Kategorie-Archiv: Goethe-Haus Frankfurt

Quo vadis westliche Werte und Lebensstil? – Frankfurter Hausgespräche diskutieren diese Fragen der „Vielfalt und Einheit“ ab 7. Juni 2017

hausgespraecheIn der neuen Reihe der Frankfurter Gespräche „Vielfalt und Einheit“ im Juni 2017, jeweils ab 19.30 Uhr,  widmen sich das Holzhausenschlösschen, das Haus am Dom, das Literaturhaus und Goethe-Haus hochaktuellen zentralen Fragen über die Grenzen und Möglichkeiten des Miteinanders in Zeiten zunehmender Einzelinteressen, kultureller Unübersichtlichkeiten, Fake News und rasanten Werteverfalls aus religiöser, literarischer, kultureller und gesellschaftspolitischer Perspektive. Hierzu haben die Veranstalter wieder hochkarätige Referenten und Diskutanten eingeladen.

7. Juni 2017, 19.30 h, Holzhausenschlösschen „Mehr Einheit oder mehr Vielfalt in Europa?“

Die Reihe wird mit der Auftaktveranstaltung im Holzhausenschlösschen von Clemens Greve, dem Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung am 7. Juni eröffnet mit dem Thema „Mehr Einheit oder mehr Vielfalt in Europa?“
Dabei wird der Fokus auf die Frage nach den westlichen Werten und den westlichen Lebensstilen, gründend in den Ideen der Amerikanischen und der Französischen Revolution, gelegt. Denn diese Ideen machen unsere Art in Europa zu leben aus und geraten von ganz unterschiedlichen Seiten unter Druck, etwa durch „Fake News“, „Islamismus“, Rechts- und Linkspopulismus, Europaskepsis, Eliteversagen und vielem mehr.
Impulsvortrag: Prof. Dr. Ulrike Ackermann, Leiterin des John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung e.V. in Heidelberg. Es diskutieren Prof. Dr. Harald Müller, Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung an der Goethe-Universität Frankfurt, und Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, Literaturwissenschaftler an der Universität Tübingen, über den genannten Themenkreis.

Ort:
Frankfurter Bürgerstiftung
Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5, 60322 Frankfurt
Tel. (069) 55 77 91
Fax (069) 59 88 05
E-Mail: info@frankfurter-buergerstiftung.de
www.frankfurter-buergerstiftung.de

14. Juni 2017, 19.30 h, Haus am Dom „Religion in schlechter Verfassung?“
Am 14. Juni folgt Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor Haus am Dom, mit der Frage „Religion in schlechter Verfassung?“ „Bereits seit fast zehn Jahren ist die Anwesenheit von Menschen nichtchristlicher Religion auf dem Boden der deutschen demokratischen Grundordnung fraglich geworden. Schächten, Beschneidung, Kopftuch heißen die drei wichtigsten Reizworte, die phasenweise den sozialen Frieden bedrohen.
Wie soll es weitergehen? Erleben wir eine schleichende Ent-Säkularisierung oder sind wir nur Zeugen ganz normaler grundrechtlicher Anpassungsprozesse? Zu dieser Frage diskutieren Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften und ein Verfassungsjurist.“ (Haus am Dom)

Ort:
Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt
http://www.hausamdom-frankfurt.de/

21. Juni 2017, 19.30 h, Literaturhaus Frankfurt „Fünf Thesen für Einklang“
Am 21. Juni setzt das Literaturhaus unter der Ägide von Hauke Hückstädt die Reihe fort mit „Fünf Thesen für Einklang“ mit Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Magdalena Kuhn, Promotionsstipendiatin und Psychologin, Frankfurt, Ursula Ott, Chefredakteurin Chrismon, Abdul-Ahmad Rashid, TV-Journalist und Islamwissenschaftler, und Henning Ziebritzki, Verlagsleiter und Lyriker. „Wer nach Wahrheit sucht, muss mit echten Menschen streiten.“ Das fordert Ursula Ott, die Chefredakteurin des evangelischen Magazins chrismon. Und das ist auch das Credo dieses Abends im Literaturhaus. Ursula Ott wie auch der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Roland Kaehlbrandt, die Promotionsstipendiatin und Psychologin Magdalena Kuhn, der Fernsehjournalist und Islamwissenschaftler Abdul-Ahmad Rashid sowie der Verlagsleiter und Lyriker Henning Ziebritzki haben jeweils sehr eigene, sehr unterscheidbare Thesen für das von der EKHN Stiftung und dem Literaturhaus Frankfurt gemeinsam herausgegebene Buch „95 Anschläge – Thesen für die Zukunft “ formuliert (S. Fischer Verlag). Doch ihre Thesen haben auch etwas gemeinsam. Möglicherweise wollen in ihrem Kern alle fünf: Einklang. Inneren oder äußeren Einklang in einem Wimmelbild einer Gesellschaft , die gezeichnet ist von einer kaum fassbaren Pluralität der Behauptungen, Glaubensdiktate, Missverständnisse und Dissonanzen. Das Gespräch leitet der SZ-Feuilleton-Redakteur Jens Bisky.“ (Literaturhaus Frankfurt)

Ort:
Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main
http://literaturhaus-frankfurt.de/haus/

28. Juni 2017, 19.30 h, Frankfurter Goethe-Haus „Können wir aus dem Erbe der Aufklärung zu einer gemeinsamen Kultur kommen?“

Das Frankfurter Goethe-Haus gestaltet am 28. Juni mit dem Thema „Können wir aus dem Erbe der Aufklärung zu einer gemeinsamen Kultur kommen?“ den letzten Abend der Frankfurter Hausgespräche. Es spürt dem lebendigen Erbe der Aufklärung nach und fragt nach seiner gemeinschaftsstiftenden rahmenstiftenden Prägekraft in einer ungewissen modernen Zeit beliebiger, wimmelbildartiger Vielfalt. „Vernunft, Argument und Beweis, Bildungsbegeisterung, Wissenschaftsorientierung, Freiheit des Individuums – das sind Ankerpunkte einer Kultur, die durch die Aufklärung gegangen ist und sich auf sie beruft. In einer immer heterogener werdenden Gesellschaft stellt sich nicht nur die Frage nach der Rechtsordnung, sondern darüber hinausgehend auch nach Rahmungen, seien es gesellschaftliche Zielvorstellungen und Denkmodelle, Aushandlungsformen oder auch Freiheiten, Regeln und Grenzen des Umgangs miteinander.“ (Goethe-Haus)
Es diskutieren: Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, Maya Hazukanu, Doktorandin im Fach Politikwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Armina Omerika, Juniorprofessorin für die Ideengeschichte des Islam der Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Susanne Schröter, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Ethnologie, Goethe-Universität Frankfurt. Moderation: Prof Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstand der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Ort:
Frankfurter Goethe-Haus
Freies Deutsches Hochstift
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 / 1 38 80 -0
info@goethehaus-frankfurt.de
http://www.goethehaus-frankfurt.de

Museumsuferfest 2016: Frankfurter Goethe-Haus/Frankfurter Goethe-Museum

goethehaus2-250In Goethes Elternhaus kann man auf vier Etagen in den original eingerichteten Räumen das Leben in einem Frankfurter Bürgerhaus des 18. Jahrhunderts nachvollziehen. Erleben Sie die Atmosphäre dieses Hauses, in dem Goethe Kindheit und Jugend verbrachte und in dem die ersten großen Werke entstanden. Im Goethe-Museum, einer Gemäldegalerie der Goethezeit, finden sich ungeahnte Schätze, darunter Gemälde von Caspar David Friedrich, Johann Heinrich Füssli, Jakob Philipp Hackert. Besuchen Sie im Arkadensaal unseren Informationsstand und erfahren Sie mehr über das geplante Deutsche Romantik-Museum, das neben dem Frankfurter Goethe-Haus am Großen Hirschgraben entsteht.

Ausführliches Programm

Frankfurter Goethe-Museum

Deutsches Romantik-Museum

Spatenstich für das Deutsche Romantik-Museum – Förderer würdigen Bedeutung des Orts in Frankfurt am Main

v.l.n.r.: Sandra Paul (Ernst Max von Grunelius-Sitftung), Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Peter Feldmann (Oberbürgermeister Stadt Frankfurt), Boris Rhein (Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst MdL), Prof. Monika Grütters (Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien MdB), Prof. Dr. Felix Semmelroth (Kulturdezernent der Stadt Frankfurt), Carl L. von Boehm-Bezing (Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts), Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken (Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts), Frank Junker (Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding), Prof. Christoph Mäckler (Architekt Deutsches Romantik-Museum). Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
v.l.n.r.: Sandra Paul (Ernst Max von Grunelius-Sitftung), Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Peter Feldmann (Oberbürgermeister Stadt Frankfurt), Boris Rhein (Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst MdL), Prof. Monika Grütters (Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien MdB), Prof. Dr. Felix Semmelroth (Kulturdezernent der Stadt Frankfurt), Carl L. von Boehm-Bezing (Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts), Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken (Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts), Frank Junker (Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding), Prof. Christoph Mäckler (Architekt Deutsches Romantik-Museum). Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

 

Mit dem heutigen Spatenstich für das neue Deutsche Romantik-Museum hat der offizielle Baustart auf dem ehemaligen Gelände des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels neben dem Goethe-Haus am Großen Hirschgraben in Frankfurt am Main begonnen. Das Museum der deutschen Romantik soll den Erinnerungsort für  eine Schlüssel-Epoche der deutschen und europäischen Geistesgeschichte bilden. Während die Epochen der Aufklärung, der Klassik und der Moderne mit Museen von Weltrang in Wolfenbüttel, Weimar und Marbach vertreten sind, gibt es weltweit noch keine vergleichbare Institution für die geistige Bewegung der Romantik.  Diese Epoche wird international mehr als jede andere Zeitspanne westlicher Kultur mit Deutschland identifiziert. Ja, „die“ Romantik sei der Schlüssel zum Verständnis der deutschen Seele, sagt man bisweilen, obgleich die Romantiker über ihre Landesgrenzen hinaus blickten, sich zumeist auf andere  Kulturen  bezogen und ihre Übersetzung als Mission verstanden.

Basis für dieses evident fehlende Museum ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift, dem Träger des Goethe-Hauses seit 1863, hier zusammengetragen wurde. In den Archivkellern finden sich, der Öffentlichkeit unbekannt, die international umfangreichsten und vielseitigsten Bestände zu den Schlüsselfiguren der Epoche von Novalis über die Geschwister Brentano bis zu Joseph von Eichendorff. Sie wird ergänzt durch hochkarätige Sammlungen im Bereich der bildenden Kunst und der Alltagskultur der Zeit. Gleichzeitig ist das Hochstift seit einem halben Jahrhundert als international anerkanntes Forschungsinstitut zur Literatur der deutschen Romantik tätig.

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Hauses, begrüßte die Gäste zum offiziellen Baustart. Grußworte sprachen die Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB, der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein MdL, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth, Carl-L. von Boehm Bezing, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts, und Frank Junker, Geschäftsführer der ABG FRANKFURT HOLDING vor den beteiligten Planern, Firmen sowie Unterstützern und Förderern.

Der Baugrund nach Abriss des ehemaligen Buchhauses des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Foto: © massow-picture
Der Baugrund nach Abriss des ehemaligen Buchhauses des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Foto: © massow-picture

Der Spatenstich fand im Anschluss auf dem benachbarten Baugelände statt. Die Redner bekamen hierbei Unterstützung vom ausführenden Architekten Prof. Christoph Mäckler sowie von Sandra Paul, Geschäftsführerin der Ernst Max von Grunelius-Stiftung, und Jürgen Fitschen, Co-Vorsitzender des Deutsche Bank Vorstands – stellvertretend für alle Spenderinnen und Spender, die sich für das Deutsche Romantik-Museum engagiert haben.

Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB Foto: © massow-picture
Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB Foto: © massow-picture

„Mit dem Deutschen Romantik-Museum wird endlich einer Epoche Referenz erwiesen, die zu den bedeutendsten der deutschen und europäischen Kultur- und Geistesgeschichte gehört“, hob Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters beim Spatenstich für das Projekt hervor. „Künftig wird hier auf der Grundlage der einzigartigen Sammlung des Freien Deutschen Hochstifts von originalen Handschriften, aber auch von Kunstwerken, eine spannungsreiche Vermittlung der vielfältigen Facetten und Strömungen dieser Zeit präsentiert – einer Zeit, in der viele Werte ins Wanken geraten waren und die Menschen nach neuen Lösungen für die alten Auseinandersetzungen suchten. Mit dem Deutschen Romantik-Museum wird eine national wie international wahrgenommene Lücke in der deutschen Musemslandschaft geschlossen. Dass dieses außergewöhnliche Museum in unmittelbarer Nachbarschaft zu Goethes Geburtshaus entsteht, ist besonders reizvoll“, sagte die Kulturstaatsministerin, die sich zuvor durch das Goethe-Haus führen ließ und in das Goldene Gästebuch des Hochstifts eintrug. Das Museumsprojekt wird aus dem Haus der Staatsministerin mit vier Millionen Euro unterstützt.

Aus den Ausstellungsräumen wird ein Blick auf die rückseitige Fassade und den Hof des Goethe-Hauses, auf den Goethe-Garten und den historischen Teil des Hochstiftsgebäudes fallen. © massow-picture
Aus den Ausstellungsräumen wird ein Blick auf die rückseitige Fassade und den Hof des Goethe-Hauses, auf den Goethe-Garten und den historischen Teil des Hochstiftsgebäudes fallen. © massow-picture

Mit dem Neubau erhalte die Romantik-Forschung des Freien Deutschen Hochstifts ein museales Pendant im Ausstellungsbereich hob Boris Rhein, Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, hervor: „Die Landesregierung investiert insgesamt mehr als zehn Millionen Euro, um das Konzept der ,Achse der Romantik in Hessen‘ zu ermöglichen. Ein wichtiger Teil dieses Romantik-Konzepts ist der Bau des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt, den die Landesregierung mit vier Millionen Euro unterstützt. Grundlage für das neue Museum ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur und die wertvolle Sammlung bildender Kunst und Alltagskultur der deutschen Romantik im Freien Deutschen Hochstift. Damit erhält die herausragende Sammlung von Handschriften und Gemälden der deutschen Romantik ein repräsentatives Gebäude in direkter Nähe zum Goethe-Haus.“

„Wir kommen mit großen Schritten voran“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann beim Spatenstich für das neue Museum. „Schon bald können sich Bürgerinnen und Bürger auf ein tolles Ensemble aus Museum, Wohnungen und Cantate-Saal freuen. Auf der europäischen Landkarte der Romantik ist Frankfurt mit den Exponaten zu Goethe, den Brentanos oder Eichendorff künftig eine Top-Adresse“, sagte Frankfurts Stadtoberhaupt.

„Mit dem Deutschen Romantik-Museum bekommt Frankfurt am Main einen Ort von republikweiter, wenn nicht internationaler Strahlkraft“, unterstrich Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth die Bedeutung des Vorhabens. Durch die Gestaltung der Goethehöfe entstehe „ein außergewöhnlicher Ort in der Innenstadt“

Das Deutsche Romantik-Museum ist ein Projekt des Freien Deutschen Hochstifts. Es entsteht als Erweiterungsbau des Goethe-Museums. Realisieren lässt es sich mit Unterstützung des Bundes, des Landes Hessen, der Stadt Frankfurt und zahlreicher privater Geldgeber.

Deutsches Romantik-Museum Fassade mit Goethe Haus © Christoph Mäckler Architekten
Deutsches Romantik-Museum Fassade mit Goethe Haus
© Christoph Mäckler Architekten

Für das Ensemble am Großen Hirschgraben sind neben dem Deutschen RomantikMuseum auch Wohnungen vorgesehen. Der Cantate-Saal wird saniert und bleibt für die Kultur erhalten. Das Gesamtensemble entsteht nach dem städtebaulichen Entwurf des Büros Michael A. Landes. Dieser zeichnet verantwortlich für die Wohnbebauung, den Cantate-Saal und den Hof. Die ABG FRANKFURT HOLDING plant, auf dem Grundstück auch Wohnungen zu errichten.

Das Architekturbüro Christoph Mäckler Architekten plant das Deutsche RomantikMuseum. Die Juroren, die über die Pläne für den Museumsbau bei dem Architektenwettbewerb im vorigen Jahr zu befinden hatten, befürworteten seinen Entwurf, der „respektvoll“ mit der historischen Substanz der Nachbarschaft umgehe.

„Der architektonische Entwurf für das neue Museumsgebäude, den Christoph Mäckler in engem Kontakt mit den Verantwortlichen des Hochstifts entwickelt hat, entspricht unseren Vorstellungen. Wir freuen uns auf die Realisierung; die neuen räumlichen Möglichkeiten werden unsere Arbeit beflügeln“, sagte Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts.

Bauherr für das Projekt ist die ABG FRANKFURT HOLDING. „Wir setzen auf architektonische Qualität“, sagte ABG-Geschäftsführer Frank Junker: „Deswegen kooperieren wir auch mit den beiden Frankfurter Architekten Landes und Mäckler. Sie haben sich in der Planungsgemeinschaft Goethehöfe zusammengeschlossen: Herr Landes für die Wohnbebauung und den Cantate-Saal, Herr Mäckler für das Deutsche Romantik-Museum.“

Bis zum Frühjahr 2019 könnte der Bau realisiert sein. Die Eröffnung des Museumserweiterungsbaus ist für Spätsommer 2019 vorgesehen. Die Kosten für das Deutsche Romantik-Museum sind auf 16 Millionen Euro veranschlagt. Diese werden mit jeweils vier Millionen Euro von Bund und Land, 1,8 Millionen von der Stadt Frankfurt, die auch das Grundstück zur Verfügung stellt, und 6,2 Millionen von privaten Spendern finanziert. Zu den Förderern zählen die Deutsche Bank AG und die Ernst Max von Grunelius-Stiftung sowie der Kölner Galerist Karsten Greve, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Wüstenrot Stiftung. Dazu kommen weitere, mehr als 1.100 Privatspender.

Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts Carl L. von Boehm-Bezing dankte Bund, Land und Stadt sowie den privaten Geldgebern und Stiftungen ausdrücklich für ihre kontinuierliche Unterstützung. „Wir sind glücklich und dankbar, dass die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und privaten Unterstützern schließlich zum Erfolg unseres gemeinsamen Projekts geführt hat.“

Modell des Deutschen Romantik Museums, welches unmittelbar an das Goethehaus (r.) anschließen wird. Foto: © massow-picture
Modell des Deutschen Romantik Museums, welches unmittelbar an das Goethehaus (r.) anschließen wird. Foto: © massow-picture

Das neue Museumsgebäude soll sich unmittelbar an die südliche Grundstücksgrenze des Hochstiftsgeländes anschließen. Vorgesehen sind Ausstellungsflächen von ca. 400 qm für die Gemäldegalerie der Goethezeit, 400 qm für die Epoche der Romantik, 400 qm Wechselausstellungsbereich sowie ein Eingangsbereich mit Kasse, Funktionsräumen, Museums-Laden. Er wird dem neuen Museum zugleich mit dem benachbarten Goethe-Haus ein angemessenes Entree bieten. Aus den Ausstellungsräumen fällt der Blick auf die rückseitige Fassade und den Hof des Goethe-Hauses, auf den Goethe-Garten und den historischen Teil der Hochstiftsgebäude. Der Wechselausstellungsbereich erhält eine direkte Anbindung an die Kellermagazine des Hochstifts.

Das europäische Romantikverständnis wird Inhalt und Botschaft des Museums sein. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Goethe-Haus und -Museum trägt es zentral der Tatsache Rechnung, dass Goethe selbst weltweit als der wichtigste deutsche Romantiker gilt. Im Zentrum der Auseinandersetzung mit den kulturellen Leistungen der für die deutsche Geschichte und Politik folgenreichen Epochen wird im neuen Museum die Frage nach den literarisch und philosophisch fundierten Konturen des modernen westlich-europäischen Menschenbildes und dessen Realisierung im demokratisch verfassten Staat stehen. Im romantischen Aufbruch des ausgehenden 18. Jahrhunderts liegen wesentliche Wurzeln dieses Bildes. Dieser Aufbruchsgedanke wurde entscheidend vom jungen (Frankfurter) Goethe inspiriert, dessen spätes Konzept einer ‚Weltliteratur‘ wiederum nicht ohne die europäischen Romantiker denkbar ist.

„Der Nachtmahr“ aus dem Jahr 1790 (Frankfurter Goethe-Museum) das Sinnbild der schwarzen Romantik, von Johann Heinrich Füssli, wird im Deutschen Romantik Museum eine neue adäquate Heimat finden.  Foto: © Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift
„Der Nachtmahr“ aus dem Jahr 1790 (Frankfurter Goethe-Museum) das Sinnbild der schwarzen Romantik, von Johann Heinrich Füssli, wird im Deutschen Romantik Museum eine neue adäquate Heimat finden. Foto: © Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift

Das Ausstellungskonzept wird die Präsentation von hochkarätigen Originalen (Manuskripte, Graphik Gemälde, Gebrauchsgegenstände) mit interaktiven und experimentellen Ausstellungsformen verbinden. Geplant ist ein ‚Erlebnismuseum‘. Es soll eine multimediale – im romantischen Sinn synästetische – Umsetzung von Schlüsselideen, Basiswissen und Personennetzwerken bieten.

Quelle und weitere Informationen: https://deutsches-romantik-museum.de/das-projekt

Weg frei für den Bau der Goethehöfe und des Romantikmuseums in Frankfurt

Nachtmahr von Johann Heinrich Füssli, derzeit im Geothe-Haus Frankfurt  dürfte ins geplante Romantikmuseum umziehen.© Frankfurter Goethe-Haus
Nachtmahr von Johann Heinrich Füssli, derzeit im Geothe-Haus Frankfurt, dürfte wohl ins geplante Romantikmuseum umziehen.© Frankfurter Goethe-Haus

(pia) Bürgermeister Olaf Cunitz hat am 27. November eine Magistratsvorlage unterzeichnet und in den parlamentarischen Geschäftsgang gegeben, die den Weg frei macht für den Bau der sogenannten Goethehöfe und des Romantikmuseums in der Frankfurter Innenstadt. Mit der Vorlage wird sowohl der Verkauf städtischer Grundstücke am Großen Hirschgraben 17 als auch die Vergabe eines Erbbaurechts für die Flächen am Großen Hirschgraben 19-23 in die Wege geleitet.
„Durch die Bebauung des Kauf- und des Erbbaugrundstücks kann in diesem wichtigen innerstädtischen Quartier ein bauliches Ensemble entstehen, dass sich um einen Innenhof gruppiert, an den nördlich das Goethehaus angrenzt“, beschreibt Cunitz das Konzept. „Es ist eine besondere Form der Konversion, mit der bisherige Büroflächen in einen außergewöhnlichen Ort umgewandelt werden, der durch seine Mischung aus Kultur, Wohnen und Gastronomie sowohl für Frankfurter als auch für Gäste hochattraktiv sein wird.“

Beide Areale gehen – entsprechende Beschlüsse des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung vorausgesetzt – an die ABG Frankfurt Holding, die auch die Bebauung errichtet. Am Großen Hirschgraben 17 wird eine neue Wohnbebauung realisiert. Der bestehende Cantate-Saal, ein Veranstaltungsraum für Theateraufführungen, wird dabei in diese Bebauung integriert. Das bereits zugunsten der Frankfurter Aufbau AG (FAAG) bestehende Erbbaurecht wird von der ABG übernommen und der Bestand des Cantatesaals durch eine Dienstbarkeit für die Stadt Frankfurt abgesichert. Am Großen Hirschgraben 19-23 wird das Romantikmuseum errichtet. Die Grundstücke hierfür bleiben im Eigentum der Stadt Frankfurt, die nun ein Erbbaurecht für die ABG bestellt, das nach Fertigstellung des Museums von der ABG an den Träger des Museums, das Freie Deutsche Hochstift, übertragen werden wird.

Der Kaufvertrag umfasst eine Fläche von knapp 1.500 Quadratmetern mit einem Kaufpreis von rund 3,3 Millionen Euro. Damit verbunden ist eine Bauverpflichtung zur Errichtung eines Wohngebäudes mit Gastronomienutzung im Erdgeschoss binnen vier Jahren nach Vertragsabschluss. Der Erbbauvertrag umfasst eine Fläche von rund 660 Quadratmetern, die für eine Laufzeit von 99 Jahren für einen symbolischen Erbbauzins von einem Euro im Jahr zum Zweck des Baus des Romantikmuseums vergeben wird. Auf die Erhebung eines marktüblichen Erbbauzinses wird so lange verzichtet, wie die Flächen ausschließlich im Sinne der gemeinnützigen Aufgaben des Freien Deutschen Hochstifts genutzt werden. Es gilt eine Bauverpflichtung zur Errichtung eines Museumsgebäudes binnen vier Jahren nach Vertragsabschluss. Der gemeinsame Zugang zu den beiden Liegenschaften wird durch gegenseitige Grunddienstbarkeiten beziehungsweise Baulasten gesichert.

Goethe-Haus Museumsuferfest-Programm

Goethehaus FrankfurtNicht nur während des  Museumsuferfestes können Sie im Goethe-Haus auf vier Etagen in den original eingerichteten Räumen das Leben in einem Frankfurter Bürgerhaus des 18. Jahrhunderts nachvollziehen. Angegliedert befindet sich eine Gemäldegalerie der Goethezeit, in der Besucher ungeahnte Schätze findet, darunter Gemälde von Caspar David Friedrich, Johann Heinrich Füssli, Jakob Philipp Hackert. An einem Infostand im  Arkadensaal können sich Interessenten informieren über das geplante Deutsche Romantik-Museum, das neben dem Frankfurter Goethe-Haus am Großen Hirschgraben entstehen wird.

Programm
Samstag, 29. August 2015
10:00 – 17:00 Uhr Garten-Ausstellung: Paradiesgarten der Fantasie – Skulpturen von Liesel Metten
10:30 Uhr Führung durch das Goethe-Haus
14:00 Uhr Führung durch das Goethe-Haus
14:00 – 16:00 Uhr Infostand Deutsches Romantik-Museum
15:00 Uhr Englische Führung durch das Goethe-Haus
15:00 Uhr Führung: Literaturplastiken von Liesel Metten. Dichterdenkmal Brentano / Heine / Hugo und Loreley-Skulptur

Sonntag, 30. August 2015
10:00 – 17:00 Uhr Garten-Ausstellung: Paradiesgarten der Fantasie – Skulpturen von Liesel Metten
10:30 Uhr Führung durch das Goethe-Haus
14:00 Uhr Führung durch das Goethe-Haus
14:00 – 16:00 Uhr Infostand Deutsches Romantik-Museum
15:00 Uhr Führung: Literaturplastiken von Liesel Metten. Dichterdenkmal Brentano / Heine / Hugo und Loreley-Skulptur
16:00 Uhr Führung durch das Goethe-Haus

Kontakt

Frankfurter Goethe-Haus/
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23 – 25
60311 Frankfurt am Main

Tel.: 069/13 88 00
Fax: 069/13 88 02 22

Internet:
E-Mail: info@goethehaus-frankfurt.de
WWW: www.goethehaus-frankfurt.de
WWW: www.deutsches-romantik-museum.de

Öffnungszeiten:
Fr. und Sa.: 10.00 – 17.00 Uhr
So.: 10.00 – 17.30 Uhr

Goethe-Haus – Goethe-Museum

Ausstellungen und Veranstaltungen

Goethehaus FrankfurtDas Geburtshaus Johann Wolfgang v. Goethes im Großen Hirschgraben 23 – 25 ist selbst begehbares Romantik-Museum: Auf vier historisch original ausgestatteten Etagen können Besucher eintauchen in die Frankfurter Großbürger-Welt des 18. und 19. Jahrhunderts.  Das Goethe-Museum im Trakt neben dem Goethehaus  führt Besucher in 14 Ausstellungsräumen durch die Malerei der Goethezeit. Goethe, selbst Zeichner und Sammler, maß zeit seines Lebens der Kunst größte Bedeutung zu: „denn was wäre die Welt ohne Kunst“.

Das Goethe-Haus Frankfurt ist ein begehbares MuseumSonderausstellungen  ergänzen das Ausstellungsangebot.  Darüber hinaus befinden sich Sammlungen und eine jedermann zugängliche Bibliothek mit rund 130 000 Büchern im Bestand des Goethe-Hauses.

Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung hat das unter dem Dach des Goethehauses untergebrachte Hochstift national und international einen hervorragenden Ruf in der Goetheforschung.

Das Goethehaus in Frankfurt ist ein begehbares MuseumÖffnungszeiten
Montag bis Samstag
10.00 – 18.00 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
10.00 – 17.30 Uhr
Das historische Goethe-Haus ist leider nicht für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet.
Das Goethe-Museum kann bequem über einen Aufzug erreicht werden.

Goethe-Museum / Freies Deutsches Hochstift
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 138800
Fax +49 (0)69 13880222