Kategorie-Archiv: RheinMain CongressCenter

Der 125. Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. in Wiesbaden endet heute – Zentrales Thema war „Digitalisierung der Medizin“

Digitale Medizin auf dem Vormarsch. © Foto: Diether v. Goddenthow
Digitale Medizin auf dem Vormarsch. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbaden – Der 125. Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) geht heute nach vier Tagen mit rund 8300 Teilnehmern in Wiesbaden zu Ende. Neben dem Kongressmotto „Digitale Medizin“ stellte der DGIM-Vorsitzende Professor Dr. med. Claus F. Vogelmeier auch die nicht-apparative und nicht-medikamentöse Therapie, die internistische Intensivmedizin, die Arbeit der Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung und die seltenen Erkrankungen in den Mittelpunkt. Vorerst bleibt der Internistenkongress in Wiesbaden – zunächst bis zum Jahr 2023. Mit dem Kongress endet der Vorsitz des DGIM-Präsidenten, Nachfolger ist der Nephrologe Professor Jürgen Floege aus Aachen.

Expertensymposium des Deutschen Ärzteverlags zum Thema Impfen, nämlich wie Ärzte auch Impfmuffel und -gegner zu Schutzimpfungen, z.B. gegen Masern, motivieren können. Hier mit Eckart von Hirschhausen als "Gesicht" der Kampagne "Ich bin gemimpft. Und Sie? Lassen Sie uns reden!". © Foto: Diether v. Goddenthow
Expertensymposium des Deutschen Ärzteverlags zum Thema Impfen, nämlich wie Ärzte auch Impfmuffel und -gegner zu Schutzimpfungen, z.B. gegen Masern, motivieren können. Hier mit Eckart von Hirschhausen als „Gesicht“ der Kampagne „Ich bin geimpft. Und Sie? Lassen Sie uns reden!“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Als größte internistische Fachgesellschaft in Europa erfüllt die DGIM mit ihrem Kongress zentrale Aufgaben: Für hochkarätige ärztliche Fortbildung zu sorgen und den ärztlichen Nachwuchs für die Innere Medizin zu gewinnen. Mit seinem Leitthema „Digitale Medizin – Chancen, Risiken, Perspektiven“ thematisierte der Kongress-Präsident Claus Vogelmeier nicht zuletzt dessen Arbeitswirklichkeit – denn die Digitalisierung hält längst Einzug in die Medizin. Neben Risiken digitaler Errungenschaften betonte Vogelmeier immer auch die damit verbundene Chance der Entlastung von Medizinerinnen und Medizinern: „Richtig angewendet kann die Digitale Medizin uns wieder in die Lage versetzen, unsere Patienten mehr zu berühren – im wörtlichen, aber auch im übertragenen Sinn“, so der Kongresspräsident.

Impression der Industrieausstellung, © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression der Industrieausstellung, © Foto: Diether v. Goddenthow

Ihre 125. Jahrestagung war für die DGIM auch in diesem Jahr Anlass, zahlreiche Auszeichnungen zu vergeben. So erhielt Professor Dr. med. Johannes Köbberling aus Wuppertal die höchste Anerkennung der Fachgesellschaft, die Leopold-Lichtwitz-Medaille. Der mit 30.000 Euro dotierte Theodor-Frerichs-Preis ging an Dr. med. Andreas Ramming aus Erlangen, der gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Innere Medizin (DSIM) verliehene Präventionspreis ging an Dr. med Carolin Lerchenmüller aus Heidelberg. Erstmals vergab die DGIM auch drei Medienpreise für herausragende journalistische Veröffentlichungen zum Kongressthema „Digitale Medizin“.

Impression der Industrieausstellung. Schulung am Ultraschallgerät mit studentischen Modells. © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression der Industrieausstellung. Schulung am Ultraschallgerät mit studentischen Modells. © Foto: Diether v. Goddenthow

Diese war auch thematische Richtschnur für die zahlreiche Hauptsitzungen auf dem Internistenkongress. Namhafte Experten aus dem In- und Ausland informierten über die neuesten digitalen Errungenschaften, von Big Data über Telemonitoring bis hin zur Künstlichen Intelligenz.

Pflegeroboter in der Erprobung -  © Foto: Diether v. Goddenthow
Pflegeroboter in der Erprobung – © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch in Sachen Nachwuchsförderung setzte der 125. Internistenkongress neue Maßstäbe: Unter der Leitung der Jungen Internisten der DGIM erfreute sich das Nachwuchsprogramm „Forum Junge Internisten“ besonders großer Nachfrage – Jungmedizinerinnen und -mediziner blickten regelmäßig auf gefüllte Sitzreihen, insbesondere weil sie Themen wie die nach wie vor problematische Work-Life-Balance in der Medizin thematisierten.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm hat am Rande des Kongresses für gute Unterhaltung gesorgt. Hier beim Science Slam in Halle Süd, mit Publikums-Sieger Prof. Dr. Marek Lommatzsch mit seinem Vortrag "Asthma: Ein no-brainer?", knapp vor Dr. Jasmin Barmann-Aksözens Vortrag. "Häm O'Globin and Family - Leberkrebsrisiko bei akuter Porphyrie" © Foto: Diether v. Goddenthow
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgte am Rande des Kongresses für gute Unterhaltung. Hier beim Science Slam in Halle Süd, mit Publikums-Sieger Prof. Dr. Marek Lommatzsch mit seinem Vortrag „Asthma: Ein no-brainer?“, knapp vor Dr. Jasmin Barmann-Aksözens Vortrag. „Häm O’Globin and Family – Leberkrebsrisiko bei akuter Porphyrie“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit rund 27.000 Mitgliedern ist die DGIM die größte medizinische Fachgesellschaft in Deutschland und Europa. Ihr Kongress endet mit dem Wechsel der Präsidentschaft: Für das Jahr 2019/2020 übernimmt Professor Dr. med. Jürgen Floege, Direktor der Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, rheumatologische und immunologische Erkrankungen an der Uniklinik der RWTH Aachen, den Vorsitz der Fachgesellschaft. Unter seinem Vorsitz wird der nächste Internistenkongress am 25. bis 28. April 2020 unter dem Motto „Ärzte als Forscher“ in Wiesbaden stattfinden.

 

Wissenschaft wird Popkultur… Science Slam – anlässlich des Internistenkongresses am 6. Mai 2019 im RMCC

Der Philosoph Voltaire war einer der größten Ärztekritiker seiner Zeit. Vielleicht hätte er heutzutage seine Pointen als Science Slammer unters Volk gebracht. © Dia aus dem Festvortrag vom 5.Mai 2019 "Digitale Medizin - Chancen, Risiken, Perspektiven" von Prof. Dr. med. Claus F. Vogelmeier -
Der Philosoph Voltaire war einer der größten Ärztekritiker seiner Zeit. Vielleicht hätte er heutzutage seine Pointen als Science Slammer unters Volk gebracht. © Dia aus dem Festvortrag vom 5.Mai 2019 „Digitale Medizin – Chancen, Risiken, Perspektiven“ von Prof. Dr. med. Claus F. Vogelmeier

Nach der festlichen Abendveranstaltung am Sonntagabend im Kurhaus lädt heute die Gesellschaft für Innere Medizin erneut auch die Öffentlichkeit herzlich ein zum ersten Science Slam. Dieser ist kostenfrei und findet statt im Rahmen des 125. Internistenkongresses 2019 mit Vorträgen aus dem Bereich Medizin und Life Sciences Auf der Bühne präsentieren sich erfahrene Slamer, wie Johannes Hinrich von Borstel, ebens wie inspirierte Newcomer, die in kurzen populärwissenschaftlichen Vorträgen ihre Forschungsprojekte oder ihre medizinischen Steckenpferde erklären – unterhaltsam, amüsant, authentisch und kreativ. Anschließend entscheidet das Publikum, bei welchem Slamer der Funke überspringt und wer am Ende gewinnt. Organisiert, moderiert und durchgeführt wird der Slam von Dr. Christine Tretow aus Marburg, einer Pionierin auf dem Gebiet der wortgewandten Wissenschaftsvermittlung.

Der erste Science Slam  in der Geschichte des Internistenkongresses.© Foto: Diether v. Goddenthow
Der erste Science Slam in der Geschichte des Internistenkongresses.© Foto: Diether v. Goddenthow

Termin: Montag, 6. Mai 2019, 20.00 Uhr
Ort: RheinMain CongressCenter / Saal 1 (Eingang Halle Süd)
riedrich-Ebert-Allee 1,
65183 Wiesbaden

Ab heute tagt der 125. Internistenkongress im RheinMain CongressCenter – Gelungene Rückkehr nach Wiesbaden

Bereits vom ersten Tag an ist der  125. Internistenkongress, nach seiner Rückkehr ins RheinMain CongressCenter nach Wiesbaden gut besucht. Impression aus dem Foyer des neuen RheinMain CongressCenters. Foto: Diether v. Goddenthow
Bereits vom ersten Tag an ist der 125. Internistenkongress, nach seiner Rückkehr ins RheinMain CongressCenter nach Wiesbaden gut besucht. Impression aus dem Foyer des neuen RheinMain CongressCenters. Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbaden, 4. Mai 2019 – Heute eröffnet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) ihren 125. Jahreskongress. Die Veranstalter erwarten vom 4. bis 7. April rund 8500 Teilnehmer im neu gebauten RheinMain CongressCenter: Ärzte und Wissenschaftler diskutieren hier neueste Erkenntnisse zu internistischen Erkrankungen. In 375 Sitzungen sowie 1215 Vorträgen und Postersitzungen referieren über 950 Experten. Der Kongress tagte die vergangenen vier Jahre im Mannheimer Rosengarten und kehrt nun zurück nach Wiesbaden, dem Sitz der Fachgesellschaft und dem Ort des 1. Kongresses, der von Friedrich Theodor von Frerichs geleitet wurde. Auf das Jahr des 125. Internistenkongresses fällt auch sein 200. Geburtstagsjubiläum, das die DGIM mit dem Kongress begeht. Der DGIM-Vorsitzende Professor Dr. med. Claus F. Vogelmeier aus Marburg stellt der Jahrestagung der Internisten das Leitthema „Digitale Medizin – Chancen, Risiken, Perspektiven“ voran.

Momentaufnahme aus dem Forum Junge Internisten. Halle Nord.Foto: Diether v. Goddenthow
Momentaufnahme aus dem Forum Junge Internisten. Halle Nord.Foto: Diether v. Goddenthow

Medizin-Apps, digitale Krankenakten, selbstlernende Algorithmen zur Diagnosefindung oder personalisierte Medizin: Die digitale Revolution beginnt bereits jetzt, den Arbeitsalltag in der Medizin dramatisch zu verändern. Grund genug, die Digitalisierung mit ihren Perspektiven und Chancen, aber auch Risiken zum Hauptthema des 125. Internistenkongresses zu machen. Namhafte Experten informieren bei der Jahrestagung über wichtige Entwicklungen des Themenfeldes und laden zur Diskussion ein. „Es ist mir ein Anliegen, die Digitalisierung der Medizin in ihren verschiedenen Facetten zu zeigen und zu diskutieren, weder verherrlichend noch ablehnend. Es liegt in unserer Verantwortung als Mediziner, ihre Entwicklung zu steuern – sonst übernehmen das andere für uns“, sagt der Kongresspräsident.

Darüber hinaus erwartet die Teilnehmer ein bewährt umfassendes und relevantes Fortbildungsangebot mit 375 Sitzungen. Wie gewohnt folgt es dem interdisziplinären Grundgedanken der Inneren Medizin und stellt Verbindungen zu allen medizinischen  Fachgebieten her. Schwerpunkte setzt Vogelmeier auf folgende Themen:
• Komorbidität/Multimorbidität
• Internistische Intensivmedizin
• Seltene Erkrankungen
• Nicht medikamentöse/nicht apparative Therapieverfahren
• Deutsche Zentren für Gesundheitsforschung

Als Pneumologe rückt Vogelmeier mit seinem Kongressteam dabei auch die Lungenerkrankungen in den Fokus und stellt unter anderem aktuelle Ergebnisse der vom Kongresspräsident geleiteten COSYCONET-Studie mit über 2.700 COPD-Patienten vor. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass nicht medikamentöse Therapieverfahren wie Reha-Angebote oder Programme zum Rauchverzicht zu selten genutzt werden, obwohl sie für den Therapieerfolg entscheidend sind. Diese und weitere Themen diskutieren Experten in den Symposien und bei täglichen Pressekonferenzen von 11.30 bis 12.30 Uhr auf dem Internistenkongress.

Industrieausstellung in den Hallen Nord (Bild) und Süd. Foto: Diether v. Goddenthow
Industrieausstellung in den Hallen Nord (Bild) und Süd. Foto: Diether v. Goddenthow

Auch über das wissenschaftliche Programm hinaus hält der Kongress in diesem Jahr einige Highlights bereit: Anlässlich des 200. Geburtstagsjubiläums von Friedrich Theodor von Frerichs präsentiert die DGIM eine Ausstellung über sein Leben und Wirken, im RheinMain CongressCenter wird eine Kunstoase mit Werken aus der Wiesbadener „Artothek“ zu finden sein und über die gesamte
Kongresszeit kommt ein Pflegeroboter im Bereich der DGIM Lounge zum Einsatz.

Am Rande des Kongresses warten zudem öffentliche Veranstaltungen auf die Bürger von Wiesbaden, darunter der Patiententag am 4. Mai 2019, die feierliche Abendveranstaltung anlässlich des Kongresses am Abend des 5. Mai 2019 und ein Science Slam am 6. Mai 2019.

Mit Mut und Menschlichkeit in die Krisengebiete der Welt – Eröffnung des Wiesbadener Patiententags 2019

Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Oliver Franz (r.) begrüßte im Namen der Stadt Wiesbaden  Festredner Dr. med. Tankred Stöbe und die Gäste der Auftaktveranstaltung zum Patiententag am 3.Mai 2019 im Ratsaal. Foto: Diether v. Goddenthow
Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Oliver Franz (r.) begrüßte im Namen der Stadt Wiesbaden Festredner Dr. med. Tankred Stöbe und die Gäste der Auftaktveranstaltung zum Patiententag am 3.Mai 2019 im Ratsaal. Foto: Diether v. Goddenthow

Zum Auftaktempfang des Patiententags anlässlich des 125. Internisten-Kongresses 2019 sprach der Notfall- und Intensivmediziner Dr. Tankred Stöbe von „Ärzte ohne Grenzen“ über „Psychosoziale Gesundheit von Menschen in Krisengebieten“. Der Notfallarzt und Intensivmediziner gab vor bald 20 Jahren mit 33 Jahren Job, Wohnung und Auto auf und bewarb sich bei »Ärzte ohne Grenzen«. Inzwischen hat er über 19 verschiedene Einsätze in 15 Krisen-Ländern der Welt absolviert.

Eine der häufigsten Fragen, wie man mit dem erfahrenen Leid und den Ungerechtigkeiten, denen sie bei ihren Einsätzen in Krisengebieten täglich begegnen, umgehen, sieht Dr. Stöbe so: „Mir stellen sich diese Fragen eher selten. Denn die betroffenen Menschen in den Krisengebieten sind es, die leiden. Als internationaler Helfer bin ich in mehrfacher Hinsicht privilegiert: Meist bekomme ich ausreichend zu essen und Schlaf, mein Aufenthalt in den Gebieten ist zeitlich begrenzt, und wenn ich erkranke oder die Sicherheitslage eskaliert, werde ich evakuiert.“ Nichts davon träfe auf die lokale Bevölkerung zu, die ja nicht nur unter körperlichen Krankheiten, sondern häufig auch an psychischen Problemen und Traumata leide.

Zu den psychosoziale Hauptbeschwerden zählten, laut einer Studie aus „Gaza /Palästina von 2005“ zu 29 % Angststörungen, 18 % Depressionen, 15 % Posttraumatische Belastungsstörungen und 11 % akute Stresserkrankungen. Dabei seien bei 15 % der Betroffenen die Ausprägung mild, bei 48 % mittel und bei 37 % schwerer Natur. Das Erstaunliche sei jedoch, dass es bei 92 % der Betroffenen nach durchschnittlich 6 Konsultationen über einen Zeitraum von 10 Wochen hinweg eine Besserung oder Heilung gab, lediglich bei je 4 % der Zustand gleich oder unklar blieb. Der Behandlungserfolg stünde jedoch in einem engen Zusammenhang mit der Häufigkeit der Traumatisierung, Laut einer MSF Studie des Medizinisch-psychologische Notfall-Programms in Gaza vom Januar 2005 wurden von 503 Patienten, wovon 45 % unter 15 Jahre alt waren, 18 % einmal, 53 % zwei- bis dreimal, und 28 % über 4mal traumatisiert. Zur Art der Erlebnisse, die traumatisierend wirken, zählen zu 70 Prozent Kampfhandlungen, zu 25 Prozent, wer selbst Opfer oder Zeuge von Gewalt werde, und zu 5 Prozent Tod innerhalb der Familie.
Besonderem psychosozialen Stress seien auch Migranten ausgesetzt, und zwar in mehrfacher Hinsicht: einmal durch Traumatisierungen vor der Flucht, dann durch die  Erlebnisse während der oftmals lebensgefährlichen Flucht über’s Mittelmeer und schließlich durch Traumatisierungen nach der Flucht im fremden Land, in Flüchtlingslagern und in Flüchtlingsunterkünften hierzulande. Bei Studien an Kliniken der Organisation von Ärzte ohne Grenzen in Griechenland und Serbien hätte sich beispielsweise gezeigt, dass innerhalb des untersuchten Personenkreises von 1054 Betroffenen unterschiedlicher Herkunftsländer (11 % unter 18 Jahren, 31 % Frauen, mit 3 traumatischen Erlebnissen) 30 % an Angststörungen, 20 % an Depressionen, 24 % an akuten Anpassungsstörungen und 7 % an Posttraumatischen Belastungsstörungen litten.

Erstaunlich sei aber wie beispielsweise Zahlen aus Gaza gezeigt hätten, dass bei 92 Prozent der Betroffenen Linderung oder gar Heilung ihrer psychischen traumabedingten Störungen durchaus möglich gewesen sei. Da Psychotherapeuten und Psychiater vor Ort fehlen oder gar nicht vorhanden wären, habe Ärzten ohne Grenzen aus dieser Not heraus ein Therapie-Modell entwickelt, bei dem mit 6 Konsultationen über einen Zeitraum von 10 Wochen erstaunliche Linderung der psychischen Probleme möglich gewesen seien. Und da es für Migranten auch hierzulande erheblich schwieriger sei, „einen Termin beim Psychologen und Psychiater zu bekommen und ein Jahr darauf zu warten bei akuten Belastungsstörungen zu lang sei “, so Dr. med. Stöbe, habe Ärzte ohne Grenzen etwas Undenkbares geschafft: Sie haben „einfach“ das Modell von Ärzten ohne Grenzen nach Deutschland übertragen und konnten mit dem St. Josef Krankenhaus in Schweinfurt ein Pilotprojekt realisieren. Dazu haben sie Menschen gefunden, die ebenfalls Fluchterfahrung hatten, die die jeweilige Kultur und Sprache kannten. Diese Menschen habe Ärzte ohne Grenzen in Art eines Screenings fachlich so trainiert, dass sie als Helfer mit Betroffenen diese Gespräche führen konnten, die in der Mehrzahl enorme entlastende Wirkung gezeigt hätten. Wenn aber bemerkt wurde, dass da jemand richtig psychisch krank war, konnte dieser sehr schnell an einen Psychiater weiter verwiesen werden. „Und so haben wir in wenigen Monaten über 400 Einzel- und 260 Gruppensitzungen machen können“, ist Dr. med. Stöbe sichtlich stolz darauf, dass das vereinfachte Behandlungsmodell von Ärzte ohne Grenzen auch in Deutschland weiterhelfen kann.

Befindet sich der Internist und Intensivmediziner Dr. Stöbe, der in Berlin mit einer Ärztin verheiratet ist, nicht in Krisengebieten der Welt im Einsatz, arbeitet er als leitender Notarzt in Berlin. Selbst, wenn er Kinder hätte, würde er sich wahrscheinlich weiterhin in Krisengebieten einsetzen lassen. Denn die humanitäre Hilfe von „Ärzte ohne Grenzen“ sei im Unterschied zur Entwicklungsarbeit den Prinzipien nach neutral, unabhängig, unparteiisch und unpolitisch und allgemein akzeptiert. Und sollte es mal zu gefährlich werden, würden die Teams ausgeflogen werden. Reich werde man natürlich nicht damit. Niemand ginge des Geldes wegen in Krisengebiete. Rund 1.600 Euro brutto erhält ein Arzt bei Ärzte ohne Grenzen.  Die Organisation finanziert sich mittlerweile praktisch ausschließlich aus Spenden, um ihre politische und allgemeine Unabhängigkeit zu bewahren.  Dr. Stöbe war Präsident der deutschen Sektion von »Ärzte ohne Grenzen« und wurde von der Bundesärztekammer für seine »Haltung und seine unerschütterliche Einsatzbereitschaft« mit der Paracelsus-Medaille ausgezeichnet.

mut-u-menschlichkeit2Wer mehr über Dr. med. Tankred Stöbes weltweiten Einsätze mit fundierten Hintergrundinformationen erfahren möchte, dem sei sein Buch „Mut und Menschlichkeit. Als Arzt weltweit in Grenzsituationen“ ans Herz gelegt. 192 Seiten, 14,99 Euro, erschienen im Fischerverlag, Frankfurt 2019.

PDF-Programm zum Patiententag am 4.Mai 2019:

Hinweis für Teilnehmer des Internistenkongresses:
Dr. med Tankred Stöbes referiert dort auch morgen noch einmal mit Kollegen zum Thema „Von Ebola bis Kardiologie: Beispiele aus der Nothilfe“. Sein Thema: „Moderne Kardiologie trotz Bürgerkrieg?“.
Saal 1 – Plenum 12:15 bis 13:45 Uhr im RheinMain-KongressCenter

Founder Summit 2019 – 5000 Besucher beim größten deutschen Gründertreffen im Wiesbadener RheinMain CongressCenter

Viele Besucher der 5000 Besucher wollen zum 5. Founder Summit 2020 wieder kommen.   Foto: Diether v. Goddenthow
Viele Besucher der 5000 Besucher wollen zum 5. Founder Summit 2020 wieder kommen. Foto: Diether v. Goddenthow

Unter dem Motto #biggerandbetter veranstaltete die Entrepreneur University vom 27. bis 28. April 2019 den „4. Founder Summit“, die größte europäische Business-Konferenz für Deutschlands Gründerszene. Gut 5000 Teilnehmer verwandelten das gesamte Wiesbadener RheinMain CongressCenter in einen riesigen bunten Campus, aufgeteilt in: Mainstage Halle Nord, Live-Pitch Arena im Foyer, Expo für 200 Aussteller und Expo Stage in Halle Süd EG. Das inhaltliche Herz des 4. Founder Summits schlug jedoch in den „Hörsälen“ des Campus Stages mit den Schwerpunkten: Startup Campus, Q& A Campus, Sales Campus, Financial Freedom Campus, Online Marketing Campus, Entrepreneur Campus und Mindset-Campus. Hier sorgten Deutschlands Top-Speakers von Andreas Buhr und Iskender Dirik über Jörg Löhr bis Bahar Yilmaz und viele andere gekonnt für eine lustvolle, bildreiche und lebendige Vermittlung   gewöhnlich eher trockener Themen.

Impression aus der stets brechend vollen Halle Nord des Rhein-Main CongressCenters mit Top-Speakern und Super-Acts auf der Hauptbühne. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression aus der stets brechend vollen Halle Nord des Rhein-Main CongressCenters mit Top-Speakern und Super-Acts auf der Hauptbühne. Foto: Diether v. Goddenthow

Wir wollen, dass ihr „ wirklich einfach Spass habt“, gab Moderatorin Sarah Elßer gleich zu Beginn des „4. Founder Summits“ die Marchrichtung vor. Neben Show-Acts sorgten Speakers und Headliner wie Unternehmer Ralf Dümmel („Die Höhle der Löwen“), Netzwerker Torben Platzer, Tech-Investor Frank Thelen und John Strelecky, bekannt durch den Bestseller „Das Café am Rande der Welt“ und Erfinder des Konzepts „Big Five for life“ für spannende Vorträge und gute Stimmung. Eines der Highlights war die Award-Show anlässlich der Verleihung des Next Level Awards 2019 in den sieben Kategorien „Startup“, „Entrepreneur“, „Online-Marketing“, „Sales“, „Content Creator“, „Newcomer Speaker“ und „Speaker“ sowie die Bekanntgabe des „Gewinner-Startups“ an „Naschlabor“. Den Scheck in Höhe von 1,5 Mio. Euro, gestiftet von ProSiebenSAT.1, überreichte Hessens neue Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus. Mit diesem Budget kann das Startup auf allen Kanälen und Plattformen der SAT.1-Gruppe eine groß angelegte Werbeoffensive für ihre Produkte starten. (mehr …)

„Von Kopf bis Herz“ Wiesbadener Patiententag der DGIM am 4. Mai 2019 im Rathaus anlässlich des 125. Deutschen Internistenkongresses

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Mit seiner 125. Auflage kehrt der Internationale Internistenkongress nach Fertigstellung des neuen RheinMain Congress-Centers von Samstag bis Dienstag, 4. bis 7. Mai 2019 nach Wiesbaden zurück unter dem Leitthema: „Digitale Medizin – Chancen, Risiken, Perspektiven“.
Der Internisten-Kongress ist einer der größten medizinischen Fachkongresse in ganz Deutschland. An den vier Kongresstagen werden 8.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, die sich in rund 400 Sitzungen mit über 1.000 Vorträgen über den neusten Stand der inneren Medizin informieren sowie fort- und weiterbilden.

Patiententag „Von Kopf bis Herz“ am Samstag, 4. Mai

Im Vorfeld des Internistenkongresses hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Wiesbaden einen Patiententag „Von Kopf bis Herz“ am Samstag, 4. Mai von 9.30 bis 16 Uhr organisiert.
Intention ist es, den Wiesbadener Bürgern aktuelles medizinisches Wissen des 125. Internistenkongresses direkt zugänglich zu machen. Besucher erwartet ein bunt gemischtes Programm mit neuesten Informationen, beispielsweise zur Gehirnerkrankung Demenz, unter der rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland leiden.

Knapp 60 Informationsstände und 30 Vorträge zu vielen verschiedenen medizinischen Themen erwarten die Besucherinnen und Besucher. Selbsthilfegruppen, Beratungsinstitutionen und deutschlandweit angereiste Medizinerinnen und Mediziner stehen den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern den ganzen Samstag zur Verfügung. Sie bieten Beratung sowie vielfältige Informationen und Mitmachangebote an. „Testen Sie beispielsweise Ihren Gleichgewichts- und Orientierungssinn mit einer Rauschbrille, lassen Sie Ihre Schilddrüse schallen und Ihre Blutwerte bestimmen oder führen Sie selbst eine Darmspiegelung am Modell durch“, sagt Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz, der herzlich zum Patiententag einlädt.

Die lehrreichen Vorträge sind in dreizehn Oberthemen gegliedert; so geht es unter anderem um „Asthma und COPD“, „Was tun im Notfall“ sowie „Stress und Ernährung beim Reizdarmsyndrom“. Anlässlich der Rückkehr des 125. Internistenkongresses nach Wiesbaden schenkt die DGIM dem Thema Demenz besondere Aufmerksamkeit. Neben dem Kurzzeitgedächtnis und Denkvermögen können auch Sprache und Motorik betroffen sein, wenn Patienten unter Demenz oder einer ihrer Unterformen leiden. Doch mit der Unterstützung durch Angehörige, Freunde und Ärzte lässt sich der Alltag auch hier leichter gestalten. Parallel zu einem Vortrag zum aktuellen Wissensstand bei Demenz zeigt das Galli Präventionstheater Wiesbaden auch ein Theaterstück zur Demenz „Hast du schon vergessen?“. Das Theaterstück leitet eine Diskussionsrunde über das Thema Demenz ein, in der Vertreter unterschiedlicher Fachrichtungen zum aktuellen Stand der Wissenschaft, Forschung und Pflege referieren. „Durch medizinische Informationen können Ärzte den Betroffenen vorhandene Ängste nehmen“, sagt Dr. Schütz. „Es ist uns eine besondere Ehre und Freude, dass das Stück eigens für die DGIM und den Patiententag entstanden ist und im Rahmen dessen auch kostenlos aufgeführt wird“, sagt Dr. med. Norbert Schütz, der langjährige Organisationsleiter des Patiententags.

„Die DGIM und das Gesundheitsamt haben wieder ein breites Programm auf die Beine gestellt. Es lohnt sich, dieses schöne und kostenlose Angebot zu nutzen“, betont die Amtsleiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Kaschlin Butt.

Die Selbsthilfe wird – das ist bereits Tradition – beim Patiententag durch eine Preisverleihung der Marion und Bernd Wegener Stiftung besonders hervorgehoben. Preistragende werden auch in diesem Jahr wieder Gruppen sein, die sich im besonderen Maße engagieren.

Die genauen Themen und Uhrzeiten können dem Programmheft entnommen werden, das in vielen Wiesbadener Einrichtungen ausliegt und auch im Internet (Suchwort: Patiententag 2019) abgerufen werden kann.

Für weitere Informationen steht die Kommunale Gesundheitsförderung des Gesundheitsamtes unter Telefon (0611) 313777 oder 312074 sowie per E-Mail an gesundheitsfoerderung@wiesbaden.de gerne zur Verfügung.

RheinMain CongressCenter – Bilanz nach einem Jahr Veranstaltungsbetrieb

Impression RMCC - Foyer-Situation. © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression RMCC – Foyer-Situation. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das RheinMain CongressCenter (RMCC) im Herzen von Wiesbaden feierte am 13. April 2018 seine offizielle Eröffnung. Ein Jahr RMCC bedeutet in Zahlen ausgedrückt: 132 Veranstaltungen mit rund 190.000 Besuchern und eine große Vielfalt an unterschiedlichen Veranstaltungsformaten und -konzepten, die den Weg nach Wiesbaden und ins RMCC gefunden haben. Von Medizinkongressen mit knapp 4.000 Teilnehmern, über Produktpräsentationen von Automobilherstellern, großen Publikumsmessen zum Thema veganer Lebensstil und e-Mobilität oder Unterhaltungsveranstaltungen in der großen Halle Nord.

RMCC Außenansicht Halle Nord. © Foto: Diether v. Goddenthow
RMCC Außenansicht Halle Nord. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz zieht eine positive Bilanz: „Beim Bau des RheinMain CongressCenters wurde größtmöglichen Wert auf Flexibilität gelegt. Ein Jahr Veranstaltungsbetrieb hat gezeigt, dass sich die Planung, verschiedenartige und insbesondere parallel stattfindende Veranstaltungen abzubilden, in der Realität bewährt. Im tatsächlichen Betrieb fanden bis zu drei Veranstaltungen gleichzeitig statt. Damit haben wir unsere Planvorgaben für 2018 sogar übertroffen“.

So vielfältig wie die Nutzungsmöglichkeiten des Hauses sind, so vielfältig ist auch das Spektrum an Veranstaltungsformaten aus unterschiedlichen Branchen, die im RMCC durchgeführt werden.

„Zahlreiche der Veranstalter haben bereits jetzt für die kommenden Jahre Folgeverträge abgeschlossen. Dies ist für uns ein wertvoller Beleg, dass sich die Veranstalter mit unserem Haus identifizieren und in Wiesbaden wohlfühlen“, führt Martin Michel, Geschäftsführer des RMCC, aus.

RMCC beim 2. Gesundheitstag in Halle Süd. © Foto: Diether v. Goddenthow
RMCC beim 2. Gesundheitstag in Halle Süd. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das RMCC durfte Austragungsstätte zahlreicher gesellschaftlicher Veranstaltungen, wie dem „Ball des Sports“, Jahresempfängen, Preisverleihungen, Jubiläen und Jahresausklängen sein. Der Großteil der Veranstaltungen war und sind Firmenkongresse, -tagungen, und –meetings mit 500 bis 1.000 Personen. Diverse Publikumsveranstaltungen haben im ersten Jahr für ein „volles Haus“ gesorgt, so z. B. Gastspiele des Rheingau Musik Festivals, die Comedians Bülent Ceylan, Mario Barth und Dr. Eckart von Hirschhausen sowie die Ehrlich Brothers. Sogar einen Rekord hat das RMCC schon aufgestellt – mit dem größten Science Slam, der jemals in einer Halle stattgefunden hat (4.700 Besucher). Neben Showauftritten war das Haus zu Publikumsmessen wie der „wir heiraten!“, „Messe Lateinamerika“, „VeggieWorld“, „Kreativ Wiesbaden“ oder der „Internationalen Motorradausstellung“ geöffnet. Mit diversen Bundes- und Landesparteitagen sowie Mitgliederversammlungen fanden zudem politische Veranstaltungen im RMCC statt.

Ein Jahr RMCC bedeutet auch gelebte Nachhaltigkeit. Neben der Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) in Platin, wurde das RMCC unter dem Dach der TriWiCon zum ÖKOPROFIT Betrieb ausgezeichnet. Im Oktober 2018 folgte der „DGNB-Diamant“ für herausragende gestalterische und baukulturelle Qualität. Auch nimmt das RMCC als Teil der TriWiCon an der INITIATIVE ENERGIEEFFIZIENZ NETZWERKE am Energieeffizienz-Netzwerk ÖKOPROFIT Klub Wiesbaden 2018-2020 teil.

RMCC während der Veggie-World und Paracelsus-Messe. © Foto: Diether v. Goddenthow
RMCC während der Veggie-World und Paracelsus-Messe. © Foto: Diether v. Goddenthow

Für 2019 ist der Veranstaltungskalender bereits gut gefüllt. Bis Ende des Jahres sollen 100 Veranstaltungen planmäßig stattgefunden haben, darunter auch zahlreiche Kongresse und Tagungen von Wiesbadener Firmen und Institutionen, beispielswiese aus der Versicherungs-, Medizin- oder Verlagsbranche.

Im ersten Quartal 2019 durfte das RMCC einige bekannte „Gesichter“ nach Neubau und Eröffnung wieder zurück in Wiesbaden begrüßen. So fanden die Veranstaltungen VeggieWorld und Paracelsus Messe, die ReWoBau, die Teddybär Welt, die Internationale Fachausstellung für das Schuhmacherhandwerk Inter-Schuh Service sowie der internationale Fachkongress für Naturheilkunde Interbiologica statt. Besonders erfreulich sind dabei Doppelbuchungen des RMCC und des Kurhauses Wiesbaden, so beispielsweise von der DER Touristik Partner-Service (DTPS), die ihre Jahrestagung mit einem Abschlussabend im Kurhaus kombinierten.

Das RMCC bereitet sich derzeit auf die Rückkehr des für Wiesbaden traditionsreichen Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) im Mai mit knapp 8.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor.

 

Darüber hinaus findet der innovative „The Founder Summit“ statt, Deutschlands größtes Event für Startup-Gründer, Entrepreneure und Intrapreneure. Im Mai werden über 1.000 Teilnehmer zum 45. Germany Travel Mart™ (GTM), dem weltweit größten Incoming-Workshop für das Reiseland Deutschland erwartet, darunter rund 600 internationale Reiseeinkäufer und Fachjournalisten.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Kostenfreie Führungen durch das RMCC zum ersten Geburtstag
Im Rahmen des ersten Geburtstages veranstaltet das RMCC für Interessierte Führungen durch das Haus. Die Führungen sind kostenfrei. Die Teilnahme ist auf 40 Personen pro Führung begrenzt. Teilnahme nur durch vorheriger Anmeldung über die Tourist Information, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden, Telefon 0611-1729-930 oder per E-Mail an touristservice@wiesbaden-marketing.de.

Termine:
Samstag, 20. April 2019 um 12.30 Uhr und 13.45 Uhr
(jeweils in zwei Gruppen à 40 Personen)

Gründer, Speaker und Aussteller treffen sich Ende April zum größten Event der Szene im RheinMain CongressCenter Wiesbaden

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Zum größten Mega-Event für die Gründerszene des Rhein-Main-Gebiets verspricht das diesjährige – in vierter Auflage – veranstaltete „Founder Summit“ zu werden. Vom 27.4. bis 28.4.2019 werden laut Veranstalter rund 5000 Jungunternehmer, Investoren, Top-Speaker, Startup´s und interessierte, lernwillige Menschen im RheinMainCongressCenter erwartet. Tickets gibt es ab 99 Euro. (mehr )

Geballte-Gesundheit im RheinMain-CongressCenter – Veggie-World und Parcelsus-Messe noch bis 10.2.2019 „Back to the Roots“

Durchprobieren auf der Veggie-World Wiesbaden, vom 8. bis 10.Februar 2019 im RMCC. © Foto: Diether v. Goddenthow
Durchprobieren auf der Veggie-World Wiesbaden, vom 8. bis 10.Februar 2019 im RMCC. © Foto: Diether v. Goddenthow

Nach vierjähriger Bauzeit des RheinMain CongressCenters sind Veggie-World und die Parcelsus-Messe wieder nach Wiesbaden, zu ihren Wurzeln, zurückgekehrt und können noch bis zum 10.Februar 2019 für 13 Euro (Doppelticket) von jeweils 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Veggieworld

Impression von der Veggie-World Wiesbaden. Man kann hier auch Veggie-Bürger und viele andere vegane  Gerichte an Ständen kaufen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression von der Veggie-World Wiesbaden. Man kann hier auch Veggie-Bürger und viele andere vegane Gerichte an Ständen kaufen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wussten Sie, dass die VeggieWorld als erste Messe ihrer Art überhaupt in Wiesbaden 2011 das Licht der Welt erblickte, damals gestartet mit 21 Ausstellern? Heute zeigen in der Messe für den veganen Lebensstil, die mittlerweile bundesweit ihre Zelte aufschlägt, allein in Wiesbaden rund 140 Aussteller ihr beeindruckendes Angebot.

Sonnenblumen- und andere Sprossen, so gesund und vielfältig verwendbar. © Foto: Diether v. Goddenthow
Sonnenblumen- und andere Sprossen, so gesund und vielfältig verwendbar. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Weil alles, was wir konsumieren, Auswirkungen – auf unseren Körper, auf Tiere, andere Menschen und auf die Umwelt“  hat, haben  die Veranstalter  mit der Veggieworld eine Plattform geschaffen, die Lust auf einen pflanzlichen Lebensstil macht. Bei der VeggieWorld, so die Veranstalter,  geht es also nicht um Verzicht, sondern um Gewinn. Nicht um Dogmatismus, sondern um Vielfalt. Nicht um Moralpredigten, sondern um die Freude an neuen Möglichkeiten. Hier können Besucher Produkte entdeckten, die es noch nicht in der Regel im Supermarkt  gibt und veganen Genuss kennen lernen.

Veganes Gemeinschaftskochen am Neuform-Stand. © Foto: Diether v. Goddenthow
Veganes Gemeinschaftskochen am Neuform-Stand. © Foto: Diether v. Goddenthow

Besucher können mit den Machern, Produzenten, Köchen und Repräsentanten der Szene direkt an den Ständen, bei Vorträgen oder in Koch-Shows oder Lehrgängen Tipps und Tricks rund ums vegane Leben erfahren und Produkte verkosten beziehungsweise ausprobieren. Präsentiert werden auch rein pflanzlich produzierte Kleidung und Kosmetika, die, so der Veranstalter, keinen Kompromiss mehr in Sachen Form, Farbe und Style machen. Ob man nun vegan isst oder sich doch auch mal Spiegeleier als Vegetarier erlaubt, oder es nicht so dogmatisch sieht, und gern mal ein Steak von glücklichen Kühen (Freilandrindern) verzehrt – Freunde des gesunden Essens werden beim Rundgang auf der VeggieWorld ihren Spass haben. Und erstaunlicherweise schmecken auch Mischkostenhängern wie mir, beispielsweise vegane Fleisch-, Fisch- und Käse-Alternativen auf Tofu-Basis, etwa von „Lord of tofu“, die von Lesern des bioverlag.de als „Bestes Bio 2019″ ausgezeichnet wurden.

Eine gelungene preiswerte Innovation ist mit Sicherheit der Safti, mit dessen Hilfe man den Saft der Zitrusfrüchte direkt von der Frucht ins Glas zu gießen vermag.© Foto: Diether v. Goddenthow
Eine gelungene preiswerte Innovation ist mit Sicherheit der Safti, mit dessen Hilfe man den Saft der Zitrusfrüchte direkt von der Frucht ins Glas gießen kann.© Foto: Diether v. Goddenthow

Mein absolutes Messe-Highlight ist übrigens der „Safti“, ein genialer patentierter Entsafter- und Saft-Spender, den man von oben in die Zitrone, Organe oder Pampelmuse reindreht und dann den Saft durch entsprechendes Drücken auf die Frucht direkt genieren und wie aus einem Kännchen ins Glas gießen kann.

Wer also samstags und sonntags mal etwas anderes erleben und probieren und sich dabei noch „angesagt“ gesund fühlen möchte, dem sei die VeggieWorld wärmstens empfohlen, zumal man dann den gesundheitlich Aspekt noch mit einem Parallel-Besuch der Paracelsus-Messe in Halle Süd aufgleicher barrierefreier Ebene verbinden kann.
Rahmenprogramm
Aussteller

Paracelsus-Messe

Auf der Gesundheitsmesse Paracelsus im Wiesbadener RMCC werden  vor allem Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Medizin, Prävention, gesunde Ernährung, Naturheilkunde und Wellness präsentiert.© Foto: Diether v. Goddenthow
Auf der Gesundheitsmesse Paracelsus im Wiesbadener RMCC werden vor allem Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Medizin, Prävention, gesunde Ernährung, Naturheilkunde und Wellness präsentiert.© Foto: Diether v. Goddenthow

Auch die Paracelsus-Messe ist wieder ins Rhein-Main CongressCenter  zurückgekehrt. Wussten Sie, dass die Paracelsus-Messe Deutschlands älteste und mit über 140 Ausstellern und 20 000 Besuchern bis heute eine der größten Gesundheitsmessen Deutschlands ist? Was einstmals recht esoterisch begann, macht heute doch insgesamt einen wissenschaftlicheren, geerdeteren Eindruck, wenngleich auch Anhänger von Klangschalen voll auf Ihre Kosten kommen.

Sehr beliebt sind die kostenlosen Testbehandlungen am Stand "Mobiles Shiatsu.© Foto: Diether v. Goddenthow
Sehr beliebt sind die kostenlosen Testbehandlungen am Stand „Mobiles Shiatsu.© Foto: Diether v. Goddenthow

Das leicht modernisierte Messekonzept ist in diesem Jahr deutlicher auf die Themen Gesundheit, alternative Heilmethoden, Achtsamkeit und Wellness gerichtet, wobei Ideen, Lösungsansätze und Dienstleistungen rund um eine gesunde Lebensführung präsentiert werden. Auch hier haben die Besucher wie bei der VeggieWorld die Möglichkeit, am Stand, nach Vorträgen oder Präsentationen Experten aus vielen komplementär-medizinischen Disziplinen zu sprechen oder sich beraten zu lassen. Man kann natürlich auch Produkte auszuprobieren und zu günstigeren Messepreisen zu erwerben. Immer auch sehr beliebt ist es, Tests und Untersuchungen direkt in der Messehalle durchführen zu lassen und dabei vielleicht neue und bewährte Therapieansätze kennenzulernen.

Ein Hauch von Esoterik ist geblieben. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ein Hauch von Esoterik ist geblieben. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Aussteller zeigen vor allem Produkte und Dienstleistungen aus folgenden Bereichen
Pharmazie & Medizintechnik
Kliniken & Pflegeeinrichtungen
Gesunde Ernährung & Gesundes Leben
Naturheilkunde & Alternativmedizin
Prävention & Rehabilitation
Wellness & Reisen
Vitalität & Entspannung
Naturkosmetik & Naturprodukte

Das Bühnen-Rahmenprogramm

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

RMCC: Die ersten 100-Tage „mit Bravour gemeistert“

RheinMain CongressCenter Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow
RheinMain CongressCenter Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die ersten 100 Tage sind ein Gradmesser, gelten als wegweisend und als Indiz für die weitere erfolgreiche Arbeit. „Unser neues RheinMain CongressCenter hat die 100-TageFrist mit Bravour gemeistert“, freut sich Wiesbadens Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel angesichts der zahlreichen Messen und Veranstaltungen, die bisher im RMCC stattgefunden haben. Dazu zählen diverse Firmenveranstaltungen, der Bundesparteitag der SPD, die Landesparteitage von CDU und SPD und die Landesmitgliederversammlung der Grünen in Hessen aber auch Publikumsveranstaltungen wie die Gastspiele der Ehrlich Brothers und von Bülent Ceylan.

„Das Haus hält, was es verspricht“, kommentiert Martin Michel, Geschäftsführer des RMCC, die überaus positive Resonanz zahlreicher Veranstalter, die bereits Folgeverträge angefragt haben. Im RheinMain CongressCenter tagten unter anderem Cybersicherheitsexperten, Steuerberater, es fanden das internationale Management-Forum für Gemeinschaftsgastronomie und das Automotive Forum statt. Deutschlandweite Beachtung fand der Deutsche Bauerntag, der zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder in Hessen durchgeführt wurde. Bei der Tagung mit rund 700 Delegierten aus der Landwirtschaft bewährten sich die geplanten Synergieeffekte zwischen dem RheinMain CongressCenter und dem Kurhaus Wiesbaden: Getagt wurde im RMCC, die festliche Abendveranstaltung wurde im Kurhaus gefeiert. So auch während der zweitägigen Branchenveranstaltung „MEXCON 2018“.

400 nationale und internationale Vertreter aus der Veranstaltungsbranche lernten neben dem RMCC bei Abendveranstaltungen das Jagdschloss Platte wie auch das Kurhaus und die Tagungsdestination Wiesbaden kennen. Innerhalb der ersten 100 Tage haben im RMCC nahezu 40 Veranstaltungen stattgefunden, die meisten davon waren mehrtägige Tagungen oder Kongresse großer Firmen wie SAP oder der Deutschen Bahn, öffentliche Veranstaltungen, wie Konzerte und Messen, aber auch Sommerfeste und andere Firmenveranstaltungen.

Auch die Publikumsveranstaltung „Kreativ Wiesbaden“, eine Eigenveranstaltung des RMCC, war mit rund 15.000 Besuchern ein voller Erfolg. Wer das RMCC kennenlernen möchte, hat im Jahresverlauf bei Führungen Gelegenheit dazu. Wie bereits vor und während des Neubaus, setzt man auf die Einbeziehung der Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger. Sie konnten das neue Veranstaltungszentrum kürzlich beim „Tag der Architektur“ besichtigen, zum „Tag der Nachhaltigkeit“ im September sind ebenfalls kostenfreie Führungen geplant. Bis Ende dieses Jahres werden im RheinMain CongressCenter insgesamt rund 80 Veranstaltungen in unterschiedlichen Segmenten durchgeführt. Auch ein Wasserschaden, ausgelöst während der Eröffnung in einem Teilsegment in der großen Halle Nord, beeinträchtigt den Veranstaltungsbetrieb in keiner Weise.

„Zwischen der Übergabe des neuen Veranstaltungshauses und der Inbetriebnahme hatten wir keine Probephase“, betonen Bendel und Michel, und zeigen sich umso zufriedener, dass „man gut gestartet ist“. Die Ablaufprozesse haben sich eingespielt und werden kontinuierlich verbessert. Beide loben auch die gute Kooperation mit den Partnern „contipark“ und dem Kuffler Congress Catering. „So kann es weiter gehen.“