Kategorie-Archiv: Maifestspiele Wiesbaden

VORHANG AUF! 125 Jahre Internationale Maifestspiele vom 01.05.–03.07.2022 – Kurhaus-Kolonnaden Wiesbaden

IMF_Sujet-quer-450Zeitgleich mit den „Internationalen Maifestspielen“ im Hessischen Staatstheater eröffnet das Wiesbadener Stadtmuseum sam am 1. Mai 2022 nach zweijähriger Corona-Verschiebung die Jubiläumsausstellung „VORHANG AUF! 125 Jahre Internationale Maifestspiele“ gegenüber des Staatstheaters in den Kurhauskolonnaden.

Vier bühnenartig inszenierte Themenbereiche laden zu einer Reise in die Historie bis zurück in die prunkvolle Kaiserzeit ein. Ob Theaterfreunde, Geschichtsinteressierte oder Gäste der Maifestspiele – in der Ausstellung lassen historische Requisiten, technische Geräte und herrliche Theater-Werbeplakate zurückliegende Epochen beim Betrachter wieder aufleben. Künstler‐Karikaturen, Hör‐ und Filmstationen, aber auch persönliche Erinnerungsstücke wie Galaroben oder Accessoires aus der Theater‐ und Bühnenwelt und des damaligen Festspielpublikums machen 125 Jahre Internationale Maifestspiele lebendig und begleiten durch Höhepunkte wie durch schwere Zeiten des renommierten Festivals. Auch Zeitgenossen werden zum Leben erweckt. An ausgewählten Tagen trifft man auf historische Personen, die von ihren persönlichen Eindrücken und Erlebnissen am Rande und während der Maifestspiele aus dem Nähkästchen plaudern – ein Programmpunkt, der in Kooperation von Theaterpädagogik des Staatstheaters und Museumspädagogik des sam entstand.

Die »Kaiserfestspiele«, wie sie einst hießen, sollten Kaiser Wilhelm II. während seiner Besuche der »Weltkurstadt« im Frühjahr Unterhaltung bieten. Seine Anwesenheit wiederum war ein unschlagbarer Werbefaktor und zog viele Gäste im Mai nach Wiesbaden.

© Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden
© Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden

Auf der ersten Ausstellungs‐Bühne begleitet man die Kaiserfamilie – als überlebensgroße Figuren – auf ihrem Weg durch die mit Fahnen und Blumen geschmückte Wilhelmstraße. Prunk und Charme der damaligen Zeit werden greifbar, untermalt von der Stimme der berühmten Sängerin Lilli Lehmann als Walküre. Highlight hier sind Entwürfe farbenprächtiger Bühnenbilder, die bei den Maifestspielen zu sehen waren. Die Originale wurden bei einem Theaterbrand 1923 zerstört, die Entwürfe dazu jedoch bei den Recherchen zur Ausstellung wiederentdeckt.

Zeitgenössische, progressive Bilder versetzen auf dem zweiten Podest in eine Zeit des Aufschwungs und Umbruchs seit den 1920er Jahren. Wer Lust hat, kann sich hier in ein Theaterkostüm des Fidelio kleiden und begegnet auf der Bühne Max Schmeling. Der Boxweltmeister diente dem Wiesbadener Künstler Ernst Křenek Ende der 20er Jahre als Vorbild für ein Theaterstück. Nur wenige Jahre später brandmarkten die Nationalsozialisten Křeneks Werke als »entartet«. Die Maifestspiele wurden zum Bestandteil der ideologisch geprägten Maiwochen der städtischen Kurverwaltung und nach der Spielzeit 1938/1939 schließlich eingestellt.

Auf Bühne drei geleitet ein Page in ein neues Zeitalter. Es beginnt die Phase, in der die Internationalen Maifestspiele ausdrücklich der Völkerverständigung dienen sollten und Begegnungen mit Künstlern und Künstlerinnen von der anderen Seite des »Eisernen Vorhangs« möglich machten. Rudolf Nurejew vollführt vor unseren Augen seinen berühmten »Korsarensprung« bei den IMF 1963, ein cremefarbenes Abendkleid mit französischer Handstickerei aus dem Wiesbadener Haus für Haute Couture Elise Topell vermittelt internationales Modeflair. Aber nicht alle Wiesbadener schätzten die gehobene Atmosphäre der IMF. Auch ihr Gegenentwurf in Form der Anderen Maifestspiele (AMF), die zu Anfang der 1980er Jahre als alternative Veranstaltung organisiert wurden, wird in der Ausstellung mit originalem Fußball und offensichtlich sehr häufig getragenen und heiß geliebten Trikots präsentiert.

Mit eindrucksvollen Original‐Requisiten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden aus dem aktuellen Programm begleitet die vierte Bühne wieder zurück in die Gegenwart.
Die Welt war und ist weiterhin zu Gast in Wiesbaden. Welchen Weg die Maifestspiele einschlagen bzw. verfolgen soll(t)en war und ist nach wie vor ein aktuelles Thema. Die Internationalen Maifestspiele erweisen sich als Spiegel der jüngeren Theater‐, Gesellschafts‐ und gar Weltgeschichte. Die Ausstellung »Vorhang auf!« beleuchtet den Kosmos vor und hinter der Bühne zwischen Faszination und Illusion und bietet Raum, die Festspiele in die Zukunft zu denken.

Allen Interessierten bietet das sam auch ein Kombiticket für den Besuch der beiden Ausstellungen des sam »Vorhang auf!« sowie »Kelten Land Hessen: Im Spannungsfeld der Kulturen« (16.3.– 31.7.2022) im historischen Marktkeller.

Weitere Informationen zur Ausstellung und dem Vermittlungsangebot:
www.wiesbaden.de/sam

Ausstellungsort:
Kurhauskolonnaden am Bowling Green, Kurhausplatz 1, 65189 Wiesbaden
Öffnungszeiten:
Kurhauskolonnaden: Mo–So 10–19 Uhr, Do und Sa 10–21 Uhr
sam / Marktkeller: Di–So 11–17 Uhr, Do 11–20 Uhr
Eintrittspreise:
Eintritt: 7 € / 5 € ermäßigt*
Kombiticket: 10 € / 6 € ermäßigt*
*Ermäßigung für Student*innen, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Besitzer*innen der Wiesbaden TouristCard, der Ehrenamtscard und der Kurkarte

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Begleitkatalog:
Vorhang auf! 125 + 1 Jahre Internationale Maifestspiele
Hrsg. von der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden, Wiesbaden 2022.
200 Seiten, 170 farbige Abbildungen (davon 14 ganzseitig und 4 doppelseitig).
ISBN 978‐3‐9812439‐6‐3, Preis: 28 €

Kriegsbedingte Änderung im Programm der »IMF-Extras«, Internationale Maifestspiele 2022

Wie verhält man sich als Künstlerkollektiv, wenn man nach Deutschland zu einem internationalen Theaterfestival eingeladen wurde und plötzlich im eigenen Land Krieg herrscht? Die Leben von Olegsandra Indik, Sofiya Baskakova, Diana Baydum, Anna Okhrimchuk, Serhiy Okhrimchuk und Mira Zhuchkova haben sich seit dem 24. Februar schlagartig verändert – und damit auch ihre Leben als Künstlerinnen. Ihre Gedanken sind bei ihren Familien und Freundinnen, gepaart mit der ständigen Sorge, sie vor den Bomben in Sicherheit zu wissen. Ihre männlichen Freunde und Kollegen dürfen die Ukraine nicht mehr verlassen, da sie im Krieg dienen müssen. Dennoch haben sich die Frauen dazu entschieden, gerade jetzt weiter Kunst machen und an den Internationalen Maifestspielen teilnehmen zu wollen. Augenblicklich als rein weibliches Künstlerinnen-Kollektiv. Im Mittelpunkt stehen ihre Erlebnisse der letzten zwei Monate. Die schlaflosen Nächte, die Träume vom Ende des Krieges und von einer friedlichen Zukunft. All das wird sich während der Internationalen Maifestspiele in den (auch) musikalischen Performances widerspiegeln. Geplant sind drei Abende im Schloss Freudenberg und in der Wartburg. Es geht um ein künstlerisches Zeichen für Freiheit und Demokratie, um den Austausch der Kulturen und ein friedliches Miteinander. Das Projekt ist eine Kooperation des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden mit dem Schloss Freudenberg und dessen Ensemble »Wanderbühne Freudenberg«, das bereits seit einigen Jahren mit ukrainischen Künstler:innen zusammenarbeitet.
Mit Olegsandra Indik, Sofiya Baskakova, Diana Baydum, Anna Okhrimchuk, Serhiy Okhrimchuk, Mira Zhuchkova

Freitag, 6. Mai 2022 um 20.30 Uhr im Schloss Freudenberg
»Kyiv is calling« FLuXuS Performance der Wanderbühne Freudenberg

Samstag, 7. Mai 2022 ab 20.00 Uhr im Schloss Freudenberg.
»Sleep calm, Baby. Bombs are falling« (Wiegen-)Lieder und Performance der Wanderbühne Freudenberg
(Titel der bisher geplanten Vorstellung: »STUS – Passer by«)

Sonntag, 8. Mai 2022 um 18.00 Uhr in der Wartburg.
»The Diaries of War« Dokumentarisches Theater und Videokunst der Wanderbühne Freudenberg (Titel der bisher geplanten Vorstellung: »Traces of Reality«)

Karten, die für die bisher geplanten Vorstellungen bereits gekauft wurden, behalten für das jeweilige Vorstellungsdatum am 7. und am 8. Mai ihre Gültigkeit
Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de

Programm der Jungen Maifestspiele 2022

maifestspiele-2logoOpen Air | Performance | Oper | Objekt- Material-, Kinder- und
Jugendtheater aus Spanien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland

»M.O.D. – Master of Desaster«, »CUBiX«, »Raschel«, »Envahisseurs«, »Der fabelhafte Die«, »HUBO«, »21×29,7«, »Liebe üben« und »Rosi in der Geisterbahn«

»M.O.D. – Master of Desaster«
Open Air Performance ab 6 Jahren.
Stückentwicklung des Ensembles Theater Marabu.

Am 1. Mai 2022 um 15.00 Uhr am Warmen Damm.
Ein Einsatztrupp kommt auf Schulhöfe, Parks und andere öffentliche Plätze, um Ordnung zu schaffen. Müll muss entsorgt, Grünanlagen müssen gepflegt, Spielgeräte gewartet und Gefahrenstellen beseitigt werden. Die Truppe erledigt alles mit Hingabe, spielt dabei gern auch eine Blasmusik oder trällert ein Liedchen, wenn die Arbeit getan ist. Doch dieses Mal ist alles anders. Plötzlich steht da ein mysteriöser Gegenstand, der niemandem zu gehören scheint. Wie kommt der dahin? Wer hat ihn dorthin gestellt? Und was ist da drin?

Der Einsatztrupp fährt alles auf, um eine drohende Katastrophe abzuwenden.
Mit viel absurdem Humor und blecherner Musik spielen die sechs Performer:innen an gegen die Sorgen und Ängste der Gegenwart und demonstrieren unerschütterliche Zuversicht. Ein Open-Air-Spektakel mit Blasmusik.
Komposition Silas Eifler, Tobias Gubesch, Leonhard Spies Ausstattung Bernd Knetsch, Regina Rösing
Mit Silas Eifler, Tobias Gubesch, Julia Hoffstaedter, Tina Jücker, Leonhard Spies, Claus Overkamp

»CUBiX«
Objekttheater ab 6 Jahren.
Am 1. Mai 2022 um 14.00 und um 16.00 Uhr im Studio.

Alles beginnt mit ein paar Würfeln. Im Kinderspiel sind die eckigen Objekte immer in Bewegung, verwandeln sich und laden ein zum tastenden, spielerischen Entdecken.
Auch in Cubix entstehen in der Bespielung und Belebung der Würfel durch die beiden Darstellerinnen immer wieder neue Bilder. Wie Pixel auf einem Bildschirm setzen sich die Klötze immer wieder neu zusammen und lassen ein ganzes Universum entstehen.

Überraschende Videoprojektionen animieren die Objekte auf einer weiteren Ebene und erwecken sie zum Leben. So entstehen »visuelle Abzählreime«, poetische und fantasievolle Bilder und Szenen, die dazu einladen, die Freude am Träumen wieder zu entdecken. Eine Rückkehr in die Kindheit und gleichzeitig eine Einladung, unser Verhältnis zum digitalen Bild zu hinterfragen.
Inszenierung Mathieu Enderlin Szenografie Jeanne Sandjian Licht Pierre-Emile Soulié
Mit Yasuyo Mochizuki, Aurélie Dumaret

»Raschel – Ein Stück Karton«
Materialtheater für Kinder ab 3 Jahren.
Am Samstag, 7. Mai 2022 um 16.00 Uhr im Studio.

Ein Geheimnis mit vier Wänden, einem Boden und einem Dach.
Das Geheimnis ist aus Pappe, und der Deckel lässt sich öffnen.
Das ist ja nur ein Karton?
Nein!
Das ist eine ganze Welt!
Was raschelt da? Die Figurenspielerin Sarah Wissner lädt ein auf eine Entdeckungsreise mit, um und aus Karton. Was ist da, was ist nicht da und was könnte da sein? Ein Konstrukt aus Fantasie mit Hand und Fuß. Lasst uns vom Altbekannten überraschen!
Inszenierung Emilien Truche Konzept Sarah Wissner Künstlerische Betreuung Ines Müller-Braunschweig
Mit Sarah Wissner

»Envahisseurs«
Theater mit unbekannten Objekten. Ohne Sprache. Ab 7 Jahren.
Am Sonntag, 8. Mai 2022 um 15.00 Uhr und um 17.00 Uhr im Studio.

Eine stumme Bedrohung lauert in der Dunkelheit des Weltalls. Vom Rande des Universums nähern sich seltsame, grüne glibberige Wesen der Erde. Ihre Absichten: unbekannt…
Werden unsere Armeen standhalten? Wird unsere Welt aus den Angeln geraten? Ist das das Ende der Menschheit? Und wer ist eigentlich die verstörende Gestalt, die diese bewundernswerte Geschichte ins Leben erweckt?
Das auf internationalen Festivals bekannte Stück »Envahisseurs«, ist eine mitreißende Hommage an die Sciene-Fiction Filme der 50er Jahre und eine mitreißende Freude für Groß und Klein.
Inszenierung Olivier Rannou Mitarbeit Gaëtan Emeraud
Mit Olivier Rannou

»Der fabelhafte Die«
Von Sergej Gößner. Ab 10 Jahren.
Am Mittwoch, 11. Mai 2022 um 19.30 Uhr in der Wartburg.

Ein alter Wagen rollt auf die leere Bühne. Er ist aus Holz und er ist bunt bemalt. Vielleicht ein Zirkuswagen. Einsam sieht er aus. So ganz ohne Zirkuszelt. Ohne exotische Tiere, ohne Clowns und Seiltänzer:innen. Der Wagen surrt und klimpert. Es scheint, als wäre er lebendig. Als wäre er voller Geschichten. Da öffnet er sich und wir erkennen im Innern eine Gestalt: »Sie ist düster, schrill, geheimnisvoll. Sie ist Mann, Frau, furchterregend toll. Sie ist er, er ist sie, es ist: Der fabelhafte Die.« Sie ist der strahlende Mittelpunkt einer kleinen Truppe von Schausteller:innen, die umherreisen, Geschichten sammeln und sie nun dem Publikum in ihrer Show präsentieren: Geschichten über das Gleichsein, Geschichten über das Anderssein – und Geschichten über Enten und Schwäne. Auf spielerische Weise bringt Sergej Gößner dem Kinder- und Erwachsenenpublikum in seinem Stück nicht-binäre Geschlechtsidentität nahe und erschafft dabei eine Welt aus Jahrmarkt und Revue, eine Geschichte über das Geschichtenerzählen. Seine Stücke wurden vielfach ausgezeichnet und u. a. am Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt. Schlagartig bekannt wurde er 2018 mit dem Stück »Mongos«, das den Jugendstückepreis des Heidelberger Stückemarkts gewann.
Inszenierung Kristo Šagor Bühne & Kostüm Iris Kraft Musik Felix Rösch Dramaturgie Romana Lautner
Mit Katrin Huke, Julian Mantaj, Jonas Pätzold

»HUBO (Es war einmal…)«
Objekttheater ohne Sprache. Ab 8 Jahren.
Am Freitag, 13. Mai 2022 um 19.30 Uhr in der Wartburg.
Weitere Vorstellung am 14. Mai 2022 um 19.30 Uhr.
Es war einmal ein Dorf …
Es war einmal eine Frau …
Es war einmal eine Geschichte…

»HUBO« ist ein Stück ohne Worte, das von Liebe, Einsamkeit, Erinnerung und Wurzeln spricht. Es ist eine Hommage an die Dörfer, die ländliche Welt und die Menschen, die sie bewohnen.
Das El Patio Teatro erzählt von fast vergessenen Orten, vom Leben einer Frau, die sich weigert, ihre Heimat zu verlassen. Ihre Geschichte steht für eine von vielen, die sich einst von dem Ort, der ihr Zuhause war, verabschieden mussten. Wir tauchen ein in die Tiefe ihrer Erinnerungen, die unerreichbar und verschwommen erscheinen.
Mit feinen Objekten, ihren Händen und ihrer Liebe bringen die Performer:innen des El Patio Teatro ihr Stück mit Humor und Tiefe auf die Bühne.
Idee, Konzept, Inszenierung, Dramaturgie & Licht Julián Sáenz-López, Izaskun Fernández Komposition & Musik Elena Aranoa, Nacho Ugarte Technik & Gestaltung Diego Solloa Fotos Clara Larrea Produktion El Patio Teatro Vertrieb IKEBANAH Artes Escénicas
Mit Julián Sáenz-López, Izaskun Fernández

»21×29,7«
Papiertheater ohne Sprache. Ab 5 Jahren.
Am Donnerstag, 19. Mai 2022 um 18.00 Uhr in der Wartburg.

Weitere Vorstellung am 20. Mai 2022 um 10.00 Uhr.
21 × 29,7 cm, ein Stück Papier. Gingolph Gateau lässt märchenhafte Welten in Falten und Fältchen erscheinen. Er schlägt mit diesem Papiertheater ein neues Kapitel des Geschichtenerzählens auf.
In seinem sterilen Büro eingeschlossen überprüft ein Mitarbeiter der Qualitätskontrolle einer Papierfabrik, ob Blätter aus der Produktionslinie dem Format 21 × 29,7 cm entsprechen. Diejenigen, die nicht konform sind, werden zerknüllt. Auf einmal entdeckt er inmitten dieses Haufens von zerknittertem Papier ein faltiges, schwaches und wackliges Männchen. Ein Männchen aus Papier. Der Kontrolleur möchte den kleinen Mann schützen und lässt ihn aus dem Recycling-Schredder entkommen. Gemeinsam machen sie Entdeckungen, erleben Überraschungen, Verzweiflung und Glücksmomente. Formen aus Papier entfalten sich und entwickeln ein Eigenleben. Der Geist ebenso. Die Kraft der Phantasie und die reichhaltige, wertvolle Materie Papier ermöglichen dem gestressten Qualitätsmanager Spiel und Wirklichkeitsflucht. Die Choreografie wird von einer maßgeschneiderten Musik begleitet und ist eine Ode an die Imagination und an die Freiheit.
Konzeption & Inszenierung Gingolph Gateau Musik Dominique Maraquin Lichkreation & technische Regie Guillaume Cottret Szenografie, Kostüme & Marionettenrequisite Gingolph Gateau Assistenz für Kostüme & Marionettenrequisite Jennifer Minard Outside Eye Pierre Humbert Konstruktion Philippe Briot, Matthieu Gerlier, Gingolph Gateau
Mit Gingolph Gateau

»Liebe üben«
Dokumentarisches Tanztheater. Ab 10 Jahren.
Am Samstag, 21. Mai 2022 um 11.00 Uhr und um 18.00 Uhr in der Wartburg.

Nora und Ives, eine Schauspielerin und ein Tänzer, erforschen die Liebe. Vorstellungen, Erwartungen, Rollenbilder, Ideen … Was ist Klischee? Was ist wahr?
Gemeinsam probieren sie, kommen sich näher, stoßen sich weg. Küssen sich, bis sie keine Luft mehr kriegen und streiten, dass die Fetzen fliegen. Die Liebe will geübt sein, immer und immer wieder, denn sie gehört zum Leben wie das Atmen.
Körperlich, performativ, emotional: »Liebe üben« thematisiert sehr persönlich und unverkrampft mögliche Aspekte von Liebesbeziehungen in all ihren Erscheinungsformen. Es ist ein Stück über etwas, das uns alle angeht und dazu anregt, über unsere eigenen Wünsche nachzudenken – und vielleicht auch auszutauschen.
»Liebe üben« holt die Liebe aus dem 7. Himmel auf den Boden der Bühne herunter, da wo geprobt, geschwitzt und gearbeitet wird. Dahin, wo alles möglich ist.
Inszenierung Hannah Biedermann Ausstattung Ria Papadopoulou Lichtkonzept Bene Neustein Flyer Remo Keller Produktionsleitung Cornelia Wolf, Stefan Colombo
Konzept & Performance Nora Vonder Mühll, Ives Thuwis

»Rosi in der Geisterbahn«
Nach dem Bilderbuch & symphonischen Pop-Hörbuch von Philip Waechter
in einer Fassung von Grit Lukas & Ensemble

Am Sonntag, 22. Mai 2022 um 15.00 Uhr in der Wartburg.
Rosi ist ein kleiner Angsthase. Jede Nacht leidet Rosi unter schrecklichen Träumen voll grässlicher Monster. So kann das nicht weitergehen. Rosi beschließt, sich ihrer Angst zu stellen. Zuerst macht sie einen Traumspezialisten ausfindig, erläutert ihm das Problem und studiert dann das »große dicke Monsterbuch«. Anschließend sucht sie die Geisterbahn auf, wo bekanntlich besonders viele furchteinflößende Monster zu finden sind. Rosi besiegt die Monster, bekommt aber Hausverbot. Hochzufrieden kommt sie zurück nach Hause, Rosis Träume sind ab sofort … wunderschön.

Die Geschichte dieser jungen Heldin, die über sich hinauswächst und andere dazu ermutigt, sich nicht einschüchtern zu lassen, basiert auf dem Kinderbuch von Philip Waechter und wird mit einer gehörigen Portion Mutmachmusik erzählt. Die Liedtexte entstammen dabei der Feder von Thomas Wolff und Wanja Olten, die bereits die Songs für die Vertonung der Geschichte als symphonisches Pop-Hörbuch schrieben. Die Musik dazu entwickelte für die Produktion Johannes Mittl, der auch live auf der Bühne dabei sein wird.
Inszenierung Grit Lukas Bühne & Kostüme Lena Hiebel Musik Johannes Mittl Liedtexte Thomas Wolff, Wanja Olten Dramaturgie Alexander Olbrich
Mit Nelly Politt, Stefan Schleue, Johannes Mittl
Die Jungen Maifestspiele werden mit freundlicher Unterstützung der NASPA durchgeführt.

Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de

Theaterkasse: Telefon 0611.132 325
E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de
www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340
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gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

»Tanz in die Maifestspiele« und „Freischütz“ starten am Vorabend des 1. Mai die Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Am Vorabend des 1. Mai bilden »Der Freischütz« und der »Tanz in die Maifestspiele« den fulminanten Auftakt zu den diesjährigen Internationalen Maifestspielen.
Mit »Babylon«, »War on Water« und dem Eröffnungsfest der Jungen Maifestspiele starten dann am Sonntag, den 1. Mai offiziell die Internationalen Maifestspiele 2022.

»Der Freischütz«
Sa., 30. April um 19.30 Uhr im Großen Haus

Romantische Oper in drei Aufzügen.
Im Jahr 2021 wurde Carl Maria von Webers Oper »Der Freischütz« 200 Jahre alt. Wie so viele Jubiläen des vergangenen Jahres wird auch dieses nun 2022 nachgeholt – und zwar auf ganz besondere Weise. Das Stück, das oft als deutsche Nationaloper bezeichnet wird und den Weg zu den Musikdramen Richard Wagners ebnen half, wird von René Jacobs, einem der großen Stars der historisch informierten Aufführungspraxis, neu gedeutet.

Wer je eine Aufführung von Jacobs erlebt hat, der weiß, dass das immense Wissen, das er in seine Interpretationen einfließen lässt, diese niemals überfrachtet, sondern immer zu mitreißenden und hochexplosiven Ergebnissen führt. Auch der »Freischütz« wird unter seinen Händen ganz sicher völlig neu erfahrbar werden, zumal er sich auf hochkarätige Solisten, die international renommierte Zürcher Sing-Akademie und die Spielfreude des weltberühmten Freiburger Barockorchesters verlassen kann.

Musikalische Leitung René Jacobs Konzertmeisterin Petra Müllejans Choreinstudierung Sebastian Breuing
Mit Freiburger Barockorchester, Zürcher Sing-Akademie, Yannick Debus, Matthias Winckhler, Polina Pastirchak, Mari Eriksmoen, Dimitry Ivashchenko, Magnus Staveland, Torben Jürgens, Sprecher: Max Urlacher

Tanz in die Maifestspiele
Sa., 30. April um 21.30 Uhr auf der Probebühne der Wartburg

Ein Jugendstil-Abend.
1896 ist das Gründungsjahr der Maifestspiele und Beginn der Epoche des Jugendstils, Zeit des Fin de Siècle, der Dekadenz, des Grotesken und Morbiden. Die Schauspielerin und Sängerin Lina Habicht widmet dieser Zeit einen ganzen Liederabend der alle Kunstliebhaber:innen auf die Maifestspiele einstimmen wird.

Im Anschluss gibt es eine dekadente Party, für die sich in Schale geworfen und in die Maifestspiele getanzt werden kann.

Feierliche Eröffnung der Maifestspiele 2022
Am Sonntag, 1. Mai um 17.00 Uhr im Foyer des Großen Hauses.

»Babylon«
Premiere im Rahmen der Internationalen Maifestspiele am Sonntag, den 01. Mai 2022 um 18.00 Uhr im Großen Haus. Weitere Vorstellungen finden statt am 14. Mai und 1., 11. & 19. Juni 2022.
Mit seiner Oper »Babylon« hat Jörg Widmann etwas höchst Seltenes gewagt: den ganz großen Wurf. Und der ist ihm gelungen. In »Babylon« klingt vieles auf unerwartete Weise neu. Der Komponist hat hier nicht einfach neue Musik geschrieben, sondern er hat so etwas wie eine Summe der bisherigen Musik geschaffen. Die babylonische Sprachverwirrung hat Widmann auf die Ebene der Musik übertragen, und so sind auf wundersame Weise Schönheit, Größe und Lebendigkeit der verschiedensten Epochen und Stile präsent. Doch all das klingt nicht beliebig zusammengestückelt oder geliehen, sondern frisch, überwältigend und jederzeit – neu.
Der Philosoph Peter Sloterdijk hat für »Babylon« ein Libretto geschrieben, das zum einen eine typisch opernhafte Liebesgeschichte darstellt, zum anderen einen religionsgeschichtlichen Bogen schlägt, der von der Entzweiung der Menschheit vom Göttlichen bis hin zu einer aufgeklärten Gesellschaft führt, in der es keine Illusion des Heils mehr gibt, aber immerhin zwei Werte: Liebe und Leben. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden ist weltweit erst das dritte Haus, das sich an eine szenische Umsetzung dieses monumentalen Werks wagt. Daniela Kerck führt in ihrem eigenen Bühnenbild Regie, die Musikalische Leitung hat Albert Horne inne.

Musikalische Leitung Albert Horne Inszenierung & Bühne Daniela Kerck Kostüme Andrea Schmidt-Futterer Choreografie Sommer Ulrickson Video Astrid Steiner Chor Albert Horne Licht Klaus Krauspenhaar Dramaturgie Anika Bárdos, Wolfgang Behrens
Mit Sarah Traubel, Michelle Ryan, Leonardo Ferrando, Claudio Otelli, Andrea Baker, Otto Katzameier, Philipp Mathmann, Thomas Maria Peters, Ralf Rachbauer, Stella An, David Krahl, Florian Küppers, Sonja Grevenbrock, Karolina Lici, Maike Menningen, Tianji Lin, Julian Habermann, Gabriele Ascani, Guillermo De la Chica Lopez, Carla Peters, Josefine Rau, Mar Sanchez Cisneros, Jonathan Schmidt, Chor & Chorsolist:innen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

»War on Water«
So., 1. Mai um 19.30 Uhr im Kleinen Haus
Die Hauptfigur in diesem theatralen Forschungsprojekt ist das Wasser – sichtbar gemacht über zwei Videoleinwände und hörbar gemacht durch Textmaterial, das auf den Recherchereisen des teatreBLAU entstanden ist. Dazwischen agieren zwei spanische Performer:innen und zwei deutsche Schauspieler:innen und begeben sich in einen multilingualen und – medialen Verhandlungsraum, in dem sie die Beziehung von Mensch und Umwelt und Wasser unter anderem mit Texten aus Sophokles‘ »Antigone« beleuchten: Das Wasser, jenes beeindruckend schöne Element, das unsere Lebensgrundlage ist, kann durch unser Handeln oder Nicht-handeln zu unserem Schicksal werden.

Künstlerische Leitung Katja Lebelt Regie Matthias Brenner Choreografie Andrea Cruz Video & Fotografie Santiago Stankovic Musikkomposition Viola Kramer Produktion & Regieassistenz Charlotte Heyse Kommunikation & Grafikdesign Estela M. Fernández
Mit Cornelia Heyse, Andrea Cruz, Fabian Oehl, Marc de Pablo

Eröffnungsfest Junge Maifestspiele
So., 1. Mai, 14.00 bis 18.00 Uhr auf dem Warmen Damm
Ein Fest für die ganze Familie
kostenfrei

Am 1. Mai kann zusammen mit dem JUST der Start der Jungen Maifestspiele auf dem Warmen Damm mit Aktionen rund um die Welt des Theaters gefeiert werden. Neben Spiel- und Bastelstationen für Groß und Klein, gibt es eine kostenfreie Aufführung des Theaters Marabu, verzaubernde Walk-Acts, Verlosungen und eine kleine Überraschung.

Internationale Maifestspiele Programmüberblick PDF

Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de
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Vorverkauf Internationale Maifestspiele 2022 – Sonderregelung für »Mein Name sei Gantenbein« und »Die Dreigroschenoper«

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Ab dem 18. März 2022 um 10 Uhr gehen die Vorstellungen der Internationalen Maifestspiele 2022 in den erweiterten Vorverkauf. Das heißt, dass alle Plätze in den kleinen Spielstätten (Kleines Haus, Foyer, Studio und Wartburg) sowie deutlich mehr Plätze als bisher im Großen Haus (818 Plätze) und in der Marktkirche zur Verfügung stehen.
Sobald die Corona-Schutzverordnung des Landes Hessen angepasst wird, gehen automatisch auch die restlichen Plätze im Großen Haus in den Vorverkauf.

Der Vorverkauf der neuen Kontingente gilt für alle Produktionen, die bei den Internationalen Maifestspielen gezeigt werden mit Ausnahme von »Mein Name sei Gantenbein« und »Die Dreigroschenoper«. Aufgrund der extrem starken Nachfrage für beide Produktionen gehen für diese die restlichen Karten nicht in den normalen Vorverkauf. Stattdessen wird die Kaufoption verlost. Interessent:innen können bis zum 20. März 2022 eine E-Mail mit dem Betreff »IMF Kaufoption Dreigroschenoper« bzw. »IMF Kaufoption Gantenbein« an vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de unter Angabe der Kontaktdaten und der gewünschten Kartenanzahl (1 oder 2 Karten) und Angabe des gewünschten Aufführungstermins (10. oder 11. Mai bzw. 11. oder 12. Mai) schicken. Die Gewinner:innen der Kaufoption werden dann bis zum 23. März benachrichtigt und können die Karten bis zum 30. März kaufen.

Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de
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Vorschau auf die »Internationalen Maifestspiele 2022 « Wiesbaden und Sonderausstellung »Vorhang auf!« im SAM

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Nachdem die Internationalen Maifestspiele Wiesbaden 2020 und 2021 coronabedingt abgesagt werden mussten, beziehungsweise nur in einer sehr abgespeckten Version veranstaltet werden konnten, feiern sie in 2022 ihr Comeback einschließlich der nachgeholten Feierlichkeiten zum Jubiläum 125 Jahre Internationale Maifestspiele Wiesbadenmit der Sonderschau „Vorhang auf!“.
Eine Programmvorschau der Internationalen Maifestspiele 2022 vom 30. April bis 31. Mai gaben heute Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele, Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, Sabine Philipp, Direktorin Stadtmuseum am Markt, sowie Elisa Mendelssohn, Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

In diesem Jahr, so Intendant Laufenberg, seien über 900 Künstler und Künstlerinnen zu Gast in Wiesbaden, unter anderem aus: Italien, Irland, Polen, der Ukraine, der Schweiz, Österreich, Spanien, Frankreich, Armenien, Großbritannien und Deutschland. Vorgesehen sind 46 Gastspiele, 15 Produktionen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wovon drei Produktionen während der Internationalen Maifestspiele ihre Premiere feiern werden. Bei den Jungen Maifestspiele wird es insgesamt 12 Produktionen zu sehen geben. Außerdem mischt die Freie Szene aus Wiesbaden mit und ist mit 7 Projekten vertreten. „Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr auf großen kunst- und geistesgeschichtlichen Aufbrüchen – was in der aktuellen Situation, die nach einem großen Aufbruch geradezu schreit, eine Ermutigung sein kann.“, so Intendant Laufenberg.

In der heutigen Pressekonferenz stellte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele, das diesjährige Programm der »Internationalen Maifestspiele«, das vom 30. April bis 31. Mai zu sehen sein wird, vor. (v.li.):Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele,, Sabine Philipp, Direktorin Stadtmuseum am Markt, sowie Elisa Mendelssohn, Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden  © Foto Diether v. Goddenthow
In der heutigen Pressekonferenz stellte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele, das diesjährige Programm der »Internationalen Maifestspiele«, das vom 30. April bis 31. Mai zu sehen sein wird, vor. (v.li.):Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele,, Sabine Philipp, Direktorin Stadtmuseum am Markt, sowie Elisa Mendelssohn, Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden © Foto Diether v. Goddenthow

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende dankte allen Mitwirkenden und auch dem Intendanten des hessischen Staatstheaters, Uwe Eric Laufenberg, ganz herzlich. „Sie alle garantieren ein Programm auf höchstem künstlerischem Niveau und mit internationaler Vielfalt – und das unter den schwierigen Corona-Bedingungen«

Sabine Philipp, Direktorin Stadtmuseum, die die große Begleitausstellung „Vorhang auf. 125 Jahre Internationale Maifestspiele“ vorstellte betonte, dass man sich mit der Ausstellung ›Vorhang auf!‹ darauf freue, „in den Kurhauskolonnaden ein breites Publikum mit auf eine 125jährige Reise mit Glanz und Glamour, Höhen und Tiefen der Wiesbadener Festspieltradition zu entführen. Und wir sind voller Zuversicht, dass es im Mai auch für unser privates und öffentliches Leben und Miteinander wieder heißen darf: Vorhang auf! zum unbeschwerten Miteinander!«

Eine Neuerung der Maifestspiele sei unter anderem in diesem Jahr, dass bereits am Vorabend der Maifestspiele, am 30.April, 19.30 Uhr, die Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber im Großen Haus als konzertante Aufführung angeboten würde.

Das Programm im Einzelnen

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Oper / Konzert
Bereits am Vorabend der Internationalen Maifestspiele wird zum 200-jährigen Jubiläum ihrer Uraufführung Carl Maria von Webers Oper »Der Freischütz« durch das Freiburger Barockorchester unter der Musikalischen Leitung von René Jacobs in einer konzertanten Aufführung zu erleben sein. Im Zentrum und zu Beginn des diesjährigen Festivals steht die Opernpremiere »Babylon« von Komponist Jörg Widmann. Das 2012 an der Bayerischen Staatsoper München uraufgeführte Werk beweist in eindringlicher Weise, wie überwältigend und mitreißend zeitgenössisches Musiktheater sein kann. Für die Freunde des klassischen Repertoires verspricht der Wiesbadener »Mozart-Zyklus«, bei dem alle sieben »Meisteropern« des Komponisten in chronologischer Reihenfolge ihrer Entstehung aufgeführt werden, sie im Zusammenhang neu zu betrachten. Zudem gastiert das renommierte Teatro Petruzzelli aus Bari (Italien) mit der Oper »Aida« und der »Messa da Requiem« von Giuseppe Verdi bei den diesjährigen Festspielen. Zum Abschluss wird das »Gespensterschloss« gespielt, ein Klassiker der polnischen Oper von Stanisław Moniuszko, der aber in Deutschland nur selten gespielt wird. Die junge Regisseurin Ilaria Lanzino erhielt den Europäischen Opernregiepreis mit dieser Aufführung.

Schauspiel
Ein weiteres Highlight stellt zweifelsohne ein Gastspiel des Berliner Ensembles mit Barrie Koskys gefeierter Neuinszenierung der »Dreigroschenoper« von Kurt Weill und Bertolt Brecht dar. Zusätzlich bringt das Berliner Ensemble »Mein Name sei Gantenbein« mit Matthias Brandt in der Regie von Oliver Reese auf die Bühne. Mit »Effingers« haben die Münchner Kammerspiele den großen Roman von Gabriele Tergit in einer Inszenierung von Regisseur Jan Bosse adaptiert. Außerdem dürfen sich Freundinnen und Freunde des Schauspiels auf eine zwölfstündige Gesamtaufführung aller drei Teile von Tom Stoppards »Die Küste Utopias« freuen, ferner auf das Gastspiel von »Unendlicher Spaß« von David Foster Wallace in der Inszenierung von Thorsten Lensing.

Tanz / Performance
Die international gefeierte Tanzkreation »MÁM« von Choreograph Michael Keegan-Dolan ist eine Mischung aus irischer Tradition und zeitgenössischer Choreographie und wird nach England, Spanien und Neuseeland erstmals in Deutschland aufgeführt. Die Performance »War on Water« in der Regie von Matthias Brenner ist der Beitrag der »Internationalen Maifestspiele« zum Wiesbadener Jahr des Wassers. Für das Performanceprojekt »Das Schattenkabinett« stellen Bernd Freytag und der Komponist und Musiker Mark Polscher einen Chor aus Wiesbadener Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Bernd Freytag war langjähriger Mitarbeiter in den Inszenierungen Einar Schleefs – als Chordarsteller, Chorleiter und Regieassistent.

Projektstipendien der Stadt Wiesbaden
»Ans Licht!« lautet die thematische Klammer des Projektstipendiums Maifestspiele 2022. Sechs Stipendiat:innen erhalten jeweils bis zu 8.000 Euro vom Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden, um ihre jeweiligen Projektideen zu verwirklichen. Die von einer Jury im Januar 2022 ausgewählten Produktionen werden in der Wartburg, im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden sowie an diversen weiteren Orten in der Stadt gezeigt. Nachdem das Projektstipendium Maifestspiele 2021 erstmals ausgeschrieben wurde, setzen das Hessische Staatstheater Wiesbaden und das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden ihre erfolgreiche Zusammenarbeit auch in diesem Jahr fort.

Lesungen
In seinem Buch »Die Liebe in Gedanken« hat Peter Michalzik, langjähriger Theaterkritiker und Redakteur der »Frankfurter Rundschau«, die Umstände einer Liebesgeschichte in Briefen nachgezeichnet und lässt darin die drei beteiligten Dichterpersönlichkeiten ausführlich zu Wort kommen. Bei den diesjährigen Maifestspielen wird der Briefwechsel zudem auf besondere Art lebendig, denn die Theaterstars Bettina Hoppe, Philipp Hauß und Werner Wölbern werden Marina Zwetajewa, Boris Pasternak und Rainer Maria Rilke ihre Stimmen leihen. Weitere Lesungen sind im Rahmen der Jungen Maifestspiele und der IMF Extras zu erleben.

Junge Maifestspiele
Fünf Ukrainische Künstler:innen gestalten im Rahmen einer Kooperation des Hessischen Staatstheaters mit der Wanderbühne Freudenberg ein Wochenende voller Musik und Tanz. Außerdem bieten die IMF Extras eine Reihe an besonderen Veranstaltungen in der Wartburg.
In der FilmBühne Caligari gibt es eine Internationale Filmreihe bei der u.a. der Stummfilm »Nosferatu« mit Livemusik-Begleitung durch das Ensemble L‘Arsenale die Treviso gezeigt wird.
Im Rahmen der Bonus Tracks findet in diesem Jahr nun endlich die Sonderaustellung »Vorhang auf!« des Wiesbadener Stadtmuseums sam – Stadtmuseum am Markt statt. Die Theaterpädagogik und die Museumspädagogik der Stiftung Stadtmuseum schließen sich zusammen, um gemeinsam ein einmaliges IMF-Erlebnis mit besonderen Veranstaltungen und Führungen zu präsentieren.

Die Durchführung der »Internationalen Maifestspiele« 2022 wird durch die Unterstützung der Landeshauptstadt Wiesbaden, des Landes Hessen, der NASPA, Culture
Island und des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. sowie durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain ermöglicht.

Website Internationale Maifestspiele 2022 Wiesbaden

Programmbuch online

Der Kartenvorverkauf für den Mai startet am 21. Februar 2022.
Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden setzt Spielbetrieb bis einschließlich 31. Mai aus

logo-maifestspiele21Der Spielbetrieb wird pandemiebedingt und im Sinne der Planungssicherheit bis einschließlich Montag, den 31. Mai 2021 in allen Spielstätten ausgesetzt.

Der Juni-Spielplan und der nächste Vorverkaufstermin werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten

Alle Karten der abgesagten Vorstellungen werden automatisch storniert, wenn Zuschauer*innen ihre Kontodaten hinterlegt haben. Der Betrag wird auf die hinterlegte Bankverbindung erstattet. Für die Stornierung müssen Karteninhaber*innen nicht eigens an die Theaterkasse kommen.

Alle Besucher, deren Kontodaten nicht hinterlegt sind, oder die per Kreditkarte bzw. PayPal gekauft haben, wenden sich bitte an die Theaterkasse. Das geht telefonisch unter Nennung der Auftragsnummer, damit die Eintrittskarten rückerstattet werden können. Karteninhaber*innen müssen sich auch nicht sofort melden und werden gebeten, sich immer an die Verkaufsstelle zu wenden, bei der die Karten erworben wurden.

Wenn als Gruppe gebucht wurde, ist das Gruppenbüro zuständig und telefonisch unter 0611.132 300 oder per E-Mail an gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de zu erreichen.

Abonnenten erhalten automatisch eine Rücküberweisung der ausgefallenen Vorstellung, wenn die Kontodaten hinterlegt sind. Wenn stattdessen ein Umtauschschein gewünscht ist, wird gebeten, sich an das Abonnementbüro zu wenden. Abonnenten erreichen bei Fragen das Abonnementbüro telefonisch unter 0611.132 340 oder per E-Mail an abonnement@staatstheater-wiesbaden.de.

Die Metropolitan Opera zu Gast im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

logo-maifestspiele21Die New Yorker Metropolitan Opera führt ihre »Met Stars Live in Concert«-Reihe am Hessischen Staatstheater Wiesbaden fort. In dem Livestream-Konzert am Samstag, den 8. Mai 2021 aus dem Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentieren die Sopranistinnen Christine Goerke und Elza van den Heever, der Tenor Andreas Schager und der Bariton Michael Volle ein besonderes Programm unter dem Motto »Wagnerians in Concert«.

Die Solisten des Abends gehören zu den führenden Wagner-Interpreten. Sie singen nicht nur regelmäßig auf der New Yorker Bühne, sondern auch in Wiesbaden: Andreas Schager übernimmt in den Vorstellungen im Mai die Partie des Siegfried in Wagners »Ring des Nibelungen«. Er war in Wiesbaden u.a. als Tannhäuser und in einem Wagner-Abend zu sehen. Michael Volle gastierte in den Maifestspiel-Specials 2020 mit einem Galaabend und sang die Partie des Hans Sachs in Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«. Christine Goerke und Elza van den Heever debütieren in der »Met Stars Live in Concert«-Reihe am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Neben Arien und Duetten aus Wagners Opern sowie Liedern von Richard Strauss, stehen Wagners Wesendonck-Lieder und die Schlussszene aus Strauss‘ »Die Frau ohne Schatten« auf dem Programm.

Das prächtige Foyer schafft mit der beeindruckenden Deckenmalerei und den stuckverzierten Wänden eine besondere Atmosphäre für dieses Konzert. Der Prunkbau des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden wurde 1894 unter Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. eröffnet und zählt bis heute zu den kulturellen Highlights in der Region.

Das Konzert wird live auf der Website der Met übertragen. Danach ist das Programm für weitere 14 Tage als »Stream on Demand« verfügbar. Die moderierten Konzerte werden mit mehreren Kameras gefilmt, die per Satellit mit einem Regieraum in New York City verbunden sind, wo sich Gary Halvorson, der preisgekrönte Regisseur der Live in HD-Kinoübertragungen der Met, befindet und Regie führt. Tickets für den Livestream sowie die »Streams on Demand« sind für 20 US-Dollar auf der Website der Met unter www.metopera.org erhältlich.

Auch das Hessische Staatstheater Wiesbaden überlegt, wenn es den Spielbetrieb im Mai vor Publikum nicht wieder aufnehmen kann, Teile seines Programms im Stream anzubieten.

Das vorläufige Programm des Konzerts am 8. Mai:

  • »Dich, teure Halle« aus Wagners »Tannhäuser«
  • »Allerseelen«, Op. 10, No. 8 von Richard Strauss
  • »Cäcilie« Op. 27, No. 2 von Richard Strauss
  • »Wie Todesahnung … O du, mein holder Abendstern« aus Wagners »Tannhäuser«
  • »Ein Schwert verhiess mir der Vater« aus Wagners »Die Walküre«
  • Wesendonck Lieder, WWV 91 von Richard Wagner: »Der Engel«, »Stehe still!«, »Im Treibhaus«, »Schmerzen«, »Träume«
  • »Wirst du des Vaters Wahl nicht schelten?« aus Wagners »Der Fliegende Holländer«
  • »Winterstürme wichen dem Wonnemond … Du bist der Lenz« aus Wagners »Die Walküre«
  • »Abendlich strahlt der Sonne Auge« aus Wagners »Das Rheingold«
  • »Nur eine Waffe taugt« aus Wagners »Parsifal«
  • »Euch Lüften … Entweihte Götter!« aus Wagners »Lohengrin«
  • »Nun will ich jubeln« aus R. Strauss’ »Die Frau ohne Schatten«

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden – Verschiebung Vorverkaufsstart für die Vorstellungen im Mai

logo-maifestspiele21Der Vorverkaufsstart für die Vorstellungen im Mai, der für den 14. April 2021 geplant war, muss pandemiebedingt leider verschoben werden.

Aufgrund der Entwicklung des Pandemiegeschehens muss das Hessische Staatstheater Wiesbaden die geplanten Vorstellungen ab Montag, den 19. April 2021 bis einschließlich Dienstag, den 18. Mai 2021 in allen Spielstätten absagen.

Die Festsetzung des Vorverkaufstermins ist von den kommenden politischen Entscheidungen auf Bundesebene abhängig und kann daher erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Der Spielplan ab Mittwoch, den 19. Mai und der nächste Vorverkaufstermin werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Ersatzprogramm

Kartenverkauf

Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten

Alle Karten der abgesagten Vorstellungen werden automatisch storniert, wenn Zuschauer ihre Kontodaten hinterlegt haben. Der Betrag wird auf die hinterlegte Bankverbindung erstattet. Für die Stornierung müssen Karteninhaber*innen nicht eigens an die Theaterkasse kommen.

Alle Besucher, deren Kontodaten nicht hinterlegt sind, oder die per Kreditkarte bzw. PayPal gekauft haben, wenden sich bitte an die Theaterkasse. Das geht telefonisch unter Nennung der Auftragsnummer, damit die Eintrittskarten rückerstattet werden können. Karteninhaber*innen müssen sich auch nicht sofort melden und werden gebeten, sich immer an die Verkaufsstelle zu wenden, bei der die Karten erworben wurden.

Wenn als Gruppe gebucht wurde, ist das Gruppenbüro zuständig und telefonisch unter 0611.132 300 oder per E-Mail an gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de zu erreichen.

Abonnent erhalten automatisch eine Rücküberweisung der ausgefallenen Vorstellung, wenn die Kontodaten hinterlegt sind. Wenn stattdessen ein Umtauschschein gewünscht ist, wird gebeten, sich an das Abonnementbüro zu wenden. Abonnenten erreichen bei Fragen das Abonnementbüro telefonisch unter 0611.132 340 oder per E-Mail an abonnement@staatstheater-wiesbaden.de.

»Maifestspiel-Specials« und Ersatzprogramm im Mai 2021

logo-maifestspiele21Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am 16. März 2021 beschlossen, die Internationalen Maifestspiele 2021 wegen der Corona-Pandemie nicht gänzlich ausfallen zu lassen, sondern mit »Maifestspiel-Specials« und einem Ersatzprogramm möglich zu machen.

In der Pressekonferenz am 17. März stellte Intendant und Künstlerischer Leiter Uwe Eric Laufenberg gemeinsam mit seinem Team die Pläne für das Programm vor.

Die Termine für das gesamte Mai-Programm sind jetzt online. Der Vorverkaufsstart, der für den 14. April 2021 geplant war, muss pandemiebedingt leider verschoben werden. Die Festsetzung des Vorverkaufstermins ist von den kommenden politischen Entscheidungen auf Bundesebene abhängig und kann daher erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Ersatzprogramm