Kategorie-Archiv: Rathaus Wiesbaden

Wiesbadener Jahr des Wassers eröffnet – Einweihung Speer des Ekko – 150 Programmpunkte – Museum Wiesbaden mit zwei Ankerausstellungen Wasser im Jugendstil

Ein Trommelwirbel zum Auftakt des Wiesbadener Jahrs des Wassers am 22. März 2022 auf dem Kochbrunnenplatz. Hinten links ist die Speer-Installation erkennbar.  © Foto Heike v. Goddenthow
Ein Trommelwirbel zum Auftakt des Wiesbadener Jahres des Wassers am 22. März 2022 auf dem Kochbrunnenplatz. Hinten links ist die Speer-Installation erkennbar. © Foto Heike v. Goddenthow

Mit der Einweihung der Installation „Speer des Riesen Ekko“  starteten gestern am 22.3.2022 bei herrlichem Wetter Oberbürgermeister Gerd Uwe Mende, Projektleiter Dr. Thomas Weichel und Museumsdirektor Dr. Andreas Henning das „Wiesbadener Jahr des Wassers“ auf dem Kochbrunnenplatz.

„Heute ist der internationale Weltwassertag, das ist auch der Grund, warum wir das Datum gewählt haben“, so der Oberbürgermeister.. Wiesbaden sei eingebettet zwischen den Taunusquellen und den Flüssen Rhein und Main mit den seit der Römerzeit bekannten Quellen, „den unsere Stadt den Wohlstand verdankt. Dazwischen mit Bächen als Lebensadern und Wasserspielen und Brunnen als Anziehungs- und Beziehungspunkten, und vieles was uns selbstverständlich erscheint, ist keineswegs selbstverständlich“, so Mende. Die Grundidee vor zwei sei es gewesen, „das Thema Wasser teils als identitätsstiftende Klammer für Wiesbaden neu zu entdecken.“ Corona war immer wieder der Grund dafür, das Projekt zu verschieben. Aber wir haben stets weitergemacht, was aus heutiger Perspektive gut war, freut sich Mende. So ging es ers t im Herbst 21  richtig los. Da wurde das Projektbüro von Dr. Thomas Weichel mit Angeboten, sich zu beteiligen, förmlich überschüttet. „Statt der ursprünglich einmal anvisierten 15 Veranstaltungen haben wir inzwischen fast 150 Einzelveranstaltungen, die wir so nicht erwartet hatten“, verkündet der OB ganz begeistert. Man habe hierdurch ein rundes und ganz tolles Programm. Als Folge des Anmeldebooms sei das Programmheft nunmehr eher zu einem 170seitigen starken Buch und deswegen  nicht termingerecht fertig geworden.

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende hat bei seiner Begrüßung noch eine Überraschung parat: Jeder Besucher erhält  einen, in symbolisch blau gehaltene Regen-Schirm . © Foto Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Gert Uwe Mende hat bei seiner Begrüßung noch eine Überraschung parat: Jeder Besucher erhält einen, in symbolisch blau gehaltene Regen-Schirm . © Foto Diether v. Goddenthow

Zu den zentralen Partnern gehöre das Wiesbadener Museum, welches zum Jahr des Wasser zwei wunderbare Ausstellungen vorbereitet habe, die zu einem Kern im Jahr des Wassers würden. Weitere Partner seien die Kirchen, eine Moschee, Schulen, zahlreiche Vereine und Institutionen, aber auch viele Künstlerinnen und Künstler, Galerien und viele mehr, so der Oberbürgermeister. Zudem werde eine ganze Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen von der Stabsstelle und den städtischen Ämtern, insbesondere dem Umweltamt und dem Kulturamt durchgeführt. Zudem kämen Unterstützungen von den Hochschulen Rhein-Main und Fresenius, „was unser Projekt noch einmal aufgewertet“ habe, unterstreicht Mende und lobt den „Vater des Projektes“ Dr. Thomas Weichel, „ohne den wir hier heute nicht stünden“. Die Stabsstelle mit Thomas Weichel habe versucht, das Thema Wasser in der Stadt populär zu machen, die Politik davon zu überzeugen, dass wir das machen, das wir das gut finden“, so der Oberbürgermeister lobend.

Wiesbadens heiße Quellen wussten schon Kelten und Römer zu schätzen. (siehe auch Keltenland Hessen – Im Spannungsfeld der Kulturen im SAM) © Foto Diether v. Goddenthow
Wiesbadens heiße Quellen wussten schon Kelten und Römer zu schätzen. (siehe auch Keltenland Hessen – Im Spannungsfeld der Kulturen im SAM) © Foto Diether v. Goddenthow

Am Ende sei es gelungen, so der OB, eine solche thematische Breite der Veranstaltung zu erhalten, „dass diese den Ansatz des Jahres des Wasser widerspiegelt“. Das sei das Ziel und der Plan gewesen, dass neben der Darstellung der natürlichen Rahmenbedingungen und der Geschichte, insbesondere eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft stattfindet. Das Jahr des Wassers solle eine Aufforderung an die Stadtgesellschaft sein, sich diesen Aufgaben zu stellen, so Mende. Denn gerade eine Stadt, die so eng mit dem Wasser verknüpft sei wie Wiesbaden, solle mit forschen und innovativen Projekten vorangehen. „Aus diesem Jahr des Wassers erwächst der Auftrag gegenüber Stadt und unseren Kindern, sorgsam mit dem Gut Wasser umzugehen.“, hofft der Oberbürgermeister

Die Legende mit dem „Speer des Riesen Ekko“

Installation Speer des Ekko. © Foto Heike v. Goddenthow
Installation Speer des Ekko. © Foto Heike v. Goddenthow

Nach seinen einleitenden Worten kam Mende gemeinsam mit Dr. Thomas Weichel und Dr. Andreas Henning zur Einweihung der Installation „Speer des Riesen Ekko. Mit diesem Speer habe nunmal der Legende nach in Wiesbaden wassermäßig alles begonnen. Der Speer reflektiere die Geschichte dazu, so der Oberbürgermeister, der diese kurz zusammenfasste: „Der Legende nach wurde der gutmütige Riese Ekko von einem Drachen gereizt- Der Drache verschwand in der Erde. Bei der Verfolgung des Drachen stürzte Ekko und formte dabei mit seinen Fingern die Taunustäler und entdeckte mit seinen  unfreiwillig in die Erde einschlagenden Speer  die heißen Quellen direkt nebenan. So ginge jedenfalls die Geschichte, die viele Wiesbadener Grundschulkinder lernten, so Mende und wies auf das seit vielen Jahren wunderbare Heimatkundebuch zu dieser Geschichte von Jürgen Heller hin.

(v.l.) Dr. Thomas Weichel, Initiator u. Leiter der Stabsstelle, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Dr. Andreas Henning, Direktor des Hessischen Landesmuseums Wiesbaden, enthüllten die  blauen  runden Bänke, die als Symbol einer Quelle  den "Speer des Riesen Ekko" einschließen. © Foto Diether v. Goddenthow
(v.l.) Dr. Thomas Weichel, Initiator u. Leiter der Stabsstelle, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Dr. Andreas Henning, Direktor des Hessischen Landesmuseums Wiesbaden, enthüllten die blauen runden Bänke, die als Symbol einer Quelle den „Speer des Riesen Ekko“ einschließen. © Foto Diether v. Goddenthow

Diesen Speer des Riesen Ekko hat  Thomas Weichels Team wiederentdeckt und zum Symbol des Wiesbadener Jahr des Wassers gemacht, weswegen der Speer sich auch im Logo zum Aktionsjahr wiederfände. Vor allem dankte der OB  dem Bauunternehmen Brömer & Söhne für  Fundament und Fertigbetonteile, der Stahlbaufirma Huhle für den gesponserten 12 Meter hohen Speer, dem Gartenbaubetrieb Held für seine Pflasterarbeiten sowie der Wiesbadener Jugendwerkstatt. Diese habe  die sehr aufwändigen Gussformen für die Fertigbetonteile des Fundaments hergestellt.

Die in blau gehaltenen, um den „Speer des Riesen Ekko“ rund herum geschlungenen  Bänke hat sich Dr. Thomas Weichel  ausgedacht. Sie sollen die sprudelnde Quelle symbolisieren und zugleich zum Verweilen einladen.

Die Installation soll, so der Oberbürgermeister, ein Jahr stehen bleiben und dann vielleicht weiterwandern. Interessenten gäbe es, sowie auch viele Gelegenheiten, die Geschichte des Riesen Ekkos zu erzählen vom Riesen, der einst die Grundlagen für Wiesbadens Aufstieg legte. Das wäre auch ein schönes neues Highlight  für die Stadtführer.

Wasser habe auch „immer unsere Wirtschaft angetrieben, nicht nur den Kurbetrieb, sondern eben auch ganz real viel mechanische Mühlen im heutigen Stadtgebiet.“, so Mende. Wasser sei also gerade für Wiesbaden mehr als nur die chemische Verbindung H2O.. Wasser sei für diese Stadt identitätsstiftend, so der Oberbürgermeister, der mit einem Zitat aus Europäischen Wasserrahmrichtlinien schloss: „Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss“

Wasserblaue Schirme für alle. Dr. Thomas Weichel verteilt das Überraschungsgeschenk, mit dem ein wenig Werbung für das Wasser-Aktionsjahr gemacht werden soll. © Foto Diether v. Goddenthow
Wasserblaue Schirme für alle. Dr. Thomas Weichel verteilt das Überraschungsgeschenk, mit dem ein wenig Werbung für das Wasser-Aktionsjahr gemacht werden soll. © Foto Diether v. Goddenthow

Für den Fall, dass es an diesem Tag geregnet hätte, hatte das Rathaus vorgesorgt und ausreichend Schirme mitgebracht. Bei diesem herrlichen Wetter war Regenschutz zwar nicht nötig. So dienten die wasserblauen Schirme als Überraschungsgeschenk für die Anwesenden,  die, wenn es hoffentlich bald mal wieder regnet, diese blauen Schirme benutzen, um auch  “ immer wieder Werbung für das „Jahr des Wassers zu machen“.

Zwei  Anker-Ausstellungen zum Wasserjahr  im Museum Wiesbaden 

„Vom Wert des Wasser – Alles im Fluss?

Museumsdirektor Dr. Andreas Henning. © Foto Diether v. Goddenthow
Museumsdirektor Dr. Andreas Henning. © Foto Diether v. Goddenthow

Museumsdirektor Dr. Andreas Henning skizzierte die beiden Ausstellungen im Hessischen Landesmuseum, einmal ab 13. April 2022 in der Naturhistorischen Abteilung: „Vom Wert des Wasser – Alles im Fluss? Unter anderen zeigt ein 3 x 3 Meter großes Stadtmodell die zahlreichen Wasserflüsse der Hessenmetropole. Damit solle einmal mehr deutlich gemacht werden, „wie viel Wasser eigentlich in dieser Stadt anwesend ist, größtenteils unterirdisch“, so Henning. Und nur selten gelange das Wasser an die Oberfläche, weswegen wir uns vielleicht auch mal die Frage stellen sollten, wie wir einen Ansatz oder weitere Ansätze finden, „dieses Wasser ans Tageslicht zu holen, um gewissermaßen damit die Innenstadt weiter zu beleben“, so der Museumsdirektor. Das Lebenselement Wasser zur Belebung dieser Innenstadt sichtbarer zu machen, sei „ein Denkanstoß, den wir mit dieser Ausstellung geben wollen“.

„Wasser im Jugendstil – Heilsbringer oder Todesschlund“ ab 13.Mai 

Kochbrunnen Wiesbaden © Foto Diether v. Goddenthow
Kochbrunnen Wiesbaden © Foto Diether v. Goddenthow

Wasser sei natürlich auch schon immer unser aller Imaginationsraum, so der Museumsdirektor. Ein besonderer Kulminationspunkt dieses Imaginationsraums Wasser seien der Jugendstil und der Symbolismus am Ende des 19. bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Deswegen werde das Museum Wiesbaden ab 13. Mai 2022 seine zweite große Ausstellung zum Thema Wasser dem Wasser als Imaginationsort für die Künstlerinnen und Künstler des Jugendstils widmen: Wasser im Jugendstil – Heilsbringer oder Todesschlund“. „Es wird die erste große Ausstellung sein, die wir nach der Schenkung Neess zu diesem Thema machen werden. Durch Corona sei vieles ins Hintertreffen geraten. Das müsse jetzt nachgeholt werden. So werde das Museum Wiesbaden künftig jedes Jahr aus dem Jugendstil ein Thema spielen wollen, „weil wir als Stadt Wiesbaden auf der internationalen Landkarte des Jugendstils nunmehr mit einer der europäischen Spitzenkollektionen verankert sind, die jetzt dauerhaft hier in Wiesbaden beheimatet ist“, freut sich der Museumsdirektor.

Hier weitere Informationen und Details zu allen 150 Angeboten im Wiesbadener Jahr des Wasser

Tipp
wie-das-wasser-zur-kunst-wird160In der Kunstarche e.V.  /Stadtarchiv am 27. März – 10. Juni
Gruppenausstellung
Aqua – wie aus Wasser Kunst wird

„Wiesbadener Jahr des Wassers“ startet am Internationalen Tag des Wassers (22.03.2022) mit Einweihung der Installation „Speer des Riesen Ekko“ am Kochbrunnenplatz

kalender-cover-jahr-des-wassersAm 22. März fällt der Startschuß zum „Wiesbadener Jahr des Wassers“ mit weit über 100 Projekten, die den Bogen der Geschichte des Wassers, seiner Nutzung und Bedeutung von der Geschichte bis zu den aktuellen gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen spannt.

Weit über 100 Ausstellungen und Veranstaltungen erwarten Sie. Wir spannen dabei den Bogen von der Geschichte bis zu den aktuellen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Die Veranstaltungen, ob Ausstellungen, Vorführungen, Vorträge, Diskussionen oder Filme  in Museen, Galerien, Ateliers, Theatern und lokalen Institutionen, sollen und werden vor diesem Hintergrund stets einen Bezug zum Wasser herstellen. Das kann geschehen im Hinblick auf das Wasser als Quell des Lebens überhaupt, aber vor allem auch in Bezug auf (Thermal-)Quellen, Taunusstollen, Bäche und Flüsse, wie den prominentesten: „Vater Rhein“. Dabei soll auch ein wenig die Wasser-Forschung gezeigt werden, die in Wiesbaden geleistet wird.

„Lassen Sie sich mit Geschichte, Wissenschaft, Kunst, Theater, Film, Literatur sowie praktischen Hinweisen zum sparsamen Umgang mit Wasser in Garten und Haushalt durch das Jahr führen“, so Projektleiter Dr. Thomas Weichel von der Stabsstelle WIEB der Landeshauptstadt Wiesbaden

Das umfangreiche Jahresprogramm finden Sie unter: https://wasser.wiesbaden.de/

Start:
Das Jahr des Wassers startet mit der Einweihung der Installation „Speer des Riesen Ekko“
am 22.03. um 14 Uhr auf dem Wiesbadener Kochbrunnenplatz.

 

Wiesbadener Nachtbürgermeister neu im Amt

Nachdem auf Anregung des Jugendparlaments die Konzeptbeauftragung für die Einführung einer Nachtbürgermeisterin beziehungsweise eines Nachtbürgermeisters durch das Stadtparlament beschlossen wurde, hat  zum 1. Januar 2022 das Nachtbürgermeister-Duo Daniel Redin und Pascal Rück seine Tätigkeit in der Landeshauptstadt Wiesbaden aufgenommen.
Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung und in Absprache mit dem Jugendparlament der Landeshauptstadt Wiesbaden wurde ein Konzept für eine ehrenamtliche Tätigkeit, die zunächst auf zwei Jahre beschränkt ist, erarbeitet. Die Ausschreibung musste auf Grund der einsetzenden Corona-Pandemie jedoch zunächst verschoben werden. Im Sommer 2021 konnte die Stelle aber schlussendlich ausgeschrieben werden. Auf die beim Bürgerreferat im Dezernat des Oberbürgermeisters angesiedelte Stelle haben sich elf Personen beworben, von denen fünf eingeladen wurden. Zwei Personen hatten sich proaktiv gemeinsam als Duo beworben und konnten mit ihrem Konzept das Auswahlgremium, das aus Vertreterinnen und Vertretern des Oberbürgermeisterdezernates, des Kulturamtes, des Jugendparlaments und des Seniorenbeirates bestand, überzeugen.
Daniel Redin und Pascal Rück haben ihre ehrenamtliche Tätigkeit zum 1. Januar 2022 für zwei Jahre aufgenommen und wurden am Dienstag, 11. Januar, in einer Pressekonferenz von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende vorgestellt. „Ich freue mich zwei so gut im Nachtleben vernetze und engagierte Herren bei uns willkommen heißen zu dürfen. Beide bringen viele Ideen, Erfahrung, aber vor allem bereits vorhandene Verknüpfungen in das Wiesbadener Nachtleben mit“, so Oberbürgermeister Mende. „Umso erfreuter bin ich nun über die Entscheidung des Auswahlgremiums und freue mich auf die Zusammenarbeit.“
Daniel Redin und Pascal Rück sind beide 38 Jahre alt und in Wiesbaden seit Jahren verwurzelt. Redin ist auch beruflich in Wiesbaden als Veranstaltungskaufmann tätig. Der studierte Sportwissenschaftler Rück ist hauptberuflich in der Nachbarstadt Mainz tätig.  „Seit 18 Jahren in der Gastronomie- und Veranstaltungsbranche beheimatet, wissen wir uns in der Wiesbadener Kultur- und Gastro-Szene sicher zu bewegen“, sagt Daniel Redin.
„Was platt gesagt ‚Stillstand ist Rückschritt‘ sagen will, ist für uns als Duo gelebte Vision“, so Redin und Rück. „Nicht nur im privaten Umfeld, sondern insbesondere im beruflichen Kontext, ist es für uns von hoher Bedeutung sich Neuem offen gegenüber zu zeigen. Immer über den Horizont hinaus schauend, gilt es so auch für die Stadt Wiesbaden mit dem Amt des Nachtbürgermeister Duos neue Wege zu beschreiten.“
„Als erstes ist es und wichtig in unserer neuen Tätigkeit die Gastronomie, aber auch die Kulturszene und das Jugendparlament sowie den Seniorenbeirat anzusprechen und gemeinsam mit allen Parteien an einer neuen Vision für das Wiesbadener Nachtleben zu arbeiten. Offene Kommunikation ist dabei das A und O“, so Rück.
Die beiden Nachtbürgermeister sind unter folgender E-Mail Adresse erreichbar: Nachtbuergermeister@wiesbaden.de

Kulturpreis an Wiesbadener Improvisationstheaters „Für Garderobe keine Haftung“ verliehen

Der Kulturpreis – Preis zur Förderung des kulturellen Lebens der Landeshauptstadt Wiesbaden – für das Jahr 2021 ist am Dienstagabend, 11. Januar, an „Für Garderobe keine Haftung“ für die Veranstaltungsreihe Wiesbadener Improsommer im Festsaal des Rathauses, Schlossplatz 6, verliehen worden.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden vergibt den Kulturpreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, seit 1981 und bedankt sich damit – und seitdem jährlich – bei ausgewählten Künstlerinnen, Künstlern oder Kulturmachern für ihre kulturelle Arbeit. Die Verleihung erfolgte durch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr und Stadtrat Axel Imholz. Aufgrund der Coronapandemie fand die Veranstaltung allerdings nur im kleinen Kreis unter strengen Auflagen statt.

Der Impro-Sommer fand in 2021 bereits zum 18. Mal statt und genießt seit vielen Jahren Kultstatus bei zahlreichen Fans des Improvisationstheaters. Veranstalter ist das Team des Wiesbadener Improvisationstheaters „Für Garderobe keine Haftung“. Jeden Sommer wird für mehrere Wochen die Erlebnismulde auf dem Neroberg zur open-air Bühne des „Impro-Sommers“. Verschiedenste Themenabende, Gastspiele unter anderem sorgen für ein vielfältiges Theaterspektakel.

Die Laudatio hielt Journalist und Kulturbeiratsmitglied Dirk Fellinghauer, der den Improsommer als ein für alle zugängliches Ereignis voller positiver Energie würdigte, wo die Unterhaltung zwar oft leicht, aber niemals seicht sei und wo bei allem Vergnügen auch gesellschaftlich Relevantes und Aktuelles zum Thema werde: „Der Improsommer macht der Erlebnismulde alle Ehre – sorgt er doch nicht nur für Bühnenerlebnisse, sondern für ein Rundum-Erlebnis. Und für ein Gemeinschaftserlebnis. Diese Kulturveranstaltung ist eine Kultveranstaltung, der Wiesbadener Improsommer ist längst selbst ein Klassiker.“

„Ich freue mich sehr über die Entscheidung, mit der die Jury mit ‚Improtheater‘ fast schon ein neues Genre in die Reihe der Preisträgerinnen und Preisträger aufnimmt und nebenbei auch den Blick auf einen der schönsten Orte in Wiesbaden lenkt. Wir wissen, dass das kulturelle Angebot und das örtliche kulturelle Leben die Atmosphäre unserer Stadt stark beeinflussen und das Profil nachhaltig prägen. Wir alle profitieren davon, dass es gute Künstlerinnen und Künstler in unserer Stadt gibt, dass spannende Inszenierungen und Ausstellungen präsentiert werden, gesellschaftliche Fragen künstlerisch verarbeitet werden, Räume zum Staunen und Träumen geschaffen werden, Kultur vermittelt wird und Impulse für die eigene Kreativität und Phantasie geweckt werden“, sagte Oberbürgermeister Mende. „Einmalig ist die Atmosphäre in der Nerobergmulde mit einmaligen Aufführungen, die von Publikum und Ensemble aus Impulsen und Improvisation heraus gemeinsam entstehen. Wir sind stolz, dass Wiesbaden die Geburtsstadt dieses besonderen und inspirierenden Festivals ist und ich wünsche mir, dass unsere Stadt auch zukünftig die Rahmenbedingungen bietet, die eine Fortführung der Erfolgsgeschichte des ‚Improsommers‘ ermöglichen.“

„Der Improsommer ist seit vielen Jahren ein Fix- und Anziehungspunkt im kulturellen open-air-Angebot unserer Stadt“, so Kulturdezernent Axel Imholz und betont weiter: „Die Macherinnen und Macher von ‚Für Garderobe keine Haftung‘ haben es mit Kreativität, Energie und Witz verstanden, eine kulturelle Marke in unserer Stadt zu schaffen, die jeden Sommer an den Wochenenden einen großen Freundeskreis auf den Neroberg pilgern lässt.“

Wiesbaden: Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2022

Der 27. Januar als nationaler und internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an den Tag, an dem die Rote Armee 1945 das KZ Auschwitz befreite. In Wiesbaden wird der Gedenktag seit nunmehr 22 Jahren mit zahlreichen, in diesem Jahr wieder vorwiegend digitalen Veranstaltungen begangen. Die Veranstaltungsreihe beginnt am 17. Januar. Die zentrale Gedenkveranstaltung am Mittwoch, den 27. Januar, kann aufgrund der Corona-Pandemie erneut im Livestream unter www.youtube.com/StadtWiesbaden verfolgt werden. Es sprechen Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Peter Quadflieg.

Der Einladung der Landeshauptstadt Wiesbaden für den wissenschaftlichen Fachvortrag ist in diesem Jahr der Wiesbadener Historiker Dr. Philipp Kratz gefolgt. Er wird die Entwicklung der Wiesbadener Erinnerungskultur von den Gedenkfeiern für die Opfer des Faschismus 1947 bis hin zur jährlichen Veranstaltungsreihe „Erinnern an die Opfer“ skizzieren. Der Vortrag greift die Debatte um die Effektivität eines ritualisierten Gedenkens auf. Einerseits soll die Erinnerungskultur weiterentwickelt werden. Auf der anderen Seite steht die Forderung nach dem „Schlussstrich“. In diesem Spannungsfeld wird Philipp Kratz die „erkämpfte Erinnerung“ in Wiesbaden darstellen. „Vielen gilt die gegenwärtige Erinnerungskultur als vorbildlich“, sagt Kulturdezernent Axel Imholz. „Wir dürfen uns aber nicht der Annahme hingeben, dass ein kritischer Blick auf die NS-Zeit einmal jährlich am 27. Januar ausreicht. Es bedarf einer substantiellenAuseinandersetzung mit nationalsozialistischen Verbrechen, die nicht mit einer Gedenkveranstaltung erreicht ist. Erinnern ist ein dauerhafter Prozess, in dem sich die Gesellschaft immer wieder selbst überprüfen muss. Die Geschichte endet nicht mit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ich freue mich deshalb sehr, dass die diesjährige Veranstaltungsreihe sowohl Themen der klassischen Erinnerungsarbeit als auch neue Forschungen aufgreift. Sie zeigt damit das ganze Spektrum der Erinnerungskultur, auch über Wiesbaden hinaus.“

Die Veranstaltungsreihe wird von in der Gedenk- und historischen Bildungsarbeit aktiven Wiesbadener Institutionen und Vereine gemeinsam mit dem Kulturamt getragen.

• Sie beginnt mit dem Gespräch zur Ausstellung „#Antisemitismus für Anfänger“. Die Jüdische Gemeinde Wiesbaden und „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ laden die Kuratorin der Ausstellung, Myriam Halberstam, am 17. Januar zu einem Online-Gespräch ein. Eröffnen wird die Veranstaltung Kulturdezernent Axel Imholz.

• Die Caligari FilmBühne wird im Januar „Endlich Tacheles“ und „Das Glück zu leben“ zeigen.

• Das Medienzentrum Wiesbaden bietet vier filmische Beiträge zum Thema Erinnern. Die Reihe „Kino macht Schule“ richtet sich speziell an Schülerinnen und Schüler. Gezeigt wird unter anderem „Masel Tov Cocktail“ mit anschließendem Filmgespräch.

• Das frauen museum wiesbaden lädt zur Führung durch die Ausstellung „Contre l’Oubli“, einem Vortrag von Dr. Rolf Faber über Marianne Kahn und zur Lesung von Mirna Funk ein.

• Am 23. Januar findet das Gedenkkonzert der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit statt.

• Das sam – Stadtmuseum am Markt widmet dem Thema Erinnern eine PerformanceAuslegung von Nicolaus Werner.

• NO LIMITS und das Stadtarchiv Wiesbaden bieten Rundgänge mit Gebärdendolmetscher und Blindenreportage.

• Die Bergkirche setzt sich mit ihrer Geschichte auseinander und das Freie Theater Wiesbaden spielt hier außerdem sein Stück „WIDERSTAND“.

• Das Stadtarchiv Wiesbaden bietet erstmals einen englischsprachigen Vortrag zur Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit und Spiegelbild – Politische Bildung aus Wiesbaden diskutiert aktuelle Themen der Erinnerungskultur unter anderem mit Anetta Kahane.

• Spiegelbild widmet sich der aktuellen Diskussion um postkoloniale Ansätze in der Holocaust-Forschung.

Stationäre Impfangebote für Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen in Wiesbaden ab 6.Dezember 2021

"Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt. Was man aber wirklich mit Sicherheit sagen kann: Es ist besser, wenn man geimpft ist. Und es ist noch besser, wenn man geboostert ist." zit.n. ZDF-Interview v. 28.11.2021 ©  Foto Diether v Goddenthow
„Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt. Was man aber wirklich mit Sicherheit sagen kann: Es ist besser, wenn man geimpft ist. Und es ist noch besser, wenn man geboostert ist.“ zit.n. ZDF-Interview v. 28.11.2021 © Foto Diether v Goddenthow

Wie die Landeshauptstadt bekannt gibt, eröffnen in der kommenden Woche weitere stationäre Impfangebote in Wiesbaden. Am Montag, 6. Dezember, startet der Impfbetrieb im ehemaligen Bürgerbüro im Luisenforum, Dotzheimer Straße 8. Ab voraussichtlich Mittwoch, 8. Dezember, wird im Stadtteilzentrum Schelmengraben, Hans-Böckler-Straße 5–7, geimpft. Noch vor Weihnachten sollen außerdem Impfangebote in Erbenheim und Biebrich eröffnen. Der Impfbetrieb in der DKD Helios Klinik, Aukammallee 33, läuft bereits seit dem 15. November.

„Mit den neuen Angeboten haben wir die Impfkapazitäten in Wiesbaden deutlich ausgebaut. Bereits ab der kommenden Woche können wir etwa 7.000 Impfungen pro Woche durchführen. Damit erfüllen wir die Vorgaben des Landes trotz der sehr knapp gesetzten Fristen. Sobald die Angebote in Erbenheim und in Biebrich eröffnet haben, werden wir diese sogar übertreffen. Wir hoffen, dass wir nun auch schnell ausreichend Impfstoff erhalten, um allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot machen zu können“, sagen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeister sowie Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz. Für die kommende Woche wurden 4.080 Dosen Biontech und 4.000 Dosen Moderna bestellt. Tatsächlich geliefert werden laut Land 1.848 Dosen Biontech und 4.000 Dosen Moderna. Insgesamt stehen allen städtischen Impfangeboten in der kommenden Woche also 5.848 Dosen zur Verfügung.

Das barrierefreie Impfangebot im Luisenforum ist ab dem 6. Dezember montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, erhalten Bürgerinnen und Bürger vor Ort eine Nummer. Diese garantiert eine Impfung für den jeweiligen Tag. Die Nummern regeln nicht die Reihenfolge der Impfungen. Sie helfen allerdings dabei sicherzustellen, dass nicht mehr Bürgerinnen und Bürger warten als Impfdosen vorrätig sind. Nach Erhalt der Nummer und Dokumentation des Namens können die Bürgerinnen und Bürger – wenn sie sich nicht direkt in die Schlange stellen wollen- irgendwann im Laufe des Tages zum Impfen vorbeikommen. Im Luisenforum stehen Parkplätze zur Verfügung. Es ist außerdem mit zahlreichen Buslinien erreichbar. Vor Ort können etwa 500 Impfungen pro Tag durchgeführt werden.

Im Stadtteilzentrum Schelmengraben werden voraussichtlich ab 8. Dezember montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr Impfungen durchgeführt. Auch dort ist eine Terminvereinbarung nicht nötig. Es wird noch geprüft, ob das Nummernsystem ebenfalls zum Einsatz kommt. Parkplätze stehen zur Verfügung. Von der Haltestelle Alexej-von-Jawlensky-Schule, die von den Linien 24, 27 und 47 angefahren wird, sind es etwa hundert Meter bis zum Stadtteilzentrum. Vor Ort können etwa 500 Impfungen pro Tag durchgeführt werden. Das Impfangebot wird betrieben vom Deutschen Roten Kreuz. Die Stadt stellt die Räume und die Infrastruktur.

Das Impfangebot in der DKD Helios Klinik, Aukammallee 33, ist weiterhin im Betrieb. Von Montag, 29. November, bis Freitag, 3. Dezember, wurden dort etwa 900 Impfungen durchgeführt. Es werden vor allem Menschen mit Termin geimpft. Inzwischen sind mehr als 12.000 Mails mit Terminanfragen eingegangen. Das heißt: Rein rechnerisch ist die Klinik bis März ausgebucht. Die Stadt bittet deshalb darum, vorerst keine Terminanfragen mehr zu stellen. Bürgerinnen und Bürger, die sich noch im Dezember impfen lassen wollen, werden gebeten, dies im Luisenforum, im Stadtteilzentrum Schelmengraben oder demnächst in Erbenheim beziehungsweise Biebrich zu tun.

Bei allen stationären Impfangeboten sind Erst-, Zweit- und Drittimpfungen erhältlich. Geimpft wird dabei nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko). Die Stiko empfiehlt Erst- und Zweitimpfungen für Personen ab zwölf Jahren. Drittimpfungen empfiehlt die Stiko zwar allen Personen ab 18 Jahren, jedoch sollen ältere und besonders gefährdete Menschen nach wie vor vorrangig ihre Auffrischimpfung erhalten, da sie eines möglichst hohen Impfschutzes am ehesten bedürfen. Die Auffrischimpfung soll im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Lediglich Personen, die nur eine Impfstoffdosis von Johnson und Johnson erhalten haben, sollen laut Stiko ihre Auffrischimpfung ab vier Wochen nach der Impfung erhalten. Der Impfstoff kann nicht frei gewählt werden. Alle unter 30-jährigen Personen werden mit Biontech geimpft. Andere Personen werden vor allem mit Moderna geimpft, da weniger Biontech-Dosen geliefert werden als bestellt wurden. Die Impfungen sind für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos.

Damit vor Ort alles reibungslos klappt, sorgen Sicherheitskräfte für einen geregelten Ablauf. Bürgerinnen und Bürger müssen zur Impfung ihren Personalausweis beziehungsweise einen Kinderreisepass und ihr Krankenkassenkärtchen mitbringen. Alle Personen werden außerdem gebeten, einen ausgefüllten Aufklärungs- und Einwilligungsbogen mitzubringen, um den Impfprozess vor Ort zu beschleunigen. Die Unterlagen sind unter wiesbaden.de/coronavirus (Impfung) abrufbar ist. Impfpässe und QR-Codes werden vor Ort nicht ausgestellt. Wer ohne Impfpass kommt, erhält eine Impfersatzbescheinigung.

Zusätzlich zu den stationären Angeboten ist nach wie vor das mobile Impfteam der Stadt unterwegs. Es besucht kommende Woche unterschiedliche Einrichtungen und macht Hausbesuche bei immobilen Menschen. Die Stadt hatte zusätzlich die Kassenärztlichen Vereinigung (KV) um Unterstützung gebeten. Die KV teilte der Stadt jedoch mit, dass der angefragte Medibus bereits als rollende Arztpraxis in anderen Kreisen im Einsatz sei und nicht für Wiesbaden zur Verfügung gestellt werden könne.

In Wiesbaden impfen nach wie vor auch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Wer keine entsprechenden Ärzte kennt, kann sich telefonisch unter 116117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Alternativ können unter arztsuchehessen.de Praxen gesucht werden, die Impfungen durchführen. In der vergangenen Woche (Kalenderwoche 47) haben niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Wiesbaden laut Hessischem Ministerium für Soziales und Integration 8.868 Impfungen durchgeführt. Das sind deutlich mehr als in den Wochen zuvor. In der Kalenderwoche 45 wurden von ihnen 4.517 Impfungen durchgeführt. In der Kalenderwoche 46 waren es 6.243 Impfungen.

Aktuelle Informationen rund um das Thema Corona sowie Impfungen stehen auch unter wiesbaden.de/coronavirus zur Verfügung.

Coronaregeln in Hessen ab 1. Dezember 2021

Wiesbadener Kalender zum „Jahr des Wassers 2022″

Kalender-Cover "Jahr des Wassers 2022" . Texte stammen aus der Feder des Stadthistorikers Dr. Thomas Weichel,  Stabsstelle Wiesbadener Identität - Engagement und Bürgerbeteiligung beimOberbürgermeister. Die Fotos schoss Fotograf Stanislaw Chomicki, Leiter der Werkstatt Fotografie im Fachbereich Kommunikationsdesign der Hochschule Rhein-Main
Kalender-Cover „Jahr des Wassers 2022″ . Texte stammen aus der Feder des Stadthistorikers Dr. Thomas Weichel, Stabsstelle Wiesbadener Identität – Engagement und Bürgerbeteiligung beimOberbürgermeister. Die Fotos schoss Fotograf Stanislaw Chomicki, Leiter der Werkstatt Fotografie im Fachbereich Kommunikationsdesign der Hochschule Rhein-Main

Wiesbaden ruft 2022 zum „Jahr des Wassers“ aus mit zahlreich „sprudelnden“ Veranstaltungen und Attraktionen zum Thema. Den Anfang macht jetzt der gleichnamige Kalender „Jahr des Wassers 2022“, der auf die Thematik einstimmen soll und kostenfrei im Rathaus, Umweltladen, in der Tourist-Information, im Museum Wiesbaden, Thermalbad Aukammtal und Kaiser-Friedrich-Bad sowie an anderen Orten zu erhalten ist.

Kaum eine andere Stadt ist „so nah am und auf Wasser gebaut“ wie Wiesbaden. Die hessische Landeshauptstadt liegt nicht nur an Rhein und Main, verfügt über (Wassersport-)Häfen und wird von zahlreichen im Taunus entspringenden Bächen durchzogen. Die Hessenmetropole ist auch – wie Namen á la Quellenviertel signalisieren – weitestgehend auf feuchtem Untergrund errichtet: Einmalig in Europa, sprudeln allein in Wiesbadens Zentrums  über 26 heiße Quellen mit einer Temperatur bis zu 67 Grad Celsius aus der Erde. Dieses wertvolle Nass schätzten und nutzten schon die Römer. Plinius der Ältere berichtete bereits 77 n.Chr. in der „Naturalis historia“ darüber.

Später besuchten Fürsten, Dichter und Denker, Herzöge und kaiserliche Hoheiten die Thermalquellen, bis die Stadt schließlich Mitte des 19. Jahrhunderts zur „Kurstadt mit Weltruf“ wurde. Neben den Bad- und Wellness-Möglichkeiten ist Wasser aber vor allem eins: Es ist die Grundlage allen Lebens. Es ist ein unverzichtbares Gut, Lebensraum und Lebensmittel, Energiequelle, Transportmedium und Rohstoff und vieles mehr.

(v.l.) Ralf Jäger, Geschäftsführer der Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden, Fotograf Stanislaw Chomicki, Leiter der Werkstatt Fotografie im Fachbereich Kommunikationsdesign der Hochschule Rhein-Main, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Dr. Thomas Weichel,  Stabsstelle Wiesbadener Identität - Engagement und Bürgerbeteiligung beimOberbürgermeister. © Foto Diether v Goddenthow.
(v.l.) Ralf Jäger, Geschäftsführer der Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden, Fotograf Stanislaw Chomicki, Leiter der Werkstatt Fotografie im Fachbereich Kommunikationsdesign der Hochschule Rhein-Main, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Dr. Thomas Weichel, Stabsstelle Wiesbadener Identität – Engagement und Bürgerbeteiligung beimOberbürgermeister. © Foto Diether v Goddenthow.

Auf die enorme Bedeutung von Wasser soll einmal mehr das Wiesbadener „Jahr des Wassers 2022“  aufmerksam machen, und der Kalender hierzu ein kleiner künstlerischer Einstieg sein. Ganzjährig informiere der Kalender über 12 Wiesbadener Dimensionen des Wasser und setze vor allem auch ein Zeichen, , achtsamer, sorgsamer und sparsamer mit dieser wertvollen Ressource umzugehen. Mit seinen Aufnahmen und Texten zu vielen „Wasserorten“ in Wiesbaden solle der A3-Kalender die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener durch das Jahr des Wassers begleiten, so Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende bei der Präsentation. Konzeption und Texte stammen aus der Feder des Stadthistorikers Dr. Thomas Weichel von der Stabsstelle Wiesbadener Identität – Engagement und Bürgerbeteiligung beim Oberbürgermeister. Die Fotos schoss Fotograf Stanislaw Chomicki, Leiter der Werkstatt Fotografie im Fachbereich Kommunikationsdesign der Hochschule Rhein-Main.

„Wiesbaden aus der Vogelperspektive – städtebauliche Veränderungen“ der Fotografin und Autorin Erika Noack

Im Foyer des Rathauses ist von Samstag, 25. September, bis Freitag, 8. Oktober, die Ausstellung „Wiesbaden aus der Vogelperspektive – städtebauliche Veränderungen“ mit Fotografien von Erika Noack zu sehen.

Die Ausstellung zeigt die räumliche Entwicklung der Stadt und die Veränderungen ihres baulichen Erscheinungsbildes. Dabei kommt es nicht nur auf das Große und Ganze an, sondern ebenso auf all die kleinen Details inmitten des Geschehens. Aufnahmen aus der Vogelperspektive gestatten tiefe Einblicke in Hinterhöfe und Areale, zu denen man sonst kaum Zugang findet. Der Blick zurück auf städtebauliche Projekte von ihrem Anfang bis zum Abschluss, ruft Erinnerung hervor, die schon fast vergessen sind – zum Beispiel das Quartier Kaiserhof. Vor der Neugestaltung stand hier das American Arms Hotel. Statt Giraffenkäfig heute eine moderne Wohnbebauung und sogar das Loch am Karlsbader Platz ist verschwunden.

Aus einer Höhe von 300 Metern eröffnen sich erstaunliche Blickwinkel und Perspektiven. Nur so sind Größenverhältnisse erkennbar und räumliche Beziehungen deutlich. Mancher Blick führt hinter die Fassaden, mitten hinein ins urbane Geschehen, seine Entfaltungsräume und engen Innenhöfe. Aus diesem Grund gehört es zu Erika Noacks Leben, mehrmals im Jahr „in die Luft zu gehen“. Die Ausstellung führt zu dem Neubau „Museum Reinhard Ernst“, zeigt das „Parkhaus Coulinstraße“, die Entstehung des „Wohngebietes Hainweg“, das moderne „RheinMain CongressCenter“ oder das „Erbenheimer Ohr“. Aber auch kleine, versteckte Umwandlungen gehören zum Stadtbild, so wie die „Kindertagesstätte“ an der Emser Straße und die „Villeninsel“ am Landeshaus. Insgesamt sind Fotoreihen von rund 50 Projekten in Wiesbaden zu sehen.

Wiesbaden: „Gast in der eigenen Region“ – Neuauflage der beliebten Aktion

In der Vergangenheit hat sich die Aktion großer Beliebtheit erfreut, nun gibt es die langersehnte Neuauflage gleich zwei Mal während der Sommermonate: „Gast in der eigenen Region“ wird von der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH (WICM) zusammen mit einigen Hotels in der hessischen Landeshauptstadt sowohl am Samstag und Sonntag, 10./11. Juli, als auch am Samstag und Sonntag, 28./29. August, veranstaltet.
Dabei können sowohl die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener als auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Rheingau-Taunus-Kreises – sowie in diesem Jahr erstmals auch die Nachbarn aus Mainz – zu attraktiven Preisen eine Nacht im Hotel verbringen und Wiesbaden als Gast erleben. Denn neben Übernachtung und Frühstück ist die Teilnahme an einer Erlebnisführung der WICM ebenfalls inklusive. Hinzu kommen noch einige touristische Leistungsträger wie beispielsweise THermine, Schifffahrtsgesellschaft Primuslinie und der Kletterwald auf dem Neroberg, die Sonderkonditionen anbieten.
„Gast in der eigenen Region ist ein weiterer Baustein zur Belebung des Tourismusstandorts Wiesbaden und ein Impuls zur Unterstützung der lokalen Hotellerie insbesondere in der jetzigen Phase, in der touristische Übernachtungen wieder möglich sind“, sagt Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz und bedankt sich ausdrücklich bei den Partnern der Hotellerie und den Freizeiteinrichtungen für ihre Beteiligung.
Angeboten wird eine Nacht im Doppelzimmer inklusive Frühstück ab 59 Euro pro Zimmer in einem der teilnehmenden Hotels. „Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt und Region sind unsere wichtigsten Boschafter im Rahmen der touristischen Vermarktung der Stadt“ führt Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH, weiter aus. „Die Stadt aus der Perspektive eines Gastes zu erleben und diese Erfahrung weiterzugeben, ist für uns die beste Werbung“.
Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH verfolgt mit dieser Aktion die Zielsetzung, dass Übernachtungen, die im privaten Umfeld stattfinden, zukünftig verstärkt in der lokalen Hotellerie eine attraktive Alternative finden.
Gebucht werden kann das auf 400 Zimmer limitierte Angebot über das Online-Buchungsportal unter www.wiesbaden.de/eigene-region der WICM für beide Wochenenden ab Donnerstag, 1. Juli, ab 9 Uhr.
Folgenden Hotels nehmen teil:
ACHAT Hotel Wiesbaden City
Best Western Wiesbaden
Dorint Pallas Wiesbaden
Holiday Inn Express Wiesbaden
Mercure Hotel City Wiesbaden
Nassauer Hof
Pentahotel Wiesbaden
Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel
Select Hotel Wiesbaden City
Star-Apart Hansa Hotel
Toskana
Town Hotel Wiesbaden
Weitere Informationen und Buchungslink unter www.wiesbaden.de/eigene-region

Salzbachtalbrücke: OB Mende und Verkehrsdezernent Kowol informieren sich vor Ort

v.l.n.r.: Alexander Pilz, Leiter der Außenstelle Darmstadt der Autobahn GmbH, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Andreas Kleber, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Wiesbaden und Verkehrsdezernent Andreas Kowol. Foto:  Stadt Wiesbaden
v.l.n.r.: Alexander Pilz, Leiter der Außenstelle Darmstadt der Autobahn GmbH, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Andreas Kleber, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Wiesbaden und Verkehrsdezernent Andreas Kowol. Foto: Stadt Wiesbaden

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Verkehrsdezernent Andreas Kowol und Andreas Kleber, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Wiesbaden, haben sich am Dienstag, 22. Juni, gemeinsam mit Alexander Pilz, Leiter der Außenstelle Darmstadt der Autobahn GmbH, vor Ort in sicherem Abstand zur beschädigten Salzbachtalbrücke getroffen, um sich über die Situation zu informieren und das weitere Vorgehen zu besprechen.

„Die mit der Brückensperrung verbundenen Verkehrseinschränkungen stellen unsere Stadt und die gesamte Region vor enorme Herausforderungen“, so Oberbürgermeister Mende. „Es stimmt mich jedoch zuversichtlich, dass in dieser schwierigen Situation die Beteiligten auf allen Ebenen gut und unkompliziert zusammenarbeiten und Sofortmaßnahmen umsetzen, um diese Situation für die Bürgerinnen und Bürger so erträglich wie möglich zu gestalten.“

Verkehrsdezernent Andreas Kowol ergänzt: „Schon am Wochenende haben wir begonnen, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, um bestimmte Ausweichstrecken für die nun deutlich erhöhte Verkehrsbelastung zu ertüchtigen und den Pendlerinnen und Pendlern, die auf den ÖPNV angewiesen sind, Alternativangebote zu machen, sodass diese auch weiterhin mobil sein können. Ich bedanke mich bei allen hieran Beteiligten und vor allem auch bei den Bürgerinnen und Bürgern, die in den kommenden Wochen und Monaten einiges an Geduld aufbringen müssen.“

In Kürze wird die Stadt Wiesbaden eine Unterseite auf der städtischen Homepage einrichten, auf der die wichtigsten Informationen rund um die Brückensperrung für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zusammengefasst sind.

Wegen großer Risse, einer Absenkung der Fahrbahn um 30 Zentimeter und heruntergestürzter Betonteile war die Brücke am Freitagabend gesperrt worden. Gesperrt ist auch die unter der Brücke verlaufende B263 (Mainzer Straße) sowie die Bahntrasse. Der Hauptbahnhof ist fast komplett vom Bahnverkehr abgehängt. Für den unmittelbaren Gefahrenbereich rund um die Brücke ist eine Sicherheitszone eingerichtet. Sowohl das Queren unter der Brücke für alle Verkehrsteilnehmer auch Fußgänger und Radfahrer als der Aufenthalt im Gefahrbereich muss zur eigenen Sicherheit unterbleiben.

„Auch wenn wir als Stadt unverschuldet in diese Notlage geraten sind, müssen wir diese Situation bestmöglich bewältigen“, appellieren OB Mende und Verkehrsdezernent Kowol an die Rücksichtnahme und Geduld aller staugeplagten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in dieser schwierigen Zeit.

Foto:  Stadt Wiesbaden
Foto: Stadt Wiesbaden
Geänderte Verkehrssituation in Wiesbaden sorgt für Anpassungen bei Feuerwehr und Rettungsdienst
Durch die aktuell stark angespannte Verkehrslage in und um Wiesbaden wurden für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und in Vorplanung auch für den Rettungsdienst Maßnahmen getroffen, welche schnelle Hilfe im Gefahrenfall auch zu den Hauptverkehrszeiten gewährleisten.
Die aktuelle Verkehrslage wird durch die Mitarbeitenden in der Zentrale Leitstelle laufend beobachtet. Der Lagedienst der Feuerwehr entscheidet bei jedem Einsatz, ob ein situationsbedingtes Abweichen von der standardisierten Alarm- und Ausrücke-Ordnung erforderlich ist, um die Einsatzstelle schnellstmöglich erreichen zu können. In der Alarm- und Ausrücke-Ordnung wurden durch die Einsatzplanung der Feuerwehr Wiesbaden die zu alarmierenden Einheiten für die verschiedenen Einsatzszenarien festgelegt. Vom diesem Standard kann abgewichen werden, wenn es die Situation erfordert.
Zudem wurden Fahrzeuge und ein Abrollbehälter zu anderen Standorten der Berufsfeuerwehr verschoben, um auch bei diesem massiven Verkehrsaufkommen in allen drei Wachbezirken der Stadt jederzeit flächendeckenden Schutz gewährleisten zu können. Verstärkt unterstützt wird die Berufsfeuerwehr durch Einsatzkräfte der zwanzig Freiwilligen Feuerwehren Wiesbadens. „Es zeigt sich bei Betrachtung der Maßnahmen, dass die Feuerwehr in der Stadt einen soliden Schutz bietet“, sagt Andreas Kleber, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr. „Der große Wert, der örtlichen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, wird hierbei erneut deutlich. Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr tritt bei solchen Herausforderungen besonders hervor.“
Weitere Maßnahmen, wie Festlegungen zur Sicherstellung einer ausreichenden Personalstärke auf den Feuerwachen, tragen dazu bei, dass die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr 24/7 erhalten bleibt. „Für unsere Einsatzkräfte ist es selbstverständlich, dass alle Dienstfunktionen besetzt bleiben, auch wenn die Ablösung verspätet eintrifft“, sagt Kleber.
„Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, unsere Arbeit zu unterstützen. So gilt es, sofort bei Stauungen eine Gasse für die Einsatzfahrzeuge zu bilden und diese offen zu halten. Das betrifft nicht nur Autobahnen oder mehrspurigen Straßen, sondern auch Straßen in der Innenstadt“, ergänzt Kleber weiter. Über diese Rettungsgassen können die Einsatzkräfte in medizinischen Notfällen oder bei Bränden und Hilfeleistungen ihren Einsatzort schnellstmöglich erreichen. Hierfür werden neben den optimierten Routen, die durch das Einsatzleitsystem für jeden Einsatz ausgedruckt werden, auch die in den letzten Jahren eingeführten Einsatz-Tablets verwendet. Durch digitale Karten erhalten die Einsatzkräfte ein Bild der aktuellen Verkehrslage und können kritische Stellen umfahren. Für die Rückfahrt von der Einsatzstelle auf die Wachen oder den Patiententransport in die Klinik wird zurzeit an einer Wegoptimierung gefeilt, welche eine zügige Verfügbarkeit für weitere Einsatzaufträge gewährleistet. Hier erfolgt eine direkte Abstimmung mit dem Verkehrsdezernat, um die nun deutlich längeren Rückfahrtzeiten zu verkürzen.
Zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft für Fälle, in denen höchste Eile geboten ist, wird man auch Abwägungen treffen, unkritische Hilfeleistungen nötigenfalls mit externen Dienstleistern gemeinsam zu bearbeiten. Sollte sich die Verkehrslage auf längere Dauer als schwierig gestalten, ist es vorstellbar, an einer oder mehreren, örtlich günstigen Stellen im Stadtgebiet, während der verkehrsstarken Zeiten, eine „mobile Wache“ einzurichten. Auch hier sind die Vorplanungen bereits am Laufen. Mit diesen Maßnahmen wird der Dienstbetrieb nach den Herausforderungen der Pandemie nun auf andere Weise vor Herausforderungen gestellt. Die Feuerwehr bewertet, dass der Schutz der Wiesbadener Bevölkerung dennoch sichergestellt ist.