Kategorie-Archiv: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt

DAM PREIS 2023 – Die 26 besten Bauten in\aus Deutschland – vom 27.01. bis 1. Mai 2023 im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt

DAM-Preis 2023  Erweiterung Landratsamt Starnberg des Architekturbüros AUER WEBER Foto / Photo: Aldo Amoretti
DAM-Preis 2023 Erweiterung Landratsamt Starnberg des Architekturbüros AUER WEBER Foto / Photo: Aldo Amoretti

Die 26 besten Bauten in /aus Deutschland: Der DAM-Preis 2023 geht an das international tätige Architekturbüro Auer /Weber für die Erweiterung des Landratsamtes Starnberg

Die Erweiterung des Landratsamts Starnberg von Auer Weber hat die Jury begeistert. Wobei es eigentlich der Zusammenklang des Bestands und des Ergänzungsbaus ist, der letztendlich überzeugte. Denn selten treffen ein Alt- und ein Neubau so harmonisch aufeinander, was nicht zuletzt daran lag, dass hier im Abstand von 35 Jahren die gleichen Architekten am Werk waren. Und so ist heute nur mit scharfem Blick zu erkennen, wo der Bestand aufhört und die Erweiterung beginnt, welche bewährten und geschätzten Attribute des Bestands fortgeschrieben und wo zeitgemäß modernisiert wurde und eben doch ein neuer Charakter Einzug gehalten hat.

Seit 2007 werden mit dem DAM Preis jährlich herausragende Bauten in Deutschland ausgezeichnet. 2023 wird der Preis vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) bereits zum siebten Mal in enger Zusammenarbeit mit JUNG als Kooperationspartner vergeben.

Die Longlist
Für die Longlist des DAM Preis nominiert wurden rund 100 Bauwerke aus Deutschland, die aus einer umfangreichen Recherche stammen, an der ein Beirat aus Experten beteiligt war. Dieser bestand aus Christina Beaumont, Christof Bodenbach, Uwe Brösdorf, Matthias Dreßler, Florian Fischer, Lydia Haack, Florian Heilmeyer, Liza Heilmeyer-Birk, Angelika Hinterbrandner, Christian Holl, Philipp Jamme, David Kasparek, Ursula Kleefisch-Jobst, Steffen Lauterbach, Maximilian Liesner, Gert Lorber, Andreas Reich, Marcus Rommel, Ilka Ruby, Christian Schmieder, Heiner Stengel und Finn Warncke. Außerdem wurden Projekte von den Architektenkammern der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen vorgeschlagen. Grundsätzlich bestand für die Nominierung der Bauten keine Einschränkung auf eine bestimmte Bautypologie, Mindestgröße oder Bausumme. Die nominierten Bauwerke für den DAM Preis 2023 sollten zwischen Ende 2020 und Frühjahr 2022 fertiggestellt sein.

Neu seit 2017 ist, dass alle Bauten dieser Nominierungsliste, geographisch sortiert, jährlich im Architekturführer Deutschland vorgestellt werden. Die Ausgabe 2023, von DOM publishers verlegt, ist bereits im Handel. Gleichzeitig ist die Longlist auch im Internet unter dam-preis.de einsehbar. Über die Jahre entsteht so zusätzlich ein digitales Archiv bemerkenswerter Gebäude in Deutschland.

Die Shortlist
Eine Expertenjury unter Vorsitz von Martin Haas bestimmte aus dem Feld der Longlist 23 Projekte für die engere Wahl der Shortlist zum DAM Preis 2023. Eine Auswahl von drei Bauten deutscher Architekten im Ausland kommt außer Konkurrenz hinzu.

Es fällt auf, dass sich die Debatte um die Bedeutung des öffentlichen Raums ausweitet, dass verstärkt mit flexiblen Wohnformen experimentiert wird und das Um- und Weiterbauen weiterhin im Fokus steht. Vor dem Hintergrund der Mobilitätswende gewinnen Verkehrsinfrastrukturprojekte an Bedeutung, die über ihre Funktion hinaus auch Aufenthaltsqualität versprechen. Dass sich nach der intensiven Phase des Homeoffice die Büros wieder füllen, bildet sich an interessanten Arbeitsorten ab, die Kultur zieht gerne in geschickt umgestaltete Industriebauten ein, im Bereich Bildung sind wegweisende Schul- und Universitätsbauten entstanden. Eine Gemeinsamkeit zeichnet sich ab: am Thema Nachhaltigkeit kommt kaum noch ein Vorhaben vorbei.

Die Finalisten
Auf einer gesonderten Juryfahrt Anfang September 2022 wurden die fünf gewählten finalen Bauensembles von der Jury vor Ort besichtigt:

  • ALLMANNWAPPNER – Stadtbahntunnel Karlsruhe
  • AUER WEBER – Erweiterung Landratsamt Starnberg
  • ELEMENT • A ARCHITEKTEN / HIENDL_SCHINEIS ARCHITEKTENPARTNERSCHAFT – Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Alpenvereins e.V., München
  • HÜTTEN & PALÄSTE – Scheune Prädikow, Prötzel
  • LRO LEDERER RAGNARSDÓTTIR OEI – Münchner Volkstheater

Die Bauten im Ausland
Nicht in der Auswahl für den DAM Preis, aber seit vielen Jahren ein fester Bestandteil dieser Übersicht zur deutschen Gegenwartsarchitektur, sind die Bauten von Architekturbüros aus Deutschland in anderen Ländern: In Shenzhen, China, haben Crossboundaries das Dach eines Bahnhofsgebäudes in einen 1,2 Kilometer langen »Skypark« verwandelt. Ein ungewöhnliches Museum ist mit dem Insectarium in Montreal, Kanada, entstanden. Die Architekten waren Kuehn Malvezzi und die ortsansässigen Büros Pelletier de Fontenay sowie Jodoin Lamarre Pratte architectes. Studio Anna Heringer hat in Bangladesch ein vollständig mit der Hand errichtetes Lehm-Bambus-Gebäude entwickelt – das Therapiezentrum Anandaloy mit eng damit verwobener Textilproduktion.

Würdigung des Preisträgers AUER /WEBER
durch Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architektur Museums (DAM) Frankfurt.

„Auer /Weber – Erweiterung Landratsamt Starnberg
Die Erweiterung des direkt am See gelegenen Starnberger Landratsamts ehrt den Bestand und schreibt ihn in beeindruckender Weise fort. Es ist nicht selbstverständlich, dass Bestandsbauten erhalten und weiterverwendet oder erweitert werden – im Gegenteil werden besonders Bauten der Siebziger- und Achtzigerjahre skeptisch betrachtet, was ihre Zukunftsfähigkeit angeht. In Starnberg war dies von Anfang an anders. Die Architekten Fritz Auer und Carlo Weber nahmen 1982 am Wettbewerb für das Landratsamt Starnberg teil. Fritz Auer erinnert sich, dass wesentliche Inspirationen für die städtebauliche Organisation von seiner Japanreise 1960 stammten, bei der er sich die Katsura-Villa – den kaiserlichen Nebenpalast – aus dem 17. Jahrhundert in Kyoto angeschaut hatte. Dessen horizontale Verteilung der Baumassen und Staffelung der Baukörper, die damit ihr sehr großes Volumen geschickt verbargen, die Zweigeschossigkeit mit umlaufenden Veranden im Obergeschoss, die Dachüberhänge und die sanft geneigten Dächer schienen ihm auch geeignete Mittel für das Grundstück in Starnberg zu sein.

Tatsächlich gewann der Entwurf und wurde realisiert. Schon der ursprüngliche Bau setzte in seiner städtebaulichen Anordnung in Form zweigeschossiger Pavillons mit umlaufenden Fluchtbalkonen und einem Wasserbecken sowie fingerartigen Höfen auf eine enge Verzahnung mit der Nachbarschaft. Die teils flügel-, teils kammartige Struktur der Erweiterung führt diese Idee fort. Ein öffentlicher Fußweg leitet durch den baumbestandenen Innenhof mit einem weiteren Wasserbecken hinunter zum Seeufer. Fast nebenbei gelangt man dabei in das großzügige Eingangsatrium, das über zierliche Treppen und Galerien zu den Büros führt. Sie sind nach außen orientiert, aber auch zu den Gängen hin stellen Glasbänder in den Trennwänden große Transparenz her. Die insgesamt drei Atrien haben Oberlichtbänder; es entsteht eine für Behörden überraschend freundliche Atmosphäre.

Dass »das schönste Landratsamt Bayerns«, wie der aktuelle Landrat es stolz nennt, von seinen ursprünglichen Architekten erweitert wurde, war sicher wesentlich. Sie nahmen aber nicht die 1987 noch intendierten Flächen für künftige Erweiterungen im Osten und Süden auf, sondern entwickelten das modulare Konzept im Westen weiter. Dort wurde additiv die im Bestand vorgezeichnete Figur aus Flügelbauten um eine Atriumhalle verdoppelt. Gestalterisch gleichen sich der Bestand und die Erweiterungen weitgehend. Der Übergang zwischen Alt und Neu ist fließend, die Fassaden und Einbauten sind neu, liegen aber teilweise noch unter dem alten Dach. Außerdem wurden manche gestalterischen Entscheidungen von früher revidiert. So ist das Holz der äußeren, neuen Tragstützen nicht mehr natürlich belassen, sondern in dem Grauton lasiert, der der Patina der alten Tragstützen entspricht. Im Vergleich der Atrien ist die Interpretation und Weiterentwicklung der damals lässig verspielten Details hochspannend anzuschauen. Keine Spiegelungen unter den Decken, keine ulkigen Roste im Geländer an den Ecken, keine rhetorischen Glasdurchbrüche und keine mintgrünen Farbakzente an den Geländern mehr. Stattdessen herrscht eine schnörkellosere und klarere Architektursprache in den Details, die die Feinheit der bestehenden aufnimmt, aber professioneller und damit weniger warmherzig erscheint. Die Gebäudetechnik entspricht dem aktuellen Standard, die den Neubau zu einem CO2-neutralen KfWEffizienzhaus 55 macht.

Der Jury hat besonders die Haltung der Architekten imponiert, ihr eigenes Werk zu reflektieren, neu zu interpretieren und in zeitgemäßer Sprache fortzuschreiben.“
Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architektur Museums (DAM) Frankfurt

Jury DAM PREIS 2023

  • Martin Haas (Partner haascookzemmrich STUDIO2050, Juryvorsitz)
  • Peter Chachola Schmal (Direktor DAM)
  • Brita Köhler (PR DAM)
  • Yorck Förster (Freier Kurator DAM, Vorjury / Stellvertreter)
  • Christina Gräwe (Freie Kuratorin DAM, Vorjury / Stellvertreterin)
  • Uwe Bresan / Dijane Slavic (Architektur Media Management JUNG)
  • Juliane Greb (Preisträgerin DAM Preis 2022, Gründerin Büro Juliane Greb) /
  • Florian Summa (Preisträger DAM Preis 2022,
  • Partner SUMMACUMFEMMER) Andreas Ruby (Direktor Schweizerisches Architekturmuseum S AM)
  • Lena Unger (Partnerin Meier Unger Architekten)
  • Jörn Walter (Stadtplaner, ehem. Baudirektor Hamburg)
  • Uta Winterhager (Architekturkritikerin, Publizistin)

Stimmen aus der Jury
»Die clusterartige Anordnung mit intelligenten Grundrissen, die Zeitlosigkeit und helle Freundlichkeit des Gebäudes sind besonders im Bereich des Verwaltungsbaus eine Seltenheit. Dass es die Architekten geschafft haben, dies unter all den aktuellen energetischen und baulich-konstruktiven Anforderungen im gleichen Duktus fortzuschreiben und zu optimieren, ist (wiederholt) preiswürdig.« Brita Köhler

»Die eigene Arbeit Korrektur zu lesen ist schwierig. Wie gerne verschließt man doch die Augen vor der eigenen Unzulänglichkeit, hakt ab, geht weiter. AUER WEBER haben sich der Auseinandersetzung mit dem eigenen Schaffen gestellt, genau hingeschaut und weitergedacht. Genau das brauchen wir heute: Architektur, die das Gestern ernst nimmt, das Heute versteht und deutlich über morgen hinausdenkt.«
Uta Winterhager

»Das Landratsamt Starnberg ist ein wunderbares Beispiel für das so kluge, aber dennoch so selten praktizierte Prinzip des Weiterbauens. Die Qualitäten des Gebäudes haben sich bis heute bewährt. Die Ergänzung hat trotz der technischen Herausforderungen unserer Tage nichts davon eingebüßt. Die Nutzer lieben das Haus. Besseres kann einem Gebäude nicht widerfahren« Martin Haas »Es ist so wohltuend, endlich ein gelungenes Bauwerk zu finden, das von seinen Nutzern geliebt und von seinen Architekten nach über 30 Jahren ˏeinfachˊ weitergebaut wird.« Peter Cachola Schmal

»Um eine Architektur der 1980er-Jahre in Stil, Form und Materialität des ursprünglichen Entwurfs weiterzubauen, braucht es Verständnis für die Qualitäten des Bestands, Respekt vor dem Werk und nur behutsame Anpassungen an heutige Bedürfnisse. Alle drei Bedingungen widersprechen eigentlich unserem auf Fortschritt und Innovation versessenen Zeitgeist. Dass die Erweiterung des Starnberger Landratsamtes gelungen ist, darf daher als ein großer Glücksfall gelten.« Dijane Slavic/Uwe Bresan

»Eine Bauherrschaft, die nach mehr als 30 Jahren ihr Gebäude noch einmal fast identisch erweitern lässt – gibt es eine schönere Auszeichnung für alle am Bau und Unterhalt Beteiligten?« Florian Summa »Das Landratsamt entsorgt souverän die triviale Unterscheidung von Alt- und Neubau, die es so erst seit der Moderne gibt. Das permanente Weiterbauen, das dieses Projekt so elegant beiläufig zelebriert, war in der Baugeschichte Regel und nicht Ausnahme. Das Gebäude seinem ursprünglichen Entwurfsgedanken entsprechend weiterzubauen ist ein bauliches Plädoyer für die prinzipielle Unabgeschlossenheit von Architektur.« Andreas Ruby

»Das Projekt beweist, dass flexible Veränderungen und nötige Anpassungen nicht charakterlose, ausdruckslose Strukturen erfordern, sondern dass es nur logisch ist, die Qualitäten des Bestandes weiterzuführen. Eine bewundernswerte Bescheidenheit.« Lena Unger

»Mit der Erweiterung des Landratsamts haben sich AUER WEBER entspannt der Erwartung entzogen etwas `Neues´ schaffen zu müssen und überzeugen mit einem jahrzehntelang perfekt gepflegten, instandgehaltenen und weitergebauten Gesamtprojekt. Eine ressourcenschonende und zeitgemäße Architekturpraxis.« Juliane Greb

»Das schönste und heiterste Landratsamt der Republik erweitern zu sollen, ist eine mentale Herausforderung. Das vorbildliche Gebäude von 1987 unter heutigen Bedingungen (Energie, Brandschutz, Inklusion) einfach zu reproduzieren aber auch eine ingenieurtechnische. Verblüffend das überzeugende Ergebnis, das erneut zum Vorbild wird.« Jörn Walter

Ausstellung 
DAM PREIS 2023 Die 26 besten Bauten in\aus Deutschland
Zeit: vom 28. Januar bis 1. Mai 2023

Ort: DAM Ostend Henschelstr. 18, Frankfurt / M., Hessen

Die Liste der ausgestellten Objekte

  • ALLMANNWAPPNER FINALIST Stadtbahntunnel Karlsruhe
  • AMUNT NAGEL THEISSEN FRIHA / Haus am Hang, St. Blasien – Menzenschwand
  • AUER WEBER PREISTRÄGER Erweiterung Landratsamt Starnberg
  • C/O NOW Experimentelles Wohnhaus „Where the White Morels Grow“, Groß Kreutz – Schmergow
  • DAVID CHIPPERFIELD ARCHITECTS Grundinstandsetzung Neue Nationalgalerie, Berlin
  • ELEMENT • A ARCHITEKTEN/ HIENDL_SCHIENEIS ARCHITEKTENPARTNERSCHAFT FINALIST Bundesgeschäftsstelle Deutscher Alpenverein, München
  • FTHENAKIS ROPEE ARCHITEKTENKOOPERATIVE Aufstockung Justizgebäude, Aschaffenburg
  • GMP VON GERKAN MARG UND PARTNER Isarphilharmonie HP8, München
  • GRÜNTUCH ERNST ARCHITEKTEN Hotel Wilmina / Umbau ehemaliges Frauengefängnis, Berlin
  • HEIDE & VON BECKERATH Baugruppe „Spiegelfabrik“, Fürth
  • HEIM BALP ARCHITEKTEN Gutshof Güldenhof / Umbau zum Atelier, Stechlin
  • HERZOG & DE MEURON MKM Museum Küppersmühle, Duisburg
  • HILD UND K Wohnen am Hohentorsplatz, Bremen
  • HÜTTEN & PALÄSTE FINALIST Scheune Prädikow, Prötzel
  • KREKELER ARCHITEKTEN Sanierung Audimax Universität Braunschweig
  • LRO LEDERER RAGNARSDÓTTIR OEI FINALIST Münchner Volkstheater
  • MEHR* ARCHITEKTEN Brauereihalle, Kirchheim
  • MONO ARCHITEKTEN | PLANORAMA LANDSCHAFTSARCHITEKTUR | MUS STUDIO KOMMUNIKATIONSDESIGN Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel, Sömmerda (A71)
  • PASZTORI SIMONS Studio D / Künstleratelier, Berlin
  • SAUERBRUCHHUTTON Bürohaus Luisenblock West, Berlin
  • STEPHANIE HIRSCHVOGEL Sanierung und Umbau „Grünes Haus“, Schongau
  • STURM UND WARTZECK Nationalparkzentrum Ruhestein, Baiersbronn
  • WULF ARCHITEKTEN Mensa und Mediathek Berufsschulzentrum, Darmstadt

Ort:
Deutsches Architekturmuseum im
DAM OSTEND
Henschelstr. 18, 60314 Frankfurt am Main

Weitere Informationen

 

„Internationaler Hochhaus Preis 2022/23″ für das weltweit innovativste Hochhaus „Quay Quarter Tower in Sydney“

Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums, mit Dr. Matthias Danne, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DekaBank sowie den Preisträgern Kim Herforth Nielsen, Gründer und Creative Director von 3XN, und Fred Holt, 3XN-Partner und australischer Büroleiter, bei der Pressevorbesichtigung durch die Sonderausstellung Best High-Rises – Internationaler Hochhaus Preis 2022/23 des Deutschen Architektur-Museums als Gast im Museum Angewandte Kunst Frankfurt vom 10.November 2022 bis  22. Januar 2023. © Foto: Diether von Goddenthow
Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums, mit Dr. Matthias Danne, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DekaBank sowie den Preisträgern Kim Herforth Nielsen, Gründer und Creative Director von 3XN, und Fred Holt, 3XN-Partner und australischer Büroleiter, bei der Pressevorbesichtigung durch die Sonderausstellung Best High-Rises – Internationaler Hochhaus Preis 2022/23 des Deutschen Architektur-Museums als Gast im Museum Angewandte Kunst Frankfurt vom 10.November 2022 bis 22. Januar 2023. © Foto: Diether von Goddenthow

Gestern Abend wurde der mit 50.000 Euro und einer Statuette des international renommierten Künstlers Thomas Demand dotierte „Internationale Hochhaus Preis 2022/23″ an die Architekten Kim Herforth Nielsen (Gründer und Creative Director von 3XN) und Fred Holt (3XN-Partner und australischer Büroleiter) für das weltweit innovativste Hochhaus, den Quay den Quarter Tower in Sydney, Australien, überreicht.
Die feierliche Verleihung erfolgte in der Frankfurter Paulskirche durch Mike Josef (Dezernent für Planen, Wohnen und Sport der Stadt Frankfurt am Main in Vertretung für Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig), Dr. Matthias Danne (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DekaBank) und Peter Cachola Schmal (Direktor des Deutschen Architekturmuseums).

Der Internationale Hochhaus Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank vergeben – jetzt wurde er – nach einer Corona-Pause – zum zehnten Mal verliehen und feiert somit Jubiläum. Er begleitet seit Anfang des Jahrtausends den weltweit andauernden Boom der architektonischen Paradedisziplin des 21. Jahrhunderts.
Während der Preisverleihung wurden auch die übrigen vier Finalisten geehrt:

  • Vancouver House (Vancouver, Kanada) von BIG – Bjarke Ingels
    Group, Kopenhagen, Dänemark / New York NY, USA
  • TrIIIple Towers (Wien, Österreich) von Henke Schreieck Architekten,
    Wien, Österreich
  • The Bryant (New York NY, USA) von David Chipperfield Architects,
    London, Großbritannien
  • Singapore State Courts (Singapur) von Serie Architects, London,
    Großbritannien + Multiply Architects, Singapur mit CPG Consultants,
    Singapur
Ausstellungsansicht: Best High-Rises – Internationaler Hochhaus Preis 2022/23 des Deutschen Architektur-Museums zu Gast im Museum Angewandte Kunst Frankfurt vom 10.November 2022 bis  22. Januar 2023. © Foto: Diether von Goddenthow
Ausstellungsansicht: Best High-Rises – Internationaler Hochhaus Preis 2022/23 des Deutschen Architektur-Museums zu Gast im Museum Angewandte Kunst Frankfurt vom 10.November 2022 bis 22. Januar 2023. © Foto: Diether von Goddenthow

Aus über 1.000 Hochhäusern, die innerhalb der letzten zwei Jahre weltweit fertiggestellt wurden, hatte das Deutsche Architekturmuseum (DAM) 34 herausragende Gebäude aus 13 Ländern nominiert. Eine internationale Jury aus Expertinnen und Experten aus Architektur- und Ingenieurpraxis, Lehre und den Partnern des IHP (DekaBank, Stadt Frankfurt am Main und
Deutsches Architekturmuseum) – unter der Leitung von Sven Thorissen (Architekt MVRDV, Rotterdam) – wählte aus den Nominierten die fünf Finalisten und den Gewinner. Auf dem Weg zur Entscheidung ging es der Jury in erster Linie darum, wie die Hochhausarchitektur Verantwortung für die Umwelt und zukünftige Generationen übernehmen könne, weshalb dem Aspekt der Nachhaltigkeit die höchste Bewertungspriorität eingeräumt wurde.

Kim Herforth Nielsen, Gründer und Creative Director von 3XN, dankte allen Projektbeteiligten: „Der Quay Quarter Tower ist das wichtigste Transformationsprojekt, das 3XN jemals abgeschlossen hat – ein Projekt, das ohne einen ehrgeizigen Kunden und ein großartiges Team nicht möglich gewesen wäre. Im Zentrum Sydneys wurde ein bestehender Turm, der einerzeitgemäßen Nutzung nicht mehr entsprach, in eine neue Form und einen neuen Charakter verwandelt. Somit wurde seine Lebensdauer bis weit in die Zukunft verlängert. Heute stoßen viele Türme aus der Mitte und dem Endedes 20. Jahrhunderts an die Grenzen ihrer Funktionsfähigkeit. Uns ist bewusst, dass wir nicht abreißen und neu bauen können, wie wir es in der Vergangenheit getan haben. Der Quay Quarter Tower ist der Beweis dafür, dass ein architektonischer Wandel in großem Maßstab möglich ist. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie würdigt diesen Meilenstein der Architektur, die mutige und visionäre Arbeit so vieler Menschen. Zudem unterstreicht sie, wie wichtig es ist, die Zukunft der gebauten Umwelt neu zu denken.“

Dr. Matthias Danne, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DekaBank, betonte: „Der Quay Quarter Tower ist eine städtebauliche Bereicherung für Sydney. Das Hochhaus steht für eine gelungene Transformation eines klassischen Büroturms in ein modernes, den höchsten Ansprüchen genügendes Gebäude. Besonders beeindruckend ist das innovative Konzept, die Baustruktur des Bestandsgebäudes größtenteils zu erhalten und damit den CO2-Fußabdruck signifikant zu reduzieren. Damit ist der Quay Quarter Tower zukunftsweisend und ein Vorreiter für eine nachhaltigere und ressourcenschonendere Architektur.“

Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef erläuterte: „Der Internationale Hochhauspreis feiert in diesem Jahr sein Jubiläum: Er wird zum zehnten Mal in der Frankfurter Paulskirche an das weltweit innovativste Hochhaus vergeben. Er ist damit über die Jahre zu einem Gradmesser der globalen Hochhausentwicklung geworden und genießt internationale Anerkennung. Dafür möchte ich unseren Partnern, der DekaBank und dem Deutschen Architekturmuseum, sehr herzlich danken. Frankfurt am Main ist die richtige Stadt, um diesen Preis zu vergeben: Unsere Skyline ist nicht nur ein Markenzeichen, die gesamte Top Ten der höchsten Hochhäuser Deutschlands steht in der Mainmetropole – und unsere Skyline wächst in den nächsten Jahren weiter.“

Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM), erklärte: „In naher Zukunft wird die Welt etwa drei Milliarden Menschen unter 18 Jahren unterbringen müssen, das entspricht der gesamten Weltbevölkerung im Jahr 1930. Das bedeutet, dass wir unsere Städte nachverdichten müssen. Um dies zu erreichen, müssen wir schlicht und einfach höher bauen. Das wird der Normalfall werden. Der Quay Quarter Tower in Sydney ist höher als sein Vorgängergebäude und bietet auf der gleichen Grundfläche mehr Raum. Gleichzeitig wird die Kohlenstoffeinsparung maximiert. Eine Win-win-Situation.“

Ausstellung Best High-Rises – Internationaler Hochhaus Preis 2022/23

Ausstellungsansicht: Best High-Rises – Internationaler Hochhaus Preis 2022/23 des Deutschen Architektur-Museums zu Gast im Museum Angewandte Kunst Frankfurt vom 10.November 2022 bis  22. Januar 2023. © Foto: Diether von Goddenthow
Ausstellungsansicht: Best High-Rises – Internationaler Hochhaus Preis 2022/23 des Deutschen Architektur-Museums zu Gast im Museum Angewandte Kunst Frankfurt vom 10.November 2022 bis 22. Januar 2023. © Foto: Diether von Goddenthow

Die Ausstellung Best High-Rises – Internationaler Hochhaus Preis 2022/23, die das Deutsche Architekturmuseum (DAM) vom 10. November 2022 bis 22. Januar 2023 als Gast im Museum Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt am Main zeigt, umfasst neben dem Preisträger und den Finalisten alle nominierten Projekte. Die Ausstellung stellt alle nominierten Bauten vor. Der Preisträger Quay Quarter Tower in Sydney von 3XN und die Finalisten Vancouver House in Vancouver von BIG – Bjarke Ingels Group, The Bryant in New York City von David Chipperfield Architects, TrIIIple Towers in Wien von Henke Schreieck Architekten und Singapore State Courts in Singapur von Serie+Multiply mit CPG Consultants werden anhand von Modellen, großformatigen Fotos, Zeichnungen, Texten und Filmen in der Ausstellung dokumentiert. Das ganze kann nachgelesen und vertieft werden im gleichnamigen Katalog zur Ausstellung (s.unten)

Ausstellungseröffnung ist heute Mittwoch, 9. November 2022:
17 Uhr Kurzvorträge der Finalisten
19 Uhr Eröffnungsreden
Ausstellungsdauer: 10. November 2022 bis 22. Januar 2023
Ort: Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten
Mo geschlossen, Di, Do–Fr 12–18 Uhr, Mi 12–20 Uhr, Sa–So 10-18 Uhr
Eintritt
3 Euro, ermäßigt 1 Euro

 

Katalog zur Ausstellung
Katalog Best High-Rises 2022_23Best High-Rises 2022/23
The International High-Rise Award / Internationaler Hochhaus Preis
Hrsg: Peter Körner / Peter Cachola Schmal / Jennifer Dyck
Jovis Verlag, Berlin
Deutsch-Englisch, Hardcover, 21 x 27 cm

 

152 Seiten, zahlreiche Farb- und SW-Abbildungen
ISBN 978-3-86859-766-0
11.2022
29,- EUR im Museumsshop, 34,- EUR im Buchhandel

 

Quay Quarter Tower, Sydney, Australien Preisträger Internationaler Hochhaus Preis 2022/23

Quay den Quarter Tower in Sydney, Australien, von den Architekten Kim Herforth Nielsen und  Fred Holt des dänischen Architekturbüros 3XN-Partner © Foto Phil Noller
Quay den Quarter Tower in Sydney, Australien, von den Architekten Kim Herforth Nielsen und Fred Holt des dänischen Architekturbüros 3XN-Partner © Foto Phil Noller

Der Quay Quarter Tower ist ein identitätsstiftender Bestandteil der Neuentwicklung von Sydneys Circular Quay Area, dem zentralen Geschäftsviertel. Dieses grenzt unmittelbar an die Sydney Cove an, die Bucht hinter dem berühmten Opernhaus. An seinem Standort befand sich bisher ein klassischer Büroturm, der nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügte. Man entschied sich gegen einen Abriss, wie er sonst meist üblich ist, und integrierte stattdessen große Teile der bestehenden Tragstruktur in ein neues Hochhaus. So konnte man zwei Drittel der Träger, Stützen und Geschossplatten sowie fast den kompletten Kern aus den 1970er-Jahren erhalten. Diese Hauptaspekte des radikalen Nachhaltigkeitskonzepts führten, verglichen mit einem vollständigen Abriss und herkömmlichen Neubau, zu einer Einsparung von fast 12.000 Tonnen Kohlenstoff.

Die auskragenden Module der Fassade, die sich um die fünf Blöcke des Turms wickeln, reduzieren die Sonneneinstrahlung im Quay Quarter Tower um bis zu 30 Prozent. So konnte unter anderem auf interne Jalousien verzichtet und zugleich die unvergleichliche Aussicht auf den Hafen gewährleistet werden. Zudem entstanden durch die Aufstockung des Bestands, die Erweiterung der einzelnen Stockwerke und durch das neue Sockelgebäude 45.000 Quadratmeter an zusätzlicher Geschossfläche. Das Grundstück kann damit an diesem prominenten Ort viel effizienter genutzt werden.

Die formale Kubatur des Hochhauses resultiert aus den Licht- und Blickverhältnissen sowie den baurechtlichen Auflagen. Das Gebäude ist in fünf übereinandergestapelte Blöcke gegliedert – die Etagen innerhalb dieser fünf Einheiten sind zum Hafen hin durch mehrstöckige Atrien miteinander verbunden. Durch die gedrehte Anordnung der Blöcke öffnen sich die Atrien an deren Basis zu vier begrünten Außenterrassen, die sich über die gesamte Gebäudehöhe verteilen.

Um nicht nur die Aussicht auf das Nachbargebäude zu ermöglichen, sondern auch das Leben und die Dynamik des umliegenden Viertels sowie den Blick auf die Harbour Bridge einzufangen, verschieben sich die unteren Etagen an der Nordfassade des Turms nach Westen. Mit zunehmender Höhe rückt die Nordfassade der Blöcke nach Osten und ermöglicht so weitläufige Ausblicke auf den Hafen, insbesondere auf das Opernhaus, die Harbour Bridge und den Botanischen Garten.

Durch das Aufbrechen des repetitiven Prinzips autonomer Büroetagen werden neue Möglichkeiten für menschliche Interaktion geschaffen. Somit fungieren die Atrien und Terrassen als Gemeinschaftsräume zur beruflichen Vernetzung, für soziale Begegnungen sowie für Veranstaltungen und Erholung. Indem diese Bereiche zusätzliches Tageslicht in die Stockwerke leiten, den Mieter:innen Frischluft und eine hervorragende Aussicht bieten, wird für ein gesundes Arbeitsumfeld mit hoher Aufenthaltsqualität gesorgt.

Um das Hochhaus in Zukunft möglichst langfristig nutzen zu können, bieten die 2.000 Quadratmeter großen Etagen flexible Grundrisse, die je nach Bedarf angepasst werden können. Arbeitswelten sowohl mit Einzel- als auch Großraumbüros sind möglich. Dazu kann die Größe der Atrien auf Mieterwünsche abgestimmt werden, indem Etagen geschlossen oder entfernt werden. So können die von den Architekten als „Dörfer“ bezeichneten Atrien auf wechselnde Team- oder Unternehmensgrößen reagieren Auf der Straßenebene fügt sich die den gesamten Block einnehmende Sockelzone des Quay Quarter Towers harmonisch in das städtische Umfeld ein. Zugänge an allen Seiten des Grundstücks vernetzen das Hochhaus mit seinen Nachbargebäuden. Die große Eingangshalle des Turms und die offene Struktur des Sockels wirken dabei nicht nur einladend, sondern machen sich zudem das angenehme Klima Sydneys zu Nutzen. Neben den 4.000 Quadratmetern Einzelhandelsflächen auf drei Ebenen laden die öffentlich zugänglichen Grünflächen sowie ein Dachcafé inmitten der dicht bebauten Umgebung zum Verweilen im Freien ein. Durch die Kombination von Büro und Einzelhandel sowie dem vielfältigen Freizeitangebot wird die innerstädtische Nachbarschaft aufgewertet und über den Arbeitstag hinaus belebt. Gleichzeitig entstehen unerwartete urbane Rückzugsorte inmitten der Hochhauslandschaft.

Architekten: 3XN, Kopenhagen, Dänemark
Bauherrschaft: AMP Capital, Sydney, Australien
Funktion: Büros, Einzelhandel
Höhe: 206 m
Fertigstellung: April 2022
Standort: Sydney, Australien

Internationaler Hochhaus Preis 2022/23: 34 Hochhausprojekte weltweit nominiert

Cyrus Moser Architekten, Frankfurt am Main, Deutschland: Senckenberg Quartier, Frankfurt am Main, Deutschland Foto: Wicona / Mediashots
Cyrus Moser Architekten, Frankfurt am Main, Deutschland: Senckenberg Quartier, Frankfurt am Main, Deutschland Foto: Wicona / Mediashots

Die nominierten Gebäude für den Internationalen Hochhaus Preis 2022/23 stehen fest: Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) hat sie aus über 1.000 neuen Hochhäusern der beiden vergangenen Jahre weltweit ausgewählt. Aus diesem Kreis werden im Herbst die fünf Finalisten bekannt gegeben. Der Gewinner des Internationalen Hochhaus Preises wird am 8. November 2022 in der Paulskirche in Frankfurt am Main gekürt.

Die Projekte werden in der Ausstellung BEST HIGH-RISES 2022/23 vom 10. November 2022 – 22. Januar 2023
im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, gezeigt werden. Das DAM ist dort zu Gast, da sein eigenes Domizil zur Zeit umgebaut wird.

Nominierte Projekte
Projekte aus 13 Ländern wurden für die Auszeichnung mit dem Internationalen Hochhaus Preis 2022/23 nominiert. Vertreten sind 34 Hochhäuser auf vier Kontinenten. In Europa sind vier Gebäude nominiert, zwei davon in Deutschland: One und Senckenberg Quartier, beide in Frankfurt am Main. Ähnlich wie bereits vor zwei Jahren konnte weltweit ein deutlicher Fertigstellungsrückgang beobachtet werden. In vielen Ländern kam es aufgrund der COVID-19-Pandemie und damit verbundenen LieferkettenProblemen und Arbeitskräftemangel zu Verzögerungen. Nichtdestotrotz entstanden wie auch in den Jahren zuvor nirgends auf der Welt so viele Hochhäuser wie in China. Ungefähr jedes dritte Gebäude mit einer Höhe von mindestens 100 Metern wird dort gebaut. Dabei kommen mittlerweile vermehrt lokale Architekturbüros zum Zuge. Aber auch in allen anderen Teilen der Welt etabliert sich die Typologie Hochhaus stetig, wie ein Blick auf die nominierten Gebäude verdeutlicht.

Geografische Aufteilung der 34 Nominierten:
9x China
8x USA
2x Kanada
7x weiteres Asien:
2x Japan
2x Saudi-Arabien
1x Singapur
1x Sri Lanka
1x Südkorea
4x Europa:
2x Deutschland
1x Großbritannien
1x Österreich
3x Australien
1x Afrika:
Algerien

Der Preis Der Internationale Hochhaus Preis wird alle zwei Jahre für ein Hochhaus vergeben, das exemplarische Nachhaltigkeit, äußere Gestaltung und innere Raumqualitäten wie auch soziale und städtebauliche Aspekte zu einem vorbildlichen Entwurf verbindet. Weitere Kriterien sind innovative Bautechnik und Wirtschaftlichkeit. Der Internationale Hochhaus Preis gilt als einer der weltweit wichtigsten Architekturpreise für Hochhäuser. Er richtet sich an Architekt:innen und Bauherr:innen, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden. Seit 2004 wird der Preis gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank ausgelobt und vergeben. Er begleitet seit Anfang des Jahrtausends den weltweit andauernden Boom der architektonischen Paradedisziplin des 21. Jahrhunderts. Im November 2022 wird der IHP zum zehnten Mal verliehen und feiert somit Jubiläum.
Die nominierten Projekte im Überblick:

  • Quay Quarter Tower, Sydney, Australien
    Architektur: 3XN, Kopenhagen, Dänemark
  • 130 William, New York NY, USA
    Architektur: Adjaye Associates, London, Großbritannien
  • Telus Sky, Calgary, Kanada
    Architektur: BIG-Bjarke Ingels Group, Kopenhagen, Dänemark /New York NY, USA
  • Vancouver House, Vancouver, Kanada
    Architektur: BIG-Bjarke Ingels Group, Kopenhagen, Dänemark / New York NY, USA
  • Senckenberg Quartier, Frankfurt am Main, Deutschland
    Architektur: Cyrus Moser Architekten, Frankfurt am Main, Deutschland
  • The Bryant, New York NY, USA
    Architektur: David Chipperfield Architects, London, Großbritannien
  • 425 Park Avenue, New York NY, USA
    Architektur: Foster + Partners, London, Großbritannien
  • DJI Headquarters, Shenzhen, China
    Architektur: Foster + Partners, London, Großbritannien
  • Samba Bank HQ Tower, Riad, Saudi Arabien
    Architektur: Foster + Partners, London, Großbritannien
  • The Grand and Conrad Los Angeles, Los Angeles CA, USA
    Architektur: Gehry Partners, Los Angeles CA, USA
  • Shandong Port Tower, Qingdao, China
    Architektur: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg, Deutschland
  • Vipshop Headquarters, Guangzhou, China
    Architektur: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg, Deutschland
  • TrIIIple Towers, Wien, Österreich
    Architektur: Henke Schreieck Architekten, Wien, Österreich
  • PIF Tower, Riad, Saudi Arabien
    Architektur: HOK, Houston TX, USA / Omrania & Associates, Riad, Saudi Arabien
  • Toranomon Hills Towers, Tokio, Japan
    Architektur: ingenhoven architects, Düsseldorf, Deutschland
  • Shanghai Financial Exchange Plaza, Shanghai, China
    Architektur: Jahn, Chicago IL, USA / FGP Atelier, Chicago IL, USA
  • Bundang Doosan Tower, Seoul, Südkorea
    Architektur: Kohn Pedersen Fox Associates, New York NY, USA
  • One Crown Place, London, Großbritannien
    Architektur: Kohn Pedersen Fox Associates, New York NY, USA
  • One Vanderbilt, New York NY, USA
    Architektur: Kohn Pedersen Fox Associates, New York NY, USA
  • Great Mosque of Algiers Tower, Algier, Algerien
    Architektur: KSP ENGEL, Frankfurt am Main, Deutschland
  • Nanjing Zendai Himalayas Center, Nanjing, China
    Architektur: MAD Architects, Peking, China
  • One, Frankfurt am Main, Deutschland
    Architektur: Meurer Architekten, Frankfurt am Main, Deutschland
  • Hanking Center, Shenzhen, China
    Architektur: Morphosis, Culver City CA, USA
  • Museum Tower Kyobashi, Tokio, Japan
    Architektur: Nikken Sekkei, Tokio, Japan
  • Altair, Colombo, Sri Lanka
    Architektur: Safdie Architects, Somerville MA, USA
  • Raffles City Chongqing, Chongqing, China
    Architektur: Safdie Architects, Somerville MA, USA
  • Singapore State Courts, Singapur
    Architektur: Serie Architects, London, Großbritannien / Multiply Architects, Singapur
  • 111 West 57th Street, New York NY, USA
    Architektur: SHoP Architects, New York NY, USA
  • Shenzhen Rural Commercial Bank HQ, Shenzhen, China
    Architektur: Skidmore, Owings & Merrill (SOM), Chicago IL, USA
  • One Hundred, St. Louis MO, USA
    Architektur: Studio Gang, Chicago IL, USA
  • The St. Regis Chicago, Chicago IL, USA
    Architektur: Studio Gang, Chicago IL, USA
  • One Barangaroo, Sydney, Australien
    Architektur: WilkinsonEyre Architects, London, Großbritannien
  • Hills and Valleys, Shenzhen, China
    Architektur: WOHA, Singapur
  • Collins Arch, Melbourne, Australien
    Architektur: Woods Bagot, Melbourne, Australien / SHoP Architects, New York NY, USA

Finalisten des DAM Preises für Architektur in Deutschland 2022 nominiert

Seit 2007 werden mit dem DAM Preis für Architektur in Deutschland jährlich herausragende Bauten in Deutschland ausgezeichnet. 2022 wird der Preis vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) bereits zum sechsten Mal in enger Zusammenarbeit mit JUNG als Kooperationspartner in einem gestaffelten Juryverfahren vergeben.
Eine Expertenjury unter Vorsitz von Christiane Thalgott bestimmte jetzt aus dem Feld der Shortlist vier Projekte für die engere Wahl der Finalisten zum DAM Preis 2022. Die in die Endauswahl gelangten Gebäude können betrachtet werden auf der Internetpräsenz zum DAM Preis dam-preis.de, die darüber hinaus einen profunden Überblick zum Baugeschehen in und aus Deutschland bietet.

AUSSTELLUNG.
29. Januar – 27. März 2022

PREISVERLEIHUNG +
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG:
Freitag, 28. Januar 2022, 19 Uhr

DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM (DAM)
während der Sanierung:
Henschelstraße 16A
60596 Frankfurt am Main \ Germany
dam-online.de

Partner des DAM Preis ist die Firma JUNG.
JUNG steht weltweit für zeitloses Design und zukunftsorientierte Gebäudetechnik. Seit mehr als 100 Jahren sind Innovation, Leidenschaft und Präzision wegweisend für die Produktentwicklungen. Licht, Beschattung, Klima, Energie, Sicherheit, Türkommunikation und Multimedia – JUNG Systeme bieten die passende Lösung für jede Anforderung. Ästhetisches Design verschmilzt dabei mit intelligenter Smart Home- und Smart Building-Technologie. Die Produkte werden zu 90 Prozent in Deutschland gefertigt, belegt durch das TÜV Nord Prüfsiegel „Made in Germany“. Mit dem Bekenntnis zur Produktion in Deutschland setzt JUNG zugleich auch auf nachhaltige und ressourceneffiziente Herstellungsprozesse. Der Teamgeist und die Verbundenheit der über 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland sowie in den 20 Tochterunternehmen und über 70 Vertretungen in Europa, dem Nahen und Mittleren Osten, in Asien und Nordamerika tragen maßgeblich dazu bei, den Anspruch „Fortschritt als Tradition“ mutig und kreativ in die Tat umzusetzen.

Deutsches Architekturmuseum (DAM) Frankfurt // STADTplus Reihe startet am 6.10. – zu Gast im Danzig am Platz

 © DAM /Visual Josef Heinrich Bogatzki
© DAM /Visual Josef Heinrich Bogatzki

Mit der Reihe STADTplus präsentiert das Deutsche Architekturmuseum wieder einmal mittwochs im Monat einen Kurzvortrag zu Themen, die die Stadt bewegen. Im Anschluss können die Besucher diskutieren und bei einem Glas Wein zusammen kommen.

Das DAM freut sich, die beliebte Reihe nun wieder in Präsenz anbieten zu können! Da das Deutsche Architekturmuseum ab 27. September 2021 wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, ist es diesmal zu Gast im DANZIG AM PLATZ im Frankfurter Osten, in dessen Nachbarschaft in Kürze eine Dependance des DAM entstehen wird, um in der Zeit des Umbaus weiterhin Veranstaltungen und kleine Ausstellungen präsentieren zu können.

Themen-Überblick der STADTplus Staffel im Herbst/Winter 2021:

6. Oktober 2021, 19 Uhr
DIE STADT + DIE MINECRAFT-WELT
Wie man Visionen für Frankfurt und Spaß am Spiel vereinen kann
Josef Heinrich aka. TheJoCraft, YouTuber

Wie werden wir in der Zukunft leben und wie wollen wir, dass Frankfurt in Zukunft gestaltet wird? – Ausgehend von diesen Fragen haben das DAM und der bekannte Minecraft-Spieler Josef Heinrich (aka. TheJoCraft) einen Wettbewerb ausgerufen, der seit März diesen Jahres läuft und im Oktober zu seinem Ende kommen wird. Über 10.000 Spielerinnen und Spieler haben sich beteiligt und mit viel Liebe zum Detail phantastische Gebäude erschaffen. In diesem Vortrag erläutert TheJoCraft, was Minecraft im Bereich Ideenentwicklung leisten kann und stellt exemplarisch einige Gebäude aus dem Projekt Frankfurt_2099 vor.

3. November 2021, 19 Uhr
Die Stadt + DIE BAUSÜNDEN
Wie wir lernen, ungeliebte Gebäude wertzuschätzen
Turit Fröbe, Architekturhistorikerin und Urbanistin

1. Dezember 2021, 19 Uhr
Die Stadt + Die Neckermanns
Was der Versandhandel in Frankfurt möglich machte
Thomas Veszelits, Autor und freier Journalist

Ort:

Deutsches Architekturmuseum zu Gast im DANZIG AM PLATZ:
Ostparkstraße 11,
60314 Frankfurt am Main

Einfach reinkommen: Inklusive Museumsführungen in sieben Frankfurter Museen

ffm. Menschen mit und ohne Behinderungen machen gemeinsam Führungen in Frankfurter Museen und Kunstinstitutionen. Den Auftakt macht das Museum für Kommunikation am Sonntag, 19. September. Die anderen sechs folgen im wöchentlichen Wechsel. Das Angebot ist für Museumsbesucher mit und ohne Behinderungen. Es ist inklusiv im umfassenden Sinne.

Mit dabei sind das Deutsche Architekturmuseum (25. September), das Weltkulturen Museum (2. Oktober), das Jüdische Museum (3. Oktober), das Museum für Moderne Kunst (17. Oktober), die Schirn Kunsthalle (23. Oktober) sowie das Historische Museum (30. Oktober).

„Kulturelle Teilhabe und vor allem Partizipation sind wichtig für eine funktionierende Gesellschaft. Das soll möglichst alle Menschen einschließen, daher finde ich die Idee der inklusiven Führungen per se fabelhaft. Menschen mit und ohne Behinderungen beschäftigen sich mit Kunst und eröffnen den jeweils anderen eine neue Perspektive auf die Objekte und vielleicht sogar die Welt“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig.

Die beteiligten Kulturinstitutionen kooperieren bei diesem Projekt mit der Lebenshilfe Frankfurt. Gemachte Vorerfahrungen durch ein Projekt der Praunheimer Werkstätten im Jahr 2018 halfen bei der Vorbereitung. Gemeinsam haben sowohl die Vermittler aus den Museen, als auch die Neueinsteiger aus der Werkstatt ihre Expertise ausgeweitet. Wie spreche ich die Besucher an? Wie erarbeite ich mir den Zugang zu Ausstellungsstücken? Wie vermittele ich die Inhalte an die Besucher? All das haben sie bei den Workshops gemeinsam erarbeitet. Gefördert wird das Projekt durch die Aktion Mensch.

Die Workshops fanden online, bei der Lebenshilfe Frankfurt auf Gut Hausen und im Jüdischen Museum statt. Zusätzlich arbeiten alle Teams in den jeweiligen Museen. Dabei bekommen die Teilnehmenden auch Einblicke hinter die Kulissen des Museums. Durch dieses selbstverständliche Ein- und Ausgehen verschwinden Zugangshemmnisse ganz von selbst. „Kultur für alle“ gewinnt, wenn auch wirklich alle in die Konzeption und Präsentation eingeschlossen sind – das haben alle am Projekt Beteiligten schon vor der Eröffnung mitgenommen.

Welche Wirkungen dieser partizipative Ansatz für das Museumserlebnis mit sich bringt, können Kulturinteressierte bei #einfachreinkommen selbst ausprobieren.

Interessierte melden sich bei der Lebenshilfe Frankfurt bei Maria Hauf unter Telefon 0176/14498288 oder per E-Mail an m.hauf@lebenshilfe-ffm.de.

DIE SALONS DER REPUBLIK ab 17. Juni -Das Deutsche Architekturmuseum Frankfurt ist wieder geöffnet – Veranstaltungen finden weiterhin digital statt

Salons-der-Republik-damSchwindende Dialogfähigkeit prägt das politische Klima dieser Jahre in einem Maße, dass demokratische Institutionen und Praktiken zunehmend unter Druck geraten. Deutschland bildet hier keine Ausnahme. Um dem Trend zum Rückzug ins „Selbstbestätigungsmilieu“ (Bernhard Pörksen) entgegenzuwirken, bedarf es in unserem Land neuer Räume, deren Atmosphären milieuübergreifende Debatten stimulieren und kultivieren. In den Wintersemestern 2018/19 sowie 2020/21 haben an der Hochschule RheinMain unter der Leitung von Prof. Holger Kleine Studierende der Innenarchitektur Salons entworfen, die Lust auf Demokratie machen.

Die Entwürfe werden vom 17. Juni bis zum 15. Juli im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt ausgestellt.
DIALOG IM MUSEUM ist ein Kooperationsprojekt des DAM und der Hochschule RheinMain, das sich mit den Auswirkungen von smarten Technologien auf unser Leben beschäftigt.
Ausstellung: 17. Juni – 15. Juli 2021
Flyer

Diese ersten Salons der Republik wurden für den Spreebogen in Berlin und den Paulsplatz in Frankfurt am Main entworfen. Neben den eigentlichen Debattierzimmern umfassen sie auch ortsspezifische Räume: in Berlin eine weitläufige, multifunktionale Wandelhalle und in Frankfurt eine Freitreppe als informeller Treffpunkt der Stadtgesellschaft. Der für den Paulsplatz vorgeschlagene Salon der Republik bringt sich in die Debatte um das dort geplante Demokratiezentrum ein, indem er den Akzent von einem Demokratiemuseum hin zu einer Demokratiewerkstatt mit europaweiter Ausstrahlung verschiebt. Salons für weitere Städte, Dörfer und Regionen werden folgen. Ansprechend und auch provokant gestaltete Räume für Debatten sind gerade in Zeiten der Digitalisierung für unsere Demokratie lebenswichtig. Ebenso wichtig ist freilich, dass die Salons auch digital präsent sind und untereinander vernetzt werden.

Berliner Salon – Die Wandelhalle
Die Wandelhalle des Berliner Salons vermittelt sich als eine weiträumige Landschaft mit Plateaus, die sich um ein S-förmiges, von Sitztreppen gesäumtes Flusstal lagern. Drei Hügel akzentuieren in ihrer offenen Formation den Raumfluss – so das poetische Leitbild. Die Hügel eignen sich als Tribünen für größere Veranstaltungen und zum „Herumlungern“. Überdies übernehmen sie statische Funktionen und bergen dienende Räume.
Der Comic zeigt den Nutzungsmix der Halle, während Modell und Perspektiven verdeutlichen, dass die Halle trotz allem Trubel eine großzügige Weite und bewegte Ruhe bewahren soll. In ihr dominiert ästhetisch gesehen die Einheit und funktional gesehen die Vielfalt – in der Salonetage darunter ist es umgekehrt.

Berliner Salon – Der Dachgarten
Wie die Wandelhalle ist auch das Dach des Berliner Salons als eine weite Landschaft konzipiert. Allerdings kehrt sich hier die Höhenstaffelung um: nicht von einem Flusstal, sondern von einem Deich wird sie durchzogen. Um den Deich lagern sich Freiluftkino und -bühne, Kräuter- und Biergarten, Spielplatz und Liegewiese. Sitztreppen, Pergolen und Heckenreihen gliedern nebst den Erschließungsblöcken und Lichtbrunnen für die Halle die Landschaft. Von ihr aus gesehen präsentieren sich einige der prägnantesten Bauten des Berliner Stadtraums wie Figuren auf einer Theaterbühne.

Berlin: Im Band des Bundes.
An wenigen Orten verdichtet sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts auf so fühlbare Weise wie im Spreebogen: Die Lagepläne zeigen das gründerzeitliche Alsenviertel, die nationalsozialistischen TabulaRasa-Planungen von 1938, die Nachkriegswüstenei, die Mauer und das Band des Bundes. Das von uns gewählte Grundstück erlaubt wie kein anderes, die Nähe zwischen Bürger*innen und ihren Repräsentant*innen zu symbolisieren und konkret zu realisieren. Bereits 1992 hatten an dieser Stelle die Stadtplaner des Regierungsviertels, Axel Schultes und Charlotte Frank, ein Bürgerforum vorgeschlagen. Wir aktualisieren diese Idee, indem wir den Akzent auf das Praktizieren der Demokratie legen. In dem Berliner Salon der Republik schichten sich vier Raumwelten: zu ebener Erde die Eingänge, Fahrradparkplatz, Bücherbörse. Darüber eine Etage mit 42 Salons, dann die Wandelhalle mit variabel bespielbaren Plateaus, obenauf die Dachlandschaft. Der Comic illustriert, wie sich ein Tag im Salon der Republik abspielen könnte.

Salonstudien I: Berlin.
Die spezifischen Atmosphären der Salons stimulieren die unterschiedlichsten Gesprächsformen: sich besprechen, sich aussprechen, sich anvertrauen, andeuten, palavern, plaudern, debattieren, diskutieren, überreden, argumentieren, sich fetzen, aufmuntern, sich etwas verbitten … Wir nennen diese Räume Salons, da Salons Schwellenräume sind: zwischen Privat und Öffentlich, zwischen verschiedenen Milieus, Metiers und Klassen.

Unter diese Salons der Streitkultur haben sich weitere 14 Salons geschmuggelt, in denen sich die Diskutant*innen non-verbal abreagieren können: in Ateliers fürs Malen und Nähen, in Klettertürmen, Fußbädern, Schlafzelten, an Boxsäcken… Jeder kann hier nach seiner Façon entspannen und weiterdenken.

Salonstudien II: Frankfurt am Main.
Der Entwurf von Salons als attraktiven und intensiven Räumen für Debatten und die Begegnung mit dem Anderen bildete auch im Frankfurter Projekt den Anfang des Seminars. Rückblickend kann man feststellen, dass die hier entworfenen Salons sich als Variationen und Kombinationen von drei „brauchbaren“ Grundtypen verstehen lassen: dem Kreis, dem Vis-à-Vis und dem Auditorium. Die Varianten entstehen durch Verformungen (Vielecke statt Kreise), Fragmentierungen (Halbkreis), durch besondere Behandlungen der Randzone (raumhaltige Wände, Nischen, Erker …), durch besondere Erschließungszonen, Höhenstaffelungen und Galeriebildungen, durch Belichtungskniffe, Materialwechsel und Deckenausbildungen. Das Frei-im-Raum-Schwebende dieser Salongebilde vermittelt sich in Zeichnungen, die Wandabwicklung und Deckenspiegel, Schnitt und Grundriss spielerisch kombinieren.

Raumdramaturgie I:
Ein Pendant zur Paulskirche. Die Neuordnung des Paulsplatzes ist sowohl räumlich wie semantisch eine der komplexesten Aufgaben, die sich heute in Frankfurt stellen. Ein Salon der Republik darf an dieser Stelle nicht ein bloßer Annex der Kirche sein, sondern muss ihr Pedant werden. Anders gesagt: Nicht das geschichtsträchtige Bild der Paulskirche zu untermalen, sondern es mit einem zukunftsweisenden Bild von Demokratie zu ergänzen, ist seine Aufgabe. Dass diesem Erfordernis eine Rekonstruktion der Alten Börse nicht genügen kann, versteht sich von selbst.

Es ist naheliegend, den Platz zum Römer und zur Paulskirche hin zu öffnen und nach Norden zu schließen. Die im Seminar entstandenen Ideen zu einer Kontextualisierung der Paulskirche lassen sich den folgenden vier Grundhaltungen zuordnen:

  •  Spiegelung der Ellipse der Paulskirche in einer zweiten Ellipse.
  • Ergänzung der Ellipse der Paulskirche durch einen andersartigen geometrischen Primärkörper.
  • Kontrastierung des expressiven Rotationskörpers der Paulskirche durch einen ruhigen Kubus.
  • Balancierung der stufenlos aufragenden Wände der Paulskirche durch eine begehbare Treppenskulptur.

Die Treppenskulptur überzeugte uns am meisten. Sie strahlt Präsenz aus, ohne zu dominieren, sie kommuniziert, ohne sich anzubiedern, sie lädt schon auf den ersten Blick und nicht erst nach dem Öffnen der Eingangstür ein und sie bietet mit Treppe und Podium der Stadt etwas, was sie noch nicht besitzt: einen Raum für alle, der zugleich mitten drin und oben drüber ist. Sie fordert zum Vergleich mit anderen Stadträumen heraus: Diese republikanische Treppe wäre zugleich Piazza der Elbphilharmonie und Treppe des Grande Arche de la Defense, und der Blick vom Römerberg zeigt sie als Fortsetzung und Tribüne für den bedeutendsten Platz Frankfurts: Was die spanische Treppe für Rom ist, könnte die republikanische Treppe für Frankfurt werden.

Raumdramaturgie II:
Erkundungen des Innen. Was das Raumprogramm betrifft, gibt es am Paulsplatz weder ausreichend Platz für das für Berlin konzipierte „Ganztagsprogramm“ noch ist dieses hier inmitten der dichten Stadt nötig. Auch der Bedarf an Verwaltungsräumen kann in angrenzenden Gebäuden gedeckt werden. Und mit der Paulskirche sind Räumlichkeiten für Plenum und Dauerausstellung bereits vorhanden. Was benötigt wird, sind ein Auditorium mittlerer Größe für etwa 200 bis 300 Personen, diverse Debattiersalons für 15 bis 50 Personen, ein zum Platz sich öffnendes Café, zum Verweilen einladende Zwischenräume sowie Zonen für Wechselausstellungen und Kinderbetreuung.

Die Entwurfsstudien verfolgen verschiedene Leitideen der Innenraumbildung zum Zwecke der Kommunikation: mal schweben die Salons wie Wolken unter der Decke einer sehr hohen, beidseitig verglasten Halle… mal sind sie halbgeschossig versetzt, um Sichtbeziehungen über die zentralen Hallen hinweg zu erlauben… mal umlagern die Salons die Wegräume und können sich bei Bedarf zu diesen wie Guckkastenbühnen öffnen… mal wird ein ruhig im Stadtraum liegender Kubus von sanft bewegten Wellen durchzogen, die den gesamten Innenraum in ein Auditorium mit unscharfen Rändern verwandeln… mal wird der Innenraum von einer gebäudehohen, von oben belichteten Stirnwand beherrscht… mal wird er von durchbrochenen Blöcken, die die Frankfurter*innen an das Gebirgsmassiv des Museums für Moderne Kunst von Hans Hollein erinnern könnten, skulpturiert.

Ein Salon der Republik sollte individuell erkundet werden können. Wegeführung, Blickführung und Lichtführung eröffnen Optionen für individuelle Aneignungen. Mithilfe der Storyboards wurde überprüft, ob sich Übersichtlichkeit versus Überdecken, Sammeln versus Verteilen, Reihung versus Sequenzierung und konkav-einladende versus linear-vorwärtstreibende Raumbildungen in der Eingangshalle und den Wegräumen ausbalancieren.

DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM (DAM)
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main \ Germany
dam-online.de
facebook.com/architekturmuseum
instagram.com/architekturmuseum/

BEGLEITPROGRAMM
Di, 22. Juni 2021, 19:00
Dialog im Museum #12: Die Salons der Republik
mit:
Prof. Holger Kleine,
Professor für Künstlerisch-Konzeptionelles Entwerfen,
Hochschule RheinMain
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff,
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied am Leibniz-Institut
Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung
Prof. Dr. Jeanette Hofmann,
Principal Investigator der Fachgruppe „Demokratie und Digitalisierung“ am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft
Dr. Meron Mendel,
Direktor der Bildungsstätte Anne Frank
Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH)
können mit der Teilnahme zwei Fortbildungspunkte erwerben.

Di, 13. Juli 2021, 19:00
Straße, Internet, Salon — (k)ein Raum für Debatten?
Anmeldung zu allen Veranstaltungen unter
www.hs-rm.de/dialog-im-museum

Begleitband:
DIE SALONS DER REPUBLIK – RÄUME FÜR DEBATTEN
Herausgegeben von Holger Kleine Erschienen im Juni 2021 Broschur, 16,5 × 24 cm 176 Seiten, 100 farb. und s/w Abb. Deutsch ISBN 978-3-86859-708-0

Ausstellungen im DAM

  • DAM Preis 2021 – Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland bis 27. Juni 2021
  • Einfach Grün – Greening the City bis 11. Juli 2021
  • Die Salons der Republik – Räume für Debatten 17. Juni bis 15. Juli 2021
  • Antike Radikal – Häuser und Kirchen von Heinz Bienefeld 26. Juni – 26. September 2021

Frankfurter Museen öffnen wieder ab dem 24. Mai 2021

frankfurter-museen-oeffnen-wiederIm Rahmen der Hygieneregeln öffnen Frankfurts Museen wieder Detaillierte Informationen zu Ausstellungen und  Angaben  zu den Anmeldeverfahren finden Sie auf den Webseiten der Museen,

Archäologisches Museum Frankfurt
Das Museum öffnet ab Dienstag, dem 1. Juni 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr
www.archaeologisches-museum-frankfurt.de

Bibelhaus Erlebnis Museum
Das Bibelhaus ist ab Mittwoch, dem 26. Mai geöffnet.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr
www.bibelhaus-frankfurt.de

Caricatura Museum Frankfurt
Das Caricatura Museum öffnet am Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
www.caricatura-museum.de

Deutsches Architekturmuseum
Das Deutsche Architekturmuseum ist von Pfingstmontag, 24. Mai, an wieder geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstag 12 bis 18 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 12 bis 20 Uhr,
Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.dam-online.de/besuch

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Das DFF öffnet am Pfingstmontag, dem 24. Mai 2021, wieder seine Ausstellungen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.dff.film

Dommuseum Frankfurt
Das Museum ist wieder ab Mittwoch, 2. Juni, geöffnet.
Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag 10 bis 17 Uhr
Samstags, sonntags und an den Feiertagen 11 bis 17 Uhr
Montags und dienstags geschlossen
www.dommuseum-frankfurt.de

Eintracht Frankfurt Museum
Das Museum öffnet ab Dienstag, dem 25. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
https://museum.eintracht.de/news/

Fotografie Forum Frankfurt
Das Fotografie Forum Frankfurt öffnet am Dienstag, 2. Juni 2021.
Öffnungszeiten bitte der Homepage entnehmen.
www.fffrankfurt.org

Frankfurter Goethe-Haus
Das Frankfurter Goethe-Haus öffnet ab Freitag, dem 28. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag von 11 bis 17 Uhr
www.freies-deutsches-hochstift.de

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt
Beide Museen öffnen am Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11
bis 19 Uhr.
www.historisches-museum-frankfurt.de
www.junges-museumm-frankfurt.de

Institut für Stadtgeschichte
Das Institut für Stadtgeschichte öffnet am Mittwoch, dem 26. Mai. Lesesaal und
Sammlungsbereich sind bereits nach Voranmeldung geöffnet.
Öffnungszeiten: Ausstellungen Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag
11 bis 18 Uhr, Lesesaal nach Voranmeldung Montag bis Freitag 8.30 bis 17 Uhr
(Dienstag, 25.05. nur bis 12 Uhr)
ACHTUNG: Die Vorlage eines Negativnachweises ist nur für den Besuch von Lesesaal
und Sammlungsbereich nötig, nicht für den Ausstellungsbesuch. Weitere Informationen
auf der Webseite:
www.stadtgeschichte-ffm.de

Jüdisches Museum Frankfurt
Das Jüdische Museum öffnet ab Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 10 bis 21 Uhr, Mittwoch, Freitag, Samstag
und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
www.juedischesmuseum.de

Das Museum für Kommunikation
Das Museum öffnet am Dienstag, dem 25. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Museumsshop & Museumsbibliothek
Der Museumsshop ist geöffnet. Ebenfalls wieder möglich ist der Besuch der
Museumsbibliothek: Eine Voranmeldung ist auch hier erforderlich, siehe Homepage des
Museums. Die Bibliothek ist dienstags bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
http://www.mfk-frankfurt.de

Frankfurter Kunstverein
Der Frankfurter Kunstverein öffnet am Dienstag, dem 1. Juni von 17 bis 22 Uhr mit dem
Soft Opening der Ausstellung „And This is Us 2021 – Junge Kunst aus Frankfurt“
Ab dem 2. Juni gelten folgende Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 19
Uhr, Donnerstag von 11 bis 21 Uhr.
www.fkv.de

Museum Angewandte Kunst und Ikonenmuseum
Das Museum Angewandte Kunst und das Ikonenmuseum öffnen am Mittwoch, dem 26.
Mai 2021.
Öffnungszeiten Museum Angewandte Kunst: Dienstag von 12 bis 18 Uhr, Mittwoch von
12 bis 20 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Öffnungszeiten Ikonenmuseum: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von
12 bis 20 Uhr.
www.museumangewandtekunst.de

Museum Judengasse
Am Mittwoch, den 26. Mai 2021, erfolgt die Öffnung des Museums Judengasse.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
www.juedischesmuseum.de/besuchen/museumjudengasse

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Der TOWER MMK öffnet am Pgingstmontag, dem 24. Mai 2021.
Reguläre Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr und Mittwoch 11 bis 20
Uhr
www.mmk.art

Portikus
Der Portikus auf der Alten Brücke öffnet wieder am Pfingstmontag, 24. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, mittwochs 11 bis 20 Uhr

Senckenberg Naturmuseum
Am Mittwoch, dem 26. Mai wird das Senckenberg Naturmuseum
wieder geöffnet.
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 9 bis 17 Uhr, mittwochs
von 9 bis 20 Uhr, Samstag, Sonntag und an den Feiertagen 9 bis 18 Uhr.
www.museumfrankfurt.senckenberg.de

Struwwelpeter Museum
Das Struwwelpeter Museum öffnet am Donnerstag, dem 3. Juni 2021.
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr
www.struwwelpeter-museum.de

Weltkulturen Museum
Ab Mittwoch, dem 26. Mai 2021 ist das Weltkulturen Museum geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr
www.weltkulturenmuseum.de

weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Häuser sowie unter
www.museumsufer.de

Wiedereröffnung der Frankfurter städtischenMuseen und des Instituts für Stadtgeschichte

Frankfurter Museen öffnen wieder. Impression aus dem Archäologischen Museum  © Foto Diether v. Goddenthow
Frankfurter Museen öffnen wieder. Impression aus dem Archäologischen Museum © Foto Diether v. Goddenthow

(ffm) Nach über viermonatiger Schließung aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie öffnen die städtischen Museen für Besucherinnen und Besucher wieder sukzessive ihre Türen. Möglich macht dies der aktuelle Beschluss der Landesregierung. Voraussetzung ist, dass der Inzidenzwert hessenweit zwischen 50 und 100 pro 100.000 Einwohner liegt, die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher erfasst werden und Besuchstermine vereinbart werden können.

„Ich begrüße es sehr, dass die Museen und das Institut für Stadtgeschichte zu den ersten gehören, die wieder öffnen können. Wir sind mit entsprechenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen gut vorbereitet, um einen risikoarmen Besuch zu gewährleisten. Ich danke den Direktorinnen und Direktoren der Häuser, dass sie die aktuell geltenden Regeln so umsichtig umgesetzt haben, verantwortungsvoll mit der Situation umgehen und eine zeitnahe Öffnung der Häuser ermöglichen. In vielen der Museen wurden im zweiten Lockdown neue Ausstellungen eröffnet, die jetzt nur darauf warten, besucht zu werden“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig. Für den Museumsbesuch gelten die bekannten Hygienebestimmungen: Tragen einer medizinischen Maske, Abstand halten und regelmäßig die Hände wasche und desinfizieren.

Archäologisches Museum Frankfurt

Archäologisches Museum Frankfurt  © Foto Diether v. Goddenthow
Archäologisches Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow

Das Museum öffnet am Dienstag, 9. März, wieder seine Türen für die Besucherinnen und Besucher. Es warten zwei besondere Ausstellungen auf ihre Gäste: Die Präsentation „Der Thoraschrein der Synagoge am Börneplatz“ ist noch bis zum 18. April zu sehen, bis zum 11. April zeigt das Haus die Ausstellung „SYRIEN. Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ mit Fotografien von Yvonne v. Schweinitz (1921-2015). Der Besuch des Archäologischen Museums ist nur unter der Voraussetzung möglich, dass die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher vor Ort erfasst werden und im Vorfeld Besuchstermine vereinbart werden. Man kann sich ab Dienstag, 9. März, unter der Telefonnummer 069/212-35896 für eine bestimmte Uhrzeit anmelden. Der Zugang sowohl zur Dauerausstellung als auch zur Sonderausstellung ist aus organisatorischen Gründen vorerst nur über den Haupteingang des Museums in der Karmelitergasse 1 möglich: https://archaeologisches-museum-frankfurt.de/de/

Caricatura Museum Frankfurt

Caricatura Museum für Komische Kunst © Foto Diether v. Goddenthow
Caricatura Museum für Komische Kunst © Foto Diether v. Goddenthow

Das Caricatura Museum öffnet am Dienstag, 16. März, wieder seine Türen für die Liebhaber der komischen Kunst. Die aktuelle Ausstellung „Grober Strich und feiner Witz“ mit Cartoons von Hauck & Bauer wurde bis zum 11. Juli verlängert. Die genauen Bedingungen für einen Besuch können zeitnah der Website des Museums entnommen werden: https://caricatura-museum.de/

 

 

Deutsches Architekturmuseum

Deutsches Architekturmuseum © Foto Diether v. Goddenthow
Deutsches Architekturmuseum © Foto Diether v. Goddenthow

Das Deutsche Architekturmuseum öffnet wieder am Freitag, 12. März, mit neuen Öffnungszeiten: dienstags von 12 bis 18 Uhr, mittwochs von 12 bis 20 Uhr, donnerstags von 12 bis 20 Uhr und freitags von 12 bis 20 Uhr. Am Samstag und Sonntag ist das Haus von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Haus zeigt derzeit „max40 – BDA Architekturpreis für junge Architektinnen und Architekten“ bis zum 11. April, „Best Highrises 2020/21 – Internationaler Hochhaus Preis 2020“ bis zum 16. Mai und „DAM Preis 2021 – Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland“ bis 13. Juni, sowie „Einfach Grün – Greening the City“ bis 11. Juli. Die genauen Bedingungen für einen Besuch können zeitnah der Website des Museums entnommen werden; https://dam-online.de/

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow
Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow

Das Historische Museum Frankfurt öffnet wieder am Samstag, 13. März, mit den vor dem zweiten Lockdown geltenden Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Über den Online-Shop der Website oder den Besucherservice des Museums (per Mail an besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de oder unter Telefon 069/212-35154) kann ein Zeitslot gebucht werden (jeweils zweistündig, ab den Öffnungszeiten am Tag gerechnet). Die neue, große Ausstellung „Frankfurter Gartenlust – Die Stadt und das Grün“ ist ab Donnerstag, 25. März, zu sehen. Die Ausstellung des Jungen Museums ist ab Dienstag, 30. März, zu sehen, Spielräume und Werkstätten bleiben vorerst geschlossen. Für einen Besuch muss man sich ebenfalls ein Ticket des Historischen Museums über den Online-Shop holen, dass den Eintritt in das Junge Museum inkludiert: https://historisches-museum-frankfurt.de/

Institut für Stadtgeschichte

Institut für Stadtgeschichte © Foto Diether v. Goddenthow
Institut für Stadtgeschichte © Foto Diether v. Goddenthow

Das Institut für Stadtgeschichte öffnet am Dienstag, 9. März, seinen Lesesaal, die Sammlungen und Ausstellungen. Für den Lesesaal, die Sammlungen und den Ausstellungsbesuch ist eine Voranmeldung erforderlich, Informationen dazu sind auf der Website des Museums zu finden. Derzeit sind im Institut für Stadtgeschichte folgende Ausstellungen zu sehen: „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“ bis zum 18. April, „Eberhard Steneberg: Zwischen allen Stühlen“ bis zum 9. Mai und die Dauerausstellung „Jörg Ratgeb: Die Wandbilder im Karmeliterkloster“: https://www.stadtgeschichte-ffm.de/

Jüdisches Museum Frankfurt
Das Jüdische Museum präsentiert bis Mittwoch, 10. März, täglich zwischen 19 und 22 Uhr auf dem Museumsvorplatz eine interaktive Lichtinstallation rund um die Skulptur „Untitled“ von Ariel Schlesinger. Ab Donnerstag, 11. März, öffnet das Jüdische Museum am Bertha-Pappenheim-Platz den Lichtbau mit der Bibliothek und die Dauerausstellung im Rothschild-Palais. Besucherinnen und Besucher können sich ab Mittwoch, 10. März, auf der Website des Museums ein Zeitslot- und/oder Online-Ticket buchen. Sie werden vor Ort von Besucherbetreuerinnen und -betreuern empfangen, die individuelle Kurzführungen anbieten. Am Donnerstag, 18. März, öffnet das Haus zusätzlich die Wechselausstellung „Die weibliche Seite Gottes“ im Lichtbau. Die im Oktober eingeführten Öffnungszeiten bleiben bestehen: Dienstag und Donnerstag von 10 bis 21 Uhr, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr; https://www.juedischesmuseum.de/

Museum Angewandte Kunst

Museum Angewandte Kunst  © Foto Diether v. Goddenthow
Museum Angewandte Kunst © Foto Diether v. Goddenthow

Das Museum Angewandte Kunst öffnet am Dienstag, 9. März, um 12 Uhr. Beim Museum Angewandte Kunst ist eine Terminvergabe per Mail, Telefon oder an der Kasse möglich. Folgende Ausstellungen sind neben der Dauerausstellung zu sehen: „ars viva 2021, Rob Crosse, Richard Sides, Sung Tieu“ bis zum 21. März, „ANETTE LENZ. à propos“ bis zum 16. Mai und „亞歐堂 meet asian art: Schalen. Metamorphosen einer Grundform“ bis zum 7. November. Ab dem 16. April zeigt das Haus „Dieter Rams. Ein Blick zurück und voraus“. Das Haus hat dienstags von 12 bis 18 Uhr, mittwochs von 12 bis 20 Uhr und donnerstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Das zugehörige Ikonenmuseum öffnet am Dienstag, 16. März, um 10 Uhr. Die genauen Bedingungen für einen Besuch befinden sich noch in der Planung und können zeitnah der Website des Hauses entnommen werden. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs von 12 bis 20 Uhr geöffnet: https://www.museumangewandtekunst.de/

Museum Judengasse

Jüdisches Museum Judengasse  © Foto Diether v. Goddenthow
Jüdisches Museum Judengasse © Foto Diether v. Goddenthow

Am Donnerstag, 25. März, erfolgt die Öffnung des Museums Judengasse. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Besucherinnen und Besucher können sich zeitnah vor der Wiedereröffnung online ein Zeitslot- und/oder Online-Ticket buchen: https://www.juedischesmuseum.de/besuchen/museum-judengasse/

Tower MMK
Das Museum MMK für Moderne Kunst öffnet ab Dienstag, 9. März, wieder den TOWER MMK. Dort ist die Ausstellung „Sammlung“ zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr und Mittwoch von 11 bis 20 Uhr: https://www.mmk.art/de/visit/tower/

Weltkulturen Museum

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Das Weltkulturen Museum hat wegen Ausstellungsumbaus erst ab Donnerstag, 1. April, wieder geöffnet. Dann wird die neue, gerade im Aufbau befindliche Ausstellung im Haupthaus „Grüner Himmel, blaues Gras. Farben ordnen Welten“ gezeigt. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Mittwoch von 11 bis 20 Uhr. Die Möglichkeiten zur Buchung von Terminen für den Ausstellungsbesuch, auch schon im Voraus, werden nach organisatorischer Klärung über die Website des Hauses bekannt geben: https://www.weltkulturenmuseum.de/de/

Weitere Informationen sind auf den Webseiten der einzelnen Häuser sowie unter http://www.museumsufer.de zu finden. Die Informationen werden laufend aktualisiert.

MuseumsuferCard
Für Inhaberinnen und Inhaber der MuseumsuferCard geht die Wiederöffnung der Museen mit einer Verlängerung ihrer Jahreskarte einher. Die Laufzeit der MuseumsuferCard wurde bereits für den ersten Lockdown um zwei Monate verlängert, für den zweiten Lockdown ist die Gültigkeit der Karte um weitere vier Monate ausgeweitet worden. MuseumsuferCard-Inhaberinnen und -Inhaber müssen nichts tun: Die Verlängerung wurde auf dem QR-Code der Karte automatisch gespeichert: https://www.museumsufercard.de/

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY – Deutsches Architektur Museum Frankfurt

VERTICAL FOREST, STEFANO BOERI ARCHITETTI, MAILAND Foto Dimitar Harizanov
VERTICAL FOREST, STEFANO BOERI ARCHITETTI, MAILAND Foto Dimitar Harizanov

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY thematisiert die Vorteile und Herausforderungen urbanen städtischen GRÜNS – insbesondere der Haus- und Dachbegrünung im Bestand und Neubau. Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels ist diese gelungene Ausstellung längst überfällig. Ab dem 14. Februar, spätestens nach dem Lockdown kann EINFACH GRÜN im Deutschen Architekturmuseum Schaumainkai 43 in Frankfurt am Main auch physisch besucht werden. Zur Überbrückung und Vorbereitung dieser und weiterer spannender DAM-Projekte sei das DAM-Online  empfohlen.

CALL FOR PROJECTS

CFP HAUSFASSADE KOELN Foto: BenjaminMarx
CFP HAUSFASSADE KOELN Foto: BenjaminMarx

Dass Parks und Gärten GRÜN sind, davon gehen wir aus. Doch GRÜN erobert immer mehr die Architektur der Städte: Wo vor kurzem noch das graue Kiesdach und die Betonfassade die Sonne reflektierten, wuchern Kräuter, ganze Baumlandschaften und Hängepflanzen. Wo vor Jahren der weiße Hausgiebel strahlte, rankt der wilde Wein und in den Höfen wetteifern Gemüse und Rankgewächse um jeden Sonnenstrahl. Über die Begrünung von Bestandsgebäuden hinaus setzen sich auch im Neubau komplexe horizontale oder vertikale Grünsysteme durch. Wo genau sind diese grünen Inseln, die dem klimatischen Verhältnis von Architektur, Bewohnern und Nutzern so positiv zuträglich und von den Straßen oft wenig einsehbar sind? Wer sind die Initiatoren, wie haben sie es angestellt und wozu dienen die grünen Dächer und Fassaden?

Schon vor Beginn der Ausstellung ruft das DAM zum Einreichen von Projekten auf. Die Beiträge werden von einer Jury bewertet und die Preisträger in der Ausstellung im DAM präsentiert.
Weitere Informationen und Projekteinreichung unter: einfach-gruen.jetzt
Rückfragen bitte an: projects@einfach-gruen.jetzt

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Forschungsabteilung des Internationalen Planungs- und Beratungsbüros Arup „Green Building Envelopes“ und mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main. Die Kuratoren der Ausstellung sind Hilde Strobl und Rudi Scheuermann.

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY – Die Ausstellung

1000 TREES, SHANGHAI, HEATHERWICK STUDIO, LONDON Foto: Qinyan Zhu
1000 TREES, SHANGHAI, HEATHERWICK STUDIO, LONDON Foto: Qinyan Zhu

Selten waren Grünräume derart gefragt wie seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Vor allem in den Großstädten fehlt vielen Menschen die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe raus aus der häuslichen Enge ins Grüne zu flüchten. Nicht nur steigt die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt nach Wohnungen mit Balkonen oder Gärten erheblich, auch Parks und öffentliche Grünflächen sind seither stärker frequentiert.

Der Begriff der „gestressten Stadt“ wird daher auch auf Stadtparks als „gestresstes Grün“ erweitert.  Vor allem in den Millionenstädten zeichnen sich immer stärker die Folgen des Klimawandels ab. Sie sind zunehmend mit erhöhten Feinstaubwerten und Lärmentwicklung sowie Überhitzung (heat island effect) konfrontiert. Neueste Studien belegen sogar eine Korrelation zwischen Bevölkerungsdichte, Hitzeinseln und der Häufigkeit von COVID-19-Infektionen. Zugleich schreitet die Urbanisierung immer weiter voran – die Städte werden nicht nur dichter, sondern greifen dabei immer weiter aus. Dennoch ist es keine Alternative, so Richard Sennett in „Die offene Stadt“, aufgrund der Klimaveränderungen nicht zu bauen, sondern neue Wege einzuschlagen und auf Anpassung und Reparatur der Stadt zu setzen.

URBAN FARMING OFFICE, VTN ARCHITECTS Foto: VTN Architects
URBAN FARMING OFFICE, VTN ARCHITECTS Foto: VTN Architects

Die Begrünung der horizontalen und vertikalen Gebäudehülle ist eine Möglichkeit, über die bodengebundenen Grünflächen hinaus, die Stadtlandschaft zu reparieren. Das „unkalkulierbare Grün“ – so die Einschätzung vieler Architekten – bringt dabei zugleich Vorteile und Herausforderungen mit sich. Den kursierenden Vorurteilen wie hohe Herstellungs- und Pflegekosten stehen relativierende, in Zahlen nachweisbare positive Auswirkungen gegenüber: So wirken begrünte Dächer und Fassaden auf das Gebäude selbst wie auch auf die unmittelbare Umgebung. Grünräume sind nicht als Kostenfaktor, sondern als Mehrwertf für die Gesundheit von Mensch, Stadt und Umwelt zu begreifen. Zahlreiche Studien belegen nicht nur eine langfristige Zunahme der Artenvielfalt von Flora und Fauna, sondern auch die positive Veränderung des Stadtklimas, sobald Grün die Architektur erobert.

Die Herausforderung ist klar und längst keine Vision mehr: Je mehr Grünbauten sich über einen längeren Zeitraum etablieren und von Nutzern, Bauherren und der Stadtgesellschaft positiv bewertet werden, desto deutlicher ist die Botschaft. Es ist an der Zeit – viele Beispiele in Deutschland und weltweit demonstrieren, dass es möglich ist!

ELEMENTE DER AUSSTELLUNG

CFP DACHGARTEN, WIEN Foto: Alexander Hagner
CFP DACHGARTEN, WIEN Foto: Alexander Hagner

Die Ausstellung sammelt Ressentiments gegen und Argumente für die Begrünung der Gebäudehülle und liefert über wissenschaftliche Ergebnisse hinaus praxisorientierte Hinweise zur Begrünung von Bestandsgebäuden oder Neubauten. Sie versteht sich auch als Aufruf und Motor. Sie zielt auf einen Austausch zwischen Ergebnissen der Technikforschung, Gestaltung, Gartenbau und den Anwendern. Viele innovative Techniken bewegen sich auf einem Hightech-Modus – doch ebenso viele Anwendungen beweisen, dass mit dem Einsatz passender, einfacher Mittel und Methoden ebenfalls wirksame Maßnahmen umgesetzt werden können. Die umfangreiche Sammlung von FAQ‘s reicht darüber hinaus von Ergebnissen der Klimaforschung bis zu Fragen der Förderung von Initiativen und des Engagements der Politik für infrastrukturelles Grün.

Grüne Hauben auf Häusern und Wohnhöhlen, terrassierte Gartenanlagen an Palästen und auch Spalierbäume und Efeubewuchs an Fassaden sind keine Erfindungen der Gegenwart. Die Geschichte des Gebäudegrüns verweist auf das enge Verhältnis von Haus und Baum über Jahrhunderte.

OT HOFFMANN, BAUMHAUS DARMSTADT, DEUTSCHLAND 1972 Foto: Georg Dörr
OT HOFFMANN, BAUMHAUS DARMSTADT, DEUTSCHLAND 1972 Foto: Georg Dörr

Einen wichtigen Bestandteil der Ausstellung bilden in den letzten Jahren weltweit umgesetzte Grünbauten von Düsseldorf über Mailand bis Singapur. Sie demonstrieren nachdrücklich das Spektrum der Modelle und die Vielfalt der Anwendersysteme – in Abhängigkeit von den regionalen, klimatischen Bedingungen.

Das DAM nimmt die Ausstellung zum Anlass, eine Reihe von Höfchen, die sich an die Ausstellungsräume anschließen, zu begrünen. Die Höfchen waren bislang aus konservatorischen und ausstellungstechnischen Gründen meist zugebaut. In einzelnen Fällen war die Natur selbstinitiativ und hat sich bereits Raum verschafft. Andere wurden neu bepflanzt, um einzelne Systeme und Methoden der Begrünung zu zeigen und in der Langzeitwirkung zu erproben. Der Pflanzmonat Januar ist nur bedingt attraktiv für Pflanzen, doch während der Laufzeit der Ausstellung werden sich die Höfchen verändern: vom sichtbaren Pflanzsystem zum wuchernden Grün.

AUSGESTELLTE PROJEKTE

  • Dakpark / Rotterdam, Niederlande, 2015 – Buro Sant en Co
  • CopenHill / Kopenhagen, Dänemark, 2019 – BIG Bjarke Ingels Group SLA
  • Baumhaus / Darmstadt, Deutschland, 1972 – Ot Hoffmann
  • Holland Creates Space / Expo Pavillon, Hannover, Deutschland, 2000 – MVRDV
  • Bosco Verticale / Mailand, Italien, 2014 – Stefano Boeri Architetti Laura Gatti
  • 1000 Trees / Shanghai, China, 2020 – Heatherwick Studio Urbis
  • Prefectural International Hall / Fukuoka, Japan, 1995 – Emilio Ambasz & Associates Takenaka Corporation
  • Flower Tower /Paris, Frankreich, 2004 – Maison Edouard François Patrick Blanc
  • Kö-Bogen II / Düsseldorf, Deutschland, 2020 – ingenhoven architects
  • Chambre de commerce et d’industrie d’Amiens-Picardie / Amiens, Frankreich, 2012 – Chartier
    Corbasson Architectes Corbasson + Tracer
  • Tower 25 – The White Walls / Nikosia, Republik Zypern, 2015 – Ateliers Jean Nouvel
  • Oasia Downtown Hotel / Singapur, 2016 – WOHA Achitects Pte Ltd Sitetectonix Pte Ltd
  • Urban Farming Office / Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, 2020 – VTN Architects
  • Stadthaus M1 / Freiburg, Deutschland, 2013 – Barkow Leibinger Raderschallpartner AG
  • Jobcenter am Altmarkt / Oberhausen, Deutschland – Kuehn Malvezzi, Haas Architekten, atelier le balto
  • Wilmina / Berlin, Deutschland, 2019 – Grüntuch Ernst Architekten, Christian Meyer
  • Ökohaus Frankfurt / Main, Deutschland, 2020/21 – Eble & Sambeth, Hans Loidl, John Wilkes
  • KiTa Sossenheim / Frankfurt am Main, Deutschland, 1989 – Christoph Mäckler Architekten

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY
Handbuch für Gebäudegrün
begleitbuch-einfach-gruen-2021Herausgegeben von Hilde Strobl, Peter Cachola Schmal und
Rudi Scheuermann
Deutsches Architekturmuseum (DAM)
Frankfurt am Main, 2021
304 Seiten, deutsch/englisch
ISBN 978-3-939114-10-9
Im Museumsshop erhältlich für EUR 19

Einfach Grün – Greening the City
Ab Öffnung des Museums – bis 11. Juli 2021

Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums (DAM)
im Auftrag des Dezernats für Kultur und Wissenschaft, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main
ORT
DAM Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
60594 Frankfurt am Main,
dam-online.de