Kategorie-Archiv: HWK Wiesbaden

Große Meisterfeier im Wiesbadener Kurhaus – 427 Charakterköpfe erhielten ihre Meisterbriefe

90 Frauen und 337 Männer erhielten im Kurhaus Wiesbaden ihre „Wertpapiere des Handwerks“. Unter den 16 Jahresbesten befanden sich 4 weibliche und 12 männliche Handwerksmeister. Ihnen wurde eine Urkunde von Kammerpräsident Stefan Füll (l.), VdK-Präsidentin Verena Bentele (2.v.l.) und Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk (3.v.l.) verliehen. Foto: Annika List
90 Frauen und 337 Männer erhielten im Kurhaus Wiesbaden ihre „Wertpapiere des Handwerks“. Unter den 16 Jahresbesten befanden sich 4 weibliche und 12 männliche Handwerksmeister. Ihnen wurde eine Urkunde von Kammerpräsident Stefan Füll (l.), VdK-Präsidentin Verena Bentele (2.v.l.) und Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk (3.v.l.) verliehen. Foto: Annika List

„Setzen Sie als Handwerksmeister Ihre eigenen Akzente. Und, das ist mein persönlicher Wunsch, geben Sie Ihr Wissen weiter.“ Das legte Stefan Füll, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, den frisch gebackenen Jungmeisterinnen und Jungmeistern im Wiesbadener Kurhaus ans Herz. In seiner Eröffnungsrede zur traditionellen Meisterfeier der Handwerkskammer begrüßte der Kammerpräsident mit Freude „427 Charakterköpfe, jeder und jede mit einer eigenen Geschichte, mit eigenen Erfahrungen und Vorstellungen.“

Traditionelle Meisterfeier im Wiesbadener Kurhaus
427 Jungmeisterinnen und Jungmeister aus insgesamt 22 Berufen, darunter 90 Frauen, legten im vergangenen Jahr ihre Meisterprüfung ab und nahmen anlässlich dieser Feierstunde ihre verdienten Meisterbriefe entgegen. Die 16 Jahresbesten in der Prüfung erhielten neben dem begehrten Meisterbrief auch eine Extraauszeichnung in Form einer Urkunde. Kammerpräsident Füll würdigte es als besondere Wertschätzung des Meisterbriefes, „dass Bundestag und Bundesrat jüngst den Weg für die Wiedereinführung der Meisterpflicht in 12 bislang zulassungsfreien Handwerken freigemacht haben. Die Politik setzt mit ihrem klaren ,Ja zum Meister‘ ein starkes Zeichen für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk.“

Das Handwerk als „Rückgrat des Mittelstandes“
Die Festansprache hielt die ehemalige Spitzensportlerin und 12-fache Goldmedaillengewinnerin bei den Paralympics, Verena Bentele, die seit 2018 Präsidentin des größten deutschen Sozialverbandes VdK ist. In ihrer Ansprache, die begeistert aufgenommen wurde, zog sie Parallelen zwischen dem Erreichen von beruflichen Zielen und dem Hochleistungssport und ermutigte die Jungmeisterinnen und Jungmeister dazu, auch Fehler machen zu dürfen, daraus zu lernen und so zukünftig noch leistungsfähiger zu werden.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Gert-Uwe Mende, gratulierte den Jungmeisterinnen und Jungmeistern zur ihren Leistungen und nannte das Handwerk das „Rückgrat des Mittelstandes“. Darüber hinaus unterstrich er die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Er sprach sich zudem für die Einführung von Werkunterricht an Schulen aus, damit junge Menschen früher den Bezug zu handwerklichen Tätigkeiten erleben könnten, und schloss sich damit einer Forderung des hessischen Handwerks an.

„Besser spät als nie“
Der Jungmeisterredner, Thorsten Meusel, erhielt als einer der Jahresbesten seinen Meisterbrief im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk. Mit bereits 43 Jahren sehe er zwar nicht mehr wie ein Jungmeister aus, doch Meusel pflege immer zu sagen „besser spät als nie“. Er appellierte an seine Handwerkskolleginnen und -kollegen: „Wir dürfen nicht vergessen, dass eine gute Handwerksleistung oft mehrere Generationen glücklich macht. Also lebt und liebt euer Handwerk! Wir sollten uns vor Augen führen, dass man später von der Handwerkskunst sprechen wird, deswegen übt euer Handwerk mit Liebe zum Detail aus.“

Der Vizepräsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Andreas Brieske, gab den Jungmeisterinnen und Jungmeistern abschließend mit auf den Weg: „Nun steht Ihnen die Welt des Handwerks offen, und ich kann Sie dazu nur ermutigen, das Beste aus sich und Ihrem Beruf zu machen.“ Durch die Meisterfeier führte die Radio-Moderatorin Evren Gezer.
(HWK Wiesbaden)

Bildergalerie der Meisterfeier 

Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) fordern kluge politische Entscheidungen – Gleichstellung akademischer und beruflicher Ausbildung – Abbau von Bürokratie u. Überregulierung

Das traditionelle parlamentarische Neujahrstreffen der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) am 29. Januar 2020 im Wiesbadener Kurhaus. Links im Bild Volker Bouffier. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier betonte, dass die Hessische Landesregierung das Handwerk wertschätze. „Das hessische Handwerk ist ein starkes Stück Mittelstand und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Vom Handwerk geht eine große integrative Kraft aus“. © Foto: Diether v Goddenthow
Das traditionelle parlamentarische Neujahrstreffen der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) am 29. Januar 2020 im Wiesbadener Kurhaus. Links im Bild Volker Bouffier. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier betonte, dass die Hessische Landesregierung das Handwerk wertschätze. „Das hessische Handwerk ist ein starkes Stück Mittelstand und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Vom Handwerk geht eine große integrative Kraft aus“. © Foto: Diether v Goddenthow

Zukunft geht nur mit dem hessischen Handwerk – das wurde erneut auf dem traditionellen parlamentarischen Neujahrstreffen der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) in Wiesbaden klar. Präsident Wolfgang Kramwinkel machte vor über 200 Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft deutlich, dass das Handwerk die derzeit etwas bröckelnde Konjunktur stütze. Vor allem die kleinen und mittelständischen Familienbetriebe aus dem Handwerk machten es der Politik einfach, da sie maßgeblich zur aktuellen Rekordbeschäftigung und zu dem damit in Zusammenhang stehenden hohen Steueraufkommen beitrügen. „Doch das alles ist kein Selbstläufer. Wenn wir wollen, dass dies auch in Zukunft so bleibt, müssen heute die richtigen politischen Entscheidungen getroffen werden“, sagte Kramwinkel.

Gleichstellung von akademischer und beruflicher Bildung

Wolfgang Kramwinkel, Präsident der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) © Foto: Diether v Goddenthow
Wolfgang Kramwinkel, Präsident der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) © Foto: Diether v Goddenthow

Zu den politischen Entscheidungen gehöre unter anderem, dass die Zwei-Klassen-Behandlung von akademischer und beruflicher Ausbildung endlich beendet werden muss: „Akademische und berufliche Bildung gelten in Deutschland immer noch nicht gleich viel. Betrachtet man, wie stark beide Bildungswege finanziell gefördert werden, dann besteht ein starkes Ungleichgewicht. Deshalb fordern wir, Azubis und Studierende endlich finanziell gleichwertig zu behandeln und unsere Ausbildungsbetriebe und Azubis zu entlasten. Das wäre ein wirklich starkes Zeichen der Wertschätzung des Handwerks und der beruflichen Ausbildung.“ Kramwinkel machte deutlich, dass die Wertschätzung für die berufliche Ausbildung auch bei der Ausstattung der Berufsschule beginnen muss: „Das Schlagwort digitale Schule muss auch für Berufsschulen sowie berufliche Weiterbildungsangebote gelten. Gerade um die handwerkliche Berufsausbildung attraktiv und zukunftsfest zu machen, ist eine Modernisierung der Inhalte und Unterrichtsformen zwingend notwendig. Hier bedarf es dringend der Unterstützung des Landes Hessen.“

Abbau von Bürokratie und Überregulierung
Zudem warnte Kramwinkel vor den negativen Folgen einer ausufernden Bürokratisierung, die sich bereits auf die jüngere Generation auswirkten. Zwar habe Deutschland den Anspruch ein Gründerland zu sein. „Die Wahrheit ist aber, dass sich junge Menschen immer seltener für die Selbstständigkeit entscheiden. Selbst die Übernahme des elterlichen Betriebs lehnt die nächste Generation zunehmend ab. Es ist für junge Menschen heute anscheinend attraktiver, im Angestelltenverhältnis feste Arbeitszeiten und ein geregeltes Einkommen zu haben.“

Vor allem die Überregulierung mache dem Handwerk zunehmend zu schaffen. Immer mehr junge Meisterinnen und Meister , so Kramwinkel , seien beispielsweise darüber besorgt, „angesichts der ausufernden Bürokratie keine Zeit mehr für ihre Kunden und die eigentliche handwerkliche Tätigkeit zu haben. Sie wollen ihr Handwerk und keine Bürokratietätigkeit ausüben.“, so der AHH-Präsident.

Bürokratieabbau sei zwar seit Jahren in aller Munde, aber es fehle letztlich an entsprechendem Elan und Wille. Die seit Jahren bekannten und genügend vorliegenden Handlungsvorschläge würden einfach nicht wirklich aufgegriffen, trotz Weiterentwicklung des „One-in / One-out-Verfahrens“ und aktuellen Bürokratieentlastungsgesetz. Beispielsweise „brauchen wir eine sinnvolle Harmonisierung von Handels-und Steuervorschriften, damit Betriebe nicht immer häufiger gezwungen sind, neben der Handelsbilanz zusätzlich eine Steuerbilanz zu erstellen“, so Kramwinkel. Endlich geestrichen gehöre auch die Vorfälligkeit für Sozialversicherungsbeiträge, da es ein Ende haben müsse, dass die Wirtschaft in Vorleistung trete, um Liquiditätsengpässe bei den Sozialversicherungen vorzubeugen. „Konsequente Korrekturen brauchen wir auch bei den bürokratischen Anforderungen des Mindestlohns, der elektronischen Registrierungskassen und den zehnjährigen Aufbewahrungspflichten. Es ist ein Irrweg, die Wirtschaft unter Generalverdacht zu stellen und sämtliche Betriebe mit bürokratischen Pflichten zu belasten, nur um einzelne Missbrauchsfälle aufzudecken„, unterstrich Kramwinkel und fügte hinzu: „Aus den Betrieben höre ich, dass es immer schwerer fällt, die stetig neuen gesetzlichen Anforderungen umfassend zu erfüllen. Auch dort scheint sich immer häufiger das Gefühl der Überbelastung einzustellen. Klar ist, die Summe macht es aus –der Unmut darüber wächst.“

Bouffier: Hessen ist dank Handwerk wirtschaftlich erfolgreich

Ministerpräsident Volker Bouffier.© Foto: Diether v Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier.© Foto: Diether v Goddenthow

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier betonte, dass die Hessische Landesregierung das Handwerk wertschätze. „Das hessische Handwerk ist ein starkes Stück Mittelstand und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Vom Handwerk geht eine große integrative Kraft aus“, so Bouffier. Als Beispiel dafür nannte er die bundesweit beispiellos enge Zusammenarbeit beim Landes-Programm ,Wirtschaft integriert´, das u.a. Flüchtlinge auf dem Weg ins Berufsleben begleitet. „Hessen ist dank des Handwerks ein wirtschaftlich erfolgreiches Land, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt pflegt.“ Der Ministerpräsident machte deutlich, dass die berufliche Bildung zu den Kernthemen der Hessischen Landesregierung gehöre. „Die Landesregierung engagiert sich mit voller Kraft im Bündnis Ausbildung Hessen, das vor zwei Wochen zum zweiten Mal unterzeichnet wurde. Zudem stocken wir die Haushaltsmittel für die berufliche Bildung auf. Um den Berufsschülerinnen und Berufsschülern die nötigen Kenntnisse zu vermitteln, die mit dem digitalen Wandel einhergehen und digitale Infrastrukturen zu verbessern, fördert die Landesregierung die Beruflichen Schulen durch den Digitalpakt und das Programm „Digitale Schule Hessen.“

Talkrunde – IAA-Weggang hätte verhindert werden können

Talkrunde, moderiert von Wiesbadener-Kurier-Chefredakteur Stefan Schröder, mit den Fraktionsvorsitzenden des Hessischen Landtags (v.li.) Nancy Faeser (SPD), Janine Wissler (Die Linke), Michael Boddenberg (CDU), Arno Enners (AfD), Renè Rock (FDP) und Mathias Wagner (Bündnis 90/Die Grünen). © Foto: Diether v Goddenthow
Talkrunde, moderiert von Wiesbadener-Kurier-Chefredakteur Stefan Schröder, mit den Fraktionsvorsitzenden des Hessischen Landtags (v.li.) Nancy Faeser (SPD), Janine Wissler (Die Linke), Michael Boddenberg (CDU), Arno Enners (AfD), Renè Rock (FDP) und Mathias Wagner (Bündnis 90/Die Grünen). © Foto: Diether v Goddenthow

Die Themen Digitalisierung und Ausbildung standen auch im Fokus der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Stefan Schröder, Chefredakteur des Wiesbadener Kuriers. Michael Boddenberg (CDU), Nancy Faeser (SPD), Renè Rock (FDP), Mathias Wagner (Bündnis 90/Die Grünen), Janine Wissler (Die Linke) und Arno Enners (AfD) sicherten die Unterstützung des hessischen Landtages zu, Mittelstand und Handwerk zu unterstützen. Kontrovers besprochen wurde die tagesaktuelle Absage an den Standort Frankfurt der Internationalen Automobil Ausstellung IAA. Es gelte nun, einen Masterplan zu erstellen um die IAA 2023 wieder nach Frankfurt zurück zu holen. Das RheinMain-Gebiet müsse zum führenden Zentrum von Mobilität und technikoffener Erforschung klimaneutraler Antriebsmöglichkeiten und Kraftstoffe werden.
„Um beim Klimaschutz im Verkehrsbereich voranzukommen, sind neben der Elektromobilität auch andere alternative Kraftstoffe und Antriebe unverzichtbar.

Die Potentiale synthetischer Kraftstoffe und auch die Brennstoffzellentechnologie müssen in der politischen Debatte eine viel größere Rolle spielen,“ forderte Rainer von Borstel, Geschäftsführer der AHH in seinem Schlusswort.

 

Deutscher Handwerkstag endet mit Europas größtem Berufswettbewerb, dem Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2019, im Wiesbadener RheinMain CongressCenter

"So sehen Sieger aus!". "Die Besten der Besten" im Handwerk präsentieren sich beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2019 „Zukunft kommt von Können“ © Foto: Diether v Goddenthow
„So sehen Sieger aus!“. „Die Besten der Besten“ im Handwerk präsentieren sich beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2019 „Zukunft kommt von Können“ © Foto: Diether v Goddenthow

Unter dem Motto „Zukunft kommt von Können“ endete am 13.Dezember 2019 der Deutsche Handwerkstag mit Europas größtem Berufswettbewerb, dem Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2019,  im Wiesbadener RheinMain CongressCenter.

Als Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbsjahres 2019 haben der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) Hans Peter Wollseifer in Beisein zahlreicher Ehrengäste, darunter Stefan Füll Präsident und Bernhard Mundschenk Geschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden, die Siegerinnen und Sieger im bundesweiten Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks und im Kreativ-Wettbewerb „Die gute Form im Handwerk“ ausgezeichnet. Mehr als 3.000 Wettkämpfer/innen waren 2019 angetreten und konnten im Rahmen des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks (PLW) ihre berufliche Exzellenz, ihre Passion für ihr Handwerk und im Wettbewerb ihr Können unter Beweis stellen. Fernseh-Moderatorin Anna Planken führte pointiert durch den Abend.

standing ovation für die Sieger in Europas größtem größtem Berufswettbewerb.© Foto: Diether v Goddenthow
standing ovation für die Sieger in Europas größtem größtem Berufswettbewerb.© Foto: Diether v Goddenthow

„Die Bundessiegerinnen und Bundessieger, die wir heute ehren, zeigen auf bemerkenswerte Weise die berufliche Exzellenz und die Hingabe, die im Handwerk möglich sind und die ihnen in Zukunft buchstäblich alle Türen öffnen“, zeigte sich Handwerkspräsident Wollseifer in seiner Eröffnungsrede tief beeindruckt vom Handwerksnachwuchs.

„Es ist ein großer Tag für Sie, aber auch für unser Land“, „Sie sind Vorbilder, und Sie machen Mut!“, beglückwünschte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier die Bundessiegerinnen und Bundessieger. Mit ihrer Teilnahme an dem Leistungswettbewerb hätten alle Teilnehmer gezeigt, etwas Besonderes zu können, die Kraft, das Talent und die Ausdauer zu haben, sich ganz persönlich den großen Herausforderungen  zu stellen. Das sei eine der Grundlagen für eine gelingende Zukunft, lobte der Ministerpräsident. Bei der Überreichung der Urkunden und anschließendem Foto sprach er mit jedem einzelnen Bundessieger.

"Nicht die, die immer in Talkshows auftreten und erzählen, was andere machen, sondern diese jungen Männer und Frauen können sagen: 'Ich habe mir überlegt: Ich glaube, ich kann was, ich traue mir was zu, und ich habe eine ganz besondere Leistung erbracht'". Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow
„Nicht die, die immer in Talkshows auftreten und erzählen, was andere machen, sondern diese jungen Männer und Frauen können sagen: ‚Ich habe mir überlegt: Ich glaube, ich kann was, ich traue mir was zu, und ich habe eine ganz besondere Leistung erbracht'“. Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow

In seiner vielbeachteten Rede ging Bouffier auch auf die großen Veränderungen wie Globalisierung, Digitalisierung, Migration und Klimawandel ein. Er machte sehr  deutlich, dass in einem Land wie Deutschland mit  2 Prozent Anteil am weltweiten Co2-Ausstoß, statt ineffektive Verbote eher technologische Weiterentwicklungen weltweit zu mehr Klima-Neutralität bei gleichzeitigem Erhalt von Arbeitsplätzen und  Wohlstand hierzulande führen dürften. Er hielte weder etwas von den „einen, die den Untergang der Welt für morgen vorhersagen, noch von den anderen, die behaupten, es sei eigentlich gar kein Problem“, so Bouffier. Hingegen seien mehr Maß und Mitte und gelegentlich mehr Vernunft in schwierigen Fragen hilfreicher.
Der Ministerpräsident unterstrich dabei die Bedeutung und Chancen des Handwerks: „Das Handwerk war, ist und bleibt ein unverzichtbarer Teil unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Es ist das Herz des Mittelstandes. Und der Mittelstand wiederum ist das Rückgrat unserer Wirtschaft.“ Das Handwerk legt laut Bouffier einen wesentlichen Grundstein für den Wohlstand und die Entwicklung unserer Städte und Gemeinden. „Regionales Handwerk schafft unverzichtbare Infrastruktur und Perspektiven wie Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort und trägt damit zur Wirtschaftskraft und Lebensqualität im ländlichen Raum bei“, hob der Ministerpräsident hervor.

Talk: "Zukunft kommt von Können" mit : Anna Planken (Moderatorin), Judith Krauter, Bundessiegerin 2019, Schornsteinfegerin, Hans Peter Wollseifer, Präsident Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Christoph Rapp, Europameister 2018, Bundessieger 2016, Maurer sowie Voker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident. © Foto: Diether v Goddenthow
Talk: „Zukunft kommt von Können“ mit : Anna Planken (Moderatorin), Judith Krauter, Bundessiegerin 2019, Schornsteinfegerin, Hans Peter Wollseifer, Präsident Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Christoph Rapp, Europameister 2018, Bundessieger 2016, Maurer sowie Voker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident. © Foto: Diether v Goddenthow

In über 100 Wettbewerbsberufen (inklusive Fachrichtungen) konnten sich im Leistungswettbewerb des Handwerks (PLW) mehr als 820 Landessieger/innen für den Bundeswettbewerb qualifizieren. 268 von ihnen freuen sich über die besondere Auszeichnung der ersten drei Plätze. Geehrt wurden 110 I. Bundessieger; 91 II. Bundessieger sowie 67 III. Bundessieger.

Moderatorin Anna Planken führte mit fast allen Siegerin Kurzinterviews, hier mit Bundessiegerin Hann Börm auf Hamburg über ihre ausgezeichnete Fotoserie über das Schuhmacherhandwerk. © Foto: Diether v Goddenthow
Moderatorin Anna Planken führte mit fast allen Siegerin Kurzinterviews, hier mit Bundessiegerin Hann Börm auf Hamburg über ihre ausgezeichnete Fotoserie über das Schuhmacherhandwerk. © Foto: Diether v Goddenthow

Bei der Festveranstaltung wurden auch die Preisträger im Kreativ-Wettbewerb „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“ ausgezeichnet. Die Wettbewerber/innen kombinierten traditionelle und neue Werkstoffe, nutzten ihre schöpferische Phantasie, designten und kreierten zeitgenössische Produktlösungen. Der Wettbewerb der guten Form im Handwerk wurde in diesem Jahr in 27 Gewerken durchgeführt. In den ersten drei Siegerkategorien wurden 27 Teilnehmer als 1. Preisträger, 19 als 2. Preisträger und 15 als 3. Preisträger ermittelt.

Heribert-Späth-Preis

Wilhelm Knoll, Geschäfts-führer der malerknoll GmbH & Co. KG aus Kaufering bei München, ist mit dem „Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistun-gen im Handwerk“ 2019 ausgezeichnet worden. Es zeigt den Sieger mit seinem Laudator Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), © Foto: Diether v Goddenthow
Wilhelm Knoll, Geschäfts-führer der malerknoll GmbH & Co. KG aus Kaufering bei München, ist mit dem „Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistun-gen im Handwerk“ 2019 ausgezeichnet worden. Es zeigt den Sieger mit seinem Laudator Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), © Foto: Diether v Goddenthow

Während der Festveranstaltung wurde Wilhelm Knoll, Geschäftsführer der malerknoll GmbH & Co. KG aus Kaufering mit dem 3000 Euro dotierten „Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk“ als der beste Ausbilder im Handwerk 2019 geehrt. „Es sind engagierte Betriebsinhaber wie Wilhelm Knoll, die ihre Betriebe in der Region fest verwurzeln, die sich für ihre Mitarbeiter einsetzen und die auch förderbedürftigen Jugendlichen Perspektiven bieten. Sie sorgen für den hohen Stellenwert des Handwerks in der Gesellschaft“, betonte Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), in seiner Lauda-tio im Rahmen der PLW-Abschlussveranstaltung am Freitagabend.

Originelles und Stylisches bei der „Modenschau 100 Jahre Bauhaus“ in der Handwerkskammer Wiesbaden

Bei der diesjährigen Modenschau im Meistersaal der Hendwerkskammer Wiesbaden haben die Modemacherinnen und Macher ihre Kreationen unter das Motto  „100 Jahre Bauhaus“ gestellt. Das Bild zeigt Entwürfe von Lara Melanie Renner, Atelier Lara Lara Couture, Wiesbaden.© Foto: Diether v Goddenthow
Bei der diesjährigen Modenschau im Meistersaal der Hendwerkskammer Wiesbaden haben die Modemacherinnen und Macher ihre Kreationen unter das Motto „100 Jahre Bauhaus“ gestellt. Das Bild zeigt Entwürfe von Lara Melanie Renner, Atelier Lara Lara Couture, Wiesbaden.© Foto: Diether v Goddenthow

Mit Bauhaus, der aus dem Werkbund 1919 in Weimar hervorgegangenen Kunst- und Werkschule, der späteren Hochschule für Gestaltung in Dessau, verbindet man eher neue gestalterische und handwerkliche Impulse in Kunst, Kunstgewerbe, Architektur, Design, Tanz und Theater. Wenige kämen wohl auf die Idee, auch Mode mit einem „Bauhaus-Stil“ zu assoziieren, dessen reduzierte vielfältige Formensprache mit klaren Linien und farbigen Flächen natürlich großen Einfluss auf die Bekleidungsmoden hatten. Deswegen stellten in diesem Jahr die Modemacherinnen und Modemacher ihre – bereits zum zehnten Mal stattfindende – Modenschau am 9.11.2019 im Meistersaal der Handwerkskammer Wiesbaden unter das Motto „Modenschau 100 Jahre Bauhaus“. Damit zeigten sie einmal mehr, wie auch in der Oberbekleidungs-, Schuh-, Schmuck-, Brillen-, Hut- und Tuch-Mode Walter Gropius Idee von der Verknüpfung von Kunst und Handwerk funktioniert. Nach der Begrüßung durch den neuen Handwerkspräsident Stefan Füll führte Moderator Jörg Brandmeyer kenntnisreich und pointiert durch die inspirierende Veranstaltung.

Modische Brillen von Optikermeister Rick Reimann aus Niedernhausen, der auch Hausbesuche tätigt.© Foto: Diether v Goddenthow
Modische Brillen von Optikermeister Rick Reimann aus Niedernhausen, der auch Hausbesuche tätigt.© Foto: Diether v Goddenthow

Dass ein perfektes Zusammenspiel von hervorragenden Gläsern und handwerklich gefertigten stylischen Gestellen zu gutem Sehen und Aussehen führen kann, zeigten die superpräsentierten „Sehhilfen“ von Optikermeister Rick Reimann aus Niedernhausen. Der Clou: Der Optikermeister macht –auch Hausbesuche, wozu er Sehtestgeräte und anderes Optiker-Equipment mitbringt. Das kommt insbesondere vielen älteren Menschen und Leuten mit wenig Zeit zugute.

Handgefertigte Schuhe vom Wiesbadener Schuhmachermeister Andreas Baumbach, hier im Gespräch mit Moderator Jörg Brandmeyer. © Foto: Diether v Goddenthow
Handgefertigte Schuhe vom Wiesbadener Schuhmachermeister Andreas Baumbach, hier im Gespräch mit Moderator Jörg Brandmeyer. © Foto: Diether v Goddenthow

Nicht nur im Stil der 20er Jahre, erfreuen sich heutzutage Maßschuhe wieder größerer Beliebtheit. Das läge nicht nur daran, dass seine Schuhe jeweils Unikate seien, so der Wiesbadener Schuhmachermeister Andreas Baumbach. Handgefertigte Schuhe, zunächst wegen der Herstellung der Leisten (hölzernes Prototyp-Fussmodell aus Holz) und da Handarbeit etwas teurer, wären mittelfristig wegen ihrer längeren Lebensdauer pro Jahr sogar oft preiswerter als industrielle Massenware.

Kreationen von Birgit Reimann tagtraum-tragen. © Foto: Diether v Goddenthow
Kreationen von Birgit Reimann tagtraum-tragen. © Foto: Diether v Goddenthow

Für individuelle, wandelbare, zeitlose sowie ausgefallene handgefertigte Mode bekannt ist die Wiesbadener Meisterin im Damen- und Herrenschneiderhandwerk Birgit Reimann von „tagtraum“. Sie interpretierte das Thema Bauhaus mal sportlich, mal elegant oder mittells türkis-rot-blauen Etuikleid , recht formenvielfältig, vor allem auch mit dem Spiel von Schwarze und Weiß, zweier Pole, die sich anziehen und abstoßen, so die Mode-Designerin. Ebenso bekannt, wie etabliert überzeugten die bauhaus-intendierten modischen Kreationen von Lara Melanie Renner.

Lara Melanie Renner im Gespräch mit Moderator Jörg Brandmeyer. © Foto: Diether v Goddenthow
Lara Melanie Renner im Gespräch mit Moderator Jörg Brandmeyer. © Foto: Diether v Goddenthow

Die Wiesbadener Meisterin im Damen- und Herren, nach zwei Jahren Laufstegpause mit dezent farbigen Kreationen dabei, feierte inzwischen mit ihrem eingeführten Label „Lara Loca Couture“ große Erfolge. Beispielsweise hatte sie für eine Werbekampagne von „Rotkäppchen“-Sekt 80 Maßkostüme anfertigen dürfen und für die Assistentin des „Goldene-Henne“-Moderators Kai Pflaume mehrmals die obligatorische goldene Robe erschaffen, dazwischen noch zwei Kinder geboren, und weiterhin ihre Stammkundschaft bedient.
Modeschneidermeisterin Carola Bartsch von „7th Heaven Brautmode“ überzeugte mit zahlreichen fantasievollen bis regenbogenfarbigen Entwürfen, darunter ein Hochzeits-Jumpsuit mit freiem Rücken sowie mit frechen weißen und blauen Latzhosen aus Tragetaschen für beide Geschlechter, hervorgegangen aus der Handwerksimage-Kampagne.

Schmuck aus Alltagsgegenständen "Made in Hanau". © Foto: Diether v Goddenthow
Schmuck aus Alltagsgegenständen „Made in Hanau“. © Foto: Diether v Goddenthow

Made in Hanau“, eine Ateliergemeinschaft von 9 Schmuckkünstlern, bei der Modenschau vertreten von Rosa Mauro und Claire Selby, präsentierten aus ihrem breiten Spektrum originellen Schmuck aus Alltagsgegenständen, vom Kreationen aus nachempfundenen Lockenwicklern bis hin zu einer Brosche aus Kaffeelöffeln.

Ausgefallene Hutmode kombiniert mit den passenden Schals dazu vom Bad Homburger Hutsalon und der Handweberei Siebörger aus Ober-Ramstadt. © Foto: Diether v Goddenthow
Ausgefallene Hutmode kombiniert mit den passenden Schals dazu vom Bad Homburger Hutsalon und der Handweberei Siebörger aus Ober-Ramstadt. © Foto: Diether v Goddenthow

Überzeugen konnten auch die der Bauhaus-Epoche angelehnten fantasievollen, extravaganten Hutkreationen von Karen Diaz-Fink des Bad Homburger Hutsalon in Kombination mit handgewebten gut abstimmten Schals von Anja Ritter der Ober-Ramstadter Handweberei Siebörger.

Bahr Krahn von Be Organic Naturkosmetik und Naturfriseure, Wiesbaden hatte die Models für ihrer Auftritt gestylt. Durch die Veranstaltung führte pointiert Jörg Brandmeyer.

Abschlussfoto mit allen beteiligten Ateliers, Models, Moderator und Präsident sowie Bernhard Mundschenk. © Foto: Diether v Goddenthow
Abschlussfoto mit allen beteiligten Ateliers, Models, Moderator und Präsident sowie HWK-Geschäftsführer Bernhard Mundschenk. © Foto: Diether v Goddenthow

Abschließend dankte Bernhard Mundschenk, Geschäftsführer der Handwerkskammer, allen Handwerkerinnen und Handwerkern für ihre hervorragenden Arbeiten und für ihr Engagement, diese Modenschau auf die Beine gestellt zu haben. Es seien sicherlich darunter auch Anregungen für Weihnachten dabei gewesen, so Mundschenk, der zugleich zur nächsten Veranstaltung, der „Weihnachtsbacken am 1. Dezember 2019 in den Meistersaal der Handwerkskammer Wiesbaden, Bierstadter Straße 45, einlud.

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Handwerkskammer Wiesbaden lädt ein zur Weihnachtsbäckerei am 1. Advent

© Handwerkskammer Wiesbaden
© Handwerkskammer Wiesbaden

Auch in diesem Jahr, am 1.Dezember 2019, lädt die Handwerkskammer Wiesbaden zur vorweihnachtlichen Weihnachtsbäckerei ein in ihren Meistersaal in der Bierbstadter Strasse 45. Dabei können die Besucher zahlreichen Bäcker- und Konditorenmeistern und -meisterinnen aus dem Kammergebiet bei der Herstellung weihnachtlicher Köstlichkeiten über die Schultern schauen und so manchen guten Backtipp mit nach Hause nehmen. Probieren ist ausdrücklich erlaubt. Und natürlich können die Leckereien auch vor Ort erworben werden.

Damit die Handwerkskammer Wiesbaden besser planen kann, bittet sie um Anmeldung hier: Voranmeldung
über Telefax 0611 136-8153
E-Mail: veranstaltungen@hwk-wiesbaden.de

Wann: 01.12.2019 um 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Wo: Handwerkskammer Wiesbaden (Meistersaal), Bierstadter Straße 45, 65189 Wiesbaden

Modenschau 100 Jahre Bauhaus in der Wiesbadener Handwerkskammer am 9.11.2019

©  Handwerkskammer Wiesbaden
© Handwerkskammer Wiesbaden

Die Handwerkskammer Wiesbaden veranstaltet bereits zum zehnten Mal  eine Modenschau mit handwerklich gefertigter Mode und Modeaccessoires. In diesem Jahr hat haben die Modemacherinnen und Macher ihre Kreationen unter das Motto  „100 Jahre Bauhaus“ gestellt.

Zudem lädt die Handwerkskammer Wiesbaden herzlich ein, sich auch von den „Traumgestalten“ des Kreativwettbewerbs der Maßschneider-Innung-Rhein-Main bezaubern zu lassen.

Den Kreativwettbewerb bestreiten nicht nur  die Damen- und Herrenmaßschneider, sondern auch Schuhmacher, Gold- und Silberschmiede, Augenoptiker, Modisten, Feintäschner, Kürschner, Weber, Sticker und Friseure.

Die HWK Wiesbaden weist darauf hin,  dass nur 200 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Der Anmeldeschluss zur Veranstaltung ist der 28. Oktober 2019.

Wann: 09.11.2019 um 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Wo: Handwerkskammer Wiesbaden, Bierstadter Straße 45, 65189 Wiesbaden
Anmeldung

Ansprechpartnerin
Britt Fröse
Telefon 0611 136-158
Telefax 0611 136-8158

Stefan Füll ist neuer Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden

Stefan Füll bei seiner ersten Amtshandlung, begrüßt die Gäste auf dem Jahresempfang der Handwerkskammer  Wiesbaden. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Stefan Füll bei seiner ersten Amtshandlung, begrüßt die Gäste auf dem Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden. © Foto: Diether v Goddenthow

Wie die  Handwerkskammer Wiesbaden meldet, wurde Stefan Füll aus Wiesbaden am 9.9.2019  in der konstituierenden Vollversammlung zum neuen Präsidenten der Handwerkskammer Wiesbaden (Ober-, West- und Mittelhessen) für die Legislaturperiode 2019 bis 2024 gewählt und beim anschließenden Jahres-Empfang der Kammer vorgestellt. Er ist in der Nachkriegsgeschichte der sechste Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden.

Füll folgt damit Klaus Repp, der zehn Jahre Präsident war. Der 70-jährige Repp, der von der Vollversammlung zum Ehrenpräsidenten gewählt wurde, hatte frühzeitig angekündigt, nach zwei Wahlperioden nicht wieder antreten zu wollen.

Der 54-jährige Stefan Füll, Meister im Maler und Lackierer-Handwerk, ist Geschäftsführer der Füll Malerwerkstätten in Wiesbaden und war bereits zehn Jahre Vizepräsident der Handwerkskammer Wiesbaden. Füll vertritt zudem seit 2013 das hessische Handwerk im Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

Impression vom Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Impression vom Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden.© Foto: Diether v Goddenthow

Als neuen Vizepräsidenten der Handwerkskammer Wiesbaden für die Selbständigenseite wählte das Parlament des Handwerks Joachim Wagner (61), Dipl.-Ing. und Meister im Installateur und Heizungsbauer-Handwerk, aus Biebergemünd. Wagner ist Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern. Als Vizepräsident für die Arbeitnehmerseite wurde der 43-jährige Schornsteinfegermeister Andreas Brieske aus Hüttenberg in seinem Amt bestätigt.