Kategorie-Archiv: 200 Jahre Rheinhessen

201 Jahre und kein bisschen leise – Rheinhessen gewinnt an Selbstbewusstsein und setzt Kurs fort

Imagem_Hiwwel_Herz_Hirn2Von wegen „Am Aschermittwoch ist alles vorbei!“ Einen Tag nach Aschermittwoch geht es erst richtig los, zumindest in Rheinhessen: Am 2. März fällt in Alzey der offizielle Startschuss zur Neuauflage der Image- und Identitätskampagne für die Region, die vergangenes Jahr ihren 200. Geburtstag gefeiert hat. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind der Einladung von Rheinhessen Marketing und dem Projektbüro Rheinhessen ins Gymnasium am Römerkastell gefolgt. Die Gelegenheit, um aus erster Hand zu erfahren, welche Ideen und Themen für die Rheinhessen-Agenda 2017 bis 2020 entwickelt wurden.

Peter Eckes © Foto: BARTENBACH AG
Peter Eckes © Foto: BARTENBACH AG

Und die Region präsentiert sich selbstbewusst, hat im Laufe des Jubiläumsjahres 2016 deutlich an Profil gewonnen. So soll es weitergehen, macht Peter E. Eckes, Vorsitzender des Vorstandes von Rheinhessen Marketing, gleich zu Beginn deutlich: „Wir wollen Rheinhessen zu einer der attraktivsten Regionen in Deutschland formen. Wir wollen Wachstum fördern und Qualität in Leben und Arbeit der Menschen bringen.“ – so lautet das Credo von Rheinhessen Marketing aus dem Jahr 2007. Und diese Vision ist heute, zehn Jahre später, präsenter denn je: „Im Jubiläumsjahr 2016 haben die Rheinhessen gezeigt, was gemeinsam alles bewegt werden kann. Rheinhessen ist auf einem guten Weg!“

Als Wegbereiter will Rheinhessen Marketing weiterhin engagiert und motiviert die Image- und Identitätskampagne realisieren. Dazu hat sich aus den eigenen Reihen der neue „Arbeitskreis 2017–2020“ formiert. Dieser „AK 17–20“ wird in enger Zusammenarbeit mit dem Projektbüro Rheinhessen, dem früheren „Projektbüro 200 Jahre Rheinhessen“, die anlässlich des Jubiläums initiierte Kampagne fortsetzen. „Rheinhessen. Ganz schön anders“ – dieses Motto ist und bleibt Programm, neue Motive ersetzen bzw. ergänzen die bisherigen plakativen Motive.

Gruppenfoto der Akteure von Rheinhessen Marketing und dem Projektbüro Bartenbach  © Foto: BARTENBACH AG
Gruppenfoto der Akteure von Rheinhessen Marketing und dem Projektbüro Bartenbach © Foto: BARTENBACH AG

Auf Bewährtes und Neues setzen die Verantwortlichen auch bei den Botschaftern. Die Riege der prominenten Werbeträger aus und für die Region wird erweitert: Neben den bisherigen neun Botschaftern Anja Gockel, Udo van Kampen, Lars Reichow, Engelbert Günster, Hans-Jörg Friese, Harald Strutz, Philipp Wittmann, Katrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier zählen ab sofort zwei renommierte Kulturschaffende zum Kreis der Rheinhessen-Fürsprecher: Markus Müller, Intendant des Staatstheaters Mainz, sowie der Winzer und Krimi-Autor Andreas Wagner aus Essenheim.

Apropos Kultur: Auf ihr liegt auch künftig ein zentraler Fokus, wie Volker Gallé vom Arbeitskreis Rheinhessen Kultur leidenschaftlich und mit Nachdruck erläutert. Denn: „Der kulturelle Aufbruch Rheinhessens im Jubiläumsjahr kam aus den Gemeinden, von Künstlern, Heimatforschern und Gästeführern, aus den Museen und aus Vereinen und Verbänden. Damit sich die Netzwerke verdichten und die Themen mehr regionales Profil gewinnen, braucht es eine hauptamtliche Koordination“, so Gallés Appell.

Erster Schritt auf dem Weg zur Schärfung des kulturellen Rheinhessen-Profils: Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Rheinhessen Tag für Tag“ wird fortgesetzt – und der Veranstalterkreis erweitert. Konnten 2016 noch ausschließlich Gemeinden (neue) Veranstaltungen mit kulturellem Rheinhessen-Bezug einreichen, können jetzt ausdrücklich auch Vereine, Institutionen und Privatpersonen entsprechende Termine anmelden. Ein vorläufiges Jahresprogramm 2017 wird erstmals in Alzey präsentiert. Die finale Version erscheint im April. Einreichungen sind aktuell noch möglich und herzlich willkommen! Ansprechpartner ist das Projektbüro Rheinhessen, projektbuero@bartenbach.de, Telefon: 06131/91098-2016.

Doch nicht nur im kulturellen Bereich, auch in der Wirtschaft war das Jubiläumsjahr ein wichtiger Impulsgeber, wie Günter Reichart in seiner Bilanz skizziert. Als Vorstand von Rheinhessen Marketing und Vorstand der EWR AG, einem der wesentlichen Sponsoren des Jubiläums, hat er stets den Standort Rheinhessen im Blick: „Das 200-jährige Rheinhessen-Jubiläum in 2016 hat viel bewegt. Wenn es uns für 2017 und darüber hinaus gelänge, die über 45.000 in Rheinhessen ,beheimateten‘ Firmen für einen zusätzlichen monetären Beitrag für ,ihre‘ Region zu gewinnen, würde durch die Wirtschaft in Rheinhessen weiter viel bewegt werden können. Von einer damit einhergehenden Popularisierung der ¸Standortmarke Rheinhessen‘ würden alle profitieren!“

Forum © Foto: BARTENBACH AG
Forum © Foto: BARTENBACH AG

Kultur, Wirtschaft, Identität – die Fäden all dieser verschiedenen Ansatzpunkte der Kampagne laufen im Projektbüro Rheinhessen zusammen. Unter der Leitung von Tobias Bartenbach ist das bewährte Team auch künftig zentraler Ansprechpartner für Veranstalter, Sponsoren, Medien und Bürger. „Ziel ist es“, so Tobias Bartenbach in Alzey, „weiter am Selbstbewusstsein und an der Stärke Rheinhessens nach innen und außen zu arbeiten“. Hier gelte es, den begonnenen Weg fortzuführen und dabei ausdrücklich alle in Rheinhessen mitzunehmen: Bürger, Vereine, Institutionen, Kommunen, Politik und die Wirtschaft.

Beispielhaft wurden zwei erfolgreiche Projekte des vergangenen Jubiläumsjahres vorgestellt: die „Straße der Geschichte“ in Essenheim sowie das „Schaufensterprojekt“ der Gruppe impuls(e).

Premiere hingehen feiert das dritte Projekt: die interaktive Zeitleiste „Rheinhessen Timeline“ (Arbeitstitel). Dr. Kai-Michael Uwe Sprenger stellt dieses neue Projekt des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V. (IGL) vor. Unter www.regionalgeschichte.net/Rheinhessen ist ab sofort eine Chronik zur 200-jährigen Geschichte Rheinhessens kompakt und interaktiv abrufbar. Ziel ist die Vermittlung von Regionalgeschichte an die breite Öffentlichkeit. Eine spannende Entdeckungsreise durch die 200-jährige Geschichte der Region. Heimatkunde 2.0 des IGL in Kooperation mit Rheinhessen Marketing.

Musikalische Akzente setzen die „Bembelsänger“, die im südlichen Rheinhessen bereits seit Jahren Kultstatus besitzen, bevor nach zwei launigen Stunden die Veranstaltung kulinarisch ausklingt.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei Neujahresempfang: „Zusammen sind wir Rheinland-Pfalz … und auch Mutmacher für die Verzagten“

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (rechts), traditionell von Schornsteinfegern umgeben,  begrüßt beim Neujahrsempfang am 11. Jan. 2017 in der Mainzer Staatskanzlei über 350 Gäste aus Gesellschaft, Kultur, Kirchen und Wirtschaft.  Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier goddenthow
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (rechts), traditionell von den für „Glück“ stehenden Schornsteinfegern umgeben, begrüßt beim Neujahrsempfang am 11. Jan. 2017 in der Mainzer Staatskanzlei über 350 Gäste aus Gesellschaft, Kultur, Kirchen und Wirtschaft. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

„Rheinland-Pfalz wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Mehr als 70 Jahre gibt es Frieden in Europa. In diesen Jahrzehnten haben die Menschen in unserem Bundesland mit großer Tatkraft viel geschaffen. Gerade der Frieden und die Freiheit, die Abkehr vom Nationalistischen, haben unserem Land diese Entwicklung ermöglicht“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem gestrigen Neujahrsempfang vor rund 350 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der Mainzer Staatskanzlei. Aber momentan sei sie besorgt: Denn wir alle spürten doch, dass das uns Liebgewonnene in Gefahr geraten sei: „die Liberalität, die Toleranz, die Werte der Aufklärung, die Achtung vor Minderheiten und unterschiedlicher Religionen. Wir müssen uns bewusst machen, dass angesichts der nationalistischen Kräfte in ganz Europa all das nicht mehr selbstverständlich ist“, sagte die Ministerpräsidentin.

Dreyer rief dazu auf, gegen ein Treffen und Vernetzung der europäischen «rechtsextremen und populistischen Parteien» des Europaparlaments, der ENF-Fraktion, in Koblenz am 21. Januar zu demonstrieren.

Der IS-Terror habe viele Wunden hinterlassen und halte Deutschland, Europa und die Welt in Atem, sagte Dreyer, die turnusmäßig den Vorsitz im Bundesrat innehat. Dreyer ermahnte angesichts der schrecklichen Anschläge, zuletzt auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, dennoch weiterhin besonnen zu reagieren: Nicht jeder Vorschlag sei geeignet, so die Ministerpräsidentin, mögliche Sicherheitslücken zu schließen und zugleich auch die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Umso wichtiger sei es, so Frau Dreyer, das Wissen um den Tathergang des schrecklichen Terroranschlags zu nutzen, um zu prüfen, wo tatsächlich Änderungsbedarf besteht, um die Sicherheit noch weiter erhöhen zu können.

„Was unsere Regierung nicht tun wird, ist, alle Flüchtlinge in unserem Land unter Generalverdacht zu stellen. Wir stehen zu unseren humanitären Verpflichtungen, ohne blauäugig zu sein.“, stellte Frau Dreyer klar und dankte dafür, „dass unzählige Bürger und Bürgerinnen in unserem Land dies teilen, und sich bis heute über das normale Maß hinaus engagieren.“

In der Zeit der vielen Flüchtlinge sei das Ehrenamt hier ganz besonders wichtig. Aber es gäbe darüber hinaus unzählige Bereiche des Alltags, wo das Ehrenamt dauerhaft und kontinuierlich erbracht werde, so die Ministerpräsidentin. Erfreut war Dreyer zugleich mit einem neuen Ehrenamts-Rekord aufwarten zu können. So engagierten sich erstmals 48,3 Prozent der Rheinland-Pfälzer ehrenamtlich, gegenüber 48 Prozent im Jahr zuvor. Dreyer dankte stellvertretend für alle ehrenamtlich Tätigen in diesem Jahr den Rettungsdiensten und begrüßte die Vertreter dieser Organisationen und auch der Kirchen.

Dreyer wies darauf hin, dass es insbesondere in diesen Zeiten so wichtig sei, dass die Kirchen und unterschiedlichen Glaubens- und Religionsgemeinschaften in diesem Land auch im neuen Jahr gemeinsam einen konstruktiven Dialog miteinander suchten.

lutherbilder-cover100Mit Blick auf das Luther-Jahr fügte die Ministerpräsidentin hinzu, dass 2017 auch unter dem kirchlichen Aspekt ein ganz besonderes Jahr sei, weil das 500ste Reformationsjubiläum gefeiert würde. Es gäbe viele Orte hier in Rheinland-Pfalz, die eng verbunden seien mit dem Leben und dem Werk Martin Luthers, so Dreyer. Entsprechend werde es auch zahlreiche, interessante und schöne und feierliche Veranstaltungen geben, worauf sie sich freue.
(Tipp: Heute Abend wird anlässlich des Luther-Jahrs im Mainzer Rathaus gegen 18.00 Uhr die Ausstellung „Lutherbilder“ eröffnet.)

Die Ministerpräsidentin bekräftigte an ihre Gäste gewandt: „Sie prägen den Erfolg dieses Landes maßgeblich. Sie arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen: in der Wirtschaft und Wissenschaft, in der Politik, in den Gewerkschaften, in Kirchen, und ehrenamtlichen Initiativen daran mit, dass Rheinland-Pfalz weiterhin ein erfolgreiches und solidarisches Land bleibt. Eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn alle daran mitwirken und teilhaben. Dafür danke ich Ihnen.“

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, auf ein gutes, erfolgreiches und hoffentlich friedliches Jahr 2017. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Gesellschaft stark bleibt und auch in schwierigen Zeiten zusammenhält. Unser Staat ist stark. Wir haben allen Grund zur Zuversicht. Aber es ist auch entscheidend, dass wir uns engagieren für unsere Werte im Wissen um unsere Stärken, die unsere vielfältige Gesellschaft ausmachen, und im Streben nach einer positiven Zukunft, so die Ministerpräsidentin und fügte hinzu:“ Sie alle tragen in ganz unterschiedlichen Bereichen Verantwortung in unserem Land, uns Sie gestalten das Zusammenleben. Und viele Menschen trauen Ihnen und trauen uns dabei auch zu, eine Orientierung für die Zukunft zu geben. Das ist gleichzeitig ein großes Glück und eine große Verantwortung.

Mit Zuversicht in neue Jahr. Malu Dreyer umringt von glücksverheißenden Schornsteinfegern, die an die Gäste Glücks-Cents verteilten. Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier goddenthow
Mit Zuversicht in neue Jahr. Malu Dreyer umringt von glücksverheißenden Schornsteinfegern, die an die Gäste Glücks-Cents verteilten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Wir sollten diese Verantwortung im neuen Jahr in dem Vertrauen annehmen, dass uns fast alles gelingen kann, wenn wir es zusammen anpacken. «Zusammen sind wir Rheinland-Pfalz», sagte Dreyer, und ergänzte mit Blick auf den Tag der Deutschen Einheit, der in Mainz gefeiert wird: «Zusammen sind wir Deutschland“
An die Gäste gewandt ergänzte die Ministerpräsidentin, dass sie sich sicher, „dass wir auch diejenigen erreichen können, die weniger optimistisch in das neue Jahr starten; diejenigen, denen die Herausforderungen vielleicht zu groß erscheinen, die vor den Veränderungen auch vielleicht ein wenig Angst haben.“ Zusammen werde es „uns gelingen, für die Verzagten auch Mutmacher zu sein, und den Angstmachern mit Kraft und Zuversicht zu begegnen“.

(Dokumentation: Diether v. Goddenthow)

Faszinosum der weltweit größten Eis- und Schnee-Skulpturen-Ausstellung in Mainz noch bis 15. Jan. 2017

Vom Weihnachtsmarkt gelangt man zur Meter hohen Weihnachtspyrademide, aus Schnee und Eis. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Vom Weihnachtsmarkt gelangt man zur mehreren Meter hohen Weihnachtspyrademide, aus Schnee und Eis. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Seit kurzem  hat die Eiswelt Mainz, eine der weltweit größten Eis- und Schnee-Skulpturen-Ausstellungen der Welt,  am Alten Postlager (Bahnhof) ihre Pforten geöffnet.  Aus gut 500 großen, tonnenschweren Eisblöcken und gestampftem Kunstschnee sind bei minus 8 Grad rund 60 faszinierende Figuren und Gebäude für  19 szenische Darstellungen in unterschiedlichen Größen – vom Ein-Meter-Pinguin bis zur sechs Meter hohen Weihnachtspyramide aus Eis – entlang eines originell angelegten Parcours entstanden.

St. Nikolaus weist den Weg durch den Adventskalender. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
St. Nikolaus weist den Weg durch den Adventskalender. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Besucher, die eintreten und vom übergroßen Eis-St. Nikolaus empfangen und durch einen  zimmerhohen Adventskalender hindurch in die Welt des ewigen Eises gelotst werden, sind schlagartig überwältigt von dieser kristallinen Anderswelt. Die Stimmung steigt sofort. Der Alltags-Stress fällt ab. Die Figuren lassen einen nicht mehr los. Allein die Vorstellung, dass es Künstler gibt, die aus nichts anderem, als aus gefrorenem Wasser derart wunderbare, fantasievolle perfekte Märchen-, Weihnachts- und Sagen-Figuren sowie Bau-Denkmäler  auf Zeit erschaffen können, bringt unsere Vorstellungskraft an ihre Grenzen. Eigentlich sind diese Skulpturen unbeschreiblich eindrucksvoll.

Mehrere Meter hoch ist die Weihnachtspyramide.Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Mehrere Meter hoch ist die Weihnachtspyramide.Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Sind Besucher durch den Adventskalender hindurch, mahnt zur Rechten am Wegesrand der mannshohe Krampus, der Schweizer Knecht-Ruprecht. Linkerhand, gegenüber von ihm, befindet sich die Eisbar.  Von dort aus führt der Eiswelt-Parcours zur großen Eis-Fassade des  Weihnachtsmarkts. Dort  vorbei, steuert man direkt  auf die mehrere Meter hohe Weihnachtspyramide zu. Man muss nun durch ein riesiges Eistor aus Weihnachts-Kränzen. Dahinter  scheint sich linkerhand  das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern in eine Ecke zu kuscheln. An die Märchen-Szene schließt sich die  Werkstatt des Weihnachtsmanns an. Zahlreiche Geschenke sind da noch in Bearbeitung. Manche aber schon fertig. Mitunter liegen Werkzeuge herum: Eine komplette Kettensäge hat der Weihnachtsmann gar in einem Eisblock vergessen.

Nach einer leichten Rechtsbiegung präsentiert sich zwischen echten Tannen ein stattlicher  Weihnachtsbaum aus Schnee und Eis.  Ihm gegenüber ziehen zwei Rentiere den  Weihnachtsschlitten. Besucher können im großen Schlitten kurz auf der Eisbank für ein Foto posieren.

Über 12 Meter lang ist der von zwei Rentieren gezogenen Weihnachtsschlitten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Über 10 Meter lang ist der von zwei Rentieren gezogenen Weihnachtsschlitten. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Weitere wunderbare  Figuren,  nachempfunden aus Charles Dickens Weihnachtsgeschichte, säumen rechts und links den Weg.

Über den Mainzer Dom hinweg posiert der Engel Gabriel. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Über den Mainzer Dom hinweg posiert der Engel Gabriel. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Dann passieren die Besucher ein gigantisches Tor aus Eis und blicken auf den übergroßen Engel Gabriel, der oberhalb des Mainzer Doms hinüber zur Weihnachtskrippe zu rufen scheint: „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Seine Herrschaft wird kein Ende haben.“  Ob es Maria, die in  Menschengröße  auf einem von Joseph geführten Esel zum Stall zu reiten scheint, vernommen hat, wissen wir nicht. Eine Szene weiter finden Besucher das Christuskind bereits in der Krippe inmitten des Stalls von Bethlehem liegen.  Gegenüber der heiligen Familie zeugen orientalische Dächer mit einem fast bis ans Hallendach ragenden Stern von Bethlehem an Christi Geburt. Vorweg marschieren bereits die Drei Heiligen Könige mit ihren Geschenken.

Der Eiswelt-Parcours bringt die Besucher weiter zu den Weihnachts-Mainzelmännchen. Diese sind gerade damit beschäftigt,  gemeinsam einen riesigen Schneemann zu bauen, der mehrere Meter Höhe erreicht. Gegenüber von ihm tummeln sich Pinguine und ein Polarbär. Es folgt der gewaltige Thron von Väterchen Frost. Auch hierauf dürfen Besucher für ein Foto kurz Platz nehmen.

Der Parcours führt durch das Haus des Lebkuchenmanns.
Der Parcours führt durch das Haus des Lebkuchenmanns.

Weitere Höhepunkte sind der Lebkuchenmann mit seinem begehbaren Lebkuchenhaus.

Fast filigran muten die bezaubernden Fastnachtsfiguren dieser Eis-Installation an. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow
Fast filigran muten die bezaubernden Fastnachtsfiguren dieser Eis-Installation an. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Ist man hierdurch stößt man unweigerlich auf den  Nussknacker und Mäusekönig und sowie auf etliche Fastnachtsfiguren, deren Abschluss das Mainzer Fastnachtsoriginal Till bildet, mit dem sich die Besucher abbilden lassen können.

Der Rundgang endet  im eigens für die Eiswelt erricheten Gastronomiebereich. Hier können sich Besucher – mit oder ohne Verzehr – aufwärmen, um vielleicht nach  Glühwein, heißem Süppchen oder einem Stückchen Kuchen eine zweite oder dritte Runde  durch die Eis- und Schnee-Skulpturenwelt zu starten. Man darf frei fotografieren, auch mit Stativ.

Fazit: Ein Besuch in der Eiswelt Mainz lohnt sich. Ein Rundgang  ist für jeden, der so etwas noch nicht kennt oder auch Sandskulpturen-Shows liebt, ein prickelndes Erlebnis von bleibender Erinnerung. Man sollte eine Visite  aber nicht  auf die lange Bank schieben, da  ab dem 16. Januar 2017 die faszinierenden Eis-Figuren und Schnee-Bauten unweigerlich dem Abtau-Tod geweiht sind.

Tipp: Ein Eisweltbesuch, etwa zwischen den Jahren, eignet sich auch gut als Weihnachtsgeschenk!

Ort: Leichtbauhalle neben dem Alten Postlager unmittelbar am Mainzer Bahnhof gelegen (hier).

Ausstellungsdauer
Die Ausstellung geht noch bis zum 15.Januar 2017.

Öffnungszeiten:
Sonntag bis Mittwoch 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis Samstag 10 bis 22 Uhr.

Silvester – 10.00 – 18.00 Uhr
Neujahr – 12.00 – 18.00 Uhr

Am 24. Dez. und am 25. Dez. bleibt die Eiswelt geschlossen.
Die Ausstellung ist komplett barrierefrei.

Die Tickets kosten für Erwachsene 12,50 Euro (ermäßigt 11,50). Kinder zahlen 8,50 Euro. Für Familien gibt es Sonderpakete.
Weitere Information auf: www.eiswelt-mainz.de

Diether v. Goddenthow (Rhein-Main.Eurokunst)

Rund 300 Rheinhessen Mal-und Rätselbücher für Ingelheimer Grundschule

Vorstandsvorsitzender Peter E. Eckes (links) und Konrektor Lars Strömel (rechts) erkunden gemeinsam mit den Schülern das Rheinhessen Mal- und Rätselbuch
Vorstandsvorsitzender Peter E. Eckes (links) und Konrektor Lars Strömel (rechts) erkunden gemeinsam mit den Schülern das Rheinhessen Mal- und Rätselbuch

11 Klassensätze des Rheinhessen Mal- und Rätselbuchs überreichte Peter E. Eckes, Förderer der Region Rheinhessen, am vergangenen Freitag der 2A der Brüder-Grimm-Schule (BGS) in Ingelheim. Konrektor und Kunstlehrer Lars Strömel war begeistert von dem kostenfreien Angebot, das der Vorstandsvorsitzende von Rheinhessen Marketing e.V. der Schule gemacht hatte. „Das Mal- und Rätselbuch ist so aufgebaut, dass es im Unterricht in allen Klassenstufen von eins bis vier bearbeitet werden kann. Im Januar wird in der vierten Stufe das Thema Rheinland-Pfalz und somit auch das Thema Rheinhessen behandelt“, sagte Strömel. „Das Buch wird daher ein Adventsgeschenk für die Kinder werden.“

Die BGS ist eine Schwerpunkt-Grundschule und dauerhaft auf den inklusiven Unterricht, also den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf spezialisiert. Insgesamt sechs Schwerpunkt-Grundschulen in ganz Rheinhessen wurden angeschrieben, das Mal- und Rätselbuch kostenfrei im Unterricht einzusetzen, nur die Brüder-Grimm-Schule hatte sich zurückgemeldet. „Die Kinder sind unsere Zukunft. Mir liegt es am Herzen, dass auch die jüngste Generation ihre Heimat spielend noch ein bisschen besser kennenlernt. Denn nur da, wo man sich auskennt und wohlfühlt, da wächst das Selbstbewusstsein, da lebt man auch gerne.“

Das Mal- und Rätselbuch wurde speziell zum 200. Jubiläum der Region Rheinhessen aufgelegt, es versteht sich als eine spielerische Form der Heimatkunde. Unter anderem erklärt es die Landschaft der Region, ihre Kulturdenkmäler, das Brauchtum Fastnacht und auch die kulinarischen Spezialitäten.

Rheinhessen 2016 digital: Auf einen Blick, mit einem Klick!
www.rheinhessen-2016.de
www.shop-rheinhessen.de
www.facebook.com/rheinhessen.2016
www.youtube.com (Kanal „Rheinhessen 2016“ über Kanal-/Videosuche)

Magischer Reiz vergänglicher Eis- und Schneeskulpturen – Eiswelt Mainz öffnet am 26.Nov.2016

Hier entsteht die Szene der Weihnachtsgeschichte. Foto: Diether v Goddenthow
Hier entsteht die Szene der Weihnachtsgeschichte. Foto: Diether v Goddenthow

Noch sieht es eher nach Aufbau eines Polar-Expeditionslagers aus: Zwischen Rucksäcken, Planen und abgestellten Werkzeugen sind winterlich verhüllte Gestalten dabei, mit Meißeln, Schabern, Spachteln und Kettensägen faszinierende Skulpturen aus ganz unterschiedlich großen Eis- und Schnee-Blöcken zu zaubern. Schon jetzt, ein paar Tage vor Eröffnung der Eiswelt Mainz, am 26. November 2016 im Alten Postlager am Mainzer Hauptbahnhof , machen die im Werden befindlichen  Eis-Figuren und –Szenen einen grandiosen Eindruck und lassen den zu erwartenden skulpturalen magischen Zauber erahnen.

Adventskalender mit  grüßendem Sankt Nikolaus ist Eingangspforte der Eiswelt Mainz. Foto: Diether v Goddenthow
Adventskalender mit
grüßendem Sankt Nikolaus ist Eingangspforte der Eiswelt Mainz. Foto: Diether v Goddenthow

Bei Eintritt gelangen Besucher in Sekundenbruchteilen vom Alltag in eine märchenhafte Winterwirklichkeit: Begrüßt von Sankt Nikolaus, durch einen gigantischen Adventskalender aus Eis hindurch und vorbei am mahnenden Krampus, wird der Parcours durch die weltweit einzigartige Eis- und Skulpturenshow starten. Schon jetzt ist der mitunter noch von Paletten und Künstler-Equipment verstellte Weg zu erahnen. Zu den eisigen Highlights zählen unter anderem eine Weihnachtskrippe aus Eis mit allen bekannten Figuren, sowie der Weihnachtsmarkt mit einer übergroßen funkelnden Weihnachts-Pyramide, mit begehbarem Lebkuchenhaus, die Werkstatt des Weihnachtsmanns, der Thron von Väterchen Frost usw.

Projektleiter Oliver Hartmann, hier neben dem Thron von Väterchen Frost. Foto: Diether v Goddenthow
Projektleiter Oliver Hartmann, hier neben dem Thron von Väterchen Frost. Foto: Diether v Goddenthow

Projektleiter Oliver Hartmann von Skulptura Projects GmbH mit Sitz auf Rügen, die weltweit Skulpturen Ausstellungen aus Sand und Eis realisiert, ist zuversichtlich, dass bis zur Eröffnung alles rechtzeitig fertig werden wird. Zurzeit arbeiteten 20 Künstler an den Skulpturen: Amerikaner, Russen, Ungarn, Tschechen, Holländer, Litauer, Letten, Ukrainer, Deutsche und Griechen. Insgesamt entstünden 19 Bildszenen mit etwa 50 bis 60 Skulpturen, so Hartmann. Die Temperatur in der rund 900 Quadratmeter großen Halle betrage Minus 8 Grad. Es sei aber eine trockene Kälte. Ein geplanter Durchgangs-Tunnel wird die Ausstellungshalle direkt mit dem wärmenden Gastronomiebereich, der eigens im Alten Postlager eingerichtet wird, verbinden. Von hier aus, so der Projektleiter, könnten die Besucher, nachdem sie sich aufgewärmt hätten, auch gerne eine zweite und dritte Runde durch die Ausstellung gehen.

Ein Highlight wird auch funkelnde Weihnachtspyramide im Weihnachtsmarkt aus Schnee und Eis sein. Foto: Diether v Goddenthow
Ein Highlight wird auch die funkelnde Weihnachtspyramide im Weihnachtsmarkt aus Schnee und Eis sein. Foto: Diether v Goddenthow

Das Projekt muss sich selbst tragen. Es wird alles vorfinanziert bis hin zum Einflug und der Unterbringung der Künstler, die hier zwei Wochen arbeiten. Es gibt keine Fördergelder oder sonstige Hilfen, so Hartman. „Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass die Eiswelt bei den Mainzern und in der ganzen Region gut ankommen wird“, hofft Oliver Hartmann. Bei Erfolg soll die Eiswelt Mainz im kommenden Jahr wiederholt, und zu einem neuen jährlichen Winterhöhepunkt der rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt werden.

Das Lebkuchenhaus vom Lebkuchenmann kann man besichtigen. Foto: Diether v Goddenthow
Das Lebkuchenhaus vom Lebkuchenmann kann man besichtigen. Foto: Diether v Goddenthow

Die eisige Premiere der Mainzer Eis- und Schneeskulpturen-Ausstellung dürfte von entsprechendem Erfolg gekrönt sein. Denn wer könnte sich schon dem magischen Reiz dieser einzigartigen vergänglichen Skulpturen aus insgesamt 200 Tonnen Schnee und Eis entziehen?.

Die hochkarätige Künstlerin Angense Rudzite-Kirillova modelliert hier einen Eispinguin.  Foto: Diether v Goddenthow
Die hochkarätige Künstlerin Angense Rudzite-Kirillova modelliert hier einen Eispinguin. Foto: Diether v Goddenthow

Die Litauerin Angense Rudzite-Kirillova, die zur Zeit mit ihrem Ehemann an der Szene „Mainzelmännchen bauen einen gigantischen Schneemann“ und weiteren Skulpturen arbeitet, ist eine hochkarätige Bildhauerin. Sie arbeitet mit Eis- und Schnee, aber auch mit Sand, Sandstein, Bronze und anderen Materialien. Ähnlich wie die Litauerin und ihr Mann beherrschen sämtliche Künstler der Eiswelt Mainz ihr Handwerk perfekt, unter ihnen etliche Weltmeister im „Ice Carven“.

Hier entsteht das Gesicht von Till, einer Mainzer Fastnachtslegende.Foto: Diether v Goddenthow
Hier entsteht das Gesicht von Till, einer Mainzer Fastnachtslegende.Foto: Diether v Goddenthow

Fazit: Die eklektische Mainzer Eis-Kunstwelt mit Motiven rund um Weihnachten und Mainzer Themen und Baudenkmäler ist äußerst empfehlenswert. Übrigens: Eintrittskarten eigenen sich auch bestens als originelles Geschenk mit hohem erlebniskulturellem Wert für Jung und Alt.

 

 

Die Ausstellung eröffnet am Samstag, 26. November. Die Öffnungszeiten: Sonntag bis Mittwoch 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis Samstag 10 bis 22 Uhr. Die Ticket s kosten für Erwachsene 12,50 Euro (ermäßigt 11,50). Kinder zahlen 8,50 Euro. Weitere Information auf: www.eiswelt-mainz.de

Diether v. Goddenthow (Rhein-Main.Eurokunst)

Die 68. Deutsche Weinkönigin ist Lena Endesfelder von der Mosel

 Vorgängerin Josefine Schlumberger krönt die neue Weinkönigin Lena Endesfelder Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Vorgängerin Josefine Schlumberger krönt die neue Weinkönigin Lena Endesfelder Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Eigentlich hätten alle Finalistinnen den Titel „68. Deutsche Weinkönigin“ verdient:Anja Antes (Hessische Bergstraße), Lena Endesfelder (Mosel), Louisa Follrich (Rheingau), Mara Walz (Württemberg), Christina Schneider (Franken) und Clarissa Peitz (Nahe) brillierten mit ihrem Fachwissen, Charme und Auftritt gleichermaßen grandios und souverän auf der großen Bühne des vom SWR live übertragenen Finale vor 1300 Zuschauern. Das machte der 78köpfige Fachjury die Entscheidung wirklich nicht leicht. Es sei ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen gewesen, versicherte die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts Monika Reule denn auch, als sie nach zwei Stunden Prüfungs-Kürveranstaltung gegen 22.15 Uhr am gestrigen Abend in der Mainzer Rheingoldhalle die Siegerin bekannt gab: Durchgesetzt als neue Deutsche Weinkönigin 2016/17 hatte sich die 23jährige Winzerin Lena Endesfelder von der Mosel. Nicht zuletzt dürften in ihrer abschließenden Selbstdarstellung „ihre zupackenden Hände und muskulösen und dynamischen Steillagen-Waden“ die Juroren überzeugt haben. Ihr in drei Bussen mitgereister Hofstaat sang zur Krönung: „Lena, du bist Königin“.

Die neuen Weinbotschafterinnen: Das majestätische Trio Weinprinzessinnen Christina Schneider (Franken, r.) Weinkönigin Lena Endesfelder (Mosel), Mara Walz (Württemberg, links) Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Die neuen Weinbotschafterinnen: Das majestätische Trio Weinprinzessinnen Christina Schneider (Franken, r.) Weinkönigin Lena Endesfelder (Mosel), Mara Walz (Württemberg, links) Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Königin Lena zur Seite stehen die – im Topfinale unterlegenen – beiden neuen  Weinprinzessinnen Mara Walz aus Württemberg und Christina Schneider. Als majestätisches Trio werden sie den deutschen Wein mit seinen 13 einzigartigen Weinanbaugebieten und Regionen ab sofort national und international würdig und kompetent und mit absoluter Sicherheit auch äußerst charmant repräsentieren.

 

 

"So sehen Sieger aus ... Lena, du bist unsere neue Königin", sangen die Fans aus Mehring von der Mosel.  Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
„So sehen Sieger aus … Lena, du bist Königin“, sangen die Fans aus Mehring von der Mosel. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Strahlend und unter lautstarkem Jubel nahm Lena Endesfelder aus Mehring die Krone und zahlreiche Glückwünsche entgegen. Überzeugend und kompetent präsentierte sich die 23jährige Winzerin bereits im Vorentscheid, charmant und schlagfertig war ihr Auftreten im äußerst spannenden Finale. Damit überzeugte sie die Fachjury und gewann die Sympathien der rund 1.300 Zuschauer in der Mainzer Rheingoldhalle. Im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) wird Lena Endesfelder nun als 68. Deutsche Weinkönigin ein Jahr lang auf über 200 Terminen im In- und Ausland als Botschafterin für den deutschen Wein unterwegs sein.„Ich bin einfach nur überglücklich“, jubelte die frisch gekürte Weinkönigin unmittelbar nach der Wahl. „Ich genieße den Moment und freue mich auf ein spannendes und ereignisreiches Jahr im Dienst der deutschen Weinwirtschaft“, sagte Lena Endesfelder, die das Studium Bachelor of Science Weinbau und Oenologie in Geisenheim bereits erfolgreich abgeschlossen hat und seither gemeinsam mit Mutter und Schwester das eigene Weingut in Mehring bewirtschaftet.Mit ihren ausgesprochen guten weinsensorischen, rhetorischen und kommunikativen Fähigkeiten setzte sich die Kandidatin von der Mosel in mehreren Spielrunden gegen ihre fünf Mitbewerberinnen durch. Vor laufenden Kameras mussten sie beispielsweise in einer verdeckten Weinprobe die Rebsorte erkennen und dem richtigen Anbaugebiet zuordnen. In der Raterunde „Was bin ich“ galt es, mit geschickten Fragen weinbezogene Berufe herauszufinden und bei „Dingsda“ die richtigen Weinbegriffe zu erkennen, die von Kindern beschrieben wurden. Lena Endesfelder blieb dabei sehr locker, punktete mit ihrer souveränen Art und Kompetenz. Auch ihre einminütige Rede zum Thema „Weinvermarktung in China – vier Helfer für das DWI“, in die sie spontan die vier Persönlichkeiten Sepp Blatter, Papst Benedikt, David. Cameron und Stefan Raab einbauen musste, gelang ihr ganz hervorragend. Fröhlich und humorvoll hat Lena ihre letzte Aufgabe gelöst, in der Sie einen Brief an sich selbst schreiben und dem Publikum vortragen musste.

Nach sieben Jahren geht die höchste deutsche Weinkrone damit wieder an die Mosel, und Lena Endesfelder darf sich auf einen rauschenden Empfang in ihrem Heimatort Mehring freuen.

Freudig schaut auch die Württembergerin Mara Walz auf das vor ihr liegende Amtsjahr als Deutsche Weinprinzessin. Die 23jährige hat ihr Duales Studium für Weinbau & Oenologie in Neustadt bereits abgeschlossen und wird nun statt im elterlichen Weingut vor allem „am modernen Bild des Weinlands Deutschland“ arbeiten.

Glücklich zeigte sich zudem Christina Schneider aus Franken nach ihrer Krönung. „Ich kann noch gar nicht glauben, was hier gerade passiert“, sagte die 22jährige, die nach ihrem Bachelor der Psychologie den Master-Abschluss der Psychologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg anstrebt. Dies wird sie nun sicher gerne ein Jahr zurückstellen, um sich als Deutsche Weinprinzessin in den Dienst der Weine aus den 13 Anbaugebieten zu stellen.

Durch das wunderbare Finale führte SWR-Moderator Holger Wienpahl.

Sechs Finalistinnen zur Wahl der 68. Deutschen Weinkönigin bei spannenden Vorentscheid in der Mainzer Rheingoldhalle ermittelt

vl.Clarissa Peitz (Nahe); Louisa Follrich (Rheingau); Anja Antes (Hessische Bergstraße); Lena Endesfelder (Mosel); Christina Schneider (Franken); Mara Walz (Württemberg).  Foto: Deutsches Weininstitut
vl.Clarissa Peitz (Nahe); Louisa Follrich (Rheingau); Anja Antes (Hessische Bergstraße); Lena Endesfelder (Mosel); Christina Schneider (Franken); Mara Walz (Württemberg). Foto: Deutsches Weininstitut

Am 24.09.2016 ermittelte die Fachjury während eines spannenden Wettbewerbs in der Mainzer Rheingoldhalle unter 13 Gebietsweinköniginnen der deutschen Weinbaugebiete 6 Finalistinnen zur Wahl der 68. Weinkönigin am 30.September: Anja Antes (Hessische Bergstraße), Lena Endesfelder (Mosel), Louisa Follrich (Rheingau), Mara Walz (Württemberg), Christina Schneider (Franken) und Clarissa Peitz (Nahe).

Am 30. September 2016 dürfte die Spannung noch einmal deutlich ansteigen,  wenn sich nämlich entscheidet, welche Finalistin zur 68. Deutschen Weinkönigin gekrönt wird. Zu den Favoritinnen dürften Lena Endesfelder (Mosel) und Clarissa Peitz (Nahe) gehören, die mit ihrer kompetent-charmanten Art besonders überzeugten. Das SWR-Fernsehen überträgt die Wahlgala ab 20.15 Uhr live aus der Mainzer Rheingoldhalle.

 

In der Fachbefragung haben die Bewerberinnen aus den 13 deutschen Weinbaugebieten die 70-köpfige Fachjury vor eine schwierige Entscheidung gestellt. „Alle Kandidatinnen haben ihr umfangreiches Weinwissen hervorragend präsentiert. Es war ein sehr enges Feld, so dass auch die Tagesform eine Rolle spielte“, erklärte Monika Reule, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), das die Wahl alljährlich ausrichtet.

Die Masterjury, bestehend aus Romana Echensperger (Master of Wine), Professor Dr. Ulrich Fischer (DLR Rheinpfalz) und Professor Dr. Ruth Fleuchaus (Hochschule Heilbronn), konfrontierte jungen Fachfrauen vor über 1.000 begeisterten Zuschauern in der Rheingoldhalle mit Fragen zu Weinmarketing, Weinherstellung und zum Umgang mit Wein. Eine besondere Herausforderung waren wie immer die englischen Fachfragen, zu denen wohlformulierte Antworten in fließendem Englisch erwartet wurden.

Weiterhin galt es in „Weinnachrichten“ eingebaute Fehler zu korrigieren und sich in einem Schnellratequiz gegen eine oder zwei Mitbewerberinnen zu behaupten.

Die sechs Finalistinnen haben all diese Aufgaben mit Bravour gelöst! So erläuterte etwa Mara Walz aus Württemberg souverän die Unterschiede des Weinausbaus im Barriquefaß und im Beton-Ei. Lena Endesfelder von der Mosel erklärte gekonnt und umfassend das Herstellungsverfahren von Sekt. Richtige Antworten auf alle Fachfragen, beispielsweise zur Entstehung von primären, sekundären und tertiären Aromen im Wein, hatte auch Anja Antes von der Hessischen Bergstraße parat. Schlagfertig und mit Erklärungen unter anderem zur Maischestandzeit präsentierte sich Clarissa Peitz von der Nahe. Die Rheingauerin Louisa Follrich war über moderne Vinotheken voll im Bilde und erklärte mit Lockerheit auf Englisch, was grüne Lese bedeutet. Über die Herstellung veganer Weine wusste Christina Schneider aus Franken bestens Bescheid. In bravourösem Englisch erläuterte sie außerdem, wofür die Initiative Generation Riesling steht.

Am kommenden Freitag um 22:00Uhr wird es spannend, wenn Monika Reule vor laufenden Kameras verkündet: Die neue Deutsche Weinkönigin heißt…!“

TV-Tipp:

Die sechs Finalistinnen präsentieren sich vom 26. bis 28. September ab 16 Uhr jeweils zu zweit im Live-Interview in der Sendung „Kaffee oder Tee“ im SWR Fernsehen.

Tickets zum Finale Wahl der 68. Deutschen Weinkönigin in der Rheingoldhalle

Weinkultur mit allen Sinnen erleben – Weinsensorium in ‚Great Wine Capital‘ Mainz eröffnet!

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Mit dem WeinSensorium präsentiert das Deutsche Wein­institut (DWI) von heute an bis 3. Oktober 2016 – und damit parallel zur Wahl der Deutschen Weinkönigin – allen Mainzerinnen und Mainzern sowie den Gästen der Landeshauptstadt und ‚Great Wine Capital‘ eine spannende und bundesweit einzigartige Weinerlebniswelt.

Josefine Schlumberger, amtierende deutsche Weinkönigin, Michael Ebling, Mainzer Oberbürgermeister, Monika Reule, DWI-Geschäftsführerin, eröffneten heute das Weinsensorin auf dem Jockel-Fuchs-Platz zwischen Rathaus und Rheingoldhalle. Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Josefine Schlumberger, amtierende deutsche Weinkönigin, Michael Ebling, Mainzer Oberbürgermeister, Monika Reule, DWI-Geschäftsführerin, eröffneten heute das Weinsensorin auf dem Jockel-Fuchs-Platz zwischen Rathaus und Rheingoldhalle. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Seit heute 12 Uhr und für weitere elf tage kann dort jeder auf spielerische Art und Weise viel Spannendes über den deutschen Wein erfahren. Das WeinSensorium gastiert auf dem Jockel-Fuchs-Platz und ist bei freiem Eintritt täglich von 12:00 bis 21:00 Uhr geöffnet.Hören, riechen, schmecken, verstehen – im WeinSensorium werden alle Sinne angesprochen. Dazu hat ein Team aus Planern, Architekten und Designern ein einzigartiges Konzept entwickelt, das auf 400 Quadratmetern zum aktiven Mitmachen einlädt. Es soll deutlich machen, dass Wein kein kompliziertes Getränk ist, sondern ein Teil unserer Kultur, das für jeden da ist und auch von jedem verstanden werden kann.

In diesem Bereich können sich Besucher über Klima, Wetter und Böden der Regionen informieren, am Schiefer, Kalksandstein usw. - am besten nach Befeuchten - riechen, wie es Weinkönigin Josefine Schlumberger zeigt. Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
In diesem Bereich können sich Besucher über Klima, Wetter und Böden der Regionen informieren, am Schiefer, Kalksandstein usw. – am besten nach Befeuchten – riechen, wie es Weinkönigin Josefine Schlumberger zeigt. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Dafür wird im WeinSensorium der Wein mit seinen vielen Facetten in ein neues Licht gerückt: Verblüffend, unterhaltsam und dennoch lehrreich. Die Besucher werden auf eine interessante Erlebnisreise eingeladen und erfahren auf ganz neue Art und Weise, warum die Weine aus den dreizehn deutschen Weinregionen so besonders sind.

Ingo Steitz, rheinhessischer Weinbaupräsident posiert mit der neu  gewählten 22jährigen rheinhessischen Weinprinzessin Rebecca Stephan für die Fotografen. Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Ingo Steitz, rheinhessischer Weinbaupräsident posiert mit der neu gewählten 22jährigen rheinhessischen Weinprinzessin Rebecca Stephan für die Fotografen. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Wer schließlich den ein oder anderen Film aus den 13 Weinregionen und die Galerie des Lächelns gemeistert hat, kann ein Erinnerungsfoto mit entsprechenden Hintergrund und schmucken Rahmen schießen lassen.

 

Das Beste kommt zum Schluss. Besucher können ihre kostenfrei am Fasseingang erhaltene Weinmarke gegen ein Gläschen ihrer Wahl eintauschen. Jeder weitere Wein kostet 2 Euro. So preiswert und fachkundig fundiert  kann man sich nur im Weinsensorium durch die Regionen trinken. Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Das Beste kommt zum Schluss. Besucher können ihre kostenfrei am Fasseingang erhaltene Weinmarke gegen ein Gläschen ihrer Wahl eintauschen. Jeder weitere gebietstypische Wein kostet 2 Euro. So preiswert und fachkundig fundiert kann man sich wohl nur im Weinsensorium durch die deutschen Wein-Regionen probieren. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Zum Abschluss hält die angegliederte Lounge einen repräsentativen Querschnitt gebietstypischer Weine zur Verkostung bereit und lädt zum Diskutieren der erlebten Eindrücke ein. Dort werden auch an mehreren Tagen kostenfreie Kurzseminar zu weinkulinarischen Themen stattfinden.

 

Das WeinSensorium hat seit seinem Start 2008 in Berlin bereits in Leipzig, Düsseldorf, Bremen, Braunschweig, Hannover und Erfurt Station gemacht und über 45.000 Besucher begeistert.

Termine und Öffnungszeiten:

Von Freitag, 23. September 2016 bis Montag, 3. Oktober 2016 lädt das WeinSensorium nach Mainz auf den Jockel-Fuchs-Platz ein.

Täglich von 12 bis 21 Uhr können Besucher hier auf dem Rathausplateau am Rhein mit allen Sinnen Weine erleben und verkosten. Eintritt frei.

Weinerlebnis-Schwerpunkte:

Moderiert von Simone Renth-Queins, Dipl.Ing. Weinbau & Oenologie und ehemalige Deutsche Weinkönigin

Montag, 26.September, 17.00 bis 17.30 Uhr
Good – Better – Silvaner
Weinprobe mit gebietstypischem Silvaner verschiedener deutscher Anbaugebiete

Dienstag, 27. September, 17.00 bis 17.30 Uhr
Wein & Foodpainting
Deutsche Weine & Zeitgeschichte aus Rheinhessen

Mittwoch, 28. September, 17.00 bis 17.30 Uhr
Wein & Foodpainting
Deutsche Weine & Dips aus der Region mit frischem Holzofenbrot

Donnerstag, 29. September, 17.00 bis 17.30 Uhr
Wein & Foodpainting
Feine Schokolade von der Chocolaterie präsentiert mit Deutschem Wein.

Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.

Am 28. September von 19:00 – 21:00 Uhr im WeinSensorium in Mainz.
Wer ist der bessere Sommelier? Die Deutsche Weinkönigin Josefine Schlumberger und RPR1. Morning Show-Moderator Kunze präsentieren Ihnen zu 5 verschiedenen Speisen 10 verschiedene Weine!

Weitere Informationen gibt es unter: www.weinsensorium.de

Dass Weinköniginnen nicht nur repräsentieren, sondern auch handfest anpacken können, bewiesen die 13 Kandidatinnen zur Wahl der 68. Deutschen Weinkönig heute einmal mehr, als sie die mit Gestein plus einer Mega-Weinflasche ihrer Region befüllten  Schubkarren als Eröffnungskorso auf die Fotografen zurollten.Michelle Skruth, Bad Neuenahr-Ahrweiler (Ahr);Isabella Vetter, Herbolzheim (Baden); Christina Schneider, Nordheim  (Franken); Anja Antes, Heppenheim  (Hessische Bergstraße); Sarah Hulten, Leutesdorf (Mittelrhein); Lena Endesfelder, Mehring (Mosel); Clarissa Peitz, Spabrücken (Nahe); Julia Kren, Meckenheim ( Pfalz); Louisa Follrich, Hattenheim ( Rheingau); Sabrina Becker, Spiesheim (Rheinhessen); Sandra Warzeschka, Jena (Saale-Unstrut); Daniela Undeutsch, Leipzig (Sachsen); Mara Walz, Vaihingen/Enz-Ensingen (Württemberg) Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Dass Weinköniginnen nicht nur repräsentieren, sondern auch handfest anpacken können, bewiesen die 13 Kandidatinnen zur Wahl der 68. Deutschen Weinkönig heute einmal mehr, als sie die mit Gestein plus einer Mega-Weinflasche ihrer Region befüllten Schubkarren als Eröffnungskorso auf die Fotografen zurollten.Michelle Skruth, Bad Neuenahr-Ahrweiler (Ahr);Isabella Vetter, Herbolzheim (Baden); Christina Schneider, Nordheim (Franken); Anja Antes, Heppenheim (Hessische Bergstraße); Sarah Hulten, Leutesdorf (Mittelrhein); Lena Endesfelder, Mehring (Mosel); Clarissa Peitz, Spabrücken (Nahe); Julia Kren, Meckenheim ( Pfalz); Louisa Follrich, Hattenheim ( Rheingau); Sabrina Becker, Spiesheim (Rheinhessen); Sandra Warzeschka, Jena (Saale-Unstrut); Daniela Undeutsch, Leipzig (Sachsen); Mara Walz, Vaihingen/Enz-Ensingen (Württemberg)
Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

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200 Jahre Rheinhessen: Umfrage unter Veranstaltern zeigt hohe Zufriedenheit

cover450-jp450 Veranstaltungen in 8 Monaten wurden bereits realisiert – das ist der aktuelle Stand im Jubiläumsjahr 200 Jahre Rheinhessen. Zeit für eine Zwischenbilanz der Veranstalter. Und die fällt äußerst positiv aus. Die Kommunen, Sponsoren und privaten Veranstalter sind begeistert vom Jubiläumsjahr 2016 und der Resonanz, die die Veranstaltungen erfahren haben. Das ergab jetzt eine Umfrage des Projektbüros 200 Jahre Rheinhessen, die auf der Mitgliederversammlung am Dienstag, 06. September in den Räumen der HWK Mainz von Rheinhessen Marketing e.V. präsentiert wurde.

Insgesamt 265 Veranstalter aus der Reihe „Tag für Tag“, private Veranstalter und die Sponsoren des Jubiläums wurden angeschrieben. Alle Zielgruppen wurden über einen Fragebogen mit geschlossenen und offenen Fragen befragt. Die Erhebung ist nach den Maßstäben der empirischen Forschung zwar nicht repräsentativ, dennoch bildet sie die Stimmung der Akteure sehr gut ab – und die ist durchweg positiv:

Von den „Tag für Tag“-Veranstaltern bewerteten über 50 Prozent das Jubiläumsjahr mit „sehr gut“, über 21 Prozent waren sogar der Meinung, das Jubiläumsjahr sei „überragend“ gewesen. „Wir sind erstaunt über die Dynamik, die durch das Jubiläum entstanden ist“, heißt es beispielsweise aus den Reihen der Kommunen. Weit mehr als die Hälfte der Befragten ist hier der Meinung, die „Tag für Tag“-Reihe solle fortgeführt werden. Sehr gut war auch die Resonanz der privaten Veranstalter. Über 60 Prozent der Rückläufer bewerteten das Jubiläumsjahr mit „sehr gut“, ebenso viele sind auch bereit, im Jahr 2017 wieder eine Veranstaltung anzubieten. „Es gibt natürlich noch sehr viel mehr zu entdecken und sehr viel mehr zu erzählen, aber das Spektrum der Angebote war bereits beeindruckend.“ „Und Vielfalt ist ja nicht nur eine Frage des Angebots, sondern auch der Identität“, weiß der Vorsitzende des Arbeitskreises Rheinhessen Kultur, Volker Gallé. Auch die Sponsoren waren mit dem Jubiläumsjahr und seiner Identitäts- und Imagekampage mehr als zufrieden. 70,5 Prozent bewerteten das Jubiläumsjahr mit „sehr gut“.

„Noch etwas mehr als 100 Tage hat das Jubiläumsjahr, doch schon heute kann man bilanzieren: Die Zielsetzung von Rheinhessen Marketing e.V. wurde erreicht, nämlich Identität, Zusammenhalt und ein Wir-Gefühl zu schaffen.“ „Aber: Es ist noch nicht vorbei und es soll über 2016 hinaus weitergehen“, so der Leiter des Projektbüros 200 Jahre Rheinhessen, Tobias Bartenbach. „Alle sind sich einig, dass der Aufschwung, den die Region in diesem Jahr erfahren hat, genutzt werden muss. Wir wollen die Marke Rheinhessen weiterverbreiten. Absolute Priorität ist es, die Identität durch Netzwerke nach innen und die Kampagne weiter zu stärken.

Fanschal-Sonderedition: Mainz 05 und „200 Jahre Rheinhessen“

© Agentur Bartenbach
© Agentur Bartenbach

Der Bundesligist Mainz 05 hat gemeinsam mit den Machern von „200 Jahre Rheinhessen“ eine Fanschal-Sonderedition in limitierter Auflage kreiert. Mit dem Slogan „200 Jahre meine Heimat“ und dem Logo zum 200-jährigen Jubiläum, die den Schal zieren, zeigen Fans ab sofort ganz Fußballdeutschland, wo sie herkommen. Der heimatverbundene Verein feiert in diesem Jahr ebenfalls Jubiläum. Ganz typisch für die 05er, die sich in ihrer Torhymne selbst als Karnevalsverein bezeichnen, wird der närrische 111. Geburtstag begangen. Die beiden Jubilare sind eng verbunden, das zeigt nun auch der Fanschal, der neben dem 05er-Logo auch den Spruch „111 Jahre mein Verein“ trägt. „Ich bin stolz, dass unser Verein Mainz 05 in der kommenden Saison als Botschafter für die rheinhessische Lebensfreude durch Europa reisen wird, und gratuliere meiner wundervollen Heimat von ganzem Herzen zum 200. Geburtstag“, so Harald Strutz, Mainz 05-Präsident und engagierter Rheinhessen-Botschafter in der Alzeyer Allgemeinen Zeitung. Auch Projektleiter Tobias Bartenbach freut sich über die Kooperation mit Mainz 05: „Wir hoffen, dass der Schal ein Verkaufsschlager zur anstehenden Bundesliga-Saison wird“.

Für 14,95 Euro gibt es den Schal im Rheinhessen-Onlineshop unter www.shop-rheinhessen.de, im Fanshop von Mainz 05, im lokalen Handel sowie beim Benefizspiel der Lotto-Elf gegen die Ü40-Auswahl der TSG Schwabenheim am 1. September um 19:00 Uhr in Schwabenheim. Dort wird es auch einen Charity-Verkauf des Mainz 05-Rheinhessen-Fanschals am Rheinhessen-Fanmobil (der „Rheinhessen Ape“) geben. 2 Euro jedes verkauften Schals gehen als Spende an das Haus St. Martin in Ingelheim, einer Fördereinrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Schwerst-Mehrfachbehinderung.