Kategorie-Archiv: Hessisches Ministerium für Wirtschaft

Mit 131 Bewerbungen neuer Rekord beim Hessischen Gründerpreis trotz sinkender Gründungszahlen

„Mehr als ein Drittel der Bewerbungen kommt von Existenzgründerinnen, 47 Frauen haben ihre Unterlagen eingereicht, fast eine Verdoppelung im Vergleich zu 2017, als sich 25 Frauen beworben hatten“, erklärt Projektleiterin Elisabeth Neumann. „Außerdem haben wir viele Existenzgründerinnen und -gründer, die eine Migrationsgeschichte haben und einige Unternehmen mit internationalen Geschäftsmodellen. Das zeigt, dass auch Start-ups sich von Anfang an für neue Märkte in aller Welt interessieren und so Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen“, so Neumann weiter. © Foto: Diether v. Goddenthow
„Mehr als ein Drittel der Bewerbungen kommt von Existenzgründerinnen, 47 Frauen haben ihre Unterlagen eingereicht, fast eine Verdoppelung im Vergleich zu 2017, als sich 25 Frauen beworben hatten“, erklärt Projektleiterin Elisabeth Neumann. „Außerdem haben wir viele Existenzgründerinnen und -gründer, die eine Migrationsgeschichte haben und einige Unternehmen mit internationalen Geschäftsmodellen. Das zeigt, dass auch Start-ups sich von Anfang an für neue Märkte in aller Welt interessieren und so Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen“, so Neumann weiter. © Foto: Diether v. Goddenthow

131 Unternehmen schaffen 1206 Arbeitsplätze – Bewerbungen von Frauen verdoppelt / Rhein-Main und Südhessen liegen vorne

Trotz sinkender Gründungszahlen wird der Hessische Gründerpreis in diesem Jahr von Bewerbungen geradezu überrannt. Bis zum Fristende am 28. August um Mitternacht sind 131 Bewerbungen eingegangen, 34 mehr als beim bisherigen Höchststand im Jahr 2013. „Wir haben am 28. August bis 21 Uhr Bewerbungen gesichtet und dann beim Stand von 117 Feierabend gemacht. Aber sogar in den letzten drei Stunden der Frist haben sich noch 14 junge Unternehmen angemeldet. Dass riesiges Interesse besteht, freut uns sehr, denn angesichts der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt sinken die Gründungszahlen bundesweit“, sagte Elisabeth Neumann, Projektleiterin der Gründertage Hessen. Die 106 jungen Unternehmen (ohne Kategorie Gründungen aus der Hochschule) haben zusammen 1206 Arbeitsplätze geschaffen, davon 389 Vollzeit- und 162 Teilzeitstellen sowie 30 Ausbildungsplätze. Der Rest sind Minijobs und freiberufliche Beschäftigung. Damit hat im Schnitt jedes Unternehmen 11,3 Arbeitsplätze geschaffen, dieser Wert liegt auf dem gleichen Niveau wie 2016 und 2017 (weiter)

Bewerbungsfrist für Hessischen Gründerpreis endet in 14 Tagen

Foto: Fotolia_77555514_XS_SydaProductions
Foto: Fotolia_77555514_XS_SydaProductions

Der Hessische Gründerpreis wird seit 2003 verliehen, seit 2006 ist der „Initiativkreis Gründertage Hessen“ Veranstalter. In ihm sind Akteure der hessischen Gründungsförderung zusammen-geschlossen. Ziel ist Information über und Sensibilisierung für das Thema, damit mehr Menschen erfolgreich eine selbstständige Existenz aufbauen. Auch dem Erfahrungsaustausch und der Netzwerkpflege unter Experten der Gründungsförderung dienen die Gründertage. Um einen Impuls für das regionale Gründungsklima zu geben finden sie jährlich in einer anderen hessischen Region statt. Im Rahmen der Gründertage gibt es auch eine Fachtagung für Gründungsförderer.

Für den Hessischen Gründerpreis 2018, der in vier Kategorien am 7. November 2018 verliehen wird, endet am 20. August 2018 die Bewerbungsfrist (mehr zum Gründerpreis).

Bewerberkontakt:
Initiativkreis Hessischer Gründerpreis
c/o KIZ gemeinnützige Projektgesellschaft mbH
Elisabeth Neumann
Telefon 069/66 77 96-204
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47
63065 Offenbach
info@gruendertage-hessen.de

Kunst privat! 2018 – Firmen öffnen Sammlungen „Unternehmenskultur im besten Sinne“

kunstprivat2018Kunstwerke, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind, gibt es am Wochenende 09./10. Juni zu sehen: Bei der Aktion „Kunst privat!“ öffnen in diesem Jahr über 30 Unternehmen und Institutionen in vielen hessischen Städten ihre Kunstsammlungen für Besucher. Die Führungen sind kostenlos und bedürfen lediglich einer Anmeldung unter kunstprivat.net oder direkt bei den teilnehmenden Unternehmen.

„Kunst privat!“ ist eine bundesweit einzigartige Initiative der Wirtschaft und wird vor allem durch das Engagement der beteiligten Unternehmen getragen. Jährlich nehmen ca. 4.000 Personen an den Führungen teil. „Kunst privat! ist ein Ausdruck unternehmerischer Verantwortung für das Gemeinwesen. Die Teilnehmer füllen das Wort „Unternehmenskultur“ im besten Sinne mit Leben“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson am Mittwoch.

Das detaillierte Programm ist auf der Homepage kunstprivat.net veröffentlicht. Aktuelle Informationen gibt es auch auf Facebook und Twitter.

26. Hessischer Unternehmertag – Hessen-Champions 2017 – „agilste Unternehmen“ gekürt

Über 1000 Besucher der hessischen Wirtschaft und aus Gesellschaft und Politik im Kurhaus beim 26. Hessischen Unternehmertag am 7.11.207.Foto: Diether v. Goddenthow
Über 1000 Besucher aus der hessischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik im Wiesbadener Kurhaus beim 26. Hessischen Unternehmertag am 7.11.207.Foto: Diether v. Goddenthow

Auf dem 26. Hessischen Unternehmertag wurden gestern Abend im Wiesbadener Kurhaus in den Kategorien „Innovation“, „Weltmarktführer“ und „Jobmotor“ die besten drei hessischen Unternehmen zu  Hessen-Champions 2017 mit dem Innovations- und Wachstumspreis des Landes Hessen gekürt.

Die Hessen-Champions 2017 mit Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) (ganz links), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (mitte) und Moderatorin  Corinna T. Egerer  (blaue Bluse).Foto: Diether v. Goddenthow
Die Hessen-Champions 2017 mit Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) (ganz links), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (mitte) und Moderatorin Corinna T. Egerer (blaue Bluse).Foto: Diether v. Goddenthow

Da Ministerpräsident Volker Bouffier bei den Koalitionsgesprächen in Berlin unabkömmlich war, hatte dessen Stellvertreter, Hessens Minister für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir, gemeinsam mit Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), die Preisverleihung vorgenommen. Vor allem kleineren und mittleren Unternehmen solle mit dem „Hessen-Champion“ eine Plattform geboten werden, ihre wirtschaftlichen Erfolge und Innovationskraft präsentieren zu können, erklärte der Wirtschaftsminister. Der Präsident der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Wolf Matthias Mang, unterstrich die Gewinner als besonders agile Unternehmen, die sich mit ihrer steten Veränderungsbereitschaft ganz besonders erfolgreich dem gegenwärtigen rasanten Wandel gestellt hätten.

Kategroie "Innovativstes Unternehmen" Geschäftsführung von OptoTech Optikmaschinen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow
Kategroie „Innovativstes Unternehmen“ Geschäftsführung von OptoTech Optikmaschinen GmbH Foto: Diether v. Goddenthow

Als innovativstes hessisches Unternehmen 2017 wurde die OptoTech Optikmaschinen GmbH mit Sitz in Wettenberg gekürt. OptoTech hat eine Technologie entwickelt, wodurch sich Brillen über ein Spezialverfahren quasi „on demand“ herstellen lassen, sozusagen „Brillenherstellung im Polaroid-Verfahren“, was die Brillenproduktion aus Fernost überflüssig machen und den Handel revolutionieren dürfte.

Kategorie "Weltmarktführer" Geschäftsführung von Nord-Micro GmbH & Co. OHG Foto: Diether v. Goddenthow
Kategorie „Weltmarktführer“ Geschäftsführung von Nord-Micro GmbH & Co. OHG Foto: Diether v. Goddenthow

In der Kategorie „Weltmarktführer“ räumte die Nord-Micro GmbH & Co. OHG den Preis ab. Das Unternehmen ist ein eigenständiges Luftfahrtunternehmen der UTC Aerospace Systems Gruppe und stellt Kabinenbedruckungssysteme her.

Kategorie "Jobmotor" Lampenwelt GmbH , hier mit den CEO's Thomas und Andreas Rebmann. Foto: Diether v. Goddenthow
Kategorie „Jobmotor“ Lampenwelt GmbH , hier mit den CEO’s Thomas und Andreas Rebmann. Foto: Diether v. Goddenthow

In der 3. Kategorie „Jobmotor“ hatte die Lampenwelt GmbH die Nase vorn. Der Familienbetrieb aus dem nordosthessischen Schlitz sei nach Angaben der Jury inzwischen Europas erfolgreichster Online-Fachmarkt für Lampen und Leuchten.

Der drohenden Krise mit klugen Strategien die Stirn bieten

Wolf Matthias Mang, VhU-Präsident, begrüßte die Gäste und hielt eine vielbeachtete Rede.Foto: Diether v. Goddenthow
Wolf Matthias Mang, VhU-Präsident, begrüßte die Gäste und hielt eine vielbeachtete Rede.Foto: Diether v. Goddenthow

„Da wir die Krisen in der Welt nicht beeinflussen können, müssen wir unsere Hausaufgaben am Standort machen“, sagte Wolf Matthias Mang, Wir dürften nicht tatenlos zusehen, wie die Demografie die Entwicklungsperspektive in einer schrumpfenden Gesellschaft bis 2035 eintrübe, sondern durch eine kluge Kombination aus Beschäftigungs-, Investitions- und Technologiestrategie, die bis 2035 den Lebensstandard stärker wachsen lässt als im Zeitraum 1992 bis 2016, gegensteuern. Beispielsweise durch eine neue Willkommenskultur für Kinder, Hilfen für Familien, damit sie wieder mehr Zukunfts-Vertrauen fänden, um Kinder bekommen zu wollen. Aber auch durch eine bedarfsorientierte Einwanderungspolitik und einem Einwanderungsgesetz. Nur hierüber ließen sich die Fachkräfte gewinnen, die die Wirtschaft in den nächsten Jahren dringend benötige. Allerdings würde auch die Digitalisierung in der Wirtschaft helfen, den Fachkräftemangel ein wenig zu kompensieren .

Momentan sei Hessen ein starker Standort mit einer hohen Internationalisierungsdichte, einer durchgängigen industriellen Wertschöpfungskette, einem starken heimischen Handwerk, vielfältigster Dienstleistung und hervorragender weltweiter Logistik mit dem Frankfurter Flughafen als dem Drehkreuz Deutschlands in die Welt. Globale Unternehmen spielen hier eine besondere Rolle. Zum einen sind viele hessische KMUs längst schon selbst globale Unternehmen, so der Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).(Die komplette Rede von Wolf Matthias Mang)

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir versprach, die Datenautobahnen in Hessen auszubauen. Foto: Diether v. Goddenthow
Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir versprach, die Datenautobahnen in Hessen auszubauen. Foto: Diether v. Goddenthow

Der Minister für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir sprach sich dafür aus, realistischen Optimismus in die Gesellschaft hineinzubekommen, also auch die Ängste derer wahrzunehmen, die sich vom technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt, insbesondere der voranschreitenden Digitalisierung, abgehängt fühlten. Wir müssen diesen Menschen helfen, eine neue Rolle zu finden und ein Gefühl von Teilhabe an dem Fortschritt zu bekommen.

Michael Lohscheller, CEO, Opel Automobile GmbH, konnte gute Nachrichten hinsichtlich der Zukunft des Rüsselsheimer Autobauers überbringen.  Foto: Diether v. Goddenthow
Michael Lohscheller, CEO, Opel Automobile GmbH, konnte gute Nachrichten hinsichtlich der Zukunft des Rüsselsheimer Autobauers überbringen. Foto: Diether v. Goddenthow

Mit besonderer Spannung wurde auch die Rede von Michael Lohscheller, dem neuen CEO von Opel Automobile GmbH, erwartet. Da jedoch Opel erst morgen seine neue Strategie öffentlich bekannt gibt, konnte er nur so viel zur Beruhigung der über 1000 hochrangigen Zuhörer sagen, nämlich, dass der Standort Rüsselsheim für Opel weiterhin zentral wichtig sei und die Marke Opel ein deutsches Auto bliebe. Für Opel sieht er viel Zukunftspotential.

(Diether v. Goddenthow/ Rhein-Main.Eurokunst)

Lesen Sie auch:

„Hessischer Unternehmertag: „Globale Unternehmen und der Standort Hessen“

Nord-Micro, OptoTech Optikmaschinen und Lampenwelt als HESSEN-CHAMPIONS 2017 ausgezeichnet

Nachtrag vom 9.Nov.2017

volker.bouffierMinisterpräsident Volker Bouffier und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir zur Entwicklung bei Opel
„Zukunft von Opel wichtig für das Land und die Region“

Wiesbaden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und sein Stellvertreter, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, haben heute die Ankündigung von PSA und Opel begrüßt, dass es auch über 2018 hinaus keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird und kein Werk seine Tore schließen muss. „Das ist ein guter Tag und eine gute Nachricht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien. Wir freuen uns über das klare Bekenntnis zum Standort und die Zusicherungen“, sagten Bouffier und Al-Wazir.

Der Regierungschef betonte, es müsse dem Unternehmen gelingen, die entscheidenden Weichen zu stellen, um zukunftsfähig zu werden. „Die Automobilindustrie steht vor großen Veränderungen. Niemand kann es sich leisten, hier den Anschluss zu verlieren. Opel muss wieder zurück in die Gewinnzone und sich im hart umkämpften, globalen Markt behaupten“, sagte der Ministerpräsident. Bei der Bewältigung der Herausforderungen komme der Innovationskraft des Unternehmens, verbunden mit Investitionen in neue Technologien, eine Schlüsselrolle zu. „Das im Rüsselsheimer Forschungs- und Entwicklungszentrum gebündelte Know-how wird als globales Kompetenzzentrum bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten“, begrüßte Bouffier weiter.

Wirtschaftsminister Al-Wazir: „Die heute vorgestellten Pläne machen deutlich: Vor Opel liegt noch ein Weg der Umstrukturierung, der anstrengend wird. Wir sehen aber auch neue Perspektiven für Opel, wenn PSA das Unternehmen als Premiummarke innerhalb des Gesamtkonzerns aufstellt. Made in Rüsselsheim sollte nicht für größer, schwerer, PS-stärker, sondern für vernetztes und autonomes Fahren sowie alternative Antriebe stehen.“

Bouffier und Al-Wazir machten darüber hinaus deutlich, dass die Landesregierung den weiteren Prozess begleite und auch die Gespräche mit der Geschäftsleitung und den Betriebsräten fortführen werde. „Die Marke Opel muss gestärkt werden, damit das hessische Traditionsunternehmen am Standort Rüsselsheim eine gute Zukunft hat. Das klare Bekenntnis von Opel zu den Werken und zu den Arbeitsplätzen ist gut für unser Land, für die Stadt und die ganze Region“, so Bouffier und Al-Wazir.

„Respekt im Sport“ – Vorstellung der Auftaktveranstaltung am 6. Mai in Rotenburg

v.l.n.r.: Thomas Baader, Leiter der HEAE-Außenstelle Rotenburg an der Fulda Ralf Koch, Hauptgeschäftsführer des Hessischen Landessportbunds Michael Trippel, Leiter der Koordination Leistungssport des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationsklinik-Sportverband e.V., Annika Mehlhorn, Mehrfache Deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin im Schwimmen, Dr. Ulrich Dölp, Regierungspräsidium Gießen, Elke Cezanne, Stellvertetende Sprecherin der Hessischen Landesregierung. Foto: Hessische Landesregierung
v.l.n.r.:
Thomas Baader, Leiter der HEAE-Außenstelle Rotenburg an der Fulda Ralf Koch, Hauptgeschäftsführer des Hessischen Landessportbunds Michael Trippel, Leiter der Koordination Leistungssport des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationsklinik-Sportverband e.V., Annika Mehlhorn, Mehrfache Deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin im Schwimmen, Dr. Ulrich Dölp, Regierungspräsidium Gießen, Elke Cezanne, Stellvertetende Sprecherin der Hessischen Landesregierung. Foto: Hessische Landesregierung

„Respekt im Sport“ – Stellvertretende Regierungssprecherin Elke Cezanne und Schwimmlegende Annika Mehlhorn stellen Programm der Auftaktveranstaltung vor „Das Gemeinschaftsgefühl, ein fairer Umgang miteinander und das Einhalten von Regeln sind Erfahrungen, die im Sport und im Leben weiterhelfen“

Wiesbaden/Rotenburg an der Fulda. Mit der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ der Hessischen Landesregierung wird in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen für mehr Toleranz und Respekt im Alltag geworben. Ein wichtiger Teil ist dabei ein fairer Umgang im Sport. Die Stellvertretende Sprecherin der Hessischen Landesregierung, Elke Cezanne, hat gemeinsam mit der mehrfachen Deutschen Meisterin, Europa- und Vizeweltmeisterin sowie Olympiateilnehmerin im Schwimmen, Annika Mehlhorn, die Programmhöhepunkte der Auftaktveranstaltung am 6. Mai in Rotenburg vorgestellt. Der Sporttag in der Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Regierungspräsidiums Gießen bildet den Start für die sportliche Seite der Initiative.

Respekt im Sport.  Foto: Hessische Landesregierung
Respekt im Sport. Foto: Hessische Landesregierung

„Die Hessische Landesregierung hat das Jahr 2017 zum ‚Jahr des Respekts‘ ausgerufen. Ein wichtiger Gesellschaftsbereich, der auf ein funktionierendes Miteinander, Regeln und Fairness angewiesen ist, ist der Sport. Um den Respekt im sportlichen Wettbewerb zu fördern, in den Fokus zu stellen, haben wir gemeinsam mit zahlreichen Institutionen, prominenten Sportlern und vielen Aktiven aus unterschiedlichen Sportarten eine bunte Mischung aus sportlichen Aktivitäten und Informationen geplant. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Stefan Grüttner werden dabei ihre Erfahrungen mit Respekt im Sport kundtun“, sagte die Stellvertretende Regierungssprecherin Cezanne.

In einer Diskussionsrunde wird Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit Fußballtrainerlegende Dragoslav Stepanović, der frisch gebackenen Weltmeisterin in der 4x100m-Sprintstaffel Lisa Mayer, Fußball-Schiedsrichter Abdelkader Boulghalegh und dem Kickboxweltmeister von 2014, Atila Tuluk, über das Thema „Was bedeutet Respekt für mich und was hat Respekt mit Integration zu tun?“ beraten und von ihren Erfahrungen berichten.

Das Programm bietet zudem verschiedene sportliche Tätigkeiten an: Beispielsweise präsentieren die Bundesliga-Basketballerinnen des TC Marburg mit den Volleyballern der TG Rotenburg, wie in ihren Sportarten ein respektvoller Umgang funktioniert und Regeln eingehalten werden. Gleiches zeigt Kickboxer Tuluk in einer Trainingseinheit. Als Höhepunkt wird ein Fußballspiel zwischen dem „Team Refugees Rotenburg“ der Erstaufnahmeeinrichtung gegen eine Hessenauswahl von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V. ausgetragen. Der Spielball wird zum Anpfiff von Olympia-Bronzemedaillengewinner im Reck, Eberhard Gienger, und Schwimmerin Annika Mehlhorn per Fallschirmtandemsprung eingeflogen. Zum Abschluss wird Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich in einer Siegerehrung die erfolgreichsten Sportler auszeichnen.

„Im Sport sind Herkunft oder Status unwichtig – es zählen Kameradschaftlichkeit, Einsatz und Teamgeist. Das Gemeinschaftsgefühl, der faire Umgang miteinander und das Einhalten von Spielregeln sind Erfahrungen, die im Sport und in vielen anderen Bereichen des Lebens weiterhelfen. Mit dem Sporttag wollen wir zeigen, wie respektvoller Umgang unserer Gesellschaft weiterhilft und dabei auch die Integration erleichtert“, sagte Elke Cezanne im Vorfeld der Veranstaltung.

Hintergrundinformationen
Im 2017 ausgerufenen „Jahr des Respekts“ wirbt die Landesregierung für Toleranz und Hilfsbereitschaft im Alltag, Rücksichtnahme im Verkehr, Fairness im Sport, Respekt in den sozialen Medien, vor Polizei, Rettungskräften und Ehrenamtlichen sowie bei der Integration von Flüchtlingen. Mit der Kampagne soll in einem rauer werdenden Klima in der Gesellschaft eine klare Haltung entgegensetzt und für Werte wie Rücksichtnahme, Toleranz und Achtung im Umgang miteinander geworben werden.
Umfangreiche Informationen zur Kampagne „Hessen lebt Respekt“ finden sich im Internet unter: www.hessen-lebt-respekt.de

Hessische Landesregierung debattiert mit Akteuren der Region beim „Zukunftsforum Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main“

(v.li.)Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, Staatsminister Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Staatsministerin Priska Hinz, Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident, Prof. Dr. Kristina Sinemus, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Darmstadt,  werben gemeinsam zur länderübergreifenden Zukunftssicherung der zur Zeit gut aufgestellten  Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main.  Foto: Diether v. Goddenthow
(v.li.)Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, Staatsminister Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Staatsministerin Priska Hinz, Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident, Prof. Dr. Kristina Sinemus, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Darmstadt, werben gemeinsam zur länderübergreifenden Zukunftssicherung der zur Zeit gut aufgestellten Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbaden/Bad Homburg v. d. Höhe. Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, die boomende Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main klug zu gestalten und die mit dem Wachstum verbundenen Herausforderungen nachhaltig zu meistern. „Gemeinsam mit allen Akteuren arbeiten wir daran, die dynamische Entwicklung der Metropolregion als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort weiter zu stärken, ihre Attraktivität auch in Konkurrenz zu europäischen Mitbewerbern zu sichern und den Menschen, die dort wohnen und arbeiten, ein lebenswertes Umfeld zu bieten“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Zukunftsforum Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main“ in Bad Homburg. „Wir haben schon viel erreicht. Im Bereich des Wohnungsbaus, öffentlichen Nahverkehrs, der Versorgung mit schnellem Internet und der Fachkräftesicherung existieren leistungsfähige Strukturen. Die Zusammenarbeit funktioniert – auch über Ländergrenzen hinweg. Mit Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gibt es eine Fülle von Kooperationsmöglichkeiten, die wir weiter ausbauen wollen.“
Schätzungen zufolge wird die Einwohnerzahl der Metropolregion bis zum Jahr 2030 um rund 200.000 auf 2,4 Millionen wachsen. „Wir haben uns vorgenommen, die Metropolregion intelligent und nachhaltig weiterzuentwickeln. Heute legen wir dazu den nächsten Baustein“, sagte Ministerpräsident Bouffier. Mit zahlreichen Teilnehmern aus Verwaltung, Verbänden, Wirtschaft und Politik berät die Hessische Landesregierung ganztägig in Bad Homburg in den Fachforen „Bauen und Wohnen“, „Arbeit und Fachkräfte“, „Mobilität und Verkehr“ sowie „Metropolregion 4.0 – Digitalisierung“ über zentrale Zukunftsthemen.

Über 200 Akteure aus Kommunen, Kammern, Verbänden, Wirtschaft und Politik waren  der Einladung der hessischen Landesregierung in den KulturBahnhof Bad Homburg gefolgt. Foto: Diether v. Goddenthow
Über 200 Akteure aus Kommunen, Kammern, Verbänden, Wirtschaft und Politik waren der Einladung der hessischen Landesregierung in den KulturBahnhof Bad Homburg gefolgt. Foto: Diether v. Goddenthow

Die IHK Frankfurt hat für die Weiterentwicklung der Metropolregion FrankfurtRheinMain die Einrichtung einer Strategie-Runde der wesentlichen Akteure in der Region vorgeschlagen. „In einem ‚Strategic Board FrankfurtRheinMain‘ sollen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft mindestens zweimal im Jahr zusammenkommen und die strategische Weiterentwicklung der Region in die Hand nehmen“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, auf dem „Zukunftsforum Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main 2020+“ der Hessischen Landesregierung am 29. März 2017 in Bad Homburg.

„Der Vorschlag setzt auf die freiwillige Mitwirkung der wesentlichen Akteure und ergänzt die gleichgelagerten Bemühungen der Landesregierung in Wiesbaden um eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der drei Bundesländer Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz.“

„Wir stehen in einem harten Wettbewerb mit anderen Metropolregionen, sowohl national als auch international. Es ist nicht mehr nur der Wettbewerb um Kunden, es ist auch der Wettbewerb um gut ausgebildete Menschen, um Sicherheit, Umweltbedingungen, Unternehmensansiedlungen, Kapital, Investitionen sowie Innovationen und Bildung“, sagte der IHK-Präsident. In einem Umfeld zunehmender Konzentration in Ballungszentren seien nicht mehr einzelne Städte, sondern ganze Regionen der Kristallisationspunkt der wirtschaftlichen Entwicklung.

Die Initiativen der letzten Jahre seien dafür ein klares Indiz: Die Erklärung zur Zukunft der Metropolregion FrankfurtRheinMain in der Paulskirche, die Studie FRM 2030, der Prozess FRM 2020+ der Landesregierungen sowie die projektorientierte und länderübergreifende PERFORM-Initiative der Wirtschaftskammern. „Allen gemein ist, dass sie Handlungserfordernisse in weitgehend deckungsgleichen Themenfeldern erkannt haben. Um diese Bestrebungen in einen strategischen Rahmen zu setzen, bedarf es einer koordinierenden Stelle, die sich als Einrichtung über die hessischen Landesgrenzen hinweg versteht.“

Auf diese Weise werde sichergestellt, dass die Akteure in der Region und die Wirtschaft abgestimmt an einer gemeinsamen Strategie für die Region arbeiten. Das Board solle die aktuellen Initiativen, die große Schnittmengen haben, zusammenzuführen und ihnen einen strategischen Rahmen geben. Für diese Steuerung brauche es keine neue regionale Gesellschaft.

Die Wirtschaftskammern der Metropolregion, die im Mai 2016 die Initiative PERFORM gegründet haben, werden die ersten Ergebnisse ihrer Projekte am 11. Mai 2017 beim Tag der Metropolregion in der IHK Frankfurt am Main vorstellen.

Für jeden Ballungsraum ist der Verkehr ein zentrales Thema. Mobilität ist die Taktgeberin für die prosperierende Region im Herzen von Europa und sichert die nationale, europäische und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Sie ist aber auch von großer Bedeutung für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. „Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung sind untrennbar miteinander verbunden – gerade in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main, die wie kaum eine andere vom Verkehr lebt, aber auch seine Belastungen spürt“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Deshalb ist es unsere Aufgabe, Mobilität nachhaltig zu machen: ökonomisch, ökologisch und sozial. Ohne eine solche Verkehrswende wird auch die Energiewende nicht gelingen. Die eigentliche Antwort ist ein vernetztes Verkehrssystem, das alle Verkehrsmittel vom Fahrrad bis zum Frachtschiff miteinander verknüpft und gleichberechtigt behandelt.“ Kern eines solchen vernetzten Systems müsse ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr sein. Als wegweisende Projekte nannte der hessische Verkehrsminister den Ausbau der S 6 nach Bad Vilbel, die Wallauer Spange und die Nordmainische S-Bahn, die den Schienennahverkehr der Metropolregion erheblich verbessern werden. Auch das hessenweite Schülerticket und das Jobticket für Landesbedienstete stärkten den ÖPNV erheblich.

Auch der digitale Wandel gehört zu den großen Zukunftsthemen, die Einfluss auf alle Wirtschafts- und Lebensbereiche haben. Um das Potenzial der Metropolregion ausschöpfen zu können, spielt die Leistungsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien eine zentrale Rolle. „Mit einer flächendeckenden schnellen Breitbandversorgung, einer dynamischen FinTech-Gründerszene und zahlreichen Institutionen für mehr Cyber-Sicherheit ist Hessen bereits heute schon sehr gut aufgestellt. Gemeinsam mit den hiesigen Industrie- und Handelskammern sehen wir als Landesregierung eine herausragende Chance, Frankfurt/Rhein-Main zu einer digitalen Vorzeigeregion, einer ‚smart region‘, zu machen“, betonte der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, der in dieser Funktion auch Beauftragter der Landesregierung für die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main ist. „Intelligent vernetzte Infrastrukturen und Verkehrsangebote wie Carsharing, der Einsatz neuer Technologien wie Fahrerassistenz-Systeme oder Projekte im Bereich integrierter Regional- und Stadtplanung bieten viele Möglichkeiten, die Digitalisierung der Region erfolgreich zu gestalten.“

Der Wohnungsmarkt ist in Teilen Hessens angespannt, insbesondere in der Metropolregion. Priska Hinz, Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sagte dazu: „Bezahlbarer Wohnraum für alle Bürgerinnen und Bürger, das ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Darum stellen wir bis Ende 2019 auch 1,2 Milliarden Euro an Fördermitteln für die Schaffung neuen Wohnraums zur Verfügung. Auch bei der Mobilisierung und Entwicklung brachliegender Flächen für den Wohnungsbau wird das Land künftig eine aktivere Rolle einnehmen, um die Kommunen hierbei zu unterstützen. Allerdings können die großen Herausforderungen am Wohnungsmarkt nicht vom Land alleine gestemmt werden. Alle Akteure müssen hierfür zusammenarbeiten – vom Land über die Kommunen bis hin zu den öffentlichen und privaten Wohnungsbaugesellschaften. Dies gilt insbesondere für den Ballungsraum Rhein-Main, denn hier ist der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum am größten. Darum ist es gut, dass wir heute auf der Veranstaltung der Metropolregion zusammentreffen, um zu diskutieren, wie wir möglichst schnell möglichst viele neue Wohnungen zu bezahlbaren Preisen gebaut bekommen.“

Die besondere Attraktivität der Metropolregion liegt auch an ihrem großen Angebot an –qualitativ hochwertigen – Arbeitsplätzen. Jahr für Jahr kommen aktuell rund 30.000 Arbeitsplätze in der Region dazu. Die ansässigen Unternehmen benötigen gut ausgebildete Fachkräfte, die das Rückgrat des Wirtschaftswachstums und des Wohlstandes eines Landes sind. „Hessen verfügt über einen soliden Arbeitsmarkt mit funktionierenden Strukturen und einer ausgeprägten Vernetzung der Arbeitsmarktpartner. Fachkräftesicherung ist originäre Aufgabe der Wirtschaft und als Landesregierung setzen wir seit langem hierfür die Rahmenbedingungen, dass Unternehmen die Fachkräftesicherung gelingen kann. Dafür stellen wir weiterhin zuverlässig die Weichen“, betonte der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Dr. Wolfgang Dippel.

Hintergrundinformation

Die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main ist eine dynamische, leistungsfähige und innovative Region. Im Interesse ihrer Weiterentwicklung greift die Landesregierung im „Zukunftsforum Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main“ vorhandene Ansätze auf, um den breiten Dialogprozess von Teilnehmern aus der Verwaltung, Verbänden, Wirtschaft und Politik zu steuern. Zentrales Ziel ist eine bessere Vernetzung und Förderung der Kooperation in der Metropolregion. Der Dialogprozess wird sich in mehreren Veranstaltungen einzelnen Aspekten der Metropolregion widmen, einschließlich der Ausgestaltung der Zusammenarbeit der vier Länder, über die sich die Region erstreckt. Die heutige Auftaktveranstaltung steht unter dem Motto „Eine wachsende Region gestalten – Lebensqualität sichern“ und greift in vier Fachforen zentrale Zukunftsthemen auf.

Hessen zeichnet „Menschen des Respekts“ aus – Alltagshelden gesucht

hessen.lebt.respektMinisterpräsident Volker Bouffier: „Alltagshelden und Vorbilder
respektvollen Verhaltens sollen gewürdigt werden“

Wiesbaden. Hessen zeichnet „Menschen des Respekts“ aus. Mit einem Aufruf wendet sich der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier an die Bürgerinnen und Bürger, die von ihren Vorbildern für respektvolles Verhalten in alltäglichen Situationen und Begegnungen erzählen sollen. „Es sind oft die kleinen Gesten und Taten, die Rücksichtnahme, Wertschätzung und Zusammenhalt ausdrücken. Es gibt viele Menschen, die mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie der Zusammenhalt in unserem Land funktionieren kann. Diese Vorbilder und Alltagshelden suchen wir: Ob es nun der Busfahrer mit Herz, die freundliche Polizistin oder der Nachbar von nebenan ist, die allesamt durch ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit einen besonderen Eindruck hinterlassen. Berichten Sie uns von Ihren ‚Menschen des Respekts‘. Denn diese Geschichten sind es wert, erzählt und gewürdigt zu werden“, sagte Ministerpräsident Bouffier.

Respekt_Motive_Dreiklang_AnDie Tageszeitungen der Verlagsgruppe Rhein Main – dem Wiesbadener Kurier, dem Wiesbadener Tagblatt, der Main-Spitze, dem Darmstädter Echo und dem Gießener Anzeiger mit ihren jeweiligen Regionalausgaben – und Hit Radio FFH werden besondere Geschichten respektvollen Verhaltens veröffentlichen. Aus allen Vorschlägen werden herausragende Persönlichkeiten ausgewählt und mit der Auszeichnung „Mensch des Respekts“ gewürdigt.

Im 2017 ausgerufenen „Jahr des Respekts“ wirbt die Landesregierung für Toleranz und Hilfsbereitschaft im Alltag, Rücksichtnahme im Verkehr, Fairness im Sport, Respekt in den sozialen Medien, vor Polizei, Rettungskräften und Ehrenamtlichen sowie bei der Integration von Flüchtlingen. „Mit der Kampagne wollen wir dem rauer werdenden Klima in der Gesellschaft eine klare Haltung entgegensetzen und für Werte wie Rücksichtnahme, Toleranz und Achtung im Umgang miteinander werben. Die ‚Menschen des Respekts‘ sind solche Alltagshelden, die wir als positive Beispiele des Miteinanders herausstellen wollen“, so Volker Bouffier.

Vorschläge für besonders respektvolle Menschen können bei den genannten Zeitungen oder über das Kontaktformular auf der Internetseite https://www.hessen-lebt-respekt.de/menschen eingereicht werden.

Kreativszene trifft sich zum 1. Kreativwirtschaftstag Hessens in IHK Frankfurt

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir eröffnet im Plenar-Saal der IHK Frankfurt den 1. Hessischen Kreativitätswirtschaftstag Foto: Diether v. Goddenthow
Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir eröffnet im Plenar-Saal der IHK Frankfurt den 1. Hessischen Kreativitätswirtschaftstag Foto: Diether v. Goddenthow

Das Land verdoppelt in diesem Jahr seine Fördermittel für die Kreativwirtschaft und stellt für die Branche 400.000 Euro zur Verfügung. Das teilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir heute beim 1. Kreativwirtschaftstag in Frankfurt mit. Rund 600 Teilnehmer diskutierten dort aktuelle Entwicklungen und Trends der Kreativszene. „Diese große Nachfrage hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, freute sich Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei der Eröffnung. „Hessen hat eine starke Kreativwirtschaft, die jährlich rund 11,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Mit dieser Veranstaltung wollen wir die Branche weiter stärken, denn wir brauchen kreative Köpfe und kluge Ideen. Unser Ziel ist es auch, dass Hessen noch mehr als Kreativstandort wahrgenommen wird.“

Professorin Dr. Gesa Birnkraut, die durch das Programm führte, interviewt Reinhard Fröhlich, Leiter der Unternehmenskommunikation, der das Plenum im "Herz der Demokratie" herzlich willkommen heißt. Foto: Diether v. Goddenthow
Professorin Dr. Gesa Birnkraut, die durch das Programm führte, interviewt Reinhard Fröhlich, Leiter der
Unternehmenskommunikation, der das Plenum im „Herz der Demokratie“ herzlich willkommen heißt. Foto: Diether v. Goddenthow

Hessen sei ein gut funktionierender Kreativstandort, besonders im RheinMain-Gebiet, aber auch in und um Kassel und in Mittelhessen. „Dass das nicht allen in Deutschland und leider auch wenigen Briten bewusst ist, könnte man Imageproblem nennen. Wahr ist aber eben auch, dass Hessen sich erst selbst als Kreativstandort begreifen muss, um auch von anderen als Kreativstandort anerkannt zu werden. Dieser Kreativwirtschaftstag soll dazu beitragen.“

Wirschaftsminister Tarek Al-Wazir rief zu gemeinsamer Haltung und Verantwortung auf. Foto: Diether v. Goddenthow
Wirschaftsminister Tarek Al-Wazir rief zu gemeinsamer Haltung und Verantwortung auf. Foto: Diether v. Goddenthow

Al-Wazir rief die Kreativen außerdem dazu auf, in einer Welt, die zunehmend in Unruhe gerät, Verantwortung zu zeigen. „An unser Handeln müssen wir ethische Maßstäbe anlegen und über die Auswirkungen nachdenken –  ich als Politiker, aber auch Sie als Verleger, Designerin, Architekt, Filmschaffende oder Games-Entwickler. Der Austausch mit Kollegen – wie hier beim Kreativwirtschaftstag – hilft dabei.“

Prominente Sprecher, aktuelle Entwicklungen
Architekt van Bo Le-Mentzel, ein Spitzen-Speaker, wirbt - basierend auf der Hessischen Verfassung -für "Demokratisierung des Designs".  Foto: Diether v. Goddenthow
Architekt van Bo Le-Mentzel, ein Spitzen-Speaker, wirbt – basierend auf der Hessischen Verfassung -für „Demokratisierung des Designs“.
Foto: Diether v. Goddenthow

Das Programm des 1. Kreativwirtschaftstages wurde im Wesentlichen von den hessischen Festivals see-Conference, NODE Forum for Digital Arts, die FRAVR Conference aufgestellt. Prominente Sprecher wie der Ästhetik-Professor Bazon Brock, die Gründerin des DesignFestivals „Salone Satellite“ in Mailand, Marva Griffin Wilshire, der Designer Van Bo Le-Mentzel und der New- Media-Künstler Jeremy Bailey referierten zu aktuellen Fragen der Branche. Schwerpunkte waren neue Trends in den Bereichen Virtual Reality und Design sowie Informationen zum Urheberrecht.

Podium "Bridging The Value Gap" oder: Ein Gespräch über Innovation UND faire Vergütungsmodelle im digitalen Musikmarkt mit: Thorsten Schliesche - Executive Vice President & General Manager Europe bei Napster (Rhapsody Int. GmbH) Anne Haffmans, Head of Domino Recording Deutschland GmbH Jörg Heidemann, Geschäftsführer des VUT, Rechtsanwalt Götz Schneider-Rothhaar (IAEL - International Association of Entertainment Lawyers) Moderation: Christian Riethmüller, Kulturredakteur FAZ Foto: Diether v. Goddenthow
Podiumsgespräch im Ludwig-Erhard-Saal „Bridging The Value Gap“ oder: Ein Gespräch über Innovation UND faire Vergütungsmodelle im digitalen Musikmarkt mit: vl.Jörg Heidemann, Geschäftsführer des VUT, Rechtsanwalt Götz Schneider-Rothhaar (IAEL – International Association of Entertainment Lawyers), Anne Haffmans, Head of Domino Recording Deutschland GmbH, Thorsten Schliesche – Executive Vice President & General Manager Europe bei Napster (Rhapsody Int. GmbH) und Moderator Christian Riethmüller, Kulturredakteur FAZ. Foto: Diether v. Goddenthow
Veranstaltung bindet alle Teilmärkte der Branche ein

„Bei vorangegangenen Foren des Landes für die einzelnen Teilmärkte der Kreativwirtschaft hatten die Teilnehmer den Wunsch nach Veranstaltungen formuliert, die die gesamte Branche zusammenbringt. Genau deshalb haben wir den Kreativwirtschaftstag Hessen ins Leben gerufen“, so Al-Wazir. Der deutschlandweit erste Kreativwirtschaftstag bindet alle elf Teilmärkte ein und bietet den Akteuren der wachsenden Branche eine Plattform für Networking und neue Ideen. Über eine digitale Plattform konnten sich die Teilnehmer passende Gesprächspartner suchen, was von gut 200 Besuchern genutzt wurde.

Veranstalter des 1. Kreativwirtschaftstages waren das Hessische Wirtschaftsministerium, die Geschäftsstelle Kreativwirtschaft bei der Hessen Agentur und die IHK Frankfurt.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen

Die Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt in Hessen rund 70.000 Menschen und ist einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte. Sie reicht von der Werbung über Design und Architektur bis zur Buch- und Filmbranche. „Um den umsatz- und wachstumsstärksten Teilmarkt, die Software- und Games-Industrie, weiter zu stärken, prüfen wir derzeit, wie wir die Entwicklung von serious games, also Spielen die etwa zum Lernen eingesetzt werden, und von Computerspiel-Software, die auch in anderen Wirtschaftsbereichen wie der Gesundheits- oder Automobilbranche zum Einsatz kommt, weiter unterstützen können“, so Al-Wazir.

Die Geschäftsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft bei der HA Hessen Agentur GmbH informiert im Auftrag des Landes über Beratungs- und Förderangebote und unterstützt den Austausch innerhalb der Branche sowie die Zusammenarbeit mit Kommunen, Verbänden, Hochschulen und anderen Wirtschaftszweigen.

Siehe auch: Kreative Berufe boomen

Hessische Landesregierung ruft 2017 zum „Jahr des Respekts“ aus – mehr als „nur“ ein Appell an das „Gute“ im Menschen!

(v.li.) RMV-Geschäftsführer Professor Knut Ringat, LPR-Direktor Joachim Becker, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes, die Schriftstellerin Nele Neuhaus, der Vorsitzende des ADAC Hessen-Thüringen, Matthias Feltz, Ministerpräsident Volker Bouffier, VRM-Geschäftsführer Hans Georg Schnücker und FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
(v.li.) RMV-Geschäftsführer Professor Knut Ringat, LPR-Direktor Joachim Becker, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes, die Schriftstellerin Nele Neuhaus, der Vorsitzende des ADAC Hessen-Thüringen, Matthias Feltz, Ministerpräsident Volker Bouffier, VRM-Geschäftsführer Hans Georg Schnücker und FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ministerpräsident Volker Bouffier und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: „Respekt und Zusammenhalt in der Gesellschaft sind
untrennbar miteinander verbunden – beides wollen wir stärken“

Wiesbaden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und sein Stellvertreter, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, haben heute das Jahr 2017 zum „Jahr des Respekts“ ausgerufen. „Respekt und der Zusammenhalt in der Gesellschaft sind untrennbar miteinander verbunden – beides wollen wir stärken“, sagten sie bei der Vorstellung der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ in Wiesbaden. Diese ist thematisch breit angelegt und wird über konkrete Projekte, die in den kommenden Wochen beginnen werden, alle gesellschaftlichen Bereiche abdecken. Damit wirbt die Landesregierung für Toleranz und Hilfsbereitschaft im Alltag, Rücksichtnahme im Verkehr, Fairness im Sport, Respekt in den sozialen Medien, vor Polizei, Rettungskräften und Ehrenamtlichen und bei der Integration von Flüchtlingen. Die vor allem durch ihre Taunus-Krimis bundesweit bekannte Schriftstellerin Nele Neuhaus unterstützt „Hessen lebt Respekt“ als prominente Patin mit ihrer Nele-Neuhaus-Stiftung.

Als Kooperationspartner der Projekte sind bisher die Verkehrsverbünde RMV, VRN und NVV, die Initiative „Sicher unterwegs in Hessen“, der Landessportbund und die Sportjugend Hessen sowie die Landesanstalt für den privaten Rundfunk und neue Medien beteiligt. Weitere sollen folgen. Medienpartner sind die Verlagsgruppe Rhein Main und Hit Radio FFH. 800.000 Euro stehen aus dem „Aktionsplan zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ für Veranstaltungen, Projekte, Plakat- und Anzeigenwerbung bereit.

Ministerpräsident Volker Bouffier. "Wir wollen auch Personen und Institutionen, wo beispielhaft Respekt gelebt wird, auszeichnen".Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier. „Wir wollen auch Personen und Institutionen, wo beispielhaft Respekt gelebt wird, auszeichnen“.Foto: Diether v. Goddenthow

„Wir sind eine heterogene Gesellschaft. Unsere Kampagne soll helfen, die Grundregeln eines guten Zusammenlebens wieder sichtbar zu machen, die Gesellschaft zusammenzuhalten und in eine gute Zukunft zu führen. Respekt ist für mich die Grundlage eines erfolgreichen und friedlichen Zusammenlebens“, sagte Ministerpräsident Bouffier. „Wir beobachten eine zunehmende Rücksichtslosigkeit im Alltag, ein rauer werdendes Klima in der öffentlichen Debatte bis hin zu Enthemmung und Hass, extreme Einstellungen und eine wachsende Gewaltbereitschaft. Respektlosigkeit ist der Anfang dieses Übels, dem wir uns entschieden mit unserer Haltung, mit unserer Politik und mit dieser Kampagne entgegenstellen wollen. Unser Ziel  muss sein, eine Heimat zu haben in Hessen, in der die Menschen gerne leben, gemeinsam friedlich und erfolgreich für alle“.

Stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir "Man braucht gemeinsame Grundregeln wie wir miteinander umgehen. Und dazu gehört eben erstmal wechselseitiger Respekt." Foto: Diether v. Goddenthow
Stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir „Man braucht gemeinsame Grundregeln wie wir miteinander umgehen. Und dazu gehört eben erstmal wechselseitiger Respekt.“ Foto: Diether v. Goddenthow

Für Wirtschaftsminister Al-Wazir bedeutet Respekt, die Würde, die Rechte und die Gleichheit anderer anzuerkennen – auch, wenn sie anderer Meinung oder Herkunft sind. „Das gilt für alle“, sagte er. „Ohne einen solchen respektvollen Umgang kann es keine freie, offene und friedliche Gesellschaft geben. Respekt ist die Grundlage, auf der die Gesellschaft funktioniert. Wechselseitiger Respekt ist nötig, egal, ob wir uns fortbewegen, also im Verkehr, ob es um die Frage geht, ob Nachbarschaften oder Hausgemeinschaften funktionieren, ob in der Schule, ob in den Medien, ob auch in den sozialen Netzwerken: Man braucht gemeinsame Grundregeln wie wir miteinander umgehen. Und dazu gehört eben erstmal wechselseitiger Respekt.“, so der Wirtschaftsminister. Die Kampagne soll mehr sein, als „nur“ ein Appell an das „Gute“ im Menschen. Vielmehr sollen Menschen gefunden werden, die  sich respektvoll verhalten. Und die man als positive Vorbilder auch hervorheben kann, um auch zu zeigen dass respektvolles Zusammenleben funktioniert, dass es bereits beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement und positive Initiativen gibt.

Bestsellerautorin und Schriftstellerin Nele Neuhaus: Ich bin sehr, sehr gerne dabei. Ich versuche mich einzubringen, wo ich das eben kann. Foto: Diether v. Goddenthow
Bestsellerautorin und Schriftstellerin Nele Neuhaus: Ich bin sehr, sehr gerne dabei. Ich versuche mich einzubringen, wo ich das eben kann. Foto: Diether v. Goddenthow

Nele Neuhaus, die als Patin stellvertretend für weitere Unterstützer der Kampagne steht, will mit ihrer Stiftung ein gemeinsames Projekt zur Werte- und Respektvermittlung einbringen. „In unserer schnelllebigen und immer egoistischer werdenden Gesellschaft, in der das Individuum längst mehr zählt als die Gemeinschaft, in der Werte wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Toleranz zu leeren Phrasen werden, ist es unglaublich wichtig, die Bedeutung des Begriffs ,Respekt‘ wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rücken“, sagte die Autorin. „Gerade letzte Woche“, erzählte Nele Neuhaus bei der Pressevorstellung der Aktion,  „war ich in einer 8. Klasse, und bekam viele Fragen gestellt. Im Gegenzug dazu, habe ich auch Fragen gestellt, unter anderem nach dem Begriff Respekt. Kein einziger der jungen Leute konnte mir eine gute Definition oder überhaupt eine Definition für diesen Begriff geben. Aus diesem Grund glaube ich einfach, dass es dringend notwendig ist, dass von einer Landesregierung ein solches Projekt ins Leben gerufen wird.“, so die Patin der Aktion „Hessen lebt Respekt“.

Die Projekte

© Hessische Staatskanzlei.
© Hessische Staatskanzlei.

Im Laufe des Jahres werden von der Landesregierung regelmäßig „Orte des Respekts“ gefördert und „Menschen des Respekts“ ausgezeichnet, damit das Werben um Fairness, Rücksichtnahme und Gemeinsinn in der Gesellschaft in die Breite getragen wird.

Für die „Orte des Respekts“ stehen insgesamt 150.000 Euro bereit, um geeignete Projekte von gemeinnützigen Vereinen und Institutionen zu unterstützen. „Wir sind uns bewusst, dass gerade auf dem Feld des bürgerschaftlichen Engagements eine Vielzahl positiver Initiativen bestehen und Respekt in Hessen gelebt wird“, betonte Wirtschaftsminister Al-Wazir. „Mit dem Förderprogramm wollen wir Initiativen zur Stärkung friedlichen Zusammenlebens, kultureller Vielfalt und demokratischer Wertvermittlung noch einmal einen besonderen Nachdruck geben.“

Die Medienpartner Hit Radio FFH und die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) werden Geschichten eines guten Miteinanders erzählen. „Unsere Gesellschaft ist voller Menschen, die jeden Tag vorleben, wie wichtig Achtsamkeit und Rücksichtnahme sind. Wir möchten diese Menschen in unserem Verbreitungsgebiet finden und die Gesichter zeigen, die in unserem Land Respekt auf vielfältige Art und Weise leben“, sagte VRM-Geschäftsführer Hans Georg Schnücker. Einige dieser Bürgerinnen und Bürger wird die Landesregierung mit der Auszeichnung „Menschen des Respekts“ würdigen. „Respekt, Fairness, Hilfsbereitschaft, Anerkennung – das geht uns alle an. Im Straßenverkehr, auf dem Fußballplatz, in der Nachbarschaft, in der Politik. Deshalb machen wir uns als meistgehörter Radiosender in Hessen stark für respektvollen Umgang, werden Vorbilder und vorbildliches Handeln vorstellen und unterstützen ‚Hessen lebt Respekt‘ sehr gerne“, sagte FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth.

© Hessische Staatskanzlei
© Hessische Staatskanzlei

Ein wichtiger Gesellschaftsbereich, der auf ein funktionierendes Miteinander, Regeln und Fairness angewiesen ist, ist der Sport. Gemeinsam mit dem Landessportbund und der Sportjugend Hessen wird „Respekt im Sport“ als ein Baustein in die Aus- und Fortbildung von Trainern, Übungsleitern und Aktiven einbezogen. „,Hessen lebt Respekt‘ stellt für den Landessportbund und die Sportjugend Hessen eine wunderbare Grundregel des sportlichen Miteinanders dar. Im Sport lernen alle, vor allem Kinder und Jugendliche, fair miteinander umzugehen. Sport schafft Respekt und Anerkennung“, betonte Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes.

Eine Kultur des Respekts und der Vielfalt soll auch in den Schulungen der Sportcoaches im Rahmen des Landesprogramms „Sport und Flüchtlinge“ besonders herausgestellt werden. „Kaum ein Bereich eignet sich so wie das sportliche Miteinander, um Werte wie Fairness und Rücksichtnahme gegenüber anderen, die Anerkennung unterschiedlicher Herkunft und Kulturen sowie Teamgeist auf dem Platz und im alltäglichen Zusammenleben zu vermitteln“, unterstrich Ministerpräsident Bouffier. Der Sportbereich startet Ende Februar mit ersten Schulungsmaßnahmen für Multiplikatoren, die sich in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Regierungspräsidiums Gießen bei Sportangeboten für Flüchtlinge engagieren.

© Hessische Staatskanzlei
© Hessische Staatskanzlei

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Verkehr. „Das Drängeln und Hupen auf der Autobahn, das Überfahren von Zebrastreifen oder die Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern – jeder erlebt das auf unseren Straßen. Aber auch in Bus und Bahn sind Respektlosigkeit und Aggressivität an der Tagesordnung“, erinnerte der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Deshalb wollen wir Respekt und Rücksichtnahme im Straßen- und öffentlichen Nahverkehr zu einem weiteren Schwerpunkt unserer Kampagne machen.“

Mit dem Bündnis „Sicher unterwegs in Hessen“ wird auf 150 Plakatwänden entlang hessischer Bundes- und Landstraßen über einen Zeitraum von mehreren Monaten für eine achtsamere Fahrweise geworben. In dem Bündnis engagieren sich das Hessische Verkehrsministerium, der ADAC Hessen-Thüringen, der TÜV Hessen, die Deutsche Verkehrswacht Hessen und der Radiosender HR3. „Trotz hervorragender technischer Entwicklungen im Straßenverkehr bleibt der Mensch der entscheidende Faktor beim Thema Sicherheit“, unterstrich der Vorsitzende des ADAC Hessen-Thüringen, Matthias Feltz, für das Bündnis. „Deshalb unterstützen wir alles, was dem Ziel dient, dass Autofahrer, Motorradfahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger sich nicht als Gegner, sondern mit Respekt als Partner im öffentlichen Verkehr begegnen“, so Feltz.

Die Verkehrsverbünde RMV, NVV und VRN bringen geeignete Werbeflächen in Bahnen und Bussen für ein gemeinsames Motiv zur Rücksicht im ÖPNV ein. „Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, ist Rücksichtnahme besonders wichtig. Millionen Fahrgäste nutzen täglich die Busse und Bahnen von Frankfurt bis Kassel, vom Odenwald bis nach Waldeck-Frankenberg. Nur mit Rücksichtnahme kommen wir sicher und pünktlich ans Ziel“, sagte RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

© Hessische Staatskanzlei
© Hessische Staatskanzlei

Einen weiteren Themenschwerpunkt setzt die Respekt-Kampagne beim Thema Integration. Als Fortsetzung der Kampagne „Löwen im Herz – Hessen integriert“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ist eine Dialogreihe mit regionalen Veranstaltungen geplant. Diese sollen sichtbar machen, dass es überall im Land Menschen gibt, die sich für andere engagieren oder sich selbst erfolgreich integriert haben. Sie stehen nicht nur sinnbildlich für Menschen mit „Löwen im Herz“, sondern verdeutlichen auch eine positive Haltung zur Vielfalt in Hessen. Ziel ist es, diese Integrationsvorbilder mit vielen Bürgerinnen und Bürgern darüber ins Gespräch zu bringen, wie das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen gelingen und das Miteinander in Hessen gestärkt werden kann.

Zu den Projekten für Schülerinnen und Schüler zählt das Medienprojekt „Respekt heißt für mich…“. Unterstützt vom Kultusministerium, dem Justizministerium und dem Landespräventionsrat sollen 15 Schulklassen der Sekundarstufe I ihre Vorstellung von Respekt und einem guten Zusammenleben in Videos erarbeiten. Die Vorstellung und Auslobung des Projektes startet nach den Osterferien. Auf die Zielgruppe junger Menschen der Sekundarstufe II ist das Projekt „Respekt digital“ im Bereich „Soziale Medien“ ausgerichtet. Gemeinsam mit der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) wird mit Jugendlichen in fünf regionalen Workshops das Thema Hass in den sozialen Netzwerken thematisiert und eine Online-Kampagne erarbeitet. „Jugendliche bewegen sich in sozialen Netzwerken, sie wollen sich informieren, kommunizieren und amüsieren. Dort begegnen sie auch den Schattenseiten der modernen Kommunikation, wie Cybermobbing, Hatespeech und Fakenews. Mit unserem Projekt ‚Respekt digital‘ wollen wir diesen Phänomenen entgegenwirken und gemeinsam mit Jugendlichen für ein rücksichtsvolles Miteinander im Netz werben“, sagte LPR-Direktor Joachim Becker.

© Hessische Staatskanzlei
© Hessische Staatskanzlei

Die Projekte von „Hessen lebt Respekt“ werden bei ihrem Start gemeinsam mit den Kooperationspartnern vorgestellt. „Mehr Respekt in der Gesellschaft gibt es nicht allein durch Appelle und Werbemaßnahmen“, hob der Ministerpräsident hervor. „Respekt ist kein Selbstläufer und im Alltag nicht selbstverständlich. Es braucht uns alle, es braucht gesellschaftliche Initiativen und das alltägliche Verhalten eines jeden. Und es braucht Kooperationspartner, für deren Engagement ich mich herzlich bedanke. Wir wollen zeigen, wie eine Kultur des Miteinanders und des Zusammenhalts in Hessen aussehen kann. Seien Sie dabei. Wir laden alle Menschen ein, sich daran zu beteiligen – egal, von woher sie kommen“, sagte der Ministerpräsident.

„Hessen lebt Respekt“ im Internet: www.hessen-lebt-respekt.de