Kategorie-Archiv: Historisches Museum Frankfurt

Heute eröffnet das Junge Museum (Kindermuseum) im Historischen Museum Frankfurt

Historische Drogerie unter Anleitung in Kinderhand, hier an der Apotheker-Waage, wie sie einst üblich waren. © Foto: atelier-Goddenthow
Historische Drogerie unter Anleitung in Kinderhand, hier an der Apotheker-Waage, wie sie einst üblich waren. © Foto: atelier-Goddenthow
Programm der Feierlichen Eröffnung
Samstag, 17. Februar

15 Uhr
FEIERLICHE ERÖFFNUNG mit:
– Peter Feldmann, Oberbürgermeister
– Ina Hartwig, Kulturdezernentin
– Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums
– Susanne Gesser, Leiterin des Jungen Museums
– Jörg Ehtreiber, Präsident von Hands On!
International Association of Children in Museums
Musikalischer Rahmen: HMF-Allstars

16 – 19 Uhr
– Die neue Sonderausstellung „WOW! Das Beste aus 45 Jahren Kindermuseum“
– Die Werkstätten sind geöffnet und können besichtigt und ausprobiert werden:
Kolonialwarenladen, Historische Drogerie,
Radiostudio (bis 18 Uhr), Malatelier, Druckwerkstatt,
Papierwerkstatt, Textilwerkstatt

Sonntag, 18. Februar
11 – 19 Uhr
– Die neue Sonderausstellung „WOW! Das Beste aus 45 Jahren Kindermuseum“
– Die Werkstätten sind geöffnet und können besichtigt und ausprobiert werden:
Kolonialwarenladen, Musikwerkstatt, Computerlabor,
Malatelier, Druckwerkstatt, Papierwerkstatt,
Schmuckwerkstatt, Textilwerkstatt

13:30 – 17 Uhr
– Bonbon-Machen, Vorführung in der Historischen Drogerie
15 Uhr
– Comic-Lesung „Das größte Fest der Welt“ in der Ausstellung

Mit dem Umzug des „Jungen Museums“ ist das neue Museums-Quartier komplett.
Der Kolonialladen ist einer der Magnete. Wie aus einer anderen Zeit, wirkt dieser historische Kaufmannsladen, wie er noch in den 50ern, auf dem Lande bis in die 60er Jahre durchaus noch anzutreffen war. © Foto: atelier-Goddenthow
Der Kolonialladen ist einer der Magnete. Wie aus einer anderen Zeit, wirkt dieser historische Kaufmannsladen, wie er noch in den 50ern, auf dem Lande bis in die 60er Jahre durchaus noch anzutreffen war. © Foto: atelier-Goddenthow

Frankfurt, 7.2.2018. Nach über zehn Jahren Sanierungs- und Bautätigkeit ist mit der Eröffnung des Jungen Museums das Museumsquartier Historisches Museum Frankfurt fertig gestellt. 2008 wurde das Kindermuseum für die Arbeiten im Rahmen der Neukonzeption des Historischen Museums an die Hauptwache verlegt und zieht nun, wenige Monate nach seinem 45. Geburtstag, mit anderem Namen an den Ort zurück, an dem es am 7.11.1972 eröffnet wurde. Junges Museum und Historisches Museum bilden fortan zusammen einen lebendigen und anregenden Kulturort für die ganze Familie. Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt dazu „Frankfurt ist eine Stadt, in der – im Vergleich zu anderen Großstädten  – besonders viele Kinder und Jugendliche leben. 16 % der Frankfurter/innen sind unter 18 Jahre alt. Die Hälfte der Frankfurter/innen stammt aus einem der 194 Staaten dieser Welt; bei den Grundschüler/innen sind es mehr als 80%. Das heißt, Frankfurt ist eine junge und internationale Stadt. Und wir wissen alle: Kinder sind unsere Zukunft! Für sie und ihre Eltern soll Frankfurt eine Stadt sein, in der man gut leben kann. Das Junge Museum im Museumsquartier trägt dazu entscheidend bei.“

Beispiel: Druckwerkstatt im Museumskeller.© Foto: atelier-Goddenthow
Beispiel: Druckwerkstatt im Museumskeller.© Foto: atelier-Goddenthow

Auf Ebene 0 im Gewölbe des Bernusbaus bieten Werkstätten Raum für Aktivität. In der beliebten Druckwerkstatt mit Originalen aus alten Frankfurter Druckereien wie z.B. Setzschränken mit verschiedenen Schriften und mechanischen Druckpressen kann gesetzt und gedruckt werden. In der angrenzenden Werkstatt werden Papiere geschöpft. In Zinkzubern setzen die Werkstattteilnehmer/innen selbst Papierbreie an.

Beim Papierschöpfen in den Werkstätten im Kellergewölbe.© Foto: atelier-Goddenthow
Beim Papierschöpfen in den Werkstätten im Kellergewölbe.© Foto: atelier-Goddenthow

Die dritte Werkstatt auf Ebene 0 ist das Forscherlabor, es ist neu im Programm. Hier werden Frankfurter Forscher/innen vorgestellt und man kann sich mit den Forschungsschwerpunkten von Persönlichkeiten wie Maria Sybilla Merian, Eduard Rüppell, Paul Ehrlich oder Tilly Edinger befassen.

Über dem Sonnemann-Saal hat das Junge Museum zwei weitere Ebenen zur Verfügung. Auf Ebene 2 zeigt es Sonderausstellungen, die einmal pro Jahr gewechselt werden.

Den Auftakt macht die Eröffnungsausstellung „Wow! –45 Jahre Kindermuseum Frankfurt“ (17.2.-14.9.2018). Auf Ebene 3 sind historische Spielräume versammelt. Der Kolonialwarenladen und die Urgroßelternküche laden zum Spielen und Erkunden exotischer Warenwelten und historischer Küchengeräte und Rezepte ein. Ein neues Angebot ist die originale Ladeneinrichtung einer Drogerie aus dem 19. Jahrhundert.

Dr. Ina Hartwig und Oberbürgermeister Peter Feldmann im Fachgespräch mit Kindern über Heilsalben in der Historischen Drogerie. © Foto: atelier-Goddenthow
Dr. Ina Hartwig und Oberbürgermeister Peter Feldmann im Fachgespräch mit Kindern über Heilsalben in der Historischen Drogerie. © Foto: atelier-Goddenthow

In porzellanenen Apothekergefäßen werden Heilkräuter und Pflanzen aufbewahrt. Bei Workshop-Angeboten werden ihre Wirkkräfte vermittelt, Tees und Salben hergestellt. Auch wenn die Ausstellungen und Angebote des Jungen Museums vor allem für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren ausgerichtet sind: Hier finden auch Eltern und Erwachsene viele interessante Anknüpfungspunkte und Wissenswertes.

Kulturdezernentin Ina Hartwig äußert sich begeistert über die Vielfalt der Angebote: „Kulturelle Bildung meint, dass kulturelle Erlebnisse allen, und zwar möglichst früh, ermöglicht werden. Sie bedeutet zudem Partizipation – das Sich-Beteiligen – am künstlerisch kulturellen Geschehen einer Gesellschaft. Die kulturelle Bildung gehört zur Allgemeinbildung und ist eine der Voraussetzungen für ein geglücktes Leben in persönlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Mit dem breiten Werkstatt- und Kreativprogramm des Jungen Museums werden beste Voraussetzungen und Raum für die Entwicklung von Fantasie und Gestaltungskraft geboten. Darüber bin ich sehr glücklich.“

v.li. Susanne Gessner, Leiterin des Jungen Museums, Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow. © Foto: atelier-Goddenthow
v.li. Susanne Gessner, Leiterin des Jungen Museums, Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow. © Foto: atelier-Goddenthow

Leuchtend orange ist das Logo-M des Jungen Museums. Es weist im Museumsquartier den Weg über das rote Treppenhaus im Bernusgewölbe zu den 3 Ebenen. „Das Junge Museum ist mehr als eine museumspädagogische Abteilung, es ist ein Museum im Museum. Hier werden speziell für Kinder und Jugendliche Ausstellungen konzipiert und realisiert“, beschreibt Museumsleiterin Susanne Gesser das Junge Museum.

Auf die Signalfarbe Orange treffen Besucherinnen und Besucher auch in den Ausstellungen des Historischen Museums. Durch die Dauerausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter“ und „Frankfurt Einst?“ führen Familienspuren mit insgesamt 30 interaktiven Stationen. Sie bieten die museumsuntypische Möglichkeit, Dinge anzufassen und sich spielerisch mit Themen und Objekten aus der Ausstellung zu befassen. Auch vom Jungen Museum wurden in „Frankfurt Einst?“ zwei Studierzimmer eingerichtet. Die kleinen Räume sind angefüllt mit Objekten und laden dazu ein, sich vertiefend mit einzelnen Fragestellungen zu beschäftigen. Museumsdirektor Jan Gerchow erläutert: „In knapp zehn Jahren zeigte das Kindermuseum an der Hauptwache sieben Ausstellungen und erreichte über 350.000 Besucher/innen. Die erfolgreiche Arbeit und Erfahrung zeigt sich in der Konzeption des Museumsquartiers mit den Angeboten in den Dauerausstellungen. Mit der Eröffnung des Jungen Museums auf rund 600 Quadratmetern stehen neue Ausstellungen und Angebote speziell für Kinder und Jugendliche bereit. Sie dienen der Auseinandersetzung mit der Stadt und ihrer Geschichte. Das Junge Museum verknüpft die heutige Lebenswelt mit der Geschichte und macht sie nacherlebbar.

Das Junge Museum konnte Dank der Förderung durch zehn Paten realisiert werden: Adolf Messer Stiftung  – Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung  – Ernst Max von Grunelius-Stiftung  – Evonik – FAZIT-STIFTUNG – FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH -Frankfurter Sparkasse  Mainova AG – Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen – Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main

Erste Sonderausstellung

Wow - erste Sonderausstellung . © Foto: atelier-Goddenthow
Wow – erste Sonderausstellung . © Foto: atelier-Goddenthow

WOW!
45 Jahre Kindermuseum Frankfurt und
Ausstellung zur Neueröffnung des Jungen Museums Frankfurt

  1. Februar bis 14. September 2018

Die erste Ausstellung des Jungen Museums ist eine kleine Schau, die einen Rückblick auf 45 Jahre Kindermuseum und die vergangenen Ausstellungen mit Bereichen zum Mitspielen und einem Ausblick auf die Zukunft als Junges Museum Frankfurt kombiniert.

Großelternwohnzimmer im der Ausstellung Wow! © Foto: atelier-Goddenthow
Großelternwohnzimmer im der Ausstellung Wow! © Foto: atelier-Goddenthow

In vier Zimmern werden Exponate aus der Sammlung des Museums gezeigt, aber auch Objekte, die von Kindern im Rahmen der vergangenen Ausstellungen gestaltet wurden. Außerdem besteht die  Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. In einem historischen Schulzimmer kann man in alten Schulbänken sitzen und Schule um 1900 spielen. Ein Spielzimmer lädt ein, Objekte aus der Spielzeugsammlung zu betrachten, historische Spiele zu spielen oder selbst ein Spielzeug zu gestalten. Im Schattentheater wird mit eigenen und fremden Schatten gespielt und das  Familienzimmer lädt ein zum Erzählen, Hören und Erinnern von Familiengeschichten. Verbunden werden diese Zimmer durch einen Zeitstrahl von Fotos und Plakaten aus dem Kindermuseum seit 1972. Gleichzeitig sind alle Besucher/innen eingeladen, ihre Erinnerungen an den eigenen Besuch als Kind im Kindermuseum zur Chronik hinzuzufügen.

Wie Schule früher war - original Schulraum wie Schule noch bis in die 60er Jahre üblich war.© Foto: atelier-Goddenthow
Wie Schule früher war – original Schulraum wie Schule noch bis in die 60er Jahre üblich war.© Foto: atelier-Goddenthow

Ort:
Ort:

Junges Museum Frankfurt
Saalhof 1
60311 Frankfurt am Main
T +49 (069) 212 35599
info.junges-museum@stadt-frankfurt.de
www.junges-museum-frankfurt.de

Öffnungszeiten
Dienstag –Freitag: 10:00-18:00 Uhr
Mittwoch: 10:00- 21:00 Uhr
Samstag & Sonntag: 11:00-19:00 Uhr

Eintritt
Kinder & Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt!
Erwachsene 4,00 €

Anmeldung für Gruppenbesuche
Susanne Angetter/Irma Hoog
T +49 (069) 212 25154
Besucherservice.historisches-museum@stadt-frankfurt.de

Veranstaltungstermine
TERMINE März BIS Juni 2018

Junges Museum Frankfurt im Museumsquartier des Historischen Museums
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
www.junges-museum-frankfurt.de

Termine im März bis Juni 2018 (chronologische Darstellung)
Sa, 03.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 04.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 10.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 11.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 17.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 18.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt
Sa, 24.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 25.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Mi, 28.03., 14-17 Uhr
Ferienwerkstatt für Einzelbesucher/innen
Schnitzwerkstatt – Filigrane Objekte aus Knochen und Tagua-Nüssen
für Kinder von 9 bis 12 Jahren
Maximal 10 Teilnehmer/innen
Gebühr: 12€ pro Person (Anmeldung: 069 212 35 154)

Sa, 31.03.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 01.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Mi, 04.04., 14-17 Uhr
Ferienwerkstatt für Einzelbesucher/innen
Druckwerkstatt – Traditionelles Handwerk und experimentelle Wort-Kreationen
für Kinder von 9 bis 12 Jahren
Maximal 10 Teilnehmer/innen
Gebühr: 12€ pro Person (Anmeldung: 069 212 35 154)

Fr, 06.04., 10-13 Uhr
Ferienwerkstatt für Einzelbesucher/innen
Papierwerkstatt – Papier schöpfen und gestalten
für Kinder von 5 bis 8 Jahren
Maximal 10 Teilnehmer/innen
Gebühr: 12€ pro Person (Anmeldung: 069 212 35 154)

Sa, 07.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 08.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 14.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 15.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 21.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 22.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 28.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 29.04.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 05.05.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 06.05.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 12.05.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 13.05.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 19.05.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 20.05.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 26.05.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 27.05.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 02.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 03.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 09.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 10.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 16.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 17.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Sa, 23.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

So, 24.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Mi, 27.06., 14-17 Uhr
Ferienwerkstatt für Einzelbesucher/innen
Digitalfotografie – Aufnahmen im Stadtraum und Bearbeitung am PC
für Kinder von 9 bis 12 Jahren
Maximal 10 Teilnehmer/innen
Gebühr: 12€ pro Person (Anmeldung: 069 212 35 154)

Fr, 29.06., 10-13 Uhr
Ferienwerkstatt für Einzelbesucher/innen
Papierwerkstatt – Papier schöpfen und gestalten
für Kinder von 5 bis 8 Jahren
Maximal 10 Teilnehmer/innen
Gebühr: 12€ pro Person (Anmeldung: 069 212 35 154)

Sa, 30.06.
Offene Werkstatt
Unternehmungslust und Tatendrang
für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Gebühr: Museumseintritt

Das Kindermuseum wird zum Jungen Museum und kehrt ins Historische Museum Frankfurt zurück – 17. – 18.02.2018 Eröffnungsfeier

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow.de
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow.de

Die Rückkehr des zum Jungen Museum metaphorisierten Kindermuseums

Kurz nach seinem 45. Jubiläum und nach knapp 10 Jahren am Spiel- und Ausstellungsort Hauptwache kehrt das Kindermuseum zurück in den Saalhof. Dort wo es 1972 eröffnet wurde wird es im Februar 2018 als Junges Museum neu eröffnet. Die erste Ausstellung des Jungen Museums ist eine kleine Schau, die einen Rückblick auf 45 Jahre Kindermuseum und die vergangenen Ausstellungen mit Bereichen zum Mitspielen und einem Ausblick auf die Zukunft als Junges Museum Frankfurt kombiniert.

eroeffnung-junges.museumIn vier Zimmern werden Exponate aus der Sammlung des Museums gezeigt, aber auch Objekte, die von Kindern im Rahmen der vergangenen Ausstellungen gestaltet wurden. Außerdem besteht die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. In einem historischen Schulzimmer kann man in alten Schulbänken sitzen und Schule um 1900 spielen. Ein Spielzimmer lädt ein, Objekte aus der Spielzeugsammlung zu betrachten, historische Spiele zu spielen oder selbst ein Spielzeug zu gestalten. Im Schattentheater wird mit eigenen und fremden Schatten gespielt und das Familienzimmer lädt ein zum Erzählen, Hören und Erinnern von Familiengeschichten. Verbunden werden diese Zimmer durch einen Zeitstrahl von Fotos und Plakaten aus dem Kindermuseum seit 1972. Gleichzeitig sind alle Besucher/innen eingeladen, ihre Erinnerungen an den eigenen Besuch als Kind im Kindermuseum zur Chronik hinzuzufügen.

 Rückkehr an den Ursprungsort

(kus) Mitten im Gewusel: Susanne Gesser, Leiterin des Kindermuseums. Sie wirkt ruhig und entspannt. Dabei hätte sie allen Grund das Gegenteil zu sein. Seit Anfang Januar stemmen sie und ihre Mitarbeiterinnen den Umzug des Kindermuseums von der Hauptwache an seinen Ursprungsort – nämlich ins Historische Museum. Sechs Wochen Zeit sind eingeplant. In dieser Zeit müssen 15 LKW-Ladungen ausgepackt, dutzende Exponate aufgebaut und der letzte Nagel an die Wand gehämmert werden, damit am 17. Februar das Kindermuseum wiedereröffnen kann. Dann heißt das Kindermuseum „Junges Museum“.

„Ich hatte großen Respekt vor diesem Unternehmen“, sagt Gesser. Aber nun steckt sie mittendrin. „Es läuft und ich will das nun vollenden“, sagt die 53-Jährige, lächelt und schaut sich um. Die Tafelwaage steht im Kolonialwarenladen und wartet darauf, von neugierigen Kinderhänden bespielt zu werden. Die Fensterscheibe des Computerlabors bekommt die letzte Reinigung und eine Mitarbeiterin sortiert das Geschirr in Ur-Großmutters Küche. „Es wird gut“, sagt Gesser. Jahrelange Vorbereitung und Planung liegen hinter der Museumsleiterin und ihrem Team.

Susanne Gesser ist neben der Leitung des Jungen Museums auch für das didaktische Konzept des Historischen Museums sowie für die neue Dauerausstellung „Frankfurt Jetzt!“ mit dem Stadtlabor verantwortlich. Susanne Gesser hinter der Theke im "Tante-Emma-Laden" © Stadt_Frankfurt, Foto: Salome Roessler
Susanne Gesser ist neben der Leitung des Jungen Museums auch für das didaktische Konzept des Historischen Museums sowie für die neue Dauerausstellung „Frankfurt Jetzt!“ mit dem Stadtlabor verantwortlich. Susanne Gesser hinter der Theke im „Tante-Emma-Laden“ © Stadt_Frankfurt, Foto: Salome Roessler

25 Jahre Dienst für das Kindermuseum

Sechs ihrer 43 festen und freien Mitarbeiter sind für den Umzug abgestellt. Gesser, die in Frankfurt Kunstpädagogik sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert hat, arbeitet seit 25 Jahren beim Kindermuseum, angefangen hat sie als Praktikantin. Als 1992 eine Stelle frei wurde, bewarb sie sich und es klappte. „Es ist wirklich ganz besonders, wenn man merkt: Wow, du bist schon 25 Jahre dabei“, sagt sie. Sechs Jahre nach ihrer Anstellung übernahm Susanne Gesser dann die Leitung. Als 2008 die Sanierung des Historischen Museums anstand, musste auch das Kindermuseum ausziehen. In den Räumen an der Hauptwache habe man damals eine gute Bleibe gefunden, sagt sie. „Das Junge Museum ist der Schlussstein, mit dem das Museumsquartier vollendet wird.“

Ein anspruchsvolles Publikum

Susanne Gesser ist neben der Leitung des Jungen Museums auch für das didaktische Konzept des Historischen Museums sowie für die neue Dauerausstellung „Frankfurt Jetzt!“ mit dem Stadtlabor verantwortlich. Die Ausbildung der Kuratorin erlaube ihr eine kreative und auch ungewöhnliche Herangehensweise an Themen. „Ich versuche zielgruppenorientiert zu arbeiten – ich nehme andere Sichtweisen und Positionen ein, um ein Thema zu betrachten“, erklärt sie. Museumsbesucher müssten sich angesprochen fühlen und sich einbringen können. „Kinder sind nicht weniger anspruchsvoll als erwachsene Besucher. Sie sind sehr kritisch und ehrlich. Wenn sie etwas langweilig finden, zeigen sie das auch sofort. Aber – und das ist auch so großartig an dieser Arbeit – Kinder sind auch begeisterungsfähiger als Erwachsene“, sagt Susanne Gesser.

Anfassen und Spielen erwünscht!

Kinder seien mit allen Sinnen dabei und das Konzept des Jungen Museums ist genau auf diese Art der Wahrnehmung ausgelegt: „Eine Ausstellung muss auch die Kinder aushalten können.“ Deshalb wird alles so aufgebaut und alle Exponate sind so ausgewählt, dass das Anfassen und Spielen erlaubt – ja gewünscht ist. „Es macht uns nichts, wenn die jungen Besucher mal laut sind. Wir wollen die unterschiedlichen Interessen und Vorlieben der Kinder ansprechen. Sie dürfen bei uns träumen, ausprobieren, herum rennen und alles anfassen“, sagt Gesser und lächelt. Die Museumsleiterin kennt ihre Kundschaft und schafft mit ihrem Team einen Raum für Geduldige und Ungeduldige, für Laute und Leise, für Neugierige, für Abenteurer und Entdecker. Basteln, Lesen, Spielen oder nur Anschauen – für die jungen Gäste ist alles da. „Die Eltern können ganz entspannt sein.“ Eines betont die Leiterin besonders: „Unser Museum ist kein Ort, wo Eltern vortragen und erklären müssen. Sie sollen sich auf all das hier einlassen und mit ihren Kindern entdecken.“ Das Junge Museum ist ein Ort für die ganze Familie, wo gemeinsam Geschichte und Gegenwart erlebt und gelernt werden soll.

Heilende Kräuter aus der historischen Drogerie

Auf ein neues Schmuckstück in der Ausstellung freut sich Susanne Gesser ganz besonders: Eine historische Drogerie aus dem 19. Jahrhundert. Als Geschenk übernommen aus dem im Jahr 2013 aufgelösten Darmstädter Wella-Museum. 98 Schubladen, versehen mit Porzellanschildern, beschriftet mit den Namen von Heilkräutern. Tausengüldenkraut, Kümmel oder aber auch Brombeerblätter verraten dem Besucher, was die Schubladen einst beherbergt haben. Die Restauration des komplett aus massivem Holz gebauten Schranks und der Holztheke hat ein Jahr gedauert. „Sie passt wunderbar zu dem Kolonialwarenladen, der bereits ein wichtiger Bestandteil unseres Museums ist“, erklärt Gesser.

Fragen selbst beantworten

Erleben und lernen, wie junge Leute um 1900 eingekauft oder sich gekleidet haben, können große wie kleine Besucher beim Spielen und Stöbern im Museum. Die Hauptzielgruppe sind Kinder zwischen 7 und 13 Jahren – und darin liegt auch der Ursprung des neuen Namens. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Kinder ab dem Grundschulalter der Auffassung sind, „zu alt“ für das Kindermuseum zu sein. Mit dem Jungen Museum ist ein Ort geschaffen, an dem Kinder und Jugendliche selbstbestimmt die Welt erkunden.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Junge Museum feiert am 17. März um 15 Uhr seine Wiedereröffnung. Am 17. und 18. Februar gibt es ein Familienfest. Der Eintritt ist für alle frei. Das Junge Museum hat von Dienstag bis Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr, Mittwoch von 10 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr auf. Montags bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt für Kinder ist frei. Erwachsene zahlen vier Euro, für Frankfurt-Pass-Inhaber zwei Euro. Weitere Informationen finden sich unter http://junges-museum-frankfurt.de/

Die Programm-Highlights des Historischen Museums Frankfurt 2018

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Frankfurt am Main, 5.2.2018. Seit der Eröffnung des Ausstellungshauses im Oktober 2017 haben 74.624 (Stand 31.1.2018) Besucherinnen und Besucher das neue Historische Museum besucht. Von Januar bis Ende September 2017 waren es 60.063 Besucher, die das HMF verzeichnete und von Oktober bis Ende Dezember 2017 56.192. Bezogen auf den Monatsdurchschnitt haben sich die Besucherzahlen verdreifacht: So waren es rund 6.500 Besucher durchschnittlich pro Monat von Januar bis September und rund 18.500 in den Monaten seit der Eröffnung Anfang Oktober 2017. Die neuen Dauerausstellungen „Frankfurt Einst?“ und „Frankfurt Jetzt!“ in dem im Mai 2017 fertiggestellten Ausstellungshaus und die Highlights „Stauferhafen“ und „Schneekugel“ kommen bei den Besuchern ausgezeichnet an und erfüllen die Erwartungen des Museumsteams voll und ganz. So ist das neu entwickelte Konzept der Schneekugel, als ebenso ungewöhnliche wie unterhaltsame Modell- und Filmshow ein Anlass für Gespräche über die typischen Eigenschaften der Stadt Frankfurt zu sein, voll aufgegangen. Sowohl Frankfurterinnen und Frankfurter wie auch Touristen erhalten darüber einen emotionalen Zugang zur Stadt und ihrer Geschichte. Das gelingt auch mit dem großen Frankfurt-Modell im Ausstellungsbereich „Frankfurt Jetzt!“: Zusammen mit der „Schneekugel“ gehört es zu den Publikumslieblingen. Das 70 Quadratmeter große Modell beeindruckt vor allem durch die ungewöhnlichen Materialien und humorvollen Interpretationen.

In der "Geldstadt" © Foto: Diether v. Goddenthow
In der „Geldstadt“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Nach dem Umzug in das Dachgeschoß in eine eigens für das offene Archiv entwickelte Haus-im-Haus-Architektur, erfährt die Bibliothek der Generationen einen größeren Zuspruch und hat neue Freunde gewonnen. Die Medienstation, in welcher alle Inhalte der Kassetten verschlagwortet und nach Themen, Medien und Namen der Autoren recherchierbar sind, macht die Inhalte jederzeit auch ohne Assistenz von ehrenamtlichen Helfern einsehbar. Die Teilnehmerzahl bei den regelmäßig dienstags stattfindenden Präsentationsterminen ist gestiegen, im Durchschnitt kommen rund 15 bis 20 Interessierte zu jeder Veranstaltung.

Auch die Stadtlabor-Aktivitäten erfreuen sich einer größeren Nachfrage: für den Auftakt-Workshop am 30. Januar 2018 hatten sich rund 80 Teilnehmer angemeldet. In diesem Jahr wird es gleich 3 Stadtlabore geben: „Geerbt, gekauft, geraubt? – Vom Umgang mit schwierigen Dingen“ ab 17. Mai 2018, „Orte der Jugend“ ab Herbst 2018, und „Wie wohnen die Leute ?“ – Ein Stadtlabor über die Wohnrealitäten im „Neuen Frankfurt“ ab Mai 2019. Aktive Teilnehmer der Stadtlabore erhalten einen Ausweis als „Stadtlaborant/in“ mit dem sie und eine Begleitperson für zwei Jahre kostenlosen Eintritt in das Historische Museum erhalten. Auch die Autor/innen und Ehrenamtlichen der Bibliothek der Generationen haben einen eigenen Ausweis bekommen, der sie als
aktive Partner/innen des offenen Archivs auszeichnet.

Gute Nachrichten gibt es auch bei den Freunden & Förderern: rund100 neue Mitgliedschaften sind seit der Eröffnung im Oktober entstanden. Auch die Nachfrage bei den Raumanmietungen hat zugenommen. So wurden in 2017 an 50 Tagen Räumlichkeiten im Museum für Veranstaltungen vermietet, diese Zahl ist für 2018 bereits jetzt erreicht.

Neue Sonder-Ausstellungen in 2018

Sonderausstellungsbereich. In der "Geldstadt" © Foto: Diether v. Goddenthow
Sonderausstellungsbereich. In der „Geldstadt“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Ab Ende August 2018 zeigt das HMF die erste große Sonderausstellung im 900 Quadratmeter großen Ausstellungsraum: „Damenwahl! 1918/19 Frauen in die Politik“ thematisiert die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren – die einzige große Ausstellung in Deutschland zu diesem Thema, mit zahlreichen Leihgaben aus dem In- und Ausland. Bereits jetzt zeichnet es sich ab, dass die Ausstellung überregionale Beachtung findet und das Thema großes Interesse weckt (eine gesonderte Mitteilung zur Ausstellung „Damenwahl!“ liegt dem Dossier bei).

Im 13. Sammlerraum, in dem das HMF Schenkungen von Förderern, Raritäten und Besonderheiten aus seinen Sammlungen zeigt, werden in 2018 zwei Ausstellungen gezeigt: „Pannen, Katastrophen und Apokalypsen“ stellt ab 6. Juni 2018 die Zeichnungen des Autodidakten Kurt Wölbing aus den Jahren 1967 bis 1983 vor. Ab November veranschaulichen Fotografien, Entwurfszeichnungen und Textilobjekte das Werk der Frankfurter Modeschöpferin Toni Schiesser („Frankfurter Spitzenarbeit – Mode von Toni Schiesser“, 8. November 2018 bis 28. April 2019).

Eine neues Wechselkabinett in der Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ wird im September zum ersten Mal neu bespielt. In der Themengalerie „Bürgerstadt“ sind die Biografischen Kabinette für den regelmäßigen Austausch konzipiert, so dass hier nach und nach viele Persönlichkeiten, deren Biografie mit der Stadtgeschichte verknüpft ist, mit Objekten, Texten und Hörstationen vorgestellt werden. Im Herbst wird Liesel Simon (1887-1958) den Anfang machen. Die Frankfurterin hat in den 1920er Jahren ein Puppentheater in Frankfurt unterhalten. Dafür hat sie Handpuppen gestaltet und Theaterstücke geschrieben. Verfolgt wegen ihrer jüdischen Herkunft, verließ sie Frankfurt 1941, um nach Ecuador auszuwandern.

Durch die großzügige Architektur des Museumsquartiers kommen die Angebote und Ausstellungen des Historischen Museums hervorragend zur Geltung. Bis zu 1.500 Besucher wie an den Wochenend-Tagen verkraftet das Quartier, ohne dass es zu Wartezeiten kommt. Daher sieht das Museumsteam auch den zu erwartenden weiter steigenden Besucherzahlen nach der Eröffnung des Jungen Museums am 17. und 18. Februar gelassen entgegen.

Einzelheiten und Termine erfahren Sie über Historisches Museum Frankfurt

Ort:
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1
60311 Frankfurt am Main
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Fax ++49 (0)69-212-30702

Ab sofort kostenfreier Eintritt in 18 Frankfurter Museen für rund 14.000 Studierende

Neues Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt, wird ab Februar 2018 auch das Kindermuseum und dem neuen Namen "Junges Museum" beherbergen. Foto: Diether v. Goddenthow
Neues Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt, wird ab Februar 2018 auch das Kindermuseum und dem neuen Namen „Junges Museum“ beherbergen. Foto: Diether v. Goddenthow

Neue Kooperation zwischen Kulturdezernat und Frankfurt University of Applied Sciences

(kus) Ab sofort haben Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) die Möglichkeit, mit ihrem Studierendenausweis 18 Frankfurter Museen kostenfrei zu besuchen. Für das Kulturticket, einem gemeinsamen Projekt des Kulturdezernats und des AStA der FRA-UAS, bezahlen die Studierenden lediglich einen Euro pro Semester.
„Ich freue mich sehr, dass Studenten der Frankfurt University of Applied Sciences ab sofort mit ihrem Studierendenausweis auch gleich das Kulturticket in der Tasche haben. Alle sind herzlich eingeladen, die teilnehmenden Häuser kennenzulernen. Der Museumsbesuch kann als Ausgleich zum Unialltag oder zur Vertiefung des Studiums beitragen und darf nicht am knappen Budget scheitern. Mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Frankfurt University of Applied Sciences haben wir einen tollen und sehr engagierten Kooperationspartner gewonnen“, betont Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Mit in den Verhandlungen stand der AStA der FRA-UAS und begrüßt das Ergebnis: „Zugang zu kulturellen Angeboten sollte kein Luxusgut, sondern eine Selbstverständlichkeit sein. Daher freuen wir uns, dass nun auch unsere Hochschule vom breiten Angebot der Frankfurter Museen profitieren kann. Das Kulturticket ermöglicht uns Studierenden auch außerhalb der eigenen Fachrichtung eine Weiterbildung abseits von Vorlesungen und Seminaren.“

Die Hochschulleitung ergänzt: „Wir begrüßen die Einführung eines Kulturtickets für unsere Studierenden. Das Kulturticket ermöglicht den Besuch aller städtischen Museen und bietet so eine weitere Gelegenheit für unsere Studierenden, sich mit der Stadt zu verknüpfen und dabei über den Tellerrand des Fachstudiums hinauszuschauen.“

Neben der Goethe-Universität Frankfurt ist die FRA-UAS die zweite Hochschule, mit der das Kulturdezernat eine Kooperation eingeht. Das Kulturticket ermöglicht rund 60.000 Frankfurter Studierenden, kostenfrei die museale Vielfalt Frankfurts zu erleben. Sie zeigen dafür an der Kasse lediglich ihren Studierendenausweis vor und besuchen damit kostenfrei alle Dauer- und Sonderausstellungen der teilnehmenden Museen. Die neue Kooperation des Kulturdezernats ist ein weiterer Schritt, Türen zu öffnen und kulturelle Bildung und Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Neben dem bereits bestehenden Angebot für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können so auch Studierende das breite kulturelle Programm der Stadt kostenfrei kennenlernen und nutzen.

Die teilnehmenden Museen sind: Archäologische Museum, Caricatura Museum, Deutsche Architekturmuseum, Deutsche Filmmuseum, Hindemith Kabinett, Historische Museum, Ikonen-Museum, Institut für Stadtgeschichte, Jüdisches Museum (Wiedereröffnung 2019), Kinder Museum, MMK 1|2|3 des MMK Museum für Moderne Kunst, Museum Angewandte Kunst, Museum Giersch der Goethe-Universität, Museum Judengasse, Porzellan Museum und Weltkulturen Museum.

Mehr Infos „Freier Museumseintritt“

Am 7. und 8. Oktober großer Tag der offen Tür im neuen Historischen Museum Frankfurt – Universalmuseum für alle Fähigkeiten und Interessen

Neues Ausstellungshaus Historisches Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow
Neues Ausstellungshaus Historisches Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow

Nach zehnjähriger Neugestaltung wurde gestern das Historische Museum Frankfurt der Presse vorgestellt, welches am   7. und 8. Oktober 2017 zu  Tagen der offenen Tür herzlich einlädt, 
Das neue Museum ist sensationell gut gelungen: Unterhaltsam, kreativ, informativ, digital und zugleich – ausreichend konservativ – objektorientiert. Auf mehreren Etagen zeigt es auf über 4000 Quadratmetern im neuen Ausstellungshaus nicht nur spannende Stadt-Geschichte , sondern spannt den Bogen bis in die Gegenwart mit dem Stadtlabor, der Bibliothek der Generationen und zahlreichen weiteren Mitmach-Angeboten und Vorträgen für alle Alters- und Interessenlagen.

Frankfurt einst - Geldstadt Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurt einst – Geldstadt Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow

Das Historische Stadtmuseum Frankfurt ist ein Universalmuseum für unterschiedliche Stadtentdecker: für die Bewohner und Benutzer der Mainmetropole, für Gäste – vom Stadtforscher bis hin zum eiligen Zwischenstopp-Touristen – und jeden mit  unterschiedlichen Voraussetzungen. Inklusion wird ganzheitlich verstanden: das Angebot ist gedacht für Besucher mit und ohne Vorkenntnisse, verschiedener Kulturkreise, Religionen, unterschiedlicher körperlicher Einschränkungen und Fähigkeiten. Baulich ist das Museum durchgehend barrierefrei. Ausstellungsinhalte sind zum Teil selbsterklärend, ohne Texte bis hin zu achtsprachigen Beschreibungen. Es gibt Tastmodelle, taktile Spuren, Ansagetexte, QR-Codes auf Objektschildern und Führungen, auch in Gebärdensprache.
Im Februar 2018 zieht das Kindermuseum von der Hauptwache ins neue  Ausstellungshaus  um, und heißt ab da: „Junges Museum“.

Angebot auf einen Blick

Mit der Eröffnung des Ausstellungshauses findet der konzeptionelle Wandel vom Fachmuseum für Geschichte zum modernen Stadtmuseum einen sichtbaren Ausdruck im Museumsquartier mit den Schwerpunkten:

  • Spolien (Skulpturfragmente) und Skulpturengalerie an der Fassade des neuen Ausstellungshauses und ein Groß-Periskop auf dem neuen Museumsplatz mit Blickachse auf die große „Schneekugel“ im Untergeschoss.
  • Bodenfund und Stauferhafen unter freiem Himmel zwischen Eingangsbau und historischem Saalhof.
  • Typisch Frankfurt! In einer überdimensionierten Schneekugel können 8 künstlerische Frankfurter Stadt-Modelle per Touchscreen abgerufen werden.
  • „Frankfurt Einst?“ 1000 Jahre Stadtgeschichte in fünf Themen auf Ebene 1 und 2).
  • „Frankfurt Jetzt!“, Ebene 3, zur Erkundung der Gegenwart und Zukunft der Stadt,
  • Junges Museum auf unterschiedlichen Ebenen ab Februar 2018
  • Sonderausstellungsbereich im Untergeschoss für bis zu drei Parallel-Ausstellungen geeignet: Zur Zeit mit der Fotoausstellung „Ein neues Museum für Frankfurt“, „Frankfurt Jetzt Erforschen!“ „Wie das Stadtlabor arbeitet“.

Ausstellungen & Neuheiten in der Übersicht

Der Stauferhafen

Jan Gerchow, Museumsdirektor erläutert die sensormediale Bedienertafel zur Erschließung Frankfurts vom 11 Jhrd. bis heute vor dem Hintergrund des mittelalterlichen Stauferhafens. Foto: Diether v. Goddenthow
Jan Gerchow, Museumsdirektor erläutert die sensormediale Bedienertafel zur Erschließung Frankfurts vom 11 Jahrhundert. bis heute vor dem Hintergrund des mittelalterlichen Stauferhafens, der von dieser Stelle aus einsehbar ist. Foto: Diether v. Goddenthow

Zwischen Saalhof und Eingangsgebäude sehen Besucher/innen in der Tiefe die Stadtmauer mit dem befestigten Kai samt abschließenden Holzbalken, der als Anlegestelle für Personenschiffe diente. Diese Hafenanlage hat sich erhalten, weil nach 1333 eine Stadterweiterung stattfand. Dabei wurde der Kai zugeschüttet und so bis in zum Juni 2012 geschützt, als sie beim Aushebend er Baugrube gefunden wurde. Der Holzbalken im Kai konnte über seine Jahresringe datiert werden: Der Baum wurde zwischen 1304 und 1314 gefällt. Er war der letzte einer Reihe von Balken, die hier verwendet wurden. Gebaut wurde der Hafen vermutlich zeitgleich mit der Pfalz der staufischen Könige, d.h. in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Obwohl es im hochmittelalterlichen Europa viele Flusshäfen mit Kai-Anlagen gegeben haben muss, ist dies die einzige bekannte, in ihrer Originalsubstanz erhaltene Anlage.

Deshalb musste der  Fund erhalten werden. Schnell fiel die Entscheidung, ihn prominent zu präsentieren. Die Architekten (LRO, Stuttgart) mussten die schon fertige Planung großer Teile des Neubaus dafür umplanen. Realisiert wurde eine Galerie um die Fundstelle in vier Metern Tiefe. An zwei großen Touch-Monitoren, die dort aufgestellt sind, können Besucher Animationsfilme starten und die mittelalterliche Stadt Frankfurt mit dem Hafenfund erkunden. Das Funktionsmenu wird in acht Sprachen angeboten, die nach den häufigsten Sprachgruppen bei Frankfurtbesuchen ausgewählt wurden, die Filme kommen ohne Sprache aus. Auf einem Steg im Untergeschoß auf Ebene 0 können Besucher ganz dicht an die historische Anlage herantreten.

Die Präsentation des Fundorts unter freiem Himmel wird ergänzt von der Ausstellung „Stauferzeit“ auf Ebene 0 im Saalhof. Sie wurde wie alle Dauerausstellungen in den historischen Altbauten bereits 2012 eröffnet,

Skulpturengalerie und Schneekugel auf dem Museumsplatz

Ein kleiner Ausschnitt aus der Skulpturengalerie zum Museumsplatz hin. Foto: Diether v. Goddenthow
Ein kleiner Ausschnitt aus der Skulpturengalerie zum Museumsplatz hin. Foto: Diether v. Goddenthow

Nähern sich unsere Gäste dem Museumsquartier, wird ihre Aufmerksamkeit auf zwei Angebote gelenkt. An den Fassaden des langen Ausstellungshauses sind in zweimal zwölf Nischen Spolien und Skulpturen aufgestellt. Und in der Mitte des Platzes werfen die Spiegel des Museumsperiskops die bunten Lichter aus dem Innern der Schneekugel auf die Fenster des großen Messing-Periskops. Die 46 Spolien an der Nordfassade des Ausstellungshauses stammen von Häusern aus der Frankfurter Alt- und Neustadt und gelangten überwiegend schon for den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs ins Museum.  Die Skulpturen antiker Gottheiten und Verkörperungen der schönen Künste am Museumsplatz stammen aus Frankfurter Gärten des 17. bis 19. Jahrhunderts und verleihen dem Platz eine heitere Atmosphäre. Sie laden zum Verweilen auf den Basaltbänken rund um das messingfarbene Monument ein. Sie stellen die erste Ausstellung des Museums dar. Auf einer Messingtafel können die Besucher ihre Identitäten entschlüsseln. Smartphone-Besitzer erhalten mit dem QR-Code vertiefende Informationen, die auch am heimischen Rechner im Museumsportal erhältlich sind: https://historisches-museum-frankfurt.de/architektur/skulpturengalerie

„Typisch Frankfurt!“ in der großen Schneekugel

In Ebene 0 unter dem Museumsplatz

Modell Frankfurt ewige Baustelle. In der Schneekugel.  Foto: Diether v. Goddenthow
Modell Frankfurt ewige Baustelle. In der Schneekugel. Foto: Diether v. Goddenthow

Wo bin ich hier, was ist dies für eine Stadt? Wie wurde sie zu dem, was sie ist? Und was unterscheidet Frankfurt von anderen Städten? „Typisch Frankfurt!“ in der großen Schneekugel gibt auf ebenso kluge wie unterhaltsame Art Antworten auf diese Fragen. Acht von Künstlern gestaltete Modelle zeigen die sehr unterschiedlichen Gesichter Frankfurts. In die Modelle integriert wurden Szenen von prägenden Ereignissen, von Katastrophen und Glücksfällen.

Welches Modell zu sehen ist, entscheiden die Besucher/innen selbst mit dem Auswahlmenu. Ein unter der Schneekugel verborgener Kuka-Roboter erfüllt den Besucherwunsch und hebt das entsprechende Modell von unten in das Innere der Kugel. Multimedia-Projektionen auf den umgebenden Wänden der Schneekugel lassen die Besucher in die Themen der Stadt eintauchen und bieten ein ganz besonderes Erlebnis.

„Typisch Frankfurt“ ist ein innovatives Format, um sich in die vielen Gesichter dieser Stadt und die historischen Hintergründe einführen zu lassen. Gemeinsam mit der Präsentation des Stauferhafens erhalten Frankfurtinteressierte hier in kurzer Zeit tiefe Einblicke in das Wesen der Stadt.

Erstmals hat ein Team aus Wissenschaftlern, Gestaltern, ausgewählten Künstlern und Technikern für die musealen Präsentationen eines Museums in der Weise zusammengearbeitet, wie es für die Realisierung der großen Schneekugel geschehen ist.

Die acht Modelle in der großen Schneekugel

  • Frankfurt = Kriminelle Stadt // Tracey Snelling, USA
    Viele verbinden Frankfurt mit Raub, Drogenhandel und Prostitution. Ist dieses Bild gerechtfertigt?
  • Frankfurt = Bankfurt // Jakob Michael Birn, Berlin
    Seit Jahrhunderten lebt die Mainmetropole vom Handel mit dem Geld – heute ist die Stadt weltweit als bedeutender Finanzplatz bekannt.
  • Frankfurt = Industriestadt // Rob Voerman, Niederlande
    Durch Massenproduktionen und bedeutende Erfindungen wurde Frankfurt zum einflussreichen Industrie- und Chemiestandort.
  • Frankfurt = Drehscheibe // Edwin Zwackman, Niederlande
    Autobahnkreuz, Knotenpunkt im Schienennetz, Luft-Drehkreuz und Datenhub – Frankfurt ist eine internationale Drehscheibe
  • Frankfurt = Heimliche Hauptstadt // Marc und Sylvie Giai-Miniet, Frankreich
    Vom Ort der Kaiserkrönung zur beinahe Hauptstadt nach dem zweiten Weltkrieg.
  • Frankfurt = Kritische Stadt // Florian Göttke, Deutschland
    Die größte Stadt Hessens gilt als Stadt des Eigensinns, des Protests und der Kritik. Verdient sie diesen Ruf?
  • Frankfurt = Jüdische Stadt // Stephan Mörsch, Deutschland Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs war Frankfurt die Stadt, mit der zweitgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands.
  • Frankfurt = Ewige Baustelle // Daniel Verkerk, Niederlande
    Durch die zahlreichen Baustellen verändert sich das Stadtbild beinahe täglich.

Frankfurt Einst? – 1000 Jahre Stadtgeschichte in fünf Themen

(im neuen Ausstellungshaus Ebene 1 und Ebene 2)

Frankfurt einst. Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurt einst. Foto: Diether v. Goddenthow

Hier erschließt sich die Geschichte in „Frankfurt Einst?“, der auf 2.000 qm präsentierten  Ausstellung zur Stadtgeschichte, nicht über einen chronologischen Rundgang, sondern über fünf große Themengalerien. In der Galerie „Stadtbilder“ werden die Grundlagen der stadträumlichen Entwicklung und des Stadtbildes über fünf Jahrhunderte sichtbar gemacht. Die Galerie „100 x Frankfurt“ bietet einen ungewöhnlichen Zeitstrahl aus hundert eigensinnigen Objekten, deren Geschichten zugleich für die Vielfalt der Frankfurter Geschichte stehen. In den drei Themengalerien „Bürgerstadt“, „Geldstadt“ und „Weltstadt“ konzentriert sich das Museum auf die die „DNA“ Frankfurts. Diese drei Qualitäten haben Frankfurt über Jahrhunderte geprägt und ihre Facetten werden in überraschenden Inszenierungen mit den Objekten einer herausragenden Museumssammlung präsentiert. Die Ausstellung „Frankfurt Einst?“ bietet umfangreiche Informationen in Form von Texten (durchgehend in Englisch und Deutsch) sowie einem abwechslungsreichen Angebot digitaler Medien (Audio, Video, Bilder und Texte, Medientische).

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Die in fünf Galerien gezeigte Ausstellung  gegliedert sich nach den Eigenschaften, die Frankfurt prägten und bis heute prägen, wie folgt:

Stadtbilder
… zeigt die Entwicklung des Frankfurter Stadtbildes von den Vogelschauplänen der Renaissance bis zum Hochhausrahmenplan von 2008. Die drei Bereiche „Frankfurt von oben“, „Altstadt-Drama“ und „Porträts der Stadt“ werfen immer wieder neue Blicke auf die Stadt.

100 x Frankfurt
… verdichtet Objekte und Geschichten zu einer vielschichtigen Stadtgeschichte und stellt die Highlights der Sammlung in neue Zusammenhänge. Ein Zeitstrahl führt durch über tausend Jahre Stadtgeschichte.

Bürgerstadt
Hier können Besucher/innen erfahren, wer Teil hat an den wesentlichen Entscheidungsprozessen. In Frankfurt waren dies immer Bürger/innen, anders als in Städten, die von Fürsten regiert wurden.

Geldstadt
Die wechselvolle Geschichte Frankfurts als Messeplatz des Reiches bis zum modernen Finanzplatz steht im Fokus.

Bilanz-Altar der Familie Heller. Foto: Diether v. Goddenthow
Bilanz-Altar der Familie Heller. Foto: Diether v. Goddenthow

Weltstadt
Die Themengalerie veranschaulicht Frankfurts Rolle als Zentralort der deutschen Geschichte sowie als europäischer Verkehrsknoten und Kommunikationszentrum.

Familienspur & Studierzimmer

Eines der beiden Studierzimmer im Museum.Foto: Diether v. Goddenthow
Eines der beiden Studierzimmer im Museum.Foto: Diether v. Goddenthow

Eine Familienspur durchzieht die Ausstellung. Fest installierte museumspädagogische Angebote laden bei ausgewählten Themen zum Experimentieren und Erkunden ein. So können Besucher im Bereich „Stadtbilder“ selbst die Altstadt gestalten oder an der Frankfurter Küche (Nr. 68, 100 x Frankfurt) die Arbeitswege messen. Die Angebote zum Anfassen und Ausprobieren sind in Orange gestaltet und bieten nicht nur Familien einen Mehrwert.

Einen besonderen Zugang zu den Inhalten des Museums bieten auch die Studierzimmer. Hier stehen Computer für Recherchen bereit, Schubladen und Türchen sollen geöffnet werden und Objekte dürfen angefasst werden. Wie die Familienspur, von der es eine weitere im Saalhof in der Ausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter“ gibt, stellen auch die Studierzimmer eine Weiterentwicklung der Idee des inklusiven Museums dar. Sie sind nicht nur Angebote für Familien mit Kindern und werden von den Museumspädagog/innen bei der Arbeit mit Schulklassen eingesetzt, sondern sind für alle Besucherinnen und Besucher geeignet, die Tasten, Fühlen, Hantieren mögen, weil sie Spaß daran haben oder weil dies für sie der ideale Zugang zu den Museumsinhalten ist, weil sie beispielsweise blind sind.

Frankfurt Jetzt! Die Angebote zur Gegenwart

(Ebene 3 im Ausstellungshaus)

Das künstlerische Stadtmodell Frankfurt von Heller. oto: Diether v. Goddenthow
Das künstlerische Stadtmodell Frankfurt von Heller. Foto: Diether v. Goddenthow

Auf der Fläche von Frankfurt Jetzt! im Giebelgeschoss des neuen Ausstellungshauses werden zwei große raumprägende Installationen dauerhaft gezeigt: das Frankfurt-Modell und die Bibliothek der Generationen. Ein dritter Bereich ist für die Präsentation der Stadtlabor-Aktivitäten reserviert. In allen drei Bereichen geht es um das Frankfurt der Gegenwart, das zusammen mit Frankfurter/innen erforscht wird.

Das Frankfurt-Modell zeigt die Stadt so, wie sie von den Bewohner/innen beschrieben wurde. Das Historische Museum befragte 1.200 Frankfurter/innen nach ihren Stadt-Ansichten. Der Rotterdamer

Künstler Herman Helle hat daraus ein ungewöhnliches Stadtmodell gebaut. Die Vielfalt der Stadtteile und die Wahrnehmung der Stadt stehen im Mittelpunkt des Frankfurt-Modells. Das über 70 qm große Stadtmodell sieht nur von ferne so aus wie eines der üblichen Stadtplanungsmodelle. Je näher man ihm kommt, desto mehr erkennt man seine ungewöhnliche  Qualität.

Nachbarschaftsprojekt. Foto: Diether v. Goddenthow
Nachbarschaftsprojekt. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Bibliothek der Generationen ist ein von Sigrid Sigurdsson initiiertes künstlerisches Erinnerungsprojekt, das bereits über 100 Autor/innen in der Frankfurter Bevölkerung gewonnen hat. Mit einer Laufzeit von 105 Jahren (2000 – 2105) ist das Projekt generationenübergreifend angelegt. Hier werden Erinnerungen in Kassetten aufbewahrt, eingereicht von Privatpersonen, Institutionen, Gruppen und Initiativen. Die in den Beiträgen dargestellten Themen decken mit vielfältigen Medien zum Lesen, Hören und Anschauen ein breites Spektrum ab, das von autobiographischen Arbeiten, über künstlerische Beiträge bis hin zu wissenschaftlichen Darstellungen reicht. Das Museum führt regelmäßig Veranstaltungen zu einzelnen Themen oder Beiträgen durch und regt damit zur öffentlichen Auseinandersetzung an. An multimedialen Recherchestationen können Besucher/innen jederzeit die Bibliothek der Generationen im Haus der Erinnerungen erforschen.

Sie werden um eine Eröffnungsausstellung des Stadtlabors  „Frankfurt Jetzt Erforschen! Wie das Stadtlabor arbeitet“ (bis 22.4.2018) ergänzt, die einen Rückblick auf sechs Jahre Stadtlabor gibt und darüber informiert, was hier zukünftig alles möglich sein wird. Diese flexible Ausstellungsfläche ist der dritte große und wichtige Bereich von Frankfurt Jetzt! Von 2017 an werden hier partizipative Ausstellungen und Veranstaltungen präsentiert, die in Kooperation zwischen Museum und Frankfurter/innen entstehen. Ergänzt wird das Stadtlabor vom Stadtlabor digital. Das Stadtlabor Digital ist eine Webseite und eine Community, die an die Stadtlabor-Aktivitäten anknüpft. Zusammen mit vielen Usern sammeln wir hier selbstproduzierte Beiträge über Frankfurt. Auf der Karte können Audio-,Video-, Bild-, und Textbeiträge hochgeladen und mit der Community geteilt werden. So entsteht eine wachsende, kollaborative Sammlung von ortsspezifischem Frankfurt-Wissen. Eine wechselnde Auswahl der Beiträge wird auch in der Dauerausstellung Frankfurt Jetzt! gezeigt werden.

Sonderausstellung 2

Sonderausstellungsbereich. Foto: Diether v. Goddenthow
Sonderausstellungsbereich. Foto: Diether v. Goddenthow

The making of HMF – Ein neues Museum für Frankfurt

  1. Oktober 2017 — 15. Juli 2018

Wie entsteht eigentlich ein Museum? Was macht ein Stadtmuseum aus? Mit der Eröffnung des neuen Ausstellungshauses findet die Neukonzeption des Museumsquartiers ihren Abschluss. „The Making of HMF“ zeigt den langen Weg vom Abriss des „Betonbaus“ von 1972 bis zur Fertigstellung des letzten Bauabschnitts. Anhand von spektakulären Fotografien und einer raumgreifenden Videoinstallation erleben die Besucherinnen und Besucher die Entstehung des neuen Historischen Museums Frankfurt im Zeitraffer – vom Abtransport der Statue Karl des Großen über den Abriss des Betonbaus bis hin zu der Eröffnung des Ausstellungshauses mit dem markanten Doppelgiebel. Dabei steht die Architektur des Gebäudes nicht alleine im Fokus. Anhand von Interviews und Einblicken hinter die Kulissen des Museums wird auch die die Restaurierung der Exponate und die inhaltliche Entwicklungdes ungewöhnlichen Konzepts für ein Stadtmuseum thematisiert.

Fotos: Robert Metsch
Film: Westend TV
Ausstellungsgestaltung: arge gillmann schnegg, Basel

Neueröffnung

Historisches Museum Frankfurt

Am 7./8. Oktober 2017 öffnen die Türen im neuen Ausstellungshaus des Historischen Museums. Die großen Ausstellungen Frankfurt Einst? und Frankfurt Jetzt! laden zur intensiven Beschäftigung mit der Geschichte und Gegenwart der Stadt ein.

Programm am Samstag, 7. Oktober // Sonntag, 8. Oktober
kostenloses, halbstündiges Führungsangebot im Historischen Museum

Samstag, 7. Oktober 2017:

Sonderführungen

11.30 Uhr        Das neue HMF – Frank Berger
12 Uhr             Frankfurt Einst? – Wolfgang Cilleßen
12:30 Uhr        Das neue HMF – Jan Gerchow
13 Uhr             Frankfurt Jetzt! – Marta Dannoritzer
13:30 Uhr        Das neue HMF – Kristina Klein
14 Uhr             Highlights im Saalhof – Wolfgang Cilleßen
14:30 Uhr        Das neue HMF – Jan Gerchow
15 Uhr             Frankfurt Einst? – Nina Gorgus
15 Uhr                        Frankfurt 1742 – das größte Fest der Welt
Vorstellung des neuen Comics im Sonnemann-Saal
15:30 Uhr        Das neue HMF – Tobias Teichmann
16 Uhr             Frankfurt Jetzt! – Kristina Klein
16:30 Uhr        Das neue HMF – Jan Gerchow
17 Uhr                         Highlights im Saalhof – Jonathan Fedel
17:30 Uhr        Das neue HMF – Nina Gorgus

Sonntag, 8. Oktober 2017:

Musik & Tanz
11.30 Uhr        Swingtime mit den Red Hot Hottentots & Lindy Hop Frankfurt
im Sonnemann – Saal

Sonderführungen

11.30 Uhr        Das neue HMF – Wolfgang Cilleßen
12 Uhr             Frankfurt Einst? – Joscha Döpp
12:30 Uhr        Das neue HMF – Moritz Röger
13 Uhr             Frankfurt Jetzt! – Anne Gemeinhardt
13:30 Uhr        Das neue HMF – Wolfgang Cilleßen
14 Uhr             Highlights im Saalhof – Seyma Doudouxi
14:30 Uhr        Das neue HMF – Dieter Wesp
15 Uhr             Frankfurt Einst? – Alexandra Sajnikova

15 Uhr                        Frankfurt 1742 – das größte Fest der Welt
Vorstellung des neuen Comics im Sonnemann-Saal
15:30 Uhr        Das neue HMF – Hannes Pflügner
16 Uhr             Frankfurt Jetzt! – Franziska Mucha
16:30 Uhr        Das neue HMF – Anne Gemeinhardt
17 Uhr                         Highlights im Saalhof – Marita Pastoors
17:30 Uhr        Das neue HMF – Pascal Heß

Anmeldung und Start der Führungen am Infostand im Schneekugelfoyer (Ebene 0)

Besonders für Familien mit Kindern:
Familienspur im Sammlermuseum
Familienspur Frankfurt Einst?
(Ausstellungshaus Ebene 1 + 2)
Studierzimmer Frankfurt Einst?
(Ausstellungshaus Ebene 1 + 2)

Neue Dauer- und Sonderausstellungen
Frankfurt Einst? (Ausstellungshaus Ebene 1 + 2): Bürgerstadt, Weltstadt, Geldstadt, 100 x Frankfurt, Stadtbilder
Frankfurt Jetzt! (Ausstellungshaus Ebene 3),
Frankfurt Modell, Frankfurt Jetzt! erforschen, Bibliothek der Generationen
Saalhof (Altbau), Rententurm, Sammlermuseum, Stauferzeit
Museumseingang, Stauferhafen
Typisch Frankfurt! in der großen Schneekugel
(Schneekugelfoyer unter dem Museumsplatz, Ebene 0)
The making of HMF – Ein neues Museum für Frankfurt (Ebene 0)
Frankfurt Jetzt! erforschen – Wie das Stadtlabor arbeitet (Ebene 3)

Café Frankfurt:
Im Schneekugelfoyer kann zu den Öffnungszeiten das Museumscafé besucht werden.

Garderoben und Toiletten:
Schneekugelfoyer unter dem Museumsplatz, Ebene 0

Eintritt:
8€ / 4€ ermäßigt
Öffnungszeiten:
Samstag + Sonntag 11.00–19.00 Uhr

 

ANFAHRT Tram 11/12 (H Römer/Paulskirche), U4/U5 (H Dom/Römer)

Weitere Infos: Historisches Museum Frankfurt 

Countdown-Serie bis zur Eröffnung des neuen Museumsquartiers Historisches Museum Frankfurt


„75 Sekunden für…“ heißt die neue Countdown-Serie des Historischen Museums Frankfurt bis zur Eröffnung im Oktober 2017. Jede Woche stellen sich KollegInnen aus dem Museums-Team vor, die die Eröffnung vorbereiten. Sie erzählen über ihren Museumsalltag und auf was sie sich am meisten in der neuen Ausstellung freuen!

Heute stellt sich Angela Janelli bei  vor. Sie ist Kuratorin im Team Frankfurt Jetzt! Sie beschreibt die Schneekugel, die in der neuen Ausstellung zu sehen sein wird. Die Kugel ist ein Leuchtmodell, das die 8 typischen Eigenschaften Frankfurts zeigt.
Informationen zu Angela Janellis Lieblingsausstellung gibt es hier: www.historisches-museum-frankfurt.de/de/schneekugel

Wenn Sie erfahren wollen, wer noch an der Eröffnung und der „75 Sekunden für“-Serie beteiligt ist, schauen sie auf den Museums-Blog unter www.blog.historisches-museum-frankfurt.de/category/eroeffnen/

Veranstaltungen
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1 (ehemals Fahrtor 2)
60311 Frankfurt am Main

„200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“ – Jubiläumsausstellung 200 Jahre Senckenberg vom 29. Juni 2017 bis 11. Februar 2018

Eröffnung der Jubiläumsausstellung. (vli.) Kuratorin Marie Rahn,  Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt, Prof. Dr. Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums in Frankfurt, Prof. Dr. Andreas Mulch,stv. Generaldirektor. Hier beim Presserundgang an Station 6 "Buch im XXL-Format" informiert über die Zeit 1960 bis 1997 "Erneutes Aufblühen der SNG von Umwelt, Menschwerdung und Meer". Links das Modell  des Forschungs-Kutters „Senckenberg“, in Wilhelmshaven,  im Saal der Wale und Elefanten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Eröffnung der Jubiläumsausstellung. (vli.) Kuratorin Marie Rahn, Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt, Prof. Dr. Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums in Frankfurt, Prof. Dr. Andreas Mulch,stv. Generaldirektor. Hier beim Presserundgang an Station 6 „Buch im XXL-Format“ informiert über die Zeit 1960 bis 1997 „Erneutes Aufblühen der SNG von Umwelt, Menschwerdung und Meer“. Links das Modell des Forschungs-Kutters „Senckenberg“, in Wilhelmshaven, im Saal der Wale und Elefanten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Frankfurt ist nicht nur eine der traditionsreichsten Messe- und Finanzmetropolen weltweit, sondern auch die Heimat der ältesten Bürgergesellschaft für Naturforschung, nämlich des Stammsitzes der international renommierten Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit 11 deutschen Standorten und 850 Mitarbeitern, welche in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag feiert. Anlässlich dieses runden Geburtstages wurde heute die Jubiläumsausstellung „200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“ der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt eröffnet. Auf drei Etagen – zwischen Diplodocus, Urelefant und Strauße – können Besucher vom 29. Juni 2017 bis zum 11. Februar 2018 an sieben Stationen in sieben aufgeschlagenen überdimensionierten Buchkapiteln auf eine Zeitreise durch die wechselvolle spannende Gründungs- und Wissenschafts-Geschichte der tief in Frankfurt verwurzelten Institution gehen. Die Ausstellung entstand in enger Kooperation
mit dem Institut für Stadtgeschichte und mit dem Historischen Museum Frankfurt.

Ein deformierter Schädel einer Hausgans von 1664 des Hildesheimer Arztes Friedrich Lachmund ist das ältestes Objekt der Wirbeltiersammlung. Gleich zu sehen an Station 1 im Museumsfoyer. Foto: Diether v. Goddenthow
Ein deformierter Schädel einer Hausgans von 1664 des Hildesheimer Arztes Friedrich Lachmund ist das ältestes Objekt der Wirbeltiersammlung. Gleich zu sehen an Station 1 im Museumsfoyer. Foto: Diether v. Goddenthow

Als Kind der Aufklärung, begründet und stets getragen von der Leidenschaft und Unterstützung vieler engagierter Bürger, hat sich die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit ihrer Gründung 1817 ebenso wie Frankfurt mit ihr kontinuierlich weiterentwickelt. Sie trägt ihrerseits seither und heute mehr denn je als internationales Forschungsnetz mit zahlreichen Institutionen und Großprojekten, maßgeblich zum Ansehen der Stadt als renommierter Standort für Wissenschaft, akademische Nachwuchsförderung und Bildung bei. Im Laufe der 200-jährigen Geschichte der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung hat sich der Grundauftrag nie geändert: Komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass sie allgemein verständlich werden.

„Unser Ursprung in der Frankfurter Bürgergesellschaft prägt Senckenberg bis heute“, hält Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung fest. „Es ist großartig, auf diese bemerkenswerte Geschichte zurückzublicken und zu sehen, wie aus der Begeisterung und Neugier einzelner Bürger und dem Engagement vieler inzwischen eine der weltweit größten und renommiertesten Einrichtungen der Naturforschung und Naturmuseen geworden ist“.

Kniegelenk einer Kindermumie.  Die erste Röntgenaufnahme einer ägyptischen Mumie überhaupt, nach der sensationellen Entdeckung der nach W.C. Röntgen benannten Strahlen. Foto aus Tafel Station 4: Diether v. Goddenthow
Kniegelenk einer Kindermumie. Die erste Röntgenaufnahme einer ägyptischen Mumie überhaupt, nach der sensationellen Entdeckung der nach W.C. Röntgen benannten Strahlen. Foto aus Tafel Station 4: Diether v. Goddenthow

Die Ausstellung setzt die Entwicklung der Senckenberg Gesellschaft in engen Bezug zu der historischen Entwicklung der Stadt Frankfurt. „Wir freuen uns, dass wir das Historische Museum Frankfurt und das Institut für Stadtgeschichte als Kooperationspartner für diese Ausstellung gewinnen konnten“ betont Prof. Dr. Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums in Frankfurt, und dankt der Stadt Frankfurt für die Unterstützung des Projekts. „Die Senckenberg Gesellschaft hat ihren Ursprung in Frankfurt genommen und blieb stets eng verbunden mit den Frankfurter Bürgern“ beschreibt Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt das Verhältnis und fährt fort: „Neben der Forschungseinrichtung ist auch das Frankfurter Naturmuseum eine Institution der Stadt. Wir haben sofort zugesagt, als die Idee aufkam, gemeinsam diese Entwicklung auch als ein Stück Frankfurter Stadtgeschichte in einer Jubiläumsausstellung darzustellen.“

Zuschauermagnet "Diplodocus longus" im Sauriersaal, dessen  Originalskelett  1906 dem Frankfurter Senckenberg Naturmuseum geschenkt wurde. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Zuschauermagnet „Diplodocus longus“ im Sauriersaal, dessen Originalskelett 1906 dem Frankfurter Senckenberg Naturmuseum geschenkt wurde. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Bei einem Rundgang durch das Museum stellten die Kuratorin Marie Rahn und Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, die dezentral angelegte Ausstellung vor. „Es hätte so viele Geschichten zu erzählen gegeben. Hier die Auswahl zu treffen, war nicht einfach“ berichtet Herkner. „Uns war es wichtig, den Besucherinnen und Besuchern auf einem Zeitstrahl immer auch zu veranschaulichen, welche Frankfurter und gesamthistorischen Themen und Ereignisse aktuell waren – zum Beispiel als das Originalskelett des Diplodocus longus 1906 dem Frankfurter Senckenberg Naturmuseum geschenkt wurde.“

Kuratorin Marie Rahn,  Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum erläutern an der Station 7 im Saal der Saurier die neuesten  Forschungsmöglichkeiten und -methoden der Senckenbergforschung. Foto: Diether v. Goddenthow
Kuratorin Marie Rahn, Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum erläutern an der Station 7 im Saal der Saurier die neuesten Forschungsmöglichkeiten und -methoden der Senckenbergforschung. Foto: Diether v. Goddenthow

Neben den Büchern sind in Vitrinen Exponate aus der Forschungsgeschichte Senckenbergs zu sehen, so zum Beispiel ein mehrteiliges Mikroskop, mit dem bereits Fritz Römer als der erste hauptamtliche Kustode Senckenbergs zu Beginn des 20. Jahrhunderts Proben untersuchte. Die Ausstellung hebt zudem die historische Bedeutung einzelner Highlight-Exponate der Dauerausstellung hervor. Museumsbesucher erfahren bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung zum Beispiel von der Pflasterzahnechse, deren ausgestelltes vollständiges Skelett weltweit ein Unikat ist, oder von der Geschichte der berühmten, von Arthur von Weinberg gestifteten Edmontosaurus- Mumie.

Die Info-Stationen befinden sich auf drei Etagen des Senckenberg Naturmuseums. Foto: Diether v. Goddenthow
Die Info-Stationen befinden sich auf drei Etagen des Senckenberg Naturmuseums. Foto: Diether v. Goddenthow

„200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“ kann im Senckenberg Naturmuseum in Verbindung mit der Dauerausstellung besichtigt werden.
Eintritt 9 Euro für Erwachsene, 4,50 Euro für Kinder und Jugendliche (6
– 15 Jahre) sowie 23 Euro für Familien (2 Erwachsene und bis zu 3
Kinder).

Begleitprogramm des Senckenberg Naturmuseums und des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt

„200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“
29. Juni 2017 bis 11. Februar 2018 im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt Ausstellungsbegleitend bieten das Senckenberg Naturmuseum, das Institut für Stadtgeschichte und das Historische Museum Veranstaltungen an.

Das Museumspädagogische Begleitprogramm im Senckenberg Naturmuseum
Mittwoch, 19. Juli 2017, 18 Uhr
Öffentliche Mittwochabendführung für Erwachsene
Senckenberg – Quo vadis? mit Benjamin Weiß
Im Laufe der 200-jährigen Geschichte der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung hat sich der Grundauftrag nie geändert: Komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass sie allgemein verständlich werden. In dieser Führung werden aktuelle Forschungsfragen Senckenbergs aufgegriffen und die dazu gehörigen Bereiche des Senckenberg Naturmuseums besichtigt, wie zum Beispiel die „Anatomie im Glas“ oder die Vogelausstellung im ersten Obergeschoss.
Ohne Anmeldung. Erhoben wird nur der Museumseintritt („Guten-Abend-Ticket“ 5,50 Euro).

Mittwoch, 9. August 2017, 18 Uhr
Geschichten aus 200 Jahren Leidenschaft für Natur und Forschung in Frankfurt
mit Marie Rahn
Zum großen Jubiläum zeigt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte und mit dem Historischen Museum Frankfurt eine Sonderausstellung zu ihrer Geschichte. Ein Rundgang mit der Kuratorin der Ausstellung führt zu den sieben im Museum verteilten Stationen und zu den Vitrinen mit historischen Forschungsobjekten aus 200 Jahren spannender Wissenschaftsgeschichte.
Ohne Anmeldung. Erhoben wird nur der Museumseintritt („Guten-Abend-Ticket“ 5,50 Euro).

Special zum Jubiläumsjahr: Öffentliche Führung für Erwachsene 200 Jahre Senckenberg – ein Grund zu feiern, aber auch ein Grund zurückzublicken auf die Anfänge und die Entwicklung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Jeden dritten Samstag im Monat laden wir Sie auf eine Zeitreise durch die Geschichte unserer Gesellschaft und unseres Museums ein. Gemeinsam begeben wir uns auf Spurensuche, entdecken die häufig verborgenen Geschichten unserer Exponate und tauchen ein in die 200-jährige Forschungsgeschichte Senckenbergs. Die nächsten Termine:

Samstag, 15. Juli 2017 und Samstag, 19 August, 16 Uhr
Historische Führung zum Jubiläumsjahr

Ohne Anmeldung, ohne Teilnahmebegrenzung. Erhoben wird nur der Museumseintritt.
Treffpunkt: T. rex im Sauriersaal.

Weitere Angebote und Termine finden Sie im regelmäßig erscheinenden Programm unter
www.senckenberg.de/veranstaltungen oder unter T +49 (0)69 75 42 – 13 57.

Ausstellungsbegeleitende Veranstaltungen im Historischen Museum

Historisches Museum Frankfurt, Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main

Historisches Museum Frankfurt mit neuem Ausstellungshaus (ab Okt. 2017) und Eingangsfoyer. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Historisches Museum Frankfurt mit neuem Ausstellungshaus (ab Okt. 2017) und Eingangsfoyer. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Mittwoch, 13. September 2017, 19 Uhr
Eduard Rüppell – Der Humboldt Frankfurts
Führung mit Dr. Frank Berger
Der Frankfurter Forschungsreisende Eduard Rüppell sammelte auf seinen Expeditionen unzählige Objekte. So trug er im Kordofan innerhalb von 35 Tagen 65 Säugetiere, 11 Säugetier-Skelette, 160 Vögel und 12 Vogel-Skelette sowie fünf Amphibien zusammen. Seit ihrer Gründung war der unermüdliche Sammler in der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft aktiv und versorgte sie mit naturkundlichen Präparaten, die er von seinen Reisen mitbrachte. Seine Schenkungen waren eine wesentliche Forschungsgrundlage für die Gesellschaft. Mit seinem Wissen trug er schon im 19. Jahrhundert zu ihrem Weltruf bei. Das Historische Museum Frankfurt stellt den großzügigen Universalgelehrten in der Dauerausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter“ vor.

Kinderspur zu Eduard Rüpell im Historischen Museum Frankfurt
Sonntag, 29. Oktober 2017, 15 Uhr
Auf der Kinderspur zu Eduard Rüppell – Universalgelehrter und Senckenberg-Förderer
Ausprobieren, entdecken und Sammelbildchen mitnehmen: Auf dem Weg durch die
Dauerausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter“ kann von den jungen Besucher/innen selbst etwas gesammelt werden. Ein deutlich erkennbares Zeichen markiert die Kinderspur.
Zur Sonderausstellung im Senckenberg Naturmuseum gibt es ein spezielles Angebot in der Sammlung von Eduard Rüppell: Unter pädagogischer Anleitung entstehen gefaltete Schmetterlinge. Das Wissen um den bedeutenden Naturforscher und Förderer der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft wird im Gespräch spielerisch vermittelt. Es gibt zudem in jedem Sammlerraum Sammelbildchen, die dann zu Hause in das Sammelalbum eingeklebt werden können, das Kindern und Familien ausgehändigt wird. Origamifalten, Sammelheft und Kinderspur für Kinder und Familien.

Ausstellungsbegeleitende Vorträge im Institut für Stadtgeschichte
(Dormitorium), Münzgasse 9, 60311 Frankfurt am Main
Montag, 26. Juni 2017, 18.30 Uhr
Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – 200 Jahre Leidenschaft für Natur
und Forschung in Frankfurt – was bisher geschah …
Referentin: Marie Rahn

Montag, 13. November 2017, 18.30 Uhr
„Alexander von Humboldt, der Eduard Rüppell Berlins. Leben, Werk und Rezeption des Frankfurter Forschungsreisenden im Vergleich“
Referent: PD Dr. Joachim Scholz, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 17.30 Uhr
„Das Archiv der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Institut für Stadtgeschichte“
Archivführung mit Stefanie Bohnensack und Dr. Joachim Kemper
Treffpunkt: Borsigallee 8 (Außenstelle des Instituts für Stadtgeschichte)
Dauer: 60 Minuten, Teilnahme: frei

Weitere Angebote und Termine finden Sie im regelmäßig erscheinenden Programm unter
www.senckenberg.de/veranstaltungen oder unter T +49 (0)69 75 42 – 13 57.
sowie unter: Historisches Museum Frankfurt

Historisches Museums präsentiert: ,Thomas Ganter: Man with a Plaid Blanket‘

Das Historische Museum Frankfurt (HMF) greift vom 22. Juni bis 8. Oktober 2017 mit der Gemälde- und Foto-Ausstellung von „Thomas Ganter – Man with a Plaid Blanket und andere Perspektiven auf das Leben ohne Wohnraum“ das Thema  „Obdachlosigkeit“  auf.

Mit welchen Zumutungen und Herausforderungen ist das Leben ohne Wohnung verbunden? Das lebensgroße Porträt von Karel Strnad ist Ausgangspunkt der Präsentation im 13. Sammlerraum. Mit dem Gemälde gewann der Frankfurter Maler Thomas Ganter 2014 den 1. Preis des British Porträt Award in London, es konnte 2016 dank der Förderung durch den Club33 angekauft werden.

Das Porträt erhält in der Präsentation im 13. Sammlerraum einen erweiterten Kontext mit ausgewählten Bildern der Fotografin Abisag Tüllman zur Obdachlosigkeit und Beiträgen aus dem Projekt „Wohnen aus Sicht von Wohnungslosen“, das in Zusammenarbeit mit dem Howard-Philipps-Haus für das Stadtlabor unterwegs 2016 entstanden ist.

 

Übergabe des Historischen Museums an das Frankfurter Kulturdezernat als Auftakt zum großen Museums-Bürgerwochenende am 20. u. 21. Mai

Blick auf den rechten Erweiterungsbau des Historischen Museums Frankfurt, rechts davor die große "Frankfurter Treppe" empor zum Museumsplatz und neuem Haupteingang und Foyer. Foto:. Diether v. Goddenthow
Blick auf den rechten Erweiterungsbau des Historischen Museums Frankfurt, rechts davor die große „Frankfurter Treppe“ empor zum Museumsplatz und neuem Haupteingang und Foyer. Foto:. Diether v. Goddenthow

Fast 10 Jahre lang hat es mit dem Neubau des Historischen Museums Frankfurt gedauert, der heute  von Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernentin Ina Hartwig, Stadtrat Jan Schneider und vielen am Bau Beteiligten in Betrieb genommen werden konnte. Damit findet die Errichtung eines bedeutenden Kultur-Hauses mitten im Herzen von Frankfurt ihren Abschluss. Dieser Meilenstein soll mit den Bürgern am 20. und 21. Mai 2017 beim eintrittsfreien Bürgerwochenende  ausgiebig im Historischen Museum gefeiert werden mit Sonderführungen, Musik- und Theateraufführungen (Programm siehe unten).

Blick auf das Museumsquartier mit Museumsplatz und den Ausstellungshäusern links und rechts.  Foto:  Heike Lyding
Blick auf das Museumsquartier mit Museumsplatz und den Ausstellungshäusern links und rechts. Foto: Heike Lyding

2007 entschloss sich die Stadt Frankfurt dazu, den erst 1972 neu eröffneten Vorgängerbau, im Volksmund Betonklotz genannt, abzureißen. Museumsdirektor Jan Gerchow erinnerte während der heutigen feierlichen Übergabe des Historischen Museums an den 70er-Jahre-Zeitgeist: So sei der abgerissene Vorgänger-Betonbau einst bewusst gegen die „elitäre Kultur” positioniert worden, zuletzt aber nur noch als „ungeliebter Solitär” wahrgenommen worden.

Dr. Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum Frankfurt Foto:. Diether v. Goddenthow
Dr. Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum Frankfurt Foto:. Diether v. Goddenthow

Das Historische Museum von 1972 sei zudem zu groß für den historischen Saalhof gewesen, seine Berührungen wirkten wie eine gewaltsame Umklammerung, der Saalhof war wie abgeschoben und verdrängt: hier herrschte ein Ungleichgewicht zwischen Neu und Alt. Auch deswegen, und da die fälligen Modernisierungen in Sachen Brandschutz und Energieeffizienz zu teuer gewesen wären, habe sich die Stadt Frankfurt 2007 zum Abriss entschieden. Sie habe einen Architektenwettbewerb für den Erweiterungsbau international ausgeschrieben, bei dem das Stuttgarter Architekturbüro LRO im Januar 2008 als Sieger hervorging. Die Architekten hätten die hohen städtebaulichen, architektonischen und technischen Anforderungen an einen modernen Museumsbau gut durchdacht umgesetzt: Die Konzeption eines ganzen Museumsquartiers mit einem großen Ausstellungshaus und einem kleineren Eingangsbau, der den historischen Altbau Saalhof ergänzt und Alt und Neu gleichwertig  verbindet.

Oberbürgermeister Peter Feldmann. Foto:. Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Peter Feldmann. Foto:. Diether v. Goddenthow

„Das neue Historische Museum ist ein Ort, an dem Frankfurter und Gäste die Geschichte und Gegenwart dieser Stadt erkunden können. Die Arbeit des Historischen Museums hat sich in den letzten 10 Jahren, seit die Planungen für den Neubau auf den Weg gebracht wurden, stark gewandelt: aus einem Fachmuseum für Geschichte ist ein modernes Stadtmuseum geworden“, betont Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Der Neubau von LRO nimmt daher auch eine Haltung ein, die viel über die Veränderungen der letzten 40 Jahre im Umgang mit Geschichte, ihren Überresten und Traditionen aussagt. Das große Ausstellungshaus steht mit rund 60 Metern Länge wie ein großer Speicher in der Stadt. Seine Hülle ist gegliedert von vielen kleinen und wenigen großen Öffnungen. Unverkennbar wird es durch das auffallende Doppel-Satteldach und den markanten Giebeln und vorkragenden Erkern, auch mit seinen 24 großen Nischen, jeweils acht Meter hoch, die schon von außen zeigen, was drinnen zu sehen ist: Überreste, Fragmente, Bilder der Geschichte, die im Museum zu neuen Bildern zusammengesetzt werden.

Was für Rom die Spanische Treppe, könnte für die Main-Metropole die neue "Frankfurter Treppe" werden, schwärmt Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow beim Takeover.Foto:. Diether v. Goddenthow
Was für Rom die Spanische Treppe, könnte für die Main-Metropole die neue „Frankfurter Treppe“ werden, schwärmt Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow beim Takeover.Foto:. Diether v. Goddenthow

Der neue Museumsplatz und die große Freitreppe öffnen ein neues Quartier in der Altstadt. Als Blickachsen werden der staufische Palas des Saalhofs und das Haus Wertheim in den Blick genommen. Die Stadt wird so in das Museum einbezogen, der früher hermetische Museumshof gehört nun allen, das Museum integriert sich in die Stadt.

Es war windig beim Takeover. Hatte OB Peter Feldmann mit den Böen aufs Mikro zu kämpfen, wehte er bei Dr. Ina Hartwig, der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ein wenig die Haare auf. Foto:. Diether v. Goddenthow
Es war windig beim Takeover. Hatte OB Peter Feldmann mit den Böen aufs Mikro zu kämpfen, wehte er bei Dr. Ina Hartwig, der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ein wenig die Haare auf. Foto:. Diether v. Goddenthow

„Was für ein Glücksfall, dass der Neubau des Historischen Museums an diesem geschichtsträchtigen Ort im Zentrum Frankfurts errichtet wird. Die Frankfurter Stadtgesellschaft, da bin ich mir ganz sicher, wird rasend schnell die Bereicherung erkennen, die das neu gestaltete Stadtmuseum bietet. Geschichte hat immer etwas mit den Fragen zu tun, die wir an sie richten. Das heißt, die Stadtgesellschaft erhält die einmalige Chance, sich an diesem Ort nicht nur in anschaulicher Weise über die Stadtgeschichte zu informieren, sondern auch darüber auszutauschen, wie wir heute in Frankfurt am Main leben wollen“, freut sich Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Stadtrat Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT Foto:. Diether v. Goddenthow
Stadtrat Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT Foto:. Diether v. Goddenthow

Stadtrat Jan Schneider kommentiert den Museumsneubau mit den Worten: „Mich persönlich beeindruckt vor allem, dass mit dem Historischen Museum ein neues Stück Frankfurt entstanden ist, das auf der einen Seite sehr selbstbewusst einen völlig neuen, spannend proportionierten Platz schafft und auf der anderen Seite so selbstverständlich da steht, als ob es schon immer so gewesen wäre. Dabei setzt der Neubau des Historischen Museums aufgrund seiner architektonischen Qualität die Reihe herausragender Frankfurter Museumsprojekte, wie zum Beispiel das Museum für Angewandte Kunst von Richard Meier oder das Museum für Moderne Kunst von Hans Hollein, ebenso herausragend fort.“

Historisches Museum Frankfurt, Impression. Foto:. Diether v. Goddenthow
Historisches Museum Frankfurt, Impression. Foto:. Diether v. Goddenthow

Mit dem Umbau ist das neue Stadtmuseum jetzt barrierefrei zugänglich und vollzieht damit nach dem neuen Internetauftritt im Januar einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum inklusiven Museum. Das Museumsportal unter www.historisches-museum-frankfurt.de ist nach den WCAG 2.0-Richtlinien für Menschen mit Sehbehinderungen und geistigen Einschränkungen eingerichtet worden. „Bei der Eröffnung im Oktober, werden auch die neuen Dauerausstellungen FRANKFURT EINST! und FRANKFURT JETZT? den Anforderungen des inklusiven Museums entsprechen“, blickt Museumsdirektor Jan Gerchow in die Zukunft. Nach dem Meilenstein der Übernahme geht es im neuen Ausstellungshaus und unter dem Museumsplatz mit Tempo weiter: Zwei neue Dauerausstellungen, die szenografischen Bearbeitungen des Frankfurt Modells, der Schneekugel, des Stauferhafens und die Errichtung der Bibliothek der Generationen werden bis zur Eröffnung des Ausstellungshauses im Oktober 2017 realisiert. Ergänzend laufen die Vorbereitungen an der ersten Sonderausstellung „Ein neues Museum für Frankfurt – The making of HMF“, die zur Eröffnung auf Ebene 0 im Sonderausstellungsraum gezeigt wird.

Das Café wird am 20. / 21. Mai zum  Bürgerfest den Betrieb aufnehmen. Foto:. Diether v. Goddenthow
Das Café wird am 20. / 21. Mai zum Bürgerfest den Betrieb aufnehmen. Foto:. Diether v. Goddenthow

Gleich neben dem neuen Museumscafé von Martina und Kay Exenberger. Dort erhalten Museumsbesucherinnen und Besucher typische Frankfurter Gerichte zu günstigen Preisen. Das Erfolgskonzept Qualität und Frische mit modern interpretierten Klassikern zu verbinden, setzt das erfahrene Gastronomenehepaar ab sofort im Café Frankfurt im Schneekugelfoyer unter dem Museumsplatz um. Durch die besondere Situation des Geländes ist es über eine Außenterrasse mit dem Karolinger-, dem Staufer- und dem Burnitzhof, und über eine Treppe auch mit dem Museumsplatz darüber verbunden. Die Gäste können sich darauf verlassen, dass sie in einer ganz besonderen Atmosphäre Gerichte bekommen, die schmecken.

Im Oktober wird ein zweites Café im Zollgebäude eröffnet werden. In dem historischen Gebäude des Altbaus Saalhof war während der Interimszeit der Eingang zum Museum untergebracht.

Während des Bürgerwochenendes „TAKEOVER – Freundliche Übernahme“ am 20. und 21. Mai hat das Haus von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Ab 23. Mai 2017 hat das Historische Museum Frankfurt zu den gewohnten Zeiten geöffnet. An den Eintrittspreisen ändert sich nichts.

Ort: 
Historisches Museum Frankfurt 
Saalhof 1 (ehemals Fahrtor 2)
60311 Frankfurt am Main

Programm Bürgerfest am 20. u. 21. Mai 2017 im Historischen Museum Frankfurt

Flyer: Programm Buergerfest am 20. u. 21. Mai 2017

Historisches Museum Frankfurt feiert Eröffnung des neuen Eingangsbaus und Fertigstellung des Gebäudes

Quartier Roemerberg Luftbild ©   Robert Metsch, Historisches_Museum_Frankfurt
Quartier Roemerberg Luftbild ©
Robert Metsch, Historisches_Museum_Frankfurt

Takeover: Das Museumsquartier ist fertig!
(kus) Nach zehn Jahren Planungs- und sechs Jahren Bauzeit ist es soweit: Das Museumsquartier des neuen Historischen Museums Frankfurt ist fertig. Von Mittwoch, 17. Mai, bis Sonntag, 21. Mai, feiert das Museum diesen Meilenstein – zusammen mit der Inbetriebnahme des neuen Eingangsgebäudes. Alle Bürger sind eingeladen, erstmals die neuen Räume zu betreten und Formen und Farben des neuen Stadtmuseums kennenzulernen.

Den Startschuss für die Feierlichkeiten gibt Oberbürgermeister Peter Feldmann am 17. Mai bei der Übergabe des Gebäudes an Kulturdezernentin Ina Hartwig durch Baudezernent Jan Schneider. Museumsdirektor Jan Gerchow wird über den Prozess der Neuausrichtung und den Museumsbau berichten und alle am Bau Beteiligten feiern den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahme.

Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Mai, jeweils von 10 bis 17 Uhr, sind die Bürger zum Takeover eingeladen und können die noch leeren Räume für sich erobern. Sie erwartet ein besonderes Festprogramm bestehend aus Sonderführungen, Musik- und Theateraufführungen. Zusammen mit dem kulinarischen Angebot des neuen Museumsgastronomen wird das Museumsquartier erstmals als kultureller Erlebnisraum erfahrbar. Über das Gebäude im Zentrum kann der neue Ausstellungsraum besucht werden. Der Bau zwischen Stauferhafen und Museumsplatz ist mit vielen Fenstern versehen und gibt den Blick frei auf den Altbau Saalhof im Süden und auf das Ausstellungshaus hinter dem Museumsplatz zum Römerberg. Der Eintritt in das Museumsquartier ist frei.

Skulpturengalerie ©  Historisches Museum Frankfurt
Skulpturengalerie ©
Historisches Museum Frankfurt

Mit dem Umbau ist das neue Stadtmuseum jetzt barrierefrei zugänglich und vollzieht damit nach dem neuen Internetauftritt im Januar einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum inklusiven Museum. Das Museumsportal unter http://www.historisches-museum-frankfurt.de ist nach den VGA 2.0-Richtlinien für Menschen mit Sehbehinderungen und geistigen Einschränkungen eingerichtet worden.

Nach dem ersten Meilenstein am 20. und 21. Mai geht es mit der Fertigstellung des Historischen Museums Frankfurt zügig voran: Für Oktober ist die Eröffnung des neuen Ausstellungshauses mit den neuen Dauerausstellungen „Frankfurt Einst?“ und „Frankfurt Jetzt!“ geplant.

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