Kategorie-Archiv: Rathaus Mainz

MAG und IRM feiern in der Römerpassage die Römertage am 8. und 9. Juli

roemer-tage-mainzer-sommerMit einem zweitägigen Römerfest wollen die Mainzer Aufbaugesellschaft mbH (MAG) und die Initiative Römisches Mainz (IRM) an die Geburtsstunde der IRM und der Römerpassage erinnern. Am 8. und 9. Juli werden dafür erstmals die „Römertage“ ausgerichtet, die, unterstützt von der Landeshauptstadt Mainz, als Start des „Mainzer Sommers“ ein umfangreiches Programm in und um die Römerpassage anbieten. Eröffnet werden die „Römertage“ am 8. Juli um 16 Uhr durch Oberbürgermeister Michael Ebling, dem Vorsitzenden der IRM, Christian Vahl, und dem Geschäftsführer der MAG, Martin Dörnemann.

„Wir freuen uns außerordentlich und danken ganz herzlich der Generaldirektion Kulturelles Erbe, dass wir erstmals seit vielen Jahren im Rahmen der Römertage das Orpheus-Mosaik präsentieren können“, so der IRM-Vorsitzende Christian Vahl. Das rund 6 x 6 Meter große Orpheus-Mosaik wird in einem „Schaufenster in die Antike“ direkt in der Römerpassage zu sehen sein.

Oberbürgermeister Michael Ebling ist überzeugt: Ein solcher Startschuss für den „Mainzer Sommer“, eines unserer vom Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz geförderten Projekte zur Belebung der Innenstadt, ist mehr als ein Impuls. „Mit diesem starken Auftakt zeigt Mainz, wie kulturelles Erbe, Stadtgeschichte und die aktuelle Einkaufs-City aufs Beste zusammenwirken können. Ich danke dem Veranstaltungsteam für diese tolle Aktion für alle Mainzer und Mainzerinnen und unsere Gäste.“

Der Samstag, 9. Juli, steht ganz im Zeichen der Familien. Neben Kostüm-Führungen in historischen Gewändern durch den Gästeführerverband (Anmeldung unter kontakt@mainz-stadtfuehrungen.de) und einem abwechslungsreichen Familienprogramm mit mehreren Spielstationen rund um die Römerpassage soll auch die 1. Stadtmeisterschaft im römischen Mühlenspiel mit der Vergabe des IRM-MAG-Rom-Pokals ausgetragen werden. Eine Tombola zugunsten der IRM, exklusive Führungen ins ISIS-Heiligtum, Lesungen und vielfältige Info-Aktionen über die Arbeit der IRM und der Archäologie in Mainz stellen das Mainzer römische Erbe in den Mittelpunkt der „Römertage“.

„Wo sonst als in der Römerpassage sollte das römische Erbe in Mainz gefeiert werden“, zeigt sich Center Manager Christian Trapmann begeistert von der Idee der MAG, die Mainzer Römertage ins Leben zu rufen: „Wir wollen uns aktiv mit einbringen und unterstützen die IRM sehr gerne. Es soll ein Römerfest für die ganze Familie werden.“

Anlass für die „Römertage“ ist die bauliche Fertigstellung der MAG in der Römerpassage vor genau 20 Jahren, ein Jahr später wurde sie offiziell eröffnet. Die ersten Planungsarbeiten der MAG für die Neukonzeption der damaligen Lotharpassage starteten bereits 1993. „Mit der Römerpassage haben wir rückblickend nicht nur ein archäologisches Highlight für Mainz geschaffen, sondern durch die Integration des ISIS-Heiligtums auch eine ganz wichtige römische Sehenswürdigkeit für Mainz erhalten,“ so MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann.

Als die Baugrube im Jahr 1999 ausgehoben wurde, hatten sich selbst Experten von der Quantität und Qualität der archäologischen Funde überrascht gezeigt. Niemand hatte erwartet hier einen Tempel vorzufinden, der der ägyptischen Göttin Isis und der phrygisch-kleinasiatischen Muttergottheit Magna Mater gewidmet war.

1999 reiften zugleich erste Überlegungen für die „Initiative Römisches Mainz“, die schließlich im Jahr 2000 mit Gerd Krämmer als Vorsitzenden gegründet wurde. Erster Aktionsort der Initiative wurden die archäologischen Grabungen an der Lotharpassage unter der Leitung des damaligen Landesarchäologen Dr. Gerd Rupprecht.

Zu den zahlreichen Einzelfunden, die fast wöchentlich in der Presse vorgestellt wurden und eine regelrechte „Römer-Euphorie“ bei den Mainzerinnen und Mainzern auslöste, zählten u.a. Weihe-Inschriften, Altäre, Opferfiguren und „Verwünschungstafel“ sowie kleine Figürchen, die bei bestimmten Ritualen verwendet wurden und in der Presse den Namen „Voodoo-Puppen“ erhielten.

Erst nach 17-monatigen Grabungsphase konnten die Arbeiten durch die MAG an der nun umbenannten Römerpassage fortgesetzt werden. „Es war letztlich ein Glücksfall, dass kein privater Investor Bauherr war, sondern die MAG, die als Public-Private-Partnership-Gesellschaft mit städtisch-kommunalen Teilhabern auf der einen und privatwirtschaftlichen auf der anderen Seite ein besonderes Know-how und eine besondere Verantwortung für Stadtentwicklung und Architektur hat“, bekräftigt Dörnemann.

Für die Geschäftsführung und Planer der MAG, aber auch für die Verantwortlichen der IRM war die Integration der Funde eine echte Herausforderung. Am Ende konnte ein Teil der Tempelanlage erhalten und in die neu geschaffene „Taberna archaeologica“ im Untergeschoss der Römerpassage integriert werden. Ein aus heutiger Sicht glücklicher Kompromiss, der schließlich in einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Stadt Mainz, dem Land Rheinland-Pfalz, der Landesarchäologie, der IRM und der Mainzer Aufbaugesellschaft als Bauherr geschlossen wurde.

Gebäudebrüter schützen – helfen Sie den Spatzen – Kostenlose Nisthilfe der Stadt Mainz

Spatzenfreunde Bild: Betina Kuechenhoff
Spatzenfreunde Bild: Betina Kuechenhoff

Um die vor dem Aussterben bedrohten Spatzen wirksamer zu schützen, ruft das Grün- und Umweltamt der Stadt Mainz zu einer entsprechenden Aktion auf, die helfen soll, die Spatzen in der Stadt besser zu schützen und damit zu helfen, ihre Population wieder zu erhöhen. Solange der Vorrat reicht, stellt das Grün- und Umweltamt Mainz dazu kostenlos Nisthilfen zur Verfügung. Hier muss man ein Foto von der beabsichtigten Lage, wo die Nisthilfe untergebracht werden soll, an die Stadt senden.

Der Spatz, auch Haussperling (lat.: Passer domesticus) genannt, hat sich rar gemacht. Früher waren die liebenswerten und mitunter frechen Stadtbewohner häufig anzutreffen. Heute sehen wir sie kaum noch. Inzwischen gehören die Piepmätze – einst unvorstellbar – auf Vorwarnlisten gefährdeter Arten.
Insbesondere die oftmals viel zu gründliche Art und Häufigkeit von städtischer und privater Garten- und Parkpflege mit Laubbläsern und anderem Gerät, wodurch viele Schutz- und Rückzugsorte für (brütende) Vögel und Kleingetier verschwunden sind, aber auch die „Kiesgartenmode“ („Gärten des Grauens“) sowie die Zubetonierung /Versiegelung von Flächen, Katzen sowie anhaltende Trockenperioden sind höchstwahrscheinlich ursächlich für das Verschwinden viele Vogelarten.

Was braucht der Spatz?
Zum Brüten bevorzugen die Tiere an Gebäuden kleine Nischen, etwa an Fassaden, im Giebel, unter den Dachziegeln, im Ortgang oder Traufkasten. Auch unterhalb von Attika- oder hinter Fassadenverkleidungen, an Regenfallrohren, hinter Fensterläden oder an Stuckornamenten siedelt sich der kleinere Vogel gerne an. Nisthilfen sind eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung. Beim Anbringen der Nisthilfen sollte darauf geachtet werden, dass die Höhe mindestens 2.50 m beträgt und die Ausrichtung an Ihrem Haus in südöstliche Himmelsrichtung erfolgt. Das Einfluglochdarf nicht versperrt sein.

Als Nahrung vertilgt der Spatz vor allem Insekten Samen und Beeren. Heimische Gräser, Wildkräuter und Beerensträucher sind geeignete Futterspender – auch im Winter. Futterplätze außer Reichweite von Katzen werden gerne angenommen.
Verstecke sind für den Spatz wichtig. Spatzen leben immer in Gruppen zusammen. Als Aufenthaltsort und zum Schutz vor Fressfeinden lieben sie Verstecke wie dornige Sträucher und Hecken in der Nähe des Brutplatzes (z.B. Wildrosen, Weißdorn). Auch brauchen die kleinen Vögel Trink- und Badeplätze. Gut einsehbare Plätze für Wasserstellen zum Trinken und Sandbereiche für ein Staubbad brauchen die Spatzen, um Parasitenbefall und Infektionen des Gefieders zu verhindern.

Der Nutzen für Mensch und Natur in der Stadt ist sehr hoch. Gebäudebrüter beleben unsere Städte, tragen zur Artenvielfalt bei und vertilgen vor allem während der Brut- und Nistzeit unzählige Insekten. Spatzen sind geschickte und flinke Futterfinder, die die Ausbreitung oder Ansiedlung von Ratten, Mäusen und Tauben vorbeugen können.

Wer kann mitmachen?
Alle Mainzer Bürger, die den Spatzen eine neue Wohnung an ihrem eigenen Haus schaffen wollen.

Wie kann ich mitmachen?
Machen Sie ein Foto über die geplante Lage der Nisthilfe.
Senden Sie Ihr Foto (möglichst max. 2 MB) mit Namen, Adresse und Telefonnummer bis zum 31. Juli
2022 direkt an folgende E-Mail-Adresse mit dem Betreff „Spatzenfreund“: Spatzenfreunde@stadt.mainz.de

Mit über 300 000 Besuchern feierte Rheinland-Pfalz 75. Geburtstag in Mainz – Landesregierung und SWR waren live dabei

75 JAHRE RHEINLAND-PFALZ Rheinland-Pfalz feierte – und der SWR war dabei. Fernseh-Liveshow, SWR3 Open Air, „Tatort“-Preview, SWR Medienlounge beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 20. bis 22. Mai 2022 in Mainz / Großes SWR3 Open Air 2023 © SWR
75 JAHRE RHEINLAND-PFALZ Rheinland-Pfalz feierte – und der SWR war dabei. Fernseh-Liveshow, SWR3 Open Air, „Tatort“-Preview, SWR Medienlounge beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 20. bis 22. Mai 2022 in Mainz / Großes SWR3 Open Air 2023 © SWR

Fernseh-Liveshow, SWR3 Open Air, „Tatort“-Preview, SWR Medienlounge beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 20. bis 22. Mai 2022 in Mainz / Großes SWR3 Open Air 2023

In Beisein der Landesregierung, unter ihnen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landtagspräsident Hendrik Hering, sowie von Oberbürgermeister Michael Ebling und zahlreicher Prominenz aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft feierte Rheinland-Pfalz in Mainz auf allen Plätzen seinen 75. Geburtstag. Der SWR war mit Stars, Musik und Entertainment an der Großen Bleiche und auf dem Ernst-Ludwig-Platz mit von der Partie. Den Auftakt machte die 90-minütige Liveshow „Rheinland-Pfalz feiert!“. Highlight zum Landesjubiläum war das SWR3 Open Air mit Top Acts und die Ankündigung, dass es im nächsten Jahr, 15. Juli 2023, wieder ein SWR3 Open Air in Mainz geben wird. Am Sonntag gehörte die Bühne zunächst dem KiKA, am Abend übernahm das Mainzer „Tatort“-Team mit der Preview des neuesten Krimis das Ruder. In der SWR Medienlounge präsentierte sich der SWR an allen drei Tagen, vom 20. bis 22. Mai, mit Shows, Aktionen und Information. Etwa 42.000 Besucherinnen und Besucher waren vor Ort.

Festzug bildet den Höhepunkt des Landesfestes –

Der Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz startet am Sonntag in seinen dritten und letzten Tag. Nachdem am Samstag vor allem die Open Air Bühnen von SWR und Rockland Radio viele Besucherinnen und Besucher auf das Landesfest lockten, bildet der große Festzug am Sonntag einen besonderen Höhepunkt. Allein gestern besuchten mehr als 150.000 Besucherinnen und Besucher das Landesfest. „Wir haben zwei großartige Festtage erlebt mit einer riesigen Vielfalt an Informations- und Unterhaltungsangeboten. Wenn man über die Fest-Meile schlendert, sieht man eigentlich nur glückliche Gesichter“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Auch am zweiten Tag des Rheinland-Pfalz-Tags war die Stimmung in Mainz hervorragend“, betonte die Ministerpräsidentin. „Die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen feiern ein friedliches und ausgelassenes Landesfest. Die Lebensfreude und Gastfreundschaft, die in unserem Land so großgeschrieben werden, sind deutlich spürbar. Wir freuen uns, dass am Samstag auch das Wetter mitgespielt hat.“ Ich bin als Ministerpräsidentin froh und dankbar, dass wir 75 Jahre Demokratie und Frieden in unserem Land mit einem Rheinland-Pfalz-Tag der Superlative feiern konnten“, schwärmte Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Abschluss des Landesfestes in Mainz und sprach der Gastgeberin, der Stadt Mainz, ein Riesenkompliment aus. Mehr als 180.000 Besucher und Besucherinnen hätten die ersten beiden Tage mitgefeiert. Bislang seien heute noch einmal über 150.000 Gäste zu verzeichnen, so dass die erwartete Besucherzahl von 300.000 deutlich übertroffen werde. Rheinland-Pfalz hätte nicht schöner und eindrucksvoller seinen 75. Geburtstag feiern können. Mit der Stadt und dem Landtag habe das Land wunderbare Mitveranstalter an der Seite gehabt, betonte die Ministerpräsidentin.

Auch Oberbürgermeister Oberbürgermeister Michael Ebling bilanzierte voller Freude: „War dieses Fest nicht genau das, was wir alle gebraucht haben? Begegnung, Miteinander, Lachen, Gespräche, ein Festumzug.“ Es sei der Stadt Mainz eine Ehre, Gastgeberin dieses Rheinland-Pfalz-Tages zu sein und mit allen Besucherinnen und Besuchern den 75. Geburtstag unseres Bundeslandes so fröhlich und friedlich feiern zu können. „Wir haben in den vergangenen Tagen das Motto ‚Mainz – Komm mit in die Zukunft‘ konsequent gelebt und umgesetzt und unsere Zukunftsprojekte zum großen Thema gemacht: Klimaneutralität, Digitalisierung, Biotechnologie, Leben und Arbeiten.“, so der Oberbürgermeister.
Landtagspräsident Hendrik Hering unterstrich: „Die vergangenen drei Tage haben einmal mehr gezeigt: Rheinland-Pfalz ist lebenswert! Gemeinsinn, Zusammenhalt, Vielfalt und Lebensfreude haben das ganze Wochenende über die Stadt und das Land gestrahlt. Nach zwei Jahren Pandemie und nach langjähriger Sanierung des Landtags habe ich mich sehr gefreut, dass wir wieder unsere Herzkammer der Demokratie für eine breite Öffentlichkeit öffnen konnten

Auch Kai Gniffke, Intendant des SWR, zeigte sich sehr zufrieden, dass das Rheinland-Pfalz-Fest eine großartige Gelegenheit gewesen sei, Menschen zu treffen: „Das Landesjubiläum war ein tolles Event und eine großartige Gelegenheit so viele Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer direkt zu treffen. Das wollen wir wiederholen! Auch im nächsten Jahr wird es ein großes SWR3 Open Air in Mainz geben und die Möglichkeit gemeinsam ausgelassen zu feiern.“ Und Ulla Fiebig, SWR Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz, unterstrich, dass Rheinland-Pfalz für uns alle Rheinland-Pfalz Heimat sei: „Wir sind an diesem Wochenende mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen, an unserer Bühne, auf der Festmeile und in unserer SWR Medienlounge. Das ist toll, denn wir haben gespürt: Für viele ist der SWR ein wichtiger Begleiter im Alltag und eine feste Adresse für regionale Inhalte aus und für Rheinland-Pfalz. Das ist es, was uns ausmacht und mit den Menschen zusammenbringt. Für uns alle ist Rheinland-Pfalz Heimat. 42.000 Menschen haben das SWR Areal auf dem Festgelände besucht, um gemeinsam Geburtstag zu feiern. Der SWR war mittendrin. Und das war ein großartiges Erlebnis.“

Für 2023 plant SWR3 Open Air erneut Sechs Stunden Stars live wie an Fest-Samstag: So feierten beim mehr als sechsstündigen Open Air die Fans die Live-Auftritte der internationalen und nationalen Stars Lost Frequencies, Alvaro Soler, Milow, Tom Grennan und Emily Roberts. Frenetische Begeisterung als Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Landtagspräsident Hendrik Hering und SWR Intendant Kai Gniffke verkündeten, dass es auch im nächsten Jahr, am 15. Juli 2023, wieder ein großes SWR3 Open Air geben wird. SWR3 Programmchef Thomas Jung: „Das SWR3 Open Air in Mainz war eines der ersten großen Livekonzerte, bei denen die Fans nach mehr als zwei Jahren Pause wieder ausgelassen feiern konnten. Die Stimmung war großartig. Das wollen wir 2023 noch toppen.“

Stars, Musik und SWR Medienlounge für Groß und Klein

Schon am Freitag, 20. Mai, standen mit der SWR Big Band, Jupiter Jones, Johnny Logan und „Die Höhner“ bei der Liveshow „Rheinland-Pfalz feiert!“ herausragende Musikerinnen und Musiker auf der SWR Bühne. Am Sonntag bot KiKA seinen kleinen Fans die Möglichkeit, Stars live zu erleben. Unter dem Motto „KiKA kommt zur dir!“ beteiligte sich der Kinderkanal von ARD und ZDF mit einer großen Mitmach-Show am Rheinland-Pfalz-Tag. Auf der Leinwand der großen SWR Festivalbühne folgte die Premiere des neuesten „Tatort – In seinen Augen“ (Sendetermin: Sonntag, 26. Juni 2022, 20:15 Uhr im Ersten). Das Mainzer Ermittlerduo Heike Makatsch als Ellen Berlinger und Sebastian Blomberg als Martin Rascher klären den Tod einer reichen Witwe auf. In der SWR Medienlounge auf dem Ernst-Ludwig-Platz präsentierten sich drei Tage lang die verschiedenen Programme und Redaktionen des SWR. Dort trafen virtuelle Welten auf reales Erleben. Und Besucherinnen und Besucher konnten ihre Fragen zu Radio, Fernsehen, Internet-Formaten direkt den Programmmachenden stellen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des SWR beim Landesjubiläum unter SWR.de/75-jahre-rlp

„Aus polizeilicher Sicht können wir eine durchweg positive Bilanz zum Rheinland-Pfalz-Tag-Wochenende in der Landeshauptstadt ziehen. Trotz hoher Besucherzahlen mussten die über 1.000 Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Mainz nur selten einschreiten. Vielmehr wurden zahlreiche Gespräche mit positiv gestimmten Festbesucherinnen und Festbesuchern geführt, bei denen eine große Akzeptanz für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zum Ausdruck kam. Nicht zuletzt bin ich der Überzeugung, dass die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit zwischen Staatskanzlei, der Stadt Mainz und der Mainzer Polizei wesentlicher Erfolgsgarant für die Sicherheit bei Großveranstaltungen in unserer Landeshauptstadt ist“, sagte der Mainzer Polizeipräsident Reiner Hamm.

36. Rheinland-Pfalz-Tag – Rheinland-Pfalz feiert 75 Jahre Zusammenhalt und Demokratie –Viele Stars und ehrenamtliches Engagement beim Landesfest

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH © Dominik Ketz
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH © Dominik Ketz

(skh) „Der 36. Rheinland-Pfalz-Tag rückt näher. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause freuen wir uns sehr auf das Landesfest, das unsere Landeshauptstadt Mainz vom 20. bis 22. Mai ausrichtet. Wir feiern in diesem Jahr den 75. Geburtstag von Rheinland-Pfalz und damit 75 Jahre Demokratie, Solidarität, Zusammenhalt und Schaffenskraft. Rheinland-Pfalz ist ein modernes, innovatives und weltoffenes Land, in dem Lebensfreude, Kultur und Gastfreundschaft großgeschrieben werden. Das prägt und bestimmt das Programm unseres Landesfestes“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgerbürgermeister Michael Ebling, Landtagspräsident Hendrik Hering sowie SWR-Landessenderdirektorin Ulla Fiebig, SWR3-Programmdirektor Thomas Jung und Rockland Radio-Geschäftsführer Steffen Müller stellte sie die Programmhöhepunkte des 36. Rheinland-Pfalz-Tages vor.

„Besonders in diesen schweren Zeiten zeigt sich die Stärke einer Gemeinschaft. Die große Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen in Rheinland-Pfalz gerade in den letzten Monaten und auch angesichts des verbrecherischen Krieges in der Ukraine bewegt mich sehr“, so die Ministerpräsidentin. Viele Vereine, Initiativen und Verbände, die sich im Ahrtal engagieren und jetzt auch bei der Aufnahme von geflüchteten Menschen aus der Ukraine helfen, präsentierten ihr Engagement auf dem Rheinland-Pfalz-Tag.

„Es ist schön und alle freuen sich sehr darauf, dass wir endlich wieder persönlich miteinander ins Gespräch kommen können. Von der Ausrichtung des Rheinland-Pfalz-Tages soll auch ein Zeichen für die Veranstaltungsbranche und andere von der Corona-Pandemie besonders betroffene Bereiche ausgehen, die dringend Rückenwind brauchen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Information und Unterhaltung auf der Landesbühne
Der Rheinland-Pfalz-Tag wird von der Staatskanzlei, der Stadt Mainz und weiteren Partnern gemeinsam vorbereitet. Die Gäste erwartet ein vielseitiges und informatives Unterhaltungsprogramm. In den insgesamt acht Themenfeldern Rheinland-Pfalz sozial, natürlich, sicher, hilfsbereit, einsatzbereit, bewegt, kreativ und regional präsentieren sich im Stadtgebiet verteilt die Städte und Landkreise, zahlreiche Vereine und Initiativen aus Mainz und dem ganzen Land sowie die Landesregierung und der Landtag. Neben Stars wie Milow, Alvaro Soler oder Lost Frequencies auf der SWR-Bühne prägen Talente aus der Region und die Begegnung der Menschen aus allen Teilen des Landes das Fest. Ein Höhepunkt ist traditionell der große Festzug am Sonntag mit 70 Zugnummern, den das SWR-Fernsehen überträgt.

Das Land Rheinland-Pfalz betreibt mit dem „Treffpunkt Rheinland-Pfalz – Die Landesbühne“, auch eine Musikbühne, auf der auch Formate wie der #Jugendtalk mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer, der Frühschoppen der Landesregierung und verschiedene Talks mit Kabinettsmitgliedern zu erleben sein werden. Das Informations-und Unterhaltungsprogramm moderiert Andreas Bockius, der auch am Fastnachtsplash am Freitagabend aufritt. Die Stadt Mainz bietet auf ihrem Platz ebenfalls ein buntes Unterhaltungsprogramm an. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die Integration des Verfassungsfestes des Landtages in den Rheinland-Pfalz-Tag anlässlich des 75-jährigen Landesjubiläums. Die Staatskanzlei und weitere Ministerien ermöglichen bei einem Tag der offenen Tür an allen drei Tagen einen Blick hinter die Kulissen und in die tägliche Arbeit.

Landeshauptstadt Mainz freut sich als Gastgeber auf bunte Tage auf den Mainzer Plätzen
Die Landeshauptstadt Mainz ist dieses Jahr zum dritten Mal Gastgeberin des Rheinland-Pfalz-Tages.
Nach 1987 und 2000 freut sich die Landeshauptstadt im Mai 2022 erneut auf das Landesfest! „Mainz – komm mit in die Zukunft!“ ist das Motto unter dem der Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz in diesem Jahr steht und das auch das Rahmenprogramm auf den städtischen Bühnen und Aktionsflächen prägt. Dreh- und Angelpunkt wird der ‚Mainz-Platz‘ sein, der sich über Höfchen, Markt und Liebfrauenplatz erstreckt und auf zwei Bühnen Unterhaltung, Spaß und Kultur bietet. Am Freitag, 20. Mai 2022, eröffnen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Oberbürgermeister Michael Ebling um 16.30 Uhr offiziell den Mainz-Platz. Am Samstag, 21. Mai 2022, bespielen BioNTech, die Allgemeine Zeitung, SCHOTT und die Mainzer WISSENSCHAFTSALLIANZ die Bühnen der Landeshauptstadt mit den Themenschwerpunkten Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Arbeitgeber der Region. Die Landeshauptstadt selbst präsentiert sich und ihre Zukunftsthemen auf dem Mainz-Platz. Die Mainzer Winzer, N’Eis und Zimmers Gastronomie sorgen für kulinarische Erlebnisse.
„Zwei Jahre konnten wir in unserer Hochburg der Lebensfreude aufgrund der Coronapandemie keine Veranstaltungen stattfinden lassen und keine Feste feiern. Jetzt kehrt mit dem Rheinland-Pfalz-Tag das Leben in unsere Stadt zurück, ich könnte mir keinen schöneren Anlass vorstellen“, freute sich Oberbürgermeister Michael Ebling. „Das Programm ist vielfältig, bunt und macht neugierig auf mehr – ganz so wie es zu unserer Stadt passt. Ich bedanke mich bei allen Partnerinnen und Partnern, die den Rheinland-Pfalz-Tag ermöglichen, insbesondere bei der Allgemeinen Zeitung, aber auch bei der Landesregierung und dem Landtag, bei unserem Stadtrat für die Bereitstellung der Mittel und bei den Mainzerinnen und Mainzern für ihre Gestaltung und Unterstützung dieses Festes.“
„Im vergangenen Jahr feierte die Allgemeine Zeitung ihren 75. Geburtstag, in diesem Jahr begeht das Land Rheinland-Pfalz dieses Jubiläum. Unsere gemeinsame Vergangenheit verbindet uns mit der Region, den Menschen und ihren Geschichten, über die wir in unseren Medien täglich berichten. Wir freuen uns darauf, zusammen mit Ihnen das große Landesfest feiern und Sie auf dem ‚Mainz-Platz‘ rund um den Dom begrüßen zu können“, blickt Joachim Liebler, Geschäftsführer der VRM, erwartungsfroh auf den diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag.

Landtag öffnet Türen mit vielfältigem Programm für alle
„75 Jahre Rheinland-Pfalz – das bedeutet auch 75 Jahre Demokratie“, betonte Landtagspräsident Hendrik Hering. „Das Jubiläum ist eine besondere Möglichkeit, unsere Verfassung sowie demokratische Werte zu würdigen und zu festigen. Gleichzeitig ist Krieg in Europa. Wir spüren mehr denn je: Demokratie, Frieden und Freiheit sind nicht selbstverständlich. Der Landtag will deshalb an diesen Tagen im Mai ein zentraler Ort des Austauschs über die aktuellen Herausforderungen sein. Wir wollen die Zeit mit einem vielfältigen Informations- und Kulturangebot für kleine und große Gäste dafür nutzen, die Botschaft von freiheitlichen und demokratischen Werten stark zu machen und zu verbreiten. Schwierige Themen klammern wir nicht aus, sondern integrieren sie in unser Angebot.“
Ein besonderes Highlight für junge Gäste ist der Beitrag von Journalist und YouTuber Mirko Drotschmann, der mit Jugendlichen über den Krieg in der Ukraine sprechen wird. Eine weitere zentrale Rolle spielt der Markt der rheinland-pfälzischen Partnerregionen Burgund-Franche-Comté, Oppeln und Mittelböhmen. „Es war lange nicht mehr so wichtig wie heute, die europäische Freundschaft zu pflegen und weiterzuentwickeln“, erklärte der Landtagspräsident.
Stars, Musik, Entertainment und Tatort-Preview auf der SWR-Bühne

Der SWR kommt mit Stars, Musik, Entertainment und einer „Tatort“-Preview aufs Festgelände rund um die Große Bleiche und den Ernst-Ludwig-Platz am Mainzer Landtag.
Ulla Fiebig, Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz des SWR: „Rheinland-Pfalz ist für den SWR Heimat. Wir sind eng mit dem Land und seinen Menschen verbunden. Wir sind da, wir berichten über das, was hier passiert und was wichtig ist. Wir begleiten in heiteren, ernsten, schönen und auch traurigen Stunden. Das Jubiläum ist nun vor allem ein Anlass zu feiern. Wir laden die Menschen dazu in die Mainzer Innenstadt ein. Und mit vielen Programmen und Angeboten im Hörfunk, Fernsehen und Internet erinnern wir an Ereignisse und Geschichte, wir schauen auf die Menschen, die Kultur und die Entwicklung des Landes. Rheinland-Pfalz ist ein schönes und lebenswertes Bundesland.“ Auftakt auf der SWR Open-Air-Bühne ist die 90-minütige Liveshow „Rheinland-Pfalz feiert!“ mit SWR Big Band, Jupiter Jones und Johnny Logan, die auch im SWR Fernsehen ausgestrahlt wird.

Highlight zum Landesjubiläum ist das SWR3 Open Air mit nationalen und internationalen Top Acts wie Milow, Alvaro Soler und Lost Frequencies. SWR3 Chef Thomas Jung: „Die Musikerinnen und Musiker freuen sich darauf, endlich mal wieder vor Tausenden live zu spielen. Mainz markiert eines der ersten großen Open Airs in Deutschland nach der langen Pandemie-Auszeit. Wir bringen zusammen, was endlich wieder zusammengehört: große Künstler, begeisterte Fans und die beliebte Popwelle SWR3.“ Der Sonntagabend gehört dem Mainzer „Tatort“-Team und der Preview des neuesten Krimis mit Heike Makatsch – die vor Ort sein wird – und Sebastian Blomberg. In der SWR Medienlounge präsentiert sich der SWR an allen drei Tagen mit Shows, Aktionen und Information. Der Eintritt ist jeweils frei. Der SWR begleitet das Jubiläum mit einem umfangreichen Angebot online und in seinen Programmen, um den besonderen Geburtstag des Landes zu würdigen.
Rockland Radio rockt den Bischofsplatz

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der Landesregierung und der Stadt Mainz sowie allen Beteiligten, den Rheinland-Pfalz-Tag und den 75. Geburtstag von Rheinland-Pfalz gebührend feiern zu können. Rockland Radio wird mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm auf dem Bischofsplatz vertreten sein und mit dem großen Rockland Radio Tribute Festival – mit der Musik von Queen, AC/DC und Guns N‘ Roses – die Rockfans begeistern“, sagte Geschäftsführer Steffen Müller.

Rheinland-Pfalz-Tag ist ein Gemeinschaftsprojekt
„Der Rheinland-Pfalz-Tag ist ein großartiges Gemeinschaftsprojekt, das den Zusammenhalt und die Identität unseres Landes stärkt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das Organisationteam von Stadt, Land und den anderen Partnern sei mit seinen Vorbereitungen für das Landesfest im Zeitplan. Selbstverständlich stehe bei allen Planungen die Veranstaltungssicherheit und der Infektionsschutz an vorderster Stelle. „Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir über alle drei Veranstaltungstage mit insgesamt rund 120.000 Besucherinnen und Besuchern.“
Die Ministerpräsidentin dankte den Medienpartnern für das hochkarätige Musik- und Unterhaltungsprogramm, das immer ein besonderer Anziehungspunkt sei. „Mein Dank gilt auch allen Sponsoren, Unterstützern und Mitwirkenden, ohne deren Beitrag oder ehrenamtliches Engagement der Rheinland-Pfalz-Tag nicht möglich wäre.
Ich wünsche uns allen ein tolles Landesfest in Mainz und freue mich auf die Begegnung mit Ihnen“, so die Ministerpräsidentin.

Programm zum Rheinland-Pfalztag

Mehr Informationen unter www.rlp-tag.de

Mainzer Meisterkonzerte eröffnen am 13. März neuen Konzertsaal in der Rheingoldhalle

Deutsche Staatsphilharmonie / Mario Venzago, Dirigent © mainzplus CITYMARKETING
Deutsche Staatsphilharmonie / Mario Venzago, Dirigent © mainzplus CITYMARKETING

Premiere mit der Deutschen Staatsphilharmonie und „Very British“ mit Werken von Elgar und Walten

(rap)Nur wenige Wochen nach der Schlüsselübergabe der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG an mainzplus Citymarketing steht am Sonntag, 13. März 2002 ein kulturelles Ereignis bevor, wenn die Rheingoldhalle nach dreijähriger Bauzeit ihre Pforten für die traditionsreichen Meisterkonzerte öffnet und ab dann wieder die großen Werke des klassisch-romantischen Repertoires im alten, wie „neuen“ Spielort zur Aufführung kommen.

Die Eröffnung des neuen „Kongress-Saals“ nach langer Pause ist für die Bürger:innen und die Musik in der Landeshauptstadt ein großer Gewinn. Mainz mit seiner lebendigen Musiktradition hat seine erstklassige Spielstätte wieder und der neue Saal wird ein Ort für alle Mainzer:innen und Gäste aus aller Welt sein.

Unter den Eröffnungsgästen beim „Stelldichein“ der großen Klangkörper sind der Cellist Maximilian Hornung (13.3.) sowie der Pianist Lars Vogt am 28. Mai. Am Pult der Deutschen Radio Philharmonie stehen der Schweizer Mario Venzago, bekannt für seine Leitung in historischer Aufführungspraxis und der charismatische Brite Michael Francis, Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie. Stargeiger Julian Rachlin (4.6.) übernimmt neben der Leitung des Abends auch den Solopart in Beethovens Violinkonzert.

„Alle Freundinnen und Freunde der Mainzer Meisterkonzerte und die Besucher aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet können sich auf herausragende musikalische Begegnungen im neuen Konzertsaal der Rheingoldhalle freuen. Das musikalische Herz des neuen Saals beginnt zu schlagen, wenn diesen ab dem 13. März die großen Orchester mit Leben füllen. Dieses Ereignis ist eine Einladung an alle Musikfreunde, nach Mainz zu kommen!“, so Kulturdezernentin Marianne Grosse. „Dass zu diesem Anlass dann auch der Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie, Michael Francis, am Pult stehen wird erfüllt mich mit großer Freude“, so Grosse weiter.

Die Akustik im neuen Konzertsaal ist formidabel – sehr räumlich und transparent. Was bedeutet, dass alle klanglichen Feinheiten besonders gut wahrgenommen werden können. Gleichzeitig ist auch im lauten Klangbereich ein differenzierter Höreindruck möglich. Zu diesem Ergebnis kamen alle Verantwortlichen bei einer Orchesterprobe mit der Staatsphilharmonie unter der Leitung von Mario Venzago am vergangenen Freitag.
„Eine noch bevorstehende Schalloptimierung im Bühnenbereich erfolgt zeitnah durch Einbringung weiterer Akustikelemente, und wird bis zum Abschluss der letzten Verschönerungsarbeiten durch die Rheingoldhalle GmbH & Co. KG abgeschlossen sein“, betont Frank Intra, Prokurist und Projektleiter der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG.

Neben der einzigartigen Lage der Halle am Rheinufer mit herrlichem Blick auf den Fluss bietet die klanglich wirkungsvolle Akustikausstattung der Seiten- und Rückwand des Saals auch optisch attraktive Reize und erzeugt ein „Wohlfühlklima“ im Saal für alle Besucherinnen und Besucher.

„Auch wir sind begeistert von den Möglichkeiten, die der neu sanierte Kongress-Saal für Konzerte bietet und freuen uns, die Mainzer Meisterkonzerte endlich wieder in der Rheingoldhalle willkommen zu heißen“, erklären Katja Mailahn und Marc André Glöckner, Geschäftsführer:innen der mainzplus CITYMARKETING GmbH.

Informationen, Abonnements und Tickets unter
www.mainz-klassik.de
Telefon: 06249 – 80 57 77 4

Kartenpreise:
16 – 51 Euro

Abonnements:
105 – 231 Euro

Schüler, Studenten, Azubis und finanziell Bedürftige zahlen nur 25%

Familien PLUS:
Je Erwachsenem ist ein Kind (bis 16 Jahre) frei!

Weitere Informationen & Pressefotos zum Download unter
https://www.mainz-klassik.de

Schlüssel der Mainzer Rheingoldhalle an Betreiber mainzplus Citymarketing überreicht

Der mit neuester Licht-, Kommunikations- und Lüftungstechnik ausgestattete, große Kongress-Saal der Mainzer Rheingoldhalle für 2200 Sitz- u. 3000 Stehplätze bietet neben dem Gutenberg-Saal genügend Platz für Messen, Kongresse und Kulturevents jeglicher Art. © Foto Diether v. Goddenthow
Der mit neuester Licht-, Kommunikations- und Lüftungstechnik ausgestattete, große Kongress-Saal der Mainzer Rheingoldhalle für 2200 Sitz- u. 3000 Stehplätze bietet neben dem Gutenberg-Saal genügend Platz für Messen, Kongresse und Kulturevents jeglicher Art. © Foto Diether v. Goddenthow

„Sie hat Aura, Ausstrahlung und Charme sowie eine technische und energetische Ausstattung, die wir uns im 21. Jahrhundert wünschen“, freute sich Oberbürgermeister Michael Ebling über die frisch sanierte Rheingoldhalle bei der Schlüsselübergabe am 3. Januar 2022. Für Bürgermeister Günter Beck, der die 38-monatige Sanierungsphase mit allen Höhen und Tiefen auch als Aufsichtsratsvorsitzender der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) miterlebt hat, war der Fertigstellungstermin zugleich ein Gänsehautmoment. Beck erinnerte bei der Schlüsselübergabe auch an den 16. Mai 2019, als die Rheingoldhalle mitten in der Sanierungsphase in Flammen stand.

(v.l.i.n.r.): Bürgermeister Günter Beck, Oberbürgermeister Michael Ebling, Katja Mailahn, Geschäftsführerin mainzplus Citymarketing, Marc André Glöckner, Geschäftsführerer mainzplus Citymarketing, Dipl.-Ing. Architektin Britt Thieme der fs-architekten GmbH sowie Projektleiter der MAG, Frank Intra bei der symbolischen Übergabe des Schlüssels, den zuvor ein ferngesteuerter „MAG-Bagger en miniature“ brachte. © Foto Diether v. Goddenthow
(v.l.i.n.r.): Bürgermeister Günter Beck, Oberbürgermeister Michael Ebling, Katja Mailahn, Geschäftsführerin mainzplus Citymarketing, Marc André Glöckner, Geschäftsführerer mainzplus Citymarketing, Dipl.-Ing. Architektin Britt Thieme der fs-architekten GmbH sowie Projektleiter der MAG, Frank Intra bei der symbolischen Übergabe des Schlüssels, den zuvor ein ferngesteuerter „MAG-Bagger en miniature“ brachte. © Foto Diether v. Goddenthow

Der symbolische Schlüssel wurde mit einem von Günter Beck ferngesteuerten Spielzeug-Bagger an Oberbürgermeister Michael Ebling überreicht, der ihn schließlich der neuen Geschäftsführung von mainzplus Citymarketing übergab: an Marc André Glöckner und Katja Mailahn.

„Bei uns ist die Freude sehr groß und auch das Interesse unserer Kundinnen und Kunden, in jedem Fall sind wir begeistert von den innovativen und technischen Vorteilen der neuen Räumlichkeiten. Schon jetzt können wir feststellen, dass Veranstaltungsplaner die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten der Räume schätzen, sowohl digital, hybrid als auch live vor Ort“, freut sich Marc André Glöckner, Geschäftsführer der mainzplus CITYMARKETING GmbH.

Katja Mailahn und Marc André Glöckner, die neuen Geschäftsführer von mainzplus CITYMARKETING, werden die Rheingoldhalle nach fast dreijähriger Umbauzeit und den Folgen der Corona-Pandemie wieder zu einem der international gefragtesten Kongressorte machen. Die grandiose  Rheinuferlage der Rheingoldhalle, ein absolutes  Alleinstellungsmerkmal, dürfte hierbei helfen. Mittlerweile konnten bereits alte Kunden zurückgewonnen und  neue Kunden, etwa aus dem Frankfurter Raum, hinzugewonnen werden. © Foto Diether v. Goddenthow
Katja Mailahn und Marc André Glöckner, die neuen Geschäftsführer von mainzplus CITYMARKETING, werden die Rheingoldhalle nach fast dreijähriger Umbauzeit und den Folgen der Corona-Pandemie wieder zu einem der international gefragtesten Kongressorte machen. Die grandiose Rheinuferlage der Rheingoldhalle, ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, dürfte hierbei helfen. Mittlerweile konnten bereits alte Kunden zurückgewonnen und neue Kunden, etwa aus dem Frankfurter Raum, hinzugewonnen werden. © Foto Diether v. Goddenthow

Mitgeschäftsführerin Katja Mailahn zeigt sich vor allem über die Öffnung zum Rhein hin begeistert: „Wir haben mit der Rheingoldterrasse auf der oberen Ebene, den neuen Foyer- und Veranstaltungsflächen auf Rheinniveau und den neuen Zugangsmöglichkeiten vielfältige Möglichkeiten, mit denen sich Kundinnen und Kunden präsentieren können. Insgesamt birgt dieses moderne, rundum-sanierte Kongresszentrum große Chancen für den Kongress- und Tagungsstandort Mainz, mit dem wir uns auf dem nationalen und internationalen Veranstaltungsmarkt verstärkt positionieren können“.

Rheingoldhalle  Mainz - ©  Foto Diether v Goddenthow
Rheingoldhalle Mainz – © Foto Diether v Goddenthow

Der zuständige Projektleiter der MAG, Frank Intra, hob noch einmal hervor: „Das Highlight der frisch sanierten Rheingoldhalle ist vor allem der neue Kongress-Saal, der nicht nur die goldene Farb-Anmutung vom Faltdach-Mosaik aufgreift, sondern auch mit der markanten dreieckigen Dachform spielt, die sich in der goldenen Wandverkleidung wiederfindet. Ein sehr gelungenes und beeindruckendes Ergebnis.“

Sanierung und Umbau der Mainzer Rheingoldhalle abgeschlossen – Kongress-Saal als Highlight

Rheingoldhalle  Mainz - ein neues Mainzer Prunkstück. Am 3.-Januar soll die Übergabe erfolgen. ©  Foto Diether v Goddenthow
Rheingoldhalle Mainz – ein neues Mainzer Prunkstück. Am 3.-Januar soll die Übergabe erfolgen. © Foto Diether v Goddenthow

Sichtlich glücklich und zufrieden brachte es Bürgermeister Günter Beck beim Presserundgang auf den Punkt: „Die neue Rheingoldhalle steht – wie wir im Oktober angekündigt haben – rechtzeitig zum Jahreswechsel kurz vor der Fertigstellung. Auch wenn noch letzte handwerkliche Arbeiten vorgenommen werden, sieht man sofort, dass hier ein neues Mainzer Prunkstück entstanden ist.“

Das Highlight der frisch sanierten Rheingoldhalle ist vor allem der neue Kongress-Saal, der nicht nur die goldene Farb-Anmutung vom Faltdach-Mosaik aufgreift, sondern auch mit der markanten dreieckigen Dachform spielt, die sich in der goldenen Wandverkleidung wiederfindet.

Der Kongress-Saal erstrahl in neuem Glanz. Bis zu 2200 Gäste finden hier Platz. ©  Foto Diether v Goddenthow
Der Kongress-Saal erstrahl in neuem Glanz. Bis zu 2200 Gäste finden hier Platz. © Foto Diether v Goddenthow

Wenn man sich die sanierten Räumlichkeiten anschaut, lässt sich allenfalls erahnen, wie sehr die Planer, Architektinnen und Bauherren in den letzten Jahren in die Substanz der Rheingoldhalle eingreifen mussten. „Wir haben das gesamte Gebäude buchstäblich auf den Rohbau entkernt und neu aufgesetzt,“ so der MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann.

Räume wurden zusammengelegt, andere verlagert, Oberflächen umgestaltet, verschiedene Ebenen ausgeglichen, siebzehn riesige fast zwanzig Meter lange Bohrpfähle in das Erdreich zum Teil per Hand eingearbeitet, um die Statik des Gebäudes zu ertüchtigen. Mannshohe Lüftungskanäle mit enormem Querschnitt mussten im Baukörper in allen Ebenen nicht sichtbar untergebracht werden, um die Veranstaltungsräume samt Foyer mit frischer Luft – nachhaltig und möglichst klimafreundlich – zu versorgen. „Damit wir die gesamte Lüftungs- und Klimatechnik überhaupt unterbringen konnten, mussten wir die frühere Empore im Kongress-Saal für die aufwendige Technik zweckentfremden“, erklärt der zuständige Projektleiter Frank Intra.

Erschwerend kam in der Anfangsphase hinzu, dass es kaum technische Unterlagen über den Bau der Rheingoldhalle aus den 1960er Jahren gab. „Das Wenige, was wir an dokumentierten Plänen finden konnten, stimmte dann überraschender Weise mit der Wirklichkeit vor Ort fast nie überein,“ bekennt die Architektin Britt Thieme von fs Architekten.

Mainzer Rheingoldhalle. Seminarräume, wo einst die Spielbank war. ©  Foto Diether v Goddenthow
Mainzer Rheingoldhalle. Seminarräume, wo einst die Spielbank war. © Foto Diether v Goddenthow

Was mit dem Rückbau der Rheingoldhalle im Jahre 2018 begann, entpuppte sich dann als ein Überraschungspaket und eine gewaltige architektonische Herausforderung, bei der am Ende kein Stein auf dem anderen blieb. Die umfangreichsten Veränderungen gab es auf der Ebene 0, wo sich die Räume der ehemaligen Spielbank befanden. „Erschwerend kam hinzu, dass die Spielbank sowohl technisch als auch logistisch an das Hilton angeschlossen war. Zur Rheingoldhalle gab es im Grunde keine Verbindung,“ ergänzt Intra. Daher musste nicht nur die Ebene 0 bis auf die Bodenplatte entkernt werden, sondern auch die alte Technikzentrale der Spielbank entkoppelt, zurückgebaut und über modernste Leitungen an die neue Technikzentrale der Rheingoldhalle angeschlossen werden. „Dort, wo früher die Technikzentrale der Spielbank war, ist heute ein Foyer. Wir mussten in der Ebene 0 also ganz neue Wegebeziehungen schaffen, um Verbindungen zwischen der Rheinstraße und dem Rheinufer und innerhalb des Gebäudes auf allen Ebenen herstellen zu können“, so Thieme.

Aufgelöst wurden sämtliche Räume der Spielbank, samt Lager und Kassenbereich, die teilweise unterschiedliche Bodenniveaus hatten. Da die Raumverteilung so ausgelegt werden sollte, dass die einzelnen Tagungsräume separat angesteuert und von unterschiedlichen Veranstaltern gebucht werden können, wurde das bestehende Raumkonzept überarbeitet, der Dijonsaal komplett verlegt, neue Tagungsräume aufgebaut: „Wir haben vor allem die Foyerflächen im Vergleich zu vorher verdoppelt und damit erstmals ein etwa ausgeglichenes Verhältnis zwischen Veranstaltungs- und Foyerzonen,“ so Thieme.

Selbstverständlich wurde der Umbau der Rheingoldhalle auf allen Ebenen barrierefrei umgesetzt, dafür wurden allein drei neue Aufzüge eingebaut. Zusätzlich wurde der Bühnenaufzug komplett erneuert und wie vorher so ausgelegt, dass er von der Ebene 0 bis auf die Saalebene fahren kann. Was logistisch eine enorme Erleichterung für die künftige Nutzung der Bühne im Kongress-Saal bedeutet.

Damit auch die direkte Anfahrt zu den Bühnenaufzügen wiederum möglich ist, wurde der teilweise durch ein Werkstattgebäude blockierte Weg parallel zur Rheinstraße als Durchgangsstraße ausgebaut und tiefer gelegt, sodass auch 7,5-Tonner die Rheingoldhalle auf Eingangsebene anfahren können und die Aufzüge von hier aus direkt beladen werden können.

Ein neuer Zugang zur Rheingold-Halle über die rheinseitig angebaute  Terrasse. Die Handwerker bei Abschlussarbeiten. ©  Foto Diether v Goddenthow
Ein neuer Zugang zur Rheingold-Halle über die rheinseitig angebaute Terrasse. Die Handwerker bei Abschlussarbeiten. © Foto Diether v Goddenthow

Den Zuschauern und Veranstaltern stehen künftig mehrere Zugänge in die Rheingoldhalle zur Verfügung: wie bisher über den Jockel-Fuchs-Platz am Gutenbergsaal vorbei, ganz neu ist der repräsentative Eingangsbereich an der Rheinstraße. Auf der Rheinuferseite wiederum angrenzend ans Hilton gibt es einen weiteren Zugang, über den man künftig, unabhängig von der sonstigen Saalnutzung, den Dijonsaal direkt anzusteuern kann. Sofern gewünscht existiert auch auf der Seite zum Parkhaus ein Seiteneingang, der direkt zum Watfordsaal führt.

Während im Untergeschoss der Raumzuschnitt komplett verändert wurde, sind die Flächen in der Ebene 1 mehr oder weniger gleichgeblieben. Allerdings wurde auch hier die gesamte Ebene auf Rohbau-Niveau entkernt und komplett neu aufgesetzt. Angefangen von den gesamten technischen Anlagen einschließlich Klima- und Lüftungstechnik bis zu sämtlichen Oberflächen und der Beleuchtung.

Herzstück der Rheingoldhalle ist der Kongress-Saal. „Bei seiner Innen-Gestaltung hatten wir, außer den Vorgaben zum Brandschutz und zur Raumakustik, aus ästhetischer Sicht freie Hand“, erläutert Thieme. So entstand ein Raum, der farblich und visuell einen sehr festlichen Charakter ausstrahlt. Angefangen beim Eichenparkett, das einen warmen Honigton verströmt, über die rund 3,50 Meter hohen Holzpanelen in anthrazit bis zur goldenen Wandverkleidung, die wegen des geringen Eigengewichts aus einem leichten Metall hergestellt wurde.

„Bei der Farb- und Raumgestaltung haben wir zugleich versucht, den Gutenbergsaal, der 2007 eröffnet wurde, harmonischer in das Gesamtkonzept mit einzubinden, daher haben wir uns auch entschlossen, nur wenige Farbeelemente zu nutzen“, erklärt Architektin Thieme. So wurde das markante Rot, das auch im Mainzer Wappen verwendet wird, beispielsweise beim Kautschukboden in den unteren Tagungsräumen eingesetzt. Der Gold-Farbton, der vor allem den Kongress-Saal prägt, steht nicht nur für den Namen Rheingoldhalle, sondern auch für die mittelalterliche Bedeutung der Aurea Moguntia, dem Goldenen Mainz.

Bei der Raumgestaltung waren auch Bauphysiker mit eingebunden. „Wir haben die Räume mit Akustikdecken versehen und so konzipiert, dass sie wie Unterrichtsräume funktionieren und eine gute Sprachverständlichkeit hergeben“, ergänzt Projektleiter Intra. Beteiligt waren in der Planungsphase auch Lichtexperten, um festzulegen, welche Bereiche in welcher Intensität beleuchtet werden sollen, wo man Akzente setzt und wie man die Lichttechnik möglichst flexibel einsetzen kann. „Gerade die Lichtwirkung spielt bei der Wohlfühlatmosphäre eine große Rolle,“ so Thieme.

Die neue Freitreppe, auch ein Element des Brandschutzes, führt zur Terrasse und hierüber zum  neuen Foyer-Eingang. ©  Foto Diether v Goddenthow
Die neue Freitreppe, auch ein Element des Brandschutzes, führt zur Terrasse und hierüber zum neuen Foyer-Eingang. © Foto Diether v Goddenthow

Ein völlig neues Element im Rahmen der Sanierung ist die Rheingoldterrasse mit großzügiger Freitreppe, die zugleich auch als Fluchtweg dient, und die zudem in der Ebene 0 eine erweiterte Foyerfläche ermöglicht hat. Gerade von der Rheinuferseite aus gesehen, hat sich das Erscheinungsbild der Rheingoldhalle dadurch deutlich verändert, was sich auch bei der Fassade bemerkbar macht. Die ursprüngliche Verkleidung mit Granit, der in den 60er Jahren noch aus Südafrika angeliefert wurde, wurde nun ersetzt. „Die Rheingoldhalle steht zwar nicht unter Denkmalschutz, sie gehört aber gemeinsam mit dem Rathaus und dem Vorplatz zur Denkmalzone, daher wollten wir bei der Fassadengestaltung auch mehr das Ensemble in den Mittelpunkt rücken“, ergänzt Intra. In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde daher ein Naturstein ausgewählt, der aus dem Alpenraum stammt.

„Die neu sanierte Rheingoldhalle ist das Flaggschiff im Locationportfolio von mainzplus CITYMARKETING. Wir sind begeistert von den innovativen, technischen Vorteilen der neuen Räumlichkeiten. Veranstaltungsplaner schätzen die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten der Räume, sowohl digital, hybrid als auch live vor Ort“, freut sich Marc André Glöckner, Geschäftsführer der mainzplus CITYMARKETING GmbH.

„Dieses moderne, rundum-sanierte Kongresszentrum birgt große Chancen für den Kongress- und Tagungsstandort Mainz, mit dem wir uns auf dem nationalen und internationalen Veranstaltungsmarkt verstärkt positionieren. Die Nachfrage nach Meetings und Tagungen in Mainz ist groß, daher sind wir zuversichtlich, Mainz mit der neuen Rheingoldhalle als attraktive Tagungsdestination weiter nach vorne zu bringen“, ergänzt Katja Mailahn, designierte Geschäftsführerin der mainzplus CITYMARKETING GmbH.

Angesichts der bevorstehenden Übergabe an den künftigen Betreiber mainzplus CITYMARKETING, erinnerte Bürgermeister Beck noch einmal an die unfreiwilligen Herausforderungen, denen sich das gesamte Team zusätzlich stellen musste und dankte allen am Projekt Beteiligten für ihren Einsatz, ihr Engagement und ihre kreativen Lösungen. Die Fertigstellung der Rheingoldhalle hatte sich durch eine ganze Reihe unvorhersehbarer Ereignisse mehrfach verzögert. Zunächst hatte es im Mai 2019 während der Sanierungsarbeiten im Dachstuhl der Rheingoldhalle gebrannt. Einen Tag lang wurden Löschwasser und Löschschaum in das Gebäude gepumpt, um den Brand einzudämmen, was neben den beachtlichen Brandschäden zu massiven Folgeschäden führte. Im Anschluss legten kriminaltechnische Untersuchungen in Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, Sachverständigen und Staatsanwaltschaft die Baustelle lahm, zudem musste jede weitere Baumaßnahme mit den Gutachtern der Versicherungen abgestimmt werden, im Zuge der Schadensbeseitigung wurde neben monatelangen Trocknungsprozessen auch noch eine Asbestfreisetzung durch das Löschwasser festgestellt. Auch hier mussten zunächst eine aufwändige sachgerechte Sanierung und Entsorgung erfolgen. Der Probleme nicht genug, sorgte anschließend die Corona-Pandemie mit Lockdowns und allen erdenklichen Einschränkungen für enorme Verzögerungen, dazu kamen Lieferengpässe von Baustoffen, ein Bombenfund und selbst das Hochwasser an der Ahr hat einen wichtigen Lieferanten der Rheingoldhalle getroffen, der schnellstmöglich eine Ersatzlieferung organisieren musste.

(Michael Bonewitz)

Sarah Heil ist neue Pressesprecherin der Landeshauptstadt Mainz

(rap) Die dreimonatige Vakanz in der Leitungsfunktion der Pressestelle der Landeshauptstadt Mainz endet in diesen Tagen – ab Mittwoch, 1. Dezember 2021 wird Sarah Heil die Funktion der Pressesprecherin der Landeshauptstadt übernehmen

„Mit Sarah Heil gewinnen wir eine in der regionalen Medienszene bewanderte Kommunikatorin als Pressesprecherin im Stadthaus hinzu. Da wir seit geraumer Zeit überaus bewegte Zeiten erleben, wird uns Sarah Heil in der Außendarstellung und der Vermittlung wichtiger Stränge des kommunalen Handelns gemeinsam mit der Erfahrung des gesamten Teams der Pressestelle weiter voran bringen. Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit“, betont Oberbürgermeister Michael Ebling.

Die neue Pressesprecherin der Landeshauptstadt blickt der neuen Aufgabe gespannt entgegen: „Meine Heimatstadt Mainz liegt mir in besonderem Maße am Herzen. Umso mehr freue ich mich, gemeinsam mit dem Team der Pressestelle das kommunikative Gesicht unserer Landeshauptstadt zu stärken. Der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Medienvertreter:innen und Kolleg:innen der Verwaltung blicke ich mit Freude entgegen.“

Die 35jährige Sarah Heil hatte im Juni 2013 ihren Studienabschluss der Amerikanistik, Kulturanthropologie und Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität mit Zwischenstationen in Italien und den USA absolviert und ließ an der Deutschen Presseakademie in Berlin eine fachbezogene Zusatzausbildung im Bereich „Social Media Management“ folgen.
Von Juli 2015 bis ins Jahr 2021 stieg Heil von der Leiterin Kommunikation zur Geschäftsführerin der Merkurist Rhein-Main GmbH Mainz auf und wechselte danach als Referentin der Geschäftsführung zur Verlagsgruppe Rhein-Main.

Heil übernimmt den Posten der Pressesprecherin, den zuvor Marc-André Glöckner bis zum 1. September 2021 ausgeübt hatte.

Von der Apotheke der Welt zum BioTechHub – Biotechnologie-Standort – Jahrhundertchance für den Standort Mainz

(rap) Stadt Mainz zündet eine neue Stufe zur Entwicklung des Biotech-Standorts

· Potenzial für rund 5.000 neue Arbeitsplätze in den nächsten 10 Jahren
· 30 Hektar-Fläche zur unmittelbaren Entwicklung eines Biotechnologie-Campus mit direkter Anbindung an Uniklinik sowie Universität
· Mainz auf dem Weg zu global führendem Standort für Krebs- und Altersforschung
· Stärkung des Biotechnologie-Netzwerks am Standort mit dem Ziel, in den nächsten 10 Jahren 100 Mitglieder zu gewinnen

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz zündet beim Ausbau zu einem weltweit führenden Biotechnologie-Standort die nächste Entwicklungsstufe: Als BioTechHub soll der Standort in den kommenden Jahren ausgebaut werden, so Oberbürgermeister Michael Ebling. Mainz, so das Ziel, soll zu einem weltweit führenden Zentrum für die Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie werden und so führende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen anlocken.

OB Michael Ebling stellte die Pläne am Dienstag, 09. November 2021 gemeinsam mit Bürgermeister Günter Beck der Öffentlichkeit vor. Demnach sollen durch umfangreiche Investitionen neue Flächen entwickelt und die bestehende Infrastruktur für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen verbessert werden: „Durch den Erfolg von BioNTech wurde Mainz in der Pandemie zur Apotheke der Welt. Wir nutzen die herausragenden Ausgangsbedingungen mit erfolgreichen Forschungseinrichtungen, privaten Unternehmen, der Johannes Gutenberg-Universität, der Universitätsmedizin sowie der positiven Finanzsituation mit Haushaltsüberschüssen, um mit Unterstützung des Landes und der Wissenschaftslandschaft einen globalen Wissenschafts- und Biotechnologiestandort zu etablieren,“ so Oberbürgermeister Ebling.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Biotechnologiestandorts sollen die Bereiche Krebs- und Altersforschung werden. „In der Krebs- und Altersforschung steht die Wissenschaft vor Sprunginnovationen und entscheidenden Durchbrüchen bei der Förderung der Gesundheit der Menschen.“ Eine Masterplanung werde die Entwicklung von Flächen vorantreiben, so Oberbürgermeister Ebling. Damit biete man bestehenden und neuen Unternehmen der Biotech-Branche gute Bedingungen in der Landeshauptstadt. Zu den verbesserten Rahmenbedingungen gehöre auch eine Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes von 440 auf 310 Punkte. Dies führe zu einer Entlastung für die in Mainz ansässigen Unternehmen von insgesamt 351,6 Mio. Euro im Jahr 2022, so Bürgermeister und Finanzdezernent Günter Beck.

Auch das Land Rheinland-Pfalz wird seinen Beitrag leisten, um die Landeshauptstadt als führenden Standort zu positionieren. Hierzu wurde bereits im Koalitionsvertrag eine Vereinbarung zur Förderung der Biotechnologie beschlossen.

Die Stadt Mainz verfolgt bereits seit Jahren eine erfolgreiche Strategie zur Ansiedlung und Gründung von Biotechnologie-Unternehmen. Mit einer hochinnovativen und leistungsstarken Wissenschaftslandschaft im Rücken, haben sich in der Landeshauptstadt weltweit erfolgreiche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und Forschungseinrichtungen gegründet. „Die Erfolge von BioNTech, aber auch von Ganymed oder Tron, sind wunderbare Beispiele dafür, wie universitäre Grundlagenforschung in innovative Produkte überführt werden kann, um die Lebensqualität der Menschen nachhaltig zu verbessern. Mit dem BioTechHub schaffen wir das Fundament für die wissenschaftlichen Revolutionen von morgen“, so Oberbürgermeister Ebling.

IHK-Präsident Peter Hähner: „Jahrhundertchance für den Biotechnologie-Standort Mainz“

Die rheinhessische Wirtschaft sieht in den Planungen für den Biotechnologie-Standort Mainz eine einmalige Chance für den Standort. Peter Hähner, Präsident der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, macht deutlich, was aus Sicht der Betriebe nötig ist, um Start-ups und junge Unternehmen aus der Branche für die Landeshauptstadt zu gewinnen:

„Der Welterfolg von Biontech hat unserer Landeshauptstadt eine Jahrhundertchance eröffnet. Wenn Mainz zum weltweit führenden Zentrum für Biotechnologie werden soll, ist Schnelligkeit gefragt – und eine enge Verzahnung von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Jetzt ist der Zeitpunkt, Gründungen und junge Unternehmen aus der Biotech-Branche für den Standort Mainz zu gewinnen – dieses Momentum sollten wir nutzen. Der Schlüssel sind flexibel verfügbare Flächen, entscheidend sind aber auch das passende Umfeld und kurze Entscheidungswege. Die Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes setzt dazu ein richtiges und wichtiges Signal. Damit kann die Landeshauptstadt den Nährboden bereiten, um Mainz zum führenden Biotechnologie-Standort auszubauen, mit dem entstehenden Wissenschaftscampus als Innovationstreiber und Arbeitsmarktmotor“, so der IHK-Präsident.

Die Perspektiven sind da: Es gibt bereits ein aktives Netzwerk aus starken Partnern im Gründungsbereich, aus Wirtschaft und Wissenschaft – das nötige betriebswirtschaftliche Know-how, Fördermöglichkeiten und Kontakte zu Investoren inklusive. Als Wissenschaftsstadt und Teil der Metropolregion Rhein-Main ist die Landeshauptstadt auch für die dringend benötigten Fachkräfte attraktiv. Wenn sie hier ausreichend Raum und die richtigen Rahmenbedingungen finden, werden sich weitere Ausgründungen aus den Hochschulen und Start-ups ansiedeln. Die Landeshauptstadt sendet die richtigen Signale im harten Wettbewerb mit Standorten, die den rasanten Aufstieg der Biotech-Branche ebenfalls für sich nutzen wollen – jetzt geht es darum, sie rasch in die Tat umzusetzen“, so Hähner.

Kein Steinschlag mehr am Drususstein – Noch bedeutender als ein Ehrenmal?

Die Banden-Info erläutert Besuchern auf einen Blick über die Sanierungsschritte des Drusussteins in der Zitadelle neben dem Historischen Museum Mainz. © Foto Diether v. Goddenthow
Die Banden-Info erläutert Besuchern auf einen Blick über die Sanierungsschritte des Drusussteins in der Zitadelle neben dem Historischen Museum Mainz. © Foto Diether v. Goddenthow

Am Drususstein wurden in den letzten Jahren umfangreiche Konservierungsmaßnahmen durchgeführt. Derzeit finden archäologische Grabungen statt, um den Fundamentbereich des Denkmals zu erforschen.
Zu einem Zwischenbericht über die Arbeiten am bedeutendsten Mainzer Denkmal hatten Bau- und Denkmalpflegedezernentin Marianne Grosse und Dr. Marion Witteyer, (Leiterin der Landesarchäologie Mainz) am 19. August vor Ort eingeladen.

Frisch Konserviert und ohne Steinschlaggefahr 

Bau- und Denkmalpflegedezernentin Marianne Grosse begrüßte die Runde, darunter den Vorsitzenden der „Initiative Römisches Mainz e.V.“, Prof. Christian-Friedrich Vahl.
Marianne Grosse gab zunächst einen kurzen historischen Überblick und berichtete, was bisher an Sanierungsarbeiten am Drususstein geschah: Bereits im Mittelalter hat der Drususstein seine Werksteinverkleidung verloren und ist zudem im Rahmen mehrerer früherer Instandsetzungen deutlich überformt worden. Seine Oberfläche ist in keiner Weise homogen. Das Monument wird in drei Zonen unterschieden, wobei man am kubischen Sockel am besten das freiliegende original römische Opus caementicium (römischer Zement) erkennen kann. Darüber befindet sich der fast zylindrische sogenannte Mauerwerksgürtel, der erst durch Reparaturen in seiner heutigen Form  entstanden sei, so die Denkmalpflegedezernentin.  Denn eigentlich befand sich dort, wie man auf alten  Darstellungen sieht, eine Einschnürung. Der Drususstein wurde auf diesen Stichen im 16. Jhd. auch als „Eichelstein“ bezeichnet. Diese „Einschnürung“ verschwand infolge der neuzeitlichen Ausmauerungen durch schichtweise gesetztes Mauerwerk und dichtes Fugenbild.
Der obere, der dritte Teil, wurde Anfang der 1980er Jahre mit einer Mauerschale überformt und hat daher wieder ein ganz anderes Erscheinungsbild, erläuterte Marianne Grosse.

Der Festungswall wurde teilweise abgegraben, um den Drususstein auch von Süden her freizustellen und den Feuchtigkeitseintrag des Mauerwerks von dieser Seite aus zu verhindern. © Foto Diether v. Goddenthow
Der Festungswall wurde teilweise abgegraben, um den Drususstein auch von Süden her freizustellen und den Feuchtigkeitseintrag des Mauerwerks von dieser Seite aus zu verhindern. © Foto Diether v. Goddenthow

Aufgrund der fortschreitenden Schadensverluste musste nun die Oberfläche des Monuments umfassend instand gesetzt werden. Die Schadensanalyse habe dabei ergeben, so Marianne Grosse, dass der große Teil der Mörteloberfläche in der freiliegenden Sockelzone sehr geschwächt war und damit auch natürlich schadhaft. Der Gussmörtel war teilweise bis in größere Tiefen gelockert und Kiesel und Bruchsteine waren auch lose. Auch größere Steine waren schon absturzgefährdet und mitunter auch schon heruntergestürzt, so dass vor Steinschlag am Drususstein mit Schildern gewarnt werden musste. Ein Übriges hatten Efeubewuchs und nahestehendes Gehölz, beziehungsweise deren Wurzelwerk am Mauerwerk angerichtet. Beschleunigt hatten den Verfall Ausbrüche und Fehlstellungen am Mauerwerk, was zu dauerhafter Durchfeuchtung und Frostschäden führte und für  sehr, sehr weit zurückgewitterte Fugen im Mauerwerk sorgte. An der Süd- und Südostseite war ein besonders starker Pflanzenbewuchs vorhanden.

Nach der Erstellung verschiedenster Gutachten mussten hier als erste Sanierungsmaßnahmen zum Schutz des Denkmals sechs Bäume entfernt werden, die sowohl die Lichtbeziehung aber auch über ihr Wurzelwerk das Gestein negativ beeinträchtigt haben, erläuterte die Bau- und Denkmalschutzdezernentin. Es gibt natürlich Ausgleichspflanzungen an anderer Stelle.
Zudem wurde der Festungswall teilweise abgegraben, um den Drususstein auch von Süden her freizustellen und den Feuchtigkeitseintrag des Mauerwerks von dieser Seite aus zu verhindern, veranschaulichte Marianne Grosse die weiteren, bisher erfolgten Sanierungsschritte. Dabei wurden ganz beachtliche Einschnürungen und Ausbrüche bis zu einer Tiefe von 1 bis 1,6 Meter vorgefunden, so dass zur Stabilisierung und Verstärkung ein Füllbeton eingebracht werden musste, „der in seiner Zusammensetzung sehr dem römischen Opus caementicium ähnelt“, versicherte Marianne Grosse.

Der Fundament musste freigelegt werden. © Foto Diether v. Goddenthow
Der Fundament musste freigelegt werden. © Foto Diether v. Goddenthow

Ein Restaurator habe zudem eine genaue Schadenskartierung des gesamten Mauerwerks vorgenommen, die als Grundlage für die Restaurierung verwendet werde. So sei inzwischen der gesamte Drususstein von der Firma Zedler konserviert worden, und zeige wieder ein einheitliches Erscheinungsbild. „Damit konnten wir“, so die Denkmalpflegedezernentin, „ jetzt einen ganz wichtigen und entscheidenden Teil der Arbeiten abschließen. Bei den noch laufenden Maßnahmen soll jetzt untersucht werden, wie weit das Fundament in die Tiefe reicht. Dafür haben wir uns mit der Landesarchäologie genau abgestimmt“, so Marianne Grosse abschließend.

Auf der Suche nach dem wahren Alter

Dr. Marion Witteyer, Leiterin der Landesarchäologie Mainz, unterstrich noch einmal die Dringlichkeit und Bedeutung der Maßnahme: „Wenn wir in Mainz ein Monument haben, das seines Gleichen sucht, dann ist es das. Und wenn da dran ein Besucher liest: ‚Vorsicht Steinschlag!‘ klingt das irgendwie ein bisschen merkwürdig. Also deswegen mein herzlichsten Dank dafür, dass jetzt unser Sorgenkind, das – nicht einzige – Sorgenkind der Landesarchäologie, in Pflege genommen worden ist. Die Bau- und Denkmalschutzdezernentin habe den Archäologen das nötige Zeitfenster geöffnet. Denn es ginge hier nicht drum, dass ein Hochhaus innerhalb schnellster Zeit gebaut werden müsse. Beim Drususstein ginge es um ein historisches Monument einer ganz besonderen Art. Und das erfordere nun mal eine ganz spezielle Herangehensweise. Da man bislang nicht mal genau wusste, was denn am Drususstein alles Originalsubstanz aus römischer Zeit, und was jüngeren Datums sei, habe die Stadt das erste Mal  neben der Erstellung eines Schadbildes überhaupt mal kartiert, welche Bausubstanzen original römisch alt und welche neueren Datums seien, erläuterte Dr. Marion Witteyer.

Dr. Marion Witteyer, Landesarchäologin,  kann sich vorstellen, dass es sich beim Drususstein auch um ein römisches Siegesmonument handelt, welches die Bedeutung des Drusussteins gar noch erhöhen könnte. © Foto Diether v. Goddenthow
Dr. Marion Witteyer, Landesarchäologin, kann sich vorstellen, dass es sich beim Drususstein auch um ein römisches Siegesmonument handelt, welches die Bedeutung des Drusussteins gar noch erhöhen könnte. © Foto Diether v. Goddenthow

Mit diesem Sanierungsprojekt seien Grundlagen geschaffen worden, „die weit in die Zukunft hineinreichen, und sich auszahlen werden“, was natürlich dauere. Beispielsweise sei man dabei, Stein für Stein, Mörtelbrocken für Mörtelbrocken abzuscannen, um Holzkohlepartikel zu finden, um diese dann für einen möglichst korrekten Altersnachweis C14-datieren zu lassen, so die Landesarchäologin, und fügt hinzu: „Ich bin schon zufrieden, wenn wir ein Jahrhundert hätten“. Aber eine Probe allein sei zu wenig. Man benötige hierfür ein wenig mehr an Material.

Im Prinzip ist man sich ja sicher, dass der Drususstein aus dem Ende des 1. Jahrhundert vor Christus stammen müsse. Das kann anhand der antiken Literatur, der Bedeutung, die Drusus für Mainz hatte, und anhand von überlieferten Senatsbeschlüssen in Rom unter anderem abgeleitet werden. Die überlieferten Senatsbeschlüsse sagen nämlich, dass alljährlich hier Feierlichkeiten für Drusus und später seinen Sohn Germanicus stattfanden. Zu diesen Feierlichkeiten seien, so Dr. Marion Witteyer, aus 60 gallischen Civitates, nämlich aus Frankreich, der Schweiz und Germanien, die politischen Vertreter hierher an den Rhein angereist, um sich in Mainz zu versammeln. Dafür müssen sie einen Platz haben. Und ein Versammlungsplatz ist immer auch zugleich eine Spielstätte oder umgekehrt. Denn eine Spielstätte bietet immer auch die Möglichkeit, sich zu versammeln. Und so bot ein Theater, wie etwa das naheliegende Römische Theater am heutigen Südbahnhof aufgrund seiner Größe immer genügend Raum für alle möglichen Arten der Versammlung. Daraus können wir zwar nicht schließen, dass das hier unbedingt das Drususmonument sein muss, aber es sei sehr wahrscheinlich.

Ehrengabmal oder Sieges-Monument?

Eine  Expertendiskussion findet derzeit darüber statt, ob es sich beim Drususstein um ein Bauwerk (Monumentum), oder einen Grabhügel (Tumulus) handelt. Während die frühen Überlieferungen  von Tumulus, also einem Hügel, einer Erdbedeckung, statt von einem Bauwerk berichten, sprechen spätere Überlieferungen  aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.  explizit von einem „Monument des Drusus in Mainz“, so die Landesarchäologin.

So gibt es eine Gruppe von Archäologen, die aus vielen guten Gründen meinen, dass es sich beim Drususstein um ein Ehrengrab (bedeckten Hügel) von Drusus handelt. Drusus selbst ist ja nach Rom überführt und dort im Mausoleum von Kaiser Augustus beigesetzt worden.

Und die anderen sagen, dass es sich beim Drususstein um etwas anderes handele, so Dr. Marion Witteyer. Der Drususstein also kein Ehrengrab? Wäre das so,  sei das aber nicht minder imperial, vielleicht im Gegenteil, so die Landesarchäologin. Zwar wäre diese Bauform, ein Quader mit einem Grund und einem Kegeldach oben drauf, ganz typisch für die spätere Römische Republik, also für die Zeit vor Christus, um aristokratische Grabbauten zu errichten. Aber, so Dr. Marion Witteyer, gebe es „noch andere Monumente, die eigentlich vom Aufbau diesen sehr ähnlich sind. Und das sind Siegesmonumente“.

Es gibt in Monaco ganz hoch oben, im heutigen La Turbie, das Tropaeum Alpium , auch Tropaeum Augusti , genannt. Anlass für die Errichtung war der Alpenfeldzug im Jahre 15 v. Chr., in dem Drusus und Tiberius insgesamt 46 Stämme unterwarfen. Im 6 bis 7 vor Chr. wurde dieses Sieges-Monument schließlich errichtet. Da dies in Plinius Schriften belegt ist, konnte die Inschrift entsprechend wieder hergestellt werden. Das Problem hier in Mainz sei, dass „wir keine Inschrift haben“, so Dr. Marion Witteyer.

Könnte der Drususstein also  ein „Siegesmonument“ wie in La Turbie sein? Wäre dies so, hieße das aber nicht automatisch, dass es das Ehrengrabmal dann nicht gäbe.-Denn es sei ja bekannt, dass Kaiser Augustus ein Grabgedicht geschrieben hat zu Ehren von Drusus. Aber ein Grabgedicht benötigt nicht zwingend ein Steinbau, um auf einer Tafel sichtbar dort angebracht werden zu können. Auch ein Grabhügel kann ja unten ein Steinsockel haben, eine Erdaufschüttung, so wie das Mausoleum von Kaiser Augustus in Rom.

„Und wenn wir sein Ehrengrab nicht kennen, dann haben wir noch für die Zukunft wichtige Entdeckungen vor uns, so Dr. Marion Witteyer. Und  wir hätten hier ein Siegesmonument“. Aber letztlich ist es hinsichtlich der Bedeutung für Mainz egal: „Wir haben auf jeden Fall ein ganz bedeutendes, das größte Monument was in Form eines Grabbaus errichtet ist, hier in Mainz, und nirgendwo sonst“, so die Landesarchäologin, der es einfach wichtig ist, in Mainz den Mut zu haben, auch mal in weitere Perspektive einzunehmen.

Das begrüßte auch Prof. Christian-Friedrich Vahl,  Vorsitzender der „Initiative Römisches Mainz e.V.“ Er sieht in dieser „behutsamen Umgangsweise mit diesem Monument einen ganz wichtigen Schritt“, in der nächsten Zeit genauso weiterzugehen, „dass wir in Richtung Freilichtmuseum ‚Römisches Mainz‘ weiterwandern“.

(Diether v. Goddenthow)