Kategorie-Archiv: Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Ich. Max Liebermann Ein europäischer Künstler vom 8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

© HLMD
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Das Hessische Landesmuseum Darmstadt zeigt vom 8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 ganz besondere Schätze aus dem vielfältigen Werk des Künstlers Max Liebermann (20. Juli 1847 – 8. Februar 1935), welche sich bisher nie in dieser Fülle und Exklusivität zusammengefunden haben. Was die Ausstellung »Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Maler« so kostbar macht, ist nicht bloß die Vielzahl der gezeigten Werke, sondern die hohe Qualität, die sich in ihren Stücken manifestiert. Dies ist zahlreichen Leihgeber*innen zu verdanken, wie u.a. Musée d’Orsay Paris, Kunstmuseum Den Haag, Teylers Museum Amsterdam, Musée des Beaux-Art Dijon, der Kunststiftung Kurt und Barbara Alten Ascona und zahlreichen deutschen Sammlungen.

»Wir freuen uns außerordentlich, dass Museumskolleg*innen und Privatsammler*innen unser Ausstellungskonzept so schätzen, dass sie uns mit vielen wertvollen Leihgaben unterstützen und auf diese Weise eine ganz besondere Ausstellung möglich machen.«, sagt der Kurator Dr. Martin Faass.

Einen starken audiovisuellen Eindruck liefert Ihnen der erste Ausstellungs-Teaser, welchen Sie auf unseren Sozialen Medien (@hlmd) oder hier abrufen können: https://www.youtube.com/watch?v=1MkL12OPoZM

Als fortschrittlicher Vernetzer von internationalen Kunstschaffenden zog Max Liebermann weite Kreise nach sich und galt als verbindendes Glied, der die deutsche mit der französischen und holländischen Kunst auf eindrucksvollem Wege vereinte. Die Ausstellung thematisiert Liebermanns Auseinandersetzung mit seinen Vorbildern, zu denen unter anderem Jean-François Millet und Rembrandt van Rijn gehören, und ermöglicht eine direkte Gegenüberstellung zu ihnen. Liebermanns Kunst wurde seinerzeit als Bedrohung der nationalen Identität gelesen und somit von reaktionären Kritikern als Schund abgetan. Doch Max Liebermann setzte sich über diese Bewertung hinweg: Er hat den Realismus beeinflusst, den deutschen Impressionismus geprägt und die deutsche Kunst maßgeblich bestimmt. Aber wer war er wirklich?

Wie kann ein streng erzogener Sohn einer großbürgerlichen Familie um 1900 die Motive fernab seines Lebensalltags malen, als stünde ihm sonst nichts näher? Auf seinen Leinwänden zeigt er Arbeiter*innen, Bauern und Näherinnen und auch mal einen Papageienmann oder die Sommerfrische am Strand. Max Liebermann sah alles und er wählte selbst, was er malte.

Wer sich auf Max Liebermanns Bilder einlässt, kann sich von dessen Euphorie für das Alltägliche, für das Moderne, für die kosmopolitische Vernetzung und die Art von Weltsicht mitreißen lassen.

Die Ausstellung entsteht als Kooperationsprojekt des Hessischen Landesmuseums Darmstadt mit dem Kunstpalast Düsseldorf. Die erste Station in Darmstadt steht unter der kuratorischen Leitung von Dr. Martin Faass, Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und Gründungsdirektor der Liebermann Villa in Berlin-Wannsee. Faass zählt zu den herausragenden Kennern von Liebermanns Werk. Durch seine langjährige Expertise ist er prädestiniert, das Œuvre Liebermanns neu zu beleuchten.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt
www.hlmd.de

Wiedereröffnung – Ab dem 12. März 2021 ist das Hessische Landesmuseum Darmstadt wieder geöffnet!

Hessisches Landesmuseum Darmstadt © Foto Diether v. Goddenthow
Hessisches Landesmuseum Darmstadt © Foto Diether v. Goddenthow

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt ist ab dem 12. März 2021 wieder geöffnet. Die aktuellen Sonderausstellungen »Tomás Saraceno: Songs for the Air« ist bis zum 28. März 2021 verlängert, »Peter Lindbergh: Untold Stories« bis zum 18. April 2021. Die Präsentation »Urpferd 2.0« ist noch bis 25. April 2021 zu besichtigen. Der Museumsbesuch kann ausschließlich nur nach Buchung eines Online-Zeitfenstertickets oder telefonischer Anmeldung erfolgen.

Direktor Martin Faass: »Wir freuen uns sehr, unsere Türen endlich wieder für das Publikum öffnen zu können! Die letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig die Kultur für das Leben der Menschen ist. Unsere neuen Angebote in den Onlinemedien haben sich einer großen und positiven Resonanz erfreut. Jedoch lebt das Museum vom Original, von Besucher*innen und der Begegnung. Es ist ein wichtiger gesellschaftlicher Ort für den Austausch von Ideen, Wissen und Emotionen. Wir freuen uns, für unsere Besucher*innen zurück zu sein.«

Der Museums- und Ausstellungsbetrieb wird mit Umsetzung umfassender Hygiene- und Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus aufgenommen. Die Öffnung erfolgt entsprechend eines Hygieneplans, der nach behördlichen Vorgaben entwickelt und umgesetzt wurde. Die Vorsorgemaßnahmen für den Infektionsschutz umfassen u.a. eine Besucherbegrenzung, eine angepasste Besucherführung sowie eine regelmäßige Reinigung neuralgischer Punkte. Die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern gilt es einzuhalten sowie einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dieser kann mitgebracht oder an den Kassen erworben werden.

Maximal 120 Besucher*innen dürfen sich zur gleichen Zeit im Haus aufhalten. In der Sonderausstellung »Peter Lindbergh: Untold Stories« dürfen sich maximal insgesamt 30 Besucher*innen zur gleichen Zeit aufhalten, im »Block Beuys« und Sammlung Simon Spierer maximal insgesamt 40 Besucher*innen. In den Sammlungsräumen der Zoologie ist die Zahl auf maximal 40 Besucher*innen zur gleichen Zeit beschränkt (Der Dioramengang ist vom 15. – 17. März 2021 wegen aktuellen Arbeiten geschlossen.).

Der Museumsshop ist ausschließlich für die Besucher*innen mit einem gültigen Ausstellungsticket zugänglich, das Museumscafé bleibt vorerst geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleibt vorerst die Außenstelle Abteilung für Schriftguss, Satz und Druckverfahren.

Buchungslinks befinden sich auf der Museums-Homepage www.hlmd.de.

Täglich zwischen 10 – 12 Uhr besteht auch die Möglichkeit, sich unter der Telefonnummer 06151 / 1657001 anzumelden.

Über weitere Entwicklungen informiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt tagesaktuell über seine Homepage und die Sozialen Medien.

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Digitale Angebote von Museen, Schlössern und Gärten als Alternative im Lockdown – Hessische Landeseinrichtungen ermöglichen Kunst und Kultur auch online

© tussenkunstenquarantaine
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Wiesbaden. Vielen Familien fällt in der Corona-Krise die sprichwörtliche Decke auf den Kopf, weil Sport, Kino und viele andere Freizeitbeschäftigungen derzeit wegfallen. Was also tun, wenn nach dem Home Schooling die Langeweile dräut? Alternativen zu Fernsehen, Computerspielen und TikTok-Gealber bieten die hessischen Landesmuseen, Schlösser und Gärten an – vom virtuellen Besuch per 360-Grad-Aufnahme über Mitmachaktionen bis zur kuratierten Führung per YouTube. Und viele der Parks und Gärten kann man auch noch ganz in echt besuchen.

„Digitale Formate können vielen Menschen gerade jetzt in der Pandemie den Zugang zu Kulturgütern erleichtern oder neu eröffnen, weil sie unabhängig von Zeit und Raum zugänglich sind. Zugleich helfen neue Formate, Zusammenhänge zu erklären – das ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Strategie für eine Digitalisierung mit Sinn und Verstand im Kulturbereich“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. Hessen hat zur Unterstützung der Digitalisierung in den Museen, denkmalgeschützten Gebäuden und Gärten sowie den Archiven des Landes 2020 zehn neue unbefristete Stellen eingerichtet und drei Millionen Euro für die Digitalisierung dieser Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Weitere Stellen und Mittel sind für 2021 geplant.

„Unsere Bündelungsfunktion bei der Digitalisierung zeigt sich auch im Kulturbereich. Aufgrund des fortschreitenden digitalen Wandels erwarten die Bürgerinnen und Bürger aber auch unabhängig von der aktuellen Situation entsprechende digital gestützte Angebote der Kultureinrichtungen und deren kontinuierlichen Ausbau. Ich freue mich sehr, dass es dank der geschaffenen Stellen gelingt, die Kultureinrichtungen dabei zu unterstützen, auch zukünftig ihre Angebote fortzuführen und ausbauen zu können“, betonte Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt,

© Foto Diether v. Goddenthow-
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gerade 200 Jahre altgeworden, zeigt in der Videoserie „Museum A bis Z“ kurze Clips zu jedem Buchstaben des Alphabets mit spannenden Fakten von A wie Architektur über I wie Insekten bis Z wie Zeitalter. Zur Ausstellung über den Künstler Tomás Saraceno gibt es ein virtuelles Rahmenprogramm, unter anderem mit der Filmreihe „Tomás Saraceno im Gespräch mit…“. Und alle zwei Monate lädt das Museum zum Plausch auf dem Grünen Sofa ein: ein Podcast mit Museumsdirektor Dr. Martin Faass, Künstlerinnen und Künstlern und vielen Expertinnen und Experten. hlmd.de/vermittlung

Die Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk) bündelt im digitalen Kulturlieferdienst „Kultur & Co“ viele Reisewege durch die Kunstgeschichte über Social-Media-Kanäle und Website der mhk. So lädt die mhk in der weltweiten Mitmach-Aktion #tussenkunstenquarantaine dazu ein, Kasseler Kunstwerke zuhause nachzustellen. 360-Grad-Aufnahmen beamen Userinnen und User vor Schloss Wilhelmshöhe oder die Orangerie, und sie können durch eine 3D-Rekonstruktion des Marmorbades wandeln. Die Augmented-Reality-App bringt umgekehrt den Apoll aus der Antikensammlung ins heimische Wohnzimmer. Die Parks der MHK laden zu abenteuerlichen Spaziergängen ein. Dafür gibt es Entdecker-Karten und Rallyes mit spannenden Aufgaben, Spielen und Infos gerade für Familien – mit Abstand zu anderen Parkbesuchern, versteht sich. museum-kassel.de

Auch die Staatlichen Schlösser und Gärten bieten interaktive Rallyes an, so genannte „Bounds“. Im Prinz-Georg-Garten Darmstadt etwa zu den Themen „Geometrie im Garten“, „Mein Essen wächst im Supermarkt“ und „Blüte, Biene, Birne!“ Dass Schülerinnen und Schüler hier ihre Geometriekenntnisse trainieren, ihr Wissen zur Bestäubung von Pflanzen vertiefen oder sich mit der Frage beschäftigen, wo unser Essen herkommt, merken sie bei all dem Spaß gar nicht. Ende Februar kommt ein Bound zu Bienen und Blüten im Konventgarten des Klosters Seligenstadt hinzu. All das funktioniert per Smartphone oder Tablet über die kostenfreie App Actionbound. schloesser-hessen.de/darmstadt/actionbound-ralleys.html

Das Museum Wiesbaden lädt dazu ein, passend zur ab März

© Foto Diether v. Goddenthow-
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geplanten naturhistorischen Ausstellung „Kristalle – Von Diamant bis Gips“ Fotos von Höhlen einzusenden, die zuhause aus Kissen und Decken, Stühlen, Tischen und Kartons entstehen. Auch Alexej von Jawlenskys berühmtes Gemälde „Dame mit Fächer“ regt zum Nachbau an, ob aus Gemüse, Tüchern, Papierschnipseln oder in Verkleidung aus der Karnevalskiste (museum-wiesbaden.de/familien). Ernsthafter ist die Online-Kuratorenführung durch die Winterausstellung „August Macke – Paradies! Paradies?“ mit Kurator Dr. Roman Zieglgänsberger am 4. Februar per YouTube. Zuschauerinnen und Zuschauer können im Chat Fragen stellen. museum-wiesbaden.de/macke

Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen gehört zur Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL), die eine umfangreiche Website für Kinder und Jugendliche erarbeitet hat. Die crossmediale Ausstellung denkmal-europa.de ermöglicht es allen, spielerisch im eigenen Tempo das baukulturelle Erbe zu erforschen. Im Hintergrund steht die Frage: Was hat das alles mit mir zu tun? Die zum Weltkindertag im September 2020 präsentierte Seite hat den Europa Nostra Award und den Grimme Online Preis erhalten. Als analoge Ergänzung gibt es ein Workbook zum Selbermachen und Weiterlesen, auch im Klassensatz. www.denkmal-europa.de

Die Keltenwelt am Glauberg präsentiert schon seit Dezember 2020 unter dem Navigator „Keltenwelt-digital“ einen Teil ihrer Objekte in 3D. Langfristig sollen hier neben den Funden vom Glauberg auch Fundstücke aus ganz Hessen zu sehen und zu betrachten sein – das ist für die Forschung interessant, lädt aber auch einfach zum Stöbern und Staunen ein. keltenwelt-glauberg.de/

© Foto Diether v. Goddenthow-
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Auch das Römerkastell Saalburg zeigt seine Sammlung digital auf der Website. In 3D-Modellen, hochauflösenden Fotos und Videos wird die Welt der Römerinnen und Römer lebendig – für Asterix-Fans hochinteressant. www.saalburgmuseum.de

Hessisches Landesmuseum Darmstadt – Highlights 2021 nach dem Lockdown

© Foto Diether v. Goddenthow-
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Bis zur Wiedereröffnung warten auf Besucher spannende Highlights 2021. Die Ausstellungen wurden entsprechend verlängert

Tomás Saraceno: Songs for the Air
Verlängert bis 28. März 2021

Peter Lindbergh: Untold Stories
Verlängert bis 18. April 2021

Urpferd 2.0 – 25 Jahre UNESCO-Welterbe Grube Messel
Bis 25. April 2021

Weitere Highlights:
Joseph Beuys. Ulysses
13. Mai bis 1. August 2021

Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Künstler
8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022

 

logo-gruenes-sofaZudem lädt das Hessische Landesmuseum jetzt ein zur 2. Folge des Museumspodcasst »Das Grüne Sofa«: Martin Faass im Gespräch mit Julia von Boehm

In unserer neuen Podcast-Folge begrüßen wir die weltweit erfolgreiche Stylistin Julia von Boehm, die unter anderem für Lancôme, die Vogue und Harper’s Bazaar tätig ist. Sie kleidet in Hollywood prominente Schauspielerinnen wie Nicole Kidman und Kate Winslet ein und ist Mode – Direktorin des Magazins »InStyle«. Auf dem »Grünen Sofa« verrät sie mehr über die enge Zusammenarbeit mit dem berühmten Fotografen Peter Lindbergh. Sobald wir das Museum wir wieder öffnen dürfen, zeigen wir bis zum 18. April die Ausstellung »Untold Stories«, eine herausragende Werkschau, die von Peter Lindbergh selbst kuratiert wurde.

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Neuer Clip zur Reihe »Museum A bis Z«
Unsere Kollegin Petra Achternkamp, die bei uns im Museum für die Restaurierung von Skulpturen verantwortlich ist, stellt Ihnen das besondere Material »Kork« vor. In dem Clip präsentiert sie die Restaurierungsarbeiten der wertvollen Serie an Korkmodellen, die der bekannte Korkbildhauer Antonio Chichi (1743 – 1816) erstellte.

»Museum A bis Z«.

Zu allen bislang veröffentlichen Videos
Clip: © art / beats, Berlin
Gestaltung: StudioKrimm, Berlin

Schenkung einer Sammlung von Fossilien und Mineralien für das Hessische Landesmuseum Darmstadt

Dr. Gabriele Gruber und Dr. Martin Faass vor dem Sclerocephalus (Urluch) aus dem Perm (270 Mio.) des Saar Nahe Beckens. Foto: © HLMD
Dr. Gabriele Gruber und Dr. Martin Faass vor dem Sclerocephalus (Urluch) aus dem Perm (270 Mio.) des Saar Nahe Beckens. Foto: © HLMD

Ein großartiges Geschenk beschert der Sammler Dr. Christian Heid dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt: eine Sammlung von bedeutenden Fossilien und Mineralien.

Im Januar 2020 übergab Dr. Christian Heid, Frankfurt am Main, eine größere Sammlung von Fossilien und Mineralien an das Museum. Bereits vor einigen Jahren hatte Dr. Heid die Zukunft seiner Sammlung in einem Testament geregelt, in dem er das Hessische Landesmuseum Darmstadt (HLMD) und der Bayrischen Staatsammlung für Paläontologie und Geologie (BSPG) als Erben eingesetzt hatte. Inzwischen im Alter von 92 Jahren, hat er sich entschieden, seine Sammlung bereits zu Lebzeiten an die beiden Institutionen abzugeben. Zuvor hatte Herr Dr. Heid schon seit 2006 fast jährlich Mineralien und Fossilien dem Haus gespendet, ein Teil ist in der aktuellen Dauerausstellung zu sehen.

»Für die großzügige Spende von Fossilien und Mineralien zugunsten unserer Naturgeschichtlichen Abteilung bedanken wir uns sehr herzlich bei Dr. Heid.«, sagt Museumsdirektor Dr. Martin Faass. »In diesen Zeiten geringer Ankaufsetats für Museen, ist ein derartiges Geschenk ein besonderes Ereignis, wir freuen uns sehr!«

»Die Freude ist umso größer«, ergänzt die Leiterin der Naturgeschichtlichen Abteilung Dr. Gabriele Gruber, »wenn uns so schöne und seltene Objekte zum Geschenk gemacht werden, wie in diesem Fall. Die nicht nur eine wichtige Bereicherung für unsere Sammlungen darstellen, sondern unsere Besucher*innen auch mit ihrer Pracht und Anmut ebenso bezaubern werden wie uns.«

Der Bandbreite des Interesses von Dr. Heid entsprechend, sind Mineralien aus aller Welt. Bei den Fossilien von Pflanzen über Wirbellose (z. B. Ammoniten, Crinoiden) bis zu Wirbeltieren (z.B. diverse Fische) nahezu alle Organismengruppen vertreten. Seine schönsten Fossilien schmückten viele Jahre eine große Wand des Wohnzimmers der Familie Heid, darunter zahlreiche Fossilien aus den oberjurassischen Plattenkalken der Region Solnhofen-Eichstätt, Fischfossilien aus dem eozänen Ölschiefer der Grube Messel oder Fossilien aus dem Posidonienschiefer von Holzmaden.

Dr. Heid hatte seine Sammlung seit den 1970er Jahren kontinuierlich aufgebaut, insbesondere durch Erwerbungen auf Fossilienmessen wie jenen in Frankfurt, Stuttgart und München, aber auch auf kleineren Börsen. Teilweise fuhr er direkt in die Fundregionen, um vor Ort nach Fossilien zu suchen oder von Händlern nahe den Steinbrüchen Fossilien zu kaufen. In vorbildlicher Weise wurden die Daten zu den Erwerbungen auf Karteikarten festgehalten.

Am 16. Januar 2020 wurde die mehrere hundert Stücke umfassende Sammlung zwischen den beiden bedachten Institutionen aufgeteilt. Bei der Frage der Aufteilung wurde der Anregung von Dr. Heid gefolgt, beide Institutionen durften nacheinander abwechselnd ein Sammlungsstück aussuchen. Wer beginnen durfte, entschied das Los mittels Wurf einer Münze. Das HLMD durfte anfangen; rasch wurde zwischen den Parteien ein Konsens gefunden und ging auf die Wünsche und Sammelschwerpunkte der jeweils anderen Institution ein. Letztendlich wurde die Sammlung von Dr. Heid einvernehmlich und zu aller Zufriedenheit unter den zwei Institutionen aufgeteilt.

Um eine neue Sammlung in die Bestehende zu integrieren bedarf es geraume Zeit, da in der Fachabteilung alle Objekte inventarisiert und digitalisiert werden, in der Fotoabteilung werden sie fotografiert (inkl. Bildbearbeitung) und in der Verwaltung wird jedes Objekt in der Anlagenbuchhaltung erfasst.

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Ich, Max Liebermann! Ein europäischer Künstler vom 8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

Max Liebermann, Garten mit bluehenden Sonnenblumen, 1895 © Kulturstiftung Kurt und Barbara Alten, Museo Castello San Materno, Ascona
Max Liebermann, Garten mit bluehenden Sonnenblumen, 1895 © Kulturstiftung Kurt und Barbara Alten, Museo Castello San Materno, Ascona

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt präsentiert eine umfassende Ausstellung mit herausragenden und zum Teil nie öffentlich gezeigten Leihgaben aus Privatbesitz zu einem der beim Publikum beliebtesten Künstler: Max Liebermann (20. Juli 1847 – 8. Februar 1935).

Kaum ein Künstler seiner Zeit ist in deutschen Museen und Ausstellungshäusern so allgegenwärtig wie Max Liebermann. Seine Rolle als Wegbereiter der Moderne und wichtigster Vertreter des deutschen Impressionismus ist oft beschrieben worden.

Kaum Beachtung fand hingegen, dass es der internationale Fokus seines Schaffens und seine damit verbundene europaweite Vernetzung waren, die Liebermann zum bedeutendsten Erneuerer der deutschen Kunst im 19. Jahrhundert werden ließen.

Liebermann war ein bestens vernetzter Maler. Er feierte in Paris seine ersten Ausstellungserfolge, wurde von Künstlern wie Vincent van Gogh und Edgar Degas bewundert und war mit dem schwedischen Maler Anders Zorn und französischen Kollegen Jules Bastien-Lepage befreundet. Durch sein internationales Netzwerk und den starken Einfluss der französischen wie holländischen Kunst manifestieren sich in seinem Werk zentrale Themen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Die Fragen nach dem Verhältnis der eigenen Kultur zu anderen, nach der kosmopolitischen Integrationskraft von Kunst und Kultur sowie nach der Stellung jüdischer Künstler in der Gesellschaft.

Max Liebermann, Papageinmann, 1900 – 1901, Öl auf Leinwand, Privatbesitz
Max Liebermann, Papageinmann, 1900 – 1901, Öl auf Leinwand, Privatbesitz

Gleichzeitig lässt sich an Liebermanns Werkentwicklung das moderne Phänomen einer international orientierten fortschrittlichen Kunst erkennen. Sie wurde von reaktionären Kritikern als Bedrohung der nationalen Identität zurückgewiesen – Aspekte, die mit neuer Vehemenz aktuell sind. Diese Lücke möchte die große Schau »Ich, Max Liebermann! Ein europäischer Künstler« anhand von über 100 Gemälden und Arbeiten auf Papier schließen. Sie betrachtet den Maler im internationalen Kontext und zeichnet seine vielschichtigen Verbindungen zu den verschiedenen künstlerischen Zentren in Europa nach.

Liebermanns künstlerisches Denken durchlief eine Metamorphose, die von der Auseinandersetzung mit den Alten Meistern hin zur freien Landschaftsmalerei, vom Realismus über den Impressionismus bis hin zur beginnenden Moderne führte. Die Gegenüberstellung mit Arbeiten seiner großen französischen und holländischen Vorbilder – darunter Jean-François Millet, Camille Corot, Rembrandt van Rijn und Frans Hals – bietet in dieser Ausstellung die Gelegenheit, ein umfassenderes Verständnis für die Voraussetzungen der Einführung der modernen Malerei in Deutschland zu erlangen.

Die Ausstellung entsteht als Kooperationsprojekt des Hessischen Landesmuseums Darmstadt mit dem Kunstpalast Düsseldorf . Die erste Station in Darmstadt steht unter der kuratorischen Leitung von Dr. Martin Faass, Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und Gründungsdirektor der Liebermann Villa am Wannsee. Faass zählt zu den herausragendsten Kennern von Liebermanns Werk. Durch seine langjährige Expertise ist er prädestiniert das Oeuvre Liebermanns neu zu beleuchten.

© Foto Diether v. Goddenthow
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Ausbau digitaler Angebote – Coronabedingt bleibt das Hessische Landesmuseum Darmstadt bleibt vorerst bis 20. Dezember 2020 geschlossen – Die Eröffnung von »Peter Lindbergh: Untold Stories« wird verschoben

Grafik: StudioKrimm, Berlin; Produktion: art / beats, Berlin © Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Grafik: StudioKrimm, Berlin; Produktion: art / beats, Berlin © Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt bleibt vorerst weiterhin bis einschließlich 20. Dezember 2020 geschlossen. Damit folgt das Landesmuseum den behördlichen Vorsorgemaßnahmen des Landes Hessen zur Eindämmung des Coronavirus (Covid-19). Alle geplanten Veranstaltungen ebenso die Eröffnung der Ausstellung »Peter Lindbergh: Untold Stories« sind bis einschließlich 20. Dezember 2020 abgesagt.

»Untold Stories« (neuer Eröffnungstermin wird mitgeteilt)
Die Ausstellung »Untold Stories« ist die erste von Peter Lindbergh (1944 – 2019) selbst kuratierte Werkschau. Lindberghs Zusammenstellung von 140 Arbeiten aus den frühen 1980er-Jahren bis heute ermöglicht einen eingehenden Blick auf sein umfangreiches Œuvre und lädt zum Entdecken vieler bislang unerzählter Geschichten ein. Ein Großteil der Aufnahmen wurde noch nie in Ausstellungen gezeigt.
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Ausbau digitaler Angebote
Derweil baut das Hessische Landesmuseum Darmstadt seine digitalen Angebote weiter aus, etwa mit dem neuen Museumspodcast »Das Grüne Sofa«. In der ersten Folge spricht Museumsdirektor Dr. Martin Faass mit dem Künstler Tomás Saraceno. Auch im Rahmen der Online-Reihe »Museum A bis Z« hat das Landesmuseum Darmstadt neue Videos veröffentlicht.

Neuer Museumspodcast: Das Grüne Sofa
Erste Folge: Museumsdirektor Dr. Martin Faass im Gespräch mit dem Künstler Tomás Saraceno
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Reihe Museum A bis Z

Im zweimonatigen Turnus veröffentlicht das Hessische Landesmuseum Darmstadt weitere Gespräche mit Experten bzw. Künstlern über aktuelle oder kommende Sonderausstellungen, Forschungsberichte von Wissenschaftlern aus dem eigenen Hauses oder Talks mit prominenten Interviewpartnern. Auf dem »Grünen Sofa« nehmen ganz unterschiedliche Persönlichkeiten Platz. In anregenden Gesprächen verraten unsere Gäste mehr von sich selbst und ermöglichen Einblicke hinter die Kulissen.

Tomás Saraceno: Songs for the Air
Bis 31. Januar 2021
Tomás Saraceno zeigt in seiner auditiven Ausstellung »Songs for the Air« Staubpartikel in der Luft, die wir unter normalen Umständen nicht sehen, und die fein gewebten Spinnennetze von Lebewesen, die wir aus Abscheu meiden. Er thematisiert das Verhältnis zwischen Mensch und (Um-)Welt.
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Trailer zur Ausstellung

Museum A bis Z
G wie Graphische Sammlung
Die Graphische Sammlung ist eine der ältesten Sammlungen des HLMD. Sie umfasst rund 50.000 Arbeiten auf Papier: Zeichnungen, Pastelle, Aquarelle, Gouachen, mittelalterliche Handschriften und Miniaturen, Druckgraphiken, Plakate und Fotografien. Ihren internationalen Rang begründen die Altmeisterzeichnungen.
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H wie Hessisches Urpferd
Unser Kurator der Erd- und Lebensgeschichte, PD Dr. Torsten Wappler, nimmt Sie in diesem Spot »H wie Hessisches Urpferd« in die Zeit vor 48 Millionen Jahren mit. Kulisse unserer Reise ist die von Darmstadt nahgelegene Grube Messel, die fossile Schätze der letzten Millionen Jahre versteckt hält. Erfahren Sie mehr über den spektakulären Fossilfund aus dem Jahr 2015 des Urpferdchens, Propalaeotherium voigti.
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Neues Aktivblatt steht Schüler*innen und Lehrer*innen digital unter #hlmdschool zur Verfügung. Thema: Von Mammutjägern und Höhlenmalern – in der Altsteinzeit.

AUFRUF! Geburtstagspost zum 200. Museumsjubiläum des Hessischen Landesmuseums Darmstadt

Foto: Anne-Sophie Ebert
Foto: Anne-Sophie Ebert

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt feiert im Jahr 2020 sein 200jähriges Jubiläum. Großherzog Ludewig I. von Hessen-Darmstadt übergab 1820 seine Kunst- und Naturaliensammlung in das Eigentum des Staates zum – wie es im Sinne der Aufklärung beurkundet ist – »Nutzen und zur Belehrung« der Bevölkerung. Es ist mit diesem Auftrag als Bildungsinstitution eines der ältesten öffentlichen Museen in Deutschland, ja in Europa. Es reiht sich ein in die Reihe traditionsreicher Museen gleichen Alters: der Prado in Madrid feiert sein 200jähriges Bestehen in diesem Jahr und die National Gallery London wird im Jahr 2024 so weit sein.

Auch wenn unsere Jubiläumsfeierlichkeiten in diesem Jahr auf Grund der besonderen Umstände der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden können, möchten wir diesen besonderen Anlass mit Ihnen, unseren Besucher*innen, Unterstützer*innen und allen Darmstädter*innen, gemeinsam begehen. Zu seinem 200. Geburtstag freut sich das Hessische Landesmuseum Darmstadt über Ihre individuell gestaltete Glückwunschpost mit Ihren guten Wünschen für das »Geburtstagskind«.

Unter allen Einsendungen, die uns bis einschließlich Mittwoch, 1. Juli 2020, erreichen, verlosen wir als Hauptgewinne drei Ausstellungspakete: Sie erhalten freien Eintritt in eine der kommenden Sonderausstellungen, den dazugehörigen Ausstellungskatalog und einen Verzehrgutschein unseres Museumscafés. Ob Sie sich für »Carte Blanche für Tomás Saraceno«, »Peter Lindbergh: Untold Stories« oder die Ausstellung »American Heiner. Ein Mammut macht Geschichte« entscheiden, liegt ganz bei Ihnen.

Außerdem werden besonders kreative Einsendungen in der Sonderbeilage des DARMSTÄDTER ECHO am Donnerstag, 9. Juli 2020, veröffentlicht sowie auf den Onlinekanälen des Museums zu sehen sein. Von der selbstgestalteten Postkarte bis hin zum digital aufgenommenen Geburtstagsständchen – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt!

Ihre Einsendung richten Sie bitte an:
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Geburtstagspost
Abteilung Bildung und Vermittlung
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt
Oder per E-Mail an vermittlung@hlmd.de

Alternativ können Sie Ihre Post auch bei Ihrem Besuch an der Museumskasse abgeben.

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Wenn Sie am Gewinnspiel teilnehmen möchten, geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse und/oder Postadresse auf Ihrer Geburtstagspost mit an. Bei Kindern freuen wir uns zum Zweck der möglichen Veröffentlichung der Einsendung über eine Altersangabe.

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt freut sich auf Ihre Einsendungen!

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt öffnet ab dem 12. Mai mit geänderten Ausstellungslaufzeiten

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Direktor Martin Faass: »Wir freuen uns sehr, unsere Türen endlich wieder für das Publikum öffnen und damit das 200-jährige Bestehen des Museums begehen zu können! Die letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig die Kultur für das Leben der Menschen ist. Unsere Angebote in den Onlinemedien haben sich einer großen Resonanz erfreut. Jedoch lebt das Museum vom Original, von den Besucher*innen und der Begegnung. Es ist ein wichtiger gesellschaftlicher Ort für den Austausch von Ideen, Wissen und Emotionen. Wir freuen uns, für unsere Besucher*innen zurück zu sein.«

Der Museums- und Ausstellungsbetrieb wird mit Umsetzung umfassender Hygiene- und Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) aufgenommen. Die Öffnung erfolgt entsprechend eines Hygieneplans, der nach behördlichen Vorgaben entwickelt und umgesetzt wurde. Die Vorsorgemaßnahmen für den Infektionsschutz umfassen u.a. eine Besucherbegrenzung, eine angepasste Besucherführung sowie eine stündliche Reinigung neuralgischer Punkte. Die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern gilt es einzuhalten sowie einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dieser kann mitgebracht oder an den Kassen erworben werden.

Maximal 120 Besucher*innen dürfen sich zur gleichen Zeit im Haus aufhalten. In der Sonderausstellung »Kraftwerk Block Beuys« dürfen sich maximal insgesamt 20 Besucher*innen zur gleichen Zeit aufhalten, im »Block Beuys«, Karl Freund-Galerie und Sammlung Simon Spierer maximal insgesamt 40 Besucher*innen. In den Sammlungsräumen der Zoologie ist die Zahl auf maximal 40 Besucher*innen zur gleichen Zeit beschränkt.

Aus organisatorischen Gründen sind die Ausstellungsräume Laaxer Spange sowie Vor- und Frühgeschichte geschlossen, ebenso wie die Außenstelle Abteilung Schriftguss, Satz und Druckverfahren. Media- oder Audio-Guides werden aufgrund der Hygienevorschriften nicht ausgehändigt. Der Museumsshop ist weiterhin durch das Team vom Ehrenamt für Darmstadt besetzt.

Das Festprogramm zum 200-jährigen Geburtstag des Hessischen Landesmuseum Darmstadt kann aufgrund der Coronavirus Pandemie leider nicht wie geplant stattfinden. Die Ausstellung »Rembrandt Competition. Ein fürstlicher Wettstreit« entfällt. Die Präsentation zu »25 Jahre UNESCO-Weltnaturerbe – Grube Messel« ist ab dem 18. August 2020 zu besichtigen. Die Schau »Carte Blanche für Tomás Saraceno« wird verschoben auf den 25. September 2020 bis 31. Januar 2021. Ebenso verschoben wird »American Heiner. Ein Mammut macht Geschichte« auf den 26. März bis 20. Juni 2021.

Geänderte Ausstellungsübersicht für das Jahr 2020

Die aktuelle Ausstellung »Kraftwerk Block Beuys« läuft vorerst bis 24. Mai.
Die Verlängerung wird in Kürze veröffentlicht.

25 Jahre UNESCO-Weltnaturerbe – Grube Messel
Das 3D – Modell des Urpferdchens wird ab dem 18. August in der Abteilung Erd- und Lebensgeschichte zu sehen sein.
Seit 1874 entstand im Museum die älteste und eine der bedeutendsten Sammlungen von Messel-Fossilien, die aus etwa 48 Millionen Jahre alten Ölschiefern geborgen wurden. Die Messel-Sammlung ist eines der Aushängeschilder des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und ein besonderes Kulturgut des Landes Hessen. Zudem wurde die Fossilienlagerstätte Grube Messel bei Darmstadt 1995 als erstes deutsches Naturdenkmal in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen, da sie einen einzigartigen Aufschluss über die frühe Evolution der Säugetiere erlaubt. Diese Auszeichnung der Grube Messel jährt sich 2020 zum 25. Mal.
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Die Ausstellung »Carte Blanche für Tomás Saraceno« wird verschoben!
Neuer Termin: 25. September 2020 bis 31. Januar 2021

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt ist durch den »Block Beuys« eines der wichtigsten Foren für die zeitgenössische Rauminstallation. In regelmäßiger Folge wird das Museum daher aktuelle Performance- und Installationskünstler*innen einladen, um in der Nachfolge von Joseph Beuys auf 450 qm im Großen Saal aktuelle Positionen zu präsentieren. Für das Jubiläumsjahr lädt das Museum den argentinischen Künstler Tomás Saraceno ein, der mit seinen meist raumfüllenden, dreidimensionalen Raumkapseln einem internationalen Publikum bekannt ist.
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Peter Lindbergh. Untold Stories
4. Dezember 2020 bis 7. März 2021

Die Ausstellung »Untold stories« ist die erste von Peter Lindbergh selbst kuratierte Werkschau. Der 1944 geborene und in Duisburg aufgewachsene Fotograf hat zwei Jahre an der Präsentation gearbeitet. Lindberghs Zusammenstellung von 140 Arbeiten aus den frühen 1980er-Jahren bis heute ermöglicht einen eingehenden Blick auf sein umfangreiches Œuvre und lädt zum Entdecken vieler bislang unerzählter Geschichten ein. Ein Großteil der Aufnahmen wurde noch nie in Ausstellungen gezeigt; andere wurden von Zeitschriften wie Vogue, Harper’s Bazaar, Interview, Rolling Stone, W Magazine oder dem Wall Street Journal in Auftrag gegeben und veröffentlicht.
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Ausstellung »American Heiner. Ein Mammut macht Geschichte« wird verschoben!
Neuer Termin: 26 März bis 20. Juni 2021

Das Darmstädter Mammut ist ein Amerikaner und eine Sensation der Paläontologie-Geschichte: Es war 1801 das erste museal montierte Skelett eines ausgestorbenen Großsäugetieres in den USA und so bedeutend, dass der amerikanische Präsident Thomas Jefferson dessen Ausgrabung als nationale Angelegenheit betrachtete und Alexander von Humboldt es im Rahmen seiner Amerikareise in Philadelphia besuchte. Das Skelett kam 1854 auf Umwegen nach Darmstadt. Seit über hundertfünfzig Jahren ist es damit Darmstädter oder wie man hier sagt: ein echter »Heiner«.
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Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

Hessische Landesmuseen Wiesbaden, Darmstadt und Kassel öffnen ihre Pforten am 12. Mai 2020

Museum Wiesbaden Noch bis 2.8.2020 Ludwig Knaus Ausstellung  © Foto: Diether v Goddenthow
Museum Wiesbaden Noch bis 2.8.2020 Ludwig Knaus Ausstellung © Foto: Diether v Goddenthow

Die drei hessischen Landesmuseen haben den gemeinsamen Entschluss gefasst, ab kommenden Dienstag den Publikumsverkehr wieder aufzunehmen. Veranstaltungen, museumspädagogische Angebote oder Führungen können weiterhin nicht stattfinden. Zum internationalen Museumstag eröffnet das Museum Wiesbaden die große naturhistorische Sonderausstellung „Schmetterlingen auf der Spur – Mit Illustrationen von Johann Brandstetter“ (17. Mai 2020 – 31. Januar 2021).

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums Wiesbaden freuen sich, ab Dienstag erneut Gäste in den Ausstellungsräumen willkommen zu heißen. Ein Bündel an Maßnahmen zur Lenkung der Besucherströme und Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen machen die Öffnung möglich.

Damit die Gäste stets einen Abstand von 1,5 Metern wahren können, wurde eine gesonderte Besucherführung konzipiert. Es besteht ferner Masken-pflicht für alle Besucher und die Aufsichten. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf mehreren tausend Quadratmetern Ausstellungsfläche verteilen. Entsprechend den Standards des Einzelhandels, darf einer Person je 20 Quadratmetern Grundfläche der Zugang gewährt werden. Der Einlass zu bestimmten Ausstellungsbereichen ist begrenzt. Wir bitten um Verständnis, wenn es bei hohem Besucherandrang zu temporären Schließungen kommen kann. Zu den getroffenen Hygienemaßnahmen zählt die Installation von Desinfektionsmittelspendern in den zentralen Bereichen des Museums, erhöhte Reinigungs- und Desinfektionsintervalle sowie die Montage von Plexiglasscheiben im Kassenbereich. Das Museums-café ,Café Mechtild‘ ist weiterhin geschlossen.

Im Vorfeld ihres Besuchs können sich die Besucherinnen und Besucher auf der Website des Museums darüber im Detail informieren.

„Endlich können die vielfältigen Exponate des Museums Wiesbaden wieder im Original betrachtet werden, nachdem sich unsere Besucher nun so lange Zeit mit digitalen Stellvertretern begnügen mussten“, freut sich Dr. Andreas Henning, Direktor des Museums Wiesbaden. „Und bitte nicht vergessen, die Zeichenutensilien einzupacken, denn unsere Hands-on-Angebote können wir im Moment aus hygienischen Gründen nicht anbieten. Wer einen Seestern zeichnen, eine Gemälde von Knaus skizzieren oder seinen persönlichen „Lebensmenschen“ mit einem Gedicht oder Porträt im Gelben Salon feiern möchte, sollte unbedingt Zeichenblock und Stifte mitbringen.“

Das für den 5. April 2020 geplante Ausstellungsprojekt „Schmetterlingen auf der Spur – Mit Illustrationen von Johann Brandstetter“ kann zum internationalen Museumstag am 17. Mai eröffnen. Die Sonderausstellung führt bis zum 31. Januar 2020 in die Vielfalt, das Leben und die Besonderheiten der immer seltener werdenden Tag- und Nachtfalter ein.

Mit der Wiedereröffnung des Museums ist nun auch die Sammlungspräsentation „Jan Thomas – Kirchensaal. Intervention mit Kleinplastik“ zu sehen, auf die Studienausstellung „Bibliothek der Bäume“ muss dagegen noch etwas gewartet werden. Über die Verlängerungen der laufenden Sonderausstellungen „Ludwig Knaus – Homecoming“ und der großen Expressionistenschau „Lebensmenschen – Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin“ wird derzeit verhandelt.

Museum Wiesbaden
Hessisches Landesmuseum
für Kunst und Natur
Friedrich-Ebert-Allee 2
65185 Wiesbaden
www.museum-wiesbaden.de

Zur Öffnung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt