Kategorie-Archiv: HessenFilm

Land Hessen erhöht die Förderung von Filmfestivals auf 913.000 Euro

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass das Land Hessen im kommenden Jahr 21 Filmfestivals mit 913.000 Euro fördern wird. Dies ist das Ergebnis intensiver Beratungen der aus Fachleuten zusammengesetzten Jury unter der Leitung des Geschäftsführers der HessenFilm und Medien GmbH, Hans Joachim Mendig.

„Hessen hat eine vielfältige und qualitativ hochwertige Festivalszene, auf die wir sehr stolz sind. Mit unserer Förderung unterstützen wir großartige Filmfeste, die den Blick für neue Werke öffnen und jungen Talenten eine Bühne bieten“, sagte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. „Besonders freut mich, dass wir unsere Gesamtfördersumme für die Festivals steigern konnten. So wird im Herbst des Vorjahres üblicherweise über die Festivalförderung des nächsten Jahres entschieden. Gemeinsam mit der Förderrunde, die wir im Frühsommer dieses Jahres verkündet haben, stellen wir für das Jahr 2019 insgesamt 913.000 Euro für Filmfestivals zur Verfügung. Das entspricht einer Erhöhung der Fördergelder um rund 370.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.“

Die höchste Fördersumme, insgesamt 270.000 Euro, erhält die Kinothek Asta Nielsen für die erstmalige Durchführung eines Frauenfilmfestivals. In diesem Jahr jährt sich die Geburtsstunde der Frauenwahlrechte in Deutschland zum 100sten Mal. Der Hessischen Landesregierung ist es ein Anliegen, diesem bedeutenden Datum Rechnung zu tragen. Dieses Festival ist im Kontext der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu sehen.

Höhere Fördersummen konnten aber auch den bereits etablierten Festivals wie dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestival, dem Lichter Filmfest, dem LUCAS-Festival und dem Japanischen Filmfestival zugesagt werden. Sie erhalten zusätzliche Mittel von über 100.000 Euro.

„Mit unserer Förderung würdigen wir das Engagement der vielen Menschen, die hinter den Kulissen hart daran arbeiten, dass die Besucherinnen und Besucher unvergessliche Stunden erleben – auch im ländlichen Raum. Ein besonders bemerkenswertes Beispiel ist das Open Filmfest Weiterstadt, das wir mit 45.000 Euro unterstützen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vom Filmvorführer bis zur Pressebetreuung – setzen sich ehrenamtlich und unbezahlt dafür ein, dass das Festival ein Erfolg wird“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

 Die Förderentscheidungen im Überblick:

Empfänger Festival Förderung 2018 Förderung 2019
Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Africa Alive 8.000 Euro 11.000 Euro
GoEast Filmfestival 115.000 Euro 115.000 Euro
LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans 30.000 Euro 50.000 Euro
Filmforum Höchst/VHS Frankfurt Cuba im Film 5.000 Euro 5.000 Euro
Kulturamt Wiesbaden Deutsches FernsehKrimi-Festival 12.000 Euro 12.000 Euro
DOBAGO FILM Die Seriale 11.000 Euro 8.000 Euro
Wiesbadener Kinofestival e.V. Exground filmfest 50.000 Euro 65.000 Euro
Freunde der Filme im Schloss Internationales Trickfilm-Wochenende Wiesbaden 7.000 Euro 7.000 Euro
Filmladen Kassel Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 116.000 Euro 140.000 Euro
LICHTER Filmkultur e.V. LICHTER Filmfest Frankfurt International 60.000 Euro 70.000 Euro
Indian Vibes Neue Generationen e.V. New Generations – Independent Indian Filmfestival 2.000 Euro 2.000 Euro
Nippon Connection e.V. Nippon Connection – Japanisches Filmfestival 45.000 Euro 55.000 Euro
Kommunales Kino Weiterstadt Open Air Filmfest Weiterstadt 40.000 Euro 45.000 Euro
Café Trauma e.V. OpenEyes Filmfest 9.000 Euro 10.000 Euro
Cinema Concetta Filmförderung Rüsselsheimer Filmtage 5.000 Euro 5.000 Euro
Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival e.V. Shorts at Moonlight 5.000 Euro 5.000 Euro
Bundesverband Jugend und Film e.V. Werkstatt der Jungen Filmszene 10.000 Euro 10.000 Euro
Medienzentrum Frankfurt Visionale hessen 5.000 Euro 5.000 Euro
AWO Stadtverband Hessen e.V. Jung & Abgedreht – Jugendkurzfilmfestival 1.450 Euro 3.000 Euro
Transfer zwischen den Kulturen e.V. Türkisches Filmfestival Frankfurt/M. 3.000 Euro 20.000 Euro
Kinothek Asta Nielsen Remake FrauenFilmFestival 0 Euro 270.000 Euro
    539.450 Euro 913.000 Euro

HESSEN KÜRT DAS BESTE AUS FILM UND FERNSEHEN

Hottmar Hörls Keltenfürst-Klonarmee stand Spalier beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis,. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ottmar Hörls Keltenfürst-Klonarmee stand Spalier beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis,. © Foto: Diether v. Goddenthow

Matthias Brandt erhält Ehrenpreis des Ministerpräsidenten – Michael Madsen vergibt Kinokulturpreis

Gestern Abend traf sich in der Alten Oper die Filmszene am Rande der Buchmesse, um herausragende Produktionen und Persönlichkeiten zum 29. Mal mit dem insgesamt 247.500 Euro dotierten, mehrere Kategorien umfassenden Hessischen Film- und Kino-Preis auszuzeichnen. Durch den Abend führte der Schauspieler und Moderator Jochen Schropp. Laudatoren waren unter anderem Paula Beer, Christian Schwochow, Ronja von Rönne, Kida Khodr Ramadan, Pegah Ferydoni und Dunja Hayali.

Ministerpräsident Bouffier und der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein empfingen diese und weitere prominente Gäste in der Alten Oper Frankfurt.

Der Hessische Film- und Kinopreis ist Teil der von der Frankfurter Buchmesse ins Leben gerufenen diesjährigen Kampagne „I’m on the same page“, anlässlich des 70. Jahrestages der Erklärung der Menschenrechte. Der Startschuss zum Aktionsbündnis wurde am Dienstag mit der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse gegeben.

Ehrenpreis des  Ministerpräsidenten

Ehrenpreisträger Matthias Brandt und Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident.© Foto: Diether v. Goddenthow
Ehrenpreisträger Matthias Brandt und Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident.© Foto: Diether v. Goddenthow

Der Ehrenpreis des  Ministerpräsidenten ist in diesem Jahr an Matthias Brandt verliehen worden, der die Auszeichnung aus den Händen des als Überraschungsgast auftretenden Komikers Olli Dittrich entgegennahm.  „Er ist ein Titan für mich!“. Man könne ihm beim Denken zusehen, das sei die höchste Kunst, würdigte Dittrich seinen Freund. Zwar prägte Matthias Brandt als Hauptkommissar Hanns von Meuffels sieben Jahre lang unter  den Münchener „Polizeiruf 110″ . Doch seine beruflichen Stationen führten den gebürtigen Berliner einst zum  Wiesbadener Staatstheater und  Frankfurter Schauspiel.

Produzentin Lisa Blumenberg . © Foto: Diether v. Goddenthow
Produzentin Lisa Blumenberg . © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Sonderpreis ging an Lisa Blumenberg für ihre herausragende Einzelleistung in der Serie „Bad Banks“. Die Produzentin Lisa Blumenberg wagte sich an das komplexe Thema Investment heran, um es einem großen Publikum näherzubringen und trägt das hessische Frankfurt in die weite Welt hinaus.

US-Schauspieler Michael Madsen, bekannt aus u.a. „Reservoir Dogs“ und „Kill Bill“, vergab den Kinokulturpreis für gewerbliche und nichtgewerbliche Kinos und ehrte damit die hessischen Kinobetreiber.

Den Newcomerpreis verlieh Boris Rhein an Regisseurin und Produzentin Isabel Gathof („Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“). Der Sonderpreis ging an Lisa Blumenberg für die Produktion „Bad Banks“.

Die Gewinner des Abends:

Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreis 2018, am 12.Oktober am Rande der Frankfurter Buchmesse. Bildmitte: Matthias Brandt, Ministerpräsident Bouffier, Kulturminister Boris Rhein, Lisa Blumenberg, Dr. Ina Knobloch, Paula Beer, Christian Schwochow, Ronja von Rönne, Kida Khodr Ramadan, Pegah Ferydoni, Dunja Hayali, Michael Madsen, Mitri Sirin usw, die Kinopreisträger, Jackson Singer’s und weitere Künstler des Abends.© Foto: Diether v. Goddenthow
Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreis 2018, am 12.Oktober am Rande der Frankfurter Buchmesse. Bildmitte: Matthias Brandt, Ministerpräsident Bouffier, Kulturminister Boris Rhein, Lisa Blumenberg, Dr. Ina Knobloch, Paula Beer, Christian Schwochow, Ronja von Rönne, Kida Khodr Ramadan, Pegah Ferydoni, Dunja Hayali, Michael Madsen, Mitri Sirin usw, die Kinopreisträger, Jackson Singer’s und weitere Künstler des Abends.© Foto: Diether v. Goddenthow

Bester SpielfilmArthur & Claire (Regie: Miguel Alexandre)

Regisseur Miguel Alexandre mit Laudatorin Dennenesch Zoudé.© Foto: Diether v. Goddenthow
Regisseur Miguel Alexandre mit Laudatorin Dennenesch Zoudé.© Foto: Diether v. Goddenthow

Bester Dokumentarfilm Die Akte Oppenheimer (Regie: Ina Knobloch)

Preisträgerin Dr. Ina Knobloch mit ihren Laudatoren, Dunja Hayali und Siri Sirin. © Foto: Diether v. Goddenthow
Preisträgerin Dr. Ina Knobloch mit ihren Laudatoren, Dunja Hayali und Siri Sirin. © Foto: Diether v. Goddenthow

Kurzfilmpreis
„Menschenjagd“ (Regie: Peter Meister)

Drehbuchpreis
„Wolf of Kassel“ (Kristl Philippi und Klaus Stern)

Hochschulfilmpreis für den besten Abschlussfilm
„Appalachian Holler“ (Matthias Lawetzky)

Newcomerpreis
Isabel Gathof

Sonderpreis Lisa Blumenberg

Ehrenpreis des Ministerpräsidenten
Matthias Brandt

Hessischer Fernsehpreis des Hessischen Rundfunks

Beste Schauspieler

Beste Schauspielerin: Lena Urzendowsky  und Bester Schauspieler Thomas Schmauser. beide für ihre Rollen in „Der große Rudolph“ © Foto: Diether v. Goddenthow
Beste Schauspielerin: Lena Urzendowsky und Bester Schauspieler Thomas Schmauser. beide für ihre Rollen in „Der große Rudolph“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Beste Schauspielerin
Lena Urzendowsky (für „Der große Rudolph“)
Bester Schauspieler
Thomas Schmauser (für „Der große Rudolph“)

Kinokulturpreise

Die Vertreter gewerblicher und nicht gewerblicher Kinos, die  mit  Kinokulturpreisen für außerordentliche Leistungen und herausragendes kulturelles Engagement ausgezeichnet wurden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Vertreter gewerblicher und nicht gewerblicher Kinos, die mit Kinokulturpreisen für außerordentliche Leistungen und herausragendes kulturelles Engagement ausgezeichnet wurden. © Foto: Diether v. Goddenthow

Kinokulturpreise für außerordentliche Leistungen und herausragendes kulturelles Engagement von gewerblichen und nicht gewerblichen Kinos

nicht gewerbliche Kinos:
Kommunales Kino Eschborn, Murnau Filmtheater, Kino Pupille, Caligari, FilmBühne, Kino im Deutschen Filmmuseum, Filmforum Höchst, traumakino im Café Trauma e.V., Kommunales Kino Weiterstadt, Filmkreis – Das Unikino in Darmstadt, Naxos.Kino

gewerbliche Kinos:
Bali Kinos, Filmladen Kassel, Harmonie Kinos, Programmkinorex Darmstadt, Kammer Palette Atelier, Kult Kinobar, Orfeo`s Erben, Mal seh’n, Capitol Witzenhausen, Kino Traumstern, Lichtspielhaus Lauterbach

Michael Madsen.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Michael Madsen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Vergeben wurde der Kinokulturpreis vom beliebten US-Schauspieler Michael Madsen, unter anderem bekannt aus „Reservoir Dogs“ und „Kill Bill“.

 

 

 

 

Der Hessische Film- und Kinopreis 2018 wird gefördert von Metabolic Balance, der Automobilpartner ist Audi. Unterstützt wird die Veranstaltung von Omnimago.

Hottmar Hörls Keltenfürst-Klonarmee stand Spalier beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis,. © Foto: Diether v. Goddenthow
Hottmar Hörls Keltenfürst-Klonarmee stand Spalier beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis,. © Foto: Diether v. Goddenthow

Matthias Brandt erhält Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten – Hessischer Film- und Kinopreis wird im Oktober verliehen

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Hessischer Film- und Kinopreis: Preisgelder so hoch wie nie / Newcomerpreis für Isabel Gathof

Frankfurt/Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute auf einer Pressekonferenz die ersten Nominierungen und den Ehrenpreisträger des diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreises vorgestellt. Bei der Gala am 12. Oktober in der Alten Oper Frankfurt dürfen sich die Gäste auf den Moderator Jochen Schropp sowie zahlreiche Film- und Fernsehstars freuen. Als Musik-Act erwartet die Gäste fröhlicher Schweden-Pop der Band Ason. Zudem wird der Newcomerpreis verliehen.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Den Hessischen Filmpreis vergeben wir in diesem Jahr zum 29. Mal – er hat sich in all diesen Jahren zu einem festen Bestandteil in der Filmszene entwickelt. Ich freue mich, auch dieses Mal wieder viele Größen der Filmszene begrüßen zu dürfen – und eine gute Nachricht zu verkünden: Das Preisgeld ist mit insgesamt 247.500 Euro in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Die Erhöhung um rund 50.000 Euro kommt ausschließlich den Kinopreisgeldern zugute. Sie sind immer auch eine strukturelle Unterstützung von Programmkinos mit einem außergewöhnlichen Kinokulturangebot, die wir besonders würdigen wollen. Die Preisträger werden am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben.“

Den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten 2018 erhält Matthias Brandt. Er ist einer der besten Charakterdarsteller Deutschlands und wurde bereits für eine Vielzahl von Einzelleistungen ausgezeichnet. Dem Publikum ist er durch das Fernsehen sehr bekannt. Matthias Brandt wird bei der Gala am 12. Oktober den Preis persönlich entgegennehmen.

Seine Entscheidung begründet Ministerpräsident Volker Bouffier wie folgt: „Matthias Brandt gehört zu den herausragenden deutschen Schauspielern unserer Zeit. Sein schauspielerisches Talent auf der Bühne und in unzähligen Fernsehfilmproduktionen hat ihn zu einem bekannten und beliebten Gesicht der deutschen Schauspiel- und Filmbranche gemacht. Dass der gebürtige Berliner Brandt im Laufe seiner Karriere auch Stationen in Hessen hatte, namentlich am Staatstheater in Wiesbaden und am Schauspiel in Frankfurt, erfüllt uns mit Stolz und macht Matthias Brandt auch ein wenig zum Hessen. Über die Tatsache, dass Brandt nun schon seit einigen Jahren in der Krimireihe ‚Polizeiruf 110‘ nicht den Frankfurter, sondern den Münchener Hauptkommissar Hanns von Meuffels spielt, schauen wir dabei als Hessen großzügig hinweg. Matthias Brandt gehört zu den ganz großen Vertretern seines Fachs, und ich freue mich, ihn für sein schauspielerisches Wirken mit dem diesjährigen Ehrenpreis auszuzeichnen.“

(v.l.n.r.) Christoph Schlein, Pressesprecher des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst,  Boris Rhein, Minister für Wissenschaft und Kunst, Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der Hessen Film und Medien GmbH und Christel Schmidt, Filmförderung Hessischer Rundfunk stellen bei der Pressekonferenz zum Hessischen Film- und Kinopreis unter anderem den Gewinner des Newcomerpreises sowie des Ehrenpreises des Hessischen Ministerpräsidenten vor. © Foto: Diether v. Goddenthow
(v.l.n.r.) Christoph Schlein, Pressesprecher des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, Minister für Wissenschaft und Kunst, Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der Hessen Film und Medien GmbH und Christel Schmidt, Filmförderung Hessischer Rundfunk stellen bei der Pressekonferenz zum Hessischen Film- und Kinopreis unter anderem den Gewinner des Newcomerpreises sowie des Ehrenpreises des Hessischen Ministerpräsidenten vor. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der mit 7.500 Euro dotierte Newcomerpreis geht 2018 an die Produzentin und Filmemacherin Isabel Gathof. Bereits während ihres Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film in München mit Studienschwerpunkt Filmproduktion/ Medienwirtschaft realisierte sie diverse studentische dokumentarische und fiktionale Kurzfilmprojekte und arbeitete als Produktionsleiterin. Später gründete Isabel Gathof ihre eigene Filmproduktionsfirma „Feinshmeker Film“. Sie kehrte in ihre hessische Heimat Hanau zurück, um dort ihre Arbeit als Filmemacherin und Produzentin in Personalunion fortzusetzen.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Isabel Gathof ist ein Regietalent. Sie befördert mit ihren Filmen den interkulturellen sowie den interreligiösen Austausch, der vor dem Hintergrund der heute herrschenden Konflikte besonders wichtig ist. Ihr Kinodebüt ,Moritz Daniel Oppenheim‘ ist ein ausgezeichneter und außergewöhnlicher Film. Vier Jahre dauerte die Produktion, die Isabel Gathof überwiegend mit eigenen Mitteln finanzierte und mit viel Herzblut realisierte.“

Die Jury hat außerdem entschieden, dass in diesem Jahr ein Sonderpreis verliehen wird. Der undotierte Preis wird für eine herausragende Einzelleistung eines Filmprojekts vergeben. Der Sonderpreis 2018 geht an die Serie „Bad Banks“. Die Produzentin Lisa Blumenberg wagte sich an das komplexe Thema Investment heran, um es einem großen Publikum näherzubringen. Das gelingt ihr: Nominierungen und Auszeichnungen auf nationalen und internationalen Festivals sprechen für ihren Erfolg. Mit der Serie trägt sie das hessische Frankfurt in die weite Welt hinaus und bewirbt somit die Strahlkraft dieser Metropole, die den idealen Schauplatz liefert. Auch hinsichtlich des Darsteller-Ensembles leistete die Filmproduktion Beeindruckendes. Dies gilt nicht nur für die Hauptdarsteller Paula Beer, Désirée Nosbusch und Barry Atsma. Auch der restliche Cast zeigt Höchstleistung.

In weiteren Kategorien wurden die folgenden Nominierungen bekannt gegeben:

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Spielfilm sind nominiert:
Atlas (Regie: David Nawrath)
Arthur & Claire (Regie: Miguel Alexandre)
Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm (Regie: Joachim A. Lang)

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Dokumentarfilm sind nominiert:
Die Akte Oppenheimer (Regie: Ina Knobloch)
Eingeimpft (Regie: David Sieveking)
Unzertrennlich (Regie: Frauke Lodders)

Die Nominierungen in beiden Kategorien sind mit je 5.000 Euro dotiert.

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Beste Schauspielerin sind nominiert:
Paula Beer (Bad Banks)
Britta Hammelstein (Ferien)
Lena Urzendowsky (Der große Rudolph)

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Bester Schauspieler sind nominiert:
Matthias Brandt (Toulouse)
Golo Euler (Tatort – Unter Kriegern)
Thomas Schmauser (Der große Rudolph)

Die Nominierungen für den Hessischen Fernsehpreis sind undotiert.

„Der Hessische Film- und Kinopreis unterstreicht unsere sich stetig entwickelnde Filmförderung. Im Jahr 2018 hat die Hessische Landesregierung der Filmförderung erneut zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Die zusätzlichen Mittel betragen 1,5 Millionen Euro. Der größte Anteil, nämlich eine Million Euro, steht der HessenFilm und Medien GmbH für neue Fördermaßnahmen zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt auf neuen Fördermöglichkeiten für Investitionen in den Kinobetrieb. Aber auch die Filmfestivalförderung steht im Fokus. Erfolgreich in diesem Jahr war auch die Etablierung der Nachwuchsförderung. Die HessenFilm und Medien GmbH, die sich um die Filmförderung unseres Landes kümmert, hat zum zweiten Mal Mittel für eine Talentpaketförderung an drei junge hessische Filmproduktionsfirmen vergeben. Vor diesem Hintergrund freue ich mich auf eine gelungene Preisverleihung“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Der Hessische Rundfunk strahlt am 14. Oktober, um 18:30 Uhr eine 30-minütige Sondersendung mit dem Titel „Die hessischen Oscars – der Hessische Film- und Kinopreis 2018“ aus. Die Moderatoren Monika Kullmann und Holger Weinert führen Interviews mit den Nominierten, den Siegern, dem musikalischen Stargast und berichten auch von der Party danach.

Land Hessen fördert Kinofilm „Crescendo“ mit 350.000 Euro Setbesuch in Wiesbaden mit Peter Simonischek, Daniel Donskoy und Bibiana Beglau

Land Hessen fördert Kinofilm „Crescendo“ mit 350.000 Euro
Setbesuch in Wiesbaden mit Peter Simonischek, Daniel Donskoy und Bibiana Beglau

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die Dreharbeiten zum Kinofilm „Crescendo“ im RheinMain CongressCenter in Wiesbaden besucht. Die Hallen sind neben der Goethe-Universität und dem Flughafen in Frankfurt sowie dem Theater Rüsselsheim Drehorte in Hessen für das Drama um ein israelisch-palästinensisches Jugendorchester. Weitere Schauplätze sind in Südtirol und Israel.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Dass gleich mehrere hessische Städte für diesen Film als Drehorte ausgewählt wurden, zeigt, welche Vielfalt an Locations Hessen zu bieten hat. Das ist eine tolle Imagewerbung für unser Bundesland.“

Das Projekt, das von Dr. Alice Brauner produziert wird und in dem Dror Zahavi Regie führt, wird unter anderem von HessenFilm und Medien mit 350.000 Euro gefördert. In der Hauptrolle ist Peter Simonischek, bekannt aus „Toni Erdmann“, als Dirigent zu sehen. Es ist damit das dritte Engagement des Österreichers in Zusammenarbeit mit HessenFilm, nach den Filmen „Die Welt der Wunderlichs“ und „Nur Gott kann mich richten“. Daniel Donskoy gibt in der jugendlichen Hauptrolle sein Kinodebüt. Außerdem stehen Bibiana Beglau, Sabrina Amali und Götz Otto vor der Kamera in der Produktion von CCC Filmkunst.

Der Film hat neben den Drehorten noch einen weiteren hessischen Bezug: Die Neue Philharmonie Frankfurt übernimmt den Part des Jugendorchesters in dem Film. „Wir fördern als Land Hessen nicht nur regelmäßig Filmproduktionen, sondern auch den musikalischen Nachwuchs. Mit einem Kinofilm bekommt die Neue Philharmonie Frankfurt noch einmal eine ganze andere Plattform geboten, um ihr Talent zu zeigen“, freut sich Kunst- und Kulturminister Boris Rhein über die Auswahl des Ensembles.

Zum Film: Im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina soll in Südtirol ein Konzert eines Jugendorchesters junger Palästinenser und Israelis unter massiven Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Die Jugendlichen wollen die Friedensbemühungen, die in ihrem Mikrokosmos bereits gefruchtet haben, nicht aufgeben und sehen nach und nach im gemeinsamen Zueinanderfinden und Musizieren einen ersten Weg zur Überbrückung von Hass, Intoleranz und Terror. Hat die Musik die Kraft, trotz der vielen Herausforderungen und Hindernisse Brücken zwischen den jungen Menschen verschiedener Religionen und verhasster Nationalitäten zu bauen?

Im Jahr 2017 standen den Filmschaffenden und hessischen Filminstitutionen zehn Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, wovon fünf Millionen Euro aus dem Etat des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst kamen, vier Millionen Euro aus Garantiemitteln aus dem Finanzministerium sowie 750.000 Euro vom Hessischen Rundfunk und 250.000 Euro vom ZDF. In 2018 wurde die Förderung auf 11,5 Millionen Euro aufgestockt. Gefördert werden unter anderem Filmproduktionen, Kinos sowie Festivals.

Land Hessen fördert Festivals und Filmreihen mit rund 118.000 Euro

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass das Land Hessen in der ersten Abspiel-Förderrunde des Jahres fünf Festivals, acht Filmreihen sowie zwei Veranstaltungen mit rund 118.000 Euro fördert. Dies ist das Ergebnis intensiver Beratungen der aus Fachleuten zusammengesetzten Jury unter der Leitung des Geschäftsführers der HessenFilm und Medien GmbH, Hans Joachim Mendig.

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die hessische Kino- und Festivalkultur bereichert die Kulturlandschaft in Hessen. Wir wollen die Institutionen des Films in Hessen halten und fördern. Mit der Förderung in Höhe von 118.000 Euro können wir die Festivals in ihrer Bandbreite erhalten und stärken. Die Hessische Landesregierung ist stolz auf die vielfältige, bunte Festivallandschaft in Hessen, die in Deutschland in diesem Umfang einmalig ist.“

Unter den Festivals sind beispielsweise der mit 24.000 Euro geförderte „kinoSommer Hessen“. Die Reihe funktioniert hessische Ausflugsziele zu Kinos um und zeigt große Filmkunst vor historisch und architektonisch reizvollen Kulissen. 20.000 Euro gehen an die 18. Ausgabe des Türkischen Filmfestivals in Frankfurt, einen Botschafter der türkischen Filmkultur, der die Nationen miteinander verbindet. Auch das „QUEER Filmfest Weiterstadt“ profitiert von der Förderung: Das Land Hessen gibt 4.500 Euro für das bunte Film-Event, das traditionelle Denk- und Sehgewohnheiten hinterfragt. Das „WMK – Wir machen Kino“, gefördert mit 5.500 Euro, konzentriert sich hingegen auf Filmvorführungen für Kinder und Jugendliche. In der Jury unter Vorsitz von Hans Joachim Mendig (Geschäftsführer HessenFilm und Medien) entschieden Maike Mia Höhne, Iris Praefke und Christiane Schleindl.

„Die Bandbreite der geförderten Reihen und Festivals zeigt, welch abwechslungsreiche Filmlandschaft wir in Hessen zu bieten haben. Und das ist auch das Ziel unserer Förderung: mehr Menschen, vor allem Jugendliche, für den kulturell anspruchsvollen Film zu gewinnen. Dabei arbeiten wir Hand in Hand mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Denn ohne ihre tatkräftige Unterstützung wären solche Festivals kaum zu realisieren“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Die Förderentscheidungen im Überblick:

Reihen und Veranstaltungen

365 Tage Dokumentarfilm – Das Kasseler Dokfest das ganze Jahr präsent
Antragsteller/in: Filmladen Kassel e.V.
Fördersumme: 5.000 Euro
Ort: Kassel

Días de Cine Filmfest
Antragsteller/in: Café Azul e.V.
Fördersumme: 4.000 Euro
Ort: Frankfurt

Hessen Film Tour 2018
Antragsteller/in: Film- und Kinobüro Hessen e.V.
Fördersumme: 9.500 Euro
Ort: Frankfurt

kinoSommer Hessen 2018
Antragsteller/in: Film- und Kinobüro Hessen e.V.
Fördersumme: 24.000 Euro
Ort: Frankfurt

Kurz und hessisch 2018
Antragsteller/in: Film- und Kinobüro Hessen e.V.
Fördersumme: 7.600 Euro
Ort: Frankfurt

Mobiles Kino Hanau – Kino-Highlights on Tour
Antragsteller/in: Cine-Max GmbH
Fördersumme: 15.000 Euro
Ort: Hanau

Open Air Kino Ginsheim-Gustavsburg
Antragsteller/in: Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Fördersumme: 1.280 Euro
Ort: Ginsheim-Gustavsburg

Randfilm-Nights
Antragsteller/in: Randfilm e.V. Kassel
Fördersumme: 5.000 Euro
Ort: Kassel

WMK – Wir machen Kino: Filmfest für Kinder und Jugendliche
Antragsteller/in: Capitol Kino Witzenhausen
Fördersumme: 5.500 Euro
Ort: Witzenhausen

Wochenende des Stummfilms
Antragsteller/in: Filmlanden Kassel e.V.
Fördersumme: 6.000 Euro
Ort: Kassel

Festivals

8. Türkisches Filmfestival
Antragsteller/in: Transfer zwischen den Kulturen e.V.
Fördersumme: 20.000 Euro
Ort: Frankfurt

22. QUEER Filmfest Weiterstadt
Antragsteller/in: Kommunales Kino
Fördersumme: 10.000 Euro
Ort: Weiterstadt

3. Kurzfilmfestival
Antragsteller/in: Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Fördersumme: 1.210 Euro
Ort: Ginsheim-Gustavsburg

Hungry Eyes Festival
Antragsteller/in: Kunstrasen Gießen e.V.
Fördersumme: 2.000 Euro
Ort: Gießen

Randfilmfest 2018
Antragsteller/in: Randfilm e.V. Kassel
Fördersumme: 7.000 Euro
Ort: Kassel

Hessen als Film- und Medienstandort immer interessanter – Filmförderung wächst auf 11,5 Millionen Euro

( v.l.) Christoph Schlein, Pressesprecher, Kunst- und Kulturminister Boris Rhein, Hans-Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, bei der Pressekonferenz im Kinosaal des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow
( v.l.) Christoph Schlein, Pressesprecher, Kunst- und Kulturminister Boris Rhein, Hans-Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, während der Pressekonferenz im Kinosaal des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Neue Talentförderung trägt Früchte / HessenFilm und Medien GmbH als Institution für Filmförderung hervorragend etabliert

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute im Vorfeld der Berlinale gemeinsam mit dem Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, Hans-Joachim Mendig, eine positive Bilanz der hessischen Filmförderung gezogen und einen Ausblick auf die wichtigsten Förderprojekte 2018 gegeben.

„Das Jahr 2017 war das bisher erfolgreichste Jahr der hessischen Filmförderung. Das mache ich an drei Dingen fest: Erstens gab es zusätzliche Fördermittel, sodass den Filmschaffenden 10 Millionen Euro zur Verfügung standen. Zweitens konnte sich die HessenFilm und Medien GmbH im vergangenen Jahr hervorragend etablieren. Und zuletzt ist es uns gelungen, die angekündigte intensivierte Nachwuchsförderung umzusetzen.“

Der Löwenanteil für die Fördermittel, fünf Millionen Euro, kamen aus dem Etat des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Hinzu kamen vier Millionen Euro in Form von Garantiemitteln aus dem Finanzministerium sowie 750.000 Euro vom Hessischen Rundfunk und seit Ende 2017 250.000 Euro vom ZDF.

„Die HessenFilm und Medien GmbH hat sich nach der im Jahr 2016 noch erfolgten Orientierungsphase im Jahr 2017 erfolgreich etabliert. In Deutschland wird die HessenFilm und Medien GmbH nun als zentraler Ansprechpartner für alle Fragen der hessischen Filmförderung wahrgenommen. Wir haben stabile, zuverlässige und für die Filmbranche planbare Prozesse und Abläufe. Das ist vor allem ihrem Geschäftsführer Hans Joachim Mendig zu verdanken, der mit seiner Expertise und seinem Einsatz die HessenFilm und Medien GmbH zu diesem Erfolg geführt hat“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Die im Januar 2017 in Kraft getretenen neuen Richtlinien unterstützen vor allem den filmischen Nachwuchs. Drei junge hessische Produktionsfirmen aus Offenbach, Kassel und Frankfurt haben bereits von der Talentpaketförderung profitiert. Diese Art der Nachwuchsförderung ermöglicht Unternehmen in den nächsten Jahren gleich mehrere Projekte zu verwirklichen, um sich in der Filmbranche zu etablieren.

„Dank der zusätzlichen Mittel können kleine und mittelgroße Produktionen – gemeint ist ein Herstellungsbudget bis 1,5 Millionen Euro – nun mit neuen Förderhöchstsummen rechnen: Bis zu 500.000 Euro können einem Projekt zur Verfügung gestellt werden, das ist eine neue Rekordsumme“, ergänzt Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Für die Zukunft hält Hessens Filmförderung gute Nachrichten bereit. Ab dem Jahr 2018 wird es weitere 1,5 Millionen Euro für die Filmförderung geben. Zusammen mit hr und ZDF werden die Filmfördermittel ab 2018 in Hessen von rund 10 Millionen Euro auf rund 11,5 Millionen Euro gesteigert. Von den zusätzlichen Mitteln sollen vor allem kleine Landkinos und Programmkinos Investitionen stemmen können, mit denen sie ihre Technik auf den neuesten Stand bringen. Auch die Festivalförderung, speziell ein Frauenfilmfestival, sowie die Medienförderung und das Filmerbe sollen profitieren.

Auch 2017 kamen die von Hessen geförderten Filme gut im In- und Ausland an. Aktuell in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis 2018 sind „Teheran Tabu“ von Regisseur Ali Soozandeh, „Nur Gott kann mich richten“ mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle, „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ von Katja von Garnier, die Komödie „Vorwärts immer“ mit Jörg Schüttauf als Erich Honecker und der Dokumentarfilm „Eingeimpft“ von David Sieveking. Nachwuchsfilmer Jonatan Schwenk, Student an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, gewann mit dem Animationsfilm „Sog“ auf einem der wichtigsten internationalen Festivals für Animationsfilme in Annecy/Frankreich.

„Qualität ist ein wichtiges Kriterium für uns, um eine Förderzusage zu erteilen. Die im Jahr 2017 bereitgestellten Fördergelder haben sich gelohnt. Die von uns geförderten Filme sind nicht nur die beste Werbung für unser Land, sie machen sich auch bezahlt. Denn die Produzenten geben auch wieder wesentlich mehr als die erhaltene Filmförderung in Hessen aus. Das hilft der Wirtschaft und stärkt gleichzeitig den Filmstandort Hessen“, stellte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein fest.

Lob für die engagierte HessenfilmFörderung des Ministers 

Karin Wolff (Darmstadt), Sprecherin und Mitglied im Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Karin Wolff.
Karin Wolff (Darmstadt), Sprecherin und Mitglied im Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Karin Wolff.

Die zuständige Sprecherin und Mitglied im Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Karin Wolff (CDU), lobte die Landesregierung. Sie sei sich nicht nur ihrer Verantwortung für das künstlerische und kulturelle Erbe des Landes bewusst, sondern unterstütze seine Weiterentwicklung mit voller Kraft und ermöglicht gleichzeitig jungen Autoren und Regisseuren, eigene künstlerische Potentiale zu entdecken und zu entwickeln.“

Zudem freute sich Frau Wolff, dass nunmehr auch kleine Landkinos und Programmkinos mit den zusätzlichen Mitteln in die Lage versetzt würden, ihre Technik auf den neuesten Stand zu bringen und auch die Medienförderung und das Filmerbe sowie die Festivals in Hessen zusätzliche Unterstützung erhielten.

Weitere Informationen über Förder-Möglichkeiten und Antragstellung: HessenFilm und Medien GmbH

Hessischer Film- und Kinopreis in der Alten Oper Frankfurt verliehen – Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten an Ulrich Tukur

v.l.i.: Ulrich Tukurm Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten, Corinna Harfouch , Beste Schauspielerin, Jens Harzer, Bester Schauspieler.  Foto: Diether v. Goddenthow
v.l.i.: Ulrich Tukurm Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten, Corinna Harfouch , Beste Schauspielerin, Jens Harzer, Bester Schauspieler. Foto: Diether v. Goddenthow

Im Rahmen einer glanzvollen Gala wurden gestern Abend in der Alten Oper Frankfurt der Hessische Film- und Kinopreis in acht Kategorien verliehen. Ulrich Tukur erhielt aus der Hand des Ministerpräsidenten Volker Bouffier den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten 2017. Den ersten Nachwuchspreis überreichte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein an die Wiesbadenerin Jasna Fritzi Bauer. Durch den Abend führte der bekannte Moderator Jochen Schopp. Die Laudationes übernahmen prominente Laudatoren. Zu den Gästen zählten Film- und Fernsehstars wie Josefine Preuß, Jörg Schüttauf, Corinna Harfouch, August Zirner und ehemalige Preisträger wie Margarita Broich und die Jurymitglieder Nina Kronjäger und Florian Bartholomäi. Musikalisch getragen wurde die Gala von der „Stage & Musical School Frankfurt“, den „Spardosen-Terzett“ und der Sängerin Cassandra Steen.

Abschlussbild aller Preisträger, Laudatoren, und Juroren des Hessischen Film- und Kinopreises bei der Verleihungs-Gala am 13.10.2017 in der Alten Oper Frankfurt am Main. Foto: Diether v. Goddenthow
Abschlussbild aller Preisträger, Laudatoren, und Juroren des Hessischen Film- und Kinopreises bei der Verleihungs-Gala am 13.10.2017 in der Alten Oper Frankfurt am Main. Foto: Diether v. Goddenthow

 

Ehrenpreis für Ulrich Tukur

Ulrich Tukur, Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten. Foto: Diether v. Goddenthow
Ulrich Tukur, Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten. Foto: Diether v. Goddenthow

Tukur wisse seit Jahrzehnten in unzähligen Rollen mit großer Vielseitigkeit in seiner Schauspielkunst die Menschen zu begeistern, unterstrich Ministerpräsident Volker Bouffier die Entscheidung der Jury. Dabei läge es auf der Hand, dass der gebürtige Hesse auch in die Rolle des hessischen Tatort-Kommissars Felix Murot geschlüpft’sei, so der Laudator weiter. „Zahlreiche große Filmproduktionen dokumentieren Tukurs großartige Schauspielkarriere. Nicht zuletzt in ‚Grzimek‘ – womit wir wieder in Hessen sind – demonstrierte er wiederholt, wie eindrucksvoll und feinsinnig er sich in die Charaktere hineinversetzen kann.“, so Bouffier. Aber nicht nur auf der Schauspielbühne oder am Filmset habe er in den letzten Dekaden brilliert. Auch als Musiker, Sänger, Pianist und Akkordeon-Spieler habe er sich erfolgreich hervorgetan. Somit sei Ulrich Tukur ein ‚Allrounder‘ – stets sicher im Takt. Und nichts bringe ihn dabei aus dem Rhythmus, so Ministerpräsident Bouffier.
Tukur, der 1957 im hessischen Viernheim das Weltenlicht erblickte, studierte in Tübingen Germanistik, Anglistik und Geschichte und trat als studentischer Musiker auf. Hierbei wurde der für die Bühne entdeckt und begann 1980 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart seine Ausbildung in Schauspiel. Noch während seines Studiums wurde er wegengagiert in „Die Weisse Rose“ Bald darauf wurde er in München von Peter Zadek entdeckt, was 1984 zu Tukurs Durchbruch am Theater führte. Nach Stationen bei den Städtischen Bühnen Heidelberg, war er 10 Jahre Ensemble-Mitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Dort wurde er 1986 von den deutschen Theaterkritikern zum Schauspieler des Jahres gekürt. Von 1995 bis 2003 war Tukur gemeinsam im Ulrich Waller Intendant der Hamburger Kammerspiele. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen. 2010 gab Tukur sein Tatort-Debüt als Wiesbadener Tatort-Ermittler Felix Murot, und für die Tatort-Folge „Im Schmerz geboren“ erhielt Tukur 2011 die Goldene Kamera als Bester Schauspieler. Für seine Rolle als Erwin Rommel in „Rommel“ (2012) erhielt der Schauspieler die Bambi-Auszeichnung als Bester Schauspieler National 2012.

Beste Schauspielerin Corinna Harfouch

Corinna Harfouch , Beste Schauspielerin. Foto: Diether v. Goddenthow
Corinna Harfouch , Beste Schauspielerin. Foto: Diether v. Goddenthow

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Beste Schauspielerin (undotiert) gewann Corinna Harfouch für ihre Leistung im Fernsehfilm „Viel zu nah“ (ARD) 2017, Regie: Petra K. Wagner.

 

 

 

 

 

Bester Schauspieler Jens Harzer

Jens Harzer, Bester Schauspieler. Foto: Diether v. Goddenthow
Jens Harzer, Bester Schauspieler. Foto: Diether v. Goddenthow

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Bester Schauspieler (undotiert) gewann Jens Harzer für seine Leistung im Fernsehfilm „Tatort – Amour fou“ (ARD) 2017, Regie: Vanessa Jopp.

 

 

 

 

 

Newcomerpreis an Jasana Fritzi Bauer

Jasna Fritzi Bauer, Newcomerpreis. Foto: Diether v. Goddenthow
Jasna Fritzi Bauer, Newcomerpreis. Foto: Diether v. Goddenthow

In diesem Jahr wurde erstmals durch Kunst- und Kulturminister Boris Rhein der mit 7.500 Euro dotierte Newcomerpreis vergeben. Er ging an Jasna Fritzi Bauer. Sie wurde 1989 in Wiesbaden geboren und gehörte zuerst dem Jugendclub und später dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters an. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Von 2012 bis 2015 stand sie am Wiener Burgtheater auf der Bühne. Im Jahr 2013 war sie für ihre Rolle in Bettina Blümners Drama „Scherbenpark“ als „Beste Schauspielerin“ für den Hessischen Fernsehpreis nominiert.

„Jasna Fritzi Bauer ist eine der ausdrucksstärksten und begehrtesten Jungschauspielerinnen ihrer Generation. Ihre Darstellung von problematischen Jugendlichen sucht ihresgleichen. Mit großer Spielfreude und mitreißender Energie weckt sie Empathie beim Zuschauer und überzeugt sofort mit ihrem Spiel. Ich freue mich, eine so talentierte junge Schauspielerin mit unserem neuen Newcomerpreis auszeichnen zu können.“, begründete Kunst- und Kulturminister Boris Rhein die Entscheidung der Jury.
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern des Hessischen Film- und Kinopreises 2017 und freute sich, dass der Hessische Film- und Kinopreis mittlerweile zu einem festen Bestanteil der deutschen Filmszene geworden sei.

 

Weitere Gewinner des Hessischen Film- und Kinopreises sind:

  • In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Spielfilm (25.000 Euro) gewann „Nur Gott kann mich richten“ (Regie: Özgür Yildirim).
  • In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Dokumentarfilm (15.000 Euro) gewann „Wunder der Wirklichkeit“ (Regie: Thomas Frickel).
  • In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Kurzfilm (5.000 Euro) gewann „Familienzuwachs“(Regie Teresa Hoerl).
  • Den Hessischen Drehbuchpreis (7.500 Euro) gewann „Schneegestöber“ (Autor: David Ungureit, Bearbeitung: Rolf Silber).
  • Den Hessischen Hochschulfilmpreis (7.500 Euro) gewann „Ink of Yam“ (Tom Froehlich).

Der Kinopreis

Vertreterinnen und Vertreter der Kinos: Mal Seh'n Kino in Frankfurt, BALI-Kinos in Kassel, Filmladen in Kassel, Orfeo's Erben in Frankfurt, Harmonie Kinos in Frankfurt, Capitol Kino in Witzenhausen, Kino Traumstern in Lich, Programmkino Rex in Darmstadt, Lichtspielhaus Lauterbach in Lauterbach, Kammer-Palette-Atelier in Marburg, Kommunales Kino Eschborn, Murnau Filmtheater in Wiesbaden, Filmkreis - Unikino in Darmstadt, Kino Pupille in Frankfurt, Kommunale Kino Weiterstadt, naxos.Kino in Frankfurt, TraumKino im G-Werk in Marburg, Filmforum Höchst in Frankfurt, Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt und Caligari FilmBühne in Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow
Vertreterinnen und Vertreter der Kinos: Mal Seh’n Kino in Frankfurt, BALI-Kinos in Kassel, Filmladen in Kassel, Orfeo’s Erben in Frankfurt, Harmonie Kinos in Frankfurt, Capitol Kino in Witzenhausen, Kino Traumstern in Lich, Programmkino Rex in Darmstadt, Lichtspielhaus Lauterbach in Lauterbach, Kammer-Palette-Atelier in Marburg, Kommunales Kino Eschborn, Murnau Filmtheater in Wiesbaden, Filmkreis – Unikino in Darmstadt, Kino Pupille in Frankfurt, Kommunale Kino Weiterstadt, naxos.Kino in Frankfurt, TraumKino im G-Werk in Marburg, Filmforum Höchst in Frankfurt, Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt und Caligari FilmBühne in Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow

Mit den Hessischen Kinokulturpreisen werden gewerbliche und nichtgewerbliche Kinos in Hessen ausgezeichnet. Die Preise werden für eine besondere Programmgestaltung verliehen, welches das kulturelle Engagement der Kinos würdigt. Für gewerbliche Kinos wurden Preisgelder von insgesamt 75.000 Euro verliehen. Sie gingen an das Mal Seh’n Kino in Frankfurt, die BALI-Kinos in Kassel, den Filmladen in Kassel, Orfeo’s Erben in Frankfurt, die Harmonie Kinos in Frankfurt, das Capitol Kino in Witzenhausen, das Kino Traumstern in Lich, das Programmkino Rex in Darmstadt, das Lichtspielhaus Lauterbach in Lauterbach und das Kammer-Palette-Atelier in Marburg.
Nichtgewerbliche Kinos, Kommunale Kinos und Abspielstätten erhielten insgesamt 20.000 Euro. Ausgezeichnet wurden das Kommunale Kino Eschborn, das Murnau Filmtheater in Wiesbaden, Filmkreis – Das Unikino in Darmstadt, das Kino Pupille in Frankfurt, das Kommunale Kino Weiterstadt, das naxos.Kino in Frankfurt, das TraumKino im G-Werk in Marburg, das Filmforum Höchst in Frankfurt, das Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt und die Caligari FilmBühne in Wiesbaden.

Impression von der After-Show-Party in der Alten Oper. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression von der After-Show-Party in der Alten Oper. Foto: Diether v. Goddenthow

„Eine Preisverleihung wie heute Abend zeigt nicht nur die Bandbreite schauspielerischen Könnens und herausragende Regie-Arbeit. Sie demonstriert gleichzeitig den Erfolg guter Förderung, die zu außergewöhnlichen Projekten führt. Gerade im vergangenen Jahr hat die Hessische Landesregierung entscheidende Schritte unternommen, um Hessen als Filmstandort weiter auszubauen. So wurden die Förderbedingungen angepasst, die Aufnahme Hessens im Länderverbund der großen Filmförderer ‚Focus Germany‘ ist gelungen, eine besondere Nachwuchsförderung wurde eingeführt und schließlich wurden auch mehr Filmfördermittel zur Verfügung gestellt. Die Filmförderung liegt in Hessen somit inzwischen bei rund 10 Millionen Euro“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Aktuelle Informationen zum Hessischen Filmpreis unter www.hessischer-filmpreis.de

Land Hessen unterstützt 18 Filmprojekte mit mehr als 1,8 Millionen Euro

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass die HessenFilm und Medien GmbH insgesamt 18 Filmprojekte mit mehr als 1,8 Millionen Euro fördert. Die Gremien der HessenFilm und Medien GmbH haben in zwei Sitzungen Filmprojekte in den Bereichen Produktion, Produktionsvorbereitung, Drehbuch und Postproduktion ausgewählt. Darunter der neue Spielfilm von Sherry Hormann und ein Dokumentarfilm vom Hessischen Filmpreisträger Inigo Westmeier.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Filmförderung spielt in Hessen eine wichtige Rolle. Ich freue mich daher sehr, dass die HessenFilm und Medien GmbH insgesamt 18 Filmprojekte mit mehr als 1,8 Millionen Euro fördert. Wer seine kulturelle Identität erhalten möchte, muss sich dafür engagieren – und bezogen auf den Film heißt dieses Engagement Filmförderung.“

In einer ersten Sitzung wurde die Höchstsumme von 500.000 Euro an „Große Ärsche auf kleinen Stühlen“ von Regisseurin Sherry Hormann („Wüstenblume“, „3096 Tage“) vergeben. Die Hauptrolle in der Komödie über eine alleinerziehende Mutter wird Hannah Herzsprung übernehmen, in weiteren Rollen werden Lavinia Wilson, Corinna Harfouch und Natalia Wörner zu sehen sein. Gedreht wird in Frankfurt und Umgebung, Verleiher ist die in Frankfurt ansässige Twentieth Century of Germany.

Außerdem unterstützt HessenFilm und Medien als Hauptförderer den Film „Jean & Jeanne. Und Otto“ von Regisseur Christopher Roth („Baader“) und Produzent Andro Steinborn („Denk ich an Deutschland in der Nacht“ / „Die Gräfin“) mit 400.000 Euro. Zehn Drehtage sind in Frankfurt geplant. Der Pilotfilm „Jung, blond, tot“ für eine geplante Thriller-Serie nach den Romanen des Frankfurter Autors Andreas Franz erhält eine Fördersumme von 300.000 Euro. Die gesamten Dreharbeiten sollen im Rhein-Main-Gebiet stattfinden. Die neue Animationsserie „Sir Mouse“ von der Frankfurter Produktionsfirma scopas medien wird mit 300.000 Euro unterstützt.

In einer zweiten Sitzung wurden weitere 14 Projekte gefördert. Eine Fördersumme von 100.000 Euro geht an „Let’s buy Ecuador“ von dem in Gießen ansässigen Regisseur und Autor Marc Wiese. Der Dokumentarfilm zeigt am Beispiel Ecuadors, wie China lateinamerikanische Länder aufkauft und zu neuen Kolonien macht. Produktionsförderung erhält auch der neue Dokumentarfilm von Inigo Westmeier (Hessischer Filmpreis für „Drachenmädchen“) mit 65.000 Euro. In „Black China“ erzählt Westmeier die Geschichten afrikanischer Immigranten in China und von ihrem Traum von einem besseren Leben. Der Animationsfilm „Goodbye Fairyland“ von Carsten Strauch („Götter wie wir“) und Piotr J. Lewandowski („Jonathan“) wird mit 25.000 Euro gefördert.

Die höchste Drehbuchförderung in Höhe von 24.000 Euro erhält das Dokudrama „Die Mörder in uns – Wolfgang Staudte“ von Autor Klaus Gietinger über den bekannten deutschen Nachkriegsregisseur Staudte. Außerdem unterstützt HessenFilm die Nachwuchsautorin Vanessa Aab für ihr Drehbuchdebüt zum Drama „Fliehkraft“ mit 18.750 Euro. Die aberwitzige Komödie „Aber sowas von!“ der beiden Autoren Leila Emami und Gordian Maugg wird mit 15.000 Euro gefördert.

Mehr Informationen zu den einzelnen Förderprojekten finden Sie demnächst unter www.hessenfilm.de/foerderung/foerderergebnisse.html

Landesregierung unterstützt Festivals, Filmreihen und Kinos mit rund 100.000 Euro

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass in der ersten Jury-Sitzung der HessenFilm und Medien GmbH im Bereich der Abspielförderung entschieden wurde, dass Festivals, Filmreihen und Kinos insgesamt rund 100.000 Euro erhalten.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein „Die Abspielförderung richtet sich an Festivals, Filmreihen und Kinos. Sie stellt einen wichtigen Teil der Filmförderung dar, da hierbei besondere Filme und filmisch umgesetzte Themen auf die Leinwand und somit zum Publikum gebracht werden.“

In einer ersten Förderrunde wurde entschieden, dass acht Filmreihen, drei Festivals und zwei Projekte von HessenFilm und Medien gefördert werden.

Beispielsweise wird das in Gießen stattfindende Festival „Die Seriale“ mit 10.000 Euro gefördert. Auf diesem Filmfestival treffen sich Filmemacher, die Kurzfilme ausschließlich für Internetplattformen wie beispielsweise „UNSERE SERIE“ herstellen. Das Festival in Gießen ist Treffpunkt einer internationalen Szene.

Erstmals wurde das Festival Randfilmfest in Kassel mit 7.000 Euro gefördert. Beim Randfilmfest stehen Genrefilme, Vergessenes, Zensiertes und Verdrängtes im Mittelpunkt. Das Festival findet vom 29. September bis 1. Oktober 2017 statt. Auch das beim Publikum sehr beliebte Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival 2017 in Frankfurt Höchst wird mit 10.000 Euro gefördert.

Weiterhin werden spezielle Kinomaßnahmen unterstützt, wie ein innovatives Marketingprojekt des KUKI-Kinos in Schlüchtern mit 13.000 Euro. In den Schaufenstern der Vorverkaufsstellen rund um den Kinostandort wirbt das Kino mit digital eingespieltem Kinoprogramm, Trailern und Kinoplakaten. Außerdem wurde die Neuinstallation eines Studiokinosaals in Heppenheim mit 6.000 Euro gefördert.

Die Förderungen im Einzelnen:

Festivals:
Die Seriale in Gießen – 10.000 Euro
Das Randfilmfest in Kassel – 7.000 Euro
Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival in Frankfurt Höchst – 10.000 EURO

Filmreihen:
Der FILM am Dienstag in Ginsheim-Gustavsburg – 4.000 Euro
Filmcafé im Capitol in Butzbach – 5.000 Euro
Filmkunst-Abspielring für diverse Kinos in ganz Hessen – 8.800 Euro
Eine Werkschau des Dokumentarfilmers Peter Nestler in Kassel – 4.000 Euro
hessen film tour für diverse Kinos in Hessen – 10.000 Euro
Kinderkino-Abspielring für diverse Kinos in Hessen – 7.350 Euro
kurz und hessisch für diverse Kinos in Hessen – 7.200 Euro
Pop-up Kino für diverse Orte in Mittelhessen – 8.000 Euro

Sonstige Projekte:
Innovatives Marketingprojekt „Digital Signage“, Kino Schlüchtern – 13.000 Euro
Neuinstallation eines Studiokinosaals, Kino Heppenheim – 6.000 Euro

Eine detaillierte Übersicht zu den Förderungen finden Sie auf www.hessenfilm.de

Landesregierung unterstützt hessischen Filmnachwuchs Erstmals Talentpaketförderung von insgesamt 410.000 Euro vergeben

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass die HessenFilm und Medien GmbH drei hessische Nachwuchsproduzenten unterstützt. Insgesamt werden Förderungen von 410.000 Euro in den nächsten drei Jahren vergeben.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein „Mit unserer Talent-Paketförderung wollen wir dafür sorgen, dass sich der Filmnachwuchs mit einem soliden Fundament am Filmmarkt in Hessen etablieren kann. Das gelingt am besten, wenn die jungen Filmschaffenden gleich mehrere Projekte gefördert bekommen. Die Förderzusage über mehrere Jahre verschafft ihnen zudem die Sicherheit, sich ihren Projekten mit ausreichend Zeit widmen und sie zur Produktionsreife entwickeln zu können.“

Folgende Nachwuchsproduzenten werden gefördert:

PixelPEC UG mit einer Fördersumme von 140.000 Euro
Das Offenbacher Unternehmen wurde 2014 von Sebastian Simon gegründet, der unter anderem Visuelle Kommunikation an der HfG Offenbach studiert hat. PixelPEC hat sich auf Animation und Film spezialisiert. Mit der Talent-Paketförderung möchte das Unternehmen eine Sci-Fi-Webserie, eine TV-Serie und eine Fernsehdokumentation realisieren.

Raum 230 GbR mit einer Fördersumme von 135.000 Euro
Das Animationsstudio wurde 2016 von Dennis Stein-Schomburg und Martin Schmidt in Kassel gegründet. Zum Portfolio zählen Kurzfilme, Serienproduktionen und Virtual Reality Content. Raum 230 wird in den nächsten Jahren zwei Animationsprojekte, ein Virtual Reality Game und eine mediale Rauminstallation verwirklichen.

neoPOL Film GbR mit einer Fördersumme von 135.000 Euro
Die neoPOL Film wurde 2014 von Produzent Tonio Kellner und Regisseur Jakob Zapf in Frankfurt gegründet. Tonio Kellner ist Absolvent des „Atelier Ludwigsburg-Paris“, einer renommierten Weiterbildung für europäische Film-Koproduktion. Jakob Zapf arbeitet zurzeit an seinem Langfilmdebüt „Licht“. Die Talent-Paketförderung soll die Realisierung von einer TV-/Webserie und Kinospielfilmen ermöglichen.

Eine detaillierte Übersicht zu den Förderungen finden Sie auf www.hessenfilm.de