Kategorie-Archiv: Herbert Bonewitz

Zum 1. Todestag von Herbert Bonewitz: Spendenaufruf für „Kultur-Akut- Mainz.de“ mit dem Podcast „Briefe an Wolke 11“ von Michael Bonewitz

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Der Spendenaufruf mit dem Podcast „Briefe an Wolke 11“ von Michael Bonewitz anlässlich des 1. Todestags von Herbert Bonewitz wird unter anderem unterstützt von Malu Dreyer, Tobias Mann und Werner Mundo

Am 29. April 2019 starb der berühmte Mainzer Kabarettist, Karnevalist und Publizist Herbert Bonewitz. Sein Todestag jährt sich zum ersten Mal und aus diesem Anlass hat sein Sohn Michael Bonewitz eine himmlische Korrespondenz mit seinem verstorbenen Vater begonnen. Unter dem Titel „Briefe an Wolke 11“ veröffentlicht er Woche für Woche Gedanken und daraus resultierende Dialoge, die er als Podcast aufgenommen hat. Nebenbei erklärt er seinem verstorbenen Vater unter anderem die Auswirkungen von Corona. Der Mainzer Kabarettist Tobias Mann, zugleich ein guter Freunde der Familie, zeigt sich sichtlich begeistert: „Michael Bonewitz hat einen fantastischen Podcast gestartet. Was er aus der an sich schon genialen Grundidee macht, ist berührend, satirisch, clever und sehr witzig – ein echter Bonewitz halt.“

Zum Gedenken an seinen Vater ruft Michael Bonewitz am 1. Todestag alle Fans von Herbert Bonewitz und Freunde des Podcasts „Briefe an Wolke 11“ dazu auf, für die Initiative „Kultur-Akut- Mainz.de“ zu spenden. „Ich selbst werde 1.111 Euro überweisen, weil ich mir sicher bin, dass auch mein Vater die Aktion in diesen schwierigen Zeiten unterstützt hätte und ich hoffe, dass jeder, dem der Podcast gefällt, 11 Euro an die Initiative spendet“, so Michael Bonewitz. Mit der privat initiierten Spendenaktion „Kultur-Akut-Mainz“ des Mainzer Rechtsanwalts Kai Hußmann soll finanziell in Not geratenen Kulturschaffenden oder durch die Corona-Krise gefährdeten Kulturprojekten schnell und unbürokratisch geholfen werden. Inzwischen sind bereits 20.000 Euro bei der Initiative eingegangen und konnten direkt an Künstler und Kulturschaffende aus Mainz und Umgebung übergeben werden, die in ihrer Existenz bedroht sind, ihre Miete nicht zahlen können, oder mit ihren Projekten vor dem Aus stehen.

Unterstützt wird die Idee von Michael Bonewitz auch von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Herbert Bonewitz war Kabarettist und Fastnachter aus Leidenschaft. Er hat uns zum Lachen und manchmal auch zum Weinen gebracht, weil er seinen Finger in die Wunde gelegt hat. Herbert Bonewitz war immer auch ein großer Menschenfreund. Er war immer einer der Ersten, wenn es darum ging, mit Benefizveranstaltungen da zu helfen, wo es klemmt. Und wenn jetzt sein Sohn Michael dieses Familienerbe fortführt und auf Wolke 11 weiter den Kontakt hält, unterstütze ich das von Herzen und bedanke mich bei allen, die diese Initiative ins Leben gerufen haben. Und wieder einmal zeigt sich: In Zeiten der Krise halten wir zusammen, um weiterhin miteinander gut zu leben. In diesem Sinne: 11-mal närrische Grüße nach oben.“

Auch Werner Mundo, Ehrenpräsident des Mainzer Carneval-Vereins 1838 e.V., schickte eine Grußbotschaft: „Viele Jahre durfte ich mit meinem Freund Herbert mit den Gonsbachlerchen auf der Bühne stehen. Er war in seiner Art unnachahmlich. Jetzt jährt sich zum 1. Mal sein Todestag. Wir werden ihn nie vergessen. Jetzt lebt er in den Briefen an Wolke 11 durch seinen Sohn Michael in uns weiter. Wir verfolgen die Dialoge mit großer Freude und hören im Geiste mit einem Schmunzeln seine Antworten, denn genauso war Herbert. Es ist eine liebevolle und wunderschöne Hommage an de „Babba“.

Spender können ihren Unterstützerbetrag auf das Treuhandkonto bei der Sparkasse Mainz von Kai Hußmann überweisen. Mit der IBAN: DE83 5505 0120 0200 1221 33 und dem Stichwort: Spende Kultur-Akut-Mainz.

Der Podcast „Briefe an Wolke 11“ kann über die Homepage www.bonewitz.de angehört werden und ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen zu empfangen, unter anderem auch über Spotify, Deezer und über Apple Podcast.

„Was ein Theater!“ Herbert Bonewitz präsentiert Klassiker-Satiren im unterhaus-entrée am 11.April

© Agentur & Verlag Bonewitz
© Agentur & Verlag Bonewitz

Musikkabarettistische Lesung im unterhaus-entrée

„Was ein Theater“ heißt das Programm, das Herbert Bonewitz am 11. April um 19 Uhr im unterhaus aufführt und in dem sich – wie der Titel bereits verspricht – alles um das Thema „Theater“ dreht. Herbert Bonewitz präsentiert dabei neue Inhalte, aber auch Texte und Lieder aus seinem Repertoire, die er im heimischen unterhaus und auf seinen Tourneen durch die Bundesrepublik im Laufe von rund 20 Jahren aufgeführt hatte.

In „Was ein Theater!“ wirft Herbert Bonewitz einen satirischen Blick auf die Situation unserer Theater, und untersucht, wie unsere bekanntesten Klassiker heute interpretiert werden, natürlich mit „Verbesserungsvorschlägen“. Sarkastisch beschreibt er das absurde Theater, das auf den politischen Bühnen abläuft und schreckt auch nicht davor zurück, das Theater zu schildern, das oft auf unseren Friedhöfen gemacht wird. Amüsant und originell unternimmt er Experimente zu Neuinszenierungen, gibt Anregungen für Werbung bei Theatervorstellungen, gewährt Einblicke hinter die Kulissen oder „dialektisiert“ bekannte Klassiker und ihre Werke. Typisch Bonewitz, eben.

Sonderausstellung „Selten so gelacht – Humor und Satire aus Rheinhessen“ im Rathaus Mainz ab 18. Feb.2016

Herbert Bonewitz und Rudi Henkel im Kabarettarchiv.
Herbert Bonewitz und Rudi Henkel im Kabarettarchiv.

Es wird eine einzigartige Vorstellung: Die beiden Mainzer Urgesteine Herbert Bonewitz (82) und Rudi Henkel (90) spielen gemeinsam mit der ehemaligen rheinhessischen und deutschen Weinkönigin Annika Strebel (28) einen Jubiläums-Sketsch aus der Feder von Herbert Bonewitz und bringen zugleich 200 Jahre Lebenserfahrung auf die Bühne.

Das Eröffnungsspiel ist der Auftakt für die Sonderausstellung „Selten so gelacht – Humor und Satire aus Rheinhessen“ des Deutschen Kabarettarchivs in Mainz zum Jubiläumsjahr „200 Jahre Rheinhessen“. Kuratoren sind Wolfhard Klein und Matthias Thiel.

Zur Eröffnung am 18. Februar um 18 Uhr im Rathaus der Stadt Mainz sprechen die Vorsitzende der Stiftung Deutsches Kabarettarchiv, Kulturdezernentin Marianne Grosse, sowie der Kurator und Kopfautor der Sonderausstellung, Wolfhard Klein.

Mit 35 Tafeln, einem Kino für bewegte Bilder, Aufstellern in Lebensgröße, Litfasssäulen und Vitrinen mit Originalstücken sollen 200 Jahre Humor und Satire aus Rheinhessen exemplarisch dokumentiert werden. Ergänzt durch einen politisch-historischen Teil des Projektbüros Bartenbach über die Provinz Rheinhessen. Im Verlag Bonewitz ist eine Broschüre zum Inhalt der Sonderausstellung erschienen.

Die Ausstellungsdauer in Mainz währt vom 18. Februar bis zum 2. April, der Eintritt zu den Öffnungszeiten des Mainzer Rathauses ist frei. Ab April steht sie als Wanderausstellung für Interessenten in Rheinhessen ganzjährig zur Verfügung.

Selten so gelacht – Humor und Satire aus Rheinhessen

Die Rheinhessen hatten nicht immer was zu lachen, aber gelacht wurde immer. Und kritisiert sowieso. Das galt 1816, als die Provinz entstand, und das ist heute nicht anders. Die organisierten Spielformen von Humor, Kritik, Satire und Ironie, nämlich Fastnacht und Kabarett, sind fast 200 Jahre alt – zumindest die Fastnacht. Wie eng verzahnt beide Genres sind, zeigen beispielhaft die Lebensläufe der Rheinhessen Herbert Bonewitz und Tobias Mann. Beide standen bzw. stehen auf der Fastnachts- wie auf der Kabarettbühne.

Was ist der Fastnacht und dem Kabarett gleichermaßen eigentümlich? Hier nur soviel: Formal das Literarische. Inhaltlich reden Fastnachter und Kabarettisten spielend gegen die politische Verhältnisse im Wechsel der Zeiten an – mit Wahrheiten und Übertreibungen, mit Ulk und tieferer Bedeutung. Lustig, zynisch, humorvoll und direkt. Zur Narrenfreiheit gehört es auch, die Realität auf den Kopf zu stellen und dem Ernst des Lebens in den Hintern zu treten. Die Ausstellung Selten so gelacht – Humor und Satire aus Rheinhessen zeigt, wie das seit 200 Jahren funktioniert.

Anlage: Informationsblatt (A5). Das von Dr. Rudi Henkel gezeichnete Titelbild ist das Motiv für das Ausstellungsplakat, erhältlich in den Formaten bis A1 beim Deutschen Kabarettarchiv im Proviant-Magazin, Neue Universitätsstraße 2, 55116 Mainz.

Die Projekte des Deutschen Kabarettarchivs werden gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, der Stadt Mainz und von privaten Zuwendungen, Beiträgen und Spenden.