Kategorie-Archiv: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Auf Gutenbergs Spuren – Bundesweiter Vorlesetag im Landesmuseum Mainz

Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags bietet das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in diesem Jahr eine Lesung sowie einen Mund-Art-Auftritt an. Passend zum Motto „Auf Gutenbergs Spuren“ wird am 18. November Jürgen Kipp aus Jurek Beckers Frankfurter Poetik-Vorlesungen aus dem Text „Warnung vor dem Schriftsteller“ lesen.

Jürgen Kipp liest aus Jurek Beckers Poetikvorlesung „Warnung vor dem Schriftsteller“ Foto: © Diether Wolf von GoddenthowLandesmuseum Mainz
Jürgen Kipp liest aus Jurek Beckers Poetikvorlesung „Warnung vor dem Schriftsteller“ Foto: © Diether Wolf von GoddenthowLandesmuseum Mainz

Der langjährige Kurator und Organisator der Mainzer Minipressenmesse, die 2019 zum 25. Mal stattfindet, wird dabei anhand von Jureks feinem Humor nachweisen, dass es nicht ungefährlich ist, so ausdauernd auf Gutenbergs Spuren zu gehen. Ergänzend dazu tritt an diesem Tag das Mundart-Trio „Die Mund-Artisten“ im Landesmuseum auf. Teil der Formation ist Claudia Presser, die sich seit Jahren unermüdlich nicht nur für den Vorlesetag, sondern das gesamte Jahr über für das Interesse am Lesen einsetzt. Ein Engagement, für das sie bereits 2013 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit ihren beiden Kollegen Matthias Keil und Jens Teschner vom Laubenheimer Fastnachtsverein „Schwarze Gesellen“ hat sie „Die Mund-Artisten“ ins Leben gerufen. Seit 2012 bringt das Trio „Rheihesse in Wort und Mussigg“ zu Gehör.

Die Lesung mit Jürgen Kipp beginnt um 11 Uhr im Forum des Landesmuseums Mainz. Von 12-14 Uhr sind die Mundartisten in der Steinhalle zu Gast. Es ist möglich, beide Veranstaltungen zu besuchen. Der Eintritt ist jeweils frei.

Der Bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. In der „Vorlesehauptstadt“ Mainz werden rund um den Bundesweiten Vorlesetag alljährlich viele Orte zu Leseecken. 2018 findet der Vorlesetag am 16. November statt.

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Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) stellt für 2020 geplante Landesausstellung vor / Rahmenprogramm startet im November

„Wir wollen künftig alle zwei Jahre innerhalb der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz eine große Ausstellung präsentieren“, kündigt Kulturminister Prof. Konrad Wolf am Donnerstag im Landesmuseum Mainz an. Damit soll Rheinland-Pfalz mit seinem reichen kulturellen Erbe als eine der zentralen Kulturlandschaften Deutschlands noch stärker herausgestellt werden. „Wir haben die Geschichte und die Geschichten, die Plätze und die Objekte und wir haben damit die Chance, Rheinland-Pfalz als einen identitätsstiftenden Ausstellungsort zu profilieren“, so Wolf. Die regelmäßigen Ausstellungsprojekte der GDKE sollen auch finanziell unterstützt werden, so werde das Ausstellungsbudget der GDKE mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 um 500.000 Euro pro Jahr erhöht.

Große Adlerfibel, Fundort Mainz, Gold, Email und Edelsteine, um 980 – 1000.  © Foto: GDKE/Rudischer
Große Adlerfibel, Fundort Mainz, Gold, Email und Edelsteine, um 980 – 1000. © Foto: GDKE/Rudischer

„Die Kaiser und die Säulen der Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“, heißt die große Landesausstellung, die im September 2020 im Landesmuseum Mainz eröffnet werden soll. Sie umspannt einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten, in denen die Herrschaftshäuser der Karolinger und Ottonen, der Salier und der Staufer die Geschicke halb Europas prägten. Im Zusammenwirken mit den Säulen ihrer Macht – zwischen mächtigen Erzbischöfen, erstarkenden Städten, Reichsfürsten und den Idealen des Rittertums – legten sie die Grundlagen für eine neue europäische Ordnung. Das herrschaftliche Zentrum konzentrierte sich vor allem auf den geographischen Raum zwischen Köln/Aachen, Frankfurt und Metz, auf Rheinland-Pfalz bezogen zwischen Mainz, Ingelheim, Trier, Speyer und Worms. Im Hintergrund spielten auch die jüdischen Gemeinden eine herausragende Rolle. Die Städte Speyer, Worms und Mainz (SchUM-Städte) galten über Jahrhunderte mit ihren jüdischen Zentren als „Wiege der Gelehrsamkeit“.

„Es wird neben der zentralen Ausstellung im Landesmuseum Mainz auch ein umfangreiches landesweites Rahmenprogramm und eine Einbindung von authentischen Orten geben, von denen Rheinland-Pfalz reichlich zu bieten hat“, ergänzt Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, „wir werfen im Kaiserjahr 2020 einen einzigartigen Blick auf eine ganze Epoche. Damit wollen wir einerseits den Rheinland-Pfälzern bewusst machen, welche Bedeutung unsere Region im Mittelalter hatte und wir wollen zugleich allen Besucherinnen und Besuchern signalisieren, dass sich eine Reise in unser geschichtsträchtiges Bundesland einmal mehr lohnt.“

Überschattet wurden die Vorbereitungen zur Ausstellung vom plötzlichen Tod des wissenschaftlichen Leiters, Prof. Stefan Weinfurter, einem der renommiertesten Mittelalterexperten in Deutschland. „Viele verbinden Aachen mit Karl dem Großen, aber tatsächlich konzentrierte er seine herrschaftliche Macht lange Zeit in der Region zwischen Ingelheim, Mainz und Worms“, stellte er noch während der Vorbereitungszeit zur Ausstellung fest. Dankenswerterweise hat Prof. Bernd Schneidmüller seine Aufgabe übernommen, der auch schon Leiter des wissenschaftlichen Beirats zur Ausstellung war und der seit 1990 an vielen großen Mittelalterausstellungen federführend mitgewirkt hat. Seit 2003 lehrt er an der Universität Heidelberg als Professor für mittelalterliche Geschichte. „Wir treten mit der Ausstellung „Die Kaiser und die Säulen der Macht Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“ eine Reise ins Mittelalter an – im Kampf um Macht und Privilegien, um kirchliche Rituale und ehrbaren Ritterkult bis zum Aufkommen der Städte und Fürsten“, so Schneidmüller. „Die Glanzzeit der Kaiser und die Säulen ihrer Macht belegen wir mit herausragenden europäischen Leihgaben und beeindruckenden Beispielen aus den Beständen der GDKE-Direktionen. Dabei wollen wir auch einmalige Ausstellungsstücke in das Landesmuseum holen, die aus konservatorischen Gründen dann für sehr lange Zeit nicht mehr zu sehen sein werden.“

PK im Landesmuseum: v.l. Prof. Bernd Schneidmüller, Prof. Alfried Wieczorek, Thomas Metz, Prof. Konrad Wolf und Birgit Heide.  © Foto: GDKE/Agentur Bonewitz
PK im Landesmuseum: v.l. Prof. Bernd Schneidmüller, Prof. Alfried Wieczorek, Thomas Metz, Prof. Konrad Wolf und Birgit Heide. © Foto: GDKE/Agentur Bonewitz

In den kommenden zwei Jahren wird die GDKE mit Vorträgen, Veranstaltungen und Modellen die Ausstellung vorbereiten und begleiten. Den Auftakt bildet der Vortrag von Prof. Bernd Schneidmüller, der am 20. November 2018 um 18 Uhr im Landesmuseum Mainz die Schwerpunkte der Ausstellung skizzieren wird. Der zweite Vortrag wird am 15. Januar 2019 um 18 Uhr die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz in den Mittelpunkt stellen und ein Jahr vor der Antragstellung zum UNESCO-Weltkulturerbe den Weg dorthin beschreiben. „Wir freuen uns sehr auf die große Landesausstellung und stellen dafür im Landesmuseum über 1000 m² Ausstellungsfläche auf verschiedenen Ebenen und in mehreren Räumen zur Verfügung. Daher werden einige Ausstellungsräume ausgeräumt, um sie anschließend wieder völlig neu einzurichten“, erklärt die Direktorin Dr. Birgit Heide.

„Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa. Die Kaiser und die Säulen der Macht“ wird von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in Verbindung mit der Forschungsstelle Geschichte und kulturelles Erbe an der Universität Heidelberg und in Kooperation mit der Bassermann-Stiftung an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim erarbeitet und getragen. „Als wissenschaftlicher Kooperationspartner stellen wir sowohl unser Know-how bei der Erforschung kultureller Prozesse zur Verfügung als auch unsere Expertise in der Kulturwissenschaft und Kulturvermittlung“, so Prof. Alfried Wieczorek, Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim. „Es ist uns wichtig, die GDKE bei ihrem Ausstellungsprojekt, das eine lange Tradition der Zusammenarbeit fortsetzt, zu unterstützen. Das Projekt macht einmal mehr deutlich, wie bedeutend die Region am Rhein – länderübergreifend – war und ist. Es ist diese Geschichte, die Baden-Württemberg, Hessen und andere angrenzenden Länder mit Rheinland-Pfalz verbindet und die im gemeinsamen kulturellen Erbe weiterlebt.“

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm, das authentische, mitunter auch längst verschwundene Orte im Land vorstellt und in Szene setzt. Dazu gehören die Denkmäler des jüdischen Erbes, die Überreste der Pfalzen, frühen Burgen, Städte und Kirchen. In der ganzen Region werden an ausgewählten Plätzen korrespondierende Präsentationen, Aktionen und Initiativen stattfinden, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, die besondere Aura dieser Orte zu erfahren. Darüber hinaus soll anhand bekannter Wegstrecken von Königen und Kaisern mittelalterliches Reisen erlebbar gemacht und in einem Reisebuch erfasst werden, so dass sie in Verbindung mit der Landesausstellung, aber auch darüber hinaus, in den kommenden Jahren eine bleibende Erschließung erfahren.

Für die Sonderausstellung wird ein eigenes, zielgruppenspezifisches Vermittlungsprogramm erarbeitet, das auf die unterschiedlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. So gibt es Angebote für ein wissenschaftliches Fachpublikum, für Erwachsene, für Kinder und Familien sowie für Schulklassen und Kita-Gruppen. Zudem verfolgt das Landesmuseum Mainz das Ziel, Menschen mit Behinderungen eine selbstbestimmte Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen. Auch hierfür werden spezielle Angebote entwickelt, die individuell abgestimmt werden können.

Das nächste große Ausstellungsprojekt der GDKE wird 2022 im Rheinischen Landesmuseum Trier stattfinden und den Untergang des römischen Reichs thematisieren.

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Rahmenprogramm zur Max Slevogt-Ausstellung im Landesmuseum Mainz

Max Slevogt, Skizze mit Flagge, 1908, © GDKE/Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)
Max Slevogt, Skizze mit Flagge, 1908, © GDKE/Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

Jeden zweiten Sonntag und jeden Dienstag werden Überblicksführungen angeboten
Nur wenige Tage nach der viel beachteten Eröffnung der Sonderausstellung „Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ beginnt im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) nun das Rahmenprogramm zu der eindrucksvollen Gemäldeschau. Ab 14. Oktober bietet das Landesmuseum jeden zweiten Sonntag um 11 Uhr sowie jeden Dienstag um 18 Uhr eine Überblicksführung durch die Sonderausstellung „Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ an. Eine Anmeldung dazu ist nicht notwendig. Die Kosten betragen zwei Euro plus Museumseintritt.

„Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ stellt das in Max Slevogts Werkschau absolut rare Sujet der Strandlandschaft in den Mittelpunkt und rückt den künstlerischen Austausch von Slevogt mit seinen Malerkollegen Liebermann und Corinth sowie das Verhältnis zu seinen Berliner Verlegern und Kunsthändlern, Paul und Bruno Cassirer, in den Fokus.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist die Präsentation von bislang unveröffentlichten Werken, die als verschollen galten und erst kurz vor der Ausstellungseröffnung wieder ausfindig gemacht werden konnten. „Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ läuft bis 10. Februar 2019.

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Landesmuseum Mainz feiert mit Sonderausstellung „Ein Tag am Meer“ Max Slevogts 150. Geburtstag

Max Slevogt, Skizze mit Flagge, 1908, © GDKE/Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)
Max Slevogt, Skizze mit Flagge, 1908, © GDKE/Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

Sonderausstellung „Ein Tag am Meer“ zeigt bislang unveröffentlichte Werke und liefert neue Einblicke / Verschollenes Gemälde kann kurz vor Eröffnung ausfindig gemacht werden

Die Sonderausstellung „Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) startet am 9. Oktober mit einer kleinen Sensation, wie Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro auf der heutigen Pressekonferenz bekannt gab. „Nur wenige Tage vor der Ausstellungseröffnung tauchte plötzlich ein Gemälde auf, das lange als verschollen galt. Somit werden nun sogar vier der seltenen Strandlandschaften Slevogts erstmalig in einer Ausstellung präsentiert“, so Barbaro. Das Werk mit dem Titel „Strandbild mit Muschelfischer“ – in der Literatur auch bezeichnet als „Strand von Noordwijk“ – sorgt nun unverhofft für ein ganz besonderes Highlight der umfangreichen Sonderschau, mit der das Landesmuseum Mainz den Künstler anlässlich seines 150. Geburtstags würdigt. Es zeigt den Karren eines Muschelfischers vor einer grandiosen Naturkulisse am holländischen Strand, war bisher stets in Privatbesitz und wurde seit mindestens 80 Jahren nicht mehr öffentlich ausgestellt – und es ist nicht das einzige Werk Slevogts, das in der jüngeren Vergangenheit ausfindig gemacht werden konnte. Auch die Gemälde „Landschaft mit weißer Dame“ und „Skizze mit Flagge“, ein bislang der Forschung unbekanntes Werk, das ebenfalls den Strand von Noordwijk darstellt und im Mittelpunkt der Schau steht, galten bislang als verschollen und werden nun in der Ausstellung gezeigt. „Zusammen mit einem Gemälde aus dem Von der Heydt-Museum Wuppertal präsentiert ´Ein Tag am Meer´ damit zum ersten Mal überhaupt vier der sechs Werke aus der Noordwijk-Reihe von Slevogt. Dass wir diese Gemälde mit dem für Slevogt so seltenen Sujet zeigen können, ist ein absoluter Glücksfall“, freute sich die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Karoline Feulner.

Die Kuratorin Dr. Karoline Feulner neben dem erst kürzlich aufgetauchten Gemälde "Strandbild mit Muschelfischer" von Max Slevogt. © GDKE, Landesmuseum Mainz (Foto: Agentur Bonewitz)
Die Kuratorin Dr. Karoline Feulner neben dem erst kürzlich aufgetauchten Gemälde „Strandbild mit Muschelfischer“ von Max Slevogt.
© GDKE, Landesmuseum Mainz (Foto: Agentur Bonewitz)

Slevogt hatte die Werke während seines Aufenthaltes in Noordwijk geschaffen, wo er auf Einladung von Paul Cassirer und seiner Frau Tilla Durieux den Sommer 1908 verbrachte. Gleichzeitig vor Ort waren damals auch Max Liebermann und Lovis Corinth, die zu dieser Zeit wie Slevogt der Künstlervereinigung „Berliner Secession“ angehörten und ebenfalls von Paul Cassirer vertreten wurden. Liebermann setzte das dortige mondäne Strandleben mehrfach künstlerisch in Szene. In Gegenüberstellungen – so malte etwa Max Liebermann den gleichen Blick von Cassirers Anwesen wie Slevogt – werden die unterschiedlichen Herangehensweisen und Blickwinkel der Künstler verdeutlicht. „Die Ausstellung zu Slevogts 150. Geburtstag ist keine Retrospektive, sondern widmet sich einem Aspekt in Slevogts Werk, der bislang kaum Beachtung fand und noch nie in einer Ausstellung thematisiert wurde“, betonte Feulner. Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz, ergänzte: „Die Werke, die wir im Rahmen der Ausstellung zeigen, stammen unter anderem aus dem Nachlass des Künstlers, darunter sind neben Skizzen auch beispielsweise unveröffentlichte Briefe. In der Schau werden darüber hinaus seltene Blätter und hochwertige Leihgaben aus bedeutenden Museen präsentiert“.

„Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ stellt das in Slevogts Werkschau absolut rare Sujet der Strandlandschaft in den Mittelpunkt und rückt den künstlerischen Austausch von Slevogt mit seinen Malerkollegen Liebermann und Corinth sowie das Verhältnis zu seinen Berliner Verlegern und Kunsthändlern, Paul und Bruno Cassirer, in den Fokus.

Das Landesmuseum kann den größten Bestand an Werken des Wahlpfälzers Slevogt vorweisen und erforscht sein Œuvre wissenschaftlich. „Das Land Rheinland-Pfalz besitzt einen sehr umfassenden Bestand an Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken von Max Slevogt. 2014 konnte dieser Bestand durch den Ankauf des grafischen Nachlasses erheblich erweitert werden. Diese umfangreiche und zum Teil unveröffentlichte Sammlung wird seitdem vom Landesmuseum Mainz der GDKE in Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/Pfälzische Landesbibliothek in Speyer wissenschaftlich im ´Max Slevogt-Forschungszentrum´ bearbeitet“, erläuterte Barbaro.

Seltene Blätter aus dem grafischen Nachlass des Künstlers, beispielsweise von seinem Kurzaufenthalt in Norderney 1923, Aquarelle, Zeichnungen, Skizzen und unveröffentlichte Briefwechsel zwischen Paul Cassirer und Max Slevogt, die spannende Einblicke in das Berliner Netzwerk geben, ergänzen die Ausstellung.

„Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ läuft vom 9. Oktober bis 10. Februar 2019 im Landesmuseum Mainz.

Ort:
GENERALDIREKTION KULTURELLES ERBE RHEINLAND-PFALZ
Direktion
Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
55116 Mainz

„Zu Tisch, zu Tisch!“: Sommerliches Jazz-Picknick im Innenhof des Landesmuseums Mainz

Gedeckter Tisch im Innenhof des Landesmuseums © GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz / Ursula Rudischer
Gedeckter Tisch im Innenhof des Landesmuseums
© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz / Ursula Rudischer

Getreu dem Motto des diesjährigen Europäischen Kulturerbejahres lädt das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) unter dem Themenschwerpunkt „Zu Tisch! 2000 Jahre Genusskultur in Rheinland-Pfalz“ ein, über den Tellerrand zu schauen – denn gemeinsames Essen verbindet Nachbarn, Freunde und Fremde. Am Samstag, den 4. August, veranstaltet das Landesmuseum ab 13 Uhr ein Jazz-Picknick in seinem lauschigen Innenhof. Dabei dürfen an einer langen Tafel eigene Kreationen aus dem mitgebrachten Picknick-Korb verzehrt und geteilt werden – oder kleine internationale Köstlichkeiten aus dem Angebot vom Stullen-Andi probiert werden. Für sommerliche Getränke und Kaffee ist gleichfalls gesorgt.
Den musikalischen Rahmen bilden ab 13 Uhr das Trio Mayence mit Dinnermusik und ab 16.30 Uhr das Trio Esquinas de Nuez mit jazzigen Tangoklängen. Außerdem bietet das Landesmuseum Mainz verschiedene Führungen durch die Kabinettausstellung „Ausgetrunken! Trinkgefäße von der Steinzeit bis zum Jugendstil“ an. Gezeigt werden Becher, Kannen, Krüge, Kelche und Pokale aus unterschiedlichen Epochen.

Mit dieser Kabinettausstellung beteiligt sich das Landesmuseum Mainz im Rahmen des Themenschwerpunkts „Europa. Gelebtes Erbe“ am Europäischen Kulturerbejahr (ECHY), das 2018 unter dem Motto „Sharing Heritage“ stattfindet.

Das Jazz-Picknick findet am Samstag, 4. August, von 13 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt in den Innenhof mit Kurzführungen ist frei.

Finale der Ausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ lockt zahlreiche Besucher ins Landesmuseum

Von links: Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums, Christian Wolffersdorf, Horst Schneider, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Landesmuseums, Thorsten AbraXas Ophaus und Dr. Eduard Sebald, Kurator der Ausstellung © GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz/  Foto: Ursula Rudischer
Von links: Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums, Christian Wolffersdorf,
Horst Schneider, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Landesmuseums,
Thorsten AbraXas Ophaus und Dr. Eduard Sebald, Kurator der Ausstellung
© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz/ Foto: Ursula Rudischer

Finale der Ausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ lockt zahlreiche Besucher ins Landesmuseum

Mit einer rundum gelungenen Veranstaltung ging am gestrigen Sonntag die Sonderausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ zu Ende. Viele große und kleine Besucher waren in das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) gekommen, um ein letztes Mal in den einzigartigen „Kosmos Entenhausen“ einzutauchen und sich an den fabelhaften Geschichten und unverwechselbaren Charakteren zu erfreuen. Eines der Highlights war an diesem Tag sicherlich die Versteigerung eines Unikats, das Walt Disney-Zeichner Ulrich Schröder bei einer vom „Verein der Freunde des Landesmuseums“ finanzierten Veranstaltung am 21. April vor den Augen zahlreicher staunender Besucher in den Arkaden des Landesmuseums live gezeichnet hatte: „Donald Duck, dem Wutausbruch nahe“. Unter der Moderation von Thorsten AbraXas Ophaus, der die Zuschauerinnen und Zuschauer mit seiner InSzeneMagie zusätzlich verzauberte, sicherte sich schließlich Christian Wolffersdorf aus Mainz das Original.

Für Aufsehen sorgte auch der Besuch von Disney-Zeichner Jan Gulbransson, der eigens zur Finissage angereist war. Mit großer Geduld erfüllte er die Wünsche der anwesenden Besucher und signierte fleißig mitgebrachte Comics sowie seinen neuen Band „Donald Duck von Jan Gulbransson“, der letzten Monat erschienen ist. Die neue Publikation mit Höhepunkten aus über drei Jahrzehnten Donald Duck wurde bei der Finissage im Museumsshop zum Kauf angeboten. Geöffnet war auch das Kindercafé mit witzigen Memory-Spielen, Puzzles und Malvorlagen, genauso wie das Blubberlutsch-Labor, dort konnte man den gesamten Tag sein eigenes, ganz persönliches Blubberlutsch-Rezept erfinden. Viele Familien nahmen an den stündlich angebotenen Kurzführungen teil, um noch ein letztes Mal in die Welt der beliebten Comic-Helden einzutauchen.

Die Ausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“, die von mainzplus CITYMARKETING in Kooperation mit dem Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und der artstar Verlag GmbH realisiert worden war, bot mit 300 Exponaten einen umfassenden Blick auf die Entwicklung der weltbekannten Figuren – von der Skizze bis zum fertigen Comic. Auf der einen Seite waren es die drei Disney-Altmeister aus den 1930er Jahren, die den Helden von Entenhausen das comichafte Leben einhauchten: Floyd Gottfredson, der Zeichner der Micky Maus, Al Taliaferro, der Erfinder Donald Ducks und schließlich der legendäre Carl Barks, Vater zahlreicher Figuren wie Onkel Dagobert, Daniel Düsentrieb und die Panzerknacker. Ihnen gegenüber standen die Meister der heutigen Zeit: die Comic-Künstler Don Rosa, Jan Gulbransson und Ulrich Schröder.

Rosenfest „Im Namen der Rose“ auf auf der Märchen-Burg Sooneck  am Rhein – 8. Juli 2018

Burg Sooneck. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer
Burg Sooneck. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer

Ganz im Zeichen der Rose präsentiert sich am Sonntag, 8. Juli, die sagenumrankte Burg Sooneck von 10 bis 18 Uhr. Unter dem Motto „Im Namen der Rose“ bietet die von Rosen bewachsene Märchenburg am Rhein die ideale Kulisse für eine zauberhafte und „rosige“ Veranstaltung. Alle Besucher erleben an diesem Tag zauberhafte Stunden hoch oben über dem UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal. Im Mittelpunkt des Rosenfestes steht der Markt rund um die „Königin der Blumen“. Die Besucherinnen und Besucher können sich verführen lassen vom Duft des Rosenwassers, von aromatisierten Tees und vielen anderen rosigen Produkten. Für Musik, ein spezielles Programm für Kinder sowie für Speis‘ und Trank ist gesorgt.

Die Burg Sooneck wurde 1271 erstmals urkundlich erwähnt, war jedoch schon bald in einem schlechten baulichen Zustand und wurde im Jahr 1689 von französischen Truppen zerstört. Das Gemäuer über dem Engtal zwischen Bingen und Koblenz lag lange im Dornröschenschlaf. Bis im April 1834 die vier preußischen Prinzen (Friedrich Wilhelm, Wilhelm, Carl und Albrecht) die Burgruine erwarben und deren Wiederaufbau beschlossen: „Alles sehr einfach im Sinne einer königlichen Jagdburg“, lautete die Weisung an den Baumeister. Das Mittelalter diente dabei als Richtschnur, um das Vorhandene bewohnbar zu machen. Ein Glücksfall für den heutigen Besucher. Denn vieles – so Bergfried und Palas – ist noch in seiner originalen Substanz erhalten.

Eingebettet ist das Rosenfest in das Europäische Kulturerbejahr 2018 (ECHY). Unter dem Motto SHARING HERITAGE engagieren sich in diesem Jahr Einrichtungen wie Museen, Vereine und Stiftungen sowie viele Privatpersonen. Im Rahmen des bundesweiten Aktionsjahrs „Zu Tisch! Genießen in Schlössern und Gärten“ begibt sich die GDKE das ganze Jahr über auf kulinarische Reisen und macht am Sonntag, 8. Juli, Station auf Burg Sooneck mit einem einzigartigen Rosenfest.

Ritterfest für die ganze Familie im Landesmuseum Mainz am 14. u. 15. Juli

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Ritter in Rüstungen, verschiedene Schwertkämpfe, aktionsreiche Mitmachangebote und vieles mehr bietet das inzwischen schon traditionelle Familien-Ritterfest am Wochenende des 14. und 15. Juli im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE). Los geht es am Samstag um 10 Uhr mit Taravas, dem Spielmann. Anschließend, gegen 10:30 Uhr, begrüßt die zeitgenössisch gekleidete Bardin, Wanda Wurzel, mit mittelalterlichen Klängen die großen und kleinen Besucher im Innenhof des Museums. Das Landesmuseum lädt sowohl am Samstag als auch am Sonntag von 10 bis 17 Uhr zum Familien-Ritterfest in den Innenhof. Es gelten die regulären Eintrittspreise des Landesmuseums Mainz.

Ein besonderes Augenmerk liegt im Europäischen Kulturerbejahr 2018 auf dem Thema Essen und Trinken im Mittelalter mit vielen leckeren Köstlichkeiten und der Frage: Wie speisten eigentlich die alten Rittersleut? Ansonsten bieten zahlreiche Stationen den Kindern den ganzen Tag über die Möglichkeit mit einem abwechslungsreichen Programm in die sagenumwobene Welt der Ritter einzutauchen: Ob Hufeisenwerfen, Bogenschießen, Schmieden, Papierschöpfen, Filzen oder Malen und Basteln im Ritterzelt. Die kleinen Besucher können sich bei einem Schaukampf mit ungefährlichen „Styropor-Schwertern“ austoben, sich alte Märchen von „Fabulix“ erzählen lassen oder in der Kinderrüstkammer allerlei Ritter-Utensilien erwerben. Beim gemeinsamen Bogenschießen kann sich die ganze Familie vergnügen. Spannender Höhepunkt ist sicher das wilde Gefecht der Kinder gegen die Ritter. An jedem Veranstaltungstag wird dieser Kampf aufs Neue entschieden – ein ungefährliches, aber wildes Spektakel mit sehr hohem Spaßfaktor!

Spannende Einblicke verspricht ein kleines mittelalterliches Lager: Ihre Zelte samt Kochkessel und mittelalterlicher Ausrüstung haben die rüstigen Ritter gleich mitgebracht. Während der gesamten Veranstaltung sind sie überall im Innenhof anzutreffen und können jederzeit angesprochen werden. Kenntnisreich informieren sie die Besucher gerne über ritterliche Werte, über Waffen und Techniken der Kriegsführung. Dreimal pro Veranstaltungstag präsentieren die Ritter bei Schwertkämpfen ihr Können. Familienführungen um 11, 13 und 15 Uhr, geben Einblicke in verschiedene Aspekte des mittelalterlichen Lebens.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Familien-Ritterfest findet parallel zur aktuellen Sonderausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ statt, die noch bis 29. Juli zu sehen ist. Für die Comic-Schau gelten Sondereintrittspreise.

Infos Landesmuseum Mainz

Mit Urban Sketching die Seele der Menschen berühren – „Vor Ort – Zeichnend erzählt“ im Landesmuseum Mainz

Eindruck aus Paris vom französischen Illustrator Lapin. © Foto: Diether v. Goddenthow
Eindruck aus Paris vom französischen Illustrator Lapin. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wenn sieben international tätige Zeichnerinnen und Zeichner vom 29.06 bis 2. 09. 2018 im Mainzer Landesmuseum in der Sonderausstellung „Vor Ort – zeichnend Erzähltes“ Höhepunkte ihrer freihändig an allen möglichen Orten spontan entstandenen Arbeiten zeigen, soll der Erlebniswert dieser ohnehin emotional sehr ansprechenden Werke von multisensorische Stationen mit Riech-, Tast- und Hörmöglichkeiten aufgepeppt werden.

Beispielsweise geschieht das auch mit Felix Scheinbergers Skizzenbuch „Hedo Berlin“ auf recht originelle Weise.

Aus dem Skzissenbuch "Hedo Berlin" von Felix Scheinberger. © Foto: Diether v. Goddenthow
Aus dem Skzissenbuch „Hedo Berlin“ von Felix Scheinberger. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Professor für Design an der Fachhochschule Münster hat unter anderem in einem Berliner Nachtclub, in dem Fotografieren verboten ist, seinen Skizzenblock gezückt, und ähnlich wie ein Gerichtszeichner ganz entzückende Eindrücke mit Stift und Farbe festgehalten von Club-Außenansichten beim Anstehen zum Einlass, über das Treiben drinnen bis hin zu Porträts von Tänzerinnen und Prostituieren.

Dabei stünde wie beim Urban Sketching generell das Machen im Zentrum, und zwar vor allem zum Vergnügen des Zeichnenden. Es ginge nicht nur um den Mut, die ersten Striche zu machen, sondern darum, die eigenen Erfahrungen, den eigenen Blick ins Zentrum zu rücken“, erklärt Ellen Löchner, eine der Ausstellungsmacherinnen und Leiterin der Abteilung Vermittlung im Landesmuseum Mainz. Um die Besucherinnen und Besucher über die Bildbetrachtung hinaus noch intensiver am Erlebens des Künstlers bei seinem Zeichnen im Nachtclub teilhaben zu lassen, haben sich die

Multisensorische Station zum Skizzenbuch Hedo-Berlin.© Foto: Diether v. Goddenthow
Multisensorische Station zum Skizzenbuch Hedo-Berlin.© Foto: Diether v. Goddenthow

Ausstellungsmacherinnen etwas ganz Besonderes einfallen lassen, nämlich indem sie über die Möglichkeit zur haptischen Simulation per Latextücher und olfaktorischen Stimulation mit je einem schwülstigen Herren- und Damen-Duft weitere Sinne der Besucher ansprechen wollen. Und wer möchte, kann über ein QR-Code per Smartphone durch typische Nachtclubgeräusche in Form einer Komposition sich zusätzlich einschwingen lassen. Wobei ich sagen muss, dass die Bilder derart ausdrucksstark sind, und durchaus für sich alleine stehen können. Aber wer vielleicht noch nie in einem Nachtclub war, dürfte durch diese multisensorische Station, insbesondere durch die recht exotisch anmutenden Düfte von Bettina Frauen, durchaus bestens emotional unterstützt werden.

Sehr eindrucksvoll und keine technische Zeichnung ist Johanna Krimmels Bagger, aus ihrer Baggerserie. © Foto: Diether v. Goddenthow
Sehr eindrucksvoll und keine technische Zeichnung ist Johanna Krimmels Bagger, aus ihrer Baggerserie. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wunderbar und spannend sind die zum Teil schwerpunktmäßig sehr verschiedenen Arbeiten von Marina Grechanik, Sebastian Koch, Johanna Krimmel, Lapin, Sebastian Lörscher und Inma Serrano. Neben ihren Arbeiten werden zwölf Grafiken aus dem Bestand des Landesmuseums gezeigt.

Der Leitspruch der Urban Sketchers aus ihrem Manifest lautet: „Wir zeichnen vor Ort, drinnen oder draußen, nach direkter Beobachtung“. Es geht nicht um Schön-Zeichnen, sondern um die Freude daran, um das Erlebnis zeichnen, wobei angemerkt sei, dass sämtliche gezeigten Werke aus der „Feder“ von Profis stammen. Es sind lebendige und verstehbare Werke, die keiner weiteren Erläuterung bedürfen, die authentisch sind, und vor allem, die die Seele der Menschen berühren und sie mitnehmen. Urban Sketching-Kunst ist eine Art Renaissance des Impressionismus, als die Künstler im 19. Jahrhundert ihre muffigen Ateliers verließen, und in der freien Natur ihre Eindrücke skizzierten und malten. Die gegenständliche Bilderwelt des Urban Sketching erfüllt dass, was mitunter zu abstrakte und zu akademische zeitgenössische Kunst vielfach nicht mehr vermag, nämlich den Menschen in seinen Bedürfnissen nach verständlicher Bildersprache und harmonischen Bilderleben anzusprechen.

Ein besonderes Ausstellungs-Highlight wird am Abend der Ausstellungseröffnung, heute  ab 19 Uhr, der „Skizzomat“ von Felix Scheinberger sein. Gemeinsam mit Studenten wird der Hochschullehrer für Zeichnen und Illustration an der Münsterer Fachhochschule auf Wunsch, Porträts der Besucher anfertigen. Hierfür stehen 1500 Blatt  DIN-4-Aquarell-Bögen zur Verfügung. Die Porträts, vor’s Gesicht des Porträtierten gehalten, werden anschließend mit dem Smartphone fotografiert und ins Netz gestellt, anschließend an einer Aktionswand der Ausstellung angebracht oder den Besuchern mitgegeben.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm aus Workshops zum Mitmachen, Zeichenkursen und Vorträgen begleitet die Ausstellung.

Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst

Weitere Informationen auf der Website des Landesmuseums Mainz.

Flyer zur Ausstellung

 

Landesmuseum Mainz zeigt Disney-Filme im Open Air-Kino des Innenhofs am 16. u. 17.Juni

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ veranstaltet das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) gemeinsam mit der mainzplus CITYMARKETING GmbH ein Open Air-Kinowochenende. Im idyllischen Innenhof des Landesmuseums werden am 16. und 17. Juni jeweils ein Klassiker aus den frühen Jahren sowie ein Kino-Hit der jüngsten Zeit gezeigt. Einlass an beiden Tagen ist um 19 Uhr. So können die Besucher zunächst entspannt durch die Ausstellung wandern und im Anschluss die beiden Filme im Innenhof genießen. Passend dazu bietet Stullen Andi Popcorn, Snacks sowie Wein und alkoholfreie Getränke an. Filmstart ist um 21 Uhr. Der Eintritt zum Open Air-Kino ist kostenfrei. Für den Besuch der Ausstellung gelten ab 17 Uhr gesonderte Eintrittspreise (6 Euro, ermäßigt 4 Euro).