Kategorie-Archiv: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Mit über 300 000 Besuchern feierte Rheinland-Pfalz 75. Geburtstag in Mainz – Landesregierung und SWR waren live dabei

75 JAHRE RHEINLAND-PFALZ Rheinland-Pfalz feierte – und der SWR war dabei. Fernseh-Liveshow, SWR3 Open Air, „Tatort“-Preview, SWR Medienlounge beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 20. bis 22. Mai 2022 in Mainz / Großes SWR3 Open Air 2023 © SWR
75 JAHRE RHEINLAND-PFALZ Rheinland-Pfalz feierte – und der SWR war dabei. Fernseh-Liveshow, SWR3 Open Air, „Tatort“-Preview, SWR Medienlounge beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 20. bis 22. Mai 2022 in Mainz / Großes SWR3 Open Air 2023 © SWR

Fernseh-Liveshow, SWR3 Open Air, „Tatort“-Preview, SWR Medienlounge beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 20. bis 22. Mai 2022 in Mainz / Großes SWR3 Open Air 2023

In Beisein der Landesregierung, unter ihnen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landtagspräsident Hendrik Hering, sowie von Oberbürgermeister Michael Ebling und zahlreicher Prominenz aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft feierte Rheinland-Pfalz in Mainz auf allen Plätzen seinen 75. Geburtstag. Der SWR war mit Stars, Musik und Entertainment an der Großen Bleiche und auf dem Ernst-Ludwig-Platz mit von der Partie. Den Auftakt machte die 90-minütige Liveshow „Rheinland-Pfalz feiert!“. Highlight zum Landesjubiläum war das SWR3 Open Air mit Top Acts und die Ankündigung, dass es im nächsten Jahr, 15. Juli 2023, wieder ein SWR3 Open Air in Mainz geben wird. Am Sonntag gehörte die Bühne zunächst dem KiKA, am Abend übernahm das Mainzer „Tatort“-Team mit der Preview des neuesten Krimis das Ruder. In der SWR Medienlounge präsentierte sich der SWR an allen drei Tagen, vom 20. bis 22. Mai, mit Shows, Aktionen und Information. Etwa 42.000 Besucherinnen und Besucher waren vor Ort.

Festzug bildet den Höhepunkt des Landesfestes –

Der Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz startet am Sonntag in seinen dritten und letzten Tag. Nachdem am Samstag vor allem die Open Air Bühnen von SWR und Rockland Radio viele Besucherinnen und Besucher auf das Landesfest lockten, bildet der große Festzug am Sonntag einen besonderen Höhepunkt. Allein gestern besuchten mehr als 150.000 Besucherinnen und Besucher das Landesfest. „Wir haben zwei großartige Festtage erlebt mit einer riesigen Vielfalt an Informations- und Unterhaltungsangeboten. Wenn man über die Fest-Meile schlendert, sieht man eigentlich nur glückliche Gesichter“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Auch am zweiten Tag des Rheinland-Pfalz-Tags war die Stimmung in Mainz hervorragend“, betonte die Ministerpräsidentin. „Die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen feiern ein friedliches und ausgelassenes Landesfest. Die Lebensfreude und Gastfreundschaft, die in unserem Land so großgeschrieben werden, sind deutlich spürbar. Wir freuen uns, dass am Samstag auch das Wetter mitgespielt hat.“ Ich bin als Ministerpräsidentin froh und dankbar, dass wir 75 Jahre Demokratie und Frieden in unserem Land mit einem Rheinland-Pfalz-Tag der Superlative feiern konnten“, schwärmte Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Abschluss des Landesfestes in Mainz und sprach der Gastgeberin, der Stadt Mainz, ein Riesenkompliment aus. Mehr als 180.000 Besucher und Besucherinnen hätten die ersten beiden Tage mitgefeiert. Bislang seien heute noch einmal über 150.000 Gäste zu verzeichnen, so dass die erwartete Besucherzahl von 300.000 deutlich übertroffen werde. Rheinland-Pfalz hätte nicht schöner und eindrucksvoller seinen 75. Geburtstag feiern können. Mit der Stadt und dem Landtag habe das Land wunderbare Mitveranstalter an der Seite gehabt, betonte die Ministerpräsidentin.

Auch Oberbürgermeister Oberbürgermeister Michael Ebling bilanzierte voller Freude: „War dieses Fest nicht genau das, was wir alle gebraucht haben? Begegnung, Miteinander, Lachen, Gespräche, ein Festumzug.“ Es sei der Stadt Mainz eine Ehre, Gastgeberin dieses Rheinland-Pfalz-Tages zu sein und mit allen Besucherinnen und Besuchern den 75. Geburtstag unseres Bundeslandes so fröhlich und friedlich feiern zu können. „Wir haben in den vergangenen Tagen das Motto ‚Mainz – Komm mit in die Zukunft‘ konsequent gelebt und umgesetzt und unsere Zukunftsprojekte zum großen Thema gemacht: Klimaneutralität, Digitalisierung, Biotechnologie, Leben und Arbeiten.“, so der Oberbürgermeister.
Landtagspräsident Hendrik Hering unterstrich: „Die vergangenen drei Tage haben einmal mehr gezeigt: Rheinland-Pfalz ist lebenswert! Gemeinsinn, Zusammenhalt, Vielfalt und Lebensfreude haben das ganze Wochenende über die Stadt und das Land gestrahlt. Nach zwei Jahren Pandemie und nach langjähriger Sanierung des Landtags habe ich mich sehr gefreut, dass wir wieder unsere Herzkammer der Demokratie für eine breite Öffentlichkeit öffnen konnten

Auch Kai Gniffke, Intendant des SWR, zeigte sich sehr zufrieden, dass das Rheinland-Pfalz-Fest eine großartige Gelegenheit gewesen sei, Menschen zu treffen: „Das Landesjubiläum war ein tolles Event und eine großartige Gelegenheit so viele Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer direkt zu treffen. Das wollen wir wiederholen! Auch im nächsten Jahr wird es ein großes SWR3 Open Air in Mainz geben und die Möglichkeit gemeinsam ausgelassen zu feiern.“ Und Ulla Fiebig, SWR Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz, unterstrich, dass Rheinland-Pfalz für uns alle Rheinland-Pfalz Heimat sei: „Wir sind an diesem Wochenende mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen, an unserer Bühne, auf der Festmeile und in unserer SWR Medienlounge. Das ist toll, denn wir haben gespürt: Für viele ist der SWR ein wichtiger Begleiter im Alltag und eine feste Adresse für regionale Inhalte aus und für Rheinland-Pfalz. Das ist es, was uns ausmacht und mit den Menschen zusammenbringt. Für uns alle ist Rheinland-Pfalz Heimat. 42.000 Menschen haben das SWR Areal auf dem Festgelände besucht, um gemeinsam Geburtstag zu feiern. Der SWR war mittendrin. Und das war ein großartiges Erlebnis.“

Für 2023 plant SWR3 Open Air erneut Sechs Stunden Stars live wie an Fest-Samstag: So feierten beim mehr als sechsstündigen Open Air die Fans die Live-Auftritte der internationalen und nationalen Stars Lost Frequencies, Alvaro Soler, Milow, Tom Grennan und Emily Roberts. Frenetische Begeisterung als Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Landtagspräsident Hendrik Hering und SWR Intendant Kai Gniffke verkündeten, dass es auch im nächsten Jahr, am 15. Juli 2023, wieder ein großes SWR3 Open Air geben wird. SWR3 Programmchef Thomas Jung: „Das SWR3 Open Air in Mainz war eines der ersten großen Livekonzerte, bei denen die Fans nach mehr als zwei Jahren Pause wieder ausgelassen feiern konnten. Die Stimmung war großartig. Das wollen wir 2023 noch toppen.“

Stars, Musik und SWR Medienlounge für Groß und Klein

Schon am Freitag, 20. Mai, standen mit der SWR Big Band, Jupiter Jones, Johnny Logan und „Die Höhner“ bei der Liveshow „Rheinland-Pfalz feiert!“ herausragende Musikerinnen und Musiker auf der SWR Bühne. Am Sonntag bot KiKA seinen kleinen Fans die Möglichkeit, Stars live zu erleben. Unter dem Motto „KiKA kommt zur dir!“ beteiligte sich der Kinderkanal von ARD und ZDF mit einer großen Mitmach-Show am Rheinland-Pfalz-Tag. Auf der Leinwand der großen SWR Festivalbühne folgte die Premiere des neuesten „Tatort – In seinen Augen“ (Sendetermin: Sonntag, 26. Juni 2022, 20:15 Uhr im Ersten). Das Mainzer Ermittlerduo Heike Makatsch als Ellen Berlinger und Sebastian Blomberg als Martin Rascher klären den Tod einer reichen Witwe auf. In der SWR Medienlounge auf dem Ernst-Ludwig-Platz präsentierten sich drei Tage lang die verschiedenen Programme und Redaktionen des SWR. Dort trafen virtuelle Welten auf reales Erleben. Und Besucherinnen und Besucher konnten ihre Fragen zu Radio, Fernsehen, Internet-Formaten direkt den Programmmachenden stellen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des SWR beim Landesjubiläum unter SWR.de/75-jahre-rlp

„Aus polizeilicher Sicht können wir eine durchweg positive Bilanz zum Rheinland-Pfalz-Tag-Wochenende in der Landeshauptstadt ziehen. Trotz hoher Besucherzahlen mussten die über 1.000 Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Mainz nur selten einschreiten. Vielmehr wurden zahlreiche Gespräche mit positiv gestimmten Festbesucherinnen und Festbesuchern geführt, bei denen eine große Akzeptanz für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zum Ausdruck kam. Nicht zuletzt bin ich der Überzeugung, dass die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit zwischen Staatskanzlei, der Stadt Mainz und der Mainzer Polizei wesentlicher Erfolgsgarant für die Sicherheit bei Großveranstaltungen in unserer Landeshauptstadt ist“, sagte der Mainzer Polizeipräsident Reiner Hamm.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer eröffnet Geburtstagslandesfest in Mainz

Eröffnung des Landesfestes Rheinland-Pfalz am 20.Mai 2022 durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (mitte)  Foto: Staatskanzlei RPL
Eröffnung des Landesfestes Rheinland-Pfalz am 20.Mai 2022 durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (mitte) Foto: Staatskanzlei RPL

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat in Mainz den Rheinland-Pfalz-Tag offiziell eröffnet. Auf der Landesbühne am Schillerplatz gab sie gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Ebling und Landtagspräsident Hendrik Hering den Startschuss für das Landesfest. „75 Jahre Rheinland-Pfalz! Wo könnten wir den Geburtstag unseres Landes besser feiern als mit einem Landesfest in unserer Landeshauptstadt. Der 36. Rheinland-Pfalz-Tag ist also gleichzeitig das große Geburtstagsfest des Landes, mit dem wir gemeinsam 75 Jahre Frieden, Freiheit und Demokratie feiern“, so die Ministerpräsidentin. Das Landesfest sei ein großartiges Gemeinschaftsprojekt, das ehrenamtliches Engagement und professionelle Organisation verbinde. Sie dankte allen Aktiven, die den Rheinland-Pfalz-Tag ausmachen und die sich nach zwei Jahren darauf freuen, endlich wieder ihr Engagement zu präsentieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Mainz verbindet Tradition, Innovation und Fortschritt. Die Stadt zeichnet sich durch ihre Weltoffenheit und Gastfreundschaft aus. Ich danke dem Oberbürgermeister, dem gesamten Organisationsteam, vor allem auch den zahlreichen freiwilligen Helfern und Helferinnen, die in der ganzen Stadt unterwegs sind, und wünsche uns allen ein tolles Landesfest“, so die Ministerpräsidentin.

„Mainz heißt die Besucherinnen und Besucher des Rheinland-Pfalz-Tages herzlich willkommen im Herzen der Stadt. Wir freuen uns auf fröhliche Tage mit tollem Unterhaltungsprogramm, mit Wissen, Entdecken und Spaß – auf ein wirklich tolles Fest also zum schönsten Anlass in der Geschichte unseres Landes: seinem 75. Geburtstag“, so der Oberbürgermeister der gastgebenden Stadt, Michael Ebling.

Mit besonderem Blick auf die Wetterlage mit Regen und möglicherweise auch Gewittern beobachtet ein Meteorologe im Sicherheitsstab des Rheinland-Pfalz-Tages fortlaufend das Wetter und informiert über aktuelle Entwicklungen, so dass entsprechend reagiert werden kann.

Bis zu 300.000 Gäste werden an diesem Wochenende auf dem Festgelände in der Mainzer Innenstadt erwartet. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein buntes Programm mit tollen Konzerten, spannenden Informationsmeilen und vielen Aktionsflächen und Mitmachangeboten freuen. Insgesamt gibt es fünf große und zahlreiche kleine Bühnen, 12 Themenfelder und Aktionsflächen sowie rund 330 Stände und Zelte. Auf der SWR-Bühne am Ernst-Ludwig-Platz findet neben der Live-Fernsehshow zum Landesgeburtstag das SWR3 Open-Air mit Top Acts wie Milow und Alvaro Soler sowie eine Tatort-Premiere statt. Am Treffpunkt „Rheinland-Pfalz – Die Landesbühne“ gibt es Talks mit den Mitgliedern der Landesregierung, einen Karnevalssplash sowie Musik unter anderem mit Flo und Chris. Ministerpräsidentin Malu Dreyer lädt am Samstagvormittag zu einem Frühschoppen mit der Landesregierung ein. Am Sonntag zieht ab 13 Uhr der große Festzug mit über 70 Nummern durch die Innenstadt. Die Landesregierung und der Landtag öffnen an allen drei Tagen für die Besucherinnen und Besucher ihre Türen.

Landtagspräsident Hendrik Hering freute sich, dass nach zwei Jahren coronabedingter Pause wieder der Verfassungstag des Landes am 18. Mai und das Bürgerfest des Landtags in großem Rahmen, diesmal in Verbindung mit dem Rheinland-Pfalz-Tag, gefeiert werden können. „Als Schaufenster der Demokratie stellt sich der sanierte Landtag im Deutschhaus als ein offenes Haus dar und an diesen drei Tagen bieten wir für Jung bis Alt ein vielfältiges Informations- und Unterhaltungsprogramm. Wir haben uns entschieden, gerade in dieser Zeit eines furchtbaren russischen Angriffskrieges in der Ukraine für die Demokratie werben und begeistern zu wollen. Demokratisch regierte Staaten führen keine Kriege gegeneinander. Demokratie und Freiheit bieten allen Bürgerinnen und Bürgern die Chance, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen. Demokratische Gesellschaften sind in der Lage, sich mit ehemaligen Feinden auszusöhnen“, so der Landtagspräsident.

„Mainz ist nach 22 Jahren wieder Gastgeberin des Rheinland-Pfalz-Tages und das, was die Stadt seit jeher auszeichnet, ist Weltoffenheit, Lebensfreude, Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Beste Voraussetzungen für abwechslungsreiche Tage mit Ausstellungen, Live-Konzerten und Präsentationen von Vereinen, Institutionen und Unternehmen. „Mainz – Komm mit in die Zukunft“, das ist das Motto auf dem Mainz-Platz rund um den Dom. Geboten werden Einblicke in die bunte und vielfältige Welt der Wissenschaft, der Forschung und der Kultur, Mitmach-Angebote und Musik. Die Stadt dankt allen Beteiligten und Akteuren für ihr Engagement, insbesondere aber auch den Anwohnerinnen und Anwohnern für viel Verständnis rund um das große Fest zum 75. Geburtstag des Landes Rheinland-Pfalz.“

Zum Auftakt des Rheinland-Pfalz-Tages hatte am Vormittag der Ministerrat im Naturhistorischen Museum getagt. Anschließend trugen sich die Mitglieder des Kabinetts in das Goldene Buch der Stadt Mainz ein. Am Nachmittag hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer engagierte junge Leute zu einem #Jugendtalk am Treffpunkt Rheinland-Pfalz eingeladen.

RLP-Landesfestprogramm

36. Rheinland-Pfalz-Tag – Rheinland-Pfalz feiert 75 Jahre Zusammenhalt und Demokratie –Viele Stars und ehrenamtliches Engagement beim Landesfest

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH © Dominik Ketz
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH © Dominik Ketz

(skh) „Der 36. Rheinland-Pfalz-Tag rückt näher. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause freuen wir uns sehr auf das Landesfest, das unsere Landeshauptstadt Mainz vom 20. bis 22. Mai ausrichtet. Wir feiern in diesem Jahr den 75. Geburtstag von Rheinland-Pfalz und damit 75 Jahre Demokratie, Solidarität, Zusammenhalt und Schaffenskraft. Rheinland-Pfalz ist ein modernes, innovatives und weltoffenes Land, in dem Lebensfreude, Kultur und Gastfreundschaft großgeschrieben werden. Das prägt und bestimmt das Programm unseres Landesfestes“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgerbürgermeister Michael Ebling, Landtagspräsident Hendrik Hering sowie SWR-Landessenderdirektorin Ulla Fiebig, SWR3-Programmdirektor Thomas Jung und Rockland Radio-Geschäftsführer Steffen Müller stellte sie die Programmhöhepunkte des 36. Rheinland-Pfalz-Tages vor.

„Besonders in diesen schweren Zeiten zeigt sich die Stärke einer Gemeinschaft. Die große Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen in Rheinland-Pfalz gerade in den letzten Monaten und auch angesichts des verbrecherischen Krieges in der Ukraine bewegt mich sehr“, so die Ministerpräsidentin. Viele Vereine, Initiativen und Verbände, die sich im Ahrtal engagieren und jetzt auch bei der Aufnahme von geflüchteten Menschen aus der Ukraine helfen, präsentierten ihr Engagement auf dem Rheinland-Pfalz-Tag.

„Es ist schön und alle freuen sich sehr darauf, dass wir endlich wieder persönlich miteinander ins Gespräch kommen können. Von der Ausrichtung des Rheinland-Pfalz-Tages soll auch ein Zeichen für die Veranstaltungsbranche und andere von der Corona-Pandemie besonders betroffene Bereiche ausgehen, die dringend Rückenwind brauchen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Information und Unterhaltung auf der Landesbühne
Der Rheinland-Pfalz-Tag wird von der Staatskanzlei, der Stadt Mainz und weiteren Partnern gemeinsam vorbereitet. Die Gäste erwartet ein vielseitiges und informatives Unterhaltungsprogramm. In den insgesamt acht Themenfeldern Rheinland-Pfalz sozial, natürlich, sicher, hilfsbereit, einsatzbereit, bewegt, kreativ und regional präsentieren sich im Stadtgebiet verteilt die Städte und Landkreise, zahlreiche Vereine und Initiativen aus Mainz und dem ganzen Land sowie die Landesregierung und der Landtag. Neben Stars wie Milow, Alvaro Soler oder Lost Frequencies auf der SWR-Bühne prägen Talente aus der Region und die Begegnung der Menschen aus allen Teilen des Landes das Fest. Ein Höhepunkt ist traditionell der große Festzug am Sonntag mit 70 Zugnummern, den das SWR-Fernsehen überträgt.

Das Land Rheinland-Pfalz betreibt mit dem „Treffpunkt Rheinland-Pfalz – Die Landesbühne“, auch eine Musikbühne, auf der auch Formate wie der #Jugendtalk mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer, der Frühschoppen der Landesregierung und verschiedene Talks mit Kabinettsmitgliedern zu erleben sein werden. Das Informations-und Unterhaltungsprogramm moderiert Andreas Bockius, der auch am Fastnachtsplash am Freitagabend aufritt. Die Stadt Mainz bietet auf ihrem Platz ebenfalls ein buntes Unterhaltungsprogramm an. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die Integration des Verfassungsfestes des Landtages in den Rheinland-Pfalz-Tag anlässlich des 75-jährigen Landesjubiläums. Die Staatskanzlei und weitere Ministerien ermöglichen bei einem Tag der offenen Tür an allen drei Tagen einen Blick hinter die Kulissen und in die tägliche Arbeit.

Landeshauptstadt Mainz freut sich als Gastgeber auf bunte Tage auf den Mainzer Plätzen
Die Landeshauptstadt Mainz ist dieses Jahr zum dritten Mal Gastgeberin des Rheinland-Pfalz-Tages.
Nach 1987 und 2000 freut sich die Landeshauptstadt im Mai 2022 erneut auf das Landesfest! „Mainz – komm mit in die Zukunft!“ ist das Motto unter dem der Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz in diesem Jahr steht und das auch das Rahmenprogramm auf den städtischen Bühnen und Aktionsflächen prägt. Dreh- und Angelpunkt wird der ‚Mainz-Platz‘ sein, der sich über Höfchen, Markt und Liebfrauenplatz erstreckt und auf zwei Bühnen Unterhaltung, Spaß und Kultur bietet. Am Freitag, 20. Mai 2022, eröffnen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Oberbürgermeister Michael Ebling um 16.30 Uhr offiziell den Mainz-Platz. Am Samstag, 21. Mai 2022, bespielen BioNTech, die Allgemeine Zeitung, SCHOTT und die Mainzer WISSENSCHAFTSALLIANZ die Bühnen der Landeshauptstadt mit den Themenschwerpunkten Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Arbeitgeber der Region. Die Landeshauptstadt selbst präsentiert sich und ihre Zukunftsthemen auf dem Mainz-Platz. Die Mainzer Winzer, N’Eis und Zimmers Gastronomie sorgen für kulinarische Erlebnisse.
„Zwei Jahre konnten wir in unserer Hochburg der Lebensfreude aufgrund der Coronapandemie keine Veranstaltungen stattfinden lassen und keine Feste feiern. Jetzt kehrt mit dem Rheinland-Pfalz-Tag das Leben in unsere Stadt zurück, ich könnte mir keinen schöneren Anlass vorstellen“, freute sich Oberbürgermeister Michael Ebling. „Das Programm ist vielfältig, bunt und macht neugierig auf mehr – ganz so wie es zu unserer Stadt passt. Ich bedanke mich bei allen Partnerinnen und Partnern, die den Rheinland-Pfalz-Tag ermöglichen, insbesondere bei der Allgemeinen Zeitung, aber auch bei der Landesregierung und dem Landtag, bei unserem Stadtrat für die Bereitstellung der Mittel und bei den Mainzerinnen und Mainzern für ihre Gestaltung und Unterstützung dieses Festes.“
„Im vergangenen Jahr feierte die Allgemeine Zeitung ihren 75. Geburtstag, in diesem Jahr begeht das Land Rheinland-Pfalz dieses Jubiläum. Unsere gemeinsame Vergangenheit verbindet uns mit der Region, den Menschen und ihren Geschichten, über die wir in unseren Medien täglich berichten. Wir freuen uns darauf, zusammen mit Ihnen das große Landesfest feiern und Sie auf dem ‚Mainz-Platz‘ rund um den Dom begrüßen zu können“, blickt Joachim Liebler, Geschäftsführer der VRM, erwartungsfroh auf den diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag.

Landtag öffnet Türen mit vielfältigem Programm für alle
„75 Jahre Rheinland-Pfalz – das bedeutet auch 75 Jahre Demokratie“, betonte Landtagspräsident Hendrik Hering. „Das Jubiläum ist eine besondere Möglichkeit, unsere Verfassung sowie demokratische Werte zu würdigen und zu festigen. Gleichzeitig ist Krieg in Europa. Wir spüren mehr denn je: Demokratie, Frieden und Freiheit sind nicht selbstverständlich. Der Landtag will deshalb an diesen Tagen im Mai ein zentraler Ort des Austauschs über die aktuellen Herausforderungen sein. Wir wollen die Zeit mit einem vielfältigen Informations- und Kulturangebot für kleine und große Gäste dafür nutzen, die Botschaft von freiheitlichen und demokratischen Werten stark zu machen und zu verbreiten. Schwierige Themen klammern wir nicht aus, sondern integrieren sie in unser Angebot.“
Ein besonderes Highlight für junge Gäste ist der Beitrag von Journalist und YouTuber Mirko Drotschmann, der mit Jugendlichen über den Krieg in der Ukraine sprechen wird. Eine weitere zentrale Rolle spielt der Markt der rheinland-pfälzischen Partnerregionen Burgund-Franche-Comté, Oppeln und Mittelböhmen. „Es war lange nicht mehr so wichtig wie heute, die europäische Freundschaft zu pflegen und weiterzuentwickeln“, erklärte der Landtagspräsident.
Stars, Musik, Entertainment und Tatort-Preview auf der SWR-Bühne

Der SWR kommt mit Stars, Musik, Entertainment und einer „Tatort“-Preview aufs Festgelände rund um die Große Bleiche und den Ernst-Ludwig-Platz am Mainzer Landtag.
Ulla Fiebig, Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz des SWR: „Rheinland-Pfalz ist für den SWR Heimat. Wir sind eng mit dem Land und seinen Menschen verbunden. Wir sind da, wir berichten über das, was hier passiert und was wichtig ist. Wir begleiten in heiteren, ernsten, schönen und auch traurigen Stunden. Das Jubiläum ist nun vor allem ein Anlass zu feiern. Wir laden die Menschen dazu in die Mainzer Innenstadt ein. Und mit vielen Programmen und Angeboten im Hörfunk, Fernsehen und Internet erinnern wir an Ereignisse und Geschichte, wir schauen auf die Menschen, die Kultur und die Entwicklung des Landes. Rheinland-Pfalz ist ein schönes und lebenswertes Bundesland.“ Auftakt auf der SWR Open-Air-Bühne ist die 90-minütige Liveshow „Rheinland-Pfalz feiert!“ mit SWR Big Band, Jupiter Jones und Johnny Logan, die auch im SWR Fernsehen ausgestrahlt wird.

Highlight zum Landesjubiläum ist das SWR3 Open Air mit nationalen und internationalen Top Acts wie Milow, Alvaro Soler und Lost Frequencies. SWR3 Chef Thomas Jung: „Die Musikerinnen und Musiker freuen sich darauf, endlich mal wieder vor Tausenden live zu spielen. Mainz markiert eines der ersten großen Open Airs in Deutschland nach der langen Pandemie-Auszeit. Wir bringen zusammen, was endlich wieder zusammengehört: große Künstler, begeisterte Fans und die beliebte Popwelle SWR3.“ Der Sonntagabend gehört dem Mainzer „Tatort“-Team und der Preview des neuesten Krimis mit Heike Makatsch – die vor Ort sein wird – und Sebastian Blomberg. In der SWR Medienlounge präsentiert sich der SWR an allen drei Tagen mit Shows, Aktionen und Information. Der Eintritt ist jeweils frei. Der SWR begleitet das Jubiläum mit einem umfangreichen Angebot online und in seinen Programmen, um den besonderen Geburtstag des Landes zu würdigen.
Rockland Radio rockt den Bischofsplatz

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der Landesregierung und der Stadt Mainz sowie allen Beteiligten, den Rheinland-Pfalz-Tag und den 75. Geburtstag von Rheinland-Pfalz gebührend feiern zu können. Rockland Radio wird mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm auf dem Bischofsplatz vertreten sein und mit dem großen Rockland Radio Tribute Festival – mit der Musik von Queen, AC/DC und Guns N‘ Roses – die Rockfans begeistern“, sagte Geschäftsführer Steffen Müller.

Rheinland-Pfalz-Tag ist ein Gemeinschaftsprojekt
„Der Rheinland-Pfalz-Tag ist ein großartiges Gemeinschaftsprojekt, das den Zusammenhalt und die Identität unseres Landes stärkt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das Organisationteam von Stadt, Land und den anderen Partnern sei mit seinen Vorbereitungen für das Landesfest im Zeitplan. Selbstverständlich stehe bei allen Planungen die Veranstaltungssicherheit und der Infektionsschutz an vorderster Stelle. „Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir über alle drei Veranstaltungstage mit insgesamt rund 120.000 Besucherinnen und Besuchern.“
Die Ministerpräsidentin dankte den Medienpartnern für das hochkarätige Musik- und Unterhaltungsprogramm, das immer ein besonderer Anziehungspunkt sei. „Mein Dank gilt auch allen Sponsoren, Unterstützern und Mitwirkenden, ohne deren Beitrag oder ehrenamtliches Engagement der Rheinland-Pfalz-Tag nicht möglich wäre.
Ich wünsche uns allen ein tolles Landesfest in Mainz und freue mich auf die Begegnung mit Ihnen“, so die Ministerpräsidentin.

Programm zum Rheinland-Pfalztag

Mehr Informationen unter www.rlp-tag.de

Ministerpräsidentin Malu Dreyer ehrt BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin mit höchster Landesauszeichnung

(v.li.) Die Gründer des Mainzer Impfstoffherstellers BioNTech  Professor Dr. Ugur Sahin und Professor Dr. Özlem Türeci, Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Im Hintergrund die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz und der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. © Foto Diether v. Goddenthow
(v.li.) Die Gründer des Mainzer Impfstoffherstellers BioNTech Professor Dr. Ugur Sahin und Professor Dr. Özlem Türeci, Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Im Hintergrund die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz und der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. © Foto Diether v. Goddenthow

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat Prof. Dr. Özlem Türeci und Prof. Dr. Uğur Şahin, die Gründer des Mainzer Biotechnologie-Unternehmens BioNTech, für ihre bahnbrechende Forschungsarbeit bei der Entwicklung des Impfstoffs mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet.  Das ist die höchste Auszeichnung, die Rheinland-Pfalz zu vergeben hat.

Bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei würdigte die Ministerpräsidentin das Forscherehepaar als echte Vollblutwissenschaftler, deren Ziel es immer gewesen sei, den Menschen ganz konkret zu helfen. „Der Kampf gegen die Menschheitsgeißel Krebs ist ihr gemeinsames Lebensthema. Ihre Vision ist eine Immuntherapie, mit der man die Sterblichkeit von Krebs reduzieren und Heilung erzielen kann. Um die eigene Forschung für die Anwendung nutzbar zu machen, sind sie beide unter die Unternehmensgründer gegangen. Wir zeichnen sie heute aber nicht nur als exzellente Wissenschaftler und sehr erfolgreiche Unternehmer aus, sondern vor allem auch für ihren Mut, ihre Beharrlichkeit und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und zu helfen, wenn ihre Forschung gebraucht wird“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte den Landesverdienstorden an Türeci und Sahin. Dabei würdigte sie das Forscher-Ehepaar in ihrer Laudatio "als von großen Visionen angetriebene Vollblutwissenschaftler", deren Ziel es immer gewesen sei, den Menschen zu helfen. Mit dem Impfstoff hätten die international hoch anerkannten Wissenschaftler "unzählig vielen Menschen das Leben gerettet" und "eine relativ unbeschwerte Gemeinsamkeit" in der Pandemie ermöglicht, sagte die Ministerpräsidentin.© Foto Diether v. Goddenthow
Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte den Landesverdienstorden an Türeci und Sahin. Dabei würdigte sie das Forscher-Ehepaar in ihrer Laudatio „als von großen Visionen angetriebene Vollblutwissenschaftler“, deren Ziel es immer gewesen sei, den Menschen zu helfen. Mit dem Impfstoff hätten die international hoch anerkannten Wissenschaftler „unzählig vielen Menschen das Leben gerettet“ und „eine relativ unbeschwerte Gemeinsamkeit“ in der Pandemie ermöglicht, sagte die Ministerpräsidentin.© Foto Diether v. Goddenthow

Fast auf den Tag genau zwei Jahre sei es her, dass Prof. Dr. Özlem Türeci und Prof. Dr. Uğur Şahin das Projekt „Lightspeed“ auf den Weg brachten zu einem Zeitpunkt, als nur wenige Menschen überhaupt verstanden, was dieses neue Virus bedeuten würde. „Mit der rekordschnellen Entwicklung eines hochwirksamen und sicheren Corona-Impfschutzes haben sie uns den wichtigsten Baustein auf dem Weg aus der Pandemie geliefert. Sie haben damit Millionen Menschen auf der ganzen Welt das Leben gerettet oder sie vor schweren Krankheitsverläufen geschützt“, sagte die Ministerpräsidentin. Ihr Erfolg bringe die hohe wissenschaftliche Exzellenz und das erfolgreiche Unternehmertum, das Rheinland-Pfalz seit vielen Jahren im Bereich der Biotechnologie habe, ins weltweite Rampenlicht. „Diese Stärke wollen wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Bund, Stadt, Unternehmen und Hochschulen ziehen dabei an einem Strang“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer. © Foto Diether v. Goddenthow
Ministerpräsidentin Malu Dreyer. © Foto Diether v. Goddenthow

Prof. Türeci sei eine Forscherin von Weltrang, die beispielsweise als Präsidentin des Executive Boards der Cancer Immunotherapy Plattfom jährlich das größte europäische Spezialistentreffen zur Forschung, Translation und Entwicklung von Krebsimmuntherapien organisiere. Sie könne die beeindruckende Anzahl von mehr als 530 Einzelpatenten in über 70 Patentfamilien vorweisen. „Als Chief Medical Officer bei BioNTech kam ihr Verantwortung zu, die klinischen Studien für den Impfstoff in einer Weise zu konzipieren, dass sie in nie dagewesener Geschwindigkeit durchgeführt werden konnten, ohne dabei Abstriche bei der Gründlichkeit zu machen. Eine wahre Herkulesaufgabe“, so die Ministerpräsidentin.

Im Bereich der Immunologie und der translationalen Forschung sei Prof. Şahin ein international höchst renommierter Wissenschaftler, der insbesondere durch wegweisende wissenschaftliche Forschungsarbeiten zu individualisierten Krebsimmuntherapien essentielle Beiträge für die heutige Spitzenposition der deutschen Wissenschaftslandschaft im Bereich der Identifizierung und Charakterisierung von Zielmolekülen für die personalisierte Behandlung von Krebstumoren leiste. Auch er habe mehr als 60 unabhängige Patente in den Bereichen neue Krebsbiomarker und spezifische therapeutische Plattformen. Unter diesen Patenten befinden sich zukunftsweisende Innovationen, die unter anderem auch den Grundstein für das Unternehmen BioNTech SE legten.

„Ich freue mich sehr, dass ich heute Ihre außergewöhnlichen Verdienste mit der höchsten Landesauszeichnung ehren darf. Ich möchte Ihnen danken für Ihre mutige Initiative, Ihr tiefes Vertrauen in die Wissenschaft und Ihre eigene Forschung. Sie werden sich jetzt wieder verstärkt dem Kampf gegen den Krebs widmen. Wir wünschen Ihnen auch in diesem Feld viel Erfolg, denn viele Menschen warten auch dort auf Zeichen der Hoffnung“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Professorin Dr. Ölzem Türeci, die auch im Namen ihres Mannes Professor Ugur Sahin sprach, versicherte, dass sie sich sehr  geehrt fühlten "diese hohe Auszeichnung entgegennehmen zu dürfen" © Foto Diether v. Goddenthow
Professorin Dr. Ölzem Türeci, die auch im Namen ihres Mannes Professor Ugur Sahin sprach, versicherte, dass sie sich sehr geehrt fühlten „diese hohe Auszeichnung entgegennehmen zu dürfen“ © Foto Diether v. Goddenthow

In ihrer Dankesrede erinnerte Professorin Dr. Özlem Türeci daran, dass sie genau vor 22 Jahren in „diese quirlige Stadt nach Mainz und in dies weltoffene Bundesland“ gekommen seien, und hier beide eine echte Heimat gefunden hätten. Nicht nur privat, sondern auch „für unsere Visionen,  dass wir uns unsere Wissenschaft und unsere Lebenszeit einsetzen möchten“. Sie seien in den letzten Jahre „damit gesegnet gewesen, dass wir uns ein Stückchen näher an unsere Visionen bringen konnten“, so Özlem bescheiden. Dies wäre auch nur möglich gewesen durch ihren Mentor Professor Christoph Huber, ehemaliger Leiter der III. Medizinischen Klinik, Hämatologie und Onkologie der Universität in Mainz, sowie einer Gruppe von Gleichgesinnten und dem guten Forschungsklima hier in Mainz. Sie hätten viel gelernt, unter anderem, dass der richtige Modus Operandi immer der gleiche sei: Nur Gemeinsam und gemeinsames arbeiten. „Und in diesem Sinne wünsche ich mir von uns allen, dass wir das Glas nicht als halbvoll oder als halbleer sehen, sondern als nachfüllbar“, schloss Professorin Türeci ihren in die Zukunft gerichteten Dank.

Verleihung des deutschen Preises für politische Fotografie und Karikatur

"Bestes Foto" (Preis der Bevollmächtigten) 2021: DOCKS Collective © DOCKS Collective  Dernau, 15.07.2021 Rettungskräfte suchen mit Booten nach Überlebenden. Am ersten Tag nach der Ka-tastrophe stand das Wasser noch hoch. Ohne Strom und Mobilempfang konnten Eingeschlossene keine Hilfe rufen. Einige sendeten von ihren Dächern mit Handys und Taschenlampen SOS-Signale in die Nacht.
„Bestes Foto“ (Preis der Bevollmächtigten) 2021: DOCKS Collective © DOCKS Collective
Dernau, 15.07.2021
Rettungskräfte suchen mit Booten nach Überlebenden. Am ersten Tag nach der Ka-tastrophe stand das Wasser noch hoch. Ohne Strom und Mobilempfang konnten Eingeschlossene keine Hilfe rufen. Einige sendeten von ihren Dächern mit Handys und Taschenlampen SOS-Signale in die Nacht.

Das DOCKS Collective und der Karikaturist Heiko Sakurai gewinnen die Rückblende 2021

Die Preisträger der Rückblende 2021 stehen fest: Es sind das DOCKS Collective mit seinen Mitgliedern Fabian Ritter, Arne Piepke, Ingmar Björn Nolting, Maximilian Mann und Aliona Kardash sowie der Karikaturist Heiko Sakurai. Sie konnten die Jury des deutschen Preises für politische Fotografie gemeinsam mit dem Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen überzeugen, der von der Landesvertretung Rheinland-Pfalz und dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V. (BDZV) vergeben wird.

Das DOCKS Collective erhält den mit 7.000 Euro dotierten Preis für das „Beste Foto 2021“ für eine Aufnahme von einem Rettungsboot, das in der Nacht des 15. Juli 2021 nach Überlebenden der Flutkatstrophe in Dernau an der Ahr sucht. Der Preis wird gestiftet von der Jury-Vorsitzenden, Staatssekretärin Heike Raab. Den Karikaturenpreis der deutschen Digitalpublisher und Zeitungen gewinnt Heiko Sakurai für eine Zeichnung, die den Wechsel im Amt des Bundeskanzlers von Angela Merkel zu Olaf Scholz thematisiert. Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld von 5.000 Euro.

Staatssekretärin Heike Raab erklärte: „Wellenbrecher – das Wort des Jahres 2021 bringt die Ereignisse der vergangenen zwölf Monate auf den Punkt. Es steht für das zweite Jahr der COVID-19-Pandemie. Es versinnbildlicht zudem die schreckliche Unwetter­katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Juli 2021. Es gilt aber auch für die Politik und die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag: Nach 16 Jahren endete die Ära Merkel und erstmals übernahm eine Dreier-Koalition die Regierungsgeschäfte.“ Diese Themen dominieren auch die 1.437 Einsendungen zum Wettbewerb. „Mit scharfem Blick und scharfer Feder haben die teilnehmenden Fotografen und Fotografinnen sowie Karikaturisten und Karikaturistinnen die Ereignisse des vergangenen Jahres eingefangen und für das bildhistorische Gedächtnis unserer Republik archiviert.“

Zu den weiteren Gewinnern zählen Christoph Stache, der für die „Beste Serie 2021“ mit einer Leica CL Kamera ausgezeichnet wurde. Die Bilder der Serie “Hochwasser-Katastrophe“ zeigen die Zerstörung in den vom Hochwasser betroffenen Orten Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dernau und Mayschoß sowie Anwohner und Helfer im Einsatz. Den von der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz gestifteten Preis „Das scharfe Sehen“ mit einem Preisgeld von 3.000 Euro gewinnt Pawel Sosnowski für seine Aufnahme der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einem Gemälde von Johannes Vermeer.

1. Preis Karikatur (Der Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen) 2021: Heiko Sakurai © Heiko Sakurai WAZ 25.11.2021 Muttis Rückkehr
1. Preis Karikatur (Der Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen) 2021: Heiko Sakurai © Heiko Sakurai
WAZ 25.11.2021 Muttis Rückkehr

In der Kategorie Karikatur überzeugte Kostas Koufogiorgos mit einem „Querdenker“, der Wasser in der Wüste verweigert. Er erhält den mit 2.000 Euro dotierten „2. Preis Karikatur“. Ioan Cozaku, der unter dem Künstlernamen NEL veröffentlicht, thematisiert in seiner Karikatur „Überflussgesellschaft“ den Klimawandel. Während der Flut auf dem Hausdach sitzend, beklagt ein Paar, dass sich die Natur der Überflussgesellschaft angepasst habe. Ob Wasser, Hitze oder Dürre von allem zu viel. NEL erhält den „3. Preis Karikatur“ und 1.000 Euro. Beide Karikaturenpreise wurden ebenfalls vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V. gestiftet.

Die Jury-Vorsitzende Raab dankte den 222 teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen, den 65 Karikaturistinnen und Karikaturisten sowie allen Partnern der Rückblende. „Mit Ihren Einsendungen und Ihrem Engagement verleihen Sie dem deutschen Preis für politische Fotografie und Karikatur seinen Stellenwert. Gemeinsam geben wir denjenigen eine Bühne, die tagtäglich Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen in unserem Land auch unter Einsatz von Leib und Leben, beispielsweise bei den Corona-Protesten, dokumentieren und Wahrheiten auf den Punkt bringen.“

Auch in diesem Jahr wird die Rückblende-Ausstellung mit den 100 besten Fotos, fünf besten Foto-Serien und 50 besten Karikaturen in einem „Showroom“ auf der Webseite https://rueckblende.rlp.de/  gezeigt. Hier können die Besucherinnen und Besucher bis zum 15. Februar 2022 für ihre Favoriten abstimmen und den beliebten Publikumspreis wählen. Ebenso finden sich auf der Webseite die Tourneedaten für die neun Ausstellungsorte in ganz Deutschland.

Katalog und Internet
Erneut erscheint zur Rückblende ein Katalog. Er zeigt eine Auswahl der zum Wettbewerb eingereichten Fotos und Karikaturen und ist für acht Euro während der Ausstellungen an den Ausstellungsorten erhältlich oder kann über die Webseite der Rückblende (www.rueckblende.rlp.de) bestellt werden.
Wieder werden alle zur Rückblende eingereichten Fotos und Karikaturen im Internet präsentiert. Die rheinland-pfälzische Landesvertretung zeigt den kompletten Wettbewerb der 38. Rückblende im Web. Unter der Adresse www.rueckblende.rlp.de finden Sie die diesjährigen Sieger*innen und alle weiteren Fotos und Zeichnungen des höchstdotierten deutschen Wettbewerbs für Bildjournalismus. Außerdem können Sie zurückblicken auf die Wettbewerbe der letzten 20 Jahre.

Neujahrsempfang 2022 Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Mit Zusammenhalt und Zuversicht ins neue Jahr

Auch in diesem Jahr fand wie schon im Vorjahr der Neujahrsempfang aufgrund von Corona online statt. Das Archivbild zeigt Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit den Schornsteinfegern als Glücksbringern während der Begrüßung der Gäste beim Neujahrsempfang  2020  in der Rheinlandpfälzischen Staatskanzlei. © Diether v. Goddenthow
Auch in diesem Jahr fand wie schon im Vorjahr der Neujahrsempfang aufgrund von Corona online statt. Das Archivbild zeigt Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit den Schornsteinfegern als Glücksbringer während der Begrüßung der Gäste beim Neujahrsempfang 2020 in der Rheinlandpfälzischen Staatskanzlei.Mainz © Diether v. Goddenthow

„Der Zusammenhalt der Menschen hier in Rheinland-Pfalz ist stark, wir können aufeinander zählen. Das gibt mir große Zuversicht, dass wir auch immense Herausforderungen wie die Bekämpfung der Corona-Pandemie und den Wiederaufbau des Ahrtals mit vereinten Kräften schaffen werden.“ Dies betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem digitalen Neujahrsempfang. Neben dem Rückblick stand auch der Ausblick in das neue Jahr im Mittelpunkt, denn 2022 stehen gleich mehrere Jubiläen an. So feiert das Land Rheinland-Pfalz zum Beispiel seinen 75. Geburtstag. Die Ministerpräsidentin würdigte hierbei Rheinland-Pfalz als „Land des starken Zusammenhalts im Herzen Europas“, das seit seinem Bestehen viele Herausforderungen gemeistert habe. Besonders freue sie sich im Zuge der Feierlichkeiten auf den Rheinland-Pfalz-Tag, der vom 20. bis 22. Mai 2022 in Mainz stattfinden wird.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstrich, dass das Jahr 2021 die Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen gestellt habe: „Es war mit der schrecklichen Flutkatastrophe im Ahrtal sowie der fortdauernden Bekämpfung der Corona-Pandemie gewiss eines der schwersten Jahre der deutschen Nachkriegsgeschichte für unser Land, das auch im Leben vieler Menschen tiefe Spuren hinterlässt. Es war ein Jahr, das uns auf vielerlei Weise in Erinnerung bleiben wird“, so die Ministerpräsidentin.

Trotzdem gebe es auch in solch schwierigen Zeiten Zeichen der Hoffnung. „Wir haben beispielsweise mit der Inbetriebnahme der Ahrtalbahn und der Wiederherstellung der Wärmeversorgung von Bad Neuenahr-Ahrweiler wichtige Meilensteine beim Wiederaufbau im Ahrtal erreicht, die Schritt für Schritt mehr Normalität bringen“, so die Ministerpräsidentin. Die Landesregierung sei für den Wiederaufbau weiterhin eng mit Fachleuten, mit den Kommunen und den Menschen vor Ort im Gespräch.

Von dem aktuellen Stand der Aufbauarbeiten berichteten Meike und Dörte Näkel vom renommierten Weingut Meyer-Näkel aus Dernau. Die beiden Schwestern hatten noch in der Flutnacht beschlossen, in der Region zu bleiben und das von der Flut schwer getroffene gemeinsame Weingut wiederaufzubauen. Weiterhin war die Sängerin Alexandra Tschida aus Ahrweiler zu Gast, die mit ihrer Familie weiter in ihrem im Untergeschoss zerstörten Haus lebt und dort Gesangsunterricht gibt. Die Ministerpräsidentin würdigte in diesem Zusammenhang die große Solidarität aus dem In- und Ausland, die die Menschen in der betroffenen Region erfahren haben. „Die Helfer und Helferinnen kommen teils seit Monaten in das Ahrtal, um mit Schaufeln, Werkzeugen oder einfach einem offenen Ohr Hilfe zu leisten, wo diese am dringendsten benötigt wird. Von Herzen möchte ich allen Helfern und Helferinnen Danke sagen!“

Das zweite zentrale Thema in 2021 war die andauernde Corona-Pandemie. „Seit fast zwei Jahren fordert uns die Pandemie. Noch immer sind Einschränkungen in unserem sozialen, gesellschaftlichen und beruflichen Leben notwendig, um die Verbreitung des hochinfektiösen Virus zu verhindern.“ Die aktuelle Corona-Lage sei weiterhin ernst: „Wir tun in Rheinland-Pfalz alles dafür, um die erneute Welle zu brechen und einen Kollaps unseres Gesundheitssystems zu verhindern“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Mit Blick auf die neu gewählte rheinland-pfälzische Ampelkoalition betonte die Ministerpräsidentin: „Gemeinsam setzen wir fort, woran die Regierungskoalition schon seit Jahren mit Nachdruck und Engagement arbeitet. Denn die Politik der kommenden Jahre wird darüber entscheiden, ob wir auch in Zukunft in einem liebenswerten Rheinland-Pfalz leben werden. Wir wollen aus dem Umbruch einen Aufbruch machen und stehen für eine Politik der Nachhaltigkeit, die Ökologie, wirtschaftliche Stärke und soziale Gerechtigkeit zusammendenkt.“ Ein wichtiger Schwerpunkt der Regierung liege dabei weiterhin auf der Bildung: „Mehr als ein Viertel unseres Haushalts fließt in unsere Kitas, Schulen und Hochschulen. Wir haben das modernste Kita-Gesetz in Deutschland geschaffen und unsere Hochschullandschaft zukunftsfest gemacht.“

Darüber hinaus sei auch die Weiterentwicklung des Industriestandortes ein zentrales Anliegen der Landesregierung. „Rheinland-Pfalz ist ein bedeutender Industriestandort, wichtige Schlüssel zur Überwindung der Pandemie kommen aus unserem Land. Wir machen Industriepolitik mit Zukunft. So ist es uns gelungen, eine große Batteriezellfabrik nach Kaiserslautern zu holen. Um den Strukturwandel nachhaltig erfolgreich im Sinne der Menschen zu meistern, formulieren wir unsere Ziele noch ehrgeiziger und machen noch mehr Tempo.“

In diesem Jahr besteht seit nunmehr 40 Jahren die Partnerschaft mit dem afrikanischen Land Ruanda. Diese Partnerschaft ist laut Ministerpräsidentin Malu Dreyer ein mittlerweile international anerkanntes Modell einer bürgernahen, dezentralen und effizienten Entwicklungszusammenarbeit. Von den kulturellen Highlights im Jubiläumsjahr berichteten Dr. Heike Otto, Generaldirektorin der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz sowie Laurent Vieille, Leiter des Haus Burgund in Mainz. Die Partnerschaft mit der Region Burgund-Franche-Comté feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum.

Am Neujahrsempfang, der aufgrund der Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge digital stattfand, waren Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik, aus dem diplomatischen und konsularischen Corps, aus dem sozialen Bereich und Verbänden, Glaubensgemeinschaften, der Kultur oder dem Sport zugeschaltet. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gersi Gega, Leiter der Geschäftsentwicklung bei ZDF Digital. Die musikalische Begleitung erfolgte durch den LandesJugendChor Rheinland-Pfalz und das „Jazz-Ensemble Willkür“, Musikstipendiaten der ZIRP in Zusammenarbeit mit der Landesstiftung Villa Musica.

Carl-Zuckmayer-Medaille 2022 geht an Rafik Schami, Brückenbauer zwischen den Kulturen

Foto:  Diether v Goddenthow
Foto: Diether v Goddenthow

Er ist ein leidenschaftlicher Geschichtenerzähler, der wortstark für Demokratie und Menschenrechte eintritt und Brücken zwischen den Kulturen baut. Für seine Verdienste um die deutsche Sprache zeichnet Ministerpräsidentin Malu Dreyer den deutsch-syrischen Autor Rafik Schami am 18. Januar 2022 mit der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes aus. „Mit seinen Geschichten und Erzählungen voller Weisheit, Humor und Melancholie begeistert Rafik Schami ein Millionenpublikum. Durch seine Verknüpfung mit der arabischen Erzähltradition hat er die deutsche Literatur wunderbar bereichert. Längst gehört er zu den wichtigsten deutschen Schriftstellern der Gegenwart, der auch mit seiner klaren gesellschaftspolitischen Haltung überzeugt“, begründete die Ministerpräsidentin ihre Entscheidung, die sie aufgrund des eindeutigen Votums einer Fachkommission getroffen hat.

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren und wanderte als Oppositioneller 1970 über den Libanon nach Deutschland aus. Ursprünglich studierte er Chemie, wurde nach seiner Promotion jedoch Schriftsteller und lebt als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren in der Pfalz. Sein umfangreiches Werk besteht aus Märchen, Romanen, Essays und Erzählungen und wurde in 34 Sprachen übersetzt.

„Die Bücher von Rafik Schami bringen uns die arabischen Lebens- und Gedankenwelten näher, sie lassen uns träumen und in fremde Welten eintauchen. Seine Geschichten berühren, sie sind aber auch ein klares Statement gegen jede Form von Unterdrückung und Gewalt. Folgerichtig ist seine Arbeit als Brückenbauer nicht nur auf die Literatur beschränkt, sondern er engagiert sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Gewalt“, sagte die Ministerpräsidentin. So setze er sich seit vielen Jahren für die Aussöhnung zwischen Palästinensern und Israelis ein oder habe den Verein Schams gegründet, der syrische Kinder und Jugendlichen unterstützt.

„Rafik Schami hat das gleiche Lebensalter wie unser Land Rheinland-Pfalz, das im kommenden Jahr seinen 75. Geburtstag feiert. Gerade im Jubiläumsjahr ist er ein wunderbarer Preisträger. Mit seiner literarischen Arbeit und mit seinem Engagement für Frieden, Freiheit und Menschenrechte steht er für das, was Rheinland-Pfalz ausmacht. Ich freue mich sehr auf die Preisverleihung“, so die Ministerpräsidentin.

Die Carl-Zuckmayer-Medaille wird vom Land Rheinland-Pfalz seit 1979 jährlich, am 18. Januar, dem Todestag Carl Zuckmayers, an Persönlichkeiten vergeben, die sich um die deutsche Sprache in besonderer Weise verdient gemacht haben. Die Verdienste des Preisträgers werden mit einer individuell gestalteten Kulturveranstaltung im Mainzer Staatstheater gewürdigt. Zu dem Preis gehört eine vom Künstler Otto Kallenbach geschaffene Medaille sowie ein 30-Liter-Fass Nackenheimer Wein, dem Lieblingswein Carl Zuckmayers.

Trägerinnen und Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille sind:

Günther Fleckenstein (1979), Werner Hinz (1980), Georg Hensel (1982), Friedrich Dürrenmatt (1984), Ludwig Harig (1985), Dolf Sternberger (1986), Tankred Dorst (1987), Günter Strack (1988), Hanns Dieter Hüsch (1989), Martin Walser, Adolf Muschg, André Weckmann (1990), Albrecht Schöne (1991), Hilde Domin (1992), Hans Sahl (1993), Fred Oberhauser (1994), Grete Weil (1995), Mario Adorf (1996), Katharina Thalbach (1997), Harald Weinrich (1998), Eva-Maria Hagen (1999), Peter Rühmkorf (2000), Mirjam Pressler (2001), Herta Müller (2002), Monika Maron, Wolf von Lojewski (2003), Edgar Reitz (2004), Thomas Brussig (2005), Armin Mueller-Stahl (2006), Udo Lindenberg (2007), Bodo Kirchhoff (2008), Volker Schlöndorff (2009), Emine Sevgi Özdamar (2010), Hans Werner Kilz (2011), Uwe Timm (2012), Doris Dörrie (2013), Dieter Kühn (2014), Bruno Ganz (2015), Sven Regener (2016), Joachim Meyerhoff (2017), Yoko Tawada (2018), Robert Menasse (2019), Maren Kroymann (2020), Nora Gomringer (2021).

Rheinland-Pfalz – 18. Landesweiter Ehrenamtstag am 29.08.21 in Bad Kreuznach geplant

Rheinland-Pfalz feiert das Ehrenamt in Bad Kreuznach – Bewerbungsverfahren für Ehrenamtstag startet

Der 18. Landesweite Ehrenamtstag findet auf Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 29. August 2021 in Bad Kreuznach statt. Er ist die zentrale Veranstaltung, um den 1,7 Millionen ehrenamtlich Engagierten in Rheinland-Pfalz Danke zu sagen. Gemeinsam von der Staatskanzlei und der Stadt Bad Kreuznach wird er unter Mitwirkung der beiden landesweiten Rundfunksender SWR und RPR1. veranstaltet. „Mit stabil sinkenden Inzidenzen und immer mehr geimpften Menschen gehen wir in Rheinland-Pfalz mit vorsichtigen Öffnungsschritten einem schönen Sommer entgegen. Die gute Ausgangslage stimmt uns zuversichtlich, dass wir den Ehrenamtstag in diesem Jahr wieder live und mit persönlichen Begegnungen feiern können“, so die Ministerpräsidentin. Sie sei stolz darauf, wie solidarisch sich die Menschen in der Krise verhalten und sich für andere engagierten. Rheinland-Pfalz sei das Land des Ehrenamtes, das habe sich in der Pandemie besonders gezeigt. Deshalb liege ihr diese Veranstaltung und die Unterstützung des Ehrenamtes ganz besonders am Herzen.

„Ich freue mich, dass wir wieder Gastgeberin einer großen Landesveranstaltung sein dürfen.“ Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer erinnert an das schöne große Fest „Rheinland-Pfalz-Tag“ 2009 in Bad Kreuznach. Sie ist zuversichtlich, dass vor dem Hintergrund der rückläufigen Corona-Inzidenz-Zahlen am 29. August live und mit vielen Gästen aus dem ganzen Land gefeiert werden kann. „Wir freuen uns, das große ehrenamtliche Engagement unserer Bürger und Bürgerinnen präsentieren zu können.“

Sofern es das Infektionsgeschehen Ende August zulässt, wird der Ehrenamtstag als Freiluftveranstaltung in der Bad Kreuznacher Innenstadt rund um die historischen Nahebrückenhäuser durchgeführt. Dafür wird das Festgelände nur mit Registrierung zugänglich sein. Das Hygienekonzept wird an die dann geltenden Regelungen angepasst.

Mittelpunkt des Ehrenamtstages ist auch in diesem Jahr der „Marktplatz Ehrenamt“, auf den Organisationen, Projekte, Einrichtungen und Initiativen aus ganz Rheinland-Pfalz ihr Engagement präsentieren und sich austauschen können. Die thematische Bandbreite reicht von Sport, Kultur, Gesundheit und Selbsthilfe über Natur, Umwelt und Tierschutz bis zu Soziales, Kinder, Jugend- und Demokratiebildung oder Flucht und Asyl. Auch die Hilfs- und Rettungsorganisationen können sich am Ehrenamtstag präsentieren.

Ebenso haben „ehrenamtliche Kulturgruppen“ die Gelegenheit, sich und ihr Engagement auf der gemeinsamen Bühne von RPR1. und Land Rheinland-Pfalz zu präsentieren. Ob Tanzgruppe, Chor und Musikverein, Turn- oder Kampfsportverein: „ehrenamtliche Kulturgruppen“ können sich wie Interessierte für den „Marktplatz Ehrenamt“ ab sofort online bewerben. Das Bewerbungsverfahren endet am 9. Juli 2021. Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.wir-tun-was.rlp.de.

Corona-Pandemie Rheinland-Pfalz: Mehr Sport, Kultur und Freizeit – Öffnungsschritte ab dem 18. Juni

perspektivenplan-covid-lockerungen-rlp-09-06-21Dreyer/Dr. Hubig/Binz: Familien schöne Ferien ermöglichen – Kinder und Jugendliche stärken
„Wir alle sind sehr froh darüber, dass die Inzidenzen deutlich sinken. Unsere nächste Zwischenetappe werden die anstehenden Sommerferien sein. In Rheinland-Pfalz liegt die landesweite 7-Tage-Inzidenz mittlerweile stabil unter 30; gestern hatte nur noch eine Kommune eine Inzidenz über 50. Das Senken der Infektionszahlen war unser Ziel und das haben wir erreicht. Wichtig ist aber weiterhin, das Infektionsgeschehen mit einer klugen Öffnungsstrategie zu senken“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Daher habe der Ministerrat in seiner gestrigen Sitzung den Perspektivplan Rheinland-Pfalz mit zwei neuen Stufen fortgeschrieben und weitere Öffnungsschritte beschlossen.

„Dieser Plan wird uns über die Sommermonate begleiten. Die Pandemie hat den Kindern, Jugendlichen und Familien besonders viel abverlangt. Wir wollen ihnen abwechslungsreiche Sommerferien ermöglichen, denn sie haben lange zurückstecken müssen. Sie sollen nach den herausfordernden Monaten die Ferien genießen und sich entspannen und erholen können“, so die Ministerpräsidentin. Daher habe ihr Kabinett sich neben dem Perspektivplan auch ausführlich damit beschäftigt, wie Familien und Kinder entlastet sowie unterstützt werden können. „Dabei stand zum einen im Vordergrund, Kindern und Jugendlichen schöne Ferien zu ermöglichen. Zum anderen schaffen wir Angebote, um Wissen aufzuholen und Kinder und Jugendlichen zu stärken“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Das Aktionsprogramm werde im Wesentlichen aus dem Corona-Aufholprogramm des Bundes und aus Landesmitteln finanziert. Allein in diesem Jahr werden wir 80 Millionen Euro Landesmittel bereitstellen, das sind aufgrund der Pandemie 17 Millionen Euro mehr als 2020. Dazu kommen in diesem Jahr 21 Millionen Euro und im nächsten Jahr 43 Millionen Euro an Bundesmitteln hinzu.

Mehr Sport, Kultur und Freizeit – Öffnungsschritte ab dem 18. Juni

„Wir konnten aufgrund der guten Ausgangslage zum 2. Juni planmäßig in die dritte Stufe unseres ‚Perspektivplans Rheinland-Pfalz‘ einsteigen und sogar umfangreichere Öffnungsschritte vornehmen als zunächst geplant. Nach unserem gestrigen Gespräch mit dem ‚Bündnis für Sicheres Öffnen‘ gehen wir nun weitere Schritte voran“, so die Ministerpräsidentin. Die nächste Corona-Bekämpfungsverordnung werde derzeit erarbeitet und soll zum 18. Juni – zwei Tage früher als geplant – in Kraft treten. Dann sind zunächst folgende Öffnungsschritte vorgesehen:

  • Öffnung des Innenbereichs von Freizeiteinrichtungen (z.B. Indoorminigolf, Indoorspielplätze) mit Test und Personenbeschränkung.
  • Private Veranstaltungen bei einer Inzidenz unter 100: Diese sind innen und außen auch in gemieteten Räumen mit max. 25 Personen möglich, bei privaten Veranstaltungen im Innenbereich besteht Testpflicht, Geimpfte und Genesene werden nicht einberechnet.
  • Private Veranstaltungen bei einer Inzidenz unter 50: Diese sind ausschließlich im Freien mit bis zu 50 Personen möglich. Geimpfte und Genesene werden nicht einberechnet.
  • Ausübung von Sport/Kultur bei einer Inzidenz unter 100: 30 teilnehmende Personen sind im Freien gestattet.
  • Ausübung von Sport/Kultur bei einer Inzidenz unter 50: Außen sind 50 teilnehmende Personen ohne Test gestattet. Im Innenbereich gilt dies für 20 Personen mit Test, für Kinder bis einschließlich 14 Jahre entfällt drinnen die Testpflicht.
  • Veranstaltungen im Kultur/Sportbereich bei einer Inzidenz unter 100: Veranstaltungen können mit 250 Zuschauern außen ohne Test stattfinden.
  • Veranstaltungen im Kultur/Sportbereich bei einer Inzidenz unter 50: Im Innenbereich sind 250 Gäste mit Test zugelassen, für den Außenbereich gilt: 500 Zuschauer können eine entsprechende Veranstaltung besuchen.
  • Zuschauer im Amateursport sind in selber Anzahl wie im Profisport wieder zugelassen.
  • Auftrittsbetrieb mit Zuschauern in der Laienkultur ist in selber Anzahl wie in öffentlichen und gewerblichen Kultureinrichtungen wieder möglich.
  • Hallen- und Spaßbäder sowie Thermen öffnen mit vorzuhaltendem Hygienekonzept, Test und 50 Prozent Kapazitätsbegrenzung.
  • Öffnung aller Campingplätze und deren Gemeinschaftseinrichtungen wird wieder gestattet. Bei gastronomischen Angeboten, Sport oder Wellness gelten die entsprechenden Regelungen.
  • Kantinen können für Betriebsangehörige ohne Test öffnen.
  • Jugendfreizeiten sind mit Übernachtung möglich.

Mehr Kontakte auch bei privaten Feiern möglich – Öffnungsschritte ab dem 2. Juli

In einem weiteren Schritt sind zusätzliche Lockerungen ab Freitag, 2. Juli, geplant:

  • Weitere Lockerung der Kontaktbeschränkung auf max. zehn Personen aus verschiedenen Hausständen.
  • Privatveranstaltungen (Hochzeiten, Geburtstage, etc.) bei einer Inzidenz unter 100: Private Veranstaltungen Innen und Außen in gemieteten Räumen sind mit 75 Personen wieder möglich. Im Innenbereich gilt die Testpflicht. Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.
  • Privatveranstaltungen bei einer Inzidenz unter 50: Außen können bis zu 100 Personen zusammen feiern. Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.
  • Fachmessen, Spezialmärkte, Flohmärkte (auch mit Kirmeselementen) sind unter Auflagen wieder möglich.
  • Kultur- und Sportveranstaltungen können innen wieder mit 350 Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden. Es gilt die Testpflicht. Für den Außenbereich sind weiterhin bis zu 500 Gäste zugelassen.
  • Busreisen und Schiffsreisen sind mit Maske, Test und maximal 50 Prozent Belegung wieder möglich.
  • Die Personenbegrenzung (z.B. Einzelhandel) wird gelockert: es gilt nunmehr überall eine Person je 10 qm, die strengere Regelung bei Flächen ab 801 qm entfällt.

„Unsere nächsten Schritte sind mutig und umsichtig zugleich. Für den September wollen wir versuchen, bundesweit einheitliche Kriterien für große Veranstaltungen zu vereinbaren“, so die Ministerpräsidentin.

Aktionsprogramm der Landesregierung für Ferienspaß und Bildungsgerechtigkeit

Sie sei sehr froh darüber, dass sich Rheinland-Pfalz vorsichtig, aber konsequent zurück in die Normalität bewege, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Dabei nehmen wir jetzt vor allem die anstehenden Sommerferien mit entsprechenden Freizeitaktivitäten gerade auch für Kinder, Jugendliche und Familien in den Blick. Wir stärken die Kinder- und Jugendfreizeiten sowie die Ferienbetreuungsangebote und bauen die Ferienangebote für einkommensschwache Familien aus“, so die Ministerpräsidentin.

Die Pandemie habe jene jungen Menschen besonders hart getroffen, die schon zuvor sozial benachteiligt waren. „Das Aktionsprogramm, das die rheinland-pfälzische Landesregierung nun umsetzen wird, ist ein zentraler Baustein, um Kinder zu stärken, auch auf ihrem Bildungsweg“, sagte die Ministerpräsidentin. Neben dem Familiensommer rufe die Landesregierung deshalb weitere Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in den Jahren 2021/2022 ins Leben. „Die Pandemie hat das Lernen im Klassenzimmer, den Austausch mit Gleichaltrigen und Sport, Spiel und Bewegung deutlich eingeschränkt. Wir wollen mit unserem Aktionsprogramm erreichen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche nach seinem Bedarf gefördert wird“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Lern- und Unterstützungsangebote in und außerhalb der Schule

Damit alle Schülerinnen und Schüler die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, setzt das Bildungsministerium in und außerhalb der Schulen auf ein breites Maßnahmenpaket. Das Konzept knüpft dabei an bestehende Strukturen an und schafft darüber hinaus vielfältige neue Lern- und Unterstützungsangebote.

Bereits im vergangenen Jahr wurde zum Ausgleich der Pandemie-Folgen eine nachhaltig angelegte und zielgerichtete Förderung angegangen. Dafür werden erhebliche Mittel bereitgestellt: 2020 standen für die unterschiedlichen Programme über 60 Millionen Euro bereit. Zur Bewältigung der Corona-Pandemie steigen die Mittel 2021 nochmals um rund 17 Millionen Euro. Zusätzlich entfallen aus dem Aktionsprogramm des Bundes auf Rheinland-Pfalz Mittel in Höhe von voraussichtlich rund 63 Millionen Euro für Maßnahmen innerhalb und außerhalb der Schulen.

„Der Familiensommer macht nicht nur spannende und wichtige Lernangebote, sondern bietet Kindern und Jugendlichen auch viel Spaß, Sport und Erlebnisse für unbeschwerte Sommertage. Kinder dürfen nicht zu den Verlierern dieser Pandemie werden. Präsenzunterricht muss deshalb jetzt ganz klar Priorität haben. Die Nachwirkungen dieser Krise werden uns aber noch lange begleiten. Wir nutzen jeden Tag und jede Möglichkeit, um die Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung zu unterstützen – mit möglichst viel Präsenzunterricht, mit individueller Lernunterstützung von unterschiedlicher Seite, mit Angeboten, die den sozialen Zusammenhalt und das Miteinander stärken und mit erheblich mehr finanziellen Mitteln. Wir müssen alle Schülerinnen und Schüler mitnehmen, weil wir es uns als Gesellschaft nicht leisten können, jemanden zurückzulassen. Mehr Chancen und Bildungsgerechtigkeit müssen jetzt auf allen To-Do-Listen ganz oben stehen“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Auch im Jahr 2021 soll es eine Sommerschule in den großen Ferien geben, außerdem werden mit den zusätzlichen Mitteln etwa die Angebote der Feriensprachkurse für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Sprachförderbedarf deutlich ausgeweitet und die qualifizierte Hausaufgabenhilfe gestärkt. In Kooperation mit den Volkshochschulen werden Schülerinnen und Schülern additive Lernangebote gemacht. Alleine dafür stehen in diesem Jahr erstmalig Landesmittel in Höhe von 1 Million Euro zur Verfügung.

Bei der Bewältigung der Corona-Folgen geht es aber nicht nur um das Nachholen von Lernstoff, es geht auch um das Miteinander, um soziales Erfahren und die seelische Nachsorge. Das Pädagogische Landesinstitut arbeitet daran, die Schulgemeinschaften weiter zu stärken. Auch die Schulsozialarbeit leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und erfährt einen Mittelaufwuchs um eine Million auf mehr als 10 Millionen Euro in 2021. Ebenso wird der Freiwilligendienst an Ganztagsschulen gestärkt, 1.500 FSJ-Stellen können künftig finanziert werden. Um Bildung und Betreuung vor Ort auch angesichts der Pandemie flexibel sichern zu können, steigen die Mittel für Vertretungskräfte im sogenannten PES-Projekt (Personalmanagement im Rahmen Erweiterter Selbstständigkeit von Schulen) um 6 Millionen Euro.

Familiensommer 2021 für Familien, Kinder und Jugendliche

Das Programm des Jugend- und Familienministeriums hat zum Ziel, dass Kinder, Jugendliche und Familien jenseits ihres Alltages eine schöne Ferienzeit miteinander und mit anderen Kindern und Jugendlichen verbringen können.

„Die Politik und Gesellschaft hat unglaublich viel von Kindern, Jugendlichen und Familien gefordert und abverlangt. Sie haben sich alle nach Kräften mit den Begrenzungen, dem Verzicht auf persönliche Begegnungen, Freizeit und Sport arrangiert; sie haben neue Formen der digitalen Kontakte entdeckt, aber das ersetzt natürlich nicht gemeinsames Spielen und Aufwachsen,“ erklärte Jugend- und Familienministerin Katharina Binz. „Jetzt ist es an uns, ihnen, den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien eine Auszeit zu ermöglichen.“

Das Programm des Jugend- und Familienministeriums besteht aus drei Bausteinen. Zum einen bieten die rund 100 anerkannten Familieninstitutionen in Rheinland-Pfalz Angebote für Familien in den Ferienzeiten. Dafür können die Institutionen einen Förderantrag für die Sommerferien in Höhe von bis zu 5.000 Euro stellen. Insgesamt wurden für die diesjährigen Oster-, Pfingst- und Sommerferien 350.000 Euro zusätzlich bereitgestellt. Damit können beispielsweise Tagesausflüge für Familien organisiert werden oder Angebote in den Bereichen Erlebnis, Natur, Theater oder auch Handwerk gemacht werden.

Der zweite Baustein betrifft die Jugendfreizeiten. Hier fördert das Jugend- und Familienministerium – in normalen Jahren – jährlich rund 3.400 soziale Bildungsmaßnahmen mit etwa 100.000 teilnehmenden jungen Menschen. Viele der Jugendfreizeiten waren 2020 unter den Bedingungen der Pandemie nicht möglich. Obwohl das Jugend- und Familienministerium bereits im vergangenen Jahr mit Landesmitteln die Förderung deutlich verbessert hat, gab es einen drastischen Einbruch der Angebote: Die Zahl der Maßnahmen hat sich mehr als halbiert (1.570) und wir haben nur noch weniger als ein Drittel der jungen Menschen (rund 30.000) erreicht. „Unser Ziel muss sein, trotz der geltenden Einschränkungen der Pandemie, wieder mehr Jugendfreizeiten anbieten zu können. Ich freue mich, dass mit den Mitteln des Bundes die Förderung, insbesondere für Maßnahmen für junge Menschen aus einkommensschwachen Familien, junge Menschen mit Behinderung und junge Arbeitslose weiter deutlich verbessert wird,“ sagte Jugendministerin Katharina Binz. Auf der vom Jugend- und Familienministerium geförderten Ferienbörse, wwww.ferienboerse-rlp.de finden Eltern und Jugendliche Angebote für Ferienfreizeiten.

Der dritte Baustein ist der Landeszuschuss für Familien in Jugendherbergen oder Familienferienstätten. Familien mit geringem Einkommen können Ferien in familienfreundlichen Jugendherbergen, in Familienferienstätten und familiengeeigneten Winzer- und Bauernhöfen machen. Hierfür stehen 2021 bis zu 600.000 Euro zur Verfügung.

Das Schaubild zur Fortschreibung des Perspektivplans RLP finden sie unter https://corona.rlp.de/fileadmin/rlp-stk/pdf-Dateien/Corona/Fortschreibung_Perspektivplan_RLP_09062021.pdf.

Kultursommer Rheinland-Pfalz in Zweibrücken eröffnet

Logo-ZukunftKuso-highMinisterpräsidentin Malu Dreyer hat gemeinsam mit Kulturministerin Katharina Binz in Zweibrücken den 30. Kultursommer Rheinland-Pfalz offiziell eröffnet. „Wir alle haben das Kulturerlebnis schmerzlich vermisst und freuen uns umso mehr, dass die Fortschritte in der Pandemiebekämpfung einen vorsichtigen Start in den Kultursommer möglich machen. In den vergangenen Monaten hat die Kulturszene sehr gelitten und es wird Zeit, dass sie sich erholen und endlich wieder stattfinden kann“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Eröffnung.

Es fehlten nicht nur das Miteinander und der Applaus, sondern Auftritte, Engagement und Einnahmen. Die Pandemie habe sehr deutlich den unschätzbaren Wert der Kultur deutlich gemacht. „Wir wollen auch weiterhin eine kraftvolle und kreative Kulturlandschaft in unserem Land, die nicht nur unterhält, sondern uns beflügelt, uns träumen lässt, die Widerspruch provoziert und uns anspornt, unser Leben besser zu machen“, sagte die Ministerpräsidentin. Auch als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur sei sie sehr stolz auf den Kultursommer, der in den vergangenen 30 Jahren überall im Land kulturelle Vielfalt von hoher Qualität möglich gemacht habe. Sie dankte allen Beteiligten und insbesondere der anwesenden früheren Kulturministerin Rose Götte, die den Kultursommer aus der Taufe gehoben und in den Anfangsjahren in Schwung gebracht habe.

Das Motto des Kultursommers „Nordlichter“ galt bereits für das ausgefallene Jahr 2020 und wurde in diesem Jahr erneut gewählt. „Das Motto bietet die Chance, die Kunst- und Kulturszene nordeuropäischer Länder zu erkunden und neben großen Namen und Klassikern auch (noch) weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler zu entdecken“, sagte Kulturministerin Katharina Binz.

„Auch wenn wir diese Eröffnung in diesem Jahr Kulturinteressierte nicht so groß feiern können, wie wir es gewohnt waren, bin ich froh, dass auch viele per Live-Stream dabei sein können“, so Kulturministerin Katharina Binz, die den Blick nach vorne richtet. „Als neue Kulturministerin will ich mit meinem Haus die Kulturszene bestmöglich unterstützen und dort helfen, wo die Folgen der Pandemie am schmerzhaftesten spürbar sind, um sie aus der Krise herauszubekommen. Gemeinsam möchte ich diese für unsere Gesellschaft so wichtige Kulturszene widerstandsfähiger gegen Krisen machen. Damit sie uns alle auch in Zukunft weiterhin in Kopf und Herz berühren kann“, so Binz.

Zur Eröffnungsveranstaltung des Kultursommers 2021 waren 100 Gäste aus Kultur und Politik in der Festhalle Zweibrücken, außerdem gab es einen Livestream, der für zwei Wochen unter https://youtu.be/vG96zadN0Lo abrufbar ist.

In den nächsten Monaten gibt es zahlreiche Veranstaltungen rund um den Kultursommer und das Thema „Nordlichter“. Welche genau und vor allem wo diese stattfinden, ist zu finden unter:

www.kultursommer.de .

weitere Informationen:

Gastspielförderung für Kultursommer Rheinland-Pfalz 2021
Kinder- und Jugendtheaterfestival Rheinland-Pfalz