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Am 26. Mai feiert der Hessenpark den Fachwerktag mit Eröffnung eines Fachwerk-Musterhauses

Am 26. Mai wird im Rahmen des Fachwerktags das Musterhaus eröffnet. Foto: Eberhard Feußner
Am 26. Mai wird im Rahmen des Fachwerktags das Musterhaus eröffnet. Foto: Eberhard Feußner

Neu-Anspach, 17. Mai 2024. Den 26. Mai widmet das Freilichtmuseum Hessenpark ganz dem Thema Fachwerk. Sägen, Bebeilen und Abbund: Museumshandwerker und externe Fachleute präsentieren Techniken, die zur Errichtung eines Fachwerkgebäudes erforderlich sind. Im Sägewerk ist zu sehen, wie Zimmerleute aus Baumstämmen Balken und Bohlen herstellen. In der Schreinerei aus Fulda erklären Ehrenamtliche, mit welchen Maschinen und Methoden früher in einer Schreinerwerkstatt gearbeitet wurde. An einem Fachwerkmodell werden historische Ausfachungstechniken mit Lehmbaustoffen gezeigt. Außerdem auf dem Programm: Kalk löschen und historische Zimmereiarbeiten. Für Kinder gibt es ein Mitmachangebot an der Schnitzbank.

Seit Oktober 2023 läuft die Erprobungsphase für das Fachwerk-Musterhaus in der Baugruppe Südhessen. Im Rahmen des Thementags wird das Gebäude nun endgültig eröffnet. Das Äußere des Gebäudes zeigt eine sorgsam restaurierte Holzkonstruktion mit zeittypischen Zierformen und unterschiedlichen Ausfachungsmaterialien. Ein angebauter Wintergarten erweitert die Wohnfläche. Im Inneren können sich Fachwerkinteressierte darüber informieren, wie sich moderne Wohnansprüche in einem historischen Fachwerkhaus verwirklichen lassen. Ergänzend greifen Präsentationen und offene Bauteile Fragen rund um die Revitalisierung, Sanierung und energetische Ertüchtigung historischer Fachwerkhäuser auf. Neu hinzugekommen ist der Garten der Bauteile. Hier werden fachwerkverträgliche Konzepte zur nachhaltigen Energienutzung gezeigt, unter anderem eine Wärmepumpe, Solarmodule zur Aufdach und Indach-Montage, Solardachziegel, Kollektoren für Erdwärme oder Energiezäune. Im Hausinneren zeigen eingerichtete Räume wie Küche, Wohnzimmer, Elternschlafzimmer, Jugendzimmer und Wintergarten, wie man mit unterschiedlichen Budgets eine wohnliche Atmosphäre schafft.

Strategisch platzierte offene Bauteile wie Wand-, Decken- und Bodenaufbauten bieten Einblicke in Konstruktionsmethoden und Baumaterialien. Diese Bereiche sind leicht zugänglich, aber klar vom Wohnbereich getrennt, um das Ambiente nicht zu stören. Ergänzt werden die Bauteile durch klassische Informationstafeln und Exponate in einem Baustoffarchiv, die zusätzliche Details und Kontext zu Fachwerkbauten und deren Sanierung bieten. Um die Aktualität der im Fachwerk-Musterhaus gezeigten Informationen zu gewährleisten, ist im Wohnzimmer ein „Fachwerk-Wiki“ installiert, das Besuchern umfassendes Wissen über Fachwerkthemen vermittelt und offene Fragen beantwortet. Die digitales Plattform wird permanent aktualisiert.

Weitere Informationen
www.hessenpark.de / 

Verfassungsfest 18. Mai 2024: Land Rheinland-Pfalz feiert die Demokratie – Landtag öffnet seine Pforten

Verfassungsfest 2023 © Foto Diether von Goddenthow
Verfassungsfest 2023 © Foto Diether von Goddenthow

Der Landtag Rheinland-Pfalz öffnet am 18. Mai 2024 wieder seine Türen und feiert die Demokratie. Im Rahmen des Verfassungsfests wird an diesem Tag im und rund um das Mainzer Deutschhaus am Rhein ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen angeboten.

„Gemeinsam feiern wir diesen Festtag der Demokratie und erinnern daran, dass die Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz am 18. Mai 1947 der Verfassung des nach dem Zweiten Weltkrieg neu geschaffenen Landes zugestimmt haben“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering. „Gerne öffnen wir auch in diesem Jahr wieder die Tore des Landtags, um allen Interessierten einen Einblick in die Arbeits- und Funktionsweisen der Werkstatt unserer Demokratie zu bieten, zum Mitgestalten zu motivieren und für die Demokratie zu begeistern“, lädt Landtagspräsident Hendrik Hering herzlich ein. Insbesondere in diesen Zeiten sei es wichtig, sich bewusst zu machen, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei, sie aber Freiheit, Frieden und Wohlstand sichere. Sie lebe vor allem vom Mitmachen und „sich einmischen“. Auch das Büro des Landtagspräsidenten kann inspiziert werden und in einem der Ausschussräume wird exemplarisch der Ablauf einer Ausschusssitzung erklärt.

Führungen, Musik und Lesungen
Die Besucherinnen und Besucher erwartet im und am Landtag ein buntes Programm aus Informationen, Ausstellungen, Kultur und Politik für die ganze Familie. Es besteht die Gelegenheit, den Plenarsaal zu besichtigen, an Führungen durch das Deutschhaus teilzunehmen sowie ein abwechslungsreiches musikalisches Angebot zu erleben. Die Big Band des Polizeipräsidiums Ludwigshafen und die Brass-Band BRASSERS, die USAREUR-AF Band and Chorus sowie Anny Ogrezeanu, Sieger der Casting-Show „The Voice of Germany“ 2022“, bieten ein vielseitiges musikalisches Programm auf der Bühne im Innenhof des Landtags. Im Plenarsaal unterhält die musikalische Lesung „Democracy is Coming, Motzki liest, Maier singt, Schärf spielt Cohen und Dylan”. Ein Stand der Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz und der Beauftragten für die Landespolizei informiert über deren Tätigkeit.

Der Landtag als Arbeitgeber
Der Landtag präsentiert sich unter dem Motto „Wir begeistern für die Demokratie“ als Arbeitgeber und gibt Einblicke in die vielfältigen spannenden Tätigkeitsbereiche. Ebenso werden die unterschiedlichen Bildungsangebote des Landtags im Rahmen seiner „Demokratie-Offensive“ vorgestellt wie beispielsweise Bildungsprojekte für Schulen und Berufsschulen, aber auch Projekte zur Demokratiegeschichte sowie zu Erinnerungskultur und Gedenkarbeit.

Besonders willkommen sind an diesem Tag auch die Jüngsten: Julian Janssen, auch bekannt als „Checker Julian“ auf KiKA, erklärt den jungen Gästen das Parlament. Darüber hinaus gibt es Lesungen aus dem Pixi-Buch „Im Landtag ist was los“ sowie Kinderschminken.

Kulturelles aus Partnerregionen
Vertreten sind auch die Partnerregionen von Rheinland-Pfalz Burgund-Franche-Comté, Oppeln und Mittelböhmen. Diese informieren nicht nur über ihre kulturellen und touristischen Highlights, sondern bieten auch ihre speziellen kulinarischen Genüsse an. Für das leibliche Wohl sorgt das Landtagsrestaurant in Kooperation mit einem Stand der Weinraumwohnung, dem Eisstand N’EIS, einem Stand der Kaffeerösterei Müller sowie die Landfrauen aus Mainz-Finthen.

Weitere aktuelle Informationen, das Programm sowie ein Lageplan findet sich demnächst auf der Website des Landtags unter www.landtag.rlp.de.

„Das Beste aus Pop und Rock“ mit dem Wiesbadener CelloDuo am 26.05. in Evangelischer Kreuzkirche

Leo Stoll und Elias Hauth unter dem Namen „Das CelloDuo“ in Wiesbaden und über die Stadtgrenzen hinaus schnell einen Namen gemacht und begeistern ihr Publikum mit vielseitigen Programmen. ©   Kulturausschuss der Ev. Kreuzkirchengemeinde
Leo Stoll und Elias Hauth unter dem Namen „Das CelloDuo“ in Wiesbaden und über die Stadtgrenzen hinaus schnell einen Namen gemacht und begeistern ihr Publikum mit vielseitigen Programmen. ©
Kulturausschuss der Ev. Kreuzkirchengemeinde

Die Evangelische Kreuzkirche  in den Wiesbadener Walkmühtalanlagen 1 lädt ein zu einem Konzert des renommierten Wiesbadener CelloDuos am Sonntag, 26. Mai um 17 Uhr. Unter dem Motto „Das Beste aus Pop und Rock“ bringen die beiden jungen Künstler Leo Stoll und Elias Hauth auf ihren Celli Musikstücke von Gloria Gaynor, den Beatles und Michel Jackson zu Gehör. Das CelloDuo wird dabei von Gastmusikern am Saxophon, am Kontrabass und an der Klais-Orgel begleitet.

2018 gegründet, haben sich Leo Stoll und Elias Hauth unter dem Namen „Das CelloDuo“ in Wiesbaden und über die Stadtgrenzen hinaus schnell einen Namen gemacht und begeistern ihr Publikum mit vielseitigen Programmen, großer Spielfreude und untschiedlichen Konzertformaten. Die beiden Teenager fingen vor einigen Jahren als Schüler der Wiesbadener Musik- und Kunstschule an, neben dem klassischen Repertoire Rock- und Popstücke auf dem Cello zu spielen.

Was mit kleinen Auftritten im privaten Rahmen begann, führte die jungen Cellisten bald auf größere Bühnen wie das Wiesbadener Kurhaus oder die Wiesbadener Marktkirche. Inspiriert von ihren Vorbildern Luka Sulic und Stjepan Hauser – besser bekannt als die gefeierten 2Cellos – reicht das Repertoire des CelloDuos von virtuosen Rock-Covern und sanften Pop-Balladen der 2Cellos bis hin zu Klassik und Eigenarrangements. Gerne experimentieren die beiden dabei mit unterschiedlichsten Gruppierungen von Bands bis zu klassischen Orchestern. Das CelloDuo wurde 2019 mit dem zweiten Platz des Leonardo-Awards der Wiesbaden Stiftung ausgezeichnet.

Veranstaltungsort: Evangelische Kreuzkirche, Walkmühltalanlagen 1, 65195 Wiesbaden
info@mainzerkunst.de
Termin: Sonntag, 26. Mai 2024 um 17 Uhr
Der Eintritt ist frei. Künstler freuen sich über eine Spende.

LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 17.-20. Mai 2024 – Ingrid Klimke: „Darauf freut man sich!“

Stammgast im Schlosspark in allen Sätteln: Ingrid Klimke Foto: TomsPic
Stammgast im Schlosspark in allen Sätteln: Ingrid Klimke Foto: TomsPic

Sie ist zweimalige Mannschafts-Weltmeisterin und zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin in der Vielseitigkeit und im Sommer 2022 gehörte sie zum Bronzeteam der deutschen Dressurmannschaft. Ingrid Klimke personifiziert vielseitigen, großartigen Erfolg im Sattel und das stellt sie jedes Jahr erneut beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden unter Beweis. Regelmäßig bringt die Reitmeisterin einige ihrer Dressur- und Vielseitigkeitspartner mit in den Schlosspark – so auch 2024.

Im Gespräch mit Wiesbadens Stammgast und Multisiegerin Ingrid Klimke:

Auch in diesem Jahr gehen Sie beim PfingstTurnier wieder im Dressurviereck und in der Vielseitigkeit an den Start – welche Pferde bringen Sie mit?
Ingrid Klimke: Dieses Jahr bringe ich zwei feine braune Stuten mit. First Class für die Dressur und Cascamara für die Vier-Sterne-Vielseitigkeit. Wiesbaden gehört zu meinen Lieblingsturnieren. Ich verbringe Pfingsten unheimlich gerne dort im Schlosspark und freue mich, dass das PfingstTurnier für meine beiden Stuten super in den Turnierplan passt.

Cascamara ist zehn und wächst gerade in den Vier-Sterne-Sport hinein?
Ingrid Klimke: Genau. Cascamara ist Anfang Mai bei ihrer ersten Vier-Sterne-Prüfung im polnischen Sopot gleich Zweite geworden, ich war total begeistert. Danach habe ich mich entschieden, dass Wiesbaden genau das richtige Turnier im nächsten Schritt für sie wäre.

Warum?
Ingrid Klimke: Für den Park in Wiesbaden braucht man ein wendiges, schnelles Pferd und Cascamara ist vom Typ ähnlich wie mein Olympiapartner Abraxxas es war: klein und flink. Und sie kann in Wiesbaden viel lernen. Im Schlosspark sind jedes Jahr so viele Zuschauer, das hat sie noch nie erlebt. Die Stimmung ist einzigartig und bei einigen Wendungen im Gelände springt man gefühlt auf die Leute zu – ich hoffe, dass sie in solchen Momenten keine ‚Gespenster‘ sieht. (grinst) Das wird sehr spannend. Und dann kommt ja noch die Dressur vor dem Schloss dazu. Allein der Weg ins Viereck an dem großen Springbrunnen vorbei wird eine erste Herausforderung. Ich bin wahnsinnig gespannt wie Cascamara mit all dem umgehen wird und freue mich sehr darauf.

First Class ist zwölf, steht seit zwei Jahren bei Ihnen im Stall und kommt für die Dressur mit nach Wiesbaden – für die Special- oder Kür-Tour?
Ingrid Klimke: Mit ‚Püppi‘, so heißt First Class bei uns im Stall, möchte ich die Flutlicht-Kür reiten. Sie ist beim Weltcup-Turnier in Neumünster im Februar ihre erste Kür gegangen, das hat sie gleich richtig toll gemacht, aber so eine Kulisse wie in Wiesbaden hat sie noch nie gesehen. Sie war auch noch nie unter Flutlicht am Start – das wird also auch sehr spannend. Und wenn es ein bisschen aufregend wird, wird sie noch fünf Zentimeter größer und strengt sich noch mehr an. Sie gibt wirklich immer ihr Bestes und hat mich noch nie im Stich gelassen.

Sie sind seit Jahren Stammgast beim PfingstTurnier, haben allein schon fünfmal die Vielseitigkeit im Schlosspark gewonnen. Was ist ihr absoluter Wiesbaden-Moment?
Ingrid Klimke: Ich könnte mich für keinen speziellen Moment oder Sieg entscheiden. Wiesbaden ist für mich so besonders, weil man von den Zuschauern praktisch durchs Gelände getragen wird. Die Menschen sind so nah an der Strecke, sie gehen so mit – das ist Wiesbaden. Aber ich erinnere mich auch sehr gerne an den Sieg mit ‚Franz‘ in der Flutlicht-Kür 2019 – das war eine Wahnsinnsstimmung.

Gibt es etwas, was bei Ihren PfingstTurnier-Tagen auf keinen Fall fehlen darf?
Ingrid Klimke: Der Besuch in der Eisdiele am Rhein (lacht). Ich hole mir jedes Jahr dort ein Eis, setze mich an den Rhein und beobachte die Schiffe. Herrlich. Und was ich besonders gerne mache, ist früh morgens mit dem Fahrrad vom Lkw-Parkplatz durch den Park zu fahren – ich mag diesen Park in der Morgenstimmung so gerne. Ich gehe auch gerne am Samstagabend zum Voltigieren und gucke zu und die Pferdenacht ist natürlich auch legendär. Den Schlossempfang genieße ich auch jedes Jahr… Für mich ist Wiesbaden ein Rundum-Erlebnis zum Spaß haben und Genießen. Man spürt überall, dass es ein Turnier ist, das von sehr vielen Ehrenamtlichen mit Herzblut gemacht wird – darauf freut man sich!
(KiK/pe&pa)

Tickets:
Sichern Sie sich Ihre Karte für das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden entweder bei www.ticketmaster.de oder unter 01806 – 999 00 00.
Weitere Detail-Infos und Tipps zur Anreise unter: www.pfingstturnier.org

Longines PfingstTurnier live in HR
Sonntag: 15:30 – 17:20 HR live
Montag: 16:30 – 18:00 HR live

Hans Traxler feiert am 21. Mai seinen 95. Geburtstag Das Caricatura Museum gratuliert mit der Ausstellung „Die Dünen der Dänen – Das Neueste von Hans Traxler“

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Zu seinem 95. Geburtstag präsentiert das Caricatura Museum Frankfurt von Donnerstag, 30. Mai, bis Sonntag, 4. August, die neuesten Arbeiten von Hans Traxler, darunter Cartoons und Bildergeschichten mit wunderbar gereimten Texten in gewohnt bissiger und absurder Manier. Zudem werden Zeichnungen aus seinem neuesten Werk „Wie die Malerei verschwand. Eine Kunstgeschichte“, eine satirisch-realistische Abrechnung mit dem Kunst- und Lehrbetrieb, zu sehen sein.

Bereits zu seinem 90. Geburtstag würdigte das Museum den Künstler mit einer großen Ausstellung, die das überwältigende Spektrum künstlerischer Felder und das einzigartige Farb-, Form- und Erzählrepertoire Traxlers aus allen Schaffensphasen dokumentierte. Nun stellt die neue Schau unter Beweis: Ans Aufhören denkt der unermüdliche Schöpfer Komischer Kunst lange nicht. Vieles ist auch in jüngster Vergangenheit entstanden, das nun erstmals zu sehen sein wird.

Hans Traxler vor dem Elch, Ausschnitt Gerhard Haderer, © Britta_Frenz
Hans Traxler vor dem Elch, Ausschnitt Gerhard Haderer, © Britta_Frenz

Hans Traxler, geboren am 21. Mai 1929 in Herrlich, Tschechoslowakei, kam 1951 nach Frankfurt, um an der Städelschule Malerei zu studieren. Er blieb – bis heute. Seine satirische Karriere begann in den 1960er Jahren: Er war Mitbegründer der Satiremagazine Pardon, 1962, und Titanic, 1979, und gehört der Neuen Frankfurter Schule an. Zu seinen frühen und bekanntesten Werken gehört die Märchenforschungs-Persiflage „Wahrheit über Hänsel und Gretel“ aus dem Jahr 1963. Seit den 80er und 90er Jahren zeichnete er vor allem Cartoons, unter anderem für die Magazine der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Zeit und der Süddeutschen Zeitung. Seine Bilderbücher erscheinen rund um die Welt. Gemeinsam mit Peter Knorr machte Traxler Deutschlands Kanzler Helmut Kohl zur „Birne“. Er setzte F.W. Bernsteins berühmten Zweizeiler „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“ ins Bild und schuf damit das Maskottchen der Neuen Frankfurter Schule. Mittlerweile umfasst seine Bibliografie 42 eigene Bücher und 27 Buchillustrationen anderer Autoren. Seine Kinderbücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Traxler wurden viele Auszeichnungen zuteil, darunter der Göttinger Elch, 2006, die Goethe-Plakette, 2014, der Wilhelm-Busch-Preis, 2015, und der Prix Livrentête, 2021.

Anfang dieses Jahres stimmte der Ausschuss für Kultur, Wissenschaft und Sport der Stadt Frankfurt dem Ankauf des Lebenswerks des Zeichners und Satirikers zu. Das erworbene Konvolut umfasst 1793 Originale und 240 Skizzen des Künstlers.

Caricatura Museum für Komische Kunst Frankfurt

47. Internationaler Museumstag – Museen mit Freude entdecken – Über 1400 Museen präsentieren sich als Orte des Wissens und der Freude

Highlight im Museum Wiesbaden ist die große Sonderausstellung „Max Pechstein – Die Sonne in Schwarzweiß“ stellt vom 15. März bis 30. Juni 2024.   Bild: Max Pechstein (1881 - 1955). Sonnenuntergang an der See, 1921. © Foto Diether von Goddenthow
Highlight im Museum Wiesbaden ist die große Sonderausstellung „Max Pechstein – Die Sonne in Schwarzweiß“ stellt vom 15. März bis 30. Juni 2024. Bild: Max Pechstein (1881 – 1955). Sonnenuntergang an der See, 1921. © Foto Diether von Goddenthow

Am Sonntag, 19. Mai, findet der Internationale Museumstag zum 47. Mal statt. Das Motto für 2024 ist: Museen mit Freude entdecken.
Über 1400 Museen bieten den Besuchern analoge und digitale Aktionen, ermöglichen besondere Einblicke in die vielfältige Museumslandschaft und präsentieren sich als Orte des Wissens und des gesellschaftlichen Miteinanders. Neben klassischen Angeboten wie Führungen oder freier Eintritt finden sich unter den mehr als 3500 Aktionen auch kreative Mitmach-Aktionen, akustische Highlights, informative Podcasts, kulinarische Museumsfeste und spannende Einblicke hinter die Kulissen. Ob Natur-, Industrie- oder Technikmuseum, Kunst oder Design, ethnologische oder maritime Sammlungen, Museumsneubau oder historisches Schloss – mit ihren innovativen Bildungsinitiativen kreieren Museen einzigartige Lernumgebungen, fördern neben Wissen auch kritisches Denken und dienen als Orte des Austauschs und des gesellschaftlichen Miteinanders.

Der Museumstag steht in Deutschland dieses Jahr unter der Schirmherrschaft der Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, die den Aktionstag auf der Auftaktveranstaltung des Fritz-Reuter- Literaturmuseum und im Schloss Stavenhagen feierlich eröffnen wird: „Eine vielfältige und zukunftsfähige Museumslandschaft ist wichtiger Bestandteil von Kunst und Kultur in unserem Land. Museen sind wichtige Einrichtungen, die Geschichte und Geschichten vermitteln. Sie sind Orte des Lernens und Erinnerns, der Freude und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Wir wollen auf diese Weise das große Engagement für die kommunalen Museen bei uns im Land würdigen.“, so die Ministerpräsidentin.

Das abwechslungsreiche Programm aller teilnehmenden Museen steht auf der bundesweiten Plattform unter museumstag.de zur Verfügung. Die konstant nutzbaren digitalen Angebote wie Online-Sammlungen, Podcasts oder Spiele bieten bereits jetzt einen Vorgeschmack auf die Museumsentdeckungen vor Ort. Am und um den Aktionstag laden analoge Aktionen wie Künstlergespräche, Workshops oder Lesungen zum Entdecken ein. Auf Facebook, Instagram und X werden zudem Einblicke in den Museumstag gegeben und besondere Museumsangebote als Highlights hervorgehoben. Besucher wie auch Museen sind eingeladen ihre Eindrücke, Erlebnisse und Entdeckungen unter #MuseenEntdecken zu teilen.

Auch im Rhein-Main-Gebiet, in  Frankfurt, Wiesbaden und Mainz laden zahlreiche Museen ein zu aktuellen Sonderausstellungen und Dauerstellen und weiteren Highlight. So können beispielsweise  die Besucher im Archäologischen Museum Frankfurt zudem eine Auswahl römischer Spiele entdecken und ausprobieren.

Highlights der Dauerausstellung: Vom Stadtwald bis Nida – Archäologie in Frankfurt

Was hat uns der Keltenfürst aus dem Stadtwald zu erzählen? Und was macht einen römischen Gott zu einem echten Frankfurter Original? In einer Führung zu den Highlights des Archäologischen Museums bekommen Besucherinnen und Besucher einen spannenden Einblick in Frankfurts Vergangenheit. Treffpunkt für die Highlights-Führungen ist das Foyer des Museums in der Karmelitergasse 1, um 11 Uhr und um 15 Uhr.

Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager – Führung durch die Sonderausstellung

Die Ausstellung nähert sich dem Thema Nationalsozialistische Zwangslager anhand von archäologischen Funden. Objekte von 20 Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg zeugen vom Leben und Überleben in den nationalsozialistischen Zwangslagern, von der rassistischen Ideologie und der Verstrickung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in die NS-Verbrechen. Treffpunkt für die Führung durch die Sonderausstellung ist das Foyer des Archäologischen Museums um 13 Uhr.

Astragal, Würfel & Co – Römische Spiele

Brett-, Gedulds- und Geschicklichkeitsspiele – die Spielevarianten der Römer sind vielfältig. Am Internationalen Museumstag können zwischen 11 und 16 Uhr im Archäologischen Museum verschiedene Spiele aus römischer Zeit ausprobiert werden. Eintritt und Führungen sind am Internationalen Museumstag für alle kostenfrei.

Alle Museumsangebote auf einen Blick: Internationaler Museumstag

 

75 Jahre Grundgesetz – Festakt in der Goethe-Uni Frankfurt erinnert an die Genehmigung des Grundgesetzes durch die Alliierten am 12.Mai 1949

"75 Jahre Grundgesetz" inszeniert von  Histotainer Tino Leo. © Foto Diether von Goddenthow
„75 Jahre Grundgesetz“ inszeniert von Histotainer Tino Leo. © Foto Diether von Goddenthow

Frankfurt. Ministerpräsident Boris Rhein und Landtagspräsidentin Astrid Wallmann haben das Grundgesetz als Glücksfall der deutschen Geschichte bezeichnet. Aus Anlass der Genehmigung der Verfassung durch die Militärgouverneure der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszone am 12. Mai 1949 nahmen der Regierungschef und die Landtagspräsidentin am Sonntag an einem Festakt in Frankfurt teil. Dazu eingeladen hatten das Land Hessen, Vertreter der ehemaligen westlichen Alliierten, die Goethe-Universität Frankfurt sowie die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.

„Unser Grundgesetz ist der Gegenentwurf zum Nationalsozialismus und zu allen Formen des Totalitarismus“, sagte Ministerpräsident Rhein. Mit der Genehmigung des Grundgesetzes am 12. Mai 1949 hätten die westlichen Alliierten die Abkehr Deutschlands von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft bestätigt und die Möglichkeit zur Westbindung Deutschlands eröffnet. „Das Grundgesetz verkörpert seit seinem Inkrafttreten vor 75 Jahren unsere kollektiven Werte, es schützt unsere Rechte und definiert unsere Pflichten als Bürgerinnen und Bürger. Wir können stolz sein auf unsere Verfassung, denn sie ist das Ergebnis eines langen Kampfes für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit“, sagte der Regierungschef.

Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Dr. Michael Sprenger, Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte, Prof. Dr. Falk Bretschneider, Institut Francais, Ffm., Ministerpräsident Boris Rhein Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Jean-Louis Georget, Universite Paris III - Sorbonne Nouvelle, Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, Dr. Andreas Fabritius, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika Norman Thatcher Scharpf, Jana Jehle, Studentin der Rechtswissenschaft, Goethe-Universität. © Foto Diether von Goddenthow
Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Dr. Michael Sprenger, Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte, Prof. Dr. Falk Bretschneider, Institut Francais, Ffm., Ministerpräsident Boris Rhein Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Jean-Louis Georget, Universite Paris III – Sorbonne Nouvelle, Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, Dr. Andreas Fabritius, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika Norman Thatcher Scharpf, Jana Jehle, Studentin der Rechtswissenschaft, Goethe-Universität. © Foto Diether von Goddenthow

„Dass wir das Jubiläum des Grundgesetzes gemeinsam mit Vertretern der einstigen westlichen Alliierten feiern, zeigt die enge Verbundenheit und Freundschaft, die sich bis heute zwischen unseren Ländern und Völkern entwickelt hat und die 1949 ihren Anfang nahm. Wir dürfen nie vergessen, dass unser Staat auf den Trümmern einer Politik errichtet wurde, deren radikaler Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus im größten Menschheitsverbrechen und in einem weltweit geführten Krieg gemündet ist. Dass die Alliierten vor diesem historischen Hintergrund Westdeutschland trotzdem den Weg zur Bildung eines neuen Staates mit einer demokratischen Verfassung ermöglichten und diesen Prozess unterstützten, war eine einmalige Chance, die glücklicherweise genutzt wurde. Sie verpflichtet uns als Politik und Gesellschaft bis zum heutigen Tag und auch in Zukunft“, sagte Hessens Landtagspräsidentin Astrid Wallmann.

Talkrunde  "DER 12. MAI 1949: VERPFLICHTUNG UND AUFTRAG - DAMALS WIE HEUTE" , moderiert von Prof. Dr. Falk Bretschneider, Institut Francais, Ffm., Diskutanten: Ministerpräsident Boris Rhein Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Jean-Louis Georget, Universite Paris III - Sorbonne Nouvelle, Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, Dr. Andreas Fabritius, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika Norman Thatcher Scharpf, Jana Jehle, Studentin der Rechtswissenschaft, Goethe-Universität. © Foto Diether von Goddenthow
Talkrunde „DER 12. MAI 1949: VERPFLICHTUNG UND AUFTRAG – DAMALS WIE HEUTE“ , moderiert von Prof. Dr. Falk Bretschneider, Institut Francais, Ffm., Diskutanten: Ministerpräsident Boris Rhein Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Jean-Louis Georget, Universite Paris III – Sorbonne Nouvelle, Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, Dr. Andreas Fabritius, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika Norman Thatcher Scharpf, Jana Jehle, Studentin der Rechtswissenschaft, Goethe-Universität. © Foto Diether von Goddenthow

Die Verabschiedung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 war das Ergebnis intensiver Beratungen im Parlamentarischen Rat, der 1948 von den Ländern als verfassunggebende Versammlung eingesetzt worden war und den politischen Neuanfang für Deutschland einleiten sollte. Aus Hessen wirkten im Parlamentarischen Rat unter anderem Elisabeth Selbert, Ludwig Bergsträsser, Heinrich von Brentano und der spätere Ministerpräsident Georg August Zinn mit.

Zur Erinnerung an die Verabschiedung des Grundgesetzes hat das Land Hessen die Kampagne „Das sind deine Rechte – 75 Jahre Grundgesetz“ gestartet, die in den nächsten Monaten zum Beispiel mit Theaterstücken über die Entstehungsgeschichte der Bundesrepublik informiert.

Preis zur Förderung Mainzer Bildender Künstlerinnen und Künstler 2024 – nominierte Künstler zeigen ihre Arbeiten im Landesmuseum Mainz

(rap) 2024 vergibt die Landeshauptstadt Mainz zum 32. Mal den Preis zur Förderung Mainzer Bildender Künstlerinnen und Künstler. Nominiert sind in diesem Jahr Laetitia Eskens, Aneta Kajzer, Theresa Lawrenz und Danijel Sijakovic, die mit einer Gruppenausstellung vom 17. Mai bis zum 23. Juni 2024 im Landesmuseum Mainz einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen geben.

Kulturdezernentin Marianne Grosse eröffnet die Ausstellung gemeinsam mit Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums am Mittwoch, 16. Mai 2024 um 18.30 Uhr. Die Kunsthistorikerin Dr. Gabriele Rasch stellt die Kandidaten und ihre Arbeiten vor.

Zum Preis
Die Landeshauptstadt Mainz vergibt alle zwei Jahre den mit 5.000 Euro dotierten Preis zur Förderung Mainzer Bildender Künstlerinnen und Künstler, der 1962 anlässlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt gestiftet wurde. Die ersten Preisträger waren der Maler und Objektkünstler Hugo Jamin und der Maler Heinz Prüstel.

Der Preis soll die ausgezeichneten Künstler fördern, in ihrer künstlerischen Arbeit ermutigen und ihr Schaffen erleichtern. Als Mainzer Bildende Künstler gelten alle im rechts- und linksrheinischen Mainzer Stadtgebiet geborenen, seit mehr als drei Jahren hier ansässigen oder durch ein in Mainz abgeschlossenes Kunststudium ausgewiesenen künstlerisch tätigen Personen.

Die vom Beirat für Fragen der Bildenden Kunst der Landeshauptstadt vorgeschlagenen Kandidaten geben traditionell in einer Gruppenausstellung einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Während der Laufzeit der Ausstellung entscheidet eine Vergabejury, wer unter den Nominierten die Auszeichnung erhält.
Der Jury 2024 gehören Vertretern der Stadtratsfraktionen, des Kunstbeirats und zwei auswärtige Kunstsachverständige an. In diesem Jahr sind Dr. Astrid Ihle (Ludwigshafen) und Dr. León Krempel (Darmstadt) zur Teilnahme an der Jury eingeladen. Vorsitzende der Jury ist Kulturdezernentin Marianne Grosse.

Termine
Eröffnung der Gruppenausstellung
Mittwoch, 16. Mai 2024 um 18.30 Uhr

Feierliche Vergabe des Preises
Mittwoch, 12. Juni 2024 um 18.30 Uhr

„Vielfalt entdecken und erleben“ – Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz beim UNESCO-Welterbetag 2024

(skh) Auf Einladung der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. feiern die 52 deutschen Welterbestätten am 2. Juni den UNESCO-Welterbetag. Zahlreiche Veranstaltungen und Mitmachaktionen stehen an diesem Tag unter dem Motto „Vielfalt erleben und entdecken“ und werfen einen Blick auf den Facettenreichtum der verschiedenen Welterbestätten in Deutschland.

Auch die UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz sind 2024 wieder vertreten. Die vielfältigen Veranstaltungen am 2. Juni bieten den Besuchenden eine einzigartige Gelegenheit, das jüdische Erbe der SchUM-Städte zu entdecken und zu erleben: Auf Sie warten spannende Führungen, darunter auch eine exklusive Grabungsführung an der Wormser Mikwe, freie Eintritte in die jüdischen Museen im Raschi-Haus in Worms und dem Speyerer Judenhof samt Museum SchPIRA sowie die erstmalige Präsentation der überaus seltenen historischen Raschi-Fragmente aus dem 14. Jahrhundert im Archiv der Stadt Worms im Raschi-Haus.

Die Landeshauptstadt Mainz lädt anlässlich des UNESCO-Welterbetags am Sonntag, den 2. Juni 2024 jeweils um 11.00, 12.00 und 14.00 Uhr zu einer Führung auf dem Alten Jüdischen Friedhof in der Mombacher Straße ein. Dieses Angebot der kostenfreien Führung wird in Kooperation mit dem Ortskuratorium Mainz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) organisiert. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um verbindliche Anmeldung mit Angabe der jeweiligen Uhrzeit gebeten unter www.denkmalschutz.de/anmeldung. Männer werden gebeten, beim Besuch des Friedhofs eine Kopfbedeckung tragen.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns den UNESCO-Welterbetag 2024 zu feiern und die SchUM-Stätten zu entdecken. Weitere Informationen finden Sie unter
https://www.unesco-welterbetag.de/welterbestaetten/schum-statten-speyer-worms-und-mainz.

Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz wurden im Juli 2021 von der UNESCO zum ersten jüdischen Welterbe Deutschlands ernannt. Die im Mittelalter eng miteinander verbundenen drei SchUM-Gemeinden beeinflussten maßgeblich Kultur, liturgische Dichtung und religiöses Recht des aschkenasischen Judentums. Die Monumente und Friedhöfe sind herausragende Zeugnisse der Geschichte von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen. Der Begriff SchUM setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Städtenamen zusammen.

Der Wald als Raum der Sehnsucht und des Schreckens in der Musik der Romantik – Vortrag im Deutschen Romantik-Museum Frankfurt

Johann Andreas Herrlein, Waldlandschaft mit Rotwild, 1760-1770 © Freies Deutsches Hochstift, Foto: David Hall
Johann Andreas Herrlein, Waldlandschaft mit Rotwild, 1760-1770 © Freies Deutsches Hochstift, Foto: David Hall

Das Freie Deutsche Hochstift lädt am Mittwoch, 15. Mai 2024, 19 Uhr, zum Vortrag ‚Der Wald als Raum der Sehnsucht und des Schreckens in der Musik der Romantik – Von wilden Jägern, prophetischen Vögeln und heiligen Hainen‘ von Dr. Ulrike Kienzle in den Arkadensaal ein.

„Waldeinsamkeit“ und „Waldweben“ – welch schöne Wörter! Ludwig Tieck und Richard Wagner haben sie geprägt. Und was gibt es hier alles zu lauschen! Kein Wunder, dass die Musik der Romantik den Wald immer wieder zum Klingen bringt. In Robert Schumanns ‚Liederkreis‘ nach Joseph von Eichendorff ist der Wald Sehnsuchtsraum eines stillen, schönen Todes, doch lauern in seinem ‚Zwielicht‘ auch Falschheit und Gefahr. In Carl Maria von Webers ‚Freischütz‘ stimmen Jagdhörner eine feierliche Melodie an, doch wehe, wir steigen des Nachts hinab in die Wolfsschlucht! In Schumanns ‚Waldszenen‘ begegnet uns der ‚Vogel als Prophet‘ doch wir verstehen ihn nicht. Wagner führt seinen jungen Siegfried unter eine Linde, damit das Waldvöglein ihm den rechten Weg zu seiner Bestimmung weise. Und im ‚Parsifal‘ ist der Wald ein heiliger Raum der Erkenntnis von Mitleid und Erlösung. Begeben wir uns auf eine aussichtsreiche Wanderung aus Texten, Bildern und Klängen durch die geheimnisvollen Wälder der Romantik! Dr. Ulrike Kienzle ergänzt ihren Vortrag mit zahlreichen Bild- und Klangbeispielen.

Eintritt
10 € / 5 € für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

Informationen
www.freies-deutsches-hochstift.de