Kategorie-Archiv: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt

Deutsches Architekturmuseum (DAM) Frankfurt // STADTplus Reihe startet am 6.10. – zu Gast im Danzig am Platz

 © DAM /Visual Josef Heinrich Bogatzki
© DAM /Visual Josef Heinrich Bogatzki

Mit der Reihe STADTplus präsentiert das Deutsche Architekturmuseum wieder einmal mittwochs im Monat einen Kurzvortrag zu Themen, die die Stadt bewegen. Im Anschluss können die Besucher diskutieren und bei einem Glas Wein zusammen kommen.

Das DAM freut sich, die beliebte Reihe nun wieder in Präsenz anbieten zu können! Da das Deutsche Architekturmuseum ab 27. September 2021 wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, ist es diesmal zu Gast im DANZIG AM PLATZ im Frankfurter Osten, in dessen Nachbarschaft in Kürze eine Dependance des DAM entstehen wird, um in der Zeit des Umbaus weiterhin Veranstaltungen und kleine Ausstellungen präsentieren zu können.

Themen-Überblick der STADTplus Staffel im Herbst/Winter 2021:

6. Oktober 2021, 19 Uhr
DIE STADT + DIE MINECRAFT-WELT
Wie man Visionen für Frankfurt und Spaß am Spiel vereinen kann
Josef Heinrich aka. TheJoCraft, YouTuber

Wie werden wir in der Zukunft leben und wie wollen wir, dass Frankfurt in Zukunft gestaltet wird? – Ausgehend von diesen Fragen haben das DAM und der bekannte Minecraft-Spieler Josef Heinrich (aka. TheJoCraft) einen Wettbewerb ausgerufen, der seit März diesen Jahres läuft und im Oktober zu seinem Ende kommen wird. Über 10.000 Spielerinnen und Spieler haben sich beteiligt und mit viel Liebe zum Detail phantastische Gebäude erschaffen. In diesem Vortrag erläutert TheJoCraft, was Minecraft im Bereich Ideenentwicklung leisten kann und stellt exemplarisch einige Gebäude aus dem Projekt Frankfurt_2099 vor.

3. November 2021, 19 Uhr
Die Stadt + DIE BAUSÜNDEN
Wie wir lernen, ungeliebte Gebäude wertzuschätzen
Turit Fröbe, Architekturhistorikerin und Urbanistin

1. Dezember 2021, 19 Uhr
Die Stadt + Die Neckermanns
Was der Versandhandel in Frankfurt möglich machte
Thomas Veszelits, Autor und freier Journalist

Ort:

Deutsches Architekturmuseum zu Gast im DANZIG AM PLATZ:
Ostparkstraße 11,
60314 Frankfurt am Main

Einfach reinkommen: Inklusive Museumsführungen in sieben Frankfurter Museen

ffm. Menschen mit und ohne Behinderungen machen gemeinsam Führungen in Frankfurter Museen und Kunstinstitutionen. Den Auftakt macht das Museum für Kommunikation am Sonntag, 19. September. Die anderen sechs folgen im wöchentlichen Wechsel. Das Angebot ist für Museumsbesucher mit und ohne Behinderungen. Es ist inklusiv im umfassenden Sinne.

Mit dabei sind das Deutsche Architekturmuseum (25. September), das Weltkulturen Museum (2. Oktober), das Jüdische Museum (3. Oktober), das Museum für Moderne Kunst (17. Oktober), die Schirn Kunsthalle (23. Oktober) sowie das Historische Museum (30. Oktober).

„Kulturelle Teilhabe und vor allem Partizipation sind wichtig für eine funktionierende Gesellschaft. Das soll möglichst alle Menschen einschließen, daher finde ich die Idee der inklusiven Führungen per se fabelhaft. Menschen mit und ohne Behinderungen beschäftigen sich mit Kunst und eröffnen den jeweils anderen eine neue Perspektive auf die Objekte und vielleicht sogar die Welt“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig.

Die beteiligten Kulturinstitutionen kooperieren bei diesem Projekt mit der Lebenshilfe Frankfurt. Gemachte Vorerfahrungen durch ein Projekt der Praunheimer Werkstätten im Jahr 2018 halfen bei der Vorbereitung. Gemeinsam haben sowohl die Vermittler aus den Museen, als auch die Neueinsteiger aus der Werkstatt ihre Expertise ausgeweitet. Wie spreche ich die Besucher an? Wie erarbeite ich mir den Zugang zu Ausstellungsstücken? Wie vermittele ich die Inhalte an die Besucher? All das haben sie bei den Workshops gemeinsam erarbeitet. Gefördert wird das Projekt durch die Aktion Mensch.

Die Workshops fanden online, bei der Lebenshilfe Frankfurt auf Gut Hausen und im Jüdischen Museum statt. Zusätzlich arbeiten alle Teams in den jeweiligen Museen. Dabei bekommen die Teilnehmenden auch Einblicke hinter die Kulissen des Museums. Durch dieses selbstverständliche Ein- und Ausgehen verschwinden Zugangshemmnisse ganz von selbst. „Kultur für alle“ gewinnt, wenn auch wirklich alle in die Konzeption und Präsentation eingeschlossen sind – das haben alle am Projekt Beteiligten schon vor der Eröffnung mitgenommen.

Welche Wirkungen dieser partizipative Ansatz für das Museumserlebnis mit sich bringt, können Kulturinteressierte bei #einfachreinkommen selbst ausprobieren.

Interessierte melden sich bei der Lebenshilfe Frankfurt bei Maria Hauf unter Telefon 0176/14498288 oder per E-Mail an m.hauf@lebenshilfe-ffm.de.

DIE SALONS DER REPUBLIK ab 17. Juni -Das Deutsche Architekturmuseum Frankfurt ist wieder geöffnet – Veranstaltungen finden weiterhin digital statt

Salons-der-Republik-damSchwindende Dialogfähigkeit prägt das politische Klima dieser Jahre in einem Maße, dass demokratische Institutionen und Praktiken zunehmend unter Druck geraten. Deutschland bildet hier keine Ausnahme. Um dem Trend zum Rückzug ins „Selbstbestätigungsmilieu“ (Bernhard Pörksen) entgegenzuwirken, bedarf es in unserem Land neuer Räume, deren Atmosphären milieuübergreifende Debatten stimulieren und kultivieren. In den Wintersemestern 2018/19 sowie 2020/21 haben an der Hochschule RheinMain unter der Leitung von Prof. Holger Kleine Studierende der Innenarchitektur Salons entworfen, die Lust auf Demokratie machen.

Die Entwürfe werden vom 17. Juni bis zum 15. Juli im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt ausgestellt.
DIALOG IM MUSEUM ist ein Kooperationsprojekt des DAM und der Hochschule RheinMain, das sich mit den Auswirkungen von smarten Technologien auf unser Leben beschäftigt.
Ausstellung: 17. Juni – 15. Juli 2021
Flyer

Diese ersten Salons der Republik wurden für den Spreebogen in Berlin und den Paulsplatz in Frankfurt am Main entworfen. Neben den eigentlichen Debattierzimmern umfassen sie auch ortsspezifische Räume: in Berlin eine weitläufige, multifunktionale Wandelhalle und in Frankfurt eine Freitreppe als informeller Treffpunkt der Stadtgesellschaft. Der für den Paulsplatz vorgeschlagene Salon der Republik bringt sich in die Debatte um das dort geplante Demokratiezentrum ein, indem er den Akzent von einem Demokratiemuseum hin zu einer Demokratiewerkstatt mit europaweiter Ausstrahlung verschiebt. Salons für weitere Städte, Dörfer und Regionen werden folgen. Ansprechend und auch provokant gestaltete Räume für Debatten sind gerade in Zeiten der Digitalisierung für unsere Demokratie lebenswichtig. Ebenso wichtig ist freilich, dass die Salons auch digital präsent sind und untereinander vernetzt werden.

Berliner Salon – Die Wandelhalle
Die Wandelhalle des Berliner Salons vermittelt sich als eine weiträumige Landschaft mit Plateaus, die sich um ein S-förmiges, von Sitztreppen gesäumtes Flusstal lagern. Drei Hügel akzentuieren in ihrer offenen Formation den Raumfluss – so das poetische Leitbild. Die Hügel eignen sich als Tribünen für größere Veranstaltungen und zum „Herumlungern“. Überdies übernehmen sie statische Funktionen und bergen dienende Räume.
Der Comic zeigt den Nutzungsmix der Halle, während Modell und Perspektiven verdeutlichen, dass die Halle trotz allem Trubel eine großzügige Weite und bewegte Ruhe bewahren soll. In ihr dominiert ästhetisch gesehen die Einheit und funktional gesehen die Vielfalt – in der Salonetage darunter ist es umgekehrt.

Berliner Salon – Der Dachgarten
Wie die Wandelhalle ist auch das Dach des Berliner Salons als eine weite Landschaft konzipiert. Allerdings kehrt sich hier die Höhenstaffelung um: nicht von einem Flusstal, sondern von einem Deich wird sie durchzogen. Um den Deich lagern sich Freiluftkino und -bühne, Kräuter- und Biergarten, Spielplatz und Liegewiese. Sitztreppen, Pergolen und Heckenreihen gliedern nebst den Erschließungsblöcken und Lichtbrunnen für die Halle die Landschaft. Von ihr aus gesehen präsentieren sich einige der prägnantesten Bauten des Berliner Stadtraums wie Figuren auf einer Theaterbühne.

Berlin: Im Band des Bundes.
An wenigen Orten verdichtet sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts auf so fühlbare Weise wie im Spreebogen: Die Lagepläne zeigen das gründerzeitliche Alsenviertel, die nationalsozialistischen TabulaRasa-Planungen von 1938, die Nachkriegswüstenei, die Mauer und das Band des Bundes. Das von uns gewählte Grundstück erlaubt wie kein anderes, die Nähe zwischen Bürger*innen und ihren Repräsentant*innen zu symbolisieren und konkret zu realisieren. Bereits 1992 hatten an dieser Stelle die Stadtplaner des Regierungsviertels, Axel Schultes und Charlotte Frank, ein Bürgerforum vorgeschlagen. Wir aktualisieren diese Idee, indem wir den Akzent auf das Praktizieren der Demokratie legen. In dem Berliner Salon der Republik schichten sich vier Raumwelten: zu ebener Erde die Eingänge, Fahrradparkplatz, Bücherbörse. Darüber eine Etage mit 42 Salons, dann die Wandelhalle mit variabel bespielbaren Plateaus, obenauf die Dachlandschaft. Der Comic illustriert, wie sich ein Tag im Salon der Republik abspielen könnte.

Salonstudien I: Berlin.
Die spezifischen Atmosphären der Salons stimulieren die unterschiedlichsten Gesprächsformen: sich besprechen, sich aussprechen, sich anvertrauen, andeuten, palavern, plaudern, debattieren, diskutieren, überreden, argumentieren, sich fetzen, aufmuntern, sich etwas verbitten … Wir nennen diese Räume Salons, da Salons Schwellenräume sind: zwischen Privat und Öffentlich, zwischen verschiedenen Milieus, Metiers und Klassen.

Unter diese Salons der Streitkultur haben sich weitere 14 Salons geschmuggelt, in denen sich die Diskutant*innen non-verbal abreagieren können: in Ateliers fürs Malen und Nähen, in Klettertürmen, Fußbädern, Schlafzelten, an Boxsäcken… Jeder kann hier nach seiner Façon entspannen und weiterdenken.

Salonstudien II: Frankfurt am Main.
Der Entwurf von Salons als attraktiven und intensiven Räumen für Debatten und die Begegnung mit dem Anderen bildete auch im Frankfurter Projekt den Anfang des Seminars. Rückblickend kann man feststellen, dass die hier entworfenen Salons sich als Variationen und Kombinationen von drei „brauchbaren“ Grundtypen verstehen lassen: dem Kreis, dem Vis-à-Vis und dem Auditorium. Die Varianten entstehen durch Verformungen (Vielecke statt Kreise), Fragmentierungen (Halbkreis), durch besondere Behandlungen der Randzone (raumhaltige Wände, Nischen, Erker …), durch besondere Erschließungszonen, Höhenstaffelungen und Galeriebildungen, durch Belichtungskniffe, Materialwechsel und Deckenausbildungen. Das Frei-im-Raum-Schwebende dieser Salongebilde vermittelt sich in Zeichnungen, die Wandabwicklung und Deckenspiegel, Schnitt und Grundriss spielerisch kombinieren.

Raumdramaturgie I:
Ein Pendant zur Paulskirche. Die Neuordnung des Paulsplatzes ist sowohl räumlich wie semantisch eine der komplexesten Aufgaben, die sich heute in Frankfurt stellen. Ein Salon der Republik darf an dieser Stelle nicht ein bloßer Annex der Kirche sein, sondern muss ihr Pedant werden. Anders gesagt: Nicht das geschichtsträchtige Bild der Paulskirche zu untermalen, sondern es mit einem zukunftsweisenden Bild von Demokratie zu ergänzen, ist seine Aufgabe. Dass diesem Erfordernis eine Rekonstruktion der Alten Börse nicht genügen kann, versteht sich von selbst.

Es ist naheliegend, den Platz zum Römer und zur Paulskirche hin zu öffnen und nach Norden zu schließen. Die im Seminar entstandenen Ideen zu einer Kontextualisierung der Paulskirche lassen sich den folgenden vier Grundhaltungen zuordnen:

  •  Spiegelung der Ellipse der Paulskirche in einer zweiten Ellipse.
  • Ergänzung der Ellipse der Paulskirche durch einen andersartigen geometrischen Primärkörper.
  • Kontrastierung des expressiven Rotationskörpers der Paulskirche durch einen ruhigen Kubus.
  • Balancierung der stufenlos aufragenden Wände der Paulskirche durch eine begehbare Treppenskulptur.

Die Treppenskulptur überzeugte uns am meisten. Sie strahlt Präsenz aus, ohne zu dominieren, sie kommuniziert, ohne sich anzubiedern, sie lädt schon auf den ersten Blick und nicht erst nach dem Öffnen der Eingangstür ein und sie bietet mit Treppe und Podium der Stadt etwas, was sie noch nicht besitzt: einen Raum für alle, der zugleich mitten drin und oben drüber ist. Sie fordert zum Vergleich mit anderen Stadträumen heraus: Diese republikanische Treppe wäre zugleich Piazza der Elbphilharmonie und Treppe des Grande Arche de la Defense, und der Blick vom Römerberg zeigt sie als Fortsetzung und Tribüne für den bedeutendsten Platz Frankfurts: Was die spanische Treppe für Rom ist, könnte die republikanische Treppe für Frankfurt werden.

Raumdramaturgie II:
Erkundungen des Innen. Was das Raumprogramm betrifft, gibt es am Paulsplatz weder ausreichend Platz für das für Berlin konzipierte „Ganztagsprogramm“ noch ist dieses hier inmitten der dichten Stadt nötig. Auch der Bedarf an Verwaltungsräumen kann in angrenzenden Gebäuden gedeckt werden. Und mit der Paulskirche sind Räumlichkeiten für Plenum und Dauerausstellung bereits vorhanden. Was benötigt wird, sind ein Auditorium mittlerer Größe für etwa 200 bis 300 Personen, diverse Debattiersalons für 15 bis 50 Personen, ein zum Platz sich öffnendes Café, zum Verweilen einladende Zwischenräume sowie Zonen für Wechselausstellungen und Kinderbetreuung.

Die Entwurfsstudien verfolgen verschiedene Leitideen der Innenraumbildung zum Zwecke der Kommunikation: mal schweben die Salons wie Wolken unter der Decke einer sehr hohen, beidseitig verglasten Halle… mal sind sie halbgeschossig versetzt, um Sichtbeziehungen über die zentralen Hallen hinweg zu erlauben… mal umlagern die Salons die Wegräume und können sich bei Bedarf zu diesen wie Guckkastenbühnen öffnen… mal wird ein ruhig im Stadtraum liegender Kubus von sanft bewegten Wellen durchzogen, die den gesamten Innenraum in ein Auditorium mit unscharfen Rändern verwandeln… mal wird der Innenraum von einer gebäudehohen, von oben belichteten Stirnwand beherrscht… mal wird er von durchbrochenen Blöcken, die die Frankfurter*innen an das Gebirgsmassiv des Museums für Moderne Kunst von Hans Hollein erinnern könnten, skulpturiert.

Ein Salon der Republik sollte individuell erkundet werden können. Wegeführung, Blickführung und Lichtführung eröffnen Optionen für individuelle Aneignungen. Mithilfe der Storyboards wurde überprüft, ob sich Übersichtlichkeit versus Überdecken, Sammeln versus Verteilen, Reihung versus Sequenzierung und konkav-einladende versus linear-vorwärtstreibende Raumbildungen in der Eingangshalle und den Wegräumen ausbalancieren.

DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM (DAM)
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main \ Germany
dam-online.de
facebook.com/architekturmuseum
instagram.com/architekturmuseum/

BEGLEITPROGRAMM
Di, 22. Juni 2021, 19:00
Dialog im Museum #12: Die Salons der Republik
mit:
Prof. Holger Kleine,
Professor für Künstlerisch-Konzeptionelles Entwerfen,
Hochschule RheinMain
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff,
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied am Leibniz-Institut
Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung
Prof. Dr. Jeanette Hofmann,
Principal Investigator der Fachgruppe „Demokratie und Digitalisierung“ am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft
Dr. Meron Mendel,
Direktor der Bildungsstätte Anne Frank
Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH)
können mit der Teilnahme zwei Fortbildungspunkte erwerben.

Di, 13. Juli 2021, 19:00
Straße, Internet, Salon — (k)ein Raum für Debatten?
Anmeldung zu allen Veranstaltungen unter
www.hs-rm.de/dialog-im-museum

Begleitband:
DIE SALONS DER REPUBLIK – RÄUME FÜR DEBATTEN
Herausgegeben von Holger Kleine Erschienen im Juni 2021 Broschur, 16,5 × 24 cm 176 Seiten, 100 farb. und s/w Abb. Deutsch ISBN 978-3-86859-708-0

Ausstellungen im DAM

  • DAM Preis 2021 – Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland bis 27. Juni 2021
  • Einfach Grün – Greening the City bis 11. Juli 2021
  • Die Salons der Republik – Räume für Debatten 17. Juni bis 15. Juli 2021
  • Antike Radikal – Häuser und Kirchen von Heinz Bienefeld 26. Juni – 26. September 2021

Frankfurter Museen öffnen wieder ab dem 24. Mai 2021

frankfurter-museen-oeffnen-wiederIm Rahmen der Hygieneregeln öffnen Frankfurts Museen wieder Detaillierte Informationen zu Ausstellungen und  Angaben  zu den Anmeldeverfahren finden Sie auf den Webseiten der Museen,

Archäologisches Museum Frankfurt
Das Museum öffnet ab Dienstag, dem 1. Juni 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr
www.archaeologisches-museum-frankfurt.de

Bibelhaus Erlebnis Museum
Das Bibelhaus ist ab Mittwoch, dem 26. Mai geöffnet.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr
www.bibelhaus-frankfurt.de

Caricatura Museum Frankfurt
Das Caricatura Museum öffnet am Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
www.caricatura-museum.de

Deutsches Architekturmuseum
Das Deutsche Architekturmuseum ist von Pfingstmontag, 24. Mai, an wieder geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstag 12 bis 18 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 12 bis 20 Uhr,
Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.dam-online.de/besuch

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Das DFF öffnet am Pfingstmontag, dem 24. Mai 2021, wieder seine Ausstellungen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.dff.film

Dommuseum Frankfurt
Das Museum ist wieder ab Mittwoch, 2. Juni, geöffnet.
Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag 10 bis 17 Uhr
Samstags, sonntags und an den Feiertagen 11 bis 17 Uhr
Montags und dienstags geschlossen
www.dommuseum-frankfurt.de

Eintracht Frankfurt Museum
Das Museum öffnet ab Dienstag, dem 25. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
https://museum.eintracht.de/news/

Fotografie Forum Frankfurt
Das Fotografie Forum Frankfurt öffnet am Dienstag, 2. Juni 2021.
Öffnungszeiten bitte der Homepage entnehmen.
www.fffrankfurt.org

Frankfurter Goethe-Haus
Das Frankfurter Goethe-Haus öffnet ab Freitag, dem 28. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag von 11 bis 17 Uhr
www.freies-deutsches-hochstift.de

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt
Beide Museen öffnen am Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11
bis 19 Uhr.
www.historisches-museum-frankfurt.de
www.junges-museumm-frankfurt.de

Institut für Stadtgeschichte
Das Institut für Stadtgeschichte öffnet am Mittwoch, dem 26. Mai. Lesesaal und
Sammlungsbereich sind bereits nach Voranmeldung geöffnet.
Öffnungszeiten: Ausstellungen Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag
11 bis 18 Uhr, Lesesaal nach Voranmeldung Montag bis Freitag 8.30 bis 17 Uhr
(Dienstag, 25.05. nur bis 12 Uhr)
ACHTUNG: Die Vorlage eines Negativnachweises ist nur für den Besuch von Lesesaal
und Sammlungsbereich nötig, nicht für den Ausstellungsbesuch. Weitere Informationen
auf der Webseite:
www.stadtgeschichte-ffm.de

Jüdisches Museum Frankfurt
Das Jüdische Museum öffnet ab Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 10 bis 21 Uhr, Mittwoch, Freitag, Samstag
und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
www.juedischesmuseum.de

Das Museum für Kommunikation
Das Museum öffnet am Dienstag, dem 25. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Museumsshop & Museumsbibliothek
Der Museumsshop ist geöffnet. Ebenfalls wieder möglich ist der Besuch der
Museumsbibliothek: Eine Voranmeldung ist auch hier erforderlich, siehe Homepage des
Museums. Die Bibliothek ist dienstags bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
http://www.mfk-frankfurt.de

Frankfurter Kunstverein
Der Frankfurter Kunstverein öffnet am Dienstag, dem 1. Juni von 17 bis 22 Uhr mit dem
Soft Opening der Ausstellung „And This is Us 2021 – Junge Kunst aus Frankfurt“
Ab dem 2. Juni gelten folgende Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 19
Uhr, Donnerstag von 11 bis 21 Uhr.
www.fkv.de

Museum Angewandte Kunst und Ikonenmuseum
Das Museum Angewandte Kunst und das Ikonenmuseum öffnen am Mittwoch, dem 26.
Mai 2021.
Öffnungszeiten Museum Angewandte Kunst: Dienstag von 12 bis 18 Uhr, Mittwoch von
12 bis 20 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Öffnungszeiten Ikonenmuseum: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von
12 bis 20 Uhr.
www.museumangewandtekunst.de

Museum Judengasse
Am Mittwoch, den 26. Mai 2021, erfolgt die Öffnung des Museums Judengasse.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
www.juedischesmuseum.de/besuchen/museumjudengasse

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Der TOWER MMK öffnet am Pgingstmontag, dem 24. Mai 2021.
Reguläre Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr und Mittwoch 11 bis 20
Uhr
www.mmk.art

Portikus
Der Portikus auf der Alten Brücke öffnet wieder am Pfingstmontag, 24. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, mittwochs 11 bis 20 Uhr

Senckenberg Naturmuseum
Am Mittwoch, dem 26. Mai wird das Senckenberg Naturmuseum
wieder geöffnet.
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 9 bis 17 Uhr, mittwochs
von 9 bis 20 Uhr, Samstag, Sonntag und an den Feiertagen 9 bis 18 Uhr.
www.museumfrankfurt.senckenberg.de

Struwwelpeter Museum
Das Struwwelpeter Museum öffnet am Donnerstag, dem 3. Juni 2021.
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr
www.struwwelpeter-museum.de

Weltkulturen Museum
Ab Mittwoch, dem 26. Mai 2021 ist das Weltkulturen Museum geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr
www.weltkulturenmuseum.de

weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Häuser sowie unter
www.museumsufer.de

Wiedereröffnung der Frankfurter städtischenMuseen und des Instituts für Stadtgeschichte

Frankfurter Museen öffnen wieder. Impression aus dem Archäologischen Museum  © Foto Diether v. Goddenthow
Frankfurter Museen öffnen wieder. Impression aus dem Archäologischen Museum © Foto Diether v. Goddenthow

(ffm) Nach über viermonatiger Schließung aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie öffnen die städtischen Museen für Besucherinnen und Besucher wieder sukzessive ihre Türen. Möglich macht dies der aktuelle Beschluss der Landesregierung. Voraussetzung ist, dass der Inzidenzwert hessenweit zwischen 50 und 100 pro 100.000 Einwohner liegt, die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher erfasst werden und Besuchstermine vereinbart werden können.

„Ich begrüße es sehr, dass die Museen und das Institut für Stadtgeschichte zu den ersten gehören, die wieder öffnen können. Wir sind mit entsprechenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen gut vorbereitet, um einen risikoarmen Besuch zu gewährleisten. Ich danke den Direktorinnen und Direktoren der Häuser, dass sie die aktuell geltenden Regeln so umsichtig umgesetzt haben, verantwortungsvoll mit der Situation umgehen und eine zeitnahe Öffnung der Häuser ermöglichen. In vielen der Museen wurden im zweiten Lockdown neue Ausstellungen eröffnet, die jetzt nur darauf warten, besucht zu werden“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig. Für den Museumsbesuch gelten die bekannten Hygienebestimmungen: Tragen einer medizinischen Maske, Abstand halten und regelmäßig die Hände wasche und desinfizieren.

Archäologisches Museum Frankfurt

Archäologisches Museum Frankfurt  © Foto Diether v. Goddenthow
Archäologisches Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow

Das Museum öffnet am Dienstag, 9. März, wieder seine Türen für die Besucherinnen und Besucher. Es warten zwei besondere Ausstellungen auf ihre Gäste: Die Präsentation „Der Thoraschrein der Synagoge am Börneplatz“ ist noch bis zum 18. April zu sehen, bis zum 11. April zeigt das Haus die Ausstellung „SYRIEN. Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ mit Fotografien von Yvonne v. Schweinitz (1921-2015). Der Besuch des Archäologischen Museums ist nur unter der Voraussetzung möglich, dass die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher vor Ort erfasst werden und im Vorfeld Besuchstermine vereinbart werden. Man kann sich ab Dienstag, 9. März, unter der Telefonnummer 069/212-35896 für eine bestimmte Uhrzeit anmelden. Der Zugang sowohl zur Dauerausstellung als auch zur Sonderausstellung ist aus organisatorischen Gründen vorerst nur über den Haupteingang des Museums in der Karmelitergasse 1 möglich: https://archaeologisches-museum-frankfurt.de/de/

Caricatura Museum Frankfurt

Caricatura Museum für Komische Kunst © Foto Diether v. Goddenthow
Caricatura Museum für Komische Kunst © Foto Diether v. Goddenthow

Das Caricatura Museum öffnet am Dienstag, 16. März, wieder seine Türen für die Liebhaber der komischen Kunst. Die aktuelle Ausstellung „Grober Strich und feiner Witz“ mit Cartoons von Hauck & Bauer wurde bis zum 11. Juli verlängert. Die genauen Bedingungen für einen Besuch können zeitnah der Website des Museums entnommen werden: https://caricatura-museum.de/

 

 

Deutsches Architekturmuseum

Deutsches Architekturmuseum © Foto Diether v. Goddenthow
Deutsches Architekturmuseum © Foto Diether v. Goddenthow

Das Deutsche Architekturmuseum öffnet wieder am Freitag, 12. März, mit neuen Öffnungszeiten: dienstags von 12 bis 18 Uhr, mittwochs von 12 bis 20 Uhr, donnerstags von 12 bis 20 Uhr und freitags von 12 bis 20 Uhr. Am Samstag und Sonntag ist das Haus von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Haus zeigt derzeit „max40 – BDA Architekturpreis für junge Architektinnen und Architekten“ bis zum 11. April, „Best Highrises 2020/21 – Internationaler Hochhaus Preis 2020“ bis zum 16. Mai und „DAM Preis 2021 – Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland“ bis 13. Juni, sowie „Einfach Grün – Greening the City“ bis 11. Juli. Die genauen Bedingungen für einen Besuch können zeitnah der Website des Museums entnommen werden; https://dam-online.de/

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow
Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow

Das Historische Museum Frankfurt öffnet wieder am Samstag, 13. März, mit den vor dem zweiten Lockdown geltenden Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Über den Online-Shop der Website oder den Besucherservice des Museums (per Mail an besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de oder unter Telefon 069/212-35154) kann ein Zeitslot gebucht werden (jeweils zweistündig, ab den Öffnungszeiten am Tag gerechnet). Die neue, große Ausstellung „Frankfurter Gartenlust – Die Stadt und das Grün“ ist ab Donnerstag, 25. März, zu sehen. Die Ausstellung des Jungen Museums ist ab Dienstag, 30. März, zu sehen, Spielräume und Werkstätten bleiben vorerst geschlossen. Für einen Besuch muss man sich ebenfalls ein Ticket des Historischen Museums über den Online-Shop holen, dass den Eintritt in das Junge Museum inkludiert: https://historisches-museum-frankfurt.de/

Institut für Stadtgeschichte

Institut für Stadtgeschichte © Foto Diether v. Goddenthow
Institut für Stadtgeschichte © Foto Diether v. Goddenthow

Das Institut für Stadtgeschichte öffnet am Dienstag, 9. März, seinen Lesesaal, die Sammlungen und Ausstellungen. Für den Lesesaal, die Sammlungen und den Ausstellungsbesuch ist eine Voranmeldung erforderlich, Informationen dazu sind auf der Website des Museums zu finden. Derzeit sind im Institut für Stadtgeschichte folgende Ausstellungen zu sehen: „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“ bis zum 18. April, „Eberhard Steneberg: Zwischen allen Stühlen“ bis zum 9. Mai und die Dauerausstellung „Jörg Ratgeb: Die Wandbilder im Karmeliterkloster“: https://www.stadtgeschichte-ffm.de/

Jüdisches Museum Frankfurt
Das Jüdische Museum präsentiert bis Mittwoch, 10. März, täglich zwischen 19 und 22 Uhr auf dem Museumsvorplatz eine interaktive Lichtinstallation rund um die Skulptur „Untitled“ von Ariel Schlesinger. Ab Donnerstag, 11. März, öffnet das Jüdische Museum am Bertha-Pappenheim-Platz den Lichtbau mit der Bibliothek und die Dauerausstellung im Rothschild-Palais. Besucherinnen und Besucher können sich ab Mittwoch, 10. März, auf der Website des Museums ein Zeitslot- und/oder Online-Ticket buchen. Sie werden vor Ort von Besucherbetreuerinnen und -betreuern empfangen, die individuelle Kurzführungen anbieten. Am Donnerstag, 18. März, öffnet das Haus zusätzlich die Wechselausstellung „Die weibliche Seite Gottes“ im Lichtbau. Die im Oktober eingeführten Öffnungszeiten bleiben bestehen: Dienstag und Donnerstag von 10 bis 21 Uhr, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr; https://www.juedischesmuseum.de/

Museum Angewandte Kunst

Museum Angewandte Kunst  © Foto Diether v. Goddenthow
Museum Angewandte Kunst © Foto Diether v. Goddenthow

Das Museum Angewandte Kunst öffnet am Dienstag, 9. März, um 12 Uhr. Beim Museum Angewandte Kunst ist eine Terminvergabe per Mail, Telefon oder an der Kasse möglich. Folgende Ausstellungen sind neben der Dauerausstellung zu sehen: „ars viva 2021, Rob Crosse, Richard Sides, Sung Tieu“ bis zum 21. März, „ANETTE LENZ. à propos“ bis zum 16. Mai und „亞歐堂 meet asian art: Schalen. Metamorphosen einer Grundform“ bis zum 7. November. Ab dem 16. April zeigt das Haus „Dieter Rams. Ein Blick zurück und voraus“. Das Haus hat dienstags von 12 bis 18 Uhr, mittwochs von 12 bis 20 Uhr und donnerstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Das zugehörige Ikonenmuseum öffnet am Dienstag, 16. März, um 10 Uhr. Die genauen Bedingungen für einen Besuch befinden sich noch in der Planung und können zeitnah der Website des Hauses entnommen werden. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs von 12 bis 20 Uhr geöffnet: https://www.museumangewandtekunst.de/

Museum Judengasse

Jüdisches Museum Judengasse  © Foto Diether v. Goddenthow
Jüdisches Museum Judengasse © Foto Diether v. Goddenthow

Am Donnerstag, 25. März, erfolgt die Öffnung des Museums Judengasse. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Besucherinnen und Besucher können sich zeitnah vor der Wiedereröffnung online ein Zeitslot- und/oder Online-Ticket buchen: https://www.juedischesmuseum.de/besuchen/museum-judengasse/

Tower MMK
Das Museum MMK für Moderne Kunst öffnet ab Dienstag, 9. März, wieder den TOWER MMK. Dort ist die Ausstellung „Sammlung“ zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr und Mittwoch von 11 bis 20 Uhr: https://www.mmk.art/de/visit/tower/

Weltkulturen Museum

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Das Weltkulturen Museum hat wegen Ausstellungsumbaus erst ab Donnerstag, 1. April, wieder geöffnet. Dann wird die neue, gerade im Aufbau befindliche Ausstellung im Haupthaus „Grüner Himmel, blaues Gras. Farben ordnen Welten“ gezeigt. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Mittwoch von 11 bis 20 Uhr. Die Möglichkeiten zur Buchung von Terminen für den Ausstellungsbesuch, auch schon im Voraus, werden nach organisatorischer Klärung über die Website des Hauses bekannt geben: https://www.weltkulturenmuseum.de/de/

Weitere Informationen sind auf den Webseiten der einzelnen Häuser sowie unter http://www.museumsufer.de zu finden. Die Informationen werden laufend aktualisiert.

MuseumsuferCard
Für Inhaberinnen und Inhaber der MuseumsuferCard geht die Wiederöffnung der Museen mit einer Verlängerung ihrer Jahreskarte einher. Die Laufzeit der MuseumsuferCard wurde bereits für den ersten Lockdown um zwei Monate verlängert, für den zweiten Lockdown ist die Gültigkeit der Karte um weitere vier Monate ausgeweitet worden. MuseumsuferCard-Inhaberinnen und -Inhaber müssen nichts tun: Die Verlängerung wurde auf dem QR-Code der Karte automatisch gespeichert: https://www.museumsufercard.de/

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY – Deutsches Architektur Museum Frankfurt

VERTICAL FOREST, STEFANO BOERI ARCHITETTI, MAILAND Foto Dimitar Harizanov
VERTICAL FOREST, STEFANO BOERI ARCHITETTI, MAILAND Foto Dimitar Harizanov

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY thematisiert die Vorteile und Herausforderungen urbanen städtischen GRÜNS – insbesondere der Haus- und Dachbegrünung im Bestand und Neubau. Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels ist diese gelungene Ausstellung längst überfällig. Ab dem 14. Februar, spätestens nach dem Lockdown kann EINFACH GRÜN im Deutschen Architekturmuseum Schaumainkai 43 in Frankfurt am Main auch physisch besucht werden. Zur Überbrückung und Vorbereitung dieser und weiterer spannender DAM-Projekte sei das DAM-Online  empfohlen.

CALL FOR PROJECTS

CFP HAUSFASSADE KOELN Foto: BenjaminMarx
CFP HAUSFASSADE KOELN Foto: BenjaminMarx

Dass Parks und Gärten GRÜN sind, davon gehen wir aus. Doch GRÜN erobert immer mehr die Architektur der Städte: Wo vor kurzem noch das graue Kiesdach und die Betonfassade die Sonne reflektierten, wuchern Kräuter, ganze Baumlandschaften und Hängepflanzen. Wo vor Jahren der weiße Hausgiebel strahlte, rankt der wilde Wein und in den Höfen wetteifern Gemüse und Rankgewächse um jeden Sonnenstrahl. Über die Begrünung von Bestandsgebäuden hinaus setzen sich auch im Neubau komplexe horizontale oder vertikale Grünsysteme durch. Wo genau sind diese grünen Inseln, die dem klimatischen Verhältnis von Architektur, Bewohnern und Nutzern so positiv zuträglich und von den Straßen oft wenig einsehbar sind? Wer sind die Initiatoren, wie haben sie es angestellt und wozu dienen die grünen Dächer und Fassaden?

Schon vor Beginn der Ausstellung ruft das DAM zum Einreichen von Projekten auf. Die Beiträge werden von einer Jury bewertet und die Preisträger in der Ausstellung im DAM präsentiert.
Weitere Informationen und Projekteinreichung unter: einfach-gruen.jetzt
Rückfragen bitte an: projects@einfach-gruen.jetzt

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Forschungsabteilung des Internationalen Planungs- und Beratungsbüros Arup „Green Building Envelopes“ und mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main. Die Kuratoren der Ausstellung sind Hilde Strobl und Rudi Scheuermann.

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY – Die Ausstellung

1000 TREES, SHANGHAI, HEATHERWICK STUDIO, LONDON Foto: Qinyan Zhu
1000 TREES, SHANGHAI, HEATHERWICK STUDIO, LONDON Foto: Qinyan Zhu

Selten waren Grünräume derart gefragt wie seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Vor allem in den Großstädten fehlt vielen Menschen die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe raus aus der häuslichen Enge ins Grüne zu flüchten. Nicht nur steigt die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt nach Wohnungen mit Balkonen oder Gärten erheblich, auch Parks und öffentliche Grünflächen sind seither stärker frequentiert.

Der Begriff der „gestressten Stadt“ wird daher auch auf Stadtparks als „gestresstes Grün“ erweitert.  Vor allem in den Millionenstädten zeichnen sich immer stärker die Folgen des Klimawandels ab. Sie sind zunehmend mit erhöhten Feinstaubwerten und Lärmentwicklung sowie Überhitzung (heat island effect) konfrontiert. Neueste Studien belegen sogar eine Korrelation zwischen Bevölkerungsdichte, Hitzeinseln und der Häufigkeit von COVID-19-Infektionen. Zugleich schreitet die Urbanisierung immer weiter voran – die Städte werden nicht nur dichter, sondern greifen dabei immer weiter aus. Dennoch ist es keine Alternative, so Richard Sennett in „Die offene Stadt“, aufgrund der Klimaveränderungen nicht zu bauen, sondern neue Wege einzuschlagen und auf Anpassung und Reparatur der Stadt zu setzen.

URBAN FARMING OFFICE, VTN ARCHITECTS Foto: VTN Architects
URBAN FARMING OFFICE, VTN ARCHITECTS Foto: VTN Architects

Die Begrünung der horizontalen und vertikalen Gebäudehülle ist eine Möglichkeit, über die bodengebundenen Grünflächen hinaus, die Stadtlandschaft zu reparieren. Das „unkalkulierbare Grün“ – so die Einschätzung vieler Architekten – bringt dabei zugleich Vorteile und Herausforderungen mit sich. Den kursierenden Vorurteilen wie hohe Herstellungs- und Pflegekosten stehen relativierende, in Zahlen nachweisbare positive Auswirkungen gegenüber: So wirken begrünte Dächer und Fassaden auf das Gebäude selbst wie auch auf die unmittelbare Umgebung. Grünräume sind nicht als Kostenfaktor, sondern als Mehrwertf für die Gesundheit von Mensch, Stadt und Umwelt zu begreifen. Zahlreiche Studien belegen nicht nur eine langfristige Zunahme der Artenvielfalt von Flora und Fauna, sondern auch die positive Veränderung des Stadtklimas, sobald Grün die Architektur erobert.

Die Herausforderung ist klar und längst keine Vision mehr: Je mehr Grünbauten sich über einen längeren Zeitraum etablieren und von Nutzern, Bauherren und der Stadtgesellschaft positiv bewertet werden, desto deutlicher ist die Botschaft. Es ist an der Zeit – viele Beispiele in Deutschland und weltweit demonstrieren, dass es möglich ist!

ELEMENTE DER AUSSTELLUNG

CFP DACHGARTEN, WIEN Foto: Alexander Hagner
CFP DACHGARTEN, WIEN Foto: Alexander Hagner

Die Ausstellung sammelt Ressentiments gegen und Argumente für die Begrünung der Gebäudehülle und liefert über wissenschaftliche Ergebnisse hinaus praxisorientierte Hinweise zur Begrünung von Bestandsgebäuden oder Neubauten. Sie versteht sich auch als Aufruf und Motor. Sie zielt auf einen Austausch zwischen Ergebnissen der Technikforschung, Gestaltung, Gartenbau und den Anwendern. Viele innovative Techniken bewegen sich auf einem Hightech-Modus – doch ebenso viele Anwendungen beweisen, dass mit dem Einsatz passender, einfacher Mittel und Methoden ebenfalls wirksame Maßnahmen umgesetzt werden können. Die umfangreiche Sammlung von FAQ‘s reicht darüber hinaus von Ergebnissen der Klimaforschung bis zu Fragen der Förderung von Initiativen und des Engagements der Politik für infrastrukturelles Grün.

Grüne Hauben auf Häusern und Wohnhöhlen, terrassierte Gartenanlagen an Palästen und auch Spalierbäume und Efeubewuchs an Fassaden sind keine Erfindungen der Gegenwart. Die Geschichte des Gebäudegrüns verweist auf das enge Verhältnis von Haus und Baum über Jahrhunderte.

OT HOFFMANN, BAUMHAUS DARMSTADT, DEUTSCHLAND 1972 Foto: Georg Dörr
OT HOFFMANN, BAUMHAUS DARMSTADT, DEUTSCHLAND 1972 Foto: Georg Dörr

Einen wichtigen Bestandteil der Ausstellung bilden in den letzten Jahren weltweit umgesetzte Grünbauten von Düsseldorf über Mailand bis Singapur. Sie demonstrieren nachdrücklich das Spektrum der Modelle und die Vielfalt der Anwendersysteme – in Abhängigkeit von den regionalen, klimatischen Bedingungen.

Das DAM nimmt die Ausstellung zum Anlass, eine Reihe von Höfchen, die sich an die Ausstellungsräume anschließen, zu begrünen. Die Höfchen waren bislang aus konservatorischen und ausstellungstechnischen Gründen meist zugebaut. In einzelnen Fällen war die Natur selbstinitiativ und hat sich bereits Raum verschafft. Andere wurden neu bepflanzt, um einzelne Systeme und Methoden der Begrünung zu zeigen und in der Langzeitwirkung zu erproben. Der Pflanzmonat Januar ist nur bedingt attraktiv für Pflanzen, doch während der Laufzeit der Ausstellung werden sich die Höfchen verändern: vom sichtbaren Pflanzsystem zum wuchernden Grün.

AUSGESTELLTE PROJEKTE

  • Dakpark / Rotterdam, Niederlande, 2015 – Buro Sant en Co
  • CopenHill / Kopenhagen, Dänemark, 2019 – BIG Bjarke Ingels Group SLA
  • Baumhaus / Darmstadt, Deutschland, 1972 – Ot Hoffmann
  • Holland Creates Space / Expo Pavillon, Hannover, Deutschland, 2000 – MVRDV
  • Bosco Verticale / Mailand, Italien, 2014 – Stefano Boeri Architetti Laura Gatti
  • 1000 Trees / Shanghai, China, 2020 – Heatherwick Studio Urbis
  • Prefectural International Hall / Fukuoka, Japan, 1995 – Emilio Ambasz & Associates Takenaka Corporation
  • Flower Tower /Paris, Frankreich, 2004 – Maison Edouard François Patrick Blanc
  • Kö-Bogen II / Düsseldorf, Deutschland, 2020 – ingenhoven architects
  • Chambre de commerce et d’industrie d’Amiens-Picardie / Amiens, Frankreich, 2012 – Chartier
    Corbasson Architectes Corbasson + Tracer
  • Tower 25 – The White Walls / Nikosia, Republik Zypern, 2015 – Ateliers Jean Nouvel
  • Oasia Downtown Hotel / Singapur, 2016 – WOHA Achitects Pte Ltd Sitetectonix Pte Ltd
  • Urban Farming Office / Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, 2020 – VTN Architects
  • Stadthaus M1 / Freiburg, Deutschland, 2013 – Barkow Leibinger Raderschallpartner AG
  • Jobcenter am Altmarkt / Oberhausen, Deutschland – Kuehn Malvezzi, Haas Architekten, atelier le balto
  • Wilmina / Berlin, Deutschland, 2019 – Grüntuch Ernst Architekten, Christian Meyer
  • Ökohaus Frankfurt / Main, Deutschland, 2020/21 – Eble & Sambeth, Hans Loidl, John Wilkes
  • KiTa Sossenheim / Frankfurt am Main, Deutschland, 1989 – Christoph Mäckler Architekten

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY
Handbuch für Gebäudegrün
begleitbuch-einfach-gruen-2021Herausgegeben von Hilde Strobl, Peter Cachola Schmal und
Rudi Scheuermann
Deutsches Architekturmuseum (DAM)
Frankfurt am Main, 2021
304 Seiten, deutsch/englisch
ISBN 978-3-939114-10-9
Im Museumsshop erhältlich für EUR 19

Einfach Grün – Greening the City
Ab Öffnung des Museums – bis 11. Juli 2021

Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums (DAM)
im Auftrag des Dezernats für Kultur und Wissenschaft, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main
ORT
DAM Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
60594 Frankfurt am Main,
dam-online.de

Deutsches Architektur Museum benennt Finalisten für den DAM-Preis 2021

ARGE MVRDV & N-V-O NUYKEN VON OEFELE ARCHITEKTEN Werk 12, München Foto: Ossip van Duivenbode, @Ossip
ARGE MVRDV & N-V-O NUYKEN VON OEFELE ARCHITEKTEN
Werk 12, München
Foto: Ossip van Duivenbode, @Ossip

Das Deutsche Architektur-Museum (DAM) meldet, dass nun die Finalisten für den DAM Preis für Architektur in Deutschland ermittelt wurden. Demnach stehen vier Bauten in der Endrunde für den DAM-Preis 2021.

Mit dem renommierten DAM Preis für Architektur in Deutschland werden seit 2007 jährlich herausragende Bauten in Deutschland ausgezeichnet. 2021 wird der Preis vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) bereits zum fünften Mal in enger Zusammenarbeit mit dem exklusiven Kooperationspartner JUNG in einem gestaffelten Juryverfahren vergeben.

Coronabedingt wurden die vier aus der Shortlist unter Vorsitz von Alexander Schwarz (David Chipperfield Architects, Gewinner des
DAM Preis 2020) ermittelten Finalisten gestern Abend in kleinstem Kreis im Rahmen der Buchpräsentation für den ‚Architekturführer Deutschland 2021‘ (erschienen im Verlag DOM publishers) bekannt gegeben.

Das Spektrum der Bauten umfasst die Bereiche Wohnen, Kultur und Bildung, Arbeit und Freizeit. Teilweise sind es hybride Bauten, die mehrere dieser Funktionen zugleich erfüllen.

finanlisten-dam-preis-21

Nominierungen und Finalisten des DAM-Preises 2021

ARCHITEKTURFÜHRER DEUTSCHLAND 2021
Architekturfuehrer-Deutschland-21-160Yorck Förster, Christina Gräwe, Peter Cachola Schmal (Hg.)
Erschienen bei DOM publishers, Berlin / 2020
Softcover, 224 Seiten, 135 × 245 mm, 500 Abbildungen
ISBN: 978-3-86922-771-9
Deutsch
Im Museumsshop und im Buchhandel erhältlich für 28,- EUR

DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM (DAM)
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten
Di bis So 10–18 Uhr
Mi 10 – 20 Uhr

DAM-Shop-geoeffnet

Deutsches Architekturmuseum Frankfurt: INTERNATIONALER HOCHHAUSPREIS 2020

Das Finale um den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) 2020 ist entschieden:
Die Doppeltürme ‘Norra Tornen‘ in Stockholm/Schweden von Office for Metropolitan Architecture (OMA) aus Rotterdam gewinnen den Wettbewerb um das weltweit innovativste Hochhaus. Der Preis ist mit 50.000 Euro und einer Statuette des international renommierten Künstlers Thomas Demand dotiert. Aufgrund der Corona-bedingten Beschränkungen konnten der Architekt Reinier de Graaf, Partner bei OMA, und der Bauherr Oscar Engelbert von Oscar Properties aus Stockholm den Preis nicht persönlich in der Frankfurter Paulskirche entgegennehmen. In einem digitalen Festakt überreichten Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Matthias Danne, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DekaBank, und Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM), Statuette und Scheck deshalb symbolisch.

Das Gewinnergebäude Norra Tornen, (zu Deutsch „nördliche Türme“) überzeugte die Jury durch eine zeitlos-wegweisende Architektur. Die Kombination aus qualitativ hochwertigen Betonfertigteilelementen, ihre geschickte Fügung zu individuellen Loggien und der Kontrast zu den feinen Details der Innenräume zeichnen das Hochhaus aus. Darüber hinaus leistet Norra Tornen mit seinem Erscheinungsbild einen wichtigen Beitrag zu einem stimmigen Stadtgefüge. Die Doppeltürme seien zudem Ausdruck einer gleichwertigen Gesellschaft, womit sie nicht nur ein Charakteristikum der schwedischen Kultur, sondern auch eine universelle Botschaft vermitteln.

Norra Tornen stehen in Stockholm am Übergang von Vasastaden, einem Wohnviertel mit Bebauung überwiegend aus den 1930er Jahren, zum gerade neu entstehenden Stadtteil Hagastaden links und rechts der Ausfallstraße Torsgatan und können als neues Symbol der Stadt Stockholm für dieses Erweiterungsviertel betrachtet werden.

Aus Sicht von DAM Direktor Peter Cachola Schmal bilden die Norra Tornen eine neue, städtebaulich prägende Torsituation, die durch ihre skulpturale Wirkung besticht. Sie repräsentieren eine zeitgemäße und zukunftsfähige Vision für dieStadt und nehmen ein bekanntes stadtgestalterisches Motiv in Stockholm auf. Doppeltürme wurden in der schwedischen Hauptstadt bereits in der Vergangenheit als symbolische Tore eingesetzt. Gleichzeitig vermögen die Türme auch die bestehende bauliche Struktur Stockholms in ihrer Farbigkeit und anwachsenden Figur aufzunehmen.

Diese Vermittlung zwischen Altem und Neuem ist eine der großen gestalterischen Stärken von Norra Tornen. Mit dem sanften Braunton fügt sich die Fassade in die erdige Farbpalette Stockholms, die alle Schattierungen von Beige bis Rot abdeckt, bestens ein. Die geschützten Balkone und die würfelartigen Module wechseln sich in regelmäßigem Muster ab und formen ein skulpturales Vexierspiel.

Die vorgefertigten Fassadenelemente erlaubten es, die Baustelle auch bei unter 5 Grad Celsius fortzuführen. Außerdem sparte die Vorfertigung erheblich Zeit – ein Stockwerk wurde pro Woche fertiggestellt – und Kosten, was die differenzierte Fassadenbehandlung und bewegte Oberfläche mit den zahlreichen Rück- und Vorsprüngen wirtschaftlich gesehen überhaupt erst möglich machte.

Deutsches Architekturmuseum

Beste Architekturbücher – DAM Architectural Book Award 2020 findet statt

image005(ffm) Die Frankfurter Buchmesse und das Deutsche Architekturmuseum (DAM) loben auch 2020 wieder den internationalen DAM Architectural Book Award aus. Nach Kriterien wie Gestaltung, inhaltlicher Konzeption, Material- und Verarbeitungsqualität, Grad an Innovation und Aktualität werden die Einreichungen von einer wechselnden Fachjury aus Vertretern des Deutschen Architekturmuseums sowie externen Experten bewertet. Teilnehmen können alle Kunst- und Architekturbuchverlage aus dem In- und Ausland.

Trotz wachsender Konkurrenz durch neue Medien und Kommunikationsmöglichkeiten steht das klassische Architekturbuch weiterhin im Fokus der Architekturvermittlung. So ist es das vorrangige Ziel des DAM Architectural Book Award, die besten Architekturbücher des aktuellen Jahrgangs zu bestimmen, auszuzeichnen und einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Als Ehrenpreis ist er nicht mit einer Geldsumme dotiert. Die ausgezeichneten Publikationen werden auf der Buchmesse präsentiert, in diesem Jahr im DAM selbst.

Seitdem der DAM Architectural Book Award 2009 erstmals ausgelobt wurde, erfährt er eine stetig wachsende weltweite Resonanz. Auch der diesjährige Architekturbuchpreis wendet sich bewusst an ein internationales Teilnehmerfeld.

Das Deutsche Architekturmuseum dankt der Gesellschaft der Freunde des DAM für ihre großzügige Unterstützung dieses Preises und freut sich, dass der DAM Architectural Book Award auch in diesem Jahr stattfinden kann – wenn auch nicht auf der Buchmesse selbst. Die Jurysitzung findet am Mittwoch, 14. Oktober, im DAM statt. Die Gewinner werden auf der virtuellen Preisverleihung am Freitag, 16. Oktober, gekürt. Die Verleihung findet von 17 bis 19 Uhr statt und wird per Zoom online übertragen. Weitere Informationen zum Zugang zur Online-Veranstaltung folgen in Kürze.

Alle eingereichten Bücher werden vom 21. Oktober bis 8. November im Auditorium des DAM der Öffentlichkeit präsentiert.

Weitere Infos gibt es unter hier!

INTERNATIONALER HOCHHAUS PREIS 2020: 31 HOCHHAUSPROJEKTE WELTWEIT NOMINIERT

Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie, Frankfurt/Main, Deutschland: Grand Tower, Frankfurt/Main, Deutschland Foto: gsp Staedtebau/Roman Gerike, Meriag
Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie, Frankfurt/Main, Deutschland: Grand Tower, Frankfurt/Main, Deutschland
Foto: gsp Staedtebau/Roman Gerike, Meriag

Die nominierten Gebäude für den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) 2020 stehen fest: Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) hat sie aus über 1.000 neuen Hochhäusern der beiden vergangenen Jahre weltweit ausgewählt. Aus diesem Kreis werden im September die fünf Finalisten bekannt gegeben. Der Gewinner des Internationalen Hochhaus Preises wird am 29. Oktober 2020 in der Paulskirche in Frankfurt am Main gekürt.

In diesem Jahr wurden 31 Projekte aus 14 Ländern für die Auszeichnung mit dem Internationalen Hochhaus Preis nominiert. Wie auch in den Jahren zuvor ist China Das Land mit den meisten Hochhausprojekten. Ungefähr jedes dritte Gebäude mit einer Höhe von mindestens 100 Metern entsteht im Reich der Mitte. Die enorme Bautätigkeit wird in diesem Jahr auch anhand der Liste der Nominierten deutlich, die zehn Projekte in China beinhaltet.

Aber auch in Europa und in Afrika werden zunehmend Hochhäuser gebaut. Mit dem Casablanca Finance City Tower in Marokko wurde erstmals ein Hochhaus auf dem afrikanischen Kontinent nominiert.

Aufteilung der Nominierten:
China: 10 (32,26%)
Asien (außer China): 4 (12,9%)
Europa: 6 (19,35%)
USA: 6 (19,35%)
Mittel- und Südamerika (Mexiko und Kolumbien): 3 (9,68%)
Kuwait: 1 (3,23%)
Afrika (Marokko): 1 (3,23%)

Der Internationale Hochhaus Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre vergeben. Initiiert wurde der IHP im Jahr 2003 gemeinsam von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank Deutsche Girozentrale. Finanziert wird er von DAM und DekaBank. Im Jahr 2020 wird er zum neunten Mal verliehen.

Die Kriterien für die Auszeichnung sind, dass das Gebäude Nachhaltigkeit, äußere Form und innere Raumqualitäten, Wirtschaftlichkeit wie auch soziale Aspekte zu einem vorbildlichen Entwurf verbindet. Der IHP richtet sich an Architekten und Bauherren, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden.

DIE NOMINIERTEN PROJEKTE IM ÜBERBLICK:

  • Grand Tower, Frankfurt/Main, Deutschland
    Architekten: Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie, Frankfurt/Main, Deutschland
  • La Marseillaise, Marseille, Frankreich
    Architekten: Ateliers Jean Nouvel, Paris, Frankreich
  • Landmark 81, Ho Chi Minh Stadt, Vietnam
    Architekten: Atkins, London, Großbritannien
  • OmniTurm, Frankfurt/Main, Deutschland
    Architekten: BIG – Bjarke Ingels Group, Kopenhagen, Dänemark
  • Shenzhen Energy Headquarters, Shenzhen, China
    Architekten: BIG – Bjarke Ingels Group, Kopenhagen, Dänemark
  • Shenzhen Baidu Headquarters, Shenzhen, China
    Architekten: CCDI Group, Shenzhen, China
  • ARO, New York City, USA
    Architekten: CetraRuddy Architecture, New York City, NY, USA
  • 15 Hudson Yards, New York City, USA
    Architekten: Diller Scofidio + Renfro, New York City, NY, USA
  • 5th Extension of the European Court of Justice, Luxemburg
    Architekten: Dominique Perrault Architecture, Paris, Frankreich
  • Bacatá Tower, Bogotá, Kolumbien
    Architekten: Estudio de Arquitectura Alonso Balaguer, Barcelona, Spanien
  • Comcast Technology Center, Philadelphia, USA
    Architekten: Foster + Partners, London, Großbritannien
  • National Bank of Kuwait – NBK Tower, Kuwait-Stadt, Kuwait
    Architekten: Foster + Partners, London, Großbritannien
  • Poly Greenland Plaza, Shanghai, China
    Architekten: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg,
    Deutschland
  • Luxe Lake Towers, Chengdu, China
    Architekten: GRAFT, Berlin, Deutschland
  • EDEN, Singapur
    Architekten: Heatherwick Studio, London, Großbritannien
  • China Resources Tower, Shenzhen, China
    Architekten: Kohn Pedersen Fox Associates, New York City, NY, USA
  • MGM Cotai, Macau, China
    Architekten: Kohn Pedersen Fox Associates, New York City, NY, USA
  • Robinson Tower, Singapur
    Architekten: Kohn Pedersen Fox Associates, New York City, NY, USA
  • Miyana, Torre Chapulín, Mexiko-Stadt, Mexiko
    Architekten: Legorreta, Mexiko-Stadt, Mexiko
  • Casablanca Finance City Tower, Casablanca, Marokko
    Architekten: Morphosis Architects, Culver City, CA, USA
  • Norra Tornen, Stockholm, Schweden
    Architekten: OMA Office for Metropolitan Architecture, Rotterdam, Niederlande
  • NEMA Chicago, Chicago, USA
    Architekten: Rafael Viñoly Architects, New York City, NY, USA
  • Torres Cuarzo, Mexiko-Stadt, Mexiko
    Architekten: Richard Meier & Partners Architects, New York City, NY, USA
  • 3 World Trade Center, New York City, USA
    Architekten: Rogers Stirk Harbour & Partners, London, Großbritannien
  • Golden Dream Bay, Qinhuangdao, China
    Architekten: Safdie Architects, Somerville, MA; USA
  • The Stratford, London, Großbritannien
    Architekten: Skidmore Owings & Merrill, London, Großbritannien
  • Tianjin CTF Finance Center, Tianjin, China
    Architekten: Skidmore Owings & Merrill, Chicago, IL, USA
  • MIRA, San Francisco, USA
    Architekten: Studio Gang Architects, Chicago, IL, USA
  • Sky Green, Taichung, Taiwan
    Architekten: WOHA, Singapur
  • Leeza SOHO, Peking, China
    Architekten: Zaha Hadid Architects, London, Großbritannien
  • Morpheus Hotel & Resorts at City of Dreams, Macau, China
    Architekten: Zaha Hadid Architects, London, Großbritannien

Weitere Informationen unter:
www.international-highrise-award.com

Hochhauspreis 2018

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