Neue Blickwinkel im Landesmuseum Mainz – Aktionstag am 3. März: Abteilung der Moderne und der Kunst des 20. Jahrhunderts wiedereröffnet – freier Eintritt

M. Beckmann, Vor dem Kostümfest, 1945; O. Ritschl, Janus, 1933, DL Ritschl-Verein e.V., Wiesbaden; M. Slevogt, Sommermorgen, 1901; M. Slevogt, Bal Paré, 1904; H. Lismann, Frau mit Blumengarbe, um 1930; T. Gebürsch, Kater Simba, 1950. Alle außer Nr. 2: GDKE, Landesmuseum Mainz (Fotos: A. Brachat; A. Garth)
M. Beckmann, Vor dem Kostümfest, 1945;
O. Ritschl, Janus, 1933, DL Ritschl-Verein e.V., Wiesbaden; M. Slevogt, Sommermorgen, 1901; M. Slevogt, Bal Paré, 1904; H. Lismann, Frau mit Blumengarbe, um 1930; T. Gebürsch, Kater Simba, 1950. Alle außer Nr. 2: GDKE, Landesmuseum Mainz (Fotos: A. Brachat; A. Garth)

Alte Meister und neue Leihgaben, eine kreative App und Virtual Reality (VR) – ab 3. März präsentiert sich im Landesmuseum Mainz der GDKE die Abteilung der Moderne und der Kunst des 20. Jahrhunderts in einer neuen Auswahl und Hängung. Die Wiedereröffnung mit einem Aktionstag am 3. März zwischen 10 und 17 Uhr bietet Führungen, Museumsbingo und Mitmachaktionen in den frisch sanierten Räumen. Neue Blickwinkel auf die Highlights von Lovis Corinth, Max Beckmann oder Hans Purrmann, spektakuläre neue Dauerleihgaben von dem Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner, dem „deutschen Impressionisten“ Max Slevogt oder auch dem ehemaligen Professor für Malerei an der Kunsthochschule Mainz, Friedemann Hahn. „Wir zeigen unseren Besucherinnen und Besuchern aktuelle Forschungen, ungewöhnliche Gegenüberstellungen und neue Touren mit kreativen Vermittlungsideen“, freut sich die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Dr. Birgit Heide.

Einer der Schwerpunkte, in der mit einer komplett erneuerten Lichtdecke ausgestatteten Abteilung ist natürlich Max Slevogt, er ist eines der Alleinstellungsmerkmale des Landesmuseums Mainz. Eintauchen können alle in „Slevogts Welt“ und sein vielseitiges Schaffen unter anderem über eine VR-Brille mit einer verblüffenden Multimedia-Projektion. In dieser virtuellen Selvogt-Welt wird die ganze Bandbreite seiner Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken völlig neu in Szene gesetzt. Etwa seine enge Beziehung zur Musik und dem Theater, seine erschütternden Kriegserlebnisse und deren Verarbeitung, zahlreiche Illustrationsprojekte oder seine Biografie. „Wir zeigen Slevogt auf eine ganz neue Art und Weise und machen ihn durch Animationen emotional erlebbar“, ergänzt Dr. Birgit Heide. Untermalt mit klassischer Musik seiner Lieblingskomponisten und eigens für das Projekt produzierten Sounds, ermöglicht „Slevogts Welt“ einen neuen Zugang zu seinem kreativen Werk.

Die Eröffnung ist bei kostenfreiem Eintritt mit einer besonderen Mitmachaktion verbunden, bei der die Besucherinnen und Besucher mithilfe eines Fragebogens die Abteilung und ihre Besonderheiten gezielt bewerten und beschreiben können. Die Ergebnisse und Erkenntnisse daraus können dann künftig für anderen Abteilungen und weitere Planungen genutzt werden.

(Michael Bonewitz)

„NO PAINT!“ Textile Bilder von Ursula Niehaus noch bis 24.02.2024 in Mainzer Kunst Galerie

© Ursula Niehaus
© Ursula Niehaus

Noch bis zum kommenden Samstag, 24. Februar 2024 zeigt die Mainzer Kunst Galerie im Weihergarten 11 die Ausstellung „NO PAINT!“ Textile Bilder von der Künstlerin und Autorin Ursula Niehaus.

Ursula Niehaus, 1965 in Köln geboren, hatte sich einst als Stoffhändlerin selbstständig gemacht, bevor sie den künstlerischen Weg als Autorin und Gestalterin einschlug. Einem breiten Publikum wurde die in Ingelheim lebende Künstlerin und Schriftstellerin insbesondere durch ihre Bestseller „Die Seidenweberin“ (Weltbild 2007), „Die Stadtärztin“ (Knaur 2014) und „Die Tochter der Seidenweberin“ (Knaur 2015) bekannt.
Über das Schreiben hat Niehaus aber nie ihre Leidenschaft zum Stoff vergessen, im Gegenteil: Diese künstlerische manuelle Tätigkeit, quasi als „Stoffwerkschaffende“ ist eine ideale Balance zum „Schriftwerkschaffen“. Dass Niehaus Stoffcollagen so begehrt sind, ist ihrem Multitalent geschuldet.

Ihre Stoffcollagen sind im fotorealistisch anmutenden Stil gehalten, wobei Fotografien ihr als Vorlagen dienen, die sie von einer Stoff-Fabrik entsprechend ihrer Vorlagen weben lässt.

Finissage: Samstag, 24. Februar 2024, 11 — 16 Uhr
Mainzer Kunst Galerie
Im Weihergarten 11

Mainzer Kunst Galerie: No Paint! – Ursula Niehaus und die Macht der Farbe von Marianne Hoffmann

The Culture Hip-Hop und zeitgenössische Kunst im 21 Jahrhundert. Interdisziplinäre Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt ab 29. Februar

Anlässlich seines 50. Geburtstags widmet die Schirn Kunsthalle Frankfurt dem Hip-Hop und seinem tiefgreifenden Einfluss auf die aktuelle Kunst und Kultur unserer Gesellschaft vom 29. Februar bis 26. Mai 2024 eine große, interdisziplinäre Ausstellung.

Hip-Hop entstand in der Bronx im New York der 1970er-Jahre als kulturelle Bewegung unter Schwarzen und lateinamerikanischen Jugendlichen. Durch große Blockpartys entwickelte er sich schnell zu einer Kultur, die auf den vier Säulen MCing oder Rappen, DJing, Breaking oder Breakdance und Graffiti gründet. Von Anfang an übte Hip-Hop Kritik an vorherrschenden Strukturen und kulturellen Erzählungen und bot neue Möglichkeiten, um diasporische Erfahrungen auszudrücken und Alternativen zu bestehenden Machtverhältnissen zu schaffen. Dies ging mit einem wachsenden sozialen und politischen Bewusstsein sowie Wissensbildung einher, die als fünfte Säule gelten. Heute ist Hip-Hop ein globales Phänomen, das zahlreiche Innovationen in Musik, Mode, Technologie sowie bildender und darstellender Kunst vorangetrieben hat.

Basierend auf den Ursprüngen des Hip-Hop in den USA präsentiert die Ausstellung „THE CULTURE“ über 100 Arbeiten zumeist aus den letzten 20 Jahren, darunter Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Videos sowie Mode von international bekannten Künstler*innen der Gegenwart, darunter Lauren Halsey, Julie Mehretu, Tschabalala Self, Arthur Jafa, Kahlil Joseph, Virgil Abloh und Gordon Parks. Sie gliedert sich in die sechs Themenbereiche Pose, Marke, Schmuck, Tribut, Aufstieg und Sprache. „THE CULTURE“ beleuchtet die politischen, kulturellen und ästhetischen Merkmale, die Hip-Hop zu einem globalen Phänomen gemacht und ihn als künstlerischen Kanon unserer Zeit etabliert haben. Die Ausstellung greift zudem zeitgenössische Themen und Debatten auf – von Identität, Rassismus und Appropriation bis hin zu Sexualität, Feminismus und Empowerment.

Die Ausstellung „THE CULTURE. Hip-Hop und zeitgenössische Kunst im 21. Jahrhundert“ wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain mit zusätzlicher Unterstützung von Deutsche Börse Group.

Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, betont: „Hip-Hop ist eine gesellschaftlich prägende und einflussreiche kulturelle Bewegung, die in der Schirn erstmals in Deutschland in einem künstlerischen Ausstellungskontext zu sehen ist. Wir zeigen zusammen mit internationalen Partner*innen den großen Einfluss, den Hip-Hop auf die zeitgenössische Kunst und die Pop-Kultur der letzten 20 Jahre hatte. Mit einem umfassenden Rahmenprogramm greift die Schirn zudem Aspekte der lokalen Hip-Hop-Szene auf – ihre Verbindungen, aber auch die Unterschiede zur US-Geschichte sowie zeitgenössische Debatten über Empowerment und Identität.“

Die Kurator*innen Asma Naeem (Baltimore Art Museum, Dorothy Wagner Wallis Director) und Gamynne Guillotte (ehemals Chief Education Officer), Hannah Klemm (ehemals Associate Curator of Modern and Contemporary Art, Saint Louis Art Museum) und Andréa Purnell (Community Collaborations Manager) über die Ausstellung: „Der Einfluss des Hip-Hop auf die Kultur ist so maßgeblich, dass er zu einem neuen Kanon geworden ist. Dieser konkurriert mit der westlichen kunsthistorischen Tradition, an der sich viele Museen orientieren und ihre Ausstellungen entwickeln. Hip-Hop zeigt alternative Ideale hinsichtlich künstlerischer Qualität und Exzellenz, die sich auf Afro-lateinamerikanische Identitäten und Geschichten konzentrieren. Die Ausstellung ‚THE CULTURE‘ verdeutlicht, dass viele der überzeugendsten bildenden Künstler*innen der Gegenwart sich in ihrer Praxis direkt mit diesem Kanon auseinandersetzen. Die visuelle Kultur des Hip-Hop mit ihren subversiven Taktiken und ihrem Einsatz für soziale Gerechtigkeit taucht überall in der heutigen Kunst auf, in Malerei, Performance, Mode, Architektur ebenso wie auch in der Technologie.“

DIE SEKTIONEN DER AUSSTELLUNG „THE CULTURE“ präsentiert in sechs Sektionen künstlerische Arbeiten in einem dynamischen Dialog mit Mode und historischen Ephemera. Einige Werke stehen in direktem Bezug zu Hip-HopSongs, die in der Ausstellung über QR-Codes aufgerufen und angehört werden können. Unter die modischen Highlights der Ausstellung fallen u. a. Looks aus den Kollektionen von Virgil Abloh für Louis Vuitton, der legendären Streetwear-Marke Cross Colours sowie von Daniel „Dapper Dan“ Day und Gucci. Zu den berühmten historischen Ephemera gehören eine Kopie des Albums Beat Bop / Test Pressing (1983) von Jean-Michel Basquiat und Rammellzee, ein Vivienne Westwood Buffalo Hat (1984), den Pharrell Williams bei der Grammy-Verleihung 2014 berühmt machte, und mehrere von Lil’ Kims ikonischen Perücken, nachgestaltet von der Original-Hairstylistin Dionne Alexander.

POSE Die künstlerischen Arbeiten in diesem Teil der Ausstellung „THE CULTURE“ untersuchen, was sich über Gesten, Körperhaltung und die Art, wie sich jemand präsentiert, vermittelt. Michael Vasquez, Nina Chanel Abney oder Tschabalala Self erforschen binärgeschlechtliche und rassistische Stereotype, loten die Grenze zwischen Wertschätzung und Aneignung aus, betrachten die Beziehung zwischen Publikum und Darsteller*innen und fragen, welche Körper als gefährlich oder verletzlich gelten und wer darüber entscheidet. Für die einen ist die Selbstdarstellung ein Mittel zum Überleben, für die anderen eine Möglichkeit, sich zu behaupten, und für wieder andere ein Werkzeug, um feste Vorstellungen über körperliche Ausdrucksformen auf den Kopf zu stellen.

MARKE Das Konzept der Marke beschränkt sich nicht nur auf die Differenzierung und Vermarktung kommerzieller Güter. Vielmehr umfasst es auch die Art und Weise, wie eine Person die verfügbaren Kommunikationstechnologien einschließlich der sozialen Medien nutzt, um sich in der Öffentlichkeit zu positionieren. In den vergangenen Jahrzehnten fungierten Hip-Hop-Künstler*innen als inoffizielle Werbepartner*innen großer Marken, die zu ihrem Stil und ihrer gewünschten Außendarstellung passten. Das Aneignen von Luxusmarken, um etwas Einzigartiges zu schaffen, wie etwa durch den legendären Designer Daniel R. Day, besser bekannt als Dapper Dan, stellt den Begriff des Originals infrage und unterstreicht die unschöne Beziehung zwischen Luxuslabels und denjenigen, die absichtlich von ihnen ausgeschlossen werden. Egal, ob sie Mode entwerfen, Musik aufnehmen oder Kunst machen, die Künstler*innen lassen die Grenzen zwischen jenen Kunstformen und (Selbst-)Vermarktung verschwimmen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Kudzanai Chiurai, Larry W. und ein Video in Zusammenarbeit von Athur Jafa, Malik Sayeed und Elissa Blount Moorhead. Sie greifen Konsum, Zurschaustellung von Luxusgütern sowie komplexe und festgefahrene Vorstellungen von Männlichkeit auf, die sich bei vielen Hip-Hop-Stars beobachten lassen.

SCHMUCK Während Stil oft durch Klasse und Politik bestimmt wird, kleidet sich kaum eine Kultur so exzentrisch – und so einflussreich – wie der Hip-Hop. Von Lil’ Kims bunten Perücken bis hin zu den überbordenden Goldketten von Big Daddy Kane und Rakim: Einige der bedeutendsten und einzigartigsten Stile haben ihren Ursprung im Hip-Hop. Künster*innen wie Miguel Luciano oder Hank Willis Thomas zeigen funkelnden Schmuck, glitzernde Grillz auf den Zähnen oder die ikonischen Nike Air-Force-1-Sneaker – sie werden in erster Linie getragen, um gesehen zu werden. Arbeiten von Murjoni Merriweather, Yvonne Osei und Lauren Halsey feiern sowohl das Kunsthaar als selbstbewusste Form des Schmucks in Schwarzen Communities als auch das Haarstyling als eigenständige Kunstform. Der Schmuck im Hip-Hop ist in der Lage, eurozentrischen Schönheitsidealen etwas entgegenzusetzen und Konzepte von Geschmack und gesellschaftlichen Konventionen infrage zu stellen.

TRIBUT Vom Name-Dropping in einem Song bis hin zum Porträt von verstorbenen Rap-Legenden auf einem T-Shirt oder als Tattoo – Hommagen, Respekt und „Shout-Outs“ als Zeichen von Dank sind ein wesentlicher Bestandteil der Hip-Hop-Kultur. Solche Verweise zeigen, wer Einfluss hat und wer wichtig ist; sie würdigen und ehren das Erbe und Vermächtnis verstorbener Künstler*innen und schaffen untereinander Netzwerke. Die Hervorhebung einzelner Künstler*innen und Stile trägt zur Kanonisierung des Hip-Hop bei – so werden bestimmte Kunstwerke, Songs und Rapper*innen kollektiv für ihre künstlerische Leistung und ihren historischen Einfluss gefeiert. Für das W Magazine fotografiert Carrie Mae Weems die Musikerin Mary J. Blige mit einer Krone, der nonfungible Token (NFT) Heir to the Throne (2021) von Derrick Adams ist von Jay-Zs DebütStudioalbum Reasonable Doubt (1996) inspiriert und Roberto Lugo schafft einen Street Shrine 1: A Notorious Story (Biggie) [Straßenschrein 1: A Notorious Story (Biggie)] (2019) aus Keramik. Als globale Kunstform ist Hip-Hop zu einem Maßstab für Künstler*innen des 21. Jahrhunderts geworden. Mit dem Tribut an den Hip-Hop und seine konzeptuelle und soziale Entwicklung setzen sich bildende Künstler*innen mit der Idee auseinander, dass der einst homogene, weiße und beständige Kanon der Kunstgeschichte fließend ist und durchlässig für eigene Biografien und Hintergründe wird. So stellen die Künstler*innen infrage, was als schön gilt, wer ikonisch ist und wessen Geschichte wertvoll ist.

AUFSTIEG Der Tod sowie Vorstellungen von Auferstehung beziehungsweise Aufstieg und dem Leben nach dem Tod tauchen häufig in Hip-Hop-Songs auf: von der Trauer um eine*n verstorbene*n Freund*in über die ständige Gefahr, sich als Schwarze Person im städtischen Raum zu bewegen bis hin zu Gedanken über die Unsterblichkeit, die durch Ruhm entsteht. Die Ausstellung zeigt Werke, die von den Themen des spirituellen Aufstiegs in der Kultur inspiriert sind wie etwa Ascent [Aufstieg] (2018) aus der DuRags-Serie von John Edmonds. Kahlil Joseph zeichnet mit der Videoarbeit m.A.A.d. (2014) ein üppiges, zeitgenössisches Porträt von Compton, Kalifornien, der Heimatstadt des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Hip-Hop-Künstlers Kendrick Lamar. Ein Songtitel von Lamar ist auch titelgebend für die Collage Promise You Will Sing About Me [Versprich, dass du über mich singen wirst] (2019) von Robert Hodge. Auf diese Weise benutzen Künstler*innen Hip-Hop auch als Ausdrucksform, um Verlust zu verarbeiten, zu trauern und zu gedenken.

SPRACHE Hip-Hop ist eine Kunstform, in der es im Wesentlichen um Sprache geht: die visuelle Sprache des Graffiti, eine musikalische Sprache, die Scratching und Sampling umfasst, und natürlich das geschriebene und gesprochene Wort. Call-and-Response-Gesänge, gefolgt von Rap-Reimen und Texten, die über die Tracks gelegt werden, bilden die Grundlage für Hip-Hop-Musik. Neben dem Sprechgesang ist eines der erkennbarsten Merkmale des Hip-Hop das Graffiti. Seit den 1970erJahren bemalen oder besprühen Graffiti-Writer Züge, Teile der städtischen Infrastruktur und Wände mit grellen Farben. Viele Writer signieren ihre Werke mit wiedererkennbaren „Tags“. Sie erforschen die erkennbaren Formen von Buchstaben und Zahlen und treiben Tags bis an die Grenze der Lesbarkeit. Die Schirn zeigt Werke von u. a. Jean-Michel Basquiat, RAMM:ΣLL:ZΣΣ

(Rammellzee), Adam Pendleton oder Gajin Fujita, die zentrale Elemente des Graffiti auf Papier, Leinwand oder großformatigen Holzplatten umsetzen. Manche Botschaften sind für alle verständlich, während andere in Verweisen, Technologien oder Formen verschlüsselt sind, die Insiderwissen erfordern und für sich beanspruchen, nicht allgemein verstanden zu werden.

Die Ausstellung wurde organisiert vom Baltimore Museum of Art und dem Saint Louis Art Museum und wird präsentiert in Zusammenarbeit mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Die Ausstellung „THE CULTURE“ in der Schirn wird im Kunstverein Familie Montez mit der Videoinstallation ISDN (2022) von Stan Douglas fortgesetzt sowie erweitert durch eine Ausstellung rund um Milestones des Hip-Hop im MOMEM, eine Filmreihe zur 50-jährigen Geschichte des HipHop im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und einer Aktion des Diamant Offenbach: Museum of Urban Culture.

Sowohl die Ausstellung als auch die Publikation werden von einem umfangreichen Netzwerk aus Berater*innen unterstützt, darunter Mitglieder der Community, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, die sich mit Hip-Hop beschäftigen.

Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung: Abbey Williams, Adam Pendleton, Adrian Octavius Walker, Alex de Mora, Alvaro Barrington, Amani Lewis, Anthony Olubunmi Akinbola, Babe Ruth, Baby Phat, Bruno Baptistelli, Caitlin Cherry, Carrie Mae Weems, Chance the Rapper, Charles Mason III, Cross Colours, Daniel „Dapper Dan“ Day, Damon Davis, Deana Lawson, Derrick Adams, Devan Shimoyama, Devin Allen, Dionne Alexander, El Franco Lee II, Eric N. Mack, Ernest Shaw Jr., Fahamu Pecou, Gajin Fujita, Hank Willis Thomas, Hassan Hajjaj, James Brown, Jayson Musson, Jean-Michel Basquiat, Jen Everett, John Edmonds, Jonathan Lyndon Chase, Jordan Casteel, José Parlá, Joyce J. Scott, Julie Mehretu, Kahlil Joseph, Kahlil Robert Irving, Kudzanai Chiurai, LA II, Larry W. Cook, Lauren Halsey, Luis Gispert, Maï Lucas, Malcolm McLaren, Maxwell Alexandre, Megan Lewis, Michael Vasquez, Miguel Luciano, Miquel Brown, Monica Ikegwu, Murjoni Merriweather, Nina Chanel Abney, NIA JUNE, Kirby Griffin und APoetNamedNate, Nicholas Galanin, Pharrell Williams, Rammellzee, Rammellzee und K-Rob mit Jean-Michel Basquiat, Rashaad Newsome, Robert Hodge, Robert Pruitt, Roberto Lugo, Rozeal, Shabez Jamal, Sheila Rashid, Shinique Smith, Shirt, Stan Douglas, Tariku Shiferaw, Telfar Clemens, Texas Isaiah & Ms. Boogie, The Isley Brothers, TNEG (Arthur Jafa, Elissa Blount Moorhead, Malik Sayeed), Travis Scott, Troy Lamarr Chew II, Tschabalala Self, Virgil Abloh, Vivienne Westwood und Malcolm McLaren, Wales Bonner, Willy Chavarria, Wilmer Wilson IV, Yvonne Osei, Zéh Palito.

RAHMENPROGRAMM Im umfassenden Rahmenprogramm der Ausstellung kommen zudem weitere Stimmen zu Wort. THE VOICES In dem partizipativ angelegten Projekt sprechen Protagonist*innen mit regionalen Szenebezug zu Themen und Werken der Ausstellung in persönlichen Statements und stellen auf dieser Vermittlungsebene innerhalb der Ausstellung weiteren Kontext zu dem Gesehenen bereit OPENING CELEBRATION Die Ausstellung wird am 28. Februar eröffnet mit DJ-Sets von DJ Haitian Star aka Torch (Advanced Chemistry) und Chelo. EXPERT TALK Am 29. Februar sprechen die Co-Kurator*innen der Ausstellung, Asma Naeem (Direktorin des Baltimore Museums of Art) und Andréa Purnell (Saint Louis Art Museum) mit Schirn Kurator Matthias Ulrich über den Einzug von Hip-Hop in die zeitgenössische Kunst FEEDBACK In der Talk-Reihe mit Miriam Davoudvandi sprechen jeweils am 5. März und 7. Mai weibliche Persönlichkeiten der deutschen Hip-Hop- und Rap-Szene wie OG LU, Cora E., Liz und Sabrina Setlur mit der Gastgeberin SCHIRN AT NIGHT Die legendäre Party zelebriert am 13. April „THE CULTURE“ stilecht mit Live-Performances und einer Hip-Hop-Jam BLOCKPARTY Am 27. April findet eine Blockparty um den Kunstverein Familie Montez statt WORD CUP RELOADED Die Veranstaltung in drei Teilen am 17.,18. und 19. Mai orientiert sich am ehemaligen Hip-Hop-TV-Format VIVA Word Cup und wird in adaptierter Form live in die Schirn geholt. Kuratiert von Joana Tischkau, Nuray Demir, Mearg Negusse, Sophie Yukiko, Meliha Cinar und moderiert von Tyron Ricketts

KATALOG THE CULTURE. HIP HOP AND CONTEMPORARY ART IN THE 21ST CENTURY, herausgegeben von Diana Murphy und Virginia Gresham, mit Beiträgen von Devin Allen, Salome Asega, Lawrence Burney, Rikki Byrd, Valerie Cassel Oliver, Aurélie Clemente-Riuz, Sekou Cooke, Martha Cooper, Martha Diaz, David A. M. Goldberg, Gamynne Guillotte, René de Guzman, Mona Haydar, Ebony L. Haynes, Tahir Hemphill, Jillian Hernandez, Michael Holman, Msia Kibona Clark, Hannah Klemm, Lindsay Knight, Maï Lucas, Charity Marsh, Jesse McCarthy, Jeffrey Q. McCune Jr., madison moore, Jordana Moore Saggese, Noriko Manabe, Alex de Mora, Asma Naeem, Jessica N. Pabón-Colón, Hardeep Pandhal, Wendel Patrick, Alphonse Pierre, Andréa Purnell, Simon Reynolds, Seph Rodney, Elena Romero, Franklin Sirmans, Skeme, Danez Smith, Lester Spence, Greg Tate, Carol Tulloch, Charles Tshimanga, TT The Artist, D. Waktins, Simone White, Ekow Eshun, Lydia Yee, englische Ausgabe, 306 Seiten, ca. 235 Abbildungen, 23,5 x 30 cm, Hardcover, Gregory R. Miller & Co. Verlag, ISBN 978-1-941366-54-7, 45 € (an der Schirn Kasse und im OnlineShop).

BROSCHÜRE THE CULTURE. HIP-HOP UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST IM 21. JAHRHUNDERT, herausgegeben von Matthias Ulrich, mit Beiträgen von Charlotte Furtwängler und Oliver Kautny (beide Cologne Hip Hop Institute), deutsche und englische Ausgabe, je 40 Seiten, 11 x 16,5 cm, ohne Verlag

ORT SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, 60311 Frankfurt am Main DAUER 29. Februar – 26. Mai 2024 INFORMATION schirn.de E-MAIL welcome@schirn.de TELEFON +49.69.29 98 82-0 TICKETS im Onlineshop unter schirn.de/shop und an der Schirn Kasse

TICKETS im Onlineshop unter schirn.de/shop und an der Schirn Kasse

EINTRITT 12 €, ermäßigt 10 €, freier Eintritt für Kinder unter 8 Jahren

ÖFFNUNGSZEITEN Di, Fr bis So 10-19 Uhr, Mi und Do 10-22 Uhr

INDIVDUELLE FÜHRUNGEN BUCHEN Individuelle Führungen oder Gruppenbuchungen sind buchbar unter fuehrungen@schirn.de
INFORMATIONEN ZUM BESUCH Alle Informationen zum Besuch unter schirn.de/besuch/faq

„Tag der Archive“: Auch Mainzer Magazine öffnen am 01. März 2024 ihre Pforten

Stadtbibliothek Mainz (Stabi) © Foto Diether von Goddenthow
Stadtbibliothek Mainz (Stabi) © Foto Diether von Goddenthow

(rap) Zum „Tag der Archive 2024“ öffnen auch die Mainzer Archive ihre Magazine, um die Schätze der Öffentlichkeit zu präsentieren. In diesem Jahr beteiligen sich das Archiv des Landtags Rheinland-Pfalz, das Archiv des SWR, das Dom- und Diözesanarchiv sowie das Universitätsarchiv als auch das Stadtarchiv ihre Pforten.

An zwei Tagen zeigen Archivar:innen überaus Wissenswertes, Überraschendes und Kurioses rund um das Thema „Essen und Trinken“. Unsere Nahrung ist als „conditio humana“ eines der Grundbedürfnisse des Menschen. Doch was und wie wir essen und trinken, hat sich über die Jahrhunderte gewandelt. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen.

Den Einstieg macht am Freitag, 01. März 2024 (18.30 – 20.00 Uhr) das Stadtarchiv Mainz. In einem Bogen vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert wurden Archivalien ausgesucht, die von Bier aus Mainz oder Nahrung einfacher Bürger in der frühen Neuzeit, von vergangener Festkultur und auch Hungersnot erzählen. Im Anschluss an die Archivalienpräsentation besteht die Möglichkeit zu einer Führung durch die Archivmagazine.

Am Samstag, 02.März 2024, wird der Tag der Archive online von 16.00 – 18.00 Uhr fortgesetzt. In Kurzvorträgen beleuchten das Dom- und Diözesanarchiv, das Archiv des Landtags Rheinland-Pfalz, das Archiv des SWR, das Universitätsarchiv als auch das Stadtarchiv das Motto „Essen und Trinken“ durch die Jahrhunderte.

Weitere Informationen auf der Website des Stadtarchivs Mainz und der teilnehmenden Archive.

Der britische Dirigent Leo McFall wird Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden –

© Benjamin Ealovega
© Benjamin Ealovega

Wiesbaden. Leo McFall wird ab der Spielzeit 2024/25 zeitgleich mit dem Beginn der Doppelintendanz von Dorothea Hartmann und Beate Heine neuer Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Der britische Dirigent ist derzeit Principal Conductor des Thessaloniki State Symphony Orchestra und Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg.

Leo McFall setzte sich in einem aufwändigen Bewerbungsverfahren aus einem Kreis von 122 Bewerbern in zwei Runden von Vordirigaten gegen sechs Mitbewerber durch. Leo McFall konnte das Orchester und die Findungskommission mit seinen dirigentischen Fähigkeiten in den Vordirigaten für sich gewinnen. Die Findungskommission setzte sich aus Vertretern des Landes, der Stadt Wiesbaden, einer der designierten Intendantinnen sowie eines Vertreters des Orchestervorstandes sowie externen ExpertInnen zusammen.

„Mit Leo McFall gewinnen wir einen jungen und sehr engagierten Dirigenten für Hessen, der bereits vielfältige Erfahrungen auf unterschiedlichen Stationen sammeln konnte“, erklärt der hessische Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels. „Wir freuen uns, dass die Position des Generalmusikdirektors nach so langer Vakanz nun wieder besetzt ist und das Musikleben am Hessischen Staatstheater und in Wiesbaden entscheidend gestaltet und vorangebracht werden kann.“

„Wir freuen uns sehr, den Neustart am Staatstheater Wiesbaden gemeinsam mit Leo McFall zu gestalten. Neben seinen herausragenden musikalischen Qualitäten bringt er ein ausgeprägtes Interesse an neuen und ungewöhnlichen Formen von Musiktheater und Konzert mit“, ergänzen die designierten Intendantinnen Beate Heine und Dorothea Hartmann. „Leo McFall liebt das zeitgenössische Repertoire ebenso wie die bewährten Klassiker. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und auf viele spannende und überraschende Konzerte und Opernaufführungen mit ihm.“

„Über meine Ernennung als Generalmusikdirektor des Staatstheater Wiesbaden freue ich mich außerordentlich.“, sagt der designierte Generalmusikdirektor Leo McFall. „Es ist eine wunderbare Aufgabe, Teil des Teams um Dorothea Hartmann und Beate Heine zu werden und mit den großartigen Musikerinnen und Musikern des Hauses zu arbeiten zu können.“

Leo McFall, 1981 in London geboren, studierte an der Oxford University, der Sibelius Academy und der Hochschule für Musik in Zürich. Nach Stationen als Assistent von Bernard Haitink u.a. beim Royal Concertgebouw Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Vienna Philharmonic Orchestra, beim Glyndebourne Festival und als erster Kapellmeister beim Meininger Staatstheater, wurde er Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg.

Ein grandioser „Sommer voller Musik“ vom 22.06. bis 7.09.2024 erwartet Klassik- u. Jazzfans – Der Run auf die Karten des 37. Rheingau Musik Festivals hat begonnen

© Rheingau Musik Festival Foto:Marco Borggreve
© Rheingau Musik Festival Foto:Marco Borggreve

Mit 155 Konzerten an 24 einzigartigen Spielstätten geht das Rheingau Musik Festival, eines der größten Musikfestivals Europas, vom 22.Juni bis 7.September 2024 in seine 37. Saison. Insgesamt stehen hierfür 140 000 Eintrittskarten zur Verfügung, wovon bereits über 40 000 verkauft wurden, so viele wie noch nie kurz nach einem Verkaufsstart, freuten sich die Veranstalter bei der gestrigen Programm-Pressekonferenz in Oestrich-Winkel, vertreten durch: Michael Herrmann, Gründungsintendant und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, Marsilius Graf von Ingelheim, Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, Lisa Ballhorn und Timo Buckow Programm-Leitung sowie Dr. Heinz-Georg Sundermann, Vorsitzender des Rheingau Musik Festivals e.V..Als besonderen Gast konnte die bekannte Cellistin Anastasia Kobekina, eine der vier Fokuskünstlerinnen der diesjährigen Festival- Saison, begrüßt werden.

Gestern präsentierten die Veranstalter des Rheingau Musik Festivals mit Ehrengast, der Cellistin Anastasia Kobekina, das prall gefüllte spannende Programm der 37. Saison vom 22.06. bis 7.9.2024. (v.li.):Dr. Heinz-Georg Sundermann, Vorsitzender des Rheingau Musik Festivals e.V.Michael Herrmann, Gründungsintendant und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, und Timo Buckow Programm-Leitung, Ehrengast Anastasia Kobekina, Marsilius Graf von Ingelheim, Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals und Lisa Ballhorn , Programmplanerin. © Foto Diether von Goddenthow
Gestern präsentierten die Veranstalter des Rheingau Musik Festivals mit Ehrengast, der Cellistin Anastasia Kobekina, das prall gefüllte spannende Programm der 37. Saison vom 22.06. bis 7.9.2024. (v.li.):Dr. Heinz-Georg Sundermann, Vorsitzender des Rheingau Musik Festivals e.V.Michael Herrmann, Gründungsintendant und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, und Timo Buckow Programm-Leitung, Ehrengast Anastasia Kobekina, Marsilius Graf von Ingelheim, Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals und Lisa Ballhorn , Programmplanerin. © Foto Diether von Goddenthow

Zwei Eröffnungen an zwei Orten
„Dieses Jahr startet das Rheingau Musik Festival mit einer Besonderheit in den ‚Sommer voller Musik‘“, so Herrmann. Das Besondere in diesem Jahr sei, dass die beiden Eröffnungskonzerte an zwei unterschiedlichen Spielorten mit zwei unterschiedlichen Fokus-Künstlern sattfänden. Den Anfang mache Christian Tetzlaff. In der prächtigen Basilika von Kloster Eberbach erklingen am 22.6. Antonín Dvořáks Violinkonzert a-Moll op. 53 mit Geiger Christian Tetzlaff und Bedřich Smetanas Sinfonische Dichtung „Má vlast“ („Mein Vaterland“) Nr. I–IV.Im zweiten Eröffnungskonzert am 23.6. spielt im Kurhaus Wiesbaden der Pianist Bruce Liu Ludwig vanBeethovens Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73. Danach erklingt Bedřich SmetanasSinfonische Dichtung „Má vlast“ („Mein Vaterland“) Nr. I–IV.“, so der Intendant. Traditionell werden die beiden Künstler vom hr-Sinfonieorchester unter der Leitungseines Chefdirigenten Alain Altinoglu begleitet.

„Ausgezeichnet“
Neu im Rheingau Musik Festival ist auch die Reihe  „Ausgezeichnet“, mit der die Veranstalter „ausgewählten jungen Talenten die Gelegenheit bieten“ möchten, „sich einem breiten Publikum jung, frisch und leidenschaftlich vorzustellen. Es sind allesamt preisgekrönte Talente auf der Überholspur und zudem junge Künstlerinnen und Künstler und Ensembles, die uns künstlerisch und musikalisch überzeugen und von deren Entwicklung wir fest überzeugt sind“, erklärte Programmleiter Timo Buckow. Der Begriff „Ausgezeichnet“ sei also im doppelten Sinne zu verstehen. In diesem Sommer treten acht preisgekrönte Talente und Ensembles unter der Kategorie „Ausgezeichnet“ auf:

Den Anfang macht Alexandre Kantorow am 6.7. mit einem Klavierrezital auf Schloss Johannisberg. Die jungen Künstler des Isidore String Quartet bringen am 13.7. ein buntes Programm mit zeitlos schönen Streichquartetten der großen Namen der Musikgeschichte mit. Außerdem gibt das Trio E.T.A. in diesem Sommer am 19.7. sein Debüt beim Rheingau Musik Festival. Der junge Pianist Alexander Malofeev kehrt zum Rheingau Musik Festival zurück und gibt am 25.7. auf Schloss Johannisberg ein klanggewaltiges Klavierrezital. Schon in jungen Jahren konnte der Violinist Christian Li mit seinem Talent begeistern und feiert gemeinsam mit der Pianistin Nicola Eimer am 11.8. sein Debüt beim diesjährigen Festival. Kevin Chen ist ein weiteres Ausnahmetalent und wird sein Können am Klavier am 18.8. unter Beweis stellen. Mit einem breitgefächerten Programm wird der Pianist Mao Fujita am 29.8. auf Schloss Johannisberg zu Gast sein. Abschließen wird die Reihe Ausgezeichnet! der Pianist Julius Asal am 6.9. mit einem Rezita.

Kloster Eberbach © Foto Diether von Goddenthow
Kloster Eberbach © Foto Diether von Goddenthow

Vier herausragende Fokuskünstler geben den musikalischen Rahmen vor
Vier herausragende Künstlerpersönlichkeiten werden das Programm des diesjährigen Festivalsommers als Fokus-Künstlerinnen und -Künstler im Besonderen prägen: der Geiger Christian Tetzlaff, die Cellistin Anastasia Kobekina, der Pianist Bruce Liu und die Jazz-Saxophonistin Candy Dulfer sind jeweils in mehreren abwechslungsreichen Konzerten zu erleben.

Fokus: Christian Tetzlaff
Am 22.6. eröffnet Christian Tetzlaff gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester das 37. Rheingau Musik Festival. Mit einem fein konzipierten Programm rund um Werke von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emmanuel Bach spielt er am 5.7. ein Konzert mit seiner Tochter Marie Tetzlaff und den Berliner Barock Solisten. Eine volle Ladung Streicher erwartet Sie am 10.7., wenn das Tetzlaff Quartett auf Schloss Johannisberg zu Gast sein wird. Packende Virtuosität bringt Christian Tetzlaff am 29.8. gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich ins Kurhaus Wiesbaden.

Fokus: Anastasia Kobekina

Cellistin Anastasia Kobekina liebt Neues zu entdecken, Ausflüge in alte oder ganz neue  Musik, bereits vorhandene Musik neu zu gestalten, oder auch mit unterschiedlichen musikalischen Stilebenen zu experimentieren, das nicht nur auf der Bühne, auch mit Papier, Pinsel und Fotoapparat, verrät sie, hier im Gespräch mit  dem Festival-Programm-Leiter Timo Buckow. © Foto Diether von Goddenthow
Cellistin Anastasia Kobekina liebt Neues zu entdecken, Ausflüge in alte oder ganz neue Musik, bereits vorhandene Musik neu zu gestalten, oder auch mit unterschiedlichen musikalischen Stilebenen zu experimentieren, das nicht nur auf der Bühne, auch mit Papier, Pinsel und Fotoapparat, verrät sie, hier im Gespräch mit dem Festival-Programm-Leiter Timo Buckow. © Foto Diether von Goddenthow

Im Gespräch mit Anastasia Kobekina stellte Programmdirektor Timo Buckow die Cellistin und ihr musikalisches Schaffen kurz vor: Die russische Cellistin Anastasia lebe seit einigen Jahren in Frankfurt und ist seit ihrem Studium eng mit der Region  verbunden. „Ihre künstlerische Vielseitigkeit“, so Buckow, sei „wirklich wahnsinnig beeindruckend“ und ihr „musikalisches und stilistisches Potential schier grenzenlos“, was „wir natürlich in ihrem Fokus und Konzert und Programm abbilden wollen“. Eröffnet werde ihr Fokus mit einem ganz besonderem Projekt, mit den 6 berühmten Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach, am 30.6.. Gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel widmet sie sich am 25.7. den Werken von Antonio Vivaldi, Barbara Strozzi, Antonio Sartorio, Gabriel Fauré, Niccolò Paganini und Valentin Silvestrov. Eine geballte Ladung Cello bringt Anastasia Kobekina am 11.8. mit in den romanischen Kirchenbau in Mittelheim, wenn sie Bachs Cello-Suiten Nr. 4-6 auf unterschiedlichen Celli vorträgt. Gemeinsam mit Omar Massa und Julien Quentin interpretiert Anastasia Kobekina, am 15.8. Werke von Astor Piazzolla und Omar Massa auf Schloss Johannisberg. Außerdem präsentiert sie mit dem Czech Philharmonic am 25.8. große sinfonische Musik von Antonín Dvořák.

Fokus: Bruce Liu
Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester widmet sich Bruce Liu am 23.6. im zweiten Eröffnungskonzert des 37. Rheingau Musik Festivals Beethovens 5. Klavierkonzert. Im perfekten Zusammenspiel mit der Deutschen Kammerphilharmonie gibt er am 28.6. ein Konzert mit Werken von Pjotr Tschaikowski. Außerdem interpretiert der diesjähriger Fokus-Künstler am 9.7. Werke von Haydn, Chopin, Skrjabin und Prokofjew. Am 11.7. entsteht mit Bruce Liu, Yamen Saadi, Sara Ferrández und Kian Soltani ein perfektes Klavierquartett. Gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich präsentiert Bruce Liu am 30.8. ein klangvolles Konzert mit Stücken von Bedřich Smetana, Frédéric Chopin und Johannes Brahms.

Fokus Jazz: Candy Dulfer
„Geigende Wunderkinder kennt man zur Genüge. Auch am Klavier sitzen zahllose kleine Mozarts. Schon immer. Aber ein Mädchen, das Saxophon spielt wie die ganz Großen, mit elf die erste Plattenaufnahme bestreitet und mit 14 Jahren eine Funk-Band gründet, hat hingegen absoluten Seltenheitswert. Vielleicht ist Candy Dulfer sogar die einzige Jazzerin weit und breit, die in derart frühem Alter auf sich aufmerksam gemacht und eine musikalische Reife an den Tag gelegt hat, der man nicht alle Tage begegnet“ stellt Programmplanerin Lisa Ballhorn Candy Dulfer die Ausnahmekünstlerin vor.

Am 9.7. holt die Saxophonistin Candy Dulfer gemeinsam mit dem Gitarristen Jonathan Butler den Jazz auf die Seebühne von Schloss Vollrads. Zusammen mit Musikerinnen und Musikern, die ebenfalls mit Prince zusammengearbeitet haben, widmet Candy Dulfer ihr Konzert am 20.7. der Musiklegende. Zum Abschluss ihrer Konzerte als Fokus Jazz-Künstlerin präsentiert Candy Dulfer mit ihrer Female Band am 16.8. eine Ladies Night auf dem Gestüt Schafhof in Kronberg.

Brasilien
Die Musik Brasiliens, die vor allem geprägt wird von der Einzigartigkeit südamerikanischer Rhythmik, ist ein Spiegelbild seiner kulturellen Vielfalt aus afrikanischen, portugiesischen und indigenen Einflüssen: Vom lebensfrohen Samba über den temperamentvollen Forró bis hin zum melancholischen Bossa Nova – jede Melodie erzählt ihre eigene Geschichte von Leidenschaft, Schmerz, Liebe und Hoffnung.

Zu sieben verschiedenen Konzerten sind Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die entweder brasilianische Wurzeln haben, dort leben oder die Musik dieses Landes in den Rheingau bringen: Von großer Klassik über Solo-Gitarre, Soul- und Jazz-Gesang, intime Duo-Abende bis hin zu Barock-Samba-Crossover ist in diesem Schwerpunkt alles vertreten.

Das erste Konzert der Rubrik Brasilien! bestreitet der diesjährige LOTTO-Förderpreis- Gewinner Guido Sant‘Anna am 27.6. gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Gitarrist Plíno Fernandes spielt am 28.6. im Hospitalkeller vom Kloster Eberbach. Am 10.7. steht der brasilianische Star Ed Motta auf der Seebühne von Schloss Vollrads. Rolando Villazón und Xavier de Maistre bringen am 25.7. gemeinsam Lieder mit Harfe und Tenor ins Kurhaus Wiesbaden. Außerdem wird Linus Roth gemeinsam mit dem Orquestra Johann Sebastian Rio am 1.8. beim Festival zu Gast sein. Am 4.8. spielen Thibaut Garcia und Félicien Brut ein Programm mit brasilianischem Schwerpunkt. Das Finale der Konzerte mit brasilianischem Schwerpunkt präsentieren am 22.8. Hilary Hahn und das São Paulo Symphony Orchestra satt.

Spot on
Im Rahmen des Schwerpunktes Spot on: Dvořák werden an zehn verschiedenen Abenden jeweils unterschiedliche Werke von Antonín Dvořák in den Fokus gestellt.
In insgesamt 12 Konzerten wird im diesjährigen Schwerpunkt „Spot on: Hollywood“ mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern Filmmusik wirkmächtig erlebbar gemacht, wie unter anderem mit Daniel Hope, Time for Three, Jonas Kaufmann oder Sophie Pacini.

In diesem Sommer werden ebenfalls Vivaldis „Jahreszeiten“ in unseren Werkperspektiven aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Neben dem Originalwerk von Antonio Vivaldi werden unter anderem die Komposition „Vivaldi Recomposed“ von Max Richter zu hören sein sowie Werke von Astor Piazzolla mit Antonio Vivaldi gegenübergestellt.

Jazz & More
„Jazz & more“ – sei ein Schwerpunkt des Rheingau Musik Festivals mit Projekten, die dem Jazz auf unterschiedlichste Weise entspringen, über verschiedene Stilrichtungen und Spielarten hinausranken und facettenreiche Einflüsse fremder Länder und Kulturen absorbieren, erläuterte Programmplanerin Lisa Ballhorn. „Doch nicht nur der Jazz, auch Pop und Rock zeigen hier, wie universell die Sprache der Musik ist. Sie erschafft ein Gefühl, das für jeden spürbar ist, ermöglicht tiefste emotionale Erfahrungen und kann vor allem eines: ihre Zuhörer miteinander verbinden“. Zum musikalischen Genuss trügen auch die einzigartigen Spielstätten des Festivals bei. Besonders intensiv lasse sich der „Sommer voller Musik“ unter freiem Himmel erleben, und so zählen die Open Air-Bühnen wie der Kurpark Wiesbaden oder die Seebühne von Schloss Vollrads zu den schönsten des Festivals, so Ballhorn.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige Konzerte zum Thema „Jazz & more“. Am 27.6. präsentiert die A-cappella-Band Naturally 7 ihre spektakuläre Vokalmusik. Gemeinsam mit Jonathan Butler wird unsere Fokus Jazz-Künstlerin Candy Dulfer am 9.7. auf Schloss Vollrads gastieren. Der brasilianische Star Ed Motta wird mit seiner Band am 10.7. zu hören sein. Die Ladies Night findet in diesem Jahr mit Ina Forsman und Band sowie Patrice Rushen am 11.7. auf der Seebühne statt. Atrin Madani, der charismatische Berliner Sänger, brilliert am 11.7. mit seiner samtweichen und geheimnisvollen Stimme. Gemeinsam mit seinem Orchester macht Marc Secara sich am 12.7. auf den Weg, Kaempferts Welthits wie „Strangers in the Night“ auf die Bühne von Schloss Vollrads zu bringen. Auch Max Giesinger ist bereits zum dritten Mal zu Gast beim Rheingau Musik Festival und sorgt am 23.7. bei seinem Konzert für eine unvergessliche sommerliche Atmosphäre. Für beste Open-Air-Stimmung im Kurpark Wiesbaden wird auch der deutsch-spanische Superstar Álvaro Soler am 24.7. sorgen.

Stars der Klassik: Anne Sophie Mutter, Lang Lang u. Jonas Kaufmann in Wiesbaden

Besonders freut sich Gründungsintendant Herrmann darüber, dass „es in diesem Jahr uns gelungen sei, gleich drei große Künstler der Klassischen Musik nach Wiesbaden zu holen“: Die Geigerin Anne-Sophie Mutter, wird am 13.8. vertreten sein im Kurhaus mit Johannes Brahms Violinkonzert D-Dur op. 77 u. Franz Schubert, Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944, sowie am. 6.9. mit Felix Mendelssohn Bartholdy, Violinkonzert e-Moll op. 64 u. Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 1 „Der Titan“. Die Künstlerin habe eine enge Verbindung zu Wiesbaden, da sie im Kurhaus einst Beethovens Violine-Sonaten live für eine Plattenaufnahme bei der Deutschen Grammophon aufgezeichnet habe.

Der weltberühmte Pianist Lang Lang wird gemeinsam mit seiner Frau Gina Alice am 21.7. im Rahmen der sommerlichen Open Air-Konzerte im Wiesbadener Kurpark auftreten. Er hatte einst seine Frau im Rhein-Main-Gebiet kennengelernt.

Und auch der dritte Künstler, der Tenor Jonas Kaufmann, habe enge Verbindungen nach Wiesbaden: Er sei nämlich verheiratet mit der Tochter eines bekannten Kantors aus Wiesbaden Schierstein, verriet Herrmann. Der Startenor wird am 18.7. im Rahmen der großen Open-Air-Konzerte im Wiesbadener Kurpark mit berühmten Filmmelodien „The Sound of Movies“ vertreten sein .

Festival für Kinder und Jugendliche
Das Rheingau Musik Festival bietet dem Publikumsnachwuchs gleich mehrere Möglichkeiten, Spaß an klassischer Musik zu entwickeln. In den Kinder- und Sitzkissenkonzerten werden die Konzertregeln nicht so genau genommen. Hier ist das familiäre Umfeld besonders wichtig, damit sich jeder und jede, ob Klein oder Groß, auf die Musik einlassen kann und ein schönes, gemeinsames Konzertabenteuer entsteht. Die Musik wird lebendig und die Fantasie zum Träumen angeregt.

Musik ist die Sprache der Freundschaft. Diese Sprache fängt die kleine Geige am 23.6. an zu lernen und stellt mit ihren neu gewonnenen Freunden einiges auf den Kopf. Gemeinsam mit Cello, Gitarre und Trommel erlebt das junge Publikum am 28.7. Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ auf eine interaktive Weise. Am 25.8. werden die kleinsten Gäste in Rossinis Notenküche mitgenommen und lernen Musik von einer anderen Seite kennen. Zwei Außerirdische nehmen die jungen Zuschauer am 1.9. gemeinsam mit auf ihre Klangmission, in der ein ganz besonderes Instrument noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Weitere internationale Künstler und Ensembles des Rheingau Musik Festivals 2024
Zu Gast in diesem Sommer sind außerdem weltweit bedeutende Musikerinnen und Musiker wie Yulianna Avdeeva, Till Brönner, Jonathan Butler, Ray Chen, Asya Fateyeva, Plínio Fernandes, Julia Fischer, Thibaut Garcia, Alexej Gerassimez, Max Giesinger, Cristina Gómez Godoy, Stewart Goodyear, Raphaela Gromes, Hilary Hahn, Daniel Hope, Maximilian Hornung, Philippe Jaroussky, Alexandre Kantorow, Jonas Kaufmann, Bomsori Kim, Sebastian Knauer, Lang Lang, Martynas Levickis, Igor Levit, Jan Lisiecki, Atrin Madani, Xavier de Maistre, Sarah McKenzie, Alice Merton, Sabine Meyer, Ed Motta, Fabian Müller, Daniel Müller-Schott, Anne-Sophie Mutter, Max Mutzke, Ferhan & Ferzan Önder, Daniel Ottensamer, Sophie Pacini, Guido Sant’Anna, Jonathan Scott, Álvaro Soler, Grigory Sokolov, Martin Stadtfeld, Devid Striesow, Masaaki Suzuki, Ulrich Tukur, Eckart von Hirschhausen oder Rolando Villazón.

Neben renommierten Vokal- und Instrumentalensembles wie dem Bach Collegium Japan, Naturally 7, dem RIAS Kammerchor Berlin, dem Tenebrae Choir, dem Windsbacher Knabenchor, dem Armida Quartett, den Berliner Barock Solisten, der Camerata Royal Concertgebouw Orchestra, dem Kammerorchester Basel, dem Kölner Kammerorchester, der lautten companey BERLIN oder dem Tetzlaff Quartett sorgen verschiedene Klangkörper der Alten Musik sowie zahlreiche internationale Spitzenorchester, wie die Akademie für Alte Musik Berlin unter Markus Steidler, das Chineke! Orchestra, das City Light Symphony Orchestra unter Kevin Griffiths, das Czech Philharmonic unter Jakub Hrůša, die Cuban-European Youth Academy unter Thomas Hengelbrock, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Jérémy Rhorer, die Deutsche Radio Philharmonie unter Jochen Rieder, das Gustav Mahler Jugendorchester unter Ingo Metzmacher, das hr-Sinfonieorchester unter Alain Altinoglu, das Orchestra e Coro Sinfonica di Milano unter Emmanuel Tjeknavorian, das Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck, das São Paulo Symphony Orchestra unter Thierry Fischer, das Tonhalle-Orchester Zürich unter Paavo Järvi, das WDR Funkhausorchester unter James Blachly, das West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim und viele weitere für klangprächtige Konzertmomente.

Hauptveranstaltungsorte des Rheingau Musik Festivals:
Die Hauptveranstaltungsorte bilden wieder einzigartige Locations wie: Schloss Johannisberg, Kloster Eberbach, Schloss Vollrads und das Kurhaus Wiesbaden. Dazu kommen zahlreiche Kirchen und Weingüter im Rheingau und Wiesbaden. Auch in diesem Jahr sind das Gestüt Schafhof und das Casals Forum in Kronberg wieder als Spielstätte vertreten.

Schlosshotel Reinhartshausen wird neue Spielstätte u. Vertragshotel
Erstmals nach langer Pause kommt das längere Zeit verwaiste Hotel Schloss Reinhartshausen nicht nur als neue Spielstätte und Unterkunft für Musiker hinzu, sondern, so Marsilius Graf von Ingelheim, werde es auch „exklusiver Partner sein, der  Hotelzimmer anbietet, die dann ab Ende Juni 2024 zur Verfügung stehen“. Man freue sich über die hierdurch wachsenden neuen Kapazitäten in der Region, und dass „wir direkt ab dem ersten Jahr diese Orte auch als Spielstätten erschließen werden“, so der RMF-Geschäftsführer.

Arte Sendung „Rheinklang erleben“ brachte 300 000 TV-Zuschauer
Zudem habe der Sender Arte im Nachgang zum Rheingau-Musik Festival 2023 die Doku „Rheinklang erleben“ ausgestrahlt, die über 300 000 Zuschauer in Frankreich und Deutschland angeschaut hätten, und zusätzlich 50 000 im digitalen Bereich. „Ich glaube, dass wir nachhaltig sehr viel Werbung nicht nur für das Rheingau-Musikfestival, sondern für die ganze Region zwischen Wiesbaden und Rüdesheim gemacht haben“ freut sich Graf von Ingelheim darüber, so viele Menschen erreicht zu haben.

Lotto-Hessen als Hauptsponsor – Ferrero neuer Genussspartner
Über 100 Sponsoren ermöglichen, dass das Rheingau Musik Festival Karten in erschwinglicher Höhe anbieten kann, so RMF-Vorsitzender Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer i.R. von Lotto Hessen. LOTTO Hessen engagiere sich in diesem Jahr erneut als Hauptsponsor des Rheingau Musik Festivals. Als Co-Sponsoren unterstützen die Fürst von Metternich Sektkellerei und die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in Verbindung mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen das Rheingau Musik Festival. Als Premium-Projektpartner agieren die Brass-Gruppe, die Deutsche Leasing AG mit ihrer Tochter DAL, die R+V Allgemeine Versicherung AG und die UBS Deutschland AG. Als Official Airline fungiert Lufthansa. Die BRITA GmbH ist in diesem Jahr erneut offizieller Nachhaltigkeitspartner. Außerdem ist in diesem Jahr Ferrero offizieller Genusspartner. Medienpartner des Festivals sind der Hessische Rundfunk sowie Deutschlandfunk, die Deutsche Welle und arte.

Tickets – erstmals auch E-Tickets zum Selbstausdruck u. auf Handy buchbar

DSCF4433-Logo-der-PK-Rheingau-Musikfestival-logo-2-(c)-rheingau-musik-festivalAlle hier aufgeführten Künstler können über die Suchfunktion im elektronischen Katalog sofort gefunden werden, sowie alle weiterführenden Informationen zu Konzerten, Spielorten, Terminen und Preisen. Es empfiehlt sich, nicht zu lange mit der Kartenbestellung zu warten, da in diesem Jahr der Run auf die Tickets besonders groß zu sein scheint.

Erstmals können in diesem Jahr auch E-Tickets zum Selbstausdruck oder zur Hinterlegung auf dem Handy gekauft werden.
Der öffentliche Vorverkauf hat gestern, am 15.2.2024 begonnen. Karten- und Infotelefon: 0 67 23/ 60 21 70 (Mo – Fr, 9.30 – 17 Uhr) | www.rmf.de

LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 17.-20. Mai 2024 – Landeshauptstadt wird zur ‚Star‘-Bühne

Dressur vor dem Schloss – auch für heranwachsende Grand Prix-Pferde, die ‚Stars von Morgen‘. Im vergangenen Jahr siegreich: Ingrid Klimke mit SAP Freudentänzer Foto: www.tomspic.de
Dressur vor dem Schloss – auch für heranwachsende Grand Prix-Pferde, die ‚Stars von Morgen‘. Im vergangenen Jahr siegreich: Ingrid Klimke mit SAP Freudentänzer
Foto: www.tomspic.de

Das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden wird zur Star-Bühne! 2024 geht die Dressur-Serie ‚Derby Stars von Morgen‘ in ihre dritte Saison, zum ersten Mal ist Wiesbaden eine Station für die ‚Stars‘.

„Die Serie hat 2023 ‚Wellen geschlagen‘“, freut sich Lara Furmaniak, Teamleiterin Marketing bei Derby. „Die Chance, mit unserer Serie in Wiesbaden Station machen zu können, wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Wiesbaden kennt man einfach, wenn man Dressurfan ist. Dort sind immer Reiter mit Rang und Namen und vor dieser Kulisse macht das Reiten natürlich größte Freude.“

Die Förderung des Nachwuchses liegt Derby ebenso am Herzen wie den Veranstaltern des LONGINES PfingstTurniers Wiesbaden, dem Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V. (WRFC). „Der Nachwuchs hat schon immer in unserem Dressurprogramm eine Rolle gespielt“, erklärt Isabelle Kettner vom WRFC und freut sich. „Wir schreiben seit einigen Jahren die internationale Tour für fünf-, sechs- und siebenjährige Dressurpferde aus, daran schließen sich die Derby Stars von Morgen wunderbar an. Und die Kombination aus Nachwuchs-Pferden und -Reitern ist einfach eine tolle Idee.“

Die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider, Reitmeisterin Ingrid Klimke, WM-Team-Dritter Benjamin Werndl und Mannschafts-Weltmeisterin Helen Langehanenberg – sie alle und noch viel mehr waren in der vergangenen Saison dabei und haben ihre Nachwuchskracher von morgen vorgestellt: Die Serie Derby Stars von Morgen hat sich im vergangenen Jahr zum Top-Laufsteg für den Grand Prix-Nachwuchs in Deutschland gemausert. Ausgeschrieben ist die Serie auf der einen Seite für U25-Reiter, die mit allen Pferden teilnehmen können, und auf der anderen Seite für heranwachsende acht- bis zwölfjährige Grand Prix-Pferde. Für die Elf- und Zwölfjährigen ist allerdings ein Handicap aufgelegt. Sie dürfen maximal einmal an erster bis fünfter Stelle in Grand Prix, Grand Prix Special oder Grand Prix Kür platziert gewesen sein.

Wie im vergangenen Jahr wird es sieben Stationen in der Nord- und sieben in der Südhälfte Deutschlands geben. Auf diesen Stationen können sich die Reiter-Pferd-Paare für das Nord- bzw. Süd-Halbfinale empfehlen, die jeweils besten Acht der Halbfinals dürfen zum Finale nach Münster im Januar 2025. Wiesbaden ist nach Ansbach und München die dritte Station der Südhälfte, danach folgen noch Winterlingen, Brunnthal, Kranichstein und Waldhauser Hof.

„Wir legen ganz viel Wert auf die Bedingungen für Reiter und Pferde“, erklärt Furmaniak, „und wir wissen, dass es in Wiesbaden an nichts hapert, damit sich die Paare bestens präsentieren können. Hinzu kommt die Tradition des Turniers. Das macht Wiesbaden für uns zu einem perfekten Standort.“
(KiK/pe&pa)

Tickets:
Der Start ist frei‘, Kartenvorverkauf hat am 15. Dezember 2023 schon begonnen. Sichern Sie sich Ihre Karte für das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden entweder bei www.ticketmaster.de oder unter 01806 – 999 00 00.
Weitere Detail-Infos und Tipps zur Anreise unter: www.pfingstturnier.org

Bis zum LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2024, vom 17.-20. Mai.
Informationen unter www.pfingstturnier.org ­
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Wiener Tatortkommissarin Adele Neuhauser erhält Ehrenpreis des 20. Deutschen Fernsehkrimifestival u. kommt am 17.03.2024 nach Wiesbaden

© Peter-Rigaud
© Peter-Rigaud

Wiesbaden, den 13. Februar 2024 – Der Tatort-Star und Publikumsliebling Adele Neuhauser wird in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis des Deutschen FernsehKrimi-Festivals ausgezeichnet. Das Festival würdigt damit Adele Neuhausers charaktervolle Darstellung der Kommissarin Bibi Fellner im Wiener Tatort.

„Mehr als 30 Mal hat Adele Neuhauser die verletzliche und verletzte Figur der Bibi Fellner gespielt. Die Intensität, die sie ihrer unkonventionellen Ermittlerin verleiht, stammt zum Teil aus der eigenen wechselvollen Lebensgeschichte. In besonders eindrucksvoller Weise spiegelt sich deshalb Adele Neuhausers Mut, persönliche zerbrechliche Seiten in ihr Spiel einzubeziehen, im österreichischen Tatort wider“, schreiben Filmjournalist und Moderator Knut Elstermann, Produzentin Liane Jessen und Festivalleiterin Cathrin Ehrlich in ihrer Jurybegründung.

Nach ihrer Ausbildung an der Wiener Schauspielschule Krauss zog es Adele Neuhauser für viele Jahre nach Deutschland, wo sie in erster Linie Theater spielte. Sie stand unter anderem in Münster, Essen, Mainz und Regensburg auf der Bühne. Der große Durchbruch gelang Adele Neuhauser im Fernsehen. Einem breiten Publikum wurde sie 2004 durch die österreichische Landkrimiserie Vier Frauen und ein Todesfall bekannt.

2010 übernahm sie die Rolle der alkoholkranken Ermittlerin Bibi Fellner im Tatort aus Wien. Mit dieser Rolle wurde sie zu einer der prominentesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Fernsehen.

Der Ehrenpreis des Deutschen FernsehKrimi-Festivals wird am 17. März um 18.00 Uhr in der Caligari FilmBühne übergeben. Die Laudatio hält Knut Elstermann, es moderiert Ariane Binder (3sat). Im Anschluss an die Preisverleihung zeigt das Festival die Tatort-Folge mit dem Titel Angezählt aus dem Jahr 2013. Der Film erhielt 2014 den renommierten Grimme-Preis.

Der Ehrenpreis des Deutschen FernsehKrimi-Festivals für besondere Verdienste um den Fernsehkrimi wird seit 2019 vergeben. Preisträger sind Ulrike Folkerts, Matthias Brandt, Barbara Auer, Eoin Moore, Anna Schudt und Alexander Held.

Unterstützt wird der Ehrenpreis von der SV SparkassenVersicherung. Das 20. Deutsche FernsehKrimi-Festival findet vom 17. bis 24. März 2024 in Wiesbaden statt.

Der Kartenvorverkauf beginnt am Freitag, 1. März, ab 10 Uhr in der Tourist-Information, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden und auf der Website des Festivals unter www.fernsehkrimifestival.de.

Über das Festival:
Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch die Hessen Film & Medien, den Hessischen Rundfunk und die SV SparkassenVersicherung, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, dem Wiesbadener Kurier und dem Literaturhaus Villa Clementine.

„Der Industriepark Wiesbaden: Von der Gründerzeit bis heute“ – Ausstellung im Stadtarchiv Wiesbaden

© Stadtarchiv Wiesbaden
© Stadtarchiv Wiesbaden

Die Ausstellung „Der Industriepark Wiesbaden: Von der Gründerzeit bis heute“ wird am Dienstag, 13. Februar, um18 Uhr im Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42, eröffnet.

Die Ausstellungseröffnung findet durch Jörg Kreutzer, Geschäftsführer InfraServ Wiesbaden, und ThomasDeichmann, InfraServ Wiesbaden Unternehmenskommunikation, statt.
Die Geschichte von InfraServ Wiesbaden kann nicht erzählt werden ohne Blick auf die Historie des erfolgreichenIndustriestandorts. Seit den Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Gewerbeansiedlung amRheinufer der Stadtteile Amöneburg und Biebrich zum industriellen Herzen der hessischen Landeshauptstadt mitderzeit rund 6000 Arbeits- und 300 Ausbildungsplätzen. InfraServ Wiesbaden hat 1997 den Betrieb desIndustrieparks Kalle-Albert übernommen und feierte 2022 ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Ausstellung erzählt dieGeschichte des Standortes seit der Gründung der Unternehmen Albert im Jahre 1858 und Kalle 1863. DieAusstellung, eine Kooperation zwischen InfraServ Wiesbaden und Stadtarchiv Wiesbaden, ist bis zum 22. März zusehen.

Anmeldung erbeten unter veranstaltung-stadtarchiv@wiesbaden.de

Ort:
Stadtarchiv und Kunstarche e.V. Wiesbaden,
Im Rad 42

427 Jungmeisterinnen und Jungmeister erhalten Meisterbriefe im Wiesbadener Kurhaus

427 Jungmeisterinnen und Jungmeister wurden im Wiesbadener Kurhaus ihre „Wertpapiere des Handwerks“ ausgehändigt. Die vierzehn Jahresbesten erhielten ihre Meisterbriefe auf der Bühne persönlich überreicht von ZDH-Präsident Jörg Dittrich, Kammerpräsident Stefan Füll und Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. Foto: Annika List
427 Jungmeisterinnen und Jungmeister wurden im Wiesbadener Kurhaus ihre „Wertpapiere des Handwerks“ ausgehändigt. Die vierzehn Jahresbesten erhielten ihre Meisterbriefe auf der Bühne persönlich überreicht von ZDH-Präsident Jörg Dittrich, Kammerpräsident Stefan Füll und Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. Foto: Annika List

Im Wiesbadener Kurhaus haben 427 Jungmeisterinnen und Jungmeister des Prüfungsjahrgangs 2023 in 17 Berufen ihre Meisterbriefe erhalten. Kammerpräsident Stefan Füll stellte in seiner Begrüßungsansprache die Bereitschaft der Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister in den Mittelpunkt, nach der Gesellenzeit nochmal die Ärmel hochgekrempelt und wieder die Schulbank gedrückt zu haben. „Sie sind die Unternehmerinnen und Unternehmer von morgen und werden mit Ihrem Fachwissen und Ihren Fertigkeiten maßgeblich zum Erfolg unserer Wirtschaft beitragen. In Ihren Händen ruht von nun an nicht nur die Verantwortung für Sie selbst oder vielleicht auch für Ihren eigenen Betrieb und dessen Mitarbeitenden, sondern auch für die Weiterentwicklung der gesamten Handwerkergemeinschaft“, so Füll. Ebenso betonte er die Notwendigkeit einer „echten Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung in materieller und ideeller Hinsicht“ sowie eines Bürokratieabbaus.

ZDH-Präsident Jörg Dittrich hielt Festrede

Die Festrede hielt Jörg Dittrich, Dachdeckermeister und Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): „Deutschland braucht genau das, was die neuen Meisterinnen und Meister hier in Wiesbaden ausstrahlen: das Glücksgefühl des Gelingens und des Erfolgs. Der Meistertitel als Ergebnis und Belohnung für wirkliche Anstrengung und große Leistung. Die neuen Meisterinnen und Meister wissen sehr genau: Vor dem Erfolg steht die Anstrengung, man muss etwas leisten, wenn etwas gut werden soll. Es braucht Hingabe, Übung und Talent. Und das hat seine Gültigkeit nicht nur für das Handwerk, sondern für das ganze Land. Das Handwerk kann mit diesem Selbstverständnis, diesem Einsatz und seinem Wissen entscheidenden Einfluss darauf haben, dass dieses Land sich wieder durch eine zuversichtliche und anpackende Stimmung auszeichnet. Doch wenn das Handwerk die Menschen zu einer solch zupackenden Arbeitsweise mitreißen soll, um Deutschland wieder erfolgreich zu machen, dann muss das Handwerk im täglichen Handeln der Politik auch den Stellenwert bekommen, der in handhabbare Gesetze und leistungsfördernde Rahmenbedingungen mündet.“

Die Glückwünsche der Stadt Wiesbaden überbrachte Stadtrat Dr. Hendrik Schmehl. Er lobte die investierte Energie und das Herzblut, dass die Handwerkerinnen und Handwerker zum erfolgreichen Erreichen ihres Ziels eingesetzt haben.>

Johanna Thielges, Meisterin im Tischlerhandwerk, hielt Jungmeisterrede
Die jahresbeste Meisterin im Tischlerhandwerk Johanna Thielges aus Mainz hielt die diesjährige Jungmeisterrede und hob hervor: „Es ist mit das Schönste, etwas mit seinen Händen zu erschaffen und am Ende sehen zu können, was man erreicht hat. Es wird immer komplexer und die Anforderungen an das Fachpersonal immer anspruchsvoller. Es bedarf viel Knowhow, körperliche Fitness und natürlich handwerkliches Geschick. Handwerk ist weder stupide noch anspruchslos noch leicht. Nein, wir sind kreative Problemlöser, wir sind Anpacker und vor allem vielseitig gebildete und fähige Menschen, ohne die unsere Gesellschaft nicht existieren kann.“

Für die Arbeitnehmerseite beglückwünschte Kammervizepräsident Andreas Brieske die Jungmeisterinnen und Jungmeister zu ihrem Erfolg und gab ihnen mit auf den Weg: „Gehen Sie stets mit Herz, Hand und Verstand ans Werk, so, als würden Sie dies für sich selbst tun, dann sind Sie gute und erfolgreiche Meister.”

Durch die Meisterfeier führte Radio-Moderatorin Evren Gezer. Den musikalischen Rahmen gestaltete die King Kamehameha Club Band.

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