Kategorie-Archiv: Frankfurter Zoo

Frankfurter Zoo: Sumatra-Tiger VANNI ist im Katzendschungel eingezogen

Sumatra-Tiger Vanni hat heute im Frankfurter Zoo sein neues Zuhause im Katzendschungel bezogen und wird dort in den nächsten Tagen seine Nachbarin Malea kennen lernen. Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Sumatra-Tiger Vanni hat heute im Frankfurter Zoo sein neues Zuhause im Katzendschungel bezogen und wird dort in den nächsten Tagen seine Nachbarin Malea kennen lernen. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Sumatra-Tiger Vanni hat heute nach 30-tägiger Sicherheits-Quarantäne sein neues Zuhause im Katzendschungel des Frankfurter Zoos bezogen. Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft und Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch ließen es sich nicht nehmen,  dabei zu sein, als Vanni sein Neuland betrat. Zunächst herrschte noch ein wenig Zweifel, ob Vanni angesichts der zahlreichen Journalisten vor der großen Käfig-Scheibe überhaupt erscheinen oder gleich wieder verschwinden würde. Doch von Schüchternheit keine Spur: Vanni kam, sah und nahm alles in Besitz.

Auf Erkundungstour durch seinen neuen Mini-Dschungel, aber besser hier zu überleben als in Sumatra auszusterben. Foto: Diether v. Goddenthow
Auf Erkundungstour durch seinen neuen Mini-Dschungel, aber besser hier zu überleben als in Sumatra auszusterben. Foto: Diether v. Goddenthow

Das sechsjährige Tigermännchen fühlte sich von Anfang an wohl, erkundete sämtliche Kletter-Möglichkeiten  seines Dschungel-Camps, biss genüsslich auf einem großem Knochen herum und fand rasch  einen  erhabenen Ausguck, bevor er mit den Journalisten Versteck spielte. Neben Vannis Bereich wohnt Nachbarin Malea, zu der er durch eine von Wärtern zu öffnenden Klappe gelangen kann. Rendevouz sind sehr erwünscht und Professor Niekisch hofft, dass Vanni seiner, seit drei Jahren „verwitweten“ Nachbarin ein neuer „Gefährte“  werden und mit ihr Nachwuchs zeugen kann.

Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft und Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch hofften mit den Presseleuten, dass Vanni sein neues Zuhause annehmen würde.Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft und Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch hofften mit den Presseleuten, dass Vanni sein neues Zuhause annehmen würde.Foto: Diether v. Goddenthow

„Einen Tiger begrüßen zu können – das passiert nicht alle Tage“, freut sich Dr. Ina Hartwig. „Ich weiß, dass viele Frankfurterinnen und Frankfurter lange auf einen neuen Gefährten für Tigerin MALEA gewartet haben. Zootiere wie MALEA und VANNI sind Botschafter für ihre frei lebenden Artgenossen und stehen stellvertretend für alle Tiere in ihrem Lebensraum. Sumatra-Tiger sind vom Aussterben bedroht und der Frankfurter Zoo trägt als Teilnehmer international anerkannter Zuchtprogramme dazu bei, einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.“

Vannis neuer Lieblingsplatz mit Ausguck ins Freigehege. Diether v. Goddenthow
Vannis neuer Lieblingsplatz mit Ausguck ins Freigehege. Diether v. Goddenthow

Fast drei Jahre lang lebte die 15-jährige MALEA nach dem Tod von Tigerkater IBAN alleine. Da Tiger ausgesprochene Einzelgänger sind, war das auch kein Problem. Gleichwohl war sie seinerzeit sehr verträglich mit IBAN. Viermal hatten die beiden Nachwuchs zusammen. Dass MALEA und VANNI auch gut miteinander harmonieren ist nun die große Hoffnung von Zoodirektor Niekisch und seinem Team.

Der 2010 im Zoo von Rotterdam geborene Sumatra-Tiger kam am 30. Januar aus dem Tierpark Terra Natura in Benidorm in Spanien nach Frankfurt. Die Quarantänezeit hat er gut überstanden. „VANNI ist ein sehr ruhiges aber auch aufmerksames Tier. In der Quarantänestation hat er sich die Zeit oft damit vertrieben, die Passanten auf dem Barodapfad zu beobachten. Besonders spannend fand er es, wenn Hunde dabei waren. In der neuen Anlage gibt es jetzt viel für ihn zu entdecken“, so Prof. Dr. Manfred Niekisch.

Da Vanni sich so rasch eingelebt hat, können bereits ab Morgen Besucher Vanni im Frankfurter Zoo besuchen und bestaunen. Foto: Diether v. Goddenthow
Da Vanni sich so rasch eingelebt hat, können bereits ab Morgen Besucher Vanni im Frankfurter Zoo besuchen und bestaunen. Foto: Diether v. Goddenthow

Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gehören Sumatra-Tiger zu den bedrohten Tierarten. Der Aufbau einer stabilen Zoopopulation wird in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm gemanagt. Mit dem Zuchtbuchkoordinator wird der Zoo abstimmen, ob und wann MALEA und VANNI Nachwuchs bekommen sollen.

Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Hotline: 069 212-33735
E-Mail: info.zoo@stadt-frankfurt.de

‚Baggerbiss‘ markiert den Start der Bauarbeiten zur neuen Pinguin-Anlage im Frankfurter Zoo

bauzauninfo(kus) Mit einem ersten „Baggerbiss“ haben heute im Zoo Frankfurt die Bauarbeiten für eine neue Pinguin-Anlage begonnen: Auf einem Areal von fast 2.000 Quadratmetern inmitten des Zoos entsteht eine großzügige Anlage für Humboldt-Pinguine und damit ein neuer attraktiver Besucherbereich mit hoher Erlebnis- und Aufenthaltsqualität. Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig und Baudezernent Jan Schneider gaben gemeinsam mit Zoodirektor Prof. Manfred Niekisch das Startsignal für ein Bauprojekt, das richtungsweisend für die Zukunft des Frankfurter Zoos ist.

Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig und Baudezernent Jan Schneider gaben gemeinsam mit Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch das Startsignal für ein Bauprojekt. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig und Baudezernent Jan Schneider gaben gemeinsam mit Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch das Startsignal für ein Bauprojekt. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Auf dem Gelände der zukünftigen Pinguin-Anlage rollte der Bagger und rund 50 Gäste feierten den symbolischen Baubeginn des Großprojekts im Zoo. „Ein schöneres Geschenk hätte man dem Zoo zum Nikolaustag gar nicht machen können – die Stadt Frankfurt investiert mit dem Bau der neuen Pinguin-Anlage in die Zukunft. Damit der Frankfurter Zoo an seine wissenschaftlichen Erfolge bei der Erhaltung der weltweiten Artenvielfalt anknüpfen kann und weiterhin als Besuchermagnet die meistbesuchte Freizeiteinrichtung in Frankfurt bleibt, ist dieser Neubau ein folgerichtiger Schritt“, hob Stadträtin Ina Hartwig die Bedeutung hervor.

Gruppe Humboldt Pinguine Foto: Stefan Görlitz © Frankfurter Zoo
Gruppe Humboldt Pinguine Foto: Stefan Görlitz © Frankfurter Zoo

Stadtrat Jan Schneider ergänzte: „Die neue Pinguin-Anlage ist auch baulich höchst spannend und Zoobesucher werden die Tiere zukünftig auf eine ganz neue Art und Weise erleben können. Sie können den Pinguinen quasi auf Augenhöhe begegnen. Jung und Alt können dann nicht nur die eifrigen Schwimmer durch Unterwasserfenster in ihrer Grotte beobachten, sondern werden von da aus über eine barrierefreie Rampe nach oben gelangen. Dort werden sich die Besucher mitten in der Pinguinkolonie wiederfinden. Sie blicken dann auf eine weite Landschaft – bestehend aus Sandbereichen, Wasserflächen und künstlichen Felsen. Um den dafür nötigen unterirdischen Betonbau zu stabilisieren, sind zur Verankerung sogenannte Mikropfähle nötig. Denn wenn kein Wasser in der Anlage ist würde sonst das ganze Gebilde wie ein Schiff aufschwimmen.“

© Modell der Pinguin Anlage. Architekturbüro Liquid Fay Frankfurt
© Modell der Pinguin Anlage. Architekturbüro Liquid Fay Frankfurt

Die neue Anlage ist für die zeitgemäße und artgerechte Haltung einer Humboldt-Pinguin-Kolonie von 30 bis 40 Brutpaaren ausgelegt. Humboldt-Pinguine leben an den Pazifikküsten Nordchiles und Perus, sie kommen mit dem Frankfurter Klima sehr gut zurecht, sodass sie ganzjährig auf einer Außenanlage gehalten werden können – das spart Energie für eine aufwendige Kühlung. Nicht gespart wird bei der neuen Anlage an Platz für die Tiere zum Schwimmen, Tauchen und Brüten.

Übersichtsplan der Baustelle. © Tilman, Lange, Braun u Schlockermann Architekten
Übersichtsplan der Baustelle. © Tilman, Lange, Braun u Schlockermann Architekten

Das Bauvorhaben mit Gesamtkosten von 7,2 Millionen Euro, das 2018 fertig werden soll, ist der größte Entwicklungsschritt seit der Eröffnung der neuen Anlage für Brillenbären und Brüllaffen, dem Ukumari-Land, 2013. Das 30-Millionen-Euro-Investitionsprogramm, das die Stadtverordneten für den Zoo Frankfurt im Jahr 2008 beschlossen hatten, ist damit abgearbeitet. „Ich habe den Zoo gebeten, mit mir anhand eines zu entwickelnden Masterplans den konkreten Handlungsbedarf für die in die Jahre gekommenen Tierhäuser zu ermitteln und mit einer Gesamtkonzeption den zukünftigen Anforderungen an einen modernen zeitgemäßen Zoo zu begegnen“, so Stadträtin Dr. Hartwig.

Stadträtin und Zoodirektor sind sich einig, ein langes Atemholen wird es nicht geben: „Mit Hochdruck gilt es, weitere Geländeabschnitte im Zoo zu entwickeln und damit seinen Ausbau zu einem modernen Natur- und Artenschutzzentrum voranzutreiben. Neben notwendigen Sanierungen werden jetzt vor allem Konzepte für die Haltung der afrikanischen Großtiere, sprich Giraffen, Nashörner, Flusspferde und Okapis erarbeitet.“

Areal der  ans Exotikum angrenzenden  projektierten Pinguin-Anlage im Frankfurter Zoo.
Bereits freigeräumtes Areal der ans Exotikum angrenzenden projektierten Pinguin-Anlage im Frankfurter Zoo.

In den letzten Wochen hat sich im Bereich rund um die neue Anlage bereits einiges getan: Ein paar Bäume mussten gefällt und das Gelände unterhalb des Exotariums gerodet werden. Der Besucherweg zwischen Grzimekhaus und Exotarium wurde verbreitert, sodass er zukünftig auch als Feuerwehrdurchfahrt genutzt werden kann, denn die alte Umfahrung wird zugunsten der neuen Anlage aufgegeben. Im Zuge der Wegeverbreiterung wurde auch ein Teil des Spielplatzes neu gestaltet. Er hat zwei weitere barrierefreie Zugänge sowie neue Sitzgelegenheiten erhalten.

Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch.Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch.Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

„Die spektakulärste Maßnahme zur Vorbereitung der Bauarbeiten wird aber mit Sicherheit das Absenken des Großen Weihers und die Errichtung der Wasserrückhalte-Barriere aus sogenannten Big Packs sein“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. Die Absperrung soll dafür sorgen, dass das Baustellenareal trocken bleibt, während der Weiher wieder teilweise aufgefüllt werden kann. Dann können auch die Teichbewohner nach und nach wieder zurückkehren. Fische, Flusskrebse und Schildkröten waren von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern in den letzten Wochen sorgfältig abgefischt und in andere Gräben an Tieranlagen umgesetzt worden.

In den nächsten Wochen erfolgen unter der bewährten Koordination des Hochbauamtes der Stadt Frankfurt die obligatorische Kampfmittelsondierung, der Erdaushub und etliche Leitungsverlegungen. Im Januar wird der große Baukran errichtet. Im Sommer 2017 soll der Rohbau des Beckens inklusive der Grotte mit den Unterwassereinblicken abgeschlossen sein. „Wir werden“, so Niekisch, „die Baustelle nicht hermetisch abriegeln. Von den Besucherbereichen aus sind immer wieder Einblicke in das Areal möglich, denn wir möchten, dass unsere Besucherinnen und Besucher den Baufortschritt nachvollziehen können.“

Im Info-Pavillion können sich Besucher  während der Bauphase über die neue Anlage und ihre zukünftigen Bewohner kundig machen. Den übergroßen Pinguin haben Mitarbeiter des Zoos in Eigenarbeit erstellt und gestiftet.Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Im Info-Pavillion können sich Besucher während der Bauphase über die neue Anlage und ihre zukünftigen Bewohner kundig machen. Den übergroßen Pinguin haben Mitarbeiter des Zoos in Eigenarbeit erstellt und gestiftet.Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Eine kleine Ausstellung informiert während der Bauphase über die neue Anlage und ihre zukünftigen Bewohner. Außerdem wird der Zoo im Rahmen von Veranstaltungen ab dem nächsten Frühjahr Baustellenführungen anbieten. Für den 18. Juni 2017 ist ein Pinguin-Aktionstag geplant.
Für die Möglichkeit, das richtungweisende Bauprojekt realisieren zu können, dankte Zoodirektor Niekisch beim Baggerbiss den anwesenden Vertretern des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung und allen anderen Gremien und Ämtern, die das Vorhaben von Anfang an unterstützt und begleitet haben. Ein besonderer Dank von Niekisch gilt aber auch den Bürgerinnen und Bürgern, die den Neubau mit einer Spende unterstützt haben.

 

Feldmann und Semmelroht werben für Zootage 2015 und Welt-Nasshorntag im Frankfurter Zoo am 26. u. 27.09.

Der Weltnashorn-Tag (World Rhino Day) möchte einmal mehr auf das Schicksal der vom Aussterben bedrohten Nashörner hinweisen und informieren, wie man die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehenden Nashörner noch wirksamer als bisher schützen könnte.  Hier Kalusho, eines der beiden Frankfurter Spitznashörner (29) als Botschafter wildlebender Artgenossen. Foto: © massow-picture
Der Weltnashorn-Tag (World Rhino Day) möchte einmal mehr auf das Schicksal der vom Aussterben bedrohten Nashörner hinweisen und informieren, wie man die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehenden Nashörner noch wirksamer als bisher schützen könnte. Hier Kalusho, eines der beiden Frankfurter Spitznashörner (29) als Botschafter wildlebender Artgenossen. Foto: © massow-picture

An den Zootagen 2015, am Samstag, 26. und 27. September, haben alle Besuche im Frankfurter Zoo Gelegenheit, ein bisschen mehr von der Arbeit in einem Zoo zu erfahren. Ob Zoo-Infotische über heimische und exotische Tiere, Führungen zu den Brillenbären, Brüllaffen, Mähnenwölfen, Raubkatzen usw., ob kommentierte Fütterungen der Mähnenwölfe, Raubkatzen, Kamele, Robben usw. oder Infos über den Beruf des Tierpflegers – an den Zootagen haben die Frankfurter Tierpfleger und pädagogischen Mitarbeiter wieder ein umfangreiches Programm rund um ihren Arbeitsalltag und ihre Tiere zusammengestellt. Aktionen, Bastelzelt (Basteln, Wollspinnen und Filzherstellung etc.) und ein spannendes Zoo-Quiz ergänzen die vielfältigen Angebote für die ganze Familie. Und: Das Wetter soll auch schön werden!

(v.l.) Oberbürgermeister Peter Feldmann, Zoo-Direktor Prof. Dr. Manfred Niekisch und Kulturdezernent Professor Dr. Felix Semmelroth stellen das Zoo-Programm vor. Besonderes Anliegen sei es die bundesweit einmalig niedrigen Eintrittspreise auch künftig halten zu können. Foto: © massow-picture
(v.l.) Oberbürgermeister Peter Feldmann, Zoo-Direktor Prof. Dr. Manfred Niekisch und Kulturdezernent Professor Dr. Felix Semmelroth stellen das Zoo-Programm vor. Besonderes Anliegen sei es die bundesweit einmalig niedrigen Eintrittspreise auch künftig halten zu können. Foto: © massow-picture

Anlässlich der bevorstehenden Zootage am 26. und 27. September sowie des Welt-Nashorn-Tages haben Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernent Felix Semmelroth gestern den Frankfurter Zoo besucht. Am Welt-Nashorn-Tag machen weltweit Organisationen auf die dramatische Gefährdung der fünf Nashornarten aufmerksam. Die Präsentation der Naturschutzbotschafter von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt steht daher während der diesjährigen Zootage am kommenden Wochenende ganz im Zeichen des Artenschutzes. Die Veranstaltung bietet darüber hinaus ein vielfältiges Programm mit tiefen Einblicken in die Arbeit des Zoos und seiner Partner.

Der Zoo und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt setzen sich seit vielen Jahren intensiv für den Schutz unserer Artenvielfalt ein. Der Wissensvermittlung und Aufklärung, wie nur ein Zoo sie leisten kann, kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. „Der Zoo Frankfurt ist weit mehr als ein Freizeit- oder Erholungsort. Es ist ein Ort der Wissenschaft. Was der Zoo und seine Mitarbeiter alles bieten, das zeigen die Zootage auf eindrückliche Weise. Die jährlich stattfindenden Zootage bieten tiefe Einblicke in die komplexen Aufgaben unseres modernen Zoos. Um die Vielfalt der Tiere zu erleben und in eine fremde Welt einzutauchen, braucht man nicht in die weite Welt zu reisen. Es genügt eine kurze Fahrt in unseren Zoo und schon ist man mittendrin“, betont Oberbürgermeister Peter Feldmann.
„Der Zoo möchte Informationen vermitteln und über die Begegnung mit dem Tier, Menschen für den Naturschutz gewinnen. Dazu ist die Art der Tierpräsentation genauso wichtig wie das Beobachten der eindrucksvollen Arbeit der Tierpfleger. Darüber hinaus sind die ehrenamtlichen Naturschutzbotschafter von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt wichtige Multiplikatoren, um auf die Situation bedrohter Tiere, wie beispielsweise der Nashörner, aufmerksam zu machen“, bekräftigt Stadtrat Felix Semmelroth.

(v.r.) Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth und Prof. Dr. Manfred Niekisch fütterm Spitzmaulnashorn Tsororo mit Grünzeug, Möhren usw. um am Weltnashorntag auf die Not der zunehmend von Wilderern in Afrika wegen ihres Horns illegal gejagten Nashörner aufmerksam zu machen.. Foto: © massow-picture
(v.r.) Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth und Prof. Dr. Manfred Niekisch fütterm Spitzmaulnashorn Tsororo mit Grünzeug, Möhren usw. um am Weltnashorntag auf die Not der zunehmend von Wilderern in Afrika wegen ihres Horns illegal gejagten Nashörner aufmerksam zu machen.. Foto: © massow-picture

Die beiden Frankfurter Spitzmaulnashörner KALUSHO und TSORORO (beide 29) sind Botschafter ihrer wildlebenden Artgenossen. Wie dramatisch die Situation der Nashörner im Freiland ist, hat Südafrika aktuell gemeldet: „Bereits in den ersten Monaten dieses Jahres wurden mehr Nashörner geschossen, als im gleichen Zeitraum 2014: 749 Nashörner verloren ihr Leben 2015 durch Wilderei, 716 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit sind die Abschussraten auf ein Rekord-Hoch gestiegen“, erklärt Zoodirektor, Manfred Niekisch. An den zebragestreiften Infomobilen der Naturschutzbotschafter kann man sich an den Zootagen ausführlich über die Bedrohung, aber auch die Schutzmaßnahmen informieren.

v.l.n.r. Naturschutzbotschafterinnen Herta Meier u. Helga Podio, Tierpfleger Karl-Heinz Jane, Oberbürgermeister Felix Feldmann, Sozialdezernent Felix Semmelroth und Zoodirektor Manfred Niekisch an einem der Infomobile, die an diesem Wochenende ganz besonders über eines der größten Landsäugetiere, das Nashorn, informieren werden.  Foto: © massow-picture
v.l.n.r. Naturschutzbotschafterinnen Herta Meier u. Helga Podio, Tierpfleger Karl-Heinz Jane, Oberbürgermeister Felix Feldmann, Sozialdezernent Felix Semmelroth und Zoodirektor Manfred Niekisch an einem der Infomobile, die an diesem Wochenende ganz besonders über eines der größten Landsäugetiere, das Nashorn, informieren werden. Foto: © massow-picture

An 365 Tagen im Jahr können Menschen aller Altersgruppen im Zoo tief in die faszinierende Welt der Tiere eintauchen. An den Zootagen sogar noch etwas tiefer, wenn die Tierpflegerinnen und Tierpfleger ihre Arbeit präsentieren. 85 Tierpflegerinnen und Tierpfleger kümmern sich im Zoo Frankfurt um mehr als 4.500 Tiere aus ca. 500 Arten. Sie sorgen dafür, dass es den Tieren gut geht und schaffen damit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zucht im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen. So ist Frankfurt z.B. für seine Bonobo-Zucht weltbekannt, 1962 gelang dem Frankfurter Zoo die Welterstzucht. „Ohne die Leistung der Zoomitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten solche Erfolgsgeschichten nicht geschrieben werden“, so Feldmann.

Keine andere Einrichtung in Frankfurt erreicht so viele unterschiedliche Zielgruppen wie der Zoo und weckt so viele Emotionen. „Gerade Veranstaltungen wie die Zootage sind generationen-übergreifend und sprechen Menschen aller Bildungsschichten und Nationalitäten an. Deshalb ist es wichtig, diese traditionelle Frankfurter Freizeiteinrichtung auch zukünftig als Natur- und Artenschutzzentrum zu profilieren“, betont Semmelroth.

Die Zootage locken jedes Jahr mehrere tausend Besucher in den Zoo. „Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr wieder viele Menschen in Frankfurt und Umgebung erreichen, um Tiere zu erleben und sich über den Naturschutz zu informieren“, so Niekisch.