Kategorie-Archiv: Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Wiesbadener Staatstheater: Sommer-Special zum Spielzeitstart – Sommeröffnungszeiten – Theaterfest am 24.08.2019

© Foto: Diether v. Goddenthow
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I. Sommer-Special zum Spielzeitstart
II. Sommeröffnungszeiten
III. Save the Date: Theaterfest

I. Sommer-Special zum Spielzeitstart: Theater-Spontan-Card für 5 Euro im September
Neugierige und Interessierte können mit dieser Aktion die Vorteile der Theater-Spontan-Card testen und erhalten 50 % Rabatt auf alle Vorstellungen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden an der Abendkasse im September 2019. Die Karte kostet einmalig 5 Euro und ist ab Montag, den 17. Juni 2019 an der Theaterkasse erhältlich.
Auf Wunsch kann die Theater-Spontan-Card im Anschluss für einmalig 45 Euro erworben werden. Der Testpreis von 5 Euro wird angerechnet.
Die Theater-Spontan-Card ist bei nicht ausverkauften Vorstellungen an der Abendkasse, je eine Stunde vor Vorstellungsbeginn einsetzbar. Die Karte ist nicht übertragbar und ist ab Kaufdatum ein Jahr lang und unabhängig von der Spielzeit gültig.

II. Sommeröffnungszeiten der Theaterkasse, des Abo-Büros & des Gruppenbüros
Die Theaterkasse im Großen Haus bleibt von Montag, den 1. Juli bis Sonntag, den 11. August 2019 geschlossen. Das Abo-Büro verabschiedet sich am Donnerstag, den 11. Juli in die Sommerpause und ist ab Donnerstag, den 1. August 2019 wieder geöffnet. Das Gruppenbüro schließt am 8 Juli und ist ab 29. Juli 2019 wieder geöffnet.
Theaterkarten für die Spielzeit 2019.2020 sind auch während der Sommerpause der Theaterkasse unter www.staatstheater-wiesbaden.de durchgehend erhältlich.

III. Save the Date: Spielzeitstart 2019.2020 mit Theaterfest

Kostümverkauf beim Theaterfest © Foto: Diether v. Goddenthow
Kostümverkauf beim Theaterfest © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Spielzeit 2019.2020 beginnt am Samstag, den 24. August 2019, ab 14 Uhr mit dem Theaterfest. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden präsentiert an verschiedenen Orten des Hauses Ausschnitte aus dem neuen Programm, ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen und hält viele Aktionen für die Besucherinnen und Besucher bereit. Das Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Theaterkasse: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340 | abonnement@staatstheater-wiesbaden.de Gruppenbüro: Telefon 0611.132 300 | gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Mit einer erfolgreichen Bilanz gingen die Internationalen Wiesbadener Maifestspiele 2019 zu Ende

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Mit Giuseppe Verdis Oper »Rigoletto« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg finden die Internationalen Maifestspiele 2019 am Freitag, den 31. Mai im Großen Haus ihren krönenden Abschluss. In der Rolle des Rigoletto ist Ludovic Tézier zu erleben, der regelmäßig an den großen Bühnen der Welt, u.a. der Metropolitan Opera New York, der Wiener Staatsoper und der Opéra National de Paris gastiert. Andreas Schager ist noch einmal am 29. Mai in »Faszination Wagner« von Selcuk Cara im Großen Haus zu erleben. Die Weltpremiere wurde vom Nationaltheater Prag mit dem Orchester der Staatsoper am 25. & 26.10.2018 aufgeführt.

Die Internationalen Maifestspiele 2019, die Intendant Uwe Eric Laufenberg künstlerisch verantwortet, finden vom 30. April bis zum 31. Mai unter dem Motto »Die Stille dazwischen« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das »Mozart-Doppel« mit »Idomeneo« und »Titus« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg eröffnete die Festspielsaison. Zu den Sängern gehören Olesya Golovneva, Netta Or sowie Thomas Blondelle und Mirko Roschkowski in den beiden Titelpartien. Dem Festivalschwerpunkt folgte am ersten Festival-Wochenende das große Mozart-Event »Mozart24«. 24 Stunden, rund um die Uhr, feierten die Internationalen Maifestspiele Mozart mit Musik, Wort und großer Bühnenkunst.

Das Gastspiel »La Donna del Lago« von Gioachino Rossini und Richard Wagners Oper »Die Meistersinger von Nürnberg« mit Michael Volle und Günther Groissböck erreichten die höchsten Auslastungszahlen. Beim Publikum besonders beliebt waren außerdem die Opern »Don Giovanni« mit Ildebrando D‘Arcangelo in der Titelpartie sowie »Tannhäuser« mit Andreas Schager.

In der Sparte Schauspiel verzeichneten die Gastspiele »Professor Bernhardi« von der Schaubühne Berlin und René Polleschs »Cry Baby« vom Deutschen Theater Berlin besonders viele Zuschauer, in der Sparte Tanz waren es »Puz/zle« von Sidi Larbi Cherkaoui und Hofesh Shechters »Grand Finale«.

Zu den Highlights zählten die Uraufführung »Paris-Dakar oder Schrödinges Katze« von Manfred Karge, »Panikherz« des Berliner Ensembles, die Lesung »Passione spezial – Mozart!« mit Elke Heidenreich, die von Marc-Aurel Floros am Klavier begleitet wurde, der Liederabend mit Florian Boesch und Justus Zeyen sowie die konzertante Aufführung von Henry Purcells »The Fairy Queen«.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Bis zum Ende der Internationalen Maifestspiele 2019 sind es mehr als 25.500 Besucher, über 1.000 mehr als im Vorjahr, die insgesamt 62 Veranstaltungen frequentiert haben werden. Es wurden 25.220 Karten verkauft. Die Auslastung liegt insgesamt bei 85,2%. Die Einnahmen, die bei den diesjährigen Internationalen Maifestspielen erzielt wurden, sind verglichen mit den letzten 12 Jahren am dritthöchsten. Die Auslastung der Jungen Woche lag bei 84,2 %.

In den Sozialen Medien wird die Reichweite der Facebook-Posts bei ca. 202.000, der der Instagram-Beiträge bei ca.109.000 liegen und ca. 17.000 Tweet-Impressions erreicht haben.

Ermöglicht wurde das Programm durch die Förderung der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen sowie durch die Zuwendung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. und dem Kulturfonds RheinMain. Die Nassauische Sparkasse unterstützte die Produktionen der Jungen Woche. Kulturpartner der Internationalen Maifestspiele 2019 ist hr2 Kultur. Das Magazin sensor präsentierte die Performance »The Scarlet Letter«.

Ausblick Internationale Maifestspiele 2020:
Die Internationalen Maifestspiele werden am 1. Mai 2020 mit Richard Wagners »Tristan und Isolde« unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Patrick Lange und in einer Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg eröffnet. Lance Ryan und Catherine Foster kehren in den Titelpartien zurück nach Wiesbaden. René Pape singt die Rolle des König Marke, Thomas de Vries den Kruwenal.

Weiterhin werden Galavorstellungen von Wagners Opernmeisterwerk »Der fliegende Holländer« mit Michael Volle als Holländer und Gabriele Scherer als Senta, Strauss‘ »Elektra« mit Catherine Foster in der Titelpartie sowie »Der Rosenkavalier« mit Anja Harteros als Feldmarschallin zu erleben sein. Hinzukommen die Publikums-Lieblinge »Carmen« und »Tosca«, die ebenfalls in Star-Besetzung dargeboten werden. Das musikalische Spektrum bei den Konzerten reicht von Swing bis Barock: Mezzosopranistin Magdalena Kožená kommt mit Songs von Cole Porter nach Wiesbaden, begleitet von den Melody Markers. Das Ensemble Mattiacis und die Sopranistin Dorothee Mields haben einen Barock-Abend im Gepäck.

Der Vorverkauf für sechs Opernproduktionen der Internationalen Maifestspiele 2020 hat bereits begonnen. Im Frühjahr 2020 wird das Gesamtprogramm veröffentlicht.

Volker Bouffier eröffnet die 125. Internationalen Maifestspiele im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Ministerpräsident Volker Bouffier eröffnet mit Kulturministerin Angela Dorn am 30. April 2019 im Foyer des Hessischen Staatstheaters die 125. Internationalen Maifestspiele. "Für eine Gesellschaft ist die Kultur das, was das Gedächtnis für den Einzelnen ist", sagte Bouffier. Sie hülfe die Vergangenheit zu verstehen und könne uns gleichzeitig Kompass für unser gegenwärtiges und unser zukünftiges Leben sein. so der Ministerpräsident."Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier eröffnet mit Kulturministerin Angela Dorn am 30. April 2019 im Foyer des Hessischen Staatstheaters die 125. Internationalen Maifestspiele. „Für eine Gesellschaft ist die Kultur das, was das Gedächtnis für den Einzelnen ist“, sagte Bouffier. Sie hülfe die Vergangenheit zu verstehen und könne uns gleichzeitig Kompass für unser gegenwärtiges und unser zukünftiges Leben sein, so der Ministerpräsident.“Foto: Diether v. Goddenthow

Nach erfolgreicher Reha wieder zum ersten Mal in der Öffentlichkeit, eröffnete Ministerpräsident Volker Bouffier gestern Abend gemeinsam mit Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst, sowie Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich im prächtigen neobarocken Foyer des Hessischen Staatstheaters feierliche die 125. Internationalen Maifestspiele. Unter dem Motto „Die Stille dazwischen“ rücken Deutschlands zweitältesten Festspiele vom 30. April bis 31. Mai 2019 Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt.

Großer Andrang im neobarocken Foyerbau des Hessischen Staatstheaters bei der Eröffnung der 125. Internationalen Maifestspiele am 30. April 2019.Foto: Diether v. Goddenthow
Großer Andrang im neobarocken Foyerbau des Hessischen Staatstheaters bei der Eröffnung der 125. Internationalen Maifestspiele am 30. April 2019.Foto: Diether v. Goddenthow

Über 50 Veranstaltungen bietet das Wiesbadner Staatstheater unter künstlerischer Leitung seines Intendanten Uwe Eric Laufenberg in dieser Saison seinen bis aus USA angereisten Festspiel-Gästen an, darunter auch einen Strauß beliebter Maifestspiel-Klassiker wie: „Idomeno“, „Titus“, „Don Giovanni“, „Salome“, „Madama Butterfly“, „Ein Maskenball“, „Tannhäuser“, „Die Meistersinger von Nürnberg“ oder „Rigoletto“. Weitere Höhepunkte erwarten die Gäste auch im Schauspiel, beispielsweise: „Professor Bernhardi“, „Paris-Dakar“, „Schrödingers Katze“, „Cry Baby“, „Panikherz“ oder (musikalische) Lesungen wie „Die Kreuzersonate“ und „Der Zitronentisch“. Freuen können die Freunde von Ballet und Tanz-Performance über Highlights wie: „Golden Days“, „Puz/zle“, „Grand Finale“ oder „The Scarlet Letter“. Dieser Tanz der spanischen Extremperformerin Angélica Liddell ist eine Hommage an  die Silvester tödlich verunglückte Leiterin der Wiesbaden Biennale, Maria Magdalena Ludewig.

Impression von der feierlichen Begrüßung der Gäste durch Intendant  Uwe Eric Laufenberg  (v.l.n.r.:)  Intendant Uwe Eric Laufenberg, Oberbürgermeister Sven Gerich, Miniterpräsident Volker Bouffier,  Ehefrau Ursula Bouffier, (im Hintergrund Generalmusikdirektor Patrick Lange) Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn sowie Staatssekretär und Regierungssprecher Michael Bußer. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression von der feierlichen Begrüßung der Gäste durch Intendant Uwe Eric Laufenberg (v.l.n.r.:) Intendant Uwe Eric Laufenberg, Oberbürgermeister Sven Gerich, Miniterpräsident Volker Bouffier, Ehefrau Ursula Bouffier, (im Hintergrund Generalmusikdirektor Patrick Lange) Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn sowie Staatssekretär und Regierungssprecher Michael Bußer. Foto: Diether v. Goddenthow

In der Sparte „Junge Woche“ werden sich nicht nur junge Theaterfans über die Auftaktinszenierung von Astrid Lindgrens „Die Brüder Löwenherz“ (8+) freuen. Weitere Highlights werden sein: „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“ (5+), Puppenspiel nach Janosch: „Guten Tag, kleines Schweinchen“ (4+), die clevere Slapstick-Show „AaiPet“ (3+) oder das Tanztheater „Rock wie Hose“ (5+) von Célestine Hennermann aus Frankfurt, sowie viele weitere Kinder- und Jugend-Angebote.

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Der Festspielauftakt beleuchtet Mozarts Opernwelt vom Anfang und Ende her, gestern Abend beginnend mit „Idomeneo“. Heute Abend folgt als Fortsetzung des Mozart-Doppels „La Clemenza di Tito“. Beide Mozart-Opern inszeniert Uwe Eric Laufenberg unter der musikalischen Leitung von Mozartspezialist Konrad Junghänel. Kommendes Wochenende, parallel zum Internationalen Internistenkongress im RMCC, wird das größte Mozart-Event, „Mozart24″, veranstaltet werden: Am 4. und 5. Mai  feiern hierbei die internationalen Maifestspiele 24 Stunden rund um die Uhr Mozart mit Musik, Wort und großer Bühnenkunst. Das heißt: Opernaufführungen, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder mit Lesungen aus berühmten Biografien, Romanen, Anthologien, überlieferten Kritiken und Mozart-Briefen werden sich in einem Non-stop-Programm abwechseln, ergänzt durch Neues und Experimentelles.

Weitere Einzelheiten zum Maifestspiel-Programm 2019

Foto: Diether v. Goddenthow
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Die kommende Spielzeit 2019.2020 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden spannend und mit neuen Akzenten

Spielzeit-Pressekonferenz im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. (v.l.n.r.): Jan-Sebastian Kittel, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Bernd Fülle Geschäftsführender Direktor, Uwe Eric Laufenberg, Intendant, Patrick Lange, Generalmusikdirektor und Tim Plegge, Ballettdirektor. © Foto: Diether v. Goddenthow
Spielzeit-Pressekonferenz im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. (v.l.n.r.): Jan-Sebastian Kittel, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Bernd Fülle Geschäftsführender Direktor, Uwe Eric Laufenberg, Intendant, Patrick Lange, Generalmusikdirektor und Tim Plegge, Ballettdirektor. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das umfangreiche Programm des Hessischen Staatstheater Wiesbaden der neuen Spielzeit 2010.2020 verspricht in allen seinen Sparten Oper, Schauspiel, Konzert, Ballett und Just wieder ausgesprochen spannend zu werden. Im Jubiläumsjahr seines 125. Bestehens, welches im Oktober mit einem extra Fest begangen werden soll, präsentiert es sich, mal vom Gebäudezustand abgesehen, so jung wie nie. Intendant Uwe Eric Laufenberg und sein Team werden, wie sie auf der heutigen Pressekonferenz sagten, neue Akzente setzen, insbesondere, was die programmatische Neuausrichtung der „Wartburg“ als Spielstätte für das junge Publikum betrifft, auch als Sprungbrett und Experimentierfeld für junge Regisseure.

Komponisten-Wettbewerb und -Preis  zum Jugendstiljahr Wiesbaden“
Spannend und einmalig ist der Komponisten-Wettbewerb für zeitgenössische Musik anlässlich des Wiesbadener Jugendstiljahrs. Vergeben werden drei Jurypreise, die mit je 5000 Euro dotiert sind und ein Publikumspreis am 1. Juli 2020 in Höhe von 2.500 Euro. Noch bis zum 1.Juli 2019 können sich Komponisten aus Wiesbaden und der Rhein-Main-Region (Umkreis 100 km) mit einer entsprechenden Komposition bewerben. Diese sollen sich mit der Epoche Jugendstil, ihren Themen oder ggfs. mit einzelnen Werken der Sammlung Neess (der demnächst neu eröffneten Jugendstilausstellung im Museum Wiesbaden) auseinandersetzen. Sie sollen maximal für die Besetzung des Hessischen Staatsorchesters geschrieben sein und nicht länger als 7 Minuten dauern. Die drei von der Jury prämierten Kompositionen werden einzeln in Sinfoniekonzerten unter Leitung von Generalmusikdirektor Patrick Lange uraufgeführt werden. Im letzten Konzert der Saison erklingen alle drei Kompositionen, und das Wiesbadener Publikum entscheidet unter ihnen über den Publikumspreis.
Weitere Informationen Hessisches Staatstheater

Das Programm im einzelnen

Wiesbadener Staatstheater, Eingang zum Großen Haus. © Foto: Diether v. Goddenthow
Wiesbadener Staatstheater, Eingang zum Großen Haus. © Foto: Diether v. Goddenthow

In der Spielzeit 2019.2020 erwarten das Publikum in der Opernsparte sieben Neuinszenierungen und neun Wiederaufnahmen. Auch in dieser Spielzeit werden Werke von Wagner, Strauss und Verdi im Mittelpunkt stehen. Die szenische Aufführung der »Matthäus-Passion« und das Erfolgsstück »Anna Nicole«, eine zeitgenössische Oper von Mark-Anthony Turnage, sind besondere Highlights. Auch in den acht Sinfoniekonzerten des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden sind große Dirigentenpersönlichkeiten und herausragende Solisten vertreten. Weiteres Highlight ist der Kompositionswettbewerb für zeitgenössische Musik anlässlich des Jugendstiljahrs in Wiesbaden in Kooperation mit der Stadt Wiesbaden, dessen Preisträgerkompositionen in verschiedenen Sinfoniekonzerten zu hören sein werden. Das Schauspiel bietet zwei Uraufführungen, eine Deutschsprachige Erstaufführung, weitere sieben Premieren und zwölf Wiederaufnahmen. Die Stücke erzählen vom Dreißigjährigen Krieg, dem vorrevolutionären Russland und führen in die Krisengebiete der Jetztzeit, wobei diese Gebiete im Nahen Osten, mitten in Wiesbaden oder in der eigenen Familie liegen können. Das Hessische Staatsballett zeigt fünf Premieren. Neben dem beliebten Handlungsballett kreiert Ballettdirektor und Chefchoreograf Tim Plegge mit »Rotzfrech« erneut ein Stück für junges Publikum. Ergänzt wird das Programm mit wichtigen Projekten aus der aktuellen Tanzszene. Das Junge Staatstheater bietet in allen Sparten zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen sowie ein erweitertes Programm der Theaterpädagogik für Kinder, Jugendliche und Familien an. Das Programm der Wartburg erhält ein jüngeres Profil und soll eine Spielstätte für Junge und Junggebliebene werden. Neue Theaterformen werden dort ausprobiert, digitale und analoge Welten sollen verschiedene Kunstformen bereichern. Als Pendant zum Jungen Staatsmusical startet der Theaterclub, beide werden dort fest im Spielplan verankert, mit der Deutschsprachigen Erstaufführung des ausgezeichneten Jugendromans »Der Joker« von Markus Zusla. Dirk Schirdewahn, neuer Koordinator der Wartburg, erarbeitet eine eigene Fassung mit Jugendlichen.

Dieses Jahr feiert das Hessische Staatstheater Wiesbaden sein 125. Jubiläum, das am 16. Oktober 2019, um 19.30 Uhr in einer Festvorstellung gefeiert wird. Tickets sind an der Theaterkasse, telefonisch oder online ab dem 15. Mai 2019 erhältlich.

»Auch bei der kommenden Spielzeit werden Theaterfreunde wieder vollumfänglich auf ihre Kosten kommen. Das Team rund um Intendant Uwe Eric Laufenberg wird wie in den vergangenen Jahren eine bunte Mischung an Kunst und Emotion auf die Bühne zaubern. Klassisch, modern, provokant, berührend und stets mitreißend, verspricht die kommende Spielzeit anspruchsvolle Darbietungen und ein anregendes Programm«, führt Kulturdezernent Axel Imholz aus.

Oper

Zur Saisoneröffnung 2019.2020 steht ein beliebtes Meisterwerk auf dem Programm: George Bizets »Carmen« wird von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange neu erarbeitet. Lena Belkina übernimmt die Titelpartie, Sébastien Guèze singt Don José. »Gräfin Mariza« gehört zu den größten Bühnenerfolgen von Emmerich Kálmán und kommt in der Neuinszenierung von Thomas Enzinger und unter der Musikalischen Leitung von Christoph Stiller auf die Wiesbadener Bühne. Die Titelpartie singt Sabina Cvilak alternierend mit Betsy Horne. »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss ist in der Inszenierung von Nicolas Brieger und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu sehen. Nicola Beller Carbone singt alternierend mit Johanni van Oostrum die Feldmarschallin, Karl Heinz Lehner übernimmt die Partie des Baron Ochs auf Lerchenau, Aleksandra Olzcyk ist Sophie. Johann Sebastian Bachs »Matthäus-Passion« ist szenisch in der Neuinszenierung von Johanna Wehner und unter der Musikalischen Leitung des Barock-Spezialisten Konrad Junghänel zu erleben. Julian Habermann ist der Evangelist, Konstantin Kimmel singt Jesus. Das zeitgenössische Musiktheater ist vertreten durch »Anna Nicole« von Mark-Anthony Turnage, in der Inszenierung von Bernd Mottl und unter der Musikalischen Leitung von Albert Horne, ergründet das Leben des Sexsymbols und Partyluders Anna Nicole Smith. Betsy Horne übernimmt die Titelpartie. In Giuseppe Verdis »Il Trovatore«, eine Neuinszenirung von Philipp M. Krenn und unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel, singt Vesselina Kasarova ihr Rollendebüt als Azucena. Aluda Todua ist Graf von Luna, Cristiana Oliveira ist Leonora, Aldo di Toro ist Manrico. Mit Richard Wagners Meisterwerk »Tristan und Isolde«, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange, werden der Wagner-Schwerpunkt fortgesetzt und die Internationalen Maifestspiele 2020 eröffnet. Lance Ryan singt Tristan, Catherine Foster übernimmt die Partie der Isolde, René Pape ist König Marke. In zwei weiteren Maivorstellungen singt Andreas Schager den Tristan. Die Opernsparte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden bereichert den Spielplan außerdem mit einer Reihe eigener Wiederaufnahmen in zum Teil neuen Besetzungen.

 

Konzert | Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Am Pult des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden steht in fünf Sinfoniekonzerten und dem Neujahrskonzert GMD Patrick Lange,  dessen Vertrag soeben verlängert wurde und der auch für das Konzertprogramm verantwortlich zeichnet. Auch in der Spielzeit 2019.2020 sind die acht Sinfoniekonzerte unter dem Titel »WIR« angekündigt. Er steht für die Verbundenheit des Orchesters mit dem Wiesbadener Publikum und für die Gemeinschaft beim Musizieren. Neu initiiert wird ein Kompositionswettbewerb, der sich in der Spielzeit 2019.2020 auf »Jugendstil in Wiesbaden« beziehen soll. Die drei prämierten Uraufführungen des Kompositionswettbewerbs werden in unterschiedlichen Sinfoniekonzerten zu hören sein.

Die Konzertprogramme beleuchten in besonderen Kombinationen zentrale Werke des Konzertrepertoires neu. Für den Saisonauftakt stehen unter der Leitung von GMD Patrick Lange Schuberts »Unvollendete« und Bruckners Sinfonie Nr. 7 E-Dur auf dem Programm. Im 2. Sinfoniekonzert ist die südkoreanische Dirigentin Shiyeon Sung zu erleben, u. a. mit Schostakowitschs »Leningrader Sinfonie« Nr. 7 C-Dur. Wieder steht ein Musiker des Hessischen Pressekontakt Marie Schmitt Pressereferentin Tel. +49 (0) 611.132 439 m.schmitt@ staatstheater-wiesbaden.de Staatsorchesters als Solist auf dem Podium: Trompeter Tobias Vorreiter spielt mit Pianist Leonhard Dering im 3. Sinfoniekonzert Konzerte von André Jolivet und Dimitri Schostakowitsch. Kontrabassist Ödön Rácz (Wiener Philharmoniker) ist der Solist in Serge Koussevitskys Konzert für Kontrabass und Orchester im 4. Sinfoniekonzert. Im 5. Sinfoniekonzert wird die Reihe mit Barock-Konzerten weitergeführt: Chouchane Siranossian spielt und leitet von der Violine aus. Im 6. Sinfoniekonzert interpretiert am Pult Jörg Widmann seine eigenen Kompositionen, darunter das 2018 uraufgeführte 2. Violinkonzert mit Carolin Widmann, neben Werken von Mendelssohn Bartholdy. Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden kommen der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Einstudierung: Albert Horne) zusammen. Das Programm kombiniert anlässlich des Beethoven-Jubiläums 2020 Arnold Schönbergs »Ein Überlebender aus Warschau« (Sprecher: Uwe Kraus) und Beethovens 9. Sinfonie. Im Abschlusskonzert der Saison erklingt als Hauptwerk Mahlers Sinfonie Nr. 6 a-Moll. Außerdem findet die Vergabe des Publikumspreises und Verleihung des Kompositionspreises der Stadt Wiesbaden für zeitgenössische Musik statt. Neu im Jungen Konzert ist die Lounge-Reihe Club classique in der Wartburg, hinzu kommen das »Beethoven Pastoral Project« mit GMD Patrick Lange im Großen Haus sowie das Jugend-Konzert »Ton in Ton« mit der Künstlerin Elisa Kuzio, das Musik und Malerei in Dialog bringt. Die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden wird wieder eine Reihe an Kammerkonzerten und Kammerkonzerte für Kinder anbieten.

Schauspiel

Das Schauspiel bringt 2019.2020 zur Saisoneröffnung im Großen Haus mit »Tyll« einen Roman einer des derzeit wichtigsten deutschen Schriftstellers Daniel Kehlmann auf die Bühne. Kehlmann versetzt den Gaukler und Narren Till Eulenspiegel ahistorisch in den Dreißigjährigen Krieg, der kaum je so plastisch und lebenssatt geschildert worden sein dürfte. Tilo Nest, durch seine Kultinszenierung von »Shockheaded Peter« in Wiesbaden noch in bester Erinnerung, wird die Regie übernehmen. Als klassisches Gegenstück zu »Tyll« wird Altmeister Nicolas Brieger im Kleinen Haus Schillers »Wallenstein« inszenieren, ein ebenfalls im Dreißigjährigen Krieg angesiedeltes Stück, das den unaufhaltsamen Untergang eines Mächtigen zeigt. Des Weiteren kann sich die Schauspielsparte mit zwei Uraufführungen und einer deutschsprachigen Erstaufführung schmücken. Untergehende Macht wird auch in dem noch zu schreibenden Drama um eine von kommunalpolitischen Skandalen erschütterte Stadt eine Rolle spielen, das Clemens Bechtel inszenieren wird und den Arbeitstitel »Casino Wiesbaden« trägt. Als besonderer Coup darf gelten, dass es dem Hessischen Staatstheater nach »The Hard Problem« erneut gelungen ist, eine Erstaufführung des bedeutenden englischen Dramatikers Sir Tom Stoppard nach Wiesbaden zu holen: »Aufbruch« (Regie: Henriette Hörnigk), ein brillantes und geistreiches Konversationsstück über die Vorgeschichte der russischen Revolution, bildet dabei den Auftakt zu Stoppards Trilogie »Die Küste Utopias«, die in den kommenden Spielzeiten vervollständigt wird. In der Wartburg wird die junge Regisseurin Marie Schwesinger zudem ihre Fassung des Romans »Das Feld« von Bestseller-Autor Robert Seethaler zur Uraufführung bringen. Mit »Vögel« von Wajdi Mouawad, seit seinem Welterfolg »Verbrennungen« einer der meistgespielten Theaterautoren, wird ein weiteres zeitgenössisches Stück vorgestellt, welches brüchige Identitäten vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts behandelt (Regie: Daniel Kunze). Komödiantische Akzente werden Intendant Uwe Eric Laufenberg mit Kleists »Zerbrochenem Krug«, das deutsche Lustspiel schlechthin, Susanne Lietzow mit dem schwarzhumorigen Weihnachtsstück »Schöne Bescherungen« von Alan Ayckbourn und Sebastian Sommer mit Friedrich Dürrenmatts politischer Farce »Romulus der Große« setzen. Und Regie-Shootingstar Evgeny Titov wird nach seinem vielbeachteten »Eingebildeten Kranken« ein zweites Mal in Wiesbaden arbeiten und Maxim Gorkis pessimistisches Familiendrama »Wassa Schelesnowa« in der selten gespielten Erstfassung inszenieren.

Hessisches Staatsballett

Die Spielzeit des Hessischen Staatsballetts beginnt mit einer Neufassung des Ballettklassikers »Der Nussknacker« mit Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, gespielt vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden. Ballettdirektor Tim Plegge verbindet hier sowohl die märchenhaften Elemente als auch die skurrilen, dunklen Facetten der Vorlage zu einer ganz eigenen, überraschenden Fassung. Igor Strawinskys »Le sacre du printemps« ging 1913 als Skandalstück in die Tanzgeschichte ein. In dem gleichnamigen Doppelabend der Spielzeit 2019.2020 stellt sich zunächst Choreograf Edward Clug stellt die Frage, was das Frühlingsopfer heute bedeuten kann. Für den zweiten Teil des Doppelabends wird Bryan Arias eine Choreografie eigens für das Hessische Staatsballett kreieren, das sowohl die Vorlage als auch die Rezeptionshaltungen des frühen 20. Jahrhunderts in Betracht zieht. »Roots«, der zweiteilige Ballettabend im Kleinen Haus, stellt eine neue Generation von Tanzschaffenden in den Fokus. Für das Hessische Staatsballett legen Eyal Dadon und Martin Harriague gänzlich neue Arbeiten vor, die die Frage stellen, welchen Platz Tradition heute auf der Bühne einnehmen kann. Tim Plegge wird sich zum Ende der Spielzeit unter dem Titel »Rotzfrech«, ein Ballett für Kinder ab 6 Jahren, mit Mut beschäftigen. Das Programm wird auch in dieser Spielzeit mit außergewöhnlichen Gastspielen ergänzt, die unter dem Label »Das Hessische Staatsballett lädt ein« präsentiert werden. Die Tanzplattform Rhein-Main, die Kooperation des Hessischen Staatsballetts mit dem Mousonturm Frankfurt, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten stärkt sie die Tanzszene der Region nachhaltig, vernetzt Akteure und Institutionen regional und überregional und möchte damit Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das vom 31. Oktober bis 17. November 2018 seine vierte Ausgabe in Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt und erstmals auch in Offenbach erleben wird.

 

JUST

Alle Sparten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentieren neue Produktionen für Kinder, Jugendliche und Familien: »Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute« (11+), eine Parabel, für die Jens Raschke u.a. den Deutschen Kindertheaterpreis erhalten hat. Die ebenfalls preisgekrönte Autorin Katrin Lange entdeckt für die Uraufführung »Ich, Midas!« Oder: Wie werde ich klug?« (8+) den antiken Stoff für Kinder neu. »Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse« (6+) von Christine Nöstlinger erzählt die Geschichte von einem Jungen, der vom Musterknaben zum unartigen »Rotzbengel« umerzogen wird. »Die kleine Raupe« (3+) erzählt von deren Leben voller Überraschungen, Gefahren und Freuden, entwickelt von Luisa Schumacher. Nach der Novelle von Heinrich Kleist ist »Michael Kohlhaas – White Boxx Vol. 2« (15+) zu erleben. Die diesjährige Weihnachtsproduktion ist »Nils Holgersson« (6+), in einer Adaption von Mareike Zimmermann. Das Junge Staatsmusical startet mit dem Klassiker »Fame – Das Musical« (12+) in die neue Spielzeit. In Anlehnung an den Kultfilm bringt Iris Limbarth »Blues Brothers – Im Auftrag des Herrn!« (12+) in einer eigenen Fassung auf die Bühne. Das Liedermärchen »Das verschwundene Lied« (5+) mit klassischen Liedern und Arien und eine Vielzahl unterschiedlicher Konzertformate für Kinder ab 0 Jahren ergänzen das Programm. Das Team der Theaterpädagogik hat außerdem ein erweitertes Programm mit Workshops, Clubangeboten für alle Altersstufen, den Formaten »Yourspace« und »Theaterscouts«, Ferienakademien und Führungen zusammengestellt. Vom 23. bis 27. März 2020 öffnet sich wieder der Vorhang für die Schultheatertage 2020.

Ausblick auf die Internationalen Maifestspiele 2020

Mit einem Opernmeisterwerk von Richard Wagner eröffnen die Internationalen Maifestspiele 2020. Unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange und in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg ist »Tristan und Isolde« zu erleben. Außerdem sind »Der fliegende Holländer« und »Der Rosenkavalier« unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange sowie »Elektra« mit Marius Stieghorst am Pult zu erleben. Die Publikumslieblinge »Carmen« und »Tosca« werden in Star-Besetzung dargeboten. Zu den Gastsolisten gehören u.a. Anja Harteros als Tosca und Marschallin, Daniela Fally als Sophie, Andreas Schager mit einem Debüt als Cavaradossi und als Tristan, René Pape im Wechsel mit Tobias Kahrer als König Marke, Catherine Foster als Isolde und Elektra, Egils Siliņš als Orest, Michael Volle als Holländer, Timo Riihonen als Daland, Lena Belkina als Carmen und Brandon Jovanovich als Don José. Das musikalische Spektrum bei den Konzerten reicht von Swing bis Barock: Mezzosopranistin Magdalena Kožená kommt mit Songs von Cole Porter nach Wiesbaden, begleitet von den Melody Makers. Das Ensemble Mattiacis und die Sopranistin Dorothee Mields präsentieren einen Barockabend. Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele mit Ballett-, Schauspiel-, Konzert-, Kinderund Sonderprogramm wird im Frühjahr 2020 bekanntgegeben.

Tickets Tickets für die Spielzeit 2019.2020 sind ab Dienstag, den 9. April 2019, um 10 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Der Vorverkauf für einige Veranstaltungen der Internationalen Maifestspiele 2020 beginnt ebenfalls am 9. April 2020, um 10 Uhr. Karten für alle Vorstellungen sind ab Frühjahr 2020 erhältlich.

 

Patrick Lange bleibt Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Patrick Lange, Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, heute auf der Pressekonferenz zur  neuen Spielzeit 2019.2020. © Foto: Diether v. Goddenthow
Patrick Lange, Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, heute auf der Pressekonferenz zur neuen Spielzeit 2019.2020. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbaden. Patrick Lange bleibt für mindestens drei weitere Jahre Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Das gab Kunstund Kulturministerin Angela Dorn heute in Wiesbaden bekannt. Der bisher bis zum Ende der Spielzeit 2019/2020 laufende Vertrag des Dirigenten wurde jetzt bis zum Ende der Saison 2022/2023 ausgedehnt.

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn: „Ich freue mich sehr über die Vertragsverlängerung mit Patrick Lange. Es ist ein wunderbares Signal für das Hessische Staatstheater Wiesbaden und das Staatsorchester, dass ein international so gefragter junger Dirigent seine künstlerische Zukunft weiterhin in Hessen sieht. Besonders freue ich mich über das Votum der Orchestermitglieder, die sich mit einer beeindruckenden Mehrheit für den Verbleib ihres Generalmusikdirektors starkgemacht haben.“

Patrick Lange trat sein Amt als Generalmusikdirektor am Staatstheater Wiesbaden zu Beginn der Spielzeit 2017/2018 an und löste gleich mit seiner ersten Premiere, Richard Wagners „Tannhäuser“, große Begeisterung bei Kritik und Publikum aus. Neben seiner Arbeit im Musiktheater konzipierte er auch die traditionsreiche Reihe der Sinfoniekonzerte des Hessischen Staatsorchesters im Kurhaus neu, profiliert den Klangkörper seitdem mit einer anspruchsvollen Programmauswahl und verpflichtet eine ganze Reihe renommierter Solistinnen und Solisten nach Wiesbaden.

„Es ist Patrick Lange mit großem Engagement und begeisternder, zugleich akribischer Arbeit in kürzester Zeit gelungen, den Klang des Staatsorchesters zu entwickeln und damit auf ein neues Niveau zu heben. Ich bin gespannt, wohin dieser Weg noch führen wird und freue mich auf mindestens drei weitere erfolgreiche Jahre mit Patrick Lange als Generalmusikdirektor“, so Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn abschließend.

Vita Patrick

Lange Seit der Spielzeit 2017/2018 ist Patrick Lange Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. 1981 in der Nähe von Nürnberg geboren, begann er seine musikalische Laufbahn im Knabenchor der Regensburger Domspatzen. Er studierte an den Musikhochschulen in Würzburg und Zürich. 2005 wurde er in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates aufgenommen und von Claudio Abbado zum Assistenzdirigenten des Gustav Mahler Jugendorchesters ernannt. 2007 erhielt Patrick Lange den Europäischen Kulturpreis in der Kategorie Förderpreis für junge Dirigenten, 2009 das erstmals verliehene Eugen-Jochum-Stipendium des BRSymphonieorchesters. Seine Laufbahn als Operndirigent begann er in Zürich und Luzern. Mit „Le Nozze di Figaro“ gab er 2007 sein Debüt an der Komischen Oper Berlin, wo er ab 2008 als Erster Kapellmeister, ab 2010 als Chefdirigent des Hauses wirkte. 2010 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und ist dort seither regelmäßig zu Gast. Weitere Engagements führten ihn u. a. an die Semperoper Dresden, an den Londoner Covent Garden, die Hamburgische Staatsoper, die Opera Australia Sydney, die Bayerische Staatsoper, das Opernhaus Zürich, die Canadian Opera Company Toronto, die Korean National Opera Seoul, die Staatsoper Stuttgart und die Oper Frankfurt. Mit Mahlers „Lied von der Erde“ (Choreographie von John Neumeier) debütierte er mit großem Erfolg an der Opéra national de Paris.

In Konzerten hat Patrick Lange u. a. die Wiener Philharmoniker, das TonkünstlerOrchester Niederösterreich, die Hamburger und Bamberger Symphoniker, das Beethoven-Orchester Bonn, das Münchner Rundfunkorchester, das Mahler Chamber Orchestra, das SWR und WDR Sinfonieorchester und das Simón BolívarJugendorchester in Venezuela geleitet. Er ging auf Tournee mit der Academy of St Martin in the Fields, den Stuttgarter Philharmonikern, dem RSO Wien und wiederholt mit dem Bundesjugendorchester, dem er eng verbunden ist. In seiner ersten Spielzeit als Generalmusikdirektor hatte Patrick Lange u. a. die Musikalische Leitung in den Neuinszenierungen von „Tannhäuser“, „Arabella“ und „Ein Maskenball“ inne und eröffnete die Spielzeit mit „Die Zauberflöte für Kinder“. Pro Spielzeit dirigiert er vier Sinfoniekonzerte und das Neujahrskonzert. In der laufenden Spielzeit 2018/2019 übernimmt er zudem die Musikalische Leitung der Neuinszenierungen „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Jenufa“ und „Salome“.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt der Internationalen Wiesbadener Maifestspiele 2019

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Vom 30. April bis 31. Mai 2019 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen rückt in diesem Jahr unter dem Motto »Die Stille dazwischen« Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt. Alle Sparten der Darstellenden Kunst sind bei den Festspielen vertreten: Oper und Konzert, Tanz und Schauspiel, aus Barock und Moderne, Gastspiel oder Gala-Abend – das Hessische Staatstheater Wiesbaden präsentiert ein vielfältiges Programm für Jung und Alt.

Zur feierlichen Eröffnung steht ein Mozart-Doppel an zwei Abenden auf dem Programm: Mit »Idomeneo« und »La Clemenza di Tito«, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Mozartspezialist Konrad Junghänel, wird Mozarts Opernwelt vom Anfang und Ende her beleuchtet.

Dem Festivalschwerpunkt folgt am ersten Festival-Wochenende das große Mozart-Event »Mozart24«. 24 Stunden, rund um die Uhr, feiern die Internationalen Maifestspiele Mozart mit Musik, Wort und großer Bühnenkunst. In einem Non-stop-Programm wechseln sich Opernaufführungen, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder mit Lesungen aus berühmten Biografien, Romanen, Anthologien, überlieferten Kritiken und Mozart-Briefen ab. Auch Neues wird ausprobiert und aufgeführt. Besondere Angebote zu »Mozart24« ermöglichen vergünstigten Eintritt.

»Zu Recht erwarten die Besucherinnen und Besucher unserer traditionellen Wiesbadener Maifestspiele einen bunten Strauß an eingängigen, bekannten Stücken. Und so macht auch das diesjährige Programm die Auswahl für die Theatergäste wieder sehr schwer: »Idomeno«, »Titus«, »Don Giovanni«, »Salome«, »Madama Butterfly«, »Ein Maskenball«, »Tannhäuser«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Rigoletto« – hinzukommen Schauspiel, Ballett und die Angebote für junge Theaterfans. Da kann ich eigentlich nur einen Tipp geben: Im Mai Urlaub nehmen, Freunde nach Wiesbaden einladen und gemeinsam Kultur genießen«, sagt Oberbürgermeister Sven Gerich.

»Als grenzenloses Forum für den Dialog verschiedener Kulturen, Theaterformen und Sprachen sind die Internationalen Maifestspiele geradezu der Inbegriff der Freiheit und starken Sprache der Kunst. Mit einem generationenübergreifenden Programm präsentieren sie den Reichtum kultureller Ausdrucksformen und ziehen damit jedes Jahr ein Publikum aus aller Welt an. Mein großer Dank gilt allen, die die Veranstaltungsreihe mit großem Engagement ermöglichen und damit Jahr für Jahr zeigen: Kultur ist für uns alle da«, ergänzt Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn.

Das Programm für das junge Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche vom 12. bis 19. Mai 2019.

Die Kooperation mit der Caligari FilmBühne bleibt eine feste Größe bei den Internationalen Maifestspielen 2019. Vier Filme werden begleitend zum Programm der Festspiele gezeigt.

Die Internationalen Maifestspiele 2019 werden durch die Unterstützung der Landeshauptstadt Wiesbaden, des Landes Hessen, des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. und dem Kulturfonds RheinMain ermöglicht. Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse. Das Magazin sensor präsentiert die Performance »The Scarlet Letter«.

Der Kartenvorverkauf startet am Freitag, den 15. Februar 2019 um 15.30 Uhr. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Besondere Angebote zu »Mozart24« ermöglichen vergünstigten Eintritt. Das »Late Night-Ticket« beinhaltet die Veranstaltungen »Amadeus« (Film), »Klazz Brothers – Mozart meets Cuba« sowie »Jazz meets Mozart – Janchri«. Das »24-Stunden-Ticket« berechtigt zum Eintritt in alle Veranstaltungen (ausgenommen sind »Idomeneo«, »Titus« sowie das »Festkonzert – Mozarts letzte Sinfonien«). 50 % Ermäßigung gibt es ab einer Buchung der 2. Veranstaltung bei ausgewählten Terminen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Wiesbaden Besucher-Pakete in Zusammenarbeit mit Wiesbaden Marketing. Die Rund-um-Sorglos-Pakete enthalten Hotelübernachtungen, Eintritt in ausgewählte Operngalavorstellungen und weitere kleine Überraschungen. Die Buchung der Wiesbaden Besucher-Pakete erfolgt telefonisch unter 0611.17 29 777, per Email an hotel@wiesbaden-marketing.de, oder online unter www.wiesbaden.de/tourismus.

Detailliertes Programm:
© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Oper / Konzerte

Das Mozart-Doppel mit den Opern »Idomeneo« und »Titus« eröffnet die diesjährigen Internationalen Maifestspiele, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel. Mirko Roschkowski übernimmt die Titelpartien. Kangmin Justin Kim, Slávka Zámečníková und Netta Or sind in »Idomeneo« zu erleben. Thomas Blondelle, Olesya Golovneva und Shira Patchornik singen in »Titus«.

Ildebrando D’Arcangelo gibt als Don Giovanni sein Wiesbaden-Debüt in der Inszenierung von Nicolas Brieger. Maria Bengtsson singt die Partie der Donna Anna und Ioan Hotea ist Don Ottavio.

In »Salome« übernimmt Gun-Brit Barkmin, eine der wichtigsten Strauss-Interpretinnen, die Titelpartie. Als Jochanaan ist in der Inszenierung des französischen Künstlerkollektivs Le Lab und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Thomas J. Mayer zu erleben, Herodes übernimmt Thomas Blondelle.

In der Titelpartie von Puccinis Publikumsliebling »Madama Butterfly« singt Ermonela Jaho, eine der weltweit führenden Cio-Cio-Sans. Ihr Partner auf der Bühne ist Vincenzo Costanzo, einer der erfolgreichsten italienischen Tenöre der Opernszene.

In Verdis »Ein Maskenball« sind in den Hauptpartien der italienische Tenor Stefano La Colla als Riccardo, der ukrainische Bariton Vitaliy Bilyy als Renato, Maria José Siri als Amelia und Patricia Bardon als Ulrica zu erleben.

Max Emauel Cencic setzt Rossinis Oper »La Donna del Lago« in Szene und übernimmt die Partie des Malcolm Groeme. Lena Belkina übernimmt die anspruchsvolle Titelpartie, Daniel Behle singt den vielschichtigen König James V. Am Pult des Orchesters steht der Grammy-nominierte Echo Klassik-Preisträger George Petrou.

Wagner-Star Andreas Schager übernimmt unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung »Tannhäuser« die Titelpartie. Als Elisabeth ist Betsy Horne und als Venus Jordanka Milkova zu erleben. Als Landgraf ergänzt Albert Pesendorfer die Festspielbesetzung.

Die »Meistersinger von Nürnberg«, in der Inszenierung von Bernd Mottl und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange, ist in der aktuellen Bayreuth-Besetzung zu sehen: Michael Volle ist Hans Sachs, Johannes Martin Kränzle ist Beckmesser, Daniel Behle singt David, Günter Groissböck ist Pogner, Thomas Blondelle ergänzt als Walther von Stolzing.

Die Titelpartie in Verdis »Rigoletto« interpretiert Bariton Ludovic Tézier. Ioan Hotea singt den Herzog und Cristina Pasaroiu ist Gilda in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Will Humburg.

In dem Konzertabend »Faszination Wagner« werden »Ring«-Geschichten von Weltstar Andreas Schager und Violinistin Lidia Baich präsentiert und von dem international ausgezeichneten Autorenfilmer und Opernregisseur Selcuk Cara filmisch umgesetzt. Das Hessische Staatsorchester Wiesbaden spielt unter der Leitung von Guillermo Garciá Calvo.

Am ersten Festival-Wochenende folgt das große Mozart-Event »Mozart24«. Eines der führenden Barock-Orchester, das Wrocław Baroque Orchestra, spielt unter dem Dirigat von Konrad Junghänel Mozarts letzte Sinfonien. Multiinstrumentalistin Anna Fusek ist mit Violinistin Mayah Kadish zu erleben. In ihrem Konzert »Mozart meets Morley« treffen Mozart-Violinsonaten und -Duette auf Renaissance-Fantasien. Das Marimbaquartett »The Wooden Anvil« lässt Mozarts Werke im Konzert »Mozart: Portrait in Percussion« erklingen. Chris Pichler und die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstorchesters Wiesbaden präsentieren in »Amadeus!« Kammermusik und Briefe des bekannten Musikgenies. Elke Heidenreich und Pianist Marc-Aurel Floros sind in »Passione spezial – Mozart!« zu erleben. Konzerte der »Klazz Brothers« und des Jazz-Duos »Janchri« bringen Mozart zum Tanzen. Ein Mozart-Frühstück mit literarischen Leckerbissen, Babykonzert, Hörinstallation und Mozart-Filmbiografie ergänzen das Programm.

Liederabende haben bei den Internationalen Maifestspielen Tradition. Florian Boesch interpretiert in seinem Rezital den Liederzyklus »Die schöne Müllerin« von Franz Schubert. Mezzosopranistin Doris Soffel präsentiert in ihrem Liederabend »Grandeur und Dekandenz« u.a. Werke von Mahler, Strauss und Sibelius.

Beim Merlin Ensemble Wien steht Mozart in den drei Konzertabenden ebenfalls im Mittelpunkt. Das Nachtkonzert »Mozart pur!«, die Wortvariationen zum »Verlorenen Paradies der Musik« und die Matinée zum 30. Todesjahr von Thomas Bernhard »Eine musikalische Existenzrettung« sind ein Fest für die Ohren.

»The Fairy Queen«, ein zeitloses Meisterwerk des englischen Barock von Henry Purcell, bringt das Ensemble Mattiacis unter der Musikalischen Leitung von Thomas de Vries auf die Bühne. Katharina Heißenhuber, Benjamin Russell und Sharon Kempton sind u.a. im Foyer zu erleben.

Musik und Arien von Georg Friedrich Händel singt Sopranistin Simone Kermes in dem Konzert »Inferno e Paradiso« unter der Musikalischen Leitung von Gianpiero Zanocco mit dem Orchester Amici Veneziani.

Der als Puppenspieler bekannte Nikolaus Habjan ist als Kunstpfeifer mit einem extravagant besetzten Ensemble in dem Konzert »Ich pfeife auf die Oper« zu erleben. Humorvoll führt er durch das Programm voller Opernarien und Instrumentalmusik.

In »Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus« spüren Nikolaus Habjan und die Franui Musicbanda im Zusammenspiel von Musik, Wort und Puppe der Symbolfigur des Wanderers, frei nach Schubert, Schumann, Brahms und Mahler, nach.

Schauspiel / Lesungen

Mit Arthur Schnitzlers Schauspiel »Professor Bernhardi«, in der intensiven und fokussierten Inszenierung von Thomas Ostermeier mit Jörg Hartmann in der Hauptrolle, ist die Schaubühne Berlin zu Gast bei den Maifestspielen.

In »Paris-Dakar oder Schrödingers Katze« duellieren sich zwei Männer mit unterschiedlichen Meinungen, dabei glaubt jeder die Wahrheit gepachtet zu haben. Eine Uraufführung des Schauspielers, Regisseurs und Bühnenautors Manfred Karge für die Internationalen Maifestspiele mit dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

Autorregisseur René Pollesch zieht mit »Cry Baby« alle Register des diskursverwirbelnden Theaters, getragen von vier grandiosen Schauspielern des Deutschen Theaters Berlin, Christine Groß, Judith Hofmann, Bernd Moss und Sophie Rois.

Das Berliner Ensemble ist mit dem Schauspiel »Panikherz« von Benjamin Stuckrad-Barre, in der Inszenierung von Oliver Reese, zu Gast in Wiesbaden. Selbstzerstörung, Melancholie und Exzesse waren über Jahre Wegmarken des Autors, den Soundtrack dieser Reise liefern Songs von Udo Lindenberg.

Sebastian Koch liest »Die Kreuzersonate« von Leo Tolstoj. Der Star-Schauspieler lässt die Beichte des Ich-Erzählers der Novelle lebendig werden. Musikalisch gerahmt wird der Abend von Beethovens »Kreutzersonate« op. 47.

Zwei Geschichten des englischen Meistererzählers werden von Schauspieler Uwe Kraus in der Lesung »Der Zitronentisch« vorgetragen. Pianist Tim Hawken begleitet musikalisch.

Tanz / Performance

Das Ballett »Golden Days« des schwedischen Choreografen Johan Inger, getanzt von der Fondazione Nazionale della Danza /Aterballetto aus Italien, ist ein choreografisches Triptychon, dessen vereinendes Thema die Musik amerikanischer Legenden ist.

»Puz/zle« von Sidi Larbi Cherkaoui begreift die Menschheitsgeschichte als Zusammenspiel unterschiedlicher Identitäten und Kulturen. Einzeln und in Gruppen begeben sich Tänzer, Musiker und Instrumentalisten auf die Suche nach den gemeinsamen Wurzeln, eine Eastman Produktion in Zusammenarbeit mit deSingel International Arts Campus Antwerpen.

»Grand Finale« ist das jüngste, international bejubelte Werk von Hofesh Shechter, ein anspruchsvolles Stück für Tänzer und Musiker, getanzt von der Hofesh Shechter Company aus Großbritannien. Shechters bestechende Bewegungssprache entführt das Publikum in ein Abbild des Lebens, das aus Panik, Apokalypse, Wiederaufbau und unbändiger Energie zu bestehen scheint.

Die spanische Extremperformerin Angélica Liddell ist eine Ausnahmeerscheinung im europäischen Theater. Ihr radikales Körpertheater, das ihr inneres Leiden an Gewalt der Welt spiegelt, schreckt mitunter vor Selbstverletzung nicht zurück. Für ihrer Performance »The Scarlet Letter« ließ sie sich von dem berühmten Roman »Der scharlachrote Buchstabe« von Nathaniel Hawthrone inspirieren. Die Einladung dieser Produktion ist der tödlich verunglückten Ko-Leiterin der Wiesbaden Biennale, Maria Magdalena Ludewig, gewidmet.

Programm der Jungen Woche

Das Programm für das junge Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche vom 12. bis 19. Mai 2019.

Astrid Lindgrens berührende Geschichte »Die Brüder Löwenherz« (8+) ist die Auftaktinszenierung der Jungen Woche. Diese wird auch vor, während und danach auf dem Warmen Damm mit allen Theaterliebhabern beim Eröffnungsfest der Jungen Woche gefeiert. Das Theaterstück »Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen« (5+) wird draußen zu sehen sein. Im Puppenspiel nach Janosch, »Guten Tag, kleines Schweinchen« (4+), ist das Theater Kokon aus Weimar mit der Geschichte um falsche und wahre Freundschaften zu erleben. Eine clevere Slapstick-Show mit magischen Tablets präsentiert in dem Stück »AaiPet« (3+) die Gruppe BonteHond aus Antwerpen / Belgien. Für das Tanztheater »Rock wie Hose« (5+) von Célestine Hennermann aus Frankfurt war eine Umfrage mit Mädchen und Jungen zum Thema »Was ist typisch für Mädchen und Jungs« Grundlage für die Performance. »Pakman« (6+) ist ein unglaublich packender Dialog ohne Sprache zwischen einem Jongleur und einem Schlagzeuger der Gruppe Post Uit Hessdalen aus Antwerpen/Belgien. Die Oper »Anne en Zef« (12+), eine Produktion der Opera Spanga in den Niederlanden und dem Jewish Cultural Quater Amsterdam, ist inspiriert durch das Tagebuch von Anne Frank und handelt von der Annäherung zweier Jugendlicher, deren Leben von der Angst geprägt war, entdeckt zu werden. In der erfolgreichen Jugendtheaterproduktion »Mongos« (14+) der Gruppe Follow the Rabbit aus Graz / Österreich stehen Fragen des Erwachsenwerdens zweier Freunde im Zentrum. Die ASSITEJ-Werkstatt Wiesbaden lädt ein, zentrale Themen des Kinder- und Jugendtheaters in »Deine, meine, unsere Geschichte(n)?« zu diskutieren. Eine Initiative des Trägerkreises WIR in Wiesbaden. In der Buchvorstellung »Starke Stücke« geben Herausgeber Einblicke in die Beiträge des Buches und diskutieren mit Theaterschaffenden, kulturpolitisch Verantwortlichen und allen Interessierten über die Zukunft des Kinder- und Jugendtheaters.

Der Kartenvorverkauf startet am Freitag, den 15. Februar 2019 um 15.30 Uhr. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Besondere Angebote zu »Mozart24« ermöglichen vergünstigten Eintritt. Das »Late Night-Ticket« beinhaltet die Veranstaltungen »Amadeus« (Film), »Klazz Brothers – Mozart meets Cuba« sowie »Jazz meets Mozart – Janchri«. Das »24-Stunden-Ticket« berechtigt zum Eintritt in alle Veranstaltungen (ausgenommen sind »Idomeneo«, »Titus« sowie das »Festkonzert – Mozarts letzte Sinfonien«). 50 % Ermäßigung gibt es ab einer Buchung der 2. Veranstaltung bei ausgewählten Terminen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Wiesbaden Besucher-Pakete in Zusammenarbeit mit Wiesbaden Marketing. Die Rund-um-Sorglos-Pakete enthalten Hotelübernachtungen, Eintritt in ausgewählte Operngalavorstellungen und weitere kleine Überraschungen. Die Buchung der Wiesbaden Besucher-Pakete erfolgt telefonisch unter 0611.17 29 777, per Email an hotel@wiesbaden-marketing.de, oder online unter www.wiesbaden.de/tourismus.

Detailliertes Programm:

Oper / Konzerte

Die traurigsten „Bad News“: Kuratorin der Wiesbaden Biennale Maria Magdalena Ludewig tödlich verunglückt

Maria-Magdalena-Ludewig stellt am 16.4.2018 das Programm der Biennale 2018 vor. © Foto: Diether v. Goddenthow
Maria-Magdalena-Ludewig stellt am 16.4.2018 das Programm der Biennale 2018 vor. © Foto: Diether v. Goddenthow

Maria Magdalena Ludewig, Kuratorin und Leiterin der Wiesbaden Biennale, ist tödlich verunglückt. An Silvester, dem 31. Dezember 2018, wurde sie auf Fuerteventura von einem Felsvorsprung durch eine unerwartet, gewaltige Atlantik-Welle ins offene Meer gerissen. Alle Mitarbeiter des Hessischen Staatstheaters sind unfassbar traurig über diesen unersetzbaren Verlust.

„Maria Magdalena hat mit unbändiger Kraft, Energie und Phantasie zwei Wiesbaden Biennalen gemeinsam mit Martin Hammer geleitet und kuratiert, sie hat uns befeuert, begeistert, über alle Grenzen getrieben und ist gleichzeitig immer der gute Geist all ihrer Künstler*innen gewesen. Sie hat Spuren in uns allen hinterlassen, die unauslöschlich sind. »This ist Not Europe« und »Bad News« hießen ihre, unsere Biennalen. Diese Nachricht ist die traurigste »Bad News«, die wir versenden können. (…) Maria Magdalena Ludewigs Leben wird einzigartig, vollkommen und unvergesslich sein“, sagte Intendant Uwe Eric Laufenberg.

Gemeinsam mit Martin Hammer hatte Maria Magdalena Ludewig für die Biennalen 2016 und 2018  international bedeutende Gruppen und Künstler aus den Bereichen Theater, Performance und Bildende Kunst in die hessische Landeshauptstadt geholt, darunter Rabih Mroué, Gob Squad, Romeo Castellucci, Dmitry Krymov, Florentina Holzinger, Roger Ballen, Markus Öhrn oder Dries Verhoeven. Auch die Errichtung der umstrittenen goldenen Erdoğan-Statue auf dem Platz der deutschen Einheit und die Installation eines REWE-Marktes im Foyer des Staatstheaters gehörten zu den von Ludewig und Hammer im Rahmen der Biennale verantworteten Projekten.

Maria Magdalena Ludewig, 1982 in Lübeck geboren, studierte Philosophie in Hamburg und Berlin sowie Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie arbeitete als freie Produzentin sowie als Regisseurin und inszenierte u.a. am Hamburger Schauspielhaus und an den Sophiensaelen Berlin, vor allem aber seit 2007 regelmäßig auf Kampnagel Hamburg – zuletzt hatte dort im Oktober 2017 ihr Projekt »Übung in Trauer – Excercise in Mourning« Premiere. 2014 setzte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Maria Magdalena Ludewig und Martin Hammer als Kuratoren der Wiesbaden Biennale ein. Maria Magdalena Ludewig wurde 36 Jahre alt. „Sie ist vorgegangen. Auch wenn sie viel zu früh von uns gegangen ist“, so der Intendant.

PREMIERE DER OPER »Rigoletto« von Giuseppe Verdi (1813 – 1901) im Großen Haus Wiesbaden

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Melodramma in drei Akten | Uraufführung 1851 in Venedig
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere ist am Samstag, den 19. Januar 2019, um 19.30 Uhr im Großen Haus

Die beiden nächsten Vorstellungstermine: 23. & 26. Januar 2019, jeweils um 19.30 Uhr
Giuseppe Verdis »Rigoletto« ist in einer Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Will Humburg, ehemaliger GMD am Staatstheater Darmstadt und Spezialist der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts, in Wiesbaden zu erleben.

Vladislav Sulimsky, zuletzt als Renato in »Ein Maskenball«, ist mittlerweile an allen großen internationalen Opernhäusern zu erleben und singt in Wiesbaden die Titelpartie. Ioan Hotea ist als Herzog von Mantua zu erleben. Der Operalia-Gewinner feierte in Wiesbaden zuletzt große Erfolge als Chevalier des Grieux in »Manon« an der Seite von Cristina Pasaroiu, die zuletzt die Titelpartie in »Alcina« und »Manon« sang. Sie übernimmt nun die Partie der Gilda. Young Doo Park ist als Sparafucile und Silvia Hauer als Maddalena zu sehen. Thomas de Vries, der äußerst erfolgreich als Sixtus Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg« debütierte, ist der Graf von Monterone. Daniel Carison singt Marullo, Erik Biegel ist Borsa. Frederic Mörth übernimmt die Partie des Graf von Ceprano.

Musikalische Leitung Will Humburg Inszenierung Uwe Eric Laufenberg Bühne Gisbert Jäkel Kostüme Andrea Schmidt-Futterer Licht Andreas Frank Chor Albert Horne

Dramaturgie Katja Leclerc Rigoletto Vladislav Sulimsky Der Herzog von Mantua Ioan Hotea Gilda Cristina Pasaroiu

Sparafucile Young Doo Park Maddalena Silvia Hauer Graf von Monterone Thomas de Vries

Marullo Daniel Carison Borsa Erik Biegel Graf von Ceprano Frederic Mörth

Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Im Anschluss an die zweite Vorstellung am Mittwoch, den 23. Januar 2019, findet ein Nachgespräch mit Mitwirkender der Porduktion im Theaterfoyer statt. Der Eintritt ist frei.

»Rigoletto« ist auch während der Internationalen Maifestspiele 2019 in Starbesetzung, mit dem französischen Bariton Ludovic Tézier in der Titelpartie, zu erleben.

Aktueller Spielplan des Wiesbadener Staatstheaters

Casting des Jungen Staatsmusicals am 8. Dezember 2018 im Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Für die neue Musical-Produktion (Titel wird noch bekannt gegeben) des Jungen Staatsmusicals unter der Leitung von Iris Limbarth, werden begabte junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren für verschiedene Hauptrollen und das Ensemble gesucht.

Das Casting findet am Samstag, den 8. Dezember 2018, ab 13 Uhr statt. Eine eventuelle Fortsetzung findet statt am Sonntag, 9. Dezember 2018 ab 13 Uhr statt. Treffpunkt ist jeweils 30 Minuten vor Beginn am Bühneneingang des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Am Warmen Damm). Es beginnt für alle gemeinsam mit Verfügbarkeit bis 20 Uhr.

Für das Casting muss man sich nicht anmelden!

Vorzubereiten sind zwei Songs nach Wahl (bitte Noten oder Playback-Band selbst mitbringen) und ein gestalteter Schauspieltext. Die Songs sollen aus dem Bereich Musical oder Pop stammen. Außerdem findet ein Tanz- und Bewegungstraining statt, deshalb sollten auch bequeme Trainingsbekleidung mitgebracht werden. Da man mit Straßenschuhen nicht in den Ballettsaal darf, sind auch Schläppchen, Dancesneaker oder Socken mitzubringen.

Für unschlüssige Interessierte gibt es einen Infoabend am Montag, 26. November 2018, um 18.30 Uhr. Treffpunkt ist auch hier am Bühneneingang.

Weitere Informationen und der Castingablauf sind unter www.junges-staatsmusical.de erhältlich.

PREMIERE DER Wagner-OPER »Die Meistersinger von Nürnberg« am 29.09. im Großen Haus Staats-Theater Wiesbaden

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Richard Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg« ist in einer Neuinszenierung von Bernd Mottl und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu erleben.

Oliver Zwarg gibt als Hans Sachs sein Rollendebüt in Wiesbaden. Marco Jentzsch ist in der Partie als Walther von Stolzing zu sehen. Thomas de Vries debütiert in der Partie des Sixtus Beckmesser und Betsy Horne ist Eva. Erik Biegel ist als David und Margarete Joswig als Magdalene zu sehen. Young Doo Park singt Veit Pogner. Benjamin Russell übernimmt die Partie des Fritz Kothner. In den weiteren Meistersinger-Partien sind Ralf Rachbauer, Florian Kontschak, Rouwen Huther, Reiner Goldberg, Andreas Karasiak, Daniel Carison, Philipp Mayer und Wolfgang Vater zu erleben.

Musikalische Leitung GMD Patrick Lange Inszenierung Bernd Mottl Bühne, Kostüme Friedrich Eggert Chor Albert Horne Licht Klaus Krauspenhaar Dramaturgie Regine Palmai

Hans Sachs Oliver Zwarg Veit Pogner Young Doo Park Eva Betsy Horne Magdalene Margarete Joswig Walther von Stolzing Marco Jentzsch Sixtus Beckmesser Thomas de Vries David Erik Biegel Fritz Kothner Benjamin Russell Kunz Vogelgesang Ralf Rachbauer Konrad Nachtigal Florian Kontschak Balthasar Zorn Rouwen Huther Ulrich Eislinger Reiner Goldberg Augustin Moser Andreas Karasiak Hermann Ortel Daniel Carison Hans Schwarz Philipp Mayer Hans Foltz Wolfgang Vater Ein Nachtwächter Tuncay Kurtoglu

Lehrbuben, Chor & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Im Anschluss an die zweite Vorstellung am Mittwoch, den 3. Oktober 2018 findet ein Nachgespräch mit prominenter Besetzung im Theaterfoyer statt. Peter Hanser-Strecker, heutiger Schott-Verleger, und Regisseur Bernd Mottl erzählen über die Vergangenheit und Gegenwart im Umgang mit Richard Wagner und der Oper »Die Meistersinger von Nürnberg«. Der Eintritt ist frei.

Die Oper »Die Meistersinger von Nürnberg« ist auch während der Internationalen Maifestspiele 2019 in Starbesetzung, u.a. mit Michael Volle, Günther Groissböck, Johannes Martin Kränzle und Daniel Behle zu erleben.
Oper in drei Aufzügen Von Richard Wagner (1813 – 1883) | Libretto vom Komponisten | Uraufführung 1868 in München
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Premiere ist am Samstag, den 29. September 2018, um 17 Uhr im Großen Haus
Die beiden nächsten Vorstellungstermine: 3. & 14. Oktober 2018, jeweils um 17 Uhr

Informationen und Karten www.staatstheater-wiesbaden.de.