drama MONSTERS AND MEN (Spezial-Jurypreis beim Sundance Film Festival) von Reinaldo Marcus Green als Deutschland-Premiere zu sehen. Ein weißer Polizist erschießt einen Afroamerikaner in Brooklyn. Green inszeniert die Folgen der Tat aus der Perspektive von drei Menschen: dem Augenzeugen Manny, einem afroamerikanischen Polizisten und einem Highschool-Basketballstar. Das intensive Schauspiel von Anthony Ramos (A STAR IS BORN), Kelvin Harris Jr. (MUDBOUND, MONSTER) und John David Washington (BLACKKKLANSMAN) macht MONSTERS AND MEN zu einem wichtigen Statement gegen Rassismus.

Von New York geht es bei den „American Independents“ in WE THE COYOTES (NOUS, LES COYOTES) von Hanna Ladoul und Marco La Via in die Stadt der Engel. Das Spielfilmdebüt begleitet das junge Paar Amanda und Jake bei ihren ersten 24 Stunden nach ihrer Ankunft in L.A. Ohne einen konkreten Plan und Geld in der Reisekasse wird die Beziehung der beiden schnell auf eine harte Probe gestellt. Hanna Ladoul und Marco La Via, die sich vom Abenteuer ihrer eigenen ersten Tage in L.A. inspirieren ließen, schaffen mit ihrem Film ein erfrischendes und zeitloses Porträt jugendlicher Energie. WE THE COYOTES feiert bei exground filmfest ebenfalls seine Deutschland-Premiere.

In der Sektion „International“ präsentiert exground filmfest die hochkarätig besetzte französische Komödie LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER (EN LIBERTÉ) von Pierre Salvadori. Die junge Kommissarin Yvonne ist die Witwe des örtlichen Polizeichefs Santi, die langsam begreift, dass ihr Mann nicht der rechtschaffene Mensch war, für den ihn alle hielten. Sie beschließt, alles für den jungen Antoine zu tun, der statt Santi in den Bau wanderte. Mit einem tollen Cast (Adèle Haenel, Pio Marmaï, Audrey Tautou) schafft Regisseur Pierre Salvadori (BEZAUBERNDE LÜGEN) großes Kino, das gute Laune macht.

Eine weitere scharfsinnige Komödie erwartet die Zuschauer mit der österreichischen Produktion WOMIT HABEN WIR DAS VERDIENT? Diese Frage stellt sich die Wienerin Wanda (Caroline Peters), überzeugte Atheistin und Feministin, als ihre Teenagertochter Nina zum Islam konvertiert, von nun an Fatima heißen und Schleier tragen möchte. Mit viel Humor und spitzfindigen Dialogen gelingt Regisseurin Eva Spreitzhofer und ihrem grandiosen Ensemble eine herrlich bissige Gesellschaftskomödie über Toleranz und ihre Grenzen.

Adèle Haenel in LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER von Pierre Salvadori. © exground 31
Adèle Haenel in LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER von Pierre Salvadori. © exground 31
Wettbewerbe beim exground filmfest

In insgesamt sechs Wettbewerben vergibt das exground filmfest Geld- und Sachpreise im Wert von 20.000 EUR (Alle Preise und Preisstifter). Ein besonderer Dank geht an den Wiesbadener Kinofestival e. V., der im Rahmen der youth days den neuen Jugendjurypreis für den besten Kurzfilm stiftet, dotiert mit 500 EUR. Damit werden im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb und im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb Geld- und Sachpreise von insgesamt 4.650 EUR vergeben.

In der 17. Ausgabe des Internationalen Kurzfilm-Wettbewerbs konkurrieren 16 Filme aus 16 Ländern um den Jurypreis von 2.000 EUR, gestiftet vom exground-Freundeskreis. In der dreiköpfigen Jury sitzen: Dr. Catherine Colas, Redakteurin für kurz- und mittellange Filme bei ZDF/ARTE aus Mainz, Heleen Gerritsen, Festivalleiterin von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden, und Raymond Red, Regisseur und Produzent aus Manila/Philippinen.

Im Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb treten insgesamt zehn Produktionen im Rennen um die Geld- und zwei Sachpreise im Wert von 9.500 EUR an, darunter RIEN NE VA PLUS von Sophie Linnenbaum, die 2017 mit ihren Film PIX den zweiten Platz belegte.

Der Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb findet zum 14. Mal statt. Ausgewählt wurden elf Filme, darunter zahlreiche Premieren, die entweder von hier geborenen oder lebenden Regisseuren oder in Wiesbaden gedreht wurden. Der vom Publikum bestimmte Gewinner wird am 25. November preisgegeben.

In der Reihe „Made in Germany“ wird der Preis DAS BRETT zum dritten Mal von Insassen der JVA Wiesbaden vergeben. Insgesamt konkurrieren sechs Produktionen um den Gefangenen-Jurypreis, dotiert mit mindestens 1.000 EUR, gestiftet von „Die WERFT“.

In der exground-Gong-Show heißt das Motto wieder: je trashiger desto besser! Mitmachen darf jeder, der seinen Film rechtzeitig auf einem Datenträger abgibt. Der Gewinnerfilm erhält „Goldene exground-Gurke“ und 50 EUR Preisgeld. Die Gong-Show ist bereits am 3. November um 21 Uhr zu Gast bei FILMZ in der Kunsthalle Mainz.

Alle weiteren Infos über https://exground.com/

Ohne diese Förderer und Sponsoren wäre das Filmfestival exground nicht zu stemmen!

youth days @ exground filmfest 31: Turbulent und herausfordernd

Luna Wedler in BLUE MY MIND von Lisa Brühlmann (© Daniel Lobos / Tellfilm)
Luna Wedler in BLUE MY MIND von Lisa Brühlmann (© Daniel Lobos / Tellfilm)

22 Filme aus 15 Ländern // Neuer Jurypreis // Engagement für junge Geflüchtete

Die 15. Auflage der exground youth days präsentiert vom 17. bis 22. November im Rahmen von exground filmfest (16.–25.11.18) ein spannendes Programm mit anspruchsvollen Produktionen aus 15 Ländern. Acht Lang- und 14 Kurzfilme gewähren Einblicke in den turbulenten und oft herausfordernden Alltag junger Menschen. Neu in diesem Jahr ist der mit 500 EUR dotierte Jugendjurypreis für den besten Kurzfilm, gestiftet vom Festival ausrichtenden Wiesbadener Kinofestival e. V.. Damit werden im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb und im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb Geld- und Sachpreise von insgesamt 4.650 EUR vergeben. Mit Film-Workshops und der Teilnahme an der Jugendjury setzt exground filmfest zudem sein Engagement für junge Geflüchtete fort.

Internationaler Jugendfilm-Wettbewerb: Transgender, Homophobie & Identitätssuche

„Mit dem diesjährigen Programm der exground youth days bieten wir mehr denn je einmalige Einblicke in die Lebensverhältnisse von jungen Menschen, zum Beispiel in Palästina und Kenia,“, erklärt Kurator Gerald Pucher. „Dabei werden politisch hochaktuelle Themen behandelt, wie etwa Homophobie, die Stellung der Frau in Gesellschaften außerhalb Europas sowie sexuelle und Gender-Identität.“

Im Lukas Dhonts ruhigem Debütfilm GIRL verfolgt die 15-jährige Lara (Victor Polster) mit großer Hingabe ihren Traum, Ballerina zu werden. Neben dem harten Alltag an der Ballett-Akademie versucht Lara, sich außerdem auf ihre bevorstehende geschlechtsanpassende Operation vorzubereiten, um endlich im richtigen Körper anzukommen. GIRL wurde in Cannes mehrfach ausgezeichnet (u. a. FIPRESCI-Preis, Queer Palm und Victor Polster als bester Schauspieler). Am 17. November um 17.30 Uhr eröffnet GIRL die exground youth days in der Caligari FilmBühne.

Um Verwandlung geht es auch in Lisa Brühlmanns mehrfach ausgezeichnetem Spielfilmdebüt BLUE MY MIND. Die 15-jährige Mia (Luna Wedler) sucht in ihrer neuen Schule Anschluss an eine coole Clique und stürzt sich ins wilde Teenagerleben. Dann aber beginnt sich Mias Körper seltsam zu verändern. Erst kaum merklich, dann massiv – und unaufhaltsam. Mit seiner Mischung aus Coming-of-Age und Fantasyfilm überzeugte BLUE MY MIND auf diversen Filmfestivals und erhielt etwa beim Schweizer Filmpreis drei Auszeichnungen (für bester Spielfilm, bestes Drehbuch und beste Hauptdarstellerin).

Mit Desiree Akhavans bittersüßem Drama THE MISEDUCATION OF CAMERON POST präsentieren die youth days ein weiteres preisgekröntes Werk (Jurypreis beim Sundance Film Festival) im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb. Montana in den frühen 1990er-Jahren: Nachdem die Waise Cameron (Chloë Grace Moretz) beim Sex mit ihrer Freundin Coley erwischt wird, stecken ihre erzkonservativen Verwandten Cameron in ein Umerzie­hungs­lager. Desiree Akhavan setzt das ernste Thema mit ergreifendem Witz und lustvollem Gespür für Trotz um.

Die Liebe zwischen zwei Frauen im Konflikt mit gesellschaftlichen Konventionen steht auch in Wanuri Kahius poppig-buntem RAFIKI im Mittelpunkt. Die beiden Freundinnen Kena und Ziki lehnen sich gegen die männergeprägten Regeln in der kenianischen Gesellschaft auf und träumen von einer selbstbestimmten Zukunft. Als sie sich ineinander verlieben, müssen sie sich zwischen Glück und Sicherheit entscheiden. Der erste kenianische Beitrag in Cannes wurde in Kenia verboten, weil homosexuelle Handlungen dort unter Strafe stehen. Mit einer kurzzeitigen Aufhebung des Verbots qualifizierte sich RAFIKI für den Wettbewerb um den besten fremdsprachigen Film bei den Oscars.

Eine weitere unkonventionelle Geschichte zeigt Christy Garland in ihrem Dokumentarfilm WHAT WALAA WANTS. Aufgewachsen in einem Flüchtlingslager, hat die junge Palästi­nenserin Walaa nur ein Ziel: Anstatt jung zu heiraten und Kinder zu kriegen, will sie unbe­dingt Polizistin bei der Palästinensischen Autonomiebehörde werden. Von ihrem 15. bis zum 20. Lebensjahr begleitet Garland die rebellische junge Frau, die hartnäckig ihren Traum verfolgt.

Kurzfilme bei den exground youth days

youthdays-coverIm Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb tauchen sieben internationale Kurzfilme, die jeweils vor einem Langfilm gezeigt werden, in die Lebenswelten jugendlicher Protagonisten ein. Erstmals vergibt die Jugendjury in diesem Jahr auch einen Preis für den besten Kurz­film, dotiert mit 500 EUR und gestiftet vom Wiesbadener Kinofestival e. V.

Im Wettbewerb zu sehen ist unter anderem die niederländische Produktion SOMETHING ABOUT ALEX (ANDERS) von Reinout Hellenthal, in dem Außenseiter Alex in der dörflichen Enge auf Identitätssuche geht. Der spanische Beitrag PIGGY (CERDITA) von Carlota Pereda zeigt die Auswirkungen, die ein unfreiwilliger Bikini-Auftritt für die übergewichtige Sara hat. In Laura Moss’ Coming-of-Age-Geschichte FRY DAY aus den USA versucht die junge Lauryn, mit Polaroids von den Schaulustigen, die sich 1989 in der Nacht vor Ted Bundys Hinrichtung vor dem Gefängnis versammelt haben, ihr Taschengeld aufzubessern.

Im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb haben einheimische Regietalente von insgesamt sieben Kurzfilmen die Chance, ihre Werke zum ersten Mal auf der großen Leinwand zu präsentieren.

Aktive Filmarbeit mit jungen Geflüchteten: Film-Workshop, Jugendjury & exground Jugendfilm des Monats

Wie in den Vorjahren führt exground filmfest junge Geflüchtete in die aktive Filmarbeit ein: In einem Film-Workshop stellen die Teilnehmer während exground filmfest einen Stop-Motion-Film her, der dann im Rahmen der exground youth days gezeigt wird.

Außerdem konnten erneut junge Geflüchtete für die Jugendjury im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb gewonnen werden. Zusammen mit Wiesbadener Jugendlichen werden sie alle Filme des Wettbewerbs sichten und am Ende den mit 2.500 EUR dotierten Preis für den besten Langfilm (gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden) sowie den neuen Geldpreis von 500 EUR vergeben.

Über den Festivalzeitraum hinaus veranstaltet exground filmfest seit 2005 ganzjährig den exground Jugendfilm des Monats. Die hier gezeigten, internationalen Produktionen laden das junge Publikum, darunter auch junge Geflüchtete, zu Diskussionen und aktiver Filmarbeit unter Anleitung eines Medienpädagogen ein.

Das Programm der exground youth days ist hier einsehbar: PDF-Download

Das komplette exground-Programm ist ab Mitte Oktober 2018 auf www.exground.com zu sehen.
exground filmfest dankt allen Förderern und Sponsoren.

exground filmfest 31 eröffnet mit philippinischem Thriller NEOMANILA

Andrew Garfield in UNDER THE SILVER LAKE von David Robert Mitchell. © Exground-Filmfest 31
Andrew Garfield in UNDER THE SILVER LAKE von David Robert Mitchell. © Exground-Filmfest 31

Mit dem philippinischen Neo-Noir Thriller NEOMANILA wird das 31. exground filmfest am 16. November um 19 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Mikhail Red in der Wiesbadener Caligari Filmbühne eröffnet. Der dritte Langfilm des jungen Regisseurs (Jahrgang 1991) setzt sich mit der brutalen Anti-Drogen-Politik von Präsident Rodrigo Duterte auseinander, in der angeheuerte Killer für die Ermordung von Drogenverdächtigen bezahlt werden. Zwischen der Auftragskillerin Irma und ihrem Protegé, dem jungen Waisen Toto, entstehen zarte, familiäre Bande, die beim nächsten Attentat zu zerreißen drohen. Mikhail Red sowie sein Vater Raymond Red, der Pionier des alternativen philippinischen Kinos und „Palme d’or“-Gewinner, der in Wiesbaden seinen Film HIMPAPAWID (MANILA SKIES, 2009) vorstellen wird, sind zwei Vertreter des diesjährigen Länderschwerpunktes, den das Festival dem außergewöhnlichen Filmschaffen auf den Philippinen widmet.

exground filmfest begrüßt zwischen dem 16. und 25. November weitere zahlreiche internationale Filmgäste, die dem filmbegeisterten Publikum rund 200 unabhängig produzierte Lang- und Kurzfilme vorstellen. Darüber hinaus erwartet die Zuschauer in den Wiesbadener Spielstätten Caligari FilmBühne, Murnau-Filmtheater und Kulturpalast sowie in ausgewählten Programmkinos in Frankfurt am Main und Darmstadt ein spannendes Rahmenprogramm aus Workshops, Ausstellungen, Partys und Podiumsdiskussionen.

Erste Highlights: Thriller, Politsatire und Transgender-Ballerina

Bereits ins Programm eingeladen ist der US-amerikanische Thriller UNDER THE SILVER LAKE von David Robert Mitchell. Der gutmütige, aber verpeilte Sam (Andrew Garfield) ist hingerissen von der umwerfend schönen Sarah (Riley Keoug), die eines Abends im Pool seines Apartmentgebäudes in L.A. schwimmt. Als sie am nächsten Morgen spurlos verschwunden ist, macht sich Sam auf die Suche und wittert eine globale Verschwörung, in die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert sind.

DIAMANTINO (Carloto Cotto) von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt © Exground-Filmfest 31
DIAMANTINO (Carloto Cotto) von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt © Exground-Filmfest 31

Ein weiteres Highlight im Programm ist die Politsatire DIAMANTINO von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt. Der gefeierte, portugiesische Fußballstar Diamantino – mit frappierender Ähnlichkeit zu Ronaldo – ist am Boden zerstört, als seine Karriere jäh endet. Es beginnt eine Sinnsuche, auf der Diamantino unter anderem mit Geflüchteten, falschen Nonnen, Rechtsextremisten, Genderfragen und riesigen Hunde auf rosa Wolken konfrontiert ist. Der Überraschungshit aus Cannes verspricht mit seinem Mix aus Genres und Ästhetik großes Filmvergnügen.

Lara (Victor Polster, li) in GIRL von Lukas Dhont. (Bild: Menuet) © Exground-Filmfest 31
Lara (Victor Polster, li) in GIRL von Lukas Dhont. (Bild: Menuet) © Exground-Filmfest 31

Die 15. Ausgabe der exground youth days wird mit dem belgischen Debüt GIRL von Lukas Dhont eröffnet, in dem die 15-jährige Transgender Lara hart trainiert, um eine Ballerina zu werden. In einer atemberaubenden Performance verkörpert Tänzer und Schauspieler Victor Polster die aufstrebende Tänzerin.

Deutscher Wettbewerb: 3. Gefangenen-Jurypreis DAS BRETT

Zum dritten Mal vergibt exground filmfest den Gefangenen-Jurypreis DAS BRETT für den besten Film in der Reihe Made in Germany, dotiert mit mindestens 1.000 EUR, gestiftet von „Die WERFT – Kulturbühne in der JVA Wiesbaden“.

HINGABE von Pablo Kaes © Exground-Filmfest 31
HINGABE von Pablo Kaes © Exground-Filmfest 31

Sechs Produktionen des Deutschen Wettbewerbs laufen im Wettbewerb für DAS BRETT, darunter Pablo Kaes’ Debütfilm HINGABE, der in Wiesbaden seine Deutschland-Premiere feiert. Das Paar Julia und Franz wird nachts auf offener Straße von einer Gruppe Männer belästigt. Scheinbar ist nichts Schlimmes passiert, aber dennoch steht die Beziehung der beiden von da an vor einer Zerreißprobe. Während Julia nicht begreift, warum Franz sie nicht in Schutz genommen hat, als einer der Männer sie bedrängt, schämt sich Franz so sehr, dass er sich weigert, darüber zu sprechen.

ADAM UND EVELYN von Andreas Goldstein  © Exground-Filmfest 31
ADAM UND EVELYN von Andreas Goldstein © Exground-Filmfest 31

Beziehungsprobleme ganz anderer Art haben ADAM UND EVELYN in Andreas Goldsteins gleichnamigem Spielfilm. Sommer 1989. Während sich Adam mit seinem Leben im schönen Eigenheim in der DDR arrangiert hat, steht für Evelyn fest, sobald die Grenzen offen sind: Sie will mehr vom Leben und von der Liebe.

Ebenfalls im Rennen um DAS BRETT läuft die dritte Regiearbeit von Ann-Kristin Reyels, WIR HABEN NUR GESPIELT. Für den zehnjährigen Jona beginnt in seiner neuen Heimat an der deutsch-tschechischen Grenze ein einsames Leben. Unglücklich streift er durch die Wälder, bis er jenseits der Grenze den 13-jährigen Miro kennenlernt. Dessen selbstsichere Art imponiert Jona, aber allmählich begreift er, welches Schicksal sich dahinter verbirgt.

Außerdem sind im Wettbewerb um DAS BRETT zu sehen: JIBRIL von Henrika Kull, NIXEN von Katinka Narjes und WO KEIN SCHATTEN FÄLLT von Esther Bialas.

Gewinner im exground-Trailer-Wettbewerb

Der Trailer für das diesjährige exground filmfest war Gegenstand eines Seminars im Studiengang Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain in Wiesbaden. Von den fünf Projektideen wurden drei Projekte im Sommersemester 2018 realisiert, und die Wahl des Teams von exground filmfest fiel auf den Trailer von Elisa Cavalli. Aber auch die anderen beiden Vorschläge werden bei der Eröffnung von exground filmfest 31 in der Caligari FilmBühne auf der großen Leinwand laufen.

Weitere Infos: https://exground.com/news/

„Die Herberge“ gewinnt Kurzfilmwettbewerb zum Ende des Wiesbadener exground filmfest 30 – Gewinner und Festivalbilanz

Preisträger und Team des 30. exground filmfestes Wiesbaden  Foto: Diether v Goddenthow
Preisträger und Team des 30. exground filmfestes Wiesbaden Foto: Diether v Goddenthow

DIE HERBERGE gewinnt im Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb // Deutsch-georgische Koproduktion THREE STEPS ist bester Internationaler Kurzfilm // Jugendjury und Publikum küren FILTHY [ŠPÍNA] aus Tschechien/Slowakei // 2. Gefangenenjury-Preis DAS BRETT für FREMDE TOCHTER

Mit der feierlichen Preisverleihung und anschließendem Festivalausklang in der ausverkauften Caligari FilmBühne feierte das 30. exground filmfest am gestrigen Abend nach zehn Tagen einen erfolgreichen Festivalabschluss. Im Anschluss an den Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb wurden in sieben Wettbewerben Geld- und Sachpreise im Wert von rund 20.000 EUR vergeben. Über 100 internationale und nationale Gäste aus der Filmbranche und zahlreiche Besucher zeugen erneut von der großen Beliebtheit des Festivals über die Grenzen Wiesbadens hinaus.

Deutscher Kurzfilm-Wettbewerb

Ysabel Fantou (Regisseurin) erhielt von Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, die Urkunde für den Gewinnerfilm "Die Herberge". Foto: Diether v Goddenthow
Ysabel Fantou (Regisseurin) erhielt von Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, die Urkunde für den Gewinnerfilm „Die Herberge“. Foto: Diether v Goddenthow

Nach der Vorführung des Deutschen Kurzfilm-Wettbewerbs entschied das Publikum über seine Favoriten und kürte DIE HERBERGE von Ysabel Fantou zum Gewinnerfilm.  Es ist eine Geschichte, die nur das wahre Leben schreiben kann und sich fast so zugetragen hat: Ein Rentner-Ehepaar auf Wanderurlaub, hungrig und müde, kehrt in eine Waldgaststätte ein, ohne zu bemerken, dass diese kein Gasthaus mehr ist, sondern eine Flüchtlingsunterkunft. Bewirtet werden sie aber trotzdem, und erst als man ihr Geld nicht will, da sie „Gäste“ seien, klärt sich alles auf. Eine köstlich skurrile Geschichte mit Witz, die voller Überraschungen und Wendungen steckt und Vorurteile verschiedener Kulturkreise amüsant spiegelt.  Der mit 3.000 EUR dotierte erste Preis wurde in diesem Jahr erneut von der Landeshauptstadt Wiesbaden gestiftet (SWR-Interview).

Sophie Linnenbaum. Pix wurde auch mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Foto: Diether v Goddenthow
Sophie Linnenbaum. Pix wurde auch mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Foto: Diether v Goddenthow

Den zweiten Platz belegte PIX von Sophie Linnenbaum, die sich über ein Preisgeld von 2.000 EUR freuen kann, gestiftet von der Wiesbadener Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft. Der Kurzfilm stellt in einer schier unendlich wirkenden Requisiten-Schlacht  die typischen, einander gleichenden Familienfotos ähnlicher Großereignisse und Wendepunkte von der Wiege bis zur Bahre da. Er zeigt die  Austauschbarkeit der „individuell“ geglaubten Leben, wie Bestecke, die in jedem Haushalt in ähnlicher Reihenfolge aufbewahrt werden:  „Wenn wir alle unsere Bilder nehmen würden, und aufeinander kippen würden, würden wir so zu ziemlich alle die gleichen Leben daraus ziehen können“, erklärt Sophie Linnenbaum die Intention zu ihrem Kurz-Film, der jüngst auch mit dem Deutschen Kurzfilmpreis prämiert wurde. Weitere Infos zu Pix und SWR-Interview.

 

PIX-Darstellerin Laura Louisa Garde bedankt sich für den Preis. Foto: Diether v Goddenthow
PIX-Darstellerin Laura Louisa Garde bedankt sich für den Preis. Foto: Diether v Goddenthow

Tim Garde wurde für SISSI OHNE FRANZ mit dem dritten Preis (1.000 EUR, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden) ausgezeichnet. „Als Kind, wenn das Leben mal nicht fair zu mir war, habe ich mir einfach vorgestellt, dass ich trotzdem glücklich bin. Und dann war ich’s auch“, erinnert sich Sissi. Mittlerweile ist sie fast fertig mit dem Psychologiestudium und definiert ihr Glück durch ihre Beziehung mit Franz. Aber was tun, wenn diese plötzlich weg ist? Sissi sucht, Sissi analysiert, Sissi kämpft, Sissi gibt nicht auf. (Sissi ohne Franz)

Ein Sachpreis ging an Kristina Kean Shtubert für ELISA: Für ihren nächsten Film kann die Regisseurin Filmequipment im Wert von 2.000 EUR von Pille Filmgeräteverleih nutzen. Den zweiten Sachpreis erhielt Ysabel Fantou für DIE HERBERGE, die sich damit über die zweite Auszeichnung des Abends freuen konnte: ein „Grading Special“ der Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft im Wert von 1.500 EUR.

Internationaler Kurzfilm-Wettbewerb

Im Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb kürte die internationale Jury den deutsch-georgischen Beitrag THREE STEPS von Ioseb „Soso“ Bliadze zum Gewinner und überreichte das Preisgeld von 2.000 EUR, gestiftet vom exground-Freundeskreis. Die Jury-Mitglieder Katrin Küchler (Medienwissenschaftlerin aus Dresden), Claudia Tronnier (Redaktionsleiterin „Das kleine Fernsehspiel“ im ZDF aus Mainz) und Ahmet Boyacioglu (Festivalmacher, Regisseur und Produzent aus Ankara) begründeten ihre Entscheidung mit den Worten:

„Der Hauptpreis der internationalen Jury geht an einen Film, der seinen Fokus auf die angespannte Beziehung eines 13-jährigen Mädchens und dessen Vater setzt. Die Jury war von der Realitätsnähe der Bilder und den großartigen schauspielerischen Leistungen begeistert. Insbesondere das finale Bild (Szene der Berührung) wird uns erhalten bleiben. Wir bedanken uns bei dem Regisseur für seinen nüchternen Umgang mit einer hoffnungslosen Situation.“

Jeweils eine lobende Erwähnung erhielten ASPHALT [ASFALT] von Süleyman Demirel aus der Türkei und IN A NUTSHELL von Fabio Friedli aus der Schweiz.

 

DAS BRETT – 2. Gefangenenjury-Preis

Zum zweiten Mal wurde der Preis DAS BRETT in der Reihe „Made in Germany“ von einer Gefangenenjury aus Insassen der JVA Wiesbaden verliehen. Aus den sechs Beiträgen wählten die sieben Juroren den deutschen Beitrag FREMDE TOCHTER von Stephan Lacant:

„FREMDE TOCHTER verdient DAS BRETT 2017 durch eine Geschichte, in die man sofort hineingezogen wird, und durch eine ungezügelte Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt. Der Film ist mutig, weil er die ganzen Vorurteile auseinandernimmt und immer unberechenbar bleibt. Ständig glaubt man zu wissen, was als Nächstes kommt und wie die Figuren reagieren, aber dann passieren die Dinge ganz anders als erwartet. Das Gesamtpaket mit der unruhigen Kamera, den glaubwürdigen Schauspielern und der mit Abstand besten Musik hat von allen Filmen am meisten überzeugt.“

Dotiert ist der Preis mit 1.500 EUR, gestiftet von „Die WERFT – Kulturbühne in der JVA Wiesbaden“.

exground youth days

youth-day-exgroundInternationaler Jugendfilm-Wettbewerb
Die tschechisch-slowakische Koproduktion FILTHY [ŠPÍNA] von Tereza Nvotová überzeugte die Mitglieder der Jugendjury im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb:

„Der tschechisch-slowakische Film FILTHY von Tereza Nvotová beschreibt eindrucksvoll und realistisch die Auswirkungen einer Vergewaltigung auf das Leben und die Psyche der 17-jährigen Lena.
Wir haben diesen Film ausgewählt, weil er uns nicht nur von Anfang an durch die herausragenden schauspielerischen Leistungen gefesselt, sondern uns auch einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt und in das Leben des Opfers nach dem Gewaltverbrechen gewährt hat.

Als Zuschauer konnte man jede Handlung und jede Emotion der Hauptfigur nachvollziehen und sie hautnah und schmerzhaft miterleben. Besonders erschreckend fanden wir die zunächst hilflosen Versuche ihres Umfeldes, auf sie zu reagieren und ihr zu helfen.

Trotz des schweren Themas gab es Momente von Leichtigkeit und Hoffnung. Wie Lenas Weg weitergeht und ob der Täter bestraft wird, bleibt offen und der Fantasie der Zuschauer überlassen.“

Jugend-Jury. Foto: Diether v Goddenthow
Jugend-Jury. Foto: Diether v Goddenthow

 

Das Preisgeld von 2.500 EUR stiftete die Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die lobende Erwähnung ging an den französischen Beitrag AVA von Léa Mysius. Die Jugendjury wählte außerdem noch den besten Kurzfilm der exground youth days aus: JOY von Abini Gold aus Deutschland.

FILTHY [ŠPÍNA] kam auch bei den Zuschauern gut an und gewann den Publikumspreis im Wert von 1.000 EUR, ebenfalls gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb
Im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb setzte sich STILLE WASSER von Nova Volmer und Kim Schröter im Publikumsvoting durch. Der erste Platz ist dotiert mit 500 EUR, gestiftet von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Den zweiten Platz belegte UNSERE STADT – SWA HAUTNAH von einer Jugendgruppe aus Bad Schwalbach, die sich über einen Einkaufsgutschein des Apple-Fachhändlers ergo sum im Wert von 150 EUR freuen können.

Wiesbaden Special – Kurzfilm-Wettbewerb

Im Publikumswettbewerb um den besten Wiesbadener Kurzfilm konnte BOOST YOUR REALITY von Charlotte Couvé und Matteo Sidiropoulos überzeugen. Neben dem Preisgeld von 500 EUR, gestiftet vom Medienpartner Wiesbadener Kurier, können die Gewinner außerdem mit dem Sachpreis „Filmsound Special“ an zwei Tagen Technik und Know-how des Wiesbadener Tonstudios klangBezirk im Wert von 2.000 EUR für die finale Tonmischung ihres nächsten Films nutzen.

exground-Gong-Show

Trash ist Kult – das bewiesen in diesem Jahr erneut die Teilnehmer der legendären exground-Gong-Show. Verdienter Gewinner von 50 EUR Preisgeld sowie der Goldenen exground-Gurke: Jan Soldat mit seinem Werk KEIN DEUTSCHMEHRLAND.

Die Liste mit allen Gewinnern kann hier heruntergeladen werden.

Termin für das exground filmfest 31: 16. bis 25. November 2018

Weitere Informationen über alle Festivaltage mit Bild-Archiven etc. auf www.exground.com

30. Exground Filmfest Wiesbden mit Schwerpunktthema „Türkei“ erfolgreich gestartet

Aus Eröffnungsfilm The Gulf: Selim – dreißigirgendwas, erfolglos, geschieden und gestrandet in Istanbul, hofft eine gute Zukunftsprognose am "Wahrsageautomat", in dem er seine Hand reinlegen muss.
Aus Eröffnungsfilm The Gulf: Selim – dreißigirgendwas, erfolglos, geschieden und gestrandet in Istanbul, hofft eine gute Zukunftsprognose am „Wahrsageautomat“, in dessen Schlund er seine Hand reinlegen muss.

Mit zwei außergewöhnlichen Filmen aus dem FOKUS TÜRKEI und der Reihe made in germany startete gestern Abend in der voll besetzen Caligari-Filmbühne in Wiesbaden das 30. Exground-Filmfest erfolgreich sein Jubiläumsprogamm. Die Eröffungsveranstaltung wurde zudem von der guten Nachricht flankiert, dass die Wiesbadener-Städtepartnerschaft zum Istanbuler Stadtteil „Fatih“ bestehen bleibt.

Festivalleiterin Andrea Wink vom Exground-Orga-Team. Foto: Diether v. Goddenthow
Festivalleiterin Andrea Wink vom Exground-Orga-Team. Foto: Diether v. Goddenthow

Andrea Wink, Festivalleiterin, betonte bei ihrer Begrüßung und Danksagung an alle, die das Festival mit ihrem ehrenamtlichem Engagement oder als Sponsor und Kooperationspartner ermöglicht haben, dass es 2017 gut 2500 Filmeinreichungen gegeben habe. Hieraus habe das Orga-Team rund 200 Kurz- und Langfilme aus 42 Ländern, darunter 56 Premieren, ohne die hessischen oder Wiesbadener Premieren mitzuzählen, für das Programm der nächsten 10 Tage ausgewählt. Zudem könnten Besucher während des Festivals über 100 Filmschaffende treffen, die bei Exground zu Gast sein werden.

Andrea Wink im Gespräch mit Emre Yeksan,  Regisseur des Eröffnungsfilms „The Gulf“ mit englischen und deutschen Unteretiteln. Foto: Diether v. Goddenthow
Andrea Wink im Gespräch mit Emre Yeksan, Regisseur des Eröffnungsfilms „The Gulf“ mit englischen und deutschen Unteretiteln. Foto: Diether v. Goddenthow

Stellvertretend für die bereits anwesenden Filmschaffenden, begrüßte Andrea Wink den Regisseur des Eröffnungsfilms „The Gulf“ Emre Yeksan aus der Türkei, der sich nach der Filmvorführung den Fragen des Publikums stellte.

Stadtrat Helmut Nehrbaß in Vertretung der Stadt Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow
Stadtrat Helmut Nehrbaß in Vertretung der Stadt Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow

In Vertretung des erkrankten Kulturdezerneten Axel Imholz, überbrachte Stadtrat Helmut Nehrbaß Grüße der Stadt Wiesbaden und gratulierte ganz herzlich zum 30. Nehrbaß unterstrich dabei, dass es sich um eine ganz besondere Eröffnung handele, nämlich um das Jubiliäum „30 Jahre Exground“. Das erste Filmfest, zunächst noch zweimal im Jahr, habe 1990 noch in den Räumen vom Haus der Jugend am Elsässer Platz stattgefunden. Es sei insofern schon ein besonderes Experiment gewesen, so etwas aus dem Underground gewagt zu haben. Und inzwischen, so der Stadtrat, sei aus Exground etwas geworden, „was hier in unserem Wiesbadener Kulturbetrieb sich wirklich ausgezeichnet etabliert hat, ohne dass Ihr damit jetzt zum Establishment geworden wäret.“ –Besonders sei dabei hervorzuheben, „dass dies über all die Jahre eine so engagierte, großartige ehrenamtliche Arbeit war, die da eingebracht worden ist, und dieses Festival Jahr für Jahr weiter belebt hat“. Das Festival sei immer weiter ausgebaut, qualitativ voran gebracht und „in besonderer Weise  zum Expandieren gebracht“ worden, bescheinigte Nehrbaß dem Exground-Orga-Team ihre hervorragende Leistung, und er fügte hinzu: „Wovor ich ganz besonders großen Respekt habe, ist ja die enorme Vorarbeit, die in jedem dieser Festivals drinsteckt.“

Ministerial-Rat Christian Bührmann vom  Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerialrat Christian Bührmann vom Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Foto: Diether v. Goddenthow

Die enorme Leistung, die hinter dem Gelingen von Exground steckt, griff auch Ministerialrat Christian Bührmann vom Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in einem Grußwort auf. So sei Exground eines der wenigen Festivals, welches durch rein ehrenamtliches Engagement organisiert und durchgeführt werde. „Für dieses große Engagement möchte ich mich bei den Veranstaltern ganz besonders bedanken!“, so der Ministerialrat. Er hielte das diesjährige „Schwerpunktthema Türkei für einen sehr spannenden Ansatz, der auf große Resonanz“ stoße. Das Filmfest Exground verstehe sich als Brückenbauer zwischen den Kulturen und trage „damit auf wertvolle Art und Weise zum Austausch und zur Verständigung der verschiedenen Länder und Kulturen bei.“, so Bührmann.

, Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Foto: Diether v. Goddenthow
, Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Foto: Diether v. Goddenthow

Auch der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Helmut Müller, findet es genau richtig, sich „auch mit den Ländern fokussiert zu befassen, wo die Verhältnisse unruhig“ seien, „wo man mehr ein Gefühl dafür braucht, was die Menschen im Land beschäftigt, als bei den Ländern, zu denen normale Beziehungen bestehen“. Seine feste Überzeugung sei, dass man, „wenn die Verhältnisse zwischen zwei Ländern bizarr werden, eine zivilgesellschaftliche Ebene braucht, damit es in der verrückten Welt auch ganz normalen Austausch gibt“, so der Kulturfonds-Geschäftsführer unter großem Beifall. Man dürfe nicht vergessen, so Müller, dass die Türkei ein tolles Land mit unheimlich vielen tollen Leuten sei. „Und wir haben die Gelegenheit viele hier bei dem Exgroundfestival in den nächsten Tagen zu treffen“, freut sich Müller und ergänzt: „Ich glaube, dass man mit dem, was die Filme transportieren, eben auch einen Eindruck bekommt, was aktuell in der Türkei diskutiert wird, was die Menschen dort bewegt!“ Insbesondere Kurzfilme eigneten sich als rascher und preiswerter zu produzierende Medien besonders gut dazu, solche authentischen Einblicke Außenstehenden zu ermöglichen.

Oberbürgermeister Sven Gerich. Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Sven Gerich. Foto: Diether v. Goddenthow

Überraschungsgast beim anschließenden Empfang zum 30. Exground Filmfest im Rathaus war der Hausherr selbst, nämlich Oberbürgermeister Sven Gerich. Er sei sicher, dass das abwechslungsreiche, vielfältige Programm des Festivals die Festivalgäste begeistere, insbesondere die Kurzfilme, die Jugendfilmsparte Youth-Days und nicht zuletzt der diesjährige Länderfokus: Dass dieser sich mit der Türkei beschäftige, zeige, dass die Filmfestmacher gerade vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Brisanz nicht davor zurückschreckten, „sondern auf der Höhe der Zeit sind“.

v.li.n.r.:Dr. Thilo Tilemann, Präsident der Partnerschaft Wiesbaden-Istanbul-Fatih e.V., Nedret Altinto-Nelson, Vicepräsidentin PWI-Fatik, Vorstand der Türkischen Gemeinde Wiesbaden, Andrea Wink, Festivalleiterin Exground, Oberbürgermeister Sven Gerich. Foto: Diether v. Goddenthow
v.li.n.r.:Dr. Thilo Tilemann, Präsident der Partnerschaft Wiesbaden-Istanbul-Fatih e.V., Nedret Altinto-Nelson, Vicepräsidentin PWI-Fatik, Vorstand der Türkischen Gemeinde Wiesbaden, Andrea Wink, Festivalleiterin Exground, Oberbürgermeister Sven Gerich. Foto: Diether v. Goddenthow

Der Oberbürgermeister freute sich besonders, Dr. Thilo Tilemann, den Präsidenten der Partnerschaft Wiesbaden-Istanbul-Fatih e.V., begrüßen zu dürfen. Tilemann habe die Städtepartnerschaft mit Fatih seit fünf Jahren federführend aufgebaut. Der gestrige Antrag der AfD,  die Landeshauptstadt Wiesbaden möge ihre seit fünf Jahren bestehende Städtepartnerschaft mit dem Istanbuler Stadtteil Fatih beenden aufgrund der politischen Situation in der Türkei, habe ihn besonders geärgert: Denn gerade jetzt sei es wichtig, „den 50 Prozent der Menschen, die nicht den Wahnsinnigen in der Türkei gewählt haben, unsere Hand auszustrecken und zu zeigen, sie nicht allein mit ihren Sorgen und Nöten zu lassen, und weiterhin dabei zu sein, wenn es darum ginge, demokratische Strukturen und Werte zu verteidigen“, so der Oberbürgermeister.

Beim  türkischen Buffet kam es anschließend zu weiteren regen Austauschen. Ab 23 Uhr startete die Eröffnungsparty mit DJ Mesut Kumanova und dem Oriental Tropical im Kulturzentrum Schlachthof e. V.

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Weitere Festival-News und das Programm bis 26. November 2017!

Caligari Filmbühne. Foto: Diether v. Goddenthow
Caligari Filmbühne. Foto: Diether v. Goddenthow

30. exground filmfest Wiesbaden: Jubiläumsprogramm vollständig 17.–26. November 2017

logo2200 Filme aus 42 Ländern // 58 Premieren // Pressekonferenz 9.11. // Akkreditierung ab sofort möglich // Geld- und Sachpreise im Wert von 22.000 Euro

Zur Jubiläumsausgabe präsentiert exground filmfest 30 vom 17. bis 26. November ein außergewöhnliches Programm mit rund 200 unabhängig produzierten Lang- und Kurzfilmen aus 42 Ländern auf der großen Leinwand. Dem Kuratoren-Team gelang es, insgesamt 21 Welt-, fünf internationale, zwei Europapremieren und 30 Deutschland-Premieren für das Festival zu gewinnen. Ausgewählte Filme aus dem Länderschwerpunkt Türkei sind nicht nur in Wiesbaden, sondern auch in Darmstadt und Frankfurt am Main zu sehen (PM Fokus Türkei). In insgesamt sechs Wettbewerben werden Geld- und Sachpreise im Wert von rund 22.000 EUR vergeben.

Neben dem Filmprogramm öffnen die Spielstätten Caligari FilmBühne, Murnau Filmtheater, der Kulturpalast und das Kulturzentrum Schlachthof ihre Pforten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Konzerten, Diskussionen und Partys.

Das Programmheft von exground filmfest 30 kann hier als PDF-Download heruntergeladen werden:
http://exground.com/programm/

Das komplette Programm wird Ende Oktober online auf www.exground.com erscheinen.

exground-Filmfestival

exground filmfest in Wiesbaden gehört zu Deutschlands wichtigsten Filmfestivals für internationale, unabhängige Produktionen und ist ein bedeutender Treffpunkt für Journalisten, Fachbesucher und Gäste aus der Filmbranche. Alles über das Filmfestival finden Sie auf http://exground.com/festival/profil/

Meldungen zu exground auf dieser Site finden Sie unter:

Exground 30
Exground 29
Exground 27

Wiesbadener Kinofestival e. V.
exground filmfest
Ernst-Göbel-Str. 27
65207 Wiesbaden
Deutschland
Tel. +49 (611) 1 74 82 27
Fax +49 (611) 1 74 82 28
info@exground.com

Caligari Filmtheater

caligari1-150wbProgrammübersicht

„Die Caligari Filmbühne (Eigenschreibweise Caligari FilmBühne) ist ein kommunales Kino in Wiesbaden. Es befindet sich am Marktplatz zwischen der Marktkirche und derWilhelmstraße. Das Kino ist Austragungsort verschiedener Filmfestivals, des deutschen Fernsehkrimipreises und diverser anderer kultureller Veranstaltungen. Der Name bezieht sich auf den expressionistischen Stummfilm Das Cabinet des Dr. Caligari. (…)

Die Caligari Filmbühne zeigt etwa 18 bis 20 Vorführungen die Woche, darunter vier bis fünf des Deutschen Filminstituts. Das wöchentliche Programm beinhaltet Stummfilme mit Live-Musik, Avantgardefilme, Porträts und Themen-Reihen.

Seit 2001 findet jährlich das schwul-lesbische Filmfest Homonale im Caligari-Kino statt. Im Frühjahr findet dort das goEast-Filmfestival statt, im November das exground-Filmfest.

Das jährliche Fernsehkrimi-Filmfest im Caligari-Kino schließt mit der Verleihung des deutschen Fernsehkrimipreises.“ (Text: Wikipedia)

 

Auf exground filmfestival 27 gewinnt „3 Experten drehen auf“ Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb – andere Siege

exground filmfest 27: Abschluss eines erfolgreichen Festivals 3 EXPERTEN DREHEN AUF von Volker Heymann gewinnt
Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb
37°4 S von Adriano Valerio siegt beim Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb
52 TUESDAYS als bester youth days-Film ausgezeichnet

Erfolgreiches Festival

Am Sonntag, 23. November, feierte exground filmfest 27 seinen erfolgreichen Abschluss in der Caligari FilmBühne. In den vergangenen zehn Tagen präsentierte das Festival Höhepunkte des internationalen Independentfilms in Wiesbaden. Zahlreiche Gäste aus aller Welt reisten zum Festival in die hessische Landeshauptstadt und stellten ihre Werke dem zahlreich erschienenen Publikum vor. Mit weit über 13.000 Zuschauern wurde das Vorjahresergebnis deutlich übertroffen.

Im Anschluss an die zweite Vorstellung des Deutschen Kurzfilm-Wettbewerbs wurden die Gewinner sämtlicher Wettbewerbe von exground filmfest bekanntgegeben.

Deutscher Kurzfilm-Wettbewerb

Der Deutsche Kurzfilm-Wettbewerb ist das Herzstück des Festivals. Im Anschluss an die beiden Vorstellungen entschied das Publikum über die diesjährigen Platzierungen und kürte am Sonntag, den 23. November, in der ausverkauften Caligari FilmBühne 3 EXPERTEN DREHEN AUF von Volker Heymann zum Siegerfilm. Der erste Preis ist mit 3.000 EUR dotiert und wird auch in diesem Jahr von der Landeshauptstadt Wiesbaden gestiftet. Peter Baumann, der Regisseur von BORDER PATROL gewann den zweiten Preis in Höhe von 2.000 EUR, gestiftet von der Wiesbadener Fernsehproduktions-Gesellschaft Magenta TV. Veronika Hafner belegte mit ihrem Film GRÜNERES GRAS den dritten Platz. Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz übergab den Scheck in Höhe von 1.000 EUR. Zudem vergab Pille Filmgeräteverleih einen Sachpreis im Wert von 2.000 EUR an DAS PHALLOMETER von Tor Iben.

Internationaler Kurzfilm-Wettbewerb

Die französische Produktion 37°4 S von Adriano Valerio gewann den Internationalen KurzfilmWettbewerb und das Preisgeld von 1.500 EUR – gestiftet vom exground-Freundeskreis. Im diesjährigen Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb traten 19 Filme aus 15 Ländern an. Die dreiköpfige Fachjury bildeten Insa Wiese, Festivalleiterin der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg, der Vorjahresgewinner Simon Ellis und Axel Behrens, Mitbegründer der KurzfilmAgentur Hamburg. Eine lobende Erwähnung ging an den serbischen Film RABBITLAND von Ana Nedeljković und Nicola Majdak, die diese Auszeichnung der serbischen Jugend widmeten.

exground youth days

Die Jury des Internationalen Jugendfilm-Wettbewerbs vergab den Preis für den besten Langfilm an den australischen Film 52 TUESDAYS von Sophie Hyde. Die Juroren begründeten ihre Entscheidung mit den Worten: „Ein anspruchsvoller, bewegender Film. Es gelingt ihm, durch hervorragende schauspielerische Leistungen und eine tiefgründige Geschichte über sexuelle Selbstfindung und Selbstbestimmung den Zuschauer zu fesseln.“ Das Preisgeld in Höhe von 2.500 EUR stiftete die Landeshauptstadt Wiesbaden. Zum zweiten Mal konnte auch das Publikum einen mit 1.000 EUR dotierten Preis vergeben – ebenfalls mit der Landeshauptstadt als Preisstifter. Die Entscheidung des Publikums fiel auf das kanadische Drama MOMMY von Xavier Dolan. Zum besten Vorfilm kürte die fünfköpfige Jugendjury SWIMMER von Dani de la Orden, ein Film über eine Nahtoderfahrung mit offenem Ende.

Am Samstag, 15. November, kürte das Publikum DO SOMETHING von Leon Kaczmarczyk zum Gewinner des Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerbs. Der erste Platz ist dotiert mit 450 EUR Preisgeld der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Auf dem zweiten Platz landete DAS AMULETT von Anthony Jole und Finn Jensen, dotiert mit einem Sachpreis von 150 EUR des Apple-Fachhändlers ergo sum.

Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb

Schon am vergangenen Sonntag entschied das Publikum über den Preisträger des Wettbewerbs, in dem einheimische Nachwuchstalente ihre Arbeiten präsentieren. MITE von Walter Volbers gewann das Preisgeld von 500 EUR, gestiftet vom Medienpartner Wiesbadener Kurier und kann an zwei Tagen Technik und Know-how des Wiesbadener Tonstudios klangBezirk im Wert von 2.000 EUR für die finale Tonmischung seines nächsten Films nutzen. Da zwischen dem Erstplatzierten und dem Zweitplatzierten DAS MÄDCHEN VON KASSE 2 von Sebastian Jansen nur eine Stimme Unterschied war, erklärte sich das Tonstudio kurzerhand bereit, Sebastian Jansen ebenfalls diese Möglichkeit zu bieten.

exground-Gong-Show Ausdauer zahlt sich aus: Uwe Otto und Arne T. Schwarz sind seit den Anfängen treue Teilnehmer der exground Gong-Show und konnten in diesem Jahr mit LET’S CALL IT A DAY zum zweiten Mal die Goldene exground-Gurke und 50 EUR Preisgeld mit nach Hause nehmen.

exground filmfest 28

Der Termin für die nächste Ausgabe von exground filmfest steht bereits fest: 13. bis 22. November 2015. In der Zwischenzeit präsentiert das Filmfest jeden Monat zwei Filme. Am Mittwoch, 17. Dezember, um 20 Uhr läuft THE HOMESMAN von Tommy Lee Jones als exground: Film des Monats und am Samstag, 20. Dezember, um 17.30 Uhr ist LAND DER WUNDER von Alice Rohrwacher als exground: Jugendfilm des Monats zu sehen.