Kategorie-Archiv: Lucas Kinder- und Jugendfilmfestival

Preisverleihung zum Abschluss von LUCAS Internationalem Festival für junge Filmfans 18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans ist in der Zielgeraden angekommen: Bei der Preisverleihung am Samstagabend im Kino des Deutschen Filmmuseums jubelten zahlreiche Besucher/innen und Filmschaffende den Gewinnern der Hauptpreise zu:

Langfilme:

Jan verbringt seine Tage mit dem Online-Spiel „Utgard“. Doch als sein Account gehackt wird, muss er sich in die echte Welt hinaus wagen. Die kreative Mixtur aus Realfilm und Animation ist  keine Dämonisierung von Computerspielen, sondern ein Plädoyer für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen virtuellem und realem Leben. © Foto: Deutsches Filminstitut
Jan verbringt seine Tage mit dem Online-Spiel „Utgard“. Doch als sein Account gehackt wird, muss er sich in die echte Welt hinaus wagen. Die kreative Mixtur aus Realfilm und Animation ist keine Dämonisierung von Computerspielen, sondern ein Plädoyer für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen virtuellem und realem Leben. © Foto: Deutsches Filminstitut

Die mit jeweils 5000 Euro dotierten Preise für die Langfilme gingen an OFFLINE (Altersgruppe 8+) und SPARROWS (Altersgruppe 13+). Eine besondere Erwähnung erhielten ADAMA (FR 2015, R: Simon Rouby 8+) und SAIRAT (Wild, IN 2016, R: Nagraj Manjule 13+).

Statt für das Abitur zu pauken, levelt Jan sich in OFFLINE DAS LEBEN IST KEIN BONUSLEVEL (DE 2014/2015, R: Florian Schnell) lieber als Krieger Fenris im Online-Game „Utgard nach oben und verbringt seine Tage und Nächte vor dem Rechner. Als sein Account von einem Gegenspieler gehackt wird, muss er sich der größten Quest seines Lebens stellen: Auf seiner Reise durch die echte Welt trifft er auf die durchgeknallte Gamerin Karo. Verbündet für die Rückeroberung ihrer gestohlenen Avatare, entdecken die beiden Teenager schließlich ihre wahre Identität.
Jurybegründung OFFLINE: Wir wollen den größten Preis einem Film geben, der ein wichtiges Thema mit viel Witz und Komik erzählt. Auf ganz vielen Ebenen ist es gelungen, Spiel und Realität immer wieder elegant zu verweben. Mit Charme, Witz, dem notwendigen Durchsetzungsvermögen und Teamgeist meistert die Hauptfigur alle Herausforderungen das wird kongenial gespielt von Moritz Jahn. Lobende Erwähnung ADAMA: Lobend erwähnen wollen wir einen Film, der mit einzigartiger Ästhetik einen neuen Blick, nämlich von Westafrika her, auf den Ersten Weltkrieg wirft. Die Bilder in dem Animationsfilm wirken wie wunderschöne Gemälde, wobei sie von der Idylle in die Grauen des Krieges, von der Wärme in die Düsternis führen. Der Film zeigt uns, wie ein Kind seinen Bruder mit Hartnäckigkeit und Stärke rettet, und hat uns so beeindruckt, dass er zu unseren beiden Favoriten für den Hauptpreis wurde.

In die unwirtliche Einöde Islands und die Obhut seines alkoholkranken Vaters verbannt, sucht der 16-jährige Ari in SPARROWS (IS/DK/HR 2015, R: Rúnar Rúnarsson) nach Zuneigung, Sinn und Identität. Ari erlebt den Weg vom unschuldigen Chorknaben zum jungen Mann nicht als beglückende oder befreiende Erfahrung. Rúnar Rúnnarson erzählt die emotionale Tour de Force unkonventionell langsam, lakonisch und wortkarg. Sprechen lässt er vor allem die Filmbilder, die Aris stille Klage über den Verlust von Kindheit, Geborgenheit, Unschuld und Vertrauen visuelle Resonanz bieten. Der Film wurde in dieser Woche von Island ins Oscar®-Rennen um den besten fremdsprachigen Film geschickt.
Jurybegründung SPARROWS: SPARROWS führt uns in ein abgelegenes Fischerdorf in Island, wo Liebe und Zuneigung der einzige Trost sind. Die hervorragenden Schauspieler vermitteln uns ganz unmittelbar, wie schwierig es für Teenager sein kann, mit der rauhen Erwachsenenwelt zurechtzukommen. Lobende Erwähnung SAIRAT: Ein relevanter und mutiger Film, der die Aufmerksamkeit auf zahlreiche Themen lenkt, unter anderem die Genderfrage. Der Film spielt mit den altbekannten Stereotypen und nimmt uns mit auf eine dramatische Reise, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt

Kurze und mittellange Filme
Die mit jeweils 2000 Euro dotierten Preise in der Kategorie Kurze und mittellange Filme gingen an YAADIKOONE (FR 2016, R: Marc Picavez Altersgruppe 8+) und an KEMERALI ÇOCUK (Junge mit Kamera, TR 2016, R: Ibrahim Yesilbas Altersgruppe 13+). Eine besondere Erwähnung erhielten KI (NL 2015, R: Meikeminne Clinckspoor 8+) und ORMAN (Der Dschungel, TR 2015, Regie: Arif Onur Saylak, Dogu Yasar Akal 13+)

Während Yaadi im Film YAADIKOONE das Dach repariert, erfährt er alles über seinen Namensvetter Yaadikoone, der als Robin Hood Senegals in die Geschichte einging.
Jurybegründung YAADIKONE: Wir wollen einen Film auszeichnen, der uns mit seiner außergewöhnlichen Kameraarbeit in eine andere Welt in den Senegal entführt. Das stimmige ästhetische Konzept, auch von Musik und Montage, hat uns überzeugt. Der junge Held macht sich stark für sich und für seine Umgebung und kann andere Kinder damit inspirieren. Der Preis für den besten Kurzfilm geht an Yaadikone. Lobende Erwähnung KI: Wir möchten einen Film lobend erwähnen, der ein schweres Thema einem jungen Publikum poetisch und emotional näher bringt. Die beiden jungen Hauptdarsteller zeigen authentisch, was es bedeutet, Geschwister zu haben und sie zu verlieren. Auch die tollen Bilder, die Motive und die Liebe zum Detail haben uns beeindruckt.

Obwohl er auf seiner Flucht vieles aufgeben musste, hat Jwan seine Leidenschaft für Film nicht verloren. Mit einer alten Kamera filmt er in JUNGE MIT KAMERA nun andere Geflüchtete und entlockt ihnen ihre Ängste, Wünsche und Hoffnungen.
Jurybegründung JUNGE MIT KAMERA: JUNGE MIT KAMERA erhält die Auszeichnung für seine Fähigkeit, eine Kamera in ein machtvolles Instrument zu verwandeln, das den Schmerz von Geflüchteten vermittelt und auf Frieden in Syrien hoffen last. Lobende Erwähnung ORMAN: Eine lobende Erwähnung erhält ORMAN für seine herausragende Kinematographie und seinen kunstvollen Weg, die Schwierigkeiten von Geflüchteten in der westlichen Welt darzustellen.

Sir Peter Ustinov Award – für eine außergewöhnliche cineastische Leistung
Der mit 2000 Euro dotierte Sir Peter Ustinov Award geht an die Regisseurin Leyla Bouzid für die besondere Regie-Leistung bei ihrem Film À PEINE J’OUVRE LES YEUX (Kaum öffne ich die Augen, FR/BE/AE/TN 2015), in dem die 18-jährige Farah in Tunis 2010, kurz vor dem „Arabischen Frühling für ihre Träume kämpft. Sie soll auf Wunsch ihrer Familie Ärztin werden, doch Farah hat ihre eigenen Vorstellungen: Sie singt in einer Rockband und gerät schließlich in Konflikt mit Regierung und Geheimpolizei. Dann verschwindet Farah und ihre Mutter begibt sich auf eine verzweifelte Suche.
Jurybegründung: Die Auszeichnung erhält Leyla Bouzid für ihren erfolgreichen Versuch, einen gut ausbalancierten Coming-of-Age-Film zu drehen, der auf der einen Seite die Fähigkeit der Jugend betont, unterdrückerische Systeme zu stürzen, dabei aber einen künstlerischen Anspruch nicht außer Acht lässt.

ECFA-Award
Die dreiköpfige Jury der Europäischen Kinderfilmvereinigung ECFA (European Children’s Film Association) verlieh ihren ECFA-Award an RAUF (TR 2016, Regie: Baris Kaya, Soner Caner). Der Film erzählt die Geschichte des neunjährigen Rauf, der im Kriegsgebiet im Nordosten der Türkei lebt. Als er nicht mehr zur Schule gehen will, schickt ihn sein Vater als Lehrling zu einem Schreiner. Rauf lernt schnell, befeuert von seiner Zuneigung zu Zana, der Tochter des Schreiners und doppelt so alt wie Rauf.

Jurybegründung: Die Jury war nachhaltig beeindruckt von der stimmungsvollen Bildgestaltung und der sehr natürlichen Kamera. Aber der Film hat darüber hinaus eine überwältigende Dramaturgie, in der Kleinigkeiten den Blick für das große Ganze öffnen. Wir waren begeistert, wie es den Filmemachern gelingt, ohne brutale Bilder über den Krieg zu erzählen, in dem man vor allem die Konsequenzen für den Alltag der Menschen in der Region portraitiert. Dass der Film aus dem Blickwinkel eines Jungen erzählt wird, der nicht nur seine Verliebtheit, sondern auch seine Träume mit großer Hingabe verfolgt, empfinden wir als Chance. Die Jury ist davon überzeugt, dass dieser sensible Coming of Age Film ein großes Publikum weltweit verdient, denn seine Geschichte ist relevant und universell.

Der via Stimmzettel ermittelte, undotierte LUCAS-Publikumspreis geht an:
SAIRAT (Wild, IN 2016, R: Nagraj Manjule) Die Liebesgeschichte, die zunächst wie ein buntes Bollywood Musical anmutet, verwandelt sich in ein gesellschaftskritisches Drama, das Kastendiskriminierung im heutigen Indien thematisiert und durch seine anspruchsvolle Kameraarbeit beeindruckt.

Insgesamt präsentierte LUCAS in seiner 39. Ausgabe 28 Langfilme, 44 kurze und mittellange Filme aus 27 Ländern. Die Jurys setzten sich paritätisch je nach Altersgruppe aus Kindern oder Jugendlichen auf der einen Seite und Filmexpert/innen auf der anderen Seite zusammen. Zahlreiche neue partizipative Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche am Festival teilhaben konnten, bereicherten LUCAS 2016. Ein Höhepunkt auf der Preisverleihung am Samstag war die Live-Vertonung eines Experimentalfilms: Jugendliche einer Frankfurter Intensivklasse hatten diese musikalische Darbietung während der Festivalwoche gemeinsam mit den Musikerinnen Eunice Martins und Laura Mello vorbereitet. Von einer „wunderbaren Atmosphäre“ auf dem an internationalen Begegnungen reichen Festival berichtet die Künstlerische Leiterin von LUCAS, Cathy de Haan, die sich an „viele bewegende Momente“ erinnert, „allen voran das emotionale Skype-Gespräch mit dem Protagonisten des gleichnamigen Dokumentarfilms MUSSA“ oder das Filmgespräch mit dem Team von RAUF und dem herausragenden jungen Darsteller Alen Hüseyin Gürsoy. De Haan freute sich natürlich auch über den Zuspruch zum neuen LUCAS-Konzept, den sie von vielen Seiten mit Angeboten zu zukünftigen Kooperationen erfahren hatte und dankte neben den Förderern auch den zahlreichen ehrenamtlichen Helfer/innen, die das Festival erst möglich machten.

Mit rund 150 Teilnehmer/innen sehr erfolgreich verlief die Tagung und Zukunftswerkstatt „Film, Flucht und Interkultur“ (21. bis 23. September), die am Freitagabend zu Ende ging. Den engagierten Austausch von Filmvermittler/innen und Filmschaffenden hatten das Deutsche Filminstitut und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut organisiert. Eine ausführliche Pressemitteilung zu den auf der Tagung erarbeiteten Ergebnissen folgt kommende Woche.

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans wird möglich durch zahlreiche Förderer, für deren Unterstützung wir uns bedanken. Zu diesen zählen die Stadt Frankfurt am Main, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die HessenFilm und Medien, die Europäische Union (Creative Europe), die Peter Ustinov Stiftung, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, traffiQ, die Fraport AG, der Förderkreis des Deutschen Filminstituts, Fazit-Stiftung und Vision Kino. Unser Dank geht auch an unseren Partner ABG Frankfurt Holding sowie unseren Mobilitätspartner ŠKODA AUTO Deutschland.

 

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans 18. bis 25. September 2016 in Frankfurt von Oberbürgermeister Peter Feldmann eröffnet

© Filminstitut Frankfurt
© Filminstitut Frankfurt

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans
18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main
Schirmherr Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, eröffnet die 39. Ausgabe des Filmfestivals

Zahlreiche Filmschaffende bei der Eröffnung +++ Jurykids freuen sich über den Festivalstart mit 28 Langfilmen, 44 kurzen und mittellangen Filmen aus 27 Ländern +++ „LUCAS nimmt in der hessischen Festivallandschaft einen herausragenden Platz ein (Dr. Ulrich Adolphs, Referatsleiter HMWK)

Jetzt geht es endlich los: Zahlreiche Gäste feierten am Sonntagnachmittag im vollbesetzten Kino des Deutschen Filmmuseums, Frankfurt am Main, die Eröffnung von LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans (18. bis 25. September 2016). Zur 39. Ausgabe ist bei LUCAS in diesem Jahr vieles neu. Das älteste an das junge Publikum gerichtete Filmfestival Deutschlands, seit 1974 veranstaltet vom Deutschen Filminstitut, Frankfurt am Main, wendet sich mit neuem Namen an die wesentlich breitere Zielgruppe von vier Jahren bis 18plus. In drei Altersgruppen (4+, 8+ und 13+) bietet LUCAS ein abgestimmtes Filmprogramm. Es gibt vier Wettbewerbe: In den Altersgruppen 8+ und 13+ wird jeweils ein Langfilmpreis sowie ein Preis für den besten Kurz- oder mittellangen Film vergeben. Partizipation, schon immer eine Stärke des Festivals wird unter dem Motto „Mitmischen!“ ausgebaut. So sind Kinder und Jugendliche nicht nur wie bisher an allen Jurys beteiligt, sie gestalten das Festival mit und machen es sich so zu eigen, etwa bei der Auswahl der Filme und der Vorbereitung der Filmgespräche.

Das hob auch der Schirmherr des Festivals, Oberbürgermeister Peter Feldmann, lobend hervor: „Ich freue mich sehr, dass das Festival unter der künstlerischen Leitung von Dr. Cathy de Haan Kinder und Jugendliche aktiv einbindet. Dass sich viele Filme des Festivals mit Flucht und interkulturellen Themen beschäftigen, zeigt, dass LUCAS auf der Höhe der Zeit ist. Diese Themenstellung schärft auch das Verständnis der jungen Generation für unsere derzeitige politische Lage.“

Hochaktuell sei LUCAS, das sah auch Dr. Ulrich Adolphs so, Referatsleiter im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der herzliche Grüße von Wissenschaftsminister Boris Rhein übermittelte: „LUCAS bereichert die Film- und Kinokultur Hessens und nimmt damit in der so umfangreichen Festivallandschaft einen ganz herausragenden Platz ein. Wir begrüßen das Engagement aller Organisatoren und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, denn ohne deren Mitarbeit wäre es unmöglich, etwas so Großartiges auf die Beine zu stellen. Wir sind sehr stolz, dieses internationale Aushängeschild im Kinderfilm-Bereich hier in Hessen veranstalten zu können. Deshalb fördert die Hessische Landesregierung seit sehr vielen Jahren diese Veranstaltung. Auch in diesem Jahr beteiligen wir uns mit 30.000 Euro.“

Das gesamte Spektrum der Filmgeschichte bestimmt das qualitativ anspruchsvolle Langfilm-Programm. Damit setzen sich Christine Kopf, zu deren Abteilung Filmbildung und -vermittlung das Festival jetzt gehört, und die Künstlerische Leiterin Cathy de Haan ganz bewusst ab vom Premierenfokus anderer Festivals: „Wir wollen Kinder und Jugendliche mit unserer Begeisterung für das Kino anstecken“, betonten die beiden bei der Eröffnung.

„Deshalb zeigen wir Filme, bei denen wir davon überzeugt sind, dass sie Neugier und Leidenschaft bei der jungen Zielgruppe wecken.“ Dazu gehören neben aktuellen Filmen aus aller Welt, auch Klassiker der Filmgeschichte und selbstverständlich auch Werke, die nicht explizit als Kinder- oder Jugendfilme gelabelt sind. „Wir glauben, dass sich die Heranwachsenden für die ganze Bandbreite des internationalen Kinos interessieren“, so de Haan. Der Premierenstatus ist daher keine Voraussetzung mehr für die Teilnahme am Festival: „Viele wunderbare internationale Filme finden keinen Verleih in Deutschland das bedeutet, wer nicht die Berlinale oder andere Festivals besucht, bekommt diese Filme nie zu sehen, und das fänden wir schade.“ 16 Langfilme sind im Wettbewerb, darunter auch der Eröffnungsfilm RAUF (TR 2016, R: Baris Kaya, Soner Caner) über einen neunjährigen Jungen, der im Bürgerkriegsgebiet im Nordosten der Türkei heranwächst. Der Film wurde gerade in die Vorauswahlliste zum Europäischen Filmpreis aufgenommen. Dasselbe gilt für SPARROWS (Spatzen, IS/DK/KR 2015, R: Rúnar Rúnarsson), der die Geschichte des jungen Isländers Ari erzählt, der bei seinem alkoholkranken Vater aufwächst.

Auch im LUCAS-Kurzfilmwettbewerb, jetzt erweitert zum „Wettbewerb für kurze und mittellange Filme“ mit insgesamt 26 Werken gebe es viel zu entdecken, etwa KONINGSDAG (Königstag, NL 2015, R: Steven Wouterlood), in dem Kelvin und Younes Musik als verbindendes Element ausmachen, den Fußball-Film SLUSH ICE (Wassereis, DK 2016, R: Sören Grinderslev Hansen) oder WATER BABY (IN 2016, R. Pia Shah) in dem die Regisseurin zeigt, wie der schüchterne Melvin seine Angst vor Wasser überwindet.

Preise
Die Jurys, die sich paritätisch aus jungen Filmfans und Branchenprofis zusammensetzen, vergeben in den Altersgruppen 8+ und 13+ den Preis für den besten Langfilm (5.000 Euro) und den Preis für den besten kurzen oder mittellangen Film (2.000 Euro). Unter den Langfilmen der Altersgruppe 13+ wird außerdem der SIR PETER USTINOV AWARD (2.000 Euro) vergeben. Zusätzlich gibt es den undotierten Publikumspreis. Zu Gast ist eine Jury der ECFA (European Children’s Film Association).

Partizipation
Ein besonderer Schwerpunkt von LUCAS bleiben weiterhin die Begegnungen mit Filmschaffenden aus aller Welt. Kinder und Jugendliche übernehmen auch mal selbst die Moderation und gestalten den Ablauf mit. Schon im Vorfeld haben sich Kinder aus der Karmeliter- und Weißfrauenschule sowie aus dem Internationalen Kinderhaus (alle im Frankfurter Bahnhofsviertel) und der Strothoff International School in Dreieich in von LUCAS betreuten Workshops mit dem Thema Film beschäftigt, eigene Filme gedreht oder Filmgespräche vorbereitet. LUCAS bietet weitere vielfältige Möglichkeiten der Mitgestaltung für die Heranwachsenden, so Cathy de Haan, die sich schon jetzt auf die Preisverleihung des Festivals freut. Denn dafür erarbeiten Jugendliche einer Intensivklasse gemeinsam mit den Komponistinnen und Musikerinnen Eunice Martins und Laura Mello eine Experimentalfilm-Vertonung und führen diese live auf.

Mit Young European Cinephiles gibt es eine neue Sektion bei LUCAS: Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren aus ganz Europa kuratieren hier das Programm selbst. Die Idee: Je zwei junge Erwachsene aus Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden programmieren ein inhaltlich aufeinander abgestimmtes Double Feature, das an vier LUCAS-Abenden um 18:30 und 21:00 Uhr läuft. Dazu gehört natürlich auch die Begründung für die Auswahl, Moderation und Einführung am Vorführabend. Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts, freut sich darüber, dass die filmisch vorgebildeten Jugendlichen aus den europäischen Partnerinstitutionen „bei ihrer Auswahl auf die gesamte Filmgeschichte blicken und für ihre Programme auch auf Filmklassiker zurückgegriffen haben.“ Darunter etwa die auch 31 Jahre nach ihrer Premiere immer noch hochaktuelle Dystopie BRAZIL (GB 1985, R: Terry Gilliam).

Für die jüngsten Kinogäste der Altersgruppe 4plus bringt das Festival preisgekrönte Programme aus animierten Kurzfilmen auf die Leinwand. Mit dabei ist etwa MAA BAA (DE 2015), ein Film von Ahmad Saleh, Studenten- Oscar®-Gewinners 2016.
Filme aus 27 Ländern werden im international ausgerichteten Festivalprogramm präsentiert wahlweise in der originalen Sprachfassung oder mit deutscher Einsprache. Zahlreiche Filmemacher/innen aus der ganzen Welt freuen sich auf intensive Gespräche mit dem jungen Publikum.
Eine dreitägige, internationale Tagung und Zukunftswerkstatt „Film, Flucht und Interkultur“ veranstalten das Deutsche Filminstitut und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut begleitend zum Festival vom 21. bis 23. September 2016.

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans wird möglich durch zahlreiche Förderer, für deren Unterstützung wir uns bedanken. Zu diesen zählen die Stadt Frankfurt am Main, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die HessenFilm und Medien, die Europäische Union (Creative Europe), die Peter Ustinov Stiftung, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, traffiQ, die Fraport AG, der Förderkreis des Deutschen Filminstituts, Fazit-Stiftung und Vision Kino. Unser Dank geht auch an unseren Partner ABG Frankfurt Holding sowie unseren Mobilitätspartner ŠKODA AUTO Deutschland.

Preise
3,50 € für junge Filmfans aus Schulen, Kindergärten und Kitas
1,50 € für Frankfurt-Pass-Inhaber/innen
7,00 € für Erwachsene
5,00 € ermäßigter Eintritt für Erwachsene
(Studierende, Rentner/innen, Schwerbehinderte)
10,00 € Sonderpreis für Double Features
7,00 € ermäßigter Sonderpreis für Double Features
(Studierende, Rentner/innen, Schwerbehinderte)
Preise in Wiesbaden können geringfügig abweichen.

Begleitpersonen von Gruppen mit mehr als zehn jungen Filmfans erhalten freien Eintritt (max. 3 Begleitpersonen).

Gegen Vorlage der CleverCard erhalten Besucher/innen an der Kinokasse (außer in Wiesbaden) einen Euro Nachlass auf den regulären Eintrittspreis.

Weitere Informationen und Buchungsberatung unter:
info@lucas-filmfestival.de
Tel.: 069 961 220 678
069 961 220 674

Unter www.lucas-filmfestival.de sind alle Informationen rund um das Festival und seine Filme und Veranstaltungen sowie aktuelle Ankündigungen zu finden. Auch die Tickets zu den Vorstellungen sind online erhältlich.

Festivalzentrum
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
U1, U2, U3, U8 / Station: Schweizer Platz
U4, U5 / Station: Willy-Brandt-Platz
Straßenbahn 14, 15, 16 / Station: Gartenstraße
Bus 46 / Station: Untermainbrücke

Spielstätten
Kino des Deutschen Filmmuseums (Frankfurt)
CineStar Metropolis (Frankfurt)
CINEMA (Frankfurt)
Caligari FilmBühne (Wiesbaden)
Kino im Hafen 2 (Offenbach)

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans 18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main

Eröffnung am Sonntag, 18. September, um 16 Uhr im Deutschen Filmmuseum
Gäste aus Frankreich, Island, Indien, der Türkei und vielen anderen Ländern: Die Filmwelt trifft sich bei LUCAS

Endspurt: LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans (18. bis 25. September 2016) feiert am Sonntag, 18. September, um 16 Uhr seine Eröffnung mit geladenen Gästen. Das Filmfestival versammelt zu seiner 39. Ausgabe Filmschaffende aus aller Welt in Frankfurt. In Interviews und Gesprächen im Anschluss an die Vorstellungen lernt das Publikum internationale Gäste kennen, die aus ganz unterschiedlichen Perspektiven von der Entstehung eines Films berichten können.

Ein spannendes Filmgespräch erwartet das Festivalpublikum im Anschluss an RAUF (TR 2016). Der Film spielt im kurdischen Grenzgebiet und thematisiert den dortigen Bürgerkrieg. Sowohl zur Eröffnung als auch zur öffentlichen Vorführung am Montag, 19. September, um 11 Uhr im CineStar Metropolis sind die Regisseure Baris Kaya und Soner Caner sowie der Schauspieler Alen Hüseyin Gürsoy zu Gast, um über die Entstehung des Films und seine

Wirkung in einem politisch sensiblen Umfeld zu sprechen.
Was den französischen Animationsfilm ADAMA (FR 2015, R: Simon Rouby) besonders macht, sind neben einem spannenden Thema dem Einsatz afrikanischer Soldaten im Ersten Weltkrieg für die Kolonialmächte zwei große Stilelemente: starke, realistische Bilder und mitreißende Musik. Musiker Pablo Pico, der den Soundtrack zur Handlung komponiert hat, ist zu beiden Filmvorstellungen am Mittwoch, 21. September, um 9 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums sowie am Freitag, 23. September, um 9 Uhr im CineStar Metropolis zu Gast.

Aus dem westindischen Bundesstaat Maharashtra reist Regisseur Nagraj Manjule an, um seinen knapp dreistündigen Film SAIRAT (Wild, IND 2016) vorzustellen. Manjule paart kitschiges Bollywood-Musical mit sozial-realistischem Drama, und erzählt ebenso einprägsam wie unterhaltend die Geschichte eines jungen Paares, das aus der konservativen Heimat in die Slums der Großstadt flüchten muss, um seine Beziehung zu retten. Der Film, der bei der Berlinale 2016 für den „Gläsernen Bären“ in der Generation 14plus nominiert war, ist am Donnerstag, 22. September, um 11 Uhr im CineStar Metropolis sowie am Freitag, 23. September, um 19:30 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums zu sehen.
Der Film MUSSA (ISR 2015) erzählt die Geschichte des elfjährigen Äthiopiers Mussa, der mit seiner Mutter illegal nach Israel eingewandert ist und kein Wort spricht. Nun droht den beiden die Abschiebung. Produzentin Daniela Sidi spricht am Mittwoch, 21. September, nach der Vorführung des Films um 14 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums sowie am Freitag, 23. September, um 16:30 Uhr im Cinema über die Arbeit an MUSSA.
LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans findet von Sonntag, 18., bis Sonntag, 25. September 2016 in Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden statt. Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von vier Jahren bis 18plus.

Sonntag, 18. September, 16 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums

Mo, 19. September, 11 Uhr
CineStar Metropolis
RAUF (TK 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit den Regisseuren Baris Kaya und Soner Caner  und dem Schauspieler Alen Hüseyin Gürsoy

Mo, 19. September, 9 Uhr
CineStar Metropolis
Kurze und mittellange Filme 8+, Programm 1
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseurin Meikeminne Clinckspoor (KI, NL 2015)

Mo, 19. September, 14 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums

Di, 20. September, 11:30 Uhr
niklaus-hilber-4CineStar Metropolis
AMATEUR TEENS
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Regisseur Niklaus Hilber (Bild) und dem Produzenten Valentin Greutert

 

 

 

Di, 20. September, 9 Uhr
CineStar Metropolis
Kurze und mittellange Filme 8+, Programm 3
Im Anschluss: Filmgespräch mit Maarten van Voornfeld (Drehbuchautor von KONINGSDAG), Christian Madsen (Produzent von SLUSH ICE) und Søren Grinderslev Hansen (Regisseur von SLUSH ICE)

Di, 20. September, 14 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
Mi, 21. September, 9 Uhr
CineStar Metropolis
EL SOÑADOR
Im Anschluss Filmgespräch mit Koproduzentin Pascaline Saillant

Mi, 21. September, 9 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
Fr, 23. September, 9 Uhr
CineStar Metropolis
ADAMA (F 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Komponisten Pablo Pico

Mi, 21. September, 9:30 Uhr
CineStar Metropolis
Do, 22. September, 14 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
OFFLINE DAS LEBEN IST KEIN BONUSLEVEL
(DE 2015) Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Florian Schnell (links) und Hauptdarsteller Moritz Jahn

Mi, 21. September, 11 Uhr
CineStar Metropolis

Fr, 23. September, 12 Uhr
anna-wahle-wKino im Hafen 2
DAS LETZTE HALBE JAHR (DE 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Regisseurin Anna Wahle (links), dem Redakteur Christian Cloos und der Protagonistin Laura Brüchle

 

Mi, 21. September, 11:30 Uhr
CineStar Metropolis

Do, 22. September, 12 Uhr
Kino im Hafen 2
NOT WITHOUT US NICHT OHNE UNS (DE 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Regisseurin Sigrid Klausmann

Mi, 21. September, 14 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums

Fr, 23. September, 16:30 Uhr
Cinema
MUSSA (ISR 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Produzentin Daniela Rachminov Sidi

Mi, 21. September, 16:30 Uhr
basmeh-soleiman2LIFE ON THE BORDER (IRQ/SYR 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Produzenten Bahman Ghobadi, Jung-Regisseurin Basmeh Soleiman (rechts) und Regie-Mentor Shaho Nemati

 

Do, 22. September, 11 Uhr
CineStar Metropolis

Fr, 23. September, 19:30 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
SAIRAT / WILD (IND 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Regisseur Nagraj Manjule

Do, 22. September, 16 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums

Fr, 23. September, 11 Uhr
CineStar Metropolis
SPARROWS / SPATZEN (ISL/DK/KRO 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Schauspielerin Rakel Björk Björnsdóttir

Do, 22. September, 18 Uhr
Cinema
BABYLON (TUN 2012)
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur ismaël

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans wird möglich durch zahlreiche Förderer, für deren Unterstützung wir uns bedanken. Zu diesen zählen die Stadt Frankfurt am Main, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die HessenFilm und Medien, die Europäische Union (Creative Europe), die Peter Ustinov Stiftung, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, traffiQ, die Fraport AG, der Förderkreis des Deutschen Filminstituts, Fazit-Stiftung und Vision Kino. Unser Dank geht auch an unseren Partner ABG Frankfurt Holding sowie unseren Mobilitätspartner ŠKODA AUTO Deutschland.

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
www.deutsches-filminstitut.de | www.deutsches-filmmuseum.de
www.filmportal.de | www.europeanfilmgateway.eu

Vier Jugendliche kuratieren das Abendprogramm – Lucas Internationales Jugendfilm-Festival ab 18. Sept. 2016 im Filminstitut Frankfurt

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans
18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main
Aus Liebe zum Kino: Jugendliche aus vier EU-Ländern

Filmstill YEELEN ©  Deutsches Filminstitut Frankfurt
YEELEN (BF, RMM, FR, BRD 1987) vom malischen Regisseur Souleymane Cissé © Deutsches Filminstitut Frankfurt

und zeigen neben Klassikern auch aktuelle Filmhits.

Bente Niemeijer ist 17 Jahre alt und weiß schon jetzt: „Filmemachen ist genau das, was ich für den Rest meines Lebens tun will. Jetzt macht sie erst einmal Kino, und zwar als Kuratorin der Young European Cinephiles bei der 39. Ausgabe von LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans (18. bis 25. September 2016). Die Young European Cinephiles sind eine Gruppe Jugendlicher aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Deutschland, die an vier aufeinanderfolgenden Abenden, von Montag, 19., bis Donnerstag, 22. September, je zwei bewusst kombinierte Filme ihrer Wahl in einem „Double Feature präsentieren. Die 16- bis 18-Jährigen haben dabei aktuelle Kinohits wie THE BUTLER (US 2013) und VICTORIA (DE 2015) ebenso im Blick wie Filmklassiker (Terry Gilliams‘ BRAZIL, GB 1985) und bedeutende Werke des afrikanischen Kinos, etwa YEELEN (BF, RMM, FR, BRD 1987) vom malischen Regisseur Souleymane Cissé. Ihre Auswahl werden die Young European Cinephiles dabei persönlich im Kino des Deutschen Filmmuseums vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

In ihren jeweiligen Heimatländern haben sich die acht Jugendlichen bereits ausgiebig mit Kino und Filmkultur auseinandergesetzt. Das Deutsche Filminstitut hat den Kontakt zu ihnen über seine Partner-Institutionen in den jeweiligen Ländern aus dem EU-Projekt ABCinema hergestellt, und sie für den Festivalzeitraum nach Frankfurt eingeladen. Beteiligt sind das EYE Amsterdam, die Cineteca di Bologna und Les Enfants de Cinéma, Paris.

Genau wie Quita Felix (16) hat Bente Niemeijer schon mehrere Filmprojekte abgeschlossen, beide haben bereits Preise gewonnen. Für ihr Double-Feature bei LUCAS haben die beiden Niederländerinnen zwei afrikanische Werke ausgewählt: Der malische Klassiker YEELEN (BF, RMM, FR, BRD 1987) von Souleymane Cissé und der Animationsfilm KIRIKOU ET LA SORCIÈRE (BE/F/LU 1999) von Michel Ocelot erzählen nicht nur ähnliche Geschichten, die jungen Mädchen haben außerdem Gemeinsamkeiten bezüglich der Musik, des Designs und der Erzählstruktur bemerkt, die sie am Montag, 19. September, mit dem Publikum diskutieren möchten.

Oscar®-Preisträger BIRDMAN (US 2014, R: Alejandro González Iñárritu) ©  Deutsches Filminstitut Frankfurt
Oscar®-Preisträger BIRDMAN (US 2014, R: Alejandro González Iñárritu) © Deutsches Filminstitut Frankfurt

Nils Bestehorn (links) und Simon Mathes aus Deutschland haben sich bei ihrer Filmauswahl vor allem auf formale Aspekte konzentriert: Sebastian Schippers VICTORIA (DE 2015) und Oscar®-Preisträger BIRDMAN (US 2014, R: Alejandro González Iñárritu) wirken beide so, als seien sie in einem einzigen Take gedreht worden dabei wissen die 17-jährigen Schüler aus Frankfurt, die an einem Multimediaguide für die Dauerausstellung des Deutschen Filmmuseums mitgearbeitet haben, dass die beiden Filme ganz unterschiedlich entstanden sind. Mehr dazu erfährt das Publikum am Donnerstagabend, 22. September, von 18:30 Uhr an.

Die 16-jährigen Italienerinnen Ester Palmieri (rechts) und Eleonora Fioravanti haben sich in diesem Sommer beim „Cinema Ritrovato Festival der Cineteca di Bologna engagiert: Dort haben sie bei der Vorbereitung eines Treffens junger Filmbegeisterter mitgeholfen, die sich für die Restaurierung und Archivierung von Schätzen der Filmkunst interessieren. Die beiden Schülerinnen haben sich Lee Daniels‘ THE BUTLER (US 2013) und Tate Taylors THE HELP (US 2011) ausgesucht, weil beide Filme ein gesellschaftliches Thema aufgreifen, dass in ihren Augen von großer Bedeutung ist: „In fact, even if social equality is now considered as achieved by the majority, we believe that this is not completely true.

Und welches Thema verbindet Terry Gilliams Klassiker BRAZIL (GB 1985) und PANS LABYRINTH (ES 2006) von Guillermo del Torro? „The imagination we can develop to escape from an unbearable situation, urteilen die 17-jährige Célia Caroubi (links) und die 18-jährige Mina Lecuyer aus Frankreich. Am Mittwoch, 21. September, von 18:30 Uhr an zeigen sie die Filme im Kino des Deutschen Filmmuseums, und freuen sich auf das Publikumsgespräch im Anschluss.

Bei LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans (18. bis 25 September 2016) ist in diesem Jahr vieles neu. Das älteste an das junge Publikum gerichtete Filmfestival Deutschlands, seit 1974 veranstaltet vom Deutschen Filminstitut, Frankfurt am Main, wendet sich mit neuem Namen an die wesentlich breitere Zielgruppe von vier Jahren bis 18plus. Es gibt vier Wettbewerbe: In den Altersgruppen 8+ und 13+ wird jeweils ein Langfilmpreis sowie ein Preis für den besten Kurz- oder mittellangen Film vergeben. Filme aus 27 Ländern werden im international ausgerichteten Festivalprogramm präsentiert wahlweise in der originalen Sprachfassung oder mit deutscher Einsprache. Zahlreiche Filmemacher/innen aus der ganzen Welt freuen sich auf intensive Gespräche mit dem jungen Publikum.

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LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans 18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main Endspurt zur 39. Ausgabe

Kuratiertes Langfilm-Programm setzt auf Qualität +++ Breitere Zielgruppe von vier Jahren bis 18plus +++ Kinder und Jugendliche gestalten Festival selbst +++ 28 Langfilme mit einer Weltpremiere +++ 44 Kurz- und mittellange Filme mit 26 Deutschlandpremieren +++ Filme aus 27 Ländern

Bei LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans (18. Bis 25. September 2016) ist zur 39. Ausgabe in diesem Jahr vieles neu. Das älteste an das junge Publikum gerichtete Filmfestival Deutschlands, seit 1974 veranstaltet vom Deutschen Filminstitut, Frankfurt am Main, wendet sich mit neuem Namen an die wesentlich breitere Zielgruppe von vier Jahren bis 18plus. In drei Altersgruppen (4+, 8+ und 13+) bietet LUCAS ein abgestimmtes Filmprogramm. Es gibt vier Wettbewerbe: In den Altersgruppen 8+ und 13+ wird jeweils ein Langfilmpreis sowie ein Preis für den besten Kurz- oder mittellangen Film vergeben. Partizipation, schon immer eine Stärke des Festivals wird unter dem Motto „Mitmischen!“ ausgebaut. So sind Kinder und Jugendliche nicht nur wie bisher an allen Jurys beteiligt, sie gestalten das Festival mit und machen es sich so zu eigen, etwa bei der Auswahl der Filme und der Vorbereitung der Filmgespräche.

Das freut besonders den Schirmherrn des Festivals, Oberbürgermeister Peter Feldmann, der LUCAS als „Völkerverständigung von der Kinoleinwand aus“ bezeichnet und die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kindern und Lehrer/innen in den Schulen lobt: „Die Stadt Frankfurt unterstützt entschieden die hervorragende Arbeit des Deutschen Filminstituts, zu dessen Höhepunkten im Jahresprogramm LUCAS zweifellos zählt.“ Das betont auch Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts: „Wir verstehen es als unseren Auftrag, Menschen jeden Alters dazu zu verführen, Film ganz unmittelbar zu erleben – auch und gerade die Jüngeren. Bewegte Bilder fangen uns heute an jeder Straßenecke, auf dem U-Bahnsteig und dem
eigenen Smartphone ein. Wir halten es für essenziell, Kindern so früh wie möglich Instrumente an die Hand zu geben, die ihnen helfen, Film als Medium und Kunstform zu verstehen und damit umzugehen. Dass Film genuin ins Kino gehört und dort seine ganze Magie entfaltet – das zu vermitteln, ist eines unserer Hauptanliegen. LUCAS, das älteste Filmfestival für junge Menschen in Deutschland, spielt da eine ganz zentrale Rolle.“

Das gesamte Spektrum der Filmgeschichte bestimmt das qualitativ anspruchsvolle Langfilm-Programm. Damit setzen sich Christine Kopf, zu deren Abteilung Filmbildung und -vermittlung das Festival jetzt gehört, und die Künstlerische Leiterin Cathy de Haan ganz bewusst ab vom Premierenfokus anderer Festivals: „Wir wollen Kinder und Jugendliche mit unserer Begeisterung für das Kino anstecken“, betonen beide.

„Deshalb werden wir Filme zeigen, bei denen wir davon überzeugt sind, dass sie Neugier und Leidenschaft bei der jungen Zielgruppe wecken.“ Das können Klassiker der Filmgeschichte sein und selbstverständlich auch solche Werke, die nicht explizit als Kinder- oder Jugendfilme gelabelt sind. „Wir glauben, dass sich die Heranwachsenden für die ganze Bandbreite des internationalen Kinos interessieren.“ Der Premierenstatus ist daher keine Voraussetzung mehr für die Teilnahme am Festival: „Viele wunderbare internationale Filme finden keinen Verleih in Deutschland – das bedeutet,

© Deutsches Filminstitut Frankfurt
© Deutsches Filminstitut Frankfurt

wer nicht die Berlinale oder andere Festivals besucht, bekommt diese Filme nie zu sehen, und das fänden wir schade“, so de Haan, die sich auf die internationale Vielfalt der 16 Langfilme im Wettbewerb freut, darunter etwa RAUF (TR 2016, R: Bariş Kaya, Soner Caner) über einen neunjährigen Jungen, der im Bürgerkriegsgebiet im Nordosten der Türkei heranwächst. Der Film – gerade in die Vorauswahlliste zum Europäischen Filmpreis aufgenommen – wird zur Eröffnung (mit geladenen Gästen) am Sonntag, 18. September, gezeigt und am Montag, 19. September, um 11 Uhr im regulären Programm im CineStar Metropolis wiederholt. Ebenfalls in die Vorauswahlliste zum Europäischen Filmpreis aufgenommen ist SPARROWS (Spatzen, IS/DK/KR 2015, R: Rúnar Rúnarsson), der die Geschichte des jungen Isländers Ari erzählt, der bei seinem alkoholkranken Vater aufwächst. Weitere vielversprechende Wettbewerbsfilme sind etwa SAIRAT (Wild, IN 2016, R: Nagraj Manjule) über ein junges Paar, das sich aus den Zwängen des indischen Kastensystems befreien will oder die Coming-of-Age-Geschichte A PEINE J’OUVRE LES YEUX (Kaum öffne ich die Augen, BE/FR/TN/AE 2015, R: Leyla Bouzid) über eine junge tunesische Musikerin, die mit der Geheimpolizei in Konflikt gerät.

Den LUCAS-Kurzfilmwettbewerb gibt es jetzt erweitert zum „Wettbewerb für kurze und mittellange Filme“ mit insgesamt 26 Werken. Hier gibt es viel zu entdecken, etwa KONIGSDAG (Königstag, NL 2015, R: Steven Wouterlood), in dem Kelvin und Younes, zwei Jungen, die sich zunächst nicht viel zu sagen haben, die Musik als verbindendes Element entdecken. Im Film SLUSH ICE (Wassereis, DK 2016, R: Sören Grinderslev Hansen) geht es um Fußball und in WATER BABY (IN 2016, R. Pia Shah) zeigt die Regisseurin, wie der schüchterne Melvin seine Angst vor Wasser überwindet.

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Preise
Die Jurys, die sich paritätisch aus jungen Filmfans und Branchenprofis zusammensetzen, vergeben in den Altersgruppen 8+ und 13+ den Preis für den besten Langfilm (5.000 Euro) und den Preis für den besten kurzen oder mittellangen Film (2.000 Euro). Unter den Langfilmen der Altersgruppe 13+ wird außerdem der SIR PETER USTINOV AWARD (2.000 Euro) vergeben. Zusätzlich gibt es den undotierten Publikumspreis. Zu Gast ist eine Jury der ECFA (European Children’s Film Association).

Partizipation
Ein besonderer Schwerpunkt von LUCAS bleiben weiterhin die Begegnungen mit Filmschaffenden aus aller Welt. Kinder und Jugendliche übernehmen auch mal selbst die Moderation und gestalten den Ablauf mit. Schon im Vorfeld haben sich Kinder aus der Karmeliter- und Weißfrauenschule sowie aus dem Internationalen Kinderhaus (alle im Frankfurter Bahnhofsviertel) und der Strothoff International School in Dreieich in von LUCAS betreuten Workshops mit dem Thema Film beschäftigt, eigene Filme gedreht oder Filmgespräche vorbereitet. LUCAS bietet weitere vielfältige Möglichkeiten der Mitgestaltung für die Heranwachsenden, so Cathy de Haan, die sich schon jetzt auf die Preisverleihung des Festivals freut. Denn dafür erarbeiten Jugendliche einer Intensivklasse gemeinsam mit den Komponistinnen und Musikerinnen Eunice Martins und Laura Mello eine Experimentalfilm- Vertonung und führen diese live auf.

Mit Young European Cinephiles gibt es eine neue Sektion bei LUCAS: Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren aus ganz Europa kuratieren hier das Programm selbst. Die Idee: Je zwei junge Erwachsene aus Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden programmieren ein inhaltlich aufeinander abgestimmtes Double Feature, das an vier LUCAS-Abenden um 18:30 und 21:00 Uhr läuft. Dazu gehört natürlich auch die Begründung für die Auswahl, Moderation und Einführung am Vorführabend. Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts, freut sich darüber, dass die filmisch vorgebildeten Jugendlichen aus den europäischen Partnerinstitutionen „bei ihrer Auswahl auf die gesamte Filmgeschichte blicken und für ihre Programme auch auf Filmklassiker zurückgegriffen haben.“ Darunter etwa die auch 31 Jahre nach ihrer Premiere immer noch hochaktuelle Dystopie BRAZIL (GB 1985, R: Terry Gilliam).

Für die jüngsten Kinogäste der Altersgruppe 4plus bringt das Festival preisgekrönte Programme aus animierten Kurzfilmen auf die Leinwand. Mit dabei ist etwa MAA BAA (DE 2015), ein Film von Ahmad Saleh, Studenten Oscar®-Gewinners 2016.

Filme aus 27 Ländern werden im international ausgerichteten Festivalprogramm präsentiert – wahlweise in der originalen Sprachfassung oder mit deutscher Einsprache. Zahlreiche Filmemacher/innen aus der ganzen Welt freuen sich auf intensive Gespräche mit dem jungen Publikum.

Eine dreitägige, internationale Tagung und Zukunftswerkstatt „Film, Flucht und Interkultur“ veranstalten das Deutsche Filminstitut und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut begleitend zum Festival vom 21. bis 23. September 2016.

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LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans 18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main

WAS IST NEU?
Der Name
Der Name ist Programm, und so kündigen sich die Veränderungen, die das Deutsche Filminstitut mit seinem traditionsreichen LUCAS-Filmfestival vorhat, bereits in dessen neuem Namen an. LUCAS wird vom Kinderfilmfestival zum Internationalen Festival für junge Filmfans, und erreicht damit eine deutlich breitere Zielgruppe von 4 Jahren bis 18plus.
daslucasteamHinter dem neuen Namen steckt ein neues Team: Jetzt der Abteilung Filmbildung und Filmvermittlung des Deutschen Filminstituts unter der Leitung von Christine Kopf (2. von links) zugeordnet, hat Cathy de Haan (2. von rechts) die Künstlerische Leitung des Festivals übernommen, das Festivalmanagement obliegt Gesine Götting (links). Marie Wolters kümmert sich um die partizipativen Angebote Eine Expertenkommission aus Vertreter/innen aus der Filmbranche war an der Programmauswahl mitbeteiligt (siehe Festivalzeitung S. 5).

Programm:
Mittellange Filme, Filmklassiker
Kooperation mit DOK Leipzig und AG Animationsfilm
Neben dem Langfilmwettbewerb – unterteilt in die beiden Altersgruppen 8+ und 13+ – gibt es bei LUCAS auch weiterhin einen Kurzfilmwettbewerb – erweitert um mittellange Filme (ebenfalls in den Altersgruppen 8+ und 13+).
Auch Filmklassiker sind im Programm von LUCAS zu sehen – aus der Überzeugung heraus, dass sich Kinder und Jugendliche für die gesamte Bandbreite der Filmgeschichte interessieren. Das Animationskurzfilmprogramm „Bund und Wild!“ wird als erstmalige Kooperation mit DOK Leipzig und der AG Animationsfilm präsentiert. Es richtet sich an Kinder ab sechs Jahren (siehe Festivalzeitung S. 14/15).

Die Zielgruppe: 4+ bis 18+
Die Zielgruppe ist deutlich erweitert. So werden künftig junge Erwachsene ebenso angesprochen wie die Kleinsten, die in der Altersgruppe 4+ mit kurzen Animationsfilmprogrammen und Workshops an das Kinoerlebnis herangeführt werden.

Das Mitmischen
Ein Festival für Kinder und Jugendliche kann ohne die aktive Beteiligung ebendieser kaum funktionieren. Das galt auch bisher schon für LUCAS, wo Kinder und Jugendliche schon lange wie selbstverständlich in den Jurys mitwirkten. Darüber hinaus arbeitet LUCAS jetzt verstärkt mit Schulen, Kulturzentren und weiteren Einrichtungen zusammen. In zahlreichen Partizipationsprojekten setzen sich junge Menschen auf unterschiedliche Weise mit einzelnen Festivalfilmen auseinander und machen sich das Festival so zu eigen: Sie schreiben Texte, drehen selbst Filme, führen Interviews, bereiten Moderationen und Filmgespräche vor (weitere Infos zu den partizipativen Projekten in Frankfurt und Rhein-Main finden Sie in der Festivalzeitung auf den Seiten 16/17). Auf europäischer Ebene mischen die „Young European Cinephiles“ bei LUCAS mit. Die jugendlichen Filmfans aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Deutschland haben in Kleingruppen je ein Double Feature für die Abendschiene des Festivals kuratiert (siehe Festivalzeitung S. 18).

Der Ustinov-Preis
Zwar gab es bisher auch schon einen Preis von der Ustinov-Stiftung: Das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro war geteilt in zwei Darstellerpreise. Von diesem Jahr an zeichnet der SIR PETER USTINOV AWARD eine außergewöhnliche cineastische Leistung aus und gibt der Jury die Möglichkeit, auch andere Gewerke als das Schauspiel, etwa eine künstlerisch herausragende Kameraarbeit, Filmkomposition oder ein Drehbuch auszuzeichnen. Vergeben wird der Preis im Wettbewerb der Langfilme, Altersgruppe 13+.

Neue Spielstätte
Kino im Hafen 2 in Offenbach

Preisvorteil
Besitzer der CleverCard für den Öffentlichen Nahverkehr erhalten bei Vorlage der Karte an der Kinokasse im Deutschen Filmmuseum einen Euro Ermäßigung auf den Normalpreis.

LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans
18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main
ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Rahmendaten
39. Ausgabe (1. Ausgabe 1974)
Ältestes Filmfestival für junges Publikum in Deutschland

Programm
26 Langfilme, davon 16 im Wettbewerb
44 Kurze und Mittellange Filme
1 Weltpremiere (DAS LETZTE HALBE JAHR, DE 2016, R: Anna Wahle)
26 Deutschlandpremieren im Wettbewerb Kurze und Mittellange Filme

Wettbewerb und Preise
Bester Langfilm Altersgruppe 8+ (5.000 €)
Bester Langfilm Altersgruppe 13+ (5.000 €)
Bester Kurzer / Mittellanger Film Altersgruppe 8+ (2.000 €)
Bester Kurzer / Mittellanger Film Altersgruppe 13+ (2.000 €)
SIR PETER USTINOV AWARD für eine außergewöhnliche cineastische Leistung (2.000 €)
Publikumspreis (undotiert)

Team
Dr. Cathy de Haan (Künstlerische Leitung)
Christine Kopf (Leitung Filmbildung und -vermittlung, Deutsches Filminstitut)
Gesine Götting (Festivalmanagement)
Marie Wolters (Koordination „Mitmischen!“-Projekte)

Auswahlkommission (Festivalzeitung S. 5)
Annette Friedmann, Autorin und Regisseurin, Kuratorium Junger Deutscher Film
Dr. Martin Ganguly, Berlinale Generation Schulprojekte
Pamela Fischer, Bundesverband Jugend und Film
Dr. Ursula Vossen, Wirschafts- und Infrastrukturbank Hessen

Jury 8+ (Festivalzeitung S. 4)
Camilo Galinski-Inacio (Schüler, 13)
Rosa Herlt (Schülerin, 11)
Lilli Weiser (Schülerin, 12)
Remke Oosterhuis („Fantastisch Kinderfilm Festival“, Niederlande)
Margret Schepers (Redakteurin Südwestrundfunk Baden-Baden) Gudrun Sommer (Festival „doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche)

Jury 13+ (Festivalzeitung S. 4)
Rümeysa Özcelik (Schülerin, 18)
Luana Pees (Schülerin, 16)
Halima Tariq (Schülerin, 14)
Stina Ask Mikkelsen („Kristiansand International Children’s Film Festival”)
Anis Ben Ahmed (FIFEJ – International Youth Filmfestival Tunisia) Florian Deleporte („Studio des Ursulines“, Arthouse-Kino für junges Publikum, Paris)

Langspielfilme im Wettbewerb 8+ (Festivalzeitung, S.6)
ADAMA (F 2015, R: Simon Rouby)
MUSSA (ISR 2015, R: Anat Goren)
NOT WITHOUT US (D 2016, R: Sigrid Klausmann)
OFFLINE – DAS LEBEN IST KEIN BONUSLEVEL (D 2014/2015, R: Florian Schnell)
OTTAAL (IND 2014, R: Jayaraj Rajasekharan Nair)
PHANTOM BOY (B/F 2015, R: Alain Gagnol, Jean-Loup Felicioli)
RARA (ARG/CHI 2016, R: Pepa San Martín)
RAUF (TRK 2016, R: Bariş Kaya, Soner Caner)

Bild AND THE CIRCUS ARRIVED … (ARM 2014, R: Guzh Tadevosyan)

Kurze und Mittellange Filme im Wettbewerb 8+ (Festivalzeitung, S.9)
AND THE CIRCUS ARRIVED … (ARM 2014, R: Guzh Tadevosyan)
DER KLEINE LÖWE PUSTEWIND (D 2016, R: Jana Richtmeyer)
DREAMSCOPE (USA/IND 2016, R: Anna Antonova)
GALOPE (P 2015, R: Raquel Felgueiras)
JUNK GIRL (IRN 2015, R: Mohammed Zare, Shalale Kheiri)
KI (NL 2015, R: Meikeminne Clinckspoor)
KLEINER HELD (D 2016, R: Andreas Volmari)
KONIGSDAG (NL 2015, R: Steven Wouterlood)
LOUIS (F 2014, R: Violaine Pasquet)
MELANAM – CHILDREN OF RHYTHM (IND 2015, R: Ramachandran K)
PIPOPINGVIINI (IR/FR 2015, R: Leevi Lemmetty)
THE RED THUNDER (E/USA 2015, R: Alvaro Ron)
TREASURE HUNT (J 2015, R: Takako Miyahira)
WATERBABY (IND 2016, R: Pia Shah)
YAADIKOONE (F 2016, R: Marc Picavez)
ZVEZDA DAVID (UKR 2016, R: Eugene Koshin)

Langspielfilme im Wettbewerb 13+ (Festivalzeitung, S.10)
AMATEUR TEENS (CH 2015, R: Niklaus Hilber)
À PEINE J’OUVRE LES YEUX (B/F/TUN/AE 2015, R: Leyla Bouzid)
BOY 7 (NL 2015, R: Lourens Blok)
DAS LETZTE HALBE JAHR (DE 2016, R: Anna Wahle)
EL SOÑADOR (F/PER 2016, R: Adrián Saba)
EXTRAORDINARY TALES (USA 2015, R: Raúl García)
SAIRAT (IND 2016, R: Nagraj Manjule)
SPARROWS (ISL/DK/KRO 2015, R: Rúnar Rúnarsson)

Kurze und Mittellange Filme im Wettbewerb 13+ (Festivalzeitung, S.13)
DANSE MACABRE (B 2015, R: Michael van Ostade)
DOVE L’ACQUA CON ALTRA ACQUA SI CONFONDE
(I 2016, R: Gianluca Mangiasciutti, Massimo Loi)
GAMLET. KOMEDIA. (R 2016, R: Eugeniy Fadeyev)
HONEY AND OLD CHEESE (M/NL 2016, R: Yassine El Idrissi)
OSKOLOK (R 2016, R: Dmitry Ivanov)
SLUSH ICE (DK 2016, R: Søren Grinderslev Hansen)
RODI (TK 2016, R: Emre Sert, Gözde Yetişkin)
ORMAN (TRK 2015, R: Arif Onur Saylak, Doğu Yaşar Akal)
KAMERALI ÇOCUK (TK 2016, R: Ibrahim Yeşilbaş)
ZU KLEIN FÜR DIESE WELT (DE 2016, R: Keno Bültena)

Partnerschulen und -institutionen
Beckmann’s – Schulzeitung der Max Beckmann Schule (Frankfurt-Bockenheim)
Erasmusschule Offenbach
Erweiterte Schulische Betreuung der Karmeliter- und Weißfrauenschule (Frankfurt am Main)
Helene-Lange-Schule (Frankfurt-Höchst)
IGS Herder (Frankfurt am Main)
IGS Nordend (Frankfurt am Main)
Internationales Kinderhaus (Frankfurt am Main)
Schillerschule (Offenbach)
Strothoff International School (Dreieich)
Wöhlerschule (Frankfurt am Main)

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FESTIVALGÄSTE / FILMGESPRÄCHE (Stand 9.9.2016)

LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans
18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main

Sonntag, 18. September, 16 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
RAUF (TK 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit den Regisseuren Bariş Kaya und Soner Caner (links) und dem Schauspieler Alen Hüseyin Gürsoy

Mo, 19. September, 9 Uhr
CineStar Metropolis
Kurze und mittellange Filme 8+, Programm 1
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseurin Meikeminne Clinckspoor (KI, NL 2015)

Mo, 19. September, 11 Uhr
CineStar Metropolis
RAUF (TK 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit den Regisseuren Bariş Kaya und Soner Caner und dem Schauspieler Alen Hüseyin Gürsoy

Mo, 19. September, 14 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
AMATEUR TEENS
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Regisseur Niklaus Hilber und dem Produzenten Valentin Greutert

Di, 20. September, 11:30 Uhr
CineStar Metropolis
AMATEUR TEENS
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Niklaus Hilber (links) und Valentin Greutert

Di, 20. September, 14 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
EL SOÑADOR
Im Anschluss Filmgespräch mit Koproduzentin Pascaline Saillant

Mi, 21. September, 9 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
ADAMA (F 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Komponisten Pablo Pico

Di, 20. September, 14 Uhr
CineStar Metropolis
EL SOÑADOR
Im Anschluss Filmgespräch mit Koproduzentin Pascaline Saillant

Mi, 21. September, 9:30 Uhr
CineStar Metropolis
OFFLINE – DAS LEBEN IST KEIN BONUSLEVEL (D 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Hauptdarsteller Moritz Jahn

Mi, 21. September, 11 Uhr
CineStar Metropolis
DAS LETZTE HALBE JAHR (D 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Regisseurin Anna Wahle (links), dem Redakteur Christian Cloos und der Protagonistin Laura Brüchle

Mi, 21. September, 11:30 Uhr
CineStar Metropolis
NOT WITHOUT US – NICHT OHNE UNS (D 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Regisseurin Sigrid Klausmann

Mi, 21. September, 14 Uhr
CineStar Metropolis
MUSSA (ISR 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Produzentin Daniela Rachminov Sidi

Do, 22. September, 11 Uhr
CineStar Metropolis
SAIRAT / WILD (IND 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Regisseur Nagraj Manjule

Do, 22. September, 12 Uhr
Kino im Hafen 2
NOT WITHOUT US – NICHT OHNE UNS (D 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Produzenten Walter Sittler

Do, 22. September, 14 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
OFFLINE – DAS LEBEN IST KEIN BONUSLEVEL (D
2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Florian Schnell (links) und Hauptdarsteller Moritz Jahn

Do, 22. September, 16 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
SPARROWS / SPATZEN (ISL/DK/KRO 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Schauspielerin Rakel Björk Björnsdóttir

Do, 22. September, 18 Uhr
CINEMA
BABYLON (TUN 2012)
Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur ismaël

Fr, 23. September, 9 Uhr
CineStar Metropolis
ADAMA (F 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Komponisten Pablo Pico

Fr, 23. September, 11 Uhr
CineStar Metropolis
SPARROWS / SPATZEN (ISL/DK/KRO 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Schauspielerin Rakel Björk Björnsdóttir

Fr, 23. September, 12 Uhr
Kino im Hafen 2
DAS LETZTE HALBE JAHR (D 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Produzentin Meike Martens

Fr, 23. September, 16:30 Uhr
CINEMA
MUSSA (ISR 2015)
Im Anschluss Filmgespräch mit der Produzentin Daniela Rachminov Sidi

Fr, 23. September, 19:30 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
SAIRAT / WILD (IND 2016)
Im Anschluss Filmgespräch mit dem Regisseur Nagraj Manjule

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
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LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans vom 18. bis 25.09.2016 im Filmmuseum Frankfurt – Frühbucherrabatte nutzen

Kinder- und Jugendfilmfestival Lucas präsentiert sein neues, breiter aufgestelltes Programm auf dem Frankfurter Museumsuferfest Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Kinder- und Jugendfilmfestival Lucas präsentiert sein neues, breiter aufgestelltes Programm auf dem Frankfurter Museumsuferfest Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Das neue Schuljahr im Kino beginnen:
LUCAS
Internationales Festival für junge Filmfans
18. bis 25. September 2016 in Frankfurt am Main
Lehrer/innen sollten jetzt buchen: Ermäßigter Preis für Frühbucher bis 9. September

Motivierender Einstieg ins neue Schuljahr: LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans (18. bis 25. September) bietet ein spannendes Programm internationaler Filmproduktionen für junges Publikum. Lehrerinnen und Lehrer haben hier die einmalige Gelegenheit, qualitativ anspruchsvolle Filme für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zusammen mit ihren Klassen zu besuchen und dabei in vielen Fällen auch Filmschaffende zum Gespräch zu treffen. LUCAS liefert zu einer ganzen Reihe von Filmen pädagogisches Begleitmaterial. Zum Ferienende können Schulen, Kindergärten und Kitas jetzt Tickets zum Frühbucherpreis von drei Euro pro Person bestellen. Das Festival findet an mehreren Spielorten in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden statt.

Das breite Spektrum an Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilmen, die in Originalfassung und mit deutscher Einsprache angeboten werden, richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von vier Jahren bis 18plus. Darunter auch die türkische Produktion RAUF (TR 2016, R: Baris Kaya, Soner Caner) über einen neunjährigen Jungen, der im Bürgerkriegsgebiet im Nordosten der Türkei heranwächst. Der Film gerade für den Europäischen Filmpreis nominiert wird zur Eröffnung (mit geladenen Gästen) am Sonntag, 18. September, gezeigt und am Montag, 19. September, um 11 Uhr im regulären Programm im Cinestar Metropolis wiederholt. Neben weiteren Wettbewerbsfilmen wie OFFLINE DAS LEBEN IST KEIN BONUSLEVEL (DE 2014/15, R: Florian Schnell) über einen jungen Gamer, in dessen Leben sich plötzlich die Computerwelt einmischt oder der Coming-of-Age-Geschichte A PEINE J’OUVRE LES YEUX (Kaum öffne ich die Augen, BE/FR/TN/VAE 2015, R: Leyla Bouzid) über eine junge tunesische Musikerin, die mit der Geheimpolizei in Konflikt gerät, finden sich auch Filmklassiker im erweiterten LUCAS-Programm, etwa Bernhard Wickis Antikriegsfilm DIE BRÜCKE (BRD 1959).

Noch mehr Vielfalt ins Programm bringen die „Young European Cinephiles“, eine Gruppe junger Filmbegeisterter aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Deutschland. Sie präsentieren dem Festivalpublikum aktuelle Erfolgsfilme wie VICTORIA (DE 2015, R: Sebastian Schipper) und THE BUTLER (US 2013, R: Lee Daniels), bieten aber mit Souleymane Cissés YEELEN (ML/BF/FR 1987) auch einen Blick auf die afrikanische Filmgeschichte. Für die jüngsten Kinogäste bringt das Festival preisgekrönte Programme aus animierten Kurzfilmen auf die Leinwand.
LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans bietet dem Publikum darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten, das Festival mitzugestalten: hinter und vor der Kamera, als Jurymitglieder oder Moderator/innen und in spannenden Gesprächen mit den Gästen tauchen junge Filmfans in die Welt des Films ein. In den Jurys bewerten Brachenprofis im gleichberechtigten Dialog mit jungen Filmfans zwischen elf und 18 Jahren die Wettbewerbsfilme der Programmsektionen 8+ und 13+.

Eine dreitägige, internationale Tagung und Zukunftswerkstatt „Film, Flucht & Interkultur“ veranstalten das Deutsche Filminstitut und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut parallel zum Festival vom 21. bis 23. September 2016.

Jetzt online buchen:
Vorteile für Frühbucher:
Unter http://lucas-filmfestival.de/ sind alle Informationen rund um das Festival und seine Filme und Veranstaltungen sowie aktuelle Ankündigungen zu finden. Auch die Tickets zu den Vorstellungen sind online erhältlich. Bis zum 9. September gilt der Frühbucherpreis von drei Euro pro Ticket.

Preise
3,50 € für junge Filmfans aus Schulen, Kindergärten und Kitas
1,50 € für Frankfurt-Pass-Inhaber/innen
7,00 € für Erwachsene
5,00 € ermäßigter Eintritt für Erwachsene
(Studierende, Rentner/innen, Schwerbehinderte)
10,00 € Sonderpreis für Double Features
7,00 € ermäßigter Sonderpreis für Double Features
(Studierende, Rentner/innen, Schwerbehinderte)

Frühbucherpreis
3,00 € Frühbucherpreis für junge Filmfans aus Schulen, Kindergärten und Kitas bis zum 9. September 2016.

Begleitpersonen von Gruppen mit mehr als zehn jungen Filmfans erhalten freien Eintritt (max. 3 Begleitpersonen).

Gegen Vorlage der CleverCard erhalten Besucher/innen an der Kinokasse einen Euro Nachlass auf den regulären Eintrittspreis.

Weitere Informationen und Buchungsberatung unter:
info@lucasfilmfestival.de
Tel.: 069 961 220 678 / 069 961 220 674

Lukas-Website mit Programm

Festivalzentrum
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
U1, U2, U3, U8 / Station: Schweizer Platz
U4, U5 / Station: Willy-Brandt-Platz
Straßenbahn 14, 15, 16 / Station: Gartenstraße
Bus 46 / Station: Untermainbrücke

Spielstätten
Kino des Deutschen Filmmuseums (Frankfurt)
CineStar Metropolis (Frankfurt)
CINEMA (Frankfurt)
Caligari FilmBühne (Wiesbaden)
Kino im Hafen 2 (Offenbach)

Förderer
LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans wird möglich durch zahlreiche Förderer, bei denen wir uns für ihre Unterstützung bedanken. Zu diesen zählen die Stadt Frankfurt am Main, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die HessenFilm und Medien, Europäische Union (Creative Europe), die Peter Ustinov Stiftung, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, traffiQ, die Fraport AG, der Förderkreis des Deutschen Filminstituts, Fazit-Stiftung und Vision Kino. Unser Dank geht auch an unseren Partner ABG Frankfurt Holding sowie unseren Mobilitätspartner ŠKODA AUTO Deutschland.

Zukunftswerkstatt „Film, Flucht und Interkultur“ während Lucas Jugend-Filmfestival: 18. – 25.09.2016 im Filminstitut Frankfurt

© Film filminstitut Frankfurt
© Film filminstitut Frankfurt

Tagung und Zukunftswerkstatt zum Thema „Film, Flucht und Interkultur“ (Frankfurt am Main, 21. bis 23. September 2016)
bei LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans             

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans (18. bis 25. September 2016) stellt sich 2016 komplett neu auf. Teil des neuen Konzepts ist es, das vom Deutschen Filminstitut veranstaltete Festival in Deutschland zur zentralen Plattform für Filmvermittler/innen und Filmpädagog/inn/en zu machen. Das Deutsche Filminstitut nutzt hier seine gute Vernetzung und veranstaltet in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb eine Tagung und Zukunftswerkstatt zum Thema „Film, Flucht und Interkultur“ (21. bis 23. September 2016).

Die deutlich gestiegene Zahl an Flüchtlingen in den vergangenen beiden Jahren brachte bundesweit zahlreiche Hilfs- und Integrationsangebote hervor. Kurzfristig konzipierten auch die deutschen Filminstitutionen, viele Filmemacher und Filmvermittler zahlreiche Projekte, gründeten Filmclubs und packten Filmkoffer. Es entstanden viele Filme zum Thema „Flucht“ oder „Heimat“. Dabei erwies sich erneut, dass Film als niedrigschwelliges visuelles Medium gut geeignet ist, Menschen zusammenzubringen, sei es in der Produktion oder im Kinosaal. Parallel zu den Ereignissen wuchs von Seiten der Kultur- und Bildungspolitik der Anspruch an die Akteure in Kulturinstitutionen vor Ort, an der gesellschaftlichen Herausforderung von Integration mitzuarbeiten.

Film, Flucht und Interkultur lädt die in der Filmvermittlung in Deutschland Aktiven nun dazu ein, gemeinsam inne zu halten, und einen selbstkritischen Blick zurückzuwerfen. Welche Herausforderungen hatten die Projekte und ihre Veranstalter zu bewältigen? Wie steht es um Erfahrung in der Arbeit mit traumatisierten Menschen auf Seiten der Filmvermittler? Wie funktioniert Filmbildung, wenn es keine gemeinsame Sprache gibt? Und ganz wichtig: Wie kann das Machtgefälle zwischen Projektleitern und Geflüchteten bewusst gemacht, besser noch aufgehoben werden?

Ausgehend von der Überzeugung, dass der Integrationsprozess nicht eingleisig sein kann, setzt die Tagung am Begriff der Interkultur von Mark Terkessidis (der den Eröffnungsvortrag hält) an, und verfolgt den Anspruch, dass die interkulturelle Gesellschaft gemeinsam gestaltet und gelebt werden muss. Wissenschaftler, Kuratoren, Autoren und Filmvermittler mit und ohne Fluchterfahrung stellen daher ihre Positionen und Projekte auf der Tagung vor. Foren, Vorträge, Filmprogramme und Workshops mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland beleuchten das Thema „Film, Flucht und Interkultur aus unterschiedlichen Blickwinkeln. An den Erfahrungsaustausch und die kritische Bestandsaufnahme schließt sich eine Zukunftswerkstatt an, in der ein Praxisleitfaden entsteht und gemeinsam interkulturelle Filmvermittlung perspektivisch in die Zukunft gedacht wird.

Für die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb sind die Beschäftigung mit Fluchtursachen und die inklusive Arbeit mit Geflüchteten von zentraler Bedeutung in der politisch bildnerischen Filmarbeit. Katrin Willmann, Filmreferentin der bpb, ist überzeugt, dass die Zukunftswerkstatt in dieser Hinsicht einen wegweisenden Impuls für Filmbildner und Medienpädagogen in Deutschland geben kann.

Christine Kopf, Leiterin der Abteilung Filmbildung und -vermittlung des Deutschen Filminstituts, freut sich, dank der Kooperation mit der bpb dem Ziel, LUCAS als einen alljährlichen Treffpunkt für internationale Akteure in der Filmbildung zu etablieren, näher zu kommen. Zu den Referenten gehören Martin Ganguly (Berlinale Generation), Michael Jahn (Vision Kino), Irit Neidhart (Expertin arabisches Kino) und die Gruppe Kino Asyl, ein von Geflüchteten organisiertes und kuratiertes Filmfestival.

Die Tagung kostet 50 Euro / ermäßigt 35 Euro (darin enthalten ist neben der Verpflegung auch die Akkreditierung für das LUCAS Filmfestival). Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Voranmeldungen zur Tagung unter:
Zukunftswerkstatt@lucasfilmfestival.de

Weitere Informationen zu Inhalten und Gästen unter: lucas-filmfestival.de/zukunftswerkstatt/

LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans: Sechs Kinder und Jugendliche freuen sich auf die Teilnahme in der LUCAS-Jury

© Film filminstitut Frankfurt
© Film filminstitut Frankfurt

Neues Programmformat Young European Cinephiles
Kooperation mit DOK Leipzig und AG Animationsfilm

Rümeysa Özcelik kann sich noch ganz genau an ihr verrücktestes Kinoerlebnis erinnern: „Ich war mit meiner Freundin ganz alleine im Kino, und während des Abspanns haben wir im Saal getanzt.“ Spaß im Kino, Spaß am Kino – das sind Voraussetzungen, die man als Jurymitglied eines Filmfestivals unbedingt mitbringen sollte. Bei LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans, das sich für seine 39. Ausgabe vom 18. bis 25. September 2016 ein ganz neues Profil gegeben hat, wird die Hälfte der Jurys mit jenen besetzt, für die das Festival gemacht wird: mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sechs Bewerberinnen und Bewerber im Alter von elf bis 18 Jahren hat das Festivalteam ausgewählt. Sie entscheiden, welcher Film in seiner jeweiligen Altersgruppe den mit 2.000 Euro dotierten Preis für den besten Kurz- beziehungsweise Mittellangfilm erhält und an wen der mit 5.000 Euro dotierte Preis für den besten Langfilm geht.

Mit 18 Jahren bereits in der Jury eines internationalen Festivals zu sitzen wie Rümeysa, das ist schon etwas Besonderes. Dabei ist die Kinofreundin das älteste Jurymitglied unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Gemeinsam mit der 16-jährigen Luana Almeida Pees und Halima Tariq (14) wird sie die Langfilme in der Festivalreihe ab 13 Jahren sichten und beurteilen. In der Jury für die Langfilmreihe ab 8 Jahren entscheidet neben Rosa Herlt (11) aus Frankfurt und Lilli Weiser (12) aus Flörsheim Camilo Galinski-Inacio (13) aus Bad Homburg über die Qualität der Filme. Verraten hat er schon, dass er ein großes Faible für Science Fiction Filme hat, die er am liebsten in 3D schaut!

Unterstützt wird die junge LUCAS-Jury von erwachsenen Expertinnen und Experten. Für die Festivalreihe acht bis 13 Jahre sitzen Gudrun Sommer, Leiterin des Festivals doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche in Duisburg und Prüferin bei der FSK, Margret Schepers, Redakteurin im Südwestrundfunk Baden-Baden, und Remke Oosterhuis aus den Niederlanden, die hier seit mehr als zehn Jahren das Fantastisch Kinder Film Festival leitet, in der Jury. Die Wettbewerbsfilme für Jugendliche von 13 Jahren bis 18plus bewerten gemeinsam mit den jungen Jurymitgliedern Stina Ask Mikkelsen, Programmleiterin des Kristiansand International Children’s Film Festival in Norwegen, Anis Ben Ahmed aus Tunesien, der Kinderfilmfestivals in Indien und Griechenland mitorganisierte und seit 2010 dem Sousse International Film Festival vorsitzt, und Florian Deleporte, der das Arthouse-Kino „Studio des Ursuline“ in Paris betreibt.

Und nicht nur für die Jury hat sich das Festival junge Filmfans ins Boot geholt: In der neuen Sektion „Young European Cinephiles“ kuratieren neun filmbegeisterte Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren aus Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden das Abendprogramm während des Festivals. Das Deutsche Filminstitut hat im Zuge des EU-geförderten Filmvermittlungsprojekts ABCinema seine europaweiten Verbindungen intensiviert und stellte so Kontakte zu jungen Filmfans aus anderen Ländern her. Für den Zeitraum des LUCAS Festivals kommen die jungen Kuratorinnen und Kuratoren nach Frankfurt. An vier aufeinanderfolgenden Abenden präsentieren die „YECs“ ein Double-Feature, zwei bewusst kombinierte Filme ihrer Wahl, und erläutern diese in einem Publikumsgespräch.

Mit Blick auf das Filmprogramm für die jüngste Zielgruppe ab vier Jahren freut sich das Festival über die neue Kooperation mit dem Festival DOK Leipzig und dem Verband AG Animationsfilm. Mit „Bunt und Wild!“ präsentiert Kuratorin Annegret Richter, Geschäftsführerin der AG Animationsfilm und langjährige Programmleiterin bei DOK Leipzig in der Kategorie Animation, ausgewählte deutsche Animationsfilme für die ganz kleinen Filmfans.

Jury-Mitglied Halima freut sich besonders darauf, beim Festival Filme aus anderen Ländern kennenzulernen. Ihre Jurykollegin Luana hat während eines Aufenthalts in Kanada einen Film in Originalsprache gesehen, „was deutlich besser war“, wie sie urteilt. Die zwölfjährige Lilli fühlt sich beim Filmeschauen im Kino „wie eine andere Person“. Allen Jury-Mitgliedern aber ist eines gemein: Sie lieben es, Filme zu sehen und anschließend über sie zu sprechen – mit Freundinnen und Freunden, in der Schulklasse, oder mit der Familie, auf Deutsch, Polnisch, oder Türkisch. Bei LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans sind sie mit dieser Eigenschaft genau richtig.

Relaunch für LUCAS – 39. Internationales Festival für junge Filmfans im Filmmuseum wird runderneuert!

© Deutsches Filminstitut, Frankfurt
© Deutsches Filminstitut, Frankfurt

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans

39. Ausgabe mit neuem Namen und neuem Konzept
Kuratiertes Langfilm-Programm setzt auf Qualität +++ Abkehr von der Jagd auf Premieren +++ Breitere Zielgruppe von vier Jahren bis 18plus ——- Kinder und Jugendliche gestalten Festival selbst mit. 

Bei LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans (18. bis 25. September 2016) ist zur 39. Ausgabe in diesem Jahr alles neu: Das älteste an die junge Generation gerichtete Filmfestival Deutschlands, ausgerichtet vom Deutschen Filminstitut, Frankfurt am Main, stellt sich komplett neu auf und erhält deshalb auch einen neuen Namen: LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans richtet sich künftig an die wesentlich breitere Zielgruppe von vier Jahren bis 18plus und bietet dieser ein abgestimmtes Filmprogramm in drei Sektionen. Die Zielgruppe selbst mischt künftig noch viel stärker bei LUCAS mit: So sind nicht nur wie bisher in allen Jurys auch Kinder und Jugendliche beteiligt, sie sind dezidiert dazu aufgefordert, sich das Festival zu eigen zu machen und es mitzugestalten, etwa bei der Auswahl der Filme und der Vorbereitung der Filmgespräche. Auch die mehrsprachige Festivalzeitung, die den Katalog ersetzt, wird von Kindern und Jugendlichen selbst (mit-)geschrieben.

Qualität und das gesamte Spektrum der Filmgeschichte bestimmen künftig das Langfilm-Programm. Damit setzen sich Christine Kopf, zu deren Abteilung Filmbildung und -vermittlung das Festival jetzt gehört, und die neue Künstlerische Leiterin Cathy de Haan ganz bewusst ab vom Premierenfokus anderer Festivals: „Wir wollen Kinder und Jugendliche mit unserer Begeisterung für das Kino anstecken“, betonen die beiden.

„Deshalb werden wir Filme zeigen, von denen wir überzeugt sind, dass sie Neugier und Leidenschaft bei der jungen Zielgruppe wecken.“ Das können Klassiker der Filmgeschichte sein und selbstverständlich auch solche Werke, die nicht als Kinder- oder Jugendfilme gelabelt sind. „Wir glauben, dass sich die Heranwachsenden für die ganze Bandbreite des internationalen Kinos interessieren.“ Die Ausschreibung für den LUCAS-Kurzfilmwettbewerb gibt es auch weiterhin jetzt erweitert zum „Wettbewerb für kurze und mittellange Filme“. Bei der Programmierung der Wettbewerbe berät eine Auswahlkommission, der Annette Friedmann und Martin Ganguly (Langfilm) sowie Ursula Vossen und Pamela Fischer (kurze und mittellange Filme) angehören.

Begegnungen mit Filmschaffenden aus aller Welt sind ein besonderer Schwerpunkt von LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans. Ihnen wird in ruhiger und intimer Atmosphäre künftig breiter Raum gegeben. Kinder und Jugendliche übernehmen auch mal selbst die Moderation und gestalten den Ablauf mit.

LUCAS bietet viel-fältige Möglichkeiten der Mitgestaltung für die Heranwachsen-den, so Cathy de Haan, die sich schon jetzt auf die Preisverleihung des Festivals freut. Denn dafür erarbeiten Jugendliche einer sogenannten Intensivklasse gemeinsam mit den Komponistinnen und Improvisationskünstlerinnen Eunice Martins und Laura Mello Kurzfilm-Vertonungen und führen diese live auf.

Mit „Young European Cinephiles“ gibt es auch eine neue Sektion bei LUCAS, bei der Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren aus ganz Europa das Programm selbst kuratieren. Die Idee: Je zwei Jugendliche aus Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden programmieren ein inhaltlich aufeinander abgestimmtes Double Feature, das an fünf LUCAS-Abenden um 18 und 20:30 Uhr läuft. Dazu gehört natürlich auch das Verfassen einer Filmkritik für die Festival-Zeitung, die Begründung für die Auswahl, Moderation und Einführung am Vorführabend. Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts, vertraut darauf, dass die filmisch vorgebildeten Jugendlichen aus den europäischen Partnerinstitutionen „bei ihrer Auswahl auf die gesamte Filmgeschichte blicken und für ihre Programme auch auf Filmklassiker zurückgreifen.“

Dass die Festivalstadt Frankfurt am Main als internationalste Stadt Deutschlands gilt, verstehen die LUCAS-Macherinnen als klaren Arbeitsauftrag: LUCAS war zwar schon früher international ausgerichtet, wird diesen Aspekt aber noch erweitern und betonen. „Ein besonderes Anliegen ist es uns dabei, auch Kinder aus sogenannten bildungsfernen Familien und mit Migrationshintergrund intensiv anzusprechen“, hebt Kopf hervor. Aber nicht nur das. „LUCAS, das ja seine Filme schon immer im Original gezeigt hat, ist für alle, die mehrere Sprachen sprechen, ein idealer Tummelplatz, um filmische Werke in der Sprache zu rezipieren, in der sie auch gedreht wurden.“ So richtet sich das Festival ausdrücklich an alle Frankfurter/innen, die die Multikulturalität dieser Stadt schätzen und ausmachen, vom geflüchteten Jugendlichen bis zur Schülerin einer fremdsprachig geführten Privatschule.

Zum neuen Konzept und neuem Namen gehört natürlich auch ein neuer grafischer Auftritt, der vom Frankfurter Designbüro von Zubinski gestaltet wurde.

LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans wird möglich durch zahlreiche Förderer, bei denen wir uns für ihre Unterstützung bedanken. Zu diesen zählen die Stadt Frankfurt am Main, die HessenFilm und Medien, die Peter Ustinov Stiftung, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Max Baum Immobilien, der Förderkreis des Deutschen Filminstituts, Vision Kino sowie die Fraport AG. Unser Dank geht auch an unsere Partner SKODA AUTO Deutschland und die ABG Frankfurt Holding.

LUCAS – Internationales Kinderfilmfestival stellt sich neu auf

© Deutsches Filminstitut
© Deutsches Filminstitut

Petra Kappler verlässt das Festival, Cathy de Haan übernimmt die künstlerische Leitung

Cathy de Haan übernimmt im Januar 2016 die künstlerische Leitung des vom Deutschen Filminstitut organisierten Internationalen Kinderfilmfestivals LUCAS. Die Kuratorin und Filmexpertin de Haan löst Petra Kappler ab, die das Deutsche Filminstitut nach elf Jahren verlässt. Sie hatte die LUCAS-Leitung 2008 übernommen und das Kinderfilmfestival seither erfolgreich geführt. „Ich bedauere sehr, dass Petra Kappler uns zum Jahresende nach langer vertrauensvoller Zusammenarbeit auf eigenen Wunsch verlässt“, sagte Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts. „Das Festival, für das sie sich voller Elan einsetzte, verdankt ihr seine große Beliebtheit beim Publikum, die sich in stetig steigenden Besucherzahlen niederschlug.“

Den Personalwechsel an der Spitze nutzt das Deutsche Filminstitut für organisatorische und konzeptionelle Neuerungen. So wird LUCAS von 2016 an Teil der Abteilung Filmbildung und -vermittlung unter Leitung von Christine Kopf. „Mit neuen Formaten werden wir Kinder und Jugendliche noch intensiver in die Gestaltung des Programms einbeziehen.“ Weiterhin würden Gäste aus der ganzen Welt nach Frankfurt zu Filmgesprächen eingeladen.

Mit der Konzentration auf die Partizipation baut LUCAS eine seiner Kernkompetenzen weiter aus. Denn LUCAS war europaweit eines der ersten Kinderfilmfestivals, das etwa durch die Aufnahme von Kindern in die Jury partizipative Standards setzte: So diskutieren Kinder bei LUCAS schon lange auf Augenhöhe mit Vertretern der Filmindustrie oder entscheiden gemeinsam über die Vergabe der Preise. Ziel der Neuausrichtung ist es, mit einem klaren, innovativen Profil erneut voran zu gehen und LUCAS im internationalen Vergleich unverwechselbar zu machen.