Kategorie-Archiv: Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Verschiebung von Premieren und Vorstellungsausfälle im Januar 2022

Verschiebung der Premieren von »The Minutes- Die Schlacht am Mackie Creek« und »Pique Dame«
Weitere Vorstellungsausfälle im Großen und im Kleinen Haus

I.
Aufgrund von Quarantänemaßnahmen im Ensemble wird die Premiere von »The Minutes – Die Schlacht am Mackie Creek« auf Samstag, den 05.02.2022 um 19.30 Uhr im Kleinen Haus verschoben. Ebenfalls wird die Opernpremiere von »Pique Dame« auf Samstag, 29.01.2022 um 19.30 Uhr im Großen Haus verschoben. Bereits gekaufte Karten können gegen eine andere Vorstellung getauscht oder zurückgegeben werden, Karten für die Premieren behalten jedoch ihre Gültigkeit für den jeweils neuen Premierentermin.

II.
Bis einschließlich Freitag, 28.01.2022 entfallen außerdem sämtliche Vorstellungen im Großen und im Kleinen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Außerdem entfällt das 4. Sinfoniekonzert »WIR 4« am 26.01.2022 im Kurhaus.
Ausnahmen sind die Premiere von »Corpus Delicti« im Schauspiel am Sonntag, 23.01.2022 um 19.30 Uhr in der Wartburg sowie das Gastspiel im Ballett »Igra« der Tanzkompanie Kor’sia am 25.01. und 26.01.2022 jeweils um 19.30 Uhr. Diese finden nach aktuellem Stand wie geplant statt.

Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de

Theaterkasse: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340 | abonnement@staatstheater-wiesbaden.de Gruppenbüro: Telefon 0611.132 300 | gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

»Igra« Gastspiel im Ballett am 25. Januar 2022 – Tanzkompanie Kor’sia aus Spanien zu Gast am Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Am Dienstag, 25. Januar 2022 um 19.30 Uhr im Kleinen Haus.
Weitere Vorstellung am Mittwoch, 26. Januar 2022 um 19.30 Uhr.
»Igra« setzt sich mit dem großen Ballettänzer und Choreografen Vaslav Nijinsky auseinander. Das Stück vermischt elektronische Beats mit den Rhythmen russischer Tänze sowie der Musik des polnischen Komponisten Frédéric Chopin. »Igra« ist eine Erweiterung des vergangenen Werks »Jeux / Nijinsky« von Kor’sia, in dem die spanische Kompanie unter Leitung von Antonio de Rosa und Mattia Russo den kreativen Prozess von Nijinskys Arbeit an dem Ballettstück »Jeux« aus dem Jahre 1913 thematisiert. Darin erfährt ein Tennisspiel eine entscheidende Rolle. Kor’sia zeigen auch in »Igra«, dass es Nijinsky eigentlich um ein ganz anderes Spiel ging, nämlich um das Spiel der Verführung …

Zuvor findet bereits am Sonntag, 23. Januar 2022 um 11.00 Uhr ein T-Talk zum Gastspiel »Igra« mit den Choreografen Antonio de Rosa und Mattia Russo sowie einem weiteren Gast im Wiesbadener Ballettsaal statt. Anmeldungen sind über die Theaterkasse möglich. Es besteht auch die Möglichkeit, den T-Talk über den Facebook-Kanal des Hessischen Staatsballetts digital zu schauen. Informationen hierzu in Kürze auf:

www.hessisches-staatsballett.de
Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de

Hessisches Staatstheater Wiesbaden schränkt coronabedingt seinen Spielbetrieb bis Ende Januar 2022 ein

Aufgrund der von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Maßnahmen sowie auf Grundlage der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes Hessen, muss das Hessische Staatstheater Wiesbaden den Spielbetrieb auch über den 23. Dezember hinaus einschränken.

Für alle Vorstellungen im Großen und Kleinen Haus ab dem 25. Dezember 2021 bis 31. Januar 2022 gilt: Die Eintrittskarten verlieren ihre Gültigkeit.
Um den geforderten Abstand bei Vorstellungen zu gewährleisten, werden die Vorstellungen storniert und mit geändertem Saalplan ab Donnerstag, den 16.12.2021, nach und nach wieder in den Verkauf gegeben. Das Publikum wird im Schachbrett platziert.

Die Schulvorstellungen des Weihnachtsmärchens »Kleiner König Kalle Wirsch« finden wie geplant statt, da diese gemäß §15 der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes Hessen nicht betroffen sind.

In der Wartburg und im Foyer ist die Sitzplatzkapazität dahingehend eingeschränkt, dass alle Vorstellungen mit weniger als 100 Personen besetzt werden.

Das Studio ist von diesen Einschränkungen nicht betroffen, da es weniger als 100 Sitzplätze hat.

Für alle Vorstellungen gilt weiterhin die aktuelle 2G+ Regelung, d.h., dass nur Genesene und Geimpfte jeweils mit tagesaktuellem Schnelltest (nur zertifizierte Bürgertests, Selbsttests werden nicht akzeptiert) die Vorstellungen besuchen können. Personen, die bereits eine »Boosterimpfung« (dritte bzw. Auffrischimpfung) erhalten haben, sind von der Testpflicht ausgenommen. Bei schulpflichtigen Kindern wird der Nachweis der Schule akzeptiert, Kinder unter 6 Jahren bzw. die noch nicht schulpflichtig sind, sind von der Nachweispflicht befreit. Das Tragen einer FFP2-Maske oder einer medizinischen Maske ist für alle Zuschauer:innen ab 6 Jahren verpflichtend.

II.
Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten, Kauf von neuen Karten und Umbuchung
Um die Vorstellungen besuchen zu können, müssen im Webshop oder an der Theaterkasse Karten gekauft bzw. umgetauscht werden. Dies gilt auch für Abonnent:innen.

Alle Karten der betroffenen Vorstellungen werden automatisch storniert, wenn Zuschauer:innen ihre Kontodaten hinterlegt haben. Der Betrag wird auf die hinterlegte Bankverbindung erstattet. Für die Stornierung müssen Karteninhaber:innen nicht eigens an die Theaterkasse kommen.

Nur Besucher:innen, deren Kontodaten nicht hinterlegt sind, oder die per Kreditkarte bzw. PayPal gekauft haben, wenden sich bitte an die Theaterkasse. Das geht vor Ort oder telefonisch unter Vorlage des Tickets bzw. Nennung der Auftragsnummer, damit die Eintrittskarten rückerstattet werden können. Karteninhaber:innen müssen sich auch nicht sofort melden.

Gruppen werden direkt vom Gruppenbüro kontaktiert, Abonnent:innen durch das Abo-Büro.

Der Vorverkauf für die mit reduzierter Sitzplatzkapazität angebotenen Vorstellungen, die vom 25. bis einschließlich 27. Dezember stattfinden, erfolgt ab Donnerstag, dem 16.12.2021, 10 Uhr. Alle weiteren Vorstellungen werden nach und nach wieder in den Verkauf gegeben.

Es wird dringend empfohlen, sich vor dem Besuch einer Vorstellung tagesaktuell auf der Website www.staatstheater-wiesbaden.de zu informieren.

Lars Reichow mit neuem Bühnenprogramm »Ich!» am 20.12.21 im Großen Haus Wiesbaden

©  Foto Diether v Goddenthow
© Foto Diether v Goddenthow

In seinem neuen Bühnenprogramm »Ich!« nimmt Lars Reichow auf humoristische Weise mit auf einen Exkurs über die Themen Selbstgefälligkeit und Selbstverliebtheit. Dabei geht es ihm um mehr als nur einen Blick in den Spiegel, eine Scheitelkorrektur oder das Richten einer Strähne. Denn wie Lars Reichow findet: »Wir müssen endlich wieder Spaß dabei haben, in den Spiegel zu schauen und lernen, mehr über uns selbst zu lachen und uns nicht so wichtig zu nehmen.«

Courage. Mut. Haltung. Moral. Es tut gut, an andere zu denken, ohne immer sofort an sich selbst erinnert zu werden.

»Ich!« ist ein »humoristisches Manifest« mit dem der, nach eigenen Aussagen, beste Kabarettist im gesamten deutschsprachigen Raum sein Publikum auf den Weg zur Zurückhaltung und zur bedingungslosen Bescheidenheit bringen möchte. Ohne Skrupel und ohne Selbstzweifel bringt Lars Reichow sein Programm dabei rüber. Begleitet wird das kabarettistische Programm zudem von Musik.

»Ich!«
am Montag, 20. Dezember 2021 um 19.30 Uhr im Großen Haus,

Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de
Es gilt 2G+ – Genesene, Geimpfte müssen einen aktuellen negativen Testnachweis vorzeigen!

Hessisches Staatstheater Wiesbaden bringt mit lebendigen Adventskalender täglich die Kolonnaden zum Klingen

Um den Zuschauern die Zeit bis Weihnachten Tag für Tag zu einem kleinen Fest zu machen, bringt das Hessische Staatstheater Wiesbaden vom 1. bis zum 23. Dezember täglich um 15 Uhr mit einem lebendigen Adventskalender die Kolonnaden zum Klingen!

Jeden Tag haben die Ensemblemitglieder des Hessischen Staatstheaters Wiesbadens vor dem Eingang zum Großen Haus ein musikalisch-literarisches Überraschungsprogramm vorbereitet. Und an den drei Adventswochenenden gibt es sogar schon vorab die Chance auf Geschenke: An jeweils beiden Tagen können die  Besucher bei Verlosungen tolle Preise gewinnen!

Überraschungen erhöhen die Vorfreude, doch so viel sei bereits verraten: Freuen Sie sich auf vierstimmige Weihnachtslieder vom Opernchor, auf ein Bratschen-Quartett, das zum Träumen und Tanzen einlädt, auf ein Bläser-Trio aus Dramaturgie und Marketing oder maunzige Tunes aus dem neuen Miezical »Katzen«. Und noch ein Geheim-Tipp für junge Theaterfans: Schaut doch mal am 1., 4., 6., 7., 8., 15., 17. oder 18.12. bei uns vorbei!

Gegen kalte Hände und gefrorene Nasen gibt es bei Frau Kreuter am Theater in der Wilhelmstraße täglich außer sonntags zwischen 14.30 und 16.30 Uhr Glühwein und warmen Hugo mit hausgemachtem Holundersirup.

Es wird gebeten, die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen (AHA = Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske) vor Ort einzuhalten und wir empfehlen das Tragen einer FFP2-Maske.

Start in die Konzertsaison am Hessischen Staatstheater Wiesbaden mit »WIR 1« Konzert am 22. September im Kurhaus Wiesbaden

Kurhaus Wiesbaden © Foto Diether v Goddenthow
Kurhaus Wiesbaden © Foto Diether v Goddenthow

Am Mittwoch, den 22. September 2021, um 18 Uhr und 20 Uhr startet das Hessische Staatsorchester Wiesbaden mit dem »WIR 1 Sinfoniekonzert« unter der Leitung von Christina Domnick in die Konzertsaison im Wiesbadener Kurhaus.

Für das erste Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit hat die Dirigentin Christina Domnick ein Programm zusammengestellt, das sich als ein Fest der Künste beschreiben lässt: Eine Schauspielmusik von Henry Purcell, die Ballettsuite »Pulcinella« von Igor Strawinsky (bei der Uraufführung des Balletts hat kein Geringerer als Pablo Picasso die Ausstattung besorgt) und das »Trittico Botticelliano«, Ottorino Respighis kongeniale musikalische Umsetzung dreier berühmter Bilder des Renaissance-Malers Sandro Botticelli. Musik meets Schauspiel meets Tanz meets Malerei – die Saison beginnt mit einem großen synästhetischen Zusammenklang.

Programm:
Henry Purcell Suite aus der Oper »Abdelazer«
Igor Strawinsky Suite aus dem Ballett »Pulcinella«
Ottorino Respighi »Trittico Botticelliano«
Dirigentin Christina Domnick

Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Theaterkasse: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340 | abonnement@staatstheater-wiesbaden.de Gruppenbüro: Telefon 0611.132 300 | gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Hessisches Staatstheater Wiesbaden startet erfolgreich in die Spielzeit 2021.2022 // Theatertag am 11. September fällt aus

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Mit ausverkauftem Haus ist das Hessische Staatstheater Wiesbaden am Sonntag, den 5. September 2021, mit dem Klassiker »My Fair Lady« in die neue Spielzeit gestartet.

Der angekündigte Theatertag am Samstag, den 11. September 2021, wird leider entfallen.
Dazu Intendant Uwe Eric Laufenberg: »Das Theaterfest ist von jeher ein Besuchermagnet, der viele Familien anzieht. Aufgrund der unklaren Verordnung (ist ein Theatertag ein Markttag oder eine künstlerische Veranstaltung?) haben wir uns schweren Herzens entschieden, auf die Durchführung zu verzichten. Auch würde eine ›Vorauswahl‹ der Besucher:innen der Grundidee des Theatertages widersprechen.«

Am Sonntag, den 12. September 2021, geht es mit der Wiederaufnahme der »Hochzeit des Figaro« unter der Leitung von Konrad Junghänel um 18 Uhr, dem Sonderkonzert »Bilder aus Wiesbaden« des Salonensembles des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden, und der Wiederaufnahme von »Frankenstein Junior« im Kleinen Haus weiter.
Karten für alle weiteren Vorstellungen im September und Oktober 2021 werden derzeit im »doppelten Schachbrett« verkauft, d.h. neben besetzten Plätzen bleiben jeweils zwei frei. Immer aktuelle und detaillierte Informationen finden Sie unter www.staatstheater-wiesbaden.de/karten.

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Grandiose Premiere von Le sacre du printemps im Wiesbadener Staatstheater

Le sacre du printemps Zweiteiliger Ballettabend von Bryan Arias und Edward Clug Foto: Bettina Stöß
Le sacre du printemps Zweiteiliger Ballettabend von Bryan Arias und Edward Clug Foto: Bettina Stöß

Wüsste man es nicht besser, würde man kaum glauben, dass Igor Strawinskys  Le Sacre du Printemps bereits vor 110 Jahren in der Kunstszene international für Furore sorgte und zu einem Schlüsselwerk der musikalischen Moderne avancierte.  In einem  spektakulären Doppelabend mit den Choreografien „29 May 1913″ von Bryan Arias und „Le sacre du printemps“ von Edward Clug, feierte gestern Abend das Wiesbadener Staatsballett  eine grandiose Premiere.   Zwar befeuerten die glänzenden Darbietungen keine lautstarken Tumulte mehr oder gar tätliche Attacken des Publikums untereinander, wie es bei der Uraufführung am 29. Mai 1913 im Théâtre des Champs-Élysées in Paris noch geschah. Dennoch hat das Skandal-Werk von einst nichts an seiner musikmächtigen, ekstatisch- archaischen wie formenexperimentellen Präsenz verloren, insbesondere, wenn es so überzeugend expressiv und  tänzerisch perfekt rüberkommt wie am gestrigen Abend.

Le Sacre du Printemps  spielt in einem archaischen, heidnischen Russland Ende des 19. Jahrhunderts und beschreibt den Prozess eines Rituals, in dem ein unschuldiges Jungfrauenopfer den Frühlingsgott besänftigen soll. Es gibt zwei Teile: Ritual und Opfertanz. Der erste Teil nennt sich „Die Anbetung der Erde“ und der zweite „Das Opfer“. Das Stück hat im klassischen Sinn keine Handlung. Stattdessen werden verschiedene Tänze in einem reigenartigen Ablauf überführt. Die Uraufführung in Paris markierte einst den Beginn des modernen Balletts und setzte wegweisende Impulse für die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes.

(Diether W. v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Weitere Vorstellungen von „Le Sacre du printemps“
So, 27.06.2021
Grosses Haus 18:00 – 19:50
Do, 01.07.2021
Grosses Haus 19:30 – 21:20
Sa, 03.07.2021
Grosses Haus 19:30 – 21:20

Weitere Informationen

Hessisches Staatstheater Wiesbaden: Vorverkauf für Vorstellungen ab dem 29. Juni ist gestartet

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Der Vorverkauf für die Vorstellungen ab dem 29. Juni bis zum Ende der Spielzeit 2020.2021 des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden ist gestartet.

Um den Besucher*innen eine größtmögliche Sicherheit beim Vorstellungsbesuch zu gewährleisten, hat das Hessische Staatstheater Wiesbaden gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Wiesbaden das Hygienekonzept erneut abgestimmt und gemäß den aktuell geltenden Erkenntnissen und Verordnungen überarbeitet. Je nach Dynamik der allgemeinen Gegebenheiten wird dieser Prozess auch weiterhin fortgeführt und es werden ggf. Anpassungen vorgenommen.

Ab dem 29. Juni sehen die Saalpläne in allen Spielstätten eine Besetzung im sogenannten »Schachbrettmuster« vor.
Es werden feste Plätze verkauft.
Gemäß der aktuell geltenden Verordnungen dürfen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur von als negativ getesteten, geimpften oder genesenen Personen besucht werden. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden ist verpflichtet, dieses beim Einlass anhand eines geeigneten schriftlichen Nachweises sowie eines Ausweisdokuments zu kontrollieren. Daher sollte etwas mehr Zeit als gewohnt beim Einlass einkalkuliert werden.
Auf Anordnung des Landes Hessen gilt u.a. die Pflicht, ab der Einlass-Situation und innerhalb des Theatergebäudes bis zum Einnehmen des Sitzplatzes mind. eine medizinische Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

Öffnungszeiten

Die Theaterkasse im Großen Haus ist von montags bis freitags, von 10 bis 19.30 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr und sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet, außerdem telefonisch unter 0611.132 325 oder per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de zu erreichen. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn in der jeweiligen Spielstätte geöffnet.

Für eine telefonische Beratung zum gesamten Abonnement-Angebot steht das Abonnement-Büro montags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr unter 0611.132 340 oder per E-Mail unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de zur Verfügung.

Das Gruppenbüro ist montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 15 Uhr persönlich, telefonisch unter der 0611.132 300 oder per E-Mail unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden – Programmübersicht der Spielzeit 2021.2022

Im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentierten Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, r Holger von Berg, Geschäftsführender Direktor und Patrick Lange, Generalmusikdirektor das Programm der Theater-Saison 2021/22. © Foto Diether v. Goddenthow
Im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentierten Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, r Holger von Berg, Geschäftsführender Direktor und Patrick Lange, Generalmusikdirektor das Programm der Theater-Saison 2021/22. © Foto Diether v. Goddenthow

Gemeinsam mit Kulturdezernent Axel Imholz  stellten der Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Uwe Eric Laufenberg, der Generalmusikdirektor Patrick Lange und der Geschäftsführender Direktor Holger von Berg  das Programm der Spielzeit 2021.2022 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden vor. 

Allen bisherigen Corona-Unsicherheiten zum Trotz hat das Theater-Team ein vielversprechend, spannendes und anregendes Programm von internationalem Rang für die kommende Spielzeit 2021/2022 auf die Beine stellen können. Bei allen  bisherigen Unabwägbarkeiten kommt das fast einer Quadratur des Kreises gleich.  -Doch während man bislang „nur“ optimistisch in die Zukunft schaute, täte er dies nunmehr mit „begründeter Zuversicht“, traf  Axel Imholz bei seiner Begrüßung im Pressegespräch genau die Aufbruchsstimmung der Theaterleute. Und weil man sich so sicher ist, dass ab September wieder richtig gespielt wird, geht das Programm nächste Woche auch in Druck.

Die Highligts

Gleich sieben Neuinszenierungen und elf Wiederaufnahmen erwarten in der Neusaison das Publikum in der Opernsparte. Einen besonderen Schwerpunkt bilden hierbei die sieben letzten »Meisteropern« Wolfgang Amadeus Mozarts, die das Publikum über die gesamte Spielzeit hinweg erleben darf – im Mai sogar in einer zyklischen Aufführung. Einen weiteren Höhepunkt in der kommenden Saison stellt außerdem die Premiere von Jörg Widmanns monumentaler Chor-Oper »Babylon« im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 2022 dar.

In der Konzertsparte werden in den acht Sinfoniekonzerten des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden  herausragende Gastdirigentinnen und Dirigenten sowie namhafte Solistinnen und Solisten – sogar geschlechtlich paritätisch – vertreten sein. Besondere Beachtung verdienen hierbei unter anderem die von GMD Patrick Lange dirigierten Aufführungen von Bruckners Sinfonie Nr. 6 (WIR 5), Beethovens Violinkonzert (WIR 7) sowie, als fulminanter Abschluss der Konzertsaison, der »Glagolitischen Messe« von Leoš Janáček unter Mitwirkung des Chores des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und des Chores der Stadt Wiesbaden (WIR 8).

Im Schauspiel darf sich das Publikum auf insgesamt elf Premieren und fünfzehn Wiederaufnahmen freuen. Hervorzuheben sind unter anderem die Uraufführung »Wuhan – Die Verwandlung« von Clemens Bechtel und Jan Neumann, in der die Autoren der Veränderung der Welt, der Menschen und des Virus‘ nachspüren, sowie die deutschsprachige Erstaufführung »The Minutes« von Tracy Letts; außerdem die Premieren von Friedrich Schillers »Wallenstein« im Großen Haus sowie das Schauspiel »Schöne neue Welt« nach dem gleichnamigen Roman von Aldous Huxley.

Das Hessische Staatsballett zeigt vier Premieren und eine Wiederaufnahme, wobei Tim Plegges neue Kreation »memento«, in der der Choreograf an die Idee des Loslassens und Kraftschöpfens aus Ängsten, Trauer und Tod anknüpft, besondere Beachtung verdient. Ergänzt wird das Programm zudem abermals um wichtige Projekte und Kooperationen aus der aktuellen Tanzszene.

Das Junge Staatstheater bietet in sämtlichen Sparten zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen sowie ein erweitertes Programm der Theaterpädagogik für Kinder, Jugendliche und Familien an. Hervorzuheben sind hierbei unter anderem das theatrale Experiment »Der Mensch ist ein Anderer«, in dem Künstliche Intelligenz angeleitet von den CyberRäubern einen kompletten Theaterabend generiert sowie die Uraufführung des Musicals »Jugend ohne Gott« von Paul Graham Brown als Produktion des Jungen Staatsmusicals.

Nachträgliches Galakonzert für abgesagte Maifestspiele
Da die Internationalen Maifestspiele in der zurückliegenden Saison pandemiebedingt leider zum zweiten Mal ausfallen mussten, wird rückwirkend anlässlich des 125. Jubiläums im vergangenen Mai ein Galakonzert mit Stargästen wie Catherine Foster und Andreas Schager am Samstag, den 6. November im Großen Haus stattfinden.

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2021.2022 beginnt voraussichtlich am Montag, 12. Juli 2021, um 10 Uhr. Aufgrund der mangelnden Planungssicherheit werden vorerst nur Karten für die Monate September und Oktober 2021 verkauft.

Neu ab dieser Spielzeit ist das Buchungssystem der Foyergastronomie DAS FOYER: Um den Bestell- und Bezahlvorgang des gastronomischen Angebots in der Pause reibungslos zu gestalten, ist die Buchung der Speisen und Getränke vorab erforderlich. In wenigen einfachen Schritten können unter www.das-foyer-wiesbaden.de die Pausenhäppchen gebucht und bezahlt sowie Tische im Foyer reserviert werden. Ein QR-Code, der auf einem Endgerät oder ausgedruckt an der Theke vorgezeigt werden muss, dient als Quittung. Das komplette Serviceangebot und weitere Informationen sind auf der Homepage von DAS FOYER zu finden. Ab August 2021 ist das gastronomische Angebot buchbar.

Das Programm im Überblick nach Sparten

Hessisches Staatstheater Wiesbaden "Große Haus" © Foto Diether v. Goddenthow
Hessisches Staatstheater Wiesbaden „Große Haus“ © Foto Diether v. Goddenthow

Oper

In der Saison 2021.2022 sind in der Opernsparte mit Verdis »Il Trovatore«, »Tristan und Isolde« von Richard Wagner und Jörg Widmanns »Babylon« drei Meisterwerke zu erleben, die pandemiebedingt in den zurückliegenden Spielzeiten nicht gezeigt werden konnten und nun in dieser Spielzeit präsentiert werden.

Zur Saisoneröffnung steht Giuseppe Verdis »Il Trovatore« auf dem Programm, es wird von Philipp M. Krenn und unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel neu erarbeitet. Aaron Cawley übernimmt die Partie des Manrico, Aluda Todua singt Graf von Luna, Christina Oliveira ist als Leonora zu erleben und Vesselina Kasarova debütiert als Azucena. »Tristan und Isolde« von Richard Wagner kommt in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange auf die Wiesbadener Bühne. Die Titelpartie singen Marco Jentzsch alternierend mit Andreas Schager und Barbara Havemann alternierend mit Catherine Foster. Jules Massenets »Werther« ist in der Inszenierung von Ingo Kerkhof und unter der Musikalischen Leitung von Peter Rundel zu sehen. Ioan Hotea übernimmt die Titelpartie in der auf die vier Hauptrollen reduzierten Fassung, Silvia Hauer ist die Charlotte. »Pique Dame« von Peter Tschaikowski ist szenisch in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu erleben. Aaron Cawley singt Hermann, Thomas de Vries ist Graf Tomski und Benjamin Russell ist als Fürst Jeletzki zu erleben. Olesya Golovneva singt die Partie der Lisa. Verdis »Don Carlo« wird unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Premiere haben. Eines der monumentalsten zeitgenössischen Opernwerke der letzten Jahre, das an den Staatsopern in München und Berlin große Erfolge feierte, ist Jörg Widmanns »Babylon«. Die Neuproduktion am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ist die erste Aufführung der neuen Fassung seit deren Uraufführung 2019 an der Staatsoper Berlin und wird die Internationalen Maifestspiele 2022 eröffnen. Im großen Solisten-Ensemble ist u. a. Otto Katzameier (Der Tod) zu erleben, Gloria Rehm kehrt in der Partie der Inanna ans Hessische Staatstheater Wiesbaden zurück, weitere Solist*innen sind Michelle Ryan (Die Seele), Philipp Mathmann (Der Skorpionmensch) und Claudio Otelli (Der Priesterkönig). Die Musikalische Leitung der auch im Orchester außergewöhnlich groß besetzten Produktion hat Albert Horne inne.

In dem Broadway-Klassiker »Cabaret« übernimmt mit der Sängerin Elissa Huber eine Ausnahmekünstlerin die Rolle der im Berlin der 1930er Jahre singenden, tanzenden, lebenden und

liebenden Femme fatale, die das Wiesbadener Publikum zuletzt in der Titelrolle von Anthony

Turnages Playmate-Oper »Anna Nicole« erleben konnte. Die Musikalische Leitung übernimmt Levi Hammer, die Inszenierung liegt in den Händen von Iris Limbarth.

Auch Puccinis »Triptychon«, »Elektra«, »My Fair Lady« und »Hänsel und Gretel« werden in zum Teil neuen Besetzungen wiederaufgenommen.

Konzert | Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Am Pult des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden steht in der Spielzeit 2021.2022 in vier Sinfoniekonzerten und dem Neujahrskonzert GMD Patrick Lange, der auch für das Konzertprogramm verantwortlich zeichnet. Auch sind die acht Sinfoniekonzerte angekündigt.

Die Konzertprogramme beleuchten in besonderen Kombinationen zentrale Werke des Konzertrepertoires neu. Für den Saisonauftakt stehen unter der Leitung von Christina Domnick Strawinskis Suite aus dem Ballett »Pulcinella« und Ottorino Respighis »Trittico Botticelliano« auf dem Programm. Im 2. Sinfoniekonzert ist Dirigent Andreas Spering mit Werken von Haydn und Mozart zu erleben. Klarinettist Sebastian Manz spielt unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange im 3. Sinfoniekonzert das Klarinettenkonzert von Magnus Lindberg, kombiniert wird dazu die 2. Sinfonie von Kurt Weill. Unter der Musikalischen Leitung von Christoph-Mathias Mueller ist Posaunist Frederic Belli der Solist in Daniel Schnyders Konzert für Posaune und Orchester im 4. Sinfoniekonzert. Im 5. Sinfoniekonzert ist Bruckners Sinfonie Nr. 6 mit GMD Patrick Lange am Pult zu erleben. Ruth Reinhardt dirigiert im 6. Sinfoniekonzert u.a. die 5. Sinfonie von Jean Sibelius. Beethovens Konzert für Violine und Orchester ist mit Chouchane Siranossian unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange im 7. Sinfoniekonzert zu hören. Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden kommen der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Einstudierung: Albert Horne) zusammen. Das Programm wird eröffnet von »BEVOR WIR SCHWEIGEN. Sieben letzte Briefe 1941-45« des zeitgenössischen Komponisten Florian Frannek, Höhepunkt des Konzerts ist Leoš Janáceks »Glagolitische Messe«.

Die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden wird wieder eine Reihe an Kammerkonzerten und Kammerkonzerte für Kinder anbieten.

Schauspiel

Die Schauspielsparte präsentiert in der Spielzeit 2021.2022 zwei Uraufführungen und eine deutschsprachige Erstaufführung sowie acht weitere Premieren. Gesellschaften, die sich im oder nach einem Umbruch befinden, werden dabei in vielen Produktionen eine zentrale Rolle spielen: Die sich neuerdings manifestierende Fixierung auf eine optimierte gesunde Gesellschaft wird in den Stücken »Wuhan«, »Schöne neue Welt« und »Corpus Delicti« behandelt, klassische Texte wie »Wallenstein«, »Drei Schwestern« oder – als moderner Klassiker »Kalldewey, Farce« beschreiben die inneren Zustände von Umbruchgesellschaften.

In der Uraufführung »Wuhan – Die Verwandlung« gehen Regisseur Clemens Bechtel, der mit »Casino« in Wiesbaden schon einmal die direkte Zeitgeschichte auf die Bühne gebracht hat, und Autor Jan Neumann der Verwandlung der Welt, der Menschen und des Virus auf den Grund und begeben sich auf die Suche nach denjenigen, die zwischen Statistiken und Empörung verloren gegangen sind. Im Großen Haus wird nach dem Erfolg »Tyll« erneut der Dreißigjährige Krieg mit seinen Verwerfungen Einzug halten: Friedrich Schiller beschreibt in »Wallenstein« zeitlich verdichtet die letzten Tage des Kriegsherren Wallenstein, vom Höhepunkt seiner Macht bis zu dessen Ermordung. Regisseur Nicolas Brieger: »Hass, Gier, Eitelkeit und Geltungsbewusstsein in dieser Männerwelt sind hier derart entfesselt, dass ein auch nur leidlich Vernünftiger wie Wallenstein in seiner Ambivalenz scheitern muss.« »Bunbury«, Oscar Wildes »triviale Komödie für ernsthafte Leute«, ist ein sowohl geistreiches als auch absurd komisches Stück über englische Teegesellschaften, ernsthafte Angelegenheiten und Ausreden, wie man selbigen entfliehen kann. Regie führt Ulrike Arnold (»Arsen und Spitzenhäubchen«, »Was ihr wollt«). »The Minutes«, das neue Stück von Tracy Letts (»Eine Familie«) fragt mit einer Mischung aus Bosheit und Humor nach den Mythen über eine Gesellschaft und danach, was sie uns über unseren Umgang miteinander erzählen. Daniela Kerck wird in Wiesbaden die deutschsprachige Erstaufführung inszenieren. In ihrer Dystopie »Corpus Delicti« zeichnet Juli Zeh das Bild einer Gesellschaft, in der sämtliche Lebensbereiche nur noch einer Ideologie der Gesundheit und persönlichen Fitness untergeordnet werden. Regisseur Daniel Kunze hat sich mit »Vögel« und Salman Rushdies »Quichotte« in Wiesbaden als Spezialist für zeitgenössische Stoffe etabliert und inszeniert nun erstmals auch in der Wartburg. Einer der dystopichen Stoffe schlechthin ist Aldous Huxleys »Schöne neue Welt«: Im Jahr 2540 führen die Menschen führen ein (scheinbar) perfektes Leben, doch der Preis dafür ist der Verlust der individuellen Freiheit und Selbstbestimmung. Regisseur Malte Kreutzfeldt stellt sich mit seiner Bühnenfassung des Romans erstmals in Wiesbaden vor. Mit August Strindbergs »Der Vater« unternimmt Regisseur Evgeny Titov mit dem Wiesbadener Schauspielensemble nach dem »Eingebildeten Kranken« und »Wassa Schelesnowa« seine dritte Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche. Christoph Kohlbacher, der sein künstlerisches Talent am Hessischen Staatstheater Wiesbaden schon in unterschiedlichsten Rollen als Schauspieler unter Beweis gestellt hat, debütiert mit seinem Stück »Instame« als Autor und Regisseur. In der Uraufführung im Studio werden like-geile Influencer*innen plötzlich mit der Realität konfrontiert. In wohl kaum einem anderen Theatertext wurde das menschliche Sehnen nach einer besseren Zukunft derart eindringlich umschrieben wie in Anton Tschechows »Drei Schwestern«. Das Stück handelt von dem Streben nach Glück und der Unmöglichkeit, dieses zu erfüllen. Für die Wiesbadener Neuinszenierung zeichnet Uwe Eric Laufenberg verantwortlich. Regisseur Florian Mahlberg und Musikerin Vera Mohrs bringen in der Wartburg zusammen mit Schauspieler*innen des Ensembles einen Liederabend auf die Bühne, der wahrlich zum Träumen einlädt: »What dreams are made of«. In der Bundesrepublik der 1980er Jahre war »Kalldewey, Farce« ein ungemein erfolgreiches Stück, doch Botho Straußʼ witzige Dialoge und surreale Szenen haben auch 40 Jahre nach der Uraufführung nichts von ihrer milieuporträtierenden Schärfe verloren. Erstmals seit seiner preisgekrönten »Schade, dass sie eine Hure war«-Inszenierung ist Bernd Mottl wieder als Schauspielregisseur in Wiesbaden zu erleben.

Wie gewohnt runden die Schauspiel-Extras »Kunstgefixe«, Kostproben, Einführungen und Nachgespräche das Programm ab.

Hessisches Staatsballett

Die Spielzeit des Hessischen Staatsballetts beginnt mit dem Doppelabend »Horizonte«, mit dem Auftragswerk »The Butterfly Effect« des britischen Choreografen Alexander Whitley und »Untitled Black« von Sharon Eyal/Gai Behar. In den beiden starken zeitgenössischen Tanzkompositionen kommen elementare Kräfte des Tanzes zusammen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Mit seiner neuen Kreation »memento« knüpft Hauschoreograf Tim Plegge an die Idee des Loslassens und Kraftschöpfens aus Ängsten, Trauer und Tod an. Getanzt wird zur Musik von u.a. Max Richter und Antonio Vivaldi. Ohne konkrete Situationen zu bebildern entwirft Plegge einen Reigen, der den Menschen und seine Fähigkeit zur Transformation aus Krisenmomenten zeigt. Ein Ausruf, sich seiner Sterblichkeit ebenso bewusst zu werden wie der Kostbarkeit des Lebens. Und ein Feiern des Augenblicks, zwischen »memento mori« und »memento vivere«. Zwei zeitgenössische Tanzpositionen vereint das Hessische Staatsballett im Doppelabend »Extension« mit dem Tänzer und Choreografen Marc Brew und dem Nachwuchschoreografen Martin Harriague. Der Australier Brew entwickelt als künstlerischer Leiter der AXIS Dance Company weltweit Produktionen und tanzt zuweilen in diesen selbst. Seine Bezüge zur Inklusion heben den Tanz auf ein anderes Level. Für »Extension« erarbeitet Brew seine erste Kreation für das Hessische Staatsballett. Des Weiteren wird Hauschoreograf Tim Plegge mit »Eden« wieder ein Partizipationsprojekt mit Laientänzer*innen entwickeln.

Auch in dieser Spielzeit wird das Programm mit außergewöhnlichen Gastspielen ergänzt, die unter dem Label »Das Hessische Staatsballett lädt ein« präsentiert werden. Besonderes Highlight ist u.a. die mehrmals verschobene Produktion »OÜM« der Massala Dance Company.

Die Tanzplattform Rhein-Main, die Kooperation des Hessischen Staatsballetts mit dem Mousonturm Frankfurt, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten stärkt sie die Tanzszene der Region nachhaltig, vernetzt Akteure und Institutionen regional und überregional und möchte damit Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das vom 28. Oktober bis 14. November 2021 in der sechsten Ausgabe in Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt und Offenbach zu erleben ist.

JUST

Alle Sparten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentieren neue Produktionen für Kinder, Jugendliche und Familien: »Der Mensch ist ein Anderer« (14+) ist eine Forschungsreise der CyberRäuber, die mit Hilfe von unterschiedlichen Algorithmen die kreative Kraft des Menschen mit der der Künstlichen Intelligenz verschmelzen lassen. Die Algorithmen steuern dabei die Maschinerie des Theaters und kreieren für jeden Abend einen neuen Text, so entsteht bei jeder Vorstellung ein einzigartiger unwiederholbarer Theaterabend. »Gold« (5+), komponiert von Leonard Evers nach dem grimmschen Märchen »Vom Fischer und seiner Frau«, ist eine poetische und tiefsinnige Kinderoper über Armut, Hochmut und das Glück, zufrieden sein zu können. Sie wird inszeniert von Sophie Pompe. In »Die Furiosen Drei« (7+) von Angela Khuon-Siefert spielen drei sehr unterschiedlich Pferde die Hauptrolle, die mit List und Spielwitz gemeinsam den Händen des Pferdemetzgers entfliehen. Uwe Kraus inszeniert das Junge Schauspiel. »Die Wutschweiger« (9+) beschäftigt sich über die Freundschaft zweier Kinder mit dem für die Gesellschaft wichtigen Themenkomplex Kinderarmut, ohne dabei jedoch in Hoffnungslosigkeit abzudriften oder den Sinn für Humor zu verlieren. Das Stück wird inszeniert von Mia Constantine. »Behalt das Leben lieb« (10+) nach Jaap ter Haar spricht universelle und existenzielle Themen an und zeigt wie ein junger Mensch, der durch einen Unfall erblindet, mit dieser außergewöhnlichen Situation umgeht und ihn durch seine Erfahrungen befähigt, gestärkt aus ihr hervorzugehen. Das Stück wird von Dirk Schirdewahn inszeniert. In »Der Sandmann – White Boxx Vol. 4« (15+) wird die rätselhafte Geschichte des Studenten Nathanael erzählt, eine der berühmtesten Schauergeschichten der Romantik, die damals wie heute fasziniert. »Die Kriegerin« (15+), nach dem Film von David Wnendt, wird mit jungen Erwachsenen aus der Region inszeniert. Die diesjährige Weihnachtsproduktion ist »Kleiner König Kalle Wirsch« (6+), in einer Adaption von Dirk Schirdewahn.

Das Junge Staatsmusical startet mit dem sogenannten Miezical »Katzen« (4+), ein Familienstück über vier Katzen in der Inszenierung und Choreografie von Iris Limbarth. Außerdem steht die Uraufführung des leider wieder aktuellen Romans von Ödön von Horváth »Jugend ohne Gott« (14+), in dem gekonnt das verstörend eindrückliche Bild einer gedankenlosen, ideologisch verblendeten Jugend am Beginn des NS-Regimes gezeichnet wird, auf dem Programm. Iris Limbarth bringt die eigens für das Hessische Staatstheater Wiesbaden geschriebene und komponierte Fassung von Paul Graham Brown auf die Bühne.

Eine Vielzahl unterschiedlicher Konzertformate für Kinder ab 0 Jahren ergänzen das Programm. Das Team der Theaterpädagogik hat außerdem ein erweitertes Programm mit Vermittlungsangeboten für Kitas und Schulen, Workshops, Clubangeboten für alle Altersstufen, den Formaten »Yourspace« und »Theaterscouts«, Ferienakademien und Führungen zusammengestellt. Vom 28. März bis 1. April 2022 öffnet sich wieder der Vorhang für die Schultheatertage 2022.

Tickets
Sofern es der hessische Stufenplan zur Lockerung der Corona-Maßnahmen in Wiesbaden zulässt, sind die Vorverkaufskasse, das Abo-Büro und das Gruppenbüro für Publikumsverkehr geöffnet.

 Vorverkaufskasse:
Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag, von 10 bis 19.30 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr und Sonntag von 11-13 Uhr. Die Vorverkaufskasse ist außerdem telefonisch unter 0611.132 325 oder per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.

Abonnement-Büro:
Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch und Freitag, von 10 bis 18 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr. Das Abo-Büro ist außerdem telefonisch unter 0611.132 340 oder per E-Mail unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.

Gruppenbüro:
Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag, von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 15 Uhr. Das Gruppenbüro ist außerdem telefonisch unter 0611.132 300 oder per E-Mail unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.