Kategorie-Archiv: Nacht der Museen in Frankfurt u. Offenbach

Erlebnisreiche Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach an 40 Orten mit fetziger Musik, bunten Shows und spannenden Sammlungen

Über 37 000 Menschen waren in der Nacht der Museum in 40 Museen und Galerien in Frankfurt und Offenbach bis früh morgens unterwegs.© Foto: Diether v. Goddenthow
Über 37 000 Menschen waren in der Nacht der Museem an 40 Orten der Kunst in Frankfurt und Offenbach bis früh morgens unterwegs.© Foto: Diether v. Goddenthow

„Es ist schön zu sehen, wie zu später Stunde Menschen aus Frankfurt und der Region auf den Beinen sind, um Kunst an vielen verschiedenen Orten zu erleben. Ich danke allen beteiligten Institutionen, Museen, Galerien und Off-Spaces sehr herzlich für dieses wunderbare Programm, das einmal mehr die Vielfalt unserer Frankfurter Kulturlandschaft in einer Nacht erlebbar macht“, so Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig bei der Eröffnung der Nacht der Museen in Frankfurt am Main und Offenbach am 5. Mai 2018 im Museum Angewandte Kunst. Hier fand auch die Kunstauktion von EY statt, die einen Erlös von 56.000 Euro aus den versteigerten 20 Kunstwerken von jungen Künstlerinnen und Künstlern der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung erzielte. Über dieses grandiose Ergebnis freuten sich die Veranstalter und  Empfänger der EY-Benefizveranstaltung gleichermaßen, nämlich die Fördervereine der Frankfurter und Offenbacher Kunsthochschulen.

Nächtlichen Flaneure hier am Info-Point der Nacht der Museen am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow
Nächtlichen Flaneure hier am Info-Point der Nacht der Museen am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow

Schätzungsweise waren 37.000 „Nachtgänger“ von 19 bis 2 Uhr morgens unterwegs, um  das abwechslungsreiche Musik-, Show- und Ausstellungs-Angebot der Frankfurter und Offenbacher Kunsthäuser möglichst intensiv zu nutzen, um  gut zu essen und zu trinken und  miteinander ins Gespräch zu kommen.
Selbst, wer nur jeweils einen kurzen Blick nimmt, so wie es von den Veranstaltern auch gedacht ist, schaffte das riesige Veranstaltungs-Programm nicht. Folgend werden einige Highlights des Abends gezeigt  aus einer Tour, beginnend beim Giersch-Museum, entlang des Museumsufers in  Richtung Eiserner Steg bis zu den Museeen rund um  den Römerberg.

Museum Giersch der Goethe-Universität

Frankfurt Urban Jazz Collective eröffnet im Museum Giersch der Goethe-Unisversität das Nachtprogramm um 19 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. © Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurt Urban Jazz Collective eröffnet im Museum Giersch der Goethe-Unisversität das Nachtprogramm um 19 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Museum Giersch der Goethe-Universität trafen vor dem Hintergrund der Ausstellung Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964-1968 unter dem Abendmotto „50 Jahre 68er: Happenings, Jazz & Minirock“ bei Live-Musik des generationenübergreifenden Frankfurt Urban Jazz Collective Texte von Goethe, Heine und Shakespeare auf Electrobeats und lyrische Improvisationen.

Liebieg Skulpturensammlung

Allein schon die Garten-Atmosphäre lockte viele Besucher zum Liebieghaus Skulpturensammlung. © Foto: Diether v. Goddenthow
Allein schon die Garten-Atmosphäre lockte viele Besucher zum Liebieghaus Skulpturensammlung. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ganz auf Bewegung eingestellt war das Liebieghaus Skulpturensammlung. Zwischen ägyptischen, antiken, klassizistischen und mittelalterlichen Skulpturen und Exponaten bespielt (noch bis 26.8.2018) der renommierte südafrikanische Gegenwartskünstler William Kentridge mit 80 seiner außergewöhnlichen Ausstellungsprojekte große Teil der Sammlung des Hauses.

Sentimental-Maschine. In Kentriges Werk verschmelzen oftmals Zeichnung, Skulpturen, Film und Ton. Er versteht es bestens gezeichnete Objekte in Bewegung zu setzen und sie Raum erobern zu lassen. Im Kern geht es um Zeit in all ihren "raumgreifenden" Facetten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Sentimental-Maschine. In Kentriges Werk verschmelzen oftmals Zeichnung, Skulpturen, Film und Ton. Er versteht es bestens gezeichnete Objekte in Bewegung zu setzen und sie Raum erobern zu lassen. Im Kern geht es um Zeit in all ihren „raumgreifenden“ Facetten. © Foto: Diether v. Goddenthow

William Kentridge lässt dabei das Spektrum seines Werkes in Dialog treten mit der 5000 Jahre alten Skulpturensammlung des Liebieghauses. In der NACHT konnten kleine Besucher im Offenen Atelier selbst kreativ werden und Erwachsene mit Taschenlampen den Garten des Hauses neu entdecken bei rhythmischen Trommelklängen und südafrikanischen Streetfood.

Städel Museum

Lange Schlangen bildeten sich  zu einer Art Besucher-Performance des "Sich-in-geduldigen-Wartens-üben" schon vor 19 Uhr vor dem Städel-Museum.© Foto: Diether v. Goddenthow
Lange Schlangen bildeten sich zu einer Art Besucher-Performance des „Sich-in-geduldigen-Wartens-üben“ schon vor 19 Uhr vor dem Städel-Museum.© Foto: Diether v. Goddenthow

Lange Schlangen gegen 19.10 Uhr drängten ins Städel-Museum, welches gerade seine international beachtete, sensationelle Ausstellung über den flämischen Barockmaler Peter Paul Rubens (1577-1640) „Rubens. Kraft der Verwandlung“ bis zum 3. Juni 2018 verlängert hatte und viele weitere Highlights der drei großen Sammlungsbereiche präsentierte. Musikalische  Klänge der Barockzeit sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Zudem wurden Kinder in den Offenen Ateliers mit Farbe, Pinsel und Zeichenmaterial selbst zu kleinen Meistern, während ihre Eltern durch die Ausstellungen schlenderten oder sich einer fachkundigen Führung anschlossen.

Museum für Kommunikation

Museum für Kommunikation. Im UG Live-Konzerte u. -Lesungen und Abtanzen bis zum Morgen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Museum für Kommunikation. Im UG Live-Konzerte u. -Lesungen und Abtanzen bis zum Morgen. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Alles außer Schlaf“ (Sub-Titel der Sonderausstellung „DIE NACHT“) war auch die Nacht  im Museum für Kommunikation mit Live-Musik von Backenfutter, den Madhouse Flowers und Fresh Fruits Movements, die mit den besten Club-Dances tanzfreudigen Nachtschwärmern die feinsten Früchte der Nachtkultur zeigten. Ein Live-Hörspiel der Hörtheatrale lockte in die finstere Gedankenwelt von Edgar Allan Poe. Graf Dracula lebte wieder auf in seinem Schloss und sorgte für ein wenig Schaudern.

Gothics - Die Kinder Nacht, ist aus der Punkt- und New-Wave-Szene er 1980er Jahre hervorgegangen. Sie greifen Gefühle und Dunkelängste der Nacht auf und schaffen durch passende Accessoires, Mode und Musik eine eigene Kultur der Nacht. Schwarz ist Szenefarbe. Das größte Gothics-Treffen findet jährlich in Leipzig statt. Hier ein Teilaspekt der Ausstellung "Die Nacht". © Foto: Diether v. Goddenthow
Gothics – Die Kinder Nacht, ist aus der Punk- und New-Wave-Szene er 1980er Jahre hervorgegangen. Sie greifen Gefühle und Dunkelängste der Nacht auf und schaffen durch passende Accessoires, Mode und Musik eine eigene Kultur der Nacht. Schwarz ist Szenefarbe. Das größte Gothics-Treffen findet jährlich in Leipzig statt. Hier ein Teilaspekt der Ausstellung „Die Nacht“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Licht ins Dunkel brachten auch die traumhaften LED-Wesen von Entourage Berlin, und in der „Spark in the Dark“-Lounge kamen Freunde des Lichts und der Schattenwelt beim Light-Painting voll auf ihre Kosten, passend zur Ausstellung „Die Nacht – Alles Ausser Schlaf“. Die Ausstellung beleuchtet die zentralen Facetten der Dunkelheit: von Dunkelängsten, Träumen, Mythen und wie der Mensch allmählich seinen Tag in die Dunkelheit hinein verlängerte , mit Ausflügen zur Gothics-Szene und  Schichtarbeit eines Paket-Zentrums. 5.m.f.k.klassen.kEine Etage tiefer, im 1. OG, gibt es eine Homage an die Schulzeit der 68er Generationen: „Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972“ beleuchtet eine Zeit in der das neu auf den Markt kommende Kofferadio Freiheit vom spießigen Musikdiktat der Eltern bedeutete, und man „seine“ „schreckliche Neger-Musik“ hören durfte. Beatles, Rollings-Stones und andere „verkommene gesellschaftlichen Subjekte“ und „langhaarigen arbeitsscheuen Faulpelze“ mit  ihren „Stromgitarren“ waren die Feindbilder einer fest in der Adenauer-Ära verankerten Eltern- und Großeltern-Generation.

Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972 - als das Kofferadio zum Symbol der Befreiung vom spießigen Musikgeschmack der Eltern wurde.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972 – als das Kofferadio zum Symbol der Befreiung vom spießigen Musikgeschmack der Eltern wurde. © Foto: Diether v. Goddenthow

Es waren die Anfänge der antiautoritären Erziehungsbewegung,  einer Zeit, in der  Schüler begannen, sich gegen mit Rohrstöckchen (noch) prügelnde Lehrer zu wehren, Klassenbücher verbrannten und manch ein Mädel  Spass daran fand, ihre Pauker mit  einem superkurzen Minirock aus der Fassung zu bringen.  Sex statt Religion, Abschaffung der Noten,  Marx statt Rechtschreibung bis hin zur Besetzung von Häusern, Schulämtern und Straßenbahnen und Seit-an-Seit-Märschen mit „Anführern“ wie Rudi Dutschke gegen Notstandsgesetze und Vietnamkrieg waren für die neue Jugendbewegung oftmals wichtiger als Latein und Mathe.

Man glaubt es kaum, in der großen UG-Dauerausstellung "Medien erzählen Geschichte(n)" zeigt der "Elektrische Kraftwagen Bergmann von 1925", dass Elektroantriebe keine wirklich neue Erfindung sind. Damals erreichte das Post-Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h. © Foto: Diether v. Goddenthow
Man glaubt es kaum, in der großen UG-Dauerausstellung „Medien erzählen Geschichte(n)“ zeigt der „Elektrische Kraftwagen Bergmann von 1925″, dass Elektroantriebe keine wirklich neue Erfindung sind. Damals erreichte das Post-Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h. © Foto: Diether v. Goddenthow

Äußerst empfehlenswert ist auch die im UG gezeigte Daueraustellung „Medien erzählen Geschichte(n)“. Sie führt durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kommunikationsentwicklung mittels 44 Themeninseln auf 2500 qm von der Erfindung der Schrift über das Botenwesen bis hin zu Internet und Datenbrille. Hier werden alle wesentlichen bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Kommunikation leicht verständlich und gut visualisiert exemplarisch präsentiert, mitunter gespickt mit kuriosen Geschichten und ungewöhnlichen Schicksalen.

Deutsches Museum für Architektur

Auch das DAM war wieder Besuchermagnet. © Foto: Diether v. Goddenthow
Auch das DAM war wieder Besuchermagnet. © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch im Deutschen Museum für Architektur (DAM) galt es den Besucherandrang in geregelte Bahnen zu lenken: Gleich drei Highlights gab es als Belohnung für’s Warten in der Schlange: Im 2. Obergeschoss präsentiert(e) das Haus die „Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland“ und die hieraus ermittelten Gewinner des DAM Preises 2018“.

Passend zu Frankfurts Topthema über die Zukunft der Städtischen Bühnen die Ausstellung: Große Oper - viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich" © Foto: Diether v. Goddenthow
Passend zu Frankfurts Topthema über die Zukunft der Städtischen Bühnen die Ausstellung: Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Im 1. OG zeigt(e) das DAM gemeinsam mit dem Kulturdezernat der Stadt die Schau: „Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich“, was auch vor dem Hintergrund der Diskussion über die Zukunft der städtischen Bühnen interessant und spannend ist.
Im EG thematisiert(e) die große Ausstellung „Fahr Rad!“ die grüne Mobilität und Rückeroberung der Städte mit dem Bike. Zu später Stunde ging’s gleich vom Sattel auf die Tanzfläche mit den DJs Twisted & MC Markie J. und Drum ´n´ Bass-Beats.

6. Deutsches Filmmuseum

Beliebtes Ziel war wieder auch das Deutsches Filmmuseum in der Nacht der Museen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Beliebtes Ziel war wieder auch das Deutsches Filmmuseum in der Nacht der Museen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Sturm auf das Filmmuseum. Es gab spannende Einblicke in die Welt des Films, unter anderem mit der Dauerausstellung im 3. Stock, die sich dem Kultfilm „Kubricks 2001. 50 Jahre A Space Odyssey“ widmet(e), auf Wunsch auch mit kundigen Führungen. Im Kino wurde eine Trailershow zur filmischen Reise in unbekannte Science-Fiction-Welten geboten, während Space-Quizshows und Bilder aus der Bluebox die Besucher in andere Galaxien beamten. The Oh!chestra begleitete dazu Filmszenen live und lockte späters in Foyer als „The OhOhOhs“ mit Electrosounds.

Museum Angewandte Kunst

Das Museum Angewandte Kunst wurde in dieser Nacht für viele zum Fashion- Tempel praktizierter auf dem Laufsteg als selbstinszenierte Stilikone.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Museum Angewandte Kunst wurde in dieser Nacht für viele zum Fashion- Tempel selbstpraktizierter Designkunst,  mit der man sich auf dem Laufsteg als neue Stilikone inszenieren konnte. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Jil Sander – Fashion NOW“, so das Motto der Nacht im Museum Angewandte Kunst. Es war gleichzeitig auch ein Abschied von der spektakulären Schau „Jil Sander. Präsens“, einem faszinierenden Zusammenspiel von Architektur, Farbe, Licht, Film, Klang, Fotografie, Mode und Kunst.
Der Clou des Abends:  jeder Besucher konnte für kurze Zeit auf Frankfurts spontan entstandenen „schönsten“ Laufsteg zur Stilikone werden und sich live und für 24 Stunden als Instagram Story online auf dem Account des Museums posten lassen. Dabei sorgten Ata Macias und Robert Johnson-Resident Aziesch für die passenden puristischen Beats, während an der Cocktailbar das Emma Metzler-Team und die Amp Bar hauseigene Highballs kreierten, und Lamm- und Veggie-Liebhaber mit SoulFlaki vom Grill beglückten.

Bibelhaus Erlebnismuseum

"Reise in die Welt der Bibel" im Erlebnismuseum Bibelhaus. © Foto: Diether v. Goddenthow
„Reise in die Welt der Bibel“ im Erlebnismuseum Bibelhaus. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bei einer „Reise in die Welt der Bibel“ konnten sich Besucher im Untergeschoss über die Ursprünge, Entwicklung und Vielfalt der Heiligen Schrift anhand von Exponaten und Schrifttafeln informieren und dabei auch erfahren, wie viele Zugänge es zur Bibel gibt, etwa über Wort, Bild, Musik und Gesang. Spannend war zudem, der Frage nachzugehen, was die drei monotheistischen Weltreligionen , die drei heilige Schriften und ein Gott: Avram – Abraham – Ibrahim miteinander verbindet und was Judentum, Christentum und Islam voneinander trennt.

„Wandern“ oder sich kutschieren lassen oder beides?

Von einer Seite zur anderen. Wir nicht zu Fuß den Eisernen Steg über den Main nehmen wollte, konnte ab 20 Uhr auch auf den Schiff-Shuttle-Dienst zurückgreifen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Von einer Seite zur anderen. Wir nicht zu Fuß den Eisernen Steg über den Main nehmen wollte, konnte ab 20 Uhr auch auf den Schiff-Shuttle-Dienst zurückgreifen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Entspannt durch die NACHT kamen die Besucherinnen und Besucher zu Fuß über den Eisernen Steg zu den in günstiger Entfernung zueinander liegenden Museen des Museumsufers und Römerbergs. Desweiteren sorgten fünf Shuttle-Buslinien, eine historische Straßenbahn und ab 20 Uhr ein Schiffs-Shuttle über den Main für eine reibungslose Beförderung.  Auch konnte man selbst in die Pedale treten. Dazu stand in dieser Nacht das  „Call a bike“, das  Bike-Sharing. kostenfrei zur Verfügung.

Historisches Museum

Das Historische Museum mit seinem über eine breite Treppe frei zugänglichen Innenhof wird zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Historische Museum mit seinem über eine breite Treppe frei zugänglichen Innenhof wird zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow

Großer Andrang, beste Stimmung und imposante Erlebnisse bot das im vergangenen Jahr wiedereröffnete Historische Museum, welches mit seiner „Piazza“ zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg und der am 9. Mai feierlich eingeweihten teilrekonstruierten historischen Altstadt mit Stoltze- und Struwwelpeter-Museum (ab Herbst 2018) werden wird.

Der Museumsplatz gegen 19 Uhr am Historischen Museum. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Museumsplatz gegen 19 Uhr am Historischen Museum. © Foto: Diether v. Goddenthow

Allein für eine der gezeigten Ausstellungen „Die Stauferzeit“, “Frankfurt Einst?“, „ Frankfurter Sammler und Stifter“ und „Von Bürgern und Bankiers“ sowie für die Etagen des „Jungen Museums“ im Rententurm hätte man jeweils schon einen halben Tag einplanen können. Deshalb steht für viele Besucher  fest: Einfach wiederkommen!

Archäologisches Museum

Das Archäologische Museum ist einfach stets ein imposantes Erlebnis. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Archäologische Museum ist einfach stets ein imposantes Erlebnis. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Archäologischen Museum der restaurierten Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters präsentierten die georgische Sängerin, Pianistin und Komponistin Nestan Bagration und Davitashvili mit ihrer Musik als ein offenherziges Bekenntnis zu den Ursprüngen der Menschheit ihr Land Georgien. Georgien wird  das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse sein.
Bis spät in die Nacht konnten Besucher die in verschiedenen Sammlungen präsentierten Funde aus 200.000 Jahren Menschheitsentwicklung besichtigen und Einblicke nehmen, wie Menschen einst lebten, liebten, arbeiteten, kämpften, glaubten und feierten.

Frankfurter Römer

Das Duo Wildwuchs, Tomas Zeuner und Tobias Witzlau spielten mehrmals am Abend auf, während die Besucher den Kaisersaal mit den 52 Porträts der königlichen und kaiserlichen Würdenträgern an den Wanden bestaunten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Duo Wildwuchs, Tomas Zeuner und Tobias Witzlau spielten mehrmals am Abend auf, während die Besucher den Kaisersaal mit den 52 Porträts der königlichen und kaiserlichen Würdenträgern an den Wanden bestaunten. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Kaisersaal des Frankfurter Römers konnten Nachtschwärmer im Rahmen von Führungen mehr über diesen historischen Ort des Frankfurter Rathauses und die darin als Wandgemälde verewigten 52 Könige und Kaiser des Alten Reiches von Karl dem Großen bis zu Franz II erfahren. Begleitet wurde die Reise in die Vergangenheit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen durch das Spielmannduo Wildwuchs mit ihren aus der Musik des Mittelalters und der Renaissance stammenden Klängen.

Caricatura – Museum für komische Kunst

Am Caricatura - Museum für komische Kunst war die Ottifantitis ausgebrochen - Alle wollten Otto Waalkes zeichnerisches Werk sehen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Am Caricatura – Museum für komische Kunst war die Ottifantitis ausgebrochen – Alle wollten Otto Waalkes zeichnerisches Werk sehen. © Foto: Diether v. Goddenthow

In schierer Otto-Manie stürmten die Besucher das Caricatura auf der Suche nach den vielen – auch in Bildwerken – eingeschleusten kultigen Rüsseltierchen des beliebten Multitalents Otto Waalkes. Der Entertainer und studierte Grafiker, Musiker und bekannte Synchronsprecher hat eine langjährige, besondere Beziehung zu Frankfurt und der „Neuen Frankfurter Schule“. Anlässlich seines 70. Geburtstags hat das Museum für komische Kunst die Schau „Otto. Die Ausstellung“ auf die Beine gestellt, in der das bildnerische Werk des Ostfriesen von seinen Anfängen bis heute eindrucksvoll gezeigt wird. Pit Knorr, der mit Bernd Eilert und Robert Gernhardt das Autorenteam von Otto bildete, las dazu aus seinen Texten. Zugleich konnten sich Groß und Klein beim großen Ottifanten-Malwettbewerb kreativ an der künstlerischen Adaption von Ottifanten abarbeiten. Sie konnten auch Carton-Lesungen des „Titanic“-Zeichners Leonard Riegel lauschen und Konzert-Kostproben des Spardosen-Terzetts – der „größten kleinen Kapelle der Republik“ hören oder auf dem Weckmarkt eine Bratwurst essen.

Impression der Nacht: Hier  am Portal von Kaiserdom St. Bartholomäus und Dommuseum (links) und Beginn des am 9. Mai ab 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen, rekonstruierten  Krönungsweg der deutschen Kaiser (rechts), auf dem diese nach der Krönung im Dom mit ihrem Gefolge zum Festmahl in den Römer schritten..© Foto: Diether v. Goddenthow
Impression der Nacht: Hier am Portal von Kaiserdom St. Bartholomäus und Dommuseum (links) und Beginn des am 9. Mai ab 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen, rekonstruierten Krönungswegs der deutschen Kaiser (rechts), auf dem diese nach der Krönung im Dom mit ihrem Gefolge zum Festmahl in den Römer schritten..© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Dommuseum zeigt(e) im Kreuzgang des Kaiserdoms unter dem Titel „Hinter dem Pergament: Die Welt“. eine ganz besondere Ausstellung um den Verleger, Händler und Sammler Peter Ugelheimer, der 1442 in der Fahrgasse geboren wurde, und Gutenbergs Buchdruck in Venedig zur Blüte brachte. Präsentiert werden/wurden kostbare Bücher, Bibeln und auch Rechnungsbücher aus seiner kostbaren Sammlung. Zudem hatten die Besucher Gelegenheit an Vorführungen der Gutenberg-Druckpresse teilzunehmen.

Wen man auch fragte: Die Nacht der Museen kam wieder bestens an! Und selbst Leute, die sonst nicht viel mit Kunst am Hut haben, amüsierten sich köstlich auf der größten „Kunst- und Museums“-Party im Rhein-Main-Gebiet.
Aber heißt es nicht: Nach der „Nacht ist vor der Nacht“? Also dann bis zur nächsten Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach 2019!

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Happenings, Jazz und Minirock – Frankfurter Nacht der Museen am 5. Mai 2018 im Museum Giersch der Goethe-Universität

nacht.d.museen2018

Das Programm zur Nacht der Museen am 5. Mai 2018 im Museum Giersch der Goethe-Universität

FRANKFURT. Rund um das Thema „50 Jahre 68: Happenings, Jazz und Minirock“ präsentiert das Museum Giersch der Goethe-Universität ein abwechslungsreiches Programm für die Nacht der Museen am 5. Mai 2018. Die Ausstellung „Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964–1968“ zeichnet die Geschichte der von der Frankfurter Studentenschaft betriebenen Studiogalerie nach. Diese veranstaltete Ausstellungen, Happenings und Fluxus-Konzerte. In Führungen erfahren Sie mehr über die Ausstellung.

Unter dem Titel „Frankfurt Urban Jazz Collective“ hat der Frankfurter Musiker Sascha Wild ein generationenübergreifendes Ensemble zusammengestellt, das eine Nacht lang den Jazz feiert. Von seinen Wurzeln im Blues über die kreative Hochphase der 60er Jahre, bis in die heutige Clubmusik hinein reicht das Repertoire der elf Musiker. Mit dabei sind Vertreter der Frankfurter Jazz- und Musik-Szene wie Peter Klohmann (sax), Harri Gottschalk (git, talkbox) und Gregor Praml (bass). Den Abschluss bildet eine 30min „sound-lounge“ mit der live produzierte Klänge das Publikum in die Nacht entlassen.

Swinging London, Minirock, Mod-Style, Jeans und später der Hippie-Stil: Die Modenschau des Retro-Fashion-Shops „Peggy Sue Frankfurt“ zeigt einen Querschnitt der Mode der 1960er Jahre. Waren die frühen 60er noch von damenhaften Stilikonen wie Audrey Hepburn, Jackie Kennedy oder Farah Diba geprägt, wehte ab Mitte der 60er ein anderer Wind. Besonders die Jugend war begeistert von den neuen, frechen Looks und übernahm mit ihren eigenen Subkulturen die Macht über die Mode.

Für das leibliche Wohl sorgt die Kurhausgastronomie Wiesbaden/KÄFER´s.

Das Programm im Detail:
• 20–20.30 Uhr; 21–21.30 Uhr; 22–22.30 Uhr; 23–23:30 Uhr; 0.00–0.30 Uhr: Führungen durch die Ausstellung „Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964–1968“ (Treffpunkt: Museumskasse)

• LIVE-Musik mit dem „Frankfurt Urban Jazz Collective“

19.15–19.45 Uhr: „grow your own“ mit dem Frankfurter Schüler-Jazzensemble (Schüler aus dem Projekt „Jazz und Improvisierte Musik in die Schule!“, das die Stiftung Polytechnische Gesellschaft 2011 ins Leben gerufen hat, spielen unter der künstlerischen Leitung von Peter Klohmann groovig-beseelten Jazz)

20.00–20.30 Uhr und 20.45–21.15 Uhr: „seeds ahead“ – songs & stories Schüler treffen Profis (Jazz und Pop-Songs in einer gemischten Besetzung aus Nachwuchs- und Profimusikern, die sich zu einer musikalischen Geschichten-Reise treffen. Neue Wege, alte Kamellen und Entdeckungen, abseits des Alltags)

22.15–22.45 Uhr, 23–23.30 Uhr, 23.45–00.15 Uhr: Subsoundz Spoken Words Elektro-Jazz trifft Poesie feat. Claudio Vilardo (Sprecher) (Vier Jazzmusiker und ein Schauspieler präsentieren ein anregendes Format zwischen Soundtrack, Jazz, Clubmusik und Lesung. Dabei treffen Texte von Goethe, Heine und Shakespeare auf Elektrobeats und lyrische Improvisationen)

00.30–01.00 Uhr: „sounding out“, live-sound-lounge (Samples, Loops und atmosphärische Klänge leiten über in die Nacht – live gespielt und in Echtzeit produziert)

• 21.30–22 Uhr: Modenschau mit Mode im Stil der 1960er Jahre. Präsentiert von Peggy Sue Frankfurt
• 19–1.30 Uhr: Kulinarische Spezialitäten von KÄFER´s aus der Kurhausgastronomie Wiesbaden

Das Museum ist von 19 bis 2 Uhr geöffnet.

Eine Nacht für alle Sinne NACHT DER MUSEEN in Frankfurt und Offenbach – Samstag, 5. Mai, 19 bis 2 Uhr

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Wenn sich am 5. Mai die Nacht über die Stadt senkt, hebt sich in über 40 Kulturstätten in Frankfurt und Offenbach der Vorhang zur NACHT DER MUSEEN 2018. Bis zum Morgengrauen öffnen Museen, Galerien und Off-Spaces ihre Pforten – zu erleben gibt es Kunstgenuss für alle Sinne. Museumsfoyers und Ausstellungsräume verwandeln sich in außergewöhnliche Spielorte, die Wirkungskraft der Exponate wird durch Führungen, Performances, Live-Musik, Filmprojektionen und Lesungen ergänzt. Mit nur einem Ticket erhalten Nachtschwärmer Zutritt zu allen teilnehmenden Veranstaltungsorten und freie Fahrt mit dem NACHT DER MUSEEN Shuttle-Service (Busse, Schiff, historische Straßenbahn, Bikesharing).

„Bei der NACHT DER MUSEEN wird die Vielfalt der Sonderausstellungen und Sammlungen der Frankfurter und Offenbacher Museen zu nächtlicher Stunde erlebbar. Auch in diesem Jahr bietet die Veranstaltung einen Programmreichtum, der von renommierten Ausstellungshäusern bis zur freien und jungen Kunstszene, von phantastischen Sonderschauen bis zu LiveMusik und Mitmach-Angeboten reicht. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern eine inspirierende Nacht“, so Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig.

Große Namen am Museumsufer

Treffpunkt Städelmuseum. © Foto: Diether v. Goddenthow
Treffpunkt Städelmuseum. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Städel gibt es eine eindrucksvolle Rubens-Ausstellung zu bestaunen, während im Architekturmuseum städtebaulich und performativ „Bretter, die die Welt bedeuten“, im Mittelpunkt stehen. Nebenan im Filmmuseum hält Stanley Kubricks visionäre Space Odyssey Einzug. Im Museum Angewandte Kunst laufen die Besucher zu Musik der Robert-Johnson-DJs Ata Macias & Aziesch live über einen Catwalk – darüber hinaus lockt neben der vielbeachteten „Jil Sander. Präsenz“-Ausstellung die „Junge Kunst“ Benefizauktion von EY mit Werken junger KünstlerInnen der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung. Die Schirn Kunsthalle widmet dem großen US-amerikanischen Ausnahmekünstler Basquiat eine große Sonderausstellung. Erstmalig nimmt das CineStar–Metropolis an der NACHT mit einem Saal teil – hier werden die in diesem Jahr für den Oscar® nominierten Animations-Kurzfilme gezeigt.

Illumination ums Liebieghaus Skulpturenmuseum. © Foto: Diether v. Goddenthow
Illumination ums Liebieghaus Skulpturenmuseum. © Foto: Diether v. Goddenthow

Kunst allerorten – von Frankfurt bis Offenbach
Auch außerhalb der Innenstadt ist viel Kunst zu entdecken: Im Kriminalmuseum steht das brandaktuelle Thema „GEWALTige Liebe“ im Mittelpunkt der NACHT, und im Geldmuseum wird nicht nur so mancher Schein herbeigezaubert.

Ledermuseum Offenbach, feierte im vergangenem Jahr sein 100jähriges Bestehen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ledermuseum Offenbach, feierte im vergangenem Jahr sein 100jähriges Bestehen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Nach einer längeren Umbaupause bietet die Sternwarte wieder einen Blick auf die Milchstraße, und die Raumfahrtausstellung lässt große und kleine Weltallfans auf ihre Kosten kommen. Rund ums Thema Fliegen geht es auch im erstmals teilnehmenden Lufthansa Aviation Center, das seinem blau-gelben Kranich-Signet eine Ausstellung widmet. Ganz gleich ob Ottifanten im Caricatura Museum, Urban Art von 12 Künstlern im Off-Space Ost>Stern oder College-Rock und LED Live-Performance im Museum für Kommunikation – diese NACHT zieht sich durch weite Teile von Frankfurt bis nach Offenbach. Dort geht es im City Tower hoch hinauf in die 30. Etage zu Kunstgenuss mit Panoramablick, und das Ledermuseum bietet einen Abend für „Paare“: Das Riesen-Memoryspiel lädt ein, Objektpaare zu entdecken und beim Tango Argentino kann gemeinsam getanzt werden.

Neues entdecken und mitgestalten
Bei zahlreichen Führungen erfährt man Spannendes zu den jeweiligen Ausstellungen der Häuser, u.a. im Liebieghaus zu den Arbeiten des südafrikanischen Künstlers William Kentridge. Bei einer musikalischen Lesung des bekannten Skandinavien-Krimi Autors Jan Costin Wagner im Haus am Dom ist das kriminalistische Gespür der Besucher gefragt. Das Historische Museum rückt Frankfurt zwischen „Einst?“ und „Jetzt!“ in den Fokus, und die Synchronsprecher von Ben Stiller und George Clooney stellen sich der Herausforderung zu lesen, was das Publikum ihnen mitbringt.

In dieser NACHT steckt Musik – Sounds aus der ganzen Welt
Musikalisch bedient die NACHT nahezu jedes Genre, so gibt es französische Chansons im Struwwelpeter-Museum, persische Folklore im Goethe-Haus und russische Klaviermusik im Ikonen-Museum. Dazu ertönen Saxophon-Klänge zu Kerzenschein im Dommuseum, und die Nachtschwärmer kommen unter anderem im Crown Pop-up Club in der Schirn auf ihre Kosten.

Teilnehmende Museen auf einen Blick 
Archäologisches Museum
Bibelhaus Erlebnis Museum
Caricatura Museum
CineStar – Metropolis
Deutsches Architekturmuseum
Deutsches Filmmuseum
Dommuseum
Experiminta ScienceCenter
Frankfurter Kunstverein
Geldmuseum der Deutschen Bundesbank
Goethe-Haus/Goethe-Museum
Haus am Dom
Historisches Museum Frankfurt
Ikonen-Museum
Institut für Stadtgeschichte/Karmeliterkloster
Junges Museum (Im Historischen Museum)
Frankfurt Kaisersaal im Römer
Kriminalmuseum
Liebieghaus Skulpturensammlung
Lufthansa Aviation Center
Museum Angewandte Kunst
Museum für Kommunikation
MMK 1 Museum für Moderne Kunst
MMK 2 Museum für Moderne Kunst
Taunus Turm Museum
Giersch der Goethe-Universität Museum Judengasse
Ost>Stern Portikus
Schirn Kunsthalle
Senckenberg Naturmuseum
Städel Museum
Sternwarte/Physikalischer Verein
Stoltze-Museum
Struwwelpeter-Museum
Weltkulturen Museum Zoo Frankfurt

Offenbach:
City Tower,
DLM Deutsches Ledermuseum
Haus der Stadtgeschichte,
Klingspor Museum

Teilnehmende Museen auf einen Blick 
Programmheft zum Downloaden
Shuttle-Busplan

Tickets und Preise
Vorkaufsstellen/ Abendkasse

nacht.d.museen2018Das NACHT DER MUSEEN-Ticket kostet 14 Euro (VVK und Abendkasse) und ist in allen teilnehmenden Locations sowie den AD ticket/reservix VVK-Stellen bundesweit erhältlich. Es beinhaltet den Eintritt zu allen teilnehmenden Häusern und ist zugleich Fahrkarte für die nächtlichen Shuttle-Busse, die historische Straßenbahn und das Shuttle-Schiff, das zwischen Städel und Eisernem Steg verkehrt.

Erstmals gibt es ein Bikesharing-Angebot zur NACHT: von 19 bis 2 Uhr können Call a Bike-Räder gratis genutzt werden. Anmeldung (ab 3 €/Jahr) sowie Stations-Übersicht auf der Website: www.callabike.de

Die Familienkarte ist für 29 Euro (VVK und Abendkasse) erhältlich; diese gilt für zwei Erwachsene und eigene Kinder/Enkel unter 18 Jahren.

Des Weiteren gibt es eine ermäßigte Eintrittskarte für 9 Euro (VVK und Abendkasse; nur gültig zusammen mit Lichtbild-Nachweis) für Kinder unter 18 Jahren, Schüler, Studierende (ausgenommen Studierende der Uni des 3. Lebensalters U3L),

Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte (mit Minderung der Erwerbsfähigkeit ab 50 GdB, weitere Infos: www.nacht-der-museen.de) und Frankfurt-Pass/Kulturpass Inhaber. Für Besitzer der MuseumsuferCard ist der Eintritt frei. Sie ist während der NACHT in ausgewählten Museen erhältlich und kostet 85 Euro pro Jahr.

Weitere Informationen gibt es hier: www.nacht-der-museen.de und unter der Hotline 069 97460 555

Über 40 000 Nachtschwärmer bei der Nacht der Museen in Frankfurt am 6. Mai 2017

Die Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach lockte über 40 000 Nachtschwärmer bei Mond und Sternen, in und vor die Kulturtempel der Mainmetropole, die weltweit eines der dichtesten Kulturangebote pro Kopf hat. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Die Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach lockte über 40 000 Nachtschwärmer bei Mond und Sternen, in und vor die Kulturtempel der Mainmetropole, die weltweit eines der dichtesten Kulturangebote pro Kopf hat. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Nachtschwärmer erlebten mit der „Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach“ am 6.Mai 2017 eine der wohl stärksten  Kultur-Events überhaupt, die die Mainmetropole in diesem Jahr bislang zu bieten hatte. Das laue Sommerlüftchen hatte  nach kalten Tagen  mehr Besucher als je zuvor zur Nacht der Museen  „auf die Gass“ gelockt und die Frankfurter Innenstadt zum Tag werden lassen.

Stimmung am Römer mit Tanz-Performance Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Stimmung am Römer mit Tanz-Performance Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die aus der ganzen Rhein-Main-Region angereisten Kulturinteressierten erlebten neben einem gigantischen Ausstellungsangebot der Museen und Kultureinrichtungen ein umfangreiches Kulturprogramm mit spannenden Performances, szenischen Lesungen und handgemachter Live-Musik. Unzählige Tische und Bänke luden zudem in der ganzen Stadt und rund um die Museen zum Verweilen im Freien ein.

Schiffchen fahren zum Null-Tarif mit dem Shuttle-Service. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Schiffchen fahren zum Null-Tarif mit dem Shuttle-Service. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Und war bereits die Anlegestelle für den Schiffs-Shuttle-Service gegen 21.00 Uhr total belagert, reichte gegen 23.00 Uhr  die Warte-Schlange gar bis zum Mainkai hinauf. Je später der Abend, um so voller wurde die Stadt.
Hätte  die „Nacht der Museen“ in Frankfurt und Offenbach auch bis morgens früh um fünf Uhr gedauert,  die 40 Museen und Kultur-Locations wären selbst auch bei einem ganz flüchtigen Besuch und ohne Warteschlangen nicht zu schaffen gewesen. Man musste wie aus einer wunderbaren Speisenkarte auswählen, mit dem Trost: Alles, was man in diesem Jahr nicht bis 1 Uhr morgens geschafft hatte, in der nächsten Nacht der Museen auf die Wunschliste zu setzen.
Ganz nebenbei bemerkt:  Mit einer MuseumsuferCard für 85 Euro kann man 12 Monate lang  über 34 Museen sooft man möchte mit allen Dauer- und Sonderausstellungen in Frankfurt und Umgebung besuchen, inklusive den Gebühren für das Museums-Uferfest und die Nacht der Museen.

„Die 18. NACHT DER MUSEEN lebt auch in diesem Jahr von der Vielfalt. Kulturerfahrene wie Neulinge hatten die einzigartige Möglichkeit, zur späten Stunde in einer ungezwungenen Atmosphäre neue Einblicke in das Kulturangebot der Stadt zu bekommen. Ein außergewöhnliches Programm und das wirklich einzigartige Museumsufer lockte tausende Nachtschwärmer aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus nach Frankfurt“, sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig.

Am neuen Ausstellungshaus des Historischen Museums herrscht reger Betrieb. Noch wird findet der Innenausbau statt. Die Eröffnung ist im Oktober, eine Teileröffnung des neuen Innenhofes und Cafés jedoch schon am 21.Mai 2017.Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Am neuen Ausstellungshaus des Historischen Museums herrscht reger Betrieb. Noch wird findet der Innenausbau statt. Die Eröffnung ist im Oktober, eine Teileröffnung des neuen Innenhofes und Cafés jedoch schon am 21.Mai 2017.Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Wahre Publikumsmagnete  waren in diesem  Jahr die Schirn Kunsthalle mit der Ausstellung zu René Magritte und das Deutsche Filmmuseum, in dem die Besucher in ein Universum der symbolstarken Filmfarbe Rot eintauchten. Sie erzeugten staunende Blicke und angeregte Gespräche. Besonders beliebt waren auch die traditionellen Führungen durch die Fischergewölbe, den Kaisersaal, die Katakomben des Hauptbahnhofs und das Senckenberg Naturmuseum.

Auch im Museum für Kommunikation war die Hölle los. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Auch im Museum für Kommunikation war die Hölle los. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Großen Andrang herrschte auch im Museum für Kommunikation, wo die Besucher zwischen Poetry Slam, dem Quizklassiker Ruck Zuck mit Showmaster Roberto Cappelluti und 90er-Jahre-Hits ein Wiedersehen mit dem schrillen Kultjahrzehnt feierten. Ein Krimierlebnis mit Gänsehaut bescherte den Zuschauern das hr2-RadioLive-Theater mit „Der Hund der Baskervilles“ im Historischen Museum.

Für einen weiteren Höhepunkt der NACHT sorgte die Performance von antagon theaterAKTion, die den Römerberg in eine feurige Theaterkulisse verwandelte.

Mit der Performance "Dundu" erwachte eine 2,80 hohe Lichtpuppe zum Leben, hier in der Nähe des Museum für Kommunikation.  Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Mit der Performance „Dundu“ erwachte eine 2,80 hohe Lichtpuppe zum Leben, hier in der Nähe des Museum für Kommunikation. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Der sanfte Riese Dundu bezauberte die Zauschauer   mit seinen Auftritten am Museumsufers, im Metzlerpark und auf dem Dach des Skyline Plazas.

Jörg Sasse, in der Sonderausstellung "Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse"Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Jörg Sasse, in der Sonderausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Das Städel-Museum war als eines der Publikumsmagnete wieder stark belagert. Während man sich draußen  traf und  die Würstchen brutzelten, schoben sich im Innenbereich die „Massen“ durch die aktuellen Sonderausstellungen „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ u. „In die dritte Dimension, Raumkonzepte auf Papier vom Bauhaus bis zur Gegenwart“. Besonders hoch im Kurs standen die großen Sammlungsbereiche des Hauses aus allen Epochen der Malerei, insbesondere die gegenständliche Malerei; denn „da sieht man wenigstens, was der Malter gemalt hat,“  rief ein Junge begeistert. Wer mochte, konnte sich einer fachkundigen Familienführung oder Führung durch die Sonderausstellungen oder Highlights des Hauses anschließen, am Städel-Dialog teilnehmen oder sich über Kunst und Religion informieren.

Mit gemischten Gefühlen betrachten die jungen Damen Max Liebermanns Beitrag zum Geschlechterkampf: Mit siegreicher Geste streckt die alttestamentarische Figur Delila Simsons Locken als Trophäe ihren Verbündeten entgegen. In ihrem Schoss zusammengesunken liegt der Mann, dem sie mit dem Haar seine unbezwingbare Kraft genommen hat. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Mit gemischten Gefühlen betrachten die jungen Damen   Max Liebermanns „symbolistischen“ Beitrag zum Geschlechterkampf im 19. Jahrhundert: Mit siegreicher Geste streckt die alttestamentarische Figur Delila Simsons Locken als Trophäe ihren Verbündeten entgegen. In ihrem Schoss zusammengesunken liegt der Mann, dem sie mit dem Haar  seine unbezwingbare Kraft genommen hat. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

 

Die griechischen Sagengestalten Erechtheus und Eumolpos, die Kontrhenten im eleusinischen Krieg, faszinieren jeden Besucher im Skulpturen-Museum LIebieg-Haus. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Die griechischen Sagengestalten Erechtheus und Eumolpos, die Kontrhenten im eleusinischen Krieg, faszinieren jeden Besucher im Skulpturen-Museum LIebieg-Haus. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Das Liebieghaus Skulpturenmuseum punktete mit Tonworkshop, Familienführungen, Turmbesichtung und insbesondere mit der neuen, sensationellen Ausstellung „Eindeutig bis zweifelhaft, Skulpturen und ihre Geschichten“ sowie mit der Bestands-Sammlung. Selbst weniger große Skulpturen-Freak s sind spätestens überwältigt beim Anblick der gigantischen griechischen Kämpfer-Statuen Erechtheus und Eumolpos, die Gegner im von den Göttern angezettelten eleusinischen Krieg. Das Liebieghaus zählt mit über 3000 Werken international zu den wichtigsten Skulpturenmuseen und bietet einen Überblick über 5000 Jahre Geschichte

Fernab des Museumsufers, im 54. Stock des Main Towers, standen die Besucher Schlange, um den „Treadmill Runner“ durch Tempokommandos auf dem Laufband ordentlich zum Schwitzen zu bringen – die ungewöhnliche Performance in Interaktion mit den Besuchern fand mit himmlischen Ausblicken auf die nächtliche Frankfurter Skyline statt.

Am Boxring: Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig im Gespräch mit den Jazzstipendiaten 2016 „The WhereMe“ auf dem Teves-Gelände im Boxcamp Foto: © Alexander Paul Englert
Am Boxring: Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig im Gespräch mit den Jazzstipendiaten 2016 „The WhereMe“ auf dem Teves-Gelände im Boxcamp Foto: © Alexander Paul Englert

Eine Mischung aus Off-Szene und Stadtgeschichte bot das Programm im Frankfurter Gallus, dessen Vielseitigkeit und Lebendigkeit Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig bei einem Besuch des Stadtteils beeindruckte: „Das Gallus hat seinen ganz eigenen Charme, ist nicht glatt und geleckt, eher rau und kantig. Die Kunst und Kultur hat aus ihren Ecken und Nischen herausgefunden, spürbar für alle NACHT-Schwärmer, elektrisierend und bereichernd.“

Im Wartturm konnten die Besucher einen Blick in das sonst verschlossene Turminnere erhaschen, im Boxring begeisterten die jazzigen Eigenkompositionen von „The WhereMe?!“ mit melancholischen Klängen und mitreißenden Gitarrensoli und die Lesung von Kultautor Wladimir Kaminer im konfuzius franz/korrekt gipfelte in der schon legendären, ausgelassenen Russendisko.

In Offenbach überzeugten aufregende Ausstellungskonzepte zeitgenössischer Kunst, die Inszenierung des „Blauen Krans“ und Hafenführungen die Besucher. Die Stadt weihte in Anwesenheit von Offenbachs und Frankfurts Oberbürgermeistern und Kulturdezernenten klangvoll den Hafenplatz ein; zu einer Mischung aus Hip Hop und Songwriter-Pop von Akua Naru und Mine feierte und tanzte ein ausgelassenes Publikum in der Abenddämmerung.

Die Melodien der NACHT reichten von Gitarre und Gesang bei Kerzenschein im Dom über Jazz im Museum Angewandte Kunst bis zu Synthesizer-Sounds und den Tracks der Robert Johnson-DJs im Deutschen Architekturmuseum. Während aus dem Metzler-Saal die elektronischen Beats der DJs Maurice Walper und Alexander Antonakis ertönten, ließen Tanzfreudige auf dem Dach des Skyline Plazas die NACHT bis zum Morgengrauen stimmungsvoll ausklingen.

Zentrale Anlaufstelle der Nacht der Museen am Römer.  Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Zentrale Anlaufstelle der Nacht der Museen am Römer. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Junge Kunst mit Zukunft“ wurde im Rahmen der EY-Benefizauktion im Museum Angewandte Kunst versteigert: Die ausgewählten Werke junger Künstler der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) kamen unter den Hammer und wurden für eine Rekordsumme von insgesamt 101.900 € versteigert. Die höchste Summe erzielte das Werk „Zuflucht“ von Stefan Thürck mit 14.000 €; Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig versteigerte die erste Position für 3.800 €. Der Erlös geht an die Künstler und an die Fördervereine der Frankfurter und Offenbacher Kunsthochschulen.

 

 

 

Am 6. Mai 2017: Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach

Nacht der Museen - Archäologisches Museum Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow
Nacht der Museen – Archäologisches Museum Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow

Folgende Museen, Ausstellungshäuser und Sonderlocations  laden ein zur Nacht der Museen – zumeist mit Sonderprogrammen, Führungen etc. – Es besteht wieder einen gut organisierte Shuttel-Service, um die erwarteten 35.000 Besucherinnen und Besucher zu allen Orten rasch zu allen gewünschten Orten zu bringen: 

Archäologisches Museum
Bibelhaus Erlebnis Museum
Bildungsstätte Anne Frank
caricatura museum frankfurt
Deutsches Architekturmuseum
Deutsches Filmmuseum
Dommuseum Frankfurt
Experiminta ScienceCenter
Fotografie Forum Frankfurt
Frankfurter Kunstverein
Geldmuseum der Deutschen Bank
Goethe-Haus und -Museum
Haus am Dom
Hindemith Kabinett im Kuhhirtenturm
historisches museum frankfurt
Ikonen-Museum
Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster
Kaisersaal im Römer
kinder museum frankfurt
Kriminalmuseum Frankfurt
Liebieghaus Skulpturensammlung
Literaturhaus Frankfurt
Main Tower 54. Stock / Prime Time fitness
Museum Angewandte Kunst
Museum für Kommunikation
Museum für Moderne Kunst, MMK 1
Museum für Moderne Kunst, MMK 2
Museum Giersch der Goethe-Universität
Museum Judengasse Portikus
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Senckenberg Naturmuseum
Skyline Plaza Dachgarten
Städel Museum
Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse
Struwwelpeter-Museum
Weltkulturen Museum
Zoo Frankfurt

Gallus:
HoRsT in den Adlerwerken
Galluswarte
Güneş Theater Areal / Boxcamp
K12
konfuzius franz / korrekt

Offenbach:
DLM Deutsches Ledermuseum
Hafen
Haus der Stadtgeschichte
Klingspor-Museum

Zusätzliche Programmpunkte runden das Angebot ab:
Führungen
Bahnhofsmission – Menschen am Zug (historischer Rundgang am Hauptbahnhof)
Die Fischergewölbe – Frankfurt, Fischer, finstere Gewölbe (Taschenlampenführung)
Kulturothek – Frankfurt flunkert! (Taschenlampenführung auf dem Römerberg)

Open Air
antagon theaterAKTion – Das Feuer und die Asche
Dundu – The Gentle Giant

coverProgramm: Die Gesamtkonzeption des Programms wird über das Kulturamt Stadt Frankfurt am Main und k/c/e Marketing³ GmbH koordiniert. Jedes Museum arbeitet eigenverantwortlich ein Programm aus und setzt es nach Absprache um:

• Thematische Führungen zu den Dauer- und Sonderausstellungen, Stadtrundgänge
• Live-Bands und DJs (unterschiedlichste Stilrichtungen: Jazz, Soul, Blues, Rock, Pop, Lounge, Electro, Klassik, Weltmusik etc.)
• Künstler- und Kuratorenführungen/Vorträge
• Video-, Licht-, Klanginstallationen/Filme
• Tanz/Theater/Gesang/Performance
• Workshops
• Lesungen
• Nostalgiefahrten mit der historischen Straßenbahn und dem Oldtimer-Postbus
• Internationale Gastronomie (Getränke und Snacks)

Tickets: Eintrittskarten (VVK und Abendkasse zu 14 Euro) gibt es an allen AD ticket/reservix-Vorverkaufsstellen und in allen beteiligten Veranstaltungsorten.

Shuttle-Service

Während der NACHT DER MUSEEN berechtigt das Ticket zum Eintritt in die teilnehmenden Häuser und ist zugleich Ausweis für die Fahrten mit den Shuttle-Bussen, dem Shuttle-Schiff, und der Historischen Straßenbahn.

Verbilligte Tickets

2017 gibt es erstmals auch eine günstige Familienkarte für 29 Euro (VVK und Abendkasse); diese gilt für zwei Erwachsene und eigene Kinder/Enkel unter 18 Jahren.

Des Weiteren ist eine ermäßigte Eintrittskarte für 9 Euro (VVK und Abendkasse; nur gültig zusammen mit Lichtbild-Nachweis) für Kinder unter 18, Schüler, Studierende*, Bundesfreiwilligen-dienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte* und Frankfurt-Pass/Kulturpass-Inhaber erhältlich. *Weitere Infos: nacht-der-museen.de. Für Besitzer der MuseumsuferCard ist der Eintritt frei.

Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach am 6. Mai 2017

coverKunst verbindet – vom Gallus über das Museumsufer bis nach Offenbach
(kus) Am Samstag, 6. Mai, wird der kulturelle Abend in Frankfurt und Offenbach lang, aber ganz und gar nicht langweilig. Von 19 bis 2 Uhr morgens öffnen rund 40 Museen, historische Gebäude und Off-Locations ihre Türen und machen die Nacht zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk: Spannende Ausstellungen verbinden sich mit Performances, Führungen, Partys und Kulinarik. Mit nur einem Ticket erhalten Nachtschwärmer Zutritt zu allen teilnehmenden Veranstaltungsorten und freie Fahrt mit dem Nacht der Museen Shuttle-Service aus Bussen, Schiffen und der historischen Straßenbahn.
„Ich freue mich sehr auf das jährliche Kulturfest im Frühling. Die Nacht der Museen bietet den Besuchern auch 2017 ein außergewöhnliches Programm bei Mondschein. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf dem Frankfurter Stadtteil Gallus, der sich mit einer bunten Mischung aus Offszene und Stadtgeschichte zeigt und in besonderer Weise Frankfurts Lebendigkeit und Vielseitigkeit spiegelt“, so Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Eine Eröffnung, ein Jubiläum und neue Off-Spaces: Das Gallusviertel bildet mit der historischen Galluswarte, dem Industriedenkmal Adlerwerke, dem Kulturgelände korrekt, dem Güneş Theater-Areal und dem Kulturtreff „Kriegkstraße 12“ erstmals den Frankfurter Schwerpunkt der Nacht. Hier wird der Frühling mit anatolischen Feuersprüngen begrüßt, ein Höhepunkt ist die Lesung von Kultautor Wladimir Kaminer, der zu späterer Stunde auch als DJ der „Russendisko“ an die Plattenspieler tritt. Musikalisch reicht das Angebot von Ethnopop der Band Balkan Beat bis zu Jazzimprovisationen im Boxring von The WhereMe?!. Geöffnete Ateliers mit leuchtenden Ballons und Gruppenausstellungen sowie Führungen durch den Wartturm und den Stadtteil zeigen die kulturelle Vielfalt und Kreativität der freien Szene, die den Stadtteil prägt.

In Offenbach wird der neue Hafenplatz mit poetischem Songwriter-Pop von Shootingstar Mine eingeweiht. Dazu bringt Akua Naru Jazz-Rap für Herz, Hüften und Verstand auf die Bühne, während der stillgelegte Hafenkran illuminiert inszeniert wird. Ein paar Straßen weiter kann im Deutschen Ledermuseum auf 100 Jahre Museumsgeschichte mit Maibowle zu Jazz-Klängen angestoßen werden. Meisterwerke der Lithografie sind in einer gemeinsamen Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte und im Klingspor-Museum zu sehen.

Das Museumsufer lockt mit Kunst, Picknick und Live-Theater: Die Schirn Kunsthalle stellt mit dem Maler René Magritte den bedeutenden Surrealisten und Meister der Täuschung vor, das Deutsche Filmmuseum zeigt derweil mit der lebendigen Ausstellung „ROT“ die vielen Facetten der Farbe im Film. Der Hörspiel-Krimi „Sherlock Holmes – Der Hund der Baskervilles“ kommt im neuen Historischen Museum auf die Bühne, während der Showklassiker Ruck Zuck mit Roberto Cappelluti die 90er ins Museum für Kommunikation zurückbringt. Überraschende Performances im MMK 1 und im Kunstverein, sowie eine 50er-Jahre-Modenschau im Museum Giersch sorgen für neue Perspektiven. Das Museum Angewandte Kunst lädt zur „Picknick-Zeit“ unter freiem Himmel ein, und bei der EY-Benefizauktion ist junge Frankfurter und Offenbacher Kunst zu ersteigern. Open air begeistert das Theaterensemble Antagon mit Feuer-Akrobatik die Zuschauer auf dem Römerberg, und entlang des Museumsufers flaniert die riesenhafte-illuminierte Dundu-Puppe.

Noch mehr erleben: Erstmals bieten sich im 54. Stock des Main Tower atemberaubende Ausblicke, während dort The Treadmill Runner in einer interaktiven Performance die Geschwindigkeit seines Laufbands dem Publikum anvertraut. Seltene Einblicke geben Führungen durch die Fischergewölbe, den Kaisersaal und in die Katakomben des Hauptbahnhofs. Stand-up Comedy mit dem Rabbiner Walter Rothschild gibt es im Museum Judengasse, eine Cartoon-Lesung mit Ari Plikat findet im caricatura statt. Tierisch spannend wird es, wenn die Polizeihunde am Kriminalmuseum ihr Können zeigen, während Löwen und Seehunde im illuminierten Zoo gefüttert werden und Kakerlaken im Senckenberg Naturmuseum um die Wette rennen. Wie verblüffend Chemie ist, zeigt die „Breaking Bad Science-Show“ im Experiminta, und im Geldmuseum wird erklärt, wie man Falschgeld erkennt.

Feiern für Frühlingsgefühle: Elektronische Synthesizer-Sounds von The OhOhOhs und DJs des Robert Johnson bringen das Architekturmuseum zum Beben, während der Portikus mit Punk beschallt wird. Auch die Bar des MMK 2 lädt mit DJ Nuri zum Tanz ein. Im Städel sorgt Disco Boogie für den passenden Takt, und feierfreudige Nachtschwärmer genießen auf dem Dach des Skyline Plaza Club-Sounds mit Skyline-Blick.
Folgende Museen, Ausstellungshäuser und Sonderlocations nehmen teil:

Archäologisches Museum
Bibelhaus Erlebnis Museum
Bildungsstätte Anne Frank
caricatura museum frankfurt
Deutsches Architekturmuseum
Deutsches Filmmuseum
Dommuseum Frankfurt
Experiminta ScienceCenter
Fotografie Forum Frankfurt
Frankfurter Kunstverein
Geldmuseum der Deutschen Bank
Goethe-Haus und -Museum
Haus am Dom
Hindemith Kabinett im Kuhhirtenturm
historisches museum frankfurt
Ikonen-Museum
Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster
Kaisersaal im Römer
kinder museum frankfurt
Kriminalmuseum Frankfurt
Liebieghaus Skulpturensammlung
Literaturhaus Frankfurt
Main Tower 54. Stock / Prime Time fitness
Museum Angewandte Kunst
Museum für Kommunikation
Museum für Moderne Kunst, MMK 1
Museum für Moderne Kunst, MMK 2
Museum Giersch der Goethe-Universität
Museum Judengasse Portikus
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Senckenberg Naturmuseum
Skyline Plaza Dachgarten
Städel Museum
Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse
Struwwelpeter-Museum
Weltkulturen Museum
Zoo Frankfurt

Gallus:
HoRsT in den Adlerwerken
Galluswarte
Güneş Theater Areal / Boxcamp
K12
konfuzius franz / korrekt

Offenbach:
DLM Deutsches Ledermuseum
Hafen
Haus der Stadtgeschichte
Klingspor-Museum

Zusätzliche Programmpunkte runden das Angebot ab:

Führungen
Bahnhofsmission – Menschen am Zug (historischer Rundgang am Hauptbahnhof)
Die Fischergewölbe – Frankfurt, Fischer, finstere Gewölbe (Taschenlampenführung)
Kulturothek – Frankfurt flunkert! (Taschenlampenführung auf dem Römerberg)

Open Air
antagon theaterAKTion – Das Feuer und die Asche
Dundu – The Gentle Giant

Programm: Die Gesamtkonzeption des Programms wird über das Kulturamt Stadt Frankfurt am Main und k/c/e Marketing³ GmbH koordiniert. Jedes Museum arbeitet eigenverantwortlich ein Programm aus und setzt es nach Absprache um:

• Thematische Führungen zu den Dauer- und Sonderausstellungen, Stadtrundgänge
• Live-Bands und DJs (unterschiedlichste Stilrichtungen: Jazz, Soul, Blues, Rock, Pop, Lounge, Electro, Klassik, Weltmusik etc.)
• Künstler- und Kuratorenführungen/Vorträge
• Video-, Licht-, Klanginstallationen/Filme
• Tanz/Theater/Gesang/Performance
• Workshops
• Lesungen
• Nostalgiefahrten mit der historischen Straßenbahn und dem Oldtimer-Postbus
• Internationale Gastronomie (Getränke und Snacks)

Gut zu wissen: Das Nacht der Museen-Ticket kostet 14 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse und ist in allen teilnehmenden Locations sowie den AD ticket/reservix VVK-Stellen bundesweit erhältlich. Es beinhaltet den Eintritt zu allen teilnehmenden Häusern und ist zugleich Fahrkarte für die nächtlichen Shuttle-Busse, die historische Straßenbahn und das Shuttle-Schiff, das zwischen Städel und Eisernem Steg verkehrt.

2017 gibt es erstmals auch eine günstige Familienkarte für 29 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse; diese gilt für zwei Erwachsene und eigene Kinder/Enkel unter 18 Jahren. Zudem ist eine ermäßigte Eintrittskarte für 9 Euro (Vorverkauf und Abendkasse; nur gültig zusammen mit Lichtbild-Nachweis) für Kinder unter 18 Jahren, Schüler, Studierende, Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte und Frankfurt-Pass/Kulturpass-Inhaber erhältlich. Für Besitzer der MuseumsuferCard ist der Eintritt frei. Sie ist während der Nacht in ausgewählten Museen zu erwerben und kostet 85 Euro pro Jahr.

Weitere Informationen für Besucher gibt es auf http://nacht-der-museen.de .

Das Kulturamt begleitet die Nacht der Museen 2017 in den Sozialen Medien über das Hashtag #ndmffm. Wie in den vergangenen Jahren werden auf https://www.facebook.com/nachtdermuseen.frankfurt und https://twitter.com/Stadt_FFM Live-Eindrücke von einzelnen Veranstaltungen sowie Service-Tipps für die Abendplanung gegeben.

Eine Nacht lang kollektives lustvolles kunstwandeln bei der Nacht der Museen 2016 in Frankfurt und Offenbach

Inszenierungen des Antagon-Theaters vor dem Frankfurter Römer in der Nacht der Museen in Frankfurt  und Offenbach.  © massow-picture
Inszenierungen des Antagon-Theaters vor dem Frankfurter Römer in der Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach. © massow-picture

NACHT DER MUSEEN lockte rund 40.000 Besucher in Frankfurter, Offenbacher und Höchster Museen

Auf die richtige Strategie kommt es an, um möglichst viele Eindrücke mitnehmen zu können. © massow-picture
Auf die richtige Strategie kommt es an, um möglichst viele Eindrücke mitnehmen zu können. © massow-picture

Eine Nacht lang stand am 23. April 2016  in Frankfurt, Offenbach und Höchst alles im Zeichen von Kunst und Kultur: 40 Museen und Kulturinstitutionen boten ein abwechslungsreiches Programm, das rund 40.000 Besucher zum kollektiven Kunstwandeln bis in die frühen Morgenstunden anregte. Selbst Petrus hatte mitgemacht und bescherte Nachtschwärmern eine zwar kühle, aber trockene Nacht. Mit einem 14-Euro-Pauschalticket konnte, wer das Bad in der Menge liebt, sich den Weg durch die 40 offenen Museen, Ausstellungen und zahlreichen zusätzlichen Rahmen-Veranstaltungen  bahnen.

Bequem im 5- bis 10minütigen Shuttlebus-Takt durch die ganze Stadt bis nach Offenbach und Höchst. © massow-picture
Bequem im 5- bis 10minütigen Shuttlebus-Takt durch die ganze Stadt bis nach Offenbach und Höchst. © massow-picture

Im 5- bis 10-Minutentakt brachten 4 Shuttle-Buslinien, eine historische Straßenbahn und ein Schiffs-Shuttle zwischen den Museumsufern, die Kunst- und Party- Peoples kostenlos an jeden gewünschten Musen-Ort bis  nach Offenbach, Höchst und wieder zurück.

„Mit exzellenten Ausstellungen und einem attraktiven Rahmenprogramm lockte die NACHT DER MUSEEN zahlreiche kulturbegeisterte Besucher und Nachtschwärmer in die Frankfurter Ausstellungshäuser“, zog Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth ein positives Resümee der Großveranstaltung.  „Die interaktiven Vermittlungsangebote, musikalischen Akzente und ausgefallenen Performances zogen das Publikum vom Museumsufer bis Höchst in ihren Bann. Einmal mehr zeigte sich, welche Anziehungskraft die Frankfurter Museumslandschaft weit über die Region hinaus hat“, so Semmelroth weiter.

Taschenlampenführung der Kulturothek: "Figuren, die auf uns niederschauen" werden am Römer entdeckt. © massow-picture
Taschenlampenführung der Kulturothek: „Figuren, die auf uns niederschauen“ werden am Römer entdeckt. © massow-picture

Besonderes Interesse erweckten vor allem die Orte, die exklusiv zur NACHT ihre Pforten öffneten, oder nicht permanent öffentlich besichigt werden können,  etwa der Kaisersaal im Römer, das Kriminalmuseum der Frankfurter Polizei oder auch Führungen unter die „Alte Brücke“ oder spezielle Stadtführen wie  die Römer-Tour, bei der selbst alteingesessene Frankfurter noch Neues über die Frankfurter Stadtgeschichte erfahren konnten.

 

Info-Point der Nacht der Museen vor dem Rathaus auf dem Römer. © massow-picture
Info-Point der Nacht der Museen vor dem Rathaus auf dem Römer. © massow-picture

Ausgangspunkt der Nacht der Museen in Frankfurt, Offenbach und Höchst war der Frankfurter Römerbergplatz mit Info-Zelt, Versorgungsbuden und Akrobatikvorführungen.

 

52 gekrönte Häupter im Kaisersaal des Römers

Imposant der Kaisersaal im Frankfurter Rathaus, dem Römer. © massow-picture
Imposant der Kaisersaal im Frankfurter Rathaus, dem Römer. © massow-picture

Im Kaisersaal begaben sich die Gäste auf die Spuren von Fußball-Helden, der Queen und vor allem auf die Spuren deutscher Geschichte: So waren im Kaisersaal die einzig vollständige erhaltene Galerie aller Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zu betrachten, Wandgemälde von Karl dem Großen über Friedrich Barbarossa bis zu Franz II, insgesamt 52 gekrönte Häupter. In einer Gold-Vitrine war zudem eine Kopie der Goldenen Bulle von 1356 ausgestellt, die seit 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört. Die „Goldene Bulle“, so erfuhren Teilnehmer der ab 19 Uhr stündlich stattfindenden  Kaisersaal-Führungen, war die erste, von Karl dem IV. durchgesetzte mittelalterliche Verfasserung, eine Art „Grundgesetz“ des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, in der vor allem die Modalitäten der Wahl und der Krönung der römisch-deutschen Könige durch die Kurfürsten bis zum Ende des Alten Reiches 1806 geregelt wurden.

Bei der ab 19 Uhr stündlichen Führung im Kaisersaal, wird die Bedeutung Frankfurts und des Römers bei der Wahlmonarchie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, erläutert. © massow-picture
Bei der ab 19 Uhr stündlichen Führung im Kaisersaal, wird die Bedeutung Frankfurts und des Römers bei der Wahlmonarchie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, erläutert. © massow-picture

Anders als in Erbmonarchien wie in Dänemark, Schweden, England galt hierzulande eine Wahlmonarchie. Starb ein König, kamen die Kurfürsten, mindestens 7 mussten es sein, davon 3 geistliche und 4 weltliche, in Frankfurt zusammen. Sie mussten innerhalb von vier Wochen einen neuen König, den späteren Kaiser, unter sich ausgucken. Das geschah im Römer, die Krönung fand jedoch im Kaiserdom St. Bartholomäus statt. Musikalisch umrahmte das Flora Fábri Duo mit Lorenzo Gabriele und Flóra Fábri die Nacht im Kaisersaal mit Sonaten von Johann Sebastian Bach.

Mord und Todschlag im Kriminalmuseum

Einer der populärsten Verbrechen war die Ermordung der Frankfurter Edelprostituierten Rosemarie Nitribit im Jahr 1957. Selbst ihr legendärer schwarzer Mercedes 190 SL wird im Modell gezeigt. © massow-picture
Eines der populärsten Verbrechen war die Ermordung der Frankfurter Edelprostituierten Rosemarie Nitribit im Jahr 1957. Selbst ihr legendärer schwarzer Mercedes 190 SL wird im Modell gezeigt. © massow-picture

Ein besonderes „Geschichts-„Erlebnis versprach der Besuch des Kriminalmuseums im Polizeipräsidium Frankfurt a. Main, welches ansonsten nur nach Voranmeldungen von Gruppen mit 15 bis 20 Personen besucht werden kann. Es basiert auf einer Lehrmittelsammlung zur Polizistenausbildung aus dem Jahr 1920.

Wie wohl ein echte Pistole in der Hand liegt, kann hier getestet werden. Die Aservaten begangener Straftaten können im kleinen "Separee" bestaunt werden. © massow-picture
Wie wohl ein echte Pistole in der Hand liegt, kann hier getestet werden. Die Aservaten begangener Straftaten können im kleinen „Separee“ bestaunt werden. © massow-picture

Es zeigt nicht nur herausragende historische Fälle wie den ersten Nachkriegs-Raubmord von 1952 oder die Ermordung der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt im Jahr 1957, oder Kuriosa wie „Marmeladenpistolen“ und „Schmuggelutensilien“. Es präsentiert vor allem auch bedeutende Kriminalfälle der jüngeren Vergangenheit, wie etwa den Fall des sogenannten „Hammermörders“, dem im Jahr 1990, dem sechs Obdachlose zum Opfer fielen.

Nachgestellter Tatfundort einer erdrosselten Prostituierten der sechsfachen  Bordellmord-Serie. © massow-picture
Nachgestellter Leichenfundort einer erdrosselten Prostituierten des sechsfachen Bordellmords. © massow-picture

Besonders aber faszinierten die Besucher in den brechend vollen Ausstellungsräumen die mit einschlägigen Exponaten ergänzten Infotafeln über „Schränker“ (Tresorknacker), Falschgeld, Kriminaltechnik, Fingerabdruck, DNA-Ermittlung, Produkterpressung, Gesichtsweichteilrekonstruktion bis hin zu Tatortszenario-Nachstellungen wie dem sechsfachen Bordellmord oder die Sonderausstellung „Doppelmord im Volkspark Niddertal“.

Für das Rahmenprogramm sorgten das Polizeiorchester, Vorführungen des Polizeihundekomandos, eine Ausstellung von Polizeifahrzeugen und Darbietungen der Künstler von THEATEReMOTION.

Senckenberg Naturmuseum

Auf eindrucksvolle Weise entführte das Senckenberg Naturmuseum in eine Welt, in der viele außergewöhnliche und seltene Ausstellungsstücke die Fantasie großer und kleiner Besucher beflügelte, hier im Saal der großen Saurier-Skelette. © massow-picture
Auf eindrucksvolle Weise entführte das Senckenberg Naturmuseum in eine Welt, in der viele außergewöhnliche und seltene Ausstellungsstücke die Fantasie großer und kleiner Besucher beflügelte, hier im Saal der großen Saurier-Skelette. © massow-picture

Großen Zuspruch bei Jung und Alt fand vor allem das Senckenberg Naturmuseum, welches auf 6000 qm mit mehreren tausend, zum Teil weltweit einzigartigen Exponaten zu einer Reise „Die beste der möglichen Welten“ durch vier Millarden Jahre Erdgeschichte und ihrer Bewohner sowie  der Sonderausstellung „Vielfalt zählt: Eine Expedition in die Biodiversität“ eingeladen hatte.

Viel Betrieb herrschte an den im ganzen Haus aufgebauten Laborzentren, an denem junge "Wissenschaftle"Insekten und andere Funde mikroskopisch unter die "Lupe" nehmen konnten. © massow-picture
Viel Betrieb herrschte an den im ganzen Haus aufgebauten Laborzentren, an denem junge „Wissenschaftle“Insekten und andere Funde mikroskopisch unter die „Lupe“ nehmen konnten. © massow-picture

Für weitere Unterhaltung sorgten die Bühnenshow und Besucherquiz mit PICO BELLO’s Schrägen Professoren Dr. KNOW und Dr. HOW  sowie das Headlong Jazz Quartett mit Swing, Latin & Funk. Während sich Besucher über die Vielfalt der Wirbeltiere, Saurier, riesige Wahle und Elefanten, Fossilien aus der Fundstätte der Grube Messel, über das Flammenrohr, die Savanne, über die Domestikation von der Steinzeit bis heute, über Schlösser, Säle und Schwarze Häupter oder Terra incognita in der Paläobotanik informieren konnten, hatten junge Nachwuchsforscher an mobilien Loborzentren Gelegenheit Zell- und anderes Biomaterial selbst durchs Mikroskop zu betrachten.  Alles in allem war die  Zeit für diese Vielfalt viel zu kurz, aber sie reichte, um sich einen guten Eindruck für den nächsten Besuch des Naturmuseums zu verschaffen.

Struwwelpeter-Museum

Lieblingsort vieler Jugendlicher war  in der Nacht der Museen das Theaterzimmer mit den Struwwelpeter-Kostümen, die übergezogen und aufgenommen, dann rasch gepostet werden konnten. © massow-picture
Lieblingsort vieler Jugendlicher war in der Nacht der Museen das Theaterzimmer mit den Struwwelpeter-Kostümen, die übergezogen und aufgenommen, dann rasch gepostet werden konnten. © massow-picture

Auch zum Struwwelpeter-Museum muss man unbedingt wieder kommen, da der kurze Besuch in dem auf vier Altbau-Etagen liebevoll eingerichteten Ausstellungsräumen  den meisten Besuchern lediglich einen ersten Eindruck vermitteln konnte.

Von Anti-Rassismus bis Zündholz - eine Sonderausstellung zeigt den kulturgeschichtlichen Hintergrund der Geschichten, die Heinrich Hoffmann ursprünglich für seinen Sohn als Weihnachtsgeschenk gedichtet und gezeichnet hatte. © massow-picture
Von Anti-Rassismus bis Zündholz – eine Sonderausstellung zeigt den kulturgeschichtlichen Hintergrund der Geschichten, die Heinrich Hoffmann ursprünglich für seinen Sohn als Weihnachtsgeschenk gedichtet und gezeichnet hatte. © massow-picture

Eine tiefergehende Beschäftigung mit den vielen Exponaten braucht einfach seine Zeit. Präsentiert wird nicht nur die Erfolgsgeschichte des Struwwelpeters, sondern auch viele weitere Arbeiten von Heinrich Hoffmann in Bildern, Skizzen, Büchern und Briefen. Der Frankfurter Arzt und Autor verfasste den Sruwwelpeter 1844 als Weihnachtsgeschenk für seinen dreijährigen Sohn Carl. Inzwischen wurde der in 45 Sprachen und über 80 deutsche Dialekte übersetzte Struwwelpeter zu einer Kultfigur. Besucher finden im Struwwelpeter-Museum alias Heinrich-Hoffmann-Museum seltene Originalausgaben, exotische Übersetzungen, Kitsch und Kunst. Ganz besonders wendet sich das Museum auch an Kinder. Für sie wurde im Ausstellungsdesign eine „Kinderebene“ mit lustigen Bildern und Spielen eingezogen. Lieblingsort vieler kleiner Besucher ist das Theaterzimmer mit den Struwwelpeter-Kostümen zum Verkleiden. Während der Nacht der Museen wurde Struwwelpeter auch zum Filmstar. Zudem las Ur-Ur-Enkelin, die Schauspielerin Monika Hessenberg, humorvoll aus der Lektüre ihres Vorfahren vor. Ein Höhepunkt war eine Kostümführung der  „Therese Hoffmann“, die durch die Ausstellung ihres „Gatten Heinrich“ geleitete.

Gesang der Schamanen im Archäologischen Museum

Simon Saaàt Mareinen und Niko Valkeapää präsentieren rituelle Gesänge der saamischenSchamanen vor vollem Haus in der Karmeliterkirche des Archäologischen Museums. © massow-picture
Simon Saaàt Mareinen und Niko Valkeapää präsentieren rituelle Gesänge der saamischenSchamanen vor vollem Haus in der Karmeliterkirche des Archäologischen Museums. © massow-picture

Entführt in eine Zeit vor unserer Zeit wurden Nachtschwärmer im Archäologischen Museum. Das für seine regionalen archäologischen vor- und frühgeschichtlichen Funde aus der Stein- bis zur Römerzeit, für seine internationale Sonderausstellungen, wissenschaftliche Forschung, Bildungs- und Restaurierungsarbeiten bekannte Haus, hatte unter anderem eingeladen zu rituellen Gesängen (Joiken) der saamischen Schamanen mit dem Sänger Simon Issát Mareinen der schwedisch-norwegischen Band ÀRA.

Die Nachtschwärmer konnten viele Ausstellungsstücke zum Alltagsleben der Saamen bestaunen, wie hier ein Zelt und einen Schlitten. © massow-picture
Die Nachtschwärmer konnten viele Ausstellungsstücke zum Alltagsleben der Saamen bestaunen, wie hier ein Zelt und einen Schlitten. © massow-picture

Neben dem Schlagen der Zaubertrommel versetzte das Joiken den saamischen Schamanen in rituelle Ekstase. Mareinen trat um 19, 21, 23 und 24 Uhr in der farbig illuminierten Karmeliterkirche des Museums gemeinsam mit dem finnischen Saamen Niko Valkeapää auf, der auch unter Jazz-Musikliebhabern bekannt ist.

Ausstellungsstücke aus  dem Alltagsleben der Saamen, hier: diverse Felle und Geweihe, aber auch eine Bilderschau über ihr Leben.  © massow-picture
Ausstellungsstücke aus dem Alltagsleben der Saamen, hier: diverse Felle und Geweihe, aber auch eine Bilderschau über ihr Leben. © massow-picture

Um 20, 22. und 24 Uhr gab es „Renrajd Vualka“, Erzählungen zum Leben der Saamen. Renraja nennt man den Zug der Rentierschlitten-Gespanne und der Trag-Rentiere. VUALKA ist der südsaamische Begriff für „sich auf den Weg machen“. Getreu dem Motto „Wir zeigen ein Stück Lappland“ erzählten die Mitarbeiter Besuchern über das Leben der Saamen und im Besonderen über das Schicksal einer schwedischen Saamin, die um 1580 an den Hof des damaligen Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen Kassel verbracht wurde. Zelte, Schlitten und zahlreiche weitere Ausstellungsstücke zum Alltagsleben der Saamen veranschaulichten die Berichte.

50er Jahre Schauplätze im Institut für Stadtgeschichte

Zur diesjährigen Nacht der Museen zeigte das Institut für Stadtgeschichte die Sonderausstellung Frankfurt in den 50er Jahren. © massow-picture
Zur diesjährigen Nacht der Museen zeigte das Institut für Stadtgeschichte die Sonderausstellung Frankfurt in den 50er Jahren. © massow-picture

Ein ausgesprochener Anziehungspunkt waren auch die zwei Ausstellungen im Institut für Stadtgeschichte, dem Nachbarn des Archäologischen Museums. Im Dormitorium drehte sich in der Schau „Schauplätze“ alles um Frankfurt in den 50er Jahren. Anhand von 150 Fotos werden Themen wie Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, US-Hauptquartier und Messe und Verkehr lebendig. Zwei Kuratorenführungen, einmal von Tobias Picard M.A. gegen 20 Uhr, und von Dr. Michael Fleiter gegen 22 Uhr, kamen gut an. In den Foyers konnten Kunstinteressenten die großformatigen  „Farbsuggestionen“ der Frankfurter Künstlerin Renate Saubermeister (1937 bis 2012) bestaunen.

Walkingband "Drei zu Null" ließ musikalisch die 50er Jahre wieder aufleben. © massow-picture
Walkingband „Drei zu Null“ ließ musikalisch die 50er Jahre wieder aufleben. © massow-picture

Im Refektorium heizte die Walkingband „Drei zu Null“ jeweils um 19, 21. 23 und 24 Uhr in verträglicher Lautstärke mit Schlagern der 50er Jahre ein. Wer Lust hatte konnte sich Björn Wissenbach M.A. zu einer Stadtrundgang über „Frankfurts Wirtschaftsgeschichte“ anschließen oder Sabine Mannel M.A. zwischen 19 und 1 Uhr mit festem Schuhwerk zu einer Taschenlampenführung durch das Fischergewölbe mit ehemaligem Anlegesteg für die Nachen (flachen Boote) der Mainfischer unter der Alten Brücke folgen. Diese dienten den Mainfischern bis 1926 als eine Art Werft.

Viel Betrieb herrschte im Caricatura, dem Museum für komische Kunst. © massow-picture
Viel Betrieb herrschte im Caricatura, dem Museum für komische Kunst. © massow-picture

Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Ausstellungen und Events vom Goethe-Haus, Caricatura-Museum, Haus am Dom, Dom-Museum, von Städel Museum, Museum Angewandte Kunst und Museum Judengasse: Im Städel nahmen zahlreiche Besucher das Angebot der Meisterwerke-Führungen durch das Haus wahr, um anschließend zu funkigen House- und Disco-Sounds im Metzler-Saal zu tanzen. Beflügelt von den lebhaften Trommelperformances von Max Gaertner und der FutureArtPerformanceGroup, durchliefen die Besucher mit viel

Besucher- Magnet war auch wieder die Schirn mit ihren Ausstellung "Ich" und "Joan Miro", die noch bis zum 12. Juni zu besichtigen ist. © massow-picture
Besucher- Magnet war auch wieder die Schirn mit ihren Ausstellung „Ich“ und „Joan Miro“, die noch bis zum 12. Juni zu besichtigen ist. © massow-picture

Spaß den interaktiven Parcours zum Glücklichsein im Museum Angewandte Kunst – die Ausstellung „The Happy Show“ war erst am vergangenen Freitag eröffnet worden. Neben Führungen durch die neue Dauerausstellung des kürzlich wiedereröffneten Museum Judengasse lauschten die Besucher konzentriert den venezianischen kantoralen Klängen aus der Renaissance.

Die Gartenfassade des Bolongaropalasts erstrahlt zur NACHT im faszinierenden Lichtspiel der Farben und Formen!
Die Gartenfassade des Bolongaropalasts erstrahlt zur NACHT im faszinierenden Lichtspiel der Farben und Formen!

Auch die denkmalgeschützte Höchster Altstadt zog viele Kunstwandler in ihren Bann: Während Michael Quast mit seiner Lesung über kauzige Originale für heitere Stimmung im Bolongaropalast sorgte, begeisterte das Frankfurter Blechbläserquartett mit seinem Jazz-Medley vom Höchster Schlossturm aus die Zuhörer. Hinter den historischen Mauern des Bolongaropalasts erwachten die Zeiten des Barock, des Rokoko und der alten Römer bei historischen Tanzaufführungen zum Leben, gefolgt von einer audiovisuellen Installation auf der Fassade des Gebäudes.

Ausgesprochen bunt ging es im Museum für Kommunikation zu; hier wurden die 80er zum Leben erweckt. Besucher konnten ihr tänzerisches Geschick im Stil von Dirty Dancing, Flashdance und Footloose unter Beweis stellen, eine flippige Disco-Diva-Karaoke-Show sorgte zudem für heitere Stimmung. Nebenan im Filmmuseum schlüpften viele Besucher in die Rollen ihrer Lieblingsfilm-Helden und verewigten sich auf ihren persönlichen Bluebox-Fotos, während im Experiminta ScienceCenter das Geheimnis von optischen Täuschungen und Fliehkraft gelüftet wurde.

Musikalisch ging es mit Indian Vibes im Deutschen Architekturmuseum heiß her, und im Offenbacher Ledermuseum wurde ordentlich geswingt und gejazzt. Nachtschwärmer kamen in der besonderen Atmosphäre des Höchster Bolongaropalastes und auf dem Dach des Skyline Plaza mit spektakulärem Blick auf Frankfurts Wolkenkratzer auf ihre Kosten. Hier wurde zu frischen Partysounds ausgelassen bis in den frühen Morgen gefeiert.

„Junge Kunst mit Zukunft“ stand bei der EY-Benefizauktion im Museum Angewandte Kunst zur Versteigerung: 26 ausgewählte Werke junger Künstler der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) kamen unter den Hammer und wurden für insgesamt 60.159 € versteigert.

Weitere Informationen über das Programm der Nacht der Museen 2016

Spannende NACHT DER MUSEEN 2016 in Frankfurt, Offenbach und Höchst – Samstag, 23. April, 19 bis 2 Uhr

cover-ndm16Auf eine inspirierende Entdeckungsreise zu später Stunde lädt die NACHT DER MUSEEN in Frankfurt, Offenbach und Höchst am Samstag, 23. April 2016 ein.

Entlang des Museumsufers und darüber hinaus präsentieren rund 40 Museen und Kultureinrichtungen ein schillerndes Potpourri der Kunst. Führungen, Live-Performances, Konzerte, Partys und kulinarische Köstlichkeiten runden das nächtliche Programmangebot ab. Per Shuttle-Busse sind alle Veranstaltungslocations bis nach Höchst und Offenbach einfach  zu erreichen.

Folgende Museen, Ausstellungshäuser und Sonderlocations nehmen teil:

Archäologisches Museum
Bibelhaus Erlebnis Museum
Bildungsstätte Anne Frank
caricatura museum frankfurt
Deutsches Architekturmuseum
Deutsches Filmmuseum
Deutsches Museum für Kochkunst und Tafelkultur
Dommuseum Frankfurt
Experiminta ScienceCenter
Fotografie Forum Frankfurt
Goethe-Haus und –Museum
Haus am Dom
Henninger Turm
historisches museum frankfurt
Ikonen-Museum
Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster
Kaisersaal im Römer
kinder museum frankfurt
Kriminalmuseum Frankfurt
Liebieghaus Skulpturensammlung
Museum Angewandte Kunst/Villa Metzler
Museum für Kommunikation
Museum für Moderne Kunst, MMK 1
Museum für Moderne Kunst, MMK 2
Museum Giersch der Goethe-Universität
Museum Judengasse
Portikus
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Senckenberg Naturmuseum
Skyline Plaza Dachgarten
Städel Museum
Stoltze-Museum
Struwwelpeter-Museum im H.-Hoffmann-Haus
Weltkulturen Museum
Zoo Frankfurt

Höchst:
Bolongaropalast
Justinuskirche
Kronberger Haus (Porzellanmuseum)
Museum im Alten Schloss
Porzellanmanufaktur

Offenbach:
DLM Deutsches Ledermuseum/Schuhmuseum
Haus der Stadtgeschichte
Klingspor Museum

Zusätzliche Programmpunkte runden das Angebot ab:
Führungen
Bahnhofsmission – Menschen am Zug (historischer Rundgang am Hauptbahnhof)
Die Fischergewölbe – Frankfurt, Fischer, finstere Gewölbe
Kulturothek – Figuren, die auf uns niederschauen (Taschenlampenführung auf dem Römerberg)
Open Air
antagon theaterAKTion – Zukunftserinnerungen

Special:Mit der Nostalgie-Tram durch die Stadt

Ungewöhnliches Programm zu ungewohnter Stunde

Kulturdezernent Felix Semmelroth freut sich auf das jährliche Kulturereignis als Frühjahrsauftakt: „Die Nacht der Museen bietet auch in diesem Jahr ein außergewöhnliches Programm zu ungewohnter Stunde. Die Besucher können hinter die Kulissen schauen und erhalten ungewohnte museale Eindrücke bei dieser Kulturnacht – das Motto lautet: Kunst erkunden, entdecken und erleben!“

In einer großen Sonderschau zu Joan Miró zeigt die Schirn Kunsthalle bedeutende Malerei des 20. Jahrhunderts. Das Museum Angewandte Kunst begibt sich mit „The Happy Show“ von Design-Ikone Stefan Sagmeister auf die Suche nach dem Glück, und im Städel lädt die Maniera-Ausstellung zum Erkunden des Florenz der Medici ein. Hauptwerke von Marcel Duchamps, Andy Warhol und Claes Oldenburg haben ihren Weg aus Tate Modern, Centre Pompidou und MMK 1 in „Das imaginäre Museum“ gefunden und sind im MMK 2 zu entdecken. Als alljährliches Highlight kann bei der EY-Benefizaktion im Museum Angewandte Kunst wieder junge Kunst ersteigert werden.

Exklusive Einblicke

Exklusiv können Besucher die Baustelle des neuen alten Wahrzeichens der Stadt betreten: Im 29. Stock des Henninger Turms erhascht man einen einmaligen nächtlichen Rundblick. Auch der Kaisersaal im Römer öffnet seine Pforten. Wo sich sonst Fußball-Helden oder die Queen bei ihren Frankfurt-Besuchen tummeln, erhalten Nachtschwärmer einen Einblick in die spannende Geschichte des Schmuckstücks der städtischen Räumlichkeiten.

Auch die denkmalgeschützte Höchster Altstadt lädt zum Lustwandeln ein: Eine audiovisuelle Installation lässt den Bolongaropalast, der letztmalig vor seiner Sanierung zugänglich ist, in einem faszinierenden Lichtspiel erstrahlen. Hinter historischen Mauern gewähren Führungen und Performances Einblicke in die Zeit des Barock und Rokoko, während Frankfurts Lieblingskabarettist Michael Quast von kauzigen Originalen liest. Feinschmecker können im Porzellan Museum römische Weine kosten, zugleich erfahren modebewusste Damen mehr über die Trends zu Zeiten Marie Antoinettes. Das Gelände des Höchster Schlosses lässt sich bei Taschenlampenführungen erkunden, während in der historischen Justinuskirche eindrucksvoller Chorgesang erklingt.

Besondere Stars

Dirty Dancing, Flashdance und Footloose zum Mittanzen und eine bunte Disco-Diva-Karaoke-Show erwecken im Museum für Kommunikation die 80er Jahre zum Leben. Im Historischen Museum ist Schauspieler Walter Renneisen witzig-pointiert auf der Suche nach hessischer Kultur, während die Bluebox im Filmmuseum Besucher in die Kulissen von Forrest Gump & Co befördert und zum Posen für ein Foto mit den Filmhelden einlädt. Wer glaubt Jedi-Mächte zu besitzen, kann dies im Experiminta ScienceCenter erproben, wenn mit Umkehrbrillen beim „Jedi-Mind-Trick“ optische Täuschungen erzeugt werden. Im stimmungsvoll beleuchteten Zoo sind selten beliebte Zeitgenossen die Stars der Nacht: Insekten! Experten laden zum genauen Hinschauen, Hinhören, Berühren und sogar zum Kosten der artenreichen Krabbeltiere ein.

Feiern bis zum Morgengrauen

Auch das musikalische Angebot ist abwechslungsreich: Während im Deutschen Architekturmuseum Indian Vibes den Ton angeben, sorgen groovige Latin- und Funksounds im Senckenberg Naturmuseum für den richtigen Rhythmus. Lieblingsstücke des Jazz und Swing erklingen im Offenbacher Ledermuseum, und im Kriminalmuseum spielt das Landespolizeiorchester Evergreens und aktuelle Hits. Im Goethe-Museum geben die Offenbacher Hip-Hopper „Ohne Fronten“ Beats zum Besten. Zu frischen Partysounds kann im Höchster Bolongaropalast und auf dem Dach des Skyline Plaza mit spektakulärem Blick auf Frankfurts Wolkenkratzer bis zum Morgen gefeiert werden.

Ran an die Tickets

Das Ticket kostet 14 Euro und beinhaltet den Eintritt zu allen teilnehmenden Locations. Es ist zugleich Fahrkarte für die nächtlichen Shuttle-Busse, die historische Straßenbahn und das Shuttle-Schiff, das zwischen Städel und Eisernem Steg verkehrt. Für Besitzer der MuseumsuferCard ist der Eintritt frei. Sie ist während der Nacht in allen Museen erhältlich und kostet 85 Euro pro Jahr.
Die MuseumsCard ist während der NACHT in allen Museen erhältlich und kostet 85 € pro Jahr und bietet freien Eintritt in 34 Museen für ein Jahr (ab Kaufdatum).

Weitere Informationen über Programme, Veranstalter, Shuttle-Busse und Stadtplan  unter:  nacht-der-museen.de und facebook.com/nachtdermuseen.frankfurt

Programmheft downloaden: Nacht-d.-Museen-Progr.2016
Shuttlebusplan-2016Shuttle-Busse

25. Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach am 25. April 2015

© Stadt Frankfurt - Prospekt Nach der Mussen
© Stadt Frankfurt – Prospekt Nach der Mussen

Mittlerweile zu einem festen Meilenstein im Kulturgeschehen geworden,  laden die Frankfurter und Offenbacher Museen und Galerien am 25. April 2015 von 19 Uhr abends bis 2 Uhr früh gegen eine Pauschalgebühr von 14 Euro zur 25. Nacht der Museen ein.

Einheimische und auswärtige Gäste können während dieser Zeit an über 50 Ausstellungsorten nicht nur sämtliche Ausstellungen mit und ohne Führungen besichtigen. Sie haben auch die Möglichkeit darüber hinaus an einem sehr umfangreichen Kulturprogramm mit Musikevents, Tanz, Lesungen, Theatervorführungen, Künstlergesprächen, Workshops, Partys und sonstigen Events teilzunehmen. Zudem erwartet die Besucher eine internationale Gastronomie (nicht im Preis inbegriffen, versteht sich!).

Weitere Informationen mit der Nennung aller Museums- und Galerieorte, der zusätzlichen Kulturprogramme, Touren und Shuttle-Möglichkeiten finden Sie über den Link 25. Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach.