Kategorie-Archiv: News

Bewerbungsrunde für weltweiten Kultur-Freiwilligendienst 2016 ab 1.Oktober 2015

unesco-freiwilligend16Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland 2016: kulturweit-Bewerbungsrunde vom 30. Oktober bis 1. Dezember
Am 30. Oktober beginnt die Bewerbungsrunde für einen internationalen Freiwilligendienst mit kulturweit. Junge Menschen bis 25 Jahren, die sich in Bildungs- und Kultureinrichtungen weltweit engagieren wollen, können sich bis zum 1. Dezember online unter www.kulturweit.de für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland bewerben. Der Freiwilligendienst beginnt am 1. September 2016. Alle Teilnehmer werden pädagogisch begleitet und finanziell unterstützt.

Ob am Goethe-Institut Hanoi, beim „Deutscher Akademischer Austauschdienst in Buenos Aires oder an der Europaschule Tiflis: kulturweit-Freiwillige werden für sechs oder zwölf Monate in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik aktiv. Durch ihr Engagement tragen sie in über 70 Ländern dazu bei, Raum für Dialog, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen.
kulturweit fördert zivilgesellschaftliches Engagement, transkulturelle Kompetenzen und die Weltoffenheit junger Menschen. Seit 2009 hat das Programm über 2.300 Freiwillige entsandt und ist mit dem Quifd-Siegel für Qualität in Freiwilligendiensten ausgezeichnet.
kulturweit ist ein Projekt der Deutschen UNESCO-Kommission und wird in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt durchgeführt. Partner sind der Deutsche Akademische Austauschdienst, das Goethe-Institut, die Deutsche Welle Akademie, das Deutsche Archäologische Institut, der Pädagogische Austauschdienst in Kooperation mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen sowie zahlreiche UNESCO-Nationalkommissionen weltweit.

Informationen über Freiwilligendienst weltweit

Vergiss alle Glücksformeln und werde endlich glücklich!

Manfred Lütz am Stand der Gütersloher Verlagsanstalt auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. © martin massow
Manfred Lütz am Stand der Gütersloher Verlagsanstalt auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. © martin massow

Es gäbe kaum etwas Hinterlistigeres, so Manfred Lütz, „als einem glücklich liebenden Ehepaar ein Buch über die ideale Ehe zu schenken mit dem Hinweis: Unbedingt lesen!“ Dann bestünde nämlich die gute Aussicht, dass diese reale Ehe womöglich bald beendet würde, da diese ja gegenüber dem im Buch gepriesenen Ideal schlechter abschnitte. Der jüngst verstorbene geniale Soziologe Ulrich Beck, so Lütz, gehe mit Recht davon aus, dass die Ratgeberliteratur in Deutschland eine Schneise der Verwüstung schneide. Denn sie sorge dafür, dass sich viele Menschen gar nicht mehr recht selbst kompetent für die Bewältigung ihres Lebens fühlten, sondern „alles von Experten erwarten“. Und diesen Effekt hätten nicht nur gewisse Liebesratgeber. „Auch manche gierig erwarteten Glücksfibeln sind in Wirklichkeit nichts anderes als raffinierte Anleitungen zum Unglücklichsein.“, so Lütz. Der Autor solcher Glücksformeln beschriebe beispielsweise darin, wie er glücklich geworden ist, und ließe den Leser dann unglücklich zurück, da dieser ja nicht der Autor wäre, und müsse das nächste Glücksbuch kaufen. „Und das finde ich im Grunde völlig absurd!“, so Manfred Lütz. „Deswegen habe ich ein Buch geschrieben, wie Sie unvermeidlich glücklich werden können, und das ist einerseits ein bisschen ironisch gemeint und andererseits geht es auch ganz ernsthaft darum, weil ich meine, dass man nur dann glücklich werden kann, wenn es nicht nur um irgendwelche Glücksgefühle geht.“ Die könne  man  auch – einhergehend mit gefährlichen Nebenwirkungen – mit Heroin kriegen, oder sich über eine Elektrode im Kopf dauerhaft euphorisches Glücksgefühl erzeugen lassen, wenn man sich auf die Intensivstation läge. Aber er habe, so Lütz, noch niemanden gefunden, der das gerne wollte. „Aber in den ganzen Glücksbüchern lesen Sie überall über Glücksgefühle usw.“, schimpft Lütz. „Ich glaube, man wird nur glücklich, wenn man irgendeinen Sinn im Leben sieht! Und dann erzählt Manfred Lütz, Psychiater, Theologe und Philosoph, einem Millionenpublikum  durch sein bahnbrechendes Buch „Irre – wir behandeln die Falschen“ einst bekannt geworden, über seine Beobachtung unter engagierten ehrenamtlichen Helfern in der Flüchtlingshilfe in seinem Dorf,  „Unser Dort ist eigentlich glücklicher, seitdem wir Flüchtlinge haben. Wir haben viel mehr ehrenamtliche Helfer als Flüchtlinge, und viele Menschen, die sonst nur für sich alleine gelebt haben, die können jetzt helfen, Menschen in Not helfen,  das macht glücklich!“, so Manfred Lütz über eines seiner unendlichen Beispiele. Und weiter:  „Also dieses Glück als Egotripp, wie das dann in diesen Glücksratgebern läuft, das finde ich im Grunde pervers, das funktioniert auch nicht, deswegen gibt es auch immer mehr Glücksratgeber. Wenn einer funktionieren würde, wäre es ja der letzte.

 

unvermeidlich-gluecklichIn seinem Buch geht es Manfred Lütz „eigentlich darum, auf Augenhöhe dem Leser zu begegnen“. Lütz will, dass die Leser sich nicht von Glücksformeln irre machen lassen. Denn es gibt unendlich viele, verschiedene Wege zum Glück, und einige davon, nämlich nicht weniger als die gesamte Geschichte der Philosophie, locker und allgemeinverständlich zu einer kleinen Geschichte des Glücks zusammengedampft, präsentiert Lütz in seinem Buch als Angebot an die Leser: die sie individuell ansprechenden Anregungen daraus zu fischen.

Wenn Sie in einer Diskussionsrunde sind, da  „wird jeder in der Runde  auch eine andere Antwort parat haben, was für ihn Glück sei. Ja, jeder hat eine andere Antwort!“ Vor allem möchte Lütz den Leser aus der typischen Ratgeber-Situation herausbringen, „wo der Leser von vornherein in so ein untergeordnetes Gefühl kommt:  da ist der große Experte“ und dort sei der unwissende Leser! „Also es gibt Experten für Waschmaschinen, ja, und das ist auch völlig okay, da kenne ich mich nicht mit aus, und dafür würde ich auch eine Gebrauchsanweisung nehmen, Aber es gibt keine Lebensexperten. Es gibt 7 Milliarden Menschen, also 7 Milliarden unterschiedliche Wege zum Glück, und jeder ist erst einmal der Experte für sein eigenes Leben.“ Den Leser auf Augenhöhe abzuholen, und ihn zur Selbstbesinnung auf sein eigenes Glückspotential zu stoßen, das gelingt Manfred Lütz auf 192 Seiten ohne Umschweife hervorragend.

Ich empfehle Manfred Lütz unterhaltsames Werk „Wie Sie unvermeidlich glücklich werden“ schon deswegen, da es vor allem hilft, uns von dem „Utopiesyndrom“, wie es einst der österreichisch-amerikanische Psychotherapeut Paul Watzlawick formulierte, zu befreien. Lütz Glücksbuch erlöst uns  nämlich  von dem  psychologischen Irrweg, in unserem Streben nach dem Glück ständig unerreichbare Glücksziele erreichen zu wollen, etwa:  die ideale Liebe, das absolute  Glück, den größten Erfolg, die überragende Fitness und welche Griffe nach sonstigen, unerreichbar fernen Sternen auch immer.  Deswegen: Vergiss alle verheißungsvollen Glücksformeln, lies Manfred Lütz Buch „Wie sie unvermeidlich glücklich werden!“, und werde  in deinem kleinen Leben glücklich! Finde zu Deiner inneren Lebenszufriedenheit, zu einem Fundament,   das dich auch noch trägt, wenn du mal keinen Erfolg hast und wenn du dich mal unglücklich fühlst. Denn das gehört  auch zum Glücklichsein: eben auch mal unglücklich zu sein, ohne daran zu verzweifeln!

Diether v. Goddenthow (Rhein-Main.Eurokunst)


Wie Sie unvermeidlich glücklich werden

Eine Psychologie des Gelingens
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-579-07099-5
€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50 * (* empf. VK-Preis)

„Auschwitz heute“ Fotografien des Künstlers Martin Blume in KZ-Gedenkstätte Osthofen

Eröffnung der Ausstellung „Auschwitz heute“ mit Fotografien des vor wenigen Monaten verstorbenen Künstlers Martin Blume am Dienstag, 3. November 2015 in der Gedenkstätte KZ Osthofen

Zur Ausstellungseröffnung „Auschwitz heute“ mit Fotografien des vor wenigen Monaten verstorbenen Künstlers Martin Blume lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe am Dienstag, 3. November 2015, um 18.00 Uhr in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) bei Worms ein. Robert Reick, Referent für
Bildung- und Kulturpolitik im Abgeordnetenhaus in Mainz, führt in die Ausstellung ein.Der Eintritt ist kostenlos!

Zur Ausstellung
Martin Blume erarbeitete seit 2009 in der Gedenkstätte KZ Auschwitz-Birkenau eine Fotografie-Serie, mit der er die Shoa und die weiteren organisierten Massenmorde der Nationalsozialisten für kommende Generationen stärker im allgemeinen Bewusstsein halten sollte. Blumes Aufnahmen fallen aus der Zeit, wirken tief und
eindringlich zugleich. Zu seinen Motiven sagte er: „Das Unsägliche, das Unsagbare muss ausgedrückt werden. Bewahren und Verändern gehen darin Hand in Hand. Meine photographische, abstrahierende Umsetzung bietet die Möglichkeit eigener Projektionen und Gefühle.“

Blume hatte er dafür eine eigene Bildsprache entwickelt, die Psychographie – eine Synthese von Psychologie und Fotografie. Unschärfen, die während der Aufnahme durch intuitive Bewegung entstanden, dienten hierfür als Basis; es wurden keinerlei technische Bearbeitungen vorgenommen.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember 2015 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen: Dienstag bis Freitag von 9.00 – 17.00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13.00 – 17.00 Uhr.

Der Künstler
Martin Blume (1956 – 2015), Martin Blume starb im März 2015 im Alter von 58 Jahren. Zeitlebens war er dem Land Rheinland-Pfalz, seiner Heimat, verbunden und zugleich ein überzeugter Europäer. Sein fotografisches Oeuvre spannt den Bogen von idyllischen Landschaftsaufnahmen der Pfalz bis zu traurigen Orten wie dem Konzentrationslager Auschwitz oder dem Kriegsschauplatz Verdun.

Martin Blume
verband eine langjährige enge Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Viele Bilder Blumes haben einen Platz in den Sammlungen des Landes gefunden.

Ort:
KZ-Gedenkstätte
Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen
06242 91080

Frankfurter Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober 2015 – Indonesien Gastland

© massow-picture
© massow-picture

Die weltweit größte Bücherschau wird von Mittwoch, den 14. bis Sonntag, den 18.Oktober 2015 ihre Tore öffnen, zunächst für Fachbesucher (Verleger, Buchhändler, Agenten, Filmproduzenten, Autoren und Journalisten) und ab Samstag, den 17.Oktober für alles literaturinteressierten Privatbesucher.

Ehrengast in diesem Jahr ist Indonesien. Aus diesem Anlass wird die Frankfurter Buchmesse in der internationalen Buchausstellung  „Books on Indonesia“  die  Übersetzungen indonesischer Literatur sowie Titel zur Kultur, Geschichte, Politik und Gegenwart Indonesiens im Pavillon (Forum, Ebene 1) des Gastlandes auf der Messe präsentieren.

Die größte Bücherschau der Welt

logobuchmesseDie Frankfurter Buchmesse ist mit 7.100 Ausstellern aus über 100 Ländern, rund 270.000 Besuchern, über 4.000 Veranstaltungen und rund 9.300 anwesenden akkreditierten Journalisten die größte Fachmesse für das internationale Publishing. Darüber hinaus ist sie ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus der Filmwirtschaft und der Gamesbranche. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet seit 1976 der jährlich wechselnde Ehrengast, der dem Messepublikum auf vielfältige Weise seinen Buchmarkt, seine Literatur und Kultur präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse organisiert die Beteiligung deutscher Verlage an rund 20 internationalen Buchmessen und veranstaltet ganzjährig Fachveranstaltungen in den wichtigen internationalen Märkten. Mit der Gründung des Frankfurt Book Fair Business Clubs bietet die Frankfurter Buchmesse Unternehmern, Verlegern, Gründern, Vordenkern, Experten und Visionären ideale Voraussetzungen für ihr Geschäft. Die Frankfurter Buchmesse ist ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. www.buchmesse.de

Adresse und Anreise hier/

Tag des offenen Denkmal – Eröffnung in Sayner Hütte Bendorf am 12. September 2015

Restaurierte Gießhalle Sayner Hütte in Bendorf nahe Schloss Sayn mit Schmetterlingsgarten
Restaurierte Gießhalle Sayner Hütte in Bendorf nahe Schloss Sayn mit Schmetterlingsgarten

Tag des offenen Denkmals 2015 in Rheinland-Pfalz


Kulturstaatssekretär Walter Schumacher: „Denkmäler haben viel zu erzählen“
Unter dem Motto „Handwerk, Industrie und Technik“ können beim bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ 2015 am Sonntag, 13. September, über 260 historische Orte in Rheinland-Pfalz besichtigt werden. Kulturstaatssekretär Walter Schumacher stellte  heute gemeinsam mit Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), und Dr. Roswitha Kaiser, Leiterin der Landesdenkmalpflege, das Landesprogramm sowie die dazugehörige Broschüre in der Alten Ziegelei (Ziegelmuseum Mainz-Bretzenheim) vor. 1993 wurde der Aktionstag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgerufen, Rheinland-Pfalz ist von Anfang an dabei.
„Denkmäler sind Zeitzeugen, sie haben viel erlebt und viel zu erzählen. Der ‚Tag des offenen Denkmals‘ ist eine wunderbare Gelegenheit, sich diesen Erinnerungsorten zu nähern. Und Rheinland-Pfalz hat faszinierende Denkmäler zu bieten. Über 260 historische Stätten nehmen in diesem Jahr teil – eine beeindruckende Zahl“, unterstrich  Kulturstaatssekretär Walter Schumacher und dankte allen Verantwortlichen, besonders den unzähligen Ehrenamtlichen, ohne deren Engagement dieser Tag gar nicht möglich sei.
Bei der bundesweiten Veranstaltung stehen in diesem Jahr industrielle und technische Denkmäler wie historische Mühlen, altehrwürdige Schmieden oder traditionelle Ziegeleien im Mittelpunkt. Ein Highlight in Rheinland-Pfalz stellt die Sayner Hütte in Bendorf dar – mit ihrer im 19. Jahrhundert aus Gusseisen errichteten Gießhalle ein einmaliges Industriedenkmal. Die vom Land initiierte Stiftung Sayner Hütte arbeitet daran, dieses Denkmal als UNESCOWeltkulturerbe vorzuschlagen. Das ehemalige Hüttenwerk war einst eine der bedeutendsten Eisengießereien in Preußen. Am 12. September findet dort die
Eröffnungsveranstaltung mit Kulturministerin Vera Reiß statt. In der Landeshauptstadt Mainz ist an diesem Tag unter anderem das Pumphaus am Römerwall (Grünanlage am Linsenberg) zu besichtigen. Der neubarocke Pavillon gibt Einblicke in die Technik der Mainzer Wasserversorgung im 19. Jahrhundert. Im Ziegelmuseum in Mainz-Bretzenheim erfahren die Besucher mehr über die Tonziegelproduktion in Rheinhessen und in der Pfalz und können einen 1904 errichteten Ringofen begutachten.
Am „Tag des offenen Denkmals“ öffnen zahlreiche historische Bauten und Stätten, von denen viele in der Regel nicht öffentlich zugänglich sind, ihre Pforten. Die GDKE mit ihren Direktionen der Landesdenkmalpflege und Landesarchäologie spielt eine zentrale Rolle bei den Vorbereitungen zum „Tag des offenen Denkmals“. Die heute vorgestellte Informationsbroschüre führt zu allen teilnehmenden Orten im Land. Herausgegeben von der GDKE ist sie auch in diesem Jahr wieder kostenlos bei allen Unteren Denkmalschutzbehörden, in den Kreis- und Stadtverwaltungen, in Touristik-Büros, in Volkshochschulen und in vielen Museen sowie bei der Direktion Landesdenkmalpflege der GDKE Rheinland-Pfalz erhältlich. Interessierte finden darin einen Überblick über Stadtführungen, Wanderungen, Vorträge, Dokumentationen, Konzerte und vieles mehr.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Wir machen Geschichte lebendig.

Kulturfond Frankfurt-Rhein-Main – Eindrucksvolle Projektpartnerschaften „KUNSTVOLL 2014/2015″

kunstvoll-logo

KUNSTVOLL 2014/2015 wieder ein großer Erfolg – Eindrucksvolle Projektpartnerschaften begeistern für Kunst und Kultur

Mit dem zu Ende gegangenen Schuljahr endet auch die zweite Runde des Jugendprogramms KUNSTVOLL des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. KUNSTVOLL, das bedeutet Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ – Schülerinnen und Schüler gestalten im Verlauf eines Schuljahres gemeinsam mit Künstlern, Kunstvermittlern und Pädagogen ein Projekt, das sie bis zu den Sommerferien präsentieren (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/was-istkunstvoll). Im Schuljahr 2014/2015 unterstützte der Kulturfonds 19 spannende Kulturpartnerschaften, deren Zusammenarbeit in eindrucksvollen Projektpräsentationen mündete, von denen viele ihre Premieren in den vergangenen Wochen in Frankfurt, Darmstadt, Hanau, Wiesbaden, dem Hochtaunus- und dem Main-Taunus-Kreis feierten (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/projekte-2014-2015).

Eine Expertenjury hatte aus 33 qualitativ hochwertigen Projekten 19 ausgewählt, die umgesetzt werden konnten. Dabei sind die Projektideen genauso vielfältig wie die Kulturpartnerschaften, die sich um eine Förderung durch KUNSTVOLL bewerben: Egal ob Haupt- oder Realschule, Gymnasium oder Berufsschule, wirklich alle Schulformen bewarben sich mit den unterschiedlichsten Kultureinrichtungen um die Teilnahme an dem Projekt zur kulturellen Bildung. „Das große und stetig wachsende Interesse an KUNSTVOLL bestätigt, wie wichtig es ist Kindern und Jugendlichen – unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund – einen Zugang zu Kunst und Kultur zu eröffnen und dass es bisher an Projekten zur Kulturvermittlung gemangelt hat. KUNSTVOLL schließt diese Lücke und fördert so die kulturelle Zusammenarbeit in der und für die Kulturregion Frankfurt RheinMain“ erklärte der Vorsitzende des Kulturausschusses des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Oberbürgermeister Jochen Partsch, die Bedeutung des Projekts.

Eine Expertenjury hatte aus 33 qualitativ hochwertigen Projekten 19 ausgewählt, die umgesetzt werden konnten. Dabei sind die Projektideen genauso vielfältig wie die Kulturpartnerschaften, die sich um eine Förderung durch KUNSTVOLL bewerben: Egal ob Haupt- oder Realschule, Gymnasium oder Berufsschule, wirklich alle Schulformen bewarben sich mit den unterschiedlichsten Kultureinrichtungen um die Teilnahme an dem Projekt zur kulturellen Bildung. „Das große und stetig wachsende Interesse an KUNSTVOLL bestätigt, wie wichtig es ist Kindern und Jugendlichen – unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund – einen Zugang zu Kunst und Kultur zu eröffnen und dass es bisher an Projekten zur Kulturvermittlung gemangelt hat. KUNSTVOLL schließt diese Lücke und fördert so die kulturelle Zusammenarbeit in der und für die Kulturregion Frankfurt RheinMain“ erklärte der Vorsitzende des Kulturausschusses des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Oberbürgermeister Jochen Partsch, die Bedeutung des Projekts.

Knapp 600 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr mit ihren Lehren und Kulturschaffenden intensiv zusammen gearbeitet: Gemeinsam wurden bei den einzelnen Kulturpartnerschaften beispielsweise Theaterstücke entwickelt, Ausstellungen konzipiert oder Konzerte aufgeführt. Sowohl Thema als auch Form des Projekts werden bei KUNSTVOLL von den Kulturpartnern frei gewählt, der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds, zeigte sich von der zweiten Runde des Kulturvermittlungsprojekts überzeugt: „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche 2 für Kunst und Kultur zu begeistern und sie ihr eigenes Verständnis von Kunst entwickeln zu lassen. Ich denke, die Projektpräsentationen – die unsere Erwartungen weit übertroffen haben – belegen, dass uns das gelungen ist: Dank des großen Engagements aller Beteiligter sind eindrucksvolle Projekte entstanden, die ausgesprochen gut waren!“

KUNSTVOLL steht für kreative Vielfalt – Beispiele für Beteiligung aller Schulformen und Kunstsparten

Eine dieser beeindruckenden Kooperationen ist das Theaterprojekt „Die WERFT“, das in Zusammenarbeit zwischen der Schule der JVA Wiesbaden, dem Förderverein JVA Holzstraße e.V. und der Kulturproduktion INVOLVE-Dechow Freie Partner entstanden ist. Hundertachtzig Freiwillige, vom Schüler bis zur Rentnerin, waren dem Aufruf zur Unterstützung einer bemerkenswerten Kunstaktion nachgekommen: Im Februar 1903 antwortet Rainer Maria Rilke in einem ausführlichen Brief auf Fragen eines jungen Dichters zum Wesen von Literatur. Im Februar 2015 wurde dieser „Brief an einen jungen Dichter“ persönlich und handschriftlich von den Freiwilligen abgeschrieben und sämtlichen Gefangenen der JVA Wiesbaden zugestellt. Einige der jungen Männer haben reagiert, in Texten und Gedichten ihre Gedanken und Gefühle in Haft aufgearbeitet, die dann in eine szenisch-musikalische Collage auf der Bühne umgesetzt wurden. „Wie du reimt keiner, Rainer“ ist ein Stück über Sehnsucht, Wut, Einsamkeit, aber auch Voyeurismus, Sensationen und die Droge Aufmerksamkeit. Das Projekt verfolgt das ehrgeizige Ziel durch anspruchsvolle Theaterarbeit mit jungen inhaftierten Männern, deren interkulturelle Dialogbereitschaft zu fördern, Persönlichkeit und Resozialisierungchancen zu stärken, aber auch Vorurteile gegen verurteilte Straftäter abzubauen – und war gleich sehr erfolgreich: Die Produktion konnte die meisten Publikumsstimmen auf sich vereinen und erhielt den Publikumspreis der Hessischen Theatertage 2015.

Vielfalt beweist KUNSTVOLL auch dadurch, dass diverse Kunstsparten in den Projektpartnerschaften Berücksichtigung finden. So waren im Schuljahr 2014/2015 zum ersten Mal diverse Museen als Projektpartner beteiligt, die den Schülern die Arbeit in und mit einem Museum näher brachten. Über 20 Schülerinnen und Schüler der LouiseSchroeder-Schule, einer Berufsbildenden Schule, haben so beispielsweise mit Hilfe des „Dresscode Museums“ eine außergewöhnliche Ausstellung rund um das Thema Kleidung und Mode in Kooperation mit dem Landesmuseum Wiesbaden erarbeitet. Was tragen Menschen auf Kunstwerken und warum? Was können wir uns von (echten) Paradiesvögeln für unseren Kleidungsstil abschauen? Und was trägt eigentlich der typische Museumsbesucher? Die Antworten auf diese Fragen zeigen, welche Rolle Kleidung für viele spielt.

In Kooperation mit der Musikschule Bad Soden haben Schülerinnen der St. AngelaSchule Königstein im gemeinsamen Projekt „FilMusik“ wiederum den packenden Dokumentarfilm „Fluchtpunkt“ gedreht. Hierbei sind die Schülerinnen in die Rollen von Kameraleuten, Drehbuchautoren, Regisseuren, Reportern, Musikern und Komponisten geschlüpft. Mit großem Engagement und viel Verantwortung ist so eine Dokumentation über die aktuelle Flüchtlingssituation im Taunus und vor allem die dramatischen Lebensgeschichten der Menschen dahinter entstanden, die die Schüler mit einer eigens komponierten Filmmusik perfekt untermalt und in Szene gesetzt haben.

Ebenso faszinierend ist die Projektpartnerschaft einer Schule aus dem Hochtaunuskreis mit einer Kulturinstitution aus Frankfurt: Die Musikklasse der sechsten Stufe der Humboldtschule Bad Homburg erarbeitete im Rahmen von KUNSTVOLL mit Mitgliedern der Jungen Deutschen Philharmonie ein Live-Hörspiel. In wöchentlich stattfinden Workshops haben sich die Kinder intensiv mit den verschiedensten Möglichkeiten auseinandergesetzt, die Grusel-Komödie „Geister, nichts wie weg hier!“ als Hörspiel zu vertonen. Die Jugendlichen erhielten Sprechtraining und entdecken, welche Geräusche sich mit Musikinstrumenten, aber auch mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs erzeugen lassen. Am Ende wurde das Hörspielstudio live auf die Bühne geholt. Die Zuschauer konnten so einerseits mit geschlossenen Augen und nur durch Hören die Geschichte vor ihrem inneren Auge entstehen lassen, andererseits auch zusehen, wie ein Hörspiel entsteht.

Studierende der Darmstädter Alice-Eleonoren-Schule haben sich in dem Performance Projekt „Irgendwie anders“ mit Einsamkeit, Fremdheit und Ausgestoßensein beschäftigt – Themen, die gerade für angehende Erzieherinnen und Erzieher von großer Bedeutung sind. Angeregt von dem gleichnamigen Kinderbuch von Kathryn Cave und Chris Ridell, das 1997 mit dem UNESCO-Preis für Kinder und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz ausgezeichnet wurde, haben mehr als 20 Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik gemeinsam mit dem Theaterlabor Darmstadt ein performatives Schattenspiel über das Fremde in und um uns geschaffen, das die Arbeit mit Masken und Schatten in den Mittelpunkt stellt und bei dem die angehenden Erzieher als Darsteller selbst mitspielen. Auch an der Dramaturgie, dem Kostüm- und Bühnenentwurf sowie dem Maskenbau haben sie entscheidend mitgewirkt.

Neben diesen fünf spannenden Kulturpartnerschaften unterstützte der Kulturfonds im Schuljahr 2014/2015 noch 14 weitere qualitativ hochwertige Projekte.

Die folgenden Kooperationen wurden in der zweiten Runde von KUNSTVOLL realisiert (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/projekte-2014-2015):

 „Eine interkulturelle Reise durch die gebaute Umwelt“ Georg-Büchner-Schule (Frankfurt) & Deutsches-Architektur-Museum (Frankfurt)

 „Gestaltung in Anwendung – Angewandte Kunst in der Schule“ Carl-von-Weinberg-Schule (Frankfurt) & MuseumAngewandteKunst (Frankfurt)

 „Dresscode Museum“ Louise-Schroeder-Schule (Wiesbaden) & Museum Wiesbaden

 „Gallus-Sterne“ Paul-Hindemith-Schule (Frankfurt) & Verein ora da! e.V. (Frankfurt)

 „Honey Honey“ Friedrich Dessauer Gymnasium (Frankfurt) & Stiftung Deutsches Design Museum (Frankfurt)

 „Junior-Expertenjury“ IGS Herder (Frankfurt) & Deutsche Film- und Medienbewertung (Wiesbaden)

 „Die Landschaft vor der Tür – die Landschaft in mir“ Wolfram-Eschenbach Schule (Wiesbaden) & Verein hoch 9 e.V. (Frankfurt)

 „Live-Hörspiel“ Humboldtschule (Bad Homburg) & Junge Deutsche Philharmonie (Frankfurt)

 „FilMusik“ St. Angela Schule (Königstein) & Freie Musikschule Bad Soden e.V. 5

 „Alice in Wonderland“ Maria Ward Schule (Bad Homburg) & English Theatre (Frankfurt)

 „Die WERFT“ Schule der JVA Wiesbaden & Förderverein JVA Holzstraße e.V.

 „Die Liebe ist ein Wunderding“ Johann-Hinrich-Wichern-Schule (Wiesbaden) & Staatstheater Wiesbaden

 „Fechenheim“ Heinrich-Kraft-Schule (Frankfurt) & Freies Theaterhaus Frankfurt

 „Die Archaier“ Ketteler-La Roche-Schule (Oberursel) & Freies Theaterhaus Frankfurt

 „Theater und Unterricht“ Mornewegschule (Darmstadt) & Freie Szene/Theater Moller Haus (Darmstadt)

 „Szenen eines Stadtteils“ IGS Kastell (Wiesbaden) & Theater Willy Praml (Frankfurt) 

 „In der freien Wildbahn“ Erich-Kästner-Gesamtschule (Darmstadt) & Staatstheater Darmstadt

 „Irgendwie anders“ Eleonorenschule (Darmstadt) & Freue Szene/Theaterlabor (Darmstadt)

 „Beweg Dich“ Gesamtschule am Gluckenstein (Bad Homburg) & KulturRegion FrankfurtRhein Main, Starke Stücke (Frankfurt)

Jazz-Picknick im Mainzer Volkspark für Familien an drei Sonntagen ab 9. August 2015

Jazz-Picknick im Volkspark für Familien an drei Sonntagen

(rap) – Seit über 28 Jahren organisiert das Amt für Jugend und Familie der Landeshauptstadt Mainz während der Sommerferien im Rahmen der Ferienkarte die Familien-Jazz-Picknicks im Volkspark. An drei Sonntagen stehen Live Jazz-Musik und ein buntgemischtes Kinderprogramm auf dem Tableau.

Rund um die Musik gibt es in familiärer Atmosphäre ein Kreativangebot sowie Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele für Jung und Alt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können die verschiedenen Kreativ- und Spielstationen ausprobieren, durch einen Go-Kart-Parcours fahren und Kinder zum gemeinsamen Spielen treffen. Es besteht die Möglichkeit zu grillen.

Sonntag, 09. August, 11.00 – 14.30 Uhr: Familien-Jazz-Picknick mit der Band „AABA AABA Group“

Die „AABA AABA Group“ bereichert die Jazz-Szene Rheinhessens. Im Zentrum der Formation steht ein Vibraphon – gespielt von Felix Hertel und begleitet von Malte Blumberg am Klavier. Dieses Duo komplettieren Valentin Kolar am Bass und Julius Korth am Schlagzeug. Das Quartett setzt Highlights, indem es nicht Alltägliches mit Bewährtem verbindet: Bekannte oder unterschätzte Jazz-Standards treffen moderne Interpretationen, selten zu hörende Instrumente harmonieren mit einem klassischen Jazz-Trio.

Zuhören macht Spaß, Weghören fällt schwer. Genau die richtige Mischung für einen schönen Sommertag im Volkspark – beim Familien Jazz-Picknick.
Rund um die Musik gibt es in familiärer Atmosphäre ein buntgemischtes Programm mit Kreativangeboten und vielen Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele für Jung und Alt, behindert und nichtbehindert, die Spaß machen und die Phantasie anregen.

Es besteht die Möglichkeit zu grillen – also Grillgut und Getränke bitte mitbringen. Grills sind vorhanden.

Sonntag, 23. August, 11.00 – 14.30 Uhr: Familien-Jazz-Picknick mit der Band „Six and the city”

Die Band „Six in the City“ fand sich 2004 zusammen und tritt seitdem regelmäßig im Raum Bad Kreuznach/Mainz auf. Mit ihrem teils bunt gemischtem Cover-Programm aus den Bereichen Pop, Jazz und Soul erreicht sie ein breites Publikum und unterhält sowohl mit jazzig inspirierten Stücken (Silje Nergaard, Norah Jones, Nina Simone…) als auch mit fetzigen und tanzbaren Titeln (Joss Stone, KT Tunstall, Carole King…), teils in eigenen Versionen.

Das Zusammenspiel aus zwei- bis dreistimmigem Gesang, wechselnden Piano- und Gitarrenparts unterstützt von Bass und Schlagzeug liefert ein abwechslungsreiches Hörerlebnis – gute Laune und Freude über „Ewig-nicht-Gehörtes“ garantiert.

Gesang: Natascha Brown, Caro Wagner; Gitarre: Steffen Wagner; Piano: Heidrun Eggert-Schmidt; Bass: Dennis Giongo; Schlagzeug (als Gast) Andreas Breitwieser.
Rund um die Musik gibt es in familiärer Atmosphäre ein buntgemischtes Programm mit Kreativangeboten und vielen Bewegungs- und Geschicklichkeitsspielen für Jung und Alt, behindert und nichtbehindert, die Spaß machen und die Phantasie anregen.

Es besteht die Möglichkeit zu grillen – also Grillgut und Getränke bitte mitbringen. Grills sind vorhanden

Sonntag, 06. September, 11.00 – 14.30 Uhr: Familien-Jazz-Picknick mit der Band
“JAZZIQ Beats feat. Jill Gaylord“

JAZZIQ Beats spielt melodischen Vocalswing in der Tradition des „Great American Songbook“, aber auch Latin und moderne Stücke mit eingängigen Rhythmen. JAZZIQ Beats ist Musik, die von akustischem Jazz/Latin bis Funk/Pop reicht. Das Trio + Gesang bietet beeindruckende Solisten sowie starken Swing und Grooves.

Jill Gaylord ergänzt das Ensemble mit einer ausdrucksstarken, charismatischen und sehr wandlungsfähigen Stimme.

Rund um die Musik gibt es in familiärer Atmosphäre ein buntgemischtes Programm mit Kreativangeboten und vielen Bewegungs- und Geschicklichkeitsspielen für Jung und Alt, behindert und nichtbehindert, die Spaß machen und die Phantasie anregen.

Es besteht die Möglichkeit zu grillen – also Grillgut und Getränke bitte mitbringen. Grills sind vorhanden.

Wiesbadener Wandertage 2015 – am 2. August ab Nerotal

Wandervögel Foto: © massow-picture
Wandervögel Foto: © massow-picture

Alle Bürgerinnen und Bürger
sind zu den 48. Wiesbadener Wandertagen am Sonntag, 2. August, herzlich eingeladen. Zwischen 8 und 13 Uhr können die Wanderer starten, 16 Uhr ist als Zielschluss gesetzt.

Als Start und Ziel dient die Talstation der Nerobergbahn, die mit der ESWE Linie 1 an der Haltestelle „Nerotal“ zu erreichen ist.

Der Rhein-Taunus-Klub Wiesbaden und das Sportamt der Landeshauptstadt Wiesbaden freuen sich auf die Teilnahme vieler Interessierter.

„Schöne Ferien vor Ort“ bietet 2015 wieder buntes Ferienprogramm in Wiesbaden

Ferienkulturprogramm 2015 für Kinder in Wiesbaden
Foto: © massow-picture

Um ihren Kindern abwechslungsreiche Ferien bieten zu können, müssen Wiesbadener Eltern nicht mehr verreisen: Das Sachgebiet „Schöne Ferien“ lädt auch in diesem Jahr zu einem kostenfreien und offenen Spiel- und
Kulturangebot für Kinder im Alter von sechs bis 12 Jahren ein.

Das Programm
besteht aus Spiel-, Bewegungs-, Sport-, Kreativ- und Theaterangeboten, bei denen die Kinder spielerisch gefördert werden. Bis zu acht Pädagogen und Betreuer werden vor Ort sein und sich um die teilnehmenden Kinder kümmern und sie beaufsichtigen.

Die Abteilung Jugendarbeit hat in diesem Jahr den Schwerpunkt Partizipation gewählt, weshalb unter dem Schlagwort „was du willst…“ besonders auf die Bedürfnisse und Wünsche der teilnehmenden Kinder eingegangen werden soll. Als Austragungsorte wurden Stadtteile mit speziellen sozialen Bedarfslagen ausgewählt.

Folgende Angebote halten die Betreuerinnen und
Betreuer für die Kinder bereit: Tippis, Lagerfeuer & Stockbrot, Holzwerkstatt, Hüpfburg, Limonade selbst machen, Kreativworkshops, Karaoke, Zeitungsstand,Spielmobil Rolli, der Eismann kommt.

Der weitere Zeitplan 2015:

Sommer: 15 Uhr bis 19 Uhr
4.8. bis 7.8. Erbenheim/Hochfeld Spielplatz Moabiterstraße
11.8. bis 14.8. Schulberg Lehrplatz
18.8. bis 21.8. Hollerborn Spielplatz Mittelheimerstraße
24.8. bis 28.8. Sauerland Sauerlandpark
1.9. bis 4.9. AKK Krautgärtensiedlung
(hinter den Sonnenkollektoren)

Herbst: 13 Uhr bis 17 Uhr
20.10. bis 23.10. Schelmengraben Einkaufszentrum
27.10. bis 30.10. Inneres Westend Walramstraße/Straßenfest

Stilles Örtchen? Das war einmal – wie Smartphone unsere Kommunikation bestimmt

See attached file: © VadimGuzhva - Fotolia.jpg
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forsa-Umfrage zeigt, wie das Smartphone unsere Kommunikation bestimmt

Es gibt da jemanden, den die Deutschen fast rund um die Uhr um sich haben möchten, dem sie alles anvertrauen, immer und überall dabei haben,  und den sie sogar mit ins Bad nehmen: ihr Smartphone. Eine im Auftrag von ROLAND Rechtsschutz durchgeführte forsa-Umfrage hat untersucht, wie die Alleskönner-Handys heute unsere Kommunikation, unsere Beziehungen, sozialen Kontakte und damit zusehend unser Verhalten und Leben bestimmen

  • 89 Prozent der unter 30-Jährigen nutzen Messaging-Dienste zur Kommunikation mit Freunden und Familie
  • Mehr als die Hälfte der Männer nutzt das Smartphone auf dem Klo
  • Knapp die Hälfte der jungen/unter 30-jährigen Nutzer fühlt sich durch eingehende Mitteilungen gestresst oder genervt
  • Ostdeutsche achten häufiger auf eine sichere Übermittlung von Fotos, Videos oder vertraulichen Nachrichten

Sprichst du noch oder tippst du schon?
Es gab mal Zeiten, da musste man sich mit Freunden und Familie noch treffen, um Neuigkeiten auszutauschen. Dank SMS, Messaging-Diensten oder Video-Telefonie läuft heute ein Großteil der Kommunikation elektronisch ab. Bei manch einem wird getippt, bis die Finger glühen: 72 Prozent der Befragten nutzen dabei Messaging-Dienste wie WhatsApp oder den Facebook-Messenger. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 89 Prozent. E-Mail (40 Prozent) und SMS (39 Prozent) werden zur rein schriftlichen Kommunikation dagegen weniger häufig genutzt. Ein Viertel aller Befragten möchte das Gegenüber auch sehen und greift daher auf Video-Telefonie via Skype oder FaceTime zurück. Trotz der Vielzahl an Kommunikationskanälen geht auch der ursprüngliche Sinn des Mobiltelefons nicht ganz verloren: Immerhin 81 Prozent nutzen das Smartphone, um telefonisch mit Freunden und Bekannten Kontakt zu halten.

„Auf den Tisch gehört der Kuchen, da hat das Smartphone nichts zu suchen“
Die ständige Erreichbarkeit ist für viele selbstverständlich. Man könnte ja schließlich was Wichtiges verpassen. Auf die Frage, ob das Smartphone eigentlich auch mal Sendepause hat, gaben 62 Prozent der Befragten an, ihr Smartphone generell nicht während der Mahlzeiten zu nutzen. Gut die Hälfte (52 Prozent) nutzt das Gerät nicht nachts. Für 45 Prozent ist das Smartphone tabu, wenn sie sich mit Freunden treffen. Interessanterweise darf das Handy bei vielen sogar mit aufs stille Örtchen: 55 Prozent der Männer haben kein Problem damit, ihr Handy auf der Toilette zu nutzen. Bei den Frauen sind es 44 Prozent. Für 7 Prozent der Befragten spielt der Ausschaltknopf gar keine Rolle: Sie nutzen ihr Smartphone zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Nachrichten, die nerven
Bei dem einen brummt’s, beim anderen piept’s, beim nächsten klopft’s: So schön es auch ist, von Freunden und Bekannten ständig über alles auf dem Laufenden gehalten zu werden, so nervig kann es manchmal auch sein: Die „Dauerbeschallung“ durchs Smartphone führt bei gut einem Drittel (35 Prozent) dazu, dass sie sich manchmal gestresst oder genervt fühlen. Von den unter 30-Jährigen, die bestimmte Messaging-Dienste auch am häufigsten nutzen, fühlt sich sogar knapp die Hälfte (43 Prozent) durch viele eingehende Mitteilungen oder Benachrichtigungen auf ihrem Smartphone gestresst.

Wenn das Smartphone zum Streitpunkt wird
Es ist heutzutage keine Seltenheit mehr, dass vier Menschen gemeinsam am Tisch sitzen und drei davon auf ihren „elektronischen Begleiter“ starren – nur, um kurz E-Mails zu checken oder schnell was zu googeln. Ist die ständige Nutzung inzwischen selbstverständlich oder sind die Mitmenschen da auch schon mal genervt? Die von ROLAND Rechtsschutz beauftragte Umfrage ergab, dass bei etwa jedem fünften Befragten (18 Prozent) die alltägliche Smartphone-Nutzung schon einmal zu Ärger oder Streit mit anderen Menschen geführt hat. Betrachtet man nur die jungen Nutzer der 14- bis 29-Jährigen, so sind es sogar 37 Prozent, denen das Handy schon Ärger einbrachte. Am häufigsten gab es Zoff mit der Familie (38 Prozent), dem Partner (37 Prozent) sowie Freunden und Bekannten (33 Prozent). Es folgen mit einigem Abstand Kollegen (15 Prozent) und der Chef oder Vorgesetzte (14 Prozent).

Spaß geht vor Sicherheit
Selfies am Strand, die Kinder im Planschbecken oder gar das Ergebnis einer ärztlichen Untersuchung: Mit einem Klick kann man Dokumente, Fotos und Videos auf einfachste Weise mit seinem Freundes- und Bekanntenkreis teilen. Dass nicht alle Messaging-Dienste sonderlich sicher sind und die Daten womöglich von Dritten abgefangen werden könnten, scheint den Großteil der Nutzer allerdings nicht zu stören. 62 Prozent aller befragten Smartphone-Nutzer geben an, beim Versand von Fotos, Videos oder vertraulichen Nachrichten nicht auf eine sichere Übermittlung dieser Daten zu achten. Interessant: In Ostdeutschland ist man mit 47 Prozent deutlich sensibler im Umgang mit persönlichen Daten als im Westen, wo nur 36 Prozent ihre Daten verschlüsseln bzw. ihre Dokumente mit Bedacht verschicken. Dem geliebten Smartphone wird heutzutage eben fast alles zu- und noch mehr anvertraut!