Kategorie-Archiv: Deutsches Filmmuseum Frankfurt

LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans 41. Ausgabe vom 20. bis 27. September in Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach

Junge Juror/innen der Sektion 8+ und 13+ für LUCAS - Internationales Festival für junge Filmfans.  © DFI
Junge Juror/innen der Sektion 8+ und 13+ für LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans. © DFI

Junge Juror/innen der Sektion 8+ und 13+ stehen fest

Eine Woche lang jeden Morgen ins Kino statt in die Schule? Für die sechs neuen Jurymitglieder von LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans wird das vom 20. bis 27. September Wirklichkeit. Dann geht das vom Deutschen Filminstitut veranstaltete Festival, das aktuelles internationales Filmschaffen für ein junges Publikum von vier Jahren an bis 18plus präsentiert, in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden über die Bühne. Die Filmliebhaber/innen im Alter von zehn bis 17 Jahren werden eine Woche lang den ganzen Tag Filme schauen und befinden am Ende zusammen mit den erwachsenen Jury-Kolleg/innen aus der Filmbranche in den Alterssektionen 8+ und 13+ über die besten Filme. Eine durchaus anspruchsvolle, mit vielen Diskussionen verbundene Aufgabe.

Die zwölfjährige Constanze Groß und der ein Jahr jüngere Jakob Weiß sind der Meinung, dass Filme Menschen dabei helfen können, mit bestimmten Situationen im Leben umzugehen. Der älteste der Truppe, Joshua Kiefer (17), fügt hinzu: „Von Filmen kann man lernen, auch mal die Probleme des Alltags zu vergessen und zu erkennen, dass sie nicht so wichtig sind, wie sie manchmal scheinen.“ Filme ermunterten dazu, ergänzt der 14-jährige Paul Riedel, „dass man seiner Kreativität freien Lauf lässt“ und „dass man auch mal kitschig und übertrieben sein und träumen darf“, so die 15-jährige Elisabeth Felgenhauer. Schließlich sei „das Leben doch sonst schon ernst genug.“

Elena Koschwitz (10) aus Frankfurt freut sich vor allem auf die Zusammenarbeit mit den anderen Jury-Kindern. Ihren Jury-Kollegen Jakob interessiert insbesondere, wie die erwachsenen Profis die Filme kommentieren. Am liebsten geht Jakob mit seinen Freunden ins Kino, „weil mich interessiert, was sie von dem Film halten. Kinder in meinem Alter haben andere Ansichten als Erwachsene.“ Elisabeths Lieblingsfilm ist SINGIN‘ IN THE RAIN (US, 1952, R: Gene Kelly, Stanley Donen). Was einen guten Film auszeichnet? „Für mich muss alles zusammenpassen. Im Endeffekt ist ein Film ein Gesamtkunstwerk.“ Für Paul, der bei Aschaffenburg lebt, sind es die guten Filme, die nachhaltig im Kopf bleiben. Auf die Frage, warum er Teil der Jury werden wollte, antwortet er: „Weil ich auch Filme abseits des Mainstreams kennenlernen möchte.“

LUCAS zeichnet sich jedoch nicht allein durch das qualitativ hochwertige Filmprogramm aus. Das Ziel von LUCAS ist es, jungen Menschen internationale filmische Werke näher zu bringen und die Begegnung mit der Filmkunst und den Kreativen, die dahinter stehen zu fördern. Das funktioniert am besten, wenn die Kinder und Jugendlichen Film nicht nur als Kinobesucher/innen wahrnehmen, sondern ins Festivalgeschehen einbezogen werden. Unter dem Label Mitmischen! sind Nachwuchscineast/innen dazu eingeladen, aktiv am Festival teilzuhaben. Mit am meisten freuen sich die jungen Juror/innen darauf, im Austausch mit den internationalen Filmschaffenden hinter die Kulissen eines Filmdrehs zu blicken, von ihren Erfahrungen zu hören und ihre eigenen Wahrnehmungen mitzuteilen. Elena und Paul würden gerne selbst einmal einen Film produzieren. Elena gefallen die Filme der HARRY POTTER Reihe besonders gut (US/GB, 2001-2011, R: Chris Columbus, Alfonso Cuarón, Mike Newell, David Yates). Wenn sie selbst mal als Regisseurin aktiv wird, würde sie wohl einen Action-Film drehen, sagt sie.

Die Erfahrung, dass Kino außerhalb von Deutschland ganz anders sein kann, hat Joshua in Malta gemacht. Als er sich WONDER WOMAN (US, 2017, R: Patty Jenkins) ansah, wurde der Film plötzlich in der Mitte gestoppt, nur damit sich die Kinobesucher/innen frisches Popcorn holen konnten. „Als der Typ am Schalter unsere verständnislosen Blicke sah, erklärte er uns: ‚It’s like a tradition here.'“ Die Vorfreude der Jurymitglieder darauf, eine Woche im Kino in Filmwelten abzutauchen, ist groß. „Wenn ich im Kino bin, kann ich mich ganz auf den Film einlassen und ich werde nicht durch mein Handy oder Hausaufgaben abgelenkt“, sagt Elisabeth. Als Bonus nennt sie die Tatsache, eine Woche schulfrei zu haben.

Interessierte, die gerne bei LUCAS mitmachen möchten, können beim aktuellen Festival noch als Moderator/in, Filmkritiker/in oder Festivalreporter/in mitmischen und mitgestalten.

Weitere Informationen: lucas-filmfestival.de

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

www.deutsches-filminstitut.de | www.deutsches-filmmuseum.de
www.filmportal.de | www.europeanfilmgateway.eu
www.filmfestival-goeast.de | www.lucas-filmfestival.de

Sonderausstellung:
Kubricks 2001. 50 Jahre A SPACE ODYSSEY
März bis 23. September 2018
2001.deutsches-filmmuseum.de

Mit Kulturticket freier Eintritt in 18 Frankfurter Museen für Studis der Goethe-Uni

SOS-Brutalismus - Architektur-Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow
SOS-Brutalismus – Architektur-Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow

ABER HALL0,-: Kulturticket für Studierende der Goethe-Universität und der Frankfurt University of Applied Sciences
Die Goethe Card, der Studierendenausweis der Goethe-Universität Frankfurt und der STUDY-CHIP, der Studierendenausweis der Frankfurt University of Applied Sciences, werden in 18 Museen der Stadt zum Kulturticket.
Einfach die Goethe Card oder den STUDY-CHIP an der Museumskasse vorzeigen und Geschichte, Architektur, alte, moderne und angewandte Kunst studieren und genießen.

Der freie Eintritt wird in Kooperation mit dem AStA der Goethe-Universität bzw. dem AStA der Frankfurt University of Applied Sciences angeboten und gilt für rund 60 000 Studierende in folgenden Häusern:
Archäologisches Museum
Caricatura Museum
Deutsches Architekturmuseum
Deutsches Filmmuseum
Hindemith Kabinett
Historisches Museum
Ikonen-Museum
Institut für Stadtgeschichte
Jüdisches Museum
Junges Museum
MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst
MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst
MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst
Museum Angewandte Kunst
Museum Giersch der Goethe-Universität
Museum Judengasse
Porzellan Museum
Weltkulturen Museum

Die Museumsparks und -cafés mit Blick auf die Skyline laden zu entspannten Pausen zwischen dem Museums-Hopping ein.

Kongress Zukunft Deutscher Film am 5.-6.04.2018 parallel zum 11. Lichterfilmfest Frankfurt

filmkongresszukunft

Das Programm zu den Perspektiven der deutschen Film- und Kinokultur 5.+ 6. April 2018 im Frankfurter Zoo-Gesellschaftshaus

Das System der deutschen Filmförderung sorgt seit vielen Jahren für immer mehr Unmut in der Filmbranche. Zugleich leidet das Image des deutschen Films insgesamt. Was also muss getan werden, damit der deutsche Film wieder eine Zukunft hat? Ziel des Kongresses, der das 11. LICHTER Filmfest Frankfurt flankiert, sind konkrete Handlungsaufforderungen an die filmpolitischen Entscheiderinnen und Entscheider, damit sich das Filmfördersystem erneuern kann. Diese werden Publikum und Presse am Freitag, den 06. April um 18.00 Uhr im Rahmen des Abschlusspanels vorgestellt. 139,2 Millionen Menschen gingen 2015 in Deutschland ins Kino, 27,5 Prozent davon sahen deutsche Filme. Das ist zwar ein Rekord, dabei wird aber übersehen, dass kaum deutsche Filme mehr als 8.000 Zuschauer hatten, die große Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer sich also auf einige sehr wenige Titel konzentrierte. Bei rund 250 Kinostarts in Deutschland pro Jahr besteht die große Herausforderung darin, einzelne Werke für das Publikum überhaupt sichtbar zu machen. Ein ähnliches Schicksal ereilt anspruchsvolles europäisches Kino in den deutschen Kinos und Fernsehsendern. Kino muss neue Wege denken, damit es in Zeiten dauernder Verfügbarkeit audiovisueller Inhalte überleben kann. Die Ausrichter des Kongresses glauben an das Kino und widmen daher zwei Tage der Diskussion und dem Erarbeiten neuer Möglichkeiten.

Runde Tische, öffentliche Panels und neue Lösungswege

Parallel zu öffentlichen Podiumsdiskussionen und Vorträgen zu den drei Themenkomplexen Förderung & Finanzen, Ausbildung & Nachwuchs und Distribution & Kinokultur, der Filmreihe „Zukunft Deutscher Film“ und Veranstaltungen wie z.B. einem Videoschnipselvortrag von Jürgen Kuttner werden an drei runden Tischen zu den Kernthemen konkrete Handlungsvorschläge erarbeitet, die Anstöße für Veränderungen in die Politik und die Branche tragen sollen.

Zwischen den öffentlichen Panels, dem Publikum und den runden Tischen soll dabei ein Austausch entstehen, die Kongressteilnehmer sind ebenfalls aufgefordert, eigene Thesen und Handlungsaufforderungen einzureichen und zu twittern und unter #ZuDeuFi der Diskussion zu noch mehr Sichtbarkeit zu verhelfen.

Denn: Vieles muss sich ändern, darüber sind sich das Publikum und die Filmschaffenden in Deutschland branchen- und institutionsübergreifend einig. Doch wie kann es gelingen, dass internationale Erfolge wie Victoria oder Toni Erdmann keine Solitäre bleiben? Dass der deutsche Film wieder zum Publikum findet, sich die gesellschaftliche Vielfalt auf beiden Seiten der Kamera widerspiegelt, Filmschaffende von ihrer Arbeit leben können und das Kino als gesellschaftlich relevanter Ort erhalten bleibt? Welche neuen Auswertungs- und Distributionsmöglichkeiten gibt es? Kino hat das Potenzial, Erfahrungen zu vermitteln, Gemeinschaft zu stiften und auch politische Impulse zu setzen. Politische Impulse möchte auch unser Kongress setzen – mit europäischem Weitblick. Die Veranstalter erwarten Gäste aus Nachbarländern, die von ihren Arbeits- und Förderbedingungen berichten werden.

Das Programm

Edgar Reitz ist Pate des Kongresses und wird neben Lars Henrik Gass und Laura Walde am Donnerstag-Abendpanel teilnehmen, das sich der Frage widmet, wie eine deutsche Kinokultur gestärkt werden kann. Sophia Gräfe wird das Panel moderieren. Auf die Vorstellung des Projekts 6 Minuten 66 durch Julius Feldmeier folgt eine Diskussion darüber, wie die (junge) Filmbranche über sich selbst denkt. Daran beteiligen sich unter anderem die Regisseurinnen und Regisseure Julius Feldmeier, Jakob Lass, Tini Tüllmann und Dietrich Brüggemann.

Beim „Forum Europa“ werden Thomas Gammeltoft, Fabian Eder, Daniel Ebner, Prof. Andrew Higson und andere über die Arbeits- und Förderbedingungen im europäischen Ausland sprechen, Rüdiger Suchsland wird dieses moderieren. Lars Henrik Gass und Jascha Alleyne werden mit Florian Krautkrämer darüber sprechen, ob Filmförderung widerspruchsfrei sein kann. Darüber hinaus haben unter anderem bereits Dr. Bettina Reitz, Anna Schoeppe, Svenja Böttger, Martin Hagemann, Dr. Julia von Heinz, Linda Söfker, Anna de Paoli, Alfred Holighaus und Daniel Sponsel für den Kongress zugesagt.

Gefördert wird der Kongress von HessenFilm & Medien GmbH und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt, wissenschaftlich begleitet von den Kooperationspartnern Deutsches Filminstitut – DIF e.V. und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Eine Übersicht über das gesamte Programm und alle bisher bestätigten Teilnehmer finden Sie im Anhang der Pressemitteilung und stets aktuell unter: https://lichterfilmfest.de/programm/zukunft-deutscher-film/

Kubricks 2001. 50 Jahre A SPACE ODYSSEY – Ausstellung mit Begleitfilmreihe im Deutschen Filmmuseum Frankfurt

© Foto: atelier-Goddenthow
© Foto: atelier-Goddenthow

Kubricks 2001. 50 Jahre A SPACE ODYSSEY
Ausstellung im Deutschen Filmmuseum (21. März bis 23. September 2018)
Begleitfilmreihe mit Vorträgen im März im Kino des Deutschen Filmmuseums

Freitag, 23. März, 20:15 Uhr
Vortrag LICHT-INSZENIERUNG IN 2001: A SPACE ODYSSEY und weiteren Filmen Stanley Kubricks von Thomas Koebner (Berlin)
Kubricks Bildgestaltung offenbart ein Interesse an ornamentalen Strukturen, häufig in Szenen, die an imaginierten Schauplätzen außerhalb der Erde spielen. Künstliche Effekte zieht der Regisseur auch bei historischen und zeitgenössischen Sujets dem „Realismus“ scheinbar natürlichen Lichteinfalls vor, so zuletzt noch bei der Lichtgestaltung in EYES WIDE SHUT (GB/US 1999). Fast möchte man von „Konstruktivismus“ sprechen, so Koebner, wenn es um Kubricks Komposition von Hell und Dunkel, von atmosphärischer Szenengestaltung und punktuellen Farbakzenten geht. Ob diese These zutrifft, wird anhand ausgewählter Beispiele im Vortrag diskutiert.

Thomas Koebner (geb. 1941), Prof. em. für Filmwissenschaft, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in München und gründete 1993 das filmwissenschaftliche Seminar in Mainz. Er engagierte sich in der Entwicklungspolitik und war von 1989 bis 1992 Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen und forschte mit Schwerpunkt auf europäischen und US-Autorenfilmern. Seine neueste Publikation Von Träumen im Film ist im Schüren-Verlag erschienen.

Filmbeginn ca. 21:15 Uhr
BARRY LYNDON
Großbritannien 1975. R: Stanley Kubrick
D: Ryan O’Neal, Marisa Berenson, Patrick Magee. 177 Min. 35mm. OF
Auf die Frage, warum er den Roman „The Luck of Barry Lyndon“ von William Thackeray als Grundlage für seinen Film ausgewählt habe, antwortete Kubrick seinerzeit, er habe es wegen der interessanten visuellen Möglichkeiten des Stoffes getan: Der Regisseur hat diese Möglichkeiten in vollem Umfang genutzt. Er fängt genau und bildgewaltig die Welt des 18. Jahrhunderts ein, indem er die Geschichte eines irischen Abenteurers erzählt, der in der feinen Gesellschaft aufsteigt, um am Ende alles wieder zu verlieren. Ein Film, den man nicht oft genug sehen kann.

Samstag, 31. März, 18 Uhr
Vortrag A CLOCKWORK ARCHIVE von Richard Daniels (London/Berlin) in englischer Sprache
Richard Daniels‘ Vortrag führt in das umfangreiche Stanley-Kubrick-Archiv der Universität der Künste London. Wie ist die Sammlung entstanden, unter welchen Umständen ging sie an die Universität über – und was ist seither mit dem Archivmaterial geschehen? Eine Einführung in die Archivbestände beleuchtet interessante Facetten aus dem Leben und Werk des Filmemachers. Die „Magie“ der Archivrecherche in diesen Beständen lockt jährlich zahlreiche Forscher/innen ins Archiv und bringt immer wieder neue Erkenntnisse zutage, von denen im Vortrag die Rede sein wird.

Richard Daniels arbeitet seit mehr als zehn Jahren im Stanley-Kubrick-Archiv und als Archivleiter am Archivzentrum der Universität der Künste London (UAL). Darüber hinaus forscht, lehrt und publiziert er zu Leben und Werk Stanley Kubricks sowie zu dessen Archiv, spricht dazu in Vorträgen und Interviews inner- und außerhalb Großbritanniens. Er ist Mitherausgeber des viel beachteten Buchs Stanley Kubrick: New Perspectives.

Filmbeginn ca. 18:45 Uhr
PATHS OF GLORY Wege zum Ruhm
USA 1957. R: Stanley Kubrick
D: Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menjou. 87 Min. 35mm. OF
Der französische General Broulard beauftragt den ihm unterstellten General Mireau, eine von den Deutschen schwer befestigte Stellung anzugreifen. Der besonnene Colonel Dax hat schwere Bedenken, beugt sich jedoch dem Druck seines Vorgesetzten. Die Operation endet in einem Fiasko. Stanley Kubrick lernte während der Dreharbeiten zu PATHS OF GLORY in München Christiane Susanne Harlan kennen. Die junge Schauspielerin, die sich Susanne Christian nannte und am Ende des Films das ergreifende Lied vom treuen Husaren anstimmt, wurde bald darauf Kubricks Ehefrau.

www.deutsches-filminstitut.de | www.deutsches-filmmuseum.de
www.filmportal.de | www.europeanfilmgateway.eu
www.filmfestival-goeast.de | www.lucas-filmfestival.de

Sonderausstellung:
Kubricks 2001. 50 Jahre A Space Odyssey
März bis 23. September 2018
2001.deutsches-filmmuseum.de

Das Kino wird zum Klassenzimmer:
12. SchulKinoWochen Hessen
26. Februar bis 9. März 2018
schulkinowochen-hessen.de

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films
18. April – 24. April 2018
filmfestival-goeast.de

Oscar®-nominierte Filme im Kino des Deutschen Filmmuseums vom 1. bis 4. März 2018 – Programmüberblick: Lange Oskarnacht am 4.03.18

© Foto: atelier-Goddenthow
© Foto: atelier-Goddenthow

Oscar®-nominierte Filme im Kino des Deutschen Filmmuseums
Donnerstag, 1., bis Sonntag, 4. März

Das Mitfiebern bei der langen Oscar®-Nacht im Deutschen Filmmuseum, die am Sonntag, 4. März, gefeiert wird, macht doch am meisten Spaß, wenn man viele der nominierten Filme kennt und seinen persönlichen Favoriten die Daumen drücken kann. Als Countdown zur Verleihung zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums Anwärter auf die begehrte Trophäe. Zu sehen ist eine Auswahl an Filmen, die in der Kategorie „Bester Film nominiert sind, sowie ein Programm mit nominierten Kurzfilmen. Darunter ist auch der hessische Beitrag WATU WOTE ALL OF US (DE/KE 2017. R: Katja Benrath).

Link zum ausführlichen Filmprogramm: deutsches-filminstitut.de/blog/oscar-nominierte-filme-2018/

Donnerstag, 1. März, 20:30 Uhr
OSCAR®-SHORTS (Kurzfilmprogramm der Kategorie „Live Action)

Freitag, 2. März, 18 Uhr
DARKEST HOUR Die dunkelste Stunde (GB 2017, R: Joe Wright)

Freitag, 2 März, 20:15 Uhr
THE SHAPE OF WATER Das Flüstern des Wassers
(US 2017, R: Guillermo del Toro)

Freitag, 2. März, 22:30 Uhr
GET OUT (US 2017, R: Jordan Peele)

Samstag, 3. März, 17 Uhr
THE POST Die Verlegerin (US 2017, R: Steven Spielberg)

Samstag, 3. März, 19:30 Uhr
THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI
(US/GB 2017, R: Martin McDonagh)

Samstag, 3. März, 22 Uhr
DUNKIRK (GB/US/FR/NL 2017, R: Christopher Nolan)

Sonntag, 4. März, 18 Uhr
PHANTOM THREAD Der seidene Faden (US 2017, R: Paul Thomas Anderson)

Die lange Oscar®-Nacht im Deutschen Filmmuseum startet am Sonntag, 4. März, um 23 Uhr. Karten für die Oscar®-Nacht zu 25,- € / 18,-€ ermäßigt* sind an der Museumskasse sowie über AD ticket erhältlich. Das VIP Ticket zu 45,-€ beinhaltet ein Kontingent an Freigetränken, einen exklusiven Zugang zur Bar sowie reservierte Sitzplätze.

Die Lange Oscar®-Nacht 2018 am 4. März

Die Lange Oscar®-Nacht 2018
am Sonntag, 4. März 2018, im Deutschen Filmmuseum (Einlass 22:30 Uhr)
Live-Übertragung vom roten Teppich ca. 1:30 Uhr
Live-Übertragung der Oscar®-Verleihung ca. 2:30 Uhr

Hollywood am Main: Am Sonntag, den 4. März, werden in Los Angeles zum 90. Mal die Academy Awards® vergeben und Frankfurt ist am Schaumainkai live dabei! Die Übertragung auf Leinwänden im Kino und in den Ausstellungsräumen beginnt um 1:30 Uhr wie immer mit dem Schaulaufen der Stars auf dem Red Carpet, um 2:30 Uhr eröffnet am Hollywood Boulevard Jimmy Kimmel die große Preisverleihung. Dann warten auch am Mainufer alle gespannt auf den entscheidenden Satz: „And the Oscar® goes to …“. Wer wird sie mit nach Hause nehmen, die begehrten goldenen Trophäen?

Bis das Geheimnis um diese Frage gelüftet ist, wartet das Haus mit allem auf, was das Nachteulen-Herz begehrt: Das Gratis-Styling macht fit für den roten Teppich und vom Fotobox-Schnappschuss bis zum Blue Screen gibt es Gelegenheit, den eigenen Glamour-Look in Szene zu setzen. Das Oscar®-Quiz hält für den Tipp-König oder die Tipp-Königin fantastische Gewinne bereit und das hauseigene Oscar®-Orakel wirft einen Blick in seine Kristallkugel. Heißer Kaffee und kalte Drinks von unseren Bars vertreiben die Müdigkeit, kulinarisch bereiten süße Stückchen und herzhafte Snacks eine Freude. Erstmals in diesem Jahr haben Besucher/innen Zugang zu einem exklusiven Whisky-Tasting.

Das Programm im Überblick:
– 23:30, 0:30, 1:30 Uhr: Oscar®-Führungen durch die Dauerausstellung.
– Die Dauerausstellung ist von 23 bis 2 Uhr geöffnet.
– 23 bis 2 Uhr: Großes Oscar®-Tippspiel
– 23 bis 2 Uhr: CATWALK Styling Lounge
– Ab 23 Uhr: Bluebox Fotostudio
– 23:15 bis 0:30 Uhr: Oscar®- Filmquiz mit Michael Kinzer
– 0:30 bis 1:30 Uhr: Oscar®-Orakel mit Michael Kinzer
– Ab ca. 1:30 Uhr: Live-Übertragung Red Carpet
– Ab ca. 2:30 Uhr: Live-Übertragung Oscar®-Verleihung

Zukunft Deutscher Film – Kongress vom 5. bis 7. April 2018 in Frankfurt am Main

Foto: Diether  v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Kongress zu Perspektiven der deutschen Film- und Kinokultur
5. bis 7. April 2018 in Frankfurt am Main im Frankfurter Zoo-Gesellschaftshaus

Der deutsche Film steckt in der Krise: Trotz des großen Erfolgs für Fatih Akin bei den Golden Globes, der mit AUS DEM NICHTS die Trophäe gewann, herrscht Unzufriedenheit. Seit Jahren streiten Filmemacherinnen und Filmemacher für bessere Arbeitsbedingungen und ein Fördersystem, das mutigere und bessere Filme ermöglicht: Warum ist das deutsche Fördersystem in seinen alten Strukturen erstarrt? Warum gelangen die vielen großartigen Filme (die es gibt!) nicht zu ihrem Publikum? Warum fehlt deutschen Filmen allzu oft die internationale Anerkennung? Von Donnerstag, 5., bis Samstag, 7. April, kommen im Gesellschaftshaus des Frankfurter Zoos die großen und kleinen „Filmtiere“ der Republik zusammen, um bei dem öffentlichen Kongress „Zukunft Deutscher Film“ gemeinsam Vorschläge für ein starkes deutsches Kinoschaffen zu entwickeln. Das Zoo Gesellschaftshaus wird für diese Zeit in Anlehnung an das berühmte Berliner Kino-Pendant zum temporären „Frankfurter Zoo-Palast“.

Als Teil des LICHTER Filmfests richtet der Kongress den Blick auch auf die europäischen Nachbarstaaten: Im „Forum Europa“ stellen Experten der internationalen Filmförderung in Ländern wie Frankreich, Dänemark, Schweiz, Österreich, aber auch Großbritannien, Spanien, Italien oder Rumänien die Stärken und Schwächen ihrer nationalen Modelle vor und setzen damit Impulse für die Fortentwicklung des hiesigen Filmfördersystems. Der Kongress stellt die Frage, wie Filmschaffende von ihren Werken leben können? Wie lassen sich unabhängige, anspruchsvolle und ungewöhnliche Filme realisieren? Produktion und Finanzierung, Ausbildungsbedingungen sowie das Zukunftspotenzial von Kinokultur und Filmdistribution werden ebenso auf den Prüfstand gestellt wie die Rolle der Sendeanstalten und der Umgang mit Dokumentarfilmen – wissenschaftlich begleitet von den Kooperationspartnern Deutsches Filminstitut – DIF e.V. und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Eine Filmreihe im Kino des Deutschen Filmmuseums und im Zoo-Gesellschaftshaus gibt einen Überblick über die Vielfalt und Lebendigkeit des aktuellen Filmschaffens.

Pate der Konferenz ist der Filmemacher Edgar Reitz, der als Schirmherr des LICHTER Filmfests 2016 die Notwendigkeit eines filmpolitischen Neuanfangs deutlich machte. Reitz verbindet alle Facetten dieses Kongresses: Er ist Macher der im Hunsrück verorteten HEIMAT-Saga, Gründer des Europäischen Instituts des Kinofilms in Karlsruhe und vor allem einer der weltweit bekanntesten deutschen Filmemacher. Und er ist Unterzeichner des Oberhausener Manifests 1962.

Die Ausrichter des Kongresses sind Experten für innovative Formate: Das LICHTER Filmfest Frankfurt International bespielt seit mehr als einem Jahrzehnt ungewöhnliche Orte in der Frankfurter Innenstadt mit einem künstlerisch wie politisch ambitionierten Programm. Mit dem Frankfurter Zoo wird diesmal eine film- und fernsehhistorische Spielstätte wiederbelebt.
Die Arbeitsstätte des früheren Zoo-Direktors und Oscar®-Gewinners Bernhard Grzimek („Serengeti darf nicht sterben“, BRD 1959) steht im April also ganz unter dem Motto: „Ein Platz für Filme“.

Eintrittskarten für den Kongress gibt es unter: zukunft-deutscher-film.de

Deutsches Filmmuseum – Programmheft Februar 2018

© Foto: Diether  v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Ab sofort ist das Kinoprogrammheft Februar des Deutschen Filmmuseums Frankfurt online verfügbar unter:

https://deutsches-filminstitut.de/wp-content/uploads/2018/01/dfm-kinoprogramm_2018-02_web.pdf

Highlights sind  unter anderem folgende Programmpunkte:

Africa Alive 2018
Festival des afrikanischen Films von Mittwoch, 31. Januar, bis Dienstag, 20. Februar

Hommage: Lav Diaz
Werkschau des philippinischen Regisseurs von Freitag, 9., bis Dienstag, 27. Februar (zu Gast: Lav Diaz)

Kinohighlights 2017
Fortsetzung der Filmreihe von Freitag, 9., bis Mittwoch, 28. Februar

Was tut sich – im deutschen Film?
LUX – KRIEGER DES LICHTS in Anwesenheit von Regisseur Daniel Wild am Mittwoch, 28. Februar

Late Night Kultkino
David Fincher in der Spätschiene von Samstag, 10., bis Samstag, 24. Februar

www.deutsches-filminstitut.de | www.deutsches-filmmuseum.de
www.filmportal.de | www.europeanfilmgateway.eu
www.filmfestival-goeast.de | www.lucas-filmfestival.de

„Erfolge ausbauen – Profil schärfen!“ -Ellen M. Harrington stellt sich als neue Direktorin des Frankfurter Filminstituts der Öffentlichkeit vor

Die neue Direktorin des Frankfurter Filminstituts und Filmmuseums Ellen M. Harrington stellte sich der Öffentlichkeit vor. Die studierte Film- und Literaturwissenschaftlerin Ellen M. Harrington arbeitete von 1993 bis Dezember 2017 für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die neue Direktorin des Frankfurter Filminstituts und Filmmuseums Ellen M. Harrington stellte sich der Öffentlichkeit vor. Die studierte Film- und Literaturwissenschaftlerin Ellen M. Harrington arbeitete von 1993 bis Dezember 2017 für die Academy of Motion Picture
Arts and Sciences in Beverly Hills. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ellen M. Harrington, die neue Direktorin des Deutschen Filminstituts / Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main, die ihr Amt am 2. Januar 2018 angetreten hat, präsentierte sich gestern auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit.

Begrüßt wurde sie von Dr. Ina Hartwig, die als Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt auch Verwaltungsratsvorsitzende des Deutschen Filminstituts ist und eine entscheidende Rolle bei der Neubesetzung hatte: „Ich begrüße Ellen M. Harrington ganz herzlich in Frankfurt. Als neue Direktorin des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums passt Ellen M. Harrington ganz ausgezeichnet zur internationalen Stadt Frankfurt. Mit der Amerikanerin und Spezialistin für den europäischen Film begrüßen wir eine hochkompetente Fachfrau aus der Welthauptstadt des Films, die sich ganz gewiss auf inspirierende Weise einbringen wird“, sagte die Verwaltungsratsvorsitzende des Deutschen Filminstituts und Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Ina Hartwig. Auch Dr. Nikolaus Hensel freut sich für das Deutsche Filminstitut, dessen ehrenamtlicher Vorstand er seit 2006 ist: „Ellen Harringtons weltweites Netzwerk, ihre fachliche Expertise und ihre Management-Erfahrung werden das Haus bereichern.“

Die studierte Film- und Literaturwissenschaftlerin Ellen M. Harrington arbeitete von 1993 bis Dezember 2017 für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills. Zuvor war sie für gemeinnützige Filminitiativen sowie in der Filmproduktion tätig. Sie war Direktorin für Ausstellungen und Filmveranstaltungen sowie Gründungsdirektorin des International Outreach Program der Academy, die auch die Oscars® verleiht. Mit der Gründung des akademieeigenen Filmmuseums im Jahr 2013 wechselte sie als Direktorin für Ausstellungen und Sammlungen in den Planungsstab des Großprojektes und war seit 2015 für Aufbau und Konzeption der Museumssammlung zuständig.

Harrington betonte zunächst die herausragende internationale Bedeutung und Exzellenz des Deutschen Filminstituts / Deutschen Filmmuseums, „aber natürlich kann man sich immer noch weiterentwickeln. Ich habe mir vorgenommen, einige sichtbare Verbesserungen unserer öffentlichen Aktivitäten vorzunehmen, die Aufgabe und das Anliegen des Deutschen Filminstituts klarer zu vermitteln – sowohl in den klassischen Medien als auch über digitale Plattformen.“ Der Ausbau und die Weiterentwicklung
eines Dialogs mit den Besucher/innen des Hauses sei ihr ein besonderes Anliegen: „Das Publikum verändert sich. Umso wichtiger ist es, kontinuierlich daran zu arbeiten und neue Wege zu erschließen, wie wir unsere Besucher/innen an uns binden.“ Darüber hinaus sei sie bereits daran, wichtige neue Sammlungen zu akquirieren. Ziel sei eine Verbesserung der Mittel und Wege, diese zu bewahren und mit den Besucher/innen vor Ort sowie online zu teilen. Noch stärker als bisher sollen die erfolgreichen und beispielhaften Ausstellungen des Hauses international on tour geschickt werden, so Harrington.

Auszug aus Harringtons Rede:
„Hier in den Frankfurter Museen finden sich ein großer Erfahrungsschatz, Sammlungen von elementarer Bedeutung und eine dynamische Programmgestaltung, die jede andere Großstadt nur neidisch machen können. Was das Deutsche Filminstitut und Filmmuseum ausmacht, sind zugleich die Stärken dieser Region – ein globaler Ansatz, Offenheit für neue Ideen, der lebhafte und tatkräftige Austausch mit dem Publikum und Partnerinstitutionen auf der ganzen Welt. Meine Vorgänger, allen voran Claudia Dillmann, haben ein beeindruckendes Team aus Fachleuten versammelt und mit ihnen eine außergewöhnliche Sammlung von Kinoschätzen aufgebaut. Mit diesem großen und beeindruckenden Museum haben sie diesen Schätzen ein würdiges Zuhause geschaffen, das zum Erkunden einlädt. Die Ausstellungen, Filmvermittlungsprogramme, digitalen Projekte und Archive gehören zu den besten der Welt und ich freue mich darauf, unsere Aktivitäten auf einigen wichtigen Feldern noch weiterzuentwickeln.
Wenn es darum geht, die Stärke und Kontinuität einer Institution und ihrer Programme mit Hilfe von Partnern und Unterstützern zu gewährleisten, geschieht vieles, was zu den Aufgaben einer Direktorin gehört, fern der Öffentlichkeit. Aber ich habe mir vorgenommen, einige sichtbare Verbesserungen sowohl unserer öffentlichen Aktivitäten vorzunehmen, als auch die Aufgabe und das Anliegen des Deutschen Filminstituts klarer zu vermitteln – sowohl in den klassischen Medien als auch über digitale Plattformen. Das Publikum verändert sich. Umso wichtiger ist es,
kontinuierlich daran zu arbeiten und neue Wege zu erschließen, wie wir unsere Besucher/innen an uns binden. Die Akquise wichtiger neuer Sammlungen haben wir beständig im Auge, genauso wie eine Verbesserung der Mittel und Wege, diese zu bewahren und mit unseren Besucherinnen und Besuchern hier vor Ort sowie online zu teilen.

Unsere Ausstellungen sind „state-of-the-art“. Wir zeigen sie jedoch nicht nur dem Frankfurter Publikum sondern unser Ziel ist es, unsere erfolgreichen Ausstellungsprojekte regelmäßig auf Tour durch die ganze Welt zu schicken. Das Filmarchiv leistet eine hervorragende Arbeit, wenn es um die Restaurierung von Filmen geht. Hunderte der von diesem Team geretteten Filme werden jedes Jahr in Deutschland und im Ausland gezeigt und von einem Publikum gewürdigt, das es zu schätzen weiß, Filme im Kino zu sehen.
Das Kino kann sich mit seinen Filmveranstaltungen, Filmgesprächen und anderen Programmangeboten mit Filmschaffenden international sehen lassen. Das exzellente Filmvermittlungsprogramm des Hauses setzt nicht nur deutschlandweit Standards; die Filmfestivals des Hauses sind Anziehungspunkt für eine hohe Zahl an Besuchern und locken international herausragende Filmschaffende an. Die digitalen Projekte setzen auf Spitzentechnologie bei der Archivierung und benutzerfreundliche Oberflächen bei der öffentlichen Verfügbarmachung der Geschichte und Zukunft des Kinos.

Ich möchte mich bei Ihnen nochmal sehr herzlich für Ihre Zeit und Ihr Interesse bedanken und freue mich darauf, die Verbindung mit jeder und jedem von Ihnen in den kommenden Jahren zu vertiefen. Ich lade Sie sowie Frankfurterinnen und Frankfurter jeden Alters, auch die Besucherinnen und Besucher der Stadt, dazu ein, sich dieses Haus zu eigen zu machen und es als ihr Zuhause für das Kino zu betrachten.“, sagte die neue Direktorin zu den Vertretern und Vertreterinnen der Presse.

Im Lauf ihrer Karriere hat Ellen Harrington für die Academy und für Partnerinstitutionen rund 50 Filmausstellungen kuratiert sowie weitere 30 Ausstellungsübernahmen verantwortet. Sie hat außerdem für die Academy, für internationale Filminstitutionen und Festivals mehr als 500 Filmvorführungen realisiert, darunter Retrospektiven, Hommagen und Bildungsveranstaltungen. Mit dem Deutschen Filmmuseum arbeitete sie mehrfach zusammen, besonders intensiv bei der Ausstellung „And the Oscar® goes to… 85 Jahre ‚Bester Film‘“, welche das Deutsche Filmmuseum 2012 in Frankfurt realisierte. Die polyglotte US-Amerikanerin, die neben ihrer Muttersprache Englisch fließend Französisch, Spanisch und Italienisch spricht, widmet sich derzeit intensiv dem Erlernen der deutschen Sprache.

 

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

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Klassiker und Raritäten: In Memoriam Karin Dor . Filmreihe im Deutschen Filmmuseum Frankfurt

Szene aus Schatz im Silbersee.© Deutsches Filminstitut Frankfurt.
Szene aus Schatz im Silbersee.© Deutsches Filminstitut Frankfurt.

Klassiker und Raritäten: In Memoriam Karin Dor
Filmreihe von Mittwoch, 3., bis Mittwoch, 27. Januar

Karin Dor war eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen, der eine Weltkarriere gelang mit Rollen in internationalen Produktionen wie dem James-Bond-Film YOU ONLY LIVE TWICE (GB 1967, R: Lewis Gilbert) oder TOPAZ (US 1969, R: Alfred Hitchcock). Am 6. November 2017 starb Karin Dor, die als Kätherose Derr 1938 in Wiesbaden geboren wurde. Das Kino des Deutschen Filmmuseums blickt mit vier Filmen auf Dors Karriere zurück, deren erste Erfolge – in Klassikern von WINNETOU bis zu Filmen der Edgar-Wallace-Reihe – untrennbar mit dem Werk ihres ersten Ehemanns, des Regisseurs Harald Reinl, zusammenhängen.

Mittwoch, 3. Januar, 18 Uhr, und Samstag, 6. Januar, 18 Uhr
DER SCHATZ IM SILBERSEE
BRD/Jugoslawien/Frankreich 1962. R: Harald Reinl
D: Lex Barker, Pierre Brice, Götz George, Karin Dor. 111 Min. 35mm

Der weiße Trapper Old Shatterhand und sein Blutsbruder Winnetou sind im ersten Film der überaus erfolgreichen Karl-May-Western der 1960er Jahre auf der Spur verbrecherischer Schatzsucher. Die von Colonel Brinkley angeführte Bande hat die schöne Farmerstochter Ellen Patterson (Karin Dor) entführt, deren Vater im Besitz des zweiten Teils einer geheimnisvollen Schatzkarte ist. Es beginnt ein Wettlauf im Rennen um den Schatz im Silbersee. Die Außenaufnahmen wurden komplett im heutigen Kroatien gedreht. Martin Böttchers instrumentale Titelmelodie wurde stilprägend und als Single mehr als 100.000 Mal verkauft.

Mittwoch, 17. Januar, 18 Uhr
SOLANGE DU LEBST
BRD 1955. R: Harald Reinl
D: Adrian Hoven, Marianne Koch, Karin Dor. 99 Min. 35mm

Im spanischen Bürgerkrieg versteckt die Franco-Sympathisantin Teresa einen in den Bergen abgestürzten deutschen Kampfpiloten. Als der republikanische Comisario Malek zum Versteck gelangt, kommt es zum Kampf. Karin Dor spielt die vom Comisario beeinflusste Tochter des Bürgermeisters. Die Innenaufnahmen des ideologisch umstrittenen Kriegsfilms entstanden in Wiesbaden.

Samstag, 20. Januar, 18 Uhr
ZIMMER 13
BRD/Frankreich 1964. R: Harald Reinl
D: Karin Dor, Joachim Fuchsberger, Hans Clarin, Eddi Arent. 89 Min. 35mm

In der Edgar Wallace-Verfilmung hält ein brutaler Rasiermessermörder Scotland Yard auf Trab. Der Abgeordnete Sir Robert Marney wird von einem Bankräuber erpresst, dem er vor Jahren zur Flucht verholfen hatte. Der droht nun, Marneys hübsche Tochter Denise (Karin Dor) zu töten. Privatdetektiv Johnny Gray soll helfen.

Mittwoch, 24. Januar, 18 Uhr, und Samstag, 27. Januar, 18 Uhr
YOU ONLY LIVE TWICE James Bond 007: Man lebt nur zweimal
Großbritannien 1967. R: Lewis Gilbert
D: Sean Connery, Akiko Wakabayashi, Karin Dor. 117 Min. 35mm. OF

Karin Dor spielt das erste deutsche Bond-Girl. Als eine US-amerikanische und eine sowjetische Weltraumkapsel von einem unbekannten Raumschiff entführt werden, schaukelt sich der Konflikt zu einem drohenden Weltkrieg hoch. Geheimagent James Bond folgt einer Spur nach Japan und stößt bald auf den Verantwortlichen.

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In drei Stunden zum eigenen Film:
Abgedreht! Die Filmfabrik von Michel Gondry
14. September 2017 bis 28. Januar 2018
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Die Rechte an Curd Jürgens‘ Werk gehen an das Deutsche Filminstitut

Roger Moore und Curd Jürgens mit Ehefrau Margie bei den Dreharbeiten zu THE SPY WHO LOVED ME (GB/US 1977, R: Lewis Gilbert) © DIF-Nachlass-Curd-Juergens
Roger Moore und Curd Jürgens mit Ehefrau Margie bei den Dreharbeiten zu THE SPY WHO LOVED ME (GB/US 1977, R: Lewis Gilbert) © DIF-Nachlass-Curd-Juergens

Er gehörte zu den höchstbezahlten Schauspielern seiner Generation und war einer der wenigen deutschsprachigen Hollywoodstars: Curd Jürgens (1915-1982). 1997 überließ seine Witwe Margie dem Deutschen Filmmuseum schenkungsweise den gesamten künstlerischen Nachlass, woraus eine Ausstellung und eine Publikation hervorgingen. Nun konnte mit Margies Tochter Miriam eine Vereinbarung getroffen werden, die die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit der Familie Jürgens zum Deutschen Filminstitut/Deutschen Filmmuseum fortführt. Durch diese erhält das Filminstitut sämtliche urheberrechtlichen, leistungsschutzrechtlichen und persönlichkeitsrechtlichen Nutzungsrechte an den Werken, den künstlerischen Leistungen und der Persönlichkeit Curd Jürgens‘. Das beinhaltet etwa die Verwertungsrechte für die vom Regisseur Jürgens verantworteten Filme sowie für sein literarisches Werk, darunter den autobiografischen Roman …und kein bisschen weise (Droemer-Knaur Verlag, München 1976). Auch zu Curd Jürgens‘ musikalischem Werk, etwa seinem Hit „60 Jahre und kein bisschen weise“, liegt ein Teil der Auswertungsrechte jetzt beim Deutschen Filminstitut.
Miriam Duncan hatte zuvor bereits die virtuelle Ausstellung zum Nachlass von Curd Jürgens großzügig unterstützt. Ihr aktueller Entschluss, dem langjährigen Partner nun auch alle Rechte zu übertragen, sei nach vorne gerichtet: „Ich betrachte dies nicht als Ende unserer angenehmen und interessanten Zusammenarbeit, sondern eher als Garantie für die Zukunft.“

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

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