Kategorie-Archiv: Caricatura Frankfurt

Sondermann-Preis geht an Nicolas Mahler und Stefanie Sargnagel

Sondermann-Preisträger Nicolas Mahler © Caricatura Museum Foto: Manfred Werner Tsui
Sondermann-Preisträger Nicolas Mahler © Caricatura Museum Foto: Manfred Werner Tsui

Der Sondermann e.V. verleiht seine beiden diesjährigen Preise für komische Kunst an Nicolas Mahler und Stefanie Sargnagel. Der 1969 in Wien geborene Mahler ist der derzeit international renommierteste deutschsprachige Comic-Künstler. Der mit 5.000 Euro dotierte Sondermann-Preis würdigt neben seinem schier unendlichen Ideen- und Formenreichtum vor allem die im Suhrkamp Verlag erschienenen Comics nach Meisterwerken der Weltliteratur wie Thomas Bernhards „Alte Meister“ (2011), Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“ (2013), Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (2017) und im kommenden Jahr James Joyces „Ulysses“. Alle diese Comics sind viel mehr Variationen als Adaptionen, bei denen Mahler neue Geschichten auf der Basis der alten erzählt.

Der diesjährige Sondermann-Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro geht an die 1986 in Wien geborene Schriftstellerin Stefanie Sargnagel. Mit ihren auf eigenen Erfahrungen gründenden „Callcenter-Monologen“, die unter dem Titel „Binge Living“ 2013 als Buch erschienen, etablierte sich Sargnagel als eine der originellsten Autorinnen in den Sozialen Medien, die seitdem ihr Hauptforum für Publikationen geblieben sind. Als Mitglied der feministischen „Burschenschaft Hysteria“ veralbert sie akademische Männerbünde, und in München bibbert man der für 2020 angesetzten Premiere ihres Oktoberfest-Stücks „Am Wiesnrand“ entgegen.

Mit der Doppelvergabe an die beiden österreichischen Künstler wird auch unser originelles Nachbarvölkchen im Süden gewürdigt. Die Gala zur Preisverleihung in der Frankfurter „Brotfabrik“ wird deshalb im Zeichen Österreichs stehen. Sie findet am 11. November statt, dem Geburtstag des 2004 verstorbenen Zeichners Bernd Pfarr, nach dessen Cartoon-Serie „Sondermann“ Verein und Preis benannt sind. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Hans Traxler, Michael Sowa und Jan Böhmermann. Im vergangenen Jahr erhielten Otto Waalkes den Haupt- und die Comiczeichnerin Anna Haifisch den Förderpreis. Sondermann e.V. Verein zur Förderung, Erforschung und Verarbeitung der Komischen Kunst und Literatur e.V.
Satire-Tipp:

Sondermann-Gala in der Frankfurter Brotfabrik am 11.11.2019

„Die lange Nacht der Walzerzombies
Multimedia-Spektakel zu Ehren der österreichischen Kultur und Mehlspeisen

Mit Stefanie Sargnagel, Nicolas Mahler, Klaviermusik, Ibiza-Videos, Lichtbildervorträgen und klassischen Rezitationen

Wer bekommt den begehrten Sondermann-Preis? Diese Frage wird wie immer am 11.November beantwortet, dem Geburtstag von Bernd Pfarr. Es treten gegeneinander an: drei Generationen von Titanic-Chefredakteuren, zwei FAZ-Ressortleiter, zwei ÖstereicherInnen und ein klavierspielender Sänger. Ein gnadenloser Kampf, der vor den Augen des Publikums ausgetragen wird und bei dem es nur zwei Gewinner geben kann.

Mitwirkende: Patrick Bahners, Moritz Hürtgen, Nicolas Mahler, Markus Neumeier, Andreas Platthaus, Stefanie Sargnagel, Oliver Maria Schmitt, Tim Wolff & Hans Zippert

Österreichisch mit dt. Untertiteln

VVK: 20 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 25 € / freie Sitzplatzwahl“

Brotfabrik Frankfurt

Untergang ohne Ende: Satire-Magazin Titanic wird 40 – Über 200 Witzbolde huldigen dem schwarzen Humor und marschieren durch Frankfurts neue Altstadt

Nach dem Empfang im Kaisersaal zum 40. versammelte  sich die Satire-Szene mit Zonen-Gabis "Gurken-Banane"  auf dem Frankfurter Römerberg zu einer Festparade durch die neue Altstadt. © Foto: Diether v Goddenthow
Nach dem Empfang im Kaisersaal zum 40. versammelte sich die Satire-Szene mit Zonen-Gabis „Gurken-Banane“ auf dem Frankfurter Römerberg zu einer Festparade durch die neue Altstadt. © Foto: Diether v Goddenthow

Seit Jahrzehnten hält Deutschlands bissigstes Satire-Magazin TITANIC von Frankfurt aus der Gesellschaft den Spiegel vor. Nun wurden zum Dank dafür gestern anlässlich des 40. die Macher und Sympathisanten von Oberbürgermeister Peter Feldmann in Beisein zahlreicher prominenter Gratulanten, u.a. Satireplakat-Künstler Prof. Klaus Staeck, würdig im Kaisersaal des Frankfurter Rathauses empfangen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Oberbürgermeister Peter Feldmann. © Foto: Diether v Goddenthow

Während 52 Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation – von Karl dem Großen über Friedrich Barbarossa bis zu Franz II, die „Herren in Strumpfhosen“, wie Feldmann sie nannte, von den Wänden herab auf die endgültige bürgerliche Umarmung der TITANIC schauten, erinnerte der OB an die lange Geschichte der Satire in Frankfurt, allen voran an den Dichter und Freiheitskämpfer Friedrich Stoltze (1816 – 1891): „Wieso entstand hier die Pardon, später Titanic? Wieso ist die Satirikerdichte derart hoch? Wieso gibt es keinen logischeren Ort fürs Caricatura Museum? Es mag derselbe Grund sein, warum wir in Frankfurt das erste deutsche Parlament hatten, warum Figuren wie Friedrich Stoltze oder Georg Büchner hier wirkten“, so Peter Feldmann. Die Stadt ermögliche einen freien Blick auf die Welt. „Diese Freiheit war einst hart erkämpft, gerade die Freiheit des Wortes.“

TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen hat gerade vom Oberbürgermeister  den Rathausschlüssel erhalten.  ©  Foto: Diether  v Goddenthow
TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen hat gerade vom Oberbürgermeister den Rathausschlüssel erhalten. © Foto: Diether v Goddenthow

Soviel satirehistorischem Pathos hatte der neue TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen  nach seiner fulminant ungehörigen (Gegen-)Rede abschließend nur noch eins draufsetzen können: „Vergessen sie nie, was TITANIC für Frankfurt getan hat! Eines Tages werden wir Sie vielleicht um einen Gefallen bitten.“ Als Zeichen der Anerkennung erhielt Hürtgen den Schlüssel der Stadt.

Schließlich formierte sich die illustre Festgesellschaft am Römerberg vor dem Rathaus zu einer festlichen Parade über den Krönungsweg zum „Caricatura Museum für Komische Kunst“ und danach zum Mainufer, dem Zentrum der Jubiläumsfeierlichkeiten.

Auf geht's Richtung Krönungsweg.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Auf geht’s Richtung Krönungsweg.© Foto: Diether v Goddenthow

Weil sie vom „rechten“ Krönungsweg ein wenig abgekommen waren und unfreiwillig den Umweg über „Im Lämmchen“ nahmen, hatten die zuvor mit allerlei Titanic-Demo-Schildern und Satire-Werkzeugen ausgestatteten 200 Witzbolde und Witzboldinnen ihren Jubiläums-Ährenkranz mit Zonen-Gabys Gurken-Banane zunächst am Struwwelpeter-Museum und dann am Stolze-Brunnen „beigetragen“, bevor die gewesenen und aktuellen Tinanic-Redakteure zur feierlichen Ährenkranz-Niederlegung an Hans Traxlers Elchskulptur vor dem Caricatura Museum schreiten konnten.

Niederhocken am Kranz vor Hans Traxlers Elchskulptur. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Niederhocken am Kranz vor Hans Traxlers Elchskulptur. © Foto: Diether v Goddenthow

Nach diesem ergreifenden Moment des Innehaltens formierte sich der Spaßlindwurm erneut und zog durch Saalgasse und Saalhof hinunter zur Bühne am Mainkai. Der Begrüßung durch Caricatura-Direktor Achim Frenz und der Festrede von Ex-Titanic-Chefredakteur Oliver Maria Schmitt wurde per Videobotschaft Martin Sonneborn, Vorsitzender „Die Partei“, Ex-Titanic-Chefredakteur und Mitglied des Europäischen Parlaments, mit seiner Botschaft dazu geschaltet.

Im Anschluss erfolgte im Caricatura Museum die Vernissage zur Ausstellung „DIE ENDGÜLTIGE TITEL-AUSSTELLUNG“ . Diese geht vom 3.Oktober 2019 bis 2. Februar 2020. Sie ist ein Muss für alle, die Spass an schwarzhumoriger Polit-Satire haben.

 

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Caricatura Museum Frankfurt
Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17
60311 Frankfurt am Main
caricatura.museum@stadt-frankfurt.de
www.caricatura-museum.de

Caricatura Frankfurt feiert 40 JAHRE Satire-Magazin TITANIC mit der Sondershow „DIE ENDGÜLTIGE TITEL-AUSSTELLUNG“ vom 3.10.2019 – 2. Februar 2020

plakat-40j-titanicDeutschlands größtes und bedeutendstes Satire-Magazin Titanic wird 40. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet das Caricatura Museum für Komische Kunst Frankfurt die größte je gezeigte Auswahl „endgültiger“ Titel und schonungsloser Frontseiten der TITANIC als einen satirischen Gegenentwurf zu vier Jahrzehnten deutscher Geschichte.

Es sei die dritte, und wohl die letzte Titanic-Ausstellung, die er organisiere, so Caricatura-Direktor Achim Frenz beim heutigen Pressegespräch, gemeinsam mit dem langjährigen Titanic-Ex-Chefredakteur Tim Wolff sowie seinem Nachfolger Moritz Hürtgen. Die Ausstellung habe im dreißigsten Jahr des Mauerfalls einen Schwerpunkt auf der Wiedervereinigung und deren Folgen. Gemäß Chlodwig Poths Impressumsmotto „Die endgültige Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag” zeichne die Ausstellung den Werdegang der Zonen-Gaby, die Renationalisierung des geeinten Landes und die verzweifelten Versuche der Redaktion, die Mauer wieder aufzubauen, nach.

Titanic Heft November 1999 ©  Caricatura Museum Frankfurt
Titanic Heft November 1999 © Caricatura Museum Frankfurt

So gibt es in der Ausstellung ein Titelbild, das zeigt, wie liebevoll versucht wird, mit entsprechender Hege und Pflege die Mauer wieder „natürlich“ wachsen zu lassen. Die unzähligen Titel lassen die rabiate Gegengeschichte von vier deutschen Jahrzehnten seltsam präzise und oftmals prophetischer erscheinen, als es selbst den Spaßmachern lieb sein kann – wollten sie doch letztlich nicht mehr, als die Welt- und Zeitläufe anzulachen. Das verdeutlicht manches alberne und absurde, aber auch bösartige oder bittersüße Cover, die mitunter auch schon mal übers Ziel hinaus schossen.
Im Erdgeschoss erwartet bildungsfernere Besucher eine Tafel „So nutzen Sie diese Ausstellung“ als kleine Anleitung für ihren Museumsgang. Die „Bildungsschichtler“ dürfen diese Tafel überspringen, und sich gleich in der „Hall of Fame“ die Besten der Besten anschauen, nämlich die spritzigsten und relevantesten von 168 Titanic-Titelbildern und 67 Originalgrafiken sowie zahlreichen Requisiten wie „das Heiße Eisen“ etc. umtun.

©  Caricatura Museum Frankfurt Foto: Diether  v Goddenthow
Hall of Fame © Caricatura Museum Frankfurt Foto: Diether v Goddenthow

 

 

Galerie mit Skandalwand und Vitrinen des Verbotenen

Auf der Galerie können Freunde des schwarzhumorigen Geschmacks weitere Hefte aus vier Jahrzehnten in Augenschein nehmen, zirka 117. Die schlimmsten sind  aufgeschlagen.

Ein Gag ist die sogenannte Skandalwand, auf der nicht nur die großen, sondern auch die kleineren Skandale, die TITANIC ausgelöst hat, in ihrer vollkommenen Absurdität erfassen.

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Aber es ist auch der wichtigste Skandal dokumentiert, der der Redaktion ganz zu ihrer Freude passierte. So prozessierte die katholische Kirche praktisch ständig gegen das Satiremagazin. Gründe sah man in der angeblichen Religionsbeschimpfung und der Verunglimpfung des Papstes. 2012 ging zum ersten Mal der Papst auch zivilrechtlich gegen das Magazin vor und erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen die Darstellung auf dem Titel und der Rückseite der JuliAusgabe („Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!“), die später allerdings zurückgenommen wurde. Bessere PR habe uns gar nicht widerfahren können, so Wolff. Auch Gegendarstellungen seien immer schön, da sie dazu führen, dass man den Witz wiederholen kann, ohne sich strafbar zu machen.

Vitrinen des Verbotenen mit 12 absolut widerwärtigen Titanic-Ausgaben. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Vitrinen des Verbotenen mit 12 absolut widerwärtigen Titanic-Ausgaben. © Foto: Diether v Goddenthow

Die Ausstellungsmacher haben sogar einen Weg gefunden, die insgesamt 12 verbotenen Heftseiten aus TITANIC doch zeigen zu können, nämlich mit einem simplen Trick, indem sie die Auslagen mit Matten abgedeckt als Verboten gekennzeichnet haben. Es bleibt nun der Neugierde eines jeden Besuchers selbst überlassen, diese Abdeckungen doch ein wenig zu lupfen, und einen Blick darunter zu wagen. Beispielsweise wird darunter auch die Titanic-Ausgabe vom Mai 1993 mit SPD-Ministerpräsidenten Björn Engholm zu entdecken sein, den die Redaktion unter der Überschrift „Sehr komisch, Herr Engholm!“ an Stelle von Uwe Barschel fototechnisch in die Genfer Badewanne steckte. Engholm wurde das zu dieser Zeit bislang höchste Schmerzensgeld in der deutschen Pressegeschichte von 40.000 DM zugesprochen, das in Verbindung mit den Prozesskosten die TITANIC fast in den Ruin trieb. Auch andere fühlten sich diffamiert, darunter Kurt Beck, Johannes Rau und Benjamin von Stuckrad-Barre. Andere wiederum, etwa Helmut Kohl oder Angela Merkel, reagierten nie auf die satirischen Einlassungen der TITANIC.

Titanic Heft Oktober 2014. ©  Caricatura Museum Frankfurt
Titanic Heft Oktober 2014. © Caricatura Museum Frankfurt

Als gesellschaftskritisches Magazin versteht sich die „TITANIC“ nicht vorrangig als Medium des Journalismus, sondern als Periodikum, das satirische Kunstwerke verbreitet. Geschaffen von Künstlern, die sich auf die Kunst- und Meinungsfreiheit berufen. Die 55 Gerichtsverfahren, 38 verbotenen Ausgaben, zahlreichen einstweiligen Verfügungen und Unterlassungserklärungen sowie die kurzweilige Sperrung des Twitter Accounts 2018 wurden und werden in Kauf genommen. Denn die Komikschaffenden der Redaktion bestimmen, wo Satire aufhört und der Spaß erst richtig losgeht.

Gegründet wurde die Titanic 1979 von Vertretern der Neuen Frankfurter Schule, Robert Gernhardt, F. K. Waechter, Peter Knorr,  Hans Traxler und Chlodwig Poth. Zuvor hatte man gemeinsam in der Redaktion der Satirezeitschrift Pardon gearbeitet, nach Auseinandersetzungen über die Ausrichtung der Zeitschrift aber beschlossen, ein eigenes Format zu schaffen. Der ursprüngliche Plan, die Zeitschrift „Die Sonne“ zu benennen, der zahlreiche wortspielerische Rubriken wie „Sonne Scheiße“ oder „Sonne Unverschämtheit“ ermöglicht hätte, musste aufgrund eines bereits urheberrechtlich geschützten Titels aufgegeben werden. So erschien pünktlich zur Buchmesse 1979, begleitet von einem bundesweiten Presseecho, die erste Ausgabe der TITANIC mit dem programmatischen Untertitel „Das endgültige Satiremagazin“.

Die TITANIC ist seit jeher ein von Verlegern, Werbekunden oder Politikern inhaltlich unabhängiges Magazin und mit ihren satirischen Texten, humoristischen, künstlerischen Zeichnungen und Comics unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Presselandschaft. Mit den Waffen der Satire ist die Redaktion stets bereit, mal lustig oder erschreckend, einfach albern oder absurd, im wahrsten Sinne des Wortes „endgültige Satire“ zu betreiben und mit einem klaren „Ja zum Nein“ gegen alles und jeden grenzenlos anzulachen. Dafür stehen auch die zahlreichen Manöver der Redakteure und Mitarbeiter, die für großes, teils internationales Aufsehen sorgten. Angefangen vom Buntstiftlecker Bernd Fritz 1988 in Wetten dass..? über den Bestechungsskandal um die Fußball WM-Vergabe an Deutschland 2006 bis hin zur Falschmeldung der Bildzeitung aufgrund gefälschter Mails (#miomiogate) im vergangenen Jahr. Der verlängerte politische Arm der Redaktion, „Die PARTEI“, gegründet 2004 vom damaligen Chefredakteur Martin Sonneborn, mischt zudem unverfroren den Politikbetrieb auf und sorgt mit satirischen Coups für immer neue Schlagzeilen. Nur zehn Jahre nach der Gründung wurde Sonneborn erstmals zum Mitglied des EU Parlaments gewählt. 2019 wurde er im Amt bestätigt. Der sensationelle Wahlerfolg mit 2,4 % der Stimmen verhalf auch Kabarettist Nico Semsrott als Vertreter der PARTEI in das EU Parlament.

Im Treppenhaus werden die Titanic-Titel als "Treppenwitze" genutzt.. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Im Treppenhaus werden die Titanic-Titel als „Treppenwitze“ genutzt.. © Foto: Diether v Goddenthow

Jeweils 50.000 D-Mark hatten die fünf Gründer und Herausgeber investiert, um mit einer Sperrminorität dem ersten Verleger Gerhard Sondermann (bis 1988) wie auch Erik Weihönig (bis 2005) jedes inhaltliche Mitspracherecht zu verweigern. Ein bundesweit einmaliges Redaktionsstatut, das es der Redaktion zudem erlaubt, das eigene Personal, bis hin zum Chefredakteur, zu bestimmen.

2006 wurde der Gesellschaftervertrag erneut geändert. Aktuell sind Achim Greser, Achim Frenz, Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn, Hans Zippert und Patric Feest (Geschäftsführer) Herausgeber des Hefts. Die Chefredaktion, seit Ende 2018 besetzt durch Moritz Hürtgen, wechselt turnusgemäß alle 5 Jahre.

Ein wesentlicher Bestandteil des Magazins sind neben festen Kolumnen und Rubriken (u.a. Briefe an die Leser, Humorkritik, Vom Fachmann für Kenner) Karikaturen, humoristische Zeichnungen und Comics. Zunächst gezeichnet von den Mitgliedern der Neuen Frankfurter Schule, Robert Gernhardt, F. K. Waechter, Hans Traxler, Chlodwig Poth und F.W. Bernstein, ebenso wie von Manfred Deix, Gary Larson, John Callahan, Ernst Kahl und Rattelschneck, nach 2000 auch von Katz und Goldt, Greser & Lenz, Kamagurka, Rudi Hurzlmeier, Stephan Rürup, Rattelschneck, Eugen Egner und bis August 2004 Bernd Pfarr.

Boshafte Impression der Ausstellung. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Boshafte Impression der Ausstellung. © Foto: Diether v Goddenthow

Insbesondere die bislang erschienenen 480 Titelbilder, die selten auf eine ihnen zugehörige Titelgeschichte verweisen, zeigen, dass sich selbst kaufmännische Interessen dem Anspruch der schonungslosen, endgültigen Satire unterzuordnen haben. Viele Frontseiten sind einem breiten Publikum, das weit über die Stammleserschaft hinausgeht, bekannt und in Erinnerung geblieben.

Mit der nunmehr legendären und fiktionalen „Zonen-Gaby“, die unter Freudentränen eine geschälte Gurke („Meine erste Banane“) präsentiert, erschufen die TITANIC-Redakteure 1989 eine Kult Karikatur, die zu einem populären Poster- und Postkartenmotiv avancierte und es auch später in Varianten auf den Titel schaffte. Unvergessen auch das lange „bevorzugte Titelmodell“ (Hans Zippert): Helmut Kohl. 1981 erstmalig bezeichnet als „birnenförmiger Humorist“ aus Mainz, mit Stängel und zwei Blättern ins Bild gesetzt von Hans Traxler, schaffte er es seit 1982 regelmäßig auf das Cover.

Ausstellungsimpression. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Ausstellungsimpression. © Foto: Diether v Goddenthow

Zum 40. Jubiläum des endgültigen Satiremagazins und zum 30. Jahrestag von Zonen-Gabys Mauerfall-Glück verfolgt die Ausstellung des Caricatura Museums den satirischen TITANICGegenentwurf zur deutschen Wiedervereinigungsgeschichte und begleitet damit auch, wie oben bereits erwähnt,  den verzweifelten Versuch der Redaktion, die Mauer wieder aufzubauen.

In den Räumen des Caricatura Museums am Weckmarkt in Frankfurt werden rund 220 Titel präsentiert – darunter Originale von F. K. Waechter, Hans Traxler, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth, F. W. Bernstein, Hilke Raddatz, Rudi Hurzlmeier, Franziska Becker, Wolfgang Herrndorf, Ernst Kahl, Michael Sowa, Greser & Lenz, Stephan Rürup und Leo Riegel. Gezeigt werden zudem einzigartige Originalrequisiten, wie die berühmte halb geschälte Gurke der Zonen-Gaby sowie eine Selfie-Station, die die Besucher dazu einlädt, Titelmotive nachzustellen.

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Caricatura Museum Frankfurt
Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17
60311 Frankfurt am Main
caricatura.museum@stadt-frankfurt.de
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Begleitbuch

Zur Ausstellung erscheint das Buch „TITANIC – Das endgültige Titel-Buch“ 40 Jahre Titanic sind 480 durch feinen Humor geadelte Titel, 444.000 herzliche Briefe an die Leser, 4.000 komische Kunstwerke, 4 Millionen grenzwertige Witze und Karikaturen, 40.000 irre Fotocollagen (Schätzwerte); kurz: 40 Jahre deutsche Geschichte, wie sie hätte sein sollen.

Was wäre die Wiedervereinigung ohne Zonen-Gaby? „Wetten, dass“ ohne den Buntstiftlutscher? Die SPD ohne die Roten Strolche? Helmut Kohl ohne Birne? Die FDP ohne Genschman? Und was wäre Deutschland ohne die TITANIC? Das sind die brennenden Fragen, die sich bei einem 40. Geburtstag einfach stellen. Dieses Buch beantwortet sie. Endgültig und opulent in Schrift und Bild, wie es seit 40 Jahren in der Titanic Tradition ist. Erstmals und exklusiv werden alle Titel der letzten 40 Jahre aufwendig restauriert abgebildet. 480 Titel, denen nichts heilig ist: ob gewählte Diktatoren oder dauerregierende Demokraten, ob Politiker, Priester oder Promis, ob Hitler, Kohl, Die roten Strolche von der SPD, Merkel oder der Pinkelpapst, nicht mal Jesus, Buddha, Krishna oder der vom Islam, ja nicht mal Helmut Schmidt und erst recht nicht Deutschland. Stets nach dem Motto: »Die endgültige Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag.« (Chlodwig Poth) (Antje Kunstmann Verlag)

TITANIC – Das endgültige Titel-Buch
40 Jahre nur verarscht!
Herausgegeben von Tim Wolff, Martina Werner, Hardy
Burmeier, Leonard Riegel
Verlag Antje Kunstmann
416 Seiten, vollfarbig
40 EUR, ISBN 978-3-95614-330-4

Große Sonderausstellung für HANS TRAXLER: ZUM NEUNZIGSTEN – Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst

HANS TRAXLER: ZUM NEUNZIGSTEN
Ausstellung vom 27. Mai 2019 – 22. September 2019 im Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst

13)_Ausstellungsplakat2Am 21. Mai 2019 wurde Hans Traxler 90 Jahre alt. Hierzu gratuliert das Caricatura Museum Frankfurt dem Künstler recht herzlich mit einer umfangreichen Sonderausstellung. Hans Traxler ist wohl einer der breitenwirksamsten Satiriker, die Deutschland je hervorgebracht hat. Der Zeichner, Maler und Autor hat die Satiremagazine Pardon und Titanic sowie die „Neue Frankfurter Schule“ mitbegründet, er hat F.W. Bernsteins berühmtesten Zweizeiler („Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche!“) ins Bild gesetzt, und er ist zusammen mit Pit Knorr dafür verantwortlich, dass Helmut Kohl in den frühen Jahren seiner Regentschaft allgemein als „Birne“ bekannt war.

Geboren wurde Hans Traxler am 21. Mai 1929 im böhmischen Herrlich. Dort verbrachte er eine idyllische Kindheit auf dem Land, bis 1938 die deutsche Wehrmacht einmarschierte und ein Jahr später der Zweite Weltkrieg begann. In seinen geschriebenen und gezeichneten Kindheitserinnerungen, die soeben unter dem Titel „Mama, warum bin ich kein Huhn?“ erschienen sind, hat der nach wie vor ungemein produktive Künstler diese Zeit so komisch wie lakonisch festgehalten.

Seit 1951 lebt Traxler in Frankfurt am Main. Nach Stationen an der Städelschule und in der Redaktion der neugegründeten Pardon feierte er 1963 mit der Wissenschaftsparodie „Die Wahrheit über Hänsel und Gretel“ seinen ersten großen Bucherfolg. Bei Pardon formierte sich anschließend eine Gruppe von Zeichnern und Autoren, die später als „Neue Frankfurter Schule“ bekannt wurde. Neben Hans Traxler als Ältestem der Gruppe gehörten Chlodwig Poth, Friedrich Karl Waechter, Robert Gernhardt, F.W. Bernstein, Pit Knorr, Eckhard Henscheid und Bernd Eilert dazu. Mit Helligkeit, Schnelligkeit, respektlosem Witz und handwerklicher Könnerschaft eröffneten sie der Komik in Deutschland neue Wege zu Nonsens und Satire und gründeten 1979 ihre eigene Zeitschrift Titanic.

In den späteren achtziger Jahren verabschiedete sich Hans Traxler von der aktuellen politischen Satire und zeichnete Cartoons für die Magazine von Zeit, FAZ und Süddeutscher Zeitung. Robert Gernhardt nannte ihn einen „Cartoonisten der Weltklasse“. 1992 gelangTraxler mit seinem Buch „Aus dem Leben der Gummibärchen“ tatsächlich der Sprung auf den amerikanischen Cartoonmarkt. Daneben zeichnete, schrieb und illustrierte er unzählige weitere Bücher, darunter viele für Kinder.

Zuletzt profilierte sich Hans Traxler als Illustrator klassischer Texte, beispielsweise von Goethe, Schiller, Eichendorff oder Mark Twain. Oliver Maria Schmitt, Biograph der „Neuen Frankfurter Schule“, nannte Traxler den bildmächtigsten Zeichner der Gruppe: „Ein Maler, der zeichnet, der sorgsam die Bildflächen komponiert, Vorder- und Hintergründe aufeinanderschichtet, feine Farbakkorde intoniert, diese mit federleichten, wie schwerelosen Linien verknüpft und dabei auch noch dem Zwerchfell auf schönste Weise schmeichelt.“

Hans Traxler wurde vielfach ausgezeichnet. 2006 erhielt er z.B. den Satirepreis „Göttinger Elch“ und 2007 den Deutschen Karikaturenpreis, beide für sein Lebenswerk; außerdem 2014 die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main, 2015 den Wilhelm Busch-Preis, 2017 den Sondermann-Preis für Komische Kunst und zuletzt, im November 2018, den FriedrichStoltze-Preis.

Das Caricatura – Museum für Komische Kunst Frankfurt unterhält zu Hans Traxler eine besondere Beziehung. In seiner Sammlung bewahrt es viele Werke Traxlers auf und präsentiert den Besuchern in der Dauerausstellung der Zeichner der „Neuen Frankfurter Schule“ daraus regelmäßig neu ausgewählte Exponate. Hans Traxler hat auch die Elchskulptur geschaffen, die als Wahrzeichen dieses singulären Künstlerverbunds neben der Eingangstür des Museums steht.

Die Ausstellung

Zum 90. Geburtstag gratuliert das Caricatura Museum Hans Traxler, einem seiner Hausgötter, mit einer großen Werkschau. Im Lauf von mehr als sieben Dekaden schöpferischer Tätigkeit hat Traxler ein überwältigendes Spektrum künstlerischer Felder durchmessen und dabei ein einzigartiges Farb-, Form- und Erzählrepertoire entwickelt. Die Ausstellung „Hans Traxler: Zum Neunzigsten“ zeigt das zeichnerische, malerische und schriftstellerische Werk in seiner ganzen Vielfalt und deckt dabei alle Schaffensphasen des Künstlers ab. Präsentiert werden Hans Traxlers Bildergeschichten, Cartoons und Illustrationen, darunter Highlights, Klassiker und neueste Werke.

Besonderes Schmankerl sind fünf brandneue Werke von Hans Traxler von Ende 2018 und Anfang 2019, die noch nie gezeigt worden sind: vier Bildergedichte und ein Cartoon. Daneben sind Traxlers schönste Bildergeschichten aus dem leider vergriffenen Band „Ich, Gott & die Welt“, aber auch aus dem Zeit-Magazin und eine Auswahl an Lieblingscartoons zu sehen. Auch Traxlers Illustrationen finden Platz in der Ausstellung: U.a. werden seine Zeichnungen zu Mark Twains „Bummel durch Deutschland“ wie auch zu Morgensterns Gedichten sowie Motive aus „Unser Lichtenberg“ präsentiert.

Die Schau versammelt aber auch historische Titanic-Cover und Originalzeichnungen zu Eckhards Henscheids Titanic -Kolumne „Erledigte Fälle“: Von Dezember 1984 bis Oktober 1986 erschien mit den »Erledigten Fällen« eine Serie von Polemiken Henscheids, illustriert mit Porträtstudien Traxlers. Die kraft- und kunstvollen Schmähtexte Henscheids, die Prominente aus Politik, Kultur und Geistesleben aufs Korn nahmen, sorgten in Verbindung mit Traxlers kongenial karikaturesken Zeichnungen seinerzeit für viel Aufregung und langanhaltende Debatten.

Auf der Galerie wird das eigentliche Highlight der Ausstellung präsentiert: Hans Traxlers Kindheitserinnerungen, die im März 2019 in Buchform erschienen sind und die Kindheit des Künstlers im Dritten Reich in 33 Kapiteln und 33 farbigen Illustrationen erzählen. Die Originalzeichnungen werden komplett gezeigt, ergänzt mit (Familien-)Fotografien aus der Zeit. Mittels Audioguide werden den Besuchern die von Hans Traxler selbst eingelesenen Kapitel zu den Zeichnungen zugänglich gemacht.

Als mediale Extras zeigt das Caricatura Museum ein Interview, welches mit Hans Traxler anlässlich der Ausstellung geführt wurde, und eine Reihe von animierten und von Hans Traxler vorgelesenen Cartoons.

Im 1. Obergeschoss in den Räumen der Dauerausstellung „Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule“ werden im Traxler Kabinett Originale aus seinem ersten Buch mit Zeichnungen gezeigt: 1978 veröffentlichte Hans Traxler im Verlag Zweitausendeins „Die Reise nach Jerusalem“. Bei Pardon hatte der kurz zuvor verstorbene Papst zu den bevorzugten Sujets Traxlers gehört, dem er in den vorangegangenen zehn Jahren knapp 60 Strips und Karikaturen gewidmet hatte. Der 1897 geborene Giovanni Battista Montini war als Papst Paul VI. von 1963 bis zu seinem Tod 1978 Oberhaupt der katholischen Kirche. Wegen seiner hölzernen Art, seines festen Glaubens an einen leibhaftigen Teufel und seiner rigiden Ablehnung von Verhütungsmitteln war er einigermaßen umstritten und wurde  m deutschsprachigen Raum mit dem Spottnamen „Pillen-Paul“ bedacht. Hans Traxler bezeichnete Paul VI. im Nachwort des Bandes  edenfalls als seinen „Lieblingspapst“ und „großen Comic Charakter“: „Solche Menschen müssen einmalig und unverwechselbar sein und über jenen Funken von transzendentalem Wahnsinn verfügen, der sie abheben und eine Spanne hoch über unserem rational definierten System schweben lässt. Außerdem ist es gut, wenn sie eine große Nase haben.“

Die Ausstellung „Hans Traxler: Zum Neunzigsten“ läuft vom 27.5. bis 22.9.2019 im Caricatura Museum Frankfurt. Eröffnet wird die Werkschau mit einer Matinee am Sonntag, dem 26. Mai, um 11 Uhr im Beisein des Künstlers und seiner Gattin. Die Laudatio hält der komische Dichter und Titanic-Ex-Chefredakteur Thomas Gsella. Die Musik kommt von den Wellbappn.

 

Neben den Zeichnungen kann der Besucher im Erdgeschoss in einer Leseecke in den Büchern von Hans Traxler schmökern.

Caricatura Museum Frankfurt
Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17
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Caricatura Museum Frankfurt: Rückblick 2018 und Ausstellungsvorschau 2019

Rückblick 2018
© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Caricatura Museum Frankfurt blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück! Das 10-jährige Bestehen des Museums im Leinwandhaus konnte gefeiert, viele spannende Projekte auch außerhalb des Museums realisiert werden, und die Ausstellungen erwiesen sich im Jubiläumsjahr mit knapp 70.000 Besuchern als wahre Publikumsmagneten.

Der 80. Geburtstag von Robert Gernhardt war dem Caricatura Museum Frankfurt eine große Verpflichtung: In einer Sonderausstellung, die im Dezember 2017 eröffnete, wurde das satirische Schaffen des „Neue Frankfurter Schule“-Mitglieds in seiner ganzen Vielfalt präsentiert. Zur Ausstellungseröffnung hielt Pit Knorr eine zutiefst berührende und gleichzeitig äußerst lustige Laudatio, die mit Erinnerungen an den verstorbenen Freund und Kollegen gespickt war.

Otto – Die Ausstellung vom 26. April bis zum 2. September brach mit über 40.000 Besuchern alle bisherigen Ausstellungsrekorde. In der Ausstellung war anlässlich des 70. Geburtstages von Otto Waalkes das bisher eher unbekannte bildnerische Werk des wohl beständigsten deutschen Komikers zu sehen. Bereits zur Eröffnung herrschte riesiger Andrang, dem der Künstler persönlich mit einer vielbelachten Dankesrede, vielen Besucherselfies und „Ottogrammen“ begegnete.

Zur Nacht der Museen folgte ein weiteres Highlight mit dem Ottifanten-Malwettbewerb, an dem Groß und Klein
zahlreich teilnahmen.

In der aktuellen Ausstellung Volker Kriegel zeigt das Caricatura Museum noch bis zum 27. Januar 2019 das zeichnerische Œuvre des 2003 verstorbenen Schriftstellers, Cartoonisten und weltberühmten JazzMusikers, der am 24. Dezember 2018 75 Jahre alt geworden wäre. Eröffnet wurde die Schau mit Grußworten der Kulturdezernentin Ina Hartwig und von Sternekoch Vincent Klink. Dazu spielten Thomas Heidepriem und Martin Scales (hr-Bigband) ihre Lieblingsstücke von Volker Kriegel. Im Publikum saßen neben Ev und Anja Kriegel u.a. auch die „Neue Frankfurter Schule“-Mitglieder Hans Traxler, Pit Knorr, Zeichner Achim Greser und zahlreiche von Kriegels Musiker-Freunden und -Kollegen.

Um die Besucher an der umfangreichen Sammlung des Museums teilhaben zu lassen, wurde auch die Dauerausstellung „Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule“ wie jedes Jahr zweimal – im Juni und zuletzt im Dezember – neu gehängt. Es lohnt sich also auch dafür, mindestens zweimal im Jahr im Caricatura Museum vorbeizukommen!

Komische Kunst präsentierte das Museum auch außerhalb des Museums: Zum 80. Geburtstag von „Neue Frankfurter Schule“-Mitglied F. W. Bernstein und anlässlich der Verleihung des Ludwig EmilGrimm-Preises an denselben im März stellte das Caricatura Museum eine vielbeachtete Ausstellung mit seinen Werken für das Schloss Philippsruhe in Hanau zusammen. In der Paulskirche wurde ebenfalls im Frühjahr die vom Caricatura Museum erarbeitete Cartoon-Ausstellung „68 wird 50!“ gezeigt. Eine Auswahl von Cartoons und Comics waren im Rahmen des Kultursommers 2018 „Dialog Runkel“ an unterschiedlichen Orten der mittelhessischen Stadt zu sehen. Während des vierwöchigen Festivals Stoffel im Juli und August präsentierte das Caricatura Museum die Autoren Mark Stefan Tietze, Pit Knorr und Hans Zippert auf der Bühne im Frankfurter Günthersburgpark. Im Oktober ging es weiter mit der Frankfurter Buchmesse, wo das Caricatura Museum wieder mit einem eigenen Stand vertreten war.

Ein weiterer Höhepunkt war das 10-jährige Jubiläum des Museums: Am 30. September wurde mit einem buntem Stelldichein der Größen der Komischen Kunst wie Ralf König, Hauck & Bauer, Sarah Schmidt, Katharina Greve, Hans Traxler, die Titanic-Boygroup, Mark-Stefan Tietze, Franziska Becker, Rudi Hurzlmeier und Bernd Gieseking im Mousonturm in den Geburtstag des Museums reingefeiert.

Auf dem Weg zur Weltherrschaft der Komischen Kunst blickt das Caricatura Museum auf zehn Jahre äußerst erfolgreiche Arbeit zurück: Als das Haus 2008 gegründet wurde, war dieser Erfolg nicht absehbar und somit auch nicht, welche Auswirkungen er auf den Personal-, Raum- und Finanzbedarf der Institution haben könnte. Inzwischen zeichnet sich jedoch immer stärker ab, dass das Museum in mancherlei Hinsicht an seine Kapazitätsgrenzen stößt: Frankfurts Politik und Stadtgesellschaft sind deshalb herzlich eingeladen, gemeinsam mit dem Museum Ideen für eine zukunftsfähige Neujustierung des Museums zu entwickeln. Wir freuen uns auf ein tolles 2019 und sehen der Zukunft des Hauses zuversichtlich entgegen!

Ausstellungsvorschau 2019

Plakat-Ernst-Kahl7. Februar bis 12. Mai 2019:
Ernst Kahl – Vergessene Katastrophen
Kaum zu glauben, Ernst Kahl wird am 11. Februar 70 Jahre alt! Er studierte an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste und arbeitet als Zeichner, Maler, Autor, Lyriker, Musiker, Drehbuchschreiber und Schauspieler. Sein vielseitiges Werk beinhaltet Malerei auf Leinwand, Aquarelle, Zeichnungen und Mischtechniken verschiedenster Art, bearbeitete Fotos und Fotoromane, Objekte und Installationen, Drehbücher, Filme, Texte und Musik. Er bedient sich formal sowohl des prächtigen Tafelbilds als auch des Cartoons und der Bildergeschichte und adaptiert für seine Zwecke die verschiedensten Bildgattungen und Motive der sogenannten ‚Hochkunst‘.

Mai bis September 2019:
Hans Traxler
Hans Traxler wuchs in einem kleinen Ort in Westböhmen auf. Mit 17 Jahren verkaufte er seine erste Karikatur und zeichnet seither ohne Unterlass. Er zog 1951 nach Frankfurt und arbeitete vier Jahre am Städel in der Malklasse von Georg Meistermann. Anfang der sechziger Jahre trafen nach und nach seine Freunde der später so genannten „Neuen Frankfurter Schule“ ein. Zusammen arbeiteten sie am Satiremagazin „Pardon“ und gründeten 1979 ihre eigene Zeitschrift „Titanic“. Er setzte F.W. Bernsteins berühmten Zweizeiler „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“ ins Bild und schuf damit das Maskottchen der Neuen Frankfurter Schule. Das Caricatura Museum widmet Hans Traxler zum 90. Geburtstag eine umfassende Ausstellung.

ab Oktober 2019:
40 Jahre TITANIC – die endgültige Ausstellung

TITANIC wird 40 Jahre alt – und Zonen-Gabys Mauerfallglück 30! Das macht zusammen 70 Jahre deutsche Satire ohne Grenzen, innerdeutsche wie die des guten Geschmacks. In 480 endgültigen Titelbildern sind die Geschichte der Neuen Frankfurter Schule und die der Bundesrepublik festgehalten: Hitler, Strauß, Hitler, Kohl, Kohl, Hitler, Schröder, Kohl, Papst Benedikt, Hitler, Merkel, Kohl und Adolf Hitler: Sie alle und noch viele mehr wurden unwürdig verewigt. Auf dass weiterhin gilt: „Die endgültige Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag“ (Chlodwig Poth).

Publikationen 2018

Im Zeichen des Elchs
2018-CMF210 Jahre Caricatura Museum für Komische Kunst Frankfurt
Ein Muss für alle Caricatura Fans: „Im Zeichen des Elchs“. Ein
wunderbarer Prachtband, der die Ausstellungen im und die
Geschehnisse rund um das Museum auf 190 Seiten zusammenfasst.
Der Band ist gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro im Museumsshop
zu erwerben.

Die Cartoon-Rolle von Volker Kriegel
IMG_3122Zwischen 1993 und 1998 entstand eine zum Ende über 6 Meter lange gezeichnete Cartoon-Rolle, die nun anlässlich des 75. Geburtstags in der Caricatura Museum Edition (Round Not Square Verlag, 35 €) veröffentlicht wurde. Bei langen Komponier-Sessions diente eine Resterolle aus der Druckerei Volker Kriegel als eine Art
Meditationsinstrument: In den Pausen wurde der Musiker zum Zeichner, drehte an der Rolle und zeichnete zur Entspannung – ohne Druck um Abgabetermine, aus reiner Lust und Übermut.

Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17,
60311 Frankfurt am Main,
Tel.: +49 (0) 69 212 301 61
caricatura.museum@stadt-frankfurt.de –
www.caricatura-museum.de
www.facebook.com/caricaturamuseum

Das Caricatura Museum wird 10 Jahre alt! Auf dem Weg zur Weltherrschaft – die allererste Groß-Gala der Komischen Kunst

Das Caricatura am Weckmarkt ist das neue Tor zur teilrekonstruierten neuen Frankfurter Altstadt . © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Caricatura am Weckmarkt ist das neue Tor zur teilrekonstruierten neuen Frankfurter Altstadt . © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Caricatura Museum feiert am 1. Oktober sein 10-jähriges Jubiläum. Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Historischen Altstadt wird hierzu ein angemessener Rahmen zur Würdigung geschaffen. Frankfurt feiert ab 28. September den Wiederaufbau der Altstadt und das Museum mit vielen Events, Führungen und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm, bevor das Caricatura ganz im Zeichen des Elchs die allererste Groß-Gala der Komischen Kunst im Mousonturm mit den „Kameraden der Komischen Kunst – Auf dem Weg zur Weltherrschaft“ feiern wird.
Am So, 30. September, 19. 30 Uhr, Mousonturm, Waldschmidtstr.4, 60316 Frankfurt

10jahre.elch.jppDas Caricatura Museum Frankfurt ist nun mal das schönste Museum der Welt. Liegt es  da nicht geradezu auf der Hand, „die Weltherrschaft der Komischen Kunst“ anzustreben? Seit nunmehr 10 Jahren beschert es uns allen am Weckmarkt satirischen Hochgenuss. Mehr als 30 der bedeutendsten komischen und satirischen nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler zeigen hier ihre Werke, angefangen 2008 mit Bernd Pfarr über Marie Marcks, BeCK und Otto Waalkes bis hin zur aktuellen Ausstellung der Jazz-Legende Volker Kriegel. Nicht zu vergessen die abertausenden Schöpfungen der Neuen Frankfurter Schule und die vielen Veranstaltungen und Festivals rund um die Komische Kunst. Nun gibt sich der Mousonturm die Ehre, als Helfershelfer der Weltherrschaft den Protagonisten, Komplizinnen und Spießgesellen die Bühne zu bereiten, um eine angemessen würdevolle Geburtstagsgala zu zelebrieren. U.a. treten auf Ralf König, Hauck & Bauer, Martin Sonneborn, Oliver Maria Schmitt, Thomas Gsella, Mark-Stefan Tietze, Katharina Greve und Sarah Schmidt. Um die musikalische Begleitung kümmert sich Christof Stein-Schneider (Fury in the Slaughterhouse) mit Krösus (Wohnraumhelden). Bernd Gieseking führt wortgewandt durch den Abend. Das Motto des Abends: Kameraden der Komischen Kunst vereinigt Euch – die Weltherrschaft rückt näher!

Tickets gibt es für 19,30 Euro, ermäßigte für 9,00 Euro direkt über Mousonturm
10 Jahre Caricatura Museum Frankfurt im Leinwandhaus – Das Buch
Zu zehnjährigen Jubiläum erscheint eine Festschrift mit Beiträgen von Franziska Becker, F.W. Bernstein, Robert Gernhardt, Bernd Gieseking, Greser & Lenz, Hauck & Bauer, Rudi Hurzlmeier, Til Mette, Pit Knorr, Leonard Riegel, Jürgen Roth, Stephan Rürup, Oliver Maria Schmitt, Mark-Stefan Tietze, Hans Traxler, Tim Wolff und Hans Zippert.

buch

„Männchen malen und Jazz spielen“ – Große Volker Kriegel Werkschau im Caricatura Frankfurt ab 13. September 2018

plakatDas Caricatura Museum für Komische Kunst in Frankfurt ehrt den viel zu früh verstorbenen, international bekannten Jazzmusiker und Cartoonisten Volker Kriegel (1943-2003) mit einer großartigen Sonderausstellung vom 13. September 2018 – 20. Januar 2019. Die Vernissage ist morgen Abend um 18 Uhr.

„Männchen malen und Jazz spielen“ — so fasste Volker Kriegel (1943—2003) einmal sein Schaffen zusammen. Er untertrieb natürlich maßlos. Man kann ihn mindestens eine Tripelbegabung nennen, da er als Schriftsteller, Cartoonist und weltberühmter Musiker gleich in drei Sparten brillierte. Am 24. Dezember 2018 wäre er 75 Jahre alt geworden. Das Caricatura Museum Frankfurt präsentiert in einer großen Sonderausstellung vom 13. September 2018 bis 20. Januar 2019 Kriegels facettenreiches zeichnerisches Œuvre.

Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow

Heiligabend 1943 wurde Volker Kriegel in Darmstadt geboren, aufgewachsen ist er in Wiesbaden. Schon mit 13 Jahren lernte er autodidaktisch Gitarre und wurde noch als Oberschüler zum Besten Nachwuchsgitarristen beim deutschen Amateur-Jazz-Festival in Düsseldorf gekürt. Parallel dazu erschienen seine ersten Cartoons in der Schülerzeitung Revue. Nach dem Abitur begann Kriegel an der Universität Frankfurt ein Soziologie- und Philosophiestudium bei Theodor W. Adorno, das er nach dem Vordiplom beendete. Laut eigener Aussage diente das Studium mehr einer selbstgewährten Fristverlängerung, sprich dem Versuch, die anstehende Berufswahl noch ein bisschen hinauszuschieben. Seine Zeit in Frankfurt ebnete ihm seine berufliche Zukunft, nicht so sehr durch die kurze akademische Laufbahn, sondern aufgrund der Kontakte, die Kriegel in dieser Zeit knüpfte: Er machte im Frankfurter Jazzkeller Bekanntschaft mit der hiesigen Jazz-Szene rund um Posaunist Albert Mangelsdorff und Saxophonist Emil Mangelsdorff. Es kam zu Radioaufnahmen mit eigenem Trio und Quartett und zu Plattenaufnahmen mit Emil Mangelsdorff, Saxophonist Klaus Doldinger und Pianist Ingfried Hoffmann. 1968 erschien Kriegels erste Schallplatte unter eigenem Namen („With A Little Help From My Friends“). Volker Kriegel selbst bezeichnete sich rückwirkend als Berufsmusiker seit 1969. Bis 1972 war er Mitglied des Dave Pike Sets, danach Leiter eigener Gruppen (Spectrum, Mild Maniac Orchestra etc.) und war Gründungsmitglied des United Jazz + Rock Ensembles.

Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow

Zeitgleich veröffentlicht Volker Kriegel regelmäßig in der Wochenzeitschrift Publik Cartoons. „Männchen malen, Jazz spielen, und sogar davon leben zu können – wer hätte das gedacht?! – Wow“ fasste er später sein Schaffen zusammen.

Mit seinem ganz eigenen Musik-Stil feierte er über Jahrzehnte hinweg große Erfolge mit zahlreichen Kompositionen, Plattenaufnahmen, Konzerten und weltweiten Tourneen. Volker Kriegel wurde zu Deutschlands Jazz-Gitarristen Nummer eins und galt als der Pionier des Jazz-Rock in Europa.

Anfang der 1980er wandte sich Kriegel vermehrt dem Zeichnen und Schreiben zu und besann sich auf eine, wie er es nannte, „leisere, stillere Variante des Erfindens“. Seine sich intensivierende Karriere als Cartoonist, Illustrator, Rundfunkautor, Dokumentarfilmer, Übersetzer, Erzähler und Dichter begann: Mit dem musikalischen Märchen Der Rock´n´RollKönig und dem Cartoon-Buch Hallo und andere wahren Geschichten erschienen 1982 seine ersten zwei Bücher. In jener Zeit begann auch die lange und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Züricher Haffmanns-Verlag: Dort veröffentlichte Volker Kriegel regelmäßig im Literaturmagazin Der Rabe und illustrierte u.a. Bücher und Buchcover von Gustave Flaubert, Heinrich Heine, Julian Barnes, David Lodge, Gerhard Polt und Roger Willemsen. Einige der von ihm illustrierten Werke übersetze Volker Kriegel auch selber, so bspw. „Ein Weihnachtsmärchen“ von Charles Dickens (1994). Neben seinen Buchprojekten veröffentlichte Volker Kriegel Cartoons und Illustrationen u.a. in der F.A.Z., der Süddeutschen Zeitung und der Neuen Zürcher Zeitung.

1999 erschien die weltweit verlegte und in mehrere Sprachen übersetzte weihnachtliche Kindergeschichte „Olaf, der Elch“, die Folgebände „Olaf hebt ab“ und „Olaf taucht ab“ in den Jahren 2000 und 2002. Im gleichen Jahr veröffentlichte Kriegel „Erwin mit der Tröte“, wie schon auch „Der Rock’n’Roll-König“ eine humorvolle Verarbeitung seiner eigenen Erfahrungen mit dem Musikbusiness. Sein letztes Projekt folgte im Jahr 2003: die Illustration von Roger Willemsens „Karneval der Tiere“.

Am 14. Juni 2003 verstarb Volker Kriegel im Alter von 59 Jahren im spanischen San Sebastián.

Seit 1993 gab es diverse Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz, u.a. 1998 im Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover, welches seit 2005 den zeichnerischen Nachlass Volker Kriegels verwaltet.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Caricatura Museum Frankfurt
Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17|60311 Frankfurt am Main
Tel +49(0)69-212 30161/
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OTTO WAALKES WIRD 70 – noch bis 2. Sept. große Geburtstagsausstellung im Caricatura – Museum für Komische Kunst Frankfurt

Otto nimmt die Ovationen der Ottifanten zu seinem 0. entgegen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ottifantendämmerung oder verfrühte Ovationen zum 70.?. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Caricatura Museum Frankfurt gratuliert Otto Waalkes, dem wohl beständigsten deutschen Komiker, zu seinem 70sten Geburtstag und widmet ihm eine umfassende Ausstellung, die noch bis zum 2. September zu sehen ist. Otto begeistert die Frankfurter auch als bildender Künstler: Die Besucher strömen in Massen ins Museum, ein neuer Besucherrekord zeichnet sich ab!

Otto Waalkes, geboren am 22.7.1948 in Emden, ist den meisten Menschen als Film-, TV- und Bühnen-Komiker vertraut. Mit seiner unnachahmlichen Körpersprache, seinen brillanten Wortspielen, neuen Pointen und intelligenten Albernheiten beschert Otto Deutschland seine ihm ganz eigene Art der Komik. Er bringt seine Fans mit seiner erfrischenden und originellenArt zum Lachen wie kein anderer. Viele seiner Produktionen werden heutzutage als Klassiker und deutsches Kulturgut gehandelt.

Nach dem Abitur am Gymnasium für Jungen in Emden nahm Otto Waalkes 1970 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ein Kunstpädagogikstudium auf. Dort lernte er bei Hyper- und Surrealisten wie Hans Tiemann und Konrad Hausner. Sein Kunststudium finanzierte sich Otto mit kleinen Auftritten, die im Laufe der Jahre auf Bühnen, Fernsehen und Kinoleinwände ausgeweitet wurden und seine Leidenschaft fürs Zeichnen vorerst in den Hintergrund drängten. Dennoch ließ er das Zeichnen nie sein, seine Plakate und PlattenCover gestaltete Waalkes stets selbst. Seit einigen Jahren widmet er sich wieder verstärkt diesem Talent, wie in der aktuellen Ausstellung zu bewundern ist.

70 Jahre Otto Waalkes – in Zahlen ausgedrückt: 53 Jahre Bühnenerfahrung, knapp 20 LPs – die meisten in Gold oder Platin, und fast ebenso viele CDs und DVDs, zehn TV-Shows und ebenso viele Kinofilme,
zig Tourneen mit mehr als tausend Konzerten, zahlreiche Preise und –und-und. Otto ist Kultfigur und Bühnenlegende, ein Ausnahmetalent und das eben nicht nur im komischen Fach.

Otto wird mit jedem Jahr jünger und denkt nicht ans Aufhören. Alleine in diesem Jahr veröffentlicht er seine Biografie, tourt mit den Friesenjungs durch Deutschland, tritt als Special Guest beim Wacken Open Air auf, dreht ein TV-Special, bereitet einen Spielfilm vor und stellt in einer umfangreichen Einzelausstellung im Caricatura Museum Frankfurt sein bildnerisches Werk aus.

OTTO.Die Ausstellung © Britta Frenz
OTTO.Die Ausstellung © Britta Frenz

Die große Einzelausstellung „Otto. Die Ausstellung“ präsentiert das Caricatura Museum anlässlich seines 70. Geburtstages. Noch bis zum 2. September 2018 sind über 200 Werke des Künstlers zu sehen, ältere Zeichnungen wie auch aktuelle Gemälde.

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Erlebnisreiche Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach an 40 Orten mit fetziger Musik, bunten Shows und spannenden Sammlungen

Über 37 000 Menschen waren in der Nacht der Museum in 40 Museen und Galerien in Frankfurt und Offenbach bis früh morgens unterwegs.© Foto: Diether v. Goddenthow
Über 37 000 Menschen waren in der Nacht der Museem an 40 Orten der Kunst in Frankfurt und Offenbach bis früh morgens unterwegs.© Foto: Diether v. Goddenthow

„Es ist schön zu sehen, wie zu später Stunde Menschen aus Frankfurt und der Region auf den Beinen sind, um Kunst an vielen verschiedenen Orten zu erleben. Ich danke allen beteiligten Institutionen, Museen, Galerien und Off-Spaces sehr herzlich für dieses wunderbare Programm, das einmal mehr die Vielfalt unserer Frankfurter Kulturlandschaft in einer Nacht erlebbar macht“, so Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig bei der Eröffnung der Nacht der Museen in Frankfurt am Main und Offenbach am 5. Mai 2018 im Museum Angewandte Kunst. Hier fand auch die Kunstauktion von EY statt, die einen Erlös von 56.000 Euro aus den versteigerten 20 Kunstwerken von jungen Künstlerinnen und Künstlern der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung erzielte. Über dieses grandiose Ergebnis freuten sich die Veranstalter und  Empfänger der EY-Benefizveranstaltung gleichermaßen, nämlich die Fördervereine der Frankfurter und Offenbacher Kunsthochschulen.

Nächtlichen Flaneure hier am Info-Point der Nacht der Museen am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow
Nächtlichen Flaneure hier am Info-Point der Nacht der Museen am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow

Schätzungsweise waren 37.000 „Nachtgänger“ von 19 bis 2 Uhr morgens unterwegs, um  das abwechslungsreiche Musik-, Show- und Ausstellungs-Angebot der Frankfurter und Offenbacher Kunsthäuser möglichst intensiv zu nutzen, um  gut zu essen und zu trinken und  miteinander ins Gespräch zu kommen.
Selbst, wer nur jeweils einen kurzen Blick nimmt, so wie es von den Veranstaltern auch gedacht ist, schaffte das riesige Veranstaltungs-Programm nicht. Folgend werden einige Highlights des Abends gezeigt  aus einer Tour, beginnend beim Giersch-Museum, entlang des Museumsufers in  Richtung Eiserner Steg bis zu den Museeen rund um  den Römerberg.

Museum Giersch der Goethe-Universität

Frankfurt Urban Jazz Collective eröffnet im Museum Giersch der Goethe-Unisversität das Nachtprogramm um 19 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. © Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurt Urban Jazz Collective eröffnet im Museum Giersch der Goethe-Unisversität das Nachtprogramm um 19 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Museum Giersch der Goethe-Universität trafen vor dem Hintergrund der Ausstellung Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964-1968 unter dem Abendmotto „50 Jahre 68er: Happenings, Jazz & Minirock“ bei Live-Musik des generationenübergreifenden Frankfurt Urban Jazz Collective Texte von Goethe, Heine und Shakespeare auf Electrobeats und lyrische Improvisationen.

Liebieg Skulpturensammlung

Allein schon die Garten-Atmosphäre lockte viele Besucher zum Liebieghaus Skulpturensammlung. © Foto: Diether v. Goddenthow
Allein schon die Garten-Atmosphäre lockte viele Besucher zum Liebieghaus Skulpturensammlung. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ganz auf Bewegung eingestellt war das Liebieghaus Skulpturensammlung. Zwischen ägyptischen, antiken, klassizistischen und mittelalterlichen Skulpturen und Exponaten bespielt (noch bis 26.8.2018) der renommierte südafrikanische Gegenwartskünstler William Kentridge mit 80 seiner außergewöhnlichen Ausstellungsprojekte große Teil der Sammlung des Hauses.

Sentimental-Maschine. In Kentriges Werk verschmelzen oftmals Zeichnung, Skulpturen, Film und Ton. Er versteht es bestens gezeichnete Objekte in Bewegung zu setzen und sie Raum erobern zu lassen. Im Kern geht es um Zeit in all ihren "raumgreifenden" Facetten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Sentimental-Maschine. In Kentriges Werk verschmelzen oftmals Zeichnung, Skulpturen, Film und Ton. Er versteht es bestens gezeichnete Objekte in Bewegung zu setzen und sie Raum erobern zu lassen. Im Kern geht es um Zeit in all ihren „raumgreifenden“ Facetten. © Foto: Diether v. Goddenthow

William Kentridge lässt dabei das Spektrum seines Werkes in Dialog treten mit der 5000 Jahre alten Skulpturensammlung des Liebieghauses. In der NACHT konnten kleine Besucher im Offenen Atelier selbst kreativ werden und Erwachsene mit Taschenlampen den Garten des Hauses neu entdecken bei rhythmischen Trommelklängen und südafrikanischen Streetfood.

Städel Museum

Lange Schlangen bildeten sich  zu einer Art Besucher-Performance des "Sich-in-geduldigen-Wartens-üben" schon vor 19 Uhr vor dem Städel-Museum.© Foto: Diether v. Goddenthow
Lange Schlangen bildeten sich zu einer Art Besucher-Performance des „Sich-in-geduldigen-Wartens-üben“ schon vor 19 Uhr vor dem Städel-Museum.© Foto: Diether v. Goddenthow

Lange Schlangen gegen 19.10 Uhr drängten ins Städel-Museum, welches gerade seine international beachtete, sensationelle Ausstellung über den flämischen Barockmaler Peter Paul Rubens (1577-1640) „Rubens. Kraft der Verwandlung“ bis zum 3. Juni 2018 verlängert hatte und viele weitere Highlights der drei großen Sammlungsbereiche präsentierte. Musikalische  Klänge der Barockzeit sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Zudem wurden Kinder in den Offenen Ateliers mit Farbe, Pinsel und Zeichenmaterial selbst zu kleinen Meistern, während ihre Eltern durch die Ausstellungen schlenderten oder sich einer fachkundigen Führung anschlossen.

Museum für Kommunikation

Museum für Kommunikation. Im UG Live-Konzerte u. -Lesungen und Abtanzen bis zum Morgen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Museum für Kommunikation. Im UG Live-Konzerte u. -Lesungen und Abtanzen bis zum Morgen. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Alles außer Schlaf“ (Sub-Titel der Sonderausstellung „DIE NACHT“) war auch die Nacht  im Museum für Kommunikation mit Live-Musik von Backenfutter, den Madhouse Flowers und Fresh Fruits Movements, die mit den besten Club-Dances tanzfreudigen Nachtschwärmern die feinsten Früchte der Nachtkultur zeigten. Ein Live-Hörspiel der Hörtheatrale lockte in die finstere Gedankenwelt von Edgar Allan Poe. Graf Dracula lebte wieder auf in seinem Schloss und sorgte für ein wenig Schaudern.

Gothics - Die Kinder Nacht, ist aus der Punkt- und New-Wave-Szene er 1980er Jahre hervorgegangen. Sie greifen Gefühle und Dunkelängste der Nacht auf und schaffen durch passende Accessoires, Mode und Musik eine eigene Kultur der Nacht. Schwarz ist Szenefarbe. Das größte Gothics-Treffen findet jährlich in Leipzig statt. Hier ein Teilaspekt der Ausstellung "Die Nacht". © Foto: Diether v. Goddenthow
Gothics – Die Kinder Nacht, ist aus der Punk- und New-Wave-Szene er 1980er Jahre hervorgegangen. Sie greifen Gefühle und Dunkelängste der Nacht auf und schaffen durch passende Accessoires, Mode und Musik eine eigene Kultur der Nacht. Schwarz ist Szenefarbe. Das größte Gothics-Treffen findet jährlich in Leipzig statt. Hier ein Teilaspekt der Ausstellung „Die Nacht“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Licht ins Dunkel brachten auch die traumhaften LED-Wesen von Entourage Berlin, und in der „Spark in the Dark“-Lounge kamen Freunde des Lichts und der Schattenwelt beim Light-Painting voll auf ihre Kosten, passend zur Ausstellung „Die Nacht – Alles Ausser Schlaf“. Die Ausstellung beleuchtet die zentralen Facetten der Dunkelheit: von Dunkelängsten, Träumen, Mythen und wie der Mensch allmählich seinen Tag in die Dunkelheit hinein verlängerte , mit Ausflügen zur Gothics-Szene und  Schichtarbeit eines Paket-Zentrums. 5.m.f.k.klassen.kEine Etage tiefer, im 1. OG, gibt es eine Homage an die Schulzeit der 68er Generationen: „Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972“ beleuchtet eine Zeit in der das neu auf den Markt kommende Kofferadio Freiheit vom spießigen Musikdiktat der Eltern bedeutete, und man „seine“ „schreckliche Neger-Musik“ hören durfte. Beatles, Rollings-Stones und andere „verkommene gesellschaftlichen Subjekte“ und „langhaarigen arbeitsscheuen Faulpelze“ mit  ihren „Stromgitarren“ waren die Feindbilder einer fest in der Adenauer-Ära verankerten Eltern- und Großeltern-Generation.

Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972 - als das Kofferadio zum Symbol der Befreiung vom spießigen Musikgeschmack der Eltern wurde.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972 – als das Kofferadio zum Symbol der Befreiung vom spießigen Musikgeschmack der Eltern wurde. © Foto: Diether v. Goddenthow

Es waren die Anfänge der antiautoritären Erziehungsbewegung,  einer Zeit, in der  Schüler begannen, sich gegen mit Rohrstöckchen (noch) prügelnde Lehrer zu wehren, Klassenbücher verbrannten und manch ein Mädel  Spass daran fand, ihre Pauker mit  einem superkurzen Minirock aus der Fassung zu bringen.  Sex statt Religion, Abschaffung der Noten,  Marx statt Rechtschreibung bis hin zur Besetzung von Häusern, Schulämtern und Straßenbahnen und Seit-an-Seit-Märschen mit „Anführern“ wie Rudi Dutschke gegen Notstandsgesetze und Vietnamkrieg waren für die neue Jugendbewegung oftmals wichtiger als Latein und Mathe.

Man glaubt es kaum, in der großen UG-Dauerausstellung "Medien erzählen Geschichte(n)" zeigt der "Elektrische Kraftwagen Bergmann von 1925", dass Elektroantriebe keine wirklich neue Erfindung sind. Damals erreichte das Post-Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h. © Foto: Diether v. Goddenthow
Man glaubt es kaum, in der großen UG-Dauerausstellung „Medien erzählen Geschichte(n)“ zeigt der „Elektrische Kraftwagen Bergmann von 1925″, dass Elektroantriebe keine wirklich neue Erfindung sind. Damals erreichte das Post-Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h. © Foto: Diether v. Goddenthow

Äußerst empfehlenswert ist auch die im UG gezeigte Daueraustellung „Medien erzählen Geschichte(n)“. Sie führt durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kommunikationsentwicklung mittels 44 Themeninseln auf 2500 qm von der Erfindung der Schrift über das Botenwesen bis hin zu Internet und Datenbrille. Hier werden alle wesentlichen bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Kommunikation leicht verständlich und gut visualisiert exemplarisch präsentiert, mitunter gespickt mit kuriosen Geschichten und ungewöhnlichen Schicksalen.

Deutsches Museum für Architektur

Auch das DAM war wieder Besuchermagnet. © Foto: Diether v. Goddenthow
Auch das DAM war wieder Besuchermagnet. © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch im Deutschen Museum für Architektur (DAM) galt es den Besucherandrang in geregelte Bahnen zu lenken: Gleich drei Highlights gab es als Belohnung für’s Warten in der Schlange: Im 2. Obergeschoss präsentiert(e) das Haus die „Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland“ und die hieraus ermittelten Gewinner des DAM Preises 2018“.

Passend zu Frankfurts Topthema über die Zukunft der Städtischen Bühnen die Ausstellung: Große Oper - viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich" © Foto: Diether v. Goddenthow
Passend zu Frankfurts Topthema über die Zukunft der Städtischen Bühnen die Ausstellung: Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Im 1. OG zeigt(e) das DAM gemeinsam mit dem Kulturdezernat der Stadt die Schau: „Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich“, was auch vor dem Hintergrund der Diskussion über die Zukunft der städtischen Bühnen interessant und spannend ist.
Im EG thematisiert(e) die große Ausstellung „Fahr Rad!“ die grüne Mobilität und Rückeroberung der Städte mit dem Bike. Zu später Stunde ging’s gleich vom Sattel auf die Tanzfläche mit den DJs Twisted & MC Markie J. und Drum ´n´ Bass-Beats.

6. Deutsches Filmmuseum

Beliebtes Ziel war wieder auch das Deutsches Filmmuseum in der Nacht der Museen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Beliebtes Ziel war wieder auch das Deutsches Filmmuseum in der Nacht der Museen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Sturm auf das Filmmuseum. Es gab spannende Einblicke in die Welt des Films, unter anderem mit der Dauerausstellung im 3. Stock, die sich dem Kultfilm „Kubricks 2001. 50 Jahre A Space Odyssey“ widmet(e), auf Wunsch auch mit kundigen Führungen. Im Kino wurde eine Trailershow zur filmischen Reise in unbekannte Science-Fiction-Welten geboten, während Space-Quizshows und Bilder aus der Bluebox die Besucher in andere Galaxien beamten. The Oh!chestra begleitete dazu Filmszenen live und lockte späters in Foyer als „The OhOhOhs“ mit Electrosounds.

Museum Angewandte Kunst

Das Museum Angewandte Kunst wurde in dieser Nacht für viele zum Fashion- Tempel praktizierter auf dem Laufsteg als selbstinszenierte Stilikone.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Museum Angewandte Kunst wurde in dieser Nacht für viele zum Fashion- Tempel selbstpraktizierter Designkunst,  mit der man sich auf dem Laufsteg als neue Stilikone inszenieren konnte. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Jil Sander – Fashion NOW“, so das Motto der Nacht im Museum Angewandte Kunst. Es war gleichzeitig auch ein Abschied von der spektakulären Schau „Jil Sander. Präsens“, einem faszinierenden Zusammenspiel von Architektur, Farbe, Licht, Film, Klang, Fotografie, Mode und Kunst.
Der Clou des Abends:  jeder Besucher konnte für kurze Zeit auf Frankfurts spontan entstandenen „schönsten“ Laufsteg zur Stilikone werden und sich live und für 24 Stunden als Instagram Story online auf dem Account des Museums posten lassen. Dabei sorgten Ata Macias und Robert Johnson-Resident Aziesch für die passenden puristischen Beats, während an der Cocktailbar das Emma Metzler-Team und die Amp Bar hauseigene Highballs kreierten, und Lamm- und Veggie-Liebhaber mit SoulFlaki vom Grill beglückten.

Bibelhaus Erlebnismuseum

"Reise in die Welt der Bibel" im Erlebnismuseum Bibelhaus. © Foto: Diether v. Goddenthow
„Reise in die Welt der Bibel“ im Erlebnismuseum Bibelhaus. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bei einer „Reise in die Welt der Bibel“ konnten sich Besucher im Untergeschoss über die Ursprünge, Entwicklung und Vielfalt der Heiligen Schrift anhand von Exponaten und Schrifttafeln informieren und dabei auch erfahren, wie viele Zugänge es zur Bibel gibt, etwa über Wort, Bild, Musik und Gesang. Spannend war zudem, der Frage nachzugehen, was die drei monotheistischen Weltreligionen , die drei heilige Schriften und ein Gott: Avram – Abraham – Ibrahim miteinander verbindet und was Judentum, Christentum und Islam voneinander trennt.

„Wandern“ oder sich kutschieren lassen oder beides?

Von einer Seite zur anderen. Wir nicht zu Fuß den Eisernen Steg über den Main nehmen wollte, konnte ab 20 Uhr auch auf den Schiff-Shuttle-Dienst zurückgreifen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Von einer Seite zur anderen. Wir nicht zu Fuß den Eisernen Steg über den Main nehmen wollte, konnte ab 20 Uhr auch auf den Schiff-Shuttle-Dienst zurückgreifen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Entspannt durch die NACHT kamen die Besucherinnen und Besucher zu Fuß über den Eisernen Steg zu den in günstiger Entfernung zueinander liegenden Museen des Museumsufers und Römerbergs. Desweiteren sorgten fünf Shuttle-Buslinien, eine historische Straßenbahn und ab 20 Uhr ein Schiffs-Shuttle über den Main für eine reibungslose Beförderung.  Auch konnte man selbst in die Pedale treten. Dazu stand in dieser Nacht das  „Call a bike“, das  Bike-Sharing. kostenfrei zur Verfügung.

Historisches Museum

Das Historische Museum mit seinem über eine breite Treppe frei zugänglichen Innenhof wird zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Historische Museum mit seinem über eine breite Treppe frei zugänglichen Innenhof wird zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow

Großer Andrang, beste Stimmung und imposante Erlebnisse bot das im vergangenen Jahr wiedereröffnete Historische Museum, welches mit seiner „Piazza“ zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg und der am 9. Mai feierlich eingeweihten teilrekonstruierten historischen Altstadt mit Stoltze- und Struwwelpeter-Museum (ab Herbst 2018) werden wird.

Der Museumsplatz gegen 19 Uhr am Historischen Museum. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Museumsplatz gegen 19 Uhr am Historischen Museum. © Foto: Diether v. Goddenthow

Allein für eine der gezeigten Ausstellungen „Die Stauferzeit“, “Frankfurt Einst?“, „ Frankfurter Sammler und Stifter“ und „Von Bürgern und Bankiers“ sowie für die Etagen des „Jungen Museums“ im Rententurm hätte man jeweils schon einen halben Tag einplanen können. Deshalb steht für viele Besucher  fest: Einfach wiederkommen!

Archäologisches Museum

Das Archäologische Museum ist einfach stets ein imposantes Erlebnis. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Archäologische Museum ist einfach stets ein imposantes Erlebnis. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Archäologischen Museum der restaurierten Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters präsentierten die georgische Sängerin, Pianistin und Komponistin Nestan Bagration und Davitashvili mit ihrer Musik als ein offenherziges Bekenntnis zu den Ursprüngen der Menschheit ihr Land Georgien. Georgien wird  das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse sein.
Bis spät in die Nacht konnten Besucher die in verschiedenen Sammlungen präsentierten Funde aus 200.000 Jahren Menschheitsentwicklung besichtigen und Einblicke nehmen, wie Menschen einst lebten, liebten, arbeiteten, kämpften, glaubten und feierten.

Frankfurter Römer

Das Duo Wildwuchs, Tomas Zeuner und Tobias Witzlau spielten mehrmals am Abend auf, während die Besucher den Kaisersaal mit den 52 Porträts der königlichen und kaiserlichen Würdenträgern an den Wanden bestaunten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Duo Wildwuchs, Tomas Zeuner und Tobias Witzlau spielten mehrmals am Abend auf, während die Besucher den Kaisersaal mit den 52 Porträts der königlichen und kaiserlichen Würdenträgern an den Wanden bestaunten. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Kaisersaal des Frankfurter Römers konnten Nachtschwärmer im Rahmen von Führungen mehr über diesen historischen Ort des Frankfurter Rathauses und die darin als Wandgemälde verewigten 52 Könige und Kaiser des Alten Reiches von Karl dem Großen bis zu Franz II erfahren. Begleitet wurde die Reise in die Vergangenheit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen durch das Spielmannduo Wildwuchs mit ihren aus der Musik des Mittelalters und der Renaissance stammenden Klängen.

Caricatura – Museum für komische Kunst

Am Caricatura - Museum für komische Kunst war die Ottifantitis ausgebrochen - Alle wollten Otto Waalkes zeichnerisches Werk sehen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Am Caricatura – Museum für komische Kunst war die Ottifantitis ausgebrochen – Alle wollten Otto Waalkes zeichnerisches Werk sehen. © Foto: Diether v. Goddenthow

In schierer Otto-Manie stürmten die Besucher das Caricatura auf der Suche nach den vielen – auch in Bildwerken – eingeschleusten kultigen Rüsseltierchen des beliebten Multitalents Otto Waalkes. Der Entertainer und studierte Grafiker, Musiker und bekannte Synchronsprecher hat eine langjährige, besondere Beziehung zu Frankfurt und der „Neuen Frankfurter Schule“. Anlässlich seines 70. Geburtstags hat das Museum für komische Kunst die Schau „Otto. Die Ausstellung“ auf die Beine gestellt, in der das bildnerische Werk des Ostfriesen von seinen Anfängen bis heute eindrucksvoll gezeigt wird. Pit Knorr, der mit Bernd Eilert und Robert Gernhardt das Autorenteam von Otto bildete, las dazu aus seinen Texten. Zugleich konnten sich Groß und Klein beim großen Ottifanten-Malwettbewerb kreativ an der künstlerischen Adaption von Ottifanten abarbeiten. Sie konnten auch Carton-Lesungen des „Titanic“-Zeichners Leonard Riegel lauschen und Konzert-Kostproben des Spardosen-Terzetts – der „größten kleinen Kapelle der Republik“ hören oder auf dem Weckmarkt eine Bratwurst essen.

Impression der Nacht: Hier  am Portal von Kaiserdom St. Bartholomäus und Dommuseum (links) und Beginn des am 9. Mai ab 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen, rekonstruierten  Krönungsweg der deutschen Kaiser (rechts), auf dem diese nach der Krönung im Dom mit ihrem Gefolge zum Festmahl in den Römer schritten..© Foto: Diether v. Goddenthow
Impression der Nacht: Hier am Portal von Kaiserdom St. Bartholomäus und Dommuseum (links) und Beginn des am 9. Mai ab 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen, rekonstruierten Krönungswegs der deutschen Kaiser (rechts), auf dem diese nach der Krönung im Dom mit ihrem Gefolge zum Festmahl in den Römer schritten..© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Dommuseum zeigt(e) im Kreuzgang des Kaiserdoms unter dem Titel „Hinter dem Pergament: Die Welt“. eine ganz besondere Ausstellung um den Verleger, Händler und Sammler Peter Ugelheimer, der 1442 in der Fahrgasse geboren wurde, und Gutenbergs Buchdruck in Venedig zur Blüte brachte. Präsentiert werden/wurden kostbare Bücher, Bibeln und auch Rechnungsbücher aus seiner kostbaren Sammlung. Zudem hatten die Besucher Gelegenheit an Vorführungen der Gutenberg-Druckpresse teilzunehmen.

Wen man auch fragte: Die Nacht der Museen kam wieder bestens an! Und selbst Leute, die sonst nicht viel mit Kunst am Hut haben, amüsierten sich köstlich auf der größten „Kunst- und Museums“-Party im Rhein-Main-Gebiet.
Aber heißt es nicht: Nach der „Nacht ist vor der Nacht“? Also dann bis zur nächsten Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach 2019!

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Otto. Die Ausstellung – Ottifantitis ab 26. April 2018 im Caricatura Museum für Komische Kunst in Frankfurt

Der Ottifant ist Otto Waalkes bekannteste  gezeichnete Comicfigur, hier in Form eines übergroßen Stoff-Ottifanten, sozusagen der Gralshüter der jetzt im Caricatura Frankfurt gezeigten Ausstellung "Otto. Die Ausstellung" vom 26.April bis 2.September 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Ottifant ist Otto Waalkes bekannteste gezeichnete Comicfigur, hier in Form eines übergroßen Stoff-Ottifanten, sozusagen der Gralshüter der jetzt im Caricatura Frankfurt gezeigten Ausstellung „Otto. Die Ausstellung“ vom 26.April bis 2.September 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow

Otto. Die Ausstellung – Vom 26. April 2018 bis 2. September 2018
im Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst.

In diesem Sommer wird Otto Waalkes, der wohl beständigste deutsche Komiker, unglaubliche 70 Jahre alt. Seit langen Jahren hat er eine besondere Beziehung zu Frankfurt und hier speziell zu einigen Mitgliedern der Neuen Frankfurter Schule.
Das Caricatura Museum nimmt den runden Geburtstag daher zum Anlass, das bildnerische Werk Ottos auszustellen.

Ausstellungsplakat-Otto.wOtto Waalkes, geboren am 22.7.1948 in Emden, ist den meisten Menschen im deutschlachenden Raum als Film-, TV- und Bühnen-Komiker vertraut. Viele seiner Produktionen habe sich ins kollektive Gedächtnis mehrerer Generationen geschlichen und sind, etwas anspruchsvoller ausgedrückt, Klassiker geworden. Weniger bekannt ist, dass er 1970 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg ein Kunstpädagogikstudium aufnahm. Seine Leidenschaft fürs Zeichnen wurde durch amerikanische Comics geweckt. Bereits als Schüler erschuf er den Ottifanten, ein mutiertes Selbstportrait zu dem Rüssltier, das bis heute sein optisches Markenzeichen geblieben ist. Sein Kunststudium bei Hyper- und Surrealisten wie Hans Tiemann und Konrad Hausner führte ihn zwangsläufig zur altmeisterlichen Schichtenmalerei und penibel ausgeführten Ölbildern.

Ottos Erfolg als Bühnenkünstler drängte freilich den bildenden Künstler rasch in den Hintergrund. Hatten die Auftritte in diversen Clubs zunächst dazu gedient, sein Kunststudium zu finanzieren, wurden sie bald zum Selbstzweck. Bereits 1972 wird aus seinem ersten großen Solo-Auftritt seine erste LP „OTTO live“, die eine für Deutschland völlig neue Form der Komik populär macht: ein neues Tempo, neue Pointen und eine neue Form der Präsentation. Der Begriff „Stand-up-Comedian“ war damals genauso neu und unerhört wie das, was Otto Waalkes daraus gemacht hat.

Otto erklärt,  die Welt der Ottifanten, und wie einige Exemplare  in Franz Marcs Blaue Pferde oder in Leonardo da vincis Schöpfung kamen. Links: Achim Frenz, Leiter Caricatura Museum Frankfurt, rechts: Bernd Eilert, Mitglied der neuen Frankfurter Schule und morgiger Laudator bei der Vernissage. Beide sind langjährige Weggefährten von Otto. © Foto: Diether v. Goddenthow
Otto erklärt die Welt der Ottifanten, und wie einige Exemplare in Franz Marcs Blaue Pferde oder in Leonardo da vincis Schöpfung und viele der hier gezeigten 200 Werke kamen. Links: Achim Frenz, Leiter Caricatura Museum Frankfurt, rechts: Bernd Eilert, Mitglied der neuen Frankfurter Schule und morgiger Laudator bei der Vernissage. Beide sind langjährige Weggefährten von Otto. © Foto: Diether v. Goddenthow

Dennoch ließ er das Zeichnen nie sein, seine Plakate und Platten-Cover gestaltete Waalkes stets selbst. Einen näheren Einblick in sein Schaffen als komischer Zeichner erhielt die Öffentlichkeit Anfang der achtziger Jahre im „Buch OTTO“, in dem er neben den Texten seiner Shows auch selbstgezeichnete Bilderwitze und Cartoons präsentierte.

Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungs-Impression.
© Foto: Diether v. Goddenthow

Wenn also die bildende Kunst keinen ganz unerheblichen Anteil an Otto Waalkes Schaffen hatte, so ist sie doch erst seit den 2010er Jahren wieder mehr in den Blickpunkt gerückt. Seine Gemälde sind ein Parforceritt durch die Kunstgeschichte, in dessen Verlauf Waalkes sich der unterschiedlichen malerischen Techniken bedient – je nachdem, welchen bekannten Meister er sich gerade vornimmt. Dabei wird sichtbar, dass hier kein Anfänger am Werk ist, der im Rentenalter ein neues Hobby entdeckt, sondern ein Könner, der nun dem bildnerischen Gestalten mehr Zeit widmen möchte als bisher. Das Ganze bleibt trotzdem eine Unverschämtheit – doch wer hätte von Otto anderes erwartet?
In der Ausstellung werden mehr als 200 Werke zu sehen sein, sowohl von seinen älteren Zeichnungen als auch von seinen aktuellsten Bildern.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Einzelausstellungen
2013 – Vernissage in der Galerie Walentowski in Hamburg – Otto Kunstwerke
Vernissage in der Hof-Galerie Sylt – Otto Kunstwerke
2015 – Ottos Gemälde in einer Einzellausstellung in Mainz
2017 – Ausstellung im Europapark Rust

Bücher
1980 – Das Buch OTTO
1984 – Das zweite Buch OTTO
Das Taschen-Buch Otto
1986 – Das Mini-Buch Otto
1987 – Das kleine Buch Otto
1988 – Das … Taschenbuch der Ottifanten
1989-2003 – 15 weitere Bücher zu Ottos Ottifanten
1991 – vertragen nichts!
1992 – Das Tennis-Buch Otto
Das herzallerliebste Buch zu Otto der Liebesfilm
2000 – Otto – der Katastrophenfilm
2002 – Otto – das Buch des Friesen
2006 – 7 Zwerge: der Wald ist nicht genug: das Filmbuch
2018 – Kleinhirn an alle: Die große Ottobiografie – nach einer wahren Geschichte Das
Taschenbuch Otto – von und mit Otto Waalkes

Tonträger
Otto (1973)
Otto (die Zweite) (April 1974)
Oh, Otto (April 1975)
Otto (das vierte Programm) (April 1976)
Das Wort zum Montag (März 1977)
Ottocolor (April 1978)
Der ostfriesische Götterbote (Nov. 1979)
Otto versaut Hamburg (Okt. 1981)
Ottos Sammelsurium (Sep. 1982)
Hilfe Otto kommt! (1983)
Otto – Der Film (1985)
Otto – Der Neue Film (1987)
Otto – Der Außerfriesische (1989)
Otto – Der Liebesfilm (1992)
Das Allerbeste (1995)
Otto Live! Neu (1996)
… einen hab ich noch! (1998)
Das Katastrofenalbum (2000)
Ottos Ostfriesland und mehr (2001)
Peter und der Wolf (2001)
Only Otto (2002)
100 Jahre Otto Part One (2006)
100 Jahre Otto (2006)
Happy Otto (2008)
Otto’s Eleven (2010)

Kinofilme
1985: Otto – Der Film
1987: Otto – Der neue Film
1989: Otto – Der Außerfriesische
1992: Otto – Der Liebesfilm
2000: Otto – Der Katastrofenfilm
2001: Kommando Störtebeker
2004: 7 Zwerge – Männer allein im Wald
2006: 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug
2010: Otto’s Eleven
2014: Der 7bte Zwerg
2015: Kartoffelsalat – Nicht fragen!
2015: Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (Cameo)
2018: Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft
Fernsehfilme
St.-Pauli-Nacht von Sönke Wortmann (1999, Gastauftritt)
Crazy Race 2 – Warum die Mauer wirklich fiel (2004, Nebenrolle)

Synchronrollen
1993: Ottos Ottifanten (in der Rolle von Bruno Bommel) (RTL)
1998: Mulan (Deutsche Synchronisation, in der Rolle von Mushu)
2001: Kommando Störtebeker (in der Rolle von Bruno Bommel und des Papageis von Störtebeker)
2002: Ice Age (deutsche Synchronisation in der Rolle von Sid)
2002: Kingdom Hearts (Videospiel, sehr kurze Synchronrolle als Mushu aus Mulan)
2004: Mulan 2 (deutsche Synchronisation in der Rolle von Mushu)
2005: Siegfried (Synchronisation einer computeranimierten Heuschrecke)
2006: Ice Age 2 – Jetzt taut’s (Ice Age: The Meltdown, deutsche Synchronisation in der Rolle von Sid)
2006: Euronics (Nachfolgefirma von Red Zac; Werbespot)
2007: Lissi und der wilde Kaiser (kurze Synchronrolle als der Feldmarschall zum ersten Mal Kaiserschmarrn vorführt)
2009: Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los (Ice Age: Dawn of the Dinosaurs, deutsche Synchronisation in der Rolle von Sid)
2011: Ice Age – Eine coole Bescherung (Ice Age: A Mammoth Christmas, deutsche Synchronisation in der Rolle von Sid)
2012: Ice Age 4 – Voll verschoben (Ice Age: Continental Drift, deutsche Synchronisation in der Rolle von Sid)
2013: Dinosaurier 3D – Im Reich der Giganten (Walking with Dinosaurs, deutsche Synchronisation in der Rolle von Alex)
2016: Ice Age – Kollision voraus! (Ice Age: Collision Course, deutsche Synchronisation in der Rolle von Sid)

Auszeichnungen

Anschauliche Biographiewand von Deutschlands berühmtesten Dauerkünstler Otto Waalkes. © Foto: Diether v. Goddenthow
Anschauliche Biographiewand von Deutschlands berühmtesten Dauerkünstler Otto Waalkes. © Foto: Diether v. Goddenthow

Fünf Goldene Schallplatten und drei Platin-Schallplatten für seine Alben sowie zweimal Gold und zweimal Platin für seine Videoalben
Weitere wichtige Auszeichnungen.
1976: Bambi – Publikumsbambi als beliebtester Fernsehliedermacher
1977: Goldene Kamera in der Kategorie Beste Comedy
1978: Goldener Elefant für 125.000 verkaufte LPs in Österreich
1982: Bambi – Video-Bambi
1984: Adolf-Grimme-Preis mit Silber für Hilfe, Otto kommt
1985: Bambi – Film national für Otto – Der Film
1986: Goldene Leinwand
1990: Bambi – Mini Bambi
1994: RSH-Gold[24]
1997: Echo
2001: Goldene Feder
2002: Deutscher Comedypreis für sein Lebenswerk
2003: Goldene Europa für 20 Jahre Comedy-Erfolg
2005: Göttinger Elch
2005: Deutscher Comedypreis – Beste Kino-Komödie für 7 Zwerge – Männer allein im Wald
2006: Bravo Otto (Bronze) in der Kategorie Comedy
2007: Platz 3 bei Unsere Besten – Komiker und Co.
2007: Das große Kleinkunstfestival – Ehrenpreis
2007: Deutscher Comedypreis – Beste Kino-Komödie für 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug
2014: Bayerischer Fernsehpreis – Ehrenpreis für sein Lebenswerk
2014: Großes Verdienstkreuz des Landes Niedersachsen
2015: Bambi – Comedy
2018: Bayerischer Kabarettpreis – Ehrenpreis

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