Kategorie-Archiv: Mainzer Fastnacht

Mainzer suchen das Motto für die Fastnachts-Kampagne 2019

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Gesucht wird das Motto für die Kampagne 2019 – Mainzer Volksbank unterstützt die Motto-Suche

Der Frühling strahlt von seiner schönsten Seite, das Thermometer steigt, ungeachtet dessen müssen sich die Fastnachter bereits auf die kommende Kampagne vorbereiten. Gesucht wird das neue Fastnachts-Motto 2019, das von der Mainzer Volksbank eG (MVB) präsentiert wird. Der Mainzer Carneval-Verein (MCV), die Mainzer Fastnachts eG und die MVB rufen daher alle aktiven und passiven Karnevalisten dazu auf, einen passenden Zweizeiler, aber auch gerne einen einzeiligen Slogan für die Kampagne 2019 einzusenden. Humorvoll und kurzweilig, echt meenzerisch eben, darf er sein. Um die Kreativen etwas herauszufordern, soll 2019 das Wort „Garde oder auch Gardist“ beim Fastnachtsmotto mit verwendet werden.

Einsendeschluss ist der 2. Mai 2018

Danach wird eine neutrale Jury den närrischen Leitspruch auswählen.

Mitmachen kann jeder. Ausgenommen sind die Vorstandsmitglieder des MCV, die Vorstandsmitglieder der Mainzer Fastnachts eG, die Vorstände der MVB, die Mitarbeiter der MCV-Geschäftsstelle und natürlich die Damen und Herren der Jury.

Der Gewinner erhält zwei Eintrittskarten für die Fastnachtssonntag-Sitzung des MCV, einschließlich einer Einladung zum Pausenempfang. Der zweitplatzierte Mottovorschlag wird mit zwei Eintrittskarten für die Premiere der Fastnachts-Posse im Staatstheater und der drittplatzierte Vorschlag mit zwei Sitzungskarten für eine Prunkfremdensitzung.

Einsendungen an:
Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V.
Emmeransstr. 29
55116 Mainz
Fax 06131/ 23 88 96
Email: mcv-haus@mainzer-carneval-verein.de

Fastnachterin Margit Sponheimer wurde die Ehrenbürgerwürde der Landeshauptstadt Mainz verliehen

Oberbürgermeister Michael Ebling überreicht der beliebten Fastnachterin Margit Sponheimer die Urkunder zur Ehrenbürgerwürde. © Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Michael Ebling überreicht der beliebten Fastnachterin Margit Sponheimer die Urkunder zur Ehrenbürgerwürde. © Foto: Diether v. Goddenthow

Seit 1831 verleiht die Landeshauptstadt Mainz das Ehrenbürgerrecht. Es ist die höchste Auszeichnung einer Gemeinde oder Stadt, die an Persönlichkeiten verliehen werden kann, die sich besonders um sie verdient gemacht haben.

Gestern Abend, am  7. März 2018 überreichte Oberbürgermeister Michael Ebling im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Mainzer Rathauses Margit Sponheimer die Ehrenbürgerurkunde Damit ist die Ehrenbürgerwürde nun offiziell.

Anschließend trug sich die neue Mainzer Ehrenbürgerin in das Goldene Buch der Stadt ein.

Margi Sponheimer trägt sich in Goldene Buch der Stadt Mainz ein. © Foto: Diether v. Goddenthow
Margi Sponheimer trägt sich in Goldene Buch der Stadt Mainz ein. © Foto: Diether v. Goddenthow

Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Michael Ebling hatte der Stadtrat in der Ratssitzung am 7. Februar 2018 einstimmig beschlossen, dass der beliebten Fastnachterin Margit Sponheimer die Ehrenbürgerwürde der Landeshauptstadt Mainz verliehen wird.

Margit Sponheimer verkörpert in einer unnachahmlichen Weise fastnachtliches Brauchtum und Mainzer Lebensart, verfügt über ein großes Herz und erreicht damit alle Generationen. Durch ihre Bekanntheit weit über Mainz hinaus ist Margit Sponheimer zur bekanntesten Botschafterin der Mainzer Lebensfreude geworden.

Von der Mainzer Fastnachtbühne aus eroberte sie mit ihren karnevalistischen Evergreens die gesamte Fastnachtswelt. Mit ihrer enormen Bühnenpräsenz und ihrem schwungvollen Charme ist sie dabei nicht nur eine hervorragende Botschafterin der Mainzer Fastnacht, sondern auch der Stadt im Allgemeinen. Sie verkörpert vortrefflich die viel gerühmte Mainzer Lebensart, bei der sich Gelassenheit, Offenheit, Herz und Humor zu einem fast familiären Umgang verbinden.

MCV-Motivwagen mit satirischen Seitenhieben auf Trump über Erdogan bis Macron

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Unter dem Motto „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“ startet am Rosenmontag 2018 der 116. närrische Zug seit Gründung des Mainzer Carneval-Vereins 1838 e.V. durch die Straßen der Stadt. An der Josefsstraße Ecke Boppstraße macht sich der vierfarbbunte Lindwurm traditionell um 11:11 Uhr auf seine rund sieben Kilometer lange Strecke mit insgesamt 139 Zugnummern, begleitet von rund 8.800 Teilnehmern und erwarteten 550.000 Zuschauern entlang der Strecke.

Einer der Höhepunkte und Markenzeichen des Mainzer Rosenmontagszugs sind die Motivwagen, die alljährlich herrlich humorvoll mit satirischen Seitenhieben gespickt Ereignisse und Persönlichkeiten auf die närrische Schippe nehmen. In diesem Jahr ziehen insgesamt 13 Motivwagen ihre überlebensgroß karikierten Kunstwerke durch die Gassen.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Selbstverständlich darf Donald Trump nicht fehlen, der im Wettstreit mit Nordkorea fragt „Wer hat den Größten?“, genauso wenig wie der türkische Machthaber Erdogan, der „Urlaub bei Freunden“ etwas anders interpretiert. Einen satirischen Seitenhieb bekommt auch der französische Präsident Macron ab, der mit einer lädierten Karosse zu kämpfen hat. Karikiert werden unter anderem auch Günter Beck mit seinem Spaßbad und Marianne Grosse als Bücherstütze am Bibelturm.

Vorgestellt werden die Motivwagen traditionell am Dienstag vor Fastnacht, wobei die vom MCV gebauten Motivwagen seit Anbeginn ein ganz wesentlicher Aspekt des Mainzer Rosenmontagszuges sind. Gebaut werden sie seit über 55 Jahren vom MCV-Wagenbauer Dieter Wenger und seinem Team. Die Motivwagen glossieren sowohl innerstädtische oder regionale wie auch bundes- oder weltpolitische Themen. Mit der Planung und dem Bau der Motivwagen wird bereits im Herbst des jeweiligen Vorjahres angefangen. Alle Motivwagen werden am Fastnachtssonntag in der Innenstadt auf der Ludwigsstraße im Rahmen der Veranstaltung „Tanz auf der Lu“ aufgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert.

Motivwagen 2017 © Foto: Diether v. Goddenthow
Motivwagen 2017
© Foto: Diether v. Goddenthow

Über die Motivwagen im Rosenmontagszug entscheidet die Zugleitung des MCV. Jedes Jahr stimmt sie in einer Sitzung über die Ideen und Entwürfe ab, mit denen die aktuelle Politik karikiert werden soll. Zeichnerisch umgesetzt hat sie in diesem Jahr Michael Apitz. Ist die endgültige Entscheidung gefallen, werden die Plastiken in der Wagenhalle des MCV in Mombach gebaut und die passenden Verse geschmiedet. Früher wurden die Figuren aus Maschendraht geformt, mit Rupfen (poröses Gewebe) bezogen, eingegipst und bemalt. 1967 kam erstmals Styropor zum Einsatz. Heute werden die Figuren der Motivwagen mit der Säge aus Styroporblöcken herausgeschnitten. Die Feinarbeit erfolgt mit dem „heißen“ Draht und elektrischen Schlingen. Polierwerkzeuge geben den letzten Schliff, bevor die Figuren farbig gestaltet werden. Veranstalter der Mainzer Straßenfastnacht ist der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV).

Mainzer Rosenmontagszug 2018: Zahlen, Daten und Fakten

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Motto: „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“.

Historie: Im Jahr 2018 geht der 67. Zug nach dem 2. Weltkrieg und der 116. Zug seit Gründung des Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. am 19. Januar 1838 durch die Straßen der Stadt. Veranstalter der Mainzer Straßenfastnacht ist der Mainzer Carneval-Verein, MCV. In diesem Jahr feiert der MCV 180. Geburtstag.

Termine: Am Rosenmontag, am 12.02.2018,
11.11 Uhr ist Abfahrt ab Josefs-/Ecke Boppstraße,
12.15 Uhr Tribüne Gutenbergplatz, Beginn der TV-Übertragung,
13.30 Uhr erreicht die Spitze des Zugs den Münsterplatz, danach löst sich der Zug auf.
Die letzten Teilnehmer werden gegen 16.30 Uhr am Münsterplatz eintreffen.

Zugweg: Der Rosenmontagszug bewegt sich durch die schönsten Straßen der Innenstadt. Der Zugweg beträgt ca. 7,2 km, die Zuglänge beläuft sich auf ca. 9 km.

Erwartete Zugteilnehmer und Gäste:
Anzahl Zugnummern: 139
Musikgruppen: 70
Musiker: 2124
Reiter: 107
Zugpferde: 33
Närrische Wagen, Motivwagen und Komitees: 161
Traktoren, Zugmaschinen (PKW/LKW): 113
Fahnen- und Schwellkoppträger: 92
Gesamtteilnehmer: ca. 8804
Zuschauer: ca. 550.000

Kosten: Der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. ist Veranstalter und Organisator des Rosenmontagszugs.
Der Finanzierungs-, der Plakettenausschuss und das Web-Marketing-Team des MCV sowie unsere Partner und Sponsoren helfen, den Rosenmontagszug zu finanzieren.
Förderer, Spender, die heimische Wirtschaft sowie die Einnahmen aus den Sitzungen des MCV liefern die finanzielle Basis für die Mainzer Straßenfastnacht, insbesondere des Rosenmontagszugs.

Hintergründe und Wissenswertes zum Zug

– Seit 1838 gab es insgesamt 35 verschiedene Zugwege für den Mainzer Rosenmontagszug. Das letzte Mal musste die Zugstrecke 1995 geändert werden, als die ansteigenden Besucherzahlen die Durchführung des Zuges in Teilen der Altstadt, dort speziell in der Augustinerstraße, aus sicherheitstechnischen Gründen unmöglich machten. Die Streckenänderung 2010, die den Zug entlang des Kurfürstlichen Schlosses führte, wurde nur ein Jahr später wieder zurückgenommen. Die aktuelle Zugstrecke ist über 7 km lang und führt in etwa 4 Stunden von der Mainzer Neustadt in die Altstadt.

Aufstellung des Zuges  2017 Motivwagen 2017 © Foto: Diether v. Goddenthow
Aufstellung des Zuges 2017 Motivwagen 2017 © Foto: Diether v. Goddenthow

– Ausgangspunkt des Mainzer Rosenmontagszuges sind die Straßen rund um die Josefs- und die Boppstraße. Hier stellen sich die einzelnen Gruppierungen auf und werden von MCV-Zugordnern eingewiesen. Von der Boppstraße geht der Zug zur Kaiserstraße zuerst in Richtung Hauptbahnhof, um dann kurz davor eine 180°-Wendung zu machen und auf die andere Straßenseite in Richtung Rhein zu gelangen. Er umrundet die Christuskirche und biegt in die Bauhofstraße ein. Von dort führt der Zugweg in die Große Bleiche, die Große Langgasse und über die Ludwigsstraße zum Gutenbergplatz, Theater und Höfchen. Weiter geht der Zug am Mainzer Dom entlang über die Domplätze zur Rheinstraße und biegt dort in südlicher Richtung auf die Rheinstraße ab. Über die Holzhofstraße, Weißliliengasse geht es zurück zur Ludwigsstraße und weiter zum Schillerplatz und an dem Fastnachtsbrunnen entlang. Über die Schillerstraße führt der Zugweg zur Münsterstraße und in Richtung Alicebrücke/Binger Schlag, wo sich der Zug dann auflöst.

© Foto: Diether v. Goddenthow
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– Um die schon früher oft problematische Finanzierung zu sichern, führte der MCV 1950 zum ersten Rosenmontagszug der Nachkriegszeit Zugplaketten (mainzerisch: Zuchplakettcher) ein. Dies sind kleine Plastikfiguren zum Umhängen mit einem jährlich wechselnden Motiv. Der Verkaufserlös fließt vollständig in die Zugfinanzierung ein. Bis heute wurden über 3 Millionen Zugplaketten seit 1950 verkauft.

– Als Motiv für die Figuren dienen – bei entsprechenden Vereinsjubiläen – Vertreter der einzelnen Mainzer Fastnachtsgarden, typische Charaktere der Mainzer Fastnacht wie der Till, der Bajazz mit der Laterne oder die beliebten Mainzer Schwellköpp. Das Motiv 2010 war ein radelnder Narr auf einer „60“, da die Zugplakette zu dieser Zeit 60 Jahre alt wurde. In der MCV-Jubiläumskampagne 2013 war das Zugplakettchen der „Bajazz mit der Laterne“ -die Symbolfigur des MCV.

Passend zum diesjährigen Motto „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“ wurde auch das Zugplakettchen 2018 mit dem Mond als Hauptmotiv ausgewählt. Der Verkauf der Zugplaketten, die für 4,50 Euro das Stück angeboten werden, ist eine wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung des Rosenmontagszuges. Auch in diesem Jahr gibt es zusätzlich eine „deluxe“-Version. Für 9 Euro präsentiert sich das Zugplakettchen mit Musik und spielt neun Sekunden lang das von Margit Sponheimer gesungene Lied: „Am Rosenmontag bin ich geboren…“.
„Das Zugplakettchen ist nicht nur ein schönes Sammelobjekt“, erklärt MCV-Präsident Reinhard Urban, „vielmehr ist es für jeden Narren, der am Zug teilnimmt, sozusagen das Eintrittsgeld für den Rosenmontag“

Schwellköpp

© Foto: Diether v. Goddenthow
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In der Mainzer Straßenfastnacht haben die sogenannten „Schwellköpp“ seit dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ihren Platz. Sie zeigen, satirisch überspitzt, typische Physiognomien von Mainzer Charakteren beiderlei Geschlechts. Die überdimensional großen Pappmachéköpfe werden von Trägern bei Straßenumzügen zur Auflockerung des Zuges zwischen den einzelnen Zugnummern getragen und präsentiert. Der Nachwuchs der Schwellkopp-Familie entsteht in der Wagenhalle des MCV. Die „Määnzer Schwellköpp“ haben Hals und Oberkörper und sind individuell gekleidet. Sie dürfen nicht mehr als 25 Kilo wiegen und müssen bequem zu tragen sein; die Träger müssen gut sehen und frei atmen können. Deshalb wird bis heute Pappmaché und kein Kunststoff verwendet. Berühmte MCV-Schwellköpp wie „Eulefons“, „Karlche“, „Bawett“ oder „Fleebutz“ kennt man landauf, landab. Wie kaum etwas anderes sind sie ein Symbol der Mainzer Straßenfassenacht. Die Produktion der aufwändigen Figuren verschlingt heute zirka 7.000 Euro. Vier Neue kamen im Jahr 2000 zu den bereits bestehenden hinzu, und die Schar wird weiter wachsen. Eigentlich sind es nur wenige Vorlagen, aus denen stets neue Gesichter entstehen. Sie werden liebevoll ummodelliert, bis sie einen neuen Typ ergeben. Die Originalformen sind ins Eigentum des MCV übergegangen. Wer die Schwellköpp tragen will, braucht Kondition: Rund vier Stunden dauert der Einsatz beim Rosenmontagszug. Doch der legendäre Zugmarschall Ady Schmelz, selbst mal Schwellkoppträger, wusste aus Erfahrung: „Man gerät wie in einen Rausch. Dann spürt man das Gewicht gar nicht.“

MCV-Zugleitung
Seit 1838 ist der Mainzer Carneval-Verein (MCV) ununterbrochen für die Organisation, Finanzierung und Durchführung des Mainzer Rosenmontagszuges verantwortlich. Innerhalb des MCV gibt es ein Organisationskomitee, die Zugleitung. Nach außen hin wird diese von den verantwortlichen Zugleitern, die auch am Zug teilnehmen, ausgeübt. Derzeit sind dies Zugmarschall Markus Perabo als Sprecher und Ann Müller-Hegemann als seine Stellvertreterin.

Die vorbereitende Arbeit der 27-köpfigen Zugleitung für einen Rosenmontagszug dauert etwa ein halbes Jahr. Die Planungsmitglieder erstellen Termin- und Etatpläne, laden Vereine und Gruppen zur Teilnahme ein, sichten eingegangene Bewerbungen für die Zugteilnahme und schließen Verträge ab. Nach dem 11.11., dem traditionellen Beginn der närrischen Zeit in Mainz, beginnt die Planung der Motivwagen. Mögliche Motivthemen werden erörtert und schließlich für rund 13 große Motivwagen festgelegt. Diese werden in einer vereinseigenen Halle im Stadtteil Mombach gebaut. Nach Eingang der Bewerbungen für eine Zugteilnahme legt die Zugleitung die Reihenfolge der einzelnen Zugelemente fest, die Anfang Januar allen Teilnehmern bekannt gegeben wird. Für alle Teilnehmer werden Aufmarschplätze in der Mainzer Neustadt festgelegt, wobei Rettungs-und Feuerwehrwege eingeplant werden müssen.

Teilnehmende Fahrzeuge (Motivwagen, Zugfahrzeuge usw.) werden danach vom TÜV Rheinland geprüft und freigegeben. Die Zugleitung sorgt außerdem für die Einhaltung rechtlicher Vorschriften zum Rosenmontagszug: Haftpflichtversicherung für die MCV-Teilnehmer werden abgeschlossen, Termin-und Einsatzpläne erstellt, musikalische Beiträge werden bei der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) gemeldet. Letzte Tätigkeiten der Zugleitung vor dem Rosenmontagszug sind eine große Abschlussbesprechung mit allen an der Organisation Beteiligten einschließlich der Mainzer Polizei.

Unabhängig von den Mitarbeitern des MCV sind bei der Zugdurchführung über 1500 weitere Personen in den Rosenmontagszug eingebunden: städtische Mitarbeiter, Polizeibeamte, Feuerwehrleute sowie Ärzte und Sanitätsdienste.

Der MCV

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Der Mainzer Carneval-Verein, kurz MCV, wurde am 19. Januar 1838 gegründet. Somit gilt er als ältester Mainzer Fastnachtsverein und gehört heute zu den größten und bekanntesten Fastnachtskorporationen überhaupt. Der MCV organisiert und veranstaltet den Rosenmontagszug mit der gesamten Straßenfastnacht und richtet die alljährliche Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ in Kooperation mit dem MCC, KCK und GCV aus.

Schon die erste Kampagne nach der MCV-Gründung enthielt fast alle bis heute beibehaltenen Bestandteile: die Saalfastnacht mit Sitzung, Komitee, Kappe und Orden, die Straßenfastnacht mit Rosenmontagszug, Prinz, Garde und Kappenfahrt und die Fastnachtsposse sowie die Fastnachtszeitung Narrhalla.
An der Spitze des MCV stand und steht bis heute ein Präsident – aktuell Reinhard Urban –, unterstützt von einem Vorstand. Auch die ersten Sitzungen enthielten schon alle Elemente, die auch heute jede Sitzung prägen, besonders die politischen und gesellschaftskritischen Vorträge in Reim oder Prosa, den Kokolores und die musikalischen Beiträge.

Die musikalischen Beiträge wurden meistens durch die Hofkapelle intoniert, die schon durch Carl Zulehner, einem Mitbegründer des MCV, den Komponisten des Narrhallamarsches und Prinz der Kampagne 1844, zu einem Begriff wurde. Aus dem „Sekretär“ entwickelte sich der „Chef des Protokolls“, für den Seppel Glückert Maßstäbe setzte. Der MCV, der „Gründerverein der Mainzer Fastnacht“, übt bis heute noch die wichtigsten Funktionen im Fastnachtsgeschehen aus. Er veranstaltet und organisiert die Fastnachtsposse, den Aufgalopp zur Fastnachtskampagne am 11.11., den Neujahrsumzug, die Straßenfastnacht und die Kappenfahrt am Fastnachtsdienstag und vor allem den Rosenmontagszug.
Kurzum: Ohne den MCV wäre die Meenzer Fassenacht nicht das geworden, was sie heute ist und natürlich auch immer sein wird.

Wichtige Infos rund um den Mainzer Rosenmontags-Zug

Hellau-Fensterplatz  © Foto: Diether v. Goddenthow
Hellau-Fensterplatz
© Foto: Diether v. Goddenthow

Unter dem Motto „So wie der Mond die Nacht erhellt,
strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt.“ feiern am 12. Februar 2018 die Mainzer (Närrinnen mitgemeint) zum 67. Mal nach Ende des 2. Weltkrieges und zum 116. Male seit 1838 die Straßenfastnacht mit einem der populärsten Umzüge der Republik: 9 Kilometer Gesamtlänge mit 8800 Aktiven, 139 Zugnummern, 161 Närrischen Wagen, Motivwagen und Komitees, 70 Musikgruppen, 107 Reitern, über 2200 Musikern, Tanzgruppen und vielem mehr.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Nach seiner Aufstellung in Goethestraße – Kreyßigstraße – Kaiser-Wilhelm-Ring – Boppstraße – Colmarstraße – und Josefstraße –    wird sich der Zug um 11.11 Uhr in Bewegung setzen. Er wird wie in den vergangenen Jahren den  unveränderten Zugweg nehmen, nämlich:
Josefstraße – Boppstraße – Kaiserstraße – Stadthaus – Kaiserstraße (rund um Christuskirche) – Bauhofstraße – Große Bleiche – Große Langgasse – Ludwigsstraße – Theater/ Gutenbergplatz – Domplätze – Rheinstraße – Holzhofstraße / Schifffahrtsmuseum – Weißliliengasse bis Ludwigsstraße – Schillerplatz / Fastnachtsbrunnen – Schillerstraße

Ende des Zuges wird wieder sein am:  Münsterplatz in Richtung Binger Straße / Bahnhofstraße

Jugendmaskenzug am Fastnachtssamstag
Der Jugendmaskenzug stellt sich am Fastnachtssamstag, 10. Februar 2018 ab 12.00 Uhr erneut wie im Vorjahr im Bereich Josefstraße, Leibnizstraße, Gartenfeldplatz, Nackstraße, Kurfürstenstraße auf.
Auch hier wird der Lautsprecherwagen der Verkehrsüberwachung zuletzt um 11.00 Uhr seine Runde drehen – auch dort muss notfalls verwarnt oder gar abgeschleppt werden: Bitte auch hier die Halteverbotsschilder beachten und außerhalb des Areals parken!

Sicherheit geht vor:

Wie die Stadt Mainz  mitteilt gelten auch in diesem Jahr die erweiterten Glasverbotszonen und das LKW-Fahrverbot an zwei Tagen.

!! Wie in jedem Jahr sei darauf verwiesen, dass alle Anwohner im Aufstellungsbereich der Mainzer Neustadt gebeten werden, die in diesen Tagen aufgestellten Halteverbots-Beschilderungen strikt zu beachten und ihre Fahrzeuge am Rosenmontag sowie im Vorfeld des Jugendmaskenzugs (Samstag, 10. Februar 2018) aus dem weiträumigen Aufstellungsbereich sowie entlang des Zugweges als Beitrag für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung frühzeitig zu entfernen !!

Rettungswege: Zugstrecke ist erneut in 64 Hilfe-Sektoren aufgeteilt – Halteverbotsschilder unbedingt beachten!

Für die Feuerwehr und Rettungsdienste wird die Zugstrecke auch im Jahre 2018 in insgesamt 64 Sektoren eingeteilt. Hierzu werden erneut „Sektorenschilder“ angebracht sein – diese Sektoren helfen bei einem Schadensereignis, den Ort des Geschehens schneller und genauer zu lokalisieren und beschreiben zu können.
Für die jederzeitige Erreichbarkeit aller Gebäude in Mainz – auch während des Zuges – ist die Freihaltung von Rettungswegen notwendig. Teilweise sind auf diesen Rettungswegen daher Halteverbote angeordnet. Gerade hier wird das Verkehrsüberwachungsamt falsch geparkte Fahrzeuge abschleppen müssen. Daher die Bitte an die Mainzer Bürger: Aufgestellte Halteverbote strikt beachten!

Hier: weitere Infos und Details zur Mainzer Straßenfastnacht

Malu Dreyer gratuliert Margit Sponheimer zum 75. Geburtstag – Mainzer Ehrenbürgerschaft für Fastnachts-Urgestein

Margit Sponheimer soll für ihre großen Verdienste um die Landeshauptstadt zur Mainzer Ehrenbürgerin ernannt werden. © Archivbild 2017: Diether v. Goddenthow
Margit Sponheimer soll für ihre großen Verdienste um die Landeshauptstadt zur Mainzer Ehrenbürgerin ernannt werden. © Archivbild 2017: Diether v. Goddenthow

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratuliert der Mainzer Fastnachtsikone Margit Sponheimer zu ihrem 75. Geburtstag am 7. Februar. Sie würdigt sie als sympathisches Aushängeschild und mitreißende Botschafterin für ein lebensfrohes Mainz. „Margit Sponheimer hat mit ihren Auftritten Millionen Menschen begeistert. Auch nach ihrem Abschied von der närrischen Bühne ist sie die berühmteste Repräsentantin der Mainzer Fastnacht geblieben. Ihre Lieder gehören zu jeder Kampagne, einer ihrer bekanntester Schlager ‚Am Rosenmontag bin ich geboren‘ darf in der fünften Jahreszeit einfach nicht fehlen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ganz nebenbei habe Margit Sponheimer als erster weiblicher Fastnachtsstar mit ihrem Vorbild dazu beigetragen, dass Frauen auf dem närrischen Parkett zahlreicher und selbstbewusster wurden. Bewundernswert sei auch ihre Karriere als Volksschauspielerin.

Die Ministerpräsidentin nannte es eine gute Entscheidung, dass Margit Sponheimer für ihre großen Verdienste um die Landeshauptstadt zur Mainzer Ehrenbürgerin ernannt werden soll. „Auch hierzu gratuliere ich sehr herzlich und wünsche ihr viel Glück und Gesundheit für das neue Lebensjahr“, sagte die Ministerpräsidentin. So wie viele andere Menschen freue sie sich auf noch ganz viele Überraschungsauftritte, bei denen Margit Sponheimer den Saal zum Toben bringt.

Stars der Mainzer Fastnacht danken Unimedizin-Mitarbeitern mit einer Sondersitzung für ihr Patienten-Engagement

Die Sondersitzung für die Mitarbeiter der Universitätsmedizin Mainz fand am Donnerstag, 18. Januar, ab 18.33 Uhr im Großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses zu Mainz statt. Hier beim Einzug der Garden und des Komitees.© Foto: Diether v. Goddenthow
Die Sondersitzung für die Mitarbeiter der Universitätsmedizin Mainz fand am Donnerstag, 18. Januar, ab 18.33 Uhr im Großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses zu Mainz statt. Hier beim Einzug der Garden und des Komitees.© Foto: Diether v. Goddenthow

Zum fünften Mal feierte die Universitätsmedizin Mainz mit vielen Stars der Mainzer Fastnacht gestern Abend ihre „Prunk-Sondersitzung“ im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz. Die Stimmung war von Anfang an grandios im vollbesetzten Saal. Statt mit Skalpell oder Fieberthermometer waren Ärzte und anderes Klinikpersonal mit Luftschlangen und – getreu dem Motto der diesjährigen Kampagne „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“ – mit Wirbelmond ausgestattet. Musikalisch führte die MCV-Hofkapelle mit fetzigen Stimmungs-Rhythmen durchs riesige Programm.

© Foto: Diether  v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Der abwechslungsreiche Abend brachte beste närrische Unterhaltung mit den Aktiven der Meenzer Fassenacht. Nach Stimmungsliedern und akrobatischem Eröffnungs-Rock’n’Roll der Tanzschule Manfred S. begrüßte Professor Dr. Norbert Pfeiffer mit einem humoristischen Prolog all die vielen fantasievoll verkleideten Uni-Mitarbeiter, die Tänzerinnen, Gardisten und tollen Redner, unter anderem: das MCV-Ballett, die Jazztanzgruppe Dienheim, Rüdiger Schlesinger als „Red Acteur“, Sabine Pelz mit ihrer „akademischen Sonderführung“, Hansi Greb als „Hobbes in Rom“, die Mainzer Klinik-Athleten, Jürgen Wiesmann alias Ernst Lustig als „Opa wider Willen“, „Nachtwächter“ Adi Guckelsberger, Alexander Leber im Duett mit Professor Vahl und Andreas Schmitt in seiner Paraderolle als Obermessdiener  sowie viele andere Aktive. Das Finale bestritten mit „Jetzt sind wir hier“, „Sassa“, „So ein Tag“ und weiteren Ohrwürmern die Mainzer Hofsänger gemeinsam mit dem Hofballett.

© Foto: Diether  v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Ein paar Highlights im Einzelnen
Zu den besonderen Highlights des Abends zählten die Eröffnungs-Rock’n’Roll-Darbietungen der Tanzschule Manfred S. sowie die Ingelheimer Konfettis und die erst als Toreros und dann als Spanierinnen kostümierten Sweet Honeys aus Dienheim, die als amtierender Rheinland-Pfalz-Meister und Deutscher Meister 2017 Jazztanz mit akrobatischen Einlagen auf die Bühne brachten. Sie sorgten mit Musik und Tanz immer wieder für Stimmung zwischen den Vorträgen. Die Büttenreden hatten es in sich. Gemäß der Mainzer Tradition der politisch-literarischen Fastnacht ging es um all die Themen, die uns aktuell im Großen wie im Kleinen bewegen. Sabine Pelz als Chefhostess der Stadt Mainz widmete sich dem Pflegefall Mainzer Rathaus, Rüdiger Schlesinger vom Carneval Club Weisenau ließ seinen Red Acteur in teils gesungenen Versen gegen nationale und internationale Politik spötteln und machte auch vor den Sondierungsgesprächen der Parteien in Berlin nicht Halt. Zu Trump fiel ihm ein: „nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber“, und Merkel sei „reif fürs Update“

Mitreißende Rock'n Roll-Darbietung im 50er-Jahre-Look der Tanzschule Manfred S Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Mitreißende Rock’n Roll-Darbietung im 50er-Jahre-Look der Tanzschule Manfred S
Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Adi Guckelsberger von den Bohnebeiteln aus Mombach hatte nicht nur den Vorsitz als Sitzungspräsident inne, sondern schlüpfte auch wieder in die Rolle des Nachtwächters, der seine Rede im typisch schleppenden Tempo vortrug und die gereimten Pointen oft vom Publikum ergänzen ließ. Als die Begeisterung ihrem Höhepunkt entgegensteuerte, durfte ein Favorit der Meenzer Fassenacht nicht fehlen: Andreas Schmitt von den Eiskalten Brüdern aus Gonsenheim begrüßte die johlenden Narrhallesen in seiner Glanzrolle als Obermessdiener vom Hohen Dom zu Mainz mit einem kräftigen „Helauluja“. Dann brachte er vom Foulspiel beim Fußball über seinen Chef, den neuen Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, Sticheleien gegen Finthen, die AfD und den blonden „Trottel aus de Palz“ bis hin zu den Planungen zu dem höchst umstrittenen, ihn an einen Bunker erinnernden Erweiterungsbau des Mainzer Gutenberg-Museums alles aufs Tableau, was gerade aktuell ist. Die Botschaft des Obermessdieners war am Ende ein leidenschaftliches Plädoyer für Demokratie und Freiheit. Damit erntete er Standing Ovations, bevor das Finale des Fastnachtsabends traditionell von den Mainzer Hofsängern bestritten wurde.

Mit diesem gut viereinhalbstündigen erstklassigen Programm der Mainzer Fastnacht bedankten sich die Mitwirkenden für das große Engagement der Beschäftigten der Universitätsmedizin Mainz zum Wohl der Patienten. Alle Aktiven engagieren sich hier ehrenamtlich. Im Gegenzug nahmen die Fassenachter die echte Mainzer Fastnachtswährung Weck, Worscht und Woi entgegen und freuten sich über den einen oder anderen Gutschein der Sponsoren. Organisiert hat die Sitzung der Mainzer Carneval-Verein MCV in Zusammenarbeit mit den Eiskalten Brüdern Gonsenheim.

(Diether v. Goddenthow /Jutta Ziegler – Rhein-Main.Eurokunst)

Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling ist Ehrenkomiteeter des MCV

Fotos: MCV/Thomas Gottfried
Fotos: MCV/Thomas Gottfried

MCV präsentiert Mond als Kampagnenorden / Präsident Urban mit Mainzer Stadtorden ausgezeichnet

„Es ist mir eine Ehre, in diesem Traditions-Verein, der seit 180 Jahren alljährlich die Mainzer Straßenfastnacht veranstaltet und organisiert, als Ehrenkomiteeter nun ein Teil des MCVs zu sein“, freute sich der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling auf der diesjährigen Ordensmatinee des Mainzer Carneval-Vereins 1838 e.V. (MCV) im Goldsaal des Hiltons. Ebling ist nach Herman-Hartmut Weyel der zweite Oberbürgermeister der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt, der als Ehrenkomiteeter aufgenommen wurde. Im Gegenzug hatte OB Ebling den Mainzer Stadtorden im Gepäck, mit dem er MCV-Präsident Reinhard Urban für sein besonderes Engagement in der Mainzer Fastnacht auszeichnete. Offiziell wurde auch der neue Sitzungspräsident Adi Guckelsberger mit den närrischen Insignien, dem Zepter des MCV, ausgestattet.

Mit einem abwechslungsreichen Programm ist der MCV bei seiner Matinee in die Kampagne 2018 gestartet und hat traditionell seinen neuen Orden präsentiert. Angelehnt an das Fastnachtsmotto: „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“, das auch in diesem Jahr von der MVB unterstützt wird, hat der Mainzer Carneval-Verein den Mond als Ordensmotiv der diesjährigen Kampagne ausgewählt und ihn mit einem drehenden Bajazz verziert.

Den ersten Orden bekam MCV-Ehrenpräsident Dr. Rudi Henkel überreicht, der zuvor mit reichlich Humor und literarischen Anspielungen einen närrischen Vortrag über das diesjährige Motto gehalten hat. Auf der Bühne, moderiert von MCV-Vorstandsmitglied Michael Bonewitz, stimmte „Straßenmusikant“ Pit Rösch die Aktiven musikalisch auf die Kampagne ein. Peter Kuhn, der als neuer Aktiver in die MCV-Familie aufgenommen wurde, bedankte sich mit einem zeitkritischen Vortrag über die Fastnacht und ihre Begleiterscheinungen. Prof. Dr. Christian Vahl, Mitglied des Großen Rats, griff als Fastnachtsdetektiv zur Gitarre und aus Dienheim waren die Sweet Honeys angereist, die im vergangenen Jahr als Rheinland-Pfalzmeister auch den Pokal des Deutschen Meisters im Showtanz nach Rheinhessen holen konnten. Sie entführten die Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihren Tanzeinlagen ins feurige Spanien. Das Finale bestritten die Konfettis, die als sangesstarker Programmpunkt schon auf vielen Sitzungen des MCV zu bewundern waren.

Im Rahmen der Ordensmatinee wurden Maik Bäthies, Patrick Baumann, Sonja Baumann, Anne Beckhaus, Marian Butscher, Stephan Eckert, Bianca Heinen, Peter Kuhn, Rüdiger Schlesinger und Dr. Martin Schulz-Rauch als neue Aktive des MCV mit Aktivennadel und MCV-Kapp ausgestattet. Für langjährige Mitgliedschaft wurden zudem geehrt: Hans Ackermann (60 Jahre aktiv), Ludwig Eser (55 Jahre aktiv), Erich Eckhard (50 Jahre aktiv), Heinz Arndt und Horst Kleemann (je 44 Jahre aktiv). Heini Stadler, Dieter Adrian, Klaus Kipper, Monika Funke und Boris Henkel (je 33 Jahre aktiv). Michael Pilling, Ralph Detlof, Harald Liesenfeld, Elmar Maus, Ernst-Dieter Kral, Thomas Neger (je 25 Jahre aktiv). Klaus Benz, Herbert Kirchgessner, Winnie Mundo, Cornelia Klinger, Lydia Gorghau-Schmelz, Jürgen Gerster, Thomas Rück, Steffen Schmidt, Guido Seitz, Peter Krawietz, Jennifer Schorr. Stefan Thurn (je 22 Jahre aktiv). Frank Häser, Klaus Dockhorn, José Wolf und Helga Henkel als Ehrenaktive (je 11 Jahre aktiv).

Außerdem begrüßte Der Große Rat Günther Bolinius, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Donnersberg, als neues Mitglied

Mainzer Neujahrsumzug als Auftakt zur Fastnachtskampagne 2018

© Foto:  Thomas Gottfried 2017
© Foto: Thomas Gottfried 2017

Die Silvesterböller sind kaum verklungen und so manch einem brummt vielleicht noch der Schädel, aber wahre Närrinnen und Narrhallesen wird es kaum davon abhalten, am Neujahrsmorgen pünktlich um 11 Uhr 11 am ersten großen Fastnachtsereignis des neuen Jahres teilzunehmen. Der Neujahrsumzug der Mainzer Garden und Musikzüge ist zugleich der närrische Auftakt für die Kampagne 2018, die am 1. Januar beginnt und am 14. Februar 2018 mit der traditionellen Fastnachtsbeerdigung am Aschermittwoch endet.

Ca. 1.000 Gardisten und Dragoner, Husaren und Herolde, Prinzessinnen und Prinzen, darunter knapp 500 Musikerinnen und Musiker, begleitet von Schwellköpp- und Fahnenträgern werden am 1.1.2018 durch die Mainzer Straßen ziehen und die fünfte Jahreszeit einläuten. Pünktlich um 11:11 Uhr geht’s los. Vom Ernst-Ludwig-Platz startet der Zug über die Große Bleiche und Münsterplatz, ehe sich der närrische Lindwurm anschließend über Schillerstraße, Schillerplatz und Ludwigsstraße bis zum Domplatz schlängelt. Dort erwartet alle Närrinnen und Narrhallesen ein stimmgewaltiges Neujahrskonzert der Mainzer Garden, das vom Mainzer Carneval-Verein (MCV) und der Stadt Mainz ausgerichtet wird.

„Es ist einfach eine tolle Veranstaltung, die von Jahr zu Jahr mehr Gäste am Neujahrsmorgen in die Innenstadt lockt“, freut sich Zugmarschall Markus Perabo, Sprecher der MCV-Zugleitung. Natürlich darf auch der Neujahrsempfang mit dem Mainzer Oberbürgermeister und Fassenachter Michael Ebling nicht fehlen. Ebenso wie das vierfarbbunte Festprogramm, das von der MCV-Zugleitung (Teamleiter Thomas Rück) und dem Protokoll der Stadt Mainz organisiert wird.
Das Platzkonzert startet gegen 12 Uhr in Anwesenheit der Stadtmarschälle mit Musikstücken der närrischen Kapellen der Mainzer Prinzengarde, der Füsilier-Garde, der Mombacher Prinzengarde, der Mainzer Rittergilde, und der Garde der Prinzessin.

Den Einmarsch wird die Ranzengarde musikalisch einleiten. Nach dem Oberbürgermeister Michael Ebling und MCV-Präsident Reinhard Urban die Narrenschar begrüßt haben, wird anschließend die Suppenkanone durchgeladen und gefeiert. „Der Start in die Kampagne geht nicht nur mit fastnachtlicher Musik und unzähligen Helaus über die Bühne“, verspricht MCV-Präsident Reinhard Urban, „sondern wir bieten auch jedem Hungrigen und Durstigen reichlich Gelegenheit, sich zu stärken und den Wetterkapriolen zu trotzen.“ Unterm Strich steht ein zweifellos interessanter Programmmix und lockerer Aufgalopp ins neue Jahr an. Närrisches Verkleiden ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht!

Während einige Garden im Anschluss in ihre Feldlager marschieren, laden die Roten Husaren nach dem Platzkonzert auf dem Marktplatz zu einer Narrenkette über die Theodor-Heuss-Brücke ein. Dabei stellen sich befreundete Garden von Mainz Richtung Wiesbaden auf, während Michael Ebling die Narrenkette abschreitet. Ziel der Narrenkette ist die Reduit in Mainz-Kastel, das Vereinsheim des C.C. Rote Husaren Mainz-Kostheim 1952 e.V., die 2018 ihr 66-jähriges Jubiläum feiern, mit ihrer Präsidentin Dr. Gabriele Ackermann an der Spitze.

Mainzer Narrenkultur feiert ab 11.11. um 11.11 UHR die neue Kampagne mit NÄRRISCHEM GRUNDGESETZ und großem Bühnenprogramm am Schillerplatz

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Es ist der fastnachtliche Countdown zum langersehnten Jahresereignis, wenn das närrischste Datum auf die närrischste Uhrzeit trifft: Am 11.11. um 11 Uhr 11 erklingt traditionell vom Balkon des Osteiner Hofs am Mainzer Schillerplatz ein dreifach donnerndes Helau zu den Klängen des Narrhallamarschs. Viele Narren stehen schon ab 10 Uhr parat und schunkeln gemeinsam mit den MCV-Moderatoren, Thomas Neger und Aline Leber, die die Stimmung langsam auf Betriebstemperatur bringen werden, während die Schwellköpp weithin sichtbar einen Sternmarsch vor der MCV-Bühne vollführen.

Wenn dann schließlich auch die Fahnen am Fastnachtsbrunnen gehisst sind, wird MCV-Präsident Reinhard Urban die Gäste samt Publikum begrüßen und den Verantwortlichen der Eiskalten Brüder, Andreas Schmidt und Bert Christmann, das Mikrofon überreichen. Die Eiskalten Brüder Gonsenheim 1893 e.V. feiern in der kommenden Kampagne 125-jähriges Jubiläum und werden in diesem Jahr das Närrische Grundgesetz verlesen. Auch Oberbürgermeister Michael Ebling, bekennender Fastnachter und selbst jahrelang als Protokoller aktiv, wird die Narrenschar auf das besondere Ereignis einstimmen, bevor ein kunterbuntes Bühnenprogramm das närrische Publikum zum Mittanzen und Mitsingen animieren wird.

Angeleitet von Thomas Neger und Aline Leber, die die Moderation von der MCV-Bühne aus dirigieren (präsentiert von RPR und Radio Rockland), werden zahlreiche Stimmungssänger und Fastnachtsgruppen bis in die Abendstunden aufspielen und für beste Stimmung sorgen. Darunter unter anderem die Mainzer Hofsänger, die Spaßmacher Company, Pizzabäcker Ciro Visone, Pit Rösch, die Meenzer Zippelkappe und natürlich auch Thomas Neger und Die HUMBAs.

Da der 11.11. in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, wird ab etwa 18 Uhr die Band „Kontrollverlust“ bis ca. 21:33 Uhr auf der Bühne am Schillerplatz für Stimmung unter den Narren sorgen.

Margit Sponheimer, Fastnachtsurgestein, läßt mit ihrer Stimmer die  „deluxe“-Version des Zugplakettchen fünfzehn Sekunden lang mit dem  „Am Rosenmontag bin ich geboren“ erklingen. Beim Pressegespräch gibt  sie eine Livekostprobe. Mit ihren Fanstnachts-Songs hat sie - nicht nur vielen  Fastnachtern - während der tollen Tage ein wenig musikalische Heimat gegeben! Foto: Diether v. Goddenthow
Margit Sponheimer, Fastnachtsurgestein, läßt mit ihrer Stimmer die „deluxe“-Version des Zugplakettchen fünfzehn Sekunden lang mit dem „Am Rosenmontag bin ich geboren“ erklingen. Beim Pressegespräch gibt sie eine Livekostprobe. Mit ihren Fanstnachts-Songs hat sie – nicht nur vielen Fastnachtern – während der tollen Tage ein wenig musikalische Heimat gegeben! Foto: Diether v. Goddenthow

Ein besonderes Highlight ist die limitierte Sonderausgabe einer klingenden Zugplakette auf der  Margit Sponheimer ihren Klassiker „Am Rosenmontag bin ich geboren“ anstimmt (siehe unten Närrische Produkte)

Wie jedes Jahr weist der MCV-Präsident vorsorglich daraufhin: „Der 11.11. ist nicht der Anfang der Fastnachtskampagne, an diesem Tag wollen wir lediglich der Narrenzahl Elf huldigen.“ Gefeiert wird im und vor dem Osteiner Hof rund um den Fastnachtsbrunnen am Schillerplatz. Nach getaner Narretei werden die närrischen Fahnen erstmal wieder eingepackt und die vierfarbbunte Narrenschar verabschiedet sich in die winterliche Adventszeit, bis dann am 1. Januar 2018 mit dem Neujahrsumzug der Mainzer Garden die Kampagne so richtig losgehen wird.

Das Närrische Grundgesetz

Das Programm am Samstag, ELFTER-ELFTER, 2017 im Detail:

Uhrzeit ca. Programmpunkt
10:00-10:30 Soundcheck ab 10:30 leise Musik !!!
ca. 10:50 Schwellköpp
11:00 11:11 Countdown MCV-Präsident Reinhard Urban –
Ansprache OB – Narrencharta Eiskalte Brüder
11:35 Mottolied Pit Rösch
11:40-11:55 Hofsänger Kap.: Christoph Clemens musik.-Leit.: Michael Christ
12:00-12:30 Rheinmainzer Harald Kauth
12:35-12:45 Pit Rösch
12:50-13:20 Spassmacher Company Frank Bulling/Anja Beck-Harth
13:30-13:45 Die Moritze
13:50-14:15 Thomas Neger und die HUMBA´s
14:20-14:35 Meenzer Meedcher
14:40-15:10 Dirty Glamour
15:15-15:35 Oliver Mager
15:40-15:50 Just Dance Partenheim
15:55-16:15 Bockiusbrüder
16:20-16:35 Ciro Visone Pizzabäcker
16:40-16:55 Jeremy D. Frei Cheerleader „dieChaote“
17:00-17:20 Altrheingarde aus Ginsheim
17:25- 17:45 Oliver Wiesmann
18:00- 19:00 Aufbau und Soundcheck
19:00- 21:30 “Kontrollverlust”

(Quelle: MCV )
Das Motto der Fastnachtskampagne 2018 – und warum der 11.11. besonders gefeiert wird

Das Motto für die Fastnachtskampagne 2018 lautet „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“. Das Motto wird von der MVB unterstützt und stammt aus der Feder von Marlis Bürner-Krieg. Ausgewählt wurde es unter Mitwirkung des Mainzer Oberbürgermeisters Michael Ebling sowie unterstützt von rund 35 Juroren – Fastnachter, Politiker, Medienschaffende und Unternehmer – aus über 400 eingereichten Motto-Vorschlägen.

Erstmals offiziell verkündet wird es den Närrinnen und Narrhallesen am 11.11.2017, an einem Tag, der bereits einen Blick auf die kommende Kampagne wirft.

Der 11.11. wird vor allem deshalb gefeiert, weil er ein typisch närrisches Datum ist. Bereits in der französischen Revolution (getreu dem Leitspruch „Ègalité, Liberté, Fraternité“ = ELF/11) oder auch in der Bibel (eine Zahl mehr als die zehn Gebote und eine Zahl weniger als die zwölf Apostel) sei diese Zahlenkombination von Bedeutung gewesen – für die Fassenacht habe das Datum jedoch eine übergeordnete Symbolkraft. „Der 11.11. steht in der Fastnacht dafür, dass einer neben dem anderen steht, man in Einigkeit und Brüderlichkeit füreinander da ist und die gemeinsame Arbeit zum Gelingen des schönsten Mainzer Festes gewürdigt wird“, erklärt MCV-Präsident Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban.

Ob Gardist, Feldmarschall oder Generalfeldmarschall, Trommler, Fahnenschwenker oder unzählige andere: In der Fassenacht könne einer nicht ohne den anderen sein, jeder profitiere voneinander, alle Beteiligten zögen gemeinsam an einem Strang. „Das ist für mich die beste Deutung dieses besonderen Datums. Genau deshalb huldigen wir am 11.11. um 11:11 Uhr diesem 11. Tag im 11. Monat des Jahres“, unterstreicht der MCV-Chef. Nach dem 11.11. komme zunächst die besinnliche Zeit des Advents. Alleine schon deshalb könne der 11.11. niemals der Anfang der Fastnachtskampagne sein, klärt Urban auf.

Närrische Produkte 2018 – damit unterstützen Sie zudem den Zug!

Der MCV präsentiert in diesem Jahr eine ganze Reihe närrischer Produkte, die sowohl in der MCV-Geschäftsstelle in der Emmeransstraße 29 erhältlich sind als auch im MCV-Online Shop unter www.mainzer-carneval-verein.de und zum Teil auch von den MCV-Plakettenverkäufern auf den Straßen und Gassen von Mainz zum Kauf angeboten werden.

 „Der Mond“ wird Zugplakette

Passend zum diesjährigen Motto „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“, unterstützt von der Mainzer Volksbank, wurde auch das Zugplakettchen ausgewählt. Der Verkauf der Zugplaketten, die für 4,50 Euro das Stück angeboten werden, ist eine wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung des Rosenmontagszuges. Auch in diesem Jahr gibt es wieder zusätzlich eine „deluxe“-Version des Mondes. Für 9,00 Euro präsentiert sich das Zugplakettchen mit Musik und spielt fünfzehn Sekunden lang den Song von Margit Sponheimer: „Am Rosenmontag bin ich geboren“. „Das Zugplakettchen ist nicht nur ein schönes Sammelobjekt“, erklärt MCV-Präsident Reinhard Urban, „vielmehr ist es für jeden Narren, der am Zug teilnimmt sozusagen das Eintrittsgeld für den Rosenmontag“.

 Enten-Pin und Bade-Ente 2018 – die Entenfamilie wird größer

Zum 25-jährigen Jubiläum der Zugen(d)te hatte der MCV vor einigen Jahren eine Spieluhrente aufgelegt, die noch immer in limitierter Auflage für 18,11 Euro angeboten wird. Wer an der Spieluhr zieht, hört den Narrhallamarsch. Die kuschelig weiche Zugen(d)te ist mit vierfarbbunter Narrenkappe ausgestattet und hat bereits viele Kinderzimmer erobert. Im Folgejahr bekam die Spieluhr-Zugente Nachwuchs mit der Baby-Zugen(d)te, die wunderbar als Schlüsselanhänger geeignet ist oder als Glücksbringer im Auto baumeln kann, das ganze für 6,90 Euro. Inzwischen ist auch eine Bade-Ente erhältlich, sie kostet ebenfalls 6,90 Euro. Ein quietsche-entenes Vergnügen in jeder Badewanne. Und ganz neu in diesem Jahr: Der Enten-Pin mit blinkendem Schwänz’schen für 5,50 Euro.

Schwellköpp zum Anstecken

Weiterhin im Angebot sind die drei Schwellköpp in der Pin-Edition, die jeweils mit einer limitierten Auflage für 3 Euro das Stück verkauft werden. Am Start sind: die Goldig Grott (weiblich). Sie hat lila gefärbte Haare, die Bluse ist rot-weiß kariert, lacht immer und hat das ganze Jahr das Wappen vom MCV umhängen. Der Lackaff (männlich) trägt einen Zylinder mit gelbem Band, seine Haare sind blond. Und der Schnorres (männlich) trägt eine Kappe in Rot und Blau. Er singt bei den „Schnorreswackler“ und ist mit der Strunzern verheiratet. Im kommenden Jahr sollen dann neue Schwellköpp-Pins aufgelegt werden

Der Wirbelmond

Neben Wirbel-Willi und Wirbel-Ente steht in diesem Jahr der Wirbel-Mond – passend zum Fastnachtsmotto – sicherlich ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Wenn die Stimmung am Schönsten ist, wird der Wirbler hochgehalten und leuchtet den Narren entgegen. Den silbernen Wirbelmond gibt es noch in einer Restauflage zum Preis von 11,50 Euro das Stück. Natürlich ist auch noch der klassische Wirbel-Mond für 9,50 Euro erhältlich – solange der Vorrat reicht.

Für mehr Sicherheit: Mainzer Festbecher

Da Glasscherben in der Mainzer Straßenfastnacht und auf dem Rosenmontagszug immer wieder zu gefährlichen Schnittverletzungen führen, herrscht an bestimmten Stellen ein Glasverbot, in diesem Jahr auch am 11.11. auf dem Schillerplatz. Als ausschließliches Trinkgefäß hat der MCV einen Festbecher aus Kunststoff aufgelegt, der auch in der neuen Kampagne als Kaufbecher für 2 Euro angeboten wird. Man erwirbt ihn einmalig, tauscht ihn bei der nächsten Bestellung durch, erhält aber am Ende des Tages kein Pfand mehr zurück. „Auch hier kommen die Erlöse aus dem Verkauf zu 100 Prozent der Finanzierung des Rosenmontagszugs zugute“, so Reinhard Urban. Viele werden dieses System zum Beispiel von Weinfesten kennen.

Sammelband für Zugplakettchen

Das einmalige Sammelwerk der Mainzer Zugplaketten ist auch in der neuen Kampagne erhältlich. Beginnend mit dem ersten Zugplakettchen von 1950, zeigt der Sammelband alle Zugplaketten des Mainzer Rosenmontagszugs. Mitgeliefert werden Infos über Stückzahlen, Varianten und vieles mehr. Der besondere Clou – damit das Mainzer Plakettenbuch auch zeitlos aktuell bleibt, sind leere Seiten eingeplant. Hier können künftige Zugplakettchen als Sammelbilder eingeklebt werden. Damit schreibt der Sammelband die Geschichte der Mainzer Zugplaketten bequem weiter…bis 2025! Der Sammelband kostet 7,50 Euro und der Einkleber der Jahresplakettchen 1,00 Euro.

 

Herbert Bonewitz tritt nicht mehr auf

Herbert Bonewitz bei seiner letzten Buchpräsentation "Spaß muss sein. Die benoewitzige Hausapotheke" im Mainzer Rathaus. Foto: Diether v. Goddenthow
Herbert Bonewitz bei seiner letzten Buchpräsentation „Spaß muss sein. Die benoewitzige Hausapotheke“ im Mainzer Rathaus. Foto: Diether v. Goddenthow

Der Mainzer Kabarettist Herbert Bonewitz hat bekannt gegeben, dass er seine Bühnentätigkeit ab sofort beenden wird. Anfang August erkrankte er an einer schweren Infektion und musste acht Tage lang auf der Intensivstation des Katholischen Klinikums Mainz behandelt werden. „Herzlichen Dank an dieser Stelle den Notärzten, dem Personal und den behandelnden Ärzten, sie haben einen tollen Job gemacht, dank ihnen kann ich sagen: Hurra, ich lebe noch“, so Bonewitz. Nach fast dreiwöchigem Krankenhausaufenthalt und mehrwöchiger Reha ist er zwar auf dem Weg der Besserung, sieht sich aber durch diverse körperliche Einschränkungen – unter anderem dauerhaft seh- und gehbehindert – außerstande wieder auf die Bühne zu gehen. Auch seine Ehefrau Bärbel musste sich einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt unterziehen. „Wir leiden beide zudem an diversen Alterserkrankungen und wollen uns nach unserer Rekonvaleszenz in den kommenden Jahren ins Privatleben zurückziehen.“ Aus gesundheitlichen Gründen muss er daher seinen geplanten Auftritt im unterhaus am 18. Dezember absagen und auch seinen Auftritt bei der Nachtvorlesung am 21. Dezember. Die Karten für das unterhaus-Gastspiel werden ab sofort im unterhaus-Vorverkauf zurückgenommen und erstattet. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, zumal das unterhaus für mich ja schon fast wie ein zweites Wohnzimmer war und auch die Nachtvorlesung bei Christian Vahl war eine liebgewonnene Tradition.“ Sofern es ihm die Gesundheit erlaubt, will er allerdings auch künftig noch hie und da publizistisch in Erscheinung treten.

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