Kategorie-Archiv: Denkmäler – Kulturerbestätten

Rosenfest „Im Namen der Rose“ auf auf der Märchen-Burg Sooneck  am Rhein – 8. Juli 2018

Burg Sooneck. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer
Burg Sooneck. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer

Ganz im Zeichen der Rose präsentiert sich am Sonntag, 8. Juli, die sagenumrankte Burg Sooneck von 10 bis 18 Uhr. Unter dem Motto „Im Namen der Rose“ bietet die von Rosen bewachsene Märchenburg am Rhein die ideale Kulisse für eine zauberhafte und „rosige“ Veranstaltung. Alle Besucher erleben an diesem Tag zauberhafte Stunden hoch oben über dem UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal. Im Mittelpunkt des Rosenfestes steht der Markt rund um die „Königin der Blumen“. Die Besucherinnen und Besucher können sich verführen lassen vom Duft des Rosenwassers, von aromatisierten Tees und vielen anderen rosigen Produkten. Für Musik, ein spezielles Programm für Kinder sowie für Speis‘ und Trank ist gesorgt.

Die Burg Sooneck wurde 1271 erstmals urkundlich erwähnt, war jedoch schon bald in einem schlechten baulichen Zustand und wurde im Jahr 1689 von französischen Truppen zerstört. Das Gemäuer über dem Engtal zwischen Bingen und Koblenz lag lange im Dornröschenschlaf. Bis im April 1834 die vier preußischen Prinzen (Friedrich Wilhelm, Wilhelm, Carl und Albrecht) die Burgruine erwarben und deren Wiederaufbau beschlossen: „Alles sehr einfach im Sinne einer königlichen Jagdburg“, lautete die Weisung an den Baumeister. Das Mittelalter diente dabei als Richtschnur, um das Vorhandene bewohnbar zu machen. Ein Glücksfall für den heutigen Besucher. Denn vieles – so Bergfried und Palas – ist noch in seiner originalen Substanz erhalten.

Eingebettet ist das Rosenfest in das Europäische Kulturerbejahr 2018 (ECHY). Unter dem Motto SHARING HERITAGE engagieren sich in diesem Jahr Einrichtungen wie Museen, Vereine und Stiftungen sowie viele Privatpersonen. Im Rahmen des bundesweiten Aktionsjahrs „Zu Tisch! Genießen in Schlössern und Gärten“ begibt sich die GDKE das ganze Jahr über auf kulinarische Reisen und macht am Sonntag, 8. Juli, Station auf Burg Sooneck mit einem einzigartigen Rosenfest.

„Museum des Monats“ und „Denkmal des Monats“ würdigen Engagement für Kultur Neue Auszeichnungen ehren vor allem Perlen im ländlichen Raum

Museum Castellum, Kasteler Museumsufer - 55252 Mainz-Kastel. © Foto: Diether v. Goddenthow
Museum Castellum, Kasteler Museumsufer – 55252 Mainz-Kastel. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die beiden neuen Aktionen „Museum des Monats“ und „Denkmal des Monats“ auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Beide Auszeichnungen sollen vor allem das Engagement der Bürgerinnen und Bürger ehren, die sich für Kultur in ihrem Heimatort einsetzen. Die Preise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Wer an Museen in Hessen denkt, hat oft die großen Flaggschiffe vor Augen: Unsere Landesmuseen in Wiesbaden, Darmstadt und Kassel zum Beispiel oder die großartigen Häuser in Frankfurt mit Kunst aus aller Welt. Aber die vielfältige Kulturlandschaft Hessens lebt auch von kleinen Perlen auf dem Land, die oft von Ehrenamtlichen liebevoll betreut werden, wie Heimat, Spielzeug- oder Handwerksmuseen. Sie wollen wir mit unserer neuen Auszeichnung in den Mittelpunkt rücken.“

Die Vorauswahl der Kandidaten für das „Museum des Monats“ übernimmt der Hessische Museumsverband. Er leitet auch die Museumsförderung des Landes Hessen an die privaten Museen weiter und hat so einen Überblick über die Qualität der einzelnen Einrichtungen. Drei Auswahlkriterien nimmt der Museumsverband als Grundlage: Erstens müssen die Museen die Mindestanforderungen an ein Museum erfüllen. Sie sind festgeschrieben, auf der Website des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst einsehbar und beinhalten zum Beispiel Grundsätze wie Inventarisation, regelmäßige Öffnungszeiten oder systematische Bildungsarbeit. „Museum des Monats“ soll zudem werden, wer besonders qualitätsvolle Museumsarbeit wie abwechslungsreiche Vermittlung, besonders sehenswerte Ausstellungen oder gute Forschung vorweisen kann. Außerdem sollen mit der Auszeichnung bevorzugt Museen im ländlichen Raum geehrt werden.

„Als zweite Auszeichnung haben wir das ‚Denkmal des Monats‘ ins Leben gerufen. In Hessen stehen zahlreiche Objekte unter Denkmalschutz. Und auch hier gibt es neben imposanten Monumenten wie etwa dem Dom in Fulda jede Menge kleinerer Objekte, die weniger im öffentlichen Bewusstsein verankert sind, aber genauso ihre eigene, erzählenswerte Geschichte haben. Kulturdenkmäler sind Zeugnisse der Heimat- und Landesgeschichte und identitätsstiftend für die hessischen Bürgerinnen und Bürger. Nicht selten werden sie zudem von ihnen restauriert und gepflegt. Dieses Engagement wollen wir ebenso würdigen“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ können Personen, Initiativen oder Körperschaften erhalten. Sie sollen sich bei der Erhaltung ihrer Denkmäler in besonderer Weise verdient gemacht haben. Vorgestellt werden denkmalpflegerische Maßnahmen, die individuell, mit handwerklich-technischer Qualität und besonderem Engagement ausgeführt wurden. Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen wählt die Preisträgerinnen und Preisträger aus den Bewerbungen für den Hessischen Denkmalschutzpreis aus.

Die Urkunden „Museum des Monats“ und „Denkmal des Monats“ sowie das Preisgeld werden von Kunst- und Kulturminister Boris Rhein persönlich vor Ort überreicht. Die Preisträger werden zudem auf kunst.hessen.de vorgestellt.

„Ich freue mich sehr darauf, mit dem ‚Museum des Monats‘ und dem ‚Denkmal des Monats‘ auf Entdeckungsreise durch Hessen zu gehen. Vor allem der ländliche Raum ist voller kultureller Schätze – die wir gemeinsam bekannter machen wollen“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Mindestanforderungen an ein Museum
Als Museum ist nur eine Einrichtung anzusehen, die über ein tragfähiges Museumskonzept verfügt und darüber hinaus folgende Mindestanforderungen erfüllt, die bereits in den „Grundlinien eines Konzepts der hessischen Museumsentwicklung“ in Ziffer 1.4. genannt sind.1
Dies sind im wesentlichen:
• Ausstellungswürdige Bestände, die dauernd oder langfristig dem öffentlichen Museumszweck gewidmet sind
• Bearbeitung der Bestände einschließlich Inventarisation
• Pflegliche Behandlung des Museumsgutes nach konservatorischen, restauratorischen und präparatorischen Gesichtspunkten
• Bereitschaft, die Bestände für die wissenschaftliche Forschung zu nutzen und nutzbar zu machen
• geeignete Ausstellungsräume und Depots
• regelmäßige Öffnungszeiten
• systematische Bildungsarbeit, bei der didaktische und pädagogische Grunderfordernisse beachtet werden
• eine dem Museumszweck entsprechende personelle und sachliche Ausstattung und Finanzierung.

Nur wenn diese Anforderungen erfüllt sind, trägt das Museum erfolgreich dazu bei, dass die Besucher ausgesuchte Museumsobjekte in geeigneter Weise bereitgestellt finden, über naturwissenschaftliche, technische, kultur- und kunsthistorische Entwicklungen informiert werden, im Museum Kenntnisse zum Verständnis von Gegenwart und Vergangenheit erwerben und den Museumsbereich als Möglichkeit der Weiterbildung und als Freizeitangebot annehmen.

Frankfurt hat wieder ein Herz – die neue Frankfurter Altstadt ist eröffnet

Das  Herz von Frankfurt schlägt wieder: Die teilrekonstruierte Kernstadt vom Krönungsweg aus geblickt auf das Häuserensemble am Hühnermarkt mit Stoltzebrunnen kurz vor dem offiziellen Zerschneiden des Bandes. Foto: Diether v. Goddenthow
Das Herz von Frankfurt schlägt wieder: Die teilrekonstruierte Kernstadt vom Krönungsweg aus geblickt auf das Häuserensemble am Hühnermarkt mit Stoltzebrunnen kurz vor dem offiziellen Zerschneiden des Bandes. Foto: Diether v. Goddenthow

Bei herrlichstem Kaiserwetter und dem Geburtstag von Altoberbürgermeisterin Petra Roth, die erheblichen Anteil daran hatte, dass es überhaupt zu einer Teilrekonstruktion der Frankfurter Altstadt kam, eröffnete Oberbürgermeister Peter Feldmann gemeinsam mit viel Frankfurter Prominenz heute die neue Frankfurter Altstadt samt neuem Zugang zum Kunstverein.

Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der DomRömer, Mike Josef Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, Oberbürgermeister Peter Feldmann,  Petra Roth, Oberbürgermeisterin a.D., Stephan Siegler, Stadtverordnetenvorsteher. Foto: Diether v. Goddenthow
Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der DomRömer, Mike Josef Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, Oberbürgermeister Peter Feldmann, Petra Roth, Oberbürgermeisterin a.D., Stephan Siegler, Stadtverordnetenvorsteher. Foto: Diether v. Goddenthow

Die mit dem Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt beauftragte DomRömer GmbH konnte anschließend nach und nach die Bauzäune rund um das städtebauliche Jahrhundertprojekt im Herzen der Mainmetropole beseitigen , so dass  gegen 14 Uhr auch die Frankfurter  ihre teilrekonstruierte  Altstadt, das wiederbelebte Herz von Frankfurt, in  Augenschein nehmen konnten.

35 Häuser – davon 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten – sind auf den historischen Parzellen der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Altstadt entstanden. Straßenzüge wie der bekannte Krönungsweg zwischen Dom und Römer oder die Gasse „Hinter dem Lämmchen“ können seit Mittwoch, 9. Mai, von den Bürgern auf eigene Faust erkundet werden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien feierten gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josef diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zur neuen Frankfurter Altstadt.
„Mit der Altstadt geben wir der Stadt ein Stück Herz und Seele zurück“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt können sich nun das neue Quartier aneignen, ein Stück Frankfurter Geschichte erleben. Neben Stadtreparatur ist es mit der neuen Altstadt gelungen, wesentliche Momente der Frankfurter Stadtgeschichte in die heutige Zeit zu transportieren. Die Stadt wird so ein lebendiges Viertel gewinnen, das vor allem für die Frankfurterinnen und Frankfurter Anziehungspunkt sein wird.“

Rund um den Hühnermarkt. Bürger nehmen ihre neue Alterstadt, das Herz von Frankfurt, in Besitz. Foto: Diether v. Goddenthow
Rund um den Hühnermarkt. Bürger nehmen ihre neue Alterstadt, das Herz von Frankfurt, in Besitz. Foto: Diether v. Goddenthow

Ab Mitte Mai beziehen die ersten Bewohner ihr neues Zuhause. Parallel beginnt der Innenausbau der Ladenflächen in den Erdgeschossen. Über 20 Geschäfte, darunter eine Apotheke, ein Metzger, ein Blumenladen, ein Juwelier und mehrere gastronomische Angebote bereichern künftig das neue Stadtviertel. Im Laufe des Sommers werden die Arbeiten an den Geschäften abgeschlossen sein. Im August öffnet der Archäologische Garten. Vom 28. bis zum 30. September feiert Frankfurt mit einem Fest die neue Altstadt.

Quasi in einem Aufwasch wurde der neue Zugang von der Altstadt zum Frankfurter Kunstverein, einen der ältesten Kunstvereine Deutschlands überhaupt, ebenfalls eröffnet. v.l.Oberbürgermeister Peter Feldmann, Luminita Sabau, Freie Kuratorin, Fransiska Nori, Leiterin des Frankfurter Kunstvereins und Mike Josef Planungsdezernent der Stadt Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow
Quasi in einem Aufwasch wurde der neue Zugang von der Altstadt zum Frankfurter Kunstverein, einen der ältesten Kunstvereine Deutschlands überhaupt, ebenfalls eröffnet. v.l. Oberbürgermeister Peter Feldmann, Luminita Sabau, Freie Kuratorin, Fransiska Nori, Leiterin des Frankfurter Kunstvereins und Mike Josef Planungsdezernent der Stadt Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow

„Heute ist ein besonderer Tag für uns alle“, erklärte Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der DomRömer GmbH. „Wir haben sehr lange auf diesen Moment hingearbeitet. Mein Dank geht an alle, die uns auf diesem Weg konstruktiv begleitet haben. Die Altstadt ist ein Viertel für die Bürgerinnen und Bürger. Die Vielfalt der alten und neuen Gebäude, das handwerkliche Detail und die neu entstandenen Blickachsen haben bereits in den vergangenen Monaten viele Frankfurter begeistert. Wir freuen uns auf die vielen Menschen, die in den kommenden Tagen und Wochen ‚ihre‘ Altstadt wieder in Besitz nehmen. Frankfurt verfügt über eine reichhaltige Geschichte, die hier, an dieser Stelle, begonnen hat. Der Archäologische Garten mit den Funden aus der Römer- und Karolingerzeit, die unterschiedlichen Bau- und Architekturstile, die man an den Häusern ablesen kann – all das fügt sich in der Altstadt zu einem erlebbaren Stück Geschichte zusammen.“

Der Blick vom Krönungsweg über den Römer auf die Banken-Skyline der Finanzmetropole. Foto: Diether v. Goddenthow
Der Blick vom Krönungsweg über den Römer auf die Banken-Skyline der Finanzmetropole. Foto: Diether v. Goddenthow

Älteste Dampflok Deutschlands wird aus dem Rhein geborgen

Lok „Der Rhein“ im Rampenlicht. © Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“
Lok „Der Rhein“ im Rampenlicht. © Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“

Sie ist das älteste Denkmal deutscher Eisenbahngeschichte und ein wertvolles Gut der Industriekultur – die Dampflok „Der Rhein“. 1852 in den Kessler-Werken in Karlsruhe gebaut, fiel sie im selben Jahr auf dem Weg zu ihrem Einsatzort auf der Bahnstrecke Düsseldorf-Elberfeld bei Germersheim in den Rhein. Dort liegt dieser „Schatz“ nun seit mehr als 165 Jahren begraben.

Mainz, 12. April 2018. Bisherige Versuche, die Lok „Der Rhein“ zu bergen, schlugen fehl, dann geriet sie in Vergessenheit. Spätere Anläufe zur Ortung zogen sich über Jahrzehnte hin. Doch nun endlich wurde der „Schatz im Rhein“ wiederentdeckt, die Bergung soll noch in diesem Jahr stattfinden: am 21. Oktober 2018.

Ein Jahrhundertprojekt, das viele Kräfte vereint: Schatzsucher, Möglichmacher, Geschichtenerzähler und Unterstützer.

Die Schatzsucher: v.l.n.r.: Horst Müller, pensionierter Lokführer aus Cochem; Uwe Breitmeier, Vorsitzender des Vorstandes Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein. © Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“
Die Schatzsucher: v.l.n.r.: Horst Müller, pensionierter Lokführer aus Cochem; Uwe Breitmeier, Vorsitzender des Vorstandes Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein. © Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“

Die Schatzsucher um den ehrenamtlichen Museumsleiter der Eisenbahnwelt Darmstadt-Kranichstein Volker Jenderny, den pensionierten Lokführer Horst Müller und den Geophysiker Prof. Dr. Bernhard Forkmann haben ein Vierteljahrhundert gesucht, gemessen, gehofft und gebuddelt – ohne Erfolg. Bis ein Zufall ihnen die richtige Schatzkarte in die Hände spielte. Jetzt sind die Eisenbahnromantiker sicher, die älteste noch existierende Dampflokomotive Deutschlands gefunden zu haben.

Möglichmacher Tobias Bartenbach, CEO der Agentur Bartenbach und Leiter des Projektbüros „Jäger der versunkenen Lok“, sagt: „Unser Ziel ist es, das Vorhaben der Schatzsucher zum verdienten Erfolg zu führen. Und nebenbei ein Stück deutscher Geschichte und Industriekultur zu rekonstruieren.“ Ein kostspieliges Unterfangen, das trotz zahlreicher Unterstützer auf weitere finanzielle Hilfe angewiesen ist. Deshalb kann ab sofort jeder mittels Crowdfunding über die Plattform www.startnext.de/jaeger-der-versunkenen-lok zur Bergung der Lok beitragen. „Wir hoffen auf viele kleine Unterstützungen, die es am Ende ermöglichen, das Gesamtbudget in Höhe von einer halben Million Euro zusammenzutragen“, so Bartenbach.

 Das Team: v.l.n.r.: Mario Schmiedicke, SWR-Redakteur; Wolfhard Neu, OHF Bergungsunternehmen; Uwe Breitmeier, Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein; Michael Hattemer, Sparda Südwest eG; Prof. Dr. Bernhard Forkmann, Geophysiker; Horst Müller, pensionierter Lokführer aus Cochem; Peter Boudgoust, SWR-Intendant; Dr. Simone Schelberg, SWR-Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz; Andreas Manthe, Sparda Südwest eG; Tobias Bartenbach, Leiter Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“ Rampenlicht. © Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“
Das Team: v.l.n.r.: Mario Schmiedicke, SWR-Redakteur; Wolfhard Neu, OHF Bergungsunternehmen; Uwe Breitmeier, Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein; Michael Hattemer, Sparda Südwest eG; Prof. Dr. Bernhard Forkmann, Geophysiker; Horst Müller, pensionierter Lokführer aus Cochem; Peter Boudgoust, SWR-Intendant; Dr. Simone Schelberg, SWR-Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz; Andreas Manthe, Sparda Südwest eG; Tobias Bartenbach, Leiter Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“ Rampenlicht. © Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“

Medial begleitet wird das Projekt bereits seit den Suchanläufen vor 25 Jahren vom Geschichtenerzähler SWR. SWR-Intendant Peter Boudgoust erklärt: „Es ist ein echtes Projekt zum Mitfiebern: Gelingt es, die älteste noch existierende Dampflok Deutschlands im Kiesbett des Rheins zu bergen? ‚Jäger der versunkenen Lok‘ ist eine Schatzsuche mit ungewissem Ausgang, die wir auf allen Kanälen begleiten – im Fernsehen, im Hörfunk und interaktiv im Netz. So schafft der SWR ein einzigartiges Erlebnis für den Südwesten und bringt Menschen zusammen. Und am Ende steht hoffentlich eine 166 Jahre alte Lok im Trockenen.“

Einer der Unterstützer des Projekts, neben den zahlreichen kleinen des Crowdfundings, ist die Sparda-Bank Südwest. Andreas Manthe, Leiter Kommunikation & Marketing, erläutert: „Die Bergung der Lok ist für die Sparda-Bank eine einzigartige Geschichte, weil sie unmittelbar mit der Entstehung der Sparda-Bank zu tun hat. 1899 gründeten Eisenbahnbeamte, Hilfsbeamte und Arbeiter im Eisenbahndirektionsbezirk Mainz eine Spar- und Darlehenskasse als genossenschaftliche Selbsthilfeeinrichtung. Später wurde aus der Eisenbahn-Spar- und Darlehnskasse die Sparda. Mit der Sparda Stiftung Kunst, Kultur und Soziales unterstützen wir daher dieses tolle Projekt.“

Das Bergungsvorhaben und der Termin wurden der Öffentlichkeit am heutigen Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz erstmals vorgestellt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.lok-jaeger.de.
Ausflugstipp: Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein

Auf den Spuren von Kaisern und Königen – Oberbürgermeister Peter Feldmann führte Bürger über den Krönungsweg

Altstadt Uebersicht. Die teilrekonstruierte Altstadt befindet sich rechts im Bild: Angeschnitten der Hühnermarkt, davon führt links vorbei ein Teilstück des Krönungsweges in Richtung Frankfurter Römer. © Stadt Frankfurt, Foto: Niklas Heinz
Altstadt Uebersicht. Die teilrekonstruierte Altstadt befindet sich rechts im Bild: Angeschnitten der Hühnermarkt rechts unten, davon führt links vorbei ein Teilstück des Krönungsweges in Richtung Frankfurter Römer. © Stadt Frankfurt, Foto: Niklas Heinz

(kus) Gespannt sind zahlreiche Bürger am Freitag, 9. Februar, Oberbürgermeister Peter Feldmann auf dem Krönungsweg in der neuen Frankfurter Altstadt gefolgt. Die Führungen mit dem Oberbürgermeister, zu dem sich Interessierte vorab anmelden konnten, gewährten vielen Frankfurtern und Gästen aus dem Umland einen besonderen Einblick in die Altstadt vor der Eröffnung im September.

Rund 2000 Personen hatten sich für die Führung mit begrenzter Teilnehmerzahl gemeldet. „Die zahlreichen Anmeldungen zeigen, dass die Menschen dieser Stadt die neue Altstadt wollen. Das freut mich sehr“, sagte Oberbürgermeister Feldmann. Auf den Spuren von Kaisern und Königen führte er die Gäste über den historischen Krönungsweg und verdeutlichte wie sehr Stadt- und Handelsgeschichte Frankfurts miteinander verwoben sind. Der Krönungsweg war die Hauptstraße der Altstadt.

Was in der neuen Altstadt zu sehen sein wird und welche Geschichten die einzelnen Bauwerke erzählen, berichtete der Oberbürgermeister den Besuchern: „Dinge, die in alten Archiven und Lagern gefunden wurden, sind wieder eingebaut worden.“ Die Goldene Waage sei ein Beispiel dafür, was man erreichen könne, wenn man als Flüchtling nach Frankfurt kommt. Das Haus ließ der niederländische Zuckerbäcker und Gewürzhändler Abraham van Hamel errichten. Van Hamel und seine Familie waren als Glaubensflüchtlinge aus den Niederlanden nach Frankfurt gekommen. Die Geschichte der Familie und das Haus zeigten, was in Frankfurt für ehrgeizige Menschen möglich war. „Wenn Menschen aus anderen Ländern kommen, dann bringen sie Wissen, Erfahrung und Kompetenzen mit. Die Familie van Hameln ist dafür ein gutes Beispiel“, sagte Feldmann.

Oberbürgermeister Peter Feldmann, einst Gegner des Projektes bekannte, dass er inzwischen froh sei, dass sich die Bürger mit ihrer Forderung nach einer Teilrekonstruktion durchgesetzt haben. Mittlerweile haben sich die Tourismusanfragen mehr als verdoppelt, Die neue Frankfurter Altstadt wird der touristische Anziehungspunkt. Im Haus zur Goldenen Waage wird auch das Historische Museum zwei Museums-Etagen einrichten. © Stadt Frankfurt. Foto: Heike Lyding
Oberbürgermeister Peter Feldmann, einst Gegner des Altstadt-Rekonstruktions-Projektes, bekannte schon im vergangenen Jahr bei einem Presserundgang, dass er inzwischen froh sei, dass sich die Bürger mit ihrer Forderung nach einer Teilrekonstruktion durchgesetzt hätten. Mittlerweile haben sich die Tourismusanfragen  in Frankfurt mehr als verdoppelt, Die neue Frankfurter Altstadt wird der touristische Anziehungspunkt. Im Haus zur Goldenen Waage wird auch das Historische Museum zwei Museums-Etagen einrichten. © Stadt Frankfurt. Foto: Heike Lyding

Die Goldene Waage beeindruckte auch Wiltraut Lopez-Sanchez, die an der Führung mit dem Oberbürgermeister teilnahm. Besonders die Schmiedekunst an dem Gebäude sei sehr beeindruckend, sagte die gelernte Bautechnikerin. Für Lopze-Sanchez, die 1949 in Höchst geboren und aufgewachsen ist, war dies die zweite Altstadtführung: „Ich hatte heute die Gelegenheit den Fortschritt der Bauarbeiten hautnah zu sehen. Ich bin begeistert. Die handwerkliche Kunst ist großartig. Toll, dass es noch Handwerker gibt, die das so großartig rekonstruieren. Vor allem die Schieferarbeiten an den Dächern und den Dachgaupen gefallen mir sehr gut.“ Es koste zwar viel Geld, das alles wieder aufzubauen, aber es sei auch für künftige Generationen eine wunderbare Gelegenheit zu sehen, wie einst die Altstadt aussah. Die 69-jährige kennt die Frankfurter Altstadt von alten Postkarten und von Bildern ihres Vater Friedrich Möbius – er hat die Altstadt gerne gemalt. „Die Bilder habe ich noch daheim.“

Weit über 5000 Besucher kamen am Freitag bis in den späten Nachmittag, um den Krönungsweg mit einer Führung von der DomRömer GmbH oder auf eigene Faust zu erkunden.

Das Werk möge auch bei Verantwortlichen die „Bedeutung für das Mainzer Stadtbild“ schärfen – Buchpräsentation Mainzer Barock

Der Erthaler Hof in Mainz, Sitz der Generaldirektion Kulturelles Erbe, ist einer der zahlreichen bedeutenden Mainzer Adelshöfe. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Erthaler Hof in Mainz, Sitz der Generaldirektion Kulturelles Erbe, ist einer der zahlreichen bedeutenden Mainzer Adelshöfe. © Foto: Diether v. Goddenthow

Mainzer Barock – Ein vergessenes Erbe? Buchvorstellung und Vortrag im Erthaler Hof

Wer in diesen Tagen durch Mainz spaziert, dem fallen eine Reihe von markanten Bauten auf, die vor kurzem restauriert wurden, an denen gerade Baumaßnahmen laufen oder über deren Zukunft noch diskutiert wird. Zu ihnen gehören der Domwestturm, die Ignazkirche, das Kurfürstliche Schloss, das Deutschhaus, das Haus zum Römischen Kaiser am Gutenbergmuseum, der Osteiner Hof am Schillerplatz und der Eltzer Hof im Geviert des ehem. kurfürstlichen Marstalls.

Sie alle stehen beispielhaft für den Mainzer Barock, der von vielen Besuchern der Stadt oft nur am Rande wahrgenommen wird. Dabei hat die ehemalige kurfürstliche Haupt- und Residenzstadt mit ihren Pfarr- und Klosterkirchen und den zahlreichen Adelshöfen zahlreiche bedeutende Werke dieser Zeit zu bieten und das trotz der großen Zerstörungen bei der Belagerung 1793 und während des Zweiten Weltkrieges.

Nun haben gestern die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und die Katholische Akademie des Bistums Mainz ihr gemeinsam mit hochkarätigen Beiträgern herausgegebenes Buch  Mainzer Barock – Ein vergessenes Erbe? Zur Prägung und Ausprägung der barocken Kunst im Mainzer Raum, erschienen im Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2017,  272 Seiten, Euro 39,95 im Barocksaal des Erthaler Hofs der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dr. Stefanie Hahn
Dr. Stefanie Hahn

Dr. Stefanie Hahn, Kulturbeauftragte im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz für das Kulturelle Erbe, Denkmalpflege, Burgen, Schlösser und viele mehr, sagte, dass man für die Buchvorstellung „Mainzer Barock – Eine vergessenes Erbe“, kaum hätte „ein stimmigeres Ambiente finden können, als diesen Festsaal im Erthaler Hof“. Dieser sei nicht nur architektonisch bedeutend, sondern gehöre auch zu den wenigen im zweiten Weltkrieg nicht zerstörten Adelshöfen in Mainz. Er wäre in den 270 Jahren seit seiner Erbauung ein wichtiger Zeuge historischer Entwicklungen und Ereignisse in Mainz. Wer jedoch mehr über dieses bauhistorische Juwel, in dem die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz ihren Sitz hat, erfahren möchte, müsse das Buch kaufen. Im dritten Kapitel widmet sich Dr. Georg Peter Karn, Direktion Landesdenkmalpflege der GDKE, in seinem bemerkenswerten Buchbeitrag „Mainzer Adelshöfe – Beobachtungen zum Profanbau in der kurfürstlichen Residenz“ der Geschichte und stadtbildprägenden Wirkung der Adelshöfe.

Die Herausgeber behandelten eine Epoche, die zwar im Mainzer Stadtbild an vielen Stellen sehr prominent gegenwärtig sei, im öffentlichen Bewusstsein aber deutlich weniger präsent vertreten wäre, so Dr. Hahn weiter. Und es wäre „den Bauten und ihrer Bedeutung für das Mainzer Stadtbild zu wünschen, dass dieser Band an dieser Wahrnehmung etwas ändern könnte“, schrieb die Kulturbeauftragte den Mainzern Bauplanern  ins Stammbuch.

Das Buch sei dabei kein Reiseführer, mit dem man die Barocke Stadt Mainz durchwandere. Es zeige vielmehr in den 8 Beiträgen dieser Fachleute ganz unterschiedliche Perspektiven und Darstellungen auf, mit den man sich gemeinsam den Orten nähern könne.

„Dieser Band weist damit auch auf die große kulturgeschichtliche Tradition von Rheinland-Pfalz hin, dessen Landeswappen die Erinnerung an die Kurfürstentümer Trier, Mainz und Pfalz wachhält“, so Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE.

Impression aus dem original erhaltenen Barock-Saal im Erthaler Hof.© Foto: Diether v. Goddenthow
Impression aus dem original erhaltenen Barock-Saal im Erthaler Hof.© Foto: Diether v. Goddenthow

Die neue Publikation basiert auf einer Tagung, die 2014 von der Akademie des Bistums Mainz, Erbacher Hof, und der GDKE in Mainz im Haus am Dom veranstaltet wurde und die charakteristische Beispiele aus den Bereichen Architektur, Skulptur und Malerei untersucht und dabei die Frage nach dem typisch „Mainzischen“ verfolgte. „Da es damals so viele Nachfragen gab und das Thema auf breites Interesse stieß, haben wir uns entschlossen, die Beiträge in gedruckter Form zugänglich zu machen und damit die Diskussion über den Mainzer Barock weiter voranzutreiben“, erläuterte Dr. Georg Peter Kran, der parallel zu seinem Beitrag über Mainzer Adelshöfe gemeinsam mit Dr. Meinrad v. Engelberg von der TU Darmstadt und Dr. Felicitas Jansons, Leiterin der Akademie des Bistums Mainz, das Werk redaktionell betreut hat.

Dr. Meinrad von Engelhard, TU Darmstadt, Herausgeber und Mit-Autor. © Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Meinrad von Engelberg, TU Darmstadt, Herausgeber und Mit-Autor. © Foto: Diether v. Goddenthow

Dr. Meinrad von Engelberg, Herausgeber und Autor des Einstiegbeitrags „Was ist Mainzer Barock? Überlegungen zur Charakteristik einer ‚Kunstlandschaft in 10 Thesen'“ gab in seinem Festvortrag einen grandiosen Überblick über den Mainzer Barock, wobei er unter anderem  aufzeigte, dass der Mainzer Diözesanverband, einmal der größte in ganz Europa und geistiges Zentrum war. Anders als beispielsweise in vielen anderen Städten mit bedeutendem barocken Erbe, welches häufig mit einem bestimmten Baumeister-Namen wie in Würzburg mit Balthasar Neumann, oder landestypischen barocken Stilrichtungen wie bayerischer Barock oder Florentiner Renaissance, assoziiert würde, ginge das in Mainz so nicht. Vielmehr hätten in Mainz viele der besten Baumeister gewirkt, so dass keiner besonders repräsentativ für den  Mainzer Barock sei.
Aber die Außenwahrnehmung  baugeschichtlicher Mainzer Stilepochen habe auch viel damit zu tun, dass es ja in Mainz noch ganz andere Identifikationsorte gäbe, so v. Engelberg. Das Mittelalter spiele eine ganz große Rolle, in letzter Zeit wieder verstärkt, etwa auch durch die Initiative, „das jüdische Erbe hier am Mittelrhein mit den Städten Mainz, Speyer und Worms jetzt unter einen besonderen UNESCO-Schutz zu stellen“ , was dieser historischen Phase natürlich einen besonderen Wert verliehen habe. Und  auch „die Ausgrabungen in der Johannes-Kirche, die hier ein ganz neues Interesse auch auf das Frühmittelalter gelenkt haben“, so von v. Engelberg.

Die andere Außenwahrnehmung von Mainz wäre „der Römerbezug, der ja für Mainz, auch für die Identifikation sehr wichtig ist, mit dem Römer-Museum, mit dem Drususstein usw.“, so dass es verständlich sei, dass eigentlich die Epochen in der öffentlichen Wahrnehmung nicht unbedingt der Barock sei, so v. Engelberg.

Ein weiterer Grund, warum das so sei, hänge auch damit zusammen, dass in Mainz die barocke Bausubstanz nicht erst im Bombenhagel des 2. Weltkrieges, sondern bekanntlich schon 1793  im Revolutionstruppenkampf zwischen Preußen und den Franzosen, die in der Stadt saßen, passiert sei, so v. Engelberg. Da sei in Mainz schon viel kaputtgegangen an Material, „aber auch sozusagen an kollektiver Substanz. Denn die Eliten, die das hier getragen und gebaut haben, die sowas hier wie den Erthaler Hof gebaut haben, dass war eben der Stifts-Adel, also diejenigen, die den geistlichen Kurstaat getragen haben“, erläuterte v. Engelberg. Und diese geistigen Eliten „waren auch mit der Revolution dann vertrieben, und aus der politischen Herrschaft ausgeschaltet“. Anders in Köln: dort sei die römisch-katholische Tradition praktisch völlig ungebrochen geblieben, trotz Preußen usw.“, veranschaulichte v. Engelberg eine seiner Thesen und gab zum Abschluss einen Kurzüberblick über alle acht wissenschaftlich fundierten – laienverständlich geschriebenen – Buchkapitel.

mz.barock-buchcover

Absolut empfehlenswert! Herausgeber: Generaldirektion Kulturelles Erbe, Katholische Akademie des Bistums Mainz. Mainzer Barock – Ein vergessenes Erbe? Zur Prägung und Ausprägung der barocken Kunst im Mainzer Raum, erschienen im Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2017,  272 Seiten, Euro 39,95

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

 

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Qualitativ hochwertiger Eckquader mit reichen Verzierungen auf dem Baugelände des Deutschhauses in Mainz geborgen

Der qualitativ hochwertige Eckquader mit reichen Verzierungen wird noch wissenschaftlich untersucht werden. Landtag RLP/ Andreas Linsenmann
Der qualitativ hochwertige Eckquader mit reichen Verzierungen wird noch wissenschaftlich untersucht werden. Landtag RLP/ Andreas Linsenmann

Bei den archäologischen Grabungsarbeiten der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) auf dem Gelände des Deutschhauses, dem Sitz des rheinland-pfälzischen Landtags, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesarchäologie derzeit dabei, die Reste der römischen Stadtmauer freizulegen. Aktuell sind etwa ein Dutzend Steinquader im Erdreich zu erkennen. „Wie zur Römerzeit üblich“, erklärt die Leiterin der GDKE-Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Mainz, Dr. Marion Witteyer, „wurden für die Stadtmauer gerne die aufgegebenen Reste nicht mehr genutzter bzw. eigens für den Stadtmauerbau abgerissener älterer Bauwerke verwendet“. So findet man im Stadtmauerwerk einerseits unscheinbare Steinquader, aber hin und wieder auch verzierte Spolien oder Teile davon.

Gut erhaltener römischer Eckquader entdeckt
Beim groben Freilegen der Steine wurde nun ein reliefverzierter Eckquader in einer qualitativ hochwertigen Ausführung entdeckt. Der etwa eine Tonne schwere Stein wurde von den Mitarbeitern der Landesarchäologie unter tatkräftiger Unterstützung der Firma Züblin geborgen, um ihn wissenschaftlich untersuchen zu können. „Er ist ganz offensichtlich römisch“, so Dr. Witteyer, „nach erstem Anschein vermutlich 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr., man erkennt sehr gut erhaltene Voluten, ein lesbisches Kyma (eine mit herzähnlichen Blättern versehene Zierleiste), ein gefäßähnliches Objekt und eine schlangenartige Verzierung.“ Insgesamt präsentiert sich der rund 2000 Jahre alte Stein in einem sehr gut erhaltenen und aussagekräftigen Zustand.

Der reliefverzierte Quader stammt – wie die Erfahrung der Archäologen zeigt – am Wahrscheinlichsten von einem römischen Großbau, der wohl in der Nähe des jetzigen Fundorts war, da die Römer Steine dieser Größe und Gewichtsklasse vorzugsweise über kurze Distanzen transportiert haben: „Wir können heute nur spekulieren, ob er etwa vom Statthalterpalast, einem anderen Großbau oder von einem Grabbau stammt“, so Witteyer.

v.l.: Dr. Marion Witteyer,Leiterin der Mainzer Außenstelle der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, Hendrik Hering, Rheinland-Pfälzischer Landtagspräsident. Foto: Landtag RLP/ Andreas Linsenmann
v.l.: Dr. Marion Witteyer,Leiterin der Mainzer Außenstelle der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, Hendrik Hering, Rheinland-Pfälzischer Landtagspräsident. Foto: Landtag RLP/ Andreas Linsenmann

Landtagspräsident Hendrik Hering sagte, dass die Baustelle sich immer mehr zu einer wahren Fundgrube für die Archäologen entwickelt habe. So habe man im Sommer beispielsweise eine seltene Goldmünze aus dem 7. Jahrhundert, zwei Dutzend steinerne Kanonenkugeln, Mauerfragmente mittelalterlicher Keller, einen historischen Abwasserkanal und eine Mauerkrone aus römischen Steinquadern gefunden. Die Funde veränderten jedoch den Zeitplan nicht und das frisch sanierte Landtagsgebäude soll laut Hendrik Hering im Jahr 2020 bezogen werden.

Auch für den Generaldirektor der GDKE, Thomas Metz, zeige sich einmal mehr, „was für ein wunderbares kulturelles Erbe in unserem Erdreich schlummert, auch wenn wir nicht alles bergen und der Öffentlichkeit zugänglich machen können, freuen wir uns ganz besonders über solch herausragende Fundstücke, die uns wie ein Fenster in die Vergangenheit unschätzbare Einblicke gewähren.“

Nach eingehender wissenschaftlicher Untersuchung soll das „hochqualitative Objekt“ im kommenden Jahr im Landesmuseum Mainz ausgestellt und damit der interessierten Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Die restlichen, tonnenschweren Quader der römischen Stadtmauer werden in den nächsten Wochen so weit möglich freigelegt, erfasst, fotografiert, dokumentiert und verbleiben aber im Erdreich. An der Stelle, wo der reliefverzierte Eckquader entnommen wurde, wird ein Stellvertreterstein von gleichen Ausmaßen platziert und mit einem Fundzettel aus Metall versehen. „Wir wollen damit späteren Generationen, die hier eventuell einmal Ausgrabungen vornehmen werden, die notwendigen Informationen über den Verbleib des fehlenden Steins geben“, erklärt Witteyer.

Teilrekonstruierte historische Frankfurter Altstadt lockt Tourismusplaner aus aller Welt – auch Wohnquartier

Hühnermarkt in der teilrekonstruierten Frankfurter Altstadt.  Foto: Diether v. Goddenthow
Hühnermarkt in der teilrekonstruierten Frankfurter Altstadt.
Foto: Diether v. Goddenthow

Er sei bekanntermaßen anfangs nicht gerade ein Befürworter der teilrekonstruierten Frankfurter Altstadt gewesen. Doch inzwischen fände er die  Entscheidung  richtig, dass die Altstadt, wenn auch nicht ganz stilecht, in dieser Form teilweise wieder aufgebaut wird,   verriet Oberbürgermeister Peter Feldmann schon  am 2. August 2017 beim ersten Pressegang über den historischen Krönungsweg Frankfurts teilrekonstruierter Altstadt. Und noch etwas hatte den Frankfurter Oberbürgermeister begeistert: Seit Baubeginn seien die Tourismusanfragen von Veranstaltern, insbesondere aus Fernost, nach Auskunft des städtischen Tourimus-Managers Thomas Feda ( Geschäftsführer der städtischen Tourismus- und Congress-GmbH) um 100 Prozent in die Höhe geschnellt.

 

Der wiederhergestellte Stolzebrunnen wurde wieder an seinem angestammten Platz aufgestellt. Hier bei der Enthüllung am 29.09.2017. Foto: Diether v. Goddenthow
Der wiederhergestellte Stolzebrunnen wurde wieder an seinem angestammten Platz aufgestellt. Hier bei der Enthüllung am 29.09.2017. Foto: Diether v. Goddenthow

Seither  besichtigen  immer mehr Tourismus-Experten aus aller Welt das bald fertiggestellte  Altstadt-Quartier mit 35 rekonstruierten historischen Gebäuden, Plätzen, Stolze-Brunnen und Krönungsweg zwischen Dom und Römer, wo einst das „Technische Rathaus“ im 70-er Jahre Look  Waschbetonplatten-Charme verbreitete.

Seit Wochen veranstaltet Thomas Feda mit Kollegen aus China, USA, Japan, England, Skandinavien und Italien „Sight Inspections“ im neuen touristischen Magnet Frankfurts.  Ziel sei es, und das wäre durchaus realistisch, dass jährlich zwei Millionen Touristen aus aller Welt die neue Altstadt Frankfurts besichtigten. Allein die Zahl der chinesischen Touristen habe sich innerhalb von zehn Jahren verfünffacht. Sie seien nach den USA die die zweitstärkste Gruppe. Überall in den chinesischen Zeitungen erschienen Berichte über die Frankfurter Altstadt.

Nicht nur Tourismus-Hotspot sondern auch Wohnquartier

Frankfurts teilrekonstruierte Altstadt, der neue Hotspot auf dem internationalen Tourimusmarkt, soll jedoch auch Wohnquartier sein. Der Innenausbau läuft, nachdem die Fassaden nahezu fertiggestellt sind. Immer klarer wird, wie das neue Viertel die Innenstadt mit seinen zahlreichen architektonischen und handwerklichen Details bereichern wird.

Einen ersten Einblick in die Altstadt-Wohnungen ermöglichte am Montag, 20. November, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann während eines Pressetermins. „Die Perspektive verändert sich. Wir blicken heute nicht mehr vorrangig auf ein Bauprojekt, sondern auf ein eigenes Stadtviertel im Herzen unserer Mainmetropole, das zu den Top-Wohnstandorten in der Region zählen wird. Die Bewohner freuen sich schon auf ihr neues Zuhause.“

Peter Feldmann in einer der fertiggestellten Musterwohnungen mit Blick auf die rekonstruierte Altstadt mit Dom im Hintergrund. Foto: DomRoemer GmbH, Uwe Dettmar
Peter Feldmann in einer der fertiggestellten Musterwohnungen mit Blick auf die rekonstruierte Altstadt mit Dom im Hintergrund. Foto: DomRoemer GmbH, Uwe Dettmar

Wie sich das Leben in den 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten ab dem kommenden Jahr anfühlen wird, zeigte die Besichtigung von zwei Wohnungen am Montag sehr anschaulich. Am westlichen Eingang des neuen Viertels gelegen, bietet sich aus den Wohnungen des von Jordi & Keller Architekten entworfenen Neubaus Markt 40 „Zu den drei Römern“ eine wunderschöne Aussicht auf den Römer. Die Maisonettewohnung, die sich im ersten und zweiten Obergeschoss befindet, verfügt über eine Wohnfläche von 113 Quadratmetern und ist – wie alle Wohnungen des Viertels – mit Parkettfußboden und gefliesten Bädern ausgestattet. „Einige der Wohnungen wie hier im Haus Markt 40, sind nahezu vollständig fertig und warten bereits auf ihre neuen Bewohner“, sagte Feldmann. Schritt für Schritt würden die übrigen Wohnungen fertiggestellt, der geplanten Eröffnung der Altstadt im September 2018 stehe nichts im Wege.

Die zweite besichtigte Wohnung befindet sich direkt am Hühnermarkt, im Haus „Schlegel“ mit der Adresse Markt 26. Die von Hans Kollhoff entworfene und vom Büro Jourdan & Müller umgesetzte Rekonstruktion wurde als Ganzes verkauft und beherbergt neben einer Apotheke im Erdgeschoss zwei Maisonettewohnungen, die sich über das erste und zweite sowie das dritte und vierte Obergeschoss erstrecken. Feldmann führte die Teilnehmer ins Dachgeschoss des Hauses, das einen spektakulären Blick über die Dachlandschaft und auf den Dom ermöglicht.

„Die neue Frankfurter Altstadt wird mit ihrer Mischung aus Wohnungen, Geschäften, Cafés und Restaurants ein beliebter Treffpunkt für Bürger und Gäste unserer Stadt sein. Ich freue mich bereits sehr auf die Eröffnung im kommenden Herbst, wenn wir die Altstadt den Bürgerinnen und Bürgern offiziell übergeben können“, sagte der Oberbürgermeister.

 

Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt: Der Stoltze-Brunnen kehrt auf den Hühnermarkt zurück

Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Enthüllung des Stoltze-Brunnens auf dem Hühnermarkt der noch im Bau befindlichen Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt. Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Enthüllung des Stoltze-Brunnens auf dem Hühnermarkt der noch im Bau befindlichen Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt. Foto: Diether v. Goddenthow

Am Freitag, 29. September,  wurde der Stoltze-Brunnen auf dem Hühnermarkt, dem zentralen Platz der neuen Frankfurter Altstadt, eingeweiht.

Es geht voran. Der Krönungsweg, vom Frankfurter Römer zum Dom gesehen, wird in diesen Tagen mit  Basalt-Pflastersteinen  barrierefrei gepflastert. Foto: Diether v. Goddenthow
Es geht voran. Der Krönungsweg, vom Frankfurter Römer zum Dom gesehen, wird in diesen Tagen mit Basalt-Pflastersteinen barrierefrei gepflastert. Foto: Diether v. Goddenthow

Auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Dom und Römer entstehen derzeit 35 Altstadthäuser, davon 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten. Die meisten der Gebäude sind im Rohbau fertiggestellt, derzeit läuft der Innenausbau.
In den vergangenen Wochen sind bei mehreren Altstadthäusern die Gerüste „gefallen“ und die Fassaden sichtbar geworden. Vom Römer kommend, zeigt sich den Betrachtern schon heute das Haus Markt 40, „Zu den drei Römern“, in voller Pracht. Auch das Nachbargebäude mit der Hausnummer Markt 38, „Stadt Mailand“, hat seine Gerüste verloren. Rund um den Hühnermarkt, den zentralen Platz des Quartiers, sind die Arbeiten ebenfalls weit fortgeschritten. Haus „Schlegel“, Markt 26, kann ebenso in Gänze betrachtet werden wie das Haus „Zur Flechte“ (Markt 20) und das „Goldene Lämmchen“ in der Gasse Hinter dem Lämmchen 6. Ebenfalls fertiggestellt sind das Fachwerk des Roten Hauses (Markt 17) sowie Teile der Pergola aus Mainsandstein.

Ein weiterer Meilenstein bei der Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt war am Freitag, 29. September 2017 die Rückkehr des Stoltze-Brunnens auf dem wiederhergestellten Hühnermarkt. Diesen weihten  Oberbürgermeister Peter Feldmann und Bernd Jenne von der Frankfurter Sparkasse auf dem zentralen Platz der neuen Frankfurter Altstadt ein.

Der restaurierte Stoltzebrunnen steht wieder an seinen angestammten Platz. Foto: Diether v. Goddenthow
Der restaurierte Stoltzebrunnen steht wieder an seinen angestammten Platz. Foto: Diether v. Goddenthow

Friedrich Stoltze (1816-1891) zählt zu den bekanntesten Söhnen der Mainmetropole. Oberbürgermeister Feldmann: „Der Dichter und Satiriker gilt bis heute als Botschafter der Frankfurter Mundart sowie der Frankfurter Apfelweinkultur und ist weit über die Stadtgrenzen hinaus für seine satirische Wochenzeitschrift ‚Frankfurter Latern‘ bekannt.“ Darin setzte er sich kritisch mit den Geschehnissen im Römer, aber auch mit aktuellen politischen und zeitgeschichtlichen Themen um Staatsmann Otto von Bismarck auseinander.
Im Zuge des Wiederaufbaus der Frankfurter Altstadt kehrt nun der 1892 errichtete und 1895 eingeweihte Stoltze-Brunnen auf den Hühnermarkt zurück. Viele Jahre lang bildete das von Friedrich Schierholz entworfene Denkmal einen wichtigen Anziehungspunkt für Bürger und Besucher, bis es nach den Luftangriffen 1944 abgebaut werden musste.

Von 1981 bis 2016 stand der Brunnen, der aus einem dreiseitigen Sockel und einer Büste des Dichters besteht, auf dem Friedrich-Stoltze-Platz hinter der Katharinenkirche. In direkter Nachbarschaft zum neuen Standort, im Haus Markt 7, informiert zudem ab 2018 das Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse über Leben und Werk des Dichters.
„Friedrich Stoltze ist auch heute noch für viele Menschen ein Vorbild“, erklärte Feldmann bei der Einweihung. „Er steht in der freiheitlichen Tradition unserer Mainmetropole und setzte sich stark für die Menschen- und Bürgerrechte ein. Er kämpfte für Pressefreiheit und unsere traditionellen Werte wie Weltoffenheit und Toleranz, die er auch persönlich lebte. Ich freue mich sehr, dass an diese für die Frankfurter Stadtgeschichte so bedeutende Persönlichkeit künftig wieder im Zentrum der Altstadt erinnert wird. Im neuen Viertel kulminiert unsere Stadtgeschichte. Gleichzeitig wird es durch die zahlreichen Läden, Restaurants und Cafés ein lebendiger, spannender Ort – ganz im Sinne Stoltzes, der sein Zuhause liebte und sich oft als ‚Altstädter‘ bezeichnet hat“, erklärte der Oberbürgermeister und gleichzeitig Vorsitzende der Sparkassen Stiftung, Peter Feldmann.

Robert Restani, Vorstand der Frankfurter Sparkasse und Stellvertretender Vorsitzender der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, die in unmittelbarer Nähe des zentralen Platzes in der wiedererstandenen Altstadt 2018 das neue Stoltze-Museum einrichten wird, freute sich ebenfalls über die Einweihung: „Mit dem Stoltze-Brunnen und dem künftigen Stoltze-Museum kehrt der Mundartautor, Satiriker und Freiheitsdichter in das Quartier zurück, in dem er seine Kindheit und Jugend verbracht hat und sein politisches Interesse geweckt wurde.“ Stoltzes Verse aus dem Gedicht „Frankfurt“, das er zum Turnfest 1880 verfasst hat, sind bis heute in der Mainmetropole und darüber hinaus bekannt:

„Es is kaa Stadt uff der weite Welt,
Die so merr wie mei Frankfort gefällt,
Un es will merr net in mein Kopp enei:
Wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!“

Ein 1891, kurz nach dem Tod Stoltzes verfasster Aufruf des Bezirksvereins Alt-Frankfurt unterstreicht die Bedeutung Stoltzes für seine Zeitgenossen:

Stoltze, der Mode seiner Zeit entsprechend, könnte man leicht mit Karl Marx verwechseln. Im Stoltze war Freigeist. Foto: Diether v. Goddenthow
Stoltze, der Mode seiner Zeit entsprechend, könnte man leicht mit Karl Marx verwechseln. Im Stoltze war Freigeist. Foto: Diether v. Goddenthow

„Mitbürger! Was Friedrich Stoltze für uns war und bleiben wird, dass weiß Jedermann. Dem treuen Sohne und Bürger Frankfurt’s, dem hervorragenden Dichter und Humoristen, dem freigesinnten deutschen Patrioten soll ein würdiges Denkmal entstehen, ihm zu Ruhm und dauerndem Gedächtniß, der Vaterstadt zur Zierde und zum Zeugniß ihrer Verehrung und Dankbarkeit.“ (Quelle: Frankfurter Sparkasse)

1893 wurden verschiedene Modelle für das Denkmal vorgestellt. Am 21. November 1895, Stoltzes Geburtstag, konnte es schließlich auf dem Hühnermarkt eingeweiht werden. Für Oberbürgermeister Feldmann schließt sich mit der Rückkehr des Denkmals ein Kreis: „Wenn im kommenden Jahr die Frankfurterinnen und Frankfurter am sprudelnden Stoltze-Brunnen entlang spazieren, sich dort mit Freunden verabreden und die Atmosphäre auf dem Hühnermarkt genießen, kehrt das Altstadt-Gefühl, das wir aus den Werken Stoltzes kennen, in unsere Stadt zurück. Gemeinsam mit dem Stoltze-Museum bereiten wir Friedrich Stoltze ein würdiges Andenken.“

Hessischer Denkmalschutzpreis 2017 würdigt Engagement für baukulturelles Erbe

Preisträger, Juroren, und Laudatoren des Hessischen Denkmalschutzpreises 2017  mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein, Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen und Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH, auf der Treppe des Biebricher Schlosses Wiesbaden nach der Preisverleihung am 17.8.2017. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Preisträger, Juroren, und Laudatoren des Hessischen Denkmalschutzpreises 2017 mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein, Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen und Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH, auf der Treppe des Biebricher Schlosses Wiesbaden nach der Preisverleihung am 17.8.2017. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die Preisträger aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Marburg-Biedenkopf, dem Rheingau-Taunus-Kreis, dem Schwalm-Eder-Kreis, dem Vogelsbergkreis, dem Kreis Waldeck-Frankenberg, dem Wetteraukreis sowie aus Fulda, Offenbach und Wiesbaden mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis 2017 ausgezeichnet.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein Foto: Diether v. Goddenthow
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein Foto: Diether v. Goddenthow

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Kulturdenkmäler sind Zeugnisse unserer Heimat- und Landesgeschichte, mehr noch – sie sind identitätsstiftend für alle Hessinnen und Hessen. Ihre Einzigartigkeit begeistert Bürger und fasziniert Besucher aus aller Welt. Umso mehr freut es mich, heute die Preisträgerinnen und Preisträger des Hessischen Denkmalschutzpreises auszuzeichnen. Mit ihrem Engagement unterstützen Sie unser Bestreben, die Kulturdenkmäler als unser historisches Erbe zu schützen und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.“

Eine Jury wählte in diesem Jahr aus mehr als 50 Vorschlägen die Preisträger aus, die sich entweder über einen Geldpreis (für private Eigentümer oder bürgerschaftliche Initiativen) oder eine Urkunde (Investor oder öffentliche Institution) freuen können. Die Bandbreite der Bewerbungen war beeindruckend: Von der Ausgrabung eines frühmittelalterlichen Siedlungsplatzes zum Betonskelettbau der Nachkriegszeit, von der Fachwerk-Hofreite zum Renaissanceschloss waren nahezu alle Epochen und Bautypen vertreten. Lotto Hessen stiftet die seit 1986 mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung, die Leistungen mit überregionaler Bedeutung auf den Gebieten der archäologischen Denkmalpflege, der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der Gartendenkmalpflege würdigt. Zum ersten Mal wird bei der Preisverleihung 2017 auch ein Ehrenamtspreis vergeben, der das gemeinschaftliche Engagement bei der Sanierung eines Kulturdenkmals in den Vordergrund stellt. Er ist mit 7.500 Euro dotiert und wird von der Hessischen Staatskanzlei gestiftet.
LOTTO Hessen präsentiert Impressionen und Stimmen zum Hessischen Denkmalschutzpreis. Die Aufnahmen entstanden während der diesjährigen Jurybereisung.

„In Hessen setzen sich derzeit rund 700 Vereine für die Denkmalpflege ein. Das ist nicht selbstverständlich und verdient deshalb besonderes Lob und Anerkennung. Deswegen freut mich besonders, dass in diesem Jahr zum ersten Mal außerordentliches ehrenamtliches Engagement in einer eigenen Kategorie gewürdigt wird“, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen Foto: Diether v. Goddenthow

Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen: „Die Arbeit der aus Experten und Denkmaleigentümer besetzten Jury war in diesem Jahr besonders schwierig, wurden doch besonders viele herausragende denkmalpflegerische Sanierungen zur Auszeichnung vorgeschlagen. Im Umgang mit ihren Gebäuden haben die Denkmaleigentümer viel Idealismus, große Sensibilität und bewundernswertes Engagement bewiesen, ein Engagement, das in besonderer Weise auch der Allgemeinheit zugutekommt. In allen Fällen geht die handwerkliche Qualität weit über das ,amtlich‘ geforderte Maß hinaus. Mit dem Denkmalschutzpreis, der seit diesem Jahr den Ehrenamtspreis einschließt, wollen wir zusammen mit der Lotterie-Treuhandgesellschaft mbH Hessen auch in Zukunft Maßstäbe für den Umgang mit unserem herausragenden baukulturellen Erbe in Hessen setzen.“

Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH: „225 Objekte konnten im Zuge der Verleihung des Hessischen Denkmalschutzpreises seit 1986 bereits ausgezeichnet werden, weitere kommen heute hinzu. Der Preis soll Engagement belohnen, Leuchtturmobjekte auszeichnen und zukünftige Denkmalinhaber anspornen. Neben dem Preisgeld tragen auch die Erlöse der von LOTTO Hessen angebotenen Rubbellose zum Denkmalschutz in Hessen bei.“

„In diesem Jahr stellt die Landesregierung für die Denkmalpflege rund 8 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Gelder erhalten die Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude als Zuschüsse für notwendige Sanierungen. Darüber hinaus investiert das Land zusätzlich in den Erhalt seiner eigenen historischen Liegenschaften, über 40 Burgen, Schlösser und Parks“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Preisträger des Hessischen Denkmalschutzpreises 2017
Wasserburg in Rotenburg-Schwarzenhasel

© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege

Objekt: Wasserburg in Rotenburg-Schwarzenhasel
Lispenhäuser Straße 41, 36199 Rotenburg-Schwarzenhasel
Preisträger: Hilmar von Bodelschwingh, Rotenburg-Schwarzenhasel
Preis: Urkunde und Anerkennung (500 Euro)
Für die besonders substanzschonende Sanierung und den restauratorisch vorbildlichen Umgang mit Raumausstattungen und Befunden im Inneren. Detailinformationen: 1pi_wasserburg_rotenburg-schwarzenhasel

Preisträger Hilmar von Bodelschwingh, Rotenburg-Schwarzenhasel, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Preisträger Hilmar von Bodelschwingh, Rotenburg-Schwarzenhasel, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Fachwerkhaus in Felsberg

© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
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Objekt:Fachwerkhaus in Felsberg
Obergasse 11, 34587 Felsberg
Preisträger: Christian Jacob und Sonja Clobes-Jacob, Felsberg
Preis: Urkunde und Anerkennung (500 Euro)
Für den Substanzerhalt des für das Ortsbild von Felsberg wichtigen großvolumigen Fachwerkgebäudes der Alten Bäckerei und die gelungene Revitalisierung durch die Nutzung als Café.
Detailinformationen: 2pi_fachwerkhaus_felsberg

Preisträger Christian Jacob und Sonja Clobes-Jacob, Felsberg mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Preisträger Christian Jacob und Sonja Clobes-Jacob, Felsberg mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Alte Dorfschule Vasbeck

© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
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Objekt: Alte Dorfschule Vasbeck
Massenhäuser Straße 14, 34519 Diemelsee-Vasbeck
Preisträger: Großfamilie Butzlaff-Muschick, Vasbeck
Preis: Urkunde und Anerkennung (500 Euro)
Für ihren hohen Einsatz zur Erhaltung des alten Schulhauses und die denkmalpflegerisch sehr gute und gestalterisch überzeugende Sanierung.
Detailinformationen: 3pi_alte_dorfschule_vasbeck

Preisträger Großfamilie Butzlaff-Muschick, Vasbeck mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Preisträger, Vertreter der Großfamilie Butzlaff-Muschick, aus Vasbeck mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Bodendenkmal bei Mainhausen-Zellhausen

© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
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Objekt: Bodendenkmal bei Mainhausen-Zellhausen
Bahnhofstraße, 63533 Mainhausen
Preisträger: Geschichts- und Heimatverein Mainhausen, Mainhausen-Zellhausen
Preis: Urkunde und Geldpreis (2.500 Euro) , Ehrenamtspreis
Für sein unermüdliches Engagement und seine hervorragende Arbeit zur Erforschung und Bekanntmachung des Bodendenkmals bei Mainhausen-Zellhausen.
Detailinformationen: 4pi_bodendenkmal_mainhausen-zellhausen

Geschichts- und Heimatverein Mainhausen, Mainhausen Zellhausen mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Vertreter des Geschichts- und Heimatvereins Mainhausen, Mainhausen-Zellhausen mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Schloss Homberg (Ohm)

© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
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Objekt: Schloss Homberg (Ohm)
An der Schlossmauer 12, 35315 Homberg (Ohm)
Preisträger: Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e.V., Homberg (Ohm)
Preis: Urkunde und Geldpreis (2.500 Euro), Ehrenamtspreis
Für Restaurierung, Erhaltung und Pflege des Schlosses, um dieses Kulturgut für die Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen und den Gedanken des Denkmalschutzes zu vermitteln.
Detailinformationen: 5pi_schloss_homberg_ohm

Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e.V., Homberg (Ohm) mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Die Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e.V., Homberg (Ohm) mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Haus Speier in Alsfeld-Angenrod

© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
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Objekt:Haus Speier in Alsfeld-Angenrod
Leuseler Straße 3, 36304 Alsfeld-Angenrod
Preisträger: Gedenkstätte Speier Angenrod e.V., Alsfeld-Angenrod
Preis: Urkunde und Geldpreis (2.500 Euro), Ehrenamtspreis
Für seinen Einsatz zur Bewahrung des Denkmals und seiner Geschichte.
Detailinformationen: 6pi_haus_speier_alsfeld-angenrod

Vertreter der Gedenkstätte Speier Angenrod e.V., Alsfeld-Angenrod, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Vertreter der Gedenkstätte Speier Angenrod e.V., Alsfeld-Angenrod, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Pressehaus Wiesbaden

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Objekt: Pressehaus Wiesbaden
Langgasse 21, 65183 Wiesbaden
Preisträger: RNI Rhein-Nahe Immobilien GmbH, Wiesbaden
Preis: Urkunde
Für die denkmalgerechte Sanierung der historischen Räume des Pressehauses Wiesbaden und die fachlich hochwertige Restaurierung der erhaltenen Raumausstattungen.
Detailinformationen: 7pi_pressehaus_wiesbaden

Die Geschäftsführung der RNI Rhein-Nahe Immobilien GmbH, Wiesbaden, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Die Geschäftsführung der RNI Rhein-Nahe Immobilien GmbH, Wiesbaden, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Alte Kirche Niedereisenhausen (3. Preis)

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Objekt: Alte Kirche Niedereisenhausen
Schelde-Lahn-Straße 69, 35239 Steffenberg-Niedereisenhausen
Preisträger: Niedereisenhausen Dorf(er)leben e.V., Niedereisenhausen
Preis: Urkunde und Geldpreis (2.500 Euro)
Für die fachlich hervorragende Sanierung und das Engagement zum Erhalt der Alten Kirche Niedereisenhausen.
Detailinformationen: 8pi_alte_kirche_niedereisenhausen

Vertreter des Niedereisenhausen Dorf(er)leben e.V., Niedereisenhausen,mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Vertreter des Niedereisenhausen Dorf(er)leben e.V., Niedereisenhausen,mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Fachwerkhaus in Hünstetten

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Objekt: Fachwerkhaus in Hünstetten
Hohlstraße 2, 65510 Hünstetten
Preisträger: Linda Löber, Hünstetten
Preis: Urkunde und Geldpreis (4.000 Euro)
Für die vorbildliche, denkmalgerechte Sanierung, durch die die historische Hofreite in einem ländlichen Ortsteil gerettet und wiederbelebt werden konnte.
Detailinformationen: 9pi_fachwerkhaus_huenstetten

Linda Löber, Hünstetten, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Linda Löber, Hünstetten, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Bischöfliches Generalvikariat Fulda

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Objekt: Bischöfliches Generalvikariat Fulda
Paulustor 5, 36037 Fulda
Preisträger: Bistum Fulda
Preis: Urkunde
Für die vorbildliche Sanierung eines aus bauphysikalischen Gründen „schwierigen“ Gebäudes der 1960er Jahre.
Detailinformationen: 10pi_bischoefliches_generalvikariat_fulda

Vertreter des Bistums Fulda mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Vertreter des Bistums Fulda mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Solmser Schloss in Butzbach (1. Preis 2.)

© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
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Objekt: Solmser Schloss in Butzbach
Schlossstraße 25, 35510 Butzbach
Preisträger: Entwicklungsgesellschaft Solmser Hof GbR, Butzbach
Preis: Urkunde und Geldpreis (6.000 Euro)
Für die Revitalisierung des Solmser Schlosses, eines Kulturdenkmals von nationaler Bedeutung.
Detailinformationen: 11pi_solmser_schloss_butzbach

Vertreter der Entwicklungsgesellschaft Solmser Hof GbR, Butzbach, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Vertreter der Entwicklungsgesellschaft Solmser Hof GbR, Butzbach, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Unionskirche Idstein (1. Preis)

© Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege
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Objekt: Unionskirche Idstein
Platz der Nassauischen Union, 65510 Idstein
Preisträger: Ev. Kirchengemeinde Idstein, Idstein
Preis: Urkunde und Geldpreis (6.000 Euro)
Für den außergewöhnlich hohen Standard der Sanierung und Restaurierung sowie das besondere ehrenamtliche Engagement.
Detailinformationen: 12pi_unionskirche_idstein

Vertreter der Ev. Kirchengemeinde Idstein, Idstein, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Vertreter der Ev. Kirchengemeinde Idstein, Idstein, mit Kunst- und Kulturminister Boris Rhein,Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen u. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Internetseite des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen
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