Kategorie-Archiv: Wirtschaftskultur

Wiesbadener OB-Kandidaten-Duell in der IHK am 12. Juni 2019

IHK Wiesbaden bringt Oberbürgermeister-Kandidaten am 12. Juni aufs Podium zur Stichwahl – Aufzeichnung als Live-Podcast

Zwei Kandidaten gehen am 16. Juni in die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die IHK Wiesbaden stellt sie beim „Oberbürgermeister-Duell zur Stichwahl“ gegenüber: Am Mittwoch, 12. Juni, stehen Gert-Uwe Mende (SPD) und Eberhard Seidensticker (CDU) im Großen Saal der IHK, Wilhelmstraße 24-26, mit ihren Positionen, aber auch mit ihrer Persönlichkeit, im Fokus der Wirtschaft. Die Diskussion läuft im Format „Selbstbewusste Macher“ von Moderator und Coach Leif Ahrens und wird als Podcast aufgezeichnet. Einlass ist ab 18:30 Uhr – die Diskussion und die Aufzeichnung beginnen um 19 Uhr. Anmeldungen sind bis 7. Juni unter möglich: https://event.ihk-wiesbaden.de/ob-wahl.

„Es verspricht ein spannendes Rennen um die Stichwahl zu werden – wir wollen hier die wirtschaftspolitischen Themen nochmal klar auf die Agenda setzen und die Profile der beiden Kandidaten in der direkten Auseinandersetzung gegenüberstellen“, sagt Dr. Christian Gastl, Präsident der IHK Wiesbaden. Nach seiner Begrüßung stellen sich die beiden Kandidaten um das Amt des Wiesbadener Oberbürgermeisters der Diskussion mit Moderator Leif Ahrens und den Fragen aus dem Publikum.

Hessische Digitalministerin eröffnet Digital-Kongress 2019

Prof. Dr. Kristina Sinemus. Die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus bei der Eröffnungsrede des Digital-Kongresses „Von Big Data zu Smart Data: Digitalisierung gestalten“ in Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Prof. Dr. Kristina Sinemus. Die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus bei der Eröffnungsrede des Digital-Kongresses „Von Big Data zu Smart Data: Digitalisierung gestalten“ in Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat klare Rahmenbedingungen und Leitplanken für die Datennutzung mittels künstlicher Intelligenz gefordert. „Die EU-Leitlinien sind ein erster Schritt in die richtige Richtung, dem aber weitere folgen müssen“, sagte die Ministerin am Mittwoch beim Digital-Kongress „Von Big Data zu Smart Data: Digitalisierung gestalten“ im Frankfurter Palmengarten vor über 400 Interessierten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

„Wir brauchen einen klaren, mit technisch-organisatorischen Vorgaben und Regeln ausgestatteten Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz. Dieser muss die zentrale Grundlage für den vertrauenswürdigen Einsatz komplexer Algorithmen sein und dessen effektive Einhaltung gewährleisten“, so die Digitalministerin. Dabei müsse die Entwicklung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz je nach Anwendungsbereich differenziert bewertet werden. Denn es mache einen erheblichen Unterschied, ob die Künstliche Intelligenz ein Buch als Lesevorschlag präsentiere oder eine Drohne mit Waffensystemen KI-gesteuert starte. Die Hessische Landesregierung werde sich deshalb auf Bundesebene und europäischer Ebene weiterhin für die Fortentwicklung einer digitalen Agenda des Rechts stark machen.

Modellbahn Schienenverkehr 4.0 - Präsentation von IDA-analytics.de auf dem Hessischen Digitalkongress am 15. Mai 2019 im Frankfurter Palmengarten. Erfassbare Daten z.B. Sitzplatzbelegung, Zustand der Gleise, Abteilinformationen wie Temperatur, Lautstärke, Beleuchtungsstärke, Luftfeuchtigkeit, u.a., Wartungsbedarfe der gesamten Infrastruktur, GPS-Trcking. © Foto: Diether v. Goddenthow
Modellbahn Schienenverkehr 4.0 – Präsentation von IDA-analytics.de auf dem Hessischen Digitalkongress am 15. Mai 2019 im Frankfurter Palmengarten. Erfassbare Daten z.B. Sitzplatzbelegung, Zustand der Gleise, Abteilinformationen wie Temperatur, Lautstärke, Beleuchtungsstärke, Luftfeuchtigkeit, u.a., Wartungsbedarfe der gesamten Infrastruktur, GPS-Trcking. © Foto: Diether v. Goddenthow

Über Chancen für Bürger und Unternehmen
Die Ministerin sprach beim Kongress auch über die Chancen der Digitalisierung für Bürger und Unternehmen. „Die Digitalisierung kann Motor für Innovationen von Unternehmen sein und sie bietet Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe“, unterstrich sie. Aber auch hier seien eindeutige Spielregeln notwendig. „Wir brauchen eine konsequente und praktikable Umsetzung der Datenschutzregelungen in Europa. Damit gewinnen wir nicht nur Sicherheit und Vertrauen der Nutzer, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal im globalen Wettbewerb“, sagte die Digitalministerin.

Digitalkongress 2019 Veranstaltungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow
Digitalkongress 2019 Veranstaltungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow

Welche Rahmenbedingungen in Europa, Deutschland und Hessen zielführend sind, um innovative Anwendungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln, wurde auf dem Digital-Kongress 2019 diskutiert. Von Big Data zu Smart Data, von Hessen nach Asien und zurück: Profilierte Speaker spannten an diesem Mittwoch den Bogen digitaler Herausforderungen, unter anderem Dr. Stefan Heumann (Mitglied des Vorstands, Stiftung Neue Verantwortung), Maximilian Strotmann (Mitglied des Kabinetts von EU-Kommission Vizepräsident Andrus Ansip) sowie Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster (Chief Executive Advisor, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH DFKI). Auch sieben ausgewählte hessische Digitalprojekte zeigten ihre innovativen Ideen wie den intelligenten Einsatz existierender Smart Home Lösungen im Pflegebereich, die Digitalisierung eines Weinbergs oder Präventionsmaßnahmen bei Social Engineering Angriffen. Sie machten so die Umsetzung der Digitalstrategie des Landes Hessen in praktischen Anwendungen sichtbar.

Weitere Informationen Digitalkongress 2019

Founder Summit 2019 – 5000 Besucher beim größten deutschen Gründertreffen im Wiesbadener RheinMain CongressCenter

Viele Besucher der 5000 Besucher wollen zum 5. Founder Summit 2020 wieder kommen.   Foto: Diether v. Goddenthow
Viele Besucher der 5000 Besucher wollen zum 5. Founder Summit 2020 wieder kommen. Foto: Diether v. Goddenthow

Unter dem Motto #biggerandbetter veranstaltete die Entrepreneur University vom 27. bis 28. April 2019 den „4. Founder Summit“, die größte europäische Business-Konferenz für Deutschlands Gründerszene. Gut 5000 Teilnehmer verwandelten das gesamte Wiesbadener RheinMain CongressCenter in einen riesigen bunten Campus, aufgeteilt in: Mainstage Halle Nord, Live-Pitch Arena im Foyer, Expo für 200 Aussteller und Expo Stage in Halle Süd EG. Das inhaltliche Herz des 4. Founder Summits schlug jedoch in den „Hörsälen“ des Campus Stages mit den Schwerpunkten: Startup Campus, Q& A Campus, Sales Campus, Financial Freedom Campus, Online Marketing Campus, Entrepreneur Campus und Mindset-Campus. Hier sorgten Deutschlands Top-Speakers von Andreas Buhr und Iskender Dirik über Jörg Löhr bis Bahar Yilmaz und viele andere gekonnt für eine lustvolle, bildreiche und lebendige Vermittlung   gewöhnlich eher trockener Themen.

Impression aus der stets brechend vollen Halle Nord des Rhein-Main CongressCenters mit Top-Speakern und Super-Acts auf der Hauptbühne. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression aus der stets brechend vollen Halle Nord des Rhein-Main CongressCenters mit Top-Speakern und Super-Acts auf der Hauptbühne. Foto: Diether v. Goddenthow

Wir wollen, dass ihr „ wirklich einfach Spass habt“, gab Moderatorin Sarah Elßer gleich zu Beginn des „4. Founder Summits“ die Marchrichtung vor. Neben Show-Acts sorgten Speakers und Headliner wie Unternehmer Ralf Dümmel („Die Höhle der Löwen“), Netzwerker Torben Platzer, Tech-Investor Frank Thelen und John Strelecky, bekannt durch den Bestseller „Das Café am Rande der Welt“ und Erfinder des Konzepts „Big Five for life“ für spannende Vorträge und gute Stimmung. Eines der Highlights war die Award-Show anlässlich der Verleihung des Next Level Awards 2019 in den sieben Kategorien „Startup“, „Entrepreneur“, „Online-Marketing“, „Sales“, „Content Creator“, „Newcomer Speaker“ und „Speaker“ sowie die Bekanntgabe des „Gewinner-Startups“ an „Naschlabor“. Den Scheck in Höhe von 1,5 Mio. Euro, gestiftet von ProSiebenSAT.1, überreichte Hessens neue Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus. Mit diesem Budget kann das Startup auf allen Kanälen und Plattformen der SAT.1-Gruppe eine groß angelegte Werbeoffensive für ihre Produkte starten. (mehr …)

Aufbau einer systemischen Wasserstoffwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet

grafik_reallabor2Überlandwerk Groß-Gerau GmbH, Hochschule RheinMain, Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Mainzer Stadtwerke AG und Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG bilden Projektkonsortium mit Begleitung der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA)

Um die Emissionsbelastungen über alle Energiesektoren hinweg zu reduzieren, soll in der Metropolregion Rhein-Main eine systemische Wasserstoffwirtschaft aufgebaut werden. Der systemische Ansatz stellt einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der Energiewende dar. Hier kann das Reallabor Maßstäbe für die nationale Wasserstoffwirtschaft setzen und einen entscheidenden Schritt zur sektorübergreifenden Dekarbonisierung aufzeigen. Im Reallabor Rhein-Main können durch die Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff etwa 5.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Außerdem werden langfristige Perspektiven für eine nachhaltige Emissionsminderung geschaffen. Beispielsweise wird bis zum Jahr 2030 die Versorgung von etwa 1.000 Brennstoffzellenbussen mit Wasserstoff angestrebt, wodurch ca. 200 Tonnen Stickstoffoxid (NOx)-Emissionen eingespart werden können.

Dr. Karsten McGovern, Leiter der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA), begrüßt das Vorhaben: „Wir freuen uns, dass die Wasserstoff-Partner in der Rhein-Main-Region an einem Strang ziehen und ein Projektkonsortium gegründet haben, das ein Reallabor zur Wasserstofftechnologie schaffen will. Die große Nachfrage nach Wasserstoff für mobile und stationäre Anwendung in der Region zeigt, dass es genau jetzt an der Zeit ist, die in der Region bereits vorhandenen Kompetenzen zu bündeln. So können wir gemeinsam eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft entwickeln, die auch als Blaupause für andere Regionen dienen kann.“

Konzept des Reallabors im Rhein-Main-Gebiet: Elekrolyse, H2-Hub, Methanisierung, Brennstoffzelle

Das Konzept des Reallabors sieht vor, eine Wasserstoffwirtschaft mit nahezu 100%iger Versorgungssicherheit aufzubauen. Hierfür werden Wasserstofferzeugung, -distribution, -speicherung und -verbrauch in der Region zusammen geplant, ausgebaut und vernetzt.

Zur Wasserstofferzeugung werden in Frankfurt, Mainz und Groß-Gerau Elektrolyseure mit einer Leistung von insgesamt ca. 15 MW betrieben. An den Standorten wird Wasserstoff netzdienlich und mit erneuerbaren Energien erzeugt. Die Anlagen sind miteinander verbunden und können sich im Fall von Produktionsausfällen gegenseitig absichern.

Um die Verteilung des Wasserstoffs zu vereinfachen, werden bis zu zwei zentrale Wasserstoffdistributionszentren (H2-Hubs) errichtet, die jedem Wasserstoffproduzenten und -abnehmer den Zugang zum Markt ermöglichen. Wie solche Distributionszentren aussehen können, wird zunächst in einer Begleitforschung erarbeitet. An den H2-Hubs soll jederzeit Wasserstoff per Pipeline oder Trailer angeliefert und bezogen werden können. Dies soll insbesondere kleinen Erzeugern und Abnehmern den Marktzugang ermöglichen und ein natürliches Wachstum der Branche anregen.

Durch die Nutzung von Wasserstoff zur Herstellung von Methan kann eine fast unbegrenzte Speicherung von erneuerbarem Strom und Wasserstoff im Erdgasnetz erfolgen. Dazu soll eine Methanisierungsanlage im Megawattbereich errichtet werden, die aus dem Elektrolysewasserstoff synthetisches Methan erzeugt. Das „grüne“, strombasierte Methan kann außerdem als Rohstoff in der Industrie zum Einsatz kommen.

Zur Erzeugung von Strom und Wärme in einem Netzengpassgebiet wird ein Brennstoffzellen-Kraftwerk mit bis zu 10 MW aufgebaut. Das Kraftwerk wird per Pipeline mit Wasserstoff versorgt und kann sowohl Netzdienst- als auch Regelleistung anbieten.

Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG), lobt die Zusammenarbeit: „Die beteiligten Partner verfügen über hervorragende Kompetenzen im Bereich der Wasserstofferzeugung, -speicherung und -verteilung. Mit der Idee zum Aufbau von H2-Hubs wollen wir die vorhandenen Synergiepotenziale erschließen. So wird eine versorgungssichere Infrastruktur für künftige Projekte zur Wasserstoffmobilität, etwa im Bereich des ÖPNV, geschaffen. Ein herzlicher Dank gilt den assoziierten Partnern. Sie wollen uns zum einen bei der Umsetzung des Reallabors begleiten, zum anderen bildet ihre Wasserstoffnachfrage die Grundlage für den wirtschaftlichen Weiterbetrieb nach Förderende.“

„Founder Summit“ am 27. und 28. April im RMCC

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Am Wochenende ist es soweit: Im RheinMain CongressCenter (RMCC) treffen sich namhafte Unternehmer und Gründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, begleitet von internationalen Highlights der Szene.

Nach dem Start 2016 in Frankfurt mit 400 Teilnehmern und Rednern ist es dem Veranstalter, der „Entrepreneur University“, nach eigenen Angaben gelungen, die Teilnehmerzahlen von 400 auf 5.000 zu steigern. Der „Founder Summit“ wird jährlich, nun zum vierten Mal, veranstaltet. Er bietet einen Mix aus Wissensvermittlung, Motivation und Entertainment und bringt Gründer, Führungskräfte und etablierte Unternehmer zusammen.

Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz sieht die Chancen, die dieses Großevent für Wiesbaden beinhaltet: „Mit dem ,Founder Summit‘ kommt ein weiterer spannender Baustein der lebendigen Gründerszene nach Wiesbaden. Nach der Eröffnung des Campus Wiesbaden durch die Hochschule Fresenius in der Moritzstraße ergänzt dieses Event das Portfolio für Gründer und Startups weiter und macht deutlich: Wiesbaden ist eine ausgesprochen ideenreiche und zukunftsorientierte Gründerstadt.“

Ein Großteil der Wiesbadener Akteure ist in der „Expo Area“ präsent – so sind dort neben der Landeshauptstadt Wiesbaden, Referat für Wirtschaft und Beschäftigung, auch Exina und Berufswege für Frauen mit Ständen vertreten. Mit dabei sind auch junge Wiesbadener Unternehmen wie das Creators Collective oder die Filmproduktion Arra Vision, die Einblicke in die kreative Szene der Landeshauptstadt vermitteln.

Der „Founder Summit 2019“ findet im gesamten RMCC statt. Im Hauptsaal mit 5.000 Plätzen und auf sieben Themenbühnen dreht sich alles um Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmertum. Die Dialog-Expo mit über 200 Ausstellern und einer Expo-Stage ist vor allem für Startups interessant. In einer sogenannten Pitch-Arena haben Startups die Möglichkeit, potenziellen Investoren ihre Geschäftsideen vorzustellen.

Mehr Informationen finden Interessierte unter https://www.entrepreneur-university.de.

RheinMain CongressCenter – Bilanz nach einem Jahr Veranstaltungsbetrieb

Impression RMCC - Foyer-Situation. © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression RMCC – Foyer-Situation. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das RheinMain CongressCenter (RMCC) im Herzen von Wiesbaden feierte am 13. April 2018 seine offizielle Eröffnung. Ein Jahr RMCC bedeutet in Zahlen ausgedrückt: 132 Veranstaltungen mit rund 190.000 Besuchern und eine große Vielfalt an unterschiedlichen Veranstaltungsformaten und -konzepten, die den Weg nach Wiesbaden und ins RMCC gefunden haben. Von Medizinkongressen mit knapp 4.000 Teilnehmern, über Produktpräsentationen von Automobilherstellern, großen Publikumsmessen zum Thema veganer Lebensstil und e-Mobilität oder Unterhaltungsveranstaltungen in der großen Halle Nord.

RMCC Außenansicht Halle Nord. © Foto: Diether v. Goddenthow
RMCC Außenansicht Halle Nord. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz zieht eine positive Bilanz: „Beim Bau des RheinMain CongressCenters wurde größtmöglichen Wert auf Flexibilität gelegt. Ein Jahr Veranstaltungsbetrieb hat gezeigt, dass sich die Planung, verschiedenartige und insbesondere parallel stattfindende Veranstaltungen abzubilden, in der Realität bewährt. Im tatsächlichen Betrieb fanden bis zu drei Veranstaltungen gleichzeitig statt. Damit haben wir unsere Planvorgaben für 2018 sogar übertroffen“.

So vielfältig wie die Nutzungsmöglichkeiten des Hauses sind, so vielfältig ist auch das Spektrum an Veranstaltungsformaten aus unterschiedlichen Branchen, die im RMCC durchgeführt werden.

„Zahlreiche der Veranstalter haben bereits jetzt für die kommenden Jahre Folgeverträge abgeschlossen. Dies ist für uns ein wertvoller Beleg, dass sich die Veranstalter mit unserem Haus identifizieren und in Wiesbaden wohlfühlen“, führt Martin Michel, Geschäftsführer des RMCC, aus.

RMCC beim 2. Gesundheitstag in Halle Süd. © Foto: Diether v. Goddenthow
RMCC beim 2. Gesundheitstag in Halle Süd. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das RMCC durfte Austragungsstätte zahlreicher gesellschaftlicher Veranstaltungen, wie dem „Ball des Sports“, Jahresempfängen, Preisverleihungen, Jubiläen und Jahresausklängen sein. Der Großteil der Veranstaltungen war und sind Firmenkongresse, -tagungen, und –meetings mit 500 bis 1.000 Personen. Diverse Publikumsveranstaltungen haben im ersten Jahr für ein „volles Haus“ gesorgt, so z. B. Gastspiele des Rheingau Musik Festivals, die Comedians Bülent Ceylan, Mario Barth und Dr. Eckart von Hirschhausen sowie die Ehrlich Brothers. Sogar einen Rekord hat das RMCC schon aufgestellt – mit dem größten Science Slam, der jemals in einer Halle stattgefunden hat (4.700 Besucher). Neben Showauftritten war das Haus zu Publikumsmessen wie der „wir heiraten!“, „Messe Lateinamerika“, „VeggieWorld“, „Kreativ Wiesbaden“ oder der „Internationalen Motorradausstellung“ geöffnet. Mit diversen Bundes- und Landesparteitagen sowie Mitgliederversammlungen fanden zudem politische Veranstaltungen im RMCC statt.

Ein Jahr RMCC bedeutet auch gelebte Nachhaltigkeit. Neben der Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) in Platin, wurde das RMCC unter dem Dach der TriWiCon zum ÖKOPROFIT Betrieb ausgezeichnet. Im Oktober 2018 folgte der „DGNB-Diamant“ für herausragende gestalterische und baukulturelle Qualität. Auch nimmt das RMCC als Teil der TriWiCon an der INITIATIVE ENERGIEEFFIZIENZ NETZWERKE am Energieeffizienz-Netzwerk ÖKOPROFIT Klub Wiesbaden 2018-2020 teil.

RMCC während der Veggie-World und Paracelsus-Messe. © Foto: Diether v. Goddenthow
RMCC während der Veggie-World und Paracelsus-Messe. © Foto: Diether v. Goddenthow

Für 2019 ist der Veranstaltungskalender bereits gut gefüllt. Bis Ende des Jahres sollen 100 Veranstaltungen planmäßig stattgefunden haben, darunter auch zahlreiche Kongresse und Tagungen von Wiesbadener Firmen und Institutionen, beispielswiese aus der Versicherungs-, Medizin- oder Verlagsbranche.

Im ersten Quartal 2019 durfte das RMCC einige bekannte „Gesichter“ nach Neubau und Eröffnung wieder zurück in Wiesbaden begrüßen. So fanden die Veranstaltungen VeggieWorld und Paracelsus Messe, die ReWoBau, die Teddybär Welt, die Internationale Fachausstellung für das Schuhmacherhandwerk Inter-Schuh Service sowie der internationale Fachkongress für Naturheilkunde Interbiologica statt. Besonders erfreulich sind dabei Doppelbuchungen des RMCC und des Kurhauses Wiesbaden, so beispielsweise von der DER Touristik Partner-Service (DTPS), die ihre Jahrestagung mit einem Abschlussabend im Kurhaus kombinierten.

Das RMCC bereitet sich derzeit auf die Rückkehr des für Wiesbaden traditionsreichen Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) im Mai mit knapp 8.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor.

 

Darüber hinaus findet der innovative „The Founder Summit“ statt, Deutschlands größtes Event für Startup-Gründer, Entrepreneure und Intrapreneure. Im Mai werden über 1.000 Teilnehmer zum 45. Germany Travel Mart™ (GTM), dem weltweit größten Incoming-Workshop für das Reiseland Deutschland erwartet, darunter rund 600 internationale Reiseeinkäufer und Fachjournalisten.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Kostenfreie Führungen durch das RMCC zum ersten Geburtstag
Im Rahmen des ersten Geburtstages veranstaltet das RMCC für Interessierte Führungen durch das Haus. Die Führungen sind kostenfrei. Die Teilnahme ist auf 40 Personen pro Führung begrenzt. Teilnahme nur durch vorheriger Anmeldung über die Tourist Information, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden, Telefon 0611-1729-930 oder per E-Mail an touristservice@wiesbaden-marketing.de.

Termine:
Samstag, 20. April 2019 um 12.30 Uhr und 13.45 Uhr
(jeweils in zwei Gruppen à 40 Personen)

Warum Skandinavier glücklicher sind und Kunst besonders reizt, wenn sie von Können kommt – Ausstellung in Mainzer Volksbank bis 17.Mai 2019

Katharina Reschke: "Wagenfeld Teetasse", 2019, 150 x 200 cm Acryl auf Leinwand.© Foto: Diether v. Goddenthow
Katharina Reschke: „Wagenfeld Teetasse“, 2019, 150 x 200 cm Acryl auf Leinwand.© Foto: Diether v. Goddenthow

300 Gäste waren der Einladung der Mainzer Volksbank zur traditionellen Veranstaltung „Kultur und Wirtschaft“ ins MVB-Forum am Neubrunnenplatz gefolgt, um von der Glücksforscherin Maike van den Boom zu erfahren, warum Schweden glücklicher sind, und von der Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke in eine Welt fotorealistisch gemalter Designobjekte des 20. Jahrhunderts entführt zu werden. Eine Einführung gab Utz Heinzelmann, der Kurator der Ausstellung, die noch bis zum 17. Mai 2019 im MVB-Forum (Neubrunnenstraße 2, 55116 Mainz) zu den Öffnungszeiten der Bank besichtigt werden kann.

Glücksforscherin Maike van den Boom (r.) und Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke im MVB-Forum am 9. April 2019.© Foto: Diether v. Goddenthow
Glücksforscherin Maike van den Boom (r.) und Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke im MVB-Forum am 9. April 2019.© Foto: Diether v. Goddenthow

Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank, begrüßte in bekannter geistreich humoristischer Art die gut stimmten Gäste. Er unterstrich die große Begeisterung für dieses Veranstaltungsformat und betonte: „Unsere Region ist seit je her begeistert von außergewöhnlichen Menschen mit ebenso außergewöhnlichen Talenten. Aus diesem Grund ist es jedes Jahr eine Freude hierfür eine Bühne zu bieten. Als Mainzer Volksbank sind wir sehr stolz darauf, Teil dieser Region, Teil der Entwicklung und Partner in vielen Bereichen zu sein. Banken haben sich in den letzten Jahren vermehrt aus dem regionalen Engagement zurückgezogen. Das ist schade und für die Mainzer Volksbank keine Option. Veranstaltungen wie ‚Kultur und Wirtschaft‘ zeigen das immer wieder.“ Der Vorstandsvorsitzende wies mit Recht ein wenig stolz darauf hin, dass die Mainzer Volksbank die einzige Bank im Mainzer Raum zurzeit sei, die sich dem Thema „Kunst und Kultur“ widme. Die Mainzer Volksbank wolle diese Reihe so fortsetzen, worüber die Gäste besonders erfreut waren.

Warum Skandinavier glücklicher sind!!
So eingestimmt, rannte Glücksforscherin und Bestsellerautorin Maike van den Boom mit Ihrem dialogisch lebendig präsentierten Vortrag zum „Skandinavierglück“ mit dem etwas verkopften Titel „Grüße aus den Ländern, in denen unsere Zukunft der Arbeit schon lange Gegenwart ist“, offene Türen ein. Man habe sie auf der Hannovermesse neulich gefragt, was sie mache. Sie darauf hin: „Ich mache Deutschland ein wenig glücklicher“. An diesem Abend traf dies zumindest auf die Besucher der MVB zu. Sie erfuhren doch so einiges Neues über die unterschiedliche Geisteshaltung von Deutschen und Skandinaviern, sich Arbeit und Leben ein wenig schöner zu machen.

Die verschiedenen Herangehensweisen und Einstellungen der Nordländer dürften wohl mit dafür ein Grund sein, dass sie  die ersten 7 Plätze im World Happiness Report 2019 belegten, also zu den glücklichsten Menschen weltweit zählen, während  die Deutschen bei selben Wohlstand lediglich auf Rang 17 der „Glücklichsein-Skala“ landeten.

Ein Geheimcode für Glück im hohen Norden sei „Faulheit“. Skandinavier schliefen genug, legten viel Wert auf gute Kontakte, gutes Essen und vieles mehr. Denn es ginge in den skandinavischen Ländern nicht um Zeit, nicht um Zeitmaximierung wie hierzulande, sondern um Effizienz, also um Energie, so Maike van den Boom. Bei Skandinaviern zähle Energie, nicht Zeit. Deswegen sei Arbeit nicht wie in Deutschland etwas Professionelles, sondern etwas Persönliches.

Maike van den Boom , im Hintergrund die fotorealistische Acryldarstellung des Mercedes 300 SL Flügeltüren von Katharina Reschke. © Foto: Diether v. Goddenthow
Maike van den Boom , im Hintergrund die fotorealistische Acryldarstellung des Mercedes 300 SL Flügeltüren von Katharina Reschke. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Skandinavier nehme sein Privatleben immer mit zur Arbeit. Er müsse es nicht verstecken, er müsse sich nicht verbiegen, er müsse keine Rolle spielen, er mache sich nackt. Er gehe nackt in die Sauna, und er gehe „nackt“ zur Arbeit. Man schlüpfe nicht in Rollen und verbiege sich, „denn dann fehlt dir Energie“, so die Glücksforscherin. Wenn dein Privatleben nicht funktioniert, funktioniert auch deine Arbeit nicht. Arbeit folgt Leben, weswegen ein gutes Privatleben an erster Stelle stünde. Der Schwede beispielsweise ginge lieber mal während der Arbeitszeit eine Stunde joggen, und arbeitete dann in nur 7 Stunden mehr als in 8 Stunden.

Du nimmst dich auf deine Arbeit mit als Gesamtkunstwerk: „Wir kommen mit allen, was wir haben, auch mit Schwächen.“ Schwächen zu zeigen, sei total wichtig. Keine Schwächen zu zeigen, sei praktisch asozial. Denn jeder Mensch habe Schwächen, und wenn man so ein bisschen Schwäche zeige, „dann verbinden wir uns“, so Maike van den Boom. „Also lassen wir die Menschen aus den Boxen!“

Ein weiterer Glücksfaktor: Skandinavier lebten ein Leben lang auf dem Stand eines 3jährigen. Denn Skandinavier hinterfragten immer alles: „Warum?“, „Warum ist das so?“, „Warum soll ich das machen?“. Sie hörten nie auf zu fragen. In dieser Kultur dürfe jeder Mensch mitdenken, alles in Frage stellen, „ja auch die Autorität von Vorgesetzten“. Und das sei gut so, denn niemand könne ja alles wissen.
Skandinavier passten auf, dass alles, was sie machten, Sinn habe. Sinn sei ein wichtiger Glücks- und Energiefaktor.

Ein weiterer Glücksaspekt in Schweden heiße „Tillit“, also Vertrauen. In Schweden kontrolliere man weniger, sondern vertraue mehr: „Wenn du denkst, die sind faul, dann brauchst du gedanklich die Peitsche.“ „Wenn du aber denkst, „die wollen ihr Bestes geben, dann vertraust du ihnen!“, so Maike van den Boom. Vertrauen schaffe Energie. Mit jeder Regel, die du einführst, entziehst du Menschen Vertrauen, also Energie.

Schweden hätten zudem keine Fehlerkultur wie  Deutsche. „Skandinavier machen keine Fehler, die kreieren Abweichungen“, so die Glücksforscherin ein wenig augenzwinkernd. Es sei niemals der Mensch, der in Schweden versage, sondern allenfalls das System, und mache jemand mal einen „Fehler“, würde beispielsweise in Unternehmen wie im Möbelhaus IKEA oder beim Fahrzeughersteller Scania überlegt: „Was haben wir unterlassen, dass er den Fehler machen konnte“, so Maike van den Boom.
In Schweden darf man aus „Fehlern“ lernen, und wenn man aus Fehlern lernen könne, könne man glücklicher werden.

Für Abweichungen sei die Revisionsabteilung zuständig

Der Vorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank Uwe Abel dankte der Glücksforscherin Maike van den Boom ganz herzlich dafür, die Essenz Ihrer Glückserkenntnisse nach ihrer zweijährigen Interview-Reise mit Personalverantwortlichen und Mitarbeitern aus 30 skandinavische Unternehmen in Norwegen, Schweden und Dänemark „hier heute Abend im MVB-Forum“ dargelegt zu haben. Abel schränkte jedoch ein: „Das mit den Abweichungen diskutieren Sie aber bitte mit unserer Revisionsabteilung“, dafür sei er nicht zuständig.

(v.l.n.r.): Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank, Glücksforscherin  und Bestsellerautorin Maike van den Boom, Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke und Utz Heinzelmann, der Kurator. © Foto: Diether v. Goddenthow
(v.l.n.r.): Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank, Glücksforscherin und Bestsellerautorin Maike van den Boom, Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke und Utz Heinzelmann, der Kurator. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Ästhetik in Alltagsmotiven
Nach den beflügelnden auditiven Glücksmomenten führte nun Kurator Utz Heinzelmann die Gäste in die visuellen, nicht minder wirksamen Glücksmomente der Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke ein: In ihrer Ausstellung „Vorzeigeobjekt“ malt Katharina Reschke großformatige Acrylwerke in handwerklich wie künstlerisch perfekter fotorealistischer Weise. Es gibt nur wenige Künstler, die diese Technik so perfekt beherrschen, wie Reschke. Zu sehen sind in der Ausstellung zumeist Stillleben mit Designobjekten des vergangenen Jahrhunderts, ein wenig  an 100 Jahre Bauhaus erinnernd, wenngleich dieser Geburtstag  nicht Intension für Reschkes gezeigten Werke  war.

Katharina Reschke: "C. Dresser Schenkkanne"", 2019, 130 x 100 cm Acryl auf Leinwand.© Foto: Diether v. Goddenthow
Katharina Reschke: „C. Dresser Schenkkanne““, 2019, 130 x 100 cm Acryl auf Leinwand.© Foto: Diether v. Goddenthow

Reschke intensiviere die Faszination ausgesuchter Wunschobjekte und distanziere sich von funktionaler Gebundenheit, um somit der Sinneswahrnehmung Freiraum zu gewähren, so der Kurator. „Es ist der Blow-up Effekt des großen Formats, der realen Gegenständen wie Lampen, Leuchten, Schalen oder Teekannen den Weg ins Reich der Surrealität ebnet“, erläuterte Utz Heinzelmann die Faszination, die von Reschkes Werken ausgeht. „Sie beschäftigt sich mit Alltagsgegenständen, die sie mit verblüffender technischer Meisterschaft auf ihre Weise abstrahiert und im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht rückt“, so Heinzelmann weiter. Die Künstlerin selbst sagt über ihre Kunst, dass ihre Bilder keine Kopfgeburten sind: „Ich denke sie mir nicht aus, sondern ich werde sozusagen gepackt von einem optischen Ereignis, das mich reizt.“ Blumenvasen, Kerzenständer und Lampen im Tiffany-Stil als Mittelpunkt ihrer Stillleben bis hin zum legendären Mercesdes 300 SL Flügeltüren sind im MVB-Forum zu bewundern. Es lohnt sich, denn bei Katharina Reschke kommt Kunst von Können!

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Zur Ausstellung „Vorzeigeobjekt“
Die Ausstellung ist vom 10. April bis 17. Mai 2019 im MVB-Forum (Neubrunnenstraße 2, 55116 Mainz) geöffnet und kann kostenlos besucht werden. Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 13 Uhr

Ausstellungs-Impression. Noch bis zum 17. Mai 2019 im MVB-Forum Mainz zu besichtigen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungs-Impression. Noch bis zum 17. Mai 2019 im MVB-Forum Mainz zu besichtigen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Daten zur Vita

Maike van den Boom

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

1971 wurde die studierte Kunsttherapeutin in Heidelberg geboren. Nachdem sie viele Jahre in Mexiko berufstätig war und zurück nach Deutschland kehrte, fragte sie sich, wieso die Menschen in Deutschland so viel weniger glücklich sind. Um dieser Frage nachzugehen, reiste sie durch 13 Länder und verschriftlichte ihre Erkenntnisse und Erfahrungen in ihrem Bestseller „Wo geht’s
denn hier zum Glück?“.
2018 erschien ihr Werk „Acht Stunden Glück“ in welchem sie vom Glück der Skandinavier berichtet und was wir von diesen lernen können. Des Weiteren hält die Autorin Vorträge und Seminare und arbeitet immer wieder mit verschiedenen Medien, wie dem belgischen Rundfunkt, oder der Zeit zusammen.
Bücher, Buchungen und Kontakt über https://maikevandenboom.de/

Katharina Reschke

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

1989 geboren in Omsk, Russland
2010 Studium der Bildenden Kunst
mit Schwerpunkt Malerei
(B.F.A.) an der Alanus Hochschule
für Kunst und Gesellschaft
in Alfter, bei Bonn
2014 Studium der Kunstgeschichte
an der Goethe Universität,
Frankfurt am Main
2017 Abschluss als Meisterschülerin
an der Alanus Hochschule
Seit 2014 Arbeit als freischaffende
Künstlerin in Frankfurt/Main
und Wiesbaden

Kunstaustellungen und Projekte
artKARLSRUHE
2014/15/16/17/18
ART FAIR, Köln
2013/14/15
Main-Kinzig Kreis Förderpreis
2015
DeutschlandSTIPENDIUM
Alanus Hochschule 2012
Wandmalerei auf der AIDAstella
2012

Kontakt über Galerie Cerny + Partner  Wiesbaden

Startschuss für den Hessischen Gründerpreis 2019

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

„Als Ausrichterstadt des Hessischen Gründerpreises 2019 können wir unseren Standort und die damit verbundenen vielfältigen Aktivitäten noch stärker akzentuieren und die Attraktivität Wetzlars deutlich machen“, freute sich Manfred Wagner, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, als er am heutigen Mittwoch, 27. März 2019, den Startschuss für die Bewerbungsfrist um den Hessischen Gründerpreis 2019 gab. „Wetzlar verfügt über eine vielfältige Industrie-, Dienstleistungs- und Handelslandschaft, die sich sehr dynamisch entwickelt. Insbesondere die Aktivitäten im Bereich der Nachfolgeregelungen stehen hier derzeit im Fokus“, so Wagner weiter.

Als starker Unterstützer ist die Leica Camera AG aus Wetzlar dabei. Deren Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Kaufmann war zum Auftakt aus Österreich angereist. „Neugier, Kreativität, Lust auf Erneuerung, das ist es, was uns immer wieder antreibt, Dinge anders zu sehen, Dinge zu verändern, Dinge neu zu gestalten. Innovation nennen wir das inzwischen, aber es ist wohl ein uralter Drang im Menschen, Neues zu gestalten. Und in unserer Wirtschaftsordnung geht das oftmals nur durch Gründung, durch Neugründung. Innovation und Neugründung sind eben Teile der unternehmerischen Triebfedern, mit denen es uns im Ressourcen-armen Europa immer wieder gelingt – etwas Glück sollte manchmal auch dabei sein – Höchstleistungen zu erzielen und Wohlstand für unsere Gesellschaft zu schaffen“, sagte Kaufmann.

Elisabeth Neumann, die Projektleiterin für den Hessischer Gründerpreis bei KIZ SINNOVA Gesellschaft für soziale Innovationen gGmbH, stellte die Neuigkeiten der Ausschreibung vor: „Die bisherige Kategorie für mutige Gründungen heißt jetzt zukunftsfähige Nachfolge. Laut einer aktuellen KfW-Studie suchen fast 230.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland bis Ende 2020 einen Nachfolger, davon haben über 40 Prozent noch keine Überlegungen zu ihrem Fortbestand. Das gefährdet Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft. Einige Preisträger der Vergangenheit haben aber gezeigt, dass man auch aus einem bestehenden Unternehmen ein tolles, innovatives und neues Unternehmen machen kann.“ Auch neu ist, dass der Hessische Gründerpreis nun vorschlagsberechtigt ist für den Deutschen Gründerpreis, d.h. passende Bewerber aus diesem Jahr werden für die erste Runde in diesem Wettbewerb nominiert. Zwei Neuerungen aus 2018 waren so erfolgreich, dass sie fortgeführt werden: Die Preisträger gewinnen einen professionellen Unternehmensfilm. Und die Kategorie „Gründungen aus der Hochschule“ für junge Unternehmen in einem sehr frühen Stadium wird ebenfalls fortgeführt.

Markus Schott, Geschäftsführer der Schott Orthopädie-Schuhtechnik GmbH aus Homberg/Efze ist so ein Gründer, der kein völlig neues Unternehmen aus der Taufe gehoben, sondern das bestehende übernommen und daraus etwas neues geschaffen hat. Er machte aus einem traditionellen Orthopädie-Schumacher den Hersteller der trendigen myVale-Sandalen, die von Hollywood-Stars getragen werden und war 2013 Preisträger beim Hessischen Gründerpreis. „Ich habe mich bewusst für den Beruf des Orthopädie-Schuhmachers entschieden, um den Betrieb meiner Eltern in vierter Generation weiter zu führen. Die Verknüpfung traditioneller Handwerkskunst mit fortschrittlichen Technologien und der Vertrieb eines Maßproduktes via Internet haben zur Entwicklung einer mittlerweile etablierten Marke geführt. Durch die Nominierung für den Gründerpreis habe ich mich mit meiner Kernidee neu auseinandergesetzt. Die Effekte durch den Hessischen Gründerpreis sind bis heute deutlich spürbar. Die Auszeichnung hat uns unterstützt, Menschen zu erreichen und die Bekanntheit der Marke zu steigern. Die Teilnahme an sich ist sehr wertvoll in Entwicklung und Klärung einer Firmenidee“.

Auch die hessische Landesregierung unterstützt Gründerinnen und Gründer auf vielfältige Weise und der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat erneut die Schirmherrschaft für den Preis übernommen und wird ihn auch am 1. November verleihen. „Gründungen sorgen nicht nur für Wettbewerb und Beschäftigung, sie sind auch unerlässlich für die Innovationskraft einer Volkswirtschaft. Deshalb hat sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, die Entstehung von Start-ups voranzutreiben. Ob das gelingt, ist auch eine Frage des gesellschaftlichen Klimas. Es kommt darauf an, Gründerinnen und Gründer zu motivieren, gute Beispiele zu belohnen und ins Scheinwerferlicht zu rücken, um die Kultur der Selbstständigkeit zu stärken. Veranstaltungen wie die Gründertage Hessen und Auszeichnungen wie der Hessische Gründerpreis leisten dafür einen wertvollen Beitrag“, so Minister Al-Wazir. Das Ministerium ist schon seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner des Hessischen Gründerpreises.

In den vergangenen 16 Jahren haben sich fast 1200 Unternehmen um den Hessischen Gründerpreis beworben, 138 wurden mit ihm ausgezeichnet. Von den Preisträgern sind rund 90 Prozent noch am Markt.

Neue Reihe „StartUp Campus“ von Hochschule Fresenius (HSF) und Naspa mit guter Resonanz

Impression vom ersten StartUp Campus im Naspa-Stammhaus © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression vom ersten StartUp Campus im Naspa-Stammhaus © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Hochschule Fresenius (HSF) und die Naspa haben sich zusammengetan, um Gründer in Wiesbaden und der Rhein-Main-Region zu fördern und zu unterstützen. Hierzu haben sie eigens die neue Veranstaltungsreihe „StartUp Campus“ ins Leben gerufen, die gestern Abend zum ersten Mal mit Gründertalk und anschließendem Get together im Naspa-Stammhaus, Rheinstraße 42-46, stattfand. Der nächste StartUp Campus wird auf dem Campus der neuen Hochschule Fresenius veranstaltet werden.

Keynote-Speaker war Nicolas Lecloux von true fruits aus Bonn. An der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Gründen in Rhein-Main“ nahmen neben Nicolas Lecloux teil:    Matthias Kramer von der Lizza GmbH,  Sarah Kübler von HitchOn , Maximilian Faust von der Hochschule Fresenius, Dominik Hofmann vom Heimathafen,  Lilia Donhauser (Naspa, Gewerbekundenberaterin ), Thomas Vogt (Naspa, Leiter Region Mitte Firmenkunden) und Bibiana Barth (Moderatorin),

Zum Abschluss viel Applaus und Blumen beim  vom ersten StartUp Campus im Naspa-Stammhaus. (v.l.n.r.) Matthias Kramer v. Lizza GmbH, Frau Lilia Donhauser (Naspa, Gewerbekundenberaterin ), Herr Vogt (Naspa, Leiter Region Mitte Firmenkunden),  Frau Bibiana Barth (Moderatorin), Nicolas Lecloux (Keynotspeaker von true fruits), Herr Maximilian Faust von der Hochschule Fresenius und Frau Sarah Kübler von HitchOn © Foto: Diether v. Goddenthow
Zum Abschluss viel Applaus und Blumen beim vom ersten StartUp Campus im Naspa-Stammhaus. (v.l.n.r.) Matthias Kramer v. Lizza GmbH,  Lilia Donhauser (Naspa, Gewerbekundenberaterin ), Thomas Vogt (Naspa, Leiter Region Mitte Firmenkunden), Bibiana Barth (Moderatorin), Nicolas Lecloux (Keynotspeaker von true fruits), Herr Maximilian Faust von der Hochschule Fresenius und Frau Sarah Kübler von HitchOn © Foto: Diether v. Goddenthow

 

Der nächste exklusive StartUp Compus findet am 2.Mai 2019 statt.