Kategorie-Archiv: Landesmuseum Mainz

Ferienworkshop „Mittelalter Handwerkskunst“ im Landesmuseum Mainz

Mittelalterliche Handwerkskunst erleben. Holzbearbeitung © ATZ
Mittelalterliche Handwerkskunst erleben. Holzbearbeitung © ATZ

In den Sommerferien bietet das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in der ersten Ferienwoche gleich zwei Programmpunkte für Kinder an. Im Workshop „Mittelalterliche Handwerkskunst“ bekommen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessante Einblicke in das Alltagseben der Menschen im Mittelalter und erweitern dabei ihre praktischen Fertigkeiten. So erlernen sie den sicheren Umgang mit Holz und Metall, werden aber auch alle Besonderheiten der mittelalterlichen Küche erfahren. Am Freitagnachmittag sind Eltern und Geschwister eingeladen, diese Fortschritte gemeinsam mitzuerleben. Selbstverständlich bleibt genügend Zeit fürs Entdecken der Mitmach-Ausstellung „Ritter, Bauer, Edeldame“ übrig! Das Programm richtet sich an Kinder zwischen 10 und 14 Jahren. Die mehrtägigen Kurse sind nur als Paket buchbar. Weitere Informationen und Anmeldung unter anmeldung.muspaed@gdke.rlp.de und 06131/2857-143 (an Werktagen, zwischen 9 und 13 Uhr).

Gemeinsam mit den anderen Mainzer Museen veranstaltet das Landesmuseum Mainz außerdem eine Woche unter dem Motto „Jeden Tag ein neues Museum“. So können Kinder zwischen sechs und zehn Jahren neue Maltechniken ausprobieren, Wasser- und Tierwelten erkunden oder mittelalterliche Objekte entdecken. Die Workshops finden täglich wechselnd jeweils von 9 bis 13 Uhr in einem anderen Museum statt. Kinder mit Ferienkarte erhalten außerdem während der gesamten Ferien freien Eintritt im Landesmuseum Mainz.

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Prachtband über Kirchenfürst, Erzkanzler und Bauherr Willigis im Mainzer Landesmuseum präsentiert

(v.li.) Buchautor Matthias Dietz-Lenssen, Verleger Michael Bonewitz, Museumsdirektorin Dr. Birgit Heide, Chefin v. Dienst im Bonewitz-Verlag Karolina Wojnicka und Herausgeber und Mäzen Stefan Schmitz präsentieren den wunderbaren ersten Band einer neuen Reihe „Willigis. Kirchenfürst – Erzkanzler – Bauherr im Atrium des Mainzer Landesmuseum. © Foto: Diether v. Goddenthow
(v.li.) Buchautor Matthias Dietz-Lenssen, Verleger Michael Bonewitz, Museumsdirektorin Dr. Birgit Heide, Chefin v. Dienst im Bonewitz-Verlag Karolina Wojnicka und Herausgeber und Mäzen Stefan Schmitz präsentieren den wunderbaren ersten Band einer neuen Reihe „Willigis. Kirchenfürst – Erzkanzler – Bauherr im Atrium des Mainzer Landesmuseum. © Foto: Diether v. Goddenthow

 

Als vor gut einem Jahr der renommierte Mainzer Autor und Publizist Dr. phil. Matthias Dietz-Lenssen in seinem Bekanntenkreis fragte, „was weißt oder verbindest du eigentlich mit Willigis?“, wurden immer nur zwei Dinge genannt, nämlich der Dom und das Mainzer Rad. Also viel zu wenig für eine Persönlichkeit wie Erzbischof Willigis, einer, der wie kaum ein anderer die Entwicklung der Stadt Mainz in ihrer 2000-jährigen Geschichte so stark geprägt hat. Erzbischof Willigis war Stellvertreter des Papstes, Erzkanzler und mächtigster Kirchenfürst nördlich der Alpen. Er war Berater von Kaisern und Kaiserinnen sowie Baumeister des Mainzer Doms und der Kirche St. Stephan.

Dr.-Matthias-Dietz-Lenssen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Dr.-Matthias-Dietz-Lenssen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Es gäbe aber kaum Literatur, die das Leben eines der größten Mainzer zusammenhängend und angemessen abbildeten. Dies gab den Anstoß, „über einen Mann zu schreiben, der über 1000 Jahre tot ist“, so der Autor heute im Mainzer Landesmuseums bei der Präsentation des druckfrischen Prachtbands „Willigis Kirchenfürst – Erzkanzler – Bauherr“, erschienen im Mainzer Verlag Bonewitz.
Mit diesem ersten großformatigen Band über Erzbischof Willigis würdigt der Verlag Bonewitz, mit Mäzen Stefan Schmitz als Herausgeber, den Idealtyp eines Reichsbischofs. Auf 200 Seiten mit rund 100 Bildern und Illustrationen erzählt der Autor anhand 100ter Quellen das Leben und Wirken von Willigis neu und spannend. In den 36 Jahren seiner Amtszeit beeinflusste Willigis nicht nur die Entwicklung von Mainz und der Region grundlegend, sondern auch die Entwicklung der gesamten Kirchenprovinz und des Heiligen Römischen Reiches. „Willigis gelang es, Mainz zur zweitmächtigsten Metropole der Christenheit nach Rom zu formen“, so Dietz-Lenssen, „je mehr ich mich bei meinen Recherchen zu diesem Buch mit seiner Person und seiner Geschichte beschäftigt habe, umso beeindruckter war ich – vor allem, wenn man seine Wirkung bedenkt, die nun schon über 1000 Jahre anhält.“

„Ich freue mich sehr über dieses wunderbare Buch“, so der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, von dem das Geleitwort stammt. Das Buch schlage zugleich eine Brücke in die Welt des Mittelalters „und macht Willigis, sein Umfeld und seine Zeit für eine breite Leserschaft zugänglich.“

Herausgeber Stefan-Schmitz.© Foto: Diether v. Goddenthow
Herausgeber Stefan-Schmitz.© Foto: Diether v. Goddenthow

Herausgeber und Mäzen Stefan Schmitz: „Wir wollten für ein breites Publikum ein Buch schaffen, was gekauft und gern gelesen wird. Kein wissenschaftliches Werk für Bibliotheken, sondern ein Buch, das Freude macht und die Leute animiert, sich mit Willigis auseinanderzusetzen. Das ist uns jetzt gelungen“, lobt Herausgeber Schmitz den Autor und das ganze Verlags-Team für diese herausragende Publikation. Als Lektor konnte der Historiker und ehemalige Kulturdezernent der Stadt Mainz, Peter Krawietz, gewonnen werden.

Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseum Main.© Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseum Main.© Foto: Diether v. Goddenthow

Museums-Direktorin Dr. Birgit Heide ist sehr davon angetan, dass das Werk zur großen Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen der Macht“ (vom 9. September 2020 bis 18. April 2021) erschienen ist, da „in unserer Ausstellung dieser Person auch noch mal ein ganz eigener Beitrag gegeben wird, und damit die Bedeutung dieser Persönlichkeit gewürdigt wird.“ Denn es gebe kaum eine Person, die mehr Funktionen in sich vereinte: „Er war sowohl Vertreter des Kaisers hier im Reich gewesen, er war zeitweise sogar der Regent des Reiches gewesen, und er war gleichzeitig der Stellvertreter des Papstes.“ Es gab im Mittelalter keine Persönlichkeit, die jemals diese Macht in einer Person vereinigen konnte- Deswegen „freue ich mich besonders, dass dieses Buch zu dieser Person heute hier vorgestellt wird. Weil sie eben auch eine ganz zentrale Person unserer Landesausstellung wird“.
Aber anders als bei „normalen“ Ausstellungen „üblich“, würden nicht nur die einzelnen Kaiser und Kaiserinnen an sich präsentiert. Dargestellt würden auch die Netzwerke und wechselnden Netzwerke dieser Kaiser, so die Museumsdirektorin. Denn kein Kaiser konnte von sich aus alleine herrschen. Gerade im 10. /11. Jahrhundert spielten die Bischöfe / Erzbischöfe eine ganz zentrale Rolle, wobei Willigis derjenige sei, „der diese Rolle im Grunde genommen markiert hat“, so Dr. Heide.
Entsprechend seiner Bedeutung sei Willigis und den Ottonischen Kaisern ein ganzes Kapitel in der kommenden „Kaiser-Ausstellung“ im Landesmuseum Mainz gewidmet. Es passe daher „unglaublich gut, dass wir heute diese Publikation dazubringen können“, so Dr. Heide.

Verleger Michael Bonewitz. © Foto: Diether v. Goddenthow
Verleger Michael Bonewitz. © Foto: Diether v. Goddenthow

Für den Verleger Michael Bonewitz schließt sich mit dem Erscheinen des Buchs zugleich eine Lücke in der Geschichtsliteratur der Stadt: „Es ist in dieser Form der erste großformatige Band über einen der größten und bedeutendsten Söhne der Stadt. Danken möchte ich vor allem Stefan Schmitz, der als Mainzer Mäzen und als bekennender Bücherfreund das Erscheinen dieser Publikation erst möglich gemacht hat. Danken möchte ich natürlich auch dem Autor, der sich einmal mehr akribisch durch die Quellen gelesen und gearbeitet hat und nicht zuletzt Peter Krawietz, den ich persönlich als Geschichtslehrer schätzen gelernt habe und der uns dank seines Wissens und seiner beachtlichen Bibliothek viel mehr als ein Lektor war.“

(Diether v. Goddenthow / Rhein-Main.Eurokunst )

————–
Willigis_Buch_Umschlag_tiny-wMatthias Dietz-Lenssen: Willigis. Kirchenfürst – Erzkanzler – Bauherr. Herausgegeben von Stefan Schmitz. Verlag Bonewitz, Mainz-Bodenheim 2020. 200 Seiten mit rund 100 Abbildungen. 24,90 Euro. ISBN 978-3-9818438-5-9.
Erhältlich im Buchhandel oder im online-Shop unter https://www.bonewitz.de

 

„Ritter, Bauer, Edeldame. Erlebe das Mittelalter mit Händen und Füßen“ – Eröffnung der interaktiven Sonderausstellung im Landesmuseum Mainz

Mitmachstation zum Thema Ritter, Foto Jürgen Vogel, LVR LandesMuseum Bonn
Mitmachstation zum Thema Ritter, Foto Jürgen Vogel, LVR LandesMuseum Bonn

„Ich freue mich sehr, dass wir heute die interaktive Sonderausstellung ‚Ritter, Bauer, Edeldame. Erlebe das Mittelalter mit Händen und Füßen‘ vorstellen und gleich zwei wichtige Botschaften mitteilen können. Zum einen bieten wir gerade Familien mit Kindern einen wunderbaren Anlass für einen Museumsbesuch zu einer, wie ich finde, gleichermaßen erlebnisreichen wie informativen Mitmach-Ausstellung“, so Dr. Denis Alt, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. „Zum anderen zeigen wir, dass wir mit den Vorbereitungen zur großen Landesausstellung ‚Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht‘ trotz der Pandemie im Zeitplan liegen und die Ausstellung wie geplant im September starten kann.“

Die Ausstellung „Ritter, Bauer, Edeldame. Erlebe das Mittelalter mit Händen und Füßen“, die vom 5. Juni 2020 bis 18. April 2021 im Landesmuseum Mainz zu sehen sein wird, ist ein deutsch-niederländisches Kooperationsprojekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) mit dem Rheinischen Landesmuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), dem Museon Den Haag, dem Museum Het Valkhof Nijmegen und Bruns B.V. Bergeijk. Als Vertreter der Lizenzgeber ist Lothar Altringer, stellvertretender Direktor des LVR-LandesMuseums Bonn, eigens zur Vorstellung der Ausstellung angereist: „Es ist schön zu sehen, wie das erfolgreiche Ausstellungskonzept an unterschiedlichen Orten funktioniert und ich bin mir sicher, dass es auch hier im Landesmuseum Mainz viele Familien begeistern wird.“

Foto: GDKE/AgenturBonewitz
Foto: GDKE/AgenturBonewitz

Um den über 30 interaktiven Stationen ausreichend Platz zu bieten, wurde der gesamte ehemalige Marstall des Landesmuseums Mainz mit seiner rund 420 m² großen Fläche der Sonderausstellung zur Verfügung gestellt. „Unser Ziel ist es“, so Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, „Familien mit Kindern die bunte Vielfalt des mittelalterlichen Lebens spielerisch erlebbar zu machen. Damit wollen wir im Vorfeld zu unserer Kaiser-Ausstellung eine inhaltliche Brücke bauen, die in diesem und im kommenden Jahr möglichst viele Menschen aller Altersgruppen animiert, sich im Landesmuseum Mainz mit unserer mittelalterlichen Vergangenheit, die buchstäblich vor unserer Tür sichtbar ist, mit allen Sinnen auseinanderzusetzen“.

Unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln wurde die Ausstellung so konzipiert, dass die Besucherinnen und Besucher durch analoge und display-basierte interaktive Spielmöglichkeiten die Welt des Mittelalters entdecken und erleben können. Um die interaktiven Flächen nutzen zu können, stehen individualisierte Touchstifte zur Verfügung, die die Besucher anschließend mit nach Hause nehmen dürfen.

Aufgeteilt in sieben Themenbereiche (die Edeldame, die Händlerin, der Ritter, der Mönch, der Spielmann, der Bauer und der Handwerker) entsteht so ein Spaß für mehrere Generationen (für Kinder ab 6 Jahren) mit spielerischen Aufgaben, die alleine oder in Kleingruppen gemeistert werden können. „Das Besondere an unserer Mitmach-Ausstellung“, so die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Dr. Birgit Heide, „dass hier die spielerischen und kurzweiligen Herausforderungen des Alltags aus dem Leben von Ritter, Bauer, Edeldame auf archäologische Originalexponate aus Rheinland-Pfalz treffen“.

Ergänzt werden die Mitmach-Stationen durch Vitrinen mit originalen Exponaten, vom Schwert bis zum elaborierten Schmuckstück, die sowohl einen beeindruckenden Einblick in die mittelalterliche Geschichte von Rheinland-Pfalz geben, als auch die Schnittmenge des alltäglichen Lebens von damals und heute aufzeigen.

Die ca. 85 gezeigten Sammlungsstücke stammen aus den Direktionen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) wie z.B. den Außenstellen Mainz und Speyer, der Landesarchäologie, der Direktion Burgen, Schlösser, sowie privaten Leihgebern.

Foto: GDKE/AgenturBonewitz
Foto: GDKE/AgenturBonewitz

Die eingesetzten digitalen Formate sowie die Bedienung der einzelnen Displays und Spielelemente sind selbsterklärend. Somit ist es allen Altersgruppen möglich, die Ausstellung zu erkunden. Die gezeigten archäologischen Exponate sind auf Deutsch und Englisch beschriftet, die übrigen Ausstellungsinhalte stehen in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Niederländisch) zur Verfügung.

Während der gesamten Ausstellungsdauer wird ein umfangreiches Rahmenprogramm, unter anderem mit Ferienworkshops, angeboten, das sich sowohl an Kinder, an Familien und auch an Erwachsene richtet. Hier bittet die GDKE, auf aktuelle Angebote zu achten, da alle Termine unter Vorbehalt von der jeweils aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz abhängig sind.

Aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Ausstellung wird darauf hingewiesen, dass Kinder die Ausstellung nur in Begleitung von Erwachsenen besuchen dürfen.

Kindergruppen und Schulklassen werden gebeten, sich im Landesmuseum anzumelden. Aufgrund der hohen Nachfrage sind keine Selbstführungen in der Ausstellung möglich.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung Ritter, Bauer, Edelmann
Ort:
Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
55116 Mainz

Rheinland-Pfälzische Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ findet wie geplant statt und wird bis ins Jahr 2021 verlängert

Kaiserthron Karls des Großen - Diese Nachempfindung des Originals aus dem Aachener Dom befindet sich bereits im Landesmuseum Mainz, © Foto: Diether v. Goddenthow
Kaiserthron Karls des Großen – Diese Nachempfindung des Originals aus dem Aachener Dom befindet sich bereits im Landesmuseum Mainz, © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Jahr 2020 steht in den Einrichtungen der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) als „Kaiserjahr“ ganz im Zeichen des Mittelalters. Höhepunkt ist die große Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“, die vom 9. September 2020 bis zum 18. April 2021 im Landesmuseum Mainz der GDKE gezeigt werden wird. Auch die schon am 5. Juni 2020 startende Familienausstellung „Ritter, Bauer, Edeldame. Erlebe das Mittelalter mit Händen und Füßen“ im Landesmuseum Mainz kann wie geplant geöffnet werden und lässt die Gäste unter Einhaltung aller Corona-Vorschriften das Mittelalter interaktiv erleben.

Durch die Schließungen und Kontaktbeschränkungen der letzten Monate mussten allerdings die Eröffnung des Kaiserjahres auf Burg Trifels im April sowie viele weitere Veranstaltungen und Ausstellungen verschoben werden. Damit die von der GDKE und zahlreichen Partnereinrichtungen mit viel Engagement und Begeisterung gestalteten Angebote dennoch ihr Publikum finden können, wird das Kaiserjahr auf das Jahr 2021 verlängert.

Der rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf sagte zu der Entscheidung: „Wir wollen die reichhaltige Geschichte unseres Bundeslands vermitteln. Es wäre zu schade gewesen, wenn die Energie und das Engagement der vielen Beteiligten umsonst gewesen wären. Durch die Verlängerung des Kaiserjahres bietet das Land auch 2021 eine große Bühne für die vielfältigen Kulturprogramme und bietet an vielen Orten die Gelegenheit, das Mittelalter im Land am Rhein zu entdecken.“

Informationen zu allen Angeboten 2020 finden sich unter www.kaiser2020.de sowie der Broschüre, die an gleicher Stelle zum Download bereitgestellt ist.

Rheinland-Pfalz: Öffnung von Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten, Bau- und Kulturdenkmälern ab 11. Mai möglich

Naturhistorische Museum Mainz. Im Foyer begrüßt der Hauerelefant. © Foto: Diether v Goddenthow
Naturhistorische Museum Mainz. Im Foyer begrüßt der Hauerelefant. © Foto: Diether v Goddenthow

Nach Bibliotheken, Archiven und zuletzt auch Musikschulen können nun auch Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten sowie Bau- und Kulturdenkmäler wieder öffnen. Eine Aktualisierung der fünften Coronabekämpfungsverordnung des Landes wird die Wiederaufnahme des Publikumsbetriebs ab 11. Mai 2020 unter Ein-haltung strenger Hygiene- und Schutzmaßnahmen ermöglichen. Dies hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bereits vergangene Woche angekündigt. Der Museumsverband Rheinland-Pfalz, Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) und die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) hatten in den vergangenen Wochen in Abstimmung mit dem Kulturministerium entsprechende Öffnungskonzepte vorbereitet.

Landesmuseum Mainz, © Foto: Diether v. Goddenthow
Landesmuseum Mainz, © Foto: Diether v. Goddenthow

„Besonders Museen und Galerien können Vorreiter bei der Wiederaufnahme des kulturellen Lebens sein. Sie besitzen oftmals die räumlichen Möglichkeiten, um anspruchsvolle Schutz- und Sicherheitskonzepte umzusetzen. Der Museumsverband koordiniert die Vorbereitungsarbeit der zahlreichen nichtstaatlichen Museen und stellt ein digitales Informationsangebot mit Handreichungen zur Öffnung der Museen zentral zur Verfügung. Eine schnelle Öffnung ist daher bei vielen Museen möglich! Die Landeszentrale für politische Bildung möchte die wichtige Bildungs- und Gedenkarbeit wiederaufnehmen. Mit viel Engagement wurden hier die notwendigen Vorbereitungen vorangetrieben“, so Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf.

Museum für Antike Schifffahrt des Römisch Germanischen Museums Mainz © Foto: Diether v. Goddenthow
Museum für Antike Schifffahrt des Römisch Germanischen Museums Mainz © Foto: Diether v. Goddenthow

„Wir freuen uns riesig, wieder Besucher*innen in Museen begrüßen zu dürfen, denn nichts ist trostloser als leere Ausstellungräume. Viele Häuser werden in der Lage sein, sofort ab dem 11. Mai wieder zu öffnen. Für einige Museen könnte die Umsetzung von Hygiene- und Vereinzelungsmaßnahmen jedoch problematisch oder sehr aufwändig werden. Mittelfristig hoffen wir, dass besucherstarke Vermittlungs- und Veranstaltungsangebote wieder anlaufen können, insbesondere in Hinblick auf die freiberuflichen Mitarbeiter*innen der Museen im Vermittlungsbereich“, ergänzt Dr. Elisabeth Dühr, Vorsitzende des Museumsverbands Rheinland-Pfalz und Direktorin des Stadtmuseums Simeonstift in Trier.

Gutenberg Museum (ohne Kurse /Vermittlung im Druckerladen). © Foto: Diether v. Goddenthow
Gutenberg Museum (ohne Kurse /Vermittlung im Druckerladen). © Foto: Diether v. Goddenthow

„Die Landeszentrale für politische Bildung und die von ihr getragenen KZ-Gedenkstätten in Osthofen und Hinzert haben durch digitale Angebote die Zeit der Schließungen überbrücken können. So wurde in Osthofen eine üblicherweise öffentliche Führung zum Thema ,Gewerkschafter im KZ‘ letztes Wochenende gefilmt und ins Netz gestellt. Aber alle digitalen Informationen können nicht den Besuch der historischen und authentischen Orte oder das interaktive Gespräch in der politischen Bildung ersetzen, sondern sie nur ergänzen“, so LpB-Direktor Bernhard Kukatzki.“Deshalb sind wir froh, nächste Woche – zwar eingeschränkt – Besucherinnen und Besucher begrüßen zu können.“

BISCHÖFLICHES DOM- UND DIÖZESANMUSEUM MAINZ © Foto: Diether v. Goddenthow
BISCHÖFLICHES DOM- UND DIÖZESANMUSEUM MAINZ © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Gedenkstätten werden ab Dienstag, 12. Mai, wieder für Publikumsverkehr zugänglich sein. Die GDKE kündigte an, dass die Landesmuseen in Mainz, Koblenz und Trier, die Festung Ehrenbreitstein und Schloss Stolzenfels in Koblenz, die Römerbauten in Trier und in der Pfalz der Trifels und die Hardenburg ab Freitag, 15. Mai, ihre Pforten erneut öffnen.

Zu den Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die für die Öffnung der Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten sowie Bau- und Kulturdenkmäler umzusetzen sind, zählen z. B. die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie die Steuerung des Zutritts durch Einlasskontrollen. Ansammlungen von Personen vor oder in den Einrichtungen gilt es zu vermeiden. Darüber hinaus ist zu gewährleisten, dass der Mindestabstand zwischen Personen 1,5 Meter beträgt und die Höchstzahl der sich in der Einrichtung befindlichen Personen begrenzt wird. Voraussetzung einer Öffnung ist, dass diese Auflagen insbesondere bei kleinen und historischen Gebäuden räumlich und personell umgesetzt werden können.

Stadthistorisches Museum sowie das Garnisonsmuseum auf der Zitadelle. © Foto: Diether v. Goddenthow
Stadthistorisches Museum sowie das Garnisonsmuseum auf der Zitadelle. © Foto: Diether v. Goddenthow

Schließung von Museen, Einrichtungen und Liegenschaften der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz im Zuge der aktuellen Corona-Thematik

Auch das Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein Koblenz / Landesmuseum Koblenz ist neben vielen anderen Museen, Burgen und Schlössern in Rheinland-Pfalz ab 16. März 2020 coronabedingt geschlossen © Foto: Diether v Goddenthow
Auch das Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein Koblenz / Landesmuseum Koblenz ist neben vielen anderen Museen, Burgen und Schlössern in Rheinland-Pfalz ab 16. März 2020 coronabedingt geschlossen © Foto: Diether v Goddenthow

Die von der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz verwalteten Museen, Einrichtungen und Liegenschaften sind bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen.

Dazu gehören insbesondere:

Landesmuseum Mainz
Zentrum der Antike Trier / Rheinisches Landesmuseum / Römerbauten Trier
Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein Koblenz / Landesmuseum Koblenz
Archäologisches Schaufenster Speyer
Burgen, Schlösser, Altertümer:
Schloss Stolzenfels, Koblenz
Schloss Bürresheim, Mayen
Burg Sooneck, Niederheimbach
Burg Pfalzgrafenstein, Kaub
Burg Trifels, Annweiler
Schloss- und Festungsruine Hardenburg, Bad Dürkheim

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe informiert stets über Änderungen / Ergänzungen unter www.gdke.rlp.de.

Landesmuseum Mainz: Termine im Februar 2020

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Landesmuseum Mainz: Termine im Februar 2020
DI 04.02. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 04.02. | 18.00
Vortrag zur Ausstellung „Egon Hartmann und der Wiederaufbau von Mainz“
› Egon Hartmann und Berlin
› Dr. Kai Drewes

MI 05.02. | 14.00 – 16.00
Publikumsberatung Gemälde, Plastik, Graphik, Archäologie. Ohne Wertangabe
› Anmeldung mit Fotos von maximal drei Objekten unter: landesmuseum-mainz@gdke.rlp.de

DO 06.02. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SO 09.02. | 15.00
Kuratorenführung durch die Sonderausstellung „Egon Hartmann
und der Wiederaufbau von Mainz“
› Dr.-Ing. Rainer Metzendorf

DI 11.02. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 11.02. | 18.00
Vortrag zur Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“
(ab 09. September)
› Königs- und Bischofspfalzen am Rhein als Zentralorte räumlicher Herrschaft
› Prof. Dr. Caspar Ehlers

MI 12.02. | 18.00
Ausstellungseröffnung: „Vom Tod zum Leben. Bronzezeitliche Gräber aus Rheinhessen“

DO 13.02. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SO 16.02. | 15.00
Kunst gucken – Kinderführung
› Auf Spurensuche quer durchs Museum

DI 18.02. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 18.02. | 18.00
Führung: Wissens- und Staunenswertes zu ausgewählten Objekten

SA 22.02. – DI 25.02.
Fastnacht: Museum ist geschlossen

DO 27.02. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

GENERALDIREKTION KULTURELLES ERBE RHEINLAND-PFALZ
Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
55116 Mainz

Großes Interesse an Bauhaus-Ausstellung im Landesmuseum Mainz

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Über 30.000 Besucherinnen und Besucher strömten zwischen September 2019 und Januar 2020 ins Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), um sich die Sonderausstellung „bauhaus – form und reform“ anzuschauen. „Ich bin sehr zufrieden mit den Zahlen und dem positiven Zuspruch, den wir von den Besucherinnen und Besuchern erhalten haben. Wir möchten uns an dieser Stelle auch nochmal bei den Leihgebern und insbesondere bei dem Privatsammler Sebastian Jacobi für die überaus gelungene Zusammenarbeit bedanken“, sagte Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE. Auch Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums, zog ein positives Fazit: „Ich freue mich sehr darüber, dass sich so viele Besucherinnen und Besucher für das Thema Bauhaus interessiert haben. Nicht nur die Ausstellung selbst, sondern auch unser vielfältiges Rahmenprogramm ist hervorragend angenommen worden. Das ist ein schöner Beleg dafür, dass die Bauhaus-Idee ihre Stahlkraft bis heute nicht verloren hat.“

Mit der Ausstellung, die am 19. Januar endete, feierte das Landesmuseum Mainz das 100-jährige Jubiläum der legendären Kunstschule. In der Sonderschau wurden rund 150 Exponate aus verschiedenen Bauhauswerkstätten, darunter Hausrat, Möbel, Lampen sowie theoretische Schriften und Werbung aus der Zeit von 1900 bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts präsentiert. Ziel der Ausstellung war es, die Bauhaus-Idee anhand von Alltagsgegenständen nach Entwürfen von Bauhaus-Meistern und -Schülern vorzustellen. Die legendäre Kunstgewerbeschule prägte in nur 14 Jahren – nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten löste sie sich 1933 zur Wahrung ihrer Ideale selbst auf – mit ihrer stilbildenden und reduzierten Formensprache unser bis heute bestehendes Verständnis von Moderne in Architektur und Dingen des Alltags.

Rheinland-Pfälzische Privatsammlungen mit dem Schwerpunkt Bauhaus und zahlreiche Museen stellen Leihgaben zur Verfügung, ohne die eine Realisierung der Ausstellungsidee nicht möglich gewesen wäre. Hauptleihgeber der Ausstellung war die Sammlung Sebastian Jacobi aus Bad Ems, der 36 Objekte aus dem Bauhaus-Umfeld beisteuerte.

GENERALDIREKTION KULTURELLES ERBE RHEINLAND-PFALZ
Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
55116 Mainz

Die illustren Aufenthaltsorte der mittelalterlichen Herrscher – Vortrag im Landesmuseum Mainz über das Reisekönigtum entlang des Rheins

Reichskrone, Kopie © GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)
Reichskrone, Kopie © GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

Mobilität ist eines der zentralen Themen unserer Zeit, aber auch schon im Mittelalter wurde gerne gereist, insbesondere waren die Herrscher der großen Dynastien viel unterwegs. Das so genannte Reisekönigtum ist ein stehender Begriff in der Mittelalterforschung. Einer der großen Experten auf diesem Gebiet ist der Mittelalterhistoriker Prof. Dr. Caspar Ehlers. In einem Vortrag im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) am 11. Februar 2020 um 18 Uhr befasst er sich insbesondere mit den „Königs- und Bischofspfalzen am Rhein als Zentralorte räumlicher Herrschaft“.

Prof. Dr. Caspar Ehlers ist wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main und lehrt Geschichte des Mittelalters an der Universität Würzburg. „Gerade entlang der „Rheinschiene“ befanden sich viele illustre Aufenthaltsorte, die seit der Merowingerzeit aber vor allem im 10. bis 13. Jahrhundert intensiv genutzt wurden“, so Ehlers. Es waren Königspfalzen und -höfe, Paläste der Bischöfe und Äbte sowie Quartiere der kirchlichen und weltlichen Großen des ostfränkisch-deutschen Reiches. Zudem wird Prof. Ehlers dem Begriff „Königspfalz“ einer ausführlichen Würdigung unterziehen.

Seine Ausführungen rücken insbesondere das mittelalterliche Zentrum der Macht ins Blickfeld. Die Region am Rhein. Während Herrscher und Dynastien wechselten und sich die Netzwerke ihrer Macht verschoben, war die Region zwischen Aachen und Basel, zwischen Metz und Frankfurt über Jahrhunderte hinweg die politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrallandschaft Europas, geprägt durch die Herrscherhäuser der Karolinger, Ottonen, Salier und Staufer. Neben den Städten Köln und Aachen spielten Mainz und Worms und seit salischer Zeit Speyer eine besondere Rolle in diesem Raum. Es war der Raum, in dem die „größte Kraft des Reiches“ lag, wie der Chronist Otto von Freising schon im 12. Jahrhundert feststellte.

Der hochinteressante Vortrag von Prof. Ehlers ist ein wichtiger Baustein nur wenige Wochen vor dem Start ins „Kaiserjahr 2020“, das im April auf der Burg Trifels beginnt. Die zentrale Veranstaltung ist dann die große Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“, die im September im Landesmuseum Mainz eröffnet wird.

Der Vortrag „Königs- und Bischofspfalzen am Rhein als Zentralorte räumlicher Herrschaft“ von Prof. Dr. Caspar Ehlers beginnt am Dienstag, 11. Februar 2020, um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.

Finale der Bauhaus-Ausstellung „bauhaus – form und reform“ im Landesmuseum Mainz am 19. Jan. 2020

Die Ausstellung beleuchtet, worauf Bauhaus aufgebaut hat und zeigt so auch ausgesuchte Objekte nach Entwürfen von Henry van de Velde, „Sezessions-Schreibtisch“, 1899. Heinrich Ludwig Rohde (1683–1755), Schreibsekretär; sowie andere Highlights der Handwerkskunst, bevor Besucher die allmähliche Vereinfachung der "Dinge des Alltags" erleben können. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Die Ausstellung beleuchtet, worauf Bauhaus aufgebaut hat und zeigt so auch ausgesuchte Objekte nach Entwürfen von Henry van de Velde, „Sezessions-Schreibtisch“, 1899. Heinrich Ludwig Rohde (1683–1755), Schreibsekretär; sowie andere Highlights der Handwerkskunst, bevor Besucher die allmähliche Vereinfachung der „Dinge des Alltags“ erleben können. © Foto: Diether v Goddenthow

Am 19. Januar endet die Sonderausstellung „bauhaus – form und reform“ im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE). Im Rahmen einer Finissage bietet sich den Besucherinnen und Besuchern zum letzten Mal die Gelegenheit, in die Welt dieser einflussreichen Bildungsstätte des 20. Jahrhunderts einzutauchen und der Bauhaus-Idee nachzuspüren. Zwischen 11 und 15 Uhr werden stündlich Kurzführungen durch die Ausstellung angeboten, der Eintritt am 19. Januar ist frei.

Mit der Ausstellung würdigt das Landesmuseum Mainz die Kunstschule, die im vergangenen Jahr ihr 100. Jubiläum feierte. Ziel der Sonderschau ist es, die Bauhaus-Idee anhand von Alltagsgegenständen nach Entwürfen von Bauhaus-Meistern und -Schülern vorzustellen. Die legendäre Kunstgewerbeschule prägte in nur 14 Jahren – nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten löste sie sich 1933 zur Wahrung ihrer Ideale selbst auf – mit ihrer stilbildenden und reduzierten Formensprache unser bis heute bestehendes Verständnis von Moderne in Architektur und Dingen des Alltags.

Die Ausstellung „bauhaus – form und reform“ präsentiert rund 150 Exponate aus verschiedenen Bauhauswerkstätten, darunter Hausrat, Möbel, Lampen sowie theoretische Schriften und Werbung aus der Zeit von 1900 bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch die Vorgeschichte der Bauhaus-Idee ist Thema im Landesmuseum, sodass ein Bogen vom 18. Jh. bis in die Gegenwart geschlagen wird.
Viele Exponate stammen aus rheinland-pfälzischen Privatsammlungen mit dem Schwerpunkt Bauhaus. Zudem haben zahlreiche Museen Leihgaben zur Verfügung gestellt, ohne die eine Realisierung der Ausstellungsidee nicht möglich gewesen wäre. Hauptleihgeber ist die Sammlung Sebastian Jacobi aus Bad Ems, der 36 Objekte beigesteuert hat. Restexemplare des handlichen, aber großzügig illustrierten Begleitbuchs werden im Landesmuseum zu einem Sonderpreis angeboten.

Die Finissage findet am Sonntag, 19. Januar, ab 10 Uhr im Landesmuseum statt.

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.