Kategorie-Archiv: Rathaus Wiesbaden

Begrüßung der Auswahlkommission des European Youth Circus 

Die Auswahlkommission des European Youth Circus mit Kulturdezernent Axel Imholz (rote Krawatte). © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Auswahlkommission des European Youth Circus mit Kulturdezernent Axel Imholz (rote Krawatte). © Foto: Diether v. Goddenthow

Kulturdezernent Axel Imholz hat am Freitag, 15. Juni, im Hotel Oranien die Auswahlkommission des European Youth Circus begrüßt, die ein Wochenende lang zu Gast in Wiesbaden ist.

An diesem Wochenende, 16./17. Juni, wird die Auswahl für die Artisten das European Youth Circus 2018 vorgenommen. Die fünfköpfige Gruppe muss aus 157 Darbietungen 25 Artisten oder Artisten Gruppen auswählen, die zum Wiesbadener Artistik Festival eingeladen werden. Kulturdezernent Axel im Holz wünschte den Auswahlkommissaren viel Glück. „Ich bin mir sicher, dass wir wieder hochwertige und qualifizierte Darbietungen bei unserem Festival sehen werden „ sagte umhört. Mitglieder der Auswahlkommission sind Arlette Hanson (Winter circus Arlette Hanson, Niederlanden), Lisa Rinne (Artisten des European Youth Circus, Goldpreisträgerin von 2014) Jonas Slanzi aus der Schweiz (Artist des European Youth Circus), Peter Kremer aus Deutschland (Circus-Experte) und Frank Zammert (Kulturamt Wiesbaden).

Der European Youth Circus findet vom 25. bis 28. Oktober 2018 in Wiesbaden statt. Nähere Informationen gibt es unter www.wiesbaden.de/circusfestival.

Carol-Nachman-Preis und -Medaille für Rheumatologie 2018 in Wiesbaden verliehen

Musikalische Umrahmung bei der Verleihungsfeier des Carol Nachmann Preis 2018 am 8. Juni 2018 im Rathaus-Saal des Wiesbadener Rathauses. Junge Künstlerinen der Wiesbadener Musik- und Kunstschule. © Foto: Diether v. Goddenthow
Musikalische Umrahmung bei der Verleihungsfeier des Carol Nachmann Preis 2018 am 8. Juni 2018 im Rathaus-Saal des Wiesbadener Rathauses. Junge Künstlerinnen der Wiesbadener Musik- und Kunstschule. © Foto: Diether v. Goddenthow

Einer der mit 37.500 Euro Preisgeld höchstdotierten Medizinpreise der Bundesrepublik, der Carol-Nachman-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden, ist gestern im Rahmen einer Feierstunde im Festsaal des Wiesbadener Rathauses verliehen worden. In diesem Jahr teilen sich den Preis die  kanadische Wissenschaftlerin Professor Dr. Dafna D. Gladman, Toronto,  der niederländische Wissenschaftler Professor Dr. Tom W. J. Huizinga und Professor Dr. Reinaldus E.M. Toes, Leiden.

Die mit 2.500 Euro dotierte Carol-Nachman-Medaille ging für sein Lebenswerk an  Professor Dr. Tore Kristian Kvien, Oslo/Norwegen,

Überreicht wurden die Preisurkunden und die Carol-Nachman-Medaille von Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich und Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel.

Der bundesweit höchstdotierte Preis auf dem Gebiet der Rheumatologie wird in Anerkennung hervorragender innovativer Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet verliehen. Er dient der Förderung der klinischen, therapeutischen und experimentellen Forschungsarbeit.

(v.l.)Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Laudatorin, Prof. Dr. med. Elisabeth Märker-Hermann, Vors. des Verleihungskuratoriums, Preisträgerin Professor Dr. Dafna D. Gladman und Oberbürgermeister Seven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow
(v.l.)Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Laudatorin, Prof. Dr. med. Elisabeth Märker-Hermann, Vors. des Verleihungskuratoriums, Preisträgerin Professor Dr. Dafna D. Gladman und Oberbürgermeister Seven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Kuratorium des Carol-Nachman-Preises würdigte Professor Gladman für ihre Verdienste um die Erforschung der Psoriasisarthritis, die rheumatische Manifestation der Schuppenflechte: „Als klinische Forscherin und Rheumatologin hat sie an entscheidender Stelle in den vergangenen 40 Jahren die Epidemiologie, klinische Erscheinungsformen, Labordiagnostik, Genetik, Bildgebung und Outcome dieser wichtigen rheumatischen Erkrankung aufgeklärt und in das Bewusstsein der akademischen Rheumatologie gebracht. Als wertvolles Instrument für die Verbindung von Klinik, Langzeitverlauf und Laborparametern hat sich dabei eine umfassende Material- und Datenbank erwiesen, die sie mit ihren Mitarbeitern an der Universität Toronto in Kanada aufgebaut hat. Wesentliche Beiträge betreffen zudem das Management der Begleiterkrankungen und schließlich neue Therapien der Psoriasisarthritis.“

(v.l.)Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Laudator, Prof. Dr. med.Georg Schett, Mitglied des Verleihungskuratoriums, Preisträger Professor Dr. Tom W. J. Huizinga und Professor Dr. Reinaldus E.M. Toes sowie Oberbürgermeister Seven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow
(v.l.)Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Laudator, Prof. Dr. med.Georg Schett, Mitglied des Verleihungskuratoriums, Preisträger Professor Dr. Tom W. J. Huizinga und Professor Dr. Reinaldus E.M. Toes sowie Oberbürgermeister Seven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow

Professor Huizinga und Professor Toes wurden vom Kuratorium für ihre herausragenden Verdienste um die wissenschaftliche und klinische Rheumatologie ausgezeichnet. Im Urkundentext heißt es: „Seit Beginn ihrer beispielhaften Kooperation zwischen basis-immunologischer und klinischer Arbeit an der Universität von Leiden im Mai 2001, haben Professor Toes und Professor Huizinga weltweit die Erkenntnisse zur Pathogenese der rheumatoiden Arthritis geprägt. Ihre Erforschung von Biologie und klinischer Bedeutung der Autoimmunreaktionen gegen citrullinierte Antigene (die sogenannte „ACPA-Antwort“) gilt als Pionierleistung. Damit haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass das Krankheitsbild der rheumatoiden Arthritis mit seinen Unterformen heute besser verstanden wird. Es konnten Zusammenhänge zwischen Genetik, ACPA und Umweltfaktoren aufgeklärt werden. Ihre Erkenntnisse haben die frühe Diagnostik der rheumatoiden Arthritis durch Biomarker erleichtert, Prognosefaktoren definiert und eine Vielzahl weiterer Forschungsprojekte initiiert. Nicht zuletzt sind ihre Arbeiten die Basis neuer medikamentöser Therapien, welche Remissionen der rheumatoiden Arthritis zu einem realistischen Therapieziel gemacht haben.“

(v.l.)Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Laudator Prof. Dr. med. Desirée van der Heijde, Mitglied im Verleihungskuratorium, Preisträger Professor Dr. Tore Kristian Kvien und Oberbürgermeister Seven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow
(v.l.)Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Laudator Prof. Dr. med. Desirée van der Heijde, Mitglied im Verleihungskuratorium, Preisträger Professor Dr. Tore Kristian Kvien und Oberbürgermeister Seven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das zwölfköpfige Kuratorium, dem anerkannte Mediziner aus dem Bereich der Rheumatologie sowie Vertreter der Stadt Wiesbaden angehören, entschied sich außerdem für Professor Dr. Tore Kristian Kvien, Oslo/Norwegen, als Träger der mit 2.500 Euro dotierten Carol-Nachman-Medaille. Die Carol-Nachman-Medaille, die ebenfalls von Oberbürgermeister Gerich und Stadtverordnetenvorsteherin Gabriel überreicht wurde, wird für besondere Verdienste um die Rheumatologie und zur Würdigung des Lebenswerkes international anerkannter Rheumatologen verliehen.

„Tore Kvien, Professor für Rheumatologie an der Universität Oslo, hat sich in der europäischen und weltweiten Rheumatologie große Verdienste erworben. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Epidemiologie und Gesundheitswesen mit einem Fokus auf häufige rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Osteoarthrose und ankylosierende Spondylitis. Begleiterkrankungen und Komplikationen des entzündlichen Rheumas wie Osteoporose und kardiovaskuläre Morbidität sind ebenfalls Gegenstand seines wissenschaftlichen Interesses. Sein publikatorisches Werk umfasst mehr als 500 Originalarbeiten. Von 2005 – 2007 war Professor Kvien Präsident der European League Against Rheumatism (EULAR). Außerordentliche Verdienste hat er sich seit 2008 als Chef-Herausgeber der bedeutendsten internationalen Fachzeitschrift für Rheumatologie, den „Annals of the Rheumatic Diseases“ erworben. Die europäische Rheumatologie und ihr Publikationsorgan wurden durch ihn wesentlich weiterentwickelt“, beschreibt das Kuratorium die Verdienste des norwegischen Wissenschaftlers.

Professor Dr. Dafna D. Gladman und die anderen Preisträger trugen sich ins Golde Buch der Stadt ein. © Foto: Diether v. Goddenthow
Professor Dr. Dafna D. Gladman und die anderen Preisträger trugen sich ins Golde Buch der Stadt ein. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Preisträger haben sich während der Verleihungszeremonie auch in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Wiesbaden eingetragen.

Der Direktor der Wiesbadener Musikakademie (WMA) und der Wiesbadener Musik- und Kunstschule (WMK) und Leiter des Chores und des Orchesters der WMA/WMK Christoph Nielbock moderierte die Feierstunde. Studierende der WMA sorgten für die musikalische Umrahmung.

Die Auszeichnungen tragen den Namen ihres Stifters, des langjährigen Spielbank-Konzessionärs und Wiesbadener Ehrenbürgers, Carol Nachman. Seit 1972 wurde der Preis, inklusive des diesjährigen Preisträgers, an 78 international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben. Auch nach dem Tod des Preisgebers hat die Spielbank Wiesbaden weiterhin die finanzielle Ausstattung übernommen. Damit soll die für alle so wertvolle Arbeit der Mediziner und Wissenschaftler gegen die Volkskrankheit mit der jährlichen Stiftung des „Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für Rheumatologie“ gewürdigt werden. Im Laufe der Jahre hat das Casino mehr als 1.6 Millionen Euro dafür bereitgestellt. Unterstützt wird der Carol-Nachman-Preis zudem von AbbVie Deutschland. Als patientenzentriertes BioPharma-Unternehmen stellt AbbVie nicht nur innovative Arzneimittel zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen zur Verfügung, sondern fördert auch herausragende Forschungsleistungen, die zu einem tieferen Verständnis der Erkrankung und somit zu einer verbesserten Versorgung von Rheumapatienten führen.

„Trenndie“ und Kiezkaufhaus mit Umweltpreis geehrt

Preisträger sind das Recyclingprojekt „Trenndie“ der Friedrich-Ludwig-Jahnschule (vorne) sowie das Kiezkaufhaus, einem Online-Shop mit Lieferung von Produkten Wiesbadener Geschäfte per Lastenfahrrad (hinten) mit Oberbürgermeister  Seven Gerich (mitte rechts) und Umweltdezernent Andreas Kowol (mitte links) auf der Rathaustreppe nach der Preisverleihung. © Foto: Diether v. Goddenthow
Preisträger sind das Recyclingprojekt „Trenndie“ der Friedrich-Ludwig-Jahnschule (vorne) sowie das Kiezkaufhaus, einem Online-Shop mit Lieferung von Produkten Wiesbadener Geschäfte per Lastenfahrrad (hinten) mit Oberbürgermeister Seven Gerich (mitte rechts) und Umweltdezernent Andreas Kowol (mitte links) auf der Rathaustreppe nach der Preisverleihung. © Foto: Diether v. Goddenthow

Oberbürgermeister Sven Gerich und Umweltdezernent Andreas Kowol haben am 29. Mai den Wiesbadener Umweltpreis 2018 verliehen. Preisträger sind das Recyclingprojekt „Trenndie“ der Friedrich-Ludwig-Jahnschule sowie das Kiezkaufhaus, einem Online-Shop mit Lieferung von Produkten Wiesbadener Geschäfte per Lastenfahrrad.

Im großen Festsaal des Rathauses nahmen die Preisträger Urkunden und Schecks über das Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro entgegen. Oberbürgermeister Sven Gerich zeigte sich begeistert von der Abfallsammelaktion „Trenndie“ der Klasse 1 b der Jahnschule. „Es ist großartig, wie die jüngsten Bewerber um den Umweltpreis, gemeinsam mit ihrer Lehrerin, soziales Engagement und Umweltschutz verbinden“, so Gerich.

Kiezkaufhaus räumt den 1. Preis ab. © Foto: Diether v. Goddenthow
Kiezkaufhaus räumt den 1. Preis ab. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bei dem Projekt sammeln Schülerinnen und Schüler, zusammen mit ihrem Maskottchen Trenndie, wiederverwertbaren Abfall, schützen damit die Umwelt und helfen anderen Menschen. Die Klasse hat Sammelstellen in Wiesbaden eingerichtet, über die zum Beispiel Plastikdeckel gesammelt werden. Mit dem Verkaufserlös werden weltweit Polio-Impfungen finanziert. Mit den Einnahmen von anderen Recyclingprojekten unterstützen die Erstklässler ein Patenkind in Afrika.

Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, hob das Wiesbadener Kiezkaufhaus hervor. „Der Online-Shop hat die Umweltpreis-Jury überzeugt, denn hier werden Produkte von inhabergeführten lokalen Händlern und Herstellern angeboten und Einkäufe mit Lastenfahrrädern emissionsfrei und klimaschonend zum Kunden geliefert – Luftschadstoffe? Fehlanzeige! Das ist zukunftsweisende Logistik“, erklärte Kowol. Wichtig war der Jury auch, dass die Plattform den Komfort des Online-Shoppings mit dem Wunsch, den lokalen Handel zu unterstützen, verbindet.

Dietrich Kröger (84) hat einen Zusatzpreis für die jahrzehntelange Betreuung seiner Streuobstwiesen.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Dietrich Kröger (84) hat einen Zusatzpreis für die jahrzehntelange Betreuung seiner Streuobstwiesen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Für herausragendes und jahrzehntelanges Engagement im Umwelt- und Naturschutz erhielt der Bürger Dietrich Kröger einen Zusatzpreis. Kröger (84) setzt sich für den Erhalt von Streuobstwiesen in Breckenheim ein und schützt so wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Für sein Engagement erhielt er eine Urkunde in Verbindung mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

Mit dem Wiesbadener Umweltpreis wurden seit dem Jahr 2010 nun zum vierten Mal Menschen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise im Sinne der Nachhaltigkeit engagieren. Die Jury, so Kowol, sei beeindruckt gewesen von der hohen Qualität und dem großen Themenspektrum aller eingereichten Bewerbungen: Ob Ressourcenschonung, Umweltbildung, Schutz von Biotopen oder Tier- und Pflanzenarten – die Bandbreite der Aktivitäten sei beeindruckend und zeige, wie breit das Umweltengagement von Einzelpersonen, Initiativen, Vereinen und Unternehmen in Wiesbaden insgesamt aufgestellt sei. Entsprechend sei es der Jury auch nicht leicht gefallen, sich zu entscheiden. Die Jury setzte sich aus dem Umweltdezernenten, Vertretern der am Umweltausschuss teilnehmenden Fraktionen sowie der Leiterin des Umweltamtes zusammen. Weitere Informationen zu den Preisträgern gibt es unter https://www.kiezkaufhaus.de/ und http://www.jahnschule-wiesbaden.de/nachrichten/trenndie/.

Design Walk durch Wiesbadener Kreativagenturen

Der Initiatorenkreis Designwirtschaft des Dezernats für Wirtschaft und Personal der Landeshauptstadt Wiesbaden lädt am 30. Mai 2018 erneut ein zum Design Walk durch Wiesbadener Kreativagenturen.
Wer schon immer einen Blick in das „Innenleben“ von Wiesbadener Kreativagenturen werfen wollte, ist herzlich eingeladen beim diesjährigen Design Walk vorbeizuschauen. Sechzehn verschiedenen Stationen in der Stadt, Agenturen, Fotografen und der heimathafen öffnen am Mittwoch, 30. Mai, von 15 bis 19 Uhr ihre Türen, geben spannende Einblicke in ihre vielfältige Arbeit und stellen ihre Produkte und Dienstleistungen vor.

Unterstützung erhalten Sie dabei vom Wirtschaftsdezernat wie auch der IHK Wiesbaden. Stadtrat Detlev Bendel freut sich über das große Engagement der Agenturen und hofft auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher: „Jede und Jeder kann vorbeikommen – die interessierte Öffentlichkeit, aber auch Unternehmen, die sich für die Dienstleistungen der Kommunikationsdesigner interessieren. Ebenso richtet sich der Design Walk an Studierende, die Praktika suchen oder sich als zukünftige Fachkräfte bei möglichen Arbeitgebern umschauen möchten.“

Der Design Walk ist Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Acess All Areas – Design in Wiesbaden“ und wird organisiert von einem Arbeitskreis bestehend aus Michael Eibes Design, Q, Markus Wenig Digitale Kommunikation, Vorsicht, heimathafen, der Hochschule RheinMain, der Industrie- und Handelskammer und der Wirtschaftsförderung Wiesbaden. Ziel ist es, den Mehrwert von Kommunikationsdesign zu vermitteln, Wiesbaden als Designstandort voranzubringen, bei regionalen Unternehmen ein Bewusstsein für die hohe Designkompetenz vor Ort zu schaffen und den Kontakt zwischen Studierenden der Hochschule und den ansässigen Designunternehmen zu fördern.
Weitere Infos sind unter www.aaa-wiesbaden.de sowie www.facebook.com/designwalkwiesbaden.de verfügbar.

Rhein-Main CongressCenter in Wiesbaden feierlich eröffnet – Tage der offenen Tür – Neue Maßstäbe im Kongress- und Veranstaltungswesen

Feier zur Eröffnung des RheinMain CongressCenter am 13.04.2018.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Feier zur Eröffnung des RheinMain CongressCenter am 13.04.2018. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbadens neues Rhein-Main CongressCenter ist eröffnet und wird neue Maßstäbe im Congress- und Veranstaltungswesen setzen: Gemeinsam mit Ministerpräsident Volker Bouffier, Oberbürgermeister Sven Gerich, Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel, Baubetriebsleiter Henning Wossidlo und Architekt Ferdinand Heide, feierten heute rund 900 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft & Kultur in der grandiosen Festhalle „Nord“ die Fertigstellung des RheinMain CongressCenters. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden unter Leitung des Generalmusikdirektors Patrick Lange und von der Dancefloor-Gruppe DDC mit „Breakdance meets Klassik“. ZDF-Fernsehgarten-Moderatorin Andrea Kiewel führte durch das Programm.

"Breakdance meets Klassik“. Die Dancefloor-Gruppe DDC gemeinsam mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden unter Leitung des Generalmusikdirektors Patrick Lange zum Auftakt der Einweihungsfeier des RMCC in Wiesbaden am 13.4.2018.  © Foto: Diether v. Goddenthow
„Breakdance meets Klassik“. Die Dancefloor-Gruppe DDC gemeinsam mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden unter Leitung des Generalmusikdirektors Patrick Lange zum Auftakt der Einweihungsfeier des RMCC in Wiesbaden am 13.4.2018. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Geld ist gut angelegt

„Es ist geschafft, das Rhein Main CongressCenter öffnet seine Tore“ hieß Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel die Gäste willkommen und unterstrich, dass dies „ein großer Moment für Wiesbaden“ und, „ein großer Moment auch für mich persönlich“ sei. Erfolg, so der Wirtschaftsdezernent, sei eines der schönsten Glücksgefühle der Welt. „Wir haben in den letzten Monaten an diesem Ort Erstaunliches geleistet, um diesen Erfolg zu schaffen. In nur 36 Monate Bauzeit haben wir eines der modernsten Congress- und Veranstaltungshäuser Europas gebaut“, so Bendel. Dabei sei man im gesetzten Kostenrahmen von 194 Millionen Euro geblieben und habe trotzdem nicht an der Qualität gespart, was bekanntlich bei Bauwerken in dieser Dimension in unserem Lande leider keine Selbstverständlichkeit wäre.

Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel.© Foto: Heike v. Goddenthow
Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel.© Foto: Heike v. Goddenthow

Besonders erfreulich sei, so Bendel unter großem Beifall, „dass tausende Tonnen Material bewegt und niemand dabei ernsthaft verletzt wurde. Immerhin haben über 2500 Menschen aus 15 Nationen Hand in Hand gearbeitet“. 45 Einzelgewerke wurden ausgeschrieben, 60 Unternehmen teilten sich diese Arbeit. „Die Tatsache, dass wir keinen Generalunternehmer hatten, sondern die Ausschreibungen selbst gemacht hatten, hat uns auch in den Stand versetzt, dass wir viele Firmen aus Wiesbaden und der Umgebung hier als Firmen beschäftigen konnten. Auf der Baustelle herrschte stets ein gutes Klima. Hier wurde miteinander geschafft, und nicht geschwätzt, und daher muss ich den hier anwesenden Anwälten die Hoffnung auf künftige Umsätze nehmen. Denn wir werden wahrscheinlich ohne jegliches strittiges Gerichtsverfahren auskommen. Auch das ist eine Leistung, die heute auf den Großbaustellen der Welt leider seinesgleichen sucht.“, freut sich der Wirtschaftsdezernent mit Recht.

Rhein-Main CongressCenter Nordhaupthalle. Noch rechtzeitig vor der morgigen Eröffnung konnte der Rasen verlegt werden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Rhein-Main CongressCenter Nordhaupthalle. Noch rechtzeitig vor der heutigen Eröffnung konnte der Rasen verlegt werden. © Foto: Diether v. Goddenthow

Vor allem Bendel ist es zu verdanken, dass Wiesbaden den Schritt letztlich gewagt hatte, die aus dem Jahre 1957 stammende, in die Jahre gekommene Rhein-Main-Halle abzureißen und an ihre Stelle eines der in Europa modernsten und größten CongressCenter zu bauen.

Es sei Zeit, dafür Dank zu sagen: unserem gesamten Projektteam, allen voran Baubetriebsleiter Henning Wossidlo und WiBau Projektleiterin Evelyn Pflugradt, unserem Architekten Ferdinand Heide, unseren Fachplanern, Beratern, unserer Verwaltung und vor allem den vielen Bauleuten und Handwerkern. Das neue RMCC sei einzigartig, schwärmt Bendel, dessen politische Karriere mit der Eröffnung des Rhein-Main CongressCenters einen neuen Höhepunkt und nunmehr ihr Ende erreicht hat. „Das nehmen auch unsere Kunden war, die während der Bauzeit häufig unsere Gäste waren. Ich lade Sie ein, nun das neue RMCC mit Leben zu füllen. Entwickeln Sie mit uns neue Konzepte und nutzen Sie unser einzigartiges Ambiente, unsere technischen Innovationen und die enorme Flexibilität“, bat er die Gäste für das Haus zu werben.
Die rund 194 Millionen Euro Baukosten sind nach Überzeugung des Wiesbadener Wirtschaftsdezernenten eine gut angelegte Investition. Schon jetzt ziehe das RMCC weitere Investoren an – gerade in der Hotellerie: „Noch im Dezember soll das neue Best Western Hotel eröffnen. Im Juni 2019 kündigt sich das Holiday Inn Express an. 2020 folgen dann auch das Intercity Hotel und das geplante Adina Hotel am Kureck.“ Wiesbaden liege voll im Trend und das RMCC werde die Rekordzahlen weiter steigen lassen. So habe es im Vorjahr 1.249.204 Übernachtungen gegeben – ein Plus von 2,1 Prozent: „Dies ist ein neuer Übernachtungsrekord: Im sechsten Jahr in Folge sind die Übernachtungszahlen steigend.“ Das RMCC habe auch positive Effekte für die Gastronomie und den Einzelhandel. Bendel ist überzeugt: „Das RMCC schafft Umsatz und sichert damit wichtige Arbeitsplätze in Wiesbaden.“ Das Geld sei gut angelegt, so Bendel.

Das RMCC setze Maßstäbe in Sachen Innovation

Oberbürgermeister Sven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Sven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow

Oberbürgermeister Sven Gerich betonte bei der offiziellen Eröffnung des Gebäudes die Bedeutung des RMCC für die Zukunft: „Wir in Wiesbaden bewegen etwas: Dieser Neubau macht das einmal mehr sichtbar. Hier ist vieles in Bewegung, weil wir gemeinsame Ziele haben und motivierte Menschen. Nutzen wir die Zukunftschancen, die das RMCC uns bietet! Dann kann aus diesem neuen Zentrum ein interessanter Ort der Begegnung werden: Für Menschen mit unterschiedlichen Positionen, Professionen und Perspektiven – ein Symbol für die Zukunftsfähigkeit unserer modernen, weltoffenen und vielfältigen Landeshauptstadt.“
Es hat eine enorme Anziehungskraft, die sich von heute an an jedem Tag ein bisschen steigern soll. Es ist wahrlich ein einzigartiges Haus, das nun auch von den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern entdeckt und mit vielen Veranstaltungen und Leben gefüllt werden will. Deshalb haben wir heute Abend gleich zum Auftakt 4100 ehrenamtlich Tätige aus unserer Stadt zu einem kostenfreien Konzert eingeladen. Der Oberbürgermeister dankte Stadtrat Bendel auch für diese Idee.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das RMCC setze Maßstäbe in Sachen Innovation und spiele beim Thema Nachhaltigkeit auf Weltniveau, freut sich Gerich „Hier zeigt sich unsere Verpflichtung, Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen, um den Klimawandel zu stoppen und Ressourcen zu schonen“, so Gerich. Architekt Ferdinand Heide habe seine komplizierte Aufgabe beim RheinMain CongressCenter ganz hervorragend gelöst: „Nicht nur mit Blick auf das Zweckmäßige und die Technik des Bauprojektes, sondern auch auf die Proportionen der Formen und auf die Farben: Eine ausgewogene Harmonie mit viel Tageslicht sorgt für echte Schönheit.“

Ein Glückstag für Wiesbaden, und für’s ganze Land

Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ministerpräsident Bouffier gratulierte im Namen des Landes Hessen und der hessischen Landesregierung und unterstrich augenzwinkernd, dass Freitag der 13., wie heute, ein Glückstag sei, „nicht nur für Wiesbaden, auch für’s ganze Land. Ich gratuliere von Herzen. Ich könnte jeden Freitag am 13. so etwas machen Es ist einmalig, glückwunsch zu diesem tollen Gebäude!“ Die Entscheidung für dieses Gebäude war nicht selbstverständlich, und durchaus auch heftig diskutiert worden, ob man es so oder anders herum machen sollte. „Diese Entscheidung war jeden Fall mutig“, und, das dürfe man heute auch sagen, „auf jeden Fall auch richtig!“, so der Ministerpräsident. Diese Entscheidung sei vor allem ein starkes Signal für die Zukunftsgestaltung dieser Stadt. „Und das ist für mich der entscheidende Punkt. Sie haben einen Wert geschaffen, gemeinsam, das im besten Sinne des Wortes Zukunftsfähigkeit zeigt: Aufbruch, Glaube daran, dass man auch in Zukunft ganz Hervorragendes leisten kann in dieser Stadt und mit dieser Stadt in der ganzen Region!“, unterstrich Bouffier und dankte insbesondere Detlev Bendel, ohne den es diese mutige Entscheidung so nicht gegeben hätte.

Als Anerkennung für diese großartige Leistung überreichte Bouffier die Ehrentafel des Hessischen Ministerpräsidenten aus Höchster Porzellan an Oberbürgermeister Sven Gerich und Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel. © Foto: Diether v. Goddenthow
Als Anerkennung für diese großartige Leistung überreichte Bouffier die Ehrentafel des Hessischen Ministerpräsidenten aus Höchster Porzellan an Oberbürgermeister Sven Gerich und Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel. © Foto: Diether v. Goddenthow

Als Anerkennung für diese großartige Leistung überreichte Bouffier die Ehrentafel des Hessischen Ministerpräsidenten aus Höchster Porzellan an Oberbürgermeister Sven Gerich und Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel mit einer persönlichen Widmung dieses Tages: „Es ist der hessische Löwe, der uns gemeinsam verbindet!“ Schmunzelnd fügte der Ministerpräsident hinzu: „Das passt zu Euch. Der Löwe ist stark. Der Löwe ist mutig. So versteht sich auch diese Stadt. Und wenn ihr hier oben diese Pranke seht, dann wisst ihr, wenn’s um Wiesbaden geht: Die Landesregierung droht nie, sie grüßt immer in diesem Sinne. Glückauf!“

CongressCentrum setzt neue Maßstäbe

Nach Überzeugung der Wiesbadener Messe-, Kongress- und Tourismus-Holding „TriWiCon“ (die das Kurhaus Wiesbaden, das RMCC und Wiesbaden Marketing vereint) wird das neue CongressCenter wichtiger Wirtschaftsmotor sein. So kehrt der Internisten-Kongress im nächsten Jahr wieder nach Wiesbaden zurück – weitere Kongresse aus der Gesundheitsbranche folgen.

Fröhlich verlief das Interview von ZDF-Fernsehgarten-Moderatorin Andrea Kiewel mit Henning Wossidlo (li.) und Architekt Ferdinand Heide. © Foto: Diether v. Goddenthow
Fröhlich verlief das Interview von ZDF-Fernsehgarten-Moderatorin Andrea Kiewel mit Henning Wossidlo (li.) und Architekt Ferdinand Heide. © Foto: Diether v. Goddenthow

Hinzu kommt: Nachhaltigkeit gilt in der Veranstaltungsbranche als Zukunftsschlüssel für Erfolg: Schon vor der Fertigstellung war das RMCC mit der Vorzertifizierung in Platin der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e. V.) ausgezeichnet worden – es zählt damit zu den Nachhaltigsten der Welt. Erneuerbare Energien werden durch eine Photovoltaikanlage geliefert, eine Wärmepumpe sorgt für die Beheizung: Umweltfreundliche Fernwärme dient der Versorgung bei Spitzenlasten. Zudem zeichnen natürliche Klimatisierung, wärmespeichernde Baumaterialien und optimale Tageslichtnutzung das Gebäude aus. Eine zertifizierte Nachhaltigkeitsberatung stellt sich individuell auf Veranstaltungen ein und berechnet Klima- und Energiebilanzen. Nicht zuletzt dient auch die zentrale Lage des RMCC der Nachhaltigkeit.

Dr. Christine Lemaitre, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V., überreicht Bauprojektleiter Henning Wossidlo die Urkunde Zertifizierung in Platin für Nachhaltiges Bauen (DGNB e. V.)  © Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Christine Lemaitre, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V., überreicht Bauprojektleiter Henning Wossidlo die Urkunde Zertifizierung in Platin für Nachhaltiges Bauen (DGNB e. V.) © Foto: Diether v. Goddenthow

Erfahrener Kongress-Caterer

Kuffler Congress Catering (KCC) ist der exklusive Gastronomiepartner im neuen RheinMain CongressCenter. Das Unternehmen steht für das gesamte Tagungs-, Kongress- und Messegeschäft zur Verfügung – vom Branchenkongress bis zur Besuchermesse. In der Qualität geht KCC , nach Einschätzung von Branchenkennern, weit über die klassische Veranstaltungsgastronomie hinaus. Mit saisonalen und regionalen Speisen ist ein zeitgemäßes und qualitativ anspruchsvolles Catering geplant: Dazu gehören auch innovative Angebote wie Superfood und Fitness-Drinks, die gerade Kongressteilnehmern helfen sollen, die notwendige Fitness an den Veranstaltungstagen zu behalten. Spezialitäten aus Hessen oder dem Rheingau sollen zudem für das notwendige Wohlgefühl sorgen. Zusätzlich bewirtet Kuffler im Erdgeschoss des RMCC mit dem „bagutta“ ein öffentlich zugängliches Restaurant mit Außenfläche.

Der Schlüssel (hier aus Brotteig) zum neuen RMCC ist überreicht. (vl.) Oberbürgermeister Sven Gerich,Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel, Projektleiter Henning Wossidlo und Architekt Ferdinand Heide. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Schlüssel (hier aus Brotteig) zum neuen RMCC ist überreicht. (vl.) Oberbürgermeister Sven Gerich,Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel, Projektleiter Henning Wossidlo und Architekt Ferdinand Heide. © Foto: Diether v. Goddenthow

Vernissage – „Prima Vista – Auf den ersten Blick“

Junge Künstlerinnen und Künstler von vier hessischen Hochschulen hatten bereits vor der Eröffnung des Gebäudekomplexes eine exklusive Gelegenheit, in dem von Architekt Ferdinand Heide geplanten Bauwerk zu fotografieren: Mehr als zwanzig Nachwuchskünstler haben sich an einem Fotowettbewerb „Prima Vista“ beteiligt und dabei im RMCC außergewöhnliche, faszinierende Perspektiven entdeckt.

Fotoausstellung „PRIMA VISTA“ von Studenten der Hochschulen Rhein-Main Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt. Im Bild: die Werkreihe "Inside" von Markus Seibel. Er hat sich mit dem technischen Innenleben des Rhein-Main CongressCenters wie Elektrizität, Wasserversorgung, Sauerstoffversorgung, Internet, Entrauchung in Notfällen usw. auseinandergesetzt, was in seinen Werken sehr gelungen zum Ausdruck kommt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Fotoausstellung „PRIMA VISTA“ von Studenten der Hochschulen Rhein-Main Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt. Im Bild: die Werkreihe „Inside“ von Markus Seibel. Er hat sich mit dem technischen Innenleben des Rhein-Main CongressCenters wie Elektrizität, Wasserversorgung, Sauerstoffversorgung, Internet, Entrauchung in Notfällen usw. auseinandergesetzt, was in seinen Werken sehr gelungen zum Ausdruck kommt. © Foto: Diether v. Goddenthow

So entstanden künstlerische Bildwelten, die sich von üblichen Ergebnissen klassischer Architekturfotografie deutlich unterscheiden. „Dieser erste Blick junger Foto-Künstler auf das neue RheinMain CongressCenter zeigt sehr unterschiedliche, faszinierende Perspektiven“, freut sich Wirtschaftsdezernent Bendel. Von mehr als 100 dieser ungewöhnlichen Sichtweisen und künstlerischen Ansichten können sich auch die Besucher des Eröffnungswochenendes im RMCC überzeugen: Die Foto-Ausstellung findet im Terrassen-Foyer über dem Zugang „Eingang Süd“ statt.

Tag der offenen Tür

Schlangen am ersten Tag der offenen Tür vor dem neuen RMCC. © Foto: Diether v. Goddenthow
Schlangen am ersten Tag der offenen Tür vor dem neuen RMCC. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ab 15.00 Uhr öffneten sich die „Tore“ für den ersten, der beiden „Tage der Offenen Tür“ für die Bürgerinnen und Bürger Wiesbadens. Bereits gegen 14.30 Uhr hatte sich eine Warteschlange von schätzungsweise 2.500 Interessierten gebildet.

Freudiger Ansturm. © Foto: Diether v. Goddenthow
Freudiger Ansturm. © Foto: Diether v. Goddenthow

Am zweiten Tag der Offenen Tür, am morgigen Samstag, backen Prominente verschiedene Brotsorten zu Gunsten der „Aktion Mensch“. Die Brote und Zutaten können Besucher gegen eine Spende für „die gute Sache“ mitnehmen, um ihren ersten Besuch im RMCC auch zu Hause weiter genießen zu können. Am Freitagabend hat die Stadt Wiesbaden zudem ehrenamtlich Engagierte zu einem Konzert im Rahmen des „Jahr des Engagements 2018″ mit „Glasperlenspiel“ eingeladen. Sven Gerich und Detlev Bendel erläutern übereinstimmend: „Die Stadt setzt mit dem RMCC Zeichen und will mit diesen Angeboten auch etwas an die Wiesbadener Bevölkerung zurückgeben.“

(Dokumentation Diether v. Goddenthow /teilweise Pressetexte des RMCC / Presseamt der Stadt Wiesbaden/)

Die Dimensionen auf einen Blick:
Mit seinen Bau-Dimensionen setzt das größte Investitionsprojekt der hessischen Landeshauptstadt am Markt neue Maßstäbe: Das Bauvolumen umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 30.000 Quadratmetern. Die Veranstaltungsfläche liegt bei 20.000 Quadratmetern – was der Größe von rund drei Fußballfeldern entspricht.

Kapazitäten für insgesamt 12.500 Personen

Erdgeschoss, Halle 1:
• 4.600 m²
• in drei Segmente teilbar
• 5.000 Personen bestuhlt, 9.000 unbestuhlt
• mobiles Tribünensystem mit rund 3.000 Plätzen
• bis zu 15 Meter Raumhöhe

Erdgeschoss, Halle 2:
• 3.000 m²
• in vier Segmente teilbar
• 3.200 Personen bestuhlt
• 6 Meter Raumhöhe

1. Obergeschoss:
• 25 Veranstaltungsräume, 20 bis 280 m²

2. Obergeschoss, Saal 2:
• 2.400 m²
• in fünf Segmente teilbar
• 2.200 Personen bestuhlt

2. Obergeschoss:
• 15 weitere Veranstaltungsräume, 40 bis 220 m² lichtdurchflutete Foyers und Veranstaltungsräume

Weitere Informationen im Internet unter www.rmcc.de

Ein Jahr Kulturdezernent – Wiesbadener Stadtrat Axel Imholz zieht erste Bilanz

Stadtrat Axel Imholz zog am Mittwoch, 11. April, eine erste Bilanz: Seit gut einem Jahr ist der Kämmerer der Landeshauptstadt Wiesbaden nun auch Schul- und Kulturdezernent. Anlass genug für ein kurze Rückschau und einen Ausblick auf das, was in den kommenden Jahren noch an großen Vorhaben ansteht.

Die Eröffnung der Kurzen Nacht der Galerien und Museen in Wiesbaden am 1. April 2017 im Bellevue-Saal zählte zu den ersten öffentlichen Auftritten Axel Imholz als neuer Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Eröffnung der Kurzen Nacht der Galerien und Museen in Wiesbaden am 1. April 2017 im Bellevue-Saal, zählte zu den ersten öffentlichen Auftritten Axel Imholz als neuer Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow

Imholz zeigte sich zufrieden über die Entwicklung des vergangenen Jahres. Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass sich die Kombination aus Kämmerer und Kulturdezernent sehr gut verträgt. „Die aktuelle Haushaltslage hat es ermöglicht zusammengerechnet 5,6 Millionen Euro für die Kulturförderung im Doppelhaushalt 2018/2019 zuzusetzen. Davon profitieren die unterschiedlichsten Zuschussempfänger. Die Rathauskooperation wollte ein klares Zeichen setzen, dass Kultur – gerade durch die Vielfalt des Angebotes – in der Landeshauptstadt Wiesbaden einen hohen Stellenwert hat. Dafür bin ich dankbar“, gibt Imholz einen kurzen Überblick zu den Zahlen. Dabei betont er, dass so auch neue Kulturinstitutionen in die institutionelle Förderung (zum Beispiel Schloss Freudenberg, Kulturpalast, Evangelische Singakademie, Freies Theater Wiesbaden) aufgenommen werden konnten. Und auch die großen Einrichtungen wie das Hessische Staatstheater, die Volkshochschule Wiesbaden sowie die Wiesbadener Musik- und Kunstschule konnten entsprechend finanziert werden. Imholz nennt mit Blick auf die vergangenen Haushaltsberatungen auch die Sicherung des Kulturtickets mit ESWE-Verkehr, die Erhöhung des Zuschusses für die Wiesbaden-Biennale und die Absicherung des Programms „Kultur und Integration“ – alles Bausteine, die für die Wiesbadener Kulturlandschaft von Bedeutung seien.

In aller Munde war laut Stadtrat Imholz im vergangen Jahr vor allem das Thema Kulturbeirat. Die Wahl dieses, in Wiesbaden völlig neuen Gremiums, steht aktuell kurz vor ihrem Abschluss. „Über 6000 Wiesbadener haben bisher die Wahlunterlagen angefordert. Eine erfreulich hohe Zahl, mit der ich so nicht gerechnet hatte“, so Imholz. Auf das Ergebnis sei er bereits jetzt gespannt und er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Kulturbeirat. Sein Dank gilt allen Kandidatinnen und Kandidaten: „Durch ihr Engagement hat die Kulturszene jetzt schon bewiesen, dass sie Lust darauf haben, sich in Sachen Kulturpolitik in den kommenden Jahren mit Sachverstand und Herzblut einzumischen.“

Imholz nennt auch die Sicherung eines Zwischendomizils („Walhalla im Exil“) für das Walhalla-Theater und die Bereitstellung von Mitteln (70.000 Euro) für „niedrigschwellige Kulturprojekte“ (Kultur für alle). Bisher wurden gut 40.000 Euro abgerufen womit fast 20 ausgewählte Projekte gefördert werden konnten. „Dass wir Zugangshemmnisse abbauen und das Engagement in und für unsere Kulturszene stärken, ist mir ein großes Anliegen“, betont der Kulturdezernent.

Zuletzt versäumt er nicht, auch das hervorzuheben, was seit Jahren erfolgreich in Wiesbaden läuft – nämlich die bestehenden Veranstaltungen und Festivals wie den Wiesbadener Krimimärz, das Deutsches FernsehKrimi-Festival, die Schultheatertage, Wiesbaden tanzt, Wiesbaden singt, das Erfahrungsfeld Artistik und einige weitere. Im „neuen Kleid“ kommt in 2018 der Kunstsommer in Verbindung mit der Wiesbaden-Biennale daher. „Das Kunstereignis wird im Zusammenspiel von Staatstheater, Kulturzentrum Schlachthof und hessischem Landesmuseums realisiert. Durch die Zusammenlegung des Kunstsommers mit der Biennale entstehen gerade im Organisations- und Planungsbereich Synergien, die die eingesetzten Mittel umfassend für das Kunstprogramm freisetzen“, zeigt sich Imholz vom Konzept für das Jahr 2018 überzeugt.

Axel Imholz gibt auch einen Ausblick auf das, was in den kommenden Jahren noch bevorsteht: „Da sind große Brocken dabei, aber wir kommen gut voran. Bei meinen zahlreichen Gesprächen mit Akteuren aus der Kulturszene stoße ich auf viel Enthusiasmus und Tatendrang. So machen gemeinsame Projekte Spaß“, berichtet Imholz von seinen Erfahrungen als Kulturdezernent. Er wisse, wie wichtig es sei, dass ein Vorhaben von ganz unterschiedlichen Seiten mitgetragen werden muss und nennt dabei beispielhaft den bevorstehenden Kulturentwicklungsplan. Auch das im breiten Konsens gewünschte Nachfolgefestival für „Folklore“ wäre so ein „dicker Brocken“, auf den er persönlich schon sehr gespannt sei. Geplant wäre, dass die hierfür erforderliche Sitzungsvorlage noch vor den Sommerferien in den Geschäftsgang geht.

Natürlich sei auch weiterhin das Thema „Zukunftssicherung der kleinen Bühnen/Kulturstätten“ von großer Bedeutung. Und auch bei den baulichen Maßnahmen (Fortführungsmaßnahmen) wird in den kommenden Jahren so einiges passieren:
• Sanierung und Ausbau der Walkmühle zu einem Zentrum der Kultur in Wiesbaden;
• Fortführung der Generalsanierung des Kunsthauses;
• Fortführung der Sanierung der Heidenmauer;
• Brandschutz im Hessischen Staatstheater Wiesbaden sowie etwaige weitere erforderliche Maßnahmen.

Im Ergebnis hält Imholz fest: „Die Arbeit als Kulturdezernent macht mir großen Spaß, auch wenn es nicht immer einfach ist, die passenden Lösungen zu finden. Das Kulturamt macht hierbei eine tolle Arbeit. Die Wiesbadener Kulturszene ist so lebendig und sprüht voller Tatendrang. Wer würde da nicht gerne an der Entwicklung beteiligt sein. Ich freue mich auf die weiteren Jahre als Kulturdezernent!“

Nicht vergessen! Am 14. April 2018 eröffnet Axel Imholz im Stadtmuseum am Markt (SAM) die Kurze Nacht der Galerien und Museen in Wiesbaden.

Wiesbadener Kultureinrichtungen – ein Stück Lebensqualität

© Foto: atelier-Goddenthow
© Foto: atelier-Goddenthow

Wie wichtig ist den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern das kulturelle Angebot in ihrer Stadt? Wie steht es mit der Bekanntheit kommunaler Kultureinrichtungen? Und wer besucht überhaupt welche Einrichtungen, oder auch nicht? Antworten auf diese Fragen finden sich in einer neuen Publikation des Amtes für Statistik und Stadtforschung. Basis der Analyse ist die Bürgerumfrage „Leben in Wiesbaden“, bei der im Herbst 2016 rund 2.500 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zu verschiedenen städtischen Themen Auskunft gegeben hatten.

Für drei von vier befragten Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern sind kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen wichtig, um sich in der Stadt wohlzufühlen. Jede/r Vierte bezeichnet dies sogar als sehr wichtig. Damit erreicht das Kulturleben zwar bei weitem nicht den Stellenwert anderer Basisfaktoren wie etwa die Umweltqualität, ärztliche Versorgung oder öffentliche Sicherheit und Sauberkeit. Diese Bereiche werden zu weit über 90 Prozent als wichtig oder sehr wichtig bezeichnet, und jeweils von mehr als jedem Zweiten als sehr wichtig. Dennoch zeigt der Prozentanteil von 75 Prozent der Befragten, die Kultureinrichtungen als wichtig erachten, dass dies für eine deutliche Mehrheit der Bürgerschaft ein relevanter Bereich ist.

Etwa zwei Drittel der Befragten sind mit dem Kulturangebot in Wiesbaden generell zufrieden. Nur sehr wenige Befragte geben an, dass ihnen explizit etwas fehle am Wiesbadener Angebot. Auch hinsichtlich der Informationen über die Einrichtungen und Angebote vor Ort scheint es aus Bürgersicht kaum Defizite zu geben. Der Anteil sehr Zufriedener mit dem Kulturangebot von 15 Prozent der Befragten kann andererseits kaum als Spitzenbewertung denn eher als „mäßiges“ Urteil interpretiert werden. Tendenziell weniger zufrieden sind Befragte, je jünger sie sind (v.a. auch Befragte in Ausbildung / Schule / Studium), sowie mit geringerem Pro-Kopf-Einkommen. Wünsche nach Veränderungen im Kulturangebot der Landeshauptstadt zielen entsprechend weniger auf konkrete Angebote ab, sondern vielmehr auf die stärkere Berücksichtigung unterschiedlichster Zielgruppen und deren Bedürfnissen.

Das Wiesbadener Kulturleben besteht aus einer Vielzahl von Einrichtungen und Angeboten der verschiedensten Sparten und Angebotsformen. In der Befragung wurde für eine Auswahl von ‚nur‘ 21 Einrichtungen beleuchtet, ob bzw. von wem diese besucht werden. Dabei bestätigen sich zwar durchaus in vielen Fällen die klassischen Muster der Kulturnutzung, nämlich einer mit steigendem Alter, Bildungsabschluss und (teilweise damit verknüpfter) Einkommenssituation stärker ausgeprägten „Kulturbeflissenheit“, sowie einem tendenziellen „Frauenüberschuss“ innerhalb der Besucherschaft der meisten Kultureinrichtungen, während Befragte mit Migrationshintergrund eher schwächer vertreten sind. Allerdings fällt auf, dass die „soziale Selektivität“ der Besucherschaft je nach betrachteter Einrichtung durchaus unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Ein weiterer interessanter Befund ist, dass für die meisten Wiesbadenerinnen und Wiesbadener die traditionelle Unterscheidung nach „Hochkultur“ und „Subkultur“ irrelevant und kein unvereinbarer Gegensatz zu sein scheint. Von den Befragten, die innerhalb der letzten zwölf Monate das Kulturzentrum Schlachthof besucht hatten, gaben zwei Drittel an, im selben Zeitraum auch mindestens einmal das Hessische Staatstheater besucht zu haben. Umgekehrt kreuzten 40 Prozent derjenigen, die das Staatstheater besucht hatten, auch an, im letzten Jahr den Schlachthof besucht zu haben.

Wer an Details interessiert ist, wird im Internet fündig: Die Wiesbadener Stadtanalyse „Leben in Wiesbaden 2016 – Nutzung von Kultureinrichtungen“ kann unter www.wiesbaden.de/umfrage im Bereich „Bürgerumfrage Leben in Wiesbaden 2016“ kostenfrei heruntergeladen werden. Dort sind auch weitere Teilberichte mit Ergebnissen aus der Bürgerumfrage abrufbar, die bereits erschienen sind, etwa zur Wahrnehmung und Bewertung der Stadt, zur Verkehrssituation, sowie zu politischem Interesse und Bürgerengagement.

Weiterführende Informationen zum Themenfeld Kulturnutzung in Wiesbaden werden im Sommer 2018 erwartet. In einer weiteren, ausführlichen Befragung „Freizeit und Kultur“ wurden im Herbst 2017 in einem Kooperationsprojekt von der Universität Mainz Bürgerinnen und Bürger zu ihrem Freizeitverhalten, dem Besuch von Kultureinrichtungen und der damit verbundenen Motive befragt.
Derzeit läuft die Wahl zum ersten Wiesbadener Kulturbeirat. Informationen zum Kulturbeirat und zur Anforderung von Wahlunterlagen sind zu finden unter www.wiesbadende/kulturbeirat. Nach Mitteilung aus dem zuständigen Dezernat für Finanzen, Schule und Kultur ist es das Ziel, die Ergebnisse der Umfrage „Freizeit und Kultur“ zur Konstituierung dem neuen Kulturbeirat vorlegen zu können.

Internationaler Frauentag 2018 in Wiesbaden

Die Veranstaltungen des Kommunalen Frauenreferates, der AG Wiesbadener Mädchen- und Fraueneinrichtungen und des AK Mädchenpolitik zum Internationalen Frauentag 2018 am 8. März stehen unter dem Motto „Feminismus heute? Ja, bitte!“ und ganz im Zeichen des aktuellen Blicks auf den Feminismus.

Trotz des 100. Jubiläums des Frauenwahlrechtes sowie Verbesserungen der Zugänge zu Bildung und Arbeit verdienen Frauen auch 2018 immer noch weniger für gleichwertige Arbeit und sind in politischen Gremien prozentual deutlich weniger vertreten. Wohin geht also der Weg? Welche Themen sind heute wichtig und wie werden junge Feministinnen aktiv? Die Veranstalterinnen wollen diesen und weiteren Fragestellungen der nachgehen.

Folgende Veranstaltungen erwarten die Besucherinnen und Besucher im Rahmen des Internationalen Frauentags 2018:

Die Vernissage zu den Begleitausstellungen findet bereits am Freitag, 2. März, um 18 Uhr im Rathausfoyer, Schlossplatz 6, statt. Christiane Erdmann, Angelika Dautzenberg und Kirsten Kötter, drei Künstlerinnen aus Wiesbaden, präsentieren in einer Gemeinschaftsausstellung mit Holzskulpturen, Malerei und weiteren Medien ihre Interpretationen des diesjährigen Mottos. Parallel zeigen Wiesbadener Bürgerinnen, Einrichtungen und Initiativen mit spannenden Statements, Fotos und Collagen in einer weiteren Ausstellung ihre Ansichten zum Feminismus heute. Die Ausstellungen werden bis zum 16. März im Rathaus zu sehen sein.

Am Donnerstag, 8. März, dem Internationalen Frauentag, diskutieren um 17 Uhr nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Sven Gerich die junge Journalistin und Autorin Julia Korbik („Oh Simone!“) und die Pionierin für Frauenrechte und Tony-Sender-Preisträgerin, Professorin Dr. Sibylla Flügge, die aktuellen Fragestellungen zum Thema Feminismus. Moderiert wird die Diskussion, die im Rahmen des Empfangs im großen Festsaal des Rathauses stattfindet, von der Moderatorin Katrin Seibold. Die Band „Sooty Kitchen“ rundet die Veranstaltung musikalisch ab. Passend zum diesjährigen Motto findet zum Abschluss des Tages um 20 Uhr ein Kinoabend im Bürgersaal Westend (Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38) mit dem Film „Die göttliche Ordnung“ statt – ein humorvolles Drama über die Einführung des Frauenwahlrechts Anfang der 70er-Jahre in der Schweiz.

Ebenfalls am Donnerstag, 8. März, haben Mädchen und Frauen von 14 bis 17 Uhr im Luisenforum die Möglichkeit, an einer originellen Fotoaktion zum Thema teilzunehmen. In einer mobilen Passbild-Box können sie Bilder zum Thema „Ich bin mehr als du siehst!“ von sich machen.

Abschließend liest Antje Schrupp am Donnerstag, 15. März, um 19 Uhr in der Schwalbe 6, Schwalbacher Straße 6, aus ihrem aktuellen Buch „Vote für Victoria!“ über das wilde Leben von Amerikas erster Präsidentschaftskandidatin Victoria Woodhull.

Ausstellung „Neu im BBK“ vom 20. Januar – 05. Februar 2018 im Rathaus-Foyer Wiesbaden

Foto: Diether v. Goddenthow
Rathaus Wiesbaden – Foto: Diether v. Goddenthow

In jedem Jahr gehen beim Berufsverband Bildender Künstler und Künstlerinnen Wiesbaden e.V. (BBK) eine Vielzahl Bewerbungen zur Aufnahme in den Verband ein. Die unabhängige Aufnahmekommission des BBK hat im Mai 2017 Emad Korkis und Reiner Strasser als Neumitglieder aufnehmen können. Nun werden  die zwei Künstler im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Neu im BBK“ ihre Werke aus den Bereichen Malerei, Digitale Kunst und Net-Art, im Rathausfoyer Wiesbaden zeigen.

 © Emad Korkis 2017 Inside
© Emad Korkis 2017 Inside

Emad Korkis wurde 1979 in Syrien geboren und studierte an der Fakultät der Schönen Künste in Damaskus. Seine Flucht nach Deutschland 2008 führte ihn zuerst nach Heilbronn wo er bereits 2012 mit der Ausstellung „Lust des Anfangs“ im Deutschhof, Heilbronn auf sich aufmerksam machte. Seit 2015 lebt und arbeitet Emad Korkis in Wiesbaden wo er neben seiner Malerei in Kunst- und Theaterprojekten engagiert ist.
In seinen Bildern, in denen der Mensch zentrales Thema ist, bewegen sich seine Protagonisten in urbanen oder landschaftlichen Szenerien, die ihre Bühnen bilden. Emad Korkis erschafft seine Werke aus verschiedenen Materialien wie Papier, Gips, Holz, Tinte und Pigmenten auf Holzgrund oder Leinwand. Seine Farben gewinnt der Künstler vorwiegend aus natürlichen Materialien wie Baumrinde oder Erde und mischt diese teilweise mit Acrylfarbe. In der aktuellen Schaffensphase MOVEMENTS beobachtet er die Einflüsse durch gesellschaftliche Veränderungen. Widerstand den Verhärtungen der Gesellschaft und dem äußeren Druck entgegenzusetzen, sind Thema seiner neuen Werke. www.emadkorkis.com

 © Reiner Strasser Swinging2 Les Pantoufles Japonaises
© Reiner Strasser Swinging2 Les Pantoufles Japonaises

Reiner Strasser wurde 1954 in Antwerpen, Belgien geboren, ist in Speyer aufgewachsen und lebt seit 1977 in Wiesbaden. Er studierte Kunsterziehung, Kunstgeschichte und Philosophie in Mainz und war bis Sommer 2017 als Kunsterzieher tätig.
Seine künstlerischen Aktivitäten sind durch wiederkehrenden Wechsel der Medien und der inhaltlichen Schwerpunkte geprägt. Immer wieder neu beginnen um Neues zu (er)schaffen. Sich leeren um sich neu zu füllen, neu zu erfinden.
Sein Fokus lag zuerst auf Portraitmalerei und wechselte dann auf Medienkunst, Digitale Kunst, Net-Art und E-poetry. Seit 1996 waren die Erforschung des Internets als künstlerisches, kreatives und kommunikatives Medium werkbestimmend. Reiner Strasser ist an zahlreichen Internationalen Collaborative Internet-Projekten beteiligt. Multimediale Experimente und die Verquickung von Bild, Ton, Text, teils Videosequenzen in einem interaktiven Environment, der gestische Aspekt der Navigation sind zu nennen. Zu Beginn der 2010er Jahre treten Malerei und Fotografie wieder in den Vordergrund.
Die Bildreihe „Childhood Memories“ – Pinselzeichung und Acyl auf Leinwand – beschäftigt sich mit fragmentarischen Kindheitserinnerungen. Formale künstlerische Aspekte wie Reduktion der Komposition in Linie und Fläche, Überlappung und Verquickung von Bildebenen kennzeichnen die aktuellen Arbeiten. www.reiner-strasser.de

Gemeinschaftsausstellung „Neu im BBK“
Eröffnung: Freitag, 19. Januar 2018, 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Isolde Schmidt, Kulturamt Wiesbaden
Einführung: Stefanie Blumenbecker, M.A.
Ausstellungsdauer: 20. Januar – 05. Februar 2018
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 10-15 Uhr
Ort: Rathaus Wiesbaden
Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden

Veranstalter: BBK Wiesbaden www.bbk-wiesbaden.de
mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes Wiesbaden

Kunst, die die Seele berührt – Meeting of Styles mit dem Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgezeichnet

Verleihung zur Förderung des kulturellen Lebens der Landeshauptstadt Wiesbaden an das Graffiti-Festival Meeting of Styles im Festsaal des Wiesbadener Rathauses am 12.12.2017. v.l.n.r.: Kulturdezernent Axel Imholz, Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Preisträger Manuel Gerullis, Gründer von Meetings of Styles, Oberbürgermeister Sven Gerich. Foto: Diether v. Goddenthow
Verleihung zur Förderung des kulturellen Lebens der Landeshauptstadt Wiesbaden an das Graffiti-Festival Meeting of Styles im Festsaal des Wiesbadener Rathauses am 12.12.2017. v.l.n.r.: Kulturdezernent Axel Imholz, Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Preisträger Manuel Gerullis, Gründer von Meetings of Styles, Oberbürgermeister Sven Gerich. Foto: Diether v. Goddenthow

Am 12. Dezember 2017 haben die Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Oberbürgermeister Sven Gerich und Kulturdezernent Axel Imholz gemeinsam den Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden 2017 an „Meeting of Styles“ im Festsaal des Wiesbadener Rathauses verleihen. Den Preis nahm der Begründer des inzwischen weltweit bekannten Graffitifestivals Manuel Gerullis mit den Worten entgegen, diesen Preis stellvertretend für alle entgegen genommen zu haben, die Meeting of Styles zu dem gemacht haben, was es heute ist:  Unter anderem ein kultureller Exportschlager in 30 Länder weltweit.  Er und seine Mitstreiter hätten niemals gedacht, dass Wiesbaden einmal zu einer internationalen Brutstätte der Sprayer-Szene und Hip-Hop-Kultur würde.  Akim Walta, der in seiner Laudatio einen interessanten Abriss über die Entwicklung der internationalen Hip-Hop-Kultur der Sprayer, Beatboxer, Breakdancer, Rapper und der DJs gab, wünschte Manuel Gerullis, seinen Wegbegleitern und dem Festival weitere erfolgreiche 30 Jahre. Oberbürgermeister Seven Gerich, brennender Fan des Festivals Meeting of Styles, versprach, wenn möglich, auch 2018  wieder  Gast beim internationalen Graffitifestival Meeting of Styles sein zu wollen.

Kulturdezernent Axel Imholz bemerkte mit einem Augenzwinkern, dass Wandmalereien immerhin zum ältesten Gedächtnis menschlichen Kulturerbes gehörten, und die Wiesbadener Sprayer-Szene so gesehen einem der ältesten künstlerischen Kultur-Traditionen treu geblieben wäre. Allein schon deswegen sei es längst Zeit gewesen, den Kulturpreis der Stadt Wiesbaden an Meeting of Styles zu vergeben.

Und in der Tat: Die im Laufe der vergangenen Jahrzehnte an zahlreichen Hausfassaden, Wänden von Unterführungen, tristen Sichtbetonmauern und vielen anderen Orten gesprühten Groß-Graffitis wirken wie eine neue Volkskunst fantastischer bunter Vielfalt, die gerne mit Farben, Formen und Themen spielt bis hin zu zum Romantischen, mitunter ins Kitschige gehend. Sprayen ist eine Kunst, die nicht nur von unten kommt, sondern die die Menschen, Macher wie Betrachter, mitunter zutiefst  berührt, oftmals wohl mehr, als so manche zeitgenössische, ein wenig  zu akademisch wirkende Avantgarde-Kunst.  Street-Art schafft Bilder, die zumeist sofort berühren, verständlich sind und Menschen  in ihrer seelischen Befindlichkeit abholen. Aber das liegt letztlich immer im  Auge des Betrachters. Beispiele der zum Teil schrecklich schönen, bizarren bis romantisch-wirkenden Motive des vergangenen Festivals Meeting of Styles sind noch zu bestaunen rund um den Brückenkopf in Mainz Kastell und an den Wänden der Autobahnunterführung der Biebricher Gib.

Mit einer super Breakdance-Performance von Fabio Schmitt, Dennis Nagel, Nicola Belea und DJ Eniceo sowie mit Hip-Hop-Stücken von MC Suada und einer Beat-Show mit Mr. Izm und DJ Saje wurde die heitere Preisverleihung in Beisein zahlreicher Weggefährten und Fans künstlerisch bestens umrahmt.

Anmerkung: Es wäre sicherlich ein großer Gewinn für die Stadt, aber auch um junge Menschen  noch besser für Kunst zu begeistern,  wenn die Stadt Wiesbaden die Umsetzung der  Idee eines „Street-Art-Museums“  ernsthaft in Angriff nähme.

Siehe auch den Beitrag von Wolfgang Wenzel im Wiesbadener Kurier Graffitifestival Meeting of Styles erhält Wiesbadener Kulturpreis 2017