Kategorie-Archiv: Deutscher Buchpreis

Antje Rávik Strubel erhält den Deutschen Buchpreis 2021 für ihren Roman „Blaue Frau“

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2021 ist Antje Rávik Strubel. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Blaue Frau“ (S. Fischer). Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gratuliert und überreicht der Gewinnerin die Preisurkunde.
Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2021 ist Antje Rávik Strubel. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Blaue Frau“ (S. Fischer). Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gratuliert und überreicht der Gewinnerin die Preisurkunde.

 

Die Begründung der Jury:
„Mit existenzieller Wucht und poetischer Präzision schildert Antje Rávik Strubel die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung. Schicht um Schicht legt der aufwühlende Roman das Geschehene frei. Die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung weitet sich zu einer Reflexion über rivalisierende Erinnerungskulturen in Ost- und Westeuropa und Machtgefälle zwischen den Geschlechtern.

Antje Rávik Strubel © Foto Diether v Goddenthow
Antje Rávik Strubel © Foto Diether v Goddenthow

In einer tastenden Erzählbewegung gelingt es Antje Rávik Strubel, das eigentlich Unaussprechliche einer traumatischen Erfahrung zur Sprache zu bringen. Im Dialog mit der mythischen Figur der Blauen Frau verdichtet die Erzählerin ihre eingreifende Poetik: Literatur als fragile Gegenmacht, die sich Unrecht und Gewalt aller Verzweiflung zum Trotz entgegenstellt.“

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2021 gehören an: Knut Cordsen (Kulturredakteur, Bayerischer Rundfunk), Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen), Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt), Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne) und Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse).

„Der Deutsche Buchpreis schafft Aufmerksamkeit für die aktuelle deutschsprachige Literatur – auch in herausfordernden Zeiten. Die gute Nachricht ist: Menschen lesen wieder mehr Bücher, das Bedürfnis nach neuen Perspektiven und Geschichten ist in der Pandemie gewachsen. Über eine Vielzahl an Kanälen hat der Deutsche Buchpreis den Romanen des Jahres eine Bühne geboten und das Gespräch über die Fragen, die sie verhandeln, befördert. Die Verleihung des Preises heute wird das Gespräch weiter anfachen. Ich danke der unabhängigen Jury, den Förderern und Partnern, ohne die der Preis nicht möglich wäre, sowie den teilnehmenden Verlagen und Autor*innen“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert:
Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser), Monika Helfer: Vati (Carl Hanser), Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch), Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp) und Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser).

Antje Rávik Strubel erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisträgerin wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 230 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 erschienen sind. Aus diesen Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Juror*innen sechs Titel für die Shortlist gewählt.

Mit dem Deutschen Buchpreis 2021 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen 20 Literaturblogger*innen die nominierten Titel 2021 vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlicht und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt. Auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen des Deutschen Buchpreises vermitteln zudem Videoporträts einen Eindruck von den nominierten Werken und ihren Autor*innen.

Weitere Informationen und Termine der Preisträgerin können abgerufen werden unter: www.deutscher-buchpreis.de

Die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2021 audiodigital und per Stream live erleben

Literaturbegeisterte können am Bildschirm dabei sein, wenn der Roman des Jahres gekürt wird: Die Verleihung des Deutschen Buchpreises wird am 18. Oktober 2021 um 18 Uhr auf www.deutscher-buchpreis.de live aus dem Frankfurter Römer übertragen.

Gleichzeitig senden Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur die Veranstaltung live über den Sonderkanal „Dokumente und Debatten“ im Digitalradio und als Stream auf www.deutschlandradio.de/debatten.

Der Stream der Preisverleihung ist auch über die Webseite der Frankfurter Buchmesse www.buchmesse.de erreichbar.

Der Deutsche Buchpreis begleitet die Veranstaltung außerdem auf Twitter: www.twitter.com/buchpreis, Hashtag: #dbp21.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Hauptförderer der Auszeichnung ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main.

Shortlistabend der Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2021 im Literaturhaus Frankfurt

Auch in diesem Jahr wird zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Buchpreis der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt.  Fünf von sechs Autorinnen und Autoren der Shortlist (v.l.i.): Antje Rávik Strubel „Blaue Frau“ , Norbert Gstrein „Der zweite Jakob“ , Monika Helfer „Vati“ , Mithu Sanyal  „Identitti“  und Thomas Kunst „Zandschower Klinken“  © Foto Diether v. Goddenthow
Auch in diesem Jahr wird zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Buchpreis der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Fünf von sechs Autorinnen und Autoren der Shortlist (v.l.i.): Antje Rávik Strubel „Blaue Frau“ , Norbert Gstrein „Der zweite Jakob“ , Monika Helfer „Vati“ , Mithu Sanyal „Identitti“ und Thomas Kunst „Zandschower Klinken“ © Foto Diether v. Goddenthow

Bereits zum 14. Mal präsentierten am 1. Oktober 2021 das Kulturamt Frankfurt am Main und das Literaturhaus Frankfurt die Nominierten der Shortlist des Deutschen Buchpreises in Kooperation mit der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die den Preis zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse vergibt. Fünf der sechs Finalistinnen und Finalisten, die in diesem Jahr in der Endauswahl für den deutschsprachigen Roman des Jahres stehen, wurden in Lesungen und Gesprächen von Eva-Maria Magel (F.A.Z.), Christoph Schröder (freier Kritiker) und Bianca Schwarz (hr2-kultur) vorgestellt.

Gemeinsam mit „Open Books-Organisatorin“ Dr. Sonja Vandenrath, Fachbereichsleiterin Literatur im Kulturamt Frankfurt am Main, und Alexander Skipis, Geschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, begrüßte Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhauses Frankfurt, auch im Namen des Netzwerkes der deutschsprachigen Literaturhäuser die Gäste im erstmals wieder voll besetzen Saal des Literaturhauses sowie vor den Bildschirmen daheim.

Alexander-Skipis, Geschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. © Foto Diether v. Goddenthow
Alexander-Skipis, Geschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. © Foto Diether v. Goddenthow

Das eigentliche Anliegen der Buchbranche sei, so Alexander Skipis, „mit dem, was wir tun, einen wesentlichen Beitrag für eine freie, demokratische, fröhliche und tolerante Gesellschaft zu leisten.“ Das sei der Kern der Buchbranche, weswegen man sich besonders gefreut habe, dass nach der pandemiebedingten Schließung die Buchhandlungen als erste wieder öffnen durften, weil die Politik, die Ministerpräsidenten-Konferenz mit der Bundeskanzlerin, erkannt haben, „dass Kultur nämlich nicht ein Sahnehäubchen ist, mit dem wir uns beschäftigen, wenn’s uns gutgeht. Sondern, dass Kultur ein wesentlicher Teil unseres Lebens ist. Darüber freue ich mich sehr, und das ist auch das Ziel, was wir mit diesem Preis letztendlich verfolgen“, betonte Skipis, und dankte dem Partner des Deutschen Buchpreises, der Deutschen Bankstiftung, für ihr nachhaltiges gesellschaftliches Engagement.

Die nominierten Werke zum Deutschen Buchpreis 2021

 „Vati“ von Monika Helfer

Monika Helfer  im Gespräch mit Moderator Christoph Schroeder. © Foto Diether v. Goddenthow
Monika Helfer im Gespräch mit Moderator Christoph Schroeder. © Foto Diether v. Goddenthow

Als erste im Reigen der fünf Nominierten befragte Christoph Schröder Monika Helfer, ob „Vati“, 2021 erschienen bei Carl Hanser München, eine Fortsetzung ihres Bestellers „Die Bagage“ sei. „Nein“, so Helfer, „eher ein weiteres Puzzle in einer großen Familiengeschichte: Als ich die Bagage fertig geschrieben hatte“, fragte sie sich:“was passiert mit diesen vielen Leuten, die ich da nur so leicht beschrieben habe, und dann ist mir Vati eingefallen, und der hat’s einfach verdient, dass ich über ihn schreibe“, so die Autorin, die lange gewartet hatte, überhaupt über ihre Familie zu schreiben,“ bis die Leute gestorben sind, um sie nicht zu kränken“. Ihr Mann, der bekannte österreichische Autor und Hörspielsprecher Michael Köhlmeier, habe ihr „ geraten über meine Familie zu schreiben“. Es sei ja unglaublich, „was da in Deiner Bagage alles passiert ist“. Ich habe dann „immer wieder kleine Sachen geschrieben, und als dann alle im Grab gelegen sind, gesagt:‘ komm jetzt fang ich an!‘“. Ihre Tante,fast 100, habe sich zuerst geweigert zu erzählen, „und dann hat sie im Übermut – ich glaube auch erfunden – erzählt und erzählt.“

Monika Helfer © Foto Diether v. Goddenthow
Monika Helfer © Foto Diether v. Goddenthow

Hieraus und aus vielen weiteren Recherchen entstand „Vati“: Es ist die Geschichte ihres in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsenen. kriegstraumatisierten Vaters mit  Beinprothese. Es ist die Geschichte  eines Außenseiters, eines Abwesenden, eines Witwers, eines Pensionärs und eines Bibliomanen, der seine Bücher mehr als seine Kinder liebt. Und es ist das Psychogramm eines innerlich zerrissenen Mannes, der Glück nicht halten kann, der die Existenz seiner Familie auf‘s Spiel setzt, als er aus der Bibliothek des Kriegsopfer-Erholungsheims,  in dem er arbeitet, Bücher stiehlt. Als die Mutter starb, verließ Vati ohne Vorwarnung und Angabe irgendeiner Adresse seine Kinder. Er  verschwand  für immer.

„Meine  Schwester hat mir  häufig vorgeworfen: ‘Du übertreibst!‘“.  Aber sie habe ihr entgegnet, „da steht Roman drüber“. Jeder habe seine Wahrheit, „und ich habe einfach meine Wahrheit dargelegt, und die Lücken mit Fiktionen ausgefüllt“, so Helfer.

Kommentar der Jury: „Kein Wort zuviel findet sich in Monika Helfers Roman „Vati“, eine Annäherung an das Leben des Vaters der Autorin. Eine Recherche über die Möglichkeit, Leben zu erzählen und Herkunft zu begreifen – die auch die Initiation einer Autorin beschreibt.(…)“

„Zandschower Klinken“ von Thomas Kunst

Thomas Kunst- im Gespräch mit Eva-Maria-Magel (FAZ) © Foto Diether v. Goddenthow
Thomas Kunst- im Gespräch mit Eva-Maria-Magel (FAZ) © Foto Diether v. Goddenthow

Thomas Kunsts Werk „Zandschower Klinken“, 2021 erschienen bei Suhrkamp Berlin, zieht Leser mit seiner rhythmischen, mitunter bis an die Grenze des Lesbaren, genial gedrechselten Sprache magisch in ihren Bann. Seine Paradoxien, Metaphern und Absurditäten am laufenden Band eröffnen immer wieder neue Perspektiven.  Thomas Kunsts „Zandschower Klinken“  erinnere sie an George Taboris Gedanken, wonach Leben einen Anfang, eine Mitte und ein Ende habe, nur nicht in dieser Reihenfolge, so Eva-Maria Magel.

Thomas Kunst © Foto Diether v. Goddenthow
Thomas Kunst © Foto Diether v. Goddenthow

Thomas Kunst schreibt nicht in einer bestimmten Reihenfolge: „Ich habe beim Schreiben kein Konzept, keinen Plan. Mein Ideal an Literatur ist, dass sie nicht nacherzählbar sein darf“. Die „größte Lust für mich  besteht darin, nicht zu wissen, was am nächsten Tag geschrieben wird.“ Leser können  bei Kunst praktisch nicht erahnen, was im nächsten  Moment passiert,  wohin Bengt Claasen, der Hauptprotagonist, sie auf seine Schicksals- Reise mitnimmt. Bengt sitzt im Auto, sein ganzes Hab und Gut im Kofferraum, fest entschlossen, nochmal von vorne anzufangen, und zwar an dem Ort, wo das Halsband seiner verstorbenen Hündin vom Armaturenbrett seines Wagens zum dritten Mal herunterfällt. So fährt Bengt Claasen ganz langsam und vorsichtig, wie es nur geht,  um möglichst weit weg zu kommen, und landet schließlich in Zandschow, einem Nest im äußersten Norden mit einem Feuerlöschteich im Zentrum. Schnell stellt er fest: Die Bewohner des Orts rund um „Getränke-Wolf“ folgen einem strengen Wochenplan, donnerstags werden zum Beispiel zwanzig Plastikschwäne auf dem Teich ausgesetzt, und sie feiern an ihrer „Lagune“ Festspiele unter künstlichen Palmen. Überhaupt: Mit den prekären Verhältnissen mitten in der Pampa finden sich die Menschen hier nicht mehr ab. Ihr Zandschow ist Sansibar, hier kann man arm sein, aber trotzdem paradiesisch leben, in viel Verrücktheit.

Kommentar der Jury: Politisch aufgeladen, bricht es zugleich mit jeder Diskursschwere, weil es sich im Spiel mit Wirklichkeit und Sprache keine Grenzen aufzwingen lässt. Eine bittere, märchenhaft verschlüsselte Familiengeschichte kontrapunktiert den Ausstieg in die Utopie, und dennoch: Dieses Buch lässt einen freier atmen.

„Blaue Frau“ von Antje Rávik Strubel

Antje Rávik Strubel im Gespräch mit Moderatorin-Bianca-Schwarz-(hr2) © Foto Diether v. Goddenthow
Antje Rávik Strubel im Gespräch mit Moderatorin-Bianca-Schwarz-(hr2) © Foto Diether v. Goddenthow

Antje Rávik Strubels Roman „Blaue Frau“, 2021 erschienen bei S. Fischer Frankfurt, ist eine Anklage gegen toxische Männlichkeit, eine  „Harvey-Weinstein-Geschichte“?, wie Maike Albath am 12.08.2021 in der Süddeutschen Zeitung  kommentierte. Adina wuchs „als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf und sehnte sich schon als Kind in die Ferne. Bei einem Sprachkurs in Berlin lernt sie die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt.“  Dort wird sie brutal vergewaltigt, was ihr aber keiner glaubt. Das führe dann in der Folge dazu, so hr2-Moderatorin Bianca Schwarz,  „dass sie quasi in der Bewegung erstarrt, was erst einmal sonderbar klinge. Aber es sei ihr Körper, der fliehe über drei Grenzen,  durch halb Europa bis eben nach Helsinki. „Es  ist ihr Inneres, was nicht fliehen kann, was erstarrt an dieser Gewalterfahrung. Und ich finde, Ihr Buch erzeugt von Anfang an einen ganz schönen Sog. Man muss dauernd weiterlesen. Ich glaube, das liegt auch am Gegensatz, den Sie am Anfang schon aufbauen: Da gibt es einerseits  ganz detaillierte, intensive, alle Sinne ansprechende Beobachtungen der Außenwelt. Und im Gegensatz dazu gibt es eben diese Adina, die sich selbst verloren hat, die sich nicht fühlen kann, die man auch als Leser fürs Erste nicht scharf stellen kann. Dieser Kontrast zwischen  Schärfe und Unschärfe, das ist etwas, was sich durch dieses Buch zieht. Das ist so wichtig“, analysiert Bianca Schwarz treffend.

Antje Rávik Strubel  © Foto Diether v. Goddenthow
Antje Rávik Strubel © Foto Diether v. Goddenthow

In der Tat, so die Autorin: Adina sei nach dem Vorfall, der sie zutiefst traumatisierte  aus der Uckermark geflohen. „Sie weiß nicht wohin und ihre einzige Vorstellung ist: Im Norden ist es dunkel, da wirst du nicht gesehen. Deshalb flieht sie in den Norden. Die Situation, in der sie da in dieser Wohnung strandet, ist eine, wo sie eigentlich versucht, ihr Sprechen wiederzufinden, und versucht, sich selbst wieder näher zu kommen“, so Strubel. Adina hat eigentlich vor, eine Aussage zu machen. „Sie will eigentlich vor Gericht gehen und Gerechtigkeit erwirken, was sich aber als nicht so einfach herausstellt“, so Strubel. Denn im Hotel, in dem Adina schwarzarbeitet, begegnet sie dem estnischen Professor Leonides, Abgeordneter der EU, der sich in sie verliebt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil.
Der Roman von Antje Rávik Strubel, „Blaue Frau“, erzählt von den ungleichen Voraussetzungen der Liebe, den Abgründen Europas und davon, wie wir das Ungeheuerliche zur Normalität machen.

Kommentar der Jury: Ein Ost-West Roman, ein Europaroman, eine Geschichte über Machtmissbrauch, meisterhaft in der Verflechtung der Handlungsstränge und in der atmosphärischen Darstellung finnischer Landschaft. Eine Figur mit mythischen Zügen – die blaue Frau – verbindet das Erzählte mit der Ebene der Erzählerin und macht so den Roman auch zum Roman über das Schreiben selbst.

„Der zweite Jakob“ von Norbert Gstrein

Norbert Gstrein im Gespräch mit Christoph Schroeder (freier Kritiker)  © Foto Diether v. Goddenthow
Norbert Gstrein im Gespräch mit Christoph Schroeder (freier Kritiker) © Foto Diether v. Goddenthow

In Norbert Gstreins zehntem Roman „Der zweite Jakob“, 2021 erschienen bei Carl Hanser, geht es um die Frage, die wir uns vielleicht alle schon einmal gestellt haben und die dem Ich-Erzähler Jakob Tochter Luzie stellt: „Was ist das Schlimmste, das du je getan hast?“ Und es geht um Identität. Dies habe der Autor „raffiniert komponiert“ in seinem Werk, „das zum Ende hin sehr rührend wird“, so Christian Schröder.

Norbert Gstrein © Foto Diether v. Goddenthow
Norbert Gstrein © Foto Diether v. Goddenthow

Jakob, ein erfolgreicher Schauspieler kurz vor seinem 60. Geburtstag und spezialisiert auf dunkle Rollen, auch auf Frauenmörderrollen,  sabotiert die Beschreibung seiner Vita durch einen fremden Biografen, weil er nicht, wie Gstrein sagt, auf seine Herkunft „zurückdefiniert“ werden möchte. So beginnt Jakob seine Lebensgeschichte selbst zu erzählen. Tochter Luzie, bei den Treffen ihres Vater mit dem Biographen anwesend, erhält die geschönte Fassung von Vaters Biografie-Manuskript und ist entsetzt über „die  bestürzende Harmlosigkeit des Ganzen“. Sie drängt den Vater dazu, sich darauf einzulassen, ihr die Frage zu beantworten, „was das Schlimmste sei, das er  in seinem Leben getan  habe?“ Zunächst versucht Jakob, sich ausweichend heraus zu reden, etwa, dass er nicht bei Luzies Geburt dabei und in ihren  ersten Jahren viel weg war; dass er und seine von ihm getrennt lebende Frau Luzie in ein Internat nach England fortgegeben haben usw.  Aber das ist nicht, was Luzie meint.  Neugierig von den mitgehörten Gesprächen ihres Vaters mit dem Biographen, will sie wissen, ob Jakob  jemanden umgebracht oder ihn so weit getrieben hast, dass er sich selbst das Leben genommen hat.
Einmal angefangen, gewinnt die  Geschichte an  Dynamik und lässt r Jacob  zu einem unheimlichen Erzähler werden, der sich im Kontext einer Serie ungeklärter Frauenmorde während eines Filmdrehs  an der mexikanisch-amerikanischen Grenze selbst verdächtigt macht.

Gstrein versichert jedoch: In seinem Werk „stehen Künstler nicht über dem Gesetz“; im Gegenteil handele es sich um einen hochmoralischen Roman, der zwar darstelle wie etwas möglich sein könne, aber das Gegenteil aufzeige.

Kommentar der Jury: Auf meisterhafte Weise demonstriert der Roman, wie sich die Komplexität eines Lebens, das geprägt ist von Scheitern, Scham und Schuld, einem simplen Plot verweigert. Mit „Der zweite Jakob“ hat Norbert Gstrein seine virtuose Erzählkunst noch einmal auf eine höhere Stufe gehoben.

„Identitti“ von Mithu Sanyal

Mithu Sanyal im Gespräch mit  Eva Maria Magel-FAZ © Foto Diether v. Goddenthow
Mithu Sanyal im Gespräch mit Eva Maria Magel-FAZ © Foto Diether v. Goddenthow

Mithu Sanyai, als Letzte im Shortlist-Reigen von Eva-Maria Magel vorgestellt, bringt den Inhalt ihres 2021 bei Carl Hanser, München, erschienenen Romans „Identitti“ gleich zu Beginn auf den Punkt: „Es geht um Identität, Politik und Brüste, also um Sexualität“. Die Hauptfigur Nivedita, Studentin an der Düsseldorfer Uni bloggt  unter verschiedenen Namen (Identitti, Mixed-Race, Wonderwoman), und deckt einen riesigen Skandal auf: Starprofessorin Saraswatis indische Herkunft ist fake. Prof. Dr. Saraswati, die sich nach der hinduistischen Göttin Saraswati benannt und fälschlich als Inderin ausgegeben hat, ist „weiss“! Das ist insofern ein Super-Gau, da sich die Main-stream konforme Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf als ‚Person of Colour‘ beschrieb, und  als Übergöttin aller Debatten über Identität gefeiert wurde.  Nun beginnt eine Jagd nach „echter“ Zugehörigkeit. Während das Netz Saraswati hetzt und Demos ihre Entlassung fordern, stellt ihre Studentin Nivedita ihr intimste Fragen.

Mithu Sanyal © Foto Diether v. Goddenthow
Mithu Sanyal © Foto Diether v. Goddenthow

Mithu Sanyals  erfrischendes und  höchst unterhaltsames  Werk „Identitti“ ist bei aller Hintergründigkeit vor allem auch ein lustvolles Buch, welches mit dem  grandiosen Satz beginnt:

„Das letzte Mal, dass ich mit dem Teufel sprach, war er nackt, sichtlich sexuell erregt und eine Frau. So viel zu sozialen Gewissheiten: Wenn man sich nicht einmal darauf verlassen kann, dass der Teufel ein Mann ist, kann man direkt jede Form von Identität ablegen wie ein altes T-Shirt!“ (Mithu Sanyal. Identitti, München 2021, S.9)

Kommentar der Jury: Identitti ist eine Quadratur des Kreises: ein enorm vergnüglicher, hochenergetischer Diskursroman, bei dessen Lektüre viel zu lernen ist und der dabei grandios unterhält.(…) Ohne jeden Hang zum Denunzieren zeigt der Roman die verschiedenen, unversöhnlich scheinenden Positionen – in Dialogen, Blogeinträgen, fiktiven Tweets realer Zeitgenoss*innen – und so gelingt es ihr, gerade in den verfahrensten Debatten wieder unbändige Freude am Austausch und der Beweglichkeit im Kopf zu entfachen.

Weitere Informationen zum Deutschen Buchpreis

Deutscher Buchpreis 2021: Die Autorinnen und Autoren der Shortlist. Veranstaltung und Stream am 1. Oktober um 18 Uhr aus dem Literaturhaus Frankfurt

© Börsenverein des Deutschen Buchhandels
© Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Frankfurt, 23. September 2021 – Auch in diesem Jahr wird zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Buchpreis der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Bereits zum 14. Mal präsentieren das Kulturamt Frankfurt am Main und das Literaturhaus Frankfurt die Nominierten der Shortlist zwei Wochen vor der Preisverleihung in Kooperation mit der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die den Preis vergibt.

Fünf der sechs Finalistinnen und Finalisten, die in diesem Jahr in der Endauswahl für den deutschsprachigen Roman des Jahres stehen, werden in Lesungen und Gesprächen von Eva-Maria Magel (F.A.Z.), Christoph Schröder (freier Kritiker) und Bianca Schwarz (hr2-kultur) vorgestellt. Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.

Der Abend am 1. Oktober:
18:00 Begrüßung
18:15 Monika Helfer „Vati“, Moderation: Christoph Schröder
18:45 Thomas Kunst „Zandschower Klinken“, Moderation: Eva-Maria Magel
19:15 Antje Rávik Strubel „Blaue Frau“, Moderation: Bianca Schwarz
19:45 Pause
20:15 Norbert Gstrein „Der zweite Jakob“, Moderation: Christoph Schröder
20:45 Mithu Sanyal „Identitti“; Moderation Eva-Maria Magel

Karten und Streamingtickets
Der Ticketverkauf für die Veranstaltung beginnt am 24.09. um 10 Uhr.
Der Saalticket-Verkauf (18 Euro / 12 Euro ermäßigt) startet ebendann.

Streamingtickets für die Veranstaltung kosten 5 Euro. Der Verkauf findet über die Reservix-Plattform statt; der Zugang erfolgt über Link und Zugangscode, ein Streaming-Account ist nicht notwendig. Die Streaming-Tickets sind 70 Stunden gültig und können bis Veranstaltungsbeginn im Kartenshop des Literaturhauses online erworben werden.

Karten im Ticketshop unter: https://literaturhaus-frankfurt.reservix.de/tickets-deutscher-buchpreis-2021-die-autorinnen-und-autoren-der-shortlist-in-frankfurt-am-main-literaturhaus-frankfurt-am-1-10-2021/e1701595

Hygiene-Regeln
Es gelten die 3G-Regeln gemäß der aktuellen Coronavirus-Schutzverordnung des Landes Hessen (Stand: 16.09.2021): Der Einlass erfolgt gegen Vorlage eines personalisierten, tagesaktuellen Negativtestergebnisses (Bürgertest, max. 24 Std. alt) oder eines entsprechenden Nachweises über eine vollständige Impfung oder Genesung in Verbindung mit einem amtlichen Ausweisdokument. Im Haus sowie am Platz herrscht Maskenpflicht.

Ort:
Literaturhaus Frankfurt e.V.
Schöne Aussicht 2,
60311 Frankfurt am Main
Iiteraturhaus-frankfurt.de

Kooperationsveranstaltung
Eine gemeinsame Veranstaltung von Kulturamt Frankfurt am Main und Literaturhaus Frankfurt. Partner ist die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Als Livestream findet die Veranstaltung in Kooperation mit dem Netzwerk der Literaturhäuser statt. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort zwischen dem 13. und 15. Oktober, jeweils um 09.05 Uhr und 14.30 Uhr.

Die sechs Finalisten für den Deutscher Buchpreis 2021 stehen fest

Deutscher Buchpreis 2021: Die Shortlist Die sechs nominierten Titel der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2021 stehen fest. Die Preisverleihung findet am 18. Oktober 2021 im Frankfurter Römer statt. Foto: vntr.media
Deutscher Buchpreis 2021: Die Shortlist Die sechs nominierten Titel der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2021 stehen fest. Die Preisverleihung findet am 18. Oktober 2021 im Frankfurter Römer statt. Foto: vntr.media

Die Jury hat diese sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2021 ausgewählt:

• Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser, Februar 2021)
• Monika Helfer: Vati (Carl Hanser, Januar 2021)
• Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch, März 2021)
• Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp, Februar 2021)
• Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser, Februar 2021)
• Antje Rávik Strubel: Blaue Frau (S. Fischer, August 2021)

Jurysprecher Knut Cordsen, Kulturredakteur beim Bayerischen Rundfunk: „Diese sechs Finalist*innen zeigen den stilistischen, formalen und thematischen Reichtum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und zeugen von der immensen Lust und hohen Könnerschaft, Geschichten zu erzählen. Darüber hinaus reflektieren alle nominierten Titel das eigene Schreiben, loten seine Möglichkeiten und seine Grenzen aus. Es sind künstlerisch herausragende Romane, die bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Topoi und Schreibweisen eines vereint: Sie sind alle auf je eigene Weise ausgezeichnet und haben jeder für sich die Jury überzeugt.“

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 230 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 erschienen sind.

Der Jury gehören neben Knut Cordsen an: Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen), Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt), Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne) und Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse).

Mit dem Deutschen Buchpreis 2021 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der oder die Preisträger*in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 18. Oktober 2021 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen. Interessierte können die Preisverleihung unter www.deutscher-buchpreis.de verfolgen.

Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur übertragen die Veranstaltung live über den Sonderkanal „Dokumente und Debatten“ im Digitalradio und als Livestream auf deutschlandradio.de/debatten.

Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Ab 4. Oktober 2021 werden Auszüge aus den Shortlist-Titeln in englischer Übersetzung und ein englischsprachiges Dossier zur Shortlist auf dem Internetportal www.new-books-in-german.com präsentiert.

Deutscher Buchpreis 2021: Die 20 nominierten Romane stehen fest

Die nominierten Titel © vntr.media
Die nominierten Titel © vntr.media

Longlist veröffentlicht / 230 Titel waren in der Auswahl / Shortlist wird am 21. September bekanntgegeben / Blogger*innen-Rezensionen unter www.deutscher-buchpreis-blog.de

20 Romane gehen ins Rennen für den Deutschen Buchpreis 2021. Seit Ausschreibungsbeginn hat die Jury 230 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecher Knut Cordsen, Kulturredakteur beim Bayerischen Rundfunk:
„Als Jury hatten wir in diesem Jahr so viele Titel zur Auswahl wie bisher nie beim Deutschen Buchpreis. Ein Viertel davon waren belletristische Debüts, ein breites Bouquet neuer literarischer Stimmen. Die Jury freut sich, mit der Longlist eine Auswahl getroffen zu haben, die das erzählerische Experiment ebenso würdigt wie den realistischen Roman, das Komische wie das Surreale. Diese 20 Bücher nehmen Herkunft und Geschichte ebenso in den Blick wie zentrale Fragen der Gegenwart.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

• Henning Ahrens: Mitgift (Klett-Cotta, August 2021)

• Shida Bazyar: Drei Kameradinnen (Kiepenheuer & Witsch, April 2021)

• Dietmar Dath: Gentzen oder: Betrunken aufräumen (Matthes & Seitz Berlin, August 2021)

• Franzobel: Die Eroberung Amerikas (Paul Zsolnay, Januar 2021)

• Georges-Arthur Goldschmidt: Der versperrte Weg (Wallstein, Juni 2021)

• Dana Grigorcea: Die nicht sterben (Penguin, März 2021)

• Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser, Februar 2021)

• Dilek Güngör: Vater und ich (Verbrecher, Juli 2021)

• Monika Helfer: Vati (Carl Hanser, Januar 2021)

• Felicitas Hoppe: Die Nibelungen (S. Fischer, September 2021)

• Peter Karoshi: Zu den Elefanten (Leykam, Mai 2021)

• Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch, März 2021)

• Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp, Februar 2021)

• Gert Loschütz: Besichtigung eines Unglücks (Schöffling & Co., Juli 2021)

• Yulia Marfutova: Der Himmel vor hundert Jahren (Rowohlt, März 2021)

• Sasha Marianna Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein (Suhrkamp, September 2021)

• Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser, Februar 2021)

• Ferdinand Schmalz: Mein Lieblingstier heißt Winter (S. Fischer, Juli 2021)

• Antje Rávik Strubel: Blaue Frau (S. Fischer, August 2021)

• Heinz Strunk: Es ist immer so schön mit dir (Rowohlt, Juli 2021)

v.l.n.r.: Sandra Kegel, Anja Johannsen, Beate Scherzer, Anne-Catherine Simon, Richard Kämmerlings, Bettina Fischer, Knut Cordsen © vntr.media
v.l.n.r.: Sandra Kegel, Anja Johannsen, Beate Scherzer, Anne-Catherine Simon, Richard Kämmerlings, Bettina Fischer, Knut Cordsen © vntr.media

Der Jury gehören neben Knut Cordsen an: Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen), Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt), Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne) und Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse).

Im nächsten Schritt wählen die Jurymitglieder aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 21. September 2021 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autor*innen, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der oder die Preisträger*in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 18. Oktober 2021 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Longlist kennenlernen: Leseproben, Hörproben, Videoclips, Blogger*innen-Rezensionen

Ab dieser Woche ist das Taschenbuch „Deutscher Buchpreis 2021: Die Nominierten“ deutschlandweit in vielen Buchhandlungen kostenlos erhältlich. Es enthält Leseproben aller Bücher und weiterführende Informationen, kuratiert vom Fachmagazin Börsenblatt des Technologie- und Informationsanbieters MVB, und lädt zum Entdecken der Geschichten und ihrer Autor*innen ein.

Das Podcast-Radio detektor.fm hat Hörproben der 20 nominierten Titel produziert. Sie sind abrufbar unter www.deutscher-buchpreis.de/longlist oder www.detektor.fm/deutscher-buchpreis und über die detektor.fm-App. Auf den Plattformen Amazon Music, Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify sind alle Audios als Podcast direkt zu hören. Als Kooperationspartner des Deutschen Buchpreises bespricht der Podcast www.papierstaupodcast.de von September bis Oktober alle nominierten Titel, die Shortlist und den Roman des Jahres.

Ab September stellen kurze Videoclips die nominierten Autor*innen und ihre Romane vor. Sie stehen dann auf der Website des Deutschen Buchpreises, auf Youtube und Instagram zur Verfügung.

Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen in den kommenden Wochen 20 Literaturblogger*innen je einen nominierten Titel vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlicht und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt.

Deutscher Buchpreis 2021: 197 Romane von 125 Verlagen eingereicht

Mehr Einreichungen und teilnehmende Verlage als je zuvor / Knut Cordsen ist Sprecher der Jury

Das zweite Jahr in Folge steigt die Zahl der Einreichungen für den Deutschen Buchpreis auf einen bisherigen Höchstwert: 125 deutschsprachige Verlage schickten insgesamt 197 Titel ins Rennen um den Roman des Jahres. Das sind 10 Titel und 5 Verlage mehr als im Rekordjahr 2020. 83 Verlage sitzen in Deutschland, 22 in der Schweiz, 19 in Österreich und einer in Luxemburg.

Von den vorgeschlagenen Titeln stammen 110 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 67 weitere kommen im Herbst auf den Markt. 20 Titel sind bereits im vergangenen Herbst erschienen. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einreichen, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind bzw. erscheinen. Darüber hinaus konnten bis zu fünf weitere Titel empfohlen werden. Auf der Empfehlungsliste landeten dieses Jahr 112 Romane – 16 mehr als im Vorjahr. Aus der Liste können die Juror*innen Titel für den Auswahlprozess anfordern.

Die erste gemeinsame Jurysitzung fand per Videokonferenz statt. Als ihren Sprecher haben die Jurymitglieder Knut Cordsen (Kulturredakteur, Bayerischer Rundfunk) benannt. Der Jury gehören außerdem an: Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen), Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt), Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne) und Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse).

Die Jury entscheidet über den Roman des Jahres in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Am 24. August 2021 gibt sie die 20 nominierten Titel bekannt. Aus dieser Longlist wählen die Juror*innen sechs Titel für die Shortlist, die am 21. September 2021 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung, am 18. Oktober 2021, erfahren die sechs Autor*innen, wer von ihnen den Deutschen Buchpreis gewonnen hat.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Informationen zum Deutschen Buchpreis 2021 können Interessierte unter www.deutscher-buchpreis.de abrufen.

Deutscher Buchpreis 2021: Das ist die Jury – Frist für Titelmeldungen der Verlage bis 26. März 2021

Buchpreis 2020: Karin Schmidt-Friderichs, die neue Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreicht Anne Weber die Urkunde zum Deutschen Buchpreis 2020. (Streaming-Ausschnitt)
Buchpreis 2020: Karin Schmidt-Friderichs, die neue Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreicht Anne Weber die Urkunde zum Deutschen Buchpreis . (Streaming-Ausschnitt)

Sieben Jurymitglieder gewählt / Titelmeldung für Verlage bis 26. März 2021 / Ausschreibung unter www.anmeldung.deutscher-buchpreis.de

Die Jury für den Deutschen Buchpreis 2021 steht fest. Die Akademie Deutscher Buchpreis hat diese sieben Literaturexpert*innen in die Jury berufen:

  • Knut Cordsen (Kulturredakteur, Bayerischer Rundfunk)
  • Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln)
  • Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen)
  • Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt)
  • Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne)
  • Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse)

Die Jurymitglieder entscheiden, wer den Deutschen Buchpreis 2021 erhält. Um eine größtmögliche Unabhängigkeit der Auszeichnung zu gewährleisten, wählt die Akademie Deutscher Buchpreis die Jury in jedem Jahr neu. Eine mehrmalige Jurymitgliedschaft ist möglich.

Verlage können Titel einreichen

Verlage können ab sofort ihre Titel für den Deutschen Buchpreis 2021 unter www.anmeldung.deutscher-buchpreis.de einreichen. Bis zum 26. März 2021 können jeweils zwei deutschsprachige Romane aus dem aktuellen oder geplanten Programm eingereicht und zusätzlich bis zu fünf weitere Titel aus dem aktuellen oder geplanten Programm empfohlen werden. Voraussetzung für die Bewerbung ist die Mitgliedschaft im Börsenverein des Deutschen Buchhandels, im Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband oder im Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Die Bücher müssen zwischen 1. Oktober 2020 und 21. September 2021 (Bekanntgabe der Shortlist) erscheinen. Bücher, Leseexemplare, E-Books und Fahnen können bis zum 18. Juni 2021 nachgereicht werden.

Der Roman des Jahres wird in einem mehrstufigen Verfahren ermittelt. Zunächst sichtet die Jury alle von den Verlagen eingereichten Romane und stellt eine 20 Titel umfassende Nominierungsliste zusammen. Diese wird am 24. August 2021 bekannt gegeben. Daraus wählen die Jurymitglieder sechs Titel für die Shortlist, die am 21. September 2021 veröffentlicht wird. An wen der Deutsche Buchpreis geht, erfahren die sechs Autor*innen erst am Abend der Preisverleihung.

Die Verleihung findet am 18. Oktober 2021 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Der oder die Preisträger*in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Den Deutschen Buchpreis 2020 gewann Anne Weber für den Roman „Annette, ein Heldinnenepos“.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Alle Informationen und die Ausschreibungsunterlagen können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de

Anne Weber erhält den Deutschen Buchpreis 2020 für ihren Roman „Annette, ein Heldinnenepos“

Karin Schmidt-Friderichs, die neue Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreicht Anne Weber die Urkunde zum Deutschen Buchpreis 2020. (Streaming-Ausschnitt)
Karin Schmidt-Friderichs, die neue Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreicht Anne Weber die Urkunde zum Deutschen Buchpreis 2020. (Streaming-Ausschnitt)

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2020 ist Anne Weber. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Annette, ein Heldinnenepos“ (Matthes & Seitz Berlin).

Die Begründung der Jury:
„Die Kraft von Anne Webers Erzählung kann sich mit der Kraft ihrer Heldin messen: Es ist atemberaubend, wie frisch hier die alte Form des Epos klingt und mit welcher Leichtigkeit Weber die Lebensgeschichte der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir zu einem Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit verdichtet. „Annette, ein Heldinnenepos“ ist eine Geschichte voller Härten, die Weber aber mit souveräner Dezenz und feiner Ironie erzählt. Dabei geht es um nichts weniger als die deutsch-französische Geschichte als eine der Grundlagen unseres heutigen Europas. Wir sind dankbar, dass Anne Weber Annette für uns entdeckt hat und von ihr erzählt.“


Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2020 gehören an: Katharina Borchardt (Literaturredakteurin, SWR2), Hanna Engelmeier (Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) und Autorin), David Hugendick (Literaturredakteur, Zeit Online), Chris Möller (Literaturvermittlerin bei Kabeljau & Dorsch, Berlin), Maria-Christina Piwowarski (Buchhandlung ocelot, Berlin), Felix Stephan (Literaturredakteur, Süddeutsche Zeitung) und Denise Zumbrunnen (Buchhandlung Never Stop Reading, Zürich).

Anne Weber  © Foto: Diether v. Goddenthow
Anne Weber © Foto: Diether v. Goddenthow

„Verlässlich und wie kaum eine andere Auszeichnung bestärkt der Deutsche Buchpreis das Gespräch über Bücher in Deutschland. Etwas, das in diesem Jahr wichtiger ist denn je. Verlage mussten pandemiebedingt viele Lesungen absagen, Neuerscheinungen verschieben, Möglichkeiten für Begegnungen mit Autor*innen fielen weg. Ich danke allen Beteiligten, Freund*innen und Förder*innen, die sich – auch unter erschwerten Bedingungen – auf das Projekt Deutscher Buchpreis eingelassen haben und die der deutschsprachigen Romanliteratur gemeinsam eine so wichtige Bühne bereiten“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert:
Bov Bjerg, Serpentinen (Claassen), Dorothee Elmiger, Aus der Zuckerfabrik (Carl Hanser), Thomas Hettche, Herzfaden (Kiepenheuer & Witsch), Deniz Ohde, Streulicht (Suhrkamp) und Christine Wunnicke, Die Dame mit der bemalten Hand (Berenberg).

Anne Weber erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisträgerin wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 206 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2019 und dem 15. September 2020 erschienen sind. Aus diesen Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Juror*innen sechs Titel für die Shortlist gewählt. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr als Livesendung aus dem Frankfurter Römer statt.

Mit dem Deutschen Buchpreis 2020 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen 20 Literaturblogger*innen die nominierten Titel 2020 vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlicht und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt. Auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen des Deutschen Buchpreises vermitteln zudem Videoporträts einen Eindruck von den nominierten Werken und ihren Autor*innen.

„Frankfurter Buchmesse 2020 – Special Edition“ jetzt doch ohne Publikum – Programm auf einen Blick

© Archivbild: Diether v. Goddenthow
© Archivbild: Diether v. Goddenthow

Verleihung des Deutschen Buchpreises 2020 am 12. Okt. 2020

Logo_dbp_2020_RGB160Traditionell findet am heutigen Montagabend vor der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse  um 18.00 Uhr die Verleihung des Deutschen Buchpreises im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.
Da die Veranstaltung coronabedingt ohne Gäste stattfindet, wird sie  per Livestream übertragen: https://www.deutscher-buchpreis.de/

 

Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse „Special Edition“ am Dienstag, dem 13. Oktober 2020 um 18 Uhr, unter dem Motto “Signale der Hoffnung”

© Frankfurter Buchmesse
© Frankfurter Buchmesse

“Signale der Hoffnung” möchte die Frankfurter Buchmesse senden – in einem Jahr, in dem die krisenhaften Ereignisse die Menschen weltweit in Sorge und Unsicherheit versetzt haben. Die von Covid-19 ausgelösten Veränderungen werden die Weltöffentlichkeit noch lange beschäftigen – und dieser Wandel soll von den Autor*innen und Publizist*innen unserer Zeit analysiert, kommentiert und diskutiert werden.

Prof. Monika Grütters, David Grossman und der kanadische Premierminister Justin Trudeau eröffnen die „Special Edition“. Desweiteren sprechen

  • der Hessische Wirtschaftsminister, Tarek Al-Wazir
  • der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmann
  • die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs
  • der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos
  • der Schriftsteller und Friedensaktivist, David Grossman (Videobotschaft)

Die Eröffnung der Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr in der Frankfurter Festhalle ohne Gäste statt und wird live  übertragen: buchmesse.de/opening

bookfest-logo-2020BOOKFEST-Programm: literarische Inspiration und spannende Begegnungen Jeden Oktober feiern Kulturbegeisterte das BOOKFEST. In diesem Jahr wird das beliebte Festival physisch als BOOKFEST city und erstmals auch virtuell als BOOKFEST digital stattfinden und damit noch größer und bunter die Stars aus der internationalen Kultur- und Literaturszene feiern. Beim BOOKFEST city (14.-18. Oktober) sind knapp 80 Events über alle fünf Messetage hinweg auf viele Locations in Frankfurt verteilt. Trotz der gestiegenen Coronafall-Zahlen in Frankfurt, werden die geplanten BOOKFEST city geplanten Präsenz-Veranstaltungen vom 14.-18. Oktober 2020 stattfinden. Alle am BOOKFEST city beteiligten Veranstaltungsorte erfüllten die aktuell geltenden Schutzverordnungen des Landes Hessen, da die Begrenzung der Teilnehmerzahlen die Einhaltung der Abstandsregeln ermöglichten, so die Veranstalter.

Das BOOKFEST digital glänzt am 17. Oktober 2020, von 10.00 bis 22.00 Uhr, mit einem abwechslungsreichen, insgesamt ca. 22-stündigem Programm auf zwei Kanälen. www.bookfest.de
BOOKFEST digital – weltweit zuhause
BOOKFEST city – Das Programm 2020 

Die ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle ausschließlich online

©  ARD
© ARD

 

Wie die Buchmesse meldet, wird das Veranstaltungsprogramm auf der ARD-Buchmessenbühne in der Frankfurter Festhalle doch ohne Publikum stattfinden. Angesichts steigender Infektionszahlen in Frankfurt am Main und bundesweit haben die Frankfurter Buchmesse GmbH und der Hessische Rundfunk als Veranstalter beschlossen, das Programm vor Ort nur mit den beteiligten Moderator*innen und Autor*innen durchzuführen. Die Entscheidung betrifft auch die Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse, zu der sich 250 geladene Gäste angemeldet haben.

Dennoch heißt es in den nächsten Tagen: Bühne frei für Literatur! Internationale Stars stehen auf der ARD-Buchmessenbühne im Rampenlicht Jan Böhmermann, Klaus Brinkbäumer, Chilly Gonzales und Malakoff Kowalski, Andrea Petković, Harald Martenstein, Alice Schwarzer, Harald Welzer, Iris Wolff und Nell Zink: Diese und viele andere Autor*innen sind im Rahmen der Frankfurter Buchmesse – Special Edition auf der ARDBuchmessenbühne zu Gast: sowohl persönlich vor Ort als auch live zugeschaltet.

Das Programm der ARD-Buchmessenbühne (www.buchmesse.de/ard) wird federführend von der ARD und ihren Anstalten ausgerichtet; weitere Partner sind 3sat, ARTE, Deutschlandfunk, DER SPIEGEL und die FAZ. Juergen Boos, der Direktor der Frankfurter Buchmesse: „Mit der ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle ist es uns gelungen, viele Autor*innen und ihre Neuerscheinungen an fünf Tagen im Oktober ins Rampenlicht zu rücken. Dieser bemerkenswerte Zusammenschluss der ARD mit vielen Medienpartnern dient einer Sache: Wir alle wollen gemeinsam in dieser Woche für das Buch trommeln. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement.“

Einer der Höhepunkte ist die ARDBuchmessennacht am Freitagabend, 16.10.2020,bei der sich neben der*dem Buchpreisträger*in viele weitere Autor*innen präsentieren. Natürlich ist es sehr schade, dass wir diesmal nicht mit tausenden Besucher*innen am ARD-Stand in den Austausch treten können, so die Veranstalter: „Wir wollen aber trotzdem möglichst viele erreichen: Über den OnlineAuftritt buchmesse.ARD.de streamen wir an allen Tagen live von der ARD-Buchmessenbühne.“ Das ist in diesem Jahr wichtiger denn je. Neben den Live-Streams bietet die Website BackstageEinblicke, Porträts, Buchbesprechungen sowie in diesem Jahr erstmals den Video-Podcast „What a Mess“, und ist somit eine kompetente Begleiterin rund um die Messe und das ARD-Programm.“

Programm-Highlights auf der ARD-Buchmessenbühne

Der Weltempfang, ein Gemeinschaftsprojekt der Frankfurter Buchmesse und des Auswärtigen Amts, ist traditionell der Ort für offenen Austausch und politischen Dialog. Die wichtigsten Köpfe aus Politik, Kultur und Wirtschaft diskutieren Themen, über die gesprochen werden muss. In diesem Jahr ist das Programm online verfügbar, Die Eröffnung findet in der Festhalle ohne Publikum statt, mit einem Podium zum Schwerpunktthema „Europa – Kulturen verbinden“. Zu Gast ist u.a. der Journalist Giuliano da Empoli, Gründungsvorsitzender des mailändischen Thinktanks Volta. Moderiert wird die Eröffnung von Gert Scobel. (Mittwoch, 14. Oktober, 17.30 Uhr) www.buchmesse.de/weltempfang

Spannung, Kontroverse und 100 Prozent Frauenpower: Die Talkreihe „Streiterinnen!“ geht in die dritte Runde und findet von Mittwoch bis Sonntag, jeweils um 14 Uhr auf der ARDBuchmessenbühne statt. Engagierte Autorinnen diskutieren über streitbare Themen. Für mehr Nachhaltigkeit, gegen Rassismus und für mehr Respekt! Das sind nur einige der Themen, über die Autorinnen und Unternehmerinnen wie Olivia Wenzel, Sina Trinkwalder, Naomi Ryland und Lisa Jaspers sprechen werden. (Mittwoch, 14. Oktober – Sonntag, 18. Oktober, 14 Uhr)

Immer um 15.30 Uhr geht es unter dem Motto ES WIRD ZEIT… um Fragen, die junge, politisch engagierte Menschen bewegen. Die von ARTE organisierten Veranstaltungen schlagen dabei eine Brücke zu Kanada, dem virtuellen Ehrengast der Buchmesse. Als eine weitere ARTE Beistellung fürs live-Programm der diesjährigen Buchmesse: der kanadische Musiker Chilly Gonzales und sein neues Buch Enya, das er zusammen mit Malakoff Kowalski am Freitag, 16. Oktober, 17 Uhr, vorstellt. In „Enya – Talking about taste“ streiten sie sich über Geschmacksfragen – eine einzigartige Gelegenheit, den Kultmusiker hautnah zu erleben.

ARD-Buchmessennacht am 16.10.2020

Beste Unterhaltung, relevante Themen, hochwertige Literatur mit internationaler Ausstrahlung – dafür steht die ARD-Buchmessennacht. Der oder die aktuelle Buchpreisträger*in ist ebenso zu Gast wie Kritikerin Elke Heidenreich und der israelische Friedenspreisträger David Grossman. Es geht um Rassismus, um Amerika vor der Wahl und die Verteidigung der Demokratie auch in Deutschland. Jan Böhmermann plaudert aus seinem Twittertagebuch Gefolgt von niemandem, dem du folgst und Jan Weiler erzählt hinreißende Geschichten davon, wie es ist, wenn aus Pubertierenden junge Erwachsene werden. 13 herausragende Titel dieser Buchmesse, Schlag auf Schlag moderiert von Catherine Mundt und Alf Mentzer.

Corona hat die Welt in den Lockdown gezwungen. Im Vergleich mit anderen Ländern scheint Deutschland bislang überraschend gut durch die erste Welle der Krise gekommen zu sein. Was bleibt von der Krise, wie nachhaltig hat sie Gesellschaft und Politik verändert, wie stark spaltet sie das Land? Im SPIEGEL-Talk diskutiert der Philosoph Markus Gabriel mit dem SPDGesundheitsexperten und Epidemiologen Prof. Dr. Karl Lauterbach über die langfristigen Folgen der deutschen Corona-Politik. Moderiert wird das Gespräch von Martin Knobbe, dem Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros. (Samstag, 17. Oktober, 12.30 Uhr)

Am Samstag, 17. Oktober 2020 treten die beiden Giganten der schottischen Literatur erstmals auf deutschem Boden gemeinsam auf. Irvine Welsh zählt seit seinem Debütroman Trainspotting zu den wichtigsten britischen Autoren der Gegenwart, die Verfilmung von Danny Boyle ist ein Klassiker der Popkultur. Mit seinem neuen Roman Die Hosen der Toten beendet er die Trainspotting-Reihe mit einem gewaltigen Paukenschlag. In Großbritannien stürmte der Roman Platz 1 der Bestsellerlisten, auch hierzulande ist die Resonanz enorm. John Niven stammt aus der Gegend um Glasgow. Ihm gelang mit dem Roman Kill Your Friends der weltweite Durchbruch, eine bitterböse Satire auf die Musikindustrie. Sein neuer Roman Die F*ck-it-Liste ist eine scharfzüngige Thriller-Satire auf das Amerika in Zeiten von Trump.

Am Sonntag, den 18. Oktober, um 15 Uhr, spricht Erfolgsautorin Cornelia Funke mit Bärbel Schäfer über ihr neues Buch Reckless – Auf silberner Fährte, dem vierten Band der Reckless-Saga. Cornelia Funke ist eine der bekanntesten deutschen Autorinnen von Kinder- und Jugendliteratur. Mit den Bestseller-Büchern wie Herr der Diebe, Drachenreiter sowie der Tintenwelt-Trilogie, feierte sie internationale Erfolge, und ihre Bücher sind mittlerweile in mehr als 40 Sprachen erschienen. Inzwischen lebt Cornelia Funke mit ihrer Familie in Los Angeles, Kalifornien; zu der Veranstaltung wird sie live zugeschaltet.

Das gesamte Programm der ARD-Buchmessenbühne wird aufgezeichnet und per Livestream (www.buchmesse.ARD.de) übertragen. Das detaillierte Programm der ARD-Buchmessenbühne finden Sie unter www.buchmesse.de/ard.

Manfred Krupp, der Intendant des Hessischen Rundfunks, sagte: „Ich bedaure natürlich sehr, dass die Buchmesse in diesem Jahr nun doch ganz ohne Besucher*innen stattfindet, bin aber zuversichtlich, dass das breite digitale Angebot überzeugen wird. Über den Online-Auftritt www.buchmesse.ARD.de streamen wir an allen Tagen Autor*innengespräche live von der ARD-Buchmessenbühne. Neben den Live-Streams bietet die Website Backstage-Einblicke, Porträts, Buchbesprechungen sowie den neuen Video-Podcast ‚What a Mess‘. Mit all diesen Angeboten wollen wir die Vielfalt auf dem Buchmarkt abbilden und dazu beitragen, die Bandbreite der aktuellen Themen darzustellen.“

40 Jahre Litprom e.V.
Litprom e.V. feiert dieses Jahr Jubiläum: 1980 war auf der Frankfurter Buchmesse Subsahara-Afrika im Fokus. Zeit, nach 40 Jahren einen frischen Blick auf die Literaturen aus der Region zu werfen: Litprom und KfW Stiftung veranstalten gemeinsam ein Symposium zum Thema afrikanische Literaturen und ihre Vermittlung im deutschsprachigen Raum: „African Perspectives – Writers and Literary Experts in Conversation“. Das Symposium wird am 12. Oktober von 14.00-17.30 Uhr auf den YouTube-Kanälen der Veranstalterinnen, Litprom und KfW Stiftung, sowie auf www.buchmesse.de und dem YouTube-Kanal der Frankfurter Buchmesse zu sehen sein. Unter den Sprecher*innen sind die Autorinnen Maaza Mengiste (Äthiopien/USA) und Yvonne Adhiambo Owuor (Kenia); der kenianische Autor Ngugi wa Thiong’o hält die Keynote

Ehrengast Kanada
Kanada, das seinen Ehrengastauftritt auf 2021 verschoben hat, wird in der Messewoche über 25 digitale Veranstaltungen anbieten; sie sollen die einzigartige Vielfalt der kanadischen Literatur- und Kulturszene verdeutlichen. Das Programm wird am 24. September bekannt gegeben. 246 Bücher von kanadischen Autor*innen werden bis Oktober 2020 in deutscher Übersetzung vorliegen. Eine Liste dieser Neuerscheinungen ist hier abrufbar:
www.buchmesse.de/files/media/pdf/NEL%20Kanada_September_2020.pdf

Frankfurt Rights
Mit Frankfurt Rights hat die Frankfurter Buchmesse eine Plattform rund um den internationalen Rechte- und Lizenzhandel entwickelt. Hier finden alle Akteure des Rechte- und Lizenzhandels zusammen. Rechtehändler*innen knüpfen und festigen hier wichtige Businesskontakte, teilen Probekapitel oder anderes Ansichtsmaterial und versenden und erhalten Nachrichten von Kolleg*innen und Geschäftspartner*innen. Ab dem 1. Oktober 2020 steht Frankfurt Rights zur Verfügung. https://www.buchmesse.de/digitale-buchmesse/frankfurt-rights

Das digitale Fachprogramm der Buchmesse:
Frankfurt Conference, Market Insights, kuratiertes Networking, The Hof Zur Special Edition 2020 launcht die Frankfurter Buchmesse ihr erstes rein digitales Fachprogramm. Bestehend aus Konferenzen, Fachtalks, Vorträgen und NetworkingVeranstaltungen, bietet das neue Online-Programm mehr als 70 Stunden Fachwissen und Austausch für Publishing Professionals aus aller Welt. James Daunt, CEO von Barnes & Noble und Managing Director von Waterstones; Ananth Padmanabhan, CEO von HarperCollins Publishers India; Jenny Fry, Commercial Director bei Canongate; die renommierten Literaturagent*innen Andrew Nurnberg und Anna Soler-Pont; Magnus Nytell, Head of International Expansion bei Nextory; Videl Bar-Kar, Global Head of Audio bei Bookwire; Javier Celaya, CEO von Dosdoce.com; Kristiina HormiaPoutanen, Director of Library Network Services bei der National Library of Finland sowie Dr. Paul Ayris, Pro-Vice-Provost bei UCL Library Services, gehören zu den internationalen Expert*innen, die aktuelle Trends und Entwicklungen in der internationalen Verlagslandschaft vorstellen und diskutieren werden..

Das neue Online-Fachprogramm der Frankfurter Buchmesse umfasst fünf verschiedene Formate: die digitale Konferenzreihe „Frankfurt Conference“, weitere Online-Fachveranstaltungen während der Buchmessewoche, die Online-Reihe „Market Insights“ sowie zwei Networking-Formate – die Business-fokussierten, kuratierten Networking-Sessions und die Online-Veranstaltungsreihe „The Hof“ in lockerer Atmosphäre. Die ersten Veranstaltungen beginnen bereits Ende September; die Buchmessewoche (12.-18. Oktober 2020) stellt den Höhepunkt des Fachprogramms dar. Die Teilnahme an allen digitalen Konferenzen und B2B-Events ist kostenfrei; eine Registrierung bei My Book Fair ist für die Teilnahme erforderlich: https://services.book-fair.com/login. Das gesamte Konferenzprogramm sowie alle Fachveranstaltungen sind unter www.buchmesse.de/conference zu finden. Alle Networking-Formate können unter www.buchmesse.de/networking abgerufen werden. Informationen zu Market Insights: www.buchmesse.de/en/highlights/international-markets.

Marktplatz für kreative Ideen: THE ARTS+ Boost Your Creative Content THE ARTS+ Boost Your Creative Content funktioniert als ganzjährige Schnittstelle zwischen der Publishing-Industrie und der internationalen Kreativ- und Kulturwirtschaft. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Creative Intellectual Property (Ideen, Konzepte, Texte, Bilder etc.), dem geistigen Eigentum aus allen Kreativsektoren wie Film/TV, Audio und Games. Das virtuelle THE ARTS+ Fachprogramm (14.-16. Oktober 2020) besteht aus Insights, Panels, Pitchings, NetworkingFormaten und Masterclasses zu den Themen AR/VR/XR, Licensing/Merchandising sowie Film und Games. Die Teilnahme an den digitalen Formaten ist kostenfrei; eine Registrierung bei My Bookf Fair ist erforderlich. www.theartsplus.com

Frankfurt Audio: die Zukunft des Hörens
Frankfurt Audio: die Zukunft des Hörens Nach dem erfolgreichen Auftakt von Frankfurt Audio auf der Frankfurter Buchmesse 2019 stehen bei der diesjährigen Special Edition Podcasterinnen, Hörbücher und akustische Trends im Rampenlicht. Unter anderem werden die Podcaster*innen Jan Böhmermann, Linda Zervakis und Jan Weiler ihre neuesten Bücher auf der ARD-Buchmessenbühne und beim BOOKFEST city präsentieren. Im Rahmen der Frankfurt Conference ist der Messedonnerstag, 15. Oktober 2020, der Zukunft des Audio-Publishings gewidmet. Beim Audio Track sprechen internationale Expert*innen über aktuelle Trends und Entwicklungen auf dem Audiomarkt. www.buchmesse.de/frankfurt-audio

Frankfurt Authors: Online-Programm für Autor*innen / Cornelia Funke ist Schirmherrin für Jugend-Schreibwettbewerb Egal, ob klassische Autor*in, Self-Publisher*in oder Blogger*in: Mit Frankfurt Authors bietet die Frankfurter Buchmesse allen Schreibenden ein kostenloses digitales Programm an allen Messetagen. Es enthält interaktive Live-Webinare zu Themen wie Podcasting für Autor*innen, die professionelle Umsetzung von Lesungen in Livestreams oder das Schreiben mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz am Beispiel eines Text-Generators. Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke ist die Schirmherrin des Frankfurt Young Stories Awards für junge Kreative von 13-25 Jahren. Bei der Preisverleihung am Buchmessesamstag, 17. Oktober 2020, können die Preisträger*innen ihre Werke in Text- und Crossmedia-Form präsentieren.

All together now: Frankfurt Cosplay auf der FBM20 Seit Jahren ist das bunte Treiben rund ums Thema Cosplay aus dem Rahmenprogramm der Frankfurter Buchmesse nicht mehr wegzudenken. Pandemiebedingt fallen Bestaunen von Kostümen und Austausch der Fangemeinschaft vor Ort aus. Dafür hat die Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit dem Animexx e.V., CosDay e.V. und dem Wie.Mai.Kai e.V. ein neues Projekt ins Leben gerufen: Das Online-Event Frankfurt Cosplay wird vom 17.-18. Oktober 2020 als Livestream auf dem TwitchKanal von Animexx e.V. stattfinden: www.twitch.tv/animexxde. Fans erwarten Panels, Workshops, internationaler Austausch und vieles mehr zu Cosplay, Comics & Co

Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am 18.10.2020

Die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den indischen Wirtschaftsphilosophen Amartya Sen am Sonntag, 18. Oktober 2020, in der Frankfurter Paulskirche wird ebenfalls ohne geladenes Publikum stattfinden. Sie wird am Sonntag, 18. Oktober ab 10.45 Uhr live in der ARD übertragen. Der Preisträger Amartya Sen wird zur Preisverleihung zugeschaltet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird seine Laudatio in der Paulskirche halten.

Juergen Boos, der Direktor der Frankfurter Buchmesse, kommentierte die Entscheidung: „Das Gesundheits- und Hygienekonzept für die Nutzung der Frankfurter Festhalle wurde vor wenigen Tagen von den örtlichen Behörden erneut geprüft und genehmigt. Dennoch haben wir aus Rücksicht auf die Gesundheit der Gäste entschieden, die Risiken zu minimieren und die Festhalle nicht für das Publikum zu öffnen. Wir hoffen aber, mit dem Livestream viele Zuschauer*innen zu erreichen.“