Kategorie-Archiv: IHK Rheinhessen

Wirtschaftliche Entwicklung im IHK-Bezirk Rheinhessen kommt nicht in Schwung – Bürokratie

8. Mai 2024. Die Unternehmen in Rheinhessen kämpfen weiterhin mit der Konsumflaute, gedämpften Exporterwartungen und den zahlreichen geopolitischen Krisen: Die Wirtschaft in der Region tritt auf der Stelle, die Betriebe halten sich mit Investitionen in den Standort zurück. Vor allem die Erwartungen der Industrie – einer der starken Motoren für die rheinhessische Wirtschaft – sind auf einen Tiefstand gesunken. Das zeigen die Rückmeldungen der Unternehmen bei der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen zum Frühjahr 2024. Der Konjunkturklimaindex, Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung, fällt von 101 Punkten zum Jahresbeginn jetzt auf 99 Punkte und rutscht damit knapp unter die Wachstumsschwelle von 100 Punkten. „Es fehlt der konjunkturelle Rückenwind“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz  fest.

So schätzen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage besser ein als ihre Geschäftserwartungen. „Der Pessimismus zeigt sich auch darin, dass Investitionen zurückgehalten werden – dabei sind diese entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft.“ Als Hauptursache nennen die Unternehmen ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und mangelnde Planbarkeit. „Die Wirtschaftspolitik muss daher dringend die vielfältigen Strukturprobleme angehen und einen investitionsfreundlichen Kurs einschlagen“, mahnt IHK-Präsident Dr. Marcus Walden.

„Besonders in unserer exportstarken Region dürfen wir den Anschluss im globalen Wettbewerb nicht verlieren.“ Schließlich werde in Rheinhessen mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland erzielt. Als Stellschrauben nennt Walden: weniger Regulierung, eine größere Verlässlichkeit der Wirtschaftspolitik, Steuererleichterungen und geringere Abgabenbelastungen sowie mehr Effizienz bei Planungs- und Genehmigungsverfahren. „Das würde den Unternehmen mehr Spielraum für Investitionen am Standort verschaffen.“

 Aktuelle Geschäftslage hat sich verschlechtert, Betriebe hoffen auf Steigerung der Nachfrage

Die aktuelle Geschäftslage wird im Frühjahr 2024 von den befragten Unternehmen in Rheinhessen schlechter beurteilt als noch zum Jahresanfang: 27 Prozent der Betriebe verzeichnen eine gute Lage, 50 Prozent sind zufrieden und 23 Prozent melden schlechte Ergebnisse zurück.

Auch wenn die Betriebe insgesamt noch pessimistischer in die Zukunft schauen als auf ihre aktuelle Lage – immerhin sind sie bei der Einschätzung der Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate wieder etwas hoffungsvoller als zu Jahresbeginn: 16 Prozent rechnen mit einer günstigeren Entwicklung, 63 Prozent erwarten gleichbleibende Geschäfte und 21 Prozent rechnen mit einem Rückgang.

 Sonderauswertung: Neue Impulse für Investitionen notwendig

Passend zu den zurückhaltenden Geschäftserwartungen ist die Investitionsbereitschaft der befragten Unternehmen für die kommenden zwölf Monate zum Stillstand gekommen: Nur 26 Prozent der Betriebe planen mit steigenden Investitionen, 48 Prozent kalkulieren mit einem gleichbleibenden Umfang und 26 Prozent wollen ihre Investitionen zurückfahren. Da Investitionen entscheidend für die Entwicklung der Region sind, hat die IHK das Thema in einer Sonderauswertung unter die Lupe genommen. Demnach nennen die Unternehmen als Hauptmotive für Investitionen in erster Linie die Beschaffung von Ersatzteilen (61 Prozent), gefolgt von Produktinnovationen (33 Prozent), Rationalisierungen (32 Prozent), Umweltschutz (26 Prozent) und Kapazitätserweiterungen (23 Prozent).

 Am Standort bereits geplante Investitionen hat knapp ein Drittel der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten zurückgestellt – davon würden 77 Prozent die zurückgestellten Investitionen unter bestimmten Bedingungen noch tätigen. Dafür erforderlich wäre eine lange Liste von Punkten: steigende Nachfrage und Auftragsentwicklung sowie eine bessere Ertragslage (74 Prozent), weniger Regulierung und größere Verlässlichkeit der Wirtschaftspolitik – auch bei Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung (54 Prozent), Steuererleichterungen und geringere Abgabenbelastungen (47 Prozent), dauerhaft niedrige Energiepreise (46 Prozent), ausreichend Personal und Fachkräfte (42 Prozent), niedrigere Investitionskosten für Rohstoffe, Vorleistungsgüter und Bankkredite (31 Prozent), niedrigere Arbeitskosten (30 Prozent), kürzere Planungs- und Genehmigungsverfahren (26 Prozent) sowie Innovationsförderung und Investitionsprämien (19 Prozent).

„Die Probleme sind damit klar benannt“, macht IHK-Präsident Walden deutlich. „Die Wirtschaftspolitik muss dringend neue Impulse für Investitionen in den Standort setzen. Ansonsten droht eine weitere Verschärfung der wirtschaftlichen Lage.“

 Industrie: Exporterwartungen sinken auf Tiefstand

Die Industrie ist der Motor der rheinhessischen Wirtschaft. Allerdings streuen die geopolitischen Unsicherheiten, gestörte Handelswege und hohen Energiepreise weiterhin Sand ins Getriebe. Die Industrieunternehmen müssen deutliche Exportrückgänge verkraften. Nur 25 Prozent der Industriebetriebe berichten aktuell von einer guten Geschäftslage, 49 Prozent melden eine befriedigende Situation und 26 Prozent eine schlechte Lage. Die Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate schätzen 12 Prozent besser ein, 68 Prozent rechnen mit keiner Veränderung und 20 Prozent befürchten schlechtere Geschäfte.

 Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind in den vergangenen drei Monaten insgesamt stark zurückgegangen und nur noch 12 Prozent der Industrieunternehmen verbuchen mehr Aufträge. 51 Prozent berichten von gleichbleibenden Eingängen und 37 Prozent mussten einen Rückgang der Aufträge verkraften. Die Exporterwartungen der Industriebetriebe sind auf einen Tiefstand gesunken: Keines der befragten Unternehmen rechnet mit höheren Exporten in den kommenden zwölf Monaten, 79 Prozent kalkulieren mit dem gleichen Volumen und 21 Prozent befürchten eine Abnahme.

 Einzel- und Großhandelsunternehmen
berichten von anhaltender Kaufzurückhaltung

Die befragten Unternehmen im Einzel- und Großhandel berichten von einer anhaltenden Kaufzurückhaltung der Kunden und warten auf eine Belebung der Nachfrage.

Die Ergebnisse zur aktuellen Geschäftslage sind deutlich schlechter als noch zum Jahresbeginn: Nur 18 Prozent verbuchen aktuell eine gute Geschäftslage, bei 50 Prozent stagnieren die Geschäfte und sogar 32 Prozent verzeichnen Einbußen. Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monaten haben sich nur geringfügig verbessert: So hoffen 19 Prozent auf eine steigende Nachfrage, 53 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung und 28 Prozent erwarten einen Nachfrageschwund.

Dienstleister erzielen vergleichsweise gute Ergebnisse 

Die Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor erzielen in der Befragung erneut das beste Ergebnis aller Branchen – hier bleibt die Entwicklung insgesamt robust. 32 Prozent der Betriebe melden aktuell eine gute Geschäftslage, 52 Prozent sind mit der Situation zufrieden und 16 Prozent berichten von einer schlechten Lage. Für die kommenden zwölf Monate erwarten 17 Prozent der Betriebe bessere Geschäfte, 63 Prozent rechnen mit gleichbleibenden Ergebnissen und 20 Prozent mit einer Reduzierung.

 Gastgewerbe kämpft mit hohen Kosten,
Personalmangel und Anhebung der Umsatzsteuer

Das Gastgewerbe ist mit der aktuellen Geschäftslage nicht zufrieden, auch bedingt durch die hohen Kosten, den Personalmangel und die Sparsamkeit der Gäste nach der Wiederanhebung der Umsatzsteuer auf Speisen. 17 Prozent der befragten Betriebe bewerten die aktuelle Lage als gut, 50 Prozent sind mit der Situation zufrieden und 33 Prozent melden eine schlechte Geschäftslage.

Nach der üblichen Durststrecke in den ersten Monaten des Jahres wird wieder mit stabilen Umsätzen im Sommer gerechnet: So erwarten 29 Prozent bessere Geschäfte, 65 Prozent gehen vom gleichen Niveau aus und nur 6 Prozent rechnen mit einem Rückgang.

 Im Rahmen der IHK-Konjunkturumfrage zum Frühjahr 2024 wurden zwischen dem 3. und 29. April insgesamt 770 Unternehmen aller Größen und Branchen in Rheinhessen befragt.

(Melanie Dietz /IHK Rheinhessen)

Kammern fordern wirksamen Bürokratie-Abbau beim Jahresempfang der Wirtschaft – Robert Habeck verspricht zu helfen


Mehrere tausend Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur waren am Donnerstag, 25. Januar, zum „Jahresempfang der Wirtschaft“ mit Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck in die ausgebuchte Mainzer Rheingoldhalle gekommen. 15 Kammern und Institutionen des Mittelstands, des Handwerks, der freien Berufe und der Landwirtschaft aus Rheinland-Pfalz hatten zum Mainzer Großereignis eingeladen, das als größter Jahresempfang der regionalen Wirtschaft in Deutschland gilt – und als Plattform für den Dialog mit Entscheidern aus Bundes- und Landespolitik. Habeck war im Rahmen seiner Rheinland-Pfalz-Reise als Keynote-Speaker in die Mainzer Rheingoldhalle gekommen, nachdem er zuvor bei Mainzer Großunternehmen wie Schott und Werner & Mertz zu Gast war.

Impression des Jahresempfangs der Wirtschaft am 25.1.2024 in der Mainzer Rheingoldhalle mit mehreren Tausend Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft. © Foto: Diether von Goddenthow
Impression des Jahresempfangs der Wirtschaft am 25.1.2024 in der Mainzer Rheingoldhalle mit mehreren tausend Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft. © Foto: Diether von Goddenthow

IHK-Präsident Walden für „Praxis-Check“ bei neuen Gesetzen

Die Veranstalter des Jahresempfangs nutzten die Möglichkeit, um die Stimmungslage in der Wirtschaft und ihre Positionen deutlich zu machen: „Viele unserer Betriebe wissen nicht, wie es weitergehen soll“, sagte IHK-Präsident Dr. Marcus Walden in seiner Begrüßung. „Inflation, Energie- und Rohstoffkosten belasten die Bilanzen. Dazu kommen Lieferschwierigkeiten, lähmende Bürokratie und der Arbeitskräftemangel. Vor allem: Es fehlt das Vertrauen, dass Entscheidungen Bestand haben. Weshalb Unternehmen weniger investieren. Darüber müssen wir beim ‚Jahresempfang der Wirtschaft‘ sprechen.“

IHK-Präsident Dr. Marcus Walden. © Foto: Diether von Goddenthow
IHK-Präsident Dr. Marcus Walden. © Foto: Diether von Goddenthow

Besondere Sorge mache den Betrieben die zunehmende Bürokratisierung. Denn, wenn Berichtspflichten das Tagesgeschäft lähmten, „können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit nicht lösen“. Service-Dienstleistung für alle, die jetzt hektisch für ihren Betrieb nachdenken, wieviel Grad das denn sein müssen: mindestens 21 Grad, sagt die Technische Regelung für Arbeitsstätten, die sogenannte ASR 3.5. Und selbst an das Lüften von Toilettenräumen und die Wechselwirkung des Lüftungsvorgangs mit der Raumtemperatur wurde gedacht. Ich zitiere aus der technischen Regelung: „In Toilettenräumen darf die Lufttemperatur durch Lüftungsvorgänge, die durch Benutzer ausgelöst werden, kurzzeitig unterschritten werden“. Ende des Zitats – mehr muss man, glaube ich, nicht dazu sagen.“, so Walden.

Obwohl die Bundesregierung bereits vier Bürokratieentlastungsgesetze auf den Weg gebracht habe, kämen „immer noch mehr neue Vorschriften hinzu als alte wegfallen.“, so der IHK-Präsident, und forderte „einen verbindlichen Praxis-Check für neue Gesetze. Da helfen die Kammern auch gerne mit.“ Großer Applaus. „Ich schätze mal, dass es Herr Habeck genauso sieht“.

„Neben Messwerten hilft manchmal aber vielleicht auch einfach gesunder Menschenverstand. Und das Vertrauen, dass verantwortungsbewusste Unternehmerinnen und Unternehmer vieles auch ohne seitenlange Regelungen richtig machen.“, so Walden. Und hätten die Unternehmer schließlich „alle Verordnungen gelesen, verstanden und erfüllt, folgen endlose Planungs- und Genehmigungsverfahren“, spricht der IHK-Präsident den Unternehmern und Freiberuflern im Saal aus der Seele. Innovationsgeschwindigkeit sähe anders aus!. Statt noch mehr Bürokratie  würde dringend „ein klares Bekenntnis zu unserem Industrie- und Innovationsstandort – und zu allem, was Innovation schafft“, gebraucht. Dazu gehörten „Investitionen in die Infrastruktur, in Forschung und Entwicklung. Und vor allem auch: eine sichere Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen. Stattdessen verdoppeln die Betreiber der Stromübertragungsnetze in Deutschland zum Jahreswechsel die Entgelte. Das schlägt sich bei jedem Einzelnen von uns und für alle Branchen in der Stromrechnung nieder. Für einen industriellen Mittelständler bedeutet das leicht mehrere Hunderttausend Euro. In Rheinland-Pfalz betrifft das allein gut 13.200 Industriebetriebe, die knapp ein Viertel des Bruttosozialproduktes erwirtschaften. Vertrauensbildende Maßnahmen, die wichtig für alle sind, die investieren wollen und sollen, sehen anders aus“, so der IHK-Präsident. Er rief Robert Habeck zu: „Die Erwartungen an Sie für das Jahr 2024 sind hoch. Sie haben es mit in der Hand, das Vertrauen der Unternehmen in den Standort Deutschland wieder zu stärken.“

Talk – Wie soll Bürokratieabbau mit Lieferkettengesetz gehen?

Beim Talk diskutierten Andreas Creutzmann, Landespräsident Rheinland-Pfalz der Wirtschaftsprüferkammer, Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, Dr. Wilfried Woop, Präsident der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz und Moderatorin Patricia Küll. © Foto: Diether von Goddenthow
Beim Talk diskutierten (v.li.n.r.) Andreas Creutzmann, Landespräsident Rheinland-Pfalz der Wirtschaftsprüferkammer, Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, Dr. Wilfried Woop, Präsident der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz und Moderatorin Patricia Küll. © Foto: Diether von Goddenthow

Bürokratiekritik war auch vorherrschendes Thema der anschließende Talkrunde, die souverän und kenntnisreich von Patricia Küll moderiert wurde.  Auf dem Podium der Rheingold-Halle: Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, Andreas Creutzmann, Landespräsident der Wirtschaftsprüferkammer und Dr. Wilfried Woop, Präsident der Landeszahnärztekammer.   HWK-Präsident Friese, als erster befragt, redet Klartext: „Der Frust ist groß, und der steigt immer mehr an.“ Dabei sei das größte Problem für das Handwerk die wachsende Bürokratie. Erst danach käme der Fachkräftemangel, so Friese, der die bürokratische Absurdität manch überflüssiger Regelung am Genehmigungsverfahren für das Bewegen von einem Kran von  A nach B plausibilisiert. Wie ihm ein Kollege aus der Baubranche zugetragen habe, würden Deutschlandweit alle Anträge bewilligt. Doch die Vorlaufzeit bis zur Genehmigung läge bei sechs bis acht Wochen. Wenn aber ohnehin alle beantragten „Kranfahrten“ genehmigt würden, „bräuchte  man doch gar keine Anträge zu stellen.“ Er habe oftmals das Gefühl, dass  Politiker gar nicht zuhörten.

Andreas Creutzmann, Landespräsident der Wirtschaftsprüferkammer, bestätigte Frieses Ausführungen, was tägliche Praxis der Steuerberater wäre, die dann Lösungen finden müssten. Vor allem, so Creutzmann, wie solle Bürokratieabbau angesichts beispielsweise des neuen  „Lieferkettensorgfaltpflichtgesetz“ funktionieren? Inzwischen bereite ja Brüssel  noch eine Verschärfung des Lieferkettensorgfaltpflichtgesetzes vor. Geplant sei auch eine indirekte Lieferkettenprüfungspflicht für Unternehmen ab 1000 Mitarbeitern,  also die Pflicht, auch die Lieferanten der Lieferanten auf Menschenrechts- und Umweltrechtsverletzungen hin zu überprüfen. Und das ganze müsse ja behördlicherseits kontrolliert werden, bedeute also mehr Beamte, mehr Bürokratie. In den Betrieben verlange das Gesetz ein systematisches Risikomanagement und die Unternehmen sollen elektronisch an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle berichten. Und wer solle all die Angaben überprüfen? Gut, für seine Branchen wüchsen die Aufgaben, räumte er auf Nachfrage Particia Külls ein.

Die Ministerpräsidentin Malu Dreyer versicherte, insbesondere an den Handwerks-Präsidenten gerichtet, dass sie die Kritik an der Bürokratie „sehr ernst nimmt“, und alles „aufgenommen würde“. Aber soweit ihr bekannt sei, führe die Landesregierung mit den verschiedenen Kammern intensive im Gespräche, um gemeinsam die Dinge zu erleichtern.  Man sei ja in  einem Veränderungsjahrzehnt, in dem es darum ginge, die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Rheinland-Pfalz zu erhalten und gut zu gestalten. „Meine Landesregierung setzt sich für stabile Rahmenbedingungen ein und unterstützt im Bundesrat die Initiativen zur Entlastung der Unternehmen“, versicherte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.  „Wir setzen in Rheinland-Pfalz ganz stark auf wirtschaftliche Zukunftsfelder wie Wasserstoff, Künstliche Intelligenz und die Biotechnologie. Die Ansiedlung des Unternehmens Eli Lilly in Alzey ist nur eines der Ergebnisse der langjährigen strategischen Forschungspolitik der Landesregierung, mit der wir die Biotechnologie systematisch fördern. Wir wollen mit Ihnen als Unternehmen Gewinner der Digitalisierung werden, mit guter Arbeit und wirtschaftlichen Erfolgen auf traditionellen und neuen Märkten“, so die Ministerpräsidentin.

Die Gastgeber der Kammern mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Vizekanzler und Wirtschaftsminister Dr. Robert Habeck (beide Mitte) beim Jahresempfang der Wirtschaft am 25. Januar 2024 in der Mainzer Rheingoldhalle. © Foto: Diether von Goddenthow
Die Gastgeber der Kammern mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Vizekanzler und Wirtschaftsminister Dr. Robert Habeck (beide Mitte) beim Jahresempfang der Wirtschaft am 25. Januar 2024 in der Mainzer Rheingoldhalle. © Foto: Diether von Goddenthow

Politik müsse unternehmerischer Denken – Keynote des Wirtschaftsministers Dr. Robert Habeck

Als Hauptredner Dr. Robert Habeck ans Podium trat, war die Stimmung in der mehrere tausend Gäste fassenden Rheingoldhalle aufgeheizt und die Erwartungen hoch. Doch der Wirtschaftsminister schaffte es quasi im Handumdrehen mit einer Fragestellung zur mentalen Verfassung  aus dem Sport am Beispiel der aktuellen Vorabend-Handballer-Niederlage gegen Kroatien die Gemüter im Saal  positiv zu pushen: „Will man gewinnen, und hat man Spaß daran, oder will man, nur nicht verlieren?“ Es reiche seiner Meinung nicht, „nicht nur nicht verlieren zu wollen“, sondern es gehe darum, „gewinnen zu wollen!“, motivierte der Wirtschaftsminister.

Dr. Robert Habeck, Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. © Foto: Diether von Goddenthow
Dr. Robert Habeck, Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. © Foto: Diether von Goddenthow

Er teile  die Kritik an der überbordenden Bürokratie und prangerte unter anderem die unglaublichen Restaurant- und Speisekarten-Vorschriften aus dem eigenen Wirtschaftsministerium an: Da konnte beispielsweise ein namhafter Restaurantbesitzer einen Koch aus Hongkong letztlich doch nicht einstellen, weil diesem nach monatelangen Verhandlungen trotz vorliegendem deutschen Arbeitsvertrag der beantragte Aufenthaltstitel verwehrt wurde mit der aberwitzigen Begründung: Im betreffenden Restaurant würde nicht zu 90 Prozent chinesisch gekocht, somit würde auch kein chinesischer Koch benötigt.

Aber wo lägen die Ursachen für diese Flut von Regelungen und Vorschriften – „wie konnte es so weit kommen, dass wir so falsch abgebogen sind?“, fragte der Wirtschaftsminister  selbstkritisch. „Wir haben große politische Entscheidungen an die Gerichte ausgelagert“, so Habeck. Er sei auch genervt darüber, dass immer öfter Verwaltungsgerichte darüber entschieden, was Staat und Verwaltungen überhaupt noch machen dürften. Um möglichst jedes Risiko auszuschließen, gebe es praktisch für jeden Fall eine Regel. Und weil aber eine gute Verwaltung keine Fehler machen und vor Gericht nicht verlieren wolle, stecke sie nicht zuletzt deshalb so viel Kraft in exakte Einhaltung von Regeln und Vorschriften, um eine gute Verwaltung zu sein“, was letztlich keinem der Beteiligten so wirklich gefiele, so der Wirtschaftsminister. Erforderte die Politik auf, „mehr Mut zum Risiko und unternehmerisches Handeln“ zu entwickeln. Dafür bekam er großen Applaus. Dazu gehöre jedoch, „dass diejenigen, die ins Risiko gingen, wenn dann mal etwas schiefginge, nicht gleich den vollen Zorn abkriegen“. Das bedeute natürlich nicht, dass Politiker andauernd Fehler begehen sollten. Tatsächlich müsse man aber mutiger werden und sich auch zutrauen, einen Fehler zu machen.

Als zweites großes Thema ging der Wirtschaftsminister auf das Thema Fachkräftemangel ein: Ohne Weltoffenheit und Willkommenskultur gelänge es kaum, zukünftig genügend Arbeitskräfte zu gewinnen. Das gelte insbesondere für Rheinland-Pfalz, das ökonomisch betrachtet über dem deutschen Exportdurchschnitt liege. Dass dies insbesondere auch ein Verdienst von Zuwanderern sei, stützte Habeck mit der Feststellung, dass heute zwölf von insgesamt 45 Millionen Erwerbstätigen Menschen mit Migrationshintergrund seien. Ohne die Migration gäbe es in diesem Jahr 50.000 Auszubildende weniger. 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seien Menschen, die keine deutsche Staatsbürgerschaft hätten. Er habe ja gar nichts gegen einen fröhlichen Patriotismus, etwa bei großen Sportveranstaltungen, so Habeck, aber einen engstirnigen Nationalismus mit Abschottung, Ausgrenzung und hochgezogenen Grenzen sei das Gegenteil von Weltoffenheit. „Wenn wir Weltoffenheit nicht leben, bricht unsere Wirtschaft zusammen“, warnt Habeck. Eine Abschiebung von diesen Menschen, wie es in rechtsextremen Kreisen ventiliert werde, „wäre das Ende unserer Wirtschaft und weltoffenen Demokratie“.
Wie zuvor schon Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Talk betont hatte, freute es auch Robert Habeck, dass in diesen Wochen Hunderttausende bundesweit lautstark auf die Straße gingen, um „ein klares Signal gegen Rechts“ zu setzten.

Weitere Informationen und Bilder: IHK-Rheinland-Pfalz

Beim Get-together bei rheinhessischem Wein und Brezeln gab es viel Diskussionsstoff. © Foto: Diether von Goddenthow
Beim Get-together bei rheinhessischem Wein und Brezeln gab es viel Diskussionsstoff. © Foto: Diether von Goddenthow

IHK-Rheinhessen: Start.in.RLP – Das Gründungsstipendium 2024

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Die IHK-Rheinhessen bietet ab 15. Januar 2024 rheinland-pfälzischen Gründungsaspiranten, sich um das Gründungsstipendium „Start.in.RLP“ zu werben. Laut IHK  soll das Gründungsstipendium 2024 Start.in.RLP. „die Konkretisierung von Gründungsvorhaben ermöglichen und Gründende begleiten, ihre Geschäftsidee in einem innovativen, kreativen Technologiebereich oder in Bezug auf neue innovative Dienstleistungen, Geschäftsmodelle oder Produktion weiterzuentwickeln und zum Erfolg zu bringen. Unterstützung soll es dabei insbesondere bei der Fortschreibung eines tragfähigen Business- und Finanzplans, der Entwicklung marktfähiger Produkte, innovativer Dienstleistungen sowie bei den ersten Schritten in Richtung Markterschließung geben.“
Weitere Informationen und Anmeldung unter: Start.in.RLP. – Das Gründungsstipendium 2024

IHK-Rheinhessen lädt potentielle Gründer herzlich ein zum 1. Mainzer Gründungsfrühstück

© IHK Rheinhessen
© IHK Rheinhessen

Als Gastgeber und Organisatoren laden die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, der Gutenberg Digital Hub sowie die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Mainz zu einem neuen „Gründerformat“, dem 1. Mainzer Gründungsfrühstück, ein am 26.01.24 von 8:30 – 10 Uhr im Gutenberg Digital Hub.

Bei Kaffee, Tee, Croissants, Bretzeln und Bircher Müsli können sich junge Interessenten auf der Community-Fläche in entspannter morgendlicher Atmosphäre austauschen, vernetzen und voneinander lernen und für ihre speziellen „Probleme“ Unterstützung finden. Zudem bringen die Veranstalter für jedes Gründungsfrühstück spannende thematische Impulse mit.

Zum Auftakt im Januar wird das Gründungsstipendium Start.in.RLP vorgestellt. Dabei unterrichtet Sarah von Ivy Pow über ihre Crowfunding-Experience, von der ersten Idee über Höhen und Tiefen bis hin zu den Key-Learnings.

Das Gründungsfrühstück ist keine einmalige Veranstaltung, sondern findet dann jeden letzten Freitag im Monat im Gutenberg Digital Hub statt. Es ist eine neue gemeinsame originelle Initiative von IHK für Rheinhessen, Landeshauptstadt Mainz und Gutenberg Digital Hub.

Die Teilnahme am Gründungsfrühstück ist kostenlos, eine Anmeldung ist aber erforderlich, da die Plätze begrenzt sind.

Übrigens: Nach dem Frühstück können die Teilnehmer während des gesamten Tags kostenfrei im Gutenberg Digital Hub coworken.

Wer nach einer Anmeldung feststellt, doch zum besagten Termin verhindert zu sein, sollte sich bitte rechtzeitig abmelden, damit andere auf der Warteliste die Chance erhalten, nachzurücken und teilnehmen zu können.

Ansprechpartner bei Rückfragen ist Oliver Sacha von der IHK-Mainz Rheinhessen (Tel: 06131 262-1704 oliver.sacha@rheinhessen.ihk24.de)

Weitere Informationen über „Gründungsfrühstück Mainz“

Ausstellerrekord beim Tag der Technik Mehr als 1.000 Jugendliche entdecken technische Berufe bei Aktionstagen von IHK und ILW in Mainz – Messerundgang mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt – Technik-Samstag steht allen offen

Am "Tag der Technik 2023" gilt es, selbst Hand anzulegen statt nur zuzuschauen. Hier können High-Tech-Werkzeuge und Maschinen selbst ausprobiert und bei faszinierenden Experimenten und Aktionen mitgemacht werden. Der Tag der Technik steht am Samstag, 18. November 2023, 9 bis 14 Uhr, für alle offen, die sich für technische Berufe interessieren. Jugendliche und Eltern können auch ohne Anmeldung vorbeikommen, der Eintritt ist frei: Industrie-Institut für Lehre und Weiterbildung Mainz eG (ILW), An der Brunnenstube 39, 55120 Mainz. www.tagdertechnik-rheinhessen.de © Foto: Diether von Goddenthow
Am „Tag der Technik 2023″ gilt es, selbst Hand anzulegen statt nur zuzuschauen.
Hier können High-Tech-Werkzeuge und Maschinen selbst ausprobiert und bei faszinierenden Experimenten und Aktionen mitgemacht werden. Der Tag der Technik steht am Samstag, 18. November 2023, 9 bis 14 Uhr, für alle offen, die sich für technische Berufe interessieren. Jugendliche und Eltern können auch ohne Anmeldung vorbeikommen, der Eintritt ist frei: Industrie-Institut für Lehre und Weiterbildung Mainz eG (ILW), An der Brunnenstube 39, 55120 Mainz. www.tagdertechnik-rheinhessen.de © Foto: Diether von Goddenthow

Der Tag der Technik 2023 ist mit gut 1.000 Jugendlichen und einem Ausstellerrekord an den Start gegangen: 44 Unternehmen und Institutionen präsentieren in diesem Jahr im Industrie-Institut für Lehre und Weiterbildung Mainz (ILW Mainz) mehr als 60 Mitmachaktionen – so viele wie noch nie. Bei den Aktionstagen am 17. und 18. November geht es darum, dass Jugendliche technische Berufe ausprobieren und deren Zukunftschancen entdecken. „Löte deinen MPIC Smiley“ heißt es zum Beispiel bei den Elektronikern für Geräte und Systeme; was der neue Beruf des Kunststoff- und Kautschuktechnologen zur Nachhaltigkeit beitragen kann, zeigen die vielen Unternehmen der Kunststoffbranche.

In großen Übungswerkstätten können Schüler von CNC-Fräsen u. Drehen bis hin zur Feinmechanik alles ausprobieren. Erfahrene Ausbilder und Azubis aus den beteiligten Firmen stehen fachkundig bereit, um zu helfen. © Foto: Diether von Goddenthow
In großen Übungswerkstätten können Schüler von CNC-Fräsen u. Drehen bis hin zur Feinmechanik alles ausprobieren. Erfahrene Ausbilder und Azubis aus den beteiligten Firmen stehen fachkundig bereit, um zu helfen. © Foto: Diether von Goddenthow

Die Aktionstage haben sich zu einer der führenden Veranstaltungen für die Ausbildung in den MINT-Berufen in Rheinhessen entwickelt, ganze Schulklassen können hier ausprobieren, wie spannend eine Ausbildung in Mathe, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften sein kann. Veranstalter ist die IHK für Rheinhessen gemeinsam mit dem ILW Mainz. Der Technik-Samstag, 18. November, steht Jugendlichen und Eltern auch ohne Anmeldung offen, zwischen 9 und 14 Uhr im ILW, An der Brunnenstube 39.

Programm zum Tag der Technik 2023

Richtig spannend am Simulator den Bagger führen. © Foto: Diether von Goddenthow
Richtig spannend: am Simulator den Bagger führen. © Foto: Diether von Goddenthow

Am „Tag der Technik 2023″ gilt es, selbst Hand anzulegen statt nur zuzuschauen. Dabei können High-Tech-Werkzeuge und Maschinen selbst ausprobiert und bei faszinierenden Experimenten und Aktionen mitgemacht werden. Hier das umfangreiche Programm und die angebotenen technischen Berufsbereiche: https://www.ihk.de/rheinhessen/aus-und-weiterbildung/berufsorientierungbo/ausbildungsmessen/tagdertechnik/programm-tdtmz-2700486

Technische Berufe von A bis Z 

Wer hätte das vor ein paar Jahren für möglich gehalten, dass der Beruf des Zweiradmechanikers so viel Zukunft hat. © Foto: Diether von Goddenthow
Wer hätte das vor ein paar Jahren für möglich gehalten, dass der Beruf des Zweiradmechanikers so viel Zukunft hat. © Foto: Diether von Goddenthow

„Technik-Berufe sind im Trend – das zeigt das enorme Interesse von Unternehmen und Jugendlichen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz beim gemeinsamen Messerundgang mit der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. „Der Tag der Technik ist für mich deshalb ein so tolles Angebot für die Jugendlichen, weil hier die Praxis im Vordergrund steht und gleichzeitig die Ausbilder und auch Auszubildende der Unternehmen für alle Fragen der jungen Leute und ihrer Eltern bereitstehen. Der Tag der Technik ist damit ein absolut wertvolles und informatives Veranstaltungsangebot für Jugendliche wie Eltern. Und die Chancen, auf dem Tag der Technik den richtigen Ausbildungsberuf und vielleicht sogar den passenden Ausbildungsbetrieb gleich mit zu finden, stehen sehr sehr gut“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. Zudem seien die technischen Berufe besonders wichtig zur Einführung von Innovationen in die Praxis, für die Digitalisierung und eine gelingende Energiewende. „Wer beispielsweise aktiv zum Klimaschutz beitragen oder an der Digitalisierung der Wirtschaft mitwirken möchte, ist in den technischen Berufen genau richtig“, so Schmitt.

Manuel von Vultejus, Geschäftsführer des ILW Mainz eG.,IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. © Foto: Diether von Goddenthow
Manuel von Vultejus, Geschäftsführer des ILW Mainz eG.,IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. © Foto: Diether von Goddenthow

Rund 30 technische Ausbildungsberufe werden derzeit allein in Rheinhessen angeboten, am beliebtesten sind Karrieren als Fachinformatiker, Industriemechanikerin und Elektroniker ebenso wie die Berufe Mechatronikerin und Maschinen- und Anlagenführer. Dabei fehlt besonders in Energie- sowie Metall- und Elektroberufen und im Bau- und IT-Bereich der Nachwuchs, macht IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz deutlich. „Unsere Unternehmen suchen dringend Fachkräfte, um große Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Klimaschutz voranzubringen.“ Als gutes Signal wertet Jertz, dass die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in diesem Bereich erneut gestiegen ist: So verzeichnete die IHK für Rheinhessen 2023 in den technischen Berufen 594 neue Ausbildungsverträge, knapp 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Als erfreulich wertet Jertz auch, dass in Rheinhessen mehr junge Frauen die Technik-Berufe für sich entdecken. Bei den neuen Ausbildungsverträgen haben sie immerhin um rund 16 Prozent zugelegt –­ genau 266 weibliche Azubis absolvieren derzeit in Rheinhessen eine technische Ausbildung.

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt übt sich am Simulator als Baggerführerin © Foto: Diether von Goddenthow
Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt übt sich am Simulator als Baggerführerin © Foto: Diether von Goddenthow

„Wir freuen uns sehr, dass wir nach der guten Beteiligung im vergangenen Jahr noch einmal deutlich mehr ausstellende Unternehmen zum Tag der Technik begrüßen können“, sagt Manuel von Vultejus, Geschäftsführer des ILW Mainz eG. „Unsere 80 Kundenbetriebe bekommen den Fachkräftemangel zwischenzeitlich deutlich zu spüren. Als eine Reaktion darauf beobachten wir, dass auch Betriebe ausbilden, die bisher keine Berufsausbildung angeboten haben. Wir nehmen es als eine hoffnungsvolle Entwicklung, dass das ILW Mainz 2023 mit 170 neuen Azubis den größten Ausbildungsjahrgang seiner 95-jährigen Geschichte verzeichnen konnte.“

Im Außenbereich können Interessenten erleben, wie es ist per Fernsteuerung einen riesigen Kran zu führen.  © Foto: Diether von Goddenthow
Im Außenbereich können Interessenten erleben, wie es ist per Fernsteuerung einen riesigen Kran zu führen. © Foto: Diether von Goddenthow

Tag der Technik
Der Tag der Technik steht am Samstag, 18. November 2023, 9 bis 14 Uhr, für alle offen, die sich für technische Berufe interessieren. Jugendliche und Eltern können auch ohne Anmeldung vorbeikommen, der Eintritt ist frei: Industrie-Institut für Lehre und Weiterbildung Mainz eG (ILW), An der Brunnenstube 39, 55120 Mainz. (mit 50, 51 oder Bus 62 bis Turmstraße) www.tagdertechnik-rheinhessen.de

IHK Veranstaltungen der Mainzer Gründungswoche 2023

© IHK Rheinhessen
© IHK Rheinhessen

Vom 13. bis 19. November 2023 findet die bereits achte Auflage der Mainzer Gründungswoche statt.

Für diese besondere Woche haben 20 dem Gründungsnetzwerk Institutionen auf Initiative der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen, der Landeshauptstadt Mainz sowie der Investitions- und Strukturbank RLP (ISB) zusammengeschlossen, und eine bunte Mischung aus 31 digitalen und analogen Formaten für Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte ausgearbeitet, in denen alles angeboten wird, was das Gründungsherz höherschlagen lässt: IHK Mainz : Gründerwoche.

Das vollständige Programm der Mainzer Gründungswoche, welche vom 13. – 19.11.2023 stattfindet, sowie die Anmeldemöglichkeit zu allen weiteren Veranstaltungen gibt es unter www.mainzer-gründungswoche.de.

Die Anmeldungen und das Programm zu den Veranstaltungen der IHK für Rheinhessen finden Sie untenstehend.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck beim Jahresempfang der Wirtschaft 2024 in der Rheingoldhalle

Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz  © BMWK / Dominik Butzmann
Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz © BMWK / Dominik Butzmann

Die Industrie- und Handelskammer Rheinhessen teilt mit, dass Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zum Jahresempfang der Wirtschaft am 25. Januar 2024 in die Rheingoldhalle nach Mainz kommt: Er sei der Hauptredner bei dem Mainzer Großereignis, das als größter Jahresempfang der regionalen Wirtschaft in Deutschland gilt.

Für die anschließende Podiumsdiskussion mit den Spitzen aus Wirtschaft und Freien Berufen hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer zugesagt. Veranstalter sind 15 Kammern und Institutionen des Mittelstands, des Handwerks, der Freien Berufe und der Landwirtschaft aus Rheinland-Pfalz. Nirgendwo sonst treten so viele landesweite und regionale Institutionen gemeinsam an die Öffentlichkeit. Erwartet werden mehrere tausend Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur.

Impression vom Jahresempfang 2023 © Foto Diether von Goddenthow
Impression vom Jahresempfang 2023 © Foto Diether von Goddenthow

„Wir freuen uns sehr, dass der Bundeswirtschaftsminister und die Ministerpräsidentin bei unserem Jahresempfang in den Dialog mit der Wirtschaft gehen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz im Namen aller Veranstalter. „Angesichts der ständigen Krisen ist es gerade jetzt wichtig, im Gespräch zu bleiben. Denn die großen Herausforderungen unserer Zeit können wir nur gemeinsam lösen.“

Beim Jahresempfang der Wirtschaft kommen in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Unternehmerinnen und Unternehmer aus Betrieben und Berufen aller Branchen und Größen zusammen – und in den Dialog mit Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern aus Bund und Land sowie Repräsentanten der Region.

Die Kooperation begann im Jahr 2000 mit sechs beteiligten Kammern und dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck als Gastredner. Seither waren Bundeskanzler Gerhard Schröder und – dreimal – Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast, Bundeskanzler Olaf Scholz stand 2019 als Finanzminister am Rednerpult. Dialogpartner waren ebenso die Bundeswirtschaftsminister Clement, Glos und Brüderle, die Parteivorsitzenden Westerwelle, Beck und Gabriel sowie EU-Kommissar Günther Oettinger. Zum Thema „Zeitenwende und deutsche Lebenslügen“ sprach im vergangenen Jahr der langjährige ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey die Keynote.

Mit mehreren tausend Gästen aus der mittelständischen Wirtschaft zählt der Jahresempfang zu den Großereignissen in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt mit bundesweiter Strahlkraft.

Dahinter stehen folgende 15 Kammern und Institutionen der Wirtschaft, des Handwerks, der Freien Berufe und der Landwirtschaft:

Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Handwerkskammer Rheinhessen
Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen
Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz
Landesärztekammer Rheinland-Pfalz
Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz
Landespflegekammer Rheinland-Pfalz
Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz
Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz
Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz
Pfälzische Rechtsanwaltskammer Zweibrücken
Rechtsanwaltskammer Koblenz
Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz
Wirtschaftsprüferkammer in Rheinland-Pfalz

(IHK Rheinhessen)

Ausstellerrekord bei 13. BerufsInformationsMesse Rheinhessen mit mehr als 8000 Besuchern und 140 Ausstellern

Die 13. BerufsInformationsMesse BIM Rheinhessen hat gezeigt, wie stark Berufsorientierung gefragt ist © Foto Diether von Goddenthow
Die 13. BerufsInformationsMesse BIM Rheinhessen hat gezeigt, wie stark Berufsorientierung gefragt ist © Foto Diether von Goddenthow

Die 13. BIM Rheinhessen ging mit neuen Angeboten, frischem Design und einem Ausstellerrekord an den Start: Mehr als 140 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen präsentierten sich in diesem Jahr bei der größten Berufsinfo-und Studienmesse der Region. Unter der Überschrift „Entdecke deinen Traumberuf“ waren am 15. und 16. September in der Mainzer Rheingoldhalle mehr als 8.000 Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte anwesend. Sie hatten die Chance, Berufe und Unternehmen kennen zu lernen, Bewerbungsunterlagen prüfen zu lassen, sich im Schul- und Hochschulpark über Studiengänge und Weiterbildungen zu informieren und bei der Last-Minute-Lehrstellenbörse sogar noch kurzfristig einen Ausbildungsplatz zu finden. Zu den Besonderheiten der BIM Rheinhessen gehören die vorgelagerten Webinare der BerufsInfoOnline. Hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler, sowie auch Eltern über Berufe und Studium, sowie übergreifenden Themen informieren und somit auch den Besuch der BIM Rheinhessen gut vorbereiten.
Ein weiteres Highlight sind die neun verschiedenen Aktionsbereichen, die vertiefend Angebote zum Ausprobieren, Mitmachen und Kennenlernen in ihren Themenbereichen vorstellten. In der Technikmeile präsentierten die Azubis ihre selbstgebauten Exponate vor, was bei den Besuchern sehr gut ankam. Insbesondere die Apfelteilermaschine und die Wurfmaschine erfreuten sich großer Beliebtheit. In den Lebenden Werkstätten präsentierten die Handwerksbetriebe ihre interessanten Berufe und luden vielfach zum Mitmachen ein. Neu war in diesem Jahr die Logistik Arena am Rheinufer, wo beispielsweise ein Elektro-Gelenkbus, ein Feuerwehrauto oder ein Funkpeilwagen die Verbindung von Technik und Logistik anschaulich zeigte.
Die BIM Rheinhessen punktete bei den Besuchern mit dem einzigartigen Mix aus umfangreichen Informationen und interessanten Aktionsbereichen, sowie der direkten Kommunikation mit den Ausstellern aus ganz unterschiedlichen Branchen. Auch die Vielfalt der Austeller aus ganz unterschiedlichen Branchen, wie Dienstleistungen, Naturwissenschaften, Handel, Verkehr, Gesundheit, Soziales, Verwaltung, Medien, Gastro oder Hochschulen ließ kaum einen Berufs- oder Studienwunsch offen.
Veranstalter waren die IHK für Rheinhessen, die Handwerkskammer Rheinhessen und mainzplus CITYMARKETING. Die diesjährige BIM Rheinhessen wurde zudem von der Landeshauptstadt Mainz durch interkulturelle Angebote, wie Sprachmittler und Messeführungen in verschiedenen Sprachen unterstützt.

BerufsInfoMessen – Save the Date
BIM Ingelheim: 3. Februar 2024
BIM Worms: 3. und 4. Mai 2024
BIM Mainz: 13. und 14. September 2024

Alle Infos und weitere Bilder über BIM
IHK Rheinhessen

Ausstellerrekord bei größter Berufsinfo-Messe (BIM) der Region in der Rheingoldhalle Mainz am 15. u. 16. 09.2023

Impression von der Berufsinformationsmesse (BIM) auf dem Jockel-Fuchs-Platz vor der Rheingoldhalle, wo die Aktionsbereiche aufgebaut sind. © Foto Diether von Goddenthow
Impression von der Berufsinformationsmesse (BIM) auf dem Jockel-Fuchs-Platz vor der Rheingoldhalle, wo die Aktionsbereiche aufgebaut sind. © Foto Diether von Goddenthow

Die 13. BIM Rheinhessen geht mit neuen Angeboten, frischem Design und einem Ausstellerrekord an den Start: Mehr als 140 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen präsentieren sich in diesem Jahr bei der größten Berufsinfo-Messe der Region. Unter der Überschrift „Entdecke deinen Traumberuf“ werden am 15. und 16. September in der Mainzer Rheingoldhalle mehr als 8.000 Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte erwartet. Sie haben die Chance, Berufe und Unternehmen kennen zu lernen, Bewerbungsunterlagen prüfen zu lassen, sich im Schul- und Hochschulpark über Studiengänge und Weiterbildungen zu informieren und bei der Last-Minute-Lehrstellenbörse noch kurzfristig einen Ausbildungsplatz zu finden. Veranstalter sind die IHK für Rheinhessen, die Handwerkskammer Rheinhessen und mainzplus CITYMARKETING. Die diesjährige BIM Rheinhessen wird zudem von der Landeshauptstadt Mainz unterstützt. Der Messe-Einlass ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden sich unter
www.bim-rheinhessen.de

Wer Lust hatte, konnte sich als "Steinmetz" erproben. © Foto Diether von Goddenthow
Wer Lust hatte, konnte sich als „Steinmetz“ erproben. © Foto Diether von Goddenthow

„Die BIM ist die Top-Adresse für die Studien- und Berufswahl in unserer Region“, stellt IHK-Präsident Peter Hähner fest. „Das zeigt auch der Ausstellerrekord in diesem Jahr. Gleichzeitig wird damit deutlich, dass immer mehr Unternehmen viel Zeit und Geld investieren, um Jugendliche bei der Berufswahl zu unterstützen und Fachkräfte für sich zu gewinnen.“ Dass der Fachkräftemangel nur gemeinsam gelöst werden kann, spiegele sich auch im neuen Messeauftritt der BIM wider: Dabei treffen unterschiedliche Sprechblasen in der Mitte zusammen – auch ein

Zeichen, welche Rolle Kommunikation und direkter Austausch bei der Berufswahl und der Suche nach Fachkräften spielen. Zusätzlich hat die BIM einen neuen Anstrich erhalten: Magenta, Lila und ein klares Blau lösen das bisherige Orange als Erkennungsfarben der Messe ab.

„Die BIM Rheinhessen bietet den Jugendlichen und Eltern neue Ideen und vielfältige Impulse“, bekräftigt Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen. „Viele unserer rheinhessischen Handwerksbetriebe präsentieren sich daher gemeinsam mit Handwerkskollegen direkt vor Ort bei den lebenden Werkstätten. Alle Besucherinnen und Besucher können sich über Chancen und Möglichkeiten für den eigenen Berufsweg informieren und auch gerne direkt ein Praktikum vereinbaren.“

Am Stand der Dachdeckerinnung zeigten vor allem Mädchen großes Interesse.  Hier bringen zwei Interessentinnen Naturschiefer auf Maß.© Foto Diether von Goddenthow
Am Stand der Dachdeckerinnung zeigten vor allem Mädchen großes Interesse. Hier bringen zwei Interessentinnen Naturschiefer auf Maß.© Foto Diether von Goddenthow

„Wir freuen uns sehr, dass sich die BIM Rheinhessen bei Unternehmen und Hochschulen so großer Beliebtheit erfreut und wir dadurch eine größere Messefläche sowie mehr Aussteller in und um die Rheingoldhalle haben“, sagen Katja Mailahn und Marc André Glöckner, Geschäftsführer der mainzplus CITYMARKETING GmbH. „Der persönliche Kontakt und die Beratung, in Kombination mit dem Angebot an unterschiedlichen Berufen, Studiengängen und Weiterbildungsformaten, ist einzigartig in der Region. Daher sind wir als mainzplus ebenfalls vor Ort mit einem eigenen Stand vertreten. Wir bieten motivierten Auszubildenden die Chance, in eine spannende Berufswelt einzusteigen. Unser Ziel ist es, für die Veranstaltungswirtschaft und den Tourismus Nachwuchstalente zu fördern.“

Oberbürgermeister Nino Haase macht deutlich: „Für Mainz ist es ein großes Glück, dass die Berufsinformationsmesse Rheinhessen zum 13. Mal hier stattfindet. Sie ist ein wichtiger Baustein in der Berufsorientierung unserer jungen Mainzerinnen und Mainzer und bietet auch unseren Betrieben und Unternehmen eine wichtige Plattform zur Sicherung der notwendigen Fachkräfte. Auch wir als Stadtverwaltung nutzen die BIM seit Jahren, um junge Menschen für unsere vielfältigen Berufsfelder und Ausbildungsberufe zu gewinnen. Fachkräftegewinnung wird für uns alle in den kommenden Jahren eines der Schwerpunktthemen sein.“

Auch das ZDF informierte auf der Berufsinformationsmesse über die zahlreichen Ausbildungsberufe bis hin zum Kameramann. Hier konnten Interessenten mal einen Blick durch eine Studio-Kamera werfen. © Foto Diether von Goddenthow
Auch das ZDF informierte auf der Berufsinformationsmesse über die zahlreichen Ausbildungsberufe bis hin zum Kameramann. Hier konnten Interessenten mal einen Blick durch eine Studio-Kamera werfen. © Foto Diether von Goddenthow

Eine Besonderheit der BIM Rheinhessen sind die neun unterschiedlichen Aktionsbereiche. Hier können die Besucher anschauen, mitmachen und ausprobieren, beispielsweise in der Technik-Meile, dem Gastro-Basar oder bei der Initiative „Inklusion gelingt“. Neu ist der Aktionsbereich „Logistik Arena“ – damit erweitert sich die Messefläche auf das Rheinufer. Hier präsentieren erstmals Ausbildungsbetriebe der Logistik gebündelt ihre Anschauungs- und Mitmachangebote und zeigen damit, dass Logistik mehr ist als Transport, Lagerung und Umschlag.

Im neuen Schul- und Hochschulpark konnte man sich über weitere Berufsausbildungssteine, etwa über Studienmöglichkeiten nach der Lehre, über Fachschulberufe und über Möglichkeiten des Dualen Studiums informieren. © Foto Diether von Goddenthow
Im neuen Schul- und Hochschulpark konnte man sich über weitere Berufsausbildungssteine, etwa über Studienmöglichkeiten nach der Lehre, über Fachschulberufe und über Möglichkeiten des Dualen Studiums informieren. © Foto Diether von Goddenthow

Mit einem eigenen Ausstellungsbereich, dem Schul- und Hochschulpark, sind Schulen, Hochschulen sowie Anbieter mit Weiterbildungsprogrammen vertreten. Informations- und Beratungsangebote für Lehrkräfte werden am Messefreitag an einem eigenen Stand präsentiert. Für Eltern als eine der wichtigsten Berater ihres Nachwuchses bieten die Veranstalter am Samstag ein umfangreiches Auskunfts- und Unterstützungsangebot. Dazu gehören auch Beratungen in unterschiedlichen Sprachen, von Arabisch und Englisch bis zu Ukrainisch, Farsi und Russisch.

Zudem werden für Eltern drei Messerundgänge in arabischer, englischer und ukrainischer Sprache angeboten. Unterstützt werden die interkulturellen Aktivitäten von der Landeshauptstadt Mainz.

Größte Berufsinfo-Messe der Region startet mit Vorbereitungs-Webinaren – am 15. und 16.September werden 8000 Besucher in der Rheingoldhalle erwartet

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Die 13. BIM Rheinhessen steht in den Startlöchern – die größte Berufsinfomesse der Region lädt für 15. und 16. September mit neuen Angeboten und einem frischen Design in die Mainzer Rheingoldhalle ein. Unter der Überschrift „Entdecke deinen Traumberuf“ werden mehr als 8.000 Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte erwartet. Sie können ohne Anmeldung in der Rheingoldhalle vorbeikommen, der Eintritt ist kostenfrei. Veranstalter sind die IHK für Rheinhessen, die Handwerkskammer Rheinhessen und mainzplus CITYMARKETING. Die diesjährige BIM Rheinhessen wird zudem von der Landeshauptstadt Mainz unterstützt.

Zur Vorbereitung startet bereits am 7. September die Webinarreihe „BerufsInfoOnline“: Ob es um Berufe, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Studiengänge geht – hier können Jugendliche bereits vor dem Messebesuch in 30-minütigen Webinaren erste Informationen sammeln und Fragen stellen, am 7. und 8. sowie am 11. und 12. September, jeweils um 16:30 Uhr und um 18 Uhr. Das Angebot richtet sich ebenso an Eltern. Zur Auswahl stehen mehr als 30 unterschiedliche Themen, darunter auch Tipps für Bewerbung und Vorstellungsgespräch. Die Buchung ist kostenfrei möglich unter www.bim-rheinhessen.de.

„Es ist entscheidend, dass wir dem Fachkräftemangel in unserer Region auf vielen Ebenen etwas entgegensetzen. Derzeit ist die Orientierungslosigkeit nach der Schule groß – mit der Kombination aus Webinaren und dem Messebesuch bieten wir gezielt die Möglichkeit, die eigenen Talente zu entdecken und den passenden Beruf zu finden“, sagt IHK-Präsident Peter Hähner. Bei der

Berufsinfomesse in der Rheingoldhalle haben die Jugendlichen die Chance, mit mehr als 140 ausstellenden Unternehmen, Institutionen und Hochschulen in Kontakt zu kommen.

Sie finden an einem Messeplatz alle Infos zu Berufen im Dienstleistungs- und im sozialen Bereich, in Gesundheit, Handel, Handwerk, Industrie, Informatik, Medien, Naturwissenschaften, Technik, Verwaltung sowie zu Studiengängen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Eine eigene Last-Minute-Lehrstellenbörse zeigt die noch offenen Ausbildungsplätze der Aussteller. So können Jugendliche direkt auf der Messe das erste Gespräch führen und sogar kurzfristig noch ein Praktikum oder eine Lehrstelle finden – oder sich schon für 2024 umschauen. In der Durchstarter-Lounge können Bewerbungsunterlagen geprüft werden und bei den lebenden Werkstätten präsentieren Unternehmen und Auszubildende des Handwerks ihre Branchen und Berufszweige.

Eine Besonderheit der BIM Rheinhessen sind die neun unterschiedlichen Aktionsbereiche. Hier können die Besucher anschauen, mitmachen und ausprobieren, beispielsweise in der Technik-Meile, dem Gastro-Basar oder bei der Initiative „Inklusion gelingt“. Neu ist der Aktionsbereich „Logistik Arena“ – damit erweitert sich die Messefläche auf das Rheinufer. Hier präsentieren erstmals Ausbildungsbetriebe der Logistik gebündelt ihre Anschauungs- und Mitmachangebote und zeigen damit, dass Logistik mehr ist als Transport, Lagerung und Umschlag.

Mit einem eigenen Ausstellungsbereich, dem Schul- und Hochschulpark, sind Schulen und Anbieter mit Weiterbildungsprogrammen sowie die Hochschulen vertreten. Die Informations- und Beratungsangebote für Lehrkräfte werden am Messefreitag an einem eigenen Stand präsentiert. Für Eltern als eine der wichtigsten Berater ihres Nachwuchses bieten die Veranstalter am Samstag ein umfangreiches Auskunfts- und Unterstützungsangebot. Dazu gehören auch Beratungen in elf unterschiedlichen Sprachen, von Arabisch und Englisch bis zu Ukrainisch, Farsi und Russisch. Zudem werden für Eltern drei Messerundgänge in arabischer, englischer und ukrainischer Sprache angeboten. Unterstützt werden die interkulturellen Aktivitäten von der Landeshauptstadt Mainz.

Die Berufsbildungsmesse in der Rheingoldhalle

Freitag, 15. September, 8 bis 16 Uhr
Samstag, 16. September, 9 bis 14 Uhr
Rheingoldhalle Mainz, Rheinstraße 66, 55116 Mainz
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

BerufsInfoOnline
7. + 8. und 11. + 12. September
Anmeldung zu den Webinaren unter
www.bim-rheinhessen.de

Veranstalter: Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen (IHK), Handwerkskammer Rheinhessen (HWK) und mainzplus CITYMARKTING GmbH, unterstützt von der Landeshauptstadt Mainz
Alle Angebote sind kostenfrei.
www.bim-rheinhessen.de