Kategorie-Archiv: Landesmuseum Mainz

Das Kastell Alzey und die Spätantike in Rheinhessen – Landesmuseum Mainz mit Hybrid-Vortrag von Prof. Dr. Peter Haupt

Seit über 150 Jahren finden am Kastell Alzey, einer der bedeutendsten spätantiken Militäranlagen an der Rheingrenze, archäologische Forschungen statt und noch immer gibt es neue Erkenntnisse. Darüber wird Prof. Dr. Peter Haupt, vom Institut für Altertumswissenschaften, Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, in seinem Vortrag „Das Kastell Alzey und die Spätantike in Rheinhessen“ am 27. September 2022 um 18 Uhr im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) berichten.

Interessanterweise wird das bei den archäologischen Untersuchungen gewonnene Bild der Festung, ihrer Umgebung und Entwicklung bis heute mit den im 19. und 20. Jahrhundert aktuellen Thesen zum Wandel der spätrömischen Provinzbevölkerung in eine germanisch dominierte Gesellschaft verknüpft. „Wenn wir uns aktuelle Forschungserkenntnisse betrachten und sie mit verworfenen Modellen und Überlegungen zum Kastell Alzey vergleichen, erfahren wir viel Neues zur antiken Vergangenheit des Kastells Alzey, wie auch über unser heutiges Denken zur Spätantike in Rheinhessen“, erklärt Prof. Haupt.

Sein Vortrag mit dem Titel „Das Kastell Alzey und die Spätantike in Rheinhessen“ wird als Hybrid-Veranstaltung durchgeführt. Es besteht demnach die Möglichkeit, an dem Vortrag in Präsenz teilzunehmen oder ihm in digitaler Form zu folgen. Da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist, wird um eine Anmeldung bis 26. September 2022, 12 Uhr, per E-Mail unter anmeldung@gdke.rlp.de gebeten, die Platzvergabe erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen. Der Zugangslink wird den Teilnehmenden nach Anmeldeschluss per E-Mail zugeschickt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Vortragsreihe ist Teil eines umfangreichen Begleitprogramms zur großen Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“, die im Rheinischen Landesmuseum Trier zu sehen ist. Auch das Landesmuseum Mainz zeigt noch bis 29. Januar 2023 eine kleine Sonderausstellung unter dem Titel „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“, ergänzt durch eine Reihe von Vorträgen, die sich teils dezidiert mit der Stadt Mainz, mit Funden, Bauwerken oder mit den Begräbnisstätten der damaligen Zeit befassen.

Hinweisen möchte das Landesmuseum Mainz auf die beliebte Veranstaltungsreihe „KiM – Kunst in der Mittagspause“. Immer dienstags und donnerstags treffen sich Kunstinteressierte um 12:30 Uhr mit einer Expertin oder einem Experten des Landesmuseums für eine halbe Stunde, um sich ein besonderes Einzelstück, eine besondere Fragestellung, eine besondere Gruppe von Kunstwerken oder eine besondere Idee der Wissenschaftlerin / des Wissenschaftlers nahe bringen zu lassen. Es ist keine Anmeldung nötig, Tickets für 1 Euro gibt es an der Museumskasse.

(Michael Bonewitz /Agentur Bonewitz)

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Gertrude Degenhardt stellt im Landesmuseum Mainz aus – Sonderschau „Trommelwirbel!“ im Graphikkabinett vom 14. September bis 4. Dezember 2022

Gertrude Degenhardt, o.T. (Trommlerin), aus der Serie Vagabondage in Blue, Pinselzeichnung, ca. 1996, Archiv der Künstlerin © VG Bildkunst
Gertrude Degenhardt, o.T. (Trommlerin), aus der Serie Vagabondage in Blue, Pinselzeichnung, ca. 1996, Archiv der Künstlerin © VG Bildkunst

Ihre Bilder sprühen vor Witz und Lebenslust, oft ein bisschen surreal zeigen sie mit wilden Mähnen tanzende ungezähmte „Weibsbilder“, mal skurrile Typen mit expressiven Bewegungen, mal beschwingte Musikerinnen und Musiker mit fast hörbarem „Trommelwirbel!“ – so heißt denn auch Gertrude Degenhardts Sonderausstellung im Graphikkabinett des Landesmuseums Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE). Nach einer langen Schaffenspause präsentiert die Wahl-Mainzerin ab 14. September bis 4. Dezember unter dem Titel „Trommelwirbel!“ eine Auswahl ihrer imposanten graphischen Arbeiten aus über fünf Jahrzehnten und bietet damit den Besucherinnen und Besuchern einen beeindruckenden Überblick über ihr bisheriges Werk.

Einzigartig, dynamisch und expressiv sind ihre farbigen Bilderwelten, dabei sind nicht nur ihre Figuren, sondern auch die dazugehörigen Instrumente oft fantasievollen Eigenkreationen, die mit den musizierenden Personen auf wundersame Weise verbunden scheinen – Frauen und Männer, mitten aus dem Leben gegriffen – kauzig, ernst, heiter, individuell und originell.

Die in New York geborene und in Berlin aufgewachsene Künstlerin lebt seit 1956 in Mainz, wo sie ab 1966 als freischaffende Malerin und Graphikerin arbeitet. Sie war zudem lange Jahre in Irland, einem Land, dessen Volksmusik und uriger Charakter ihre Arbeiten stark geprägt haben.

2019 wurde Gertrude Degenhardt von Oberbürgermeister Michael Ebling mit dem Hannes-Gaab-Teller ausgezeichnet, es ist die höchste künstlerische Würdigung, die die Stadt Mainz zu vergeben hat.

Zur Eröffnungsführung am 13. September 2022 um 18 Uhr ist der Eintritt frei. Am Samstag, 1. Oktober, wird es im Anschluss an eine Führung durch die Ausstellung um 19 Uhr – aus Anlass des 82. Geburtstags von Gertrude Degenhardt – ein Bach-Violinkonzert der Villa Musica geben. Anmeldung über: www.villamusica.de. Eine weitere Kuratorinnenführung wird es am Dienstag, 11. Oktober, um 18 Uhr bei normalem Museumseintritt geben.

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Schon 30 000 Besucher bei der rheinland-pfälzischen Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ in Trier

Staatssekretärin Steingaß (r.) und Oberbürgermeister Leibe (l.) mit den 30.000. Gästen der Landesausstellung, einem Ehepaar aus der Nähe von Worms. Foto: © Th. Zühmer
Staatssekretärin Steingaß (r.) und Oberbürgermeister Leibe (l.) mit den 30.000. Gästen der Landesausstellung, einem Ehepaar aus der Nähe von Worms. Foto: © Th. Zühmer

Die rheinland-pfälzische Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ kann sich bereits zu Beginn ihrer Laufzeit über großes Interesse und starke Besucherzahlen freuen. Staatssekretärin Nicole Steingaß begrüßte nun im Stadtmuseum Simeonstift Trier gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Markus Groß-Morgen, dem Direktor des Museums am Dom, den 30.000. Besucher der Ausstellung, die am 25. Juni 2022 startete.

„Schon gut einen Monat nach der Eröffnung ist mit dem 30.000. Gast bereits ein erster Meilenstein erreicht. Und auch an den Rückmeldungen in den Gästebüchern lässt sich ablesen, dass die Ausstellung hervorragend ankommt. Das unterstreicht, dass diese Schau über die Römer im wohl römischsten Bundesland Rheinland-Pfalz genau am richtigen Platz ist. Gemeinsam mit der Stadt Trier und den Museen vor Ort freue ich mich über das positive Echo und vor allem über die vielen Besucherinnen und Besucher“, sagte Staatssekretärin Nicole Steingaß. Das hohe Interesse bestätige auch die gelungenen Konzeptionen der Ausstellungsteile.

„Es ist sicher ein großer Vorteil, dass durch die Kooperation der drei Museen unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema eingenommen werden können und ganz unterschiedliche Aspekte zum Tragen kommen, wie beispielsweise die neuen Erkenntnisse über Bischof Paulinus“, ergänzte der Direktor des Museums am Dom, Markus Groß-Morgen. Diese Vielfalt ziehe Interessierte aus allen Fachrichtungen in die Landesausstellung.

Thomas Gouture: Les Romains de la décadence. "Grausamer als der Krieg hat sich das Laster auf Rom gestürzt und rächt das besiegte Universum", nach einem Vers des antiken Dichters Juvenal. © Foto Diether von Goddenthow
Thomas Gouture: Les Romains de la décadence. „Grausamer als der Krieg hat sich das Laster auf Rom gestürzt und rächt das besiegte Universum“, nach einem Vers des antiken Dichters Juvenal. © Foto Diether von Goddenthow

Neben Schulklassen machen dabei vor allem Besucherinnen und Besucher von außerhalb der Region einen hohen Prozentsatz der bisherigen Gäste aus.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe zeigte sich hocherfreut über die guten Besuchszahlen der Landesausstellung. „Trier gewinnt immer mehr an Profil als Ausstellungstadt mit Bezug zu historischen Themen und natürlich besonders zur Antike. Das liegt auch daran, dass die Landesausstellungen kontinuierlich mit so hoher Qualität ausgerichtet werden. Ich glaube, das spricht sich beim Publikum herum. Wer einmal eine Landesausstellung besucht hat, erzählt das weiter und kommt gerne wieder“, so Leibe.

Noch bis zum 27. November 2022 heißt die Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ ihre Gäste im Rheinischen Landesmuseum Trier, im Museum am Dom und im Stadtmuseum Simeonstift willkommen. Zu den drei Ausstellungsteilen gibt es außerdem ein umfangreiches Begleitprogramm, das es ermöglicht, die Ausstellung aus weiteren Blickwinkeln zu erleben.

Weitere Informationen, auch zu Begleitprogrammen, Führungen, Orten, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen!

Komplementär-Sonderausstellung im Mainzer Landesmuseum

Eine 3D-Rekonstruktion lässt das Forum Romanum in Rom im Mainzer Landesmuseum wieder aufleben. © Foto Diether von Goddenthow
Eine 3D-Rekonstruktion lässt das Forum Romanum in Rom im Mainzer Landesmuseum wieder aufleben. © Foto Diether von Goddenthow

Empfohlen sei auch die zeitgleich im Mainzer Landesmuseum präsentierte komplementäre Sonderausstellung „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“ (11. Juni 2022 bis 29. Januar 2023). Die Schau entstand in enger Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum Köln und ergänzt die Trierer Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“.

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Viele Besucher feierten Römerfest im Mainzer Landesmuseum – Gemälde-Premiere der Stadtansicht des spätantiken Mainz

Gleich zwei römische Gruppen aus unterschiedlichen Jahrhunderten schlagen zum Römerwochenende am 23. und 24. Juli im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ihre Lager auf und bieten sehenswerte Einblicke und spektakuläre Vorführungen aus dem militärischen Alltag. © Foto Diether von Goddenthow
Gleich zwei römische Gruppen aus unterschiedlichen Jahrhunderten schlagen zum Römerwochenende am 23. und 24. Juli im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ihre Lager auf und bieten sehenswerte Einblicke und spektakuläre Vorführungen aus dem militärischen Alltag. © Foto Diether von Goddenthow

Großer Andrang herrschte am Wochenende vom 23. Bis 24. Juli 2022 im Innenhof des Mainzer Landesmuseums beim großen Römerfest.  Zwischen jeweils 10 und 17 Uhr hatten an beiden Tagen gleich zwei römische Historien-Gruppen aus unterschiedlichen Jahrhunderten ihre Lager aufgeschlagen. Sie gaben authentische Einblicke in römisches Militärlager-Leben und Alltag. In ihren militärischen Vorführungen zeigten die Hobby-Römer zudem anschaulich die Weiterentwicklung von Ausrüstungen und Kriegsführung des römischen Heereswesen bis zur Spätantike.

Die Truppe „Truncensimani“, ein spätantikes Projekt der Classis Augusta Germanica, zeigt authentische Kleidung und Waffen des spätantiken roemischen Heers des 4. Jahrhunderts n. Chr. © Foto Diether von Goddenthow
Die Truppe „Truncensimani“, ein spätantikes Projekt der Classis Augusta Germanica, zeigt authentische Kleidung und Waffen des spätantiken roemischen Heers des 4. Jahrhunderts n. Chr. © Foto Diether von Goddenthow

Während die Legionäre der I. Römercohorte Opladen das römische Militär des 1. Jahrhunderts n. Chr. darstellten, präsentierte die erstmals im Landesmuseum vertretene spätantike Gruppe „Truncensimani“ römische Soldaten des 4. Jahrhunderts. Bei ihren Darbietungen gelang es ihnen bestens, die Unterschiede in der Ausrüstung römischer Legionäre und Auxiliartruppen zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert – auf für Kinder und Jungendliche – anschaulich zu vermitteln.

Der I. Römercohorte Opladen e.V., präsentiert die Ausrüstung der röemischen Truppen, wie sie im 1. Jhd. auch in Mainz u. Mainz-Kastel stationiert waren, hier bei der Erklärung eines mobilen Feldgeschützes. © Foto Diether von Goddenthow
Der I. Römercohorte Opladen e.V., präsentiert die Ausrüstung der röemischen Truppen, wie sie im 1. Jhd. auch in Mainz u. Mainz-Kastel stationiert waren, hier bei der Erklärung eines mobilen Feldgeschützes. © Foto Diether von Goddenthow

Zudem erklärten und zeigten die Akteure den ganzen Tag über unterschiedliche früh- und spätantike Handwerkstechniken – vom Feldschmied über Steinmetz und Rüstungsmacher bis zum Holzschnitzer – und den Gebrauch von römischen Küchenkräutern.

Wie römisches Lagerleben ablief. Das  und viele andere Aspekte der Römer am Rhein fasziniert  Jung und  Alt  gleichermaßen. © Foto Diether von Goddenthow
Wie römisches Lagerleben ablief. Das und viele andere Aspekte der Römer am Rhein fasziniert Jung und Alt gleichermaßen. © Foto Diether von Goddenthow

Den Verein I. Römercohorte Opladen e.V. gibt es bereits seit fast 40 Jahren, er zählt zu den bekanntesten Römergruppen Deutschlands und ist auch immer wieder Gast im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) . Die „Truncensimani“ war zum ersten Mal im Landesmuseum. Sie ist ein spätantikes Projekt der Classis Augusta Germanica, einer Interessengemeinschaft, die sich auf die authentische Präsentation des spätrömischen Heerwesens spezialisiert hat.

Auf diesem Stand wurden typische Kräuter und Gewürze und ihre Anwendungen in der römischen Küche gezeigt. © Foto Diether von Goddenthow
Auf diesem Stand wurden typische Kräuter und Gewürze und ihre Anwendungen in der römischen Küche gezeigt. © Foto Diether von Goddenthow

 

 

Gemälde-Premiere der Stadtansicht des spätantiken Mainz

Ein weiteres Highlight war die Präsentation der fast 2 x 1 Meter großen, rekonstruierten Stadtansicht des spätantiken Mainz des Historienmalers André Brauch, welches er im Auftrag des Mainzer Mäzens Stefan Schmitz in Öl gemalt hat.

Der renommierte Historienmaler André Brauch (li.) hat im Auftrag des Mainzer Mäzens Stefan Schmitz eine beeindruckende Stadtansicht des spätantiken Mainz auf eine fast zwei Meter große Leinwand gebannt. Museumsdirektorin Dr. Birgit Heide, eskortiert von zwei römischen Begleitern, lobt den Detailreichtum  der archäologisch nach dem derzeitigen Kenntnisstand ins Bild eingebrachten Anlagen und Gebäude. © Foto Diether von Goddenthow
Der renommierte Historienmaler André Brauch (li.) hat im Auftrag des Mainzer Mäzens Stefan Schmitz eine beeindruckende Stadtansicht des spätantiken Mainz auf eine fast zwei Meter große Leinwand gebannt. Museumsdirektorin Dr. Birgit Heide, eskortiert von zwei römischen Begleitern, lobt den Detailreichtum der archäologisch nach dem derzeitigen Kenntnisstand ins Bild eingebrachten Anlagen und Gebäude. © Foto Diether von Goddenthow

Erstmals kann man sich damit einen Eindruck verschaffen, wie Mainz in der spätantiken Römerzeit ausgesehen haben könnte. Brauch hat sich neben aufwendigen Recherchen bei der einzigartigen Rekonstruktion auch von Archäologen und namhaften Historikern beraten lassen.

Gezeigt wurde u.a. auch Andre Brauchs Rekonstruktion vom Römischen Bühnentheater Mainz.  © Foto Diether von Goddenthow
Gezeigt wurde u.a. auch Andre Brauchs Rekonstruktion vom Römischen Bühnentheater Mainz. © Foto Diether von Goddenthow

Auf dem Öl-Gemälde ist u.a. das Legionslager mit Großbauten, das Aquädukt, das Bühnentheater, aber auch der rechtsrheinische Brückenkopf mit Römerbrücke, dem Kastell, dem Germanicus-Ehrenbogen sowie der zivilen Siedlungen zu sehen.
Auch weitere Gemälde André Brauchs wurden exklusiv zum Römerwochenende präsentiert, darunter auch eine eindrucksvolle Ansicht des spätrömischen Mainzer Bühnentheaters.

Ausstellungs-Tipp:  „High Tech Römer“ u. „Niedergang oder Neuanfang?“
Parallel zum Römerfest im Innenhof des Landesmuseums wurden auch zu einem weiteren  Publikumsmagnet die zwei zurzeit laufenden Ausstellungen:
High Tech Römer – Das Phänomen römischer Erfindungen (12.04.2022 – 15.01.2023)
sowie
Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter (11. Juni 2022 bis 29. Januar 2023).
Beide Ausstellungen können weiterhin bis einschließlich zum 15.01. bzw. 29.01,2023 während der regulären Öffnungszeiten im Landesmuseum Mainz besucht werden.

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Römerwochenende im Landesmuseum Mainz am 23. und 24. Juli 2022 mit zwei Römergruppen aus unterschiedlichen Jahrhunderten

©  GDKE, Landesmuseum Mainz
© GDKE, Landesmuseum Mainz

Gleich zwei römische Gruppen aus unterschiedlichen Jahrhunderten schlagen zum Römerwochenende am 23. und 24. Juli im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ihre Lager auf und bieten sehenswerte Einblicke und spektakuläre Vorführungen aus dem militärischen Alltag. Zu den Stammgästen im Landesmuseum zählt die I. Römercohorte Opladen. Während die rund 20 Legionäre das römische Militär des 1. Jahrhunderts n. Chr. darstellen, präsentiert die erstmals im Landesmuseum vertretene spätantike Gruppe „Truncensimani“ römische Soldaten des 4. Jahrhunderts. Dabei zeigen sie im Römerlager auch unterschiedliche Handwerkstechniken – vom Feldschmied über Steinmetz und Rüstungsmacher bis zum Holzschnitzer – und den Gebrauch von römischen Küchenkräutern.

Den Verein I. Römercohorte Opladen e.V. gibt es übrigens bereits seit fast 40 Jahren, er zählt zu den bekanntesten Römergruppen Deutschlands. Die „Truncensimani“ wiederum ist ein spätantikes Projekt der Classis Augusta Germanica, einer Interessengemeinschaft, die genauso wie die Römercohorte Opladen allergrößten Wert auf authentische Kleidung und Ausrüstung legt.

©  GDKE, Landesmuseum Mainz
© GDKE, Landesmuseum Mainz

Eine außergewöhnliche Premiere können die Besucherinnen und Besucher am Römerwochenende im Forum des Landesmuseums erleben. Der renommierte Historienmaler André Brauch hat im Auftrag des Mainzer Mäzens Stefan Schmitz eine beeindruckende Stadtansicht des spätantiken Mainz auf eine fast zwei Meter große Leinwand gebannt. Brauch hat sich bei der einzigartigen Rekonstruktion auch von Archäologen und Historikern beraten lassen. Zu sehen sind weitere Gemälde von André Brauch, darunter eine eindrucksvolle Ansicht des spätrömischen Mainzer Bühnentheaters. Die Gemälde von André Brauch werden im Landesmuseum Mainz exklusiv nur während des Römerwochenendes ausgestellt. Am Samstag, 23. Juli 2022 um 14 Uhr, wird André Brauch vor Ort im Landesmuseum, gemeinsam mit der Museumsdirektorin Dr. Birgit Heide, das Gemälde der Öffentlichkeit vorstellen.

Das Römerfest im Landesmuseum ist Teil des Themenjahrs Spätantike der GDKE rund um die große Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“, die derzeit im Rheinischen Landesmuseum in Trier zu sehen ist. Ergänzt wird die Thematik unter anderem durch drei Begleitausstellungen im Landesmuseum Mainz. So lädt die interaktive Mitmach-Ausstellung „High Tech Römer“ Jung und Alt ein, Erfindungen aus der Römerzeit spielerisch neu zu entdecken. Die Besucherinnen und Besucher können unter anderem wahlweise eine römische Stadt planen, das Wasser aufwärts fließen lassen oder in einer römischen Galeere um die Wette rudern.

Die Sonderausstellung „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“ wiederum stellt mit spektakulären Originalfunden eine bisher wenig bekannte Epoche der römischen Geschichte kurz vor dem Ende des Weströmischen Reiches in den Mittelpunkt. Gezeigt werden rund 100 Exponate aus Mainz, seinem Umland sowie aus Köln.

© Foto Diether von Goddenthow
© Foto Diether von Goddenthow

Sehenswert ist auch die außergewöhnliche, auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende 3D-Rekonstruktion des Forum Romanum. Über spezielle Tablets können die Besucherinnen und Besucher in das spätantike Stadtzentrum Roms eintauchen und die Bedeutung der Gebäude, Straßen und Denkmäler kennenlernen. Die virtuelle Präsentation trägt den Titel „Rome Reborn – Das Forum Romanum von 320 n. Chr.“.

© Foto Diether von Goddenthow
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Das Römerwochenende findet am 23. und 24. Juli 2022 von 10 bis 17 Uhr im Landesmuseum Mainz statt. Es gilt der übliche Museumseintritt von 6 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder bis einschließlich 6 Jahre haben freien Eintritt.

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Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter – vom 11.06. bis 29.01.2023

Ein Highlight der Sonderausstellung „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“, die vom 11. Juni 2022 bis zum 29. Januar 2023 im Landesmuseum Mainz gezeigt wird, ist das Männergrab Mitte/Ende 5. Jhd. von Flonheim (Kr. Alzey Worms), u.a. mit einem Schwert mit Goldgriffspatha (im Bild). © Foto Diether von Goddenthow
Ein Highlight der Sonderausstellung „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“, die vom 11. Juni 2022 bis zum 29. Januar 2023 im Landesmuseum Mainz gezeigt wird, ist das Männergrab Mitte/Ende 5. Jhd. von Flonheim (Kr. Alzey Worms), u.a. mit einem Schwert mit Goldgriffspatha (im Bild). © Foto Diether von Goddenthow

Knapp 14 Tage vor Eröffnung der großen Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ im Rheinischen Landesmuseum Trier widmet sich das Landesmuseum der spannenden Epoche der Spätantike und legt dabei den Fokus auf die beiden Rheinmetropolen Mainz und Köln.

Dr. Heike Otto, Direktorin der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. © Foto Heike von Goddenthow
Dr. Heike Otto, Direktorin der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. © Foto Heike von Goddenthow

„Es ist das erste Mal, das zum einen das Thema Spätantike hier in Mainz ganz prägnant herausgearbeitet und dargestellt wird, auf der anderen Seite aber, und das freut mich ganz besonders, ist es die erste Kooperation zwischen dem Römisch-Germanischen Museum Köln und dem Landesmuseum Mainz. Ich freue mich sehr, dass wir ihnen heute ausgewählte, fantastische Objekte aus Köln und der Landesarchäologie Mainz zeigen können“, unterstrich die Generaldirektorin der GDKE, Dr. Heike Otto zur Eröffnung der Sonderausstellung „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“, die vom 11. Juni 2022 bis zum 29. Januar 2023 im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) zu sehen ist.

Prof. Dr. Marcus Tier, Generaldirektor des Römisch-Germanischen Museums der Stadt Köln. © Foto Heike von Goddenthow
Prof. Dr. Marcus Tier, Generaldirektor des Römisch-Germanischen Museums der Stadt Köln. © Foto Heike von Goddenthow

Die Kernfrage, ob während und nach dem Niedergang des Römischen Reiches in Köln und Mainz kontinuierlich städtisches Leben fortexistiert hat, bejaht Prof. Dr. Marcus Tier, Generaldirektor des Römisch-Germanischen Museums der Stadt Köln. Trotz der politischen und militärischen Unruhen der Spätantike und dem Ende der römischen Herrschaft am Rhein um die Mitte des 5. Jahrhunderts, haben Köln und Mainz „als urbane Institutionen überdauert: das wird die Ausstellung sehr schön belegen“, so Trier in seinem Grußwort. Prof. Trier wies auf die in der Ausstellung gezeigten sensationellen Funde am Kornmarkt hin: So bedeuteten „die Funde der Kölner Stadtarchäologie in den letzten 20 Jahren spektakulärste Quantensprünge im Wissen zur Kontinuität der Stadt am Übergang von der Antike zum Mittelalter“. Die neuen Funde zeigen, dass die sich in der antiken Hafenstadt Köln niedergelassenen Germanen dort Pfosten- und Grubenhäuser mit zugehörigen Nutzgärten schufen, dass dort Knochenkämme,  Metall und Glas verarbeitet wurde.  Erst diese archäologische Zeugnisse (1996 – 1998)  belegen, dass Köln  nach Ende der Römerzeit bis zum Beginn des Hochmittelalters keinesfalls aufgehört habe zu existieren, dass Köln  eben nicht zerstört wurde. Vielmehr übernahmen die Frankengermanen ohne große Zerstörungen  (man fand keine flächendeckende Rußschicht, die darauf hingewiesen hätte)  nach und nach die städtische Infrastruktur und siedelten  innerhalb der alten Stadtmauern und in der Nähe des wichtigen Handelsweges Rhein. Die

Bemerkenswert ist vor allem die Glasverarbeitung der Germanen in Köln Mitte des 5. Jhds. nach römischen Rezepturen. © Foto Diether von Goddenthow
Bemerkenswert ist vor allem die Glasverarbeitung der Germanen in Köln Mitte des 5. Jhds. nach römischen Rezepturen. © Foto Diether von Goddenthow

Spektakulär waren insbesondere die    Glasfunde am Kölner Neumarkt. Denn anders als bis in die 1990er Jahre angenommen, war jetzt bewiesen, dass Glas und Metalle nicht ausschließlich in Nähe von Rohstoff- und Brennmaterial-Vorkommen produziert, sondern direkt auch  an Handelsplätzen wie dem Heumarkt, einem Steinwurf vom Rheinufer entfernt.

Gezeigt werden insgesamt rund 100 Exponate aus Köln und Mainz sowie aus dem Mainzer Umland. Die Ausstellung umfasst den Zeitraum vom Ende des 3. Jahrhunderts (Einführung der Tetrarchie einer sogenannten Viermänner-Herrschaft) bis zur Machtübernahme und Aufsiedlung der Region durch die merowingischen Franken Ende des 5. Jahrhunderts.

Dr. Ellen Riemer, Juratorin Landesmuseum Mainz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. © Foto Heike von Goddenthow
Dr. Ellen Riemer, Juratorin Landesmuseum Mainz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. © Foto Heike von Goddenthow

„Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Mainz und Köln vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse rund um den Untergang des Römischen Reiches, den Veränderungen in der Provinzstruktur sowie den Reformen bei Militär und Verwaltung“, erklärt die Kuratorin der Ausstellung Dr. Ellen Riemer, bei ihrer Einführung in die Ausstellung. „Weitere Schwerpunkte liegen auf dem erstarkenden Christentum, dem Zusammenleben von Romanen und Germanen und dem Machtwechsel im 5. Jahrhundert. Abschließend wird auch der Frage „Niedergang oder Neuanfang“ nachgegangen.“, so die Kuratorin. Die Ausstellung beginnt mit der ältesten Darstellung von Mainz, dem Brückenkopf und Kastell und der Steinbrücke auf dem Probeabschlag eines Medaillons aus der Zeit 289 n. Chr.. „Anschließend wenden wir uns der Constantinischen Epoche der ersten Hälfte des 4. Jahrhungerts zu, die nach dem turbulenten 3. Jahrhundert eine Blütezeit für die Rheinregion brachte. Davon zeugen besondere Glasfunde, etwa aus einem Familiengrab der Kölner Domstrasse, als auch Großbauten wie etwa das größte Bühnentheater nördlich der Alpen, für ca. 10 000 Zuschauer, hier in Mainz, und aber auch das Kastell Köln-Deutz, das durch ein Modell vertreten ist.

Dr. Ellen Riemer erklärt, dass die Porträtbüste    Kaiser Julians ungewöhnlich war, aber er sich gern, wie der Kolossalkopf in dreifacher Lebensgröße zeige, als griechischer Gelehrter mit Bart gab. © Foto Diether von Goddenthow
Dr. Ellen Riemer erklärt, dass die Porträtbüste Kaiser Julians ungewöhnlich war, aber er sich gern, wie der Kolossalkopf in dreifacher Lebensgröße zeige, als griechischer Gelehrter mit Bart gab. © Foto Diether von Goddenthow

Ein besonderes Highlight ist der rund 360 Kilogramm schwere römische Kolossalkopf des Kaisers Julian aus der spätrömischen Mainzer Stadtmauer zwischen Neutor und Zitadelle zwischen 360 – 366 n. Chr.. Julian wurde 355 n. Chr. von seinem Vater, Constantius II. zum Kaiser ernannt und eroberte 356 n. Chr. das im Jahr zuvor von den Franken besetzte Köln zurück. 357 n. Chr. schlug er die Alamannen bei Straßburg, befreite im Anschluss Mainz und zog über den Rhein ins rechtsrheinische Germanengebiet. Der schwere in dreifacher Lebensgröße aus Sandstein gefertigte Kolossalkopf, der vor kurzem in einer spektakulären Aktion aus dem Steinsaal des Landesmuseums in den Ausstellungsraum verbracht wurde, zeigt Julian bärtig  in typischer Pose eines griechischen Gelehrten. So sah er sich gern, so wollte er wohl auch wahrgenommen werden.

Impression der Sonderausstellung „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“, die vom 11. Juni 2022 bis zum 29. Januar 2023 im Landesmuseum Mainz gezeigt wird, © Foto Diether von Goddenthow
Impression der Sonderausstellung „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“, die vom 11. Juni 2022 bis zum 29. Januar 2023 im Landesmuseum Mainz gezeigt wird, © Foto Diether von Goddenthow

Ebenso werden ausgestellt  ein Schatzfund aus Mainz-Kastel mit silbernen Tracht- und Waffenteilen sowie zahlreichen Gold- und Silbermünzen sowie als Leihgabe aus dem Wormser Museum das berühmte Männergrab eines hochrangigen rheinfränkischen Germanen aus Flonheim mit einem Schwert mit Goldgriffspatha, Ango, Lanze, Saufeder, Franziska, Schild, Meerschaumschnalle mit Beschlag mit Almandin- und Glaseinlagen, sowie weiteren wertvollen Pretiosen. Die Goldgriffspatha und der Ango weisen ihn als Amtsträger des in Köln im letzten Drittel des 5. Jahrhunderts residierenden rheinfränkischen Königs aus, wodurch einmal mehr  die enge Verbindung der Kölner und Mainzer Region belegt wird.

„Besonders stolz sind wir darauf“, so die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Dr. Birgit Heide, „dass wir mit der Eröffnung der Sonderausstellung auch eine virtuelle Darstellung des Forum Romanum von 320 n Chr. präsentieren können. Ich möchte mich dabei ausdrücklich auch bei unserem amerikanischen Kooperationspartner Flyover Zone und Prof. Bernard Frischer bedanken.“

Die außergewöhnliche 3D-Rekonstruktion lässt das Forum Romanum in Rom wieder aufleben, freut sich Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz. © Foto Diether von Goddenthow
Die außergewöhnliche 3D-Rekonstruktion lässt das Forum Romanum in Rom wieder aufleben, freut sich Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz. © Foto Diether von Goddenthow

Tatsächlich befindet sich Rom 320 n. Chr. auf dem Höhepunkt seiner gesellschaftlichen und geografischen Entwicklung. Das Forum Romanum bildet dabei das ideelle Zentrum der Stadt und des gesamten Reiches. In einer außergewöhnlichen, auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden 3D-Rekonstruktion werden die Besucherinnen und Besucher in diese Zeit zurückversetzt, können über spezielle Tablets in das antike Stadtzentrum Roms eintauchen und die Bedeutung der Gebäude, Straßen und Denkmäler kennenlernen. Die virtuelle Präsentation trägt den Titel „Rome Reborn – Das Forum Romanum von 320 n. Chr.“.

Die Ausstellung ergänze das bisherige Thema und lege hier erstmals ausschließlich seinen Fokus auf das spätantike Mainz mit dem schönen Vergleich mit Köln, freut sich Dr. Heide und betont, dass *wir diesen Aspekt in dieser Form noch nie hier im Landesmuseum Mainz in einer Sonderausstellung sehen konnten“. Zudem schließe die Ausstellung gleichzeitig eine Lücke, „nämlich hier von unseren römischen Steindenkmälern in der Steinhalle, über die Spätantike bis dann ins frühe Mittelalter in unserer Präsentation Aurea Magontia“.

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Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di 10-20 Uhr
Mi-So 10-17 Uhr

An folgenden Feiertagen ist das Museum geschlossen:
Neujahr, Rosenmontag, Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, 2. Weihnachtsfeiertag, Silvester

Eintrittspreise

6,00 € Erwachsene
4,50 € Pro Erwachsene in Gruppen ab 10 Personen

3,00 € Kinder / Jugendliche (7 bis einschließlich 17 Jahre mit Ausweis / Nachweis)
2,00 € Kinder-, Jugend- und Schulgruppen (ab 10 Personen bis 18. Jahre mit Ausweis / Nachweis)

5,00 € Ermäßigt I*
3,00 € Ermäßigt II**

6,00 € Familienkarte I (1 Erwachsener mit bis zu 4 Kindern ab 7 Jahre)
12,00 € Familienkarte II (2 Erwachsene mit bis zu 4 Kindern ab 7 Jahre)

1,00 € je Audioguide

*(Auszubildende, Studierende, Rentner, Arbeitslose, Schwerbehinderte, Inhaber Museumscard Pfalz mit Ausweis / Nachweis)
**(Schüler, Personen von Jugend-/Bundesfreiwilligendiensten (z. B. FSJ, FÖJ, FJD) oder den Freiwilligen Wehrdienst (FWD), InhaberInnen von: Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz, Inhaber JULEICA ohne Gruppe, Mainz-Card, Mitglieder von: SWR2 Kulturservice, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Freier Eintritt
– Kinder bis einschließlich 6 Jahre
– Mitglieder von: Verband Deutscher Kunsthistoriker, Deutscher Archäologenverband, Mainzer Altertumsverein, ICOM, Museums-PASS-Musée

Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter 11. Juni 2022 bis 29. Januar 2023

LMM-niedergang-oder-neuanfangKnapp 14 Tage vor Eröffnung der großen Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ im Rheinischen Landesmuseum Trier widmet sich auch das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in einer Sonderausstellung der spannenden Epoche der Spätantike und legt dabei den Fokus auf die beiden Rheinmetropolen Mainz und Köln.

Die Sonderausstellung in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum Köln stellt ausgewählte Exponate aus dem spätantiken Mainz vor, die durch aussagekräftige Funde aus dem weiteren Umland von Mainz ergänzt werden, wie z. B. aus Rheinhessen. Dem gegenüber gestellt werden Objekte der gleichen Zeitstellung aus Köln, um dem Besucher so einen direkten Vergleich über die Verhältnisse in den beiden germanischen Provinzhauptstädten zu ermöglichen.

Die Ausstellung umfasst den Zeitraum vom Ende des 3. Jahrhunderts (Einführung der Tetrarchie) bis zur Machtübernahme und Aufsiedlung der Region durch die merowingischen Franken Ende des 5. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Mainz und Köln vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse, den Veränderungen in der Provinzstruktur sowie den Reformen bei Militär und Verwaltung. Weitere Schwerpunkte liegen auf dem erstarkenden Christentum, dem Zusammenleben von Romanen und Germanen und dem Machtwechsel im 5. Jahrhundert. Abschließend wird auch der Frage „Niedergang oder Neuanfang“ nachgegangen.

Eine außergewöhnliche 3D-Rekonstruktion des Forum Romanum versetzt die Besucherinnen und Besucher virtuell nach Rom in das Jahr 320 n. Chr. . Das Forum Romanum war zu dieser Zeit das ideelle Zentrum des Römischen Reiches.

Begleitend zur Ausstellung finden Vorträge statt, eine Übersicht mit allen Terminen finden Sie in diesem Flyer, die Vorträge beginnen um 18 Uhr: Programm-Download

Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49 – 51
55116 Mainz
Telefon 06131 2857 0
Fax 06131 2857 288
landesmuseum-mainz@gdke.rlp.de
https://landesmuseum-mainz.de/p>

Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di 10-20 Uhr
Mi-So 10-17 Uhr

An folgenden Feiertagen ist das Museum geschlossen:
Neujahr, Rosenmontag, Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, 2. Weihnachtsfeiertag, Silvester

Eintrittspreise

6,00 € Erwachsene
4,50 € Pro Erwachsene in Gruppen ab 10 Personen

3,00 € Kinder / Jugendliche (7 bis einschließlich 17 Jahre mit Ausweis / Nachweis)
2,00 € Kinder-, Jugend- und Schulgruppen (ab 10 Personen bis 18. Jahre mit Ausweis / Nachweis)

5,00 € Ermäßigt I*
3,00 € Ermäßigt II**

6,00 € Familienkarte I (1 Erwachsener mit bis zu 4 Kindern ab 7 Jahre)
12,00 € Familienkarte II (2 Erwachsene mit bis zu 4 Kindern ab 7 Jahre)

1,00 € je Audioguide

*(Auszubildende, Studierende, Rentner, Arbeitslose, Schwerbehinderte, Inhaber Museumscard Pfalz mit Ausweis / Nachweis)
**(Schüler, Personen von Jugend-/Bundesfreiwilligendiensten (z. B. FSJ, FÖJ, FJD) oder den Freiwilligen Wehrdienst (FWD), InhaberInnen von: Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz, Inhaber JULEICA ohne Gruppe, Mainz-Card, Mitglieder von: SWR2 Kulturservice, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Freier Eintritt
– Kinder bis einschließlich 6 Jahre
– Mitglieder von: Verband Deutscher Kunsthistoriker, Deutscher Archäologenverband, Mainzer Altertumsverein, ICOM, Museums-PASS-Musée

Kabinettausstellung in der Graphischen Sammlung im Landesmuseum Mainz vom 14. Juni bis 4. September 2022 / Neue Sommerausstellungen im Landesmuseum mit unterschiedlichen Reisezielen

Bild 3: Joseph Franz Scholl, „Blick aus dem Fenster auf venezianische Kamine“, 1829 ‚ © GDKE, Landesmuseum Mainz (Foto: Astrid Garth)
Bild 3: Joseph Franz Scholl, „Blick aus dem Fenster auf venezianische Kamine“, 1829 ‚ © GDKE, Landesmuseum Mainz (Foto: Astrid Garth)

Eine kleine Urlaubsreise im Landesmuseum Mainz ermöglicht ab 14. Juni eine außergewöhnliche Kabinettpräsentation. In einer neuen Reihe von Sommerausstellungen lockt das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) seine Besucherinnen und Besucher an bekannte aber auch an entlegene Orte der Welt. Zum Auftakt geht die „Reise … nach Venedig!“. Auf den Spuren von Mainzer Künstlerpersönlichkeiten, wie Peter Halm, Sophie Grosch und Guido Ludes, lässt sich die beliebte Lagunenstadt auf künstlerische Weise neu erfahren. Die Italienreisenden Graphikerinnen und Graphiker zog es im 19., 20. und 21. Jahrhundert vom heimischen Rhein an die sonnige Adria – in diese so besondere und einzigartige Stadt mit ihren Kanälen, verwinkelten Gassen und belebten Campi.

Eine eigens für die Ausstellung entstandene Soundinstallation und mehrere photographische Arbeiten des Videokünstlers Christoph Brech runden das „Venedig-Gefühl“ ab und lassen die Ausstellung zum multisensorischen Erlebnis werden.

„Es sind gerade die Gegensätze – das Verlassene, Rätselhafte und das von Menschenmassen überflutete, romantisch Verklärte –, die den Zauber Venedigs ausmachen und denen man auf so vielen unterschiedlichen Ebenen begegnen kann“, freut sich die Leiterin der Graphischen Sammlung im Landesmuseum Mainz, Dr. Maria Aresin, „und diese Begegnungen finden sich in den in der Ausstellung versammelten Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler wieder, die Venedig meist nur kurz bereisten, deren Kontakt mit dieser einzigartigen Stadt jedoch bleibende Erinnerungen und vor allem künstlerische Spuren hinterließ.“

Wie keine andere Stadt zieht Venedig bis heute Künstlerinnen und Künstler in ihren Bann. Aus den spiegelnden Wasseroberflächen und dem Glanz der Paläste schöpften sie ihre Inspiration. Dies belegen die zahlreichen Ansichten wichtiger Bauten und versteckter Brücken, über die die Serenissima in der Ausstellung gewissermaßen aus der Ferne bewundert werden kann. „Diese Stadt, halb Märchen, halb Fremdenfalle“, wie Thomas Mann sie treffend beschrieb, wird in den gezeigten Druckgraphiken, Zeichnungen, Photos und Künstlerbüchern von ihrer prachtvollen und ihrer geheimnisvollen Seite präsentiert.

Termine zu Führungen mit der Kuratorin Dr. Maria Aresin, Leiterin der Graphischen Sammlung im Landesmuseum Mainz: Für die Eröffnungsführung am 14. Juni um 18 Uhr ist der Eintritt frei, weitere Kuratorinnenführungen am 22. Juni um 15 Uhr und am 9. August um 18 Uhr.

„Max Slevogt Forschungszentrum Mainz“ erhält umfangreichen Nachlass zu Max Slevogt

Max Slevogt_Strandbild mit Muschelfischer
Max Slevogt_Strandbild mit Muschelfischer

„Es ist ein Nachlass mit vielen wichtigen Dokumenten zu Max Slevogts Werk und dem großen Engagement von Dr. Berthold Roland zu dessen Erhalt als kulturelles Erbe, der jetzt von der Ike und Berthold-Stiftung an das Max Slevogt-Forschungszentrum in Mainz übergeben wurde und für den wir uns ganz herzlich bedanken“, resümierte die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Dr. Birgit Heide, bei der Übergabe des schriftlichen Nachlasses von Dr. Berthold Roland. Die Schenkung umfasste zwölf Kartons, darin seltene Bücher, zum Teil Originalausgaben mit Illustrationen von Max Slevogt, wenige Fotos, eine umfangreiche Sammlung von Zeitungsartikeln und Schriftwechsel, aber auch Bücher über den Künstlerkollegen Emil Orlik, der oft mit Slevogt die gleichen Motive in einer Art freundschaftlichem Wettstreit malte.

Dr. Berthold Roland, einst Direktor des Landesmuseums Mainz, war Anfang dieses Jahres kurz nach seinem 94. Geburtstag verstorben und hat seinen schriftlichen Nachlass zu Max Slevogt im 90. Todesjahr des sogenannten deutschen Impressionisten, dem im Landesmuseum Mainz angesiedelten Max Slevogt-Forschungszentrum vermacht. Leiterin des Forschungszentrums am Landesmuseum Mainz ist Dr. Karoline Feulner: „Jeder Briefwechsel, jeder Ausstellungskatalog, jeder Auktionskatalog, jedes Foto sind wichtige Puzzleteile, die uns helfen, alle Spuren und Erkenntnisse über den Künstler und sein Schaffen in unserem Forschungszentrum zusammenzutragen und so der Forschung zugänglich zu machen“, freute sich Feulner.

Berthold Roland, der von 1983 bis 1993 Direktor des Landesmuseums Mainz war, legte nicht nur den Grundstock der umfangreichen Slevogt-Sammlungen am Landesmuseum Mainz, sondern war auch maßgeblich an dem Erwerb von Schloss Villa Ludwigshöhe beteiligt, die durch seine Initiative ausgestattet wurde und seit 1980 die Max Slevogt-Galerie beherbergt. Schon zu Lebezeiten hat er durch zahlreiche Schenkungen von wichtigen und wertvollen Werken die Sammlungen von Max Slevogt im Landesmuseum Mainz einzigartig ausgestattet und komplettiert.

Im jüngsten Nachlass finden sich unter anderem Fotos von Max Slevogt, vom Aufbau der Max Slevogt-Galerie oder persönliche Briefwechsel etwa mit Erben des Malers. Die zwölf Kartons sind zudem angereichert mit Reden, dem Schriftwechsel mit Ministerpräsident Kurt Beck und Kunstsammler Dr. Steigelmann, mit Manuskripten, Buchbeiträgen, persönlichen Notizen von Berthold Roland sowie vielen Katalogen aus Deutschland, Frankreich und Japan.

Die Übergabe der Schenkung übernahm der Vorstandsvorsitzende, Oliver Roland, am Stiftungssitz in Mannheim und überreichte den Nachlass der Leiterin des Max Slevogt-Forschungszentrums im Landesmuseum Mainz, Dr. Karoline Feulner, der Direktorin Dr. Birgit Heide und deren Stellvertreterin Dr. Eva Brachert.

Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49 – 51
55116 Mainz
Telefon 06131 2857 0
Fax 06131 2857 288
landesmuseum-mainz@gdke.rlp.de
https://landesmuseum-mainz.de/

Lewentz: Umzug von 360 Kilo-Kaiserkopf auch im Museum besonders

Foto: GDKE/LM/Bonewitz
Foto: GDKE/LM/Bonewitz

Die Vorbereitungen zur Sonderausstellung „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“ im Landesmuseum Mainz laufen auf Hochtouren. Der Umzug eines 360 Kilogramm schweren römischen Kaiserkopfes bedurfte nun eines Spezialkrans.

„Der Umzug eines 360 Kilo schweren römischen Kolossalkopfes ist nicht alltäglich und eine besondere Leistung aller Beteiligten. Selbst im Museumsalltag kommt es äußerst selten vor, dass ein dreifach überlebensgroßes Original-Exponat mittels Spezialkran aus 3,5 Metern Höhe gehoben und weitertransportiert werden muss. Das Kaiserporträt aus Sandstein soll Teil der Sonderausstellung werden, die am 10. Juni im Landesmuseum Mainz eröffnet wird“, sagte Innenminister Roger Lewentz.

Foto: GDKE/LM/Bonewitz
Foto: GDKE/LM/Bonewitz

Dargestellt sei ein bärtiger Kaiser mit strähnigen Haaren. Der Vollbart gebe einen Hinweis auf die Identität des Dargestellten und damit eine engere zeitliche Eingrenzung, erläuterte der Minister. Es dürfte sich um Julian, den Neffen Konstantins des Großen, handeln. Dieser habe eine enge Beziehung zu Mainz gehabt, da er 357 die von Germanen besetzte Stadt befreite.

„Ist die angenommene Zuweisung zu Julian korrekt, wäre der Mainzer Kopf das einzig erhaltene rundplastische Bildnis des Kaisers. Zudem wäre es dann auch das späteste erhaltene römische Steindenkmal aus Mainz“, erklärte Dr. Ellen Riemer, Kuratorin der Archäologischen Sammlungen im Landesmuseum Mainz, die den Transport begleitete.

Foto: GDKE/LM/Bonewitz
Foto: GDKE/LM/Bonewitz

Der Kolossalkopf wurde bereits 1722 vermauert in der spätrömischen Stadtmauer zwischen Zitadelle und Neutor gefunden, gelangte aber erst 1847 in das Altertumsmuseum. Der Kopf stand also nicht lange in seiner ursprünglichen Funktion als Kaiserbüste in der Stadt, sondern wurde zum Bau der Mauer verwendet.

Der spektakuläre Umzug eines einzigartigen römischen Steindenkmals von der Steinhalle in den Ausstellungstrakt des Landesmuseums Mainz ist Teil der Vorbereitungen für die kommende Ausstellung im Landesmuseum Mainz „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“ (11. Juni 2022 bis 29. Januar 2023), die das umfangreiche Begleitprogramm zur großen Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ ergänzt, die am 25. Juni in Trier eröffnet wird.