Kategorie-Archiv: Filmkultur

Erstmals „Hessischer Newcomerpreis“ bei der Film- und Kinopreisverleihung 2017

Erstmals „Hessischer Newcomerpreis“ bei der Film- und Kinopreisverleihung 2017 Hessischer Film- und Kinopreis startet am 13. Oktober in der Alten Oper Frankfurt mit neuer Preiskategorie

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass die Landesregierung in diesem Jahr erstmals den „Hessischen Newcomerpreis“ während der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises vergeben wird.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Mir liegt der Filmnachwuchs besonders am Herzen. Deswegen habe ich mich sehr für diese neue Preiskategorie eingesetzt, die wir am 13. Oktober in der Alten Oper erstmals vergeben. Sie ist ein weiterer Mosaikstein, der dazu beiträgt, das Filmland Hessen für junge Talente attraktiv zu gestalten.“

Insgesamt stehen in diesem Jahr erstmals Preisgelder in Höhe von 192.500 Euro zur Verfügung.

Die neue Auszeichnung ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert. Als Preisträger kommen Newcomer aus den Bereichen Schauspiel, Regie, Drehbuch und Produktion mit Bezug zum Land Hessen in Frage.

„Neben der erst kürzlich gestarteten Talentpaketförderung sowie der Förderung von Debüt- und Zweitfilmen hat die Landesregierung mit dem ‚Hessischen Newcomerpreis‘ eine neue dritte Säule der Nachwuchsförderung hinzugefügt, die einmal mehr zeigt, dass die Talente im Filmland Hessen einen immer größeren Stellenwert genießen“, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Der „Hessische Newcomerpreis“ ist neben dem ebenfalls mit 7.500 Euro dotierten und seit Jahren verliehenen Preis für den „Besten Hochschulfilm“ bereits die zweite Kategorie des Film- und Kinopreises, die den Nachwuchs direkt fördert.

Informationen zum Hessischen Film- und Kinopreis

10. LICHTER Filmfest Frankfurt International

Aktuell feiert das LICHTER Filmfest seine zehnte Jubiläumsausgabe. Das Festival steht ganz im Zeichen des Jahresthemas „Wahrheit“ und findet noch bis zum 2. April in Frankfurt und Umgebung statt.
Über 100 Filme und Veranstaltungen erwarten die Besucher des 10. LICHTER Filmfests, das mit 50.000 Euro von HessenFilm und Medien gefördert wird, im Künstlerhaus Mousonturm und weiteren Kinos in Frankfurt und der Region. 18 internationale Langfilme, darunter vier Deutschlandpremieren und viele von HessenFilm geförderte Filme, und das Begleitprogramm nehmen ganz unterschiedliche Dimensionen von Wahrheit ins Visier.

Virtual Reality
Als erstes Filmfestival in Deutschland richtet LICHTER 2017 außerdem einen Storytelling-Wettbewerb für Virtual Reality-Filme aus. Aus über fünfzig Einreichungen hat eine Expertenjury fünf 360°-Filme ausgewählt. Die Finalisten kommen aus Russland, Deutschland, Frankreich, Irland und Kanada. Mit einer VR-Brille tauchen die Zuschauer in Unterwasserwelten ab, begeben sich auf einen Streifzug durch Dublin oder spielen in Musikvideos mit.

BRANCHE@LICHTER
Auf dem Branchentag am Freitag, dem 31. März, stellen sich Filminstutionen, -verbände und Dienstleister vor. Auch HessenFilm und Medien ist natürlich mit dabei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Hier der Ablauf:

Vortrag
15-16 Uhr / Mousonturm (Studio 1)
Mit: HessenFilm und Medien, ZAV-Künstlervermittlung, BFFS-Bundesverband Schauspiel, Crew United, Schauspielervideos, Creative Europe Desk NRW, Pensionskasse Rundfunk

Beratungsgespräche und Infostände
16-18.30 Uhr / Mousonturm (Oberes Foyer)
Mit: HessenFilm und Medien, Film in Frankfurt / Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH – Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft, ZAV-Künstlervermittlung, BFFS-Bundesverband Schauspiel, Crew United, Schauspielervideos, Creative Europe Desk NRW, Pensionskasse Rundfunk

Geförderte Filme
Außerdem werden auch von HessenFilm geförderte Filme gezeigt. Hier eine Übersicht:

„Armenia“ // Regie: M.A. Littler
Mittwoch, 29. März 2017, 17:30 Uhr, Mousonturm // Studio 1

„Dennis Hopper: Uneasy Rider“ // Regie: Hermann Vaske
Mittwoch, 29. März 2017, 22:00 Uhr, Mal Sehn

„L’Avenir (Alles was kommt)“ // Regie: Mia Hansen-Løve
Donnerstag, 30. März 2017, 18:00 Uhr, Filmmuseum

„Sylvi´s Bumerang“ // Regie: Thomas Lawetzky
Donnerstag, 30. März 2017, 17:30 Uhr, Mousonturm // Studio 1

Regionale Kurzfilme I // u.a. mit „Ships Passing in the Night“ (Regie: Elisabeth Zwimpfer)
Donnerstag, 30. März 2017, 22:00 Uhr, Mousonturm // Saal

„Denk ich an Deutschland in der Nacht“ // Regie: Romuald Karmakar
Donnerstag, 30. März 2017, 20:00 Uhr, Mousonturm // Saal

„Wann endlich küsst du mich?“ // Regie: Julia Ziesche
Freitag, 31. März 2017, 18:00 Uhr, Mousonturm // Saal

„Ghostland – The view of the Ju/’Hoansi“ // Regie: Simon Stadler // Co-Regie: Catenia Lermer, Sven Methling
Freitag, 31. März 2017, 20:00 Uhr, Mousonturm // Saal

Regionale Kurzfilme II // u.a. mit „Lucky“ (Regie: Kirsten Carina Geisser und Ines Christine Geisser) und „Emily must wait“ (Regie: Christian Wittmoser)
Freitag, 31. März 2017, 22:00 Uhr, Mousonturm // Saal

„Morris aus Amerika“ (Morris from America) // Regie: Chad Hartigan
Samstag, 01. April 2017, 15:00 Uhr, Filmmuseum

„Der Erzähler. Nach Walter Benjamin“ + Talk // Regie: Nathaniel Knop
Samstag, 01. April 2017, 15:30 Uhr, Mousonturm // Studio 1

„A Gravame – das Stahlwerk, der Tod, Maria und die Mütter von Tamburi“ // Regie: Peter Rippl
Samstag, 01. April 2017, 19:30 Uhr, Mousonturm // Studio 1

„Hinter dem Meer“ // Regie: Janis Marx
Sonntag, 02. April 2017, 18:30 Uhr, Mousonturm // Studio 1
Mehr zum Programm und den einzelnen Filmen und Veranstaltungen finden Sie hier.

Preise des 13. Deutschen Fernsehkrimifestivals in Wiesbaden vergeben – Solidaritätsadresse für Meinungs- und Pressefreiheit

Abschluss-Gala des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 in der Caligari Filmbühne Wiesbaden, mit Preisträgern, Juroren, Festival-Team, Moderatorin und Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz.  Foto: Diether v. Goddenthow
Abschluss-Gala des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 in der Caligari Filmbühne Wiesbaden, mit Preisträgern, Juroren, Festival-Team, Moderatorin und Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz. Foto: Diether v. Goddenthow

Die politische Botschaft des 13. Fernsehkrimifestivals  formulierte Bärbel Schäfer, die Gastgeberin des Abends, gleich zum Einstieg. Unter großem solidarischen Beifall des Publikums  erinnerte die Moderatorin des Gala-Abends an Deniz Yücel und all die anderen Fotografen, Regisseure, Drehbuchautoren, Journalisten, Künstler und Kreativen, „die eben nicht die Chance haben, ihre Gedanken momentan so frei formulieren zu können“, wie wir hierzulande.

Moderatorin des Abends Bärbel Schäfer gleich zu Beginn mit einer großen politischen Botschaft: "Meinungs- und Pressefreiheit!".Foto: Diether v. Goddenthow
Moderatorin des Abends Bärbel Schäfer gleich zu Beginn mit einer großen politischen Botschaft: „Meinungs- und Pressefreiheit!“.Foto: Diether v. Goddenthow

Das 13. Fernsehkrimifestival zeige einmal mehr, so Bärbel Schäfer, welch großes Geschenk wir hierzulande haben, dass wir unsere Ideen und politischen Themen ohne Zensur äußern und zeigen können.

Ob NSU-Prozesse, islamistischer Terror, Darknet, Cybercrime oder Serienmörder, all diese Themen waren in den letzten Tagen beim Krimifestival dabei, welches zwei wesentlich Veränderungen erfahren habe. Einmal sei es verbunden worden mit dem literarischen KrimiMärz, und zum anderen gäbe es ab diesem Jahr Deutschlands spannendsten FernsehKrimi-Drehbuchnachwuchs-Wettbewerb.

Fernsehkrimi-Drehbuchpreis 2017 für junge Autoren

v.l. Moderatorin Bärbel Schäfer und die Juroren John-H. Karsten, Tom Winter und Günther Klein bitten den Sieger Leonhardt Appel auf die Bühne. Foto: Diether v. Goddenthow
v.l. Moderatorin Bärbel Schäfer und die Juroren John-H. Karsten, Tom Winter und Günther Klein bitten den Sieger Leonhardt Appel auf die Bühne. Foto: Diether v. Goddenthow

Die wichtigste Neuerung auf dem deutschen Fernsehkrimi-Festival ist der Preis für die Drehbuch-Nachwuchsautoren. In dem Drehbuchwettbewerb für junge Autoren, der 2017 gemeinsam mit der HessenFilm und Medien GmbH und dem Drehbuchverband TopTalente e. V. zum ersten Mal ausgeschrieben wurde, ermittelten vier hochkarätige Juroren den originellsten „Drehbuch-Krimistoff“. Die Juroren waren: Drehbuchautorin und Grimme-Preisträgerin Katrin Bühlig, Drehbuchautor John-H. Karsten, Festivalorganisator Tom Winter und der Autor und Regisseur Günther Klein. Auf Nachfrage von Bärbel Schäfer erläuterte John-H. Karsten was der Jury bei der Suche nach dem besten Drehbuch besonders wichtig war, nämlich besondere Fallkonstellationen, spannendee Figuren, die man so noch nicht gesehen haben und ungewöhnliche Ermittler-Täterkombinationen. Tom Winter ergänzte, dass es zudem um die Durchführbarkeit des Stoffes ging, dem man besonders wünsche, den Fuss in die Tür zu bekommen. Es gäbe für den Drehbuchnachwuchs-Wettbewerbs-Gewinner zwar noch keinen Sendeplatz. Inhalt des Preises sei jedoch, dass der Sieger eine dramaturgische Beratung durch Top-Talente e.V. im Verband von den Deutschen Drehbuchautoren erhielte und sein Drehbuchstoff vom Exposé zum Treatment mit Profiunterstützung weiterentwickeln könnte. Beim Fernsehfestival im Herbst in Baden-Baden dürfte er schließlich an einem Pitch vor professionellem Publikum teilnehmen, erläuterte Tom Winter. Juror Günther Klein war ein Entscheidungskriterium ein gewisser Mehrwert im Drehbuchkonzept.

Leonhardt Appel, Sieger des Fernsehkrimi-Drehbuchpreis 2017. "Es war mein erster Versuch!". Foto: Diether v. Goddenthow
Leonhardt Appel, Sieger des Fernsehkrimi-Drehbuchpreis 2017. „Es war mein erster Versuch!“. Foto: Diether v. Goddenthow

Beim Sieger-Exposé sei besonders attraktiv die Verbindung von realhistorischen Sachverhalten mit der fiktiven Handlung: „Sozusagen trifft Krimi auf historischen Zeitkolorit.“ Der in den 30er, 40er Jahren angesiedelte Stoff hätte mit sehr gut geschriebenen Dialogbeispielen und sehr differenziert dargestellten Charakteren überzeugt. Zudem habe der Jury sehr gefallen, dass hier eine in den 50er Jahren schon mal verfilmte Geschichte geradezu gegenteilig erzählt würde. Der historische Kriminalfall des angeblichen Massenmörders Bruno würde in diesem Filmvorhaben zum ersten Mal in seiner ganzen spannenden und tragischen Dimension aufgearbeitet. Zudem vermittelte er dem Zuschauer auf diese Weise das eindrückliche Bild einer manipulativen Justiz, die der Gefahr massiver politischer Einflussnahme erläge.
Gewonnen hat den ersten Fernsehkrimi-Drehbuchpreis 2017 für junge Autoren Leonhardt Appel . Der Titel seines Werkes ist ganz kurz: „Bruno, die wahre Geschichte hinter Deutschlands größten Massenmörder

Publikumspreis für „München Mord – Wo bist du Feigling“ (ZDF)

"München Mord": Die Kommissare Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier, l.), Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen, M.) und Ludwig Schaller (Alexander Held, r.) im Münchner Luitpoldpark. © ZDF/Hendrik Heiden
„München Mord“: Die Kommissare Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier, l.), Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen, M.) und Ludwig Schaller (Alexander Held, r.) im Münchner Luitpoldpark.
© ZDF/Hendrik Heiden

Der Film „Wo bist du, Feigling“ aus der ZDF-Samstagskrimireihe „München Mord“ wurde beim FernsehKrimi-Festival 2017 in Wiesbaden mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. „Uns überzeugen die schauspielerischen Leistungen, der Humor und die anhaltende Atmosphäre über 90 Minuten“, so die Publikumsjury in ihrer Begründung.

Sarah Müller, die Sprecherin der Publikumsjury gemeinsam mit Stefanie von Heydwolff (ZDF) bei der Preisüberreichung in der Caligari-Filmbühne.  Foto: Diether v. Goddenthow
Sarah Müller, die Sprecherin der Publikumsjury gemeinsam mit Stefanie von Heydwolff (ZDF) bei der Preisüberreichung in der Caligari-Filmbühne. Foto: Diether v. Goddenthow

„München Mord: Wo bist du, Feigling“ war am 3. September 2016 im ZDF zu sehen. Im vierten Film der ZDF-Samstagskrimireihe mit Bernadette Heerwagen, Marcus Mittermeier und Alexander Held steht das schräge Ermittlertrio vor einer seiner intensivsten und gleichzeitig frustrierendsten Ermittlungen: In einem Münchner Park wird ein junger Mann von einem Jogger erschlagen. Die Chance, den flüchtigen Täter zu finden, ist gering. Es scheint sich um eine reine Zufallstat ohne echtes Motiv zu handeln.

 Publikumsjury  des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017: „München Mord – Wo bist du Feigling“ (ZDF) v.l.: Sarah Müller, Thomas Ruhl, Regina Hofsäß und Jürgen Bierbrauer (r).mit Bärbel Schäfer während der Gala des Fernsehkrimifestivals.Foto: Diether v. Goddenthow
Publikumsjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017:
„München Mord – Wo bist du Feigling“ (ZDF) v.l.: Sarah Müller, Thomas Ruhl, Regina Hofsäß und Jürgen Bierbrauer (r).mit Bärbel Schäfer während der Gala des Fernsehkrimifestivals.Foto: Diether v. Goddenthow

Regie führte Anno Saul nach dem Buch von Friedrich Ani und Ina Jung. Produziert wurde der Film von TV60Film (Sven Burgemeister, Andreas Schneppe). Die Redaktion im ZDF hatten Stefanie von Heydwolff und Petra Tilger.Ein weiterer Film aus der Reihe „München Mord“, „Einer der’s geschafft hat“, steht am Samstag, 18. März 2017, 20.15 Uhr, im ZDF auf dem Programm.

Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017

Fachjury des Deutschen FernsehKrimi-Preis 2017. Schauspielerin Gesine Cukrowski, Schauspieler Florian Bartholomäi, Drehbuchautor Michael Helfrich, Regisseurin Isabel Kleefeld, Krimi-Stipendiatin der Landeshauptstadt Wiesbaden Esmahan Aykol. Foto: Diether v. Goddenthow
Fachjury des Deutschen FernsehKrimi-Preis 2017. Schauspielerin Gesine Cukrowski, Schauspieler Florian Bartholomäi, Drehbuchautor Michael Helfrich, Regisseurin Isabel Kleefeld, Krimi-Stipendiatin der Landeshauptstadt Wiesbaden Esmahan Aykol. Foto: Diether v. Goddenthow

In der Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 saßen die Schauspielerin Gesine Cukrowski, der Schauspieler Florian Bartholomäi, der Drehbuchautor Michael Helfrich, die Regisseurin Isabel Kleefeld sowie die diesjährige Krimi-Stipendiatin der Landeshauptstadt Wiesbaden Esmahan Aykol. Die fünf Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger der Publikumsjury wurden über eine Verlosung des Wiesbadener Kuriers ermittelt.

Ulrike C. Tscharre als beste Darstellerin ausgezeichnet

Ulrike C. Tscharre wurde für die Darstellung der Polizistin Hanna Landauer in „Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (WDR/ARD Degeto) geehrt. Als sie es in iher Berliner Wohnung erfuhr, sei sie noch ungeduscht gewesen, und hätte nicht gedacht, dass der Tag in Wiesbaden so toll endete. Inzwischen habe sie aber gedusccht.   Foto: Diether v. Goddenthow
Ulrike C. Tscharre
wurde für die Darstellung der Polizistin Hanna Landauer in
„Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (WDR/ARD Degeto) geehrt. Als sie es in ihrer Berliner Wohnung erfuhr, sei sie noch ungeduscht gewesen, und hätte nicht gedacht, dass der Tag in Wiesbaden so toll endete. Inzwischen habe sie aber gedusccht. Foto: Diether v. Goddenthow

Für die ihre Darstellung der Polizistin Hanna Landauer in „Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (WDR/ARD Degeto) zeichnet die Jury die Schauspielerin Ulrike C. Tscharre als beste Darstellerin aus. Die Jury sagt zu dieser Leistung: „Sie schafft es, scheinbar mühelos und klug dosiert, eine natürliche, unaufgeregte Autorität in einer Männerwelt zu verkörpern. Dabei gelingt es ihr, ohne die vermeintlichen Waffen einer Frau, der Figur eine Weichheit zu bewahren. Durch kluge schauspielerische Entscheidungen meistert sie diese Gratwanderung und vermittelt uns eine melancholische Leichtigkeit, von der wir begeistert waren.“

Florian Lukas als bester Darsteller ausgezeichnet

Der als bester Darsteller geehrte Florian Lukas konnte wegen eines Drehtermins nur mit einer Videobotschaft für den Preis danken.  Foto: Diether v. Goddenthow
Der als bester Darsteller geehrte Florian Lukas konnte wegen eines Drehtermins nur mit einer Videobotschaft für den Preis danken. Foto: Diether v. Goddenthow

Den Preis als bester Darsteller erhält Florian Lukas für die Rolle des Paul Winter in der Produktion „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“ (BR/ARD Degeto/MDR). Der Film ist Teil der ARD-Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU“. Die Jury begründet ihre Entscheidung: „Florian Lukas trägt den Film, bewältigt mühelos die Zeitsprünge, zieht einen mit seiner eindrucksvollen Art des Spiels in jeden Moment emotional in die sehr komplexe Geschichte. Er lässt einen teilnehmen und erfühlen, die Wut, die Ohnmacht, die Fassungslosigkeit und Empathie. Gebannt schaut man Florian Lukas bei seinem klugen, tiefgründigen Spiel zu.“

Sonderpreis für Drehbuchautor Rolf Basedow

Drehbuchautor Rolf Basedow wurde für seine außergewöhnliche Autorenleistung geehrt. Foto: Diether v. Goddenthow
Drehbuchautor Rolf Basedow wurde für seine außergewöhnliche Autorenleistung geehrt. Foto: Diether v. Goddenthow

Für seine außergewöhnliche Autorenleistung erhält der Drehbuchautor Rolf Basedow den Sonderpreis für eine herausragende Einzelleistung. Beim diesjährigen Deutschen FernsehKrimi-Festival war der Autor mit drei Produktionen vertreten: „Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (WDR/ARD Degeto), „Lotte Jäger und das tote Mädchen“ (ZDF) sowie gemeinsam mit Christoph Busche und Jan Braren für „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“ (BR/ARD Degeto/MDR). „Sein Werk ist geprägt von interessanten und relevanten Stoffen, ausnahmslos exzellent recherchiert. Rolf Basedow stellt sich der Komplexität unserer Welt und nimmt uns in seiner klugen Neugier mit auf die Abenteuerreise in die Vielschichtigkeit unserer oft widersprüchlichen Gesellschaft“, lobt die Jury den Autor Rolf Basedow.

Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017

Szene aus “Höhenstraße“ (ORF), aus der bittersüßen, grauenhaft komischen, abgründig witzigen Welt des David Schalko. Siegerfilm beim Fernsehkrimifestival 2017 in Wiesbaden.
Szene aus “Höhenstraße“ (ORF), aus der bittersüßen, grauenhaft komischen, abgründig witzigen Welt des David Schalko. Siegerfilm beim Fernsehkrimifestival 2017 in Wiesbaden.

Der Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 ist die ORF-Produktion “Höhenstraße“. Der Film ist eine skurrile Entführungsgeschichte mit immer wieder überraschenden Wendungen. Die beiden Kleinkriminellen Roli und Ferdi zocken in falschen Polizeiuniformen auf der Wiener Höhenstraße Autofahrer ab. Als sie zwei Männer mitnehmen und einsperren, um Lösegeld zu erpressen, läuft alles aus dem Ruder.
In den Hauptrollen sind Nicholas Ofczarek und Raimund Wallisch zu sehen. Buch und Regie stammen von David Schalko. Der Film, der im ORF in der Reihe „Landkrimi“ zu sehen war, ist eine Koproduktion von ORF und Superfilm GmbH. Die Produzenten sind John Lueftner und David Schalko. Die Redaktion liegt bei Klaus Lintschinger.

Laudatorin Gesine Curkrowski: Der Siegerfilm Höhenstrasse sei hochpolitisch, da er sich die größtmögliche Freiheit genommen habe, das höchste Gut, das wir in diesen Zeiten haben. Foto: Diether v. Goddenthow
Laudatorin Gesine Curkrowski: Der Siegerfilm Höhenstrasse sei hochpolitisch, da er sich die größtmögliche Freiheit genommen habe, das höchste Gut, das wir in diesen Zeiten haben. Foto: Diether v. Goddenthow

„Wir glauben dass dieser Film besonders politisch ist, denn dieser Film hat sich die größtmögliche Freiheit genommen, und ich glaube Kunstfreiheit und Meinungsfreiheit ist gerade in diesen Zeiten das höchste Gut, das wir haben“, leitete die Schauspielerin Gesine Cukrowski in ihrer Funktion als Sprecherin der Jury die Begründung der Jury ein: „Hinter dem unspektakulären Titel ‚Höhenstraße‘ verbirgt sich ein unerwartetes Meisterwerk der Filmkunst. Die perfekte Mischung aus Spannung, Tragik, Humor, Abgründigkeit und herausragendem Talent in allen Abteilungen. Ob Szenenbild, Kamera, Musik oder Kostüm, die Grandezza in der Darstellung – alles zusammen erschafft einen Kosmos, dem man sich nicht entziehen kann, der süchtig macht. Willkommen in der grauenhaft komischen, abgründig witzigen Welt des David Schalko!

David Falko und Raimund Wallisch, freuen sich, dass ihr "Antikrimi", der alle nur denkbare Klischees enthalte, den Hauptpreis vom 1000 Litern Wein, selbst wenn es deutscher Wein wäre, gewonnen haben. Denn Alkohol spiele bei all seiner Arbeit stets eine sehr große Rolle.  Foto: Diether v. Goddenthow
David Falko und Raimund Wallisch, freuen sich, dass ihr „Antikrimi“, der alle nur denkbare Klischees enthalte, den Hauptpreis vom 1000 Litern Wein, selbst wenn es deutscher Wein wäre, gewonnen haben. Denn Alkohol spiele bei all seiner Arbeit stets eine sehr große Rolle. Foto: Diether v. Goddenthow

Der Film ist eine Achterbahnfahrt. Er beginnt mit dem Horror der Willkür, bis Cat Stevens einen mit Dachs und Sonnenaufgang erlöst. Dieser Wechsel zwischen menschlichen Abgründen und Erlösung durch Raffinesse, Humor und sogar Liebe, lässt keine Zeit zum Verschnaufen. Ein Feuerwerk an Kreativität und Können. Er ist hemmungslos und gnadenlos und dadurch entwaffnend menschlich und ehrlich. Vielen Dank für diese Erleuchtung David Schalko und allen Beteiligten.“

Cathrin Ehrlich, Festivalleiterin und Bärbel Schäfer dankten dem Sponsor- Weingut  Udo Ott.   Foto: Diether v. Goddenthow
Cathrin Ehrlich, Festivalleiterin und Bärbel Schäfer dankten dem Sponsor- Weingut Udo Ott. Foto: Diether v. Goddenthow

Der Hauptpreis des deutschen Fernsehkrimi-Festivals besteht aus 1000 Litern Wein. Er wird seit Jahren gesponsert vom Weingut Udo Ott, Grorother Hof, Wiesbaden-Frauenstein. Ein Wunsch des Sponsors wäre es, verriet Bärbel Schäfer, wenn Otts Weingut auch mal Kulisse für einen Krimi sein könnte.

FernsehKrimi-Nacht
Mit der langen FernsehKrimi-Nacht endet in der Nacht vom 11. auf den 12. März das Deutsche FernsehKrimi-Festival 2017. Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch die HessenFilm und Medien GmbH und den Hessischen Rundfunk, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.

Großer Andrang vor der Caligari-Filmbühne Wiesbaden zum Gala-Abend des Fernsehkrimifestival. Foto: Heike v. Goddenthow
Großer Andrang vor der Caligari-Filmbühne Wiesbaden zum Gala-Abend des Fernsehkrimifestival. Foto: Heike v. Goddenthow

Hessen-Empfang auf der 67. Berlinale mit vielen Stars der Filmbranche – Nachwuchsförderung im Zentrum

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (r) und die Schauspieler Armin Rohde (Mitte) und Philipp Hochmair. Foto: Markus Nass
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (r) und die Schauspieler Armin Rohde (Mitte) und Philipp Hochmair. Foto: Markus Nass

Nachwuchsförderung wird in Hessen künftig noch größer geschrieben

Wiesbaden/Berlin. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein begrüßte heute zahlreiche Gäste aus der Filmbranche auf dem Berlinale-Empfang der Hessischen Landesregierung in der Hauptstadt. Armin Rohde, der 2015 mit dem Hessischen Film- und Kinopreis in der Kategorie „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet wurde, feierte genauso mit wie Esther Schweins, Nikolai Kinski, Adnan Maral, Dennenesch Zoudé und Lisa Martinek. Und nicht nur die Stimmung war ausgelassen: Viele Filmschaffende und Promis zeigten sich begeistert von der deutlichen Erhöhung und Verbesserung der Filmnachwuchs-Förderung in Hessen.

Diese war auch Thema der Gesprächsrunde auf dem Empfang, an der Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, Regisseur Lars Kraume und Philipp Aubel von der Werkstatt der Jungen Filmszene teilnahmen. Sie alle stellten heraus, wie elementar eine starke Filmförderung für Hessen ist.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Erfolgreiche Filmförderung muss in den Nachwuchs investieren. Genau das tun wir in Hessen inzwischen verstärkt, und deshalb steht die Nachwuchsförderung in diesem Jahr im Fokus unseres Berlinale-Empfangs. Die hessische Filmförderung bietet jungen Filmschaffenden einen Anreiz, in Hessen zu bleiben, zu arbeiten und sich hier am Filmmarkt zu etablieren.“

Insgesamt wurden die Zuschüsse für die Filmförderung in diesem Jahr um zwei Millionen Euro erhöht, sodass sie sich nun auf fast zehn Millionen Euro beläuft. Davon profitiert besonders der Nachwuchs. So gibt es ab diesem Jahr die Möglichkeit, nicht nur die Abschlussfilme der hessischen Hochschulabsolventen zu fördern, sondern auch die Debüt- und Zweitfilme.

Neu ist auch die Talent-Paketförderung: Junge Produktionsfirmen mit Sitz in Hessen können sich um eine mehrjährige Förderung bewerben. Sie werden über drei Jahre mit pauschal bis zu 150.000 Euro gefördert, wenn sie mindestens drei Kino- und/oder Fernsehfilmprojekte in dieser Zeit entwickeln.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein konnte eine weitere Neuerung bekanntgeben: Auch die Förderung von Festivals wird angehoben. „Die Hessische Landesregierung ist stolz auf die vielfältige, bunte Festivallandschaft in Hessen, zu denen auch viele Filmfeste gehören. Das zeigt sich in unserer Unterstützung: Mit einer Gesamtförderung in Höhe von 562.000 Euro können wir die Festivals in ihrer Bandbreite erhalten und stärken. Gegenüber dem Vorjahr haben wir die Förderung um 100.000 Euro erhöht.“

Für die HessenFilm und Medien GmbH gab der Berlinale-Empfang Anlass für einen Rückblick. Denn seit Anfang 2016 ist sie der zentrale Ansprechpartner für die Filmförderung in Hessen. Und gleich in ihrem ersten Jahr war sie sehr erfolgreich: Der von Hessen geförderte Spielfilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“ von Regisseur Lars Kraume räumte beim Deutschen Filmpreis insgesamt sechs Lolas ab. Eine Lola in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ gab es für Laura Tonke in dem von Hessen geförderten Film „Hedi Schneider steckt fest“.

Auf dem Hessen-Empfang konnten die Gäste weitere vom Land Hessen geförderte Filme des Jahres 2016 in einem Trailer sehen. Unter ihnen erneut zwei Filme, die derzeit in der Vorauswahl zur Nominierung für den Deutschen Filmpreis sind: „Morris aus Amerika“ und „Die Welt der Wunderlichs“. Vielversprechend ist auch die Liebeskomödie „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“, den Pepe Danquart unter anderem in Frankfurt am Main gedreht hat. Er und sein Bruder Didi Danquart, ebenfalls Regisseur, zählten auch zu den Gästen auf dem Hessen-Empfang.

„Hessen hat sich zu einem profilierten Filmstandort entwickelt. Wir haben alles, was eine moderne Filmlandschaft zu bieten hat: Vom traditionellen Kino über kreative und anspruchsvolle Filmproduktionen und einzigartige Filmlocations, bis hin zu modernster Postproduktion. Darüber hinaus ist Hessen nun Mitglied in ,Focus Germany‘, der Dachorganisation der großen regionalen Filmfördereinrichtungen. Die Mitgliedschaft in diesem Verbund ist für die hessische Filmförderung ein Meilenstein“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Filmreihe OSCAR® NOMINIERTE FILME 2017 ab 24.Februar, am 26.02.2017 ab 22.30 h Lange OSCAR®-Nacht im Deutschen Filmmuseum

© Deutsches Filminstitut
© Deutsches Filminstitut

Die Lange OSCAR®-Nacht im Deutschen Filmmuseum
Sonntag, 26. Februar, Einlass 22:30 Uhr

NOMINIERTE FILME 2017
Filmreihe von Freitag, 24. Februar, bis Sonntag, 26. Februar

Bereits zum 89. Mal werden am Sonntag, 26. Februar, in Los Angeles die Academy Awards® vergeben, und auch am Schaumainkai in Frankfurt wird wieder der rote Teppich ausgerollt.

Bis zum Start der Fernsehübertragung um circa 1:30 Uhr deutscher Zeit können sich die Gäste mit einem auf fünf Stockwerke verteilten Begleitprogramm auf den jährlichen Höhepunkt der Filmwelt einstimmen. Führungen durch die Dauerausstellung erzählen die Geschichte der Oscars® und liefern spannende Hintergrundinformationen. Auch die Oscar®-Quizshow im Kinosaal bietet einen unterhaltsamen Einblick in den jährlichen Trubel um die goldene Trophäe. Beim Oscar®-Tippspiel können Besucher/innen ihre persönlichen Favoriten bestimmen wer die meisten richtigen Tipps abgegeben hat, darf sich auf einen tollen Gewinn freuen. Beim Zurechtfinden in allen 24 Kategorien hilft das Oscar®-Orakel, das im Kinosaal stattfindet und in die oberen Stockwerke übertragen wird. Für das passende Make-Up zum Red-Carpet-Outfit sorgt ein professionelles Team in der Catwalk-Lounge, glamouröse Auftritte sind garantiert. Die unvergesslichen Looks können gleich auf einem Erinnerungsfoto im Filmstudio festgehalten werden, Snacks und Getränke runden das Angebot ab und halten wach, bis auch die letzte Trophäe überreicht ist.

Das Programm im Überblick:
23:30, 0:30, 1:30 Uhr: Abwechslungsreiche Oscar®-Führungen
Die Dauerausstellung ist von 23 bis 2 Uhr geöffnet.
23 bis 2 Uhr: Großes Oscar®-Tippspiel
23 bis 2 Uhr: CATWALK Styling Lounge
Ab 23 Uhr: Bluebox Fotostudio
23:15 bis 0:30 Uhr: Oscar®-Filmquiz mit Michael Kinzer im Kino
0:30 bis 1:30 Uhr: Oscar®-Orakel mit Michael Kinzer im Kino
Ab 3 Uhr: Gratis-Durchhaltefrühstück
Ab ca. 1:30 Uhr: Live-Übertragung Red Carpet
Ab ca. 2:30 Uhr: Live-Übertragung Oscar®-Verleihung
Im Vorfeld der Verleihung der begehrten Trophäen und als Einstimmung auf die Veranstaltung im Deutschen Filmmuseum zeigt das Kino des Hauses eine Auswahl der nominierten Filme.

Freitag, 24. Februar, 18 Uhr
FLORENCE FOSTER JENKINS
USA 2016. R: Stephen Fears
D: Meryl Streep, Hugh Grant. 110 Min.
Die Mäzenin Florence Foster Jenkins zieht es auf die große Opernbühne. Obgleich sie sich auf ihrem Reichtum eigentlich ausruhen könnte, träumt die Erbin von einer Gesangskarriere und dem Applaus der Massen. Dumm nur, dass Florence völlig talentfrei ist. Sie trifft weder die Töne, noch hat sie das nötige Rhythmusgefühl. Ihr Mann St. Clair Bayfield möchte ihr die Illusionen nicht nehmen und unterstützt ihren Traum durch professionellen Unterricht. Als Florence jedoch einen großen Auftritt plant, scheint die Blamage unabwendbar.

Freitag, 24. Februar, 20:15 Uhr
HIDDEN FIGURES
USA 2016. R: Theodore Melfi
D: Taraji P. Henson, Octavia Spencer. 127 Min.
Während John Glenn 1962 als der erste Astronaut, der in einer Rakete die Erde umrundete, berühmt geworden ist, blieb die hervorragende Arbeit dreier afroamerikanischer Frauen als Mathematikerinnen bei der NASA im Verborgenen: Zu Zeiten der Rassentrennung sind Katherine Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson die unerkannten Heldinnen, denen eszu verdanken ist, dass der Wettlauf gegen die Sowjetunion, den Glenn für die USA austrug, erfolgreich verlief.

Freitag, 24. Februar, 22:30 Uhr
HELL OR HIGH WATER
USA 2016. R: David Mackenzie
D: Ben Foster, Jeff Bridges, Chris Pine. 102 Min.
Die beiden ungleichen Brüder Toby und Tanner sehen sich nach vielen Jahren wieder. Weil der heimischen Farm der Bankrott droht, beschließen die Brüder, eine Reihe von Bankfilialen zu überfallen. Nicht irgendein Geldinstitut haben sie hierbei im Sinn, sondern ebendas, bei dem die Familie hochverschuldet ist, und das ihre Existenz bedroht. Nach mehreren erfolgreichen Überfällen kommt den Brüdern jedoch der Texas Ranger Hamilton auf die Spur.

Samstag, 25. Februar, 16:30 Uhr
THE SALESMAN
Frankreich/Iran 2016. R: Asghar Fahrhadi
D: Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti. 125 Min.
Emad und seine Frau Rana müssen ihr baufälliges Haus verlassen und ziehen in eine Wohnung. Als Rana eines Abends alleine in der neuen Wohnung ist, wird sie dort überfallen. Es stellt sich heraus, dass die Vormieterin der Wohnung eine Prostituierte war dies ist im Iran illegal. Weil Rana sich aber weigert, die Polizei einzuschalten, macht sich Emad gegen den Willen seiner Frau selbst auf die Suche nach dem Täter. Die Beziehung des Paares wird hierdurch auf eine harte Probe gestellt.

Samstag, 25. Februar, 18 Uhr Uhr
MANCHESTER BY THE SEA
USA 2016. R: Kenneth Lonergan
D: Casey Affleck, Michelle Williams. 138 Min.
Als Lee vom plötzlichen Tod seines Bruders Kyle erfährt, ist er gezwungen, in sein Heimatdorf an der US-amerikanischen Ostküste zurückzukehren. Hier wartet auf ihn eine neue Rolle als Ersatzvater für seinen Neffen, den 16-jährigen Patrick. Das ist jedoch nicht die einzige Herausforderung, mit der Lee in seiner alten Heimat konfrontiert ist: Er muss ich auch mit seiner traumatischen Vergangenheit auseinander setzen.

Samstag, 25. Februar
HACKSAW RIDGE
USA/Großbritannien 2016. R: Mel Gibson
D: Andrew Garfield, Sam Worthington. 140 Min.
Als Kind greift Desmond Doss während eines Streits zwischen seinen Eltern zu einer Waffe und bedroht seinen Vater. Danach schwört er sich, nie wieder eine Waffe anzurühren. Dennoch tritt er später aus Überzeugung der US-Armee bei nicht um zu töten, sondern um als Mediziner Leben zu retten. Er bleibt sich treu, verweigert den Dienst an der Waffe, und zieht schließlich vollkommen unbewaffnet in den Krieg. Mel Gibsons Kriegsdrama basiert auf einer wahren Geschichte.

Sonntag, 26. Februar, 18 Uhr
LA LA LAND

LaLaLand  © Deutsches Filminstitut
LaLaLand © Deutsches Filminstitut

USA 2016. R: Damien Chazelle
D: Ryan Gosling, Emma Stone. 128 Min.
Der Jazzpianist Sebastian und die angehende Schauspielerin Mia sind auf der Suche nach beruflicher Anerkennung. Beide wollen in Los Angeles ihren großen Traum verwirklichen im Alltag müssen sie sich jedoch mit kleinen Aufträgen und Nebenjobs über Wasser halten. Dabei kreuzen sich ihre Wege und sie verlieben sich. Um ihre Ziele zu erreichen, müssen beide einige Opfer bringen, wodurch ihre Beziehung schon bald auf die Probe gestellt wird.

Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
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Hessische Filmförderung verbessert – Nachwuchs profitiert besonders!

Hans-Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, Boris Rhein, Minister für Wissenschaft und Kunst, Sissi Hajtmanek, Pressesprecherin Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
(v.r.n.l.): Hans-Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, Boris Rhein, Minister für Wissenschaft und Kunst, Sissi Hajtmanek, Pressesprecherin Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Hessische Filmförderung investiert verstärkt in den Nachwuchs
Neue Talentförderung garantiert dem Filmnachwuchs in Hessen mindestens 150.000 Euro zusätzlich pro Jahr / Budget für mittelgroße Produktionen verzehnfacht

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat gestern im Vorfeld der Berlinale gemeinsam mit dem Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, Hans-Joachim Mendig, die zwei neuen Säulen der Nachwuchsförderung vorgestellt und eine positive Bilanz der hessischen Filmförderung gezogen.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Wir haben das Ziel, unsere kreativsten Talente in Hessen mehr und nachhaltiger zu unterstützen, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Deshalb beginnen unsere Experten der Filmförderung künftig schon an unseren Hochschulen damit, den Filmnachwuchs nach ihren Abschlussfilmen kompetent zu beraten, kontinuierlich zu begleiten und finanziell zu unterstützen. “

Die hessische Filmförderung hat dafür ein besonderes Förderpaket für talentierte Nachwuchskräfte geschnürt. Es bietet jungen Filmschaffenden einen Anreiz, in Hessen zu bleiben, zu arbeiten und sich hier am Filmmarkt zu etablieren. Insgesamt wurden die Zuschüsse für die Filmförderung in diesem Jahr um zwei Millionen Euro erhöht, sodass sich die Filmförderung in Hessen nun auf fast zehn Millionen Euro beläuft.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Von der Erhöhung der Zuschüsse profitiert vor allem der Nachwuchs: Ab diesem Jahr gibt es die Möglichkeit, nicht nur die Abschlussfilme unserer Hochschulabsolventen zu fördern, sondern auch ihre Debüt- und Zweitfilme. Darüber hinaus haben wir jetzt auch eine Talent-Paketförderung geschaffen. Das bedeutet, junge Produktionsfirmen mit Sitz in Hessen können sich um eine mehrjährige Förderung bewerben. Dieses Instrument soll dafür sorgen, dass sich der Filmnachwuchs mit einem soliden Fundament am Filmmarkt in Hessen etablieren kann.“

Im Rahmen dieser Talent-Paketförderung werden junge Produktionsfirmen über drei Jahre mit pauschal bis zu 150.000 Euro gefördert, wenn sie bis zu fünf Kino- und/ oder Fernsehfilmprojekte in dieser Zeit entwickeln.

Seit diesem Jahr ist es außerdem möglich, dass die hessische Filmförderung Projekte mit einem mittleren Produktionsbudget – also maximal 1,5 Millionen Euro – nun auch mit einem größeren Betrag unterstützt. Die maximale Fördersumme wurde in diesem Bereich von 50.000 Euro auf 500.000 Euro angehoben. Unbeschadet dessen bleibt es bei der Darlehensförderung der großen Kinoproduktionen.

„Wir sprechen somit jetzt auch Projekte an, die zwischen einem kleinen Arthouse-Filmbudget und einem sehr großen Kinofilmbudget liegen, beispielsweise auch Dokumentarfilme. Wir haben damit einen lang gehegten Wunsch der hessischen Filmwirtschaft umgesetzt“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Das Maßnahmenpaket zur weiteren Stärkung des Filmlandes Hessen ist Bestandteil einer neuen Förderrichtlinie, die rückwirkend zum 1.1.2017 in Kraft tritt. Sie ist ab sofort auf der Website der HessenFilm und Medien GmbH veröffentlicht.

Rückblende  geförderter Filme 2016 – Preisträger und Kinohits

2016 gab es wieder preisgekrönte und von Hessen geförderte Filme. Zu nennen sind „Der Staat gegen Fritz Bauer“ mit sechs LOLAs beim Deutschen Filmpreis oder „Jonathan“, der auf nationalen und internationalen Festivals mehrere Preise gewann. Aktuell in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis 2017 sind „Morris aus Amerika“ und die „Die Welt der Wunderlichs“. Aber auch der Kassenschlager „Pettersson und Findus – Das schönste Weihnachten überhaupt“ hatte 2016 Premiere. Mit knapp 1,2 Millionen Besuchern bis Jahresende zählt er zu einem der besucherstärksten deutschen Filme des Jahres.

„Qualität ist ein wichtiges Kriterium für uns, um eine Förderzusage zu erteilen. Die im Jahr 2016 bereitgestellten Fördergelder haben sich gelohnt. Die von uns geförderten Filme sind nicht nur die beste Werbung für unser Land, sie machen sich auch bezahlt. Denn die Produzenten geben auch wieder wesentlich mehr als die erhaltene Filmförderung in Hessen aus. Das hilft der Wirtschaft und stärkt gleichzeitig den Filmstandort Hessen“, stellte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein fest.

Hintergrundinformationen
Die Filmförderung in Hessen beläuft sich seit 2017 auf fast zehn Millionen Euro. Über die HessenFilm und Medien GmbH stellt das Land Hessen 2017 insgesamt 8,2 Millionen Euro Filmförderung zur Verfügung. Hinzu kommen die Mittel des Hessischen Rundfunks, so dass seit Anfang des Jahres knapp neun Millionen Euro für die Filmförderung bereit stehen. Das Land unterstützt darüber hinaus mit rund 0,8 Millionen Euro weitere Filmfördermaßnahmen. U.a. ist die Förderung hessischer Institutionen, wie das Deutsche Filminstitut, das Film- und Kinobüro Hessen oder die Filmbewertungsstelle zu erwähnen.

FILME IM SCHLOSS: SULLY – Clint-Eastwood-Filme am 3. 02.2017 im Schloss Wiesbaden-Biebrich

©  Filme im Schloss
© Filme im Schloss

FILME IM SCHLOSS
FBW – Deutsche Film- und Medienbewertung
Schloß Biebrich, Ostflügel
Freitag, 3. Februar 2017, 18.00 und 20.15 Uhr
Clint-Eastwood-Filme (42)

SULLY
Chesley „Sully“ Sullenberger (gespielt von Tom Hanks) ist der Flugkapitän, der im Winter 2009 ein vollbesetztes Passagierflugzeug auf dem Hudson River notlandete und damit allen 155 Insassen das Leben rettete. Die Nacherzählung der wahren Ereignisse konzentriert sich ganz auf den Protagonisten, der das „Wunder auf dem Hudson“ vollbracht hat. Die Medien feiern ihn für seine Heldentat, während sich die Nachfragen der Kontrollbehörden wie ein Unwetter über ihn zusammenziehen. Hätte Sully die Notwasserung vermeiden können? „Der Film ist eine meisterhafte Leistung von Schauspiel, Regie und Special-Effects-Department“ ( FBW). Regisseur, Producer: Clint Eastwood. Ausgezeichnet u.a. mit dem Movie of the Year Award des Amerikanischen Filminstituts und dem FBW-Prädikat Besonders wertvoll. Originalversion mit Untertiteln.

Karten zum Preis von 5 Euro an der Abendkasse und im Vorverkauf werktags ab 12 Uhr in der Gaststätte „Ludwig”, Wiesbaden, Wagemannstr. 33-35. Vorbestellungen: www.filme-im-schloss.de, als Antwort auf info@filme-im-schloss.de sowie unter Tel. (0611) 84 07 66 und 31 36 41.

Nächstes Programm – The Age of Kristen Stewart (2): Personal Shopper, Originalversion mit Untertiteln, am Freitag, 17. Februar 2017, 18.00 und 20.15 Uhr.

KINOHIGHLIGHTS 2016 ab 1.Februar 2017 im Deutschen Filmmuseum Frankfurt

"Ton Erdmann" Komödie, Gesellschaftssatire, Frauendrama  ©  Deutsches Filminstitut Frankfurt
„Ton Erdmann“ Komödie, Gesellschaftssatire, Frauendrama © Deutsches Filminstitut Frankfurt

KINOHIGHLIGHTS 2016 Teil 2
Filmreihe von Mittwoch, 1. Februar, bis Dienstag, 28. Februar

Mit einer Auswahl herausragender Filme aus dem Kinojahr 2016 startet das Kino des Deutschen Filmmuseums ins Programm des neuen Jahres. Die beliebte Reihe bietet im Januar und Februar Gelegenheit, verpasste Kino-Erlebnisse nachzuholen oder einen neugewonnenen Lieblingsfilm erneut auf der großen Leinwand zu genießen natürlich in der Originalfassung mit Untertiteln.

Mittwoch, 1. Februar, 18 Uhr
Freitag, 10. Februar, 20:30 Uhr
ROOM Raum
Irland/Kanada 2015. R: Lenny Abrahamson
D: Brie Larson, Jacob Tremblay, William H. Macy. 114 Min. DCP. OmU

Eine Mutter lebt mit ihrem kleinen Sohn in einem verschlossenen Raum. Allein durch das unerreichbar hohe Deckenlicht erhaschen beide einen Abglanz der Außenwelt. Ab und zu entriegelt ein Mann die Tür, bringt Essen oder sucht sexuelle Befriedigung. Doch Mutter Joy hat einen Fluchtplan … Die vom Fall Fritzl inspirierte Romanadaption schildert den Überlebenskampf einer entführten Frau, für die neue Qualen beginnen, als sie nach Jahren der Gefangenschaft endlich freikommt. Selten gelingt es einem Film, die Welt derart gekonnt auf den Kopf zu stellen und dabei sogar den Wert der Freiheit zu hinterfragen. Für ihren beklemmenden Auftritt erhielt Brie Larson 2016 den Oscar® als beste Hauptdarstellerin.

Sonntag, 12. Februar, 18 Uhr
Dienstag, 14. Ferbuar, 20:30 Uhr
EL ABRAZO DE LA SERPIENTE Der Schamane und die Schlange
Kolumbien/Venezuela/Argentinien 2015. R: Ciro Guerra
D: Nilbio Torres, Antonio Bolívar, Jan Bijvoet. 124 Min. DCP. OmU

Der Schamane Karamakate, letzter Überlebender eines indigenen Volkes, trifft im Abstand mehrerer Jahrzehnte auf zwei Forscher, die in den Tiefen des Amazonas- Dschungels nach einer heilenden, halluzinogene Kräfte bergenden Pflanze suchen. Basierend auf den historischen Tagebüchern der beiden Forscher Theodor Koch-Grünberg und Richard Evans Schultes, erzählt der Abenteuerfilm von den Expeditionen zweier Wissenschaftler, die Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts unabhängig voneinander ins Herz der Finsternis reisen. Ein bildgewaltiger, psychedelischer Trip, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Donnerstag, 16. Februar, 18 Uhr
Freitag, 17. Februar, 20:15 Uhr
JI-GEUM-EUN-MAT-GO-GEU-DDAE-NEUN-TEUL-LI-DA Right Now, Wrong Then
Südkorea 2015. R: Hong Sang-soo
D: Jung Jae-young, Kim Min-hee, Ko Ah-sung. 121 Min. DCP. OmU

Während einer Kinotour zur Präsentation seines neuen Films lernt der Arthouse-Regisseur Ham Cheon-soo eine junge Malerin kennen. Der Funke springt über bis die Künstlerin erfährt, dass er verheiratet ist und außerdem ein Schürzenjäger sein soll. Sie bricht den Kontakt ab. Doch dann erzählt der Film die Geschichte noch einmal: Dank kleiner Variationen im Tonfall und minimalen Veränderungen der Perspektive entwickelt sich dasselbe Treffen zwischen beiden ganz anders. Mit seinem leichtfüßig inszenierten Kinoexperiment über den Zufall und verpasste Chancen folgt Hong Sang-soo den Pfaden von Eric Rohmer und Alain Resnais.

Sonntag, 19. Februar, 18 Uhr
Donnerstag, 23. Februar, 18 Uhr
ARRIVAL
USA 2016. R: Denis Villeneuve
D: Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, Michael Stuhlbarg. 117 Min. DCP. OmU

Die Landung außerirdischer Raumschiffe versetzt alle Welt in große Angst: Sind die Aliens böse? Wollen sie die Menschheit vernichten? Das versucht Louise Banks herauszufinden, eine Linguistin, die im Auftrag des Militärs Kontakt zu den fremden Wesen knüpfen soll. Statt auf lärmendes Special-Effect-Gewitter zu setzen, inszenierte Denis Villeneuve ein subtiles Science-Fiction- Drama, dessen Spannung sich ganz allmählich aufbaut. Erst wenn alle Puzzleteile zusammengefügt sind, ergeben sich überraschende Antworten.

Dienstag, 28. Februar, 20 Uhr
TONI ERDMANN
Deutschland/Österreich/Schweiz 2016. R: Maren Ade
D: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibl. 162 Min. DCP

Komödie, Gesellschaftssatire, Frauendrama: Maren Ades dritte Regiearbeit hat von allem etwas und ist doch einzigartig: Winfried, 65 Jahre alt, Musiklehrer und skurriler Spaßvogel mit Sinn für schräge Maskeraden, folgt seiner Tochter Ines, die sich auf Geschäftsreise in Rumänien befindet. Die gestresste Unternehmensberaterin nimmt ihn nur als Störfaktor wahr. Der lebenslustige Mann will aber sicherstellen, dass seine ehrgeizige Tochter das Lachen nicht verlernt. So ersinnt er ein schillerndes Alter Ego namens Toni Erdmann, das sie aus der Reserve locken soll. Einen derart erfindungsreichen deutschen Film hat es lange nicht gegeben.

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
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Mit der Premiere „Sanft schläft der Tod“ startet am 7. März 2017 das 13. Deutsche FernsehKrimi-Festival Wiesbaden

fernsehkrimifestival2017Die Wettbewerbsfilme des 13. Deutschen FernsehKrimi-Festival Wiesbaden stehen jetzt fest!

Die Eröffnung des 13. Deutschen FernsehKrimi-Festival Wiesbaden findet am 7. März mit der Premiere des Films „Sanft schläft der Tod“ in Anwesenheit von Regisseur Marco Kreuzpaintner und den Schauspielern Fabian Busch und Marleen Lohse statt.

„Krimi satt!“ heißt es auch in diesem Jahr wieder, wenn zum 13. Mal das Deutsche FernsehKrimi-Festival in der Caligari Filmbühne in Wiesbaden stattfindet. Zehn Filme stehen vom 7. bis 12. März im Wettbewerb um den „Deutschen FernsehKrimi-Preis“. Sie wurden aus insgesamt 60 Fernsehkrimis von der Vorjury des Festivals ausgewählt. Außerdem erwartet die Gäste des Festivals unter anderem eine Tatort-Premiere, ein Schimanski-Abend und Lesungen von zwei Krimi-Autoren.

Für die Festival-Leiterin Cathrin Ehrlich gab es bei der diesjährigen Auswahl der Filme eine Besonderheit: „Drei der Filme, die in diesem Jahr im Wettbewerb stehen, haben ein offenes Ende. Sie lassen uns mit unserer Ohnmacht alleine. Eine Herausforderung, die auf dem Festival sicher zu spannenden Diskussionen führen wird.“

Eröffnet wird das Festival am Dienstag, 7. März, 20 Uhr, mit der Premiere des Wettbewerbsbeitrags „Sanft schläft der Tod“. Unter der Regie von Marco Kreuzpaintner („Sommersturm“, „Krabat“, „Coming In“) spielen darin unter anderen Fabian Busch, Marleen Lohse, Manfred Zapatka und Matthias Brandt. Das Buch schrieb Holger Karsten Schmidt. Zu der Premiere und dem anschließenden Filmgespräch werden der Regisseur Marco Kreuzpaintner und die Schauspieler Fabian Busch und Marleen Lohse anwesend sein.

Die Wettbewerbsfilme des Deutschen Fernsehkrimi-Festivals 2017

© ARD_Degeto
© ARD_Degeto

Dienstag, 7. März, 20 Uhr – Eröffnung/Premiere „Sanft schläft der Tod “
ARD Degeto, Regie: Marco Kreuzpaintner, Buch: Holger Karsten Schmidt mit Fabian Busch, Marleen Lohse, Matthias Brandt und anderen

© ARD_Degeto
© ARD_Degeto

Mittwoch, 8. März, 9.30 Uhr – Schulvorstellung Mitten in Deutschland: NSU – Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch
BR/ARD Degeto/MDR, Regie: Florian Cossen, Buch: Rolf Basedow, Christoph Busche, Jan Braren
mit Florian Lukas, Liv Lisa Fries, Sylvester Groth und anderen

© ZDF
© ZDF

Mittwoch, 8. März, 12 Uhr – München Mord – Wo bist du, Feigling?
ZDF, Regie: Anno Saul, Buch: Friedrich Ani, Ina Jung
mit Bernadette Heerwagen, Marcus Mittermeier, Alexander Held und anderen

 

Foto: Hagen-Keller
Foto: Hagen-Keller

Mittwoch, 8. März, 16 Uhr – Tatort – Die Wahrheit
BR, Regie: Sebastian Marka, Buch: Erol Yesilkaya
mit Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec, Lisa Wagner und anderen

© HR
© HR

Mittwoch, 8. März, 19.30 Uhr – Tatort – Es lebe der Tod
HR, Regie: Sebastian Marka, Buch: Erol Yesilkaya
mit Ulrich Tukur, Barbara Philipp, Jens Harzer und anderen

© SAT 1
© SAT 1

Mittwoch, 8. März, 21.45 Uhr – Jack the Ripper
SAT.1, Regie: Sebastian Niemann, Buch: Holger Karsten Schmidt
mit Sonja Gerhardt, Sabin Tambrea, Falk Hentschel und anderen

 

© ZDF
© ZDF

Donnerstag, 9. März, 9.30 Uhr – Schulvorstellung „Lotte Jäger und das tote Mädchen“
ZDF, Regie: Sherry Hormann, Buch: Rolf Basedow, Ralf Zöller
mit Silke Bodenbender, Anna Maria Mühe, Andreas Schmidt-Schaller und anderen


© ORF
© ORF

Donnerstag, 9. März, 12 Uhr – Höhenstraße
ORF, Regie und Buch: David Schalko
mit Nicholas Ofczarek, Raimund Wallisch, Inge Maux und anderen

 

© ARD/Degeto
© ARD/Degeto

Donnerstag, 9. März, 16.30 Uhr – Zielfahnder – Flucht in die Karpaten
ARD Degeto/WDR, Regie: Dominik Graf, Buch: Rolf Basedow
mit Ulrike C. Tscharre, Ronald Zehrfeld, Arved Birnbaum und anderen

 

© ZDF
© ZDF

Donnerstag, 9. März, 19 Uhr – Unter Verdacht – Verlorene Sicherheit (1)
ZDF, Regie: Andreas Herzog, Buch: Stefan Holtz, Florian Iwersen
mit Senta Berger, Rudolf Krause, Gerd Anthoff und anderen

In der Vorjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 wählten Burkhard Althoff (stv. Redaktionsleiter „Das kleine Fernsehspiel“/ZDF), Birgit Brandes (Redaktion fiktionale Filme und Serien ProSiebenSat.1), Anne Even (ehemalige Arte- und ZDF-Fernsehfilmredakteurin), Jürgen Heimbach (Krimiautor, Redakteur „Kulturzeit“/3Sat), Liane Jessen (Fernsehfilmchefin HR) sowie die Leiterin des Festivals Cathrin Ehrlich und die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden Rose-Lore Scholz die Filme des Wettbewerbs aus. Eingereicht wurden die Produktionen von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Kartenvorverkauf für das 13. Deutsche FernsehKrimi-Festival beginnt am Freitag, 10. Februar, ab 10 Uhr, in der Tourist-Information, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden. Die Preisverleihung findet am Freitag, 10. März, um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne, Marktplatz 9, statt. Beendet wird das Festival traditionell mit der Langen FernsehKrimi-Nacht vom 11. auf den 12. März.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch die HessenFilm und Medien GmbH und den Hessischen Rundfunk, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.

goEast 2017: Frauen an die Kameras – Filmpionierinnen und die Fülle des mittel- und osteuropäischen Kinos

Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Hommage an Márta Mészáros // Symposium: Feministisch wider Willen // Länderfokus Tschechien

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films (26. April bis 2. Mai 2017) steht dieses Jahr ganz im Zeichen von Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa und starken Frauenfiguren im Kino. Sieben Tage lang präsentiert das vom Deutschen Filminstitut veranstaltete Festival in Wiesbaden und Umgebung dem heimischen Kinopublikum ebenso wie Fachbesucher/innen und Gästen aus aller Welt in seiner 17. Ausgabe ein vielfältiges Programm aus Filmvorführungen, Workshops und Podiumsdiskussionen. Dabei schlägt es eine Brücke von aktuellen filmischen Positionen zu filmhistorischen Raritäten, vom Experiment zum Arthouse und Mainstream made in Mittel- und Osteuropa.

Im Zuge des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen aktuelle restaurative politische Entwicklungen weltweit hat auch die Diskussion über die Rolle von Frauen im Film – sei es vor oder hinter der Kamera – eine neue Dimension gewonnen und ist angesichts eklatanter Ungleichbehandlungen in der Branche und stereotypischer Frauenfiguren wichtiger denn je.

Márta Mészáros © goEast
Márta Mészáros © goEast

In diesem Kontext widmet goEast unter anderem die diesjährige Hommage der großen ungarischen Regisseurin Márta Mészáros und beleuchtet im goEast Symposium unter dem Titel „Feministisch wider Willen – Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa“ emanzipatorische Positionen im historischen und zeitgenössischen Kontext.

Bilder

HOMMAGE: MÁRTA MÉSZÁROS

ELTÁVOZOTT NAP/DAS MÄDCHEN (Ungarn 1968, Márta Mészáros) © goEast
ELTÁVOZOTT NAP/DAS MÄDCHEN
(Ungarn 1968, Márta Mészáros) © goEast

Mit Márta Mészáros würdigt die goEast Hommage 2017 eine große Regisseurin. Die 1931 in Budapest geborene Ungarin macht seit nun fast sieben Jahrzehnten Filme und ist eine der erfolgreichsten Regisseurinnen Europas, die mit zahlreichen Preisen geehrt wurde (Goldener und Silberner Bär, Special Grand Prix der Jury in Cannes). Ihr Spielfilmdebüt ELTÁVOZOTT NAP (DAS MÄDCHEN) von 1968 war in Ungarn der erste Spielfilm überhaupt, der unter der Regie einer Frau entstanden ist.

Im Zentrum von Mészáros‘ Spielfilmen stehen stets komplexe Frauenfiguren. Themen wie Geschlecht, Sexualität, Gesellschaft, Identität und Politik behandelt die wegweisende Filmemacherin sehr direkt und in überraschend kritischer Manier. Damit war Mészáros oft ihrer Zeit voraus.

goEast zeigt eine Auswahl der zentralen Filme aus Mészáros‘ Œuvre, darunter ihre international bekannteste Arbeit, die autobiographische Tagebuch-Trilogie NAPLÓ GYERMEKEIMNEK (TAGEBUCH FÜR MEINE KINDER, 1982), NAPLÓ SZERELMEIMNEK (TAGEBUCH FÜR MEINE LIEBEN, 1987) und NAPLÓ APÁMNAK, ANYÁMNAK (TAGEBUCH FÜR MEINE ELTERN, 1990). Márta Mészáros wird zum Festival erwartet.

SYMPOSIUM: FEMINISMUS WIDER WILLEN

HRO O JABLKO/SPIEL UM DEN APFEL (CCSR 1977, Vera Chytilová) © goEast
HRO O JABLKO/SPIEL UM DEN APFEL
(CCSR 1977, Vera Chytilová) © goEast

Mit Pionierinnen und großen Filmemacherinnen aus dem Osten beschäftigt sich auch das diesjährige goEast Symposium, das sich Jahr für Jahr vernachlässigten oder vergessenen Zonen der Kinogeschichte widmet.

POZNAVAJA BELYJ SVET/DIE WELT ERKENNEN (USSR 1974/1979, Kira Muratova)  © goEast
POZNAVAJA BELYJ SVET/DIE WELT ERKENNEN
(USSR 1974/1979, Kira Muratova) © goEast

Obwohl die Figuren in ihren Filmen für weibliches Begehren und Aufbegehren stehen, verneinten viele Filmemacherinnen aus dem Osten, darunter Márta Mészáros, Vera Chytilová, Larisa Shepitko oder Kira Muratova konsequent die Frage, ob ihre Werke feministisch seien, eine Reaktion, die bis heute Unverständnis und Irritation auslöst. Unter dem Titel „Feministisch wider Willen – Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa“ laden die Filmauswahl des Symposiums sowie die begleitenden Vorträge und Diskussionen zur Re-Vision dieses „reluctant feminism“ und setzten ihn zu gegenwärtigen feministischen Positionen im Kino Mittel- und Osteuropas in Beziehung. Eingeladen sind unter anderem die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić, die 2006 den Goldenen Bären für GRBAVICA (ESMAS GEHEIMNIS) erhielt sowie die 1928 geborene, georgische Filmemacherin und Politikerin Lana Gogoberidze, deren Film DGES GAME UTENBIA (DER TAG IST LÄNGER ALS DIE NACHT, 1984) im Wettbewerb bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes lief.

LÄNDERFOKUS: CZECH CINEMA NOW!

Mit einer abwechslungsreichen Auswahl an aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen, einer Podiumsdiskussion und einer Filmplakatausstellung im Wiesbadener sam – Stadtmuseum am Markt rückt goEast 2017 darüber hinaus das Filmland Tschechien in den Fokus. Kooperationspartner des Länderfokus sind das Czech Film Center und das Institute of Documentary Film in Prag.

Das komplette Programm zur 17. Ausgabe von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films wird Anfang April bekannt gegeben.

Haupt-Förderer und Sponsoren

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films wird vom Deutschen Filminstitut veranstaltet und von zahlreichen Partnern unterstützt: Hauptförderer sind das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Landeshauptstadt Wiesbaden, die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), der Kulturfonds Frankfurt RheinMain, ŠKODA AUTO Deutschland, die BHF-BANK-Stiftung, die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege, das Auswärtige Amt, der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, die Stadt Eschborn und Krušovice. Medienpartner sind u.a. 3sat und hr-iNFO.