Kategorie-Archiv: Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Wiederaufnahme öffentlicher Veranstaltungen im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

Bergkristall in Paragenese mit Pyrrhotin und Siderit Minas Gerais Dudeste © HLMD Foto W. Fuhrmannek
Bergkristall in Paragenese mit Pyrrhotin und Siderit Minas Gerais Dudeste © HLMD Foto W. Fuhrmannek

Nach einer langen, Pandemie bedingten Pause nimmt das Hessische Landesmuseum Darmstadt die öffentlichen Führungsangebote sowie andere öffentliche Veranstaltungsreihen für die Besucher*innen wieder in das Vermittlungsprogramm auf.

Am Sonntag, dem 22. August 2021, 15.00 Uhr, startet der freie Kulturvermittler Diplom Geologe Marco Kollbacher mit einem Rundgang in der Erd- und Lebensgeschichte: »Kostbarkeiten aus der Natur – Die Mineralien-Sammlung des HLMD«

Zur aktuell laufenden Ausstellung »Joseph Beuys. Ulysses« bietet das Museum eine Vortragsreihe an, um das Zeichnungskonvolut des Künstlers Joseph Beuys, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, den Besucher*innen aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven näher zu bringen.

Folgende öffentliche Veranstaltungen erwartet das Publikum in der kommenden Wochen:

Öffentliche Führungen:
12.09.2021, 11.30 – 12.30 Uhr
Öffentliche Führung am Tag des offenen Denkmals und »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«
»Alfred Messels Museumsbau für den Großherzog«
mit Hannes Pflügner, M. A.

12.09.2021, 15.00 – 16.00 Uhr
Öffentliche Führung am Tag des offenen Denkmals und »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«
»Alfred Messels Museumsbau für den Großherzog«
mit Hannes Pflügner, M. A.

19.09.2021, 15.00 – 16.00 Uhr
Öffentliche Kuratorenführung
»Joseph Beuys. Ulysses«
mit Dr. Mechthild Haas

Kosten: Eintritt zzgl. 2 Euro Führungsgebühr, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, ohne Vorreservierung

Öffentliche Vorträge zur Ausstellung »Joseph Beuys. Ulysses«

01.09.2021, 18.00 – 19.30 Uhr
»Die Heldenreise – ein antiker Mythos in der Kunst«
Vortrag von Dr. Jessica Schmidt, wissenschaftliche Mitarbeiterin HLMD

08.09.2021, 18.00 – 19.30 Uhr
»Zeichnen ist Denken – Joseph Beuys verlängert den ‚Ulysses'“
Vortrag von Dr. Mechthild Haas, Kuratorin der Ausstellung

15.09.2021, 18.00 – 19.30 Uhr
»Zeichnungen in der Digitalen Transformation – am Beispiel von Joseph Beuys«
Vortrag von Martin Menz, Leiter der Digitalisierungsabteilung am HLMD

22.09.2021, 18.00 – 19.30 Uhr
»Joyce in Art: Joseph Beuys‘ zentraler Ort in der künstlerischen Rezeption von James Joyce«
von Prof. Dr. Christa-Maria Lerm Hayes, Amsterdam

Kosten: ab 30 Min. vor Beginn 3 Euro pro Teilnehmer anstatt des vollen Museumseintritts, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, ohne Vorreservierung

Zu Ihrem Schutz gelten nach wie vor folgende relevante Regelungen:
Für die Teilnahme an öffentlichen Führungen max. 9 Teilnehmer*innen pro Führung, Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, Einhaltung des Mindestabstands

Für den Besuch öffentlicher Vorträge
Aufgrund der Einhaltung des Mindestabstands nur begrenzte Sitzplätze , Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, Einhaltung des Mindestabstands

Ggf. wird in der nächsten Zeit die Nachweispflicht für Geimpfte, Genesene und getestete Besucher*innen wieder eingeführt. Hierfür bitten wir Sie, sich über die aktuellen Bestimmungen auf der Museumshomepage unter www.hlmd.de zu informieren und, wenn erforderlich, dann Ihre Nachweise an der Kasse vorzulegen.

Weitere Informationen

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (HLMD)
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt
T 06151 1657-000
info@hlmd.de

Joseph Beuys. Ulysses vom 30. Juni bis 26. September 2021 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

© Hessisches Landesmuseum Darmstadt
© Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Wenn ein Jahrhundert-Roman von einem Ausnahmekünstler fortgesetzt wird, lässt das aufhorchen. »Joseph Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den Ulysses um sechs weitere Kapitel« ist der Titel einer Arbeit, die Joseph Beuys in den Jahren 1957 bis 1961 geschaffen hat. Sie umfasst sechs Hefte im DIN A5-Format mit 750 Seiten und 355 Zeichnungen in Bleistift und teilweise in Wasserfarben. Noch zu Lebzeiten hatte der Künstler zu Präsentationszwecken die Hefte 1 und 2 aufbinden lassen, während die Hefte 3, 4, 5 und 6 bis heute im Originalzustand erhalten sind. Zwar gehören die sechs Hefte seit 1996 zum Bestand der Graphischen Sammlung am Hessischen Landesmuseum Darmstadt, jedoch sind sie, da unveröffentlicht, weitestgehend unbekannt geblieben.

Das Ulysses-Zeichnungs-Konvolut entstand in der Zeit nach dem Ende von Beuys’ Bildhauer-Studium und bevor der Künstler 1961 den Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf übernahm. Es ist »Beuys vor Beuys«, dem wir hier begegnen in einer Phase intensiver künstlerischer Reflektion und Neuorientierung. Damals zog sich Beuys für einige Monate aufs Land zurück, um sich der Feldarbeit zu widmen. In den Jahren 1957 bis 1961 schuf Beuys seine zwei wesentlichen Zeichnungskonvolute: die »4 Bücher aus ›Projekt Westmensch‹« sowie die sechs Hefte »Joseph Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den Ulysses um sechs weitere Kapitel«. Mit beiden Werken formulierte Beuys Grundelemente seiner künstlerischen Praxis, die ihm als Quellen der Reflexion dienen und aus denen er fortan schöpfen sollte.

Die sechs »Ulysses«-Hefte mit ihren ›ultravisiblen‹ Zeichnungen sind ein bislang noch unbekanntes Highlight in Beuys‘ künstlerischem Werk. In der Ausstellung sind nicht nur die originalen Hefte mit ihren aufgeschnittenen Zeichnungsblättern zu sehen, sondern alle derzeit zur Verfügung stehenden medialen Vermittlungsmöglichkeiten werden eingesetzt, um das gesamte Zeichnungskonvolut zu vergegenwärtigen. Wir danken dem Nachlass Joseph Beuys, Düsseldorf, für die Erlaubnis, die sechs Hefte in der Ausstellung in dieser Form reproduzieren und zeigen zu dürfen. Anlässlich des 100. Geburtstages von Joseph Beuys (1921-1986) vergegenwärtigt die Ausstellung »Joseph Beuys. Ulysses« alle sechs Hefte sowohl analog wie auch digital. Beuys‘ immenses Potential an künstlerischen Vorstellungen und Energien, das bislang zwischen den schwarzen Kladden verschlossen und verborgen war, wird somit offengelegt und in Gänze erstmals optisch zugänglich gemacht.

Eva Claudia Scholtz, Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung: »Im Jahr 1996 hat die Hessische Kulturstiftung Joseph Beuys‘ sechs Ulysses-Hefte für das Hessische Landesmuseum in Darmstadt erworben. Dass der gesamte Ulysses heute, im 100. Geburtsjahr Joseph Beuys‘, dank neuer technischer Möglichkeiten während der Ausstellung »Joseph Beuys. Ulysses« für jedermann und vollständig zugänglich ist, scheint mir ein besonderer Grund zur Freude und eine einmalige Gelegenheit für einen Besuch in Darmstadt zu sein! In James Joyce‘ Ulysses entdeckte Beuys für sich die heilende Kraft der Kunst. Sie konzentrierte sich im mäandernden Bewusstseinsstrom des Romans. Joseph Beuys verschränkt in seinem Ulysses den eigenen Gedankenfluss mit Joyce‘ Werk und durchstreift das kreative und gestalterische Potenzial unseres Denkens.«

Ausschließlich hier in dieser Ausstellung besteht die Chance, das Werk »Joseph Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den Ulysses um sechs weitere Kapitel« auf diese Weise zu sehen und zu studieren: Alle originalen sechs Hefte liegen in Vitrinen und die aufgeschnittenen Seiten von Heft 1 und die Doppelblätter von Heft 2 sind gerahmt ausgestellt. In einem riesigen Oberlichtsaal ist das komplette Werk mit seinen 750 Seiten und 355 Zeichnungen in 4,5 fach vergrößerten Ausdrucken an den Wänden tapeziert. Zudem wird in einem speziell verdunkelten Ausstellungsraum eine virtuelle immersive Begegnung mit Joseph Beuys‘ zeichnerischem Œuvre möglich. Die Besucher*innen können Dank einer digitalen interaktiven Animation, die auf Basis modernster Scanverfahren entwickelt wurde, in den Heftseiten blättern und zoomen, als würden sie in Beuys‘ Zeichnungen wandeln und in des Künstlers Gedanken blicken.

»Mit dem »Ulysses«-Zeichnungskonvolut hat Darmstadt neben dem »Block Beuys« ein zweites internationales Highlight von Joseph Beuys. Unsere Ausstellung ist ein herausragender Beitrag zum Beuys-Jubiläum und wirft ein weiteres Schlaglicht auf unsere bedeutende Sammlung.«, sagt Direktor Dr. Martin Faass.

Die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Mechthild Haas, ergänzt: »Die »Ulysses«-Zeichnungen sind evolutiv, es geht um Durchdringung, Wandel und Veränderung. Zeichnend entfaltet Joseph Beuys in den sechs Heften sein Denken, es ist ein faszinierendes Reservoir an Themen und Motiven, das Basismaterial seiner künftigen künstlerischen Arbeit.«

Auch der Autor James Joyce (1882-1941) und sein Ulysses-Manuskript, das im Jahr 1922 als Buch erschien, sind in der Ausstellung Thema. Insbesondere Joyce’s vielstufige Schreibgenese wird vermittelt. Im nichtlinearen Sprachstrom des Romans spiegelt sich der Bewusstseinsstrom seiner Protagonisten mit allen ihren Assoziationen, Erinnerungsfetzen und Vorstellungen wider. Ohne dass sie erzählerisch entfaltet sind, erscheinen überall Dutzende von Themen als Motive und sind als Motivcluster in wechselnder Akzentuierung und Dynamik miteinander verstrebt.

Die Ausstellung »Joseph Beuys. Ulysses« bietet den Besucher*innen die einzigartige Möglichkeit, dem Kosmos nachzuspüren, den Beuys in seinen sechs Heften in Anlehnung an James Joyce und dessen Roman »Ulysses« entwickelt hat.

Ein Bestandskatalog der sechs Hefte ist in Vorbereitung und erscheint im Schirmer/Mosel Verlag, München.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
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Ich. Max Liebermann Ein europäischer Künstler vom 8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

© HLMD
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Das Hessische Landesmuseum Darmstadt zeigt vom 8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 ganz besondere Schätze aus dem vielfältigen Werk des Künstlers Max Liebermann (20. Juli 1847 – 8. Februar 1935), welche sich bisher nie in dieser Fülle und Exklusivität zusammengefunden haben. Was die Ausstellung »Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Maler« so kostbar macht, ist nicht bloß die Vielzahl der gezeigten Werke, sondern die hohe Qualität, die sich in ihren Stücken manifestiert. Dies ist zahlreichen Leihgeber*innen zu verdanken, wie u.a. Musée d’Orsay Paris, Kunstmuseum Den Haag, Teylers Museum Amsterdam, Musée des Beaux-Art Dijon, der Kunststiftung Kurt und Barbara Alten Ascona und zahlreichen deutschen Sammlungen.

»Wir freuen uns außerordentlich, dass Museumskolleg*innen und Privatsammler*innen unser Ausstellungskonzept so schätzen, dass sie uns mit vielen wertvollen Leihgaben unterstützen und auf diese Weise eine ganz besondere Ausstellung möglich machen.«, sagt der Kurator Dr. Martin Faass.

Einen starken audiovisuellen Eindruck liefert Ihnen der erste Ausstellungs-Teaser, welchen Sie auf unseren Sozialen Medien (@hlmd) oder hier abrufen können: https://www.youtube.com/watch?v=1MkL12OPoZM

Als fortschrittlicher Vernetzer von internationalen Kunstschaffenden zog Max Liebermann weite Kreise nach sich und galt als verbindendes Glied, der die deutsche mit der französischen und holländischen Kunst auf eindrucksvollem Wege vereinte. Die Ausstellung thematisiert Liebermanns Auseinandersetzung mit seinen Vorbildern, zu denen unter anderem Jean-François Millet und Rembrandt van Rijn gehören, und ermöglicht eine direkte Gegenüberstellung zu ihnen. Liebermanns Kunst wurde seinerzeit als Bedrohung der nationalen Identität gelesen und somit von reaktionären Kritikern als Schund abgetan. Doch Max Liebermann setzte sich über diese Bewertung hinweg: Er hat den Realismus beeinflusst, den deutschen Impressionismus geprägt und die deutsche Kunst maßgeblich bestimmt. Aber wer war er wirklich?

Wie kann ein streng erzogener Sohn einer großbürgerlichen Familie um 1900 die Motive fernab seines Lebensalltags malen, als stünde ihm sonst nichts näher? Auf seinen Leinwänden zeigt er Arbeiter*innen, Bauern und Näherinnen und auch mal einen Papageienmann oder die Sommerfrische am Strand. Max Liebermann sah alles und er wählte selbst, was er malte.

Wer sich auf Max Liebermanns Bilder einlässt, kann sich von dessen Euphorie für das Alltägliche, für das Moderne, für die kosmopolitische Vernetzung und die Art von Weltsicht mitreißen lassen.

Die Ausstellung entsteht als Kooperationsprojekt des Hessischen Landesmuseums Darmstadt mit dem Kunstpalast Düsseldorf. Die erste Station in Darmstadt steht unter der kuratorischen Leitung von Dr. Martin Faass, Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und Gründungsdirektor der Liebermann Villa in Berlin-Wannsee. Faass zählt zu den herausragenden Kennern von Liebermanns Werk. Durch seine langjährige Expertise ist er prädestiniert, das Œuvre Liebermanns neu zu beleuchten.

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Wiedereröffnung – Ab dem 12. März 2021 ist das Hessische Landesmuseum Darmstadt wieder geöffnet!

Hessisches Landesmuseum Darmstadt © Foto Diether v. Goddenthow
Hessisches Landesmuseum Darmstadt © Foto Diether v. Goddenthow

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt ist ab dem 12. März 2021 wieder geöffnet. Die aktuellen Sonderausstellungen »Tomás Saraceno: Songs for the Air« ist bis zum 28. März 2021 verlängert, »Peter Lindbergh: Untold Stories« bis zum 18. April 2021. Die Präsentation »Urpferd 2.0« ist noch bis 25. April 2021 zu besichtigen. Der Museumsbesuch kann ausschließlich nur nach Buchung eines Online-Zeitfenstertickets oder telefonischer Anmeldung erfolgen.

Direktor Martin Faass: »Wir freuen uns sehr, unsere Türen endlich wieder für das Publikum öffnen zu können! Die letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig die Kultur für das Leben der Menschen ist. Unsere neuen Angebote in den Onlinemedien haben sich einer großen und positiven Resonanz erfreut. Jedoch lebt das Museum vom Original, von Besucher*innen und der Begegnung. Es ist ein wichtiger gesellschaftlicher Ort für den Austausch von Ideen, Wissen und Emotionen. Wir freuen uns, für unsere Besucher*innen zurück zu sein.«

Der Museums- und Ausstellungsbetrieb wird mit Umsetzung umfassender Hygiene- und Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus aufgenommen. Die Öffnung erfolgt entsprechend eines Hygieneplans, der nach behördlichen Vorgaben entwickelt und umgesetzt wurde. Die Vorsorgemaßnahmen für den Infektionsschutz umfassen u.a. eine Besucherbegrenzung, eine angepasste Besucherführung sowie eine regelmäßige Reinigung neuralgischer Punkte. Die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern gilt es einzuhalten sowie einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dieser kann mitgebracht oder an den Kassen erworben werden.

Maximal 120 Besucher*innen dürfen sich zur gleichen Zeit im Haus aufhalten. In der Sonderausstellung »Peter Lindbergh: Untold Stories« dürfen sich maximal insgesamt 30 Besucher*innen zur gleichen Zeit aufhalten, im »Block Beuys« und Sammlung Simon Spierer maximal insgesamt 40 Besucher*innen. In den Sammlungsräumen der Zoologie ist die Zahl auf maximal 40 Besucher*innen zur gleichen Zeit beschränkt (Der Dioramengang ist vom 15. – 17. März 2021 wegen aktuellen Arbeiten geschlossen.).

Der Museumsshop ist ausschließlich für die Besucher*innen mit einem gültigen Ausstellungsticket zugänglich, das Museumscafé bleibt vorerst geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleibt vorerst die Außenstelle Abteilung für Schriftguss, Satz und Druckverfahren.

Buchungslinks befinden sich auf der Museums-Homepage www.hlmd.de.

Täglich zwischen 10 – 12 Uhr besteht auch die Möglichkeit, sich unter der Telefonnummer 06151 / 1657001 anzumelden.

Über weitere Entwicklungen informiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt tagesaktuell über seine Homepage und die Sozialen Medien.

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Digitale Angebote von Museen, Schlössern und Gärten als Alternative im Lockdown – Hessische Landeseinrichtungen ermöglichen Kunst und Kultur auch online

© tussenkunstenquarantaine
© tussenkunstenquarantaine

Wiesbaden. Vielen Familien fällt in der Corona-Krise die sprichwörtliche Decke auf den Kopf, weil Sport, Kino und viele andere Freizeitbeschäftigungen derzeit wegfallen. Was also tun, wenn nach dem Home Schooling die Langeweile dräut? Alternativen zu Fernsehen, Computerspielen und TikTok-Gealber bieten die hessischen Landesmuseen, Schlösser und Gärten an – vom virtuellen Besuch per 360-Grad-Aufnahme über Mitmachaktionen bis zur kuratierten Führung per YouTube. Und viele der Parks und Gärten kann man auch noch ganz in echt besuchen.

„Digitale Formate können vielen Menschen gerade jetzt in der Pandemie den Zugang zu Kulturgütern erleichtern oder neu eröffnen, weil sie unabhängig von Zeit und Raum zugänglich sind. Zugleich helfen neue Formate, Zusammenhänge zu erklären – das ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Strategie für eine Digitalisierung mit Sinn und Verstand im Kulturbereich“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. Hessen hat zur Unterstützung der Digitalisierung in den Museen, denkmalgeschützten Gebäuden und Gärten sowie den Archiven des Landes 2020 zehn neue unbefristete Stellen eingerichtet und drei Millionen Euro für die Digitalisierung dieser Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Weitere Stellen und Mittel sind für 2021 geplant.

„Unsere Bündelungsfunktion bei der Digitalisierung zeigt sich auch im Kulturbereich. Aufgrund des fortschreitenden digitalen Wandels erwarten die Bürgerinnen und Bürger aber auch unabhängig von der aktuellen Situation entsprechende digital gestützte Angebote der Kultureinrichtungen und deren kontinuierlichen Ausbau. Ich freue mich sehr, dass es dank der geschaffenen Stellen gelingt, die Kultureinrichtungen dabei zu unterstützen, auch zukünftig ihre Angebote fortzuführen und ausbauen zu können“, betonte Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt,

© Foto Diether v. Goddenthow-
© Foto Diether v. Goddenthow-

gerade 200 Jahre altgeworden, zeigt in der Videoserie „Museum A bis Z“ kurze Clips zu jedem Buchstaben des Alphabets mit spannenden Fakten von A wie Architektur über I wie Insekten bis Z wie Zeitalter. Zur Ausstellung über den Künstler Tomás Saraceno gibt es ein virtuelles Rahmenprogramm, unter anderem mit der Filmreihe „Tomás Saraceno im Gespräch mit…“. Und alle zwei Monate lädt das Museum zum Plausch auf dem Grünen Sofa ein: ein Podcast mit Museumsdirektor Dr. Martin Faass, Künstlerinnen und Künstlern und vielen Expertinnen und Experten. hlmd.de/vermittlung

Die Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk) bündelt im digitalen Kulturlieferdienst „Kultur & Co“ viele Reisewege durch die Kunstgeschichte über Social-Media-Kanäle und Website der mhk. So lädt die mhk in der weltweiten Mitmach-Aktion #tussenkunstenquarantaine dazu ein, Kasseler Kunstwerke zuhause nachzustellen. 360-Grad-Aufnahmen beamen Userinnen und User vor Schloss Wilhelmshöhe oder die Orangerie, und sie können durch eine 3D-Rekonstruktion des Marmorbades wandeln. Die Augmented-Reality-App bringt umgekehrt den Apoll aus der Antikensammlung ins heimische Wohnzimmer. Die Parks der MHK laden zu abenteuerlichen Spaziergängen ein. Dafür gibt es Entdecker-Karten und Rallyes mit spannenden Aufgaben, Spielen und Infos gerade für Familien – mit Abstand zu anderen Parkbesuchern, versteht sich. museum-kassel.de

Auch die Staatlichen Schlösser und Gärten bieten interaktive Rallyes an, so genannte „Bounds“. Im Prinz-Georg-Garten Darmstadt etwa zu den Themen „Geometrie im Garten“, „Mein Essen wächst im Supermarkt“ und „Blüte, Biene, Birne!“ Dass Schülerinnen und Schüler hier ihre Geometriekenntnisse trainieren, ihr Wissen zur Bestäubung von Pflanzen vertiefen oder sich mit der Frage beschäftigen, wo unser Essen herkommt, merken sie bei all dem Spaß gar nicht. Ende Februar kommt ein Bound zu Bienen und Blüten im Konventgarten des Klosters Seligenstadt hinzu. All das funktioniert per Smartphone oder Tablet über die kostenfreie App Actionbound. schloesser-hessen.de/darmstadt/actionbound-ralleys.html

Das Museum Wiesbaden lädt dazu ein, passend zur ab März

© Foto Diether v. Goddenthow-
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geplanten naturhistorischen Ausstellung „Kristalle – Von Diamant bis Gips“ Fotos von Höhlen einzusenden, die zuhause aus Kissen und Decken, Stühlen, Tischen und Kartons entstehen. Auch Alexej von Jawlenskys berühmtes Gemälde „Dame mit Fächer“ regt zum Nachbau an, ob aus Gemüse, Tüchern, Papierschnipseln oder in Verkleidung aus der Karnevalskiste (museum-wiesbaden.de/familien). Ernsthafter ist die Online-Kuratorenführung durch die Winterausstellung „August Macke – Paradies! Paradies?“ mit Kurator Dr. Roman Zieglgänsberger am 4. Februar per YouTube. Zuschauerinnen und Zuschauer können im Chat Fragen stellen. museum-wiesbaden.de/macke

Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen gehört zur Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL), die eine umfangreiche Website für Kinder und Jugendliche erarbeitet hat. Die crossmediale Ausstellung denkmal-europa.de ermöglicht es allen, spielerisch im eigenen Tempo das baukulturelle Erbe zu erforschen. Im Hintergrund steht die Frage: Was hat das alles mit mir zu tun? Die zum Weltkindertag im September 2020 präsentierte Seite hat den Europa Nostra Award und den Grimme Online Preis erhalten. Als analoge Ergänzung gibt es ein Workbook zum Selbermachen und Weiterlesen, auch im Klassensatz. www.denkmal-europa.de

Die Keltenwelt am Glauberg präsentiert schon seit Dezember 2020 unter dem Navigator „Keltenwelt-digital“ einen Teil ihrer Objekte in 3D. Langfristig sollen hier neben den Funden vom Glauberg auch Fundstücke aus ganz Hessen zu sehen und zu betrachten sein – das ist für die Forschung interessant, lädt aber auch einfach zum Stöbern und Staunen ein. keltenwelt-glauberg.de/

© Foto Diether v. Goddenthow-
© Foto Diether v. Goddenthow-

Auch das Römerkastell Saalburg zeigt seine Sammlung digital auf der Website. In 3D-Modellen, hochauflösenden Fotos und Videos wird die Welt der Römerinnen und Römer lebendig – für Asterix-Fans hochinteressant. www.saalburgmuseum.de

Hessisches Landesmuseum Darmstadt – Highlights 2021 nach dem Lockdown

© Foto Diether v. Goddenthow-
© Foto Diether v. Goddenthow-

Bis zur Wiedereröffnung warten auf Besucher spannende Highlights 2021. Die Ausstellungen wurden entsprechend verlängert

Tomás Saraceno: Songs for the Air
Verlängert bis 28. März 2021

Peter Lindbergh: Untold Stories
Verlängert bis 18. April 2021

Urpferd 2.0 – 25 Jahre UNESCO-Welterbe Grube Messel
Bis 25. April 2021

Weitere Highlights:
Joseph Beuys. Ulysses
13. Mai bis 1. August 2021

Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Künstler
8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022

 

logo-gruenes-sofaZudem lädt das Hessische Landesmuseum jetzt ein zur 2. Folge des Museumspodcasst »Das Grüne Sofa«: Martin Faass im Gespräch mit Julia von Boehm

In unserer neuen Podcast-Folge begrüßen wir die weltweit erfolgreiche Stylistin Julia von Boehm, die unter anderem für Lancôme, die Vogue und Harper’s Bazaar tätig ist. Sie kleidet in Hollywood prominente Schauspielerinnen wie Nicole Kidman und Kate Winslet ein und ist Mode – Direktorin des Magazins »InStyle«. Auf dem »Grünen Sofa« verrät sie mehr über die enge Zusammenarbeit mit dem berühmten Fotografen Peter Lindbergh. Sobald wir das Museum wir wieder öffnen dürfen, zeigen wir bis zum 18. April die Ausstellung »Untold Stories«, eine herausragende Werkschau, die von Peter Lindbergh selbst kuratiert wurde.

Zum Podcast
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Neuer Clip zur Reihe »Museum A bis Z«
Unsere Kollegin Petra Achternkamp, die bei uns im Museum für die Restaurierung von Skulpturen verantwortlich ist, stellt Ihnen das besondere Material »Kork« vor. In dem Clip präsentiert sie die Restaurierungsarbeiten der wertvollen Serie an Korkmodellen, die der bekannte Korkbildhauer Antonio Chichi (1743 – 1816) erstellte.

»Museum A bis Z«.

Zu allen bislang veröffentlichen Videos
Clip: © art / beats, Berlin
Gestaltung: StudioKrimm, Berlin

Schenkung einer Sammlung von Fossilien und Mineralien für das Hessische Landesmuseum Darmstadt

Dr. Gabriele Gruber und Dr. Martin Faass vor dem Sclerocephalus (Urluch) aus dem Perm (270 Mio.) des Saar Nahe Beckens. Foto: © HLMD
Dr. Gabriele Gruber und Dr. Martin Faass vor dem Sclerocephalus (Urluch) aus dem Perm (270 Mio.) des Saar Nahe Beckens. Foto: © HLMD

Ein großartiges Geschenk beschert der Sammler Dr. Christian Heid dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt: eine Sammlung von bedeutenden Fossilien und Mineralien.

Im Januar 2020 übergab Dr. Christian Heid, Frankfurt am Main, eine größere Sammlung von Fossilien und Mineralien an das Museum. Bereits vor einigen Jahren hatte Dr. Heid die Zukunft seiner Sammlung in einem Testament geregelt, in dem er das Hessische Landesmuseum Darmstadt (HLMD) und der Bayrischen Staatsammlung für Paläontologie und Geologie (BSPG) als Erben eingesetzt hatte. Inzwischen im Alter von 92 Jahren, hat er sich entschieden, seine Sammlung bereits zu Lebzeiten an die beiden Institutionen abzugeben. Zuvor hatte Herr Dr. Heid schon seit 2006 fast jährlich Mineralien und Fossilien dem Haus gespendet, ein Teil ist in der aktuellen Dauerausstellung zu sehen.

»Für die großzügige Spende von Fossilien und Mineralien zugunsten unserer Naturgeschichtlichen Abteilung bedanken wir uns sehr herzlich bei Dr. Heid.«, sagt Museumsdirektor Dr. Martin Faass. »In diesen Zeiten geringer Ankaufsetats für Museen, ist ein derartiges Geschenk ein besonderes Ereignis, wir freuen uns sehr!«

»Die Freude ist umso größer«, ergänzt die Leiterin der Naturgeschichtlichen Abteilung Dr. Gabriele Gruber, »wenn uns so schöne und seltene Objekte zum Geschenk gemacht werden, wie in diesem Fall. Die nicht nur eine wichtige Bereicherung für unsere Sammlungen darstellen, sondern unsere Besucher*innen auch mit ihrer Pracht und Anmut ebenso bezaubern werden wie uns.«

Der Bandbreite des Interesses von Dr. Heid entsprechend, sind Mineralien aus aller Welt. Bei den Fossilien von Pflanzen über Wirbellose (z. B. Ammoniten, Crinoiden) bis zu Wirbeltieren (z.B. diverse Fische) nahezu alle Organismengruppen vertreten. Seine schönsten Fossilien schmückten viele Jahre eine große Wand des Wohnzimmers der Familie Heid, darunter zahlreiche Fossilien aus den oberjurassischen Plattenkalken der Region Solnhofen-Eichstätt, Fischfossilien aus dem eozänen Ölschiefer der Grube Messel oder Fossilien aus dem Posidonienschiefer von Holzmaden.

Dr. Heid hatte seine Sammlung seit den 1970er Jahren kontinuierlich aufgebaut, insbesondere durch Erwerbungen auf Fossilienmessen wie jenen in Frankfurt, Stuttgart und München, aber auch auf kleineren Börsen. Teilweise fuhr er direkt in die Fundregionen, um vor Ort nach Fossilien zu suchen oder von Händlern nahe den Steinbrüchen Fossilien zu kaufen. In vorbildlicher Weise wurden die Daten zu den Erwerbungen auf Karteikarten festgehalten.

Am 16. Januar 2020 wurde die mehrere hundert Stücke umfassende Sammlung zwischen den beiden bedachten Institutionen aufgeteilt. Bei der Frage der Aufteilung wurde der Anregung von Dr. Heid gefolgt, beide Institutionen durften nacheinander abwechselnd ein Sammlungsstück aussuchen. Wer beginnen durfte, entschied das Los mittels Wurf einer Münze. Das HLMD durfte anfangen; rasch wurde zwischen den Parteien ein Konsens gefunden und ging auf die Wünsche und Sammelschwerpunkte der jeweils anderen Institution ein. Letztendlich wurde die Sammlung von Dr. Heid einvernehmlich und zu aller Zufriedenheit unter den zwei Institutionen aufgeteilt.

Um eine neue Sammlung in die Bestehende zu integrieren bedarf es geraume Zeit, da in der Fachabteilung alle Objekte inventarisiert und digitalisiert werden, in der Fotoabteilung werden sie fotografiert (inkl. Bildbearbeitung) und in der Verwaltung wird jedes Objekt in der Anlagenbuchhaltung erfasst.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
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64283 Darmstadt
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Ich, Max Liebermann! Ein europäischer Künstler vom 8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

Max Liebermann, Garten mit bluehenden Sonnenblumen, 1895 © Kulturstiftung Kurt und Barbara Alten, Museo Castello San Materno, Ascona
Max Liebermann, Garten mit bluehenden Sonnenblumen, 1895 © Kulturstiftung Kurt und Barbara Alten, Museo Castello San Materno, Ascona

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt präsentiert eine umfassende Ausstellung mit herausragenden und zum Teil nie öffentlich gezeigten Leihgaben aus Privatbesitz zu einem der beim Publikum beliebtesten Künstler: Max Liebermann (20. Juli 1847 – 8. Februar 1935).

Kaum ein Künstler seiner Zeit ist in deutschen Museen und Ausstellungshäusern so allgegenwärtig wie Max Liebermann. Seine Rolle als Wegbereiter der Moderne und wichtigster Vertreter des deutschen Impressionismus ist oft beschrieben worden.

Kaum Beachtung fand hingegen, dass es der internationale Fokus seines Schaffens und seine damit verbundene europaweite Vernetzung waren, die Liebermann zum bedeutendsten Erneuerer der deutschen Kunst im 19. Jahrhundert werden ließen.

Liebermann war ein bestens vernetzter Maler. Er feierte in Paris seine ersten Ausstellungserfolge, wurde von Künstlern wie Vincent van Gogh und Edgar Degas bewundert und war mit dem schwedischen Maler Anders Zorn und französischen Kollegen Jules Bastien-Lepage befreundet. Durch sein internationales Netzwerk und den starken Einfluss der französischen wie holländischen Kunst manifestieren sich in seinem Werk zentrale Themen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Die Fragen nach dem Verhältnis der eigenen Kultur zu anderen, nach der kosmopolitischen Integrationskraft von Kunst und Kultur sowie nach der Stellung jüdischer Künstler in der Gesellschaft.

Max Liebermann, Papageinmann, 1900 – 1901, Öl auf Leinwand, Privatbesitz
Max Liebermann, Papageinmann, 1900 – 1901, Öl auf Leinwand, Privatbesitz

Gleichzeitig lässt sich an Liebermanns Werkentwicklung das moderne Phänomen einer international orientierten fortschrittlichen Kunst erkennen. Sie wurde von reaktionären Kritikern als Bedrohung der nationalen Identität zurückgewiesen – Aspekte, die mit neuer Vehemenz aktuell sind. Diese Lücke möchte die große Schau »Ich, Max Liebermann! Ein europäischer Künstler« anhand von über 100 Gemälden und Arbeiten auf Papier schließen. Sie betrachtet den Maler im internationalen Kontext und zeichnet seine vielschichtigen Verbindungen zu den verschiedenen künstlerischen Zentren in Europa nach.

Liebermanns künstlerisches Denken durchlief eine Metamorphose, die von der Auseinandersetzung mit den Alten Meistern hin zur freien Landschaftsmalerei, vom Realismus über den Impressionismus bis hin zur beginnenden Moderne führte. Die Gegenüberstellung mit Arbeiten seiner großen französischen und holländischen Vorbilder – darunter Jean-François Millet, Camille Corot, Rembrandt van Rijn und Frans Hals – bietet in dieser Ausstellung die Gelegenheit, ein umfassenderes Verständnis für die Voraussetzungen der Einführung der modernen Malerei in Deutschland zu erlangen.

Die Ausstellung entsteht als Kooperationsprojekt des Hessischen Landesmuseums Darmstadt mit dem Kunstpalast Düsseldorf . Die erste Station in Darmstadt steht unter der kuratorischen Leitung von Dr. Martin Faass, Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und Gründungsdirektor der Liebermann Villa am Wannsee. Faass zählt zu den herausragendsten Kennern von Liebermanns Werk. Durch seine langjährige Expertise ist er prädestiniert das Oeuvre Liebermanns neu zu beleuchten.

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
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64283 Darmstadt

Ausbau digitaler Angebote – Coronabedingt bleibt das Hessische Landesmuseum Darmstadt bleibt vorerst bis 20. Dezember 2020 geschlossen – Die Eröffnung von »Peter Lindbergh: Untold Stories« wird verschoben

Grafik: StudioKrimm, Berlin; Produktion: art / beats, Berlin © Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Grafik: StudioKrimm, Berlin; Produktion: art / beats, Berlin © Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt bleibt vorerst weiterhin bis einschließlich 20. Dezember 2020 geschlossen. Damit folgt das Landesmuseum den behördlichen Vorsorgemaßnahmen des Landes Hessen zur Eindämmung des Coronavirus (Covid-19). Alle geplanten Veranstaltungen ebenso die Eröffnung der Ausstellung »Peter Lindbergh: Untold Stories« sind bis einschließlich 20. Dezember 2020 abgesagt.

»Untold Stories« (neuer Eröffnungstermin wird mitgeteilt)
Die Ausstellung »Untold Stories« ist die erste von Peter Lindbergh (1944 – 2019) selbst kuratierte Werkschau. Lindberghs Zusammenstellung von 140 Arbeiten aus den frühen 1980er-Jahren bis heute ermöglicht einen eingehenden Blick auf sein umfangreiches Œuvre und lädt zum Entdecken vieler bislang unerzählter Geschichten ein. Ein Großteil der Aufnahmen wurde noch nie in Ausstellungen gezeigt.
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Zum Trailer

Ausbau digitaler Angebote
Derweil baut das Hessische Landesmuseum Darmstadt seine digitalen Angebote weiter aus, etwa mit dem neuen Museumspodcast »Das Grüne Sofa«. In der ersten Folge spricht Museumsdirektor Dr. Martin Faass mit dem Künstler Tomás Saraceno. Auch im Rahmen der Online-Reihe »Museum A bis Z« hat das Landesmuseum Darmstadt neue Videos veröffentlicht.

Neuer Museumspodcast: Das Grüne Sofa
Erste Folge: Museumsdirektor Dr. Martin Faass im Gespräch mit dem Künstler Tomás Saraceno
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Reihe Museum A bis Z

Im zweimonatigen Turnus veröffentlicht das Hessische Landesmuseum Darmstadt weitere Gespräche mit Experten bzw. Künstlern über aktuelle oder kommende Sonderausstellungen, Forschungsberichte von Wissenschaftlern aus dem eigenen Hauses oder Talks mit prominenten Interviewpartnern. Auf dem »Grünen Sofa« nehmen ganz unterschiedliche Persönlichkeiten Platz. In anregenden Gesprächen verraten unsere Gäste mehr von sich selbst und ermöglichen Einblicke hinter die Kulissen.

Tomás Saraceno: Songs for the Air
Bis 31. Januar 2021
Tomás Saraceno zeigt in seiner auditiven Ausstellung »Songs for the Air« Staubpartikel in der Luft, die wir unter normalen Umständen nicht sehen, und die fein gewebten Spinnennetze von Lebewesen, die wir aus Abscheu meiden. Er thematisiert das Verhältnis zwischen Mensch und (Um-)Welt.
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Trailer zur Ausstellung

Museum A bis Z
G wie Graphische Sammlung
Die Graphische Sammlung ist eine der ältesten Sammlungen des HLMD. Sie umfasst rund 50.000 Arbeiten auf Papier: Zeichnungen, Pastelle, Aquarelle, Gouachen, mittelalterliche Handschriften und Miniaturen, Druckgraphiken, Plakate und Fotografien. Ihren internationalen Rang begründen die Altmeisterzeichnungen.
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H wie Hessisches Urpferd
Unser Kurator der Erd- und Lebensgeschichte, PD Dr. Torsten Wappler, nimmt Sie in diesem Spot »H wie Hessisches Urpferd« in die Zeit vor 48 Millionen Jahren mit. Kulisse unserer Reise ist die von Darmstadt nahgelegene Grube Messel, die fossile Schätze der letzten Millionen Jahre versteckt hält. Erfahren Sie mehr über den spektakulären Fossilfund aus dem Jahr 2015 des Urpferdchens, Propalaeotherium voigti.
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Neues Aktivblatt steht Schüler*innen und Lehrer*innen digital unter #hlmdschool zur Verfügung. Thema: Von Mammutjägern und Höhlenmalern – in der Altsteinzeit.

AUFRUF! Geburtstagspost zum 200. Museumsjubiläum des Hessischen Landesmuseums Darmstadt

Foto: Anne-Sophie Ebert
Foto: Anne-Sophie Ebert

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt feiert im Jahr 2020 sein 200jähriges Jubiläum. Großherzog Ludewig I. von Hessen-Darmstadt übergab 1820 seine Kunst- und Naturaliensammlung in das Eigentum des Staates zum – wie es im Sinne der Aufklärung beurkundet ist – »Nutzen und zur Belehrung« der Bevölkerung. Es ist mit diesem Auftrag als Bildungsinstitution eines der ältesten öffentlichen Museen in Deutschland, ja in Europa. Es reiht sich ein in die Reihe traditionsreicher Museen gleichen Alters: der Prado in Madrid feiert sein 200jähriges Bestehen in diesem Jahr und die National Gallery London wird im Jahr 2024 so weit sein.

Auch wenn unsere Jubiläumsfeierlichkeiten in diesem Jahr auf Grund der besonderen Umstände der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden können, möchten wir diesen besonderen Anlass mit Ihnen, unseren Besucher*innen, Unterstützer*innen und allen Darmstädter*innen, gemeinsam begehen. Zu seinem 200. Geburtstag freut sich das Hessische Landesmuseum Darmstadt über Ihre individuell gestaltete Glückwunschpost mit Ihren guten Wünschen für das »Geburtstagskind«.

Unter allen Einsendungen, die uns bis einschließlich Mittwoch, 1. Juli 2020, erreichen, verlosen wir als Hauptgewinne drei Ausstellungspakete: Sie erhalten freien Eintritt in eine der kommenden Sonderausstellungen, den dazugehörigen Ausstellungskatalog und einen Verzehrgutschein unseres Museumscafés. Ob Sie sich für »Carte Blanche für Tomás Saraceno«, »Peter Lindbergh: Untold Stories« oder die Ausstellung »American Heiner. Ein Mammut macht Geschichte« entscheiden, liegt ganz bei Ihnen.

Außerdem werden besonders kreative Einsendungen in der Sonderbeilage des DARMSTÄDTER ECHO am Donnerstag, 9. Juli 2020, veröffentlicht sowie auf den Onlinekanälen des Museums zu sehen sein. Von der selbstgestalteten Postkarte bis hin zum digital aufgenommenen Geburtstagsständchen – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt!

Ihre Einsendung richten Sie bitte an:
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Geburtstagspost
Abteilung Bildung und Vermittlung
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt
Oder per E-Mail an vermittlung@hlmd.de

Alternativ können Sie Ihre Post auch bei Ihrem Besuch an der Museumskasse abgeben.

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Wenn Sie am Gewinnspiel teilnehmen möchten, geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse und/oder Postadresse auf Ihrer Geburtstagspost mit an. Bei Kindern freuen wir uns zum Zweck der möglichen Veröffentlichung der Einsendung über eine Altersangabe.

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt freut sich auf Ihre Einsendungen!