Kategorie-Archiv: youth days bei exground

31. exground filmfest startet am 16.11.2018 mit 180 Filmen aus 42 Ländern – Fokus: Philippinen

exgroundlogoMit 180 Filmen aus 42 Ländern, darunter 58 Premieren, und zahlreichen Geld- und Sachpreisen im Wert von 20.000 EUR startet das 31. exground filmfest vom 16. bis 25. November 2018  in Wiesbaden.  Parallel zum Filmprogramm öffnen die Wiesbadener Spielstätten Caligari FilmBühne, Murnau-Filmtheater und der Kulturpalast ihre Pforten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Konzerten, Panels und Partys

Schwerpunktthema sind die Philippinen.

Beim heutigen Pressegespräch stellten Festivalleiterin Andrea Wink gemeinsam mit exground-Youth-days-Kurator Gerald Pucher in Beisein von Jörg-Uwe Funk, Kulturamtsleiter, Ministerialdirigent Eric Seng, Abteilungsleiter Kunst und Kultur im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, sowie Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, den Länderschwerpunkt und weitere Highlights des international bekannten  Wiesbadener Filmfestes vor.

From the dark Depths © exground filmfest
From the dark Depths © exground filmfest

Andrea Wink machte gleich zu Beginn des Pressegesprächs darauf aufmerksam, dass anlässlich des Länderschwerpunktes heute Abend im Nassauischen Kunstverein die Ausstellung „PARADISE LOST“ der philippinischen Künstlerinnen Martha Atienza, Raffy Lerma und Kiri Dalena eröffnet wird. Sie runde das filmische Fokusprogramm ab, bei dem traditionsreiche Filmkunst auf Regimekritik trifft. Mit insgesamt 21 Lang- und Kurzfilmen, darunter je sechs Europa- und Deutschlandpremieren, werden ein breiter Einblick in das traditionsreiche philippinische Film- und Kulturschaffen gewährt und die aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurse des Landes abseits des offiziell propagierten staatlichen Selbstverständnisses dokumentiert.

Zu sehen sind Werke international gefeierter Regisseure wie Lav Diaz, Khavn De La Cruz und Jet Leyco sowie die von aufstrebenden Regietalenten, allesamt mit englischen und deutschen Untertiteln. Einige Filme laufen darüber hinaus im Nachspiel in Frankfurt am Main und Darmstadt. Einen breiteren Diskussionsrahmen zur kulturellen und politischen Entwicklung des südostasiatischen Inselstaates bieten zwei Ausstellungen sowie zwei hochkarätig besetzte Panel und ein Vortrag zu den Themen 100 Jahre philippinisches Filmschaffen und die Lage der Menschenrechte.

Auf den Philippinen gäbe es, was kaum jemand hierzulande wüsste, zahlreiche Filmfestivals, so die Festivalleiterin weiter. „Mithilfe unseres Mitarbeiters auf den Philippinen, dem Kurator Axel Estein“, habe das „exground filmfest jene künstlerisch und gesellschaftspolitisch bemerkenswerten Beiträge entdeckt, die mutig Stellung beziehen zu aktuellen Themen wie Zensur, Unterdrückung und Korruption“, so Andrea Wink. Es sei vor allem dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie der National Commission for Culture and the Arts (NCCA) und der Film Development Commission of the Philippines (FDCP), zu verdanken, durch deren Unterstützung der Länderschwerpunkt Philippinen überhaupt erst ermöglicht wurde, sagte die Festivalleiterin.

Programm Fokus Philippinen

Auch in diesem Jahr sponsert ESWE mit kostenfeier Werbung in ihren Bussen und Außenwerbung das Filmfest. v.li.n.r.: Jörg-Uwe Funk, Kulturamtsleiter, Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Festivalleiterin Andrea Wink, Eric Seng, Abteilungsleiter Kunst und Kultur im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Gerald Pucher, exground-Youth-days-Kurator. © Foto: Diether v. Goddenthow
Auch in diesem Jahr sponsert ESWE mit kostenfeier Werbung in ihren Bussen und Außenwerbung das Filmfest. v.li.n.r.: Jörg-Uwe Funk, Kulturamtsleiter, Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Festivalleiterin Andrea Wink, Eric Seng, Abteilungsleiter Kunst und Kultur im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Gerald Pucher, exground-Youth-days-Kurator. © Foto: Diether v. Goddenthow

Weitere Programm-Highlights: Statement gegen Rassismus, Beziehungsstress in L.A. & Komödien aus Frankreich und Österreich

In der Reihe „American Independents“ ist das preisgekrönte Drama MONSTERS AND MEN (Spezial-Jurypreis beim Sundance Film Festival) von Reinaldo Marcus Green als Deutschland-Premiere zu sehen. Ein weißer Polizist erschießt einen Afroamerikaner in Brooklyn. Green inszeniert die Folgen der Tat aus der Perspektive von drei Menschen: dem Augenzeugen Manny, einem afroamerikanischen Polizisten und einem Highschool-Basketballstar. Das intensive Schauspiel von Anthony Ramos (A STAR IS BORN), Kelvin Harris Jr. (MUDBOUND, MONSTER) und John David Washington (BLACKKKLANSMAN) macht MONSTERS AND MEN zu einem wichtigen Statement gegen Rassismus.

Von New York geht es bei den „American Independents“ in WE THE COYOTES (NOUS, LES COYOTES) von Hanna Ladoul und Marco La Via in die Stadt der Engel. Das Spielfilmdebüt begleitet das junge Paar Amanda und Jake bei ihren ersten 24 Stunden nach ihrer Ankunft in L.A. Ohne einen konkreten Plan und Geld in der Reisekasse wird die Beziehung der beiden schnell auf eine harte Probe gestellt. Hanna Ladoul und Marco La Via, die sich vom Abenteuer ihrer eigenen ersten Tage in L.A. inspirieren ließen, schaffen mit ihrem Film ein erfrischendes und zeitloses Porträt jugendlicher Energie. WE THE COYOTES feiert bei exground filmfest ebenfalls seine Deutschland-Premiere

Adèle Haenel in LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER von Pierre Salvadori. © exground filmfest
Adèle Haenel in LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER von Pierre Salvadori. © exground filmfest

In der Sektion „International“ präsentiert exground filmfest die hochkarätig besetzte französische Komödie LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER (EN LIBERTÉ) von Pierre Salvadori. Die junge Kommissarin Yvonne ist die Witwe des örtlichen Polizeichefs Santi, die langsam begreift, dass ihr Mann nicht der rechtschaffene Mensch war, für den ihn alle hielten. Sie beschließt, alles für den jungen Antoine zu tun, der statt Santi in den Bau wanderte. Mit einem tollen Cast (Adèle Haenel, Pio Marmaï, Audrey Tautou) schafft Regisseur Pierre Salvadori (BEZAUBERNDE LÜGEN) großes Kino, das gute Laune macht.

Eine weitere scharfsinnige Komödie erwartet die Zuschauer mit der österreichischen Produktion WOMIT HABEN WIR DAS VERDIENT? Diese Frage stellt sich die Wienerin Wanda (Caroline Peters), überzeugte Atheistin und Feministin, als ihre Teenagertochter Nina zum Islam konvertiert, von nun an Fatima heißen und Schleier tragen möchte. Mit viel Humor und spitzfindigen Dialogen gelingt Regisseurin Eva Spreitzhofer und ihrem grandiosen Ensemble eine herrlich bissige Gesellschaftskomödie über Toleranz und ihre Grenzen.

31. exground filmfest Programm

youth days @ exground filmfest 31: Turbulent und herausfordernd

blue my mind © exground filmfest
blue my mind © exground filmfest

Gerald Pucher, der bereits zum 15. Mal die exground youth days kuratiert, gab einen Überblick über das spannende Programm vom 16. bis 25. November mit anspruchsvollen Produktionen aus 15 Ländern, darunter acht Lang- und 14 Kurzfilme. Sie gewährten Einblicke in den turbulenten und oft herausfordernden Alltag junger Menschen, so Pucher. Neu in diesem Jahr sei, so der Kurator, der mit 500 EUR dotierte Jugendjurypreis für den besten Kurzfilm, gestiftet vom Festival ausrichtenden Wiesbadener Kinofestival e. V.. Damit werden im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb und im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb Geld- und Sachpreise von insgesamt 4.650 EUR vergeben. Mit Film-Workshops und der Teilnahme an der Jugendjury setzt exground filmfest zudem sein Engagement für junge Geflüchtete fort.

Youth days bei exground 

Wettbewerbe beim exground filmfest

Jeder der 180 unabhängig produzierten Lang- und Kurzfilme aus 42 Ländern kann sich auf der großen Leinwand sehen lassen. Die beim exground Filmfest präsentierten Filme sind die Quintessenz von über 2.600 Einreichungen aus 107 Ländern. Welche Film auf dem diesjährigen exground filmfest die „besten“ und /oder beliebtesten sind, wird durch verschiedene Jurys in den Wettbewerben des exground filmfestes ermittelt.

In insgesamt sechs Wettbewerben vergibt das exground filmfest Geld- und Sachpreise im Wert von 20.000 EUR (Alle Preise und Preisstifter). Ein besonderer Dank geht an den Wiesbadener Kinofestival e. V., der im Rahmen der youth days den neuen Jugendjurypreis für den besten Kurzfilm stiftet, dotiert mit 500 EUR. Damit werden im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb und im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb Geld- und Sachpreise von insgesamt 4.650 EUR vergeben.

In der 17. Ausgabe des Internationalen Kurzfilm-Wettbewerbs konkurrieren 16 Filme aus 16 Ländern um den Jurypreis von 2.000 EUR, gestiftet vom exground-Freundeskreis. In der dreiköpfigen Jury sitzen: Dr. Catherine Colas, Redakteurin für kurz- und mittellange Filme bei ZDF/ARTE aus Mainz, Heleen Gerritsen, Festivalleiterin von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden, und Raymond Red, Regisseur und Produzent aus Manila/Philippinen.

Im Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb treten insgesamt zehn Produktionen im Rennen um die Geld- und zwei Sachpreise im Wert von 9.500 EUR an, darunter RIEN NE VA PLUS von Sophie Linnenbaum, die 2017 mit ihren Film PIX den zweiten Platz belegte.

Der Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb findet zum 14. Mal statt. Ausgewählt wurden elf Filme, darunter zahlreiche Premieren, die entweder von hier geborenen oder lebenden Regisseuren oder in Wiesbaden gedreht wurden. Der vom Publikum bestimmte Gewinner wird am 25. November preisgegeben.

In der Reihe „Made in Germany“ wird der Preis DAS BRETT zum dritten Mal von Insassen der JVA Wiesbaden vergeben. Insgesamt konkurrieren sechs Produktionen um den Gefangenen-Jurypreis, dotiert mit mindestens 1.000 EUR, gestiftet von „Die WERFT“.

In der exground-Gong-Show heißt das Motto wieder: je trashiger desto besser! Mitmachen darf jeder, der seinen Film rechtzeitig auf einem Datenträger abgibt. Der Gewinnerfilm erhält „Goldene exground-Gurke“ und 50 EUR Preisgeld. Die Gong-Show ist bereits am 3. November um 21 Uhr zu Gast bei FILMZ in der Kunsthalle Mainz.

Spielstätten 

Festival-App

Weitere Infos exground filmfest

Wiesbadener exground filmfest 31 mit 180 Filmen aus 42 Ländern, darunter 58 Premieren


Das Programm zum exground filmfest 31 vom 16. bis 25. November 2018 in Wiesbaden steht: 180 Filme aus 42 Ländern mit 58 Premieren und Geld- und Sachpreisen im Wert von 20.000 EUR.

exground filmfest 31 präsentiert vom 16. bis 25. November ein außergewöhnliches Programm mit rund 180 unabhängig produzierten Lang- und Kurzfilmen aus 42 Ländern auf der großen Leinwand. Unter den über 2.600 Einreichungen aus 107 Ländern traf das Kuratorenteam seine Auswahl, darunter 21 Welt-, drei internationale, elf Europa- und 24 Deutschland-Premieren. Ausgesuchte Filme aus dem Länderschwerpunkt Philippinen sind nicht nur in Wiesbaden, sondern auch in Darmstadt und Frankfurt am Main zu sehen. In insgesamt sechs Wettbewerben werden Geld- und Sachpreise im Wert von rund 20.000 EUR vergeben.

Neben dem Filmprogramm öffnen die Wiesbadener Spielstätten Caligari FilmBühne, Murnau-Filmtheater und der Kulturpalast ihre Pforten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Konzerten, Panels und Partys.

exground 31 Programm-PDF

exground youth days Programm-PDF

 

Anthony Ramos (li.) und John David Washington in MONSTERS AND MEN von Reinaldo Marcus Green © exground 31
Anthony Ramos (li.) und John David Washington in MONSTERS AND MEN von Reinaldo Marcus Green © exground 31
Programm-Highlights: Statement gegen Rassismus, Beziehungsstress in L.A. & Komödien aus Frankreich und Österreich.

In der Reihe „American Independents“ ist das preisgekrönte Drama MONSTERS AND MEN (Spezial-Jurypreis beim Sundance Film Festival) von Reinaldo Marcus Green als Deutschland-Premiere zu sehen. Ein weißer Polizist erschießt einen Afroamerikaner in Brooklyn. Green inszeniert die Folgen der Tat aus der Perspektive von drei Menschen: dem Augenzeugen Manny, einem afroamerikanischen Polizisten und einem Highschool-Basketballstar. Das intensive Schauspiel von Anthony Ramos (A STAR IS BORN), Kelvin Harris Jr. (MUDBOUND, MONSTER) und John David Washington (BLACKKKLANSMAN) macht MONSTERS AND MEN zu einem wichtigen Statement gegen Rassismus.

Von New York geht es bei den „American Independents“ in WE THE COYOTES (NOUS, LES COYOTES) von Hanna Ladoul und Marco La Via in die Stadt der Engel. Das Spielfilmdebüt begleitet das junge Paar Amanda und Jake bei ihren ersten 24 Stunden nach ihrer Ankunft in L.A. Ohne einen konkreten Plan und Geld in der Reisekasse wird die Beziehung der beiden schnell auf eine harte Probe gestellt. Hanna Ladoul und Marco La Via, die sich vom Abenteuer ihrer eigenen ersten Tage in L.A. inspirieren ließen, schaffen mit ihrem Film ein erfrischendes und zeitloses Porträt jugendlicher Energie. WE THE COYOTES feiert bei exground filmfest ebenfalls seine Deutschland-Premiere.

In der Sektion „International“ präsentiert exground filmfest die hochkarätig besetzte französische Komödie LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER (EN LIBERTÉ) von Pierre Salvadori. Die junge Kommissarin Yvonne ist die Witwe des örtlichen Polizeichefs Santi, die langsam begreift, dass ihr Mann nicht der rechtschaffene Mensch war, für den ihn alle hielten. Sie beschließt, alles für den jungen Antoine zu tun, der statt Santi in den Bau wanderte. Mit einem tollen Cast (Adèle Haenel, Pio Marmaï, Audrey Tautou) schafft Regisseur Pierre Salvadori (BEZAUBERNDE LÜGEN) großes Kino, das gute Laune macht.

Eine weitere scharfsinnige Komödie erwartet die Zuschauer mit der österreichischen Produktion WOMIT HABEN WIR DAS VERDIENT? Diese Frage stellt sich die Wienerin Wanda (Caroline Peters), überzeugte Atheistin und Feministin, als ihre Teenagertochter Nina zum Islam konvertiert, von nun an Fatima heißen und Schleier tragen möchte. Mit viel Humor und spitzfindigen Dialogen gelingt Regisseurin Eva Spreitzhofer und ihrem grandiosen Ensemble eine herrlich bissige Gesellschaftskomödie über Toleranz und ihre Grenzen.

Adèle Haenel in LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER von Pierre Salvadori. © exground 31
Adèle Haenel in LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER von Pierre Salvadori. © exground 31
Wettbewerbe beim exground filmfest

In insgesamt sechs Wettbewerben vergibt das exground filmfest Geld- und Sachpreise im Wert von 20.000 EUR (Alle Preise und Preisstifter). Ein besonderer Dank geht an den Wiesbadener Kinofestival e. V., der im Rahmen der youth days den neuen Jugendjurypreis für den besten Kurzfilm stiftet, dotiert mit 500 EUR. Damit werden im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb und im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb Geld- und Sachpreise von insgesamt 4.650 EUR vergeben.

In der 17. Ausgabe des Internationalen Kurzfilm-Wettbewerbs konkurrieren 16 Filme aus 16 Ländern um den Jurypreis von 2.000 EUR, gestiftet vom exground-Freundeskreis. In der dreiköpfigen Jury sitzen: Dr. Catherine Colas, Redakteurin für kurz- und mittellange Filme bei ZDF/ARTE aus Mainz, Heleen Gerritsen, Festivalleiterin von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden, und Raymond Red, Regisseur und Produzent aus Manila/Philippinen.

Im Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb treten insgesamt zehn Produktionen im Rennen um die Geld- und zwei Sachpreise im Wert von 9.500 EUR an, darunter RIEN NE VA PLUS von Sophie Linnenbaum, die 2017 mit ihren Film PIX den zweiten Platz belegte.

Der Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb findet zum 14. Mal statt. Ausgewählt wurden elf Filme, darunter zahlreiche Premieren, die entweder von hier geborenen oder lebenden Regisseuren oder in Wiesbaden gedreht wurden. Der vom Publikum bestimmte Gewinner wird am 25. November preisgegeben.

In der Reihe „Made in Germany“ wird der Preis DAS BRETT zum dritten Mal von Insassen der JVA Wiesbaden vergeben. Insgesamt konkurrieren sechs Produktionen um den Gefangenen-Jurypreis, dotiert mit mindestens 1.000 EUR, gestiftet von „Die WERFT“.

In der exground-Gong-Show heißt das Motto wieder: je trashiger desto besser! Mitmachen darf jeder, der seinen Film rechtzeitig auf einem Datenträger abgibt. Der Gewinnerfilm erhält „Goldene exground-Gurke“ und 50 EUR Preisgeld. Die Gong-Show ist bereits am 3. November um 21 Uhr zu Gast bei FILMZ in der Kunsthalle Mainz.

Alle weiteren Infos über https://exground.com/

Ohne diese Förderer und Sponsoren wäre das Filmfestival exground nicht zu stemmen!

youth days @ exground filmfest 31: Turbulent und herausfordernd

Luna Wedler in BLUE MY MIND von Lisa Brühlmann (© Daniel Lobos / Tellfilm)
Luna Wedler in BLUE MY MIND von Lisa Brühlmann (© Daniel Lobos / Tellfilm)

22 Filme aus 15 Ländern // Neuer Jurypreis // Engagement für junge Geflüchtete

Die 15. Auflage der exground youth days präsentiert vom 17. bis 22. November im Rahmen von exground filmfest (16.–25.11.18) ein spannendes Programm mit anspruchsvollen Produktionen aus 15 Ländern. Acht Lang- und 14 Kurzfilme gewähren Einblicke in den turbulenten und oft herausfordernden Alltag junger Menschen. Neu in diesem Jahr ist der mit 500 EUR dotierte Jugendjurypreis für den besten Kurzfilm, gestiftet vom Festival ausrichtenden Wiesbadener Kinofestival e. V.. Damit werden im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb und im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb Geld- und Sachpreise von insgesamt 4.650 EUR vergeben. Mit Film-Workshops und der Teilnahme an der Jugendjury setzt exground filmfest zudem sein Engagement für junge Geflüchtete fort.

Internationaler Jugendfilm-Wettbewerb: Transgender, Homophobie & Identitätssuche

„Mit dem diesjährigen Programm der exground youth days bieten wir mehr denn je einmalige Einblicke in die Lebensverhältnisse von jungen Menschen, zum Beispiel in Palästina und Kenia,“, erklärt Kurator Gerald Pucher. „Dabei werden politisch hochaktuelle Themen behandelt, wie etwa Homophobie, die Stellung der Frau in Gesellschaften außerhalb Europas sowie sexuelle und Gender-Identität.“

Im Lukas Dhonts ruhigem Debütfilm GIRL verfolgt die 15-jährige Lara (Victor Polster) mit großer Hingabe ihren Traum, Ballerina zu werden. Neben dem harten Alltag an der Ballett-Akademie versucht Lara, sich außerdem auf ihre bevorstehende geschlechtsanpassende Operation vorzubereiten, um endlich im richtigen Körper anzukommen. GIRL wurde in Cannes mehrfach ausgezeichnet (u. a. FIPRESCI-Preis, Queer Palm und Victor Polster als bester Schauspieler). Am 17. November um 17.30 Uhr eröffnet GIRL die exground youth days in der Caligari FilmBühne.

Um Verwandlung geht es auch in Lisa Brühlmanns mehrfach ausgezeichnetem Spielfilmdebüt BLUE MY MIND. Die 15-jährige Mia (Luna Wedler) sucht in ihrer neuen Schule Anschluss an eine coole Clique und stürzt sich ins wilde Teenagerleben. Dann aber beginnt sich Mias Körper seltsam zu verändern. Erst kaum merklich, dann massiv – und unaufhaltsam. Mit seiner Mischung aus Coming-of-Age und Fantasyfilm überzeugte BLUE MY MIND auf diversen Filmfestivals und erhielt etwa beim Schweizer Filmpreis drei Auszeichnungen (für bester Spielfilm, bestes Drehbuch und beste Hauptdarstellerin).

Mit Desiree Akhavans bittersüßem Drama THE MISEDUCATION OF CAMERON POST präsentieren die youth days ein weiteres preisgekröntes Werk (Jurypreis beim Sundance Film Festival) im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb. Montana in den frühen 1990er-Jahren: Nachdem die Waise Cameron (Chloë Grace Moretz) beim Sex mit ihrer Freundin Coley erwischt wird, stecken ihre erzkonservativen Verwandten Cameron in ein Umerzie­hungs­lager. Desiree Akhavan setzt das ernste Thema mit ergreifendem Witz und lustvollem Gespür für Trotz um.

Die Liebe zwischen zwei Frauen im Konflikt mit gesellschaftlichen Konventionen steht auch in Wanuri Kahius poppig-buntem RAFIKI im Mittelpunkt. Die beiden Freundinnen Kena und Ziki lehnen sich gegen die männergeprägten Regeln in der kenianischen Gesellschaft auf und träumen von einer selbstbestimmten Zukunft. Als sie sich ineinander verlieben, müssen sie sich zwischen Glück und Sicherheit entscheiden. Der erste kenianische Beitrag in Cannes wurde in Kenia verboten, weil homosexuelle Handlungen dort unter Strafe stehen. Mit einer kurzzeitigen Aufhebung des Verbots qualifizierte sich RAFIKI für den Wettbewerb um den besten fremdsprachigen Film bei den Oscars.

Eine weitere unkonventionelle Geschichte zeigt Christy Garland in ihrem Dokumentarfilm WHAT WALAA WANTS. Aufgewachsen in einem Flüchtlingslager, hat die junge Palästi­nenserin Walaa nur ein Ziel: Anstatt jung zu heiraten und Kinder zu kriegen, will sie unbe­dingt Polizistin bei der Palästinensischen Autonomiebehörde werden. Von ihrem 15. bis zum 20. Lebensjahr begleitet Garland die rebellische junge Frau, die hartnäckig ihren Traum verfolgt.

Kurzfilme bei den exground youth days

youthdays-coverIm Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb tauchen sieben internationale Kurzfilme, die jeweils vor einem Langfilm gezeigt werden, in die Lebenswelten jugendlicher Protagonisten ein. Erstmals vergibt die Jugendjury in diesem Jahr auch einen Preis für den besten Kurz­film, dotiert mit 500 EUR und gestiftet vom Wiesbadener Kinofestival e. V.

Im Wettbewerb zu sehen ist unter anderem die niederländische Produktion SOMETHING ABOUT ALEX (ANDERS) von Reinout Hellenthal, in dem Außenseiter Alex in der dörflichen Enge auf Identitätssuche geht. Der spanische Beitrag PIGGY (CERDITA) von Carlota Pereda zeigt die Auswirkungen, die ein unfreiwilliger Bikini-Auftritt für die übergewichtige Sara hat. In Laura Moss’ Coming-of-Age-Geschichte FRY DAY aus den USA versucht die junge Lauryn, mit Polaroids von den Schaulustigen, die sich 1989 in der Nacht vor Ted Bundys Hinrichtung vor dem Gefängnis versammelt haben, ihr Taschengeld aufzubessern.

Im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb haben einheimische Regietalente von insgesamt sieben Kurzfilmen die Chance, ihre Werke zum ersten Mal auf der großen Leinwand zu präsentieren.

Aktive Filmarbeit mit jungen Geflüchteten: Film-Workshop, Jugendjury & exground Jugendfilm des Monats

Wie in den Vorjahren führt exground filmfest junge Geflüchtete in die aktive Filmarbeit ein: In einem Film-Workshop stellen die Teilnehmer während exground filmfest einen Stop-Motion-Film her, der dann im Rahmen der exground youth days gezeigt wird.

Außerdem konnten erneut junge Geflüchtete für die Jugendjury im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb gewonnen werden. Zusammen mit Wiesbadener Jugendlichen werden sie alle Filme des Wettbewerbs sichten und am Ende den mit 2.500 EUR dotierten Preis für den besten Langfilm (gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden) sowie den neuen Geldpreis von 500 EUR vergeben.

Über den Festivalzeitraum hinaus veranstaltet exground filmfest seit 2005 ganzjährig den exground Jugendfilm des Monats. Die hier gezeigten, internationalen Produktionen laden das junge Publikum, darunter auch junge Geflüchtete, zu Diskussionen und aktiver Filmarbeit unter Anleitung eines Medienpädagogen ein.

Das Programm der exground youth days ist hier einsehbar: PDF-Download

Das komplette exground-Programm ist ab Mitte Oktober 2018 auf www.exground.com zu sehen.
exground filmfest dankt allen Förderern und Sponsoren.

Von den Film-Aktivisten vom Elsässer-Platz zur 30. Auflage des international beachteten Exground Filmfest Wiesbaden – vom 17. bis 26.Nov.2017


Aus persönlichem Frust über Wiesbadens Filmsituation griffen 1990 sechs Wiesbadener Film-Enthusiasten zur Selbsthilfe, indem sie ein eigenes Kinoprogramm jenseits der Blockbuster kreierten und mit New Yorker Independent-Stars wie Richard Kern oder Lydia Launch und Andy Warhols Klassiker „Empire“, einem achtstündigen Blick auf das Empire State Building, starteten. Festivalleiterin Andrea Wink, Frau der ersten Stunde, hatte selbst noch Filme mit dem 16-Millimeter-Projektor vorgeführt und zwischendrin Schnittchen geschmiert. Es war ein Riesenspaß! Das Filmfestival Exground, ein Wortspiel aus „Experimentell“ und „Underground“, war geboren, mit dem Angebot,  Avantgarde-Filme in Wiesbaden vorzustellen, zunächst zweimal im Jahr. Das passierte noch im Haus der Jugend am Elsässer Platz.

Dass das Filmfest Exground mittlerweile zu einer festen kulturellen Institution in Hessens Landeshauptstadt und im Rhein-Main-Gebiet wurde, hätten sich die Film-Aktivisten vom Elsässer-Platz nicht träumen lassen, wenngleich „es sofort ein Publikum dafür gab“, „was jährlich mitgewachsen sei, im vergangen Jahr auf 14 000 Zuschauer“ erinnert sich Andrea Wink beim gestrigen Pressegespräch im Foyer der Galigari Filmbühne.

Gute Stimmung schon bei der Pressekonferenz im Foyer der Caligari Filmbühne. v.li.n.r: Gerald Pucher, Exground-OrgaTeam, organisiert Youth-Days , Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer  Hessenfilm und Media GmbH für das Land Hessen, Andrea Wink, Festivalleiterin, Kulturdezernent Axel Imholz, Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Frankfurt RheinMain.Foto: Diether v. Goddenthow
Gute Stimmung schon bei der Pressekonferenz im Foyer der Caligari Filmbühne. v.li.n.r: Gerald Pucher, Exground-OrgaTeam, organisiert Youth-Days , Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer Hessenfilm und Media GmbH für das Land Hessen, Andrea Wink, Festivalleiterin, Kulturdezernent Axel Imholz, Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Frankfurt RheinMain.Foto: Diether v. Goddenthow

Mittlerweile in der 30. Auflage, präsentiert das Exground Filmfest Wiesbaden in diesem Jahr, vom 16. bis 26. November 2017, über 200 Filme aus 42 Ländern mit 21 Welt-, fünf internationalen, zwei Europa- und 28 Deutschland-Premieren sowie mit 19 Lang- und Kurzfilmen im Fokusprogramm Türkei. Darüber hinaus: sieben Lang- und 14 Kurzfilme in der Reihe Youth Days.

Spielorte sind wieder die Caligari FilmBühne, das Murnau Filmtheater, der Kulturpalast, das Kulturzentrum Schlachthof und der Nassauische Kunstverein. Weitere Spielorte „Im Nachspiel des Fokusprogramm Türkei“ werden in Darmstadt das programmkino rex, in Frankfurt a. Main die Kinos Orfeos Erben und Pupille sein.

Schwerpunktland Türkei – über Landesgrenzen hinweg

Dass sich in diesem Jahr das exground filmfest mit dem Länderschwerpunkt Türkei den außergewöhnlich interessanten Film- und Kulturschaffen in der Türkei widmet, war schon länger geplant. „Die politische Aktualität ist rein zufällig. Die Entscheidung fiel schon zwei Wochen vor dem Putsch im letzten Jahr“, so Andrea Wink.

Gegenwärtig sei extrem wichtig, so Dr. Helmut Müller, Ex-OB und Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, welcher das Festival mit 19 000 Euro fördert, dass die Brücken zwischen den Menschen beider Länder nicht abrissen. Auch wenn sich gegenwärtig die Politik die Brocken um die Ohren haue, mache die Türkei viel mehr aus als die gegenwärtige Politik“. Entgegen aller Warnungen war Wiesbadens Ex-OB mit dem Wiesbadener Partnerschaftsverein im Vorfeld nach Istanbul gefahren, und man habe gemerkt, dass vieles, wie es hier dargestellt würde, einfach übertrieben sei, betont Müller.
Beim diesjährigen Programm ist der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main besonders gespannt auf die restaurierte Fassung des türkischen Film-Klassikers „Yol“ von 1982, ein Film, der episodisch eine Geschichte von Gefangenen nach dem Militärputsch erzählt, die auf einem einwöchigen Ausgang ihre zurückgelassenen Leben aufsuchen. „Yol“ läuft mit deutschen Untertiteln am 26.Nov. 17 um 12.00 h im Caligari.

Siehe auch: Fokus Türkei – über Landesgrenzen hinweg

Programm-Highlights

Starten wird das 30. Exground Filmfest am 17. November 2017 um 19.00 Uhr mit der Eröffnungsveranstaltung in der Caligari-Filmbühne und den Fillmen „The Gulf“ und „Theran Tabu“ (22.00 Uhr).

Die 10 Tage bis zum Abschluss vom Exground-Filmfest am 26.November 2017 wird ein Riesenprogramm mit zahlreichen Begleitveranstaltungen (Parties usw. siehe Programm) geboten, alles im Detail nachzulesen über die Festival-Website: http://exground.com/programm/ und in den ausliegenden roten Programmheften.

Zu Andrea Winks Film-Highlights gehören unter anderem: am 18.November, 20 Uhr: „Lucky“ mit Harry Dean Stanton in seiner letzten Rolle und am 26. November, 22 Uhr, die Deutschland-Premiere „How to talk to girls at parties“ mit Nicole Kidman (beide im Caligari).
Ihre weiteren Empfehlungen lauten: „Alive in France“ am 25. November, 22 Uhr u. „Liberation Day“ am 19. November, 22 Uhr (beide im Caligari) und das Regiedebüt von Vanessa Redgrave, mit Emma Thompson und Ralph Fiennes: „Sea Sorrow“ am 19. November, 16 Uhr, im Murnau-Filmtheater.

Gerald Pucher, ebenfalls Exground-Urgestein, aber vor allem für die Youth-Days zuständig, favorisiert unter anderem „Mansfield 66/67“ am 18. November, 22 Uhr, im Murnau-Filmtheater, „Die dritte Option“ am 25. November, 15 Uhr, sowie „Weekend“ am 20. November, 22 Uhr (beide im Caligari). Siehe hierzu: youth days @ 30. exground filmfest: Einblicke in verschlossene Welten

Zum ersten Mal auf der Exground-Pressekonferenz mit dabei: Kulturdezernent Axel Imholz. Er ist im „Nebenjob“ Kämmerer der Stadt Wiesbaden und so auch für die Finanzen zuständig. Die Stadt stelle gerne das Caligari kostenlos zur Verfügung und stifte auch Preisgelder. Zudem will Imholz aufgrund der mittlerweile erreichten Bedeutung des ehrenamtlich organisierten Festivals für Wiesbaden prüfen, ob der derzeit städtische Zuschuss von 50 000 Euro vielleicht im kommenden Jahr ein klein wenig angehoben werden könne.
Axel Imholz favorisiert wie Andrea Wink den Film „How to talk to girls at parties“. Besonders spannend findet Imholz auch die gut ausgewählten Filme für junge Leute im „Youth Days“-Programm.

Hessenfilm-Geschäftsführer Hans Joachim Mendig ist begeistert vom Wiesbadener Exground Filmfestival, dessen Programm er sehr innovativ findet. Als Beispiel nennt Mendig dass „hier schon Filme von Quentin Tarantino gezeigt wurden, als dieser noch kein Regie-Star war“. Die Hessenfilm und Media GmbH, welches die Filmförderung im Auftrag des Landes Hessen übernommen hat, fördert das Festival mit 50 000 Euro. Seine Film-Empfehlungen sind der Dokumentarfilm: „Anne Clark“ am 25. November, 17.30 Uhr, und „Teheran Tabu“ am 17. November, dem Eröffnungstag, 22 Uhr (beide im Caligari)

Auch in diesem Jahr sponsert ESWE mit kostenfeier Werbung in ihren Bussen und Außenwerbung das Filmfest.  v.li.n.r.:Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Frankfurt RheinMain, , Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer  Hessenfilm und Media GmbH, Andrea Wink, Festivalleiterin, Kulturdezernent Axel Imholz, Gerald Pucher, Exground-OrgaTeam, organisiert Youth-Days. Foto: Diether v. Goddenthow
Auch in diesem Jahr sponsert ESWE mit kostenfeier Werbung in ihren Bussen und Außenwerbung das Filmfest. v.li.n.r.:Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, , Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer Hessenfilm und Media GmbH, Andrea Wink, Festivalleiterin, Kulturdezernent Axel Imholz, Gerald Pucher, Exground-OrgaTeam, organisiert Youth-Days. Foto: Diether v. Goddenthow

 

 

Zum krönenden Abschluss; Matinee und Kurzfilm-Wettbewerb mit Preisverleihung
Am 26.November, dem letzten Festivaltag, präsentiert das Organisationsteam von exground in der Caligari Filmbühne um 12.00 Uhr im Rahmen einer Matinee zuerst die Deutschland-Premiere von YOL – THE FULL VERSION von Yilmaz Güney und Şerif Gören. Gegen 18.00 Uhr findet dann der beliebte Deutsche Kurzfilmwettbewerb statt. Anschließend  werden Preise aus sechs Wettbewerben (siehe nächsten Abschnitt) verliehen, bevor   das Exground Filmfest im Foyer der Caligari-Filmbühne mit JoMäx ausklingt.

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Wettbewerbe beim exground filmfest
In insgesamt sechs Wettbewerben vergibt das exground filmfest Geld- und Sachpreise im Wert von 22.000 EUR. Ein besonderer Dank geht an den exground-Freundeskreis, der das Preisgeld für den Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb in diesem Jahr auf 2.000 EUR erhöht hat. In der 16. Ausgabe dieses Wettbewerbs konkurrieren 18 Filme aus 16 Ländern um den Jurypreis, der am 26. November vergeben wird.

Im Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb mit insgesamt zehn Produktionen kehren gleich drei altbekannte Regisseure zu exground zurück: Tomer Eshed mit seiner Animation OUR WONDERFUL NATURE– THE COMMON CHAMELEON, während das Künstlerduo „Warnix macht Nix“ mit WO DER WIDDER STAND ins Rennen geht. Außerdem zeigt die frühere exground-Preisträgerin Marion Pfaus ihren Film WOMEN ACTING LIKE DICTATORS.

Der Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb findet zum 13. Mal statt. Ausgewählt wurden zwölf Filme, darunter zahlreiche Premieren, die entweder von hier geborenen oder lebenden Regisseuren oder in Wiesbaden gedreht wurden. Der vom Publikum bestimmte Gewinner wird am 26. November preisgegeben.
Im Rahmen der youth days konkurrieren sieben Kurzfilme junger Regie-Talente aus Wiesbaden und Umgebung im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb um den Publikumspreis.

Ebenfalls bei den youth days verleihen im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb sowohl eine Jugendjury als auch das Publikum einen Preis für ihren Favoriten. Ins Rennen gehen diesmal sieben Produktionen, darunter Preisträger von anderen Festivals.
In der Reihe „Made in Germany“ wird der Preis DAS BRETT zum zweiten Mal von Insassen der JVA Wiesbaden vergeben. Insgesamt konkurrieren sechs Produktionen um den Gefangenen-Jurypreis.

30. exground filmfest Wiesbaden: Jubiläumsprogramm vollständig
200 Filme aus 42 Ländern // 56 Premieren // Geld- und Sachpreise im Wert von 22.000 Euro

youth days @ 30. exground filmfest: Einblicke in verschlossene Welten

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exground filmfest Wiesbaden: The Teens Are Alright 13. Jugendfilmfestival youth days

youthdays-flyerIn knapp einer Woche findet vom 12. bis 16. November zum 13. Mal das internationale Jugendfilmfestival youth days im Rahmen von exground filmfest 29 (11.–20.11.) statt. Mit insgesamt 22 Lang- und Kurzfilmen öffnet exground filmfest sein abwechslungsreiches Programm auch einem jungen Publikum. Während der Internationale Jugendfilm-Wettbewerb Festival-Highlights aus aller Welt präsentiert, kommen im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb Produktionen von einheimischen Nachwuchstalenten im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren zur Welturaufführung.

Verborgene Welten, unfreiwillige Revoluzzer und erste Liebe – Coming-of-Age rund um die Welt
Im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb laufen in diesem Jahr sieben Produktionen aus den USA, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Lettland, Chile und dem Iran und gewähren Einblicke in sonst verschlossene Welten von Heranwachsenden. Alle Filme laufen in der deutschen Originalversion oder sind deutsch untertitelt.

Slash
Slash

Zum Auftakt führt uns Clay Liford in der US-Komödie SLASH in die schräge Welt der Fan-Fictioner. Einblicke in einen fremden Kosmos ganz anderer Art gibt uns Mehrdad Oskouei in STARLESS DREAMS. Einfühlsam begleitet der Regisseur, der auch zum Festival nach Wiesbaden kommt, junge Frauen in einem iranischen „Korrektur- und Rehabilitations­zentrum“ nördlich von Teheran.

Eine ganz andere Seite des Irans zeigt uns Susanne Regina Meures in RAVING IRAN: Sie dokumentiert den schweren Weg von Anoosh und Arash vom Techno-Underground in Teheran zu einem Rave-Festival in der Schweiz. Von einem Rebellen der unfreiwilligen Art handelt dagegen

MY REVOLUTION
MY REVOLUTION

von Ramzi Ben Sliman: Aus Zufall wird der 15-jährige Marwann zum Medienbild für den jungen Widerstand gegen die arabischen Diktaturen. Dabei interessiert ihn die politische Revolution weniger als die persönliche Revolution seiner Gefühle, die seine Mitschülerin Sygrid in ihm anstößt.

Plants
Plants

Im preisgekrönten MELLOW MUD von Renārs Vimba und im chilenischen Film PLANTS von Roberto Doveris stehen zwei junge Frauen im Fokus: Während Raya aus Lettland versucht, erste Liebe und die Verantwortung für die Familie unter einen Hut zu bringen, pflegt Florencia ihren Bruder und lebt ihre sexuelle Neugier mit Kontakten zu fremden Männern aus.

Einer von uns
Einer von uns

In EINER VON UNS von Stephan Richter steuern Jugendliche in einer tristen Vorstadt in Österreich auf eine unaufhaltsame Tragödie zu. Sowohl Stephan Richter als auch Renārs Vimba (MELLOW MUD) werden zum Festival nach Wiesbaden kommen.

Vor jedem der sieben Produktionen laufen außerdem spannende Kurzfilme aus aller Welt. Welche der spannenden Geschichten im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb ausge­zeichnet wird, entscheidet am Ende eine Jugendjury sowie das Publikum. Beide Geldpreise von insgesamt 3.500 EUR sind von der Landeshauptstadt Wiesbaden gestiftet.

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Einheimische Regietalente im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb

Krimi, Thriller, Dokumentarfilm und Agentenfilm-Persiflage sind nur ein paar der Genres, mit denen sich die Filme der Nachwuchsfilmer aus Wiesbaden und Umgebung auseinander­setzen. Alle Kurzfilme der zwölf- bis 18-jährigen Jugendlichen feiern im Rahmen der youth days ihre Weltpremiere.
[1] ATEMLOS
von Moritz Göbel und Joshua Kiefer 2016 10 Min. Spielfilm
[2] THE SURVIVING
von Julian Leng 2016 7 Min. Spielfilm
[3] BLUTLINDE
von einer Schülergruppe der Wolfram-von-Eschenbach-Schule
2016 18 Min. Spielfilm
[4] WOODLAND WATCH
von Lin Berghäuser 2016 2 Min. Spielfilm
[5] ABDIRAHMAN’S FLUCHT NACH DEUTSCHLAND
von einer Jugendgruppe des Jugendzentrums Georg-Buch-Haus
2016 10 Min. Dokumentarfilm
[6] WAKE UP
von Anthony Jole 2016 9 Min. Spielfilm
[7] ZERREISSPROBE
von Moritz Göbel 2016 5 Min. Spielfilm

Das Publikum entscheidet über den Gewinner, der ein Preisgeld von 500 EUR erhält (gestiftet von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung). Der/die Regisseur/in des zweitplatzierten Films darf sich über einen Einkaufs­gutschein vom Apple-Store ergo sum im Wert von 150 EUR freuen. Das vollständige youth-days-Programm finden Sie online unter:http://www.exground.com/2016_stylst/download/ex29_youth_flyer.pdf

exground filmfest: YOUNG AT HEART 12. Jugendfilmfestival youth days

youth-days-coverVom 14. bis 19. November findet zum zwölften Mal das Jugendfilmfestival youth days im Rahmen von exground filmfest 28 (13. – 22.11.) statt. Mit insgesamt 22 Lang- und Kurzfilmen öffnet exground filmfest sein abwechslungsreiches Programm auch einem jungen Publikum. Während der Internationale Jugendfilm-Wettbewerb Festival-Highlights aus aller Welt präsentiert, kommen im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb Produktionen von einheimischen Nachwuchstalenten im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren zur Welturaufführung.

Ausbruch, Sehnsucht und erste Liebe
Das Programm im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb der youth days zeigt eine breite Vielfalt des Coming-of-Age-Films. Elementare Themen aus der Lebenswelt von Heranwachsenden werden dabei auf sehr unterschiedliche Weise, mal dramatisch, mal humorvoll, verarbeitet.

Szene aus Mustang © exground fjilmfest 2015
Szene aus Mustang © exground fjilmfest 2015

Im türkischen Drama MUSTANG begehren Lale und ihre vier Schwestern gegen die immer brutaleren Erziehungsmaßnahmen ihres Onkels auf. Auch das Teenagerpärchen Tommy und Julia aus dem deutschen Beitrag DAS RICHTIGE LEBEN handeln gegen den Willen ihrer Erziehungsberechtigten. Trotz sozialer Unterschiede und finanzieller Herausforderungen treffen sie eine folgenreiche Entscheidung in Richtung Erwachsenwerden.

Szene aus SHORT-SKIN ,© exground fjilmfest 2015
Szene aus SHORT-SKIN ,© exground fjilmfest 2015

Das Thema Sehnsucht begegnet uns ebenfalls in mehreren Filmen: In der italienischen Komödie SHORT SKIN sehnt sich der 17-jährige Edoardo verzweifelt nach dem ersten Mal. An Gelegenheiten mangelt es nicht, aber ein delikates medizinisches Problem macht ihm zu schaffen. Mit Sucht im engeren Sinn, aber an ganz anderer Front kämpft auch der Titelheld des lettischen Films MODRIS. Perspektivlos steuert er in die Spielsucht und auf den Jugendknast zu. Hinter seiner desinteressierten Fassade verbirgt sich jedoch die Sehnsucht nach dem Vater, den er nie kannte.

Szene aus Nena © exground fjilmfest 2015
Szene aus Nena © exground fjilmfest 2015

Ihren Vater kennt die 16-jährige NENA zwar, aber das macht ihr Leben auch nicht einfacher: Zum einen muss sie den gescheiterten Suizidversuch ihres Vaters (Uwe Ochsenknecht) verarbeiten, zum anderen ist sie zum ersten Mal so richtig verliebt. Angesiedelt im Jahr 1989, erlebt Nena einen turbulenten Sommer voller Höhen und Tiefen, den sie nie vergessen wird.

Szene aus Barash © exground fjilmfest 2015
Szene aus Barash © exground fjilmfest 2015

Auch im israelischen Drama BARASH gerät Naamas Leben aus den Fugen, als sie sich in das neue Mädchen an der Schule verliebt. Im Mittelpunkt von LOS HONGOS aus Kolumbien stehen Ras, Calvin und ihre Leidenschaft für Graffiti und Streetart. Inspiriert vom Arabischen Frühling träumen sie von einer Wandmalerei, die ihre Solidarität mit den ägyptischen Studenten ausdrücken soll. Inspiration und wertvolle Hilfe von unerwarteter Seite erhält Sam im kanadischen Beitrag SURFACING, sie versucht, den Hänseleien ihrer Mitschülerinnen zu begegnen. Mithilfe ihrer neuen Bekanntschaften lernt sie, über ihren eigenen Schatten zu springen.

Welche der spannenden Geschichten im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb ausgezeichnet wird, entscheidet am Ende eine Jugendjury sowie das Publikum. Beide Geldpreise von insgesamt 3.500 EUR sind von der Landeshauptstadt Wiesbaden gestiftet.

Ein Gewinner steht bereits jetzt schon fest: Die freche Kurzfilm-Animation ALIENATION von Laura Lehmus über Kids in der Pubertät erhielt gerade den Deutschen Kurzfilmpreis. Bei den youth days läuft ALIENATION genauso wie weitere Kurzfilme als Vorprogramm zu den Langfilmen im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb.

Einheimische Regietalente im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb
Mobbing, Verliebtsein und Freundschaft sind nur ein paar der Themen, mit denen sich die Filme der Nachwuchsfilmer aus Wiesbaden und Umgebung auseinandersetzen. Alle sieben Kurzfilme der 12- bis 18-jährigen Jugendlichen feiern im Rahmen der youth days ihre Weltpremiere. Das Publikum entscheidet über Gewinner, der ein Preisgeld von 450 EUR erhält (gestiftet von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung). Der zweitplatzierte Film darf sich über einen Einkaufsgutschein vom Apple-Store ergo sum im Wert von 150 EUR freuen.

Schwestern-Szene aus Mustang,© exground fjilmfest 2015
Schwestern-Szene aus Mustang,© exground fjilmfest 2015

Das vollständige youth-days-Programm finden Sie online unter: http://bit.ly/1PUixcx
Download Programm-Flyer: http://bit.ly/1RhUPED