Kategorie-Archiv: Deutsches Romantik-Museum Frankfurt

Deutsches Romantik-Museum Frankfurt feiert Richtfest – Einzigartig und wichtig für Europa

Ein neues Ensemble der Romantik und Klassik entsteht: Der eingerüstete Rohbau des Romantik Museums, das angrenzende Goethe-Haus und das Goethe-Museum Im Hirschgraben, Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow
Ein neues Ensemble der Romantik und Klassik entsteht: Der eingerüstete Rohbau des Romantik Museums, das angrenzende Goethe-Haus und das Goethe-Museum Im Hirschgraben, Frankfurt. Rechts die Festgesellschaft wartet auf den Zimmermanns-Spruch zum Richtfest. Foto: Diether v. Goddenthow

Gemeinsam mit dem hessischen Kunst- und Kulturminister Boris Rhein, dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Peter Feldmann, der Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig sowie Vertretern aus dem Kreis der Spender und Handwerker feierte das Freie Deutsche Hochstift Frankfurt am 11. September 2017  Richtfest des Deutschen Romantik-Museums. Der 

Hervorragend für eine so internationalen Stadt wie Frankfurt

Oberbürgermeister Peter Feldmann. Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Peter Feldmann. Foto: Diether v. Goddenthow

Oberbürgermeister Peter Feldmann eröffnete den Reigen der Grußwortredner und lobte das Freie Deutsche Hochstift, dem es in den vergangenen Jahren nicht nur gelungen sei, die Debatte zum Thema Romantik in der Frankfurter Region anzustoßen. Es habe sich auch dafür eingesetzt, dass das Brentanohaus in Oestrich-Winkel, einem einstigen Zentrum der Romantik, vom Land Hessen übernommen wird, und damit auch für die Öffentlichkeit gerettet wurde, womit es „unserer Stadt Frankfurt noch nähergekommen“ sei. Mit dem Deutschen Romantik-Museum entstehe „hier ein Museums-Ensemble am Großen Hirschgraben im Herzen der Stadt. Goethe-Haus und Romantik-Museum werden eine Einheit bilden, die einen umfassenden Blick in diese bis heute prägende Zeit des Umbruchs geben und ein umfassendes Verständnis für die in Kunst, Literatur, Kultur, und auch in den Wissenschaften bedeutende Epoche zwischen Mitte des 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichen.“, so der Oberbürgermeister
Goethe und die Romantik gehörten nicht nur aus der internationalen Perspektive zusammen. „Die Aufgabe des neuen Museums wird es zusätzlich sein, die vielgestaltige, von Grenzüberschreitung geprägte Epoche der Romantik und ihre Rolle für Europa zu reflektieren.“, sagte Peter Feldmann und fügte hinzu: „Gerade in eine so internationalen Stadt wie Frankfurt, die seit jeher offen für das Neue, offen für das Fremde war und ist, wird das Romantik-Museum hervorragend passen.“ Schließlich werde das Museum an die bedeutenden politischen Umbrüche jener Zeit in dieser Stadt erinnern, so der Oberbürgermeister.

Ein zentraler Knotenpunkt für  zahlreiche Erinnerungsstätten

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. Foto: Diether v. Goddenthow
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. Foto: Diether v. Goddenthow

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein skizzierte in seinem Grußwort eine künftige Romantik-Route vom Deutschen Romantikmuseum über das Brentano-Haus bis zum Osteiner Park am Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim. 1764 von Johann Friedrich Karl Maximilian von Ostein erschlossen, ist dieser –zwischen 2014 bis 2016 revitalisierte – Landschaftspark mit Eremitage, künstlicher Ruine, Zauberhöhle und diversen Blickachsen die früheste romantische Parkanlage Deutschlands. Dieser Ikone der Rheinromantik verdankten alle Autoren der Rheinromantik, die am Rhein und Main geboren beziehungsweise aufgewachsen sind, entscheidende Anregungen für ihr Werk, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.
Mit dem Bau des Deutschen Romantik-Museums würde ein Ort geschaffen, in dem frei nach Novalis Imperativ, „Die Welt müsse romantisiert werden“, Romantik gelebt und verwirklicht werden könne. Insoweit würde das Romantik-Museum im romantischen Hessen zu einem zentralen Knotenpunkt für seine zahlreichen Erinnerungsstätten, so der Kunst- und Kulturminister. „Zudem entsteht mit der direkten Nachbarschaft zum Goethe-Haus und Goethe-Museum die Chance auf einen einzigartigen kulturellen Dialog zwischen Goethe und der Romantik. Daher unterstützen wir dieses Projekt tatkräftig. Ich wünsche dem Projekt zum Richtfest, dass die Arbeiten weiterhin gut vorangehen und hier künftig viele neugierige Besucherinnen und Besucher die Welt der Romantik entdecken werden.“, sagte Minister Boris Rhein.

Ein europäischer Geist der Romantik ist gerade in diesen Zeiten wie diesen wichtig

Dr. Ina Hartwig,  Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Ina Hartwig, Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt. Foto: Diether v. Goddenthow

Dr. Ina Hartwig, Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt, ist sich sicher, dass „das ehrgeizige Projekt eines Museums der Romantik, so wie es jetzt geplant wird, weltweit einmalig ist und für die bundesdeutsche Museumslandschaft ein Meilenstein sein wird“. Der Beginn sei zwar mit den ganzen Auseinandersetzungen stockend gewesen, was aber gut für das Projekt gewesen sei: „So konnten nämlich die Idee und das Konzept so geschärft werden, dass das Projekt heute etwas geradezu Zwingendes aufweist“, so Dr.Ina Hartwig. Frankfurt sei der richtige Ort, „denn die Bewegung der Romantik ist ja aufs Engste mit Goethe verknüpft. Darüber hinaus liegen in den Magazinen des Freien Deutschen Hochstifts auf eine mehr als hundertjährige Sammlungstätigkeit zurückgehende Romantik-Schätze – Handschriften von Clemens Brentano, Novalis, den Brüdern Schlegel, Tieck, Eichendorff, aber auch so bekannt Gemälde wie Caspar David Friedrichs Abendstern, Bilder von Carus und Graphiken von Philipp Otto Runge. Sie alle werden endlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein“, ging die Sozialdezernentin ins Detail.

„Der Nachtmahr“ aus dem Jahr 1790 (Frankfurter Goethe-Museum) das Sinnbild der schwarzen Romantik, von Johann Heinrich Füssli, wird im Deutschen Romantik Museum eine neue adäquate Heimat finden. Foto: © Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift
„Der Nachtmahr“ aus dem Jahr 1790 (Frankfurter Goethe-Museum) das Sinnbild der schwarzen Romantik, von Johann Heinrich Füssli, wird im Deutschen Romantik Museum eine neue adäquate Heimat finden. Foto: © Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift

Natürlich wäre es immer ein große Herausforderung, die Romantik entsprechend auszustellen. Denn die Romantik habe immer nach innen geschaut, und habe die Seele nach der Aufklärung neu ausgelotet, habe die Vernunft noch einmal übertreten und eben das Romantische, das Poetische gesucht, jedoch basierend auf der Aufklärung. Insofern sei die Romantik eine äußerst interessante und durchaus ambivalente Epoche in der Geistesgeschichte Deutschlands, so Dr. Ina Hartwig und unterstrich: „Die Romantik ist speziell eine deutsche geistige Strömung. Wir können sie in der gegenwärtigen Ausstellung über August Wilhelm Schlegel wunderbar sehen, die im Übrigen auch eine Art Testlauf für das Romantik-Museum sein wird, in der auch die Romantik bereits ganz hervorragend aus der Gegenwart heraus aufgefächert und gedeutet wird.“ Man sähe in dieser Ausstellung über August Friedrich Schlegel, „was die Romantik auch für uns Heutige geleistet hat: Ohne die Romantik würden wir nicht so leben, wie wir heute leben. Ohne die Romantik hätte es keine Wohngemeinschaften gegeben. Ohne die Romantik hätte es keine Mobilität gegeben.“ sagte die Kulturdezernentin und fügte ein wenig augenzwinkernd, aber durchaus ernst gemeint hinzu: “Ohne die Romantik hätten wir nicht begriffen, dass starke Frauen, intelligente Frauen, auch im Leben dazugehören. Die Romantik hat uns wirklich!“
Die Romantik sei deutschlandweit ganz wichtig, „und der europäische Geist der Romantik ist gerade in diesen Zeiten, wo Europa es so schwer hat, sich darzustellen als geschlossene Einheit, sehr wichtig, um sich auf die Romantik – auch als europäische Bewegung – wieder zu beziehen“, sagte Dr. Ina Hartwig.

Ein Stück Identität 

Architekt Prof. Christoph Mäckler. Foto: Diether v. Goddenthow
Architekt Prof. Christoph Mäckler. Foto: Diether v. Goddenthow

Architekt Prof. Christoph Mäckler lobte die Handwerkskunst von vor 300 Jahren am Beispiel der „Stein-auf-Stein“ gemauerten, im Krieg stehengebliebenen, im neuen Museum sichtbar bleibende Brandmauer zum Goethehaus. Der Wert guter Handwerksarbeit sei eine entscheidende Grundvoraussetzung für die Entstehung eines solchen Museums. Er dankte den Handwerkern für ihre bisher großartige Leistung und sagte auf das im Bau befindliche Museum gemünzt: „Identität entsteht an diesem Ort durch historische Kontinuität. Deshalb reagiert das neue Museum nach außen auf die Kleinteiligkeit am Großen Hirschgraben, während es in seinem Inneren den Geist der Romantik in die Zukunft trägt.“

Innenausbau beginnt – Eröffnung 2020

Im Erdgeschoss stehen 400 Quadratmeter für Wechselausstellungen zur Verfügung, in den oberen und seitlichen Bereichen rund 1200 Quadratmeter für die Dauerausstellung. Foto: Diether v. Goddenthow
Im Erdgeschoss stehen 400 Quadratmeter für Wechselausstellungen zur Verfügung, in den oberen und seitlichen Bereichen rund 1200 Quadratmeter für die Dauerausstellung. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Museographie konnte nach Abschluss der öffentlichen Ausschreibung im Herbst 2016 an die Arbeitsgemeinschaft der renommierten Architekten und Ausstellungsgestalter Bach Dolder + KatzKaiser (Köln / Darmstadt) vergeben werden, die bundesweit zahlreiche Ausstellungen in namhaften Häusern gestaltet haben; darunter in Frankfurt das Städelmuseum, das Jüdische Museum und das Goethehaus. Das Büro KatzKaiser wurde überdies durch die Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle, am neuen Sitz der Europäischen Zentralbank, bekannt.

Die Eröffnung des Museumserweiterungsbaus ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen. Die Finanzierung des Deutschen Romantik-Museums verteilt sich mit jeweils vier Millionen Euro auf Bund und Land, 1,8 Millionen kommen von der Stadt Frankfurt, die auch das Grundstück zur Verfügung stellt, und über 6 Millionen von privaten Spendern. Zu den maßgeblichen Förderern zählen die Deutsche Bank AG und die Ernst Max von Grunelius-Stiftung sowie der Kölner Galerist Karsten Greve, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Wüstenrot Stiftung. Dazu kommen mehr als 1.200 Privatspender.
Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts, Carl-L. von Boehm-Bezing, dankte Bund, Land und Stadt sowie nicht zuletzt den privaten Geldgebern und Stiftungen für ihre großartige Unterstützung. „Nur mit den Spenden zahlreicher Bürger und Bürgerinnen aus Frankfurt und weit darüber hinaus ist es gelungen, die Mittel zusammenzutragen, die zur Ergänzung der Förderung durch unsere institutionellen Zuwendungsgeber erforderlich wurden. Das erfolgreiche Zusammenspiel von privaten Geldgebern und öffentlicher Hand hat die Realisierung des Deutschen Romantik-Museums erst ermöglicht.“

v.l.n.r.:  Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt (Stiftung Polytechnisches Gesellschaft), Frank Junker (Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding), Prof. Christoph Mäckler (ausführender Architekt), Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken (Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts), Peter Feldmann (Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main), Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin), Carl-L. von Boehm-Bezing (Vorsitzender des Verwaltungsausschuss des Freien Deutschen Hochstifts), Dr. h.c. Petra Roth (Oberbürgermeisterin a.D. und Ehrenbürgerin der Stadt Frankfurt), Boris Rhein (Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst), Friedrich von Metzler, Bankier, Sandra Paul (Ernst Max von Grunelius-Stiftung) Foto: Diether v. Goddenthow
v.l.n.r.: Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt (Stiftung Polytechnisches Gesellschaft), Frank Junker (Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding), Prof. Christoph Mäckler (ausführender Architekt), Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken (Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts), Peter Feldmann (Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main), Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin), Carl-L. von Boehm-Bezing (Vorsitzender des Verwaltungsausschuss des Freien Deutschen Hochstifts), Dr. h.c. Petra Roth (Oberbürgermeisterin a.D. und Ehrenbürgerin der Stadt Frankfurt), Boris Rhein (Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst), Friedrich von Metzler, Bankier, Sandra Paul (Ernst Max von Grunelius-Stiftung) Foto: Diether v. Goddenthow

Im Projektareal Goethehöfe entstehen auch 28 Wohnungen

Auf dem Projektareal werden unter dem Titel „Goethehöfe“ neben dem Deutschen Romantik-Museum 28 Wohnungen (4.900m2 BGF) und ein Café entstehen. Der bestehende Cantate-Saal (1.600m2 BGF) wird für die Fliegende Volksbühne umgebaut und saniert. Verantwortlich für den Städtebau des Gesamtensembles ist das Büro Michael A. Landes – Landes & Partner Architekten. Die Planung des Projektes „Goethehöfe“ (Cantate-Saal, Café und Wohnbebauung) erfolgt durch das Büro Michael A. Landes – Landes & Partner Architekten im Auftrag der Frankfurter Aufbau AG und für das Deutsche Romantik-Museum (3.200m2 BGF) durch das Büro Christoph Mäckler Architekten im Auftrag der ABG FRANKFURT HOLDING. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 vorgesehen.

Bauherr für das Projekt ist die ABG FRANKFURT HOLDING. „Wir freuen uns als Immobilienkonzern den Bau dieses für Frankfurt wichtigen Museums termingerecht und im Kostenrahmen umzusetzen und damit einen Beitrag zur Stadtentwicklung zu leisten“, sagte ABG-Geschäftsführer Frank Junker.

Tag der offenen Tür am 30. September 2017

Am Samstag, 30. September, 10 bis 18 Uhr, veranstaltet das Freie Deutsche Hochstift anlässlich des Richtfestes für das Deutsche Romantik-Museum einen Tag der offenen Tür. Unter dem Motto „ Mit Goethe auf dem Weg zum Deutschen Romantik-Museum“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Sonderprogramm im Goethe-Haus und -Museum. Der Eintritt ist frei.

Land Hessen fördert Bau des Deutschen Romantik-Museums mit 4 Millionen Euro

Die Bauarbeiten des neuen Romantik-Museums, unmittelbar ans Goethehaus grenzend, kommen gut voran. Foto: Diether v. Goddenthow
Die Bauarbeiten des neuen Romantik-Museums, unmittelbar ans Goethehaus grenzend, kommen gut voran. Foto: Diether v. Goddenthow

Land Hessen fördert Bau des Deutschen Romantik-Museums mit 4 Millionen Euro

Wiesbaden/Frankfurt. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die Baustelle des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt besucht und einen Förderbescheid über 4 Millionen Euro übergeben.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Arbeiten am Deutschen Romantik-Museum gehen sehr gut voran. Ich freue mich, dass wir am 11. September das Richtfest für diese bedeutende Einrichtung feiern können. Mit dem Deutschen Romantik-Museum bekommt diese wichtige Schlüsselepoche der deutschen und europäischen Geistesgeschichte einen Erinnerungsort – und mit der direkten Nachbarschaft zum Goethe-Haus und Goethe-Museum die Chance auf einen einzigartigen kulturellen Dialog zwischen Goethe und der Romantik. Daher unterstützen wir dieses Projekt tatkräftig.“

Im Dezember 2015 wurde das vorherige Gebäude am Hirschgraben abgerissen. Im November 2016 begannen die Rohbauarbeiten, die voraussichtlich im Oktober dieses Jahres abgeschlossen werden. Als nächster Schritt gehen die Zimmermänner und Dachdecker an die Arbeit.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein übergibt Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Goethe-Hauses in Frankfurt, den Förderbescheid über 4 Millionen Euro.  © kunst.hessen.de
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein übergibt Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Goethe-Hauses in Frankfurt, den Förderbescheid über 4 Millionen Euro. © kunst.hessen.de

Der Neubau des Romantik-Museums wird als Bestandteil der Baumaßnahme „Goethehöfe“ durch die ABG Frankfurt Holding GmbH (ABG) als Bauherrin durchgeführt. Das Freie Deutsche Hochstift (FDH) wird das fertige Museumsgebäude für das Romantik-Museum als Eigentümerin von der ABG übernehmen.

Der Neubau bietet Platz für die Gemäldegalerie der Goethezeit und die Epoche der Romantik sowie Wechselausstellungen. Das Deutsche Romantik-Museum selbst erstreckt sich über das zweite und dritte Stockwerk. Dort soll die Romantik erlebbar gemacht werden: Geplant ist zum Beispiel eine interaktive Landkarte, die anschaulich zeigt, dass sich die Zentren der Strömung im Laufe der Zeit wandelten. Auch ein Studio mit Original-Handschriften verschiedener Künstler und ein Gemäldekabinett zur romantischen Malerei sollen den Besuchern die Epoche näherbringen.

„Grundlage für das Museum ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur und die hochkarätige Sammlung bildender Kunst und Alltagskultur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift, dem Träger des Frankfurter Goethe-Hauses, zusammengetragen wurde. Im Deutschen Romantik-Museum können diese Sammlungen erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Das Deutsche Romantik-Museum stellt mit dem Brentanohaus und dem Osteinschen Park die wesentlichen „Bausteine der Romantik“ dar. Die Landesregierung rettete das Brentanohaus mit einem Investment von 1,2 Millionen Euro im Jahr 2014 vor dem Verfall und bewahrte damit das geistig-kulturelle Zentrum der deutschen Rheinromantik. Der Park des Grafen von Ostein im Niederwald gehört zu den frühesten Landschaftsparks in Deutschland. Um dieses wichtige Zeugnis der Gartenkunst am südlichen Eingang zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal wieder erlebbar zu machen, wendete das Land Hessen fünf Millionen Euro auf, unterstützt mit weiteren 2,5 Millionen Euro vom Bund.

„Wir haben uns entschieden, viel Geld in die Hand zu nehmen, um in einer großen Kraftanstrengung der Romantik in Hessen wieder den Stellenwert zukommen zu lassen, den sie verdient hat. Die Planungen, Sanierungen und Baumaßnahmen machen Fortschritte, was mich sehr freut. Das Ziel der Landesregierung ist es, unsere kulturellen Schätze für nachfolgende Generationen zu erhalten“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Museumsuferfest 2016: Frankfurter Goethe-Haus/Frankfurter Goethe-Museum

goethehaus2-250In Goethes Elternhaus kann man auf vier Etagen in den original eingerichteten Räumen das Leben in einem Frankfurter Bürgerhaus des 18. Jahrhunderts nachvollziehen. Erleben Sie die Atmosphäre dieses Hauses, in dem Goethe Kindheit und Jugend verbrachte und in dem die ersten großen Werke entstanden. Im Goethe-Museum, einer Gemäldegalerie der Goethezeit, finden sich ungeahnte Schätze, darunter Gemälde von Caspar David Friedrich, Johann Heinrich Füssli, Jakob Philipp Hackert. Besuchen Sie im Arkadensaal unseren Informationsstand und erfahren Sie mehr über das geplante Deutsche Romantik-Museum, das neben dem Frankfurter Goethe-Haus am Großen Hirschgraben entsteht.

Ausführliches Programm

Frankfurter Goethe-Museum

Deutsches Romantik-Museum

Spatenstich für das Deutsche Romantik-Museum – Förderer würdigen Bedeutung des Orts in Frankfurt am Main

v.l.n.r.: Sandra Paul (Ernst Max von Grunelius-Sitftung), Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Peter Feldmann (Oberbürgermeister Stadt Frankfurt), Boris Rhein (Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst MdL), Prof. Monika Grütters (Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien MdB), Prof. Dr. Felix Semmelroth (Kulturdezernent der Stadt Frankfurt), Carl L. von Boehm-Bezing (Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts), Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken (Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts), Frank Junker (Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding), Prof. Christoph Mäckler (Architekt Deutsches Romantik-Museum). Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
v.l.n.r.: Sandra Paul (Ernst Max von Grunelius-Sitftung), Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Peter Feldmann (Oberbürgermeister Stadt Frankfurt), Boris Rhein (Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst MdL), Prof. Monika Grütters (Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien MdB), Prof. Dr. Felix Semmelroth (Kulturdezernent der Stadt Frankfurt), Carl L. von Boehm-Bezing (Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts), Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken (Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts), Frank Junker (Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding), Prof. Christoph Mäckler (Architekt Deutsches Romantik-Museum). Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

 

Mit dem heutigen Spatenstich für das neue Deutsche Romantik-Museum hat der offizielle Baustart auf dem ehemaligen Gelände des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels neben dem Goethe-Haus am Großen Hirschgraben in Frankfurt am Main begonnen. Das Museum der deutschen Romantik soll den Erinnerungsort für  eine Schlüssel-Epoche der deutschen und europäischen Geistesgeschichte bilden. Während die Epochen der Aufklärung, der Klassik und der Moderne mit Museen von Weltrang in Wolfenbüttel, Weimar und Marbach vertreten sind, gibt es weltweit noch keine vergleichbare Institution für die geistige Bewegung der Romantik.  Diese Epoche wird international mehr als jede andere Zeitspanne westlicher Kultur mit Deutschland identifiziert. Ja, „die“ Romantik sei der Schlüssel zum Verständnis der deutschen Seele, sagt man bisweilen, obgleich die Romantiker über ihre Landesgrenzen hinaus blickten, sich zumeist auf andere  Kulturen  bezogen und ihre Übersetzung als Mission verstanden.

Basis für dieses evident fehlende Museum ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift, dem Träger des Goethe-Hauses seit 1863, hier zusammengetragen wurde. In den Archivkellern finden sich, der Öffentlichkeit unbekannt, die international umfangreichsten und vielseitigsten Bestände zu den Schlüsselfiguren der Epoche von Novalis über die Geschwister Brentano bis zu Joseph von Eichendorff. Sie wird ergänzt durch hochkarätige Sammlungen im Bereich der bildenden Kunst und der Alltagskultur der Zeit. Gleichzeitig ist das Hochstift seit einem halben Jahrhundert als international anerkanntes Forschungsinstitut zur Literatur der deutschen Romantik tätig.

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Hauses, begrüßte die Gäste zum offiziellen Baustart. Grußworte sprachen die Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB, der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein MdL, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth, Carl-L. von Boehm Bezing, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts, und Frank Junker, Geschäftsführer der ABG FRANKFURT HOLDING vor den beteiligten Planern, Firmen sowie Unterstützern und Förderern.

Der Baugrund nach Abriss des ehemaligen Buchhauses des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Foto: © massow-picture
Der Baugrund nach Abriss des ehemaligen Buchhauses des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Foto: © massow-picture

Der Spatenstich fand im Anschluss auf dem benachbarten Baugelände statt. Die Redner bekamen hierbei Unterstützung vom ausführenden Architekten Prof. Christoph Mäckler sowie von Sandra Paul, Geschäftsführerin der Ernst Max von Grunelius-Stiftung, und Jürgen Fitschen, Co-Vorsitzender des Deutsche Bank Vorstands – stellvertretend für alle Spenderinnen und Spender, die sich für das Deutsche Romantik-Museum engagiert haben.

Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB Foto: © massow-picture
Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB Foto: © massow-picture

„Mit dem Deutschen Romantik-Museum wird endlich einer Epoche Referenz erwiesen, die zu den bedeutendsten der deutschen und europäischen Kultur- und Geistesgeschichte gehört“, hob Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters beim Spatenstich für das Projekt hervor. „Künftig wird hier auf der Grundlage der einzigartigen Sammlung des Freien Deutschen Hochstifts von originalen Handschriften, aber auch von Kunstwerken, eine spannungsreiche Vermittlung der vielfältigen Facetten und Strömungen dieser Zeit präsentiert – einer Zeit, in der viele Werte ins Wanken geraten waren und die Menschen nach neuen Lösungen für die alten Auseinandersetzungen suchten. Mit dem Deutschen Romantik-Museum wird eine national wie international wahrgenommene Lücke in der deutschen Musemslandschaft geschlossen. Dass dieses außergewöhnliche Museum in unmittelbarer Nachbarschaft zu Goethes Geburtshaus entsteht, ist besonders reizvoll“, sagte die Kulturstaatsministerin, die sich zuvor durch das Goethe-Haus führen ließ und in das Goldene Gästebuch des Hochstifts eintrug. Das Museumsprojekt wird aus dem Haus der Staatsministerin mit vier Millionen Euro unterstützt.

Aus den Ausstellungsräumen wird ein Blick auf die rückseitige Fassade und den Hof des Goethe-Hauses, auf den Goethe-Garten und den historischen Teil des Hochstiftsgebäudes fallen. © massow-picture
Aus den Ausstellungsräumen wird ein Blick auf die rückseitige Fassade und den Hof des Goethe-Hauses, auf den Goethe-Garten und den historischen Teil des Hochstiftsgebäudes fallen. © massow-picture

Mit dem Neubau erhalte die Romantik-Forschung des Freien Deutschen Hochstifts ein museales Pendant im Ausstellungsbereich hob Boris Rhein, Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, hervor: „Die Landesregierung investiert insgesamt mehr als zehn Millionen Euro, um das Konzept der ,Achse der Romantik in Hessen‘ zu ermöglichen. Ein wichtiger Teil dieses Romantik-Konzepts ist der Bau des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt, den die Landesregierung mit vier Millionen Euro unterstützt. Grundlage für das neue Museum ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur und die wertvolle Sammlung bildender Kunst und Alltagskultur der deutschen Romantik im Freien Deutschen Hochstift. Damit erhält die herausragende Sammlung von Handschriften und Gemälden der deutschen Romantik ein repräsentatives Gebäude in direkter Nähe zum Goethe-Haus.“

„Wir kommen mit großen Schritten voran“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann beim Spatenstich für das neue Museum. „Schon bald können sich Bürgerinnen und Bürger auf ein tolles Ensemble aus Museum, Wohnungen und Cantate-Saal freuen. Auf der europäischen Landkarte der Romantik ist Frankfurt mit den Exponaten zu Goethe, den Brentanos oder Eichendorff künftig eine Top-Adresse“, sagte Frankfurts Stadtoberhaupt.

„Mit dem Deutschen Romantik-Museum bekommt Frankfurt am Main einen Ort von republikweiter, wenn nicht internationaler Strahlkraft“, unterstrich Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth die Bedeutung des Vorhabens. Durch die Gestaltung der Goethehöfe entstehe „ein außergewöhnlicher Ort in der Innenstadt“

Das Deutsche Romantik-Museum ist ein Projekt des Freien Deutschen Hochstifts. Es entsteht als Erweiterungsbau des Goethe-Museums. Realisieren lässt es sich mit Unterstützung des Bundes, des Landes Hessen, der Stadt Frankfurt und zahlreicher privater Geldgeber.

Deutsches Romantik-Museum Fassade mit Goethe Haus © Christoph Mäckler Architekten
Deutsches Romantik-Museum Fassade mit Goethe Haus
© Christoph Mäckler Architekten

Für das Ensemble am Großen Hirschgraben sind neben dem Deutschen RomantikMuseum auch Wohnungen vorgesehen. Der Cantate-Saal wird saniert und bleibt für die Kultur erhalten. Das Gesamtensemble entsteht nach dem städtebaulichen Entwurf des Büros Michael A. Landes. Dieser zeichnet verantwortlich für die Wohnbebauung, den Cantate-Saal und den Hof. Die ABG FRANKFURT HOLDING plant, auf dem Grundstück auch Wohnungen zu errichten.

Das Architekturbüro Christoph Mäckler Architekten plant das Deutsche RomantikMuseum. Die Juroren, die über die Pläne für den Museumsbau bei dem Architektenwettbewerb im vorigen Jahr zu befinden hatten, befürworteten seinen Entwurf, der „respektvoll“ mit der historischen Substanz der Nachbarschaft umgehe.

„Der architektonische Entwurf für das neue Museumsgebäude, den Christoph Mäckler in engem Kontakt mit den Verantwortlichen des Hochstifts entwickelt hat, entspricht unseren Vorstellungen. Wir freuen uns auf die Realisierung; die neuen räumlichen Möglichkeiten werden unsere Arbeit beflügeln“, sagte Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts.

Bauherr für das Projekt ist die ABG FRANKFURT HOLDING. „Wir setzen auf architektonische Qualität“, sagte ABG-Geschäftsführer Frank Junker: „Deswegen kooperieren wir auch mit den beiden Frankfurter Architekten Landes und Mäckler. Sie haben sich in der Planungsgemeinschaft Goethehöfe zusammengeschlossen: Herr Landes für die Wohnbebauung und den Cantate-Saal, Herr Mäckler für das Deutsche Romantik-Museum.“

Bis zum Frühjahr 2019 könnte der Bau realisiert sein. Die Eröffnung des Museumserweiterungsbaus ist für Spätsommer 2019 vorgesehen. Die Kosten für das Deutsche Romantik-Museum sind auf 16 Millionen Euro veranschlagt. Diese werden mit jeweils vier Millionen Euro von Bund und Land, 1,8 Millionen von der Stadt Frankfurt, die auch das Grundstück zur Verfügung stellt, und 6,2 Millionen von privaten Spendern finanziert. Zu den Förderern zählen die Deutsche Bank AG und die Ernst Max von Grunelius-Stiftung sowie der Kölner Galerist Karsten Greve, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Wüstenrot Stiftung. Dazu kommen weitere, mehr als 1.100 Privatspender.

Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts Carl L. von Boehm-Bezing dankte Bund, Land und Stadt sowie den privaten Geldgebern und Stiftungen ausdrücklich für ihre kontinuierliche Unterstützung. „Wir sind glücklich und dankbar, dass die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und privaten Unterstützern schließlich zum Erfolg unseres gemeinsamen Projekts geführt hat.“

Modell des Deutschen Romantik Museums, welches unmittelbar an das Goethehaus (r.) anschließen wird. Foto: © massow-picture
Modell des Deutschen Romantik Museums, welches unmittelbar an das Goethehaus (r.) anschließen wird. Foto: © massow-picture

Das neue Museumsgebäude soll sich unmittelbar an die südliche Grundstücksgrenze des Hochstiftsgeländes anschließen. Vorgesehen sind Ausstellungsflächen von ca. 400 qm für die Gemäldegalerie der Goethezeit, 400 qm für die Epoche der Romantik, 400 qm Wechselausstellungsbereich sowie ein Eingangsbereich mit Kasse, Funktionsräumen, Museums-Laden. Er wird dem neuen Museum zugleich mit dem benachbarten Goethe-Haus ein angemessenes Entree bieten. Aus den Ausstellungsräumen fällt der Blick auf die rückseitige Fassade und den Hof des Goethe-Hauses, auf den Goethe-Garten und den historischen Teil der Hochstiftsgebäude. Der Wechselausstellungsbereich erhält eine direkte Anbindung an die Kellermagazine des Hochstifts.

Das europäische Romantikverständnis wird Inhalt und Botschaft des Museums sein. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Goethe-Haus und -Museum trägt es zentral der Tatsache Rechnung, dass Goethe selbst weltweit als der wichtigste deutsche Romantiker gilt. Im Zentrum der Auseinandersetzung mit den kulturellen Leistungen der für die deutsche Geschichte und Politik folgenreichen Epochen wird im neuen Museum die Frage nach den literarisch und philosophisch fundierten Konturen des modernen westlich-europäischen Menschenbildes und dessen Realisierung im demokratisch verfassten Staat stehen. Im romantischen Aufbruch des ausgehenden 18. Jahrhunderts liegen wesentliche Wurzeln dieses Bildes. Dieser Aufbruchsgedanke wurde entscheidend vom jungen (Frankfurter) Goethe inspiriert, dessen spätes Konzept einer ‚Weltliteratur‘ wiederum nicht ohne die europäischen Romantiker denkbar ist.

„Der Nachtmahr“ aus dem Jahr 1790 (Frankfurter Goethe-Museum) das Sinnbild der schwarzen Romantik, von Johann Heinrich Füssli, wird im Deutschen Romantik Museum eine neue adäquate Heimat finden.  Foto: © Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift
„Der Nachtmahr“ aus dem Jahr 1790 (Frankfurter Goethe-Museum) das Sinnbild der schwarzen Romantik, von Johann Heinrich Füssli, wird im Deutschen Romantik Museum eine neue adäquate Heimat finden. Foto: © Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift

Das Ausstellungskonzept wird die Präsentation von hochkarätigen Originalen (Manuskripte, Graphik Gemälde, Gebrauchsgegenstände) mit interaktiven und experimentellen Ausstellungsformen verbinden. Geplant ist ein ‚Erlebnismuseum‘. Es soll eine multimediale – im romantischen Sinn synästetische – Umsetzung von Schlüsselideen, Basiswissen und Personennetzwerken bieten.

Quelle und weitere Informationen: https://deutsches-romantik-museum.de/das-projekt