Kategorie-Archiv: Mainzer Wissenschaftsmarkt

„Marsch für Wahrheit und Freiheit“ – March for Science für eine offene Gesellschaft am 22.April 2017 ab Bockenheimer Warte Frankfurt

„Die Erschaffung Adams“ Michelangelo, zwischen 1508 und 1512, Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle, Petersdom Rom,    Mittels seines Zeigefingers lässt Gott den Lebensfunken auf Adam überspringen.
„Die Erschaffung Adams“ Michelangelo, zwischen 1508 und 1512, Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle, Petersdom Rom, Mittels seines Zeigefingers lässt Gott den Lebensfunken auf Adam überspringen, bevor er aus dessen Rippe Eva erschafft.

Am 22. April werden weltweit Forscher, unter anderem auch in Frankfurt am Main, mit einem „Science March“ gegen alternative Fakten und die Schikanen der neuen US-Regierung  demonstrieren. Die US-Forscher sind entsetzt über die Wissenschaftsfeindlichkeit der neuen Regierung von Präsident Donald Trump.  „Mike Pence, Trumps Vizepräsident, kritisiert die Evolutionstheorie, die wissenschaftlich anerkannt und tausendfach bewiesen ist, als lediglich eine weitere Theorie neben der biblischen Schöpfungsgeschichte.“ (Kathrin Zinkant, Süddeutsche Zeitung 13. April 2017). Katholik Pence konvertierte zur evangelikalen Grace Evangelical Church. Diese erzkonservativen Protestanten legen Wert darauf, „dass jedes einzelne Wort in der Bibel wahr ist. Pence ist demnach ein radikaler Katholik, der jedes Bibel-Wort für die Wahrheit hält.“ (Thorsten Denkler, Süddeutsche Zeitung, 10. November 2016)

Auch in Europa geraten Wissenschaftler zusehends unter Druck:“‚Wir erleben derzeit weltweit einen politischen Angriff auf die Wissenschaft‘, sagt Craigie. Die Chirurgin nennt vor allem die dramatischen Umwälzungen in Ungarn – und in der Türkei, wo Hunderte Wissenschaftler an den Universitäten entlassen oder sogar verhaftet wurden, weil sie unabhängig forschen wollten. ‚Wir können nicht zulassen, dass die Wissenschaft, anstatt objektiv zu bleiben, politischer Subjektivität unterworfen wird.'“ (Kathrin Zinkant, Süddeutsche Zeitung 13. April 2017)

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Science-March Frankfurt:

march.of.scienceAm 22. April werden weltweit in über 514 Städten Menschen auf die Straße gehen, um für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung sowie deren Bedeutung als Grundlage unserer offenen und demokratischen Gesellschaft zu demonstrieren. In Deutschland findet der Science March in 20 Städten statt. Eine davon ist Frankfurt am Main.

Wissenschaft ist kein Selbstzweck! Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben den Anspruch, dass ihre Forschungsergebnisse einen Nutzen für die Gesellschaft erbringen. Sie erwarten aber auch, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in die gesellschaftliche und politische Entscheidungsfindung ein‐ gehen. Politische Entscheidungen sollten nicht auf diffusen Bauchgefühlen und persönlichen Meinungen Einzelner beruhen.

Wir sehen mit Sorge, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Ländern der Welt, in Bedrängnis geraten und dass die Forschungsfreiheit vielerorts gefährdet ist – daher ist es ein Ziel des Science March, unsere Solidarität auszudrücken.
Wir sind außerdem besorgt über zunehmende Tendenz zur Abschottung einzelner Nationen, deren Folgen auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spüren. In kaum einem anderen gesellschaftlichen Bereich sind die internationale Zusammenarbeit und ein gleichberechtigtes Miteinander von
Menschen aller Nationalitäten schon heute so sehr Alltag wie in Forschung und Wissenschaft. Die nationalistisch‐populistischen Tendenzen in vielen Ländern bedrohen diese globale und offene wissen‐ schaftliche Gesellschaft und haben schon jetzt spürbare Auswirkungen auf die wissenschaftliche Community. Mit dem Science March möchten wir dies in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Das Rhein‐Main‐Gebiet und vor allem die Stadt Frankfurt gelten als Finanzplatz und Bankenhochburg. Dank zahlreicher Hochschulen und Forschungseinrichtungen hat die Region jedoch auch einen internationalen Ruf als bedeutender Wissenschaftsstandort. Und alle großen Universitäten, viele Forschungseinrichtungen und Wissenschaftsinstitutionen nicht nur aus Rhein‐Main, sondern z.B. auch aus Marburg und Gießen unterstützen den Science March. Sie rufen ihre Beschäftigten, Studierenden und alle jene, für die Wissenschaft als Basis unserer Gesellschaft nicht verhandelbar ist, zur Teilnahme auf.

Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe‐Universität Frankfurt, betont: „Freiheit ist ein Wert an sich. In der Wissenschaft ist Freiheit darüberhinaus funktional: Forschung und Lehre sind ohne sie nicht denkbar, Kommunikation und Aufklärung nicht möglich. Ohne Freiheit keine Wissenschaft, ohne Wissenschaft und Bildung keine zukunftsfähige Gesellschaft.“ Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus‐Liebig‐Universität Gießen und Vizepräsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ruft ebenfalls dazu auf, sich beim Science March gemeinsam für eine freiheitliche und kritische Wissenschaft einzusetzen: „Wissenschaftliche Erkenntnisse können nur in einem offenen, freien und internationalen Diskurs gewonnen werden. In einer global vernetzten Wissenschaftsgemeinde gilt: Wenn in anderen Ländern die Wissenschaftsfreiheit bedroht ist, geht uns das auch in Deutschland unmittelbar an. Gerade jetzt, in Zeiten internationaler Krisen und Konflikte, kommt der Wissenschaft eine wichtige Rolle als Bindeglied zu – jenseits von politischen Interessen und über akademische Disziplinen, Nationen und Kulturen hinweg. Gerade jetzt, da die Unterscheidung zwischen Fakten und der Interpretation von Fakten verloren geht und damit der Kern von Wissenschaft bedroht ist, gilt es, die Wissenschaft als ein hohes Gut zu schützen.“

Der Science March Frankfurt beginnt um 13 Uhr mit einer Auftaktkundgebung an der Bockenheimer Warte, um 14 Uhr bricht der Demonstrationszug Richtung Innenstadt auf, wo ab 16 Uhr die Abschlusskundgebung am Römer stattfindet.

(Text: Frankfurter Science March-Team, Dr. Julia Krohmer, Dr. Anke Lischeid, Susanne Ficus, Dr. Nathalie Dehne)

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PS: Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung unterstützt den Science March.

Jeder ist eingeladen mitzumarschieren. Praktische Hinweise für Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Infos zum Science-March Frankfurt und FAQ

Auf der Website http://marchforscience.de/klickspiel/ finden sich Inspirationen für die Sloganauswahl für den Marsch, und unter https://shop.spreadshirt.de/marchforscience/ kann man sich noch rechtzeitig stilvoll ausstatten. Wer möchte, ist herzlich eingeladen, den Science March durch eine Spende zu unterstützen:
https://www.startnext.com/marchforscience

Rednerinnen und Redner (Stand 12. April):
 Peter Feldmann (Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt)
 Prof. Dr. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe‐Universität Frankfurt)
 Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (Präsident der Justus‐Liebig‐Universität Gießen und Vizepräsi‐
dent des DAAD)
 Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich (Präsident der Frankfurt University of Applied Science)
 Dr. Sascha Vogel (Theoretischer Physiker und Wissenschaftskommunikator)
 Prof. Dr. Concettina Sfienti (Dekanin des Fachbereichs Physik, Mathematik und Informatik der
Johannes Gutenberg‐Universität Mainz)
 Prof. Dr. Joachim Curtius (Experimentelle Atmosphärenforschung, Institut für Atmosphäre und
Umwelt, Goethe‐Universität Frankfurt)
 Prof. Dr. Dittmar Graf, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Biologiedidaktik der Uni‐
versität Gießen
 Dr. Stephanie Dreyfürst (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissen‐
schaften, GWUP)
 Dr. Holm Gero Hümmler (Wissenschaftsblogger und‐autor, GWUP)
Weitere Rednerinnen und Redner werden hinzukommen. Außerdem sind ein Offenes Mikrophon, Mu‐
sik und Überraschungsaktionen geplant.

Aktueller Stand der unterstützenden Einrichtungen in Frankfurt:
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)
Deutsche Physiologische Gesellschaft (DPG)
EXPERIMINTA ScienceCenter FrankfurtRheinMain
Frankfurt University of Applied Sciences
Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. (GBM)
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
Goethe‐Universität Frankfurt
Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON)
House of Finance, Goethe‐Universität Frankfurt
ISOE ‐ Institut für sozial‐ökologische Forschung
Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens‐ und Konfliktforschung
Physikalischer Verein ‐ Gesellschaft für Bildung und Wissenschaft
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Rhein‐Main und/oder Hessen:
Justus‐Liebig‐Universität Gießen, Gießen
Philipps‐Universität Marburg,
Technische Universität Darmstadt
Gutenberg‐Universität Mainz
Max‐Planck‐Institut für Chemie, Mainz
Science Bridge e.V., Kassel
Wissenschaftsstadt Darmstadt, Darmstadt

Seit 6. April 2017 unterstützt die Allianz der Wissenschaftsorganisationen den March of Science

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt und unterstützt den „March for Science“.
Er wird, initiiert in den Vereinigten Staaten, am 22. April auch in zahlreichen deutschen Städten und an vielen anderen Orten in der Welt stattfinden. Der Demonstrationszug ist ein wichtiges und deutliches Zeichen für die Freiheit der Wissenschaften. Er richtet sich gegen die Angriffe, denen diese Freiheit derzeit in einer ganzen Reihe von Gesellschaften und Staaten auch mitten in der Europäischen Union ausgesetzt ist. Antidemokratische und wissenschaftsfeindliche Handlungen und Strömungen, verantwortet von politischen Entscheidungsträgern oder populistischen Bewegungen, bedrohen die Arbeit und die Werte der Wissenschaften und aller in ihr Tätigen. Sie beeinträchtigen die gesellschaftliche Leistungsfähigkeit der Wissenschaften und rühren zugleich an die Grundprinzipien liberaler Verfassungsordnungen und offener Gesellschafts- und Lebensformen. Beidem müssen die Wissenschaft und ihre Organisationen nicht nur um ihrer selbst willen entschieden entgegentreten. Deutschland besitzt ein weltoffenes, pluralistisches und auch deswegen besonders leistungsfähiges Wissenschaftssystem. Die Freiheit von Forschung und Lehre hat Verfassungsrang und wird getragen von breitem gesellschaftlichem und politischem Vertrauen. Dieses drückt sich auch in erheblichen öffentlichen Investitionen und in Rahmenbedingungen aus, um die wir in vielen anderen Staaten beneidet werden. Diese besondere Stellung ist zugleich Verpflichtung, Position zu beziehen gegen jedwede Bedrohung der Wissenschaften und ihrer Freiheit. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschaftsorganisationen in Deutschland. Sie nimmt regelmäßig Stellung zu wichtigen Fragen der Wissenschaftspolitik. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist Mitglied der Allianz und hat 2017 die Federführung übernommen. Weitere Mitglieder sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die FraunhoferGesellschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max PlanckGesellschaft, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften und der Wissenschaftsrat.

Institutionen

Von Klimahelden, Ozeanen und Artenvielfalt – Mainzer Wissenschaftskampagne „Wissen im Herzen“ 2017

Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

(rap) Wissen im Herzen startet in das Themenjahr „Mensch und Umwelt“

Mensch und Umwelt, Umwelt und Mensch – die Wechselwirkungen dieser spannenden Beziehung setzt die Mainzer Wissenschaftskampagne „Wissen im Herzen“ 2017 in Szene.

„Mit ,Wissen im Herzen‘ möchten wir auch in diesem Jahr wieder Wissen aus der Wissenschaft in die breite Öffentlichkeit tragen und die Mainzerinnen und Mainzer dazu animieren, zuzuschauen, nachzufragen und mitzumachen,“ erläutert der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. „Als Ansprache nutzen wir vor allem unterhaltsame Wissenschaftsvideos, spannende Vorträge, Filmvorführungen, Social-Media-Aktivitäten und Veranstaltungen.“

Das inzwischen dritte Themenjahr „Mensch und Umwelt“ des Partners MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ, mit der die Landeshauptstadt Mainz die Wissenschaftskampagne federführend umsetzt, soll das öffentliche Bewusstsein für das Thema stärken und die Leistungen des Standorts Mainz zeigen.

Der aktuelle Schwerpunkt ist – wie bereits seine Vorgänger – nicht zufällig gewählt: „Zahlreiche Institutionen in und um Mainz befassen sich mit der nachhaltigen Entwicklung und Gestaltung der Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt. Viele entwickeln auch Lösungen und Produkte, die uns ein gesundes Leben in einer lebenswerten Umwelt möglich machen“, sagt Professor Dr. Gerhard Muth, Vorstandsvorsitzender der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ und Präsident der Hochschule Mainz. „Dazu kommt, dass in Mainz das Zeitalter des ,Anthropozäns‘ begründet wurde. Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen, der lange Jahre in Mainz wirkte, prägte diesen Begriff ,Anthropozän‘ und wollte damit zum Ausdruck bringen, dass unsere Handlungen entscheidend für die zukünftige Entwicklung unseres Planeten sind.“

Entsprechend breit gefächert ist die Themenpalette, die vom Klima über Müll, Ressourcennutzung, Energie bis zu Mobilität, Konsum und der Betrachtung der Umwelt als Wert reicht. Hierbei werden nicht nur naturwissenschaftliche und ethische Perspektiven berücksichtigt, sondern auch historische, soziologische und wirtschaftliche. Neben vielen weiteren Partnern aus Mainz und der Region kooperieren die Macher von „Wissen im Herzen“ eng mit dem Projekt „Masterplan 100% Klimaschutz Mainz“ – Mainz wurde im Sommer 2016 vom Bundesumweltministerium als eine der Masterplan-Kommunen ausgezeichnet.

„Der Masterplan, den wir bis zum Sommer entwickeln, beinhaltet auch eine stärkere Einbeziehung und Sensibilisierung der Stadtgesellschaft für Belange des Klimaschutzes. Die Frage, in welcher Stadt wir alle leben wollen, rückt in den Mittelpunkt“, so Katrin Eder, Beigeordnete der Landeshauptstadt Mainz für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr. „Das Jahr ,Mensch und Umwelt‘ eignet sich daher hervorragend, um gemeinsam die Klimaschutzziele der Stadt ansprechend, wissenschaftlich fundiert und interaktiv zu kommunizieren und neue aktive Mitstreiter für das Thema zu begeistern.“ Eines der ersten sichtbaren Ergebnisse der Kooperation ist der kurze Auftaktfilm zum Themenjahr: Unter dem Titel „Klimaheld 001“ erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer, mit welchen Entscheidungen sie täglich für einen klimafreundlichen Alltag sorgen können.

Der Film und weitere Informationen zum Themenjahr sind zu finden unter: www.wissenimherzen.mainz.de und www.facebook.com/wissenimherzen

Ein erster größerer Programmpunkt zum Themenjahr ist die Filmvorführung und Matinee „S.O.S. Eisberg“ (1933) am Sonntag, 19. Februar um 11 Uhr im Capitol Kino Mainz, organisiert von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Nach der Vorführung werden Matthias Fanck, Enkel des Regisseurs, der Polarforscher Jörn Thiede und Nina Goslar (Filmredaktion ZDF/ARTE) über den Film sprechen.

Hintergrund Mainz trägt „Wissen im Herzen“ – und bringt es direkt in die Köpfe! Denn Mainz ist nicht nur Standort für Spitzenforschung. Ergänzend haben es sich die Wissenschaftsinstitutionen auch auf die Fahnen geschrieben, ein großes und abwechslungsreiches Programm für alle interessierten Mainzerinnen, Mainzer und Gäste anzubieten.

Unter dem Dach „Wissen im Herzen“ laden die Landeshauptstadt Mainz und die MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ zu Events ein und kreieren Fakten- und Fragen-Videos – alles rund um die Mainzer Wissenschaft. Und das jährlich wechselnd zu einem neuen Thema. 2017 dreht sich alles um „Mensch und Umwelt“.

„Meenz Health Race – Christmas Edition“ – Wissenschaftliche Schnitzeljagd über den Mainzer Weihnachtsmarkt

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

(ski) Zum Ausklang des gemeinsamen Themenjahres „Mensch und Medizin“ laden die Landeshauptstadt Mainz und die MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ zu einer weihnachtlich-wissenschaftlichen Schnitzeljagd auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt ein: Am Mittwoch, 14. Dezember um 18.00 Uhr können sich Teams von zwei bis fünf Personen kreativen Aufgaben und Rätseln rund um die Themen „fit durch den Winter“, Ernährung und medizinische Berufe stellen.

Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warten elf spannende Stationen, tolle Gewinne und eine Tasse Glühwein.

„Mit der Christmas Edition des Meenz Health Race möchten wir den Mainzerinnen und Mainzern eine weitere Möglichkeit bieten, auf unkonventionelle Weise mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern außerhalb ihrer Forschungseinrichtungen ins Gespräch zu kommen“, erläutert Dominik Kimmel, verantwortliches Vorstandsmitglied der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ, das Ziel der Aktion.

Wo kann man sich anmelden?
Anmelden können sich sowohl Teams von 2 bis 5 Personen als auch Einzelpersonen, die bei der Aktion neue Leute kennenlernen möchten. Die Anmeldung ist ab sofort bis einschließlich 11. Dezember möglich per E-Mail an mdw@wissenschaftsallianz-mainz.de. Da es nicht nur attraktive Preise zu gewinnen gibt, sondern auch eine Tasse Glühwein für jeden, liegt das Mindestalter für die Teilnahme bei 18 Jahren.

Start und Treffpunkt ist am 14. Dezember um 18 Uhr an der Bühne auf dem Liebfrauenplatz. Die Siegerehrung findet – ebenfalls dort – um 20 Uhr statt. Aktuelle Informationen zur Weihnachtsausgabe der Schnitzeljagd gibt es unter www.facebook.com/wissenimherzen

Die Christmas Edition des „Meenz Health Race“ ist – nach der Weihnachtsschnitzeljagd 2015 und der Sommerausgabe des „Meenz Health Race“ über die Johannisnacht 2016 – bereits die dritte Schnitzeljagd von „Wissen im Herzen“.

15. Mainzer Wissenschaftsmarkt am 10. u. 11. 09.2016 zeigt neueste Forschung leicht verständlich

Das NaT-Lab für Schülerinnen und Schüler bietet Mitmachexperimente für Jung und Alt gemäß demMotto: nur eigenständiges Experimentieren macht schlau! Dieses Jahr stehen Experimente rund um das Thema Luft im Fokus: Warme Stoffe benötigen mehr Platzals kalte ?! sowie Lungenvolumen messen. Stündlich vor dem Zelt Cyan.Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Das NaT-Lab für Schülerinnen und Schüler bietet Mitmachexperimente für Jung und Alt gemäß demMotto: nur eigenständiges Experimentieren macht schlau! Dieses Jahr stehen Experimente rund um das Thema Luft im Fokus: Warme Stoffe benötigen mehr Platzals kalte ?! sowie Lungenvolumen messen. Stündlich vor dem Zelt Cyan.Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Wenn Überraschendes, Unbekanntes und Innovationen aus der Forschung hautnah erlebt und angefasst werden können, dann ist wieder Mainzer Wissenschaftsmarkt! Diesen präsentiert die MAINZER WISSENSCHAFTS-ALLIANZ e.V. zum 15. Mal am 10. und 11. September 2016 auf dem Gutenbergplatz – auf knapp 850 Quadratmetern Zeltfläche.

Das begehbare Herz ist ein überdimensionales Herz-Modell, das den anatomischen Aufbau des Herzens sichtbar und erlebbar macht. Es vermittelt einenEindruck von den vier Herzkammern und den vier Herzklappen. Forschungszentrum Translationale Vaskuläre Biologie (CTVB) | Stiftung Mainzer Herz .Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Das begehbare Herz ist ein überdimensionales Herz-Modell, das den anatomischen Aufbau des Herzens sichtbar und erlebbar macht. Es vermittelt einenEindruck von den vier Herzkammern und den vier Herzklappen. Forschungszentrum Translationale Vaskuläre Biologie (CTVB) | Stiftung Mainzer Herz .Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Rund 400 hochmotivierte und leidenschaftliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Mainzer Hochschulen, Forschungs-einrichtungen und forschenden Unternehmen freuen sich darauf, passend zum Themenjahr der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ 2016 „Mensch und Medizin“, etwa 35 Projekte mit Wissensbegierigen und Mitmachfreudigen zu teilen.

Eröffnet hatten den Mainzer Wissenschaftsmarkt am Samstag, 10. September 2016, 10:00 Uhr, vom  Balkon Staatstheaters am  Gutenbergplatz aus:  Professor Salvatore Barbaro, Kulturstaatssekretär, Günter Beck, Bürgermeister der Landeshauptstadt Mainz, Professor Dr. Babette Simon, Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Markus Müller, Intendant des Staatstheaters, sowie Professor Dr. Gerhard Muth, Vorstandsvorsitzender der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ und Präsident der Hochschule Mainz.

„Wir freuen uns ganz besonders, dass es uns gelungen ist, auf dem Wissenschaftsmarkt unser Schwerpunktthema für 2016 ‚Mensch und Medizin‘ so vielfältig und facettenreich der Öffentlichkeit präsentieren zu können“, sagt Professor Dr. Gerhard Muth, Vorstandsvorsitzender der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ und Präsident der Hochschule Mainz. Der Bogen spanne sich von der Begegnung mit Vorstellungen vom menschlichen Körper und von der Gesundheit des antiken und mittelalterlichen Menschen, wozu das Römisch-Germanische Zentralmuseum einlade, über Rohstoffe, Substanzen und ihre Produkte, denen sich das Naturhistorische Museum Mainz, der Botanische Garten und die Grüne Schule der Johannes Gutenberg-Universität Mainz oder auch das Max-Planck-Institut für Polymerforschung widme, bis hin zu innovativen Verfahren, wie dem 3-D-Druck oder die CAD/CAM (Computer Aided Design/Computer Aided Manufacturing)-Technik für die Zahnmedizin, welche die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Universitätsmedizin) vorstelle. „Aus der fürwahr beeindruckenden Bandbreite, die wir im Bereich Medizin aufweisen können, ist besonders noch die individualisierte Krebstherapie hervorzuheben, die in Mainz eine ganze Reihe an Institutionen und Einrichtungen wie die Ganymed Pharmaceuticals AG, BioNTech AG und TRON gGmbH, alles Ausgründungen der Universitätsmedizin und Johannes Gutenberg-Universität, sowie die Netzwerke CIMT (CIMT steht für „Association for Cancer Immunotherapy“) und Ci3 – Cluster für individualisierte Immunintervention zusammen-gebracht hat. Dieser ‚Mainz Immunotherapy-Hub‘ zeigt auf dem Wissenschaftsmarkt als Premiere einen Imagefilm zur individualisierten Krebstherapie in Mainz und veranschaulicht die über 30jährige Expertise und Kompetenz in diesem Bereich“, schwärmt Muth weiter.

Das Intro zur Eröffnung gestalteten Blechbläser und Schlagzeuger des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz unter Leitung von Hermann Bäumer mit einer Fanfare.

 

© massow-picture
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Informationen zu Programm und Wissenschaftszelten finden Sie hier!

 

 

 

Beteiligte Institutionen des Mainzer Wissenschaftsmarktes 2016:

Akademie der Wissenschaften und der Literatur,
Mainz
• Allgemeine Zeitung / Verlagsgruppe Rhein Main
GmbH & Co. KG
• Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
• Deutsche Bundesbank, Hauptverwaltung in
Rheinland-Pfalz und dem Saarland
• Fraunhofer ICT-IMM
• Fremde werden Freunde | Service International
Students (SIS) des Studierendenwerk Mainz
• Generaldirektion Kulturelles Erbe, Direktionen Landesmuseum
Mainz und Landesmuseum Koblenz
• Helmholtz-Institut Mainz
• Hochschule Mainz
• Fachbereich Gestaltung | MA-Studiengang
Gutenberg-Intermedia
• Institut für Mediengestaltung (img)
• Institut für Raumbezogene Informationsund
Messtechnik (i3mainz)
• Institut für Geschichtliche Landeskunde
an der Universität Mainz e.V. (IGL)
• Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
• Ada-Lovelace-Projekt
• Botanischer Garten
• Grüne Schule
• MAterials Science IN MainZ (MAINZ)
• NaT-Lab für Schülerinnen und Schüler
(NaT-Lab)
• PRISMA (Präzisionsphysik, fundamentale
Wechselwirkungen und Struktur der Materie)
• Katholische Hochschule Mainz
• Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG)
• Mainz Immunotherapy-Hub
• TRON gGmbH
• BioNTech AG
• Ganymed Pharmaceuticals AG
• Association for Cancer Immunotherapy CIMT
• Ci3 – Cluster für individualisierte Immunintervention
• Max-Planck-Institut für Chemie Mainz
• Max-Planck-Institut für Polymerforschung Mainz
• Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und
Kultur des Landes Rheinland-Pfalz (MWWK) /
Arbeitsgemeinschaft Bestandserhaltung RLP
• Naturhistorisches Museum Mainz (nhm)
• Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM)
• Technische Hochschule Bingen (TH Bingen)
• Technische Universität Kaiserslautern
(TU Kaiserslautern)
• Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-
Universität Mainz
• Allergie-Zentrum Rheinland-Pfalz (AZ-RP)
• Apotheke der Universitätsmedizin Mainz
• Biomaterials, Tissues and Cells in Science
(BiomaTiCS) / ERC-Regenerative Medicine /
Institut für Physiologische Chemie
• Centrum für Translationale Vaskuläre Biologie
(CTVB)
• Deutsches Resilienz-Zentrum (DRZ)
• Forschungszentrum für Immuntherapie (FZI)
• Forschungszentrum Translationale Neurowissenschaften
(FTN)
• Gutenberg Brain Study (GBS)
• Institut für Translationale Immunologie (TIM)
• Mainzer Resilienz-Projekt (MARP)
• Stiftung Mainzer Herz
• Klinik und Polikliniken für Zahn-, Mund- und
Kieferkrankheiten:
– Klinik für Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie – Plastische Operationen
– Poliklinik für Prothetik
– Poliklinik für Zahnerhaltungskunde

Das Buchpatenschaftsprojekt der Stadtbibliothek auf dem Mainzer Wissenschaftsmarkt

(gl) Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek partizipiert an der Initiative „Wissen im Herzen“ der Stadt Mainz und engagiert sich für die Bestandserhaltung des Kulturellen Erbes der Gutenberg-Stadt. Auf dem diesjährigen Mainzer Wissenschaftsmarkt vom 10. bis 11. September 2016 stellt die Stadtbibliothek daher ihr Projekt „Patient sucht Paten“ am Stand des Landesbibliothekszentrums RLP (gelbes Zelt) vor.

Mit dieser Aktionslinie wirbt die Bibliothek um Spenderinnen und Spender für die Restaurierung seltener historischer Druckwerke aus ihrem Bestand. Privatpersonen, Vereine und Firmen haben sich bisher mit über 64.000 Euro an der Erhaltung der wertvollen Bücher aus der ältesten Mainzer Bibliothek beteiligt.
Einige Buchpatienten, die schwer beschädigt sind und noch auf finanzielle Hilfe warten, können auf dem Wissenschaftsmarkt in Augenschein genommen werden.
Die 2013 vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur berufene „Arbeitsgruppe Bestandserhaltung“ ist ein spartenübergreifendes Netzwerk von Vertretern aus Archiven und Bibliotheken, das ein Landeskonzept für die Erhaltung schriftlichen Kulturgutes erarbeitet hat und seine Durchsetzung verfolgt.

Kontakt:
Wissenschaftliche Stadtbibliothek
Dr. Annelen Ottermann
Stellvertretende Amtsleiterin
Bereichsleitung Handschriften, Rara, Alte Drucke und Bestandserhaltung
Fachreferentin Forschungsbibliothek
Vorsitzende der HeBIS-AG Historische Bestände

55116 Mainz
Rheinallee 3B
Tel 0 61 31 – 12 2650
Fax 0 61 31 – 12 35 70
Wissenschaftliche Stadtbibliothek

Mainzer Wissenschaftsmarkt: Mensch und Medizin am 10. u. 11.09.2016

© MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ e.V.
© MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ e.V.

(Mainz, 30.08.2016-BL) – Durch Blicksteuerung geschädigte Lungenzellen wiederherstellen. Mit einem Chip ein ganzes Labor ersetzen. Den Schlüssel des Lebens – die DNA – mit einfachen Haushaltsprodukten aus Zellen isolieren und sichtbar machen. Wenn Überraschendes, Unbekanntes und Innovationen aus der Forschung hautnah erlebt und angefasst werden können, dann ist wieder Mainzer Wissenschaftsmarkt! Diesen präsentiert die MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ e.V. zum 15. Mal am 10. und 11. September 2016 auf dem Gutenbergplatz – auf knapp 850 Quadratmetern Zeltfläche. Rund 400 hochmotivierte und leidenschaftliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Mainzer Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschenden Unternehmen freuen sich darauf, passend zum Themenjahr der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ 2016 „Mensch und Medizin“, etwa 35 Projekte mit Wissensbegierigen und Mitmachfreudigen zu teilen.

„Wir freuen uns ganz besonders, dass es uns gelungen ist, auf dem Wissenschaftsmarkt unser Schwerpunktthema für 2016 ‚Mensch und Medizin‘ so vielfältig und facettenreich der Öffentlichkeit präsentieren zu können“, sagt Professor Dr. Gerhard Muth, Vorstandsvorsitzender der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ und Präsident der Hochschule Mainz. Der Bogen spanne sich von der Begegnung mit Vorstellungen vom menschlichen Körper und von der Gesundheit des antiken und mittelalterlichen Menschen, wozu das Römisch-Germanische Zentralmuseum einlade, über Rohstoffe, Substanzen und ihre Produkte, denen sich das Naturhistorische Museum Mainz, der Botanische Garten und die Grüne Schule der Johannes Gutenberg-Universität Mainz oder auch das Max-Planck-Institut für Polymerforschung  widme, bis hin zu innovativen Verfahren, wie dem 3-D-Druck oder die CAD/CAM (Computer Aided Design/Computer Aided Manufacturing)-Technik für die Zahnmedizin, welche die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Universitätsmedizin) vorstelle. „Aus der fürwahr beeindruckenden Bandbreite, die wir im Bereich Medizin aufweisen können, ist besonders noch die individualisierte Krebstherapie hervorzuheben, die in Mainz eine ganze Reihe an Institutionen und Einrichtungen wie die Ganymed Pharmaceuticals AG, BioNTech AG und TRON gGmbH, alles Ausgründungen der Universitätsmedizin und Johannes Gutenberg-Universität, sowie die Netzwerke CIMT (CIMT steht für „Association for Cancer Immunotherapy“) und Ci3 – Cluster für individualisierte Immunintervention zusammen-gebracht hat. Dieser ‚Mainz Immunotherapy-Hub‘  zeigt auf dem Wissenschaftsmarkt als Premiere einen Imagefilm zur individualisierten Krebstherapie in Mainz und veranschaulicht die über 30jährige Expertise und Kompetenz in diesem Bereich“, schwärmt Muth weiter.

Professor Dr. Konrad Wolf, Staatsminister im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, sagt: „Die MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ ist mit anderen Wissenschaftsallianzen im Land eine wichtige Instanz in der Welt der Wissenschaft und der Forschung. Die Entwicklung dieser Wissenschaftsallianzen sehen wir sehr positiv und werden sie auch in Zukunft unterstützen.“ Gerade der Wissenschaftsmarkt sei – neben der Demonstration der großen Bandbreite – ein hervorragendes Beispiel für die Zusammen-arbeit der verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen. „Dieser Wissenschaftsmarkt ist aber auch eine gelungene Möglichkeit, der Öffentlichkeit Einblicke in deren innovative Forschungsarbeit zu geben, so dass die Bürgerinnen und Bürger mit Stolz von ‚ihren‘ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern berichten können“, so Minister Wolf weiter.

Mainzer Wissenschaftsallianz
„Die MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ wählt jährlich ein Thema aus, das viele Menschen betrifft und in dem die Mainzer Forschung national oder sogar international eine führende Rolle einnimmt. So wird für die breite Öffentlichkeit erfahrbar, welche Bedeutung Forschung in Mainz für uns alle – auch im täglichen Leben – hat“, sagt Oberbürgermeister Michael Ebling. Die Landeshauptstadt und die MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ haben daher seit Ende letzten Jahres die gemeinsame Kampagne „Wissen im Herzen“ gestartet, unter der viele interessante Veranstaltungen, Videos und Aktionen präsentiert und unterhaltsame Fragen an die Wissenschaft gestellt werden. Eblings Herz schlägt im wahrsten Sinne des Wortes für „Wissen im Herzen“: „Die Kampagne zeigt auch visuell, wie vielseitig die Wissenschaft in Mainz aufgestellt ist. Das Konzept bringt das Wissen direkt in die Köpfe!“

Wissenschafts-Zeltlager
Vier große, dieses Jahr farblich markierte Zelte, beherbergen Projekte, die den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, was es momentan in der Forschung für sie Spannendes und Wissenswertes zum Thema Medizin im Alltag gibt. „Inside Boehringer Ingelheim“ heißt da ein Virtual-Reality-Erlebnis, welches den Nutzer auf eine interaktive Reise durch den Körper mitnimmt und ihn in die Lage versetzt, durch Blicksteuerung einen Thrombus zu zerstören oder die geschädigten Lungenzellen eines an der Atemwegserkrankung COPD erkrankten Patienten wieder herzustellen. An anderer Stelle geht die Technische Hochschule Bingen am Beispiel eines kleinen, an den Laptop angeschlossenen DNA-Sequenzierers auf die neuesten Entwicklungen und die Verarbeitung genetischer Daten mit Methoden der Bioinformatik am Computer ein, und das Fraunhofer ICT-IMM, das unter anderem Lab-on-a-Chip basierte patientennahe Diagnosesysteme entwickelt, zeigt, wie das Labor auf dem Chip funktioniert.

Mobiles Empathietraining „DEVIO Demenzworkshop-Kit“
Der Fachbereich Gestaltung der Hochschule Mainz stellt das mobile Empathietraining „DEVIO Demenzworkshop-Kit“ vor. Den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen eine Augmented Reality Brille und szenische Rollenspiele, sich in die Erlebnis- und Gefühlswelt von Menschen mit Demenz hineinzuversetzen. Resilienz ist ein weiteres Stichwort, dem sich sowohl der Fachbereich Gesundheit und Pflege der Katholische Hochschule Mainz, der die Selbsthilfearbeit bei Sprachstörungen nach Schlaganfall und den Umgang mit physiologischen Veränderungen während der Schwangerschaft vorgestellt, als auch die Universitätsmedizin mit ihrem Deutschen Resilienz-Zentrum (DRZ) und dem Mainzer Resilienz-Projekt (MARP) widmet. Die Universitätsmedizin bringt zur Veranschaulichung eine Homöostase-Wippe, ein interaktives Teamspiel mit dem Ziel, die erregenden und hemmenden Nervenzellen in ein Gleichgewicht zu bringen, und einen kognitiven Test zur Frage „Wie funktioniert die Handlungskontrolle?“ mit Erklärung der zugrundeliegenden Hirnfunktionen, mit.

Forschungsschwerpunkte der Universitätsmedizin Mainz
Die Universitätsmedizin stellt neben ihren anderen Projekten insbesondere ihre Forschungsschwerpunkte vor. Der Bogen reicht vom Forschungszentrum für Immuntherapie, das dazu ermuntert, das Immunsystem und die Rolle der Zellen spielerisch zu erkunden, über das Forschungszentrum Translationale Vaskuläre Biologie (CTVB) und das begehbare Herzmodell der Stiftung Mainzer Herz bis hin zu Erläuterungen der Interaktion von Geweben und Zellen mit körperfremden Materialien und Oberflächen und dem medizinischen Einsatz von 3D-Druckern durch die Wissenschaftler der Schwerpunkts Biomaterials, Tissues and Cells in Science (BiomaTiCS). Ergänzende Einblicke in diese und andere Themen gewähren die Wissenschaftler am Samstag mittels spannender Vorträge.

Themenjahr 2016: Mensch und Medizin
Professor Dr. Babette Simon, Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, freut sich über das diesjährige Motto des Mainzer Wissenschaftsmarktes „Mensch und Medizin“: „Die Medizin ist ein ungemein spannendes und dynamisches Feld in der Wissenschaft. Ihre vielfältigen Forschungsfragen stehen immer im Bezug zum Menschen und seiner Gesundheit und gerade darin liegt die besondere Herausforderung und Verantwortung. Hautnah erleben zu können, wie sich die Mainzer Wissenschaftler dieser stellen, wie sie kooperieren, um gemeinsam neue Erkenntnisse zu gewinnen – das alles ist die besondere Leistung des Mainzer Wissenschaftsmarktes. Die hier vorgestellten Projekte sind eindrucksvolle Beispiele für Spitzenforschung, wie sie an der Universitätsmedizin und weiteren Mainzer Forschungseinrichtungen geleistet wird.“

Interdisziplinäre Einblicke in die JGU-Forschung möglich
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bietet auf dem Wissenschaftsmarkt Einblick in aktuelle Forschungsprojekte quer durch die Disziplinen. Besonderer Schwerpunkt dabei: Der Botanische Garten und die Grüne Schule der JGU präsentieren den „Gart der Gesundheit“ mit Arzneipflanzen in Geschichte und Gegenwart. Im Mittelpunkt wird dabei die Pflanzenwelt des 1485 in Mainz gedruckten, ersten deutschsprachigen Kräuterbuchs „Gart der Gesundheit“ stehen, in dem das pharmakologische Wissen des ausgehenden Mittelalters zusammengefasst werden sollte. Neben den klassischen Quellen floss in dieses Kräuterbuch auch das Wissen der Kloster- und Volksmedizin ein. Die Besucher können sich in einer Ausstellung informieren, Kräuter- und Arzneitee selbst mischen und Teemischungen selbst mikroskopisch untersuchen.

„Von Teilchen und Tunneln zu Therapien: Der Blick in die Tiefe“
Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern gibt die JGU auch Einblick in ihre forschungsstarken Schwerpunkte. Unter dem Motto „Von Teilchen und Tunneln zu Therapien: Der Blick in die Tiefe“ führen der Exzellenzcluster PRISMA der JGU und das Helmholtz-Institut Mainz mit dem Ada Lovelace Projekt und dem Haus der kleinen Forscher in die Tiefe der Physik: in die Tiefe des Tunnels des weltgrößten Teilchenbeschleunigers am Forschungszentrum CERN in Genf, an dem auch Mainzer Forscherinnen und Forscher arbeiten. Sie geben passend zum Thema des Wissenschaftsmarkts auch einen Ausblick in die Anwendung von Teilchenbeschleunigern in der Medizin. Die vielfältigen Facetten der „Wunderbaren Welt der Materialien“ zeigt die Exzellenz-Graduiertenschule MAINZ (Materials Science in Mainz) der JGU in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung Mainz und der Technischen Universität Kaiserslautern.

Unterhaltsam und allgemeinverständlich
„Auf verständliche und unterhaltende Weise erläutern wir Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der Stadt und der Region internationale Forschungsaktivitäten unserer Universität“, erklärt der Präsident der JGU und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ, Universitätsprofessor Dr. Georg Krausch. „In den Mittelpunkt rücken wir dabei auch unsere Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie beispielsweise mit den Max-Planck-Instituten oder dem Helmholtz-Institut Mainz. Gerade diese Kooperationen gehören zum Kern der Mainzer Forschungskultur und bilden das Fundament des dynamischen Wissenschaftsstandorts Mainz.“

Showexperimente des NaT-Lab
Zudem gehören die Experimentierstationen und Showexperimente des NaT-Lab für Schülerinnen und Schüler zu den Attraktionen des Mitmachprogramms für Kinder und Jugendliche in der Zeltlandschaft. Dieses Jahr stehen Experimente rund um das Thema Luft im Fokus: Wie groß ist meine Lunge und mit welchem Experiment kann ich das ganz leicht nachweisen? Warme und kalte Luft – was braucht mehr Platz und mit welchem einfachen Experiment kann man das zeigen?

Luftverschmutzung und Gesundheit
Der Luftverschmutzung, als das größte auf Umweltfaktoren basierende Gesundheitsrisiko, hat sich das Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik (i3mainz) der Hochschule Mainz verschrieben und stellt ein mobile System vor, dass die Möglichkeit schaffen soll, individuelle Sensorinformationen zu erfassen und mit Umgebungs-informationen aus unterschiedlichen Quellen zu kombinieren. Handlungsempfehlungen, wie „Heute besser erst nach 18 Uhr draußen Fußball spielen!“, werden so möglich. Was genau passiert, wenn allergieauslösende Proteine durch Umweltgifte chemisch verändert werden und dadurch deutlich stärker Allergien auslösen, erforscht das Max-Planck-Institut für Chemie gemeinsam mit der Universitätsmedizin. Denn laut dem Robert Koch-Institut leiden 30 Prozent der Deutschen unter einer Allergieerkrankung. Etwa 20.000 unterschiedliche Auslöser von Allergien kennt man heute, in der Regel bestimmte Proteine aus Pflanzen oder Tieren, gegen die sich unsere Immunabwehr richtet.

Vortragsprogramm mit Stadtführung und Science Slam-Abend
Das Vortragsprogramm über medizinische Themen am Samstag wird mit einer vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte organisierten Stadtführung zum Thema „Leibniz in Mainz“, die an die Orte seines Wirkens führt, sowie dem allseits beliebten Science Slam am Abend abgerundet. Am Sonntagnachmittag kommen dann noch alle Yoga-Fans zum Zuge, wenn yogalanie mit AcroYoga zum Abheben aufruft.

Eröffnungsveranstaltung:
Eröffnet wird der Wissenschaftsmarkt am Samstag, 10. September 2016, um 10 Uhr vom Balkon des Staatstheaters aus mit Professor Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, Günter Beck, Bürgermeister der Landeshauptstadt Mainz, Professor Dr. Babette Simon, Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin der JGU, dem Intendanten des Staatstheaters, Markus Müller, dem Vorstandsvorsitzenden der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ und Präsidenten der Hochschule Mainz, Professor Dr. Gerhard Muth, sowie Universitätsprofessor Dr. Georg Krausch, dem stellvertretenden Vorsitzenden und Präsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Das Intro zur Eröffnung gestalten Blechbläser und Schlagzeuger des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz unter Leitung von Hermann Bäumer mit einer Fanfare. Vertreter der Presse sind herzlich willkommen.

 

WEITERE INFORMATIONEN
Öffnungszeiten Wissenschaftsmarkt 2016: Samstag, 10. September 2016, 10 bis 18 Uhr Sonntag, 11. September 2016, 11 bis 18 Uhr

Eröffnung am Samstag, 10. September 2016, 10 Uhr, Balkon Staatstheater mit Professor Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, Günter Beck, Bürgermeister der Landeshauptstadt Mainz,
Professor Dr. Babette Simon, Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Markus Müller, Intendant des Staatstheaters Mainz,
Professor Dr. Gerhard Muth, Vorstandsvorsitzender der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ und Präsidenten der Hochschule Mainz.

Veranstalter des Mainzer Wissenschaftsmarktes
Der Wissenschaftsmarkt ist eine Veranstaltung, die sich rein aus Sponsoren- und Mitgliederleistungen finanziert. Wir danken ganz herzlich unseren Mitgliedern, Sponsoren und Kooperationspartnern:

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, BASF, BioNTech AG, Boehringer Ingelheim, ChemieVerbände Rheinland-Pfalz, Deutsche Bundesbank – Hauptverwaltung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Fraport, Fraunhofer ICT-IMM, Helmholtz-Gemeinschaft / Helmholtz-Institut Mainz, Hochschule Mainz, Institut für Molekulare Biologie gGmbH, Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V., Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Katholische Hochschule Mainz, Landeshauptstadt Mainz, Landesmuseum Mainz – Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainzer Volksbank, Max-Planck-Institute Mainz (Chemie und Polymerforschung), Naturhistorisches Museum Mainz – Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz (nhm), RGZM Römisch-Germanisches Zentralmuseum, SAP, Sparkasse Mainz, StarSEQ, Technische Hochschule Bingen, TRON – Translationale Onkologie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gGmbH, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Medienpartner
Medienpartner sind die Allgemeine Zeitung, pepper und Kruschel.

Weitere Information https://www.wissenschaftsallianz-mainz.de/