Kategorie-Archiv: Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Rosetta – Europa erforscht den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko

Ausstellungs-Impression "Rosetta", 12.05. bis 8.10.2017 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Im Großen Saal zeigt die Ausstellung auf 480 qm Modelle der beiden Sonden, des Kometen sowie der Trägerrakete Ariane 5G+. Eine multimediale Deckenprojektion visualisiert die Reise eindrucksvoll. Zudem werden spektakuläre Meteoritenfunde präsentiert, die Einblick in die Zusammensetzung unseres Sonnensystems geben. Foto:. Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Ausstellungs-Impression „Rosetta“, 12.05. bis 8.10.2017 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Im Großen Saal zeigt die Ausstellung auf 480 qm Modelle der beiden Sonden, des Kometen sowie der Trägerrakete Ariane 5G+. Eine multimediale Deckenprojektion visualisiert die Reise eindrucksvoll. Zudem werden spektakuläre Meteoritenfunde präsentiert, die Einblick in die Zusammensetzung unseres Sonnensystems geben. Foto:. Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Im Rahmen seiner Luft- und Raumfahrt-Ausstellung »ROSETTA – Europas Kometenjäger« lädt das Landesmuseum am Mittwoch, den 31. Mai 2017, 18.30 Uhr, zum spannenden Vortrag »Rosetta – Europa erforscht den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko« von Rainer Kresken ein. Der Referent ist Flugdynamik-Experte, ESA/ESOC und Vorsitzender der Starkenburg-Sternwarte in Heppenheim.

Zur Erinnerung: Im Jahre 2014 erreichte die ESA-Mission »Rosetta« nach einem zehnjährigen Raumflug den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko und setzte einen waschmaschinengroßen Lander auf dem Himmelskörper ab.

Rainer_Kresken Flugdynamik_Experte der ESA Foto: Landesmuseum Darmstadt /ESA
Rainer_Kresken Flugdynamik_Experte der ESA Foto: Landesmuseum Darmstadt /ESA

Vor dem Hintergrund der aktuellen Sonderausstellung berichtet der Raumfahrtingenieur Rainer Kresken von der langen Reise Rosettas und erklärt, was die Forscher über den Kometen gelernt haben.

Der Vortrag ist kostenfrei, beziehungsweise im Eintritt zur Sonderausstellungseintritt enthalten. Teilnahmekarten sind am Veranstaltungstag an der Museumskasse erhältlich. Vorreservierung sind nicht nötig.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

Die Abenteuer der ESA-Raumsonde „Rosetta“ im Landesmuseum Darmstadt – als Ausstellung und mit Multimedia-Supershow ab 12. Mai 2017

1 : 1 Modell der Sonde Rosetta mit ausgeklappten Sonnenflügeln im Großen Saal des Landesmuseum Darmstadt. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
1 : 1 Modell der Sonde Rosetta mit ausgeklappten Sonnenflügeln während einer Pressebesichtigung im Großen Saal des Landesmuseum Darmstadt. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Europa konnte  in den vergangenen 40 Jahren bei der Erforschung von Weltraum und Sonnensystemen Pionierleistungen verzeichnen. Ob es die erste Begegnung mit dem Kometen Halley im Jahr 1986, die erste Entsendung einer Raumsonde auf den Saturnmond Titan im Jahr 2005 oder die erste Landung der Landesonde Philäe der Sonde Rosetta auf den Kometen namens 67P/ Tschurjumow-Gerassimenko –  die ESA und ihre internationale Partner mit Sitz in Darmstadt blicken auf eine einzigartige europäische Erfolgsserie bei der wissenschaftlichen und robotischen Exploration des Weltraums zurück, jetzt zu sehen im Hessischen Landesmuseum Darmstadt.

Ausstellungsansicht "Rosetta Europas Kometenjäger", hier im Vordergrund in Original das Modell der Landesonde "Philäe", dahinter  Modell 1 : 4 der Ariane 5 Trägerrakete und die weiteren Meteroiten-Ausstellungsbereiche.Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Ausstellungsansicht „Rosetta Europas Kometenjäger“, hier im Vordergrund in Original das Modell der Landesonde „Philäe“, dahinter Modell 1 : 4 der Ariane 5 Trägerrakete und die weiteren Meteroiten-Ausstellungsbereiche.Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Zum ersten Mal gehen das Hessische Landesmuseum Darmstadt und die ESA das Wagnis ein, „Luft- und Raumfahrt-Hightech“ in einer Publikums-Sonderausstellung zu zeigen. In der einzigartigen Sonderausstellung „ROSETTA –Europas Kometenjäger“ vom 12. Mai bis 8. Oktober 2012 geben die Kuratoren, Dr. Gabriele Gruber, Dr. Oliver Sandrock und Dr. Patrick Zell erstmals einen spannenden Abriss der ESA-Erfolgsgeschichte am Beispiel des weltweit von Milliarden von Menschen mitverfolgten  Abenteuers der Raumfahrtmission Rosetta. Auf 480 qm zeigt das Landesmuseum Darmstadt im großen Saal  Modelle von Rosetta, der Landesonde Philäe, ihrer Trägerrakete,  des Kometen und Original-Meteoriten-Splitter, historische Geräte und vieles mehr..

Das ist nicht Rosetta, sondern sein Arbeiter, die  Landesonde Philäe, ein Modell in Originalgröße. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Das ist nicht Rosetta, sondern sein Arbeiter, die Landesonde Philäe, ein Modell in Originalgröße. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die Geschichte der Mission Rosetta ist einzigartig! Im März 2004 beförderte die Trägerrakete Ariane 5 die Sonde Rosetta ins All, um die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems zu erforschen. Die Sonde Rosetta passierte nach mehreren Schwungmanövern an Erde und Marz die Asteroiden Steins und Lutetia. Nach sieben Jahren Flug wurde sie im Jahr 2011 in einen 957 Tage dauernden Schlaft versetzt um Energie zu sparen. Nach erfolgreichem Aufwachen erreichte Rosetta im August 2014 ihr Ziel, den Kometen 67P/ Tschurjumow-Gerassimenko.

Modell des Kometen  67P/ Tschurjumow-Gerassimenko auf Findlings-Größe verkleinert. Besucher finden hier im entsprechenden Größenverhältnis die Landessonde Philäe drauf. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Modell des Kometen 67P/ Tschurjumow-Gerassimenko auf Findlings-Größe verkleinert. Besucher finden hier im entsprechenden Größenverhältnis die Landessonde Philäe drauf. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Der Komet ist ein Objekt aus dem Kupfergürtel, einer ringförmigen Region in unserem Sonnensystem außerhalb des Neptunsorbits. Er wurde im September 1969 entdeckt und bewegt sich auf einer elliptischen Bahn zwischen Jupiter und Erde in 65, Jahren m die Sonne. Der Komet entstand vor zirka 4,5 Milliarden Jahren aus der Kollision zweier Himmelskörper. Er besteht aus Eis, Staub sowie lockerem Gestein und ist etwa 4 x 3,5 x 3,5 km groß und könnte locker Darmstadts Innenstadt unter sich begraben.

Die Harpunen bohrten sich in den Kometen 67/P, um Philäe zu fixieren. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Die Harpunen bohrten sich in den Kometen 67/P, um Philäe zu fixieren. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Aber nicht Rosetta selbst, sondern sein Kometenlanders, die Sonde Philae, landete im November 2014 nach siebenstündigen Abstieg und zweimaligem Abprallen kontrolliert auf dem Kometen, und zwar, das muss man sich einmal vorstellen: nur 38 cm von der berechneten Landestelle entfernt, und das angesichts einer Entfernung von rund 800 Millionen Kilometern Entfernung.

Rolis ist eine miniaturisierte Kamera, die beim Abstieg von Philae Aufnahmen der Landestelle mit ansteigender Auflösung und nach der Landung Aufnahmen der Kometenoberfläche direkt unter dem Landemodul machte. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Rolis ist eine miniaturisierte Kamera, die beim Abstieg von Philae Aufnahmen der Landestelle mit ansteigender Auflösung und nach der Landung Aufnahmen der Kometenoberfläche direkt unter dem Landemodul machte. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die Sonde Philae führte auf „67/P“ über 60 Stunden Messungen auf dessen zerklüfteter Oberfläche durch und ging schließlich in einen Schlafmodus über. Sieben Monate wachte Philae wieder auf, da wieder genügend Sonnenlicht zur Landung der Batterien zur Verfügung stand, aber schon im Juli 2015 sendete er sein allerletztes Signal. Kurz vor Ende der Mission entdeckte eine Kamera den kleinen Philae an einem dunklen Felsvorsprung. Rosetta folgte dem Kometen noch fast zwei Jahre auf seiner Bahn, um die Sonne, bis der Orbiter im September 2016 nach einer Gesamtflugstrecke von 7 Milliarden Kilometern kontrolliert auf den Kometen zum Absturz gebracht wurde.

Ausstellungsansicht "Rosetta Europas Kometenjäger" vom 12.05. bis 08.10.2017 im Landesmuseum Darmstadt. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Ausstellungsansicht „Rosetta Europas Kometenjäger“ vom 12.05. bis 08.10.2017 im Landesmuseum Darmstadt. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ziel der Ausstellung „ROSETTA-Europas Kometenjäger“ ist, die ersten Raumsonden zu präsentieren, die auf einen Kometen landeten und damit in ansprechender und verständlicher Form eine Vorstellung von der Komplexität der Weltraummission Rosetta und der wissenschaftlichen und robotischen Erforschung von Weltraum und Sonnensystem zu vermitteln. Die Ausstellung zeigt Modelle der Raumsonde Rosetta und der Landesonde Philae in Originalgröße sowie der Trägerrakete und die Nachbildung des  auf  Findlingsgröße „geschrumpften“ Kometen „67P/ Tschurjumow-Gerassimenko“.

Supermultimedia-Show. Deckenprojektionen von Rosettas Weltraumabenteuern mit all Stationen. Besucher können sich auf bequemen Sitz-Liege-Säcken niederlassen und bequem zum Weltall gewordenen Deckengewölbe schauen und den Ereignissen folgen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Supermultimedia-Show. Deckenprojektionen von Rosettas Weltraumabenteuern
mit all Stationen. Besucher können sich auf bequemen Sitz-Liege-Säcken niederlassen und bequem zum Weltall gewordenen Deckengewölbe schauen und den Ereignissen folgen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Eine besondere Attraktion der Darmstädter Ausstellung „ROSETTA-Europas Kometenjäger“ ist die weltweit einzigartige imposante multimediale Deckenprojektion von Rosettas Weltraumabenteuern mit all den Stationen des Orbiters. Besucher können sich hierzu auf bequemen Liege-Säcken niederlassen und entspannt an das bespielte Deckengewölbe schauen und sich in die unendlichen Weiten des Alls entführen lassen.

Symbolisch hängen die auf die Erde niederprasselnden Meteoriten  an der Decke, darunter die Show-Vitrinen und an die Wänden die Infotexte. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Symbolisch hängen die auf die Erde niederprasselnden Meteoriten an der Decke, darunter die Show-Vitrinen und an die Wänden die Infotexte. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ein anderer Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich den Meteoriten. Hierzu werden spektakuläre Meteoritenfunde präsentiert, die Einblick in die Zusammensetzung und Entstehung unseres Sonnensystems geben. Als Besonderheiten gelten ein Mars- und ein Mondmeteorit. Diese werden ergänzt durch den Steinmeteoriten »Darmstadt«, der vor 1804 über der Stadt niederging. Der Eisenmeteorit »Unter-Mässing« ist mit einem Gewicht von 80 kg der größte erhaltene Meteorit Deutschlands. Die Ausstellung präsentiert verschiedenste Meteoriten aus großer zeitlicher und räumlicher Verbreitung, ihre wissenschaftlichen Hintergründe sowie ihre Fundgeschichten.

„Astronomisches Versinnlichungswerkzeug“, 1823 von Gottlob Leberrecht Schulze (1779 – 1856)  geschaffen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
„Astronomisches Versinnlichungswerkzeug“, 1823 von Gottlob Leberrecht Schulze (1779 – 1856) geschaffen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die dritte Facette der Ausstellung bildet der Blick auf die Historie der Weltraumforschung: Seltene Objekte aus dem Physikalischen Kabinett des Museums veranschaulichen, dass die Weiten des Weltraumes bereits im 18. und 19. Jahrhundert mit Präzision erkundet wurden. Darunter befindet sich ein „Mini-Planetarium“, ein sogenanntes „Astronomisches Versinnlichungswerkzeug“, dass Gottlob Leberrecht Schulze (1779 – 1856) 1823 schuf mit der Widmung: „Dem durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Ludwig, Großherzog von Hessen aus tiefster Ehrfurcht dargebracht von dem Verfasser.“

Die Ausstellung ist generationsübergreifend gleichermaßen interessant für alle „Orbit-“ und „Star-Trek-Fans“, für Laien wie für Fachleute, insbesondere auch für Neulinge, die sich hier auf höchst anschauliche und praxisnahe Weise auf ein „neues Thema“ einlassen können. Sehr empfehlenswert!
Ort:
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst

 

Veranstaltungsprogramm
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Juni 2017
© atelier-goddenthow
© atelier-goddenthow

Familien

Samstag
24.6.
Großelterntag
Ermäßigter Eintritt für Großeltern mit Enkelkindern (4–12 Jahre)
4 Euro pro Person
Kostenfreier Eintritt für Kinder bis 18 Jahre

Samstag
24.6.
15.00 Uhr
Rundgang mit »Museumsdirektor Dinkeltaler«
Die Handpuppe lädt die jüngsten Besucher (4 – 6 Jahre) ein, mit ihm das Museum zu entde-cken. In kleinen Gesprächen und Aktionen widmen sie sich den kostbaren und spannenden Dingen des Hauses.

Völlig losgelöst – mit Dinkeltaler ins Weltall
mit Kerstin Hebell

kostenfrei, lediglich Museumseintritt für Erwachsene, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Donnerstag
8.6., 29.6.
jeweils 16.00 – 17.30 Uhr
Die Zaunkönige 1

Donnerstag
1.6., 22.6.
jeweils 16.00 – 17.30 Uhr
Die Zaunkönige 2
Kreativangebot für Kinder 4–6 Jahre
Vogel Zaunkönig hat seine Krone verloren. Gemeinsam mit ihm gehen die Teilnehmer im Museum auf die Suche nach ihr. Zum ersten Mal nehmen sie dabei verschiedene Sammlungen mit allen Sinnen wahr. Ob sie die Krone dort wiederfinden? Im anschließenden kreativen Teil können sie sich ausprobieren und mit viel Freude malen, kleben, werkeln und gemeinsam lachen.

Leitung: Monika Arndt und Gesine Dittmer,
Kostenbeitrag: 5 Termine im Quartal 50 Euro pro Teilnehmer, max. 8 Teilnehmer
(Eltern überlassen ihr Kind während der Veranstaltung den beiden Leiterinnen)

Anmeldung und Beratung: T 06151 16 57-111; vermittlung@hlmd.de

Familienausflüge

Sonntag
18.6.
15.00 Uhr
»Was war vor 2000 Jahren Mode«
Familienausflug zur Kunst und Kultur, mit Eva Nebhuth, M. A.

Kleine und große Familienmitglieder ab 6 Jahren sind herzlich willkommen, sich den Samm-lungen des HLMD unter fachkundiger Anleitung zu nähern. Am jeweils am 1. und
3. Sonntag im Monat wird ein neues Thema anschaulich behandelt. (Dauer: 60 Min.)

kostenfrei, lediglich Museumseintritt für Erwachsene, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Kinder 6–12 Jahre

Samstag
10.6., 24.6.
11.00 – 13.00 Uhr
Samstagsmaler
Endlich sind sie wieder im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aktiv.
Im Vordergrund des seit vielen Jahren bestehenden Angebots für Kinder stehen Entdeckerfreude und Kreativität beim Umgang mit Kunst, Kultur- und Naturgeschichte im Museum sowie dem Einsatz verschiedener künstlerisch-praktischer Techniken. Nicht das »Werk« der Teilnehmer allein zählt, sondern ihre Eindrücke und Erfahrungen, die dazu geführt haben. Bedeutsam ist das Erleben an einem ganz besonderen Ort. Das Angebot trägt bewusst keinen Kurscharakter. Mit vorheriger Anmeldung ist der Einstieg jederzeit möglich.

Die Samstagsmaler werden vom Lions-Club „Louise Büchner“ unterstützt.

Leitung: Christa Vohl (Leitung), Monika Arndt, Gesine Dittmer, Elke-Emmy Laubner,
Johanna Weber, max. 15 Teilnehmer, kostenfrei, Anmeldung max. eine Woche im Voraus für den jeweiligen Termin möglich

Jugendliche 13–18 Jahre

Mittwoch
7.6., 21.6.
jeweils 16.00 –17.30 Uhr
Club »Junge NaturforscherInnen«
Wer glaubt, dass ein echter Naturforscher in ihm schlummert, ist in diesem Club gut aufgeho-ben. Wer sich fragt, wie berühmte Wissenschaftler ihre Entdeckungen machten, wie viel Zeit und Mühe sie darauf verwendeten, der will mehr erfahren als nur die Grundlagen aus der Schule. Der Club »Junge NaturforscherInnen« wendet sich in wechselnden Themen an Jugendliche, die sich ausdauernd mit naturwissenschaftlichen Phänomenen beschäftigen und ihr analytisches Denken für die Zukunft trainieren wollen.
Im kommenden Quartal widmen sich die »Jungen NaturforscherInnen« dem Thema »Fossilien aus der Grube Messel«.
Leitung: Dipl. Biol. Corinne Wacker
Kostenbeitrag: 3 Einheiten im Quartal 50 Euro pro Teilnehmer

Samstag
3.6., 10.6., 17.6., 24.6.
jeweils 14.00 – 16.00 Uhr
Malstudio I
Jedem Teilnehmer zwischen 13 und 18 Jahren steht das neue Kursangebot offen, der Interesse an Kunst, besonders an der Malerei, hat. Inspiriert von den Originalen im Museum werden Themen aufgegriffen, Proportions- und Kompositionsübungen durchgeführt, sowie der Einsatz von Formen, Farben und Kontrasten behandelt. Genügend Zeit bleibt zum Erproben verschiedener Maltechniken und zur Umsetzung.

Leitung : Freie Künstlerin und Kunstpädagogin Elke-Emmy Laubner
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 80 Euro pro Teilnehmer inkl. Material, max. 12
Teilnehmer

Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

3.6., 17.6., 24.6.
jeweils 11.15 – 12.45 Uhr
Werkstatt Zeichnen I
Zwischen 12 und 14 Jahren ist jeder willkommen, der Freude am Umgang mit dem Zeichenstift
verspürt. Bei der Auswahl geeigneter Objekte aus dem Museum steht zunächst die genaue
Wahrnehmung im Vordergrund. Unter fachkundiger Anleitung werden die Teilnehmer auch an die Zeichengrundlagen herangeführt.

Leitung: Dipl. Designerin und freie Künstlerin Gudrun Cornford
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 60 Euro pro Teilnehmer, max. 12 Teilnehmer
Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Samstag
3.6., 17.6., 24.6., (1.7.)
jeweils 13.00 – 14.30
Werkstatt Zeichen II
Dieser Kurs wendet sich vor allem an Interessierte zwischen 15 und 18 Jahren, die eine Weiter-entwicklung ihrer zeichnerischen Fähigkeiten anstreben. Die individuelle Förderung schult u. a. das Zusammenspiel von Wahrnehmung und konstruktivem Denken an ausgewähl-ten Museumsobjekten.

Leitung: Dipl. Designerin und freie Künstlerin Gudrun Cornford
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 60 Euro pro Teilnehmer, max. 12 Teilnehmer
Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Sonntag
25.6., 15.00 Uhr
Jugendliche als Kulturvermittler / Museumsguides
Junge Menschen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren aus verschiedenen Darmstädter Schulen entdecken das Museum auf ihre Weise. Am jeweils letzten Sonntag im Monat fuhren sie in
kleinen Teams interessierte Besucher durch das Haus und zeigen Werke und Objekte aus allen Sammlungen aus ihrer Perspektive. Ein Team von Lehrkräften, die vom Hessischen Kultusmi-nisterium als Museumspädagogen abgeordnet sind, bereitet sie kompetenzorientiert darauf vor.

Die Namen der Kulturvermittler / Museumsguides werden rechtzeitig auf der Homepage be-kanntgegeben.

Leitung: Lars Harres (Naturwissenschaften), Margit Sachse(Geschichte),
Dr. Simone Twiehaus (Kunst).

Kostenfrei, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Samstag

Erwachsene

Wissenschaftlerführungen
kostenfrei, max. 25 Teilnehmer pro Führung, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Mittwoch
21.6.
11.00 Uhr
Die Zoologische Sammlung des HLMD
mit Dr. Lydia Betz

Themenführungen
kostenfrei, max. 25 Teilnehmer pro Führung, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Freitag
9.6.
16.00 Uhr
Führung für hör- und seheingeschränkte Besucher
Tastmodelle im HLMD mit Johanna Weber, M. A.

Mittwoch
28.6.
11.00 Uhr
440. Geburtstag von Peter Paul Rubens Peter Paul Rubens` »Dianas Heimkehr von der Jagd« – Kombination mit der Themenführung der Restaurierung Peter Paul Rubens` und Frans Snyders – Erkenntnisse zur Werkgenese und Formatänderung mit Dr. Stephanie Hauschild und Dipl. Rest. Olivia Levental

Donnerstag
29.6.
16.30 Uhr
Themenführung der Restaurierung Herausforderungen in der Silberreinigung – erklärt an einem vergoldeten Silberpokal aus der Jugendstilsammlung mit Dipl. Rest. Liselotte Wettke

Führungen Sonderausstellungen

Öffentliche Führungen zur Sonderausstellung kostenfrei, lediglich Sonderausstellungseintritt, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Sonntag
jeweils 11.15 Uhr
4.6. (Schwerpunkt: Objekte aus dem physikalischen Kabinett in der Ausstellung mit Kai Boy-sen, EfD)
11.6. mit Dipl. Biol. Bettina Wurche
18.6. mit Dipl. Biol. Daniela Szymanski
25.6. mit Ines Worms

Sonntag
jeweils 15.15 Uhr
4.6. mit Dipl. Biol. Daniela Szymanski
11.6. mit Julius Körner
18.6. mit Dipl. Biol. Daniela Szymanski
25.6. mit Ines Worms

Mittwoch
jeweils 18.30 Uhr
14.6. mit Dr. Ulrike Kiehne
21.6. mit Dr. Gerlinde Gehring
28.6. (Schwerpunkt: Objekte aus dem physikalischen Kabinett in der Ausstellung mit Günter Sauer, EfD)

Öffentliche Kuratorenführungen zur Sonderausstellung
»Human Network«
Christine & Irene Hohenbüchler

Sonntag
18.6.
15.00 Uhr
mit Dr. Klaus-D. Pohl in der Galerie der Schader-Stiftung, kostenfrei

Vorträge und Sonderveranstaltungen

Mittwoch
21.6.
18.30 Uhr
»Kometen – was lehren sie uns über die Entwicklung unseres Planetensystems?
Die Ergebnisse der Rosetta Mission«
von Dr. Gerhard Schwehm, ehemaliger Rosetta Projektwissenschaftler und Mission Manager, ESA

Freitag
23.6.
18.00 Uhr
»Human Network«
Christine & Irene Hohenbüchler
Film »Blickwechsel – Welche Hilfe heißt Willkommen?«
von Julia Oelkers
mit anschließendem Gespräch zwischen Dr. Klaus-D. Pohl, Prof. Dr. Gisela Jakob (Hochschule Darmstadt)
in der Galerie der Schader-Stiftung, kostenfrei

Kurse
Mittwoch
7.6., 14.6., 21.6., 28.6.
18.00 – 19.45 Uhr
Malstudio II
Jedem Teilnehmer, mit und ohne Vorkenntnisse, steht das neue Kursangebot offen. Indivi-duelle bildkünstlerische Förderung bildet das Fundament des Herangehens. An originalen Kunstwerken im Museum werden Proportions- und Kompositionslehre sowie die Wahl der Formen, Farben und Kontraste vermittelt. Danach entstehen eigene Bilder. Malstudio II ist auch zur Vorbereitung auf ein Kunst- und Designstudium sehr geeignet.

Leitung: Dipl. Ing. und freie Künstlerin Regina Basaran,
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 120 Euro pro Teilnehmer inkl. Material,
max. 12 Teilnehmer je Kurs

Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Mittwoch
7.6., 14.6., 21.6., 28.6.
jeweils 17.00 – 18.30 Uhr
Werkstatt Zeichnen III

Donnerstag
1.6., 8.6., 22.6., 29.6.
jeweils 10.15 – 11.45 Uhr
Werkstatt Zeichnen IV
Anfänger wie Fortgeschrittene finden einen individuellen Zugang, ihre zeichnerischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Unter fachkundiger Anleitung nähern sie sich den Originalen des Museums und lernen dabei verschiedene zeichnerische Techniken kennen. Neben dem geeigneten Bildaufbau setzen sie Schraffuren richtig ein.

Leitung: Dipl. Designerin und freie Künstlerin Gudrun Cornford
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 80 Euro pro Teilnehmer, max. 12 Teilnehmer je Kurs

Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Außenstelle Abteilung Schriftguss, Satz und Druckverfahren
Aktives Museum
Ehrenamtliche Mitarbeiter führen u. a. ihre Maschinen vor
Dienstag und Freitag, 10.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag, 15.00 – 17 Uhr

kostenfrei
in der Abteilung Schriftguss, Satz und Druckverfahren, Kirschenallee 88, Darmstadt

Ort:

Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt
Anmeldung und Beratung für alle hier genannten Veranstaltungen
und Kursprogramme:
Servicetelefon: T 06151 16 57-111 oder vermittlung@hlmd.de
Ermäßigung für Auszubildende, Studierende (bis 30 Jahre) und Arbeitslose mit Nachweis möglich.

Neue Dauerleihgabe im Hessischen Landesmuseum Darmstadt – „Badende am Strand“ von Erich Heckel

Erich Heckel (1883–1970) Badende am Strand, 1913 Öl/Leinwand; 80 x 70 cm © Nachlaß Erich Heckel, Hemmenhofen Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD
Erich Heckel (1883–1970)
Badende am Strand, 1913
Öl/Leinwand; 80 x 70 cm
© Nachlaß Erich Heckel, Hemmenhofen
Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt hat eine Dauerleihgabe aus Privatbesitz vom besonderen kunsthistorischen Wert erhalten. „Eine derartige Zuwendung ist ein besonderes Ereignis für unser Haus, wir freuen uns sehr.“ sagt Direktor Dr. Theo Jülich.

Das Gemälde gehört zu den bedeutenden Werken des Malers vor dem Ersten Weltkrieg. Es vermittelt die Ideen der Künstlergemeinschaft „Die Brücke“, der Erich Heckel zusammen mit Ernst Ludwig Kirchner von Beginn an angehörte, auf intensive Weise. Es entstand im Sommer 1913, kurz nachdem sich diese bahnbrechende Künstlervereinigung offiziell aufgelöst hatte.

Mit spontanen Pinselstrichen hält Heckel eine Szene mit drei nackten Frauen fest. Sie sitzen oder stehen im Vordergrund am Strand einer Steilküste mit zum Meer gebeugten Bäumen. Das blaue Meer kontrastiert stark mit den Braun- und Gelbtönen des Sandes, vor dem die Frauen fast unscheinbar wirken, so eng gleichen sie sich den Farben der Natur an. Unmittelbarer Einklang mit der Natur, freies und ungezwungenes sommerliches Treiben sind Kennzeichen des expressionistischen Lebensgefühls, das die Künstlers besonders an den Seen in der Umgebung von Dresden oder an der Ostsee auslebten.

Die Insel Fehmarn war ein beliebter Treffpunkt. Dort trafen sich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner im Sommer 1912. Im Sommer 1913 hielt sich Heckel an der Flensburger Förde in Osterholz auf, wo viele Gemälde mit Strandszenen entstanden, darunter auch unseres. Das Gemälde ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel einer Malweise, deren Skizzenhaftigkeit und Farbgegensätze die sommerliche flimmernde Atmosphäre widerspiegeln. Gerade auch das Freilassen der Grundierung, welches das gesamte Bild bestimmt, unterstreicht diese Lichtwirkung.

Das Werk passt ideal in die kleine, aber feine Expressionistensammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt. Es ist neben dem Gemälde „Fehmarnküste“ in der Gemäldegalerie zu sehen, das 1913/14 von Ernst Ludwig Kirchner gemalt wurde und zu seinen Hauptwerken dieser Jahre gehört – „eine kongeniale Nachbarschaft!“ sagt Dr. Klaus-D. Pohl, Oberkustos für das 19. – 21. Jahrhundert am HLMD.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

Veranstaltungsprogramm Hessisches Landesmuseum Darmstadt Februar 2017

Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Familien-Programm

25.2.
Großelterntag
Ermäßigter Eintritt für Großeltern mit Enkelkindern (4–12 Jahre)
4 Euro pro Person
Kostenfreier Eintritt für Kinder bis 18 Jahre

25.2.
Rundgang mit »Museumsdirektor Dinkeltaler«
»Großes Insektenkrabbeln – wie viele Beine und Füße«
Die Handpuppe lädt die jüngsten Besucher (4 – 6 Jahre) ein, mit ihm das Museum zu entde-cken. In kleinen Gesprächen und Aktionen widmen sie sich den kostbaren und spannenden Dingen des Hauses.
Kostenfrei, lediglich Museumseintritt für Erwachsene, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Donnerstag, 9.2., 23.2.,
9.3.
jeweils 16.00 – 17.30 Uhr
Die Zaunkönige 1

Donnerstag, 2.2., 16.2.,
2.3., 16.3.
jeweils 16.00 – 17.30 Uhr
Die Zaunkönige 2
Kreativangebot für Kinder 4–6 Jahre
Vogel Zaunkönig hat seine Krone verloren. Gemeinsam mit ihm gehen die Teilnehmer im Museum auf die Suche nach ihr. Zum ersten Mal nehmen sie dabei verschiedene Sammlungen mit allen Sinnen wahr. Ob sie die Krone dort wiederfinden? Im anschließenden kreativen Teil können sie sich ausprobieren und mit viel Freude malen, kleben, werkeln und gemeinsam lachen.

Leitung: Monika Arndt und Gesine Dittmer,
Kostenbeitrag: 5 Termine im Quartal 50 Euro pro Teilnehmer, max. 8 Teilnehmer
(Eltern überlassen ihr Kind während der Veranstaltung den beiden Leiterinnen)
Anmeldung und Beratung: T 06151 16 57-111; vermittlung@hlmd.de

Samstag, 18.2., 15.00 Uhr
Kostümführung zu Karneval
»Fantastische Tierwesen«
für Kinder ab 6 Jahren (gern kostümiert)
mit Dr. Stephanie Hauschild

Kostenfrei, lediglich Museumseintritt für Erwachsene, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Samstag 25.2. und Sonntag 26.2.
jeweils 13.00–17.00 Uhr
Vater – Kind – Aktion
»Vater – Kind – Skulptur« – ein gestaltungsreiches Wochenende im Museum
für Kinder ab 8 Jahren mit ihren Vätern

Leitung: Katharina Eckert M. A. (Kunstpädagogin)
max. 10 Teilnehmer
Kostenbeitrag: 180 Euro für Vater und Kind inkl. Material (Ermäßigungen gegen Nachweis möglich)

Weitere Informationen unter www.hlmd.de
Anmeldung und Beratung: T 06151 16 57-111; vermittlung@hlmd.de

Familienausflüge

Sonntag, 5.2., 15.00 Uhr
»Kinder in der Kunst«
mit Vera Seyfarth

Sonntag, 19.2., 15.00 Uhr
»Seltsame Riesen!«
mit Eva Nebhuth M. A.

Kleine und große Familienmitglieder ab 6 Jahren sind herzlich willkommen, sich den Samm-lungen des HLMD unter fachkundiger Anleitung zu nähern. Am jeweils am 1. und
3. Sonntag im Monat wird ein neues Thema anschaulich behandelt. (Dauer: 60 Min.)

Kostenfrei, lediglich Museumseintritt für Erwachsene, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Programm für Kinder 6–12 Jahre

Samstag,
4.2., 11.2., 18.2.,
4.3., 11.3., 18.3., 25.3.
jeweils 11.00 – 13.00 Uhr

Samstagsmaler
Endlich sind sie wieder im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aktiv.
Im Vordergrund des seit vielen Jahren bestehenden Angebots für Kinder stehen Entdeckerfreude und Kreativität beim Umgang mit Kunst, Kultur- und Naturgeschichte im Museum sowie dem Einsatz verschiedener künstlerisch-praktischer Techniken. Nicht das »Werk« der Teilnehmer allein zählt, sondern ihre Eindrücke und Erfahrungen, die dazu geführt haben. Bedeutsam ist das Erleben an einem ganz besonderen Ort. Das Angebot trägt bewusst keinen Kurscharakter. Mit vorheriger Anmeldung ist der Einstieg jederzeit möglich.

Die Samstagsmaler werden vom Lions-Club „Louise Büchner“ unterstützt.

Leitung: Christa Vohl (Leitung), Monika Arndt, Gesine Dittmer, Elke-Emmy Laubner,
Johanna Weber
max. 15 Teilnehmer, kostenfrei
Anmeldung max. eine Woche im Voraus für den jeweiligen Termin möglich

Programm für Jugendliche 13–18 Jahre

Mittwoch, 15.2.,
1.3., 15.3.
jeweils 16.00 – 17.30 Uhr
Club »Junge NaturforscherInnen«
Thema: »Einzeller und Mehrzeller – Prokaryoten vs. Eukaryoten«
Wer glaubt, dass ein echter Naturforscher in ihm schlummert, ist in diesem Club gut aufgeho-ben. Wer sich fragt, wie berühmte Wissenschaftler ihre Entdeckungen machten, wie viel Zeit und Muhe sie darauf verwendeten, der will mehr erfahren als nur die Grundlagen aus der Schule. Der Club ›Junge NaturforscherInnen‹ wendet sich in wechselnden Themen an Jugendliche, die sich ausdauernd naturwissenschaftlichen Phänomenen zuwenden und ihr analytisches Denken für die Zukunft trainieren wollen.

Leitung: Dipl. Biol. Corinne Wacker
Kostenbeitrag: 4 Termine im Quartal 50 Euro pro Teilnehmer, max. 10 Teilnehmer.
Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Samstag, 4.2., 11.2., 18.2., 25.2.,
4.3., 11.3., 18.3.
jeweils 14.00 – 16.00 Uhr
Malstudio I
Jedem Teilnehmer zwischen 13 und 18 Jahren steht das neue Kursangebot offen, der Interesse an Kunst, besonders an der Malerei, hat. Inspiriert von den Originalen im Museum werden Themen aufgegriffen, Proportions- und Kompositionsübungen durchgeführt, sowie der Einsatz von Formen, Farben und Kontrasten behandelt. Genügend Zeit bleibt zum Erproben verschiedener Maltechniken und zur Umsetzung.

Leitung : Freie Künstlerin und Kunstpädagogin Elke-Emmy Laubner
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 80 Euro pro Teilnehmer inkl. Material, max. 12
Teilnehmer
Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Samstag, 4.2., 11.2., 18.2., 25.2.,
4.3., 18.3., 25.3., (1.4.)
jeweils 11.15 – 12.45 Uhr
Werkstatt Zeichnen I
Zwischen 12 und 14 Jahren ist jeder willkommen, der Freude am Umgang mit dem Zeichenstift
verspürt. Bei der Auswahl geeigneter Objekte aus dem Museum steht zunächst die genaue
Wahrnehmung im Vordergrund. Unter fachkundiger Anleitung werden die Teilnehmer auch an die Zeichengrundlagen herangeführt.

Leitung: Dipl. Designerin und freie Künstlerin Gudrun Cornford
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 60 Euro pro Teilnehmer, max. 12 Teilnehmer
Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Samstag, 4.2., 11.2., 18.2., 25.2.,
4.3., 18.3., 25.3., (1.4.)
jeweils 13.00 – 14.30
Werkstatt Zeichen II
Dieser Kurs wendet sich vor allem an Interessierte zwischen 15 und 18 Jahren, die eine Weiter-entwicklung ihrer zeichnerischen Fähigkeiten anstreben. Die individuelle Förderung
schult u. a. das Zusammenspiel von Wahrnehmung und konstruktivem Denken an ausgewähl-ten Museumsobjekten.

Leitung: Dipl. Designerin und freie Künstlerin Gudrun Cornford
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 60 Euro pro Teilnehmer, max. 12 Teilnehmer
Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Programm für Erwachsene

Themenführungen
Kostenfrei, max. 25 Teilnehmer pro Führung, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Mittwoch 8.2.
17.30 Uhr
Kork: ein erstaunliches Material – Die Korkmodelle von Antonio Chichi und ihre Restaurie-rung
mit Dipl. Rest. Petra Achternkamp

Mittwoch 22.2.
16.00 Uhr
Welche Farbe hat der Winter? Zur Restaurierung des Bildes »Eisvergnügen«
von Adriaen van der Poel
mit Dipl. Rest. Katja Schenk

Führungen Sonderausstellungen

»Tony Cragg. Unnatural Selection«
Öffentliche Themenführungen zur Sonderausstellung
kostenfrei, lediglich Sonderausstellungseintritt, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am
Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Sonntag, jeweils 15.00 Uhr
12.2.
Besondere Begegnung… Craggs Skulpturen und Sammlung Simon Spierer
mit Barbara Rubert, M. A.

Mittwoch, jeweils 18.30 Uhr
1.2.
Natürlich(e) Kunst
mit Eva Nebhuth, M. A. und Dr. Ulrike Kiehne

22.2.
Besondere Begegnung… Craggs Skulpturen und die Sammlung Simon Spierer
mit Barbara Rubert, M. A.

Öffentliche Kuratorenführungen zur Sonderausstellung
kostenfrei, lediglich Sonderausstellungseintritt, max. 25 Teilnehmer, Teilnahmekarten am
Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

»Tony Cragg. Unnatural Selection«
Sonntag 15.2., 15.00 Uhr
mit Dr. Klaus-D. Pohl

»Human Upgrade«
Susanna Hertrich & Hannes Wiedemann
Sonntag 19.2.
15.00 Uhr
mit Dr. Klaus-D. Pohl
Galerie der Schader-Stiftung, kostenfrei

Kurse

Mittwoch 8.2., 15.2., 22.2.,
1.3., 8.3., 15.3., 22.3., 29.3.
jeweils 18.00 – 19.45 Uhr
Malstudio II
Jedem Teilnehmer, mit und ohne Vorkenntnisse, steht das neue Kursangebot offen. Indivi-duelle bildkünstlerische Förderung bildet das Fundament des Herangehens. An originalen Kunstwerken im Museum werden Proportions- und Kompositionslehre sowie die Wahl der Formen, Farben und Kontraste vermittelt. Danach entstehen eigene Bilder. Malstudio II ist auch zur Vorbereitung auf ein Kunst- und Designstudium sehr geeignet.

Leitung: Dipl. Ing. und freie Künstlerin Regina Basaran
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 120 Euro pro Teilnehmer inkl. Material, max. 12 Teil-nehmer je Kurs.
Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Mittwoch 1.2., 8.2., 15.2., 22.2.,
1.3., 8.3., 15.3.
jeweils 17.00 – 18.30 Uhr
Werkstatt Zeichnen III

Donnerstag 2.2., 9.2., 16.2., 23.2.,
2.3., 9.3., 16.3.
jeweils 10.15 – 11.45 Uhr

Werkstatt Zeichnen IV
Anfänger wie Fortgeschrittene finden einen individuellen Zugang, ihre zeichnerischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Unter fachkundiger Anleitung nähern sie sich den Originalen des Museums und lernen dabei verschiedene zeichnerische Techniken kennen. Neben dem geeigneten Bildaufbau setzen sie Schraffuren richtig ein.

Leitung: Dipl. Designerin und freie Künstlerin Gudrun Cornford
Kostenbeitrag: 10 Einheiten im Quartal 80 Euro pro Teilnehmer, max. 12 Teilnehmer je Kurs.
Anmeldung und Beratung: T 06151 1657-111, vermittlung@hlmd.de

Außenstelle Abteilung Schriftguss, Satz und Druckverfahren
Aktives Museum
Ehrenamtliche Mitarbeiter führen u. a. ihre Maschinen vor
Dienstag und Freitag, 10.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag, 15.00 – 17 Uhr

Anmeldung und Beratung für alle hier genannten Veranstaltungen
und Kursprogramme:
Servicetelefon: T 06151 16 57-111 oder vermittlung@hlmd.de
Ermäßigung für Auszubildende, Studierende (bis 30 Jahre)
und Arbeitslose mit Nachweis möglich.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

Die aktuellen Ausstellungen im Hessischen Landesmuseum Darmstadt:

Bis 05. März 2017: Human Upgrade Susanna Hertrich & Hannes Wiedemann in der Galerie der Schader-Stiftung
Bis 22. Januar 2017: Gestaltete Sehnsucht. Reiseplakate um 1900
Bis 26. März 2017: Tony Cragg. Unnatural Selection

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Sensationelle Urpferd-Funde aus der Grube Messel dauerhaft im Landesmuseum Darmstadt zu sehen

Großes Messeler Urpferd (cf. Propalaeotherium sp.), Fund aus dem Jahr 2015; Übersicht, Maßstab 10 cm, Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD
Großes Messeler Urpferd (cf. Propalaeotherium sp.), Fund aus dem Jahr 2015; Übersicht, Maßstab 10 cm, Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD

Das Landesmuseum Darmstadt gehört zu den wenigen, noch erhaltenen  Universalmuseen mit umfangreichen ständigen Sammlungen aus den Bereichen Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte sowie wechselnden Sonderausstellungen.

So hat auch das Sammeln und Erforschen von Messel Fossilien sowie deren Aufarbeitung für die Präsentation in der Öffentlichkeit am Hessischen Landesmuseum Darmstadt eine lange Tradition. Die Bestände reichen von Krokodilresten (Diplocynodon darwini), die 1875 als allererste Fossilien in der Grube gefunden worden waren, über die weltberühmten Urpferdchen (Eurohippus messelensis, Propalaeotherium hassiacum), bis hin zu aufsehenerregenden Unikaten wie dem Ameisenbären (Eurotamandua jorersi), dem Urtapir (Hyrachyus minimus) oder dem Scheinraubtier (Lesmesodon behnkeae). 1966 und 1967 führte das HLMD die ersten planmäßigen wissenschaftlichen Messel-Grabungen durch, die bis heute hin fortgesetzt werden.

So wird bereits seit 1990 am so genannten Schildkrötenhügel im Bereich des Leithorizontes Gamma gegraben, seit 2012 zudem noch in der darunter gelegenen Grabungsstelle im Bereich des Leithorizontes Alpha. Zwar ging und geht es hierbei vorrangig darum, die feinstratigraphischen Fundverteilungen genauer zu analysieren, vor allem im Hinblick darauf, ob es Veränderungen in der Zusammensetzung der Fauna und Flora in der Geschichte des Messel-Sees gegeben hat. Dennoch ist man natürlich immer hocherfreut, wenn ab und an auch einmal ein herausragendes Fossil zum Vorschein kommt. Das war im letzten und vorletzten Jahr gleich doppelt der Fall. Zu Tage kamen dabei gleich zwei Urpferdchen, sozusagen die Paradefossilien der Grube Messel, und dazu noch die ersten, die jetzt seit 30 Jahren Messel-Grabungen des Hessischen Landesmuseums wieder entdeckt worden sind.

Der erste der jetzt vorzustellenden Funde, ein stattliches Exemplar von fast 70 cm Gesamtlänge, wurde vom Grabungsteam des HLMD am 12. August 2015 im Planquadrat I 7 303 cm über dem Leithorizont Gamma gefunden. Es ist nicht nur aufgrund seiner Größe etwas Besonderes, sondern gehört womöglich einer Propalaeotherium-Art an, die bislang aus Messel noch nicht mit kompletten Exemplaren belegt war. Eventuell handelt es sich sogar um ein für Messel noch gänzlich unbekanntes Taxon. Als weitere Besonderheit kommt hinzu, dass auch noch ein Schlammfisch direkt über dem Schwanzbereich mit eingebettet wurde.

Bei dem Fund aus der diesjährigen Grabungskampagne dürfte es sich dagegen um ein Exemplar von Eurohippus messelensis, der bekannteren der beiden Messeler Urpferd-Arten, handeln. Das Tier hat eine Kopf-Schwanzlänge von ca. 50 cm und wurde am 01. September 2016 im Planquadrat HI 8 aus Schichten 139 cm unter dem Leithorizont Alpha geborgen. Die aufwändigen Präparationsarbeiten wurden von Mascha Siemund unter teilweiser Hilfe von Eric Milsom in bewährter Qualität durchgeführt.

Öffnungszeiten
Dienstag, Donnerstag, Freitag 10.00-18.00 Uhr
Mittwoch 10.00-20.00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag
11.00-17.00 Uhr
Montag, Karfreitag, Heiligabend und Silvester geschlossen

Ort
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt
Tel: 06151/1657-000
info@hlmd.de

Freier Eintritt und Sonderführungen im Hessischen Landesmuseum Darmstadt anlässlich des 110jährigen Jubiläums am 27.Nov. 2016

Aussensicht um 1906
Aussensicht um 1906

Ende des 19. Jahrhunderts beauftragte Großherzog Ernst-Ludwig den Architekten Alfred Messel (1853-1909) mit der Realisierung eines Museumsneubaus. Mit dem 1906 vollendeten Bau war es ihm gelungen, jeder Sammlung eine spezifische architektonische Fassung mit stilistisch zu den Objekten passenden Details und optimalen Ausstellungsmöglichkeiten zu geben. Vor genau 110 Jahren wurde dieses Großherzoglich Hessische Landesmuseum Darmstadt in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und des Großherzogs Ernst-Ludwig feierlich eröffnet. Es gab eine eigens komponierte (heute leider verschollene) Festsymphonie von Hofkapellmeister Wilhelm de Haan, viele Orden, ein Festbankett im Schloss im Kaisersaal und unter anderen eine große Rede des damaligen Innenministers Ernst Albrecht Braun (1857 – 1916, Innenminister 1906 – 1910): „Namens der Großherzoglichen Staatsregierung übernehme ich den Bau mit dem Gelöbnis jederzeitiger gewissenhafter Fürsorge für das Haus selbst und seine Zwecke als kostbaren Kleinodienschrein der Vergangenheit, als Heimstätte der Bildung in der Gegenwart, als Wiege neuen Lebens und fortschreitender Kultur in der Zukunft.“

Die Freude muss umso größer gewesen sein, als dass die ungebührlich lange Dauer des Projektes schon für zahlreichen Spott in der Öffentlichkeit gesorgt hatte. 1892 war das Exerzierhaus abgerissen worden und lag nun als Ruinenhügel vor dem Herrengarten; erst 1897 wurde der Grundstein gelegt, der Rohbau dauerte bis 1902 und die Inneneinrichtung zog sich hin, bis der Landesfürst den Eröffnungstermin schlicht dekretierte: 27. November 1906, 11.00 Uhr. Wenn auch der Umzug aus dem Residenzschloss sich noch bis August 1907 hinzog, konnte der Prachtbau doch für die Öffentlichkeit geöffnet und gefeiert werden.

Die Begeisterung war groß und die Superlative waren zahlreich. So schrieb Victor Zobel in der „Deutschen Kunst und Dekoration“: „Es ist kein Zweifel, daß das neue Darmstädter Museum (…) museumstechnisch an die Spitze aller Sammlungen überhaupt getreten ist, daß es aber auch künstlerisch als Lösung einer wichtigen Aufgabe unserer Zeit ein Werk ganz großer Art ist.“
Man wusste also durchaus, welchen Schatz man da hatte und dies blieb auch so bis zur Zerstörung des Museums im Bombenhagel am 11. September 1944. Wieder dauerte es lange, über ein Jahrzehnt, bis der Wiederaufbau des Museums abgeschlossen war und der Hessische Minister für Erziehung und Volksbildung Arno Hennig (1897 – 1963) die offizielle Wiedereröffnung am 29. Oktober 1955, um 16.00 Uhr, feiern konnte, diesmal mit Beethoven.
Während man in den ersten Nachkriegsjahrzehnten mit der einst so gelobten historistischen Architektur gar nicht glücklich war, beginnt mit dem 80. Jubiläum des Baus die Wiederentdeckung der bauhistorischen Qualität durch Ausstellungen und Publikationen.

hlmd1wIm Rahmen der grundlegenden Modernisierung und Sanierung von 2007 bis 2014 konnten die architektonischen Besonderheiten wiedergewonnen werden und das Museum wiederum in der Spitzenklasse der Museen verankert werden. Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, konnte am 11. September 2014 bei der Wiedereröffnung des Hauses an den Erfolg des Hauses von 1906 anknüpfen. Musikalisch gab es dazu Monteverdi.

Den 110. Geburtstag feiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt mit allen Besucherinnen und Besuchern am Sonntag, dem 27. November 2016, mit freiem Eintritt und zahlreichen kostenfreien Führungen zu dieser außergewöhnlichen Architektur.

Führungstermine:
12.30 Uhr mit Hannes Pflügner M. A.
13.15 Uhr mit Dagmar Boltze M. A.
14.00 Uhr mit Joyce Wittur
14.45 Uhr mit Carien Walter
15.30 Uhr mit Kerstin Hebell
16.00 Uhr mit Hannes Pflügner M. A.

Öffnungszeit:
11 bis 17 Uhr

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

Gestaltete Sehnsucht. Reiseplakate um 1900

Ausschnitt aus: Albert Besnard und Robert Besnard, Lac D Annecy Talloires.
Ausschnitt aus: Albert Besnard und Robert Besnard, Lac D Annecy Talloires.

Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte es der Fortschritt in der Drucktechnik der Lithographie, farbige Plakate in hohen Auflagen und im großen Format zu drucken. Seit etwa 1870 eroberten farbige Bildplakate die Straßen Europas und Amerikas. Das HLMD besitzt mit etwa 1000 Werken eine umfangreiche, hervorragende Sammlung von Plakatkunst um 1900, die im HLMD zuletzt in den 1960er Jahren präsentiert wurde.

Um 1900 stand der Massentourismus noch am Anfang, der Wettstreit um Gäste hatte aber schon begonnen. So versuchten die Werbetreibenden das Besondere der jeweiligen Region ins rechte Bild zu rücken. Großflächig, in kräftigen Farben und schwungvollen Konturen werben Reiseplakate für den Urlaub in den Bergen mit Wandern oder Skifahren. Sie zeigen Männer und Frauen in Aktion mit wehenden Schals und geröteten Wangen. Kurbäder  locken mit ihren mondänen Hotelanlagen, jodhaltigem Wasser und gesunder Luft. Städte inszenieren ihre Wahrzeichen.

Moderne Fortbewegungsmittel und die Motorisierung werden Thema, etwa bei geselligen Radtouren, bequemen Zugfahrten oder dem schnellen Automobil. Bergbahnen und Rundflüge versprechen neue Perspektiven. Reiseveranstalter bieten Weltreisen in Luftschiffen oder auf Luxusdampfern. Reizvoll sind außerdem die historischen Details auf den Reklametafeln für Mode, Reiseutensilien, Wander- oder Ski-Ausrüstungen.

In der Ausstellung, die 88 Plakate umfasst, sind Pioniere der Plakatkunst vertreten, etwa  Alphonse Mucha, Lucian Bernhard, Edmund Edel, Ludwig Hohlwein, Carl Kunst, Julius Klinger. Einen Eindruck der Vielfalt erleben Sie im Spot zur Ausstellung, folgen Sie bitte dem link: https://www.youtube.com/watch?v=QIosi4RBOec

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Ernst Wasmuth-Verlag Tübingen/Berlin. Der  Museumspreis beträgt während der Ausstellung 15 Euro, der Buchhandelspreis 24 Euro (ISBN 978 3 8030 3385 7).

Veranstaltungsort:
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1,
64283 Darmstadt

Laufzeit:
27. Oktober 2016 – 22. Januar 2017

Öffnungszeiten
Dienstag, Donnerstag, Freitag 10.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch 10.00 – 20.00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 11.00 – 17.00 Uhr
Montag, Heilig Abend und Silvester geschlossen

Ticket
Erwachsene 6, ermäßigt 4 Euro
Das Ticket berechtigt auch zum Besuch der Ständigen Sammlung. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt.

„Chick“ Podiumsgespräch »Mode – gestern und heute« mit Prof. Dr. Barbara Vinken und Tillmann Prüfer im Landesmuseum Darmstadt am 14.09.16

Wams mit Schlitzen 1630 - 1635, der Ausstellung "Chic" i. Damstädter Landesmuseum versusu s "cooler"  Mode-Jeans it Löchern 2016. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
 Geschlitztes Wams  1630 – 1635, (Kölner Großbürgertum) in Ausstellung „Chic“  Hess. Landesmuseum Darmstadt, versusus „cooler“ Mode-Jeans mit Löchern, Modehaus 2016. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Im Rahmen unserer Ausstellung »CHIC! Mode im 17. Jahrhundert« laden wir Sie am Mittwoch, den 14. September 2016, 20.15 Uhr, zum Podiumsgespräch »Mode – gestern und heute« in die stilvolle Haupthalle ein. Im Anschluss an das Gespräch besteht bis 22 Uhr die Möglichkeit die Ausstellung anzusehen.

Prof. Dr. Barbara Vinken von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Tillmann Prüfer, Style Director vom ZEITmagazin, gehen unter anderem der spannenden Frage nach, welchen Einfluss die frühen Kleidungsstücke – natürlich auch aus dem 17. Jahrhundert – auf die heutige Mode ausüben, die wir derzeit auf den Catwalks dieser Welt zu sehen bekommen.

Barbara Vinken ist seit 2004 Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schreibt außerdem regelmäßig für DIE ZEIT, NZZ und CICERO. 2013 erschien ihr Buch „Angezogen. Das Geheimnis der Mode“ im Klett-Cotta Verlag. Tillmann Prüfer studierte nach dem Besuch der Deutschen Journalistenschule an der Ludwig-Maximilians-Universität München Journalistik. Der vielfach ausgezeichnete Redakteur arbeitet seit 2007 beim ZEITmagazin, ist dort Style Director und gehört seit 2013 der Chefredaktion an.

Die Eintrittskarten für 5 € erhalten Sie ab sofort an unseren Museumskassen oder am 14. September 2016 direkt an der Abendkasse.

Der Einlass für das Podiumsgespräch erfolgt ab 20 Uhr.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

CHIC! Juwelen der Kostümgeschichte – Mode im 17. Jahrhundert vom 15. Juli bis 16. Oktober 2016 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

Sonderausstellung CHIC! Mode im 17. Jahrhundert. Foto © massow-picture
Sonderausstellung CHIC! Mode im 17. Jahrhundert. Foto © massow-picture

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt präsentiert vom 15. Juli bis 16. Oktober 2016 die sensationelle Ausstellung „CHIC! Mode im 17. Jahrhundert“.  Diese Ausstellung ist einzigartig. Denn die Kleidungsstücke dürfen nur in Darmstadt und nur für kurze Zeit gezeigt werden.  Denn die Wämser, Mieder und Oberröcke seien viel zu fragil, licht- und erschütterungs-empfindlich, um sie beispielsweise als Exponate an andere Museum auszuleihen, betonte Kurator Dr. Wolfgang Glüber auf der gestrigen Pressekonferenz. 

Das kurze, enganliegende dunkelrote Wams, um 1610 bis 1620, zeigt eine im zweiten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts in ganz Westeuropa verbreitete, aus der spanischen Hofmode hervorgehende Fom.  Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Das kurze, enganliegende dunkelrote Wams, um 1610 bis 1620, zeigt eine im zweiten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts in ganz Westeuropa verbreitete, aus der spanischen Hofmode hervorgehende Fom. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Was „chic“ war im 17. Jahrhundert, wie modisch oder auch nicht sich vor allem die bürgerliche Oberschicht kleidete, erfährt man fast ausschließlich aus bildlichen Darstellungen. Originalkostüme haben sich nur vereinzelt erhalten. Eine der bedeutendsten und umfangreichsten Sammlungen weltweit befindet sich im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Die insgesamt 18 Kostümoberteile, einst getragen von wohlhabenden Damen und Herren der Kölner Gesellschaft und entstanden zwischen 1610 und 1675, gehören zu den absoluten kostümgeschichtlichen Raritäten. -Diese stammen aus der Hinterlassenschaft des Kölner Baron von Hüpsch (1730 – 1805).  Dieser hatte eine weit über Köln hinaus bekannte enzyklopädische Sammlung angelegt, die Naturalia, Ethnographica, Kunsthandwerk und Gemälde, Waffen, Handschriften und vieles mehr umfasste. Darunter befand sich auch ein Konvolut historischer Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires, vor allem aus dem 17. Jahrhundert.  Baron von Hüpsch vermachte testamentarisch seine Sammlung dem Landgrafen Ludwig X. von Hessen. Am 13. August 1805 landete in Stockstadt am Main ein Schiff aus Köln mit 341 großen Kisten adressiert an den Landgrafen.
chic-buchcover160Die spannende Sammlungsgeschichte um die Kostümsammlung des Barons von Hüpsch hat Dr. Wolfgang Glüber, Kurator der Ausstellung im Begleitbuch zur Ausstellung „Chic! Mode im 17. Jahrhundert“. Verlag Schnell u. Steiner, Regensburg 2016, SS. 11 bis 20 beschrieben.  –  Nach über 70 Jahren und einer umfassenden Restaurierung durch die Abegg-Stiftung in Riggisberg (Schweiz) sind die überaus seltenen, zum Teil singulären Exemplare erstmals wieder in einer umfangreichen Sonderausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt zu sehen.

Foto:   © massow-picture
Foto: © massow-picture

Im Mittelpunkt der hochkarätigen Schau stehen die Wämser, Mieder und Oberröcke des HLMD, die einen einzigartigen Überblick über die Entwicklung der Mode im 17. Jahrhundert eröffnen. Sie begeistern durch ihre Materialien – Seide und Samt, Spitzen und Bänder – ebenso wie durch ihre Verarbeitung.

Linhart Bruner Gürtel um 1570 /80, Silber, teilvergoldet, Straßburg. Foto: © massow-picture
Linhart Bruner Gürtel um 1570 /80, Silber, teilvergoldet, Straßburg. Foto: © massow-picture

Zu ihnen gesellen sich  Accessoires wie Kragenstützen, Halskrausen, bestickte Behältnisse, Schmuck und ein ebenso rarer Bestand an Schuhen.

 

Gottfried von Wedig (1583 - 1641), Bildnis der Magdalena Stroe, 1631 (Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln). Ab 1625 kommt in Frankreich die "Robe" in Mode, ein schwarzes Obergewand, das sich vermutlich aus dem "Vlieger" entwickelte. Die Ausstellung zeigt ergänzend zum Bild eine Originalrobe sowie ein Kragengestell u. vieles mehr. Foto: © massow-picture
Gottfried von Wedig (1583 – 1641), Bildnis der Magdalena Stroe, 1631 (Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln). Ab 1625 kommt in Frankreich die „Robe“ in Mode, ein schwarzes Obergewand, das sich vermutlich aus dem „Vlieger“ entwickelte. Die Ausstellung zeigt ergänzend zum Bild eine Originalrobe sowie ein Kragengestell u. vieles mehr. Foto: © massow-picture

Kombiniert werden die Objekte mit Gemälden und Graphiken. Porträtisten und Genremaler wie Thomas de Kayser, Gerard ter Borch, Anthonie Palamedesz, John Michael Wright, Pieter Codde, Gottfried von Wedig, Jacques Callot und viele andere zeigen in ihren Bildern, wie die im Original erhaltenen Kleidungsstücke getragen wurden. Zahlreiche bedeutende Museen konnten als Leihgeber gewonnen werden. So ergänzen unter anderen die Scottish National Portrait Gallery (Edinburgh), das Wallraf-Richartz-Museum Köln, das Kölnische Stadtmuseum, das Städel Museum Frankfurt, die Gemäldegalerie Alte Meister Kassel und das Bayerische Nationalmuseum München den eigenen Gemäldebestand des HLMD. So entsteht ein umfassendes Panorama, das die Entwicklung  der Mode im 17. Jahrhundert eindrucksvoll darstellt.

chic-buchcover160Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Schnell & Steiner: Wolfgang Glüber, Johannes Pietsch, Jutta Reinisch: CHIC! MODE IM 17. JAHRHUNDERT
Der Bestand im Hessischen Landesmuseum Darmstadt – Begleitbuch zur gleichnahmigen Ausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt vom 15.07.-16.10.2016. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2016. Hardcover (fadengeh. Pappband) 144 Seiten, Ausstellungspreis: Euro 24,95 (Preis im Buch-Handel Euro 29,95).

Umrahmt wird die Ausstellung von einem umfangreichen Begleitprogramm und einem eigens produzierten Museumsshopangebot.

Rahmenprogramm CHIC!  Mode im 17. Jahrhundert

Ein breites Rahmenprogramm ergänzt die einzigartige Sonderausstellung CHIC! Mode im 17. Jahrhundert. Foto © massow-picture
Ein breites Rahmenprogramm ergänzt die einzigartige Sonderausstellung CHIC! Mode im 17. Jahrhundert. Foto © massow-picture

Öffentliche Führungen

Sonntag, jeweils 15.00 Uhr
17.7., 31.7., 14.8., 4.9., 25.9., 2.10., 9.10., 16.10.2016 (letztmalig)

Mittwoch, jeweils 18.30 Uhr
20.7, 3.8., 24.8., 7.9., 14.9., 21.9., 12.10.2016

Öffentliche Kuratorenführungen

Dr. Wolfgang Glüber
Dienstag, 19. Juli 2016, 16.00 Uhr
Mittwoch, 7. Juli 2016, 16.00 Uhr

Dr. Jutta Reinisch
Donnerstag, 25. August 2016, 11.00 Uhr
Donnerstag, 15. September 2016, 11.00 Uhr

Vorträge
Kostenfrei, lediglich Sonderausstellungseintritt 10 Euro, ermäßigt 6 Euro

Mittwoch, 27. Juli 2016, 18.30 Uhr
»Kleider machen Bürger – Kölner Mode des 17. Jahrhunderts im europäischen Kontext«
von Dr. Johannes Pietsch, Bayerisches Nationalmuseum, München

Mittwoch, 28. September 2016, 18.30 Uhr
»Kurfürstliche Gewänder und Modeaccessoires des 17. Jahrhunderts im Bestand der Dresdener Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden«
von Dr. Jutta Charlotte von Bloh, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 18.30 Uhr
»Verkehrte Welt – Androgyne Moden um 1600 und ihre Wahrnehmung«
von Dr. Jutta Zander-Seidel, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Podiumsgespräch
Mittwoch, 14. September 2016, 20.15 Uhr

»Mode – gestern und heute«
mit Tilmann Prüfer, Style Director ZEITmagazin und Prof. Dr. Barbara Vinken, Literaturwissenschaftlerin, Ludwig-Maximilians-Universität München u. a.

Eintritt: 5 Euro pro Person
Kartenvorverkauf ab 1.9.2016 an der Museumskasse

Symposium
(in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Mode und Ästhetik der TU Darmstadt)

Freitag, 7. Oktober 2016
10.00 bis 18.00 Uhr
»Kleider/Zeichen – Kleidung im 17. Jahrhundert«
Das gesamte Programm wird gesondert bekanntgegeben. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Sonderveranstaltung

»Museumsnacht der Kostüme«
Eine Nacht im Museum – ganz im Zeichen von Mode und Kostümgeschichte.
Samstag, 17. September 2016, 19.00 bis 1.00 Uhr
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro
Kartenvorverkauf ab 1. September 2016 an der Museumskasse
Das gesamte Programm wird gesondert bekanntgegeben.

Sommerkino im Römischen Hof

Mittwoch, 20. Juli 2016, 21.00 Uhr
»Das Mädchen mit dem Perlenohrring« (USA, UK, Luxemburg, 2003, 96 Min.)

Mittwoch, 3. August 2016, 21.00 Uhr
»Rembrandt« (UK, 1936, 85 Min.)

Mittwoch, 24. August 2016, 21.00 Uhr
»Die drei Musketiere« (D, USA, FR, UK, 2011, 111 Min.)

Kostenfrei, Einlass ab 20.30 Uhr nur über den Seiteneingang Museumsshop.
Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in den Vortragssaal verlegt.

Sommerkino des HLMD mit freundlicher Unterstützung des Lions Clubs Darmstadt Castrum

Sommerferien-Workshop für Kinder ab 8 Jahren

»Chic – mal anders…«
CHIC steckt im Titel der großen Kostümausstellung im HLMD. Die hier gezeigten wertvollen Wämser, Röcke, Hemden, Kragen, Schuhe aus vergangener Zeit dienen als Anregung, um das Wort »chic« einmal anders zu gebrauchen. Eine Menge Fantasie, Lust am Kreieren und Gestalten sowie etwas Geduld für feineres Arbeiten sind ideale Voraussetzungen, um einen bunten Mix aus Alltagsmaterialien wie Kabel, Bierdeckel, Korken, Zeitungspapier, Verpackungen, Tüten, Karten, Briefe usw. in kuriose Shirts, Blusen, Hosen, Westen oder Hüte zu verwandeln, die von Schaufensterpuppen getragen werden. Der einmalige Schauwert ist garantiert.
Leitung: Felix Díaz Colomina und Katharina Eckert

Dienstag, 19. Juli bis Freitag, 22. Juli 2016
Dienstag, 26. Juli bis Freitag, 29. Juli 2016

Pause

Dienstag, 16. August bis Freitag, 19. August 2016
Dienstag, 23. August bis Freitag, 26. August 2016
jeweils 10.00 bis 14.00 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 50 Euro pro Teilnehmer
max. 20 Teilnehmer

Buchung und Beratung

Servicetelefon Bildung und Vermittlung
Telefon: 06151/ 16-57 111
Dienstag und Freitag 10.00 bis 12.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 16.00 Uhr
Mail: vermittlung@hlmd.de

Endlich wieder Bienen im Landesmuseum Darmstadt!

Eberbiene-Imker bei der Arbeit © Eberbiene
Eberbiene-Imker bei der Arbeit
© Eberbiene

Am 25. Mai 2016 erhielt das Hessische Landesmuseum Darmstadt tierischen Zuwachs: vier Bienenvölker zogen in den Römischen Hof des Museum ein.
Dort stehen nun über die Sommermonate vier Bienenstöcke der Imkerei Eberbiene. Für die beiden Imker aus Eberstadt ging damit ein großer Wunsch in Erfüllung und sie hoffen, dass ihre Bienen nun fleißig Museums- und Stadthonig sammeln werden. Dieser ist nach der Honigernte im Museumsshop erhältlich.

Bienen in der Stadt? Ja, denn in der Stadt ist das Nahrungsangebot für die emsigen Bestäuber vielfältig: Kleingärten, Parks mit ungedüngten Blumenbeeten und blütentragenden Bäumen, begrünte Balkone und Dachterrassen bieten ein vielfältiges Nahrungsangebot. Auf dem Land dagegen bietet sich den Bienen aufgrund der weiten teils intensivierten Landwirtschaft meist nur eintönige und blütenarme Agrarflächen.

Die vier Bienenstöcke stehen auf dem Grasdach im Römischen Hof des Museums. Ein guter Standpunkt, etwas erhöht und nach Osten ausgerichtet, so dass die Morgensonne die Bienen wärmt. Im Gegensatz zu Wespen, die nahezu Allesfresser sind und oft großes Interesse an unseren Nahrungsmitteln und Getränken zeigen, konzentrieren sich Bienen auf das Sammeln von Pollen und Nektar. Dazu machen sie sich, vom Bienenstock startend, zielstrebig zu Sammelflügen auf. So freuen wir uns auf ein harmonisches Zusammenleben mit den fleißigen Eberbienen!