Kategorie-Archiv: Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Spannender Ausblick auf Theater-Saison 2017-18 im Wiesbadener Staatstheater – kostenfreier Eintritt für Studenten geplant

(v.l.) Tim Plegge, Ballettdirektor & Chefchoreograf, Choreografie, Seven Gerich, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Patrick Lange, Generalmusikdirektor, Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Carsten Kochan, Leiter des Jungen Staatstheaters präsentieren auf der Pressekonferenz am 19. April 2017  das neue Programm der nächsten Spielsaison 2017 /2018 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden  Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
(v.l.) Tim Plegge, Ballettdirektor & Chefchoreograf, Choreografie, Seven Gerich, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Patrick Lange, Generalmusikdirektor, Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Carsten Kochan, Leiter des Jungen Staatstheaters präsentieren auf der Pressekonferenz am 19. April 2017 das neue Programm der nächsten Spielsaison 2017 /2018 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, zusammen mit seinem Team das Programm der Spielzeit 2017.2018 des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden vor.

In der Spielzeit 2017.2018 erwarten das Publikum in der Opernsparte acht Neuinszenierungen, davon eine Uraufführung, und zehn Wiederaufnahmen. Das Schauspiel bietet zwei Uraufführungen, eine Deutschsprachige und eine Wiesbadener Erstaufführung, weitere zehn Premieren und zwölf Wiederaufnahmen. Das Hessische Staatsballett wird vier Uraufführungen zeigen. Im JUST werden sechs Premieren und sechs Wiederaufnahmen für Kinder und Jugendliche geboten. Darüber hinaus ist das Junge Staatsmusical mit zwei Premieren und drei Wiederaufnahmen vertreten. Das Hessische Staatsorchester ist in acht Sinfoniekonzerten, im Neujahrskonzert und in zahlreichen Kinder- und Familienkonzerten mit dem neuen Generalmusikdirektor Patrick Lange zu erleben. Die Kammerkonzertreihe setzt sich mit sieben Konzerten fort.

Premieren und Uraufführungen Spielzeit 2017 /2018

Oper
oper18wDie Uraufführung »Schönerland« ist ein Auftragswerk des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Die Oper des deutsch-dänischen Komponisten Søren Nils Eichberg und der Librettistin Therese Schmidt, in der Inszenierung von Johanna Wehner, handelt von der Suche nach Verstehen und Verständnis des Fremden. »Manon« von Jules Massenet wird von Bernd Mottl neu erarbeitet, Jochen Rieder übernimmt die Musikalische Leitung. Cristina Pasaroiu singt die Titelpartie und Operalia-Gewinner Ioan Hotea ist als Chevalier des Grieux zu erleben. Die neue Spielzeit widmet sich, neben der Wiederaufnahme der »Götterdämmerung«, weiterhin Wagners Werk. »Tannhäuser« ist in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung des neuen Generalmusikdirektors Patrick Lange zu erleben. Der Bühnenraum wird von Rolf Glittenberg gestaltet und einer der gefragtesten Heldentenöre, Lance Ryan, übernimmt die Titelpartie. Mit Händels »Jephtha« kommt ein barockes Oratorium in der Inszenierung und Ausstattung von Achim Freyer auf den Spielplan. Konrad Junghänel, einer der führenden Dirigenten auf dem Gebiet der Alten Musik, übernimmt die Musikalische Leitung. In den zentralen Rollen sind Mirko Roschkowski als Jephtha und Anna Alàs Jové als Storgè zu erleben. Richard Strauss` letzte große Publikumsoper »Arabella« wird in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Patrick Lange, auf die Bühne gebracht. Das Bühnenbild entwirft Gisbert Jäkel. »Ein Maskenball« von Giuseppe Verdi erzählt eine tragische Liebesgeschichte, die ein breites Spektrum musikalisch-dramatischer Facetten entwickelt. Die junge Regisseurin Beka Savić übernimmt die Regie, Patrick Lange die Musikalische Leitung und Luis Carvalho gestaltet den Bühnenraum. Die Oper feiert während der Internationalen Maifestspiele 2018 Premiere. Mit »Don Giovanni« setzt Konrad Junghänel seinen Wiesbadener Mozart-Zyklus fort. Christopher Bolduc singt die Titelpartie, Netta Or ist als Donna Anna zu erleben. Heather Engebretson singt Donna Elvira, Shavleg Armasi ist Leporello. Die Inszenierung übernimmt Nicolas Brieger, Raimund Bauer entwirft das Bühnenbild.

Das Rock-Musical »Jesus Christ Superstar« beleuchtet den Gründungsmythos einer Religion und setzt sich mit dem modernen Starkult auseinander. Eine Geschichte von menschlichen Träumen und Abgründen und dem schmalen Grat zwischen Glauben und Fanatismus. Iris Limbarth übernimmt die Inszenierung und Choreografie.

Die Opernsparte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden bereichert den Spielplan außerdem mit einer Reihe eigener Wiederaufnahmen, in deren Partien teils neue Sängerinnen und Sänger zu entdecken sind.

Premieren und Uraufführungen Oper Spielzeit 2017 /2018

Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
konzert18wAm Pult des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden steht in Konzert und Oper der neue Generalmusikdirektor Patrick Lange, der mit einem neuen Konzept verantwortlich zeichnet. Die Sinfoniekonzerte der Spielzeit 2017.2018 sind unter dem Titel WIR angekündigt. WIR steht für den Zusammenklang des Orchesters, aber auch für einen gemeinsamen Start der Zusammenarbeit mit Patrick Lange. WIR bedeutet ebenfalls gemeinsame Konzerterlebnisse mit dem Publikum.

Das Programm zeigt die Vielfalt von 303 Jahren Musikgeschichte, darunter Werke, die noch nie in Wiesbaden gespielt wurden. Patrick Lange gibt mit dem Programm des 2. Sinfoniekonzerts seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor, wird in insgesamt vier Sinfoniekonzerten am Pult stehen und auch das Neujahrskonzert leiten. Mit Sofia Gubaidulinas Violinkonzert Nr. 2 (Violine: Tobias Feldmann) und Tschaikoswkis »Pathétique« findet eine spannende Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart statt. Im 3. Sinfoniekonzert kommen Werke der Klassik zurück in den Spielplan, im 5. Sinfoniekonzert wird die Reihe mit Barock-Konzerten weitergeführt, hier mit Bernhard Forck, der von der Violine aus leitet. Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester kommen unter der Leitung von Patrick Lange der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters (Einstudierung: Albert Horne) zusammen. Auf dem Programm steht Mozarts Requiem für Chor und Orchester. Die junge ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv steht mit dem 7. Sinfoniekonzert erstmals am Pult. Den besonderen Saisonabschluss bildet »Eine Alpensinfonie« von Richard Strauss.

Schauspiel
schauspiel18wIn der neuen Spielzeit wird die Sparte Schauspiel ihre Beschäftigung mit Fragen nach Sinnsuche und den Bedingungen gesellschaftlichen Zusammenlebens weiter vertiefen.
Anhand persönlicher Geschichten etwa mit Tom Stoppards klug-witzigem Stück »The Hard Problem. Oder: Ist Bewusstsein Materie?«, das verschiedene wissenschaftliche Theorien zum Verhältnis von Körper und Geist aufgreift und das in Wiesbaden zur Deutschsprachigen Erstaufführung kommt. Tschechow thematisiert in »Die Möwe« auf poetische, tragische und humorvolle Art und Weise die Menschen und ihre Sehnsüchte, Molnárs »Liliom« eine abgrundtiefe Liebe, die rohe Gewalt und absolute Hingabe in sich vereint. In der Uraufführung »Wie´s Baden mal war« (AT), einem Theaterprojekt von Adriana Altaras, begegnen sich reale und literarische Schicksale in einer Kurstadt am Rande des Taunus. In Sternheims Komödie »Der Snob« wird die Familie Maske demaskiert, turbulent und bitterböse gefolgt von »Arsen und Spitzenhäubchen«, dem Klassiker der Krimikomödie.
Gesamtgesellschaftlich spielt die Verquickung von Politik, Freiheit und auch Religion eine große Rolle. So wirkt Max Frischs bissige Farce »Biedermann und die Brandstifter« höchst aktuell, wenn man das Hochkommen populistischer Politik betrachtet. Auch »Die Antigone des Sophokles«, in Bertolt Brechts Bearbeitung, liegt dicht an den Diskursen der Gegenwart, wenn es hier um den Widerstand gegen Tyrannei und Willkür geht. Um Machtstreben, persönliche Verstrickung, Gewalt, Unterdrückung, Aufbegehren und strategische Manipulation geht es in John von Düffels »Römischer Trilogie« nach Shakespeare. Aus einem Mosaik von Einzelschicksalen entsteht in der Uraufführung »Wir werden unter Regen warten«, einem Projekt des kurdischen Theatermachers Ihsan Othmann, ein Panorama verschiedenster Themen über Flucht, Heimat und Zugehörigkeit. »Unterwerfung« von Michel Houellebecq entwirft eine Vision der unmittelbaren Zukunft und ist nicht nur bösartige politische Dystopie, sondern auch scharfsinniges (Selbst-)Portrait einer bürgerlichen Schicht, die sich in Lethargie und Desinteresse suhlt. Der libanesische Künstler Rabih Mroué beschäftigt sich in seinem neuen Projekt »Sand in the eyes«, das in Koproduktion mit dem Berliner Haus der Kulturen der Welt entsteht, mit Bildern von Gewalt und terroristischer Propaganda. Lessings »Nathan der Weise« schließlich stellt die Frage, ob Toleranz und Einsicht wirklich nur noch als Utopie vorstellbar sind.

Hessisches Staatsballett
ballett.wMit der ersten Ballettproduktion in der Spielzeit 2017.2018 begibt sich Ballettdirektor Tim Plegge choreografisch auf Reisen. Das Ballett »Eine Winterreise« mit Musik von Hans Zender nach Franz Schubert steht in der Tradition seiner Handlungsballette. Den zweiteiligen Ballettabend widmet das Hessische Staatsballett mit »Kreationen« dem Schaffen zweier junger Choreografen, die noch am Beginn ihrer internationalen Karrieren stehen. Nach dem in der Spielzeit 2015.2016 in »Grenzgänger« die Grenzen des Tanzes ausgelotet und erforscht wurden, begeben sich nun Alejandro Cerrudo und Jeroen Verbruggen auf die Suche nach dem Neu- und Wiederanfang. Auch mit »Code« folgt ein Doppelabend mit der Oper »Onion.Onion« von Sivan Cohen Elias und einer Ballett-Neukreation eines Ensemblemitgliedes des Hessischen Staatsballetts. Bei dem Projekt »Startbahn 2017« hatten in der vergangenen Spielzeit Ensemblemitglieder die Möglichkeit sich selbst als Choreograf oder Choreografin zu erproben. Für eine junge Künstlerin oder einen jungen Künstler besteht nun die Möglichkeit ein größeres Stück auszuarbeiten. »Fake« ist ein Ballett für Jugendliche ab 12 Jahren. In der Reihe »Ballett für junges Publikum« nähert sich Tim Plegge der Zeit des Erwachsenwerdens als Zeit der Rebellion und der Anpassung.

Das Hessische Staatsballett ist nicht nur als Kompanie zweier Häuser zwischen Darmstadt und Wiesbaden unterwegs. Nach der erfolgreichen Spanien-Tournee mit »Aschenputtel« im März 2017, ist das Ensemble in dieser Spielzeit mit »Eine Winterreise« nach Ludwigsburg eingeladen.

Im Rahmen von »Das Hessische Staatsballett lädt ein« werden auch in dieser Spielzeit unterschiedlichste Residenzarbeiten und Gastspiele präsentiert.

Die Kooperation mit dem Mousonturm Frankfurt, der Tanzplattform Rhein-Main, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten will sie die Region nachhaltig stärken, Akteure und Institutionen regional und überregional vernetzen und Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das einmal im Jahr in Frankfurt und im jährlichen Wechsel in Darmstadt und Wiesbaden veranstaltet wird.

Premieren und Uraufführungen Ballett 2017 / 2018

JUST
just.wDas Junge Staatsschauspiel setzt frische Impulse mit neuen Gesichtern auf der Bühne und neuen Regisseuren und Geschichten.
Die Kinderoper nach Wolfgang Amadeus Mozart »Die Zauberflöte für Kinder«, in einer Bearbeitung von Patrick Lange und Carsten Kochan, ist gleichzeitig der Spielzeit-Auftakt. Mit »Faust 1« kommt eine unkonventionelle Klassiker-Adaption auf die Bühne. »Robinson Crusoe« erzählt die Geschichte des einsamsten Helden der Literaturgeschichte als vergnügliche Mediensatire. Oscar Wilde hat mit seinem »Gespenst von Canterville« eine unsterbliche Figur geschaffen, die seither Generationen von Kindern und Eltern begeistert. »Der Drache, der nicht kämpfen wollte« ist eine Geschichte über Freundschaft und die Überwindung von Vorurteilen. »Väterchen Frost« ist die diesjährige Weihnachtsproduktion.

Das Junge Staatsmusical feiert in dieser Spielzeit sein 30-jähriges Bestehen. In dieser Spielzeit haben das Kultstück »Im weißen Rössl« und die meistgeliebte Tanz-Geschichte »Saturday Night Fever« Premiere.

Das neue Team der Theaterpädagogik, Luisa Schumacher, Laura zur Nieden und Dirk Schirdewahn, plant neben den Schultheatertagen, den beliebten Führungen »Backstage für Alle« und unterschiedlichen Workshops auch zahlreiche neue Projekte. So steht sowohl die Einrichtung eines wöchentlichen Theaterclubs als auch die erweiterte Vermittlung des Spielplans in enger Kooperation mit Schulen, Kindertagesstätten und anderen Bildungsinstitutionen auf dem Plan.

Premieren von Jungem Staatstheater & Jungem Staatsmusical

Internationale Maifestspiele 2018

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Die Premiere von Verdis »Maskenball« eröffnet die Internationalen Maifestspiele 2018. Adina Aaron singt Amelia, der polnische Tenor Arnold Rutkowski Riccardo und Vladislav Sulimsky vom Mariinsky Theater Renato, Ulrica ist nach ihren Züricher und Brüsseler Auftritten in dieser Rolle die kanadische Contraaltistin Marie Nicole Lemieux. Die Titelpartie in der neuen »Tannhäuser«-Inszenierung übernimmt im Mai Klaus Florian Vogt, der diese Partie bereits bei den diesjährigen Opernfestspielen in München singen wird. Als Arabella ist die großartige Strauss-Sängerin Maria Bengtsson zu erleben. Pretty Yende, die im »Liebestrank « 2017 an der Met New York singt, brilliert als Adina auch in Wiesbaden. Catherine Foster, Johannes Martin Kränzle, Lance Ryan und Albert Pesendorfer stehen in der Festspielauffü̈hrung der »Götterdämmerung« auf der Bühne. Als Fliegender Holländer kommt Egils Silins in einer weiteren Wagner-Partie nach Wiesbaden. Nach seiner »Otello«-Serie am Royal Opera House London gibt Gregory Kunde sein Wiesbaden-Debüt. Ein weiteres Highlight verspricht ein Gastspiel mit Rossinis »La Donna del Lago« unter der Leitung von George Petrou, mit Lena Belkina als Elena, Daniel Behle und Max Emanuel Cencic, der neben der Gesangspartie auch die Inszenierung übernimmt. Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele mit Ballett-, Schauspiel-, Konzert-, Kinder- und Sonderprogramm wird im Februar 2018 bekanntgegeben.

Tickets und weitere Informationen – Kostenlose Studententickets
service.wNEU: Kooperation mit der Hochschule RheinMain
Zwischen dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden und der Hochschule RheinMain wird es ab dem 1. Mai 2017 eine Kooperation geben, die Studierenden in Wiesbaden und Rüsselsheim mit einem Semesterbeitrag von 1 € kostenlose Theaterbesuche ermöglicht. Das Theaterticket gilt zunächst bis zum 31. März 2018 und schließt sämtliche Theatervorstellungen ein, ausgenommen sind jedoch Premieren, Sonderveranstaltungen sowie Gala-Abende. Die Karten sind ab dem dritten Tag vor der Veranstaltung erhältlich, solange es freie Plätze gibt.

Neugestaltung des Sitzplans
Die Spielzeit 2017.2018 bringt im Großen Haus Veränderungen hinsichtlich des Sitzplans. Um den veränderten Hör- und Sehgewohnheiten Rechnung zu tragen, wurde die Zuordnung einzelner Sitzplätze zu den entsprechenden Preiskategorien überdacht und die Abonnements vereinheitlicht.
Für das Hessische Staatstheater Wiesbaden ergibt sich durch die partielle Umgestaltung der Platzkategorien keine Mehreinnahme.

Vorverkauf
Karten für die Spielzeit 2017.2018 sind ab Donnerstag, den 20. April, um 10 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.
Der Vorverkauf für einige Veranstaltungen der Internationalen Maifestspiele 2018 beginnt ebenfalls am 20. April. Karten für alle Vorstellungen sind ab Februar 2018 erhältlich.

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
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Osterangebote im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
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Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bietet den Besucherinnen und Besuchern zwei Osteraktionen an. Die Angebote können ab sofort, so lange der Vorrat reicht, an der Theaterkasse im Großen Haus erworben werden.

2 für 1
Für ausgewählte Ostervorstellungen erhalten Besucherinnen und Besucher beim Kauf eines Tickets das zweite dazu.
Die Vorstellungstermine der Aktion im Überblick:
Donnerstag, 13. April »I love you, you’re perfect, now change« | 20.00 Uhr | Studio
Freitag, 14. April »Judas« | 19.30 Uhr | Kleines Haus
Samstag, 15. April »Terror« | 19.30 Uhr | Kleines Haus
Sonntag, 16. April »Ungeduld des Herzens« | 19.30 Uhr | Kleines Haus
Montag, 17. April »Auerhaus« | 19.30 Uhr | Kleines Haus

Überraschung im Theater-Osterei
In den Theater-Ostereiern, die es für 15 Euro zu kaufen gibt, sind zwei Tickets einer höheren Preisgruppe für eine Veranstaltung bis zum Ende der Spielzeit am Hessischen Staatstheater Wiesbaden erhalten. Für welche Vorstellung die Tickets gelten, bleibt eine Überraschung. Der Umtausch ist ausgeschlossen.

http://www.staatstheater-wiesbaden.de

Mai-Programm im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Hessisches Staatstheater Wiesbaden: Programm-Mai-2017

Vom 26. April bis 28. Mai sind weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien zu Gast bei den Internationalen Maifestspielen 2017.
Countertenor Max Emanuel Cencic ist in der Titelpartie von »Siroe, König von Persien«, eine spätbarocke Seifenoper von G.F. Händel, am 20. und 22. Mai im Großen Haus zu erleben. Das Merlin Ensemble Wien präsentiert am 13. und 14. Mai im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden viermal Arnold Schönberg, wie ihn kaum jemand kennt. Herbert Fritsch, Urgestein der Berliner Volksbühne, inszeniert das Schauspiel »Murmel Murmel«, welches mit Schauspielstars wie Anne Ratte-Polle und Wolfram Koch am 9. und 10. Mai im Großen Haus zu sehen ist. Der kanadische Bassbariton Gerald Finley steht am 21. Mai mit dem Pianisten Julius Drake auf der Bühne und präsentiert ein Liederabend-Programm, das eine Brücke zwischen den romantischen Ursprüngen des Kunstliedes bei Franz Schubert und Kompositionen des 20. Jahrhunderts schlägt. Eine nie dagewesene Interpretation von Goethes Meisterwerk »Faust« entstand in der außergewöhnlichen Zusammenarbeit der China National Peking Opera Company und der italienischen Emilia Romagna Teatro Fondazione und ist am 15. und 16. Mai im Großen Haus zu sehen. Der belgische Starchoreograf Alain Platel inszenierte die Performance »nicht schlafen«, einen apokalyptischen Überlebenskampf, der berührend und beeindruckend intensiv am 3. und 4. Mai zu sehen ist.

»Mein Kampf«, George Taboris 1987 uraufgeführte Farce, führt auf fantastisch-groteske Weise kluge Komik, schwermütigen Tiefsinn und grauenhafte Realität zusammen. Das Schauspiel feiert am 20. Mai, in der Inszenierung von Bernd Mottl, im Kleinen Haus Premiere.

Weitere Informationen und Karten: http://www.staatstheater-wiesbaden.de

Premiere von Schnitzlers Skandalstück »Reigen« am 1. April in der Wartburg

219x275.pm2.bgF1EEEAPremiere am 1. April 2017 um 19.30 Uhr in der Wartburg
Die beiden nächsten Vorstellungstermine sind am 7. & 12. April jeweils um 19.30 Uhr

Schnitzlers »Reigen« war ein Skandal. Geschrieben 1897, erschien die Szenenfolge zunächst in einer Auflage von 200 Stück als Privatdruck und wurde erst 1920 erstmals in Berlin aufgeführt. Nach der Premiere kam es zu Tumulten, Saalschlachten, Gerichtsverhandlungen und das Stück verschwand – vom Autor testamentarisch verfügt – bis 1982 von der Bühne.

Dass die zehn Dialoge über das Paarungsverhalten geschlechtsreifer Großstädter heute noch laufen, liegt aber weniger am Skandal als an ihrer literarischen Qualität und den in ihrer Typenhaftigkeit einzigartig charakterisierten Figuren.
Arthur Schnitzler entwirft das moralische Bild einer Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Bei der geschilderten Erotik geht es immer auch um das Spiel mit der Macht, ohne Rücksicht auf soziale Herkunft oder Lebensalter. Er selbst notierte dazu: »Geschrieben hab ich den ganzen Winter über nichts als eine Scenenreihe, die vollkommen undruckbar ist, literarisch auch nicht viel heißt, aber – nach ein paar hundert Jahren ausgegraben – einen Teil unserer Kultur eigentümlich beleuchten würde.«

Regie Felicitas Braun Bühne Sonja Böhm Kostüme Aleksandra Kica Dramaturgie Katharina Gerschler

Hure Evelyn M. Faber Stubenmädchen Anja S. Gläser Junge Frau Kruna Savić Süßes Mädel Llewellyn Reichman Schauspielerin Evelyn M. Faber Soldat Matze Vogel Junger Herr Stefan Graf Ehemann Ulrich Rechenbach Dichter Tom Gerber Graf Uwe Kraus

Weitere Vorstellungs-termine und mehr Informationen finden Sie unter www.staatstheater-wiesbaden.de

Zwei Uraufführungen der Spielzeit 2017.2018 – Oper „Schönerland“ und Schauspiel“Wir werden unter Regen warten“ im Staatstheater Wiebaden

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Mit zwei spannenden Uraufführungen der Spielzeit 2017.2018, nämlich der Oper von Flucht und Vertreibung »Schönerland« (Komposition: Søren Nils Eichberg) und dem skurrilen, tiefsinnigen 
Flüchtlings-Bühnenstück »Wir werden unter Regen warten« (Regisseur und Autor: Ihsan Othmann), beschreitet das Wiesbadener Staatstheater interessantes Neuland!

Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, stellte zwei besondere Uraufführungen der kommenden Spielzeit 2017.2018 vor.

Die Oper »Schönerland« und das Schauspiel-Projekt »Wir werden unter Regen warten« kreisen um die Themen Flucht und Heimat. Eine zentrale Frage dabei ist, was eine europäische Kunstform darüber erzählen kann und wie sie hilft mit diesen Themen umzugehen.

Komponist Søren Nils Eichberg, Librettistin Therese Schmidt und Regisseurin Johanna Wehner sprachen über die Inhalte, Hintergründe und die Kompositionsarbeit an »Schönerland«, Autor und Regisseur Ihsan Othmann über »Wir werden unter Regen warten«.

»Schönerland«, Premiere am 16. September 2017

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden feiert mit »Schönerland« in der Spielzeit 2017.2018 bereits die zweite Uraufführung eines Auftragswerks in der Oper seit Beginn der Intendanz Laufenberg. »Schönerland« ist eine Oper, die von der Suche nach Verstehen und Verständnis des Fremden handelt – in beide Richtungen.

Der junge dänisch-deutsche Komponist Søren Nils Eichberg, nominiert für den Deutschen Musikautorenpreis 2017, stößt in »Schönerland« eine Reflexion über die Kraft der Oper an. »Schönerland« ist Eichbergs zweite Oper nach seinem Opernerstling »Glare«, die am Royal Opera House in London uraufgeführt wurde. »Schönerland« ist ein Werk für großen Chor, acht Gesangssolisten und Sinfonieorchester. Das Libretto stammt von der Berliner Autorin und Musiktheater-Regisseurin Therese Schmidt. Die Regisseurin Johanna Wehner übernimmt die Insznierung der Uraufführung. Die Musikalische Leitung in »Schönerland« übernimmt Chordirektor Albert Horne, der zuletzt große Erfolge als Dirigent in »Peter Grimes« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden feierte.

»Wir werden unter Regen warten«, Premiere am 13. September 2017

»Wir werden unter Regen warten« ist ein Projekt über Flucht, Heimat und Zugehörigkeit des kurdischen Theatermachers Ihsan Othmann, der selbst 1992 als Deserteur der irakischen Armee nach Deutschland gekommen ist. Dem Wiesbadener Publikum ist er als Regisseur der Produktion »Die satanischen Verse« in der Spielzeit 2015.2016 bekannt und aktuell in der Sprechrolle des Bassa Selim in Mozarts »Die Entführung aus dem Serail« zu erleben.

Aus einem Mosaik von Einzelschicksalen entsteht in »Wir werden unter Regen warten« ein Panorama verschiedenster Themen: Die Frage nach der Existenz Gottes wird ebenso kontrovers diskutiert wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft oder die Ächtung von Homosexualität. Auf der Bühne: Sieben Tote. Sieben im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge. Sie alle – die jüdische Somalierin, der armenische Iraker, der transsexuelle Afghane, die in Syrien geborene Palästinenserin, der staatenlose Kurde, die Opernsängerin aus Teheran und der Derwisch-Tänzer aus der Türkei – erzählen Geschichten von zersplitterten Identitäten, von kulturellen Missverständnissen, Konfliktherden und Tabus. Ebenfalls auf der Bühne: Ein Lebender. Ein Landtagsabgeordneter der AfD, der mit seiner Yacht über den Ertrunkenen segelt und von der »Diktatur der Minderheiten« faselt. Woher kommst du? Warum bist du geflohen? Wie wirst du nach Europa gehen? Was wünschst du dir von der Zukunft? Aus diesen einfachen Fragen entsteht das neue Stück von Ihsan Othmann schmerzhaft, komisch und surreal.

Karten sind ab Donnerstag, den 20. April, um 10 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611. 132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

PREMIERE DER OPER »EUGEN ONEGIN« am 11.03.2017 im Großen Haus Wiesbaden

Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Libretto: Peter Tschaikowski und Konstantin Schilowski, nach dem Roman von Alexander Puschkin
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am 11. März 2017 um 19.30 Uhr im Großen Haus
Die nächsten Vorstellungstermine sind am 17. & 25. März jeweils um 19.30 Uhr

Die lyrischen Szenen von Peter Tschaikowskis »Eugen Onegin« stellen eine besondere Herausforderung an die Sänger und das Regieteam, wollte doch Tschaikowski mit dieser Oper psychologische Wahrhaftigkeit erreichen. In der Inszenierung von Vasily Barkharkov feiert das Werk am Hessischen Staatstheater Wiesbaden am 12. März Premiere. Barkhatov brachte bei den Internationalen Maifestspielen 2016 Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten« in einem spektakulären Raumkonzept auf die Bühne. Die Musikalische Leitung liegt bei Daniela Musca.

Christopher Bolduc gibt sein Rollendebüt in der Titelpartie des Eugen Onegin, zuletzt war er in Wiesbaden u.a. als Marcello (»La Bohème«) zu sehen. In der laufenden Spielzeit 2016.2017 übernimmt er auch die Partie des Grafen Almaviva (»Die Hochzeit des Figaro«). Die international preisgekrönte Asmik Grigorian ist als Tatjana zu erleben. Sie war 2016 erstmals als Judit in »Herzog Blaubarts Burg«, mit der sie auch in Gent und Antwerpen gastierte, in Wiesbaden zu sehen. Silvia Hauer übernimmt die Partie der Olga. In Wiesbaden stellte sie sich 2015 als Dorabella (»Così fan tutte«) vor. Thomas Blondelle übernimmt die Partie des Lenski. Als Gast von der Deutschen Oper Berlin wird er u.a. auch als Loge (»Das Rheingold«) gefeiert. Wolf Matthias Friedrich singt Fürst Gremin und ist auch als Osmin (»Die Entführung aus dem Serail«) und Bartolo (»Die Hochzeit des Figaro«) zu sehen. Romina Boscolo ist Larina, Erik Biegel ist Triquet. In der Partie der Filipjewna singt Anna Maria Dur, die u.a. bei den Salzburger Festspieler große Erfolge feierte.

Musikalische Leitung Daniela Musca Inszenierung Vasily Barkhatov Bühne Zinovy Margolin Kostüme Olga Shaishmelashvili Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai
Eugen Onegin Christopher Bolduc Tatjana Asmik Grigorian / Tatjana Miyus Olga Silvia Hauer Lenski Thomas Blondelle / Aaron Cawley Fürst Gremin Wolf Matthias Friedrich / Young Doo Park Larina Romina Boscolo Triquet Tobias Hunger / Erik Biegel Filipjewna Anna Maria Dur Saretzki Christian Balzer / Aldomir Mollov Ein Hauptmann Leonid Firstov / Martin Stoschka

Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Informationen finden Sie unter www.staatstheater-wiesbaden.de

PREMIERE IM SCHAUSPIEL Theater Wiesbaden »JUDAS« nach dem Roman von Amos Oz am 1.März

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

PREMIERE IM SCHAUSPIEL »JUDAS«
Uraufführung
Nach dem Roman von Amos Oz
Deutsch von Mirjam Pressler, in einer Bühnenfassung von Clemens Bechtel

Premiere am 1. März 2017 um 19.30 Uhr im Kleinen Haus
Die beiden nächsten Vorstellungstermine sind am 3. & 4. März jeweils um 19.30 Uhr

Amos Oz’ Roman spielt im Jerusalem der späten 1950er Jahre. Die Geschichte rankt sich um drei Figuren und drei Generationen: Der junge Schmuel, aus dessen Perspektive erzählt wird, flieht vor einer unglücklichen Liebe und aus dem Universitätsstudium und gerät per Zufall in das Haus eines geistreichen alten Mannes, dem er Pfleger und vor allem ein kluger Gesprächspartner sein soll. Schmuel findet bald heraus, dass Gershom Wald eine wichtige Rolle gespielt hat in den politischen Zerwürfnissen um die Staatsgründung Israels. Zudem trifft er auf Gershoms Schwiegertochter Atalja, Privatdetektivin, Jahre älter als Schmuel und für ihn eine aufregende, faszinierende Frau. So entspinnt sich neben dem historisch-kritischen Diskurs in atmosphärischer Dichte eine wunderbar wilde Geschichte um Begehren und Geheimnis.

Parallel zu den Erzählungen von Liebe und der politischen Dimension des Israel-Konflikts führt Oz eine religionsgeschichtliche Debatte. Denn Schmuel nimmt, inspiriert von der eigenwilligen Wohngemeinschaft, seine Seminararbeit über die Rezeption der Judas-Figur wieder auf. Und er macht sich daran, dunkle Geschehnisse aus der Vergangenheit von Atalja und Gershom zu entwirren. So wird vor der Folie der kulturhistorischen Bedeutung der Titelfigur die Frage nach Verrat im gesellschaftlichen wie im familiären Kontext überraschend neu gestellt.

Für das Hessische Staatstheater Wiesbaden erarbeitete Clemens Bechtel bereits »Die Träume der Armen, die Ängste der Reichen« und »Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester« nach dem Buch von Charlotte Link.

Regie Clemens Bechtel Bühne Matthias Schaller Kostüme Vesna Hiltmann Musik Nils Strunk Dramaturgie Sascha Kölzow

Atalja Sólveig Arnarsdóttir Schmuel Asch Maximilian Pulst Gershom Wald Rainer Kühn
Abrabanel Benjamin Krämer-Jenster

Weitere Vorstellungs-termine und mehr Informationen finden Sie unter www.staatstheater-wiesbaden.de

»Badesalz« am 29. Juni live auf der Bühne im Großen Haus Wiesbaden

badesalzAm Donnerstag, den 29. Juni, um 20 Uhr ist das hessische Comedy-Duo »Badesalz« zu Gast im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Mit ihrem Programm »Dö Chefs!« präsentieren Henni Nachtsheim und Gerd Knebel, alias »Badesalz«, wieder eine skurrile Geschichte aus dem nahezu unerschöpflichen »Badesalz«-Universum. Mit mehr als 30 Jahren Bühnenerfahrung und einer riesigen Fangemeinde sind die beiden Comedians und Musiker auch außerhalb Hessens Kult.

Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf http://www.staatstheater-wiesbaden.de/

BALLETT-PREMIERE »SOMMERNACHTSTRAUM« am 19.Februar 2017 Wiesbadener Staatstheater

Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ballett von Tim Plegge
Nach »A Midsummer Night’s Dream« von William Shakespeare
Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy & Anderen

Premiere am 19. Februar, um 19.30 Uhr im Großen Haus
Die beiden nächsten Vorstellungstermine: 25. Februar und 2. März, um jeweils 19.30 Uhr

Ballettdirektor Tim Plegge wendet sich wieder einem Klassiker zu: Sein »Sommernachtstraum« zur Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy ist fesselnd und unterhaltsam, anarchisch und bezaubernd.

Der »Sommernachtstraum« folgt den Verwirrungen der Liebe und taucht ein in die Tiefen der Träume. Die Liebe überfällt die Menschen gerade so wie das Unglück, Entrinnen ist ausgeschlossen: Hermia liebt Lysander. Demetrius liebt Hermia. Helena liebt Demetrius. Ihr Vater verlangt, dass Hermia Demetrius heiratet, deshalb flieht sie mit Lysander. Demetrius folgt dem Liebespaar, Helena folgt Demetrius. In einer rauschhaften Nacht verlieren sie sich und finden einander. Vertrautes gerät aus den Fugen. Ungeahntes scheint möglich. Bei Tagesanbruch ist nichts mehr, wie es war. Doch die Traumbilder bleiben im Bewusstsein verhakt. Die Erinnerungen beflügeln.

Musikalische Leitung Benjamin Schneider Choreografie Tim Plegge Bühne PFrank Philipp Schlößmann Kostüme Judith Adam Dramaturgie Brigitte Knöß

Mit dem Ensemble des Hessischen Staatsballetts
Es spielt das Hessische Staatsorchester Wiesbaden

Weitere Vorstellungstermine und mehr Informationen finden Sie unter Wiesbadener Staatstheater

„Die Welt in Bewegung“ – Programmvorschau auf die Wiesbadener Internationalen Maifestspiele vom 26. April bis 28. Mai 2017 

Pressekonferenz am 7. Februar 2017 in Anwesenheit von Oberbürgermeister Sven Gerich und Staatssekretär Ingmar Jung zur Vorstellung des Programms der Wiesbadener Internatitonalen Maifestspiele  im Theater-Foyer. Foto: Diether v. Goddenthow
Pressekonferenz am 7. Februar 2017 in Anwesenheit von Oberbürgermeister Sven Gerich und Staatssekretär Ingmar Jung zur Vorstellung des Programms der Wiesbadener Internatitonalen Maifestspiele im Theater-Foyer. Foto: Diether v. Goddenthow

Die diesjährigen Wiesbadener Internationalen Maifestspiele stehen ganz im Zeichen von Richard  Wagners „Ring“, auf makabre Weise  aktueller denn je.   So hätte sich Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Leiter der Internationalen Maifestspiele, als er vor zwei Jahren in Linz die Götterdämmerung kreierte, und genau studierte, wie und warum man eine Welt in den Untergang führt, „nicht ausmalen können, das dies bereits in der gegenwärtigen  Realität wieder denkbar wäre, seit die Alberiche der Welt wie Erdogan, Putin und jetzt Trump und vielleicht bald Le Pen usw.  an die Macht gelangten . „Die Kunst, wissen wir auch, wird die Katastrophe nicht verhindern“, so Laufenberg, „aber sie beschreibt Katastrophen, und beschreibt warum sie so kommen, und die Kunst hat den Auftrag, uns diesen Spiegel permanent vor Augen zu halten. Ob wir aus diesem Spiegel lernen, ist natürlich die Sache der Leute, die ins Theater gehen. Die nicht ins Theater gehen, wissen wir, sind häufig die Leute, die an den Schaltern sitzen und oft nicht sehr kunstsinnig sind.“ so der Intendant im gleichgesinnten, recht besorgtem Podium auf der Pressekonferenz anlässlich der Programmvorschau der Wiesbadener Internationalen Maifestspiele 2017.

Die Internationalen Maifestspiele finden vom 26. April bis 28. Mai 2017 unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Motto,  der Weltenstimmung ein wenig nachempfunden, lautet denn auch  »Die Welt in Bewegung«, zumindest werden  die 50 erstklassigen Produktionen in diesem Mai die Besucher ganz schön auf Trapp halten-  Weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien sind zu Gast in der Weltkurstadt Wiesbaden.

»Mir gefällt das diesjährige Motto sehr gut; es spricht sowohl die Internationalität unserer Stadt und der Maifestspiele an, als auch die momentanen weltweiten Wirren, denen die Kunst traditionell etwas entgegensetzen kann: Miteinander, Solidarität, Integration und Geist«, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Maifestspielprogramms 2017.

»Unsere Landeshauptstadt ist im Mai der Nabel der europäischen Theaterwelt. Das Publikum kann dort die große Vielfalt des Theaters in all seinen Sparten erleben. Besonders freut mich, dass zum Programm auch international bedeutsame Inszenierungen im Kinder- und Jugendtheater gehören. Die breite kulturelle Bildung über alle Altersgrenzen hinweg ist ein wichtiges Anliegen der hessischen Landesregierung. Daher fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Internationalen Maifestspiele in diesem Jahr auch mit 76.000 Euro«,ergänzte Staatssekretär Ingmar Jung.

Keine Angst vor der Angst: Der Themenschwerpunkt »German Angst« widmet sich der aktuell weltweit um sich greifenden Angst. Viele Aufführungen stellen sich diesem Thema musikalisch und thematisch mutig, lustvoll und radikal.

Angefangen mit Wagners »Ring«-Zyklus in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg wird mit der Uraufführung von Markus Öhrns »Verbrannte Erde« die freudvolle Zerstörung erprobt. Alain Platel zeigt mit »nicht schlafen« verzweifelt kämpfende Menschen, die in der Musik Erlösung finden. Ersan Mondtags »Tyrannis« erzählt von der Angst vor dem Fremden und im »Faust« und den Liederabenden erklingen ebenfalls ängstliche Spuren.

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Oper / Konzert

Große Wagner-Stimmen eröffnen die Festspielsaison in Wiesbaden mit einemWagner-Galakonzert. Als Star-Gäste sind Catherine Foster, Klaus Florian Vogt und René Pape, die weltweit als führende Wagner-Interpreten gehandelt werden, zu erleben.

Zwei komplette Zyklen von Wagners »Ring des Nibelungen« stehen als Schwerpunkt auf dem Programm der diesjährigen Festspiele. Bereits die ersten Maifestspiele 1896 bezogen sich auf Richard Wagners Opus Magnum. In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der musikalischen Leitung von Alexander Joel stehen herausragende Sängerdarstellerinnen und -darsteller auf der Bühne.

Eine Vortragsmatinee und eine Lesung aus Thomas Manns »Wälsungenblut« begleiten den »Ring«-Zyklus.

Markus Öhrn kehrt mit einer Uraufführung, der Performance »Verbrannte Erde«, im Mai nach Wiesbaden zurück. Gemeinsam mit dem Komponisten und Dirigenten Arno Waschk zeigt er eine Neukomposition für acht Sänger und zwei Molotov-Cocktail-Werfer als Liebeserklärung an den Anarchisten Richard Wagner am Warmen Damm.

Unter der Leitung des Barock und Frühklassik-Spezialisten Konrad Junghänel singt und spielt ein außergewöhnliches Ensemble Mozarts großes Opernwerk»Die Hochzeit des Figaro«. Der preisgekrönte Gerald Finley ist Graf Almaviva und die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson singt Gräfin Almaviva, zusammen mit Nachwuchskünstlerin Hanna-Elisabeth Müller (Susanna) und Patrick Carfizzi (Figaro).

In Mozarts »Die Zauberflöte« singen Günter Groissböck als Sarastro, Michael Nagy als Papageno, Gloria Rehm als Königin der Nacht, Shooting-Star Katharina Konradi als Pamina und Ioan Hotea in der Partie des Tamino.

In »Siroe, König von Persien« spielen Lügen, heimliche Liebschaften und Machtgier eine große Rolle. Countertenor Max Emanuel Cencic (Siroe) und Julia Lezhneva (Laodice) sind gemeinsam mit dem hochdekorierten Barockensemble Armonia Atenea unter der Leitung von George Petrou zu erleben.

Die Liederabende sind mittlerweile fester Bestandteil der Internationalen Maifestspiele und auch in diesem Jahr bereiten die Bassbaritone Florian Boesch und Gerald Finley, beide führende Oper- und Liedsänger, besondere Konzerterlebnisse.

Hermann Beil und das Merlin Ensemble Wien widmen sich in ihrem dritten Jahr bei den Internationalen Maifestspielen zusammen mit Pierrot-Darstellerin Sylvie Rohrer selten zu hörenden Facetten in Arnold Schönbergs Werk.

Alte Musik und altes Handwerk, Bühnen- und Puppenzauber in einem bringt die lautten compagney Berlin und das Puppentheater Carlo Colla e Figli mit der Oper »Giustino« von Georg Friedrich Händel auf die Bühne.

Das Ensemble Mattiacis entführt das Publikum mit der Barockoper »La liberazione di Ruggiero dall`isola d`Alcina« in die Blütezeit der Oper im Italien des Frühbarock.

Tanz

Mit »Light« präsentiert die niederländische Tanzkompanie LeineRoebana mit Tänzern, Sängern und Musikern eine Welt, in der kulturelle Unterschiede kein Hindernis sind, sondern Bedingung für Kreation und Kommunikation. Das Choreografen-Paar Andrea Leine und Harijono Roebana arbeitet erneut mit dem indonesischen Musiker Iwan Gunawan zusammen.

Nach seinem Erfolgsstück »Coup Fatal« bei den Internationalen Maifestspielen 2015 kehrt Alain Platel mit dem Mahler-Projekt »nicht schlafen« nach Wiesbaden zurück. Einen apokalyptischen Überlebenskampf, jeder gegen jeden, den der belgische Star-Choreograph mit Tänzern und Sängern inszeniert.

Marco Goecke gilt als Erneuerer der Tanzszene und erzählt mit seinem Ballett»Nijinski« vom außergewöhnlichen Leben des Tänzers und Choreografen Waslaw Nijinski. Das Stück geht über die Beschäftigung mit dessen Biografie hinaus und zielt auf die grundlegenden Fragen, wie den Wert und Zauber der Kunst, ab. Getanzt wird das Stück vom jungen Ensemble Gauthier Dance aus Stuttgart.

Schauspiel                        

Das Schauspiel »Faust – Eine Version des deutschen Klassikers aus Peking« ist eine neue Interpretation von Goethes Meisterwerk. Regisseurin Anna Peschke kombiniert deutsche Theater- und Performancekunst mit dem typischen Gesang und traditionellen Kostümen aus China. Es entstand eine außergewöhnliche Zusammenarbeit der China National Peking Opera Company mit der italienischen Emilia Romagna Teatro Fondazione.

Herbert Fritschs gefeierte Kultinszenierung der Volksbühne Berlin »Murmel Murmel« ist mit den Schauspielstars Anne Ratte-Polle und Wolfram Koch in Wiesbaden zu erleben. Elf Schauspieler und ein Musiker erzählen mit nur einen Wort alles.

»Tyrannis« ist ein intimes Gruselkabinett der stummen Angst vor dem Fremden. Regisseur Ersan Mondtag zeigt mit der Tragödie eine bildmächtige Welt, die den Nerv der Zeit trifft.

Junge Woche

Das Programm für das junge und jung gebliebene Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche des JUST, das unter dem Zeichen seines 20-jährigen Jubiläums steht. Den Auftakt bildet »Rico, Oskar und das Herzgebreche« in einer Bearbeitung von Oliver Wronka. Eine Geschichte über die spannenden Abenteuer der unzertrennlichen Freunde und den kleinen großen Helden Rico und Oskar.

»Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht ist ein Stück über die Verführbarkeit des Menschen, das sich in der Inszenierung von Matthias Faltz in seiner Aktualität nicht nur an die Jugend, sondern auch an die mitgewachsenen Zuschauer richtet.

Ein kleines Stück gegen die Gewalt der Welt zeigt Ariel Doron mit »Plastic Heroes« als satirischer Kommentar zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen.

In der Uraufführung »Hamlet_Studio« verschmelzen die Welten Shakespeares mit der Geschichte dreier Jugendlicher und ihren ganz eigenen Problemen.

Für die Kleinen sind »Turlututu«, »The Carnival of the Animals« und die bezaubernden Aufführungen an traditionellen und ungewöhnlichen Schauplätzen, »Camping Royal«, großes Theater.   

Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse.

An ausgewählten Abenden finden im Foyer des Staatstheaters die »Mai Tanz Nächte« mit Live-Acts und DJ-Sets statt. Die Kooperation mit der Caligari FilmBühne bleibt eine feste Größe bei den Internationalen Maifestspielen 2017.

Die Internationalen Maifestspiele 2017 werden durch die Unterstützung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. ermöglicht.

 

Karten sind ab Samstag, den 11. Februar, um 9 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611. 132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.