Kategorie-Archiv: Caligari Filmbühne

„Die Herberge“ gewinnt Kurzfilmwettbewerb zum Ende des Wiesbadener exground filmfest 30 – Gewinner und Festivalbilanz

Preisträger und Team des 30. exground filmfestes Wiesbaden  Foto: Diether v Goddenthow
Preisträger und Team des 30. exground filmfestes Wiesbaden Foto: Diether v Goddenthow

DIE HERBERGE gewinnt im Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb // Deutsch-georgische Koproduktion THREE STEPS ist bester Internationaler Kurzfilm // Jugendjury und Publikum küren FILTHY [ŠPÍNA] aus Tschechien/Slowakei // 2. Gefangenenjury-Preis DAS BRETT für FREMDE TOCHTER

Mit der feierlichen Preisverleihung und anschließendem Festivalausklang in der ausverkauften Caligari FilmBühne feierte das 30. exground filmfest am gestrigen Abend nach zehn Tagen einen erfolgreichen Festivalabschluss. Im Anschluss an den Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb wurden in sieben Wettbewerben Geld- und Sachpreise im Wert von rund 20.000 EUR vergeben. Über 100 internationale und nationale Gäste aus der Filmbranche und zahlreiche Besucher zeugen erneut von der großen Beliebtheit des Festivals über die Grenzen Wiesbadens hinaus.

Deutscher Kurzfilm-Wettbewerb

Ysabel Fantou (Regisseurin) erhielt von Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, die Urkunde für den Gewinnerfilm "Die Herberge". Foto: Diether v Goddenthow
Ysabel Fantou (Regisseurin) erhielt von Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, die Urkunde für den Gewinnerfilm „Die Herberge“. Foto: Diether v Goddenthow

Nach der Vorführung des Deutschen Kurzfilm-Wettbewerbs entschied das Publikum über seine Favoriten und kürte DIE HERBERGE von Ysabel Fantou zum Gewinnerfilm.  Es ist eine Geschichte, die nur das wahre Leben schreiben kann und sich fast so zugetragen hat: Ein Rentner-Ehepaar auf Wanderurlaub, hungrig und müde, kehrt in eine Waldgaststätte ein, ohne zu bemerken, dass diese kein Gasthaus mehr ist, sondern eine Flüchtlingsunterkunft. Bewirtet werden sie aber trotzdem, und erst als man ihr Geld nicht will, da sie „Gäste“ seien, klärt sich alles auf. Eine köstlich skurrile Geschichte mit Witz, die voller Überraschungen und Wendungen steckt und Vorurteile verschiedener Kulturkreise amüsant spiegelt.  Der mit 3.000 EUR dotierte erste Preis wurde in diesem Jahr erneut von der Landeshauptstadt Wiesbaden gestiftet (SWR-Interview).

Sophie Linnenbaum. Pix wurde auch mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Foto: Diether v Goddenthow
Sophie Linnenbaum. Pix wurde auch mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Foto: Diether v Goddenthow

Den zweiten Platz belegte PIX von Sophie Linnenbaum, die sich über ein Preisgeld von 2.000 EUR freuen kann, gestiftet von der Wiesbadener Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft. Der Kurzfilm stellt in einer schier unendlich wirkenden Requisiten-Schlacht  die typischen, einander gleichenden Familienfotos ähnlicher Großereignisse und Wendepunkte von der Wiege bis zur Bahre da. Er zeigt die  Austauschbarkeit der „individuell“ geglaubten Leben, wie Bestecke, die in jedem Haushalt in ähnlicher Reihenfolge aufbewahrt werden:  „Wenn wir alle unsere Bilder nehmen würden, und aufeinander kippen würden, würden wir so zu ziemlich alle die gleichen Leben daraus ziehen können“, erklärt Sophie Linnenbaum die Intention zu ihrem Kurz-Film, der jüngst auch mit dem Deutschen Kurzfilmpreis prämiert wurde. Weitere Infos zu Pix und SWR-Interview.

 

PIX-Darstellerin Laura Louisa Garde bedankt sich für den Preis. Foto: Diether v Goddenthow
PIX-Darstellerin Laura Louisa Garde bedankt sich für den Preis. Foto: Diether v Goddenthow

Tim Garde wurde für SISSI OHNE FRANZ mit dem dritten Preis (1.000 EUR, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden) ausgezeichnet. „Als Kind, wenn das Leben mal nicht fair zu mir war, habe ich mir einfach vorgestellt, dass ich trotzdem glücklich bin. Und dann war ich’s auch“, erinnert sich Sissi. Mittlerweile ist sie fast fertig mit dem Psychologiestudium und definiert ihr Glück durch ihre Beziehung mit Franz. Aber was tun, wenn diese plötzlich weg ist? Sissi sucht, Sissi analysiert, Sissi kämpft, Sissi gibt nicht auf. (Sissi ohne Franz)

Ein Sachpreis ging an Kristina Kean Shtubert für ELISA: Für ihren nächsten Film kann die Regisseurin Filmequipment im Wert von 2.000 EUR von Pille Filmgeräteverleih nutzen. Den zweiten Sachpreis erhielt Ysabel Fantou für DIE HERBERGE, die sich damit über die zweite Auszeichnung des Abends freuen konnte: ein „Grading Special“ der Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft im Wert von 1.500 EUR.

Internationaler Kurzfilm-Wettbewerb

Im Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb kürte die internationale Jury den deutsch-georgischen Beitrag THREE STEPS von Ioseb „Soso“ Bliadze zum Gewinner und überreichte das Preisgeld von 2.000 EUR, gestiftet vom exground-Freundeskreis. Die Jury-Mitglieder Katrin Küchler (Medienwissenschaftlerin aus Dresden), Claudia Tronnier (Redaktionsleiterin „Das kleine Fernsehspiel“ im ZDF aus Mainz) und Ahmet Boyacioglu (Festivalmacher, Regisseur und Produzent aus Ankara) begründeten ihre Entscheidung mit den Worten:

„Der Hauptpreis der internationalen Jury geht an einen Film, der seinen Fokus auf die angespannte Beziehung eines 13-jährigen Mädchens und dessen Vater setzt. Die Jury war von der Realitätsnähe der Bilder und den großartigen schauspielerischen Leistungen begeistert. Insbesondere das finale Bild (Szene der Berührung) wird uns erhalten bleiben. Wir bedanken uns bei dem Regisseur für seinen nüchternen Umgang mit einer hoffnungslosen Situation.“

Jeweils eine lobende Erwähnung erhielten ASPHALT [ASFALT] von Süleyman Demirel aus der Türkei und IN A NUTSHELL von Fabio Friedli aus der Schweiz.

 

DAS BRETT – 2. Gefangenenjury-Preis

Zum zweiten Mal wurde der Preis DAS BRETT in der Reihe „Made in Germany“ von einer Gefangenenjury aus Insassen der JVA Wiesbaden verliehen. Aus den sechs Beiträgen wählten die sieben Juroren den deutschen Beitrag FREMDE TOCHTER von Stephan Lacant:

„FREMDE TOCHTER verdient DAS BRETT 2017 durch eine Geschichte, in die man sofort hineingezogen wird, und durch eine ungezügelte Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt. Der Film ist mutig, weil er die ganzen Vorurteile auseinandernimmt und immer unberechenbar bleibt. Ständig glaubt man zu wissen, was als Nächstes kommt und wie die Figuren reagieren, aber dann passieren die Dinge ganz anders als erwartet. Das Gesamtpaket mit der unruhigen Kamera, den glaubwürdigen Schauspielern und der mit Abstand besten Musik hat von allen Filmen am meisten überzeugt.“

Dotiert ist der Preis mit 1.500 EUR, gestiftet von „Die WERFT – Kulturbühne in der JVA Wiesbaden“.

exground youth days

youth-day-exgroundInternationaler Jugendfilm-Wettbewerb
Die tschechisch-slowakische Koproduktion FILTHY [ŠPÍNA] von Tereza Nvotová überzeugte die Mitglieder der Jugendjury im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb:

„Der tschechisch-slowakische Film FILTHY von Tereza Nvotová beschreibt eindrucksvoll und realistisch die Auswirkungen einer Vergewaltigung auf das Leben und die Psyche der 17-jährigen Lena.
Wir haben diesen Film ausgewählt, weil er uns nicht nur von Anfang an durch die herausragenden schauspielerischen Leistungen gefesselt, sondern uns auch einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt und in das Leben des Opfers nach dem Gewaltverbrechen gewährt hat.

Als Zuschauer konnte man jede Handlung und jede Emotion der Hauptfigur nachvollziehen und sie hautnah und schmerzhaft miterleben. Besonders erschreckend fanden wir die zunächst hilflosen Versuche ihres Umfeldes, auf sie zu reagieren und ihr zu helfen.

Trotz des schweren Themas gab es Momente von Leichtigkeit und Hoffnung. Wie Lenas Weg weitergeht und ob der Täter bestraft wird, bleibt offen und der Fantasie der Zuschauer überlassen.“

Jugend-Jury. Foto: Diether v Goddenthow
Jugend-Jury. Foto: Diether v Goddenthow

 

Das Preisgeld von 2.500 EUR stiftete die Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die lobende Erwähnung ging an den französischen Beitrag AVA von Léa Mysius. Die Jugendjury wählte außerdem noch den besten Kurzfilm der exground youth days aus: JOY von Abini Gold aus Deutschland.

FILTHY [ŠPÍNA] kam auch bei den Zuschauern gut an und gewann den Publikumspreis im Wert von 1.000 EUR, ebenfalls gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb
Im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb setzte sich STILLE WASSER von Nova Volmer und Kim Schröter im Publikumsvoting durch. Der erste Platz ist dotiert mit 500 EUR, gestiftet von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Den zweiten Platz belegte UNSERE STADT – SWA HAUTNAH von einer Jugendgruppe aus Bad Schwalbach, die sich über einen Einkaufsgutschein des Apple-Fachhändlers ergo sum im Wert von 150 EUR freuen können.

Wiesbaden Special – Kurzfilm-Wettbewerb

Im Publikumswettbewerb um den besten Wiesbadener Kurzfilm konnte BOOST YOUR REALITY von Charlotte Couvé und Matteo Sidiropoulos überzeugen. Neben dem Preisgeld von 500 EUR, gestiftet vom Medienpartner Wiesbadener Kurier, können die Gewinner außerdem mit dem Sachpreis „Filmsound Special“ an zwei Tagen Technik und Know-how des Wiesbadener Tonstudios klangBezirk im Wert von 2.000 EUR für die finale Tonmischung ihres nächsten Films nutzen.

exground-Gong-Show

Trash ist Kult – das bewiesen in diesem Jahr erneut die Teilnehmer der legendären exground-Gong-Show. Verdienter Gewinner von 50 EUR Preisgeld sowie der Goldenen exground-Gurke: Jan Soldat mit seinem Werk KEIN DEUTSCHMEHRLAND.

Die Liste mit allen Gewinnern kann hier heruntergeladen werden.

Termin für das exground filmfest 31: 16. bis 25. November 2018

Weitere Informationen über alle Festivaltage mit Bild-Archiven etc. auf www.exground.com

In wenigen Stunden startet Exground mit „The Gulf“ in der Caligari Filmbühne u. Eröffnungsparty im Kulturzentrum Schlachthof

The Gulf -
The Gulf –

Endlich! Der Weg von den Listen und Tabellen auf die Leinwände war lang – aber ab heute ist er endlich geschafft! Wir freuen uns, die Jubiläumsausgabe mit zwei außergewöhnlichen Filmen aus dem FOKUS TÜRKEI und der Reihe made in germany eröffnen zu können:

Der Film THE GULF [KÖRFEZ] von Emre Yeksan (um 19:00 Uhr in der Caligari FilmBühne in Anwesenheit von Emre Yeksan) dreht sich um Selim – dreißigirgendwas, erfolglos, geschieden und gestrandet in Istanbul. Ihm bleibt nur die Flucht zu den Eltern. Doch nachdem im malerischen Izmir ein Öltanker ausgebrannt ist, legt sich ein beißender Gestank über die Hafenstadt und geißelt die Bewohner fortan. Für Selim scheint es ein Erweckungsruf, und die zuvor lustlos ertragenen Begegnungen mit der Vergangenheit verwandeln sich in ungeahnte Chancen.

In TEHERAN TABU [TEHRAN TABOO] von Ali Soozandeh (um 22:00 Uhr in der Caligari FilmBühne in Anwesenheit von Ali Soozandeh) geht es um Pari, Babak, Sara und Donya, die in der iranischen Hauptstadt Teheran leben und deren vier Schicksale eng miteinander verflochten sind. Vier Menschen, die alle auf ihre Weise unter den restriktiven Gesetzen des Gottesstaats zu leiden haben. Innenansichten eines Lebens zwischen streng religiösen Gesetzen und Unterdrückung einerseits, und Sex, Drogen und Korruption andererseits.

Im Anschluss wird bei der ERÖFFNUNGSPARTY mit DJ Mesut Kumanova und dem Oriental Tropical Team ab 23:00 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof e. V. getanzt.

Internationale Gäste beim 30. exground filmfest 17.–26. November 2017


In zwei Tagen startet die 30. Ausgabe von exground filmfest mit einem abwechslungsreichen Programm aus rund 200 internationalen Lang- und Kurzfilmen sowie zahlreichen Rahmenveranstaltungen. Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf dem Film- und Kulturschaffen aus der Türkei. Rund 100 internationale Filmgäste werden in Wiesbaden sowie zu den Nachspielterminen in Darmstadt und Frankfurt erwartet und stehen für Interviews zur Verfügung.

Gäste bei exground filmfest: Paul Hipp, Zeki Demirkubuz, Claus Withopf, Jan Soldat

INTERNATIONAL
NTERNATIONAL
In der Reihe „International“ stellt US-amerikanische Schauspieler und Sänger Paul Hipp den Dokumentarfilm ALIVE IN FRANCE von Kultregisseur Abel Ferrara vor. Das spanische Musical-Drama AT YOUR DOORSTEP (CERCA DE TU CASA) von Eduard Cortés wird von Produzent Loris Omedes vertreten und der argentinische Regisseur Moroco Colman wird dem Publikum zu seinem Film WEEKEND (FIN DE SEMANA) Rede und Antwort stehen.

AMERCIAN INDEPENDENTS
Die beiden Regisseure P. David Ebersole und Todd Hughes stellen ihre packende Doku MANSFIELD 66/67 in einer Deutschland-Premiere vor, in der sie versuchen den wahren Grund für den Tod des Hollywood-Stars mit nur 34 Jahren zu klären.

FOKUS TÜRKEI
Aus dem „Fokus Türkei“ begrüßt exground filmfest eine Reihe Filmgäste, darunter Altmeister Zeki Demirkubuz, der sein neues Werk EMBER (KOR) vorstellt, sowie den Regisseur des Eröffnungsfilms THE GULF (KÖRFEZ), Emre Yeksan und den Wiesbadener Produzenten Dirk Engelhardt, die Regisseurin Ceylan Özgün Özçelik mit INFLAME (KAYGI) und den Produzenten Donat Keusch, der in einer Deutschland-Premiere die restaurierte Fassung des Klassikers YOL – THE FULL VERSION in Wiesbaden präsentiert. Auch die Regisseurin des Titelmotiv gebenden Films CLAIR OBSCUR (TEREDDÜT), Yeşim Ustaoğlu, kommt zum Festival ganauso wie der Regisseur von ALBÜM, Mehmet Can Mertoğlu, der außerdem an der Paneldiskussion „Facetten und Möglichkeiten des gegenwärtigen türkischen Kinos.“ am 25.11.2017 um 16:00 im Murnau-Filmtheater teilnehmen wird.

YOUTH DAYS
Bei den exground youth days stellt unter anderem Julia Langhof ihren Film LOMO – THE LANGUAGE OF MANY OTHERS sowie Abini Gold, deren Kurzfilm JOY vor dem Spielfilm FILTHY [ŠPÍNA] läuft und die mit Kamermann Marvin Schatz nach Wiesbaden kommt.

MADE IN GERMANY
In der Reihe „Made in Germany“ präsentiert unter anderem Regisseur Claus Withopf seinen Dokumentarfilm ANNE CLARK – I’LL WALK OUT INTO TOMORROW. Johannes F. Sievert stellt seinen Science-Fiction-Thriller REWIND vor und der gebürtige Iraner Ali Soozandeh bringt seinen Debütfilm TEHERAN TABU mit. Das Drama FREMDE TOCHTER wird von Regisseur Stephan Lacant präsentiert und Oliver Kienle kommt mit seinem Psychothriller DIE VIERHÄNDIGE nach Wiesbaden. Regisseurin Laura Lackmann stellt ihre Komödie ZWEI IM FALSCHEN FILM vor.

KURZFILME
Auch zu den Vorführungen der Kurzfilme, sei es in einem Wettbewerb oder als Vorfilme, begrüßt exground filmfest eine große Anzahl von Filmemacherinnen und Filmemachern in Wiesbaden. Darunter ist der preisgekrönte Regisseur Jan Soldat, der sein ihm gewidmetes Kurzfilmprogramm ZUCHT, ORDNUNG UND MEHR vorstellen wird. Erfreulicherweise werden auch zum Kurzfilmprogramm IRAN diverse Gäste erwartet, darunter Saman Hosseinpuor (THE MAN WHO FORGOT TO BREATHE [MARDI KE YADASH MIRAFT NAFAS BEKESHAD]), Mohammad Toriwaryan (THE SNAIL [HALEZOON]), Karim Azimi (999999999) und Behnam Afiat Talab (SLEEPWALKER [KHABGARD]).

youth days @ 30. exground filmfest: Einblicke in verschlossene Welten

logo221 Filme // 4.150 EUR Geld- und Sachpreise // Engagement für junge Geflüchtete

Die 14. Auflage der exground youth days präsentiert vom 18. bis 23.11. im Rahmen von exground filmfest (17.–26.11.) ein spannendes Programm mit Produktionen aus 13 Ländern. Sieben Lang- und 14 Kurzfilme gewähren Einblicke in die sonst oft verschlossenen Lebenswelten junger Menschen. Geld- und Sachpreise von insgesamt 4.150 EUR werden im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb und im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb vergeben. Mit Film-Workshops und der Teilnahme an der Jugendjury setzt exground filmfest sein Engagement für junge Geflüchtete fort. Darüber hinaus veranstaltet exground filmfest ganzjährig den exground Jugendfilm des Monats, im Rahmen dessen jungen Geflüchteten ebenfalls die Möglichkeit zur aktiven Filmarbeit eröffnet wird.

Programm-Highlights bei den exground youth days

Seit 2004 haben sich die exground youth days im Festival etabliert und öffnen das Filmprogramm im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb einem jungen Publikum. Einheimische Regietalente haben im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb die Chance, ihre Werke zum ersten Mal auf der großen Leinwand zu präsentieren.

Im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb taucht der Held in der deutschen Produktion LOMO – THE LANGUAGE OF MANY OTHERS in eine sinistre Welt ein: Nachdem ihm seine Freundin den Laufpass gegeben hat, verliert Karl sich immer mehr in der digitalen Welt und gibt den Followern seines Blogs immer mehr Macht über sein Leben. Die Regisseurin Julia Langhof stellt ihren Film in Wiesbaden in der Vorstellung am 22.11. um 10.30 Uhr in der Caligari FilmBühne persönlich vor.

Die 17-jährige Lena aus der tschechisch-slowakischen Produktion FILTHY [ŠPÍNA]landet nach einem Selbstmordversuch in einer psychiatrischen Klinik. Doch statt nach den Hintergründen zu fragen, werden die Patienten hier mit Medikamenten vollgestopft und mit Elektroschocks malträtiert. Die Regisseurin Tereza Nvotová vereint in ihrem Spielfilmdebüt visuellen Scharfsinn mit einem überragenden Cast.

AVA  Foto: exground
AVA Foto: exground

Sommerlich beschwingt kommt AVA von Léa Mysius aus Frankreich daher, obwohl die Hauptfigur zu erblinden droht: So versucht Ava im Zeitraffer alle Abenteuer des Erwachsenwerdens zu erleben. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes gewann AVA gleich zwei Preise: den SACD Award für den besten Spielfilm und die „Palm Dog“ für die beste Hundeperformance in einem Film.

Die humorvolle Story im kanadischen Beitrag WEIRDOS über die Ausreißer Kit und Alice führt zurück in die 70er – vor der atemberaubenden Kulisse der kanadischen Ostküste und mit einem Soundtrack dieser Tage. Regisseur Bruce McDonald war schon mit seinem Spielfilmdebüt ROADKILL (1989) beim exground filmfest vertreten sowie mit den Nachfolgern HIGHWAY 61 (1991) und THE TRACEY FRAGMENTS (2007).

Foto: exground
Foto: exground

Die Gegensätze von Okzident und Orient prallen in der internationalen Koproduktion A WEDDING [NOCES] aufeinander. Die 18-jährige Zahira, ein vermeintlich normaler belgischer Teenager, ist geschockt, als ihre Eltern die arrangierte Hochzeit mit einem Pakistani bekanntgeben und damit nicht nur sie in unlösbare innere Konflikte stürzen. Regisseur Stephan Streker nahm wahre Begebenheiten als Grundlage für seinen dritten Spielfilm und schuf ein präzises Porträt einer pakistanischen Familie in Europa.

 

Kurzfilme bei den exground youth days

Event Horizon Foto: exground
Event Horizon Foto: exground

Im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb tauchen sieben internationale Kurzfilme, die jeweils vor einem Langfilm gezeigt werden, in die Lebenswelten jugendlicher Protagonisten ein. In EVENT HORIZON etwa von Joséfa Celestin will Julianne in einer Zeit, als Pluto noch der neunte Planet war und Musikkassetten zurückgespult werden mussten, noch Kind bleiben. Im Animationsfilm PINK CUTS PINK von Alma W. Bär befreit sich ein Mädchen aus einem Loop bedrückender Glattgekämmtheit. Der spanische Beitrag PUP [CACHORRO] von Jesús Rivera Soriano wendet eine Erfahrung aus der Tierwelt auf Heranwachsende an: Nur die Starken werden erwachsen.

Vom Kurzspielfilm über ein Musikvideo bis zum Dokumentarfilm: Die sieben Kurzfilme im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb beleuchten auf vielfältige Weise unter anderem die Themen Liebe, Heimat, Demokratie, Schuld und die lokale Skaterszene.

30. exground filmfest Wiesbaden: Jubiläumsprogramm vollständig 17.–26. November 2017

logo2200 Filme aus 42 Ländern // 58 Premieren // Pressekonferenz 9.11. // Akkreditierung ab sofort möglich // Geld- und Sachpreise im Wert von 22.000 Euro

Zur Jubiläumsausgabe präsentiert exground filmfest 30 vom 17. bis 26. November ein außergewöhnliches Programm mit rund 200 unabhängig produzierten Lang- und Kurzfilmen aus 42 Ländern auf der großen Leinwand. Dem Kuratoren-Team gelang es, insgesamt 21 Welt-, fünf internationale, zwei Europapremieren und 30 Deutschland-Premieren für das Festival zu gewinnen. Ausgewählte Filme aus dem Länderschwerpunkt Türkei sind nicht nur in Wiesbaden, sondern auch in Darmstadt und Frankfurt am Main zu sehen (PM Fokus Türkei). In insgesamt sechs Wettbewerben werden Geld- und Sachpreise im Wert von rund 22.000 EUR vergeben.

Neben dem Filmprogramm öffnen die Spielstätten Caligari FilmBühne, Murnau Filmtheater, der Kulturpalast und das Kulturzentrum Schlachthof ihre Pforten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Konzerten, Diskussionen und Partys.

Das Programmheft von exground filmfest 30 kann hier als PDF-Download heruntergeladen werden:
http://exground.com/programm/

Das komplette Programm wird Ende Oktober online auf www.exground.com erscheinen.

Zum 100. Geburtstag: Eddie-Constantine-Filme im Caligari

Alphaville - Lemmy Caution gegen Alpha 60 mit Eddie Constantine Foto: Filmbühne Caligari Wiesbaden
Alphaville – Lemmy Caution gegen Alpha 60 mit Eddie Constantine Foto: Filmbühne Caligari Wiesbaden
Eddie Constantine, der am 29. Oktober 100 Jahre alt würde, lebte zuletzt in Wiesbaden und gehört zu den ganz Großen, die man mit der Stadt in Verbindung bringt. Aus diesem Anlass zeigt das Caligari, Marktplatz 9, am Freitag, 27. Oktober, 17.30 und 20 Uhr, zwei seiner Filme.

Um 17.30 Uhr gibt es die seltene Möglichkeit, den dokumentarischen Film „Tango durch Deutschland“ auf der Leinwand zu sehen. Der Regisseur Lutz Mommartz ist zu Gast und steht nach dem Film für ein Gespräch zur Verfügung.

Um 20 Uhr folgt der Science-Fiction-Krimi „Alphaville – Lemmy Caution gegen Alpha 60“ von Jean-Luc Godard in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Constantines Frau Maya sowie seine Tochter Mia sind zu Gast und geben anschließend Auskunft über Eddie Constantines Wirken und Schaffen. In dem Science-Fiction-Krimi aus dem Jahre 1965 gerät Privatdetektiv Lemmy Caution in die entmenschlichte Stadt Alphaville, die von einem Sicherheitssystem, genannt Alpha 60, gesteuert wird und dem sich jedes Individuum zu unterwerfen hat. Lemmy Caution soll dort den vermissten Agenten Henry Dickson suchen; doch statt mit Schurken, hat er es mit einer bestimmten Form von Rationalität zu tun. Poesie, Gefühl, Liebe stellen einen Eigensinn dar, der nicht nur der totalitären Zentrale des Überwachungsstaates Widerstand entgegensetzt.

Eintrittskarten zu sieben, ermäßigt sechs Euro je Film gibt es bei der Tourist Information, Marktplatz 1, und an der Kinokasse

exground-Filmfestival

exground filmfest in Wiesbaden gehört zu Deutschlands wichtigsten Filmfestivals für internationale, unabhängige Produktionen und ist ein bedeutender Treffpunkt für Journalisten, Fachbesucher und Gäste aus der Filmbranche. Alles über das Filmfestival finden Sie auf http://exground.com/festival/profil/

Meldungen zu exground auf dieser Site finden Sie unter:

Exground 30
Exground 29
Exground 27

Wiesbadener Kinofestival e. V.
exground filmfest
Ernst-Göbel-Str. 27
65207 Wiesbaden
Deutschland
Tel. +49 (611) 1 74 82 27
Fax +49 (611) 1 74 82 28
info@exground.com

Preise des 13. Deutschen Fernsehkrimifestivals in Wiesbaden vergeben – Solidaritätsadresse für Meinungs- und Pressefreiheit

Abschluss-Gala des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 in der Caligari Filmbühne Wiesbaden, mit Preisträgern, Juroren, Festival-Team, Moderatorin und Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz.  Foto: Diether v. Goddenthow
Abschluss-Gala des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 in der Caligari Filmbühne Wiesbaden, mit Preisträgern, Juroren, Festival-Team, Moderatorin und Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz. Foto: Diether v. Goddenthow

Die politische Botschaft des 13. Fernsehkrimifestivals  formulierte Bärbel Schäfer, die Gastgeberin des Abends, gleich zum Einstieg. Unter großem solidarischen Beifall des Publikums  erinnerte die Moderatorin des Gala-Abends an Deniz Yücel und all die anderen Fotografen, Regisseure, Drehbuchautoren, Journalisten, Künstler und Kreativen, „die eben nicht die Chance haben, ihre Gedanken momentan so frei formulieren zu können“, wie wir hierzulande.

Moderatorin des Abends Bärbel Schäfer gleich zu Beginn mit einer großen politischen Botschaft: "Meinungs- und Pressefreiheit!".Foto: Diether v. Goddenthow
Moderatorin des Abends Bärbel Schäfer gleich zu Beginn mit einer großen politischen Botschaft: „Meinungs- und Pressefreiheit!“.Foto: Diether v. Goddenthow

Das 13. Fernsehkrimifestival zeige einmal mehr, so Bärbel Schäfer, welch großes Geschenk wir hierzulande haben, dass wir unsere Ideen und politischen Themen ohne Zensur äußern und zeigen können.

Ob NSU-Prozesse, islamistischer Terror, Darknet, Cybercrime oder Serienmörder, all diese Themen waren in den letzten Tagen beim Krimifestival dabei, welches zwei wesentlich Veränderungen erfahren habe. Einmal sei es verbunden worden mit dem literarischen KrimiMärz, und zum anderen gäbe es ab diesem Jahr Deutschlands spannendsten FernsehKrimi-Drehbuchnachwuchs-Wettbewerb.

Fernsehkrimi-Drehbuchpreis 2017 für junge Autoren

v.l. Moderatorin Bärbel Schäfer und die Juroren John-H. Karsten, Tom Winter und Günther Klein bitten den Sieger Leonhardt Appel auf die Bühne. Foto: Diether v. Goddenthow
v.l. Moderatorin Bärbel Schäfer und die Juroren John-H. Karsten, Tom Winter und Günther Klein bitten den Sieger Leonhardt Appel auf die Bühne. Foto: Diether v. Goddenthow

Die wichtigste Neuerung auf dem deutschen Fernsehkrimi-Festival ist der Preis für die Drehbuch-Nachwuchsautoren. In dem Drehbuchwettbewerb für junge Autoren, der 2017 gemeinsam mit der HessenFilm und Medien GmbH und dem Drehbuchverband TopTalente e. V. zum ersten Mal ausgeschrieben wurde, ermittelten vier hochkarätige Juroren den originellsten „Drehbuch-Krimistoff“. Die Juroren waren: Drehbuchautorin und Grimme-Preisträgerin Katrin Bühlig, Drehbuchautor John-H. Karsten, Festivalorganisator Tom Winter und der Autor und Regisseur Günther Klein. Auf Nachfrage von Bärbel Schäfer erläuterte John-H. Karsten was der Jury bei der Suche nach dem besten Drehbuch besonders wichtig war, nämlich besondere Fallkonstellationen, spannendee Figuren, die man so noch nicht gesehen haben und ungewöhnliche Ermittler-Täterkombinationen. Tom Winter ergänzte, dass es zudem um die Durchführbarkeit des Stoffes ging, dem man besonders wünsche, den Fuss in die Tür zu bekommen. Es gäbe für den Drehbuchnachwuchs-Wettbewerbs-Gewinner zwar noch keinen Sendeplatz. Inhalt des Preises sei jedoch, dass der Sieger eine dramaturgische Beratung durch Top-Talente e.V. im Verband von den Deutschen Drehbuchautoren erhielte und sein Drehbuchstoff vom Exposé zum Treatment mit Profiunterstützung weiterentwickeln könnte. Beim Fernsehfestival im Herbst in Baden-Baden dürfte er schließlich an einem Pitch vor professionellem Publikum teilnehmen, erläuterte Tom Winter. Juror Günther Klein war ein Entscheidungskriterium ein gewisser Mehrwert im Drehbuchkonzept.

Leonhardt Appel, Sieger des Fernsehkrimi-Drehbuchpreis 2017. "Es war mein erster Versuch!". Foto: Diether v. Goddenthow
Leonhardt Appel, Sieger des Fernsehkrimi-Drehbuchpreis 2017. „Es war mein erster Versuch!“. Foto: Diether v. Goddenthow

Beim Sieger-Exposé sei besonders attraktiv die Verbindung von realhistorischen Sachverhalten mit der fiktiven Handlung: „Sozusagen trifft Krimi auf historischen Zeitkolorit.“ Der in den 30er, 40er Jahren angesiedelte Stoff hätte mit sehr gut geschriebenen Dialogbeispielen und sehr differenziert dargestellten Charakteren überzeugt. Zudem habe der Jury sehr gefallen, dass hier eine in den 50er Jahren schon mal verfilmte Geschichte geradezu gegenteilig erzählt würde. Der historische Kriminalfall des angeblichen Massenmörders Bruno würde in diesem Filmvorhaben zum ersten Mal in seiner ganzen spannenden und tragischen Dimension aufgearbeitet. Zudem vermittelte er dem Zuschauer auf diese Weise das eindrückliche Bild einer manipulativen Justiz, die der Gefahr massiver politischer Einflussnahme erläge.
Gewonnen hat den ersten Fernsehkrimi-Drehbuchpreis 2017 für junge Autoren Leonhardt Appel . Der Titel seines Werkes ist ganz kurz: „Bruno, die wahre Geschichte hinter Deutschlands größten Massenmörder

Publikumspreis für „München Mord – Wo bist du Feigling“ (ZDF)

"München Mord": Die Kommissare Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier, l.), Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen, M.) und Ludwig Schaller (Alexander Held, r.) im Münchner Luitpoldpark. © ZDF/Hendrik Heiden
„München Mord“: Die Kommissare Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier, l.), Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen, M.) und Ludwig Schaller (Alexander Held, r.) im Münchner Luitpoldpark.
© ZDF/Hendrik Heiden

Der Film „Wo bist du, Feigling“ aus der ZDF-Samstagskrimireihe „München Mord“ wurde beim FernsehKrimi-Festival 2017 in Wiesbaden mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. „Uns überzeugen die schauspielerischen Leistungen, der Humor und die anhaltende Atmosphäre über 90 Minuten“, so die Publikumsjury in ihrer Begründung.

Sarah Müller, die Sprecherin der Publikumsjury gemeinsam mit Stefanie von Heydwolff (ZDF) bei der Preisüberreichung in der Caligari-Filmbühne.  Foto: Diether v. Goddenthow
Sarah Müller, die Sprecherin der Publikumsjury gemeinsam mit Stefanie von Heydwolff (ZDF) bei der Preisüberreichung in der Caligari-Filmbühne. Foto: Diether v. Goddenthow

„München Mord: Wo bist du, Feigling“ war am 3. September 2016 im ZDF zu sehen. Im vierten Film der ZDF-Samstagskrimireihe mit Bernadette Heerwagen, Marcus Mittermeier und Alexander Held steht das schräge Ermittlertrio vor einer seiner intensivsten und gleichzeitig frustrierendsten Ermittlungen: In einem Münchner Park wird ein junger Mann von einem Jogger erschlagen. Die Chance, den flüchtigen Täter zu finden, ist gering. Es scheint sich um eine reine Zufallstat ohne echtes Motiv zu handeln.

 Publikumsjury  des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017: „München Mord – Wo bist du Feigling“ (ZDF) v.l.: Sarah Müller, Thomas Ruhl, Regina Hofsäß und Jürgen Bierbrauer (r).mit Bärbel Schäfer während der Gala des Fernsehkrimifestivals.Foto: Diether v. Goddenthow
Publikumsjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017:
„München Mord – Wo bist du Feigling“ (ZDF) v.l.: Sarah Müller, Thomas Ruhl, Regina Hofsäß und Jürgen Bierbrauer (r).mit Bärbel Schäfer während der Gala des Fernsehkrimifestivals.Foto: Diether v. Goddenthow

Regie führte Anno Saul nach dem Buch von Friedrich Ani und Ina Jung. Produziert wurde der Film von TV60Film (Sven Burgemeister, Andreas Schneppe). Die Redaktion im ZDF hatten Stefanie von Heydwolff und Petra Tilger.Ein weiterer Film aus der Reihe „München Mord“, „Einer der’s geschafft hat“, steht am Samstag, 18. März 2017, 20.15 Uhr, im ZDF auf dem Programm.

Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017

Fachjury des Deutschen FernsehKrimi-Preis 2017. Schauspielerin Gesine Cukrowski, Schauspieler Florian Bartholomäi, Drehbuchautor Michael Helfrich, Regisseurin Isabel Kleefeld, Krimi-Stipendiatin der Landeshauptstadt Wiesbaden Esmahan Aykol. Foto: Diether v. Goddenthow
Fachjury des Deutschen FernsehKrimi-Preis 2017. Schauspielerin Gesine Cukrowski, Schauspieler Florian Bartholomäi, Drehbuchautor Michael Helfrich, Regisseurin Isabel Kleefeld, Krimi-Stipendiatin der Landeshauptstadt Wiesbaden Esmahan Aykol. Foto: Diether v. Goddenthow

In der Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 saßen die Schauspielerin Gesine Cukrowski, der Schauspieler Florian Bartholomäi, der Drehbuchautor Michael Helfrich, die Regisseurin Isabel Kleefeld sowie die diesjährige Krimi-Stipendiatin der Landeshauptstadt Wiesbaden Esmahan Aykol. Die fünf Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger der Publikumsjury wurden über eine Verlosung des Wiesbadener Kuriers ermittelt.

Ulrike C. Tscharre als beste Darstellerin ausgezeichnet

Ulrike C. Tscharre wurde für die Darstellung der Polizistin Hanna Landauer in „Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (WDR/ARD Degeto) geehrt. Als sie es in iher Berliner Wohnung erfuhr, sei sie noch ungeduscht gewesen, und hätte nicht gedacht, dass der Tag in Wiesbaden so toll endete. Inzwischen habe sie aber gedusccht.   Foto: Diether v. Goddenthow
Ulrike C. Tscharre
wurde für die Darstellung der Polizistin Hanna Landauer in
„Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (WDR/ARD Degeto) geehrt. Als sie es in ihrer Berliner Wohnung erfuhr, sei sie noch ungeduscht gewesen, und hätte nicht gedacht, dass der Tag in Wiesbaden so toll endete. Inzwischen habe sie aber gedusccht. Foto: Diether v. Goddenthow

Für die ihre Darstellung der Polizistin Hanna Landauer in „Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (WDR/ARD Degeto) zeichnet die Jury die Schauspielerin Ulrike C. Tscharre als beste Darstellerin aus. Die Jury sagt zu dieser Leistung: „Sie schafft es, scheinbar mühelos und klug dosiert, eine natürliche, unaufgeregte Autorität in einer Männerwelt zu verkörpern. Dabei gelingt es ihr, ohne die vermeintlichen Waffen einer Frau, der Figur eine Weichheit zu bewahren. Durch kluge schauspielerische Entscheidungen meistert sie diese Gratwanderung und vermittelt uns eine melancholische Leichtigkeit, von der wir begeistert waren.“

Florian Lukas als bester Darsteller ausgezeichnet

Der als bester Darsteller geehrte Florian Lukas konnte wegen eines Drehtermins nur mit einer Videobotschaft für den Preis danken.  Foto: Diether v. Goddenthow
Der als bester Darsteller geehrte Florian Lukas konnte wegen eines Drehtermins nur mit einer Videobotschaft für den Preis danken. Foto: Diether v. Goddenthow

Den Preis als bester Darsteller erhält Florian Lukas für die Rolle des Paul Winter in der Produktion „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“ (BR/ARD Degeto/MDR). Der Film ist Teil der ARD-Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU“. Die Jury begründet ihre Entscheidung: „Florian Lukas trägt den Film, bewältigt mühelos die Zeitsprünge, zieht einen mit seiner eindrucksvollen Art des Spiels in jeden Moment emotional in die sehr komplexe Geschichte. Er lässt einen teilnehmen und erfühlen, die Wut, die Ohnmacht, die Fassungslosigkeit und Empathie. Gebannt schaut man Florian Lukas bei seinem klugen, tiefgründigen Spiel zu.“

Sonderpreis für Drehbuchautor Rolf Basedow

Drehbuchautor Rolf Basedow wurde für seine außergewöhnliche Autorenleistung geehrt. Foto: Diether v. Goddenthow
Drehbuchautor Rolf Basedow wurde für seine außergewöhnliche Autorenleistung geehrt. Foto: Diether v. Goddenthow

Für seine außergewöhnliche Autorenleistung erhält der Drehbuchautor Rolf Basedow den Sonderpreis für eine herausragende Einzelleistung. Beim diesjährigen Deutschen FernsehKrimi-Festival war der Autor mit drei Produktionen vertreten: „Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (WDR/ARD Degeto), „Lotte Jäger und das tote Mädchen“ (ZDF) sowie gemeinsam mit Christoph Busche und Jan Braren für „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“ (BR/ARD Degeto/MDR). „Sein Werk ist geprägt von interessanten und relevanten Stoffen, ausnahmslos exzellent recherchiert. Rolf Basedow stellt sich der Komplexität unserer Welt und nimmt uns in seiner klugen Neugier mit auf die Abenteuerreise in die Vielschichtigkeit unserer oft widersprüchlichen Gesellschaft“, lobt die Jury den Autor Rolf Basedow.

Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017

Szene aus “Höhenstraße“ (ORF), aus der bittersüßen, grauenhaft komischen, abgründig witzigen Welt des David Schalko. Siegerfilm beim Fernsehkrimifestival 2017 in Wiesbaden.
Szene aus “Höhenstraße“ (ORF), aus der bittersüßen, grauenhaft komischen, abgründig witzigen Welt des David Schalko. Siegerfilm beim Fernsehkrimifestival 2017 in Wiesbaden.

Der Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 ist die ORF-Produktion “Höhenstraße“. Der Film ist eine skurrile Entführungsgeschichte mit immer wieder überraschenden Wendungen. Die beiden Kleinkriminellen Roli und Ferdi zocken in falschen Polizeiuniformen auf der Wiener Höhenstraße Autofahrer ab. Als sie zwei Männer mitnehmen und einsperren, um Lösegeld zu erpressen, läuft alles aus dem Ruder.
In den Hauptrollen sind Nicholas Ofczarek und Raimund Wallisch zu sehen. Buch und Regie stammen von David Schalko. Der Film, der im ORF in der Reihe „Landkrimi“ zu sehen war, ist eine Koproduktion von ORF und Superfilm GmbH. Die Produzenten sind John Lueftner und David Schalko. Die Redaktion liegt bei Klaus Lintschinger.

Laudatorin Gesine Curkrowski: Der Siegerfilm Höhenstrasse sei hochpolitisch, da er sich die größtmögliche Freiheit genommen habe, das höchste Gut, das wir in diesen Zeiten haben. Foto: Diether v. Goddenthow
Laudatorin Gesine Curkrowski: Der Siegerfilm Höhenstrasse sei hochpolitisch, da er sich die größtmögliche Freiheit genommen habe, das höchste Gut, das wir in diesen Zeiten haben. Foto: Diether v. Goddenthow

„Wir glauben dass dieser Film besonders politisch ist, denn dieser Film hat sich die größtmögliche Freiheit genommen, und ich glaube Kunstfreiheit und Meinungsfreiheit ist gerade in diesen Zeiten das höchste Gut, das wir haben“, leitete die Schauspielerin Gesine Cukrowski in ihrer Funktion als Sprecherin der Jury die Begründung der Jury ein: „Hinter dem unspektakulären Titel ‚Höhenstraße‘ verbirgt sich ein unerwartetes Meisterwerk der Filmkunst. Die perfekte Mischung aus Spannung, Tragik, Humor, Abgründigkeit und herausragendem Talent in allen Abteilungen. Ob Szenenbild, Kamera, Musik oder Kostüm, die Grandezza in der Darstellung – alles zusammen erschafft einen Kosmos, dem man sich nicht entziehen kann, der süchtig macht. Willkommen in der grauenhaft komischen, abgründig witzigen Welt des David Schalko!

David Falko und Raimund Wallisch, freuen sich, dass ihr "Antikrimi", der alle nur denkbare Klischees enthalte, den Hauptpreis vom 1000 Litern Wein, selbst wenn es deutscher Wein wäre, gewonnen haben. Denn Alkohol spiele bei all seiner Arbeit stets eine sehr große Rolle.  Foto: Diether v. Goddenthow
David Falko und Raimund Wallisch, freuen sich, dass ihr „Antikrimi“, der alle nur denkbare Klischees enthalte, den Hauptpreis vom 1000 Litern Wein, selbst wenn es deutscher Wein wäre, gewonnen haben. Denn Alkohol spiele bei all seiner Arbeit stets eine sehr große Rolle. Foto: Diether v. Goddenthow

Der Film ist eine Achterbahnfahrt. Er beginnt mit dem Horror der Willkür, bis Cat Stevens einen mit Dachs und Sonnenaufgang erlöst. Dieser Wechsel zwischen menschlichen Abgründen und Erlösung durch Raffinesse, Humor und sogar Liebe, lässt keine Zeit zum Verschnaufen. Ein Feuerwerk an Kreativität und Können. Er ist hemmungslos und gnadenlos und dadurch entwaffnend menschlich und ehrlich. Vielen Dank für diese Erleuchtung David Schalko und allen Beteiligten.“

Cathrin Ehrlich, Festivalleiterin und Bärbel Schäfer dankten dem Sponsor- Weingut  Udo Ott.   Foto: Diether v. Goddenthow
Cathrin Ehrlich, Festivalleiterin und Bärbel Schäfer dankten dem Sponsor- Weingut Udo Ott. Foto: Diether v. Goddenthow

Der Hauptpreis des deutschen Fernsehkrimi-Festivals besteht aus 1000 Litern Wein. Er wird seit Jahren gesponsert vom Weingut Udo Ott, Grorother Hof, Wiesbaden-Frauenstein. Ein Wunsch des Sponsors wäre es, verriet Bärbel Schäfer, wenn Otts Weingut auch mal Kulisse für einen Krimi sein könnte.

FernsehKrimi-Nacht
Mit der langen FernsehKrimi-Nacht endet in der Nacht vom 11. auf den 12. März das Deutsche FernsehKrimi-Festival 2017. Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch die HessenFilm und Medien GmbH und den Hessischen Rundfunk, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.

Großer Andrang vor der Caligari-Filmbühne Wiesbaden zum Gala-Abend des Fernsehkrimifestival. Foto: Heike v. Goddenthow
Großer Andrang vor der Caligari-Filmbühne Wiesbaden zum Gala-Abend des Fernsehkrimifestival. Foto: Heike v. Goddenthow

Hinter die Maske geschaut – Ungewöhnliche Schauspielerportraits in der Caligari Filmbühne zum Auftakt des 13. Fernseh-Krimifestival Wiesbaden

(vl.) Prof. Dr. Christian Janeke, führte in die Ausstellung ein. Schauspielerin und Fotokünstlerin Margarita Broich, gibt einen Überblick über ihre Werke. Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz und Cathrin Ehrlich, Leiterin des Wiesbadener Fernseh-Krimifestivals eröffnen im Foyer der Caligari Filmbühne die Foto- Ausstellung  „Ende der Vorstellung – Schauspielerportraits“.Foto: Diether v. Goddenthow
(vl.) Prof. Dr. Christian Janeke führte in die Ausstellung ein. Schauspielerin und Fotokünstlerin Margarita Broich gab einen Überblick über ihre Werke. Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz begrüßte die zahlreichen Gäste und Cathrin Ehrlich, Leiterin des Wiesbadener Fernseh-Krimifestivals, informierte über die Entstehung der Ausstellung und den weiteren Ablauf des 13. Fernseh-Krimifestivals. Hier bei der Eröffnung  der Foto- Ausstellung „Ende der Vorstellung – Schauspielerportraits“.im Foyer der Caligari Filmbühne. Foto: Diether v. Goddenthow

Gestern Abend  eröffneten Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz, Fernseh-Krimifestival-Leiterin Cathrin Ehrlich und Prof. Dr. Christian Janeke anlässlich des 13. Deutschen Fernsehkrimi-Festivals 2017 im Foyer der Wiesbadener Filmbühne Caligari die Foto- Ausstellung  „Ende der Vorstellung – Schauspielerportraits“ von Margarita Broich.

"Tatortkommissar" Dietmar Bär wie ihn keiner kennt. Margarita Broich ist es wichtig, das die Künstler in die Kamera schauen.  Ausschnitt aus Fotodruck. Foto: Diether v. Goddenthow
„Tatortkommissar“ Dietmar Bär wie ihn keiner kennt. Margarita Broich ist es wichtig, das die Künstler in die Kamera schauen.
Fotoausschnitt: Diether v. Goddenthow

Darin zeigt die bekannte Schauspielerin und Fotografin neun  groß- und mittelformatige Portraits abgekämpfter Schauspieler direkt nach ihrem Auftritt:  Neben einem Selbstportrait sind zu sehen:  Jörg Pohl und Josef Ostendorf, Sophie Rois, Ulrich Tukur, Marie Gruber, Ben Becker, Clemens Schick und Dietmar Bär wie sie kein Zuschauer kennt. Denn Margarita Broich hat die Momente ihrer Kolleginnen und Kollegen festgehalten, kurz nachdem der Theatervorhang gefallen ist oder wenige Augenblicke, nachdem die Filmkamera ausgeschaltet wurde. Genau im Moment, wo die Anspannung der dargestellten Figur von den Protagonisten abfällt, drückt Margarita Broich auf den Auslöser und fängt dabei einmalige Augenblicke ein, die die Schauspieler in einer Situation zwischen Rolle und eigenem Ich zeigen.

Besondere Begeisterung am Portrait von Ben Becker. Er wurde eine Stunde  täglich für die Rolle des Tod im „Jedermann“ geschminkt. Foto: Diether v. Goddenthow
Besondere Begeisterung am Portrait von Ben Becker. Er wurde eine Stunde täglich für die Rolle des Tod im „Jedermann“ geschminkt. Foto: Diether v. Goddenthow

Überwältigt von Gefühlen wie Euphorie, Leidenschaft und Erleichterung, aber auch von Erschöpfung, blicken sie in die Kamera. Entstanden sind die grandiosen Porträts von Menschen in jenem „eigenartigen Zustand nach einer Vorstellung“, die Besuchern einen einzigartigen Blick hinter die Maske der Rolle gewähren.

Etwa vor 13 Jahren kam Margarita Broich auf die Idee, ihre Schauspielkollegen im „Augenblick danach“ abzubilden, nämlich nachdem sie in Christoph Schlingensiefs „Rosebud“ die Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf verkörpert hatte: „Zwei Stunden hat man mich über die Bühne geschleift. Danach sah ich aus wie nach einem Verkehrsunfall“, so Broich.  Als sie sich nach ihren Auftritt in ihrer Garderobe im Spiegel betrachtete, eben in diesem Moment, indem all die Anspannung von ihr abfiel, griff sie zur Kamera, um diesen authentischen Augenblick  danach festzuhalten, bevor sie sich das  Theaterblut abwusch. Dabei erkannte sie, dass es die wahren Spuren im Gesicht eines Schauspielers, sein eigentliches Aussehen, erst nach der Vorstellung gibt. Vorher könne man sie ohnehin schlecht fotografieren, so Broich, weil sie sich dann konzentrierten. Und nach der Vorstellung sei das ein einsamer Moment, wo alles Künstliche abfalle, weiß sie aus eigener Erfahrung.  Genau  in diesem Moment, da der Schauspieler aus seiner Rollenfigur tritt, „aus seiner Rolle fällt“, ist er besonders authentisch.

Prof. Dr. Christian Janeke, referierte in seinem Einführungsreferat über Rollenbilder und Identität und regte zu interessanten Diskussionen an. Foto: Diether v. Goddenthow
Prof. Dr. Christian Janeke, referierte in seinem Einführungsreferat über Rollenbilder und Identität und regte zu interessanten Diskussionen an. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Ausstellung  „Ende der Vorstellung – Schauspielerportraits“ ist noch bis zum 18. März 2017 im Foyer der Caligari Filmbühne, Marktpl. 9, 65183 Wiesbaden, zu besichtigen.

Diether v. Goddenthow – Rhein-Main.Eurokunst

Deutschlands spannendster FernsehKrimi-Drehbuchnachwuchs – 8.3. Lesung, 10.3.17 Preisverleihung

Gemeinsam mit HessenFilm begab sich das Deutsche FernsehKrimi-Festival im Herbst 2016 erstmals auf die Fahndung nach spannenden, abendfüllenden Drehbuchstoffen von Nachwuchsautoren aus ganz Deutschland. Die Vorraussetzungen: Es sollte sich um den ersten oder zweiten Drehbuchstoff handeln und der/die Nachwuchsautor/in musste mindestens 18 Jahre alt sein. Dem Gewinner/ der Gewinnerin – die Verkündung erfolgt während der Preisverleihung am 10. März 2017 – winkt eine Zusammenarbeit mit der renommierten TOP:Talente e.V., die die Entwicklung des Drehbuchstoffes vom Exposé zum Treatment hin begleiten wird, sowie die kostenlose Teilnahme an einem professionellen Pitch-Training mit anschließendem Abschlusspitch vor Fachpublikum im Herbst 2017 im Rahmen des FernsehfilmFestival Baden-Baden.

Die vier vielversprechendsten von der Jury ausgewählten Exposés und Drehbuchszenen werden vom Schauspieler Isaak Dentler am Mittwoch, den 8. März, um 18 Uhr im Festivalkino, der Caligari FilmBühne gelesen.

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Isaak Dentler absolvierte seine Schauspielausbildung in Hamburg. Seit 2009 ist er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Abseits der Bühne ist Dentler regelmäßig im Fernsehen zu sehen, u.a. an der Seite von Margarita Broich und Wolfram Koch im Ermittlerteam des Frankfurter Tatort als Assistent Jonas. Außerdem ist seine Stimme in zahlreichen Hörspielen zu hören.

DIE JURY

006Buehlig_Katrin-hr (1)Katrin Bühlig studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg Dokumentarfilmregie. Für „Restrisiko“, ein Dokumentarfilm über Menschen im Maßregelvollzug, erhielt sie 2014 den Grimme-Preis. Seit 2000 arbeitet Katrin Bühlig vorwiegend als Krimi-Drehbuchautorin.

 

Guenther-KleinUnter der konzeptionellen Leitung von Autor und Regisseur Günther Klein entstanden innovative Fernsehreihen, wie die 13-teilige ARD-Milleniumsreihe „2000 Jahre Christentum“, die 2001 mit dem Bayrischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Günther Klein unterrichtet an der Hochschule RheinMain und der IFS Köln.

 

Foto John-H. KarstenJohn-H. Karsten studierte Drehbuch/ Szenischer Film und Serienproducing an der Filmakademie Baden-Württemberg. Sein Debutfilm, „Vertraue mir“, lief erfolgreich im Frühling 2016. Aktuell entwickelt er zwei Kino- und diverse TV-Stoffe. John-H. Karsten lebt als freier Dozent und Musikjournalist in Berlin.

 

Portraitfoto_TomWinterTom Winter organisiert das Deutsche FernsehKrimi-Festival bereits im dritten Jahr. Bis 2016 studierte er Filmwissenschaft und Mediendramaturgie in Mainz. Sein Master-Abschlussprojekt „Mixtape“ wurde als bestes Drehbuch auf dem 45. Internationalen Studierendenfilmfestival Sehsüchte in Potsdam-Babelsberg nominiert.