Kategorie-Archiv: Mainzer Volksbank (MVB)

28. Mainzer Kunstpreis Eisenturm 2019 zur Vernissage „Odyssee“ in der Mainzer Volksbank verliehen

„ODYSSEE“ – Ausstellungseröffnung im MVB-Forum - anlässlich der 28. Verleihung des Eisentumpreises 2019.© Archivbild: Diether v Goddenthow
„ODYSSEE“ – Ausstellungseröffnung im MVB-Forum – anlässlich der 28. Verleihung des Eisentumpreises 2019.© Archivbild: Diether v Goddenthow

Am 7. November 2019 haben der Kunstverein Eisenturm Mainz e.V. und die Mainzer Volksbank zur Eröffnung der Vernissage „Odyssee“ im MVB-Forum den „28. Mainzer Kunstpreis Eisenturm 2019 – Hans Jürgen Imiela Gedächtnispreis“ in der Gesamthöhe von 10 000 Euro verliehen: Tanja Lebski erhielt für ihr Triptychon „Post Mortem“ den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis. Den mit 3000 Euro ausgestatteten zweiten Platz holte Regina Geißler für ihr Werk „Abenteurer“. Clemens Tremmels Ölgemälde „Die Heimkehr“ erhielt den dritten Preis mit 2000 Euro.

Das Ausstellungs-Motto „Odyssee“ war als Vorgabe für die einzureichenden Arbeiten im bundesweiten Ausschreibungstext bewusst offen gehalten. Wie es dort heißt, sind „Menschen seit Jahrtausenden unfreiwillig unterwegs und begeben sich auf eine Reise ins Ungewisse. Sie verlassen ihre gewohnte Umgebung, ihre Heimat, und werden zu Fremden in einem neuen Land. Getriebene. Wie die Figur aus der griechischen Mythologie irren sie durch das Meer, durch die Welt und suchen Wege  eine sichere menschenwürdige Existenz. Dabei werden sie oft Opfer von Missgunst und Gewalt und geraten zwischen kulturelle und politische Fronten. Und wünschen sich doch nur eins: Ankommen.“

Ume Abel, Vorstandsvorsitzender der MVB, begrüßt die Gäste. © Foto: Diether v Goddenthow
Ume Abel, Vorstandsvorsitzender der MVB, begrüßt die Gäste. © Foto: Diether v Goddenthow

In seinen Begrüßungsworten ging der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank, Uwe Abel, auf die Bedeutung des Mottos „Odyssee“ ein und hob die Bedeutung der Kunst als wichtiges gesellschaftliches Korrektiv hervor. Ganz besonders begrüßte er Marianne Grosse in ihrer Eigenschaft als Kulturdezernentin der Stadt Mainz sowie Dietmar Gross, den Vorsitzenden des Kunstvereins Eisenturm. „Ohne ihn und den Kunstverein Eisenturm würde es diese Veranstaltung nicht geben“, hob Abel hervor und dankte „dem Kunstverein Eisenturm für diese, wie auch die vielen bisherigen großartigen Ausstellungen in unseren Räumen.“ Der Vorstandsvorsitzende freute sich, dass die Kunsthistorikerin Dr. Nicole Nieraad-Schalke zum wiederholten Male die Einführung halten werde. Er fügte ein wenig nachdenklich und stolz zugleich hinzu, dass es wohl nur noch eine Regionalbank in Mainz und vielleicht überhaupt gäbe, „die sich dem Thema Kunst und Kultur seit vielen Jahren widme“ und „wir wollen es auch in Zukunft tun“, so Abel.

Marianne Grosse betonte in ihrem Grußwort ausdrücklich, dass die Mainzer Volksbank verlässlicher Teil der Stadtgesellschaft sei, und ein wichtiger Begleiter der Kultur über viele, viele Jahre hinweg. Ohne die Mainzer Volksbank „wären wir in Mainz nicht so, wie wir sind“, so die Kulturdezernentin, die solch ein Engagement insbesondere in einer Gesellschaft wichtig findet, „die immer mehr auseinander zu driften scheint.“ Und ganz persönlich fügte sie hinzu: Was nütze da eine anonyme Internet-Bank, die praktisch keinen Kunden kenne.

Kulturdezernentin Marianne Grosse dankt der MVB, dem Eisenturm und den Künstlern. © Foto: Diether v Goddenthow
Kulturdezernentin Marianne Grosse dankt der MVB, dem Eisenturm und den Künstlern. © Foto: Diether v Goddenthow

Kunstwerke seien Erzeugnisse künstlerischen Schaffens und seien immer auch Eigensinn, Widersinn, Dekonstruktion, Formenbruch und Wirklichkeitsverzerrung, so Grosse. Die so in der Kunst stets entfachte Lebendigkeit und Dynamik wäre ohne Freiheit und Offenheit undenkbar. Auch der Kunstverein Eisenturm arbeite überaus offen. „Denn der Kunstpreis Eisenturm, den sie seit 2005 verleihen, wendet sich eben nicht nur an bildende Künstlerinnen und Künstler in unserer Region, sondern auch an Künstlerinnen und Künstler in ganz Deutschland, von denen bei der Preisvergabe drei Personen für ihre Arbeit geehrt werden“, vertiefte die Kulturdezernentin, die sehr glücklich darüber sei, „dass wir in einer Stadt leben, die so bereichert ist von zahlreichen Vereinen und Einrichtungen wie dem Kunstverein Eisenturm“.

„380 Bewerbungen für den Kunstpreis Eisenturm sind eingegangen. Ich finde, das ist eine unheimlich beeindruckende Zahl.“ Allein das Begutachten der 380 eingegangenen Bewerbungen für den Kunstpreis Eisenturm und das Herausfiltern der interessantesten Motive mache vor allen Dingen auch einmal mehr deutlich, „mit welch einem organisatorischen Aufwand sie es dann tatsächlich zu tun haben. Wenn wir uns vor Augen halten, lieber Herr Gross, dass Sie und Ihr Team das alles ehrenamtlich machen, müssen wir ihnen allerhöchste Hochachtung zollen, auch dieses Jahr wieder eine unglaubliche Leistung. Vielen Dank!“, lobte die Kulturdezernentin.

Dietmar Gross, Vorsitzender des Kunstvereins Eisenturm, dankte der Mainzer Volksbank, seinem Team und den Künstlern. © Foto: Diether v Goddenthow
Dietmar Gross, Vorsitzender des Kunstvereins Eisenturm, dankte der Mainzer Volksbank, seinem Team und den Künstlern. © Foto: Diether v Goddenthow

Dietmar Gross, Vorsitzender des Kunstvereins Eisenturm, freute sich über den Erfolg des Kunstpreises. „Über 300 Bewerbungen aus ganz Deutschland zeugen vom hohen Renommee, das der Preis bundesweit erreicht hat. Dass wir einen Kunstpreis über 28 Jahre vergeben können, verdanken wir dem Stifter des Preises, der Mainzer Volksbank.“ Anschließend übergab er gemeinsam mit Uwe Abel Preise und Blumen an die Preistäger.

Preisverleihung und Einführung 

(v.li.): Der Vorsitzende des Kunstverein Eisenturm Dietmar Gross, die Zweitplatzierte Regina Geißler, der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank Uwe Abel, die Siegerin Tanja Lebskis, der Drittplatzierte Clemens Tremmel sowie die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse. © Foto: Diether v Goddenthow
(v.li.): Der Vorsitzende des Kunstverein Eisenturm Dietmar Gross, die Zweitplatzierte Regina Geißler, der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank Uwe Abel, die Siegerin Tanja Lebskis, der Drittplatzierte Clemens Tremmel sowie die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse. © Foto: Diether v Goddenthow

Die  Kunsthistorikerin Dr. Nicole Nieraad-Schalke führte in die Ausstellung und preisgekrönten Werke ein.
Bereits Johann Wolfgang von Goethe sah vor 220 Jahren im tragisch griechischen Epos einen idealen Nährstoff für Künstler, von denen jedoch niemand vor des Dichterfürsten gestrengen akademischen Auges zu bestehen vermochte. Die Odyssee  zähle  noch immer zu den einflussreichsten Werken der Kulturgeschichte, so Dr. Nieraad-Schalke.

Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Nicole Nieraad-Schalke  befasste sich in ihrer Einführung mit jedem einzelnen Werk der Ausstellung.© Foto: Diether v Goddenthow
Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Nicole Nieraad-Schalke befasste sich in ihrer Einführung mit jedem einzelnen Werk der Ausstellung.© Foto: Diether v Goddenthow

Nachdem Troja erobert war, „muss der griechische König Odysseus auf der Rückfahrt in seine Heimat Ithaka unzählige Abenteuer bestehen. Während der 10 Jahre dauernden Reise (mit  Trojanischen Krieg 18 Jahre) erleidet der Held und Stratege von Troja mehrfach Schiffbruch, wird von Insel zu Insel getrieben, kämpft mit menschenfressenden Zyklopen, Meeresungeheuern, liebt betörende Nymphen und widersteht verführerischen Sirenen, steigt in die Unterwelt hinab und verhandelt mit Wind, Sonne und Meeresgöttern.“ Dieser Prototyp der spannungsgeladenen Action-Geschichte diene bis heute bildenden Künstlern als reiche Quelle der Inspiration, so auch den Schöpfern der zur Ausstellung eingereichten und nominierten Arbeiten.

Dritter Platz „Die Heimkehr“ von Clemens Tremmel

Dritter Platz "Die Heimkehr" von Clemens Tremmel
Dritter Platz „Die Heimkehr“ von Clemens Tremmel

Clemens Tremmels Bild „Die Heimkehr“ sei beispielhaft dafür, „wie in der Auseinandersetzung mit anderen Figuren und Zeiten eine solch hervorragende Schöpfungsleistung entstehen kann“. Das meisterhafte Ölbild „Die Heimkehr“, ein im trüben Dämmerlicht schwimmendes und zurückkehrendes kleines Boot des jungen Leipziger Künstlers, erinnere in seiner Technik und stimmungsvollen Atmosphäre zunächst an die romantische Malerei des 19. Jahrhunderts. Die mutwillige Zerstörung der malerischen Einheit durch aggressive Abkratzspuren transportiere jedoch Tremmels Arbeit auf einzigartige Weise ins 21. Jahrhundert. „Metallisch glänzend tritt das moderne Trägermaterial aus Aluminium hervor, und wir Betrachtenden reagieren fast körperlich auf dieses offenkundige Symbol von roher Gewalt. Wie lebenslang zeichnende Narben erinnern sie den Heimkehrer an innere und äußere Kämpfe“, so die Kunsthistorikerin.

Zweiter Platz  „Abenteurer“ von Regina Geißler

Zweiter Platz  „Abenteurer“ von Regina Geißler
Zweiter Platz „Abenteurer“ von Regina Geißler

Auch das den zweiten Platz belegende Acrylbild „Abenteurer“ von Regina Geißler lasse die Grenzen zwischen innerer und äußerer Welt verschwimmen, so Dr. Nieraad-Schalke. Die Mainzer Künstlerin entfache in gewaltiger Atmosphäre ein Spannungsfeld von körperlich minimaler und virtuell maximaler Dynamik in Gestalt des computerspielenden Jugendlichen. Dieser sei umhüllt von digitalen Spielständen, gegnerischen Figuren und feuerfegenden Monstern, wobei manche der Elemente gar an Galaxien oder mythologische Sagengestalten erinnerten. Unverkennbar spiegele sich hier der kulturelle Einfluss von Homers antiken Epos bis in die digitale Computerspielewelt wider, wobei jeder heutzutage mit Action-Adventure-Spielen wie „Assassin’s Creed: Odyssey“ selbst virtueller Abenteurer sein und in die Rolle des furchtlosen Helden schlüpfen könne. „Doch, obwohl die Kämpfe in der Illusion ausgetragen werden, finden sie einen körperlichen Widerhall“. Regina Geißler geschickte Farbgebung fange vor allem die sehr reale Aufregung in Herz und Bauch ein.

Erster Platz „Post Mortem“ von Tanja Lebski

Erster Platz "Post Mortem" von Tanja Lebski
Erster Platz „Post Mortem“ von Tanja Lebski

Tanja Lebski aus Altleinigen wählte für ihre außergewöhnliche Arbeit „Post mortem“, welches den ersten Preis erhielt, die sakrale Form eines Triptychons, ein Bild-Format, welches bereits im Mittelalter eine zentrale Bedeutung bei Altar- oder Andacht-Bilder spielte und auf welches noch heute Kunstschaffende gerne zurückgreifen, „wenn es um existentielle Grenzsituationen um Leben und Tod geht“, so Dr. Nieraad-Schalke. Auf der Mitteltafel habe die Preisträgerin in Acrylmalerei eine rührende Szenerie von Krieg und Zerstörung entwickelt, im Zentrum der medialen Erinnerungssplitter die Verwüstung der bosnisch-herzegowina’schen UNESCO-Weltkulturerbe-Brücke „Kriva Ćuprija“, die Jahrhundertelang als Symbol für das friedliche Miteinander unterschiedlicher religiöser, kultureller und ethnischer Traditionen stand. Auf den stoffbespannten Seitenflügeln, die quasi eine Kommentarfunktion einnähmen, spanne die Preisträgerin diesen thematischen Bogen noch weiter. Die aufgebrachten Strickfragmente und verdreckten Stoffreste symbolisierten eine zurückgelassene Vergangenheit, eine übliche Folge, wenn Menschen durch Krieg, Verfolgung und Diskriminierung ihre Heimat verlassen müssten. Letztlich stünde die Frage im Raum, was nach dem Heimatverlust noch bliebe, wobei Religiosität als Form der Trauerbewältigung zumindest angedeutet würde, so das Fazit der Kunsthistorikerin.
Ort und Dauer

Ausstellung Odyssee bis 17. Januar 2019 © Foto: Diether v Goddenthow
Ausstellung Odyssee bis 17. Januar 2019 © Foto: Diether v Goddenthow

Die Ausstellung „Odyssee“ im MVB-Forum, Neubrunnenstr. 2 in Mainz, zeigt  bis Freitag, 17.01.2020, die besten 25 Bilder aus 380 Einreichungen. Es lohnt sich.

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 9:00 bis 18:00 Uhr sowie freitags von 9:00 bis 13:00 Uhr.

(Diether v. Goddenthow / Rhein-Main.Eurokunst)

„VERLANGSAMUNG“ – Marie Luise Gruhne zeigt im MVB-Forum der Mainzer Volksbank ab 19.07.19 Wandobjekte zum Innehalten

Ikarus – frei schwebendes Objekt mit Federn. Die architektonische - archaische Struktur, die an ein Tor oder auch Tempelportal erinnert, kommt unterschiedlich in den Exponaten zum Ausdruck. Sie wird von Marie Luise Gruhne als Impuls, nicht als Motiv verstanden, vermittelt aus sich heraus Stabilität und Konstanz, Erhabenheit und Stille, © Foto: Diether v. Goddenthow
Ikarus – frei schwebendes Objekt mit Federn. Die architektonische – archaische Struktur, die an ein Tor oder auch Tempelportal erinnert, kommt unterschiedlich in den Exponaten zum Ausdruck. Sie wird von Marie Luise Gruhne als Impuls, nicht als Motiv verstanden, vermittelt aus sich heraus Stabilität und Konstanz, Erhabenheit und Stille, © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 18. Juli 2019 eröffnete die Mainzer Volksbank (MVB) im MVB-Forum am Neubrunnenplatz die Kunstausstellung VERLANGSAMUNG von Marie Luise Gruhne. Erstmals ist in Mainz die Arbeit der Wiesbadener Künstlerin zu sehen: großformatige Exponate in kräftigen dunklen und hellen Farben. Unter der kuratorischen Mitwirkung von Prof. Dr. Matthias Müller und Dr. Melanie Ehler der Abteilung Kunstgeschichte der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz konnte die Ausstellung in Mainz realisiert werden. Die Ausstellung ist kostenfrei ab dem 19. Juli bis zum 23. August 2019 besuchbar.

MVB-Forum fungiert als Ort der Verlangsamung
Wir leben in einer Zeit, die von einem stetigen Wandel geprägt ist: Technik, Digitalisierung, Trends oder auch kulturelle Prozesse verändern unsere Welt stetig aufs Neue. Als Gesellschaft müssen wir uns mit diesen Veränderungen auseinandersetzen, müssen stets beschleunigen, um dem Wandel gerecht zu werden. Umso wichtiger ist es, sich selbst und die eigene Individualität nicht zu verlieren. Die Kunst von Marie Luise Gruhne erinnert an die Notwendigkeit und die Bedeutung des Innehaltens und der Verlangsamung. Das MVB-Forum fungiert nun als Raum der Verlangsamung: einkünstlerischer Raum, ein Ort der Selbstfindung und Selbstbesinnung.

behind, between, before – Holz, Leinwand, Vlies, Gewebe, Papier, Dispersionsfarbe, acryl, 130 cm x114 cm x 3,8 cm, 2018  © Marie Luise Gruhne, Wiesbaden, 2019, Foto: Sandra Hauer, Wiesbaden
behind, between, before – Holz, Leinwand, Vlies, Gewebe, Papier, Dispersionsfarbe, acryl, 130 cm x114 cm x 3,8 cm, 2018 © Marie Luise Gruhne, Wiesbaden, 2019, Foto: Sandra Hauer, Wiesbaden

Architektonische Strukturen in den Objekten geben Impulse
„Es sind keine Abbilder oder Motive, sondern Strukturen, die uns an etwas –in uns –erinnern“, beschreibt die Künstlerin. Prof. Dr. Matthias Müller führt diese Erklärung fort: „Der Betrachter erhält Impulse, mit denen Marie Luise Gruhne auf Übergänge zwischen der betriebsamen Außen-und der eher verschlossenen Innenwelt des Menschen hinweisen möchte“, sagt er. Insbesondere durch eine Formhaftigkeit, die an Portale oder Tempel erinnert. Als könne man in eine andere Zeit, in einen anderen Raum, in eine andere Sphäre schreiten.„Auch, wenn sich die Objekte optisch durch Größe, Farben oder auch Materialien unterscheiden, so wecken sie alle einen unverrückbaren haltgebenden Eindruck: stark und stabil zu sein“, so Müller weiter. In den Werken von Frau Gruhne spiegle sich eine lange Tradition der Bildkultur wieder, die im Gedächtnis der Menschen verankert ist. „Ihre Kunst lässt uns innehalten und reflektieren“, betont er.

Foto: Karin Hirsch; v. links: Prof. Dr. Matthias Müller, Künstlerin Marie Luise Gruhne, Dr. Melanie Ehler und MVB-Regionalmarktdirektor Guido Behrendt.
Foto: Karin Hirsch; v. links: Prof. Dr. Matthias Müller, Künstlerin Marie Luise Gruhne, Dr. Melanie Ehler und MVB-Regionalmarktdirektor Guido Behrendt.

Kunststandort Mainz
Die Mainzer Volksbank gibt den Menschen und der Region den Zugang für die Kunst–und durch das MVB-Forum auch einen Zugang zur Verlangsamung. „Mainz hat als Kunststandort einiges zu bieten“, betont Guido Behrendt, MVB-Regionalmarktdirektor. „Kunst gibt uns einen großen Mehrwert, insbesondere, wenn sie so ausdrucksstark ist wie die Werke von Marie Luise Gruhne.“ Guido Behrendt ist schon gespannt auf die Midissage, die ebenfalls im MVB-Forum stattfinden wird: „Die Künstlerin Marie Luise Gruhne und der Kunsthistoriker Prof. Dr. Matthias Müller werden am 15. August ein öffentliches Künstlergespräch führen. Ich bin schon sehr auf den Austausch und die Resonanz aller Gäste gespannt“, sagt Behrendt.

Die Ausstellung ist vom 19. Juli bis 23. August 2019 im MVB-Forum, Neubrunnenstraße 2, 55116 Mainz geöffnet. Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr.

Die Midissage mit Künsltergespräch  findet am 15. August 2019, um 19 Uhr im MVB-Forum statt, wozu die Mainzer Volksbank einlädt.

Installation im MVB forum mit „Ikarus“ im Rahmen der Inszenierung ‘Verlangsamung‘, 2019. „Ikarus“ – Holz, Leinwand, Finnpappe, Acryl, Federn (aus artgerechter Tierhaltung), zweiseitig, 2018, 130 cm x 112 cm x 4 cm.  © Marie Luise Gruhne, Wiesbaden, 2019, Foto: Sandra Hauer, Wiesbaden
Installation im MVB forum mit „Ikarus“ im Rahmen der Inszenierung ‘Verlangsamung‘, 2019. „Ikarus“ – Holz, Leinwand, Finnpappe, Acryl, Federn (aus artgerechter Tierhaltung), zweiseitig, 2018, 130 cm x 112 cm x 4 cm. © Marie Luise Gruhne, Wiesbaden, 2019, Foto: Sandra Hauer, Wiesbaden

Daten zur Vita
Marie Luise Gruhne ist in Frankfurt am Main geboren. Nach Abschluss des Studiums der Malerei bei Prof. Robert Preyer an der FH Wiesbaden setzte sie ihr Studium im Bereich der Kunst und Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz fort. In diese Zeit fielen längere Auslandsaufenthalte. Gefördert durch mehrere Stipendien, nahm sie nach dem Hauptstudium ein Promotionsstudium auf. Nach ihrem Studium arbeitete Marie Luise Gruhne als Künstlerin und Designerin. Sie lebt und arbeitet heute in Wiesbaden. Marie Luise Gruhne ist Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler /BBK.
Siehe auch: https://marjorie-wiki.de/wiki/Marie_luise_gruhne und www.candelart.wordpress.com

Startschuss für die „Sterne des Sports“ 2019 – Jetzt bewerben für das Jahr 2019 – bis zum 30. Juni

Los geht`s Sportvereine! Ab jetzt bewerben für das Jahr 2019 – bis zum 30. Juni.

Ehrenamtliches und freiwilliges Engagement in Sportvereinen ist für viele Millionen Menschen selbstverständlich. Sie leisten – über den reinen Sportbetrieb hinaus – wertvolle Arbeit für die Gesellschaft: Inklusion, Integration, Umweltschutz, Angebote für Kinder und Jugendliche, Familien oder Senioren. Mit dem bundesweiten Vereinswettbewerb „Sterne des Sports“ würdigen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken dieses Engagement und fördern somit den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Ab heute sind die Vereine in Sportdeutschland wieder aufgerufen, sich für den „Oscar des Breitensports“ 2019 zu bewerben und mit ihren Angeboten ins Rennen zu gehen. Zuletzt erhielt der TV Erlangen 1848 bei der Preisverleihung in Berlin den „Großen Stern des Sports“ in Gold aus den Händen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Erlangener sehen den demographischen Wandel als Zukunftsthema und gleichzeitig als Chance. Mit „Rollatorsport für Hochbetagte“ schafft der Verein die Voraussetzung, dass seine Mitglieder auch in hohem Alter und mit gesundheitlichen Einschränkungen am Vereinsleben teilnehmen können. Innovativ ist dabei der eingerichtete Fahrdienst, der den älteren Menschen die Teilnahme am Vereinsangebot ermöglicht.

„Die „Sterne des Sports“ sind unser bedeutendster Wettbewerb im Breitensport, mit dem das vorbildliche gesellschaftliche Engagement in den rund 90.000 Vereinen in Sportdeutschland gewürdigt wird“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Nur mithilfe der wertvollen ehrenamtlichen Arbeit von mehr als 8 Millionen Menschen in den Vereinen ist es möglich, dass der Sport aktiv Brücken für ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft baut. Und zwar von Grund auf: Kinder und Jugendliche können in den Vereinen durch den Sport fürs Leben lernen – vom Fairplay, Respekt und Miteinander bis hin zum guten Umgang mit Niederlagen.“

„Wir unterstützen das ehrenamtliche Engagement der Sportvereine sehr gern“, sagte Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). „Der Gedanke, vor Ort füreinander da zu sein, ist noch immer modern und aktuell und als regional verankerte und engagierte genossenschaftliche Banken passt diese Haltung perfekt zu uns“, so Kolak weiter.

Bereits im 15. Jahr, seit 2004, schreiben der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken die „Sterne des Sports“ aus. Durch die Prämierung auf Regional-, Landes- und Bundesebene flossen den teilnehmenden Vereinen bisher rund 6,4 Millionen Euro zugunsten ihres gesellschaftlichen Engagements zu.

Online Bewerben – digital, schnell und einfach

Der Bewerbungsprozess für den Wettbewerb 2019 erfolgt digital. Auf den Websites der teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken finden die Vereine das entsprechende Online-Formular. Die teilnehmenden Banken können unter https://www.sterne-des-sports.de/vereine/bankensuche abgerufen werden. Das Bewerbungsformular ist zusätzlich über www.sterne-des-sports.de/vereine/bewerbung erreichbar. Bundesweiter Bewerbungsschluss ist am 30. Juni 2019. Mitmachen können alle Sportvereine, die unter dem Dach des DOSB organisiert sind, also in einem Landessportbund/Landessportverband, in einem Spitzenverband oder einem Sportverband mit besonderen Aufgaben.

Begleitung über die sozialen Netzwerke

Die verschiedenen Kommunikationskanäle der sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Instagram begleiten den Wettbewerb ganzjährig. Auch in diesem Jahr werden die Veranstalter auf diesen Kanälen wieder Projekte würdigen, die es nicht bis in Bundesfinale geschafft haben, sich aber gleichwohl durch ihre Leistungen für die Gesellschaft Wertschätzung und Anerkennung verdient haben. Gewinner sind letztlich alle. Denn von den positiven Impulsen der Sportvereine bei „Sterne des Sports“– kann ganz Sportdeutschland nur profitieren.

Kontakt:

Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB):
Ulrike Spitz, presse@dosb.de, Tel. 069 67 00-349

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR):
Melanie Schmergal, presse@bvr.de, Tel. 030 20 21-1300

Warum Skandinavier glücklicher sind und Kunst besonders reizt, wenn sie von Können kommt – Ausstellung in Mainzer Volksbank bis 17.Mai 2019

Katharina Reschke: "Wagenfeld Teetasse", 2019, 150 x 200 cm Acryl auf Leinwand.© Foto: Diether v. Goddenthow
Katharina Reschke: „Wagenfeld Teetasse“, 2019, 150 x 200 cm Acryl auf Leinwand.© Foto: Diether v. Goddenthow

300 Gäste waren der Einladung der Mainzer Volksbank zur traditionellen Veranstaltung „Kultur und Wirtschaft“ ins MVB-Forum am Neubrunnenplatz gefolgt, um von der Glücksforscherin Maike van den Boom zu erfahren, warum Schweden glücklicher sind, und von der Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke in eine Welt fotorealistisch gemalter Designobjekte des 20. Jahrhunderts entführt zu werden. Eine Einführung gab Utz Heinzelmann, der Kurator der Ausstellung, die noch bis zum 17. Mai 2019 im MVB-Forum (Neubrunnenstraße 2, 55116 Mainz) zu den Öffnungszeiten der Bank besichtigt werden kann.

Glücksforscherin Maike van den Boom (r.) und Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke im MVB-Forum am 9. April 2019.© Foto: Diether v. Goddenthow
Glücksforscherin Maike van den Boom (r.) und Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke im MVB-Forum am 9. April 2019.© Foto: Diether v. Goddenthow

Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank, begrüßte in bekannter geistreich humoristischer Art die gut stimmten Gäste. Er unterstrich die große Begeisterung für dieses Veranstaltungsformat und betonte: „Unsere Region ist seit je her begeistert von außergewöhnlichen Menschen mit ebenso außergewöhnlichen Talenten. Aus diesem Grund ist es jedes Jahr eine Freude hierfür eine Bühne zu bieten. Als Mainzer Volksbank sind wir sehr stolz darauf, Teil dieser Region, Teil der Entwicklung und Partner in vielen Bereichen zu sein. Banken haben sich in den letzten Jahren vermehrt aus dem regionalen Engagement zurückgezogen. Das ist schade und für die Mainzer Volksbank keine Option. Veranstaltungen wie ‚Kultur und Wirtschaft‘ zeigen das immer wieder.“ Der Vorstandsvorsitzende wies mit Recht ein wenig stolz darauf hin, dass die Mainzer Volksbank die einzige Bank im Mainzer Raum zurzeit sei, die sich dem Thema „Kunst und Kultur“ widme. Die Mainzer Volksbank wolle diese Reihe so fortsetzen, worüber die Gäste besonders erfreut waren.

Warum Skandinavier glücklicher sind!!
So eingestimmt, rannte Glücksforscherin und Bestsellerautorin Maike van den Boom mit Ihrem dialogisch lebendig präsentierten Vortrag zum „Skandinavierglück“ mit dem etwas verkopften Titel „Grüße aus den Ländern, in denen unsere Zukunft der Arbeit schon lange Gegenwart ist“, offene Türen ein. Man habe sie auf der Hannovermesse neulich gefragt, was sie mache. Sie darauf hin: „Ich mache Deutschland ein wenig glücklicher“. An diesem Abend traf dies zumindest auf die Besucher der MVB zu. Sie erfuhren doch so einiges Neues über die unterschiedliche Geisteshaltung von Deutschen und Skandinaviern, sich Arbeit und Leben ein wenig schöner zu machen.

Die verschiedenen Herangehensweisen und Einstellungen der Nordländer dürften wohl mit dafür ein Grund sein, dass sie  die ersten 7 Plätze im World Happiness Report 2019 belegten, also zu den glücklichsten Menschen weltweit zählen, während  die Deutschen bei selben Wohlstand lediglich auf Rang 17 der „Glücklichsein-Skala“ landeten.

Ein Geheimcode für Glück im hohen Norden sei „Faulheit“. Skandinavier schliefen genug, legten viel Wert auf gute Kontakte, gutes Essen und vieles mehr. Denn es ginge in den skandinavischen Ländern nicht um Zeit, nicht um Zeitmaximierung wie hierzulande, sondern um Effizienz, also um Energie, so Maike van den Boom. Bei Skandinaviern zähle Energie, nicht Zeit. Deswegen sei Arbeit nicht wie in Deutschland etwas Professionelles, sondern etwas Persönliches.

Maike van den Boom , im Hintergrund die fotorealistische Acryldarstellung des Mercedes 300 SL Flügeltüren von Katharina Reschke. © Foto: Diether v. Goddenthow
Maike van den Boom , im Hintergrund die fotorealistische Acryldarstellung des Mercedes 300 SL Flügeltüren von Katharina Reschke. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Skandinavier nehme sein Privatleben immer mit zur Arbeit. Er müsse es nicht verstecken, er müsse sich nicht verbiegen, er müsse keine Rolle spielen, er mache sich nackt. Er gehe nackt in die Sauna, und er gehe „nackt“ zur Arbeit. Man schlüpfe nicht in Rollen und verbiege sich, „denn dann fehlt dir Energie“, so die Glücksforscherin. Wenn dein Privatleben nicht funktioniert, funktioniert auch deine Arbeit nicht. Arbeit folgt Leben, weswegen ein gutes Privatleben an erster Stelle stünde. Der Schwede beispielsweise ginge lieber mal während der Arbeitszeit eine Stunde joggen, und arbeitete dann in nur 7 Stunden mehr als in 8 Stunden.

Du nimmst dich auf deine Arbeit mit als Gesamtkunstwerk: „Wir kommen mit allen, was wir haben, auch mit Schwächen.“ Schwächen zu zeigen, sei total wichtig. Keine Schwächen zu zeigen, sei praktisch asozial. Denn jeder Mensch habe Schwächen, und wenn man so ein bisschen Schwäche zeige, „dann verbinden wir uns“, so Maike van den Boom. „Also lassen wir die Menschen aus den Boxen!“

Ein weiterer Glücksfaktor: Skandinavier lebten ein Leben lang auf dem Stand eines 3jährigen. Denn Skandinavier hinterfragten immer alles: „Warum?“, „Warum ist das so?“, „Warum soll ich das machen?“. Sie hörten nie auf zu fragen. In dieser Kultur dürfe jeder Mensch mitdenken, alles in Frage stellen, „ja auch die Autorität von Vorgesetzten“. Und das sei gut so, denn niemand könne ja alles wissen.
Skandinavier passten auf, dass alles, was sie machten, Sinn habe. Sinn sei ein wichtiger Glücks- und Energiefaktor.

Ein weiterer Glücksaspekt in Schweden heiße „Tillit“, also Vertrauen. In Schweden kontrolliere man weniger, sondern vertraue mehr: „Wenn du denkst, die sind faul, dann brauchst du gedanklich die Peitsche.“ „Wenn du aber denkst, „die wollen ihr Bestes geben, dann vertraust du ihnen!“, so Maike van den Boom. Vertrauen schaffe Energie. Mit jeder Regel, die du einführst, entziehst du Menschen Vertrauen, also Energie.

Schweden hätten zudem keine Fehlerkultur wie  Deutsche. „Skandinavier machen keine Fehler, die kreieren Abweichungen“, so die Glücksforscherin ein wenig augenzwinkernd. Es sei niemals der Mensch, der in Schweden versage, sondern allenfalls das System, und mache jemand mal einen „Fehler“, würde beispielsweise in Unternehmen wie im Möbelhaus IKEA oder beim Fahrzeughersteller Scania überlegt: „Was haben wir unterlassen, dass er den Fehler machen konnte“, so Maike van den Boom.
In Schweden darf man aus „Fehlern“ lernen, und wenn man aus Fehlern lernen könne, könne man glücklicher werden.

Für Abweichungen sei die Revisionsabteilung zuständig

Der Vorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank Uwe Abel dankte der Glücksforscherin Maike van den Boom ganz herzlich dafür, die Essenz Ihrer Glückserkenntnisse nach ihrer zweijährigen Interview-Reise mit Personalverantwortlichen und Mitarbeitern aus 30 skandinavische Unternehmen in Norwegen, Schweden und Dänemark „hier heute Abend im MVB-Forum“ dargelegt zu haben. Abel schränkte jedoch ein: „Das mit den Abweichungen diskutieren Sie aber bitte mit unserer Revisionsabteilung“, dafür sei er nicht zuständig.

(v.l.n.r.): Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank, Glücksforscherin  und Bestsellerautorin Maike van den Boom, Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke und Utz Heinzelmann, der Kurator. © Foto: Diether v. Goddenthow
(v.l.n.r.): Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank, Glücksforscherin und Bestsellerautorin Maike van den Boom, Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke und Utz Heinzelmann, der Kurator. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Ästhetik in Alltagsmotiven
Nach den beflügelnden auditiven Glücksmomenten führte nun Kurator Utz Heinzelmann die Gäste in die visuellen, nicht minder wirksamen Glücksmomente der Ausnahmekünstlerin Katharina Reschke ein: In ihrer Ausstellung „Vorzeigeobjekt“ malt Katharina Reschke großformatige Acrylwerke in handwerklich wie künstlerisch perfekter fotorealistischer Weise. Es gibt nur wenige Künstler, die diese Technik so perfekt beherrschen, wie Reschke. Zu sehen sind in der Ausstellung zumeist Stillleben mit Designobjekten des vergangenen Jahrhunderts, ein wenig  an 100 Jahre Bauhaus erinnernd, wenngleich dieser Geburtstag  nicht Intension für Reschkes gezeigten Werke  war.

Katharina Reschke: "C. Dresser Schenkkanne"", 2019, 130 x 100 cm Acryl auf Leinwand.© Foto: Diether v. Goddenthow
Katharina Reschke: „C. Dresser Schenkkanne““, 2019, 130 x 100 cm Acryl auf Leinwand.© Foto: Diether v. Goddenthow

Reschke intensiviere die Faszination ausgesuchter Wunschobjekte und distanziere sich von funktionaler Gebundenheit, um somit der Sinneswahrnehmung Freiraum zu gewähren, so der Kurator. „Es ist der Blow-up Effekt des großen Formats, der realen Gegenständen wie Lampen, Leuchten, Schalen oder Teekannen den Weg ins Reich der Surrealität ebnet“, erläuterte Utz Heinzelmann die Faszination, die von Reschkes Werken ausgeht. „Sie beschäftigt sich mit Alltagsgegenständen, die sie mit verblüffender technischer Meisterschaft auf ihre Weise abstrahiert und im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht rückt“, so Heinzelmann weiter. Die Künstlerin selbst sagt über ihre Kunst, dass ihre Bilder keine Kopfgeburten sind: „Ich denke sie mir nicht aus, sondern ich werde sozusagen gepackt von einem optischen Ereignis, das mich reizt.“ Blumenvasen, Kerzenständer und Lampen im Tiffany-Stil als Mittelpunkt ihrer Stillleben bis hin zum legendären Mercesdes 300 SL Flügeltüren sind im MVB-Forum zu bewundern. Es lohnt sich, denn bei Katharina Reschke kommt Kunst von Können!

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Zur Ausstellung „Vorzeigeobjekt“
Die Ausstellung ist vom 10. April bis 17. Mai 2019 im MVB-Forum (Neubrunnenstraße 2, 55116 Mainz) geöffnet und kann kostenlos besucht werden. Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 13 Uhr

Ausstellungs-Impression. Noch bis zum 17. Mai 2019 im MVB-Forum Mainz zu besichtigen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungs-Impression. Noch bis zum 17. Mai 2019 im MVB-Forum Mainz zu besichtigen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Daten zur Vita

Maike van den Boom

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

1971 wurde die studierte Kunsttherapeutin in Heidelberg geboren. Nachdem sie viele Jahre in Mexiko berufstätig war und zurück nach Deutschland kehrte, fragte sie sich, wieso die Menschen in Deutschland so viel weniger glücklich sind. Um dieser Frage nachzugehen, reiste sie durch 13 Länder und verschriftlichte ihre Erkenntnisse und Erfahrungen in ihrem Bestseller „Wo geht’s
denn hier zum Glück?“.
2018 erschien ihr Werk „Acht Stunden Glück“ in welchem sie vom Glück der Skandinavier berichtet und was wir von diesen lernen können. Des Weiteren hält die Autorin Vorträge und Seminare und arbeitet immer wieder mit verschiedenen Medien, wie dem belgischen Rundfunkt, oder der Zeit zusammen.
Bücher, Buchungen und Kontakt über https://maikevandenboom.de/

Katharina Reschke

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

1989 geboren in Omsk, Russland
2010 Studium der Bildenden Kunst
mit Schwerpunkt Malerei
(B.F.A.) an der Alanus Hochschule
für Kunst und Gesellschaft
in Alfter, bei Bonn
2014 Studium der Kunstgeschichte
an der Goethe Universität,
Frankfurt am Main
2017 Abschluss als Meisterschülerin
an der Alanus Hochschule
Seit 2014 Arbeit als freischaffende
Künstlerin in Frankfurt/Main
und Wiesbaden

Kunstaustellungen und Projekte
artKARLSRUHE
2014/15/16/17/18
ART FAIR, Köln
2013/14/15
Main-Kinzig Kreis Förderpreis
2015
DeutschlandSTIPENDIUM
Alanus Hochschule 2012
Wandmalerei auf der AIDAstella
2012

Kontakt über Galerie Cerny + Partner  Wiesbaden

Kunstausstellung »Spiegelung der gefächerten Freude« in der Mainzer Volksbank eröffnet

Editha Pröbstle. Klappraden und Holzschnitte. © MVB
Editha Pröbstle. Klappraden und Holzschnitte. © MVB

Gestern Abend eröffnete Guido Behrendt, Regionaldirektor der Mainzer Volksbank, im feierlichen Rahmen die Kunstausstellung „Spiegelung der gefächerten Freude“ von Editha Pröbstle im MVB-Forum der Mainzer Volksbank (MVB. In der Ausstellung werden noch bis zum 29. März 2019 Gemälde, Vollplastiken und Collagen gezeigt.

Klappraden und KUULlus als „Markenzeichen“
Guido Behrendt lobte: „Die Skulpturen und Arbeiten sind sehr detailliert und facettenreich. Ihr Stil hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die Technik des Holzschnittes ist sehr besonders und spiegelt ihr Markenzeichen wieder“. Er fände es großartig, welchen Stellenwert Editha Pröbstle ihrem Kunststil durch die Schaffung eigener Termini gegeben hat – den Klappraden sowie den KUULlus. Durch ihr Markenzeichen habe sie sich einen Namen in der Kunstszene geschaffen und wurde für ihre besondere Leistung auch schon mehrfach geehrt und preisgekrönt“, so der Regionaldirektor der Mainzer Volksbank Behrendt weiter.

v.l.: Prof. Dr. Wolfgang Bunzel (Leiter der Brentano-Abteilung des Frankfurter Goethe-Hauses), Editha Pröbstle und MVB-Regionaldirektor Guido Behrendt.  © MVB
v.l.: Prof. Dr. Wolfgang Bunzel (Leiter der Brentano-Abteilung des Frankfurter Goethe-Hauses), Editha Pröbstle und MVB-Regionaldirektor Guido Behrendt. © MVB

Werke und Skulpturen des Holzschnittes
Den roten Faden der Ausstellung bilden Editha Pröbstles Holzschnitte, die sich in vielen ihrer Arbeiten wiederfinden wiederfindet und durch ihre farbenfrohe Oberflächengestaltung, die Formen-Vielfältigkeit und originelle Materialverwendung charakterisiert sind. Durch ihren hierdurch begründeten einzigartigen Stil hat sich die Künstlerin einen Namen in der Kunstszene gemacht.

Mehrdimensionalität des Holzschnittes
Prof. Dr. Wolfgang Bunzel, Leiter der Brentano-Abteilung des Frankfurter Goethe-Hauses, ging in seiner Einführung auf die Mehrdimensionalität ihres Kunststil ein: „Insbesondere die Klappraden sind markant für ihren Stil: Eine von Editha Pröbstle neu entwickelte Form, die den zweidimensionalen Holzschnitt in die dritte Dimension überführt“. „Die Holzschnitte seien gefächert angeordnet, um die Perspektive des Betrachters zu erweitern. Diese Zweidimensionalität fänden sich auch in ihren Bildmotiven. Als literarische Analogie sei der Titel „Goethe, eine unschickliche Beziehung“ für eine ihrer Klappraden zu verstehen. „In vielen Arbeiten von Editha Pröbstle lassen sich Bezüge auf literarische Texte und Figuren der Literaturgeschichte erkennen. Durch sie gewinnen die Skulpturen eine weitere Bedeutungsdimension, nimmt so doch das geschriebene bzw. gedruckte Wort bildkünstlerische Gestalt an“, betonte Prof. Dr. Wolfgang Bunzel.

KUULlus – Vollplastiken und Skulpturen

Editha Pröbstle Skulpturen © MVB
Editha Pröbstle Skulpturen © MVB

„Mit den KUULlus“, so Bunzel, „bezeichnet Pröbstle eine auch von ihr neu entwickelte Form: Es handelt sich um vollplastische Gebilde. Hier hat die Künstlerin den Holzschnitt jedoch technisch anders angewendet.“ Die Oberflächen dieser Skulpturen seien aus einer Vielzahl von Papierteilchen collagiert, die wiederum aus fragmentiertem grafischen Ausgangsmaterial wie Farbholzschnitten stammen. Die Vielschichtigkeit, betont durch die farbenfrohe Gestaltung, lassen die Gebilde lebendig wirken – insbesondere durch die animalischen Züge, die sich in den Skulpturen erkennen lassen.

Die Ausstellung „Spiegelung der gefächerten Freude“ ist kostenfrei und ohne Anmeldung im Forum der Mainzer Volksbank am Neubrunnenplatz (Neubrunnenstr. 2, 55116 Mainz) ab dem 15. Februar bis zum 29. März 2019 zu den regulären Öffnungszeiten der Bank zu sehen: Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr.

Zur Künstlerin:
Editha Pröbstle, 1948 in Scheer/Donau geboren, studierte an der Kunstakademie Stuttgart bei Prof. Baumann im Fach Bildhauerei sowie an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Josef Beuys (Plastik) und Rolf Sackenheim (Grafik). Sie war Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen.

Sie wurde bereits während ihrer Zeit an der Kunstakademie Düs­seldorf mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. mit dem Stipendium der Stadt Bad Münster, dem Kunstpreis von Lotto Rheinland-Pfalz und dem Grafikpreis der Künstlergilde Ulm.

Editha Pröbstle war mit ihrem Werk auf vielen Symposien, Biennalen und Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Sie lebt und arbeitet in Koblenz.

https://www.mvb.de/wir-fuer-sie/aktuelles/2019/editha-proebstle.html

Kunsthochschule zeigt analoge Fotografie

Laura de Luca vor zwei ihrer "dualistischen" Foto-Arbeiten (Silbergelantine Print). Im  gleißenden Gegenlicht scheinen sich die Grenzen  der bis ins tiefste Dunkel reichenden Blätter aufzulösen, ja sich zu zersetzen, zu transformieren. © Foto: Diether v. Goddenthow
Laura de Luca vor zwei ihrer „dualistischen“ Foto-Arbeiten (Silbergelantine Print). Im gleißenden Gegenlicht scheinen sich die Grenzen der bis ins tiefste Dunkel reichenden Blätter aufzulösen, ja sich zu zersetzen, zu transformieren. © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 10. Januar 2019 eröffnete die Mainzer Kunsthochschule zusammen mit der Mainzer Volksbank im MVB-Forum am Neubrunnenplatz die Fotoausstellung ENTROPIE. Fünfzehn Studentinnen und Studenten präsentieren jeweils mehrere Werke analoger Fotografie und zeigen, wie sich in Zeiten digitaler Fotografie die ursprüngliche Form per Silberprint entwickelt hat. Die Ausstellung ist kostenfrei ab dem 11. Januar bis zum 01. Februar besuchbar.

Analoge Fotografie ist nicht tot
In Zeiten digitaler Kameras und Festplatten voller Urlaubsfotos fällt es schwer zu glauben, dass es noch Fotografie im traditionellen Sinn gibt. Die Kunsthochschule zeigt eindrucksvoll in der Ausstellung ENTROPIE, dass gerade der Sachverhalt der digitalen Fotografie der analogen einen neuen Weg geebnet hat. „Analoge Fotografie wurde durch das Aufkommen digitaler Fototechnik – insbesondere im kommerziellen Bereich – mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt“, erklärt Carl Gros, Leiter der Analogen Photowerkstatt der Kunsthochschule Mainz.

„Die Entwicklung zeigt nun mehr und mehr, dass das Abbilden der Realität digital einfacher und kostengünstiger ist und die analoge Fotografie von dieser Verpflichtung entbindet. Damit hat sie die Chance, eine neue Disziplin in sich zu schaffen, sich neu zu erfinden und die handwerkliche und künstlerische Komponente in den Vordergrund zu stellen“, so Gros weiter. „Die Ausstellung gibt einen Einblick in die künstlerische Renaissance dieser Form der Fotografie.“

Handwerklicher Prozess ist spürbar
Auch MVB-Vorstandsvorsitzender Uwe Abel zeigte Begeisterung für die besondere Fotokunst: „Die Ausstellung ermöglicht einen völlig anderen Blick. Fotos sind in Zeiten von Internet und Social Media zum Massenprodukt geworden. Die Kunsthochschule zeigt, dass Fotografie weit mehr ist als teure Technik. Der handwerkliche Prozess ist beim Betrachten förmlich spürbar, ähnlich einem Gemälde.“ Als Genossenschaftsbank ist es der Mainzer Volksbank wichtig, regionale Kreativität zu fördern. Die Ausstellung ENTROPIE ist daher der Auftakt für das künstlerische Jahr 2019 im MVB-Forum.

Kunststandort Mainz
Die Besucher der Vernissage waren sich einig: Mainz hat als Kunststandort einiges zu bieten. „Eine Abteilung ‚Analogie Photografie‘ gehört in jede Kunsthochschule“, unterstrich Carl Gros an diesem Abend. Auch Dr. Martin Henatsch, Rektor der Kunsthochschule Mainz, ist stolz auf die Werke seiner Studenten und bedankt sich für die Unterstützung der Mainzer Volksbank: „Die Kunsthochschule Mainz ist ein wichtiger Player im kulturellen Leben der Stadt Mainz. Kunst muss gesehen werden und findet über die unterschiedlichsten Wege Zugang zu den Menschen. Wir freuen uns, mit Hilfe der Mainzer Volksbank im Herzen von Mainz einen weiteren Zugang zu Kunst aus der Kunsthochschule Mainz schaffen zu können.“

Die Ausstellung
Die Ausstellung ist vom 11. Januar bis 01. Februar 2019 im MVB-Forum, Neubrunnenstr. 2, 55116 Mainz geöffnet. Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr.

Mainzer Volksbank eG
Balthasar-Maler-Platz 1
55116 Mainz

06131-148 8509
martin.eich@mvb.de
https://www.mvb.de

Mainzer suchen das Motto für die Fastnachts-Kampagne 2019

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Gesucht wird das Motto für die Kampagne 2019 – Mainzer Volksbank unterstützt die Motto-Suche

Der Frühling strahlt von seiner schönsten Seite, das Thermometer steigt, ungeachtet dessen müssen sich die Fastnachter bereits auf die kommende Kampagne vorbereiten. Gesucht wird das neue Fastnachts-Motto 2019, das von der Mainzer Volksbank eG (MVB) präsentiert wird. Der Mainzer Carneval-Verein (MCV), die Mainzer Fastnachts eG und die MVB rufen daher alle aktiven und passiven Karnevalisten dazu auf, einen passenden Zweizeiler, aber auch gerne einen einzeiligen Slogan für die Kampagne 2019 einzusenden. Humorvoll und kurzweilig, echt meenzerisch eben, darf er sein. Um die Kreativen etwas herauszufordern, soll 2019 das Wort „Garde oder auch Gardist“ beim Fastnachtsmotto mit verwendet werden.

Einsendeschluss ist der 2. Mai 2018

Danach wird eine neutrale Jury den närrischen Leitspruch auswählen.

Mitmachen kann jeder. Ausgenommen sind die Vorstandsmitglieder des MCV, die Vorstandsmitglieder der Mainzer Fastnachts eG, die Vorstände der MVB, die Mitarbeiter der MCV-Geschäftsstelle und natürlich die Damen und Herren der Jury.

Der Gewinner erhält zwei Eintrittskarten für die Fastnachtssonntag-Sitzung des MCV, einschließlich einer Einladung zum Pausenempfang. Der zweitplatzierte Mottovorschlag wird mit zwei Eintrittskarten für die Premiere der Fastnachts-Posse im Staatstheater und der drittplatzierte Vorschlag mit zwei Sitzungskarten für eine Prunkfremdensitzung.

Einsendungen an:
Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V.
Emmeransstr. 29
55116 Mainz
Fax 06131/ 23 88 96
Email: mcv-haus@mainzer-carneval-verein.de

„Von Kugelsteinböcken und Hasenplaneten“ Auftaktausstellung für Liesel Metten im Mainzer MVB-Forum

Liesel Metten. Die Ausstellung ist der Beginn der fünfteiligen Retrospektive über die rheinhessische Künstlerin zum 80. Geburtstag.  Foto: Heike v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Liesel Metten. Die Ausstellung ist der Beginn der fünfteiligen Retrospektive über die rheinhessische Künstlerin zum 80. Geburtstag. Foto: Heike v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Heute wurde im MVB-Forum der Mainzer Volksbank die Ausstellung der Bilder von Liesel Metten eröffnet. Die Ausstellung ist der erste Teil einer fünfteiligen Retrospektive über die rheinhessische Künstlerin, die bis August in vier weiteren Stationen das umfangreiche Werk Mettens der Öffentlichkeit präsentiert.

Kugelrunde Drei- und Vierbeiner, Hasen mit Schneckenhaus, Aus Elefantenrüsseln wachsende Schlangen – und ein „Planet der Hasen“, verteilt auf vier Leinwände, gibt es zu sehen. Die Acrylbilder Liesel Mettens wollen einstimmen, sie sind eine Einladung, das Werk der eigenwilligen Künstlerin kennenzulernen.

Mainzer Volksbank würdigt Engagement der Künstlerin
„Wir sind heute sehr froh, diese Ausstellungsreihe beginnen zu dürfen, denn Liesel Metten steht wie nur wenige für eine Verbundenheit mit ihrer Heimat, der Region Rheinhessen,“ so Uwe Abel, der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank in seiner Eröffnungsrede. „Mit ihrer Kunst ist sie ganz nah an den Menschen, hat sich als Gründerin der Kulturschmiede Nieder-Olm und auch an der nach ihr benannten Förderschule in Nieder-Olm ehrenamtlich betätigt. Das entspricht in seinem Ansatz und Wirken der genossenschaftlichen Idee, der wir uns verpflichtet haben,“ erklärt Abel und schließt: „Ihre Bronzeplastiken sind vielerorts im Straßenbild sichtbar. Wir freuen uns, wenn die Ausstellung die weniger sichtbaren Bereiche ihres Wirkens vielen Menschen näherbringt.“

Impression von der Vernissage am 25.1.2018 im MVB-Forum. Foto: Heike v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Impression von der Vernissage am 25.1.2018 im MVB-Forum. Foto: Heike v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Zur Künstlerin
Liesel Metten, Jahrgang 1938 (sie feiert im Januar ihren 80. Geburtstag) ist in Recklinghausen geboren. 1957 studiert sie Bildhauerei an der Akademie
der bildenden Künste in München. 1961 heiratet sie den Bildhauer Johannes Metten und zieht nach Nieder-Olm, wo die beiden gemeinsam fünf Kinder großziehen und bis heute wohnen und arbeiten.

Vielfältiges Werk ausgestellt
Liesel Metten zeichnet sich durch ein großes Werk in verschiedenen Materialien aus. Die Ausstellungsreihe widmet sich ihren Bronzeskulpturen, Schmetterlingsdarstellungen, Malbriefen, Korkbildern und Malerei. Im MVB-Forum werden Acrylbilder von ihr ausgestellt, die nicht etwa Entwürfe für die Bronzefiguren sind, sondern zeitlich später in ihrem Leben entstanden, die sich aber genauso mit Fabelwesen, mit phantastisch verformten Tieren beschäftigen.

Vielfach ausgezeichnet
Für ihr Werk wird Metten vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt sie 1970 die Goldmedaille für Plastik in Nizza, 1973 als siebte Preisträgerin und gleichzeitig erste Künstlerin in der damals noch unfertigen Rathausgalerie den Preis zur Förderung Mainzer Bildender Künstlerinnen und Künstler. 1975 folgte der Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz, 1998 war sie Stipendiatin des Landes Rheinland-Pfalz an der Cite Internationale des Arts in Paris ebenso wie 2012 an der August-Müller-Stiftung. 2002 erhielt sie den Kulturpreis der Stiftung Kultur im Landkreis. 2016 erhält das Künstlerpaar Johannes und Liesel Metten den Kunstpreis der „Ike und Berthold-Roland-Stiftung“ sowie den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.

Foto: Heike v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Heike v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die Ausstellung
Die Ausstellung ist vom 26. Januar bis 09. März 2018 im MVB-Forum geöffnet. Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr. Zur gesamten Retrospektive hat die Mainzer Volksbank einen umfangreich bebilderten Katalog finanziert, der gegen eine Schutzgebühr sowohl im MVB-Forum als auch im Kunstverein Eisenturm erworben werden kann. Die Erlöse kommen der Liesel Metten-Schule in Nieder-Olm zugute.

Die Welt der Liesel Metten“ ist ab Freitag, 02. Februar bis 24. März 2018 in der Rathausgalerie im Mainzer Rathaus zu sehen

Als zweite Ausstellung der mehrteiligen Retrospektive „Die Welt der Liesel Metten“ ist ab Freitag, 02. Februar bis 24. März 2018 in der Rathausgalerie des Mainzer Rathauses das bildhauerische Werk der rheinhessischen Künstlerin Liesel Metten zu sehen.

Als Kooperationsprojekt der Kunstvereine in Ingelheim und Essenheim, dem Mainzer Kunstverein Eisenturm sowie der Mainzer Volksbank und der Landeshauptstadt Mainz präsentiert die Jubiläumsschau an fünf Orten in Mainz und Rheinhessen unterschiedliche Aspekte des Werkes von Liesel Metten.

Die Ausstellung in der Rathausgalerie zeigt die großen und mittelgroßen plastischen Arbeiten aus Gips und Bronze – Tier- und Phantasiewesen, die symbolisch für die Formensprache der Künstlerin sind. Zusätzlich gibt die Ausstellung einen Einblick in die Nebenwege ihrer künstlerischen Laufbahn.

Kulturdezernentin Marianne Grosse eröffnet die Ausstellung am Donnerstag, 01. Februar 2018 um 18.30 Uhr gemeinsam mit
Dr. Birgit Pfeiffer, der Präsidentin des Zonta Club of Mainz.

In die Ausstellung und das Werk Liesel Mettens führt die Kunsthistorikerin Patrizia Bahr ein.
Die Künstlerin Liesel Metten ist zur Eröffnung anwesend.

Öffnungszeiten Mainzer Rathaus:
Montag – Freitag: 08.00 bis 18.00 Uhr,
Samstag: 09.00 bis 14.00 Uhr,
Sonn- und Feiertage: geschlossen.

Weitere Liesel-Metten-Ausstellungen

Einem sehr speziellen Aspekt im Werk von Liesel Metten widmet sich dann der Essenheimer Kunstverein von 03. Februar bis 18. Februar 2018 und zeigt Liesel Mettens Schmetterlings-Arbeiten, die eine Schlüsselrolle im Werk der Künstlerin einnehmen. Prof. Dr. Markus Schächter, ehemaliger ZDF-Intendant, eröffnet die Ausstellung am Freitag, 02. Februar 2018 um 20.00 Uhr.

Seit Jahrzehnten verziert Liesel Metten ihre Briefe und Postsendungen mit phantasievollen Tier- und Fabelwesen, die aus Briefmarkenmotiven herauswachsen und pflegt damit die Tradition des Malbriefes. Ihre bunten Malbriefe sind vom 24. Februar bis 25. März 2018 im Kunstverein Eisenturm zu sehen, der zur Ausstellungseröffnung am 23. Februar 2018 um 19.00 Uhr einlädt.

Den Abschluss der Retrospektive bildet die Ausstellung im Ingelheimer Kunstverein, die eine noch junge Werkreihe von Liesel Metten ausstellt: großformatige Korkbilder, für die die Künstlerin das Material mit der Scherenschnitt-Technik bearbeitet. Diese Ausstellung wird am 05. August 2018 um 11.30 Uhr eröffnet und läuft bis zum 25. August 2018.

Ausstellungskatalog
Begleitend zur Ausstellung erscheint der Katalog „Die Welt der Liesel Metten“ mit Texten von Jens Frederiksen, der durch die Unterstützung der Mainzer Volksbank realisiert werden konnte. Der Katalog ist unter anderem in der Rathausgalerie verfügbar.
Zur Künstlerin:
Liesel Metten (geboren am 25. Januar 1938 in Recklingshausen) zählt ohne Zweifel zu den bekanntesten und wichtigsten Künstlern in Mainz und Rheinhessen und hat mit ihren Arbeiten und ihrem kunstpädagogischen Engagement das Bewusstsein für die Bildende Kunst und deren Möglichkeiten in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt. Dabei ist ihr Schaffen geprägt von einer enormen Vielfalt: Bronze-Plastiken aller Größen und Formen reihen sich an Entwürfe für Kunst am Bau, Gemälde und Arbeiten in Styropor stehen im Dialog mit liebevoll gestalteten Briefumschlägen. Allen Arbeiten ist dabei eines gemeinsam: Sie zeigen die für Liesel Mettens künstlerisches Universum typischen Phantasiewesen.

Öffnungszeiten Mainzer Rathaus:
Montag – Freitag: 08.00 bis 18.00 Uhr,
Samstag: 09.00 bis 14.00 Uhr,
Sonn- und Feiertage: geschlossen.

Verleihung des 27. Mainzer Kunstpreises- Eisenturm 2017 und Ausstellungseröffnung „Die Gedanken sind frei“ im MVB-Forum Mainz

v.li.n.r.:Dietmar Gross, Vorsitzender des Kunstvereins Eisenturm e.V., Ingrid Sonntag Ramirez Ponce, 2. Preis für „Eva die Erkenntnis“ ,  Thomas Bühler 1. Preis für „Trojanische Freiheit“ . Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank. Foto: Diether v. Goddenthow
v.li.n.r.:Dietmar Gross, Vorsitzender des Kunstvereins Eisenturm e.V., Ingrid Sonntag Ramirez Ponce, 2. Preis für „Eva die Erkenntnis“ , Thomas Bühler 1. Preis für „Trojanische Freiheit“ . Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank. Foto: Diether v. Goddenthow

„Die Gedanken sind frei“ so lautete das diesjährige Thema  zum 27. Mainzer Kunstpreis, der  am 2. November 2017 im MVB-Forum der Mainzer Volksbank in Mainz feierlich verliehen wurde:  Der erste Preis ging an Thomas Bühler für sein Werk „Trojanische Freiheit“, den zweiten Preis erhielt INK Sonntag-Ramirez Ponce für ihr Werk „Eva – die Erkenntnis“, und der Preis wurde Thorsten Böhm für sein Bild „Imprisoned Minds“ zuerkannt.

Der mit insgesamt 10 000 Euro dotierte Mainzer Kunstpreis wird von der Mainzer Volksbank gesponsert und vom Kunstverein Eisenturm Mainz e.V. in Gedenken an Hans-Jürgen Imiela ausgerichtet. Das vorgegebene Thema lautete in diesem Jahr „Die Gedanken sind frei“, wobei es hintergründig um die Fragen ging, ob die Gedanken momentan wirklich frei sind, ob unsere Gesellschaft, unsere Kultur, unsere Demokratie stark genug ist, die Freiheit des Denkens (die Meinungsfreiheit) zu gewährleisten. Kann die Kunst entsprechende Denkanstöße bieten, etwa gerade durch die Pluralität ihrer Ausdrucksformen? Die Arbeiten sollten als Zeichnung ausgeführt werden und eine maximale Größe, einschließlich Rahmen, von 150 x 150 cm nicht überschreiten.

In seinen Begrüßungsworten hob der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank, Uwe Abel, die Bedeutung der Kunst als gesellschaftliches Korrektiv hervor und betonte: „Wir freuen uns auf diese Ausstellung und danken dem Kunstverein Eisenturm für diese, wie auch die vielen bisherigen großartigen Ausstellungen in unseren Räumen.“

Der bekannte freie Maler Dietmar Gross, Vorsitzender des Kunstvereins Eisenturm, dankte in seinem Grußwort der Stifterin des Mainzer Kunstpreises, der Mainzer Volksbank, dafür, dass diese die Preisvergabe seit über 27 Jahre ermögliche, wodurch der Mainzer Kunstpreis – auch über Mainzer Grenzen hinweg – inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht habe.
Auch in diesem Jahr zeugten über 350 Bewerbungen aus ganz Deutschland vom bundesweit hohen Renommee, so Dietmar Gross.
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Bevor die Sieger gekürt wurden, nannte der Kunstvereinsvorsitzende alle in diesem Jahr in die engere Auswahl gelangten und im MVB-Forum mit ihren Werken vertretenen Künstlerinnen und Künstler und bat diese nach vorne.

Anschließend übergaben Dietmar Gross und Uwe Abel gemeinsam die drei Preise: Thomas Bühler erhielt 5.000 Euro, Ink Sonntag-Ramirez Ponce 3.000 Euro und Thorsten Böhm – nicht anwesend – 2.000 Euro.

Super Laudatio von Kulturwissenschaftlerin Dr. Nicole Nieraad-Schalke. Foto: Diether v. Goddenthow
Super Laudatio von Kulturwissenschaftlerin Dr. Nicole Nieraad-Schalke. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Nicole Nieraad-Schalke lud bei ihrer anschließenden Laudatio das anwesende Publikum zunächst zu einem fulminanten gedanklichen Rundgang durch die Ausstellung ein, bevor sie äußerst gekonnt die preiswürdigen inhaltlichen und technischen Aspekte der Siegerwerke auf den Punkt brachte.

 

 

 

Dritter Platz für „Imprisoned Minds“

„Imprisoned Minds“  von Thorsten Böhm
„Imprisoned Minds“ von Thorsten Böhm

Beim großformatigen Mischtechnik-Werk „Imprisoned Minds“ für den dritten Preis des Hamburger Künstlers Thorsten Böhm sorgten Fineliner und Schraffur mit dem feinen Airbrush-Farbstaub für „bestechend realistische Effekte“, die aber durch den Kollage-Eindruck bewusst wieder durchbrochen würden, wodurch „ein zeitgemäßes Frauenporträt voller Intensität, voller Kraft und auch voller Widersprüchlichkeit“ entstünde, so Dr. Nicole Nieraad-Schalke. Ein harter spitzer Stacheldrahtkranz, Symbol der Unterdrückung und Unfreiheit, drücke sich schmerzhaft auf den Kopf der Porträtierten und werfe für uns Betrachter zahlreiche Fragen auf, etwa, wo Stacheldraht die wahre Selbstbestimmung behindere, wo brutale Eingrenzung das Ausleben von Kreativität und Persönlichkeit ersticke und durch was Mut, Freiheit und Frieden in mir persönlich gedämmt würden. Dabei läge die Parallele zur Dornenkrone Jesu, biblisches Symbol für Sünde und Trennung von Gott, aber auch für die Entscheidung für einen freien Willen, auf der Hand, erläuterte die Laudatorin.

Zweiter Platz für „Eva die Erkenntnis“

„Eva die Erkenntnis“ Ingrid Sonntag Ramirez Ponce
„Eva die Erkenntnis“ Ingrid Sonntag Ramirez Ponce

In der Arbeit „Eva die Erkenntnis“ von Ingrid Sonntag Ramirez Ponce, der hessisch-sprechenden Trägerin des Zweiten Mainzer Kunstpreises, sei meisterhaft gelungen, „jedes skeptische Runzeln, jede begrenzende Hautpartie, ja den Schattenwurf eines Haares fotorealistisch einzufangen“, so Dr. Nicole Nieraad-Schalke. Unsere Blicke verfingen sich im erstaunlichen Detailreichtum der porträtierten Eva. Die Schönheit ihrer Zeichnung nähme uns Betrachter gefangen und raube den Atem. „Gleichzeitig lädt die Arbeit ein, universale Symboliken zu entschlüsseln und tieferliegende Wahrheiten zu erkennen“, so die Laudatorin. Verführerische Sinnlichkeit wäre in der Zeichnung allgegenwärtig, wobei jedoch offen bliebe, „ wer oder was verführt: Der verlockend baumelnde Apfel? Eva mit nackter Schulter, funkelndem Ohrring und korrekten Haar? Oder der mysteriöse Schattenwerfer, der Evas Aufmerksamkeit derart fesselt?“, konstatiert die Laudatorin.
Auf einer tieferen Ebene werde in dieser bildlich dargestellten Bibelstelle deutlich, dass Menschen keine programmierbaren unschuldigen Roboter seien, sondern eben einen freien Willen besäßen und sich zwischen Gut und Böse entscheiden könnten, wobei sich in Evas Blick Skepsis spiegelten, „aber auch reifende Erkenntnis darüber, dass schon diese Wahlmöglichkeit den Weg zu einem eigenverantwortlichem Leben freimacht und so zu tatsächlicher Freiheit führt“, so Dr. Nicole Nieraad-Schalke. Für diese Erkenntnis müsse die Dame noch nicht einmal in den Apfel hineinbeißen.

Erster Platz „Trojanische Freiheit“

„Trojanische Freiheit“  Thomas Bühler
„Trojanische Freiheit“ Thomas Bühler

Über den Apfel, „der“ schon in der griechischen Mythologie der schönsten der drei Göttinnen Hera, Athene oder Aphrodite überreicht werden sollte und woraus infolge des Streites darüber der trojanische Krieg entbrannte, gelang Dr. Nicole Nieraad-Schalke eine originelle Überleitung zum Sieger-Werk „Trojanische Freiheit“ von Thomas Bühler.
Mit virtuosem Bleistiftstrich und gesellschaftskritischer Symbolik habe der Berliner die trojanische Freiheit auf Karton gebannt in einem Stil, „der dem fantastischen Realismus zugeordnet werden könnte“, so die Laudatorin. Zunächst entdeckten wir Betrachter „eine Art dirigierte Zirkusparade, die an der geöffneten Berliner Mauer und einem DDR-Wachturm vorbeifährt“. Diese Parade ähnelte jedoch sehr stark einer Kriegsparade in deren Mittelpunkt ein eintechnisiertes Trojanisches Pferd dominiere, „getarnt hinter vermeintlich harmlosen Elementen westlicher Kultur: Micky Mouse, Donald Duck oder Pinocchio. Ein „gar tierartiges Ungeheuer in Polizeiuniform“ hielte „das Konfliktpotential in Schach, während daneben ein in Ketten gelegter Berliner Bär für Freiheit demonstriert“, so die Laudatorin. Der lohnende mikroskopische Blick auf’s Werk gäbe uns Rätsel auf, „vor allem die Frage, auf welcher Seite der Mauer – räumlich und symbolisch – wir uns hier eigentlich befinden“, so Dr. Nicole Nieraad-Schalke.

Dem Berliner Thomas Bühler gelänge es, „mit seiner hervorragenden Technik und die ausdrucksstarken Symbole trefflich in uns Betrachtern die Freude am Entschlüsseln zu wecken, und uns damit in eine tiefe, inhaltliche Diskussion über vermeintliche und echte Freiheit zu führen“, so die Laudatorin. Wie aktuell die von Thomas Bühler gewählte Thematik sei, „offenbarte die allgegenwärtige Überwachung während des Einheitsfestes hier in Mainz vor vier Wochen. Aus all diesen Gründen gratulieren wir Thomas Bühler ganz herzlich zu seinem überaus verdienten ersten Platz.“, so Dr. Nicole Nieraad-Schalke.

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Die Ausstellung „Die Gedanken sind frei“ im MVB-Forum der Mainzer Volksbank, Neubrunnenstr. 2 in Mainz, ist noch bis Freitag, 12.01.2018, montags bis freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr, zu sehen.

Gesucht wird: das Fastnachts-Motto für die Kampagne 2018 – Mainzer Volksbank fördert die Motto-Suche

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Nach der Kampagne ist bekanntlich vor der Kampagne – und während die Osterferien immer näher rücken, bereiten sich viele Fastnachter bereits auf die kommende Kampagne vor. Daher ruft der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) alljährlich frühzeitig zur Wahl des kommenden Fastnachtsmottos auf, da viele Terminkalender schon im Sommer gedruckt werden und zahlreiche Veranstaltungen, aber auch Redner das Motto berücksichtigen wollen.

Gesucht wird nun das neue Fastnachts-Motto 2018, das von der Mainzer Volksbank als offizieller Förderer präsentiert wird. Der MCV – unterstützt von der Mainzer Fastnacht eG – ermuntert daher alle aktiven und passiven Karnevalisten, einen passenden Zweizeiler, aber auch gerne einen einzeiligen Slogan für die Kampagne 2018 einzusenden. Pro Einsendung können allerdings nur jeweils drei Vorschläge eingereicht und berücksichtigt werden. Humorvoll und kurzweilig darf das neue Motto sein, echt meenzerisch eben. Um die Kreativen etwas herauszufordern, soll 2018 das Wort „Mond“ beim Fastnachtsmotto mit verwendet werden.

Einsendeschluss ist der 28. April 2017

Danach wird eine neutrale Jury den närrischen Leitspruch auswählen. Mitmachen kann jeder. Ausgenommen sind die Vorstandsmitglieder des MCV, die Vorstände der Mainzer Volksbank, die Mitarbeiter der MCV-Geschäftsstelle und natürlich die Damen und Herren der Jury.

Der Gewinner erhält zwei Eintrittskarten für die Fastnachtssonntag-Sitzung des MCV, einschließlich einer Einladung zum Pausenempfang. Der zweitplatzierte Mottovorschlag wird mit zwei Eintrittskarten für die Premiere der Fastnachts-Posse im Staatstheater belohnt und der drittplatzierte Vorschlag mit zwei Sitzungskarten für eine Prunkfremdensitzung.

Einsendungen an:
Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V.
Emmeransstr. 29
55116 Mainz
Fax 06131/ 23 88 96
Email: mcv-haus@mainzer-carneval-verein.de