Kategorie-Archiv: Buchkultur

Literarisches Blind Date: Deutsche Bank Stiftung präsentiert nominierten Roman für den Deutschen Buchpreis 2017

Logo_dbp_17_RGB  Am 5. September liest ein Anwärter oder eine Anwärterin auf den Deutschen Buchpreis 2017 in der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Die Besonderheit: Das Publikum erfährt den Namen des lesenden Gastes erst am Abend selbst. Zur Auswahl stehen die 20 Autorinnen und Autoren, deren Romane auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017 stehen.

Veranstalter der Lesung ist die Deutsche Bank Stiftung, die seit 2014 Förderer des Deutschen Buchpreises ist. Die Moderation des Abends übernimmt Dr. Torsten Casimir, Chefredakteur des Fachmagazins der Buchbranche „Börsenblatt“. Der Eintritt ist kostenlos, um Anmeldung per E-Mail an die Deutsche Bank Stiftung (veranstaltungen@deutsche-bank-stiftung.de) bis zum 1. September wird gebeten. Aufgrund der begrenzten Kapazität werden die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Termin: 5. September 2017, 19 Uhr

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ort: Deutsche Bank, Forum 1, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main

Anmeldung: Bis 1. September 2017 über: https://www.deutsche-bank-stiftung.de/deutsche-bank-stiftung-laedt-ein-zur-blind-date-lesung/
Der Eintritt ist frei.

 

Deutscher Buchpreis 2017: Jury nominiert 20 Romane für die Longlist

Die Jury des Deutschen Buchpreis 2017 V.l.n.r.: Tobias Lehmkuhl, Maria Gazzetti, Katja Gasser, Lothar Schröder, Silke Behl, Mara Delius, Christian Dunker Copyright: Christina Weiß
Die Jury des Deutschen Buchpreis 2017
V.l.n.r.: Tobias Lehmkuhl, Maria Gazzetti, Katja Gasser, Lothar Schröder, Silke Behl, Mara Delius, Christian Dunker Copyright: Christina Weiß

200 Titel waren in der Auswahl / Shortlist wird am 12. September veröffentlicht / „Buchpreisblogger“ stellen Titel auf www.deutscher-buchpreis-blog.de vor

Die nominierten Titel für den Deutschen Buchpreis 2017 stehen fest: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk): „Eine der wichtigsten Fähigkeiten von Literatur ist das Weiten unserer Welt. Das ist in Zeiten, in denen sich die Blickwinkel mehr und mehr zu verengen scheinen, besonders wichtig. Die Longlist 2017 ist Ausdruck des Versuchs, die Vielfalt der aktuellen deutschsprachigen Literaturlandschaft zu spiegeln. Auf ihr finden sich mit den Büchern unterschiedliche literarische Antworten auf das Leben, den Zustand der Welt, der Menschen: Politisches wie explizit Unpolitisches, traditionell Erzähltes wie Sprachzentriertes und Risikofreudiges, lyrisch Gewobenes wie realistisch Gestricktes. Allen Büchern gemeinsam ist, dass sie die Jury auf die eine oder andere Art gestochen und gebissen haben – angerührt im besten Wortsinne. Vielleicht wird der Blick auf die Welt mit den Büchern der Longlist 2017 wieder etwas größer, weiter.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

Mirko Bonné: Lichter als der Tag (Schöffling & Co, Juli 2017)
Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)
Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)
Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Jung und Jung, März 2017)
Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen (Weissbooks, August 2017)
Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)
Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck, März 2017)
Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)
Birgit Müller-Wieland: Flugschnee (Otto Müller, Februar 2017)
Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten (Matthes & Seitz Berlin, März 2017)
Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)
Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo (Berlin Verlag, März 2017)
Robert Prosser: Phantome (Ullstein fünf, September 2017)
Sven Regener: Wiener Straße (Galiani Berlin, September 2017)
Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)
Ingo Schulze: Peter Holtz (S. Fischer, September 2017)
Michael Wildenhain: Das Singen der Sirenen (Klett-Cotta, September 2017)
Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, März 2017)
Christine Wunnicke: Katie (Berenberg, März 2017)
Feridun Zaimoglu: Evangelio (Kiepenheuer & Witsch, März 2017)
Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2017 gehören neben Katja Gasser an: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (autorenbuchhandlung berlin), Maria Gazzetti (Casa di Goethe, Rom), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker, Berlin) und Lothar Schröder (Rheinische Post).

Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 12. September 2017 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2017 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Die Longlist kennenlernen: Leseproben, Hörproben, Bloggerrezensionen

Anlässlich der Nominierung der Longlist-Titel erscheint das Buch „Die Longlist 2017 – Leseproben“. Es wird herausgegeben vom Fachmagazin Börsenblatt im Verlag der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, einer Wirtschaftstochter des Börsenvereins. Darin werden Leseproben und Hintergrundinformationen zu den nominierten Romanen veröffentlicht. Es ist ab kommender Woche im Buchhandel erhältlich. In welchen Buchhandlungen das Buch mit den Leseproben verfügbar ist, zeigt eine interaktive Karte auf der Website www.jetzteinbuch.de.

Das deutschlandweite Onlineradio detektor.fm hat die Leseproben vertont. Ab heute sind Hörproben der 20 Longlist-Titel unter https://detektor.fm/deutscher-buchpreis abrufbar. Sie sind zudem über die detektor.fm-App, die Smart-TV-App und über das Soundcloud-Profil von detektor.fm verfügbar. Ab dem 15. August präsentiert der Radiosender täglich von Montag bis Freitag jeweils einen Longlist-Titel um 10.15 Uhr in der Sendung „detektor.fm – am Vormittag“ und um 17.40 Uhr in der Sendung „detektor.fm – der Tag“. Die Hörproben zum Deutschen Buchpreis gibt es auch als Podcast. Auf den Plattformen Apple Podcast, Spotify und Deezer sind alle Inhalte direkt zu hören.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017: Eva Menasse hält Laudatio auf Margaret Atwood

© juergen-bauer.com
© juergen-bauer.com

Die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse hält die Laudatio auf Margaret Atwood, die in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt wird. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 15. Oktober 2017, um 11 Uhr in der Frankfurter Paulskirche statt und wird live im ZDF übertragen.

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Mit ihren Romanen, Erzählbänden und Essays sowie als Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland steht sie für eine politisch und gesellschaftlich engagierte Autorenschaft ein.

Nach ihrem Germanistik- und Geschichte-Studium war Eva Menasse als Redakteurin tätig, unter anderem für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Aus ihrer Berichterstattung über den Londoner Prozess gegen den Holocaustleugner David Irving im Jahr 2000 ist das Buch „Der Holocaust vor Gericht. Der Prozess um David Irving“ (Siedler Verlag) hervorgegangen.

In ihrem Debütroman „Vienna“ (Kiepenheuer & Witsch, 2005), für den sie den Rolf-Heyne-Debütpreis erhalten hat, entwirft sie mit den Geschichten einer Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln den Bilderreigen einer ganzen Epoche. Ihr Roman „Quasikristalle“ (Kiepenheuer & Witsch, 2013) zeichnet die Biographie einer Frau aus unterschiedlichen Perspektiven nach. Er wurde unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis ausgezeichnet.

2015 wurde Eva Menasse für ihr bisheriges Werk mit dem Jonathan-Swift-Preis und 2017 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis geehrt. Ebenfalls 2017 ist ihr Erzählband „Tiere für Fortgeschrittene“ (Kiepenheuer & Witsch) erschienen – eine Sammlung kurioser Tiermeldungen, mit denen sie menschliche Abgründe entlarvt.

Literaturhaus Villa Clementine – Veranstaltungen im September 2017 –

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Zu Beginn der neuen literarischen Saison sind im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden zwei der renommiertesten deutschsprachigen Autoren mit ihren neuen Romanen zu Gast: Feridun Zaimoglu und Robert Menasse.
Mit „Evangelio“ hat Zaimoglu einen sprachgewaltigen Roman über Luther und eine Zeit des Glaubens-Umbruchs geschrieben. Robert Menasse wirft in „Die Hauptstadt“ einen Blick auf die zentrale Stadt der europäischen Union – Brüssel.
Im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse, dessen Gastland in diesem Jahr unser Nachbar Frankreich ist, sind mit Shumona Sinha und Emmanuelle Pirotte zwei in Frankreich bereits gefeierte Autorinnen zu Gast.
Ende September liest der bekannte Schauspieler Thomas Loibl in einer Kooperationsveranstaltung aus dem Werk des großen englischen Schriftstellers Anthony Powell.

Die  Veranstaltungen:

Abend zum 125. Geburtstag des Philosophen Helmuth Plessner
Mittlerweile hat es sich herumgesprochen: Helmuth Plessner, ein bedeutender Philosoph und Soziologe (1892-1985), ist ein Sohn der Stadt Wiesbaden. In Erinnerung an sein Werk und in Würdigung seiner Beiträge zum Verständnis der menschlichen Natur sowie seines Engagements für die zivilisatorischen Werte und die Durchsetzung einer demokratischen Kultur in Deutschland wird am 4. September, Plessners 125. Geburtstag, zum zweiten Mal der „Helmuth Plessner Preis“ vergeben, in diesem Jahr an den Philosophen Peter Sloterdijk.
Anlässlich dieses bedeutenden Ereignisses lädt das Kulturamt zu einem Abend in der Villa Clementine ein, an dem die spannende Biografie des Gelehrten und die Grundzüge seines Denkens von zwei herausragenden Kennern vorgestellt werden. Der bekannte Historiker Prof. Dr. Ulrich Sieg und der Soziologe Prof. Dr. Tilman Allert, der sich vielfach für die Würdigung Plessners im Bewusstsein der Stadt eingesetzt hat, werden in lockerer Atmosphäre dazu vortragen.
Fr 01.09. | 19.30 Uhr
Eintritt frei.
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Wiesbaden
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Literarisch-musikalischer Bachmann-Henze-Abend
Die aus Klagenfurt stammende Ingeborg Bachmann und der in Gütersloh geborene Hans Werner Henze, beide Jahrgang 1926, stehen für charismatische, erfolgshungrige und künstlerisch äußerst einflussreiche Menschen. Das Literaturhaus Villa Clementine veranstaltet zu ihren Ehren einen literarisch-musikalischen Abend. Der Schauspieler Armin Nufer liest aus Werken der aus Klagenfurt stammenden Ingeborg Bachmann sowie aus dem Briefwechsel zwischen ihr und dem zeitweise in Wiesbaden lebenden Hans Werner Henze – Zeugnisse einer lebenslangen Freundschaft. Malte Kühn am Klavier und Sabine Gramenz – Gesang – tragen die „Neapolitanischen Lieder“, die „Lieder von einer Insel“ und Musik aus Henzes Wiesbadener Zeit (1950) sowie den früher italienischen Jahren vor.
Bachmann und Henze lernten sich auf der Herbsttagung der Gruppe 47 im Oktober 1952 auf Burg Berlepsch bei Witzenhausen kennen. Aus dieser ersten Begegnung resultierte eine enge und lebenslange Freundschaft sowie ein ausgeprägtes gegenseitiges Musik- und Literaturverständnis. Beide wollten sich von aktuellen Kunstströmungen nicht einengen lassen, beide waren vom politisch restaurativen Klima in Deutschland und Österreich enttäuscht, beide liebten Italien. Henze zog im Frühjahr 1953 zuerst nach Ischia. Bachmann traf ihn im August in Neapel. Bachmann schrieb Libretti zu Henzes Opern „Der Prinz von Homburg“ und „Der junge Lord“, außerdem die lyrische Neufassung der Ballettpantomime „Der Monolog des Fürsten Myschkin“ (nach „Der Idiot“ von Dostojewski), zu der Henze die Musik kreierte. Henze komponierte auch die Musik zu Bachmanns Hörspiel „Die Zikaden“. 1957 schufen sie gemeinsam die „Nachtstücke und Arien“, 1964 die „Lieder von einer Insel“.
Do 07.09. | 19.30 Uhr
€ 10 / erm. € 6 zzgl. VVG. Kartenvorverkauf: Tourist Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 06 11 – 17 29 930; TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 06 11 – 30 48 08, online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus.
Abendkasse: € 13 / erm. € 9

Veranstalter und Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Rita Thies Literaturforum
Das Literaturforum unter der Leitung von Rita Thies ist eine offene Veranstaltung, in der jeweils zwei Bücher aus dem Bereich der aktuellen Literatur und / oder der Literatur des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Nähere Infos zu den Titeln können Sie vor den Veranstaltungen auf Nachfrage unter literaturforum.wiesbaden@online.de erhalten.
Di 12.09. und Di 24.10. | 19.30 Uhr
Eintritt frei
Veranstalter: Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V.
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Feridun Zaimoglu liest aus seinen Roman „Evangelio“

Feridun-Zaimoglu  © Melanie Grande
Feridun-Zaimoglu © Melanie Grande

Feridun Zaimoglu – bekannt für seine wortgewaltige Sprache – hat sich auf die Spuren Martin Luthers und einer Zeit des Glaubens-Umbruchs begeben. Seit Jahrzehnten hat sich der bekennende Muslim Zaimoglu mit Luther und dem Christentum beschäftigt und für seinen Roman „Evangelio“ eine ganz eigene Kunstsprache entwickelt. Damit kommt er nah ran an Luther, den Reformator und Übersetzer, dessen Sprachgewalt seit jeher fasziniert. Aber es ist nicht nur Luthers Umgang mit Sprache, sondern auch seine dunkle Seite – der Hass auf die Juden, den Papst und die aufständischen Bauern – die im Zentrum des Romans stehen.
Frühjahr 1521 bis 1522: Martin Luther hält sich – unfreiwillig – auf der Wartburg auf. Dort ist er größten Anfechtungen ausgesetzt, vollbringt aber auch sein wichtigstes Werk. In nur zehn Wochen übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche. Erzählt wird die Geschichte durch den fiktiven Landsknecht Burkhard, ein ungeratener Kaufmannssohn, der Luther zum Schutz an die Seite gestellt ist. Burkhard selbst ist Katholik und sieht Luthers Wirken mit Sorge und Unverständnis. Trotzdem muss er ihn schützen, als dieser heimlich die Burg verlässt, und ihm beistehen, als ihn Teufelsvisionen quälen.
Feridun Zaimoglu, 1964 im anatolischen Bolu geboren, ist in Deutschland aufgewachsen. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel und schreibt u.a. für Die Zeit und die FAZ. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter zuletzt 2012 den Preis der Literaturhäuser und 2016 den Berliner Literaturpreis. Im Jahr 2015 war er Stadtschreiber von Mainz. Zu seinen Romanen zählen „Leyla“, „Liebesbrand“, „Ruß“, „Isabel“ und „Siebentürmeviertel“.
Mi 13.09. | 19.30 Uhr
Autorenlesung
Moderation: Hubert Spiegel (FAZ)
€ 10 / erm. € 6 zzgl. VVG. Kartenvorverkauf: Tourist Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 06 11 – 17 29 930; TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 06 11 – 30 48 08, online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus. Abendkasse: € 13 / erm. € 9
Veranstalter und Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse mit Gastland Frankreich:

Shumona Sinha liest aus ihren neuen Roman „Apatride“ 

 Shumona Sinha © Patrice Normand
Shumona Sinha © Patrice Normand

Im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse und des Gastlandauftritts von Frankreich ist die in Kalkutta geborene und 2001 nach Paris emigrierte Autorin Shumona Sinha im Literaturhaus zu Gast. Sie hat mit ihrem kontrovers diskutierten Roman „Erschlagt die Armen!“ in Frankreich große Bekanntheit erlangt. Bereits vor der Flüchtlingskrise klagte sie darin das europäische Asylsystem an und verlor daraufhin ihre Arbeit als Dolmetscherin für Asylsuchende bei einer französischen Migrationsbehörde. In ihrem neuen Roman „Staatenlos“ („Apatride“) erzählt sie bildreich und voller Wut anhand des Schicksals dreier Frauen von Rassismus, Sexismus und Unterdrückung in Frankreich wie in Indien.
Esha stammt aus wohlhabendem, gebildetem Milieu in Kalkutta. Aus Liebe zur französischen Sprache ist sie nach Paris gekommen, einem romantischen Traum folgend. Doch während sie auf das Ergebnis ihres Einbürgerungsantrags wartet, häufen sich die rassistischen Bemerkungen, die abfälligen Blicke, die Enttäuschungen. Mina dagegen lebt in der ländlichen Region von Kalkutta. Sie ist Analphabetin und stammt aus einer Bauernfamilie, die seit Generationen Land in Bengalen bewirtschaftet, das ihr nicht gehört. Sie wird in einen Aufstand gegen den Bau einer Autofabrik hineingezogen. Doch sie hat noch eine viel drängendere Sorge, denn sie ist von ihrem Cousin schwanger, der sie nicht heiraten wird. Marie schließlich wurde schon als Säugling von liberalen französischen Eltern adoptiert. Sie reist regelmäßig nach Indien, auf unbestimmter Suche nach Exotik und ihrer eigenen unauffindbaren Herkunft.
Shumona Sinha studierte Literaturwissenschaft an der Sorbonne. „Erschlagt die Armen!“ 2011 (dt. 2015) wurde mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Internationalen Literaturpreis 2016. Ihr Roman „Kalkutta“ (dt. 2016) wurde ebenfalls vielfach ausgezeichnet.
Di 19.09. | 19.30 Uhr
Autorenlesung
Moderation: Christoph Vormweg (Freier Kritiker)
Lesung auf Deutsch: Bettina Römer (Schauspielerin)
€ 8 / erm. € 5 zzgl. VVG. Kartenvorverkauf: Tourist Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 06 11 – 17 29 930; TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 06 11 – 30 48 08, online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus.
Abendkasse: € 11 / erm. € 8

Veranstalter und Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Robert Menasse liest aus „Die Hauptstadt“
Die Idee Europas wird in heutiger Zeit viel diskutiert und auch der österreichische Schriftsteller und Essayist Robert Menasse hat sich immer wieder zur europäischen Lage geäußert. Der Ort des Geschehens in seinem neuen Roman ist nun Brüssel – die Hauptstadt des europäischen Staatenverbunds. Im Roman „Die Hauptstadt“ erzählt er eine Geschichte, die einen weiten Bogen spannt zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren und beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt.
David de Vriend dämmert in einem Altenheim seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft. Seit 1988 lebt er als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. Von ihm erschienen u.a. die Romane „Die Vertreibung aus der Hölle“ und „Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust“. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter zuletzt den Heinrich-Mann-Preis 2013 und den Max-Frisch-Preis 2014.
Mi 20.09. | 19.30 Uhr
Autorenlesung
Moderation: Ruthard Stäblein (hr2-kultur)
€ 8 / erm. € 5 zzgl. VVG. Kartenvorverkauf: Tourist Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 06 11 – 17 29 930; TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 06 11 – 30 48 08, online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus.
Abendkasse: € 11 / erm. € 8

Veranstalter: Literaturhaus in Kooperation mit Pulse of Europe Wiesbaden
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Emmanuelle Pirotte liest aus ihrem Debütroman „Heute leben wir“
Eine weitere französischsprachige Autorin, die im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse im Literaturhaus zu Gast ist, ist die belgische Drehbuchautorin Emmanuelle Pirotte. Ihr Debütroman „Heute leben wir“ („Today we live“) wurde in Frankreich bereits vielfach ausgezeichnet und wird gerade verfilmt. Zu dem Roman wurde sie von der Geschichte ihrer Großeltern inspiriert: Diese versteckten im Zweiten Weltkrieg ein jüdisches Kind. Das Mädchen im Roman heißt Renée und ist 6 oder 7 Jahre alt, ganz genau weiß sie es nicht. Ihre Eltern sind von den Nazis getötet worden, sie selbst wird in einem Dorf in den Ardennen versteckt. Bis eines Tages das Unglück geschieht: Zwei als Amerikaner verkleidete deutsche Soldaten bringen sie in den Wald, um sie zu erschießen. Doch der SS-Offizier Matthias ist fasziniert von dem Mädchen mit den dunklen Augen, das so unerschrocken seinem Schicksal entgegenblickt. Ihr mutiger Blick weckt seine fast von Zynismus überdeckte Menschlichkeit und er flüchtet mit ihr in die Wälder.
„Heute leben wir“ erzählt von den letzten Tagen des Krieges, in denen schon längst alles verloren ist und dennoch getötet wird. Der Krieg hat die Menschen verrohen lassen – auch die Alliierten. Doch der Roman zeigt auch, dass Menschlichkeit manchmal dort zu finden ist, wo man sie nicht erwartet. Und er erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft.
Emmanuelle Pirotte arbeitet als Drehbuchautorin. „Heute leben wir“ ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrem Mann in einem belgischen Dorf.
Do 21.09. | 19.30 Uhr
Autorenlesung
Moderation: Julia Encke (FAZ)
Lesung auf Deutsch: Bettina Römer (Schauspielerin)
€ 8 / erm. € 5 zzgl. VVG. Kartenvorverkauf: Tourist Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 06 11 – 17 29 930; TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 06 11 – 30 48 08, online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus.
Abendkasse: € 11 / erm. € 8

Veranstalter und Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Thomas Loibl liest aus Anthony Powells Werk „A Dance to the Music of Time“

Thomas Loibl © Renate Neder
Thomas Loibl © Renate Neder

Der Film- und Theaterschauspieler Thomas Loibl – unter anderem bekannt aus seiner Rolle in dem Erfolgsfilm „Toni Erdmann“ – liest in einer Veranstaltung der Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn-Stiftung, der Anthony Powell Gesellschaft und des Literaturhauses aus dem Werk „A Dance to the Music of Time“ des bekannten englischen Schriftstellers Anthony Powell.
Hintergründe des Romangeschehens und der Entstehungsgeschichte des „Dance …“, dessen inzwischen 8. Band „Die Kunst des Soldaten“ vom Elfenbein Verlag vorgelegt wurde, werden in einem Vortrag von Dr. Theo Langheid erörtert.
Anthony Powell, auch der „englische Proust“ genannt, hat den englischen Gesellschaftsroman des 20. Jahrhunderts geschrieben: In seinem zwölfbändigen Werk „A Dance to the Music of Time“ stellt er uns das Kaleidoskop der englischen Gesellschaft in der Zeit zwischen den 1920ern und 70ern vor. Es ist die Welt um Nicholas Jenkins, den Ich-Erzähler und alter ego des Autors sowie um Kenneth Widmerpool, seit gemeinsamen Eton-Tagen dessen lebenslanger Widerpart.
Thomas Loibl wurde 1969 in Brüggen am Niederrhein geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Schauspielschule Bochum. Er spielte an verschiedenen Schauspielhäusern, u.a. in München und Stuttgart. Außerdem war er in zahlreichen Film- und Kinoproduktionen zu sehen.
Mi 27.09. | 19.30 Uhr
€ 10 / erm. € 6 zzgl. VVG. Kartenvorverkauf: Tourist Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 06 11 – 17 29 930; TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 06 11 – 30 48 08, online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus. Abendkasse: € 13 / erm. € 9
Veranstalter: Literaturhaus Villa Clementine in Kooperation mit der BSCW-Stiftung und der Anthony Powell Gesellschaft
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Bewerbungsfrist für den Hessischen Leseförderpreis noch bis 31.08.2017 über Literaturforum im Mousonturm e.V. Frankfurt

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Auch in diesem Jahr vergibt das Land den mit 15.000 Euro dotierten „Hessischen Leseförderpreis“ – Bewerbungen noch bis 31. August möglich

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute auf die bevorstehende Bewerbungsfrist des Hessischen Leseförderpreises 2017 aufmerksam gemacht. Noch bis zum 31. August 2017 können sich haupt- und ehrenamtlich geführte Bibliotheken und andere öffentliche gemeinnützige Einrichtungen, die herausragende Projekte der Leseförderung für Kinder und Jugendliche organisiert haben, bewerben. Der Hessische Leseförderpreis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird bereits zum 19. Mal vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Literatur ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Vielfalt von Kindern und Jugendlichen und zählt deswegen zu einer der wichtigen Aufgaben der Hessischen Landesregierung. Der ‚Hessische Leseförderpreis‘ hat das Ziel mit spannenden, interessanten, phantasievollen Projekten die Jugend vom Lesen zu begeistern und die Leseförderung in Hessen weiter auszubauen.“

Beteiligen können sich alle öffentlichen und gemeinnützigen Einrichtungen in Hessen. Gefragt sind dabei außergewöhnliche Projekte, die über die allgemeine Bibliotheksarbeit hinausgehen, vor allem Kinder und Jugendliche in besonderer Weise in Leseaktionen einbinden und damit jugendliche Leser und Leserinnen erneut und verstärkt an das Medium Buch heranführen. Die Gewinner sollen das Preisgeld für den Erwerb neuer Medien im Kinder- und Jugendbuchbereich der jeweiligen Bibliothek sowie für weitere Leseprojekte nutzen.

Bewerben können sich alle öffentlichen und gemeinnützigen Einrichtungen in Hessen, die ihre Projekte zwischen dem 1. September 2016 und dem 31. August 2017 umgesetzt haben oder noch umsetzen. Sie sollen sich durch Kreativität und Engagement ausweisen und nachhaltig das Leseverhalten beeinflussen. Eine unabhängige, fachkundige Jury entscheidet am Ende über die Wettbewerbsbeiträge.

Die Bewerbungsunterlagen mit ausführlicher Beschreibung sowie einer Dokumentation des realisierten Projektes (z.B. Bildmaterial, Videofilme, CDs, Pressebesprechungen o.a.) sind bis zum 31. August 2017 bei der Hessischen Leseförderung im Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V., Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, einzureichen.

Genaue Informationen zur Ausschreibung unter www.hessische-lesefoerderung.de. Rückfragen beantwortet Björn Jager, Projektleiter der Hessischen Leseförderung im Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V.: E-Mail bjoern.jager@hlfm.de; Tel. 069/24449941.

Literaturhaus Frankfurt: Programm August, September, Junges Literaturhaus u. Schreibzimmer 2017

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

August 2017
Alle Veranstaltungen unter
http://literaturhaus-frankfurt.de/programm/kalender/
Karten unter
http://literaturhaus-frankfurt.de/karten/karteninfo/

Buchpremiere
Montag 28.08.17 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
Jürgen Kaube: Die Anfänge von allem
Moderation: Peter Kemper

Einmal nicht vom Ende reden: Mit dem F.A.Z.-Herausgeber
Wenn alle vom Ende reden, ist es gut, dass einer an die Anfänge denkt. Der F.A.Z.-Herausgeber und Feuilleton-Chef Jürgen Kaube widmet sich den absoluten Beginnern. Seit wann gibt es den aufrechten Gang? Wie entstand das Wunder der Sprache? Wie kamen Religion, Recht, Handel, Geld, Musik oder Städtebau in die Welt? Wann begannen die Menschen, ihre Toten zu bestatten, und warum schätzen die meisten Kulturen die Monogamie? Kaube gibt Antworten auf diese Fragen, die uns in politischen und kulturellen Konflikten oft bis heute beschäftigen. Und Kaube erzählt in dem bei Rowohlt erscheinenden Essay somit von den Anfängen der Menschheit. Kam die Sprache über die Schmatzlaute? War Schrift zunächst Merkhilfe beim Rinderzählen? Und das erste Geld diente 1200 v. Chr. als religiöse Opfergabe? Verbiegen wir uns deshalb so sehr dafür? Der Wissenschaftsautor in Lesung und Gespräch.

Mit freundlichen Unterstützung der FAZIT-Stiftung

Dienstag 29.08.17 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro
Schöne Aussichten – Das Frankfurter Literaturgespräch
Mit Teresa Präauer, Mara Delius, Alf Mentzer und Hubert Spiegel
Mit Gebärdensprachdolmetschern

Literarisches Quartett ohne Quotendruck und Fernbedienung
Hier sitzt das Publikum mittendrin. In der 36. Ausgabe der „Schönen Aussichten“ streiten und schlichten der hr2-kultur-Redakteur Alf Mentzer und die Kritiker Mara Delius (Literarische Welt) und Hubert Spiegel (F.A.Z.) mit der Gastkritikerin Teresa Präauer. Die ist Österreicherin und sowohl als Bildende Künstlerin als auch als Autorin hoch zu schätzen. Für „Stimmen einer Stadt“, das gemeinsame Buhnenprojekt von Schauspiel Frankfurt und Literaturhaus, arbeitet sie an einem Monodrama – basierend auf einer wahren Frankfurter Biografie. Dem legendären Haltbarkeitstest wird am heutigen Abend „Rohstoff“ von Jörg Fauser unterzogen.

Die weiteren Titel des Abends sind:
Arundhati Roy: Das Ministerium des äußersten Glücks (S. Fischer) – Die Autorin ist am 06.09. unser Gast!
Leila Slimani: Dann schlaf auch du (Luchterhand)
Maren Wurster: Das Fell (Hanser Berlin)

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit hr2-kultur. Sendetermin am 03.09. um 12.04 Uhr.
Die Diskussion wird, gefördert durch die Aktion Mensch, von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

September 2017
Alle Veranstaltungen unter
http://literaturhaus-frankfurt.de/programm/kalender/
Karten ab 02.08. unter
http://literaturhaus-frankfurt.de/karten/karteninfo/

Dienstag 05.09.17 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro
Buchpremiere! Mirko Bonné: Lichter als der Tag
Moderation: Henning Ahrens

Neue Wahlverwandtschaften
Mirko Bonné hat beachtete Romane wie „Nie mehr Nacht“, der auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2013 stand, Gedichte wie die aus dem Band „Traklpark“ oder auch Essays und Reiseberichte wie in „Ausflug mit Zerberus“ verfasst. Er ist als Übersetzer tätig und übertrug keine geringeren Poeten als Creeley, Dickensen, Yeats. Eine Verwandtschaftlichkeit mit seinem Gesprächspartner für diesen Abend, dem Lyriker, Übersetzer und Romancier Henning Ahrens. Mit ihm spricht Bonné über seinen neuen Roman „Lichter als der Tag“ (Schöffling & Co.). Ein Roman der Liebe, in dem er das Wahlverwandtschaften-Thema überträgt in die heutige Zeit. Bonné fragt nach Gründen von Entzweiung und Entfremdung und zeichnet dabei das Porträt eines Mannes, der die Kraft findet, aus dem Schatten über seinem Dasein hinauszutreten.

Mittwoch 06.09.17 / 19.30 h / Eintritt 12 / 8 Euro
Arundhati Roy: Das Ministerium des äußersten Glücks
Moderation (dt. / engl.) Hans Jürgen Balmes (S. Fischer Verlag)
Deutscher Text: Anna Böger

Die große indische Autorin und Aktivistin mit einem neuen Roman
1997 erhielt die indische Autorin, politische Aktivistin und Globalisierungsgegnerin den Booker Prize für ihr Debüt „Der Gott der kleinen Dinge“. Damit war sie nun selbst globalisiert und ist seitdem aus der gegenwärtigen Weltliteratur nicht mehr wegzudenken. In den letzten zehn Jahren widmete sie sich außer ihrem politischen und humanitären Engagement vor allem ihrem zweiten Roman. Dieser erscheint nun im Frankfurter S. Fischer Verlag, übersetzt aus dem Englischen von Annette Grube. Sein Titel: „Das Ministerium des äußersten Glücks“. Darin wird eine Reihe ausgestoßener Helden mit ihrem Schicksal konfrontiert, von der Welt zerbrochen, aber durch Liebe geheilt. Und so werden sie unbezwingbar. Weil sie eine Gemeinschaft finden und zu einer Art Familie werden. Das Gespräch in deutscher und englischer Sprache führt der verantwortliche Lektor für das fremdsprachige Literaturprogramm im S. Fischer Verlag, Hans Jürgen Balmes. Deutsche Passagen liest die Frankfurter Schauspielerin Anna Böger.

Freitag 08.09.17 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
Krimiabend mit Jérôme Leroy: Der Block
Moderation (dt. / frz.): Ruthard Stäblein (hr2-kultur)
Deutscher Text: Jochen Nix

Ein hochaktueller politischer Thriller aus dem diesjährigen Gastland der Buchmesse
Es ist die Nacht der Regierungsbildung. Die Vororte brennen, die Zahl der Toten steigt, die Polizei scheint machtlos. Die extreme Rechte – der Patriotische Block – übernimmt zehn Ministerien und wird so zur bestimmenden Größe des Landes. Es ist die Nacht, in der die Machtverhältnisse kippen und das Leben von Antoine Maynard und Stanko ins Strudeln gerät. Beide gehören dem Block an. Doch während der eine politisch aufsteigt, steht der andere auf der Abschussliste. Jérôme Leroy beschreibt eine Wirklichkeit, ein mögliches Szenario, das nicht nur in Frankreich denkbar ist. „Der Block“ (Edition Nautilus) erschien bereits 2011 in Frankreich und hat in seiner erschreckenden Aktualität in den vergangenen sechs Jahren nichts eingebüßt. Das Gespräch in deutscher und französischer Sprache führt Ruthard Stäblein (hr2-kultur). Aus der deutschen Übersetzung liest der Frankfurter Schauspieler und Sprecher Jochen Nix.

Mit freundlicher Unterstützung des Institut français Frankfurt

Montag 11.09.17 / 10.30 h / Eintritt 3 Euro
Jon Walter: Mein Name ist nicht Freitag
Lesung für 7. und 8. Klassen
Moderation (dt. / engl.): Fridtjof Küchemann (F.A.Z.)
Deutscher Text: Nicolas Matthews (HfMDK, Schauspiel Frankfurt)

Ein historischer Jugendroman über einen Jungen, der sich behauptet, obwohl ihm fast alles genommen wird
Samuel ist 12 Jahre alt, als er aus einem Waisenhaus in die Sklaverei nach Mississippi verkauft wird. Fortan soll er Freitag heißen. Doch da er bis dahin immer ein fleißiger Schüler war, hat er Lesen und Schreiben gelernt. Heimlich bringt er es auch den anderen Sklaven auf der Plantage bei, auf der er arbeiten muss. Doch dann rückt die Front des Bürgerkriegs immer näher und damit auch die Freiheit. Und für Samuel auch die Möglichkeit, seinen kleinen Bruder wiederzufinden, den er im Waisenhaus zurücklassen musste. Der englische Autor Jon Walter hat mit „Mein Name ist nicht Freitag“ (Königskinder Verlag), einen beeindruckenden, packenden Jugendroman geschrieben. Das Gespräch in deutscher und englischer Sprache führt Fridtjof Küchemann (F.A.Z.). Aus der Übersetzung liest der Nachwuchsschauspieler Nicolas Matthews (HfMDK, Schauspiel Frankfurt).

Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Montag 11.09.17 / 19.30 h / Eintritt 12 / 8 Euro
Uwe Timm: Ikarien
Moderation: Torsten Hoffmann

Der Autor von der „Erfindung der Currywurst“ erzählt von Utopien, Naziverstrickungen und Deutschland im Aufbruch
Uwe Timm erzählt vor dem Hintergrund des gerade im Wiederaufbau befindlichen Deutschlands die Geschichte einer Freundschaft, die Ende des 19. Jahrhunderts in Breslau beginnt. Sie führt zwei Studenten über Zürich bis nach Amerika – und von dort mitten hinein in die Auseinandersetzung um die beste gesellschaftliche Ordnung: Hier ein Sozialismus nach Marx, dort das utopische Projekt der Gemeinde Ikarien, die vom französischen Revolutionär Étienne Cabet in Amerika gegründet wurde. Der Roman „Ikarien“ (KiWi) ist eine Reise durch das materiell und moralisch zerstörte Deutschland. Er lässt den Leser Zeuge eines Aufbruchs werden, der die deutsche Geschichte prägen sollte. Zugleich wird diese Reise zu einer éducation sentimentale. Denn auch die Liebe erteilt Lektionen. Das Gespräch mit dem Autor führt der Literaturwissenschaftler Torsten Hoffmann.

Mittwoch 13.09.17 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
Ingo Schulze: Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst
Moderation: Alf Mentzer (hr2-kultur)

Vom Waisenkind zum Millionär – wie konnte das so schiefgehen?
Das ist womöglich bekannt von diesem Autor: 1962 in Dresden geboren. In Berlin wohnhaft. Klassische Philologie superklassisch in Jena studiert. Zunächst auch Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Das erste Buch „33 Augenblicke des Glücks“. Das zweite ein Riesenerfolg, „Simple Storys“ aus dem Jahr 1995. Heute Schullektüre. Dann das Großwerk „Neue Leben“. Folgend Erzählungen, Essays, Romane. Vieles in 30 Sprachen übersetzt. Jetzt kommt mit „Peter Holtz“ eine neue Romanfigur in die deutsche Literatur. Der S. Fischer Verlag verlegt sie. Ingo Schulze hat sie erfunden. Holtz will das Glück für alle. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes, er findet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik. Seine Selbstlosigkeit belohnt die Marktwirtschaft mit Reichtum. Es moderiert der hr2-kultur-Redakteur Alf Mentzer.

Der Abend wird unterstützt vom Journal Frankfurt.

Sonntag 17.09.17 / 15.00 h / Eintritt 5 Euro
Die kleine Hexe. Ausflug mit Abraxas
Ein Kinderbuch-Sonntag mit dem Illustrator Daniel Napp und der Schauspielerin Katharina Bach für alle ab 5 Jahren

Nach 60 Jahren hext sie endlich auch im Bilderbuch!
Eigentlich ist die kleine Hexe ja schon 127 Jahre alt, aber die großen Hexen nehmen sie immer noch nicht für voll… 60 Jahre nach Erscheinen des Klassikers von Otfried Preußler, das weiterhin in keinem Kinderzimmer fehlen sollte, erscheint im Thienemann Verlag ein Bilderbuch. Erdacht und erzählt hat es Preußlers jüngste Tochter, Susanne Preußler-Bitsch. „Ausflug mit Abraxas“ ist aber keine Fortsetzung, sondern eine von Illustrator Daniel Napp meisterhaft bebilderte Adaption. Zur Lesung im Literaturhaus leiht die wunderbare Schauspielerin Katharina Bach (Schauspiel Frankfurt) der Kleinen Hexe ihre Stimme. Daniel Napp wird dazu für die Kinder zeichnen. Ein zauberiger Nachmittag mit einer der wichtigsten und bekanntesten Kinderbuchfiguren in neuem Gewand.

Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Dienstag 19.09.17 / 10.30 h / Eintritt 3 Euro
Angie Thomas: The Hate U Give
Lesung ab Klasse 9
Moderation (dt. / engl.): Fridtjof Küchemann (F.A.Z.)
Deutscher Text: Nelly Politt (HfMDK, Schauspiel Frankfurt)

Ein Jugendroman zur Black Lives Matter-Bewegung!
Starr ist 16 und lebt in Garden Heights, wo Gangrivalitäten und Polizeigewalt den Alltag prägen. Gerade sitzt sie mit ihrem Freund Khalil in dessen Auto, als sie von einer Streife angehalten werden. Plötzlich geht alles ganz schnell und Khalil ist tot. Starrs Leben gerät daraufhin komplett durcheinander und die Stimmung um sie herum heizt sich immer mehr auf. Was kann sie gegen die Gewalt gegen Schwarze unternehmen? „THE HATE U GIVE“ (cbt) ist Angie Thomas‘ erster Roman und schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste. Heute kommt Angie Thomas ins Literaturhaus, liest und erzählt von ihren Erlebnissen in den letzten Jahren. Das Gespräch in deutscher und englischer Sprache führt Fridtjof Küchemann (F.A.Z.). Aus der Übersetzung liest die Nachwuchsschauspielerin Nelly Politt (HfMDK, Schauspiel Frankfurt).

Die Veranstaltung wird durch das US-Generalkonsulat Frankfurt gefördert. Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Mittwoch 20.09.17 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
Thomas Lehr: Schlafende Sonne
Moderation: Björn Hayer

Ein Sommertag: ein Jahrhundert Deutschland
Thomas Lehr zählt sicher zu den deutschen Erzählern, die ihr Bewusstsein für eine Geschichte nicht von ihrem Formempfinden trennen können. Sein neuer Roman „Schlafende Sonne“, erscheinend bei C. Hanser, spielt an einem Sommertag des Jahres 2011 – und zugleich in einem ganzen Jahrhundert. Mit sprachlicher Kraft werden historische Katastrophen neben die privaten Verwicklungen dreier Menschen gestellt, führen die Spuren von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs bis ins heutige Berlin. Lehr entwickelt ein überwältigendes Fresko dieses deutschen Jahrhunderts: tragisch, komisch, grotesk, und immer wieder ganz persönlich und intim. Das Gespräch mit dem Autor führt der Literaturkritiker und Germanist Björn Hayer.

Samstag 23.09.17 / 18.00 h / Eintritt 12 / 8 Euro / Karten ab 15.09., 14.00 h
Die Autoren der Shortlist – Deutscher Buchpreis 2017
Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.), Gert Scobel (3sat) und Alf Mentzer (hr2-kultur)

Die sechs nominierten Autoren für den Deutschen Buchpreis 2017 lesen im Literaturhaus Frankfurt.
Kurz vor Eröffnung der Buchmesse wird in Frankfurt am Main der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung einen Roman stellvertretend für alle wichtigen Romane des Jahres aus. Eine Auszeichnung, die Aufmerksamkeit schafft für deutschsprachige Autoren über alle Grenzen hinweg. Knapp drei Wochen vor der Verkündung des diesjährigen Preisträgers lesen einmalig die sechs Autoren der Shortlist gemeinsam im Literaturhaus Frankfurt. Welche es in diesem Jahr sind, wird am 12.09. um 10.00 Uhr bekannt gegeben. Eine Kooperation des Kulturamtes Frankfurt am Main und des Literaturhauses Frankfurt. Partner ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 02.10. bis 07.10 um 09.30 und 15.00 Uhr. Karten gibt es ab 15.09., 14.00 Uhr unter www.literaturhaus-frankfurt.de.

Donnerstag 28.09.17 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro
Buchpremiere! Guntram Vesper: Nördlich der Liebe und südlich des Hasses
Moderation: Helmut Böttiger

Start einer Werkausgabe des bedeutenden Erzählers und Lyrikers
Nach dem großen Erfolg des Romans „Frohburg“ bringt der Verlag Schöffling & Co. nun die gesammelte Prosa von Guntram Vesper heraus. Der Band „Nördlich der Liebe und südlich des Hasses“ versammelt vollständig die Texte des bereits in den 70ern veröffentlichten gleichnamigen Bandes sowie Texte aus „Kriegerdenkmal ganz hinten“. Es sind also auf knapp 700 Seiten etwa 40 Jahre alte Texte, die dennoch ein partikelgenaues Buch über unser Land und unsere Zeit abgeben. Die erfundenen, erinnerten und rekonstruierten Geschichten, die Fragmente, die kurzen Romane und langen Anekdoten erzählen von Stadt und Land, von Vorstadtbewohnern und Dörflern, von Nachbarn und Verwandten, von Heimat und Fremde, Pistolen und Träumen, Idylle und Brutalität: deutsche Wirklichkeit und Wahrheit unserer Tage. Der Publizist und Kritiker Helmut Böttiger hat dazu ein Nachwort verfasst und führt für außerdem das Gespräch mit dem Autor.

Junges Literaturhaus Frankfurt
Im September sind gleich zwei englischsprachige Autoren für Mittelstufenschüler bei uns zu Gast: Jon Walter mit „Mein Name ist nicht Freitag“ für alle 7. & 8. Klassen (11.9.) und die US-Amerikanerin Angie Thomas mit ihrem Buch „The Hate U Give“ zur Black Lives Matter-Bewegung für alle Schüler ab Klasse 9. (19.).
Beim Kinderbuch-Sonntag dreht sich 60 Jahre nach Erscheinen des Otfried Preußler Klassikers „Die kleine Hexe“ erneut alles um selbige, denn jetzt hext sie auch im Bilderbuch. Ein Nachmittag mit dem Illustrator Daniel Napp und der Frankfurter Schauspielerin Katharina Bach für alle ab 5 Jahren. Alle Infos zum jungen Programm bis Dezember anbei.
Junges-Literaturhaus-Frankfurt Sep-Dez 2017

Schreibzimmer 2017 – Die Schreibwerkstatt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren
Die Schreibwerkstatt für Jugendliche geht 2017 bereits in die 11. Runde. Bewerben können sich Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren für die Workshops mit der Schriftstellerin und Trägerin des Deutschen Jugendliteraturpreises Kirsten Fuchs (Prosa) und dem Frankfurter Poetry Slam-Künstler und Autor Dalibor Marković (Lyrik). Bewerbungsschluss ist der 3.9.
Schreibzimmer 2017

Messe-Vorschau: Lesungen im Schauspiel Frankfurt
Zur Buchmesse sind wir dieses Jahr gleich viermal zu Gast bei den Kollegen im Schauspiel Frankfurt:
Am 11.10. mit Michel Houellebecqs „Unterwerfung“ um 18 Uhr und Daniel Kehlmanns Deutschlandpremiere von „Tyll“ um 20 Uhr, Reinhold Messner stellt sein „Wild“ am 12.10. vor und Yasmina Reza bringt ihr „Babylon“ am 13.10. auf die große Bühne.

Das vollständige Herbst/Winter-Programm für alle Veranstaltungen von August bis Dezember 2017 unter: http://literaturhaus-frankfurt.de/programm/kalender/

 

Ort
literaturhausfrankfurt2Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main

Buchblog-Award: Börsenverein und NetGalley suchen den besten Buchblog #bubla17

Einreichungen bis 30. August 2017 / Sonderpreis für Videoblogs, Instagram-Accounts und Podcasts / Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober

NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels suchen den besten deutschsprachigen Buchblog. Mit dem Buchblog-Award, der ersten genreübergreifenden Auszeichnung für Buchblogs im deutschsprachigen Raum, starten sie einen Wettbewerb für Blogs, die aktiven Einfluss auf das öffentliche Gespräch über Bücher nehmen und ihre Zielgruppen charakteristisch ansprechen. Instagram-Accounts, Videoblogs und Podcasts können einen Sonderpreis gewinnen. Die Preisverleihung findet auf der Frankfurter Buchmesse 2017 statt. Bis zum 30. August kann jeder unter www.buchblog-award.de seinen eigenen Blog für die Longlist vorschlagen.

„Seit fast 10 Jahren unterstützt NetGalley weltweit BloggerInnen in ihrer Zusammenarbeit mit den Verlagen. Unseren Wunsch, das herausragende Engagement der deutschsprachigen BuchbloggerInnen aktiv und öffentlich zu honorieren, setzen wir mit dem Buchblog-Award in die Tat um“, sagt die Projektmanagerin des Buchblog-Awards, Karina Elm von NetGalley Deutschland.

„Die Vielfalt und Lebendigkeit des deutschen Buchmarkts wird im Internet besonders sichtbar: Hunderte Buchblogs allein in Deutschland besprechen Bücher von Bestsellern über Indie-Titel bis hin zu Klassikern. Das zeigt die feste Verankerung des Buches in unserer Gesellschaft. Blogs übernehmen dabei eine wichtige Funktion im Literaturbetrieb: Gespräche über Literatur und ihre Inhalte zu befördern. Mit dem Buchblog-Award wollen wir auf das breite Spektrum der Literaturblog-Landschaft aufmerksam machen“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Zwischen dem 1. und 11. September können alle Interessierten öffentlich über ihre Favoriten abstimmen. Aus den jeweils sieben Shortlist-Kandidaten wählt eine Jury den besten Buchblog sowie den Gewinner des Sonderpreises. Ausgezeichnet werden ausschließlich deutschsprachige Blogs und Accounts, die sich hauptsächlich mit Literatur befassen und mindestens 15 Beiträge zwischen Januar und Juli 2017 veröffentlicht haben. Der letzte Beitrag darf zur Zeit des Einreichungsstarts nicht älter als ein Monat sein. Das Mindestalter zur Teilnahme beträgt 16 Jahre.

Die unabhängige Jury setzt sich zusammen aus Felicitas von Lovenberg (Verlegerin, Piper Verlag), Sarah Reul (Buchhändlerin und Bloggerin, Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau / pinkfisch.net), Dirk von Gehlen (Leiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung), Elisabeth Rank (Redakteurin und Autorin) und Frank Krings (PR-Manager, Frankfurter Buchmesse).

Den Siegerinnen und Siegern winkt je eine Übernachtung im Literaturhotel Wedina in Hamburg inkl. Fahrtkosten und jeweils ein Bücherscheck über 100 Euro. Außerdem können sie bei den Buchpreisbloggern zum Deutschen Buchpreis 2018 teilnehmen.

Der Preis für den besten deutschsprachigen Buchblog und den besten Podcast, Videoblog oder Instagram-Account zum Thema Bücher wird während der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober 2017, 12 Uhr im Forum Börsenverein, Halle 3.1 H65, verliehen.

Hashtag zum Award: #bubla17
Website: www.buchblog-award.de
Facebook: www.facebook.com/BuchblogAward
Twitter: @BuchblogAward

Begleitprogramm August 2017: „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch – Frankreich, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017“

logo-Francfort-en-français2Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Mehr als 350 Veranstaltungen finden 2017 unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ bundesweit statt: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren.

Begleitprogramm August 2017: „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“

Vortrag & Verkostung: Emmanuel Cosnard – Sur la route du champagne
Wann : 4. August 2017, 19:30 Uhr
Wo : DFKI Aachen
Der Weingutbesitzer Emmanuel Cosnard aus Béru bei Reims widmet sich in seinem Vortrag dem Weinanbaugebiet Champagne.
https://aachen.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-08-04t173000-vortrag-verkostung-emmanuel-cosnard-sur-la-route-du-champagne

Schleswig-Holstein Musik Festival 2017 Hommage à Maurice Ravel
Jeden Tag ein Konzert von verschiedenen Ensemble in Andenken an Maurice Ravel.
https://kiel.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-07-01t180000-bis-2017-08-27t180000-schleswig-holstein-musik-festival-2017-hommage-a-maurice-ravel

Ausstellung: „Titos Bunker“
Wann: bis zum 06. August 2017
Wo: Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist ein besonderer Ort: Titos Bunker in Konjic (BosnienHerzegowina), der gleichermaßen als konkreter Ort und offene Metapher verhandelt wird. Die Ausstellung befragt Fiktionen der Kontrolle, Errettung und des Entkommens. Es geht um die „Stunde null“ als post-katastrophische Projektionsfläche, um Strukturen der Selektion – die dem Bunker wie dem Museum zu Eigen sind –, um Motive der Tarnung und Verdrängung, um dystopische aber auch utopische Räume. Die eingeladenen KünstlerInnen greifen diese und weitere Aspekte sowohl direkt als auch indirekt auf.
http://www.wkv-stuttgart.de/programm/2017/ausstellungen/titos-bunker/

Ausstellung: „Meisterwerke der französischen Kunst aus dem Puschkin-Museum Moskau“
Wann: bis zum 13. August 2017
Wo: Herzogliches Museum Gotha
Im berühmten Moskauer Museum für Bildende Künste A. S. Puschkin bildet die französische Kunst einen bedeutenden Schwerpunkt. Hauptwerke etwa von Claude Lorrain, Nicolas Poussin, François Boucher und Jacques-Louis David zeigen einen repräsentativen Überblick der Malerei Frankreichs vom frühen 17. bis in das späte 18. Jahrhundert. Die Gothaer Ausstellung präsentiert nun eine bedeutende Auswahl dieser Meisterwerke, die zum großen Teil noch nie in Deutschland zu sehen waren. Die Werke bieten dem Besucher die einmalige Gelegenheit, ein Herzstück der prachtvollen Kollektion des Puschkin-Museums zu besichtigen.
http://www.stiftungfriedenstein.de/puschkin-museum-zu-gast-2017

Ausstellung : „This is my body, This is my software“
Wann : bis 16. August 2017
Wo : La Plaque tournante, Berlin
Die französische Künstlerin Orlan wird diesen Sommer im multimedialen, multidisziplinären Projektraum La Plaque Tournante erstmals in einer Einzelausstellung in Berlin gezeigt. Die Ausstellung wird unter anderem Arbeiten aus den Serien „Self-Hybridisation“ (ab 1998) und „Exogene“ (1997) enthalten wie auch das originale „Birth of War“ (1989).
http://www.laplaquetournante.org/03-11.html

Ausstellung: „Eclats DDRDA Splitter“ – Verlängerung
Wann: bis zum 31. August 2017
Wo: Galerie des Institut français Berlin
Das Ende der DDR kam ebenso plötzlich wie unumkehrbar. Dieser Staat hatte alles geplant, mit Ausnahme seines Zusammenbruchs. Mit dem politischen System zerfielen auch, bedingt durch verschiedene Prozesse und mehr oder weniger schnell, die Dinge des Alltags und die Orte, die damit verknüpft waren. Pierre-Jérôme Adjedj bringt durch seine Fotografien in unvergleichlicher Weise diese unbedeutend erscheinenden Orte zum Sprechen.
https://berlin.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-05-09t120000-bis-2017-08-31t160000-
ausstellung-eclats-ddrda-splitter-verlaengerung

Ausstellung: „Tête-à-tête – Kopf an Kopf“
Wann: Juli (bis zum 2. September 2017)
Wo: Institut français Hamburg
Im tête-à-tête zeigt die Ausstellung fünfzig spielerische bis gesellschaftskritische Zeichnungen deutscher und französischer Politiker und Literaten. Portraitiert werden die deutsch französischen Liaisonen von renommierten deutschen (Rainer Ehrt, Walter Hanel, Frank Hoppmann) und französischen (Daniel Maja, Pancho, Honoré, Nicolas Vial) Karikaturisten und Pressezeichnern.
Kurator: Walther Fekl.
https://hamburg.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-06-29t170000-bis-2017-09-02t170000-tete-a-tete-kopf-an-kopf

Ausstellung: „Paris sera toujours Paris“
Wann: August (bis zum 7. September 2017)
Wo: Institut français Bonn
Der Bonner Fotograph Jörg Balthasar ist der Promenade Plantée in Paris gefolgt, einem gut 4 Kilometer langen Eisennbahndamm mit Viadukten, dekorativen Rosenbögen, plätscherndem Wasser und Skulpturen. Der wohl schmalste und längste Park der Welt nimmt nahe der Place de la Bastille seinen Anfang und bietet besondere Ausblicke auch auf die Dächer und Häuserfassaden der Stadt.
https://bonn.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-05-19t120000-bis-2017-09-07t150000-ausstellung-paris-sera-toujours-paris

Ausstellung: Capucine Vandebrouck: „Fata Morgana“
Wann: August (bis zum 10. September 2017)
Wo: Galerie Stadt Sindelfingen
Die französische Bildhauerin Capucine Vandebrouck enthüllt in ihrem Werk die Geheimnisse der Materie und die unsichtbare Aura der Objekte. Mit Hilfe von Installationen macht sie Verborgenes sichtbar und zeigt die pure Realität, indem sie spiegelt, reflektiert und beleuchtet. Sie erzeugt eine Spannung zwischen der Macht der Imagination, die ihre Arbeiten hervorrufen und dem Realen, das durch das reine Sehen wahrgenommen wird.
http://www.galerie-sindelfingen.de/

Ausstellung: Clément Cogitore „The resonant interval“
Wann: bis zum 15. September 2017
Wo: Galerie Reinhard Hauff, Stuttgart
Einzelausstellung des in Paris lebenden Künstlers Clément Cogitore in der Galerie Hauff.
https://stuttgart.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-07-21t170000-bis-2017-09-15t130000- ausstellung-clement-cogitore-the-resonant-interval

Ausstellung: „Charles Perrault und die Brüder Grimm“
Wann: August (bis zum 28. Januar 2018)
Wo: Historisches Museum Hanau
Hanau ist die Geburtsstadt der Brüder Grimm und widmet ihnen und deren weltberühmten Märchen eine Ausstellung. Zur Vermittlung französisch-deutscher Kulturtradition präsentiert das Historische Museum Hanau Schloss Philippsruhe in einer Kabinettausstellung, wie Hugenotten aus Südfrankreich die Märchen von Charles Perrault (1628–1703) nach Hanau brachten. Perrault stand als Jurist und Autor in den Diensten von König Ludwig XIV. 1697 veröffentlichte er seine Contes de Fées, die das Märchengenre – mit moralisierender Betrachtung am Ende – in den französischen Salons äußerst populär werden ließ.
http://www.philippsruhe.hanau.de/mam/cms01/kultur/museen/hanau/va/flyer_cp.pdf

Lesung: „Romane in der Rotunde“ – Fiston Mwanza Mujila, Tram 83
Wann: 17. August 2017, 20:00 Uhr
Wo: Literarisches Colloquium Berlin
Eine kaputte, laute Großstadt in Afrika; der einzige Nachtclub vor Ort; die zwei ungleichen Freunde Lucien und Requiem; eine Sprache, deren Rhythmus vom Jazz eines John Coltrane getrieben ist – das sind die Zutaten für Fiston Mwanza Mujilas Roman Tram 83 (Zsolnay Verlag, aus dem Französischen von Katharina Meyer und Lena Müller). Die deutsche Fassung erhielt dieses Jahr den Internationalen Literaturpreis des Haus der Kulturen der Welt. Mujila, der seit 2009 in Graz lebt und dort an der Universität afrikanische Literatur lehrt, will in der Prosa nicht auf die Vorzüge der Poesie verzichten:
Seine Auftritte gleichen Performances, Mujila singt, manchmal schreit er seine Texte. Im Gespräch mit dem Berliner Romancier Thomas Lehr lässt uns der Autor seiner kunstvollen wie leidenschaftlichen Poetik näherkommen.
http://www.lcb.de/home/

France @Pop Kultur Festival 2017
Wann: vom 23. bis 25. August 2017
Wo: Kulturbrauerei Berlin
Für die 2017er Ausgabe des internationalen Festivals konnten auch zahlreiche Künstler „made in France“ gewonnen werden. Auf dem Line-Up stehen in diesem Jahr erneut französische Produktionen. Neu auf dem Line-Up sind Acid Arab, Michelle Blades und Rouge Gorge. Sie folgen auf die bereits bestätigten Acts Emel Mathlouthi, Fishbach, La Femme und Riff Cohen, unterstützt von bureauexport und Institut Français.
http://www.kulturbrauerei.de/veranstaltungen/

Workshops rund um den Prix des lycéens allemands
Wann: 23. August 2017
Wo: Frankfurt-Am-Main
LESartEN und die frankofone Bibliothek Au Plaisir De Lire organisieren drei Ateliers zum Prix des Lycéens allemands für Lehrerinnen und Lehrer: „Erste Schritte mit dem Prix des lycéens allemands“; „Wie kann ich mit der Auswahl des Prix des lycéens allemands arbeiten?“; „Wie bereite ich meine SchülerInnen mit dem Prix des lycéens allemands auf das Abitur vor?“.
https://mainz.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-08-23t130000-bis-2017-08-23t150000-ateliers-autour-du-prix-des-lyceens-allemands

Sommerkonzert: Divertissement à la française
Wann: 23. August 2017
Wo : Weihergarten 5, Mainz, 19:00 Uhr
Das große Sommerkonzert des Institut français Mainz lockt in diesem Jahr mit klassischer Musik:
Mit: Renate Kehr (Querflöte) und Uwe Zeutzheim (Piano).
Mit Werken von Camille Saint-Saëns, Francis Poulenc, Gabriel Fauré oder auch Astor Piazolla.
https://mainz.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-08-23t170000-sommerkonzertdivertissement-a-la-francaise

Malalai, die afghanische Jungfrau von Orléans Theateraufführung
Wo: Deutsches Nationaltheater Weimar
In Afghanistan erzählt man die Geschichte der Malalai von Maiwand, auch afghanische Jungfrau von Orléans genannt. Sie war eine Sanitäterin im Unabhängigkeitskrieg gegen die britische Kolonialmacht 1880. Als die Afghanen die letzte Hoffnung auf den Sieg verloren hatten und flohen, löste Malalai ihren Schleier, machte eine Flagge daraus und rannte auf den Feind zu. Die Soldaten kehrten um, folgten ihr und gewannen die Schlacht.
Malalai ist ein deutsch-französisch-afghanisches Projekt von Robert Schuster und Julie Paucker mit Texten von Schiller, Anouih, Brecht und Khattak.
Termine:
 25. und 27. August 2017, 20:00 Uhr
 03. September 2017, 18:00 Uhr
https://thueringen.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-08-25t180000-malalai-dieafghanische-jungfrau-von-orleans?language=de

Ariane Mnouchkine erhält Goethepreis 2017 – Verleihung am 28. August in der Paulskirche

© Ariane_Mnouchkine
© Ariane_Mnouchkine

Das Kuratorium zur Vergabe des Goethepreises der Stadt Frankfurt 2017 hat sich für die französische Theaterintendantin und Regisseurin Ariane Mnouchkine als diesjährige Preisträgerin entschieden. Mit der Auszeichnung wird das Lebenswerk einer Künstlerin geehrt, die mit der Gründung des „Théatre du Soleil“ eine Institution der Theaterwelt von internationaler Bedeutung geschaffen hat.

Oberbürgermeister Peter Feldmann begründet als Vorsitzender des Kuratoriums die Entscheidung: „Mit Ariane Mnouchkine wird eine wirklich große europäische Regisseurin ausgezeichnet. Ihr Lebenswerk ist untrennbar mit dem weltberühmten „Théatre du Soleil“ verbunden, das als freies Kollektiv gezeigt hat, wie produktiv ein dezidiert politisches Selbstverständnis in der Theaterkunst sein kann.“

Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig ergänzt: „Als Regisseurin ist sie eine Zauberin, deren Stücke Menschen aller Schichten und Generationen fasziniert. Ihre künstlerische Arbeit ist einmalig, weil sie unterschiedlichste Einflüsse produktiv integriert und daraus etwas unverkennbar Neues geschaffen hat. Dass das Theater die Welt verändern kann, hat sie mit ihrem Lebenswerk unter Beweis gestellt.“

Der Goethepreis wird alle drei Jahre am 28. August, dem Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes, in der Paulskirche an eine Persönlichkeit verliehen, „die durch ihr Schaffen bereits zur Geltung gelangt und deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig ist“. Er ist mit 50.000 Euro dotiert.

Das Kuratorium setzt sich in diesem Jahr neben den ständigen Mitgliedern (dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, dem Stadtverordnetenvorsteher, der Kulturdezernentin, dem Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, der Präsidentin der Goethe-Universität und der Direktorin des Freien Deutschen Hochstiftes) aus der Dichterin Monika Rinck, dem Schriftsteller Marcel Beyer und dem Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Jürgen Kaube zusammen.

Bisherige Preisträger:

1927 der Dichter Stefan George †
1928 der Arzt und Philosoph Albert Schweitzer †
1929 der Philosoph Leopold Ziegler †
1930 der Psychoanalytiker Sigmund Freud †
1931 die Dichterin Ricarda Huch †
1932 der Dichter Gerhart Hauptmann †
1933 der Dichter Hermann Sehr †
1934 der Musiker Hans Pfitzner †
1935 der Schriftsteller Hermann Stegemann †
1936 der Bildhauer Georg Kolbe †
1937 der Dichter und Philosoph Guido Kolbenheyer †
1938 der Arzt und Dichter Hans Carossa †
1939 der Chemiker Carl Bosch †
1940 die Dichterin Agnes Miegel †
1941 der Dichter Wilhelm Schäfer †
1942 der Mediziner Richard Kuhn †
1945 der Physiker Max Planck †
1946 der Dichter Hermann Hesse †
1947 der Philosoph Karl Jaspers †
1948 der Dichter Fritz von Unruh †
1949 der Dichter Thomas Mann †
1952 der Dichter Carl Zuckmayer †
1955 die Dichterin Anette Kolb †
1958 der Naturforscher und Philosoph Prof. Dr. Carl Friedrich von Weizsäcker †
1960 der Schriftsteller Ernst Beutler †
1961 der Architekt Walter Gropius †
1964 der Schriftsteller und Journalist Benno Reifenberg †
1967 der Wissenschaftler und Politiker Carlo Schmid †
1970 der Philosoph, Literaturwissenschaftler und Humanist Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Lukács †
1973 der Schriftsteller Arno Schmidt †
1976 der Filmregisseur Ingmar Bergmann †
1979 der Soziologe und Publizist Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Raymond Aron †
1982 der Schriftsteller Ernst Jünger †
1985 der Historiker Prof. Dr. Dr. phil. h.c. Golo Mann †
1988 der Regisseur Peter Stein
1991 die Lyrikerin Wislawa Szymborska †
1994 der Kunsthistoriker Sir Ernst Gombrich †
1997 der Komponist und Dirigent Professor Hans Zender
1999 der Schriftsteller Siegfried Lenz †
2002 der Schriftsteller und Literaturkritiker Prof. Dr. h.c. mult. Marcel Reich-Ranicki †
2005 der Schriftsteller Amos Oz
2008 die Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Ballettdirektorin Pina Bausch †
2011 der Dichter Ali Ahmad Said Esber – Adonis
2014 der Schriftsteller und Literaturkritiker Prof. Dr. Peter von Matt

Meinungsfreiheit: Jugendliche aus Frankreich und Deutschland debattieren mit Tanja Kinkel und Hayko Bağdat

fuer-das-freie-wortDeutsch-französisches Jugendcamp zur Meinungsfreiheit vom 15. bis 22. Juli auf dem mediacampus frankfurt / Kamingespräch am 19. Juli um 19 Uhr / Akkreditierung unter presse@boev.de

Wie steht es um die Meinungsfreiheit in Europa? Was können Jugendliche und die gesamte Zivilgesellschaft tun, um freiheitliche Werte und Demokratie zu fördern? Diese Fragen diskutieren noch bis zum 22. Juli 2017 Mädchen und Jungen aus Frankreich und Deutschland beim Jugendcamp zur Meinungsfreiheit „Du hast das Wort – Tu as la parole“. In Workshops und Seminaren auf dem medicamapus frankfurt sowie bei Exkursionen nach Straßburg und Frankfurt am Main beschäftigen sich die 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit demokratischen Werten, Meinungsbildung und Meinungsvielfalt in Europa. Als Online- und Videoreporter setzen sie sich selbständig mit den Themen auseinander.

Beim Kamingespräch am 19. Juli debattieren die Jugendlichen mit Autorin und PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel, dem armenisch-türkischen Exil-Journalisten Hayko Bağdat und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Der Journalist Hayko Bağdat lebt in Deutschland im Exil. Er hat mit Can Dündar in Berlin das Onlineportal Özgürüz gegründet und ist Mitbegründer der Initiative „Friends of Hrant“, die sich für die Aufklärung des Mordes am armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink einsetzt. Die Autorin Tanja Kinkel ist Mitglied des Präsidiums des PEN-Zentrums Deutschland und hat das Hilfswerk „Brot und Bücher e.V.“ mitbegründet, welches sich für die Belange von Kindern in Afrika, Indien und Deutschland stark macht.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Pressevertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, das Kamingespräch und Jugendcamp zu besuchen; Akkreditierung bitte per Mail an presse@boev.de.

Das Jugendcamp „Du hast das Wort – Tu as la parole“ findet im Rahmen von „Francfort en français – Frankfurt auf Französisch: Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017“ statt. Die Jugendlichen präsentieren ihre Medienprojekte auf der Buchmesse im Oktober 2017.

Das Camp ist ein Projekt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung in Kooperation mit dem mediacampus frankfurt. Förderer sind die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung. Das Jugendcamp wird unterstützt von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Weitere Informationen zum Programm unter www.wort-und-freiheit.de/jugendcamp.