Kunsthochschule zeigt analoge Fotografie

Laura de Luca vor zwei ihrer "dualistischen" Foto-Arbeiten (Silbergelantine Print). Im  gleißenden Gegenlicht scheinen sich die Grenzen  der bis ins tiefste Dunkel reichenden Blätter aufzulösen, ja sich zu zersetzen, zu transformieren. © Foto: Diether v. Goddenthow
Laura de Luca vor zwei ihrer „dualistischen“ Foto-Arbeiten (Silbergelantine Print). Im gleißenden Gegenlicht scheinen sich die Grenzen der bis ins tiefste Dunkel reichenden Blätter aufzulösen, ja sich zu zersetzen, zu transformieren. © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 10. Januar 2019 eröffnete die Mainzer Kunsthochschule zusammen mit der Mainzer Volksbank im MVB-Forum am Neubrunnenplatz die Fotoausstellung ENTROPIE. Fünfzehn Studentinnen und Studenten präsentieren jeweils mehrere Werke analoger Fotografie und zeigen, wie sich in Zeiten digitaler Fotografie die ursprüngliche Form per Silberprint entwickelt hat. Die Ausstellung ist kostenfrei ab dem 11. Januar bis zum 01. Februar besuchbar.

Analoge Fotografie ist nicht tot
In Zeiten digitaler Kameras und Festplatten voller Urlaubsfotos fällt es schwer zu glauben, dass es noch Fotografie im traditionellen Sinn gibt. Die Kunsthochschule zeigt eindrucksvoll in der Ausstellung ENTROPIE, dass gerade der Sachverhalt der digitalen Fotografie der analogen einen neuen Weg geebnet hat. „Analoge Fotografie wurde durch das Aufkommen digitaler Fototechnik – insbesondere im kommerziellen Bereich – mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt“, erklärt Carl Gros, Leiter der Analogen Photowerkstatt der Kunsthochschule Mainz.

„Die Entwicklung zeigt nun mehr und mehr, dass das Abbilden der Realität digital einfacher und kostengünstiger ist und die analoge Fotografie von dieser Verpflichtung entbindet. Damit hat sie die Chance, eine neue Disziplin in sich zu schaffen, sich neu zu erfinden und die handwerkliche und künstlerische Komponente in den Vordergrund zu stellen“, so Gros weiter. „Die Ausstellung gibt einen Einblick in die künstlerische Renaissance dieser Form der Fotografie.“

Handwerklicher Prozess ist spürbar
Auch MVB-Vorstandsvorsitzender Uwe Abel zeigte Begeisterung für die besondere Fotokunst: „Die Ausstellung ermöglicht einen völlig anderen Blick. Fotos sind in Zeiten von Internet und Social Media zum Massenprodukt geworden. Die Kunsthochschule zeigt, dass Fotografie weit mehr ist als teure Technik. Der handwerkliche Prozess ist beim Betrachten förmlich spürbar, ähnlich einem Gemälde.“ Als Genossenschaftsbank ist es der Mainzer Volksbank wichtig, regionale Kreativität zu fördern. Die Ausstellung ENTROPIE ist daher der Auftakt für das künstlerische Jahr 2019 im MVB-Forum.

Kunststandort Mainz
Die Besucher der Vernissage waren sich einig: Mainz hat als Kunststandort einiges zu bieten. „Eine Abteilung ‚Analogie Photografie‘ gehört in jede Kunsthochschule“, unterstrich Carl Gros an diesem Abend. Auch Dr. Martin Henatsch, Rektor der Kunsthochschule Mainz, ist stolz auf die Werke seiner Studenten und bedankt sich für die Unterstützung der Mainzer Volksbank: „Die Kunsthochschule Mainz ist ein wichtiger Player im kulturellen Leben der Stadt Mainz. Kunst muss gesehen werden und findet über die unterschiedlichsten Wege Zugang zu den Menschen. Wir freuen uns, mit Hilfe der Mainzer Volksbank im Herzen von Mainz einen weiteren Zugang zu Kunst aus der Kunsthochschule Mainz schaffen zu können.“

Die Ausstellung
Die Ausstellung ist vom 11. Januar bis 01. Februar 2019 im MVB-Forum, Neubrunnenstr. 2, 55116 Mainz geöffnet. Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr.

Mainzer Volksbank eG
Balthasar-Maler-Platz 1
55116 Mainz

06131-148 8509
martin.eich@mvb.de
https://www.mvb.de