Kategorie-Archiv: Filmkultur

„Ost-West-Begegnung“ im Fokus von goEast 2019 – vom 10. bis 16. April in Wiesbaden

goEast_Visual_2019_450goEast 2019 wirft bereits seine „Schatten“ voraus: In diesem Jahr liegt ein Themenschwerpunkt des in seiner 19. Auflage vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstalteten Festival des mittel- und osteuropäischen Films auf „Grenzüberschreitung und Begegnung“. Das Filmfestival richtet sich mit seinem vielfältigen Programm aus Filmscreenings, Workshops, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen gleichermaßen an heimische Filmfans, Fachpublikum und Gäste aus aller Welt und versteht sich als wichtige Plattform für Kultur und Austausch aus dem postsozialistischen Osteuropa.

Paneuropäisches Picknick
Was vor dreißig Jahren am 9. November in Berlin begann, markierte das Ende einer Epoche, die Europa und die Welt in zwei Teile teilte. Doch bereits im August 1989 war durch eine zunächst unscheinbare Kunstaktion von Friedensaktivist*innen der Eiserne Vorhang einen Spaltbreit aufgestoßen worden: Beim „Paneuropäischen Picknick“ öffnete sich die ungarisch-österreichische Grenze für einige Stunden und viele DDR-Bürger, die gerade im Urlaub am Plattensee waren, machten sich auf den Weg in den Westen. Diesem Ereignis widmet goEast in diesem Jahr eine vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain geförderte Veranstaltungsreihe, bei der sowohl die Grenzen zwischen Ost und West als auch interdisziplinäre Grenzen zwischen Film, Literatur und Kunst überschritten werden. Zu den Veranstaltungen gehört auch ein echtes Picknick auf dem Wiesbadener Schlossplatz, bei dem Festivalgäste, Kulturschaffende und Wiesbadener zusammentreffen.

Symposium: Konstruktionen des Anderen. Roma und das Kino
Mittel- und Osteuropas
Das diesjährige Symposium, zu dem internationale Filmwissenschaftler*innen, Kulturtätige und Filmemacher*innen eingeladen sind, beschäftigt sich mit einem kontroversen Themenkomplex: Einerseits werden „Zigeuner“-Stereotype im Film, von der NS-Zeit bis Emir Kusturica, einer kritischen Revision unterzogen. Andererseits stehen Filme von Roma-Filmschaffenden und die Lebenswelten der Roma in Mittel- und Osteuropa im Fokus. Gerahmt wird die Filmretrospektive von Vorträgen, welche die (film-)historischen, soziopolitischen und kulturellen Aspekte des Themenkomplexes kritisch unter die Lupe nehmen.

Hommage: Krzysztof Zanussi
Mit der Hommage ehrt goEast den Altmeister der polnischen Neuen Welle, Krzysztof Zanussi, mit einer umfangreichen Retrospektive. Der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Drehbuchautor, von der Kritik als der „polnische Godard“ bezeichnet, feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und gehört zu den wichtigsten Filmemachern seiner Generation. 2001 war Zanussi der erste Jurypräsident von goEast und auch 2019 wird er erneut nach Wiesbaden reisen und neben Klassikern wie STRUKTURA KRYSZTAŁU (STRUKTUR DES KRISTALLS, 1969), ILUMINACJA (ILLUMINATION, 1972) auch sein neuestes Werk ETER (ETHER, 2018) präsentieren.

Nachwuchsförderung: RheinMain Kurzfilmpreis // East-WestTalent Lab // Renovabis-Stipendium
Zwei neue Preise und das Fortbildungsprogramm East-West Talent Lab sollen es Nachwuchsfilmemacher*innen ermöglichen, innovative Projektideen zu verwirklichen.
Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain lobt erstmals den mit 2.500 Euro dotierten RheinMain Kurzfilmpreis aus, der im neu geschaffenen Kurzfilmwettbewerb von einer Jury vergeben wird, die sich aus Kultur- und Migrationsvereinsmitgliedern des Rhein-Main-Gebiets zusammensetzt. Renovabis setzt sich seit Beginn der 1990er Jahre für die soziale Erneuerung der postsozialistischen Länder ein und stiftet ein mit 3.500 Euro dotiertes Recherche-Stipendium für dokumentarische Vorhaben zu den Themen Menschen- und Minderheitenrechte. Der ebenfalls mit 3.500 Euro dotierte goEast Development Award wird seit diesem Jahr von Russian Standard Vodka ausgelobt und geht an den besten Projektpitch.

Dziga Vertovs ANNIVERSARY OF THE REVOLUTION und weitere
Archiv-Schätze
Neben aktuellen Produktionen aus Mittel- und Osteuropa haben historische Filme und Archivwerke bei goEast traditionell einen festen Platz. Ein ganz besonderes Highlight ist 2018 die Deutschlandpremiere VON ANNIVERSARY OF THE REVOLUTION (GODOVSHINA REVOLYUCII, UdSSR, 1918) des Dokumentarfilm-Pioniers Dziga Vertov. Der vielleicht erste abendfüllende Dokumentarfilm der Filmgeschichte, der lange als verschollen galt, wurde vom russischen Filmhistoriker Nikolai Izvolov rekonstruiert. In einem Werkstattgespräch wird Izvolov Einblicke in seine Arbeit an der rekonstruierten Fassung geben.

Im Rahmen des Symposiums wird u.a. das dynamische Werk GROßSTADT-ZIGEUNER (Deutschland, 1932) des Bauhaus-Künstlers László Moholy-Nagy zu sehen sein. Daneben finden zwei wichtige Archiv-Montagen ihren Weg auf die Leinwand. THE TRIAL (PROTSESS, Niederlande, 2018), in dem der weißrussische Regisseur Sergei Loznitsa Archivmaterial sowjetischer Schauprozesse aus dem Jahr 1930 bearbeitet. Loznitsa wird beim Festival anwesend sein und eine Masterclass geben. In ihrer bezaubernden Archiv-Montage BRIDGES OF TIME (LAIKA TILTI, Lettland, Litauen, Estland, 2018) setzen Audrius Stonys und Kristīne Briede der baltischen poetischen Dokumentarfilmschule ein Denkmal.

Das komplette Programm der 19. Ausgabe von goEast – Festival des mittel- und
osteuropäischen Films wird Anfang April veröffentlicht.

Sag einfach „im DFF“! Filminstitut und Filmmuseum Frankfurt mit neuem Markenauftritt

05y8q2Das Deutsche Filminstitut und Filmmuseum in Frankfurt heißt jetzt: DFF – Deutsches Filminstitut & Deutsches Filmmuseum, um als das wahrgenommen zu werden, was es seit 2006 ist, nämlich: Eine Institution aus einem Guss. Aus diesem Grund spendiert sich das DFF zum 70. Geburtstag einen neuen Markenauftritt mit Logo und Corporate Design sowie einen neuen Webauftritt und stärkt seine Social-Media-Aktivitäten.

Das war überfällig, „weil die Geschichte dieses Hauses einfach sehr verwirrend ist mit den vielen Institutionen, die da so im Laufe der Jahrzehnte zusammenkamen“, so Frauke Haß, Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Von der Historie aus betrachtet, machte das Deutsche Institut für Filmkunde am 13. April 1949 den Anfang. Dann wurde, noch nicht zum Institut zugehörig, das Kommunale Kino gegründet. 1984 öffnete das Filmmuseum , in das das DIF, das Institut für Filmkunde, einzog ein, später in den 90er Jahren auch das Kommunale Kino im Zuge der Beinaheschließung. Schließlich wurde dann, so die Presseleiterin, das Deutsche Filmmuseum umbenannt in Deutsches Filminstitut. 2006 fusionierten schließlich die beiden Institutionen, „aber das blieb immer so ein bisschen nebeneinander stehen: ‚Deutsches Filminstitut /Deutsches Filmmuseum‘ wie auch immer geschrieben.“, so Haß. Das Logo war mal ein Doppellogo, wenn es um das Ganze ging; bei bestimmten Aktivitäten aber auch nur Institut und bei anderen Ausstellungen und Kinovorführungen nur Filmmuseum. „Und wir haben immer wieder festgestellt im Gespräch mit unseren Besuchern: Das ist verwirrend, da steigt kein Mensch mehr durch. Wir werden nicht als geschlossenes Ganzes wahrgenommen, als Einheit, und wir müssen da etwas tun“, erläutert Haß beim Pressegespräch, wie die Idee zum neuen Markenauftritt als DFF entstand. Der neue Name sei zwar sehr lang, aber das Ziel sei, eigentlich, dass es sich das im Sprachgebrauch so etabliert, „dass man sich dran gewöhnt, einfach zu sagen: im DFF!“, so Haß.

Der neue neues Corporate Design
Das alte Kürzel DIF für Deutsches Filmmuseum passte bereits nach der Umbenennung des Deutschen Instituts für Filmkunde in „Deutsches Filminstitut“ 1998 als Akronym nicht mehr zum Namen und sorgte, wie gesagt, insbesondere nach Fusion von Deutschem Filminstitut und Deutschem Filmmuseum 2006 immer wieder für Irritation. Damit soll ab 2019 nun Schluss sein, und so kann sich das DFF im Jahr des 70. Geburtstags erstmals neben dem neuen Namen und Akronym mit einem neuen Corporate Design einheitlich präsentieren.

Durch das neue Logo und Grafikkonzept wird das Haus, das DFF, mit all seine Abteilungen und Aktivitäten als ein großes Ganzes, als Marke repräsentiert. Wie es in der Pressemeldung heißt, galt es dabei, „die Marke klarer erkennbar und sie auf einen Blick verständlich zu machen. Mit einem klaren, beinahe klassischen Logo und einem frischen, sehr offensiven Farbkonzept hat das Offenbacher Grafikbüro Urban Media Project diese Vorgabe passgenau umgesetzt. Ihr kluges Marken-Design, das die Projektion als Verbindungsglied zwischen analoger Vergangenheit sowie digitaler Gegenwart und Zukunft in den Fokus rückt, wird in den kommenden Wochen für Aufmerksamkeit sorgen und die Neuaufstellung des Hauses mit voranbringen. Der sich aus dem Mission Statement ableitende Claim „Alles ist Film“ rundet die Marke selbstbewusst ab. Er macht deutlich, dass Film aus Sicht der DFF-Expert/innen die existentiellen Grundfragen des Lebens thematisiert und entfaltet. Er schafft eine Kino-Welt, die die Menschen berührt und zum Träumen bringt, die visuell Betörendes ebenso zeigt wie Hässliches. Film inspiriert die Phantasie mit Themen und Bildern, die unterhalten, schockieren und die Kinobesucher/innen herausfordern. Alles, was in der Welt zu sehen, hören und fühlen ist, kann an bestimmte Filme erinnern und als Inspiration für einen neuen Film dienen. Für das DFF heißt es darum ganz klar: Alles ist Film!“

Stärkere Social-Media-Aktivitäten

Auch sollen, so Marie Brüggemann, zuständig für Marketing und Social-Media, die Social-Media-Aktivitäten vorangebracht werden, um von einer Plattform aus, verschiedene Interessengruppen zusammenzubringen und mehrsprachig zu informieren und besser herauszufinden, wer die Leute sind, „ die uns folgen: Was funktioniert gut, was wollen sie eben erfahren, wie reagieren sie auf unseren Output.“ „Im Grunde verstehen wir unseren Social-Media-Auftritt als ein nochmal besonderer, digital erweiterter Zugang zum Museum und zur Gesamt-Institution, eben zu den Menschen, die hier arbeiten, und zum Experten wissen, dass sie hier vereinen. „
Technische Social-Media-Basis wird die zurzeit noch in Umsetzung befindliche neue responsive Website sein. Diese wird im Frühjahr online gehen, „auf der die Besucher/innen intuitiv die ganze Spannbreite der Angebote des DFF entdecken können. Dazu gehöre dann selbstverständlich auch das Online-Ticketing für Kinobesucher/innen. Die Webadresse wird lauten: „www.dff.film“

Erfolgreiches Jahr 2018

201.000 Besucher/innen allein im Haus am Schaumainkai, 365.000 Besucher/innen weltweit: 2018, das erste Jahr der neuen Direktorin Ellen Harrington, war ein erfolgreiches Jahr. Harrington stieß gleich zu Beginn eine Reihe von Analyseprozessen an. Neben umfangreichen Besucher/innen-Umfragen nahm im Februar eine AG die Arbeit an einem neuen Leitbild / Mission Statement auf,  das außerdem einen neuen Namen entwickelte, der die internationale Filmerbe-Institution als geschlossenes Ganzes präsentiert.

70 Jahre DFF – Aktivitäten
Wie es in der Pressemeldung heißt, wird die am 25. März eröffnende Filminstallation 70 Jahre in 70 Minuten den deutschen Film seit 1949 in einer kuratierten Schau vorstellen. Dieser cinematische Abriss über 70 Jahre deutscher Film gibt den Startschuss für die Feiern zum 70. Geburtstag des Hauses, die in einen Festakt mit Staatsministerin Monika Grütters am Montag, 20. Mai, münden. Am selben Tag wird auch das neue DFF – Fassbinder Center, Frankfurt eröffnet – ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr. In dem neuen Studienzentrum an der Eschersheimer Landstraße bündelt das DFF künftig seine Sammlungen, darunter ganz zentral der 2018 übernommene Nachlass Rainer Werner Fassbinders, und macht sie dort für die filmwissenschaftliche Öffentlichkeit zu Forschungszwecken zugänglich.
Kurz darauf eröffnet am 3. Juni dann mit Digital Revolution eine interaktive Ausstellung, die sich damit auseinandersetzt, welche kreativen Möglichkeiten die Digitalisierung für die Künste, vor allem natürlich das Medium Film, bedeutet. Der Universalkünstler Maximilian Schell, dessen Nachlass das DFF bereits vor zwei Jahren übernommen hat, ist Gegenstand einer großen Herbstausstellung, die Multimedia-Elemente mit szenischer Installation kombiniert und dazu einlädt, in Schells künstlerischen Kosmos einzutauchen.
Bereits zum 1. Februar gibt es eine besucherorientierte Neuerung bei den Öffnungszeiten: Das Museum ist künftig freitags statt wie bisher mittwochs bis 20 Uhr geöffnet.

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41- 60596 Frankfurt am Main
www.deutsches-filminstitut.de

Zahlen, Daten und Fakten zum DFF

Die Archive und Sammlungen:

Filmarchiv
26.000 Filme
6550 im Verleih
Bildarchiv
2,3 Millionen Fotos

Textarchiv
80.000 Publikationen
Gerätearchiv
2800 Objekte aus fünf Jahrhunderten

Plakatarchiv
42.000 Plakate
zu 20.000 Filmen

Sammlungen und Nachlässe
Dokumente von mehr als 120 Filmschaffenden
Archive zahlreicher Filmproduzent/innen und Verleihe

HAUTNAH. Die Filmkostüme von Barbara Baum noch bis zum 10. März 2019 im DFF Frankfurt

© DFF
© DFF

Noch bis zum 10. März 2019 präsentiert die Ausstellung HAUTNAH. Die Filmkostüme von Barbara Baum im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum Barbara Baums Filmarbeiten und bietet durch ein taktiles Vermittlungskonzept inklusiven Zugang für Sehbehinderte.

Nur wenige Kostümbildnerinnen beherrschen so virtuos die Kunst der Film-Stoffe wie Barbara Baum. Während ihre Kreationen im kollektiven Filmgedächtnis verankert sind, drängte sich Barbara Baum selbst nie in den Vordergrund. Fast 50 Jahre lang arbeitete die Kostümbildnerin für Film- und Fernsehproduktionen und verlieh mehr als 70 Filmen ihre künstlerische Handschrift. Am häufigsten arbeitete sie mit Regisseur Rainer Werner Fassbinder. Sie kleidete internationale Schauspielgrößen wie Hanna Schygulla, Sam Shepard, Jeanne Moreau, Julie Delpy, Catherine Zeta-Jones, Burt Lancaster und Meryl Streep ein und erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, zuletzt 2015 die „Ehren-Lola“ beim Deutschen Filmpreis.

Mehr als 50 Originalkostüme aus internationalen Ateliers, ergänzt um Arbeitsunterlagen aus mehr als 50 Jahren Schaffenszeit für Regisseure wie Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff, aber auch Stanley Kubrick sind auf den rund 460 Quadratmetern der einmaligen, interaktiven Schau zu bewundern. Eine Vielzahl an Stoffproben, taktile Stationen sowie Audio- und Videoinstallationen laden noch bis zum 10. März 2019 dazu ein, den Entstehungsprozess und die erstaunliche Wirkung von Baums Kreationen mit Augen, Ohren und Händen nachzuvollziehen.

Weitere Infos: http://hautnah.deutsches-filmmuseum.de/

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41-
60596 Frankfurt am Main
www.deutsches-filminstitut.de
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15. Deutsches FernsehKrimi-Festival Wiesbaden: Die Wettbewerbsfilme 2019

krimifestival-logoVom 12. bis 17. März findet das diesjährige Deutsche FernsehKrimi-Festival statt. Der Wettbewerb wird mit der Premiere „Polizeiruf 110 – Kindeswohl“ am 12. März eröffnet. Schauspielerin Anneke Kim Sarnau und Schauspieler Charly Hübner werden zur Filmvorführung in der Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, in Wiesbaden erwartet.

Der Entscheidung über die zehn Wettbewerbsfilme ging ein Einreichungsrekord voraus: 67 Produktionen von Sendern und Produktionsfirmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden eingereicht, darunter 18 Premieren. „So viel wie nie zuvor“, teilt Festivalleiterin Cathrin Ehrlich mit: „Das zeigt, dass der Deutsche FernsehKrimi-Preis auch in seinem 15. Jahr eine begehrte Auszeichnung darstellt.“ Die nominierten Filme überzeugen durch ihre thematische und atmosphärische Bandbreite: „Wir tauchen in die Wirren des Verfassungsschutzes und in das Berliner Clan-Leben ein, sehen was Cybermobbing auslöst und wie Fremdenhass Früchte trägt, mal geht es tragisch und dramatisch, mal heiter und Dank Murot ganz skurril zu.“

Die zehn Wettbewerbsfilme werden vom 12. bis 14. März in der Caligari Filmbühne in Wiesbaden zu sehen sein. Eröffnet wird das Festival am Dienstag, 12. März, 20 Uhr, mit der Premiere des Wettbewerbsbeitrag „Polizeiruf 110 – Kindeswohl“. Unter der Regie von Lars Jessen haben es Charly Hübner als Kommissar Alexander Bukow und Anneke Kim Sarnau als seine Kollegin Katrin König mit einem ganz persönlichen Fall zu tun: In Rostock wird der Leiter eines privaten Kinderheimträgers erschossen. Schnell gerät das Heimkind Keno in Verdacht. Keno ist jedoch verschwunden – und zusammen mit ihm offenbar auch Samuel, der Sohn von Kommissar Bukow. War Samuel auch an der Tat beteiligt oder ist er eine Geisel von Keno? Der Rostocker Kripo-Chef Henning Röder überträgt Katrin König die Leitung der Ermittlungen. Die Spur der beiden Jugendlichen führt nach Polen … Nach der Vorführung begrüßt Moderator Knut Elstermann im Filmgespräch die Schauspielerin und Schauspieler Anneke Kim Sarnau, Charly Hübner, Jack Owen Berglund, Junis Marlon, den Regisseur und Drehbuchautor Lars Jessen, die Drehbuchautorin Christina Sothmann und die Produzentin Iris Kiefer.

Die Wettbewerbsfilme des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2019:

Dienstag, 12. März 2019, 20.00 Uhr – Eröffnung/Premiere
Polizeiruf 110 – Kindeswohl
NDR
Regie: Lars Jessen, Buch: Christina Sothmann, Lars Jessen
mit Anneke Kim Sarnau, Charly Hübner, Andreas Guenther, Josef Heynert, Jack Owen Berglund, Junis Marlon u.a.

Mittwoch, 13. März 2019, 9.30 Uhr – Schulvorstellung
Polizeiruf 110 – Das Gespenst der Freiheit
BR
Regie: Jan Bonny, Buch: nach einer Idee von Günter Schütter
mit Matthias Brandt, Joachim Król, Jasper Engelhardt, Ricarda Seifried, Kais Setti, Victoria Sordo u.a.

Mittwoch, 13. März 2019, 12.00 Uhr
Nichts zu verlieren
BR/ORF
Regie: Wolfgang Murnberger, Buch: Ruth Toma
mit Georg Friedrich, Christopher Schärf, Susanne Wolff, Johanna Gastdorf, Emily Cox, Lisa Wagner u.a.

Mittwoch, 13. März 2019, 16.30 Uhr
Tatort – Borowski und das Glück der anderen
NDR
Regie: Andreas Kleinert, Buch: Sascha Arango
mit Axel Milberg, Almila Bagriacik, Thomas Kügel, Katrin Wichmann, Aljoscha Stadelmann, Sarah Hoststettler, u.a.

Mittwoch, 13. März 2019, 19.00 Uhr – Premiere
Gegen die Angst
ZDF
Regie: Andreas Herzog, Buch: Robert Hummel
mit Nadja Uhl, Dirk Borchardt, Andreas Pietschmann, Sabrina Amali, Atheer Adel, Burak Yigit u.a.

Mittwoch, 13. März 2019, 21.15 Uhr
Tatort – Murot und das Murmeltier
HR
Regie und Buch: Dietrich Brüggemann
mit Ulrich Tukur, Barbara Philipp, Christian Ehrich, Nadine Dubois, Tom Lass, Jörg Bundschuh u.a.

Donnerstag, 14. März 2019, 9.30 – Schulvorstellung
Rufmord
ZDF/ARTE
Regie: Viviane Andereggen, Buch: Claudia Kaufmann, Britta Stöckle
mit Rosalie Thomass, Johann von Bülow, Verena Altenberger, Johanna Gastdorf, Shenja Lacher, Lilly Forgách u.a.

Donnerstag, 14. März 2019, 12.00 Uhr
Schwartz & Schwartz – Mein erster Mord
ZDF
Regie: Rainer Kaufmann, Buch: Alexander Adolph, Eva Wehrum
mit Devid Striesow, Golo Euler, Cornelia Gröschel, Ulrich Noethen, Brigitte Hobmeier, Lisa Martinek u.a.

Donnerstag, 14. März 2019, 16.30 Uhr – Premiere
Spuren des Bösen – Sehnsucht
ZDF/ORF
Regie: Andreas Prochaska, Buch: Martin Ambrosch
mit Heino Ferch, Sabrina Reiter, Gerhard Liebmann, Jürgen Maurer, Gerda Drabek, Katrin Bauerfeind u.a.

Donnerstag, 14. März 2019, 19.00 Uhr
Tatort – Für immer und Dich
SWR
Regie: Julia von Heinz, Buch: Magnus Vattrodt
mit Eva Löbau, Hans-Jochen Wagner, Andreas Lust, Meira Marlise Durand, Saro Emirze, Ursula Werner u.a.

In der Vorjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2019 wählten Birgit Brandes (Redaktion fiktionale Filme und Serien ProSiebenSat1.), Anne Even (ehem. ARTE und ZDF-Fernsehfilmredakteurin), Jürgen Heimbach (Krimiautor, Redakteur „Kulturzeit“/3sat), Liane Jessen (Fernsehfilmchefin HR), Diana Kraus (Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie ZDF), Wolfgang Oppenrieder (Redaktion fiktionale Filme und Serien ProSiebenSat.1) sowie die Leiterin des Festivals Cathrin Ehrlich die Filme des Wettbewerbs aus.

Der Kartenvorverkauf für das 15. Deutsche FernsehKrimi-Festival beginnt am Freitag, 22. Februar, ab 10 Uhr, in der Wiesbadener Tourist-Information, Marktplatz 1.

Die Preisverleihung findet am 15. März um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne statt. Beendet wird das Festival traditionell mit der Langen FernsehKrimi-Nacht vom 16. auf den 17. März.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch die HessenFilm und Medien GmbH und den Hessischen Rundfunk, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.

Land Hessen erhöht die Förderung von Filmfestivals auf 913.000 Euro

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass das Land Hessen im kommenden Jahr 21 Filmfestivals mit 913.000 Euro fördern wird. Dies ist das Ergebnis intensiver Beratungen der aus Fachleuten zusammengesetzten Jury unter der Leitung des Geschäftsführers der HessenFilm und Medien GmbH, Hans Joachim Mendig.

„Hessen hat eine vielfältige und qualitativ hochwertige Festivalszene, auf die wir sehr stolz sind. Mit unserer Förderung unterstützen wir großartige Filmfeste, die den Blick für neue Werke öffnen und jungen Talenten eine Bühne bieten“, sagte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. „Besonders freut mich, dass wir unsere Gesamtfördersumme für die Festivals steigern konnten. So wird im Herbst des Vorjahres üblicherweise über die Festivalförderung des nächsten Jahres entschieden. Gemeinsam mit der Förderrunde, die wir im Frühsommer dieses Jahres verkündet haben, stellen wir für das Jahr 2019 insgesamt 913.000 Euro für Filmfestivals zur Verfügung. Das entspricht einer Erhöhung der Fördergelder um rund 370.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.“

Die höchste Fördersumme, insgesamt 270.000 Euro, erhält die Kinothek Asta Nielsen für die erstmalige Durchführung eines Frauenfilmfestivals. In diesem Jahr jährt sich die Geburtsstunde der Frauenwahlrechte in Deutschland zum 100sten Mal. Der Hessischen Landesregierung ist es ein Anliegen, diesem bedeutenden Datum Rechnung zu tragen. Dieses Festival ist im Kontext der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu sehen.

Höhere Fördersummen konnten aber auch den bereits etablierten Festivals wie dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestival, dem Lichter Filmfest, dem LUCAS-Festival und dem Japanischen Filmfestival zugesagt werden. Sie erhalten zusätzliche Mittel von über 100.000 Euro.

„Mit unserer Förderung würdigen wir das Engagement der vielen Menschen, die hinter den Kulissen hart daran arbeiten, dass die Besucherinnen und Besucher unvergessliche Stunden erleben – auch im ländlichen Raum. Ein besonders bemerkenswertes Beispiel ist das Open Filmfest Weiterstadt, das wir mit 45.000 Euro unterstützen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vom Filmvorführer bis zur Pressebetreuung – setzen sich ehrenamtlich und unbezahlt dafür ein, dass das Festival ein Erfolg wird“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

 Die Förderentscheidungen im Überblick:

Empfänger Festival Förderung 2018 Förderung 2019
Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Africa Alive 8.000 Euro 11.000 Euro
GoEast Filmfestival 115.000 Euro 115.000 Euro
LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans 30.000 Euro 50.000 Euro
Filmforum Höchst/VHS Frankfurt Cuba im Film 5.000 Euro 5.000 Euro
Kulturamt Wiesbaden Deutsches FernsehKrimi-Festival 12.000 Euro 12.000 Euro
DOBAGO FILM Die Seriale 11.000 Euro 8.000 Euro
Wiesbadener Kinofestival e.V. Exground filmfest 50.000 Euro 65.000 Euro
Freunde der Filme im Schloss Internationales Trickfilm-Wochenende Wiesbaden 7.000 Euro 7.000 Euro
Filmladen Kassel Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 116.000 Euro 140.000 Euro
LICHTER Filmkultur e.V. LICHTER Filmfest Frankfurt International 60.000 Euro 70.000 Euro
Indian Vibes Neue Generationen e.V. New Generations – Independent Indian Filmfestival 2.000 Euro 2.000 Euro
Nippon Connection e.V. Nippon Connection – Japanisches Filmfestival 45.000 Euro 55.000 Euro
Kommunales Kino Weiterstadt Open Air Filmfest Weiterstadt 40.000 Euro 45.000 Euro
Café Trauma e.V. OpenEyes Filmfest 9.000 Euro 10.000 Euro
Cinema Concetta Filmförderung Rüsselsheimer Filmtage 5.000 Euro 5.000 Euro
Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival e.V. Shorts at Moonlight 5.000 Euro 5.000 Euro
Bundesverband Jugend und Film e.V. Werkstatt der Jungen Filmszene 10.000 Euro 10.000 Euro
Medienzentrum Frankfurt Visionale hessen 5.000 Euro 5.000 Euro
AWO Stadtverband Hessen e.V. Jung & Abgedreht – Jugendkurzfilmfestival 1.450 Euro 3.000 Euro
Transfer zwischen den Kulturen e.V. Türkisches Filmfestival Frankfurt/M. 3.000 Euro 20.000 Euro
Kinothek Asta Nielsen Remake FrauenFilmFestival 0 Euro 270.000 Euro
    539.450 Euro 913.000 Euro

Wiesbadener exground filmfest 31 mit 180 Filmen aus 42 Ländern, darunter 58 Premieren


Das Programm zum exground filmfest 31 vom 16. bis 25. November 2018 in Wiesbaden steht: 180 Filme aus 42 Ländern mit 58 Premieren und Geld- und Sachpreisen im Wert von 20.000 EUR.

exground filmfest 31 präsentiert vom 16. bis 25. November ein außergewöhnliches Programm mit rund 180 unabhängig produzierten Lang- und Kurzfilmen aus 42 Ländern auf der großen Leinwand. Unter den über 2.600 Einreichungen aus 107 Ländern traf das Kuratorenteam seine Auswahl, darunter 21 Welt-, drei internationale, elf Europa- und 24 Deutschland-Premieren. Ausgesuchte Filme aus dem Länderschwerpunkt Philippinen sind nicht nur in Wiesbaden, sondern auch in Darmstadt und Frankfurt am Main zu sehen. In insgesamt sechs Wettbewerben werden Geld- und Sachpreise im Wert von rund 20.000 EUR vergeben.

Neben dem Filmprogramm öffnen die Wiesbadener Spielstätten Caligari FilmBühne, Murnau-Filmtheater und der Kulturpalast ihre Pforten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Konzerten, Panels und Partys.

exground 31 Programm-PDF

exground youth days Programm-PDF

 

Anthony Ramos (li.) und John David Washington in MONSTERS AND MEN von Reinaldo Marcus Green © exground 31
Anthony Ramos (li.) und John David Washington in MONSTERS AND MEN von Reinaldo Marcus Green © exground 31
Programm-Highlights: Statement gegen Rassismus, Beziehungsstress in L.A. & Komödien aus Frankreich und Österreich.

In der Reihe „American Independents“ ist das preisgekrönte Drama MONSTERS AND MEN (Spezial-Jurypreis beim Sundance Film Festival) von Reinaldo Marcus Green als Deutschland-Premiere zu sehen. Ein weißer Polizist erschießt einen Afroamerikaner in Brooklyn. Green inszeniert die Folgen der Tat aus der Perspektive von drei Menschen: dem Augenzeugen Manny, einem afroamerikanischen Polizisten und einem Highschool-Basketballstar. Das intensive Schauspiel von Anthony Ramos (A STAR IS BORN), Kelvin Harris Jr. (MUDBOUND, MONSTER) und John David Washington (BLACKKKLANSMAN) macht MONSTERS AND MEN zu einem wichtigen Statement gegen Rassismus.

Von New York geht es bei den „American Independents“ in WE THE COYOTES (NOUS, LES COYOTES) von Hanna Ladoul und Marco La Via in die Stadt der Engel. Das Spielfilmdebüt begleitet das junge Paar Amanda und Jake bei ihren ersten 24 Stunden nach ihrer Ankunft in L.A. Ohne einen konkreten Plan und Geld in der Reisekasse wird die Beziehung der beiden schnell auf eine harte Probe gestellt. Hanna Ladoul und Marco La Via, die sich vom Abenteuer ihrer eigenen ersten Tage in L.A. inspirieren ließen, schaffen mit ihrem Film ein erfrischendes und zeitloses Porträt jugendlicher Energie. WE THE COYOTES feiert bei exground filmfest ebenfalls seine Deutschland-Premiere.

In der Sektion „International“ präsentiert exground filmfest die hochkarätig besetzte französische Komödie LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER (EN LIBERTÉ) von Pierre Salvadori. Die junge Kommissarin Yvonne ist die Witwe des örtlichen Polizeichefs Santi, die langsam begreift, dass ihr Mann nicht der rechtschaffene Mensch war, für den ihn alle hielten. Sie beschließt, alles für den jungen Antoine zu tun, der statt Santi in den Bau wanderte. Mit einem tollen Cast (Adèle Haenel, Pio Marmaï, Audrey Tautou) schafft Regisseur Pierre Salvadori (BEZAUBERNDE LÜGEN) großes Kino, das gute Laune macht.

Eine weitere scharfsinnige Komödie erwartet die Zuschauer mit der österreichischen Produktion WOMIT HABEN WIR DAS VERDIENT? Diese Frage stellt sich die Wienerin Wanda (Caroline Peters), überzeugte Atheistin und Feministin, als ihre Teenagertochter Nina zum Islam konvertiert, von nun an Fatima heißen und Schleier tragen möchte. Mit viel Humor und spitzfindigen Dialogen gelingt Regisseurin Eva Spreitzhofer und ihrem grandiosen Ensemble eine herrlich bissige Gesellschaftskomödie über Toleranz und ihre Grenzen.

Adèle Haenel in LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER von Pierre Salvadori. © exground 31
Adèle Haenel in LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER von Pierre Salvadori. © exground 31
Wettbewerbe beim exground filmfest

In insgesamt sechs Wettbewerben vergibt das exground filmfest Geld- und Sachpreise im Wert von 20.000 EUR (Alle Preise und Preisstifter). Ein besonderer Dank geht an den Wiesbadener Kinofestival e. V., der im Rahmen der youth days den neuen Jugendjurypreis für den besten Kurzfilm stiftet, dotiert mit 500 EUR. Damit werden im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb und im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb Geld- und Sachpreise von insgesamt 4.650 EUR vergeben.

In der 17. Ausgabe des Internationalen Kurzfilm-Wettbewerbs konkurrieren 16 Filme aus 16 Ländern um den Jurypreis von 2.000 EUR, gestiftet vom exground-Freundeskreis. In der dreiköpfigen Jury sitzen: Dr. Catherine Colas, Redakteurin für kurz- und mittellange Filme bei ZDF/ARTE aus Mainz, Heleen Gerritsen, Festivalleiterin von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden, und Raymond Red, Regisseur und Produzent aus Manila/Philippinen.

Im Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb treten insgesamt zehn Produktionen im Rennen um die Geld- und zwei Sachpreise im Wert von 9.500 EUR an, darunter RIEN NE VA PLUS von Sophie Linnenbaum, die 2017 mit ihren Film PIX den zweiten Platz belegte.

Der Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb findet zum 14. Mal statt. Ausgewählt wurden elf Filme, darunter zahlreiche Premieren, die entweder von hier geborenen oder lebenden Regisseuren oder in Wiesbaden gedreht wurden. Der vom Publikum bestimmte Gewinner wird am 25. November preisgegeben.

In der Reihe „Made in Germany“ wird der Preis DAS BRETT zum dritten Mal von Insassen der JVA Wiesbaden vergeben. Insgesamt konkurrieren sechs Produktionen um den Gefangenen-Jurypreis, dotiert mit mindestens 1.000 EUR, gestiftet von „Die WERFT“.

In der exground-Gong-Show heißt das Motto wieder: je trashiger desto besser! Mitmachen darf jeder, der seinen Film rechtzeitig auf einem Datenträger abgibt. Der Gewinnerfilm erhält „Goldene exground-Gurke“ und 50 EUR Preisgeld. Die Gong-Show ist bereits am 3. November um 21 Uhr zu Gast bei FILMZ in der Kunsthalle Mainz.

Alle weiteren Infos über https://exground.com/

Ohne diese Förderer und Sponsoren wäre das Filmfestival exground nicht zu stemmen!

HESSEN KÜRT DAS BESTE AUS FILM UND FERNSEHEN

Hottmar Hörls Keltenfürst-Klonarmee stand Spalier beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis,. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ottmar Hörls Keltenfürst-Klonarmee stand Spalier beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis,. © Foto: Diether v. Goddenthow

Matthias Brandt erhält Ehrenpreis des Ministerpräsidenten – Michael Madsen vergibt Kinokulturpreis

Gestern Abend traf sich in der Alten Oper die Filmszene am Rande der Buchmesse, um herausragende Produktionen und Persönlichkeiten zum 29. Mal mit dem insgesamt 247.500 Euro dotierten, mehrere Kategorien umfassenden Hessischen Film- und Kino-Preis auszuzeichnen. Durch den Abend führte der Schauspieler und Moderator Jochen Schropp. Laudatoren waren unter anderem Paula Beer, Christian Schwochow, Ronja von Rönne, Kida Khodr Ramadan, Pegah Ferydoni und Dunja Hayali.

Ministerpräsident Bouffier und der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein empfingen diese und weitere prominente Gäste in der Alten Oper Frankfurt.

Der Hessische Film- und Kinopreis ist Teil der von der Frankfurter Buchmesse ins Leben gerufenen diesjährigen Kampagne „I’m on the same page“, anlässlich des 70. Jahrestages der Erklärung der Menschenrechte. Der Startschuss zum Aktionsbündnis wurde am Dienstag mit der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse gegeben.

Ehrenpreis des  Ministerpräsidenten

Ehrenpreisträger Matthias Brandt und Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident.© Foto: Diether v. Goddenthow
Ehrenpreisträger Matthias Brandt und Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident.© Foto: Diether v. Goddenthow

Der Ehrenpreis des  Ministerpräsidenten ist in diesem Jahr an Matthias Brandt verliehen worden, der die Auszeichnung aus den Händen des als Überraschungsgast auftretenden Komikers Olli Dittrich entgegennahm.  „Er ist ein Titan für mich!“. Man könne ihm beim Denken zusehen, das sei die höchste Kunst, würdigte Dittrich seinen Freund. Zwar prägte Matthias Brandt als Hauptkommissar Hanns von Meuffels sieben Jahre lang unter  den Münchener „Polizeiruf 110″ . Doch seine beruflichen Stationen führten den gebürtigen Berliner einst zum  Wiesbadener Staatstheater und  Frankfurter Schauspiel.

Produzentin Lisa Blumenberg . © Foto: Diether v. Goddenthow
Produzentin Lisa Blumenberg . © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Sonderpreis ging an Lisa Blumenberg für ihre herausragende Einzelleistung in der Serie „Bad Banks“. Die Produzentin Lisa Blumenberg wagte sich an das komplexe Thema Investment heran, um es einem großen Publikum näherzubringen und trägt das hessische Frankfurt in die weite Welt hinaus.

US-Schauspieler Michael Madsen, bekannt aus u.a. „Reservoir Dogs“ und „Kill Bill“, vergab den Kinokulturpreis für gewerbliche und nichtgewerbliche Kinos und ehrte damit die hessischen Kinobetreiber.

Den Newcomerpreis verlieh Boris Rhein an Regisseurin und Produzentin Isabel Gathof („Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“). Der Sonderpreis ging an Lisa Blumenberg für die Produktion „Bad Banks“.

Die Gewinner des Abends:

Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreis 2018, am 12.Oktober am Rande der Frankfurter Buchmesse. Bildmitte: Matthias Brandt, Ministerpräsident Bouffier, Kulturminister Boris Rhein, Lisa Blumenberg, Dr. Ina Knobloch, Paula Beer, Christian Schwochow, Ronja von Rönne, Kida Khodr Ramadan, Pegah Ferydoni, Dunja Hayali, Michael Madsen, Mitri Sirin usw, die Kinopreisträger, Jackson Singer’s und weitere Künstler des Abends.© Foto: Diether v. Goddenthow
Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreis 2018, am 12.Oktober am Rande der Frankfurter Buchmesse. Bildmitte: Matthias Brandt, Ministerpräsident Bouffier, Kulturminister Boris Rhein, Lisa Blumenberg, Dr. Ina Knobloch, Paula Beer, Christian Schwochow, Ronja von Rönne, Kida Khodr Ramadan, Pegah Ferydoni, Dunja Hayali, Michael Madsen, Mitri Sirin usw, die Kinopreisträger, Jackson Singer’s und weitere Künstler des Abends.© Foto: Diether v. Goddenthow

Bester SpielfilmArthur & Claire (Regie: Miguel Alexandre)

Regisseur Miguel Alexandre mit Laudatorin Dennenesch Zoudé.© Foto: Diether v. Goddenthow
Regisseur Miguel Alexandre mit Laudatorin Dennenesch Zoudé.© Foto: Diether v. Goddenthow

Bester Dokumentarfilm Die Akte Oppenheimer (Regie: Ina Knobloch)

Preisträgerin Dr. Ina Knobloch mit ihren Laudatoren, Dunja Hayali und Siri Sirin. © Foto: Diether v. Goddenthow
Preisträgerin Dr. Ina Knobloch mit ihren Laudatoren, Dunja Hayali und Siri Sirin. © Foto: Diether v. Goddenthow

Kurzfilmpreis
„Menschenjagd“ (Regie: Peter Meister)

Drehbuchpreis
„Wolf of Kassel“ (Kristl Philippi und Klaus Stern)

Hochschulfilmpreis für den besten Abschlussfilm
„Appalachian Holler“ (Matthias Lawetzky)

Newcomerpreis
Isabel Gathof

Sonderpreis Lisa Blumenberg

Ehrenpreis des Ministerpräsidenten
Matthias Brandt

Hessischer Fernsehpreis des Hessischen Rundfunks

Beste Schauspieler

Beste Schauspielerin: Lena Urzendowsky  und Bester Schauspieler Thomas Schmauser. beide für ihre Rollen in „Der große Rudolph“ © Foto: Diether v. Goddenthow
Beste Schauspielerin: Lena Urzendowsky und Bester Schauspieler Thomas Schmauser. beide für ihre Rollen in „Der große Rudolph“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Beste Schauspielerin
Lena Urzendowsky (für „Der große Rudolph“)
Bester Schauspieler
Thomas Schmauser (für „Der große Rudolph“)

Kinokulturpreise

Die Vertreter gewerblicher und nicht gewerblicher Kinos, die  mit  Kinokulturpreisen für außerordentliche Leistungen und herausragendes kulturelles Engagement ausgezeichnet wurden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Vertreter gewerblicher und nicht gewerblicher Kinos, die mit Kinokulturpreisen für außerordentliche Leistungen und herausragendes kulturelles Engagement ausgezeichnet wurden. © Foto: Diether v. Goddenthow

Kinokulturpreise für außerordentliche Leistungen und herausragendes kulturelles Engagement von gewerblichen und nicht gewerblichen Kinos

nicht gewerbliche Kinos:
Kommunales Kino Eschborn, Murnau Filmtheater, Kino Pupille, Caligari, FilmBühne, Kino im Deutschen Filmmuseum, Filmforum Höchst, traumakino im Café Trauma e.V., Kommunales Kino Weiterstadt, Filmkreis – Das Unikino in Darmstadt, Naxos.Kino

gewerbliche Kinos:
Bali Kinos, Filmladen Kassel, Harmonie Kinos, Programmkinorex Darmstadt, Kammer Palette Atelier, Kult Kinobar, Orfeo`s Erben, Mal seh’n, Capitol Witzenhausen, Kino Traumstern, Lichtspielhaus Lauterbach

Michael Madsen.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Michael Madsen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Vergeben wurde der Kinokulturpreis vom beliebten US-Schauspieler Michael Madsen, unter anderem bekannt aus „Reservoir Dogs“ und „Kill Bill“.

 

 

 

 

Der Hessische Film- und Kinopreis 2018 wird gefördert von Metabolic Balance, der Automobilpartner ist Audi. Unterstützt wird die Veranstaltung von Omnimago.

Hottmar Hörls Keltenfürst-Klonarmee stand Spalier beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis,. © Foto: Diether v. Goddenthow
Hottmar Hörls Keltenfürst-Klonarmee stand Spalier beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis,. © Foto: Diether v. Goddenthow

Filmfestivals sind wichtige Orte kultureller Bildung – Podiumsdiskussion beim Lucas-Filmfestival

Julia Fleißig, Festivalleiterin begrüßt die Diskutanten (v.li.n.r) Thomas Schneider-Trumpp (Scopas Medien | Trickfilmland), Nicola Jones (Deutsches Kinder Medien Festival Goldener Spatz), Dr. Sabrina Wagner, wissenschaftl. Mitarbeiterin Filmmuseum u. Lehrbeauftragte an der Goethe-Uni Frankfurt, Marie Wolters (Filmvermittlung LUCAS und FILMmobil) und Reinhold T. Schöffel (Bundesverband Jugend und Film) © Foto: Diether v. Goddenthow
Julia Fleißig, Festivalleiterin begrüßt die Diskutanten (v.li.n.r) Thomas Schneider-Trumpp (Scopas Medien | Trickfilmland), Nicola Jones (Deutsches Kinder Medien Festival Goldener Spatz), Dr. Sabrina Wagner, wissenschaftl. Mitarbeiterin Filmmuseum u. Lehrbeauftragte an der Goethe-Uni Frankfurt, Marie Wolters (Filmvermittlung LUCAS und FILMmobil) und Reinhold T. Schöffel (Bundesverband Jugend und Film) © Foto: Diether v. Goddenthow

Bei der gestrigen Podiumsdiskussion anlässlich des Lucas Filmfestivals für junge Filmfans im Foyer des Filmmuseums Frankfurt  gingen Nicola Jones (Deutsches Kinder Medien Festival Goldener Spatz), Thomas Schneider-Trumpp (Scopas Medien | Trickfilmland), Reinhold T. Schöffel (Bundesverband Jugend und Film) und Marie Wolters (Filmvermittlung LUCAS und FILMmobil) der Frage nach, ob „Filmfestivals auch Orte kultureller Bildung“ seien. Dr. Sabrina Wagner moderierte. Fazit: Filmfestivals sind wichtige Orte von Filmbildung, „was bei uns bedeutet“, so Reinhold T. Schöffel, „eine bestimmte Vielfalt von Filmproduktionen, die eben aus kommerziellen Gründen nicht den Weg in den Verleih fänden, sicherzustellen. Aufgabe von Filmbildung sei es dabei, diese Vielfalt zu vermitteln, aus der Kinder und Jugendliche lernen könnten“.

https://lucas-filmfestival.de/

41. LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans – heute Podiumsdiskussion – Noch bis 27. September. Aktuelles Filmschaffen aus aller Welt

lucas-jugendjury2018Die 41. Ausgabe von LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans ist in vollem Gange. Filmschaffende präsentieren ihre Filme im Kino – teils zum ersten Mal in Deutschland.

In Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden liegt Festivalstimmung in der Luft: Noch bis Donnerstag, 27. September, bietet LUCAS seinen Gästen vielfältige Programmpunkte. Bereits die ganze Woche sind Jugendliche mit Kameras unterwegs und drehen bei dem Projekt „LUCAS dokt“ eine Festivaldokumentation. Die Young European Cinephiles präsentierten als Kurator/innen ihre eigene Filmreihe zum Thema virtuelle Realitäten und im Kritikfenster analysieren Kinder und Jugendliche Filme und verfassen Filmkritiken.

Am heutigen Dienstag, 25. September, um 18 Uhr findet im Foyer des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums eine Podiumsdiskussion zum Thema Filmfestivals als Orte kultureller und ästhetischer Bildung statt. Die Podiumsteilnehmer/innen diskutieren Fragen über die Bedingungen und Komponenten, die Filmfestivals zum Bildungsort machen. Darüber hinaus tauschen sie sich darüber aus, wie das junge Publikum in der zunehmend digitalisierten Welt erreicht werden kann. Schon vor der Podiumsdiskussion, um 16 Uhr, veranstaltet der Bundesverband Jugend und Film e.V. (BJF) eine Auftaktveranstaltung des neuen Filmportals „BJF-Clubfilmothek“. Am Abend laden FilmInFrankfurt und die Wirtschaftsförderung Frankfurt gemeinsam mit dem Stammtisch der Filmemacher zu einem Get-Together ein mit Vertreter/innen der regionalen Filmbranche und internationalen Festivalgästen.

Außerdem kommt eine Vielzahl an Filmgästen in den kommenden Tagen an die verschiedenen Festivalspielorte, um sich mit den Kinobesucher/innen auszutauschen. Regisseur Jong-woo Kim präsentiert am Dienstag, 25. September, sein Werk HOM (Zuhause, KR 2017) als deutsche Premiere und freut sich, im Anschluss mit den Kinogästen über das Gesehene zu sprechen. Um 16 Uhr ist der Protagonist Luka Kain aus SATURDAY CHURCH (US 2017, R: Damon Cardasis) zu Gast im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum und tauscht sich mit den Besucher/innen über das Coming-of-Age-Debüt aus. Am Abend, um 18:30 Uhr, stellt die Darstellerin Samantha Mugatsia die kenianische Produktion RAFIKI (ZA/DE/NL/FR/KE/NO 2018, R: Wanuri Kahiu) vor. RAFIKI ist in dieser Woche erstmals in seinem Produktionsland Kenia zu sehen, wo der Film zuvor verboten war, da er eine gleichgeschlechtliche Liebesgeschichte erzählt. Zu einem weiteren Film der Sektion 16+ | Youngsters, NIGHT COMES ON (US 2018, R: Jordana Spiro) kommt zu zwei Terminen ebenfalls eine junge Darstellerin: Tatum Marilyn Hall, die die jüngere der beiden Schwestern spielt, die sich allein auf den Weg zum Vater an die Atlantikküste machen. Die Regisseurin Sandra Vannucchi spricht am Dienstag und Mittwoch, 25. und 26. September, mit dem Publikum über die italienisch-schweizerische Produktion LA FUGA (2017). Ebenfalls an beiden Tagen kommt aus Kanada die Produzentin von LES FAUX TATOUAGES (CA 2017, R: Pascal Plante) Katerine Lefrançois angereist. Gabriela Pichlers humorvolles Plädoyer für die Meinungsfreiheit AMATÖRER (Amateure, SE 2018) präsentiert Casting Director Archana Khanna am Mittwoch, 26. September, im CineStar Metropolis.

Eine vollständige Übersicht über die Filmgäste finden Sie unter:
https://lucas-filmfestival.de/medien/2018/09/Filmgäste-nach-Kategorie_1809_.pdf

Große Preisverleichung
am Donnerstag, 27. September, um 18 Uhr im Deutschen Filmmuseum
Informieren Sie sich, ob es noch Karten gibt, unter: https://lucas-filmfestival.de/kontakt/ – Anmeldung:   invitation@lucasfilmfestival.de

Preise
3,50 € für junge Filmfans bis einschl. 20 Jahre
1,50 € für Frankfurt-Pass-Inhaber/innen
7,00 € für Erwachsene
5,00 € ermäßigter Eintritt für Erwachsene
(Studierende, Azubis, Schwerbehinderte)

Begleitpersonen von Gruppen mit mehr als zehn jungen Filmfans erhalten freien Eintritt (max. 3 Begleitpersonen, Caligari FilmBühne max. 2).

Weitere Informationen und Buchungsberatung unter:
info@lucasfilmfestival.de
Tel. 069 961 220 678

Festivalzentrum
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
U1, U2, U3, U8 / Station: Schweizer Platz
U4, U5 / Station: Willy-Brandt-Platz
Straßenbahn 14, 15, 16 / Station: Gartenstraße
Bus 46 / Station: Untermainbrücke

Spielstätten
Kino des Deutschen Filmmuseums (Frankfurt)
CineStar Metropolis (Frankfurt)
Cinema (Frankfurt)
Caligari FilmBühne (Wiesbaden)
Kino im Hafen 2 (Offenbach)

exground filmfest 31 eröffnet mit philippinischem Thriller NEOMANILA

Andrew Garfield in UNDER THE SILVER LAKE von David Robert Mitchell. © Exground-Filmfest 31
Andrew Garfield in UNDER THE SILVER LAKE von David Robert Mitchell. © Exground-Filmfest 31

Mit dem philippinischen Neo-Noir Thriller NEOMANILA wird das 31. exground filmfest am 16. November um 19 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Mikhail Red in der Wiesbadener Caligari Filmbühne eröffnet. Der dritte Langfilm des jungen Regisseurs (Jahrgang 1991) setzt sich mit der brutalen Anti-Drogen-Politik von Präsident Rodrigo Duterte auseinander, in der angeheuerte Killer für die Ermordung von Drogenverdächtigen bezahlt werden. Zwischen der Auftragskillerin Irma und ihrem Protegé, dem jungen Waisen Toto, entstehen zarte, familiäre Bande, die beim nächsten Attentat zu zerreißen drohen. Mikhail Red sowie sein Vater Raymond Red, der Pionier des alternativen philippinischen Kinos und „Palme d’or“-Gewinner, der in Wiesbaden seinen Film HIMPAPAWID (MANILA SKIES, 2009) vorstellen wird, sind zwei Vertreter des diesjährigen Länderschwerpunktes, den das Festival dem außergewöhnlichen Filmschaffen auf den Philippinen widmet.

exground filmfest begrüßt zwischen dem 16. und 25. November weitere zahlreiche internationale Filmgäste, die dem filmbegeisterten Publikum rund 200 unabhängig produzierte Lang- und Kurzfilme vorstellen. Darüber hinaus erwartet die Zuschauer in den Wiesbadener Spielstätten Caligari FilmBühne, Murnau-Filmtheater und Kulturpalast sowie in ausgewählten Programmkinos in Frankfurt am Main und Darmstadt ein spannendes Rahmenprogramm aus Workshops, Ausstellungen, Partys und Podiumsdiskussionen.

Erste Highlights: Thriller, Politsatire und Transgender-Ballerina

Bereits ins Programm eingeladen ist der US-amerikanische Thriller UNDER THE SILVER LAKE von David Robert Mitchell. Der gutmütige, aber verpeilte Sam (Andrew Garfield) ist hingerissen von der umwerfend schönen Sarah (Riley Keoug), die eines Abends im Pool seines Apartmentgebäudes in L.A. schwimmt. Als sie am nächsten Morgen spurlos verschwunden ist, macht sich Sam auf die Suche und wittert eine globale Verschwörung, in die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert sind.

DIAMANTINO (Carloto Cotto) von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt © Exground-Filmfest 31
DIAMANTINO (Carloto Cotto) von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt © Exground-Filmfest 31

Ein weiteres Highlight im Programm ist die Politsatire DIAMANTINO von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt. Der gefeierte, portugiesische Fußballstar Diamantino – mit frappierender Ähnlichkeit zu Ronaldo – ist am Boden zerstört, als seine Karriere jäh endet. Es beginnt eine Sinnsuche, auf der Diamantino unter anderem mit Geflüchteten, falschen Nonnen, Rechtsextremisten, Genderfragen und riesigen Hunde auf rosa Wolken konfrontiert ist. Der Überraschungshit aus Cannes verspricht mit seinem Mix aus Genres und Ästhetik großes Filmvergnügen.

Lara (Victor Polster, li) in GIRL von Lukas Dhont. (Bild: Menuet) © Exground-Filmfest 31
Lara (Victor Polster, li) in GIRL von Lukas Dhont. (Bild: Menuet) © Exground-Filmfest 31

Die 15. Ausgabe der exground youth days wird mit dem belgischen Debüt GIRL von Lukas Dhont eröffnet, in dem die 15-jährige Transgender Lara hart trainiert, um eine Ballerina zu werden. In einer atemberaubenden Performance verkörpert Tänzer und Schauspieler Victor Polster die aufstrebende Tänzerin.

Deutscher Wettbewerb: 3. Gefangenen-Jurypreis DAS BRETT

Zum dritten Mal vergibt exground filmfest den Gefangenen-Jurypreis DAS BRETT für den besten Film in der Reihe Made in Germany, dotiert mit mindestens 1.000 EUR, gestiftet von „Die WERFT – Kulturbühne in der JVA Wiesbaden“.

HINGABE von Pablo Kaes © Exground-Filmfest 31
HINGABE von Pablo Kaes © Exground-Filmfest 31

Sechs Produktionen des Deutschen Wettbewerbs laufen im Wettbewerb für DAS BRETT, darunter Pablo Kaes’ Debütfilm HINGABE, der in Wiesbaden seine Deutschland-Premiere feiert. Das Paar Julia und Franz wird nachts auf offener Straße von einer Gruppe Männer belästigt. Scheinbar ist nichts Schlimmes passiert, aber dennoch steht die Beziehung der beiden von da an vor einer Zerreißprobe. Während Julia nicht begreift, warum Franz sie nicht in Schutz genommen hat, als einer der Männer sie bedrängt, schämt sich Franz so sehr, dass er sich weigert, darüber zu sprechen.

ADAM UND EVELYN von Andreas Goldstein  © Exground-Filmfest 31
ADAM UND EVELYN von Andreas Goldstein © Exground-Filmfest 31

Beziehungsprobleme ganz anderer Art haben ADAM UND EVELYN in Andreas Goldsteins gleichnamigem Spielfilm. Sommer 1989. Während sich Adam mit seinem Leben im schönen Eigenheim in der DDR arrangiert hat, steht für Evelyn fest, sobald die Grenzen offen sind: Sie will mehr vom Leben und von der Liebe.

Ebenfalls im Rennen um DAS BRETT läuft die dritte Regiearbeit von Ann-Kristin Reyels, WIR HABEN NUR GESPIELT. Für den zehnjährigen Jona beginnt in seiner neuen Heimat an der deutsch-tschechischen Grenze ein einsames Leben. Unglücklich streift er durch die Wälder, bis er jenseits der Grenze den 13-jährigen Miro kennenlernt. Dessen selbstsichere Art imponiert Jona, aber allmählich begreift er, welches Schicksal sich dahinter verbirgt.

Außerdem sind im Wettbewerb um DAS BRETT zu sehen: JIBRIL von Henrika Kull, NIXEN von Katinka Narjes und WO KEIN SCHATTEN FÄLLT von Esther Bialas.

Gewinner im exground-Trailer-Wettbewerb

Der Trailer für das diesjährige exground filmfest war Gegenstand eines Seminars im Studiengang Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain in Wiesbaden. Von den fünf Projektideen wurden drei Projekte im Sommersemester 2018 realisiert, und die Wahl des Teams von exground filmfest fiel auf den Trailer von Elisa Cavalli. Aber auch die anderen beiden Vorschläge werden bei der Eröffnung von exground filmfest 31 in der Caligari FilmBühne auf der großen Leinwand laufen.

Weitere Infos: https://exground.com/news/