Kategorie-Archiv: Goethe-Haus Frankfurt

Corona: Freies Deutsches Hochstift: Goethe-Haus und Gemäldegalerie vom 14. März bis 10. April 2020 geschlossen

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Die Direktion des Freien Deutschen Hochstifts folgt der Entscheidung der Stadt Frankfurt vom heutigen Nachmittag die städtischen kulturellen Einrichtungen als Präventivmaßnahme gegen die Ausbreitung des COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) zu schließen.

Goethe-Haus, Gemäldegalerie der Goethezeit und Bibliothek sind daher vom 14. März bis einschließlich 10. April 2020 geschlossen.

Veranstaltungen in diesem Zeitraum können nicht stattfinden und werden abgesagt. Bereits erworbene Karten können zurückgegeben werden.

Die Hausleitung unterstützt die Vorsichtsmaßnahme, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, Zeit zu gewinnen und die Gesundheit aller Menschen, der Besucherinnen und Besucher sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Institutionen, zu schützen.

Freies Deutsches Hochstift: ‚Und Lust zu fabulieren‘ Ein Abend mit Catharina Elisabeth Goethe – Lesung mit Michael Quast, 4. Februar, 19 Uhr

Aja Quast Silhouetten © FREIES DEUTSCHES HOCHSTIFT
Aja Quast Silhouetten © FREIES DEUTSCHES HOCHSTIFT

Am Dienstag, 4. Februar, 19 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift zur Lesung ‚Und Lust zu fabulieren – Ein Abend mit Catharina Elisabeth Goethe‘ in den Arkadensaal ein. Es lesen Michael Quast und Joachim Seng.

Selbstbewusst und souverän, gesellig und gläubig, klug und belesen, mit viel Humor und Esprit: So ließe sich Goethes Mutter Catharina Elisabeth (1731 – 1808) charakterisieren. Frau Aja war eine begnadete Erzählerin. Das wusste auch Goethe, der diese Kunst des Fabulierens als sein mütterliches Erbteil bezeichnete. Sie selbst beschrieb es in einem Brief an ihren Sohn so: „Meine Gabe die mir Gott gegeben hat ist eine lebendige Darstellung aller Dinge die in mein Wißen einschlagen, großes und kleines, Wahrheit und Mährgen u.s.w. so wie ich in einen Circul komme wird alles heiter und froh weil ich erzähle.“

Ihre Briefe sind die einzigen authentischen Zeugnisse ihres Wesens, ihres Lebens und ihrer virtuosen Erzählkunst, und wer wünschte sich nicht, zu Frau Rat Goethe in den Großen Hirschgraben eingeladen zu sein, um sie erzählen zu hören? Dieser Wunsch kann nun erfüllt werden. Michael Quast, ebenfalls ein begnadeter Erzähler und Hirschgrabenbewohner, hat mit Joachim Seng einige der schönsten Briefe von Frau Aja ausgewählt. Das Ergebnis: Eine heitere Lesung mit Erläuterungen, die alle Zuhörer froh werden lassen dürfte.

Eintritt
10 € / 5 € für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts
Kartenvorverkauf
Telefon + 49 (0)69 138 80-0
anmeldung@freies-deutsches-hochstift.de

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
www.deutsches-romantik-museum.de
www.goethehaus-frankfurt.de

Frankfurter Goethe-Haus: ,Tumult in feurigem Gemüte‘ Goethe und Nicolai im Wortgefecht, Vortrag, 5. November

goethe-haus-logoAm Dienstag, 5. November 2019, 19.00 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zum Vortrag ‚Tumult in feurigem Gemüte. Goethe und Nicolai im Wortgefecht‘ in den Arkadensaal ein. Es spricht Dr. Michael Knoche.

Seit Nicolais ‚Freuden des jungen Werthers‘ als Antwort auf Goethes Sturm-und-Drang-Roman waren der Berliner und Weimarer Schriftsteller in herzlicher Feindschaft miteinander verbunden. Ohne dass Nicolais Verdienste als zentrale Gestalt der deutschen Aufklärung anerkannt worden wären, bildete er für Goethe und Schiller im Xenienstreit eine der Hauptzielscheiben ihrer Attacken. So lautet etwa das Xenion 277: ‚Querkopf!‘ schreiet ergrimmt in unsere Wälder Herr Nickel. ‚Leerkopf?‘ schallt es darauf zum Walde heraus.

Noch schlimmer erging es Nicolai im ‚Faust‘. Aber der Angefeindete war in seinen Gegenangriffen nicht minder zimperlich. Der Vortrag zeigt, welch scharfe Trennlinie zwischen Aufklärung und Weimarer Klassik – jenseits des Persönlichen – diese Auseinandersetzung markiert.

Dr. Michael Knoche hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert und eine Bibliothekarsausbildung absolviert. Er war Angestellter bei wissenschaftlichen Verlagen und von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek der Klassik Stiftung Weimar.

Eintritt: 4,- Euro / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

„POETISCHE PERLEN“ AUS DEM „UNGEHEUREN STOFF“ DES ORIENTS 200 JAHRE GOETHES ‚WEST-ÖSTLICHER DIVAN‘

©  Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Im Jahr 1819 erschien erstmals Goethes ‚West-östlicher Divan‘, mit dem der nunmehr 70 Jahre alte Dichter den Orient für sich entdeckte und noch einmal neue innovative Wege beschritt. Nur wenige Zeitgenossen erkannten das Besondere dieses fein komponierten Alterswerkes, des immerhin größten Gedichtensembles in Goethes Gesamtwerk. Der Zauber des ‚Divan‘ wirkt bis heute, und er bleibt hoch aktuell, weil er den Kulturen übergreifenden Dialog und damit Goethes Idee einer ‚Weltliteratur‘ poetisch verwirklicht. Erstaunlich auch der offen komponierte Prosateil, der die Kenntnisse der Leser über den Orient vertiefen soll.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die ‚Divan‘-Gedichte – die „poetischen Perlen“. Wie Goethe sie aus dem „ungeheuren Stoff“ des Orients formte und darin sein „eignes Poetisches verwebte“, soll für die Besucher erfahrbar werden. An 17 Gedicht-Beispielen wird gezeigt, wie der Dichter für die Literatur und Kultur Persiens und Arabiens entflammte, mit dem persischen Dichter Hafis in poetischen Wettstreit trat und intensive Orient-Studien betrieb. Besondere Dokumente und originale Handschriften aus dem Nachlass sowie Zeugnisse von Goethes Liebe zur mitdichtenden Marianne von Willemer bieten die Chance, die überaus spannende Entstehung der Gedichte nachzuvollziehen. Am Ende der Ausstellung wird auch ein Blick auf den Prosateil des ‚Divan‘ geworfen. Einander spiegelnd entwerfen die Gedichte und der Prosateil des ‚West-östlichen Divan‘ ein ost-westliches, west-östliches Oszillieren, das Sprachen, Literaturen, Kulturen miteinander in Dialog bringt. Darin ist der ‚West-östliche Divan‘ aktueller denn je – gerade heute.

Auf Goethes arabische Schreibübungen hat der Künstler Axel Malik reagiert. Seine Palimpseste setzen einen zeitgenössischen Akzent, ebenso wie die Schriftprojektionen des Designers Stefan Matlik, der zur Gestaltung der Ausstellung beitrug.

Kuratiert wird die Schau von Univ.-Prof. Dr. Anke Bosse, die seit den 1980er Jahren zu Goethes ‚West-östlichem Divan‘ publiziert und forscht, insbesondere zum Nachlass und zu Goethes Schreibprozessen. Unterstützt wird sie in Frankfurt von Dr. Joachim Seng, dem Leiter der Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts.

Ermöglicht durch: Aventis Foundation, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Marschner Stiftung, Friede Springer Stiftung, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V., Helaba, Dr. Hans Feith und Dr. Elisabeth Feith-Stiftung

Die Ausstellung wird am Dienstag, 20. August 2019, 19 Uhr, eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Sie ist vom 21. August bis 23. Oktober 2019 zu sehen. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis für das Goethe-Haus enthalten.

Zur Ausstellung wird ein vielfältiges Rahmenprogramm angeboten. Außerdem erscheint als Begleitpublikation ein Katalog (86 Seiten, Preis 15,- €).

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
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BENEFIZKONZERT FÜR DAS DEUTSCHE ROMANTIK-MUSEUM am 25.6.2019 Frankfurter Goethe-Haus Frankfurt

© Christoph Mäckler Architekten in der Planungsgemeinschaft ‚Goethehöfe – Deutsches Romantik-Museum‘
© Christoph Mäckler Architekten in der Planungsgemeinschaft ‚Goethehöfe – Deutsches Romantik-Museum‘

Am Dienstag, 25. Juni 2019, 19.00 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zu einem Benefizkonzert für das Deutsche Romantik-Museum in den Arkadensaal ein. Bernd Glemser spielt spielt Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

Der renommierte Pianist Bernd Glemser, der – mit seinem Repertoire von Haydn bis Debussy – seit vielen Jahren als einer der besten Interpreten der Klavierliteratur des 19. Jahrhunderts gilt, wird Werke zweier Protagonisten der Romantik präsentieren: von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann. Als herausragende Symbolfigur tritt zu Beginn des 19. Jahrhunderts in allen Künsten die Arabeske in Erscheinung – Schumanns ‚Arabeske‘ wird das Programm eröffnen, auch seine ‚Nachtstücke‘ kommen zu Gehör. Inspiriert vom Volkslied kam das Kunstlied damals in zahlreichen berühmten Liederzyklen zu hoher Blüte. Von Mendelssohn werden ‚Lieder ohne Worte‘ in einer Auswahl zu hören sein – er setzt ausschließlich auf die musiksprachliche Inspiration.
DAS DEUTSCHE ROMANTIK-MUSEUM

Zur Zeit findet der Innenausbau des neuen Deutschen Romantik Museums statt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Zur Zeit findet der Innenausbau des neuen Deutschen Romantik Museums statt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Unmittelbar neben dem Frankfurter Goethe-Haus entsteht derzeit das Deutsche Romantik-Museum, mit dem das heutige Ensemble aus Goethe-Haus und Gemäldegalerie der Goethezeit in einem Erweiterungsbau um ein innovatives Museum ergänzt wird. Basis hierfür ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift, dem Träger des Frankfurter Goethe-Hauses und -Museums, zusammengetragen wurde. Das Ausstellungskonzept des Goethe-Museum und Deutsches Romantik-Museum umgreifenden Gesamtkomplexes verbindet die Präsentation von hochkarätigen Originalen (Manuskripte, Graphik, Gemälde, Gebrauchsgegenstände) mit interaktiven und experimentellen Ausstellungsformen, die die Zeit der Romantik als deutsche und europäische Schlüsselepoche erfahrbar machen wollen. Goethe selbst wird dabei in ein neues Licht gerückt. Das neue Museum wird nach dem Entwurf von Christoph Mäckler Architekten in der Planungsgemeinschaft ‚Goethehöfe – Deutsches Romantik-Museum‘ mit dem Architekturbüro Michael A. Landes, das für das städtebauliche Gesamtkonzept verantwortlich ist, entstehen. Bauherr für das Projekt ist die ABG Frankfurt Holding.

Dass das Projekt realisiert werden kann, ist dem ausgeprägten Engagement der Bürger zu verdanken. Zahlreiche private Unterstützer haben sich bisher, neben den öffentlichen Zuwendungsgebern Bund, Land und Stadt, für das Projekt begeistert und engagiert. Die Grundfinanzierung in Höhe von 16 Mio. Euro für den Neubau und die Einrichtung der Dauerausstellung ist bereits gesichert. Um das neue Museum museografisch und museumspädagogisch angemessen ausstatten zu können, werden weitere Mittel benötigt, für die das Freie Deutsche Hochstift neue Unterstützer gewinnen möchte.

Weitere Infos: deutsches-romantik-museum-frankfurt/

https://deutsches-romantik-museum.de/

 

Goethe Haus Frankfurt: LIBERALISMUS ALS OPPOSITION LUDWIG GEIGERS VERBINDUNG VON HUMANISMUS UND JUDENTUM.

goethe-haus-logoAm Donnerstag, 6. Juni 2019, 19.00 Uhr, lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Frankfurt zur Veranstaltung ‚Liberalismus als Opposition. Ludwig Geigers Verbindung von Humanismus und Judentum‘ in den Arkadensaal ein. Anlässlich des 100. Todesjahres des deutsch-jüdischen Goethe-Philologen ist ein Vortrag von Andreas Kilcher (ETH Zürich) zu hören, dem sich ein Gespräch mit Nadine Meyer (Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung) anschließen wird.

Ludwig Geiger, heute vor allem als Begründer der modernen Goethe-Philologie bekannt, war eine Ausnahmegestalt des deutschen Judentums um 1900. Er war ein erklärter Humanist in einem doppelten Sinne: historisch und zeitgenössisch. Zum einen machte er als Philologe den Humanismus von Reuchlin bis Goethe zum Gegenstand zahlreicher historischer Arbeiten, zum zweiten behauptete er als kritischer Zeitgenosse in Zeitschriften wie der Allgemeinen Zeitung des Judentums einen neuen Humanismus, mit dem er der Position des liberalen Judentums um 1900 wesentlich Gestalt verlieh. Das war nicht etwa Opportunismus, vielmehr Opposition. Tatsächlich behauptete er die liberale Position in einem gesellschaftlichen Umfeld, das diese von zwei Seiten her in Frage stellte: einerseits durch den in den Gründerjahren entstandenen modernen Antisemitismus, der die Juden in Deutschland polemisch als die Anderen par excellence demarkierte, andererseits durch den Zionismus, der das Programm des liberalen Judentums mit seinen beiden Grundpfeilern der Emanzipation und der Assimilation gerade angesichts des Antisemitismus als gescheitert erachtete. In diesem Kontext entfaltete Geigers Verbindung von deutscher humanistischer Kultur und jüdischer Moderne seine Widerständigkeit.

Vortrag von Andreas Kilcher (ETH Zürich), im Gespräch mit Nadine Meyer (Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung)

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt

Eintritt: 4,- Euro / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
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„Zur Geschichte des Freiheitsbegriffs“ – Auftaktveranstaltung der Frankfurter HausGespräche am 8. Mai 2019 im Goethe-Museum

PlakatHausgesprächeAm Mittwoch, 8. Mai 2019, 19.30 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zur Auftaktveranstaltung der diesjährigen Frankfurter HausGespräche ‚Zur Geschichte des Freiheitsbegriffs‘ mit Prof. Dr. Anne Bohnenkamp, Prof. Dr. Michael Stolleis und Prof. Dr. Jochen Bär in den Arkadensaal ein.

Das Freie Deutsche Hochstift trägt die ‚Freiheit‘ im Namen: 60 Jahre nach der französischen Revolution, deren Wahlspruch „Liberté, Egalité, Fraternité“ Freiheit an die erste Stelle setzte, wurde es 1859 zum 100. Geburtstag Friedrich Schillers gegründet. Es sollte in Frankfurt am Main auf kulturellem Gebiet eine Institution bürgerlicher Freiheit schaffen, die auf staatlicher Ebene hier noch immer fern war. Der facettenreiche Begriff der ‚Freiheit‘ spielte in diesen Jahrzehnten sowohl in politischen, philosophischen und ästhetisch-literarischen Zusammenhängen eine zentrale Rolle.

Zum Auftakt der Frankfurter Haus-Gespräche fragt die Direktorin Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken im Gespräch mit dem Rechtshistoriker Prof. Dr. Michael Stolleis und dem Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Jochen A. Bär nach den Voraussetzungen, Implikationen und Perspektiven der Rede von ‚Freiheit‘ um 1800 – und danach, was wir heute daraus lernen können.

FRANKFURTER HAUSGESPRÄCHE über „Freiheit“ vom 8. Mai bis 5. Juni 2019 im Goethehaus, Haus am Dom, Ev. Akademie u. Literaturhaus Frankfurt

PlakatHausgesprächeStiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, Haus am Dom, Literaturhaus Frankfurt und das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Haus laden gemeinsam zu den Frankfurter HausGesprächen ein. Die vier Abendveranstaltungen der Reihe widmen sich in diesem Jahr dem Thema: Freiheit.

Sie erschien uns schon so selbstverständlich, die Freiheit. Doch zunehmend erleben wir, wie sie in nächster Nachbarschaft eingeschränkt wird. Aber auch Ausschläge falsch verstandener Freiheit sind nicht zu übersehen, wenn Grundregeln des Zusammenlebens gebrochen werden. Von verschiedenen Seiten schlägt der freiheitlichen Gesellschaft gar Verachtung entgegen: Freiheit wird als Dekadenz missverstanden. Was aber macht unsere Freiheit aus? Woher kommt unser heutiges Verständnis von Freiheit? Wie hat es sich seit dem Zeitalter der Aufklärung entwickelt und verändert? Was bedeutet uns Freiheit heute? Wie wurde und wird sie besungen? Wie für sie gekämpft und gerungen? Welche Bedingungen stellt sie über Recht und Gesetz hinaus? Und welche Grenzen müssen wir ziehen, damit sie bestmöglich wirken kann?

Diesen und weiteren Fragen gehen die Frankfurter HausGespräche 2019 an folgenden Terminen nach:

jeweils 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ausstellung „Brücken bauen: Joseph von Hammer-Purgstall zwischen Hafis und Goethe‘“ im Goethe-Haus Frankfurt öffnet

goethe-haus-logoGoethe verdankt ihm die poetische Begegnung mit dem persischen Dichter Hafis (um 1315, Schiras – um 1390, Schiras): Joseph von Hammer-Purgstall (1774, Graz – 1856, Wien) – Diplomat, Forscher, Übersetzer und erster Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er war ein Brückenbauer, ein „Hinübersetzer“ zu den kulturellen Ufern des Orients. Äußerst sprachbegabt und wissbegierig brachte es Hammer auf rund 800 Veröffentlichungen, darunter Werke wie die ‚Fundgruben des Orients‘ (1809 – 1818; erste deutschsprachige orientalische Zeitschrift) und die ‚Geschichte der schönen Redekünste Persiens‘ (1818, erste Geschichte der persischen Literatur) mit zahlreichen Textbeispielen.

Von nachhaltigem Einfluss ist seine Übersetzung des Gesamtwerks von Mohammed Schemsed-din Hafis, die bei Goethes Verleger Cotta erschien. Diese erste deutschsprachige Übersetzung des ‚Diwan‘ des berühmten persischen Dichters erhielt Goethe im Jahr 1814 geschenkt. Sie ließ ihn dichterisch produktiv werden. Die Hafis-Lektüre führte schließlich zu Goethes schönstem und außergewöhnlichstem Gedichtbuch, dem ‚West-östlichen Divan‘, das im Jahr 1819, also vor 200 Jahren, erschien. Über Hammer heißt es in den ‚Noten und Abhandlungen‘: „Wie viel ich diesem würdigen Mann schuldig geworden, beweist mein Büchlein in allen seinen Theilen.“

Als zeitgenössischen Akzent ergänzt der steirische Künstler Fritz Ganser die Ausstellung mit einer Rauminstallation aus dem Geiste des Hafis‘schen-Werkes.

Eine Ausstellung des Universalmuseums Joanneum, Graz und des Freien Deutschen Hochstifts – Frankfurter Goethe- Museum, kuratiert von Gerhard M. Dienes und Joachim Seng, Design Gerhard Kuebel.

In Zusammenarbeit mit: Steirische Kulturinitiative, Österreichische Urania für Steiermark, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Österreichisches Kulturforum Berlin.

Ermöglicht durch: Aventis Foundation, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Marschner Stiftung, Friede Springer Stiftung und Österreichisches Kulturforum.

Die Ausstellung wird am 26. März 2019, 19 Uhr, eröffnet. Der Eintritt ist frei, bzw. im Eintrittspreis für das Goethe-Haus enthalten
Zu sehen ist die Schau vom 27. März bis 11. Juni 2019.

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main

Frankfurter Goethe-Haus: Finissage zur Hermann Rapp-Ausstellung am 3.2.2019

goethe-haus-logoAm Sonntag, 3. Februar 2019, 15 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zur Finissage der Ausstellung „… Die Schönheit der Sprache jedoch strahlt.“ Der Buchkünstler Hermann Rapp mit der Hanauer Literaturgruppe Ratatouille und Harrys Trio aus Wiesbaden in den Arkadensaal ein.

ZUR AUSSTELLUNG

Hermann Rapp, Schriftsetzer, Holzschneider und Graphiker, fand seine Inspiration stets in den bildenden Künsten und pflegte die klassische und experimentelle Typographie mit Bleisatz und Originalgraphik. Es entstanden edle Drucke zu Texten von Hölderlin, Goethe und Schiller, aber auch zu antiken Dichtern. Die Ausstellung zeigt einige der schönsten Stücke, in denen Klassik und Romantik kunstvoll miteinander in Beziehung gesetzt werden.

PROGRAMM DER FINISSAGE

Zum Abschluss der Ausstellung präsentiert die Hanauer Literaturgruppe Ratatouille ein unterhaltsames Programm zum Thema ‚Poesie und Buchkunst‘ mit Musik und besinnlichen und heiteren Texten über Schreiber und Schrift, Leser und Buch. Für die musikalische Untermalung sorgt Harrys Trio aus Wiesbaden.

Die Gruppe Ratatouille hat sich nicht ohne Grund nach einem provenzalischen Gemüsegericht benannt: Literatur ist ein Grundnahrungsmittel und so präsentieren die Mitglieder von Ratatouille seit vielen Jahren ihrem Publikum schöne Literatur aus aller Welt. Der aktuellen Ausstellung angemessen geht es diesmal um ‚Poesie und Buchkunst‘ und es werden Gedichte und Prosa rezitiert, in denen sich Dichterinnen und Dichter von Sappho bis Szymborska, von Laotse bis Jandl, über Schrift, Leser und Bücher äußern. Natürlich darf auch Goethe, der Hausherr am Großen Hirschgraben, nicht fehlen.

Es rezitieren Susanne und Uwe Rau, Heinz Richter, Harry Schneider-Reckels und Joachim Seng

Musik mit dem Harrys Trio, Wiesbaden: Arnim Schäfer, Harry Schneider-Reckels und Alexander Spemann
Der Eintritt ist frei.

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
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