Kategorie-Archiv: Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Theater des Landes setzen Spielbetrieb bis Ende Januar pandemiebedingt aus

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Foto Diether v. Goddenthow
Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Foto Diether v. Goddenthow

Wiesbaden. Die drei hessischen Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden, das Hessische Landestheater Marburg und das Stadttheater Gießen setzen ihren Spielbetrieb pandemiebedingt bis zum 31. Januar 2021 aus. Das haben die Intendanzen der fünf Bühnen gemeinsam mit Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn vereinbart.

„Wir haben uns damit gemeinsam auf eine einheitliche Schließzeit verständigt, die über die Frist der derzeit geltenden Verordnung hinausgeht“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Für die Theater ist eine solche längerfristige Perspektive unabdingbar, um den künstlerischen Betrieb sinnvoll und wirtschaftlich planen zu können.“ Es bleibe weiterhin wichtig, flexibel auf das dynamische Pandemiegeschehen zu reagieren und kurzfristig zu entscheiden, ob Verordnungen angepasst werden müssen. „Kulturbetriebe, die einen langen Vorlauf benötigen, stellt das aber vor zu große Herausforderungen“, erläutert Dorn.

Der Probenbetrieb soll im Ermessen der Intendanzen unter Einhaltung der verbindlichen Hygieneregeln weiterlaufen. Außerdem wurde gemeinsam vereinbart, Angebote im Bereich des Schultheaters bereits im Laufe des Januars wiederaufzunehmen, sollte das jeweils regionale Infektionsgeschehen dies möglich machen. Kunstministerin Angela Dorn und die Intendanzen der fünf Bühnen wollen sich Mitte Januar zum weiteren Vorgehen auf der Basis der dann aktuellen Entwicklungen verständigen.

„Kultur ist ein unersetzlicher Teil einer lebendigen demokratischen Gesellschaft. Es ist schmerzhaft, dass sie jetzt einen großen Anteil an der Last der Einschränkungen trägt“, so Ministerin Dorn. „Ich hoffe sehr, dass es uns das Pandemiegeschehen schon bald wieder erlaubt, gemeinsam Theateraufführungen und Konzerte erleben zu können.“

Schauspielensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden beteiligt sich am »Aktionstag Theater und Orchester« am 30. November

Die im Deutschen Bühnenverein organisierten Theater und Orchester initiieren am Montag, den 30. November 2020 einen gemeinsamen »Aktionstag der Theater und Orchester«. Der Aktionstag soll ab 12 Uhr mittags mit vor Ort je unterschiedlichen künstlerischen (Abstands-)Aktionen, digitalen Aktivitäten und Kampagnen die Bedeutung von Kultur sowie Theatern und Orchestern für den sozialen Zusammenhalt, die gesellschaftliche Orientierung und die individuelle Sinnstiftung betonen. Dazu gehört auch die Solidarität mit anderen Institutionen des öffentlichen Lebens, Kultureinrichtungen und freischaffenden Künstler*innen und mit all denen, die durch die Situation existentiell bedroht sind.

Das Schauspielensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden beteiligt sich ebenfalls an dieser Aktion: Schauspieler Lukas Schrenk wird sämtliche Aufnahmen der »NICHT-Inspizienten-Einrufe«, eine Social-Media-Kampagne in Anlehnung an die Aktionen des Bündnisses »Alarmstufe Rot«, für einen Videobeitrag verarbeiten.

Videoclips mit Eindrücken von den Aktionen der einzelnen Häuser, die beim »Aktionstag der Theater und Orchester« mitmachen, werden auf der eigens eingerichteten Seite https://www.aktionstag.spectyou.com gezeigt.

In dieser gesellschaftlich so herausfordernden Zeit möchten die Theater und Orchester trotz ihrer fortdauernden Schließung aufgrund des weiterhin beunruhigenden Infektionsgeschehens ein Zeichen von Zuversicht, künstlerischer Energie und Verbundenheit zu ihrem Publikum in die Kommunen senden. In den Theatern und Orchestern wird weiterhin optimistisch und mit der bisher gezeigten Flexibilität und dem ihnen eigenen Verantwortungsbewusstsein auf eine baldige Wiederöffnung hingearbeitet, Produktionen werden geprobt und warten auf ihre Premieren. »Wir sind da« – trotz des Lockdowns!

Der Vorstand der Intendant*innengruppe im Deutschen Bühnenverein dazu: »Theater und Orchester sind offene Diskursräume unserer demokratischen Gesellschaft und eine Einladung, das Verbindende zu suchen und der Polarisierung entgegen zu wirken. Über die Kunst verständigen wir uns darüber, wie wir zusammenleben wollen, üben uns in Empathie und Mut, ermöglichen Teilhabe. Wenn sich die Theater und Orchester zurzeit auch nicht als Orte des Zusammenkommens zur Verfügung stellen können, so möchten sie dennoch einen Impuls von Lebendigkeit geben und ihrem Glauben an die künstlerische Utopie Ausdruck verleihen. Sobald es wieder möglich ist, stehen sie für die künstlerische Aufarbeitung unserer gesellschaftlichen Krise zur Verfügung.«

Hessisches Staatstheater Wiesbaden schließt Spielbetrieb bis zum 31.Dezember 2020

Hessisches Staatstheater © Foto Diether v. Goddenthow
Hessisches Staatstheater © Foto Diether v. Goddenthow

Aufgrund der von der Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit der Bundesregierung beschlossenen Corona-Maßnahmen, wonach Veranstaltungen in Theatern untersagt werden, muss das Hessische Staatstheater Wiesbaden den gesamten Spielbetrieb in allen Spielstätten vom 1. bis 31. Dezember 2020 einstellen.

Die Weihnachtsangebote des JUST in Schulen und Kindergärten können stattfinden, wenn die jeweilige Institution über eine Genehmigung verfügt.

Folgende Vorstellungen müssen u.a. leider entfallen und werden verschoben: die Premieren der Schauspiele »Doktors Dilemma« und »König Lear«, des Balletts »Horizonte«, der Operette »Der Zigeunerbaron«, der JUST-Weihnachtsstücke »MärchenMärchen« und »Peter Pan« sowie das JUST-Schauspiel »Woyzeck«. Außerdem die Wiederaufnahmen der Schauspiele »Schöne Bescherungen« und »Der zerbrochne Krug« sowie die JUST-Schauspiele »Katers Kuchen« und »Michael Kohlhaas«.

Alle Vorstellungen der Oper »Hänsel und Gretel«, des Musicals »Jesus Christ Superstar« und des Balletts »Der Nussknacker« müssen leider abgesagt werden.

Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten

Alle Karten der abgesagten Vorstellungen werden automatisch storniert, wenn Zuschauer*innen ihre Kontodaten hinterlegt haben. Der Betrag wird auf die hinterlegte Bankverbindung erstattet. Für die Stornierung müssen Karteninhaber*innen nicht eigens an die Theaterkasse kommen.

Alle Besucher*innen, deren Kontodaten nicht hinterlegt sind, oder die per Kreditkarte bzw. PayPal gekauft haben, wenden sich bitte an die Theaterkasse. Das geht vor Ort oder telefonisch unter Vorlage des Tickets bzw. Nennung der Auftragsnummer, damit die Eintrittskarten rückerstattet werden können. Karteninhaber*innen müssen sich auch nicht sofort melden und werden gebeten, sich immer an die Verkaufsstelle zu wenden, bei der die Karten erworben wurden.

Wenn als Gruppe gebucht wurde, ist das Gruppenbüro zuständig und telefonisch unter 0611.132 300 oder per E-Mail an gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de zu erreichen.

Abonnent*innen erhalten automatisch eine Rücküberweisung der ausgefallenen Vorstellung, wenn die Kontodaten hinterlegt sind. Wenn stattdessen ein Umtauschschein gewünscht ist, wird gebeten, sich an das Abonnementbüro zu wenden. Abonnent*innen erreichen bei Fragen das Abonnementbüro telefonisch unter 0611.132 340 oder per E-Mail an abonnement@staatstheater-wiesbaden.de.

Offener Brief aus dem Schauspielensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

© Archivbild: Diether v. Goddenthow
© Archivbild: Diether v. Goddenthow

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Volker Bouffier,
sehr geehrte Frau Staatsministerin Angela Dorn,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende,
sehr geehrter Herr Kulturdezernent Axel Imholz,

wir, Mitglieder des Schauspielensembles des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, möchten uns angesichts der neuen Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit diesem Offenen Brief an Sie wenden und darum bitten, uns, den Schauspieler*innen, die wir Ihnen ein sehr genaues Bild unserer Situation am Theater zeichnen können, zuzuhören und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Wir nehmen die aktuelle Lage der Pandemie sehr ernst und können nachvollziehen, dass die rasant ansteigenden Infektionszahlen drastische Maßnahmen erfordern.
Die bundesweite Schließung aller Theater jedoch halten wir für unverhältnismäßig und ineffektiv. Wir bitten Sie inständig, diesen wichtigen öffentlichen Raum nicht aufzugeben! Wir sind nicht einfach »nur« Freizeitgestaltung, sondern ein Ort des demokratischen Austauschs, der Einübung von Empathie und des Diskurses – mit konkretem Bildungsauftrag. Zudem haben Musik und Literatur sogar – anders als die aktuellen Beschlüsse nahelegen – gesundheitsfördernde Effekte!

Die Konsequenzen dieser Theaterschließungen werden sich in den kommenden Monaten und Jahren deutlich bemerkbar machen. Der enorme wirtschaftliche Schaden, der durch die Einnahmeausfälle entsteht – und bereits entstanden ist –, lässt uns und eine gesamte Branche in eine ungewisse Zukunft blicken. Wie wird unsere weltweit einzigartige staatlich subventionierte Theaterlandschaft langfristig aus dieser Krise hervorgehen? Mit großer Sorge blicken wir auch auf die Situation unserer freischaffenden Kolleg*innen, die freien Bühnen und Privattheater – denn die Bedrohung ist real. Die gesamte Veranstaltungsbranche, die die kulturelle Vielfalt ausmacht und unser gesellschaftliches Zusammenleben wesentlich prägt, beginnt sich aufzulösen. Sie müssen sich das vorstellen wie in Michael Endes »Die unendliche Geschichte«: Das Nichts kommt und verschluckt alles Gute und Schöne auf der Welt. Und am Ende ist es dunkel.

Aber dagegen kann und MUSS man etwas tun: Ein sich öffnender Vorhang ist ein probates Mittel, um Licht in die Herzen der Menschen zu bringen.

Es war uns eine unbeschreibliche Freude, unser Publikum nach dem ersten Lockdown wieder begrüßen zu können. Die Nachfrage auf das stark verringerte Kartenkontingent war groß und uns kam eine besonders intensive Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Dankbarkeit aus dem Zuschauerraum entgegen. Wenn Sie in den letzten Monaten eine unserer Vorstellungen besucht haben, haben Sie diese besondere Stimmung sicher erfahren können.

Wir glauben also fest daran, dass nicht nur wir, sondern auch unser Publikum, das Theater sowie alle anderen kulturellen Einrichtungen aktuell mehr denn je braucht. Auf einen düsteren Pandemie-Winter zusteuernd sehen wir hier sowohl ein großes Potential als auch einen Auftrag: In all der Verunsicherung und Vereinsamung können Kunst und Kultur Lichtblicke und Hoffnung, Ablenkung und Unterhaltung, Austausch und Auseinandersetzung, sowie das Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit schaffen. Wir wünschen uns sehr, dieser für unsere Gesellschaft wichtigen Aufgabe weiterhin nachkommen zu dürfen.

Umfangreich ausgearbeitete Hygienekonzepte dafür liegen bekanntermaßen vor und wurden in den letzten Monaten erfolgreich angewandt. Wir appellieren an Sie, die Theater und alle anderen öffentlichen Kultureinrichtungen ab dem 1. Dezember wieder zu öffnen! Wir hoffen auf einen konstruktiven Austausch mit Ihnen darüber, wie es sowohl kurz- als auch langfristig für das Theater in Pandemiezeiten weitergehen kann, und laden Sie hiermit zu einem Gespräch in unser Haus ein.

Mit freundlichen Grüßen,
Paul Simon, Tobias Lutze, Lukas Schrenk, Sophie Pompe, Maria Wördemann, Klara Wördemann, Lena Hilsdorf, Lina Habicht, Linus Schütz, Christina Tzatzaraki, Christian Klischat, Evelyn Faber, Mira Benser, Felix Strüven, Martin Plass, Tom Gerber, Christoph Kohlbacher, Sibylle Weiser, Michael Birnbaum, Elke Opitz, Karoline Reinke, Uwe Kraus, Matze Vogel

(Mitglieder des Schauspielensembles am Hessischen Staatstheater Wiesbaden)

Hessisches Staatstheater Wiesbaden: Vorstellungsausfälle am kommenden Wochenende bedingt durch Coronafälle im technischen Bereich

Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow
Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow

Aufgrund von vier bestätigten Coronafällen unter den Mitarbeitern der technischen Abteilungen müssen leider am kommenden Wochenende die Vorstellungen im Großen Haus entfallen. Das betrifft die Oper »Lady Macbeth von Mzensk« am 10.10. und die Wiederaufnahme des Musicals »Jesus Christ Superstar« am 11.10.2020.

Nachdem zunächst zwei der technischen Mitarbeiter von deren Hausärzten unabhängig voneinander positiv auf Covid-19 getestet wurden – beide haben sich offenbar im privaten Umfeld angesteckt – hat das Hessische Staatstheater Wiesbaden umgehend, den Anweisungen der Behörden folgend, alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um Infektionsketten nachverfolgen zu können. Zur Sicherheit wurden sämtliche Kontaktpersonen aus der Technik, Beleuchtung, Ton, Requisite und Dekoration vorsorglich getestet. Bis auf zwei fielen alle Tests bisher negativ aus. Aus Sicherheitsgründen haben die Gesundheitsämter in Wiesbaden und Mainz eine große Anzahl von Mitarbeitern trotzdem in häusliche Quarantäne gestellt.

Der dadurch verursachte Personalmangel zwingt das Hessische Staatstheater Wiesbaden leider dazu, die oben genannten Vorstellungen kurzfristig abzusagen.

»Wir folgen selbstverständlich allen Anweisungen der Gesundheitsämter und können der Anweisung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, unbedingt zu spielen, auch an diesem Wochenende nicht vollständig nachkommen. Die Gesundheit geht vor. Wir bitten alle Zuschauer um Verständnis, wir arbeiten mit allen Kräften daran, sobald als möglich wieder voll spielfähig zu sein«, unterstreicht Intendant Uwe Eric Laufenberg.

Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten

Alle Karten der abgesagten Vorstellungen werden automatisch storniert, wenn Zuschauer*innen ihre Kontodaten hinterlegt haben. Der Betrag wird auf die hinterlegte Bankverbindung erstattet. Für die Stornierung müssen Karteninhaber*innen nicht eigens an die Theaterkasse kommen.

Alle Besucher*innen, deren Kontodaten nicht hinterlegt sind, oder die per Kreditkarte bzw. PayPal gekauft haben, wenden sich bitte an die Theaterkasse. Das geht vor Ort oder telefonisch unter Vorlage des Tickets bzw. Nennung der Auftragsnummer, damit die Eintrittskarten rückerstattet werden können. Karteninhaber*innen müssen sich auch nicht sofort melden und werden gebeten, sich immer an die Verkaufsstelle zu wenden, bei der die Karten erworben wurden.

Wenn als Gruppe gebucht wurde, ist das Gruppenbüro zuständig und telefonisch unter 0611.132 300 oder per E-Mail an gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de zu erreichen.

Abonnent*innen erhalten automatisch eine Rücküberweisung der ausgefallenen Vorstellung, wenn die Kontodaten hinterlegt sind. Wenn stattdessen ein Umtauschschein gewünscht ist, wird gebeten, sich an das Abonnementbüro zu wenden. Abonnent*innen erreichen bei Fragen das Abonnementbüro telefonisch unter 0611.132 340 oder per E-Mail an abonnement@staatstheater-wiesbaden.de.
Unverändert finden folgende Veranstaltungen am Wochenende  statt:

Samstag, 10. Oktober, 10 Uhr, Bühneneingang Offenes Ballett-Training »Antanzen«
Samstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, Kleines Haus Musical »Frankenstein Junior«
Sonntag, 11. Oktober, 11 Uhr, Foyer Konzert »Bach-Matinée I«
Sonntag, 11. Oktober, 15 Uhr, Studio Junge Oper »Das verschwundene Lied«
Sonntag, 11. Oktober, 16 Uhr, Kleines Haus Schauspiel »Szenen einer Ehe«
Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr, Wartburg Junges Schauspiel »W183 – Inside Westend«

Neues Familien-Vorweihnachtsprogramm im Hessischen Staatstheater Wiesbaden – „Kleiner König Kalle Wirsch“ entfällt

Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow
Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow

Vorstellungsausfall des Weihnachtsstücks »Kleiner König Kalle Wirsch« | Ersatzprogramm zu Weihnachten

Das diesjährige Weihnachtsstück »Kleiner König Kalle Wirsch« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden muss leider abgesagt werden. Es wird in der nächsten Spielzeit als Weihnachtsproduktion zu erleben sein.

Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen ist der verhältnismäßig große technische Aufwand in diesem Jahr personell nicht zu leisten, während gleichzeitig im Saal des Großen Hauses mit maximal 298 Zuschauern noch nicht einmal ein Drittel der gewohnten Auslastung erreicht werden kann.

Beide Gegebenheiten sorgen für Rahmenbedingungen, die für das Hessische Staatstheater Wiesbaden so nicht zu erfüllen sind.

Die konsequente Einhaltung des in Hessen gültigen Mindestabstands von 1,50 Metern bedingt, dass gemäß dem aktuellen Hygienekonzept des Theaters Schulklassen nicht sinnvoll platziert werden können.

Infolge der Restriktionen auch für Schulausflüge sind außerdem bereits zahlreiche Schulreservierungen wieder zurückgezogen worden.

Alternativprogramm in diesem Jahr:

Als Ersatzprogramm wird es zwei mobile Weihnachtsstücke für die Wartburg, das Studio und für Klassenzimmer geben. Unter dem Titel »JUST-Weihnachten« erarbeiten u.a. die Mitwirkenden von »Kleiner König Kalle Wirsch« das alternative Weihnachtsprogramm. Die Termine sowie der Vorverkaufstermin werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

In der Vorweihnachtszeit sind am Hessischen Staatstheater Wiesbaden für Kinder und Familien außerdem folgende Produktionen zu erleben:

Do, 03. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Märchenoper »Hänsel und Gretel«
Sa, 05. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Märchenoper »Hänsel und Gretel«
So, 06. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Oper » La Bohème« (für Familien geeignet)
Fr, 11. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Märchenoper »Hänsel und Gretel«
Di, 15. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Oper » La Bohème« (für Familien geeignet)
Do, 17. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Märchenoper »Hänsel und Gretel«
Fr, 18. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Ballett »Der Nussknacker«
So, 20. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Oper » La Bohème« (für Familien geeignet)
Mi, 30. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Ballett »Der Nussknacker«
Do, 31. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus Märchenoper »Hänsel und Gretel«

Infos
Theaterkasse:
Telefonisch Montag bis Freitag von 10 – 19.30 Uhr, Samstag von 10 – 14 Uhr Sonntag & Feiertag von 11 – 13 Uhr unter der 0611.132 325
Per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de

Abonnement-Büro:
Telefonisch Montag, Mittwoch und Freitag von 10 – 18 Uhr, Dienstag und
Donnerstag von 10 – 19 Uhr und Samstag 10– 14 Uhr unter der 0611.132 340
Per E-Mail unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de

Gruppenbüro:
Telefonisch Montag bis Donnerstag von 9 – 16 Uhr sowie Freitag von 9 – 15 Uhr
unter der 0611.132 300
Per E-Mail unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden muss Spielbetrieb vorübergehend bis 27.09. einstellen

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden muss kurzfristig den Spielbetrieb einstellen, weil das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Durchführung der Vorstellungen nach Maßgabe des durch das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden genehmigten Hygienekonzepts für das Hessische Staatstheater Wiesbaden untersagt hat.

Betroffen davon sind alle Aufführungen vom 25. bis einschließlich 27. September: »Die Hochzeit des Figaro«, »Frankenstein Junior« (25. & 26.9.), das Kammerkonzert »Die Prinzessin auf der Erbse«, »Der Barbier von Sevilla« und »Szenen einer Ehe«. Auch der Vorverkaufsstart für das diesjährige Weihnachtsstück »Kleiner König Kalle Wirsch«, der eigentlich für Samstag, den 26. September, um 10 Uhr vorgesehen war, muss ausgesetzt werden.

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden arbeitet zeitnah an einer Lösung, um auch die anstehende Opern-Premiere von Dmitri Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« am 2. Oktober 2020 durchführen zu können.

Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten

Alle Karten der abgesagten Vorstellungen werden automatisch storniert, wenn Zuschauer*innen ihre Kontodaten hinterlegt haben. Der Betrag wird auf die hinterlegte Bankverbindung erstattet. Für die Stornierung müssen Karteninhaber*innen nicht eigens an die Theaterkasse kommen.

Alle Besucher*innen, deren Kontodaten nicht hinterlegt sind, oder die per Kreditkarte bzw. PayPal gekauft haben, wenden sich bitte an die Theaterkasse. Das geht vor Ort oder telefonisch unter Vorlage des Tickets bzw. Nennung der Auftragsnummer, damit die Eintrittskarten rückerstattet werden können. Karteninhaber*innen müssen sich auch nicht sofort melden und werden gebeten, sich immer an die Verkaufsstelle zu wenden, bei der die Karten erworben wurden.

Wenn als Gruppe gebucht wurde, ist das Gruppenbüro zuständig und telefonisch unter 0611.132 300 oder per E-Mail an gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de zu erreichen.

Abonnent*innen erhalten automatisch eine Rücküberweisung der ausgefallenen Vorstellung, wenn die Kontodaten hinterlegt sind. Wenn stattdessen ein Umtauschschein gewünscht ist, wird gebeten, sich an das Abonnementbüro zu wenden. Abonnent*innen erreichen bei Fragen das Abonnementbüro telefonisch unter 0611.132 340 oder per E-Mail an abonnement@staatstheater-wiesbaden.de.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden mit Maifestspiel-Specials im I. Ersatzprogramm vom 18. Mai bis 6. Juni 2020

Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow
Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch das Hessische Staatstheater Wiesbaden versucht anlässlich der vom Land Hessen verfügten Lockerungen vom 7. Mai mit einem ersten Ersatzprogramm vom 18. Mai bis 6.Juni 2020 unter entsprechenden hygienischen Sicherheitsmaßnahmen einen schrittweisen Wiedereinstieg in den normalen Theaterbetrieb.

Dabei bietet das Haus in seinem ersten Ersatzprogramm einige Specials aus dem Spielplan der den Corona-Maßnahmen zum Opfer gefallenen Internationalen Maifestspielen 2020 an. Darunter sind beispielsweise musikalische Abende mit Günther Groissböck, Michael Volle, Gabriela Scherer, Andreas Schager, Klaus Florian Vogt, René Pape und weiteren Sänger*innen, die sich freuen in Wiesbaden wieder aufzutreten. Des Weiteren stehen eine Lesung von Jens Harzer, Ausschnitte der Opern »Tristan und Isolde«, »Carmen« sowie »Der Rosenkavalier« auf dem Programm und das Deutsche Theater Berlin ist mit dem Schauspiel »Ismene, Schwester von« zu Gast. Die Schwerpunkte unseres Schauspiel-Ersatzprogramms werden Soloabende und die Beckett-Trilogie sein, welche am 4., 5. & 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus Premiere feiert. Außerdem werden verschiedene Konzertformate angeboten. Im Ballett feiert die Produktion »Startbahn 2020« in zwei Teilen am 5. & 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr im Kleinen Haus Premiere.

Ersatzprogramm 18. Mai bis 6. Juni 2020 zum Download 
Der Kartenvorverkauf beginnt am Freitag, den 15. Mai 2020 um 10 Uhr. Die Theaterkasse wird ab Freitag, den 15. Mai 2020, auch vor Ort im Theater wieder öffnen.

Das Sicherheits- und Hygienekonzept

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion mit dem Corona-Virus finden alle Vorstellungen unter strengen Schutz-und Hygienemaßnahmen statt. Einhergehend mit diesen Maßnahmen wird ein Ersatzprogramm mit stark reduzierter Anzahl an Sitzplätzen angeboten. Im Großen Haus werden 200 und im Kleinen Haus 60 Personen Platz nehmen können. Um den Theaterbesuch auch während der Corona-Pandemie sicher zu gestalten, werden folgende Maßnahmen beachtet:

  • · Das Hessische Staatstheater Wiesbaden hält sich  strikt an die Weisungen der Behörden.
  • · Alle medizinischen Empfehlungen, die die Behörden bezüglich des Umgangs und der Zusammenarbeit mit anderen Personen geben, werden umgesetzt und täglich kontrolliert bzw. entsprechend aktualisiert.
  • · Alle neuralgischen Punkte bzw. Bereiche in unseren Räumlichkeiten werden täglich gründlich gereinigt und desinfiziert.
  • · Über diese Weisungen und Empfehlungen informieren wir unsere Mitarbeiter*innen über die verfügbaren Kommunikationskanäle.
  • · Jede*r Besucher*in muss beim Kartenkauf Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlassen. Kartenkäufer*innen von mehreren Karten sind verpflichtet die Kontaktdaten aller Kartennutzer*innen bereitzuhalten und auf Nachfrage mitzuteilen. Kartenkäufer*innen müssen einen aktuellen Personalausweis mit sich tragen.
  • · Die Plätze werden nach Reihen verkauft. Der jeweilige Platz wird am Abend vor Ort zugewiesen. Zwischen dem jeweiligen Sitznachbarn, die nicht dem gleichen Hausstand angehören, wird ein Abstand von drei Sitzplätzen einzuhalten sein. Zwischen zwei Sitzreihen wird eine Sitzreihe gesperrt sein.
  • · Innerhalb des Theatergebäudes ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung vorgeschrieben.
  • · Die Hygieneregeln, wie etwa die Einhaltung der Nies- und Husten-Etikette oder des Mindestabstandes von 1,5 m zu anderen Besucher*innen wie auch zum Theaterpersonal sind zu befolgen. Auf diese Regelung wird gesondert im Theatergebäude durch Aushänge und Durchsagen hingewiesen.
  • · Der Mindestabstand wird durch ein neues Einlass- sowie Wegeleitsystem gewährleistet.
  • · Der Einlassbeginn ist um 19 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr in den Kassenhallen.
  • · Desinfektionsspender stehen im Eingangsbereich und auf den Toiletten bereit.
  • · Die Garderoben bleiben geschlossen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden wird an ausgewiesenen Stellen die Möglichkeit zur Ablage der Garderobe bereitstellen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden übernimmt für die Garderobe keine Haftung.
  • · Die sanitären Einrichtungen dürfen nur von einer Person genutzt werden.
  • · Der Gastronomiebetrieb wird nicht wie gewohnt im Foyer, sondern in den Kolonnaden geöffnet sein. Vorbestellungen sind nicht möglich. Das Foyer bleibt vorerst geschlossen.

Ticket-Infos:
Theaterkasse:
· Telefonisch Montag bis Freitag von 10 – 19.30 Uhr und Samstag von 10 – 14 Uhr unter der 0611.132 325
· Per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de
· Ab 15. Mai persönliche Beratung vor Ort wieder möglich

Abo-Büro und das Gruppenbüro sind nur telefonisch und per E-Mail erreichbar:

Abonnement-Büro
· Telefonisch Mo, Mi, Fr von 10 – 18 Uhr und Di + Do 10 – 19 Uhr unter der 0611.132 340
· Per E-Mail unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de

Gruppenbüro
· Telefonisch Montag bis Donnerstag von 9 – 16 Uhr sowie Freitag von 9 – 15 Uhr unter der 0611.132 300
· Per E-Mail unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Hessisches Staatstheater Wiesbaden: Programmübersicht der Spielzeit 2020.2021

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow
Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow

Bis zum 19. Mai 2020 hat das Hessische Staatstheater Wiesbaden seine Vorstellungen abgesagt. Ebenfalls aus aktuellem Anlass präsentierten Intendant Uwe Eric Laufenberg, Geschäftsführender Direktor Bernd Fülle und das Staatstheaterteam das kommende Programm für die Spielzeit 2020.2021 digital!

Die Krise, die wir derzeit durchleben, so die Programm-Macher, zeige, wie sehr der Wert des Menschen jederzeit Gegenstand der Verhandlung sei. Der Spielplan des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden trüge dem in der kommenden Spielzeit in besonderer Weise Rechnung: „Sowohl in der Oper als auch im Schauspiel stehen Stoffe im Mittelpunkt, bei denen der Wert des Menschen auf grundlegende Weise durchgespielt wird. Dabei stehen zwei Großprojekte im Mittelpunkt: Zum einen Richard Wagners »Ring«, der nichts weniger als ein Versuch ist, die gesamte Menschheitsgeschichte abzubilden und der viermal zyklisch gezeigt wird; zum anderen die deutschsprachige Erstaufführung von Tom Stoppards Trilogie »Die Küste Utopias«, in der die Sozialgeschichte Europas und Russlands in brillanter Manier auf das persönliche Leben einiger Individuen heruntergebrochen wird“, so Intendant Uwe Eric Laufenberg.

Siehe auch die sehr empfehlenswerten LAUFENBERG. SOLO-DISKURSE – Gedanken in Zeiten von Corona!

Programmvorstellung
Spielzeit 2020.2021

Video-Botschaft an die Zuschauer

Das Programm 2020.2021 im Überblick

Insgesamt erwarten das Publikum in der Spielzeit 2020.2021 in der Opernsparte sieben oder acht Neuinszenierungen und zehn Wiederaufnahmen. Hervorzuheben sind hierbei das FigaroOperndoppel zum Saisonauftakt mit Gioachino Rossinis »Der Barbier von Sevilla« und Wolfgang Amadeus Mozarts »Die Hochzeit des Figaro«, auch dies (vor-)revolutionäre Befragungen des gesellschaftlichen Wertes des Menschen; Puccinis »Triptychon« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg, drei Einakter, die Hölle, Fegefeuer und Himmel des Menschen ausschreiten; und als abschließender Höhepunkt die Neuproduktion von Jörg Widmanns Oper »Babylon«, ein in seiner allumfassenden Weltbeschreibung jegliche Grenzen überschreitendes Werk.

In den acht Sinfoniekonzerten des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden sind große Dirigentenpersönlichkeiten und herausragende Solisten vertreten. Am Pult des Hessischen Staatsorchesters stehen GMD Patrick Lange, Johannes Dabus, Andreas Spering und ChristophMathias Mueller. Als Solisten sind u.a. Chouchane Siranossian, Sebastian Manz und Frederic Belli sowie Olga Bezsmertna als Gesangssolistin zu erleben.

Das Schauspiel bietet neben der genannten Erstaufführung von Tom Stoppards Trilogie die Uraufführung der Bühnenfassung von Salman Rushdies jüngstem Roman »Quichotte« sowie neun weitere Premieren, darunter die deutschsprachige Erstaufführung des Stücks »Admissions« sowie im Großen Haus Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung des Shakespeare’schen »König Lear«.

Das Hessische Staatsballett zeigt drei Premieren und die Wiederaufnahme von Tschaikowskys Klassiker »Der Nussknacker«. Ergänzt wird das Programm mit wichtigen Projekten aus der aktuellen Tanzszene. Das Junge Staatstheater bietet in allen Sparten zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen sowie ein erweitertes Programm der Theaterpädagogik für Kinder, Jugendliche und Familien an.

Im kommenden Jahr feiern die Internationalen Maifestspiele des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, die seit 1896 den kulturellen Höhepunkt im Theaterkalender der Stadt bilden, ihr 125. Jubiläum. Sämtliche Sparten der Darstellenden Kunst sind vertreten: Oper und Konzert, Tanz, Performance und Schauspiel. Tickets für die Opernvorstellungen der Maifestspiele sind telefonisch, online oder per E-Mail ab dem 24. April 2020 erhältlich. Karten für das komplette Programm der Internationalen Maifestspiele sind ab Februar 2021 erhältlich.

Das Programm der Spielzeit 2020.2021 wird durch die Nassauische Sparkasse unterstützt.

Oper

Die Spielzeit 2020.2021 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden wird mit einem FigaroOperndoppel unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel eröffnet, mit Gisbert Jäkel als Bühnenbildner für beide Teile: Gioachino Rossinis »Der Barbier von Sevilla« wird von Schauspieler und Regisseur Tilo Nest inszeniert, der 2019.2020 »Tyll« im Großen Haus zeigte. Ioan Hotea übernimmt die Partie des Graf Almaviva. Als Figaro alternieren Christopher Bolduc und Benjamin Russell. Silvia Hauer singt die Partie der Rosina. Als Bartolo wird Thomas de Vries zu erleben sein. Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Hochzeit des Figaro« hat in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg Premiere. Die Titelpartie übernimmt Konstantin Krimmel, als Graf Almaviva alternieren Benjamin Russell und Christopher Bolduc. Als Gräfin Almaviva ist Slávka Zámečníková und als Susanna Anna El-Khashem zu erleben. Die Opernbearbeitungen der ersten beiden Teile von Beaumarchais’ Schauspiel-Trilogie werden am Hessischen Staatstheater zu einem Tripel ergänzt durch Ödön von Horváths Fassung des dritten Teils: »Figaro lässt sich scheiden« (Premiere im Studio).

In Philipp M. Krenns Neuinszenierung von Giuseppe Verdis »Il Trovatore« unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel singt Vesselina Kasarova ihr Rollendebüt als Azucena. Aluda Todua ist Graf von Luna, Cristiana Oliveira ist Leonora, Aldo di Toro alterniert mit Aaron Cawley als Manrico. Mit »Lady Macbeth von Mzensk« von Dmitri Schostakowitsch unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange inszeniert Evgeny Titov zum ersten Mal eine Oper. Die Partie der Katerina Lwowna Ismailowa singt Cornelia Beskow, als Boris TimofejewitschIsmailow ist Andrey Valentiy zu erleben. Die Partie des Sinowi Borissowitsch Ismailow übernimmt Rouwen Huther, die Partie des Sergej singt Aaron Cawley.

Für die Neuinszenierung von »Der Zigeunerbaron« von Johann Strauss haben Dirigent Philipp Pointner und Regisseur Marco Štorman für Wiesbaden eine eigene Spielfassung unter Verwendung der rekonstruierten Urfassung in der kritischen Edition erstellt. Zu den Solisten zählen u. a. Benjamin Russell (Graf Peter Homonay), Marco Jentzsch (Sándor Barinkay), Shavleg Armasi (Kálmán Zsupán), Stella An (Arsena), Narine Yeghiyan (Saffi) sowie Moderator Klaus Krückemeyer als Conte Carnero.

Giacomo Puccini fügte die drei Einakter »Der Mantel«, »Schwester Angelica« und »Gianni Schicchi« in »Das Triptychon« zusammen. Unter dem Gesamttitel »Puccinis ›Triptychon‹« inszeniert Uwe Eric Laufenberg, die Musikalische Leitung übernimmt Alexander Joel. Unter den Solisten sind u. a. Daniel Luis de Vicente als Michele und in der Titelpartie von »Gianni Schicchi« sowie Olesya Golovneva als Schwester Angelica und Lauretta hervorzuheben. Mit Giuseppe Verdis »Macbeth« zeigt der südafrikanische Regisseur Matthew Wild nach Leoš Janáčeks »Katja Kabanowa« seine zweite Operninszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Unter der Musikalischen Leitung von Leo McFall singen Aluda Todua als Macbeth und Gabriela Scherer als Lady Macbeth.

Eines der monumentalsten zeitgenössischen Opernwerke der letzten Jahre, das an den Staatsopern in München und Berlin große Erfolge feierte, ist Jörg Widmanns »Babylon«. Die Neuproduktion am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ist die erste Aufführung der neuen Fassung seit deren Uraufführung 2019 an der Staatsoper Berlin und wird die Internationalen Maifestspiele 2021 eröffnen. Im großen Solisten-Ensemble sind u. a. aus der Berliner Besetzung Marina Prudenskaya (Der Euphrat) und Otto Katzameier (Der Tod) zu erleben, Gloria Rehm kehrt in der Partie der Inanna ans Hessische Staatstheater zurück, weitere Solisten sind Daniel Jenz (Tammu), Michelle Ryan (Die Seele), Philipp Mathmann (Der Skorpionmensch) und Claudio Otelli (Der Priesterkönig).Die Musikalische Leitung der auch im Orchester außergewöhnlich groß besetzten Produktion hat Albert Horne inne, der als Chordirektor den Chor des Hessischen Staatstheaters leitet und diesen für »Babylon« mit dem Chor des Staatstheaters Darmstadt (Einstudierung: Sören Eckhoff) zusammenführt.

Die Opernsparte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden bereichert den Spielplan außerdem mit einer Reihe eigener Wiederaufnahmen in zum Teil neuen Besetzungen. Ein Spielzeit-Höhepunkt ist Richard Wagners »Ring des Nibelungen« in der Regie von Uwe Eric Laufenberg, der erstmals unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange einstudiert und in vier kompletten Zyklen aufgeführt wird.

Schauspiel

Kaum ein anderes Drama stellt die Frage nach dem Wert des Menschen auf so existentielle Weise wie William Shakespeares »König Lear«: Nachdem Lear seine Macht freiwillig abgegeben hat, stürzt er in eine bis an die Grenzen des Nichts reichende Krise, in der alle sicher geglaubten Werte in sich zusammenfallen. Intendant Uwe Eric Laufenberg inszeniert diese vielleicht schwärzeste aller Shakespeare-Tragödien im Großen Haus mit Nicolas Brieger in der Titelrolle.

Im Kleinen Haus eröffnet die Spielzeit mit Ingmar Bergmans »Szenen einer Ehe«: In der Regie von Ingo Kerkhof unterziehen sich Tom Gerber und Sybille Weiser einer so gnadenlosen wie anrührenden Befragung der Institution Ehe. Albert Camus Roman »Die Pest« wiederum erkundet, wie man unter den extremen Bedingungen einer Seuche – ein derzeit nicht unvertrautes Thema – Mensch bleiben kann. Nach seinem fulminanten »Romulus« führt Sebastian Sommer zum zweiten Mal Regie in Wiesbaden. Auch Tim Kramer inszeniert zum zweiten Mal am Hessischen
Staatstheater Wiesbaden: Mit George Bernard Shaws überaus brillantem Konversationsdrama »Doktors Dilemma« stellt er sich dem Problem, wie Ärzte entscheiden, wenn die medizinische Grundversorgung nicht für alle reicht. Uwe Eric Laufenberg wird hier die Rolle des titelgebenden Doktors übernehmen. Zwei wichtige Erstaufführungen schließen sich an: »Admissions« von Joshua Harmon, ein bissiges Stück über die Selbsttäuschungen weißer Liberaler, erlebt seine deutschsprachige Erstaufführung in der Spielstätte Wartburg in der Regie von Daniela Kerck. Und als Uraufführung gar – nun wieder im Kleinen Haus – wird eine Bühnenfassung von Salman Rushdies jüngstem Roman »Quichotte« zu sehen sein, eine virtuose Übertragung von Cervantes‘ Klassiker in Trumps Amerika. Für die Inszenierung zeichnet Daniel Kunze verantwortlich. Johannes Lepper wird sich mit Henrik Ibsens Skandal-Klassiker »Gespenster« erstmals als Regisseur in Wiesbaden vorstellen. Ebenfalls zum ersten Mal am Hessischen Staatstheater Wiesbaden arbeitet Malte Kreutzfeldt, der Aldous Huxeleys immer aktueller werdende Dystopie »Schöne Neue Welt« inszeniert, in welcher der Wert des Menschen in einer diktatorisch verfassten, biologistischen Klassengesellschaft festgelegt wird. Während der Maifestspiele wird ein großes Projekt des Staatstheaters zum Abschluss gebracht: Mit den Teilen zwei und drei »Schiffbruch« und »Bergung« wird die deutsche Erstaufführung von Tom Stoppards großer Trilogie »Die Küste Utopias« in der Regie von Henriette Hörnigk vervollständigt. Am 13. Mai 2021 werden die drei Teile zudem zusammengeführt und zur Gesamtaufführung gebracht. Mit »Extrawurst« von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, inszeniert von Tom Gerber, klingt die Saison komödiantisch aus.

Ergänzend zum Operndoppel »Barbier von Sevilla«/»Figaro« wird Alexander Olbrich zudem im Studio bei Ödön von Horvàths »Figaro lässt sich scheiden« Regie führen.

Konzert | Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

In der Spielzeit 2020.2021 präsentiert sich das Hessische Staatsorchester Wiesbaden wieder in acht Sinfoniekonzerten. Fünf der Konzerte leitet Generalmusikdirektor Patrick Lange, der auch für das Gesamtprogramm der Sinfoniekonzerte verantwortlich zeichnet. Der Titel »WIR«, den Patrick Lange mit Beginn seiner Amtszeit für die Konzerte einführte, wird auch in dieser Spielzeit beibehalten, er steht für die Verbundenheit des Orchesters mit dem Wiesbadener Publikum und für die Gemeinschaft beim Musizieren. Die Spielzeit ist zudem mit dem Leitbegriff »Zuhören« überschrieben. »Zuhören« benennt eine Grundvoraussetzung für das gemeinsame Musizieren wie auch das Konzerterleben, steht darüber hinaus für einen elementaren Bestanteil des gesellschaftlichen Miteinanders, dessen Abbild ein Orchester abgibt.

Als Gäste am Pult des Hessischen Staatsorchesters hat Patrick Lange drei hochkarätige Kollegen verpflichtet: Christoph-Mathias Mueller war lange Chefdirigent und Generalmusikdirektor des Göttinger Symphonie Orchesters und wurde mehrfach für seine außergewöhnliche Programmierung ausgezeichnet. Johannes Debus hat sich seit seinen Anfängen als Kapellmeister an der Oper Frankfurt schnell zu einem international gefragten Dirigenten entwickelt und ist zur Zeit Music Director der Canadian Opera Company in Toronto. Andreas Spering ist ein renommierter Barock-Dirigent, unter anderem ausgewiesener Kenner der Werke Händels und Haydns, und wird im jährlichen Barock-Konzert mit dem Hessischen Staatsorchester und der Mezzosopranistin Silvia Hauer aus dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters ein reines Haydnund Mozart-Programm dirigieren.

Nachdem Chouchane Siranossian in der Spielzeit 2019.2020 mit großem Erfolg das Barock-Konzert von der Geige aus leitete, wird die Zusammenarbeit in der kommenden Spielzeit fortgesetzt. Sie wird – dieses Mal als Solistin unter der Leitung von GMD Patrick Lange – mit Beethovens Violinkonzert zu erleben sein. Im Konzert mit Johannes Debus wird Sebastian Manz, mehrfacher ECHO-Preisträger und Gewinner des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD, mit dem Klarinetten-Konzert von Magnus Lindberg zu hören sein. Solist Frederic Belli wird, unter derLeitung von Christoph-Mathias Mueller, das Posaunen-Konzert von Daniel Schnyder spielen.

Es ist unter GMD Patrick Lange zu einer Tradition geworden, einzelne Musiker*innen des Hessischen Staatsorchesters dem Publikum als Solisten näher vorzustellen: Im Eröffnungskonzert der Saison ist die Solo-Harfenistin des Hessischen Staatsorchesters Kristina Kuhn mit Debussys »Deux Danses« zu erleben, im 7. Sinfoniekonzert treten mit J. S. Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen und Orchester die beiden Konzertmeister des Hessischen Staatsorchesters, Alexander Bartha und Karl-Heinz Schultz, solistisch in Erscheinung.

Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden kommen unter der Leitung von GMD Patrick Lange der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Einstudierung: Albert Horne) zusammen, um ein groß angelegtes Chorwerk zu präsentieren: Leoš Janáčeks »Glagolitische Messe« mit den Gesangssolisten Anna El-Khashem (Sopran), Silvia Hauer (Mezzosopran), Peter Berger (Tenor) und Young Doo Park (Bass).

Programmatische Schlaglichter der Konzertsaison werfen wir u. a. auf Werke von Komponistinnen – Lili Boulanger und Louise Farrenc –, auf zeitgenössische Komponisten in der Auswahl der SoloKonzerte sowie auf Werke des 18. Jahrhunderts im Barock-Konzert mit Andreas Spering. Hervorzuheben ist ebenfalls das Abschlusskonzert, das mit Werken von Felix Mendelssohn
Bartholdy, Ernest Chausson und Alexander von Zemlinsky Klangbilder des Meeres und von Seejungfrauen evoziert. Solistin in Chaussons »Poème de l’amour et de la mer« ist die aufstrebende Sopranistin Olga Bezsmertna aus dem Ensemble der Wiener Staatsoper.

Das Neujahrskonzert »WIR Feiern« wird in diesem Jahr von Albert Horne geleitet

Konzertangebote für junges Publikum liegen GMD Patrick Lange besonders am Herzen. In der Spielzeit 2020.2021 gibt es erstmals eine Konzertreihe für alle ab acht Jahren im Großen Haus, mit GMD Patrick Lange am Pult des Hessischen Staatsorchesters. Im Fokus jedes der drei Konzertprogramme, die in insgesamt vier Konzerten zur Aufführung gebracht werden, steht je ein großes Orchesterwerk sowie ein Thema, das anhand der Musik vertieft wird: Dvořák und die Instrumente, Brahms und die Sinfonie sowie Johann Sebastian Bach und die Violine. Die in der vergangenen Spielzeit eingeführte Lounge-Reihe Club classique in der Wartburg wird weitergeführt. Auch in der anstehenden Saison werden im Jungen Konzert eine Reihe an Kammerkonzerten für Kinder angeboten.

Das Programm der Kammerkonzerte der Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden ist anlässlich des Beethoven-Jubiläumsjahrs in der ersten Spielzeithälfte von den Werken Ludwig van Beethovens geprägt. Ihm sind mehrere Kammerkonzerte sowie ein Sonderkonzert gewidmet. Im Weihnachtskonzert wird festliche Barockmusik von Telemann und
J. S. Bach zu hören sein. Im Neujahrskonzert geht die Reise nach Wien diesmal über Italien und Frankreich. Besonderer Dank gebührt dem Förderverein des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden. Die Konzertsaison hätte ohne dessen Förderung in dieser Form nicht realisiert werden können.

Hessisches Staatsballett

Die Spielzeit des Hessischen Staatsballetts beginnt mit dem Doppelabend »Horizonte«, mit dem Auftragswerk »Timeless« der chinesischen Choreografin Xie Xin und »Untitled Black« der Israelin Sharon Eyal. In den beiden starken zeitgenössischen Tanzkompositionen kommen elementare Kräfte des Tanzes zusammen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Mit seiner neuen Kreation »memento« bringt Hauschoreograf Tim Plegge Josef Suks Sinfonie, gespielt vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden zur Uraufführung. Das Stück war ursprünglich als Erinnerungsmusik konzipiert, entwickelte sich dann aber im 20. Jahrhundert zu einer kraftvollen Überwindungs- und Aufbruchsmusik. Plegges Werk knüpft hier an und beschäftigt sich mit dem Augenblick zwischen memento mori und memento vivere, dem Zurück- und Nachvornschauen, während wir vor allem mit beiden Beinen im Jetzt stehen. Ohad Naharin, kommt nach dem großen Erfolg mit »Sadeh 21« in der Spielzeit 2018.2019 mit »Kamuyot« zurück nach Wiesbaden. »Kamuyot« beschäftigt sich mit dem Aufbrechen der traditionellen Barriere zwischen Szene und Auditorium und initiiert die gemeinsame Erfahrung zwischen Tanzenden und Nicht-Tanzenden. Der großen Nachfrage folgendwird Tim Plegges Choreografie von »Der Nussknacker«, die mit skurrilem Spielwitz und vielerlei überraschenden Momenten besticht, in dieser Spielzeit wiederaufgenommen. Die Ballettversion des Hessischen Staatsballetts wagt einen neuen Blick auf die Musik Tschaikowskys und auf das Libretto des berühmten Handlungsballetts Marius Petipas und nimmt Bezüge zur MärchenVorlage »Nussknacker und Mausekönig« von E. T. A. Hoffmann.

Auch in dieser Spielzeit wird das Programm mit außergewöhnlichen Gastspielen ergänzt, die unter dem Label »Das Hessische Staatsballett lädt ein« präsentiert werden. Unter dieses Label fällt ebenso ein Residenzprogramm zur Förderung frei arbeitender internationaler Tanzschaffender. In den Residenzen wird Choreograf*innen, für die die Beschaffung eines Proberaums eine organisatorische oder finanzielle Herausforderung darstellt, der Ballettsaal für Neukreationen zur Verfügung gestellt. Am Ende der jeweiligen Residenz öffnen die Choreograf*innen in dem Format »Work in progress« die Türen des Ballettsaals für eine Präsentation und geben so Einblick in ihren Arbeitsprozess. Die Tanzplattform Rhein-Main, die Kooperation des Hessischen Staatsballetts mit dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten stärkt sie die hiesige Tanzszene nachhaltig, vernetzt Akteure und Institutionen regional sowie überregional und möchte damit Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das vom 30. Oktober bis 15. November 2020 seine fünfte Ausgabe in Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt und Offenbach erleben wird.

JUST

Alle Sparten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentieren neue Produktionen für Kinder, Jugendliche und Familien: Mit der Uraufführung von »W183 – Inside Westend« (14+) spürt Autor und Regisseur Adewale Teodros Adebisi den Geschichten des Westends hinterher und setzt diese in einer Coming of Age – Story in Szene. Die Inszenierung von »Das NEINhorn« (4+), einem Bilderbuch des preisgekrönten Autors Marc-Uwe Kling, erzählt die Geschichte eines trotzigen Einhorns. In »Die Furiosen Drei« (7+) von Angela Khuon-Siefert geht es um drei Pferde, die mit List und Spielwitz ihre bevorstehende Verwurstung abwenden. »Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse« (6+) von Christine Nöstlinger erzählt die Geschichte von einem Jungen, der vom Musterknaben zum unartigen »Rotzbengel« umerzogen wird. »Behalt das Leben lieb« (10+) nach Jaap ter Haar spricht universelle und existenzielle Themen an und zeigt, wie ein junger Mensch mit einer außergewöhnlichen Situation umgeht und wie diese schicksalhafte Erfahrung ihn befähigt, gestärkt aus ihr hervorzugehen. Das Klassenzimmerstück die »Die Weiße Rose – lebt« (14+) von Günther Breden über Wachsamkeit, Mut und Engagement, basiert zum Teil auf den Briefen und Aufzeichnungen der Geschwister Scholl und zeigt immer wieder Parallelen zur Gegenwart auf. Nach dem Dramenfragment von Georg Büchner ist »Woyzeck – White Boxx Vol. 3« (15+) zu erleben, ein Stück über eine Welt, an der man verrückt werden könnte. Die diesjährige Weihnachtsproduktion ist »Kleiner König Kalle Wirsch« (6+), in einer Adaption von Dirk Schirdewahn.

Das Junge Staatsmusical startet mit dem Klassiker »Frankenstein Junior« (12+) in die neue Spielzeit. Uraufgeführt wird der immer wieder aktuelle Roman von Ödön von Horváth »Jugend ohne Gott« (14+), in dem gekonnt das verstörend eindrückliche Bild einer gedankenlosen, ideologisch verblendeten Jugend am Beginn des NS-Regimes gezeichnet wird. Iris Limbarth bringt die eigens für das Hessische Staatstheater geschriebene und komponierte Fassung von Paul Graham Brown auf die Bühne.

Eine Vielzahl unterschiedlicher Konzertformate für Kinder und Jugendliche ergänzen das Programm. Vor allem die drei »Jungen Konzerte« im Großen Haus unter der Leitung des GMD Patrick Lange versprechen höchsten Genuss.

Das Team der Theaterpädagogik hat unter dem Motto Mission Theater ein breites Programm mit Führungen, Workshops, Clubangeboten und Ferienakademien für alle Altersstufen, dem Format »Theaterscouts« für Studenten und dem generationsübergreifenden Gedankenprojekt »Schöne neue Welt « zusammengestellt. Die Theaterclubs haben so wunderbare Arbeitstitel wie Mission Glück, Mission Zukunft oder Mission Glück. Vom 22. bis 26. März 2021 öffnet sich wieder der Vorhang für die Schultheatertage 2021.

Internationale Maifestspiele 2021

Mit einem der monumentalsten zeitgenössischen Opernwerken von Jörg Widmann eröffnen die Internationalen Maifestspiele 2021, die in diesem Jahr ihr 125. Jubiläum feiern. Unter der Musikalischen Leitung von Albert Horne und in der Inszenierung von Daniela Kerck ist»Babylon« zu erleben. Die Neuproduktion am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ist die erste Aufführung der neuen Fassung seit deren Uraufführung 2019 an der Staatsoper Berlin. Außerdem ist das Figaro-Operndoppel »Der Barbier von Sevilla« und »Die Hochzeit des Figaro« unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel sowie »La Traviata« mit Antonello Allemandi am Pult zu erleben. Ein besonderes Highlight ist Richard Wagners »Ring des Nibelungen« in der Regie von Uwe Eric Laufenberg, erstmals einstudiert unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange. Zu den Gastsolisten gehören u.a.: José Fardilha als Bartolo, Florian Boesch als Graf Almaviva und Erwin Schrott in der Rolle des Figaro. Albert Pesendorfer ist als Fasolt zu erleben und wechselt sich in der Rolle des Siegmund mit Klaus Florian Vogt ab. Andreas Schager singt die Partie des Siegfried, Faustpreisträger Johannes Martin Kränzle den Gunther und Catherine Foster ist Brünnhilde.

Anlässlich des 125. Jubiläums plant die Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden parallel zu den Internationalen Maifestspielen 2021 die Jubiläums-Ausstellung »Vorhang auf! 125 Jahre
Maifestspiele in Wiesbaden«. Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele mit Ballett-, Schauspiel-, Konzert-, Kinderund Sonderprogramm wird im Februar 2021 bekanntgegeben.

Tickets

Tickets für die Spielzeit 2020.2021 sind ab Freitag, den 24. April 2020, um 10 Uhr telefonisch unter 0611.132 325, per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Der Vorverkauf für einige Veranstaltungen der Internationalen Maifestspiele 2021 beginnt ebenfalls am 24. April 2020, um 10 Uhr. Karten für das gesamte Programm sind im Februar 2021
erhältlich.

Die Theaterkasse, das Abo-Büro und das Gruppenbüro sind nur telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Theaterkasse:
· Telefonisch Mo – Fr 10 – 19:30 Uhr unter der 0611-132-325
· Per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de
· Aktuell keine persönliche Beratung vor Ort

Abonnement-Büro:
· Telefonisch Mo, Mi, Fr 10 – 18 Uhr und Di und Do 10-19 Uhr unter der 0611-132-340
· Per E-Mail: abonnement@staatstheater-wiesbaden.de

Gruppenbüro:
· Telefonisch Mo – Do 9 – 16 Uhr sowie Fr 9-15 Uhr unter der 0611-132-300
· Per E-Mail: gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Staatstheater Wiesbaden: Laufenberg. Solo-Diskurse – Gedanken in Zeiten von Corona

Bis zum 19. Mai 2020  keine Veranstaltungen im Hessischen Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow
Bis zum 19. Mai 2020 keine Veranstaltungen im Hessischen Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow

Die letzten Wochen haben das Theater und die Welt zu einem vollkommenen Stillstand verurteilt. Die künstlerische Weltsicht jedoch kann nicht stillstehen: Uwe Eric Laufenberg hat daher seinen sehr persönlichen Künstlerblick auf die gegenwärtige Krise gerichtet und seine Überlegungen in sieben sowohl inhaltlich als auch formal unterschiedlich gestalteten »Solo-Diskursen« festgehalten. Wir veröffentlichen Uwe Eric Laufenbergs Lesung der so entstandenen Texte vom 24. April ab an vier aufeinanderfolgenden Tagen als Video. Sehr empfehlenswert!

Vorwort

24. April 2020

1. „Die Gesundheit geht vor«

24. April 2020

2. Natur Mensch Maschinen

25. April 2020

»3. Die Geschichte des Virus, die Angst vor dem Tod
und die Angst der Regierung vor dem Volk«

25. April 2020

»4. Kunstfreiheit«

26. April 2020

»5. Die Welt, der Westen und das neue Menschenbild«

26. April 2020

Hessisches Staatstheater Wiesbaden