Kategorie-Archiv: Maifestspiele Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden mit Maifestspiel-Specials im I. Ersatzprogramm vom 18. Mai bis 6. Juni 2020

Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow
Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch das Hessische Staatstheater Wiesbaden versucht anlässlich der vom Land Hessen verfügten Lockerungen vom 7. Mai mit einem ersten Ersatzprogramm vom 18. Mai bis 6.Juni 2020 unter entsprechenden hygienischen Sicherheitsmaßnahmen einen schrittweisen Wiedereinstieg in den normalen Theaterbetrieb.

Dabei bietet das Haus in seinem ersten Ersatzprogramm einige Specials aus dem Spielplan der den Corona-Maßnahmen zum Opfer gefallenen Internationalen Maifestspielen 2020 an. Darunter sind beispielsweise musikalische Abende mit Günther Groissböck, Michael Volle, Gabriela Scherer, Andreas Schager, Klaus Florian Vogt, René Pape und weiteren Sänger*innen, die sich freuen in Wiesbaden wieder aufzutreten. Des Weiteren stehen eine Lesung von Jens Harzer, Ausschnitte der Opern »Tristan und Isolde«, »Carmen« sowie »Der Rosenkavalier« auf dem Programm und das Deutsche Theater Berlin ist mit dem Schauspiel »Ismene, Schwester von« zu Gast. Die Schwerpunkte unseres Schauspiel-Ersatzprogramms werden Soloabende und die Beckett-Trilogie sein, welche am 4., 5. & 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus Premiere feiert. Außerdem werden verschiedene Konzertformate angeboten. Im Ballett feiert die Produktion »Startbahn 2020« in zwei Teilen am 5. & 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr im Kleinen Haus Premiere.

Ersatzprogramm 18. Mai bis 6. Juni 2020 zum Download 
Der Kartenvorverkauf beginnt am Freitag, den 15. Mai 2020 um 10 Uhr. Die Theaterkasse wird ab Freitag, den 15. Mai 2020, auch vor Ort im Theater wieder öffnen.

Das Sicherheits- und Hygienekonzept

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion mit dem Corona-Virus finden alle Vorstellungen unter strengen Schutz-und Hygienemaßnahmen statt. Einhergehend mit diesen Maßnahmen wird ein Ersatzprogramm mit stark reduzierter Anzahl an Sitzplätzen angeboten. Im Großen Haus werden 200 und im Kleinen Haus 60 Personen Platz nehmen können. Um den Theaterbesuch auch während der Corona-Pandemie sicher zu gestalten, werden folgende Maßnahmen beachtet:

  • · Das Hessische Staatstheater Wiesbaden hält sich  strikt an die Weisungen der Behörden.
  • · Alle medizinischen Empfehlungen, die die Behörden bezüglich des Umgangs und der Zusammenarbeit mit anderen Personen geben, werden umgesetzt und täglich kontrolliert bzw. entsprechend aktualisiert.
  • · Alle neuralgischen Punkte bzw. Bereiche in unseren Räumlichkeiten werden täglich gründlich gereinigt und desinfiziert.
  • · Über diese Weisungen und Empfehlungen informieren wir unsere Mitarbeiter*innen über die verfügbaren Kommunikationskanäle.
  • · Jede*r Besucher*in muss beim Kartenkauf Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlassen. Kartenkäufer*innen von mehreren Karten sind verpflichtet die Kontaktdaten aller Kartennutzer*innen bereitzuhalten und auf Nachfrage mitzuteilen. Kartenkäufer*innen müssen einen aktuellen Personalausweis mit sich tragen.
  • · Die Plätze werden nach Reihen verkauft. Der jeweilige Platz wird am Abend vor Ort zugewiesen. Zwischen dem jeweiligen Sitznachbarn, die nicht dem gleichen Hausstand angehören, wird ein Abstand von drei Sitzplätzen einzuhalten sein. Zwischen zwei Sitzreihen wird eine Sitzreihe gesperrt sein.
  • · Innerhalb des Theatergebäudes ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung vorgeschrieben.
  • · Die Hygieneregeln, wie etwa die Einhaltung der Nies- und Husten-Etikette oder des Mindestabstandes von 1,5 m zu anderen Besucher*innen wie auch zum Theaterpersonal sind zu befolgen. Auf diese Regelung wird gesondert im Theatergebäude durch Aushänge und Durchsagen hingewiesen.
  • · Der Mindestabstand wird durch ein neues Einlass- sowie Wegeleitsystem gewährleistet.
  • · Der Einlassbeginn ist um 19 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr in den Kassenhallen.
  • · Desinfektionsspender stehen im Eingangsbereich und auf den Toiletten bereit.
  • · Die Garderoben bleiben geschlossen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden wird an ausgewiesenen Stellen die Möglichkeit zur Ablage der Garderobe bereitstellen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden übernimmt für die Garderobe keine Haftung.
  • · Die sanitären Einrichtungen dürfen nur von einer Person genutzt werden.
  • · Der Gastronomiebetrieb wird nicht wie gewohnt im Foyer, sondern in den Kolonnaden geöffnet sein. Vorbestellungen sind nicht möglich. Das Foyer bleibt vorerst geschlossen.

Ticket-Infos:
Theaterkasse:
· Telefonisch Montag bis Freitag von 10 – 19.30 Uhr und Samstag von 10 – 14 Uhr unter der 0611.132 325
· Per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de
· Ab 15. Mai persönliche Beratung vor Ort wieder möglich

Abo-Büro und das Gruppenbüro sind nur telefonisch und per E-Mail erreichbar:

Abonnement-Büro
· Telefonisch Mo, Mi, Fr von 10 – 18 Uhr und Di + Do 10 – 19 Uhr unter der 0611.132 340
· Per E-Mail unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de

Gruppenbüro
· Telefonisch Montag bis Donnerstag von 9 – 16 Uhr sowie Freitag von 9 – 15 Uhr unter der 0611.132 300
· Per E-Mail unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Absage der Internationalen Maifestspiele 2020 in Wiesbaden – Spenden Sie, indem Sie auf Rückerstattung gekaufter oder reservierter Tickets verzichten

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am 7. April 2020 beschlossen die Internationalen Maifestspiele 2020 wegen der Corona-Pandemie abzusagen.
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden plant zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein »Maifestspiel-Special 2020« durchzuführen und hofft, nach dem 20. April 2020 mitteilen zu können, wann der Proben- und Vorstellungsbetrieb und wann das »Maifestspiel-Special« stattfinden können.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende: »Es schmerzt mich, dass momentan so viele Veranstaltungen, in die schon sehr viel Arbeit und Leidenschaft investiert worden sind, abgesagt werden müssen. Leider trifft dies nun auch die Maifestspiele, die ein jährlicher Höhepunkt im Wiesbadener Kulturkalender sind. Aber angesichts der Corona-Pandemie werden alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler und das Publikum Verständnis für diese Entscheidung haben.«

Kulturdezernent Axel Imholz: »Als Kulturdezernent bedaure ich diese Entscheidung zutiefst, aber wir alle müssen entsprechend den allgemein geltenden Vorgaben verantwortungsvoll handeln. Mit der Absage der Spiele tun wir genau das. Die aktuellen Einschnitte sind mit großem Verzicht verbunden. Ich hoffe sehr, dass wir bald wieder schrittweise zurück zur Normalität finden können. Bis dahin bleibt uns die Vorfreude auf ein ›Maifestspiel- Special‹, dass es so noch nie gab.«

Intendant Uwe Eric Laufenberg: »Die momentane Schließung trifft uns am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Einrichtung mit all ihren Akteuren genauso hart wie unser Publikum. Wir leben Theater und können unseren Auftrag nicht erfüllen. Das schmerzt uns alle sehr. Gleichwohl sind wir dabei, unsere Überlegungen so anzupassen, dass der Spielbetrieb jederzeit mit angemessener Frist wiederaufgenommen werden kann. Auch den Monat Mai haben wir noch nicht ganz aufgegeben. Da aber zurzeit die Bekämpfung der Pandemie und damit auch Ihre persönliche Gesundheit absolute Priorität hat, bitten wir um Ihr Verständnis, dass eine Wiederaufnahme durch das Theater nicht selbst verfügt werden kann, auch wenn von manchen die Einschränkungen als zu hart empfunden werden. Die notwendigen Entscheidungen trifft ausschließlich die Politik gemeinsam mit ihren medizinischen Experten. Wir stehen zu jedem Zeitpunkt bereit unser Haus wieder zu eröffnen. Dazu bitten wir um Ihre Solidarität, um gemeinsam mit uns bald wieder zur Normalität zurückzukehren. Großartig wäre es, wenn Sie uns unterstützen könnten, indem Sie Ihre gekauften Karten in Gutscheine (3 Jahre gültig) tauschen, anstatt sie sich auszahlen zu lassen, und wir so nicht allzu lange auf ihren nächsten Besuch warten müssen.«

Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten:
Bereits gekaufte Tickets können für Veranstaltungen rückerstattet oder gegen einen Gutschein umgetauscht werden. Versandkosten gelten als Fremdleistungen und werden nicht rückerstattet. Karteninhaber müssen sich nicht sofort für die Rückerstattung melden. Aufgrund des hohen Bearbeitungsaufkommens, kann eine Rückforderung bis Mitte Juni erfolgen.
Alle Besucher*innen, die ohne Angabe persönlicher Daten oder per Kreditkarte bei uns gekauft haben, werden gebeten, sich an den Kartenservice zu wenden, bei dem sie die Karten gekauft haben. Das geht auch telefonisch unter Vorlage des Tickets bzw. Nennung der Auftragsnummer.

Wenn Sie als Gruppe gebucht haben, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an das Gruppenbüro.

Abonnenten erhalten automatisch einen Umtauschschein für ihre Abonnementvorstellung, der bis Juli 2021 gültig und bei der Theaterkasse hinterlegt sein wird. Abonnenten können sich bei Fragen an das Abonnementbüro wenden.

Die Theaterkasse, das Abo-Büro und das Gruppenbüro sind nur telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Theaterkasse:

· Telefonisch Mo – Fr 10 – 17 Uhr unter der 0611-132-325
· Per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de
· Aktuell keine persönliche Beratung vor Ort

Abonnement-Büro:
· Telefonisch Mo – Fr 10 – 17 Uhr unter der 0611-132-340
· per E-Mail: abonnement@staatstheater-wiesbaden.de

Gruppenbüro:
· Telefonisch Mo – Do 10 – 16 Uhr sowie Fr 10-15 Uhr unter der 0611-132-300
· Per E-Mail: gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Karten sind auch über den Webshop oder per Post erhältlich. Kartenvorverkauf, Christian-Zais-Str. 3, 65189 Wiesbaden

Spendenaufruf – Verzichten Sie auf Rückerstattung!!!

maifestspiel2019-logoSpenden Sie, indem Sie auf Rückerstattung gekaufter oder reservierter Tickets verzichten! Um diese ungewöhnlich harten Zeiten auch im Kultursektor hoffentlich glimpflich überstehen zu können, möchten wir an dieser Stelle dringend darum bitten, dass der Kaufpreis von bereits bezahlte Karten nicht zurückgefordert wird und für reservierte Karten ebenfalls als Spende dem Hessischen Staatstheater zur Verfügung gestellt wird.
Es ist doch klar: ohne privates Mittun dürfte der Kulturbetrieb schwerlich in seiner jetzigen vielfältigen Form überleben. Der Staat schafft das  allein nicht! 

 

»O sink hernieder, Nacht der Liebe« – Internationale Maifestspiele Wiesbaden vom 1. bis 31. Mai 2020

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Vom 1. Mai bis 31. Mai 2020 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen steht in diesem Jahr unter dem Motto »O sink hernieder, Nacht der Liebe«, entnommen aus Richard Wagners »Tristan und Isolde«. Zur feierlichen Eröffnung ist im Einklang mit dem diesjährigen Motto die Oper »Tristan und Isolde« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Patrick Lange zu erleben. Die Titelpartien am Premierenabend übernehmen Lance Ryan und Catherine Foster, die vor allem durch ihre Interpretation der Brünnhilde bei den Bayreuther Festspielen und anderen Rollen des schweren dramatischen Fachs wie Elektra, Turandot und Isolde weltweit bekannt wurde. Die Partie des König Marke übernimmt René Pape. In den Vorstellungen am 21. & 31. Mai werden Andreas Schager als Tristan und Tobias Kehrer als König Marke zu erleben sein.

Am 8. Mai ist ein besonderes Friedenskonzert »War Requiem« op. 66 von Benjamin Britten zu erleben. Unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, des Präsidenten des Hessischen Landtages Boris Rhein und des Wiesbadener Oberbürgermeisters Gert-Uwe Mende wird damit anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes zu einem besonderen Gedenken aufgerufen.

Die Jungen Maifestspiele, das Programm für das junge Publikum, erstrecken sich in diesem Jahr über den gesamten Festspielzeitraum und vereinen internationale, nationale und regionale Gastspiele mit Premieren und Höhepunkten aus dem eigenen Haus.

»Die Internationalen Maifestspiele sind etwas ganz Besonderes. Sie sind ein Höhepunkt im kulturellen Leben der Landeshauptstadt Wiesbaden und aus der Kulturlandschaft nicht wegzudenken. Die Festspiele bieten wunderbare kulturelle Vielfalt und sind zudem ein wahrer Besuchermagnet. Ich bin sicher, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer viel Vergnügen haben werden.

In diesem Jahr wird anlässlich des 75. Jahrestags des Kriegsendes ein ganz besonderes Friedenskonzert zum Gedenken aufgeführt. Intoleranz, Hass und Gewalt waren die Ursachen für diesen Krieg, der Millionen von Menschen das Leben gekostet und zu millionenfachem Mord in deutschen Vernichtungslagern geführt hat. Wir sind in der Pflicht dieses Grauen nie zu vergessen«, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende.

Die Kooperation mit der Caligari FilmBühne bleibt eine feste Größe bei den Internationalen Maifestspielen 2020. Drei Filme werden begleitend zum Programm der Festspiele gezeigt.

Die Internationalen Maifestspiele 2020 werden durch die Unterstützung der Landeshauptstadt Wiesbaden, des Landes Hessen und des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. ermöglicht. Das Programm der Jungen Maifestspiele fördert die Nassauische Sparkasse. Das Magazin sensor präsentiert die Tanz-Rap-Oper »The Nose«. Autopartner der Internationalen Maifestspiele ist das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Wiesbaden Besucher-Pakete in Zusammenarbeit mit Wiesbaden Marketing. Die Rund-um-Sorglos-Pakete enthalten Hotelübernachtungen, Eintritt in ausgewählte Operngalavorstellungen und weitere kleine Überraschungen.

Die Buchung der Wiesbaden Besucher-Pakete erfolgt telefonisch unter 0611.17 29 777, per E-Mail an hotel@wiesbadenmarketing.de, oder online unter www.wiesbaden.de/tourismus.

Der Kartenvorverkauf startete am Freitag, den 14. Februar 2020 um 15.30 Uhr. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Detailliertes Programm:

Oper / Konzerte
Das Motto der diesjährigen Internationalen Maifestspiele – »O sink hernieder, Nacht der Liebe« – entstammt der Eröffnungsproduktion »Tristan und Isolde«. Richard Wagner unterscheidet
darin zwischen einer rationalen Tag- und einer ihr entgegengesetzten irrationalen, rauschhaften Nachtwelt. Die Wahl dieses Mottos ist ein Bekenntnis dazu, dass die Kunst (wie auch die Liebe) anderen Regeln folgt als denen der Alltagswelt. Entsprechend spannt sich das Musiktheater-Programm der Maifestspiele gleichsam zwischen den nächtlichen Polen des Lebens auf: zwischen der weltauslöschenden Liebe von Tristan und Isolde, den albtraumdurchwirkten Nächten der Klytämnestra in »Elektra« und der irritierend-surrealen Begegnung mit der verlorenen eigenen Nase in der Tanz-Rap-Oper »The Nose«.

Die Premiere von Richard Wagners »Tristan und Isolde« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange eröffnet die diesjährigen Internationalen Maifestspiele mit einer Bayreuth-erfahrenen Starbesetzung. Catherine Foster übernimmt die Partie der Isolde, Lance Ryan, Andreas Schager den Tristan. Als König Marke sind René Pape und in späteren Mai-Vorstellungen Tobias Kehrer zu erleben.

Catherine Foster widmet sich auch der Partie der Elektra mit einer Darstellungskraft und Stimme, die Gänsehaut hervorrufen. In der Inszenierung von Magdalena Weingut und unter der Musikalischen Leitung von Marius Stieghorst singen als weiterer Stargast der lettische Bassbariton Egils Siliņš als Orest sowie Dalia Schaechter als Klytämnestra und Johanni van Oostrum als Chrysothemis.

In »Der fliegende Holländer« übernimmt Michael Volle, der zu den wichtigsten Sängern im Wagner-Fach und Liedinterpreten zählt, die Titelpartie. In der Inszenierung von Michiel Dijkema und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange gibt zudem Gabriela Scherer als Senta ihr Rollen- und Hausdebüt.

In Georges Bizets Publikumsliebling »Carmen« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und Kristiina Poska am Pult sind gleich drei internationale Stars zu erleben: Für die Rolle des Escamillo kommt der gefragte russische Bariton Alexey Markov, den Don José gibt Brandon Jovanovich, und in der Titelrolle dürfen wir uns auf Annalisa Stroppa freuen. Mit Anja Harteros erwartet das Publikum in »Der Rosenkavalier« in der Inszenierung von Nicolas Brieger und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange eine Marschallin mit großer Eleganz. Die gefeierte Strauss-Interpretin Daniela Fally übernimmt die Partie der Sophie. Als Herr von Faninal ist Jochen Schmeckenbecher zu erleben. In der fantasievollen Tanz-Rap-Oper »The Nose« von der aus Südafrika stammenden Hamburger Choreografin Jessica Nupen wird Nikolai Gogols Fabel neu interpretiert. Die Musik für das Projekt mit einem internationalen Ensemble aus tanzenden Sänger*innen und singenden Tänzer*innen komponiert der kanadische Musiker und Rapper Josh »Socalled« Dolgin.

Anja Harteros übernimmt unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange in »Tosca « die Titelpartie. In der Rolle des Kunstmalers Mario Cavaradossi ist der italienische
Tenor Massimo Giordano zu erleben.

Mit dem Konzertabend »Let’s Misbehave!« wagt die tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kožená zusammen mit Tschechiens führender Swing-Band Ondřej Havelka & His Melody Makers einen Ausflug in den Bereich der »leichten Muse« mit Songs von Cole Porter. Chris Pichler und die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstorchesters Wiesbaden präsentieren in »Tristan« die Novelle von Thomas Mann in musikalischer Umrahmung.

Mit Benjamin Brittens »War Requiem« op.66 ist anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes am 8. Mai ein ganz besonderes Friedenskonzert zu erleben. Das Konzert findet mit Unterstützung zahlreicher Institutionen statt. Besonders erwähnt seien hierbei das Land Hessen, der Hessische Landtag, die Konzertorte Wiesbaden, Hanau und Darmstadt,
der Kulturfond Rhein-Main sowie die Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung. Der musikalisch-literarische Abend »Musik war Hoffnung ‒ Wider das Vergessen« mit Herman Beil und dem Merlin Ensemble Wien erinnert am 10. Mai an die Opfer des Nationalsozialismus, unter denen Komponisten wie Viktor Ullmann und Hans Krása waren. Zuvor, am 9. Mai, zeigen die Musiker des Merlin Ensembles und der Physiker Harald Lesch mit Vivaldis »›Vier Jahreszeiten‹ im Klimawandel« die Brisanz der globalen Erwärmung auf.

Mit »Gender Stories« begibt sich die lautten compagney Berlin zusammen den amerikanischen Opernstars Vivica Genaux und Lawrence Zazzo mitten hinein in die turbulente Travestie der Geschlechter im Barock. Eine weitere Spezialistin im Bereich Alte Musik ist Sopranistin Dorothee Mields, die mit dem Wiesbadener Ensemble Mattiacis und Vokal- und Instrumentalmusik des italienischen Barock zu erleben ist.

Zum 250. Geburtstag von Beethoven spielen Klazz Brothers & Cuba Percussion seine Meisterwerke tanzbar neu arrangiert: »Beethoven meets Cuba«. Neue Beethoven-Klänge bringt auch das Konzert des Marimbaquartetts »The Wooden Anvil« und ihrem »BEETHOVEN: Portrait in Percussion«. Das Sinfoniekonzert »WIR 6«, in dem Jörg Widmann am Pult des Hessischen Staatsorchesters eigene Werke dirigiert, ist Beginn eines Widmann-Schwerpunkts, der kommende Spielzeit mit der Wiesbadener Erstaufführung der monumentalen Oper »Babylon« seinen Höhepunkt hat.

Liederabende haben bei den Internationalen Maifestspielen Tradition. Die begnadete Schauspielerin und passionierte Sängerin Dagmar Manzel ist ‒ pünktlich zum Erscheinen ihrer CD »Sehnsucht« ‒ mit ihrer sehr persönlichen Lied-, Text- und Musikauswahl bei den Maifestspielen zu Gast. Florian Boesch und Justus Zeyen am Klavier laden in diesem Jahr mit Liedern von Franz Liszt, Richard Strauss und Robert Schumann in die musikalische Hochromantik ein.

Schauspiel / Lesungen
Die Schauspielproduktionen und -einladungen der Internationalen Maifestspiele folgen in diesem Jahr einer klaren Programmatik: Die herausragenden Inszenierungen, die zu sehen sein werden, vereint der Glauben daran, dass die tiefen menschlichen Konflikte durch die »reale Gegenwart« (um George Steiner zu zitieren) der dargestellten Figuren in den Schauspielern zum Ausdruck kommen können. Alle Produktionen glauben an diese Urkraft des Theaters, dass Menschen andere Menschen spielen, sich in sie verwandeln können. Dies zu betonen ist in Zeiten, in denen häufig auf den Bühnen der reale bzw. der authentische Mensch die zitierte reale Gegenwart ersetzen soll, nicht trivial. Hervorzuheben ist auch, dass zwei internationale Produktionen während der Maifestspiele gast ieren, die jeweils aus krisengeschüttelten Regionen stammen: aus Rumänien und aus Israel/Palästina.

Das Schauspielprogramm eröffnet mit einer Eigenproduktion des Hessischen Staatstheaters, die den Bogen zum Beginn der Spielzeit schlägt: Wie Daniel Kehlmanns »Tyll« spielt auch Friedrich Schillers »Wallenstein« im Dreißigjährigen Krieg, dessen schwerwiegende historische, gesellschaftliche und menschliche Umwälzungen zu unserer Gegenwart ungeahnte und unerwünschte Analogien entwickeln. Regisseur Nicolas Brieger nimmt seine Inszenierung zum Anlass, über die schicksalhafte Geschichte des charismatischen Kriegsherren Wallenstein nachzudenken, der in vielem Züge eines heutigen Staatsmannes aufweist.

In Anton Tschechows »Iwanow« in der Inszenierung des Bochumer Intendanten und vielfach preisgekrönten Regisseurs Johan Simons wird der Iwanow vom zweimaligen »Schauspieler des Jahres« und Iffland-Ringträger Jens Harzer interpretiert, der sich drei Wochen später zudem mit der Hölderlin Lesung »Hyperion« präsentiert. Das Deutsche Theater Berlin ist mit dem Schauspiel-Solo »Ismene, Schwester von« mit der Deutschen Filmpreisträgerin Susanne Wolf in der Inszenierung von Stephan Kimmig bei den Maifestspielen zu Gast.

In »Die Katze und der General« beleuchtet die Autorin Nino Haratischwili neben der irren Logik des Krieges vor allem die jüngste Vergangenheit Russlands und die Unabhängigkeitsbestrebungen Tschetscheniens. Nach »Das achte Leben (Für Brilka)« – eingeladen zu den Maifestspielen 2017 – bringt Jette Steckel den zweiten großen Roman Haratischwilis von der Bühne des Thalia Theaters mit nach Wiesbaden.

Nur alle paar Jahre bringt Regisseur Thorsten Lensing eine neue, stets frei produzierte Inszenierung heraus und greift dabei auf einen festen Stamm hochkarätiger Schauspieler wie Ursina Lardi, Devid Striesow oder auch die gebürtige Wiesbadenerin Jasna Fritzi Bauer zurück. Bei den Maifestspielen ist er mit seiner Inszenierung des Kultromans »Unendlicher Spaß« von David Forster Wallace zu Gast.

Das Deutsche Theater Berlin ist dieses Jahr mit Ulrich Matthes, einem äußerst gern gesehenen Gast bei den Maifestspielen, als Alceste in Anne Lenks Inszenierung »Der Menschenfeind« von Molière zu sehen.

Der Solo-Abend »Böhm«, bei dem Puppenspieler, Regisseur, Schauspieler und Kunstpfeifer Nikolaus Habjan mit elf äußerst lebendigen Handpuppen auf der Bühne steht, porträtiert einen der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, Karl Böhm. Nicht zuletzt dessen höchst opportunistische Haltung in der Zeit des Nationalsozialismus gerät dabei in den Fokus.

In dem poetischen Ein-Frau-Stück »Dreams Die Hard« von und mit Rachel Karafistan, das von den Tagebüchern ihrer Großmutter inspiriert ist, wechseln sich Komik und Tragik in der Darstellung einer bewegten und bewegenden Nachkriegsbiografie ab. Das Ensemble des Berliner Gorki Theaters ist mit »Anna Karenina oder Arme Leute« in der Inszenierung des kroatischen Skandal-Theatermachers Oliver Frljić zu Gast bei den Maifestspielen. Die Provokation hebt sich der Regisseur diesmal allerdings bis kurz vor das Ende der Aufführung auf, bis dahin ist eine einfühlsame und klug gestraffte Tolstoi -Adaption zu sehen.

Die internationalen Gastspiele stammen aus Temeswar/Rumänien und dem palästinensischen Ramallah: In dem multidisziplinären Projekt »Tagebuch Rumänien. Temeswar«, inszeniert von Carmen Lidia Vidu, bieten sechs Schauspielerinnen des Deutschen Theaters Temeswar ganz private Einblicke in ihr Leben in Rumänien. Das anschließende Publikumsgespräch findet in Kooperation mit dem goEast-Filmfestival statt. »Palestine, Year Zero« entstand aus der Zusammenarbeit der israelischen Regisseurin Einat Weitzman und dem palästinensischen Schauspieler George Ibrahim. Die Produktion konnte nur gegen einen Zensurversuch der israelischen Kulturministerin und durch den erfolgreichen Zusammenschluss vieler israelischer Kulturschaffender in Tel Aviv gezeigt werden. Das Stück erzählt von einem Gebäudegutachter, sich anhand der Zerstörung der Häuser ein Bild über den Zustand seines Landes macht. Drei Lesungen komplettieren das Schauspielprogramm: Der Star-Schauspieler Sebastian Koch kehrt mit einer Lesung der »Traumnovelle« von Arthur Schnitzler nach Wiesbaden zurück. Musikalisch gerahmt wird der Abend mit Jazz-Klängen des Hubert Nuss Quartetts, dem sich ein prominenter Überraschungsgast zugesellen wird. Die Lieblingsstellen aus seinen Büchern liest der erfolgreiche Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff vor. Der gebürtige Wiesbadener Jans Harzer liest zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins aus dessen Briefroman »Hyperion«, einem der schönsten Prosatexte deutscher Sprache überhaupt.

Tanz / Performance
Choreograf Serge Aimé Coulibaly und sein kosmopolitisches Ensemble des Faso Danse Théâtre interpretieren in »Kirina« das mündlich überlieferte Epos über die gleichnamige westafrikanische Schlacht aus dem 13. Jahrhundert auf moderne Weise. Die mitreißende choreografische Auseinandersetzung über Dekolonisation und Demokratie wird unterfüttert
mit einem Libretto des senegalesischen Sozialökonomen Felwine Sarr sowie Musik der malischen Sängerin Rokia Traoré, einer der führenden zeitgenössischen Stimmen Westafrikas.

»VIVA!« von dem spanischen Choreografen Manuel Liñán fordert die Grenzen des traditionellen Flamencos heraus, dabei wird die scharfe Trennung zwischen »männlich« und »weiblich« zur Disposition gestellt. Die sechs Tänzer verkörpern ein Lebensgefühl, das frei von jedwedem Sexismus die Freude am körperlichen Selbstausdruck offenbart. Der dritte Teil der Familientrilogie »Kind« der belgischen Tanzperformance-Kompanie Peeping Tom holt, changierend zwischen Märchen und Magie, zwischen Gut und Böse, die besonders dunklen Aspekte eines Entwicklungsprozesses ans Licht, der durch Gewalt, Wirklichkeit und Schein sowie den kindlichen Widerstand der Selbstfindung führt. Inspiriert von der Idee eines chaotischen Kosmos aus nordischem Mythologien hat der taiwanesische Choreograf Po-Cheng Tsai mit seiner Kompanie B.Dance einen flüchtigen Raum geschaffen, der einer endlosen, kosmischen Landschaft der Leere ähnelt. Auf der Suche nach dem tiefsten Ursprung des Seins verbindet »Innermost« kulturelle Elemente aus Ost und West.

Programm der Jungen Maifestspiele 2020

Das Programm für das junge Publikum erstreckt sich dieses Jahr über den gesamten Mai und vereint internationale, nationale und regionale Gastspiele mit Premieren und Höhepunkten aus dem eigenen Haus. Es beginnt am Samstag, den 2. Mai 2020 mit »Abbracci – Umarmungen« (4+) aus Italien, welches sich mit dem Thema Zuneigung beschäftigt. In der Wartburg lädt die Lounge »Club Classique« (16+) mit Musikern des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden zum Tanz im Mai im Stil der 1920er ein. Das preisgekrönte Puppenspiel »Die sieben Raben« (5+) erzählt das Märchen nah am Originaltext der Brüder Grimm mit wenigen Worten in poetischen Traum- und Klangbildern. Mit »Über Dodekaeder « (14+) hat der junge Wiesbadener Autor Sebastian Faber ein pointiertes Schauspiel über ein fiktives Theaterstück verfasst.

Vor während und nach der Premiere von »Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse « (6+) in der Inszenierung von Stephan Rumphorst, lädt das Junge Staatstheater zum »Mai Fest Spiel« (6+) auf den Warmen Damm ein, um u.a. auf einem 20 Meter langen Metallophon vom Mobilen Musik Museum Düsseldorf zu musizieren. In der Wartburg feiert das Tanzstück »Rotzfrech« (6+) von Tim Plegge Premiere, das vom Austesten der Grenzen handelt. In dem Theaterabenteuer mit Musik »Daumesdick« (5+) nach den Brüdern Grimm wächst ein Winzling durch Wagemut und Neugier über sich hinaus, auch wenn er in der poetischen Inszenierung nicht zu sehen ist.

Das Hessische Staatsorchester Wiesbaden ist Teil des weltweiten Beethovenjahr-Projekts bei dem Künstler ein »globales Statement für die Bewahrung der Natur« gestalten. Im gleichnamigen Konzert »Beethoven Pastoral Project« (8+) spielen die Musiker unter GMD Patrick Lange Beethovens Sinfonie »Pastorale«. Verbunden mit Bild- und Videobotschaften von Wiesbadener Kindern und Jugendlichen setzen sie damit ein Zeichen für diese besondere Aktion.

Das dokumentarische Tanztheater »Liebe üben« (10+) aus der Schweiz holt die Liebe aus dem 7. Himmel dahin, wo alles möglich ist: auf den Bühnenboden. Mit »Man Strikes Back« (6+), einer musikalischen Choreografie zwischen Roboterobjekten und dem Menschen, feiert die erfolgreiche belgische Kompanie Post Uit Hessdalen Deutschlandpremiere.

Der Kartenvorverkauf startet am Freitag, den 14. Februar 2020 um 15.30 Uhr. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Mit einer erfolgreichen Bilanz gingen die Internationalen Wiesbadener Maifestspiele 2019 zu Ende

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Mit Giuseppe Verdis Oper »Rigoletto« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg finden die Internationalen Maifestspiele 2019 am Freitag, den 31. Mai im Großen Haus ihren krönenden Abschluss. In der Rolle des Rigoletto ist Ludovic Tézier zu erleben, der regelmäßig an den großen Bühnen der Welt, u.a. der Metropolitan Opera New York, der Wiener Staatsoper und der Opéra National de Paris gastiert. Andreas Schager ist noch einmal am 29. Mai in »Faszination Wagner« von Selcuk Cara im Großen Haus zu erleben. Die Weltpremiere wurde vom Nationaltheater Prag mit dem Orchester der Staatsoper am 25. & 26.10.2018 aufgeführt.

Die Internationalen Maifestspiele 2019, die Intendant Uwe Eric Laufenberg künstlerisch verantwortet, finden vom 30. April bis zum 31. Mai unter dem Motto »Die Stille dazwischen« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das »Mozart-Doppel« mit »Idomeneo« und »Titus« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg eröffnete die Festspielsaison. Zu den Sängern gehören Olesya Golovneva, Netta Or sowie Thomas Blondelle und Mirko Roschkowski in den beiden Titelpartien. Dem Festivalschwerpunkt folgte am ersten Festival-Wochenende das große Mozart-Event »Mozart24«. 24 Stunden, rund um die Uhr, feierten die Internationalen Maifestspiele Mozart mit Musik, Wort und großer Bühnenkunst.

Das Gastspiel »La Donna del Lago« von Gioachino Rossini und Richard Wagners Oper »Die Meistersinger von Nürnberg« mit Michael Volle und Günther Groissböck erreichten die höchsten Auslastungszahlen. Beim Publikum besonders beliebt waren außerdem die Opern »Don Giovanni« mit Ildebrando D‘Arcangelo in der Titelpartie sowie »Tannhäuser« mit Andreas Schager.

In der Sparte Schauspiel verzeichneten die Gastspiele »Professor Bernhardi« von der Schaubühne Berlin und René Polleschs »Cry Baby« vom Deutschen Theater Berlin besonders viele Zuschauer, in der Sparte Tanz waren es »Puz/zle« von Sidi Larbi Cherkaoui und Hofesh Shechters »Grand Finale«.

Zu den Highlights zählten die Uraufführung »Paris-Dakar oder Schrödinges Katze« von Manfred Karge, »Panikherz« des Berliner Ensembles, die Lesung »Passione spezial – Mozart!« mit Elke Heidenreich, die von Marc-Aurel Floros am Klavier begleitet wurde, der Liederabend mit Florian Boesch und Justus Zeyen sowie die konzertante Aufführung von Henry Purcells »The Fairy Queen«.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Bis zum Ende der Internationalen Maifestspiele 2019 sind es mehr als 25.500 Besucher, über 1.000 mehr als im Vorjahr, die insgesamt 62 Veranstaltungen frequentiert haben werden. Es wurden 25.220 Karten verkauft. Die Auslastung liegt insgesamt bei 85,2%. Die Einnahmen, die bei den diesjährigen Internationalen Maifestspielen erzielt wurden, sind verglichen mit den letzten 12 Jahren am dritthöchsten. Die Auslastung der Jungen Woche lag bei 84,2 %.

In den Sozialen Medien wird die Reichweite der Facebook-Posts bei ca. 202.000, der der Instagram-Beiträge bei ca.109.000 liegen und ca. 17.000 Tweet-Impressions erreicht haben.

Ermöglicht wurde das Programm durch die Förderung der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen sowie durch die Zuwendung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. und dem Kulturfonds RheinMain. Die Nassauische Sparkasse unterstützte die Produktionen der Jungen Woche. Kulturpartner der Internationalen Maifestspiele 2019 ist hr2 Kultur. Das Magazin sensor präsentierte die Performance »The Scarlet Letter«.

Ausblick Internationale Maifestspiele 2020:
Die Internationalen Maifestspiele werden am 1. Mai 2020 mit Richard Wagners »Tristan und Isolde« unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Patrick Lange und in einer Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg eröffnet. Lance Ryan und Catherine Foster kehren in den Titelpartien zurück nach Wiesbaden. René Pape singt die Rolle des König Marke, Thomas de Vries den Kruwenal.

Weiterhin werden Galavorstellungen von Wagners Opernmeisterwerk »Der fliegende Holländer« mit Michael Volle als Holländer und Gabriele Scherer als Senta, Strauss‘ »Elektra« mit Catherine Foster in der Titelpartie sowie »Der Rosenkavalier« mit Anja Harteros als Feldmarschallin zu erleben sein. Hinzukommen die Publikums-Lieblinge »Carmen« und »Tosca«, die ebenfalls in Star-Besetzung dargeboten werden. Das musikalische Spektrum bei den Konzerten reicht von Swing bis Barock: Mezzosopranistin Magdalena Kožená kommt mit Songs von Cole Porter nach Wiesbaden, begleitet von den Melody Markers. Das Ensemble Mattiacis und die Sopranistin Dorothee Mields haben einen Barock-Abend im Gepäck.

Der Vorverkauf für sechs Opernproduktionen der Internationalen Maifestspiele 2020 hat bereits begonnen. Im Frühjahr 2020 wird das Gesamtprogramm veröffentlicht.

Volker Bouffier eröffnet die 125. Internationalen Maifestspiele im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Ministerpräsident Volker Bouffier eröffnet mit Kulturministerin Angela Dorn am 30. April 2019 im Foyer des Hessischen Staatstheaters die 125. Internationalen Maifestspiele. "Für eine Gesellschaft ist die Kultur das, was das Gedächtnis für den Einzelnen ist", sagte Bouffier. Sie hülfe die Vergangenheit zu verstehen und könne uns gleichzeitig Kompass für unser gegenwärtiges und unser zukünftiges Leben sein. so der Ministerpräsident."Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier eröffnet mit Kulturministerin Angela Dorn am 30. April 2019 im Foyer des Hessischen Staatstheaters die 125. Internationalen Maifestspiele. „Für eine Gesellschaft ist die Kultur das, was das Gedächtnis für den Einzelnen ist“, sagte Bouffier. Sie hülfe die Vergangenheit zu verstehen und könne uns gleichzeitig Kompass für unser gegenwärtiges und unser zukünftiges Leben sein, so der Ministerpräsident.“Foto: Diether v. Goddenthow

Nach erfolgreicher Reha wieder zum ersten Mal in der Öffentlichkeit, eröffnete Ministerpräsident Volker Bouffier gestern Abend gemeinsam mit Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst, sowie Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich im prächtigen neobarocken Foyer des Hessischen Staatstheaters feierliche die 125. Internationalen Maifestspiele. Unter dem Motto „Die Stille dazwischen“ rücken Deutschlands zweitältesten Festspiele vom 30. April bis 31. Mai 2019 Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt.

Großer Andrang im neobarocken Foyerbau des Hessischen Staatstheaters bei der Eröffnung der 125. Internationalen Maifestspiele am 30. April 2019.Foto: Diether v. Goddenthow
Großer Andrang im neobarocken Foyerbau des Hessischen Staatstheaters bei der Eröffnung der 125. Internationalen Maifestspiele am 30. April 2019.Foto: Diether v. Goddenthow

Über 50 Veranstaltungen bietet das Wiesbadner Staatstheater unter künstlerischer Leitung seines Intendanten Uwe Eric Laufenberg in dieser Saison seinen bis aus USA angereisten Festspiel-Gästen an, darunter auch einen Strauß beliebter Maifestspiel-Klassiker wie: „Idomeno“, „Titus“, „Don Giovanni“, „Salome“, „Madama Butterfly“, „Ein Maskenball“, „Tannhäuser“, „Die Meistersinger von Nürnberg“ oder „Rigoletto“. Weitere Höhepunkte erwarten die Gäste auch im Schauspiel, beispielsweise: „Professor Bernhardi“, „Paris-Dakar“, „Schrödingers Katze“, „Cry Baby“, „Panikherz“ oder (musikalische) Lesungen wie „Die Kreuzersonate“ und „Der Zitronentisch“. Freuen können die Freunde von Ballet und Tanz-Performance über Highlights wie: „Golden Days“, „Puz/zle“, „Grand Finale“ oder „The Scarlet Letter“. Dieser Tanz der spanischen Extremperformerin Angélica Liddell ist eine Hommage an  die Silvester tödlich verunglückte Leiterin der Wiesbaden Biennale, Maria Magdalena Ludewig.

Impression von der feierlichen Begrüßung der Gäste durch Intendant  Uwe Eric Laufenberg  (v.l.n.r.:)  Intendant Uwe Eric Laufenberg, Oberbürgermeister Sven Gerich, Miniterpräsident Volker Bouffier,  Ehefrau Ursula Bouffier, (im Hintergrund Generalmusikdirektor Patrick Lange) Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn sowie Staatssekretär und Regierungssprecher Michael Bußer. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression von der feierlichen Begrüßung der Gäste durch Intendant Uwe Eric Laufenberg (v.l.n.r.:) Intendant Uwe Eric Laufenberg, Oberbürgermeister Sven Gerich, Miniterpräsident Volker Bouffier, Ehefrau Ursula Bouffier, (im Hintergrund Generalmusikdirektor Patrick Lange) Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn sowie Staatssekretär und Regierungssprecher Michael Bußer. Foto: Diether v. Goddenthow

In der Sparte „Junge Woche“ werden sich nicht nur junge Theaterfans über die Auftaktinszenierung von Astrid Lindgrens „Die Brüder Löwenherz“ (8+) freuen. Weitere Highlights werden sein: „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“ (5+), Puppenspiel nach Janosch: „Guten Tag, kleines Schweinchen“ (4+), die clevere Slapstick-Show „AaiPet“ (3+) oder das Tanztheater „Rock wie Hose“ (5+) von Célestine Hennermann aus Frankfurt, sowie viele weitere Kinder- und Jugend-Angebote.

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Der Festspielauftakt beleuchtet Mozarts Opernwelt vom Anfang und Ende her, gestern Abend beginnend mit „Idomeneo“. Heute Abend folgt als Fortsetzung des Mozart-Doppels „La Clemenza di Tito“. Beide Mozart-Opern inszeniert Uwe Eric Laufenberg unter der musikalischen Leitung von Mozartspezialist Konrad Junghänel. Kommendes Wochenende, parallel zum Internationalen Internistenkongress im RMCC, wird das größte Mozart-Event, „Mozart24″, veranstaltet werden: Am 4. und 5. Mai  feiern hierbei die internationalen Maifestspiele 24 Stunden rund um die Uhr Mozart mit Musik, Wort und großer Bühnenkunst. Das heißt: Opernaufführungen, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder mit Lesungen aus berühmten Biografien, Romanen, Anthologien, überlieferten Kritiken und Mozart-Briefen werden sich in einem Non-stop-Programm abwechseln, ergänzt durch Neues und Experimentelles.

Weitere Einzelheiten zum Maifestspiel-Programm 2019

Foto: Diether v. Goddenthow
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Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt der Internationalen Wiesbadener Maifestspiele 2019

© Foto: Diether v. Goddenthow
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Vom 30. April bis 31. Mai 2019 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen rückt in diesem Jahr unter dem Motto »Die Stille dazwischen« Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt. Alle Sparten der Darstellenden Kunst sind bei den Festspielen vertreten: Oper und Konzert, Tanz und Schauspiel, aus Barock und Moderne, Gastspiel oder Gala-Abend – das Hessische Staatstheater Wiesbaden präsentiert ein vielfältiges Programm für Jung und Alt.

Zur feierlichen Eröffnung steht ein Mozart-Doppel an zwei Abenden auf dem Programm: Mit »Idomeneo« und »La Clemenza di Tito«, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Mozartspezialist Konrad Junghänel, wird Mozarts Opernwelt vom Anfang und Ende her beleuchtet.

Dem Festivalschwerpunkt folgt am ersten Festival-Wochenende das große Mozart-Event »Mozart24«. 24 Stunden, rund um die Uhr, feiern die Internationalen Maifestspiele Mozart mit Musik, Wort und großer Bühnenkunst. In einem Non-stop-Programm wechseln sich Opernaufführungen, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder mit Lesungen aus berühmten Biografien, Romanen, Anthologien, überlieferten Kritiken und Mozart-Briefen ab. Auch Neues wird ausprobiert und aufgeführt. Besondere Angebote zu »Mozart24« ermöglichen vergünstigten Eintritt.

»Zu Recht erwarten die Besucherinnen und Besucher unserer traditionellen Wiesbadener Maifestspiele einen bunten Strauß an eingängigen, bekannten Stücken. Und so macht auch das diesjährige Programm die Auswahl für die Theatergäste wieder sehr schwer: »Idomeno«, »Titus«, »Don Giovanni«, »Salome«, »Madama Butterfly«, »Ein Maskenball«, »Tannhäuser«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Rigoletto« – hinzukommen Schauspiel, Ballett und die Angebote für junge Theaterfans. Da kann ich eigentlich nur einen Tipp geben: Im Mai Urlaub nehmen, Freunde nach Wiesbaden einladen und gemeinsam Kultur genießen«, sagt Oberbürgermeister Sven Gerich.

»Als grenzenloses Forum für den Dialog verschiedener Kulturen, Theaterformen und Sprachen sind die Internationalen Maifestspiele geradezu der Inbegriff der Freiheit und starken Sprache der Kunst. Mit einem generationenübergreifenden Programm präsentieren sie den Reichtum kultureller Ausdrucksformen und ziehen damit jedes Jahr ein Publikum aus aller Welt an. Mein großer Dank gilt allen, die die Veranstaltungsreihe mit großem Engagement ermöglichen und damit Jahr für Jahr zeigen: Kultur ist für uns alle da«, ergänzt Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn.

Das Programm für das junge Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche vom 12. bis 19. Mai 2019.

Die Kooperation mit der Caligari FilmBühne bleibt eine feste Größe bei den Internationalen Maifestspielen 2019. Vier Filme werden begleitend zum Programm der Festspiele gezeigt.

Die Internationalen Maifestspiele 2019 werden durch die Unterstützung der Landeshauptstadt Wiesbaden, des Landes Hessen, des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. und dem Kulturfonds RheinMain ermöglicht. Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse. Das Magazin sensor präsentiert die Performance »The Scarlet Letter«.

Der Kartenvorverkauf startet am Freitag, den 15. Februar 2019 um 15.30 Uhr. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Besondere Angebote zu »Mozart24« ermöglichen vergünstigten Eintritt. Das »Late Night-Ticket« beinhaltet die Veranstaltungen »Amadeus« (Film), »Klazz Brothers – Mozart meets Cuba« sowie »Jazz meets Mozart – Janchri«. Das »24-Stunden-Ticket« berechtigt zum Eintritt in alle Veranstaltungen (ausgenommen sind »Idomeneo«, »Titus« sowie das »Festkonzert – Mozarts letzte Sinfonien«). 50 % Ermäßigung gibt es ab einer Buchung der 2. Veranstaltung bei ausgewählten Terminen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Wiesbaden Besucher-Pakete in Zusammenarbeit mit Wiesbaden Marketing. Die Rund-um-Sorglos-Pakete enthalten Hotelübernachtungen, Eintritt in ausgewählte Operngalavorstellungen und weitere kleine Überraschungen. Die Buchung der Wiesbaden Besucher-Pakete erfolgt telefonisch unter 0611.17 29 777, per Email an hotel@wiesbaden-marketing.de, oder online unter www.wiesbaden.de/tourismus.

Detailliertes Programm:
© Foto: Diether v. Goddenthow
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Oper / Konzerte

Das Mozart-Doppel mit den Opern »Idomeneo« und »Titus« eröffnet die diesjährigen Internationalen Maifestspiele, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel. Mirko Roschkowski übernimmt die Titelpartien. Kangmin Justin Kim, Slávka Zámečníková und Netta Or sind in »Idomeneo« zu erleben. Thomas Blondelle, Olesya Golovneva und Shira Patchornik singen in »Titus«.

Ildebrando D’Arcangelo gibt als Don Giovanni sein Wiesbaden-Debüt in der Inszenierung von Nicolas Brieger. Maria Bengtsson singt die Partie der Donna Anna und Ioan Hotea ist Don Ottavio.

In »Salome« übernimmt Gun-Brit Barkmin, eine der wichtigsten Strauss-Interpretinnen, die Titelpartie. Als Jochanaan ist in der Inszenierung des französischen Künstlerkollektivs Le Lab und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Thomas J. Mayer zu erleben, Herodes übernimmt Thomas Blondelle.

In der Titelpartie von Puccinis Publikumsliebling »Madama Butterfly« singt Ermonela Jaho, eine der weltweit führenden Cio-Cio-Sans. Ihr Partner auf der Bühne ist Vincenzo Costanzo, einer der erfolgreichsten italienischen Tenöre der Opernszene.

In Verdis »Ein Maskenball« sind in den Hauptpartien der italienische Tenor Stefano La Colla als Riccardo, der ukrainische Bariton Vitaliy Bilyy als Renato, Maria José Siri als Amelia und Patricia Bardon als Ulrica zu erleben.

Max Emauel Cencic setzt Rossinis Oper »La Donna del Lago« in Szene und übernimmt die Partie des Malcolm Groeme. Lena Belkina übernimmt die anspruchsvolle Titelpartie, Daniel Behle singt den vielschichtigen König James V. Am Pult des Orchesters steht der Grammy-nominierte Echo Klassik-Preisträger George Petrou.

Wagner-Star Andreas Schager übernimmt unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung »Tannhäuser« die Titelpartie. Als Elisabeth ist Betsy Horne und als Venus Jordanka Milkova zu erleben. Als Landgraf ergänzt Albert Pesendorfer die Festspielbesetzung.

Die »Meistersinger von Nürnberg«, in der Inszenierung von Bernd Mottl und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange, ist in der aktuellen Bayreuth-Besetzung zu sehen: Michael Volle ist Hans Sachs, Johannes Martin Kränzle ist Beckmesser, Daniel Behle singt David, Günter Groissböck ist Pogner, Thomas Blondelle ergänzt als Walther von Stolzing.

Die Titelpartie in Verdis »Rigoletto« interpretiert Bariton Ludovic Tézier. Ioan Hotea singt den Herzog und Cristina Pasaroiu ist Gilda in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Will Humburg.

In dem Konzertabend »Faszination Wagner« werden »Ring«-Geschichten von Weltstar Andreas Schager und Violinistin Lidia Baich präsentiert und von dem international ausgezeichneten Autorenfilmer und Opernregisseur Selcuk Cara filmisch umgesetzt. Das Hessische Staatsorchester Wiesbaden spielt unter der Leitung von Guillermo Garciá Calvo.

Am ersten Festival-Wochenende folgt das große Mozart-Event »Mozart24«. Eines der führenden Barock-Orchester, das Wrocław Baroque Orchestra, spielt unter dem Dirigat von Konrad Junghänel Mozarts letzte Sinfonien. Multiinstrumentalistin Anna Fusek ist mit Violinistin Mayah Kadish zu erleben. In ihrem Konzert »Mozart meets Morley« treffen Mozart-Violinsonaten und -Duette auf Renaissance-Fantasien. Das Marimbaquartett »The Wooden Anvil« lässt Mozarts Werke im Konzert »Mozart: Portrait in Percussion« erklingen. Chris Pichler und die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstorchesters Wiesbaden präsentieren in »Amadeus!« Kammermusik und Briefe des bekannten Musikgenies. Elke Heidenreich und Pianist Marc-Aurel Floros sind in »Passione spezial – Mozart!« zu erleben. Konzerte der »Klazz Brothers« und des Jazz-Duos »Janchri« bringen Mozart zum Tanzen. Ein Mozart-Frühstück mit literarischen Leckerbissen, Babykonzert, Hörinstallation und Mozart-Filmbiografie ergänzen das Programm.

Liederabende haben bei den Internationalen Maifestspielen Tradition. Florian Boesch interpretiert in seinem Rezital den Liederzyklus »Die schöne Müllerin« von Franz Schubert. Mezzosopranistin Doris Soffel präsentiert in ihrem Liederabend »Grandeur und Dekandenz« u.a. Werke von Mahler, Strauss und Sibelius.

Beim Merlin Ensemble Wien steht Mozart in den drei Konzertabenden ebenfalls im Mittelpunkt. Das Nachtkonzert »Mozart pur!«, die Wortvariationen zum »Verlorenen Paradies der Musik« und die Matinée zum 30. Todesjahr von Thomas Bernhard »Eine musikalische Existenzrettung« sind ein Fest für die Ohren.

»The Fairy Queen«, ein zeitloses Meisterwerk des englischen Barock von Henry Purcell, bringt das Ensemble Mattiacis unter der Musikalischen Leitung von Thomas de Vries auf die Bühne. Katharina Heißenhuber, Benjamin Russell und Sharon Kempton sind u.a. im Foyer zu erleben.

Musik und Arien von Georg Friedrich Händel singt Sopranistin Simone Kermes in dem Konzert »Inferno e Paradiso« unter der Musikalischen Leitung von Gianpiero Zanocco mit dem Orchester Amici Veneziani.

Der als Puppenspieler bekannte Nikolaus Habjan ist als Kunstpfeifer mit einem extravagant besetzten Ensemble in dem Konzert »Ich pfeife auf die Oper« zu erleben. Humorvoll führt er durch das Programm voller Opernarien und Instrumentalmusik.

In »Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus« spüren Nikolaus Habjan und die Franui Musicbanda im Zusammenspiel von Musik, Wort und Puppe der Symbolfigur des Wanderers, frei nach Schubert, Schumann, Brahms und Mahler, nach.

Schauspiel / Lesungen

Mit Arthur Schnitzlers Schauspiel »Professor Bernhardi«, in der intensiven und fokussierten Inszenierung von Thomas Ostermeier mit Jörg Hartmann in der Hauptrolle, ist die Schaubühne Berlin zu Gast bei den Maifestspielen.

In »Paris-Dakar oder Schrödingers Katze« duellieren sich zwei Männer mit unterschiedlichen Meinungen, dabei glaubt jeder die Wahrheit gepachtet zu haben. Eine Uraufführung des Schauspielers, Regisseurs und Bühnenautors Manfred Karge für die Internationalen Maifestspiele mit dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

Autorregisseur René Pollesch zieht mit »Cry Baby« alle Register des diskursverwirbelnden Theaters, getragen von vier grandiosen Schauspielern des Deutschen Theaters Berlin, Christine Groß, Judith Hofmann, Bernd Moss und Sophie Rois.

Das Berliner Ensemble ist mit dem Schauspiel »Panikherz« von Benjamin Stuckrad-Barre, in der Inszenierung von Oliver Reese, zu Gast in Wiesbaden. Selbstzerstörung, Melancholie und Exzesse waren über Jahre Wegmarken des Autors, den Soundtrack dieser Reise liefern Songs von Udo Lindenberg.

Sebastian Koch liest »Die Kreuzersonate« von Leo Tolstoj. Der Star-Schauspieler lässt die Beichte des Ich-Erzählers der Novelle lebendig werden. Musikalisch gerahmt wird der Abend von Beethovens »Kreutzersonate« op. 47.

Zwei Geschichten des englischen Meistererzählers werden von Schauspieler Uwe Kraus in der Lesung »Der Zitronentisch« vorgetragen. Pianist Tim Hawken begleitet musikalisch.

Tanz / Performance

Das Ballett »Golden Days« des schwedischen Choreografen Johan Inger, getanzt von der Fondazione Nazionale della Danza /Aterballetto aus Italien, ist ein choreografisches Triptychon, dessen vereinendes Thema die Musik amerikanischer Legenden ist.

»Puz/zle« von Sidi Larbi Cherkaoui begreift die Menschheitsgeschichte als Zusammenspiel unterschiedlicher Identitäten und Kulturen. Einzeln und in Gruppen begeben sich Tänzer, Musiker und Instrumentalisten auf die Suche nach den gemeinsamen Wurzeln, eine Eastman Produktion in Zusammenarbeit mit deSingel International Arts Campus Antwerpen.

»Grand Finale« ist das jüngste, international bejubelte Werk von Hofesh Shechter, ein anspruchsvolles Stück für Tänzer und Musiker, getanzt von der Hofesh Shechter Company aus Großbritannien. Shechters bestechende Bewegungssprache entführt das Publikum in ein Abbild des Lebens, das aus Panik, Apokalypse, Wiederaufbau und unbändiger Energie zu bestehen scheint.

Die spanische Extremperformerin Angélica Liddell ist eine Ausnahmeerscheinung im europäischen Theater. Ihr radikales Körpertheater, das ihr inneres Leiden an Gewalt der Welt spiegelt, schreckt mitunter vor Selbstverletzung nicht zurück. Für ihrer Performance »The Scarlet Letter« ließ sie sich von dem berühmten Roman »Der scharlachrote Buchstabe« von Nathaniel Hawthrone inspirieren. Die Einladung dieser Produktion ist der tödlich verunglückten Ko-Leiterin der Wiesbaden Biennale, Maria Magdalena Ludewig, gewidmet.

Programm der Jungen Woche

Das Programm für das junge Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche vom 12. bis 19. Mai 2019.

Astrid Lindgrens berührende Geschichte »Die Brüder Löwenherz« (8+) ist die Auftaktinszenierung der Jungen Woche. Diese wird auch vor, während und danach auf dem Warmen Damm mit allen Theaterliebhabern beim Eröffnungsfest der Jungen Woche gefeiert. Das Theaterstück »Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen« (5+) wird draußen zu sehen sein. Im Puppenspiel nach Janosch, »Guten Tag, kleines Schweinchen« (4+), ist das Theater Kokon aus Weimar mit der Geschichte um falsche und wahre Freundschaften zu erleben. Eine clevere Slapstick-Show mit magischen Tablets präsentiert in dem Stück »AaiPet« (3+) die Gruppe BonteHond aus Antwerpen / Belgien. Für das Tanztheater »Rock wie Hose« (5+) von Célestine Hennermann aus Frankfurt war eine Umfrage mit Mädchen und Jungen zum Thema »Was ist typisch für Mädchen und Jungs« Grundlage für die Performance. »Pakman« (6+) ist ein unglaublich packender Dialog ohne Sprache zwischen einem Jongleur und einem Schlagzeuger der Gruppe Post Uit Hessdalen aus Antwerpen/Belgien. Die Oper »Anne en Zef« (12+), eine Produktion der Opera Spanga in den Niederlanden und dem Jewish Cultural Quater Amsterdam, ist inspiriert durch das Tagebuch von Anne Frank und handelt von der Annäherung zweier Jugendlicher, deren Leben von der Angst geprägt war, entdeckt zu werden. In der erfolgreichen Jugendtheaterproduktion »Mongos« (14+) der Gruppe Follow the Rabbit aus Graz / Österreich stehen Fragen des Erwachsenwerdens zweier Freunde im Zentrum. Die ASSITEJ-Werkstatt Wiesbaden lädt ein, zentrale Themen des Kinder- und Jugendtheaters in »Deine, meine, unsere Geschichte(n)?« zu diskutieren. Eine Initiative des Trägerkreises WIR in Wiesbaden. In der Buchvorstellung »Starke Stücke« geben Herausgeber Einblicke in die Beiträge des Buches und diskutieren mit Theaterschaffenden, kulturpolitisch Verantwortlichen und allen Interessierten über die Zukunft des Kinder- und Jugendtheaters.

Der Kartenvorverkauf startet am Freitag, den 15. Februar 2019 um 15.30 Uhr. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Besondere Angebote zu »Mozart24« ermöglichen vergünstigten Eintritt. Das »Late Night-Ticket« beinhaltet die Veranstaltungen »Amadeus« (Film), »Klazz Brothers – Mozart meets Cuba« sowie »Jazz meets Mozart – Janchri«. Das »24-Stunden-Ticket« berechtigt zum Eintritt in alle Veranstaltungen (ausgenommen sind »Idomeneo«, »Titus« sowie das »Festkonzert – Mozarts letzte Sinfonien«). 50 % Ermäßigung gibt es ab einer Buchung der 2. Veranstaltung bei ausgewählten Terminen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Wiesbaden Besucher-Pakete in Zusammenarbeit mit Wiesbaden Marketing. Die Rund-um-Sorglos-Pakete enthalten Hotelübernachtungen, Eintritt in ausgewählte Operngalavorstellungen und weitere kleine Überraschungen. Die Buchung der Wiesbaden Besucher-Pakete erfolgt telefonisch unter 0611.17 29 777, per Email an hotel@wiesbaden-marketing.de, oder online unter www.wiesbaden.de/tourismus.

Detailliertes Programm:

Oper / Konzerte

Durchweg positive Bilanz der Internationalen Maifestspiele 2018 Wiesbaden

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Wie das Hessische Staatstheater in Wiesbaden mitteilt, finden die Internationalen Maifestspiele 2018 am Donnerstag, den 31. Mai mit »Nyassa Alberta & friends in concert« ihren krönenden Abschluss. Auf der Bühne des Großen Hauses wird der erfolgreiche Musical-Star mit einem exklusiven genreübergreifenden Konzertprogramm an der Seite von Gino Emnes und Alex Avenell im Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu erleben sein.

Die Internationalen Maifestspiele 2018, die Intendant Uwe Eric Laufenberg künstlerisch verantwortet, fanden vom 30. April bis zum 31. Mai in Wiesbaden statt. Prominente Gäste der Musikwelt, wie Adina Aaron, Arnold Rutkowski und Vladislav Sulimsky eröffneten die Festspielsaison mit Verdis »Ein Maskenball« und erinnerten an das diesjährige Motto »Un sogno lusinghier« – »ein Traum voll Lust und Freude«. »Ein Maskenball« und Wagners »Tannhäuser« mit Klaus Florian Vogt in der Titelpartie erreichten die höchsten Auslastungszahlen. Beim Publikum waren außerdem die Opern »Der fliegende Holländer« mit Egils Silins und Erika Erika Sunnegårdh sowie Donizettis »Ein Liebestrank« besonders beliebt.

In der Sparte Schauspiel verzeichneten die Gastspiele »Tod eines Handlungsreisenden« mit Ulrich Matthes und »Glückliche Tage« mit Dagmar Manzel vom Deutschen Theater Berlin besonders viele Zuschauer.

Dies gilt ebenfalls für die Tanzabende »Petite Messe solennelle« von Martin Schläpfer und »S&S« mit der GöteborgOperans Danskompani.

Zu den Highlights zählten Kirill Serebrennikovs Schauspiel »Who Is Happy in Russia?« mit dem Ensemble des Gogol Centers Moskau, »Das Achte Leben (Für Brilka)« vom Thalia Theater Hamburg, der Konzertabend »In War & Peace« mit der preisgekrönten Joyce DiDonato, der Liederabend mit Florian Boesch und Justus Zeyen sowie das Puppentheater »F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig« mit Nikolaus Habjan. Das Merlin-Ensemble mit Hermann Beil war mit dem Themenschwerpunkt »Nach Italien!« zu Gast bei den diesjährigen Internationalen Maifestspielen. In Kooperation mit der Camerata Nuova war am 30. und 31. Mai im Schlachthof die Bonhoeffer-Oper »Vom Ende der Unschuld« zu erleben.

Bis zum Ende der Internationalen Maifestspiele 2018 werden wieder, wie im Vorjahr, knapp 24.000 Besucher die insgesamt 56 Veranstaltungen frequentiert haben.

In den Sozialen Medien wird die Reichweite der Facebook-Posts bei ca. 103.700 liegen und ca. 14.300 Tweet-Impressions erreicht haben.

Ermöglicht wurde das Programm durch die Förderung der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen sowie durch die Zuwendung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. Die Nassauische Sparkasse unterstützte die Produktionen der Jungen Woche. Autopartner der Internationalen Maifestspiele 2018 ist das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden, Kulturpartner ist hr2 Kultur.

Dank der Sponsoren und Förderer konnten die Internationalen Maifestspiele 2018 sozialverträgliche Eintrittspreise zwischen 9 Euro und 140 Euro anbieten.

Ausblick Internationale Maifestspiele 2019:

Mit einem »Mozart-Doppel« eröffnen am 29. April 2019 die Internationalen Maifestspiele 2019. Unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel und in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg werden »Idomeneo« und »Titus« zueinander in Beziehung gesetzt. Zu den Sängern gehören Olesya Golovneva, Netta Or, Thomas Blondelle, Gloria Rehm und Mirko Roschkowski.

Der Vorverkauf für neun Opernproduktionen der Internationalen Maifestspiele 2019 hat bereits begonnen. Im Februar 2019 wird das Gesamtprogramm veröffentlicht.

 

Mehr Infos & Karten: www.staatstheater-wiesbaden.de

Wiesbadener Staatstheater eröffnet mit begeisternder Verdi-Oper „Maskenball“ die Internationalen Maifestspiele 2018

Glanzvolle Eröffnung der Internationalen Maifestspiele Im Foyer des Hessischen Staatstheater Wiesbaden . © Foto: Diether v. Goddenthow
Glanzvolle Eröffnung der Internationalen Maifestspiele Im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden . © Foto: Diether v. Goddenthow

Am Montag, den 30. April 2018 eröffneten Kunst- und Kulturminister Boris Rhein und Oberbürgermeister Sven Gerich im glanzvollen Rahmen die diesjährigen Internationalen Maifestspiele  mit Giuseppe Verdis »Ein Maskenball« im Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein eröffnet die Maifestspiele. © Foto: Diether v. Goddenthow
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein eröffnet die Maifestspiele. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Die Internationalen Maifestspiele bringen nicht nur bekannte Opern auf die Bühne. Das Publikum erlebt auch die große Vielfalt des Theaters in all seinen Sparten. Besonders freut mich, dass zum Programm auch international bedeutsame Inszenierungen im Kinder- und Jugendtheater gehören. Die breite kulturelle Bildung über alle Altersgrenzen hinweg ist ein wichtiges Anliegen der Hessischen Landesregierung“, sagte der Kunst- und Kulturminister und wünschte einen anregenden Theatergenuss.“

(v.l.n.r.): Uwe Eric Laufenberg, Dieter Robrecht, Bernd Fülle, Horst Strehlau, Dr. Alexander Klak, Annemarie Lang, Charlotte Andresen. © Foto:  Hessisches Staatstheater Wiesbaden
(v.l.n.r.): Uwe Eric Laufenberg, Dieter Robrecht, Bernd Fülle, Horst Strehlau, Dr. Alexander Klar, Annemarie Lang, Charlotte Andresen. © Foto: Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung übergab Vorsitzender Holger Strehlau im Namen des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. einen Scheck in Höhe von 120.000 € an Intendant Uwe Eric Laufenberg und den Geschäftsführenden Direktor Bernd Fülle.

Ein  Maskenball
„Ein Maskenball“ stammt aus Giuseppe Verdis mittlerer, fruchtbarer Schaffensperiode und ist heimliche Lieblingsoper vieler Verdi-Freunde.  Mit Beka Savić fulminant inszenierter Eröffnungsproduktion der Internationalen Maifestspiele unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Patrick Lange und mit Starbesetzung international renommierter Sängerinnen und Sänger sowie einem überzeugenden Bühnenbild im „Bostoner Prohibitions-Style“ kamen Verdi-Kenner und Freunde der romantischen Oper voll auf ihre Kosten.

Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster
Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster

Vor dem Hintergrund bestehender Machthierarchien, moralisch und kulturell in Stein gemeißelter Überzeugungen  geraten  Verdis Protagonisten immer wieder in schier ausweglose  Konfliktlagen:  Beim „Maskenball“, ein Stück bei dem gesellschaftlicher Schein und private Sehnsüchte aufeinanderprallen, geht es um  menschliches  Vertrauen,   narzisstische Leichtgläubigkeit, eine heimliche Liebe,  und das Umschlagen nibelungentreuer Freundschaft in hasserfüllte Feindschaft aufgrund einer Fehleinschätzung.

Eine verbotene Liebe. Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster
Eine verbotene Liebe. Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster

Dreh- und Angelpunkt in Verdis Oper „Ein Maskenball“ ist die verbotene Liebe des Grafen Riccardo zu Amelia,  der Frau seines besten Freundes und Beschützers Renato. Amelia, die ihrerseits dem mächtigen Grafen heillos verfallen ist, möchte den ehebrecherischen Dämon ihres Begehrens endlich loswerden: „Reiß den Mann aus meinem Herzen, der mich beherrscht!°“. In ihrer größten Verzweiflung sucht Amelia Rat bei der Wahrsagerin und als Hexe verrufenen Ulrica. Diese empfiehlt Amelia die Vergessensdroge. An dem elenden Ort, wo sie die Droge zu erhalten hofft, taucht jedoch überraschend Riccardo auf. Er war ihr heimlich gefolgt. Amelias Widerstand schwindet: Erneut erliegt sie seiner Ausstrahlung, verfällt ihm stärker als je zuvor. Es kommt zu einer leidenschaftlichen Umarmung, aus der sich Amelia gerade noch befreien und  rasch ihr Gesicht verhüllen kann, als sie ihren Ehemann Renato erblickt, der dem Grafen gefolgt war, um ihn vor der tödlichen Gefahr gedungener Mörder zu beschützen. Zur Täuschung der Verschwörer tauschen Graf und Freund ihre Mäntel. Riccardo flieht, befiehlt zuvor seinem Freund seine „unbekannte Begleiterin“ wortlos und um jeden Preis verhüllt, um ihr Inkognito zu wahren, durch die Stadt zu geleiten. Renato ahnt nicht, dass er in Wirklichkeit seiner ehebrecherischen Gattin diesen Geleitschutz gewährt, bis aus der Dunkelheit sich die Verschwörer auf den vermeintlichen Grafen stürzen, und Renato und Amelia entlarven und verspotten. Das  Drama nimmt seinen unaufhaltsamen, unheilvollen Verlauf. Denn vom offensichtlichen Verrat seines Grafenfreundes und seiner untreuen Frau tief verletzt, schwört Renato blutige Rache „Blut muss fließen!“. In seiner blinden Eifersucht und von Hass erfüllt, schließt er sich den Verschwörern, seinen bislang größten Widersachern und Feinden an.

Entlarvt. Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster
Entlarvt. Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster

Zum Showdown kommt es im 3. Akt auf dem gräflichen Maskenball. Obgleich Riccardos und Amelias verbotene Affäre längst beendet ist, nähert sich Amelia  in größter Sorge Riccardo ein letztes Mal, um ihn vor dem erneut geplanten Mordanschlag zu warnen. Als Renato das Treffen bemerkt, glaubt er, die beiden in flagranti bei einen erneuten Tête-à-Tête ertappt zu haben. Blind vor Eifersucht erschießt er seinen vermeintlichen Rivalen Riccardo. Sterbend verbürgt dieser sich jedoch für seine Entsagung und Amelias Unschuld. Jetzt erst erkennt Renato schmerzhaft seinen Irrtum,  einen Ehrenmann und zugleichj seinen besten Freund grundlos getötet zu haben.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit um den 1792 von Adeligen auf einem Maskenball ermordeten schwedischen König Gustav III. Eugène Scribe hat die Geschichte 1833 zu dem dramatischen Bühnenwerk „Gustave ou Le Bal masqué“ verarbeitet und Giuseppe Verdi komponierte hieraus einen spannenden Krimi, der 1859 in Rom uraufgeführt wurde.

(Diether v. Goddenthow / Rhein-Main.Eurokunst)

Besetzung:
Riccardo Arnold Rutkowski
Renato Vladislav Sulimsky
Amelia Adina Aaron
Ulrica Romina Boscolo
Oscar Gloria Rehm
Silvano Benjamin Russell
Tom Florian Kontschak
Samuel Young Doo Park
Chor, Extrachor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Musikalische Leitung Patrick Lange
Inszenierung Beka Savić
Bühne Luis Carvalho
Kostüme Selena Orb
Licht Andreas Frank
Chor Albert Horne
Dramaturgie Regine Palmai

Weitere Termine „Ein Maskenball“
Internationlaen Maifestspiele –
Großes Haus
jeweils 19:30 bis 22: 15 Uhr
Karten 11,00 € – 113,30 €
Sa, 05.05.2018
Fr, 18.05.2018
Sa, 02.06.2018
Do, 07.06.2018
So, 10.06.2018

 

Die diesjährigen Internationalen Maifestspiele finden vom 30. April bis 31. Mai 2018 statt.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Gesamtprogramm

»Who is Happy in Russia?« 3. & 4. Mai 2018
Schauspiel | Von Kirill Serebrennikov | Gogol Center | Moskau | Russland

»Ennui – Geht es immer so weiter?« 11. Mai 2018
Konzert | Lesung | Franui Musicbanda & Peter Simonischek | Salzburg, Innsbruck | Österreich

»Götterdämmerung« 21. Mai 2018
Oper | Von Richard Wagner | Musikalische Leitung Alexander Joel | Inszenierung Uwe Eric Laufenberg

»He Who Falls – Celui Qui Tombe« 29. & 30. Mai 2018
Tanz | Choreografie Yoann Bourgeois | Centre chorégraphique national de Grenoble | Frankreich

Mehr Infos & Karten: www.maifestspiele.de

Die Internationalen Maifestspiele 2018 eröffnen in wenigen Tagen – Higlights auf einen Blick

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Am Montag, den 30. April werden die Internationalen Maifestspiele 2018 feierlich eröffnet. Sven Gerich, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst und Uwe Eric Laufenberg, Leiter der Internationalen Maifestspiele und Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, sprechen im Rahmen der Eröffnung Grußworte. Im Anschluss feiert Verdis »Ein Maskenball« in der Inszenierung von Beka Savić und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Premiere im Großen Haus.

Vom 30. April bis 31. Mai 2018 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen steht unter dem Motto aus Verdis »Un Ballo in maschera«: »Un sogno lusinghier – Ein Traum voll Lust und Freude«. Weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien sind zu Gast in Wiesbaden.

Highlights der diesjährigen Internationalen Maifestspiele

Gregory Kunde, einer der gefragtesten Verdi-Sänger dieser Zeit, ist in der Titelpartie in »Otello« zu erleben. In Donizettis »Der Liebestrank« singt Patrick Carfizzi aus der New Yorker Met Dulcamara. In »Arabella«, dem letzten großen Publikumserfolg von Richard Strauss, sind in der Titelpartie Maria Bengtsson und Ryan McKinny als Mandryka in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu sehen. Lance Ryan ist Siegfried und Johannes Martin Kränzle singt Gunther in Wagners »Götterdämmerung«.

Mit »Who Is Happy in Russia?« bringt Kirill Serebrennikov, zusammen mit Mitgliedern des Ensembles des Gogol Center Moskau, eine provokante Inszenierung auf die Bühne. Basierend auf einem Klassiker der russischen Literatur, inszeniert er das Märchen als melancholische Parabel und zeichnet so ein Bild vom heutigen Russland.

Die preisgekrönte Inszenierung »Das achte Leben (Für Brilka)« vom Thalia Theater in Hamburg, in der Regie von Jette Steckel, ist in der Bühnenfassung des gleichnamigen Romans von Nino Haratischwili zu sehen. Vor dem Hintergrund der Historie Georgiens entfaltet die Aufführung die Geschichte eines Familienepos, die sich über sechs Generationen erstreckt.

Die Osttiroler Musicbanda Franui experimentieren mit unterschiedlichen Musikgenres in »Ennui – Geht es immer so weiter?«. Der Burgtheater-Schauspieler Peter Simonischek streut Texte von Erik Satie und Ernst Jandl ein.

Rockig geht es zu beim Konzertabend mit Musicalstar »Nyassa Alberta & friends in concert«. Zusammen mit zwei Gesangspartnern stellt sie genreübergreifend ihr Gesangstalent unter Beweis.

Zwischen Tanz und Zirkus bewegen sich die Tänzer des Centre Choréographique national de Grenoble unter der Leitung von Yoann Bourgeois in »He Who Falls – Celui Qui Tombe«. Das Ausloten und die Theatralität physikalischer Kräfte stehen hier im Mittelpunkt.

Zum ersten Mal wird das Festspiel-Café anlässlich der Internationalen Maifestspiele, »No Exitus«, vom 30. April bis 31. Mai 2018 öffnen und während der gesamten Festspielzeit durchgehend geöffnet bleiben. Es wird kulinarisch und kulturell eine Vielzahl ausgewählter Leckereien angeboten. Es ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs für die Besucher des Festivals und Kulturschaffenden, ebenso wie für Genießer und Kaffeeliebhaber, für freudige Morgengeister und Nachtschwärmer. Abgerundet wird das Angebot mit spannenden Projekten.

Die Internationalen Maifestspiele werden ermöglicht aus Mitteln der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Landes Hessen. Sie werden durch den Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. unterstützt. Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse. Autopartner der Internationalen Maifestspiele ist das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden.

Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

PREMIERE mit Verdis OPER »Ein Maskenball« zur Eröffnung der Internationalen Maifestfpiele in Wiesbaden am 30.04.2018

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Die Internationalen Maifestspiele 2018 werden am 30. April um 19.30 Uhr im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden mit Giuseppe Verdis Oper »Ein Maskenball« feierlich eröffnet.

Die diesjährigen Internationalen Maifestspiele stehen unter dem Motto »Un sogno lusinghier« – ein »Traum voll Lust und Freude«, einem Zitat aus dem 3. Akt der Oper. Die junge Regisseurin Beka Savić inszeniert, die Musikalische Leitung übernimmt GMD Patrick Lange.

Arnold Rutkowski gibt sein Rollendebüt in der Partie des Riccardo. Vladislav Sulimsky debütiert in Wiesbaden in der Partie des Renato. Die amerikanische Sopranistin Adina Aaron, zuletzt in der Titelpartie von »Norma«, singt Amelia. Marie Nicole Lemieux, eine der international gefragtesten Altistinnen der Zeit, ist Ulrica. Die FAUST-Theaterpreis-Gewinnerin Gloria Rehm ist Oscar, Benjamin Russell singt Silvano. Florian Kontschak und Young Doo Park sind die Verschwörer Tom und Samuel.

Inszenierung Beka Savić Musikalische Leitung GMD Patrick Lange Bühne Luis Carvalho Kostüme Selena Orb Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai

Riccardo Arnold Rutkowski Renato Vladislav Sulimsky Amelia Adina Aaron

Ulrica Marie Nicole Lemieux Oscar Gloria Rehm Silvano Benjamin Russell Tom Florian Kontschak Samuel Young Doo Park Ein Richter Jochen Elbert Diener Amelias John Holyoke

Chor, Extrachor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Die beiden nächsten Vorstellungstermine: 5. & 18. Mai 2018, jeweils um 19.30 Uhr

Kartenvorverkauf