Kategorie-Archiv: Stadtbibliothek Mainz

Mainzer Stadtschreiberin 2018 liest am 26.09. in Wissenschaftlicher Stadtbibliothek

Anna Katharina Hahn, Mainzer Stadtschreiberin 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow
Anna Katharina Hahn, Mainzer Stadtschreiberin 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow

(rap) Am 26. September 2018, 18.30 Uhr ist Anna Katharina Hahn zu Gast in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek. Die Autorin ist diesjährige Preisträgerin des renommierten Stadtschreiber Literaturpreises, der jedes Jahr von der Landeshauptstadt Mainz und dem ZDF vergeben wird. Beim letzten „Treffpunkt Stadtbibliothek“ für dieses Jahr liest Hahn aus einer Auswahl ihres bisherigen Werkes.

Mit großartiger Menschen- und Milieukenntnis, mit ihrem ebenso präzisen wie ironischen Sprachwitz ist Anna Katharina Hahn eine durch und durch heutige Autorin. Sie ist die große Erzählerin des jungen Bürgertums ihrer schwäbischen Heimat mit allen seinen Irrungen und Abgründen. Thematisch und stilistisch greift sie von Buch zu Buch weiter aus: Über den Stadtrand von Stuttgart bis nach Spanien, vom knappen Realismus, über beziehungsreiche Anspielungen auf die Romantik, bis hin zum fast schon surrealen Entwurf der Verschmelzung einer Tochter mit ihrer Mutter und mit deren bewegtem Leben.

Anna Katharina Hahn wurde 1970 im schwäbischen Ruit auf den Fildern geboren und wohnt in Stuttgart. Seit den 1990er Jahren veröffentlichte sie zunächst kürzere literarische Arbeiten in Zeitschriften und Anthologien. Es folgten zwei Bände mit Erzählungen („Sommerloch“, 2000, „Kavaliersdelikt“, 2004), ehe ihr mit dem Roman „Kürzere Tage“, der im grün-linken Stuttgarter Bürgertum spielt, im Jahr 2009 der Durchbruch bei der Kritik und bei den Lesern gelingt. Auch ihr nächster Roman „Am schwarzen Berg“ (2012), der das gehobene Bürgertum in Zeiten des Protestes gegen Stuttgart 21 zeigt, war ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik. Für ihren jüngsten Roman „Das Kleid meiner Mutter“ (2016), der die junge Generation Spaniens in prekären Verhältnissen schildert, erhielt sie viel Resonanz.

Veranstaltungsort: Lesesaal der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek, Rheinallee 3B, 55116 Mainz.

Eintritt frei, Spenden willkommen.

Literarisch-musikalischer Abend zu Heinrich Heine mit Burkhard Engel am 20.Jan 2016 in der StaBi Mainz

Literarisch-musikalischer Abend zu Heinrich Heine mit Burkhard Engel

(rap) – Am Mittwoch, 20. Januar 2016, um 18.30 Uhr, eine musikalische Lesung zu Heinrich Heine mit dem Cantaton Theater mit Burkhard Engel statt.

Veranstaltet wird der Abend von der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung. Aufgrund der Bauarbeiten in der Stadtbibliothek wird die Veranstaltung in die benachbarte Steinhöfelschule (Rheinallee 3, 55116 Mainz) verlegt.

In Anlehnung an den Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar lädt der Abend dazu ein, Heinrich Heine als einen kritischen und unabhängigen Dichter wiederzuentdecken, der scharf mit dem Obrigkeitsstaat, dem Nationalismus und jeglicher politischer Unterdrückung ins Gericht ging. Heines Texte wurden in seiner deutschen Heimat verboten. Mit Rezitation, Gesang und Gitarrenmusik werden Lieder und Satiren, Sprache und Esprit des Dichters präsentiert.

Der in Frankfurt geborene Burkhard Engel steht bereits seit über 20 Jahren mit literarisch-musikalischen Programmen in Deutschland, Österreich, Rumänien und der Schweiz auf der Bühne.

Lesung: Gerd Berghofer liest Dietrich Bonhoeffer am 30.09.15 in Stadtbibliothek Mainz

(rap) – Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung laden Mittwoch, 30.9.2015, 18.30 Uhr zu einem Abend rund um den Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer ein.

Der Publizist und Rezitator Gerd Berghofer wird dabei Bonhoeffers Biographie, dessen Texte und seine Rolle im Widerstand beleuchten.
Wegen der anhaltenden Sanierungsarbeiten in der Stadtbibliothek findet die Lesung im Vortragssaal der Steinhöfelschule direkt neben der Stadtbibliothek statt (Rheinallee 3).

Hinweis: Diese Lesung war ursprünglich für den 24. Juni 2015 anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung in Mainz geplant, musste damals aber aufgrund einer Erkrankung von Herrn Berghofer ausfallen und wird mit diesem Ersatztermin nun nachgeholt.

Dietrich Bonhoeffer war ein Ausnahmetheologe. Seine neue Lesart der Bibel fand Anklang, insbesondere bei jungen Menschen. Gebildet, aus gut bürgerlichem Elternhaus stammend, engagiert, kritisch – so ging er seinen Weg in tiefer christlicher Überzeugung.
Sein Denken, nach dem man „dem Rad in die Speichen fallen muss, wenn es nötig“ sei, brachte ihn in den Widerstandskreis. Als einer von ganz wenigen Kirchenmännern hatte Bonhoeffer auch die Juden im Blick, und seine Aussage „Wer nicht für die Juden schreit, darf nicht gregorianisch singen“ ist heute Beleg für seine aufrechte Haltung.

Am 9. April 1945 wurde der Theologe in Flossenbürg ermordet. Vielfach ist Dietrich Bonhoeffer mit dem Kirchenlied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ präsent. Aber er ist viel mehr als das – und Gerd Berghofer begibt sich auf eine spannende Spurensuche, immer auch unter dem Aspekt der Frage: Warum gerade Bonhoeffer? Wie wurde aus jemandem, dem die Anbindung an die Kirche fehlte, ein herausragender Theologe? Wie wurde aus einem staatstreuen Theologen ein Widerständler?

Sonderführung im Stadtarchiv Mainz am „Nationalen Aktionstag für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts“ am 05.09.2015

stabimainz.250(bia) – Unter dem Motto „Vergessene Kostbarkeiten“ fördert die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) im Jahr 2015 bundesweit 39 Modellprojekte zur Sicherung und Erhaltung gefährdeten Kulturguts in Archiven und Bibliotheken.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und die Kulturstiftung der Länder (KSL) stellen hierfür rund 410.000 Euro bereit.

Eine der in diesem Jahr geförderten Einrichtungen ist das Stadtarchiv Mainz. Das vom Stadtarchiv eingereichte Modellprojekt sieht die Restaurierung von vier einzigartigen, handgezeichneten Plakaten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs vor. Mit diesen waren Konzerte des Gefangenenorchesters der in Mainz internierten französischen Offiziere angekündigt worden. Die 1915-1918 auf der Zitadelle in Mainz als Kriegsgefangene untergebrachten Offiziere genossen eine bevorzugte Behandlung.

Dazu zählte neben verschiedenen Angeboten der sportlichen und kulturellen Erbauung auch die Möglichkeit, ein eigenes Orchester zu unterhalten, das vor den Mitgefangenen auftrat. Die erhalten gebliebenen, aber stark beschädigten Plakate sind teilweise aufwendig illustriert und geben einen Einblick in das anspruchsvolle Programm der Konzerte. Mit der finanziellen Unterstützung durch die KEK können diese Unikate nun restauriert und somit deren Erhalt gesichert werden.

Im Zusammenhang mit dem „Nationalen Aktionstag für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts“ bietet das Stadtarchiv Mainz am 5. September 2015 eine öffentliche Sonderführung durch die derzeit gezeigte Ausstellung „Residenz – Festung – Kurstadt 1914-1918: Darmstadt, Mainz und Wiesbaden im Ersten Weltkrieg“ an. Dabei werden neben zahlreichen Originalen, die ein eindrucksvolles Bild vom Alltag der Menschen in Mainz während des Ersten Weltkriegs geben, auch die Konzertplakate des französischen Kriegsgefangenenorchesters zu sehen sein.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Treffpunkt ist am 5. September 2015 um 11.00 Uhr im Foyer von Stadtarchiv und Stadtbibliothek, Rheinallee 3 B.