Kategorie-Archiv: Historisches Museum Frankfurt

Ab sofort kostenfreier Eintritt in 18 Frankfurter Museen für rund 14.000 Studierende

Neues Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt, wird ab Februar 2018 auch das Kindermuseum und dem neuen Namen "Junges Museum" beherbergen. Foto: Diether v. Goddenthow
Neues Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt, wird ab Februar 2018 auch das Kindermuseum und dem neuen Namen „Junges Museum“ beherbergen. Foto: Diether v. Goddenthow

Neue Kooperation zwischen Kulturdezernat und Frankfurt University of Applied Sciences

(kus) Ab sofort haben Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) die Möglichkeit, mit ihrem Studierendenausweis 18 Frankfurter Museen kostenfrei zu besuchen. Für das Kulturticket, einem gemeinsamen Projekt des Kulturdezernats und des AStA der FRA-UAS, bezahlen die Studierenden lediglich einen Euro pro Semester.
„Ich freue mich sehr, dass Studenten der Frankfurt University of Applied Sciences ab sofort mit ihrem Studierendenausweis auch gleich das Kulturticket in der Tasche haben. Alle sind herzlich eingeladen, die teilnehmenden Häuser kennenzulernen. Der Museumsbesuch kann als Ausgleich zum Unialltag oder zur Vertiefung des Studiums beitragen und darf nicht am knappen Budget scheitern. Mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Frankfurt University of Applied Sciences haben wir einen tollen und sehr engagierten Kooperationspartner gewonnen“, betont Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Mit in den Verhandlungen stand der AStA der FRA-UAS und begrüßt das Ergebnis: „Zugang zu kulturellen Angeboten sollte kein Luxusgut, sondern eine Selbstverständlichkeit sein. Daher freuen wir uns, dass nun auch unsere Hochschule vom breiten Angebot der Frankfurter Museen profitieren kann. Das Kulturticket ermöglicht uns Studierenden auch außerhalb der eigenen Fachrichtung eine Weiterbildung abseits von Vorlesungen und Seminaren.“

Die Hochschulleitung ergänzt: „Wir begrüßen die Einführung eines Kulturtickets für unsere Studierenden. Das Kulturticket ermöglicht den Besuch aller städtischen Museen und bietet so eine weitere Gelegenheit für unsere Studierenden, sich mit der Stadt zu verknüpfen und dabei über den Tellerrand des Fachstudiums hinauszuschauen.“

Neben der Goethe-Universität Frankfurt ist die FRA-UAS die zweite Hochschule, mit der das Kulturdezernat eine Kooperation eingeht. Das Kulturticket ermöglicht rund 60.000 Frankfurter Studierenden, kostenfrei die museale Vielfalt Frankfurts zu erleben. Sie zeigen dafür an der Kasse lediglich ihren Studierendenausweis vor und besuchen damit kostenfrei alle Dauer- und Sonderausstellungen der teilnehmenden Museen. Die neue Kooperation des Kulturdezernats ist ein weiterer Schritt, Türen zu öffnen und kulturelle Bildung und Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Neben dem bereits bestehenden Angebot für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können so auch Studierende das breite kulturelle Programm der Stadt kostenfrei kennenlernen und nutzen.

Die teilnehmenden Museen sind: Archäologische Museum, Caricatura Museum, Deutsche Architekturmuseum, Deutsche Filmmuseum, Hindemith Kabinett, Historische Museum, Ikonen-Museum, Institut für Stadtgeschichte, Jüdisches Museum (Wiedereröffnung 2019), Kinder Museum, MMK 1|2|3 des MMK Museum für Moderne Kunst, Museum Angewandte Kunst, Museum Giersch der Goethe-Universität, Museum Judengasse, Porzellan Museum und Weltkulturen Museum.

Mehr Infos „Freier Museumseintritt“

Am 7. und 8. Oktober großer Tag der offen Tür im neuen Historischen Museum Frankfurt – Universalmuseum für alle Fähigkeiten und Interessen

Neues Ausstellungshaus Historisches Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow
Neues Ausstellungshaus Historisches Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow

Nach zehnjähriger Neugestaltung wurde gestern das Historische Museum Frankfurt der Presse vorgestellt, welches am   7. und 8. Oktober 2017 zu  Tagen der offenen Tür herzlich einlädt, 
Das neue Museum ist sensationell gut gelungen: Unterhaltsam, kreativ, informativ, digital und zugleich – ausreichend konservativ – objektorientiert. Auf mehreren Etagen zeigt es auf über 4000 Quadratmetern im neuen Ausstellungshaus nicht nur spannende Stadt-Geschichte , sondern spannt den Bogen bis in die Gegenwart mit dem Stadtlabor, der Bibliothek der Generationen und zahlreichen weiteren Mitmach-Angeboten und Vorträgen für alle Alters- und Interessenlagen.

Frankfurt einst - Geldstadt Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurt einst – Geldstadt Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow

Das Historische Stadtmuseum Frankfurt ist ein Universalmuseum für unterschiedliche Stadtentdecker: für die Bewohner und Benutzer der Mainmetropole, für Gäste – vom Stadtforscher bis hin zum eiligen Zwischenstopp-Touristen – und jeden mit  unterschiedlichen Voraussetzungen. Inklusion wird ganzheitlich verstanden: das Angebot ist gedacht für Besucher mit und ohne Vorkenntnisse, verschiedener Kulturkreise, Religionen, unterschiedlicher körperlicher Einschränkungen und Fähigkeiten. Baulich ist das Museum durchgehend barrierefrei. Ausstellungsinhalte sind zum Teil selbsterklärend, ohne Texte bis hin zu achtsprachigen Beschreibungen. Es gibt Tastmodelle, taktile Spuren, Ansagetexte, QR-Codes auf Objektschildern und Führungen, auch in Gebärdensprache.
Im Februar 2018 zieht das Kindermuseum von der Hauptwache ins neue  Ausstellungshaus  um, und heißt ab da: „Junges Museum“.

Angebot auf einen Blick

Mit der Eröffnung des Ausstellungshauses findet der konzeptionelle Wandel vom Fachmuseum für Geschichte zum modernen Stadtmuseum einen sichtbaren Ausdruck im Museumsquartier mit den Schwerpunkten:

  • Spolien (Skulpturfragmente) und Skulpturengalerie an der Fassade des neuen Ausstellungshauses und ein Groß-Periskop auf dem neuen Museumsplatz mit Blickachse auf die große „Schneekugel“ im Untergeschoss.
  • Bodenfund und Stauferhafen unter freiem Himmel zwischen Eingangsbau und historischem Saalhof.
  • Typisch Frankfurt! In einer überdimensionierten Schneekugel können 8 künstlerische Frankfurter Stadt-Modelle per Touchscreen abgerufen werden.
  • „Frankfurt Einst?“ 1000 Jahre Stadtgeschichte in fünf Themen auf Ebene 1 und 2).
  • „Frankfurt Jetzt!“, Ebene 3, zur Erkundung der Gegenwart und Zukunft der Stadt,
  • Junges Museum auf unterschiedlichen Ebenen ab Februar 2018
  • Sonderausstellungsbereich im Untergeschoss für bis zu drei Parallel-Ausstellungen geeignet: Zur Zeit mit der Fotoausstellung „Ein neues Museum für Frankfurt“, „Frankfurt Jetzt Erforschen!“ „Wie das Stadtlabor arbeitet“.

Ausstellungen & Neuheiten in der Übersicht

Der Stauferhafen

Jan Gerchow, Museumsdirektor erläutert die sensormediale Bedienertafel zur Erschließung Frankfurts vom 11 Jhrd. bis heute vor dem Hintergrund des mittelalterlichen Stauferhafens. Foto: Diether v. Goddenthow
Jan Gerchow, Museumsdirektor erläutert die sensormediale Bedienertafel zur Erschließung Frankfurts vom 11 Jahrhundert. bis heute vor dem Hintergrund des mittelalterlichen Stauferhafens, der von dieser Stelle aus einsehbar ist. Foto: Diether v. Goddenthow

Zwischen Saalhof und Eingangsgebäude sehen Besucher/innen in der Tiefe die Stadtmauer mit dem befestigten Kai samt abschließenden Holzbalken, der als Anlegestelle für Personenschiffe diente. Diese Hafenanlage hat sich erhalten, weil nach 1333 eine Stadterweiterung stattfand. Dabei wurde der Kai zugeschüttet und so bis in zum Juni 2012 geschützt, als sie beim Aushebend er Baugrube gefunden wurde. Der Holzbalken im Kai konnte über seine Jahresringe datiert werden: Der Baum wurde zwischen 1304 und 1314 gefällt. Er war der letzte einer Reihe von Balken, die hier verwendet wurden. Gebaut wurde der Hafen vermutlich zeitgleich mit der Pfalz der staufischen Könige, d.h. in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Obwohl es im hochmittelalterlichen Europa viele Flusshäfen mit Kai-Anlagen gegeben haben muss, ist dies die einzige bekannte, in ihrer Originalsubstanz erhaltene Anlage.

Deshalb musste der  Fund erhalten werden. Schnell fiel die Entscheidung, ihn prominent zu präsentieren. Die Architekten (LRO, Stuttgart) mussten die schon fertige Planung großer Teile des Neubaus dafür umplanen. Realisiert wurde eine Galerie um die Fundstelle in vier Metern Tiefe. An zwei großen Touch-Monitoren, die dort aufgestellt sind, können Besucher Animationsfilme starten und die mittelalterliche Stadt Frankfurt mit dem Hafenfund erkunden. Das Funktionsmenu wird in acht Sprachen angeboten, die nach den häufigsten Sprachgruppen bei Frankfurtbesuchen ausgewählt wurden, die Filme kommen ohne Sprache aus. Auf einem Steg im Untergeschoß auf Ebene 0 können Besucher ganz dicht an die historische Anlage herantreten.

Die Präsentation des Fundorts unter freiem Himmel wird ergänzt von der Ausstellung „Stauferzeit“ auf Ebene 0 im Saalhof. Sie wurde wie alle Dauerausstellungen in den historischen Altbauten bereits 2012 eröffnet,

Skulpturengalerie und Schneekugel auf dem Museumsplatz

Ein kleiner Ausschnitt aus der Skulpturengalerie zum Museumsplatz hin. Foto: Diether v. Goddenthow
Ein kleiner Ausschnitt aus der Skulpturengalerie zum Museumsplatz hin. Foto: Diether v. Goddenthow

Nähern sich unsere Gäste dem Museumsquartier, wird ihre Aufmerksamkeit auf zwei Angebote gelenkt. An den Fassaden des langen Ausstellungshauses sind in zweimal zwölf Nischen Spolien und Skulpturen aufgestellt. Und in der Mitte des Platzes werfen die Spiegel des Museumsperiskops die bunten Lichter aus dem Innern der Schneekugel auf die Fenster des großen Messing-Periskops. Die 46 Spolien an der Nordfassade des Ausstellungshauses stammen von Häusern aus der Frankfurter Alt- und Neustadt und gelangten überwiegend schon for den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs ins Museum.  Die Skulpturen antiker Gottheiten und Verkörperungen der schönen Künste am Museumsplatz stammen aus Frankfurter Gärten des 17. bis 19. Jahrhunderts und verleihen dem Platz eine heitere Atmosphäre. Sie laden zum Verweilen auf den Basaltbänken rund um das messingfarbene Monument ein. Sie stellen die erste Ausstellung des Museums dar. Auf einer Messingtafel können die Besucher ihre Identitäten entschlüsseln. Smartphone-Besitzer erhalten mit dem QR-Code vertiefende Informationen, die auch am heimischen Rechner im Museumsportal erhältlich sind: https://historisches-museum-frankfurt.de/architektur/skulpturengalerie

„Typisch Frankfurt!“ in der großen Schneekugel

In Ebene 0 unter dem Museumsplatz

Modell Frankfurt ewige Baustelle. In der Schneekugel.  Foto: Diether v. Goddenthow
Modell Frankfurt ewige Baustelle. In der Schneekugel. Foto: Diether v. Goddenthow

Wo bin ich hier, was ist dies für eine Stadt? Wie wurde sie zu dem, was sie ist? Und was unterscheidet Frankfurt von anderen Städten? „Typisch Frankfurt!“ in der großen Schneekugel gibt auf ebenso kluge wie unterhaltsame Art Antworten auf diese Fragen. Acht von Künstlern gestaltete Modelle zeigen die sehr unterschiedlichen Gesichter Frankfurts. In die Modelle integriert wurden Szenen von prägenden Ereignissen, von Katastrophen und Glücksfällen.

Welches Modell zu sehen ist, entscheiden die Besucher/innen selbst mit dem Auswahlmenu. Ein unter der Schneekugel verborgener Kuka-Roboter erfüllt den Besucherwunsch und hebt das entsprechende Modell von unten in das Innere der Kugel. Multimedia-Projektionen auf den umgebenden Wänden der Schneekugel lassen die Besucher in die Themen der Stadt eintauchen und bieten ein ganz besonderes Erlebnis.

„Typisch Frankfurt“ ist ein innovatives Format, um sich in die vielen Gesichter dieser Stadt und die historischen Hintergründe einführen zu lassen. Gemeinsam mit der Präsentation des Stauferhafens erhalten Frankfurtinteressierte hier in kurzer Zeit tiefe Einblicke in das Wesen der Stadt.

Erstmals hat ein Team aus Wissenschaftlern, Gestaltern, ausgewählten Künstlern und Technikern für die musealen Präsentationen eines Museums in der Weise zusammengearbeitet, wie es für die Realisierung der großen Schneekugel geschehen ist.

Die acht Modelle in der großen Schneekugel

  • Frankfurt = Kriminelle Stadt // Tracey Snelling, USA
    Viele verbinden Frankfurt mit Raub, Drogenhandel und Prostitution. Ist dieses Bild gerechtfertigt?
  • Frankfurt = Bankfurt // Jakob Michael Birn, Berlin
    Seit Jahrhunderten lebt die Mainmetropole vom Handel mit dem Geld – heute ist die Stadt weltweit als bedeutender Finanzplatz bekannt.
  • Frankfurt = Industriestadt // Rob Voerman, Niederlande
    Durch Massenproduktionen und bedeutende Erfindungen wurde Frankfurt zum einflussreichen Industrie- und Chemiestandort.
  • Frankfurt = Drehscheibe // Edwin Zwackman, Niederlande
    Autobahnkreuz, Knotenpunkt im Schienennetz, Luft-Drehkreuz und Datenhub – Frankfurt ist eine internationale Drehscheibe
  • Frankfurt = Heimliche Hauptstadt // Marc und Sylvie Giai-Miniet, Frankreich
    Vom Ort der Kaiserkrönung zur beinahe Hauptstadt nach dem zweiten Weltkrieg.
  • Frankfurt = Kritische Stadt // Florian Göttke, Deutschland
    Die größte Stadt Hessens gilt als Stadt des Eigensinns, des Protests und der Kritik. Verdient sie diesen Ruf?
  • Frankfurt = Jüdische Stadt // Stephan Mörsch, Deutschland Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs war Frankfurt die Stadt, mit der zweitgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands.
  • Frankfurt = Ewige Baustelle // Daniel Verkerk, Niederlande
    Durch die zahlreichen Baustellen verändert sich das Stadtbild beinahe täglich.

Frankfurt Einst? – 1000 Jahre Stadtgeschichte in fünf Themen

(im neuen Ausstellungshaus Ebene 1 und Ebene 2)

Frankfurt einst. Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurt einst. Foto: Diether v. Goddenthow

Hier erschließt sich die Geschichte in „Frankfurt Einst?“, der auf 2.000 qm präsentierten  Ausstellung zur Stadtgeschichte, nicht über einen chronologischen Rundgang, sondern über fünf große Themengalerien. In der Galerie „Stadtbilder“ werden die Grundlagen der stadträumlichen Entwicklung und des Stadtbildes über fünf Jahrhunderte sichtbar gemacht. Die Galerie „100 x Frankfurt“ bietet einen ungewöhnlichen Zeitstrahl aus hundert eigensinnigen Objekten, deren Geschichten zugleich für die Vielfalt der Frankfurter Geschichte stehen. In den drei Themengalerien „Bürgerstadt“, „Geldstadt“ und „Weltstadt“ konzentriert sich das Museum auf die die „DNA“ Frankfurts. Diese drei Qualitäten haben Frankfurt über Jahrhunderte geprägt und ihre Facetten werden in überraschenden Inszenierungen mit den Objekten einer herausragenden Museumssammlung präsentiert. Die Ausstellung „Frankfurt Einst?“ bietet umfangreiche Informationen in Form von Texten (durchgehend in Englisch und Deutsch) sowie einem abwechslungsreichen Angebot digitaler Medien (Audio, Video, Bilder und Texte, Medientische).

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Die in fünf Galerien gezeigte Ausstellung  gegliedert sich nach den Eigenschaften, die Frankfurt prägten und bis heute prägen, wie folgt:

Stadtbilder
… zeigt die Entwicklung des Frankfurter Stadtbildes von den Vogelschauplänen der Renaissance bis zum Hochhausrahmenplan von 2008. Die drei Bereiche „Frankfurt von oben“, „Altstadt-Drama“ und „Porträts der Stadt“ werfen immer wieder neue Blicke auf die Stadt.

100 x Frankfurt
… verdichtet Objekte und Geschichten zu einer vielschichtigen Stadtgeschichte und stellt die Highlights der Sammlung in neue Zusammenhänge. Ein Zeitstrahl führt durch über tausend Jahre Stadtgeschichte.

Bürgerstadt
Hier können Besucher/innen erfahren, wer Teil hat an den wesentlichen Entscheidungsprozessen. In Frankfurt waren dies immer Bürger/innen, anders als in Städten, die von Fürsten regiert wurden.

Geldstadt
Die wechselvolle Geschichte Frankfurts als Messeplatz des Reiches bis zum modernen Finanzplatz steht im Fokus.

Bilanz-Altar der Familie Heller. Foto: Diether v. Goddenthow
Bilanz-Altar der Familie Heller. Foto: Diether v. Goddenthow

Weltstadt
Die Themengalerie veranschaulicht Frankfurts Rolle als Zentralort der deutschen Geschichte sowie als europäischer Verkehrsknoten und Kommunikationszentrum.

Familienspur & Studierzimmer

Eines der beiden Studierzimmer im Museum.Foto: Diether v. Goddenthow
Eines der beiden Studierzimmer im Museum.Foto: Diether v. Goddenthow

Eine Familienspur durchzieht die Ausstellung. Fest installierte museumspädagogische Angebote laden bei ausgewählten Themen zum Experimentieren und Erkunden ein. So können Besucher im Bereich „Stadtbilder“ selbst die Altstadt gestalten oder an der Frankfurter Küche (Nr. 68, 100 x Frankfurt) die Arbeitswege messen. Die Angebote zum Anfassen und Ausprobieren sind in Orange gestaltet und bieten nicht nur Familien einen Mehrwert.

Einen besonderen Zugang zu den Inhalten des Museums bieten auch die Studierzimmer. Hier stehen Computer für Recherchen bereit, Schubladen und Türchen sollen geöffnet werden und Objekte dürfen angefasst werden. Wie die Familienspur, von der es eine weitere im Saalhof in der Ausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter“ gibt, stellen auch die Studierzimmer eine Weiterentwicklung der Idee des inklusiven Museums dar. Sie sind nicht nur Angebote für Familien mit Kindern und werden von den Museumspädagog/innen bei der Arbeit mit Schulklassen eingesetzt, sondern sind für alle Besucherinnen und Besucher geeignet, die Tasten, Fühlen, Hantieren mögen, weil sie Spaß daran haben oder weil dies für sie der ideale Zugang zu den Museumsinhalten ist, weil sie beispielsweise blind sind.

Frankfurt Jetzt! Die Angebote zur Gegenwart

(Ebene 3 im Ausstellungshaus)

Das künstlerische Stadtmodell Frankfurt von Heller. oto: Diether v. Goddenthow
Das künstlerische Stadtmodell Frankfurt von Heller. Foto: Diether v. Goddenthow

Auf der Fläche von Frankfurt Jetzt! im Giebelgeschoss des neuen Ausstellungshauses werden zwei große raumprägende Installationen dauerhaft gezeigt: das Frankfurt-Modell und die Bibliothek der Generationen. Ein dritter Bereich ist für die Präsentation der Stadtlabor-Aktivitäten reserviert. In allen drei Bereichen geht es um das Frankfurt der Gegenwart, das zusammen mit Frankfurter/innen erforscht wird.

Das Frankfurt-Modell zeigt die Stadt so, wie sie von den Bewohner/innen beschrieben wurde. Das Historische Museum befragte 1.200 Frankfurter/innen nach ihren Stadt-Ansichten. Der Rotterdamer

Künstler Herman Helle hat daraus ein ungewöhnliches Stadtmodell gebaut. Die Vielfalt der Stadtteile und die Wahrnehmung der Stadt stehen im Mittelpunkt des Frankfurt-Modells. Das über 70 qm große Stadtmodell sieht nur von ferne so aus wie eines der üblichen Stadtplanungsmodelle. Je näher man ihm kommt, desto mehr erkennt man seine ungewöhnliche  Qualität.

Nachbarschaftsprojekt. Foto: Diether v. Goddenthow
Nachbarschaftsprojekt. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Bibliothek der Generationen ist ein von Sigrid Sigurdsson initiiertes künstlerisches Erinnerungsprojekt, das bereits über 100 Autor/innen in der Frankfurter Bevölkerung gewonnen hat. Mit einer Laufzeit von 105 Jahren (2000 – 2105) ist das Projekt generationenübergreifend angelegt. Hier werden Erinnerungen in Kassetten aufbewahrt, eingereicht von Privatpersonen, Institutionen, Gruppen und Initiativen. Die in den Beiträgen dargestellten Themen decken mit vielfältigen Medien zum Lesen, Hören und Anschauen ein breites Spektrum ab, das von autobiographischen Arbeiten, über künstlerische Beiträge bis hin zu wissenschaftlichen Darstellungen reicht. Das Museum führt regelmäßig Veranstaltungen zu einzelnen Themen oder Beiträgen durch und regt damit zur öffentlichen Auseinandersetzung an. An multimedialen Recherchestationen können Besucher/innen jederzeit die Bibliothek der Generationen im Haus der Erinnerungen erforschen.

Sie werden um eine Eröffnungsausstellung des Stadtlabors  „Frankfurt Jetzt Erforschen! Wie das Stadtlabor arbeitet“ (bis 22.4.2018) ergänzt, die einen Rückblick auf sechs Jahre Stadtlabor gibt und darüber informiert, was hier zukünftig alles möglich sein wird. Diese flexible Ausstellungsfläche ist der dritte große und wichtige Bereich von Frankfurt Jetzt! Von 2017 an werden hier partizipative Ausstellungen und Veranstaltungen präsentiert, die in Kooperation zwischen Museum und Frankfurter/innen entstehen. Ergänzt wird das Stadtlabor vom Stadtlabor digital. Das Stadtlabor Digital ist eine Webseite und eine Community, die an die Stadtlabor-Aktivitäten anknüpft. Zusammen mit vielen Usern sammeln wir hier selbstproduzierte Beiträge über Frankfurt. Auf der Karte können Audio-,Video-, Bild-, und Textbeiträge hochgeladen und mit der Community geteilt werden. So entsteht eine wachsende, kollaborative Sammlung von ortsspezifischem Frankfurt-Wissen. Eine wechselnde Auswahl der Beiträge wird auch in der Dauerausstellung Frankfurt Jetzt! gezeigt werden.

Sonderausstellung 2

Sonderausstellungsbereich. Foto: Diether v. Goddenthow
Sonderausstellungsbereich. Foto: Diether v. Goddenthow

The making of HMF – Ein neues Museum für Frankfurt

  1. Oktober 2017 — 15. Juli 2018

Wie entsteht eigentlich ein Museum? Was macht ein Stadtmuseum aus? Mit der Eröffnung des neuen Ausstellungshauses findet die Neukonzeption des Museumsquartiers ihren Abschluss. „The Making of HMF“ zeigt den langen Weg vom Abriss des „Betonbaus“ von 1972 bis zur Fertigstellung des letzten Bauabschnitts. Anhand von spektakulären Fotografien und einer raumgreifenden Videoinstallation erleben die Besucherinnen und Besucher die Entstehung des neuen Historischen Museums Frankfurt im Zeitraffer – vom Abtransport der Statue Karl des Großen über den Abriss des Betonbaus bis hin zu der Eröffnung des Ausstellungshauses mit dem markanten Doppelgiebel. Dabei steht die Architektur des Gebäudes nicht alleine im Fokus. Anhand von Interviews und Einblicken hinter die Kulissen des Museums wird auch die die Restaurierung der Exponate und die inhaltliche Entwicklungdes ungewöhnlichen Konzepts für ein Stadtmuseum thematisiert.

Fotos: Robert Metsch
Film: Westend TV
Ausstellungsgestaltung: arge gillmann schnegg, Basel

Neueröffnung

Historisches Museum Frankfurt

Am 7./8. Oktober 2017 öffnen die Türen im neuen Ausstellungshaus des Historischen Museums. Die großen Ausstellungen Frankfurt Einst? und Frankfurt Jetzt! laden zur intensiven Beschäftigung mit der Geschichte und Gegenwart der Stadt ein.

Programm am Samstag, 7. Oktober // Sonntag, 8. Oktober
kostenloses, halbstündiges Führungsangebot im Historischen Museum

Samstag, 7. Oktober 2017:

Sonderführungen

11.30 Uhr        Das neue HMF – Frank Berger
12 Uhr             Frankfurt Einst? – Wolfgang Cilleßen
12:30 Uhr        Das neue HMF – Jan Gerchow
13 Uhr             Frankfurt Jetzt! – Marta Dannoritzer
13:30 Uhr        Das neue HMF – Kristina Klein
14 Uhr             Highlights im Saalhof – Wolfgang Cilleßen
14:30 Uhr        Das neue HMF – Jan Gerchow
15 Uhr             Frankfurt Einst? – Nina Gorgus
15 Uhr                        Frankfurt 1742 – das größte Fest der Welt
Vorstellung des neuen Comics im Sonnemann-Saal
15:30 Uhr        Das neue HMF – Tobias Teichmann
16 Uhr             Frankfurt Jetzt! – Kristina Klein
16:30 Uhr        Das neue HMF – Jan Gerchow
17 Uhr                         Highlights im Saalhof – Jonathan Fedel
17:30 Uhr        Das neue HMF – Nina Gorgus

Sonntag, 8. Oktober 2017:

Musik & Tanz
11.30 Uhr        Swingtime mit den Red Hot Hottentots & Lindy Hop Frankfurt
im Sonnemann – Saal

Sonderführungen

11.30 Uhr        Das neue HMF – Wolfgang Cilleßen
12 Uhr             Frankfurt Einst? – Joscha Döpp
12:30 Uhr        Das neue HMF – Moritz Röger
13 Uhr             Frankfurt Jetzt! – Anne Gemeinhardt
13:30 Uhr        Das neue HMF – Wolfgang Cilleßen
14 Uhr             Highlights im Saalhof – Seyma Doudouxi
14:30 Uhr        Das neue HMF – Dieter Wesp
15 Uhr             Frankfurt Einst? – Alexandra Sajnikova

15 Uhr                        Frankfurt 1742 – das größte Fest der Welt
Vorstellung des neuen Comics im Sonnemann-Saal
15:30 Uhr        Das neue HMF – Hannes Pflügner
16 Uhr             Frankfurt Jetzt! – Franziska Mucha
16:30 Uhr        Das neue HMF – Anne Gemeinhardt
17 Uhr                         Highlights im Saalhof – Marita Pastoors
17:30 Uhr        Das neue HMF – Pascal Heß

Anmeldung und Start der Führungen am Infostand im Schneekugelfoyer (Ebene 0)

Besonders für Familien mit Kindern:
Familienspur im Sammlermuseum
Familienspur Frankfurt Einst?
(Ausstellungshaus Ebene 1 + 2)
Studierzimmer Frankfurt Einst?
(Ausstellungshaus Ebene 1 + 2)

Neue Dauer- und Sonderausstellungen
Frankfurt Einst? (Ausstellungshaus Ebene 1 + 2): Bürgerstadt, Weltstadt, Geldstadt, 100 x Frankfurt, Stadtbilder
Frankfurt Jetzt! (Ausstellungshaus Ebene 3),
Frankfurt Modell, Frankfurt Jetzt! erforschen, Bibliothek der Generationen
Saalhof (Altbau), Rententurm, Sammlermuseum, Stauferzeit
Museumseingang, Stauferhafen
Typisch Frankfurt! in der großen Schneekugel
(Schneekugelfoyer unter dem Museumsplatz, Ebene 0)
The making of HMF – Ein neues Museum für Frankfurt (Ebene 0)
Frankfurt Jetzt! erforschen – Wie das Stadtlabor arbeitet (Ebene 3)

Café Frankfurt:
Im Schneekugelfoyer kann zu den Öffnungszeiten das Museumscafé besucht werden.

Garderoben und Toiletten:
Schneekugelfoyer unter dem Museumsplatz, Ebene 0

Eintritt:
8€ / 4€ ermäßigt
Öffnungszeiten:
Samstag + Sonntag 11.00–19.00 Uhr

 

ANFAHRT Tram 11/12 (H Römer/Paulskirche), U4/U5 (H Dom/Römer)

Weitere Infos: Historisches Museum Frankfurt 

Countdown-Serie bis zur Eröffnung des neuen Museumsquartiers Historisches Museum Frankfurt


„75 Sekunden für…“ heißt die neue Countdown-Serie des Historischen Museums Frankfurt bis zur Eröffnung im Oktober 2017. Jede Woche stellen sich KollegInnen aus dem Museums-Team vor, die die Eröffnung vorbereiten. Sie erzählen über ihren Museumsalltag und auf was sie sich am meisten in der neuen Ausstellung freuen!

Heute stellt sich Angela Janelli bei  vor. Sie ist Kuratorin im Team Frankfurt Jetzt! Sie beschreibt die Schneekugel, die in der neuen Ausstellung zu sehen sein wird. Die Kugel ist ein Leuchtmodell, das die 8 typischen Eigenschaften Frankfurts zeigt.
Informationen zu Angela Janellis Lieblingsausstellung gibt es hier: www.historisches-museum-frankfurt.de/de/schneekugel

Wenn Sie erfahren wollen, wer noch an der Eröffnung und der „75 Sekunden für“-Serie beteiligt ist, schauen sie auf den Museums-Blog unter www.blog.historisches-museum-frankfurt.de/category/eroeffnen/

Veranstaltungen
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1 (ehemals Fahrtor 2)
60311 Frankfurt am Main

„200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“ – Jubiläumsausstellung 200 Jahre Senckenberg vom 29. Juni 2017 bis 11. Februar 2018

Eröffnung der Jubiläumsausstellung. (vli.) Kuratorin Marie Rahn,  Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt, Prof. Dr. Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums in Frankfurt, Prof. Dr. Andreas Mulch,stv. Generaldirektor. Hier beim Presserundgang an Station 6 "Buch im XXL-Format" informiert über die Zeit 1960 bis 1997 "Erneutes Aufblühen der SNG von Umwelt, Menschwerdung und Meer". Links das Modell  des Forschungs-Kutters „Senckenberg“, in Wilhelmshaven,  im Saal der Wale und Elefanten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Eröffnung der Jubiläumsausstellung. (vli.) Kuratorin Marie Rahn, Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt, Prof. Dr. Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums in Frankfurt, Prof. Dr. Andreas Mulch,stv. Generaldirektor. Hier beim Presserundgang an Station 6 „Buch im XXL-Format“ informiert über die Zeit 1960 bis 1997 „Erneutes Aufblühen der SNG von Umwelt, Menschwerdung und Meer“. Links das Modell des Forschungs-Kutters „Senckenberg“, in Wilhelmshaven, im Saal der Wale und Elefanten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Frankfurt ist nicht nur eine der traditionsreichsten Messe- und Finanzmetropolen weltweit, sondern auch die Heimat der ältesten Bürgergesellschaft für Naturforschung, nämlich des Stammsitzes der international renommierten Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit 11 deutschen Standorten und 850 Mitarbeitern, welche in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag feiert. Anlässlich dieses runden Geburtstages wurde heute die Jubiläumsausstellung „200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“ der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt eröffnet. Auf drei Etagen – zwischen Diplodocus, Urelefant und Strauße – können Besucher vom 29. Juni 2017 bis zum 11. Februar 2018 an sieben Stationen in sieben aufgeschlagenen überdimensionierten Buchkapiteln auf eine Zeitreise durch die wechselvolle spannende Gründungs- und Wissenschafts-Geschichte der tief in Frankfurt verwurzelten Institution gehen. Die Ausstellung entstand in enger Kooperation
mit dem Institut für Stadtgeschichte und mit dem Historischen Museum Frankfurt.

Ein deformierter Schädel einer Hausgans von 1664 des Hildesheimer Arztes Friedrich Lachmund ist das ältestes Objekt der Wirbeltiersammlung. Gleich zu sehen an Station 1 im Museumsfoyer. Foto: Diether v. Goddenthow
Ein deformierter Schädel einer Hausgans von 1664 des Hildesheimer Arztes Friedrich Lachmund ist das ältestes Objekt der Wirbeltiersammlung. Gleich zu sehen an Station 1 im Museumsfoyer. Foto: Diether v. Goddenthow

Als Kind der Aufklärung, begründet und stets getragen von der Leidenschaft und Unterstützung vieler engagierter Bürger, hat sich die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit ihrer Gründung 1817 ebenso wie Frankfurt mit ihr kontinuierlich weiterentwickelt. Sie trägt ihrerseits seither und heute mehr denn je als internationales Forschungsnetz mit zahlreichen Institutionen und Großprojekten, maßgeblich zum Ansehen der Stadt als renommierter Standort für Wissenschaft, akademische Nachwuchsförderung und Bildung bei. Im Laufe der 200-jährigen Geschichte der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung hat sich der Grundauftrag nie geändert: Komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass sie allgemein verständlich werden.

„Unser Ursprung in der Frankfurter Bürgergesellschaft prägt Senckenberg bis heute“, hält Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung fest. „Es ist großartig, auf diese bemerkenswerte Geschichte zurückzublicken und zu sehen, wie aus der Begeisterung und Neugier einzelner Bürger und dem Engagement vieler inzwischen eine der weltweit größten und renommiertesten Einrichtungen der Naturforschung und Naturmuseen geworden ist“.

Kniegelenk einer Kindermumie.  Die erste Röntgenaufnahme einer ägyptischen Mumie überhaupt, nach der sensationellen Entdeckung der nach W.C. Röntgen benannten Strahlen. Foto aus Tafel Station 4: Diether v. Goddenthow
Kniegelenk einer Kindermumie. Die erste Röntgenaufnahme einer ägyptischen Mumie überhaupt, nach der sensationellen Entdeckung der nach W.C. Röntgen benannten Strahlen. Foto aus Tafel Station 4: Diether v. Goddenthow

Die Ausstellung setzt die Entwicklung der Senckenberg Gesellschaft in engen Bezug zu der historischen Entwicklung der Stadt Frankfurt. „Wir freuen uns, dass wir das Historische Museum Frankfurt und das Institut für Stadtgeschichte als Kooperationspartner für diese Ausstellung gewinnen konnten“ betont Prof. Dr. Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums in Frankfurt, und dankt der Stadt Frankfurt für die Unterstützung des Projekts. „Die Senckenberg Gesellschaft hat ihren Ursprung in Frankfurt genommen und blieb stets eng verbunden mit den Frankfurter Bürgern“ beschreibt Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt das Verhältnis und fährt fort: „Neben der Forschungseinrichtung ist auch das Frankfurter Naturmuseum eine Institution der Stadt. Wir haben sofort zugesagt, als die Idee aufkam, gemeinsam diese Entwicklung auch als ein Stück Frankfurter Stadtgeschichte in einer Jubiläumsausstellung darzustellen.“

Zuschauermagnet "Diplodocus longus" im Sauriersaal, dessen  Originalskelett  1906 dem Frankfurter Senckenberg Naturmuseum geschenkt wurde. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Zuschauermagnet „Diplodocus longus“ im Sauriersaal, dessen Originalskelett 1906 dem Frankfurter Senckenberg Naturmuseum geschenkt wurde. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Bei einem Rundgang durch das Museum stellten die Kuratorin Marie Rahn und Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, die dezentral angelegte Ausstellung vor. „Es hätte so viele Geschichten zu erzählen gegeben. Hier die Auswahl zu treffen, war nicht einfach“ berichtet Herkner. „Uns war es wichtig, den Besucherinnen und Besuchern auf einem Zeitstrahl immer auch zu veranschaulichen, welche Frankfurter und gesamthistorischen Themen und Ereignisse aktuell waren – zum Beispiel als das Originalskelett des Diplodocus longus 1906 dem Frankfurter Senckenberg Naturmuseum geschenkt wurde.“

Kuratorin Marie Rahn,  Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum erläutern an der Station 7 im Saal der Saurier die neuesten  Forschungsmöglichkeiten und -methoden der Senckenbergforschung. Foto: Diether v. Goddenthow
Kuratorin Marie Rahn, Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum erläutern an der Station 7 im Saal der Saurier die neuesten Forschungsmöglichkeiten und -methoden der Senckenbergforschung. Foto: Diether v. Goddenthow

Neben den Büchern sind in Vitrinen Exponate aus der Forschungsgeschichte Senckenbergs zu sehen, so zum Beispiel ein mehrteiliges Mikroskop, mit dem bereits Fritz Römer als der erste hauptamtliche Kustode Senckenbergs zu Beginn des 20. Jahrhunderts Proben untersuchte. Die Ausstellung hebt zudem die historische Bedeutung einzelner Highlight-Exponate der Dauerausstellung hervor. Museumsbesucher erfahren bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung zum Beispiel von der Pflasterzahnechse, deren ausgestelltes vollständiges Skelett weltweit ein Unikat ist, oder von der Geschichte der berühmten, von Arthur von Weinberg gestifteten Edmontosaurus- Mumie.

Die Info-Stationen befinden sich auf drei Etagen des Senckenberg Naturmuseums. Foto: Diether v. Goddenthow
Die Info-Stationen befinden sich auf drei Etagen des Senckenberg Naturmuseums. Foto: Diether v. Goddenthow

„200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“ kann im Senckenberg Naturmuseum in Verbindung mit der Dauerausstellung besichtigt werden.
Eintritt 9 Euro für Erwachsene, 4,50 Euro für Kinder und Jugendliche (6
– 15 Jahre) sowie 23 Euro für Familien (2 Erwachsene und bis zu 3
Kinder).

Begleitprogramm des Senckenberg Naturmuseums und des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt

„200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“
29. Juni 2017 bis 11. Februar 2018 im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt Ausstellungsbegleitend bieten das Senckenberg Naturmuseum, das Institut für Stadtgeschichte und das Historische Museum Veranstaltungen an.

Das Museumspädagogische Begleitprogramm im Senckenberg Naturmuseum
Mittwoch, 19. Juli 2017, 18 Uhr
Öffentliche Mittwochabendführung für Erwachsene
Senckenberg – Quo vadis? mit Benjamin Weiß
Im Laufe der 200-jährigen Geschichte der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung hat sich der Grundauftrag nie geändert: Komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass sie allgemein verständlich werden. In dieser Führung werden aktuelle Forschungsfragen Senckenbergs aufgegriffen und die dazu gehörigen Bereiche des Senckenberg Naturmuseums besichtigt, wie zum Beispiel die „Anatomie im Glas“ oder die Vogelausstellung im ersten Obergeschoss.
Ohne Anmeldung. Erhoben wird nur der Museumseintritt („Guten-Abend-Ticket“ 5,50 Euro).

Mittwoch, 9. August 2017, 18 Uhr
Geschichten aus 200 Jahren Leidenschaft für Natur und Forschung in Frankfurt
mit Marie Rahn
Zum großen Jubiläum zeigt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte und mit dem Historischen Museum Frankfurt eine Sonderausstellung zu ihrer Geschichte. Ein Rundgang mit der Kuratorin der Ausstellung führt zu den sieben im Museum verteilten Stationen und zu den Vitrinen mit historischen Forschungsobjekten aus 200 Jahren spannender Wissenschaftsgeschichte.
Ohne Anmeldung. Erhoben wird nur der Museumseintritt („Guten-Abend-Ticket“ 5,50 Euro).

Special zum Jubiläumsjahr: Öffentliche Führung für Erwachsene 200 Jahre Senckenberg – ein Grund zu feiern, aber auch ein Grund zurückzublicken auf die Anfänge und die Entwicklung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Jeden dritten Samstag im Monat laden wir Sie auf eine Zeitreise durch die Geschichte unserer Gesellschaft und unseres Museums ein. Gemeinsam begeben wir uns auf Spurensuche, entdecken die häufig verborgenen Geschichten unserer Exponate und tauchen ein in die 200-jährige Forschungsgeschichte Senckenbergs. Die nächsten Termine:

Samstag, 15. Juli 2017 und Samstag, 19 August, 16 Uhr
Historische Führung zum Jubiläumsjahr

Ohne Anmeldung, ohne Teilnahmebegrenzung. Erhoben wird nur der Museumseintritt.
Treffpunkt: T. rex im Sauriersaal.

Weitere Angebote und Termine finden Sie im regelmäßig erscheinenden Programm unter
www.senckenberg.de/veranstaltungen oder unter T +49 (0)69 75 42 – 13 57.

Ausstellungsbegeleitende Veranstaltungen im Historischen Museum

Historisches Museum Frankfurt, Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main

Historisches Museum Frankfurt mit neuem Ausstellungshaus (ab Okt. 2017) und Eingangsfoyer. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Historisches Museum Frankfurt mit neuem Ausstellungshaus (ab Okt. 2017) und Eingangsfoyer. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Mittwoch, 13. September 2017, 19 Uhr
Eduard Rüppell – Der Humboldt Frankfurts
Führung mit Dr. Frank Berger
Der Frankfurter Forschungsreisende Eduard Rüppell sammelte auf seinen Expeditionen unzählige Objekte. So trug er im Kordofan innerhalb von 35 Tagen 65 Säugetiere, 11 Säugetier-Skelette, 160 Vögel und 12 Vogel-Skelette sowie fünf Amphibien zusammen. Seit ihrer Gründung war der unermüdliche Sammler in der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft aktiv und versorgte sie mit naturkundlichen Präparaten, die er von seinen Reisen mitbrachte. Seine Schenkungen waren eine wesentliche Forschungsgrundlage für die Gesellschaft. Mit seinem Wissen trug er schon im 19. Jahrhundert zu ihrem Weltruf bei. Das Historische Museum Frankfurt stellt den großzügigen Universalgelehrten in der Dauerausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter“ vor.

Kinderspur zu Eduard Rüpell im Historischen Museum Frankfurt
Sonntag, 29. Oktober 2017, 15 Uhr
Auf der Kinderspur zu Eduard Rüppell – Universalgelehrter und Senckenberg-Förderer
Ausprobieren, entdecken und Sammelbildchen mitnehmen: Auf dem Weg durch die
Dauerausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter“ kann von den jungen Besucher/innen selbst etwas gesammelt werden. Ein deutlich erkennbares Zeichen markiert die Kinderspur.
Zur Sonderausstellung im Senckenberg Naturmuseum gibt es ein spezielles Angebot in der Sammlung von Eduard Rüppell: Unter pädagogischer Anleitung entstehen gefaltete Schmetterlinge. Das Wissen um den bedeutenden Naturforscher und Förderer der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft wird im Gespräch spielerisch vermittelt. Es gibt zudem in jedem Sammlerraum Sammelbildchen, die dann zu Hause in das Sammelalbum eingeklebt werden können, das Kindern und Familien ausgehändigt wird. Origamifalten, Sammelheft und Kinderspur für Kinder und Familien.

Ausstellungsbegeleitende Vorträge im Institut für Stadtgeschichte
(Dormitorium), Münzgasse 9, 60311 Frankfurt am Main
Montag, 26. Juni 2017, 18.30 Uhr
Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – 200 Jahre Leidenschaft für Natur
und Forschung in Frankfurt – was bisher geschah …
Referentin: Marie Rahn

Montag, 13. November 2017, 18.30 Uhr
„Alexander von Humboldt, der Eduard Rüppell Berlins. Leben, Werk und Rezeption des Frankfurter Forschungsreisenden im Vergleich“
Referent: PD Dr. Joachim Scholz, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 17.30 Uhr
„Das Archiv der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Institut für Stadtgeschichte“
Archivführung mit Stefanie Bohnensack und Dr. Joachim Kemper
Treffpunkt: Borsigallee 8 (Außenstelle des Instituts für Stadtgeschichte)
Dauer: 60 Minuten, Teilnahme: frei

Weitere Angebote und Termine finden Sie im regelmäßig erscheinenden Programm unter
www.senckenberg.de/veranstaltungen oder unter T +49 (0)69 75 42 – 13 57.
sowie unter: Historisches Museum Frankfurt

Historisches Museums präsentiert: ,Thomas Ganter: Man with a Plaid Blanket‘

Das Historische Museum Frankfurt (HMF) greift vom 22. Juni bis 8. Oktober 2017 mit der Gemälde- und Foto-Ausstellung von „Thomas Ganter – Man with a Plaid Blanket und andere Perspektiven auf das Leben ohne Wohnraum“ das Thema  „Obdachlosigkeit“  auf.

Mit welchen Zumutungen und Herausforderungen ist das Leben ohne Wohnung verbunden? Das lebensgroße Porträt von Karel Strnad ist Ausgangspunkt der Präsentation im 13. Sammlerraum. Mit dem Gemälde gewann der Frankfurter Maler Thomas Ganter 2014 den 1. Preis des British Porträt Award in London, es konnte 2016 dank der Förderung durch den Club33 angekauft werden.

Das Porträt erhält in der Präsentation im 13. Sammlerraum einen erweiterten Kontext mit ausgewählten Bildern der Fotografin Abisag Tüllman zur Obdachlosigkeit und Beiträgen aus dem Projekt „Wohnen aus Sicht von Wohnungslosen“, das in Zusammenarbeit mit dem Howard-Philipps-Haus für das Stadtlabor unterwegs 2016 entstanden ist.

 

Übergabe des Historischen Museums an das Frankfurter Kulturdezernat als Auftakt zum großen Museums-Bürgerwochenende am 20. u. 21. Mai

Blick auf den rechten Erweiterungsbau des Historischen Museums Frankfurt, rechts davor die große "Frankfurter Treppe" empor zum Museumsplatz und neuem Haupteingang und Foyer. Foto:. Diether v. Goddenthow
Blick auf den rechten Erweiterungsbau des Historischen Museums Frankfurt, rechts davor die große „Frankfurter Treppe“ empor zum Museumsplatz und neuem Haupteingang und Foyer. Foto:. Diether v. Goddenthow

Fast 10 Jahre lang hat es mit dem Neubau des Historischen Museums Frankfurt gedauert, der heute  von Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernentin Ina Hartwig, Stadtrat Jan Schneider und vielen am Bau Beteiligten in Betrieb genommen werden konnte. Damit findet die Errichtung eines bedeutenden Kultur-Hauses mitten im Herzen von Frankfurt ihren Abschluss. Dieser Meilenstein soll mit den Bürgern am 20. und 21. Mai 2017 beim eintrittsfreien Bürgerwochenende  ausgiebig im Historischen Museum gefeiert werden mit Sonderführungen, Musik- und Theateraufführungen (Programm siehe unten).

Blick auf das Museumsquartier mit Museumsplatz und den Ausstellungshäusern links und rechts.  Foto:  Heike Lyding
Blick auf das Museumsquartier mit Museumsplatz und den Ausstellungshäusern links und rechts. Foto: Heike Lyding

2007 entschloss sich die Stadt Frankfurt dazu, den erst 1972 neu eröffneten Vorgängerbau, im Volksmund Betonklotz genannt, abzureißen. Museumsdirektor Jan Gerchow erinnerte während der heutigen feierlichen Übergabe des Historischen Museums an den 70er-Jahre-Zeitgeist: So sei der abgerissene Vorgänger-Betonbau einst bewusst gegen die „elitäre Kultur” positioniert worden, zuletzt aber nur noch als „ungeliebter Solitär” wahrgenommen worden.

Dr. Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum Frankfurt Foto:. Diether v. Goddenthow
Dr. Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum Frankfurt Foto:. Diether v. Goddenthow

Das Historische Museum von 1972 sei zudem zu groß für den historischen Saalhof gewesen, seine Berührungen wirkten wie eine gewaltsame Umklammerung, der Saalhof war wie abgeschoben und verdrängt: hier herrschte ein Ungleichgewicht zwischen Neu und Alt. Auch deswegen, und da die fälligen Modernisierungen in Sachen Brandschutz und Energieeffizienz zu teuer gewesen wären, habe sich die Stadt Frankfurt 2007 zum Abriss entschieden. Sie habe einen Architektenwettbewerb für den Erweiterungsbau international ausgeschrieben, bei dem das Stuttgarter Architekturbüro LRO im Januar 2008 als Sieger hervorging. Die Architekten hätten die hohen städtebaulichen, architektonischen und technischen Anforderungen an einen modernen Museumsbau gut durchdacht umgesetzt: Die Konzeption eines ganzen Museumsquartiers mit einem großen Ausstellungshaus und einem kleineren Eingangsbau, der den historischen Altbau Saalhof ergänzt und Alt und Neu gleichwertig  verbindet.

Oberbürgermeister Peter Feldmann. Foto:. Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Peter Feldmann. Foto:. Diether v. Goddenthow

„Das neue Historische Museum ist ein Ort, an dem Frankfurter und Gäste die Geschichte und Gegenwart dieser Stadt erkunden können. Die Arbeit des Historischen Museums hat sich in den letzten 10 Jahren, seit die Planungen für den Neubau auf den Weg gebracht wurden, stark gewandelt: aus einem Fachmuseum für Geschichte ist ein modernes Stadtmuseum geworden“, betont Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Der Neubau von LRO nimmt daher auch eine Haltung ein, die viel über die Veränderungen der letzten 40 Jahre im Umgang mit Geschichte, ihren Überresten und Traditionen aussagt. Das große Ausstellungshaus steht mit rund 60 Metern Länge wie ein großer Speicher in der Stadt. Seine Hülle ist gegliedert von vielen kleinen und wenigen großen Öffnungen. Unverkennbar wird es durch das auffallende Doppel-Satteldach und den markanten Giebeln und vorkragenden Erkern, auch mit seinen 24 großen Nischen, jeweils acht Meter hoch, die schon von außen zeigen, was drinnen zu sehen ist: Überreste, Fragmente, Bilder der Geschichte, die im Museum zu neuen Bildern zusammengesetzt werden.

Was für Rom die Spanische Treppe, könnte für die Main-Metropole die neue "Frankfurter Treppe" werden, schwärmt Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow beim Takeover.Foto:. Diether v. Goddenthow
Was für Rom die Spanische Treppe, könnte für die Main-Metropole die neue „Frankfurter Treppe“ werden, schwärmt Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow beim Takeover.Foto:. Diether v. Goddenthow

Der neue Museumsplatz und die große Freitreppe öffnen ein neues Quartier in der Altstadt. Als Blickachsen werden der staufische Palas des Saalhofs und das Haus Wertheim in den Blick genommen. Die Stadt wird so in das Museum einbezogen, der früher hermetische Museumshof gehört nun allen, das Museum integriert sich in die Stadt.

Es war windig beim Takeover. Hatte OB Peter Feldmann mit den Böen aufs Mikro zu kämpfen, wehte er bei Dr. Ina Hartwig, der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ein wenig die Haare auf. Foto:. Diether v. Goddenthow
Es war windig beim Takeover. Hatte OB Peter Feldmann mit den Böen aufs Mikro zu kämpfen, wehte er bei Dr. Ina Hartwig, der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ein wenig die Haare auf. Foto:. Diether v. Goddenthow

„Was für ein Glücksfall, dass der Neubau des Historischen Museums an diesem geschichtsträchtigen Ort im Zentrum Frankfurts errichtet wird. Die Frankfurter Stadtgesellschaft, da bin ich mir ganz sicher, wird rasend schnell die Bereicherung erkennen, die das neu gestaltete Stadtmuseum bietet. Geschichte hat immer etwas mit den Fragen zu tun, die wir an sie richten. Das heißt, die Stadtgesellschaft erhält die einmalige Chance, sich an diesem Ort nicht nur in anschaulicher Weise über die Stadtgeschichte zu informieren, sondern auch darüber auszutauschen, wie wir heute in Frankfurt am Main leben wollen“, freut sich Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Stadtrat Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT Foto:. Diether v. Goddenthow
Stadtrat Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT Foto:. Diether v. Goddenthow

Stadtrat Jan Schneider kommentiert den Museumsneubau mit den Worten: „Mich persönlich beeindruckt vor allem, dass mit dem Historischen Museum ein neues Stück Frankfurt entstanden ist, das auf der einen Seite sehr selbstbewusst einen völlig neuen, spannend proportionierten Platz schafft und auf der anderen Seite so selbstverständlich da steht, als ob es schon immer so gewesen wäre. Dabei setzt der Neubau des Historischen Museums aufgrund seiner architektonischen Qualität die Reihe herausragender Frankfurter Museumsprojekte, wie zum Beispiel das Museum für Angewandte Kunst von Richard Meier oder das Museum für Moderne Kunst von Hans Hollein, ebenso herausragend fort.“

Historisches Museum Frankfurt, Impression. Foto:. Diether v. Goddenthow
Historisches Museum Frankfurt, Impression. Foto:. Diether v. Goddenthow

Mit dem Umbau ist das neue Stadtmuseum jetzt barrierefrei zugänglich und vollzieht damit nach dem neuen Internetauftritt im Januar einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum inklusiven Museum. Das Museumsportal unter www.historisches-museum-frankfurt.de ist nach den WCAG 2.0-Richtlinien für Menschen mit Sehbehinderungen und geistigen Einschränkungen eingerichtet worden. „Bei der Eröffnung im Oktober, werden auch die neuen Dauerausstellungen FRANKFURT EINST! und FRANKFURT JETZT? den Anforderungen des inklusiven Museums entsprechen“, blickt Museumsdirektor Jan Gerchow in die Zukunft. Nach dem Meilenstein der Übernahme geht es im neuen Ausstellungshaus und unter dem Museumsplatz mit Tempo weiter: Zwei neue Dauerausstellungen, die szenografischen Bearbeitungen des Frankfurt Modells, der Schneekugel, des Stauferhafens und die Errichtung der Bibliothek der Generationen werden bis zur Eröffnung des Ausstellungshauses im Oktober 2017 realisiert. Ergänzend laufen die Vorbereitungen an der ersten Sonderausstellung „Ein neues Museum für Frankfurt – The making of HMF“, die zur Eröffnung auf Ebene 0 im Sonderausstellungsraum gezeigt wird.

Das Café wird am 20. / 21. Mai zum  Bürgerfest den Betrieb aufnehmen. Foto:. Diether v. Goddenthow
Das Café wird am 20. / 21. Mai zum Bürgerfest den Betrieb aufnehmen. Foto:. Diether v. Goddenthow

Gleich neben dem neuen Museumscafé von Martina und Kay Exenberger. Dort erhalten Museumsbesucherinnen und Besucher typische Frankfurter Gerichte zu günstigen Preisen. Das Erfolgskonzept Qualität und Frische mit modern interpretierten Klassikern zu verbinden, setzt das erfahrene Gastronomenehepaar ab sofort im Café Frankfurt im Schneekugelfoyer unter dem Museumsplatz um. Durch die besondere Situation des Geländes ist es über eine Außenterrasse mit dem Karolinger-, dem Staufer- und dem Burnitzhof, und über eine Treppe auch mit dem Museumsplatz darüber verbunden. Die Gäste können sich darauf verlassen, dass sie in einer ganz besonderen Atmosphäre Gerichte bekommen, die schmecken.

Im Oktober wird ein zweites Café im Zollgebäude eröffnet werden. In dem historischen Gebäude des Altbaus Saalhof war während der Interimszeit der Eingang zum Museum untergebracht.

Während des Bürgerwochenendes „TAKEOVER – Freundliche Übernahme“ am 20. und 21. Mai hat das Haus von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Ab 23. Mai 2017 hat das Historische Museum Frankfurt zu den gewohnten Zeiten geöffnet. An den Eintrittspreisen ändert sich nichts.

Ort: 
Historisches Museum Frankfurt 
Saalhof 1 (ehemals Fahrtor 2)
60311 Frankfurt am Main

Programm Bürgerfest am 20. u. 21. Mai 2017 im Historischen Museum Frankfurt

Flyer: Programm Buergerfest am 20. u. 21. Mai 2017

Historisches Museum Frankfurt feiert Eröffnung des neuen Eingangsbaus und Fertigstellung des Gebäudes

Quartier Roemerberg Luftbild ©   Robert Metsch, Historisches_Museum_Frankfurt
Quartier Roemerberg Luftbild ©
Robert Metsch, Historisches_Museum_Frankfurt

Takeover: Das Museumsquartier ist fertig!
(kus) Nach zehn Jahren Planungs- und sechs Jahren Bauzeit ist es soweit: Das Museumsquartier des neuen Historischen Museums Frankfurt ist fertig. Von Mittwoch, 17. Mai, bis Sonntag, 21. Mai, feiert das Museum diesen Meilenstein – zusammen mit der Inbetriebnahme des neuen Eingangsgebäudes. Alle Bürger sind eingeladen, erstmals die neuen Räume zu betreten und Formen und Farben des neuen Stadtmuseums kennenzulernen.

Den Startschuss für die Feierlichkeiten gibt Oberbürgermeister Peter Feldmann am 17. Mai bei der Übergabe des Gebäudes an Kulturdezernentin Ina Hartwig durch Baudezernent Jan Schneider. Museumsdirektor Jan Gerchow wird über den Prozess der Neuausrichtung und den Museumsbau berichten und alle am Bau Beteiligten feiern den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahme.

Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Mai, jeweils von 10 bis 17 Uhr, sind die Bürger zum Takeover eingeladen und können die noch leeren Räume für sich erobern. Sie erwartet ein besonderes Festprogramm bestehend aus Sonderführungen, Musik- und Theateraufführungen. Zusammen mit dem kulinarischen Angebot des neuen Museumsgastronomen wird das Museumsquartier erstmals als kultureller Erlebnisraum erfahrbar. Über das Gebäude im Zentrum kann der neue Ausstellungsraum besucht werden. Der Bau zwischen Stauferhafen und Museumsplatz ist mit vielen Fenstern versehen und gibt den Blick frei auf den Altbau Saalhof im Süden und auf das Ausstellungshaus hinter dem Museumsplatz zum Römerberg. Der Eintritt in das Museumsquartier ist frei.

Skulpturengalerie ©  Historisches Museum Frankfurt
Skulpturengalerie ©
Historisches Museum Frankfurt

Mit dem Umbau ist das neue Stadtmuseum jetzt barrierefrei zugänglich und vollzieht damit nach dem neuen Internetauftritt im Januar einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum inklusiven Museum. Das Museumsportal unter http://www.historisches-museum-frankfurt.de ist nach den VGA 2.0-Richtlinien für Menschen mit Sehbehinderungen und geistigen Einschränkungen eingerichtet worden.

Nach dem ersten Meilenstein am 20. und 21. Mai geht es mit der Fertigstellung des Historischen Museums Frankfurt zügig voran: Für Oktober ist die Eröffnung des neuen Ausstellungshauses mit den neuen Dauerausstellungen „Frankfurt Einst?“ und „Frankfurt Jetzt!“ geplant.

Weitere Informationen

Die neue Skulpturengalerie und die Spolienwand im Historischen Museum Frankfurt

Neubau des Historischen Museum Frankfurt.  Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Neubau des Historischen Museum Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Der Neubau für das Historische Museum Frankfurt wird im Mai an seinen Nutzer übergeben. Rechtzeitig vor diesem wichtigen Meilenstein des großen Projekts sind die Fassaden des großen Ausstellungshauses mit Skulpturen ausgestattet worden.

 

Nachdem bereits seit November 2016 Spoliengruppen u.a. mit Inschriftensteinen, Schluss- und Kragsteinen in den zwölf Nischen der zum Römerberg gelegenen Nordfassade die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich gezogen haben, sind nun auch die zwölf Plätze an der Südfassade ausgestattet worden. Präsentiert werden hier figürliche Skulpturen des 17. bis 19. Jahrhunderts aus Frankfurter Gärten.

Schauspielkunst Skulpturengalerie ® HMF Stefanie Kösling
Aus der ersten Gruppe: Schauspielkunst Skulpturengalerie ® HMF Stefanie Kösling

Die Skulpturen an der Südfassade sind nach ihrer Herkunft aus unterschiedlichen Gärten angeordnet. Im Westen beginnt die Reihe mit vier weiblichen Verkörperungen der schönen Künste, die von ihrem grünen Refugium in Rödelheim an die Zeil wanderten, von dort in die Forsthausstraße gelangten und schließlich in einem Garten in den Wallanlagen standen, bevor sie 1955 in das Historische Museum kamen. Zu dieser ersten Gartenskulpturen gehören:

Erste Gruppe

Bildhauerkunst und Schauspielkunst Foto aus dem Garten Mumm -® HMF
Bildhauerkunst und Schauspielkunst Foto aus dem Garten Mumm -® HMF

1. Cornelius Andreas Donett (1682-1748), Allegorie der Schauspielkunst, um 1720/40, Sandstein, hmf.X.1955.134
2. Cornelius Andreas Donett (1682-1748), Allegorie der Bildhauerkunst, um 1720/40, Sandstein, hmf.X.1955.136
3. Cornelius Andreas Donett (1682-1748), Allegorie der Baukunst, um 1720/40, Sandstein, hmf.X.1955.135
4. Cornelius Andreas Donett (1682-1748), Allegorie der Himmelskunde, um 1720/40, Sandstein, hmf.X.1955.133

Galerie-Mitte

Mathias Merian d. A., Der Schwind’sche Garten an der  Friedberger Str.  ® HMF Horst Ziegenfusz
Mathias Merian d. A., Der Schwind’sche Garten an der Friedberger Str. ® HMF Horst Ziegenfusz

Die in der Mitte der Galerie platzierte, muskulöse Figur des Herkules markierte einst den Anfang einer Allee im Garten des Frankfurter Stadtschultheißen Johannes Schwind (1580-1648), wie ein kolorierter Stich von Mathias Merian d. Ä. von der Friedberger Straße 164 zeigt.Die Herkulesfigur wurde beschädigt, der Kopf ist verloren.

Karl Theodor Reiffenstein, Hasengasse: Haus und Garten des Herrn von Reineck, Aquarell von 1864 ® HMF Horst Ziegenfusz
Karl Theodor Reiffenstein, Hasengasse: Haus und Garten des Herrn von Reineck, Aquarell von 1864 ® HMF Horst Ziegenfusz

Die Figur der Göttin Flora trug zur arkadischen Stimmung im Garten des Weinhändlers Konrad Valentin Reineck (1657-1721) bei. Seit 1822 ist sie in städtischem Besitz und gelangte 1878, als das Stadtpalais abgerissen wurde, in das Historische Museum.

Vierte Gruppe

Leonhard Kleemann, Ehemaliger Holzmannscher Garten am Untermainkai, links die Skulptur der Diana, Fotografie, Frankfurt am Main 1932
Leonhard Kleemann, Ehemaliger Holzmannscher Garten am Untermainkai, links die Skulptur der Diana, Fotografie, Frankfurt am Main 1932

Mit Darstellungen antiker Gottheiten wie Minerva, Juno, Diana und Pluto verliehen der Schriftsteller und Preußische Rat Johann Michael von Loën (1694-1776) und der Bauunternehmer und Preußische Baurat Philipp Holzmann (1836-1904) ihren Gärten eine besondere Atmosphäre. Wie die Vierergruppe der Allegorien wurden sie von dem Bildhauer Cornelius Andreas Donett (1682-1748) angefertigt.

Treppe zum Museumsplatz mit Skulpturengalerie -® HMF Stefanie Kösling
Treppe zum Museumsplatz mit Skulpturengalerie -® HMF Stefanie Kösling

Nicht nur durch Überlassungen, auch durch Ankäufe sind die Skulpturen in die Sammlungen des Historischen Museums gelangt. Mit kuratorischer Sorgfalt wurden sie im Rahmen der Neukonzeption des Museums ausgewählt, um die Besucher und Passanten bereits in dem neuen Stadtraum, den der Museumsplatz eröffnet, an die Geschichte Frankfurts und den besonderen Charakter der alten Stadt heranzuführen.

 

Spolienwand Nord

G_Nischen 7_8_9 -® HBA
G_Nischen 7_8_9 -® HBA

Bei den „Spolien“ in den zwölf Nischen der Nordfassade handelt es sich um Fragmente und Überreste von Hausfassaden aus der Frankfurter Alt- und Neustadt. Die 50 Steine wurden nach Funktionen gruppiert. Nur ein Teil der Objekte gelangte nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs in die Museumssammlung, ein großer Teil gelangte bereits um 1900 in die Museumssammlung, als moderne Straßen durch die eng bebaute Altstadt geplant und viele Häuser abgerissen wurden.
Wappensteine und Grabinschriften wurden zur Erinnerung an bedeutende Frankfurter Familien auch angekauft. So findet sich in Nische 4 an der Nordfassade die Grabstele von Domenico Marino Brentano (1686 – 1755). Nach einem erfolgreichen Prozess gegen den Rat der Stadt Frankfurt konnte er 1740 als erster Katholik das Frankfurter Bürgerrecht erwerben. Sein Sohn Pietro Antonio (1735 – 1795) war der erste Brentano, der dauerhaft in Frankfurt ansässig wurde.

Vor ihrer Aufstellung hat das Restauratoren-Team um Michael Hangleiter den empfindlichen Sand- und Kalkstein in den Werkstätten gereinigt. Die Positionierung der Skulpturen auf den Basaltsitzbänken am Museumsplatz und bei den Spolien die komplizierte Anbringung in den Nischen begleiteten die Restauratoren ebenfalls. Sobald das Museumsquartier im Mai übergeben wird, verschwinden die Bauzäune und auch der neue Platz wird öffentlich zugänglich. Dann können die neuen die Skulpturen- und Spoliengalerien ihre Wirkung entfalten. Im neuen Museumsquartier wird damit zugleich die erste Ausstellung eröffnet.

Das Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. hat die aufwendige Restaurierung der Skulpturen und Spolien großzügig unterstützt. Weitere Fördermittel hat der Hessische Museumsverband bewilligt.

„Mein Frankfurt-Modell“: frech, bunt, einzigartig! – Ein Muss für jeden Frankfurter! Ab Oktober im Historischen Museum Frankfurt!

Bahnhof, Kaiserstrasse, oberhalb der aus Banknoten gewickelte Messeturm, und die Messe auf einem Monopoli-Brett. Foto: Diether v. Goddenthow
Bahnhof, Kaiserstrasse, oberhalb der aus Banknoten gewickelte Messeturm, und die Messe auf einem Monopoli-Brett. Foto: Diether v. Goddenthow

Wenn Anfang Oktober 2017 das neue Ausstellungshaus des Historischen Stadtmuseums Frankfurt auf dem Römerberg seine Pforten öffnet, erwartet die Besucher im 1000 Quadratmeter großen Giebelgeschoss ein neues Museums-Highlight mit symbolischer Strahlkraft: „Mein Frankfurt Modell“. Geschaffen hat es der Rotterdamer Künstler Herrmann Helle! Auf zirka 80 Quadratmetern haben er und weitere Künstler und Modellbauer die Mainmetropole und ihre 46  Stadtteile en miniatur nach Vorgaben Frankfurter Bürger abgebildet.

Künstler und Modell-Bauer legen letzte Hand an das Museum, bevor es bis Oktober 2017 verpackt werden wird. Foto: Diether v. Goddenthow
Künstler und Modell-Bauer legen letzte Hand an das Museum, bevor es bis Oktober 2017 verpackt werden wird. Foto: Diether v. Goddenthow

Das Besondere daran:  Herrmann Helle verwendet zum Bau Gebrauchsgegenstände des Alltags und recycelte Materialien: Da steht ein halbierter Souvenir-Teller mit Rathausmotiv für den Römer. Gebrochene Glasblättchen im Wechsel mit buntpapierenen Zwischenlagen türmen sich zu Wolkenkratzern. Ein Telefonhörer, ohne den kein Banker auskommt,  gibt einen anderen Bankenturm. Ein Hartgummi-Dachs zeigt, wo die Börse sitzt. Der Messeturm ist aus alten Banknoten in die Höhe gewickelt.

Die visualisierte Geldentwertung durch die EZB-Zinspolitik dargestellt  durch geschredderte Banknoten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Die visualisierte Geldentwertung durch die EZB-Zinspolitik dargestellt durch geschredderte Banknoten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

An anderer Stelle reckt sich ein eckiges Plexiglasgebilde empor, gefüllt mit Schnipseln. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich diese als geschredderte Banknoten und das Vieleck-Gebäude als Europäische Zentralbank. Ein Schelm, wer hierbei Böses denkt.
Fünf antik anmutende, mit dem Buchrücken zum Betrachter gestellte Goethebände bilden die Universität im I.G.-Farben-Haus ab. Und Plastikgestrüpp, aus dem Giraffen die Hälse recken, deuten auf den Zoo-Ort. Ausgusssiebe wirken wie ein Klärwerk  und geklöppelte Spießer-Deckchen von oben wie fantastische Parkanlagen.

Die Hufeisen gegeneinandergestellt symbolisieren die Schwierigkeiten und den Konflikt bei der Räumung der alten Galopprennbahn als Baugrundstück. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Die Hufeisen gegeneinandergestellt symbolisieren die Schwierigkeiten und den Konflikt bei der Räumung der alten Galopprennbahn als Baugrundstück. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Zwei entgegenstehende Hufeisen markieren die Galopp-Rennbahn, und eine Mausefalle in Preungesheim weist auf die dortige Justizvollzuganstalt. Den Frankfurter Grüngürtel zeigen gefärbte bunte Klobürsten und Besenborsten. Selbst der Flughafen lebt, und rote Halteseile durchziehen als Autobahnen mit kunstvoll gelegten Autobahnkreuzen die erstaunlich realistisch wirkende Anlage.

"Karls" Hirschkuh! Foto: Diether v. Goddenthow
„Karls“ Hirschkuh! Foto: Diether v. Goddenthow

Man kann stundenlang schauen, und wird immer wieder aufs Neue fündig, bis hin zur kleinen weißen Hirschkuh am Waldesrand, „die“ Karl dem Großen die Furt wies.

 

Eingeflossen ins Frankfurt-Model sind die  Antworten und Geschichten von 1166 befragten Frankfurtern aller Stadtteile.  Sound-Loops, Lichtinstallation und Minifilmstationen hauchen der bunten Anlage zusätzlich Leben ein. Diese dürfte zum Besuchermagnet und Ausgangspunkt für so manche heiße Diskussion und Frankfurt-Exkursion werden.

Erst im Oktober öffnet das neue Ausstellungshaus mit dem Modell Frankfurt

Die Wolfgang von Goethe-Universität im I.G. Farbenhaus. Foto: Diether v. Goddenthow
Die Wolfgang von Goethe-Universität im I.G. Farbenhaus. Foto: Diether v. Goddenthow

Aber noch müssen sich Interessenten gedulden. Denn bis zur Eröffnung im Oktober wird   „Mein Frankfurt Modell“ nach seiner Fertigstellung  in diesen Tagen zum Schutz beim weiteren Innenausbau staub- und blickdicht verpackt werden.

Geplant ist, dass Besucher über die Treppe ins Giebelgeschoss direkt auf „Mein Frankfurt-Modell“ stoßen. Die Idee dabei sei, so  Susanne Gesse, Projektleiterin und Kuratorin, dass das zweigeteilte Modell über einen begehbaren überdimensional breiten „Main“ erkundet werden könne. So sei zur Besichtigung auch genügend Raum für Rollstuhlfahrer und ganze Familien. Da die Main-Brücken nicht im Wege stehen, schweben diese einfach über den Köpfen der Besucher. „Unter sieben Brücken musst du gehn! …“

Intention und Konzept des Modell-Projektes

Römer mit Altstadt. Foto: Diether v. Goddenthow
Römer mit Altstadt. Foto: Diether v. Goddenthow

Das „Modell“ sei ein fester Bestandteil von „Frankfurt Jetzt“. „Wir haben 1000 Quadratmeter Platz für das Heute und das Morgen von Frankfurt. Die Idee ist ja, dass hier Frankfurter zusammenkommen, um miteinander über Frankfurt zu diskutieren. Eines der beiden feststehenden Exponate sei eben dieses Frankfurt-Modell, erläutert Susanne Gesse bei der  Pressebesichtigung. Das Frankfurt heute, das Frankfurt-Modell, zeige, wie Frankfurt gegenwärtig sei. In Kürze würde das Modell wahrscheinlich schon ein bisschen veraltet sein, da Frankfurt ständig baue und umbaue, und neue Häuser dazu kämen. Es sei daher geplant, am Modell weiterzubauen, es von Zeit zu Zeit zu aktualisieren, etwa auch, wenn die vier neuen projektierten Hochhäuser hinzu kämen. Das gegenwärtige Modell zeige eigentlich eher das „gefühlte Frankfurt“, so die Projektleiterin.

Da der Rotterdamer Künstler Hermann Helle Frankfurt nicht kannte, und das Projektteam „Frankfurt Jetzt“  nicht einfach nur Pläne und Karten schicken wollten, wurde beschlossen, die Frankfurter zuvor selbst darüber zu befragen, was sie aus  ihrem Stadtteil auf dem Modell wiederfinden möchten. Denn „Frankfurt jetzt“ sei, so Susanne Gesse, „das partizipativste Format von unserem Stadtmuseum“

vl. Franziska Mucha, Kuratorin für Digitale Museumspraxis, Susanne Gesse, Dr. Corinna Engel, Leiterin der MuseumskommunikationProjektleiterin und Kuratorin erörtern bei einem Pressegespräch Intention, Konzeption und Umsetzung des Frankfurt-Modells. Foto: Diether v. Goddenthow
vl. Franziska Mucha, Kuratorin für Digitale Museumspraxis, Susanne Gesse, Dr. Corinna Engel, Leiterin der MuseumskommunikationProjektleiterin und Kuratorin erörtern bei einem Pressegespräch Intention, Konzeption und Umsetzung des Frankfurt-Modells. Foto: Diether v. Goddenthow

Das Projektteam „Frankfurt jetzt“ habe, so Franziska Mucha, Kuratorin für Digitale Museumspraxis, 2015 eine Tour mit dem „mobilen Stadtlabor“ durch Frankfurt gemacht. Man sei mit einem dieser langen niederländischen Fahrräder, einem Lastrad, welches zu einem  mobilen Aktionstand umgebaut worden war, in allen Stadtteilen unterwegs gewesen. Das Team war ausgerüstet mit Karten und Fragebögen, und habe insgesamt 1166 Frankfurterinnen und Frankfurter befragt, auch online, um etwas über deren Lieblingsorte in Frankfurt, über Stadtteiltypisches und Alltagsleben zu erfahren, berichtet Franziska Mucha über die Vorbereitungsphase. „Uns war es wichtig, zu der gebauten Stadt diese Ebene des alltäglichen Erlebens und die Alltagsexperten auch sprechen zu lassen“, so Kuratorin Mucha. Nach Auswertung aller Fragebögen seien Stadtteil-Porträts entstanden, die jeweils auf einer Doppelseite in die Dokumentation „Sommertour 2015″ eingeflossen seien. Diese sei das „Briefing-Material“ für den Rotterdamer Künstler gewesen. Hermann Helle erhielt diese Infos mit dem Hinweis, dass das die Infos seien, die „uns die Frankfurter ans Herz gelegt haben, was die Stadt für sie bedeutet, positive und negative Aspekte“, sagt Kuratorin Mucha. Auf der Grundlage dieser Dokumentation und verschiedener Besuche in Frankfurt mit viel eigener Recherche habe Helle mit weiteren involvierten Künstlern und Modellbauern begonnen, „Mein Frankfurt-Modell“ zu bauen. Es sei also ein kollektiver Prozess gewesen, der die Bedeutung Frankfurts gesammelt hat und sichtbar macht, fügt Franziska Mucha hinzu.

Klärwerk Hoechst aus Ausguss-Sieben, im Hintergrund der Frankfurter Stadtteil.Foto: Diether v. Goddenthow
Klärwerk Hoechst aus Ausguss-Sieben, im Hintergrund der Frankfurter Stadtteil.Foto: Diether v. Goddenthow

Das Besondere an dem Modell sei, vertieft  Susanne Gesse,  dass es aus Fundstücken bestehe, aus Materialen die wir alle kennen. Wenn man das Modell anschaue, sehe man: „Ah, da ist ein Spitzer, da sind Dominosteine, Besenborsten, Pinsel, Rasierpinsel, Klobürsten“, so die Projektleiterin begeistert. Das Modell habe mehrere Ebenen, erklärt Susanne Gesse. Auf der einen Seite erkenne man tatsächlich relativ gut die Gebäude, die gebaut sind. Auf der anderen Seite könne man natürlich auch sehen, aus welchen Materialien es bestünde. Und das Dritte seien die vielen kleinen Geschichtchen, die hier drin steckten, führt die Projektleiterin aus.

Für die  Frankfurter, die sich wirklich auskennten, stecke hier eine ganze Menge drin. Es sei jedoch für Jeden etwas dabei. Mein Frankfurt-Modell sei eine Anlage, die man sich wahrscheinlich sehr, sehr lange angucken und dabei immer wieder etwas Neues entdecken könne, weswegen man immer wiederkäme. „Wir denken, dass wird eines der Highlights des Museums sein.“, so Susanne Gesse.

Das Modell sei ein „lebender Organismus“. Denn es werde einen Sound-Loop geben, eine endlose Tonschleife, die auch mit Lautsprechern im Modell ausgestrahlt würde. Die Besucher hörten dann in der Stadt bestimmte typische Geräusche, die an dem jeweiligen Ort wichtig seien, so Franziska Mucha. Außerdem sei eine Licht-Inszenierung vorgesehen, von außen über eine Beleuchtung. Aber auch im Modell drin wird es verschiedene Ecken geben, die beleuchtet seien, beispielsweise: das Stadion im Stadtwald, der Flughafen und andere Orte.

Integriert in das Modell wird es außerdem kleine Filmstationen geben, wodurch die Besucher auch etwas über die Unterwelt, über das „Untendrunter von Frankfurt“, erfahren können. Ob das jetzt in historischer Sicht sei, also in die Geschichte reingehe,  oder eben tatsächlich das Untendrunter sei, wäre unterschiedlich, so Franziska Mucha.

Nicht maßstabgetreu, aber exakt innerhalb der Stadtgrenzen

Letzte Arbeiten am Frankfurter Flughafen, der ebenfalls nicht maßstabgerecht ist, sondern nur angedeutet wird.  Foto: Diether v. Goddenthow
Letzte Arbeiten am Frankfurter Flughafen, der ebenfalls nicht maßstabgerecht ist, sondern nur angedeutet wird. Foto: Diether v. Goddenthow

Das Modell sei nicht wie eine Miniatur-Modellanlage oder das Altstadtmodell der Gebrüder Treuner im Historischen Museum in korrektem Maßstab. Es sei kein stadtplanerisch detailgenaues Modell, sondern ein künstlerisches mit Raum für Fantasie und Geschichten. Einige besondere Punkte wurden bewusst herausgehoben, nämlich jene, die den befragten Bewohnern der Stadtteile besonders wichtig erschienen, etwa das Grünesoße-Denkmal. Aber typographisch sei das Modell korrekt und orientiere sich exakt an den Stadtgrenzen.

Das Grüne-Soße-Denkmal. Foto: Diether v. Goddenthow
Das Grüne-Soße-Denkmal. Foto: Diether v. Goddenthow

„Wir wollten kein Modell, welches nur die Innenstadt mit den touristischen Attraktionen zeigt. Wir wollen eben das Frankfurt der Bewohnerinnen und Bewohner zeigen, in seiner ganzen Diversität, und dann kommt vielleicht nicht jedes Haus vor, aber man schafft es, die verschiedenen Zusammensetzungen der Stadtteile auch ganz gut zu erkennen“,  erläutert Franziska Mucha einen wichtigen Aspekt des Modell-Konzeptes.

 

In einem  ersten Schritt werden im Mai das neue Museums-Foyer und -Café eröffnet

Das neue Ausstellungshaus des Historischen Stadtmuseums Frankfurt auf dem Römerberg. Das Frankfurt-Modell ist großen Giebelgeschoss untergebracht.  Foto: Diether v. Goddenthow
Das neue Ausstellungshaus des Historischen Stadtmuseums Frankfurt auf dem Römerberg. Das Frankfurt-Modell ist großen Giebelgeschoss untergebracht. Foto: Diether v. Goddenthow

Zur Zeit bereiteten Vitrinen-Bauer und Restauratoren alles vor, damit ab April 2017 die über 8000 Objekte in das neue Ausstellungshaus transportiert und dann dort sicher in den Vitrinen platziert und bis zur Eröffnung verwahrt werden können, erläutert Dr. Corinna Engel, Leiterin der Museumskommunikation, den Stand des Innenausbaus bei der Pressebesichtigung.

Ende Mai 2017 wird bereits das neue Eingangsfoyer des Historischen Museums mit Café seine Türen öffnen. Dieser großzügige Empfangsbereich könne gleichzeitig viel mehr Besucher fassen, als es im Moment über das derzeitige Nadelöhr unten im Zollgebäude möglich ist, so Dr. Engel. Um ins neue Ausstellungshaus zu gelangen, gehen die Besucher später vom Eingangsbau ins Tiefgeschoss und unter dem Museumsplatz hindurch.

Zu diesem Zeitpunkt können Besucher  am weiteren Fertigstellungsprozess des Staufergartens teilnehmen und die archäologische Fundstelle besichtigen. Der Hafen wird gleichzeitig mit Eröffnung des Ausstellungshauses Anfang Oktober 2017 inklusive musealer Technik und Videoinstallation fix und fertig sein.

 

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Historisches Museum Frankfurt – Veranstaltungsübersicht: August 2016

© massow-picture
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DIENSTAG 2. AUGUST 2016 15:30 UHR
Lisbet Windsor zeigt die Highlights des hmf
Bäppi La Belle gibt sich als hessische Queen und empfängt als Lisbet Windsor ihre Gäste im historischen Saalhof. Die Königin des „Vereinigten Königreichs von Frankfurt und Nordend und ihrer anderen Territorien und Gebiete“ führt höchstpersönlich durch das historische museum und gibt einen kurzen Einblick in die Geschichte und die Ausstellungen des Hauses. Bei der Zeitreise in königlichem Ambiente und mit hessischem Charme sehen Bäppis Gäste deren persönliche Favoriten: Die funkelnde Reichskrone zum Beispiel, mit der einst deutsche Könige und „römische“ Kaiser in Frankfurt gekrönt wurden. Oder die großen Altstadtmodelle, die das Frankfurter Zentrum vor und nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zeigen.

Führung mit Bäppi La Belle
Tickets: 15 € pro Person
Treffpunkt: Rententurmfoyer im hmf

Für die Führung ist eine Anmeldung beim Besucherservice des hmf erforderlich:

Besucherservice
Information und Anmeldung
Susanne Angetter
Montag bis Donnerstag: 10.00-15.30 Uhr
Tel. ++49 (0)69-212-35154
Fax ++49 (0)69-212-42078
E-Mail: besucherservice.historisches-museum(at)stadt-frankfurt.de

DONNERSTAG 4. AUGUST 2016 15:00 UHR
Zusammenleben in der mittelalterlichen Stadt
Von einer kleinen fränkischen Siedlung wird unter den staufischen Herrschern eine blühende Stadt. Vom historischen museum über das Leinwandhaus und den Domhügel geht es zum Steinernen Haus und weiter zum Justitiabrunnen auf dem Römerberg. Auf den Spuren der Vergangenheit erschließt sich Frankfurts Alltags- und Kulturgeschichte. Das Zusammenleben von Bürgern, Beisassen und Fremden, Christen und Juden in Mittelalter und Früher Neuzeit, Essen und Trinken, Recht und Gesetz, aber auch Stadtentwicklung und historische Überlagerungen im Stadtbild werden so greifbar.

Stadtgang für Familien mit Christian Kunz
Kosten: Familien 15 € + 2 € pro Erw., Familienticket Single: 8 € + 2 € pro Erw.
Treffpunkt: Foyer des hmf

SAMSTAG 6. AUGUST 2016 10:00 UHR
Geschichten der Stadt hörbar machen
Wer genau hinhört, findet die schönsten Geschichten der Stadt. Im „Audiorecording“-Workshop erkunden wir geschichts- und geschichtenreiche Orte Frankfurts. Mobil am Smartphone oder Tablet werden Hörstücke, Feldreportagen und persönliche Berichte aufgezeichnet, bearbeitet und online veröffentlicht.

Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

Bitte mitbringen: internetfähiges Smartphone oder Tablet. Wlan vor Ort für die Tonverarbeitung per Audio-App ist vorhanden.

Audiorecording Ostend / Hafenpark mit Tine Nowak, Medienbildungsforscherin und Podcasterin
Eintritt frei!
Treffpunkt: Institut für Neue Medien, Schmickstr. 18

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 15). Eine Anmeldung über den Besucherservice des hmf ist erforderlich:

Besucherservice
Information und Anmeldung
Susanne Angetter
Montag bis Donnerstag: 10.00-15.30 Uhr
Tel. ++49 (0)69-212-35154
Fax ++49 (0)69-212-42078
E-Mail: besucherservice.historisches-museum(at)stadt-frankfurt.de

SONNTAG 7. AUGUST 2016 15:00 UHR
Sammler aus Leidenschaft: Anna und Karl Kotzenberg
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten der Seidenbandhändler Konsul Karl Kotzenberg und seine Frau Anna zu den großen Förderern von Wissenschaft und Kultur. Neben der Unterstützung zahlreicher Projekte in Frankfurt und Umgebung errichteten sie sich in ihrer „Villa Kotzenberg“ ein bewohntes Museum mit einer Vielzahl beeindruckender Kunstgegenstände. Welche Schätze konnten die Gäste hier bestaunen? Wie wurden diese durch das Sammlerehepaar in Szene gesetzt? Und wer trug sich alles in das Gästebuch der Kotzenbergs ein? Na, wieviel brauchese denn?

Mit einer Auswahl aus dem Kotzenberg’schen Kunstbesitz zeichnet die Ausstellung das Leben und die großzügige Haltung dieses außergewöhnlichen Frankfurter Ehepaars nach, das unter den Sammlern und Stiftern des 20. Jahrhunderts eine besondere Stellung einnimmt. Die Ausstellung zeigt Teile des Nachlasses, die nach dem Tod des Konsuls 1940 und dem seiner Frau 1956 in den Besitz des hmf gekommen sind.

Führung mit Barbara Rubert
Eintritt: (7 € / 3,50 €) + 2 €
Treffpunkt: Foyer im hmf

SONNTAG 7. AUGUST 2016 15:00 UHR
Rödelheim
Frankfurt ist im Wandel und auch die verschiedenen Stadtteile verändern sich rasant. Welche Auswirkungen haben die Veränderungen und wie verändert sich dadurch die Struktur eines Stadtteils?
Rödelheim West ist ein gutes Beispiel für Veränderungen. Viele Rödelheimer kennen diesen Teil nicht. Getrennt durch die S-Bahn, nur verbunden durch eine Fußgängerunterführung und einer Auto-Unterführung zum Industriegebiet. Viele hatten dort nichts zu tun, außer man arbeitete da, oder kannte jemanden der dort wohnt.
Doch die Unterführung wandelte sich zu einem Amphitheater mit einer Bürgerbetreuten Blumen- und Gräserwiese. Fabriken werden abgerissen und Eigentumswohnungen gebaut. Wohnungsbaugesellschaften modernisieren. Der Supermarkt wird abgerissen und mit Büros und Wohnungen neu errichtet. Ein neuer Busbahnhof entsteht. Ein chinesischer Kindergarten, eine Flüchtlingsunterkunft. Reihenhäuser werden ausgebaut, Einfamilienhäuser abgerissen und neue Luxuswohnungen errichtet. Eine Privatschule statt einem Elektrobetrieb entsteht und eine Paketdienstzentrale. Doch noch liegen Industrieflächen brach, Büros stehen leer. Kann sich das bisherige Milieu halten, wie wird sich das neue intrigieren?

Bei dieser Führung werden Fragen gestellt und es wird nach Antworten gesucht für das Heute und Morgen.

Der Spaziergang ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

Rödelheim West ein Stadtteilspaziergang mit Michael Bloeck
Sonntag, 7. August 2016, 15-18 Uhr
Eintritt frei!
Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz (S-Bhf. Rödelheim, Baruch Baschwitz Platz)

SONNTAG 7. AUGUST 2016 15:00 UHR
Das Höchster Schäferidyll – die Flucht vor der Wirklichkeit in der feinen Gesellschaft des Rokoko
Nach einem festlichen Essen wurde zu Ehren der Gäste oder des Gastgebers der Dessertisch, entsprechend dem Anlass der Einladung, eingedeckt. Zu Hochzeiten gab es galante und kokette Tafelfiguren wie die schlummernde Schäferin. Nach einem Theater- oder Opernbesuch – wie z.B. die Entführung aus dem Serail – wurde die Tafel mit dem türkischen Kaiser und seinen Höflingen geschmückt. Das Gros der Höchster Porzellanfiguren hatte seine Funktion bei Tische.
Die Führung gibt einen Überblick über die verschiedenen Tafelaufsatzprogramme.

Führung mit Laura Grossbach
Kosten: 3 € / 1,50 €
Foyer des pmf

DONNERSTAG 11. AUGUST 2016 10:30 UHR
Mit manduca ins Museum: 1848 – Auf den Spuren einer deutschen Revolution
Auch im Vormärz und der bürgerlichen Revolution von 1848 hat Frankfurt einen wichtigen Platz eingenommen. Besonders die Paulskirche als Ort der ersten demokratischen Parlamentsversammlung ist hier der zentrale Begriff. Doch es gibt noch zahlreiche weitere Orte und Plätze, an denen sich bedeutendes abspielte. Zwischen der Paulskirche selbst und dem rekonstruierten Palais Thurn und Taxis wird sowohl den historischen Ereignissen als auch ihren Persönlichkeiten nachgespürt.
Und natürlich kommen auch die kleinsten Teilnehmer/innen nicht zu kurz, für die kleine Verschnaufpausen flexibel eingerichtet werden können!

Stadtgang für Eltern mit Baby mit Kristina Klein
Kosten: 6 €
Treffpunkt: Foyer im hmf

FREITAG 12. AUGUST 2016 19:00 UHR
Die Gründung der Frankfurter Botschaft
Die Frankfurter Botschaft wird eröffnet und danach wieder geschlossen. Die Frankfurter Botschaft ruft Euch! Wir sind die Stadt, die jeden brauchen kann, jeden an seinem Ort. Wer sich für uns entschieden hat, den beglückwünschen wir gleich hier. Verflucht sei, wer uns nicht glaubt.

Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

Frankfurter Gemeine Kultur e.V., Artes e.V., Forschungsgruppe Performance im Kellertheater, siks FFM
Eintritt frei!
Ort: Unitarische Weihehalle, Fischerfeldstraße

SONNTAG 14. AUGUST 2016 10:00 UHR
Kleine Münzen, großer Schatz
Die Edelmetalle in allen deutschen Münzen des 19. Jahrhunderts sind durch die Schmelzöfen der Frankfurter Scheideanstalt, der 1840 eröffneten Frankfurter Münze, geflossen, aus der später die Degussa entstand. Verschiedenste deutsche Münzen und ihre original Prägewerkzeuge sind heute im historischen museum zu sehen.
Der Workshop bietet die Möglichkeit Kupfermünzen einmal selbst mit einem Metallstempel zu gestalten. Ob die eigenen Initialen, die Lieblingszahl oder einen Geheimcode bleibt der eigenen Phantasie überlassen.

Familienworkshop mit Dorothee Meier-Gempper
Kosten: 6 € p.P.

Eine Anmeldung über den Besucherservice des hmf ist erforderlich!

SONNTAG 14. AUGUST 2016 14:00 UHR
Wo stehst du?
Ein Buch, das eine Performance ist, die ein Stadtführer ist? Dieses Buch ist ein Spaziergang, das zu wichtigen Orten der Frankfurter Wohngeschichte führt. Es leitet durch utopische und dystopische Szenarien.
Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

mit Eleonora Herder, Anna Sukhova, Maria Isabel Hagen, Alla Poppersoni, 14 – 18 Uhr
Eintritt frei!
Ort: „Garten des Himmlischen Friedens“, Bethmannpark

SONNTAG 14. AUGUST 2016 15:00 UHR
Die Gemäldegalerien im hmf
Das historische museum darf sich einer breiten Gemäldesammlung erfreuen, von der ein beträchtlicher Teil im Sammler- und Stiftermuseum ausgestellt ist. Neben der Sammlung von Johann Georg Christian Daems, der seine über 200 Gemälde fassende Sammlung bereits 1845 der Stadt Frankfurt vermachte, sind auch die Gemäldekabinette des Konditormeisters Johann Valentin Prehn und der Künstlerfamilie Morgenstern zu bewundern.
Die Führung gibt einen Überblick über die umfangreiche und variationsreiche Gemäldegalerie des historischen museums – von Gemäldegalerien en miniatur bis zur Rekonstruktion der originalen „Petersburger Hängung“ eines der Frankfurter Sammler gibt es hier einiges zu bestaunen.

Führung mit Pascal Heß
Kosten: (7€/ 3,50) + 2€
Treffpunkt: Foyer im hmf

DIENSTAG 16. AUGUST 2016 11:00 UHR
Kleine Schrauben, große Zeiger. Das historische Uhrwerk im Rententurm
Die Uhr am Rententurm aus dem Jahr 1456 ist ein besonderes Highlight des historischen museums.
Während Ziffernblätter und Zeiger der Uhr erhalten geblieben sind, war das Uhrwerk während des Zweiten Weltkrieges allerdings verloren gegangen. Gut also, dass es in den Beständen des Museums ein Uhrwerk aus einer Kaserne östlich der Friedberger Warte gab, welches als Ersatz hervorragend geeignet war. Nachdem Metallrestaurator Reinhard Glasemann die Uhr mit viel Einfallsreichtum und Geschick wieder zum Laufen gebracht hat, berichtet er nun über die spannende Geschichte des außergewöhnlichen Stückes.

Restauratorenführung mit Reinhard Glasemann
Kosten: 6€
Treffpunkt: Foyer im hmf

MITTWOCH 17. AUGUST 2016 17:00 UHR
Kleine Münzen – große Geschäfte. Von der Frankfurter Münze über die Degussa zum Maintor-Areal
Die Münzsammlung Roessler im historischen museum ist eine einzigartige Sammlung aller Münzen des ehemaligen Deutschen Reiches. Sie gehörte der Firma Degussa, die 1873 als Gold- und Silberscheideanstalt gegründet wurde. Heute ist das ehemalige Firmengelände ein noch im Aufbau befindliches Wohn- und Büroviertel. Der Rundgang führt sowohl durch die Münzsammlung, als auch durch die denkmalgeschützte Villa auf dem früheren Degussagelände, ein Modell des fertigen Maintorareals und die Baustelle des WinX-Towers.

Stadtgang mit Dieter Wesp
Kosten: 6€
Treffpunkt: Foyer im hmf

Eine Anmeldung über den Besucherservise des hmf ist erforderlich!

DONNERSTAG 18. AUGUST 2016 14:00 UHR
Auf den Spuren von Paul Ehrlich – Besuch der historischen Laborräume des Nobelpreisträgers
1899 kam Paul Ehrlich nach Frankfurt. Die interdisziplinären Forschungen des Lebenswissenschaftlers waren wegweisend für die Herstellung von Farben, die Therapie von Krebs und Behandlung von Sexualkrankheiten. Für seine bahnbrechenden Erkenntnisse zur Überwindung der Diphterie erhielt er 1908 – als erster Frankfurter – den Nobelpreis. Die für seine Forschungen gebauten Gebäude, das Institut für experimentelle Therapie und das Georg-Speyer-Haus, stehen heute noch in Sachsenhausen in der nach Paul Ehrlich benannten Straße.

Die Führung zeigt öffentlich normalerweise nicht zugängliche historische Labore und vermittelt einen lebendigen Eindruck von den hier durchgeführten Forschungen. Dieter Wesp, Stadtführer und selbst Chemielaborant führt durch die Forschungslabore.

Stadtgang mit Dieter Wesp
Kosten: 6 €
Treffpunkt: vor dem Georg-Speyer-Haus, Paul-Ehrlich-Straße 42-44

Eine Anmeldung über den Besucherservice des hmf ist erforderlich!

DONNERSTAG 18. AUGUST 2016 17:00 UHR
Frankfurt – Kaufhaus der Deutschen
– MUSS LEIDER ENTFALLEN –
Im Mittelpunkt des Stadtgangs steht der Aufstieg Frankfurts von einem bäuerlichen Kleinstädtchen zur europäischen Messe- und Handelsstadt. Die beiden Frankfurter Messen, die alte Herbstmesse und die neue Fasten- oder Frühjahrsmesse, wurden ab Mitte des 13. Jahrhunderts zur Drehscheibe des Fernhandels.
Zwischen Ständen und Patrizierhäusern fand zur Messezeit nicht nur Handel und Geldwechsel statt. Es begegneten sich alle Gesellschaftsschichten – von Bettlern und Dirnen über Bürger und Patrizier bis zu Kaufleuten aus ganz Europa. Inmitten des Handels- und Geschäftstrubels erfuhr man Neuigkeiten aus aller Welt und gab sich dem Spektakel hin.
Der Stadtgang liefert eine bunte und lebendige Zusammenfassung der Stadt vom Mittelalter bis in die Neuzeit.

Stadtgang mit Christian Kunz
Kosten: 6 €
Treffpunkt: Foyer im hmf

DONNERSTAG 18. AUGUST 2016 18:00 UHR
Ben-Gurion-Ring
Vernissage – Fotoausstellung mit Bewohner/innen.

Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

Mit Marcus Schenk
Eintritt frei!
Ort: Ben-Gurion Ring 56, Stadtteilbüro

FREITAG 19. AUGUST 2016 15:00 UHR
Kleine Dinge, große Wirkung: Der Fund des Stauferhafens im Juni 2012
Als die Bagger auf einen gepflasterten Weg und eine Holzbohle stießen, stoppten die Arbeiten auf der Baustelle. Was zunächst nur irritierte, versetzte die Fachwelt in Staunen: Eine Kaianlage aus der Zeit um 1200 war entdeckt worden. Der Fund des stauferzeitlichen Hafens ist einmalig. Im neuen Museumsquartier, das bis 2017 zwischen Römerberg und Eisernen Steg am Mainufer entsteht, wird der Stauferhafen ein Highlight sein.
Die Besichtigung der Baustelle belegt dies eindrucksvoll.

Baustellenbesichtigung mit Corinna Engel
Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage der Industriekultur
Kosten: 6 €

Eine Anmeldung über den Besucherservice des hmf ist erforderlich!

FREITAG 19. AUGUST 2016 18:00 UHR
Konspirieren 3 (mobile GPS BAR)
An Frankfurter Stätten von Protest und Aufruhr der letzten 100 Jahre gilt es bei Lavendelwodka und Softdrinks Essenzen des Widerstands zu archivieren und erprobten Praktiken zu neuer Produktivität zu verhelfen. Alle sind willkommen wenn es heißt: agitieren & propagieren, konservieren & konstruieren, solidarisieren & produzieren …

Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

red park //Thums und Schuster, 18-22 Uhr
Eintritt frei!
Genaue Standorte jeweils 48 Stunden vorher als GPS-Koordinaten unter www.mein-frankfurt-modell.de oder www.saponifikation.org/

Die GPS-Bars wird zusätzlich unterstützt von:
Künstlerhaus Mousonturm, Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

SAMSTAG 20. AUGUST 2016 10:00 UHR
Albert-Schweitzer-Siedlung
„Schön hier zu wohnen?“, ein zeichnerischer Spaziergang im Rahmen der Festveranstaltungen zum 60. Jubiläum der Siedlung.

Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

Spaziergang mit Irene Kubisch, 10 – 16 Uhr
Eintritt frei!
Treffpunkt: Andreaskirche, Kirchhainer Straße 2

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (4-15 Teilnehmer/innen). Eine Anmeldung ist erforderlich unter: Jubilaeum60@web.de

SAMSTAG 20. AUGUST 2016 15:00 UHR
Kleine Schrauben, große Zeiger. Das historische Uhrwerk im Rententurm
Seit der aufwändigen Sanierung des Altbaus ist auch die Rententurmuhr wieder an ihren alten Platz zurückgekehrt!
Wie das Gebäude saniert, so wurde die Uhr restauriert und erstrahlt in neuem Glanz und Klang. Metallrestaurator Reinhard Glasemann berichtet über die spannende Geschichte der Rententurmuhr und gibt Einblicke in die detailreiche Arbeit der Restauration. Zusammen mit historischen Ansichten des Mainufers und Hörproben der Frankfurter Kirchturmuhren veranschaulicht die Uhr in der Ausstellung Mainpanorama, wie sich die Stadt am Fluss im Laufe der Jahrhunderte veränderte.

Restauratorenführung (Tage der Industriekultur) mit Reinhard Glasemann
Kosten: 6 €
Treffpunkt: Foyer im hmf

SONNTAG 21. AUGUST 2016 14:00 UHR
Straßenblick
Wie erleben Wohnungslose Frankfurt? Eine Stadtführung mit einem ehemaligen Betroffenen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.frankfurter-stadtevents.de

Die Stadtführung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

Stadtführung mit Thomas Adam
Eintritt frei!
Treffpunkt: Am Kopf des Eisernen Stegs auf der Sachsenhäuser Seite

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 20). Für die Führung ist eine Anmeldung beim Besucherservice des hmf erforderlich:

Besucherservice
Information und Anmeldung
Susanne Angetter
Montag bis Donnerstag: 10.00-15.30 Uhr
Tel. ++49 (0)69-212-35154
Fax ++49 (0)69-212-42078
E-Mail: besucherservice.historisches-museum(at)stadt-frankfurt.de

SONNTAG 21. AUGUST 2016 15:00 UHR
Die Highlights des hmf
Anhand ausgewählter Exponate werden die Besucherinnen und Besucher von Adriane Dolce durch die Geschichte der Stadt Frankfurt und die Dauerausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter“ geführt. Dabei dürfen die Reichsinsignien ebenso wenig fehlen, wie der Schöner Globus oder das Altstadtmodell Frankfurts.

Führung mit Adriane Dolce
Eintritt: (7 € / 3,50 €) + 2 €
Treffpunkt: Foyer im hmf

DIENSTAG 23. AUGUST 2016
Wohnen aus der Sicht von Wohnungslosen
In Frankfurt am Main leben ca. 2.400 Menschen ohne eigene Wohnung und werden von der Stadt Frankfurt in Notunterkünften, Containern, Wohnwagen, Hotels und Heimen unterschiedlichster Art untergebracht. Ca. 200 Menschen leben auf der Straße und sind obdachlos, weil sie die genannten Unterbringungen aus persönlichen Gründen ablehnen, nicht kennen oder auch aus sozialrechtlichen Gründen keine Angebote dieser Art erhalten.
Wer wohnt wie in Frankfurt? Kann man diese Frage ohne Zynismus wohnungslosen Menschen stellen? Das Howard-Philipps-Haus gibt mit einer kleinen Fotoausstellung Antwort auf diese Frage.
Sechs wohnungslose Männer, die im Howard-Philipps-Haus in der Eschenheimer Anlage untergebracht und betreut werden, wurden mit Einwegkameras ausgestattet. Sie behandeln mit ihren produzierten und kommentierten Fotos das Thema Wohnen aus der Sicht von Wohnungslosen, z.B. ihre persönlichen Überlebensstrategien und Erfahrungen als Obdachlose.

Die Fotografien werden zwei Wochen lang ab dem 23. August am Haupteingang des Günthersburgparks im Frankfurter Nordend ausgestellt.

Diese Veranstaltung ist Teil der Sommertour 2016.

Fotoausstellung von Dienstag, 23. August bis Montag, 5. September
Eintritt frei!
Ort: Vor dem Günthersburgpark, Eingang Hartmann-Ibach-Str./Rohrbachstr

MITTWOCH 24. AUGUST 2016 18:00 UHR
Die bandkeramischen Erdwerke. Das Massengrab von Schöneck-Kilianstädten
Forum Junge Wissenschaft Christian Lohr
Kosten: 5 € (HAG Eintritt frei!)

MITTWOCH 24. AUGUST 2016 18:00 UHR
Friedhofsführung zu Frankfurter Frauen mit politischer Power
Thema der Führung sind Frauen, die auf dem Frankfurter Hauptfriedhof und dem benachbarten Alten Jüdischen Friedhof begraben sind und im politischen, sozialen und kulturellen Leben Frankfurts eine wichtige Rolle gespielt haben. Sie sind zum Teil heute noch bekannt, aber vielfach vergessen worden.

Die Führung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

Führung mit Dorothee Linnemann
Eintritt frei!
Treffpunkt: Alter Jüdischer Friedhof an der Rat-Beil-Straße vor dem Portal

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 15). Eine Anmeldung über den Besucherservice des hmf ist erforderlich:

Besucherservice
Information und Anmeldung
Susanne Angetter
Montag bis Donnerstag: 10.00-15.30 Uhr
Tel. ++49 (0)69-212-35154
Fax ++49 (0)69-212-42078
E-Mail: besucherservice.historisches-museum(at)stadt-frankfurt.de

FREITAG 26. AUGUST 2016 18:00 UHR
Konspirieren 4 (mobile GPS BAR)
An Frankfurter Stätten von Protest und Aufruhr der letzten 100 Jahre gilt es bei Lavendelwodka und Softdrinks Essenzen des Widerstands zu archivieren und erprobten Praktiken zu neuer Produktivität zu verhelfen. Alle sind willkommen wenn es heißt: agitieren & propagieren, konservieren & konstruieren, solidarisieren & produzieren …

Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Sommertour 2016.

red park //Thums und Schuster, 18-22 Uhr
Eintritt frei!
Genaue Standorte jeweils 48 Stunden vorher als GPS-Koordinaten unter www.mein-frankfurt-modell.de oder www.saponifikation.org/

Die GPS-Bars wird zusätzlich unterstützt von:
Künstlerhaus Mousonturm, Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst