Sonderausstellung Schrei nach Gerechtigkeit im Diözesanmuseum Mainz ab 5. September

n.gerechtigkeitSchrei nach Gerechtigkeit
Leben am Mittelrhein 
am Vorabend der Reformation

Eine Sonderausstellung des Bischöflichen
Dom- und Diözesanmuseums Mainz
5. September 2015 – 17. Januar 2016

Die Gerechtigkeit lit in grosser Not / die Wahrheit ist geschlagen dot. Mit diesen bitteren Worten beginnt die sog. „Gerechtigkeitsspirale“, die Inschrift einer 1510 in Kiedrich aufgestellten Kirchenbank, in der der Herrschaftsvertreter des Mainzer Erzbischofs Platz zu nehmen hatte. In einer Zeit, die geprägt war von Armut, Krankheit und der ständigen Furcht vor Hölle und Fegefeuer erhebt um 1500 die Bevölkerung am Mittelrhein verstärkten Anspruch auf Wohlstand sowie soziale und politische Selbstbestimmung. Auf diesen Ruf nach gesellschaftlicher und religiöser Gerechtigkeit antworten die Mainzer Erzbischöfe mit einer „Wirtschafts- und Bildungsoffensive“. Mit der Gründung der Mainzer Universität 1477 hält die humanistische Bildung Einzug und erfasst Laien und Kleriker gleichermaßen. In Kloster Eberbach entsteht das – für die Ausstellung in Teilen nachgebaute – größte Fass der Welt mit einem Fassungsvermögen von über 70.000 Litern. Ton wird zum wichtigsten Material der mittelrheinischen Skulptur. Unter Verwendung von Modeln entstehen erstmals auf moderne Weise seriell geformte Werke der Kleinkunst.
Durch diesen wirtschaftlichen Aufbruch entwickelt sich unter der „Regierung des Krummstabes“ eine der Innovativregionen des Reiches, die in der Sonderausstellung „Schrei nach Gerechtigkeit“ umfassend vorgestellt wird. Auf 2.000 qm beantworten ca. 220 hochkarätige, z.T. noch nie gezeigte Werke der Schatz- und Textilkunst, der Buch- und Tafelmalerei sowie der Skulptur die Frage nach den Lebensverhältnissen am Vorabend der Reformation am Mittelrhein.

Öffnungszeiten:
Di bis Fr 10 – 17 Uhr
Sa und So 11 – 18 Uhr

An kirchlichen Feiertagen geschlossen.
Bei Veranstaltungen ggf. länger geöffnet

Ort:
Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum
Domstraße 3
55116 Mainz
Tel.: 06131 / 253 344
Fax: 06131 / 253 349
www.dommuseum-mainz.de

Kulturfond Frankfurt-Rhein-Main – Eindrucksvolle Projektpartnerschaften „KUNSTVOLL 2014/2015″

kunstvoll-logo

KUNSTVOLL 2014/2015 wieder ein großer Erfolg – Eindrucksvolle Projektpartnerschaften begeistern für Kunst und Kultur

Mit dem zu Ende gegangenen Schuljahr endet auch die zweite Runde des Jugendprogramms KUNSTVOLL des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. KUNSTVOLL, das bedeutet Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ – Schülerinnen und Schüler gestalten im Verlauf eines Schuljahres gemeinsam mit Künstlern, Kunstvermittlern und Pädagogen ein Projekt, das sie bis zu den Sommerferien präsentieren (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/was-istkunstvoll). Im Schuljahr 2014/2015 unterstützte der Kulturfonds 19 spannende Kulturpartnerschaften, deren Zusammenarbeit in eindrucksvollen Projektpräsentationen mündete, von denen viele ihre Premieren in den vergangenen Wochen in Frankfurt, Darmstadt, Hanau, Wiesbaden, dem Hochtaunus- und dem Main-Taunus-Kreis feierten (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/projekte-2014-2015).

Eine Expertenjury hatte aus 33 qualitativ hochwertigen Projekten 19 ausgewählt, die umgesetzt werden konnten. Dabei sind die Projektideen genauso vielfältig wie die Kulturpartnerschaften, die sich um eine Förderung durch KUNSTVOLL bewerben: Egal ob Haupt- oder Realschule, Gymnasium oder Berufsschule, wirklich alle Schulformen bewarben sich mit den unterschiedlichsten Kultureinrichtungen um die Teilnahme an dem Projekt zur kulturellen Bildung. „Das große und stetig wachsende Interesse an KUNSTVOLL bestätigt, wie wichtig es ist Kindern und Jugendlichen – unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund – einen Zugang zu Kunst und Kultur zu eröffnen und dass es bisher an Projekten zur Kulturvermittlung gemangelt hat. KUNSTVOLL schließt diese Lücke und fördert so die kulturelle Zusammenarbeit in der und für die Kulturregion Frankfurt RheinMain“ erklärte der Vorsitzende des Kulturausschusses des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Oberbürgermeister Jochen Partsch, die Bedeutung des Projekts.

Eine Expertenjury hatte aus 33 qualitativ hochwertigen Projekten 19 ausgewählt, die umgesetzt werden konnten. Dabei sind die Projektideen genauso vielfältig wie die Kulturpartnerschaften, die sich um eine Förderung durch KUNSTVOLL bewerben: Egal ob Haupt- oder Realschule, Gymnasium oder Berufsschule, wirklich alle Schulformen bewarben sich mit den unterschiedlichsten Kultureinrichtungen um die Teilnahme an dem Projekt zur kulturellen Bildung. „Das große und stetig wachsende Interesse an KUNSTVOLL bestätigt, wie wichtig es ist Kindern und Jugendlichen – unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund – einen Zugang zu Kunst und Kultur zu eröffnen und dass es bisher an Projekten zur Kulturvermittlung gemangelt hat. KUNSTVOLL schließt diese Lücke und fördert so die kulturelle Zusammenarbeit in der und für die Kulturregion Frankfurt RheinMain“ erklärte der Vorsitzende des Kulturausschusses des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Oberbürgermeister Jochen Partsch, die Bedeutung des Projekts.

Knapp 600 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr mit ihren Lehren und Kulturschaffenden intensiv zusammen gearbeitet: Gemeinsam wurden bei den einzelnen Kulturpartnerschaften beispielsweise Theaterstücke entwickelt, Ausstellungen konzipiert oder Konzerte aufgeführt. Sowohl Thema als auch Form des Projekts werden bei KUNSTVOLL von den Kulturpartnern frei gewählt, der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds, zeigte sich von der zweiten Runde des Kulturvermittlungsprojekts überzeugt: „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche 2 für Kunst und Kultur zu begeistern und sie ihr eigenes Verständnis von Kunst entwickeln zu lassen. Ich denke, die Projektpräsentationen – die unsere Erwartungen weit übertroffen haben – belegen, dass uns das gelungen ist: Dank des großen Engagements aller Beteiligter sind eindrucksvolle Projekte entstanden, die ausgesprochen gut waren!“

KUNSTVOLL steht für kreative Vielfalt – Beispiele für Beteiligung aller Schulformen und Kunstsparten

Eine dieser beeindruckenden Kooperationen ist das Theaterprojekt „Die WERFT“, das in Zusammenarbeit zwischen der Schule der JVA Wiesbaden, dem Förderverein JVA Holzstraße e.V. und der Kulturproduktion INVOLVE-Dechow Freie Partner entstanden ist. Hundertachtzig Freiwillige, vom Schüler bis zur Rentnerin, waren dem Aufruf zur Unterstützung einer bemerkenswerten Kunstaktion nachgekommen: Im Februar 1903 antwortet Rainer Maria Rilke in einem ausführlichen Brief auf Fragen eines jungen Dichters zum Wesen von Literatur. Im Februar 2015 wurde dieser „Brief an einen jungen Dichter“ persönlich und handschriftlich von den Freiwilligen abgeschrieben und sämtlichen Gefangenen der JVA Wiesbaden zugestellt. Einige der jungen Männer haben reagiert, in Texten und Gedichten ihre Gedanken und Gefühle in Haft aufgearbeitet, die dann in eine szenisch-musikalische Collage auf der Bühne umgesetzt wurden. „Wie du reimt keiner, Rainer“ ist ein Stück über Sehnsucht, Wut, Einsamkeit, aber auch Voyeurismus, Sensationen und die Droge Aufmerksamkeit. Das Projekt verfolgt das ehrgeizige Ziel durch anspruchsvolle Theaterarbeit mit jungen inhaftierten Männern, deren interkulturelle Dialogbereitschaft zu fördern, Persönlichkeit und Resozialisierungchancen zu stärken, aber auch Vorurteile gegen verurteilte Straftäter abzubauen – und war gleich sehr erfolgreich: Die Produktion konnte die meisten Publikumsstimmen auf sich vereinen und erhielt den Publikumspreis der Hessischen Theatertage 2015.

Vielfalt beweist KUNSTVOLL auch dadurch, dass diverse Kunstsparten in den Projektpartnerschaften Berücksichtigung finden. So waren im Schuljahr 2014/2015 zum ersten Mal diverse Museen als Projektpartner beteiligt, die den Schülern die Arbeit in und mit einem Museum näher brachten. Über 20 Schülerinnen und Schüler der LouiseSchroeder-Schule, einer Berufsbildenden Schule, haben so beispielsweise mit Hilfe des „Dresscode Museums“ eine außergewöhnliche Ausstellung rund um das Thema Kleidung und Mode in Kooperation mit dem Landesmuseum Wiesbaden erarbeitet. Was tragen Menschen auf Kunstwerken und warum? Was können wir uns von (echten) Paradiesvögeln für unseren Kleidungsstil abschauen? Und was trägt eigentlich der typische Museumsbesucher? Die Antworten auf diese Fragen zeigen, welche Rolle Kleidung für viele spielt.

In Kooperation mit der Musikschule Bad Soden haben Schülerinnen der St. AngelaSchule Königstein im gemeinsamen Projekt „FilMusik“ wiederum den packenden Dokumentarfilm „Fluchtpunkt“ gedreht. Hierbei sind die Schülerinnen in die Rollen von Kameraleuten, Drehbuchautoren, Regisseuren, Reportern, Musikern und Komponisten geschlüpft. Mit großem Engagement und viel Verantwortung ist so eine Dokumentation über die aktuelle Flüchtlingssituation im Taunus und vor allem die dramatischen Lebensgeschichten der Menschen dahinter entstanden, die die Schüler mit einer eigens komponierten Filmmusik perfekt untermalt und in Szene gesetzt haben.

Ebenso faszinierend ist die Projektpartnerschaft einer Schule aus dem Hochtaunuskreis mit einer Kulturinstitution aus Frankfurt: Die Musikklasse der sechsten Stufe der Humboldtschule Bad Homburg erarbeitete im Rahmen von KUNSTVOLL mit Mitgliedern der Jungen Deutschen Philharmonie ein Live-Hörspiel. In wöchentlich stattfinden Workshops haben sich die Kinder intensiv mit den verschiedensten Möglichkeiten auseinandergesetzt, die Grusel-Komödie „Geister, nichts wie weg hier!“ als Hörspiel zu vertonen. Die Jugendlichen erhielten Sprechtraining und entdecken, welche Geräusche sich mit Musikinstrumenten, aber auch mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs erzeugen lassen. Am Ende wurde das Hörspielstudio live auf die Bühne geholt. Die Zuschauer konnten so einerseits mit geschlossenen Augen und nur durch Hören die Geschichte vor ihrem inneren Auge entstehen lassen, andererseits auch zusehen, wie ein Hörspiel entsteht.

Studierende der Darmstädter Alice-Eleonoren-Schule haben sich in dem Performance Projekt „Irgendwie anders“ mit Einsamkeit, Fremdheit und Ausgestoßensein beschäftigt – Themen, die gerade für angehende Erzieherinnen und Erzieher von großer Bedeutung sind. Angeregt von dem gleichnamigen Kinderbuch von Kathryn Cave und Chris Ridell, das 1997 mit dem UNESCO-Preis für Kinder und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz ausgezeichnet wurde, haben mehr als 20 Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik gemeinsam mit dem Theaterlabor Darmstadt ein performatives Schattenspiel über das Fremde in und um uns geschaffen, das die Arbeit mit Masken und Schatten in den Mittelpunkt stellt und bei dem die angehenden Erzieher als Darsteller selbst mitspielen. Auch an der Dramaturgie, dem Kostüm- und Bühnenentwurf sowie dem Maskenbau haben sie entscheidend mitgewirkt.

Neben diesen fünf spannenden Kulturpartnerschaften unterstützte der Kulturfonds im Schuljahr 2014/2015 noch 14 weitere qualitativ hochwertige Projekte.

Die folgenden Kooperationen wurden in der zweiten Runde von KUNSTVOLL realisiert (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/projekte-2014-2015):

 „Eine interkulturelle Reise durch die gebaute Umwelt“ Georg-Büchner-Schule (Frankfurt) & Deutsches-Architektur-Museum (Frankfurt)

 „Gestaltung in Anwendung – Angewandte Kunst in der Schule“ Carl-von-Weinberg-Schule (Frankfurt) & MuseumAngewandteKunst (Frankfurt)

 „Dresscode Museum“ Louise-Schroeder-Schule (Wiesbaden) & Museum Wiesbaden

 „Gallus-Sterne“ Paul-Hindemith-Schule (Frankfurt) & Verein ora da! e.V. (Frankfurt)

 „Honey Honey“ Friedrich Dessauer Gymnasium (Frankfurt) & Stiftung Deutsches Design Museum (Frankfurt)

 „Junior-Expertenjury“ IGS Herder (Frankfurt) & Deutsche Film- und Medienbewertung (Wiesbaden)

 „Die Landschaft vor der Tür – die Landschaft in mir“ Wolfram-Eschenbach Schule (Wiesbaden) & Verein hoch 9 e.V. (Frankfurt)

 „Live-Hörspiel“ Humboldtschule (Bad Homburg) & Junge Deutsche Philharmonie (Frankfurt)

 „FilMusik“ St. Angela Schule (Königstein) & Freie Musikschule Bad Soden e.V. 5

 „Alice in Wonderland“ Maria Ward Schule (Bad Homburg) & English Theatre (Frankfurt)

 „Die WERFT“ Schule der JVA Wiesbaden & Förderverein JVA Holzstraße e.V.

 „Die Liebe ist ein Wunderding“ Johann-Hinrich-Wichern-Schule (Wiesbaden) & Staatstheater Wiesbaden

 „Fechenheim“ Heinrich-Kraft-Schule (Frankfurt) & Freies Theaterhaus Frankfurt

 „Die Archaier“ Ketteler-La Roche-Schule (Oberursel) & Freies Theaterhaus Frankfurt

 „Theater und Unterricht“ Mornewegschule (Darmstadt) & Freie Szene/Theater Moller Haus (Darmstadt)

 „Szenen eines Stadtteils“ IGS Kastell (Wiesbaden) & Theater Willy Praml (Frankfurt) 

 „In der freien Wildbahn“ Erich-Kästner-Gesamtschule (Darmstadt) & Staatstheater Darmstadt

 „Irgendwie anders“ Eleonorenschule (Darmstadt) & Freue Szene/Theaterlabor (Darmstadt)

 „Beweg Dich“ Gesamtschule am Gluckenstein (Bad Homburg) & KulturRegion FrankfurtRhein Main, Starke Stücke (Frankfurt)

Hilmar Hoffmann – Biographie zum 90. Geburtstag des Ausnahmekulturpolitikers

Hilmar Hoffmann: Filmhistoriker, Museums- und Theatergründer, Autor, Hochschullehrer, vor allem eins: Vordenker und Praktiker einer Kulturpolitik, welche die Bundesrepublik bis heute prägt. Zuerst als Volkshochschuldirektor, Begründer der Kurzfilmtage und Kulturdezernent in Oberhausen, dann zwanzig Jahre lang als Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main verwirklicht er seine Vorstellung einer „Kultur für alle“, oft gegen große Widerstände und in verblüffenden politischen Konstellationen.
Hilmar Hoffmann: Filmhistoriker, Museums- und Theatergründer, Autor, Hochschullehrer, vor allem eins: Vordenker und Praktiker einer Kulturpolitik, welche die Bundesrepublik bis heute prägt. Zuerst als Volkshochschuldirektor, Begründer der Kurzfilmtage und Kulturdezernent in Oberhausen, dann zwanzig Jahre lang als Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main verwirklicht er seine Vorstellung einer „Kultur für alle“, oft gegen große Widerstände und in verblüffenden politischen Konstellationen.
Foto: © massow-picture

Hilmar Hoffmann wird am 25. August 90 Jahre alt.  Aus diesem Anlass gibt das Deutsche Filminstitut ein 464 Seiten starkes, reich bebildertes Buch zu Werk und Leben des Ausnahme-Kulturpolitikers heraus, der in den mehr als sechs Jahrzehnten seiner Tätigkeit die einflussreiche Programmatik der „Kultur für alle“ nicht nur entworfen, sondern praktisch umgesetzt hat, oft gegen große Widerstände und in verblüffenden politischen Konstellationen.

Claus-Jürgen Göpfert, der Hilmar Hoffmann als Journalist seit 35 Jahren begleitet, hat für dieses Buch lange, intensive Gespräche mit Hilmar Hoffmann geführt und parallel eine große Zahl von Weggefährten und Zeitzeuginnen befragt, unter ihnen Alexander Kluge, Hans-Dietrich Genscher, Daniel Cohn-Bendit, Petra Roth und Hans Neuenfels. Die Passage durch Hilmar Hoffmanns Leben und Werk hat Claus-Jürgen Göpfert um den zentralen Begriff des Kulturpolitikers organisiert: Er forscht nach, wie Hoffmanns Kulturbegriff sich aus den Erfahrungen in Kindheit und Jugend, als Fallschirmjäger und NSDAP-Mitglied, Kriegsgefangener und Teilnehmer am britischen Re-Education-Programm in Wilton Park heraus entwickelt. Und er macht deutlich, wie Hilmar Hoffmann seine Vorstellungen und Ideen in zahlreichen Funktionen in die Tat umsetzt: als jüngster Volkshochschuldirektor der Bundesrepublik in Oberhausen, als Kulturdezernent in ebendieser Ruhrgebietsstadt und zwanzig Jahre lang in Frankfurt am Main (1970-1990), als Geschäftsführer der „Stiftung Lesen“ und als Präsident des Goethe-Instituts.

Der Journalist Claus-Jürgen Göpfert (l.),Autor des Buches über Hilmar Hoffmann schreibt seit 35 Jahren über Kultur und Politik. Foto: © massow-picture
Der Journalist Claus-Jürgen Göpfert (l.),Autor des Buches über Hilmar Hoffmann, schreibt seit 35 Jahren über Kultur und Politik. Foto: © massow-picture

Die gefeierten Erfolge ebenso wie die großen Konflikte in der Karriere Hilmar Hoffmanns haben Raum in diesem Buch, Unterstützer seines Kurses kommen neben Gegnern zu Wort. Entstanden ist ein vielstimmiger und facettenreicher Band, der die Stationen seines nun 90-jährigen Lebens nachvollzieht, das, so Göpfert, „immer wieder davon geprägt war, scheinbar unversöhnliche Positionen konstruktiv zu vereinen, ideologische Gegensätze zu überwinden und für konkrete Projekte und Ziele Mehrheiten zu schaffen.“ Dies sei am Ende die wichtigste Eigenschaft „des Menschen Hilmar Hoffmann: Er vermag es, Brücken zu bauen.“

Dem Deutschen Filminstitut, das die Publikation herausgibt, ist Hilmar Hoffmann womöglich länger und intensiver verbunden als jedem anderen Haus, so schreibt es Direktorin Claudia Dillmann im Vorwort des Buches: als Gründer des Frankfurter Kommunalen Kinos und des ersten Filmmuseums der Bundesrepublik, die heute unter dem Dach des Deutschen Filminstituts vereint sind; als Fachkollege, Freund und Wegbegleiter. Das Buch ist der „nachgerade verwegene Versuch, die Lebensleistung dieses beispiellos umtriebigen, ideenreichen, tatkräftigen Menschen, des Filmhistorikers, Museums- und Theatergründers, Schriftstellers, Hochschullehrers, Stadtentwicklers, Utopisten und Pragmatikers“ in all seinen Facetten zu erfassen. Erstmals hat sich Hilmar Hoffmann für dieses Buch eingehend über seine Kindheit und Jugend geäußert.

240 Bilder aus Hilmar Hoffmanns Privatarchiv, aus dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt und weiteren Beständen sind im Buch enthalten, viele bisher unveröffentlicht.

Foto: © massow-picture
Foto: © massow-picture

„Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk“
Autor: Claus-Jürgen Göpfert
Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF
464 Seiten
240 Abbildungen
Verkaufspreis: 24,80 €
ISBN: 9783887990886

 

 

„Hilmar Hoffmann: Filmhistoriker, Museums- und Theatergründer, Autor, Hochschullehrer, vor allem eins: Vordenker und Praktiker einer Kulturpolitik, welche die Bundesrepublik bis heute prägt. Zuerst als Volkshochschuldirektor, Begründer der Kurzfilmtage und Kulturdezernent in Oberhausen, dann zwanzig Jahre lang als Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main verwirklicht er seine Vorstellung einer „Kultur für alle“, oft gegen große Widerstände und in verblüffenden politischen Konstellationen. Auch als Geschäftsführer der „Stiftung Lesen“ und Präsident des Goethe-Instituts kämpft er darum, die kulturelle Bildung in der Bundesrepublik voranzubringen. Hilmar Hoffmann ist DER Kulturpolitiker. Der Journalist Claus-Jürgen Göpfert schreibt seit 35 Jahren über Kultur und Politik (Frankfurter Rundschau). In langen Gesprächen mit Hilmar Hoffmann und einer großen Zahl Zeitzeugen hat er Leben und Werk des Kulturpolitikers ergründet. Entstanden ist ein vielstimmiges, facettenreiches Buch, das manches zutage fördert, das längst ins Vergessen geraten war. Mit 240 Bildern, größtenteils aus Hilmar Hoffmanns Privatarchiv, viele davon erstmals abgedruckt.“ (Frankfurter Rundschau)

 

Jury-Kinder beim 38. Internationalen Kinderfilmfestival mit Schulklasse aus Frankfurt-Höchst – Lieblingsfilm ins Programm

Jurykinder freuen sich auf LUCAS Junge Kinofans wirken beim 38. Internationalen Kinderfilmfestival mit Schulklasse aus Frankfurt-Höchst wählt Lieblingsfilm ins Programm

Finn (11) ist bei den Pfadfindern, Lina (10) reitet auf der Ponyranch. Die elfjährige Amaryllis lernt Fagott spielen und liebt Tennis. Superhelden-Fan Arthur (10) dreht selbst Trickfilme und spielt auf seiner Ukulele „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Alle vier Kinder lieben Kino. Die Schülerinnen und Schüler aus Frankfurt freuen sich auf eine aufregende Festivalwoche im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt. Vom 27. September bis 4. Oktober bewerten sie Langund Kurzfilme aus aller Welt – als Mitglieder der Jury beim 38. Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS.

In Kurzporträts stellen sich die Kinder vor: http://www.lucas-filmfestival.de/das-festival/jurys-2014/lucas-jury-2015/

Die vier Jurykinder hatten sich mit einer Filmkritik beworben. Gemeinsam mit vier erwachsenen Filmexperten sichten sie die Filme und entscheiden über die Preisträger. „Ist ja auch ganz logisch, dass bei LUCAS ihre Meinung zählt: Schließlich können Kinder am besten beurteilen, welche Kinderfilme ihnen gefallen“, sagt Festivalleiterin Petra Kappler. Für die LUCAS Jury bewerben sich jedes Jahr Kinder im Alter zwischen zehn und 13 Jahren.

Das Internationale Kinderfilmfestival wird vom Deutschen Filminstitut, dem Träger des Deutschen Filmmuseums, veranstaltet. In der 38. Auflage zeigt LUCAS fast 60 aktuelle herausragende Filme aus 24 Ländern: Lang- und Kurzfilme, Dokumentationen sowie Animationsfilme. Kinder und Jugendliche bekommen Einblick in die Lebenswelten von Gleichaltrigen in anderen Kulturen. Die Festivalfilme beleuchten Alltag, Ziele und Wünsche, aber natürlich auch Hürden und Hindernisse im Leben von Kindern.

Einen Überblick gibt es im Programmheft: http://www.lucas-filmfestival.de/programm-2015/programmheft-2015/

Teenager bewerten acht Jugendfilme Das älteste deutsche Kinderfilmfestival

LUCAS verleiht zum vierten Mal zusätzlich einen Jugendfilmpreis sowie zum dritten Mal den Sir Peter Ustinov Newcomer Award. Über die Gewinner entscheiden ausschließlich Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. Acht Filme stehen im Wettbewerb. „Ein großes Thema in den Coming-of-Age-Filmen ist dieses Jahr, dass Jugendliche bereits sehr früh Verantwortung für sich und ihre Familienmitglieder übernehmen müssen“, erklärt Petra Kappler. „Die Filme aus sechs Ländern zeigen, wie sie diese Herausforderung meistern.“

In Kurzporträts stellen sich die Jugendlichen aus Frankfurt und Eschborn vor: http://www.lucas-filmfestival.de/das-festival/jurys-2014/lucas-jugendjury-2015/

Matilda (15) liebt Klettern in Frankreich. Der 14-jährige Jafet sieht gern Filme über historische Persönlichkeiten wie Nelson Mandela. Der Eschborner Schüler Nils (14) ist ein Fan alter Dracula-Filme und hat auch sonst ein Faible für Fantasy und Horror. Greta (14) spielt Querflöte, tanzt Hip-Hop und möchte Schauspielerin werden. Milena (15) mag Märchen, weil sie damit „in eine andere Welt schlüpfen“ kann.
Erstmals Filmbotschafter: Schüler der IGS West in Frankfurt-Höchst wählen Film aus In der 38.
Ausgabe von LUCAS wirken zum ersten Mal Frankfurter Schülerinnen und Schüler bei der Auswahl des Festivalprogramms mit. Sie schauten dazu mehrere Titel an und kürten ihren Favoriten. Als Filmbotschafter und Gastgeber präsentieren Jugendliche aus der Realschulklasse 8b der IGS West in Höchst am Montag, 28. September, 11 Uhr, im Cinestar Metropolis DEINE SCHÖNHEIT IST NICHTS WERT (Österreich 2012) und freuen sich auf ein Gespräch mit dem Regisseur Hüseyin Tabak. Der Film greift den Konflikt zwischen Türken und Kurden auf und ist damit ungeahnt nah an den aktuellen Nachrichtenbildern.

Jurys aus ganz Deutschland bei LUCAS zu Gast Ebenfalls ein Novum bei LUCAS: Etwa 60 junge Filmjuroren aus ganz Deutschland treffen sich erstmals zu einer zentralen Konferenz. Sie tauschen sich über Erfahrungen aus, wie sie jeweils selbstständig in den einzelnen Städten Filme bewerten. Die Jugend Filmjury, ein Projekt der deutschen Film- und Medienbewertung (FBW), fördert die Medienkompetenz von aktiven Mediennutzern. Exemplarisch für diese Bewertungsarbeit stellt die Jugend Filmjury Frankfurt am Montag, 28. September, 16 Uhr, im Kino des Deutschen Filmmuseums in der Sektion Jugendfilmwettbewerb den Spielfilm ABOUT A GIRL (Deutschland 2014, R: Mark Monheim) vor. Die Bewerter gaben dem Drama vier von fünf Sternen.

LUCAS Jury 2015:
Kinder:
Lina Renfro (10), Frankfurt, Schülerin der Schillerschule
Amaryllis Wiesmann (11), Frankfurt, Schülerin des Lessing-Gymnasiums
Arthur Grieben (10), Frankfurt, Schüler der Musterschule
Finn Hoffmann (11), Frankfurt, Schüler der Elisabethenschule

Jugendfilmjury:
Milena Schmid (15), Frankfurt, Schülerin der Musterschule
Greta Kolck (14), Frankfurt, Schülerin des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums
Matilda Kohl (15), Frankfurt, Schülerin der Aktiven Schule
Jafet Stolla (15), Frankfurt, Schüler des Riedberg-Gymnasiums
Nils Fischer (14), Eschborn, Schüler der Heinrich-von-Kleist-Schule

Ort und Karten

38. Internationales Kinderfilmfestival LUCAS vom 27. September bis 4. Oktober 2015 im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main, Schaumainkai 41 Vormittags zusätzlich im Cinestar Metropolis und Caligari FilmBühne Wiesbaden

Kinder zahlen 3,50 €,
Erwachsene 7 €, ermäßigt 5 €,
Gruppenbegleiter frei Karten für die Veranstaltung mit Willi Weitzel: Kinder 8 €, Erwachsene 12 €
Telefon 069 / 961 220 – 670, info@lucasfilmfestival.de oder Fax 069 / 961 220 – 669

Wem gehört die Burg? – Burgbesitzer diskutieren im Landesmuseum Mainz am 25. August

Belagerung-Burg-Nanstein450Alte Burgen und Schlösser sind faszinierende Orte. Sie lassen Geschichte lebendig werden und erinnern an die Zeit mächtiger Könige, Grafen und Fürsten. Heute sind viele der einstigen Adelspaläste in Privatbesitz. Am Dienstag, 25. August, sind drei Burgeigentümer um 19 Uhr zu Gast im Landesmuseum. Heide Prinzessin von Hohenzollern, Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und Dr. Karl Graf zu Eltz erzählen über den Umgang mit ihrem großen Erbe. Wie verwaltet man eine Burg? Welche Abhängigkeiten entstehen? Und welche Vermittlungsarbeit wird geleistet? Über diese Fragen diskutieren die Adligen mit Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, und Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Moderiert wird die Podiumsdiskussion „Wem gehört die Burg?“ von der Journalistin Jessica Schober. Im Anschluss gibt es einen kleinen Umtrunk.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen telefonisch unter 06131-2016-202 oder per Mail an monika.schraml@gdke.rlp.de.

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51.

Mainzer Fastnachtsvereine

Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V.
55116 Mainz, Emmeransstraße 38
mcv-haus@mainzer-carneval-verein.de

Mainzer Prinzengarde e.V:1884
55116 Mainz, Kaiserstraße 24 a
info@mainzer-prinzengarde.de

Carnevalverein Eiskalte Brueder 1893 e.V.
55124 Mainz, Im Niedergarten 24c

Kostheimer Carneval-Verein 1923 e.V.
55246 Mainz-Kostheim, Hauptstraße 128
kontakt@kostheimer-carneval-verein.de

Mainzer Hofsänger
55021 Mainz, Postfach 31 22

Mainzer Ranzengarde 1837 e.V
55122 Mainz, Johann-Maria-Kertell-Platz 1

Finther Carneval-Verein 1947 e.V.
55126 Mainz, Jungenfeldplatz 11

Mainzer Carneval-Gemeinschaft 2006 e.V.
55118 Mainz, Kaiser-Wilhelm-Ring 20
vorstand@mainzer-carneval-gemeinschaft.de

Musikverein und Fastnachtsgesellschaft ‚Die Jakobiner‘ 1973 e.V.
55050 Mainz, Postfach 22 11 45

Mainzer Carneval-Club 1899 e.V.
55116 Mainz, Gymnasiumstraße 2

Gustavsburger Carneval Club 1947 e.V.
65452 Gustavsburg, Postfach 11 40

Karneval-Club Kastel 1947 e.V.
55252 Mainz-Kastel, Mainzer Straße 25
info@kck-kastel.de

Hechtsheimer Dragoner-Garde Narrenclub Hechtsheim e.V.
55129 Mainz, Morschstraße 7

Schwarze Gesellen Laubenheim e.V.
55130 Mainz, Marktplatz 1

CarnevalVerein Kleppergarde Mainz-Gonsenheim 1877 e.V.
55124 Mainz-Gonsenheim, Am Sägewerk 22

Mainzer Narren-Club e.V. 1949
55130 Mainz, Dammweg 11

C.C. Rote Husaren Mainz-Kostheim 1952 e.V.
55248 Mainz-Kastel, Postfach 148

Carneval Club Mombach „Die Eulenspiegel“ 1981 e.V.
55120 Mainz, Am Hipperich 52

Mainzer Freischützen Garde 1901 e.V.
55118 Mainz, Boppstraße 46

Garde der Prinzessin e.V. gegr. 1886
55118 Mainz, Forsterstraße 16
info@garde-der-prinzessin.de

Kino des Deutschen Filmmuseums – Programm-Highlights im September 2015

© massow-picture Heimprojektor Pathé-Baby für 9,9 mm Film, 1922
© massow-picture Heimprojektor Pathé-Baby für 9,9 mm Film, 1922

Vorschau auf die Filmreihen und einige Specials des Deutschen Filmmuseums Frankfurt im kommenden Monat:
FILM UND GAMES Filmreihe und Begleitprogramm / Filmreihe JEAN-PIERRE UND LUC DARDENNE / Filmreihe 25 JAHRE WIEDERVEREINIGUNG / LUCAS 38. INTERNATIONALES KINDERFILMFESTIVAL / Special WIE DER FILM UNSTERBLICH WURDE / Special Ffm JAZZ Film

FilmreiheFILM UND GAMES – Filmreihe zur Ausstellung
Freitag, 04., bis Samstag, 26. September

Die Filmreihe bringt Games-Verfilmungen und Filme mit Videospiel-Anleihen ins Kino. In der Septemberreihe treten Aliens den Kampf gegen die Menschheit an, und Fiktion und Realität geraten ins Wanken. Spielerisch surreal wird es mit HOLY MOTORS von Leos Carax.

Freitag, 04.09., 22:30 Uhr; Samstag, 19.09., 22:30 Uhr
FINAL FANTASY. THE SPIRITS WITHIN Final Fantasy. Die Mächte in dir
Japan/USA 2001. R: Hironobu Sakaguchi, Motonori Sakahibara

Samstag, 05.09., 22:30 Uhr; Freitag, 18.09., 22:30 Uhr
DARK CITY
USA/Australien 1998. R: Alex Proyas

Samstag, 12.09., 18 Uhr; Mittwoch, 16.09., 18 Uhr
HOLY MOTORS
Frankreich/Deutschland 2012. R: Leos Carax

Mittwoch, 23.09., 18 Uhr; Samstag, 26.09., 18 Uhr
STRANGER THAN FICTION Schräger als Fiktion
USA 2006. R: Marc Forster

Begleitprogramm der Games-Ausstellung:

Freitag, 4. September, 20 Uhr
Spielung
Wie eine Lesung, nur steht hier im Mittelpunkt ein Videospiel: Bei der Spielung am 4. September im Deutschen Filmmuseum können Besucher erfahrenen Spielern über die Schulter gucken, während ein Plenum aus der Film- und Gamesbranche den Spielverlauf fachkundig kommentiert und diskutiert. Wie in der aktuellen Ausstellung Film und Games stehen auch hier die Grenzen und Möglichkeiten der gegenseitigen Beeinflussung beider Medien im Mittelpunkt. Der Eintritt ist kostenlos.

Mittwoch, 9. September, 19 Uhr
After-Work-Führung
Zur geselligen Feierabend-Stunde im Deutschen Filmmuseum, immer am zweiten Mittwoch im Monat, führen fachkundige Mitarbeiter durch die Ausstellung Film und Games. Selbstverständlich können die Teilnehmer selbst ihr Spielergeschick an verschiedenen Stationen auf die Probe stellen. Bei einem Glas Wein und mit Blick auf die Frankfurter Skyline gibt es im Anschluss die Gelegenheit zum Austausch mit den anderen Teilnehmern und Museumsmitarbeitern. Das Angebot ist im Ausstellungseintritt inbegriffen (8 Euro/6 Euro ermäßigt).

Filmreihe
JEAN-PIERRE UND LUC DARDENNE
Mittwoch, 02., bis Sonntag, 27. September

Das filmische Schaffen der Brüder Jean-Pierre (geboren 1951) und Luc (geboren 1954) Dardenne prägt ein teilnehmender Realismus, ihre Filme handeln von gesellschaftlich ausgestoßenen, emotional verarmten Menschen, die mit allen Mitteln versuchen, ihrem tristen Dasein zu entkommen. 1996 gelang den Brüdern mit LA PROMESSE der internationale Durchbruch, seitdem sind weitere sechs Spielfilme in einem einzigartigen und unverwechselbaren Stil entstanden. Die meisten ihrer Spielfilme wurden beim Filmfestival in Cannes uraufgeführt und dort von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. Seit 2005 gehören Jean-Pierre und Luc Dardenne zu dem sehr kleinen Kreis von Filmemachern, die in Cannes mehrfach mit einer goldenen Palme ausgezeichnet wurden.

Mittwoch, 02.09., 20:30 Uhr
DEUX JOURS, UNE NUIT Zwei Tage, eine Nacht
Belgien/Frankreich/Italien 2014. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Freitag, 04.09., 18: Uhr; Samstag, 05.09., 20:30 Uhr
LE GAMIN AU VÉLO Der Junge mit dem Fahrrad
Belgien/Frankreich/Italien 2011. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Sonntag, 06.09., 20:30 Uhr; Dienstag, 08.09., 20:30 Uhr
LE SILENCE DE LORNA Lornas Schweigen
Belgien/Großbritannien/Frankreich/Italien 2008. R: J.-P. und L. Dardenne

Freitag, 11.09., 18 Uhr; Samstag, 12.09., 20:30 Uhr
L’ENFANT Das Kind
Frankreich/Belgien 2004. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Sonntag, 13.09., 20:30 Uhr; Mittwoch, 16.09., 20:30 Uhr
LE FILS Der Sohn
Belgien/Frankreich 2002. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Freitag, 18.09., 18 Uhr; Samstag, 19.09., 20:30 Uhr
ROSETTA
Frankreich 1999. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Sonntag, 20.09., 20:30 Uhr; Mittwoch, 23.09., 20:30 Uhr
LA PROMESSE Das Versprechen
Belgien/Frankreich/Luxemburg 1996. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Freitag, 25.09., 18 Uhr; Samstag, 26.09., 20:30 Uhr
JE PENSE À VOUS Ich denke an euch
Belgien/Luxemburg/Frankreich 1992. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Sonntag, 27.09., 20:30 Uhr
FALSCH
Belgien 1986. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Filmreihe
25 JAHRE WIEDERVEREINIGUNG
Dienstag, 1., bis Freitag, 25. September

Mit dem 25. Tag der Deutschen Einheit feiert die Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober ein Ereignis, das sich auch im deutschen Film niedergeschlagen hat, wie das Kino des Deutschen Filmmuseums mit einer umfassenden Filmreihe im September und Oktober zeigt.

Dienstag, 01.09., 20:30 Uhr; Donnerstag, 03.09., 18 Uhr
DIE VERFEHLUNG
Deutschland 1992. R: Heiner Carow

Freitag, 04.09., 20:30 Uhr
LETZTES JAHR TITANIC
Deutschland 1991. R: Andreas Voigt

Sonntag, 06.09., 18 Uhr
NOVEMBER DAYS Novembertage
Großbritannien/Deutschland 1990. R: Marcel Ophüls

Mittwoch, 09.09., 20:30 Uhr
STRICHE ZIEHEN
Deutschland 2014. R: Gerd Kroske
Zu Gast: Gerd Kroske

Donnerstag, 10.09., 18 Uhr; Freitag, 11.09., 20:30 Uhr
DAS VERSPRECHEN
Deutschland/Frankreich/Schweiz 1995. R: Margarethe von Trotta

Sonntag, 13.09., 18 Uhr
MATERIAL
Deutschland 2009. R: Thomas Heise

Donnerstag, 17.09., 18 Uhr; Freitag, 18.09.,0 20:30 Uhr
GOOD BYE, LENIN!
Deutschland 2003. R: Wolfgang Becker

Sonntag, 20.09., 18 Uhr Zu Gast: Thomas Claus
AUFBRUCH ’89 – DRESDEN
DDR 1989. Kollektiv
AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN STADT
DDR 1990. R: Thomas Claus u.a.

Dienstag, 22.09., 20:30 Uhr
BRÜDER UND SCHWESTERN
Deutschland 1991. R: Pavel Schnabel
Zu Gast: Pavel Schnabel

Donnerstag, 24.09., 18 Uhr; Freitag, 25.09., 20:30 Uhr
ALS WIR TRÄUMTEN
Deutschland 2015. R: Andreas Dresen

Filmfestival
LUCAS 38. INTERNATIONALES KINDERFILMFESTIVAL
Sonntag, 27. September bis Sonntag, 04. Oktober

Fast 60 aktuelle Filme aus 24 Ländern zeigt das 38. Internationale Kinderfilmfestival LUCAS von Sonntag, 27. September, bis Sonntag, 4. Oktober. Die Produktionen kommen aus Europa, USA, Iran, Sri Lanka, Singapur, Südkorea, Kuba, Brasilien und erstmals aus dem karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago.

Die Festivalfilme laufen in Frankfurt im Deutschen Filmmuseum und im CineStar Metropolis. Mit der Caligari FilmBühne gibt es 2015 erstmals einen Spielort in Wiesbaden. Das vollständige Programm finden Sie in der Festivalbroschüre und unter www.lucasfilmfestival.de

Dienstag, 29.09., 20 Uhr
FREUNDESFREUNDE (Weltpremiere mit Gästen)
Deutschland 2015. R: Melissa Graj, Sonja Risse
BORN POSITIVE
UK 2012. Regie: Carla Simón Pipo

Donnerstag, 01.10. 16 Uhr (Cinestar Metropolis)
FLIEHEN, FLÜCHTLING, FLUCHT
Film, Vortrag, Gespräch mit Willi Weitzel

Montag, 28.09., 14 Uhr, Dt. Einsprache
SALLY’S WAY Sallys Weg
Trinidad und Tobago 2014. R: Joanne Gail Johnson

Montag, 28.09., 16 Uhr; Mittwoch, 30.09.,  9 Uhr (Cinestar Metropolis)
ABOUT A GIRL
Deutschland 2014. R: Mark Monheim

Montag, 28.09., 18 Uhr; Donnerstag, 01.10., 9:30 Uhr (Cinestar Metropolis)
CONDUCTA Conducta – Wir werden sein wie Che
Kuba 2014. R: Ernesto Daranas

Montag, 28.09., 20 Uhr; Mittwoch, 30.09., 11 Uhr, Dt. Einsprache
BEDOONE MARZ Borderless
Iran 2014. R: Amirhossein Asgari
Deutschlandpremiere

Dienstag, 29.09., 11 Uhr, Dt. Einsprache; Mittwoch, 30.09., 18 Uhr
HO GAANA POKUNA The Singing Pond
Sri Lanka 2014. R: Indika Ferdinando
Deutschlandpremiere

Dienstag, 29.09.,16:00 Uhr
DREI WÜNSCHE VON HANDLOH (Weltpremiere mit Gästen)
Deutschland 2015. R: Simone Jung

Dienstag, 29.09., 20 Uhr, Mittwoch, 30.09., 9:30 Uhr (Cinestar Metropolis)
GLUTNESTER Ember Glow
Deutschland 2015. R: Katja Sambeth
Mit Gästen

Mittwoch, 30.09., 20 Uhr; Donnerstag, 1.10., 9 Uhr (Cinestar Metropolis)
14+
Russland 2015. R: Andrey Zaytsev

Mittwoch, 30.09., 16 Uhr Dt. Einsprache; Donnerstag, 01.10. 18 Uhr OmeU
LABYRINTHUS
Belgien 2014. R: Douglas Boswell
Mit Gast

Special
„WIE DER FILM UNSTERBLICH WURDE“
Dienstag, 08.09., 18 Uhr

BUCHPRÄSENTATION UND FILMPROGRAMM
Filmarchive, Institute und Museen, Ausstellungen, Studiengänge, Autoren und Verlage: sie tragen dazu bei, dass Filmmaterialien bewahrt und Inhalte reflektiert werden. Ihrer allmählichen Entstehung widmet sich der kürzlich in der edition text+kritik erschienene und von den beiden Filmhistorikern Rolf Aurich und Ralf Forster herausgegebene Sammelband „Wie der Film unsterblich wurde. Vorakademische Filmwissenschaft in Deutschland“.

Rolf Aurich ist Lektor, Redakteur und Autor an der Deutschen Kinemathek, Berlin. Ralf Forster ist Filmtechnikhistoriker am Filmmuseum Potsdam und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Filmuniversität Babelsberg.

Während der Buchpräsentation wird ein Programm mit Kurzfilmen der 1920er- bis 1950er-Jahre gezeigt:
FILM (KIPHO-FILM)
DE 1925. R: Guido Seeber, Julius Pinschewer. 35mm. 4 Min.
AUS DEN KINDERTAGEN DER KINEMATOGRAPHIE
DE 1928. R: Max Skladanowsky. 35mm. 3 Min.
ALS MAN ANFING ZU FILMEN
DE 1934. R: Martin Rikli, Wilhelm Prager. 35mm. 16 Min.
ASTA NIELSEN. EINE GROSSE KÜNSTLERIN
DE 1933. 35mm. 9 Min.
FARBE IM FILM
DE 1945. 35mm. 13 Min.
SIE SIND NICHT MEHR
BRD 1950. 35mm. 4 Min.
DAS WUNDER DES FILMS
BRD 1955. 35mm. 3 Min.
ERINNERN SIE SICH?
DDR 1957. 35mm. 11 Min.
STERNE ERLÖSCHEN NIE
BRD 1958. 35mm. 3 Min.
Gesamtlänge der Filme: 67 Min.;
Länge des Gesamtprogramms: 110 Min.

Special
Ffm JAZZ Film
Donnerstag, 24.09., 20:15 Uhr

Kein anderer Musikstil hat das vergangene Jahrhundert so geprägt wie der Jazz. Er ist Sinnbild der Golden Twenties, der Soundtrack der deutschen Nachkriegsgeschichte und die Keimzelle der Popkultur. In Deutschland galt Frankfurt am Main lange als die Hauptstadt des Jazz. Am Dr. Hoch’s Konservatorium wurden 1928 die ersten Jazzklassen weltweit initiiert und hier ist das hr-Jazzensemble ansässig, das älteste Ensemble für Modern Jazz in Deutschland. Auch das Deutsche Jazzfestival, das älteste dieser Art in Deutschland und weltweit, das bis heute stattfindet, wurde 1953 in Frankfurt gegründet.

Vor allem aber hat die Jazzstadt Frankfurt zahlreiche, weltweit bekannte Stars in den Frankfurter Jazzkeller gelockt und viele renommierte Musiker hervorgebracht. Für sie war und ist der Jazz Leidenschaft, Liebe, Freiheit – ihr Leben. Die Musikdokumentation Ffm JAZZ Film versammelt neben zahlreichen Interviews mit Protagonisten der Jazzszene einzigartige O-Töne, Archivmaterialien, Konzertmitschnitte und Re-Enactments, und zeichnet so ein emotionales zeit- und kulturhistorisches Portrait der Frankfurter Musikerszene.

Ort:

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

Weltkulturen Museum Programm am Museumsuferfest 2015

Weltkulturen Museum Frankfurt bei EurokunstAm Museumsuferfest stehen Ihnen die drei Villen des Weltkulturen Museum am Museumsufer mit 67.000 Artefakten und zeitgenössischen Kunstwerken aus allen Teilen der Welt offen. Darüber hinaus verfügt das Museum über ein einzigartiges Bildarchiv mit über 100 000 enthnografischen Fotografien und Filmen sowie über eine Bibliothek mit 50.000 internationalen Büchern und Zeitschriften zur Kulturen unserer Erde.

Programm

Freitag, 28. August 2015
19:00 Uhr Führung durch die Ausstellung „EL HADJI SY: Painting, Performance, Politics“

Samstag, 29. August 2015
13:00 Uhr Führungen durch die Ausstellung „EL HADJI SY: Painting, Performance, Politics“
14:00 Uhr Familienführungen durch die Ausstellung „EL HADJI SY: Painting, Performance, Politics“ (für Familien mit Kindern ab 6 Jahren)
19:00 Uhr Führung durch die Ausstellung „EL HADJI SY: Painting, Performance, Politics“

Sonntag, 30. August 2015
13:00 Uhr Führungen durch die Ausstellung „EL HADJI SY: Painting, Performance, Politics“
14:00 Uhr Familienführungen durch die Ausstellung „EL HADJI SY: Painting, Performance, Politics“ (für Familien mit Kindern ab 6 Jahren)
19:00 Uhr Führung durch die Ausstellung „EL HADJI SY: Painting, Performance, Politics“

Kontakt

Weltkulturen Museum
Schaumainkai 29 – 37
60594 Frankfurt am Main

Tel.: 069/21 23 15 10
Fax: 069/21 23 07 04

Internet:
E-Mail: weltkulturen.museum@stadtfrankfurt.de
www.weltkulturenmuseum.de

Öffnungszeiten:
Fr.: 15.00 – 22.00 Uhr, Sa.: 12.00 –
22.00 Uhr, So.: 11.00 – 20.00 Uhr

Städel Museum Programm zum Museumsuferfest 2015

© Städel-Museum Frankfurt a. Main
© Städel-Museum Frankfurt a. Main

Das Museumsuferfest bietet Besuchern die wunderbare Möglichkeit zu einem kleinen Streifzug im Städel Museum durch die unendlich vielen Kostbarkeiten über 700 Jahre europäischer Kunstgeschichte – vom frühen 14. Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Insgesamt umfasst die Sammlung des Städel rund 3.000 Gemälde, 600 Skulpturen, über 4.000 Fotografien und über 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Höhepunkte der Sammlung bilden Werke von Künstlern wie Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Sandro Botticelli, Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Claude Monet, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Alberto Giacometti, Francis Bacon, Gerhard Richter, Wolfgang Tillmans oder Corinne Wasmuht. Neben dem Sammeln und Bewahren bilden die wissenschaftliche Erforschung des Bestandes sowie die Entwicklung von Ausstellungen aus dem Sammlungszusammenhang heraus Schwerpunkte der Museumsarbeit. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die zielgruppenspezifische Kunstvermittlung, die sich mit den Sammlungsinhalten ebenso wie mit allgemeinen Fragen zur Kunst auseinandersetzt und an ein vielfältiges Publikum gerichtet ist. Die hohe Aktivität im Forschungs-, Ausstellungs- und Vermittlungsbereich sowie die herausragende Qualität der Sammlung sichern dem Städel einen hochrangigen Platz in der internationalen Museumslandschaft. Als bedeutendste kulturelle Bürgerstiftung in Deutschland steht das Städel darüber hinaus beispielhaft für ein breites bürgerschaftliches Engagement, das ganz wesentlich zur Erhaltung und Entwicklung dieser Kulturinstitution beiträgt.

Sammlung, Sonderausstellungen, Kunstvermittlung und Forschung

Seit seiner Gründung hat das Städelsche Kunstinstitut seinen Bestand stetig erweitert und die aktuellen künstlerischen Positionen in den kunsthistorischen Kanon eingeordnet. Jeder Neuzugang erfolgt vor dem Hintergrund des eigenen Sammlungsprofils, das fortwährend ausgebaut und in die Zeitgenossenschaft fortgeführt wird. Die Dauerausstellung ist untergliedert in die Sammlungsbereiche „Alte Meister“, „Kunst der Moderne“ und „Gegenwartkunst“, während die Graphische Sammlung den Bestand von über 100.000 Arbeiten auf Papier in wechselnden Präsentationen sowie im Studiensaal zeigt. Darüber hinaus bietet das Städel seinen Besuchern jedes Jahr mehrere international beachtete Sonderausstellungen, die sich mit dem Werk einzelner Künstler aus der Sammlung und ihrem jeweiligen Umfeld beschäftigen. Begleitet werden die Ausstellungen von einem vielseitigen Veranstaltungs- und Vermittlungsangebot für Kinder und Jugendliche wie auch für Erwachsene, Familien und Senioren. Dabei reicht das Spektrum von Veranstaltungsreihen, interaktiven Führungsformaten und Seminaren für unterschiedliche Altersgruppen über die Angebote von Städel-Bibliothek und Mediathek bis hin zur Erschließung eines intuitiven Zugangs zur Sammlung des Städel Museums durch den Multitouchscreen im Kabinett zum Main. Insgesamt bietet das Städel über 50 unterschiedliche Vermittlungsformate an. Auch der Einsatz von Medien wie sozialen Netzwerken, Filmen sowie digitalen Audioguides und Online-Vermittlungsangeboten unterstützt die individuelle und aktive Auseinandersetzung mit der Sammlung des Städel Museums.

Geschichte

Der Frankfurter Bankier und Gewürzhändler Johann Friedrich Städel stiftete 1815 sein Haus am Rossmarkt sowie seine Kunstsammlung und sein Vermögen zur Gründung des nach ihm benannten Kunstinstituts. Dessen Auftrag war zum einen der Unterhalt einer öffentlichen Sammlung, zum anderen die Ausbildung von Künstlern in einer Kunsthochschule, der heutigen Städelschule, die später von der Stadt Frankfurt übernommen wurde. 1833 erhielt das Städelsche Kunstinstitut ein eigenes Gebäude in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurt. Seit 1878 befindet es sich am heute als Museumsufer bekannten Schaumainkai in einem eigens für das Museum errichteten Bauwerk. Zahlreiche Erweiterungen und Modernisierungen prägen die Geschichte des Hauses. 1990 kam der Neubau von Gustav Peichl an der Holbeinstraße hinzu. 2012 wurde die Ausstellungsfläche mit der Vollendung des unterirdischen Städel-Erweiterungsbaus des Frankfurter Architekturbüros schneider+schumacher um 3.000 Quadratmeter erweitert. In den sogenannten Gartenhallen hat die Sammlung der Gegenwartskunst ihr neues Zuhause gefunden. Stifter, Mäzene und Freunde

Die Vielfalt des Museumsprogramms ist vor allem dank des Engagements zahlreicher Partner, Förderer und Unterstützer möglich. Mit dem Akt der Stiftung 1815 begann für die Sammlung eine bis heute andauernde Tradition: Immer wieder fanden bedeutende Werke und ganze Werkgruppen durch Schenkungen Eingang in die Sammlung. Um die Unterstützung durch die Bürgerschaft zu festigen und das Haus gesellschaftlich noch weiter zu öffnen, wurde 1899 der Städelsche Museums-Verein gegründet. Dieser hat seither stetig bedeutende Erwerbungen ermöglicht. 2008 wurde zudem das „Städelkomitee 21. Jahrhundert“ gegründet, das sich ausschließlich dem Erwerb zeitgenössischer Kunst widmet. Der 2012 vollendete Städel-Erweiterungsbau sowie die Sanierung des Altbaus wurden dank der beispiellosen Unterstützung von Unternehmen, Stiftungen und Bürgerschaft zu je 50 Prozent aus privaten Mitteln und mit öffentlichen Geldern finanziert. Im Rahmen der vom Städel initiierten Kampagne „Frankfurt baut das neue Städel“ fanden zahlreiche Aktionen zur Unterstützung der größten baulichen und inhaltlichen Erweiterung in der knapp 200-jährigen Geschichte des Museums statt.

Programm:

Freitag, 28. August 2015
19:00 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD

Samstag, 29. August 2015
11:00 – 18:00 Uhr Workshops für Kinder: Dialog der Porträts-/Jubiläumsschleifen
12:00 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth
13:00 Uhr Teamwork oder Einzelkämpfer? In den Werkstätten der Alten Meister
15:00 Uhr Ein Fest der Farben. Führung zum Mitmalen für Kinder ab 6 Jahren
17:00 Uhr Impressionismus, Expressionismus, Surrealismus. Kunst der Moderne
19:00 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum

Sonntag, 30. August 2015
11:00 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD
11:00 – 18:00 Uhr Workshops für Kinder: Dialog der Porträts-/Jubiläumsschleifen
14:00 Uhr Crash Boom Bang! Kunst, bei der‘s heiß hergeht. Familienführung
15:00 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth
16:00 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum
18:00 Uhr Fake or real? Gegenwartskunst zwischen Dokumentation und Inszenierung

Kontakt

Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main

Tel.: 069/60 50 98 – 0
Fax: 069/60 50 98 – 111

Internet:
E-Mail: info@staedelmuseum.de
www.staedelmuseum.de

Öffnungszeiten:
Fr.: 10.00 – 20.00 Uhr, Sa.: 10.00 –
22.00 Uhr, So.: 10.00 – 20.00 Uhr

Museum Giersch – Entdecke Design! Sonderausstellung zum Museumsuferfest 2015

© Museum Giersch
© Museum Giersch

„Ausstellung und Workshop im MUSEUM GIERSCH der GOETHE UNIVERSITÄT anlässlich des Museumsuferfestes

Design ist überall. Ob funktional oder formal: entscheidend für seinen Erfolg ist der Mehrwert, den es seinen Nutzern bietet. Das MUSEUM GIERSCH der GOETHE-UNIVERSITÄT und die Stiftung Deutsches Design Museum laden dazu ein, Design zu entdecken. Besucher erfahren hier alles über Stühle und ihre Designer, über Form und Funktion von Wasserflaschen und über die Entstehung von Zahnbürsten. Und wenn Sie sich schon immer gefragt haben, was Honig mit Design zu tun hat – wir haben die Antwort! In der Designwerkstatt geht es dann ums Selber machen! Hier kann kreativ gestaltet werden. Eingeladen sind alle, die Lust am Entdecken und Erleben haben, Klein und Groß, mit viel und wenig Zeit.

Die Ausstellung »Entdecke Design« ist eingebettet in ein attraktives Rahmenprogramm. Im Erdgeschoss des Museums kann noch mehr Design entdeckt werden: Ausgewählte Exponate aus der Kunstsammlung des Universitätsarchivs Frankfurt thematisieren das Leben und Schaffen von Ferdinand Kramer. Spannende Impulsreferate geben Einblicke in die Visionen und das Design des Frankfurters, dessen Entwürfe das Gesicht der Goethe-Universität über Jahrzehnte prägten. Das Universitätsarchiv Frankfurt sicherte und musealisierte das designerische Werk des »Universitätsbaumeisters« und so entstand in den letzten Jahren eine einmalige und umfangreiche Kramer-Sammlung.

Ebenfalls bietet das Wiener Kaffeehaus der Kurhausgastronomie Wiesbaden/KÄFER´s die Möglichkeit zum Genießen – von kulinarischen Köstlichkeiten bis zur stilvollen Kaffeehausmusik von Pianistin Meike Göpfert.

Am Eingang des Museums präsentiert die Goethe-Universität Frankfurt an Main ihr vielfältiges Engagement: Neben Infomaterial rund um die Bürgeruniversität ist mit Kinderschminken, Rätselraten, Ballonmodellage und einer Fotowand (nur am Freitagabend zwischen 16 und 20 Uhr) bei Klein und Groß für Unterhaltung gesorgt. Es besteht außerdem die Möglichkeit, an einem lukrativen Gewinnspiel teilzunehmen, Hauptpreis ist z.B. ein tolles Stadtfahrrad.

Bücherliebhaber können zudem vor dem Museum auf der 10. Antiquariatsmeile – Freitag ab 16 Uhr sowie am Samstag und Sonntag – ausgiebig in facettenreichen Angeboten diverser Antiquariate stöbern.“ (Text: Museum Giersch)

Programm:

Freitag, 28. August 2015
16:00 Uhr Eröffnung der Antiquariatsmeile
16:00 – 20:00 Uhr Wiener Kaffeehaus mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Kurhausgastronomie Wiesbaden/KÄFER’s,Meike Göpfert, stilvolle Kaffeehausmusik, Piano solo

Samstag, 29. August 2015
10:00 – 22:00 Uhr Ausstellung „Entdecke Design im MUSEUM GIERSCH der GOETHEUNIVERSITÄT“. Zu Gast: Die Stiftung Deutsches Design Museum, OG.
12:00 – 18:00 Uhr Pepastar – Designworkshop für Groß und Klein, OG.
12:00 – 22:00 Uhr Wiener Kaffeehaus mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Kurhausgastronomie Wiesbaden/KÄFER´s
15:00 – 20:00 Uhr Meike Göpfert, stilvolle Kaffeehausmusik, Piano solo, EG.

Sonntag, 30. August 2015
10:00 – 20:00 Uhr Ausstellung „Entdecke Design im MUSEUM GIERSCH der GOETHEUNIVERSITÄT“. Die Stiftung Deutsches Design Museum zu Gast, OG.
12:00 – 18:00 Uhr Pepastar – Designworkshop für Groß und Klein, OG.
12:00 – 20:00 Uhr Wiener Kaffeehaus mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Kurhausgastronomie Wiesbaden/KÄFER´s
14:00 – 19:00 Uhr Meike Göpfert, stilvolle Kaffeehausmusik, Piano solo, EG.

Kontakt

giersch2-450MUSEUM GIERSCH der GOEHTE-UNIVERSITÄT
Schaumainkai 83
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069/138 21 01 – 0

Internet:
E-Mail: info@museum-giersch.de
www.museum-giersch.de

Öffnungszeiten:
Fr.: 16.00 – 20.00 Uhr, Sa.: 10.00 –
22.00 Uhr, So.: 10.00 – 20.00 Uhr