Kategorie-Archiv: Buchkultur

„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von Yuval Noah Harari ist bestes Wirtschaftsbuch – Wirtschaftsbuchpreis 2017 verliehen

Yuval Noah Harari  erhielt für „Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ aus dem C.H.Beck –Verlag, den Wirtschaftsbuchpreis 2017 - Foto aus der Videobotschaft - (Handelsbltt)
Yuval Noah Harari erhielt für „Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ aus dem C.H.Beck –Verlag, den Wirtschaftsbuchpreis 2017 – Foto aus der Videobotschaft – (Handelsbltt)

Der mit 10 000 Euro dotierte Wirtschaftsbuchpreis 2017 geht an Yuval Noah Hararis für sein opulentes Werk „Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ aus dem C.H.Beck –Verlag München. Das Werk wurde international bereits über eine Millionen mal verkauft, und sprengt alle Denk-Dimensionen.  Der israelische Autor und Historiker Yuval Noah Harari gilt als einer der letzten Universalgelehrten und wurde mit seinem Weltbestseller «Eine kurze Geschichte der Menschheit» berühmt.

Yuval Harari: Homo Deus. Eine Geschichte von morgen. Beck, 576 Seiten, 24,95 Euro

Gabor Seingart, Herausgeber des Handelsblatts, Jury-Vorsitzender und Laudator.
Gabor Seingart, Herausgeber des Handelsblatts, Jury-Vorsitzender und Laudator.

Obwohl Hararis Werk weit über einen Wirtschaftsbuchtitel hinausragt, ist es von einer hochkarätigen Experten-Jury zum besten Wirtschaftsbuch des Jahres 2017 gekürt worden. „Wer dieses Buch liest, nimmt eine Weltbibliothek des Wissens in sich auf. Er nimmt an einem ‚Studium Generale‘ teil, das mit einem Zertifikat in Futurologie endet.“, sagte Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblatts und Juryvorsitzender des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises. Der Juryvorsitzende machte es bei der Preisverleihung am vorigen Freitagabend im Steigenberger Frankfurter Hof mit der Bekanntgabe des Siegertitels aus 10 Finalisten des Wirtschaftsbuchpreises spannend.

Jury-Mitglied Professor Ann-Kristin Achleitner. Foto: Diether v. Goddenthow
Jury-Mitglied Professor Ann-Kristin Achleitner. Foto: Diether v. Goddenthow

Eröffnet hatte die Präsentation der 10 Finalisten-Titel Jury-Mitglied Professor Ann-Kristin Achleitner mit einer fulminanten Keynote über das Lesen und was gute Bücher ausmacht. Auf neuropsychologische Studienergebnisse gestützt, sei es nun auch wissenschaftlich bewiesen, dass gute Bücher unsere Neugierde und damit die Ausschüttung von Dopamin anregten, kurzum: „ein gutes Buch kann glücklich machen und hält jung“, so Achleitner, die mit Voltaires – nun posthum neurowissenschaftlich belegten – Worten schloss: „Die nützlichsten Bücher sind die, die den Leser dazu anregen, sie zu ergänzen.“.

Anschließend stellten die Shortlist-Autoren bzw. vertretungsweise ihre Verleger in zweiminütigen Statements, in einem so genannten „elevator pitch“, die 10 Finalisten-Titel vor. Das Publikum, Mitglieder des Handelsblatt-Wirtschaftsclubs, Verleger, Medienleute usw., war begeistert.

Die Spannung stieg, und bevor Gabor Steingart, in Beisein von Buchmessen-Geschäftsführer Juergen Boos und den Co-Vorstandsvorsitzenden der Goldman Sachs AG, Dr. Wolfgang Fink und Dr. Jörg Kukies die Katze aus dem Sack ließ, wurde das Saalpublikum um ein Votum gebeten. Die Handzeichen-Abstimmung brachte jedoch keinen bestimmten Trend für eins, zwei Titel.
Schließlich lüftete Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart das Geheimnis: „Der Sieger des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2017 ist Yuval Noah Harari mit seinem im Beck-Verlag erschienenen Buch „Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen.“ In der Begründung der Jury heißt es: „Es geht um die Folgen des technisch-zivilisatorischen Umbruchs, in dem wir uns befinden. Der Autor bietet brillant geschriebene Denkanstöße und startet eine Debatte, die von uns allen fortgeführt werden muss“. Das Buch sei keine Science-Fiction und Harari sei auch kein Zukunftspessimist. Der Autor habe extrem spannende Ansätze, eine neue Sicht der Dinge, um auf die Themen der Zukunft zu fokussieren, erläuterte Steingart.

Harari wurde von seinem Verleger Jonathan Beck vertreten. Denn einmal im Jahr zieht sich der Historiker und Universalgelehrte Harari für zwei Monate zum Meditieren nach Indien zurück, wo er zur Zeit verweilt, und zwar: ohne E-Mails, Computer, Telefon und sogar ohne Bücher. Wie er in einer Videoeinspielung mitteile, spräche er während seiner Auszeit mit niemandem und versuche,  ganz im Jetzt zu leben und  seinen Körper und Geist tz hören. Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart hatte Yuval Noah Harari in Tel Aviv besucht und dabei die Video-Aufzeichnung des Interviews anfertigen lassen.
Per Video erläutert  Harari den Ansatz seines neuen Buches: Er habe in seinem letzten Werk «Eine kurze Geschichte der Menschheit» beschrieben, wie die einzigartige Fähigkeit des Menschen, an kollektive Mythen wie „Gott, Menschenrechte oder Geld“  glauben zu können, ihn befähigt habe, diesen Planeten zu erobern.
In seinem neuen Werk «Homo Deus» untersuche er nun, was passieren könnte, wenn unsere alten Mythen mit revolutionären neuen Technologien verbunden würden. Wie würde der Islam mit der Gentechnik umgehen? Wie würde der Sozialismus auf den Aufstieg der Nichtarbeiterklasse reagieren? Wie würde der Liberalismus mit einem Big Brother, der mit Big Data gefüttert wird, zurechtkommen? Würde das Silicon Valley am Ende nicht nur neue Geräte, sondern auch neue Religionen produzieren? Was würde mit der Demokratie passieren, wenn Google und Facebook unsere Vorlieben und unsere politischen Einstellungen besser kennen als wir selbst? Was würde aus dem Wohlfahrtsstaat, wenn Computer die Menschen vom Arbeitsmarkt verdrängen und eine gigantische Klasse der «Unnützen» schaffen? Was wäre, wenn die Biotechnologie die menschliche Lebenserwartung radikal verlängerte und es uns erlaubte, sowohl unserem Körper als auch unserem Geist ein Upgrade zu gönnen. Würden diese Verbesserungen dann für alle und jeden verfügbar sein? Oder würden wir eine noch nie dagewesene biologische Ungleichheit zwischen Arm und Reich erleben? Harari meint, dass der  Unterschied zwischen technologisch aufgerüsteten «Übermenschen» und den einfachen Menschen aus Fleisch und Blut sogar größer sein könnte, als der zwischen dem Homo Sapiens und dem Neandertaler.

Harari geht von der Grundüberzeugung aus, dass Erfolg nicht Glück bedeute, sondern  das Verlangen nach mehr hervorrufe, weswegen der Mensch letztlich alles, was machbar sei, auch zu realisieren versuche, und keine Grenzen kenne. Im Kern geht es um die Erkenntnis, dass alles in unserer Welt mehr oder weniger datengesteuert sei, und dass Jene, die die Algorithmen programmierten und Datenströme beherrschten, die Macht und das Sagen hätten. Hier setzt Hararis Erklärungsmodell der Welt an, ein Erklärungsmodell  wie wir es noch nie kennengelernt haben, so Gabor Steingart. Harari spekuliert über eine neue Datenreligion und verknüpft diese mit der Menschheitsgeschichte. „Wir sollen uns trauen, auch das bisher Undenkbare zu denken. Denn wenn wir eine Chance haben wollen, den Algorithmus zu schlagen, dann müssen wir disruptiv denken. Wir müssen den Computer erst durchschauen und dann überlisten.“, so Handelsblatt-Herausgeber Cabor Seingart in seiner Laudatio.

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Siehe auch  im Handelsblatt die Beiträge: von Regina Krieger:  Gegen die Gegenwartsverliebtheit von Gabor Steingart„Das System ist erstarrt“

Wer liest am besten? Der Vorlesewettbewerb startet in eine neue Runde – Meldeschluss 15. Dez. 2017

vorlesewettbewerb2017

9. Vorlesewettbewerb beginnt / Bundesweiter Meldeschluss für Schulsieger am 15. Dezember 2017 / Vier Sparda-Banken fördern den Wettbewerb

Der Vorlesewettbewerb schlägt ein neues Kapitel auf: Für rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen in Deutschland beginnt in den kommenden Tagen die 59. Runde des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. Bis Dezember lesen Mädchen und Jungen an 7.200 Schulen im ganzen Bundesgebiet aus ihren Lieblingsbüchern vor. Die Schulsieger kommen eine Runde weiter. Die beste Vorleserin oder der beste Vorleser jedes Bundeslandes darf im Juni 2018 beim großen Bundesfinale in Berlin antreten.

Zum Start der nächsten Runde kann der Vorlesewettbewerb einen neuen Förderer begrüßen: Der Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. fördert erstmalig den Wettbewerb. Die Sparda-Bank Hamburg erweitert ihre Förderung auf Schleswig-Holstein. Weiterhin fördern die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg und der Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank Hessen den Schülerwettbewerb.

„Mit dem Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels setzen wir uns seit fast 60 Jahren dafür ein, bei Mädchen und Jungen die Lust am Lesen und an Büchern zu wecken. Wir freuen uns, mit den vier Sparda-Banken starke Partner für diese wichtige Aufgabe gefunden zu haben“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Wettbewerbsunterlagen jetzt verfügbar

Unter www.vorlesewettbewerb.de können Veranstalter, Lehrer und Teilnehmer alle Informationen und Formulare für das neue Wettbewerbsjahr abrufen. In den nächsten Tagen erhalten rund 15.000 Schulen in Deutschland die aktuellen Unterlagen zudem per Post. Alle Schüler der sechsten Klassen von teilnehmenden Schulen können beim Vorlesewettbewerb mitmachen; die Klassen- und Schulentscheide finden von Oktober bis Dezember 2017 statt. Bundesweiter Meldeschluss für Schulsieger ist der 15. Dezember 2017. Danach stehen die Entscheide auf Stadt- bzw. Kreis-, Bezirks- und Landesebene an. Höhepunkt ist das Bundesfinale mit den 16 Landessiegern am 20. Juni 2018 in Berlin.

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels ist einer der größten und ältesten Schülerwettbewerbe in Deutschland. Seit 1959 lädt die Initiative der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung Mädchen und Jungen dazu ein, spannende Geschichten und die Freude am Lesen zu entdecken.

Der Vorlesewettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Medienpartner sind der rbb und das Kindermagazin „Dein SPIEGEL“. Alle Informationen zum Vorlesewettbewerb und die Wettbewerbsunterlagen: www.vorlesewettbewerb.de.

Landesmuseum Mainz bietet erstmals inklusive Lesung an „Mainz liest bunt“: Zum bundesweiten Vorlesetag wird Buch in Leichter Sprache vorgelesen

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Zum bundesweiteten Vorlesetag veranstaltet das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) am Donnerstag, 16. November, in Kooperation mit der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz e.V. zum ersten Mal eine inklusive Lesung. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr und findet im Rahmen der Reihe „Mainz liest bunt“ statt. Die Vorleser sind: der ehemalige Kulturdezernent der Stadt Mainz, Peter Krawietz und Claudia Presser, die für ihre Vorlesearbeit unter anderem für die Stiftung Lesen bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Zudem lesen Anja Geißler, sie ist von Geburt an blind und präsentiert bei der Lesung eine ganz besondere Lesetechnik, das Lesen mit den Fingern (Braille), sowie Johannes Instinsky vom Landesbeirat behinderter Menschen der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz. Alle vier lesen aus dem kürzlich erschienenen Buch „Geschichten aus Rheinland-Pfalz in Leichter Sprache“ vor.

Zusätzlich wird die Lesung live in Gebärdensprache gedolmetscht. Der Ausdruck „Leichte Sprache“ steht für eine leicht verständliche Art der Kommunikation. Dabei werden zum Beispiel kurze Sätze und einfache Wörter verwendet sowie unterstützende Bilder eingesetzt. Es wird zudem auf eine leicht lesbare und große Schrift geachtet. Ziel ist es, den Zugang zu Texten zu erleichtern.
„Die Themen „Inklusion und Barrierefreiheit“ liegen uns ganz besonders am Herzen.

Für unsere aktuelle Ausstellung „vorZEITEN – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ haben wir bereits einen Ausstellungsführer in Leichter Sprache erstellt. Mit der ersten inklusiven Lesung in unserem Haus gehen wir diesen Weg weiter“, betont Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums.
„Geschichten aus Rheinland-Pfalz in Leichter Sprache“ enthält fünf Sagengeschichten: Das Mainzer Rad, Der Binger Mäuseturm, Die Braut von der Burg Rheinstein, Der Schatz im Feuer von Bacharach und Die Loreley. Die Erzählungen wurden von Anne-Kathrin Berg vom Zentrum für Leichte Sprache nacherzählt. Im Anschluss wurden die Geschichten dahingehend geprüft, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten die erstellten Texte und Bilder vorab begutachten und ihre Eindrücke schildern konnten. Diese wichtige Aufgabe übernahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der in.betrieb GmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration. Grafikerin Julia Disser aus Landshut hat die Erzählungen liebevoll illustriert und die Wünsche und Anregungen der „Probeleser“ umgesetzt.

Der bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ und der Deutsche Bahn Stiftung findet seit 2004 statt. Leidenschaft für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder möglichst früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen, ist das Anliegen der Initiative. In diesem Jahr steht unter dem Titel „Lesespaß für alle“ das Thema Inklusion im Fokus. Ganz unterschiedliche Vorleserinnen und Vorleser werden Leser und Hörer mit und ohne Behinderung den Spaß am Lesen entdecken lassen und sie für inklusive Leseveranstaltungen oder inklusive Leseclubs begeistern.

Besucherrekord bei OPEN BOOKS, OPEN BOOKS KIDS und „Literatur im Römer“ anlässlich der Frankfurter Buchmesse

Besucherinnen und Besucher Besucherinnen und Besucher standen vor "Literatur im Römer" wieder Schlange. Foto: Alexander Paul
Besucherinnen und Besucher Besucherinnen und Besucher standen vor „Literatur im Römer“ wieder Schlange. Foto: Alexander Paul

Das von der Stadt Frankfurt veranstaltete Lesefest OPEN BOOKS erlebte im neunten Jahr seines Bestehens wieder einen deutlichen Besucherzuwachs. Das Kulturamt Frankfurt als Veranstalter zählte 2017 an den Tagen vom 10. bis zum 15. Oktober 16.000 Zuschauer, die an 120 Lesungen mit 200 Mitwirkenden teilnahmen. Wie die Jahre zuvor konzentrierten sich die Veranstaltungen auf fünf Orte rund um den Römerberg. OPEN BOOKS verwandelte die Buchmesse in ein lebendiges Fest des Lesens, das auch dank des freien Eintritts für Menschen aller Generationen und Interessen offen war. Für junge Besucher gab es erstmals den Lesungsreigen OPEN BOOKS KIDS.

Die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Ina Hartwig, sagt zum Abschluss: „Ich bin begeistert, dass ein so dichtes und hochkarätiges Programm wie das von OPEN BOOKS einen so großen Zuspruch findet. Das Buch erweist sich als großes Kulturereignis und Frankfurt kann mit Stolz sagen, dass es seinem Ruf als Buch- und Literaturstadt mehr denn je gerecht wird. Ganz besonders freue ich mich, dass bei OPEN BOOKS KIDS auch die kommende Lesegeneration angesprochen wird und die Kinder erleben konnten, was für ein Erlebnis für Augen und Ohren ein Buch sein kann.“ Die Leiterin von OPEN BOOKS, Dr. Sonja Vandenrath, ergänzt: „Wir haben in diesem Jahr einen regelrechten Wahrnehmungssprung gemacht. OPEN BOOKS gehört zu Frankfurt wie die Buchmesse selbst. Ich bin stolz und glücklich, dass unser Konzept aufgegangen ist, 120 Veranstaltungen an rund vier Tagen anzubieten und dies alles rund um den Römer. Der Römerberg war quirlig und lebendig wie noch nie zu BuchmessenTagen.

Neben dem Römer war die deutschsprachige Belletristik auch im Frankfurter Kunstverein vertreten. Foto: Alexander Paul
Neben dem Römer war die deutschsprachige Belletristik auch im Frankfurter Kunstverein vertreten. Foto: Alexander Paul

Wir hatten ein großartiges Publikum, das dankbar für das Angebot war, Lesungen aus den wichtigsten Büchern des Herbstes bei freiem Eintritt und auf kurzen Wegen erleben zu können. Die Besucherströme bei OPEN BOOKS zeigen, dass Lesungen für die Buchkultur immer wichtiger werden.“

Bereits der erstmalig in der Deutschen Nationalbibliothek stattfindende Auftakt am 10. Oktober mit doppelt so vielen Plätzen wie die Jahre zuvor war ausverkauft. OPEN BOOKS erlebt eine furiose Eröffnung, zu der die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Dr. Ina Hartwig, und die stellvertretende Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek, Ute Schwens, begrüßten.

Auf dem legendären „Blauen Sofa“ nahmen anschließend der frischgekürte Buchpreisträger des Jahres 2017 Robert Menasse, der Büchner-Preisträger 2014 Jürgen Becker, der französische Soziologe Didier Eribon und die Frankfurter Schriftstellerin Eva Demski Platz. Das Programm bot an den drauffolgenden Tagen eine Auslese der wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes, zu denen der diesjährige Ehrengast Frankreich hochkarätige Autoren wie Leila Slimani, Hédi Kaddour, Annie Ernaux und Marie NDiaye beitrugen. Sie lasen in der Evangelischen Akademie Frankfurt. Das Sachbuch im Haus am Dom erwies sich erneut als Besuchermagnet. Die deutschsprachige Belletristik in den Römerhallen und dem Frankfurter Kunstverein war mit den wichtigsten Titeln prominent vertreten. Die von Jakob Hoffmann kuratierte Comicreihe ist aus dem Programm nicht mehr wegzudenken. Vor den Römerhallen, dem traditionsreichen Veranstaltungsort von „Literatur im Römer“, stand das Publikum schon lange vor Beginn Schlange und wartete geduldig auf den Einlass, um die 16 besten Romane des Herbstes in kurzen Gesprächen und Lesungen präsentiert zu bekommen. Rund um den Römer war der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei.

Besonderen Interesses erfreute sich in diesem Jahr das Kinderbuchprogramm OPEN BOOKS KIDS. Am Buchmesse Wochenende stellten unter anderem der bekannte Kinderbuchillustrator Ole Könnecke sein Buch „Sport ist herrlich“ und Tanya Stewner ihren zehnten Band der Erfolgsreihe „Liliane Susewind“ im kinder museum frankfurt vor und antworten auf die vielen Fragen der jungen Zuhörer. OPEN BOOKS KIDS, der erstmalig veranstalteten Lesungsreigen für Kinder im Frankfurter Kindermuseum, wird aufgrund des großen Erfolgs im kommenden Jahr fortgesetzt.

Solilesung für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel im Haus am Dom. Foto: Alexander Paul
Solilesung für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel im Haus am Dom. Foto: Alexander Paul

Am Samstag ging OPEN BOOKS mit der langen Lyriknacht „Teil der Bewegung“ und einer Solidaritätsveranstaltung für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel im Haus am Dom zu Ende. Gefeiert wurde bei der OPEN PARTY im Literaturhaus.

Frankfurter Buchmesse 2017 war politisch wie nie – Ehrengast Frankreich und europäische Verständigung im Zentrum

Frankfurter Buchmesse 2017  mit Besucherrekord. Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurter Buchmesse 2017 mit Besucherrekord. Foto: Diether v. Goddenthow

Mit einem Besucherplus von 6,5 Prozent am Messewochenende und einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent an den Fachbesuchertagen ist die Frankfurter Buchmesse 2017 am heutigen Sonntag zu Ende gegangen. 286.425 Besucherinnen und Besucher kamen zur Frankfurter Buchmesse, das entspricht einem Zuwachs von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 7.300 Aussteller aus 102 Ländern nahmen in diesem Jahr teil. Insgesamt fanden in der Messewoche rund 4.000 Veranstaltungen statt. Das Literary Agents & Scouts Centre war mit 500 gebuchten Tischen, 788 Agenten und 321 Agenturen (davon 29 Neuaussteller) aus 30 Ländern erneut ausgebucht.

Angela Merkel. Foto: Diether v. Goddenthow
Angela Merkel. Foto: Diether v. Goddenthow

Bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse durch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron wurde ein starkes Zeichen für ein Europa der Kultur gesetzt. Zahlreiche Politiker, darunter die französische Kulturministerin Françoise Nyssen, die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles, der SPD-Vorsitzende Martin Schulz und der Präsident der Europäischen Linken Gregor Gysi, besuchten die Frankfurter Buchmesse. Überschattet wurde die Buchmesse durch Konfrontationen zwischen rechten und linken Gruppierungen.

Von Fans umringt: Udo Lindenberg am teNeues-Stand. Foto: Diether v. Goddenthow
Von Fans umringt: Udo Lindenberg am teNeues-Stand. Foto: Diether v. Goddenthow

„Auf der Frankfurter Buchmesse kommen an fünf Tagen mehr als 280.000 Besucherinnen und Besucher aus über 150 Ländern zusammen. Sie ist ein Ort, der von einer enormen Vielfalt an Meinungen lebt. Wir lehnen die politische Haltung und verlegerischen Aktivitäten der Neuen Rechten entschieden ab. Dennoch sind wir als Veranstalter der größten internationalen Messe für Bücher und Medien dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung verpflichtet. Konflikte bleiben hier nicht aus. In diesem Jahr wurden wir Zeugen von Handgreiflichkeiten, die von der Polizei aufgelöst wurden. Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung verurteilen wir aufs Schärfste“, sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Grenzen der Toleranz - Wie viel Meinungsfreiheit halten wir aus?, hieß eine Talkrunde am Stand der Süddeutschen Zeitung mit (v.r.n.li.) Wolfgang Ferchl,Random House, Aleander Skipis, Hauptgeschäftsführer Börsenverein des deutschen Buchhandels, Boris Palmer, Tübinger Bürgermeister, Mitglied der Grünen, Autor von "Wir können nicht allen helfen",  und Moderatorin Franziska Augstein.  Foto: Diether v. Goddenthow
Grenzen der Toleranz – Wie viel Meinungsfreiheit halten wir aus?, hieß eine Talkrunde am Stand der Süddeutschen Zeitung mit (v.r.n.li.) Wolfgang Ferchl,Random House, Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer Börsenverein des deutschen Buchhandels, Boris Palmer, Tübinger Bürgermeister, Mitglied der Grünen, Autor von „Wir können nicht allen helfen“, und Moderatorin Franziska Augstein. Foto: Diether v. Goddenthow

„Unsere Gesellschaft steht vor großen Fragen und Herausforderungen – das war auch auf der diesjährigen Buchmesse spürbar. Gerade jetzt sind Verlage und Buchhandlungen gefragt, um Debatten anzuregen, den Dialog und die politische Auseinandersetzung zu fördern.

Der türkische Investigativjournalist Ahmet Sik erhielt den Raif Badawi Award. Er soll an den saudischen Blogger Raif Badawi erinnern, der wegen seiner islamkritischen Texte zu 1000 Peitschenhieben und 10 Jahren Haft verurteilt wurde. v.li.: Şiks Anwalt Can Atalay, Raif Badawis Ehefrau Ensaf und HaidarBundesinnenminister Gerhard Baum. Die Auszeichnung wird von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verliehen. Foto: Diether v. Goddenthow
Der türkische Investigativjournalist Ahmet Sik erhielt den Raif Badawi Award. Er soll an den saudischen Blogger Raif Badawi erinnern, der wegen seiner islamkritischen Texte zu 1000 Peitschenhieben und 10 Jahren Haft verurteilt wurde. v.li.: Şiks Anwalt Can Atalay, Raif Badawis Ehefrau Ensaf Haidar und Bundesinnenminister a.D. Gerhard Baum. Die Auszeichnung wird von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verliehen. Foto: Diether v. Goddenthow

In den vergangenen Tagen hat sich die Buchbranche lebendig und vielfältig gezeigt und einen starken Appell für Meinungsfreiheit und Pluralismus, für eine offene und tolerante Gesellschaft von Frankfurt aus in die Welt gesendet“, sagte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Gast bei der Preisverleihung war der türkische, inzwischen in Deutschland lebende Journalist Can Dündar.Foto: Diether v. Goddenthow
Gast bei der Preisverleihung war der türkische, inzwischen in Deutschland lebende Journalist Can Dündar.Foto: Diether v. Goddenthow

Der frühere Bundesinnenminister Gerhard Baum unterstrich bei der Verleihung des Raif Badawie-Preises in seiner Laudatio auf den Preisträger Ahmet Şik  das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit: Ohne Meinungsfreiheit sei eine Demokratie zum Sterben verurteilt sei: „Wir können nicht an alle denken, die im Gefängnis sitzen, aber wir müssen exemplarisch an einige denken – und zeigen, dass uns ihr Schicksal nicht gleichgültig ist.“ Ahmet Siks Buch „Die Armee des Imam“ über die Gülen-Bewegung galt in der Türkei als „das gefährlichste Buch des Landes“.

Der lichtdurchflutete, durch Kiefnerholzregalelemente in Themengebiete untergliederte Ehrengast-Pavillon lockte mit Lesungen, Ausstellungen, Attraktionen wie eine Gutenberg-Druckpresse Tausende Besucher an. Foto: Diether v. Goddenthow
Der lichtdurchflutete, durch Kiefnerholzregalelemente in Themengebiete untergliederte Ehrengast-Pavillon lockte mit Lesungen, Ausstellungen, Attraktionen wie eine Gutenberg-Druckpresse Tausende Besucher an. Foto: Diether v. Goddenthow

Ein Höhepunkt der Frankfurter Buchmesse 2017 war der Ehrengastauftritt Frankreichs. „Francfort en Français“ war das wichtigste und größte Kulturprojekt, das Frankreich jemals mit Partnern in Deutschland umgesetzt hat.

Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron warb bei der Eröffnung der Buchmesse für seine Visionen eines erneuteren Europas. Foto: Diether v. Goddenthow
Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron warb bei der Eröffnung der Buchmesse für seine Visionen eines erneuteren Europas. Foto: Diether v. Goddenthow

Es beruhte auf der engen deutsch-französischen Freundschaft und lebte von der Vision, gemeinsam ein Europa des Geistes, der Literatur und der Kultur zu schaffen. 180 französischsprachige Autorinnen und Autoren trafen bei rund 350 Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse und in der Stadt ihre Leser. Tausende Besucherinnen und Besucher haben in den letzten Tagen den französischen Pavillon mit seiner kunstvollen Holzkonstruktion besichtigt und mit Leben gefüllt.

Autorin und PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel (li.) diskutierte mit deutschen und französischen Schülern über die Bedeutung von Meinungsfreiheit. Zweisprachige Moderation Thomas Koch (Mitte). Foto: Diether v. Goddenthow
Autorin und PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel (li.) diskutierte mit deutschen und französischen Schülern über die Bedeutung von Meinungsfreiheit. Zweisprachige Moderation Thomas Koch (Mitte). Foto: Diether v. Goddenthow

Ein Höhepunkt im vielfältigen Programmangebot des Azubistro war die Podiumsdiskussion „Meinungsfreiheit und Diskussionskulturbei Jugendlichen in Europa“, moderiert von Thomas Koch, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. Autorin und PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel kam mit deutschen und französischen Jugendlichen des deutsch-französischen Jugendcamps über die Meinungsfreiheit „Du hast das Wort – Tu as la parole“ ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass weder in deutschen noch französischen Schulen die Lehrer „Meinungsfreiheit“ kaum zum Thema machten, allenfalls die Schüler untereinander die Bedeutung von Meinungsfreiheit diskutierten, etwa an der Elysées Schule Paris nach den islamistischen Anschlägen auf des Satireblatt „Charlie Hebdo“. Fazit: Meinungsfreiheit ist  nichts Selbstverständliches, sie ist heute mehr gefährdet denn je, und muss als ein Menschenrecht  verteidigt werden.

Femme fatale

v.r.n.li.:Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau ,Maria Furtwängler, Cécile Calla, Rüdiger Suchsland und Barbara Vinken im lustvollen Talk über eines der ältesten Themen der Welt. Foto: Diether v. Goddenthow
v.r.n.li.:Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau ,Maria Furtwängler, Cécile Calla, Rüdiger Suchsland und Barbara Vinken im lustvollen Talk über eines der ältesten Themen der Welt. Foto: Diether v. Goddenthow

Zwar ein wenig augenzwinkernd, aber immer noch ein Aufreger-Thema, diskutierten Maria Furtwängler, Rüdiger Suchsland, Cécile Calla und Barbara Vinken über die Bilder und Waffen „der“ deutschen und französischen Frau: „Femme fatale: Erotisch, lässig, selbstbestimmt – Frauenbilder in Frankreich und Deutschland. Wo sind die fröhlichen Feministinnen?“, hieß es provokativ.

Das Lesezelt bis auf den letzten Platz mit - zumeist - fröhlichen Feministinnen belegt. Foto: Diether v. Goddenthow
Das Lesezelt bis auf den letzten Platz mit – zumeist – fröhlichen Feministinnen belegt. Foto: Diether v. Goddenthow

Moderiert wurde das Gespräch von Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, und Feministin und Karl May-Liebhaberin. Maria Furtwängler brachte schließlich das Fazit auf den Punkt: „Französinnen dürfen vielleicht ein wenig sinnlicher und verwegener sein als deutsche Frauen!“.

Verleihung des Deutschen Selfpublishing-Preises

Erster Deutscher eBook-Award auf der Bühne von "Buchkunst". Foto: Diether v. Goddenthow
Erster Deutscher eBook-Award auf der Bühne von „Buchkunst“. Foto: Diether v. Goddenthow

Die MVB und der Selfpublisher-Verband verleihen erstmals den Deutschen Selfpublishing-Preis #dspp17. Zur Jury gehören unter anderem Jochen Wegner (Chefredakteur Zeit Online), Robert Duchstein (Geschäftsführer der Buchhandlung Reuffel), Nina George (Autorin) und Florian Geuppert (CEO Digital Content Group by Holtzbrinck). Zusätzlich wird der Träger des Publikumspreises bekanntgegeben. Moderatoren: Matthias Matting (Selfpublisher-Verband), Sandra Schüssel (MVB).

Robert Menasse, Deutscher Buchpreis 2017, auf dem blauen Sofa der ZDF-Bühne. Menasses ironischer Gesellschaftsroman mit Krimi-Elementen spielt in Brüssel. Er durchleuchtet die EU-Bürokratie und entwirft am Beispiel zahlreicher Figuren und Erzählstränge ein schillerndes Panorama der europäischen Eliten, wobei eine Sau, alle Figuren miteinander verknüpft und zugleich als Metapher dient. Foto: Diether v. Goddenthow
Robert Menasse, Deutscher Buchpreis 2017, auf dem blauen Sofa der ZDF-Bühne. Menasses ironischer Gesellschaftsroman mit Krimi-Elementen spielt in Brüssel. Er durchleuchtet die EU-Bürokratie und entwirft am Beispiel zahlreicher Figuren und Erzählstränge ein schillerndes Panorama der europäischen Eliten, wobei eine Sau, alle Figuren miteinander verknüpft und zugleich als Metapher dient. Foto: Diether v. Goddenthow

Dass die Frankfurter Buchmesse auch in diesem Jahr die weltweit größte Bühne für Literatur wurde, garantierten zahlreiche Veranstaltungen mit prominenten Autoren wie Margaret Atwood, Cecelia Ahern, Paula Hawkins, Nicholas Sparks, Édouard Louis, Kerstin Gier, Leïla Slimani, Daniel Kehlmann, Rafik Schami, Dr. Eckart von Hirschhausen, Bergsteiger-Held Reinhold Messner, Ilija Trojanow, Thriller-Autoren Dan Brown, Ken Follett und Sebastian Fitzek, Bestseller-Philosoph Dr. Richard David Precht sowie Teenager-Star Lukas Rieger u.v.a. Abends fanden in ausgewählten Bars und Clubs im Rahmen des BOOKFEST Slams, Lesungen, Networking-Events und Partys statt.

THE ARTS+, das Business Festival der Frankfurter Buchmesse, wurde in diesem Jahr erfolgreich weiterentwickelt. Auf 3.000 Quadratmetern zeigten 54 Aussteller und 31 weitere Partner innovative Projekte und Dienstleistungen – 120 Sprecher präsentierten ihre Vision für die Zukunft des Kreativsektors. Zu den bekanntesten Sprechern zählten der Volksbühne-Intendant Chris Dercon, der Leiter des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe Peter Weibel, Astrid Welter von der Fondazione Prada, CEO und Founder von Arago Chris Boos, Artifical-Intelligence-Experte Dr. Ahmed Elgammal sowie Googles Caroline Atkinson, Wirtschaftsexpertin und ehemalige Beraterin im Kabinett Barack Obamas (hier zum Soundfile: https://soundcloud.com/detektorfm-wort/caroline-atkinson-the-economic-impact-of-culture-and-creativity-in-the-future). Künstler wie John Craig Freeman und Jeremy Bailey und Kreative wie Diane Drubay von „We are Museums“ rundeten das Programm ab.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017 an Margaret Atwood

Maragaret Atwood erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017 Margaret Atwood mit Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und dem Vorsteher des Börsenvereins, Heinrich Riethmüller Foto: Werner Gabriel
Maragaret Atwood erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017
Margaret Atwood mit Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und dem Vorsteher des Börsenvereins, Heinrich Riethmüller Foto: Werner Gabriel

Die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin Margaret Atwood ist heute mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand vor rund 1.000 geladenen Gästen in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Laudatio hielt die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse.

In den Mittelpunkt ihrer Dankesrede stellte Margaret Atwood die Kraft des Geschichtenerzählens und die Aufgabe der Schriftstellerinnen und Schriftsteller in schwierigen Zeiten. „Geschichten haben es in sich. Sie können das Denken und Fühlen der Menschen verändern – zum Besseren oder zum Schlechteren“, sagte Atwood. Warum und mit welchem Zweck der Mensch Kunst, und damit auch das Erzählen von Geschichten betreibe, darauf gebe es keine eindeutige Antwort. „Was macht man damit? Lernen, lehren, uns ausdrücken, die Realität beschreiben, uns unterhalten, die Wahrheit darstellen, feiern oder gar anklagen und verfluchten?“, fragte Atwood. Klar sei: Der Mensch habe seit je her Kunst geschaffen.

Wir lebten aktuell, so Margaret Atwood in einem „seltsamen historischen Augenblick“, in „Zeiten von Bedrohung und Wut“. Sie veranschaulichte die Lage mit dem, was sie als Schriftstellerin am besten kann, mit einer Fabel: einer Geschichte vom Wolf, der für die vermeintlich perfekte Welt die Zivilgesellschaft abschafft und das friedliche Zusammenleben opfert, und von Kaninchen, die vor Verwirrung und Angst erstarren. Angesichts des gespannten gesellschaftlichen Klimas, sozialer Ungerechtigkeit und der zunehmenden Bedrohung von Umwelt und Natur müssten sich, so Atwood, die Bürger jedes Landes dieselbe Frage stellen: „In was für einer Welt wollen sie leben?“

Der Schriftstellerin oder dem Schriftsteller der heutigen Zeit komme eine wichtige Aufgabe zu: „Natürlich soll er oder sie vor den Mächtigen die Wahrheit aussprechen, die Geschichten erzählen, die verdrängt worden sind, den Stimmlosen eine Stimme geben. Und viele Schriftsteller haben das getan, oft haben sie sich Ärger eingehandelt und manchmal hat es sie das Leben gekostet.“ Eine Geschichte richte sich immer an denjenigen, der sie gerade höre oder lese – und dieser gestalte den Schöpfungsakt durch seine Art der Rezeption mit. „Ein Buch ist eine Stimme in deinem Ohr; die Botschaft ist – während du sie liest – für dich allein bestimmt“, sagte Atwood. (Vollständige Dankesrede der Friedenspreisträgerin)

Margaret Atwoods Werk, so die Laudatorin Eva Menasse, zeige besonders gut, „wie Literatur sein muss, um auch eine politische Wirkung zu entfalten. Es zeigt, wie politische und gesellschaftliche Analyse Eingang finden, ohne die Literatur zu verbiegen oder zu beschweren.“ Ihre Erzählungen seien „realistisch, wahrhaftig, und immer ein wenig beispielhaft. Vor allem zeigen sie die anderen Möglichkeiten auf. Möglichkeiten liegen ja überall und in allem. Indem wir leben, treffen wir ständig Entscheidungen, die Möglichkeiten vernichten, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Nur im Schreiben kann man sie wieder lebendig machen, die Varianten ans Licht holen, lachen und weinen darüber, was alles möglich gewesen wäre“, sagte Menasse. (Vollständige Laudatio)

Oberbürgermeister Peter Feldmann wies in seiner Rede darauf hin, dass der Friedenspreis eine der weltweit angesehensten Auszeichnungen ist: „Mit der Wahl des Preisträgers senden wir aus Frankfurt eine klare Botschaft in die Welt und erinnern an die politische Dimension der Kunst. Dieses Jahr geht der Preis an eine bei Kritikern und Lesern gleichermaßen beliebte kanadische Weltautorin. Sie lebt in einer Stadt, die wir als Frankfurter gut kennen, weil sie seit 1989 unsere Partnerstadt ist: Toronto. Eng verbunden mit unserer Region FrankfurtRheinmain ist auch ihr Hauptwerk, ‚Der Report der Magd‘. Denn verfilmt wurde es als ‚Die Geschichte der Dienerin‘ von einem Regisseur aus unserer Nachbarstadt Wiesbaden, Volker Schlöndorff.“

An die Autorin und Preisträgerin gerichtet, fasste Feldmann zusammen, was ihn persönlichen an Atwoods Büchern fasziniert: „Margaret Atwoods Schreiben ist enorm vielseitig und anspruchsvoll. Sie stellt den Menschen mit seinen Ambivalenzen und Widersprüchen ins Zentrum. Und Margaret Atwood hat ihren Ruhm immer genutzt, um sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ebenso wie für den Kampf gegen die globale Erwärmung und für den Natur-, vor allem Tierschutz einzusetzen. Unser Sinn für Feminismus und die Akzeptanz dessen, was Science Fiction ist, wurde durch ihr Werk geschärft.“

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, bezeichnete Margaret Atwood als „Mahnerin für Frieden und Freiheit“: „Mit ihren Gedichten schärft Margaret Atwood unseren Blick für das Leben in all seinen Facetten, für seine Ungewissheiten, seine Widersprüche, seine Schönheiten. Sie öffnet uns mit ihren Romanen aber auch die Augen dafür, wie düster eine Welt aussehen kann, wenn wir unseren Verpflichtungen für ein friedliches Zusammenleben nicht nachkommen. Für dieses wache Bewusstsein, dem Kern ihrer Literatur und Poesie, wollen wir sie heute auszeichnen“, sagte Riethmüller. (Vollständiges Grußwort des Börsenvereinsvorstehers)

Seit 1950 vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Preisträger waren neben Amos Oz und Albert Schweitzer unter anderem Astrid Lindgren, Václav Havel, Jürgen Habermas, Susan Sontag, David Grossman, Liao Yiwu, Navid Kermani und im vergangenen Jahr Carolin Emcke. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Das Buch „Der Report der Magd“

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„Der Report der Magd“ von Margaret Atwood wurde in den späten 80er Jahren zum Kultbuch einer ganzen frauenbewegten Generation. Er handelt von einer provozierenden Vision eines totalitären patriarchalen Systems, in dem Frauen keine Rechte haben, und in dem die wenigen fruchtbaren Frauen den Herrschenden als Gebärmaschinen dienen müssen. Die Magd Desfred muss wie ihre Leidensgenossinnen ihren Körper unter einer blutroten Robe verstecken, das Gesicht unter einer weißen Flügelhaube verbergen. Sie sehen aus wie Nonnen, wenngleich sie in Wahrheit Sexsklavinnen sind, die in einem als religiösen Akt zelebrierten Begattungs-Ritual einmal monatlich vergewaltigt werden. Atwoods Buch, einst von der Generation Latzhose gefeiert, erlangte nach 32 Jahren seines Ersterscheinens in der gegenwärtigen Diskussion um religiös begründete (Voll-)Verschleierungspflichten von Frauen unerwartete Aktualität, und ist eine Kritik an jeglichen Totalitarismus, der Menschen entrechtet, unterdrückt und ausbeutet.
Margaret Atwood. Der Report der Magd.
Taschenbuch, Piper-Verlag, 416 Seiten, Euro 12,00

Buchmessensplitter: Udo Lindenberg stellt seinen Bildband „Udo Lindenberg – Stärker als die Zeit“ vor

"Das Werk haut mich schier um", Panikrocker Udo Lindenberg am Teneues-Stand auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: Diether v. Goddenthow
„Das Werk haut mich schier um“, Panikrocker Udo Lindenberg am Teneues-Stand auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: Diether v. Goddenthow

Highlife herrschte nicht nur am Donnerstag-Abend in der Leica Galerie der Frankfurter Innenstadt als Udo Lindenberg seinen neuen Bildband „Udo Lindenberg – Stärker als die Zeit“ vorstellt. Totaler Stau herrschte auch am Stand des TeNeues-Verlages auf der Frankfurter Buchmesse und beim anschließendem „Live on Stage“, von 17:30 Uhr bis 18 Uhr am Open Stage (AGORA) mit anschließender Signierstunde.
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Die Fotos aus dem Bildband „Udo Lindenberg – Stärker als die Zeit“ stammen aus der Kamera von Tine Acke, die seit 20 Jahren nicht nur Hoffotografin ist, sondern auch seine „Komplizin fürs Leben“. Vier Jahre lang hat Tine Acke, Jahrgang 1977, den Grandseigneur des deutschen Rock´n´Roll auf seiner Tour begleitet, da er sich zum 70. so einen Band gewünscht hatte. „Im Schleudergang ging es durch die Stadien der Republik – das Motto: größer, schneller, weiter. Über eine Million Zuschauer sahen live atemberaubende Shows, unglaubliche Effekte und einen Künstler, der seinen Fans noch nie so nah war. ‚Kein Konzert, sondern ein Lehrstück über die Liebe‘, schrieb begeistert die WELT. Und sie hat recht damit.“ (Teneues).

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TINE ACKE: UDO LINDENBERG – STÄRKER ALS DIE ZEIT – DIE STADIONTOUR.
Die Stadiontour fotografiert von Tine Acke. Mit Beiträgen von Tine Acke, Uwe Bahn, Günter Jäckle , Niko „Die Zarin“ Kazal, Arno Köster, Udo Lindenberg, Tim Pröse, Hannes Rossacher, Sonja „Schwessi“ Schwabe, Lena Steeg, Steffi Stephan, und Roland „Balou“ Temme, Benjamin von Stuckrad-Barre.Erschienen bei teNeues. 352 Seiten. Preis: 50 Euro. Auch erhältlich als Collector’s und Limited Edition.

Frankfurter Buchmesse: Buchblog-Award 2017 geht an „Kaffeehaussitzer.de“

Uwe Kalkowskis kaffehaussitzer.de gewinnt den Buchblog-Award. Jurysprecherin Sarah Reul begründet die Wahl. Foto: Diether v. Goddenthow
Uwe Kalkowskis kaffehaussitzer.de gewinnt den Buchblog-Award. Jurysprecherin Sarah Reul begründet die Wahl. Foto: Diether v. Goddenthow

Uwe Kalkowskis kaffehaussitzer.de ausgezeichnet / Sonderpreis geht an Instagram-Account @literarischernerd von Florian Valerius / Sieger erhalten Reise in Literaturhotel, BücherSchecks und Teilnahme bei den Buchpreisbloggern 2018

kaffeehaussitzer.de ist der beste deutschsprachige Buchblog 2017. Die Jury des Buchblog-Awards zeichnete den 48-jährigen Marketing-und-Presse-Verantwortlichen des RWS-Verlags Uwe Kalkowski für seinen Blog heute auf der Frankfurter Buchmesse aus. Mit dem Sonderpreis bedachte die Jury den 35-jährigen Buchhändler Florian Valerius für seinen Instagram-Account @literarischernerd.

Jurysprecherin Sarah Reul begründet die Wahl: „Der Kaffeehaussitzer ist eine abwechslungsreiche und originelle Stimme für die Literatur. Uwe Kalkowskis Blog zeichnet sich durch seine hohe Identifikation mit dem Thema aus. Seine starken Texte überzeugen sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Sein Engagement für Bücher und deren Vermittlung sowie für den Austausch mit Leserinnen und Lesern sind bemerkenswert.“

Mit dem Sonderpreis bedachte die Jury den 35-jährigen Buchhändler Florian Valerius für seinen Instagram-Account @literarischernerd. Foto: Diether v. Goddenthow
Mit dem Sonderpreis bedachte die Jury den 35-jährigen Buchhändler Florian Valerius für seinen Instagram-Account @literarischernerd. Foto: Diether v. Goddenthow

Zur Vergabe des Sonderpreises sagt sie: „@literarischernerd öffnet seinen Besucherinnen und Besuchern ein optisch und inhaltlich besonders ansprechendes Buch-Universum. Instagrammer Florian Valerius überzeugt mit seiner Kreativität bei den Fotos und Bildunterschriften sowie seinem ganz eigenen Zugang zur Literatur. Er wird als Mensch hinter dem Account sichtbar, der andere mit seiner Leidenschaft ansteckt und so wesentlich dazu beiträgt, einen Zugang zu Büchern und dem Lesen zu schaffen.“

Die beiden Sieger erwartet je eine Reise in das Literaturhotel Wedina in Hamburg und Bücherschecks in Höhe von 100 Euro. Außerdem können sie bei den Buchpreisbloggern zum Deutschen Buchpreis 2018 teilnehmen.

Der Jury gehörten an: Sarah Reul (Jurysprecherin, Buchhändlerin und Bloggerin, Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau / pinkfisch.net), Felicitas von Lovenberg (Verlegerin, Piper Verlag), Dirk von Gehlen (Leiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung), Elisabeth Rank (Redakteurin und Autorin) und Frank Krings (PR-Manager, Frankfurter Buchmesse).

Die Initiatoren

 Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 5.000 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

NetGalley ist eine Online-Plattform und ein Netzwerk für Buchverlage und professionelle Leser. NetGalley ermöglicht Rezensenten, Bloggern, Journalisten, Buchhändlern, Bibliothekaren und Lehrenden kostenlosen Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren und unterstützt Verlage beim Bekanntmachen neuer und noch unveröffentlichter Titel.

Ansprechpartnerin für den Award: Karina Elm, karina.elm@netgalley.com, +49 (0) 30 23456 340

Hashtag zum Award: #bubla17
Website: www.buchblog-award.de
Facebook: www.facebook.com/BuchblogAward
Twitter: @BuchblogAward
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Tetsche gewinnt den Deutschen Cartoonpreis 2017 Freiluftausstellung auf der Agora der Frankfurter Buchmesse

v.li.: Katharina Greve, dritter Preis, Cartoonisten-Duo Hauck & Bauer, zweiten Platz, und dazwische, zweiter von rechts: Fred Tödter alias Tetsche, erster Preis. Foto: Diether v. Goddenthow
v.li.: Katharina Greve, dritter Preis, Cartoonisten-Duo Hauck & Bauer, zweiten Platz, und dazwische, zweiter von rechts: Fred Tödter alias Tetsche, erster Preis. Foto: Diether v. Goddenthow

Der gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse und dem Lappan Verlag in der Carlsen Verlag GmbH vergebene Deutsche Cartoonpreis 2017 geht an Fred Tödter alias Tetsche aus Steinkirchen. Den zweiten Platz belegt das Cartoonisten-Duo Hauck & Bauer, den dritten Preis erhält die Künstlerin Katharina Greve.

1. Preis

Fred Tödter alias Tetsche, erster Preis. America first.
Fred Tödter alias Tetsche, erster Preis. America first.

Aus mehr als 2500 Einsendungen wählte eine Jury die besten seit November 2016 entstandenen Cartoons aus. Der Jury gehörten Hendrik Hellige (Director Business Development Visual Culture & Kinder- u. Jugendbuch), Rolf Dieckmann (ehemaliger Humorchef beim STERN), Antje Haubner (Lektorin Lappan Verlag), Wolfgang Kleinert (Chef der Berliner Cartoonfabrik), Dieter Schwalm (Programmleiter Lappan Verlag) und Martin Sonntag (Leiter der Caricatura in Kassel) an.

Der Deutsche Cartoonpreis 2017 ist dotiert mit
3.000 € für den 1. Preis
2.000 € für den 2. Preis
1.000 € für den 3. Preis

Über 150 Cartoonisten folgten in diesem Jahr dem Aufruf, ihre besten Arbeiten für den Deutschen Cartoonpreis einzureichen. 273 Cartoons von insgesamt 82 Künstlern wurden von den Herausgebern für das Buch BESTE BILDER 8 ausgewählt, das pünktlich zur Preisverleihung erscheint. Die Anthologie zeigt das Beste an gezeichnetem Zeitgeist, Humor und Nonsens des Jahres 2017. Dieser Jahresrückblick hat beim Lappan Verlag Tradition, seit 2010 gibt es die Sampler BESTE BILDER des Jahres.

Die 25 besten der Bilder, aus denen zuletzt die drei Sieger-Cartoons  ermittelt wurden, zeigt die Freiluftausstellung auf der Agora der Frankfurter Buchmesse.  Darüber hinaus wird die Caricatura - Galerie für komische Kunst in Kassel, diese Bilder in der Ausstellung Beste Bilder 8 zeigen vom 09. Dezember 2017 bis 18. Februar 2018. Foto: Diether v. Goddenthow
Die 25 besten der Bilder, aus denen zuletzt die drei Sieger-Cartoons ermittelt wurden, zeigt die Freiluftausstellung auf der Agora der Frankfurter Buchmesse. Darüber hinaus wird die Caricatura – Galerie für komische Kunst in Kassel, diese Bilder in der Ausstellung Beste Bilder 8 zeigen vom 09. Dezember 2017 bis 18. Februar 2018.
Foto: Diether v. Goddenthow

Eine Auswahl der BESTEN BILDER aus dem Jahr 2017 ist in einer Freiluftausstellung auf der Agora der Frankfurter Buchmesse zu sehen. Darüber hinaus zeigt die Caricatura – Galerie für komische Kunst vom 09. Dezember 2017 bis 18. Februar 2018 die BESTE BILDER 8-Ausstellung in Kassel.

Mit dem Preis, der Freiluftausstellung auf der Buchmesse und der Buchpublikation BESTE BILDER 8 präsentieren die Frankfurter Buchmesse und der Lappan Verlag den Cartoon als Kunstform einem breiten Publikum.

Das Buch zur Ausstellung – äußerst empfehlenswert! 

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Die Welt ist in der Krise und nichts kann den Irrsinn besser erklären und erträglich machen als ein komischer Jahresrückblick auf alles, was dieses Jahr geschieht. Sicher wird Trump ein Thema sein, die Wahlen in Frankreich und Deutschland, alles, was uns dieses Jahr umtreiben wird, uns fassungslos macht. Dieser Band enthält die witzigsten, interessantesten, hintersinnigsten und besten Cartoons des Jahres und zeigt gleichzeitig die Vorauswahl für den Deutschen Cartoonspreis 2017.

BESTE BILDER 8 – Die Cartoons des Jahres wird herausgegeben von Antje Haubner, Wolfgang Kleinert und Dieter Schwalm. 168 farbige Seiten, Softcover, € 9,99 (D) / € 10,30 (A), Lappan Verlag.

Frankfurter Buchmesse: Mira Valentin gewinnt mit Der Mitreiser und die Überfliegerin den Kindle Storyteller Award

Mira Valentin (Mitte) erhält für ihr Buch Der Mitreiser und die Überfliegerin den Kindle Storyteller Award. Foto: Diether v. Goddenthow
Mira Valentin (Mitte) erhält für ihr Buch Der Mitreiser und die Überfliegerin den Kindle Storyteller Award. Foto: Diether v. Goddenthow

Mira Valentin erhält für ihr Buch Der Mitreiser und die Überfliegerin den Kindle Storyteller Award, der mit einem Preis im Wert von 30.000 Euro dotiert ist.

Eine prominent besetzte Jury und die Partner des Kindle Storyteller Awards kürten den Gewinner
Erstmals wurde der neue Sonderpreis Kindle Storyteller X verliehen: Toralf Sperschneider gewinnt mit Kleine Kreise. EGOismen. Der Preis zeichnet Selfpublishing-Bücher außerhalb traditioneller Belletristik-Genres aus.

Mira Valentin, überglücklich, kann es gar nicht fassen, dass sie den Storyteller-Award erhalten hat.  Foto: Diether v. Goddenthow
Mira Valentin, überglücklich, kann es gar nicht fassen, dass sie den Storyteller-Award erhalten hat. Foto: Diether v. Goddenthow

Auf der Frankfurter Buchmesse wurde gestern der Kindle Storyteller Award an Mira Valentin für ihr Jugendbuch Der Mitreiser und die Überfliegerin verliehen. Der Kindle Storyteller Award würdigt bereits im dritten Jahr die Leistungen und die Bedeutung von unabhängigen Autoren, die ihre deutschsprachigen Werke über Kindle Direct Publishing als eBooks und Taschenbücher veröffentlichen.

Die Auswahl des diesjährigen Gewinners erfolgte durch prominente Juroren und die Partner des Kindle Storyteller Awards, den Freien Deutschen Autorenverband (FDA) und das Nachrichtenmagazin FOCUS. Zuvor wurden die Finalisten durch das Feedback der Amazon-Kunden bestimmt. Die Jury bestand aus Juryvorsitz Dr. Uwe Kullnick, Präsident des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA), Bestseller-Autorin Catherine Shepherd, TV-Moderatorin Nazan Eckes, Moderator und Journalist Cherno Jobatey, Jobst-Ulrich Brand, dem Ressortleiter Kultur & Leben des FOCUS und Frank Euler, Principal Kindle Direct Publishing Deutschland bei Amazon.