Sonderausstellung „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ zeigt Querschnitt aus der Gegenwarts-Malerei einer neuen Künstler-Generation – Museum Wiesbaden – 19.9.2019 – 19.1.2020.

Florian Meisenberg Reichswald.Day 5 : 8 mm Installation Wiesbaden  Öl, Ölstift, Airbrush, Glasstaub.  ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Florian Meisenberg Reichswald.Day 5 : 8 mm Installation Wiesbaden Öl, Ölstift, Airbrush, Glasstaub. © Foto: Diether v Goddenthow

Das Ausstellungsprojekt „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ verfolgt das Ziel, einen gültigen Querschnitt durch die junge, in Deutschland entstandene Malerei zu geben und dabei alle Erscheinungsformen des Mediums ohne konzeptuelle oder ideologische Einschränkungen zu berücksichtigen – einzig der Rückbezug auf das Tafelbild, als klassische Erscheinungsform der Malerei gibt dabei einen gedachten „Rahmen“ vor. Vom 19. September 2019 bis zum 19. Januar 2020 präsentiert die Schau zeitgleich an drei Ausstellungsorten, dem Kunstmuseum Bonn, dem Museum Wiesbaden und den Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser, rund 500 Werke von 53 Künstlerinnen und Künstlern. Jeder der drei Ausstellungsorte stellt alle teilnehmenden Künstler*innen mit jeweils bis zu vier Arbeiten vor. Die Wiesbadener Station der Ausstellung (20.9.2019-19.1.2020) zeigt 164, teils großformatige Arbeiten in 15 Ausstellungsräumen. Im Anschluss übernehmen die Deichtorhallen Hamburg mit ausgewählten Werken aller teilnehmenden Künstler*innen die Ausstellung.

Dr. Jörg Daur. Leiter Museum Wiesbaden Kurator: Cornelia Baltes Bilder erscheinen wie Nahaufnahmen vergrößerter Ausschnitte realer Alltagsmotive mit cartoonhaften Effekten.  ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Dr. Jörg Daur. Leiter Museum Wiesbaden Kurator: Cornelia Baltes Bilder erscheinen wie Nahaufnahmen vergrößerter Ausschnitte realer Alltagsmotive mit
cartoonhaften Effekten. © Foto: Diether v Goddenthow

Das Tafelbild als traditionsreiches künstlerisches Medium der Malereigeschichte erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Wie schon bei den alten Meistern ist die Mehrheit der gemalten Bilder heute viereckig, vielfarbig und transportabel. Seit seinen Anfängen stand das Tafelbild in einem Gefüge zwischen immateriellen Bildgegenstand und dessen Materialisierung durch Farbe und Bildträger. Handwerkliche Aspekte der Umsetzung fließen bei der Erschaffung von Bildräumen, die auf flachen, festen oder flexiblen Bildträgern entstehen, ebenfalls mit ein.

Moritz Schleime. Keine Pizza auf Ibiza (The Diary), Öl auf Leinwand. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Moritz Schleime. Keine Pizza auf Ibiza (The Diary), Öl auf Leinwand. © Foto: Diether v Goddenthow

Das Bild als Medium der Malerei ist bis heute in stetiger Diskussion. Was ist die gegenwärtige Situation des Mediums Malerei? Die Gemeinschaftsausstellung „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ wirft diese Fragestellung auf und präsentiert Künstlerpositionen, die die Möglichkeiten des Mediums auf unterschiedlichste Weise ausloten. Dabei zeigen die Werke der jungen Malerinnen und Maler, dass die Bedeutung von Farbmaterial und Bildträger für die zeitgenössische Malerei, unabhängig der Diskussionen um expansive Spielarten des Mediums, ungebrochen ist. Auf der Suche nach einem zeitgenössischen Ausdruck der Malerei werden die Elemente des Tafelbilds weiterhin genutzt. Oftmals ist die Leinwand aktiver Teil der medialen Selbstreflexion und wird als Material oder Metapher eingesetzt. Auch das Spektrum der malerischen Bildproduktion ist facettenreich: Unterschiedlichste Auseinandersetzungen mit Rahmen, Leinwand, Maltechnik, Art des Farbauftrags und der Konstruktion des Bildmotivs werden anhand der in der Ausstellung gezeigten Werke deutlich. Manche Arbeiten wecken Assoziationen zu Stillleben, figürlicher Portraitmalerei oder wirken comic-artig, erinnern an Karten oder Mindmaps. Andere sind abstrakt, gliedern sich in monochrome Farbfelder, ergänzen die Leinwand mit Objekten wie Arzneirezepten und anderen Fragmenten der „realen“ Welt oder sie sind ganz der Maltechnik und dem daraus folgenden Schaffensprozess verschrieben.

Lea Schäfer, Kuratorin erläutert Maximilians Kirmses Werk, unter anderem hier: Dinos, Öl auf Leinwand. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Lea Schäfer, Kuratorin erläutert Maximilians Kirmses Werk, unter anderem hier: Dinos, Öl auf Leinwand. © Foto: Diether v Goddenthow

Die Auswahl der Künstler erfolgte in zahlreichen Atelierbesuchen durch das Kuratorenteam bestehend aus Prof. Dr. Stephan Berg, Dr. Fréderic Bußmann, Dr. Jörg Daur, Prof. Dr. Alexander Klar, Anja Richter, Lea Schäfer und Dr. Christoph Schreier. Das Team der Kurator*innen wurde ferner in der Selektion der Künstler*innen von arrivierten Maler*innen, Kunsthochschulen, Kunstkritiker*innen und Kolleg*innen aus anderen Museen beratend unterstützt. Aus einer ersten Auswahl von mehr als 200 Künstlerpositionen wurden am Ende 53 Malerinnen und Maler gewählt.

Dabei bedingten drei für das Projekt festgelegte Kriterien die Auswahl der beteiligten jungen Künstlerpositionen: Nur Malerei im Sinne des klassischen Tafelbilds sollte Gegenstand der Gemeinschaftsausstellung sein, zentral ist also die Auseinandersetzung mit dem Medium auf der begrenzten Fläche des Bildgevierts. Dabei wurde auf alle Formen der Erweiterung der Malerei, darunter malerisch angelegte, rauminstallative Interventionen, multimediale Malerei-ohne-Malerei Explorationen verzichtet, um erörtern zu können, welche Möglichkeiten das gemalte Bild vor dem Hintergrund der Digitalisierung heute noch hat. Ebenfalls konzentriert sich die Schau nur auf Künstlerinnen und Künstler, geboren seit den späten 1970er-Jahren; mithin die erste Generation, die im Wesentlichen nicht mehr in der Erfahrung des geteilten Deutschlands aufgewachsen ist und ausgebildet wurde. Der jüngste Künstler ist 28 Jahre alt. Der geographische Rahmen der Ausstellung ist auf die in Deutschland entstandene Malerei beschränkt, um das Untersuchungsgebiet des Projekts überschaubar zu halten und einen repräsentativen Schnitt der jungen Malerei in Deutschland zu ermöglichen.

Ausstellungs-Impression ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Ausstellungs-Impression © Foto: Diether v Goddenthow

Der Rundgang der Wiesbadener Schau (20.09.2019-19.1.2020) ist nicht thematisch gegliedert, sondern arbeitet mit 164, auf 15 Ausstellungsräume verteilten Werken die unmittelbaren Beziehungen zwischen den Künstlerpositionen heraus. Hängung und Durchblicke in die angrenzenden Räume ermöglichen Vergleiche und lassen den Betrachter die verbindenden Elemente der im jeweiligen Raum vorhandenen Künstlerkonstellationen entdecken. Gerade im vergleichenden Sehen können Aufschlüsse zu Malprozess und Bildthema gegeben werden und es wird deutlich, welche vielseitigen Möglichkeiten und Grenzen das Medium der Malerei haben kann.

Beteiligte Künstler*innen: Mona Ardeleanu, Israel Aten, Paula Baader, Lydia Balke, Cornelia Baltes, Jagoda Bednarsky, Viola Bittl, Peppi Bottrop, Andreas Breunig, Paul Czerlitzki, Benjamin Dittrich, Jens Einhorn, Jenny Forster, Pius Fox, Max Frintrop, Sabrina Fritsch, Ina Gerken, Fabian Ginsberg, Gregor Gleiwitz, Lukas Glinkowski, Henriette Grahnert, Dana Greiner, Vivian Greven, Sebastian Gögel, Toulu Hassani, Sabrina Haunsperg, Franziska Holstein, Aneta Kajzer, Sumi Kim, Maximilian Kirmse, Li-Wen Kuo, David Lehmann, Benedikt Leonhardt, Florian Meisenberg, Monika Michalko, Hannes Michanek, Simon Modersohn, Bastian Muhr, Anna Nero, Moritz Neuhoff, Vera Palme, Alexander Pröpster, Franziska Reinbothe, Daniel Rossi, Markus Saile, Moritz Schleime, Jana Schröder, Daniel Schubert, Kristina Schuldt, Alicia Viebrock, Stefan Vogel, Jonas Weichsel, Tristan Wilczek

Mit der Magenta VR -Brille kann man zugleich auch virtuell  durch einige  Ausstellungsräume  in Bonn und Chemnitz  "schreiten". ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Mit der Magenta VR -Brille kann man zugleich auch virtuell durch einige Ausstellungsräume in Bonn und Chemnitz „schreiten“. © Foto: Diether v Goddenthow

Ein Virtual Reality Projekt verbindet die drei Stationen der Ausstellung. Besucherinnen und Besucher können wie durch ein virtuelles Fenster Blicke in die Ausstellungsräume der jeweiligen anderen Museen erhaschen. Das Virtual Reality Projekt wurde gemeinsam von der Telekom Deutschland und den Freunden des Kunstmuseum Bonn e.V entwickelt.

Die Wiesbadener Ausstellung wurde unterstützt durch die Art Mentor Foundation Lucerne, Habbel, Pohlig und Partner, die Deutsche Telekom AG und die Freunde des Museums Wiesbaden e.V.

Anlässlich des Ausstellungsprojekts erscheint der Katalog „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ beim Hirmer Verlag, München (978-3-7774-3419-3, 35 Euro an der Museumskasse).

 

15 Jahre filmreif – Präsentation in der Caligari FilmBühne

© Medienzentrum Wiesbaden e.V.
© Medienzentrum Wiesbaden e.V.

Am Mittwoch, den 18. September wurden ab 11.45 Uhr drei Filme des diesjährigen Ideen– und Kurzfilmwettbewerbs „filmreif“ des Medienzentrum Wiesbaden e.V. unter dem Motto „Fußabdruck“ in der Caligari FilmBühne gezeigt. Zudem wurde in Foto- und Filmbeiträgen bzw. in zwei Making-ofs ein Blick auf die Entwicklung des erfolgreichen Medienprojekts der letzten 15 Jahre sowie die aktuellen Filmproduktionen geworfen.

Nach einer Begrüßung durch Kultur- und Schuldezernent Axel Imholz wurde ein Zusammenschnitt aus Filmen der letzten Jahre gezeigt: Ein spannender Einblick in die unterschiedlichen – teilweise sehr brisanten – Themen junger Menschen. Danach wurden die drei Gewinnerfilme der Altersklasse 10 bis 13 Jahre sowie 14 bis 20 Jahre samt Making-of unter tosendem Applaus gezeigt. Die Filme wurden unter anderem in Form eines bewegenden Poetry Slams eines Projektteilnehmers der Elly-Heuss-Schule anmoderiert. Nach der etwa 45-minütigen Präsentation und einem abschließenden Gruppenfoto konnte man bei einem kleinen Empfang im Foyer mit den aktuellen und ehemaligen Projektteilnehmer*innen, Veranstaltern und Kooperationspartnern ins Gespräch kommen. Unter den Gästen befanden sich auch zwei langjährig mitarbeitende Filmprofis des Wettbewerbs und einige Vertreter*innen aus Politik und Kultur. Im Foyer konnte man außerdem den Blick schweifen lassen auf fotografische Impressionen der Projektgeschichte und des aktuellen Wettbewerbs.
Im Projekt „filmreif“ können jährlich zwei Altersklassen Ideen für Kurzfilme zu einem jährlichen Motto einreichen, die sie anschließend mit der medienpädagogischen Abteilung des Medienzentrum Wiesbaden e.V. realisieren. Die fertigen Filme haben bereits Preise auf zahlreichen Festivals gewonnen. Die diesjährigen Filme „Spuren ins Nirgendwo“ sowie „Schritte in die Zukunft“ und „Das Vorspiel“ beschäftigen sich filmisch auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit dem Motto „Fußabdruck“.

Weitere Informationen, Bilder und Videos:
http://medienzentrum-wiesbaden.de/wettbewerbe
https://www.facebook.com/filmreif.wiesbaden/
https://www.youtube.com/channel/UCK7nFZrg1lYHI-wPm7tnz5Q/videos
https://www.instagram.com/_filmreif_/

Unterstützt wird das Projekt filmreif – Wiesbadens Junger Ideen- und Kurzfilmwettbewerb 2019 von der ESWE Verkehrsgesellschaft, der Fraport AG, dem Pille Filmgeräteverleih, der Werkstatt der Jungen Filmszene, dem Kulturamt der Stadt Wiesbaden, dem Amt für Soziale Arbeit wi&you „Schöne Ferien“, der Caligari FilmBühne und der VRM Digital GmbH.

„Mama Ranger“ erhält den mit 50.000 EUR dotierten KfW-Bernhard-Grzimek-Preis

Filmausschnitt zeigt die Preisträgerin, die philippinische Naturschützerin Angelique Songco, bei einem ihrer Meeresinspektionen. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Filmausschnitt zeigt die Preisträgerin, die philippinische Naturschützerin Angelique Songco, bei einem ihrer Meeresinspektionen. © Foto: Diether v Goddenthow

Die philippinische Naturschützerin Angelique Songco wurde für ihr herausragendes Engagement und zukunftsweisendes Management im Tubbataha Reefs Natural Park ausgezeichnet

Die KfW Stiftung verlieh am gestrigen 18. September 2019 zum vierten Mal den mit 50.000 EUR dotierten KfW-Bernhard-Grzimek-Preis. Die feierliche Veranstaltung fand vor geladenen Gästen im Gesellschaftshaus am Palmengarten statt. Diesjährige Preisträgerin ist die Leiterin des philippinischen Meeresschutzgebietes Tubbataha Reefs Natural Park – ein UNESCO Weltnaturerbe. Angelique Songco gelingt es in herausragender Weise, die Interessen der Anwohner und Touristen mit dem Schutz der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt des Riffs in Einklang zu bringen.

Über 360 verschiedene Korallenarten, rund 600 Fischarten, acht Meeressäugetiere, etwa 100 Seevogelarten sowie zahlreiche Algen und Seegräser machen das Tubbataha Riff zu einer der artenreichsten Regionen der Welt. Dass dieser sagenhafte Naturschatz bis heute erhalten geblieben ist und nicht das tragische Schicksal vieler anderer überfischter und absterbender Korallenriffe teilt, ist maßgeblich der engagierten Arbeit der Preisträgerin zu verdanken. Zwar ist die Region bereits 1988 von der philippinischen Regierung zum Naturschutzgebiet erklärt worden und trägt seit 1993 zusätzlich den Titel einer UNESCO Weltnaturerbestätte. Doch die illegale Fischerei und der Tourismus hatten dem empfindlichen Ökosystem weiterhin stark zugesetzt. Songco, die den Park seit 2001 leitet, setzt in ihrer innovativen und leidenschaftlichen Strategie vor allem auf intensive Bildungs- und persönliche Überzeugungsarbeit. So erreichte sie bei der lokalen Bevölkerung ein neues Verständnis für den Umweltschutz und damit größere Achtsamkeit gegenüber dem Meeresschutzgebiet. Schwerpunkt ihrer Arbeit mit den Einwohnern der Region ist es, zu vermitteln, dass nur erhöhte Schutzanstrengungen Hand in Hand mit der Erwirtschaftung einer Lebensgrundlage gehen können – zentrale Voraussetzung für die dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort. Umsichtiger Tourismus und eine nachhaltige Fischerei dienen sowohl der Region als auch dem Park inzwischen als verlässliche Einkommensquelle.

Angelique Songco. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Angelique Songco. © Foto: Diether v Goddenthow

Ihren Ansatz beschrieb die Preisträgerin mit eindringlichen Worten: „Mir ist wichtig, den Menschen zu erklären, dass die Ozeane nicht unendlich sind. Dass sie all den Müll, den wir Menschen verursachen, nicht aufnehmen können. Und dass es, wenn wir so weitermachen, bald keinen Fisch mehr gibt, den wir fangen können. Erst wenn die Menschen die Meere verstehen, fangen sie auch an, sie sorgfältiger zu behandeln.“

Nicht zuletzt aufgrund ihrer empathischen und fürsorglichen Art wird die 58-Jährige von ihrem Team und der lokalen Bevölkerung liebevoll „Mama Ranger“ genannt. „Klima- und Umweltschutz braucht eine sensibilisierte Wahrnehmung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb zeichnet der KfW-Bernhard-Grzimek-Preis charismatische Persönlichkeiten aus, die ökologische Problemstellungen mit ökonomischen Notwendigkeiten ausgleichen und somit eine win-win-Situation schaffen, beispielgebend sind und zur Nachahmung anregen“, betonte Dr. Lutz-Christian Funke, Vorstand der KfW Stiftung.

Podiumsdiskussion „Ozeane am Limit“

Podiumsdiskussion „Ozeane am Limit“ Dr. Ina Knobloch (Biologin und Regisseurin), Frank Schweikert (Gründer der Deutschen Meeresstiftung), Bärbel Schäfer (Moderatorin) und Dr. Ursula Hudson (Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.).©  Foto: Diether  v Goddenthow
Podiumsdiskussion „Ozeane am Limit“ Dr. Ina Knobloch (Biologin und Regisseurin), Frank Schweikert (Gründer der Deutschen Meeresstiftung), Bärbel Schäfer (Moderatorin) und Dr. Ursula Hudson (Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.).© Foto: Diether v Goddenthow

Die zahlreichen ökologischen Herausforderungen, denen sich nicht nur Angelique Songco gegenüber sieht, waren zudem Thema der Diskussion „Ozeane am Limit“, die im Rahmen der Preisverleihung stattfand. Den Zustand der Weltmeere, die Folgen von Überfischung und erprobte Ansätze für Lösungen erörterten: Dr. Ina Knobloch, Biologin und Regisseurin, Frank Schweikert, Gründer der Deutschen Meeresstiftung sowie Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. e. V. Einer, der zahlreichen andiskutierten Aspekte war, dass Menschen ihren Fischkonsum überdenken und drastisch reduzieren müssten, da die Meere weltweit überfischt seien und sich erst einmal wieder erholen müssten. 50 Prozent der über die Ladentheke verkauften Fische seien, so Frank Schweikert, illegal gefischt worden, und Dr. Ursula Hudson meinte, dass es dem Klimaschutz dienlich sei, wenn Menschen ihre tägliche Kalorinzufuhr auf zirka maximal 2.500 kcal beschränkten, Fisch weitestgehend und Fleisch ganz von ihren Speiseplänen strichen. Keynote-Speakerin Dr. Ina Knobloch, Trägerin des Hessischen Filmpreises 2018, hat mit Schauspielerkollegen Hannes Jaenicke das Buch „Aufschrei der Meere“ geschrieben, und hieraus etliche Thesen und Gedanken zitiert.

Einblicke in die tägliche Arbeit und Preisverleihung  

Die Laudatio hielt der Dokumentarfilmer und Autor Andreas Kieling. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Die Laudatio hielt der Dokumentarfilmer und Autor Andreas Kieling. © Foto: Diether v Goddenthow

Direkt im Anschluss an die Podiumsdiskussion hielt der unter anderem aus „Terra X“ (ZDF) bekannte Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling eine mit zahlreichen Anekdoten seiner eigenen Abenteuer gespickte Laudatio auf die Preisträgerin und machte deutlich, welchen Mutes es bedürfe, dem philippischen Regime zu trotzen und sich angesichts der Tatsache, dass die 105 Millionen Menschen der aus 7000 Inseln bestehenden Inselkette zum Großteil vom Fischfang leben, für den Erhalt und gegen eine Überfischung der Region einzusetzen. Bis 2050 dürften weitere 40 Millionen Menschen hinzukommen.

Ein Film veranschaulichte die tägliche Arbeit von „Mama Ranger“. Gezeigt wurde dabei Szenen aus ihrem ungewöhnlichen 90 qm kleinen Büro, was eher einer Männer-WG gleicht, sowie die Überfahrt diesem „Amtssitz“ in die 150 Kilometer entfernte Hafenstadt Puerto Princesa auf die Insel Palawan mit einem gecharterten Fischerboot. Die Überfahrt dauert real zwölf Stunden. Doch Angelique Songco sind regelmäßige Besuche wichtig: „Ich möchte mich vergewissern, dass es den Männern und den Riffen gut geht.“ Dafür schlüpft sich vor Ort selbst in einen Taucheranzug und inspiziert den Zustand „ihres“ Tubbataha-Riffs.

Angelique Songco,  Leiterin des philippinischen Meeresschutzgebietes Tubbataha Reefs Natural Park. erhält von Terra-X-Tierfilmer  Andreas Kieling. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Angelique Songco, Leiterin des philippinischen Meeresschutzgebietes
Tubbataha Reefs Natural Park. erhält von Terra-X-Tierfilmer Andreas Kieling. © Foto: Diether v Goddenthow

Im Anschluss überreichte Andreas Kieling der Naturschützerin Angelique Songco den KfW-Bernhard-Grzimek-Preis. Den nahm sie stellvertretend für all ihre Mitstreiter dankend und als Ansporn in ihrer Arbeit fortzufahren dankend entgegen.

 

 

 

Weitere Informationen zu „Mama Rangers“ Arbeit

 

Der KfW-Bernhard-Grzimek-Preis

Der Schutz von Klima und Umwelt ist eines der vier Tätigkeitsfelder der KfW Stiftung. Mit ihren Projekten möchte die Stiftung das Thema Biodiversität, das zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zählt, in das öffentliche Bewusstsein rücken und auf die Notwendigkeit des Artenschutzes hinweisen. Der international renommierte KfW-Bernhard-Grzimek-Preis wird alle zwei Jahre an herausragende Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich mit ihrer Kreativität und Innovationskraft in besonderer Weise für die Erhaltung der Artenvielfalt einsetzen. Die KfW Stiftung würdigt hiermit gleichzeitig das Lebenswerk des Frankfurter Zoodirektors und Naturschützers Prof. Bernhard Grzimek, der sich weit über die Grenzen Deutschlands hinaus um die Naturschätze der Erde verdient gemacht hat.

v.links: Bärbel Schäfer (Moderatorin), Andreas Kieling (Dokumentarfilmer und Autor), Rosemarie Heilig (Stadträtin), Dr. Lutz-Christian Funke (Vorstand der KfW Stiftung), Angelique Songco (Preisträgerin, Leiterin des philippinischen Meeresschutzgebietes Tubbataha Reefs Natural Park - UNESCO Weltnaturerbe), Dr. Ina Knobloch (Biologin und Regisseurin), Frank Schweikert (Gründer der Deutschen Meeresstiftung), Dr. Ursula Hudson (Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.) u. Mitglieder der Familie Bernhard Grzimek. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
v.links: Bärbel Schäfer (Moderatorin), Andreas Kieling (Dokumentarfilmer und Autor), Rosemarie Heilig (Stadträtin), Dr. Lutz-Christian Funke (Vorstand der KfW Stiftung), Angelique Songco (Preisträgerin, Leiterin des philippinischen Meeresschutzgebietes Tubbataha Reefs Natural Park – UNESCO Weltnaturerbe), Dr. Ina Knobloch (Biologin und Regisseurin), Frank Schweikert (Gründer der Deutschen Meeresstiftung), Dr. Ursula Hudson (Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.) u. Herr Grzimek. © Foto: Diether v Goddenthow

Erstmals wurde der Preis 2013 an die Frankfurter Zoologische Gesellschaft verliehen. Die Preisträger des zweiten KfW-Bernhard-Grzimek-Preises 2015 waren Emmanuel de Merode und Pavan Sukhdev. 2017 ging der Preis an den südafrikanischen Naturschützer Andrew Zaloumis.

172 Lesungen mit über 240 Autoren bei Open Books rund um den Römer während der Frankfurter Buchmesse

OPENBOOKS_LOGO_2019Open Books – Lesefest rund um den Römer und ein vielfältiges Kulturprogramm zum Ehrengastland Norwegen
(ffm) Am 15. Oktober öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Tore, auch in diesem Jahr nehmen eine große Anzahl Frankfurter Kulturinstitutionen und das Kulturamt der Stadt dies zum Anlass, ein vielfältiges Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen.

Open Books, das große Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse, findet vom 15. bis 19. Oktober statt: Es sind über 150 Veranstaltungen mit rund 250 Autoren aus Deutschland und der Welt geplant, unter anderem mit Jakob Augstein, Isabel Bogdan, Rebecca Gablé, Joachim Gauck, Maja Lunde, Marina und Herfried Münkler, Luisa Neubauer, Sascha Lobo und Sarah Wagenknecht.

Wie immer rund um den Römer und in diesem Jahr auch in der Altstadt werden die wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes im Bereich der deutschsprachigen Belletristik und Lyrik, des Sachbuches, der Graphic Novels und der internationalen Literatur – insbesondere des Gastlands Norwegen – sowie des Kinderbuches präsentiert.

„Das städtische Lesefest Open Books gilt heute als eine bundesweit anerkannte Kulturmarke. Seit 2009 gelingt es dem Organisationsteam um Sonja Vandenrath jedes Jahr aufs Neue, unterschiedlichste Literaturgenre auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Die dabei im Frankfurter Stadtraum angebotenen Buchpräsentationen und Lesungen, Ausstellungen oder Performances schaffen eine einmalige Begegnungs- und Austauschmöglichkeit für Autoren und Leser, von der auch die Verlage deutlich profitieren“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

94 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei Open Books vorzustellen. Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachigen Belletristik, neuen Sachbüchern und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Norwegen stattfinden. Zur Eröffnung von Open Books 2019 präsentieren Joachim Gauck, Felicitas Hoppe, David Wagner und der am Tag zuvor gekürte Preisträger des Deutschen Buchpreises ihre neuesten Bücher auf dem Blauen Sofa in der Deutschen Nationalbibliothek. Bei Literatur im Römer in den Römerhallen stehen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes im Fokus: am Messemittwoch und -donnerstag werden jeweils acht Autoren im kurzen moderierten Gespräch ihre neuesten Werke vorstellen. Den Abschluss des Lesefests bildet die große Party in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt. Bis auf wenige Ausnahmen (Eröffnung, Teil der Bewegung und die Abschlussparty) ist der Eintritt zu allen Lesungen frei.

Die Leiterin von Open Books, Sonja Vandenrath, sagt: „Open Books, das ist auch 2019 das Lesefest im Herzen der Stadt. Darin bleiben wir uns treu und sind doch gewachsen. Dank der neuen Altstadt gewinnen wir ein wunderschönes Quartier hinzu, das den gewachsenen Bedarf an Räumen deckt. Räume, die an das 18. Jahrhundert erinnern, als die Lesewut sprichwörtlich war. In diesem Sinne wünschen auch wir uns eine Rückkehr der geselligen Lesekultur als Ausdruck einer breiten Begeisterung für das Buch.“

Auf der Buchmesse und in der Stadt stellt der Ehrengastauftritt die norwegische Literatur und Kultur in seiner ganzen Vielfalt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Frankfurter Kulturinstitutionen vor. Zu erleben sind neben Lesungen auch Ausstellungen, Konzerte, Performances, Theateraufführungen und Filmvorführungen.

„Die Stadt Frankfurt, ihre Museen und Kulturinstitutionen haben uns mit offenen Armen empfangen, so dass es jetzt zahlreiche Möglichkeiten gibt norwegische Kunst und Literatur kennenzulernen. Dasselbe gilt auch für die deutschsprachigen Verlage: Über 190 von ihnen präsentieren Bücher aus oder über Norwegen in ihrem Programm. Für uns ist das ein Traum˝, sagt Halldór Guðmundsson, Projektleiter des norwegischen Gastlandauftritts.

So verwandelt sich das Museum Angewandte Kunst zum House of Norway vom 11. Oktober bis zum 26. Januar 2020 und zeigt auf seiner gesamten Ausstellungsfläche Positionen aus Norwegens Kunst und Kultur, Design, Handwerk und Architektur.

Robert Menasse_Open Books 2017 Lesung Ratskeller. copyright Alexander Paul Englert
Robert Menasse_Open Books 2017 Lesung Ratskeller. copyright Alexander Paul Englert

Die Schau „Ethereal. Photographic Art from Norway“ im Fotografie Forum Frankfurt widmet sich den Arbeiten von Dag Alveng, AK Dolven und Linn Pedersen (Donnerstag, 3. Oktober bis 12. Januar 2020), während das Deutsche Architekturmuseum mit der Ausstellung „In Norwegischen Landschaften. Hunting high and low“ den Besonderheiten der architektonischen Tradition Norwegens nachgeht und aktuelle Projekte aus verschiedenen geografischen Teilen des Landes vorstellt, die häufig die Beziehung zwischen Gebäuden und Landschaft reflektieren (14. September 2019 bis 19. Januar 2020).

Außergewöhnliche monumentale Bildteppiche von Hannah Ryggen sind vom 26. September 2019 bis zum 12. Januar 2020 in der Schirn Kunsthalle zu sehen. Die große Einzelausstellung präsentiert dem Publikum erstmals in Deutschland einen umfassenden Einblick in das monumentale, politisch inspirierte Werk der der norwegisch-schwedischen Künstlerin.

Mit der Ausstellung „Eaten Fish“ lädt das Haus am Dom ein, sich vom 2. bis 30. Oktober mit Zeichnungen von Ali Dorani zu beschäftigen. Der in Norwegen lebende Cartoonist dokumentiert seinen mehrjährigen Aufenthalt als Flüchtling in einem australischen Flüchtlingslager. In der AusstellungsHalle 1A stellt die ehemals im Atelierfrankfurt ansässige Künstlerin Monika Hansebakken auf Einladung des Kulturamts Frankfurt einen Querschnitt ihres Werks aus (17. Oktober – 3. November 2019). Ihre Arbeit kombiniert Malerei mit skulpturalen Elementen und beschäftigt sich mit der Schönheit der norwegischen Landschaft als auch der Gefährdung der Natur.

Beim Norsk Festival im Mousonturm vom 15. bis 19. Oktober machen sich einige der wichtigsten Persönlichkeiten der norwegischen Musikszene bekannt. Das umfangreiche Festivalprogramm umfasst neben Konzerten und einer Clubnacht auch Performances, Lesungen, Poetry Slam und Talks. Rock, Pop, Electro, Jazz und Folk – und somit einen beeindruckenden Querschnitt der nordischen Klangwelten.

Das Norwegische Filmschaffen wird im Oktober unter anderem im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) von der Stummfilmzeit bis heute beleuchtet. Im September gibt es zuvor eine Retrospektive sämtlicher bislang sieben Spielfilme des international renommierten Regisseurs Bent Hamer.

Aber natürlich bewegt vor allem die norwegische Literatur ganz Frankfurt: Einen Überblick in die Literaturgeschichte Norwegens vermittelt die Einführung von Oliver Møystad bei der LiteraturLounge im Haus am Dom (13. Oktober 2019, 11 Uhr), und der Literaturbahnhof im Haus des Buches stellt jeden Tag für eine Stunde zwei norwegische Schriftsteller und ihre Neuerscheinungen vor (16. – 19. Oktober 2019). Das Literaturhaus ist mit Jostein Gaarder im Schauspiel Frankfurt zu Gast (17. Oktober 2019, 18 Uhr), in der Romanfabrik stellen Jan Erik Vold, Lotta Elstad und Lars Saabye-Christensen ihre Neuerscheinungen vor (16. Oktober 2019, 20 Uhr). Über Neue Sami-Poesie zwischen Tradition und Moderne sprechen Synnøve Persen, Niillas Holmberg, Inga Ravna Eira und Dirk Hülstrunk am 17. Oktober 2019 in der Zentralbibliothek (19.30 Uhr), eine lange Nacht der norwegischen Literatur veranstaltet das Hessisches Literaturforum im Mousonturm (18. Oktober 2019, 19.30 Uhr).

Das Schauspiel Frankfurt bringt „Brand“ von Henrik Ibsen in einer Neuübersetzung auf die Bühne (Premiere: 12. Oktober 2019), „Wieder da“ von Gegenwartsdramatiker Fredrik Brattberg findet seine deutsche Erstaufführung im September 2019. Zudem sind an den Städtischen Bühnen zwei Gastspiele zu erleben: das Nationaltheatret Oslo führt die „Nordische Heerfahrt“ von Henrik Ibsen auf (16./17. Oktober 2019), das Norske Teatret spielt die preisgekrönte „Trilogie“ von Jon Fosse in einer Inszenierung von Luk Perceval (23./24. Oktober 2019).

Das gesamte Rahmenprogramm ist im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse unter https://bit.ly/2R19gnb abrufbar.

 

OpenBooks Programm

Zitadelle kompakt – Der kleine Festungsführer

Cover_Zitadelle-kompaktVerlag Bonewitz und Herausgeber Stefan Schmitz stellen neue Publikation vor
Die Zitadelle Mainz zählt neben dem Dom und dem Kurfürstlichen Schloss zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Seit über 350 Jahren thront sie über der Stadt auf dem Jakobsberg und diente während dieser Zeit den unterschiedlichsten Zwecken. Heute beherbergt sie unter anderem Museen, Vereine sowie vor allem städtische Ämter – und mit dem Drususstein das wohl älteste Steindenkmal Deutschlands, das auf die 2.000-jährige Geschichte der Stadt Mainz verweist. Zugleich hat sich die Zitadelle zu einer beliebten Event-Location entwickelt, die Touristen und auch internationale Gäste nach Mainz lockt.

Im Gewölbesaal der Initiative Zitadelle Mainz wurde heute die neue Publikation „Zitadelle kompakt – Der kleine Festungsführer“ vorgestellt. In dem druckfrischen Büchlein, das im praktischen Westen- und Handtaschenformat daher kommt und im Verlag Bonewitz erscheint, schildert der bekannte Mainzer Autor Dr. Matthias Dietz-Lenssen auf 48 Seiten die bewegte Geschichte der einstigen Bundesfestung und nimmt die Leserinnen und Leser mit auf einen Rundgang durch das Areal. „Die Zitadelle ist ein einzigartiges Kulturdenkmal, das Geschichte erlebbar macht. Umso mehr freut es mich, dass die umfangreichen Sanierungen voranschreiten und die Zitadelle Stück für Stück wieder etwas von ihrem ursprünglichen Glanz zurückerhält. Mit der heute vorgestellten Publikation möchten wir diesen Weg begleiten und allen Touristen, Gästen und Kulturfreunden einen Überblick über dieses geschichtsträchtige Areal bieten“, so der Herausgeber von „Zitadelle kompakt“, Stefan Schmitz.

Von links: Herausgeber Stefan Schmitz, Autor Dr. Matthias Dietz-Lenssen, Michael Sowada, Redakteur bei Agentur und Verlag Bonewitz, und Kay-Uwe Schreiber, Vorsitzender der Initiative Zitadelle Mainz © Agentur Bonewitz (Foto: Karolina Wojnicka)
Von links: Herausgeber Stefan Schmitz, Autor Dr. Matthias Dietz-Lenssen,
Michael Sowada, Redakteur bei Agentur und Verlag Bonewitz, und Kay-Uwe Schreiber,
Vorsitzender der Initiative Zitadelle Mainz
© Agentur Bonewitz (Foto: Karolina Wojnicka)

Der kompakte, kleine Festungsführer beinhaltet einen detaillierten Lageplan mit 30 Highlights und eignet sich somit ideal als praktischer Begleiter bei der Erkundung der ehemaligen Festungsanlage.

„Zitadelle kompakt – Der kleine Festungsführer“
Herausgegeben von Stefan Schmitz. Erschienen im Verlag Bonewitz, Bodenheim, 48 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Verkaufspreis 5 Euro. Erhältlich im gut sortierten Buchhandel oder im Online-Shop unter www.bonewitz.de.

Deutscher Buchpreis 2019: Die sechs Finalisten

Copyright: vntr.media
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Die Jury hat die sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019 ausgewählt:

  • Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel, Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
  • Tonio Schachinger, Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, August 2019)
  • Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Saša Stanišić, Herkunft (Luchterhand, März 2019)
  • Jackie Thomae, Brüder (Hanser Berlin, August 2019)

Jörg Magenau (freier Literaturkritiker), Sprecher der Jury des Deutschen Buchpreises 2019, zur Auswahl: „Die Shortlist bietet sechs herausragende Fundstücke, sechs Romane, die formal und stilistisch und in ihrer Klangfarbe unterschiedlicher nicht sein könnten, und die doch ein großes Thema eint: In allen geht es um familiäre Zusammenhänge, um den Ort in der globalen Welt, von dem aus das eigene Dasein zu begreifen ist. Dass dabei vor allem die Identität des Mannes problematisch geworden ist, beschreiben sie mal aus weiblicher, mal aus männlicher Perspektive. Vielleicht hat der Generationenwechsel, der sich mit drei Debüts im Finale andeutet, damit zu tun, dass die Jüngeren bei diesen Themen schärfer hinschauen. Die Jury war geeint in Leselust und konstruktivem Streit. Wir hoffen, dass es auch allen anderen Leserinnen und Lesern so gehen wird.“

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 203 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2018 und dem 17. September 2019 erschienen sind.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2019 gehören neben Jörg Magenau an: Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher, Wien), Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt am Main), Björn Lauer (Hugendubel Frankfurt), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin) und Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin).

Mit dem Deutschen Buchpreis 2019 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 14. Oktober 2019 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland. Interessierte können die Preisverleihung per Livestream unter www.deutscher-buchpreis.de verfolgen.
Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur übertragen die Veranstaltung live über den Sonderkanal „Dokumente und Debatten“ im Digitalradio und als Livestream auf www.deutschlandradio.de/debatten.

Ab 1. Oktober 2019 werden Auszüge aus den Shortlist-Titeln in englischer Übersetzung und ein englischsprachiges Dossier zur Shortlist auf dem Internetportal www.new-books-in-german.com präsentiert.
Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen darüber hinaus 20 Literaturbloggerinnen und -blogger die nominierten Titel 2019 vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlicht und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt.

Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis lautet: #dbp19

Eva Menasse startet amüsant, pointiert und klangvoll in die 21. Wiesbadener Literaturtage – noch bis zum 21.09.2019

Schriftstellerin und Gastgeberin Eva Menasse mit Mezzosopranistin Silke Gäng (beide Mitte) und dem Streichquartett des Baseler Sinfonie-Orchester bei der Eröffnung der 21. Wiesbadener Literaturtage am 15. September 2019 im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Schriftstellerin und Gastgeberin Eva Menasse mit Mezzosopranistin Silke Gäng (beide Mitte) und dem Streichquartett des Baseler Sinfonie-Orchester bei der Eröffnung der 21. Wiesbadener Literaturtage am 15. September 2019 im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden. © Foto: Diether v Goddenthow

Gestern Abend eröffneten Kulturdezernent Axel Imholz und Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain u. früherer Oberbürgermeister, gemeinsam mit der diesjährigen Gastgeberin und Kuratorin, der Schriftstellerin Eva Menasse, die 21. Wiesbadener Literaturtage (15. bis 21.09.2019)  im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden.

Kulturdezernent Axel Imholz. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Kulturdezernent Axel Imholz. © Foto: Diether v Goddenthow

Axel Imholz freute sich, dass die Stadt Wiesbaden in der Wienerin und Wahlberlinerin eine so lautstarke Stimme in der deutschsprachigen Literatur-, Kunst- und Kulturszene als Gastgeberin gewinnen konnte, die insbesondere durch ihre hervorragend zu lesenden Romane wie „Quasikristalle“ (KiWi 2013) beziehungsweise den Erzählband „Tiere für Fortgeschrittene“ (KiWi 2017) auch einem breiteren Publikum bekannt wurde. „Nicht nur ihre Romane und Erzählungen, sondern auch ihr wortgewaltiges Engagement als Essayistin oder politische Rednerin macht Eva Menasse zur idealen Kuratorin der Wiesbadener Literaturtage. Sie schlägt nicht nur eine Brücke zu anderen Künsten, sondern vor allem auch eine Brücke von den Künsten zu unserer Gesellschaft“, unterstrich der Kulturdezernent. Er dankte der Leiterin des Wiesbadener Literaturhauses Susanne Lewalter und ihrem Team, Eva Menasse gewonnen zu haben.

Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des  Kulturfonds-Frankfurt-RheinMain und Wiesbadener Ex-Oberbürgermeister. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds-Frankfurt-RheinMain und Wiesbadener Ex-Oberbürgermeister. © Foto: Diether v Goddenthow

Der Geschäftsführer des Kulturfonds RheinMain und Wiesbadener Ex-Oberbürgermeister Dr.  Helmut Müller, glaubt, dass Literatur, Kunst und Kultur bei der Erneuerung der Gesellschaft eine wichtige Rolle haben, nämlich genau die Anstöße geben können, sich zu äußern über das, was bewegt, was ärgert oder freut, um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Es sei wichtig, „Orte zu haben, wo man wirklich miteinander sprechen oder streiten kann, oder lernt, erstmals wieder seine Meinung zu äußern und sich zu trauen und das nicht hinter einer Maske im Internet zu tun, sondern analog visavis“, so Dr. Müller. Er ist mit Eva Menasse überzeugt, dass die Beschreibung der Welt in der Literatur einen Zugang zu ihr  bietet und dabei hilft, „zu verdauen, was sich in der Welt tut“, insbesondere in Zeiten, „wo alle Gewissheiten zerbröseln, wo gemeinsame Ansichten irgendwie flöten gehen“, so Dr. Müller. Seine Generation sei mit der Idee aufgewachsen, „dass Aufklärung, Rationalität etwas ist, was Stück für Stück verwirklicht wird.“ Und seit einigen Jahren wäre er ziemlich verblüfft darüber, „dass das Irrationale fröhliche Urständ feiert“, so Dr. Müller, der es daher hervorragend findet, „dass wir dieses Programm diese Woche haben“, und er freue sich, einmal auch Autoren live kennenzulernen, auf die man nicht durch Bestsellerlisten gestoßen wäre.  Besonders spannend fände er auch die Veranstaltung  „Wie frei ist sie noch die Kunst?“ ( Mittwoch, 18.09.2019 im Museum Wiesbaden).

Autorin und Gastgeberin   Eva Menasse. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Autorin und Gastgeberin Eva Menasse. © Foto: Diether v Goddenthow

Als vor einem Jahr die Leiterin des Wiesbadener Literaturhauses, Susanne Lewalter, bei Eva Menasse anfragte und bat, die Gastgeberinnen-Rolle der Wiesbadener Literaturtage zu übernehmen, hatte diese  sich gerade an einem idyllischen Ort, dem berühmten Salzburger Hotel Seehof, eingerichtet, um – fernab von jeglichen Ablenkungen – ihren neuen Roman zu beginnen. „Vielleicht können sie sich vorstellen oder erahnen, dass das ein nicht sehr häufiger, und auch sehr empfindlicher Moment in einem Schriftstellerleben ist. Man spürt da am Rand eines furchtbar großen Wassers, das man in den nächsten Jahren durchschwimmen will, und steckt gerade probeweise den ersten Zeh hinein“, so Eva Menasse. Und dann kam dieses Angebot „einer einwöchigen Kuratoren-Tätigkeit, was erst einmal bedeuten würde: Ablenkung! Also Gift für den Roman!“ Ihre Spontanreaktion war daher: „Nein! Auf keinen Fall, vielleicht irgendwann später!, auf alle Fälle Bedenkzeit!“ Doch Susanne Lewalter versicherte ihr, dass es gar nicht so viel Arbeit sei. Und schließlich der Gedanke: „Eine ganze Woche im jugendstilgesättigten Wiesbaden“ zu weilen, könne eigentlich nicht ganz falsch sein,“ wenn sie ansonsten nichts anderes annähme.

Was die Autorin auf der Suche nach   Zeit für ihren nächsten Roman nicht bedachte, waren jedoch die Aufgaben, die „man nicht absagen kann“, weil diese nicht einfach Aufgaben seien, sondern auch Ehre bedeuteten, wie etwa der Mainzer-Stadtschreiber-Preis. Diesen habe sie, „zwei Monate später zugesprochen bekommen“. „Dabei wussten weder die Mainzer, ich schwöre es, dass ich die Wiesbadener Literaturtage eröffnen würde, weil das ja noch nicht bekannt war. Noch wussten natürlich die Wiesbadener, dass die Mainzer Jury auf so eine Idee kommt“, und nun war  im Oktober 2018 das Jahr 2019 „mit einem Schlag bis an die Decke voll!“. Die Brisanz dieser Entscheidung sei ihr „ auch bald klar“ geworden, „als die Wiesbadener dann auch nicht so entzückt waren darüber, weil es eben diese berühmte, liebevolle Konkurrenz zwischen den beiden Landeshauptstädten“ gäbe.

Und immer wieder würde sie seit Monaten „von Journalisten nach meinen Eindrücken zu den Unterschieden zwischen den beiden Städten befragt“ – für Gemeinsamkeiten habe sich „interessanterweise nie jemand interessiert“. Deshalb wolle sie „heute anlässlich der Eröffnung der Wiesbadener Literaturtage herzlich darum bitten, von dieser Frage in Zukunft abzusehen“.

Die 21. Wiesbadener Literaturtage zu organisieren, war sehr viel Arbeit und habe hunderte E-Mails gekostet. „Frau Lewalter möge sich als widerlegt betrachten“, meinte die Autorin augenzwinkernd, denn es sei zwar eine riesige Menge Arbeit „auch für die Kuratorin, die angeblich nur einlädt.“ Aber Frau Lewalter habe Recht gehabt, sie „sanft zu überreden“, wofür sie ihr sehr dankbar sei, denn diese Arbeit sei „ genau von derselben Art wie die Geburt eines Kindes: Wenn es dann da ist, hat man alles vergessen, die Dauer und die Schmerzen! Ich möchte Frau Lewalter selbst und dem ganzen Team des Wiesbadener Literaturhauses ganz, ganz herzlich für die fantastische, kompetente und vor allem gutgelaunte Zusammenarbeit danken.“, bekräftigte Eva Menasse, bevor sie nach einem Veranstaltungs-Überblick der nächsten Tage mit dem eigentlichen Programm des Abends begann.

Das Abendprogramm – Lesung und musikalische Einlagen

Im anschließenden Eröffnungsprogramm faszinierte Eva Menasse die Besucher des bis auf den letzten Platz gefüllten Vortragssaals des Museums Wiesbaden mit drei Lesungen, unter anderem aus ihrem autobiographischen Essay „Stell Dir vor, du hättest den Hintern von Montserrat Caballé“. Darin erzählt sie amüsant und pointiert von ihrem späten Gesangsunterricht „Warum ist Gesangsunterricht mit so viel Peinlichkeit verbunden?“ und der Kunst des Scheiterns „Gesangsunterricht hat mich gelehrt, mir das eigene Scheitern zu verzeihen!“

Mezzosopranistin Silke Gäng.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Mezzosopranistin Silke Gäng.© Foto: Diether v Goddenthow

Die Mezzosopranistin Silke Gäng sang hierzu, begleitet vom Sinfonieorchesters Basel, passend die Arie aus dem 3. Akt von Christoph Willibald Glucks „Orpheus und Eurydike“, anschließend auch aus Werken von Händel und Hayden, jeweils passend zu Eva Menasses gehaltvollen Textpassagen.

 

Eva Menasses letzter Text an diesem  Abend „Variationen über Klage, Gelächter, Anfang und Ende“ ging anhand biographischer Fragmente des Musiker-Genies Joseph Haydn vielschichtig der Frage nach, „ob für Kunstwerke ein knalliger Anfang wichtiger ist oder ein donnernder Schluss“. „Natürlich beides“, am besten auch „die Mitte“. Auf’s eigene Dasein bezogen, habe man nicht „im Geringsten Einfluss“, „wie das Geglückte auf dem Zeitstrahl des eigenen Lebens verteilt ist“, so die Autorin, die beispielhaft hierfür die sehr unterschiedlichen Anfänge und Schlüsse der Leben von Amadeus Mozart und Joseph Haydn gegenüberstellte: „Während Mozart mit umjubeltem Wunderkindanfang beschenkt“ (…) „schließlich doch jung und zudem elend zugrunde geht“, scheint es bei Joseph Hayden genau andersherum: In ärmliche Verhältnisse eines Wagenmachers geboren und mit 6 Jahren von Zuhause weggegeben, erwuchs aus dieser „harten Herkunft (…) ein biblisch langes Leben voller Erfolg und Ruhm“. „Und dennoch ist den beiden, Mozart und Hayden, so viel gemeinsam, nicht nur ihre Freundschaft, nicht nur ihr Genie, auch ihre Ewigkeit“, so Eva Menasse.

Auffällig habe sich Josef Haydn während seines langen, reichen Schaffens immer wieder für Schlüsse interessiert. „Ständig versuchte er etwas, was vor ihm noch nie probiert worden war: Eines seiner Streichquartette lässt er keck mit einer Schlussformel beginnen. Ein anderes hat wegen seines exzentrischen, in Stücke gehackten Schlusses den Beinamen „The Joke“ bekommen“, und am berühmtesten unter „Haydns innovativen Schlüssen“ sei die Abschiedssinfonie.
Laut einer Entstehungs-Anekdote aus der Not heraus entstanden, komponierte Hayden diese so, dass „ein Musiker nach dem anderen aufhört, seine Noten packt, und den Raum leise verlässt“, bis schließlich „am Ende der Bratsche auch die beiden Geigen gehen“. Damit war den Musikern erspart, „länger als geplant, im Landsitz Schloss Esterhazy bleiben“ zu müssen. Ein Streik wäre in Zeiten, da Musiker kaum mehr galten als Leibeigene, undenkbar gewesen.

Eva Menasse. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Eva Menasse. © Foto: Diether v Goddenthow

Amüsant, brillant und atmosphärisch dicht schildert Eva Mesnasse  abschließend  die Anekdote vom vermeintlichen Ableben Haydns. Besonders Verrücktes „hielt das Schicksal für Haydn“ bereit, „der so gerne mit Schlüssen spielte, Witz und Finesse hervorhob“ (…) nämlich „einen eigenen vorgezogenen Schluss“, (…) „als wäre er von ihm selbst komponiert“ (…)   „1805, vier Jahre vor dem eigentlichen Ereignis, wurde irrtümlich Haydns Tod gemeldet. Er selbst soll es in der Zeitung gelesen und sich sogleich in die betreffende Redaktion fahren lassen haben, um der Nachricht leibhaftig entgegen zu treten. Doch sie verbreitete sich rasend schnell. Das Dementi kam 201 Jahre vor Twitter einfach nicht hinterher. Luigi Cherubini komponierte in Paris einen Chant sur la mort de Joseph Haydn, und Rodolphe Kreutzer, der berühmte Geiger und Komponist, schrieb ein Violinkonzert zu Ehren des Verstorbenen über einige seiner Themen. Schließlich wurde in Paris noch eine Gedenkveranstaltung angesetzt, auf der Musik von Mozart und Haydn gespielt werden sollte. Und was sagte Haydn dazu? Man könnte es schon ahnen. Sein Witz hatte wieder einmal mehrere Ebenen. Er hüpfte lustig zwischen Raum und Zeit, Logik und Groteske hin und her. Haydn sagte nämlich: Wenn sie es mir nur früher gesagt hätten, dann wäre ich hingefahren, und hätte selbst dirigiert.“

Tosender Applaus, ein toller Abend, wunderbar ergänzt und  abgerundet von Silke Gäng und dem Streichquartett des Sinfonieorchesters Basel –  ein super Start in die 21. Wiesbadener Literaturtage mit vielen weiteren großartigen Highlights:

Informationen und Programmhinweise

MONTAG 16. SEPTEMBER 2019
18.00 UHR — EINFÜHRUNG + WORKINGMAN’S DEATH

WORKINGMAN’S DEATH BILDER ZUR ARBEIT IM 21. JAHRHUNDERT

122 Min., Österreich/Deutschland 2005
Buch und Regie: Michael Glawogger
UNTITLED

EIN FILM VON MICHAEL GLAWOGGER & MONIKA WILLI
107 Min., Österreich/Deutschland 2017,
Sprecherin: Birgit Minichmayr
UNTITLED

CALIGARI FILMBÜHNE
MARKTPLATZ 9, 65183 WIESBADEN
EINTRITT: JEWEILS € 7 / ERM. € 6 · KOMBITICKET FÜR BEIDE FILME: € 10

DIENSTAG 17. SEPTEMBER 2019 19.30 UHR
ZORA DEL BUONO & IRIS WOLFF
LESEN SIE DOCH MAL…
MODERATION: ILKA PIEPGRAS (DIE ZEIT)
LITERATURHAUS VILLA CLEMENTINE
FRANKFURTER STRASSE 1, 65189 WIESBADEN
EINTRITT: VVK: € 10 / ERM. € 6 PLUS GEBÜHR ABENDKASSE: € 13 / 8

MITTWOCH 18. SEPTEMBER 2019 19.30 UHR
NAIKA FOROUTAN, ROBERT PFALLER, HANNO RAUTERBERG WIE FREI IST SIE NOCH, DIE KUNST?
MODERATION: PEER TEUWSEN (NZZ)
MUSEUM WIESBADEN
FRIEDRICH-EBERT-ALLEE 2, 65185 WIESBADEN
EINTRITT: VVK: € 10 / ERM. € 6 PLUS GEBÜHR, ABENDKASSE: € 13 / ERM. € 8

DONNERSTAG 19. SEPTEMBER 2019 19.30 UHR
ZSUZSA BÁNK, INES GEIPEL, BARBARA VINKEN
SCHREIBENDE FRAUEN
MODERATION: URSULA MÄRZ
FRAUEN MUSEUM WIESBADEN
WÖRTHSTRASSE 5, 65185 WIESBADEN
EINTRITT: VVK: € 10 / ERM. € 6 PLUS GEBÜHR, ABENDKASSE: € 13 / ERM. € 10

FREITAG 20. SEPTEMBER 2019 19.30 UHR
SANDRA KREISLER & JOCHEM HOCHSTENBACH
KREISLER SINGT KREISLER
STAATSTHEATER WIESBADEN STUDIO
CHRISTIAN-ZAIS-STRASSE 3, 65189 WIESBADEN
EINTRITT: € 18 / ERM. € 12

Abschluss am SAMSTAG 21. SEPTEMBER 2019 mit Senta Berger im Caligari
Die Schauspielerin liest Auszüge aus dem Werk Heimito von Doderers, dem ausgesprochenen Lieblingsschriftsteller von Eva Menasse. Im Anschluss an die Lesung wird der Film „Das Diarium des Dr. Döblinger“ aus dem Jahr 1986 gezeigt, der sich lose an dem österreichischen Autor und seinem Leben orientiert.
19.00 UHR (LESUNG), 21.00 UHR (FILM)
CALIGARI FILMBÜHNE
MARKTPLATZ 9, 65183 WIESBADEN
EINTRITT: € 15 / ERM. € 12

Während des Eröffnungsempfangs signiert Eva Menasse ihre Bücher begeisterter  Leser/innen. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Während des Eröffnungsempfangs signiert Eva Menasse ihre Bücher begeisterter Leser/innen. © Foto: Diether v Goddenthow
VERÖFFENTLICHUNGEN von EVA MENASSE (AUSWAHL)
  • Der Holocaust vor Gericht. Der Prozess um David Irving (2000)
  • Vienna, Roman (2005)
  • Lässliche Todsünden, Erzählungen (2009)
  • Quasikristalle, Roman (2013)
  • Lieber aufgeregt als abgeklärt, Essays, (2015)
  • Leben in Bildern: Heimito von Doderer (2016)
  • Tiere für Fortgeschrittene, Erzählungen (2017)

PREISE UND AUSZEICHNUNGEN (AUSWAHL)

  • 2005 Rolf Heyne Debütpreis
  • 2013 Heinrich-Böll-Preis
  • 2015 Villa-Massimo-Stipendium 2017 Friedrich-Hölderlin-Preis 2017 Österreichischer Buchpreis 2019 Mainzer
  • Stadtschreiberin 2019 Ludwig-Börne-Preis

3SAT-Festival in Mainzer City ist ein Riesengewinn – ab 22.09.2019 auf 3SAT

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Sogar ZDF-Intendant Peter Bellut und Kulturdezernentin Marianne Grosse waren am 13. September 2019 gekommen, um gegen 20 Uhr die Gäste zur Eröffnung des ersten 3SAT-Festvial in der Mainzer City auf dem Ernst-Ludwig-Platz zu begrüßen. „Wir haben uns gedacht, ob es nicht mal eine gute Idee sei, mit dem 3SAT-Festival in die Mainzer Innenstadt zu gehen, um ein bisschen stärker zu zeigen, das wir ja ein Mainzer Sender sind“, begründete der ZDF-Intendant diesen Schritt. Auf dem Lerchenberg habe man zwar auch sehr gutes Kabarett gemacht, sei aber da oben doch ein wenig einsam gewesen. Marianne Grosse hatte, als die Anfrage vom Lerchenberg kam, gleich zugesagt: „Wir haben uns super gefreut, dass ihr jetzt hier seid, dass das 3SAT-Festival hier mitten in der Stadt jetzt stattfindet. Das ist für uns ein Riesengewinn, wir freuen uns da total drüber“, so  die begeisterte Mainzer Kulturdezernentin.

Tobias Mann ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Tobias Mann © Foto: Diether v Goddenthow

Schon eineinhalb Stunden zuvor hatten viele Gäste das Terrain vor dem 3SAT-Zelt und im Innenhof des Kurfürstlichen Schlosses zur kostenfreien Teilnahme am Public Viewing eingenommen und ließen es sich gut gehen bei Kalt-Getränken und kleinen Speisen.

Auf dem Programm an diesem Abend: Tobias Mann, Satiriker, Stand-Up-Kabarettist und leidenschaftlicher Musiker, mit seinem neuen Programm „Chaos“. Hier ging er –musikalisch besonders gut – satirisch der Frage nach, wohin das mit uns Menschen noch führen soll, wozu er die Verrücktheiten unserer ach so zivilisierten Gesellschaft durchdeklinierte, um zum Fazit zu gelangen: Dem Chaos mit Liebe zu begegnen, es zu umarmen, bevor es dich umarmt. „Letztlich ist es doch so, wie der Chaostheoretiker aus „Jurassic Park“ weise festgestellt hat: Das Leben findet einen Weg!“, so Mann.

Sebastian Pufpaff. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Sebastian Pufpaff. © Foto: Diether v Goddenthow

Laut zweitem „Clown“ des Abends, Sebastian Pufpaff, hat die Diktatur der Satire schon begonnen. Denn es regiere der Wahnsinn wohin man schaue. Aber keine Sorge,“ ich meine es doch gut. Wir vertrauen der heuteShow mehr als dem heute-Journal, einem Komiker mehr als einem Vorstandschef und der Witz wiegt schon lange mehr als eine gute Recherche. Nehmen Sie ihre besten Vorurteile und lassen Sie uns auf eine Reise gehen. Wohin? In die Mitte des Humors, denn da entspringt der Sinn des Lebens: Lachen! Ich verspreche Ihnen anzukommen, denn dafür stehe ich mit meinem Namen“, so Pufpaff wörtlich.

Die Programme bei der Super-Satiriker werden ausgestrahlt ab 22.9.2019 um 20.15 im 3SAT.

Das Zelt-Programm im Überblick

Freitag, 13. September 2019
Tobias Mann: Chaos
Sebastian Pufpaff: Wir nach

Samstag, 14. September 2019
Tino Bomelino: Man muss die Dinge nur zu Ende
Katie Freudenschuss: Einfach Compli-Katie!
Matthias Egersdörfer: Ein Ding der Unmöglichkeit

Sonntag, 15. September 2019
Abdelkarim: Staatsfreund Nr. 1
Christoph Sieber: Mensch bleiben

Montag, 16. September 2019
Martin Frank: Es kommt wie’s kommt
HG.Butzko: echt jetzt
Nessie Tausendschön: 30 Jahre Zenit

Dienstag, 17. September 2019
Stefan Danziger: Was machen Sie eigentlich tagsüber?
Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters
Miss Allie: Mein Herz und die Toilette

Mittwoch, 18. September 2019
Timo Wopp: Auf der Suche nach dem verlorenen Witz
Horst Evers: Früher war ich älter

Donnerstag, 19. September 2019
Erwin Pelzig: Weg von hier

Freitag, 20. September 2019
Johannes Oerding mit seinem Album „Kreise“

Samstag, 21. September 2019
Anna Loos mit ihrem Album „Werkzeugkasten“

Frankfurter Buchmesse – Buchblog-Award 2019: Die Finalisten stehen fest #bubla19

BuchblogAward201930 Blogs im Finale / Insgesamt 652 Einreichungen / Auszeichnung der Sieger-Blogs am 18. Oktober 2019 auf der Frankfurter Buchmesse

Buchblogs, Videoblogs, Instagram-Accounts und Podcasts – 30 Online-Buchkanäle stehen im Rennen um den Buchblog-Award 2019. Alle Finalisten sind abrufbar unter www.buchblog-award.de/news/finalisten2019. Insgesamt wurden 652 Blogs und Accounts in vier verschiedenen Kategorien von Buchblogfans und Bloggenden nominiert. Zum ersten Mal zeichnet der Buchblog-Award auch Verlagsblogs und Buchhandlungsblogs aus.

Nominierungen waren in den Kategorien „Bester Buchblog“, „Bester Newcomer“ sowie „Bester Verlagsblog“ und „Bester Buchhandlungsblog“ möglich. Blogger*innen und Leser*innen konnten Instagram-Accounts, Video-Blogs, Podcasts und Facebook-Seiten nominieren. Über die Finalteilnahme entschied die Anzahl der Nominierungen im öffentlichen Online-Voting. In den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ ziehen die zehn Blogs mit den meisten Stimmen ins Finale ein. Aus den Finalisten kürt eine Jury die Gewinnerblogs der beiden Kategorien.

Der Jury des Buchblog-Awards 2019 gehören an: Antonia Baum (freie Autorin, ZEIT), Jo Lendle (Verleger, Carl Hanser Verlag), Tina Lurz (Mitgründerin, Agentur ehrlich&anders), Carolin Wolf (Inhaberin Buchhandlung Carolin Wolf) und Torsten Woywod (Online-PR und Social-Media-Manager, DuMont Verlag).

Über die besten Verlags- und Buchhandlungsblogs entscheidet allein das abgeschlossene Online-Voting. Welcher Verlags- und welcher Buchhandlungsblog aus dem Kreis der jeweils fünf Finalisten die Nase vorne hat, wird gemeinsam mit den durch die Jury ermittelten Gewinnerblogs auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.

Die Kategorie „Bester Buchblog“ erhielt insgesamt 448 Nominierungen. 161 Blogs wurden in der Kategorie „Bester Newcomer“ nominiert. Über 3.000 Personen stimmten insgesamt über ihre Lieblingsblogs ab.

Der Award

NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels suchen mit dem Buchblog-Award die besten deutschsprachigen Buchblogs. Die einzige genreübergreifende Auszeichnung für Buchblogs im deutschsprachigen Raum zeichnet Blogs aus, die aktiven Einfluss auf das öffentliche Gespräch über Bücher nehmen und ihre Zielgruppen charakteristisch ansprechen. Der Buchblog-Award wird 2019 zum dritten Mal verliehen.

Die Auszeichnung der besten Buchblogs findet während der Frankfurter Buchmesse am Freitag, 18. Oktober 2019, 12 Uhr, im Frankfurt Pavilion auf der Agora statt.

Sponsoren des Buchblog-Awards 2019 sind JETZT EIN BUCH!, die Initiative der deutschen Buchbranche, und die Frankfurter Buchmesse.

Die Initiatoren

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 4.500 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

NetGalley ist eine Online-Plattform für digitale Leseexemplare und den Austausch zwischen Buchverlagen und professionelle Leser*innen. Verlage haben die Möglichkeit, neue oder noch unveröffentlichte Titel bekannt zu machen. Rezensent*innen, Blogger*innen, Journalist*innen, Buchhändler*innen, Bibliothekar*innen sowie Lehrende erhalten kostenfreien Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren. Die Plattform ist seit März 2016 auf Deutsch verfügbar und wird von knapp 14.000 professionellen Leser*innen sowie zahlreichen großen und kleinen Verlagen genutzt.

Ansprechpartnerin für Fragen zum Wettbewerb: Karina Elm, info@buchblog-award.de, +49 (0) 30 23456 340

Hashtag zum Award: #bubla19
Website: www.buchblog-award.de
Facebook: www.facebook.com/BuchblogAward
Twitter: @BuchblogAward

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 16.09. bis 22.09.2019

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 16.09. bis 22.09.2019 im Gutenberg-Museum stattfinden.

Montag, 16.09.2019, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums 
für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)
Dienstag, 17.09.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Mittwoch, 18.09.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Donnerstag, 19.09.2019, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums 
für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 19.09.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 20.09.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 20.09.2019, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Freitag, 20.09.2019, 13.30-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Samstag, 21.09.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Samstag, 21.09.2019, 10.00-15.00 Uhr  
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 21.09.2019, 11.00 Uhr  
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 21.09.2019 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden: Druckvorführung von Ablassbriefen.

Samstag, 21.09.2019, 14.00 Uhr
Kinderführung(ab 6 Jahre): Treffpunkt im Foyer. Druckvorführung, Gießen von Bleilettern, Rundgang durch das Museum; Führung 2 Euro (zzgl. Eintritt).
Sonntag, 22.09.2019, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 22.09.2019, 13.00 Uhr  

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit  den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Sonntag, 22.09.2019, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag

Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführung von A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst.  Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Treffpunkt 15 Uhr an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag pro Kind: Führung 2 Euro und Drucken 2 Euro, erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige.

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)