Kategorie-Archiv: Hessisches Ministerium für Wirtschaft

TRAN5FORM – Der 5. Kreativwirtschaftstag am 3. Juni in Frankfurt am Main und online

Unter dem Titel TRAN5FORM thematisiert der 5. Kreativwirtschaftstag #KWTag22 die Rolle der Kreativen bei den notwendigen Transformationsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft. Mit Vorträgen und Impulsen, die über die Theorie hinausgehen und konkrete Handlungsmöglichkeiten eröffnen.

„Wenn wir die Klimaerwärmung bremsen und dann auch stoppen wollen, müssen wir den Übergang in eine nachhaltige Wirtschaftsweise schaffen. Dazu kann die Kreativbranche viel beitragen: Indem sie selbst nachhaltig wird und als Impulsgeberin für andere Wirtschaftszweige dort weitere Transformationsprozesse anstößt“, erklärt Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Der 5. Kreativwirtschaftstag unterstützt Kreative dabei, selbst ins Handeln zu kommen und damit andere zu inspirieren. Keynotes wird es zu Wechselwirkungen von gesellschaftlichem Wandel und klassischer Werbung, Nachhaltigkeit, Gemeinwohl-Ökonomie, Digitaler Transformation und vielen weiteren Themen geben.

TV-Coach, Autor und Business-Speaker Kelechi Onyele und Carina Wicke, CEO Lürzer GmbH, sprechen in ihrer gemeinsamen Keynote über Transformation und Veränderungsprozesse mit Bezugnahme auf internationale Werbung. Als weitere Expertinnen und Experten werden Michael Schumacher (schneider+schumacher), Marlene Haas (Lust auf besser leben), Felix Kosok (DDC), Prof. Dr. Maike Sippel (Hochschule Konstanz), Lutz Dietzold (Rat für Formgebung), Stadträtin Stephanie Wüst (Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Reformen), Stefan Weil (Atelier Markgraph), Christian Felber (Autor), Prof. Matthias Wagner K (Museum Angewandte Kunst) u.v.m. erwartet.

Die Abschlusskeynote hält Prof. Marcel Fratzscher. Seine inhaltliche Arbeit fokussiert sich auf Themen der Makroökonomie und Finanzmärkte, der Ungleichheit, der Globalisierung sowie auf die Integration Europas.

Programmpartner des 5. Kreativwirtschaftstages sind die see-Conference, gamearea-HESSEN, Rat für Formgebung, Werkbund Hessen, Lürzer‘s Archive und VDID Verband Deutscher Industriedesigner e. V. Kooperationspartner ist das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Der 5. Kreativwirtschaftstag findet am Freitag, den 3. Juni, von 10:00 bis 18:00 Uhr, in der Frankfurt School of Finance & Management sowie als Livestream im World Wide Web statt. Der Veranstaltungsort ist komplett barrierefrei.

Eine kostenfreie Anmeldung ist bis Montag, den 30. Mai, möglich unter: https://events.kreativwirtschaft-hessen.de//KWH_Kreativwirtschaftstag-TRAN5FORM2022

Bei der Registrierung können Kreative sich und ihre Arbeit vorab anderen Teilnehmenden vorstellen. Dafür erstellt man ein Profil im digitalen Matchmaking-Bereich. So können sich Teilnehmende direkt zu Treffen, dem „Matchmaking“, am 3. Juni in Frankfurt verabreden.

Ausstellung: Im Foyer präsentieren Kreative am 3. Juni ihre inspirierenden Ideen und Produkte. Mit dabei sind u. a. Preality, ATELIER FLEITER, Lust auf besser leben und Hessen Design.

Weitere Informationen zur Veranstaltung: kwt.kreativwirtschaft-hessen.de

Der Kreativwirtschaftstag ist eine Veranstaltung der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft Hessen bei der HA Hessen Agentur GmbH im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums.

Mehr zu „Kultur- und Kreativwirtschaft Hessen“ – News, Termine, Themen und Kontakt – gibt es unter: kreativwirtschaft-hessen.de

Noch ein Hinweis für hessische Kreative, insbesondere den kreativen Nachwuchs:
Der Kalenderwettbewerb „Feels Like Hessen“ sucht das besondere Hessen-Gefühl. Kreative können sich bis zum 31. Juli mit ihrer Vision von Hessen bewerben. Weitere Informationen und Teilnahme unter:

feelslikehessen.de/kalenderwettbewerb

Medikamente der Natur – Neue Wirkstoffe entdecken, entwickeln und nutzen Digitale Veranstaltung am 23. November gibt Einblick in die Erforschung von Naturstoffen

© Senckenberg
© Senckenberg

Seit Jahrhunderten dient die Natur dem Menschen als Quelle für wirksame Arzneimittel. Etwa ein Drittel der zugelassenen Medikamente lässt sich auf Naturstoffe zurückführen. Und das Potenzial ist längst noch nicht ausgeschöpft. Mithilfe innovativer Technologien in der Wirkstoffentwicklung arbeiten Forschende und Unternehmen daran, neue Naturstoffquellen zu erschließen und für die pharmazeutische Anwendung nutzbar zu machen. In der digitalen Veranstaltung „Medikamente der Natur“, die von Technologieland Hessen in Kooperation mit dem LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (LOEWE-TBG) angeboten wird, präsentieren Expert*innen aus Wissenschaft und Industrie in sieben Kurzvorträgen neue Strategien für die Entdeckung, Entwicklung und Anwendung von Wirkstoffen und diskutieren im Anschluss die aktuellen Herausforderungen der Branche.

Neue Arzneimittel werden in der Medizin dringend gebraucht – etwa für die Behandlung von Krebs, Infektionskrankheiten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Vielfalt möglicher Wirkstoffproduzenten für entsprechende Medikamente erstreckt sich über alle Bereiche der Natur – darunter auch viele noch unerschlossene Bioressourcen. Doch auf der Suche nach unbekannten Wirkstoffen stoßen die traditionellen Screeningverfahren zunehmend an ihre Grenzen. Dank innovativer Methoden lässt sich das Auffinden neuer Wirkstoffkandidaten massiv beschleunigen. Weitere Technologien ermöglichen es, die Naturstoffproduktion zahlreicher Lebewesen bereits in deren Erbgut abzulesen oder Stoffwechselwege gezielt für die Produktion bioaktiver Substanzen zu verändern. Dabei gilt es, die Wirkmechanismen zu entschlüsseln und einer Anwendung zuzuführen.

Die Referent*innen der Veranstaltung geben Einblick in unterschiedliche Aspekte der Naturstoff-Forschung – vom Aufspüren interessanter Wirkstoffe in Tiergiften, zur Behandlung von Influenza-Infektionen und parasitärer Tierkrankheiten bis zur Erforschung des Einsatzes von Pilzen im Pflanzenschutz. Auch die Entwicklung neuer Technologien wird vorgestellt. Die Veranstaltung bietet anschließend Raum für Dialog und Fragen an die Referent*innen.

Digitale Veranstaltung: „Medikamente der Natur – Neue Wirkstoffe entdecken, entwickeln und nutzen“ Kurzvorträge mit anschließender Diskussion

Referent*innen: Dr. Carola Greve, Leiterin des Laborzentrums von LOEWE-TBG; Prof. Andreas Vilcinskas, Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME und LOEWE-TBG; Prof. Eric Helfrich, LOEWE-TBG und Goethe-Universität Frankfurt; Dr. Kornelia Hardes, Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME und LOEWE-TBG; Dr. Björn Rotter, GenXPro; Prof. Paul M. Selzer, Boehringer Ingelheim Vetmedica; Dr. Anja Schüffler, Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF)

Moderation: Dr. Hendrik Pollmann, Hessen Trade & Invest

Datum: 23. November 2021, 13:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: https://events.technologieland-hessen.de//Medikamente-der-Natur-Neue-Wirkstoffe-entdecken-entwickeln-und-nutzen-2021

Das vollständige Programm unter:
www.technologieland-hessen.de/bioinnovationen-veranstaltung

Hessischer Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk verliehen

Verleihung des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk am 9. November 2021 in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden. Erste Reihe: Mitte: Petra Bittl, erster Preis, links Antje Dienstbir, zweite Preisträgerin, rechts Drechsler Konrad Koppold, dritter Preis. Zweite Reihe: Förderpreisträgerin Lena Kaapke. Hintere Reihe (v.l.): Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann, Stefan Füll, Hessischer Handwerkspräsident und Präsident des Hessischen Handwerkstags, Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk und Monika Monika Gass, langjährige Leiterin  der Fachschule Keramik und des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen. © Foto Diether v Goddenthow
Verleihung des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk am 9. November 2021 in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden. Erste Reihe: Mitte: Petra Bittl, erster Preis, links Antje Dienstbir, zweite Preisträgerin, rechts Drechsler Konrad Koppold, dritter Preis. Zweite Reihe: Förderpreisträgerin Lena Kaapke. Hintere Reihe (v.l.): Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann, Stefan Füll, Hessischer Handwerkspräsident und Präsident des Hessischen Handwerkstags, Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk und Monika Monika Gass, langjährige Leiterin der Fachschule Keramik und des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen. © Foto Diether v Goddenthow

Der 1921 erstmals verliehene Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk zählt zu den ältesten und renommiertesten Auszeichnungen auf seinem Gebiet und ist mit insgesamt 9000 Euro dotiert. Verliehen wird er traditionell auf der Frankfurter Konsumgütermesse „Tendence“, die allerdings in diesem und im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte. Daher wurde der Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk am 9. November 2021   in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden überreicht.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann  © Foto Diether v Goddenthow
Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann © Foto Diether v Goddenthow

„Diese Sonderedition war uns ein wichtiges Anliegen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann  im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. „Wir möchten den Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern damit einen Ausgleich für abgesagte Veranstaltungen bieten. Die Werke der Preisträgerinnen und Preisträger erinnern uns daran, wie arm unser Leben ohne das Individuelle und Besondere wäre.“

Durch den Abend führte Carolin Friedländer, Referatsleiterin Handwerk, Mittelstand, Handel, Wirtschaftsrecht im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk e.V. © Foto Diether v Goddenthow
Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk e.V. © Foto Diether v Goddenthow

Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk, würdigte die Preisträger sowie deren preisgekrönten Werke. Gemeinsam mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann überreichte die Präsidentin in Beisein von Stefan Füll, Hessischer Handwerkspräsident und Präsident des Hessischen Handwerkstags, die Urkunden an die Preisträger.

 

 

Förderpreis des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk 

In diesem Jahr wurden zwei Förderpreise in Höhe von je 500 Euro vergeben. Diese erhielten die Porzellan-Künstlerin Lena Kaapke und der Tischler Gabriel Tarmassi.

Gabriel Tamassi
Gabriel Tamassi

Gabriel Tamassi, 1993 in Bamberg geboren, entdeckte schon früh seine Liebe zum Werkstoff Holz, absolvierte eine Ausbildung zum Tischler mit einem sehr gutem Ergebnis, bildete sich in München zum Gestalter im Handwerk weiter, hatte dabei die Gelegenheit beim deutschen Drechsler-Papst Ernst Gamperl zu hospitieren. Das Spektrum seiner Arbeit reicht von reduzierten Möbelentwürfen bis hin zu skulpturalen Wandobjekten. „Und ein solches Wandobjekt hat er hier eingereicht. Die Oberfläche dieses Wandmöbels erinnert an eine glänzende Wasseroberfläche. Sein Ästhetik-Empfinden und seine handwerkliche Kompetenz vereinigen sich hier poetisch miteinander.“, so Dr. Wilp.

Lena Kaapke arbeitet als freie Künstlerin in Kiel und arbeitet heute vorwiegend mit Porzellan.

Lena Kaapke  © Foto Diether v Goddenthow
Lena Kaapke © Foto Diether v Goddenthow

Die reichlich ausgezeichnete Künstlerin erhielt für ihre Installation „Wasser zum Trinken“ ebenfalls den mit 500 Euro dotierten Förderpreis des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk. Die eingereichte Arbeit verweise in eindrücklicher Weise auf das zentrale Problem, dass die meisten Menschen auf diesem Planeten keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben. So habe Kaapke eine Installation aus 194 handgedrehten Krügen und 194 Trinkbehältnissen geschaffen, die jeweils einen Nationalstaat der Erde repräsentierten. Die Größe des Trinkwasserbehältnisses repräsentiere den tatsächlichen Trinkwasserbedarf eines Menschen.

Lena Kaapke
Lena Kaapke

Und auch farblich symbolisierte der Grad der Wasserfarben-Intensität, wieviel Trinkwasser in dem betreffenden Land vorhanden sei.

 

 

Hessischer Staatspreis für das deutsche Kunsthandwerk

Dritter Preis

Konrad Koppold © Foto Diether v Goddenthow
Konrad Koppold © Foto Diether v Goddenthow

Der Drechsler Konrad Kopper, geboren 1967 in Bayern, wuchs auf dem elterlichen Bauernhof, hat nach jahrelanger Tätigkeit als Tischler an der Fachoberschule für Gestaltung in Augsburg und anschließend an der Fachhochschule in Rosenheim Innenarchitektur studiert und fand nach Lektüre eines berühmten englischen Drechslers zu seiner Berufung als Drechsler. Seit 2005 lebt und arbeitet er als freiberuflicher Drechsler in Leverkusen. Mit seinen drei eingereichten Objekten hat er den mit 2000 Euro dotierten dritten Preis im Hessischen Staatspreis gemacht.

Konrad Koppold
Konrad Koppold

Die Liebe zum Holz spräche aus jedem seiner gedrechselten Objekte und ließen die Emotionen sofort auf die Betrachter überspringen. Stilistisch asymmetrisch, relativ groß mit Brüchen und offenen Stellen, zeigten sich seine Gefäße, denen etwas Archaisches anhaftet und zugleich hochmodern sei, so Dr. Wilp.

Zweiter Platz

Antje Dienstbir  © Foto Diether v Goddenthow
Antje Dienstbir © Foto Diether v Goddenthow

Silberschmiedin Antje Dienstbir lebt und arbeitet in Wiesbaden und hat den mit 2.500 Euro dotierten zweiten Platz des Hessischen Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk für die Becherserie erhalten. Unter Eingeweihten ist Antje Dienstbir vor allen Dingen als Löffelschmiedin bekannt. 1970 in Bremen geboren, erlangte sie 1989 die Fachhochschulreife für Gestaltung, es folgten eine Ausbildung zur Goldschmiedin und ein Studium an der Hochschule Pforzheim im Fachbereich Gestaltung mit dem Studienschwerpunkt „Objekt in Metall“, welches sie als Diplom-Designerin für Schmuck und Gerät beendete.

Antje Dienstbir
Antje Dienstbir

Seither ist sie freischaffend als Löffelschmiedin tätig. Ihre Objekte lassen die Spuren des Schmiedeprozesses deutlich sichtbar werden. Am besten und feinsten gelingt das, wenn sie mit ihrem Lieblingsmaterial Silber arbeitet, so Dr. Wilp. Für den Hessischen staatspreis hat Antje Dientbier eine Serie von fünf Bechern eingereicht, Becher aus aufgezogenem Feinsilber und Becher aus Kupfer, aufgezogen und thermisch gefärbt. Eine Serie, die die zugrundliegende Form geschickt variiert. Zurückhaltend und klassisch in der Formgebung, gezeichnet durch die kräftigen Hammerschläge mit den die Künstlerin den metallischen Materialien zuleibe rückt und beeindruckend durch den Farbwechsel vom eleganten kühlen Silber bis zu den ausdrucksstarken monochrom oder zweifarbigen Kupferbechern mit ihrem starken Kontrast von innen und außen, so Dr. Wilp.

Erster Platz

Petra Bittl  © Foto Diether v Goddenthow
Petra Bittl © Foto Diether v Goddenthow

Den mit 3.500 Euro dotierten ersten Platz des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk erhielt die Bonner Keramikerin Petra Bittl für ihr zum Wettbewerb eingereichtes keramisches Gefäß „Gestalt“. –Dr. Wilp zitierte in ihrer Laudatio  Monika Gass, langjährige Leiterin der Leiterin der Fachschule Keramik und des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen. „Wenn Talent und ästhetische Empfindsamkeit zusammentreffen mit breit gefächertem Wissen, fachlich exzellenter Ausbildung, einer präzisen Materialkenntnis und technischer Verfeinerung bis ins Detail, dann entstehen Werke und Keramiken, die den Rahmen üblicher Betrachtung massiv erweitern.

Petra Bittl © Foto Diether v Goddenthow
Petra Bittl © Foto Diether v Goddenthow

Petra Bittl, eine der absolut herausragenden deutschen Künstlerinnen , die sich der Keramik, dem Material Ton, Porzellan, seit Jahrzehnten widmet, gelingt es treffsicher und anscheinend mühelos ihre Liebe zu Malerei zum Stofflichen, zur Skulptur und zum Bildhaften in ihren Werken eng zu verweben. Dicht beschichtete, so rhythmisch wie zart strukturierte komplexe Oberflächen fügen sich in Petra Bittls gebauten Formen zur Einheit, zum Unikat, zur Figur. Gebaut, geflochten, gedreht, doppelwandig, vielfältig montiert, filigran, für Wand und Sockel. Ihre Handschrift ist stark und unverwechselbar.
Bei ihrem eingereichten Objekt suggeriere die Leichtigkeit großer Keramik-Körper Textiles in Faltenwurf in Webstruktur. Variantenreich und vielfältig, immer im Experimentieren und im Verfeinern ihrer künstlerischen Sprache, nutze sie in letzter Zeit klassisch koreanische Ritztechniken mit ganz eigenen Stempel und Schabtechniken, kombiniert diese mit nuancenreich aufgetragenen farbigen experimentellen Rohstoffen (…), so Dr. Wilp zit. n. Monika-Gass.

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Bilderliste der eingereichten Exponate

„Wohlstand und sozialer Frieden brauchen unternehmerischen Wagemut“ – „Hessen-Champions 2021“ auf 29. Hessischen Unternehmertag ausgezeichnet

Auf dem 29. Hessischen Unternehmertag im Kurhaus von Wiesbaden zeichnete die hessische Wirtschaft und das Land Hessen drei Unternehmen als Innovator, Jobmotor und Weltmarktführer aus. © Diether von Goddenthow
Auf dem 29. Hessischen Unternehmertag im Kurhaus von Wiesbaden zeichnete die hessische Wirtschaft und das Land Hessen drei Unternehmen als Innovator, Jobmotor und Weltmarktführer aus. © Diether von Goddenthow

Wiesbaden. Unternehmerischer Wagemut und Erfindergeist sind die zentralen Voraussetzungen für Wohlstand, Kultur und sozialen Frieden. Schon Joseph Beuys wusste, dass das größte ökonomische Kapital einer Gesellschaft in der Fähigkeit ihrer Menschen liegt. Und dass es hieran auch in Hessen nicht mangelt, bewiesen auf dem gestrigen 29. Hessischen Unternehmertag der Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände e.V. (Vhu) im Wiesbadener Kurhaus einmal mehr die „Hessen-Champions 2021″. Zum 21. Mal stellten sich die Besten der besten hessischen Unternehmen dem Wettbewerb „Hessen-Champions“ in den drei Kategorien: Innovation, Jobmotor und Weltmarktführer.

Impression vom 29. Hessischen Unternehmertag mit der Ehrung der "Hessen-Champions 2021" © Diether von Goddenthow
Impression vom 29. Hessischen Unternehmertag mit der Ehrung der „Hessen-Champions 2021″ © Diether von Goddenthow

Wirtschaftsminister Al-Wazir, Wolf Matthias Mang (Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU)) und Jürgen Zabel (Geschäftsführer der MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH) würdigten gemeinsam die Bedeutung der Hessen-Champions für die Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Wirtschaft und riefen zur Teilnahme an der nächsten Runde „Hessen-Champions 2022″ auf. Weitere Redner auf  dem Spitzentreffen der hessischen Wirtschaft waren Ministerpräsident Volker Bouffier und Axel Hellmann, Sprecher des Vorstands der Eintracht Frankfurt Fußball AG.  Corinna Egerer moderierte kenntnisreich und charmant durch den Abend.

Sportsgeist ist Schlüssel zu Spitzenleistungen
Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), begrüßte die 750 Gäste und verglich Unternehmergeist ein wenig mit Sportsgeist als Schlüssel zum Erfolg: „Die stetige Optimierung und Leistungssteigerung ist für mich wahrer Sportsgeist und in weiten Teilen Unternehmergeist. Leistung ist auch die Voraussetzung für eine erfolgreiche Marktwirtschaft. Nur eine erfolgreiche Marktwirtschaft mit funktionierendem Wettbewerb und Wachstum kann eine soziale sein“, sagte Wolf Matthias Mang.

Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), setzt auf technologische Innovationen statt auf Verbote zur Meisterung der Klimakrise. © Diether von Goddenthow
Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), setzt auf technologische Innovationen statt auf Verbote zur Meisterung der Klimakrise. © Diether von Goddenthow

Für die Unter­nehmen geht es nicht mehr nur um Technologieführerschaft, auf die wir Deutsche zurecht unseren jahrzehntelangen wirtschaftlichen Erfolg zurückführen. Heute geht es um den Mut, neue Geschäftsmodelle auszuprobieren. Der deutschen Wirtschaft muss es gelingen, den seit dem Wirtschaftswunder antrainierten Perfektionismus um das angelsächsische ‚Trial and Error‘-Prinzip zu ergänzen. Diesen Geist eines spielerischeren und zugleich verstetigten Besserwerdens wünsche ich mir für uns Hessen und Deutsche. Unser Land muss den Mut aufbringen, auf künftige komplexe Herausforderungen die Chancen der Freiheit zu nutzen, statt mit lauter Verboten zu antworten. Dafür brauchen wir ein politisches Entfesselungsjahrzehnt, das die Hindernisse entfernt, um uns in einem harten globalen Wettbewerb Vorteile zu verschaffen oder Nachteile abzubauen. Die hessische Wirtschaft und Industrie ist Teil der Lösung, wenn es um Klimaschutz geht. Ich bin überzeugt, dass uns unternehmerischer Sportsgeists gemeinsam zu neuer Wettbewerbsstärke tragen werden.

Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir."Jetzt kommt es darauf an, die Chancen der Nachhaltigkeit zu nutzen: Ressourceneffizienz und Innovationsfähigkeit auf dem Weg zur Klimaneutralität sind Basis langfristigen Erfolgs". © Diether von Goddenthow
Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir.“Jetzt kommt es darauf an, die Chancen der Nachhaltigkeit zu nutzen: Ressourceneffizienz und Innovationsfähigkeit auf dem Weg zur Klimaneutralität sind Basis langfristigen Erfolgs“. © Diether von Goddenthow

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir unterstrich: „Mit dem Innovations- und Wachstumspreis zeichnen wir vorbildliche Unternehmen aus, die sich den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft stellen und damit für die Leistungskraft und den Erfolg der hessischen Wirtschaft stehen“. „Die ‚Hessen-Champions‘ zeigen, dass Investitionen sich lohnen. Hessens Wirtschaft ist auf einem sehr guten Pfad der Erholung. Jetzt kommt es darauf an, die Chancen der Nachhaltigkeit zu nutzen: Ressourceneffizienz und Innovationsfähigkeit auf dem Weg zur Klimaneutralität sind Basis langfristigen Erfolgs, bei uns in Hessen wie auf den Märkten der Welt.“, so der Wirtschaftsminister.

„Für Eintracht Frankfurt als großem Sportverein und modernem Fußballunternehmen sind Ambition und Leistung auf und außerhalb des Platzes zentrale Begriffe unserer Wettbewerbskultur und Bestandteil der Club-DNA“, so Hellmann

Mit mehr Innovation statt Intervention ‚Klimawohlstand‘ erzeugen

„Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, doch wir sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern bislang gut durch die Krise gekommen – dank Impfstoffen, Tests und natürlich dank der Bevölkerung, die sich zum größten Teil besonnen verhält. Auch die deutsche Wirtschaft erholt sich allmählich – und der hessische Arbeitsmarkt erholt sich sogar recht deutlich!

Ministerpräsident Volker Bouffier: "Wenn wir nicht ein starkes Industrieland bleiben, werden wir die Herausforderungen nicht hinbekommen. Wenn die Leute ihre Arbeitsplätze verlieren, ist ihnen die Umwelt egal" © Diether von Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier: „Wenn wir nicht ein starkes Industrieland bleiben, werden wir die Herausforderungen nicht hinbekommen. Wenn die Leute ihre Arbeitsplätze verlieren, ist ihnen die Umwelt egal“ © Diether von Goddenthow

Wir als Landesregierung wollen Hessen erfolgreich aus der Krise heraus modernisieren und zukunftsfest machen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier. „Die größte Transformation für Gesellschaft und Wirtschaft ist der Klimaschutz! Dazu braucht es auch vor allem Offenheit für neue Technologien. Mit mehr Innovation statt Intervention werden wir in Hessen echten ‚Klimawohlstand‘ erzeugen. Im vergangenen Jahr haben wir das Corona-Sondervermögen ‚Hessens gute Zukunft sichern‘ eingerichtet. Es hilft uns nicht nur dabei, alle coronabedingten Maßnahmen des Landes schnell und passgenau zu finanzieren, sondern auch, die richtigen Weichen für die Zeit nach der Pandemie zu stellen. Außerdem haben wir im Sommer unser Programm „Neustart Hessen“ aufgelegt, mit dem wir wichtige Impulse zur Modernisierung des Landes setzen – damit Hessen stark aus der Krise herauskommt und der Wirtschafts­standort Hessen auch in Zukunft attraktiv bleibt.“

Die Gewinner in den drei Kategorien

Kategorie Innovation:
BAG Diagnostics GmbH, Lich

Die Gewinner des Innovationspreises, die BAG Diagnostics GmbH Lich, vertreten durch ihre Geschäftsführer, eingerahmt, von Vhu-Präsident Wolf Matthias Mang, , MBG H-Geschäftsführer Jürgen Zabel (li) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Ministerpräsident Volker Bouffier (r.)  Die BAG Diagnostics entwickelte in nur 39 Tagen den PCR-Test, wozu man unter „normalen“ Umständen durchschnittlich zwei Jahre benötigte. © Diether von Goddenthow
Die Gewinner des Innovationspreises, die BAG Diagnostics GmbH Lich, vertreten durch ihre Geschäftsführer, eingerahmt, von Vhu-Präsident Wolf Matthias Mang, , MBG H-Geschäftsführer Jürgen Zabel (li) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Ministerpräsident Volker Bouffier (r.) Die BAG Diagnostics entwickelte in nur 39 Tagen den PCR-Test, wozu man unter „normalen“ Umständen durchschnittlich zwei Jahre benötigte. © Diether von Goddenthow

Die BAG Diagnostics GmbH ist in den Bereichen Humangenetik, Infektiologie, Transfusions- und Transplantationsmedizin weltweit aktiv. Das Ziel des Familienunternehmens: Mit innovativen Produkten anspruchsvolle Diagnostik einfach, effizient und zuverlässig machen. Dank wissenschaftlicher und technischer Expertise entwickelt BAG Diagnostics innovative Testsysteme zur immunologischen Typisierung und in der Humangenetik. In der immunologischen Typisierung sind die Reagenzien für eine sichere Transplantation von Organen und für eine passgenaue Bluttransfusion von entscheidender Bedeutung. In der Humangenetik werden Tests für die Analyse von Hypersensitivitätsreaktionen und Autoimmunerkrankungen konzipiert. Damit werden Krankheitsrisiken mit genetischem Hintergrund schnell und eindeutig diagnostiziert. In nur 39 Tagen hat die BAG Diagnostics 2020 einen Corona real time PCR-Test bis zur Marktreife entwickelt.

Kategorie Jobmotor:
BioSpring GmbH, Frankfurt am Main

Die Hessen-Champions 2021 in der Kategorie Jobmoter, die BioSpring GmbH, Frankfurt am Main, vertreten durch ihre Geschäftsführer, hier eingerahmt von: Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir , daneben Vhu-Präsident Wolf Matthias Mang,(li) und Ministerpräsident Volker Bouffier und Moderatorin Corinna Egerer (r). © Diether von Goddenthow
Die Hessen-Champions 2021 in der Kategorie Jobmoter, die BioSpring GmbH, Frankfurt am Main, vertreten durch ihre Geschäftsführer, hier eingerahmt von: Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir , daneben Vhu-Präsident Wolf Matthias Mang,(li) und Ministerpräsident Volker Bouffier und Moderatorin Corinna Egerer (r). © Diether von Goddenthow

Für Kunden aus Pharma, Biotech und Academia stellt die BioSpring GmbH weltweit führend Diagnostika sowie Therapeutika her. BioSpring ist dabei Europas größter Hersteller für Wirkstoffe auf Basis von Oligonukleotiden. Oligonukleotide sind kurze, synthetisch hergestellte Nukleotidsequenzen. Sie bestehen aus den gleichen Bausteinen wie DNA und RNA, welche die Grundlage unserer genetischen Information bilden. Therapeutika auf Basis von Oligonukleotiden können zum Beispiel bei bisher als nicht behandelbar geltenden Krankheiten eingesetzt werden. Das Unternehmen hat sich als Weltmarktführer für die Herstellung von Oligonukleotid-Wirkstoffen im stark wachsenden Bereich des Genome Editings (CRISPR/Cas9), einem revolutionären Verfahren zur zielgerichteten Veränderung von DNA, etabliert. Derzeit hat BioSpring rund 350 Mitarbeitende. 2020 wurden 86 neue Vollzeitstellen geschaffen, bis Ende dieses Jahres sollen weitere 123 neue Vollzeitstellen in Hessen entstehen. 463 weitere Vollzeitstellen sind bis Ende 2024 in Planung.

Kategorie Weltmarktführer:
HEDRICH GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt

Die Hessen-Champions 2021 in der Kategorie Weltmarktführer, die HEDRICH GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt, vertreten durch ihre Geschäftsführer, hier eingerahmt von: Vhu-Präsident Wolf Matthias Mang und Ministerpräsident Volker Bouffier(li) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sowie Moderatorin Corinna Egerer (c). © Diether von Goddenthow
Die Hessen-Champions 2021 in der Kategorie Weltmarktführer, die HEDRICH GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt, vertreten durch ihre Geschäftsführer, hier eingerahmt von: Vhu-Präsident Wolf Matthias Mang und Ministerpräsident Volker Bouffier(li) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sowie Moderatorin Corinna Egerer (c). © Diether von Goddenthow

Die HEDRICH GmbH ist ein weltweit agierendes Engineering-Unternehmen im Maschinen- und Vakuumanlagenbau und spezialisiert auf die Entwicklung, Konstruktion, Montage und Prüfung von maßgeschneiderten Kundenlösungen. Für die Elektro- und Automobilindustrie sowie für die Bereiche Windkraft und Composites bietet HEDRICH innovative technische Produkte sowie Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Unternehmen ist Experte und Komplettanbieter für die Verarbeitung von Isoliermedien unter Vakuum zur Optimierung dielektrischer Eigenschaften im Bereich Silikon-, Gießharz- sowie Öl-Papier-Isolieranlagen. HEDRICH ist in über 30 Ländern aktiv und beschäftigt mehr als 230 Mitarbeitende. Im Zukunftsmarkt Elektromobilität hat sich HEDRICH bereits mit neuen Imprägnierungstechnologien für Elektromotoren etabliert und entwickelt permanent neue Lösungen für die Fertigung des Antriebes der Zukunft. HEDRICH ist weltweit führend im Bereich „Elektro“ mit einem Marktanteil von 25% und hat im Bereich Windrotorblattfertigung einen Anteil von 30% inne.

Hintergrund

„Hessen-Champions“ ist ein Wettbewerb des Hessischen Wirtschaftsministeriums, der VhU und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Hessen, durchgeführt von der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI). Der Innovations- und Wachstumspreis des Landes Hessen, die „Hessen-Champions“, umfasst drei Kategorien: In der Kategorie Weltmarktführer werden hessische Unternehmen gesucht, die in ihrer Branche mit einem Produkt oder einer Dienstleistung weltweit führend sind. Bei der Auswahl des Jobmotors berücksichtigt die Jury Unternehmen, die überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze in Hessen geschaffen haben. Die Kategorie Innovation wendet sich an Unternehmen mit innovativen Produkten und Ideen und spricht vor allem kleine und mittlere Betriebe an. Die Gewinner werden von einer Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien ermittelt. Dieses Jahr hatten sich 76 Unternehmen beworben, zehn erreichten das Finale. Aus insgesamt 88 Bewerbungen hatte die Jury sie ausgewählt.

Hessen-Champions 2022

„Hessen-Champions 2021“: 26 Bewerbungen mehr als vor der Pandemie // Zehn Finalisten stehen fest

Hessischer Unternehmertag Kurhaus Wiesbaden Archivbild © Foto Diether v Goddenthow
Hessischer Unternehmertag Kurhaus Wiesbaden Archivbild © Foto Diether v Goddenthow

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, VhU-Präsident Wolf Matthias Mang und MBGH-Chef Jürgen Zabel zeichnen „Hessen-Champions 2021“ am 26. Oktober in Wiesbaden aus.

Zehn hessische Unternehmen haben in diesem Jahr das Finale des Wettbewerbs „Hessen-Champions“ erreicht. Dies teilten das Hessische Wirtschaftsministerium, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und die MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH in Wiesbaden mit. Die Jury hat die Finalisten aus insgesamt 88 Bewerbungen von 76 Unternehmen aus allen Regionen des Landes ausgewählt. Die Auszeichnung der Preisträger findet in diesem Jahr unter strengen Hygienevorgaben als Präsenzveranstaltung am 26. Oktober in Wiesbaden statt – unter dem Motto „Mit Sportsgeist zu neuer Wettbewerbsstärke“. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: „26 Bewerbungen mehr als im letzten Vor-Corona-Jahr 2019 – das ist ein starkes Zeichen für die Innovationsfreude hessischer Unternehmerinnen und Unternehmer. Innovationskraft und Nachhaltigkeit sind der beste Schutz vor ökonomischen Krisen. Mit der Auszeichnung der `Hessen Champions´ wollen wir zeigen, wie Unternehmen die Krise meistern, den Wandel gestalten und damit Arbeitsplätze schaffen.“

„Unsere Hessen-Champions machen Mut. Sie zeigen, wie sie den seit dem Wirtschaftswunder der Fünfzigerjahre antrainierten deutschen Perfektionismus um das angelsächsische ‚Trial and Error‘-Prinzip ergänzen, um in der Corona-Krise und nach ihrer Überwindung auf einen wettbewerbsfähigen Wachstumspfad zurückzukehren. Denn Erfolg hängt im Strukturwandel der Digitalisierung und Dekarbonisierung nicht mehr primär an der Technologieführerschaft, sondern beruht auf innovativen Geschäftsmodellen. Auch Traditionsunternehmen, die lange Entwicklungszyklen und interne Abstimmungsschleifen gewohnt sind, müssen die Kunden noch viel uneingeschränkter in den Mittelpunkt stellen, die Kundenbeziehung optimal individualisieren und daraus schnell neue maßgeschneiderte Geschäftsmodelle entwickeln. Beste Erfolgsbeispiele dafür sind unsere Champions“, betonte VhU-Präsident Wolf Matthias Mang.

Die „Hessen-Champions“ – der Innovations- und Wachstumspreis des Landes Hessen – umfassen drei Kategorien: In der Kategorie Weltmarktführer werden hessische Unternehmen gesucht, die in ihrer Branche mit einem Produkt oder einer Dienstleistung weltweit führend sind. Bei der Auswahl des Jobmotors berücksichtigt die Jury Unternehmen, die überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze in Hessen geschaffen haben. Die Kategorie Innovation wendet sich an Unternehmen mit innovativen Produkten und Ideen und spricht vor allem kleine und mittlere Betriebe an. Die Gewinner werden von einer Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien ermittelt. Für die Koordination des Wettbewerbs ist die Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) verantwortlich.

„Wir spüren, dass der Aufschwung Tritt gefasst hat. Der Treibstoff der zukünftigen Entwicklung und notwendiger Transformationsprozesse unseres Landes ist Innovation. Wir werden nach der Pandemie besser, schneller und nachhaltiger sein als zuvor. Die Hessen-Champions sind dafür herausragende Vorbilder“, sagt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der HTAI. Die HTAI beobachtet die wirtschaftlichen Effekte der Pandemie genau. Auch Jürgen Zabel, Geschäftsführer der MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH, sieht eine Erholung der Wirtschaft und verweist auf die mittelständischen Unternehmen als treibende Kraft der hessischen Wirtschaft: „Der Wettbewerb Hessen-Champions zeigt einmal mehr, wie hessische Unternehmen durch ihre herausragende Innovationskraft sowie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit die Beschäftigung sichern und immer wieder neue Arbeitsplätze in Hessen schaffen“, so Zabel.

Gemeinsam appellieren Wirtschaftsminister Al-Wazir, VhU-Präsident Mang, MBG H Geschäftsführer Zabel und HTAI-Geschäftsführer Waldschmidt: „Wir stehen fest an der Seite unserer Unternehmerinnen und Unternehmer. Für den Weg aus der Pandemie zurück in die Normalität bleibt aber das Impfen der zentrale Schlüssel. Jede weitere Impfung schützt Leben und Gesundheit, aber auch unsere Wirtschaft! Wir rufen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf: Bitte nutzen Sie die Angebote und lassen sich impfen!“

Die zehn Finalisten in den drei Kategorien:
Kategorie Weltmarktführer:

A+W Software GmbH, Pohlheim
A+W ist Marktführer für Software in der Flachglasindustrie sowie der Fenster – und Türenherstellung und entwickelt ERP-, PPS- und Optimierungssoftware, um Glas- und Fensterhersteller in ihrer gesamten Wertschöpfungskette effizienter zu machen. Die Produkte sind für kleine, mittelständische und große Unternehmen geeignet. Seit über 40 Jahren ist A+W am Markt, vertreibt Produkte weltweit und arbeitet eng mit erfahrenen und kompetenten Marktpartnern zusammen.

HEDRICH GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt
Die HEDRICH Group ist mit circa 230 Mitarbeitenden ein weltweit agierendes Engineering-Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Seit 1963 entwickelt und produziert die HEDRICH Group komplette Fertigungslinien für die Elektro- und Automobilindustrie sowie für die Windkraft- und Medizinbranche und beliefert weltweit Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen aus der Vakuumtechnik. Von der Energieerzeugung über die globale Verteilung bis hin zum Energieverbrauch sind die Produkte für die Stabilität dieses Netzwerkes verantwortlich.

UNIFLEX-Hydraulik GmbH, Karben
Uniflex ist seit 1972 der weltweit führende Anbieter von Maschinen und Systemen zur Herstellung von Schlauchleitungen. Der Standort in Karben wird durch mehrere Niederlassungen weltweit dabei unterstützt. Die innovativen Produkte sind am Markt einzigartig. Das Versprechen „Best Return on Investment“ gilt gegenüber allen Kunden.

Kategorie Jobmotor:

Antec Antennentechnik GmbH, Offenbach am Main
Seit 1973 berät, plant und baut die Antec Antennentechnik GmbH Antennen-, Breitband-, Satelliten-, Elektro- und Netzwerkanlagen. Erfahrung und Qualität ist das Leitmotiv des Unternehmens. Als dibkom zertifiziertes Unternehmen bildet Antec seit 2013 den Beruf Systemtechniker für Breitbandkommunikation aus. Die Firma Antec Antennentechnik GmbH ist für ihre Kunden in ganz Hessen im Einsatz.

BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH, Frankfurt am Main
BioSpring ist ein inhabergeführtes, Frankfurter Biotech-Unternehmen. Für Kunden aus Pharma und Biotech werden Diagnostika sowie Therapeutika aus synthetischen Nukleinsäuren (Träger der Erbinformationen) hergestellt. Letztere können zum Beispiel bei bisher als nicht behandelbar geltenden Krankheiten eingesetzt werden. BioSpring hat sich auch als Marktführer im stark wachsenden Bereich des Genome Editings, einem revolutionären Verfahren zur zielgerichteten Veränderung von DNA, etabliert.

Röchling Medical Brensbach GmbH, Brensbach
Die Röchling Medical Brensbach AG mit Sitz in Brensbach im Odenwald ist innerhalb der Röchling-Gruppe in den Geschäftsbereich Medical integriert. Als Kompetenzzentrum für die Spritzgusstechnik im Reinraum vereint das Werk Brensbach Spritzgussproduktion, Montage und Werkzeugbau. In Reinräumen der Klasse GMP D&C produziert Röchling Medical am Standort Brensbach unter anderem anspruchsvolle Arzneimittelverpackungen, Verbrauchsartikel für die medizinische Diagnostik sowie medizintechnische Komponenten.

Kategorie Innovation:

BAG Diagnostics GmbH, Lich
Seit 1947 hat die BAG Diagnostics zum Ziel, mit ihren innovativen Produkten anspruchsvolle Diagnostik einfach, effizient und zuverlässig zu machen. Dies ist die treibende Kraft aller Mitarbeitenden hinter jedem Entwicklungsprojekt in den Bereichen Humangenetik, Transfusions- und Transplantations-medizin. Aus Lich vertreibt BAG Diagnostics ausgereifte Diagnostika, um Kunden weltweit zu begeistern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

core sensing GmbH, Darmstadt
Die core sensing GmbH aus Darmstadt liefert mit smarten Sensoren neue und wertvolle Einblicke in Prozesse und Zustände von Maschinen auf Basis der wirkenden Kräfte. Dafür werden kabellose Sensoren gut geschützt ins Innere von zentralen Komponenten integriert, sodass die Anlage das Fühlen lernt. Core sensing tritt als ganzheitlicher Lösungsanbieter auf. Neben der Hardware werden Tools für Signalanalyse, Sensordatenfusion, Predictive Maintenance, Zustandsüberwachung und ein Cloudservice angeboten.

soft2tec GmbH, Rüsselsheim
Unter der Marke nexonar entwickelt die soft2tec GmbH seit 2002 Lösungen zur Bewegungserfassung und Prozesssteuerung von handgeführten Arbeiten in der Industrie. Werkzeuge und Hände werden dadurch im 3D Raum präzise messbar. Durch die 40 Mitarbeitenden entstehen flexible Echtzeit-Qualitätssicherungssysteme für sicherheitsrelevante Montageprozesse wie z. B. der Batteriemontage für E-Autos, die weltweit zum Einsatz kommen.

Tvarit GmbH, Frankfurt am Main
TVARIT, ein Anbieter von anpassbaren und sofort einsetzbaren Data Science- und KI-Softwarelösungen (deep tech), hat sich zum Ziel gesetzt, die Metallindustrie weltweit zu nachhaltigem Wachstum und Effizienz zu führen, indem es menschliche Fähigkeiten mit prozessspezifischen KI-Modellen ergänzt, um Störungen in den Produktionsabläufen zu reduzieren und die Ressourcennutzung zu optimieren. Dies ist auch die Vision von TVARIT: die Welt zu einer nachhaltigen und ausschussfreien (zero waste) Produktion zu führen.

Preise für innovative Geschäftsideen, gesellschaftliche Wirkung, zukunftsfähige Nachfolge und Hochschulgründer / Sonderpreis für 16-Jährigen

Fast 8000 Stimmen wurden beim Online-Voting auf der Webseite des Hessischen Gründerpreis 2020 abgegeben. Mehr als 16.000 Aufrufe der Pitch-Videos gab es – traumhafte Zahlen und sehr viel Aufmerksamkeit für die Gründer und Gründerinnen in der letzten Runde des Hessischen Gründerpreises. Auch für die anderen Teile des großen Finales am 27. November wie Fachtagung, GründerLAB und schließlich die Preisverleihung als Live-Stream gab es großes Interesse. „Das bestätigt erneut, dass unsere Entscheidung vom Frühjahr richtig war, den Hessischen Gründerpreis auch im Corona-Jahr 2020 zu verleihen, sagt Projektleiterin Elisabeth Neumann. „Die geplante große Gala mit Preisverleihung in unserer Partnerstadt Kassel konnte leider nicht stattfinden, viele Veranstaltungen konnten wir nur online durchführen. Aber wir haben trotzdem sehr viel Aufmerksamkeit für die tollen Leistungen der jungen Unternehmen erzeugen können.“ Daran hatten auch der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir als Schirmherr und die anderen Laudatoren und Partner Anteil, die zur physischen Preisverleihung mit strengem Hygiene-Konzept nach Offenbach gekommen waren.

„Gründerinnen und Gründer machen eine Volkswirtschaft innovativ und anpassungsfähig. Sie stärken ihre Krisenfestigkeit. Deshalb steht die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern im Mittelpunkt der hessischen Wirtschaftspolitik“, sagte Minister Tarek Al-Wazir bei der Verleihung. Er zeichnete in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ die Preisträger Benjamin Federmann und Team von doks.innovation aus Kassel, das Team um Max Limper und Miguel Sousa von der Darmstadt Graphics Group sowie Simon Schmidt und Team aus Gründau mit ihren Teaballs als Preisträger aus. Anschließend verkündete der Minister doks.innovation als Sieger dieser Kategorie. Doks.innovation ermöglicht automatisierte Bestandserfassung in Warenlagern und die Darmstadt Graphics Group optimiert komplexe 3D-Modelle automatisch für die Visualisierung. Teaballs produziert gepresste Teekügelchen aus Pflanzenextrakten, die sich in heißem und kaltem Wasser innerhalb kurzer Zeit auflösen.

Danach bat Moderator Dirk Wagner von hr-iNFO den Leiter der Arbeitsagentur Hessen Dr. Frank Martin auf die Bühne, um die Preisträger in der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“ zu ehren. Nicolas Barthelmé aus Eltville vom Unternehmen „Du bist hier der Chef – die Verbrauchermarke“, das Team um Felix Beinenz und Vitalij Hilsendeger aus Darmstadt mit ihrer seniorenfreundlichen App Lylu sowie Nina Schönrock und Christian Schulte von VertrauTier aus Willingen (Upland). „Die Finalisten der Kategorie Gesellschaftliche Wirkung sind hervorragende Beispiele dafür, wie gesellschaftliche Verantwortung und Entrepreneurship Hand in Hand gehen“, erklärte Dr. Martin, bevor er „Du bist hier der Chef – die Verbrauchermarke“ als Sieger prämierte. Das Unternehmen schafft Transparenz sowie Mitbestimmung auf dem Lebensmittelmarkt, die App Lylu verbindet Senioren mit ihrer Umwelt und VertrauTier ermöglicht Kontakte zwischen Mensch und Tier bei der tiergestützten Therapie.

„Zukunftsfähige Nachfolge“ ist nicht nur die dritte Wettbewerbskategorie, sondern auch großes Thema für die Bürgschaftsbank Hessen und Herzensangelegenheit für Geschäftsführer Sven Volkert: „In der Fortführung eines bestehenden Unternehmens steckt so viel Dynamik: Für die Volkswirtschaft, den Übernehmer, seine neuen Mitarbeiter und deren Familien. Die Beteiligten können dabei in besonderer Weise auf unsere Kompetenzen für die beste Lösung zurückgreifen. Deswegen sind wir mit viel Leidenschaft immer wieder gerne beim Hessischen Gründerpreis dabei.“ Volkert übergab dann an die drei Preisträger der Kategorie die Urkunden: Christoph Jestädt produziert als zehnte Generation auf dem Hannheinehof in Fulda biologische und nachhaltige Lebensmittel. Katharina Koch hat die seit 1877 bestehende Landfleischerei Koch in Calden im Rahmen einer innerfamiliären Nachfolge übernommen und eine moderne Onlinemarke daraus gemacht. Timo Reinhardt schließlich hatte im Malerbetrieb Balzer aus Marburg als Azubi angefangen, nun führt er ihn als Inhaber. Er setzt auf ökologische Baustoffe und schreibt Integration groß: Von seinen Beschäftigten stammen drei aus Afghanistan, Eritrea und Syrien. Als Sieger in der Kategorie prämierte Volkert schließlich die Landfleischerei Koch.

Auch an der Universität Kassel entstehen immer wieder junge Unternehmen. Deshalb war Kanzler Dr. Oliver Fromm der richtige Laudator für die Kategorie „Gründungen aus der Hochschule“ . Als Preisträger würdigte er zeichnete Stefan Weiss, Hanno Storz und Torben Hellmuth und ihr intelligentes elastisches Fitnessband STRAFFR ebenso wie Lea Schücking und Leya Bilgic von SHARDS mit ihren Fliesen aus recycletem Bauschutt. Beide Ideen wurden an der Universität Kassel entwickelt. Die Dritten im Bunde Jonas Eiden, Marius Mersinger und Fabian Hegner von zeltHAUS in Offenbach haben simple, temporäre und nachhaltige Notunterkünfte erfunden. Dr. Fromm betonte dann: „Gründerinnen und Gründer aus den Universität tragen unmittelbar zum gesellschaftlichen Wandel in allen Dimensionen – wirtschaftlich, ökologisch, sozial und kulturell – bei. Daher ist die Gründungsförderung eine unserer Kernaufgaben im Wissenstransfer“, bevor er zeltHAUS die Siegertrophäe überreichte.

Zum Ende der Veranstaltung gab es schließlich noch ein Novum: Felix Kläres aus Ober-Ramstadt bekam den Sonderpreis als jüngster Gründer. Felix war zum Zeitpunkt der Einreichung seiner Bewerbung erst 15 Jahre alt und zum Zeitpunkt seiner Gründung sogar erst 14. Er besucht noch die Schule und betreibt nebenher sein Unternehmen 3D for you, mit dem er realitätsnahe Bauteile für Modellflugzeuge und andere Produkte individuell nach Kundenwunsch mittels 3D-Drucker anfertigt. Kläres erhielt seinen Preis aus den Händen von Ingo Buchholz, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Kassler Sparkasse. „Innovative Ideen und kreative Konzepte sind der Motor für Veränderungen“, so Buchholz. „Das alleine reicht aber nicht aus, es bedarf der Umsetzung. Dazu braucht es Personen, die Visionen und unternehmerischen Mut haben.“ Er übergab im Anschluss, stellvertretend für den Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle, den Staffelstab an Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Kassel war in diesem schwierigen Jahr mit starken Einschränkungen für physische Veranstaltungen ein sehr guter Partner des Hessischen Gründerpreises, Oberbürgermeister Geselle hatte die ganze Preisverleihung mit seinem Grußwort – zur Zeit passend als Videobotschaft – eingeleitet. Oliver Schwebel nahm den Stab als Vertreter der Stadt Frankfurt entgegen, die Partnerin des Hessischen Gründerpreises 2021 sein wird – dann hoffentlich ohne Corona und wieder mit Präsenzveranstaltungen.

Der Wettbewerb Aus allen Bewerbungen – 2020 waren das 155 und damit trotz Corona der dritte Bewerberrekord in Folge – haben insgesamt 44 Unternehmen in den vier Kategorien (Innovative Geschäftsidee“, „Zukunftsfähige Nachfolge“, „Gesellschaftliche Wirkung“ sowie „Gründungen aus der Hochschule“) das Halbfinale erreicht. Dort pitchten sie online vor einer Jury, die je Kategorie drei, insgesamt also zwölf Finalisten auswählt. Diese wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet – unter anderem vom Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir persönlich. Gewinnen können Teilnehmer einen professionellen Unternehmensfilm, mediale Aufmerksamkeit, hochwertige Netzwerkkontakte und wertvolle Trainings.

Hessischer Gründerpreis Der Hessische Gründerpreis wird seit 2003 verliehen. 2002 von der KIZ gGmbH in Offenbach gegründet, wird er vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie mit europäischen Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung EFRE gefördert. 2020 findet der Hessische Gründerpreis in Kassel statt. Schirmherr ist der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Hessen Champions 2020 ausgezeichnet

logo-hessen-champions-2020Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG (Buseck), Alnatura Produktions- und Handels GmbH (Darmstadt) und Alfred PRACHT Lichttechnik GmbH (Dautphetal-Buchenau) sind die „Hessen Champions 2020“

Ein international führender Spezialist und Technologieentwickler für Schweiß- und Schneidtechnik, ein Bio-Lebensmittelhändler mit 3.250 Mitarbeitern und ein Familienunternehmen mit einem eigenen Forschungsinstitut für innovative Lichttechnik – die Gewinner der „Hessen-Champions 2020“ zeigen die enorme Bandbreite der hessischen Wirtschaft und belegen, wie Unternehmen die Herausforderungen des Strukturwandels auf ganz unterschiedliche Art und Weise bewältigen.

„Uns ist bewusst, wie schwierig die Situation für viele Unternehmen in Hessen derzeit ist, manche Unternehmen kämpfen gerade um das wirtschaftliche Überleben“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei der Verleihung, die am 28. Oktober aus Hygienegründen erstmals online stattfand. Minister Al-Wazir, Wolf Matthias Mang (Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, VhU) und Jürgen Zabel (Geschäftsführer der MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH) betonten, dass sie gemeinsam beschlossen hatten, den Wettbewerb auch in der schweren Zeit der Corona-Pandemie durchzuführen: „Ein leistungsfähiger Sozialstaat braucht agile Unternehmerpersönlichkeiten. Hessen würdigt sie in seinem renommiertestem Unternehmenswettbewerb: die Neudenker, Gewohn­heiten-Durchbrecher und umsetzungsstarken Praktiker. Denn: In diesem Mix aus Strukturwandel und brandbeschleunigender Pandemie helfen vor allem Mut, ins Ungewisse aufzubrechen, und die zupackende Zuversicht, dass wir es schaffen können.“, sagte VhU-Präsident Wolf Matthias Mang.

Ein Beispiel ist die Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG, die auch in der Krise nach neuen Mitarbeitern sucht und Ausbildungsstellen ausgeschrieben hat. Und Alnatura setzt mit innovativen Arbeitskonzepten schon lange Maßstäbe, denen der Firmensitz in Darmstadt architektonisch Ausdruck verleiht. „Gerade in Krisenzeiten bieten sich ganz neue Chancen, wie wir an den Beispielen erfolgreicher Transformationsprozesse und großer Innovationsfähigkeit aus unserem Bundesland zeigen“, betonte MBG H-Geschäftsführer Jürgen Zabel. Gemeinsam können Wege gefunden werden, um wieder auf einen wettbewerbsfähigen Wachstumspfad zurückzukehren. „Die ‚Hessen-Champions‘ gehören zu den Zugpferden, die uns aus der Corona-Krise ziehen können“, sagte Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI), welche für die Organisation des Wettbewerbs verantwortlich ist.

Gemeinnütziges Engagement – „Hessen Champions“ übernehmen Verantwortung
Hinzu kommt, dass die „Hessen Champions 2020“ mit zahlreichen Initiativen Verantwortung übernehmen. Die Alfred Pracht Lichttechnik GmbH spendete der Corona Task-Force im Landkreis Marburg-Biedenkopf mehr als 6.500 Atemschutzmasken. Alnatura engagiert sich etwa für mehr Tierwohl auf Bio-Eierhöfen, für gemeinnützige Stadtprojekte bei Markteröffnungen und für ökologische Saatgutinitiativen. Allen Mitarbeitenden, die sich gemeinnützig engagieren möchten, stellt Alnatura einen Arbeitstag pro Jahr dafür frei.

Die Gewinner in den drei Kategorien:

Kategorie Weltmarktführer:
Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG (ABICOR BINZEL), Buseck
Schweißtechnik-Produkte von ABICOR BINZEL kommen auf der ganzen Welt zum Einsatz. Für nahezu alle Werkstoffe, Werkstücke und Aufgaben bietet ABICOR BINZEL abgestimmte Schweiß- oder Schneidbrenner, für den manuellen oder automatischen Einsatz, luft- und flüssiggekühlt.

Kategorie Jobmotor:
Alnatura Produktions- und Handels GmbH, Darmstadt
Die Alnatura Produktions- und Handels GmbH ist ein Unternehmen der Bio-Lebensmittel-Branche mit Sitz in Darmstadt. Unter dem Markennamen Alnatura vertreibt das 1984 gegründete Unternehmen nach ökologischen Gesichtspunkten produzierte Lebensmittel und Textilien.

Kategorie Innovation:
Alfred PRACHT Lichttechnik GmbH, Dautphetal-Buchenau
Die Alfred Pracht Lichttechnik GmbH gehört zu den führenden internationalen Herstellern von Leuchten für besondere Anwendungsgebiete und setzt seit Jahren immer wieder neue Standards in Sachen Funktionalität, Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz.

Neun hessische Unternehmen hatten in diesem Jahr das Finale des Wettbewerbs „Hessen-Champions“ erreicht. Die Jury hatte sie aus insgesamt 89 Bewerbungen ausgewählt. Die „Hessen-Champions“ – der Innovations- und Wachstumspreis des Landes Hessen – umfassen drei Kategorien: In der Kategorie Weltmarktführer werden hessische Unternehmen gesucht, die in ihrer Branche mit einem Produkt oder einer Dienstleistung weltweit führend sind. Bei der Auswahl des Jobmotors berücksichtigt die Jury Unternehmen, die überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze in Hessen geschaffen haben. Die Kategorie Innovation wendet sich an Unternehmen mit innovativen Produkten und Ideen und spricht vor allem kleine und mittlere Betriebe an. Die Gewinner werden von einer Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien ermittelt.

Detaiilierte Informationen: https://www.hessen-champions.de/

Maßnahmen zum Wind-, Kälte- und Regenschutz nun in der gesamten Außengastronomie möglich

Mit Acrylglas-Hygieneschutz-Wänden, Zeltdächern und Heizpilzen können zahlreiche Gastronomen auch in den kälteren Jahreszeiten im Außenbereich bewirten und so durch den Winter kommen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Mit Acrylglas-Hygieneschutz-Wänden, Zeltdächern und Heizpilzen können zahlreiche Gastronomen auch in den kälteren Jahreszeiten im Außenbereich bewirten und so durch den Winter kommen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der DEHOGA Hessen, Kreisverband Frankfurt, und die IHK Frankfurt am Main zeigen sich erleichtert, dass die Stadt Frankfurt geeignete Maßnahmen zum Wind-, Kälte- und Regenschutz auch in den Sommergärten, d.h. in der Außengastronomie auf öffentlichem Grund, ermöglicht hat. Bereits letzte Woche war seitens der Stadt angekündigt worden, dass die Erweiterung der Außengastronomie bis zum 30. April 2021 verlängert wird und die Schutzmaßnahmen in der kalten Jahreszeit zumindest in privaten Wirtschaftsgärten geduldet werden. Anlass für die Verlängerung ist der Wunsch der Gäste, während der Corona-Pandemie vermehrt Angebote im Freien wahrzunehmen.

„Die Möglichkeit des Betreibens der Außengastronomie in der kalten Jahreszeit ist für unsere Betriebe wichtig, da das Platzangebot innen durch die Abstandsregeln deutlich reduziert ist und sich viele Gäste zudem außen wohler fühlen. Wir sind froh, dass die Stadt Frankfurt mit dieser Maßnahme für die Gastronomie dazu beiträgt, die touristische Infrastruktur der Mainmetropole aufrecht zu erhalten und somit Existenzen und Arbeitsplätze zu sichern“, sagte Eduard M. Singer, Vorsitzender des DEHOGA Kreisverbands Frankfurt.

Ermöglicht werden sollen geeignete Maßnahmen zum Wind-, Kälte- und Regenschutz wie Windschutzelemente, Schirme, Markisen sowie Blumenkübel in aufgelockerter Form zum Schutz der Gäste im Freien. Wie das Frankfurter Amt für Straßenbau und Erschließung in einem Merkblatt (zu finden unter: https://frankfurt.de/aktuelle-meldung/amt-fuer-strassenbau-und-erschliessung/corona-sonderregelung-aussengastronomie) veröffentlicht hat, sind brandschutztechnische Voraussetzungen für einen gesicherten Betrieb von Beheizungsvorrichtungen, zum Beispiel mit Heizpilzen, eigenverantwortlich zu gewährleisten.

„Die Ermöglichung der Verlängerung der Außengastronomie im Herbst, Winter und Frühjahr ist der absolut richtige Schritt in der Corona-Pandemie. Hierbei geht es nicht nur um die berechtigten Interessen der Gastronomen und deren Kunden. Für die gesamte Wirtschaft ist es wichtig, Corona-Infizierungen möglichst zu vermeiden. Das Ansteckungsrisiko ist im Außenbereich erheblich niedriger als in geschlossenen Räumen, auch deswegen bin ich froh, dass sich die Stadt Frankfurt dem Vorschlag von IHK und DEHOGA angeschlossen hat“, betont IHK-Präsident Ulrich Caspar.

Anträge auf Verlängerung und Erweiterung können ab sofort online gestellt werden und sind unter http://www.frankfurt.de/sommergaerten im Internet zu finden.

Neun Finalisten für Hessen Champions 2020 Mehr Bewerbungen für Innovations- und Wachstumspreis

RheinMain CongressCenter. © Foto: Diether v. Goddenthow
RheinMain CongressCenter. © Foto: Diether v. Goddenthow

Neun hessische Unternehmen haben in diesem Jahr das Finale des Wettbewerbs „Hessen-Champions“ erreicht. Dies teilten das Hessische Wirtschaftsministerium, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und die MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH in Wiesbaden mit. Die Jury hat die Finalisten aus insgesamt 79 Kandidaten aus allen Regionen des Landes ausgewählt. Die Auszeichnung der Preisträger findet in diesem Jahr unter strengen Hygienevorgaben am 28. Oktober im neuen RheinMain CongressCenter statt.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: „Uns ist bewusst, wie schwierig die Situation für viele Unternehmen in Hessen derzeit ist, manche Unternehmen kämpfen gerade um das wirtschaftliche Überleben. Doch Krisen wirken oft auch als Beschleuniger langfristiger Entwicklungen. Dadurch eröffnen sie immer auch neue Chancen. Mit der Auszeichnung der `Hessen Champions´ wollen wir auch zeigen, wie Unternehmen Wandel gestalten und welche Chancen sie erkennen und nutzen. Bemerkenswert ist, dass wir in diesem Jahr 15 Bewerbungen mehr als 2019 haben. Schließlich ist Hessen `ein Land unternehmerischer Champions´.“

„Unsere Hessen-Champions machen Mut. Mehr denn je brauchen wir heute Schumpeters `unternehmende Unternehmerinnen und Unternehmer´: Um den anstehenden Strukturwandel, die Digitalisierung ebenso wie die Dekarbonisierung, erfolgreich zu gestalten. Und um in der Corona-Krise und nach ihrer Überwindung auf einen wettbewerbsfähigen Wachstumspfad zurückkehren zu können“, betonte VhU-Präsident Wolf Matthias Mang. „Ohne solche Unternehmer würde unser Sozialstaat nicht funktionieren.“ Er zeigte sich tief beeindruckt vom zupackenden Lösungswillen und der ungebrochenen Zuversicht der neun Finalisten, aus dem gewaltigen Bündel Herausforderungen marktgängige Chancen zu machen: Wie risikobehaftet Unternehmertum sein könne, zeige die Tatsache, dass ein bereits nominierter pfiffiger Nischenanbieter seine Bewerbung Corona-bedingt zurückgezogen hat, um sich ganz auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. „Es steht viel auf dem Spiel, aber gemeinsam mit starken Belegschaften werden wir die Zukunft gestalten.“

Die „Hessen-Champions“ – der Innovations- und Wachstumspreis des Landes Hessen – umfassen drei Kategorien: In der Kategorie Weltmarktführer werden hessische Unternehmen gesucht, die in ihrer Branche mit einem Produkt oder einer Dienstleistung weltweit führend sind. Bei der Auswahl des Jobmotors berücksichtigt die Jury Unternehmen, die überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze in Hessen geschaffen haben. Die Kategorie Innovation wendet sich an Unternehmen mit innovativen Produkten und Ideen und spricht vor allem kleine und mittlere Betriebe an.

Die Gewinner werden von einer Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien ermittelt. Für die Koordination des Wettbewerbs ist die Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) verantwortlich. „Die Corona-Pandemie hat insbesondere auf das Geschäft der kleinen und mittleren Unternehmen gravierende Auswirkungen. Die ‚Hessen-Champions‘ gehören zu den Zugpferden, die uns aus der Corona-Krise ziehen können“, sagt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der HTAI.

Auch Jürgen Zabel, Geschäftsführer der MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH, verweist auf die mittelständischen Unternehmen als treibende Kraft der deutschen und auch der hessischen Wirtschaft. „Insbesondere durch ihre Innovationen und ihre Kreativität prägen sie wesentlich die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Der Wettbewerb Hessen-Champions zeigt einmal mehr, wie hessische Unternehmen durch ihre herausragende Innovationskraft sowie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit die Beschäftigung sichern und immer wieder neue Arbeitsplätze in Hessen schaffen“, so Zabel.

Die neun Finalisten in den drei Kategorien:

Kategorie Weltmarktführer:

  • AKG Gruppe, Hofgeismar
    Die AKG-Gruppe entwickelt und produziert Hochleistungswärmeaustauscher sowie komplette Kühlmodule und -systeme für die Bereiche Baumaschinen, Druckluftanlagen, Industriekühler, Land- und Forstmaschinen, Fahrzeugbau, Schienenfahrzeuge, Luftfahrt und weitere Anwendungen. Seit 100 Jahren sind AKG Wärmeaustauscher ein Begriff für innovative Lösungen sowie höchste Engineering- und Fertigungskompetenz.
  • Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG (ABICOR BINZEL), Buseck
    Schweißtechnik-Produkte von ABICOR BINZEL kommen auf der ganzen Welt zum Einsatz. Für nahezu alle Werkstoffe, Werkstücke und Aufgaben bietet ABICOR BINZEL abgestimmte Schweiß- oder Schneidbrenner, für den manuellen oder automatischen Einsatz, luft- und flüssiggekühlt.

Kategorie Jobmotor:

  • ADVISORI FTC GmbH, Frankfurt am Main
    Expertise in den neuesten Technologien: ADVISORI bietet Unternehmensberatung in den Bereichen Information Security, Big Data, Regulatory Reporting und Risk Management in Frankfurt am Main an.
  • Alnatura Produktions- und Handels GmbH, Darmstadt
    Die Alnatura Produktions- und Handels GmbH ist ein Unternehmen der Bio-Lebensmittel-Branche mit Sitz in Darmstadt. Unter dem Markennamen Alnatura vertreibt das 1984 gegründete Unternehmen nach ökologischen Gesichtspunkten produzierte Lebensmittel und Textilien.
  • Terminal for Kids gGmbH, Mörfelden-Walldorf
    Die Terminal for Kids gGmbH, eine Tochter der medical airport service GmbH, betreibt seit 2006 als freier Träger betriebliche und öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen und ist mittlerweile einer der großen privaten Träger von Betreuungseinrichtungen in Hessen. Bilinguale Erziehung und tiergestützte Pädagogik gehören ebenso zum Alltag wie täglich frisch aus Bio-Produkten zubereitete Mahlzeiten.

Kategorie Innovation:

  • Alfred PRACHT Lichttechnik GmbH, Dautphetal-Buchenau
    Die Alfred Pracht Lichttechnik GmbH gehört zu den führenden, internationalen Herstellern von Leuchten für besondere Anwendungsgebiete und setzt seit Jahren immer wieder neue Standards in Sachen Funktionalität, Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz.
  • doks. innovation GmbH, Kassel
    Gegründet 2017 in Dortmund im Umfeld des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, beschleunigt doks. innovation mit seinen Lösungen die Digitalisierung von Bestandserfassungs- und Inventurprozessen, das Stammdatenmanagements sowie den Transport über kurze Distanzen. doks. innovation kombiniert innovative Technologien, beispielsweise Drohnen, mit hochsensibler Sensorik und intelligenten Machine Learning Algorithmen zu Datenverarbeitung, mit dem Ziel, Prozesse in der Intralogistik zu automatisieren.
  • Möbelfabrik Fr. Rudolf & Sohn GmbH + Co.KG, Schlüchtern
    Die Möbelfabrik Fr. Rudolf & Sohn GmbH + Co.KG steht für nachhaltige, kundenspezifische und digitalisierte Stückzahl-1-Produktion von qualitativ hochwertigen Möbeln verbunden mit 125-jähriger Handwerks- und Familientradition. Das Portfolio umfasst nachhaltige Produkte für die Bereiche Jugendmöbel, Appartement, Hotel und Home-Office. Die hohe Qualität und zertifizierte Umweltfreundlichkeit sind zentrale Punkte der Firmenphilosophie.
  • Weiss Umwelttechnik, Reiskirchen
    Weiss Umwelttechnik ist ein innovativer Hersteller von Umweltsimulationsanlagen. Mit ihren Prüfsystemen können verschiedene Umwelteinflüsse wie Temperatur-, Klima-, Korrosions-, Staub- oder kombinierte Stressprüfung rund um den Erdball und darüber hinaus im Zeitraffer simuliert werden.

Weitere Informationen: https://www.hessen-champions.de/

 

Seit 15. Mai 2020 haben viele hessische Betriebe unter Einhaltung der Hygienevorschriften wieder geöffnet

Deutlich belebter war das Geschehen auf dem Wiesbadener Wochenmarkt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Deutlich belebter war das Geschehen auf dem Wiesbadener Wochenmarkt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Unter der Voraussetzung, dass geltende Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, durften ab Freitag, 15. Mai 2020, viele Betriebe in Hessen wieder öffnen:

  • Restaurants,
  • Cafés,
  • Bars,
  • Kneipen,
  • Mensen,
  • Hotels und andere Übernachtungsangebote wie Airbnb,
  • Jugendherbergen oder Ferienwohnungen,
  • Campingplätze,
  • Fitnessstudios,
  • Freizeitparks,
  • Kanuverleih,
  • Spielbanken/Spielhallen
    .

Zu den wichtigsten Hygieneregeln der Corona-Schutzmaßnahmen gehört, dass immer ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss. Ausnahme: Wenn Menschen, die in einem Hausstand leben, mit anderen aus maximal einem weiteren Hausstand unterwegs sind, gilt die Abstandsregel nicht. In Übernachtungsbetrieben und gastronomischen Betrieben ist das Personal im Gastraum sowie in der Küche verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Zudem darf nur eine begrenzte Zahl an Gästen im Innen- und Außenbereich einer Gaststätte oder eines Cafés sitzen, es müssen fünf Quadratmeter pro Gast eingeplant werden. Darüber hinaus müssen die Betriebe auf die Abstands- und Hygieneregeln hinweisen. Für Fitnessstudios und Übernachtungsbetriebe gelten ein paar zusätzliche Regeln: So dürfen Dusch- und Waschräume und Saunen sowie Schwimmbäder nicht öffnen. Außerdem müssen in Fitnessstudios ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden und es darf nur kontaktfreier Sport stattfinden.

Lokale und Cafés hatten, wie hier am Dern'schen Gelände in Wiesbaden, bei herrlichem Wetter  einen guten Start. Zu schaffen macht vielen Gastwirten das um 50 Prozent reduzierte Platzangebot. Kleinere Lokale ohne Außenbereich können wegen der "5qm-Regel-pro-Person" gar nicht öffnen, da sich ihr Aufwand für die verbliebenen möglichen Gäste kaum lohnt. Sie bieten wie beispielsweise der Asiate in der Mauergasse oder die Nudelbar in der Neugasse ihre Gerichte oftmals im Take-Away-Service an   © Foto: Diether v. Goddenthow
Lokale und Cafés hatten, wie hier am Dern’schen Gelände in Wiesbaden, bei herrlichem Wetter einen guten Start. Zu schaffen macht vielen Gastwirten das um 50 Prozent reduzierte Platzangebot. Kleinere Lokale ohne Außenbereich können wegen der „5qm-Regel-pro-Person“ gar nicht öffnen, da sich ihr Aufwand für die verbliebenen möglichen Gäste kaum lohnt. Sie bieten wie beispielsweise der Asiate in der Mauergasse oder die Nudelbar in der Neugasse ihre Gerichte oftmals im Take-Away-Service an © Foto: Diether v. Goddenthow

„Von heute an ist es also wieder erlaubt, sich mit Freunden oder einer Familie, die zusammenlebt, in einem Restaurant oder einer Bar zu treffen. Sie können dabei ganz normal an einem Tisch sitzen – aber natürlich Abstand zu den anderen Gästen halten sowie ihren Namen, Adresse und Telefonnummer hinterlassen“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. „Viele Gewerbetreibende, die im März ihr Geschäft schließen mussten, können ab heute wieder aktiv sein und damit wieder Einnahmen erzielen. Mir ist sehr bewusst, dass die Beschränkung der Anzahl der Gäste bezogen auf die Fläche viele Gastronomen weiterhin stark einschränkt. Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass in Hessen seit heute zum Teil deutlich mehr Öffnungen möglich sind als anderswo. Touristische Übernachtungen sind in den meisten anderen Ländern noch nicht erlaubt. Wir haben in Hessen auch keine Unterscheidung zwischen Innen- und Außengastronomie, auch Bars und Kneipen dürfen bei Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen. Es wird keine Sperrstunde vorgeschrieben, die Wirtinnen und Wirte entscheiden selber, wann sie ihre Gaststätte oder ihre Kneipe abends wieder schließen. Diskotheken und Tanzlokale bleiben allerdings geschlossen. Wir sind uns sicher, dass sich die Unternehmerinnen und Unternehmer ihrer Verantwortung gegenüber den Gästen und Kunden bewusst sind. Nun ist es an den Bürgerinnen und Bürgern, mit den Öffnungen verantwortungsbewusst umzugehen. Wir werden genau beobachten, wie sich die Situation in den nächsten Tagen entwickelt und dann die Regelung – wie alle Maßnahmen, die in den vergangenen Wochen beschlossen wurden – auf den Prüfstand stellen.“

Tanzstunden können in kleinen Gruppen und unter Einhaltung der Abstandsregeln wahrgenommen werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im gleichen Hausstand leben oder, wenn sie nicht zusammenleben, Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partner oder Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten sind, dürfen auch miteinander tanzen, ohne den Mindestabstand. Übernachtungsbetriebe dürfen wieder Touristen beherbergen, ob im Hotel, in der Jugendherberge oder einer Ferienwohnung. Auch hier gilt, dass diejenigen, die in einem Hausstand leben, mit Freunden oder einer Familie, die zusammen in einem weiteren Hausstand lebt, ein Zimmer oder eine Ferienwohnung gemeinsam mieten dürfen.

„Der Restaurantbesuch und das Trainieren im Fitnessstudio werden anders sein als noch im Februar oder März dieses Jahres. Jede und jeder trägt Verantwortung, dass das Virus sich nicht wieder stärker ausbreitet. Das ist nicht einfach, aber notwendig. Und die Lockerungen sind trotz der Hygiene- und Abstandsregeln auch ein Schritt zurück in einen Alltag, wie wir ihn alle gewohnt waren“, sagte der Wirtschaftsminister.

Ausführliche Informationen zu den Lockerungen in Hessen finden Sie unter
https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/was-ist-wieder-erlaubt-was-nicht
Die zu Grunde liegende Verordnung finden Sie hier:
https://www.hessen.de/sites/default/files/media/lesefassung_cokobev.pdf