Kategorie-Archiv: Deutsches Filmmuseum Frankfurt

Das Programm des 44. LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans

Lucas_21_banner_NewsletterProgramm-Überblick zum 44. LUCAS – Internationalem Festival für junge Filmfans

  • 44. Festivalausgabe vom 30. September bis 7. Oktober
  • Kinoerlebnisse in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden
  • VoD-Angebot für Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen über die neu gestaltete LUCAS-Website
  • Festivalfokus: Dokumentarfilm für junges Publikum
  • Gespräche mit Filmschaffenden, Panels und mehr
  • Tickets sind ab sofort erhältlich

FRANKFURT, 6.9.2021. Das 44. LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans bringt vom 30. September bis 7. Oktober ein vielfältiges Film- und Rahmenprogramm nach Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden. Im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, dem Cinéma, der Caligari FilmBühne und dem Kino im Hafen 2 sind 67 Filme aus aller Welt zu sehen. Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen steht das Wettbewerbsprogramm auch als Video-on-Demand-Angebot zur Verfügung. Das Festival setzt in diesem Jahr einen Fokus auf Dokumentarfilm für junges Publikum. Herzstück des Festivals sind die zahlreichen partizipativen Angebote, bei denen junge Filmfans im Festivalgeschehen »Mitmischen!« können. Bis 17. September können sich Gruppen voranmelden, ebenso lang gilt der Frühbucherpreis von 3,50 Euro für junge Filmfans.

Auf der Pressekonferenz im Kino des DFF betonte Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt und Schirmherr von LUCAS, wie schwierig die vergangenen anderthalb Jahre für die Kulturlandschaft waren: „Kultur braucht das Gemeinschaftserlebnis. Deshalb sind Orte wie das Kino so wichtig. Ins Kino zu gehen ist eine bewusste Entscheidung. Man setzt sich mit dem, was man sieht, auseinander. Das ist etwas völlig anderes, als auf der Couch zu sitzen und den Fernseher anzuschalten.“ Die Frankfurter:innen könnten sich über die vielfältige Kinokultur ihrer Stadt glücklich schätzen. LUCAS sei dafür das beste Beispiel. Feldmann: „Das Festival ermuntert Kinder und Jugendliche nicht nur dazu, anspruchsvolle Filmkunst jenseits des Gewohnten zu entdecken. Es setzt auch auf die Sichtweise seines jungen Publikums.“ Die vielen Mitmach-Projekte stärkten das soziale Miteinander. In einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche lange darauf verzichten mussten, könne man das gar nicht hoch genug einstufen, so der Oberbürgermeister abschließend.

„Das LUCAS-Filmfest ist eine Instanz der hessischen Filmfestivallandschaft und verfolgt dabei eine besonders wertvolle Mission, die wir voll und ganz unterstützen: den filmischen Nachwuchs sowie die Filmvielfalt am Standort Hessen zu fördern“, sagte Anna Schoeppe, Geschäftsführerin der HessenFilm und Medien. Der diesjährige Schwerpunkt des Festivals, Dokumentarfilme für junges Publikum zu zeigen, freue sie dabei ganz besonders, denn „der Dokumentarfilm blickt in Hessen als künstlerische Form und investigatives Korrektiv auf eine lange Tradition zurück. Da er einen immensen Beitrag leistet, um den bestehenden, lebendigen gesellschaftspolitischen Diskurs zu unterstützen und anzuregen, ist er als künstlerische Form besonders auch für ein junges Publikum spannend.“ Umso mehr freut es Schoeppe, dass die jungen Filmfans in diesem Jahr nun wieder in vier Kinos in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden zusammenkommen.

Adnan Shaikh, Bürgermeister der Stadt Eschborn, bezeichnete das Festival als „idealen Ort, um sich tiefgreifender mit dem Medium Film auseinanderzusetzen“. Die Nachbarstadt Frankfurts unterstützt LUCAS seit vielen Jahren und trägt so einen wichtigen Beitrag zum Kulturangebot für junge Menschen in der Rhein-Main-Region bei. Gerade für Schulklassen in der Region sei das Online-Angebot ein großer Pluspunkt. Shaikh lobte das Programm, das neue Perspektiven mit künstlerisch spannenden Filmen eröffne. „Dabei ist das Festival nicht nur an Kinder und Jugendliche gerichtet. Es bietet allen Filmfans inspirierende Geschichten und herausfordernde Werke“, so Shaikh.

Nachdem 2020 ein großer Teil des Festivals ins Netz verlegt werden musste, freute sich DFF-Direktorin Ellen Harrington, dass das „gemeinschaftliche Kinoerlebnis dieses Jahr wieder im Zentrum von LUCAS steht.“ Ein lebendiger Umgang mit Kultur und Kreativität sei für junge Menschen besonders wichtig. Die LUCAS-Filme werden sie an Orte bringen, „die wir in unserem alltäglichen Leben vielleicht nicht besuchen können. Zugleich kommt die Welt nach Frankfurt, denn zahlreiche Filmschaffende aus allen Ländern stehen hier im Kino Rede und Antwort.“ Sie dankte den Projektförderern: „Nur durch das Vertrauen, die Unterstützung und ein deutliches Bekenntnis unserer Partner zur Filmkultur ist es uns möglich, heute hier zu stehen und die 44. LUCAS-Ausgabe der Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Internationales Wettbewerbsprogramm im Kino und für Schulklassen und Gruppen online

Junge Filmfans bei LUCAS © Oliver Leicht
Junge Filmfans bei LUCAS © Oliver Leicht

Im Zentrum des Festivals stehen die internationalen Wettbewerbe in drei verschiedenen Alterssektionen: 8+, 13+ und 16+ | Youngsters. LUCAS-Festivalleiterin Julia Fleißig erläuterte die Auswahl der Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme: „Die Filme der Wettbewerbe eröffnen dem Publikum neue Welten, offenbaren zugleich Grenzen und helfen, die eigene Identität zu finden.“ Die Protagonist:innen der Filme seien häufig unterwegs – „auf dem Weg in ein neues Land und in ein neues Leben, oder zurück in ein altes Leben, was nicht immer Gutes verheißt“, so Fleißig. Von hochgelobten Coming-of-Age-Dramen über Abenteuerfilme und Komödien bis zu beeindruckenden Dokumentarfilmen, die junge Menschen hautnah verfolgen und auf bewegende Weise deren Hoffnungen und Träume zeigen, sei für alle Altersgruppen etwas dabei.

48 aktuelle Lang- und Kurzfilme aus aller Welt, darunter 30 Deutschlandpremieren,  konkurrieren im Wettbewerb um die LUCAS-Preise im Gesamtwert von 21.000 Euro. Weitere 19 Filme stehen in Nebensektionen und Specials auf dem Programm.

Die Entscheidung über die Gewinnerfilme liegt in den Händen der Juror:innen. Die Jurys 8+ und 13+ sind paritätisch mit jungen Filmfans und Branchenprofis besetzt. Sie entscheiden über die Vergabe von fünf LUCAS-Preisen in den Wettbewerbssektionen 8+ und 13+. Eine Jury junger Filmenthusiast:innen aus Bulgarien, Italien und Deutschland zeichnet einen Film der Sektion 16 + | Youngsters mit dem LUCAS Youngsters Award aus. Ein Teil der jungen Jurymitglieder war zur Pressekonferenz anwesend und tauschte sich in einer Fragerunde mit Julia Fleißig und Peter Feldmann aus.

Neu dabei ist in diesem Jahr die von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt geförderte »Stadtteiljury«: Zehn Frankfurter:innen zwischen neun und 14 Jahren haben sich in einem einwöchigen Workshop im Medien-Studio-Bornheim auf ihre Jurytätigkeit vorbereitet. Während der Festivalwoche küren sie einen Preisträgerfilm aus dem Kurzfilmwettbewerb. Über den Publikumspreis entscheiden die Festivalbesucher:innen.

Zudem vergibt eine Jury der ECFA (European Children´s Film Association) in der Sektion 8+ einen ECFA Award. Seit 2018 verleiht Cinema Without Borders einen Preis an einen Wettbewerbsfilm.

»Mitmischen!«
»Mitmischen!«: Junge Filmfans führen Filmgespräche mit internationalen Gästen.

Mit »Mitmischen!« bietet LUCAS partizipative Filmbildungsangebote, die junge Menschen noch tiefer ins Filmerleben und die Festivalwoche eintauchen lassen. Ob als Jurymitglied, Nachwuchskritiker:in, Moderator:in oder Programmkurator:in – auf Augenhöhe diskutieren sie mit Filmschaffenden, sammeln Wissen und erkunden gemeinsam, warum und wie das Geschehen auf der Leinwand uns Welten kennenlernen und fühlen lässt.

In Online-Filmgesprächen erfahren die jungen LUCAS-Teilnehmer:innen von den internationalen Filmgästen, was sie schon immer über das Filmemachen wissen wollten. Die Interviews entstehen im speziell eingerichteten LUCAS-Studio und werden im Kabelprogramm des Offenen Kanal Rhein-Main (MOK), der Mediathek Hessen und auf der LUCAS-Webseite ausgestrahlt.

Die neue »Stadtteiljury« soll sich jedes Jahr in einem anderen Stadtteil bilden, zusammengesetzt aus Kindern und Jugendlichen, die im Projekt lernen, sich so unterschiedlich auszudrücken, wie sie selbst sind. Frankfurts junge, diverse Stimmen erhalten so das verdiente Gehör und zeichnen Preisträger:innen aus, indem sie Podcasts, Interviews, Filmkritiken und weitere kreative Ideen dazu präsentieren.

Nebensektionen und Specials

Schon die Jüngsten ab drei Jahren erkunden bei den »Minis« zwei Kurzfilmprogramme aus dem europäischen Modellprojekt „Cinemini on Tour“. Die »Klassiker.Klasse«, ein Religionskurs aus der 12. Stufe der Albert-Einstein-Schule Schwalbach, präsentiert drei Meilensteine des Katastrophenfilms – passend zur aktuellen DFF-Sonderausstellung KATASTROPHE. Was kommt nach dem Ende?. Sechs Jugendliche aus Griechenland, Deutschland und Belgien – die diesjährigen »Young European Cinephiles« – präsentieren eine eigene Filmreihe zum Thema „Obsession“. Der interkulturelle Filmclub Blickwechsel Jetzt zeigt THE LAST PICTURE SHOW (US 1971. R: Peter Bogdanovich). Der Bildungsbereich des DOK.fest München, DOK.education, ist bei LUCAS zu Gast und bietet Schulklassen ein Online-Bildungsprogramm, das in die Welt des Dokumentarfilms einführt. Am Festivalsonntag bietet LUCAS für Familien freien Eintritt (bis 17 Uhr) für alle Familienmitglieder, sowohl im Kino des DFF als auch in der Dauer- und Sonderausstellung.

Wie ein roter Faden ziehen sich Dokumentarfilme für junges Publikum durch das Festival: Von Kurzfilmprogrammen für die Allerjüngsten über Highlights aus dem Wettbewerb bis hin zu anregenden Diskussionen bei den Branchenpanels, die der Frage nachgehen, wie Dokumentarfilme ihr junges Publikum erreichen können – zum einen aus der Perspektive von Filmvermittler:innen und ihren unmittelbaren Erfahrungen mit jungem Publikum, zum anderen aus Sicht von Filmschaffenden mit Blick auf Dramaturgie, Finanzierung und Vertrieb.

Kinotickets für junge Filmfans bis 17. September zum Frühbucherpreis

Bis 17. September können Kinotickets zum Frühbucherpreis von 3,50 Euro (ausgenommen: Caligari FilmBühne) für junge Filmfans bis einschließlich 20 Jahren erworben werden. Das Video-on-Demand-Angebot steht Schulklassen und Gruppen exklusiv zur Verfügung und kostet 2 Euro pro Person. 
Voranmeldungen für Gruppen sind bis 17. September möglich.

Tickets und Anmeldung via lucas-filmfestival.de | info@dff.film | 069 961 220-678

LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans wird gefördert von:

Stadt Frankfurt am Main, Hessisches Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, HessenFilm und Medien, Stadt Eschborn, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, U.S. Consulate General Frankfurt, LPR Hessen – Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Patrons Circle des DFF, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Hessische Lehrkräfteakademie, FAZIT-Stiftung, Nassauische Sparkasse, Schweizerisches Generalkonsulat Frankfurt.
Medienpartner: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Radio Frankfurt, Journal Frankfurt.

Frankfurter Museen öffnen wieder ab dem 24. Mai 2021

frankfurter-museen-oeffnen-wiederIm Rahmen der Hygieneregeln öffnen Frankfurts Museen wieder Detaillierte Informationen zu Ausstellungen und  Angaben  zu den Anmeldeverfahren finden Sie auf den Webseiten der Museen,

Archäologisches Museum Frankfurt
Das Museum öffnet ab Dienstag, dem 1. Juni 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr
www.archaeologisches-museum-frankfurt.de

Bibelhaus Erlebnis Museum
Das Bibelhaus ist ab Mittwoch, dem 26. Mai geöffnet.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr
www.bibelhaus-frankfurt.de

Caricatura Museum Frankfurt
Das Caricatura Museum öffnet am Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
www.caricatura-museum.de

Deutsches Architekturmuseum
Das Deutsche Architekturmuseum ist von Pfingstmontag, 24. Mai, an wieder geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstag 12 bis 18 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 12 bis 20 Uhr,
Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.dam-online.de/besuch

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Das DFF öffnet am Pfingstmontag, dem 24. Mai 2021, wieder seine Ausstellungen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.dff.film

Dommuseum Frankfurt
Das Museum ist wieder ab Mittwoch, 2. Juni, geöffnet.
Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag 10 bis 17 Uhr
Samstags, sonntags und an den Feiertagen 11 bis 17 Uhr
Montags und dienstags geschlossen
www.dommuseum-frankfurt.de

Eintracht Frankfurt Museum
Das Museum öffnet ab Dienstag, dem 25. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
https://museum.eintracht.de/news/

Fotografie Forum Frankfurt
Das Fotografie Forum Frankfurt öffnet am Dienstag, 2. Juni 2021.
Öffnungszeiten bitte der Homepage entnehmen.
www.fffrankfurt.org

Frankfurter Goethe-Haus
Das Frankfurter Goethe-Haus öffnet ab Freitag, dem 28. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag von 11 bis 17 Uhr
www.freies-deutsches-hochstift.de

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt
Beide Museen öffnen am Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11
bis 19 Uhr.
www.historisches-museum-frankfurt.de
www.junges-museumm-frankfurt.de

Institut für Stadtgeschichte
Das Institut für Stadtgeschichte öffnet am Mittwoch, dem 26. Mai. Lesesaal und
Sammlungsbereich sind bereits nach Voranmeldung geöffnet.
Öffnungszeiten: Ausstellungen Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag
11 bis 18 Uhr, Lesesaal nach Voranmeldung Montag bis Freitag 8.30 bis 17 Uhr
(Dienstag, 25.05. nur bis 12 Uhr)
ACHTUNG: Die Vorlage eines Negativnachweises ist nur für den Besuch von Lesesaal
und Sammlungsbereich nötig, nicht für den Ausstellungsbesuch. Weitere Informationen
auf der Webseite:
www.stadtgeschichte-ffm.de

Jüdisches Museum Frankfurt
Das Jüdische Museum öffnet ab Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 10 bis 21 Uhr, Mittwoch, Freitag, Samstag
und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
www.juedischesmuseum.de

Das Museum für Kommunikation
Das Museum öffnet am Dienstag, dem 25. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Museumsshop & Museumsbibliothek
Der Museumsshop ist geöffnet. Ebenfalls wieder möglich ist der Besuch der
Museumsbibliothek: Eine Voranmeldung ist auch hier erforderlich, siehe Homepage des
Museums. Die Bibliothek ist dienstags bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
http://www.mfk-frankfurt.de

Frankfurter Kunstverein
Der Frankfurter Kunstverein öffnet am Dienstag, dem 1. Juni von 17 bis 22 Uhr mit dem
Soft Opening der Ausstellung „And This is Us 2021 – Junge Kunst aus Frankfurt“
Ab dem 2. Juni gelten folgende Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 19
Uhr, Donnerstag von 11 bis 21 Uhr.
www.fkv.de

Museum Angewandte Kunst und Ikonenmuseum
Das Museum Angewandte Kunst und das Ikonenmuseum öffnen am Mittwoch, dem 26.
Mai 2021.
Öffnungszeiten Museum Angewandte Kunst: Dienstag von 12 bis 18 Uhr, Mittwoch von
12 bis 20 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Öffnungszeiten Ikonenmuseum: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von
12 bis 20 Uhr.
www.museumangewandtekunst.de

Museum Judengasse
Am Mittwoch, den 26. Mai 2021, erfolgt die Öffnung des Museums Judengasse.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
www.juedischesmuseum.de/besuchen/museumjudengasse

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Der TOWER MMK öffnet am Pgingstmontag, dem 24. Mai 2021.
Reguläre Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr und Mittwoch 11 bis 20
Uhr
www.mmk.art

Portikus
Der Portikus auf der Alten Brücke öffnet wieder am Pfingstmontag, 24. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, mittwochs 11 bis 20 Uhr

Senckenberg Naturmuseum
Am Mittwoch, dem 26. Mai wird das Senckenberg Naturmuseum
wieder geöffnet.
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 9 bis 17 Uhr, mittwochs
von 9 bis 20 Uhr, Samstag, Sonntag und an den Feiertagen 9 bis 18 Uhr.
www.museumfrankfurt.senckenberg.de

Struwwelpeter Museum
Das Struwwelpeter Museum öffnet am Donnerstag, dem 3. Juni 2021.
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr
www.struwwelpeter-museum.de

Weltkulturen Museum
Ab Mittwoch, dem 26. Mai 2021 ist das Weltkulturen Museum geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr
www.weltkulturenmuseum.de

weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Häuser sowie unter
www.museumsufer.de

goEast 2021 – Regisseurinnen räumen die Hauptpreise bei der 21. Festivalausgabe ab THIS RAIN WILL NEVER STOP gewinnt die Goldene Lilie // Beste Regie für BEBIA, À MON SEUL DÉSIR

goEast Preistraegerin Alina Gorlova THIS RAIN WILL NEVER STOP © goEast
goEast Preistraegerin Alina Gorlova THIS RAIN WILL NEVER STOP © goEast

Der Dokumentarfilm THIS RAIN WILL NEVER STOP (Ukraine, Lettland, Deutschland, Katar 2020, Regie: Alina Gorlova) gewinnt die Goldene Lilie, den auf 10.000 Euro dotierten Hauptpreis der 21. Ausgabe von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden. Die internationale Jury unter dem Vorsitz von Saodat Ismailova begründete ihre Entscheidung damit, dass Alina Gorlova durch den gewagten Einsatz filmischer Stilelemente den Blick auf einen jungen Mann richtet, der sich in den Konfliktwelten in Syrien und Donbass gefangen sieht. „Gorlovas Vision, äußerlich stoisch und voller Empathie, überschreitet einfache Grenzen, indem sie Bild und Ton als sensorische Erfahrung nutzt“, ergänzt die Jury.

Nahezu alle ursprünglich wieder für das Kino geplanten 92 Festivalfilme aus 38 Ländern mit 32 Deutschlandpremieren und zwei Weltpremieren hat das vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstaltete goEast in seiner 21. Ausgabe in den digitalen Raum verlagert. Für die zweite Pandemie-Ausgabe von goEast war es den Festivalmacher:innen allerdings nicht genug, ausschließlich eine Mediathek anzubieten. Mitten in Wiesbaden florierte ein Festivalzentrum hinter verschlossenen Türen, das unter Einhaltung von strengen Hygieneauflagen genug Platz für Festivalgäste, zwei Festivalstudios, eine Corona-Teststation des Deutschen Roten Kreuz und eine Action-Art Performance von Dan Perjovschi bot. Auch war es Festivalbesucher:innen im Rahmen des Public Distancing-Programms möglich, den goEast Ost-Kiosk vor dem Nassauischen Kunstverein zu besuchen und sich dort nicht nur mit etwas Verpflegung zwischen den On Demand Streams einzudecken, sondern auch das ein oder andere bunte Blatt aus Mittel- und Osteuropa zu entdecken.

Juja Dobrachkous erhält für ihr Werk BEBIA, À MON SEUL DÉSIR (Georgien, Großbritannien 2020) den auf 7.500 Euro dotierten Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Beste Regie. Die Jury würdigt ihren Mut, die Geschichte aus den Augen einer jungen georgischen Frau zu erzählen und dabei Vorurteile, die der Vergangenheit angehören, als generationsübergreifendes Heilmittel zu nutzen. Die visuelle Sprache des Films erschaffe eine individuelle Welt, die die Charakterbilder untermauert und die Handlung vertieft.

Der Film HOW I BECAME A PARTISAN (Slowakische Republik, Tschechische Republik 2021, Regie: Vera Lacková) hat bei goEast seine Weltpremiere gefeiert und kann sich nun schon über seine erste Auszeichnung freuen: den auf 4.000 Euro dotierten Preis für Kulturelle Vielfalt. Der Film „entwickelt sich zu einer bewegenden, persönlichen Reise durch eine nahezu unbekannte Geschichte. Indem sie den Überlebenskampf ihrer Familie während des Zweiten Weltkriegs mit ihren eigenen Erfahrungen als Roma-Angehörige in der heutigen Zeit verbindet, schafft Vera Lacková ein Bild, das in all seinen Aspekten menschlich ist, ohne falsche Kategorisierungen, und das sowohl die Freude an der Familie als auch den Schmerz der systematischen Verfolgung offenbart“, erklärt die Jury.

Mit einer lobenden Erwähnung hat die Jury CHUPACABRA (Russland 2020, Regie: Grigory Kolomytsev) dafür bedacht, dass der Film als „bemerkenswertes Spielfilmdebüt mit einer klaren Inszenierung und einer wunderbar poetischen Klangkulisse das schon zur Gewohnheit gewordene Verständigungsproblem zwischen Erwachsenen und Kindern offenbart und dabei eine bemerkenswerte schauspielerische Leistung aus dem jungen Protagonisten herausholt.“

Festivalleiterin Heleen Gerritsen freut sich, dass die internationale Jury die drei Hauptpreise des Wettbewerbs an Filmemacherinnen vergeben hat: „Unsere Wettbewerbssektion ist traditionell mit einer Vielzahl großartiger Regisseurinnen vertreten, das ist in diesem Jahr nicht anders. Ob die bereits genannten: Alina Gorlova, Juja Dobrachkous oder Vera Lacková, aber auch alle nicht erwähnten: Lili Horvát, Nora Martirosyan und Marta Popivoda – sie alle tragen zu einem mittel- und osteuropäischen Filmbild bei, das seine Ketten festgefahrener Strukturen und überholter Rollenbilder sprengt. Ich gratuliere allen Preisträger:innen und freue mich auf den Tag, an dem wir ihre Filme wieder gemeinsam und im engen Austausch im Kino erleben dürfen.“

Der Preis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI in der Kategorie Spielfilm geht ebenfalls an BEBIA, À MON SEUL DÉSIR (Georgien, Großbritannien 2020). „BEBIA, À MON SEUL DÉSIR ist in seinem ästhetischen und erzählerischen Konzept ein gelungener Coming-of-Age-Film. Aus der Sicht seiner jugendlichen Protagonistin Ariadna, die während einer ungewöhnlichen, mythenbasierten Beerdigung ihrer Großmutter von ihrer Kindheit heimgesucht wird, gelingt Juja Dobrachkous eine originelle Mischung aus Ariadnas Erlebnissen in zahlreichen Rückblenden und den familiären Spannungen, die die Trauerrituale begleiten.“ In der Kategorie Dokumentarfilm gewinnt PLEASE HOLD THE LINE (Österreich 2020, Regie: Pavel Cuzuioc), der „intensive menschliche Beziehungen zeigt, die normalerweise wie einfache alltägliche Interaktionen erscheinen. Er schafft ein tieferes Verständnis für die dargestellte Welt, indem er uns auf eine Reise durch vier europäische Länder mitnimmt und zahlreiche spontane Situationen aufzeichnet. In einem filmischen Raum, der den unterschätzten Berufen im Kommunikationsdienst gewidmet ist, wird uns auch bewusst, dass wir vielleicht zu oft glauben, dass nur Psychologen oder enge Freunde intime Monologe führen können.“

Für ihr dokumentarisches Virtual Reality- und 360°-Projekt THE SPHERES CITY – TANGIBLE UTOPIAS (Rumänien 2021) wird Ioana Mischie mit dem diesjährigen Open Frame Award mit einem Preisgeld über 5.000 Euro, gestiftet von der BHF Bank Stiftung, ausgezeichnet. „Wir erkennen die langfristigen Ambitionen dieses sinnvollen Projekts an, das sich in den folgenden Jahren weiterentwickeln und wachsen wird, indem es Kindern auf so kreative Weise eine Stimme gibt und sie als unsere wahre Hoffnung für unsere globale Zukunft umarmt und feiert“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Eine lobende Erwähnung spricht die Jury für #PRISONERSVOICE (Ukraine 2020, Regie: Nikita Bohdanov) aus, der klare und direkte Erzählungen von Aktivisten mit einer dichten Atmosphäre verwebe und so einen intensiven Einblick in eine Welt gewährt, die sonst unbekannt ist.

Den dritten auf 2.500 Euro dotierten und vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gestifteten RheinMain Kurzfilmpreis vergibt eine Jury aus Vertreter:innen von Programmkinos aus dem Rhein-Main-Gebiet an URAL (Deutschland, Russland 2019) von Alla Churikova. „Die Autorin und Regisseurin erzählt von ihrer Kindheit in einer Militärsiedlung am Fuße des Ural. Ihre animierten Erinnerungen verwebt sie mit Aufzeichnungen, Photographien und Tondokumenten ihres Vaters, einem sowjetischen Offizier, der Teil geheimer Nuklearwaffenversuche war. Hierbei gelingt es ihr beide Perspektiven gleichberechtigt auf eine Ebene zu bringen und sie schafft damit gleichsam eine Skizze für ein Epos des 20. Jahrhunderts“, so die Jury. Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für MAN (Lettland 2020, Regie: Yulia Timoshkina) als empathisch-poetisches Porträt einer ganz alltäglichen Situation, aus.

goEast jury 2021 Wettbewerb-FIPRESCI
goEast jury 2021 Wettbewerb-FIPRESCI

Das Renovabis Recherchestipendium für Dokumentarfilmprojekte mit Menschenrechtsschwerpunkt 2021 geht an SECOND HAND WAR von Anna Benner und Eluned Zoe Aiano. Das Stipendium ist auf 3.500 Euro dotiert. Die künstlerische Herangehensweise des Projekts zeigt unterschiedliche Perspektiven von Frauenrollen im Krieg und begibt sich auf die Suche nach Lücken im kollektiven Gedächtnis.

Mit dem goEast Development Award zeichnet die East-West Talent Lab Jury KING MATT THE FIRST von Regisseurin Jaśmina Wójcik und Produzentin Agnieszka Rostropowicz-Rutkowska aus. „Vielleicht sollte es eher QUEEN MATHILDA THE FIRST heißen, denn die charmante und inspirierende Reise, erzählt durch die Augen der Kinderdarstellerinnen Lea und Zoja, beweist großen Phantasiereichtum“, so die Jury in ihrer Begründung. Der goEast Development Award ist auf 3.500 Euro dotiert und wird von Russian Standard Wodka gesponsert.

Mit einer erfrischenden und witzigen Konstellation aus vier ganz unterschiedlichen Charakteren überzeugt SPA von Ieva Šakalytė. Das Projekt erhält den Pitch the Doc Award bei goEast, für den ein zusätzliches Mentoring für die Gewinnerin gesponsert von der gleichnamigen polnischen Plattform.

Die Wahl des goEast Medienpartners 3sat, der seit Beginn des Festivals in jedem Jahr den Ankauf für einen Film des Programms anbietet, fiel für 2021 auf den Wettbewerbsfilm PREPARATIONS TO BE TOGETHER FOR AN UNKNOWN PERIOD OF TIME (Ungarn 2020, Regie: Lili Horvát). Der Film soll 2022 bei 3sat seine TV-Premiere feiern.

Im Angesicht einer weiterhin das öffentliche Leben bestimmenden Pandemie hat goEast auf seine ersten Erfahrungen in der Ausgestaltung eines Online-Festivals aus dem Vorjahr zurückgegriffen, aber dabei weiter Publikumsveranstaltungen verfolgt. Das Autokino und der abendliche Kurzfilmspaziergang werden kurzfristig in den Sommer verschoben. Sobald ersichtlich wird, unter welchen Bedingungen und an welchem Zeitpunkt die Veranstaltungen stattfinden können, veröffentlichen die Festivalmacher:innen entsprechende Informationen auf ihrer Website.

Alle Preisträger:innen im Überblick:

goeast21_coverGoldene Lilie für den Besten Film
THIS RAIN WILL NEVER STOP, Ukraine, Lettland, Deutschland, Katar 2020, Regie: Alina Gorlova

Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Beste Regie
BEBIA, À MON SEUL DÉSIR, Georgien, Großbritannien 2020, Regie: Juja Dobrachkous

Preis für Kulturelle Vielfalt
HOW I BECAME A PARTISAN / AKO SOM SA STALA PARTIZÁNKOU, Slowakische Republik, Tschechische Republik 2021, Regie: Vera Lacková

Lobende Erwähnung
CHUPACABRA, Russland 2020, Regie: Grigory Kolomytsev

Preis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI (Spielfilm)
BEBIA, À MON SEUL DÉSIR, Georgien, Großbritannien 2020, Regie: Juja Dobrachkous

Preis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI (Dokumentarfilm)
PLEASE HOLD THE LINE, Österreich 2020, Regie: Pavel Cuzuioc

Open Frame Award
THE SPHERES CITY – TANGIBLE UTOPIAS, Rumänien 2021, Regie: Ioana Mischie

Open Frame Award – Lobende Erwähnung
#PRISONERSVOICE, Ukraine 2020, Regie: Nikita Bohdanov

RheinMain Kurzfilmpreis
URAL, Deutschland 2019, Regie: Alla Churikova

RheinMain Kurzfilmpreis – Lobende Erwähnung
MAN, Lettland 2020, Regie: Yulia Timoshkina

Renovabis Recherchestipendium für Dokumentarfilmprojekte mit Menschenrechtsschwerpunkt
SECOND HAND WAR, Regie: Anna Benner & Eluned Zoe Aiano, Tschechische Republik-Deutschland

goEast Development Award
KING MATT THE FIRST, Produktion: Agnieszka Rostropowicz-Rutkowska, Regie: Jaśmina Wójcik, Polen

Pitch the Doc Award
SPA, Regie: Ieva Šakalytė, Litauen

Ost-Kiosk und Streaming statt Caligari: goEast bringt mittel- und osteuropäische Filmkunst online nach Wiesbaden

THE NORTH WIND Renata Litvinova © DFF
THE NORTH WIND Renata Litvinova © DFF

Nach den ersten hybriden Gehversuchen von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films, taucht das vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstaltete Festival nahezu gänzlich in den Cyberspace ein. Fast alle zuvor in Präsenz geplanten 92 Filme aus 38 Ländern stehen mit insgesamt 32 Deutschlandpremieren und zwei Weltpremieren “On Demand” für das Festivalpublikum zur Verfügung. Zwischen den Filmen laden die Festivalmacher:innen alle virtuellen Besucher:innen dazu ein, beim Ost-Kiosk vor dem Nassauischen Kunstverein vorbeizuschauen, um wieder ein klein wenig Festivalbegegnung erleben zu können – mit Hygienekonzept und auf Abstand.

Festivalleiterin Heleen Gerritsen hat auf einer Online-Pressekonferenz am heutigen Freitag das Programm aus goEast On Demand, Mediathek und weiteren Public Distancing Veranstaltungen vorgestellt.

“Beim Festivaljubiläum im vergangenen Jahr kamen wir aufgrund der Pandemie und eines erfolgreichen hybriden Festivalkonzepts in den Genuss von acht Monaten goEast statt nur einer Woche. Dieses Jahr kehrt das Festival aber zu seiner ursprünglichen Dauer zurück”, sagte Ellen Harrington, Direktorin des DFF.

“Ein echter Kinobesuch bleibt uns zwar weiter verwehrt, dafür bietet goEast noch mehr Onlineprogramm. Erstmals lässt sich das spannende Symposium, in diesem Jahr zum Filmschaffen Zentralasiens, vollständig digital erleben. Ich freue mich sehr darüber, dass das Festivalteam nicht den Kopf in den Sand gesteckt hat und stattdessen Wege gefunden hat, trotzdem noch Publikumsveranstaltungen anzubieten, selbst wenn es sich dabei auf Treffen mit Abstand vor dem Ost-Kiosk beschränkt”, ergänzte Harrington.

Im Wettbewerb konkurrieren erneut 16 Spiel- und Dokumentarfilme um die Hauptpreise des Festivals. Die Wettbewerbsjury selbst erhält die Möglichkeit, die Filmbeiträge in der Caligari FilmBühne auf der großen Leinwand zu bewerten und vergibt die „Goldene Lilie“ für den Besten Film, den Preis für die Beste Regie der Landeshauptstadt Wiesbaden und den Preis für Kulturelle Vielfalt – jetzt wieder mit dem dafür vorgesehenen Preisgeld von jeweils bis zu 10.000 Euro.

„Als thematischen Schwerpunkt sehen wir in diesem Jahr eine Rückkehr zu Partisan:innengeschichten im Wettbewerb. Das ist ein wichtiges Thema in der mittel- und osteuropäischen Filmlandschaft, das teilweise auch mythologisiert wird und in den aktuellen Filmen in unserem Programm nun aus neuen Blickwinkeln betrachtet wird – zum Beispiel aus der Sicht weiblicher Partisan:innen, oder auch aus der Roma-Perspektive”, sagt Festivalleiterin Heleen Gerritsen.

“Es ist natürlich schade, dass diese Filme nicht für alle Interessierte auf der großen Leinwand erlebbar werden, denn natürlich gehören sie da eigentlich hin. Trotzdem sind wir in diesem Jahr kompromissbereiter und arbeiten deshalb mit dem VoD-Anbieter filmwerte zusammen, um nahezu das komplette goEast Programm On Demand zur Verfügung zu stellen”, so Gerritsen. Das Filmangebot auf goEast On Demand ist gegen eine Leihgebühr von 6,50 Euro pro Programmpunkt im Festivalzeitraum vom 20. bis 26. April 2021 erhältlich. Nach der Ausleihe steht ein Film für 48 Stunden zum Abruf zur Verfügung.

Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, lobt die Anstrengungen der goEast Festivalleitung, selbst unter schwer planbaren Bedingungen, auf jede Eventualität vorbereitet zu sein. Erneut kann goEast nicht als Festival der Begegnungen zwischen den Menschen im Rhein-Main-Gebiet und aus Mittel- und Osteuropa stattfinden. Trotzdem sei es dank Festivalleiterin Heleen Gerritsen und ihrem Team möglich, das Programm in nahezu vollständigem Umfang online zu erleben. Etwa den goEast Wettbewerb mit zahlreichen Deutschlandpremieren oder dem goEast Porträtgast 2020 und diesjährigen Berlinale-Gewinner Radu Jude, der für das Festivalpublikum eine exklusive “Anti-Oscarnacht” kuratiert. „Ich lade das Publikum ein, das goEast On Demand Angebot ausgiebig zu nutzen und goEast Filme, Diskussionen und Ausstellungen von zu Hause aus zu genießen. Kultur macht auch in einer Pandemie keine Pause. Das zeigt sich in der gewohnt starken Filmauswahl. Ich freue mich auf diesen wichtigen Einblick in die Kulturen unserer östlichen Nachbarn, hoffe aber, dies so bald wie möglich wieder im Kino tun zu können“, betont der Kulturdezernent.

Wie lassen sich interkulturelle Begegnungen schaffen, wo Abstandsregelungen die Menschen und Kulturen auseinanderhalten? Das Paneuropäische Picknick sucht in seinem dritten Jahr Antworten auf diese Frage und beweist, dass gemeinsames Erleben von (Film-)Kultur auch mit Abstand möglich ist. Etwa am waschechten K67 Ost-Kiosk, den goEast als Festivaltreffpunkt unter freiem Himmel vor dem Nassauischen Kunstverein installiert. Oder beim abendlichen Kurzfilmspaziergang, der im Mai durch das nächtliche Offenbach führt und Filme auf Häuserwänden erlebbar macht. „Der politische Diskurs in Europa ist zunehmend geprägt von Spannungen, die nicht zuletzt durch das Aufkeimen populistischer und nationalistischer Strömungen gefördert werden”, sagte Karin Wolff, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. “Die Pandemie hat dem Zusammenleben und Zusammenhalt innerhalb der europäischen Grenzen zusätzlich zugesetzt, sodass Gelegenheiten zum interkulturellen Austausch immer wertvoller werden. Das diesjährige Paneuropäische Picknick von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films fungiert hier als Brückenbauer, es verbindet die Filmschaffenden aus Mittel- und Osteuropa und stärkt somit den Blick auf die vielen Gemeinsamkeiten. Gleichzeitig werden insbesondere die vielfältigen Verflechtungen Osteuropas und der Rhein-Main-Region ins Bewusstsein gerufen. Gerne leisten wir daher auch mit dem RheinMain Kurzfilmpreis einen Beitrag zu diesem einzigartigen Festival.”

Der Open Frame Award für Virtual Reality kommt dem experimentellen Charakter seiner Wettbewerbsbeiträge noch näher und findet selbst in einem virtuellen Raum statt. Dafür wurde die Caligari FilmBühne in Virtual-Reality nachempfunden. Auch ohne Headsets ist das virtuelle Caligari zugänglich: Am heimischen PC wird so trotz allem ein wenig Festivalflair aufkommen. Zusätzlich bietet goEast in diesem Jahr einen VR-Headsetverleih an, den das Festival in Kooperation mit dem Lichter Filmfest anbietet.

Hier finden Sie das komplette Programm für die 21. Ausgabe von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films!

PePEXPRESS_Alles rund ums Paneuropäische Picknick

goEast präsentiert das Herzstück des Festivals: Der Wettbewerb mittel- und osteuropäischer Spiel- und Dokumentarfilme

goeast21_coverPartisan:innen, Provinzen und Post-Sozialismus – Der Wettbewerb bei goEast // goEast begrüßt seine Wettbewerbsjury in Wiesbaden

In weniger als einem Monat startet die 21. Ausgabe des von DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstalteten goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films (20. bis 26. April). Die Festivalmacher:innen bieten ihrem Publikum zwar nahezu alle 92 Festivalfilme online an, unterstreichen mit Jury- und Pressevorführungen im Kino aber auch die Bedeutung des Festivals als Branchenevent. Mit dem Herzstück des Festivals, dem Wettbewerb, bietet goEast einem breiten Publikum die Chance, Höhepunkte des aktuellen mittel- und osteuropäischen Films näher kennenzulernen. Eine internationale Jury sowie die Filmkritiker-Jury FIPRESCI vergeben die Preise. Eine besondere Ehre: die mit 10.000 Euro dotierte „Goldene Lilie“ als Hauptpreis des Wettbewerbs von goEast.

Die Filme des Wettbewerbs werden in Zusammenarbeit mit dem VoD-Anbieter filmwerte online zur Verfügung gestellt. Gespräche mit den Filmschaffenden während der Festivalwoche runden das Programm des Wettbewerbs ab. Die aufgezeichneten Filmtalks werden im Anschluss an die jeweiligen Gespräche jeden Tag ab 15:00 Uhr auf der Website von goEast abrufbar sein. Pressevorführungen der Wettbewerbsfilme finden entlang geltender Bestimmungen zum Infektionsschutz der Landesregierung Hessen im Kino des DFF statt.

Partisan:innen, Provinzen und Post-Sozialismus – Der Wettbewerb bei goEast

Die Wettbewerbsbeiträge stammen aus dem gesamten post-sozialistischen Raum Mittel- und Osteuropas, sowie aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, und halten den Zuschauer:innen in Partisanengeschichten, dem Aufeinandertreffen indigener Kulturen und Mehrheitsgesellschaften und dem Kontrast aus Landleben und Großstadt einen Spiegel aktueller Facetten mittel- und osteuropäischer Gesellschaften vor. goEast zeigt diverse Filme mit zahlreichen Deutschlandpremieren auf Augenhöhe miteinander, welche die Vielfältigkeit ihrer Produktionsländer repräsentieren.

Partisan:innengeschichten sind eine wichtige Grundlage im osteuropäischen Gesellschaftskontext und traditionell auch in den Filmkulturen, wo der Partisanefilm ein Genre für sich darstellte. Zeitgenössische Partisan:innengeschichten im Film drücken unter anderem den Widerstand gegenrechte Tendenzen aus. In LANDSCAPES OF RESISTANCE (Serbien, Deutschland, Frankreich 2021) wird eine der ersten Partisaninnen Serbiens auf ihrer gedanklichen Reise in die Vergangenheit begleitet. Die Schilderungen von Marta Popivoda über ihren Widerstand im Konzentrationslager Auschwitz machen dabei deutlich, dass Faschismus auch in der heutigen Zeit noch eine akute Bedrohung darstellt. Ein Widerstandskämpfer war auch der Großvater von Vera Lacková, die sich auf eine persönliche Spurensuche in die Geschichte ihrer Roma-Familie begibt und dabei heutzutage noch auf viel Ablehnung stößt. Als Roma-Regisseurin in Tschechien hat sie ihre Erlebnisse in HOW I BECAME A PARTISAN (Tschechische Republik, Slowakei 2020) filmisch festgehalten. Der Film feiert bei goEast am 22. April seine Weltpremiere, die die Regisseurin mit einem Podcast begleiten wird. Mit dem historischen Partisanendrama IN THE DUSK (Litauen, Frankreich, Tschechische Republik, Serbien, Portugal, Lettland 2020) präsentiert Šarūnas Bartas sein neuestes Werk bei goEast erstmals in Deutschland. In der düsteren Erzählung vom Kampf gegen sowjetische Truppen in Litauen im Jahr 1948 setzt sich der Regisseur kritisch mit dem Mythos der “Waldbrüder” auseinander, was in seinem Heimatland zu heftigen Kontroversen geführt hat.

Eine weitere Reihe von Wettbewerbsbeiträgen stellt das Spannungsfeld zwischen indigenen Kulturen und Mehrheitsgesellschaften dar. Dazu gehört der Dokumentarfilm LIVE OF IVANNA (Russland, Norwegen, Finnland 2021), in dem das Leben in der Stadt dem des seit der Sowjetzeit von Ausgrenzung bedrohten Nomadenlebens indigener Völker in Sibirien gegenübersteht. Machtkämpfe unter Männern in Lappland, und daraus resultierende Konflikte für die Protagonisten zeigen sich in dem unter der Regie von Veiko Õunpuu, einem der bekanntesten Regisseure in ganz Estland, produzierten Nordic Western THE LAST ONES (Estland, Finnland, Niederlande 2020). Eine schwarzhumorige Herangehensweise an die Thematik wählt der preisgekrönte Regisseur und goEast Stammgast Adilkhan Yerzhanov in ULBOLSYN (Kasachstan, Frankreich 2020). Darin geht die gleichnamige Protagonistin Ulbolsyn gegen die Zwangsheirat ihrer jüngeren Schwester vor und stemmt sich so mit aller Macht gegen provinzielle Traditionen, die sich aber selbst gegen ein Militärkommando durchzusetzen scheinen.

Zwischen Hinterland und Großstadtfilm zeigt sich ein besonderer Kontrast im Wettbewerb. Der urbane Raum in Budapest in 35mm-Bildern ist das Setting einer dramatischen Liebesgeschichte in PREPARATIONS TO BE TOGETHER FOR AN UNKNOWN PERIOD OF TIME (Ungarn 2020): Nachdem eine Frau ihre Medizinkarriere in den USA aufgibt und für ihren Geliebten nach Budapest zurückkehrt, leugnet dieser, sie überhaupt zu kennen. Ihre Verzweiflung wandelt sich daraufhin immer mehr zu einer obsessiven Liebe. Familiäre Begegnungen des ländlichen Raums hingegen treten in BILESUVAR (Aserbaidschan, Frankreich 2020) und CHUPACABRA (Russland 2020) hervor. In letzterem versucht ein Junge, seinen familiären Problemen mit der Flucht in eine selbstgeschaffene Fantasiewelt zu entkommen. In vielen ländlich geprägten Regionen ist die fehlende Kommunikationsinfrastruktur weiterhin ein großes Problem. BITTE WARTEN (Österreich 2020) begleitet die unerwarteten Helden Alltags: Kabeltechniker. Der Dokumentarfilm beleuchtet diesen oft unbeachtete Beruf und die Wichtigkeit von Kommunikation, ohne di ein modernes Leben in eher ländlichen geprägten Regionen der Ukraine, Moldawien, Rumänien oder Bulgarien nahezu unmöglich erscheint. Eine Fortsetzung eines schwarzhumorigen Spiels zwischen Film und Wirklichkeit ermöglicht Vitaly Suslin mit PAPIER-MACHE (Russland 2020), in dem der unwahrscheinliche Filmheld und ewige Pechvogel Ivan Lashin in einem Provinzdrama erneut sich selbst spielt und mit vergangenen Darlehensgeschäften klarkommen muss. Statt dem Verschwimmen von Realität und Fiktion widmet sich das realpolitische Drama SHOULD THE WIND DROP (Frankreich, Armenien, Belgien 2020) von Nora Matrirosyan einem Flughafen, der in ein politisches Tauziehen gerät, das schließlich über die Legitimität des nicht anerkannten Staates Bergkarabach/Arzach entscheiden könnte. HOLY FATHER (Rumänien 2020) und die Hommage des Regisseurs Ivan Ramljak an seinen Freund, den Amateurfotograf Marko in ONCE UPON A YOUTH (Kroatien 2020) zeigen schließlich intime dokumentarische Perspektiven auf das eigene Leben des Filmschaffenden.

Ein zusätzliches Kontrastverhältnis, allerdings auf einer visuellen Ebene, eröffnen die Schwarz-Weiß-Filme THIS RAIN WILL NEVER STOP (Ukraine, Deutschland, Lettland, Katar 2020) von Alina Gorlova, der den Donbas-Konflikt auf beeindrückender Weise mit Flüchtlingsproblematik und dem Leben im Exil verbindet, und der Debütfilm von Juja Dobrachkous BEBIA, À MON SEUL DÉSIR (Georgien, Vereinigtes Königreich 2020), der seine junge Protagonistin auf eine atmosphärische Reise in die Vergangenheit schickt.

goEast begrüßt seine Wettbewerbsjury in Wiesbaden

goEast freut sich auch dieses Jahr, international tätige Branchenvertreter:innen in der Wettbewerbsjury begrüßen zu dürfen. Allen voran die Künstlerin und Regisseurin Saodat Ismailova, die sich seit 2020 in diversen Initiativen zeitgenössischer Kunst in Taschkent engagiert und aktiv an zahlreichen Filmprojekten beteiligt ist. Ihr Spielfilm CHILLA sowie einige ihrer experimentelleren Werke, werden im Rahmen des diesjährigen Symposiums gezeigt. Die aus Weißrussland stammende Produzentin und Filmemacherin Volia Chajkouskaya (u.a. THE ROAD MOVIE) ist nicht nur Gründerin ihrer eigenen Produktionsfirma, sondern mit dem Northern Lights in Belarus auch des zweitgrößten Filmfestivals ihres Heimatlandes. Der Dokumentarfilmemacher Thomas Heise ist Mitglied der Europäischen Filmakademie und doziert an mehreren Hochschulen im Bereich Film und Fernsehen. Für seine Dokumentarfilme erhielt er mehrfach Auszeichnungen, unter anderem den Deutschen Dokumentarfilmpreis für HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT (Deutschland 2019). Mit von der Partie ist außerdem die preisgekrönte Schauspielerin, Regisseurin und Roma-Aktivistin Alina Șerban, die 2018 ihr Heimatland Rumänien in Cannes vertrat und 2020 den Deutschen Schauspielpreis für ihren Film GYPSY QUEEN (Deutschland, Österreich 2019) gewann. Filmkritiker Jay Weissberg schreibt seit 2003 für das amerikanische Magazin Variety und verfügt über reichlich Erfahrung als Jurymitglied bei Filmfestivals. Seit 2015 ist er künstlerischer Leiter des Stummfilmfestivals in Pordenone. Die Wettbewerbsjury wird alle Wettbewerbsfilme, soweit es möglich wird, in der Caligari FilmBühne sichten und bewerten.

Auf einen Blick: Programm für die 21. Ausgabe von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films.

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films wird vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstaltet und von zahlreichen Partnern unterstützt. Hauptförderer sind die HessenFilm und Medien GmbH, die Landeshauptstadt Wiesbaden, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die BHF BANK Stiftung, die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege, Renovabis und der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds. Medienpartner sind u.a. 3sat, Deutschlandfunk Kultur und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Der Traum vom Kino – YELLOW CAT eröffnet die 21. Ausgabe von goEast

goeast21_coverKurz, kürzer, anarchisch – Der RheinMain Kurzfilmpreis und die Anarcho Shorts bei goEast // Schwungvolle Balkan Beats // Masterclass Experimentalfilm mit Péter Lichter und Márió  Z. Nemes

Der Film YELLOW CAT (Zheltaya Koshka, Kasachstan/Frankreich 2020) vom langjährigen goEast-Wegbegleiter Adilkhan Yerzhanov ist der Eröffnungsfilm von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films (20. bis 26. April). In einer Deutschlandpremiere zeigt das vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstaltete Festival dabei die von Komik und Tragik durchzogene Roadmovie-Geschichte Kermeks, der dank eines zweifelhaften Deals aus dem Gefängnis entlassen wird. In der düsteren Realität der Außenwelt tritt er fortan die Flucht ins Kino an. Kermek träumt von einem eigenen Bergkino und will die Welt des Verbrechens endgültig hinter sich lassen. Allerdings entdeckt er dabei, dass sein Weg in die Freiheit an einen Gangsterboss geknüpft ist, für den er zur Wiedergutmachung arbeiten soll.

Mit dem jüngsten Beschluss des Bund-Länder-Gipfels (3. März 2021) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie besteht eine Perspektive für Kinoöffnungen, an der sich goEast orientieren wird. Die Festivalmacher:innen verfolgen weiter mit Optimismus ein hybrides Festival und hoffen auf Präsenzveranstaltungen bei entsprechenden Inzidenzwerten. Unabhängig von diesen Entwicklungen werden Onlineformate und ein On Demand Programm vorbereitet.

Kurz, kürzer, anarchisch – Der RheinMain Kurzfilmpreis und die Anarcho Shorts bei goEast

In seine dritte Runde startet der RheinMain Kurzfilmpreis bei goEast. Der vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain unterstützte Wettbewerb zeichnet den besten Kurzfilmbeitrag mit einem Preisgeld von 2.500 Euro aus. Eine Jury bestehend aus Leiter:innen von Programmkinos aus der Region entscheidet über den Gewinnerfilm. Filmfreunden eröffnet sich hier ein breites Spektrum kurzweiliger Unterhaltung, angefangen bei intimen Alltagsschilderungen in HAVE YOU SEEN THAT MAN? (L-aţi văzut pe omul ăla?, Rumänien 2019) bis hin zu essayistisch-dokumentarischen Werken wie Julia Pelkas FAT KATHY (Gruba Kaśka, Polen 2019), in denen Muscheln der Bevölkerung Warschaus Schutz vor Giftanschlägen geben. Auf eine Suche nach einem Sinn begeben sich die Charaktere in MAN (Lettland 2020) und FIGURANT (Tschechische Republik 2019). In letzterem überzeugt der französische Darsteller Denis Lavant mit seinem unverwechselbaren mimischen Können. Eher experimenteller Natur mutet der Animationsfilm MY GALACTIC TWIN GALACTION (Russland 2020) von Sasha Svirsky an, dessen abgedrehte intergalaktische Erzählung von einem Beat unterlegt ist, der Ohrwurmpotenzial hat. Weibliche Filmbilder zeichnen SISTERS (Ukraine 2019), URAL (Deutschland 2019) und BAD NIGHT STORY (Bajka na niespokojny sen, Polen 2019): Sie erkunden den Anti-Feminismus in der Ukraine, religiöse Gedanken eines jungen Mädchens vor ihrer Kommunion sowie die Schuldgefühle einer russischen Migrantin, deren Vater an sowjetischen Atomwaffentests beteiligt war. Im Anschluss an goEast tourt die Kurzfilmrolle erneut durch die Programmkinos in der Region.

Von KI-gesteuerter Rapmusik wie in TREMENDOUS CREAM (Russland 2020) bis zur Tetris spielenden Nachtschicht in NIGHT SHIFT (Lettland 2019) bietet das Programm der Anarcho Shorts mit radikalen Entwürfen wie nie all das, was in den letzten Monaten des Lockdowns untersagt war: Da versucht ein Außenamts-Mitarbeiter Russlands in HIGH-RISE (Russland 2020), 20 Kilogramm Kokain verschwinden zu lassen und verstreut das weiße Pulver kurzerhand mitten in der Stadt. MY FAT ARSE AND I (Polen 2020) erkundet kritisch extreme Schönheitsideale, die in einer Einladung ins Königreich der schmalen Hintern gipfeln. Tierische Welten lassen sich mit der Hahnenoper COCKPERA (Kroatien 2020), der parasitären Freundschaftsgeschichte LOVE IS JUST A DEATH AWAY (Tschechische Republik 2019) oder BEST ANIMAL VIDEOS (Polen 2019) entdecken. In letzterem freundet sich ein mehr als menschlicher Schwan mit einem Nikotinproblem mit einer Katze an, die sich mit anzüglichen Internetvideos über Wasser hält.

Schwungvolle Balkan Beats

Für wilde Partys ist es in Corona-Zeiten noch zu früh. Ganz ohne Dancefloor soll goEast dieses Jahr nicht bleiben und taucht mit dem Dokumentarfilm HERE WE MOVE, HERE WE GROOVE (Niederlande 2020) von Sergej Kreso als Party-Ersatz in die rhythmischen Balkan Beats von DJ Robert Šoko ein, der seit den frühen 1990ern westliche Musikeinflüsse mit elektronischer Balkanmusik vermischt. Der Film steht für ein Europa als Schmelztiegel der Kulturen und folgt Šoko auf seinen eigenen Spuren als jugoslawischer Flüchtling auf einer Reise aus Berlin zurück zu seinen Wurzeln, wo heute Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan den gleichen Traum wie er einst verfolgen. Dabei sammelt der DJ neue musikalische Einflüsse, die er in seine Balkan Beats verwebt.

Masterclass Experimentalfilm mit Péter Lichter und Márió  Z. Nemes

Das Hungarofuturistische Manifest war im Jahr 2017 eine Reaktion auf Einschränkungen der Pressefreiheit, den Angriff auf die Wissenschaft und zivile Initiativen unter der ungarischen FIDESZ-Regierung mit Viktor Orbán an der Spitze. Ein aktiver Teil der an den Afrofuturismus angelehnten Künstler:innen-Bewegung ist der Dichter Márió Z. Nemes, dessen Werk Barokk Femina als Vorlage für den gleichnamigen Experimentalfilm von Péter Lichter dient. BAROKK FEMINA (Ungarn 2020) läuft in der Sektion BIOSKOP bei goEast. Im Rahmen der Masterclass sprechen Lichter und Nemes über ihre Zusammenarbeit, das unabhängige Filmemachen in Ungarn und die vielschichtige dadaistische Herangehensweise für den Film, der sich aus Archivmaterial, Nachrichtenbildern, Hollywoodkino und Videospielen zusammensetzt.

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films wird vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstaltet und von zahlreichen Partnern unterstützt. Hauptförderer sind die HessenFilm und Medien GmbH, die Landeshauptstadt Wiesbaden, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die BHF BANK Stiftung, die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege, Renovabis und der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds. Medienpartner sind u.a. 3sat, Deutschlandfunk Kultur und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Das komplette Programm für die 21. Ausgabe von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films wird Ende März veröffentlicht.

Weitere Infos GoEast
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.
Friedrichstraße 32
65185 Wiesbaden
Tel: 0611 23 68 43-16
Fax: 0611 23 68 43-49

Filmkultur online: Digitale Angebote des DFF

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Das DFF bietet mit Filmkultur online weiterhin zahlreiche Möglichkeiten, die Zeit des zweiten Lockdowns digital zu überbrücken. Der wöchentliche Newsletter informiert über die digitalen Angebote und spannende, zusätzliche Inhalte, die auf der Website und in den sozialen Medien verfügbar sind.

Filmkultur online
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41-
60596 Frankfurt am Main
www.dff.film

Filmbezogener Nachlass von Thomas Elsaesser geht ans Deutsche Filmmuseum Frankfurt (DFF)

Thomas Elsaesser Foto:  Vera de Kok
Thomas Elsaesser Foto: Vera de Kok

Vor einem Jahr, am 4. Dezember 2019, starb überraschend der international renommierte Filmwissenschaftler Thomas Elsaesser. Sein Tod schockierte die Mitarbeiter:innen des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum auch deshalb, weil der damals 76-Jährige wenige Tage zuvor das Archiv- und Studienzentrum des DFF in Frankfurt am Main gemeinsam mit der Martin-Elsaesser-Stiftung besucht hatte, um den Verbleib seines Arbeitsarchivs zu besprechen. Er fasste dabei den Entschluss, seinen Vor- bzw. Nachlass der Frankfurter Filmerbe-Institution anzuvertrauen, die zusammen mit zwei weiteren die Funktion einer deutschen Kinemathek innehat.

Diesem Wunsch des Verstorbenen haben die Erbin, Silvia Vega-Llona, sowie die testamentarisch Begünstigte, die Martin-Elsaesser-Stiftung, entsprochen und den filmbezogenen Nachlass per Schenkung an das DFF übertragen. Im November trafen die letzten der insgesamt rund 350 Transportboxen im Archiv des DFF ein. Sie enthalten die Arbeitsbibliothek Thomas Elsaessers, Manuskripte zu Monographien, Aufsätzen und Vorträgen, Unterlagen zur Gründung filmwissenschaftlicher Studiengänge und zu Elsaessers Lehrtätigkeit in Amsterdam, New York und an zahlreichen weiteren Universitäten, Korrespondenz mit Bezug zur internationalen Filmwissenschaft, VHS-Kassetten und digitales Material mit filmhistorischen Programmen sowie Interviews und vieles mehr. Das DFF hat jetzt begonnen, diesen filmhistorischenSchatz zu erschließen, der die ersten 50 Jahre der Entstehung einer kritischen Filmwissenschaft abdeckt.

„Wir freuen uns, dass der filmwissenschaftliche Nachlass jetzt beim DFF angekommen ist und dort als Sammlung für die wissenschaftliche Forschung und eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll“, so der Vorstand der in Frankfurt am Main ansässigen Martin-Elsaesser-Stiftung (www.martin-elsaesser-stiftung.de), welche die Schenkung an das DFF vollzogen hat.

„Thomas Elsaesser war ein Leuchtturm der internationalen Filmwissenschaft, der die Bedeutung des Archivs für die produktive Auseinandersetzung mit dem filmischen Erbe klar erkannte und durch seine Arbeit hochhielt. Generationen von Wissenschaftler:innen unseres Faches wurden von ihm geprägt. Es ist uns eine Ehre, Thomas Elsaessers eindrucksvolles Archiv dauerhaft zu bewahren und seine Ideen lebendig zu halten“, so Ellen Harrington, Direktorin des DFF.

„Der Bestand soll zum Grundstein werden für einen künftigen Sammlungsschwerpunkt des DFF zur Geschichte und Entwicklung filmwissenschaftlicher Forschung und Lehre in Frankfurt am Main, Deutschland sowie international“, führt die Direktorin weiter aus. In Zusammenarbeit mit Thomas Elsaessers Frau Silvia Vega-Llona, der Martin-Elsaesser-Stiftung sowie den Universitäten in Frankfurt am Main und Marburg werden Forschungsprojekte, Symposien und Veranstaltungsformate konzipiert, welche den filmwissenschaftlichen Nachlass Thomas Elsaessers erschließen, vermitteln und sein intellektuelles Erbe weitertragen werden.

Dr. Silvia Vega-Llona, Associate Teaching Professor für Kultur- und Medienwissenschaft an der The New School University in New York, berichtet: „Im November 2019 rief mich Thomas aus Frankfurt an und teilte mir mit, dass er das DFF zur zukünftigen Heimat seiner Arbeitspapiere machen wolle. Ich teilte seinen Enthusiasmus, die Einrichtung einer Thomas Elsaesser Research Collection am DFF zu erwägen. Nach Thomas‘ plötzlichem Tod galt es, den Transfer seines filmbezogenen Nachlasses nach Frankfurt am Main zu organisieren. Dass der Transport erfolgreich gelang, lag nicht allein daran, dass Thomas über diesen Plan im Vorfeld mit mir und der Stiftung gesprochen hatte, sondern auch an der Professionalität und Weitsicht von Ellen Harrington und ihrem Team am DFF. Ich werde ihnen stets zutiefst dankbar sein.“

Thomas Elsaesser, 1943 in Berlin geboren, gehört zu den „Gründerfiguren der Filmwissenschaft“ (Vinzenz Hediger). Er prägte und etablierte das Fach durch seine Forschung und Veröffentlichungen zum frühen Film, zum Film der Weimarer Republik, zum klassischen Hollywood-Kino und zu herausragenden Filmschaffenden insbesondere der deutschen Filmgeschichte wie Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge und Harun Farocki. Seine Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Viele seiner Schriften, über Fassbinder oder den Neuen Deutschen Film, zeigen, dass sein Nachlass im Archiv- und Studienzentrum des DFF passgenau untergebracht ist. Hier liegen seine Materialien in direkter Nachbarschaft zu den Produktionsunterlagen vieler der von ihm analysierten Filmschaffenden – eine befruchtende Umgebung für künftige Forschung.

Thomas Elsaesser war ein engagierter Vermittler seines Wissens und seines Zugangs zu Filmgeschichte und Filmtheorie an Studierende an Universitäten in Europa (Amsterdam, Cambridge, Wien, Berlin, u.a.), Nordamerika (Columbia University, New York University, Yale, u.a.) und weltweit. 1976 war er Mitbegründer eines der ersten eigenständigen Film-Studiengänge an der University of East Anglia in Großbritannien, der die Möglichkeit zum Bachelor-, Master- und Promotionsstudium gab. Seit den 1990er Jahren baute er an der Universität Amsterdam sukzessive eines der größten film- und medienwissenschaftlichen Institute in Europa auf. Elsaessers herausragende akademische Arbeit wurde ebenso wie seine Veröffentlichungen vielfach mit Preisen ausgezeichnet.

Seine letzte Vortragsreise führte ihn nach Peking, wo er am 4. Dezember 2019 völlig überraschend starb.

Mit Frankfurt am Main verband Thomas Elsaesser seine Familiengeschichte und sein Einsatz für den Erhalt des Werks seines Großvaters, des Architekten Martin Elsaesser, der zusammen mit Ernst May das Neue Frankfurt der 1920er Jahre prägte. Thomas Elsaesser initiierte zusammen mit seiner Schwester Regine und seinem Frankfurter Vetter Konrad Elsässer die Gründung der Martin Elsaesser Stiftung und engagierte sich bis zu seinem Tod als deren Vorsitzender. Er war außerdem der Autor und Regisseur von DIE SONNENINSEL, einem dokumentarischen Essayfilm über seinen Großvater Großvater und über die Bedeutung der Frankfurter Großmarkthalle, die heute zum Sitz der Europäischen Zentralbank gehört.

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films kürt den letzten Gewinner seiner 20. Ausgabe // ZANA erhält Publikumspreis

8076_6_ondemand-(1)Der 16 Filme umfassende Wettbewerb von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films, das vom 5. bis 11. Mai stattfand, wurde coronabedingt auf November geschoben. Dank des Engagements des Festivalteams sowie der Unterstützung von Sponsoren und Förderern konnte die 20. Ausgabe von goEast über den eigentlichen Festivalzeitraum hinaus stattfinden. Auch die Präsentation des Eröffnungsfilms SERVANTS / SLUŽOBNÍCI (Regie: Ivan Ostrochovský) wurde auf November verschoben. Als Zeichen der Solidarität hatte das 33. exground filmfest die Sektion in vollem Umfang adoptiert. Aufgrund der weiterhin bestehenden Reisebeschränkungen und Veranstaltungsverbote konnten die Filme jedoch nur online gezeigt werden, begleitet von voraufgezeichneten Filmgesprächen mit den Filmschaffenden. Das Publikum konnte online über seinen Favoriten abstimmen.

Den goEast Publikumspreis gewann Antoneta Kastrati mit ihrem Film ZANA (Kosovo, Albanien 2019). In ihrem persönlichen Film verknüpft die Filmemacherin Traumata des Kosovokrieges mit der intimen Geschichte ihrer Protagonistin. In visuell überzeugender Weise gelingt Antoneta Kastrati ein Film über das Fortwirken der Geschichte im gegenwärtigen Kosovo als auch eine nachwirkende Emanzipationsgeschichte ihrer Protagonistin, einprägsam verkörpert von Adriana Matoshi.

Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden nahm den Preis stellvertretend entgegen und sprach seinen Dank an die Teams beider Festivals aus: „Es ist wunderbar zu sehen, dass die tollen Festivals in unserer Stadt sich nicht als Konkurrenz sondern als Partner und Ergänzung im Bemühen um eine großartige und besondere Filmkultur in Wiesbaden sehen. Für diesen Teamgeist danke ich allen Beteiligten“. Die Trophäe, die Silberne Lilie, wurde von Silberschmied Joachim Harbut gestaltet. Der goEast Publikumspreis, der zum ersten Mal verliehen wird, ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro dotiert.

Festivalleiterin Heleen Gerritsen freut sich über die Möglichkeit der Vergabe des Preises in diesem besonderem Jubiläumsjahrgang: „Im Mai haben wir alle goEast-Preise solidarisch zwischen den Teilnehmer/innen des Wettbewerbs aufgeteilt – die Hauptpreise wurden somit nur symbolisch vergeben. Davon ausgenommen war der aus Crowdfunding finanzierte Publikumspreis. Ich hatte sehr darauf gehofft, den Preis bei exground persönlich überreichen zu können, aber in diesem Jahr ohne Kino, ohne Partys und ohne Gäste, freut man sich dennoch über jede Unterstützung, die man den Filmschaffenden in Mittel- und Osteuropa geben kann, die zum Teil härter mit der Pandemie zu kämpfen haben als wir hier.“

Der Publikumspreis wurde ermöglich durch eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, die von „kulturMut“ – die Crowdfunding-Plattform von Aventis Foundation und Kulturfonds Frankfurt RheinMain ausgezeichnet wurde.

Sollte es bis dahin möglich sein, plant exground filmfest, das Programm zwischen dem 11. und 20. Dezember 2020 nachträglich in den Wiesbadener Kinos zu präsentieren, einschließlich des goEast Wettbewerbs.

Die Hauptpreise der Jury wurden bereits während der goEast-Festivalwoche im Mai online verliehen, wobei das Preisgeld unter den Filmschaffenden der Wettbewerbssektionen solidarisch aufgeteilt wurde.

Die 21. Ausgabe von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films wird vom 20.- 26. April 2021 stattfinden.

Alle Preisträger/innen des 20. goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films:

Goldene Lilie für den Besten Film

ROUNDS / V KRAG, Bulgarien, Serbien, Frankreich 2019, Regie: Stephan Komandarev
Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Beste Regie

NOVA LITUANIA, Litauen 2019, Regie: Karolis Kaupinis

Preis des Auswärtigen Amtes für Kulturelle Vielfalt

IMMORTAL / SUREMATU, Estland, Lettland 2019, Regie: Ksenia Okhapkina

Lobende Erwähnung

IVANA THE TERRIBLE / IVANA CEA GROAZNICĂ, Rumänien, Serbien 2019, Regie: Ivana Mladenović

Publikumspreis

ZANA, Kosovo, Albanien 2019, Regie: Antoneta Kastrati

Preis der Internationalen Filmkritik

FIPRESCI (Spielfilm) ROUNDS / V KRAG, Bulgarien, Serbien, Frankreich 2019, Regie: Stephan Komandarev

Preis der Internationalen Filmkritik

FIPRESCI (Dokumentarfilm) STATE FUNERAL / PROSHANIE SO STALINYM, Niederlande, Litauen 2019, Regie: Sergei Loznitsa Open

Frame Award

WHISPERS, Polen 2019, Regie: Jacek Nagłowski, Patryk Jordanowicz

Open Frame Award – Lobende Erwähnung

BABYN YAR. VIRTUAL MEMORY, Ukraine 2020, Regie: Alona Stulii

RheinMain Kurzfilmpreis

IN BETWEEN / NË MES, Kosovo 2019, Regie: Samir Karahoda

RheinMain Kurzfilmpreis – Lobende Erwähnung

VIRAGO, Estland 2019, Regie: Kerli Kirch Schneider Renovabis

Recherchestipendium für Dokumentarfilmprojekte mit Menschenrechtsschwerpunkt

HOME IS WHERE THE FILMS ARE, Kosovo, Regie: More Raça goEast Development Award SHUT THE FUCK UP!, Ukraine, Regie: Taisiia Kutuzova

Alle Details und weitere Informationen

The Sound of Disney. 1928–1967 – Kino- und Begleitprogramm im Oktober im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

logo-sound-of-desney2Vortrag und Film: THE LITTLE MERMAID
Trickfilmmusicals von Disney – Zur Analyse von Musical-Konventionen in Hinsicht auf Dramaturgie, Figurenkonstellation und Songs
Freitag, 9. Oktober 2020, 17:30 Uhr

Live-Konzert mit Lesung: The Disney Song Encyclopedia
Samstag, 24. Oktober 2020, 17:00 Uhr

Disney Filmprogramm im Kino des DFF
Sonntag, 4. Oktober, bis Sonntag, 25. Oktober 2020

Das komplette Begleitprogramm zur Ausstellung findet sich hier.
Der Ausstellungs-Flyer kann hier gelesen werden.