Kategorie-Archiv: Kurhaus Wiesbaden

Wiesbadener Silvesterparty im Kurhaus fällt aus

Für alljährlich mehr als 2000 Gäste ist das Kurhaus Wiesbaden der Ort schlechthin, um den Jahreswechsel zu feiern. Doch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie insbesondere der Energiekrise macht die Vorfreude auf dieses Highlight im jährlichen Veranstaltungskalender der Stadt auch in diesem Jahr zunichte.

Die zahlreichen Dienstleister, die in die Planungen eingebunden waren, insbesondere die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH als Veranstalter, benötigen eine wirtschaftlich stabile Grundlage für die Durchführung der Veranstaltung, und die ist derzeit nicht gegeben. „Die im Markt derzeit starke Zurückhaltung hinsichtlich der Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen hat uns unter anderem dazu bewogen, die Silvesterfeierlichkeiten abzusagen. Für eine solche Veranstaltung bedarf es einer Verlässlichkeit beim Ticketverkauf, um die Wirtschaftlichkeit gewährleisten zu können“, so Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH.

Das musikalische Feuerwerk auf dem Bowling Green vor dem Kurhaus Wiesbaden ist ebenfalls abgesagt. Das farbenprächtige Spektakel zum Jahreswechsel wird üblicherweise komplett aus den Einnahmen des Ticketverkaufs finanziert.

VORHANG AUF! 125 Jahre Internationale Maifestspiele vom 01.05.–03.07.2022 – Kurhaus-Kolonnaden Wiesbaden

IMF_Sujet-quer-450Zeitgleich mit den „Internationalen Maifestspielen“ im Hessischen Staatstheater eröffnet das Wiesbadener Stadtmuseum sam am 1. Mai 2022 nach zweijähriger Corona-Verschiebung die Jubiläumsausstellung „VORHANG AUF! 125 Jahre Internationale Maifestspiele“ gegenüber des Staatstheaters in den Kurhauskolonnaden.

Vier bühnenartig inszenierte Themenbereiche laden zu einer Reise in die Historie bis zurück in die prunkvolle Kaiserzeit ein. Ob Theaterfreunde, Geschichtsinteressierte oder Gäste der Maifestspiele – in der Ausstellung lassen historische Requisiten, technische Geräte und herrliche Theater-Werbeplakate zurückliegende Epochen beim Betrachter wieder aufleben. Künstler‐Karikaturen, Hör‐ und Filmstationen, aber auch persönliche Erinnerungsstücke wie Galaroben oder Accessoires aus der Theater‐ und Bühnenwelt und des damaligen Festspielpublikums machen 125 Jahre Internationale Maifestspiele lebendig und begleiten durch Höhepunkte wie durch schwere Zeiten des renommierten Festivals. Auch Zeitgenossen werden zum Leben erweckt. An ausgewählten Tagen trifft man auf historische Personen, die von ihren persönlichen Eindrücken und Erlebnissen am Rande und während der Maifestspiele aus dem Nähkästchen plaudern – ein Programmpunkt, der in Kooperation von Theaterpädagogik des Staatstheaters und Museumspädagogik des sam entstand.

Die »Kaiserfestspiele«, wie sie einst hießen, sollten Kaiser Wilhelm II. während seiner Besuche der »Weltkurstadt« im Frühjahr Unterhaltung bieten. Seine Anwesenheit wiederum war ein unschlagbarer Werbefaktor und zog viele Gäste im Mai nach Wiesbaden.

© Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden
© Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden

Auf der ersten Ausstellungs‐Bühne begleitet man die Kaiserfamilie – als überlebensgroße Figuren – auf ihrem Weg durch die mit Fahnen und Blumen geschmückte Wilhelmstraße. Prunk und Charme der damaligen Zeit werden greifbar, untermalt von der Stimme der berühmten Sängerin Lilli Lehmann als Walküre. Highlight hier sind Entwürfe farbenprächtiger Bühnenbilder, die bei den Maifestspielen zu sehen waren. Die Originale wurden bei einem Theaterbrand 1923 zerstört, die Entwürfe dazu jedoch bei den Recherchen zur Ausstellung wiederentdeckt.

Zeitgenössische, progressive Bilder versetzen auf dem zweiten Podest in eine Zeit des Aufschwungs und Umbruchs seit den 1920er Jahren. Wer Lust hat, kann sich hier in ein Theaterkostüm des Fidelio kleiden und begegnet auf der Bühne Max Schmeling. Der Boxweltmeister diente dem Wiesbadener Künstler Ernst Křenek Ende der 20er Jahre als Vorbild für ein Theaterstück. Nur wenige Jahre später brandmarkten die Nationalsozialisten Křeneks Werke als »entartet«. Die Maifestspiele wurden zum Bestandteil der ideologisch geprägten Maiwochen der städtischen Kurverwaltung und nach der Spielzeit 1938/1939 schließlich eingestellt.

Auf Bühne drei geleitet ein Page in ein neues Zeitalter. Es beginnt die Phase, in der die Internationalen Maifestspiele ausdrücklich der Völkerverständigung dienen sollten und Begegnungen mit Künstlern und Künstlerinnen von der anderen Seite des »Eisernen Vorhangs« möglich machten. Rudolf Nurejew vollführt vor unseren Augen seinen berühmten »Korsarensprung« bei den IMF 1963, ein cremefarbenes Abendkleid mit französischer Handstickerei aus dem Wiesbadener Haus für Haute Couture Elise Topell vermittelt internationales Modeflair. Aber nicht alle Wiesbadener schätzten die gehobene Atmosphäre der IMF. Auch ihr Gegenentwurf in Form der Anderen Maifestspiele (AMF), die zu Anfang der 1980er Jahre als alternative Veranstaltung organisiert wurden, wird in der Ausstellung mit originalem Fußball und offensichtlich sehr häufig getragenen und heiß geliebten Trikots präsentiert.

Mit eindrucksvollen Original‐Requisiten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden aus dem aktuellen Programm begleitet die vierte Bühne wieder zurück in die Gegenwart.
Die Welt war und ist weiterhin zu Gast in Wiesbaden. Welchen Weg die Maifestspiele einschlagen bzw. verfolgen soll(t)en war und ist nach wie vor ein aktuelles Thema. Die Internationalen Maifestspiele erweisen sich als Spiegel der jüngeren Theater‐, Gesellschafts‐ und gar Weltgeschichte. Die Ausstellung »Vorhang auf!« beleuchtet den Kosmos vor und hinter der Bühne zwischen Faszination und Illusion und bietet Raum, die Festspiele in die Zukunft zu denken.

Allen Interessierten bietet das sam auch ein Kombiticket für den Besuch der beiden Ausstellungen des sam »Vorhang auf!« sowie »Kelten Land Hessen: Im Spannungsfeld der Kulturen« (16.3.– 31.7.2022) im historischen Marktkeller.

Weitere Informationen zur Ausstellung und dem Vermittlungsangebot:
www.wiesbaden.de/sam

Ausstellungsort:
Kurhauskolonnaden am Bowling Green, Kurhausplatz 1, 65189 Wiesbaden
Öffnungszeiten:
Kurhauskolonnaden: Mo–So 10–19 Uhr, Do und Sa 10–21 Uhr
sam / Marktkeller: Di–So 11–17 Uhr, Do 11–20 Uhr
Eintrittspreise:
Eintritt: 7 € / 5 € ermäßigt*
Kombiticket: 10 € / 6 € ermäßigt*
*Ermäßigung für Student*innen, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Besitzer*innen der Wiesbaden TouristCard, der Ehrenamtscard und der Kurkarte

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Begleitkatalog:
Vorhang auf! 125 + 1 Jahre Internationale Maifestspiele
Hrsg. von der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden, Wiesbaden 2022.
200 Seiten, 170 farbige Abbildungen (davon 14 ganzseitig und 4 doppelseitig).
ISBN 978‐3‐9812439‐6‐3, Preis: 28 €

Geballte Comedy-Power im Wiesbadener Kurhaus

© Foto  Diether v Goddenthow
© Foto Diether v Goddenthow

Geballte Comedy-Power im Kurhaus Wiesbaden: Michael Mittermeier, Hazel Brugger, Harald Schmidt, Teddy Teclebrhan und Torsten Sträter nehmen den Thiersch-Saal des Kurhauses in Beschlag, um fünf prominente Persönlichkeiten, die keinerlei Erfahrung als Stand-Up-Comedians haben, fit für den Auftritt vor großem Publikum zu machen.

In der Show „One Mic Stand“, die Leonine Studios für Amazon Prime Video produziert, werden die Promis aus der deutschen Unterhaltungsbranche, deren Namen noch geheim gehalten werden, in insgesamt fünf Folgen auf ihrem Weg zum Stand-Up-Comedian begleitet; bis zum großen Auftritt auf der Showbühne. „Es ist toll, dass der Thiersch-Saal mit seinem repräsentativen Ambiente einmal mehr für eine Show genutzt wird, die auch noch ungemein viel Spaß und Vergnügen verspricht“, freut sich Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz über die anstehenden Dreharbeiten. Gäste sind bei der Aufzeichnung der drei Shows mit den prominenten Stand-Up-Comedy-Neulingen und ihren Lehrmeistern, die in jeder Episode ebenfalls einen kurzen Auftritt haben werden, am Dienstag, 12. Oktober, Mittwoch, 13. Oktober, und Donnerstag, 14. Oktober, willkommen. Die Tickets kosten ab 15 Euro und sind online unter https://tvtickets.de/info.php?show=OMS erhältlich. Hier finden sich auch alle Hinweise zu den für die Aufzeichnungen geltenden Hygieneregeln.

Das neue Comedy-Format „One Mic Stand“ („Mic“ steht für Mikrofon) schließt an „LOL: Last one laughing“ mit Bully Herbig an, dessen zweite Staffel gerade bei Amazon Prime Video angelaufen ist. Dass die neue Show im Kurhaus Wiesbaden aufgezeichnet wird, wertet Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH, als einen „schönen Akquise-Erfolg“ für das Kurhaus. „Die Show ist auch eine gute Werbung für die Stadt und in diesen Zeiten ein wichtiges und ermutigendes Signal.“

„One Mic Stand“, das im Frühjahr 2022 auf Amazon Prime Video ausgestrahlt wird, zeigt nicht allein die Auftritte der Comedy-fernen Prominenten, sondern begleitet die Neulinge und ihre erfahrenen Lehrmeister Michael Mittermeier, Hazel Brugger, Harald Schmidt, Teddy Teclebrhan und Torsten Sträter während der „Ausbildungszeit“. Versprochen werden ebenso interessante wie lustige Blicke hinter die Kulissen, vom ersten Treffen bis zum Sichten des Materials und dem Erarbeiten der Show. Bei der Show am Ende einer jeden Episode gilt es: Kann der Comedy-unerfahrene Prominente sein Publikum begeistern? Die Shows werden von Teddy Teclebrhan moderiert und von einer Show-Band musikalisch begleitet.

Silvesterparty im Kurhaus Wiesbaden und Musik-Feuerwerk am Bowling Green abgesagt

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Wie so viele Kultur- und Freizeitveranstaltungen zu Weihnachtszeit und Jahreswechsel muss in diesem Jahr auch die große traditionelle Silvester-Party im Kurhaus Wiesbaden aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.

„Wir bedauern es sehr, dass uns die Corona-Krise zu dieser Entscheidung gezwungen hat“, sagt Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH, Martin Michel. Die aktuelle Verordnungslage sowie die geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregelungen, „machen die Durchführung eines gesellschaftlichen Highlights wie der Silvesterparty schlicht unmöglich“, so Michel weiter.

Aus diesem Grund wird auch das beliebte Musik-Feuerwerk auf dem Bowling Green, welches Bestandteil der Silvesterparty ist und zum Jahreswechsel stets Tausende Schaulustige vor das Kurhaus lockt, ausfallen.

„Wi für Kultur“ – Online-Charity-Festival am 4. Juli 2020 – Sponsoring-Auftakt für Wiesbadener Kulturszene

© Palast Promotion
© Palast Promotion

Ziel des Online-Charity-Kultur-Festivals „Wi für Kultur“ ist die Unterstützung der Wiesbadener Kulturszene. Hierzu zeigt Palast Promotion als Organisator in Kooperation mit dem Referat für Wirtschaft und Beschäftigung bei verschiedenen Online-Veranstaltungen die regionale künstlerische Vielfalt in einem Live-Stream und hofft auf breite Resonanz und Unterstützung.

Immer mehr  freischaffende Künstler sind aufgrund der Corona Krise auf Sozialleistungen angewiesen. Mit der Aktion und den Spenden der Zuschauer und Sponsoren soll zur Erhaltung der kulturellen Vielfalt in Wiesbaden beigetragen werden. Die erste Veranstaltung findet am Samstag, 4. Juli, ab 19.15 Uhr statt. Live-Auftritte regionaler Künstler wechseln sich ab mit Interviews und Video-Beiträgen. Die Akteure können ihr Schaffen zeigen und gleichzeitig auf ihre Situation aufmerksam machen.

Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz (li) präsentiert gemeinsam mit Michael Stein, Geschäftsführer von Palast Promotion " Wi für Kultur" zur Förderung coronabedingt in Not geratener Kulturschaffender © Foto: Diether v. Goddenthow
Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz (li) präsentiert gemeinsam mit Michael Stein, Geschäftsführer von Palast Promotion “ Wi für Kultur“ zur Förderung coronabedingt in Not geratener Kulturschaffender © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz übernommen. „Dies habe ich gerne getan, denn die vielen Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen wie auch Freiberufler sind unverschuldet in eine schwierige wirtschaftliche Lage geraten. Ich sehe es als einen Wirtschaftsförderungsbeitrag an, hier zu unterstützen.“ Franz selbst, wie auch das Referat für Wirtschaft und Beschäftigung aus seinem Dezernat, unterstützen bei der Akquise von Unternehmen, die als Sponsor auftreten oder aber für die weiteren geplanten Veranstaltungen Räume bereitstellen. „Den Wiesbadener Unternehmen wird angeboten, Teil dieser Veranstaltung zu werden und für eine positive Sichtbarkeit der Stadtkultur einzustehen“, so Dr. Franz zu den Vorteilen für die Unternehmen. Die Einnahmen aus dem Event werden über die gemeinnützige Gesellschaft „Ich geh ein Stück mit Dir“ an die von der Corona Krise betroffenen Künstler auf Antrag verteilt.

Der Live-Stream der Auftaktveranstaltung kann am 4. Juli über www.wifuerkultur.de verfolgt werden. Eine Vor-Ort-Teilnahme ist nicht vorgesehen. Während des Abends können die Zuschauer über einen Spenden-Button per PayPal die Aktion unterstützen.

Spenden können außerdem überwiesen werden an die Nassauische Sparkasse IBAN DE37 5105 0015 0107 0975 94, BIC NASSDE55XXX oder die Wiesbadener Volksbank IBAN DE40 5109 0000 0001 4541 02, BIC WIBADE5WXXX, Empfänger „Ich geh ein Stück mit Dir gGmbH“.

"Wir für Wiesbaden" (vli.): Boogie Baron u. Betroffener Alexander von Wangenheim, Schirmherr Bürgermeister Dr. Oliver Franz, Palast-Promotion-Geschäftsführer Michael Stein,  Andrea Hausy u. Nore Schäfer von "Ich geh ein Stück mit Dir GmbH" sowie Kurhaus- und RMCC-Geschäftsführer Martin Michel © Foto: Diether v. Goddenthow
„Wir für Wiesbaden“ (vli.): Boogie Baron u. Betroffener Alexander von Wangenheim, Schirmherr u. Bürgermeister Dr. Oliver Franz, Palast-Promotion-Geschäftsführer Michael Stein, Andrea Hausy u. Nore Schäfer von „Ich geh ein Stück mit Dir GmbH“ sowie Kurhaus- und RMCC-Geschäftsführer Martin Michel © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Inhalt der Livestreams wird eine ausgewogene Mischung sein von Live-Stream-Auftritten regionaler Künstler (Bands, Musiker, Rock, Pop, Klassik, Tanz, Ballet, darstellende Kunst) sowie von Interviews mit Kulturschaffenden und Persönlichkeiten der Stadtgesellchaft. Zu erleben sein werden unter anderem:

  • Musik: Mallet (Rockband), thiel (Singer Songwriter), Dunja Koppenhöfer (La Diva), Alexander von Wangenheim (Boogie Baron), Mitglieder des Hessischen Staatsorchesters und weitere;
  • Tanz: Dance Academy Wiesbaden und weitere;
  • Performance: Negah Amiri (Comedian) und weitere;
  • Bildende Kunst: Mireille Jautz (Malerin) und weitere;
  • Literatur: Alexander Pfeiffer (Krimiautor) und weitere;
  • Film: Andrea Wink (exground Festivalmacherin) und weitere;
  • Schauspiel: Barbara Haker (Ensemble Freies Theater Wiesbaden).

Das Referat für Wirtschaft und Beschäftigung ist unter Telefon (0611) 313131 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) und per E-Mail an wirtschaftundbeschaeftigung@wiesbaden.de zu erreichen.

Antragstellung für In Not geratene Künstler 

„Coronabedingt“ In Not geratene Künstler, die Mitglied in der Künstler-Sozialkasse (KSK) sind,  können Förderanträge stellen über die Gemeinnützige Spenden-Sammel-GmbH „Ich geh ein Stück mir dir“ bzw. beim  Referat für Wirtschaft und Beschäftigung (0611) 313131 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) und per E-Mail an wirtschaftundbeschaeftigung@wiesbaden.de.

Förderkriterien sind ähnliche wie bei  der Landesförderung von Kulturschaffenden „Hessen Kultur neu eröffnen“.

Wilhelm Leuschner-Medaille an Bundesministerin Brigitte Zypries, Ministerpräsident a.D. Roland Koch und den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt Prof. Dr. Salomon Korn in Wiesbaden verliehen

Verleihung der Wilhelm Leuschner-Medaille an „Persönlichkeiten, die sich für das demokratische Zusammenleben engagieren und deren Lebensleistung eine Auszeichnung verdient“. v.li.n.r.:Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Roland Koch, Ministerpräsident a.D., Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftministerin. Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Verleihung der Wilhelm Leuschner-Medaille an „Persönlichkeiten, die sich für das demokratische Zusammenleben engagieren und deren Lebensleistung eine Auszeichnung verdient“. v.li.n.r.:Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Roland Koch, Ministerpräsident a.D., Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftministerin. Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbaden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute den früheren Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Brigitte Zypries und den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt Professor Dr. Salomon Korn mit der Wilhelm Leuschner-Medaille ausgezeichnet. Die Wilhelm Leuschner-Medaille ist die höchste Auszeichnung des Landes Hessen und wird jeweils am Hessischen Verfassungstag, dem 1. Dezember, verliehen.

Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

„Mit der Wilhelm Leuschner-Medaille wird die Lebensleistung von Personen gewürdigt, die sich in außergewöhnlicher Weise für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. In diesem Sinne ehren wir in diesem Jahr drei Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, die sich für das demokratische Zusammenleben in unserer Gesellschaft engagiert und Hessen würdig vertreten haben. Das verdient Respekt und Anerkennung. Ich gratuliere Brigitte Zypries, Roland Koch und Prof. Dr. Salomon Korn zur Auszeichnung mit der Wilhelm Leuschner-Medaille“, so der Ministerpräsident bei der Feierstunde im Wiesbadener Kurhaus.

Brigitte Zypries war von 2002 bis 2009 Bundesjustizministerin und ist seit Januar 2017 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie in der Großen Koalition. „Brigitte Zypries steht beispielhaft für Pragmatismus, Pflichterfüllung und Kontinuität. Unaufgeregt und an der Sache orientiert hat sie stets mit Engagement und Tatkraft ihre Ämter ausgefüllt. Gerade als Justizministerin hat Brigitte Zypries keine Konflikte gescheut und in vielen Rechtsgebieten ihre Spuren hinterlassen. Sie steht für einen modernen und starken Rechtsstaat, der auch den Schutz des Schwächeren, von Minderheiten und denjenigen, die den Schutz von Staat und Recht besonders benötigen, fest im Blick hat – auch das ist ganz im Sinne Wilhelm Leuschners. Im Namen der Landesregierung danke ich zudem für eine konstruktive Zusammenarbeit, wenn es um die Unterstützung hessischer Interessen ging. Das war und ist für Brigitte Zypries immer selbstverständlich“, so der hessische Regierungschef.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Kasselerin studierte ab 1972 Rechtswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und schloss ihr Studium 1978 mit dem Ersten und 1980 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab. Von 1997 bis 2002 war Zypries beamtete Staatssekretärin, zunächst bis 1998 im Niedersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales, von November 1998 bis Oktober 2002 im Bundesministerium des Innern. Von 2002 bis 2009 hatte sie das Amt der Bundesministerin der Justiz in den Kabinetten von Bundeskanzler Schröder sowie Bundeskanzlerin Merkel inne. Am 27. Januar 2017 wurde sie zur Bundesministerin für Wirtschaft und Energie in der Großen Koalition ernannt. Bis dahin übte Brigitte Zypries von 2013 bis 2017 das Amt als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie aus und war insbesondere für Digitales und Außenwirtschaft zuständig. Von 2005 bis 2017 war sie direkt gewählte Abgeordnete des Deutschen Bundestags für den Wahlkreis Darmstadt und Darmstadt-Dieburg.

Roland Koch amtierte von 1999 bis 2010 als Ministerpräsident des Landes Hessen. „Roland Koch hat, wie die Ministerpräsidenten vor ihm, dieses Land würdig vertreten und ist stets engagiert für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eingetreten. Seine Politik war immer darauf angelegt, für Hessen neue und innovative Lösungen zu finden. Er war in seinen elfeinhalb Jahren Amtszeit stets davon überzeugt, dass Hessen im nationalen und internationalen Wettbewerb auch mutige Reformen brauchte. Diese waren von Erfolg gekrönt, denn auch dank der mittel- und langfristigen Auswirkungen seines ehrgeizigen Konsolidierungsprogramms haben wir heute mehr politischen Gestaltungsspielraum. Roland Koch war als streitbarer Demokrat immer zum Konsens und zur konstruktiven Zusammenarbeit fähig und als Mensch vom ‚Willen des Gestalten Wollens‘ angetrieben“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Verleihung.

Ministerpräsident a.D. Roland Koch mit dem amtierenden Hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident a.D. Roland Koch mit dem amtierenden Hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

Der gebürtige Frankfurter studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität und schloss sein Studium 1982 mit dem Ersten und 1985 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab. Von 1985 bis 1999 arbeitete er als selbständiger Rechtsanwalt in Eschborn. Im Jahr 1987 zog er als Abgeordneter des Wahlkreises Main-Taunus I erstmals in den Hessischen Landtag ein. Von 1990 bis 1991 und von 1993 bis 1999 war Koch Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Im Februar 1999 wurde Koch zum Hessischen Ministerpräsidenten gewählt und bildete mit der FDP die zweite christlich-liberale Regierungskoalition in der Geschichte Hessens. Es folgten Wiederwahlen im Jahr 2003 und 2009. Am 31. August 2010 legte Koch aus freier Entscheidung sein Amt als Hessischer Ministerpräsident nieder. Nach seiner Zeit als Ministerpräsident war der Ehrenvorsitzende der Hessischen CDU von 2011 bis 2014 Vorsitzender des Vorstandes der Bilfinger SE. Von 2011 an war er Vorsitzender des Aufsichtsrates UBS Deutschland AG, heute führt er den Aufsichtsrat der UBS-Europe SE. Im Ehrenamt ist Koch seit 2010 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Roland Koch und seine Frau Anke haben 2014 die Stiftung „Tuberöse Sklerose Deutschland“ zur Unterstützung der Bekämpfung dieser seltenen Krankheit gegründet. Im September 2010 wurde er mit dem Silver Award der American Chamber of Commerce geehrt und ihm von der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hanoi/Vietnam die Ehrendoktorwürde verliehen.

Professor Dr. phil. Salomon Korn ist seit 1999 Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main und war 2003 bis 2014 Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. „Auch im übertragenen Sinne und unter moralischen Gesichtspunkten hat Prof. Dr. Salomon Korn Fundamente errichtet und Häuser gebaut und damit jüdisches Leben in Frankfurt nach den schrecklichen Ereignissen des Nationalsozialismus wieder möglich gemacht. Mit Beharrlichkeit leistet er bis heute einen Beitrag, jüdisches Leben unverrückbar in die Architektur unserer freiheitlichen Gesellschaft einzugliedern und sie zum festen Bestandteil zu machen. Prof. Korn ist eine Persönlichkeit der Frankfurter Stadtgesellschaft ebenso wie ein Förderer und Impulsgeber für eine lebendige Erinnerungskultur in kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht. Seine Auszeichnung ist für uns alle auch Auftrag, sich antisemitischen Ausschreitungen, extremen Gedankengut und antijüdischen Ressentiments mit aller Vehemenz entgegenzustellen. Indem wir gemeinsam handeln, erfüllen wir das Erbe Wilhelm Leuschners für die Freiheit, Demokratie und den Rechtsstaat“, würdigte Bouffier in seiner Laudatio.

Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

Korn, am 4. Juni 1943 im polnischen Lublin geboren, kam nach dem Krieg mit seinen Eltern nach Frankfurt-Zeilsheim. Nach dem Abitur studierte Salomon Korn Architektur und im Nebenfach Soziologie an der Freien Universität Berlin und an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1976 wurde er promoviert. Von 1971 bis 1986 war Korn als freier Architekt tätig. 1986 wurde das nach Korns Plänen erbaute Jüdische Gemeindezentrum in Frankfurt am Main eröffnet. Im gleichen Jahr wurde er in den Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt gewählt. Salomon Korn ist zudem Mitglied in zahlreichen Stiftungen, Kuratorien und öffentlichen Einrichtungen. Unter anderem im Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung und Deportation“, im Kuratorium der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, im Senat der Deutschen Nationalstiftung oder im ZDF-Fernsehrat. Zudem wurde Salomon mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise im Jahr 2006 mit dem Ehrentitel „Professor“ durch das Land Hessen oder 2009 mit dem Hessischen Kulturpreis.

Musikalische umrahmt wurde die Veranstaltung mit Werken von Peter I. Tschaikowsky, Jospeh Achron und Ludwig van Beethoven von der Kronberg Academy.Foto: Diether v. Goddenthow
Musikalische umrahmt wurde die Veranstaltung mit Werken von Peter I. Tschaikowsky, Jospeh Achron und Ludwig van Beethoven von der Kronberg Academy.Foto: Diether v. Goddenthow

Hintergrund

Wilhelm Leuschner, der sein Leben für die Freiheit ließ.  Foto: Diether v. Goddenthow
Wilhelm Leuschner, der sein Leben für die Freiheit ließ. Foto: Diether v. Goddenthow

Die höchste Auszeichnung des Landes Hessen wird seit 1965 vom Hessischen Ministerpräsidenten verliehen. Mit der Medaille wird der Einsatz für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit von Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft gewürdigt. Unter den Preisträgern der Wilhelm Leuschner-Medaille befinden sich Persönlichkeiten wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die erste weibliche Bundesministerin Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, der Philosoph Professor Jürgen Habermas, der Erfinder des Computers Konrad Zuse oder der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki. Erster Preisträger war im Jahr 1965 der ehemalige Staatsminister des Innern und frühere Landtagspräsident Heinrich Zinnkann.

26. Hessischer Unternehmertag – Hessen-Champions 2017 – „agilste Unternehmen“ gekürt

Über 1000 Besucher der hessischen Wirtschaft und aus Gesellschaft und Politik im Kurhaus beim 26. Hessischen Unternehmertag am 7.11.207.Foto: Diether v. Goddenthow
Über 1000 Besucher aus der hessischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik im Wiesbadener Kurhaus beim 26. Hessischen Unternehmertag am 7.11.207.Foto: Diether v. Goddenthow

Auf dem 26. Hessischen Unternehmertag wurden gestern Abend im Wiesbadener Kurhaus in den Kategorien „Innovation“, „Weltmarktführer“ und „Jobmotor“ die besten drei hessischen Unternehmen zu  Hessen-Champions 2017 mit dem Innovations- und Wachstumspreis des Landes Hessen gekürt.

Die Hessen-Champions 2017 mit Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) (ganz links), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (mitte) und Moderatorin  Corinna T. Egerer  (blaue Bluse).Foto: Diether v. Goddenthow
Die Hessen-Champions 2017 mit Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) (ganz links), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (mitte) und Moderatorin Corinna T. Egerer (blaue Bluse).Foto: Diether v. Goddenthow

Da Ministerpräsident Volker Bouffier bei den Koalitionsgesprächen in Berlin unabkömmlich war, hatte dessen Stellvertreter, Hessens Minister für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir, gemeinsam mit Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), die Preisverleihung vorgenommen. Vor allem kleineren und mittleren Unternehmen solle mit dem „Hessen-Champion“ eine Plattform geboten werden, ihre wirtschaftlichen Erfolge und Innovationskraft präsentieren zu können, erklärte der Wirtschaftsminister. Der Präsident der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Wolf Matthias Mang, unterstrich die Gewinner als besonders agile Unternehmen, die sich mit ihrer steten Veränderungsbereitschaft ganz besonders erfolgreich dem gegenwärtigen rasanten Wandel gestellt hätten.

Kategroie "Innovativstes Unternehmen" Geschäftsführung von OptoTech Optikmaschinen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Kategroie „Innovativstes Unternehmen“ Geschäftsführung von OptoTech Optikmaschinen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Als innovativstes hessisches Unternehmen 2017 wurde die OptoTech Optikmaschinen GmbH mit Sitz in Wettenberg gekürt. OptoTech hat eine Technologie entwickelt, wodurch sich Brillen über ein Spezialverfahren quasi „on demand“ herstellen lassen, sozusagen „Brillenherstellung im Polaroid-Verfahren“, was die Brillenproduktion aus Fernost überflüssig machen und den Handel revolutionieren dürfte.

Kategorie "Weltmarktführer" Geschäftsführung von Nord-Micro GmbH & Co. OHG Foto: Diether v. Goddenthow
Kategorie „Weltmarktführer“ Geschäftsführung von Nord-Micro GmbH & Co. OHG Foto: Diether v. Goddenthow

In der Kategorie „Weltmarktführer“ räumte die Nord-Micro GmbH & Co. OHG den Preis ab. Das Unternehmen ist ein eigenständiges Luftfahrtunternehmen der UTC Aerospace Systems Gruppe und stellt Kabinenbedruckungssysteme her.

Kategorie "Jobmotor" Lampenwelt GmbH , hier mit den CEO's Thomas und Andreas Rebmann. Foto: Diether v. Goddenthow
Kategorie „Jobmotor“ Lampenwelt GmbH , hier mit den CEO’s Thomas und Andreas Rebmann. Foto: Diether v. Goddenthow

In der 3. Kategorie „Jobmotor“ hatte die Lampenwelt GmbH die Nase vorn. Der Familienbetrieb aus dem nordosthessischen Schlitz sei nach Angaben der Jury inzwischen Europas erfolgreichster Online-Fachmarkt für Lampen und Leuchten.

Der drohenden Krise mit klugen Strategien die Stirn bieten

Wolf Matthias Mang, VhU-Präsident, begrüßte die Gäste und hielt eine vielbeachtete Rede.Foto: Diether v. Goddenthow
Wolf Matthias Mang, VhU-Präsident, begrüßte die Gäste und hielt eine vielbeachtete Rede.Foto: Diether v. Goddenthow

„Da wir die Krisen in der Welt nicht beeinflussen können, müssen wir unsere Hausaufgaben am Standort machen“, sagte Wolf Matthias Mang, Wir dürften nicht tatenlos zusehen, wie die Demografie die Entwicklungsperspektive in einer schrumpfenden Gesellschaft bis 2035 eintrübe, sondern durch eine kluge Kombination aus Beschäftigungs-, Investitions- und Technologiestrategie, die bis 2035 den Lebensstandard stärker wachsen lässt als im Zeitraum 1992 bis 2016, gegensteuern. Beispielsweise durch eine neue Willkommenskultur für Kinder, Hilfen für Familien, damit sie wieder mehr Zukunfts-Vertrauen fänden, um Kinder bekommen zu wollen. Aber auch durch eine bedarfsorientierte Einwanderungspolitik und einem Einwanderungsgesetz. Nur hierüber ließen sich die Fachkräfte gewinnen, die die Wirtschaft in den nächsten Jahren dringend benötige. Allerdings würde auch die Digitalisierung in der Wirtschaft helfen, den Fachkräftemangel ein wenig zu kompensieren .

Momentan sei Hessen ein starker Standort mit einer hohen Internationalisierungsdichte, einer durchgängigen industriellen Wertschöpfungskette, einem starken heimischen Handwerk, vielfältigster Dienstleistung und hervorragender weltweiter Logistik mit dem Frankfurter Flughafen als dem Drehkreuz Deutschlands in die Welt. Globale Unternehmen spielen hier eine besondere Rolle. Zum einen sind viele hessische KMUs längst schon selbst globale Unternehmen, so der Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).(Die komplette Rede von Wolf Matthias Mang)

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir versprach, die Datenautobahnen in Hessen auszubauen. Foto: Diether v. Goddenthow
Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir versprach, die Datenautobahnen in Hessen auszubauen. Foto: Diether v. Goddenthow

Der Minister für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir sprach sich dafür aus, realistischen Optimismus in die Gesellschaft hineinzubekommen, also auch die Ängste derer wahrzunehmen, die sich vom technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt, insbesondere der voranschreitenden Digitalisierung, abgehängt fühlten. Wir müssen diesen Menschen helfen, eine neue Rolle zu finden und ein Gefühl von Teilhabe an dem Fortschritt zu bekommen.

Michael Lohscheller, CEO, Opel Automobile GmbH, konnte gute Nachrichten hinsichtlich der Zukunft des Rüsselsheimer Autobauers überbringen.  Foto: Diether v. Goddenthow
Michael Lohscheller, CEO, Opel Automobile GmbH, konnte gute Nachrichten hinsichtlich der Zukunft des Rüsselsheimer Autobauers überbringen. Foto: Diether v. Goddenthow

Mit besonderer Spannung wurde auch die Rede von Michael Lohscheller, dem neuen CEO von Opel Automobile GmbH, erwartet. Da jedoch Opel erst morgen seine neue Strategie öffentlich bekannt gibt, konnte er nur so viel zur Beruhigung der über 1000 hochrangigen Zuhörer sagen, nämlich, dass der Standort Rüsselsheim für Opel weiterhin zentral wichtig sei und die Marke Opel ein deutsches Auto bliebe. Für Opel sieht er viel Zukunftspotential.

(Diether v. Goddenthow/ Rhein-Main.Eurokunst)

Lesen Sie auch:

„Hessischer Unternehmertag: „Globale Unternehmen und der Standort Hessen“

Nord-Micro, OptoTech Optikmaschinen und Lampenwelt als HESSEN-CHAMPIONS 2017 ausgezeichnet

Nachtrag vom 9.Nov.2017

volker.bouffierMinisterpräsident Volker Bouffier und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir zur Entwicklung bei Opel
„Zukunft von Opel wichtig für das Land und die Region“

Wiesbaden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und sein Stellvertreter, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, haben heute die Ankündigung von PSA und Opel begrüßt, dass es auch über 2018 hinaus keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird und kein Werk seine Tore schließen muss. „Das ist ein guter Tag und eine gute Nachricht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien. Wir freuen uns über das klare Bekenntnis zum Standort und die Zusicherungen“, sagten Bouffier und Al-Wazir.

Der Regierungschef betonte, es müsse dem Unternehmen gelingen, die entscheidenden Weichen zu stellen, um zukunftsfähig zu werden. „Die Automobilindustrie steht vor großen Veränderungen. Niemand kann es sich leisten, hier den Anschluss zu verlieren. Opel muss wieder zurück in die Gewinnzone und sich im hart umkämpften, globalen Markt behaupten“, sagte der Ministerpräsident. Bei der Bewältigung der Herausforderungen komme der Innovationskraft des Unternehmens, verbunden mit Investitionen in neue Technologien, eine Schlüsselrolle zu. „Das im Rüsselsheimer Forschungs- und Entwicklungszentrum gebündelte Know-how wird als globales Kompetenzzentrum bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten“, begrüßte Bouffier weiter.

Wirtschaftsminister Al-Wazir: „Die heute vorgestellten Pläne machen deutlich: Vor Opel liegt noch ein Weg der Umstrukturierung, der anstrengend wird. Wir sehen aber auch neue Perspektiven für Opel, wenn PSA das Unternehmen als Premiummarke innerhalb des Gesamtkonzerns aufstellt. Made in Rüsselsheim sollte nicht für größer, schwerer, PS-stärker, sondern für vernetztes und autonomes Fahren sowie alternative Antriebe stehen.“

Bouffier und Al-Wazir machten darüber hinaus deutlich, dass die Landesregierung den weiteren Prozess begleite und auch die Gespräche mit der Geschäftsleitung und den Betriebsräten fortführen werde. „Die Marke Opel muss gestärkt werden, damit das hessische Traditionsunternehmen am Standort Rüsselsheim eine gute Zukunft hat. Das klare Bekenntnis von Opel zu den Werken und zu den Arbeitsplätzen ist gut für unser Land, für die Stadt und die ganze Region“, so Bouffier und Al-Wazir.

Neuer Kurpark-Flyer mit geschichtlichen Informationen erhältlich

kurpark-flyerDer Kurpark in Wiesbaden ist ein wesentlicher Bestandteil der Parkanlagen in der Stadt und für Wiesbadener Bürger und Gäste gleichermaßen ein Anziehungspunkt. Für seine nähere Erkundung liegt ab sofort ein kostenloser Informationsflyer in deutscher Sprache am Kurhausempfang und in der Tourist-Information aus.

Thomas Sante, Geschäftsführung des Kurhaus Wiesbaden, freut sich über die Erweiterung des Informationsangebotes: „Der Kurpark ist seit jeher zu allen Jahreszeiten ein stark frequentierter Rückzugs- und Erholungsort in unserer Stadt. Der informative Flyer ist in kompakter Form eine ideale Ergänzung zum neuen Internetauftritt des Kurparks – www.wiesbaden.de/kurpark – und hält einige Insider-Tipps bereit.“

In dem Informationsflyer werden die Geschichte des Parks, die zu entdeckenden Besonderheiten und Kulturdenkmäler sowie Plätze näher beschrieben. Zur Orientierung dienen ein Übersichtsplan und weitergehende Informationen zu den Öffnungszeiten des Parks, des Biergartens sowie des Bootsverleihs.

Kurpark_Flyer

Neueröffnung „Kurhaus Lounge“: Mehr Möglichkeiten für Veranstalter und Gäste

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Das Kurhaus Wiesbaden erhält ein eigenes Informations- und Besucherzentrum. Nach einer kurzen Planungs- und Umsetzungsphase öffnet die „Kurhaus Lounge“ rechtzeitig zu Weihnachten ihre Tore.

Der 60 Quadratmeter große Raum am Übergang vom Parkhaus zum Kurhaus ist vielseitig nutzbar – von der Produktausstellung bis zum Empfang von Gästegruppen. „Dies ist ein weiterer Schritt, das Kurhaus in seiner Vielfalt erlebbar zu machen und noch mehr Service für Veranstalter und Gäste zu bieten“, erklärt Kurhaus-Geschäftsführer Markus Ebel-Waldmann. Die Idee dazu ist bei einem Treffen mit dem Gästeführerverband Wiesbaden e.V. entstanden, um das Kurhaus jederzeit für Besuchergruppen zugänglich zu machen. Die Vorsitzende Brigitte Gellner-Tarnow freut sich, die neue „Kurhaus-Lounge“ mit nutzen zu können: „Jetzt haben wir noch mehr Möglichkeiten, das Kurhaus bei unseren Führungen vorzustellen.“ In Zukunft könnten hier etwa ausführlichere Führungen mit einer Kurz-Präsentation beginnen.

Das Kurhaus Wiesbaden zählt mit jährlich rund 500 Veranstaltungen, Hunderten von Besuchergruppen und fast 200.000 Gästen zu einem der beliebtesten Ziele für Wiesbaden-Besucher aus aller Welt. „Mit der ‚Kurhaus-Lounge‘ ist jetzt ein einmaliges Zusatzangebot entstanden, das zur näheren Beschäftigung mit dem Haus einlädt und neben dem Kurhaus selbst weiteren Gruppen und Veranstaltern offen steht. Wir möchten zeigen, was das Kurhaus Wiesbaden alles kann. Denn es ist eine Spielstätte für Galas und Events ebenso wie für Seminare, Kongresse und Symposien“, erklärt Markus Ebel-Waldmann. Multifunktionalität habe daher bei der Planung ganz oben rangiert. Die „Kurhaus Lounge“ bietet eine Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten. So kann beispielsweise ein Teil des Raumes als Dekorations- und Werbefläche monatsweise vermietet werden, um Veranstaltungen anzukündigen. Besuchergruppen können die moderne Präsentationstechnik der Lounge nutzen und einen Blick in den laufenden Betrieb des Hauses werfen. Dazu stellt das Kurhaus den neuen Imagefilm zur Verfügung, der in Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain entstanden ist und verschiedene Veranstaltungsformate zeigt – so zum Beispiel die RPR1.Tanzbar, den Ball des Weines, das Rheingau Musik Festival oder eine Preisverleihung der Gesellschaft für deutsche Sprache. Für eine besondere Aufenthaltsqualität sorgt gemütliches Lounge-Mobiliar und die große Bildergalerie mit den drei Wiesbadener Veranstaltungsorten Kurhaus Wiesbaden, Jagdschloss Platte und RheinMain CongressCenter. Markus Ebel-Waldmann: „Alles ist möglich. Die gelungene Kombination von Vor-Ort-Besichtigung und filmischen Live-Impressionen macht einen Besuch im Kurhaus zum besonderen Erlebnis.“ Auf Wunsch können sich die Besucher mit Getränken und kleinen Snacks für ihren weiteren Wiesbaden-Aufenthalt stärken.

PREMIERE »Der Spieler: Dostojewski« Schauspiel des Hessischen Staatstheaters im Kurhaus –

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

PREMIERE IM SCHAUSPIEL »Der Spieler: Dostojewski«
Ein Theaterprojekt von Christian Franke
Uraufführung

Premiere am 16. Januar 2017 um 19:30 Uhr im Kurhaus // die beiden nächsten Vorstellungstermine sind am 23. Januar & 8. Februar jeweils um 19:30 Uhr

Ausgehend vom Roman »Der Spieler« von Fjodor Dostojewski, sowie zeitgenössischen Dokumenten, Briefen und (auto-)biografischem Material, will das Projekt im Kurhaus Wiesbaden, einem authentischen Ort des Geschehens auf den Grund gehen.

Im Oktober 1866 befindet sich Fjodor Dostojewski in einer scheinbar hoffnungslosen Situation. Mit dem Verleger Stellowski hat er aus Geldnot einen verzweifelten Vertrag abgeschlossen: Er soll ihm exklusiv bis zum 1. November einen neuen, zehn Druckbögen umfassenden Roman abliefern und damit seine Spielschulden tilgen. Doch 26 Tage vor Fristablauf hat Dostojewski noch kein einziges Wort geschrieben. Ein befreundeter Professor schickt ihm daraufhin seine Schülerin Anna Grigorjewna. Die junge Frau ist nicht nur gebildet, sondern auch eine begnadete Stenografin. Es folgen dramatische Wochen, aus denen sowohl der verlangte Roman hervorgeht als auch die Hochzeit des Dichters mit der fünfundzwanzig Jahre jüngeren Anna. Doch schon die Hochzeitsreise ins Ausland wird erneut eine Flucht vor den Gläubigern. Fjodor und Anna fahren in die deutschen Kurorte, um Roulette zu spielen, und nehmen auch in Wiesbaden Quartier.

Regie Christian Franke Bühne Sabine Mäder Kostüme Raphaela Rose Musik Tim Roth Dramaturgie Sascha Kölzow

Anna Anja S. Gläser Dostojewski Janning Kahnert Swetlana Brigitte Sehnert

Weitere Informationen und Karten:
www.staatstheater-wiesbaden.de