Kategorie-Archiv: Fastnacht

SWR plant „Mainz bleibt Mainz“ im Ersten und „SWR Sofa Fastnacht“ im Südwesten

Mainz bleibt Mainz - Kurfürstliches Schloss Mainz © Archivfoto: Fastnacht der Unimedizin 2018  Diether v. Goddenthow
Mainz bleibt Mainz – Kurfürstliches Schloss Mainz © Archivfoto: Fastnacht der Unimedizin 2018 Diether v. Goddenthow

Südwestrundfunk will „Mutter aller Fernsehsitzungen“ unter Corona-Bedingungen produzieren / SWR Fernsehen plant ab 12.1. närrische Sendungen unter dem Motto „SWR Sofa Fastnacht“

Mainz/Stuttgart –Der SWR will 12. Februar 2021 ab 20:15 Uhr im Ersten eine Sonderausgabe von „Mainz bleibt Mainz“ produzieren, die sich den aktuellen Pandemie-Bedingungen anpasst. Auch im SWR Fernsehen soll die närrische Saison nicht ausfallen: Unter dem Motto „SWR Sofa Fastnacht“ sind ab dem 12. Januar zahlreiche Sendungen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vorgesehen.

„Mainz bleibt Mainz“ ohne Publikum im Saal
Der Freitag vor Rosenmontag ist der traditionelle Sendetermin von „Mainz bleibt Mainz“, daran soll auch Corona nichts ändern. Nach aktuellem Planungsstand soll es am 12.2. ab 20:15 Uhr im Ersten eine Sendung ohne Publikum im Saal und unter anderen Vorzeichen geben.

„Gemeinsam mit den beteiligten Vereinen setzt der SWR alles daran, gerade in diesen schwierigen Zeiten den Menschen ein unterhaltsames Fastnachtsangebot zu präsentieren. Hier soll vor allem das Aushängeschild der Fernsehfastnacht ‚Mainz bleibt Mainz‘ nicht fehlen“, so SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler. „Zwar kann nicht aus allen Hochburgen aktuelles Programm gezeigt werden, aber der SWR bildet wie gewohnt die Fastnachtsvielfalt der Regionen im Südwesten ab. Dabei werden alle Neuproduktionen unter Beachtung strenger, fortlaufend aktualisierter Hygienekonzepte realisiert.“

SWR Sofa Fastnacht im SWR Fernsehen: Sicher von zuhause aus
Das Motto „SWR Sofa Fastnacht“ sagt schon aus, um was es in der kommenden Kampagne im SWR Fernsehen geht: Ganz entspannt von zuhause aus Spaß haben und närrische Stimmung erleben. Ab dem 12. Januar sind aktuelle Produktionen geplant, die aus Sicherheitsgründen vorher aufgezeichnet werden, ergänzt um Best-Of-Sendungen der Saal- und Straßenfastnacht der vergangenen Jahre.

SWR Sofa Fastnacht: Ausgewählte Sendungen zu Fasnet, Karneval, Fassenacht & Co. im SWR Fernsehen / „Mainz bleibt Mainz“ im Ersten am 12.2.:

12.01.2021 22:30 Uhr: Unsere Fasnachts-Stars: Alfred Heizmann aus Konstanz
23 Uhr: Meenzer Konfetti (Wh.)
19.01.2021 22:30 Uhr: Unsere Fasnachts-Stars: De Molli aus Frankenthal
23 Uhr: Meenzer Konfetti (Wh.)
26.01.2021 22:30 Uhr: Unsere Fasnachts-Stars: Hillu‘s Herzdropfa aus Donzdorf
23 Uhr: Meenzer Konfetti (Wh.)
29.01.2021 21 Uhr: Handwerkskunst! Wie man einen Fastnachtswagen baut
23 Uhr: Meenzer Konfetti (Wh.)
30.01.2021 20:15 Uhr: Alleh hopp – Das Beste der Faasenacht an der Saar
31.01.2021 20:15 Uhr: Schwaben weißblau – Hurra und Helau
02.02.2021 20:15 Uhr: Konstanzer Fasnacht aus dem Konzil
07.02.2021 20:15 Uhr: Schwäbische Fasnet aus Donzdorf
08.02.2021 20:15 Uhr: Narrenschau 2021 – Saarländische Karnevalsvereine präsentieren sich
09.02.2021 20:15 Uhr: Mumbach Mumbach Täterä – Das Beste der Mombacher Bohnebeitel 2011-2020
10.02.2021 20:15 Uhr: Die Fastnachtsretter (Dokumentation)
21 Uhr: Wohnzimmer-Comedy mit Dui do on de Sell
11.02.2021 18:15 Uhr: Marktfrisch: Kochkurs Meenzer Konfetti-Pizza
12.02.2021 20:15 Uhr im Ersten: „Mainz bleibt Mainz“ aus dem Kurfürstlichen Schloss zu Mainz (Aufzeichnung vom 10.02. / Wh. am 16.2., 20:15 Uhr im SWR Fernsehen)
13.02.2021 20:15 Uhr: Alleh hopp „Mir sin nit so”
14.02.2021 16 Uhr: Faszination Fastnacht – Die schönsten Momente
18:45 Uhr: Bekannt im Land: Der Wagenbauer von Mainz – für RP
20:15 Uhr: Badisch-Pfälzische Fasnacht aus Frankenthal
15.02.2021 16:00 Uhr: Das Schönste vom Rosenmontagszug Mainz (Best Of der vergangenen Jahre)
18:15 Uhr: Von Schwellköpp und Zugplakettcher – Rosenmontagszug in Mainz
20:15 Uhr: Das Beste aus „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“
16.02.2021 18:15 Uhr: Die Fastnachtsretter (Dokumentation) – für RP
18:15 Uhr: Unsere Fasnachts-Stars: Bronnweiler Weiber aus Donzdorf – für BW
21.02.2021 20:15 Uhr: Das Jüngste Ger(i)ücht – für BW

Kurzfristige Änderungen sind vorbehalten.

Infos auch auf SWR.de/fastnacht

Mainzer Fastnacht 2021 „Traditionen in einer ausgefallenen Kampagne“

Foto: MCV/Bildfänger
Foto: MCV/Bildfänger

Motto, Narrhalla und Zugplakettchen – Traditionen in einer ausgefallenen Kampagne

Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Zeichen. Nachdem die Folgen zur Eindämmung der Corona-Pandemie an der kommenden Fastnachtskampagne nicht spurlos vorübergehen, will der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) ganz bewusst an bestimmten Traditionen festhalten. So wird rechtzeitig zum 11.11. die diesjährige Ausgabe der Narrhalla, Deutschlands ältester Fastnachtszeitung, präsentiert, u.a. spricht in einem Interview der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, über die Organisation der Fastnacht, ihre Finanzierung – aber auch darüber, wie die Kölner auf Mainz blicken.

Einen Tag vor dem traditionellen fastnachtlichen Jahresereignis, wenn das närrischste Datum auf die närrischste Uhrzeit trifft, verkündet der MCV zudem das diesjährige Kampagnenmotto:

„Trotz Corona segelt heiter –
das Narrenschiff voll Hoffnung weiter“.

Passend zum Fastnachtsmotto wurde auch das diesjährige Zuplakettchen entworfen, das sich erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder in einer klassischen Plakettenform präsentiert. Zu sehen sind neben der Symbolfigur des MCV, dem Bajazz mit seiner Laterne, zwei wackere Streiter der Kleppergarde und der Haubinger, die stellvertretend für alle Närrinnen und Narrhalesen, dafür sorgen, dass das Narrenschiff niemals untergehen wird, solange es Narren gibt, die es am Laufen halten.

1856 bzw. 1857 gegründet gehören beide Garden zu den ältesten Fastnachtskorporationen in Mainz mit ihren ganz eigenen Traditionen. Unverwechselbar das vierfarbbunte Fransenkostüm der Kleppergarde, die durch ihre Klepperbuben und -mädchen die bösen Geister des Winters vertreiben und gute Laune verbreiten. Die Haubinger sind der einzige Verein, der am Rosenmontag nicht Bonbons, sondern selbstverpackten Handkäs in die Menge wirft. Beide Vereine sind aus dem fastnachtlichen Treiben unserer Stadt nicht wegzudenken.

„Es ist uns gerade in dieser herausfordernden Zeit wichtig, die Fastnacht sichtbar werden zu lassen“, erklärt MCV-Präsident Reinhard Urban, „so sind das Motto, das Zugplakettchen, die Narrhalla und all die Ideen, die wir in der kommenden Kampagne noch gerne umsetzen möchten, auch ein Signal der Hoffnung für unser einzigartiges Brauchtumsfest „Mainzer Fastnacht“, so wollen wir auch die Einnahmen aus dem Verkauf der Zugplakettchen dazu nutzen, diese sichtbaren Zeichen mit zu finanzieren.“

Die Zugplakette ist bei Plakettenverkäufern sowie im MCV-Haus und allen bekannten bisherigen Verkaufsstellen und Geschäften für 4,50 € erhältlich.

Folgende Garden und Fastnachts-Korporationen feiern in der Kampagne 2021 ein Jubiläum:
25 Jahre Freunde und Förderer des Mainzer Rosenmontagzuges „Schnudedunker“ e.V.
33 Jahre Nieder-Olmer Carneval Verein 1988 e.V.
33 Jahre Mainzer Eulenspiegel Garde „Die Wallensteiner“1988 e.V.
40 Jahre Carneval Club Mombach – Die Eulenspiegel 1981 e.V.
40 Jahre F.G. Meenzer Herzjer e.V.
44 Jahre Albans-Brüder Bodenheim 1977 e.V.
60 Jahre Musik-Show-Band Mainz-Altstadt „Die Bauern“ e.V.
70 Jahre Mainzer Husaren Garde 1951 e.V.
75 Jahre Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval 1946 e. V.
75 Jahre Comité Katholischer Vereine (CKV) „Die Uffstumber“ 1946 e.V.
95 Jahre Mainzer Hofsänger
99 Jahre Gesangverein Elektro Mainz e.V.
120 Jahre Mainzer Freischützen Garde e.V.
132 Jahre Jocus Garde 1889 e.V. Mainz-Kastel
135 Jahre Garde der Prinzessin e.V. -gegr. 1886-
135 Jahre Mombacher Carneval-Verein 1886 e.V. – Die Bohnebeitel
135 Jahre Mombacher Prinzengarde 1886 e.V.
155 Jahre Casino zum Frohsinn 1866 e.V. Mainz-Kastel
165 Jahre Mainzer Klepper-Garde 1856 e.V.

(Michael Bonewitz /MCV-Pressemeldung)

Wiesbadener DACHO plant trotz Corona kleine Fastnachtskampagne

© Archivbild: Diether v. Goddenthow
© Archivbild: Diether v. Goddenthow

Trotz der Covid-19 Pandemie haben der Vorsitzende Simon Rottloff und sein Vorstandsteam der Dachorganisation Wiesbadener Karneval 1950 e.V. (DACHO) einen kleinen Veranstaltungsrahmen durch die Kampagne organisiert, denn „Fastnacht fängt am 11.11.2020 an und hört am Aschemittwoch 2021 auf“, so Simon Rottloff

Eröffnet werden sollte die Kampagne 2020/2021 eigentlich mit der Fahnenhissung auf dem Rathausplatz unter der Beteiligung aller angeschlossenen Vereine. Jedoch hat der nun seit dem 02.11.2020 begonnene erneute Lock-Down die Planungen zu diesem symbolischen Ereignis auf Null gesetzt. „Wir hissen am 11.11.2020 pünktlich um 11:11 Uhr symbolisch unsere Fahne am Rathaus in Wiesbaden, um so ein Zeichen für den Beginn unserer Jahreszeit zu setzen.“ sollte die Botschaft sein, die DACHO-Vorsitzender Simon Rottloff vermitteln wollte

Angedacht war, dass je eine Vertreterin oder Vertreter der DachoMitgliedsvereine, des Dacho-Vorstands, die Stadtverordnetenvorsteherin und dem Oberbürgermeister sich auf dem Schlossplatz versammeln und in einer kurzen Zeremonie die vierfarbbunte Fahne hissen.

Nun werden wohl der Oberbürgermeister, die Stadtverordnetenvorsteherin und der DACHO-Vorsitzende ohne Rahmenprogramm und Ansprachen zumindest symbolisch die Fahne am Rathaus hissen.

Bereits im Sommer des Jahres hatten sich alle der DACHO angehörigen Vereine darauf verständigt, aufgrund des gesellschaftlichen Gesundheitsschutzes keine weiteren Veranstaltungen im dann bald endenden Jahr 2020 durchzuführen.

Weiterhin hat sich die DACHO darauf verständigt, dass die Saalfastnacht in der kommenden Kampagne ausgesetzt wird.

Trotz der ausfallenden Sitzungen hat sich der DACHO-Vorstand aber dennoch gemeinsam mit den DACHO-Mitgliedvereinen Gedanken
gemacht, wie die Durchführung der Fastnacht und gesellschaftlicher Gesundheitsschutz in Einklang zu bringen sind.

Die DACHO hat mit allen angeschlossenen Vereinen ein Format entwickelt, um den Freundinnen und Freunden der Wiesbadener Fastnacht dennoch ein attraktives Angebot zu machen.

„Tanzmariechen, Gardegruppen, Showtanzgruppen, Büttenreden und Gesang aus den Reihen der DACHO-Mitgliedsvereine werden da selbstverständlich mit von der Partie sein“ verrät Andreas Taschler, Sitzungspräsident der DACHO.

Eine gewählte Programmkommission hat das Programm für das geplante Format ausgewählt und gestaltet. Produziert werden soll am zweiten oder dritten Wochenende im Januar. Die Veröffentlichung dieses Formates ist für ca. 4 Wochen später geplant.

Auch laufen derzeit immer noch die Planungen für die Verleihung der Stadtorden für verdiente Fastnachterinnen und Fastnachter durch die Landeshauptstadt Wiesbaden. „Dies zeigt uns die tiefe Verbundenheit der Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel und des Oberbürgermeisters Gert-Uwe Mende mit unserem Brauchtum, und die Wertschätzung“ resümiert der stellvertretende Vorsitzende Lothar Gebauer.

Mit Wehmut hat die DACHO die beiden, von ihren ehrenamtlich organisierten, Fastnachtszüge, wie den Kinderumzug sowie den großen Fastnachtssonntagszug, bereits abgesagt. „es ist uns sichtlich schwergefallen, den seit Jahren besucherstärksten Fastnachtszug in Hessen abzusagen, aber im Interesse unser aller Gesundheit haben wir einstimmig diese Entscheidung gefällt“ blickt Zugmarschall Harald Müller auf die schwere Entscheidung zurück.

Für das große Fastnachtswochenende soll unter der Leitung von Zuginspektor Thomas Schreiner eine Pop-up Fastnachtsmesse in der Wiesbadener Innenstadt durchgeführt werden. „Es ist wichtig, dass wir in diesen Zeiten alle eng zusammenstehen und wir den Schaustellerbetrieben, die uns ansonsten immer treu unterstützt haben eine Alternative bieten können“ fasst Thomas Schreiner die Intension der DACHO zusammen.

„Wir sind froh mit Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende stellvertretend für die Landeshauptstadt Wiesbaden einen engagierten Mitstreiter bei der Entwicklung alternativer Ideen an unserer Seite zu wissen. In diesen Zeiten ist es wichtig nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern besonnen aber auch mutig neue Wege zu gehen. Immer unter der Vorgabe, das Abstand, Hygiene und Gesundheitsschutz an erster Stelle kommen. Und genau dies machen wir Seit an Seit, die Stadt, unsere angeschlossenen Vereine und der Dachverband“ kommentiert Rottloff abschließend die Pressekonferenz der DACHO zur kommenden Kampagne.

Weitere Informationen über die DACHO und Ihre Vereine unter
www.dacho.de

MCV und SWR sagen Narrenproklamation im Osteiner Hof ab

Die traditionelle Narrenproklamation im Osteiner Hof am 11.11. um 11.11 Uhr musste wegen Corona in letzter Minute doch noch abgesagt werden.  © Archivbild: Diether v. Goddenthow
Die traditionelle Narrenproklamation im Osteiner Hof am 11.11. um 11.11 Uhr musste wegen Corona in letzter Minute doch noch abgesagt werden.
© Archivbild: Diether v. Goddenthow

MCV ermuntern Närrinnen und Narrhalesen die Narrencharta in sozialen Medien närrisch zu verlesen

Die diesjährige närrische Proklamation am 11.11. um 11 Uhr 11, die der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) abgestimmt mit den großen Fastnachtskorporationen und dem SWR Fernsehen im Osteiner Hof durchführen wollte, muss nach der Bekanntgabe der aktuellen Corona-Auflagen leider abgesagt werden.

„Wir haben bis zuletzt an einem tragfähigen und vor allem übertragungsfähigen Konzept mit allen Beteiligten gefeilt und müssen aufgrund der aktuellen Infektionslage und der jüngsten Corona-Verordnung leider feststellen, dass es unter diesen Umständen keine veranstaltete Proklamation zum 11.11. geben kann“, so Reinhard Urban, Präsident des Mainzer Carneval-Verein, „es tut uns unendlich leid, aber es gibt für uns derzeit keine Alternative.“

Der SWR bedauert die Absage der Aktivitäten rund um den 11.11., trägt aber die Entscheidung des MCV zu 100 Prozent mit. Dazu Günther Dudek, Hauptabteilungsleiter „Land und Leute“ des SWR Fernsehens Rheinland-Pfalz: „In der derzeitigen Situation mit rasant zunehmenden Infizierten-Zahlen und verschärften Sicherheitsvorgaben ist eine Veranstaltung im Osteiner Hof und die damit verbundene Live-Sendung, die das SWR Fernsehen geplant hatte, nicht durchführbar. Eine Fastnachtsübertragung, die von Leichtigkeit und Frohsinn geprägt sein sollte, wäre unter den gegenwärtigen Bedingungen für mich nicht mehr darstellbar gewesen. Deshalb begrüße ich die Absage des MCV für die Proklamation am 11.11. im Osteiner Hof ausdrücklich. Es ist eine verantwortungsbewusste Entscheidung des Vereins, die der extrem schwierigen gesellschaftlichen Situation Rechnung trägt. “

Nachdem entschieden worden war, dass es am 11.11. keine öffentliche Veranstaltung geben kann, war zumindest eine kleine Lösung angedacht. So sollte mit ausgewählten Vertreterinnen und Vertretern von Traditionsvereinen und Traditionsgarden, in einem geschützten Rahmen, die traditionelle Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Osteiner Hofs abgehalten werden. Durch die Übertragung des SWR sollte die Verlesung der Narren-Charta direkt in die Wohnzimmer der Närrinnen und Narrhalesen im ganzen Land gebracht werden. Dies ist nun nicht mehr möglich.

Der MCV hat die Narrencharta auf seiner Homepage online gestellt, sodass sie jeder und jede für sich zuhause am 11.11. um 11 Uhr 11 verlesen und sehr gerne über die Kanäle der Sozialen Medien, gerne auch über die Facebook-Seite des MCV, verbreiten kann: www.mainzer-carneval-verein.de.

11.11. live im SWR Fernsehen Übertragung der Proklamation des Närrischen Grundgesetzes aus dem Osteiner Hof in Mainz für die Zuschauenden zuhause

Corona-bedingt wird in diesem Jahr am 11.11.2020, um 11.11 Uhr,  die Proklamation des Närrischen Grundgesetzes nicht in einer öffentlichen Veranstaltung vom Balkon aus, sondern aus der  Belle Etage des Osteiner Hofs  am Schillerplatz live vom Südwestrundfunk übertragen werden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Corona-bedingt wird in diesem Jahr am 11.11.2020, um 11.11 Uhr, die Proklamation des Närrischen Grundgesetzes nicht in einer öffentlichen Veranstaltung vom Balkon aus, sondern aus der Belle Etage des Osteiner Hofs am Schillerplatz live vom Südwestrundfunk übertragen werden. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Alles wie immer und doch alles anders“, unter diesem Motto wird der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) die diesjährige närrische Proklamation am 11.11. um 11 Uhr 11 im Osteiner Hof am Mainzer Schillerplatz durchführen. Da die Corona-Pandemie eine öffentliche Veranstaltung derzeit unmöglich macht, arbeitet der MCV eng mit den großen Fastnachtsvereinen und dem SWR Fernsehen zusammen, um die Närrische Proklamation am 11.11. live im Fernsehen zu übertragen und damit direkt in die Wohnzimmer der Närrinnen und Narrhalesen im ganzen Land zu bringen.

Der SWR wird um 10:45 Uhr mit der Übertragung beginnen. In der Belle Etage des Osteiner Hofs werden sich auf Einladung des MCV ausgewählte Traditionsvereine und Traditionsgarden, insbesondere auch Korporationen, die in dieser Kampagne ein Jubiläum feiern, närrisch zusammenfinden. Reinhard Urban, der Präsident des MCV wird pünktlich mit dem fastnachtlichen Count-down zum langersehnten Jahresereignis beginnen und gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Michael Ebling, um 11 Uhr 11 die Zuschauerinnen und Zuschauer im Land begrüßen und die Narrenschar auf das in diesem Jahr sicher ganz besondere Ereignis einstimmen.

Die Verlesung der Narren-Charta übernimmt die Mainzer Klepper-Garde 1856 e.V., die in der kommenden Kampagne 165-jähriges Jubiläum feiert. Mit einem kurzen närrischen Programm werden u.a. Thomas Becker (GCV), Florian Sitte (MCC), Johannes Bersch (KCK) und Fernsehsitzungspräsident Andreas Schmitt (MCV) für fastnachtliche Stimmung sorgen. Je nach Witterung kann neben der Belle Etage auch der Innenhof des Osteiner Hofs für die Proklamationsfeier genutzt werden, dort könnten dann auch Gesangsgruppen wie die Mainzer Hofsänger des MCV zum stimmgewaltigen Einsatz kommen. „Natürlich ist es bedauerlich, dass wir cornona-bedingt nur mit einigen ausgewählten Vereinen die närrische Proklamation feiern können“, so Urban, „aber wir wollen damit auch ein sichtbares Zeichen setzen für unser schönes närrisches Brauchtum.“

Der SWR wird im Anschluss an die Proklamation in den ganzen Südwesten schauen und nachfragen: Was ist los im Land am Elften im Elften? Denn auch wenn die kommende Kampagne sicher anders wird, als alle zuvor: Den Frohsinn und ihr gelebtes Brauchtum werden sich die Närrinnen und Narren auch durch Corona nicht nehmen lassen. „Fastnacht ist für viele Menschen im Südwesten ein Lebensgefühl, das man nicht einfach ‚absagen‘ kann. Klug ist es deshalb, gemeinsam mit allen Beteiligten, neue Wege und Ausdrucksformen zu entwickeln, wie wir das fastnachtliche Brauchtum trotz aller berechtigten Einschränkungen gemeinsam leben können. Dabei sehen wir uns als SWR in einer Doppelrolle: beteiligt in der konzeptionellen Entwicklung ‚corona-tauglicher‘ Inhalte, wie auch in der Verbreitung der Events. Wir zeigen das Geschehen, so dass alle sicher und gemütlich von zuhause dabei sein können“, so Günther Dudek, verantwortlicher Redakteur für die Übertragung:

Wie jedes Jahr weist MCV-Präsident Urban vorsorglich daraufhin: „Der 11.11. ist nicht der Anfang der Fastnachtskampagne, an diesem Tag wollen wir lediglich der Narrenzahl Elf huldigen.“

Der Live-Stream ist am 11.11.2020 ab 10:45 Uhr in Echtzeit und vierfarbbunt zu erleben auf: SWR.de/fastnacht

„Brauchtum pflegen und Frohsinn spenden“ – die Mainzer Fastnacht 2020 /21 wird stattfinden

(vli.:) Horst Seitz Präsident Mainzer Carneval Club (MCC), Oberbürgermeister Michael Ebling, Andreas Schmitt Sitzungspräsident von „Mainz bleibt Mainz“,  Prof. Dr. Reinhard Urban Präsident Mainzer Carneval Verein (MCV), Prof. Dr. Dirk Loomans Karneval-Club Kastel (KCK), Martin Krawietz Präsident Gonsenheimer Carneval Verein (GCV), Markus Perabo Vorstandssprecher der Mainzer Fastnachts e.G. © Foto: Diether v. Goddenthow
(vli.:) Horst Seitz Präsident Mainzer Carneval Club (MCC), Oberbürgermeister Michael Ebling, Andreas Schmitt Sitzungspräsident von „Mainz bleibt Mainz“, Prof. Dr. Reinhard Urban Präsident Mainzer Carneval Verein (MCV), Prof. Dr. Dirk Loomans Karneval-Club Kastel (KCK), Martin Krawietz Präsident Gonsenheimer Carneval Verein (GCV), Markus Perabo Vorstandssprecher der Mainzer Fastnachts e.G. © Foto: Diether v. Goddenthow

Gemeinsam mit der Stadt Mainz haben die Fastnachtsvereine ihren festen Willen bekundet: „Es wird eine Kampagne 2020/2021 geben““. Die Diskussion darüber, wie und auf welche Weise dies trotz Corona ermöglicht werden soll, hat bereits begonnen. Gestern gaben die großen Vereine einen ersten Ausblick auf ihre Umsetzungsideen zur Fastnachtskampagne 2021.

Oberbürgermeister Michael Ebling
„Wir wollen ein Signal heute senden, das uns wichtig ist, und das ist das, was uns gemeinsam umtreibt, das Signal “Die Fastnachtskampagne 2020 /2021 wird stattfinden“, eröffnet der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling das gestrige Pressegespräch im Stadthaus und begrüßt die anwesenden Vertreter der großen Fastnachtsverbände und Vereine

  • Andreas Schmitt Sitzungspräsident von „Mainz bleibt Mainz“
  • Prof. Dr. Reinhard Urban Präsident Mainzer Carneval Verein (MCV),
  • Horst Seitz Präsident Mainzer Carneval Club (MCC),
  • Martin Krawietz Präsident Gonsenheimer Carneval Verein (GCV),
  • Prof. Dr. Dirk Loomans Karneval-Club Kastel (KCK), und
  • Markus Perabo Vorstandssprecher der Mainzer Fastnachts e.G.

Das sei keine Mission tollkühner Männer, nein, man habe über Realisierungsmöglichkeiten im Vorfeld gesprochen und „sehen es auch als einen gemeinsamen Auftrag, der da heißt in Mainz: „Brauchtum pflegen und Frohsinn spenden“.
Wie es keinen gesellschaftlichen Bereich gäbe, der nicht von der Pandemie erfasst worden wäre, so verändere Corona ganz sicher auch die Meenzer Fastnacht in dieser Zeit. „Aber so wie die Brauchtumspflege, so wie der Spaß an der Freud zur DNA auch zu unserer Stadt gehört in Mainz, so ist es auch der Auftrag in schwierigen Zeiten Zusammenhalt und auch Zuversicht zu vermitteln“, begründete Ebling die Entscheidung, die Kampagne 2020 /2021 stattfinden zu lassen. Natürlich gäbe es auf vieles zum jetzigen Zeitpunkt noch keine detaillierte Antwort, denn niemand wisse, wie der Rechtsrahmen im November oder im Januar 2021 aussähe „in einer Zeit, in der wir regelmäßig so schnelle Wechsel erfahren und Erkenntnisse gewinnen, und reagieren müssen“. Deshalb stünde am Anfang erstmal „der gemeinsame Wille, und der ist sehr stark, der Wille, dass wir gemeinsam das möglich machen wollen, was möglich geht“, so Ebling. Man wolle dafür ein Zeichen setzen und das sichtbar machen nicht nur für die Mainzerinnen und Mainzer, die mit diesem Brauchtum verwoben seien, sondern auch weiter darüber hinaus für die Millionen Menschen die jedes Jahr auf Mainz schauen, „die zugucken, was bei uns so gedacht und gesagt und wie gefeiert wird.“
Wir alle spürten, so Ebling, dass in Zeiten von Corona Stress und Belastung zugenommen hätten und es längst nicht mehr den anfänglich oftmals beschriebenen Entschleunigungseffekt gäbe. Die Gesellschaft stünde an vielen Stellen unter erheblicher Spannung, so dass es für eine Stadt wie Mainz ein wichtiges Signal sei, in einer solchen schwierigen Phase, auch ein Zeichen von Zuversicht und Frohsinn zu setzen. Schließlich lebe der Mensch nicht nur von Rationalem alleine, Abstand halten und Nasenbedeckung zu tragen und vernünftig auf alles zu achten. Der Mensch lebe auch, so der Oberbürgermeister, „von der Zerstreuung, von der Freude und manchmal ein klein bisschen auch von seiner Unvernunft.“ Es sei die Ganzheitlichkeit dessen, was auch unser Zusammenleben ausmache.

Andreas Schmitt Sitzungspräsident von „Mainz bleibt Mainz“

Andreas Schmitt Sitzungspräsident von „Mainz bleibt Mainz“ © Foto: Diether v. Goddenthow
Andreas Schmitt Sitzungspräsident von „Mainz bleibt Mainz“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Der vielen insbesondere als Obermessdiener weit über Mainzer Grenzen bekannte  Andreas Schmitt bringt die Entscheidung Pro-Fastnachtskampagne 2021 auf den Punkt: „In der Stadt der Lebensfreude lebt man mit Freude, aber man lebt nicht verantwortungslos.“ Man stünde stets auf dem Boden des Gesetzes, und wolle alles tun, was „im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten an Fastnacht an Lebensfreude ermöglicht werden kann, und es in der kommenden Kampagne nach draußen tragen in die Bevölkerung, in die Herzen der Menschen.“

Es habe schon immer Krisenmomente in der Geschichte und dennoch oder gerade deswegen habe man in Mainz stets Mittel und Wege gefunden, um Fastnacht zu feiern, etwa 1962 bei der Hamburger Sturmflut. Da erreichten damals das ZDF viele Hamburger Zuschriften mit der Bitte, „dass diese Sendung stattfinden soll, um ihnen in Hamburg auch etwas zur Ablenkung und Freude in all diesem Leide zu geben“, erinnerte Schmitt. Und noch tragischer sei es nach Kriegsende gewesen, als Mainz in Trümmern lag, und Major Kleinmann von der französischen Besatzungsregierung die Mainzer Fastnachtsgrößen um sich „versammelte und beauftragte die Fastnacht 1946 in Mainz laufen zu lassen, um Kraft und Frohsinn in der Bevölkerung zum Tragen zu bringen“, so Sitzungspräsident .
Das seien so kleine Geschichten, an denen „wir gerade auch in Fernsehsendungen anknüpfen können. Wir können millionenfach den Menschen die frohe Botschaft des Frohsinns des Mainzer Fastnachtsfeierns mit Herz und vor allem mit politischem Tiefgang vermitteln und die Botschaft des Mainzer Humors nach außen tragen“. Das sei auch dem SWR, den verantwortlichen Redakteuren, eine Herzensangelegenheit.

Prof. Dr. Reinhard Urban Präsident Mainzer Carneval Verein (MCV),
Auch der MCV-Präsident unterstrich, dass man in einer so schwierigen Zeit, vor allen denen, die besonders darunter litten, Freude und Frohsinn schenken wolle. Das habe nichts damit zu tun, „dass wir Hassadeure wären, sondern das hat eben auch mit der Verantwortung gegenüber den Menschen zu tun. „ Prof. Reinhard Urban denkt, „dass wir Fastnacht feiern werden können, und zwar in ganz verschiedenen Bereichen“. Aber es sei allen „natürlich bewusst, dass das sehr wahrscheinlich eine völlig andere Fastnacht werden wird, als das, was wir sonst kennen.“ Es werde mit Sicherheit keine Saale mit 1200 Leuten drin geben, sondern es werde etwas anders sein, kleinere Veranstaltungen und beim Straßenfastnacht werden auch keine 500 000 Leute auf der Straße stehen können. Das sei klar, aber man überlege sich mit Sicherheitskonzepten koordinierte neue Ansätze, womit „wir auch Straßenfastnacht gut durchführen können werden“, so Urban, der nur soviel verriet, dass man zunächst mal zum 11.11.2020 hin plane, der Verkündigung des Närrischen Grundgesetzes auf dem Schillerplatz. Die Veranstaltung fände auf alle Fälle statt, aber auf welche Weise, wie das entzerrt werden könne, sei in Planung. Ein Bühnenprogramm wie in der Vergangenheit könne es so natürlich nicht geben, aber Musik schon, vielleicht auch aus Gruppen der Garden, aber all das müsse man sehen und prüfen, so der MCV-Präsident.

Horst Seitz Präsident Mainzer Carneval Club (MCC),
MCC-Präsident Horst Seitz sieht in erster Linie den Sinn und Zweck des heutigen Pressegesprächs darin, „dass wir den Aktiven, die in den Vereinen ja ihren Jahresablauf normalerweise haben, sagen: ‚Fange an, dir ein Thema zu suchen, oder Pointen schon festzuhalten. Mach dich drauf gefasst, dass es irgendwie zum Auftritt kommt‘ In welcher Form, auf welcher Bühne, vor welcher Kamera oder Publikum“ spiele momentan gar keine Rolle. „Aber es spielt für die vielen Aktiven, die ehrenamtlich in den Vereinen arbeiten eine ganz große Rolle, dass wir von hier aus sagen: ‚Die Fastnacht wird nicht beerdigt bis zum 11.11.2022, sondern sie wird da sein‘“, so Seitz. Wie die Fastnacht aussähe, was daraus detailliert werde, werde eine volle Aufgabe der Vereine und Korporationen und der Stadt Mainz sein. „Wir werden uns damit befassen, und wir werden das Problem ganz sicher lösen“, so der MCC-Präsident, der resümierend hinzufügt: „Es rentiert sich immer, etwas anzufangen, und wenn‘s zur eigenen Freude oder für die Familie ist. Und das, meine ich, muss von hier ausgehen, diese Signal an die Aktiven, egal, wo sie in der Fastnacht aktiv sind: ‚Macht Euch auf den Weg. Wir machen das!‘“

Impression des Pressegesprächs Ausblick auf Umsetzungsideen zur Fastnachtskampagne 2021  im Stadthaus am 27. Juli 2020 © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression des Pressegesprächs Ausblick auf Umsetzungsideen zur Fastnachtskampagne 2021 im Stadthaus am 27. Juli 2020 © Foto: Diether v. Goddenthow

Martin Krawietz Präsident Gonsenheimer Carneval Verein (GCV),
Ähnlich sieht es GCV-Präsident Martin Krawietz, der unterstreicht, dass man nicht vorhabe eine Aktion nach dem Motto „Wir ziehen jetzt die Fastacht durch“, sondern dass man es mache, „weil wir das machen wollen.“ Fastnacht sei ein Brauchtumsfest, ein Fest, dass Lebensfreude bringe.
Es seit aber jetzt wieder eine Zeit, wo Innovation gefragt seien, interessante Herausforderungen, „da wir die Bedingungen noch gar nicht genau kennen. Daher wäre es falsch, sich jetzt schon festzulegen, genau zu sagen, „es wird so oder so ablaufen“. Jeder Verein habe da letztlich seine eigenen Herangehensweisen an das Geschehen. Beim GCV plante man auf alle Fälle ein Online-Angebot, so dass Online-Sitzungen abgehalten werden könnten. Es sei das Einzige, was man gegenwärtig planen können. „Denn, egal, was passiert, das ist etwas, was auf jeden Fall stattfinden dürfte.“ Und sollte doch ein Wunder geschehen und es keine größeren Einschränkungen mehr bei der Fastnacht geben, „wären wir mit über 125jähriger Erfahrung bereit, auch kurzfristig eine Saalfastnacht zu veranstalten“, das sei nicht das Problem so Krawietz, die größere Herausforderung sei, „Alternativen zu haben, auf das wir uns konzentriert haben“

Prof. Dr. Dirk Loomans Karneval-Club Kastel (KCK)
Der KCK-Vorsitzende Prof. Loomans sieht insbesondere eine Chance einer erfolgreichen Kampagne 2020 /2021 darin, vielleicht mehr „kleinere Dinge zu machen, kleinteiliger auch unser Programm gestalten, räumlich wie zeitlich. Und wenn sich dann herausstelle, „wir können doch so vorgehen, wie wir das immer gemacht haben, dann werden wir das hinkriegen“ Denn habe ja über Jahrzehnte geübt und habe es drauf. Aber es seien die neuen Dinge, so Loomanns, „die jetzt schon überall in den Vereinen hochkommen, die diskutiert werden, die das zu einer interessanten und ganz besonderen Fastnacht machen können, die hilft, den Leuten ein bisschen wieder Lebensfreude, aber auch Gemeinschaftssinn zu geben.“
Wie die Gemeinschaft aussähe, wüsste man noch nicht. „Wird die online sein, wird jeder für sich sein Gläschen heben bei einer Online-Veranstaltung. Wird man in kleineren oder größeren Gruppen zusammenkommen. Wie wir feiern werden können, müssen wir natürlich ausprobieren“, so der KCK-Präsident. Im September würde mit dem SWR diskutiert , welche Formen von Fernsehfastnacht überhaupt denkbar und machbar seien. Da sei noch gar nichts entschieden.

Markus Perabo Vorstandssprecher der Mainzer Fastnachts e.G.

Die Mainzer Fastnachtsgenossenschaft, so ihr Vorsitzender Markus Perabo, habe 25 Garden und Vereine, darunter viele kleinere und mittlere. Und von den mittelgroßen Garden kamen in der letzten Zeit einige Rückmeldungen mit dem Tenor, doch erstmal abzuwarten, wann und ob es jetzt ein Ziel gäbe, was vereinbart werde auch zusammen mit der Stadt. Das sei ganz wichtig. „Einige haben schon abgesagt. Sie haben halt den großen Faktor Kosten. Sie möchten jetzt ungern Dinge planen, wenn sie es nicht finanzieren können. Da fehlen mitunter die Sponsoren, die einspringen könnten, und deswegen wird davon einiges abgesagt, was schade ist“, so fasst Perabo die Not einiger Garden zusammen.
Die Mainzer Fastnachts e.G. wolle Hilfe anbieten, etwa Synergie-Effekte erkennen und den Vereinen nutzbar machen, insbesondere beim großen Thema Technik. „Wir haben sehr viele Vereine, die überhaupt keine Ahnung natürlich haben, wie man das einsetzen kann.“ Da gäbe es Überlegungen, Technik aufzubauen, die dann von vielen gleichermaßen genutzt werden kann, so dass die Kosten dafür reduziert werden können.
„Viele Verantwortliche möchten gerne den Oktober, sogar noch den November abwarten, um dann in ihre Planung zu gehen. Das ist aber sicherlich dann fast schon ein wenig spät“ , so Perabo zur gegenwärtigen Stimmung in der Mainzer Fastnachts e.G.

Die Ausblicke auf Umsetzungsideen zur Fastnachtskampagne 2021 geben eine bunte Momentaufnahme des gegenwärtigen Diskussionsstands. In den kommenden Monaten wird – stets vor dem Hintergrund der Entwicklungs des Corona-Infektions-Geschehens – entwickelt und entschieden werden, wie es die Mainzer Fastnachts-Kampagne 2020/2021 umgesetzt werden wird.

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Siehe auch „Mainz vor der Fastnachts-Kampagne“ SWR

Rund 500 000 Menschen feiern Mainzer Rosenmontagszug

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Trotz Nieselregen haben rund 500 000 Menschen in Mainz ausgelassen den rund 9 Kilometer langen Rosenmontagszug als Höhepunkt der tollen Tage ausgelassen gefeiert.  Er gehört mit fast 10 000 Aktiven zu den größten Fastnachtszügen weltweit. Zahlreiche der 12 Motivwagen unter den  140 Zugnummern nahmen aktuelle politisch regionale und internationale Ereignisse auf die Schippe – so wurde US-Präsident als römischer Kaiser Nero vorgeführt,  der sein Selbstlob über das  abgefakelte Kapitol als Inbegriff der US-Demokratie stolz in die Welt twittert.  Als wäre er Trumps Cousin, streckt Brexit-Chaot Borris Johnson der Queen seinen blanken Hintern entgegen, und  Julia Klöckner geht mit der Lebensmittelindustrie ins „Nestle“  In diesem Jahr schaffte die Zugente, traditionelle Abschlussfigur des Zuges, wieder die 7,2 Kilometer lange Strecke.  Anschließend feierten die Jecken und Narren noch lange in die Nacht hinein.

Zugnummer 7 „Not amused“ © Foto: Diether v Goddenthow
Zugnummer 7 „Not amused“ © Foto: Diether v Goddenthow

Auch in Wiesbaden und Frankfurt verliefen am Fastnachtssonntag die Umzüge friedlich.

Und: Zahlreiche Fastnachts-Vereine verzeichnen einen erfreulichen Trend:  Es gibt soviel  Zulauf von  potentiellen Nachwuchskarnevalisten  wie seit Jahren nicht mehr.

Rosenmontagszug 2020 startet am 24.2. um 11.11 Uhr unter dem Motto „Humor ist Meenzer Lebensart, mit Herz und Toleranz gepaart!“

Rosenmontagszug 2020 am 24.Februar

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Unter dem Motto „Humor ist Meenzer Lebensart, mit Herz und Toleranz gepaart“ startet  am 24.2.2020 der 118. Rosenmontagszug seit Gründung des Mainzer Carneval-Vereins 1838 e.V. mit rund 9480 Aktiven und einer Zuglänge von 9 Kilometern durch die Mainzer Innenstadt auf dem unveränderten bekannten Zugweg:  So macht sich der aus 162 Wagen mit 2030 Mitfahrenden, 4714 Gardisten und 69 Musikgruppen  mit 2140 Musikern  und Reiternarren bestehende Lindwurm von der
Boppstraße aus über: Kaiserstraße – Stadthaus – Kaiserstraße (rund um Christuskirche) – Bauhofstraße – Große Bleiche – Große Langgasse – Ludwigsstraße – Theater/ Gutenbergplatz – Domplätze – Rheinstraße – Holzhofstraße / Schifffahrtsmuseum – Weißliliengasse bis Ludwigsstraße – Schillerplatz / Fastnachtsbrunnen – Schillerstraße und endet das am Münsterplatz in Richtung Binger Straße / Bahnhofstraße.

Es werden wieder 500 000 Besucher erwartet. Im gesamten Bereich des Fastnachtsumzugs herrschen Glas- und Drohnenverbot. Im Rahmen des Sicherheitskonzeptes wird die Polizei Beobachtungsdrohnen sowie Videokameras einsetzen. Es herrscht LKW-Fahrverbot. Ab 10.00 Uhr ist die Innenstadt für den Autoverkehr weitestgehend gesperrt. Parkhäuser sind nur eingeschränkt anzufahren. Es wird empfohlen mit dem Öffentlichen Nahverkehr anzureisen.

Alle weiteren Informationen zur Mainzer Strassenfastnacht hier:

Scheuer begräbt die Mautmilliarden, Klöckner steigt ins Nestle – MCV präsentiert die schrägsten Motivwagen für den Mainzer Rosenmontagszug 2020

Julia macht ’nen Video-Clip und denkt, damit sei sie jetzt hip, lobt Nestlé über jedes Maß, für ihr’n „gesunde“ Fertigfraß. Zugnummer 9 „Julias Liebesnestle“ © Foto: Diether v Goddenthow
Julia macht ’nen Video-Clip und denkt, damit sei sie jetzt hip, lobt Nestlé über jedes Maß, für ihr’n „gesunde“ Fertigfraß. Zugnummer 9 „Julias Liebesnestle“ © Foto: Diether v Goddenthow

Politisch war die Mainzer Fastnacht schon immer. Doch in diesem Jahr lagen die Themen für die Wagenbauer quasi auf der Strasse,  so dass es dem Wagenbauer Team um Dieter Wenger gar nicht so leicht fiel, die richtige Wahl zu treffen. Dies ist ihnen jedoch in hervorragendster Weise gelungen und sie haben mit feinsinnigem Humor und hoher professioneller künstlerische Könnerschaft die „schönsten“ politischen Katastrophen  in meterhohen Figuren und Wagenaufbauten   satirisch auf den Punkt gebracht.

Heute, traditionell am Dienstag vor Fastnacht, war Probelauf vor kritischer Presse  in der Wagenhalle des Mainzer Carneval-Verein (MCV) in Mainz-Mombach. Alle 12 Motivwagen  haben bestens bestanden:  Da steigt  Agrar-Ministerin Julia Klöckner vor laufenden Kameras mit der Lebensmittelindustrie ins Nestle. Verkehrsminister Scheuer beerdigt seine Maut-Millionen, indem er übergroße Geldscheine schaufelweise ins Grab befördert.

Eins ist klar, Ihr liebe Leit: Mit „Klein-Klein“ kommt man nicht weit! Für das, was man uns wollt’ verkaufe, würd’ Greta sich die Zöpfe raufe.Zugnummer 46 „Der große Wurf!“ © Foto: Diether v Goddenthow
Eins ist klar, Ihr liebe Leit:
Mit „Klein-Klein“ kommt man nicht weit!
Für das, was man uns wollt’ verkaufe, würd’ Greta sich die Zöpfe raufe.Zugnummer 46 „Der große Wurf!“ © Foto: Diether v Goddenthow

Merkels Klima-Paket erleidet das gleiche Schicksal wie die Matroschka-Puppen: Es wird kleiner und kleiner und kleiner und … bis am Ende eine böse Mini-Greta der Kanzlerin grimmig ins Gesicht blickt.
Annegret Kramp-Karrenbauer, die Noch-CDU-Chefin, verschwindet im übergroßen Merkelmantel, gestoppt von der Thüringer CDU.

Thüringen - ein Flop zu viel, für "AKK" ist aus das Spiel. So kam die Wahrheit nun ans Licht: Die "Konfektionsgröß`" passte nicht! Zugnummer 65 „Es Annegret“ © Foto: Diether v Goddenthow
Thüringen – ein Flop zu viel, für „AKK“ ist aus das Spiel. So kam die Wahrheit nun ans Licht: Die „Konfektionsgröß`“ passte nicht! Zugnummer 65 „Es Annegret“ © Foto: Diether v Goddenthow

Angesichts der dramatischen Verluste in Umfragen und Wahlergebnissen der letzten Jahre, scheint Artenschutz für SPD, die sich auf der „Roten Liste“ aussterbender Arten befindet, angeraten. Und es muss dringend Nachwuchs her. So versucht SPD-Interims-Vorsitzende Malu Dreyer der schrumpfenden SPD etwas über Fortpflanzung beizubringen, jedoch vergeblich!

Die SPD in großer Not, vor Augen den Patienten-Tod! Da plante man – es ist zum lache – e Führungs-Duo, des soll’s mache. Des Duo muss, derf sich nicht ziere, den eigne Nachwuchs produziere. Zugnummer 102 „So geht’s“ © Foto: Diether v Goddenthow
Die SPD in großer Not, vor Augen den Patienten-Tod! Da plante man – es ist zum lache – e Führungs-Duo, des soll’s mache. Des Duo muss, derf sich nicht ziere, den eigne Nachwuchs produziere. Zugnummer 102 „So geht’s“ © Foto: Diether v Goddenthow

 

Auch außenpolitisch teilen die Mainzer heftig aus: „Not amused“, Zugnummer 7, zeigt die Freakshow des britischen Horrorclowns Borris Johnson: Es streckt der europafreundlichen mit erstarrtem Gesicht dreinblickenden Queen seinen blanken Arsch entgegen, während aus ihrer Handtasche ein Asylantrag ragt.

Es blödelt durch die Politik, der Hofnarr mit der blond’ Perrick! Es ist gar schrecklich anzuschau’n: Queen Lisbeth mit ihr’m Horrorclown. Zugnummer 7 „Not amused“ © Foto: Diether v Goddenthow
Es blödelt durch die Politik, der Hofnarr mit der blond’ Perrick! Es ist gar schrecklich anzuschau’n: Queen Lisbeth mit ihr’m Horrorclown. Zugnummer 7 „Not amused“ © Foto: Diether v Goddenthow

Aufgespießt wird auch das Spiel der Autokraten dieser Welt: Weil’s innenpolitisch nicht mehr so läuft, versucht Erdogan seine ramponierte Autorität durch einen Einmarsch in Nord-Syrien wieder herzustellen und von allem anderen abzulenken. Stolz sitzt er in seinem Panzer und präsentiert sich als Feldherr – doch er darf das nur, weil der eigentliche Boss in Syrien ihn lässt: Wladimir Putin, der mit einer Fernbedienung Erdogan zu steuern scheint.

Es war einmal ein Erdogan, der träumt, er würd’ den Panzer fahr’n. Doch steuert ihn, das sehen wir, der machtbesess’ne Wladimir. Zugnummer 89 „Putins Panzerfahrer“ © Foto: Diether v Goddenthow
Es war einmal ein Erdogan, der träumt, er würd’ den Panzer fahr’n. Doch steuert ihn, das sehen wir, der machtbesess’ne Wladimir. Zugnummer 89 „Putins Panzerfahrer“ © Foto: Diether v Goddenthow

US-Präsident Donald Trump, vom Cesarenwahn befallen, gießt Öl ins Feuer der brennenden Welt. Sich wie Nero an seinen Taten ergötzend, twittert er auf einer antiken Lyra der Welt sein Selbstlob.

Abgehoben und entrückt, wie Nero einst von sich entzückt, so twittert Trump sich seine Welt, in der er sich für’n Cäsar hält. Zugnummer 28 „Oh lodernd Feuer“ © Foto: Diether v Goddenthow
Abgehoben und entrückt, wie Nero einst von sich entzückt, so twittert Trump sich seine Welt, in der er sich für’n Cäsar hält. Zugnummer 28 „Oh lodernd Feuer“ © Foto: Diether v Goddenthow

Auf den Punkt  auch der  fernöstliche „Streetfood“-Wagen. Er thematisiert den Freiheitskampf der Hong-Konger Regenschirmbewegung gegen immer schärfere Gesetze und Unterdrückungsmaßnahmen des benachbarten roten chinesischen Drachens.

„Ich bin groß und Du bist klein, so verleib’ ich Dich mir ein!“ Das denkt der Drache voller Gier, doch wehrt sich dieses Männlein hier. Zugnummer 38 „Streetfood“ © Foto: Diether v Goddenthow
„Ich bin groß und Du bist klein, so verleib’ ich Dich mir ein!“ Das denkt der Drache voller Gier, doch wehrt sich dieses Männlein hier. Zugnummer 38 „Streetfood“ © Foto: Diether v Goddenthow

Als zusätzliches Motiv wird beim Rosenmontagszug auch ein Wagen der Generaldirektion Kulturelles Erbe RheinlandPfalz (GDKE) dabei sein, die in diesem Jahr das Kaiserjahr ausruft, um hinzuweisen auf die kommende Mittelalter-Ausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“, die ab 9. September 2020 im Landesmuseum Mainz gezeigt wird. Das närrische Motto lautet: Karl der Große wirkt ganz benommen – wenn im Herbst die Kaiser kommen. – Die Insignien der Macht, wie sollte es anders sein, – sind in Mainz natürlich Weck, Worscht und Wein.

Die Säulen der Macht: Weck, Worscht und Wein. © Foto: Diether v Goddenthow
Die Säulen der Macht: Weck, Worscht und Wein. © Foto: Diether v Goddenthow

 

 

 

Markenzeichen des Mainzer Rosenmontagszug

Seit 55 Jahren bauen Dieter Wenger und sein Team die Motivwagen. Sie sind seit Anbeginn ein ganz wesentlicher Aspekt und Markenzeichen des Mainzer Rosenmontagszugs. Herrlich humorvoll mit satirischen Seitenhieben
gespickt, nehmen sie Ereignisse und Persönlichkeiten auf die närrische Schippe. Mit der Planung und dem Bau der Motivwagen wird bereits im Herbst des jeweiligen Vorjahres angefangen. Über die Motivwagen im Rosenmontagszug entscheidet die Zugleitung des MCV. Jedes Jahr stimmt sie in einer Sitzung über die Ideen und Entwürfe ab, mit denen die aktuelle Politik karikiert werden soll. Zeichnerisch umgesetzt hat sie wie schon im vergangenen Jahr Michael Apitz. Ist die endgültige Entscheidung gefallen, werden die Plastiken in der Wagenhalle des MCV in Mombach gebaut und die passenden Verse geschmiedet. Veranstalter der Mainzer Straßenfastnacht ist der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV).

Vorbesichtigung der Motivwagen auf der Ludwigstrasse am 23.Februar
Alle Motivwagen werden am Fastnachtssonntag, 23. Februar 2020, in der Innenstadt auf der Ludwigsstraße im Rahmen der Gardenparaden-Veranstaltung „Tanz auf der Lu“ mit 1737 Gardisten, 700 Musikern und 35 Pferden aufgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert.

Rosenmontagszug 2020 am 24.Februar

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Unter dem Motto „Humor ist Meenzer Lebensart, mit Herz und Toleranz gepaart“ startet dann am Rosenmontag 2020 der 118. närrische Zug seit Gründung des Mainzer Carneval-Vereins 1838 e.V. durch die Straßen der Stadt. In der Boppstraße macht sich der vierfarbbunte Lindwurm traditionell um 11:11 Uhr auf seine rund sieben Kilometer lange Strecke mit 4714 Gardisten, 2139 Musikern in 69 Musikzügen und 162 Wagen mit nochmals 2030 Mitfahrenden sowie 50 Pferden, darunter das Highlight, der Sechsspänner der Mainzer Ranzengarde.

Alle Informationen zur Mainzer Strassenfastnacht hier:

Defilee der hessischen Tollitäten beim Empfang des Ministerpräsidenten im Biebricher Schloss

© Staatskanzlei/S. Feige
© Staatskanzlei/S. Feige

Frohsinn und närrisches Brauchtum im Wiesbadener Schloss Biebrich – Ministerpräsident Volker Bouffier empfängt hessische Tollitäten

Wiesbaden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat am Samstag gemeinsam mit seiner Frau Ursula mehr als 300 Repräsentanten des närrischen Brauchtums aus dem ganzen Land im Wiesbadener Schloss Biebrich empfangen. Tollitäten aus rund 100 örtlichen Vereinen, die der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval oder dem Karnevalverband Kurhessen angehören, waren der Einladung des Regierungschefs gefolgt und hielten standesgemäß Einzug ins Schloss. Mit diesem traditionellen Empfang bedankte sich der Ministerpräsident bei den Prinzenpaaren, darunter auch 37 Kinderprinzenpaare, Fürsten, Gouverneuren, Gutsherren und Stiftskämmerern und ihrem Hofstaat stellvertretend für den großen ehrenamtlichen Einsatz aller hessischen Fastnachter.

„Ich danke allen hessischen Närrinnen und Narren, die in der fünften Jahreszeit Witz und Frohsinn verbreiten, herzlich für ihr unermüdliches Engagement“, sagte der Ministerpräsident. „Sie tragen mit ihrem Ehrenamt dazu bei, dass aus unserer Gesellschaft eine Gemeinschaft wird: dass Bürgerinnen und Bürger auf dem Land genauso wie in der Stadt nicht bloß aneinander vorbeihetzen, sondern zusammenkommen und im Sinne der Fröhlichkeit gemeinsam an einem Projekt arbeiten, das Jung und Alt verbindet. Indem sie unser jahrhundertaltes, aber kein bisschen in die Jahre gekommenes Brauchtum pflegen, sichern und leben sie unsere Traditionen und leisten somit einen wichtigen Beitrag für unsere Identität als Hessinnen und Hessen.“