Kategorie-Archiv: Fastnacht

Mainz: Fastnachtsmotto 2022 gekürt

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Mit knapper Mehrheit hat eine Prominentenjury, moderiert vom MCV-Pressesprecher Michael Bonewitz, im MVB-Forum das Fastnachtsmotto 2022 gekürt:

„Des Fastnachtsbrunnens bunte Pracht, strahlt wie ganz Mainz, wenn‘s singt und lacht“

 

Das Kampagnenmotto wird traditionell von der Mainzer Volksbank unterstützt.

Unter dem Vorsitz von MCV-Präsident Reinhard Urban und unter Mitwirkung des Mainzer Oberbürgermeisters Michael Ebling, der Ehrenbürgerin Margit Sponheimer sowie als Gastgeber der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank, Uwe Abel, haben rund 25 Juroren – Fastnachter, Politiker, Medienschaffende und Unternehmer – erstmals in einer virtuellen Hybrid-Veranstaltung aus über 500 eingereichten Motto-Vorschlägen den neuen Kampagnenslogan ausgewählt, in dem das Wort „Fastnachtsbrunnen“ vorkommen sollte.

Das neue Motto der kommenden Kampagne stammt aus der Feder von Toni Munck, der nun zwei Eintrittskarten für die MCV-Sitzung am Fastnachtssonntag erhält, einschließlich einer Einladung zum Pausenempfang. Auf dem zweiten Platz landete Anne Krämer mit „Fastnachtsbrunnen, Dom und Rhein – in Mainz könnt es nicht schöner sein!“, die mit zwei Eintrittskarten für die Premiere der Fastnachts-Posse im Staatstheater belohnt wird. Den dritten Preis erhält Aileen Goerke mit „Der Fassenachtsbrunnen sprudelt froh, des war, des is, des bleibt auch so!“, die jeweils zwei Sitzungskarten für eine Prunkfremdensitzung gewinnt. Alternativ können auch Tickets für närrische Online-Sitzungen als Preise vergeben werden.

Von links: Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, MCV Präsident, Michael Bonewitz, MCV Pressesprecher, Margit Sponheimer, Fastnachtsikone und Ehrenbürgerin der Stadt Mainz sowie Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank eG. Foto: © MCV/Thomas Gottfried
Von links: Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, MCV Präsident, Michael Bonewitz, MCV Pressesprecher, Margit Sponheimer, Fastnachtsikone und Ehrenbürgerin der Stadt Mainz sowie Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank eG. Foto: © MCV/Thomas Gottfried

Der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) hat gemeinsam mit der Mainzer Volksbank schon frühzeitig zur Wahl des kommenden Fastnachtsmottos aufgerufen, da viele Terminkalender bereits im Sommer gedruckt werden und zahlreiche Veranstaltungen, aber auch viele Redner das Motto in ihren Vorträgen berücksichtigen wollen.

Mainz sucht das Fastnachts-Motto für die Kampagne 2022 – Einsendeschluss 31. Mai 2021

Archivfoto: Diether v. Goddenthow
Archivfoto: Diether v. Goddenthow

Mainzer Volksbank fördert die Motto-Suche / Fastnachtsbrunnen feiert Jubiläum

Nach der „ausgefallenen“ Kampagne in diesem Jahr hoffen alle Närrinnen und Narrhalesen auf ein Stück Normalität in 2022. So ruft der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) mit Zuversicht und närrischer Leidenschaft zur Wahl des kommenden Fastnachtsmottos auf. Rechtzeitig vor der Sommerpause soll das Motto feststehen, da viele Terminkalender schon im Sommer gedruckt werden und zahlreiche Veranstaltungen, aber auch Redner das Motto berücksichtigen wollen.

Gesucht wird also ab sofort das Fastnachts-Motto 2022, das von der Mainzer Volksbank als offizieller Förderer präsentiert wird. Der MCV ermuntert alle aktiven und passiven Karnevalisten und Karnevalistinnen, einen passenden Zweizeiler, aber auch gerne einen einzeiligen Slogan für die Kampagne 2022 einzusenden. Pro Einsendung können allerdings nur jeweils drei Vorschläge eingereicht und berücksichtigt werden. Humorvoll und kurzweilig darf das neue Motto sein, echt „meenzerisch“ eben. Um die Kreativität etwas herauszufordern, soll 2022 das Wort „Fastnachtsbrunnen“, der im kommenden Jahr 5 x 11-jähriges Jubiläum feiert, beim Motto-Vorschlag mit verwendet werden.

Einsendeschluss ist der 31. Mai 2021

Danach wird eine neutrale Jury den närrischen Leitspruch auswählen. Mitmachen kann jeder. Ausgenommen sind die Vorstandsmitglieder des MCV, die Vorstände der Mainzer Volksbank, die Mitarbeiter der MCV-Geschäftsstelle und natürlich die Damen und Herren der Jury.

Der Gewinner erhält zwei Eintrittskarten für die Fastnachtssonntag-Sitzung des MCV, einschließlich einer Einladung zum Pausenempfang. Der zweitplatzierte Mottovorschlag wird mit zwei Eintrittskarten für die Premiere der Fastnachts-Posse im Staatstheater belohnt und der drittplatzierte Vorschlag mit zwei Sitzungskarten für eine Prunkfremdensitzung. Alternativ können auch Tickets für närrische Online-Sitzungen als Preise vergeben werden.

Einsendungen an:
Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V.
Emmeransstr. 29
55116 Mainz
Fax 06131/ 23 88 96
e-mail: mcv-haus@mainzer-carneval-verein.de

Ein „Heile, heile Gänsje“ für die Fastnacht – Digitaler Fastnachtsdienstag in Mainzer Staatskanzlei

Ministerpräsidentin Malu Dreyer verleiht in diesem Jahr einen „heile, heile Gänsje-Orden“ an die Fastnachter im Land. „Die Fastnacht hat schon viele schlimme Zeiten überdauert und sie wird auch Corona überstehen. Ich wünsche uns allen, dass ‚bald alles wieder gut ist‘ und wir wieder alle Fastnacht im Saal und auf der Straße so feiern können, wie wir es kennen und lieben – zusammen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich ihres traditionellen Fastnachtsempfangs, der mit neuem Format als Livestream stattfand.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Ein Heile, heile Gänsje für die Fastnacht Bildschirmfoto:  Diether v. Goddenthow
Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Ein Heile, heile Gänsje für die Fastnacht Bildschirmfoto: Diether v. Goddenthow

„Die Bedingungen sind schwierig, das ist jedem bekannt, doch ob Fastnacht oder Karneval, es blüht im ganzen Land. Ihr sorgt für Stimmung, für Frohsinn und viel Heiterkeit, Ihr seid ein Funkeln der Hoffnung in dieser schwierigen Zeit.“ Mit närrischen Reimen begrüßte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Fastnachterinnen und Fastnachter. Traditionell lädt die Ministerpräsidentin die närrischen Korporationen am Fastnachtsdienstag um 11.11 Uhr in die Staatskanzlei ein und nimmt die Orden der Kampagne entgegen. In diesem Jahr waren Vereine und Aktive aus ganz Rheinland-Pfalz zu einem bunten Programm mit Musik, Tanz und Gesang live zugeschaltet.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigte die große gesellschaftliche Kraft der Fastnacht, die Menschen zusammenbringe und dazu beitrage, dass die Demokratie intakt bleibt. „Der Narrenspiegel steht für die symbolische Kraft, mit Wort und Witz aufzudecken, was sonst niemand schafft. Ob mit Tanz, Kokolores oder dem gesprochenen Wort, findet gesellschaftlicher Austausch einen wertvollen Ort. Wir stehen denen entgegen, wer in der Demokratie sät sein Gift, ganz egal ob auf der Tastatur, dem Handy oder dem Stift“, so die Ministerpräsidentin.

Moderiert wurde der Empfang und der Talk von Fastnachter und Stadionsprecher Andreas Bockius (v.l.n.r.): Obermessdiener Andreas Schmitt, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Präsident des Mainzer Carneval-Vereins Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban Bildschirmfoto:  Diether v. Goddenthow
Moderiert wurde der Empfang und der Talk von Fastnachter und Stadionsprecher Andreas Bockius (v.l.n.r.): Obermessdiener Andreas Schmitt, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Präsident des Mainzer Carneval-Vereins Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban Bildschirmfoto: Diether v. Goddenthow

Sie dankte den Aktiven, die in dieser besonderen Kampagne neue Wege gegangen seien und gezeigt hätten, dass die Fastnacht bunt und lebendig sei: „Und so sehe ich in diesem ganz besonderen Jahr, es ist die Fastnacht, die lebt, das ist ganz wunderbar. Ob Streaming, ob Sitzung und das alles ‚to go‘, zuhause am Tablet, am Fernsehen oder sonst wo.“ Neben ihrem Dank richtete die Ministerpräsidentin auch einige aufmunternde Worte an ihre aus dem ganz Land zugeschalteten Gäste. „Die Pandemie kostet uns alle erhebliche Kraft, doch bringen wir sie auf, haben wir es bald geschafft. Wir stehen zusammen, trotz Abstand und Ferne, wir halten zusammen, und das machen wir gerne. Wir blicken in die Zukunft und verlasst euch darauf, wir heben uns das Feiern, die gute Stimmung nur auf.“

Moderiert wurde der Empfang von Fastnachter und Stadionsprecher Andreas Bockius. Mitwirkende im Programm waren der Präsident des Mainzer Carneval-Vereins Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, Obermessdiener Andreas Schmitt, DobbelBock, Oliver Mager, Thomas Neger und die Humbas sowie das Gardeballett der Mainzer Prinzengarde.

Nach viel Lob für den SWR wird „Mainz bleibt Mainz“ 2021 am Fastnachtdienstag, 16. 02 2021 wiederholt

Ausschnitt aus Mainz bleibt Mainz: Als Angela Merkel, Karl Lauterbach und Peter Altmaier treffen sich Florian Sitte, Johannes Bersch und Adi Guckelsberger zu einer "Krisensitzung im Kanzleramt". Wer da wohl die Krise kriegt? | video (13:45 min) © SWR
Ausschnitt aus Mainz bleibt Mainz: Als Angela Merkel, Karl Lauterbach und Peter Altmaier treffen sich Florian Sitte, Johannes Bersch und Adi Guckelsberger zu einer „Krisensitzung im Kanzleramt“. Wer da wohl die Krise kriegt? | video (13:45 min) © SWR

Mainz. Die Fernsehfastnachtssitzung „Mainz bleibt Mainz“ im Ersten wurde am 12. Februar 2021 von durchschnittlich 5,07 Millionen Zuschauenden gesehen – das entspricht einem Marktanteil von 16,4 Prozent. Aufgrund der aktuellen Lage vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie war die Sendung im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz ohne Publikum im Saal voraufgezeichnet worden.

Clemens Bratzler, Programmdirektor des Südwestrundfunks: „Wir freuen uns sehr, dass das Publikum diese außergewöhnliche Sendung in außergewöhnlichen Zeiten angenommen hat. Es war der ARD und dem SWR wichtig, die ‚Mutter aller Fernsehsitzungen‘ trotz Pandemie nicht ausfallen zu lassen. Mein Dank gilt allen Aktiven und Beteiligten, die mit großer Leidenschaft, Kreativität und Umsicht diese hoffentlich einmalige Corona-Ausgabe möglich gemacht haben.“

„Wir haben uns vorgenommen, in dieser schwierigen und oftmals trostlosen Zeit den Menschen ein wenig Freude zu bescheren und sie zu unterhalten“, blickt auch der verantwortliche SWR-Redakteur Günther Dudek auf die Sendung zurück: „Außerdem wollten wir gemeinsam ein Zeichen setzen: Die Meenzer und die Meenzer Fastnachter und Fastnachterinnen stehen zusammen und lassen sich auch von der Corona-Pandemie nicht unterkriegen. Die Übertragung hat bei unseren Zuschauer*innen im Ersten und im Internet enormen Anklang gefunden. Wir werden gerade mit Lob und Komplimenten überschüttet, die wir direkt an unser überragendes Team weiterreichen. Ganz besonderer Dank gilt den vier veranstaltenden Fastnachtsvereinen MCV, MCC, KCK und GCV, dem Kreativ- und Lenkungsteam, allen Mitwirkenden auf und neben der Bühne und unserem SWR-Team. Die Sendung hat im Durchschnitt 5,07 Millionen Zuschauende erreicht. Mit diesem Ergebnis sind wir angesichts der besonderen Bedingungen sehr zufrieden.“

„Mainz bleibt Mainz“ 2021 wird am Fastnachtdienstag, 16. Februar 2021, im SWR Fernsehen wiederholt und ist auch auf www.ard-mediathek.de abrufbar.

MCV-Motivwagen als Monumente Überlebensgroß karikierte Kunstwerke – Trump, Corona, das Narrenschiff und die Zugent(d)e


Unter dem Motto „Trotz Corona segelt heiter, das Narrenschiff voll Hoffnung weiter“ hat der MCV in diesem Jahr der ausgefallenen Fastnacht drei spektakuläre Motivmonumente geschenkt sowie die Zugent(d)e mit einem Schnabelschutz versehen und ihr eines der Symbole der Mainzer Fastnacht, den Bajazz, auf den Rücken gesetzt.

Kuenstler-Michael-Apitz Foto: MCV/Sascha Kopp
Kuenstler-Michael-Apitz Foto: MCV/Sascha Kopp

Wie in jeder Kampagne Jahr hatte noch im Herbst 2020 der Kreativkreis der MCV-Zugleitung getagt. Als klar wurde, dass es keine klassischen Motivwagen geben kann, hat der MCV mit Hilfe des Zeichners Michael Apitz zunächst zwei Motive-Monumente entwickelt.

 

„You are fired“

Naheliegenderweise wurde die Abwahl des US-Präsidenten Donald Trump thematisiert. Unter dem Motto „You are fired“ senkt dabei die Freiheitsstatue ihre Fackel nach unten und entzündet eine Kanone, aus der wie einst Baron Münchhausen nun Donald Trump auf einer Kugel sitzend zu seinem Golfplatz nach Hause gefeuert wird.

Foto: MCV/Sascha Kopp
Foto: MCV/Sascha Kopp

Dazu reimt der MCV:

„Vier Jahre Lügen, Hetze, Hohn
Miss Liberty schoss den Baron
Trumphausen mit sei’m blonden Haar,
zum Golfen heim nach Florida!“

Das gewaltige Monument ist über sieben Meter hoch und sollte eigentlich in der Mainzer Innenstadt zu sehen sein. Aufgrund der verschärften Coronaregeln hat der MCV darauf verzichtet und nun seine gewaltigen Motive filmisch in Szene gesetzt.

MCV-Praesident-Reinhard-Urban Foto: MCV/Sascha Kopp
MCV-Praesident-Reinhard-Urban Foto: MCV/Sascha Kopp

„Wir zeigen sie jetzt erstmal virtuell auf unserer Mediathek“, so MCV-Präsident Reinhard Urban, „sobald es die Corona-Lage zulässt und wir ein passendes Ereignis finden, wäre es schon unser Wunsch, dass wir die Monumente dann auch tatsächlich reell in der Mainzer Innenstadt aufstellen, damit man sie auch noch mal von Nahem in Augenschein nehmen kann. Sie sind ja wirklich mehr als imposant“.

Monument beschäftigt sich mit dem Corona-Virus

Das zweite Monument beschäftigt sich mit dem Corona-Virus.

Foto: MCV/Sascha Kopp
Foto: MCV/Sascha Kopp

Da der Impfstoff, auch dank der beiden Mainzer Firmen BionTech und Schott, buchstäblich die Welt retten könnte, freut sich der Mainzer Dom wie das Virus selbst geimpft wird. Der Dom ragt weit über acht Meter in den Himmel. Dazu reimt der MCV:

„Weil’s Virus grad beherrscht die Welt
ist alles auf den Kopf gestellt,
doch Impfstoff kommt – für groß und klein
von BionTech aus Mainz am Rhein
und es liefert Schott im Nu
die Impfstoff-Fläschjer noch dazu.“

Nach seinen eigenen Plänen hat Dieter Wenger zusätzlich das Motto der Kampagne mit Leben gefüllt: Man sieht ein riesiges Narrenschiff, weit über zehn Meter lang, das von Wellen umspült mit unzähligen Schwellköpp besetzt ist und die Botschaft sendet: „Trotz Corona segelt heiter, das Narrenschiff voll Hoffnung weiter.“ Dazu prangen an der Schiffswand die Wappen der großen Fastnachtsvereine und Garden, die alle unter dem Schutz von Gott Jokus stehen.

MCV-Wagenbauer Dieter Wenger Foto: MCV/Sascha Kopp
MCV-Wagenbauer Dieter Wenger Foto: MCV/Sascha Kopp

Die gewaltigen Monumente haben selbst den erfahrenen MCV Wagenbauer, Dieter Wenger, fast an seine Grenzen gebracht. Rund eine Tonne Eisen und über 300 Styroporwürfel wurden verarbeitet. Damit hat Wenger für die drei Monumente mehr Material benötigt als für die elf Motivwagen aus dem vergangenen Jahr: „Ich hab mich da ehrlich gesagt etwas verschätzt, sodass wir dann doch noch einige Nachtschichten einlegen mussten, um rechtzeitig zum Fastnachtswochenende fertig zu werden.“

Als Zugabe setzte Dieter Wenger dem heimlichen Star des Rosenmontagszugs, der Zugent(d)e, einen Schnabelschutz auf und lässt die Symbolfigur des MCV, den Bajazz mit Laterne, auf ihrem Rücken reiten.

Foto: MCV/Sascha Kopp
Foto: MCV/Sascha Kopp

Die vom MCV gebauten Motivwagen sind seit Anbeginn ein ganz wesentlicher Aspekt des Mainzer Rosenmontagszugs. Gebaut werden sie seit fast 60 Jahren vom MCV-Wagenbauer Dieter Wenger und seinem Team. Die Motivwagen glossieren alljährlich sowohl innerstädtische oder regionale wie auch bundes- oder weltpolitische Themen. Mit der Planung und dem Bau der Motivwagen wird bereits im Herbst des jeweiligen Vorjahres angefangen.

Foto: MCV/Sascha Kopp
Foto: MCV/Sascha Kopp

MCV-Mediathek

Erstmals können nun die Motivwagen, die diesmal als Monumente konzipiert wurden, nicht in der Innenstadt aufgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Stattdessen wurden virtuelle Lösungen gefunden. Zu sehen sind sie u.a. auf der Homepage des MCV, aber auch als kostenfreier Video-Clip in der MCV Mediathek: mediathek.mainzer-carneval-verein.de.

Foto: MCV/Sascha Kopp
Foto: MCV/Sascha Kopp

Der MCV, der in diesem Jahr erstmals eine MCV-Mediathek eingerichtet hat, wird auf dem vereinseigenen Portal zwischen 10. und 16. Februar die MCV-Fastnachts-Posse übertragen, zudem die MCV-Fastnachts-Show in zwei Teilen (seit 7. und ab 14. Februar, jeweils ab 17:11 Uhr für je 11 Euro). Neben diesen kostenpflichtigen Angeboten wird es auch kostenfreie Beiträge geben. So wird ab 12. Februar, 13:11 Uhr, eine Fastnachts-Talkshow übertragen. MCV-Pressesprecher Michael Bonewitz interviewt in einer rund 45-minütigen Sendung die beiden kongenialen Wagenbauer Dieter Wenger (MCV, Mainz) und Jacques Tilly (Düsseldorf). Das Talk-Format wurde von der Akademie des Bistums Mainz unter Federführung der Studienleiterin Dr. Felicitas Janson initiiert und aufgezeichnet und wird neben der MCV-Mediathek auch über den youtube-Kanal des Bistums Mainz ausgestrahlt.

MCV Mediathek: mediathek.mainzer-carneval-verein.de

(MCV-Presse Michael Bonewitz )

Mainz bleibt Mainz 2021- Besetzungsliste der Fernsehfastnacht am 12. Februar 2021, ab 20:15 Uhr im Ersten

© SWR
© SWR

Mainz – Die Besetzungsliste der Fernsehfastnachtssendung „Mainz bleibt Mainz“ in ihrer Corona-konformen Ausgabe 2021 steht. Die Redaktion des in diesem Jahr federführenden SWR hat die Beteiligten bekanntgegeben, die am 12. Februar 2021, ab 20:15 Uhr im Ersten zu sehen sein werden. Aufgrund der aktuellen Lage wird die Sendung im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz ohne Publikum im Saal voraufgezeichnet.

Im Blickpunkt steht vor allem das ausgeprägte politisch-literarische Element, ein typisches Merkmal der Mainzer Fastnacht. In der Sendung wird es durch Erhard Grom (Protokoll) und Lars Reichow (Anchorman der Fastnachtsthemen im Elften) repräsentiert. Johannes Bersch ist in seiner Figur der „Moguntia“ mit einem kabarettreifen Vortrag zu sehen. Und „last“ aber absolut nicht „least“ bringt Andreas Schmitt als „Obermessdiener“ die Bütt zum Beben, wenn er seine Kokolores-Pointen und seine Kritik am Treiben der Politiker und Politikerinnen mit unnachahmlicher Wortgewalt abfeuert.

Kokolores kommt nicht zu kurz
Adi Guckelsberger, Jürgen Wiesmann, auch Uwe Ferger und Dieter Scheffler („Kall un Kall“), steuern den typischen Meenzer Kokolores bei. Gemeinsam mit Johannes Bersch und Adi Guckelsberger steht Florian Sitte als Angela Merkel in einer „Krisensitzung im Kanzleramt“ erneut auf der Bühne und mischt im Dialog mit ihnen kritischen Spott zur politischen Lage mit seinen gewohnt trockenen Kalauern.

Kein Publikum im Saal, dafür Applaus „historisch“
Aus naheliegenden Gründen kann in diesem Jahr keine Musikkapelle auftreten. Stattdessen steht Andreas Bockius, auch bekannt als „Rot Rock Rapper“ und Stadionsprecher von Mainz 05, an den Reglern und fährt, wenn’s passt, entsprechende Passagen in Bild und Ton ab. Beim Applaus greift er auf Sequenzen aus der jüngeren Vergangenheit von „Mainz bleibt Mainz“ zurück, für einen witzigen Schlagabtausch mit dem Sitzungspräsidenten holt er bekannte Politiker*innen vergangener Tage und das sich über die Jahre verändernde Publikum wieder ins Bild und sorgt für ein belustigendes, nostalgisches Wiedersehen mit „Schmankerln“ aus der langen Geschichte der Sendung.

© SWR
© SWR

Musikalische Einspieler vorproduziert unter freiem Himmel
In diesem besonderen Jahr werden die musikalischen Darbietungen als Einspieler in die Sendung geschnitten. Hierzu sind die Beteiligten und das SWR Team sonntagsmorgens sehr früh aufgestanden und haben in der oft noch menschenleeren Mainzer Innenstadt Musikvideos gedreht: Thorsten Ranzenberger und die Schwellköpp wurden hier ebenso ins Bild gesetzt wie Die Moritze mit ihrem eingängigen „Meenz am Rhoi“. Thomas Neger – unterstützt von den Mainzer Garden und den Fahnenschwenkern des MCV – sang mit den Humbas die Hymne „Im Schatten des Doms“ an Ort und Stelle. Sven Hieronymus, Se Bummtschacks und Freunde haben mit „So lang de Rhoi noch Wasser hot“ einen aktuellen Ohrwurm im Corona-Jahr aufgenommen. Und spätestens, wenn Die Mainzer Hofsänger mit „Olé, olé, Fiesta“, „So ein Tag“ und „Sassa“ das große Finale anstimmen, sind an diesem Freitagabend im Ersten alle Zuschauenden, ob nah, ob fern, wieder einmal Meenzer.

Die Redner – allesamt gestandene Fassenachter
„Die beteiligten Redner sind allesamt gestandene Fastnachtsgrößen, die auch vor einem Saal ohne jedes Publikum nicht nervös werden“, wissen die beiden verantwortlichen SWR-Redakteure Günther Dudek und Norbert Christ. Die Aktiven wurden von den vier beteiligten Fastnachtskorporationen Mainzer Carneval-Verein (MCV), Mainzer Carneval-Club (MCC), Gonsenheimer Carneval-Verein (GCV) und Karneval-Club Kastel (KCK) in die Sitzung entsendet. „Sie werden witzig, frech, scharfzüngig und satirisch die Themen unter die Lupe nehmen und bringen die derzeitige Lage und den Umgang mit ihr zielsicher auf den Punkt. Zwar sind keine der sonst anwesenden prominenten Politikerinnen und Politiker dabei, aber selbst wenn diese die Sitzung aus „sicherer Distanz“ am heimischen Bildschirm verfolgen, müssen sie sich auf einiges gefasst machen: Ihnen werden wie immer ordentlich die Leviten gelesen.“

Ein Novum im Corona-Jahr: Das Zuschauer-Voting
Auf www.mainz-bleibt-mainz.de können die Zuschauerinnen und Zuschauer ab 8. Februar zwischen drei bekannten und beliebten Fastnachtsschlagern abstimmen. Der Siegertitel wird in der Sendung gespielt.

Mitwirkendenliste „Mainz bleibt Mainz“ 2021
(in alphabetischer Reihenfolge)

Sitzungspräsident
Andreas Schmitt

Narrhallator
Andreas Bockius

Politikvortrag
Johannes Bersch („Moguntia“)
Erhard Grom (Protokoll)
Lars Reichow („Fastnachtsthemen“)
Florian Sitte, Johannes Bersch und Adi Guckelsberger („Krisensitzung im Kanzleramt mit Angela Merkel, Karl Lauterbach und Peter Altmaier“)

Politik-Kokolores
Andreas Schmitt („Obermessdiener“)

Kokolores
Uwe Ferger und Dieter Scheffler („Kall un Kall“)
Adi Guckelsberger („Der Hygienebeauftragte der Stadt Mainz“)
Jürgen Wiesmann („Ernst Lustig“)

Musikvideos
Die Mainzer Hofsänger und das MCV-Ballett („Olé Fiesta“ – „So ein Tag“ – „Sassa““)
Die Moritze („Meenz am Rhoi“)
Sven Hieronymus mit Se Bummtschacks, u. a. („So lang de Rhoi noch Wasser hot“)
Thomas Neger und Die Humbas mit den Fahnenschwenkern des MCV („Im Schatten des Doms“) sowie mit den Mainzer Garden, Schwellkoppträgern und Fahnenschwenkern („Meenz bleibt Meenz“)
Thorsten Ranzenberger und die Schwellköpp („Ich wär‘ so gern en Schwellkoppträger“).

Live-Stream auf www.mainz-bleibt-mainz.de

MCV präsentiert die MCV-Fastnachts-Show – Umfangreiches Online-Angebot zu den närrischen Tagen

„Trotz Corona segelt heiter, das Narrenschiff voll Hoffnung weiter!“  Archivbild vom Mainzer Rosenmontagszug © Foto Diether v. Goddenthow-
„Trotz Corona segelt heiter, das Narrenschiff voll Hoffnung weiter!“ Archivbild vom Mainzer Rosenmontagszug © Foto Diether v. Goddenthow-

Fastnacht lebt von Nähe, von Interaktionen, von Mitmachen, von Gemeinsamkeit und Geselligkeit – allesamt Themen, die mit den aktuellen Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung schwierig umzusetzen sind. Getreu dem diesjährigen Kampagnen-Motto „Trotz Corona segelt heiter, das Narrenschiff voll Hoffnung weiter!“ wird der MCV selbstverständlich auch in schwierigen Zeiten närrische Akzente setzen. Statt im „Saal un uff des Gass“, heißt es heute eher zeitgemäß „digital und im world wide web“.

Ganz neu ist in diesem Jahr die MCV-Mediathek, erreichbar über die MCV-Homepage. Hier präsentiert der Mainzer Carneval-Verein sein mediales Online-Angebote. Los geht’s ab dem 7. Februar um 17:11 Uhr mit der MCV-Fastnachts-Show, Teil 1. Moderiert von unserem Aktiven und MCV-Sitzungspräsidenten Adi Guckelsberger geben sich zahlreiche MCV-Aktive ein kurzweiliges vierfarbbuntes Stelldichein. Mit dabei sind u.a. Obermessdiener Andreas Schmitt, Protokoller Patrik Henkel, Bajazz René Pschierer, Gardist Marcus Schwalbach, der Straßenmusikant Pit Rösch, „Hobbes“ Hansi Greb und natürlich Die Mainzer Hofsänger. Die Fortsetzung mit der MCV-Fastnachts-Show, Teil 2, wird ab 14. Februar um 17:11 Uhr ausgestrahlt, ebenfalls über die MCV-Mediathek. Über den Link http://mediathek.mainzer-carneval-verein.de sind die Tickets direkt online buchbar. Wie in einer Mediathek üblich, können die Inhalte auch im Nachhinein geordert und angeschaut werden.

Der MCV hat dafür ein hochattraktives Paket geschnürt, das nicht nur das Ticket samt Online-Zugang zur MCV-Fastnachts-Show enthält, sondern auch noch einen MCV-Schal, das diesjährige Plakettchen, einen Enten-Pin und wahlweise ein Piccolo oder ein Fastnachtsbier (solange der Vorrat reicht). Das heißt, wer sich schnell entscheidet, bekommt viele Extras. Das alles für einen Sensationspreis von 11 närrischen Euro. Erleben Sie virtuell die Stars der MCV-Fastnacht – in einem etwas anderen Format, aber garantiert typisch MCV.

Online geht auch das MCV-Kindermaskenfest am 30. Januar digital an den Start, mit verschiedenen Beiträgen, die an diesem Tag zwischen 11:11 Uhr und ca. 12:44 Uhr auf Facebook und Instagram hochgeladen werden. Alle Infos dazu finden Sie auf unseren Social-Media-Kanälen auf Facebook und bei Instagram, mit dabei sind natürlich auch Nele und ihre Freunde mit ihren Mitmach-Tänzen, und selbstverständlich wird es auch wieder eine große Tombola geben mit tollen Gewinn-Möglichkeiten.

Wer täglich auf der Suche nach fastnachtlichen Highlights ist, dem sei der Online-MCV-Fastnachtskalender 2021 zu empfehlen. Seit dem traditionellen Kampagnenauftakt am 1. Januar bieten wir jeden Tag ein närrisches Schmankerl an, zu sehen auf den Social-Media-Kanälen des MCV (Facebook und Instagram) an, aber auch über die MCV-Homepage.

Und wer sich in der närrischen Zeit mit vierfarbbunten Accessoires eindecken will, der wird auch unabhängig von der MCV-Fastnachts-Show und den vielfältigen Online-Angeboten im MCV-Shop fündig: ob Enten-Button, das 2021er Plakettchen, diverse närrische Mund-Nasenschutz-Varianten und natürlich auch die Klassiker – vom MCV-Schal bis zum Wirbel-Willi – das alles kann über den MCV-Shop bezogen werden.

Da es aktuell nicht möglich ist in der Mainzer Innenstadt närrische Akzente zu setzen, hat sich der MCV entschlossen seine diesjährigen närrischen Monumente virtuell zu zeigen. Lassen Sie sich am Fastnachtswochenende überraschen, was das Team um MCV-Wagenbauer Dieter Wenger in den letzten Wochen erstellt hat.

mcv-online-paket0702.2021_160Über den Link http://mediathek.mainzer-carneval-verein.de sind die Tickets direkt online buchbar.

„Die Fastnachtsretter“ am 10.02.2021 – SWR TV-Dokumentation über die Vorbereitungen der Fastnachts-Vereine auf den Corona-Karneval

Fastnacht im Kurfürstlichen Schloss - vom Mainz Archivbild  © Diether v. Goddenthow
Fastnacht im Kurfürstlichen Schloss – vom Mainz Archivbild © Diether v. Goddenthow

Dokumentation über die Vorbereitungen der Fastnachts-Vereine auf den Corona-Karneval 2021 / Mittwoch, 10. Februar 2021, 20:15 Uhr im SWR Fernsehen

Mit Abstand lässt es sich schlecht schunkeln und trotzdem kann Fastnacht nicht einfach ausfallen. Der Rosenmontag steht im Kalender wie Weihnachten. Außerdem ist der Narr doch gerade in harten Zeiten gefordert!? Doch wie gelingt es den Närrinnen und Narren im Südwesten, Spott und Frohsinn zu verbreiten, ohne sich als Pandemietreiber selbst verspotten lassen zu müssen? Das SWR Fernsehen zeigt in seiner Doku „Die Fastnachtsretter“ am Mittwoch, 10. Februar 2021 um 20:15 Uhr, wie die Fastnachts-Vereine sich der ungewohnten Herausforderung stellen. Nach der Ausstrahlung ist der Film für 12 Monate in der ARD-Mediathek abrufbar.

Ob on- oder offline – Vereine sprühen vor Ideen

Thomas Becker vom Gonsenheimer-Carneval-Verein verlegt die Kampagne ins Netz: Mit großem technischen Aufwand und der Hilfe von weiteren Fastnachtsverrückten aus seinem Verein stellt er die „Närrischen Kammerspiele“ auf die Beine, eine „Streamung“ im Internet. Über einen kostenpflichtigen Link erhalten die Zuschauer Zugang zu dem Programm, bei dem auch namhafte Mainzer Fastnachter dabei sind. Bei der ersten „Streamung“ haben immerhin 1.100 Fans zugeschaut. Der Mainzer Carneval Verein baut drei Wagen, oder besser gesagt Monumente, die eigentlich in der Fastnachtszeit in der Stadt aufgestellt werden sollten. Eigentlich. Dieter Wenger, der seit fast 60 Jahren die Wagen für den Rosenmontagszug baut, wird in dieser außergewöhnlichen Kampagne voller Ungewissheiten begleitet. Eine Kampagne, in der auch Kornelia Punstein mit ihren Mülheimer Möhnen alles versucht, damit die Jecken im Norden von Rheinland-Pfalz trotz Corona etwas zu lachen haben. Die Fastnachtsposse, eine närrische Kultveranstaltung aus dem Mainzer Staatstheater, wurde voller Optimismus geplant und geprobt. Regisseurin Heidi Pohl hat die Corona-Thematik in das aktuelle Stück integriert, eine Verschiebung ins nächste Jahr ist also keine Option. Doch wie lässt sich die Aufführung retten, wenn die Theater geschlossen bleiben?

Ohne Publikum in die Fasnets-Bütt?

Die Unsicherheit ist auch in den Hochburgen der Schwäbisch-Allemannischen Fasnet in Baden-Württemberg groß. In den Zünften wird darum gerungen, welches der beste Weg ist, mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen: absagen oder Corona-taugliche Alternativen ersinnen? Soll man Brauchtum, das sich über Jahrhunderte entwickelt hat, durch Youtube-Videos und Zoom-Meetings ersetzen? In der Narrenhochburg Konstanz ringt der 13er-Rat darum, wie die Fernseh-Fasnacht aus dem altehrwürdigen Konstanzer Konzil aussehen könnte. In die Bütt ohne Publikum? Für manche eingefleischten Narren wie Norbert Heizmann ist das nicht vorstellbar. Doch Mario Böhler von der Fasnachtsgesellschaft Niederburg ist überzeugt, dass es mit den richtigen Konzepten gelingen kann, Frohsinn in die Wohnzimmer zu bringen. Auch das badische Gengenbach ist ein traditionelles Narrennest – „Spättlehansel“ und „Hexen“ sind die traditionellen Fasnachtsfiguren. In vielfältigen Bräuchen und Ritualen wird hier normalerweise die fünfte Jahreszeit zelebriert. In Gengenbach sind sich alle einig: Es wird eine Fasnacht geben, auch wenn Sie völlig anders aussehen wird. Für Marlit Rautenberger wäre es die erste als erwachsenes Zunftmitglied im traditionellen Häs und Holzmaske. Doch statt Narrentreffen und rauschende Partys zu erleben, verbringt sie den Gengenbacher Fasnachtsauftakt mit ihren Eltern auf dem Sofa – im Hemdglonkerkostüm und mit den traditionellen Klepperle und Rätschen bestückt, geben sie alles, um den „Schalk“ und damit die Fasnacht zu erwecken.

Mainz bleibt Mainz – und doch ganz anders

Die Mutter aller Fernsehsitzungen, „Mainz bleibt Mainz“, soll auch in diesem Jahr stattfinden – natürlich ohne Publikum und auch sonst ganz anders. Das zähe Ringen um Konzepte und Hygienepläne verdirbt den Machern trotzdem nicht den Spaß an der Freud: Sie bleiben dran, denn schließlich geht es um nicht weniger als um die Rettung der Fastnacht!

Programmtipp:

„Die Fastnachtsretter“ am Mittwoch, 10.2.2021, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen. Eine Reportage von Julia Melan. Nach Ausstrahlung ist der Film 12 Monate lang in der ARD-Mediathek abrufbar.

Weitere Infos auch auf www.SWR.de/fastnacht

SWR plant „Mainz bleibt Mainz“ im Ersten und „SWR Sofa Fastnacht“ im Südwesten

Mainz bleibt Mainz - Kurfürstliches Schloss Mainz © Archivfoto: Fastnacht der Unimedizin 2018  Diether v. Goddenthow
Mainz bleibt Mainz – Kurfürstliches Schloss Mainz © Archivfoto: Fastnacht der Unimedizin 2018 Diether v. Goddenthow

Südwestrundfunk will „Mutter aller Fernsehsitzungen“ unter Corona-Bedingungen produzieren / SWR Fernsehen plant ab 12.1. närrische Sendungen unter dem Motto „SWR Sofa Fastnacht“

Mainz/Stuttgart –Der SWR will 12. Februar 2021 ab 20:15 Uhr im Ersten eine Sonderausgabe von „Mainz bleibt Mainz“ produzieren, die sich den aktuellen Pandemie-Bedingungen anpasst. Auch im SWR Fernsehen soll die närrische Saison nicht ausfallen: Unter dem Motto „SWR Sofa Fastnacht“ sind ab dem 12. Januar zahlreiche Sendungen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vorgesehen.

„Mainz bleibt Mainz“ ohne Publikum im Saal
Der Freitag vor Rosenmontag ist der traditionelle Sendetermin von „Mainz bleibt Mainz“, daran soll auch Corona nichts ändern. Nach aktuellem Planungsstand soll es am 12.2. ab 20:15 Uhr im Ersten eine Sendung ohne Publikum im Saal und unter anderen Vorzeichen geben.

„Gemeinsam mit den beteiligten Vereinen setzt der SWR alles daran, gerade in diesen schwierigen Zeiten den Menschen ein unterhaltsames Fastnachtsangebot zu präsentieren. Hier soll vor allem das Aushängeschild der Fernsehfastnacht ‚Mainz bleibt Mainz‘ nicht fehlen“, so SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler. „Zwar kann nicht aus allen Hochburgen aktuelles Programm gezeigt werden, aber der SWR bildet wie gewohnt die Fastnachtsvielfalt der Regionen im Südwesten ab. Dabei werden alle Neuproduktionen unter Beachtung strenger, fortlaufend aktualisierter Hygienekonzepte realisiert.“

SWR Sofa Fastnacht im SWR Fernsehen: Sicher von zuhause aus
Das Motto „SWR Sofa Fastnacht“ sagt schon aus, um was es in der kommenden Kampagne im SWR Fernsehen geht: Ganz entspannt von zuhause aus Spaß haben und närrische Stimmung erleben. Ab dem 12. Januar sind aktuelle Produktionen geplant, die aus Sicherheitsgründen vorher aufgezeichnet werden, ergänzt um Best-Of-Sendungen der Saal- und Straßenfastnacht der vergangenen Jahre.

SWR Sofa Fastnacht: Ausgewählte Sendungen zu Fasnet, Karneval, Fassenacht & Co. im SWR Fernsehen / „Mainz bleibt Mainz“ im Ersten am 12.2.:

12.01.2021 22:30 Uhr: Unsere Fasnachts-Stars: Alfred Heizmann aus Konstanz
23 Uhr: Meenzer Konfetti (Wh.)
19.01.2021 22:30 Uhr: Unsere Fasnachts-Stars: De Molli aus Frankenthal
23 Uhr: Meenzer Konfetti (Wh.)
26.01.2021 22:30 Uhr: Unsere Fasnachts-Stars: Hillu‘s Herzdropfa aus Donzdorf
23 Uhr: Meenzer Konfetti (Wh.)
29.01.2021 21 Uhr: Handwerkskunst! Wie man einen Fastnachtswagen baut
23 Uhr: Meenzer Konfetti (Wh.)
30.01.2021 20:15 Uhr: Alleh hopp – Das Beste der Faasenacht an der Saar
31.01.2021 20:15 Uhr: Schwaben weißblau – Hurra und Helau
02.02.2021 20:15 Uhr: Konstanzer Fasnacht aus dem Konzil
07.02.2021 20:15 Uhr: Schwäbische Fasnet aus Donzdorf
08.02.2021 20:15 Uhr: Narrenschau 2021 – Saarländische Karnevalsvereine präsentieren sich
09.02.2021 20:15 Uhr: Mumbach Mumbach Täterä – Das Beste der Mombacher Bohnebeitel 2011-2020
10.02.2021 20:15 Uhr: Die Fastnachtsretter (Dokumentation)
21 Uhr: Wohnzimmer-Comedy mit Dui do on de Sell
11.02.2021 18:15 Uhr: Marktfrisch: Kochkurs Meenzer Konfetti-Pizza
12.02.2021 20:15 Uhr im Ersten: „Mainz bleibt Mainz“ aus dem Kurfürstlichen Schloss zu Mainz (Aufzeichnung vom 10.02. / Wh. am 16.2., 20:15 Uhr im SWR Fernsehen)
13.02.2021 20:15 Uhr: Alleh hopp „Mir sin nit so”
14.02.2021 16 Uhr: Faszination Fastnacht – Die schönsten Momente
18:45 Uhr: Bekannt im Land: Der Wagenbauer von Mainz – für RP
20:15 Uhr: Badisch-Pfälzische Fasnacht aus Frankenthal
15.02.2021 16:00 Uhr: Das Schönste vom Rosenmontagszug Mainz (Best Of der vergangenen Jahre)
18:15 Uhr: Von Schwellköpp und Zugplakettcher – Rosenmontagszug in Mainz
20:15 Uhr: Das Beste aus „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“
16.02.2021 18:15 Uhr: Die Fastnachtsretter (Dokumentation) – für RP
18:15 Uhr: Unsere Fasnachts-Stars: Bronnweiler Weiber aus Donzdorf – für BW
21.02.2021 20:15 Uhr: Das Jüngste Ger(i)ücht – für BW

Kurzfristige Änderungen sind vorbehalten.

Infos auch auf SWR.de/fastnacht

Mainzer Fastnacht 2021 „Traditionen in einer ausgefallenen Kampagne“

Foto: MCV/Bildfänger
Foto: MCV/Bildfänger

Motto, Narrhalla und Zugplakettchen – Traditionen in einer ausgefallenen Kampagne

Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Zeichen. Nachdem die Folgen zur Eindämmung der Corona-Pandemie an der kommenden Fastnachtskampagne nicht spurlos vorübergehen, will der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) ganz bewusst an bestimmten Traditionen festhalten. So wird rechtzeitig zum 11.11. die diesjährige Ausgabe der Narrhalla, Deutschlands ältester Fastnachtszeitung, präsentiert, u.a. spricht in einem Interview der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, über die Organisation der Fastnacht, ihre Finanzierung – aber auch darüber, wie die Kölner auf Mainz blicken.

Einen Tag vor dem traditionellen fastnachtlichen Jahresereignis, wenn das närrischste Datum auf die närrischste Uhrzeit trifft, verkündet der MCV zudem das diesjährige Kampagnenmotto:

„Trotz Corona segelt heiter –
das Narrenschiff voll Hoffnung weiter“.

Passend zum Fastnachtsmotto wurde auch das diesjährige Zuplakettchen entworfen, das sich erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder in einer klassischen Plakettenform präsentiert. Zu sehen sind neben der Symbolfigur des MCV, dem Bajazz mit seiner Laterne, zwei wackere Streiter der Kleppergarde und der Haubinger, die stellvertretend für alle Närrinnen und Narrhalesen, dafür sorgen, dass das Narrenschiff niemals untergehen wird, solange es Narren gibt, die es am Laufen halten.

1856 bzw. 1857 gegründet gehören beide Garden zu den ältesten Fastnachtskorporationen in Mainz mit ihren ganz eigenen Traditionen. Unverwechselbar das vierfarbbunte Fransenkostüm der Kleppergarde, die durch ihre Klepperbuben und -mädchen die bösen Geister des Winters vertreiben und gute Laune verbreiten. Die Haubinger sind der einzige Verein, der am Rosenmontag nicht Bonbons, sondern selbstverpackten Handkäs in die Menge wirft. Beide Vereine sind aus dem fastnachtlichen Treiben unserer Stadt nicht wegzudenken.

„Es ist uns gerade in dieser herausfordernden Zeit wichtig, die Fastnacht sichtbar werden zu lassen“, erklärt MCV-Präsident Reinhard Urban, „so sind das Motto, das Zugplakettchen, die Narrhalla und all die Ideen, die wir in der kommenden Kampagne noch gerne umsetzen möchten, auch ein Signal der Hoffnung für unser einzigartiges Brauchtumsfest „Mainzer Fastnacht“, so wollen wir auch die Einnahmen aus dem Verkauf der Zugplakettchen dazu nutzen, diese sichtbaren Zeichen mit zu finanzieren.“

Die Zugplakette ist bei Plakettenverkäufern sowie im MCV-Haus und allen bekannten bisherigen Verkaufsstellen und Geschäften für 4,50 € erhältlich.

Folgende Garden und Fastnachts-Korporationen feiern in der Kampagne 2021 ein Jubiläum:
25 Jahre Freunde und Förderer des Mainzer Rosenmontagzuges „Schnudedunker“ e.V.
33 Jahre Nieder-Olmer Carneval Verein 1988 e.V.
33 Jahre Mainzer Eulenspiegel Garde „Die Wallensteiner“1988 e.V.
40 Jahre Carneval Club Mombach – Die Eulenspiegel 1981 e.V.
40 Jahre F.G. Meenzer Herzjer e.V.
44 Jahre Albans-Brüder Bodenheim 1977 e.V.
60 Jahre Musik-Show-Band Mainz-Altstadt „Die Bauern“ e.V.
70 Jahre Mainzer Husaren Garde 1951 e.V.
75 Jahre Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval 1946 e. V.
75 Jahre Comité Katholischer Vereine (CKV) „Die Uffstumber“ 1946 e.V.
95 Jahre Mainzer Hofsänger
99 Jahre Gesangverein Elektro Mainz e.V.
120 Jahre Mainzer Freischützen Garde e.V.
132 Jahre Jocus Garde 1889 e.V. Mainz-Kastel
135 Jahre Garde der Prinzessin e.V. -gegr. 1886-
135 Jahre Mombacher Carneval-Verein 1886 e.V. – Die Bohnebeitel
135 Jahre Mombacher Prinzengarde 1886 e.V.
155 Jahre Casino zum Frohsinn 1866 e.V. Mainz-Kastel
165 Jahre Mainzer Klepper-Garde 1856 e.V.

(Michael Bonewitz /MCV-Pressemeldung)