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„Heißzeit“ zum Wort des 2018 gekürt

"Heißzeit" Wort des  Jahres 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow
„Heißzeit“ Wort des Jahres 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow

Zum  42. Mal in Folge hat am 14. Dezember 2018 die Gesellschaft für Deutsche Sprache GfdS im Wiesbadener Rathaus die Wörter des Jahres bekannt gegeben. Bevor der Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsche Sprache,  Prof. Dr. Peter Schlobinski, Professor  für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover, gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Gesellschaft für Deutsche Sprache Dr. Andrea-Eva Ewels das Wort des Jahres verriet, erklärte er kurz die Verfahrensweise:

Dr. Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Deutsche Sprache und Prof. Dr. Peter Schlobinski, Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsche Sprache sowie Annika Hauzel (im Hintergrund)  geben das Wort des Jahres 2018 bekannt.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Deutsche Sprache und Prof. Dr. Peter Schlobinski, Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsche Sprache sowie Annika Hauzel (im Hintergrund) geben das Wort des Jahres 2018 bekannt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Mitarbeiter der Gesellschaft für Deutsche Sprache (GfdS) hatten in diesem Jahr eine Liste mit weit über 1000 Wörtern zusammengetragen, darunter 300 Einsendungen von Bürgern. Diese Liste wurde dann von einer fachkundigen Jury bei einer Sitzung auf zirka 130 Wörter kondensiert. Von diesen 130 Wörtern haben es schließlich 10 Wörter ins Ranking der Zehner-Liste geschafft, die heute der Presse im Wiesbadener Rathaus präsentiert wurde.  Zu den zentralen Auswahlkriterien gehörten nicht Wort-Frequenz, also die Häufigkeit der Wortverwendung, sondern, welche gesellschaftliche Bedeutung die Wörter im Jahr 2018 gehabt hätten, welche Rolle sie spielten und wie signifikant sie gesellschaftliche Themen und Interessen im weitesten Sinne widerspiegelten, so Schlobinski.

Die Wörter des Jahres 2018
1. Heißzeit
2. Funklochrepublik
3. Ankerzentren
4. Wir sind mehr
5. strafbelobigt
6. Pflegeroboter
7. Diesel-Fahrverbot
8. Handelskrieg
9. Brexit-Chaos
10. die Mutter aller Probleme

Heißzeit

Der Dürre der Heißzeit folgt nach Abschmelzen der Pole durch den Anstieg der Meere bis zu 60 Metern eine Überflutung große Teile Europas, hier modellhaft dargestellt. Zu besichtigen in der derzeitigen Ausstellung Eiszeit-Safari vom 7 Okt — 21 Apr 2019 im Museum Wiesbaden.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Festlands-Dürre der Heißzeit folgt nach Abschmelzen der Pole durch den Anstieg der Meere bis zu 60 Metern eine Überflutung großer Teile Europas, hier modellhaft dargestellt. Zu besichtigen in der aktuellen Ausstellung Eiszeit-Safari vom 7 Okt — 21 Apr 2019 im Museum Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Wort des Jahres 2018 ist Heißzeit thematisiert  nicht nur einen extremen Sommer, der gefühlt von April bis November dauerte. Ebenfalls angedeutet werden soll eines der gravierendsten globalen Phänomene des frühen 21. Jahrhunderts, der Klimawandel. Nicht zuletzt ist Heißzeit eine interessante Wortbildung. Mit der lautlichen Analogie zu Eiszeit erhält der Ausdruck über die bloße Bedeutung ›Zeitraum, in dem es heiß ist‹ hinaus eine epochale Dimension und verweist möglicherweise auf eine sich ändernde Klimaperiode.

Auf Platz 2 wählte die Jury Funklochrepublik. Vor allem im ländlichen Raum ist in Deutschland die Mobilfunkabdeckung vergleichsweise schlecht, was spätestens seit dem letzten Bundestagswahlkampf ein politisches Thema ist. Ob der neue Mobilfunkstandard 5G »an jeder Milchkanne nötig« sei oder nicht, wurde von Vertreterinnen und Vertretern der Großen Koalition intensiv diskutiert.

Mit der Einführung von Ankerzentren (Platz 3) wollte die Große Koalition das Problem der unkontrollierten Migration in den Griff bekommen. Das Erstglied Anker steht hier nicht für Fixierung oder Sicherung wie beim Anker eines Schiffs, sondern für »Ankunft, Entscheidung, Rückführung«, ist also eine Art Akronym (ein Wort, das aus Anfangsbuchstaben oder -silben anderer Wörter gebildet wird). In einem Ankerzentrum sollen Flüchtlinge untergebracht werden, bis sie in Kommunen verteilt oder aber – nach Ablehnung ihres Asylantrags – in ihr Herkunftsland abgeschoben werden.

Mit dem Satz Wir sind mehr (Platz 4) reagierte eine breite Öffentlichkeit auf fremdenfeindliche Kundgebungen in Chemnitz. Zunächst handelte es sich dabei um den Titel eines Konzerts »gegen Rechts«, zu dem im September mehr als 65.000 Besucher in die sächsische Stadt kamen.

Strafbelobigt (Platz 5) oder auch strafbefördert wurde Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Bundesverfassungsschutzes. Er hatte sich mehrfach mit politischen Stellungnahmen weit aus dem Fenster gelehnt. Vor allem die SPD, aber auch Teile der CDU forderten seine Ablösung. Innenminister Seehofer hielt zunächst seine Hand über ihn und wollte ihn zum Staatssekretär im Innenministerium befördern, was die Große Koalition an den Rand des Bruchs brachte. Nach einer öffentlich gewordenen Politiker-Schelte Maaßens sah sich der Minister gezwungen, ihn in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen.

Platz 6 belegt der Ausdruck Pflegeroboter. Das Wort steht stellvertretend für eine Diskussion um die Zukunft der Betreuung von Pflegebedürftigen und Kranken, in der in absehbarer Zeit Roboter den Platz von Pflegekräften übernehmen könnten. Der Roboter »Pepper« wurde 2018 als Prototyp vorgestellt.

Ein Diesel-Fahrverbot (Platz 7) wurde in verschiedenen deutschen Städten erlassen, um die Einhaltung einer EU-Richtlinie zu Stickstoffdioxid-Grenzwerten durchzusetzen. Dieselfahrzeuge älterer Bauart sind besonders umweltbelastend. Trotz zweier Spitzentreffen von Vertretern des Bundes, der Länder und der Kommunen, bei denen 2017 vereinbart worden war, mehrere Milliarden Euro für die Investition in sauberere Dieselmotoren zur Verfügung zu stellen, ließen sich die Fahrverbote nicht überall vermeiden.

Ein Handelskrieg (Rang 8) wurde von US-Präsident Trump als politisches Mittel der Wahl nicht nur der EU, sondern auch dem großen Konkurrenten China mehrfach angedroht. Handelskriege seien »gut und leicht zu gewinnen«, teilte Trump mit, um seinen Entschluss zu rechtfertigen, Strafzölle auf Stahl und Aluminium zu erheben.

Mit Brexit-Chaos (Platz 9) greift die GfdS-Jury ein Thema auf, das mehr oder weniger das gesamte Jahr 2018 begleitete. Die schwierigen Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens führten die Gefahr eines harten oder auch ungeordneten Brexits mit kaum auszudenkenden Folgen vor Augen und ließen eine Wortkreuzung zweiter Ordnung entstehen: gegenüber den Brexiteers (›Brexit-Befürwortern‹) gewannen die Bregretter (›Brexit-Gegner‹) immer mehr an Boden. War schon Brexit eine Wortkreuzung aus Britain und Exit, so erscheint Bregretter als Wortkreuzung aus Brexit und regret (›bedauern‹).

Platz 10 belegt der Ausdruck die Mutter aller Probleme. So hatte Innenminister Horst Seehofer die Migration bezeichnet und damit eine intensive Debatte ausgelöst, in deren Verlauf vielerlei als Mutter aller Probleme bezeichnet wurde: von der CSU bis zu Horst Seehofers Mutter. Die GfdS weist mit ihrer Wahl zugleich auf ein sprachliches Muster hin, wonach die Mutter aller … für das größte aller Exemplare einer Kategorie steht: die Mutter aller Schlachten (nannte Saddam Hussein 1990 den 2. Golfkrieg), die Mutter aller Bomben (warfen die USA 2017 über Afghanistan ab), die Mutter aller Niederlagen (erlebte die CSU bei der Landtagswahl 2018) usw.

Nach 20 Jahren das Aus für den Wiesbadener George-Konell-Preis – Letztmalige Verleihung gestern Abend an Eva Demski

Stadtrat Helmut Nehrbaß überreicht der Schriftstellerin Eva Demski die Urkunde zum George-Konell-Preis 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow
Stadtrat Helmut Nehrbaß überreicht der Schriftstellerin Eva Demski die Urkunde zum George-Konell-Preis 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow

Gestern Abend wurde im Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine der George-Konell-Preis zum letzten Mal verliehen. Den mit 5000 Euro dotierten Literaturpreis erhielt Eva Demski für ihr literarisches Gesamtwerk. Kulturstadtrat Helmut Nehrbaß überreichte die Urkunde in Vertretung von Kulturdezernent Axel Imholz und verlas die Jurybegründung: „Das Werk der Schriftstellerin Eva Demski zeichnet sich durch seine ungeheure Dichte und Vielseitigkeit aus. Lässig verschränkt sie in ihren Büchern die Hochkultur mit dem Populären, die Literatur mit dem Alltag und erweist sich als präzise und unerschrockene Beobachterin ihrer Welt. In herausragender Weise gelingt es ihr dabei, die Dinge des Lebens in ebenso kluger wie unterhaltsamer Weise sprachlich auf den Punkt zu bringen“. Die Jury setzte sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des literarischen Lebens der Stadt Wiesbaden wie der freien Journalistin und Kritikerin Shirin Sojitrawalla, der Inhaberin der Buchhandlung Vaternahm Jutta Leimbert, der Leiterin der Büchergilde Wiesbaden Gudrun Olbert, des Journalisten Dr. Alexander Hildebrand sowie DaDder Leiterin des Literaturhauses Susanne Lewalter.

Eine höchst geistreiche wie amüsant-pointierte „Lieber-Nicht-Laudatio“  hielt der renommierte Publizist und Lektor Wolfgang Schopf.

Zum Dank las Eva Demski aus ihren Lebenserinnerungen „Den Koffer trage ich selber“,  erschienen im Suhrkamp Verlag 2017, sowie über ihre kurze Wiesbadener Zeit als Neunjährige und den  Umzug  nach Frankfurt.

Melanie Ickert (Violine) und Jennifer (Piano) gaben der Feierstunde einen entsprechenden musikalischen Rahmen.

Anstelle des Konell-Preises neuer Wiesbadener Literaturpreis?
Bereits in seiner Begrüßung erläuterte Kulturstadtrat Helmut Nehrbaß weswegen nach 20 Jahren, im Jubiläumsjahr, der George-Konell-Preis 2018 zum letzten Mal verliehen werde. Das habe damit zu tun, so der Kulturstadtrat, dass das Stiftungs-Kapital mittlerweile schlichtweg aufgebraucht sei. „Dass der Preis nämlich über zwei Jahrzehnte hinweg gemeinsam mit einem Förderpreis für junge Literaten vergeben werden konnte“, sei „dem großen kulturellem Engagement der Stifterin Ilse Konell zu verdanken“. Ilse Konell war die Witwe des 1912 in Berlin geborenen und 1991 verstorbenen Dichters George Konell, der ab 1955 hier in Wiesbaden wohnte. „Noch mit über 60 Jahren“, so Nehrbaß, „begann Ilse Konell ihre leidenschaftliche Arbeit als Mäzenatin und setzte sich vor allem für die Literaturförderung ein. Damals stellte sie die finanzielle Grundlage für den seit 1998 nun alle zwei Jahre vergebenen Preis her mit einer Dotierung von 5000 Euro, und zusätzlich immer in den dazwischenliegenden Jahren einen Förderpreis für Schülerinnen und Schüler, der von ihr ebenfalls gestiftet war.“

Doch die Stadt Wiesbaden sei bemüht, anstelle des Konell-Preises „zukünftig einen neuen Literaturpreis zu schaffen. Natürlich, wenn dem die politischen Gremien entsprechend zustimmen werden“, verriet Nehrbaß.

Siehe das ausführliche Interview von Frau Dr. Viola Bolduan mit Eva Demski im Wiesbadener Kurier

Programm des Literaturhauses Villa Clementine

Wider der Sprache der Dehumanisierung – Gesellschaft für deutsche Sprache mit dem Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgezeichnet

(v.l.n.r.) Stadtverordnetenvorsteherin Gabriele Enders, Prof. Dr. Peter Schlobinski, Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsche Sprache und Inhaber des Lehrstuhls für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover,Dr. Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Deutsche Sprache,Sozialdezernent Axel Imholz. © Foto: Diether v. Goddenthow
(v.l.n.r.) Stadtverordnetenvorsteherin Gabriele Enders, Prof. Dr. Peter Schlobinski, Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsche Sprache und Inhaber des Lehrstuhls für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover,Dr. Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Deutsche Sprache,Sozialdezernent Axel Imholz. © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 11.Dezember 2018 wurde die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. mit dem „Preis zur Förderung des kulturellen Leben – Kulturpreis“ während einer Feierstunde im Festsaal des Wiesbadener Rathauses ausgezeichnet. Die Preisverleihung und Übergabe der Urkunde erfolgte durch Sozialdezernent Axel Imholz und der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteherin Gabriele Enders. Musikalisch wurde die Veranstaltung originell umrahmt von Dunja Koppenhöfer.

Der alljährlich verliehene „Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden“ ist mit 5000 Euro dotiert und wird für besondere Leistungen in den Gebieten Bildende Kunst, Musik, Literatur oder Darstellende Kunst vergeben.

Die Juryentscheidung, in diesem Jahr die Gesellschaft für deutsche Sprache (Gfds) mit ihrer seit 1955 in Wiesbaden befindlichen Zentrale auszuzeichnen, sei einstimmig gewesen, sagte der Juryvorsitzende und Kulturdezernent Axel Imholz. Der Jury gehörten alle kulturpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Rathausfraktionen an wie: Dorothea Angor, Hartmut Bohrer, Gabriele Enders, Dr. Klaus-Dieter Lork, Wilfried Lüderitz, Dr. Hendrik Schmehl, Claudia Spruch sowie der kommissarische Kulturamtsleiter Jörg-Uwe Funk.

„Es ist für die Landeshauptstadt eine Ehre, dass die Gesellschaft ihren Sitz seit 1965, also seit über 50 Jahren, in Wiesbaden hat“, erklärt Kulturdezernent Axel Imholz und fährt fort: „In diesen Jahrzehnten hat sich eine große Verbundenheit zwischen Wiesbaden und der Gesellschaft für deutsche Sprache ergeben. Viele Wiesbadenerinnen und Wiesbadener nehmen gerne die Angebote der Sprachberatung an bzw. besuchen die Vorträge.“

Das 70-jährige Jubiläum der Gesellschaft im vergangenen Jahr war auch Mitanlass für die Jury, die langjährigen Leistungen anzuerkennen und mit dem Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden 2018 zu würdigen.

Die Gesellschaft verstehe sich seit 1947 als Vermittlerin zwischen Öffentlichkeit und Sprachwissenschaft. In hauseigenen Zeitschriften und Publikationen beobachte und dokumentiere sie die Entwicklung des Sprachgebrauchs, beriete Privatpersonen und Behörden in sprachlichen Fragen und präsentiere alljährlich das „Wort des Jahres“, was in diesem Jahr am 14.Dezember bekannt gegeben werde.

Die räumliche Nähe zur Zentrale ist für viele Wiesbadener Firmen und Behörden, aber auch für sprachinteressierte Wiesbadenerinnen und Wiesbadener von großer Bedeutung. Hier wird eine direkte persönliche Beratung gewährleistet, die auch im Zeitalter der digitalen Suchmaschinen unverzichtbar bleibt.

Daneben führt der örtliche Zweig regelmäßig sprachwissenschaftliche Vorträge in Wiesbaden durch, die ein reges Interesse finden

In Form von Preisen erkennt der Sprachverein die Leistungen der aktiven Sprachgestalterinnen und Sprachgestalter aus der Gesellschaft an. So verleiht er alle zwei Jahre den Medienpreis für Sprachkultur, der im Wiesbadener Kurhaus überreicht wird.Der Hans-Oelschläger Preis für Sprachkritik zeichnet Journalistinnen und Journalisten aus Fernsehen und Rundfunk aus, die durch ihre Arbeit den Sprachgebrauch kritisch hinterfragen und das Empfinden für ein klares Deutsch stärken.

In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Jörg Meibauer, Professor für Sprachwissenschaft am Deutschen Institut an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Arbeit der Gesellschaft für Deutsche Sprache in all ihren Facetten und ging auf die Mehrdeutigkeit von Sprache ein: Die sprachliche Kultur habe viel damit zu tun, „Freude an der Sprache, am Sprachgebrauch zu haben, Freude, die sich in Metaphern, Ironie, Wortspiel, Witzen und vielem mehr“ zeige. „Sprache stellt neue Bedeutungen her, und wir Menschen haben Spaß dabei, diese zu entdecken, und selbst zu produzieren“, so Meibauer, der gleich zwei Beispiele seiner linguistischen Entdeckungsreisen präsentierte: „Stehrümken“ und „Eierarsch“. Mit letzterem Ausdruck, nachzulesen in der aktuellen Ausgabe der Zeit, habe einst Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubinski seinen Parteikollegen Jürgen Möllemann bedacht. Auch „Stehrümken“ oder „Stehrümmchen“ sei ihm ein unbekannter Begriff gewesen. Dieser bezeichne keine richtigen Textilien, Lampen, Möbel usw., sondern Dinge, die nur als Deko so „darum stehen“, also „Stehrümmchen“ seien.

Wäre erst einmal die sprachliche Neugier befriedigt, wollten Bürgerinnen und Bürger tiefere Kenntnis und verlässlichere Auskunft über die Begrifflichkeiten erlangen, etwa, ob „‘Eierarsch‘ noch nett, oder schon prüde“ sei. In solchen und allen anderen Fragen die deutsch Sprache betreffend, könne man sich bei der Deutschen Gesellschaft für Deutsche Sprache informieren und sprachlich beraten lassen. Ergänzt würde das Angebot der Sprachberatung durch reichliches Lesefutter für alle Sprachinteressierten, etwa mit den Gfds-Zeitschriften „Der Sprachdienst“ (seit 1957) und „Muttersprache“ (seit 1890).

In seiner Dankesrede unterstrich der Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsche Sprache, Prof. Dr. Peter Schlobinski, Inhaber des Lehrstuhls für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover, dass der Preis für die Gfds nicht nur eine Auszeichnung für geleistete Arbeit, sondern auch Ansporn und Verpflichtung sei, die gute Arbeit und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Stadt Wiesbaden fortzuführen. Schlobinski fokussierte sich in seiner Rede nur auf einen Aspekt der Sprachkultur, nämlich den, des sich ändernden Sprachgebrauchs in politischen Diskursen mit zunehmenden verbalen Grenzverschiebungen und Überschreitungen bis hin zur Sprache der Hetze und des Hasses. Da würden politische Gegner gejagt, Menschen (statt Sachen) entsorgt und Asylbewerber zu Asyltouristen, so Schlobinski. „Provozieren, übertreiben, Affekte mobilisieren, im Namen des Volkes sprechen, Freund-Feindschema aufbauen, diffamieren und deskreditieren, sich als Opfer inszenieren, beleidigen und drohen, lügen und täuschen“ all dies stamme „aus dem Repertoire derjenigen, die Sprache und Gesellschaft radikalisieren wollen“, hob der Sprachwissenschaftler hervor. Diese Leute nähmen „in Kauf, dass der Verbal-Gewalt die physische folgen könne, die Jagd auf Menschen, wie in Chemnitz“.

Solch einer „Sprache der Dehumanisierung, der grob verharmlosenden Sprache, der Hetzsprache“ entgegenzutreten, sei nicht nur Aufgabe einer engagierten linguistisch begründeten Sprachkritik, wie sie die Gfds in der Tradition von Kurt Tucholsky und Victor Klemperer leiste. Dies sei insbesondere auch eine Aufgabe von uns allen, der schweigenden Mehrheit, und von der Politik. „Sich einmischen und den Mund aufmachen verstehen wir als Imperativ für die Arbeit der Gesellschaft für Deutsche Sprache.“, so Schlobinski. Der Gfds-Vorsitzende versicherte abschließend, dass sich die Gfds auch weiterhin für eine auf Verständigung und Verständlichkeit ausgerichtete Sprache einsetzen werde: konstruktiv und kritisch, engagiert und wissenschaftlich fundiert.

(Diether v. Goddenthow / Rhein-Main.Eurokunst)

 Dankesrede des GfdS-Vorsitzenden Prof. Dr. Peter Schlobinski

Unimedizin Mainz: „Nachtvorlesung für jedermann“: Schwerpunkt Pneumologie – am 6.Dez. 2018

Nachtvorlesung -Gebäude 505H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz © Archivfoto: Diether v. Goddenthow
Nachtvorlesung -Gebäude 505H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz © Archivfoto: Diether v. Goddenthow

Besucher der aktuellen Staffel bekommen ab 29. November „Highlights aus der Universitätsmedizin“ geboten

(Mainz, 29. November 2018, ok) An diesem Donnerstag, 29. November, startet die „Jahresabschlussstaffel“ der Veranstaltungsreihe „Nachtvorlesung für jedermann“. In bewährter Tradition präsentieren die Experten neue Highlights aus der Universitätsmedizin Mainz. Dabei richtet sich der Blick auf Neuerungen und innovative Forschungsprojekte verschiedener Bereiche der Universitätsmedizin Mainz. Die aktuelle Nachtvorlesungsstaffel findet an vier Abenden jeweils donnerstags ab 20 Uhr im großen Hörsaal der Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz statt (Gebäude 505H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Der Weg ist ausgeschildert. Eintritt und Bewirtung sind frei.

In der heutigen Auftaktveranstaltung widmet sich der Direktor der Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Christian Werner dem Thema „Vom Notfall zur Narkose“. Anschließend stellen der Direktor der Klinik für Herz-, Thorax, Gefäßchirurgie (HTG) der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Christian-Friedrich Vahl und Dr. Kathrin Dohle (ebenfalls HTG) die Highlights 2018 in der Aortenchirurgie vor. Einblicke in die highend-periphere Gefäßchirurgie gibt Prof. Dr. Bernhard Dorweiler (HTG). Um das Potential der plastischen Chirurgie soll es im vierten Vortrag des Abends von Dr. Hadrian Scheppler, Leiter Plastische Chirurgie in der Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz gehen. Abschließend zeigt die Leiterin der Nephrologischen Ambulanz Dr. Julia Weinmann-Menke auf, dass die Nephrologie nicht nur auf die Niere ausgerichtet ist.

Die zweite Veranstaltung der Jahresabschlussstaffel am 06.12.2018 startet mit einem Vortrag des Leiters des Schwerpunkt Pneumologie in der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Roland Buhl. Er spricht über die individuelle Asthma-Therapie. Was die tiefe Hirnstimulation bei Tumorerkrankungen auszurichten vermag, berichtet Prof. Dr. Sergiu Groppa von der Neurologie der Universitätsmedizin Mainz. Das Thema Patientensicherheit vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussion über Mikroplastik im menschlichen Körper greift Prof. Dr. Irene Krämer von der Apotheke der Universitätsmedizin Mainz in ihrem Vortrag auf. Abschließend folgt ein Vortrag des Direktors der Klinik und Poliklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie Univ.-Prof. Dr. Manfred Beutel mit dem Titel „Psychotherapie 4.0 – Onlinemedizin für die Psyche?“

Der dritte Abend der aktuellen Staffel am 13.12.2018 beginnt mit dem Vortrag „Wer rastet der rostet – Bewegung einmal anders“ des stellvertretenden Direktors des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees. Anschließend gibt der Direktor der Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung Univ.-Prof. Dr. James Deschner Einblicke in die moderne Zahn- und Zahnfleischbehandlung an der Universitätsmedizin Mainz. Welches Potential die refraktive und rekonstruktive Augenchirurgie besitzt wird PD Dr. Urs Voßmerbäumer von der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz in seinem Vortrag aufzeigen. Des Weiteren referiert Dr. Jürgen Alt von der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz über das Thema „Checkpoint-Inhibitoren – die neue Säule der Krebstherapie“. Der letzte Vortrag des Abends widmet sich der Frage „Leberchirurgie im Grenzbereich – was ist machbar?“ Der Referent ist der Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie Univ.-Prof. Dr. Hauke Lang.
Die vierte und letzte Veranstaltung der Jahresabschlussstaffel findet am 20.12.2018 statt. Es handelt sich dabei um eine Weihnachts-Nachtvorlesung, die wie üblich ein Überraschungsprogramm enthält.

Uni-Medizin Mainz: Neuer Ansatz zur Verbesserung der Angsttherapie entdeckt

Neuer Ansatz zur Verbesserung der Angsttherapie entdeckt
Mainzer Wissenschaftler veröffentlichen neue Erkenntnisse in der Resilienzforschung in Nature Communications

(Mainz, 26. November 2018, br) Traumatische Erfahrungen können sich tief in das Gedächtnis eingraben. Wie sich eine daraus entstandene Furcht langfristig reduzieren lässt und wie es nach einer Traumatisierung gar nicht erst zu einer dauerhaften Belastungsstörung kommt, darauf haben Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz neue Hinweise gefunden: Der Schlüssel liegt in entsprechenden neuen, positiven und fest im Gedächtnis verankerten Erfahrungen. Durch diese lernen die Traumatisierten, dass die angstauslösenden Reize oft harmlos sind. Dafür ist es allerdings erforderlich, dass sich Betroffene ihren Angstauslösereizen immer wieder aussetzen. Die Forscher haben die Hirnprozesse, die solchen positiven Lernerfahrungen zugrunde liegen, genauer untersucht. Die Erkenntnisse könnten helfen, die Therapie von Angsterkrankungen und Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) zu verbessern sowie entsprechende präventive Maßnahmen zu entwickeln. Sie sind nachzulesen in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“.

Während einer Extinktionslernerfahrung werden im Präfrontalkortex Aktivierungsmuster generiert, die in einer Ruhephase nach dem Lernen spontan wieder auftreten. Diese Spontanreaktivierungn verfestigen das Gelernte. Quelle: Dr. Anna M.V. Gerlicher
Während einer Extinktionslernerfahrung werden im Präfrontalkortex Aktivierungsmuster generiert, die in einer Ruhephase nach dem Lernen spontan wieder auftreten. Diese Spontanreaktivierungn verfestigen das Gelernte. Quelle: Dr. Anna M.V. Gerlicher

Das menschliche Gehirn ist veränderbar. Es lässt sich durch Erfahrungen – gute wie schlechte – (um)formen. Dies ist die Ausgangsprämisse der Resilienzforschung und der Therapien zur Behandlung von Angststörungen. Doch wieso gelingt es bei manchen Menschen, deren Angst zu mindern oder ihnen diese sogar zu nehmen, wenn sie mit einer ursprünglich angstauslösenden Situation wiederholt konfrontiert werden und dabei neue, positive Erfahrungen machen? Und warum hat diese sogenannte ‚Furchtextinktion‘ bei anderen langfristig keinen Erfolg? Wie bildet und stabilisiert das Gehirn eines Menschen dessen Langzeitgedächtnis? Welche Rolle spielen dabei spontane, neuronale Konsolidierungsprozesse, die nach dem Lernen einer neuen, überraschend positiven Erfahrung ablaufen? Diesen Fragen widmeten sich Univ.-Prof. Dr. Raffael Kalisch und Dr. Anna M.V. Gerlicher zusammen mit anderen Wissenschaftlern des Deutschen Resilienz Zentrums (DRZ) Mainz und des Sonderforschungsbereichs 1193 „Neurobiologie der Resilienz gegenüber stressinduzierter psychischer Dysfunktion: Mechanismen verstehen und Prävention fördern“ an der Universitätsmedizin Mainz in der hier vorgestellten Studie.

„Wir wissen schon ganz gut, welche neuralen Prozesse wichtig sind, um zu lernen, dass von einem gefürchteten Reiz gar keine Gefahr mehr ausgeht. Neuere Forschungen haben jedoch gezeigt, dass es sehr wichtig ist, sich auch später noch gut an solche Lernerfahrungen erinnern zu können. Denn nur so gelingt es, nicht immer und immer wieder in unnötige Angstreaktionen zu verfallen und somit resilient gegenüber einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu sein”, erläutert Dr. Anna Gerlicher, Erstautorin der Studie. „Wir haben uns in unserer neuesten Studie daher ganz auf die Frage fokussiert, wie es nach einem solchen ‘Extinktionslernen’ zur Verfestigung des Erlernten in unserem Gedächtnis kommt.”

Das Team um DRZ-AG-Leiter Univ.-Prof. Dr. Raffael Kalisch fand heraus, dass die Gehirne ihrer Versuchspersonen während einer Extinktionslernerfahrung bestimmte Aktivierungsmuster aufwiesen, die nach dem Lernen in einer Ruhephase spontan wieder auftraten. Je häufiger diese Spontanreaktivierungen erfolgten, desto besser konnten sich die Probanden an einem anderen Versuchstag an ihre positive Erfahrung erinnern und desto geringer waren ihre Angstreaktionen auf Auslösereize.

Dass die gedächtnisrelevanten Aktivitätsmuster durch den auch als „Belohnungshormon“ bekannten Neurotransmitter Dopamin unterstützt werden, war eine weitere neue Erkenntnis. „Besonders faszinierend war für uns, dass wir durch Gabe eines handelsüblichen Medikaments, das in den Hirnstoffwechsel eingreift und zu einer Erhöhung des Dopaminspiegels im Gehirn führt, die Anzahl der Reaktivierungen erhöhen und somit im selben Maße spätere Angstreaktionen verringern konnten. Dies brachte folgende neue Erkenntnis: Das Gedächtnis für Extinktionslernen lässt sich, zumindest im Labor, relativ einfach verstärken – und zwar ganz ohne Übung oder Gedächtnistraining”, so Professor Kalisch.

Die Wissenschaftler sehen in ihren Befunden Potential für neue Einsichten in grundlegende Mechanismen der Gedächtnisbildung sowie für mögliche neue Ansätze zur Verbesserung der Traumatherapie.

Weitere Informationen zur Originalpublikation:
A.M.V. Gerlicher, O. Tüscher, R. Kalisch: Dopamine-dependent prefrontal reactivations explain long-term benefit of fear extinction; Nature Communications volume 9, Article number: 4294 (2018) |
DOI: 10.1038/s41467-018-06785-y; www.nature.com/naturecommunications.

KLEPTOMAMI gewinnt Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb – Preisträger*innen beim exground filmfest 31

Preisträger und Exgroundteam bei der Preisverleihung m 25.Nov.2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Preisträger und Exgroundteam bei der Preisverleihung m 25.Nov.2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

KLEPTOMAMI gewinnt Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb // Ungarische Produktion MERMAIDS AND RHINOS ist bester internationaler Kurzfilm // RESPETO von den Philippinen und RAFIKI gewinnen bei den youth days // 3. Gefangenenjury-Preis DAS BRETT für WO KEIN SCHATTEN FÄLLT

Mit der feierlichen Preisverleihung feierte das exground filmfest 31 am gestrigen Abend nach zehn Tagen einen erfolgreichen Festivalabschluss in der Caligari FilmBühne. Im Anschluss an den Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb wurden in sieben Wettbewerben Geld- und Sachpreise im Wert von rund 20.000 EUR vergeben. Über 100 internationale und nationale Gäste aus der Filmbranche und zahlreiche Besucher*innen zeugen erneut von der großen Beliebtheit des Festivals über die Grenzen Wiesbadens hinaus.

Deutscher Kurzfilm-Wettbewerb

Nach der Vorführung des Deutschen Kurzfilm-Wettbewerbs entschied das Publikum über seine Favoriten und kürte KLEPTOMAMI von Pola Beck zum Gewinnerfilm. Der mit 3.000 EUR dotierte erste Preis wurde in diesem Jahr erneut von der Landeshauptstadt Wiesbaden gestiftet. Den zweiten Platz belegte RIEN NE VA PLUS von Sophie Linnenbaum, die sich über ein Preisgeld von 2.000 EUR freuen kann, gestiftet von der Wiesbadener Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft. Kiana Naghshineh wurde für AUGENBLICKE – A BLINK OF AN EYE mit dem dritten Preis (1.000 EUR, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden) ausgezeichnet.

Pola Becks KLEPTOMAMI erhielt außerdem beide Sachpreise: Filmequipment im Wert von 2.000 EUR von Pille Filmgeräteverleih für ihren nächsten Film sowie ein „Grading Special“ der Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft im Wert von 1.500 EUR.

Vlnr: Pola Beck (KLEPTOMAMI), Viktória Traub (MERMAIDS AND RHINOS), Sophie Linnenbaum (RIEN NE VA PLUS) © Peter Fischer
Vlnr: Pola Beck (KLEPTOMAMI), Viktória Traub (MERMAIDS AND RHINOS), Sophie Linnenbaum (RIEN NE VA PLUS) © Peter Fischer

Internationaler Kurzfilm-Wettbewerb

Im Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb kürte die internationale Jury den ungarischen Beitrag MERMAIDS AND RHINOS [SELLŐK ÉS RINOCÉROSZOK] von Viktória Traub zum Gewinner und überreichte das Preisgeld von 2.000 EUR, gestiftet vom exground-Freundeskreis. Die Jury-Mitglieder Dr. Catherine Colas (Redakteurin für kurz- und mittellange Filme bei ZDF/ARTE aus Mainz), Heleen Gerritsen (Festivalleiterin von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden) und Raymond Red (Regisseur und Produzent aus Manila/Philippinen) begründeten ihre Entscheidung mit den Worten:

„In einem düsteren Hostel an der See entfalten sich merkwürdige Szenen: Eine alte Meerjungfrau nimmt ein Bad, eine Frau versinkt vor einem Fenster in einen erotischen Tanz, ein von Liebeskummer erfüllter Vater verwandelt sich in ein Rhinozeros und entschwindet in die Wälder. All dies wird von einem jungen Mädchen beobachtet, für das Vergangenheit und Gegenwart, Fantasie und Realität Teil eines großen, eigenartigen Universums sind. Der Künstlerin, die diese grausame wie faszinierende Welt mit unverwechselbaren Charakteren, Tieren, atemberaubenden Farben sowie mehreren metaphorischen Ebenen schuf, gelingt es, eine sehr persönliche Geschichte auf eine innovative und erfinderische Art und Weise zu erzählen. Mit großer Freude vergibt die Jury den diesjährigen Preis an MERMAIDS AND RHINOS von Viktoria Traub.“

Eine lobende Erwähnung erhielt MAN OF PA-ALING [MANONG NG PA-ALING] von E del Mundo aus den Philippinen. Auch hierzu verfasste die Jury eine Begründung:

„In Schwarzweiß wird die Trostlosigkeit einer ansonsten wunderschönen Unterwasserwelt heraufbeschworen. Dieser Film erkundet die Trivialität und Großartigkeit der menschlichen Existenz. Die Jury verleiht die lobende Erwähnung an MAN OF PA-ALING [MANONG NG PA-ALING].“

DAS BRETT – 3. Gefangenenjury-Preis

Jury-Preis der weltweit ersten Gefangenen-Jury "Das Brett", gestiftet von Die Werft - Kulturbühne in der JVA Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Jury-Preis der weltweit ersten Gefangenen-Jury „Das Brett“, gestiftet von Die Werft – Kulturbühne in der JVA Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow

Zum dritten Mal wurde der Preis DAS BRETT in der Reihe „Made in Germany“ von einer Gefangenenjury aus Insassen der JVA Wiesbaden verliehen. Aus den sieben nominierten Beiträgen wählten die acht Juroren WO KEIN SCHATTEN FÄLLT von Esther Bialas:

„Die Gefangenenjury der JVA Wiesbaden verleiht DAS BRETT 2018 an WO KEIN SCHATTEN FÄLLT von Esther Bialas, weil er etwas tut, was sich deutsche Filme selten trauen: eine geheimnisvolle, düstere Geschichte mit klassischen Genre-Mitteln und überraschenden Wendungen zu kombinieren, ohne vorhersehbar zu werden oder mit Botschaften um sich zu werfen. Dazu junge Schauspielerinnen, denen man die düsteren Abgründe ihrer Figuren nicht zutraut und eine erotische Komponente, die man so nicht erwartet: Man wusste eigentlich nie, was als nächstes passiert. An dieses Gesamterlebnis für die ganze Jury kam letztlich keiner der anderen Filme heran: Hätte man beim Anschauen eine Kamera auf uns gehalten, hätte man gesehen, dass es der einzige Film war, bei dem wir alle von vorne bis hinten mitgefiebert haben.“

Dotiert ist der Preis mit 1.500 EUR, gestiftet von „Die WERFT – Kulturbühne in der JVA Wiesbaden“.

exground youth days

Kulturstadtrat Helmut Nehrbaß (2.v.l.) verliest stellvertretend für den erkrankten Kulturdezernenten Axel Imholz die Urkunde des Gewinner des Jugend-Jury-Preises RESPETO von Alberto „Treb“ Monteras II (1.v.l.). sowie Youth-days-Kurator Gerald Pucher (3.v.l.) mit der Jugendjury. © Foto: Diether v. Goddenthow
Kulturstadtrat Helmut Nehrbaß (2.v.l.) verliest stellvertretend für den erkrankten Kulturdezernenten Axel Imholz die Urkunde des Gewinner des Jugend-Jury-Preises RESPETO von Alberto „Treb“ Monteras II (1.v.l.). sowie Youth-days-Kurator Gerald Pucher (3.v.l.) mit der Jugendjury. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die philippinische Produktion RESPETO von Alberto „Treb“ Monteras II überzeugte die Mitglieder der Jugendjury im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb:

„Der philippinische Film RESPETO hat die Jugendjury in vielerlei Hinsicht überzeugt: Er führt uns ein in die erschreckenden Verhältnisse eines Landes, in dem Menschen aufgrund eines bloßen Verdachts auf offener Straße von der Polizei erschossen werden können. Der Film nutzt exzellent auf allen Ebenen die Sprache des Kinos: Kamera, Ton und Musik, Effekte und die authentische Darstellung verschmelzen zu einer Einheit. Inmitten einer Szenerie, geprägt von Gewalt, Drogen und Korruption, verfolgt Hendrix seinen Traum, sich in der Hip-Hop-Szene Manilas als Rapper durchzusetzen. Temporeich, angetrieben durch den Puls der Musik, zeigt RESPETO den Kampf um Respekt und Anerkennung – und wie wichtig es ist, Vorbilder zu haben. Mit der Kraft des Hip-Hop schafft es Hendrix, den Verhältnissen und der Perspektivlosigkeit etwas entgegenzusetzen. Ein echter Jugendfilm!“

Das Preisgeld von 2.500 EUR stiftete die Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die Jugendjury kürte außerdem SOMETHING ABOUT ALEX [ANDERS] von Reinout Hellenthal zum besten Kurzfilm der exground youth days, der in diesem Jahr erstmals mit einem Preisgeld von 500 EUR bedacht wird, gestiftet vom Wiesbadener Kinofestival e. V.

Das Publikum wählte als besten Langfilm RAFIKI von Wanuri Kahiu, die sich über 1.000 EUR, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden, freuen darf.

Im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb setzte sich LESSON von Moritz Goebel und Joshua Kiefer im Publikumsvoting durch. Der erste Platz ist dotiert mit 500 EUR, gestiftet von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Den zweiten Platz belegte ALLES MUSS MAN SELBER MACHEN vom Team JAJEMoRF, das sich über einen Einkaufsgutschein des Apple-Fachhändlers ergo sum im Wert von 150 EUR freuen kann.

Wiesbaden Special – Kurzfilm-Wettbewerb

Im Publikumswettbewerb um den besten Wiesbadener Kurzfilm konnte HAYTHAM von Peter Ederer und Arne Dechow überzeugen. Neben dem Preisgeld von 500 EUR, gestiftet vom Medienpartner Wiesbadener Kurier, können die Gewinner außerdem mit dem Sachpreis „Filmsound Special“ an zwei Tagen Technik und Know-how des Wiesbadener Tonstudios klangBezirk im Wert von 2.000 EUR für die finale Tonmischung ihres nächsten Films nutzen.

exground-Gong-Show

Trash ist Kult – das bewiesen in diesem Jahr erneut die Teilnehmer der legendären exground-Gong-Show. Verdienter Gewinner von 50 EUR Preisgeld sowie der Goldenen exground-Gurke: Jet Leyco, der seinen WOMEN OF WIESBADEN am Tag der Gong-Show in Wiesbaden drehte.

(Quelle: https://exground.com/pm-preistraegerinnen-beim-exground-filmfest-31/)

exground filmfest 31 – Preisträger*innen im Überblick

DAS BRETT Gefangenenjury-Preis („Made in Germany“)
WO KEIN SCHATTEN FÄLLT von Esther Bialas (Deutschland 2018, 99 Min)
1.500 EUR , gestiftet von „Die WERFT – Kulturbühne in der JVA Wiesbaden“.

Deutscher Kurzfilm-Wettbewerb
1. Platz: KLEPTOMAMI von Pola Beck (Deutschland 2017, 10 Min.)
3.000 EUR, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden.

2. Platz: RIEN NE VA PLUS von Sophie Linnenbaum (Deutschland 2015, 15 Min.)
2.000 EUR, gestiftet von Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft.

3. Platz: AUGENBLICKE – A BLINK OF AN EYE von Kiana Naghshineh (Deutschland 2018,
4 Min.)
1.000 EUR, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden

Sachpreis: Filmequipment im Wert von 2.000 EUR, gestiftet von Pille Filmgeräteverleih:
KLEPTOMAMI von Pola Beck (Deutschland 2017, 10 Min.)

Sachpreis: „Grading Special“ im Wert von 1.500 EUR, gestiftet von Magenta TV
Fernsehproduktionsgesellschaft:
KLEPTOMAMI von Pola Beck (Deutschland 2017, 10 Min.)

Internationaler Kurzfilm-Wettbewerb
Jurypreis:
MERMAIDS AND RHINOS [SELLŐK ÉS RINOCÉROSZOK] von Viktória Traub
(Ungarn 2017, 16 Min.)
2.000 EUR, gestiftet vom exground-Freundeskreis

Lobende Erwähnung:
MAN OF PA-ALING [MANONG NG PA-ALING] von E del Mundo (Philippinen 2017, 15
Min.)

Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb
HAYTHAM von Peter Ederer und Arne Dechow (Deutschland 2018, 14 Min.)
500 EUR, gestiftet vom Wiesbadener Kurier.

Sachpreis: „Filmsound Special“ im Wert von 2.000 EUR, gestiftet vom
Tonstudio klangBezirk.

youth days – Internationaler Jugendfilm-Wettbewerb

Jurypreis bester Langfilm: RESPETO von Alberto „Treb“ Monteras II
(Philippinen 2018, 99 Min.)
2.500 EUR, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Jurypreis bester Kurzfilm: SOMETHING ABOUT ALEX [ANDERS] von Reinout Hellenthal
(Niederlande 2017, 19 Min.)
500 EUR, gestiftet von Wiesbadener Kinofestival e. V.

Publikumspreis: RAFIKI von Wanuri Kahiu
(Kenia/Südafrika/Deutschland/Niederlande/Frankreich/Norwegen/Libanon 2018, 83
Min.)
1.000 EUR, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb
1. Platz: LESSON von Moritz Goebel und Joshua Kiefer (Deutschland 2018, 8 Min.)
500 EUR, gestiftet von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

2. Platz: ALLES MUSS MAN SELBER MACHEN vom Team JAJEMoRF
(Deutschland 2018, 4 Min.)
Einkaufsgutschein im Wert von 150 EUR, gestiftet vom Apple-Fachhändler ergo sum.

exground-Gong-Show
WOMEN OF WIESBADEN von Jet Leyco
50 EUR Preisgeld und die “Goldene exground-Gurke”

Termin für das exground filmfest 32: 15. bis 24. November 2019.

Galerie Rother Winter präsentiert zum 5. Geburtstag und Jahresende: Meisterwerke VI

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Die Galerie Winter, gegründet 1987, und die Galerie Rother, gegründet 1994, haben sich im Dezember 2013 zur Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Galerie entschlossen und beraten nun mit ihrer langjährigen Erfahrung auf dem Kunstmarkt erfolgreich ihre Kunden. Seither vertritt die GALERIE ROTHER WINTER in neoklassizistischen Räumen auf der Taunusstraße in Wiesbaden abstrakte bis figurative Positionen von klassischer Moderne bis zeitgenössische Malerei sowie Skulpturen und Plastiken aus Bronze, Eisen, Holz und Stein.

Mit dem zu Ende gehenden Jahr 2018 wird wieder in schon bewährter Tradition eine hochkarätige Ausstellung – Meisterwerke VI – vom 24. November 2018 bis 26. Januar 2019 in den Räumlichkeiten, Taunusstr. 52, 65183 Wiesbaden, präsentiert. Die Ausstellung bietet u.a. Malerei und Skulpturen national und international bekannter Künstler. Die Vernissage ist am 24. November 2018, 18:00 bis 20:00 Uhr

Bernd Zimmer, Das geheime Leben der Sterne, 2017, Acryl auf Leinwand, 130 x 160 cm. Foto: © Galerie Rothe Winter
Bernd Zimmer, Das geheime Leben der Sterne, 2017, Acryl auf Leinwand, 130 x 160 cm. Foto: © Galerie Rothe Winter

In diesem Jahr mit Werken vertreten: Lore Bert, Ulli Böhmelmann, Michael Burges, René Dantes, Günter Förg, Sam Francis, Karl Otto Götz, Gotthard Graubner, Erich Heckel, Peter Herkenrath, Patrick Hughes, Fritz Klemm, Bodo Korsig, Helge Leiberg, Ernst Wilhelm Nay, Karlheinz Oswald, Pablo Picasso, Otto Piene, Werner Pokorny, Otto Ritschl, Emil Schumacher, Norbert Tadeusz, Bernard Venet, Miriam Vlaming, Tom Wesselmann, Bernd Zimmer.

Fünf Jahre fruchtbare Zusammenarbeit

René Dantes, Noa, 2018, Edelstahl, Höhe 36 cm, Subskriptionspreis 2.900 € statt 3.900 € Foto: © Galerie Rothe Winter
René Dantes, Noa, 2018, Edelstahl, Höhe 36 cm, Subskriptionspreis 2.900 € statt 3.900 € Foto: © Galerie Rothe Winter

Man mag es kaum glauben, dass die beiden Galeristinnen so erfolgreich und äußerst kollegial seit 5 Jahren zusammenarbeiten. Das Team wird sehr bereichert durch das Engagement und den Einsatz unserer Assistentin Christina Seidel.

Die Galerie Rother Winter ist zur Marke geworden, die regional, überregional und international einen guten Ruf genießt.

Aus diesem Anlass werden zwei Skulpturen der Bildhauer René Dantes und Karlheinz Oswald im Rahmen der Meisterwerke VI Ausstellung angeboten. Bis zum 26. Januar 2019 sind diese beiden Plastiken zu einem sehr attraktiven Subskriptionspreis erhältlich.

GALERIE ROTHER WINTER
Taunusstr. 52
65183 Wiesbaden
Tel. +49 611 379967
info@rother-winter.de
www.rother-winter.de

Ausblick auf die kommenden Ausstellungen und Messen:
rotherwinter1-800wb4. bis 9. Dezember 2018 Art Miami
2. Februar bis 9. März 2019 Armin Göhringer und Zigi Ben-Haim
20. bis 24. Februar 2019 Art Karlsruhe
16. März bis 17. Mai 2019 Bernd Zimmer
2. bis 5. Mai 2019 Art New York
25. Juni bis 7. September 2019 Gruppenausstellung „Summer in the City“
14. September bis 16. November 2019 Marta Pan und Kubach & Kropp
31. Oktober bis 3. November 2019 Discovery Art Fair Frankfurt
3. bis 8. Dezember 2019 Art Miami

Energy Run läutet Laufsaison des neuen Jahres ein, Midsummer Run wird schönster Innenstadtlauf im Rhein-Main-Gebiet

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Zwei Breitensport-Lauf-Events des Fördervereins Deutsche Sporthilfe in Wiesbaden

Die Landeshauptstadt Wiesbaden wird um zwei attraktive Breitensport-Laufevents bereichert: Der „Energy Run“ am 2. Februar und der „Midsummer Run“ am 19. Juni 2019. Beide Läufe wurden bereits im Jahr 2018 erprobt und sollen aufgrund der positiven Resonanz nun dauerhaft etabliert werden. Veranstalter ist der gemeinnützige Förderverein Stiftung Deutsche Sporthilfe Wiesbaden, der auf diesem Weg nicht nur den Breitensport fördert, sondern zugleich aus dem Reinerlös Gelder für die Deutsche Sporthilfe generiert. Professioneller Ausrichter ist die auf Sportevents spezialisierte WEC GmbH, die für einen reibungslosen Ablauf und die elektronische Zeiterfassung über Laufchips sorgt. Verpflegung für die Läufer, ein buntes Rahmenprogramm und eine würdige Siegerehrung werden ebenfalls geboten. Gelaufen werden jeweils fünf Kilometer, Kinder legen nur die Hälfte der Strecke in einem eigenen Lauf zurück. Beide Läufe besitzen Alleinstellungsmerkmale im RheinMain-Gebiet: Der Energy Run läutet mit seinem frühen Termin die Laufsaison des neuen Jahres ein. Er führt von der BRITA-Arena des Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden bis zum RheinMain CongressCenter, in der am Abend mit dem „Ball des Sports“ Europas größte Benefiz-Veranstaltung für den Sport stattfindet.

midsummer-logo-4wDer Midsummer Run bietet zur Sommersonnenwende einen Abendlauf mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Neu ist die Laufstrecke entlang der Sehenswürdigkeiten Wiesbadens: vom Schlossplatz mit Hessischem Landtag, Rathaus und Marktkirche geht es über die Wilhelmstraße entlang des Staatstheaters, Kurhaus und Bowling Green über die Staatskanzlei, ins Nerotal mit Hotspot an der Nerobergbahn und zurück. In Kooperation mit Sunrise, dem Interessenverband für Menschen mit Behinderung e.V., der vom 20.06. bis 23.06.2019 das Schlossplatzfest und die Behindertentage durchführt, soll dieser Lauf gleichermaßen ein Fest für Firmenmitarbeiter wie für Familien werden. Dafür bieten Streetfood, Weindorf, Hüpfburg und Karussell vor der Marktkirche beste Voraussetzungen.

Für beide Läufer werden prominente Spitzensportler als Mitläufer erwartet. Kinder können Dank der Sponsoren kostenlos teilnehmen, für Erwachsene beträgt die Teilnahmegebühr 14 Euro für den Energy Run und 16 Euro für den Midsummer Run.

Oberbürgermeister Sven Gerich hat gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe die Schirmherrschaft für beide Läufe übernommen. Er sagte: „Ich freue mich riesig, dass Wiesbaden mit den beiden Läufen zwei neue professionell organisierte Laufevents für alle Breitensportler zu bieten hat.“ Der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Dr. Michael Ilgner, erklärte: „Die vielfältigen Aktivitäten des Fördervereins tragen dazu bei, die Deutsche Sporthilfe breiter im Bewusstsein der Wiesbadener Bevölkerung zu verankern. Das gilt insbesondere für die beiden Lauf-Events – Energy Run und Midsummer Run – die eine Brücke von unseren Spitzenathleten zum Breitensport schlagen.“ Andreas Steinbauer, Vorsitzender des Fördervereins Stiftung Deutsche Sporthilfe Wiesbaden, sagte: „Der Energy Run im direkten zeitlichen und räumlichen Umfeld des Ball des Sports ist ein besonderer Leckerbissen für alle, die sportlich die Laufsaison mit vielen Gleichgesinnten einläuten wollen. Der Midsummer Run wird durch die neue Streckenführung als After Work Run zum schönsten Innenstadtlauf im Rhein-Main-Gebiet und ist damit gerade auch als Firmenlauf hochattraktiv. Ich bin mir sicher, dass die Medienpartnerschaft mit Hit Radio FFH und der VRM im kommenden Jahr für eine große Bekanntheit der Läufe sorgen wird. Ich rechne mit deutlich höheren Teilnehmerzahlen die wir Jahr für Jahr ausbauen wollen.“

EnergyRun,jpgEnergy Run: Samstag, 2. Februar 2019, von 9 bis 13 Uhr. Der Lauf startet an der BRITA-Arena und führt 2,5 km bis zum RMCC. Der Kinderlauf endet hier. Erwachsene laufen die Strecke zurück und legen somit 5 km zurück. Für Kinder kostenlos, Erwachsene zahlen 14 Euro Startgeld. Der Reinerlös kommt dem Förderverein Stiftung Deutsche Sporthilfe Wiesbaden zugute.

Midsummer Run: Mittwoch, 19. Juni 2019, von 18 bis 22 Uhr. Der Lauf startet am Schlossplatz und führt 2,5 km über Wilhelmstraße und Taunusstraße bis zur Nerobergbahn. Der Kinderlauf endet hier. Erwachsene laufen die Strecke zurück und legen somit 5 km zurück. Für Kinder kostenlos, Erwachsene zahlen 16 Euro Startgeld. Der Reinerlös kommt dem Förderverein Stiftung Deutsche Sporthilfe Wiesbaden zugute.

Alle Infos unter: http://sporthilfe-wiesbaden.de/veranstaltungen

Hochschulen als Nährboden für ein lebendiges Gründerökosystem

v.r.n.l.: Alice Engel von hr-iNFO moderierte durch den Abend, hier beim Expertenforum mit: Sven Clasen, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Liegenschaften Wiesbaden, Dr. Matthias Wallisch, stellvertretender Leiter „Fachbereich Gründung und Innovation“ am RKW Kompetenzzentrum.Peter Schmies, Professor für Mode- und Designmanagement an der AMD Akademie Mode & Design und Maximilian Faust, Leiter Competence Center Entrepreneurship Hochschule Fresenius. © Foto: Diether v. Goddenthow
v.r.n.l.: Alice Engel von hr-iNFO moderierte durch den Abend, hier beim Expertenforum mit: Sven Clasen, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Liegenschaften Wiesbaden, Dr. Matthias Wallisch, stellvertretender Leiter „Fachbereich Gründung und Innovation“ am RKW Kompetenzzentrum.Peter Schmies, Professor für Mode- und Designmanagement an der AMD Akademie Mode & Design und Maximilian Faust, Leiter Competence Center Entrepreneurship Hochschule Fresenius. © Foto: Diether v. Goddenthow

Diskussion über zentrale Faktoren sowie Hemmnisse und Unterstützung für Unternehmensgründungen mit begleitender „Modenschau“ von Startups

Fehlende Finanzierung, aber auch die persönlichen Fähigkeiten und das Fachwissen zur Unternehmensgründung sind die drei am häufigsten genannten Hemmnisse für Studierende, um sich selbstständig zu machen. Das sind erste Ergebnisse einer aktuellen wirtschaftspsychologischen Studie über die Absicht, UnternehmerIn zu werden. Für sie wurden durch den Fachbereich Wirtschaft und Medien an der Entrepreneurship Hochschule Fresenius in Idstein im Oktober und November 364 Studierende befragt. Nicht nur Hemmnisse, auch die gewünschte Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Unternehmen wurde thematisiert. Auf Platz eins stehen Familie und Freunde, gefolgt von Seminaren und Workshops zur Gründung schon während des Studiums sowie dem Austausch in Netzwerken auf Platz drei. Weiteres Ergebnis der Befragung: „Die Gründungsabsicht der Studierenden ist hoch ausgeprägt“, so Professor Andreas Homburg, Leiter der Psychology School am Standort Idstein der Hochschule Fresenius und gemeinsam mit Studierenden Autor der Studie. „Für die Gründungsmotivation sind die zentralen Faktoren die Erfolgserwartung und das soziale Umfeld.“ (mehr …)

Talitha Girnus, Instagram-Influencerin präsentierte zudem  ihren neuen Mr.Pokee-Igel-Kalender, der weltweite Beliebtheit errungen hat. © Foto: Martin Massow
Talitha Girnus, Instagram-Influencerin präsentierte zudem ihren neuen Mr.Pokee-Igel-Kalender, der weltweite Beliebtheit errungen hat. © Foto: Martin Massow

Vor der Diskussion gab es eine „Modenschau“ von Startups. Karl Baumgarten stellte seine Online-Modeplattform KLEIDGEIST (https://www.kleidgeist.de) vor und Susanna Schmitt vom Modelabel SUSANNA YI, (https://www.susannayi.com/) Preisträgerin BEST OF BRITISH Award, zeigte ihre Mode für Frauen. Uli Kaulfuß präsentierte seine ComFash App (https://comfash.de/)  und Talitha Genius berichtete, wie sie mit Mr.Pokee zur sehr erfolgreichen Influcerin auf Instagram mit mehr als einer Millionen Followern (https://www.instagram.com/mr.pokee )wurde. Nach der Diskussion präsentieren sich die Gewinner und Preisträger des Hessischen Gründerpreises 2018 in der Kategorie „Gründen aus der Hochschule“. Das sind Malte Bürger, Jan Herold und Johannes Feik von Praktikumsjahr (https://www.praktikumsjahr.de/),Kizito Odhiambo von Agribora (http://agribora.com/)sowie Khodabakhshi Shahrokh, Pouya Haschemi und Jörg Kreisel von HOSTmi (https://hostmi.space/).
www.hessischer-gruenderpreis.de

DAS DAM BEGRÜSST DEN 100.000ten BESUCHER IN 2018! – Besucherrekord im Deutschen Architekturmuseum (DAM)

 DAM-Direktor Peter Cachola Schmal begrüßt die 100 000. Besucherin  Claudia Kühnel aus Goldbach/Bayern. © Foto:DAM
DAM-Direktor Peter Cachola Schmal begrüßt die 100 000. Besucherin
Claudia Kühnel aus Goldbach/Bayern. © Foto:DAM

Besucherrekord im DAM: Bereits gut sechs Wochen vor Jahresende konnte das DAM heute Vormittag den 100.000. Besucher in 2018 begrüßen! Die Glückliche ist Claudia Kühnel aus Goldbach/Bayern und bekam von DAM-Direktor Peter Cachola Schmal eine Jahreskarte, Blumen und den Ausstellungskatalog zu „Die immer Neue Altstadt“ überreicht.

Der normale Besucherdurchschnitt liegt im DAM bei 75.000 bis 80.000 Besuchern im Jahr. Die „magische Marke“ der 100.000 konnte neben einem breit gefächerten Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm insbesondere durch die beim Publikum sehr beliebten großen Ausstellungen wie „SOS Brutalismus“, „Frau Architekt“, „Fahr Rad“ und nun auch „Die immer Neue Altstadt“ erreicht werden. Sechsstellige Besucherzahlen gab es zuletzt in den Anfangsjahren des Museums nach 1984.

Angesichts dieser hocherfreulichen Resonanz in 2018, zeigt sich einmal mehr, dass das DAM relevante Themen für die breite Bevölkerung anbietet. Nicht zuletzt sieht das DAM die Besucherzahlen als Ansporn, ganz nah an den aktuellen Ereignissen in Architektur und Stadtentwicklung dranzubleiben und die Begeisterung für Architekturthemen auch in das neue Jahr zu tragen.

Aktuelle Ausstellungen

Die immer neue Altstadt – Bauen zwischen Dom und Römer seit 1900 22. September 2018 – 10. März 2019
Hybrid Tbilisi – Betrachtungen zur Architektur in Georgien 29. September 2018 – 13. Januar 2019
Häuser des Jahres 2018 – Die besten Einfamilienhäuser 6. Oktober – 25. November 2018
Best Highrises 2018/2019 – Internationaler Hochhaus Preis 2018 3. November 2018 – 3. März 2019
STADTplus Die Stadt + Der neue Stadtteil 5. Dezember 2018, 19 Uhr

DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM
5.dam250Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main
www.dam-online.de
www.facebook.com/architekturmuseum