Kategorie-Archiv: Landesmuseum Mainz

Spannende Einblicke in Erdgeschichte und Steinzeit Landesmuseum Mainz veranstaltet Erlebniswochenende am 16. und 17. September

Idyllischer Innenhof im Landesmuseum Mainz Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Idyllischer Innenhof im Landesmuseum Mainz Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Passend zum Titel der Landesausstellung „vorZEITEN – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“, die noch bis 29. Oktober läuft, veranstaltet das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in seinem idyllischen Innenhof am 16. und 17. September ein Erlebniswochenende rund um die Themen Erdgeschichte und Steinzeit. Bei dem groß angelegten Familienfest für alle Altersgruppen bietet sich den Besuchern die Möglichkeit, mit allen Sinnen in jenes ferne Zeitalter der Erdgeschichte einzutauchen, in welchem sich unterschiedliche Lebensräume und Formen des Lebens auf unserem Planeten entfalteten. So ist der Stöffelpark aus Enspel im Westerwaldkreis zu Gast und lädt an seiner Station zum Mitmachen ein, beispielsweise beim Bau eines kleinen Vulkans. Mit dabei ist auch die Stöffelmaus selbst, die Auskunft über ihr Leben vor 25 Millionen Jahren gibt – und im Nonstop-Kino auf die Fernseh-Maus trifft. Ergänzend dazu stellen Experten Fossilien und Funde aus eigenen Grabungen vor – und geben Auskünfte zu deren Präparierung und Aufarbeitung. Ab 11 Uhr starten durchgehend individuelle Touren an die 16 Ausstellungsboxen der „vorZEITEN“-Ausstellung.
Die Steinzeit steht ganz im Zeichen der ersten Menschen – und markiert damit zugleich den Beginn des Handwerks, der Kunst und der Jagd auf Tiere. Ein Experte in experimenteller Archäologie zeigt, wie vielseitig in der späten Steinzeit der Feuerstein (genannt: „Flintstein“) genutzt wurde. Er wurde unter anderem zum Feuermachen, Fleisch schneiden und zur Herstellung von Werkzeugen eingesetzt. Auch die Anfertigung von Muschelketten oder das Ritzen von Figuren in Schiefer können neugierige Besucher an diesem Wochenende ausprobieren. Zentral im Leben der Steinzeitmenschen waren Sammeln, Ernten und Zubereiten der täglichen Nahrung. Was die Menschen aßen und wie sie es zubereiteten, zeigt ein „Paleokoch“.
Das Erlebniswochenende findet am 16. und 17. September, jeweils von 10 bis 17 Uhr, im Innenhof des Landesmuseums Mainz statt. Es gilt der übliche Museumseintritt von 6 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
Mainz

„Solidus“ – die byzantinische Münze als ein neuer Publikums-Magnet im Landesmuseum Mainz der Öffentlichkeit vorgestellt

"Solidus, die byzantinische Gold-Münze ist hauchdünn und wiegt lediglich 3,7 g. (Feingehalt Au 98,12. Ag 1,147, Cu 0,19. Pd 0,23 (Mikro-RFA, RGZM)). Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
„Solidus, die byzantinische Gold-Münze ist hauchdünn und wiegt lediglich 3,7 g. (Feingehalt Au 98,12. Ag 1,147, Cu 0,19. Pd 0,23 (Mikro-RFA, RGZM)). Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Spannende Erkenntnisse aus den Grabungen am Deutschhaus
GKDE präsentiert spektakulären Fund und informiert über aktuellen Stand

Rund sechs Monate nach Beginn der archäologischen Ausgrabungen auf dem Gelände des Deutschhauses, dem Sitz des rheinland-pfälzischen Landtags, stellten Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), Dr. Dr. Axel von Berg, Leiter der Landesarchäologie, Dr. Marion Witteyer, Leiterin der Außenstelle Mainz, Direktion Landesarchäologie, und Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz am Donnerstag, 10. August, erste Ergebnisse vor – und präsentierten einen spektakulären Fund, den die Archäologen unter der Leitung von Dr. Marion Witteyer kürzlich unterhalb des Landtagsgebäudes entdeckt hatten.

Enthüllung im Foyer des Mainzer Landesmuseums v. li. Hendrik Hering, Präsident des Landtags, Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz,Dr. Dr. Axel von Berg, Leiter der Landesarchäologie, Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE),Dr. Marion Witteyer, Leiterin der Außenstelle Mainz, Direktion Landesarchäologie. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Enthüllung im Foyer des Mainzer Landesmuseums v. li. Hendrik Hering, Präsident des Landtags, Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz,Dr. Dr. Axel von Berg, Leiter der Landesarchäologie, Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE),Dr. Marion Witteyer, Leiterin der Außenstelle Mainz, Direktion Landesarchäologie. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Dabei handelt es sich um eine sehr gut erhaltene byzantinische Goldmünze mit dem Abbild des oströmischen Kaisers Heraclius und dessen Sohn Constantin, die zwischen 613 und 629 n. Chr. in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, geprägt wurde.

Neuer Publikumsmagnet. Foto: Diether v. Goddenthow
Neuer Publikumsmagnet.
Foto: Diether v. Goddenthow

Der Fund einer solchen Münze ist in der Region Rheinhessen äußerst selten. Die wenigen bekannten Geldstücke stammen überwiegend aus fränkischen Gräbern und waren Teil von Schmuckstücken.

Dr. Marin Witteyer, Leiterin der Direktion Landesarchäologie, präsentiert die byzantinische Goldmünze vor vollem Haus.  Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Marin Witteyer, Leiterin der Direktion Landesarchäologie, präsentiert die byzantinische Goldmünze vor vollem Haus. Foto: Diether v. Goddenthow

„Die Goldmünze wurde vermutlich als Zahlungsmittel im Rahmen eines Handelsgeschäftes eingesetzt“, so Dr. Marion Witteyer. Dafür spricht auch die Angabe „BOXX“, die auf der Rückseite der Münze eingeprägt wurde. Diese staatliche Kennzeichnung weist darauf hin, dass die Münze ein reduziertes Gewicht aufweist. Solche Münzen wurden möglicherweise vor allem für Zahlungsabwicklungen im Außenhandel eingesetzt.
Neben dem historischen Goldstück stießen die Archäologen auf eine Vielzahl von fränkischen und karolingischen Scherben. Für Dr. Witteyer ein Hinweis darauf, dass die Besiedlung des Gebietes bereits im 7. Jahrhundert eingesetzt haben könnte. „Sollte sich diese Annahme bestätigen, wäre das eine enorm wichtige Erkenntnis für die Binnenstruktur der Stadt Mainz“, betonte Dr. Witteyer.

Fundort der byzantinischen Goldmünze am Grabungsort auf der Baustelle des Deutschhauses Mainz. Foto: Dr. Marion Witteyer
Fundort der byzantinischen Goldmünze am Grabungsort auf der Baustelle des Deutschhauses Mainz.
Foto: Dr. Marion Witteyer

Das Gelände des Deutschhauses zählt zu den „Hotspots“ der Mainzer Stadtgeschichte. Ein eindrucksvolles architektonisches Ensemble prägte über Jahrhunderte das rheinseitige Stadtbild von Mainz: die römisch/mittelalterliche Stadtmauer, die Deutschordenskommende, die Kirche St. Gangolf, Kanzleigebäude, Schloss und Martinsburg.

Kannibalistische Rituale in der Jungsteinzeit? – Vortrag im Landesmuseum Mainz, 15. August 2017

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„vorZEITEN“ im Landesmuseum: Vortrag über die einzigartigen Funde von Herxheim

Die grausigen Funde von Herxheim bei Landau sorgten bundesweit für Schlagzeilen. Archäologen hatten über mehrere Jahre eine jungsteinzeitliche Siedlung ausgegraben und waren dabei im umgebenden Graben auf die Überreste von mehr als 500 Menschen gestoßen.

In einem Vortrag am Dienstag, 15. August, im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), stellt Dr. Andrea Zeeb-Lanz von der Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer, die einzigartigen Funde vor und schildert die Grabungssituation rund um die außergewöhnliche Anlage, die aus der Zeit um 5.000 v. Chr. stammt. Vor allem widmet sich die Archäologin dem rätselhaften Zustand der menschlichen Skelette. Diese waren akribisch zerlegt und die Knochen dann in kleine Stücke zerschlagen worden. Die Schädel hatte man so bearbeitet, dass nur das Schädeldach in Form einer Schale übrig blieb. Diese systematische Verstümmelung der menschlichen Überreste belegt deutlich rituelle/kultische Handlungen.

Neben den Menschen wurden auch wertvolle Artefakte der frühesten Ackerbauernkultur Mitteleuropas, wie prunkvoll verzierte Tongefäße, qualitätsvolle Steingeräte und Mahlsteine, methodisch zerstört. Die Funde und deren Begleitumstände offenbaren ein bislang für die europäische Vorgeschichte einzigartiges Ritual. Aufschlussreiche Schnitt- und Bearbeitungsspuren an den Knochen der Menschen lassen den Schluss zu, dass möglicherweise auch ritueller Kannibalismus bei den mysteriösen Zeremonien von Herxheim praktiziert wurde. Die Hintergründe des bisher unbekannten Rituals und die Identität der Toten sind noch ungeklärt und geben Raum für unterschiedliche Interpretationen.

Der Vortrag „Kannibalistische Rituale in der Jungsteinzeit? Der einzigartige Fundort von Herxheim in der Südpfalz“ beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51

Landesmuseum Mainz: Termine im August 2017

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

DI 01.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 01.08. | 18.00
Vortrag zu „vorZEITEN“
Wer war der Tote im Hof? Neue Forschungen im römischen Eisenberg
› Dr. Ulrich Himmelmann und Ulrich Mayer

MI 02.08. | 17.00 – 18.00
Der Frische Blick
› Dorothea Gillert-Marien blickt auf das Raum – Erlebnis Steinhalle

DO 03.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SO 06.08. | 11.00
Themenführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“
Begegnungsorte – Die Vielfalt der Kulturen in der Geschichte von Rheinland-Pfalz

SO 06.08. | 14.00 – 16.00
Familiensonntag
› Familienführung um 14.30 Uhr
Die Schönheit der Dinge – Metallfolien prägen

DI 08.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 08.08. | 18.00
Kurzführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“ mit Workshop
› Im Garten Karls des Großen

DO 10.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SA 12.08. | 10.00 – 17.00
Erlebniswochenende: Römer, Kelten und Germanen

SA 12.08. | 14.00
Führung zur Landesausstellung „vorZEITEN“ mit den Mainzer Gästeführern
› Treffpunkt Johanniskirche, Bischofsplatz 10

SO 13.08. | 10.00 – 17.00
Erlebniswochenende: Römer, Kelten und Germanen

DI 15.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 15.08. | 18.00
Vortrag zu „vorZEITEN“
Kannibalistische Rituale in der Jungsteinzeit?
Der einzigartige Fundort von Herxheim in der Südpfalz
› Dr. Andrea Zeeb-Lanz

DI 15.08. | 18.00
Der Weinsalon zu Gast im Innenhof

DO 17.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SA 19.08. | 14.00 – 16.00
Offenes Atelier – Die Mitmachwerkstatt
› Blütentraum – Blumen aus verschiedenen Materialien basteln

SO 20.08. | 11.00
Themenführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“:
› Planung und Zufall – Untersuchungsmethoden der modernen Archäologie

SO 20.08. | 15.00
Kunst gucken – Kinderführung: Mode und Alltagsgegenstände im Mittelalter

DI 22.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 22.08. | 18.00
Filmvorführung
Kannibalen im Herzen Europas
› Einführung von Dr. Andrea Zeeb-Lanz

DO 24.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SA 26.08. | 14.00
Führung zur Landesausstellung „vorZEITEN“ mit den Mainzer Gästeführern
› Treffpunkt: Römisches Theater/Lutherkirche

SO 27.08. | 11.00
Überblicksführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“

SO 27.08. | 15.00
Kunst gucken – Kinderführung: Jüdische und christliche Bräuche und Geschichten

DI 29.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 29.08. | 18.00
Kurzführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“ mit Workshop
› Im Garten Karls des Großen

DO 31.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

Landesmuseum Mainz: Minister Wolf ernennt Dr. Birgit Heide zur neuen Leiterin

Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, überreicht Dr. Birgit Heide das "Bestellungsschreiben" als neue Direktorin des Landesmuseum Mainz.  Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, überreicht Dr. Birgit Heide das „Bestellungsschreiben“ als neue Direktorin des Landesmuseum Mainz. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ab dem 1. August 2017 steht das Landesmuseum unter der Leitung von Dr. Birgit Heide, die nach einem Jahr der erfolgreichen kommissarischen Leitung nun dauerhaft als Direktorin die Verantwortung übernehmen wird.

„Durch ihre langjährige Tätigkeit seit August 1999 kennt Frau Dr. Heide das Landesmuseum Mainz mit seinen Stärken und Potenzialen sicher so gut wie kaum jemand sonst“, betonte Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. „Diese Kenntnisse und Erfahrungen bilden für die Umsetzung der anstehenden Aufgaben eine sehr gute Grundlage. Ich bin sicher, dass es Frau Dr. Heide mit ihrer gleichermaßen teamorientierten wie konsequenten und verbindlichen Art gelingen wird, ihre überzeugenden konzeptionellen Überlegungen gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesmuseums zu entwickeln und umzusetzen.“

Für die Besetzung der Stelle wurde eine Persönlichkeit gesucht, die die Fähigkeit besitzt, die herausragenden archäologischen Bestände des Landesmuseums wieder in die Dauerausstellung zu integrieren und publikumswirksam zu präsentieren. „Allein der Bestand römischer Steindenkmäler ist einer der größten nördlich der Alpen und umfasst weit über 2000 Denkmäler. Der bedeutenden archäologischen Sammlung des Museums, aber auch den aktuellen Neufunden zukünftig den Raum zu geben, der ihrer Bedeutung entspricht, ist für mich aktuell eine der zentralen Aufgaben für die Zukunft des Museums“, sagte Kulturminister Wolf. „Es ist aber gleichzeitig auch seine große Chance, denn die Archäologie gehört mit Sicherheit zu den attraktivsten und bei den Besucherinnen und Besuchern gefragtesten Ausstellungsthemen.“

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz, betonte: „Die Entscheidung für Frau Dr. Heide bedeutet für die GDKE den Gewinn einer Führungskraft, die ihr Metier bestens versteht und unter Kolleginnen und Kollegen anerkannt ist. Ich bin überzeugt davon, dass es Frau Dr. Heide mit ihren Ideen und ihrer Fähigkeit teamorientiert, interdisziplinär und vernetzt zu arbeiten, gelingen wird, die Herausforderungen, vor denen das Landesmuseum steht, erfolgreich zu meistern und freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit.“

Nach dem Studium der Vor- und Frühgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und ihrer Dissertation über „das ältere Neolithikum im westlichen Kraichgau“ war Dr. Birgit Heide unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum für Vor- und Frühgeschichte bei den Staatlichen Museen zu Berlin tätig.

„Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben. Neben den vielfältigen kunsthistorischen Sammlungsbereichen sollen nun auch die reichen und bedeutenden archäologischen Sammlungen wieder präsentiert werden. Ich möchte damit die langjährige Tradition des Museums stärken und seine überregionale Bedeutung und sein Profil als kunst- und kulturgeschichtliches herausstellen. Daneben sollen aber auch attraktive und aufsehenerregende Sonderausstellungen das breite Spektrum unserer Sammlungen zeitgemäß widerspiegeln. Wichtig ist es mir zudem, die bisherige Vermittlungsarbeit, diverse Forschungsprojekte und bestehende Kooperationen nicht nur fortzuführen, sondern auch weiter auszubauen“, erklärt Heide.

Erlebniswochenende: Römer, Kelten und Germanen im Landesmuseum Mainz, 12. u. 13. 08.2017

Römerwochenende im Landesmuseum MainzErlebniswochenende liefert Einblicke in das Militär- und Zivilleben vor rund 2000 Jahren

Am 12. und 13. August ist es wieder soweit: Die I. Römercohorte Opladen schlägt ihr Zeltlager im Innenhof des Landesmuseums Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) auf. Diesmal haben die Römer sogar Unterstützung mitgebracht. Erstmals im Mainzer Landesmuseum sind die Keltengruppe Carnyx und die Germanen der Gruppe Ars Replika zu Gast. Die drei Gruppen entführen die Besucherinnen und Besucher in die Zeit der Römer, Kelten und Germanen vor rund 2000 Jahren.
Neben einem Römerlager, militärischen Übungen und Kampfpraktiken der Römer stehen Einblicke in das zivile Leben der Kelten, Römer und Germanen auf dem Programm. So lassen sich beispielsweise die unterschiedlichen Küchen vergleichen und probieren oder auch die verschiedenen Handwerkstechniken wie Textilherstellung und Färben, Fibelherstellung, Knochenschnitzerei und Kettenhemdstricken. Erstmals ist auch ein römischer Astronom dabei.

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Während des gesamten Wochenendes können die Besucher selbst aktiv werden, an spannenden Spielen für Jung und Alt teilnehmen und in die Welt der Römer, Kelten und Germanen eintauchen.
Das Erlebniswochenende „Römer, Kelten und Germanen“ ist Teil des Rahmenprogramms zur diesjährigen Sonderausstellung des Landesmuseums Mainz „VorZeiten – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“, die in Kooperation mit der Landesarchäologie entstand. Die Ausstellung, in der man viele von den Kelten, Römern und Germanen genutzte Objekte wiederfinden kann, ist noch bis zum 29. Oktober 2017 im Landesmuseum Mainz zu sehen.

Während der gesamten Dauer der Veranstaltung kann im Übrigen auch die Steinhalle besichtigt werden, die vorübergehend vom rheinland-pfälzischen Landtag als Sitzungsstätte genutzt wird. Dort sind Grabsteine römischer Soldaten zu sehen.

Der seit über 30 Jahren bestehende Verein I. Römercohorte Opladen zählt zu den bekanntesten Römergruppen Deutschlands. Die Opladener Cohorte hinterließ bei ihren Auftritten in den letzten Jahren bei vielen begeisterten Zuschauern im Landesmuseum Mainz einen bleibenden Eindruck.
Die Keltentruppe CARNYX (nach der Bezeichnung für eine keltische Kriegstrompete) formierte sich im Frühjahr 1999 aus Tübinger Archäologen und historisch Interessierten. Im „keltischen Lager“ erlebt man Vorgeschichte zum Anfassen: Gezeigt werden unter anderem die Ausrüstung und Bewaffnung keltischer Krieger oder auch Tracht und Schmuck der Frauen dieser Zeit.

Der Verein Ars Replika rekonstruiert unter anderem Kleidung, Gegenstände des täglichen Gebrauchs, Werkzeuge und Waffen verschiedener Epochen. Bei der Auswahl der verwendeten Materialien wird großer Wert auf Authentizität und Detailtreue gelegt. Ars Replika e.V. wurde 1992 in Mainz von Studenten der Altertumswissenschaften und interessierten Laien gegründet. Der Verein arbeitet seitdem erfolgreich mit Museen und vergleichbaren wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen.

Das Erlebniswochenende „Römer, Kelten und Germanen“ im Landesmuseum Mainz findet am 12. und 13. August jeweils von 10 bis 17 Uhr statt. Es gilt der übliche Museumseintritt von 6 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Das nächste Erlebniswochenende findet übrigens am 16. und 17. September statt und ist ein Familienfest rund um die Themen Erdgeschichte und Steinzeit.

Weitere Infos: Landesmuseum Mainz

Familien-Ritterfest im Landesmuseum Mainz am 15. u. 16. Juli 2017

Foto: Ursula Rudischer GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz
Foto: Ursula Rudischer GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz

Ritter in Rüstungen, spektakuläre Schwertkämpfe, aktionsreiche Mitmachangebote, sehenswerte Showeinlagen und vieles mehr bietet das inzwischen schon traditionelle Familien-Ritterfest am Wochenende des 15. und 16. Juli im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE). Los geht es am Samstag um 10 Uhr mit Taravas, dem Spielmann. Anschließend, gegen 10:30 Uhr, begrüßt die zeitgenössisch gekleidete Bardin, Wanda Wurzel, mit mittelalterlichen Klängen die großen und kleinen Besucher im Innenhof des Museums.

Zahlreiche Stationen bieten den Kindern den ganzen Tag über die Möglichkeit mit einem abwechslungsreichen Programm in die sagenumwobene Welt der Ritter einzutauchen: Ob Hufeisenwerfen, Schmieden, Papierschöpfen, Filzen oder Malen und Basteln im Ritterzelt. Die kleinen Besucher können sich bei einem Schaukampf mit ungefährlichen „Styropor-Schwertern“ austoben, sich alte Märchen von „Fabulix“ erzählen lassen oder in der Kinderrüstkammer allerlei Ritter-Utensilien erwerben. Beim gemeinsamen Bogenschießen kann sich die ganze Familie vergnügen. Spannender Höhepunkt ist sicher das wilde Gefecht der Kinder gegen die Ritter. An jedem Veranstaltungstag wird dieser Kampf aufs Neue entschieden – ein ungefährliches, aber wildes Spektakel mit sehr hohem Spaßfaktor!

Spannende Einblicke verspricht ein kleines mittelalterliches Lager: Ihre Zelte samt Kochkessel und mittelalterlicher Ausrüstung haben die rüstigen Ritter gleich mitgebracht. Während der gesamten Veranstaltung sind sie überall im Innenhof anzutreffen und können jederzeit angesprochen werden. Kenntnisreich informieren sie die Besucher gerne über ritterliche Werte, über Waffen und Techniken der Kriegsführung. Dreimal pro Veranstaltungstag präsentieren die Ritter bei Schwertkämpfen ihr Können. Stündliche Familienführungen, jeweils von 11 bis 16 Uhr, geben Einblicke in die Ritterwelt im mittelalterlichen Mainz.

Das Familien-Ritterfest läuft im Rahmen der Landesausstellung „vorZEITEN“. Dazu zählen auch die beiden Erlebniswochenenden „Römer, Kelten und Germanen“ am 12. und 13 August sowie das Familienfest rund um die Erdgeschichte und die Steinzeit am 16. und 17. September.

Während der Veranstaltung kann im Übrigen sowohl die Steinhalle besichtigt werden, die vorübergehend vom rheinland-pfälzischen Landtag als Sitzungsstätte genutzt wird – dort sind Grabsteine römischer Soldaten zu sehen – als auch die aktuelle Landesausstellung „vorZEITEN – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“. Sie präsentiert bedeutende archäologische Funde und Bodendenkmäler aus ganz Rheinland-Pfalz und nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine außergewöhnliche Zeitreise durch 400 Millionen Jahre Erd- und Kulturgeschichte. Faszinierende Zeugnisse längst vergangener Epochen und einmalige Exponate – von den erdgeschichtlichen Anfängen bis in die Gegenwart – machen das reichhaltige kulturelle Erbe von Rheinland-Pfalz erlebbar. „vorZEITEN“ ist bis 29. Oktober im Landesmuseum Mainz zu sehen.

Das Familien-Ritterfest findet am 15. und 16. Juli jeweils von 10 bis 17 Uhr statt. Es gelten die regulären Eintrittspreise des Landesmuseums Mainz.

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9. Deutscher Archäologiekongress vom 3. bis 8. Juli 2017 in Mainz mit Exkursionen zu einzigartigen Fundstätten

v.li.Prof. Dr. Alfried Wieczorek, Vorsitzender des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.V. (WSVA) und Vizepräsident des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA),Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE Rheinland-Pfalz,Dr. Birgit Heide, GDKE, Kommissarische Direktorin Landesmuseum Mainz, Dr. Jasper von Richthofen, Vorsitzender des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumswissenschaften e. V. (MOVA), Prof. Dr. Claus von Carnap Bornheim, Vorsitzender des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumswissenschaften e. V. (NWVA). Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
v.li.Prof. Dr. Alfried Wieczorek, Vorsitzender des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.V. (WSVA) und Vizepräsident des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA),Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE Rheinland-Pfalz,Dr. Birgit Heide, GDKE, Kommissarische Direktorin Landesmuseum Mainz, Dr. Jasper von Richthofen, Vorsitzender des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumswissenschaften e. V. (MOVA), Prof. Dr. Claus von Carnap Bornheim, Vorsitzender des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumswissenschaften e. V. (NWVA). Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Kaum ein Deutscher Archäologiekongress verspricht so spannend zu werden, wie der derzeitige 9. Deutsche Archäologiekongress vom 3. Bis 8. Juli 2017 im Mainzer Landesmuseum. Geht es doch neben Vortragsreihen, Diskussionsrunden, Arbeitsgruppen, Poster-Ausstellungen auch um so zentrale Fragen wie „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse“, „Archäologie und Identität“ und „Migration und Mobilität in der Menschheitsgeschichte“. Darüber hinaus haben die über 650 Kongressbesucher die Chance, die wesentlichen Highlights Rheinland-Pfälzischer Archäologie aus 400 Grabungsstätten in der Jubiläumsausstellung „vorZeiten“ im Landesmuseum besichtigen zu können sowie an zahlreichen Exkursionen teilzunehmen, etwa zum: Isis-Tempel oder zur Kirche St. Johannis in Mainz sowie Exkursionen etwa zur Georgskapelle nach Heidesheim, zur Kaiserpfalz in Ingelheim, zur Römervilla in Bad Kreuznach und zur Klosterruine Disibodenberg.

Was die Sache, insbesondere für Teilnehmer von außerhalb besonders spannend mache, sei, dass es „wahrscheinlich im Bundesvergleich keine Region oder Regionen wie in Rheinland-Pfalz gibt, die eine solche Qualität an Funden haben“, unterstreicht Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE Rheinland-Pfalz, mit ein wenig Stolz die Bedeutung von Mainz als diesjährigen Kongress-Ort beim Pressegespräch. Mainz und Tier gingen als urbane Zentren auf die Römerzeit zurück. Allein das seien Qualitäten, „die tatsächlich nicht vergleichbar sind mit anderen Grabungsstätten im Bundesgebiet.“, so der GDKE-Generaldirektor. „Rheinland-Pfalz müsse keinen Vergleich mit irgendeiner anderen Landschaft im westlichen Mitteleuropa scheuen.“Schließlich belegten die außerordentlich hohe Zahl an archäologischen Funden und Befunden nicht weniger als 4 Mio. Jahre Erd- und 800.000 Jahre wechselvolle Menschheitsgeschichte an Rhein und Mosel, deren Highlights gegenwärtig in der Landesausstellung VorZeiten im Landesmuseum Mainz gezeigt werden.“, Thomas Metz.

Das sieht auch ähnlich so der Vorsitzender des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.V. (WSVA) und Vizepräsident des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA) Prof. Dr. Alfried Wieczorek: Zum einen sei Mainz ein Ort für Archäologen, wo man immer gerne wieder kommt, vor allem dann, wenn es viel Neues zu sehen gäbe, nicht nur die fantastische Ausstellung VorZeiten, in der die Highlights aus 70 Jahren Rheinland-Pfälzische Landesarchäologie gezeigt würden. „Sondern hier in Mainz und Umgebung sind unglaublich wichtige, interessante Grabungen, die zur Zeit laufen, allein die Ausgrabung an der Johanniskirche, die wirkliche ein Unikat ist für die Archäologie nördlich der Alpen, so Prof. Dr. Alfried Wieczorek. Das sei ein außergewöhnlicher Standort mit fantastischen Funden, ein Ort, „den man als Archäologe unbedingt mal gesehen haben muss.“ Denn so schnell käme ein solcher Ort, an dem man so etwas Besonderes sehen kann, nicht wieder, schwärmt der WSVA- und DVA-Vorsitzende.

Der diesjährige Archäologen-Kongress wäre nicht „bloß“ ein Tagungsprogramm, „dass sich alle drei Jahre, sozusagen kulminiert in einem großen Archäologiekongress“. Vielmehr habe es der Kongress in diesem Jahr auch mit unzähligen wichtigen Dingen außerhalb dieses Kongressgebäudes zu tun, nämlich mit den Ausgrabungen, mit den archäologischen Stätten in der Umgebung von Mainz und in Mainz selbst, so Wieczorek. Diese würden in ihrer Veränderung vergangener 70 Jahre dem Teilnehmer-Kreis aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Polen, Tschechien, Dänemark, aus der Schweiz und den Beneluxländern die in dieser Woche präsentiert werden.

„Aktuell stehen wir angesichts vieler finanzieller Engpässe vor großen Herausforderungen“, ergänzt Dr. Jasper von Richthofen, Vorsitzender des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumsforschung (MOVA) „das macht die Bedeutung dieses Archäologiekongresses deutlich und wir müssen uns zugleich immer wieder neu mit der Frage beschäftigen, welche Rolle die archäologische Wissenschaft für die Gesellschaft spielen kann.“

In den unterschiedlichen Arbeitsgruppen diskutieren Expertinnen und Experten um Themen wie etwa die Vielfalt der Geschlechter, Migration und aktuelle Forschungsergebnisse oder um das Schwerpunktthema des diesjährigen Kongresses: „Archäologie und Identität“. „Angesichts der Zerstörungen von kulturellem Erbe in den letzten Jahren wird der Kulturgutschutz aktuell viel diskutiert und auch die umfassenden Migrationsbewegungen stellen uns vor neue Herausforderungen“, so Prof. Dr. Alfried Wieczorek.

Ein weiteres aktuelles Thema sind „prekäre Beschäftigungsverhältnisse“ in der Archäologie. Dabei geht es unter anderem um problematische Zeitverträge und unverhältnismäßige Entlohnung. „Für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist diese Situation zunehmend untragbar und sie bedroht auch die Qualität der Arbeit in der Denkmalpflege“, so Prof. Dr. Claus von Carnap Bornheim, Vorsitzender Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung, „wir werden die Thematik daher intensiv im Laufe des Archäologiekongresses mit allen Beteiligten diskutieren.“

„Das Herz der Archäologie schlägt in diesem Jahr in Mainz“, freut sich die kommissarische Direktorin des Landesmuseum Mainz, Dr. Birgit Heide, „mit unserer aktuellen Landesausstellung „vorZeiten“ präsentieren wir zudem eine außergewöhnliche Zeitreise durch 400 Millionen Jahre Erd- und Kulturgeschichte mit faszinierende Zeugnissen längst vergangener Epochen und einmaligen Exponaten – von den erdgeschichtlichen Anfängen bis in die Gegenwart. So gesehen ist es uns eine große Ehre, dass wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Archäologiekongresses das reichhaltige kulturelle Erbe von Rheinland-Pfalz erlebbar machen können.“

Der 9. Deutsche Archäologiekongress des Deutschen Verbandes für Archäologie und der Deutschen Altertumsverbände wird veranstaltet für den Deutschen Verband für Archäologie vom West- und Süddeutschen Verband für Altertumsforschung in Kooperation mit dem Mittel- und Ostdeutschen Verband für Altertumsforschung. Kooperiert wird dabei in Mainz mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und seinen Direktionen Landesmuseum Mainz und Landesarchäologie, Außenstelle Mainz. Im Landesmuseum befindet sich zugleich das Tagungsbüro. Weitere Kooperationspartner und Tagungsorte sind das Römisch-Germanische Zentralmuseum, das Institut für Altertumswissenschaften, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Deutschen Archäologen-Verband.

Landesmuseum Mainz: Termine im Juli 2017

Foto:. Diether v. Goddenthow
Foto:. Diether v. Goddenthow

SO 02.07. | 11.00
Überblicksführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“

SO 02.07. | 14.00 – 16.00
Familiensonntag
› Familienführung um 14.30 Uhr: Tierisch heilig!

SO 02.07. | 15.00
beziehungsWeise
Kunst, Religion, Musik

DI 04.07. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 04.07. | 18.00
Kurzführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“ mit Workshop
› Im Garten Karls des Großen

MI 05.07. | 17.00 – 18.00
Der frische Blick
› Christine Reifenberger blickt auf Hans Hartung, Ohne Titel, 1962

DO 06.07. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SA 08.07. | 14.00
Führung zur Landesausstellung „vorZEITEN“ mit den Mainzer Gästeführern
› Treffpunkt Johanniskirche, Bischofsplatz 10

SA 08.07| 19.00
Konzert der Villa Musica
› Bachfamilie

SO 09.07. | 11.00
Themenführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“
› Planung und Zufall – Untersuchungsmethoden der modernen Archäologie

SO 09.07. | 15.00
Kunst gucken – Kinderführung: Vorsicht, zerbrechlich! Das „weiße Gold“ im Museum

DI 11.07. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 11.07. | 18.00
Vortrag zu „vorZEITEN“
Die Hunnen im Westen? Der Schatzfund von Rülzheim
› Dr. Ulrich Himmelmann

DO 13.07. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SA 15.07. | 10.00 – 17.00
Erlebniswochenende: Ritter

SO 16.07. | 10.00 – 17.00
Erlebniswochenende: Ritter

DI 18.07. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 18.07. | 18.00
Überblicksführung durch die Steinhalle

DI 18.07. | 18.00
Der Weinsalon zu Gast im Innenhof

DO 20.07. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DO 20.07. | 20.00
Mondscheinkino im Innenhof
› Das Leben des Brian, GB 1979

FR 21.07. | 20.00
Mondscheinkino im Innenhof
› Allied – Vertraute Fremde, USA 2016

SA 22.07. | 14.00 – 16.00
Offenes Atelier – Die Mitmachwerkstatt
› Naturmaterialien aus der Steinzeit

SA 22.07. | 20.00
Mondscheinkino im Innenhof
› Der 1. Ritter, USA 1995

SO 23.07. | 11.00
Themenführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“:
› Die Schönheit der Dinge – Kleinode, Waffen und Kultobjekte

SO 23.07. | 15.00
Kunst gucken – Kinderführung: Ritter im Landesmuseum

MO 24.07. | 14.00 – 17.00
Sommerferienkurs Zeichnen
› Sketchwalk Mainz
› Treffpunkt: Vor dem Landesmuseum

DI 25.07. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 25.07. | 14.00 – 17.00
Sommerferienkurs Zeichnen
› Sketchwalk Mainz oder Skizzieren im Museum

DI 25.07. | 18.00
Überblicksführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“

MI 26.07. | 14.00 – 17.00
Sommerferienkurs Zeichnen
› Skizzenbuchwerkstatt im Museum

DO 27.07. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DO 27.07. | 14.00 – 17.00
Sommerferienkurs Zeichnen
› Skizzenbuchwerkstatt im Museum

FR 28.07. | 14.00 – 17.00
Sommerferienkurs Zeichnen
› Skizzenbuchwerkstatt im Museum und gemeinsamer Ausklang im Museumscafé

SA 29.07. | 14.00
Führung zur Landesausstellung „vorZEITEN“ mit den Mainzer Gästeführern
› Treffpunkt: Römisches Theater/Lutherkirche

SO 30.07. | 11.00
Überblicksführung durch die Landesausstellung „vorZEITEN“
SO 30.07. | 15.00
Kunst gucken – Kinderführung: Die Welt ist eine Reise wert

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Utopische Landschaften im Landesmuseum Mainz des Künstlers Peter Ackermann – Vernissage am 18. Juni 2017

Peter Ackermann: Zwei Giebel
Peter Ackermann: Zwei Giebel

Er erweckte längst Vergangenes zum Leben, schuf surreale Landschaften und gilt als wichtiger Vertreter des phantastischen Realismus: der deutsche Künstler Peter Ackermann. Das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) zeigt in der Kabinettausstellung „Utopische Landschaften“ Grafiken des 2007 verstorbenen Künstlers. Die Werke stammen ausschließlich aus einer Schenkung von Mona Ackermann, der Witwe des Malers und Grafikers. Sie überließ dem Landesmuseum 30 technisch herausragende Arbeiten. Die Ausstellung in der Graphischen Sammlung wird am Sonntag, 18. Juni, um 11 Uhr im Rahmen einer Führung der Kuratorin Dr. Karoline Feulner eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Ackermanns Werke nehmen die Besucher mit auf eine Reise in phantastische Welten. Der Künstler widmete sich vor allem der klassischen italienischen Architektur, die in Fragmenten seine Bildschöpfungen prägt. Er kombinierte vertraute Alltagsgegenstände mit zerbröckelnden Ruinen, verlassenen Stadtteilen und alten, längst ausrangierten Maschinen. So verfremdete er die Realität und schuf utopische Landschaften, die eine ganz besondere melancholische Aura ausstrahlen.

Der bedeutende Grafiker Peter Ackermann wurde 1934 in Jena geboren. Er war unter anderem Professor an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste Karlsruhe und erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen. 2007 verstarb Ackermann in der italienischen Kleinstadt Cortona.

Die Ausstellung „Peter Ackermann. Utopische Landschaften“ ist vom 18. Juni bis 13. August 2017 in der Graphischen Sammlung des Landesmuseums zu sehen.

Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-5
55116 Mainz