Kategorie-Archiv: Freilichtmuseum Hessenpark

Zeitgemäß wohnen in historischen Fachwerkgebäuden – Spatenstich für energieeffizientes Musterhaus im Freilichtmuseum Hessenpark

Aus den Balken des Hauses aus Radheim entsteht bis 2019 ein energieeffizientes Musterhaus im Hessenpark. Foto: Eva Otto
Aus den Balken des Hauses aus Radheim entsteht bis 2019 ein energieeffizientes Musterhaus im Hessenpark. Foto: Eva Otto

Neu-Anspach, den 6. November 2017. Kann man in einem historischen Fachwerkhaus wohnen und den modernen Lebensstandard des 21. Jahrhunderts genießen? Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und das Freilichtmuseum Hessenpark zeigen, dass dies möglich ist. Mit dem Projekt „Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkstädten“ wollen sie Beratung, Information und nachahmenswerte Beispiele für Energieeffizienz und Ressourcenschonung in Fachwerkstädten anbieten. Zum einen sollen dafür in den Städten Bleicherode (Thüringen), Hannoversch Münden (Niedersachsen), Schiltach (Baden-Württemberg) und Wolfhagen (Hessen) energetische Sanierungen von Fachwerkhäusern modellhaft dargestellt werden, die Immobilieneigentümern und Fachwerkinteressierten als Orientierung für eigene Maßnahmen dienen können. Zum anderen entsteht im Freilichtmuseum Hessenpark ein Musterhaus für zeitgemäßes und energieeffizientes Wohnen, das aktuelle bauphysikalische Standards berücksichtigt und eine hohe Wohnqualität bieten soll.

Für dieses Musterhaus fand heute der symbolische erste Spatenstich statt. Diesen führten Prof. Manfred Gerner, Projektinitiator und Präsident der Arbeitsgemeinschaft, und Hessenpark-Museumsleiter Jens Scheller gemeinsam aus. Das Haus wird in der Museumssaison 2018 zur Schaubaustelle, auf der die Besucher den Fortgang der Aufbauarbeiten verfolgen können. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Herbst 2019 geplant. „Entstehen soll ein Fachwerkhaus, in dem auch im kommenden Jahrzehnt jeder von uns gerne leben würde“, erläutert Manfred Gerner. „Durch die Qualität der handwerklichen Wiederherstellung und die Einbeziehung zeitgenössischer Architekturelemente setzt das Musterhaus Maßstäbe und liefert Ideen für den möglichen Umgang mit diesem historischen Konstruktionstyp“, ergänzt Jens Scheller.

So schön und ausgereift die Fachwerkbauweise auch ist, gibt es folgende Probleme: unzureichend gedämmte Gebäudehüllen, kaum vorhandene Horizontalsperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit, niedrige Raumhöhen, kleine Grundrisszuschnitte sowie geringe Wind- und Schlagregendichtigkeit der Fachwerkfassade durch Fugen und Risse. Hier setzt das Projekt an und zeigt, wie die praktische, kostenbewusste und sachgerechte Wiederherstellung des Fachwerkgerüsts und der Ausbau des Hauses nach neuesten Erkenntnissen und den Ansprüchen an heutiges Wohnen funktionieren kann. Neben der Energieeffizienz ist die Baustoffwahl nach ökologischen und nachhaltigen Kriterien erklärtes Demonstrationsziel des Musterhauses.

Bauherren, Handwerker, Planer und alle anderen Betrachter des Gebäudes dürfen sich auf kreative Lösungen und stimmige Konzepte freuen. Für einzelne Bauteile sollen nach der Fertigstellung unterschiedliche Varianten gezeigt, verglichen und in ihrer Wirkung bewertet werden. Grundlage für das Gebäude ist ein Haus aus dem südhessischen Radheim, das 1979 ins Freilichtmuseum Hessenpark kam. Es verfügt über zwei Stockwerke und hat eine Wohnfläche von circa 86 Quadratmeter. Eventuell wird diese Fläche noch um einen modernen Glasanbau erweitert.

Ziel des Projekts „Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkstädten“ ist, die bisher geringe Rate energetischer Sanierung von Fachwerkgebäuden in Deutschland zu steigern und Fachwerkstädte insgesamt zu modernisieren. In Deutschland gibt es rund 2,4 Millionen Fachwerkhäuser, viele davon unter Denkmalschutz. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Die Projektkosten betragen insgesamt rund 350.000 Euro für die gesamte Laufzeit. Die Maßnahmen, die im Laufe der rund dreijährigen Projektphase entwickelt werden, sollen sich sowohl an Hauseigentümer als auch an Kommunen, Planer und ausführende Unternehmen richten.

Der gemeinnützige Verein „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte (ADF)“ wurde 1975 gegründet und ist ein bundesweiter Zusammenschluss von rund 130 durch Fachwerk geprägte Städte. Die ADF stellt sich seit 2009 im Rahmen der Fachwerktriennalen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik dem Themenfeld Klimaschutz und unterstützt Kommunen bei der Vorbereitung und Durchführung von Klimaschutzinitiativen.

Das Freilichtmuseum Hessenpark zeigt auf 65 Hektar den historischen Wandel der Lebens- und Arbeitsbedingungen auf dem Land und in Kleinstädten durch Sonder- und Dauerausstellungen, Vorführhandwerk, Theateraufführungen und Themenrundgänge. Im Umgang mit über 100 wiedererrichteten historischen Wohnhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Werkstätten entwickelt sich das Museum zu einem Zentrum für Fachwerksanierung und traditionelle Baustoffe.

Ansprechpartner:

Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V.
Gregor Jungheim
Leiter der Geschäftsstelle
Propstei Johannesberg, 36041 Fulda
Telefon: 0661 9426332
E-Mail: gregor.jungheim@fachwerk-arge.de
www.fachwerk-arge.de

Freilichtmuseum Hessenpark
Elke Ungeheuer
Assistentin der Geschäftsführung | Ehrenamt und Fördermittel
stellv. Projektleiterin „Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkstädten“
Laubweg 5, 61267 Neu-Anspach
Telefon: 06081/588-202
E-Mail: elke.ungeheuer@hessenpark.de
www.hessenpark.de

Apfelfest im Freilichtmuseum Hessenpark am 21. u. 22. Oktober 2017

Apfelfest im Hessenpark am 21. und 22. Oktober. Foto: Jürgen Lamberti
Apfelfest im Hessenpark am 21. und 22. Oktober. Foto: Jürgen Lamberti

Neu-Anspach, den 16. Oktober 2017. Zu den schönsten Seiten des Herbstes zählen die Apfelernte und das Keltern des frischen Mosts. Zusammen mit der Kelterei Heil und allen Besuchern feiert das Freilichtmuseum Hessenpark die Lieblingsfrucht der Hessen am 21. und 22. Oktober mit einem großen Apfelfest. Auf dem Programm stehen Apfel- und Obstwiesenführungen, eine Apfelsortenschau, Infostände rund ums Thema Apfel und eine Obstrallye. Wer einen Apfelbaum sein Eigen nennt, kann unserem Pomologen Früchte mitbringen und zur Sortenbestimmung vorlegen. Dabei werden pro Baum mindestens fünf Früchte benötigt. Auch für die Anschaffung eines neuen Apfelbaumes kann Expertenrat eingeholt werden.

In der Hofanlage aus Emstal-Sand (Baugruppe Nordhessen) wird vor den Augen der Besucher frischer Most auf historischen Keltern gepresst. Die Ernte der rund 200 Apfelbäume im Hessenpark fällt dieses Jahr sehr spärlich aus, da ein Frosteinbruch im Frühjahr fast alle Blüten zerstört hat. Damit der Most trotzdem aus den historischen Keltern fließen kann, werden Äpfel aus Regionen ohne Frostschäden die Hessenparkernte ergänzen. Auch bei den Speiseäpfeln wird neben den Hessenparksorten ein ausgewähltes Bio-Apfel und Birnensortiment zum Verkauf angeboten. Apfel-Allergiker können sich über verträgliche Sorten informieren und diese auch probieren oder kaufen. Bei einem Glas frischem Most aus der historischen Kelterei und dem kurzweiligen Bühnenprogramm mit Livemusik kommt garantiert gute Stimmung auf! Am Samstag sorgt der Fanfarenzug Langenbach für Unterhaltung. Am Sonntag begrüßt hr1-Moderator Kai Völker den beliebten Musiker Peter Grün.

Apfelfest im Hessenpark am 21. und 22. Oktober. Foto: Sascha Erdmann
Apfelfest im Hessenpark am 21. und 22. Oktober. Foto: Sascha Erdmann

Wer nach einem ereignisreichen Tag nicht nur tolle Erinnerungen mit nach Hause nehmen möchte, kann sich auf dem Apfelmarkt mit schönen Dingen aus der Region versorgen. Angeboten werden allerlei Köstlichkeiten von Marmeladen und Chutneys über Käse und Bio-Fleisch bis hin zu essbaren Geschenken aus frischem Obst. Außerdem gibt es Strickwaren aus Alpakawolle, Laubsägearbeiten, Korbwaren, Kränze, Pflanzen, Holzartikel, Vogelhäuser, Naturseifen und vieles mehr.

Apfelfest mit Apfelmarkt
Samstag, 21. Oktober / Sonntag, 22. Oktober 2017, 11 bis 17 Uhr
Der Apfelmarkt hat analog zum Museum von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintritt: Erwachsene 9 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familien 18 Euro.
Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach

Hessenpark eröffnet am 8. Juli 70er-Jahre-Trimm-dich-Pfad

„Trimming 130“ - Lauftreff, Heusenstamm-Rembrücken, um 1980
„Trimming 130“ – Lauftreff, Heusenstamm-Rembrücken, um 1980

Neu-Anspach, den 26. Juni 2017. Der Begriff Trimm-dich-Pfad wurde vom Duden als eines der Wörter der Jahrzehnte benannt, die stellvertretend für den Zeitgeist der 1970er-Jahre stehen. 1973 fand die Wortschöpfung erstmals Eingang in den deutschen Rechtschreibduden. Der Trimm-dich-Pfad bezeichnet nicht nur Freizeit-Sportanlagen auf Waldpfaden oder in Parks, sondern steht auch stellvertretend für die Trimm-Dich-Kampagne des ehemaligen Deutschen Sportbunds (DSB), welche 1970 ins Leben gerufen wurde. Diese zielte darauf ab, den Breitensport zu fördern und die mangelnde Bewegung der Deutschen im Alltag auszugleichen. Sport für alle unabhängig von Alter, Geschlecht und Fitnessstand – das war das Ziel des Aufrufs. Im Zuge dieser Bestrebungen entstanden Hunderte sogenannter Trimm-dich-Pfade in Deutschland, viele davon auch in Hessen. Die öffentlich zugänglichen Geräteanlagen erreichten einen enormen Bekanntheitsgrad, sodass noch heute viele Menschen aus eigener Erfahrung von deren Nutzung aus Kindertagen berichten können.

rimmy kommt ins Freilichtmuseum. Am 8. Juli geht es bei der Eröffnung des Trimm-dich-Pfads sportlich zu.
rimmy kommt ins Freilichtmuseum. Am 8. Juli geht es bei der Eröffnung des Trimm-dich-Pfads sportlich zu.

Das Freilichtmuseum Hessenpark holt nun die Erinnerung an die sportlichen Outdoor-Aktivitäten in die Gegenwart. Anhand von originalen Bauvorlagen des Deutschen Sportbunds aus dem Jahr 1973 ist in der Baugruppe Rhein-Main ein Trimm-dich-Pfad entstanden. Der als Rundweg angelegte Pfad besteht aus zehn von den Handwerkern des Museums gefertigten Gerätestationen aus Robinienholz. Insgesamt lassen sich hier 14 Übungen durchführen. Anleitungen zur Übungsausführung geben Tafeln an den jeweiligen Stationen, erarbeitet in Zusammenarbeit mit der Abteilung Sportmedizin des Instituts für Sportwissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Um die Trimm-Geräte aus heutiger Sicht nutzbar zu machen, mussten dabei historische Vorgaben in Einklang mit aktuellen sicherheitstechnischen Anforderungen und sportmedizinischen Erkenntnissen gebracht werden. Ergänzt wird der Geräteparcours durch die Trimm-Bahn, eine Laufstrecke, die sich durch teilweise versteckte Pfade in der Baugruppe Rhein-Main zieht.

Die Eröffnung des Trimm-dich-Pfads wird am 8. Juli um 12 Uhr gefeiert. Von 13 bis 15 Uhr stehen für alle sportbegeisterten Besucher angeleitete Trainingseinheiten durch das Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt auf dem Programm. Nach dem Eröffnungstag kann der neu errichtete Trimm-dich-Pfad anhand der Erläuterungen an den Stationsschildern eigenständig, je nach den eigenen körperlichen Möglichkeiten, absolviert werden. Wer sich lieber in der Gruppe, angeleitet von zertifizierten Übungsleitern, trimmen möchte, darf sich auf Gruppenangebote und offene Trimm-Treffs freuen.

Der Aufbau des Trimm-dich-Pfads wurde von der Taunus Sparkasse, dem Förderkreis Freilichtmuseum Hessenpark e.V. und dem Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB) gefördert. Der Hessenpark greift mit der Installation die sozial-gesellschaftlichen Entwicklungen der 1970er-Jahre auf und erweitert das Museum um eine neue dauerhafte Präsentation. In einer zweiten Projektphase wird bis zum Frühjahr 2018 vor Ort in der Baugruppe Rhein-Main ein Ausstellungsmodul zur Geschichte der Trimm-dich-Bewegung entstehen. Zeugnisse in Schrift und Bild geben dann Einblicke in die Geschichte der Breitensportbewegung von den 1970er- bis 1990er-Jahren.

Eröffnung des Trimm-dich-Pfads
8. Juli 2017, 12 Uhr
Ort: hinter der Hofanlage aus Anspach, Baugruppe Rhein-Main

13 bis 15 Uhr: Praktische Übungseinheiten an den Trimm-Geräten unter Anleitung von Sportwissenschaftlerinnen der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Für den Fußweg von der Museumskasse bis zum Trimm-dich-Pfad sollte man zirka 15 Minuten einplanen.

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach

Freilichtmuseum Hessenpark errichtet historische Dorfgärtnerei aus Rechtenbach

Kürbis_vor_Kohlgrund1Neu-Anspach, den 11. April 2017. Historische Fachwerkbauten können im Freilichtmuseum Hessenpark seit über 40 Jahren bewundert werden. Mehr als 100 dörfliche Gebäude aus natürlichen Baustoffen wie Holz, Stein und Lehm bilden das Fundament des Museums. Nun wird der Hessenpark um ein Gebäude aus Stahl und Glas reicher: Nach rund einjähriger Planungs- und Vorbereitungszeit beginnt in Kürze in der Baugruppe Mittelhessen der Aufbau der Gärtnerei aus Hüttenberg-Rechtenbach. Heute erfolgte der erste Spatenstich, zu dem zahlreiche Gäste geladen waren. Mit von der Partie waren unter anderem Museumsleiter Jens Scheller, der Vorstandsvorsitzende des Förderkreises Jürgen Banzer, Norbert Breidenbach vom Vorstand der Mainova AG, der Erste Beigeordnete der Gemeinde Hüttenberg Rudi Weber und die ehemalige Besitzerfamilie Weidmann.

Derzeit befindet sich die Gärtnerei aus Rechtenbach noch an ihrem alten Standort. Schon bald aber werden zwei Glashäuser und mehrere Frühbeetkästen abgebaut und im Freilichtmuseum im Stil der 1950er-Jahre wiedererrichtet. Schon diesen Sommer soll der Rohbau stehen und ein Gewächshaus in Nutzung genommen werden. Hier werden zukünftig Pflanzen für die Nutzgärten, Sonderkulturen wie Tabak, Färberpflanzen, Hopfen oder Feldgemüse sowie Beet- und Balkonpflanzen für den musealen Bedarf angezogen. Dabei kultivieren die Hessenpark-Mitarbeiter alte Sorten, die aus den Sortimenten der modernen Gartencenter längst verschwunden sind. Ziel des Museums ist es, sich mithilfe der historischen Gärtnerei verstärkt für die bedrohte Nutzpflanzenvielfalt einzusetzen und seinen Arche-Gedanken zu erweitern. Seit 2012 ist der Hessenpark bereits zertifizierter Arche-Park für alte Haustierrassen. Mit dem Bauprojekt betreten die Verantwortlichen Neuland, denn ein solches Gebäude ist bisher in keinem anderen deutschen Freilichtmuseum zu finden.

In einem der beiden Glashäuser wird eine Dauerausstellung eingerichtet, die fachliche Bezüge zur Gärtnerei vermittelt. Beleuchtet werden außerdem die Bedeutung von Gärtnereien für die dörfliche Alltagskultur und der soziale Wandel, der innerhalb weniger Jahrzehnte zum Aufblühen und Niedergang solcher Betriebe führte. Ein museumspädagogischer Bereich ist ebenfalls vorgesehen. Dort können die Besucher den Gärtnern bei der Arbeit zuschauen und im Rahmen von buchbaren Angeboten selbst Hand anlegen. Auch im Bereich des Gartenhandwerks möchte der Hessenpark dazu beitragen, altes Wissen und Können zu erhalten und an Interessierte weiterzugeben. Offiziell eröffnet wird die Gärtnerei voraussichtlich 2018.

Museumsleiter Jens Scheller freut sich über den Zuwachs im Museumsgelände: „Historische Nutz- und Zierpflanzen werden – wie viele andere Bestandteile unseres kulturellen Erbes auch – im Hessenpark bewahrt und erlebbar gemacht. In der Gärtnerei aus Rechtenbach findet unsere Arbeit mit Kulturpflanzen endlich einen angemessenen Ort. Bald dürfen unsere Gäste Gewächshausluft schnuppern und sich auf eine neue wunderbare Attraktion freuen!“

Finanziert wird das Bauprojekt größtenteils durch den Förderkreis des Freilichtmuseums, der insgesamt 130.000 Euro bereitstellt und mit inzwischen mehr als 3.000 Mitgliedschaften eine wichtige finanzielle Stütze des Museums ist. Ein beachtlicher Betrag konnte über einen internen Spendenaufruf für die Gärtnerei erzielt werden. „Viele Mitglieder des Förderkreises folgen gerne den projektbezogenen Spendenaufrufen, bei denen man ganz konkret sieht, wofür das Geld eingesetzt wird. So wächst die Identifikation mit dem Hessenpark“, erklärt der Vorsitzende des Förderkreisvorstands Jürgen Banzer. Zusätzlich spendet die Mainova AG Frankfurt 5.000 Euro. Vorstandsmitglied Norbert Breidenbach betont: „Mainova setzt sich mit der Förderung ausgewählter Projekte wie dem Wiederaufbau der historischen Gärtnerei aus Rechtenbach dafür ein, dass die Attraktivität unserer Heimatregion auch in Zukunft erhalten bleibt und weiter wächst. Ein Schwerpunkt unseres Sponsorings ist die außerschulische Bildung von Kindern und Jugendlichen, die von der wertvollen Arbeit des Hessenparks besonders profitieren.“

Wald- und Holztag im Freilichtmuseum Hessenpark am 2. April

Beim Wald- und Holztag können Besucher auch selbst aktiv werden. Foto: Sascha Erdmann
Beim Wald- und Holztag können Besucher auch selbst aktiv werden. Foto: Sascha Erdmann

Neu-Anspach, den 24. März 2017. Am 2. April dreht sich im Freilichtmuseum alles um den Wald, der mit seinen natürlichen Holzvorräten ein wichtiger Energie- und Baustofflieferant für uns ist. Auf die Besucher warten Waldrundgänge, Vorführungen und Aktionen zum Mitmachen, bei denen sie etwas über nachhaltige Waldpflege sowie die Forstnutzung und den Holztransport der vergangenen 200 Jahre erfahren. Alt und Jung können sich an modernen und historischen Holzbearbeitungsmethoden wie Lohschälen und Holzsägen versuchen, im Wald bei der Baumfällung und beim anschließenden Holzrücken mit Kaltblutpferden zusehen oder Forstjäger auf Patrouille begleiten. Auch historische Forstwerkzeuge werden präsentiert. Weitere Vorführungen finden im Sägewerk, in der Schreinerei, in der Drechslerwerkstatt und in der Druckerei statt.

Um 12 und um 15 Uhr führt Förster Karl-Matthias Groß durch den zehn Hektar großen Waldbestand des Hessenparks und vermittelt seinen Begleitern die Sicht eines fürstlichen Forstbeamten um 1780. Um 13 Uhr wird ein Rundgang über den Hartig-Walderlebnispfad angeboten. Auf einer Wegstrecke von etwa zwei Kilometern entdecken Kinder und Erwachsene an zwölf Stationen verschiedene Baum-, Holz- und Tierarten und lernen die Geschichte unserer heimischen Wälder kennen. Treffpunkt für die Führungen ist hinter dem Eingangsgebäude.
Das Freilichtmuseum Hessenpark veranstaltet den Wald- und Holztag in Kooperation mit dem Landesbetrieb HessenForst.

Das Programm:
11-17 Uhr: Lohschälen und Holzsägen zum Mitmachen

11-17 Uhr: Forstjäger auf Patrouille und Präsentation historischer Forstwerkzeuge

11-17 Uhr: Baumfällung und Holzrücken mit Pferden

11-17 Uhr: Vorführungen in der Schreinerei, Drechslerwerkstatt, Druckerei und im Sägewerk

12 und 15 Uhr: Forsthistorische Exkursion

13 Uhr: Führung auf dem Hartig-Walderlebnispfad

Wald- und Holztag im Freilichtmuseum Hessenpark

2. April 2017, 11 bis 17 Uhr

Die Saison 2017 im Freilichtmuseum Hessenpark

In der Museumssaison 2017 gibt es viele Anlässe für einen Ausflug in den Hessenpark. Foto: Christian Gahmann
In der Museumssaison 2017 gibt es viele Anlässe für einen Ausflug in den Hessenpark. Foto: Christian Gahmann

Ein neuer Trimm-Dich-Pfad in der Baugruppe Rhein-Main, die Wiedereröffnung des Frisörsalons im Haus aus Idstein, eine große Sonderausstellung zum Thema Elektrizität in Hessen, Schwarz-Weiß-Fotografien aus Hessen von Barbara Klemm, die erneute Beteiligung an den Blickachsen und ein buntes Veranstaltungsprogramm – 2017 können Besucher im Hessenpark viel erleben!

Neu-Anspach, den 23. Februar 2017. Am 1. März beginnt im Freilichtmuseum Hessenpark die neue Museumssaison. Bis Ende Oktober können Besucher dann täglich von 9 bis 18 Uhr eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen. Über 100 historische Gebäude bieten auf dem 65 Hektar großen Gelände spannende Einblicke in 400 Jahre ländliches und kleinstädtisches Leben in Hessen. Neben interessanten Ausstellungen und original eingerichteten Häusern gehören traditionelle Handwerksvorführungen, Mitmachaktionen, öffentliche Führungen und ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm zum lebendigen Erscheinungsbild des Museums.

Neue Attraktionen

Hunde erlaubt. Ins Freilichtmuseum dürfen Besucher ihre Vierbeiner mitbringen. Foto: Jürgen Lamberti
Hunde erlaubt. Ins Freilichtmuseum dürfen Besucher ihre Vierbeiner mitbringen. Foto: Jürgen Lamberti

Nach umfassender Sanierung öffnet das einstige Lehrerwohnhaus aus Idstein ab dem 11. Juni wieder seine Türen. Dort kann im Erdgeschoss der eingerichtete Frisörsalon Spielmann aus Steinau an der Straße besichtigt werden. Der Frisör und Nebenerwerbslandwirt Nikolaus Spielmann hatte sich 1890 als Barbier und Herrenfrisör selbständig gemacht. Sein Sohn Heinrich übernahm in zweiter Generation das Geschäft und führte es bis ins hohe Alter weiter. Wesentliche Teile des Salons sind erhalten geblieben und ab Juni wieder im Hessenpark zu besichtigen. Zwei Medienstationen lassen das geschäftige Treiben im Frisörsalon lebendig werden. Die Wiederöffnung am 11. Juni ist eingebettet in den Thementag Haare, an dem Besucher auf historischen Frisierstühlen Platz nehmen und sich von Könnern ihrer Zunft die Haare schneiden lassen dürfen. Außerdem erhalten die Hessenpark-Schafe ihre Sommerfrisur.

In die Baugruppe Rhein-Main zieht im Sommer der Zeitgeist der 1970er-Jahre ein. Anhand von originalen Bauvorlagen aus dem Jahr 1973 errichtet das Freilichtmuseum dort einen Trimm-Dich-Parcours. Die insgesamt zehn Stationen aus Holz haben historische Trimmgeräte zum Vorbild, sind aber natürlich an aktuelle Sicherheitsanforderungen angepasst. Text- und Bildtafeln geben Einblick in die Hintergründe und Entwicklung der Trimm-Dich-Bewegung bis in die 1990er-Jahre. Besucher sind herzlich eingeladen, die neue Sportanlage aktiv zu nutzen. Je nach Fitnessgrad und körperlichen Möglichkeiten ist das aufgrund der Erläuterungen an den einzelnen Stationen auf eigene Faust möglich. Wer sich lieber in der Gruppe, angeleitet von zertifizierten Übungsleitern, trimmen möchte, darf sich auf Gruppenangebote und offene Trimm-Treffs freuen. Die Eröffnung wird am 8. Juli um 12 Uhr gefeiert.

Auch von der Ladenzeile auf dem Marktplatz gibt es Neuigkeiten zu berichten. Tobias Gerschewski hat seine Käsekiste Ende 2016 geschlossen, um sich künftig ganz der Hungener Käsescheune zu widmen. Das attraktive Ladenlokal übernimmt im April Ingrid Schick. Unter dem Namen „Feinhessisch im Hessenpark“ wird die Gastro-Autorin, die in der Region bestens vernetzt ist, Produkte aus Hessen zum Kosten und Kaufen anbieten.

Sonderausstellungen
In der Saison 2017 zeigt das Freilichtmuseum fünf neue Sonderausstellungen: Den Auftakt bildet eine kleine Sonderschau zum Thema Miniaturkameras im Fotohaus, die am 26. Februar eröffnet wird. Vom 12. März bis zum 23. April macht traditionell der Licher Fotopreis im Hessenpark Station. Im Haus aus Gemünden (Wohra) sind ab dem 5. März Bilder von Barbara Klemm zu sehen. Unter dem Titel „Alltag, Aufbruch und Anstoß“ zeigt die renommierte Fotografin erstmals eine Auswahl ihrer zwischen 1969 und 2001 in Hessen entstandenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Die große Sonderausstellung in der Stallscheune aus Asterode widmet sich dem Thema „Hessen unter Strom“. Vom 26. März bis zum 3. Dezember können sich Besucher hier über die Elektrizitätswirtschaft in der Region von den 1880er Jahren bis heute informieren. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Wirtschaftsarchiv in Darmstadt entstanden. „Die Vogelsbergbahn zwischen Lauterbach und Stockheim“ ist Thema einer Fotodokumentation, die Wilfried Kohlmeier und Ernst Bäppler ab dem 28. Mai im Festen Haus aus Ransbach präsentieren. Auch der Marktplatz des Museums wird durch die erneute Beteiligung an der Skulpturenbiennale Blickachsen 2017 wieder zur Ausstellungsfläche. Hier ist ab Mai eine Gruppe von Figuren des kanadischen Künstlers Jean Yves Klein zu bewundern.

Mehr öffentliche Führungen und Vorträge

Pro Tag können Besucher in der Hauptsaison mindestens drei Handwerksvorführungen bestaunen. Hier zu sehen: Korbmacher Horst Pfetzing. Foto: Christian Gahmann
Pro Tag können Besucher in der Hauptsaison mindestens drei Handwerksvorführungen bestaunen. Hier zu sehen: Korbmacher Horst Pfetzing. Foto: Christian Gahmann

Das Angebot an öffentlichen Führungen wird 2017 deutlich ausgeweitet. Diese finden in der Hauptsaison von März bis Oktober jeden Samstag und Sonntag um 15 Uhr im Freilichtmuseum statt. Allgemeine Museumserkundungen, Themenführungen, Schauspielführungen und landwirtschaftliche Rundgänge – Besucher können das Museum an den Wochenenden künftig aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln kennenlernen. Und das Beste: Alle öffentlichen Führungen sind im Museumseintritt inklusive. Der erste Mittwoch im Monat ist wieder für Restaurator Matthias Stappel reserviert. Er bietet von März bis Oktober um 16 Uhr in der Schreinerei aus Fulda das beliebte Format „Im Dialog mit dem Restaurator“ an.

Vielfältiges Veranstaltungsprogramm

Zum Deutschen Mühlentag stehen die Mühlen des Museums im Fokus. Jürgen Lamberti
Zum Deutschen Mühlentag stehen die Mühlen des Museums im Fokus. Jürgen Lamberti

Spannende Thementage, Ferienprogramme mit Aktionen zum Mitmachen, traditionelle Feste und verschiedene Märkte – das Veranstaltungsprogramm 2017 ist ebenso interessant wie vielfältig. Im Mai präsentiert der Hessenpark während der Dampftage eine eindrucksvolle Sammlung historischer Dampfmaschinen. Im Juni stehen anlässlich des Deutschen Mühlentags Führungen und Aktionen zu den Mühlen des Museums im Veranstaltungskalender. Im August wird in der Martinsklause ein Wirtshausfest mit historischen Brauvorführungen gefeiert. Im Dezember lädt der beliebte Adventsmarkt zu einem vorweihnachtlichen Bummel durch den Hessenpark ein. Außerdem auf dem Programm: ein Waschtag mit Aktionen rund um den Waschplatz aus Ebsdorf, der Märchentag, die Kinderwoche, der Treckertreff, die bewährten Klassiker Ernte- und Apfelfest, die Pflanzenmärkte im Frühling und Herbst und vieles mehr. Ein wichtiger Bestandteil des Jahresprogramms ist auch 2017 das Museumstheater. Besucher dürfen sich im Frühjahr, Sommer und Herbst auf die Tage der Schauspielführungen freuen. Am 14. Mai wird das Freilichttheater „Ein Dorf verschwindet“ wiederaufgenommen: Krieg, Hungersnot, Naturkatastrophen – Gründe, seine Heimat zu verlassen, gibt es viele. Aber was passiert, wenn ein ganzes Dorf beschließt zu gehen? Dies erfahren Besucher an insgesamt sieben Aufführungstagen im Rahmen einer Zeitreise ins Jahr 1779.

Baumaßnahmen im Gelände
Zu den wichtigsten Baumaßnahmen gehört 2017 die Sanierung des Fruchtspeichers aus Trendelburg, in dem der gescheckte Nagekäfer sein Unwesen treibt. Das imposante Gebäude in der Baugruppe Nordhessen wird in den Sommermonaten 2017 zur Schaubaustelle. Im Erdgeschoss entsteht durch einige Umbauten wie die Verlegung des Eingangs ein schöner Veranstaltungsraum. Im ersten Stock präsentiert das Museum künftig eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Gebäudes. Hier lässt sich dann auch die besonders eindrucksvolle Fachwerkkonstruktion des Dachstuhls bewundern. Das ambitionierte Projekt soll, wenn alles nach Plan verläuft, 2018 abgeschlossen sein. Über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen können sich Museumsgäste stets vor Ort informieren.

Ebenfalls im Sommer beginnen in der Baugruppe Rhein-Main die Bauvorbereitungen für das geplante Fachwerk-Musterhaus für Energieeffizienz. Das Projekt wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Kompetenzzentrums für Klimaschutz in Fachwerkstädten realisiert. „Unser Ziel ist, die Verknüpfung von Energieeffizienz, zeitgemäßer Haustechnik und aktuellem Wohnambiente in einem Fachwerkhaus praktisch zu zeigen“, erklärt Museumsleiter Jens Scheller. Hier können sich Hausbesitzer und Bauherren über moderne Standards und Sanierungskonzepte informieren. Zugleich soll das Gebäude Anlaufstelle für Aus- und Weiterbildung werden. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2019 geplant. Am Haus aus Rörshain auf dem Marktplatz steht eine Fassadensanierung an. Das Standesamt zieht deshalb vorübergehend um ins Haus aus Münchhausen in der Baugruppe Mittelhessen. Ein Stück die Dorfstraße hinunter wird das Haus aus Grebenau saniert. Nach Abschluss der Arbeiten entsteht hier ein Textilhandwerkshaus, in dem die verschiedenen Handwerksvorführungen zum Thema zusammengefasst werden. Außerdem beginnen im Frühjahr die Bauarbeiten an der Gärtnerei aus Rechtenbach, die zum Jahresende in Betrieb gehen soll.

Jens Scheller und sein Team freuen sich auf die neue Museumssaison: „Wir konnten drei Jahre in Folge neue Besucherrekorde erzielen und hoffen auch 2017 auf gute Resonanz“, erklärt Scheller. Anlässe für einen Besuch gibt es auch in der neuen Museumssaison reichlich. Dazu trägt der Museumsleiter seit einigen Jahren auch höchstpersönlich bei: Am 5. März bietet er um 15 Uhr seine große Führung zum Saisonstart an. Interessierte Besucher erfahren hier, was sich in den letzten Monaten im Hessenpark getan hat, wie der aktuelle Stand der Baumaßnahmen im Gelände ist und auf welche Attraktionen sich die Museumsgäste 2017 freuen können.

Die Eintrittspreise bleiben 2017 unverändert.

Sonderausstellung „Miniaturkameras. Verspielt – versteckt – verpönt“ vom 26. Februar 2017 bis März 2018

Haus der Foto- und Filmgeschichte. © Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Haus der Foto- und Filmgeschichte. © Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Neu-Anspach, den 15. Februar 2017. Seit der ersten Bekanntmachung des fotografischen Verfahrens im Jahre 1839 entwickelten sich die fotografischen Aufnahmegeräte stetig weiter: Kontinuierlich wurde die Qualität der Kameras verbessert, die Handhabung vereinfacht und die Größe der Aufnahmegeräte verringert.

Fernglaskamera Binoca von 1950 © Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Fernglaskamera Binoca von 1950 © Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Dem letztgenannten Aspekt widmet sich die neue Sonderausstellung im Fotohaus des Freilichtmuseums und zeigt die fortlaufende Entwicklung der Miniaturkamera von ihren Anfängen bis heute. Die Miniaturkamera wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts verwendet und besaß damals noch das Format eines Backsteins. Durch die bahnbrechenden chemischen und physikalischen Neuentwicklungen Anfang des 20. Jahrhunderts reduzierte sich die Größe auf etwa die Hälfte. Auch der Reiz der Fotografierenden und der Betrachter der Bilder, das Verborgene festzuhalten und zu entdecken, führte zu immer kleineren und versteckteren Aufnahmegeräten. In den 1950er Jahren entstanden heute kurios anmutende, zum Teil verspielte Miniaturkameras mit Mehrfachfunktionen, wie zum Beispiel ein Fotoapparat mit integriertem Feuerzeug oder eine Radio-Kamera-Kombination. Auch echte Spionagekameras wurden in dieser Zeit für die Geheimdienste entwickelt. Heute haben sich die Abmessungen von etwa einer Zigarettenpackung als gängige Größe für Kameras etabliert – Fotoapparate, die man immer dabei haben kann, die klein genug sind, um sie in Hosen- oder Handtasche bequem unterzubringen und gleichzeitig viele technische Möglichkeiten bieten.


Sonderausstellung „Miniaturkameras. Verspielt – versteckt – verpönt“
Vom 26. Februar 2017 bis März 2018

Haus aus Queck (Haus der Foto- und Filmgeschichte Hessen),
Baugruppe Marktplatz

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach

Unternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften aufgefordert – IHK Frankfurt am Main hat Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit eingerichtet

Nachhaltiges Wirtschaften ersetzt die Kurzfristigkeitsperspektive durch solides langfristiges ressourcenschonendes, sozial- und umweltverantwortliches Planen und Agieren. ( v.r.) Marlene Haas, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt,Jens Scheller, Geschäftsführer des Freilichtmuseum Hessenpark GmbH,Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt, Eva Marie Bergauer, Leiterin Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit, IHK Frankfurt am Main. Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Nachhaltiges Wirtschaften ersetzt die Kurzfristigkeitsperspektive durch solides langfristiges ressourcenschonendes, sozial- und umweltverantwortliches Planen und Agieren. ( v.r.) Marlene Haas, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt,Jens Scheller, Geschäftsführer des Freilichtmuseum Hessenpark GmbH,Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt und Eva Marie Bergauer, Leiterin Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit, IHK Frankfurt am Main stellten heute Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Nachhaltiges Wirtschaften“ vor und präsentierten das Positionspapier der IHK Frankfurt „Nachhaltiges Wirtschaften“. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die IHK Frankfurt am Main hat die Mitgliedsunternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften aufgefordert. „Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung, sondern ein Konzept, unsere Art zu leben und zu wirtschaften zukunftsfähig zu machen,“ heißt es in einem Positionspapier, das die IHK-Vollversammlung verabschiedet hat.

Der Klimawandel, ein verändertes Verständnis von Wohlstand und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen stellen neue Herausforderungen. Auch die Europäische Union verlangt von Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2017 eine Berichterstattung zur Nachhaltigkeit. Große kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie Kreditinstitute und Versicherungen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind direkt, kleine und mittlere Unternehmen über die Zulieferketten indirekt davon betroffen. Beispielsweise können Unternehmen darüber berichten, ob und wie sie sicherstellen, dass die Zulieferer grundlegend Menschenrechte einhalten oder inwieweit bereits Leistungsindikatoren wie etwa Umweltkennzahlen bestimmt wurden.

„Vor diesem Hintergrund haben wir in der IHK Frankfurt einen Prozess angestoßen, um die Aufgabenstellung des nachhaltigen Wirtschaftens für die Unternehmen in unserer Region zu übersetzen“, so Marlene Haas, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt. In einer Arbeitsgruppe, in der Vertreter aller relevanten Branchen beteiligt waren, wurde ein Positionspapier „Nachhaltiges Wirtschaften“ entwickelt. Am 14. Dezember 2016 hat die IHK-Vollversammlung das Papier einstimmig angenommen. Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck. „Unter nachhaltigem Wirtschaften versteht die IHK Frankfurt am Main einen Prozess, in dem Unternehmen ihr Kerngeschäft wirtschaftlich erfolgreich, aber auch sozial und ökologisch verantwortlich, betreiben und dabei ihre gesamte Wertschöpfungskette im Blick haben“, ergänzt Haas.

In welcher Art und Weise Unternehmen ihre Aktivitäten nachhaltig ausrichten, hängt auch von der Größe sowie den Branchen und Märkten ab, in denen sie agieren. Die Leitfragen, die sich Unternehmen auf dem Weg des nachhaltigen Wirtschaftens zu stellen haben, sind: Was sind die wesentlichen Handlungsfelder, in denen ein Unternehmen Verantwortung übernehmen kann und will? Welche Anspruchsgruppen beeinflussen das unternehmerische Handeln? Warum ist das Unternehmen erfolgreich am Markt und welchen Beitrag wird mit dem Unternehmen am Markt für das Gemeinwohl getan.

„Es ist uns wichtig, Unternehmen Mut zu machen, sich auf den Weg des nachhaltigen Wirtschaftens einzulassen. Dabei ist es ratsam, nicht alles gleichzeitig anzupacken, sondern Wesentliches zu identifizieren und damit anzufangen“, sagt Jens Scheller, Geschäftsführer des Freilichtmuseum Hessenpark GmbH, als Teilnehmer der Arbeitsgruppe Nachhaltiges Wirtschaften. „Nachhaltigkeit ist nicht nur eine abstrakte Sache, sondern muss auf jede spezifische unternehmerische Situation angepasst werden.“

Jens Scheller fasste  einige mögliche betriebliche „nachhaltige“ Handlungsfelder  unter den Begriffen Markt, Arbeit, Umwelt und Gemeinwesen beispielhaft aus dem Positionspapier „Nachhaltiges Wirtschaften“zusammen:
Im Handlungsfeld Markt könne nachhaltiges Wirtschaften beispielsweise bedeuten, verantwortlich und langfristig eine Lieferkette zu gestalten, beispielsweise „durch Selbstverpflichtungen im Umgang mit Lieferanten und Beachtung der Menschenrechte auch bei Zulieferern“, so Scheller. Weitere Punkte könnten sein: „Beachtung ausformulierter Umwelt- und Sozialstandards und Forderung der Beachtung gleicher Standards bei Zulieferern. Fortwährendes Hinterfragen und Anpassen des eigenen Geschäftsmodels gemessen am Beitrag, den das Unternehmen am Markt für das Gemeinwohl leistet“, sagte der Chef des Hessenparks. Im Handlungsfeld Arbeit könne sich nachhaltiges Wirtschaften darin zeigen, arbeitsrechtliche Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen einzuhalten und vor allem auf Chancengleichheit, Gesundheit, Weiterbildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Inklusion zu achten, erörterte Scheller weiter. Ein großes Handlungsfeld sei der ganze Umweltsektor: Zentrale Fragen könnten hier sein, wie stark die Unternehmensaktivitäten für die Umwelt relevant seien, welche Reduktionsziele sich Unternehmen vornehmen könnten und welche Maßnahmen zur Energie- und Ressourcen-Effizienz umgesetzt werden könnten, so Scheller.
Ein weites Feld nachhaltigen Handels eröffnete sich Unternehmen auch im Bereich „Gemeinwesen“. Der Fokus liege in diesem Fall hierauf, Unternehmen in das lokale Umfeld einzubinden. „Idealerweise“, so Scheller, „ist das lokale Engagement mit dem Kerngeschäft verbunden. Ein Beispiel dafür wäre ein Getränkehersteller, der sich für die Bildung der Kinder zum Thema Wasser engagiert oder sich an Standorten im Ausland für den Zugang der Menschen zu sauberem Wasser einsetzt“, sagte Jens Scheller.
Natürlich würden  Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen die Fragen, wo sie Verantwortung übernehmen könnten, unterschiedlich beantworten. „Beispielsweise wird ein Finanzdienstleister andere Handlungsfelder identifizieren als ein Bauunternehmen. Das Finanzinstitut befasst sich insbesondere damit, in welche Projekte und Unternehmen die Anlagegelder investiert werden. Beim Bauunternehmer geht es vorrangig um Themen der Beschaffung und Verarbeitung von Materialien.“, so der Geschäftsführer des Hessenparks. Er untermauerte einige genannte Ansätze des Positionspapiers mit gelungenen Beispielen und weiteren Nachhaltigkeits-Vorhaben des Freilichtmuseums Hessenpark.  

 

„Die Impulse aus dem Positionspapier werden wir breit in die Unternehmerschaft tragen“, sagt Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt. Auch die IHK selbst werde sich in die Pflicht nehmen. Zur Bündelung der Aktivitäten rund um das Thema Nachhaltigkeit ist seit Beginn des Jahres in der IHK ein Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit eingerichtet worden.

Das Positionspapier steht unter folgendem Link zum Download bereit:  www.frankfurt-main.ihk.de/NH

Hessenpark baut Fachwerk-Musterhaus für Energieeffizienz

Bild: Die Partner des Kompetenzzentrums für Klimaschutz in Fachwerkstädten bei ihrem ersten Treffen im Freilichtmuseum Hessenpark (v. l. n. r.): Jens Steinhoff (Geschäftsführer Versorgungsbetriebe Hannoversch Münden), Jens Scheller (Museumsleiter Freilichtmuseum Hessenpark), Burkhard Klapp (Leiter Untere Denkmalschutzbehörde Hannoversch Münden), Thomas Haas (Bürgermeister Stadt Schiltach), Dr. Uwe Ferber (StadtLand UG), Christoph Kiefer (Architekt), Michael Joost (Bauamtsleiter Stadt Wolfhagen), Prof. Manfred Gerner (Projektleiter Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte). Foto: Elke Ungeheuer
Bild: Die Partner des Kompetenzzentrums für Klimaschutz in Fachwerkstädten bei ihrem ersten Treffen im Freilichtmuseum Hessenpark (v. l. n. r.): Jens Steinhoff (Geschäftsführer Versorgungsbetriebe Hannoversch Münden), Jens Scheller (Museumsleiter Freilichtmuseum Hessenpark), Burkhard Klapp (Leiter Untere Denkmalschutzbehörde Hannoversch Münden), Thomas Haas (Bürgermeister Stadt Schiltach), Dr. Uwe Ferber (StadtLand UG), Christoph Kiefer (Architekt), Michael Joost (Bauamtsleiter Stadt Wolfhagen), Prof. Manfred Gerner (Projektleiter Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte). Foto: Elke Ungeheuer

Das Freilichtmuseum wird Teil des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Kompetenzzentrums für Klimaschutz in Fachwerkstädten.

Neu-Anspach/Fulda, den 26. Januar 2017. In Deutschland gibt es rund 2,4 Millionen Fachwerkhäuser – sie prägen die Kulturlandschaft und sind für viele Menschen der Inbegriff von „Gemütlichkeit“. Die Hauseigentümer stehen bei Umbau- und Sanierungsmaßnahmen jedoch vor großen Herausforderungen: Die Energieversorgung in den Fachwerkquartieren und die Dämmung der Fachwerkgebäude entsprechen nicht den heute geltenden Standards. Um das von der Bundesregierung angestrebte Ziel einer vierzigprozentigen CO2-Reduzierung zu erreichen, müssen Maßnahmen zur Dämmung einzelner Fachwerkgebäude mit Lösungen zur Energieerzeugung für komplette Fachwerkquartiere gekoppelt werden.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative entsteht nun ein „Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkstädten“. Beteiligt sind neben dem Freilichtmuseum Hessenpark die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und die Modellstädte Wolfhagen, Hannoversch Münden, Bleicherode und Schiltach. Ziel des Zentrums ist es, ein Netzwerk aus fachkundigen Partnern aufzubauen, welches sich dem Austausch und der Wissensvermittlung zum Thema Fachwerkhäuser und Klimaschutz widmet. Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Die Projektkosten betragen rund 350.000 Euro für die gesamte Laufzeit. Die Maßnahmen, die im Laufe der rund dreijährigen Projektphase entwickelt werden, sollen sich sowohl an Hauseigentümer als auch an Kommunen, Planer und ausführende Unternehmen richten.

Das Freilichtmuseum Hessenpark hat sich in den letzten Jahren zu einem Kompetenzzentrum für Fachwerksanierungen und nachwachsende Baustoffe entwickelt. „Um die Verknüpfung von Energieeffizienz, zeitgemäßer Haustechnik und aktuellem Wohnambiente in einem Fachwerkhaus praktisch zu zeigen, errichten wir in der Baugruppe Rhein-Main ein Musterhaus“, berichtet Museumsleiter Jens Scheller. Hier können sich Hausbesitzer und Bauherren über moderne Standards und Sanierungskonzepte informieren. Zugleich soll das Gebäude Anlaufstelle für Aus- und Weiterbildung werden. Im Frühjahr beginnen die Bauvorbereitungen, die Fertigstellung ist für 2019 geplant. Die Modellstädte Wolfhagen, Hannoversch Münden, Bleicherode und Schiltach richten in ihren gewachsenen Fachwerkquartieren ebenfalls begehbare Mustergebäude ein. Dort werden Beratungen angeboten und gelungene Beispiele präsentiert. Mit diesen Maßnahmen will das Netzwerk die bisher geringe Rate energetischer Sanierungen von Fachwerkgebäuden in Deutschland signifikant steigern. Denn nur durch Modernisierung können unsere Fachwerkstädte langfristig erhalten werden – da sind sich alle Mitglieder einig.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte (ADF) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von rund 130 Städten, die durch Fachwerk geprägt sind. Die ADF stellt sich seit 2009 im Rahmen der Fachwerktriennalen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik dem Themenfeld Klimaschutz und unterstützt Kommunen bei der Vorbereitung und Durchführung von Klimaschutzinitiativen.
www.fachwerk-arge.de

Das Freilichtmuseum Hessenpark zeigt auf 65 Hektar den historischen Wandel der Lebens- und Arbeitsbedingungen auf dem Land und in Kleinstädten durch Sonder- und Dauerausstellungen, Vorführhandwerk, Theateraufführungen und Themenrundgänge. Im Umgang mit über 100 wiedererrichteten historischen Wohnhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Werkstätten entwickelt sich das Museum zu einem Zentrum für Fachwerksanierung und traditionelle Baustoffe.
www.hessenpark.de

Winterliche Einblicke in das Landleben von früher im Hessenpark – Jahresprogramm

Bauernstube. © Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Bauernstube. © Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Während der kommenden kühleren Monat bietet das Freilichtmuseum Hessenpark  vielfältige Einblicke in das winterliche Landleben in einer gar nicht so lange zurückliegenden Zeit.

Offene Stube

© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Winterspaziergänge sind wunderschön, aber oft auch ziemlich kalt. Wer nach einem Rundgang durchs Freilichtmuseum auf der Suche nach einem warmen Plätzchen ist, für den ist unsere offene Stube im Haus aus Eisemroth genau das Richtige. Hier kann man sich am Ofen aufwärmen und dabei in historischer Umgebung erfahren, wie die hessische Landbevölkerung früher ihre Wintertage verbrachte.
7. Januar, 11 bis 16 Uhr, und 8. Januar, 13 bis 16 Uhr

Bei Carl und Auguste Bleibtreu daheim

© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Am 15. Januar bietet sich Besuchern des Hessenparks die Gelegenheit bei Carl und Auguste Bleibtreu daheim vorbei zu schauen. Die Vorführung findet rund um das Haus aus Eisemroth statt und lässt die Besucher eintauchen in den Alltag hessischer Dorfbewohner um 1928.
15. Januar, 13 bis 16 Uhr

Winterliche Textilarbeiten

© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Vorführungen im Spinnen, Sticken und Stricken sowie zur Flachsverarbeitung zeigen passend zur kalten Jahreszeit, wie warme Kleidung und winterliche Textilien früher selbst hergestellt wurden.
21. und 22. Januar, 11 bis 16 Uhr

 

Von der Sau zur Worscht

© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Am 29. Januar gewinnen Besucher einen Einblick in das Fleischerhandwerk früherer Zeiten und können der traditionellen Wurstherstellung in der Schlachtküche beiwohnen. In der historischen Hausfrauenküche im Haus aus Eisemroth wird ebenfalls das Fleischermesser geschwungen, wobei die eine oder andere Kostprobe abfällt. Für Kinder gibt es eine Mitmachaktion zum Thema. Um 15 Uhr steht die Schauspielführung „Allerlei Schweinerei“ auf dem Programm.
29. Januar, 11 bis 16 Uhr

Entdeckerhandbuch Freilichtmuseum Hessenpark

© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Der neue Museumsführer für das Freilichtmuseum Hessenpark ist da! Auf 320 Seiten begleitet das Entdeckerhandbuch Besucher durch das in sieben Baugruppen gegliederte Museumsgelände. Detailreiche Beschreibungen zu den mehr als hundert im Museum errichteten Wohnhäusern, Werkstätten und landwirtschaftlichen Gebäuden aus allen Regionen Hessens informieren über deren Bau- und Nutzungsgeschichte. Ein ausklappbarer Lageplan erleichtert die Orientierung im 65 Hektar großen Gelände. Das Entdeckerhandbuch ist für 8,90 Euro im Museumsladen erhältlich. Auch eine Bestellung per E-Mail an service@hessenpark.de ist möglich. Inklusive Verpackung und Versand kostet das Buch dann 12,85 Euro.

Webtipp: Rezeptdatenbank

© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Wenn unsere historische Hausfrau Sylvia Michels im Haus aus Eisemroth den Herd anheizt, freuen sich die Museumsgäste auf eine Kostprobe und wollen anschließend gerne das eine oder andere Traditionsgericht selbst zubereiten. Auf unserer neuen Website haben wir eine Sammlung der schönsten Rezepte zusammengestellt. Ob süß oder salzig, gesund oder üppig, Fleisch oder Fisch – hier findet man für jeden Geschmack das passende Gericht! Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Ausprobieren. Und falls beim Nachkochen noch Fragen aufkommen sollten, steht Sylvia Michels gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Weitere Infos und zur Rezeptdatenbank

Kooperation mit den Oberurseler Werkstätten feiert 5. Geburtstag

© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Seit 2011 ist im Freilichtmuseum Hessenpark eine externe Arbeitsgruppe der Oberurseler Werkstätten (OW) im Einsatz. Die Gruppe besteht aus acht Mitarbeitern und einer Mitarbeiterin mit Behinderung und arbeitet unter der Woche täglich von 8 bis 15 Uhr im Museumsgelände. Gruppenleiter ist Bruno Gutjahr von den Oberurseler Werkstätten. Auf dem Einsatzplan stehen vielfältige Aufgaben: Im Bereich Garten- und Landschaftsbau gehören zum Beispiel die Pflege der Wege und des Geländes oder das Reinigen von Gräben dazu. Auch unterstützt die Arbeitsgruppe den Besucherservice beim Bühnen- und Zeltaufbau im Vorfeld von Veranstaltungen oder bei der Müllentsorgung im Gelände. Einfache landwirtschaftliche Tätigkeiten stehen ebenfalls auf dem Plan. Besonders gern helfen die Oberurseler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der jährlichen Obst- und Gemüseernte im Herbst, bei der sie den Ertrag ihrer Arbeit anhand der Mengen deutlich sehen können.

Weitere Informationen und das Jahresprogramm des Freilichtmuseums Hessenpark!