Kategorie-Archiv: Robert-Gernhardt-Preis

Maike Wetzel und Daniela Dröscher sind Robert Gernhardt Preisträger 2017

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat die Jury-Entscheidung für den Robert Gernhardt Preis 2017 bekannt gegeben. Die Autorinnen Maike Wetzel und Daniela Dröscher erhalten den gemeinsam vom Land Hessen und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ausgelobten Robert Gernhardt Preis 2017 und teilen sich das Preisgeld in Höhe von 24.000 Euro.

Herausragende Autorenförderung

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich gratuliere den beiden Preisträgerinnen Maike Wetzel und Daniela Dröscher zu diesem Erfolg und wünsche ihnen, dass die Auszeichnung dazu beitragen kann, ihre im Entstehen begriffenen Werke zu vollenden und zu veröffentlichen. Der Robert Gernhardt Preis zeigt auch in diesem Jahr wieder, wie wichtig und fruchtbar eine gute Zusammenarbeit verschiedener Institutionen sein kann.“

Zudem dankte der Minister der Fachjury sowie der WIBank für das Engagement, das eine herausragende Autorenförderung in Hessen ermögliche.

„Kunst und Kultur sind Ausdruck unserer offenen Gesellschaft. Allerdings müssen sie gepflegt und gefördert werden, um sich frei entwickeln zu können. Die WIBank möchte mit dem Robert Gernhardt Preis einen Beitrag dazu leisten, und freut sich, auch in diesem Jahr zwei besondere Romanprojekte zu unterstützen“, so Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

Dröscher: Orientierung beim Erwachsenwerden

Daniela Dröscher erhält die Auszeichnung für ihr Romanprojekt „Alle, die mich kennen“ über die Schwierigkeiten beim Erwachsenwerden. © Stefka Ammon
Daniela Dröscher erhält die Auszeichnung für ihr Romanprojekt „Alle, die mich kennen“ über die Schwierigkeiten beim Erwachsenwerden.
© Stefka Ammon

Daniela Dröscher erhält die Auszeichnung für ihr Romanprojekt „Alle, die mich kennen“, das über die Schwierigkeit einer Siebzehnjährigen erzählt, die sich an der Schwelle des Erwachsenwerdens zu orientieren versucht, die wissen will, was wichtig ist, wie es aussieht, was zählt. Die Jury überzeugte das Projekt, „dass sich einfühlen kann in die Lebenswelt junger Mädchen, ohne ihre Sprache zu imitieren, sondern versucht, ihr Ausdruck zu geben“.

Wetzel: Einbruch des Unerhörten

Maike Wetzel erhält die Auszeichnung für ihr Romanprojekt „Elly“, das von einem verschwundenen Mädchen handelt. © Dirk Räppold
Maike Wetzel erhält die Auszeichnung für ihr Romanprojekt „Elly“, das von einem verschwundenen Mädchen handelt.
© Dirk Räppold

Maike Wetzel erhält die Auszeichnung für ihr Romanprojekt „Elly“, in dem vom Einbruch des Unerhörten ins Leben einer ziemlich normalen Familie erzählt wird: Die elfjährige Tochter verschwindet spurlos am helllichten Tage und lässt ihre Eltern sowie die zwei Jahre ältere Schwester mit einem kaum zu bewältigenden Rätsel zurück. „Die Autorin bewegt sich souverän im Bereich zwischen Alltagswirklichkeit und der Welt immer neuer ungeheuerlicher Phantasien über ein Verschwinden, das nur Fragen hinterlässt und keine einzige Gewissheit; sie weiß spannend zu erzählen und ihren Figuren glaubhaft Leben einzuschreiben,“ so die Jury zur Auszeichnung des Projekts.

Der Robert Gernhardt Preis wird am 19. September 2017 im Theatersaal des Künstlerhauses Mousonturm in Frankfurt übergeben.

Noch bis Ende März für den Robert Gernhardt Preis bewerben! Autorinnen und Autoren winken 24.000 Euro Preisgeld

© caricatura - Museum für komische Kunst Frankfurt
© caricatura – Museum für komische Kunst Frankfurt

Wiesbaden. Die Bewerbungsfrist für den Robert Gernhardt Preis 2017 rückt näher: Noch bis zum 31. März 2017 können sich Autorinnen und Autoren mit einem Prosa- oder Lyrikprojekt beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bewerben. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Damit sollen auch in diesem Jahr zwei Autoren bei der Umsetzung eines größeren literarischen Vorhabens unterstützt werden.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „In vielen Schubläden literarischer Talente schlummern Konzepte für Romane oder lyrische Texte. Doch oft fehlt das nötige Kapital, um daraus ein fertiges Kunstwerk entstehen zu lassen. Der Robert Gernhardt Preis bietet da eine große Chance. Und die Vergangenheit zeigt: Sie trägt Früchte. Für viele ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträger war der Robert Gernhardt Preis ein wichtiger Meilenstein in ihrer Schriftsteller-Karriere.“

Ein gutes Beispiel dafür ist der Autor Frank Witzel: 2012 erhielt er den Robert Gernhardt Preis für ein Werk, das damals noch im Entstehen war. Drei Jahre später räumte er mit dem fertigen Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ den Deutschen Buchpreis ab.

Das Preisgeld für den Robert Gernhardt Preis stiftet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung, betont: „Mit dem Preisgeld leisten wir unseren Beitrag zur kulturellen Vielfalt Hessens. Damit ist unserer Aufgabe als Förderbank in bester Weise entsprochen.“

Bewerben kann man sich mit einem bis zu drei Seiten umfassenden Exposé und einer sechsseitigen Textprobe eines noch nicht vollendeten Prosa- oder Lyrik-Projekts. Nachzuweisen sind außerdem mindestens zwei selbständige literarische Veröffentlichungen in Printmedien und ein Bezug zu Hessen im Lebenslauf oder im literarischen Projekt.

Einsendeschluss ist der 31. März 2017. Es gilt der Poststempel.

Über die Vergabe entscheidet eine Jury, der die Frankfurter Autorin Eva Demski, der Literaturwissenschaftler Karl-Heinz Götze (Professor für deutsche Literatur und Landeskunde an der Universität Aix-en-Provence), und der Frankfurter Literaturkritiker Christoph Schröder angehören. Daneben wirken je ein Vertreter der WIBank und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst beratend mit.

Weitere Informationen zur Ausschreibung des Robert Gernhardt Preises finden Sie unter www.kunst.hessen.de/robert-gernhardt-preis

Ausschreibung für Robert Gernhardt Preis 2017 hat begonnen

signet_robert-gernhardt-preis_finalWiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein lädt alle Autorinnen und Autoren ein, sich um den Robert Gernhardt Preis 2017 zu bewerben. Voraussetzung ist, dass sie aktuell an einem größeren literarischen Projekt arbeiten und einen Bezug zu Hessen haben. Der Robert Gernhardt Preis ist insgesamt mit 24.000 Euro dotiert.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Der Robert Gernhardt Preis ist ein wichtiger Pfeiler in der hessischen Autorenförderung und stellt eine große Bereicherung für das Literaturland Hessen dar. Mit der Auszeichnung erhalten Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, sich intensiv einem noch nicht vollendeten literarischen Projekt widmen zu können. Mit diesem Preis wird Autorenförderung auf hohem Niveau verwirklicht, ein wichtiges Anliegen in der Literaturförderung des Landes Hessen.“

Der Robert Gernhardt Preis soll Autorinnen und Autoren mit hessischem Bezug die Realisierung eines größeren literarischen Vorhabens ermöglichen. Er ist nach dem 1937 in Reval geborenen und 2006 in Frankfurt am Main verstorbenen Autor, Zeichner und Maler Robert Gernhardt benannt: Seit 2009 erhalten jährlich zwei Autoren die mit jeweils 12.000 Euro dotierte Auszeichnung. Das Preisgeld stiftet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank).

„Der Entstehungsprozess eines literarischen Werkes ist durchaus vergleichbar mit dem Auf-bau eines Unternehmens. In beiden Fällen gibt es eine Idee, die jemand mit den ihm oder ihr zur Verfügung stehenden ideellen und materiellen Ressourcen verwirklichen möchte. Der Robert Gernhardt Preis verstärkt gleichsam die Ressourcenbasis und belohnt damit auch den großen Mut von Menschen, die bereit sind, für eine Unternehmung hohe Risiken einzugehen“, sagte Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank.

Kunst und Kulturminister Boris Rhein dankte der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen für ihr Engagement in der Literaturförderung Hessens.
„Der Robert Gernhardt Preis ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit der Landesregierung mit der hessischen Förderbank im Bereich der Literaturförderung, für die ich mich herzlich bedanke. Wir haben damit gemeinsam eine Win-Win-Situation geschaffen für Autorinnen und Autoren, die literarische Szene und das Kulturleben in Hessen“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Alle Informationen zur Ausschreibung des Robert Gernhardt Preises finden Sie unter https://kunst.hessen.de/robert-gernhardt-preis

Robert Gernhardt Preis 2016 an Silke Scheuermann und Norbert Zähringer verliehen

(vli.) Dr. Michael Reckhard, Mitglied d. Geschäftsführung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, Silke Scheuermann, Preisträgerin, Norbert Zähringer, Preisträger, Boris Rhein, Hessischer Kunst- und Kulturminister. Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
(vli.) Dr. Michael Reckhard, Mitglied d. Geschäftsführung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, Silke Scheuermann, Preisträgerin, Norbert Zähringer, Preisträger, Boris Rhein, Hessischer Kunst- und Kulturminister. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Silke Scheuermann und Norbert Zähringer erhalten die mit jeweils 12.000 Euro dotierte Auszeichnung

Wiesbaden/ Frankfurt. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein zeichnet in einer feierlichen Verleihung im Museum Angewandte Kunst gemeinsam mit Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, die beiden Robert Gernhardt Preisträger 2016, Silke Scheuermann und Norbert Zähringer, aus. Eine wunderbar geistreich ironische Laudatio auf Silke Scheuermann und Norbert Zähringer hielt Andreas Platthaus, Verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben bei der FAZ. Da der Robert-Gernhard-Preis nicht für bereits erschienene, sondern geplante oder im Entstehen befindliche Publikationen vergeben wird, fiel Platthaus „die Auswahl vorzustellender Textstellen nicht all schwer, da bei sechsseitigen Exposés es eben nur diese Text verfügbar sind“.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein:Ich gratuliere den beiden Preisträgern zu ihrem Erfolg und freue mich, dass die Auszeichnung in diesem Jahr zwei stark mit Hessen verbundenen Autoren zugutekommt. Ich hoffe, dass der Preis dazu beitragen kann, die im Entstehen begriffenen Werke von Silke Scheuermann und Norbert Zähringer zu vollenden und zu veröffentlichen. Der Robert Gernhardt Preis zeigt auch in diesem Jahr wieder, wie erfolgreich eine gute Zusammenarbeit verschiedener Institutionen sein kann.“

Silke Scheuermann. Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Silke Scheuermann. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Silke Scheuermann erhält die Auszeichnung für ihr Lyrikprojekt „Zweites Buch der Unruhe“,  das sich mit Bewegungen aller Art beschäftigt, seien es durch das Wasser gleitende Fische, sei es ein Vogelzug oder seien es Migranten auf ihrem Weg nach Europa. Silke Scheuer-mann gelingt in ihren doppelbödigen Gedichten ein schwebender, poetischer Ton, der den-noch immer wieder ironische Brechungen zulässt; das hat die Jury überzeugt. Silke Scheu-ermann wurde in Karlsruhe geboren und lebt in Offenbach am Main. Sie ist Autorin mehrerer Gedichtbände und Romane, ihr letzter Gedichtband „Ich fragte den Vogel. Lyrische Momente“ wurde im letzten Jahr veröffentlicht. Silke Scheuermann bedankte sich, ein wenig aufgeregt, mit ein paar erheiternden Einblicken aus ihren Jugendtagebuch.

Norbert Zähringer Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Norbert Zähringer Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Norbert Zähringer erhält die Auszeichnung für sein Romanprojekt „Wo wir waren“, in dem ein Waisenjunge am Tag der ersten Mondlandung die Flucht aus dem von autoritären Strukturen beherrschten Heim wagt und beschließt, in Amerika sein Glück zu suchen. Die Kunst, realistisches Erzählen mit Reflexionen über die Möglichkeiten des Erzählens, zusammenzubringen beeindruckte die Jury. Norbert Zähringer wurde in Stuttgart geboren, wuchs in Wiesbaden auf und lebt heute in Berlin. Er ist Autor von vier Romanen und verschiedenen Hörspielen und Features. Sein letzter  Roman „Bis zum Ende der Welt“ erschien 2012. Norbert Zähringer verglich in seinen Dankesworten, das Versprechen seines Exposés,  einen fertigen Roman  daraus zu verfassen, mit der riskanten Fahrt auf der Bounty ins Ungewisse.

Der Robert Gernhardt Preis soll Autorinnen und Autoren mit hessischem Bezug die Realisierung eines größeren literarischen Vorhabens ermöglichen. Er ist nach dem 1937 in Reval geborenen und 2006 in Frankfurt am Main verstorbenen Autor, Zeichner und Maler Robert Gernhardt benannt: Seit 2009 erhalten jährlich zwei Autoren die mit jeweils 12.000 Euro dotierte Auszeichnung. Das Preisgeld stiftet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank).

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein dankte der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen für ihr Engagement in der Literaturförderung Hessens.

„Ohne diese finanzielle Unterstützung könnte es den Robert Gernhardt Preis nicht geben. Das ganz besondere an dieser Auszeichnung ist, dass die Wirtschafts- und Infrastrukturbank die Preisträger auch nach der Veröffentlichung ihrer literarischen Projekte weiter begleitet und unterstützt. WIBank und Landesregierung haben mit dem Preis gemeinsam eine Win-Win-Situation geschaffen für die Autorinnen und Autoren, die literarische Szene, das Kulturleben und nicht zuletzt für das Land Hessen“, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

79 Autorinnen und Autoren mit unterschiedlichsten literarischen Projekten haben sich 2016 um den Robert Gernhardt Preis beworben. Über die Vergabe des Robert Gernhardt Preises entscheidet eine Jury bestehend aus der Frankfurter Autorin Eva Demski, dem Literaturwissenschaftler Karl-Heinz Götze (Professor für deutsche Literatur und Landeskunde an der Universität Aix-en-Provence) und dem Frankfurter Literaturkritiker Christoph Schröder. Darüber hinaus wirken je ein Vertreter der WIBank und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst beratend mit.

„Literatur ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Vielfalt in Hessen. 11 seit 2009 ausgezeichnete Roman- bzw. Lyrikprojekte sind bereits erfolgreich veröffentlicht. Damit steht der Robert Gernhardt Preis für lebendige Literaturförderung und ist inzwischen eine feste Größe im deutschen Literaturbetrieb“, sagte Kunst- und Kulturminister Boris Rheinabschließend.

Den Robert Gernhardt Preis erhielten bisher:
 

  • 2009: Andreas Maier für sein Romanprojekt „Das Zimmer“, den ersten Teil seines auf elf Einzelpublikationen angelegten Großprojekts „Ortsumgehung“, (erschienen 2010) sowie Elsemarie Maletzke und Christian Golusda für ihr gemeinsames Reise-Reim-Projekt „Frau M. grüßt herzlich Dr. Krittel“, das 2010 unter dem Titel „Sturm und Tang“ erschienen ist.
  • 2010: Peter Kurzeck für sein Romanprojekt „Vorabend“, dem fünften Teil der großen Chronik „Das alte Jahrhundert“ (erschienen 2011) und Andreas Martin Widmann für sein erstes Romanprojekt „Die Glücksparade“ (erschienen 2012).
  • 2011: Matthias Göritz für sein Romanprojekt „Das Geschäft mit den Träumen“, erschienen 2013 unter dem Titel „Sünder und Träumer“ und Thomas Gsella für sein Lyrikprojekt „Tiere und Reime“, das 2012 mit Illustrationen von Achim Greser und Heribert Lenz unter dem Titel „Viecher in Versen“ erschienen ist.
  • 2012: Pete Smith für sein Romanprojekt „Endspiel“ (erschienen Januar 2015) und Frank Witzel für sein Romanprojekt „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969″ (erschienen März 2015).
  • 2013: Ricarda Junge für ihr Romanprojekt „Die letzten warmen Tage“ (erschienen 2014) und Paulus Böhmer für sein Lyrikprojekt „Zum Wasser will / alles / Wasser will weg“ (erschienen 2014).
  • 2014: Ulrike Syha für ihr erstes Romanprojekt „Der Korridor“ und Kurt Drawert für sein Lyrikprojekt „Verständnis und Abfall“ (erschienen 2016).
  • 2015: Gila Lustiger für ihr Romanprojekt „Die Entronnenen“ und Annika Scheffel für ihr Romanprojekt „Hier ist es schön“.

Silke Scheuermann und Norbert Zähringer sind Robert Gernhardt Preisträger 2016

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat die Jury-Entscheidung für den Robert Gernhardt Preis 2016 bekannt gegeben. Die Lyrikerin Silke Scheuermann und der Prosaautor Norbert Zähringer erhalten den gemeinsam vom Land Hessen und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ausgelobten Robert Gernhardt Preis 2016 und teilen sich das Preisgeld in Höhe von 24.000 Euro.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich gratuliere den beiden Preisträgern zu ihrem Erfolg und freue mich, dass die Auszeichnung in diesem Jahr zwei stark mit Hessen verbundenen Autoren zugutekommt. Ich hoffe, dass der Preis dazu beitragen kann, die im Entstehen begriffenen Werke von Silke Scheuermann und Norbert Zähringer zu vollenden und zu veröffentlichen. Der Robert Gernhardt Preis zeigt auch in diesem Jahr wieder, wie erfolgreich eine gute Zusammenarbeit verschiedener Institutionen sein kann.“

Zudem dankte der Minister der Fachjury sowie der WIBank für das Engagement, das eine herausragende Autorenförderung in Hessen ermögliche.

„Wenn durch den Robert Gernhardt Preis auch nur ein einziger guter Roman, ein einziger guter Gedichtband mehr erscheint als ohne ihn, dann hat sich die Stiftung durch die WIBank auf Jahre hinaus gelohnt“, so Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank. „Die Jury hat über viele Jahre bewiesen, dass sie ein gutes Händchen für Literatur hat und ich freue mich jetzt schon auf die Werke der beiden Preisträger aus 2016.“

Silke Scheuermann erhält die Auszeichnung für ihr Lyrikprojekt „Zweites Buch der Unruhe“,  das sich mit Bewegungen aller Art beschäftigt, seien es durch das Wasser gleitende Fische, sei es ein Vogelzug oder seien es Migranten auf ihrem Weg nach Europa. Silke Scheuer-mann gelingt in ihren doppelbödigen Gedichten ein schwebender, poetischer Ton, der den-noch immer wieder ironische Brechungen zulässt; das hat die Jury überzeugt. Silke Scheu-ermann wurde in Karlsruhe geboren und lebt in Offenbach am Main. Sie ist Autorin mehrerer Gedichtbände und Romane, ihr letzter Gedichtband „Ich fragte den Vogel. Lyrische Momente“ wurde im letzten Jahr veröffentlicht.

Norbert Zähringer erhält die Auszeichnung für sein Romanprojekt „Wo wir waren“, in dem ein Waisenjunge am Tag der ersten Mondlandung die Flucht aus dem von autoritären Strukturen beherrschten Heim wagt und beschließt, in Amerika sein Glück zu suchen. Die Kunst, realistisches Erzählen mit Reflexionen über die Möglichkeiten des Erzählens, zusammenzubringen beeindruckte die Jury. Norbert Zähringer wurde in Stuttgart geboren, wuchs in Wiesbaden auf und lebt heute in Berlin. Er ist Autor von vier Romanen und verschiedenen Hörspielen und Features. Sein letzter  Roman „Bis zum Ende der Welt“ erschien 2012.

Der Robert Gernhardt Preis wird am 21. September 2016 um 19.30 Uhr im Museum Ange-wandte Kunst in Frankfurt übergeben.

Ausschreibung für Robert Gernhardt Preis 2016 läuft

Robert Gernhardt - Ausschnitt aus der Tafel "Zeichner der Neuen Frankfurter  Schule" im Caricatura-Museum Frankfurt © caricatura-museum für komische Kunst
Robert Gernhardt – Ausschnitt aus der Tafel „Zeichner der Neuen Frankfurter Schule“ im Caricatura Museum für komische Kunst  Frankfurt © caricatura-museum

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein lädt alle Autorinnen und Autoren ein, sich um den Robert Gernhardt Preis 2016 zu bewerben. Voraussetzung ist, dass sie derzeit an einem größeren literarischen Projekt arbeiten. Der Robert Gernhardt Preis ist mit einem Preisgeld von insgesamt 24.000 Euro dotiert.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Der Robert Gernhardt Preis ist eine große Bereicherung für das Literaturland Hessen und ein wichtiger Pfeiler in der hessischen Autorenförderung. Mit der Auszeichnung erhalten Autoren die Möglichkeit, sich intensiv einem noch nicht vollendeten literarischen Projekt widmen zu können. Preisgelder und Arbeitsstipendien sind heute wichtige Requisiten in der Autorenförderung.“

Erst im vergangenen Jahr erhielt Robert-Gernhardt-Preisträger Frank Witzel den Deutschen Buchpreis 2015 für seinen Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969″, den das Ministerium für Wissenschaft und Kunst 2012 mit dem Robert Gernhardt Preis auszeichnete.

Der Robert Gernhardt Preis soll Autorinnen und Autoren mit hessischem Bezug die Realisierung eines größeren literarischen Vorhabens ermöglichen. Er ist nach dem 1937 in Reval geborenen und 2006 in Frankfurt am Main verstorbenen Autor, Zeichner und Maler Robert Gernhardt benannt: Seit 2009 erhalten jährlich zwei Autoren die mit jeweils 12.000 Euro dotierte Auszeichnung. Das Preisgeld stiftet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank).

„Der Entstehungsprozess eines literarischen Werkes ist durchaus vergleichbar mit dem Auf-bau eines Unternehmens. In beiden Fällen gibt es eine Idee, die jemand mit den ihm oder ihr zur Verfügung stehenden ideellen und materiellen Ressourcen verwirklichen möchte. Der Robert Gernhardt Preis verstärkt gleichsam die Ressourcenbasis und belohnt damit auch den großen Mut von Menschen, die bereit sind, für eine Unternehmung hohe Risiken einzugehen“, sagte Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein dankte der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen für ihr Engagement in der Literaturförderung Hessens.
„Der Robert Gernhardt Preis ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit der Landesregierung mit der WIBank im Bereich der Literaturförderung, für die ich mich auf diesem Weg herzlich bedanke. Wir haben damit gemeinsam eine Win-Win-Situation geschaffen für die Autorinnen und Autoren, die literarische Szene, das Kulturleben und nicht zuletzt für das Land Hessen“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Alle Informationen zur Ausschreibung des Robert Gernhardt Preises finden Sie unter https://kunst.hessen.de/robert-gernhardt-preis