Kategorie-Archiv: Maifestspiele

Durchweg positive Bilanz der Internationalen Maifestspiele 2018 Wiesbaden

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Wie das Hessische Staatstheater in Wiesbaden mitteilt, finden die Internationalen Maifestspiele 2018 am Donnerstag, den 31. Mai mit »Nyassa Alberta & friends in concert« ihren krönenden Abschluss. Auf der Bühne des Großen Hauses wird der erfolgreiche Musical-Star mit einem exklusiven genreübergreifenden Konzertprogramm an der Seite von Gino Emnes und Alex Avenell im Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu erleben sein.

Die Internationalen Maifestspiele 2018, die Intendant Uwe Eric Laufenberg künstlerisch verantwortet, fanden vom 30. April bis zum 31. Mai in Wiesbaden statt. Prominente Gäste der Musikwelt, wie Adina Aaron, Arnold Rutkowski und Vladislav Sulimsky eröffneten die Festspielsaison mit Verdis »Ein Maskenball« und erinnerten an das diesjährige Motto »Un sogno lusinghier« – »ein Traum voll Lust und Freude«. »Ein Maskenball« und Wagners »Tannhäuser« mit Klaus Florian Vogt in der Titelpartie erreichten die höchsten Auslastungszahlen. Beim Publikum waren außerdem die Opern »Der fliegende Holländer« mit Egils Silins und Erika Erika Sunnegårdh sowie Donizettis »Ein Liebestrank« besonders beliebt.

In der Sparte Schauspiel verzeichneten die Gastspiele »Tod eines Handlungsreisenden« mit Ulrich Matthes und »Glückliche Tage« mit Dagmar Manzel vom Deutschen Theater Berlin besonders viele Zuschauer.

Dies gilt ebenfalls für die Tanzabende »Petite Messe solennelle« von Martin Schläpfer und »S&S« mit der GöteborgOperans Danskompani.

Zu den Highlights zählten Kirill Serebrennikovs Schauspiel »Who Is Happy in Russia?« mit dem Ensemble des Gogol Centers Moskau, »Das Achte Leben (Für Brilka)« vom Thalia Theater Hamburg, der Konzertabend »In War & Peace« mit der preisgekrönten Joyce DiDonato, der Liederabend mit Florian Boesch und Justus Zeyen sowie das Puppentheater »F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig« mit Nikolaus Habjan. Das Merlin-Ensemble mit Hermann Beil war mit dem Themenschwerpunkt »Nach Italien!« zu Gast bei den diesjährigen Internationalen Maifestspielen. In Kooperation mit der Camerata Nuova war am 30. und 31. Mai im Schlachthof die Bonhoeffer-Oper »Vom Ende der Unschuld« zu erleben.

Bis zum Ende der Internationalen Maifestspiele 2018 werden wieder, wie im Vorjahr, knapp 24.000 Besucher die insgesamt 56 Veranstaltungen frequentiert haben.

In den Sozialen Medien wird die Reichweite der Facebook-Posts bei ca. 103.700 liegen und ca. 14.300 Tweet-Impressions erreicht haben.

Ermöglicht wurde das Programm durch die Förderung der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen sowie durch die Zuwendung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. Die Nassauische Sparkasse unterstützte die Produktionen der Jungen Woche. Autopartner der Internationalen Maifestspiele 2018 ist das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden, Kulturpartner ist hr2 Kultur.

Dank der Sponsoren und Förderer konnten die Internationalen Maifestspiele 2018 sozialverträgliche Eintrittspreise zwischen 9 Euro und 140 Euro anbieten.

Ausblick Internationale Maifestspiele 2019:

Mit einem »Mozart-Doppel« eröffnen am 29. April 2019 die Internationalen Maifestspiele 2019. Unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel und in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg werden »Idomeneo« und »Titus« zueinander in Beziehung gesetzt. Zu den Sängern gehören Olesya Golovneva, Netta Or, Thomas Blondelle, Gloria Rehm und Mirko Roschkowski.

Der Vorverkauf für neun Opernproduktionen der Internationalen Maifestspiele 2019 hat bereits begonnen. Im Februar 2019 wird das Gesamtprogramm veröffentlicht.

 

Mehr Infos & Karten: www.staatstheater-wiesbaden.de

Wiesbadener Staatstheater eröffnet mit begeisternder Verdi-Oper „Maskenball“ die Internationalen Maifestspiele 2018

Glanzvolle Eröffnung der Internationalen Maifestspiele Im Foyer des Hessischen Staatstheater Wiesbaden . © Foto: Diether v. Goddenthow
Glanzvolle Eröffnung der Internationalen Maifestspiele Im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden . © Foto: Diether v. Goddenthow

Am Montag, den 30. April 2018 eröffneten Kunst- und Kulturminister Boris Rhein und Oberbürgermeister Sven Gerich im glanzvollen Rahmen die diesjährigen Internationalen Maifestspiele  mit Giuseppe Verdis »Ein Maskenball« im Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein eröffnet die Maifestspiele. © Foto: Diether v. Goddenthow
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein eröffnet die Maifestspiele. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Die Internationalen Maifestspiele bringen nicht nur bekannte Opern auf die Bühne. Das Publikum erlebt auch die große Vielfalt des Theaters in all seinen Sparten. Besonders freut mich, dass zum Programm auch international bedeutsame Inszenierungen im Kinder- und Jugendtheater gehören. Die breite kulturelle Bildung über alle Altersgrenzen hinweg ist ein wichtiges Anliegen der Hessischen Landesregierung“, sagte der Kunst- und Kulturminister und wünschte einen anregenden Theatergenuss.“

(v.l.n.r.): Uwe Eric Laufenberg, Dieter Robrecht, Bernd Fülle, Horst Strehlau, Dr. Alexander Klak, Annemarie Lang, Charlotte Andresen. © Foto:  Hessisches Staatstheater Wiesbaden
(v.l.n.r.): Uwe Eric Laufenberg, Dieter Robrecht, Bernd Fülle, Horst Strehlau, Dr. Alexander Klar, Annemarie Lang, Charlotte Andresen. © Foto: Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung übergab Vorsitzender Holger Strehlau im Namen des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. einen Scheck in Höhe von 120.000 € an Intendant Uwe Eric Laufenberg und den Geschäftsführenden Direktor Bernd Fülle.

Ein  Maskenball
„Ein Maskenball“ stammt aus Giuseppe Verdis mittlerer, fruchtbarer Schaffensperiode und ist heimliche Lieblingsoper vieler Verdi-Freunde.  Mit Beka Savić fulminant inszenierter Eröffnungsproduktion der Internationalen Maifestspiele unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Patrick Lange und mit Starbesetzung international renommierter Sängerinnen und Sänger sowie einem überzeugenden Bühnenbild im „Bostoner Prohibitions-Style“ kamen Verdi-Kenner und Freunde der romantischen Oper voll auf ihre Kosten.

Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster
Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster

Vor dem Hintergrund bestehender Machthierarchien, moralisch und kulturell in Stein gemeißelter Überzeugungen  geraten  Verdis Protagonisten immer wieder in schier ausweglose  Konfliktlagen:  Beim „Maskenball“, ein Stück bei dem gesellschaftlicher Schein und private Sehnsüchte aufeinanderprallen, geht es um  menschliches  Vertrauen,   narzisstische Leichtgläubigkeit, eine heimliche Liebe,  und das Umschlagen nibelungentreuer Freundschaft in hasserfüllte Feindschaft aufgrund einer Fehleinschätzung.

Eine verbotene Liebe. Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster
Eine verbotene Liebe. Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster

Dreh- und Angelpunkt in Verdis Oper „Ein Maskenball“ ist die verbotene Liebe des Grafen Riccardo zu Amelia,  der Frau seines besten Freundes und Beschützers Renato. Amelia, die ihrerseits dem mächtigen Grafen heillos verfallen ist, möchte den ehebrecherischen Dämon ihres Begehrens endlich loswerden: „Reiß den Mann aus meinem Herzen, der mich beherrscht!°“. In ihrer größten Verzweiflung sucht Amelia Rat bei der Wahrsagerin und als Hexe verrufenen Ulrica. Diese empfiehlt Amelia die Vergessensdroge. An dem elenden Ort, wo sie die Droge zu erhalten hofft, taucht jedoch überraschend Riccardo auf. Er war ihr heimlich gefolgt. Amelias Widerstand schwindet: Erneut erliegt sie seiner Ausstrahlung, verfällt ihm stärker als je zuvor. Es kommt zu einer leidenschaftlichen Umarmung, aus der sich Amelia gerade noch befreien und  rasch ihr Gesicht verhüllen kann, als sie ihren Ehemann Renato erblickt, der dem Grafen gefolgt war, um ihn vor der tödlichen Gefahr gedungener Mörder zu beschützen. Zur Täuschung der Verschwörer tauschen Graf und Freund ihre Mäntel. Riccardo flieht, befiehlt zuvor seinem Freund seine „unbekannte Begleiterin“ wortlos und um jeden Preis verhüllt, um ihr Inkognito zu wahren, durch die Stadt zu geleiten. Renato ahnt nicht, dass er in Wirklichkeit seiner ehebrecherischen Gattin diesen Geleitschutz gewährt, bis aus der Dunkelheit sich die Verschwörer auf den vermeintlichen Grafen stürzen, und Renato und Amelia entlarven und verspotten. Das  Drama nimmt seinen unaufhaltsamen, unheilvollen Verlauf. Denn vom offensichtlichen Verrat seines Grafenfreundes und seiner untreuen Frau tief verletzt, schwört Renato blutige Rache „Blut muss fließen!“. In seiner blinden Eifersucht und von Hass erfüllt, schließt er sich den Verschwörern, seinen bislang größten Widersachern und Feinden an.

Entlarvt. Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster
Entlarvt. Szene aus Verdi-Oper Ein Maskenball. Foto: Karl & Monika Forster

Zum Showdown kommt es im 3. Akt auf dem gräflichen Maskenball. Obgleich Riccardos und Amelias verbotene Affäre längst beendet ist, nähert sich Amelia  in größter Sorge Riccardo ein letztes Mal, um ihn vor dem erneut geplanten Mordanschlag zu warnen. Als Renato das Treffen bemerkt, glaubt er, die beiden in flagranti bei einen erneuten Tête-à-Tête ertappt zu haben. Blind vor Eifersucht erschießt er seinen vermeintlichen Rivalen Riccardo. Sterbend verbürgt dieser sich jedoch für seine Entsagung und Amelias Unschuld. Jetzt erst erkennt Renato schmerzhaft seinen Irrtum,  einen Ehrenmann und zugleichj seinen besten Freund grundlos getötet zu haben.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit um den 1792 von Adeligen auf einem Maskenball ermordeten schwedischen König Gustav III. Eugène Scribe hat die Geschichte 1833 zu dem dramatischen Bühnenwerk „Gustave ou Le Bal masqué“ verarbeitet und Giuseppe Verdi komponierte hieraus einen spannenden Krimi, der 1859 in Rom uraufgeführt wurde.

(Diether v. Goddenthow / Rhein-Main.Eurokunst)

Besetzung:
Riccardo Arnold Rutkowski
Renato Vladislav Sulimsky
Amelia Adina Aaron
Ulrica Romina Boscolo
Oscar Gloria Rehm
Silvano Benjamin Russell
Tom Florian Kontschak
Samuel Young Doo Park
Chor, Extrachor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Musikalische Leitung Patrick Lange
Inszenierung Beka Savić
Bühne Luis Carvalho
Kostüme Selena Orb
Licht Andreas Frank
Chor Albert Horne
Dramaturgie Regine Palmai

Weitere Termine „Ein Maskenball“
Internationlaen Maifestspiele –
Großes Haus
jeweils 19:30 bis 22: 15 Uhr
Karten 11,00 € – 113,30 €
Sa, 05.05.2018
Fr, 18.05.2018
Sa, 02.06.2018
Do, 07.06.2018
So, 10.06.2018

 

Die diesjährigen Internationalen Maifestspiele finden vom 30. April bis 31. Mai 2018 statt.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Gesamtprogramm

»Who is Happy in Russia?« 3. & 4. Mai 2018
Schauspiel | Von Kirill Serebrennikov | Gogol Center | Moskau | Russland

»Ennui – Geht es immer so weiter?« 11. Mai 2018
Konzert | Lesung | Franui Musicbanda & Peter Simonischek | Salzburg, Innsbruck | Österreich

»Götterdämmerung« 21. Mai 2018
Oper | Von Richard Wagner | Musikalische Leitung Alexander Joel | Inszenierung Uwe Eric Laufenberg

»He Who Falls – Celui Qui Tombe« 29. & 30. Mai 2018
Tanz | Choreografie Yoann Bourgeois | Centre chorégraphique national de Grenoble | Frankreich

Mehr Infos & Karten: www.maifestspiele.de

Die Internationalen Maifestspiele 2018 eröffnen in wenigen Tagen – Higlights auf einen Blick

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Am Montag, den 30. April werden die Internationalen Maifestspiele 2018 feierlich eröffnet. Sven Gerich, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst und Uwe Eric Laufenberg, Leiter der Internationalen Maifestspiele und Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, sprechen im Rahmen der Eröffnung Grußworte. Im Anschluss feiert Verdis »Ein Maskenball« in der Inszenierung von Beka Savić und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Premiere im Großen Haus.

Vom 30. April bis 31. Mai 2018 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen steht unter dem Motto aus Verdis »Un Ballo in maschera«: »Un sogno lusinghier – Ein Traum voll Lust und Freude«. Weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien sind zu Gast in Wiesbaden.

Highlights der diesjährigen Internationalen Maifestspiele

Gregory Kunde, einer der gefragtesten Verdi-Sänger dieser Zeit, ist in der Titelpartie in »Otello« zu erleben. In Donizettis »Der Liebestrank« singt Patrick Carfizzi aus der New Yorker Met Dulcamara. In »Arabella«, dem letzten großen Publikumserfolg von Richard Strauss, sind in der Titelpartie Maria Bengtsson und Ryan McKinny als Mandryka in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu sehen. Lance Ryan ist Siegfried und Johannes Martin Kränzle singt Gunther in Wagners »Götterdämmerung«.

Mit »Who Is Happy in Russia?« bringt Kirill Serebrennikov, zusammen mit Mitgliedern des Ensembles des Gogol Center Moskau, eine provokante Inszenierung auf die Bühne. Basierend auf einem Klassiker der russischen Literatur, inszeniert er das Märchen als melancholische Parabel und zeichnet so ein Bild vom heutigen Russland.

Die preisgekrönte Inszenierung »Das achte Leben (Für Brilka)« vom Thalia Theater in Hamburg, in der Regie von Jette Steckel, ist in der Bühnenfassung des gleichnamigen Romans von Nino Haratischwili zu sehen. Vor dem Hintergrund der Historie Georgiens entfaltet die Aufführung die Geschichte eines Familienepos, die sich über sechs Generationen erstreckt.

Die Osttiroler Musicbanda Franui experimentieren mit unterschiedlichen Musikgenres in »Ennui – Geht es immer so weiter?«. Der Burgtheater-Schauspieler Peter Simonischek streut Texte von Erik Satie und Ernst Jandl ein.

Rockig geht es zu beim Konzertabend mit Musicalstar »Nyassa Alberta & friends in concert«. Zusammen mit zwei Gesangspartnern stellt sie genreübergreifend ihr Gesangstalent unter Beweis.

Zwischen Tanz und Zirkus bewegen sich die Tänzer des Centre Choréographique national de Grenoble unter der Leitung von Yoann Bourgeois in »He Who Falls – Celui Qui Tombe«. Das Ausloten und die Theatralität physikalischer Kräfte stehen hier im Mittelpunkt.

Zum ersten Mal wird das Festspiel-Café anlässlich der Internationalen Maifestspiele, »No Exitus«, vom 30. April bis 31. Mai 2018 öffnen und während der gesamten Festspielzeit durchgehend geöffnet bleiben. Es wird kulinarisch und kulturell eine Vielzahl ausgewählter Leckereien angeboten. Es ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs für die Besucher des Festivals und Kulturschaffenden, ebenso wie für Genießer und Kaffeeliebhaber, für freudige Morgengeister und Nachtschwärmer. Abgerundet wird das Angebot mit spannenden Projekten.

Die Internationalen Maifestspiele werden ermöglicht aus Mitteln der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Landes Hessen. Sie werden durch den Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. unterstützt. Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse. Autopartner der Internationalen Maifestspiele ist das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden.

Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

PREMIERE mit Verdis OPER »Ein Maskenball« zur Eröffnung der Internationalen Maifestfpiele in Wiesbaden am 30.04.2018

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Die Internationalen Maifestspiele 2018 werden am 30. April um 19.30 Uhr im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden mit Giuseppe Verdis Oper »Ein Maskenball« feierlich eröffnet.

Die diesjährigen Internationalen Maifestspiele stehen unter dem Motto »Un sogno lusinghier« – ein »Traum voll Lust und Freude«, einem Zitat aus dem 3. Akt der Oper. Die junge Regisseurin Beka Savić inszeniert, die Musikalische Leitung übernimmt GMD Patrick Lange.

Arnold Rutkowski gibt sein Rollendebüt in der Partie des Riccardo. Vladislav Sulimsky debütiert in Wiesbaden in der Partie des Renato. Die amerikanische Sopranistin Adina Aaron, zuletzt in der Titelpartie von »Norma«, singt Amelia. Marie Nicole Lemieux, eine der international gefragtesten Altistinnen der Zeit, ist Ulrica. Die FAUST-Theaterpreis-Gewinnerin Gloria Rehm ist Oscar, Benjamin Russell singt Silvano. Florian Kontschak und Young Doo Park sind die Verschwörer Tom und Samuel.

Inszenierung Beka Savić Musikalische Leitung GMD Patrick Lange Bühne Luis Carvalho Kostüme Selena Orb Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai

Riccardo Arnold Rutkowski Renato Vladislav Sulimsky Amelia Adina Aaron

Ulrica Marie Nicole Lemieux Oscar Gloria Rehm Silvano Benjamin Russell Tom Florian Kontschak Samuel Young Doo Park Ein Richter Jochen Elbert Diener Amelias John Holyoke

Chor, Extrachor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Die beiden nächsten Vorstellungstermine: 5. & 18. Mai 2018, jeweils um 19.30 Uhr

Kartenvorverkauf

Erste Bilanz: Vorverkauf der Internationalen Maifestspiele 2018 erfolgreich gestartet

Foto:: Diether v. Goddenthow ©  atelier-Goddenthow
Foto:: Diether v. Goddenthow © atelier-Goddenthow

Vom 30. April bis 31. Mai 2018 finden die Internationalen Maifestspiele unter dem Motto »Un sogno lusinghier – Ein Traum voll Lust und Freude« unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt.

 Nach dem Vorverkaufsstart für alle Veranstaltungen der Internationalen Maifestspiele 2018 sind 4.893 Tickets verkauft worden (Stand 19.02.18). Die Bestseller im Großen Haus sind bislang die Oper »Tannhäuser« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und die Oper »Der Liebestrank«. Stark nachgefragt sind außerdem das Schauspiel »Tod eines Handlungsreisenden« vom Deutschen Theater Berlin sowie das Ballett von Martin Schläpfer»Petite Messe solenelle«. Das Schauspiel »Glückliche Tage« mit Dagmar Manzel im Kleinen Haus, das Konzert »Una Festa dell’Opera – senza voce« mit dem Merlin Ensemble im Foyer und die JUST-Produktion »Das Gespenst von Canterville« sind weitere Publikumslieblinge.

Das Festspiel-Programm umfasst insgesamt über 50 Veranstaltungen, u. a. mit dem Schauspiel»Who is happy in Russia?« von Kirill Serebrennikov mit Mitgliedern des Ensembles des Gogol Center Moskau. Ein bildreiches entlarvendes Märchen zur Parabel über das heutige Russland.

Die preisgekrönte Inszenierung »Das achte Leben (Für Brilka)« vom Thalia Theater in Hamburg entfaltet vor dem Hintergrund der Historie Georgiens die Geschichte eines Familienepos, die sich über sechs Generationen erstreckt.

Zwischen Tanz und Zirkus bewegen sich die Tänzer des Centre Choréographique national de Grenoble unter der Leitung von Yoann Bourgeois in »He Who Falls – Celui Qui Tombe«. Die Osttiroler Musicbanda Franui experimentieren mit unterschiedlichen Musikgenres in»Ennui – Geht es immer so weiter?«. Der Burgtheater-Schauspieler Peter Simonischek streut Texte von Erik Satie und Ernst Jandl ein.

Der Liederabend mit Marie-Nicole Lemieux und Daniel Blumenthal bietet mit Werken von Schumann, Schubert und Beethoven ein besonderes Konzerterlebnis.

Rockig geht es zu beim Konzertabend mit Musicalstar »Nyassa Alberta & friends in concert« im Großen Haus zu. Zusammen mit zwei Gesangspartnern stellt sie genreübergreifend ihr Gesangstalent unter Beweis.

 Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.maifestspiele.de erhältlich.

Wiesbadener Internationale Maifestspiele 2018 mit hochkarätigem Programm – Kartenvorverkauf ab 16.02.

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Die Festivalsaison ist eröffnet! Die Internationalen Maifestspiele 2018 stehen vor der Tür.  In wenigen Wochen wird die Hessische Landeshauptstadt Wiesbaden  dann wieder zur Bühne für Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt.  Auf der heutigen Pressekonferenz im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, gab Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Leiter der Internationalen Maifestspiele, zusammen mit seinem Team sowie Staatssekretär Patrick Burghardt und Kulturdezernent Axel Imholz  das umfangreiche Festival-Programm vom 30.4. bis 31.05.2018 bekannt.  Der Intendant freute sich, dass es auch in diesem Jahr wieder gelingen werde ein Fest in allen Genres der Darstellenden Kunst und der Musik bieten zu können. In diesem Jahr stünde das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen unter dem Motto aus Verdis »Un Ballo in maschera«: »Un sogno lusinghier – Ein Traum voll Lust und Freude«. Weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien werden zu Gast in Wiesbaden sein. Darunter werden die vier der gefragtesten Verdi-Sängerinnen und Sänger bei den Maifestspielen zu erleben sein: Adina Aaron als Amelia, Marie-Nicole Lemieux als Ulrica, Arnold Rutkowski ist Riccardo und Vladislav Sulminsky vom Mariinsky Theater St. Petersburg ist Renato.
„Wir sind breitest aufgestellt, um auch diesen Mai in der Hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden zu einem besonderen Erlebnis zu machen: Von Verdis ≫Maskenball≪, der diesmal so kulinarisch wie spannend die Festspiele eroffnet, bis zur Bonhoeffer-Oper ≫Vom Ende der Unschuld≪ von Stephan Peiffer im Schlachthof, die die Beschäftigung der Maifestspiele mit Neuer Musik weiterführt. Vom Schauspiel bis zum Tanz, von der Performance bis zum Liederabend, von Kammerkonzerten und Lesungen bis hin zur Jungen Woche.“, so Laufenberg.

In Donizettis »Der Liebestrank« ist wieder Patrick Carfizzi aus der New Yorker Met als Dulcamara zu sehen.

In »Arabella«, dem letzten großen Publikumserfolg von Richard Strauss, sind in der Titelpartie Maria Bengtsson und Ryan McKinny als Mandryka und Katharina Konradi und Thomas Blondelle als Zdenka und Matteo in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu erleben.

Stephan Peiffers Bonhoeffer-Oper »Vom Ende der Unschuld«, speziell für einen Evangelischen Kirchentag komponiert, und von Stephan Peiffer auf Kammer-Oper-Format umgeschrieben, erzählt bei Verwendung sakraler und spätromantischer Klänge bis hin zu Marschmusik und Kinderliedern vom Widerstand. Es ist ein Thema von zeitloser Aktualität und gesellschaftspolitischer Bedeutung, und von verzweifelten Menschen, die in Bedrängnis um ihre Ehre und um ihr Leben kämpfen und sich dabei von einem vermeintlichen Retter und Erlöser blenden lassen, bis er seine Pläne mit Gewalt umsetzt.

Bernd Fülle, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Staatstheaters, Uwe Eric Laufenberg, Intendant & Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele, Patrick Burghardt, Staatssekretär, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Axel Imholz, Stadtkämmerer, Schul- & Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Bernd Fülle, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Staatstheaters, Uwe Eric Laufenberg, Intendant & Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele, Patrick Burghardt, Staatssekretär, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Axel Imholz, Stadtkämmerer, Schul- & Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow

»Schon immer war Wiesbaden in der Festspielzeit ein Treffpunkt für Künstlerinnen, Künstler und Publikum aus aller Welt, ein grenzenloses Forum für den Dialog verschiedener Kulturen, Theaterformen und Sprachen. Besonders freut mich zudem, dass zum Angebot international bedeutsame Inszenierungen im Kinder- und Jugendtheater gehören. Die breite kulturelle Bildung über alle Altersgrenzen hinweg ist ein wichtiges Anliegen der Hessischen Landesregierung. Ich danke allen Beteiligten für das großartige Programm, das eine weitere erstklassige Ausgabe der Internationalen Maifestspiele verspricht«, sagt Staatssekretär Patrick Burghardt.

»Herausragende Stimmen, überzeugende Darstellungen und atemberaubende Inszenierungen erwarten das Publikum der Internationalen Maifestspiele 2018. Erneut öffnet sich in Wiesbaden das künstlerische Tor zur Welt«, ergänzt Kulturdezernent und Stadtkämmerer Axel Imholz.

Außerdem neu in diesem Jahr sind die Wiesbaden Besucher-Pakete in Zusammenarbeit mit Wiesbaden Marketing. Die Rund-um-Sorglos-Pakete enthalten Hotelübernachtungen, Eintritt in ausgewählte Operngalavorstellungen und weitere kleine Überraschungen.

Zum ersten Mal wird das Festival-Café der Internationalen Maifestspiele, No Exitus, vom 30. April bis 31. Mai 2018 öffnen und während der gesamten Festspielzeit durchgehend geöffnet bleiben, um auch die Nachtschwärmer mit Speisen und Getränken zu verköstigen.

Die Kooperation mit der Caligari FilmBühne bleibt eine feste Größe bei den Internationalen Maifestspielen 2018.

Die Internationalen Maifestspiele 2018 werden durch die Unterstützung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. ermöglicht. Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse. Autopartner der Internationalen Maifestspiele ist das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

 

Das Programm im Überblick:

Oper / Konzerte

Verdis »Ein Maskenball« ist die diesjährige Eröffnungsproduktion der Internationalen Maifestspiele, in der Inszenierung der jungen Regisseurin Beka Savić und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange. Zwei der gefragtesten Verdi-Sängerinnen, Adina Aaron als Amelia und Marie-Nicole Lemieux als Ulrica, sind zu erleben. Arnold Rutkowski ist Riccardo und Vladislav Sulimsky vom Mariinsky Theater St. Petersburg ist Renato.

Gregory Kunde übernimmt die Titelpartie in »Otello«. In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Daniela Musca singt Olesya Golovneva die Partie der Desdemona und Bariton Aleksei Isaev ist Jago.

Wagners »Der fliegende Holländer«, einem Gipfelwerk der deutschen Romantik, ist in der spektakulären Wiesbadener Geisterschiff-Inszenierung im Großen Haus zu erleben. Der lettische Bassbariton Egils Silins singt die Titelpartie. Sopranistin Erika Sunnegårdh ist Senta, Albert Pesendorfer singt Daland und Thomas Blondelle steht als Erik auf der Bühne.

Die »Götterdämmerung«, das große Finale des Weltdramas um Liebe, Macht, Gier und Überlebensfähigkeit der Menschheit, ist in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel im Mai zu sehen. Lance Ryan ist als Siegfried, Catherine Foster als Brünnhilde, Albert Pesendorfer als Hagen und Johanns Martin Kränzle als Gunther zu sehen.

Bayreuth-Star Klaus Florian Vogt übernimmt unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange in Uwe Eric Laufenbergs Neuinszenierung »Tannhäuser« die Titelpartie. Als Elisabeth ist Sabina Cvilak, als Venus Jordanka Milkova zu erleben, als Wolfram von Eschenbach ergänzen Markus Brück und als Landgraf Albert Pesendorfer die Festspielbesetzung.

In Donizettis »Liebestrank« ist die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende, die derzeit gefragteste Adina, zu Gast bei den Internationalen Maifestspielen. Als Nemorino stehen alternierend Levy Sekgapane und Ioan Hotea auf der Wiesbadener Bühne, als Dulcamara singt einmal mehr Patrick Carfizzi aus New York.

In »Arabella«, dem letzten großen Publikumserfolg von Richard Strauss, sind in der Titelpartie Maria Bengtsson und Ryan McKinny als Mandryka in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu sehen.

»Vom Ende der Unschuld« erzählt vom Widerstand, ein Thema von zeitloser Aktualität und gesellschaftspolitischer Bedeutung, und von verzweifelten Menschen, die in Bedrängnis um ihr Leben fürchten. Die Oper, eine Inszenierung von Michiel Dijkema, Preisträger des Europäischen Opernregie-Preises, ist eine Kooperation mit dem Schlachthof Wiesbaden e.V. und der Camerata Nuova e.V.

Eine Mischung aus Mysterienspiel und Welttheater bringt das Ensemble Mattiacis unter der Musikalischen Leitung von Thomas de Vries mit »Rappresentatione die Anima et di Corpo« von Emilio de’Cavalieri auf die Bühne. Katharina Heißenhuber, Benjamin Russell und Sharon Kempton sind im Foyer zu erleben.

Michael Quast liest, singt, tanzt und spielt »Orpheus in der Unterwelt« in allen Rollen. Eine komplette Operette, frech und komödiantisch aus dem Ärmel geschüttelt.

Die preisgekrönte Mezzosopranistin Joyce DiDonato ist mit dem bewegenden Programm »In War and Peace – Harmony through Music« in einem Galakonzert bei den Internationalen Maifestspielen zu Gast.

Neben den hochkarätigen Operngalas haben Liederabende bei den Internationalen Maifestspielen Tradition. Maria Bengtsson interpretiert in ihrem Rezital neben Liedern von Richard Strauss und Hugo Wolf auch Werke aus der nordischen Romantik. Die preisgekrönte Altistin Marie-Nicole Lemieux und der Bassbariton Florian Boesch füllen jeweils ihre eigenen Liederabende mit Musik aus der Früh,- Hoch- und Spätromantik und mit Liedern von Franz Schubert bis Johannes Brahms.

Die Osttiroler Musicbanda Franui experimentieren mit unterschiedlichen Musikgenres in  »Ennui – Geht es immer so weiter?«. Der Burgtheater-Schauspieler Peter Simonischek streut Texte von Erik Satie und Ernst Jandl ein.

Das Merlin Ensemble aus Wien gestaltet gleich drei Konzertabende in Wiesbaden. Antonio Vivaldi’s »Die vier Jahreszeiten« – im Klimawandel, »Una Festa dell’Opera – senza voce« und »Nach Italien! Ein italienischer Reiseführer« sind ein Fest für die Ohren.

Schauspielerin Chris Pichler und Instrumentalisten des Hessischen Staatsorchesters spüren den Quellen nach»Wie Shakespeare zu Romeo und Julia kam«. Novellen der italienischen Renaissance-Dichter treffen auf Kompositionen von Prokofjew, Gounod und d`Indy.

Rockig geht es zu beim Konzertabend mit Musicalstar »Nyassa Alberta & friends in concert«. Zusammen mit zwei Gesangspartnern stellt sie genreübergreifend ihr Gesangstalent unter Beweis.

Tanz

In dem Ballett »Petite Messe solennelle« von Martin Schläpfer wird das Theater zu einem Ort, der sakral und weltlich, Gotteshaus und italienischer Marktplatz zugleich ist. Das Ensemble tanzt eine Ode an das pralle Leben, ein Zwiegespräch mit Gott und mit dem Tod.

Der zweiteilige Ballettabend »S&S« von Sang Jija und Sharon Eyal bringt die größte Kompanie Skandinaviens, die GöteborgsOperans Danskompani, auf die Wiesbadener Bühne. Der Doppelabend verbindet die Arbeiten zweier international renommierter Choreografen zu einem Ganzen.

Zwischen Tanz und Zirkus bewegen sich die Tänzer des Centre Choréographique national de Grenoble unter der Leitung von Yoann Bourgeois in »He Who Falls – Celui Qui Tombe«. Das Ausloten und die Theatralität physikalischer Kräfte stehen hier im Mittelpunkt.

Im »Salón Tango« sind das junge Orchester La Juan D`Arienzo mit einem Tango-Konzert und anschließend Tanzpaare in Tango-Choreografien von Gabriel Sala zu sehen.

 Schauspiel / Lesungen     

Kirill Serebrennikov gilt als Sprachrohr einer jungen russischen Generation und seine provokanten Inszenierungen ließen ihn in die politische Schusslinie geraten. Mit »Who Is Happy in Russia?« bringt er, zusammen mit Mitgliedern des Ensembles des Gogol Center Moskau, eine provokante Inszenierung auf die Bühne. Basierend auf einem Klassiker der russischen Literatur, inszeniert Serebrennikov das Märchen als melancholische Parabel und zeichnet so ein Bild vom heutigen Russland.

Die preisgekrönte Inszenierung »Das achte Leben (Für Brilka)« vom Thalia Theater in Hamburg, in der Regie von Jette Steckel, ist in der Bühnenfassung des gleichnamigen Romans von Nino Haratischwili zu sehen. Vor dem Hintergrund der Historie Georgiens entfaltet die Aufführung die Geschichte eines Familienepos, die sich über sechs Generationen erstreckt.

Arthur Millers Tragödie des kleinen Mannes, »Tod eines Handlungsreisenden«, spiegelt unsere Träume und Wünsche nach Anerkennung, Glück und Erfolg. In der Inszenierung von Bastian Kraft ist das Schauspiel des Deutschen Theaters mit Ulrich Mathes zu Gast bei den Maifestspielen.

In Samuel Becketts Schauspiel »Glückliche Tage« steht Ausnahmeschauspielerin Dagmar Manzel wieder auf der Wiesbadener Bühne. Regisseur Christian Schwochow inszeniert die zwanghaft glückliche Frauenfigur am Deutschen Theater.

»F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig« ist ein Puppentheater anderer Art der Wiener Off-Szene. Nikolaus Habjan steht in Gesellschaft seiner charakteristischen Klappmaulpuppe auf der Bühne.

Erzählungen und Novellen lesen das prominente Schauspielerpaar Claudia Amm und Günter Lamprecht. Werke von Literaturnobelpreisträger Luigi Pirandello stehen im Mittelpunkt.

»Stimmen«, Sam Shepards Stück für Stimme und Percussion ist das Ergebnis szenischer Forschungen des Autors und bildet eine Dramatik, die vollständig auf das Lautliche reduziert ist. Vorgelesen wird von Schauspieler Uwe Kraus, begleitet von Percussionist Edzard Locher.

Junge Woche

Das Programm für das junge und jung gebliebene Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche des JUST. In »Spaghetti« (3+) erzählt Regisseur Søren Ovesen eine Geschichte über große Gegensätze, die trotz Unterschiede zusammenfinden können. »Solo for two« (5+) zeigt ein hochkomisches und musikalisches Stück, über die unliebsame Zusammenkunft zweier Musiker. »Little T and the Fobidden Teddy Bears« (4+) ist ein kleines Stück mit hoher musikalischer Energie und viel Humor in der fernen Welt der Teddybären. Außerdem kehrt das Ljubljana Puppentheater »Turlututu« (3+) zurück nach Wiesbaden. Gemeinsam mit dem Publikum macht es sich auf die Suche nach dem verlorengegangenen Turlututu.

Regisseur Giacomo Ravicchio inszeniert in »Overture« (6+) eine poetische Komödie über das Leben mit dem Batida Ensemble, einem außergewöhnlichen Orchester aus Dänemark.

»Das Gespenst von Canterville« (8+), nach eine Erzählung von Oscar Wilde und in der Regie von Carsten Kochan, erzählt die schaurig schöne Geschichte einer unsterblichen Figur, die Generationen von Kindern und Erwachsenen begeistert.

Mit der Frage »Wie würdest du der Welt deine Geschichte erzählen?« werden in »White Rabbit / Red Rabbit« (+12) Grenzen von Freiheit und der Wirkung des Theaters ausgelotet. Über Politik als Spiel, als Instrument der Macht wird in »Reineke Fuchs« (14+) vom Theater Rayo nachgedacht. Die interaktive Performance »Konferenz der wesentlichen Dinge« (8+) sucht nach der Bedeutung von Verwandtschaft, Verantwortung und Abhängigkeit.

Die Junge Woche feiert ihren Abschluss mit »Der Drache, die Riesin & der dicke Ritter« (6+) und einem bunten Rahmenprogramm am Warmen Damm.

Weitere Informationen Internationale Maifestspiele 2018

Kartenvorverkauf startet am 16. Februar 2018
Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.
Über die Themenpakete informiert und berät das Abonnement-Büro montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr telefonisch unter 0611.132 340, oder per Email an abonnement@staatstheater-wiesbaden.de.
Die Buchung der Wiesbaden Besucher-Pakete erfolgt telefonisch unter 0611.17 29 777,
per Email an hotel@wiesbaden-marketing.de, oder online unter www.wiesbaden.de/tourismus.

»Internationale Maifestspiele-Happy Hour« für ausgewählte Veranstaltungen am 3. Mai, von 16 bis 18 Uhr

maifestspiele.buttonNach dem berauschenden ersten Festivalwochenende belohnt das Hessische Staatstheater Wiesbaden seine treuen Festivalfans mit der »Internationalen Maifestspiele-Happy Hour«.

Am Mittwoch, den 3. Mai, von 16 bis 18 Uhr sind Restkarten auf allen Plätzen für 18 Euro erhältlich. Das Angebot gilt für folgende Veranstaltungen:

Mittwoch, 3. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus Tanz »nicht schlafen«
Donnerstag, 4. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus Tanz »nicht schlafen«
Dienstag, 9. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus Schauspiel »Murmel Murmel«
Mittwoch, 10. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus Schauspiel »Murmel Murmel«

Karten sind auf www.maifestspiele.de, telefonisch unter 0611.132325 oder an der Theaterkasse im Großen Haus erhältlich.

„Die Welt in Bewegung“ – Programmvorschau auf die Wiesbadener Internationalen Maifestspiele vom 26. April bis 28. Mai 2017 

Pressekonferenz am 7. Februar 2017 in Anwesenheit von Oberbürgermeister Sven Gerich und Staatssekretär Ingmar Jung zur Vorstellung des Programms der Wiesbadener Internatitonalen Maifestspiele  im Theater-Foyer. Foto: Diether v. Goddenthow
Pressekonferenz am 7. Februar 2017 in Anwesenheit von Oberbürgermeister Sven Gerich und Staatssekretär Ingmar Jung zur Vorstellung des Programms der Wiesbadener Internatitonalen Maifestspiele im Theater-Foyer. Foto: Diether v. Goddenthow

Die diesjährigen Wiesbadener Internationalen Maifestspiele stehen ganz im Zeichen von Richard  Wagners „Ring“, auf makabre Weise  aktueller denn je.   So hätte sich Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Leiter der Internationalen Maifestspiele, als er vor zwei Jahren in Linz die Götterdämmerung kreierte, und genau studierte, wie und warum man eine Welt in den Untergang führt, „nicht ausmalen können, das dies bereits in der gegenwärtigen  Realität wieder denkbar wäre, seit die Alberiche der Welt wie Erdogan, Putin und jetzt Trump und vielleicht bald Le Pen usw.  an die Macht gelangten . „Die Kunst, wissen wir auch, wird die Katastrophe nicht verhindern“, so Laufenberg, „aber sie beschreibt Katastrophen, und beschreibt warum sie so kommen, und die Kunst hat den Auftrag, uns diesen Spiegel permanent vor Augen zu halten. Ob wir aus diesem Spiegel lernen, ist natürlich die Sache der Leute, die ins Theater gehen. Die nicht ins Theater gehen, wissen wir, sind häufig die Leute, die an den Schaltern sitzen und oft nicht sehr kunstsinnig sind.“ so der Intendant im gleichgesinnten, recht besorgtem Podium auf der Pressekonferenz anlässlich der Programmvorschau der Wiesbadener Internationalen Maifestspiele 2017.

Die Internationalen Maifestspiele finden vom 26. April bis 28. Mai 2017 unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Motto,  der Weltenstimmung ein wenig nachempfunden, lautet denn auch  »Die Welt in Bewegung«, zumindest werden  die 50 erstklassigen Produktionen in diesem Mai die Besucher ganz schön auf Trapp halten-  Weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien sind zu Gast in der Weltkurstadt Wiesbaden.

»Mir gefällt das diesjährige Motto sehr gut; es spricht sowohl die Internationalität unserer Stadt und der Maifestspiele an, als auch die momentanen weltweiten Wirren, denen die Kunst traditionell etwas entgegensetzen kann: Miteinander, Solidarität, Integration und Geist«, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Maifestspielprogramms 2017.

»Unsere Landeshauptstadt ist im Mai der Nabel der europäischen Theaterwelt. Das Publikum kann dort die große Vielfalt des Theaters in all seinen Sparten erleben. Besonders freut mich, dass zum Programm auch international bedeutsame Inszenierungen im Kinder- und Jugendtheater gehören. Die breite kulturelle Bildung über alle Altersgrenzen hinweg ist ein wichtiges Anliegen der hessischen Landesregierung. Daher fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Internationalen Maifestspiele in diesem Jahr auch mit 76.000 Euro«,ergänzte Staatssekretär Ingmar Jung.

Keine Angst vor der Angst: Der Themenschwerpunkt »German Angst« widmet sich der aktuell weltweit um sich greifenden Angst. Viele Aufführungen stellen sich diesem Thema musikalisch und thematisch mutig, lustvoll und radikal.

Angefangen mit Wagners »Ring«-Zyklus in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg wird mit der Uraufführung von Markus Öhrns »Verbrannte Erde« die freudvolle Zerstörung erprobt. Alain Platel zeigt mit »nicht schlafen« verzweifelt kämpfende Menschen, die in der Musik Erlösung finden. Ersan Mondtags »Tyrannis« erzählt von der Angst vor dem Fremden und im »Faust« und den Liederabenden erklingen ebenfalls ängstliche Spuren.

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Oper / Konzert

Große Wagner-Stimmen eröffnen die Festspielsaison in Wiesbaden mit einemWagner-Galakonzert. Als Star-Gäste sind Catherine Foster, Klaus Florian Vogt und René Pape, die weltweit als führende Wagner-Interpreten gehandelt werden, zu erleben.

Zwei komplette Zyklen von Wagners »Ring des Nibelungen« stehen als Schwerpunkt auf dem Programm der diesjährigen Festspiele. Bereits die ersten Maifestspiele 1896 bezogen sich auf Richard Wagners Opus Magnum. In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der musikalischen Leitung von Alexander Joel stehen herausragende Sängerdarstellerinnen und -darsteller auf der Bühne.

Eine Vortragsmatinee und eine Lesung aus Thomas Manns »Wälsungenblut« begleiten den »Ring«-Zyklus.

Markus Öhrn kehrt mit einer Uraufführung, der Performance »Verbrannte Erde«, im Mai nach Wiesbaden zurück. Gemeinsam mit dem Komponisten und Dirigenten Arno Waschk zeigt er eine Neukomposition für acht Sänger und zwei Molotov-Cocktail-Werfer als Liebeserklärung an den Anarchisten Richard Wagner am Warmen Damm.

Unter der Leitung des Barock und Frühklassik-Spezialisten Konrad Junghänel singt und spielt ein außergewöhnliches Ensemble Mozarts großes Opernwerk»Die Hochzeit des Figaro«. Der preisgekrönte Gerald Finley ist Graf Almaviva und die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson singt Gräfin Almaviva, zusammen mit Nachwuchskünstlerin Hanna-Elisabeth Müller (Susanna) und Patrick Carfizzi (Figaro).

In Mozarts »Die Zauberflöte« singen Günter Groissböck als Sarastro, Michael Nagy als Papageno, Gloria Rehm als Königin der Nacht, Shooting-Star Katharina Konradi als Pamina und Ioan Hotea in der Partie des Tamino.

In »Siroe, König von Persien« spielen Lügen, heimliche Liebschaften und Machtgier eine große Rolle. Countertenor Max Emanuel Cencic (Siroe) und Julia Lezhneva (Laodice) sind gemeinsam mit dem hochdekorierten Barockensemble Armonia Atenea unter der Leitung von George Petrou zu erleben.

Die Liederabende sind mittlerweile fester Bestandteil der Internationalen Maifestspiele und auch in diesem Jahr bereiten die Bassbaritone Florian Boesch und Gerald Finley, beide führende Oper- und Liedsänger, besondere Konzerterlebnisse.

Hermann Beil und das Merlin Ensemble Wien widmen sich in ihrem dritten Jahr bei den Internationalen Maifestspielen zusammen mit Pierrot-Darstellerin Sylvie Rohrer selten zu hörenden Facetten in Arnold Schönbergs Werk.

Alte Musik und altes Handwerk, Bühnen- und Puppenzauber in einem bringt die lautten compagney Berlin und das Puppentheater Carlo Colla e Figli mit der Oper »Giustino« von Georg Friedrich Händel auf die Bühne.

Das Ensemble Mattiacis entführt das Publikum mit der Barockoper »La liberazione di Ruggiero dall`isola d`Alcina« in die Blütezeit der Oper im Italien des Frühbarock.

Tanz

Mit »Light« präsentiert die niederländische Tanzkompanie LeineRoebana mit Tänzern, Sängern und Musikern eine Welt, in der kulturelle Unterschiede kein Hindernis sind, sondern Bedingung für Kreation und Kommunikation. Das Choreografen-Paar Andrea Leine und Harijono Roebana arbeitet erneut mit dem indonesischen Musiker Iwan Gunawan zusammen.

Nach seinem Erfolgsstück »Coup Fatal« bei den Internationalen Maifestspielen 2015 kehrt Alain Platel mit dem Mahler-Projekt »nicht schlafen« nach Wiesbaden zurück. Einen apokalyptischen Überlebenskampf, jeder gegen jeden, den der belgische Star-Choreograph mit Tänzern und Sängern inszeniert.

Marco Goecke gilt als Erneuerer der Tanzszene und erzählt mit seinem Ballett»Nijinski« vom außergewöhnlichen Leben des Tänzers und Choreografen Waslaw Nijinski. Das Stück geht über die Beschäftigung mit dessen Biografie hinaus und zielt auf die grundlegenden Fragen, wie den Wert und Zauber der Kunst, ab. Getanzt wird das Stück vom jungen Ensemble Gauthier Dance aus Stuttgart.

Schauspiel                        

Das Schauspiel »Faust – Eine Version des deutschen Klassikers aus Peking« ist eine neue Interpretation von Goethes Meisterwerk. Regisseurin Anna Peschke kombiniert deutsche Theater- und Performancekunst mit dem typischen Gesang und traditionellen Kostümen aus China. Es entstand eine außergewöhnliche Zusammenarbeit der China National Peking Opera Company mit der italienischen Emilia Romagna Teatro Fondazione.

Herbert Fritschs gefeierte Kultinszenierung der Volksbühne Berlin »Murmel Murmel« ist mit den Schauspielstars Anne Ratte-Polle und Wolfram Koch in Wiesbaden zu erleben. Elf Schauspieler und ein Musiker erzählen mit nur einen Wort alles.

»Tyrannis« ist ein intimes Gruselkabinett der stummen Angst vor dem Fremden. Regisseur Ersan Mondtag zeigt mit der Tragödie eine bildmächtige Welt, die den Nerv der Zeit trifft.

Junge Woche

Das Programm für das junge und jung gebliebene Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche des JUST, das unter dem Zeichen seines 20-jährigen Jubiläums steht. Den Auftakt bildet »Rico, Oskar und das Herzgebreche« in einer Bearbeitung von Oliver Wronka. Eine Geschichte über die spannenden Abenteuer der unzertrennlichen Freunde und den kleinen großen Helden Rico und Oskar.

»Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht ist ein Stück über die Verführbarkeit des Menschen, das sich in der Inszenierung von Matthias Faltz in seiner Aktualität nicht nur an die Jugend, sondern auch an die mitgewachsenen Zuschauer richtet.

Ein kleines Stück gegen die Gewalt der Welt zeigt Ariel Doron mit »Plastic Heroes« als satirischer Kommentar zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen.

In der Uraufführung »Hamlet_Studio« verschmelzen die Welten Shakespeares mit der Geschichte dreier Jugendlicher und ihren ganz eigenen Problemen.

Für die Kleinen sind »Turlututu«, »The Carnival of the Animals« und die bezaubernden Aufführungen an traditionellen und ungewöhnlichen Schauplätzen, »Camping Royal«, großes Theater.   

Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse.

An ausgewählten Abenden finden im Foyer des Staatstheaters die »Mai Tanz Nächte« mit Live-Acts und DJ-Sets statt. Die Kooperation mit der Caligari FilmBühne bleibt eine feste Größe bei den Internationalen Maifestspielen 2017.

Die Internationalen Maifestspiele 2017 werden durch die Unterstützung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. ermöglicht.

 

Karten sind ab Samstag, den 11. Februar, um 9 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611. 132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

„Wagners Ring an einem Abend“ setzt fulminanten Schluss-Akkord bei den Internationalen Wiesbadener Maifestspielen 2016

© massow-picture
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Hatten  „Die Soldaten“ das Publikum  zum Festspiel-Auftakt  mit ihrem Ausflug in eine  destruktive Welt der Kriege auf allen Ebenen tief erschüttert, so bewegte  Loriots „Wagners Ring an einem Abend“ nun humoristisch die Seelen der Maifestspiel-Freunde zum fulminanten Abschluss der Internationalen Maifestspiele 2016 am Sonntagabend im Großen Haus. In die Rolle von Loriot, alias Vico von Bülow, war Uwe Eric Laufenberg, im Hauptberuf Theaterintendant, geschlüpft. Auf einem rosa – nicht Loriot-grünem – Sofa sitzend, las und moderierte von Bülows „Meisterschüler“ mit schmunzelnder Stimme, gekonnt prononciert, die einleitenden Handlungserzählungen der Szenen des von 16 auf 3,5 Stunden „zusammengedampften“ Rings. Getragen wurde die grandiose Aufführung, ein Galakonzert, vom überragenden Spiel des Hessischen Staatsorchesters unter Leitung des Generalmusikdirektors Zsolt Hamar und der internationalen künstlerischen Besetzung, allen voran: Catherine Foster als Brünnhilde, Andreas Schager als Siegfried, Richard Furman als Siegmund, Samuel Youn als Wotan, Doris Stoffel als Waltraute, Katharina Konradi, Marta Wryk und Silvia Hauer als Rheintöchter und viele Superstimmen mehr  Diese Sängerinnen und Sänger sind, so konnte man erfahren,  bereits für die kommende Maifestspiel-Saison 2017 gebucht, die ganz im Zeichen :  »Ring des Nibelungen« steht,

Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters, Ingmar Jung, Staatssekretär des Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, danken allen die am Erfolg der Maifestspiele Beteiligten. Diether v. Goddenthow © massow-picture
Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters, Ingmar Jung, Staatssekretär des Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, danken allen die am Erfolg der Maifestspiele Beteiligten. Diether v. Goddenthow © massow-picture

Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden, dankte nach der Vorstellungen den Künstlerinnen und Künstlern und allen vor und hinter der Bühne und in der Verwaltung, die am Gelingen dieser Maifestspiele, „dem absoluten Höhepunkt im Kulturleben unserer Stadt“, mit „hochklassigen, berührenden und herausfordernden Aufführungen“ beigetragen haben. Staatssekretär Ingmar Jung gratulierte allen Mitwirkenden der diesjährigen Internationalen Maifestspiele „zu einer ausgezeichneten Festspielsaison“. Große Gastspiele der Oper, des Schauspiels und des Balletts hätten die vergangenen vier Wochen ebenso geprägt wie überragende Eigenproduktionen, so der Staatssekretär des Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Dafür stünden beispielsweise insbesondere die Eröffnungspremiere „‘Die Soldaten‘ oder die Uraufführung ,Agota‘“. Viel Zeit zum Ausruhen gäbe es jedoch wohl nicht, so Jung, denn „Mit der ,Wiesbaden Biennale‘ steht vor der nächsten Spielzeit 2016/17 noch ein weiteres wichtiges Festival im August an, zu dem ich ebenfalls viel Erfolg wünsche.“ Die nun mit Loriots Ring zu Ende gegangenen Maifestspiele machten richtig Lust auf die nächsten Maifestspiele 2017.

Überaus erfolgreiche Maifestspiele 2016

Wie das Hessische Staatstheater meldet, hätten 22.000 Zuschauerinnen und Zuschauer die 48 Aufführungen der Internationalen Wiesbadener Maifestspiele 2016 besucht, was ein großartiger Erfolg sei. .

Besonders beliebt beim Publikum waren demnach die Opern »Der fliegende Holländer« und »Così fan tutte«, »Die Macht des Schicksals« und die Produktion der Komischen Oper in Berlin »Eine Frau, die weiß, was sie will«. In der Sparte Schauspiel verzeichneten das Gastspiel des Berliner Ensembles und des Wiener Burgtheaters »Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße«, »Liebe. Trilogie meiner Familie 1« des Hamburger Thalia Theaters und »Die Reise nach Petuschki«, ebenfalls vom Burgtheater Wien kommend, besonders viele Zuschauerinnen und Zuschauer. Dies gilt ebenfalls für die Ballettabende »Last Work« der Batsheva Dance Company aus Tel Aviv und Martin Schlaepfers »7« des Balletts am Rhein. Den Abschluss der Internationalen Maifestspiele bildet am Sonntagabend »Loriot: Wagners Ring an 1 Abend« vor ausverkauftem Haus.

Die Internationalen Maifestspiele 2017 stehen ganz im Zeichen des »Ring des Nibelungen«: Wagners vierteiliges Hauptwerk wird, besetzt mit internationalen Starsängerinnen und -sängern, in zwei kompletten Zyklen zur Aufführung kommen. Für das Wagner-Konzert zur festlichen Eröffnung am 30. April 2017 kehrt Catherine Foster gemeinsam mit Klaus Florian Vogt und René Pape zurück auf die Bühne des Großen Hauses. Patrick Lange, ab der Spielzeit 2017.2018 Generalmusikdirektor in Wiesbaden, wird am Dirigentenpult stehen.

Mit weiteren Gala-Aufführungen der Opernproduktionen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden sind Maria Bengtsson, Gerald Finley, Catherine Foster, Gerd Grochowski, Evelyn Herlitzius, Johannes Martin Kränzle, Hanna-Elisabeth Müller, Michael Nagy, Albert Pesendorfer und Andreas Schager zu erleben.

Der Vorverkauf für einige Veranstaltungen, u .a. zwei komplette »Ring«-Zyklen, der Internationalen Maifestspiele 2017 hat bereits begonnen. Karten für alle Vorstellungen sind ab Februar 2017 erhältlich.

Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele wird im Februar 2017 bekanntgegeben.

www.staatstheater-wiesbaden.de

Last Work – Ohad Nahars sensationelle Choreographie für Frieden und Freiheit Israels – Premiere im Großen Haus des Wiesbadener Staatstheater

Last Work. Choreographie von Ohad Naharin. Foto Gadi Dagon, © Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Last Work. Choreographie von Ohad Naharin. Foto Gadi Dagon, © Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Sie rennt und rennt und rennt und tritt doch auf der Stelle. Die junge Frau mit Pferdeschwanz im blauen Kleid am hinteren Rand des Tanzgeschehens ist während der gesamten Dauer der Vorstellung ganz für sich allein in Bewegung und kommt doch nicht vom Fleck. Ihr unendlicher Lauf scheint als  Sinnbild für ein Israel, dem Heimatland der Tanzproduktion LAST WORK der Batsheva Dance Company, zu stehen, in dem politisch und gesellschaftlich unaufhörlich viel in Bewegung ist, ohne jedoch die Verhältnisse wirklich zu verändern. Die anderen Tänzerinnen und Tänzer Ohad Naharins Choreographie „Last Work“, welches bei der gestrigen Premiere im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters mit frenetischem Applaus und Standing Ovations gefeiert wurde, wirken gleichfalls traumatisiert: Ihr Tanz erzählt wohl vom zwangsläufig schmerzhaften Verlust und der Veränderung der ursprünglichen Ideale des seit Jahrzehnten von Kriegen, Raketenangriffen und Terrorismus erschütterten jüdischen Staates im Nahen Osten.

Ohad Naharin polarisiert gern, und das ist ihm und seiner Truppe einmal mehr gestern in Wiesbaden herausragend gelungen, wobei der „Guru des modernen Tanzes“  betont, nicht politisch zu arbeiten. Mit seiner Batsheva Dance Company hat Ohad Naharin eine komplett neue Bewegungssprache entwickelt: „Gaga“. Dabei handelt es sich um eine innovative Bewegungssprache, die einen bewussten Umgang mit der Empfindung und ihrem Zugang zur Bewegung in den Mittelpunkt stellt. Diese Methode ist nicht nur die vorherrschende Trainingsmethode der Batsheva-Tänzerinnen und –Tänzer, sondern hat inzwischen weltweit ihre Anhängerschaft gefunden.

Im Kern der „Gaga-Tanzmethode“ soll die Bewegung des Körpers als menschlichste und ergreifendste Ausdrucksform der darstellenden Künste erforscht und vorangebracht werden, was zu sensationellen, fast nicht mehr darstellbaren Einzel- und Gruppen-Figuren führt. Mal in Slow-Motion-Manier, mal mit Breakdance-Elementen, mal als Menschen „ohne Knochen“ oder als „Schwarmbildner“ verstehen die Batsheva-Tänzerinnen und –Tänzer Zustände von Freude, Schmerz, Aufbruch, Wahnsinn und animalischer Leidenschaft als reinen Zustand des Seins im eigenen Körper zu transportieren, sowohl separat als auch gemeinsam, mal als Menschenknäuel, mal als Truppe , mit- und gegeneinander.

Last Work. Choreographie von Ohad Naharin. Foto Gadi Dagon, © Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Last Work. Choreographie von Ohad Naharin. Foto Gadi Dagon, © Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Als alles auf die rasante Schluss-Szene hinausläuft, mutet die Kulisse durch dezente Maschinengewehrsalven, weiße Flagge und ein aus Klebeband improvisiertes Zelt doch recht militärisch an. Dieses letzte Bühnenbild symbolisiert wohl, dass der Frieden, insbesondere in Israel, immer auch militärisch verteidigt werden muss. Die durch Gewaltereignisse kollektiv erfahrene Nötigung zu potentiell permanenter erhöhter Wehrhaftigkeit zur Verteidigung von Frieden und Freiheit scheint schließlich der kleinste gemeinsame Nenner zu sein, der die Menschen Israels verbindet, dramaturgisch dargestellt durch ein Klebeband, mit dem alle Tänzerinnen und Tänzer in der Schluss-Szene zu einer „Schicksalsgemeinschaft“ verbandelt werden.

Diether v.Goddenthow

Die nächste Aufführung findet im Rahmen der Internationalen Maifestspiele statt am heutigen Donnerstag,  19.05.2016, von 19.30 bis 20.35 Uhr  im Großen Haus des Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Weitere Infos  zu Last Work
Informationen zu den Internationalen Maifestspielen: