Kategorie-Archiv: Naturhistorisches Museum

Taschenlampenführung: Nachts im Naturhistorischen Museum – 10.000 Besucher/in nach Wiedereröffnung des Naturhistorischen Museums Mainz

In der neuen Eingangshalle des Naturhistorischen Museums Mainz begrüsst das „Schreckens-Tier“, ein Hauerelefant. das Wappentier des nhm, den Besucher.   ©  Foto: Diether  v Goddenthow
In der neuen Eingangshalle des Naturhistorischen Museums Mainz begrüsst das „Schreckens-Tier“, ein Hauerelefant. das Wappentier des nhm, den Besucher. © Foto: Diether v Goddenthow

Nach elfmonatiger Schließung wurde das Naturhistorische Museum Mainz (nhm) nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am Samstag/Sonntag, 28./29. September 2019 mit einem großen Bürgerfest und bunten Programm im neuen Ausstellungsdesign vorgestellt. Das beliebte Haus konnte sich in der kurzen Zeit, die seither vergangen ist, über einen Mangel an Besucher/innen nicht beklagen. Das Interesse ist so immens, dass das Team um Museumsdirektor Dr. Bernd Herkner und seine Stellvertreterin Nicole Fischer am heutigen Freitag, 11. Oktober 2019, bereits den 10.000 Besucher im Haus mit einer kleinen Überraschung begrüßen konnten. Das runderneuerte und erweiterte Naturhistorische Museum Main hatte Ende September mit neuen Ausstellungsbereichen sowie frischen Pädagogikräumen wiedereröffnet.

Besonders Kinder und Jugendlich können sich darauf freuen, auch mit der Taschenlampe die neue Ausstellung erkunden zu können: Abends im Kegel des Taschenlampenlichts begeben sich die Gäste auf eine Zeitreise, die vor 400 Jahren beginnt und dann durch die wechselhafte Erdgeschichte der Region führt. Die Führung geleitet durch Wüsten, tropische Wälder und eiszeitliche Kältesteppen, die Teilnehmer /innen tauchen ab in urzeitliche Meere.
In der geheimnisvollen Atmosphäre des dunklen Museum sind im Taschenlampenschein die beindruckenden und teils bizarren Bewohner dieser urzeitlichen Lebensräume zu entdecken. Elefanten und Nashörner an Orten, wo heute Wein gedeiht. Seekühe und riesige Haie im Rhein. Dies und noch mehr erwartet die Gäste auf dieser spannenden Reise durch die Zeit.

Führungen: 17.00 und 18.00 Uhr.
Preise: Erwachsene 8,00 Euro, Kinder 6,00 Euro

Führungsdaten: jeweils am Freitag, 8.11., 15.11., 22.11., 29.11., 6.12.2019 sowie im kommenden Jahr am
10.1.2020, 17.1.2020, 24.1.2020

Anmeldungen sind dringend erforderlich unter:
Museumspädagogik Naturhistorisches Museum Mainz
Telefon: 06131-122913
Email: Martina.Kracht@stadt.mainz.de

Ort:
Naturhistorisches Museum Mainz
Reichklarastraße 10
55116 Mainz

Öffnungszeiten
Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 17 Uhr
Mittwoch: 10 bis 17 Uhr
Donnerstag: 10 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 18 Uhr
Sonntag: 10 bis 18 Uhr

Feiertage: 10 bis 18 Uhr
(auch montags)

Montag geschlossen

Das Naturhistorische Museum Mainz in neuem Glanz und mit weltweit einzigartigen Funden feiert am 28. u. 29.09.2019 die Wiedereröffnung

In der neuen Eingangshalle des Naturhistorischen Museums Mainz begrüsst das „Schreckens-Tier“, ein Hauerelefant. das Wappentier des nhm, den Besucher.   ©  Foto: Diether  v Goddenthow
In der neuen Eingangshalle des Naturhistorischen Museums Mainz begrüsst das „Schreckens-Tier“, ein Hauerelefant. das Wappentier des nhm, die Besucher. © Foto: Diether v Goddenthow

10 Millionen Jahre vor unserer Zeit, als noch der Ur-Rhein in einem breiten Tal langsam quer durch Rheinhessen floss und Galeriewälder die Ufer säumten, stapfte ein „Schreckens-Tier“ entlang der Ufer: der Hauer-Elefant, bei Fachleuten Deinotherium giganteum genannt. Der mit einer Schulterhöhe von 4,60 Meter hochgewachsene Rüssel tragende Deinotherium giganteum aus dem rheinland-pfälzischen Eppelsheim in der Nähe von Alzey ist weltweit einmalig. „Mammute findet man häufiger, aber so einen Deinotherium giganteum ganz selten“, so Museumsdirektor Dr. Bernd Herkner, beim heutigen Presse-Preview. Anhand der Knochenfunde hat nunmehr der spanische Paläokünstler Ramon López den riesigen Pflanzenfresser in einem aufwendigen Verfahren in Originalgröße so wunderbar rekonstruiert, dass Kultur- und Baudezernentin Marianne Grosse schwärmte: „Das ist nicht nur ein außergewöhnlich tolles Großtierpräparat, das ist ein Kunstwerk“. Der Deinotherium giganteum ist auch das Wappentier des Naturhistorischen Museums, und es ist ein enormer Gewinn, das „Wappentier“ erstmals nun ab dem 28. September 2019, wenn das Naturhistorische Museum Mainz nach umfangreicher Sanierung mit einem großen zweitägigen Fest wiedereröffnet wird, so lebensecht wiedersehen zu können.

Ein rheinhessischer Affe. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Ein rheinhessischer Affe. © Foto: Diether v Goddenthow

Bei den umfangreichen baulichen Sanierungsmaßnahmen wurden nicht nur Elektroanlage, Brandschutz und Barrierefreiheit auf den neuesten Stand gebracht, sondern auch der Eingangsbereich gänzlich verlegt und neu gestaltet. Man gelangt jetzt sofort in den früheren Lichthof und wird vom „Schreckens-Tier“ und weiteren Ur-Viechern, die einst durch Wälder und Steppen des heutigen Rheinland-Pfalz streiften begrüßt. Vor hier aus geht es in die verschiedenen Schauräume, die man aber auch chronologisch besichtigen kann, beginnend in den Räumen mit den ältesten Funden von vor 400 Millionen Jahren als Rheinland-Pfalz noch in Äquatornähe lag und endend mit dem Ausklingen der letzten Eiszeit vor 10 000 Jahren.
Durch den Einzug einer neuen Geschossdecke in den früheren Lichthof, der neuen Eingangshalle, konnte somit ein zusätzlicher Mehrzweckraum für Vorträge, Workshops und Events gewonnen werden. Der umfassend sanierte Trakt erscheint auf 600 qm in neuem Glanz.

Gezeigt wird in komplett überarbeiteter Präsentationsform der ungeheure Reichtum an Fossilien aus dieser Region. Das „Naturhistorische“ präsentiert dabei über 2.000 Originalobjekte, die in ästhetischer Weise und im Rahmen eines ansprechenden Ausstellungsdesigns präsentiert werden. Eindrucksvoll sind zugleich die vielen lebensgroßen Modelle der einstigen Tierwelt, die wie das mächtige Wappentier „Deinotherium von dem spanischen Paläokünstler Ramon López hergestellt wurden.
Gerade in der heutigen Zeit, in der junge Menschen in großer Zahl auf die Straße gehen, um auf den Klimawandel und den rasanten Biodiversitätsverlust in der Natur aufmerksam zu machen, sei es von besonderer Bedeutung, „sich mit unserem Planeten und seiner reichen Pflanzen- und Tierwelt auseinanderzusetzen“, betonte Marianne Grosse.

Kultur- und Baudezernentin Marianne Grosse und Museumsdirektor Dr. Bernd Herkner beim heutigen Presserundgang durch neue Naturhistorische Museum Mainz.   ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Kultur- und Baudezernentin Marianne Grosse und Museumsdirektor Dr. Bernd Herkner beim heutigen Presserundgang durch neue Naturhistorische Museum Mainz. © Foto: Diether v Goddenthow

Dazu bietet gerade das neue Naturhistorische Museum reichlich Möglichkeiten, denn das Haus nimmt seinen Bildungsauftrag ernst: mit über 700 betreuten Gruppen pro Jahr vermittelt das Museum mit seinen unterschiedlichen und altersgerechten Programmen naturkundliche Grundlagen, die bei jüngeren, aber auch gehobenen Altersstufen das Bewusstsein für den Wert der natürlichen Vielfalt und deren Bedeutung für den Menschen als Teil der Natur schärft.

Im Mittelpunkt des neuen Museums steht die wechselhafte Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz, das reich an Fossillagerstätten ist. Die exzellent erhaltenen Fossilien der Ausstellung belegen, dass sich vor etwa 400 Millionen Jahren in diesen Breitengraden – auch am Standort des Hauses – einst ein ausgedehnter Ozean befand. Mit dieser Zeitepoche beginnt auch der Rundgang durch die Erdgeschichte des Bundeslandes, die sich als sehr wechselhaft darstellte – das Meer verschwand, es wurde trocken, dann eroberte sich das Meer das Land zurück, es tummelten sich hier Haie und Seekühe. Mal war es tropisch heiß, mal sibirisch kalt. All diesen Wandel können die Besucher des Naturhistorischen Museums in einer erlebnisorientierten Weise inszeniert, hautnah erfahren.

Ein sensationeller  Fund aus Rheinland-Pfalz: die versteinerte Schwere eines Gliederfüsslers, der  mit  seinen 2,5 Meter  weltweit als einzigartig gilt.. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Ein sensationeller Fund aus Rheinland-Pfalz: die versteinerte Schere eines Gliederfüsslers, der mit seinen 2,5 Meter weltweit als einzigartig gilt.. © Foto: Diether v Goddenthow

Die neuen Ausstellungsräume beherbergen über 2.000 Originalfossilien, die allesamt aus Rheinland-Pfalz stammen, darunter einzigartige Stücke in der Welt. All dies ist beeindruckend und hoch ästhetisch in Szene gesetzt.
Rheinland-Pfalz sei weltweit für seine spektakulären Fossilienfundstätten bekannt – etwas durch den Ort Bundenbach im Hunsrück, der Weltrang genieße. Der Bundenbach-Schiefer, so Grosse, berge phänomenale Fossilien aus der erdgeschichtlichen Epoche des Devons und das Naturhistorische Museum verfügt über die bedeutendste Fossiliensammlung dieser Fundstelle.
In einem Diorama werde zudem die Entstehungsepoche lebendig gemacht. Als Schaufenster in eine der „Wilden Welten“ der Urzeit zeige es die Situation vor 400 Millionen Jahren und mache die damalige Unterwasserwelt mit all seinen Bewohnern erlebbar. Grosse: „Am neuen didaktischen Konzept gefällt mir besonders, dass in den einzelnen Ausstellungsbereichen die Arbeit der Paläontologen sichtbar und nachvollziehbar gemacht wird.“
Besonders aufschlussreich wird dies am Beispiel der Fossilfundstätte im rheinhessischen Eppelsheim erläutert. Dort führt das nhm schon seit vielen Jahren regelmäßig Grabungen in den Sedimenten des Ur-Rheins durch.

Die Rekonstruktion des weltweit einzigartigen  Gliederfüsslers mit seinen Scheren. ©  Foto: Diether  v Goddenthow
Die Rekonstruktion des weltweit einzigartigen Gliederfüsslers mit seinen Scheren. © Foto: Diether v Goddenthow

Alle neuen Ausstellungstücke sind von höchster Qualität und mit „viel Liebe und höchstem handwerklichen Geschick“, so Grosse, umgesetzt. Bis hierher war es jedoch ein langer Weg, der maßgeblich durch den langjährigen Direktor des Museums, Dr. Michael Schmitz, geebnet worden sei, betonte die Kulturdezernentin. Er habe den Umbau und die Neuausrichtung des Naturhistorischen Museums massiv vorangebracht. Ihr Dank galt zugleich dem neuen Museumsdirektor, Dr. Bernd Herkner, der das Projekt fortgeführt und ins Ziel gebracht habe. „Ich kenne Dr. Michael Schmitz schon sehr lange und teile seine wissenschaftliche Philosophie. So konnte ich gleich in dieses Projekt voll einsteigen und ganz dahinter stehen, da keine Fehler gemacht wurden. Ich hätte es genauso konzipiert,“ so Herkner, der zuvor Senckenberg-Museumsdirektor war und den Ruf aus Mainz erhielt. „Wir wollen in unseren neuen Ausstellungen zeigen, dass naturkundliche Sammlungen Datenbanken der Natur sind. Wir sind quasi die Verwalter der Biodiversität, die physische Objekte für die Forschung vorhalten – auch für spätere Generationen. Gerade in einer Zeit des rasant ansteigenden Biodiversitätsverlusts ist diese Aufgabe von großer Bedeutung.“

Seekühe schwammen vor 30 Millionen Jahren durchs subtropische artenreiche Binnenmeer, welches durchs Mainzer Becken flutete.©  Foto: Diether  v Goddenthow
Seekühe schwammen vor 30 Millionen Jahren durchs subtropische artenreiche Binnenmeer, welches durchs Mainzer Becken flutete.© Foto: Diether v Goddenthow

Breits im Jahr 2008 begann der mehrstufige bauliche Modernisierungsprozess, der in Folge von Brandschutzauflagen und zur Schaffung von Barrierefreiheit zwingend notwendig geworden war. Im Jahr 2014 folgten mit dem Bauabschnitt III die umfangreichsten baulichen Sanierungsmaßnahmen am Naturhistorischen Museum seit 1962. Dieser Bauabschnitt war von Beginn an eng verzahnt mit der Brandschutzsanierung und der Herstellung der Barrierefreiheit in der Anne-Frank-Realschule, mit der das Naturhistorische Museum diesen Gebäudekomplex teilt.

Ende 2018 konnten die Maßnahmen abgeschlossen werden, wodurch das Naturhistorische Museum nun über eine moderne Gebäudeinfrastruktur verfügt: Der Brandschutz entspricht den gesetzlichen Anforderungen, die Elektrik ist vollständig modernisiert, alle Bereiche sind nun barrierefrei zugänglich.

Dies alles geht natürlich nicht zum Nulltarif. Das gesamte Bauprojekt, einschließlich der Baumaßnahmen an der Anne-Frank-Realschule wurde von der Landeshauptstadt Mainz mit rund 8 Millionen Euro finanziert.

Nach der Beendigung der Sanierungsmaßnahmen konnte auch mit der Umsetzung des neuen Ausstellungskonzepts begonnen werden. Bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Baumaßnahmen fanden alle Arbeiten der verschiedenen Bauabschnitte bei laufendem Museumsbetrieb statt – eine große Herausforderung für das Team.

Mit Beginn der sukzessiven Umsetzung des neuen Ausstellungskonzepts wurde allerdings ab November 2018 die Schließung des Hauses notwendig. Grosse dankte alle Beteiligten:
„Das gesamte Team des Naturhistorischen Museums, jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat hier Großartiges geleistet. Die Landeshauptstadt Mainz ist um eine neue Attraktion reicher.“

Wiederöffnung für kleine und große Gäste mit buntem Rahmenprogramm am Wochenende

nhm-flaggenDas Wochenende steht ganz im Zeichen der Neueröffnung unter dem Motto „Wir sind wieder da!“ – dann öffnet das Haus für kleine und große Besucherinnen und Besucher von nah und fern wieder die Türen: Am Samstag/Sonntag, 28./29. September 2019 lädt das Museum alle Gäste bei freiem Eintritt in und an das Museum, um sich das „Naturhistorische“ zurück zu erobern – mit Street Food, Schnupper-Führungen, Eröffnungsquiz und zahlreichen weitere Veranstaltungspunkten (Flyer mit Programm ist angefügt).

Programm zur Wiedereröffnung

Freitag, 27. September ab 19 Uhr
Festliche Beleuchtung des Museums ab 19 Uhr

Samstag, 28. September 10 bis 21 Uhr
Tag der jungen Erwachsenen/urban active

• 11 Uhr
Erste öffentliche Führung
mit Kulturdezernentin Marianne Grosse
und Museumsdirektor Dr. Bernd Herkner
• Im Anschluss ab 11.30 Uhr alle 30 Minuten bis 20 Uhr
Schnupper-Führungen durch das Team des Museums:
Dr. Bernd Herkner/Marius Müller/Lina Barth/
Martina Kracht

Essen und Trinken auf dem
Street Food Markt vor dem Museum
11.30 Uhr bis 21 Uhr
mit n’Eis, Spinnlers Schwenkbraterei & Bier, Kumpir
u. Burger, Cocktails, Wein von Die Mainzer Winzer e.V.
Weingut Martina und Jörg Eckert

• Musik 18 bis 21 Uhr: La Route du bonheur
• Ganztags: Forscherwerkstatt geöffnet
• Eröffnungsquiz der Sparkasse Mainz
• Festliche Beleuchtung des Museums von aussen
ab 19 Uhr

Sonntag, 29. September 10 Uhr bis 18 Uhr
Tag der Familien/ familiy & friends

Ganztags
Themenstationen laden zum Mitmachen ein:
• Urzeit Tiere gießen
• Handabdrücke gießen
• Mammut basteln
• Steinzeitketten basteln
• Buttons gestalten
• Bienen basteln
• Eröffnungsquiz der Sparkasse Mainz
• Forscherwerkstatt geöffnet

Essen und Trinken auf dem
Street Food Markt vor dem Museum
11.30 Uhr bis 18 Uhr
mit n’Eis, Spinnlers Schwenkbraterei & Bier,
Kumpir u. Burger, Cocktails, Wein von Die Mainzer
Winzer e.V. Weingut Martina und Jörg Eckert

• Musik 12 bis 16 Uhr: La Route du bonheur
• Das AZ-Monster Kruschel lädt ein unter dem
Motto: „Im Museum werdet ihr monsterschlau…“
• Schnupper-Führungen durch das Team des
Museums: Martina Kracht
von 11 bis 17 Uhr zur vollen Stunde

Naturhistorisches Museum Mainz
Landessammlung für Naturkunde RLP
Reichklarastr. 1
55116 Mainz
Fon: 06131/122646
Fax: 06131/122975
Mail ans nhm mainz

Nachts im Museum – Naturhistorisches Museum Mainz bald wieder geöffnet

Archivbild vor der Sanierung ©  Foto: Diether v Goddenthow
Archivbild vor der Sanierung © Foto: Diether v Goddenthow

Bald ist es soweit! In neuem Gewand und mit neuen Ausstellungen öffnet das Naturhistorisches Museum Mainz Ende September wieder seine Tore. Schon jetzt können Sie sich wieder zu museumspädagogisch geführten Taschenlampenführungen anmelden!

Mit der Taschenlampe durch die neue Ausstellung
Abends im Kegel des Taschenlampenlichts geht es auf eine Zeitreise, die vor 400  Millionen Jahren beginnt und durch die wechselhafte Erdgeschichte rheinhessischer Heimat führt. Sie geleitet durch Wüsten, tropische Wälder und eiszeitliche Kältesteppen, die Besucher/innen tauchen ab in urzeitliche Meere. In der geheimnisvollen Atmosphäre des dunklen Museums entdecken die Gäste im Taschenlampenschein die beeindruckenden und teils bizarren Bewohner dieser urzeitlichen Lebensräume. Elefanten und Nashörner –  Orte, an denen heute Wein gedeiht, Seekühe und riesige Haie im Rhein. Dies und noch mehr erwartet die Gäste auf dieser spannenden Reise durch die Zeit.

Uhrzeit: 17.00 und 18.00 Uhr

Preise: Erwachsene 8.00 Euro Kinder 6.00 Euro

Führungen jeweils am Freitag, den 8.11.2019 15.11.2019, 22.11.2019, 29.11.2019, 6.12.2019 sowie
10.1.2020, 17.1.2020 und 24.1.2020

Anmeldung dringend erforderlich unter:
Museumspädagogik Naturhistorisches Museum Mainz, Telefon 06131-122913
Martina.Kracht@stadt.mainz.de

Wissenschaftstag „ Bienen „ vor und im Naturhistorischen Museum in Mainz

bienen-coverAm Wissenschaftstag zum Thema Bienen im Naturhistorischen Museum Mainz am 16. Oktober 2016 kann sich die gesamte Familie, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen rund um das Thema Bienen informieren. 

Die Besucher erwartet zwischen 10:00 und 16:30 Uhr ein vielfältiges Programm rund um das Leben der Bienen mit verschiedenen Aktionen, Vorträgen und Mitmachstationen.

Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag frei.

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SIEBEN MUSEEN – EIN FEST – Museumspädagogen laden am 3. Juli 2016 zu großem Sommerfest

Pressebild_160616.jppKunst auf spielerische Art zu erkunden: Dazu laden die Mainzer Museen und das Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim am Sonntag, dem 3. Juli, von 14 bis 17 Uhr ein. Für das große Sommerfest vor und in der Kunsthalle Mainz haben sich die Museumspädagogen der einzelnen Häuser zusammengetan und sich für Groß und Klein ein buntes Programm ausgedacht, das alle anregt, miteinander genau zu schauen, zu basteln, zu schreiben und mitzumachen.

So kann man am Stand des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums erfahren, was sich alles aus Seife schnitzen lässt, das Gutenberg-Museum kommt mit seiner kreativen Druck- und Mitmachwerkstatt, die Schönheit mittelalterlicher Initialen vermittelt das Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim, mit dem Landesmuseum ist man bei Pendelführungen mit offenen Augen unterwegs, das Naturhistorische Museum zeigt Modelle von Lurchen, Molchen und Co. und gestaltet Frösche, am Stand des Römisch-Germanischen Zentralmuseums gibt es den ultimativen Herrschersitz und der Gastgeber, die Kunsthalle Mainz, präsentiert das Projekt „Kunst ganz nah“ mit 8- bis 11-jährigen Kunstexperten und anderes mehr. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Ort:
Vor und in der Kunsthalle Mainz

Ziemlich beste Freunde. Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu Gast in Mainzer Museen

dinoEröffnung der zweiten Station im Naturhistorischen Museum Mainz am 19. Mai 2016

Bereits Ende März wurde im Landesmuseum Mainz mit großem Erfolg die Ausstellungsreihe „Ziemlich beste Freunde. Die Sammlungen der Johannes GutenbergUniversität Mainz zu Gast in Mainzer Museen“ eröffnet. Nun machen sich weitere Objekte aus den vielfältigen Beständen der Universität auf den Weg in die Stadt – diesmal mit dem Ziel: Naturhistorisches Museum. Hier wird am 19. Mai 2016 die zweite Station der Ausstellungsreihe eröffnet.

Die Ausstellung „Ziemlich beste Freunde“ bringt ungewöhnliche Exponate aus den Sammlungen der Universität und des Naturhistorischen Museums Mainz in einen Dialog. Neben Museumspräparaten von Urpferden werden kulturhistorische Objekte wie der Gipsabguss eines antiken Pferdekopfs vom Parthenon-Tempel in Athen aus den Klassisch-Archäologischen Sammlungen der JGU gezeigt. Foto/©: Thomas Hartmann, JGU)
Die Ausstellung „Ziemlich beste Freunde“ bringt ungewöhnliche Exponate aus den
Sammlungen der Universität und des Naturhistorischen Museums Mainz in einen Dialog.
Neben Museumspräparaten von Urpferden werden kulturhistorische Objekte wie der
Gipsabguss eines antiken Pferdekopfs vom Parthenon-Tempel in Athen aus den
Klassisch-Archäologischen Sammlungen der JGU gezeigt.
Foto/©: Thomas Hartmann, JGU)

Zur Ausstellungseröffnung werden die Dezernentin für Bauen, Denkmalpflege und Kultur der Landeshauptstadt Mainz, Marianne Grosse, der Vize-Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Prof. Dr. Wolfgang Hofmeister, sowie der Direktor des Naturhistorischen Museums, Dr. Michael Schmitz, sprechen. Die Zentrale Sammlungskoordinatorin der Universität, Dr. Vera Hierholzer, zugleich Kuratorin und Organisatorin der Ausstellungsreihe, gibt eine kurze Einführung in die Ausstellung. Im Anschluss haben die Eröffnungsgäste die Möglichkeit, die Ausstellung bei einem Rundgang gemeinsam mit den Betreuerinnen und Betreuern der Sammlungen an der JGU und den Mitarbeiterinnen des Landesmuseums zu besichtigen. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 19. Mai 2016, um 17:00 Uhr ins Naturhistorische Museum, Reichklarastr. 1, 55116 Mainz eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wie im Landesmuseum mischen sich Exponate aus den über 30 Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz auch im Naturhistorischen Museum in die dortige Schausammlung. Wie eine Spur ziehen sie sich durch alle Räume der ständigen Ausstellung, markiert durch leuchtend rote Exponat-Schilder und auffällige eigene Vitrinen. Es kommt zu ungewöhnlichen Begegnungen zwischen biologischen Präparaten und kulturhistorischen Objekten. Urpferdchen treffen auf antike Pferdedarstellungen und der heimische Fuchs wird zum Comic-Held. Die ungewohnten Zusammenstellungen laden die Besucherinnen und Besucher ein, die vielfältigen Beziehungen von Tier und Mensch aus Terminhinweis Universitätssammlungen Kontakt: Kathrin Voigt Kommunikation und Presse Tel. 06131 39-27008 kathrin.voigt@uni-mainz.de Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) 55099 Mainz www.uni-mainz.de neuen Blickwinkeln zu betrachten und übergreifende Sichtweisen zu entwickeln. So bereichern sich die Objekte aus Museum und Universität gegenseitig – wie dies beste Freunde eben tun.

Die Ausstellungsstation im Landesmuseum Mainz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Naturhistorischen Museum Mainz ist weiterhin zu sehen – noch bis zum 12. Juni 2016.

Am 1. Juli 2016 eröffnet dann die letzte Station im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.sammlungen.uni-mainz.de/1458.php

Öffnungszeiten des Naturhistorischen Museums: Di 10-20 Uhr, Mi 10-14 Uhr, Do-So 10-17 Uhr.

Abenteuer Steinzeit am 24.April im Naturhistorischen Museum Mainz

abenteuersteinzeitWissenschaft, die Spaß macht! Einen ganzen Tag lang leben wie in der Steinzeit, selbst Feuer machen, töpfern, Waffen bauen und viele Infos rund um das Thema Steinzeit hautnah erleben.
Am Sonntag, 24. April 2016, von 10.00 bis 16.00 Uhr, findet der Wissenschaftstag für Familien im Naturhistorischen Museum Mainz,  Reichklarastraße 10 statt.

Um 10.00 Uhr, 11.00 Uhr, 14.00 Uhr und 15.00 Uhr gibt es Vorträge für die ganze Familie zu den Themen:
• Den ersten Menschen auf der Spur und
• Das Klima fährt Achterbahn

Es gibt Steinzeitsäfte und Steinzeitsmuffins, um den Tag abzurunden. Der Eintritt ist frei.

Naturhistorisches Museum Mainz
Landessammlung für Naturkunde RLP
Reichklarastr. 1
55116 Mainz

„Schönheit unter unseren Füßen“ im Naturhistorischen Museum Mainz eröffnet

Das hier auf unzähligen Holzquadraten künstlerisch und dokumentarisch aufgetragene Sand- und Erdmaterial stammt aus Rheinhessen. Auf einer nebenstehenden Tafel erfahren Betrachter, Fundort und Art der Böden. Diese Art der künstlerischen Präsentation der Vielfalt unserer Böden, macht neugierig und hilft Eltern und Pädagogen auch,  Kinder und Jugendliche stärker für die Faszination "Sand- und Erdböden" zu interessieren. © massow-picture
Das hier auf unzähligen Holzquadraten künstlerisch und dokumentarisch aufgetragene Sand- und Erdmaterial stammt aus Rheinhessen. Auf einer nebenstehenden Tafel erfahren Betrachter, Fundort und Art der Böden. Diese Art der künstlerischen Präsentation der Vielfalt unserer Böden, macht neugierig und hilft Eltern und Pädagogen auch, Kinder und Jugendliche stärker für die Faszination „Sand- und Erdböden“ zu interessieren. © massow-picture

„SCHÖNHEIT UNTER UNSEREN FÜSSEN – Rheinhessens farbige Sande und Erden“ ist Titel einer Ausstellung der Künstlerin und Museumspädagogin Verena Reinmann, die am Dienstag, den 5. April 2016, in Beisein von Kulturdezernentin Marianne Grosse und  Museumsdirektor Dr. Michael Schmitz  eröffnet wurde. Die Ausstellung ist eine Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten 200 Jahre Rheinhessen, wobei die gezeigten Sande und Erden dieser Region natürlich weitaus älter sind, nämlich in Jahrmillionen entstanden.

Verena Reinmann führt durch die Ausstellung und erläutert die große farbige Vielfalt von Sanden und Erden aus unterschiedlichen Regionen. li. Museumsdirektor Dr. Michael Schmitz, der über die Wirkung und Voraussetzung von Erosion zur Entstehung von unterschiedlich farbigen Sanden und Böden referierte.
Verena Reinmann führt durch die Ausstellung und erläutert die große farbige Vielfalt von Sanden und Erden aus unterschiedlichen Regionen. li. Museumsdirektor Dr. Michael Schmitz, der über die Wirkung und Voraussetzung von Erosion zur Entstehung von unterschiedlich farbigen Sanden und Böden referierte.

In großen Wandfriesen dokumentiert die Künstlerlin die farbige Vielfalt von Sanden und Erden aus unterschiedlichen Regionen Rheinhessens. Geschaffen wurden diese Mosaike von Verena Reinmann aus Bodenheim am Rhein, die – fasziniert von der Farbigkeit des in Jahrmillionen entstandenen Erdmaterials – seit über 10 Jahren künstlerisch mit Sanden und Erden arbeitet. Dabei hat Verena Reinmann in unglaublicher Kleinarbeit, unzählige Fundorte unterschiedlich farbiger Böden vor allem  in Rheinhessen aufgesucht und dort Sand- und Erdproben gesammelt, klassifiziert, archiviert  und künstlerisch auf zumeist variierenden, quadartischen Holzgründen in mehrfachen Schichten  aufgebracht.

© massow-picture
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Die erd- und sandfarbenen Mini-Holz“Leinwände“ hat Verena Leinmann gekonnt nebeneinander gestellt, so dass sie besonders kontrastreich wirken. Auf Infotafeln kann zugleich nachgelesen werden, aus welchem Ort die farbigen Sand- und Erdmaterialien stammen, etwa aus dem Weisenauer Steinbruch, aus Bodenheim (dem Heimatort der Künstlerin), aus Nierstein, Oppenheim, Worms, Ingelheim, den Fossilfundstätten Weinheim mit dem berühmten Naturdenkmal, der „Trift“, den „Dinotheriensanden“ bei Sprendlingen und aus vielen anderen Fundstellen. Und selbstverständlich ist in den Wandmosaiken im Naturhistorischen Museum aus Erdmaterial vertreten, das kürzlich bei den Ausschachtungen für den Umbau unterhalb des Museums zutage trat. Erde vom ehemaligen Gelände des Reichklaraklosters. Und Material von den archäologischen Ausgrabungen in der Johanniskirche aus dem Zeithoriziont des 4.  bis 7. Jahrhunderts.

Insgesamt hat Verena Reinmann 262 Sande und Erden aus hiesiger Gegend zusammengetragen, darunter drei  Eifelmaterialien geschmuggelt und darüber hinaus eine Arbeit aus 123 Sanden und Erden aus UN-Staaten.

Diese Art der künstlerischen Präsentation der Vielfalt unserer Böden, macht neugierig und hilft Eltern und Pädagogen,  Kinder und Jugendliche stärker für die Faszination „Sand- und Erdböden“ zu interessieren.

Die Ausstellung läuft bis Jahresende.

© massow-picture
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Öffnungszeiten:
Di: 10 – 20 Uhr
Mi: 10 – 14 Uhr
Do-So: 10 – 17 Uhr
Mo: geschlossen!

Naturhistorisches Museum
Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz
Mitternacht/Reichklarastraße 10
55116 Mainz
Telefon: 0 61 31/12 26 46
Telefax: 0 61 31/12 29 75
naturhistorisches.museum@stadt.mainz.de
www.naturhistorisches-museum.mainz.de

Küken im Naturhistorischen Museum Mainz

Foto © massow-picture
Foto © massow-picture

(rap) Es ist wieder so weit: Ostern steht schon bald vor der Tür und im Naturhistorischen Museum schlüpfen wie jedes Jahr wieder die Küken.

Der flauschige Nachwuchs wird vom 23. Februar bis zum 1. April zu bestaunen sein. In diesem Zeitraum finden an jedem Samstag um 14.00 Uhr öffentliche Führungen statt. Hierfür ist keine Anmeldung erforderlich.

Die Führungen beschreiben sowohl den Weg vom Ei zum Huhn als auch die Vielfalt der Arten. Zur Veranschaulichung schlüpfen jeden Tag ungefähr zwei Küken.
Bis zu zehn Gruppen und Schulklassen werden in dieser Zeit pro Tag durch das Museum geführt.

Vom 22. bis 24. März findet für Kinder von 10.00 bis 14.00 die Osterwerkstatt statt. Hier können die Kinder ihrer Kreativität in Sachen Osterbasteln freien Lauf lassen.

Mehr Informationen und Buchungen von Führungen für Schulen und Kindergärten unter martina.kracht@stadt.mainz.de oder Telefon 06131/122913.

Landeshauptstadt Mainz feierte Beitritt zum Museums-PASS-Musées

museumspassMit Museumsrundgang, Verlosung,  Umtrunk  und Grußworten  zahlreicher prominenter Redner wurde  im Gutenberg-Museum vorige Woche der Beitritt der Landeshauptstadt Mainz mit vier Museen zum Museums-PASS-Musées  gebührend gefeiert.

Breits seit dem 1. Januar öffneten das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum, das Gutenberg-Museum, das Landesmuseum und das Naturhistorische Museum ihre Türen für alle Passinhaber kostenfrei.

Mit dem Museums-PASS-Musées können die Bürger aus Mainz und der Region ab 2016 nicht nur die vier Museen in Mainz kostenfrei besuchen, sondern auch namhafte Häuser in der Nähe wie z. B. die Reiss-Engelhorn Museen und die Kunsthalle in Mannheim oder das Historische Museum der Pfalz in Speyer. Aber auch Highlights in anderen Teilen des Pass-Gebietes sind eine Reise wert. So zum Beispiel das Museum Frieder Burda (Baden-Baden), das Zentrum Paul Klee (Bern, Schweiz) und das Centre Pompidou (Metz, Frankreich).

Alle Vorteile des Museums-PASS-Musées auf einen BIick:

  • Freier Eintritt für 1 Jahr in 320 Museen in Deutschland, Frankreich, Schweiz
  • 5 Kinder können kostenlos mit ins Museum
  • Informationen zu allen Museen und aktuellen Ausstellungen über Newsletter und Broschüre
  • Einladung zu Kulturveranstaltungen, Museumsabenden und Reisen

Weitere Infos und Möglichkeiten, den Pass zu erwerben:
Museums-Pass-Musées
Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum,
Gutenberg-Museum,
Landesmuseum Mainz,
Naturhistorische Museum,