Kategorie-Archiv: Wirtschaftskultur

„Sozialer Kapitalismus! Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft“ von Paul Collier mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis prämiert

Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2019: Sozialer Kapitalismus! Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft von Paul Collier ist das beste Wirtschaftsbuch des Jahres. © Foto: Diether v Goddenthow
Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2019: Sozialer Kapitalismus! Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft von Paul Collier ist das beste Wirtschaftsbuch des Jahres. © Foto: Diether v Goddenthow

Für sein Buch Sozialer Kapitalismus! Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft, erschienen im Siedler-Verlag, hat Paul Collier den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2019 gewonnen. Die Jury wählte das Buch aus einer Shortlist von zehn Titeln. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Der Preis wurde am Donnerstagabend im Rahmen der Frankfurter Buchmesse bei einer feierlichen Gala überreicht.

Die Jury aus hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft entschied sich für das Buch, weil es das Thema Zukunftsbewältigung wegweisend behandelt und einen ebenso fundierten wie persönlichen Debattenbeitrag zu einer der großen Fragen der Zeit liefert: Wie können wir technologischen Fortschritt auch gesellschaftlich stabilisieren? „Wie weit können Markt und Privatwirtschaft gehen und wo setzt ein fundiertes Bewusstsein der Verantwortung für das Gemeinwohl ein? Das ist von hoher Relevanz“, urteilt die Jury über Colliers Plädoyer für einen erneuerten Kapitalismus. Jede Gesellschaft brauche eine Konvention der Mitglieder auf Werte, die gelebt werden müssen. „Colliers Manifest ist extrem gut erklärt und seine Forderungen sind leicht nachvollziehbar“, erklärt der Jury-Vorsitzende Hans-Jürgen Jakobs, Senior Editor und Autor des Handelsblatts, „und er spricht das Thema Identität ideologiefrei an“.

Der britische Ökonom diagnostiziert in seinem Buch, dass nicht nur die Verteilung zwischen Arm und Reich Probleme aufwirft. Viel gefährlicher sei der neue Riss zwischen den städtischen Metropolen und dem Rest des Landes, zwischen den urbanen Eliten und der Mehrheit der Bevölkerung. Eine Ideologie des Einzelnen greife um sich, die auf Selbstbestimmung beharre, auf Konsum abziele und sich von der Idee gegenseitiger Verpflichtungen verabschiede, schreibt Collier. Und in dieses Vakuum stoßen Populisten und Ideologen.

Collier fordert eine neue Ethik der Gemeinschaft. Auch Unternehmen müssten den Rückbezug wieder herstellen zwischen den Rechten und den Verpflichtungen, zwischen Ansprüchen und Verantwortung. Collier ist einer der bedeutendsten Ökonomen und Autor zahlreicher Bücher. Er lehrt als Professor für Ökonomie an der Universität Oxford und leitete die Forschungsabteilung der Weltbank. Bekannt wurde er 20018 mit seinem internationalen Bestseller Die unterste Milliarde.

Der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis wird verliehen vom Handelsblatt, der Frankfurter Buchmesse und der Investmentbank Goldman Sachs, die das Preisgeld stiftet. Die Partner wollen mit der Auszeichnung die Bedeutung des Wirtschaftsbuches bei der Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge unterstreichen und einen Beitrag zur ökonomischen Bildung in der Gesellschaft liefern. Verständlichkeit ist ein wichtiges Kriterium. Das Motto des Preises lautet deshalb „Wirtschaft verstehen“.

Der Deutscher Wirtschaftsbuchpreis im Handelsblatt

Modenschau 100 Jahre Bauhaus in der Wiesbadener Handwerkskammer am 9.11.2019

©  Handwerkskammer Wiesbaden
© Handwerkskammer Wiesbaden

Die Handwerkskammer Wiesbaden veranstaltet bereits zum zehnten Mal  eine Modenschau mit handwerklich gefertigter Mode und Modeaccessoires. In diesem Jahr hat haben die Modemacherinnen und Macher ihre Kreationen unter das Motto  „100 Jahre Bauhaus“ gestellt.

Zudem lädt die Handwerkskammer Wiesbaden herzlich ein, sich auch von den „Traumgestalten“ des Kreativwettbewerbs der Maßschneider-Innung-Rhein-Main bezaubern zu lassen.

Den Kreativwettbewerb bestreiten nicht nur  die Damen- und Herrenmaßschneider, sondern auch Schuhmacher, Gold- und Silberschmiede, Augenoptiker, Modisten, Feintäschner, Kürschner, Weber, Sticker und Friseure.

Die HWK Wiesbaden weist darauf hin,  dass nur 200 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Der Anmeldeschluss zur Veranstaltung ist der 28. Oktober 2019.

Wann: 09.11.2019 um 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Wo: Handwerkskammer Wiesbaden, Bierstadter Straße 45, 65189 Wiesbaden
Anmeldung

Ansprechpartnerin
Britt Fröse
Telefon 0611 136-158
Telefax 0611 136-8158

Stefan Füll ist neuer Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden

Stefan Füll bei seiner ersten Amtshandlung, begrüßt die Gäste auf dem Jahresempfang der Handwerkskammer  Wiesbaden. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Stefan Füll bei seiner ersten Amtshandlung, begrüßt die Gäste auf dem Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden. © Foto: Diether v Goddenthow

Wie die  Handwerkskammer Wiesbaden meldet, wurde Stefan Füll aus Wiesbaden am 9.9.2019  in der konstituierenden Vollversammlung zum neuen Präsidenten der Handwerkskammer Wiesbaden (Ober-, West- und Mittelhessen) für die Legislaturperiode 2019 bis 2024 gewählt und beim anschließenden Jahres-Empfang der Kammer vorgestellt. Er ist in der Nachkriegsgeschichte der sechste Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden.

Füll folgt damit Klaus Repp, der zehn Jahre Präsident war. Der 70-jährige Repp, der von der Vollversammlung zum Ehrenpräsidenten gewählt wurde, hatte frühzeitig angekündigt, nach zwei Wahlperioden nicht wieder antreten zu wollen.

Der 54-jährige Stefan Füll, Meister im Maler und Lackierer-Handwerk, ist Geschäftsführer der Füll Malerwerkstätten in Wiesbaden und war bereits zehn Jahre Vizepräsident der Handwerkskammer Wiesbaden. Füll vertritt zudem seit 2013 das hessische Handwerk im Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

Impression vom Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Impression vom Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden.© Foto: Diether v Goddenthow

Als neuen Vizepräsidenten der Handwerkskammer Wiesbaden für die Selbständigenseite wählte das Parlament des Handwerks Joachim Wagner (61), Dipl.-Ing. und Meister im Installateur und Heizungsbauer-Handwerk, aus Biebergemünd. Wagner ist Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern. Als Vizepräsident für die Arbeitnehmerseite wurde der 43-jährige Schornsteinfegermeister Andreas Brieske aus Hüttenberg in seinem Amt bestätigt.

Museum Reinhard Ernst – Erster Spatenstich für „Ein echtes Jahrhundertprojekt“ an Wiesbadens Wilhelmsstrasse

Modell des Museum Reinhard Ernst an der Wilhelmstrasse 1.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Modell des Museum Reinhard Ernst an der Wilhelmstrasse 1.© Foto: Diether v Goddenthow

Mit dem ersten Spatenstich startete am Freitag, 30.August 2019, der Bau des  Museum Reinhard Ernst für abstrakte Kunst in Wiesbaden. 

Es gelte weder Gegner abzuwehren, noch die eigenen Leute in Extase zu versetzen, da dies „einige von uns schon lange“ seien, scherzte Museumsstifter und Japanfreund Reinhard Ernst mit Blick auf den  Samurai-Trommel-Auftakt des Heidelberger Ensembles TAIKO bei seiner Begrüßung der rund 200 Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft . Bis 2022 soll an Wiesbadens bester Adresse, in der Wihelmstrasse 1,  ein Museums-Komplex von 8000 Quadratmetern für abstrakte Kunst als Alleinstellungsmerkmal entstehen, in dem der größte Teil der Sammlung, gut 800 Bilder und Skulpturen, des Stifter-Ehepaars Sonja und Reinhard Ernst eine neue Heimat finden wird.

Stifterehepaar Sonja und Reinhard Ernst vor dem Areal des künftigen Museums. .©  Foto: Diether  v Goddenthow
Stifterehepaar Sonja und Reinhard Ernst vor dem Areal des künftigen Museums. .© Foto: Diether v Goddenthow

Geplant sei zudem im oberen Bereich die moderne Interpretation eines japanischen Gartens, sozusagen als Reminiszenz ihrer Japanverbundenheit.
„Wir wollen nicht nur ein Museum bauen, wir wollen ein besonderes, ein schönes Museum bauen, in dem sich nicht nur die abstrakte Kunst, sondern auch seine Besucher wohlfühlen.“, unterstrich der Museumsstifter.

Mit Kunst Kreativität fördern
Das Museumsgebäude, aber auch die zu sehende abstrakte Kunst werde polarisieren, Zustimmung und Ablehnung finden. Aber damit „können wir sehr gut leben. Womit wir nicht leben können, ist der Gedanke oder sogar die Aussage: ‚Kein Mensch braucht Kunst!‘“, so Ernst. Denn Musik und Kunst förderten Kreativität, insbesondere bei Kindern. Er habe als „Unternehmer erlebt, wie wichtig es ist, kreative Mitarbeiter zu haben. In Deutschland werden wir in Zukunft Schwierigkeiten bekommen, wenn’s uns nicht gelingt, immer wieder neue Ideen zu finden, mit immer wieder neuen Ideen auf den Markt zu kommen. Der deutsche Mittelstand ist aus Ideen kreativer Menschen entstanden, und wir möchten dazu beitragen, dass diese Wirbelsäule unserer Wirtschaft erhalten bleibt, und hoffentlich noch weiter wächst.“, unterstricht Ernst. Kreativität könne man zwar nicht erlernen, jedoch fördern, „damit sie sich entwickelt und zutage tritt.“

Der Bau

Museumsstifter Reinhard Ernst: "„Wir wollen nicht nur ein Museum bauen, in dem sich die abstrakte Kunst, sondern auch seine Besucher wohlfühlen“.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Museumsstifter Reinhard Ernst: „„Wir wollen nicht nur ein Museum bauen, in dem sich die abstrakte Kunst, sondern auch seine Besucher wohlfühlen“.© Foto: Diether v Goddenthow

Gebaut wird ein Museumsgebäude von 60 Meter Länge entlang der Rheinstrasse und 45 Meter Länge entlang der Wilhelmstrasse auf dem insgesamt 5685 Quadratmeter großen Grundstück. Die Höhe des Museums werde etwa die Höhe der benachbarten Commerzbank ohne dessen Aufbau erreichen. Dazu käme im hinteren Bereich noch ein kleines, etwa 100 Quadratmeter großes einstöckiges Gebäude für die Versorgung.

Für die Umsetzung diese einzigartigen Vorhabens werden der japanische Architekt Fumihiko Maki und Michel van Ackere, Partner und Projektleiter des Architekturbüros, unterstützt vom Team des Frankfurter Architekturbüros schneider + schumacher. Das renommierte Frankfurter Büro wurde unter anderem bekannt durch den Erweiterungsbau des Frankfurter Städelmuseums.
„Untergeschoss, Erdgeschoss sowie das erste und zweite Obergeschoss schaffen etwas über 8000 Quadratmeter Netto-Nutzfläche, so der Museumstifter, wobei die reine Ausstellungsfläche bei knapp 2000 Quadratmetern liegen dürfte. Aus heutiger Sicht betrügen die Baukosten über 50 Millionen Euro. Bei der Planung wurde dafür gesorgt, dass alle Erfahrungen, die in den vergangenen Jahren im Museumsbau gemacht und gesammelt wurden, bei diesem Museumbau zu tragen kommen. Hierzu zählten auch, neue „Wege zu gehen, die so wenig wie möglich Erschütterungen und Lärm mit sich bringen“. Man wolle beispielsweise zugunsten einer etwas teureren neuen Methode zur Absicherung gegen Grundwasser-auf das erschütterungsstarke Einrammen von Spundwänden verzichten.

Die Heidelberger Gruppe Taiko sorgte für die entsprechende musikalische Umrahmung: "schon die Samurai hatten die Wirksamkeit der Taiko erkannt: Sie ließen die großen Trommeln vor ihren Angriffen schlagen. Das hat die Gegner mental eingeschüchtert, und die eigenen Mitstreiter in Extase versetzt. Beides haben wir natürlich heute nicht nötig. Gegner sehen wir keine, und in Extase sind einige von uns schon lange.", so Reinhard Ernst augenzwinkernd bei der Eröffnung.. © Foto: Diether v Goddenthow
Die Heidelberger Gruppe Taiko sorgte für die entsprechende musikalische Umrahmung: „schon die Samurai hatten die Wirksamkeit der Taiko erkannt: Sie ließen die großen Trommeln vor ihren Angriffen schlagen. Das hat die Gegner mental eingeschüchtert, und die eigenen Mitstreiter in Extase versetzt. Beides haben wir natürlich heute nicht nötig. Gegner sehen wir keine, und in Extase sind einige von uns schon lange.“, so Reinhard Ernst augenzwinkernd bei der Eröffnung.. © Foto: Diether v Goddenthow

Ziel: die Sammlung als Einheit erhalten
„Meine Sammlung“ so Ernst, „stellt in ihrer Gesamtheit eine bedeutende Zusammenstellung deutscher wie internationaler Nachkriegskunst dar“. So habe es zumindest Professor Christoph Zuschlag und seine Frau Dr. Kirsten Maria Limberg, Autoren des ersten Sammlungsbandes, Faszination Farbe, erschienen im Hirmer-Verlag, gutachterlich beschrieben. Eine Schenkung der mittlerweile über 800 zum Teil großformatigen Werke umfassende Sammlung an ein Museum, „würde unweigerlich dazu führen, dass man sie auseinander reißen muss“, so der Stifter. Denn kein Museum, speziell kein deutsches Museum, verfüge über die räumlichen Möglichkeiten, um die Sammlung zusammenzuhalten. „Man würde sich die Rosinen herauspicken, der Rest würde im Depot verschwinden. Die Zusammenhänge der nach dem Krieg entstandenen Künstlergruppen und deren Künstler zu zeigen, wäre nicht möglich. Jahrelanges Sammeln oder das Sammeln auch von Künstlern, die heute von der Bildfläche verschwunden sind, die aber unbedingt zu unserer Geschichte der abstrakten Kunst nach dem Krieg gehört, wären umsonst gewesen“, so Ernst. Deshalb werde das Museum Reinhard Ernst gebaut, in dem es neben der Dauerausstellung auch Wechselausstellungen anderer Werken und Sammlungen geben wird.

Zudem trage man dafür Sorge, „dass auch die Kosten für das Betreiben des Museums von unserer Stiftung getragen werden“, so Ernst. Denn es sei „nämlich nicht davon auszugehen, dass sich das Museum selbst trägt. Wir sehen das als unseren Beitrag als eine Investition in Bildung und damit in die Zukunft unserer Stadt und unseres Landes. Es freut uns sehr, dass wir diese Ideen in der Stadt, in der wir leben, und die wir lieben, umsetzen können.“

Ein echtes Jahrhundertprojekt

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Oberbürgermeister Gert Uwe Mende. © Foto: Diether v Goddenthow

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, hob hervor, dass mit dem Bau des Museums Reinhard Ernst wirklich ein Traum wahr werde, nämlich für das Stifterpaar gleichfalls wie für die Landeshauptstadt, „dass dieses Projekt realisiert wird“. Mende lobte, dass der Stifter Reinhard Ernst kein Träumer, sondern ein Realist, ein Macher, ein Anpacker sei, also alles dessen verkörpere, was es eben bedürfe, „um einen solchen Traum zu realisieren. „Und sie schaffen es wirklich, einen Traum hier in Wiesbaden zu verwirklichen.“, sagte der Oberbürgermeister. Der Bau dieses neuen Kunstmuseums sei für die Stadt etwas, „dass es seit 100 Jahren nicht mehr gegeben hat. Es ist ein echtes Jahrhundertprojekt, wenn das Museum Reinhard Ernst hier in zweieinhalb Jahren seine Türen öffnen wird für eine breite Öffentlichkeit.“, so Mende, der sich zudem darüber freute, dass die breite Anwesenheit vieler Kulturschaffenden zeige, dass „Ihr Projekt etwas Verbindendes hat, und dass diese Kulturszene in Wiesbaden dahinter steht“. Der Bau des Museums sei insbesondere auch ein Ergebnis eines breiten Bürgerbeteiligungsprozesses gewesen, freute sich der Oberbürgermeister.

Gert Uwe Mende feiert den Museumsstifter Reinhard Ernst. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Gert Uwe Mende feiert den Museumsstifter Reinhard Ernst. © Foto: Diether v Goddenthow

Das neue Museum Reinhard Ernst werde sich in eine Kulturachse einreihen, die mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Kulturzentrum Schlachthof beginne, sich über das RheinMain CongressCenter, das Museum Wiesbaden, den Nassauischen Kunstverein und das Literaturhaus bis hin zum Hessischen Staatstheater und dem Kurhaus erstrecke.
Das Museum sei für Wiesbaden ein Glücksfall. Wir bekommen als Stadt einen wunderbaren Ort, ein hochattraktives Museum, was weit, weit über Wiesbaden hinausstrahlt.

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, Sonja Ernst, Reinhard Ernst und Michel van Ackere, Partner und Projektleiter des Architekturbüros Fumihiko Maki. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, Sonja Ernst, Reinhard Ernst und Michel van Ackere, Partner und Projektleiter des Architekturbüros Fumihiko Maki. © Foto: Diether v Goddenthow

 

 

Informationsveranstaltung am 9.September im Museum Wiesbaden

Das rotweißgestreifte Band markiert die später überbaute Fläche.  ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Das rotweißgestreifte Band markiert die später überbaute Fläche. © Foto: Diether v Goddenthow

Michel van Ackere, Partner und Projektleiter des japanischen Architekturbüros Fumihiko Maki, wird auf Einladung des Bundes Deutscher Architekten (BDA) am 9. September um 19.00 Uhr im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden die Planung des Museums Reinhard Ernst vorstellen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.
Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2,
65185 Wiesbaden

( Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst )

Sommerabend der Wirtschaft bei der VRM Mainz feiert 10jähriges Jubiliäum

(v.li.:) VRM-Volontär Frederik Voss beim Talk mit Hans Georg Schmücker, Geschäftsführer der VRM-Geschäftsführung, Hans Jürgen Friese, Präsident der Handwerkskamm Rheinhessen und Dr. Engelbert Günster, Präsident der Industrie und Handelskammer Rheinhessen über Zukunftsfragen von nachhaltigerer Gewinnung von Auszubildenden und Nachwuchs bis hin zu Aspekten der Meisterung des digitalen Wandels in Medien und Wirtschaft. Bildhintergrund: Das Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz sorgte für die musikalische Einstimmung ©  Foto: Diether  v Goddenthow
(v.li.:) VRM-Volontär Frederik Voss beim Talk mit Hans Georg Schmücker, Geschäftsführer der VRM-Geschäftsführung, Hans Jürgen Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen und Dr. Engelbert Günster, Präsident der Industrie und Handelskammer Rheinhessen über Zukunftsfragen von nachhaltigerer Gewinnung von Auszubildenden und Nachwuchs bis hin zu Aspekten der Meisterung des digitalen Wandels in Medien und Wirtschaft. Bildhintergrund: Das Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz sorgte für die musikalische Einstimmung © Foto: Diether v Goddenthow

Der rasante digitale Wandel und seine damit verbundenen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft waren zentrales Thema des 10. Sommerabends der Wirtschaft im Garten der VRM auf dem Lerchenberg, zu dem Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der VRM, Dr. Engelbert J. Günster, Präsident der Industrie- und Handelskammer und Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen eingeladen hatten. Bei einer Mischung aus Show, Unterhaltung, Information, Talk und kulinarischen Köstlichkeiten kamen gut 1.200 Gäste zusammen aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Medien um nach der Sommerpause in entspannter Atmosphäre miteinander persönlich ins Gespräch zu kommen, zu netzwerken, Neues zu erfahren und zu feiern.  Ehrengäste  waren unter anderem Ministerpräsidentin Malu Dreyer,  die Rheinhessische Weinkönigin Anna Göhring und Biontech-Chef Ugur Sahin, der im Gespräch mit AZ-Chefredakteuer Friedrich Roeingh, über  Lebenswerk und seine Vision, die Menschen von der Geißel Krebs zu befreien, sprach.

Siehe folgende Beiträge in der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 30. August 2019 von:
Reinhard Breidenbach:  Sommerabend der Wirtschaft bei der VRM feiert runden Geburtstag
Sonja Werner: Biontech-Chef berichtet bei VRM-Fest über Krebstherapie

Snacks und Mahlzeiten für Zwischendurch liegen im Trend – Jetzt trafen sich Experten zur snack’19 im RMCC Wiesbaden

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Die Essgewohnheiten der Verbraucher verändern sich rasant. Die Hauptmahlzeit verliert in dem Maße wie sich Arbeitswelt und Haushalte verändern zusehends an Attraktivität nach dem Motto „New Work, New Food, zunehmend auch vegetarisch, vegan und nachhaltlig. Seit Menschen von überall aus arbeiten können, wird auch von überall aus gegessen. Selbst bei betrieblicher Gemeinschaftsverpflegung nimmt seit dem Ende der klassischen Mittagspause die Beliebtheit von flexibel handhabbaren und angelieferten Snacks zu.

Insbesondere in Großstädten mit einem zum Teil über 50prozentigen Single-Anteil gewinnen Snacks und Minimalzeiten an Attraktivität. Aber auch in Familien träfen sich lediglich noch 2 bis 5 Prozent zum „traditionellen“ gemeinsamen  Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Zu unterschiedlich seien Interessen und Terminpläne von Familienmitgliedern mit individualisierten Medieninteressen usw. .
Laut einer Online-Umfrage der allgemeinen fleischer zeitung (afz) und der Allgemeinen Bäckerzeitung (ABZ) von 1200 Männern und Frauen zwischen 14 und 65 Jahren snacken 65 Prozent mindestens einmal wöchentlich und 13 Prozent sogar täglich. Die Snacks seien dabei für die Mehrheit der Deutschen immer noch eine klassische Zwischenmahlzeit. Aber der Trend ginge weiterhin zum Snack als Ersatz einer  Hauptmahlzeit.  So sei für ein Drittel der Befragten der Snack mittlerweile mehr als die Antwort auf den kleinen Hunger zwischendurch und übernehme zusehends die Rolle eines vollwertigen Mahlzeitenersatzes.

Begrüßung und Eröffnung durch Christian Kuhn, Geshäftsführer, dfv-Conference-Group, Vanessa Koch, Inhaberin, Coaching Seminare & Moderation.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Begrüßung und Eröffnung durch Christian Kuhn, Geshäftsführer, dfv-Conference-Group, Vanessa Koch, Inhaberin, Coaching Seminare & Moderation.© Foto: Diether v Goddenthow

Um sich über diese und ähnliche Fragen zur künftigen Entwicklung von Ess-Kultur auszutauschen, trafen sich vom 27. Bis 28. August rund 300 Fachleute aus Lebensmittel-Handwerk, -Produktion, Verarbeitung, Gastronomie und Handel im RheinMain CongressCenter Wiesbaden zur Trendmesse „SNACK’19“ unter dem Motto: „Kleine Mahlzeiten, großer Anspruch: Gesund. Lecker. Instagrammable“.

Es muss schmecken!
Ketten wie McDonald’s, Nordsee, KFC oder Burger King sind nach wie vor die beliebtesten Snackanbieter, gefolgt vom Bäcker und dem Imbiss mit ethnischer Ausrichtung. Metzger hingegen rangieren am hinteren Ende der Beliebtheitsskala. „Der Lebensmitteleinzelhandel hat das Thema längst entdeckt und profitiert immens von sogenannten Heißen Theken und Sushi-Angeboten“, erklärt Bernd Biehl, Mitglied der Chefredaktion der Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe), heute auf dem Snack-Kongress. Der Hauptgrund für die Wahl des bevorzugten Snackanbieters ist bei Männern und Frauen aller Altersgruppen und Regionen ganz einfach: Es muss schmecken.

Nicht nur für den kleinen Hunger zwischendurch: Variantenreiche Mini-Burger im Trend.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Nicht nur für den kleinen Hunger zwischendurch: Variantenreiche Mini-Burger im Trend.© Foto: Diether v Goddenthow

Deutschland NICHT auf dem Weg zum fleischlosen Konsum
Das Snackbarometer kommt zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Deutschen weder konsequent vegan noch vegetarisch konsumiert und sich auch nicht gezielt für die Kategorie der „Flexitarier“ entschieden hat, sondern ohne bewusste Einschränkungen genießt, was schmeckt. „Wagemutiger“ sind bei der Auswahl Frauen: Bei einer appetitlichen Präsentation sind sie eher bereit, etwas Neues auszuprobieren als Männer.

Feingebäck für Sie, Leberkäse für Ihn
Wer einen Snack gekauft hat, isst ihn selten im Geschäft. Daher sollte ein Snack prinzipiell „to go“-tauglich sein. Vor allem die unter 30-Jährigen nehmen es wörtlich und essen die Produkte vom Bäcker häufig im Gehen, was einen „verletzungsfreien“ Verzehr ohne Tropfen und Kleckern voraussetzt. Die Snacks vom Metzger essen Verbraucher bevorzugt zu Hause. Auf den ersten Plätzen bei den Bäckersnacks rangieren weiterhin die Klassiker: Süßes steht an erster Stelle, gefolgt von belegten Brötchen und Laugengebäck. Vor allem Frauen haben eine Vorliebe für Fein- und Laugengebäck. Beim Metzger greifen Männer wie Frauen vor allem zum Leberkäse, mit oder ohne Brötchen, Frikadellen, heißer Wurst und Schnitzel.

Kleine Standbesetzung während die Vorträge laufen in der Snack-World ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Kleine Standbesetzung während die Vorträge laufen in der Snack-World © Foto: Diether v Goddenthow

Preis steht nicht im Vordergrund
Frühstück, Mittag, Abendbrot – so klassisch und klar strukturiert sind die Mahlzeiten heute nur noch selten. Die Singlehaushalte werden mehr, die Menschen sind mobiler und essen öfter am Arbeitsplatz. Kinder sind über Mittag in der Kita oder im Hort. So kommt es, dass der kleine oder große Snack immer öfter eine ganze Mahlzeit ersetzt. „Hier schlummert Potenzial für Fachgeschäfte. Denn der Zerfall des klassischen Mahlzeitenmusters läuft parallel zur Rückbesinnung auf Qualität und Heimat. Ein ehrliches Produkt mit guten Zutaten aus der Region darf dann auch mal mehr kosten“, so Sandra Sieler, stellvertretende Chefredakteurin der afz. Ihr Kollege Arnulf Ramcke, Chefredakteur der dfv Backmedien, ergänzt: „Deutsche Snacker sind eine multiple Spezies. Sie mögen Überraschungen, die nicht zu sehr überraschen, sind preisbewusst, ohne auf den Cent zu achten, gehen bei aller Standortreue auch mal fremd. Aber es gibt eine Kernaussage der Kunden: Gebt uns frische Vielfalt mit ‚eingebauter Gesundheit‘, und wir sehen uns wieder“. Nur wenige Verbraucher wählen das günstigste Angebot. Snack-Konsumenten sind dann bereit, mehr zu bezahlen, wenn die richtigen Kriterien erfüllt sind: Das sind ein ausgefallenes Angebot, die Verwendung regionaler Rohstoffe und solcher mit Bio-Label.

Die Studie Snack-Barometer 2019 gibt es zum Preis von 249 Euro unter:www.fleischwirtschaft.de/snackbarometer

Weitere Themen der insgesamt 35 Sessions waren: zukünftige Trends, Marktentwicklung, innovative Ansätze für Vermarktung und Verpackung bei Snacks, Digitalisierung des Service und unsichtbare Bezahlung in der Gastronomie, neue Wege der Kundenbindung. Best Practices, Workshops und Tasting Lounges boten Inspiration und die einzigartige Gelegenheit zum Networking unter Branchenkollegen/innen. Newcommer Session, snack-Tour in Frankfurt und Inspiration Table sowie die Ausstellung „Snack-World“ und „10 Jahre snack-Party“ auf der Dachterrasse des RMCC rundeten die hoch innovative Mini-„Lebensmittelmesse“ gekonnt ab.

10 Jahre snack-Party auf der Dachterrasse des RheinMain CongressCanter. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
10 Jahre snack-Party auf der Dachterrasse des RheinMain CongressCanter. © Foto: Diether v Goddenthow

Moderation: Vanessa Koch, Inhaberin, Coaching Seminare & Moderation

Die „Snack‘20“ wird im kommenden Jahr in der Rheingoldhalle in Mainz stattfinden.

Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2019: Die Shortlist

logo-dtsch-wirtschaftsbuchpDie Finalisten des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2019 stehen fest. Zehn Bücher haben es in die Endauswahl geschafft. Eine hochkarätige Jury wählt aus den Titeln der Shortlist das beste Wirtschaftsbuch des Jahres. Den Vorsitz der Jury hat Hans-Jürgen Jakobs, Senior Editor und Autor des Handelsblatts. Der Preis wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am 17. Oktober 2019 um 20 Uhr im Frankfurter Hof verliehen. Einen Tag später, am Freitag den 18. Oktober, wird sich der Preisträger um 11 Uhr im Pavilion auf der Agora vorstellen.

Der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis steht unter dem Motto „Wirtschaft verstehen“. Das Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs vergeben den Preis, um die Wirtschaftsliteratur zu fördern. Die drei Partner wollen mit der Auszeichnung die Bedeutung des Wirtschaftsbuches bei der Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge unterstreichen. Zu den Auswahlkriterien gehören deshalb neben innovativer Themensetzung oder einem neuen Blickwinkel auch Verständlichkeit und Lesbarkeit. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die zehn Bücher der Shortlist stellt das Handelsblatt in den kommenden Wochen ausführlich auf der Literaturseite in der Wochenendausgabe vor. Alle weiteren Informationen zum Preis und die Rezensionen sind auch zu finden unter: www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de

Die Shortlist (in alphabetischer Reihenfolge):

Heike Buchter: Ölbeben. Wie die USA unsere Existenz gefährden

Campus, Frankfurt 2019, 304 Seiten, 24,95 Euro

John Carreyrou: Bad Blood. Die wahre Geschichte des größten Betrugs im Silicon ValleyDVA, München 2019, 400 Seiten, 24 Euro

Paul Collier: Sozialer Kapitalismus. Mein Manifest gegen den Zerfall unserer GesellschaftSiedler, München 2019, 320 Seiten, 20 Euro

Jörg Dräger, Ralph Müller-Eiselt: Wir und die intelligenten Maschinen – Wie Algorithmen unser Leben bestimmen und wir sie für uns nutzen können
DVA, München 2019, 272 Seiten, 20 Euro

Daniel Goffart: Das Ende der Mittelschicht. Abschied von einem deutschen ErfolgsmodellBerlin Verlag, Berlin 2019, 400 Seiten, 22 Euro

Alexander Hagelüken: Lasst uns länger arbeiten!
Droemer, München 2019, 224 Seiten, 16,99 Euro

Ernst-Wilhelm Händler: Das Geld spricht
S.Fischer, Frankfurt 2019, 400 Seiten, 22 Euro

Kai-Fu Lee: AI Superpowers. China, Silicon Valley und die neue Weltordnung
Campus, Frankfurt 2019, 320 Seiten, 26 Euro

Nils Ole Oermann, Hans-Jürgen Wolff: Wirtschaftskriege. Geschichte und Gegenwart
Herder, Freiburg 2019, 272 Seiten, 24 Euro

Thomas Straubhaar: Die Stunde der Optimisten. So funktioniert die Wirtschaft der ZukunftEdition Körber, Hamburg 2019, 368 Seiten, 22 Euro

Die Jurymitglieder (in alphabetischer Reihenfolge):

Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, Wirtschaftswissenschaftlerin an der TUM School of Management
Dr. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Henkel AG & Co. KGaA
Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse
Dr. Wolfgang Fink, Deutschland-Chef von Goldman Sachs
Lutz Goebel, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER
Prof. Bodo Hombach, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung
Hans-Jürgen Jakobs, Senior Editor des Handelsblatts
Prof. Dr. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Instituts
Prof. Dr. Malcolm Schauf, Präsident des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb)

Die Zukunft … ist jetzt. Gala der rheinhessischen Wirtschaft erstmals im Oktober in Mainz

Gala_Rhh_Gala_Logo_4CquerNeues Networking-Event für Wirtschaftstreibende der Region – hochkarätiges Programm mit Oliver Kahn als Keynote-Speaker

Rheinhessen ist ein starker Wirtschaftsstandort. Über 40.000 Unternehmen sind in der Region registriert, darunter Mittelständler, Hidden Champions, Weltkonzerne, Handwerker, Winzer und Freiberufler. Sie alle sind vernetzt: mit Kunden, Lieferanten und Partnern, von lokal bis international. Eine neue Möglichkeit zum Networking auf regionaler Ebene bietet ihnen allen ab Herbst ein hochwertiges (Veranstaltungs-) Format: die Gala der rheinhessischen Wirtschaft.

Bereits das Rheinhessen-Jubiläumsjahr 2016 hat gezeigt, welche Kräfte durch gezielte Aktionen motiviert und mobilisiert werden können. Eine allgemeine Aufbruchstimmung, spürbar in der ganzen Region. Die Lust, Dinge anzugehen und selbst mit aktiv zu werden. Schon damals waren sich alle Akteure und Entscheidungsträger einig: Dieser Ruck durch Rheinhessen, dieser Schwung soll über das Jubiläumsjahr hinaus genutzt werden. Ein Vorsatz, der insbesondere im Kulturbereich erfolgreich weiterverfolgt wird. Hier wurden seitdem zahlreiche Projekte und Initiativen aus 2016 fortgesetzt (übrigens mit großem Erfolg!), darunter die jährliche Veranstaltungsreihe „Rheinhessen Tag für Tag“ oder die alljährliche Feier des Rheinhessen-Geburtstags am 8. Juli.

Eher zurückhaltend präsentiert sich in der Jubiläumsnachfolge der Bereich Wirtschaft. Doch das soll und wird sich ändern: Jetzt gibt es erstmals auch ein Projekt, das sich ausdrücklich an die Zielgruppe Wirtschaft richtet: die Gala der rheinhessischen Wirtschaft am 19. Oktober in der Halle 45 in Mainz. Die Initiative dazu stammt von den Wirtschaftsjunioren Rheinhessen, realisiert wird sie jetzt zusammen mit Rheinhessen Marketing als Veranstalter und der VRM als Medienpartner.

Ihr gemeinsames Ziel: Die Gala will die (regionale) Wirtschaft zusammenbringen und so den Wirtschaftsstandort Rheinhessen nachhaltig stärken. Diese Gala will künftig ein jährlicher Treff der rheinhessischen Wirtschaft und Gesellschaft sein. Ein stimmungsvolles Event im exklusiven Rahmen, das mehr als 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur zum Feiern und Netzwerken einlädt.

Oliver Kahn Foto: ZDF/ Joscha Kinstner
Oliver Kahn Foto: ZDF/ Joscha Kinstner

Und die Premierengäste erwartet ein hochkarätiges Programm mit spannenden Gästen und interessanten Diskussionen: Marcus Niehaves, Redaktionsleiter und Moderator des ZDF-Wirtschafts- und Verbrauchermagazins WISO, führt durch den Abend und begrüßt als Keynote-Speaker den dreifachen Welttorhüter und heutigen Unternehmer Oliver Kahn. Ausgehend von seinen langjährigen Erfahrungen als Kapitän des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft beschreibt Kahn auf eindrucksvolle und humorvolle Art, welche Fähigkeiten aus seiner aktiven Zeit ihm auch heute noch als Unternehmer helfen, erfolgreich zu bleiben. Weitere Programmpunkte sind eine Talkrunde sowie Musik und Party in der Lounge. Kulinarisch abgerundet wird der Gala-Abend durch ein 3-Gänge-Dinner.

Tickets (Einzelkarten sowie 6er- und 10er-Tische) sind ab sofort erhältlich, verschiedene Sponsoring-Pakete buchbar. Mehr Infos unter www.galarheinhessen.de oder direkt bei der Geschäftsstelle des Rheinhessen Marketing e. V. unter galarheinhessen@bartenbach.de.

„VERLANGSAMUNG“ – Marie Luise Gruhne zeigt im MVB-Forum der Mainzer Volksbank ab 19.07.19 Wandobjekte zum Innehalten

Ikarus – frei schwebendes Objekt mit Federn. Die architektonische - archaische Struktur, die an ein Tor oder auch Tempelportal erinnert, kommt unterschiedlich in den Exponaten zum Ausdruck. Sie wird von Marie Luise Gruhne als Impuls, nicht als Motiv verstanden, vermittelt aus sich heraus Stabilität und Konstanz, Erhabenheit und Stille, © Foto: Diether v. Goddenthow
Ikarus – frei schwebendes Objekt mit Federn. Die architektonische – archaische Struktur, die an ein Tor oder auch Tempelportal erinnert, kommt unterschiedlich in den Exponaten zum Ausdruck. Sie wird von Marie Luise Gruhne als Impuls, nicht als Motiv verstanden, vermittelt aus sich heraus Stabilität und Konstanz, Erhabenheit und Stille, © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 18. Juli 2019 eröffnete die Mainzer Volksbank (MVB) im MVB-Forum am Neubrunnenplatz die Kunstausstellung VERLANGSAMUNG von Marie Luise Gruhne. Erstmals ist in Mainz die Arbeit der Wiesbadener Künstlerin zu sehen: großformatige Exponate in kräftigen dunklen und hellen Farben. Unter der kuratorischen Mitwirkung von Prof. Dr. Matthias Müller und Dr. Melanie Ehler der Abteilung Kunstgeschichte der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz konnte die Ausstellung in Mainz realisiert werden. Die Ausstellung ist kostenfrei ab dem 19. Juli bis zum 23. August 2019 besuchbar.

MVB-Forum fungiert als Ort der Verlangsamung
Wir leben in einer Zeit, die von einem stetigen Wandel geprägt ist: Technik, Digitalisierung, Trends oder auch kulturelle Prozesse verändern unsere Welt stetig aufs Neue. Als Gesellschaft müssen wir uns mit diesen Veränderungen auseinandersetzen, müssen stets beschleunigen, um dem Wandel gerecht zu werden. Umso wichtiger ist es, sich selbst und die eigene Individualität nicht zu verlieren. Die Kunst von Marie Luise Gruhne erinnert an die Notwendigkeit und die Bedeutung des Innehaltens und der Verlangsamung. Das MVB-Forum fungiert nun als Raum der Verlangsamung: einkünstlerischer Raum, ein Ort der Selbstfindung und Selbstbesinnung.

behind, between, before – Holz, Leinwand, Vlies, Gewebe, Papier, Dispersionsfarbe, acryl, 130 cm x114 cm x 3,8 cm, 2018  © Marie Luise Gruhne, Wiesbaden, 2019, Foto: Sandra Hauer, Wiesbaden
behind, between, before – Holz, Leinwand, Vlies, Gewebe, Papier, Dispersionsfarbe, acryl, 130 cm x114 cm x 3,8 cm, 2018 © Marie Luise Gruhne, Wiesbaden, 2019, Foto: Sandra Hauer, Wiesbaden

Architektonische Strukturen in den Objekten geben Impulse
„Es sind keine Abbilder oder Motive, sondern Strukturen, die uns an etwas –in uns –erinnern“, beschreibt die Künstlerin. Prof. Dr. Matthias Müller führt diese Erklärung fort: „Der Betrachter erhält Impulse, mit denen Marie Luise Gruhne auf Übergänge zwischen der betriebsamen Außen-und der eher verschlossenen Innenwelt des Menschen hinweisen möchte“, sagt er. Insbesondere durch eine Formhaftigkeit, die an Portale oder Tempel erinnert. Als könne man in eine andere Zeit, in einen anderen Raum, in eine andere Sphäre schreiten.„Auch, wenn sich die Objekte optisch durch Größe, Farben oder auch Materialien unterscheiden, so wecken sie alle einen unverrückbaren haltgebenden Eindruck: stark und stabil zu sein“, so Müller weiter. In den Werken von Frau Gruhne spiegle sich eine lange Tradition der Bildkultur wieder, die im Gedächtnis der Menschen verankert ist. „Ihre Kunst lässt uns innehalten und reflektieren“, betont er.

Foto: Karin Hirsch; v. links: Prof. Dr. Matthias Müller, Künstlerin Marie Luise Gruhne, Dr. Melanie Ehler und MVB-Regionalmarktdirektor Guido Behrendt.
Foto: Karin Hirsch; v. links: Prof. Dr. Matthias Müller, Künstlerin Marie Luise Gruhne, Dr. Melanie Ehler und MVB-Regionalmarktdirektor Guido Behrendt.

Kunststandort Mainz
Die Mainzer Volksbank gibt den Menschen und der Region den Zugang für die Kunst–und durch das MVB-Forum auch einen Zugang zur Verlangsamung. „Mainz hat als Kunststandort einiges zu bieten“, betont Guido Behrendt, MVB-Regionalmarktdirektor. „Kunst gibt uns einen großen Mehrwert, insbesondere, wenn sie so ausdrucksstark ist wie die Werke von Marie Luise Gruhne.“ Guido Behrendt ist schon gespannt auf die Midissage, die ebenfalls im MVB-Forum stattfinden wird: „Die Künstlerin Marie Luise Gruhne und der Kunsthistoriker Prof. Dr. Matthias Müller werden am 15. August ein öffentliches Künstlergespräch führen. Ich bin schon sehr auf den Austausch und die Resonanz aller Gäste gespannt“, sagt Behrendt.

Die Ausstellung ist vom 19. Juli bis 23. August 2019 im MVB-Forum, Neubrunnenstraße 2, 55116 Mainz geöffnet. Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr.

Die Midissage mit Künsltergespräch  findet am 15. August 2019, um 19 Uhr im MVB-Forum statt, wozu die Mainzer Volksbank einlädt.

Installation im MVB forum mit „Ikarus“ im Rahmen der Inszenierung ‘Verlangsamung‘, 2019. „Ikarus“ – Holz, Leinwand, Finnpappe, Acryl, Federn (aus artgerechter Tierhaltung), zweiseitig, 2018, 130 cm x 112 cm x 4 cm.  © Marie Luise Gruhne, Wiesbaden, 2019, Foto: Sandra Hauer, Wiesbaden
Installation im MVB forum mit „Ikarus“ im Rahmen der Inszenierung ‘Verlangsamung‘, 2019. „Ikarus“ – Holz, Leinwand, Finnpappe, Acryl, Federn (aus artgerechter Tierhaltung), zweiseitig, 2018, 130 cm x 112 cm x 4 cm. © Marie Luise Gruhne, Wiesbaden, 2019, Foto: Sandra Hauer, Wiesbaden

Daten zur Vita
Marie Luise Gruhne ist in Frankfurt am Main geboren. Nach Abschluss des Studiums der Malerei bei Prof. Robert Preyer an der FH Wiesbaden setzte sie ihr Studium im Bereich der Kunst und Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz fort. In diese Zeit fielen längere Auslandsaufenthalte. Gefördert durch mehrere Stipendien, nahm sie nach dem Hauptstudium ein Promotionsstudium auf. Nach ihrem Studium arbeitete Marie Luise Gruhne als Künstlerin und Designerin. Sie lebt und arbeitet heute in Wiesbaden. Marie Luise Gruhne ist Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler /BBK.
Siehe auch: https://marjorie-wiki.de/wiki/Marie_luise_gruhne und www.candelart.wordpress.com

Creative Entrepreneurship Day – Erster Kongress zum Unternehmertum in der Kultur- und Kreativwirtschaft

Bekannte Speaker und Referenten/innen der Kultur- und GründerSzene wie Prof. Dr. Günter Faltin, Prof. Dr. Holger Simon, Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Prof. Dr. Helmut Wittenzellner, Prof. Dr. Dagmar Abfalter und Prof. Dr. Marilena Vecco eröffneten heute im Rheinland-Pfälzischen Plenarsaal (zZ. im Mainzer Landesmuseum) die Kultur- und Kreativ-Debatte mit kurzen, thesenartigen Statements. Foto: Diether v. Goddenthow
Bekannte Speaker und Referenten/innen der Kultur- und GründerSzene wie Prof. Dr. Günter Faltin, Prof. Dr. Holger Simon, Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Prof. Dr. Helmut Wittenzellner, Prof. Dr. Dagmar Abfalter und Prof. Dr. Marilena Vecco eröffneten heute im Rheinland-Pfälzischen Plenarsaal (zZ. im Mainzer Landesmuseum) die Kultur- und Kreativ-Debatte mit kurzen, thesenartigen Statements. Foto: Diether v. Goddenthow

Mit einem spannenden Programm veranstaltete am 4. Juli 2019  das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz den 1. Creative Entrepreneurship Day  zum Thema „Erfolgreich Gründen und Wachsen in der Kultur- und Kreativwirtschaft“  im Landesmuseum Mainz und Landtag Rheinland-Pfalz. (mehr)